Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1R105/20 1Ob623/49 1Ob6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0041797

Geschäftszahl

1R105/20; 1Ob623/49; 1Ob692/50 (1Ob693/50); 1Ob152/51; 1Ob339/52; 1Ob980/52 (1Ob981/52); 2Ob61/53; 3Ob42/53; 2Ob136/53; 3Ob371/55; 1Ob146/58; 3Ob232/59; 3Ob470/54; 2Ob250/57; 1Ob162/61; 4Ob316/62 (4Ob317/62); 5Ob269/62; 6Ob51/63 (6Ob52/63, 6Ob154/63); 6Ob297/63; 3Ob30/64; 2Ob5/65 (2Ob6/65, 2Ob7/65); 5Ob206/67 (5Ob209/67, 5Ob210/67, 5Ob239/67); 8Ob83/68; 5Ob94/69; 1Ob32/70; 2Ob374/70; 8Ob271/70; 6Ob197/71; 5Ob222/71; 2Ob270/71; 3Ob79/72; 8Ob266/72; 6Ob20/73; 2Ob141/73; 7Ob192/74; 8Ob201/74; 4Ob615/74; 5Ob42/75; 2Ob61/76; 8Ob134/76; 3Ob93/76; 1Ob536/77; 3Ob66/77; 8Ob512/78; 8Ob125/78; 8Ob147/78; 7Ob568/79; 6Ob569/79; 4Ob548/79; 5Ob587/80 (5Ob588/80); 4Ob19/81; 6Ob573/81; 1Ob603/81; 7Ob646/81; 3Ob61/81; 1Ob728/81; 7Ob748/81; 2Ob244/81; 2Ob516/82; 4Ob55/82; 3Ob580/82; 8Ob79/83; 3Ob105/83; 3Ob511/85 (3Ob512/85); 8Ob65/86; 8Ob659/86; 3Ob598/87; 3Ob77/88; 8Ob597/88; 6Ob528/90; 3Ob1522/90; 8Ob614/90; 8Ob576/92; 1Ob7/93; 7Ob26/93; 5Ob560/93; 7Ob609/93; 7Ob611/93; 7Ob35/93; 3Ob23/94; 9ObA16/94 (9ObA17/94); 2Ob2115/96k; 6Ob502/96; 2Ob14/95; 2Ob2260/96h; 1Ob2327/96d; 1Ob392/97x; 2Ob149/98w; 9ObA291/98d; 7Ob100/99b; 6Ob20/99f; 1Ob121/99x; 6Ob264/99p; 9ObA11/00h; 2Ob61/00k; 8Ob138/00b; 8Ob168/00i; 4Ob195/00f; 9Ob58/01x; 5Ob275/01d; 1Ob59/02m; 7Ob24/02h; 6Ob95/02t; 5Ob35/03p; 8Ob28/03f; 9Ob33/05a; 8Ob29/06g; 9Ob123/06p; 2Ob180/06v; 5Ob252/07f; 2Ob21/08i; 8Ob54/08m; 4Ob79/08h; 6Ob22/08s; 10ObS151/08s; 5Ob217/09m; 2Ob179/09a; 7Ob170/10s; 2Ob18/11b; 3Ob2/11g; 2Ob96/11y; 6Ob117/12t; 2Ob92/12m; 5Ob248/12z; 1Ob52/13y; 3Ob93/16x; 4Ob66/17k; 4Ob97/17v; 7Ob49/18h; 9Ob93/18v

Entscheidungsdatum

01.06.1920

Norm

ZPO §419 D
ZPO §464 I
ZPO §505 Abs2

Rechtssatz

Im Falle der Berichtigung eines Urteiles (§ 419 ZPO) beginnen die Rechtsmittelfristen erst mit der Zustellung der berichtigten Urteilsausfertigung (Spruch Nr 8 neu).

Entscheidungstexte

  • 1 R 105/20
    Entscheidungstext OGH 01.06.1920 1 R 105/20
    Veröff: SZ 2/145
  • 1 Ob 623/49
    Entscheidungstext OGH 01.02.1950 1 Ob 623/49
    Gegenteilig; RH vom 01.12.1941
    Veröff: SZ 23/16 = DREvBl 1943/89
  • 1 Ob 692/50
    Entscheidungstext OGH 20.12.1950 1 Ob 692/50
  • 1 Ob 152/51
    Entscheidungstext OGH 01.03.1951 1 Ob 152/51
  • 1 Ob 339/52
    Entscheidungstext OGH 23.04.1952 1 Ob 339/52
  • 1 Ob 980/52
    Entscheidungstext OGH 17.12.1952 1 Ob 980/52
  • 2 Ob 61/53
    Entscheidungstext OGH 30.01.1953 2 Ob 61/53
    Veröff: JBl 1953,423
  • 3 Ob 42/53
    Entscheidungstext OGH 04.02.1953 3 Ob 42/53
  • 2 Ob 136/53
    Entscheidungstext OGH 25.02.1953 2 Ob 136/53
  • 3 Ob 371/55
    Entscheidungstext OGH 07.09.1955 3 Ob 371/55
  • 1 Ob 146/58
    Entscheidungstext OGH 26.03.1958 1 Ob 146/58
  • 3 Ob 232/59
    Entscheidungstext OGH 16.06.1959 3 Ob 232/59
  • 3 Ob 470/54
    Entscheidungstext OGH 08.09.1954 3 Ob 470/54
    Teilweise abweichend; Beisatz: Kein neuer Fristenlauf, wenn Rechtsmittelwerber auch ohne Berichtigung über den wirklichen Inhalt der Entscheidung nicht im Zweifel sein konnte - Ausschaltung einer missbräuchlichen Verlängerung der Rechtsmittelfrist. (T1)
    Veröff: SZ 27/219
  • 2 Ob 250/57
    Entscheidungstext OGH 08.05.1957 2 Ob 250/57
  • 1 Ob 162/61
    Entscheidungstext OGH 19.04.1961 1 Ob 162/61
    Beisatz: Ablehnung der Entscheidung SZ 27/219. (T2)
  • 4 Ob 316/62
    Entscheidungstext OGH 10.04.1962 4 Ob 316/62
    Beisatz: In der Zwischenzeit überreichte Rechtsmittel sind zwar nicht unzulässig, doch darf bei Erhebung des Rechtsmittels gegen die noch unberichtigte Entscheidung die Rechtsmittelfrist noch nicht abgelaufen sein. (T3)
    Veröff: EvBl 1962/325 S 403 = JBl 1963,270
  • 5 Ob 269/62
    Entscheidungstext OGH 19.10.1962 5 Ob 269/62
  • 6 Ob 51/63
    Entscheidungstext OGH 19.06.1963 6 Ob 51/63
    Teilweise abweichend; Beis wie T1
  • 6 Ob 297/63
    Entscheidungstext OGH 20.11.1963 6 Ob 297/63
    Teilweise abweichend; Beis wie T1
  • 3 Ob 30/64
    Entscheidungstext OGH 18.03.1964 3 Ob 30/64
  • 2 Ob 5/65
    Entscheidungstext OGH 04.02.1965 2 Ob 5/65
    Teilweise abweichend; Beis wie T1
  • 5 Ob 206/67
    Entscheidungstext OGH 08.11.1967 5 Ob 206/67
  • 8 Ob 83/68
    Entscheidungstext OGH 23.04.1968 8 Ob 83/68
    Vgl
  • 5 Ob 94/69
    Entscheidungstext OGH 23.04.1969 5 Ob 94/69
  • 1 Ob 32/70
    Entscheidungstext OGH 26.02.1970 1 Ob 32/70
    Teilweise abweichend; Beis wie T1
  • 2 Ob 374/70
    Entscheidungstext OGH 19.11.1970 2 Ob 374/70
    Teilweise abweichend; Beis wie T1
  • 8 Ob 271/70
    Entscheidungstext OGH 15.12.1970 8 Ob 271/70
  • 6 Ob 197/71
    Entscheidungstext OGH 08.09.1971 6 Ob 197/71
    Veröff: NZ 1972,201
  • 5 Ob 222/71
    Entscheidungstext OGH 20.10.1971 5 Ob 222/71
    Teilweise abweichend; Beis wie T1
  • 2 Ob 270/71
    Entscheidungstext OGH 09.03.1972 2 Ob 270/71
    Teilweise abweichend; Beis wie T1; Beisatz: Kein neuer Fristenlauf auch dann, wenn die (echte) Berichtigung die Stellung des Rechtsmittelwerbers nicht zu seinem Nachteil verändert. (T4)
  • 3 Ob 79/72
    Entscheidungstext OGH 31.08.1972 3 Ob 79/72
    Beis wie T1
  • 8 Ob 266/72
    Entscheidungstext OGH 06.02.1973 8 Ob 266/72
  • 6 Ob 20/73
    Entscheidungstext OGH 08.02.1973 6 Ob 20/73
    Teilweise abweichend; Beis wie T1
    Veröff: RZ 1973/87 S 66 = JBl 1974,102
  • 2 Ob 141/73
    Entscheidungstext OGH 20.09.1973 2 Ob 141/73
    Teilweise abweichend; Beis wie T1; Beisatz: Insbesonders bei nicht angefochtener, aber nicht infolge offenbaren Schreibfehlers berichtigter Kostenentscheidungen (Kontravotum 65). (T5)
  • 7 Ob 192/74
    Entscheidungstext OGH 10.10.1974 7 Ob 192/74
    Teilweise abweichend; Beis wie T1; Beisatz: Bloß Berichtigung der Kostenentscheidung. (T6)
  • 8 Ob 201/74
    Entscheidungstext OGH 22.10.1974 8 Ob 201/74
    Beis wie T1; Beisatz: War aus der noch unberichtigten Urteilsausfertigung nicht erkennbar, in welcher Höhe, ab welchem Zeitpunkt und aus welchem Betrag dem Kläger Zinsen gebühren, beginnt die Rechtsmittelfrist erst mit der Zustellung der berichtigten Urteilsausfertigung. (T7)
  • 4 Ob 615/74
    Entscheidungstext OGH 10.12.1974 4 Ob 615/74
    Teilweise abweichend; Beis wie T1; Beisatz: Dies gilt dann, wenn der Berichtigungsantrag offensichtlich nur darauf abzielt, unter Missbrauch der Einrichtung der Urteilsberichtigung eine Verlängerung oder überhaupt einen neuen Beginn der Rechtsmittelfrist zu erreichen. (T8)
    Veröff: EvBl 1975/224 S 493
  • 5 Ob 42/75
    Entscheidungstext OGH 29.04.1975 5 Ob 42/75
    Teilweise abweichend; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Einfügung des Namens des erkennenden Richters im Urteilskopf. (T9)
  • 2 Ob 61/76
    Entscheidungstext OGH 22.04.1976 2 Ob 61/76
    Teilweise abweichend; Beis wie T1
  • 8 Ob 134/76
    Entscheidungstext OGH 22.09.1976 8 Ob 134/76
  • 3 Ob 93/76
    Entscheidungstext OGH 28.09.1976 3 Ob 93/76
    Beisatz: Infolge Seitenvertauschung unverständliches Urteil. (T10)
  • 1 Ob 536/77
    Entscheidungstext OGH 16.03.1977 1 Ob 536/77
    Beisatz: Da die Praxis Urteilsberichtigungen nicht nur bei "offenbaren" Unrichtigkeiten für zulässig erachtet, kann für die Partei vielfach ungewiss sein, in welcher Richtung eine Berichtigung erfolgen wird. In einem solchen Fall erscheint es gerechtfertigt, die Rechtsmittelfrist erst mit Zustellung der berichtigten Ausfertigung beginnen zu lassen, auch dann wenn die Berichtigung einen für die Ausführung des Rechtsmittels unerheblichen Teil der Entscheidung betrifft. In einem solchen Fall kann auch von einer missbräuchlichen Verlängerung der Rechtsmittelfrist nicht gesprochen werden. (T11)
    Veröff: JBl 1978,100
  • 3 Ob 66/77
    Entscheidungstext OGH 28.06.1977 3 Ob 66/77
    Vgl aber; Beis wie T4; Beisatz: Im Falle der Berichtigung eines Meistbotsverteilungsbeschlusses beginnt eine neue Rechtsmittelfrist nur in Ansehung jener Berechtigten zu laufen, welche von der Berichtigung in irgend einer Weise betroffen sind. (T12)
  • 8 Ob 512/78
    Entscheidungstext OGH 14.03.1978 8 Ob 512/78
    Beis wie T11; Beis wie T8
  • 8 Ob 125/78
    Entscheidungstext OGH 12.07.1978 8 Ob 125/78
    Beis wie T11
  • 8 Ob 147/78
    Entscheidungstext OGH 20.09.1978 8 Ob 147/78
    Beis wie T1
  • 7 Ob 568/79
    Entscheidungstext OGH 28.03.1979 7 Ob 568/79
    Teilweise abweichend; Beis wie T1; Beis wie T8
  • 6 Ob 569/79
    Entscheidungstext OGH 25.04.1979 6 Ob 569/79
    Teilweise abweichend; Beis wie T1; Beisatz: Auch wenn die Berichtigung ohne Parteienantrag von Amts wegen erfolgte. (T13)
  • 4 Ob 548/79
    Entscheidungstext OGH 11.09.1979 4 Ob 548/79
    Beis wie T1; Veröff: EFSlg 34930
  • 5 Ob 587/80
    Entscheidungstext OGH 28.10.1980 5 Ob 587/80
    Beis wie T1
  • 4 Ob 19/81
    Entscheidungstext OGH 17.03.1981 4 Ob 19/81
    Beis wie T1; Beis wie T8; Beis wie T11; Beisatz: Neuer Fristenlauf, wenn das Gericht innerhalb offener Rechtsmittelfrist die den Parteien zugestellten Urteilsausfertigungen von Amts wegen zur Berichtigung wieder abverlangt, ohne gleichzeitig mitzuteilen, um welche Berichtigungen es sich dabei im einzelnen handeln werden. (T14)
    Veröff: Arb 9957
  • 6 Ob 573/81
    Entscheidungstext OGH 30.03.1981 6 Ob 573/81
    Teilweise abweichend; Beis wie T1; Beis wie T4; Beisatz: Den Änderungen der Verfahrensgesetze, insbesonders der ZPO durch das KSchG, ist keinesfalls die Tendenz einer allgemeinen Auflockerung der formellen Rechtskraft gerichtlicher Entscheidungen, die in einem kontradiktorischen Verfahren ergangen sind, zu unterstellen. Die von der Rekurswerberin erwähnten Novellengesetzgebung bietet keinerlei Anlass, von der einschränkenden Anwendung des im Spruch 8 neu ausgesprochenen Grundsatz abzugehen. (T15) Veröff: MietSlg 33652
  • 1 Ob 603/81
    Entscheidungstext OGH 29.04.1981 1 Ob 603/81
    Teilweise abweichend; Beis wie T1; Beis wie T8; Beis wie T11
  • 7 Ob 646/81
    Entscheidungstext OGH 09.07.1981 7 Ob 646/81
    Veröff: SZ 54/103 = RZ 1982/28 S 84
  • 3 Ob 61/81
    Entscheidungstext OGH 26.08.1981 3 Ob 61/81
    Beis wie T1; Beis wie T14
    Veröff: MietSlg 33653
  • 1 Ob 728/81
    Entscheidungstext OGH 18.11.1981 1 Ob 728/81
    Vgl auch
  • 7 Ob 748/81
    Entscheidungstext OGH 04.03.1982 7 Ob 748/81
    Beis wie T1; Beis wie T8; Beis wie T11
  • 2 Ob 244/81
    Entscheidungstext OGH 23.02.1982 2 Ob 244/81
    Beis wie T1
    Veröff: RZ 1983/5 S 47
  • 2 Ob 516/82
    Entscheidungstext OGH 20.04.1982 2 Ob 516/82
    Beisatz: Hier: Berufung erhoben nach Zustellung des Berichtigungsbeschlusses, jedoch vor Zustellung der berechtigten Urteilsausfertigung. (T16)
  • 4 Ob 55/82
    Entscheidungstext OGH 04.05.1982 4 Ob 55/82
    Beis wie T1
  • 3 Ob 580/82
    Entscheidungstext OGH 09.06.1982 3 Ob 580/82
    Beis wie T1; Beis wie T3; Beisatz: Die Anforderungen an die Partei im Falle berichtigungsfähiger Gerichtsfehler dürfen nicht überspannt werden. (T17)
  • 8 Ob 79/83
    Entscheidungstext OGH 22.09.1983 8 Ob 79/83
    Teilweise abweichend; Beis wie T1; Beis wie T11; Beis wie T14
  • 3 Ob 105/83
    Entscheidungstext OGH 12.10.1983 3 Ob 105/83
    Beis wie T1; Beis wie T8
  • 3 Ob 511/85
    Entscheidungstext OGH 30.01.1985 3 Ob 511/85
    Vgl; Beisatz: Hier: Unvollständige Urteilsausfertigung. (T18)
  • 8 Ob 65/86
    Entscheidungstext OGH 04.12.1986 8 Ob 65/86
    Beisatz: Der genannte Grundsatz käme nur dann nicht zum Tragen, wenn die Berichtigung nebensächlicher Art gewesen wäre. (T19)
  • 8 Ob 659/86
    Entscheidungstext OGH 26.02.1987 8 Ob 659/86
    Beis wie T11
  • 3 Ob 598/87
    Entscheidungstext OGH 23.03.1988 3 Ob 598/87
    Beis wie T1; Beisatz: Ist der wirkliche Inhalt des Urteils nicht von Anfang an klar, beginnt die Berufungsfrist erst nach Zustellung des berichtigten Urteiles, Zustellung des Berichtigungsbeschlusses ändert nichts (Ablehnung von RZ 1983/5 und 4 Ob 55/83). (T20)
  • 3 Ob 77/88
    Entscheidungstext OGH 27.05.1988 3 Ob 77/88
    Beis wie T1; Beis wie T6
  • 8 Ob 597/88
    Entscheidungstext OGH 15.09.1988 8 Ob 597/88
    Beis wie T1; Beisatz: Hier musste den Parteien auf Grund der ihnen bekanntgegebenen Absicht des Erstgerichtes, eine Berichtigung nur im Kostenpunkt vorzunehmen, völlig klar sein, dass die Entscheidung in der Hauptsache, durch die allein sie sich beschwert erachteten, keine Änderung erfahren werde. (T21)
  • 6 Ob 528/90
    Entscheidungstext OGH 22.02.1990 6 Ob 528/90
    Teilweise abweichend; Beis wie T1
  • 3 Ob 1522/90
    Entscheidungstext OGH 28.11.1990 3 Ob 1522/90
    Teilweise abweichend; Beis wie T1
  • 8 Ob 614/90
    Entscheidungstext OGH 31.01.1991 8 Ob 614/90
    Teilweise abweichend; Beisatz: Durch die Zustellung des Berichtigungsbeschlusses des Berufungsgerichtes an den Beklagtenvertreter wurde die Rechtsmittelfrist nicht neu in Gang gesetzt, weil der Beklagte durch den offensichtlichen Diktatfehler nicht gehindert war, Revision zu erheben. (T22)
  • 8 Ob 576/92
    Entscheidungstext OGH 25.06.1992 8 Ob 576/92
    Beis wie T1; Beisatz: Berichtigung in einem wesentlichen Punkt des Spruchs, damit dieser dem Klagebegehren entspricht, setzt Frist neuerlich in Lauf. (T23)
  • 1 Ob 7/93
    Entscheidungstext OGH 22.03.1993 1 Ob 7/93
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 26/93
    Entscheidungstext OGH 13.10.1993 7 Ob 26/93
    Beis wie T11
  • 5 Ob 560/93
    Entscheidungstext OGH 07.12.1993 5 Ob 560/93
    Beisatz: Daran vermag auch die vorherige Zustellung des Berichtigungsbeschlusses nichts zu ändern. (T24)
  • 7 Ob 609/93
    Entscheidungstext OGH 15.12.1993 7 Ob 609/93
    Teilweise abweichend; Beis wie T1
  • 7 Ob 611/93
    Entscheidungstext OGH 15.12.1993 7 Ob 611/93
  • 7 Ob 35/93
    Entscheidungstext OGH 23.02.1994 7 Ob 35/93
    Teilweise abweichend; Beis wie T1
    Veröff: VersRdSch 1994,219
  • 3 Ob 23/94
    Entscheidungstext OGH 07.09.1994 3 Ob 23/94
    Auch
    Veröff: SZ 67/143
  • 9 ObA 16/94
    Entscheidungstext OGH 02.02.1994 9 ObA 16/94
  • 2 Ob 2115/96k
    Entscheidungstext OGH 13.06.1996 2 Ob 2115/96k
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T21; Beis wie T18; Beisatz: Im Falle der Zustellung einer unvollständigen oder in nicht unerheblichen Teilen unleserlichen Urteilsausfertigung beginnt die Berufungsfrist nicht schon mit der Zustellung dieser Ausfertigung zu laufen, sondern erst zu dem Zeitpunkt, zu dem erstmals eine vollständige und leserliche Ausfertigung zur Verfügung stand. (T25)
  • 6 Ob 502/96
    Entscheidungstext OGH 22.02.1996 6 Ob 502/96
    Einschränkend; Beis wie T1
  • 2 Ob 14/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1996 2 Ob 14/95
    Beis wie T1
  • 2 Ob 2260/96h
    Entscheidungstext OGH 05.09.1996 2 Ob 2260/96h
    Teilweise abweichend; Beis wie T1
  • 1 Ob 2327/96d
    Entscheidungstext OGH 18.03.1997 1 Ob 2327/96d
    Auch; Beisatz: Wird durch den Berichtigungsbeschluss der gesamte Spruch des Versäumungsurteils nachgetragen, dann beginnt die Frist zur Erhebung des Widerspruchs mit Zustellung der berichtigten Ausfertigung neuerlich zu laufen. (T26)
  • 1 Ob 392/97x
    Entscheidungstext OGH 15.12.1997 1 Ob 392/97x
    Beis wie T1; Beis wie T18; Beisatz: Erlangen die Parteien erst durch die Berichtigung einer Entscheidung volle Klarheit über deren Inhalt, dann beginnt die Rechtsmittelfrist erst mit der Zustellung des Berichtigungsbeschlusses zu laufen. (T27)
    Beisatz: Kombinationen aus dem Akteninhalt und auch aus dem Inhalt der Entscheidung muss eine Partei nicht anstellen, um dadurch zum richtigen Verständnis einer richterlichen Entscheidung zu gelangen. Es ist einer Partei auch nicht zuzumuten, bei einem unvollständigen Urteil Vermutungen dahin anzustellen, was das Erstgericht in den fehlenden Passagen ausgedrückt habe und ob allenfalls sogar wesentliche Tatsachenfeststellungen in diesen fehlenden Begründungsteilen enthalten seien. (T28)
    Beisatz: In einem Fall wie dem vorliegenden kann von einer missbräuchlichen Verlängerung der Rechtsmittelfrist nicht gesprochen werden. Vielmehr wurde durch die Zustellung der berichtigten Urteilsausfertigung eine neue Rechtsmittelfrist in Gang gesetzt. (T29)
  • 2 Ob 149/98w
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 2 Ob 149/98w
    Teilweise abweichend; Beis wie T6; Beis wie T12; Beisatz: Denn im Fall einer bedeutsamen Berichtigung einer Entscheidung im Kostenpunkt steht gegen den berichtigten Teil gemäß § 55 ZPO innerhalb einer neu in Gang gesetzten Frist der Rekurs offen. (T30)
    Beisatz: Die Parteien sind durch eine Berichtigung einer Entscheidung im Kostenpunkt bezüglich der Hauptsache nicht betroffen, weshalb hiedurch für die Anfechtung der Entscheidung in der Hauptsache eine neue Frist nicht in Gang gesetzt wird. (T31)
  • 9 ObA 291/98d
    Entscheidungstext OGH 10.02.1999 9 ObA 291/98d
    Beis wie T1
  • 7 Ob 100/99b
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 7 Ob 100/99b
    Vgl auch; Beisatz: Die Zustellung einer berichtigten Entscheidung setzt wohl eine neue Rechtsmittelfrist in Lauf, verlängert aber nicht die bereits abgelaufene Frist zur Erhebung eines Rechtsmittels gegen die ursprüngliche Entscheidung. (T32)
  • 6 Ob 20/99f
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 6 Ob 20/99f
    teilweise abweichend; Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T27; Beisatz: Die Berichtigung offenbarer, also sofort "ins Auge springender" Unrichtigkeiten berührt den eigentlichen Urteilsinhalt nicht, ändert am Umfang der eingetretenen Rechtskraft nichts und führt nicht zu einem Neubeginn des Laufs der Rechtsmittelfrist. Hier: offenkundigen Verwechslung der Grundstücke der Parteien. (T33)
  • 1 Ob 121/99x
    Entscheidungstext OGH 25.05.1999 1 Ob 121/99x
    Teilweise abweichend; Beisatz: Durch die Zustellung der berichtigten Urteilsausfertigungen wird keine neuerliche Revisionsfrist in Gang gesetzt, wenn die Parteien aufgrund des Inhalts des Berichtigungsbeschlusses keine ernstlichen Zweifel über den Inhalt der Entscheidung des Gerichts zweiter Instanz haben konnten. (T34)
  • 6 Ob 264/99p
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 6 Ob 264/99p
    Vgl aber; Beis wie T1; Beis wie T8; Beis wie T25; Beis wie T27; Beisatz: Es fehlte zwar eine ganze Seite des Berufungsurteils. Aus dem Text der vorangehenden Seite und dem auf der folgenden Seite anschließenden Text, der mit der Wiedergabe der rechtlichen Beurteilung durch das Erstgericht fortsetzt, geht jedoch zwingend hervor, dass auf der fehlenden Seite im Original des Berufungsurteils ausschließlich Teile des Ersturteils wiedergegeben werden. Erst in weiterer Folge beginnt der für eine Anfechtung der Berufungsentscheidung wesentliche Teil des Berufungsurteils, der sich mit den einzelnen in der Berufung geltend gemachten Berufungsgründen befasst. Die fehlende Seite betraf, wie auch für die Parteien des Verfahrens eindeutig erkennbar war, bloß einen Teil des Urteilstatbestandes, der für die Entscheidung des Berufungsgerichtes und vor allem für deren Bekämpfung nicht wesentlich war. Die Frist des § 508 Abs 2 ZPO beginnt bereits mit der Zustellung der unvollständigen und nicht erst mit der Zustellung der durch die fehlende Seite ergänzten Berufungsentscheidung zu laufen. (T35)
  • 9 ObA 11/00h
    Entscheidungstext OGH 02.03.2000 9 ObA 11/00h
    Beis wie T1
  • 2 Ob 61/00k
    Entscheidungstext OGH 16.03.2000 2 Ob 61/00k
    Beis wie T1 nur: Kein neuer Fristenlauf, wenn Rechtsmittelwerber auch ohne Berichtigung über den wirklichen Inhalt der Entscheidung nicht im Zweifel sein konnte. (T36)
    Beis wie T17; Beis wie T20; Beis wie T27; Beis wie T28 nur: Es ist einer Partei auch nicht zuzumuten, bei einem unvollständigen Urteil Vermutungen dahin anzustellen, was das Erstgericht in den fehlenden Passagen ausgedrückt habe und ob allenfalls sogar wesentliche Tatsachenfeststellungen in diesen fehlenden Begründungsteilen enthalten seien. (T37)
    Beis wie T33 nur: Die Berichtigung offenbarer, also sofort "ins Auge springender" Unrichtigkeiten berührt den eigentlichen Urteilsinhalt nicht, ändert am Umfang der eingetretenen Rechtskraft nichts und führt nicht zu einem Neubeginn des Laufs der Rechtsmittelfrist. (T38)
    Beisatz: Hier: Ein mehrgliedriger Urteilsspruch wurde in einem wesentlichen Punkt abgeändert. (T39)
  • 8 Ob 138/00b
    Entscheidungstext OGH 11.05.2000 8 Ob 138/00b
    Vgl aber; Beis wie T13; Beis wie T36
  • 8 Ob 168/00i
    Entscheidungstext OGH 13.07.2000 8 Ob 168/00i
    Teilweise abweichend; Beis wie T13; Beis wie T33; Beis wie T35; Beis wie T36; Beisatz: Die Berichtigung der unrichtigen Angabe des Entscheidungsdatums in den Ausfertigungen löst keine neue Rechtsmittelfrist aus. (T40)
  • 4 Ob 195/00f
    Entscheidungstext OGH 13.09.2000 4 Ob 195/00f
    Vgl auch
  • 9 Ob 58/01x
    Entscheidungstext OGH 14.03.2001 9 Ob 58/01x
    Teilweise abweichend, Beis wie T38; Beisatz: Wohl kann ein neuer Fristenlauf dann beginnen, wenn das Gericht innerhalb offener Rechtsmittelfrist die den Parteien zugestellten Urteilsausfertigungen von Amts wegen zur Berichtigung wieder abverlangt, doch wird dies regelmäßig nur dann der Fall sein, wenn nicht gleichzeitig mitgeteilt wird, um welche Berichtigungen es sich dabei im Einzelnen handeln werde. (T41)
  • 5 Ob 275/01d
    Entscheidungstext OGH 11.12.2001 5 Ob 275/01d
    Teilweise abweichend; Beis wie T36
    Veröff: SZ 74/195
  • 1 Ob 59/02m
    Entscheidungstext OGH 02.04.2002 1 Ob 59/02m
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T13; Beis wie T33; Beis wie T34; Beis wie T36; Beisatz: Hier: Keine Lösung der Frage, ob Frist mit Zustellung des Berichtigungsbeschlusses oder des berichtigten Urteiles zu laufen beginnt. (T42)
  • 7 Ob 24/02h
    Entscheidungstext OGH 28.04.2002 7 Ob 24/02h
    Teilweise abweichend; Beis wie T1; Beis wie T13; Beis wie T27; Beis ähnlich wie T31; Beisatz: Hier: Anspruch, dass die ordentliche Revision nicht zulässig sei, bei eingehender Begründung der Revisionszulässigkeit. (T43)
  • 6 Ob 95/02t
    Entscheidungstext OGH 16.05.2002 6 Ob 95/02t
    Beis wie T38; Beisatz: Hier: Entscheidung wurde noch vor Zustellung zurückgefordert. (T44)
  • 5 Ob 35/03p
    Entscheidungstext OGH 11.03.2003 5 Ob 35/03p
    Teilweise abweichend; Beis ähnlich wie T36
  • 8 Ob 28/03f
    Entscheidungstext OGH 07.08.2003 8 Ob 28/03f
    Auch; Beis wie T23
  • 9 Ob 33/05a
    Entscheidungstext OGH 29.06.2005 9 Ob 33/05a
    Beis wie T1; Beisatz: Bestand aber schon vor der Berichtigung für beide Parteien Klarheit darüber, dass der Entscheidungswille des Erstgerichtes auf den - später - berichtigten Inhalt gerichtet war, konnte mit der Zustellung des Berichtigungsbeschlusses keine neue Berufungsfrist zu laufen beginnen. (T45)
  • 8 Ob 29/06g
    Entscheidungstext OGH 30.03.2006 8 Ob 29/06g
    Beis wie T27; Beis wie T28 nur: Kombinationen aus dem Akteninhalt und auch aus dem Inhalt der Entscheidung muss eine Partei nicht anstellen, um dadurch zum richtigen Verständnis einer richterlichen Entscheidung zu gelangen. Es ist einer Partei auch nicht zuzumuten, bei einem unvollständigen Urteil Vermutungen dahin anzustellen, was das Erstgericht in den fehlenden Passagen ausgedrückt habe. (T46)
  • 9 Ob 123/06p
    Entscheidungstext OGH 15.11.2006 9 Ob 123/06p
    Beis wie T1; Beis wie T45
  • 2 Ob 180/06v
    Entscheidungstext OGH 23.03.2007 2 Ob 180/06v
    Vgl; Auch Beis wie T20; Auch Beis wie T27; Beisatz: Wurde eine berichtigte Entscheidung nicht einmal noch zugestellt, ab welchem Zeitpunkt die Berufungsfrist neu zu laufen begonnen hätte, dann ist die vom Berufungsgericht über die bereits gegen das unberichtigte Urteil erhobene Berufung verfrüht gefällte Entscheidung jedenfalls mit einem Mangel in der Qualität des § 503 Z 2 ZPO behaftet und daher (ersatzlos) zur Nachholung der unverzichtbaren Verfahrensschritte aufzuheben. (T47)
  • 5 Ob 252/07f
    Entscheidungstext OGH 04.03.2008 5 Ob 252/07f
    Vgl; Beisatz: Der außerordentliche Revisionsrekurs der Antragsgegnerin ist rechtzeitig, weil das Rekursgericht - nach Ablauf der ursprünglichen Rechtsmittelfrist über Antrag der Antragstellerin - eine „Berichtigung" seines Sachbeschlusses vornahm, deren Inhalt und Umfang für die Antragsgegnerin nicht absehbar war und die deshalb eine neue Rechtsmittelfrist auslöste. (T48)
  • 2 Ob 21/08i
    Entscheidungstext OGH 27.03.2008 2 Ob 21/08i
    Vgl; Beis wie T1
  • 8 Ob 54/08m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2008 8 Ob 54/08m
    Vgl; Beisatz: Die Berichtigung eines Urteils löst keine neue Rechtsmittelfrist aus, wenn der Rechtsmittelwerber auch ohne Berichtigung über den wirklichen Inhalt der Entscheidung nicht in Zweifel sein konnte. (T49)
    Beisatz: Hier: Fehlen eines Worts im - sich ansonsten vollständig mit dem erhobenen Klagebegehren deckenden - Urteilsspruch (kein Zweifel am Entscheidungswillen des Erstgerichts). (T50)
  • 4 Ob 79/08h
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 4 Ob 79/08h
    Beis wie T1
  • 6 Ob 22/08s
    Entscheidungstext OGH 21.02.2008 6 Ob 22/08s
    Vgl; Beisatz: Die Frage, ob durch die Berichtigung einer Entscheidung eine weitere Rechtsmittelfrist zu laufen begonnen hat, übersteigt an Bedeutung nicht das konkrete Verfahren und ist daher nicht als erheblich im Sinne des § 62 Abs 1 AußStrG anzusehen, sofern dem Rekursgericht bei seiner Entscheidung nicht eine krasse Fehlbeurteilung oder eine Verkennung maßgeblicher Entscheidungs- und Sachverhaltskriterien vorzuwerfen ist. (T51)
  • 10 ObS 151/08s
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 10 ObS 151/08s
    Auch; Beisatz: Nach Berichtigung einer Entscheidung beginnt aber jedenfalls nur dann eine neue Rechtsmittelfrist zu laufen, wenn die Parteien erst durch die Berichtigung volle Klarheit über den Entscheidungsinhalt erlangen konnten. (T52)
  • 5 Ob 217/09m
    Entscheidungstext OGH 11.02.2010 5 Ob 217/09m
    Vgl; Beisatz: Hier: Vom Berufungsgericht nach Eintritt der Rechtskraft seines Urteils gefasster Berichtigungsbeschluss: Da die - nach Eintritt der Rechtskraft - erfolgte Urteilsberichtigung namentlich im Umfang der vom Berufungsgericht amtswegig vorgenommenen Änderungen für die Parteien nicht absehbar war, löste diese den Lauf einer neuen Rechtsmittelfrist aus. Die gegen das berichtigte Urteil erhobene Revision ist daher weder durch das seinerzeit gegen das ursprüngliche Urteil gerichtete Rechtsmittel konsumiert noch verspätet. (T53)
  • 2 Ob 179/09a
    Entscheidungstext OGH 25.03.2010 2 Ob 179/09a
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T27; Vgl Beis wie T36; Auch Beis wie T11; Vgl Beis wie T14; Auch Beis wie T41; Beisatz: In den Fällen, in denen das Gericht innerhalb offener Rechtsmittelfrist die den Parteien zugestellten Urteilsausfertigungen von Amts wegen zur Berichtigung wieder abverlangt kommt es für die Frage des Beginns eines neuen Fristenlaufs darauf an, ob die Parteien - etwa aufgrund einer entsprechenden Mitteilung des Gerichts oder eines bereits ergangenen, ihnen zugestellten Berichtigungsbeschlusses - vom Umfang der (beabsichtigten) Berichtigung in Kenntnis gesetzt worden sind. (T54)
    Beisatz: Hier: Auf Grund der mit der Abforderung der Urteilsausfertigung verbundenen Mitteilung des Erstgerichts an die beklagten Parteien, es sei irrtümlich ein Urteilsentwurf statt der Urteilsendfassung übermittelt worden, konnten die Parteien zwar davon ausgehen, dass das Erstgericht eine Berichtigung der Urteilsausfertigung vornehmen werde; es war für sie aber nicht erkennbar, in welche Richtung sie erfolgen wird. (T55)
  • 7 Ob 170/10s
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 7 Ob 170/10s
    Vgl aber; Beis ähnlich wie T31
  • 2 Ob 18/11b
    Entscheidungstext OGH 05.05.2011 2 Ob 18/11b
    Auch; Beis wie T7
  • 3 Ob 2/11g
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 3 Ob 2/11g
    Vgl auch
  • 2 Ob 96/11y
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 96/11y
    Vgl; Beis wie T31; Beis wie T32; Beis wie T4
  • 6 Ob 117/12t
    Entscheidungstext OGH 22.06.2012 6 Ob 117/12t
    Beis wie T45; Beis ähnlich wie T50
  • 2 Ob 92/12m
    Entscheidungstext OGH 25.10.2012 2 Ob 92/12m
    Auch; Auch Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T45; Beis wie T52
  • 5 Ob 248/12z
    Entscheidungstext OGH 21.03.2013 5 Ob 248/12z
    Teilweise abweichend, Auch Beis wie T1; Auch Beis wie T43; Auch Beis wie T45
  • 1 Ob 52/13y
    Entscheidungstext OGH 11.04.2013 1 Ob 52/13y
    Vgl auch; Beis wie T34; Beis wie T49
  • 3 Ob 93/16x
    Entscheidungstext OGH 13.07.2016 3 Ob 93/16x
    Auch; Beis wie T49; Beis wie T52
  • 4 Ob 66/17k
    Entscheidungstext OGH 26.09.2017 4 Ob 66/17k
    Vgl
  • 4 Ob 97/17v
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 4 Ob 97/17v
    Auch; Beis wie T52
  • 7 Ob 49/18h
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 49/18h
    Vgl aber; Beis wie T1; Beis wie T33
  • 9 Ob 93/18v
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 9 Ob 93/18v
    Teilweise abweichend; Beis wie T1; Beis wie T34; Beis wie T36; Beis wie T45; Beis wie T49; Beis wie T43

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1920:RS0041797

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19200601_OGH0002_00100R00105_2000000_001

Rechtssatz für 3Ob168/53 1Ob620/56 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0033449

Geschäftszahl

3Ob168/53; 1Ob620/56; 7Ob80/56 (7Ob81/56); 8Ob259/67; 4Ob503/71; 8Ob195/71; 4Ob8/72; 4Ob583/72; 1Ob48/73; 5Ob590/76; 7Ob601/76; 2Ob157/76; 6Ob634/76; 8Ob562/76; 6Ob704/78; 8Ob609/78; 3Ob664/79; 1Ob34/79; 6Ob816/80; 6Ob632/81; 7Ob654/82; 5Ob529/82; 3Ob83/83; 2Ob105/83; 14ObA53/87; 8Ob618/87; 6Ob703/89; 6Ob616/92; 1Ob2011/96h; 3Ob282/00t; 3Ob184/01g; 1Ob59/02m; 7Ob20/18v

Entscheidungsdatum

11.03.1953

Norm

ABGB §1422

Rechtssatz

Die Erklärung, die Forderung einlösen zu wollen, kann auch stillschweigend durch konkludente Handlungen erfolgen, wenn dies der Verkehrssitte entspricht.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 168/53
    Entscheidungstext OGH 11.03.1953 3 Ob 168/53
    Veröff: EvBl 1953/268 S 353
  • 1 Ob 620/56
    Entscheidungstext OGH 12.12.1956 1 Ob 620/56
  • 7 Ob 80/56
    Entscheidungstext OGH 04.04.1956 7 Ob 80/56
    Veröff: EvBl 1956/248 S 465
  • 8 Ob 259/67
    Entscheidungstext OGH 17.10.1967 8 Ob 259/67
    Veröff: JBl 1969,149
  • 4 Ob 503/71
    Entscheidungstext OGH 19.01.1971 4 Ob 503/71
  • 8 Ob 195/71
    Entscheidungstext OGH 07.07.1971 8 Ob 195/71
    Beisatz: Beim gespaltenen Schuldverhältnis kann der Dritte zwar die Mietzinsschuld des Mieters im eigenen Namen an den Vermieter entrichten, muß aber spätestens im Augenblick der Zahlung den Vermieter bekanntgeben, daß er die Schuld des Mieters tilgen wolle. (T1) Veröff: MietSlg 23212
  • 4 Ob 8/72
    Entscheidungstext OGH 08.02.1972 4 Ob 8/72
    Veröff: Arb 8978
  • 4 Ob 583/72
    Entscheidungstext OGH 20.10.1972 4 Ob 583/72
  • 1 Ob 48/73
    Entscheidungstext OGH 21.03.1973 1 Ob 48/73
    Beis wie T1
  • 5 Ob 590/76
    Entscheidungstext OGH 15.06.1976 5 Ob 590/76
  • 7 Ob 601/76
    Entscheidungstext OGH 01.07.1976 7 Ob 601/76
  • 2 Ob 157/76
    Entscheidungstext OGH 16.09.1976 2 Ob 157/76
  • 6 Ob 634/76
    Entscheidungstext OGH 02.12.1976 6 Ob 634/76
    Veröff: SZ 49/149
  • 8 Ob 562/76
    Entscheidungstext OGH 19.01.1977 8 Ob 562/76
  • 6 Ob 704/78
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 6 Ob 704/78
  • 8 Ob 609/78
    Entscheidungstext OGH 01.03.1979 8 Ob 609/78
  • 3 Ob 664/79
    Entscheidungstext OGH 09.04.1980 3 Ob 664/79
  • 1 Ob 34/79
    Entscheidungstext OGH 16.04.1980 1 Ob 34/79
    Veröff: JBl 1981,93 (Hoyer)
  • 6 Ob 816/80
    Entscheidungstext OGH 18.02.1981 6 Ob 816/80
  • 6 Ob 632/81
    Entscheidungstext OGH 13.01.1982 6 Ob 632/81
    Auch
  • 7 Ob 654/82
    Entscheidungstext OGH 09.09.1982 7 Ob 654/82
  • 5 Ob 529/82
    Entscheidungstext OGH 05.04.1983 5 Ob 529/82
    Beisatz: In den Umständen kann ein stillschweigendes Verlangen nach Abtretung der Rechte erblickt werden, das vielfach sogar geradezu als selbstverständlich anzusehen ist. (T2)
  • 3 Ob 83/83
    Entscheidungstext OGH 29.06.1983 3 Ob 83/83
  • 2 Ob 105/83
    Entscheidungstext OGH 17.01.1984 2 Ob 105/83
    Beis wie T2
  • 14 ObA 53/87
    Entscheidungstext OGH 17.06.1987 14 ObA 53/87
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 618/87
    Entscheidungstext OGH 09.02.1988 8 Ob 618/87
    Veröff: JBl 1988,379 = ÖBA 1988,1035
  • 6 Ob 703/89
    Entscheidungstext OGH 08.02.1990 6 Ob 703/89
  • 6 Ob 616/92
    Entscheidungstext OGH 12.11.1992 6 Ob 616/92
  • 1 Ob 2011/96h
    Entscheidungstext OGH 27.02.1996 1 Ob 2011/96h
    Vgl
  • 3 Ob 282/00t
    Entscheidungstext OGH 25.04.2001 3 Ob 282/00t
    Beis wie T2
  • 3 Ob 184/01g
    Entscheidungstext OGH 21.11.2001 3 Ob 184/01g
    Auch; Beisatz: Hier: Einlösungswille aufgrund gegenteiliger Anhaltspunkte verneint. (T3)
  • 1 Ob 59/02m
    Entscheidungstext OGH 02.04.2002 1 Ob 59/02m
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Ein solcher rechtlicher Schluss kann aber dann nicht gezogen werden, wenn der Leistende durch eine Zahlung mit Tilgungswillen eine eigene Kreditschuld deckte. (T4)
  • 7 Ob 20/18v
    Entscheidungstext OGH 04.07.2018 7 Ob 20/18v
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0033449

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19530311_OGH0002_0030OB00168_5300000_002

Rechtssatz für 3Ob541/55 (3Ob542/55) 1O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0033441

Geschäftszahl

3Ob541/55 (3Ob542/55); 1Ob609/84; 14ObA53/87; 9Ob400/97g; 3Ob282/00t; 1Ob59/02m; 9ObA178/02w; 4Ob44/07k; 3Ob9/17w

Entscheidungsdatum

16.11.1955

Norm

ABGB §1422

Rechtssatz

Für den Übergang nach § 1422 ABGB ist wesentlich, dass vor oder bei der Zahlung vom Gläubiger die Abtretung seiner Rechte verlangt wird. Eine später abgegebene Abtretungserklärung hat nur deklarativen Charakter.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 541/55
    Entscheidungstext OGH 16.11.1955 3 Ob 541/55
  • 1 Ob 609/84
    Entscheidungstext OGH 11.07.1984 1 Ob 609/84
    Auch; Beisatz: Der Gläubiger kann die Erklärung des Zahlers, die Abtretung zu verlangen, nicht zurückweisen; er hat sie als einseitiges empfangsbedürftiges Rechtsgeschäft zur Kenntnis zu nehmen. (T1)
  • 14 ObA 53/87
    Entscheidungstext OGH 17.06.1987 14 ObA 53/87
    Vgl; Beisatz: Die in § 1422 ABGB vorgesehene Erklärung, die Forderung einlösen zu wollen, kann nach den Umständen auch als selbstverständlich angesehen werden. (T2)
  • 9 Ob 400/97g
    Entscheidungstext OGH 17.12.1997 9 Ob 400/97g
  • 3 Ob 282/00t
    Entscheidungstext OGH 25.04.2001 3 Ob 282/00t
    Auch; nur: Für den Übergang nach § 1422 ABGB ist wesentlich, dass vor oder bei der Zahlung vom Gläubiger die Abtretung seiner Rechte verlangt wird. (T3)
    Beisatz: Diese Erklärung kann auch konkludent abgegeben beziehungsweise nach den Umständen des Falls als selbstverständlich vorausgesetzt werden. (T4)
  • 1 Ob 59/02m
    Entscheidungstext OGH 02.04.2002 1 Ob 59/02m
    Vgl: Beis wie T2; Beis wie T4
  • 9 ObA 178/02w
    Entscheidungstext OGH 04.12.2002 9 ObA 178/02w
    nur T3; Beis wie T4 nur: Diese Erklärung kann auch konkludent abgegeben werden. (T5)
  • 4 Ob 44/07k
    Entscheidungstext OGH 23.04.2007 4 Ob 44/07k
    Beis wie T4; Veröff: SZ 2007/62
  • 3 Ob 9/17w
    Entscheidungstext OGH 22.02.2017 3 Ob 9/17w
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0033441

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.03.2017

Dokumentnummer

JJR_19551116_OGH0002_0030OB00541_5500000_002

Rechtssatz für 1Ob156/64 8Ob271/70 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0041778

Geschäftszahl

1Ob156/64; 8Ob271/70; 6Ob59/72; 4Ob548/79; 7Ob646/81; 6Ob590/82; 2Ob59/84; 8Ob65/86; 8Ob1004/93; 1Ob608/94; 1Ob59/02m; 1Ob204/06s; 2Ob180/06v; 4Ob79/08h; 10ObS151/08s; 8Ob1/15b

Entscheidungsdatum

16.10.1964

Norm

ZPO §419 D
ZPO §419 E
ZPO §465

Rechtssatz

Wenn im Falle der Berichtigung des Urteiles für eine Partei eine zweifelhafte Lage herbeigeführt wurde, so kann sie ihre bereits gegen das unberichtigte Urteil erhobene Berufung durch einen weiteren Berufungsschriftsatz ergänzen; beide Schriftsätze sind dann als eine Einheit aufzufassen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 156/64
    Entscheidungstext OGH 16.10.1964 1 Ob 156/64
    Veröff: SZ 37/146
  • 8 Ob 271/70
    Entscheidungstext OGH 15.12.1970 8 Ob 271/70
    Vgl; Beisatz: Bei Einbringung der Revision vor Nachtrag des Wertes des Streitgegenstandes (§ 500 Abs 2 ZPO) gemäß § 419 ZPO ist die nach Berichtigung eingebrachte zweite Revision als unzulässig zurückzuweisen. (T1)
  • 6 Ob 59/72
    Entscheidungstext OGH 14.09.1972 6 Ob 59/72
  • 4 Ob 548/79
    Entscheidungstext OGH 11.09.1979 4 Ob 548/79
    Auch; Veröff: EFSlg 34930
  • 7 Ob 646/81
    Entscheidungstext OGH 09.07.1981 7 Ob 646/81
    Veröff: SZ 54/103 = RZ 1982/28 S 84
  • 6 Ob 590/82
    Entscheidungstext OGH 09.06.1982 6 Ob 590/82
  • 2 Ob 59/84
    Entscheidungstext OGH 30.10.1984 2 Ob 59/84
  • 8 Ob 65/86
    Entscheidungstext OGH 04.12.1986 8 Ob 65/86
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Erstattung der Revisionsbeantwortung erst nach Zustellung des berichtigten Urteilsspruches des Berufungsgerichtes. (T2)
  • 8 Ob 1004/93
    Entscheidungstext OGH 08.07.1993 8 Ob 1004/93
  • 1 Ob 608/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 608/94
  • 1 Ob 59/02m
    Entscheidungstext OGH 02.04.2002 1 Ob 59/02m
    Beisatz: Das ursprünglich eingebrachte Rechtsmittel wäre auch durch ein neues ersetzbar. (T3)
  • 1 Ob 204/06s
    Entscheidungstext OGH 19.12.2006 1 Ob 204/06s
    Auch
  • 2 Ob 180/06v
    Entscheidungstext OGH 23.03.2007 2 Ob 180/06v
    Beis wie T3
  • 4 Ob 79/08h
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 4 Ob 79/08h
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Ergänzung der Revision um eine Zulassungsbeschwerde bei allfälliger Nichtzulassung der ordentlichen Revision, wenn im Spruch bloß irrtümlich deren Zulässigkeit ausgesprochen worden sein sollte. (T4)
  • 10 ObS 151/08s
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 10 ObS 151/08s
    Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Nach Berichtigung einer Entscheidung beginnt aber jedenfalls nur dann eine neue Rechtsmittelfrist zu laufen, wenn die Parteien erst durch die Berichtigung volle Klarheit über den Entscheidungsinhalt erlangen konnten. (T5)
  • 8 Ob 1/15b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2015 8 Ob 1/15b
    Beis wie T3; Beisatz: Wenn durch die Berichtigung eine zweifelhafte bzw neue Lage herbeigeführt wird. (T6)
    Beisatz: Die bereits erhobene Berufung kann ergänzt oder durch eine neue ersetzt werden. (T7)
    Beisatz: Unter den hier gegebenen Umständen kann auch die Berufungsbeantwortung ergänzt oder ausgetauscht werden. (T8)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0041778

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.03.2015

Dokumentnummer

JJR_19641016_OGH0002_0010OB00156_6400000_001

Rechtssatz für 4Ob2/72 2Ob191/76 2Ob21...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0037128

Geschäftszahl

4Ob2/72; 2Ob191/76; 2Ob213/76; 7Ob604/77; 6Ob705/77; 5Ob303/78; 8Ob154/78; 7Ob557/82; 1Ob626/84; 4Ob12/85; 2Ob521/85; 2Ob583/85; 1Ob672/85; 7Ob647/87; 1Ob672/89; 8Ob55/89; 2Ob539/90; 9ObA250/90; 8Ob24/90; 8Ob607/92; 8Ob12/92; 1Ob583/93; 9ObA53/94; 9ObA81/94; 7Ob627/93; 4Ob53/94; 9ObA180/94; 8ObA311/95; 7Ob2299/96f; 10ObS56/97a; 2Ob2021/96m; 2Ob309/97y; 8ObA247/97z; 10ObS384/97m; 10ObS90/98b; 7Ob117/98a; 6Ob79/99g; 8ObS42/99y; 8ObA134/99k; 7Ob291/00w; 8ObA104/01d; 1Ob59/02m; 9Ob40/03b; 3Ob61/03x; 10Ob5/05s; 2Ob134/07f; 1Ob66/08z; 8ObA28/08p; 3Ob171/08f; 9Ob16/08f; 4Ob74/09z; 8ObA13/10k; 3Ob238/12i; 9ObA61/15h; 9ObA61/17m

Entscheidungsdatum

29.02.1972

Norm

KO §7
ZPO §165

Rechtssatz

Ein unterbrochenes Verfahren kann nur auf Gerichtsbeschluss (§ 165 Abs 2 ZPO) aufgenommen werden. Weder der Zustellung der Gleichschrift des Aufnahmeantrages an den Masseverwalter noch der Erhebung eines Rechtsmittels kommt die Wirkung der beschlussmäßigen Aufnahme eines nach § 7 Abs 1 KO unterbrochenen Verfahrens zu, weil die Zivilprozessordnung stillschweigende Prozesshandlungen und Entscheidungen nicht kennt (SZ 41/93, RZ 1971, 175).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 2/72
    Entscheidungstext OGH 29.02.1972 4 Ob 2/72
    Veröff: SZ 45/19 = JBl 1973,46
  • 2 Ob 191/76
    Entscheidungstext OGH 28.10.1976 2 Ob 191/76
    Vgl auch
  • 2 Ob 213/76
    Entscheidungstext OGH 11.11.1976 2 Ob 213/76
    Vgl auch; Veröff: SZ 49/135
  • 7 Ob 604/77
    Entscheidungstext OGH 23.06.1977 7 Ob 604/77
  • 6 Ob 705/77
    Entscheidungstext OGH 31.08.1977 6 Ob 705/77
    nur: Ein unterbrochenes Verfahren kann nur auf Gerichtsbeschluss (§ 165 Abs 2 ZPO) aufgenommen werden. (T1) Veröff: EvBl 1978/57 S 157
  • 5 Ob 303/78
    Entscheidungstext OGH 19.09.1978 5 Ob 303/78
  • 8 Ob 154/78
    Entscheidungstext OGH 27.09.1978 8 Ob 154/78
    Auch
  • 7 Ob 557/82
    Entscheidungstext OGH 18.03.1982 7 Ob 557/82
    nur T1; Veröff: EvBl 1982/119 S 401
  • 1 Ob 626/84
    Entscheidungstext OGH 31.08.1984 1 Ob 626/84
    Auch; nur T1; Veröff: GesRZ 1985,32
  • 4 Ob 12/85
    Entscheidungstext OGH 26.02.1985 4 Ob 12/85
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 521/85
    Entscheidungstext OGH 11.06.1985 2 Ob 521/85
    Veröff: RZ 1986/40 S 136
  • 2 Ob 583/85
    Entscheidungstext OGH 08.10.1985 2 Ob 583/85
    Auch
  • 1 Ob 672/85
    Entscheidungstext OGH 11.12.1985 1 Ob 672/85
    nur T1
  • 7 Ob 647/87
    Entscheidungstext OGH 24.09.1987 7 Ob 647/87
    nur: Weil die Zivilprozessordnung stillschweigende Prozesshandlungen und Entscheidungen nicht kennt. (T2)
  • 1 Ob 672/89
    Entscheidungstext OGH 15.11.1989 1 Ob 672/89
    Vgl
  • 8 Ob 55/89
    Entscheidungstext OGH 30.11.1990 8 Ob 55/89
  • 2 Ob 539/90
    Entscheidungstext OGH 05.09.1990 2 Ob 539/90
    nur T1; Beisatz: Beschluss nach § 165 Abs 2 ZPO ist mit Rekurs anfechtbar. (T3)
  • 9 ObA 250/90
    Entscheidungstext OGH 07.11.1990 9 ObA 250/90
    nur T1; Beisatz: Die - für Ansprüche nach § 7 Abs 3 KO im übrigen nicht vorgesehene - Aufforderung des Erstgerichtes an den Masseverwalter, gemäß § 8 KO seinen Eintritt in den Rechtsstreit zu erklären und die Eintrittserklärung des Masseverwalters führen noch nicht zur Aufnahme des unterbrochenen Verfahrens; die Aufnahme des Verfahrens bedarf eines weiteren Beschlusses, des hiefür funktionell vor Vorlage der Revision zuständigen Erstgerichtes. (T4)
  • 8 Ob 24/90
    Entscheidungstext OGH 20.12.1990 8 Ob 24/90
    Beisatz: Hier: Verzicht auf Ausübung der Rechtsanwaltschaft durch Parteienvertreter und Eröffnung des Konkurses über ihn. (T5)
  • 8 Ob 607/92
    Entscheidungstext OGH 24.09.1992 8 Ob 607/92
    nur T1
  • 8 Ob 12/92
    Entscheidungstext OGH 04.02.1993 8 Ob 12/92
    nur T1
  • 1 Ob 583/93
    Entscheidungstext OGH 21.12.1993 1 Ob 583/93
    nur T1; nur T2; Veröff: SZ 66/178
  • 9 ObA 53/94
    Entscheidungstext OGH 06.04.1994 9 ObA 53/94
    nur T1; Beisatz: Der Beschluss ist von dem hiefür funktionell zuständigen Erstgericht zu erlassen, wenn die Unterbrechung zwar im Rechtsmittelstadium, aber noch während des vom Erstgericht durchzuführenden Vorverfahrens eingetreten ist. (T6)
  • 9 ObA 81/94
    Entscheidungstext OGH 04.05.1994 9 ObA 81/94
    nur T2; nur T1; Beisatz: Der Erstattung des Vorlageberichtes kommt die Wirkung einer beschlussmäßigen Wiederaufnahme des Verfahrens nicht zu. (T7)
  • 7 Ob 627/93
    Entscheidungstext OGH 23.03.1994 7 Ob 627/93
    nur T1
  • 4 Ob 53/94
    Entscheidungstext OGH 31.05.1994 4 Ob 53/94
    Auch
  • 9 ObA 180/94
    Entscheidungstext OGH 12.10.1994 9 ObA 180/94
    nur T1
  • 8 ObA 311/95
    Entscheidungstext OGH 28.03.1996 8 ObA 311/95
    Auch; nur T1; Beisatz: Ist die Unterbrechung im Rechtsmittelverfahren nach dem vom Erstgericht durchzuführenden Vorverfahren eingetreten, dann ist im Sinne der Zuständigkeitsbestimmung des § 165 Abs 1 ZPO nach der Aktenvorlage an das Rechtsmittelgericht dieses zur Entscheidung über den Aufnahmeantrag zuständig (hier: Aufnahme des Verfahrens durch den Obersten Gerichtshof). (T8)
  • 7 Ob 2299/96f
    Entscheidungstext OGH 29.01.1997 7 Ob 2299/96f
    Beis wie T8
  • 10 ObS 56/97a
    Entscheidungstext OGH 07.03.1997 10 ObS 56/97a
    nur T1; Beis wie T6; Beisatz: Hier: § 76 Abs 4 ASGG. (T9)
  • 2 Ob 2021/96m
    Entscheidungstext OGH 04.09.1997 2 Ob 2021/96m
    Auch
  • 2 Ob 309/97y
    Entscheidungstext OGH 23.10.1997 2 Ob 309/97y
    nur T1; nur T2; Beisatz: Allein in der Durchführung der unter Ladung der Parteien und ihrer gewählten Vertreter anberaumten mündlichen Berufungsverhandlung mit der Masseverwalterin kann eine förmliche Entscheidung über die Verfahrensaufnahme nicht gesehen werden. (T10)
  • 8 ObA 247/97z
    Entscheidungstext OGH 11.12.1997 8 ObA 247/97z
    nur T1; nur T2
  • 10 ObS 384/97m
    Entscheidungstext OGH 04.11.1997 10 ObS 384/97m
    nur T1; Beis wie T6
  • 10 ObS 90/98b
    Entscheidungstext OGH 10.03.1998 10 ObS 90/98b
    nur T1; Beis wie T6
  • 7 Ob 117/98a
    Entscheidungstext OGH 10.08.1998 7 Ob 117/98a
    nur T1
  • 6 Ob 79/99g
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 6 Ob 79/99g
    Vgl aber; Beisatz: Wenn ein Masseverwalter in einem Aktivprozess des Gemeinschuldners gemäß § 8 KO eintritt und das Erstgericht darüber eine Tagsatzung ausschreibt, diese durchführt und in merito entscheidet, hat es damit schlüssig dem Fortsetzungsantrag gemäß § 166 Abs 2 ZPO stattgegeben, womit die Unterbrechungswirkung des § 7 Abs 1 KO beseitigt wurde. (T11)
  • 8 ObS 42/99y
    Entscheidungstext OGH 09.09.1999 8 ObS 42/99y
    nur T1; Beis wie T8 nur: Ist die Unterbrechung im Rechtsmittelverfahren nach dem vom Erstgericht durchzuführenden Vorverfahren eingetreten, dann ist im Sinne der Zuständigkeitsbestimmung des § 165 Abs 1 ZPO nach der Aktenvorlage an das Rechtsmittelgericht dieses zur Entscheidung über den Aufnahmeantrag zuständig. (T12)
  • 8 ObA 134/99k
    Entscheidungstext OGH 09.12.1999 8 ObA 134/99k
    nur T1; Beis wie T8
  • 7 Ob 291/00w
    Entscheidungstext OGH 14.02.2001 7 Ob 291/00w
    Vgl auch; nur T2
  • 8 ObA 104/01d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2001 8 ObA 104/01d
    Vgl aber; Beis wie T11; Beisatz: Es ist darauf abzustellen, ob durch die nächste das Verfahren vorantreibende Verfügung der Entscheidungswille des Gerichts, das unterbrochene Verfahren aufzunehmen, deutlich erkennbar ist. (T13); Beisatz: Durch die Zustellung einer Gleichschrift des Fortsetzungsantrags ist das Verfahren mit dem Datum der Zustellverfügung im Sinn des § 165 Abs 2 ZPO aufgenommen. (T14)
  • 1 Ob 59/02m
    Entscheidungstext OGH 02.04.2002 1 Ob 59/02m
    nur T1; Beis wie T8; Beisatz: Funktionelle Unzuständigkeit zur Entscheidung über den Aufnahmeantrag kann nach Rechtskraft dieses Beschlusses nicht mehr wahrgenommen werden. (T15)
  • 9 Ob 40/03b
    Entscheidungstext OGH 27.08.2003 9 Ob 40/03b
    Auch; nur T1; Beisatz: Bis ein solcher Aufnahmebeschluss gefasst wird, besteht die durch die Konkurseröffnung eingetretene Unterbrechungswirkung fort. Daran ändert auch die Aufhebung des Konkurses nichts, weil auch in diesem Fall die Aufnahme des Verfahrens eines Parteiantrages und eines Aufnahmebeschlusses bedarf. (T16); Beisatz: Hier: Außerstreitiges Verfahren. (T17)
  • 3 Ob 61/03x
    Entscheidungstext OGH 26.11.2003 3 Ob 61/03x
    Vgl auch; Beis wie T16; Beisatz: Zur Aufnahme des gemäß § 7 Abs 1 KO unterbrochene Verfahrens bedarf es eines Aufnahmeantrags (analog § 165 ZPO). (T18)
  • 10 Ob 5/05s
    Entscheidungstext OGH 06.09.2005 10 Ob 5/05s
    Auch; Beis wie T17; Beisatz: Hier: Schuldenregulierungsverfahren. (T19)
  • 2 Ob 134/07f
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 2 Ob 134/07f
    nur T1
  • 1 Ob 66/08z
    Entscheidungstext OGH 11.08.2008 1 Ob 66/08z
    nur T1; Beis wie T18; Beis wie T19; Beisatz: Eines solchen Aufnahmeantrags beziehungsweise Aufnahmebeschlusses bedarf es auch, wenn das Schuldenregulierungsverfahren nach Einleitung eines Abschöpfungsverfahrens zwischenzeitig wieder aufgehoben wurde. (T20)
  • 8 ObA 28/08p
    Entscheidungstext OGH 02.09.2008 8 ObA 28/08p
    Vgl
  • 3 Ob 171/08f
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 171/08f
    Auch; Beisatz: Die konkursgerichtliche Genehmigung der Prozessführung kann einen Beschluss des Prozessgerichts auf Aufnahme des Verfahrens nicht ersetzen. (T21)
  • 9 Ob 16/08f
    Entscheidungstext OGH 08.10.2008 9 Ob 16/08f
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Die Entscheidung über den Fortsetzungsantrag hat ohne vorhergehende mündliche Verhandlung zu erfolgen und es bedarf keines mündlichen Vortrags des schriftlich gestellten Antrags. (T22); Veröff: SZ 2008/145
  • 4 Ob 74/09z
    Entscheidungstext OGH 09.06.2009 4 Ob 74/09z
    Vgl; Beisatz: Eine Fortführung des Verfahrens setzt einen Aufnahmeantrag sowie einen gerichtlichen Aufnahmebeschluss voraus. (T23); Beisatz: Solange kein Aufnahmebeschluss gefasst wird, besteht die durch die Konkurseröffnung eingetretene Unterbrechungswirkung fort. (T24)
  • 8 ObA 13/10k
    Entscheidungstext OGH 23.03.2010 8 ObA 13/10k
    Vgl auch
  • 3 Ob 238/12i
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 3 Ob 238/12i
    Auch; nur T1
  • 9 ObA 61/15h
    Entscheidungstext OGH 28.05.2015 9 ObA 61/15h
    Auch; Beis wie T13; Beis wie T16; Beis wie T18; Beis wie T23
  • 9 ObA 61/17m
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 9 ObA 61/17m
    Auch; Beis wie T13; Beis wie T14

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0037128

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.08.2017

Dokumentnummer

JJR_19720229_OGH0002_0040OB00002_7200000_002

Rechtssatz für 8Ob2/95 8Ob24/95 1Ob610...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0048272

Geschäftszahl

8Ob2/95; 8Ob24/95; 1Ob610/95; 4Ob604/95; 6Ob2341/96z; 6Ob41/98t; 1Ob127/98b; 9ObA101/99i; 9ObA112/99g; 9ObA331/99p; 8Ob37/00z; 3Ob159/01f; 5Ob127/01i; 1Ob59/02m; 6Ob82/02f; 1Ob71/02a; 3Ob212/03b; 6Ob271/03a; 10ObS185/03h; 8ObA90/04z; 1Ob85/03m; 10Ob21/04t; 10Ob74/05p; 10Ob43/05d; 8Ob79/06k; 8Ob145/06s; 6Ob271/06f; 8Ob125/06z; 8Ob149/06d; 6Ob226/06p; 9Ob43/07z; 2Ob82/06g; 8Ob62/07m; 8Ob57/08b; 10Ob103/07f; 10Ob10/08f; 4Ob140/08d; 6Ob122/07w; 10ObS20/09b; 8Ob62/09i; 5Ob91/09g; 6Ob238/09g; 6Ob113/09z; 9Ob7/10k; 10ObS37/10d; 8Ob41/10b; 3Ob21/10z; 9ObA82/10i; 4Ob97/10h; 1Ob162/10w; 5Ob9/11a; 1Ob51/11y; 5Ob103/11z; 6Ob109/11i; 9Ob55/10v; 9ObA132/10t; 10Ob61/11k; 10Ob63/12f; 3Ob90/13a; 8ObA29/13t; 10Ob11/13k; 9Ob54/13a; 2Ob235/13t; 4Ob197/13v; 8Ob91/13k; 5Ob40/14i; 8Ob57/14m; 9ObA61/14g; 1Ob135/14f; 1Ob172/14x; 7Ob21/15m; 8ObA20/15x; 9ObA81/15z; 9ObA133/15x; 10Ob36/16s; 1Ob204/17g; 3Ob131/18p; 5Ob123/18a; 3Ob184/19h

Entscheidungsdatum

11.05.1995

Norm

ZPO §508a Abs1
ZPO §519 Abs2 F
ZPO §519 Abs2 H
ZPO §526 Abs2 E

Rechtssatz

Die Anfechtung der berufungsgerichtlichen Entscheidung ist nur möglich, wenn das Rechtsmittel die unrichtige Lösung einer im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO erheblichen Rechtsfrage geltend macht (JBl 1992,794). Nur dann muss die rechtliche Beurteilung durch das Berufungsgericht in jeder Richtung überprüft und die in der Rekursbeantwortung vorgebrachten rechtlichen Argumente beachtet (SZ 58/210) werden.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 2/95
    Entscheidungstext OGH 11.05.1995 8 Ob 2/95
  • 8 Ob 24/95
    Entscheidungstext OGH 12.10.1995 8 Ob 24/95
  • 1 Ob 610/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 610/95
  • 4 Ob 604/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 604/95
    Auch; Beisatz: Hat das Gericht zweiter Instanz zu Recht ausgesprochen, dass der Revisionsrekurs zulässig sei, macht der Rechtsmittelwerber dann aber nur solche Gründe geltend, deren Erledigung nicht von der Lösung erheblicher Rechtsfragen abhängt, ist der Rekurs trotz des Ausspruchs der Zulässigkeit durch das Gericht zweiter Instanz zurückzuweisen. (T1)
  • 6 Ob 2341/96z
    Entscheidungstext OGH 05.12.1996 6 Ob 2341/96z
    Beis wie T1
  • 6 Ob 41/98t
    Entscheidungstext OGH 23.04.1998 6 Ob 41/98t
    Beis wie T1
  • 1 Ob 127/98b
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 1 Ob 127/98b
    Beis wie T1; Beisatz: Bei der Prüfung der Zulässigkeit der Revision (des Rekurses) ist der Oberste Gerichtshof an den Ausspruch des Berufungsgerichts nicht gebunden (§ 508a ZPO) und auch nicht auf jene Rechtsfragen beschränkt, die die zweite Instanz zur Begründung ihres Ausspruchs angeführt hat. (T2)
  • 9 ObA 101/99i
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 9 ObA 101/99i
    nur: Die Anfechtung der berufungsgerichtlichen Entscheidung ist nur möglich, wenn das Rechtsmittel die unrichtige Lösung einer im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO erheblichen Rechtsfrage geltend macht. (T3)
    Beis wie T2 nur: Bei der Prüfung der Zulässigkeit der Revision (des Rekurses) ist der Oberste Gerichtshof an den Ausspruch des Berufungsgerichts nicht gebunden (§ 508a ZPO). (T4)
    Beisatz: Hier: § 46 Abs 1 ASGG. (T5)
  • 9 ObA 112/99g
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 9 ObA 112/99g
    Auch; Beis wie T1
  • 9 ObA 331/99p
    Entscheidungstext OGH 26.04.2000 9 ObA 331/99p
    nur T3; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 8 Ob 37/00z
    Entscheidungstext OGH 28.09.2000 8 Ob 37/00z
    Auch; nur T3; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 3 Ob 159/01f
    Entscheidungstext OGH 29.08.2001 3 Ob 159/01f
    Auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 127/01i
    Entscheidungstext OGH 13.11.2001 5 Ob 127/01i
    Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Verfahren nach § 37 MRG. (T6)
  • 1 Ob 59/02m
    Entscheidungstext OGH 02.04.2002 1 Ob 59/02m
    Auch; nur T3; Beis wie T1; Beis wie T4
  • 6 Ob 82/02f
    Entscheidungstext OGH 18.04.2002 6 Ob 82/02f
    auch; nur T3
  • 1 Ob 71/02a
    Entscheidungstext OGH 28.01.2003 1 Ob 71/02a
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 3 Ob 212/03b
    Entscheidungstext OGH 26.09.2003 3 Ob 212/03b
    Auch
  • 6 Ob 271/03a
    Entscheidungstext OGH 27.05.2004 6 Ob 271/03a
    Vgl
  • 10 ObS 185/03h
    Entscheidungstext OGH 18.05.2004 10 ObS 185/03h
    Auch; Beis wie T1
  • 8 ObA 90/04z
    Entscheidungstext OGH 11.11.2004 8 ObA 90/04z
    nur T3; Beis wie T1
  • 1 Ob 85/03m
    Entscheidungstext OGH 27.05.2003 1 Ob 85/03m
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T4
  • 10 Ob 21/04t
    Entscheidungstext OGH 23.05.2005 10 Ob 21/04t
    nur: Die Anfechtung der berufungsgerichtlichen Entscheidung ist nur möglich, wenn das Rechtsmittel die unrichtige Lösung einer im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO erheblichen Rechtsfrage geltend macht (JBl 1992,794). Nur dann muss die rechtliche Beurteilung durch das Berufungsgericht in jeder Richtung überprüft werden. (T7)
  • 10 Ob 74/05p
    Entscheidungstext OGH 06.09.2005 10 Ob 74/05p
    nur T7
  • 10 Ob 43/05d
    Entscheidungstext OGH 18.10.2005 10 Ob 43/05d
    Auch
  • 8 Ob 79/06k
    Entscheidungstext OGH 03.08.2006 8 Ob 79/06k
    Auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 145/06s
    Entscheidungstext OGH 18.12.2006 8 Ob 145/06s
    Be4is wie T1
  • 6 Ob 271/06f
    Entscheidungstext OGH 21.12.2006 6 Ob 271/06f
    Auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 125/06z
    Entscheidungstext OGH 18.12.2006 8 Ob 125/06z
    Auch; Beisatz: Gemäß § 526 Abs 2 ZPO ist der Oberste Gerichtshof bei Prüfung der Zulässigkeit des Rekurses an die Beurteilung der zweiten Instanz über das Vorliegen einer erheblichen Rechtsfrage nicht gebunden. Ist eine erhebliche Rechtsfrage nicht zu lösen, so ist der Rekurs zurückzuweisen. Das betrifft auch Fälle, in denen das Berufungsgericht die Zulässigkeit des Rekurses an sich zu Recht aussprach, der Rekurswerber jedoch nur Gründe geltend machte, deren Erledigung nicht von der Lösung erheblicher Rechtsfragen abhängt. Der Rekurswerber muss daher zumindest eine erhebliche Rechtsfrage aufgeworfen haben, andernfalls verfällt der Rekurs der Zurückweisung. (T8)
  • 8 Ob 149/06d
    Entscheidungstext OGH 31.01.2007 8 Ob 149/06d
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Revision. (T9)
  • 6 Ob 226/06p
    Entscheidungstext OGH 25.05.2007 6 Ob 226/06p
    Auch; Beis ähnlich wie T1; Beis wie T9
  • 9 Ob 43/07z
    Entscheidungstext OGH 25.06.2007 9 Ob 43/07z
    Auch; Beisatz: Dies rechtfertigt die Zulässigkeit der Revision nur dann, wenn darin Rechtsfragen von erheblicher Bedeutung auch konkret releviert werden. (T10)
  • 2 Ob 82/06g
    Entscheidungstext OGH 21.06.2007 2 Ob 82/06g
    Beis wie T1
  • 8 Ob 62/07m
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 8 Ob 62/07m
    nur T3; Beis wie T1
  • 8 Ob 57/08b
    Entscheidungstext OGH 28.04.2008 8 Ob 57/08b
    Auch; Beis wie T10
  • 10 Ob 103/07f
    Entscheidungstext OGH 22.04.2008 10 Ob 103/07f
    Vgl auch
  • 10 Ob 10/08f
    Entscheidungstext OGH 06.05.2008 10 Ob 10/08f
    Auch; Beis wie T10
  • 4 Ob 140/08d
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 4 Ob 140/08d
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 122/07w
    Entscheidungstext OGH 27.02.2009 6 Ob 122/07w
    Auch; Beis wie T1
  • 10 ObS 20/09b
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 20/09b
    Auch; Beis wie T10
  • 8 Ob 62/09i
    Entscheidungstext OGH 19.05.2009 8 Ob 62/09i
    Auch; Beis ähnlich wie T8
  • 5 Ob 91/09g
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 5 Ob 91/09g
    Auch; Beisatz: Ein Rekurs gegen einen Beschluss nach § 519 Abs 1 Z 2 ZPO ist zurückzuweisen, wenn der Rechtsmittelwerber nur Gründe geltend macht, deren Erledigung nicht von der Lösung erheblicher Rechtsfragen abhängt. (T11)
  • 6 Ob 238/09g
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 6 Ob 238/09g
    Vgl
  • 6 Ob 113/09z
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 113/09z
    Vgl auch
  • 9 Ob 7/10k
    Entscheidungstext OGH 03.03.2010 9 Ob 7/10k
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 10 ObS 37/10d
    Entscheidungstext OGH 13.04.2010 10 ObS 37/10d
    Auch; Beis wie T10
  • 8 Ob 41/10b
    Entscheidungstext OGH 19.05.2010 8 Ob 41/10b
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 3 Ob 21/10z
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 3 Ob 21/10z
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T8
  • 9 ObA 82/10i
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 9 ObA 82/10i
    Auch; nur T3; Beis wie T11
  • 4 Ob 97/10h
    Entscheidungstext OGH 09.11.2010 4 Ob 97/10h
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 162/10w
    Entscheidungstext OGH 23.11.2010 1 Ob 162/10w
    Auch; nur T3; Beis ähnlich wie T1; Beis wie T4; Beis wie T10
  • 5 Ob 9/11a
    Entscheidungstext OGH 09.02.2011 5 Ob 9/11a
    Auch; Auch Beis wie T1
  • 1 Ob 51/11y
    Entscheidungstext OGH 28.04.2011 1 Ob 51/11y
    Auch; nur T3; Beis ähnlich wie T1; Beis ähnlich wie T8; Beis wie T9
  • 5 Ob 103/11z
    Entscheidungstext OGH 07.06.2011 5 Ob 103/11z
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 6 Ob 109/11i
    Entscheidungstext OGH 18.07.2011 6 Ob 109/11i
    Vgl auch
  • 9 Ob 55/10v
    Entscheidungstext OGH 27.07.2011 9 Ob 55/10v
    nur T3
  • 9 ObA 132/10t
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 9 ObA 132/10t
    Auch; nur T3; Beis wie T4; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 10 Ob 61/11k
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 10 Ob 61/11k
    Auch
  • 10 Ob 63/12f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 10 Ob 63/12f
    Beis wie T1
  • 3 Ob 90/13a
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 3 Ob 90/13a
    Auch; Beis wie T2
  • 8 ObA 29/13t
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 8 ObA 29/13t
    Auch
  • 10 Ob 11/13k
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 Ob 11/13k
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T8
  • 9 Ob 54/13a
    Entscheidungstext OGH 26.11.2013 9 Ob 54/13a
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 235/13t
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 2 Ob 235/13t
    Auch; Beis wie T11
  • 4 Ob 197/13v
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 197/13v
    Auch
  • 8 Ob 91/13k
    Entscheidungstext OGH 24.03.2014 8 Ob 91/13k
    Auch
  • 5 Ob 40/14i
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 5 Ob 40/14i
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 8 Ob 57/14m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 57/14m
    Auch; nur T3; Beis ähnlich wie T11
  • 9 ObA 61/14g
    Entscheidungstext OGH 22.07.2014 9 ObA 61/14g
    Auch; Beis wie T11
  • 1 Ob 135/14f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 1 Ob 135/14f
    Auch; Beis wie T8
  • 1 Ob 172/14x
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 172/14x
    Auch; Beis wie T8
  • 7 Ob 21/15m
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 21/15m
    Beis wie T8
  • 8 ObA 20/15x
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 8 ObA 20/15x
    Auch; Beis wie T8
  • 9 ObA 81/15z
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 ObA 81/15z
  • 9 ObA 133/15x
    Entscheidungstext OGH 26.11.2015 9 ObA 133/15x
    Auch; Im Rekurs gegen einen Aufhebungsbeschluss muss eine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO geltend gemacht werden, mag dies auch nicht die von der zweiten Instanz als erheblich qualifizierte Rechtsfrage, sondern eine andere Rechtsfrage sein, deren Lösung erhebliche Bedeutung iSd § 502 Abs 1 ZPO zukommt. (T12)
  • 10 Ob 36/16s
    Entscheidungstext OGH 07.06.2016 10 Ob 36/16s
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T11
  • 1 Ob 204/17g
    Entscheidungstext OGH 15.11.2017 1 Ob 204/17g
    Beis wie T11
  • 3 Ob 131/18p
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 131/18p
    Beis wie T1; nur T3
  • 5 Ob 123/18a
    Entscheidungstext OGH 28.08.2018 5 Ob 123/18a
    Auch
  • 3 Ob 184/19h
    Entscheidungstext OGH 04.11.2019 3 Ob 184/19h

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0048272

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.12.2019

Dokumentnummer

JJR_19950511_OGH0002_0080OB00002_9500000_001

Entscheidungstext 1Ob59/02m

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

ecolex 2002,584 = ZIK 2002,165 = ÖBA 2002,1006 (Apathy) = MietSlg 54.199 = MietSlg 54.609

Geschäftszahl

1Ob59/02m

Entscheidungsdatum

02.04.2002

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Schlosser als Vorsitzenden sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Gerstenecker, Dr. Rohrer, Dr. Zechner und Univ. Doz. Dr. Bydlinski als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Dr. Bernhard K*****, als Masseverwalter im Konkurs über das Vermögen des Rudolf Cordy (Cornelius) R*****, wider die beklagte Partei Dr. Clemens W*****, vertreten durch Dr. Rainer Welte, Rechtsanwalt in Feldkirch, wegen 200.000 S (= 14.534 EUR) sA infolge ordentlicher Revisionen beider Parteien (Revisionsinteresse jeweils 133.333,33 S = 9.689,71 EUR sA) gegen das mit Beschluss vom 19. Februar 2001, GZ 4 R 314/00h-30, berichtigte Urteil des Oberlandesgerichts Innsbruck als Berufungsgericht vom 19. Dezember 2000, GZ 4 R 314/00h-26, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Landesgerichts Feldkirch vom 21. September 2000, GZ 8 Cg 255/98x-22, teilweise abgeändert wurde, in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen und zu Recht erkannt:

Spruch

I. Der Revision der klagenden Partei wird nicht Folge gegeben.

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei die mit 589,52 EUR (darin 98,25 EUR Umsatzsteuer) bestimmten Kosten der Revisionsbeantwortung binnen 14 Tagen zu bezahlen.

II. Die Revision der beklagten Partei wird zurückgewiesen.

Die beklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei die mit 353,99 EUR (darin 59 EUR Umsatzsteuer) bestimmten Kosten der Revisionsbeantwortung binnen 14 Tagen zu bezahlen.

Text

Entscheidungsgründe:

Der vormalige Kläger und nunmehrige Gemeinschuldner sowie sein Geschäftspartner, die gemeinsam ein Unternehmen betrieben, kauften mit Vertrag vom 25. 4. 1996 eine Liegenschaft in Götzis um 400.000 S. Sie sollten je zur Hälfte Miteigentum am Kaufobjekt erwerben. Vereinbart war, dass die Käufer "bei Unterschriftsleistung" 200.000 S Zug um Zug gegen Übergabe eines Beschlusses über die Anmerkung der Rangordnung für die beabsichtigte Veräußerung und einer Löschungsquittung betreffend ein Nachvermächtnis bar zu zahlen haben. Die Urkunden wurden (entweder bei oder bald nach Unterfertigung des Kaufvertrags) übergeben. Die vereinbarte Zahlung unterblieb. Ende 1997 stand sodann fest, dass der Antrag auf Einverleibung des Eigentumsrechts für die Käufer aufgrund des Kaufvertrags vom 25. 4. 1996 scheiterte.

Am 29. 5. 1996 hatte der Gemeinschuldner den Beklagten in dessen Funktion als öffentlicher Notar mit der "Abwicklung" und "grundbücherlichen Durchführung" des Kaufvertrags beauftragt. Das wurde in einem von den Käufern am 5. 6. 1996, wenig später auch vom Verkäufer unterfertigten Nachtrag zum Kaufvertrag festgehalten. Dieser Treuhandauftrag bezog sich auf die Entgegennahme des "Restkaufpreises von 200.000 S", die "Einverleibung des Eigentumsrechtes z. G. der Käufer" und die "Weiterleitung des Treuhanderlages samt Zinsen an den Verkäufer binnen 5 Tagen ab Rechtskraft des Einverleibungsbeschlusses". Die Käufer verfügten nicht über die zur Finanzierung des Kaufpreises erforderlichen Mittel. Daher gewährte ihnen eine Bank mit Vertrag vom 14. 6. 1996 einen Kredit von 400.000 S gegen bücherliche Einverleibung einer erstrangigen (Höchstbetrags-)Hypothek zur Sicherung einer Forderung von 520.000 S. Der Beklagte fungierte nach Annahme eines "Treuhandanbots" der Kreditgeberin am 26. 6. 1999 als deren Treuhänder. Bereits am 25. 6. 1999 hatte die Kreditgeberin 400.000 S auf ein Anderkonto des Beklagten überwiesen. Der Beklagte durfte von diesem Erlag nach dem erteilten Treuhandauftrag erst nach bücherlicher Einverleibung des Miteigentumsrechts für die Käufer und einer erstrangigen Hypothek über 520.000 S zur Sicherung der Kreditforderung der Treugeberin "Gebrauch machen". Schon vor dem 25. 6. 1999 hatte der Verkäufer mehrmals die Zahlung der bereits fälligen Kaufpreisrate von 200.000 S urgiert. Deshalb "entnahm" der Gemeinschuldner "kurzfristig" vom Girokonto des Unternehmens der Käufer die für die Zahlung dieser Kaufpreisrate erforderlichen Mittel und übergab dem Verkäufer am 25. 6. 1996 in Ungarn persönlich 200.000 S. Die Bank, bei der jenes Girokonto geführt wurde, ermöglichte die Behebung von 200.000 S nur deshalb, weil ihr der Beklagte vorher zugesichert hatte, einen solchen Betrag auf das Girokonto zu überweisen. Diese Überweisung hatte der Beklagte dem Gemeinschuldner zuvor fernmündlich zugesagt. Am 28. 6. 1996 legte der Gemeinschuldner dem Beklagten eine vom Verkäufer unterfertigte schriftliche "Zahlungsbestätigung" vom 25. 6. 1996 über "den Erhalt" von 200.000 S vor. Im unmittelbaren Anschluss an diese Bestätigung fand sich eine vom Verkäufer unterfertigte Vollmacht vom 25. 6. 1996 an den Gemeinschuldner, "bei Kaufvertragserfüllung die restlichen ÖS 200.000,00, hinterlegt ... (beim Beklagten) ... zu beheben". Der Gemeinschuldner forderte den Beklagten am 28. 6. 1996 auf, den an den Verkäufer "aus einer anderen Quelle" gezahlten Betrag von 200.000 S nunmehr "an ihn zurückzuzahlen". Daraufhin überwies der Beklagte am 3. 7. 1996 200.000 S aus dem Treuhanderlag auf das vom Gemeinschuldner bezeichnete Girokonto des Unternehmens der Käufer, ohne vorher Kontakt mit der Treugeberin aufgenommen zu haben. Mit anwaltlichem Schreiben vom 3. 12. 1997 wurde dem Beklagten mitgeteilt, dass der Kaufvertrag vom 25. 4. 1996 "nicht zur Verbücherung gebracht werden konnte". Gleichzeitig wurde der Beklagte aufgefordert, den Treuhanderlag von 400.000 S an die Kreditgeberin rückzuüberweisen. Der Beklagte unterrichtete sodann den Gemeinschuldner mit Schreiben vom 13. 2. 1998, dass er ihm 200.000 S "auf sein Konto ... überwiesen habe". Im Übrigen retournierte er die noch vorhandenen 200.000 S des Treuhanderlags an die Kreditgeberin. Die Käufer zahlten schließlich als Kreditnehmer 200.000 S an die Kreditgeberin. Hätten die Käufer diesen Betrag "niemals zurückgezahlt", wäre die Kreditgeberin "mit Haftungsansprüchen" an den Beklagten als deren Treuhänder herangetreten. Der Gemeinschuldner wurde von seinem Geschäftspartner beauftragt, "die von ihm geleisteten Kreditrückzahlungen in seinem Namen gegenüber dem Beklagten geltend zu machen". Die Käufer trafen insofern eine "Abtretungsvereinbarung".

Der Beklagte hatte gegen den nunmehrigen Gemeinschuldner am 17. 4. 1998 eine Honorarklage über 34.984 S eingebracht. In diesem Prozess wendete der Gemeinschuldner (auch) 200.000 S "im Kompensationswege" bis zur Höhe eines "allenfalls zu Recht bestehenden Klagebetrags" ein. Er stützte diese Aufrechnungseinrede auf den Titel des Schadenersatzes und stützte sie im Kern auf jene Tatsachenbehauptungen, die er auch seiner späteren Schadenersatzklage zugrunde legte. Im Gegensatz zum Begehren der Schadenersatzklage wurde die Aufrechnungseinrede jedoch nicht auch auf die Behauptung einer Ersatzpflicht infolge kollidierender Treuhandpflichten gestützt, behauptete doch der spätere Gemeinschuldner im Honorarprozess, die "Vertragsparteien" des Kaufvertrags seien vom Inhalt ihrer Treuhandabrede mit dem nunmehrigen Beklagten "im Nachhinein ... abgegangen", weil dieser schließlich ein Treuhandanbot der Kreditgeberin angenommen habe (ON 10 S. 6 f des Akts über den Vorprozess). Überdies wurde die erörterte Aufrechnungseinrede - anders als der nunmehrige Klageanspruch - auch nicht auf die Behauptung einer angeblichen Bereicherung des Honorarklägers gestützt. Im Vorprozess sprach das Berufungsgericht mit Urteil vom 9. 2. 2000 in Abänderung des Ersturteils aus, dass das Klagebegehren mit 27.486 S sA zu Recht, die aufrechnungsweise eingewendete Gegenforderung dagegen nicht zu Recht besteht. Demnach verurteilte es den nunmehrigen Gemeinschuldner zur Zahlung von 27.486 S sA und wies das Mehrbegehren von 7.498 S sA ab. Dieses Urteil wurde am 22. 2. 2000 zugestellt und dessen Rechtskraft und Vollstreckbarkeit am 24. 3. 2000 bestätigt.

Der nunmehrige Gemeinschuldner begehrte mit der am 3. 12. 1998 eingebrachten und am 14. 12. 1998 zugestellten Klage den Zuspruch von 200.000 S sA. Er brachte vor, er habe den Beklagten "mit der Durchführung der treuhändischen Abwicklung und grundbücherlichen Durchführung" des Kaufvertrags vom 25. 4. 1996 beauftragt. Ein Teilbetrag des Kaufpreises von 200.000 S sei "Zug um Zug bei Unterschriftsleistung" zahlbar gewesen. Die vereinbarten Zahlungsbedingungen seien erfüllt gewesen. Der Verkäufer habe ihn - den Gemeinschuldner - daher "zusehends unter Druck" gesetzt, 200.000 S zu zahlen. Der Kaufpreis sei durch Bankkredit finanziert worden. Die Kreditgeberin habe sich des Beklagten als Treuhänder bedient. Nach deren Auftrag hätte der Beklagte den Treuhanderlag von 400.000 S nur nach Einverleibung des Eigentumsrechts der Käufer und einer Höchstbetragshypothek über 520.000 S zur Sicherung der Forderung der Kreditgeberin weiterleiten dürfen. Der Beklagte habe jedoch "der Weiterleitung eines Teilkaufpreises von 200.000 S an den Verkäufer zugestimmt", obgleich es an der Erfüllung der Bedingungen nach der Treuhandabrede gemangelt habe. Vor "Weiterleitung" des Betrags von 200.000 S an den Verkäufer habe er - der Gemeinschuldner - sich beim Beklagten fernmündlich erkundigt, ob ihm etwas "passieren könne, wenn er vor Einverleibung im Grundbuch den Kaufpreis" (teilweise) zahle. Der Beklagte habe darin "keine Probleme" gesehen und erklärt, es könne "nichts passieren". Er habe also "keine Bedenken" geäußert und der "vorzeitigen Weiterleitung des Kaufpreises zugestimmt". Anlässlich dieses Telefonats sei daher vereinbart worden, dass er - der Gemeinschuldner - "den Teilkaufpreis von 200.000 S an den Verkäufer" zahle und der Beklagte diesen Betrag "aus dem Treuhanderlag" auf sein - des Gemeinschuldners - Girokonto überweise, was in der Folge auch geschehen sei. Die Verbücherung des Kaufvertrags sei schließlich gescheitert. Der Verkäufer habe sich mit dem Geld "abgesetzt". Er sitze "irgendwo in Europa in einem Gefängnis" und sei vollkommen vermögenslos. Die Treuhandabrede zwischen der Kreditgeberin und dem Beklagten entfalte Schutzwirkungen zu Gunsten der Käufer. Der Beklagte habe durch die Verletzung seiner Pflichten als Treuhänder auch "schutzwürdige Interessen" des Gemeinschuldners "schuldhaft verletzt". Er sei für die treuwidrige Zahlung eines Kaufpreisteils von 200.000 S an den Verkäufer verantwortlich, habe doch die Kreditgeberin auf sein - des Gemeinschuldners - Girokonto keinen Zugriff, auf das der Beklagte 200.000 S vor Erfüllung der Treuhandbedingungen überwiesen habe. Es seien daher 200.000 S "durch treuwidrige Weiterleitung 'verschwunden'". Die Käufer hätten der Kreditgeberin den "fehlenden Treuhandbetrag" als "Kreditnehmer" ersetzt. Damit hätten sie deren "Garantieanspruch" gegenüber dem Beklagten erfüllt und diese Forderung eingelöst. Die Zahlung habe den Beklagten ferner bereichert, weil er von einer Schuld entlastet worden sei. Der Treuhandauftrag der Käufer an den Beklagten sei "nachträglich konkludent auf 400.000 S abgeändert worden". Die Treuhandaufträge der Kreditgeberin und der Käufer hätten einander widersprochen. Der Beklagte hätte das Treuhandanbot der Kreditgeberin deshalb gar nicht annehmen dürfen. Er habe aus allen diesen Gründen für den geltend gemachten Schaden wegen Verletzung seiner "Treuhand(garantie)verpflichtung" und "überhaupt nach dem Gesetz" einzustehen. Der auf den anderen Käufer entfallende Ersatzanspruch sei ihm - dem Gemeinschuldner - abgetreten worden.

Der Beklagte wendete ein, er habe den ihm von den Käufern erteilten Treuhandauftrag durch "Rückzahlung des erhaltenen Treuhanderlages vollständig erfüllt". In deren Vermögen sei dadurch kein Schaden eingetreten. Dieser Treuhandauftrag habe sich nur auf die "Abwicklung des Restkaufpreises" von 200.000 S bezogen. Die Treuhandabrede mit der Kreditgeberin entfalte keine Schutzwirkung zu Gunsten der Käufer. Am 28. 6. 1996 sei der Gemeinschuldner in seiner Kanzlei erschienen und habe ihm eine Bestätigung des Verkäufers vom 25. 6. 1996 über die Zahlung von 200.000 S vorgelegt. Außerdem habe der Gemeinschuldner eine schriftliche Vollmacht des Verkäufers vom selben Tag vorgewiesen, wonach er berechtigt sei, die "restlichen 200.000 S" nach Kaufvertragserfüllung zu beheben. Der Gemeinschuldner habe ihn am 28. 6. 1996 als Machthaber des Verkäufers aufgrund dessen Zahlungsbestätigung und angesichts des Umstands, dass "der Treuhandauftrag tatsächlich nur über 200.000 S" gelautet habe, aufgefordert, aus dem Treuhanderlag der Kreditgeberin einen Teilbetrag von 200.000 S umgehend auf ein vom Gemeinschuldner angegebenes Konto "zurückzuüberweisen". Er sei dieser Aufforderung am 3. 7. 1996 nachgekommen. Ein Telefonat, in dem er dem Gemeinschuldner zugesichert habe, dass nichts passieren könne, habe nicht stattgefunden. Einer Weiterleitung von 200.000 S an den Verkäufer habe er nicht zustimmen müssen, sei doch dieser Teil des Kaufpreises schon mit der Unterfertigung des Kaufvertrags fällig gewesen. Auf diese Absprache habe er keinen Einfluss gehabt. Er sei erst später Treuhänder geworden und habe als solcher eine Zahlung von 200.000 S annehmen müssen, sei doch der Kaufvertrag damals schon unterfertigt gewesen. Der "Restkaufpreis" von 200.000 S sei in der Folge "samt Zinsen abzüglich Spesen" an die Kreditgeberin rücküberwiesen worden. Er habe weder eine Schutznorm verletzt noch sittenwidrig gehandelt. Die Käufer hätten nur einen Anspruch über 200.000 S gegen den Verkäufer. Da die Kreditgeberin alles zurückerhalten habe, mangle es an einem Anspruch aus der Treuhandabrede. Ein solcher Anspruch könne daher von den Käufern auch nicht eingelöst worden sein. Im Vermögen der Käufer sei wegen seines Verhaltens kein Schaden eingetreten.

Das Erstgericht wies das Klagebegehren ab. Es vertrat die Ansicht, dass die zwischen den Streitteilen vereinbarte Treuhand maßgebend sei. Diese Abrede habe der Beklagte ordnungsgemäß erfüllt. Ein treuwidriges Verhalten sei dem Beklagten nicht vorwerfbar. Die Käufer hätten die erste Kaufpreisrate nicht vertragsgemäß gezahlt. Der Beklagte habe bloß auf Weisung des Gemeinschuldners 200.000 S auf dessen Firmenkonto überwiesen, nachdem der Gemeinschuldner einen solchen Betrag zuvor zur Tilgung der bereits fälligen Kaufpreisrate abgehoben habe. Aus dem Treuhandverhältnis zwischen der Kreditgeberin und dem Beklagten könnten die Käufer keine Rechte ableiten. Ein durch deliktisches Verhalten verursachter Vermögensschaden sei nur unter besonderen - hier nicht erfüllten - Voraussetzungen ersatzfähig. Das Ergebnis des Honorarprozesses sei soweit bindend, als die zur Aufrechnung eingewendete Gegenforderung, die mit dem Klageanspruch identisch sei, geprüft und bis zur Höhe der zuerkannten Klageforderung von 27.486 S als nicht zu Recht bestehend erkannt worden sei. Die Behauptung, durch die Zahlung eines Betrags von 200.000 S an die Kreditgeberin hätten die Käufer deren Forderung gegen den Beklagten eingelöst, sei unzutreffend, weil die Käufer - selbst nach dem Inhalt des Klagevorbringens - eine Kreditschuld beglichen hätten.

Das Berufungsgericht änderte dieses Urteil in der Fassung seiner berichtigten Entscheidung dahin ab, dass es den Beklagten schuldig erkannte, 66.666,67 S sA zu zahlen. Das Klagemehrbegehren von 133.333,33 S sA wies es ab. Ferner sprach das Berufungsgericht zunächst aus, dass die ordentliche Revision nicht zulässig sei. Diesen Ausspruch änderte es mit Beschluss vom 19. 2. 2001 dahin ab, dass die ordentliche Revision doch zulässig sei, weil "die Parteien in ihren Anträgen auf Zulassung der Revision gemäß § 508 Abs 1 ZPO begründet dargelegt" hätten, dass die Zulassungsvoraussetzungen nach § 502 Abs 1 ZPO erfüllt seien. Gleichzeitig wurde das Berufungsurteil im Spruch und in den Entscheidungsgründen berichtigt. Nach Ansicht des Berufungsgerichts ist die vom Erstgericht erörterte Bindungswirkung ein "Aspekt der materiellen Rechtskraft". Deren Grenzen könnten aus Gründen der "Entscheidungsharmonie" nicht ausgeweitet werden. Die Sachverhaltsgrundlagen hätten gegenüber dem Vorprozess eine Ergänzung erfahren. Deshalb bestehe keine Bindung an die "von den Gerichten" im Honorarprozess vertretene Rechtsansicht. Die beiden Treuhandvereinbarungen könnten "nicht isoliert voneinander betrachtet werden". Der Beklagte habe den Kaufvertrag gekannt und daher wissen müssen, dass die erste Kaufpreisrate unter den im Kaufvertrag angeführten Bedingungen bereits anlässlich der Vertragsunterfertigung zahlbar gewesen sei. Die erforderlichen Urkunden als Voraussetzung einer Zahlung seien den Käufern übergeben worden, sodass der Teilbetrag von 200.000 S spätestens im Zeitpunkt des Nachtrags zum Kaufvertrag vom 5. 6. 1996 hätte gezahlt sein müssen. Der Beklagte habe eine solche Zahlung zunächst unterstellen dürfen, weil sich die Treuhandschaft für die Käufer nur auf den Restkaufpreis von 200.000 S bezogen habe. Nach Überweisung des Kapitals zur Tilgung des gesamten Kaufpreises aufgrund der Treuhandabrede mit der Kreditgeberin hätte er an der Zahlung der ersten Kaufpreisrate zumindest zweifeln müssen. Nach der Treuhandabrede mit der Kreditgeberin sei der Kaufpreis - im Vergleich zur Treuhandvereinbarung mit den Käufern - "unter geänderten Bedingungen an den Verkäufer weiterzuleiten gewesen". Damit seien die Käufer offenbar einverstanden gewesen und dadurch "Mitauftraggeber" jener Treuhandabrede geworden, die der Überweisung der Kreditvaluta zugrunde liege. Das Treuhandverhältnis zur Kreditgeberin sei also konkludent umgestaltet worden. Die besondere Treuhandabrede mit den Käufern sei nicht maßgebend, weil die Bedingungen für die Zahlung der zweiten Kaufpreisrate nicht eingetreten seien. Die Käufer hätten damals schon die fällige erste Kaufpreisrate zahlen müssen. Dem Gemeinschuldner hätte allerdings auch als juristischem Laien bewusst sein müssen, dass er diese Rate nach den vorliegenden Umständen "nicht ohne weiteres begleichen" dürfe. Der Beklagte habe durch die Überweisung von 200.000 S auf das Geschäftskonto der Käufer nach einer entsprechenden Aufforderung des Gemeinschuldners - auch als Vertreter des anderen Käufers - die relevante, konkludent ergänzte Treuhandabrede verletzt, seien doch die vereinbarten Zahlungsbedingungen nicht erfüllt gewesen. Ein Treuhänder mehrerer Parteien dürfe die für andere Treugeber nachteiligen Dispositionen eines der Treugeber nicht ohne deren Zustimmung ausführen. Er dürfe auch "einer Weisung des einen Treugebers nicht entsprechen, wenn dadurch der andere Treugeber belastet" werde. Es seien daher die Käufer und der Beklagte dafür verantwortlich, dass "durch die Auszahlung eines Treuhandbetrages von 200.000 S an den Verkäufer ... der Beklagte in der Folge nicht mehr in der Lage" gewesen sei, "den gesamten von ihm treuhändisch übernommenen Kreditbetrag" an die Kreditgeberin zurückzuzahlen. Diese habe Anspruch auf Rückzahlung des gesamten Treuhanderlags gehabt. Sie habe durch das Verhalten des Beklagten einen in der Folge von den Käufern gedeckten Vermögensschaden von 200.000 S erlitten. Den Käufern sei die vertragswidrige Zahlungsweisung anzulasten. Für deren Durchführung hafte im Verhältnis zur Kreditgeberin aber nur der Beklagte. Die Haftung der Käufer und des Beklagten für den eingetretenen Schaden sei nach § 1302 ABGB zu beurteilen. Da Anteile an der Schadensverursachung "für sich" nicht bestimmbar seien, hafteten die Käufer und der Beklagte solidarisch. Zahle einer der Solidarschuldner alles, könne er von den anderen anteiligen Ersatz bei Aufteilung des Schadens "zu gleichen Teilen" verlangen, wenn unter ihnen - wie hier - "kein anderes besonderes Verhältnis" bestehe. Jede der drei beteiligten Personen habe daher für ein Drittel des Gesamtschadens von insgesamt 200.000 S einzustehen. Der Gemeinschuldner sei aufgrund einer Inkassozession auch berechtigt, den Ersatzanspruch des zweiten Käufers geltend zu machen. Demnach habe der Beklagte 66.666,67 S zu zahlen. Das Klagemehrbegehren sei dagegen abzuweisen.

Die Revision der klagenden Partei ist zulässig, jedoch nicht berechtigt; jene des Beklagten ist dagegen unzulässig.

Rechtliche Beurteilung

A. Prozessuales

1. Einmaligkeit und Rechtzeitigkeit der Rechtsmittelhandlung

1. 1. Nachdem beide Parteien Anträge gemäß § 508 Abs 1 ZPO in Verbindung mit ordentlichen Revisionen eingebracht hatten, berichtigte das Berufungsgericht sein Urteil vom 19. 12. 2000 im Spruch und in den Entscheidungsgründen. Überdies änderte es den Ausspruch über die Unzulässigkeit der ordentlichen Revision dahin ab, dass die ordentliche Revision doch zulässig sei. Je eine Ausfertigung dieses Beschlusses wurde den Parteien am 5. 3. 2001 zugestellt. Dieser Zustellakt veranlasste den nunmehrigen Gemeinschuldner, einen weiteren Antrag gemäß § 508 Abs 1 ZPO in Verbindung mit einer zweiten ordentlichen Revision einzubringen (Postaufgabe 19. 3. 2001). Die berichtigten Urteilsausfertigungen wurden den Parteien am 27. 4. 2001 zugestellt und die Akten sodann im Weg über das Berufungsgericht dem Obersten Gerichtshof zur Entscheidung über die ordentlichen Revisionen vorgelegt. Der Oberste Gerichtshof stellte die Akten mit Beschluss vom 26. 6. 2001 dem Berufungsgericht mit dem Auftrag zurück, den zweiten Antrag der klagenden Partei gemäß § 508 Abs 1 ZPO vom 19. 3. 2001 und die damit verbundene zweite ordentliche Revision gesetzmäßig zu erledigen, weil dieser Antrag nicht an den Obersten Gerichtshof, sondern an das Berufungsgericht gerichtet sei. Der Oberste Gerichtshof könne die Verbindung zwischen diesem Antrag gemäß § 508 Abs 1 ZPO und der zweiten ordentlichen Revision nicht lösen; deshalb könne er über die zweite ordentliche Revision auch (noch) nicht entscheiden. Seine Kompetenz, über die mit einem Antrag gemäß § 508 Abs 1 ZPO verbundene ordentliche Revision abzusprechen, setze einen Beschluss nach § 508 Abs 3 ZPO oder die allfällige rechtskräftige Zurückweisung nur des erörterten Antrags als unzulässig aus einem anderen Grund als wegen Nichtvorliegens einer erheblichen Rechtsfrage voraus (1 Ob 145/01g). Daraufhin wies das Berufungsgericht mit Beschluss vom 14. 8. 2001 den Antrag der klagenden Partei vom 19. 3. 2001, den "Ausspruch über die Unzulässigkeit der Revision laut Urteil des Berufungsgerichtes vom 19. 12. 2000 ... dahingehend abzuändern, dass die ordentliche Revision nach § 502 Abs 1 ZPO zulässig" sei, zurück. Dagegen wurde über die mit dem Antrag verbundene ordentliche Revision keine Formalentscheidung getroffen.

1. 2. Der Beschluss des Berufungsgerichts vom 14. 8. 2001 löste die Verbindung zwischen dem zweiten Antrag gemäß § 508 Abs 1 ZPO und der zweiten ordentlichen Revision der klagenden Partei. Die Zurückweisung dieses Antrags ist rechtskräftig. Demnach hat der Oberste Gerichtshof nunmehr über zwei Revisionsschriftsätze der klagenden Partei abzusprechen. Zu beantworten ist dabei die Frage, ob die zweite Revision wegen des Grundsatzes der Einmaligkeit der Rechtsmittelhandlung zulässig und rechtzeitig ist.

1. 3. Durch die beschlossene Berichtigung hatte das Berufungsgericht das rechnerische Ergebnis des Erfolgs bzw Misserfolgs des Klagebegehrens dem in den Entscheidungsgründen seines Urteils erläuterten Verhältnis der Schadensteilung unter den Beteiligten "zu gleichen Teilen" angepasst. Die Berichtigung betraf den Spruch und die Entscheidungsgründe. Nach dem unberichtigten Urteil bestand keine Klarheit über den wahren gerichtlichen Entscheidungswillen. Eindeutig war nur, dass der zuerkannte und der abgewiesene Teil des Klagebegehrens nicht mit der in den Entscheidungsgründen erläuterten Schadensteilung unter den Beteiligten im Einklang stand. Unklar war jedoch, ob durch einen Berichtigungsbeschluss die Schadensteilung dem Rechenergebnis oder umgekehrt das Rechenergebnis der Schadensteilung angepasst werden wird. Unter solchen Voraussetzungen mussten die Parteien keine Mutmaßungen über den eigentlichen Entscheidungswillen des Berufungsgerichts anstellen. Demzufolge verletzte die Einbringung der zweiten Revision nicht den Grundsatz der Einmaligkeit der Rechtsmittelhandlung (allgemein zu diesem Grundsatz Gitschthaler in Rechberger, ZPO2 § 85 Rz 21; Kodek in Rechberger, ZPO2 Vor § 461 Rz 12 je mN aus der Rsp). Die klagende Partei durfte vielmehr ihre Revisionsgründe und Revisionsanträge der durch die Urteilsberichtigung vorgenommenen Korrektur anpassen, ergab sich doch der eigentliche Entscheidungswille des Berufungsgerichts erst aus der Urteilsberichtigung. Diesfalls kann die Partei das gegen das unberichtigte Urteil erhobene Rechtsmittel durch einen weiteren Schriftsatz ergänzen. Die beiden Schriftsätze sind dann als Einheit aufzufassen (1 Ob 608/94; SZ 54/103). Das ursprünglich eingebrachte Rechtsmittel wäre auch durch ein neues ersetzbar (SZ 65/116). Hier wurde die erste Revision der klagenden Partei nicht zurückgezogen. Die beiden Revisionsschriftsätze sind daher nach den bisherigen Erwägungen meritorisch als Einheit zu erledigen.

1. 4. Nach der ständigen neueren Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs setzt die Zustellung eines nach § 419 ZPO berichtigten Urteils dann keine neue Rechtsmittelfrist in Gang, wenn der Rechtsmittelwerber auch ohne Berichtigungsbeschluss keinen Zweifel über den eigentlichen richterlichen Entscheidungswillen haben konnte (2 Ob 61/00k; 6 Ob 20/99f1 Ob 392/97x; MietSlg 48.648). Das gilt sowohl für die beantragte als auch für die amtswegige Berichtigung (2 Ob 61/00k). Somit berührt die Berichtigung offenkundiger und deshalb sofort "ins Auge springender" Unrichtigkeiten den eigentlichen Urteilsinhalt nicht. Sie ändert auch nichts am Umfang einer eingetretenen Rechtskraft (6 Ob 20/99f; Rechberger in Rechberger, ZPO2 § 419 Rz 7). Unterschiedlich gelöst wird allerdings die Frage, welches Ereignis die Rechtsmittelfrist in Gang setzt, wenn erst die Berichtigung Klarheit über den wahren gerichtlichen Entscheidungswillen schafft. Nach einer Leitlinie soll die Frist erst durch die Zustellung einer Ausfertigung der berichtigten Entscheidung beginnen, also nicht schon durch die vorherige Zustellung des Berichtigungsbeschlusses in Gang gesetzt werden (2 Ob 61/00k; 5 Ob 560/93). Nach einer anderen Leitlinie soll bereits die Zustellung des Berichtigungsbeschlusses den Fristlauf auslösen (1 Ob 121/99x; 1 Ob 392/97x; ähnlich 9 Ob 58/01x [Zustellung der noch unberichtigten Urteilsausfertigung und des späteren Berichtigungsbeschlusses in den Sommergerichtsferien - Fristbeginn 26. 8.]). Diese Divergenz bedarf im Anlassfall keiner Auflösung, weil die klagende Partei die zweite Revision bereits innerhalb von vier Wochen ab Zustellung des zweitinstanzlichen Berichtigungsbeschlusses einbrachte. Deren Rechtsmittel kann daher nicht verspätet sein, wurde doch über den wahren Entscheidungswillen des Berufungsgerichts - wie bereits erörtert - erst durch den Berichtigungsbeschluss Klarheit geschaffen. Wäre die Revisionsfrist erst durch die Zustellung einer berichtigten Urteilsausfertigung in Gang gesetzt worden, so wäre die zweite Revision schon vor dem fristauslösenden Ereignis erhoben worden, hätte dagegen die Revisionsfrist gegen das berichtigte Urteil schon mit Zustellung des Berichtigungsbeschlusses begonnen, so wäre die zweite Revision rechtzeitig eingebracht worden.

2. Aufnahme des Revisionsverfahrens nach Konkurseröffnung

2. 1. Über das Vermögen des vormaligen Klägers wurde vom Landesgericht Feldkirch - nach der neuerlichen Aktenvorlage zur Entscheidung über die Revisionen der Streitteile nach dem Beschluss des Berufungsgerichts vom 14. 8. 2001 - am 27. 9. 2001 der Konkurs eröffnet. Dieser Beschluss wurde am gleichen Tag in der Insolvenzdatei öffentlich bekanntgemacht. Deshalb stellte der erkennende Senat die Akten mit Beschluss vom 22. 10. 2001 dem Erstgericht zurück, weil das Verfahren gemäß § 7 Abs 1 KO seit 28. 9. 2001 unterbrochen und der § 163 Abs 3 ZPO nicht im Wege einer ausdehnenden Auslegung auf die in nichtöffentlicher Sitzung zu fällende Entscheidung über ein noch vor der Konkurseröffnung eingebrachtes Rechtsmittel auszudehnen sei.

Mit Schriftsatz vom 27. 2. 2002 (Einlangen) beantragte der Masseverwalter im Konkurs über das Vermögen des vormaligen Klägers beim Erstgericht die Fortsetzung des unterbrochenen Verfahrens. Diesem Antrag gab das Erstgericht mit Beschluss vom 1. 3. 2002 statt.

2. 2. Nach der ständigen Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs kann ein nach § 7 Abs 1 KO unterbrochenes Verfahren nur durch Gerichtsbeschluss aufgenommen werden. Über den Aufnahmeantrag hat gemäß § 165 Abs 1 ZPO jenes Gericht zu entscheiden, bei dem die Rechtssache zur Zeit des Eintritts des Unterbrechungsgrunds anhängig war. Erfolgte die Konkurseröffnung - wie hier - nach Einlangen der Rechtsmittelschriften und Vorlage der Akten an den Obersten Gerichtshof, so ist dieser zur Entscheidung über den Aufnahmeantrag funktionell zuständig (1 Ob 201/99m; ÖBA 1997, 632; 8 ObA 311/95). Hier stellte der Masseverwalter den Aufnahmeantrag beim funktionell unzuständigen Gericht, das dem Antrag stattgab. Infolge Rechtskraft dieses Beschlusses kann der Mangel der funktionellen Unzuständigkeit des Erstgerichts zur Entscheidung über den Aufnahmeantrag nicht mehr wahrgenommen werden. Das Revisionsverfahren gilt daher als aufgenommen. Somit können die Rechtsmittel der Streitteile nunmehr in der Sache erledigt werden.

B. Zur Sachentscheidung

I. Zur Revision der klagenden Partei

1. Treuhandabrede mit der Kreditgeberin

1. 1. Nach Ansicht der klagenden Partei sind der Gemeinschuldner und dessen Geschäftspartner als Käufer geschützte Dritte der Treuhandabrede zwischen der Kreditgeberin und dem Beklagten. Die "Hauptleistung der Treuhandabrede ..., nämlich die Weiterleitung des Geldes ... (der Käufer) ... an den Verkäufer nach Erfüllung aller Bedingungen (Eigentumseinverleibung, Pfandrecht)" habe gerade den Käufern als Dritten, die als Kreditnehmer "der Interessensphäre" der Kreditgeberin angehörten, zukommen sollen.

1. 2. Der Beklagte, der die Treuhandabrede mit der Kreditgeberin durch die Überweisung eines Teils der Kreditvaluta auf ein Girokonto der Käufer vor Erfüllung der Treuhandbedingungen verletzte, müsste allenfalls dann für Nachteile der durch die Treuhandabrede mit der Kreditgeberin möglicherweise geschützten Dritten einstehen, wenn durch diese Vertragsverletzung in deren Vermögen ein Schaden eingetreten wäre. Diese Voraussetzung ist jedoch nicht erfüllt, ist doch jener Teilbetrag der Kreditvaluta, den der Beklagte, nachdem feststand, dass die angestrebte Übertragung des Eigentums auf die Käufer gescheitert war, nicht an die kreditgewährende Bank als Treugeberin rücküberwies, zuvor dem Girokonto der Käufer gutgeschrieben worden und damit in deren Vermögen geflossen. Diese Überweisung zu Lasten der Treugeberin kann demnach nicht die Käufer geschädigt haben. Allein daraus folgt, dass das Treuhandverhältnis zwischen der Kreditgeberin und dem Beklagten dem geltend gemachten Schadenersatzanspruch nach dem hier erörterten Gesichtspunkt nicht als Grundlage dienen kann. Es muss daher auch nicht geprüft werden, ob die Treuhandabrede zwischen der Kreditgeberin und der Volksbank Schutzwirkungen zugunsten der Käufer entfaltete.

2. Treuhandabrede mit den Käufern

2. 1. In der Revision wird der Standpunkt verfochten, die Treuhandabrede zwischen den Käufern und dem Beklagten habe sich auf die zweite Kaufpreisrate bezogen; der Treuhänder habe aber "für die Bezahlung der ersten gesorgt". Der Treuhandauftrag der Kreditgeberin, der sich auf die Abwicklung des gesamten Kaufpreises bezogen habe, stehe in einem unlösbaren Widerspruch zum Treuhandauftrag der Käufer, der nur die zweite Kaufpreisrate zum Gegenstand gehabt habe. Der Beklagte hätte daher das Treuhandanbot der Kreditgeberin "gar nicht bzw nur zumindest hinsichtlich der Abwicklung der zweiten Kaufpreisrate" annehmen dürfen.

2. 2. Richtig ist, dass sich die Treuhandabrede zwischen den Käufern und dem Beklagten zunächst auf die Abwicklung der Zahlung der zweiten Kaufpreisrate bezog, hätte doch die erste Kaufpreisrate nach den Absprachen der Parteien des Kaufvertrags im Zeitpunkt der Übernahme der Treuhandschaft durch den Beklagten bereits getilgt sein sollen. Diese Treuhandabrede wurde jedoch durch die dem Beklagten erteilte und von diesem befolgte Weisung des nunmehrigen Gemeinschuldners namens der Käufer vom 28. 6. 1996 inhaltlich umgestaltet. Das steht im Ergebnis auch im Einklang mit der Klagebehauptung, nach der der Treuhandauftrag der Käufer an den Beklagten "nachträglich konkludent auf 400.000 S abgeändert worden" sei. Nach der geänderten Treuhandabrede war den Käufern die zuvor getilgte erste Kaufpreisrate aus der Kreditvaluta noch vor deren Eigentumseinverleibung zu refundieren. Dieser Abrede entsprechend überwies der Beklagte 200.000 S aus dem Treuhanderlag der Kreditgeberin auf ein Girokonto der Käufer, noch ehe die Bedingungen für die Verwendung dieses Erlags erfüllt waren. Der Beklagte verletzte dadurch seine Treuhandabsprache mit der Kreditgeberin. Dadurch kann jedoch nur ein Schaden in deren Vermögen eingetreten sein. In diesem Kontext ist anzumerken, dass der nunmehrige Gemeinschuldner seine Prozessbehauptung, der Beklagte habe vor Zahlung der ersten Kaufpreisrate von 200.000 S an den Verkäufer - also gleichsam als Anlass für die Änderung der Treuhandabrede - erklärt, dass durch die Zahlung eines Kaufpreisteils vor der Eigentumseinverleibung im Grundbuch "nichts passieren" könne, nicht beweisen konnte. Entgegen der Ansicht der klagenden Partei musste insofern nicht der Beklagte "den Beweis des Gegenteils" erbringen. Die betroffene Negativfeststellung des Erstgerichts belastet daher den Prozessstandpunkt der klagenden Partei, hätte doch nach allgemeinen Beweislastregeln diese die rechtsbegründenden Umstände des Klageanspruchs beweisen müssen (Rechberger in Rechberger aaO Vor § 266 Rz 11). Es ist kein Sachverhalt ersichtlich, der den Beklagten mit dem Beweis belastet hätte, dass er dem nunmehrigen Gemeinschuldner eine bestimmte Rechtsbelehrung nicht erteilt habe. Überdies hatte der Beklagte als Treuhänder der Käufer - entgegen der Ansicht des Revisionswerbers - weder nach dem Klagevorbringen noch nach den getroffenen Feststellungen die Pflicht, zu erforschen, ob einer Einverleibung des Eigentumsrechts der Käufer rechtliche Mängel des Kaufobjekts entgegenstehen. Als der Beklagte die Treuhandschaft übernommen hatte, war der Kaufvertrag bereits abgeschlossen. Die Meinung, der Beklagte hätte die Käufer gerade über jenen Mangel aufklären müssen, der der Eigentumsübertragung letztlich entgegenstand, entbehrt daher jeder Stütze. Wären diese Revisionsausführungen aber so zu verstehen, dass der Beklagte eine solche Vertragspflicht tatsächlich übernommen habe, so wäre das als unzulässige Neuerung unbeachtlich. Abschließend ist nur noch anzumerken, dass der geänderte Treuhandauftrag im Verhältnis zu den Käufern der Erfüllung der Treuhandabrede mit der Kreditgeberin an sich nicht im Weg gestanden wäre, wenn die Verwendung der Kreditvaluta erst nach Einverleibung des Miteigentumsrechts für die Käufer und einer erstrangigen Hypothek über 520.000 S zur Sicherung der Kreditforderung erfolgt wäre. Aus den voranstehenden Erwägungen folgt zusammenfassend, dass der geltend gemachte Schadenersatzanspruch auch nicht dadurch begründbar ist, dass der Beklagte einen Teil der Kreditvaluta auf Weisung der Käufer auf deren Bankgirokonto überwies.

3. Forderungseinlösung

3. 1. Nach Ansicht des Revisionswerbers zahlten die Käufer durch die Begleichung ihrer Kreditschuld eine formell eigene, jedoch materiell fremde Schuld, nämlich "die Treuhandschuld des Beklagten" bei der Kreditgeberin. Sie seien deshalb nach § 1358 ABGB berechtigt, vom Beklagten Ersatz zu verlangen. Dieser Standpunkt entspricht der Klagebehauptung, wonach die Käufer der Kreditgeberin den "fehlenden Treuhandbetrag" als "Kreditnehmer" ersetzten. Festgestellt wurde, dass die Käufer 200.000 S an die Kreditgeberin als Kreditschuldner zahlten.

3. 2. Die getilgte Kreditforderung der Bank war - entgegen der Ansicht des Revisionswerbers - nicht nur formell, sondern auch materiell eine Schuld der Käufer als Kreditnehmer. Die Käufer können daher durch die Zahlung einer formell und materiell eigenen Schuld nicht nach § 1358 ABGB in die Rechte der Kreditgeberin gegen den Beklagten als Treuhänder eingetreten sein. Unzutreffend ist die Ansicht des Revisionswerbers, die Käufer hätten für die Schuld des Beklagten gegenüber der Kredit- als Treugeberin wegen Verletzung der Treuhandabrede mit der "eigenen Kreditverbindlichkeit" persönlich gehaftet, sodass sie durch die Abtragung der Kreditschuld gleichzeitig eine auch sie belastende Treuhandschuld des Beklagten beglichen hätten. Die Treuhandschuld des Beklagten und die Kreditschuld der Käufer sind nicht wesensgleich. Diese Verbindlichkeiten unterscheiden sich im Rechtsgrund und in der Person der Schuldner. Deshalb waren die Käufer als Kreditschuldner nicht zugleich auch Schuldner der Bank aufgrund deren Schadens infolge der durch den Beklagten als Treuhänder verletzten Treuhandabrede. Demnach hätte der Beklagte für den geltend gemachten Anspruch nur dann einzustehen, wenn die Käufer gegenüber der Bank nicht ihre Kreditschuld getilgt, sondern die Treuhandschuld des Beklagten als fremde Schuld, für die sie nicht hafteten, eingelöst hätten. Das hätte jedoch gemäß § 1422 ABGB vorausgesetzt, dass die Käufer vor oder bei der Zahlung von der Kreditgeberin die Abtretung deren Rechte gegen den Beklagten aus dem Treuhandverhältnis verlangt hätten.

Nach der Rechtsprechung kann zwar die nach § 1422 ABGB erforderliche Einlösungserklärung auch konkludent abgegeben bzw nach den jeweiligen Umständen des Falls allenfalls auch als selbstverständlich vorausgesetzt werden (JBl 2001, 720; siehe ferner Reischauer in Rummel, ABGB2 § 1422 Rz 5; Mader in Schwimann, ABGB2 §§ 1422, 1423 Rz 11 je mwN aus der Rsp), ein solcher rechtlicher Schluss kann aber dann nicht gezogen werden, wenn der Leistende - wie hier - durch eine Zahlung mit Tilgungswillen eine eigene Kreditschuld deckte. Gerade das wurde ausdrücklich vorgebracht und festgestellt. Der Klageanspruch scheitert somit an einer tauglichen Erklärung gegenüber der Kredit- als Treugeberin, deren Forderung gegen den Beklagten als Treuhänder durch die Zahlung einlösen zu wollen.

Abschließend ist noch zu erwähnen, dass durch das Ergebnis des Honorarprozesses, wonach die vom nunmehrigen Gemeinschuldner dort aufrechnungsweise eingewendete Gegenforderung nicht zu Recht bestehe, weder res judicata in Ansehung eines Teilbetrags von 27.486 S vorliegt, noch eine aus der materiellen Rechtskraft ableitbare Bindungswirkung zu beachten ist, soweit es an der Identität des Streitgegenstands mangelt. Der Klageanspruch wurde zum Teil auch auf andere rechtsbegründende Tatsachen als die Gegenforderung im Vorortes gestützt.

II. Zur Revision des Beklagten

1. Gemäß § 508a Abs 1 ZPO ist der Oberste Gerichtshof bei Prüfung der Zulässigkeit der Revision an einen Ausspruch des Berufungsgerichts nach § 500 Abs 2 Z 3 ZPO nicht gebunden. Wurde vom Berufungsgericht die Zulässigkeit der ordentlichen Revision zu Recht ausgesprochen, macht der Revisionswerber dann aber nur Gründe geltend, deren Erledigung nicht von der Lösung erheblicher Rechtsfragen abhängt, so ist die Revision dennoch als unzulässig zurückzuweisen (3 Ob 159/01f; 9 Boa 112/99g; 1 Ob 127/98b; Kode in Rechberger aaO Vor § 502 Rz 3). Eine zulässige Revision setzt somit die Geltendmachung zumindest einer erheblichen Rechtsfrage voraus (3 Ob 159/01f).

2. Der Beklagte ist der Ansicht, seine Vertragspflichten als Treuhänder aus beiden Treuhandverträgen erfüllt zu haben. Er könne nicht dafür verantwortlich gemacht werden, dass sich der Verkäufer weigere, den Käufern die Kaufpreisteilzahlung von 200.000 S zu refundieren. Im Übrigen rügt der Beklagte nur noch jenen Rechenfehler des Berufungsgerichts, der bereits durch den Berichtigungsbeschluss behoben wurde.

Entgegen der Überzeugung des Beklagten liegt auf der Hand, dass er die Treuhandabrede mit der Kreditgeberin durch die Zahlung von 200.000 S auf ein Bankgirokonto der Käufer vor Erfüllung der vereinbarten Leistungsbedingungen verletzte. In der Revision wird aber auch sonst keine erhebliche Rechtsfrage geltend gemacht. Es wird insbesondere kein Problemkreis angesprochen, der - nach den Erwägungen zur Revision der klagenden Partei - allenfalls zur Verneinung der Leistungspflicht des Beklagten für den in zweiter Instanz zuerkannten Ersatzbetrag hätte führen können. Die vor dem Hintergrund der unter II. 1. erläuterten Rechtslage unzulässige Revision des Beklagten ist somit zurückzuweisen.

III. Zur Kostenentscheidung

Die Kostenentscheidung stützt sich auf § 41 iVm § 50 Abs 1 ZPO. Die Streitteile haben Anspruch auf Ersatz ihrer Revisionsbeantwortungen (Kostenbemessungsgrundlagen 133.333,33 S bzw 66.666,66 S), die klagende Partei deshalb, weil sie auf die Unzulässigkeit der Revision des Beklagten hinwies.

Textnummer

E65098

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:0010OB00059.02M.0402.000

Im RIS seit

02.05.2002

Zuletzt aktualisiert am

10.02.2011

Dokumentnummer

JJT_20020402_OGH0002_0010OB00059_02M0000_000