Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob98/59 4Ob510/75 7Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021845

Geschäftszahl

5Ob98/59; 4Ob510/75; 7Ob529/88; 8Ob625/88; 1Ob167/99m; 9Ob279/99s; 2Ob260/00z; 2Ob25/02v; 8Ob149/02y; 8Ob114/11i

Entscheidungsdatum

22.04.1959

Norm

ABGB §1168
ABGB §1170

Rechtssatz

Obgleich das Entgelt im allgemeinen erst nach Vollendung des Werkes fällig ist, tritt im Falle seiner Abbestellung bzw bei Widerruf des Auftrages sofortige Fälligkeit sein, weil in diesen Fällen das Unterbleiben des Werkes oder die Nichtbeendigung des übernommenen Geschäftes endgültig feststeht. Wenn bestimmte Vereinbarungen über die Fälligkeit vorliegen, bleiben diese allerdings in Geltung.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 98/59
    Entscheidungstext OGH 22.04.1959 5 Ob 98/59
  • 4 Ob 510/75
    Entscheidungstext OGH 11.03.1975 4 Ob 510/75
    Auch; Beisatz: Mangelnde Bereitschaft des Bestellers, den Bau fortzuführen oder doch einen Termin für die Wiederaufnahme der Arbeiten innerhalb einer zumutbaren Zeit zu vereinbaren. (T1)
  • 7 Ob 529/88
    Entscheidungstext OGH 28.04.1988 7 Ob 529/88
  • 8 Ob 625/88
    Entscheidungstext OGH 14.12.1989 8 Ob 625/88
    nur: Obgleich das Entgelt im allgemeinen erst nach Vollendung des Werkes fällig ist, tritt im Falle seiner Abbestellung bzw bei Widerruf des Auftrages sofortige Fälligkeit sein, weil in diesen Fällen das Unterbleiben des Werkes oder die Nichtbeendigung des übernommenen Geschäftes endgültig feststeht. (T2) Veröff: ecolex 1990,212
  • 1 Ob 167/99m
    Entscheidungstext OGH 27.08.1999 1 Ob 167/99m
  • 9 Ob 279/99s
    Entscheidungstext OGH 15.12.1999 9 Ob 279/99s
    Vgl auch; Beisatz: Verweigert der Besteller den Abruf endgültig, dann erübrigt sich jede Fälligstellung und dem Unternehmer gebührt, solange das Werk nicht hergestellt werden kann, seit dem Tag, an dem das Unterbleiben des Werks endgültig feststeht, der eingeschränkte Entgeltanspruch nach § 1168 Abs 1 Satz 1 ABGB. (T3)
  • 2 Ob 260/00z
    Entscheidungstext OGH 09.08.2001 2 Ob 260/00z
    Vgl auch
  • 2 Ob 25/02v
    Entscheidungstext OGH 13.02.2002 2 Ob 25/02v
    Vgl auch
  • 8 Ob 149/02y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2002 8 Ob 149/02y
    Auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 114/11i
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 8 Ob 114/11i
    Auch; nur T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0021845

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.12.2011

Dokumentnummer

JJR_19590422_OGH0002_0050OB00098_5900000_001

Rechtssatz für 1Ob1502/83 2Ob1503/83 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0044197

Geschäftszahl

1Ob1502/83; 2Ob1503/83; 1Ob1510/83; 1Ob1507/83; 4Ob1505/83; 5Ob1516/83; 7Ob1508/84; 1Ob1527/84; 1Ob1535/84; 5Ob1535/84; 7Ob620/95; 1Ob2303/96z; 9Ob253/99t; 2Ob25/02v; 4Ob163/11s; 1Ob121/14x; 5Ob138/15b; 4Ob10/16y; 7Ob15/18h

Entscheidungsdatum

31.08.1983

Norm

ZPO §502 HIII5
ZPO §508a
ABGB §1151 IB

Rechtssatz

Werkvertrag; außerordentliche Revision nicht angenommen: Ablehnung der Mängelbehebung bei Werkvertrag bewirkt Fälligkeit des Werklohnes.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 1502/83
    Entscheidungstext OGH 31.08.1983 1 Ob 1502/83
  • 2 Ob 1503/83
    Entscheidungstext OGH 13.09.1983 2 Ob 1503/83
    nur: Ablehnung der Mängelbehebung bei Werkvertrag bewirkt Fälligkeit des Werklohnes. (T1)
    Beisatz: Ob die Erklärung des Bestellers im konkreten Fall als Nichtzulassung der Verbesserung aufzufassen ist, ist keine Rechtsfrage im Sinne des § 502 Abs 4 Z 1 ZPO. (T2)
  • 1 Ob 1510/83
    Entscheidungstext OGH 09.11.1983 1 Ob 1510/83
    Beisatz: Abgrenzung Kauf - Werkvertrag bei Herstellung nach den individuellen Bedürfnissen des Auftraggebers eindeutig. (T3)
  • 1 Ob 1507/83
    Entscheidungstext OGH 09.11.1983 1 Ob 1507/83
    Beisatz: Besteller darf bis zur Behebung der Mängel des Werkes den gesamten aushaftenden Betrag zurückbehalten. (T4)
  • 4 Ob 1505/83
    Entscheidungstext OGH 28.11.1983 4 Ob 1505/83
    Beisatz: Beweislastumkehr nach § 1298 ABGB. (T5)
  • 5 Ob 1516/83
    Entscheidungstext OGH 17.01.1984 5 Ob 1516/83
    Beisatz: Beginn des Laufes der Verjährungsfrist für Werklohnforderungen. (T6)
  • 7 Ob 1508/84
    Entscheidungstext OGH 28.06.1984 7 Ob 1508/84
    Beisatz: Mangelnde Fälligkeit des Werklohnes wegen Mängel am Werk. (T7)
  • 1 Ob 1527/84
    Entscheidungstext OGH 19.09.1984 1 Ob 1527/84
    Beisatz: Anspruch nach § 1168 Abs 1 ABGB bei grundloser Abbestellung des Werks. (T8)
  • 1 Ob 1535/84
    Entscheidungstext OGH 26.11.1984 1 Ob 1535/84
    Beisatz: Warnpflicht des Unternehmers. (T9)
  • 5 Ob 1535/84
    Entscheidungstext OGH 27.11.1984 5 Ob 1535/84
  • 7 Ob 620/95
    Entscheidungstext OGH 21.02.1996 7 Ob 620/95
    Vgl auch; Beisatz: Bei der Beurteilung der Frage, wann die Rechnungslegung objektiv möglich gewesen wäre, kommt es auf die Umstände des Einzelfalles an. (T10)
    Beisatz: Hier: Rekurs an den Obersten Gerichtshof. (T11)
  • 1 Ob 2303/96z
    Entscheidungstext OGH 25.10.1996 1 Ob 2303/96z
    Beis wie T6; Beis wie T11
  • 9 Ob 253/99t
    Entscheidungstext OGH 03.11.1999 9 Ob 253/99t
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 2 Ob 25/02v
    Entscheidungstext OGH 13.02.2002 2 Ob 25/02v
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 4 Ob 163/11s
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 4 Ob 163/11s
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Keine endgültige Verweigerung der Verbesserung durch den Werkbesteller. (T12)
  • 1 Ob 121/14x
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 1 Ob 121/14x
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T2; Veröff: SZ 2014/95
  • 5 Ob 138/15b
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 5 Ob 138/15b
    Beis wie T2
  • 4 Ob 10/16y
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 4 Ob 10/16y
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 15/18h
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 15/18h
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0044197

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.05.2018

Dokumentnummer

JJR_19830831_OGH0002_0010OB01502_8300000_001

Rechtssatz für 2Ob588/87 9Ob253/99t 2O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021608

Geschäftszahl

2Ob588/87; 9Ob253/99t; 2Ob25/02v; 6Ob236/15x

Entscheidungsdatum

11.12.1987

Norm

ABGB §1151 IB
ABGB §1170

Rechtssatz

Wird ein Werkvertrag einer Ingenieursgemeinschaft nicht (gänzlich) erfüllt, ist zu klären, ob und wann sie im Hinblick auf die Verkehrsübung oder die bei Großprojekten zu erwägenden, organisatorischen und budgetären Verzögerungen in der Weiterführung und Ausführung erkennen konnte, daß der Werkbesteller das Werk bereits für vollendet hält oder die Vollendung offenbar nicht mehr will. Mit diesem Zeitpunkt hätte die ihre Werklohnforderung verrechnen und binnen der anschließenden dreijährigen Verjährungsfrist gerichtlich geltend machen müssen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 588/87
    Entscheidungstext OGH 11.12.1987 2 Ob 588/87
    Veröff: WBl 1988,205
  • 9 Ob 253/99t
    Entscheidungstext OGH 03.11.1999 9 Ob 253/99t
    Vgl auch; Beisatz: Es kommt darauf an, ob und wann der Unternehmer aufgrund der Umstände des Falles erkennen konnte, dass der Werkbesteller das Werk bereits für vollendet hält oder die Vollendung offenbar nicht mehr will. (T1)
  • 2 Ob 25/02v
    Entscheidungstext OGH 13.02.2002 2 Ob 25/02v
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 236/15x
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 6 Ob 236/15x
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0021608

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.02.2016

Dokumentnummer

JJR_19871211_OGH0002_0020OB00588_8700000_001