Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob420/53 3Ob777/54 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0018764

Geschäftszahl

3Ob420/53; 3Ob777/54; 3Ob168/58; 7Ob264/56; 2Ob179/57; 3Ob501/57; 1Ob385/57; 5Ob143/62; 5Ob389/63; 2Ob202/64; 6Ob122/66; 4Ob521/67; 1Ob274/67; 6Ob133/69 (6Ob134/69); 1Ob174/71; 6Ob164/73; 5Ob2/74; 3Ob38/74; 1Ob656/78; 7Ob644/78; 8Ob566/78; 8Ob503/79; 7Ob567/80; 7Ob617/80; 1Ob626/82; 3Ob670/82; 1Ob562/83; 6Ob680/82; 5Ob607/83; 7Ob732/83 (7Ob733/83 -7Ob738/83); 1Ob715/87; 3Ob41/87; 6Ob542/88 (6Ob543/88); 5Ob588/87; 1Ob696/88; 1Ob704/89; 8Ob562/90; 1Ob578/95; 1Ob610/95; 4Ob1678/95; 4Ob5/97g; 3Ob130/97g; 6Ob138/98g; 6Ob221/98p; 6Ob72/00g; 3Ob188/99i; 6Ob134/08m; 9Ob50/10h; 8Ob98/10k; 6Ob92/11i; 9Ob63/10w; 4Ob80/12m; 5Ob126/12h; 4Ob98/13k; 4Ob112/13v; 4Ob226/13h; 3Ob118/14w; 7Ob38/17i

Entscheidungsdatum

08.07.1953

Norm

ABGB §932 IV
ABGB §1167

Rechtssatz

Die Herabsetzung der Leistung ist nach jenem Verhältnis vorzunehmen, in welchem zur Zeit des Vertragsabschlusses der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand zu dem Wert der mangelhaften Sache gestanden haben würde (sogenannte relative Berechnungsmethode). Bei einem Verkauf würde sich diese Berechnung folgendermaßen darstellen: Wird der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand mit 100, ihr Wert unter Berücksichtigung des Mangels dagegen mit 50 und der Kaufpreis mit 80 angenommen, so ergibt sich nach der Verhältnisrechnung 100:50 = 80:x die Minderung mit 40. Das bedeutet: Hat jemand etwas über den Wert erworben und stellt sich das Erworbene als mangelhaft heraus, so kann er seine Leistung in einem den Minderwert übersteigenden Betrag kürzen, hat er hingegen unter dem Wert erworben, so kann er seine Leistung nicht um den ganzen Minderwert herabsetzen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 420/53
    Entscheidungstext OGH 08.07.1953 3 Ob 420/53
    Veröff: SZ 26/185
  • 3 Ob 777/54
    Entscheidungstext OGH 01.12.1954 3 Ob 777/54
    Ähnlich; Veröff: HS 1815
  • 3 Ob 168/58
    Entscheidungstext OGH 07.05.1958 3 Ob 168/58
  • 7 Ob 264/56
    Entscheidungstext OGH 30.05.1956 7 Ob 264/56
    Ähnlich
  • 2 Ob 179/57
    Entscheidungstext OGH 08.05.1957 2 Ob 179/57
    Veröff: JBl 1957,454
  • 3 Ob 501/57
    Entscheidungstext OGH 20.11.1957 3 Ob 501/57
  • 1 Ob 385/57
    Entscheidungstext OGH 09.10.1957 1 Ob 385/57
  • 5 Ob 143/62
    Entscheidungstext OGH 19.07.1962 5 Ob 143/62
    nur: Die Herabsetzung der Leistung ist nach jenem Verhältnis vorzunehmen, in welchem zur Zeit des Vertragsabschlusses der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand zu dem Wert der mangelhaften Sache gestanden haben würde (sogenannte relative Berechnungsmethode). (T1)
  • 5 Ob 389/63
    Entscheidungstext OGH 23.01.1964 5 Ob 389/63
  • 2 Ob 202/64
    Entscheidungstext OGH 17.09.1964 2 Ob 202/64
    nur T1
  • 6 Ob 122/66
    Entscheidungstext OGH 25.05.1966 6 Ob 122/66
    Veröff: HS 5373/44
  • 4 Ob 521/67
    Entscheidungstext OGH 18.04.1967 4 Ob 521/67
    nur T1; Veröff: LwBetr 1968,157
  • 1 Ob 274/67
    Entscheidungstext OGH 21.12.1967 1 Ob 274/67
  • 6 Ob 133/69
    Entscheidungstext OGH 25.06.1969 6 Ob 133/69
    nur T1; Beisatz: Die Wertminderung kann soweit gehen, dass der Entgeltungsanspruch zur Gänze beseitigt wird. Das ist dann der Fall, wenn das Werk überhaupt wertlos ist. (T2) Veröff: HS 7337
  • 1 Ob 174/71
    Entscheidungstext OGH 01.07.1971 1 Ob 174/71
    nur T1
  • 6 Ob 164/73
    Entscheidungstext OGH 13.09.1973 6 Ob 164/73
    nur T1; Veröff: so auch SZ 26/261
  • 5 Ob 2/74
    Entscheidungstext OGH 30.01.1974 5 Ob 2/74
    EvBl 1974/195 S 437
  • 3 Ob 38/74
    Entscheidungstext OGH 02.04.1974 3 Ob 38/74
    nur T1
  • 1 Ob 656/78
    Entscheidungstext OGH 28.06.1978 1 Ob 656/78
    nur T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 644/78
    Entscheidungstext OGH 09.11.1978 7 Ob 644/78
  • 8 Ob 566/78
    Entscheidungstext OGH 01.03.1979 8 Ob 566/78
    nur T1
  • 8 Ob 503/79
    Entscheidungstext OGH 10.05.1979 8 Ob 503/79
    nur T1
  • 7 Ob 567/80
    Entscheidungstext OGH 08.05.1980 7 Ob 567/80
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 617/80
    Entscheidungstext OGH 13.11.1980 7 Ob 617/80
    nur T1
  • 1 Ob 626/82
    Entscheidungstext OGH 16.06.1982 1 Ob 626/82
    nur T1; Beisatz: Das Risiko späterer Wertveränderungen (auch die Relation zwischen dem Wert der mangelfreien und der mangelhaften Sache könnte sich, etwa infolge gewandelter Verkehrsauffassung, verändern) soll bei der Preisminderung unberücksichtigt bleiben. (T3)
  • 3 Ob 670/82
    Entscheidungstext OGH 26.01.1983 3 Ob 670/82
    nur T1
  • 1 Ob 562/83
    Entscheidungstext OGH 01.06.1983 1 Ob 562/83
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 680/82
    Entscheidungstext OGH 24.11.1983 6 Ob 680/82
    nur T1
  • 5 Ob 607/83
    Entscheidungstext OGH 03.07.1984 5 Ob 607/83
    nur T1
  • 7 Ob 732/83
    Entscheidungstext OGH 20.12.1984 7 Ob 732/83
    Auch
  • 1 Ob 715/87
    Entscheidungstext OGH 09.12.1987 1 Ob 715/87
    nur T1
  • 3 Ob 41/87
    Entscheidungstext OGH 09.09.1987 3 Ob 41/87
    nur T1
  • 6 Ob 542/88
    Entscheidungstext OGH 24.03.1988 6 Ob 542/88
    nur T1
  • 5 Ob 588/87
    Entscheidungstext OGH 21.06.1988 5 Ob 588/87
  • 1 Ob 696/88
    Entscheidungstext OGH 09.11.1988 1 Ob 696/88
    nur T1; Veröff: SZ 61/237
  • 1 Ob 704/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1989 1 Ob 704/89
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 62/185 = RdW 1990,342
  • 8 Ob 562/90
    Entscheidungstext OGH 20.02.1992 8 Ob 562/90
  • 1 Ob 578/95
    Entscheidungstext OGH 23.06.1995 1 Ob 578/95
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 610/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 610/95
    Vgl; nur T1
  • 4 Ob 1678/95
    Entscheidungstext OGH 18.12.1995 4 Ob 1678/95
    Auch; Beisatz: Nach dem Prinzip der Erhaltung der subjektiven Äquivalenz sollen die beim Vertragsabschluss zugrunde gelegten Wertrelationen zwischen Leistung und Gegenleistung aufrechterhalten bleiben. (T4)
  • 4 Ob 5/97g
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 4 Ob 5/97g
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 130/97g
    Entscheidungstext OGH 17.09.1997 3 Ob 130/97g
    Auch; Beis wie T2
  • 6 Ob 138/98g
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 6 Ob 138/98g
    nur T1; Beis wie T4
  • 6 Ob 221/98p
    Entscheidungstext OGH 15.10.1998 6 Ob 221/98p
    Beis wie T4
  • 6 Ob 72/00g
    Entscheidungstext OGH 23.10.2000 6 Ob 72/00g
    Vgl auch
  • 3 Ob 188/99i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 188/99i
    nur T1; Beisatz: Lässt sich ein Wert der "mangelfreien Sache" nicht ermitteln, dann ist die Anwendung des § 273 ZPO zulässig und notwendig. (T5)
  • 6 Ob 134/08m
    Entscheidungstext OGH 07.07.2008 6 Ob 134/08m
    Vgl; Beisatz: Hier: Zur Berechnung des Preisminderungsanspruchs bei einem nach Kauf aufgetretenen Motorschaden eines Gebrauchtwagens und dessen Weiterveräußerung in unrepariertem Zustand. (T6)
  • 9 Ob 50/10h
    Entscheidungstext OGH 28.07.2010 9 Ob 50/10h
    nur T1; Beis wie T4; Beisatz: Ohne Darlegung besonders rücksichtswürdiger Verkäuferinteressen besteht für eine Preisminderung nach der relativen Berechnungsmethode keine Untergrenze mit dem Verkehrswert des mangelhaften Objekts. (T7); Veröff: SZ 2010/91
  • 8 Ob 98/10k
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 8 Ob 98/10k
    Vgl auch
  • 6 Ob 92/11i
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 92/11i
    Beis wie T5
  • 9 Ob 63/10w
    Entscheidungstext OGH 29.08.2011 9 Ob 63/10w
    Vgl
  • 4 Ob 80/12m
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 80/12m
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 126/12h
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 5 Ob 126/12h
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 98/13k
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 98/13k
    Vgl auch; nur T1
  • 4 Ob 112/13v
    Entscheidungstext OGH 27.08.2013 4 Ob 112/13v
    Vgl auch; nur T1
  • 4 Ob 226/13h
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 226/13h
    Vgl auch; nur T1
  • 3 Ob 118/14w
    Entscheidungstext OGH 21.08.2014 3 Ob 118/14w
    Auch; Beisatz: Schon die Berechnung auf der Basis der objektiven Wertverhältnisse zeigt, dass die subjektive(n) Auswirkung(en) von Mängeln auf den Übernehmer bei der Ermittlung der Preisminderung nicht entscheidend sind. IdS geht das Preisminderungsrecht auch nicht durch Untergang oder Veräußerung der Sache verloren. (T8)
    Beisatz: Für die Beurteilung des zeitlichen Aspekts der Reisepreisminderung kommt es nicht darauf an, ob der Reisende die mangelhafte Reiseleistung (hier Unterbringung) weiter in Anspruch nimmt, dh durch diese subjektiv beeinträchtigt wird, oder ob er ‑ wie hier bei aufrecht erhaltenem Reisevertrag ‑ selbst durch einen Wechsel in ein anderes Hotel Abhilfe schafft, sondern darauf, ob die Reisemängel während des gesamten Zeitraums der gebuchten (= vereinbarten) Unterbringung weiter bestanden. (T9)
  • 7 Ob 38/17i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 38/17i
    Auch; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0018764

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

31.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19530708_OGH0002_0030OB00420_5300000_001

Rechtssatz für 8Ob183/78 8Ob115/79 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023573

Geschäftszahl

8Ob183/78; 8Ob115/79; 2Ob155/82; 8Ob553/82; 2Ob606/86; 8Ob78/86; 6Ob549/86; 1Ob578/88; 2Ob81/88; 1Ob704/89; 1Ob17/90; 1Ob20/90; 2Ob81/90; 2Ob74/90; 2Ob22/92 (2Ob23/92); 1Ob601/92; 2Ob71/94; 1Ob2192/96a; 1Ob55/95; 2Ob221/97g; 6Ob116/98x; 1Ob9/00f; 2Ob288/00t; 2Ob296/00v; 3Ob188/99i; 6Ob2/03t; 8Ob85/06t; 2Ob3/07s; 6Ob31/08i; 2Ob158/07k; 2Ob249/08v; 9Ob26/09b; 1Ob192/09f; 8ObA66/09b; 2Ob135/10g; 2Ob219/10k; 2Ob144/11g; 2Ob74/12i; 6Ob62/13f; 4Ob21/14p; 1Ob144/14d; 9Ob83/15v; 2Ob148/15a; 1Ob118/16h; 10Ob5/17h; 4Ob52/18b; 4Ob24/18k; 7Ob187/18b; 2Ob40/19z; 3Ob126/19d

Entscheidungsdatum

25.10.1978

Norm

ABGB §1295 Ia5
ABGB §1304 A1
ABGB §1325 D7

Rechtssatz

Es stellt einen Verstoß gegen die Schadenminderungspflicht dar, wenn der Geschädigte Handlungen unterlassen hat, die geeignet gewesen wären, den Schaden abzuwehren oder zu verringern, die - objektiv beurteilt - von einem verständigen Durchschnittsmenschen gesetzt worden wären, um eine nachteilige Veränderung des eigenen Vermögens hintanzuhalten, beziehungsweise wenn er Handlungen gesetzt hat, die geeignet waren, den Schaden zu vergrößern und von einem verständigen Durchschnittsmenschen nicht gesetzt worden wären, und dies der Geschädigte bei gehöriger Aufmerksamkeit hätte erkennen müssen und dieser Einsicht nach hätte handeln können.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 183/78
    Entscheidungstext OGH 25.10.1978 8 Ob 183/78
    Veröff: ZVR 1979/304 S 366
  • 8 Ob 115/79
    Entscheidungstext OGH 21.06.1979 8 Ob 115/79
    Beisatz: Miete eines Ersatzfahrzeuges. (T1)
    Veröff: ZVR 1980/153 S 154
  • 2 Ob 155/82
    Entscheidungstext OGH 28.09.1982 2 Ob 155/82
    Beisatz: T1
  • 8 Ob 553/82
    Entscheidungstext OGH 27.10.1983 8 Ob 553/82
    nur: Es stellt einen Verstoß gegen die Schadenminderungspflicht dar, wenn der Geschädigte Handlungen unterlassen hat, die geeignet gewesen wären, den Schaden abzuwehren oder zu verringern, die - objektiv beurteilt - von einem verständigen Durchschnittsmenschen gesetzt worden wären, um eine nachteilige Veränderung des eigenen Vermögens hintanzuhalten. (T2)
  • 2 Ob 606/86
    Entscheidungstext OGH 10.03.1987 2 Ob 606/86
    nur T2
  • 8 Ob 78/86
    Entscheidungstext OGH 04.06.1987 8 Ob 78/86
    Auch
  • 6 Ob 549/86
    Entscheidungstext OGH 30.11.1987 6 Ob 549/86
    Beisatz: Muss der Geschädigte zunächst aus Zeitdruck ein ungünstiges Deckungsanbot annehmen, ist er verhalten (hier: Geschäftsraummiete) später marktkonforme Deckung zu suchen. (T3)
  • 1 Ob 578/88
    Entscheidungstext OGH 28.06.1988 1 Ob 578/88
    nur T2; vgl Beis wie T3
  • 2 Ob 81/88
    Entscheidungstext OGH 27.09.1988 2 Ob 81/88
    nur T2
  • 1 Ob 704/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1989 1 Ob 704/89
    nur T2; Veröff: SZ 62/185 = JBl 1990,587 = RdW 1990,342
  • 1 Ob 17/90
    Entscheidungstext OGH 12.09.1990 1 Ob 17/90
    nur T2
  • 1 Ob 20/90
    Entscheidungstext OGH 24.10.1990 1 Ob 20/90
    nur T2
  • 2 Ob 81/90
    Entscheidungstext OGH 05.12.1990 2 Ob 81/90
    Veröff: ZVR 1991/92 S 241
  • 2 Ob 74/90
    Entscheidungstext OGH 21.11.1990 2 Ob 74/90
  • 2 Ob 22/92
    Entscheidungstext OGH 01.07.1992 2 Ob 22/92
  • 1 Ob 601/92
    Entscheidungstext OGH 26.11.1992 1 Ob 601/92
    Auch
  • 2 Ob 71/94
    Entscheidungstext OGH 10.11.1994 2 Ob 71/94
    nur T2
  • 1 Ob 2192/96a
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 2192/96a
    nur T2; nur: Und dies der Geschädigte bei gehöriger Aufmerksamkeit hätte erkennen müssen und dieser Einsicht nach hätte handeln können. (T4)
    Veröff: SZ 69/148
  • 1 Ob 55/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 55/95
    nur T4; Veröff: SZ 69/145
  • 2 Ob 221/97g
    Entscheidungstext OGH 09.10.1997 2 Ob 221/97g
    nur T2; nur T4; Beisatz: Hier: Unterlassen von ausreichenden Trocknungsmaßnahmen. (T5)
  • 6 Ob 116/98x
    Entscheidungstext OGH 07.05.1998 6 Ob 116/98x
  • 1 Ob 9/00f
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 9/00f
    Auch; Beisatz: Maßgebend ist, ob der Geschädigte jene Sorgfalt außer Acht gelassen hat, die ein verständiger Teilnehmer in seiner Lage angewandt hätte, um eine Schädigung nach Möglichkeit abzuwenden. (T6)
  • 2 Ob 288/00t
    Entscheidungstext OGH 09.11.2000 2 Ob 288/00t
    nur: Es stellt einen Verstoß gegen die Schadenminderungspflicht dar, wenn der Geschädigte Handlungen unterlassen hat, die geeignet gewesen wären, den Schaden abzuwehren oder zu verringern, und die von einem verständigen Durchschnittsmenschen gesetzt worden wären. (T7)
    Beis wie T6
  • 2 Ob 296/00v
    Entscheidungstext OGH 23.11.2000 2 Ob 296/00v
  • 3 Ob 188/99i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 188/99i
    nur T7; Beisatz: Hier: Im Rahmen der den Werkbesteller treffenden Schadenverhinderungspflicht/Schadenminderungspflicht ist er verhalten, sein Wahlrecht zwischen der Wandlung und der Preisminderung nicht zum laufenden Nachteil des Werkunternehmers zu gestalten. (T8)
  • 6 Ob 2/03t
    Entscheidungstext OGH 24.04.2003 6 Ob 2/03t
  • 8 Ob 85/06t
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 8 Ob 85/06t
    nur T7; Beisatz: Maßgebend ist, ob der Geschädigte jene Sorgfalt außer Acht gelassen hat, die ein verständiger Teilnehmer in seiner Lage angewandt hätte, um eine Schädigung nach Möglichkeit abzuwenden. (T9)
  • 2 Ob 3/07s
    Entscheidungstext OGH 23.03.2007 2 Ob 3/07s
    nur T2
  • 6 Ob 31/08i
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 31/08i
    Vgl; Beisatz: Der Geschädigte ist nicht zu Verfahrensschritten verpflichtet, die mit einem bedeutenden Kostenrisiko verbunden sind oder geringe Aussicht auf Erfolg haben. (T10)
  • 2 Ob 158/07k
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 158/07k
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 2008/91
  • 2 Ob 249/08v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2009 2 Ob 249/08v
    nur T2
  • 9 Ob 26/09b
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 9 Ob 26/09b
    nur: Es stellt einen Verstoß gegen die Schadenminderungspflicht dar, wenn der Geschädigte Handlungen gesetzt hat, die geeignet waren, den Schaden zu vergrößern und von einem verständigen Durchschnittsmenschen nicht gesetzt worden wären. (T11)
  • 1 Ob 192/09f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 1 Ob 192/09f
    nur T2
  • 8 ObA 66/09b
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 8 ObA 66/09b
    Auch
  • 2 Ob 135/10g
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 2 Ob 135/10g
    nur T2; Veröff: SZ 2011/45
  • 2 Ob 219/10k
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 219/10k
    Vgl; Beisatz: Zustimmung zu einer objektiv zumutbaren Heilbehandlung. (T12)
    Bem: Zum 2. Rechtsgang siehe 2 Ob 148/15a. (T12a)
    Veröff: SZ 2011/76
  • 2 Ob 144/11g
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 144/11g
    nur T2; Auch Beis wie T12
  • 2 Ob 74/12i
    Entscheidungstext OGH 25.04.2013 2 Ob 74/12i
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 2013/42
  • 6 Ob 62/13f
    Entscheidungstext OGH 30.09.2013 6 Ob 62/13f
    Auch; Veröff: SZ 2013/88
  • 4 Ob 21/14p
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 21/14p
    nur T2
  • 1 Ob 144/14d
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 1 Ob 144/14d
    Auch; nur T11
  • 9 Ob 83/15v
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 9 Ob 83/15v
    Auch; nur T2
  • 2 Ob 148/15a
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 2 Ob 148/15a
    nur T2; Beisatz: Hier: Ablehnung medizinisch indizierter, lebenserhaltender Maßnahmen. (T13)
    Bem: Zweiter Rechtsgang zu 2 Ob 219/10k. (T14)
    Veröff: SZ 2016/85
  • 1 Ob 118/16h
    Entscheidungstext OGH 18.10.2016 1 Ob 118/16h
    nur T2; Beis wie T6; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Zur Verkaufsobliegenheit des geschädigten Anlegers. (15)
  • 10 Ob 5/17h
    Entscheidungstext OGH 21.02.2017 10 Ob 5/17h
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 52/18b
    Entscheidungstext OGH 25.09.2018 4 Ob 52/18b
    Auch
  • 4 Ob 24/18k
    Entscheidungstext OGH 25.09.2018 4 Ob 24/18k
    Auch
  • 7 Ob 187/18b
    Entscheidungstext OGH 31.10.2018 7 Ob 187/18b
    Auch
  • 2 Ob 40/19z
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 2 Ob 40/19z
    nur T2
  • 3 Ob 126/19d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 3 Ob 126/19d
    nur T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0023573

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.10.2019

Dokumentnummer

JJR_19781025_OGH0002_0080OB00183_7800000_001

Rechtssatz für 4Ob506/81 3Ob577/82 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0018752

Geschäftszahl

4Ob506/81; 3Ob577/82; 7Ob732/83 (7Ob733/83 - 7Ob738/83); 5Ob588/87; 1Ob166/98p; 6Ob221/98p; 3Ob188/99i

Entscheidungsdatum

28.04.1981

Norm

ABGB §932 IId
ABGB §932 IV

Rechtssatz

Wenn einer Sache nur besonders zugesicherte und als wesentlich vereinbarte Eigenschaften fehlen, die Sache jedoch die allgemeinen im Verkehrsleben geforderten Eigenschaften hat, kann auch bei unbehebbaren Mängeln der Käufer statt Wandlung Preisminderung begehren; bei Ermittlung des Wertes muß von dem Nutzen ausgegangen werden, den die Sache gewöhnlich und allgemein noch hat (mit ausführlicher Darstellung der Lehrmeinungen). Ist vereinbart worden, daß "Zentimeter für Zentimeter" echte Bauernmöbel zu liefern sind, und trifft das nicht zu, ist bei der Berechnung der Preisminderung von dem Wert auszugehen, den die Möbel als Antiquitäten noch haben.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 506/81
    Entscheidungstext OGH 28.04.1981 4 Ob 506/81
    Veröff: EvBl 1982/17 S 37 = SZ 54/60
  • 3 Ob 577/82
    Entscheidungstext OGH 06.10.1982 3 Ob 577/82
    nur: Wenn einer Sache nur besonders zugesicherte und als wesentlich vereinbarte Eigenschaften fehlen, die Sache jedoch die allgemeinen im Verkehrsleben geforderten Eigenschaften hat, kann auch bei unbehebbaren Mängeln der Käufer statt Wandlung Preisminderung begehren. (T1) Veröff: ZVR 1984/91 S 87 = JBl 1984,203
  • 7 Ob 732/83
    Entscheidungstext OGH 20.12.1984 7 Ob 732/83
    nur T1
  • 5 Ob 588/87
    Entscheidungstext OGH 21.06.1988 5 Ob 588/87
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 166/98p
    Entscheidungstext OGH 25.08.1998 1 Ob 166/98p
    Vgl auch; nur T1
  • 6 Ob 221/98p
    Entscheidungstext OGH 15.10.1998 6 Ob 221/98p
  • 3 Ob 188/99i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 188/99i
    Auch; nur T1; Beisatz: Für die Wirksamkeit einer solchen Zusage ist es im Gewährleistungsrecht nicht von Bedeutung, ob der Zusagende das Fehlen der zugesagten Eigenschaften (leicht) erkennen konnte. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0018752

Dokumentnummer

JJR_19810428_OGH0002_0040OB00506_8100000_002

Rechtssatz für 1Ob539/81 5Ob312/81 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0035972

Geschäftszahl

1Ob539/81; 5Ob312/81; 1Ob611/95; 9ObA82/98v; 9ObA181/98b; 9ObA354/98v; 9ObA247/99k; 9ObA139/99b; 9ObA87/00x; 3Ob188/99i; 9ObA113/02m; 9ObA22/03f; 9Ob127/04y; 8Ob57/07a; 2Ob233/08s; 2Ob153/08a; 2Ob143/09g; 9ObA115/12w; 10Ob27/15s; 4Ob71/15t; 2Ob129/15g; 3Ob92/16z; 3Ob204/17x; 9ObA24/18x; 2Ob201/17y; 2Ob78/19p

Entscheidungsdatum

29.04.1981

Norm

ZPO §52 Abs2

Rechtssatz

Bietet ein Teilurteil für das Rechtsmittelgericht die Möglichkeit der Kostenwertfestsetzung, sind die Kosten des Rechtsmittelverfahrens in der diesen Teil des Prozessgegenstandes abschließend erledigenden Entscheidung ziffernmäßig zu bestimmen (Fasching II, 364).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 539/81
    Entscheidungstext OGH 29.04.1981 1 Ob 539/81
  • 5 Ob 312/81
    Entscheidungstext OGH 10.11.1981 5 Ob 312/81
    Vgl; Beisatz: Hier: Zurückweisung der Revision einer Prozesspartei, die einen Teil des Streitgegenstandes betraf. (T1)
  • 1 Ob 611/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 1 Ob 611/95
    Auch
  • 9 ObA 82/98v
    Entscheidungstext OGH 20.05.1998 9 ObA 82/98v
    Vgl auch; Beisatz: Der OGH hat über die Kosten zu entscheiden, weil sich das Revisionsverfahren auf das vom Erstgericht erlassene Teilurteil als eigenen Anfechtungsgegenstand bezieht und dessen Schicksal für die Verteilung der in diesem Prozessabschnitt aufgelaufenen Kosten maßgeblich ist. (T2)
  • 9 ObA 181/98b
    Entscheidungstext OGH 19.08.1998 9 ObA 181/98b
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 354/98v
    Entscheidungstext OGH 20.01.1999 9 ObA 354/98v
    Auch
  • 9 ObA 247/99k
    Entscheidungstext OGH 29.09.1999 9 ObA 247/99k
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 139/99b
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 9 ObA 139/99b
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 87/00x
    Entscheidungstext OGH 15.03.2000 9 ObA 87/00x
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 188/99i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 188/99i
    Vgl auch
  • 9 ObA 113/02m
    Entscheidungstext OGH 05.06.2002 9 ObA 113/02m
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 22/03f
    Entscheidungstext OGH 04.06.2003 9 ObA 22/03f
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 9 Ob 127/04y
    Entscheidungstext OGH 03.08.2005 9 Ob 127/04y
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 57/07a
    Entscheidungstext OGH 30.08.2007 8 Ob 57/07a
    Auch
  • 2 Ob 233/08s
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 2 Ob 233/08s
    Vgl
  • 2 Ob 153/08a
    Entscheidungstext OGH 03.09.2009 2 Ob 153/08a
    Auch; Veröff: SZ 2009/114
  • 2 Ob 143/09g
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 143/09g
    Vgl; Veröff: SZ 2010/67
  • 9 ObA 115/12w
    Entscheidungstext OGH 26.11.2012 9 ObA 115/12w
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Aufhebung eines Teils der angefochtenen Entscheidung als nichtig. (T3)
  • 10 Ob 27/15s
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 10 Ob 27/15s
    Vgl auch
  • 4 Ob 71/15t
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 71/15t
    Vgl auch
  • 2 Ob 129/15g
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 2 Ob 129/15g
    Auch
  • 3 Ob 92/16z
    Entscheidungstext OGH 13.07.2016 3 Ob 92/16z
    Auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 204/17x
    Entscheidungstext OGH 22.11.2017 3 Ob 204/17x
    Beis wie T2
  • 9 ObA 24/18x
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 ObA 24/18x
    Vgl auch
  • 2 Ob 201/17y
    Entscheidungstext OGH 30.07.2018 2 Ob 201/17y
    Vgl auch
  • 2 Ob 78/19p
    Entscheidungstext OGH 22.10.2019 2 Ob 78/19p
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0035972

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.12.2019

Dokumentnummer

JJR_19810429_OGH0002_0010OB00539_8100000_001

Rechtssatz für 1Ob536/90 1Ob535/90 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021755

Geschäftszahl

1Ob536/90; 1Ob535/90; 1Ob555/90 (1Ob556/90); 8Ob600/90; 2Ob567/90 (2Ob568/90); 8Ob631/89; 6Ob562/90; 7Ob515/91; 1Ob679/90; 6Ob531/91 (6Ob552/92); 2Ob560/92 (2Ob1533/92); 6Ob565/92; 1Ob628/92; 1Ob564/94; 1Ob590/94; 5Ob512/95; 9Ob510/95; 5Ob546/94; 7Ob541/95 (7Ob542/95); 1Ob573/95; 1Ob624/95; 2Ob2140/96m; 2Ob2170/96y; 7Ob2361/96y; 4Ob38/97k; 1Ob2409/96y; 4Ob332/97w; 1Ob351/97t; 3Ob382/97s; 6Ob308/97f; 6Ob138/98g; 2Ob217/98w; 6Ob40/98w; 2Ob355/98i; 7Ob238/99x; 9Ob236/99t; 7Ob242/99k; 6Ob34/00v; 4Ob47/01t; 3Ob188/99i; 4Ob118/01h; 1Ob292/00y; 9Ob192/01b; 6Ob110/02y; 1Ob113/02b; 7Ob235/02p; 6Ob246/02y; 8Ob33/04t; 6Ob139/04s; 9Ob50/06b; 2Ob260/05g; 1Ob243/07b; 8Ob26/10x; 7Ob23/13b; 10Ob51/15w; 3Ob16/16y; 8Ob124/16t; 7Ob12/17s; 5Ob16/19t; 6Ob146/20v; 5Ob188/20p

Entscheidungsdatum

07.03.1990

Norm

ABGB §932 V
ABGB §1167
ABGB §1295 Ib

Rechtssatz

Im Werkvertragsrecht bestehen Gewährleistungsansprüche und Schadenersatzansprüche in voller Konkurrenz nebeneinander. Damit kann der Besteller wegen Mängeln des Werks auch noch nach Ablauf der Gewährleistungsfrist, jedoch innerhalb der Verjährungsfrist des § 1489 ABGB, vom Unternehmer das Erfüllungsinteresse fordern, sofern die Mängel auf dessen rechtswidriges und schuldhaftes Verhalten zurückzuführen sind.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 536/90
    Entscheidungstext OGH 07.03.1990 1 Ob 536/90
    Verstärkter Senat; Veröff: SZ 63/37 = EvBl 1990/129 S 599 = JBl 1990,648 (Reischauer) = ecolex 1990,279 = RdW 1990,153
  • 1 Ob 535/90
    Entscheidungstext OGH 04.04.1990 1 Ob 535/90
    Veröff: SZ 63/53 = ecolex 1990,345
  • 1 Ob 555/90
    Entscheidungstext OGH 02.05.1990 1 Ob 555/90
  • 8 Ob 600/90
    Entscheidungstext OGH 17.05.1990 8 Ob 600/90
    Ähnlich; nur: Im Werkvertragsrecht bestehen Gewährleistungsansprüche und Schadenersatzansprüche in voller Konkurrenz nebeneinander. (T1)
    Beisatz: Hier: Kaufvertragsrecht. (T2)
    Veröff: ecolex 1990,474 = JBl 1990,792
  • 2 Ob 567/90
    Entscheidungstext OGH 05.09.1990 2 Ob 567/90
    nur T1
  • 8 Ob 631/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1990 8 Ob 631/89
    Veröff: ecolex 1991,238
  • 6 Ob 562/90
    Entscheidungstext OGH 07.03.1991 6 Ob 562/90
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 515/91
    Entscheidungstext OGH 18.04.1991 7 Ob 515/91
    Beisatz: § 1298 ABGB ist anzuwenden. (T3)
  • 1 Ob 679/90
    Entscheidungstext OGH 20.11.1991 1 Ob 679/90
    Veröff: JBl 1992,245 = ecolex 1992,86
  • 6 Ob 531/91
    Entscheidungstext OGH 14.05.1992 6 Ob 531/91
  • 2 Ob 560/92
    Entscheidungstext OGH 09.09.1992 2 Ob 560/92
  • 6 Ob 565/92
    Entscheidungstext OGH 04.02.1993 6 Ob 565/92
    Veröff: JBl 1993,786
  • 1 Ob 628/92
    Entscheidungstext OGH 23.02.1993 1 Ob 628/92
    nur T1
  • 1 Ob 564/94
    Entscheidungstext OGH 30.05.1994 1 Ob 564/94
    nur T1; Beis wie T2; Veröff: SZ 67/101
  • 1 Ob 590/94
    Entscheidungstext OGH 11.10.1994 1 Ob 590/94
    Beisatz: § 1298 ABGB ist anzuwenden. In der Forderung des Deckungskapitals für den Verbesserungsaufwand liegt das Begehren auf Ersatz des Erfüllungsinteresses. (T4)
  • 5 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 5 Ob 512/95
    Beisatz: Demjenigen, der vorgibt, daß er an der Erfüllung seiner (hier) vertragsmäßigen Verbindlichkeit ohne sein Verschulden gehindert worden ist, obliegt hiefür der Beweis. (T5)
  • 9 Ob 510/95
    Entscheidungstext OGH 10.05.1995 9 Ob 510/95
    nur T1; Beis wie T2; Veröff: SZ 68/94
  • 5 Ob 546/94
    Entscheidungstext OGH 10.10.1995 5 Ob 546/94
    nur T1; Veröff: SZ 68/179
  • 7 Ob 541/95
    Entscheidungstext OGH 08.11.1995 7 Ob 541/95
    nur T1; Beisatz: Die alternative Anspruchskonkurrenz zwischen Gewährleistung und Schadenersatz gilt jedenfalls für den behebbaren Mangel. (T6)
  • 1 Ob 573/95
    Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 573/95
    Beis wie T4
  • 1 Ob 624/95
    Entscheidungstext OGH 19.12.1995 1 Ob 624/95
    Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 2 Ob 2140/96m
    Entscheidungstext OGH 27.06.1996 2 Ob 2140/96m
    Beis wie T2; Beis wie T4 nur: In der Forderung des Deckungskapitals für den Verbesserungsaufwand liegt das Begehren auf Ersatz des Erfüllungsinteresses. (T7)
  • 2 Ob 2170/96y
    Entscheidungstext OGH 04.07.1996 2 Ob 2170/96y
    Ähnlich; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T5
  • 7 Ob 2361/96y
    Entscheidungstext OGH 29.01.1997 7 Ob 2361/96y
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T5
  • 4 Ob 38/97k
    Entscheidungstext OGH 11.03.1997 4 Ob 38/97k
    Auch
  • 1 Ob 2409/96y
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 2409/96y
    Vgl; Beis wie T7; Veröff: SZ 70/198
  • 4 Ob 332/97w
    Entscheidungstext OGH 25.11.1997 4 Ob 332/97w
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 351/97t
    Entscheidungstext OGH 24.03.1998 1 Ob 351/97t
  • 3 Ob 382/97s
    Entscheidungstext OGH 11.03.1998 3 Ob 382/97s
    Beis wie T4
  • 6 Ob 308/97f
    Entscheidungstext OGH 07.05.1998 6 Ob 308/97f
  • 6 Ob 138/98g
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 6 Ob 138/98g
    Ähnlich; nur T1; Beis wie T2
  • 2 Ob 217/98w
    Entscheidungstext OGH 10.09.1998 2 Ob 217/98w
    Auch; nur T1; Beisatz: Die Voraussetzungen und Folgen von Gewährleistung und Schadenersatz richten sich jeweils nach den besonderen Rechtsgrundlagen, also den §§ 922 ff bzw 1295 ff ABGB. Der Erwerber/Besteller kann daher wegen Mängeln, die auf ein rechtswidriges und schuldhaftes Verhalten des Veräußerers/Werkunternehmers zurückzuführen sind, Schadenersatz in der Höhe des positiven Vertragsinteresses fordern, die Gewährleistungsansprüche bleiben davon unberührt, wenn und so weit der Gläubiger damit nicht bereichert wird. (T8)
  • 6 Ob 40/98w
    Entscheidungstext OGH 15.10.1998 6 Ob 40/98w
    Beis wie T7
  • 2 Ob 355/98i
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 2 Ob 355/98i
    Auch
  • 7 Ob 238/99x
    Entscheidungstext OGH 27.10.1999 7 Ob 238/99x
    Vgl auch; Beis wie T7; Beisatz: Bei unbehebbare Mängel steht dem Werkbesteller nur Anspruch auf Ersatz des Vertrauensschadens zu. (T9)
  • 9 Ob 236/99t
    Entscheidungstext OGH 15.12.1999 9 Ob 236/99t
  • 7 Ob 242/99k
    Entscheidungstext OGH 26.01.2000 7 Ob 242/99k
  • 6 Ob 34/00v
    Entscheidungstext OGH 13.04.2000 6 Ob 34/00v
    Beisatz: Die Verjährung des Schadenersatzanspruchs beginnt erst dann, wenn dem Besteller erkennbar ist, dass eine erfolgte Verbesserung misslungen ist, oder wenn feststeht, dass der Werkunternehmer die Verbesserung endgültig verweigert. (T10)
  • 4 Ob 47/01t
    Entscheidungstext OGH 22.03.2001 4 Ob 47/01t
    Auch
  • 3 Ob 188/99i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 188/99i
  • 4 Ob 118/01h
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 4 Ob 118/01h
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T2
  • 1 Ob 292/00y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 1 Ob 292/00y
  • 9 Ob 192/01b
    Entscheidungstext OGH 24.10.2001 9 Ob 192/01b
    Beis wie T10
  • 6 Ob 110/02y
    Entscheidungstext OGH 16.05.2002 6 Ob 110/02y
    Vgl; Beis wie T7
  • 1 Ob 113/02b
    Entscheidungstext OGH 14.10.2002 1 Ob 113/02b
    Verstärkter Senat; Ähnlich; Beisatz: Hier: Bestandrecht. (T11)
    Veröff: SZ 2002/132
  • 7 Ob 235/02p
    Entscheidungstext OGH 13.11.2002 7 Ob 235/02p
    Auch; nur T1; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Der Besteller kann die fiktiven Reparaturkosten insoweit verlangen, als er dadurch nicht besser gestellt wird als er stünde, wenn ordnungsgemäß erfüllt worden wäre. (T12)
    Beisatz: Ein dem Besteller im Zuge der Beseitigung eines Mangelschadens entstehender Verdienstentgang zählt nicht zu den fiktiven Reparaturkosten. (T13)
    Veröff: SZ 2002/152
  • 6 Ob 246/02y
    Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 246/02y
    nur T1
  • 8 Ob 33/04t
    Entscheidungstext OGH 11.11.2004 8 Ob 33/04t
    nur T1
  • 6 Ob 139/04s
    Entscheidungstext OGH 25.11.2004 6 Ob 139/04s
    Vgl
  • 9 Ob 50/06b
    Entscheidungstext OGH 04.05.2006 9 Ob 50/06b
    Beis wie T3; Beisatz: Bei objektiver Schlechterfüllung ist zumindest prima facie von einem wenigstens sorgfaltswidrigen Verhalten auf Schädigerseite im Sinne einer Rechtswidrigkeitsvermutung auszugehen. Diese Vermutung gilt besonders dann, wenn den Schädiger - wie hier - eine spezifische Herstellungspflicht getroffen hat. Im Zusammenhang mit dem angeblich nicht behaupteten Verschulden übersieht der Beklagte, dass auch dort, wo Schadenersatzansprüche mit Gewährleistungsansprüchen konkurrieren, § 1298 ABGB anzuwenden ist. (T14)
  • 2 Ob 260/05g
    Entscheidungstext OGH 29.06.2006 2 Ob 260/05g
    Auch
  • 1 Ob 243/07b
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 1 Ob 243/07b
    Auch
  • 8 Ob 26/10x
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 8 Ob 26/10x
  • 7 Ob 23/13b
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 7 Ob 23/13b
    nur T1
  • 10 Ob 51/15w
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 10 Ob 51/15w
    Auch
  • 3 Ob 16/16y
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 3 Ob 16/16y
    Auch; Beis wie T10
  • 8 Ob 124/16t
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 8 Ob 124/16t
    Auch; nur T1; Beis wie T10
  • 7 Ob 12/17s
    Entscheidungstext OGH 17.05.2017 7 Ob 12/17s
  • 5 Ob 16/19t
    Entscheidungstext OGH 13.06.2019 5 Ob 16/19t
    Beis wie T10
  • 6 Ob 146/20v
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 6 Ob 146/20v
  • 5 Ob 188/20p
    Entscheidungstext OGH 04.02.2021 5 Ob 188/20p
    Vgl; Beis wie T10

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0021755

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.03.2021

Dokumentnummer

JJR_19900307_OGH0002_0010OB00536_9000000_001

Rechtssatz für 1Ob533/94 1Ob578/95 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0018735

Geschäftszahl

1Ob533/94; 1Ob578/95; 6Ob221/98p; 3Ob188/99i; 3Ob236/01d; 10Ob11/13k

Entscheidungsdatum

11.03.1994

Norm

ABGB §932 IV
ABGB §1167
ZPO §273

Rechtssatz

§ 273 ZPO ist auch bei der Ermittlung eines Anspruches auf Preisminderung anwendbar.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 533/94
    Entscheidungstext OGH 11.03.1994 1 Ob 533/94
  • 1 Ob 578/95
    Entscheidungstext OGH 23.06.1995 1 Ob 578/95
    Beisatz: Es ist durchaus statthaft, bei geringen Kosten für die Behebung von Mängeln zum Zwecke der Ersparung eines unverhältnismäßigen Verfahrensaufwandes diesen Aufwand mit der Preisminderung gleichzusetzen. (T1)
  • 6 Ob 221/98p
    Entscheidungstext OGH 15.10.1998 6 Ob 221/98p
    Vgl; Beisatz: Aus der Bejahung der sinngemäßen Anwendbarkeit der für die Ermittlung der Schadenshöhe normierten Gesetzessstelle des § 273 ZPO ergibt sich im Gewährleistungsrecht noch nichts über die Begrenzung des Preisminderungsanspruchs. (T2)
  • 3 Ob 188/99i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 188/99i
  • 3 Ob 236/01d
    Entscheidungstext OGH 20.03.2002 3 Ob 236/01d
    Vgl auch; Beisatz: Dies aber nur, wenn sich ein Wert der "mangelfreien Sache" nicht ermitteln lässt. (T3)
  • 10 Ob 11/13k
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 Ob 11/13k
    Beisatz: Dies gilt nicht, wenn sich der Wert der Sache durch einen Sachverständigen aufgrund der relativen Wertberechnungsmethode berechnen lässt. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0018735

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.09.2013

Dokumentnummer

JJR_19940311_OGH0002_0010OB00533_9400000_001

Rechtssatz für 5Ob512/95 6Ob308/97f 7O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0045788

Geschäftszahl

5Ob512/95; 6Ob308/97f; 7Ob238/99x; 3Ob188/99i; 5Ob190/02f; 6Ob161/03z; 3Ob118/14w

Entscheidungsdatum

25.04.1995

Norm

ABGB §932 IV
ABGB §1167
ABGB §1295 Ib

Rechtssatz

Grundsätzlich ist die gleichzeitige Geltendmachung von Preisminderung und Schadenersatz ausgeschlossen, weil durch die Reduktion des Entgeltes auch die mangelhafte Erfüllung "saniert" wird: Der Schuldner des Werklohnes muß eben wegen der Mangelhaftigkeit nur ein geringeres Entgelt leisten. Erhielte er außerdem die mangelfreie Leistung oder - bei Untunlichkeit der Naturalrestitution - ihren Wert in Geld, so wäre er zweifellos bereichert. Der Berechtigte kann aber selbstverständlich den Schadenersatz wählen, wenn ihm dieser vorteilhafter erscheint (Welser, Schadenersatz statt Gewährleistung 39).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 5 Ob 512/95
  • 6 Ob 308/97f
    Entscheidungstext OGH 07.05.1998 6 Ob 308/97f
  • 7 Ob 238/99x
    Entscheidungstext OGH 27.10.1999 7 Ob 238/99x
    nur: Grundsätzlich ist die gleichzeitige Geltendmachung von Preisminderung und Schadenersatz ausgeschlossen, weil durch die Reduktion des Entgeltes auch die mangelhafte Erfüllung "saniert" wird: Der Schuldner des Werklohnes muß eben wegen der Mangelhaftigkeit nur ein geringeres Entgelt leisten. (T1) Beisatz: Ist allerdings der Mangel nur teilweise behebbar, können Preisminderung und Erfüllungsinteresse dann nebeneinander begehrt werden, wenn und soweit der Werkbesteller dadurch nicht bereichert wird. (T2)
  • 3 Ob 188/99i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 188/99i
    Beisatz: Die Unzulässigkeit der gleichzeitigen Geltendmachung bezieht sich aber nur auf den Ausgleich der Mangelhaftigkeit an sich, nicht aber auf sonstige Nachteile, wie etwa den Ersatz von Mangelfolgeschäden oder Verspätungsschäden. (T3)
  • 5 Ob 190/02f
    Entscheidungstext OGH 20.11.2002 5 Ob 190/02f
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T2
  • 6 Ob 161/03z
    Entscheidungstext OGH 27.11.2003 6 Ob 161/03z
    Auch
  • 3 Ob 118/14w
    Entscheidungstext OGH 21.08.2014 3 Ob 118/14w
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0045788

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.10.2014

Dokumentnummer

JJR_19950425_OGH0002_0050OB00512_9500000_002

Rechtssatz für 3Ob188/99i

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0115301

Geschäftszahl

3Ob188/99i

Entscheidungsdatum

23.05.2001

Norm

ABGB §922
ABGB §1304 A1
ABGB §1295 Abs1 Ib

Rechtssatz

Im Rahmen der den Werkbesteller treffenden Schadenverhinderungspflicht/Schadenminderungspflicht ist er verhalten, sein Wahlrecht zwischen der Wandlung und der Preisminderung nicht zum laufenden Nachteil des Werkunternehmers zu gestalten. (Hier: Mehraufwendungen bei Aufbau und Abbau eines Messestandes/Anspruch auf Ersatz des Mehraufwandes begrenzt mit jenem Zeitraum, innerhalb dessen nach Kenntnis der Unbehebbarkeit des Mangels und Wandlung des Vertrags mit Werkunternehmer ein anderer, vorteilhafterer Messestand beschafft hätte werden können.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 188/99i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 188/99i

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115301

Dokumentnummer

JJR_20010523_OGH0002_0030OB00188_99I0000_001

Entscheidungstext 3Ob188/99i

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

3Ob188/99i

Entscheidungsdatum

23.05.2001

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Angst als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Graf, Dr. Pimmer, Dr. Zechner und Dr. Sailer als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Parteien 1. B***** Aktiengesellschaft *****, 2. T***** K*****, 3. T***** K*****, 4. T***** A*****, 5. T***** J*****, und 6. T***** R*****, alle vertreten durch Dr. Albert Feichtner und Dr. Anneliese Lindorfer, Rechtsanwälte in Kitzbühel, gegen die beklagte Partei Friedrich Wilhelm B*****, vertreten durch Dr. Karl Friedrich Strobl und Mag. Gernot Strobl, Rechtsanwälte in Salzburg, wegen 150.000 S sA und Feststellung, über die Revision und den Rekurs der klagenden Parteien gegen das Teilurteil und den Beschluss des Oberlandesgerichtes Linz als Berufungsgericht vom 17. März 1999, GZ 4 R 234/98d-37, womit infolge Berufungen der klagenden Parteien und des Beklagten das Urteil des Landesgerichtes Salzburg vom 25. September 1998, GZ 1 Cg 62/96a-30, teils abgeändert und teils aufgehoben wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt und beschlossen:

Spruch

Weder der Revision noch dem Rekurs wird Folge gegeben.

Die klagenden Parteien sind anteilig schuldig, dem Beklagten die mit 3.167,42 S (darin 527,90 S Umsatzsteuer) bestimmten Kosten der Revisionsbeantwortung binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Der in der Revisionsbeantwortung gestellte Antrag des Beklagten, gemäß § 8 RATG das Feststellungsbegehren mit 500.000 S zu bewerten, wird abgewiesen.

Die Kosten des Rekursverfahrens sind weitere Verfahrenskosten.

Text

Entscheidungsgründe:

Der Beklagte hat den Klägern, die sich zu einer Werbegemeinschaft ohne Rechtspersönlichkeit zusammengeschlossen haben, auf deren Bestellung vom 14. 8. 1995 einen Messestand geliefert. Bei den vorvertraglichen Gesprächen wünschten die Repräsentanten der Kläger einen höheren Messestand als üblich, der von einem einzigen Arbeiter möglichst schnell auf- und abgebaut werden könne, damit dies möglichst kostengünstig vonstatten gehe. Außerdem sollte der Messestand im verpackten Zustand leicht transportiert werden können. In seinem für die Kläger erstellten ersten Konzept nannte der Beklagte eine Aufbauzeit sowie eine Abbauzeit einschließlich Verpackung des Standes von jeweils 10 Stunden bei Einsatz von zwei Personen. In seinem abgeänderten Konzept vom 23. 3. 1995 sagte er ausdrücklich zu, dass aufgrund dieser Änderung der Stand innerhalb eines Tages während acht Stunden von einer Person oder während der Dauer von etwa vier Stunden von zwei Personen schlüsselfertig aufgestellt werden könne. Aufgrund dieser Zusagen des Beklagten besichtigten Repräsentanten der Kläger auf dem Betriebsgelände des Beklagten einen derartigen aufgestellten Messestand. Der Beklagte wiederholte seine Zusage, dass der Messestand nach einer Einschulung durch seinen Mitarbeiter von zwei Personen in vier bis fünf Stunden auf- und abgebaut werden könne. Er sagte bei dieser Präsentation ausdrücklich ein Einsparungspotential von 30.000 bis 40.000 S pro Messeeinsatz zu. Den Repräsentanten der Kläger war allerdings klar, dass für den Auf- und Abbau des Messestandes jedenfalls zwei Personen erforderlich sein würden. Auf der Grundlage dieser Besprechung unterbreitete der Beklagte ein detailliertes Angebot vom 18. 7. 1995 (Beilage 1). Darin nannte er ein Gesamtgewicht von 418 kg. Nach "Umkonzipierung" von einem "Reihenstand" in einen "Eckstand", ohne dass sich an der Grundkonstruktion des Standes etwas geändert hätte, veränderte der Beklagte seine ursprüngliche Zusage über das Transportgewicht auf nunmehr 450 kg. Außerdem konkretisierte er die Auf- und Abbauzeiten für die beiden geplanten Einschulungen, ohne darauf hinzuweisen, dass sich dadurch die ursprünglichen Zusagen betreffend die weiteren Auf- und Abbauzeiten verändern könnten. Im Durchschnitt benötigen zwei Arbeiter für den Aufbau des Messestandes pro Einsatz zusammen rund 30 Stunden, für den Abbau rund 14 Stunden. Die Kläger haben den Messestand bisher in Rotterdam, Colmar, Leipzig, Wien, St. Gallen, Straßburg, Hertogenbosch, Rotterdam und wiederum St. Gallen eingesetzt. Dabei entstand ihnen ein Mehraufwand an Arbeitskosten, Nächtigungskosten und Tagessätzen von 109.768 S.

Die Kläger begehren vom Beklagten aus dem Titel der Preisminderung und des Schadenersatzes oder irgendeines anderen Rechtsgrundes Zahlung von 150.000 S sA. Die unbehebbare Mangelhaftigkeit des gelieferten Messestandes liege im Fehlen einer ausdrücklich bedungenen Eigenschaft, nämlich, dass der Messestand von zwei Arbeitern in vier Stunden oder von einem Arbeiter in acht Stunden fix und fertig aufgebaut werden könne. Die vom Beklagten zugesagten Aufbau- und Abbauzeiten könnten bei weitem nicht eingehalten werden. Den Klägern entstünden daher bei jeder Messe enorme Mehrkosten durch erhöhte Reisespesen und Lohnkosten. Während des Prozesses erhoben sie überdies noch ein Begehren auf Feststellung der Haftung des Beklagten für künftige Schäden aufgrund dieses Mangels.

Der Beklagte bestritt das Klagebegehren und wandte ein, gegenüber den ursprünglichen Vertragsgesprächen seien die niedrigen Aufbauzeiten nicht Vertragsinhalt geworden. Das Zahlungsbegehren der Kläger betrage mehr als die Hälfte des Nettokaufpreises für den gelieferten Messestand und sei somit unangemessen hoch und unbegründet. Weiters wandte er aufrechnungsweise eine Gegenforderung von 4.224 S für von den Klägern nicht bezahlte Warenlieferungen ein.

Das Erstgericht stellte die Klageforderung mit einem Teilbetrag von 109.768 S sA als zu Recht bestehend fest und verurteilte den Beklagten nach Saldierung mit seiner in Höhe von 4.224 S als zu Recht bestehend angesehenen Gegenforderung zur Zahlung von 105.544 S sA. Weiters gab es dem Feststellungsbegehren insoweit statt, dass der Beklagte für alle künftigen Schäden hafte, die den Klägern dadurch entstehen, dass der vom Beklagten gelieferte Messestand (ergänze: für Auf- und Abbau) mehr als vier Stunden beim Arbeitseinsatz von zwei Personen benötigt. Alle darüber hinausgehenden Begehren der Kläger (auf Leistung und Feststellung) wies es ab. In seiner auf § 932 ABGB gestützten rechtlichen Beurteilung legte der Erstrichter dar, die Kläger hätten ihren Preisminderungsanspruch nicht spezifiziert, weshalb nur ihrem Klagebegehren auf Ersatz des Mangelfolgeschadens im Umfang des konkret nachgewiesenen Schadens - abzüglich der zu Recht bestehenden Gegenforderung - sowie dem für berechtigt erachteten Feststellungsbegehren stattzugeben gewesen sei.

Beide Seiten erhoben gegen das Urteil des Erstgerichtes Berufung. Die Kläger ließen die Teilabweisung ihres Feststellungsbegehrens unbekämpft und begehrten - ohne auf die für zu Recht bestehend erkannte Gegenforderung einzugehen - vollen Zuspruch ihres Zahlungsbegehrens; der Beklagte begehrte die Abweisung des gesamten Klagebegehrens.

Das Berufungsgericht gab beiden Berufungen teilweise Folge, wies mit Teilurteil das Feststellungsbegehren zur Gänze ab, fasste im Übrigen einen Aufhebungsbeschluss und sprach aus, dass der Wert des Entscheidungsgegenstands in Ansehung des Teilurteils 260.000 S übersteigt, und dass die ordentliche Revision sowie der Rekurs an den Obersten Gerichtshof zulässig seien. Es verwarf die Tatsachen- und Beweisrüge des Beklagten und äußerte folgende Rechtsansicht:

Der Käufer könne auch bei unbehebbaren Mängeln statt Wandlung Preisminderung auf den Verkehrswert verlangen, wenn einer Sache zwar besonders zugesicherte und als wesentlich vereinbarte, nicht jedoch die im allgemeinen Verkehr geforderten Eigenschaften fehlten. Problematisch sei in einem solchen Fall die kumulative Geltendmachung von Preisminderungsanspruch einerseits und Schadenersatzansprüchen andererseits. Der uneingeschränkte Zuspruch von Schadenersatz neben Preisminderung würde letztlich zu einer Bereicherung des Käufers führen. Dieser müsste für die mangelhafte Sache nur einen geminderten Kaufpreis zahlen und würde für den aus dem Mangel resultierenden Schaden, der bei der Nutzung der Sache hier in Form eines vermehrten Arbeitsaufwandes entstehe, noch vollen Ersatz erhalten. Besonders evident werde dies, führe man sich die Schadensberechnung der Kläger vor Augen: Pro Messeaufstellung bezifferten sie ihre Mehrkosten mit rund 56.000 S; hochgerechnet auf die von ihnen angegebene Nutzungsdauer des Messestandes von zehn Jahren bei durchschnittlich vier Messeaufstellungen pro Jahr ergebe sich rechnerisch eine Schadenersatzforderung von 2,240.000 S. Dass die Kläger eine Schadenersatzforderung in dieser Höhe nach dem Kauf eines Messestandes um rund 380.000 S offenbar selbst nicht für denkbar erachteten, lasse sich daraus schließen, dass sie "nur" 150.000 S eingeklagt hätten. In dieser Situation vor zivilrechtsdogmatischen Problemen in den § 273 ZPO zu flüchten, wie dies die Kläger in ihrer Berufung anstrebten, hätte zwar den Vorzug der einfachen und raschen Streitbeendigung, doch erachte der Berufungssenat dies zumindest im derzeitigen Verfahrensstadium als eine durch das Gesetz nicht gedeckte überzogene Ausdehnung des Anwendungsbereichs dieser Gesetzesstelle. Ebenso für unvertretbar erachte das Berufungsgericht die radikale Lösung, dass der Beklagte betraglich unbeschränkt für alle künftigen aus dem Fehlen der bedungenen Eigenschaft resultierenden Schäden hafte, weil er in erster Instanz eine Verletzung der Schadensminderungspflicht nicht eingewendet habe. Der richtige Lösungsansatz liege im schadeneersatzrechtlichen Grundsatz, dass der Geschädigte nur den gebührenden Ausgleich für erlittenen Schaden und keine Bereicherung auf Kosten des Schädigers erreichen solle. Dieser Grundsatz könne als gesicherter Rechtsbestand in Lehre und Judikatur angesehen werden. Daraus folge für das Vertragsrecht, dass ein Schadenersatzkläger höchstens die Differenz zwischen dem objektiven Wert der mangelhaften und dem objektiven Wert der mangelfreien Leistung verlangen könne. Eine weitere Einschränkung des Schadenersatzes bestehe darin, dass der Ersatz des Nichterfüllungsschadens mangels Kausalität der dem Verkäufer vorzuwerfenden unzutreffenden Zusage ausgeschlossen sei. Hätte der Beklagte die tatsächlichen Aufbauzeiten des Standes den Klägern bekanntgegeben, so hätten diese den Vertrag entweder nicht geschlossen und somit keinen Schaden erlitten, oder sie hätten den Vertrag dennoch geschlossen und den erhöhten Aufwand gleichermaßen zu tragen. In der Entscheidung ecolex 1992, 628 habe dies der Oberste Gerichtshof (allerdings bei einem Liegenschaftskauf) ausgesprochen und den dortigen Schadenersatzkläger auf den Ersatz des Vertrauensschadens beschränkt.

Im vorliegenden Fall sei somit das Feststellungsbegehren der Kläger sogleich abzuweisen, weil sie dadurch bereichert würden, wenn sie den Messestand, den sie mangels Wandlung im Sinne des Gewährleistungsrechtes behalten wollten, in Zukunft auf Mehrkosten des Beklagten einsetzten. Der Ersatz des Nichterfüllungsschadens stehe den Klägern nicht zu, den Vertrauensschaden könnten sie höchstens im Ausmaß der Differenz zwischen dem objektiven Wert der mangelhaften und dem der mangelfreien Leistung verlangen. Diesbezüglich lägen erstinstanzliche Feststellungs- und Erörterungsmängel im Sinn des § 496 Abs 1 Z 3 ZPO vor. Dies gelte auch für den von den Klägern geltend gemachten Preisminderungsanspruch, welchen sie zwar tatsächlich nicht näher "spezifiziert" hätten, doch dürfe das Gericht die Parteien nicht mit einer unerörterten Rechtsansicht überraschen. Das Erstgericht hätte daher zur Vermeidung einer Mangelhaftigkeit seines Verfahrens die Kläger auf Unschlüssigkeiten und Unvollständigkeiten im Rahmen der materiellen Prozessleitungspflicht nach § 182 ZPO hinzuweisen gehabt.

Die ordentliche Revision sei ebenso zuzulassen wie der Rekurs an den Obersten Gerichtshof, weil die hier entscheidungswesentlichen materiellrechtlichen Fragen des Schadenersatz- und Gewährleistungsrechts bei relativ einfachem Sachverhalt von hohem Schwierigkeitsgrad seien. Ihre Lösung ergebe sich nicht unmittelbar aus der veröffentlichten oberstgerichtlichen Judikatur. Sollte die Ermittlung des objektiven Werts eines Messestands mit der zugesagten kurzen Aufbauzeit daran scheitern, dass es Messestände der hier vorliegenden Größe und Höhe und mit den hier vorliegenden Ausstattungsmerkmalen mit einer Aufbauzeit von etwa vier Stunden für zwei Arbeitskräfte gar nicht gebe - dieser Gedanke sei deshalb naheliegend, weil es sich bei dem vom Beklagten gelieferten Messestand offenbar um ein hochentwickeltes und ausgereiftes Produkt zu handeln scheine - so wäre der Lehrmeinung Reischauers zu folgen, wonach dem Gläubiger "an sich unerfüllbare Träume auch nicht über Schadenersatz erfüllt werden sollten". Eine Judikatur des Obersten Gerichtshofes hiezu sei ebensowenig bekannt wie dazu, ob und in welchem Ausmaß der Gläubiger für seine vom Vertragspartner enttäuschten "unerfüllbaren Träume" Preisminderung statt Wandlung erhalten soll und wie diese bei Versagen der Formel der relativen Berechnungsmethode zu berechnen sei.

Rechtliche Beurteilung

Die von den Klägern gegen die zweitinstanzliche Entscheidung erhobenen Rechtsmittel sind im Sinne der zutreffenden Ausführungen in der bekämpften Entscheidung zwar zulässig, jedenfalls im Ergebnis aber nicht berechtigt:

Gemäß § 922 ABGB leistet, wer einem anderen eine Sache entgeltlich überlässt, Gewähr, dass sie die ausdrücklich bedungenen Eigenschaften habe und der getroffenen Verabredung gemäß benützt und verwendet werden könne. Gemäß § 923 ABGB haftet also, wer einer Sache Eigenschaften beilegt, die sie nicht hat, oder wer fälschlich vorgibt, dass die Sache zu einem bestimmten Gebrauch tauglich sei. Für die Wirksamkeit einer solchen Zusage ist es im Gewährleistungsrecht nicht von Bedeutung, ob der Zusagende das Fehlen der zugesagten Eigenschaften (leicht) erkennen konnte. Dies ist nur im Schadenersatzrecht bedeutsam (Reischauer in Rummel3 §§ 922, 923 Rz 5).

Ist der die Gewährleistung begründende Mangel von der Art, dass er nicht mehr behoben werden kann und dass er den ordentlichen Gebrauch der Sache verhindert, so kann der Übernehmer die gänzliche Aufhebung des Vertrages, wenn hingegen der Mangel den ordentlichen Gebrauch nicht verhindert oder wenn er behoben werden kann, entweder eine angemessene Minderung des Entgelts oder die Verbesserung oder den Nachtrag des Fehlenden fordern. In allen Fällen haftet der Übergeber für den verschuldeten Schaden (§ 932 Abs 1 ABGB). Wesentlich (das ist: den ordentlichen Gebrauch verhindernd oder doch erheblich erschwerend) ist ein Mangel an zugesagten besonderen Eigenschaften oder zugesagter Gebrauchsmöglichkeit dann, wenn der Vertrag andernfalls gar nicht geschlossen worden wäre (Reischauer aaO § 932 Rz 2 mwN). Sieht auch § 932 anders als § 1167 ABGB bei unbehebbaren Mängeln (hier beurteilen beide Seiten den Mangel als unbehebbar) die Entgeltsminderung statt Wandlung nicht vor, so wird doch allgemein dem Erwerber das Wahlrecht zwischen Minderung und Wandlung zugestanden, wenn die unerfüllbare Zusage (nur) für diesen wesentlich war und die Sache für ihn auch mit dem Mangel brauchbar ist (SZ 54/60; JBl 1984, 203; JBl 1999, 115; Reischauer aaO § 932 Rz 9; Binder in Schwimann2 § 932 Rz 20 je mwN).

Seit der Entscheidung des verstärkten Senates SZ 63/37 bestehen Gewährleistungs- und Schadenersatzansprüche nebeneinander. Der Besteller kann somit wegen Mängeln des Werkes nach Ablauf der Gewährleistungsfrist, jedoch innerhalb der Verjährungsfrist des § 1489 ABGB vom Unternehmer das Erfüllungsinteresse fordern, soferne die Mängel auf dessen rechtswidriges und schuldhaftes Verhalten zurückzuführen sind. Dabei findet § 1298 ABGB Anwendung. Grundsätzlich ist allerdings die gleichzeitige Geltendmachung von Preisminderung und Schadenersatz wegen desselben Mangels ausgeschlossen, weil durch die Reduktion des Entgelts auch die mangelhafte Erfüllung "saniert" wird; der Besteller muss wegen der Mangelhaftigkeit des Werkes nur ein geringeres Entgelt leisten, erhielte er außerdem die mangelfreie Leistung oder ihren Wert in Geld, so wäre er zweifellos bereichert. Die Unzulässigkeit der gleichzeitigen Geltendmachung bezieht sich aber nur auf den Ausgleich der Mangelhaftigkeit an sich, nicht aber auf sonstige Nachteile, wie etwa den Ersatz von Mangelfolgeschäden oder Verspätungsschäden (Welser, Schadenersatz statt Gewährleistung 39; JBl 1995, 791).

Zur Ermittlung der Preisminderung bedient sich die ständige Rechtspechung grundsätzlich der sogenannten relativen Berechnungsmethode, wonach sich der geminderte Preis zum vereinbarten Preis wie der Wert der mangelhaften Sache zum Wert der mangelfreien Sache verhalten soll (JBl 1999, 115 mwN). Lässt sich allerdings - auf den vorliegenden Fall bezogen - ein Wert der "mangelfreien Sache" (des von den Klägern erworbenen Messestandes "mit einer Auf- und Abbauzeit durch zwei Mann in vier bis fünf Stunden") nicht ermitteln, dann wird im Sinne der zutreffenden Revisionsausführungen der Kläger letztlich die Anwendung des § 273 ZPO zulässig und notwendig sein (vgl JBl 1999, 115 mwN; Reischauer aaO § 932 Rz 8 und 20a).

Diese rechtlichen Erwägungen bedeuten für den vorliegenden Fall, dass den Klägern jedenfalls in Ansehung des als unbehebbar anzusehenden beschriebenen Mangels ein Anspruch auf Entgeltsminderung nach Gewährleistungsrecht zusteht, der nach den (schon vom Berufungsgericht richtig) dargelegten Grundsätzen zu ermitteln sein wird. Darüber hinaus ist ihnen aber ein zusätzlicher Schadenersatz dieses Mangels selbst versagt. Hingegen steht den Klägern auch der Ersatz jener Schäden (Mehraufwendungen bei Verwendung des betroffenen Messestandes) zu, die sie zunächst im (später enttäuschten) Vertrauen auf die Zusagen des Beklagten als unumgänglich und mangels einer sofort zu beschaffenden Ersatzlage unvermeidbar hinnehmen mussten. Im Rahmen der sie allerdings treffenden Schadenverhinderungs/ -minderungspflicht sind sie indessen verhalten, ihr Wahlrecht zwischen der Wandlung und der Preisminderung nicht zum laufenden Nachteil des Beklagten zu gestalten und für die gesamte Lebensdauer des Messestandes auf Kosten (daher zum Schaden) des Beklagten und damit in ständiger Vergrößerung des Schadens den Messestand um die Preisminderung "verbilligt" zu behalten und vier- bis fünfmal jährlich einzusetzen. Denn seine Pflicht zur Schadensminderung verletzt derjenige, der schuldhaft Handlungen unterlässt, die von einem verständigen "Durchschnittsmenschen" gesetzt worden und geeignet gewesen wären, den Schaden abzuwehren oder zu vermindern; was hiebei zugemutet werden kann, bestimmt sich nach den Interessen beider Teile im Einzelfall und nach den Grundsätzen des redlichen Verkehrs (vgl EvBl 2001/91 mwN).

Kein Anspruch auf Schadenersatz besteht mangels eines, durch den Beklagten verursachten Schadens allerdings dann, wenn es auf dem Markt einen nach Art und Ausstattung vergleichbaren Messestand, dessen Aufstellung und Abbau in der vom Beklagten zugesagten Zeit zu bewältigen ist, nicht gab oder wenn die für die Aufstellung und den Abbau benötigte Zeit bei den, auf dem Markt verfügbaren, vergleichbaren Messeständen länger als bei dem vom Beklagten gelieferten Messestand gewesen wäre. Die Kläger hätten dann nämlich die mit den tatsächlichen Zeitaufwendungen für dessen jeweiligen Auf- und Abbau verbundenen "Mehr-"Kosten sowieso zu tragen gehabt, weshalb sie keinen Schaden erlitten hätten.

Gab es hingegen zur Zeit des Abschlusses des Rechtsgeschäftes mit dem Beklagten auf dem Markt einen vergleichbaren Messestand, der in der vom Beklagten zugesagten oder in einer kürzeren Zeit, als bei dem von ihm gelieferten Messestand benötigt wird, aufgestellt und abgebaut werden kann, haben die Kläger Anspruch auf Ersatz des Mehraufwandes gegenüber jenem Aufwand, den sie beim Erwerb eines für sie vorteilhafteren Messestandes gehabt hätten, wobei dieser Anspruch infolge der Schadensminderungspflicht mit jenem Zeitraum begrenzt ist, innerhalb dessen sie sich nach Wandlung des Vertrages mit dem Beklagten einen anderen, für sie vorteilhafteren Messestand beschaffen hätten können.

Da von den Klägern somit infolge ihrer Schadensminderungspflicht zu verlangen ist, dass sie nach Kenntnis der Unbehebbarkeit des (in der Unrichtigkeit der Zusage des Beklagten über die Auf- und Abbauzeit des Messestandes liegenden) Mangels den mit dem Beklagten geschlossenen Vertrag wandeln, wenn sie nicht ständig die mit der Verwendung des Messestandes zwangsweise auflaufenden Mehrkosten tragen wollten, ist die Abweisung des erst im Laufe des erstgerichtlichen Verfahrens (in der Streitverhandlung vom 8. 9. 1997) erhobenen Feststellungsbegehrens durch das Berufungsgericht nicht zu beanstanden.

Im fortgesetzten Verfahren wird das Erstgericht in Beachtung der dargelegten Rechtsansicht und im Rahmen der bisher gestellten Anträge über das Leistungsbegehren der Kläger erneut zu entscheiden haben. Dabei wird die - von den Klägern im Rechtsmittelverfahren nicht ausdrücklich bekämpfte - Gegenforderung des Beklagten zu berücksichtigen sein.

Die Entscheidung über die Kosten des Revisionsverfahrens beruht auf den §§ 50, 41 ZPO, weil über das Feststellungsbegehren endgültig entschieden wurde (5 Ob 509/76; 1 Ob 539/81; 1 Ob 611/95; 9 ObA 181/98b ua; Fasching, II 364). Der Antrag auf Streitwertänderung im Sinn des § 8 RATG war abzuweisen, weil sich der Wert des Feststellungsbegehrens nicht im Sinne dieser Bestimmung ("offenbar") geändert hat.

Der Ausspruch über den Vorbehalt der Kosten des Rekursverfahrens gründet sich auf § 52 Abs 1 ZPO.

Anmerkung

E62066 03A01889

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:0030OB00188.99I.0523.000

Dokumentnummer

JJT_20010523_OGH0002_0030OB00188_99I0000_000