Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1Ob765/34 4Ob60/74 8ObA...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0028158

Geschäftszahl

1Ob765/34; 4Ob60/74; 8ObA113/01b

Entscheidungsdatum

10.10.1934

Norm

ABGB §1162a
AngG §28
AngG §31 Abs3

Rechtssatz

Bei einem unter das AngG vom 11.05.1921, BGBl Nr 292, fallenden Dienstverhältnisse steht dem Dienstgeber gegen den vertragsbrüchigen Dienstnehmer nur ein Anspruch auf Schadenersatz und nicht auf Leistung der vertragsmäßigen Dienste zu.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 765/34
    Entscheidungstext OGH 10.10.1934 1 Ob 765/34
    Veröff: SZ 16/209
  • 4 Ob 60/74
    Entscheidungstext OGH 15.10.1974 4 Ob 60/74
    Vgl; Veröff: JBl 1975,437 = Arb 9259 = IndS 1975 2,939 = ZAS 1975,223 (Mayer - Maly) = DRdA 1975,283 (Fitz)
  • 8 ObA 113/01b
    Entscheidungstext OGH 13.09.2001 8 ObA 113/01b
    Beisatz: Anspruch auf Ersatz des Erfüllungsinteresses. (T1) Beisatz: Findet der Dienstgeber wie hier ohne weiteres eine Ersatzkraft gleicher Qualifikation zum selben Lohn bis zum vereinbarten Zeitpunkt des Dienstantrittes, ist dem Dienstgeber kein Schaden entstanden und damit auch kein Erfüllungsinteresse offen. (T2) Beisatz: Ist der Vertrag aufgelöst worden, fällt er zur Gänze weg und kann nicht als Nachwirkung eines für die Zeit des aufrechten Dienstverhältnisses vereinbarten Konkurrenzverbots ein Beschäftigungsverbot. (T3)

Schlagworte

Arbeitgeber, Austritt, ungerechtfertigt, ohne wichtigen Grund, grundlos, Entlassung, vorzeitige Auflösung, Ende, Beendigung, Ersatzpflicht, Angestellte, Arbeitnehmer

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1934:RS0028158

Dokumentnummer

JJR_19341010_OGH0002_0010OB00765_3400000_001

Rechtssatz für 2Ob406/50 1Ob467/52 (1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0009418

Geschäftszahl

2Ob406/50; 1Ob467/52 (1Ob468/52); 2Ob587/52; 3Ob727/54; 3Ob27/58; 1Ob1153/37; 5Ob145/59; 5Ob40/60; 1Ob25/62; 1Ob164/62; 6Ob95/64; 8Ob233/65; 8Ob51/66; 2Ob181/66; 1Ob241/68; 1Ob24/69; 8Ob80/69; 7Ob98/70; 1Ob171/70; 4Ob597/70; 1Ob230/71; 1Ob277/71 (1Ob278/71); 8Ob214/72; 6Ob87/73; 1Ob120/74; 1Ob174/74; 7Ob227/74; 1Ob12/75 (1Ob13/75); 7Ob60/75; 6Ob68/75; 1Ob101/75; 1Ob288/75; 1Ob684/76; 8Ob524/77; 3Ob613/77; 7Ob529/78; 5Ob550/78; 7Ob573/78; 7Ob619/80; 3Ob567/81; 7Ob607/82; 5Ob40/82; 7Ob740/82; 7Ob733/82; 5Ob746/82; 4Ob375/82; 5Ob68/82; 8Ob580/82; 1Ob51/82; 5Ob567/83; 8Ob526/83; 1Ob624/83; 7Ob605/83; 6Ob770/83; 4Ob527/84 (4Ob528/84); 1Ob707/86; 1Ob719/86; 5Ob85/87; 7Ob711/87; 6Ob545/88; 8Ob569/89; 4Ob58/89; 2Ob576/89 (2Ob577/89); 1Ob554/90; 4Ob117/90; 2Ob624/90; 3Ob1106/90; 8Ob543/91; 7Ob1613/91; 1Ob604/92; 4Ob82/92; 8Ob647/91; 4Ob520/94; 4Ob502/94; 4Ob99/94; 1Ob597/94; 7Ob644/95; 7Ob526/96; 1Ob2/97v; 4Ob214/97t; 2Ob244/99t; 4Ob166/00s; 9ObA166/01d; 8ObA113/01b; 3Ob241/02s; 4Ob153/03h; 6Ob89/04p; 4Ob272/04k; 5Ob211/05y; 4Ob134/06v; 4Ob234/07a; 16Ok1/09; 17Ob24/09t; 17Ob13/09z; 16Ok6/10; 4Ob110/11x; 3Ob229/12s; 1Ob7/13f; 5Ob130/15a; 4Ob219/15g; 4Ob111/16a; 9ObA51/16i; 4Ob141/16p; 6Ob88/20i; 4Ob185/20i

Entscheidungsdatum

17.06.1950

Norm

EO §379 Abs1 A
EO §381 Abs1 Z1A
EO §381 Abs2 Z2D
KartG 2005 §48

Rechtssatz

Der Rechtssatz, dass eine einstweilige Verfügung der endgültigen Entscheidung nicht vorgreifen und durch sie nicht das bewilligt werden darf, was die gefährdete Partei erst seinerzeit im Wege der Exekution erzwingen könnte, gilt nur für einstweilige Verfügungen nach §§ 379 und 381 Z 1 EO, nicht aber auch für solche nach Z 2 des § 381 EO.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 406/50
    Entscheidungstext OGH 17.06.1950 2 Ob 406/50
    Veröff: SZ 23/203
  • 1 Ob 467/52
    Entscheidungstext OGH 04.06.1952 1 Ob 467/52
  • 2 Ob 587/52
    Entscheidungstext OGH 20.07.1952 2 Ob 587/52
  • 3 Ob 727/54
    Entscheidungstext OGH 15.12.1954 3 Ob 727/54
  • 3 Ob 27/58
    Entscheidungstext OGH 06.02.1958 3 Ob 27/58
  • 1 Ob 1153/37
    Entscheidungstext OGH 14.12.1937 1 Ob 1153/37
    Veröff: SZ 19/332
  • 5 Ob 145/59
    Entscheidungstext OGH 08.04.1959 5 Ob 145/59
  • 5 Ob 40/60
    Entscheidungstext OGH 03.02.1960 5 Ob 40/60
  • 1 Ob 25/62
    Entscheidungstext OGH 31.01.1962 1 Ob 25/62
    Beisatz: Einstweilige Verfügung mit dem Gebot an den Gegner, einen Geschäftsbetrieb wieder aufzunehmen. (T1)
  • 1 Ob 164/62
    Entscheidungstext OGH 11.07.1962 1 Ob 164/62
  • 6 Ob 95/64
    Entscheidungstext OGH 15.04.1964 6 Ob 95/64
    Veröff: JBl 1964,463
  • 8 Ob 233/65
    Entscheidungstext OGH 14.09.1965 8 Ob 233/65
    Veröff: SZ 38/133 = MietSlg 17139 = MietSlg 17854(33)
  • 8 Ob 51/66
    Entscheidungstext OGH 22.02.1966 8 Ob 51/66
  • 2 Ob 181/66
    Entscheidungstext OGH 06.10.1966 2 Ob 181/66
    Beisatz: Strebt der Wohnungsberechtigte mit seinem auf die Entfernung der Vorhangschlösser von seinen Wohnräumen und auf die Duldung der Ausübung seines Wohnungsrechtes gerichteten Klagebegehren seine Wiederaufnahme in das Haus des Beklagten an, so ist ein solches Klagebegehren sicherungsfähig. (T2)
  • 1 Ob 241/68
    Entscheidungstext OGH 03.10.1968 1 Ob 241/68
    Veröff: MietSlg 20765
  • 1 Ob 24/69
    Entscheidungstext OGH 06.02.1969 1 Ob 24/69
    Veröff: MietSlg 21914
  • 8 Ob 80/69
    Entscheidungstext OGH 29.04.1969 8 Ob 80/69
    Veröff: ÖBl 1969,143
  • 7 Ob 98/70
    Entscheidungstext OGH 27.05.1970 7 Ob 98/70
  • 1 Ob 171/70
    Entscheidungstext OGH 03.09.1970 1 Ob 171/70
  • 4 Ob 597/70
    Entscheidungstext OGH 06.10.1970 4 Ob 597/70
    Veröff: ÖBl 1971,136
  • 1 Ob 230/71
    Entscheidungstext OGH 02.09.1971 1 Ob 230/71
  • 1 Ob 277/71
    Entscheidungstext OGH 28.10.1971 1 Ob 277/71
  • 8 Ob 214/72
    Entscheidungstext OGH 24.10.1972 8 Ob 214/72
  • 6 Ob 87/73
    Entscheidungstext OGH 12.04.1973 6 Ob 87/73
    Beisatz: Einstweilige Verfügung auf Unterlassung zur Einhaltung eines Wettbewerbsverbotes § 112 HGB. (T3)
    Veröff: ÖBl 1974,14
  • 1 Ob 120/74
    Entscheidungstext OGH 28.08.1974 1 Ob 120/74
    Vgl auch
  • 1 Ob 174/74
    Entscheidungstext OGH 14.10.1974 1 Ob 174/74
    Beisatz: Auf § 381 Z 2 EO gestützte einstweilige Verfügungen dürfen aber nicht über das Prozessziel hinausgehen. (T4)
    Veröff: SZ 47/109
  • 7 Ob 227/74
    Entscheidungstext OGH 07.11.1974 7 Ob 227/74
    Beisatz: Einstweilige Verfügung darf aber keine Sachlage schaffen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. (T5)
  • 1 Ob 12/75
    Entscheidungstext OGH 22.01.1975 1 Ob 12/75
  • 7 Ob 60/75
    Entscheidungstext OGH 17.04.1975 7 Ob 60/75
  • 6 Ob 68/75
    Entscheidungstext OGH 28.05.1975 6 Ob 68/75
  • 1 Ob 101/75
    Entscheidungstext OGH 25.06.1975 1 Ob 101/75
  • 1 Ob 288/75
    Entscheidungstext OGH 19.11.1975 1 Ob 288/75
  • 1 Ob 684/76
    Entscheidungstext OGH 27.10.1976 1 Ob 684/76
    Vgl auch; Beis wie T5; Veröff: JBl 1977,94
  • 8 Ob 524/77
    Entscheidungstext OGH 25.05.1977 8 Ob 524/77
  • 3 Ob 613/77
    Entscheidungstext OGH 18.10.1977 3 Ob 613/77
    Vgl; Beis wie T5
  • 7 Ob 529/78
    Entscheidungstext OGH 02.03.1978 7 Ob 529/78
  • 5 Ob 550/78
    Entscheidungstext OGH 17.03.1978 5 Ob 550/78
  • 7 Ob 573/78
    Entscheidungstext OGH 11.05.1978 7 Ob 573/78
  • 7 Ob 619/80
    Entscheidungstext OGH 26.06.1980 7 Ob 619/80
  • 3 Ob 567/81
    Entscheidungstext OGH 16.09.1981 3 Ob 567/81
    Auch
  • 7 Ob 607/82
    Entscheidungstext OGH 27.05.1982 7 Ob 607/82
    Veröff: SZ 55/78 = GesRZ 1982,249
  • 5 Ob 40/82
    Entscheidungstext OGH 18.08.1982 5 Ob 40/82
    Auch
  • 7 Ob 740/82
    Entscheidungstext OGH 14.10.1982 7 Ob 740/82
    Beis wie T4
  • 7 Ob 733/82
    Entscheidungstext OGH 14.10.1982 7 Ob 733/82
  • 5 Ob 746/82
    Entscheidungstext OGH 09.11.1982 5 Ob 746/82
  • 4 Ob 375/82
    Entscheidungstext OGH 09.11.1982 4 Ob 375/82
    Auch; Beisatz: Nichtbelieferung durch Salzmonopolbetrieb. (T6)
    Veröff: ÖBl 1983/114
  • 5 Ob 68/82
    Entscheidungstext OGH 14.12.1982 5 Ob 68/82
  • 8 Ob 580/82
    Entscheidungstext OGH 20.01.1983 8 Ob 580/82
    Veröff: HS XIV/XV/2
  • 1 Ob 51/82
    Entscheidungstext OGH 12.01.1983 1 Ob 51/82
    Auch; Beis wie T4
  • 5 Ob 567/83
    Entscheidungstext OGH 05.04.1983 5 Ob 567/83
  • 8 Ob 526/83
    Entscheidungstext OGH 05.05.1983 8 Ob 526/83
  • 1 Ob 624/83
    Entscheidungstext OGH 11.05.1983 1 Ob 624/83
    Veröff: EvBl 1983/144 S 522 = GesRZ 1983,214
  • 7 Ob 605/83
    Entscheidungstext OGH 26.05.1983 7 Ob 605/83
  • 6 Ob 770/83
    Entscheidungstext OGH 20.10.1983 6 Ob 770/83
  • 4 Ob 527/84
    Entscheidungstext OGH 13.11.1984 4 Ob 527/84
    Veröff: JBl 1985,423
  • 1 Ob 707/86
    Entscheidungstext OGH 16.12.1986 1 Ob 707/86
    Auch; Beis wie T4
  • 1 Ob 719/86
    Entscheidungstext OGH 25.03.1987 1 Ob 719/86
    Auch
  • 5 Ob 85/87
    Entscheidungstext OGH 06.10.1987 5 Ob 85/87
    Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 60/196
  • 7 Ob 711/87
    Entscheidungstext OGH 26.11.1987 7 Ob 711/87
    Auch
  • 6 Ob 545/88
    Entscheidungstext OGH 24.03.1988 6 Ob 545/88
    Vgl auch
  • 8 Ob 569/89
    Entscheidungstext OGH 27.04.1989 8 Ob 569/89
    Beisatz: Eine solche Vorwegnahme wäre nämlich nur dann unzulässig, wenn die Beklagte bereits in der einstweiligen Verfügung zur Leistung desjenigen verpflichtet würde, wozu sie gegebenenfalls durch das Urteil verhalten werden kann. (T7)
  • 4 Ob 58/89
    Entscheidungstext OGH 27.06.1989 4 Ob 58/89
    Vgl auch; Beisatz: Ein mit dem Sicherungsantrag angestrebtes befristetes Unterlassungsgebot nimmt das Prozessergebnis nicht vorweg, weil es sich dabei nur um eine zeitlich beschränkte Unterlassung, nicht aber um eine (möglicherweise nicht rückführbare) Veränderung handelt. (T8)
  • 2 Ob 576/89
    Entscheidungstext OGH 30.08.1989 2 Ob 576/89
  • 1 Ob 554/90
    Entscheidungstext OGH 12.09.1990 1 Ob 554/90
    Auch
  • 4 Ob 117/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 117/90
    Vgl auch; Beisatz: Eine nach § 24 UWG erlassene einstweilige Verfügung kann auch den gesamten in der Klage geltend gemachten Unterlassungsanspruch umfassen. Dadurch wird das Urteil nicht vorweggenommen, weil der Klageanspruch auf dauernde Unterlassung gerichtet ist, während die einstweilige Verfügung nur ein befristetes Verbot zur Folge hat. (T9)
  • 2 Ob 624/90
    Entscheidungstext OGH 21.11.1990 2 Ob 624/90
    Veröff: WoBl 1991,67
  • 3 Ob 1106/90
    Entscheidungstext OGH 13.03.1991 3 Ob 1106/90
    Auch
  • 8 Ob 543/91
    Entscheidungstext OGH 23.05.1991 8 Ob 543/91
    Veröff: WoBl 1992,163
  • 7 Ob 1613/91
    Entscheidungstext OGH 14.11.1991 7 Ob 1613/91
    Auch
  • 1 Ob 604/92
    Entscheidungstext OGH 22.10.1992 1 Ob 604/92
    Auch; Vgl; Beis wie T5
  • 4 Ob 82/92
    Entscheidungstext OGH 24.11.1992 4 Ob 82/92
    Beis wie T5
  • 8 Ob 647/91
    Entscheidungstext OGH 06.02.1992 8 Ob 647/91
  • 4 Ob 520/94
    Entscheidungstext OGH 22.03.1994 4 Ob 520/94
    Auch; Beisatz: Ist die Erlassung einer zur Verhütung einer drohenden Gewalt (zum Beispiel einer Körperverletzung) im Sinne des § 381 Z 2 EO notwendig, darf sie sogar der endgültigen Entscheidung vorgreifen. (T10)
  • 4 Ob 502/94
    Entscheidungstext OGH 22.03.1994 4 Ob 502/94
  • 4 Ob 99/94
    Entscheidungstext OGH 18.10.1994 4 Ob 99/94
    Beisatz: Hier: Einstweilige Verfügung wegen "Telefonterror" (T11)
  • 1 Ob 597/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1994 1 Ob 597/94
    Vgl auch
  • 7 Ob 644/95
    Entscheidungstext OGH 31.01.1996 7 Ob 644/95
    Vgl auch
  • 7 Ob 526/96
    Entscheidungstext OGH 21.02.1996 7 Ob 526/96
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Deckt sich die einstweilige Verfügung mit dem im Hauptverfahren angestrebten Ziel, dann kann sie nur bewilligt werden, wenn sie zur Verhütung drohender Gewalt oder zur Abwendung eines drohenden unwiederbringlichen Schadens im Sinne des § 381 Z 2 EO nötig erscheint. (T12)
  • 1 Ob 2/97v
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 2/97v
    Auch; Beis wie T12
  • 4 Ob 214/97t
    Entscheidungstext OGH 09.09.1997 4 Ob 214/97t
    Vgl auch; Beisatz: Es sind keine Sachlage geschaffen, die nicht rückgängig gemacht werden könnte, wenn der Beklagten nur einstweilen - bis zur Rechtskraft des über den Unterlassungsanspruch ergehenden Urteils - untersagt wird, die Bestellung von Filmen in den näher bezeichneten Fällen abzulehnen. (T13)
    Veröff: SZ 70/173
  • 2 Ob 244/99t
    Entscheidungstext OGH 26.08.1999 2 Ob 244/99t
  • 4 Ob 166/00s
    Entscheidungstext OGH 13.09.2000 4 Ob 166/00s
    Vgl; Beis wie T5; Veröff: SZ 73/140
  • 9 ObA 166/01d
    Entscheidungstext OGH 05.09.2001 9 ObA 166/01d
  • 8 ObA 113/01b
    Entscheidungstext OGH 13.09.2001 8 ObA 113/01b
  • 3 Ob 241/02s
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 241/02s
    Vgl auch; Beisatz: Bei einem befristeten Unterlassungsgebot wird das Prozessergebnis nicht vorweggenommen, jedenfalls dann nicht, soweit es wiederholbare beziehungsweise nachholbare Handlungen betrifft und daher auch nicht zu einer vorläufigen Befriedigung der gefährdeten Partei durch Leistung kommt. (T14)
  • 4 Ob 153/03h
    Entscheidungstext OGH 08.07.2003 4 Ob 153/03h
    Vgl; Beis wie T5
  • 6 Ob 89/04p
    Entscheidungstext OGH 29.04.2004 6 Ob 89/04p
    Auch; Beis wie T14
  • 4 Ob 272/04k
    Entscheidungstext OGH 11.01.2005 4 Ob 272/04k
    Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T9
  • 5 Ob 211/05y
    Entscheidungstext OGH 24.01.2006 5 Ob 211/05y
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 4 Ob 134/06v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 134/06v
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Das Besitzen iSv § 10a Z 2 MSchG kann nicht mit einstweiliger Verfügung verboten werden, da damit ein nicht umkehrbarer Zustand geschaffen würde. (T15)
  • 4 Ob 234/07a
    Entscheidungstext OGH 22.01.2008 4 Ob 234/07a
    Auch; Beis wie T5
  • 16 Ok 1/09
    Entscheidungstext OGH 25.03.2009 16 Ok 1/09
    Beisatz: Dient die einstweilige Verfügung zur Verhütung drohender Gewalt oder zur Abwendung eines drohenden und unwiederbringlichen Schadens iSd § 381 Z 2 EO, dann kann sie auch bewilligt werden, wenn sie sich mit dem im Hauptverfahren angestrebten Ziel deckt. (T16)
    Beisatz: Auch bei einstweiligen Verfügungen nach § 381 Z 2 EO darf aber keine Sachlage geschaffen werden, die im Fall eines die einstweilige Verfügung nicht rechtfertigenden Urteils nicht rückgängig gemacht werden kann. (T17)
  • 17 Ob 24/09t
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 17 Ob 24/09t
    Vgl; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Besitzen von Waren. (T18)
    Beisatz: Hier: Antrag auf Aufnahme eines Arzneimittels in den Erstattungskodex. (T19)
    Veröff: SZ 2009/154
  • 17 Ob 13/09z
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 17 Ob 13/09z
    Vgl; Beis wie T5; Beis wie T18; Anm: Die ursprünglich an dieser Stelle aus Versehen mit der Kennzeichnung T20 erfolgte Wiederholung des Beisatzes T18 wurde nachträglich gelöscht. - September 2021 (T20)
    Beis wie T19; Anm: Die ursprünglich an dieser Stelle aus Versehen mit der Kennzeichnung T21 erfolgte Wiederholung des Beisatzes T19 wurde nachträglich gelöscht. - September 2021 (T21)
  • 16 Ok 6/10
    Entscheidungstext OGH 04.10.2010 16 Ok 6/10
    Vgl; Beis wie T16; Beis wie T17; Beisatz: Verpflichtung zur Annahme eines Angebots. (T22)
    Veröff: SZ 2010/118
  • 4 Ob 110/11x
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 4 Ob 110/11x
    Beis wie T5
  • 3 Ob 229/12s
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 229/12s
  • 1 Ob 7/13f
    Entscheidungstext OGH 07.03.2013 1 Ob 7/13f
    Vgl; Beis wie T4; Beis wie T10; Beis wie T12; Beis wie T16
  • 5 Ob 130/15a
    Entscheidungstext OGH 25.08.2015 5 Ob 130/15a
    Auch; Beis ähnlich wie T8; Beis ähnlich wie T9; Beis wie T14
  • 4 Ob 219/15g
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 4 Ob 219/15g
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Name eines Landtagsklubs. (T23)
  • 4 Ob 111/16a
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 4 Ob 111/16a
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Das Verbot der Unterlassung der Benutzung einer Bezeichnung als Bestandteil einer Internet‑Domain schafft keine unumkehrbare Situation. (T24)
  • 9 ObA 51/16i
    Entscheidungstext OGH 18.08.2016 9 ObA 51/16i
    Auch; Beisatz: Eine auf § 381 Z 2 EO gestützte einstweilige Verfügung kann sich zwar mit dem im Prozess angestrebten Ziel ganz oder teilweise decken, darf aber nicht darüber hinaus gehen. (T25)
  • 4 Ob 141/16p
    Entscheidungstext OGH 21.02.2017 4 Ob 141/16p
    Beis wie T5; Beisatz: Im Sicherungsverfahren kommt ein Rückruf von Eingriffsgegenständen nicht in Betracht, weil ein abgewickelter Rückruf einen nicht rückführbaren Zustand schafft. (T26)
  • 6 Ob 88/20i
    Entscheidungstext OGH 25.06.2020 6 Ob 88/20i
  • 4 Ob 185/20i
    Entscheidungstext OGH 26.11.2020 4 Ob 185/20i
    Vgl aber; Beis wie T5; Beis wie T8; Beis wie T9; Beisatz: Der Grundsatz, dass eine einstweilige Verfügung der endgültigen Entscheidung nicht vorgreifen und durch sie nicht das bewilligt werden darf, was die gefährdete Partei erst im Weg der Exekution erzwingen könnte, gilt nicht für immaterialgüterrechtliche Unterlassungsverfügungen. (T27)
    Beisatz: Eine nicht rückführbare Sachlage kann dann angenommen werden, wenn mit dem befristeten Unterlassungsgebot für den Verpflichteten ein unwiederbringlicher Schaden einhergeht. (T28)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1950:RS0009418

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.09.2021

Dokumentnummer

JJR_19500617_OGH0002_0020OB00406_5000000_001

Rechtssatz für 4Ob82/92 4Ob108/92 4Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0005696

Geschäftszahl

4Ob82/92; 4Ob108/92; 4Ob102/93; 4Ob81/93; 4Ob14/94; 4Ob123/94; 4Ob90/95; 9Ob149/98x; 4Ob180/99w (4Ob202/99f); 4Ob234/99m; 4Ob233/99i; 8ObA113/01b; 4Ob213/03g; 4Ob213/05k; 5Ob211/05y; 1Ob136/08v; 16Ok1/09; 16Ok6/10; 4Ob197/11s; 4Ob141/16p; 5Ob215/18f; 2Ob49/21a

Entscheidungsdatum

24.11.1992

Norm

EO §381 Z2 D
EO §382 Z4 II4
KartG 2005 §48

Rechtssatz

Eine einstweilige Verfügung kann immer nur eine vorläufige Regelung zum Gegenstand haben; sie darf daher keine Sachlage schaffen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, weil damit kein Provisorium eintreten, sondern ein endgültiger Zustand herbeigeführt würde, der im Fall eines die einstweilige Verfügung nicht rechtfertigenden Urteils im Hauptprozess die Wiederherstellung des früheren Zustandes unmöglich macht. Das trifft auch auf den Anspruch auf Widerruf und dessen Veröffentlichung im Sinne des § 1330 Abs 2 ABGB zu. Sie ist als vorläufige Maßnahme unzulässig, weil sie endgültig wirkt und daher kein Sicherungsmittel gemäß §§ 382 ff EO.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 82/92
    Entscheidungstext OGH 24.11.1992 4 Ob 82/92
  • 4 Ob 108/92
    Entscheidungstext OGH 23.02.1993 4 Ob 108/92
    Beisatz: Hier: Wettbewerbsrechtlichen Unterlassungsanspruches. (T1).
  • 4 Ob 102/93
    Entscheidungstext OGH 21.09.1993 4 Ob 102/93
    Vgl auch; Beisatz: Ein nicht mehr rückgängig zu machender Zustand wird nicht herbeigeführt, wenn die Beklagten die beanstandete Werbebroschüre nach einem Obsiegen im Hauptverfahren wieder drucken und verbreiten könnten. (T2)
  • 4 Ob 81/93
    Entscheidungstext OGH 21.09.1993 4 Ob 81/93
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 4 Ob 14/94
    Entscheidungstext OGH 08.03.1994 4 Ob 14/94
    Beisatz: Hier: Zulassung von Werbespots über 10.000 Sendesekunden durch ORF. (T3)
    Veröff: EvBl 1994/115 S 555
  • 4 Ob 123/94
    Entscheidungstext OGH 08.11.1994 4 Ob 123/94
    Vgl auch
  • 4 Ob 90/95
    Entscheidungstext OGH 21.11.1995 4 Ob 90/95
    nur: Eine einstweilige Verfügung kann immer nur eine vorläufige Regelung zum Gegenstand haben; sie darf daher keine Sachlage schaffen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, weil damit kein Provisorium eintreten, sondern ein endgültiger Zustand herbeigeführt würde, der im Fall eines die einstweilige Verfügung nicht rechtfertigenden Urteils im Hauptprozess die Wiederherstellung des früheren Zustandes unmöglich macht. (T4)
    Beisatz: Einen unumkehrbaren Zustand schafft auch ein Beschäftigungsverbot, wenn es dazu führen müsste, dass das Beschäftigungsverhältnis gelöst wird. (T5)
  • 9 Ob 149/98x
    Entscheidungstext OGH 10.06.1998 9 Ob 149/98x
    Auch; nur T4; Beisatz: Hier: Ersetzung der Zustimmungserklärung zu Einreichplänen im Baubewilligungsverfahren durch Gerichtsbeschluss - abgewiesen. (T6)
  • 4 Ob 180/99w
    Entscheidungstext OGH 13.09.1999 4 Ob 180/99w
    Auch; nur: Eine einstweilige Verfügung kann immer nur eine vorläufige Regelung zum Gegenstand haben; sie darf daher keine Sachlage schaffen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, weil damit kein Provisorium eintreten, sondern ein endgültiger Zustand herbeigeführt würde, der im Fall eines die einstweilige Verfügung nicht rechtfertigenden Urteils im Hauptprozess die Wiederherstellung des früheren Zustandes unmöglich macht. (T7)
  • 4 Ob 234/99m
    Entscheidungstext OGH 19.10.1999 4 Ob 234/99m
    Auch; nur: Eine einstweilige Verfügung kann immer nur eine vorläufige Regelung zum Gegenstand haben. (T8)
    Beisatz: Das gilt auch für einstweilige Verfügungen, die zur Verhinderung drohender Gewalt oder zur Abwendung eines drohenden unwiederbringlichen Schadens nötig erscheinen (§ 381 Z 2 EO). (T9)
  • 4 Ob 233/99i
    Entscheidungstext OGH 19.10.1999 4 Ob 233/99i
    Auch; Beisatz: Das gilt auch für einstweilige Verfügungen, die zur Verhinderung drohender Gewalt oder zur Abwendung eines drohenden unwiederbringlichen Schadens nötig erscheinen (§ 381 Z 2 EO). (T10)
  • 8 ObA 113/01b
    Entscheidungstext OGH 13.09.2001 8 ObA 113/01b
    Vgl; nur T8; Beis wie T5
  • 4 Ob 213/03g
    Entscheidungstext OGH 16.12.2003 4 Ob 213/03g
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Ein durch reduzierte Gewinnerzielung allenfalls entstehender Schade kann durch Geld ausgeglichen werden und macht die einstweilige Verfügung nicht unzulässig. (T11)
    Veröff: SZ 2003/170
  • 4 Ob 213/05k
    Entscheidungstext OGH 29.11.2005 4 Ob 213/05k
    nur T7
  • 5 Ob 211/05y
    Entscheidungstext OGH 24.01.2006 5 Ob 211/05y
    nur T4; Beisatz: Hier: Generalsanierung des Daches. (T12)
  • 1 Ob 136/08v
    Entscheidungstext OGH 11.08.2008 1 Ob 136/08v
    Auch; nur: Eine einstweilige Verfügung kann immer nur eine vorläufige Regelung zum Gegenstand haben; sie darf daher keine Sachlage schaffen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. (T13)
    Beis wie T10; Beisatz: Hier: Ausstrahlung einer Fernsehsendung zu einer bestimmten Sendezeit. (T14)
  • 16 Ok 1/09
    Entscheidungstext OGH 25.03.2009 16 Ok 1/09
    Vgl auch; Beisatz: Dient die einstweilige Verfügung zur Verhütung drohender Gewalt oder zur Abwendung eines drohenden und unwiederbringlichen Schadens iSd § 381 Z 2 EO, dann kann sie auch bewilligt werden, wenn sie sich mit dem im Hauptverfahren angestrebten Ziel deckt. (T15)
    Beisatz: Auch bei einstweiligen Verfügungen nach § 381 Z 2 EO darf aber keine Sachlage geschaffen werden, die im Fall eines die einstweilige Verfügung nicht rechtfertigenden Urteils nicht rückgängig gemacht werden kann. (T16)
  • 16 Ok 6/10
    Entscheidungstext OGH 04.10.2010 16 Ok 6/10
    Vgl; Beisatz: Hier: Verpflichtung zur Annahme eines Angebots. (T17)
    Veröff: SZ 2010/118
  • 4 Ob 197/11s
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 4 Ob 197/11s
    Vgl auch; nur T13; Beisatz: Hier: Unterlassung der Zuleitung. (T18)
  • 4 Ob 141/16p
    Entscheidungstext OGH 21.02.2017 4 Ob 141/16p
    Auch; Beisatz: Im Sicherungsverfahren kommt ein Rückruf von Eingriffsgegenständen nicht in Betracht, weil ein abgewickelter Rückruf einen nicht rückführbaren Zustand schafft. (T19)
  • 5 Ob 215/18f
    Entscheidungstext OGH 13.12.2018 5 Ob 215/18f
    Auch
  • 2 Ob 49/21a
    Entscheidungstext OGH 29.04.2021 2 Ob 49/21a
    nur T4; Beisatz: Hier: Behandlung mit bestimmtem Medikament. (T20)
    Anm.: Vgl zum Begriff der Rückführbarkeit RS0133609. (T21)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0005696

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.06.2021

Dokumentnummer

JJR_19921124_OGH0002_0040OB00082_9200000_001

Rechtssatz für 4Ob90/95 8ObA113/01b 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0090647

Geschäftszahl

4Ob90/95; 8ObA113/01b; 4Ob290/02d

Entscheidungsdatum

21.11.1995

Norm

EO §390 I
EO §390 IVA
EO §394 Abs1
UWG §1 D3e
UWG §14 A1
UWG §15

Rechtssatz

Da es - außer bei erfolgreicher Anfechtung der Kündigung - ausgeschlossen ist, ein aufgelöstes Beschäftigungsverhältnis in seinem konkreten Bestand bei Ergehen des Beschäftigungsverbotes wiederherzustellen, schafft ein Beschäftigungsverbot, wenn es dazu führen müßte, daß das Beschäftigungsverhältnis gelöst wird, einen unumkehrbaren Zustand. Dem Dienstgeber ist es nur dann zuzumuten, das Dienstverhältnis trotz eines sachlich und örtlich unbeschränkten Beschäftigungsverbotes aufrechtzuerhalten, wenn er eine ausreichende Deckung für seine etwaige Schadenersatzforderung (die nutzlos aufgewendeten Lohnkosten) hat.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 90/95
    Entscheidungstext OGH 21.11.1995 4 Ob 90/95
  • 8 ObA 113/01b
    Entscheidungstext OGH 13.09.2001 8 ObA 113/01b
    Ähnlich; Beisatz: Durch eine einstweilige Verfügung darf kein Beschäftigungsverbot geschaffen werden, wenn dies dazu führen müsste, dass das Beschäftigungsverhältnis gelöst wird. (T1)
  • 4 Ob 290/02d
    Entscheidungstext OGH 18.02.2003 4 Ob 290/02d
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Ein Beschäftigungsverbot muss aber nicht in jedem Fall zu einer Lösung des Dienstverhältnisses führen. Der Dienstgeber kann das Beschäftigungsverhältnis daher aufrechterhalten, auch wenn er den Dienstnehmer derzeit nicht beschäftigen darf; er wird daran auch interessiert sein, wenn das Beschäftigungsverbot ohnehin in absehbarer Zeit ausläuft. (T2); Veröff: SZ 2003/12

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0090647

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.09.2014

Dokumentnummer

JJR_19951121_OGH0002_0040OB00090_9500000_002

Entscheidungstext 8ObA113/01b

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

8ObA113/01b

Entscheidungsdatum

13.09.2001

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsrekursgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Petrag als Vorsitzenden und die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Langer und Dr. Rohrer sowie die fachkundigen Laienrichter Dr. Christoph Kainz und Dr. Heinz Nagelreiter als weitere Richter in der Arbeitsrechtssache der klagenden und gefährdeten Partei A***** AG, *****, vertreten durch Dr. Michael Graff, Rechtsanwalt in Wien, wider die beklagte Partei und Gegnerin der gefährdeten Partei Charlotte R*****, vertreten durch Fellner, Wratzfeld & Partner, Rechtsanwälte in Wien, wegen Feststellung und Unterlassung sowie einstweiliger Verfügung (Revisionsrekursinteresse einstweilige Verfügung, S 500.000,--), infolge Revisionsrekurses der klagenden und gefährdeten Partei gegen den Beschluss des Oberlandesgerichtes Wien als Rekursgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen vom 14. März 2001, GZ 9 Ra 65/01x-30, mit dem infolge Rekurses der klagenden und gefährdeten Partei der Beschluss des Arbeits- und Sozialgerichtes Wien vom 4. Jänner 2001, GZ 7 Cga 176/99y-26, bestätigt wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Dem Revisionsrekurs wird nicht Folge gegeben.

Die klagende und gefährdete Partei ist schuldig, der beklagten Partei und Gegnerin der gefährdeten Partei die mit S 21.375,-- (darin S 3.562,50 USt) bestimmten Kosten ihrer Revisionsrekursbeantwortung binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Begründung:

Die beklagte Partei und Gegnerin der gefährdeten Partei (in der Folge Antragsgegnerin) hat mit der klagenden und gefährdeten Partei (in der Folge Antragstellerin), welche einen privaten Fernsehsender betreibt, nach längeren Verhandlungen am 1. 10. 1999 einen Dienstvertrag als leitende Angestellte geschlossen; das auf drei Jahre befristete Dienstverhältnis sollte am 1. 2. 2000, spätestens jedoch - wegen der langen Kündigungsfrist der Antragsgegnerin - am 1. 4. 2000 beginnen.

Ihr früheres Dienstverhältnis zur Firma I*****, die Fernsehwerbung betreibt, und deren Geschäftsführerin sie war, kündigte sie gleichzeitig auf, sagte dieser aber zu, bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger behilflich zu sein.

Im Dienstvertrag mit der Antragstellerin war in P. 5 ein Wettbewerbsverbot nach § 7 AngG und eine Konventionalstrafe für den Fall des Verstoßes dagegen, sowie ein über § 7 AngG hinausgehendes Wettbewerbsverbot und in P. 8 eine ebenfalls durch Konventionalstrafe gesicherte Konkurrenzklausel bis zum Ablauf eines Jahres nach Beendigung des Dienstverhältnisses vereinbart.

In der Folge versuchte die Antragsgegnerin, den Vertrag mit der Antragstellerin einvernehmlich rückgängig zu machen, weil ihre bisherige Dienstgeberin keinen geeigneten Nachfolger fand. Da die Bemühungen zur einvernehmlichen Rückgängigmachung des Vertrages scheiterten, löste die Antragsgegnerin mit Schreiben vom 1. 12. 1999 den Dienstvertrag mit der Antragstellerin einseitig auf und erhielt von ihrer bisherigen Dienstgeberin einen neuen Dienstvertrag; sie bekleidet dort wie bisher die Stellung einer Geschäftsführerin.

Die Antragstellerin fand bis 1. 4. 2000 eine Ersatzkraft gleicher Qualifikation; Mehrkosten sind ihr hiebei nicht angefallen.

Mit der dem Verfahren zugrundeliegenden Klage begehrte die Antragstellerin die Feststellung, dass das zwischen den Streitteilen abgeschlossene Dienstverhältnis ungeachtet der Auflösungserklärung der Antragsgegnerin weiterhin aufrecht sei; in ON 13 dehnte die Antragstellerin das Klagebegehren dahingehend aus, dass die Antragsgegnerin schuldig sei, "ab sofort bis 31. 1. 2003 ohne schriftliche Zustimmung der Antragstellerin eine andere entgeltliche Tätigkeit bei einem Dritten, insbesondere bei der Firma I***** auszuüben, als die, die im Dienstvertrag vom 1. 10. 1999 geregelt sei", zu unterlassen.

In ON 17 beantragte die Antragstellerin eine einstweilige Verfügung, mit der der Antragsgegnerin zur Sicherung des letztgenannten Anspruches verboten werden sollte, ab sofort bis 31. 1. 2003 "eine andere entgeltliche Tätigkeit bei der Firma I***** auszuüben, als die, die im mit 1. 10. 1999 datierten und zwischen den Streitteilen abgeschlossenen Dienstvertrag geregelt sei (gemeint war mit diesem Antrag offensichtlich, dass die Antragsgegnerin bis 31. 1. 2003 keine entgeltliche Tätigkeit bei der Firma I***** ausüben dürfe).

Dieser Antrag auf Erlassung einer einstweiligen Verfügung wurde vom Erstgericht abgewiesen.

Das Rekursgericht bestätigte diese Abweisung und führte hiezu zusammengefasst aus: Ebenso wie nach herrschender Auffassung durch zeitwidrige Kündigung oder vorzeitigen Austritt das Arbeitsverhältnis zum verfehlten Kündigungstermin bzw zum Zeitpunkt des Austrittes aufgelöst werde, bringe ein Rücktritt vom Vertrag das Angestelltendienstverhältnis, unabhängig von seiner Berechtigung, zur sofortigen Auflösung. Bei einem unter das Angestelltengesetz fallenden Dienstverhältnis stehe dem Dienstgeber gemäß § 31 Abs 3 AngG gegen den vertragsbrüchigen Dienstnehmer nur ein Anspruch auf Schadenersatz wegen Nichterfüllung des Vertrages und nicht auf Leistung der vertragsmäßigen Dienste zu. Finde der Dienstgeber wie hier ohne weiteres eine Ersatzkraft gleicher Qualifikation zum selben Lohn, sei kein Erfüllungsanspruch offen. Dem von der Antragstellerin geltend gemachten Schadenersatzanspruch ermangle es daher am Schadenseintrit. Das in dem nicht in Vollzug gesetzten Dienstvertrag vereinbarte Konkurrenzverbot (§ 5 des Dienstvertrages) hätte sich auf die gesamte Dauer des aufrechten Dienstverhältnisses erstreckt. Da dieses wegen des Rücktrittes der Klägerin aufgelöst worden sei, sei ein Schadenersatzanspruch aus dem vereinbarten Konkurrenzverbot, welches sich nur auf eine Nebenbeschäftigung beziehe, abzulehnen, wenn die Hauptbeschäftigung gar nicht angetreten werde. Es würde sonst über dem Umweg eines vereinbarten Konkurrenzverbotes dem Arbeitgeber der Anspruch auf ein mit der vereinbarten Dienstleistung verbundenes Verhalten zustehen, obwohl der Hauptanspruch nicht durchgesetzt werden könne. Das Erstgericht habe daher zutreffend den der einstweiligen Verfügung zugrundeliegenden Schadenersatzanspruch der Antragstellerin verneint. Es wäre den Parteien freigestanden, bei unberechtigtem Rücktritt vom Vertrag seitens des Dienstnehmers eine Konventionalstrafe zu vereinbaren, was jedoch nicht geschehen sei.

Den Revisionsrekurs ließ das Rekursgericht jedoch zu, weil oberstgerichtliche Rechtsprechung zur Frage fehle, ob ein vereinbartes Konkurrenzverbot bei unberechtigtem Rücktritt vom Vertrag Gegenstand des Schadenersatzes sein könne.

Gegen diesen Beschluss richtet sich der Revisionsrekurs der Antragstellerin mit dem Antrag auf Abänderung im Sinn der Erlassung der einstweiligen Verfügung.

Die Antragsgegnerin beantragt den Revisionsrekurs als unzulässig zurückzuweisen, hilfsweise ihm nicht Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Der Revisionsrekurs ist zwar zulässig, weil der von der Revisionsrekurswerberin herangezogene Gedankengang noch nicht Gegenstand oberstgerichtlicher Überlegungen war; er ist aber nicht berechtigt.

Der Antragsteller, der nunmehr zugesteht, dass auch eine unberechtigte Austritts-/Rücktrittserklärung vertragsauflösend wirkt, stützt seinen durch einstweilige Verfügung zu sichernden Anspruch darauf, dass ihm in einem solchen Fall Schadenersatz zustehe. Er mache keinen Geldersatzanspruch, sondern den ihm vorrangig zustehenden Anspruch auf Naturalersatz mittels einstweiliger Verfügung dahin geltend. Der Antragsgegnerin solle eine entgeltliche Tätigkeit bei ihrem (alten und nunmehrigen neuen) Arbeitgeber bis 31. 1. 2003 verboten werden. Er stütze diesen Anspruch auf das im Vertrag (P. 5) zwischen den Streitteilen vereinbarten Wettbewerbsverbot. Sei das Dienstverhältnis aus Verschulden der Antragsgegnerin durch Rücktritt beendet worden, müsse "alles in den vorigen Stand zurückversetzt" werden. Die Zuhaltung des Verbotes der anderweitigen Beschäftigung aus dem Titel des Schadenersatzes könne begehrt werden, sofern nur der Naturalersatz nicht untunlich sei. Hiezu sei eine Interessenabwägung vorzunehmen. Diese ergäbe, dass die Naturalrestitution nicht untunlich sei, weil der nunmehrige Dienstgeber der Antragsgegnerin dieser wegen des "sittenwidrigen Abwerbens fremder Dienstnehmer" trotz Beschäftigungsverbots das Entgelt weiterzahlen müsse. Hieraus folge, dass der Antragsgegnerin eine entgeltliche Tätigkeit bei ihrem nunmehrigen Arbeitgeber bis 31. 1. 2003 untersagt werden könne.

Vorweg ist der Revisionsrekurswerberin entgegenzuhalten, dass der Erlassung der einstweiligen Verfügung schon der Umstand entgegensteht, dass eine solche der endgültigen Entscheidung grundsätzlich nicht vorgreifen darf. Durch sie darf nicht das bewilligt werden, was die gefährdete Partei erst im Wege der Exekution erzwingen könnte. Dieser Grundsatz gilt allerdings nur für einstweilige Verfügungen nach § 379 und nach § 381 Z 1, nicht aber für solche nach § 381 Z 2 EO. Dient nämlich die einstweilige Verfügung zur Verhütung drohender Gefahr oder Abwendung eines drohenden und unwiederbringlichen Schadens iSd § 381 Z 2, kann sie auch dann bewilligt werden, wenn sie sich mit dem im Hauptverfahren angestrebten Ziel deckt. Auch in diesem Fall darf aber keine Sachlage geschaffen werden, die im Fall eines die einstweilige Verfügung nicht rechtfertigenden Urteils nicht rückgängig gemacht werden kann (Kodek in Angst Komm EO Rz 7 zu § 378 mwN). So kann zB niemandem mit einstweiliger Verfügung verboten werden, die für ihn registrierte Firma zu verwenden oder geboten werden, seine Firma im Firmenbuch löschen zu lassen (SZ 27/317). Ebenso darf durch einstweilige Verfügung kein Beschäftigungsverbot geschaffen werden, wenn dies dazu führen müsste, dass das Beschäftigungsverhältnis gelöst wird (ÖBl 1996, 127 = WBl 1996, 212).

Abgesehen davon, dass es sich im vorliegenden Fall um eine einstweilige Verfügung nach § 381 Z 1 EO handelt und mit ihr der endgültigen Entscheidung - Verbot der Beschäftigung der Antragsgegnerin bei ihrer derzeitigen Dienstgeberin bis 31. 1. 2003 - unzulässiger Weise vorgegriffen würde, würde auch dann, wenn man die beantragte einstweilige Verfügung unrichtiger Weise § 381 Z 2 EO unterstellte - von der Abwendung eines drohenden unwiederbringlichen Schadens oder von der Verhütung drohender Gewalt kann wohl keine Rede sein -, durch ein Beschäftigungsverbot der Antragsgegnerin bei ihrer nunmehrigen Dienstgeberin ein unumkehrbarer Zustand geschaffen, weil davon auszugehen ist, dass die derzeitige Dienstgeberin der Antragsgegnerin bei einem derartigen Beschäftigungsverbot das Dienstverhältnis auflösen würde. Es würde ein irreversibler Zustand geschaffen, der auch durch eine finanzielle Abgeltung nicht nicht wiederhergestellt werden könnte.

Zusammenfassend ergibt sich daher, dass die beantragte einstweilige Verfügung der endgültigen Entscheidung hinsichtlich des Beschäftigungsverbots vorgreifen würde und daher schon deshalb nicht erlassen werden darf.

Im Übrigen sind die Vorinstanzen zurecht davon ausgegangen, dass der Antragstellerin auch dann, wenn die Antragsgegnerin die Erfüllung des Vertrages schuldhaft verweigert hat, gemäß § 31 Abs 3 AngG kein Anspruch auf die Leistung der vertragsmäßigen Dienste, sondern nur ein Anspruch auf Schadenersatz wegen Nichterfüllung des Vertrages und zwar auf Ersatz des Erfüllungsinteresses zusteht; selbst § 1162a ABGB wird entgegen seinem Wortlaut heute völlig unstrittig so ausgelegt (siehe Martinek/M. und W. Schwarz AngG7 § 31 Erl 7 und § 28 Erl 1;

Spielbüchler in Floretta/Spielbüchler/Strasser Arbeitsrecht I4 160;

SZ 16/209; JBl 1975, 437 = ZAS 1975, 223 [Mayer-Maly] = DRdA 1975, 283 [Fitz]). Über die Berechnung des Erfüllungsinteresses des Dienstgebers bestehen keine besonderen Vorschriften. Es gelten die allgemeinen Grundsätze. Findet der Dienstgeber wie hier ohne weiteres eine Ersatzkraft gleicher Qualifikation zum selben Lohn bis zum vereinbarten Zeitpunkt des Dienstantrittes, ist dem Dienstgeber kein Schaden entstanden und damit auch kein Erfüllungsinteresse offen (Krejci in Rummel ABGB I3 Rz 5 f, 18 ff zu §§ 1162a, b). Ein solcher Schaden liegt hier nicht vor und wird von der Antragstellerin weder behauptet noch begehrt.

Ist der Vertrag aufgelöst, steht dem Dienstgeber nurmehr das Erfüllungsinteresse in Form einer finanziellen Entschädigung und sonst nichts mehr zu. Er kann nicht über die im Ergebnis indiskutable Idee der "Naturalrestitution" einen Teil des aufgelösten Dienstvertrages, nämlich das als Nebenbestimmung vereinbarte Wettbewerbsverbot für die vereinbarte Zeit des aufrechten Dienstverhältnisses (hier für drei Jahre!) aufrecht erhalten und hieraus ein Beschäftigungsverbot der Antragsgegnerin ableiten. Davon abgesehen, dass dieses Begehren im Ergebnis weit über eine zulässiger Weise vereinbare Konkurrenzklausel nach § 36 AngG (siehe P. 8 des aufgelösten Vertrages) hinausgehen würde - auf eine solche will sich die Antragstellerin im Übrigen ausdrücklich nicht stützen - wäre es absurd, wenn die Antragsgegnerin zwar nicht gezwungen werden könnte, bei der Antragstellerin zu arbeiten, wenn man ihr aber eine andere Arbeit - im Umweg über die hier angeblich zulässige (Rest-)Naturalrestitution mit dem Argument verbieten könnte, im aufgelösten Vertrag sei für die Zeit des aufrechten Dienstverhältnisses ein Konkurrenzverbot enthalten gewesen. Ist der Vertrag - sei es auch aus von der Antragstellerin zu verantwortenden Gründen - aufgelöst worden, fällt er zur Gänze weg und kann nicht als Nachwirkung eines für die Zeit des aufrechten Dienstverhältnisses vereinbarten Konkurrenzverbots ein Beschäftigungsverbot, sei es allgemein oder nur in einer bestimmten Branche oder - wie hier - nur bei einem bestimmten Dienstgeber erhalten bleiben. Die von der Antragstellerin angestrebte Lösung ist noch weniger vertretbar als der ehemals im § 1162a ABGB vorgesehene Zwang zur Leistung der versprochenen Dienste, handelt es sich beim Konkurrenzverbot doch nur um eine der reibungslosen Abwicklung der Hauptpflicht zur Leistung der vereinbarten Dienste dienende, unselbständige Nebenpflicht (siehe Koziol/Welser Grundriss II11 4).

Es hat daher bei der Abweisung des Antrages auf Erlassung der einstweiligen Verfügung zu bleiben, ohne dass es noch näherer Auseinandersetzung mit den weiteren Argumenten der Antragstellerin bedürfte. Aus diesem Grund erübrigt sich auf die weiteren zahlreichen Gegenargumente der Antragsgegnerin in der Revisionsrekursbeantwortung, wie zB darauf, dass das Unterlassungsbegehren noch gar nicht klagsgegenständlich gewesen sei, einzugehen.

Die Kostenentscheidung beruht auf den §§ 393, 78 EO iVm §§ 41, 50 ZPO (Kodek aaO Rz 4 zu § 393).

Anmerkung

E62889 08B01131

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:008OBA00113.01B.0913.000

Dokumentnummer

JJT_20010913_OGH0002_008OBA00113_01B0000_000