Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob1/63 2Ob319/62 (2Ob32...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021827

Geschäftszahl

2Ob1/63; 2Ob319/62 (2Ob320/62); 2Ob70/63; 2Ob221/63; 8Ob18/66; 2Ob58/67; 8Ob307/68; 2Ob184/69; 8Ob286/71 (8Ob287/71, 8Ob288/71); 2Ob222/71 (2Ob223/71); 5Ob269/71 (5Ob270/71 -5Ob274/71); 8Ob171/72; 8Ob224/72; 8Ob28/73 (8Ob29/73); 1Ob43/73 (1Ob44/73); 2Ob119/73 (2Ob120/73); 8Ob262/75; 8Ob8/76 (8Ob9/76, 8Ob10/76); 8Ob198/76 (8Ob199/76, 8Ob200/76); 8Ob19/77; 8Ob69/77 (8Ob70/77, 8Ob71/77); 8Ob543/78; 2Ob204/78; 1Ob522/79; 8Ob92/80; 2Ob215/80; 3Ob531/84; 2Ob60/86; 1Ob680/89; 9ObA117/90; 1Ob664/90; 6Ob30/01g; 10Ob38/00m; 4Ob139/07f; 2Ob262/07d; 2Ob162/08z; 3Ob88/09a; 3Ob267/09z; 3Ob158/12z; 2Ob240/12a; 2Ob36/14d; 2Ob24/15s; 2Ob129/15g; 1Ob174/16v; 2Ob209/17z

Entscheidungsdatum

28.02.1963

Norm

ABGB §1169
ABGB §1313a IIIf
ASVG §333 Abs4

Rechtssatz

Bei Werkverträgen ist im Verhältnis zwischen dem Besteller und den Arbeitern des Unternehmers eine Eingliederung dieser Arbeiter in den Betrieb des Bestellers nach Art eines Leiharbeitsverhältnisses grundsätzlich nicht anzunehmen; die Fürsorgepflicht des Bestellers besteht als Nebenverpflichtung aus dem Werkvertrag nicht nur gegenüber dem Unternehmer, sofern dieser selbst an der Arbeit mitwirkt, sondern auch zugunsten aller Personen, welche die Arbeit ausführen (ebenso: zum Beispiel 2 Ob 37/61; 2 Ob 209/62) (Anstreicherarbeiten in einem Elektrizitätswerk).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 1/63
    Entscheidungstext OGH 28.02.1963 2 Ob 1/63
    Veröff: EvBl 1963/250 S 353
  • 2 Ob 319/62
    Entscheidungstext OGH 14.03.1963 2 Ob 319/62
    Beisatz: Explosion in Hirtenberger Patronenfabrik (T1)
  • 2 Ob 70/63
    Entscheidungstext OGH 02.05.1963 2 Ob 70/63
  • 2 Ob 221/63
    Entscheidungstext OGH 28.11.1963 2 Ob 221/63
    Beisatz: Baumeister entlehnt Magirusleiter samt Bedienungsmann. (T2) Veröff: EvBl 1964/148 S 212
  • 8 Ob 18/66
    Entscheidungstext OGH 08.02.1966 8 Ob 18/66
    Veröff: MietSlg 18239
  • 2 Ob 58/67
    Entscheidungstext OGH 09.03.1967 2 Ob 58/67
    Beisatz: Sicherungsmaßnahmen zwecks Verhütung eines Brandes als Vertragsnebenpflichten. (T3) Veröff: JBl 1968,88
  • 8 Ob 307/68
    Entscheidungstext OGH 17.12.1968 8 Ob 307/68
  • 2 Ob 184/69
    Entscheidungstext OGH 02.10.1969 2 Ob 184/69
    Zweiter Rechtsgang zu 2 Ob 58/67
  • 8 Ob 286/71
    Entscheidungstext OGH 09.11.1971 8 Ob 286/71
    Vgl; Beisatz: Haftung des Unternehmers gemäß § 1313a ABGB nicht nur gegenüber dem Besteller selbst, sondern auf Grund vertraglicher Nebenpflicht (Fürsorgepflicht §§ 1157, 1169 ABGB) auch gegenüber den Dienstnehmern des Bestellers und jenen Personen, denen dieser zur Fürsorge verpflichtet ist. (T4)
  • 2 Ob 222/71
    Entscheidungstext OGH 13.01.1972 2 Ob 222/71
    Veröff: Arb 8972
  • 5 Ob 269/71
    Entscheidungstext OGH 01.02.1972 5 Ob 269/71
    Ähnlich; Beisatz: Kühlhaus - Brand in Wien (T5) Veröff: Arb 8954 = DRdA 1972,246 (kritisch Fenyves und Holzer)
  • 8 Ob 171/72
    Entscheidungstext OGH 12.09.1972 8 Ob 171/72
    nur: Die Fürsorgepflicht des Bestellers besteht als Nebenverpflichtung aus dem Werkvertrag nicht nur gegenüber dem Unternehmer, sofern dieser selbst an der Arbeit mitwirkt, sondern auch zugunsten aller Personen, welche die Arbeit ausführen. (T6); Beisatz: Überlassung eines Baugerüstes mit unsachgemäß befestigter Brustwehr. (T7)
  • 8 Ob 224/72
    Entscheidungstext OGH 05.12.1972 8 Ob 224/72
    Vgl auch; nur T6; Beis wie T4
  • 8 Ob 28/73
    Entscheidungstext OGH 27.02.1973 8 Ob 28/73
    nur: Bei Werkverträgen ist im Verhältnis zwischen dem Besteller und den Arbeitern des Unternehmers eine Eingliederung dieser Arbeiter in den Betrieb des Bestellers nach Art eines Leiharbeitsverhältnisses grundsätzlich nicht anzunehmen. (T8) Veröff: SZ 46/26 = Arb 9131
  • 1 Ob 43/73
    Entscheidungstext OGH 18.04.1973 1 Ob 43/73
    nur T6
  • 2 Ob 119/73
    Entscheidungstext OGH 25.10.1973 2 Ob 119/73
    Vgl auch; nur T8; Beisatz: Aufstellen eines Gerüstes auf einer Baustelle. (T9)
  • 8 Ob 262/75
    Entscheidungstext OGH 14.01.1976 8 Ob 262/75
    nur T6
  • 8 Ob 8/76
    Entscheidungstext OGH 18.02.1976 8 Ob 8/76
    nur T8
  • 8 Ob 198/76
    Entscheidungstext OGH 19.01.1977 8 Ob 198/76
    nur T6; Beisatz: Diese Fürsorgepflicht bezieht sich vor allem auf die Sicherung der Arbeitsstätte, wozu auch die Absicherung des Fahrwegs für Lastenbeförderungen auf einer Baustelle gehört. (T10) Veröff: EvBl 1977/205 S 459 = JBl 1978,479
  • 8 Ob 19/77
    Entscheidungstext OGH 09.03.1977 8 Ob 19/77
    nur T8
  • 8 Ob 69/77
    Entscheidungstext OGH 25.05.1977 8 Ob 69/77
    nur T6; Beis wie T10 nur: Diese Fürsorgepflicht bezieht sich vor allem auf die Sicherung der Arbeitsstätte. (T11)
  • 8 Ob 543/78
    Entscheidungstext OGH 27.09.1978 8 Ob 543/78
    nur T6
  • 2 Ob 204/78
    Entscheidungstext OGH 07.12.1978 2 Ob 204/78
    Beis wie T10
  • 1 Ob 522/79
    Entscheidungstext OGH 31.01.1979 1 Ob 522/79
    nur T6
  • 8 Ob 92/80
    Entscheidungstext OGH 02.10.1980 8 Ob 92/80
    nur T6; Beisatz: Subunternehmer (T12)
  • 2 Ob 215/80
    Entscheidungstext OGH 10.02.1981 2 Ob 215/80
    Vgl auch; Beisatz: Unfall bei Hausschlachtung (T13) Veröff: Arb 9935
  • 3 Ob 531/84
    Entscheidungstext OGH 27.06.1984 3 Ob 531/84
    nur T6
  • 2 Ob 60/86
    Entscheidungstext OGH 26.05.1987 2 Ob 60/86
    Beisatz: Eine Stellung des Bestellers als Aufseher im Betrieb und damit ein Haftungsausschluss nach § 333 Abs 4 ASVG kommt nicht in Frage. (T14) Beis wie T7
  • 1 Ob 680/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1989 1 Ob 680/89
    nur T6
  • 9 ObA 117/90
    Entscheidungstext OGH 23.05.1990 9 ObA 117/90
    Vgl auch; Beisatz: § 48 ASGG (T15)
  • 1 Ob 664/90
    Entscheidungstext OGH 16.01.1991 1 Ob 664/90
    nur T6; Veröff: JBl 1991,453
  • 6 Ob 30/01g
    Entscheidungstext OGH 15.03.2001 6 Ob 30/01g
    Vgl auch; nur T6; Beis ähnlich wie T11; Beisatz: Die Fürsorgepflicht betrifft primär den Schutz des Lebens und die Gesundheit des Unternehmers und auch seiner Dienstnehmer, deren er sich bei der Werkherstellung bedient. (T16)
  • 10 Ob 38/00m
    Entscheidungstext OGH 10.07.2001 10 Ob 38/00m
    Auch; nur T6; Beis wie T16
  • 4 Ob 139/07f
    Entscheidungstext OGH 04.09.2007 4 Ob 139/07f
    Auch; Beis wie T16
  • 2 Ob 262/07d
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 262/07d
    Auch
  • 2 Ob 162/08z
    Entscheidungstext OGH 14.08.2008 2 Ob 162/08z
    nur T6
  • 3 Ob 88/09a
    Entscheidungstext OGH 22.07.2009 3 Ob 88/09a
    Auch; Beis wie T16; Beisatz: Sie umfasst aber auch Sachschäden. (T17)
  • 3 Ob 267/09z
    Entscheidungstext OGH 24.03.2010 3 Ob 267/09z
    Auch
  • 3 Ob 158/12z
    Entscheidungstext OGH 17.10.2012 3 Ob 158/12z
    Auch; Beis wie T16
  • 2 Ob 240/12a
    Entscheidungstext OGH 17.06.2013 2 Ob 240/12a
    Auch; nur T6; Beis wie T11; Beis wie T16
  • 2 Ob 36/14d
    Entscheidungstext OGH 27.08.2014 2 Ob 36/14d
    Auch; Beis wie T16
  • 2 Ob 24/15s
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 2 Ob 24/15s
    Auch; nur T8
  • 2 Ob 129/15g
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 2 Ob 129/15g
    Auch; nur T6; Beis wie T12
  • 1 Ob 174/16v
    Entscheidungstext OGH 10.02.2017 1 Ob 174/16v
    Auch; Beis wie T11
  • 2 Ob 209/17z
    Entscheidungstext OGH 29.11.2018 2 Ob 209/17z
    Vgl auch; Veröff: SZ 2018/102

Schlagworte

E - Werk

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0021827

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.06.2020

Dokumentnummer

JJR_19630228_OGH0002_0020OB00001_6300000_001

Rechtssatz für 2Ob192/63 (2Ob193/63) 12...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021515

Geschäftszahl

2Ob192/63 (2Ob193/63); 12Os31/68; 8Ob11/78; 8Ob543/78; 8Ob556/78; 2Ob40/79; 8Ob13/85 (8Ob14/785); 4Ob167/85; 1Ob306/99b; 10Ob38/00m; 3Ob44/07b; 4Ob122/16v; 2Ob129/15g

Entscheidungsdatum

26.09.1963

Norm

ABGB §1157
ABGB §1169
ABGB §1313a I
ASVG §333

Rechtssatz

Kein Haftungsausschluß nach § 333 ASVG, wenn sich Generalunternehmer und Subunternehmer bei Ausführung eines Baues als Besteller und Unternehmer gegenüberstehen. Generalunternehmer haftet vielmehr dem Subunternehmer und dessen Leuten aus dem Werkvertrag für die schuldhafte Verletzung der Fürsorgepflicht nach §§ 1157, 1169 ABGB durch seine Leute nach § 1313 a ABGB (ähnlich 2 Ob 348,349/59 und 2 Ob 37/61).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 192/63
    Entscheidungstext OGH 26.09.1963 2 Ob 192/63
    Veröff: EvBl 1964/23 S 41
  • 12 Os 31/68
    Entscheidungstext OGH 31.05.1968 12 Os 31/68
    nur: Generalunternehmer haftet vielmehr dem Subunternehmer und dessen Leuten aus dem Werkvertrag für die schuldhafte Verletzung der Fürsorgepflicht nach §§ 1157, 1169 ABGB durch seine Leute nach § 1313 a ABGB (ähnlich 2 Ob 348,349/59 und 2 Ob 37/61). (T1)
  • 8 Ob 11/78
    Entscheidungstext OGH 28.02.1978 8 Ob 11/78
    nur: Kein Haftungsausschluß nach § 333 ASVG, wenn sich Generalunternehmer und Subunternehmer bei Ausführung eines Baues als Besteller und Unternehmer gegenüberstehen. (T2) Veröff: Arb 9669
  • 8 Ob 543/78
    Entscheidungstext OGH 27.09.1978 8 Ob 543/78
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 556/78
    Entscheidungstext OGH 27.09.1978 8 Ob 556/78
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 40/79
    Entscheidungstext OGH 24.04.1979 2 Ob 40/79
    nur T2; Veröff: SZ 52/66
  • 8 Ob 13/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 13/85
    nur T1
  • 4 Ob 167/85
    Entscheidungstext OGH 14.01.1986 4 Ob 167/85
    Vgl aber; Veröff: RdW 1987,22 = DRdA 1987,447 (Albert)
  • 1 Ob 306/99b
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 1 Ob 306/99b
    nur T1; Beisatz: Die Fürsorgepflicht des Werkbestellers trifft im Grundsätzlichen nicht den Auftraggeber, sondern dessen Generalunternehmer. (T3); Veröff: SZ 73/118
  • 10 Ob 38/00m
    Entscheidungstext OGH 10.07.2001 10 Ob 38/00m
    nur T1
  • 3 Ob 44/07b
    Entscheidungstext OGH 25.04.2007 3 Ob 44/07b
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 122/16v
    Entscheidungstext OGH 12.07.2016 4 Ob 122/16v
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 129/15g
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 2 Ob 129/15g
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0021515

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.08.2016

Dokumentnummer

JJR_19630926_OGH0002_0020OB00192_6300000_001

Rechtssatz für 2Ob191/70 2Ob101/72 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021602

Geschäftszahl

2Ob191/70; 2Ob101/72; 1Ob533/76; 1Ob730/76; 8Ob198/76 (8Ob199/76, 8Ob200/76); 8Ob69/77 (8Ob70/77, 8Ob71/77); 7Ob577/77; 2Ob228/81; 1Ob687/84; 8Ob30/85; 8Ob13/85 (8Ob14/85); 2Ob70/86; 2Ob60/86; 2Ob133/88; 3Ob68/98s; 6Ob30/01g; 10Ob38/00m; 6Ob242/03m; 8Ob144/06v; 4Ob139/07f; 2Ob79/08v; 3Ob88/09a; 3Ob267/09z; 8Ob40/10f; 2Ob240/12a; 2Ob240/12a; 2Ob129/15g; 1Ob174/16v; 7Ob207/17t; 1Ob157/20z

Entscheidungsdatum

03.09.1970

Norm

ABGB §1157
ABGB §1164 Abs1
ABGB §1169

Rechtssatz

Den Besteller eines Werkes trifft einen ähnliche Fürsorgepflicht wie den Dienstgeber, die ebenfalls unabdingbar ist und auch Sachschaden umfasst.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 191/70
    Entscheidungstext OGH 03.09.1970 2 Ob 191/70
    Veröff: EvBl 1971/118 S 209
    Vgl aber BGH vom 15.6.1971, VI ZR 262/69
    Beisatz: Soweit den Besteller im Rahmen eines Werkvertrages in entsprechender Anwendung des § 618 BGB eine Fürsorgepflicht trifft, kann diese abbedungen werden, wenn sie den Unternehmer oder dessen Subunternehmer schützen soll. (T1)
    Veröff: VersR 1971,910
  • 2 Ob 101/72
    Entscheidungstext OGH 15.06.1972 2 Ob 101/72
  • 1 Ob 533/76
    Entscheidungstext OGH 14.04.1976 1 Ob 533/76
    nur: Den Besteller eines Werkes trifft einen ähnliche Fürsorgepflicht wie den Dienstgeber. (T2)
    Beisatz: Bezieht sich auch auf Sicherheit der Arbeitsstätte. (T3)
  • 1 Ob 730/76
    Entscheidungstext OGH 27.10.1976 1 Ob 730/76
    Zweiter Rechtsgang zu 1 Ob 533/76
  • 8 Ob 198/76
    Entscheidungstext OGH 19.01.1977 8 Ob 198/76
    Veröff: EvBl 1977/205 S 459 = JBl 1978,479
  • 8 Ob 69/77
    Entscheidungstext OGH 25.05.1977 8 Ob 69/77
    nur T2; Beis wie T3
  • 7 Ob 577/77
    Entscheidungstext OGH 30.06.1977 7 Ob 577/77
    nur T2; Beisatz: Modellvertrag (T4)
    Veröff: JBl 1979,254
  • 2 Ob 228/81
    Entscheidungstext OGH 09.03.1982 2 Ob 228/81
    Auch; nur T2; Beisatz: Stromunfall beim Hausbau. (T5)
  • 1 Ob 687/84
    Entscheidungstext OGH 12.12.1984 1 Ob 687/84
    Beis wie T3
  • 8 Ob 30/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 30/85
    Auch; nur T2; Veröff: JBl 1986,113
  • 8 Ob 13/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 13/85
    nur T2; Beis wie T3
  • 2 Ob 70/86
    Entscheidungstext OGH 07.04.1987 2 Ob 70/86
    Beis wie T3
  • 2 Ob 60/86
    Entscheidungstext OGH 26.05.1987 2 Ob 60/86
    Auch; nur T2; Beisatz: Bezieht sich auch auf die Sicherheit beigestellter Gerätschaften, hier: Baugerüst. (T6)
  • 2 Ob 133/88
    Entscheidungstext OGH 25.04.1989 2 Ob 133/88
    nur T2; Veröff: SZ 62/70 = ZVR 1990/92 S 244
  • 3 Ob 68/98s
    Entscheidungstext OGH 16.09.1998 3 Ob 68/98s
  • 6 Ob 30/01g
    Entscheidungstext OGH 15.03.2001 6 Ob 30/01g
    Auch; nur T2; Beis ähnlich wie T3
  • 10 Ob 38/00m
    Entscheidungstext OGH 10.07.2001 10 Ob 38/00m
    Vgl auch; nur T2; Beis ähnlich wie T3
  • 6 Ob 242/03m
    Entscheidungstext OGH 26.08.2004 6 Ob 242/03m
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Die Schutz- und Sorgfaltspflichten umfassen auch die Warnpflicht und Informationspflicht des Bestellers über gefährliche Umstände. (T7)
  • 8 Ob 144/06v
    Entscheidungstext OGH 30.08.2007 8 Ob 144/06v
    Auch; Beisatz: Nach § 1169 iVm § 1157 ABGB ist der Besteller ua verpflichtet dafür zu sorgen, dass der Unternehmer und seine Leute nicht durch vom Besteller beigestellte Gerätschaften verletzt wird. (T8)
  • 4 Ob 139/07f
    Entscheidungstext OGH 04.09.2007 4 Ob 139/07f
    Beis wie T6; Beisatz: Hier: Leiter. (T9)
  • 2 Ob 79/08v
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 79/08v
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Soferne mögliche Gefahrenquellen nicht überhaupt beseitigt werden können. (T10)
  • 3 Ob 88/09a
    Entscheidungstext OGH 22.07.2009 3 Ob 88/09a
    Beis wie T3; Beisatz: Arbeitsstätte kann auch eine Baustelle sein. (T11)
    Beis wie T7; Beisatz: Der Umfang dieser nebenvertraglichen Warn- und Sicherungspflichten richtet sich danach, wie weit sich der Unternehmer in einen der Sphäre des Bestellers zuzuordnenden Bereich begibt, in dem er gefährdet ist. Eine Fürsorgepflicht des Bestellers fällt dann vollständig weg, wenn das Werk allein in der Sphäre des Unternehmers herzustellen ist und von Seiten des Bestellers keine Gefahr ausgeht. (T12)
  • 3 Ob 267/09z
    Entscheidungstext OGH 24.03.2010 3 Ob 267/09z
    Auch; Beis wie T7
  • 8 Ob 40/10f
    Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 Ob 40/10f
    Auch
  • 2 Ob 240/12a
    Entscheidungstext OGH 17.06.2013 2 Ob 240/12a
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T8; Beis wie T11
  • 2 Ob 129/15g
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 2 Ob 129/15g
    Auch; Beis wie T12 nur: Der Umfang dieser nebenvertraglichen Warn- und Sicherungspflichten richtet sich danach, wie weit sich der Unternehmer in einen der Sphäre des Bestellers zuzuordnenden Bereich begibt, in dem er gefährdet ist. (T13)
  • 1 Ob 174/16v
    Entscheidungstext OGH 10.02.2017 1 Ob 174/16v
    Beis wie T11
  • 7 Ob 207/17t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 7 Ob 207/17t
  • 1 Ob 157/20z
    Entscheidungstext OGH 23.09.2020 1 Ob 157/20z
    Beis wie T1; Beis wie T7; Beis wie T10

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0021602

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2020

Dokumentnummer

JJR_19700903_OGH0002_0020OB00191_7000000_001

Rechtssatz für 2Ob222/71 (2Ob223/71) 2O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021480

Geschäftszahl

2Ob222/71 (2Ob223/71); 2Ob101/72; 1Ob43/73 (1Ob44/73); 8Ob274/75; 1Ob533/76; 1Ob730/76; 8Ob69/77 (8Ob70/77, 8Ob71/77); 8Ob543/78; 1Ob687/84; 8Ob13/85 (8Ob14/85); 2Ob70/86; 6Ob699/88; 2Ob133/88; 6Ob30/01g; 10Ob38/00m; 3Ob44/07b; 8Ob144/06v; 3Ob88/09a; 2Ob240/12a; 2Ob129/15g; 1Ob174/16v

Entscheidungsdatum

13.01.1972

Norm

ABGB §1157
ABGB §1169

Rechtssatz

Die Fürsorgepflicht bezieht sich auch auf die Sicherheit der Arbeitsstätte (hier: Absicherung einer Straßenbaustelle gegenüber einer quer über die Straße laufenden Starkstromleitung).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 222/71
    Entscheidungstext OGH 13.01.1972 2 Ob 222/71
    Veröff: Arb 8972
  • 2 Ob 101/72
    Entscheidungstext OGH 15.06.1972 2 Ob 101/72
    Beisatz: Abdeckung eines Entmistungskanals. (T1)
  • 1 Ob 43/73
    Entscheidungstext OGH 18.04.1973 1 Ob 43/73
  • 8 Ob 274/75
    Entscheidungstext OGH 04.02.1976 8 Ob 274/75
    nur: Die Fürsorgepflicht bezieht sich auch auf die Sicherheit der Arbeitsstätte. (T2)
    Veröff: SZ 49/15
  • 1 Ob 533/76
    Entscheidungstext OGH 14.04.1976 1 Ob 533/76
    nur T2
  • 1 Ob 730/76
    Entscheidungstext OGH 27.10.1976 1 Ob 730/76
    Zweiter Rechtsgang zu 1 Ob 533/76
  • 8 Ob 69/77
    Entscheidungstext OGH 25.05.1987 8 Ob 69/77
    nur T2
  • 8 Ob 543/78
    Entscheidungstext OGH 27.09.1978 8 Ob 543/78
    nur T2
  • 1 Ob 687/84
    Entscheidungstext OGH 12.12.1984 1 Ob 687/84
    nur T2
  • 8 Ob 13/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 13/85
    Auch; nur T2
  • 2 Ob 70/86
    Entscheidungstext OGH 07.04.1987 2 Ob 70/86
  • 6 Ob 699/88
    Entscheidungstext OGH 24.11.1988 6 Ob 699/88
    nur T2; Beisatz: Hier: Entlüftung des Motorraumes eines Segelbootes. (T3)
  • 2 Ob 133/88
    Entscheidungstext OGH 25.04.1989 2 Ob 133/88
    nur T2; Veröff: SZ 62/70 = ZVR 1990/92 S 244
  • 6 Ob 30/01g
    Entscheidungstext OGH 15.03.2001 6 Ob 30/01g
    Auch; nur T2; Beisatz: Die Arbeitsstätte kann auch eine Baustelle sein. (T4)
  • 10 Ob 38/00m
    Entscheidungstext OGH 10.07.2001 10 Ob 38/00m
    Auch; nur T2; Beis wie T4
  • 3 Ob 44/07b
    Entscheidungstext OGH 25.04.2007 3 Ob 44/07b
    Auch; nur T2; Beis wie T4
  • 8 Ob 144/06v
    Entscheidungstext OGH 30.08.2007 8 Ob 144/06v
    Vgl auch; Beisatz: Nach § 1169 iVm § 1157 ABGB ist der Besteller ua verpflichtet dafür zu sorgen, dass der Unternehmer und seine Leute nicht durch vom Besteller beigestellte Gerätschaften verletzt wird. (T5)
  • 3 Ob 88/09a
    Entscheidungstext OGH 22.07.2009 3 Ob 88/09a
    nur T2; Beis wie T4
  • 2 Ob 240/12a
    Entscheidungstext OGH 17.06.2013 2 Ob 240/12a
    Auch; nur: Die Fürsorgepflicht bezieht sich auch auf die Sicherheit der Arbeitsstätte. (T6)
    Beis wie T4; Beis wie T5
  • 2 Ob 129/15g
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 2 Ob 129/15g
    Auch; nur T2; Beis wie T4
  • 1 Ob 174/16v
    Entscheidungstext OGH 10.02.2017 1 Ob 174/16v
    Auch; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0021480

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.03.2017

Dokumentnummer

JJR_19720113_OGH0002_0020OB00222_7100000_001

Rechtssatz für 6Ob224/73 5Ob184/75 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023498

Geschäftszahl

6Ob224/73; 5Ob184/75; 1Ob545/76; 5Ob257/75; 7Ob641/76; 5Ob649/76; 8Ob137/77; 7Ob635/78; 1Ob522/79; 7Ob591/79 (7Ob592/79); 6Ob778/79; 8Ob92/80; 7Ob738/80; 6Ob600/80; 7Ob102/80; 1Ob587/81; 4Ob587/81; 7Ob526/82; 8Ob225/82; 4Ob504/82; 7Ob574/82; 1Ob834/82; 2Ob586/82; 8Ob26/83; 8Ob507/83; 2Ob515/84; 6Ob507/85; 1Ob570/85; 8Ob30/85; 2Ob653/85; 1Ob600/87; 7Ob731/86; 7Ob574/88; 1Ob579/88; 8Ob695/88 (8Ob696/88); 2Ob593/88; 1Ob39/89; 8Ob533/89; 1Ob664/90; 2Ob27/93; 4Ob516/93; 1Ob600/93; 1Ob532/94; 1Ob620/95; 4Ob554/95; 10Ob529/94; 2Ob513/96; 8Ob2290/96i; 2Ob79/94; 10Ob38/00m; 6Ob77/05z; 10Ob103/07f; 2Ob1/09z; 4Ob18/15y; 4Ob172/17y

Entscheidungsdatum

22.11.1973

Norm

ABGB §1295 IId2
ABGB §1295 IIf7g
ABGB §1298

Rechtssatz

Die Beweislastumkehr nach § 1298 ABGB findet auch bei Verletzung einer vertraglichen Schutzpflicht (Sorgfaltspflicht) ohne Rücksicht auf die Art des Vertragsverhältnisses statt.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 224/73
    Entscheidungstext OGH 22.11.1973 6 Ob 224/73
    Veröff: EvBl 1974/138 S 296 = NZ 1974,197
  • 5 Ob 184/75
    Entscheidungstext OGH 07.10.1975 5 Ob 184/75
    Veröff: SZ 48/100 = EvBl 1976/63 S 126
  • 1 Ob 545/76
    Entscheidungstext OGH 10.03.1976 1 Ob 545/76
    Veröff: SZ 49/37 = EvBl 1976/213 S 433
  • 5 Ob 257/75
    Entscheidungstext OGH 09.03.1976 5 Ob 257/75
    Veröff: RZ 1976/92 S 179 = ZVR 1977/105 S 149
  • 7 Ob 641/76
    Entscheidungstext OGH 26.08.1976 7 Ob 641/76
    Vgl auch
  • 5 Ob 649/76
    Entscheidungstext OGH 21.09.1976 5 Ob 649/76
  • 8 Ob 137/77
    Entscheidungstext OGH 05.10.1977 8 Ob 137/77
    Vgl auch
  • 7 Ob 635/78
    Entscheidungstext OGH 19.10.1978 7 Ob 635/78
  • 1 Ob 522/79
    Entscheidungstext OGH 31.01.1979 1 Ob 522/79
  • 7 Ob 591/79
    Entscheidungstext OGH 13.09.1979 7 Ob 591/79
  • 6 Ob 778/79
    Entscheidungstext OGH 02.04.1980 6 Ob 778/79
  • 8 Ob 92/80
    Entscheidungstext OGH 02.10.1980 8 Ob 92/80
    Vgl auch; Beisatz: Fürsorgepflicht des Bestellers des Werkes gegenüber dem Unternehmer. (T1)
  • 7 Ob 738/80
    Entscheidungstext OGH 11.12.1980 7 Ob 738/80
    Veröff: SZ 53/169
  • 6 Ob 600/80
    Entscheidungstext OGH 11.02.1981 6 Ob 600/80
    Auch; Beisatz: Dass sich eine latente Gefahr auch durch lange Zeit nicht verwirklichte nimmt der Belassung des als gefährlich erkennbaren und mit zumutbaren Maßnahmen zu beherrschenden Zustandes die Eigenschaft der Fahrlässigkeit in keiner Weise. (T2)
  • 7 Ob 102/80
    Entscheidungstext OGH 12.02.1981 7 Ob 102/80
  • 1 Ob 587/81
    Entscheidungstext OGH 08.04.1981 1 Ob 587/81
    Auch; Veröff: RZ 1982/61 S 243
  • 4 Ob 587/81
    Entscheidungstext OGH 01.12.1981 4 Ob 587/81
  • 7 Ob 526/82
    Entscheidungstext OGH 02.04.1982 7 Ob 526/82
    Veröff: SZ 55/48
  • 8 Ob 225/82
    Entscheidungstext OGH 02.12.1982 8 Ob 225/82
    Veröff: ZVR 1984/51 S 61
  • 4 Ob 504/82
    Entscheidungstext OGH 14.12.1982 4 Ob 504/82
  • 7 Ob 574/82
    Entscheidungstext OGH 16.12.1982 7 Ob 574/82
    Auch
  • 1 Ob 834/82
    Entscheidungstext OGH 24.01.1983 1 Ob 834/82
    Auch
  • 2 Ob 586/82
    Entscheidungstext OGH 12.04.1983 2 Ob 586/82
  • 8 Ob 26/83
    Entscheidungstext OGH 19.05.1983 8 Ob 26/83
    Veröff: ZVR 1984/140 S 147
  • 8 Ob 507/83
    Entscheidungstext OGH 08.09.1983 8 Ob 507/83
  • 2 Ob 515/84
    Entscheidungstext OGH 18.12.1984 2 Ob 515/84
    Auch
  • 6 Ob 507/85
    Entscheidungstext OGH 31.01.1985 6 Ob 507/85
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Verletzung eines Veranstaltungsbesuchers insbesondere wegen eines mangelnden wirksamen Ordnungsdienstes. (T3)
  • 1 Ob 570/85
    Entscheidungstext OGH 10.06.1985 1 Ob 570/85
    Veröff: ZVR 1986/16 S 72
  • 8 Ob 30/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 30/85
    Veröff: JBl 1986,113 = ZVR 1986/134 S 313
  • 2 Ob 653/85
    Entscheidungstext OGH 02.12.1986 2 Ob 653/85
  • 1 Ob 600/87
    Entscheidungstext OGH 10.06.1987 1 Ob 600/87
  • 7 Ob 731/86
    Entscheidungstext OGH 30.07.1987 7 Ob 731/86
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Nichterfüllung vorvertraglicher Nebenpflichten. (T4)
  • 7 Ob 574/88
    Entscheidungstext OGH 19.05.1988 7 Ob 574/88
    Beisatz: Sorgfaltspflicht gegenüber denjenigen Personen, bezüglich derer gerechnet werden muss, dass sie mit der Schadensquelle in Berührung kommen. (T5)
    Veröff: JBl 1988,788
  • 1 Ob 579/88
    Entscheidungstext OGH 15.06.1988 1 Ob 579/88
    Auch; Veröff: ZfRV 1991,42 (H Ofner)
  • 8 Ob 695/88
    Entscheidungstext OGH 22.12.1988 8 Ob 695/88
  • 2 Ob 593/88
    Entscheidungstext OGH 14.03.1989 2 Ob 593/88
  • 1 Ob 39/89
    Entscheidungstext OGH 17.01.1990 1 Ob 39/89
  • 8 Ob 533/89
    Entscheidungstext OGH 29.03.1990 8 Ob 533/89
    Auch
  • 1 Ob 664/90
    Entscheidungstext OGH 16.01.1991 1 Ob 664/90
    Veröff: ecolex 1991,241 = JBl 1991,453
  • 2 Ob 27/93
    Entscheidungstext OGH 01.07.1992 2 Ob 27/93
  • 4 Ob 516/93
    Entscheidungstext OGH 08.06.1993 4 Ob 516/93
    Veröff: ÖBA 1993,987 = RdW 1993,331 = ecolex 1993,669
  • 1 Ob 600/93
    Entscheidungstext OGH 21.12.1993 1 Ob 600/93
    Auch; Beisatz: Hier: Beherbergungsvertrag (T6)
    Veröff: SZ 66/179 ZfRV 1994,161 (hiezu Schwind)
  • 1 Ob 532/94
    Entscheidungstext OGH 25.01.1994 1 Ob 532/94
    Beisatz: Hier: Sorgfaltspflichtverletzung durch Lückenhaftigkeit der ärztlichen Dokumentation. (T7)
    Veröff: SZ 67/9
  • 1 Ob 620/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 1 Ob 620/95
    Vgl; Beis wie T4; Veröff: SZ 68/230
  • 4 Ob 554/95
    Entscheidungstext OGH 07.11.1995 4 Ob 554/95
    Vgl auch; Beis wie T7; Veröff: SZ 68/207
  • 10 Ob 529/94
    Entscheidungstext OGH 23.01.1996 10 Ob 529/94
    Auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 69/8
  • 2 Ob 513/96
    Entscheidungstext OGH 04.07.1996 2 Ob 513/96
    Auch
  • 8 Ob 2290/96i
    Entscheidungstext OGH 13.02.1997 8 Ob 2290/96i
    Auch; Beis wie T6
  • 2 Ob 79/94
    Entscheidungstext OGH 27.02.1997 2 Ob 79/94
  • 10 Ob 38/00m
    Entscheidungstext OGH 10.07.2001 10 Ob 38/00m
    Auch
  • 6 Ob 77/05z
    Entscheidungstext OGH 23.06.2005 6 Ob 77/05z
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Die Frage der Beweislast stellt sich nicht. Die Bank verletzt jedenfalls dann eine vorvertragliche Schutzpflicht, wenn sie den Kunden über vergangene Raubüberfälle und das dadurch indizierte, konkret erhöhte Risiko nicht informiert. (T8)
  • 10 Ob 103/07f
    Entscheidungstext OGH 22.04.2008 10 Ob 103/07f
    Auch
  • 2 Ob 1/09z
    Entscheidungstext OGH 22.04.2010 2 Ob 1/09z
    Auch; Beisatz: Hingegen obliegt der Beweis des Bestehens einer Sorgfaltspflicht und deren Verletzung dem Geschädigten selbst. (T9)
    Veröff: SZ 2010/41
  • 4 Ob 18/15y
    Entscheidungstext OGH 22.04.2015 4 Ob 18/15y
    Beis wie T9
  • 4 Ob 172/17y
    Entscheidungstext OGH 24.10.2017 4 Ob 172/17y
    Auch; Beis wie T9

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0023498

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.12.2017

Dokumentnummer

JJR_19731122_OGH0002_0060OB00224_7300000_002

Rechtssatz für 5Ob200/75 5Ob258/75 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017240

Geschäftszahl

5Ob200/75; 5Ob258/75; 5Ob257/75; 5Ob529/76; 1Ob522/79; 1Ob579/80; 5Ob662/80; 8Ob37/81; 6Ob693/81; 5Ob652/81; 7Ob686/86; 1Ob656/88; 1Ob664/90; 10Ob38/00m; 2Ob76/09d; 8Ob155/09s

Entscheidungsdatum

16.12.1975

Norm

ABGB §881 IA
ABGB §1168a
ABGB §1298
ABGB §1313a I
ZPO §266 B

Rechtssatz

1./ Die Belastung des Unternehmers mit dem Beweis dafür, dass er der Warnpflicht entsprochen hat oder dass die Warnpflicht mangels Schutzbedürfnisses des Bestellers entfällt, ist dadurch gerechtfertigt, dass die Lebensverhältnisse in der Sphäre des Schuldners für den Gläubiger nicht durchschaubar sind und er daher in Beweisnotstand geriete, wenn er das Verschulden beweisen müsste.

2./ Die gleiche Interessenlage gebietet schlechthin für die Verletzung der Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten aus einem bestehenden rechtsgeschäftlichen Schuldverhältnis die Anwendung der Regel des § 1298 ABGB.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 200/75
    Entscheidungstext OGH 16.12.1975 5 Ob 200/75
  • 5 Ob 258/75
    Entscheidungstext OGH 20.01.1976 5 Ob 258/75
    nur: Die gleiche Interessenlage gebietet schlechthin für die Verletzung der Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten aus einem bestehenden rechtsgeschäftlichen Schuldverhältnis die Anwendung der Regel des § 1298 ABGB. (T1); Beisatz: Auch bei Verletzung vertraglicher Schutzpflichten zugunsten Dritter. (T2)
  • 5 Ob 257/75
    Entscheidungstext OGH 09.03.1976 5 Ob 257/75
    nur T1
  • 5 Ob 529/76
    Entscheidungstext OGH 11.05.1976 5 Ob 529/76
    Ähnlich; nur: Die Belastung des Unternehmers mit dem Beweis dafür, dass er der Warnpflicht entsprochen hat oder dass die Warnpflicht mangels Schutzbedürfnisses des Bestellers entfällt, ist dadurch gerechtfertigt, dass die Lebensverhältnisse in der Sphäre des Schuldners für den Gläubiger nicht durchschaubar sind und er daher in Beweisnotstand geriete, wenn er das Verschulden beweisen müsste. (T3); Beisatz: Hier: Nichterbringung der werkvertraglich geschuldeten Leistung. (T4)
  • 1 Ob 522/79
    Entscheidungstext OGH 31.01.1979 1 Ob 522/79
    nur T3; Veröff: SZ 52/15
  • 1 Ob 579/80
    Entscheidungstext OGH 18.06.1980 1 Ob 579/80
    nur T3
  • 5 Ob 662/80
    Entscheidungstext OGH 09.09.1980 5 Ob 662/80
    nur: Die Belastung des Unternehmers mit dem Beweis dafür, dass er der Warnpflicht entsprochen hat oder dass die Warnpflicht mangels Schutzbedürfnisses des Bestellers entfällt. (T5)
  • 8 Ob 37/81
    Entscheidungstext OGH 21.05.1981 8 Ob 37/81
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 693/81
    Entscheidungstext OGH 12.08.1981 6 Ob 693/81
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 5 Ob 652/81
    Entscheidungstext OGH 15.02.1983 5 Ob 652/81
    nur: Die Lebensverhältnisse in der Sphäre des Schuldners für den Gläubiger nicht durchschaubar sind und er daher in Beweisnotstand geriete, wenn er das Verschulden beweisen müsste. (T6); nur T1
  • 7 Ob 686/86
    Entscheidungstext OGH 06.11.1986 7 Ob 686/86
    nur T5
  • 1 Ob 656/88
    Entscheidungstext OGH 07.09.1988 1 Ob 656/88
    nur T6; Veröff: SZ 61/190 = RdW 1989,24 = JBl 1989,175 (Humel)
  • 1 Ob 664/90
    Entscheidungstext OGH 16.01.1991 1 Ob 664/90
    nur T6; nur T1; Beis T2; Veröff: JBl 1991,453 = RdW 1991,174
  • 10 Ob 38/00m
    Entscheidungstext OGH 10.07.2001 10 Ob 38/00m
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 76/09d
    Entscheidungstext OGH 03.09.2009 2 Ob 76/09d
    Auch
  • 8 Ob 155/09s
    Entscheidungstext OGH 23.03.2010 8 Ob 155/09s
    Vgl auch; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0017240

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.05.2010

Dokumentnummer

JJR_19751216_OGH0002_0050OB00200_7500000_001

Rechtssatz für 5Ob200/75 5Ob531/76 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022686

Geschäftszahl

5Ob200/75; 5Ob531/76; 1Ob522/79; 5Ob769/80; 6Ob512/81; 4Ob558/81; 5Ob799/81; 6Ob783/81; 1Ob587/82; 2Ob2/84; 1Ob11/84; 6Ob1547/84; 2Ob544/85; 7Ob572/85; 8Ob526/87; 1Ob600/87; 7Ob708/87; 3Ob623/86; 5Ob627/88; 5Ob555/89; 2Ob596/89; 3Ob625/89; 5Ob515/90; 2Ob16/90; 4Ob512/90; 1Ob10/93; 3Ob545/94; 2Ob17/94 (2Ob18/94); 7Ob629/95; 1Ob2029/96f; 6Ob2174/96s; 8Ob371/97k; 6Ob280/97p; 9Ob114/98z; 9ObA215/98b; 9ObA289/98k; 3Ob51/98s; 1Ob14/00s; 8Ob253/99k; 1Ob278/99k; 10Ob167/00g; 6Ob308/00p; 1Ob93/00h; 7Ob301/00s; 6Ob292/00k; 9Ob31/01a; 10Ob38/00m; 1Ob151/01i; 6Ob53/01i; 1Ob129/02f; 9ObA200/02f; 3Ob304/02f; 2Ob131/03h; 2Ob193/03a; 7Ob276/03v; 6Ob145/03x; 5Ob155/03k; 9Ob66/04b; 10Ob76/05g; 3Ob295/05m; 5Ob275/06m; 1Ob226/07b; 2Ob262/07d; 1Ob233/07g; 4Ob75/08w; 8Ob15/09b; 5Ob38/05g; 5Ob52/09x; 1Ob68/09w; 1Ob74/09b; 3Ob39/11y; 9Ob59/10g; 9Ob11/11z; 17Ob11/11h; 1Ob63/11p; 7Ob170/11t; 9Ob50/11k; 4Ob67/12z; 1Ob172/12v; 7Ob162/12t; 7Ob189/12p; 1Ob23/13h; 8Ob125/13k; 1Ob148/14t; 1Ob199/14t; 4Ob18/15y; 10Ob84/15y; 1Ob240/15y; 1Ob69/16b; 6Ob90/17d; 5Ob9/18m; 6Ob234/17f; 3Ob191/17k; 2Ob115/18b; 1Ob120/18f; 8Ob92/18i; 3Ob175/18h; 3Ob187/18y; 1Ob236/18i; 7Ob164/18w; 9Ob58/18x

Entscheidungsdatum

16.12.1975

Norm

ABGB §1295 Ia3a
ABGB §1298
ABGB §1319
ZPO §503 E4c21

Rechtssatz

Grundsätzlich trifft den Geschädigten die Beweislast für den Kausalzusammenhang; dies gilt auch nach § 1298 ABGB. Die Beweislastumkehrung dieser Bestimmung betrifft nur den Verschuldensbereich.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 200/75
    Entscheidungstext OGH 16.12.1975 5 Ob 200/75
  • 5 Ob 531/76
    Entscheidungstext OGH 11.05.1976 5 Ob 531/76
  • 1 Ob 522/79
    Entscheidungstext OGH 31.01.1979 1 Ob 522/79
    Veröff: SZ 52/15
  • 5 Ob 769/80
    Entscheidungstext OGH 13.01.1981 5 Ob 769/80
  • 6 Ob 512/81
    Entscheidungstext OGH 08.07.1981 6 Ob 512/81
    Auch
  • 4 Ob 558/81
    Entscheidungstext OGH 01.12.1981 4 Ob 558/81
    Auch; Veröff: SZ 54/179
  • 5 Ob 799/81
    Entscheidungstext OGH 26.01.1982 5 Ob 799/81
    Auch; nur: Grundsätzlich trifft den Geschädigten die Beweislast für den Kausalzusammenhang; dies gilt auch nach § 1298 ABGB. (T1)
  • 6 Ob 783/81
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 6 Ob 783/81
    Auch
  • 1 Ob 587/82
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 587/82
    Veröff: SZ 55/53
  • 2 Ob 2/84
    Entscheidungstext OGH 31.01.1984 2 Ob 2/84
    nur T1; Veröff: SZ 57/27 = ZVR 1984/297 S 308
  • 1 Ob 11/84
    Entscheidungstext OGH 27.06.1984 1 Ob 11/84
    nur: Grundsätzlich trifft den Geschädigten die Beweislast für den Kausalzusammenhang. (T2)
  • 6 Ob 1547/84
    Entscheidungstext OGH 24.01.1985 6 Ob 1547/84
    Vgl auch
  • 2 Ob 544/85
    Entscheidungstext OGH 07.05.1985 2 Ob 544/85
    nur T1; Veröff: JBl 1986,576 (Deutsch)
  • 7 Ob 572/85
    Entscheidungstext OGH 11.07.1985 7 Ob 572/85
    nur: Die Beweislastumkehrung dieser Bestimmung betrifft nur den Verschuldensbereich. (T3)
    Veröff: SZ 58/127 = RdW 1985,307 = JBl 1986,173
  • 8 Ob 526/87
    Entscheidungstext OGH 26.02.1987 8 Ob 526/87
    Auch; nur T3; Veröff: WBl 1987,239
  • 1 Ob 600/87
    Entscheidungstext OGH 10.06.1987 1 Ob 600/87
    nur T3
  • 7 Ob 708/87
    Entscheidungstext OGH 12.11.1987 7 Ob 708/87
    nur T1
  • 3 Ob 623/86
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 623/86
    Veröff: JBl 1988,243
  • 5 Ob 627/88
    Entscheidungstext OGH 29.11.1988 5 Ob 627/88
    nur T3
  • 5 Ob 555/89
    Entscheidungstext OGH 18.04.1989 5 Ob 555/89
    nur T3; Beisatz: Haftungsansatzpunkt ist in jedem Fall die vom Gläubiger zu beweisende Nichterfüllung oder Schlechterfüllung. (T4) Veröff: ecolex 1991,306
  • 2 Ob 596/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 2 Ob 596/89
    nur T1; Beisatz: Im Falle einer Schutzgesetzverletzung im Sinne des § 1311 ABGB. (T5)
  • 3 Ob 625/89
    Entscheidungstext OGH 24.01.1990 3 Ob 625/89
  • 5 Ob 515/90
    Entscheidungstext OGH 30.01.1990 5 Ob 515/90
    Auch; Beis wie T4
  • 2 Ob 16/90
    Entscheidungstext OGH 14.03.1990 2 Ob 16/90
    nur T1
  • 4 Ob 512/90
    Entscheidungstext OGH 08.05.1990 4 Ob 512/90
    nur T2
  • 1 Ob 10/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 10/93
    Auch; Beisatz: Im Haftungsverfahren den Amtshaftungskläger. (T6)
    Veröff: SZ 66/97
  • 3 Ob 545/94
    Entscheidungstext OGH 28.06.1994 3 Ob 545/94
    nur T1; Beisatz: Verbleibende Unklarheiten gehen zu seinen Lasten. (T7)
  • 2 Ob 17/94
    Entscheidungstext OGH 22.12.1994 2 Ob 17/94
    nur T2
  • 7 Ob 629/95
    Entscheidungstext OGH 08.11.1995 7 Ob 629/95
    Auch; nur T2
  • 1 Ob 2029/96f
    Entscheidungstext OGH 11.03.1996 1 Ob 2029/96f
    Auch; nur T2
  • 6 Ob 2174/96s
    Entscheidungstext OGH 18.12.1996 6 Ob 2174/96s
  • 8 Ob 371/97k
    Entscheidungstext OGH 27.11.1997 8 Ob 371/97k
    Auch; nur T2
  • 6 Ob 280/97p
    Entscheidungstext OGH 16.10.1997 6 Ob 280/97p
    Beis wie T7
  • 9 Ob 114/98z
    Entscheidungstext OGH 10.06.1998 9 Ob 114/98z
    Auch
  • 9 ObA 215/98b
    Entscheidungstext OGH 21.10.1998 9 ObA 215/98b
    nur T2
  • 9 ObA 289/98k
    Entscheidungstext OGH 24.02.1999 9 ObA 289/98k
    nur T1
  • 3 Ob 51/98s
    Entscheidungstext OGH 15.09.1999 3 Ob 51/98s
    Beisatz: Bei erwiesenem Verschulden des Bevollmächtigten trifft den Geschädigten die Beweislast für den Kausalzusammenhang zwischen dem vertragswidrigen Verhalten und dem eingetretenen Schaden, auch wenn es sich um eine Unterlassung handelte. (T8)
  • 1 Ob 14/00s
    Entscheidungstext OGH 22.02.2000 1 Ob 14/00s
    Auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 73/34
  • 8 Ob 253/99k
    Entscheidungstext OGH 11.05.2000 8 Ob 253/99k
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 73/79
  • 1 Ob 278/99k
    Entscheidungstext OGH 21.06.2000 1 Ob 278/99k
    Beis ähnlich wie T8
  • 10 Ob 167/00g
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 10 Ob 167/00g
    Auch; nur T2
  • 6 Ob 308/00p
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 6 Ob 308/00p
    Auch; nur T2; Beisatz: Auch die Behauptungslast. (T9)
  • 1 Ob 93/00h
    Entscheidungstext OGH 19.12.2000 1 Ob 93/00h
    nur T3; Beisatz: Dies gilt für die Haftung aus Vertrag genauso wie aus § 1319 ABGB. (T10)
    Beisatz: Der Geschädigte hat nach § 1319 ABGB den Schaden, dessen Verursachung durch den Einsturz des Werks oder die Ablösung eines Teiles davon, den Besitz des Beklagten und die mangelhafte Beschaffenheit als Schadensursache zu behaupten und zu beweisen. Der Besitzer kann sich - gelingen dem Geschädigten diese Beweise - nur durch den Beweis entlasten, dass er Vorkehrungen getroffen hat, die vernünftigerweise nach der Auffassung des Verkehrs erwartet werden können. (T11)
  • 7 Ob 301/00s
    Entscheidungstext OGH 14.02.2001 7 Ob 301/00s
    nur T2
  • 6 Ob 292/00k
    Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 292/00k
    nur T1
  • 9 Ob 31/01a
    Entscheidungstext OGH 14.02.2001 9 Ob 31/01a
    Auch
  • 10 Ob 38/00m
    Entscheidungstext OGH 10.07.2001 10 Ob 38/00m
    Auch
  • 1 Ob 151/01i
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 1 Ob 151/01i
    Auch; Beisatz: Die Beweislast dafür, dass der Schaden bei gebotenem Verhalten nicht eingetreten wäre, trifft den Geschädigten auch im Fall der Anwendbarkeit des § 1298 ABGB. (T12)
    Veröff: SZ 74/159
  • 6 Ob 53/01i
    Entscheidungstext OGH 08.11.2001 6 Ob 53/01i
    Auch; Beisatz: Die Beweispflicht für mangelndes Verschulden an der Schlechtleistung trifft den Schuldner; dies gilt auch für die Verletzung der Aufklärungspflicht als Nebenleistungspflicht. (T13)
  • 1 Ob 129/02f
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 1 Ob 129/02f
    Vgl; Beisatz: Diese Haftung, die als "Verschuldenshaftung mit verschobener Beweislast" bezeichnet wird, ist in Wahrheit eine Gefährdungshaftung, von der sich der Halter nur durch den Beweis, alle zur Gefahrenabwehr erforderliche Sorgfalt angewendet zu haben, befreien kann. (T14)
    Beisatz: Eine solche Haftung kann unter Umständen auch bei fehlendem Verschulden eintreten. (T15)
    Veröff: SZ 2002/87
  • 9 ObA 200/02f
    Entscheidungstext OGH 04.12.2002 9 ObA 200/02f
    nur T3; Beis wie T4; Beisatz: Der Geschädigte hat daher zunächst die Pflichtverletzung und dann den dadurch verursachten Schaden zu beweisen. (T16)
  • 3 Ob 304/02f
    Entscheidungstext OGH 24.06.2003 3 Ob 304/02f
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 131/03h
    Entscheidungstext OGH 10.07.2003 2 Ob 131/03h
    nur T1; Beisatz: Die Schlechterfüllung und die Kausalität der Schlechterfüllung für den Unfall sind daher vom Kläger zu beweisen. (T17)
  • 2 Ob 193/03a
    Entscheidungstext OGH 12.09.2003 2 Ob 193/03a
  • 7 Ob 276/03v
    Entscheidungstext OGH 14.01.2004 7 Ob 276/03v
    Beis wie T5; Beisatz: Hier: Unfall auf einer Sommerrodelbahn. (T18)
  • 6 Ob 145/03x
    Entscheidungstext OGH 19.02.2004 6 Ob 145/03x
  • 5 Ob 155/03k
    Entscheidungstext OGH 19.04.2004 5 Ob 155/03k
    Vgl auch
  • 9 Ob 66/04b
    Entscheidungstext OGH 15.09.2004 9 Ob 66/04b
  • 10 Ob 76/05g
    Entscheidungstext OGH 06.09.2005 10 Ob 76/05g
    Auch; Beis wie T12
  • 3 Ob 295/05m
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 3 Ob 295/05m
    Vgl auch; nur T3; Beis wie T13
  • 5 Ob 275/06m
    Entscheidungstext OGH 17.04.2007 5 Ob 275/06m
    nur T2; Beis wie T8
  • 1 Ob 226/07b
    Entscheidungstext OGH 26.02.2008 1 Ob 226/07b
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 262/07d
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 262/07d
    nur T3
  • 1 Ob 233/07g
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 1 Ob 233/07g
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Beratungsfehler eines Steuerberaters. (T19)
  • 4 Ob 75/08w
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 4 Ob 75/08w
    Veröff: SZ 2008/80
  • 8 Ob 15/09b
    Entscheidungstext OGH 23.02.2009 8 Ob 15/09b
    Auch; Beis ähnlich wie T10
  • 5 Ob 38/05g
    Entscheidungstext OGH 15.03.2005 5 Ob 38/05g
    nur T2; Beis wie T12; Beis ähnlich wie T8
  • 5 Ob 52/09x
    Entscheidungstext OGH 28.04.2009 5 Ob 52/09x
    Beis wie T18
  • 1 Ob 68/09w
    Entscheidungstext OGH 06.07.2009 1 Ob 68/09w
    Auch; nur T2; Beis wie T6
  • 1 Ob 74/09b
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 1 Ob 74/09b
    Auch
  • 3 Ob 39/11y
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 3 Ob 39/11y
    Auch; nur T2
  • 9 Ob 59/10g
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 9 Ob 59/10g
  • 9 Ob 11/11z
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 9 Ob 11/11z
  • 17 Ob 11/11h
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 17 Ob 11/11h
    Auch; Beisatz: Hier: Anwaltshaftung. (T20)
    Veröff: SZ 2011/105
  • 1 Ob 63/11p
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 1 Ob 63/11p
    nur T1; Vgl auch Beis wie T10
  • 7 Ob 170/11t
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 170/11t
  • 9 Ob 50/11k
    Entscheidungstext OGH 29.05.2012 9 Ob 50/11k
    Vgl auch
  • 4 Ob 67/12z
    Entscheidungstext OGH 02.08.2012 4 Ob 67/12z
    Vgl; Beisatz: Hier: fehlerhafte Anlageberatung. (T21)
  • 1 Ob 172/12v
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 172/12v
    Auch
  • 7 Ob 162/12t
    Entscheidungstext OGH 14.11.2012 7 Ob 162/12t
    nur T2; Auch Beis wie T8; Veröff: SZ 2012/116
  • 7 Ob 189/12p
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 7 Ob 189/12p
    nur T2; Veröff: SZ 2013/4
  • 1 Ob 23/13h
    Entscheidungstext OGH 07.03.2013 1 Ob 23/13h
    Vgl; Beis wie T9; Beis wie T16
  • 8 Ob 125/13k
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 8 Ob 125/13k
    Auch; Beisatz: Auch im Rahmen der Anwaltshaftung muss die Pflichtverletzung sowie der Kausalzusammenhang zwischen pflichtwidrigem Verhalten und schadensbegründendem Prozessverlust vom Geschädigten dargelegt und bewiesen werden. (T22)
  • 1 Ob 148/14t
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 148/14t
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Rechtsanwaltshaftung; non liquet hinsichtlich Kausalität der behaupteten Pflichtverletzung (Unterlassung der gebotenen Aufklärung). (T23)
  • 1 Ob 199/14t
    Entscheidungstext OGH 23.12.2014 1 Ob 199/14t
    Auch; Beis wie T22
  • 4 Ob 18/15y
    Entscheidungstext OGH 22.04.2015 4 Ob 18/15y
    Auch
  • 10 Ob 84/15y
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 10 Ob 84/15y
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T12; Beis ähnlich wie T16; Beis ähnlich wie T22
  • 1 Ob 240/15y
    Entscheidungstext OGH 22.12.2015 1 Ob 240/15y
  • 1 Ob 69/16b
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 69/16b
    nur T2
  • 6 Ob 90/17d
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 6 Ob 90/17d
    Vgl auch; Beisatz: Die Beweislastumkehr des § 1298 ABGB erstreckt sich auch auf die objektive Sorgfaltswidrigkeit. (T24)
  • 5 Ob 9/18m
    Entscheidungstext OGH 13.03.2018 5 Ob 9/18m
  • 6 Ob 234/17f
    Entscheidungstext OGH 28.02.2018 6 Ob 234/17f
    Auch; Beis wie T12; Beis wie T22; Beisatz: Wird bei einer Anwaltshaftung die Verletzung einer Aufklärungspflicht behauptet, dann muss der klagende Mandant nachweisen, dass er anders disponiert hätte, wenn er ordnungsgemäß aufgeklärt worden wäre; eine Negativ­feststellung diesbezüglich ginge zu seinen Lasten. (T25)
  • 3 Ob 191/17k
    Entscheidungstext OGH 23.05.2018 3 Ob 191/17k
    Vgl; Veröff: SZ 2018/39
  • 2 Ob 115/18b
    Entscheidungstext OGH 26.06.2018 2 Ob 115/18b
    nur T2
  • 1 Ob 120/18f
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 1 Ob 120/18f
    nur T2
  • 8 Ob 92/18i
    Entscheidungstext OGH 19.07.2018 8 Ob 92/18i
  • 3 Ob 175/18h
    Entscheidungstext OGH 21.09.2018 3 Ob 175/18h
  • 3 Ob 187/18y
    Entscheidungstext OGH 24.10.2018 3 Ob 187/18y
    Auch
  • 1 Ob 236/18i
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 1 Ob 236/18i
    Vgl auch; Beis wie T22; Beis wie T23; Beis wie T25
  • 7 Ob 164/18w
    Entscheidungstext OGH 30.01.2019 7 Ob 164/18w
    Auch; nur T2
  • 9 Ob 58/18x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 9 Ob 58/18x

Anmerkung

Anm: Dieser Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen. September 2020

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0022686

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.09.2020

Dokumentnummer

JJR_19751216_OGH0002_0050OB00200_7500000_003

Rechtssatz für 5Ob590/84 5Ob537/87 10O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0026091

Geschäftszahl

5Ob590/84; 5Ob537/87; 10Ob38/00m; 6Ob77/05z; 3Ob252/07s; 2Ob1/09z

Entscheidungsdatum

02.10.1984

Norm

ABGB §1295 IIf7g
ABGB §1298
ABGB §1313a I

Rechtssatz

Die vertraglichen Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten verlangen meist ein höheres Maß an Sorgfalt und stellen den Gläubiger auch sonst besser, als er stünde, wenn er bloß die Verletzung deliktischer Pflichten geltend machen könnte. Insbesonders kommen ihm die strengere Geschäftsherrenhaftung für den Gehilfen (§ 1313a ABGB) und die Beweislastumkehr des § 1298 ABGB zugute.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 590/84
    Entscheidungstext OGH 02.10.1984 5 Ob 590/84
  • 5 Ob 537/87
    Entscheidungstext OGH 19.05.1987 5 Ob 537/87
  • 10 Ob 38/00m
    Entscheidungstext OGH 10.07.2001 10 Ob 38/00m
    Vgl auch
  • 6 Ob 77/05z
    Entscheidungstext OGH 23.06.2005 6 Ob 77/05z
    Beisatz: Hier: Die Frage der Beweislast stellt sich nicht. Die Bank verletzt jedenfalls dann eine vorvertragliche Schutzpflicht, wenn sie den Kunden über vergangene Raubüberfälle und das dadurch indizierte, konkret erhöhte Risiko nicht informiert. (T1)
  • 3 Ob 252/07s
    Entscheidungstext OGH 19.12.2007 3 Ob 252/07s
    Auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Hier: Das aufklärungspflichtige erhöhte Risiko ist darin zu erblicken, dass es „in der Bank sehr eng war" und mehrere Kunden eine Warteschlange hinter dem Bankkunden gebildet hatten. (T2); Veröff: SZ 2007/207
  • 2 Ob 1/09z
    Entscheidungstext OGH 22.04.2010 2 Ob 1/09z
    Auch; Veröff: SZ 2010/41

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0026091

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.02.2013

Dokumentnummer

JJR_19841002_OGH0002_0050OB00590_8400000_004

Rechtssatz für 1Ob532/94 1Ob567/95 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0026236

Geschäftszahl

1Ob532/94; 1Ob567/95; 4Ob554/95; 1Ob2317/96h; 2Ob235/97s; 3Ob2121/96z; 7Ob337/98d; 1Ob231/98x; 6Ob258/00k; 8Ob134/01s; 10Ob38/00m; 9Ob6/02a; 8Ob127/02p; 6Ob47/03k; 8Ob10/03h; 9Ob116/03d; 1Ob139/04d; 6Ob86/05y; 6Ob37/06v; 10Ob19/06a; 2Ob262/07d; 4Ob199/10h; 6Ob259/10x; 6Ob41/11i; 1Ob218/13k; 1Ob41/16k; 7Ob70/17w; 3Ob154/17v

Entscheidungsdatum

25.01.1994

Norm

ABGB §1298
ABGB §1299 B
ÄrzteG 1998 §51 Abs1
ÄrzteG 1984 §22a

Rechtssatz

Die Beweislastumkehr greift auch bei der Verletzung von vertraglichen Nebenpflichten Platz. Es muss allerdings nach Lage der Sache der Schluss gerechtfertigt sein, dass der kausal handelnde Schädiger eine Sorgfaltspflicht verletzt hat. Eine solche Sorgfaltspflichtverletzung stellt auch die Lückenhaftigkeit der ärztlichen Dokumentation dar, in der ein Famulant als Assistent aufscheint, während im Prozess behauptet wird, dass Primarius Professor Doktor N assistiert hätte. Verletzt der Arzt seine Dokumentationspflicht in Bezug auf Umstände, die für den Schadeneintritt erheblich sein können, greift Beweislastumkehr Platz.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 532/94
    Entscheidungstext OGH 25.01.1994 1 Ob 532/94
    Veröff: SZ 67/9
  • 1 Ob 567/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 567/95
    Auch; nur: Die Beweislastumkehr greift auch bei der Verletzung von vertraglichen Nebenpflichten Platz. (T1)
  • 4 Ob 554/95
    Entscheidungstext OGH 07.11.1995 4 Ob 554/95
    Vgl auch; Beisatz: Die Verletzung der ärztlichen Dokumentationspflicht hat im Prozess beweisrechtliche Konsequenzen, die dazu führen, dass dem Patienten zum Ausgleich der durch die Verletzung der Dokumentationspflicht eingetretenen größeren Schwierigkeiten, einen ärztlichen Behandlungsfehler nachzuweisen, eine der Schwere der Dokumentationspflichtverletzung entsprechende Beweiserleichterung zugute kommt, um auch für die Prozessführung eine gerechte Rollenverteilung im Arzt-Patienten-Verhältnis zu schaffen. (T2) Veröff: SZ 68/207
  • 1 Ob 2317/96h
    Entscheidungstext OGH 16.12.1996 1 Ob 2317/96h
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 235/97s
    Entscheidungstext OGH 04.09.1997 2 Ob 235/97s
    Vgl auch
  • 3 Ob 2121/96z
    Entscheidungstext OGH 28.08.1997 3 Ob 2121/96z
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 337/98d
    Entscheidungstext OGH 01.12.1998 7 Ob 337/98d
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Die Beweiserleichterung bei fehlender Dokumentation hilft dem Patienten lediglich insoweit, als sie die Vermutung begründet, dass eine nicht dokumentierte Maßnahme vom Arzt nicht getroffen wurde, sie begründet aber nicht die Vermutung objektiver Sorgfaltsverstöße. (T3)
  • 1 Ob 231/98x
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 231/98x
    Vgl auch; nur T1
  • 6 Ob 258/00k
    Entscheidungstext OGH 15.03.2001 6 Ob 258/00k
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 8 Ob 134/01s
    Entscheidungstext OGH 16.08.2001 8 Ob 134/01s
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3; Beisatz: Wenn der Arzt eine bestimmte beratende auf den einzelnen Patienten bezogene Leistung vornimmt, hat er die diagnostischen Grundlagen dafür festzuhalten. (T4); Beisatz: Ärztliche Dokumentationspflicht bei Vorsorgeuntersuchung. (T5)
  • 10 Ob 38/00m
    Entscheidungstext OGH 10.07.2001 10 Ob 38/00m
    nur T1
  • 9 Ob 6/02a
    Entscheidungstext OGH 20.02.2002 9 Ob 6/02a
    Vgl auch; Beisatz: Die Verletzung der ärztlichen Dokumentationspflicht hat im Prozess (bloß) beweisrechtliche Konsequenzen, die dazu führen, dass dem Patienten zum Ausgleich der durch die Verletzung der Dokumentationspflicht eingetretenen größeren Schwierigkeiten, einen ärztlichen Behandlungsfehler nachzuweisen, eine der Schwere der Dokumentationspflicht entsprechende Beweiserleichterung zugute kommt. Diese Beweiserleichterung hilft dem Patienten insoweit, als sie die Vermutung begründet, dass eine nicht dokumentierte Maßnahme vom Arzt nicht getroffen wurde. (T6)
  • 8 Ob 127/02p
    Entscheidungstext OGH 29.08.2002 8 Ob 127/02p
    Vgl auch; Beis wie T12; Veröff: SZ 2002/110
  • 6 Ob 47/03k
    Entscheidungstext OGH 20.03.2003 6 Ob 47/03k
    Auch; Beis wie T3
  • 8 Ob 10/03h
    Entscheidungstext OGH 18.09.2003 8 Ob 10/03h
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 9 Ob 116/03d
    Entscheidungstext OGH 08.10.2003 9 Ob 116/03d
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 1 Ob 139/04d
    Entscheidungstext OGH 12.08.2004 1 Ob 139/04d
    Auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 2004/122
  • 6 Ob 86/05y
    Entscheidungstext OGH 14.07.2005 6 Ob 86/05y
    Auch; Beisatz: Liegt eine mangelhafte Dokumentation eines Untersuchungsergebnisses vor, ist nicht entscheidend, ob der beklagte Arzt möglicherweise bei der Untersuchung bestehende Auffälligkeiten subjektiv nicht wahrnahm, sondern nur, ob solche Auffälligkeiten objektiv nicht vorhanden waren. (T7)
  • 6 Ob 37/06v
    Entscheidungstext OGH 06.04.2006 6 Ob 37/06v
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T3; Beisatz: Die Frage nach der Verteilung der Beweislast bei Unterlassung einer Dokumentation kann erst dann bedeutsam werden, wenn die für den Verfahrensausgang als wesentlich erachteten Tatsachen nicht festgestellt werden können. (T8)
  • 10 Ob 19/06a
    Entscheidungstext OGH 28.03.2006 10 Ob 19/06a
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 2 Ob 262/07d
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 262/07d
    nur T1
  • 4 Ob 199/10h
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 199/10h
    Auch; Beis ähnlich wie T2; Beis wie T3; Beisatz: Das Anknüpfen am Zweck der Dokumentationspflicht zeigt, dass diese Rechtsprechung auf einer ergänzenden Auslegung des Behandlungsvertrags beruht. (T9)
    Beisatz: Der Grund der Beweiserleichterung liegt daher in Wertungen des materiellen Rechts. (T10)
    Veröff: SZ 2010/157
  • 6 Ob 259/10x
    Entscheidungstext OGH 28.01.2011 6 Ob 259/10x
    Vgl; Beisatz: Diese Rechtsprechung gilt auch für Hebammen und andere medizinische Berufe. (T11)
    Beis ähnlich wie T7
  • 6 Ob 41/11i
    Entscheidungstext OGH 14.04.2011 6 Ob 41/11i
    nur T1
  • 1 Ob 218/13k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 1 Ob 218/13k
    Vgl
  • 1 Ob 41/16k
    Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 41/16k
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T6
  • 7 Ob 70/17w
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 7 Ob 70/17w
    Vgl aber; Beis wie T3; Beis wie T6; Beis wie T8
  • 3 Ob 154/17v
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 3 Ob 154/17v
    Auch; Beisatz: Es trifft nicht zu, dass der Nachweis einer jeden nicht dokumentierten Maßnahme nur durch eine „objektive Beweisführung“ zu erbringen oder die Vernehmung des Arztes als Beweismittel ausgeschlossen sein sollte. (T12)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0026236

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.02.2018

Dokumentnummer

JJR_19940125_OGH0002_0010OB00532_9400000_001

Entscheidungstext 10Ob38/00m

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

10Ob38/00m

Entscheidungsdatum

10.07.2001

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Bauer als Vorsitzenden und die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Steinbauer, Dr. Hopf, Dr. Fellinger und Dr. Hoch als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Robert K*****, Kraftfahrer, *****, vertreten durch Dr. Christian Preschitz und Dr. Michael Stögerer, Rechtsanwälte in Wien, gegen die beklagte Partei I***** Gesellschaft mbH, *****, vertreten durch Dr. Angelika Truntschnig, Rechtsanwältin in Wien, wegen S 165.700 sA und Feststellung (Streitwert S 20.000; Gesamtstreitwert S 185.700), infolge ordentlicher Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Wien als Berufungsgericht vom 27. Oktober 1999, GZ 15 R 78/99x-29, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien vom 9. Februar 1999, GZ 7 Cg 4/98d-25, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Revision wird zurückgewiesen.

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei die mit S

9.900 (darin enthalten S 1.650 USt) bestimmten Kosten der Revisionsbeantwortung binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Begründung:

Die Beklagte wurde im Jahre 1993 (als Mitglied einer ARGE zusammen mit einem zweiten Unternehmen, das jedoch im Zuge einer Umwandlung auf sie übertragen wurde) mit der Errichtung einer Wohnhausanlage beauftragt. Die Beklagte beauftragte ihrerseits verschiedene Subunternehmer mit Arbeiten, ua die ***** P***** GmbH & Co KG (im Folgenden kurz P*****), bei der der Kläger als Lkw-Fahrer beschäftigt war, im Jahr 1996 damit, den Humus aus einem seinerzeit angelegten, 30 bis 40 m breiten und 4 bis 5 m hohen Humusberg zu verführen. Ein bei einem Subunternehmer eines weiteren Subunternehmers der Beklagten beschäftigter Baggerfahrer sollte den Humus auflockern, der sich durch die lange Lagerung zu einem halbfesten bindigen Boden verdichtet hatte. Der Kläger, der über Berufserfahrung verfügte, sollte sodann das gelockerte Material mit Hilfe eines auf seinen Lkw befindlichen Hebekran aufladen und verführen.

Am 2. 7. 1996 war vorgesehen, dass der Baggerfahrer zur Beschleunigung des Arbeitsablaufs auch gleich den Lkw des Klägers belädt. Zu diesem Zweck fuhr der Kläger mit dem Heck seines Fahrzeugs bis auf 2 bis 4 m an die Böschung des Humusbergs heran, stieg aus und begab sich zu den beim Heck befindlichen Bedienelementen seines Hebekrans, um diesen wegzuheben und damit die Ladefläche seines Fahrzeugs für die Beladung durch den Bagger freizumachen. Während der Kläger dabei mit dem Rücken zur Böschung des Humusbergs stand, begang plötzlich das Erdreich zu rutschen. Dabei wurde er unter großen Erdbrocken verschüttet und schwer verletzt. Der Bagger war zu diesem Zeitpunkt 10 bis 12 m vom Kläger entfernt und gerade damit beschäftigt, Material aufzuladen; ein Zusammenhang mit den Abrutschungen des Humusmaterials steht nicht fest.

Schon die letzten zwei bis drei Wochen vor dem Unfall war am schrittweisen Abbau des Humusbergs gearbeitet worden. Dabei waren auch immer wieder steilere Böschungen entstanden, die über Anweisung des Poliers der Beklagten vom Baggerfahrer wieder "abgeböscht" (verflacht) worden waren, um ein Abrutschen des Humus zu verhindern. Das letzte Abböschen war ein oder zwei Tage vor dem Unfall erfolgt. Es entspricht dem Stand der Technik, dass halbfeste bindige Böden höchstens einen Böschungswinkel von 60 Grad aufweisen dürfen, um vor Abrutschungen möglichst sicher zu sein. Solche können aber selbst bei einem kleineren Böschungswinkel als 60 Grad nicht völlig ausgeschlossen werden. Andere Sicherungsmaßnahmen als ein Abböschen sind nicht möglich. Welchen Neigungswinkel die Böschung hinter dem Kläger unmittelbar vor dem Abrutschen hatte, konnte nicht mehr festgestellt werden; insbesondere auch nicht, dass dieser Winkel größer als 60 Grad gewesen wäre.

Der Kläger begehrt mit der vorliegenden Klage für die erlittenen Unfallfolgen (Bruch des rechten Unterschenkels, Abschürfungen) Schmerzengeld im Ausmaß von S 165.000 sA sowie die Feststellung der Haftung der Beklagten für alle Schäden aus dem Unfall. Er habe bei stärkerer Beanspruchung des verletzten Beins nach wie vor Beschwerden. Es liege eine dauernde Gebrauchsminderung vor. Die Beklagte treffe das Alleinverschulden am Unfall, weil sie es unterlassen habe, den offenbar unsachgemäß aufgeführten Humusberg ordnungsgemäß abzusichern. Zwischen ihr und der Arbeitgeberin des Klägers (P*****) habe ein Werkvertragsverhältnis bestanden. Die Beklagte hafte nach den §§ 1169, 1313a ABGB auch für das Verhalten der Subunternehmer bzw ihrer Leute.

Die Beklagte beantragte die Abweisung des Klagebegehrens und wendete ein, der Unfall sei auf das Alleinverschulden des Klägers zurückzuführen. Er hätte sich während der Baggerarbeiten nicht in die Nähe des Humusbergs begeben dürfen. Dessen Absicherung sei während der Arbeiten technisch unmöglich gewesen. Die Erdarbeiten seien von den Subunternehmern der Beklagten eigenverantwortlich durchgeführt worden. Die Beklagte würde äußerstensfalls für untüchtige Gehilfen nach § 1315 ABGB haften; solche hätte es jedoch nicht gegeben. Das vom Kläger begehrte Schmerzengeld sei weit überhöht. Dauerfolgen, die ein Feststellungsbegehren rechtfertigen, seien nicht eingetreten.

Das Erstgericht wies das Klagebegehren ab. Es stehe nicht fest, dass der Böschungswinkel unmittelbar vor dem Unfall eine Neigung gehabt habe, die bereits ein Abböschen erforderlich gemacht habe. Es stehe daher auch keine Sorgfaltsverletzung fest.

Das Berufungsgericht gab der dagegen erhobenen Berufung des Klägers nicht Folge. Der Vertrag zwischen der Beklagten als Werkbestellerin und der P***** als Werkunternehmerin habe auch Schutz- und Sorgfaltspflichten gegenüber dem Kläger als Arbeitnehmer der Werkunternehmerin begründet. Die Fürsorgepflicht des Bestellers nach § 1169 ABGB sei eine werkvertragliche Nebenpflicht, die ua dem Schutz des Lebens und der Gesundheit des Unternehmers und seiner Leute diene. Sie erstrecke sich jedoch nicht auf die mit dem auszuführenden Werk unmittelbar verbundenen und für den Unternehmer und seine Hilfskräfte nach ihren Fachkenntnissen erkennbaren Gefahren. Der Werkunternehmer, der auf Grund seiner Fachkenntnis wissen müsse, dass seine Arbeitsstätte gefährlich sei, müsse sich vor Beginn der Arbeiten von den Sicherheitsvorkehrungen überzeugen und nötigenfalls den Besteller zu den erforderlichen Maßnahmen veranlassen. Die Beklagte habe davon ausgehen können, dass die P***** GmbH & Co KG als selbständige Unternehmerin die mit diesen Tätigkeiten verbundenen Gefahren gekannt habe und die allenfalls notwendigen Sicherungsmaßnahmen zum Schutz ihrer Arbeitnehmer veranlassen werde. Eine besondere Warnpflicht habe daher nicht bestanden. Als einzige Sicherungsmaßnahme wäre das Abböschen in Frage gekommen, das aber erst bei einem Neigungswinkel des Humusbergs von 60 Grad durchzuführen gewesen wäre. Die ständige Einhaltung dieses Winkels sei schon auf Grund des Arbeitsablaufs unmöglich. Im Übrigen stehe gar nicht fest, dass im Umfallszeitpunkt ein steilerer Neigungswinkel als 60 Grand bestanden habe.

Das Berufungsgericht sprach aus, dass die ordentliche Revision nach § 502 Abs 1 ZPO zulässig sei, weil die Frage, inwieweit der Generalunternehmer im Rahmen des § 1313a ABGB wegen einer Verletzung von Schutz- und Sorgfaltspflichten gegenüber den auf der Baustelle tätigen Personen auch für das Verschulden einzelner Professionalisten bzw deren Mitarbeiter, die bei ihrer Arbeit eine kaum vermeidbare Gefahrenquelle schaffen, hafte, vom Obersten Gerichtshof noch nicht abschließend beantwortet worden sei. Auch wenn nicht gelöst werden konnte, wodurch der Unfall des Klägers verursacht worden sei, käme bei Bejahung der Frage allenfalls eine anteilige Haftung der Beklagten nach den Grundsätzen der alternativen Kausalität in Betracht.

Mit seiner auf den Rechtsmittelgrund der unrichtigen rechtlichen Beurteilung gestützten Revision begehrt der Kläger die Aufhebung des Urteils und die Zurückverweisung der Rechtssache an das Erstgericht; hilfsweise wird die Abänderung im Sinne der Klagestattgebung beantragt.

Die Beklagte beantragt, die Revision als unzulässig zurückzuweisen, hilfsweise ihr nicht Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision ist entgegen dem den Obersten Gerichtshof nicht bindenden Ausspruch des Berufungsgerichts (§ 508a Abs 1 ZPO) unzulässig.

Nach § 502 Abs 1 ZPO ist die Revision gegen das Urteil des Berufungsgerichts nur zulässig, wenn die Entscheidung von der Lösung einer Rechtsfrage des materiellen Rechts oder des Verfahrensrechts abhängt, der zur Wahrung der Rechtseinheit, Rechtssicherheit oder Rechtsentwicklung erhebliche Bedeutung zukommt, etwa weil das Berufungsgericht von der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs abweicht oder eine solche Rechtsprechung fehlt oder uneinheitlich ist. Eine solche, für die Lösung der vorliegenden Rechtssache kausale Rechtsfrage liegt nicht vor.

Die Regelung des § 1157 ABGB über die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gegenüber seinem Arbeitnehmer ist gemäß § 1169 ABGB - mit hier nicht vorliegenden Ausnahmen - auf den Werkvertrag anzuwenden. Dem Arbeitgeber entspricht beim Werkvertrag der Besteller (Krecjci in Rummel, ABGB3 Rz 3 zu § 1169; Schwimann/Rebhahn, ABGB**2 § 1169 Rz 1; SZ 49/15). Die aus dem Werkvertrag als Nebenverpflichtung resultierende Fürsorgepflicht betrifft primär den Schutz des Lebens und der Gesundheit des Unternehmers (Rebhahn aaO § 1169 Rz 4; 2 Ob 2363/96f) und auch seiner Arbeitnehmer, deren er sich bei der Werkherstellung bedient (Krejci aaO Rz 6 zu § 1169; Schwimann/Rebhahn aaO § 1169 Rz 6; RIS-Justiz RS0021827). Der Generalunternehmer haftet daher nach ständiger Rechtsprechung grundsätzlich dem Subunternehmer und dessen Leuten aus dem Werkvertrag für die schuldhafte Verletzung der Fürsorgepflicht nach §§ 1157, 1169 ABGB durch seine Leute nach § 1313a ABGB (JBl 2000, 790; RIS-Justiz RS0021515). Diese Pflicht bezieht sich auf die Arbeitsstätte (§ 1157; arg. beigestellte Räume und Gerätschaften), die auch eine Baustelle sein kann (RIS-Justiz RS0021480).

Der Kläger stützt sein Klagebegehren in erster Instanz ausdrücklich darauf, dass es die Beklagte unterlassen habe, den unsachgemäß aufgeführten Humusberg ordnungsgemäß abzusichern. Das durchgeführte Verfahren ergab jedoch keine Anhaltspunkte dafür, dass der Humusberg unsachgemäß aufgeführt worden wäre. Dieser Aspekt wird auch in der Revision nicht mehr verfolgt. Es bleibt daher nach der Lage des Vorbringens des Klägers nur die Frage, ob die Beklagte den Humusberg mangelhaft abgesichert habe. Auch für diese Behauptung des Klägers fehlt es aber nach dem durchgeführten Beweisverfahren an einer tragfähigen Grundlage. Das Beweisverfahren ergab, dass es dem Stand der Technik entspricht, dass halbfeste bindige Böden höchstens einen Böschungswinkel von 60 Grad aufweisen dürfen, um vor Abrutschungen möglichst sicher zu sein (siehe auch § 50 Abs 1 Z 2 Bauarbeiterschutzverordnung BGBl 1994/340). Um die Neigung der Böschung des Humusbergs in einem Winkel zu halten, der 60 Grad nicht übersteigt, ist ein gelegentliches "Abböschen" (= Abflachen) mit der Baggerschaufel erforderlich. Dies ist auf der gegenständlichen Baustelle auch mehrfach geschehen. Andere Sicherungsmaßnahmen als ein Abböschen sind nicht möglich.

Nachdem nicht einmal feststeht, dass im Unfallszeitpunkt ein 60 Grad übersteigender Neigungswinkel der Böschung des Humusbergs vorlag, kann nicht von der vom Kläger behaupteten Unterlassung der Absicherung des Humusbergs ausgegangen werden. Damit stellen sich aber die übrigen Voraussetzungen eines Schadenersatzanspruchs gar nicht mehr. Bei der gegenständlichen Konstellation des Vorbringens und des Sachverhalts können auch die Überlegungen des Berufungsgerichts dahingestellt bleiben, dass es ohnehin nicht die Aufgabe der Beklagten gewesen wäre, für das Abböschen Sorge zu tragen, weil sich die Fürsorgepflicht des Bestellers grundsätzlich nicht auf die mit dem auszuführenden Werk unmittelbar verbundenen und für den Unternehmer und seine Hilfskräfte nach ihren Fachkenntnissen erkennbaren Gefahren erstrecke. Mangelt es am objektivierbaren Sorgfaltsverstoß, kommt es auch nicht auf die (bloß theoretische) Lösung der vom Berufungsgericht als erheblich iSd § 502 Abs 1 ZPO angenommenen Frage an, inwieweit der Generalunternehmer im Rahmen des § 1313a ABGB wegen einer Verletzung von Schutz- und Sorgfaltspflichten gegenüber den auf der Baustelle tätigen Personen auch für das Verschulden einzelner Professionalisten bzw deren Mitarbeiter hafte. Es stellen sich entgegen der Annahme des Berufungsgerichts auch keine Probleme alternativer Kausalität. Dieses ging auch selbst gar nicht näher auf diese Frage ein, sondern beschränkte sich auf zwei Zitate. Die zitierte Entscheidung EvBl 1994/13 betrat den (hier nicht vorliegenden) Fall, dass ein Schädiger mehrere Schadensursachen gesetzt hat, aber nur für eine dieser Ursachen haftbar ist. Mangels Haftungsgrunds stellt sich auch nicht die Frage der Konkurrenz mit einem Zufallsereignis (vgl Bydlinski, Aktuelle Streitfragen um alternative Kausalität, FS Beitzke [1979], 3 [30 ff]).

Der Revisionswerber stützt sich zur Zuverlässigkeit seines Rechtsmittels neben der Begründung der Zulassung durch das Berufungsgericht auch noch darauf, dass das Berufungsgericht bei der Beurteilung der Beweislast für das Verschulden nach § 1298 ABGB von der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes abgewichen sei. Auch dieser Einwand ist unbegründet. In der jüngeren Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes wird einhellig die Auffassung vertreten, dass die Beweislastumkehr des § 1298 ABGB sowohl bei Verletzung einer vertraglichen Nebenverpflichtung als auch bei Verletzung einer vertraglichen Schutz- und Sorgfaltspflicht gilt (ZVR 2000/56 mwN). Die Beweislastumkehr des § 1298 ABGB führt im Bereich schuldrechtlicher Sonderbeziehungen zwischen Schädiger und Geschädigten dazu, das der Schädiger zu beweisen hat, dass ihm kein Verschulden trifft. Diese Beweislastumkehr betrifft aber nur das Verschulden, der Beweis der Kausalität obliegt jedoch weiterhin dem Geschädigten (JBl 1994, 47; JBl 1997, 522). Auch für den Fall der Verletzung vertraglicher Nebenpflichten oder Schutz- und Sorgfaltspflichten hat daher der Geschädigte den Beweis - sei es auch nur, wo es statthaft wäre, den Anscheinsbeweis - zu erbringen, dass sich der Schädiger in einer konkreten Lage nur in einer bestimmten Weise rechtmäßig hätte verhalten können, sich tatsächlich aber anders verhalten hat (9 Ob 31/01a; RIS-Justiz RS0026338; vgl auch RS00266236). Dies ist nicht gelungen. Es kommt in diesem Zusammenhang auch nicht auf die überschießende Frage der Abwesenheit des Poliers der Beklagten an, zu der es festzuhalten gilt, dass für die Beklagte mangels diesbezüglichen Vorbringens des Klägers auch keine Notwendigkeit bestand, ein Vorbringen zur Vertretung des Poliers zu erstatten. Eine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO wird sohin vom Revisionswerber nicht aufgezeigt. Die ordentliche Revision des Klägers war daher als unzulässig zurückzuweisen.

Die Entscheidung über die Kosten des Revisionsverfahrens beruht auf den §§ 41 und 50 ZPO. Die Beklagte hat in ihrer Revisionsbeantwortung auf die Unzulässigkeit der Revision hingewiesen. Ein ihr im Kostenverzeichnis unterlaufener Rechenfehler bei grundsätzlich richtigen Ansätzen war von Amts wegen zu korrigieren.

Anmerkung

E62795 10A00380

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:0100OB00038.00M.0710.000

Dokumentnummer

JJT_20010710_OGH0002_0100OB00038_00M0000_000