Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob677/77 6Ob730/78 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0042981

Geschäftszahl

5Ob677/77; 6Ob730/78; 5Ob755/81; 7Ob551/82; 6Ob640/83; 2Ob680/87; 9ObA141/87; 8Ob644/87; 7Ob690/89; 9ObA259/93 (9ObA260/93 -9ObA264/93); 8Ob572/93; 9Ob502/95; 4Ob566/95; 9ObA216/98z; 9ObA241/98a; 1Ob334/98v; 5Ob158/98s; 8Ob42/00k; 9ob126/00w; 10ObS311/00h; 9ObA222/00p; 10ObS142/01g; 8ObA128/01h; 10ObS173/01s; 4Ob31/02s; 6Ob38/02k; 5Ob14/02y; 5Ob203/02t; 8Ob226/02x; 7Ob283/02x; 3Ob76/03b; 5Ob132/03b; 8ObA91/03w; 7Ob229/04h; 3Ob27/05z; 7Ob56/04t; 10Ob121/05z; 10ObS131/05w; 6Ob58/06g; 3Ob27/06a; 8Ob125/05y; 9Ob22/06k; 8Ob128/06s; 8Ob2/07p; 9ObA12/07s; 1Ob9/07s; 3Ob186/07k; 8ObA32/07z; 10ObS9/08h; 1Ob257/07m; 3Ob119/08h; 5Ob174/08m; 4Ob173/08g; 7Ob261/08w; 6Ob273/08b; 1Ob123/08g; 6Ob1/09d; 9Ob66/08h; 7Ob99/09y; 3Ob51/09k; 7Ob62/09g; 7Ob248/08h; 8ObA55/09k; 2Ob171/09z; 8Ob81/09h; 3Ob54/10b; 10ObS130/10f; 2Ob140/10t; 9Ob38/10v; 4Ob59/11x; 4Ob47/11g; 8Ob62/11t; 4Ob60/11v; 4Ob79/11p; 10ObS76/11s; 6Ob205/11g; 6Ob213/11h; 9ObA132/10t; 6Ob218/11v; 9ObA44/11b; 9Ob22/11t; 2Ob98/11t; 4Ob160/11z; 2Ob222/11b; 10ObS6/12y; 8Ob17/12a; 4Ob14/12f; 10ObS29/12f; 3Ob73/12z; 3Ob105/12f; 1Ob56/12k; 7Ob189/11m; 8Ob70/12w; 1Ob102/12z; 1Ob258/11i; 1Ob141/12k; 6Ob145/12k; 2Ob117/12p; 4Ob116/12f; 2Ob129/12b; 9Ob42/13m; 9ObA68/13k; 10ObS120/13i; 4Ob109/13b; 8Ob66/13h; 1Ob202/13g; 5Ob188/13b; 4Ob182/13p; 4Ob133/13g; 2Ob89/13x; 9ObA57/14v; 4Ob39/14k; 7Ob93/14y; 10ObS111/14t; 2Ob178/14m; 9ObA150/14w; 6Ob216/14d; 10Ob84/14x; 1Ob34/15d; 10ObS27/15s; 10Ob60/15v; 4Ob255/14z; 6Ob3/15g; 4Ob187/15a; 4Ob189/15w; 9ObA115/15z; 9ObA160/15t; 9ObA163/15h; 9ObA74/16x; 1Ob69/17d; 1Ob124/17t; 7Ob104/17w; 7Ob143/17f; 7Ob138/17w; 1Ob218/17s; 3Ob228/17a; 7Ob35/18z; 1Ob81/18w; 1Ob113/18a; 8Ob49/19t; 8Ob3/19b

Entscheidungsdatum

22.11.1977

Norm

ZPO §503 Z1 B1

Rechtssatz

Ist das Berufungsgericht in die Prüfung der Frage einer allfälligen im erstinstanzlichen Verfahren unterlaufenen Nichtigkeit eingegangen und hat eine solche verneint, ist die Wahrnehmung dieser Nichtigkeit im Verfahren dritter Instanz nicht mehr möglich.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 677/77
    Entscheidungstext OGH 22.11.1977 5 Ob 677/77
  • 6 Ob 730/78
    Entscheidungstext OGH 14.02.1979 6 Ob 730/78
  • 5 Ob 755/81
    Entscheidungstext OGH 15.12.1981 5 Ob 755/81
    Auch; Beisatz: Selbst wenn die diesbezügliche Begründung der berufungsgerichtlichen Entscheidung aktenwidrig sein sollte. (T1)
  • 7 Ob 551/82
    Entscheidungstext OGH 29.04.1982 7 Ob 551/82
  • 6 Ob 640/83
    Entscheidungstext OGH 28.04.1983 6 Ob 640/83
  • 2 Ob 680/87
    Entscheidungstext OGH 11.12.1987 2 Ob 680/87
  • 9 ObA 141/87
    Entscheidungstext OGH 02.12.1987 9 ObA 141/87
  • 8 Ob 644/87
    Entscheidungstext OGH 30.06.1988 8 Ob 644/87
  • 7 Ob 690/89
    Entscheidungstext OGH 09.11.1989 7 Ob 690/89
  • 9 ObA 259/93
    Entscheidungstext OGH 22.09.1993 9 ObA 259/93
    Auch
  • 8 Ob 572/93
    Entscheidungstext OGH 24.02.1994 8 Ob 572/93
    Auch
  • 9 Ob 502/95
    Entscheidungstext OGH 11.01.1995 9 Ob 502/95
    Auch; Veröff: SZ 68/3
  • 4 Ob 566/95
    Entscheidungstext OGH 19.09.1995 4 Ob 566/95
  • 9 ObA 216/98z
    Entscheidungstext OGH 02.09.1998 9 ObA 216/98z
    Auch
  • 9 ObA 241/98a
    Entscheidungstext OGH 07.10.1998 9 ObA 241/98a
    Auch
  • 1 Ob 334/98v
    Entscheidungstext OGH 15.12.1998 1 Ob 334/98v
    Auch
  • 5 Ob 158/98s
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 5 Ob 158/98s
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Rekursgericht verneint Nichtigkeit. (T2)
  • 8 Ob 42/00k
    Entscheidungstext OGH 24.02.2000 8 Ob 42/00k
  • 9 Ob 126/00w
    Entscheidungstext OGH 12.07.2000 9 Ob 126/00w
  • 10 ObS 311/00h
    Entscheidungstext OGH 05.12.2000 10 ObS 311/00h
    Beisatz: Der Beschluss des Berufungsgerichtes ist gemäß § 519 ZPO unanfechtbar. (T3)
  • 9 ObA 222/00p
    Entscheidungstext OGH 10.01.2001 9 ObA 222/00p
  • 10 ObS 142/01g
    Entscheidungstext OGH 22.05.2001 10 ObS 142/01g
    Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Die Revision ist in diesem Fall, soweit sie Nichtigkeit geltend macht, mit Beschluss zurückzuweisen. (T4)
  • 8 ObA 128/01h
    Entscheidungstext OGH 30.08.2001 8 ObA 128/01h
  • 10 ObS 173/01s
    Entscheidungstext OGH 30.07.2001 10 ObS 173/01s
    Auch; Beis wie T2
  • 4 Ob 31/02s
    Entscheidungstext OGH 12.02.2002 4 Ob 31/02s
  • 6 Ob 38/02k
    Entscheidungstext OGH 18.04.2002 6 Ob 38/02k
  • 5 Ob 14/02y
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 5 Ob 14/02y
    Auch; Beisatz: Eine in zweiter Instanz verneinte Nichtigkeit des Verfahrens erster Instanz kann in dritter Instanz auch nicht als Mangelhaftigkeit des Berufungsverfahrens geltend gemacht werden. (T5)
  • 5 Ob 203/02t
    Entscheidungstext OGH 27.08.2002 5 Ob 203/02t
    Auch; Beisatz: Eine vom Berufungsgericht verneinte Nichtigkeit des erstinstanzlichen Verfahrens kann in dritter Instanz nicht mehr geltend gemacht werden, weil insoweit ein gemäß § 519 ZPO unanfechtbarer Beschluss des Berufungsgerichts vorliegt. (T6)
  • 8 Ob 226/02x
    Entscheidungstext OGH 07.11.2002 8 Ob 226/02x
  • 7 Ob 283/02x
    Entscheidungstext OGH 12.02.2003 7 Ob 283/02x
  • 3 Ob 76/03b
    Entscheidungstext OGH 24.04.2003 3 Ob 76/03b
    Auch; Beisatz: Diese Anfechtungsbeschränkung kann nicht dadurch unterlaufen werden, dass behauptet wird, das Berufungsgericht sei auf bestimmte Argumente im Zusammenhang mit der verneinten Nichtigkeit nicht (ausreichend) eingegangen. Ob eine Nichtigkeit verneint wurde, richtet sich allein nach den beurteilten Tatsachen, hier also dem behaupteten Vorenthalten bestimmter Urkunden, nicht aber nach den angewendeten oder angesprochenen Rechtsnormen. (T7)
  • 5 Ob 132/03b
    Entscheidungstext OGH 08.07.2003 5 Ob 132/03b
    Auch; Beis wie T6
  • 8 ObA 91/03w
    Entscheidungstext OGH 29.03.2004 8 ObA 91/03w
  • 7 Ob 229/04h
    Entscheidungstext OGH 22.12.2004 7 Ob 229/04h
    Auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 27/05z
    Entscheidungstext OGH 16.02.2005 3 Ob 27/05z
    Auch
  • 7 Ob 56/04t
    Entscheidungstext OGH 02.03.2005 7 Ob 56/04t
    Auch; Beis wie T6
  • 10 Ob 121/05z
    Entscheidungstext OGH 29.11.2005 10 Ob 121/05z
    Auch; Beisatz: Hier: Behauptete Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Nichtberücksichtigung des in Schriftsätzen enthaltenen Vorbringens. (T8)
  • 10 ObS 131/05w
    Entscheidungstext OGH 24.01.2006 10 ObS 131/05w
    Beisatz: Dieser Grundsatz gilt auch im sozialgerichtlichen Verfahren. (T9)
  • 6 Ob 58/06g
    Entscheidungstext OGH 09.03.2006 6 Ob 58/06g
    Beisatz: Die schon vom Berufungsgericht verneinte Nichtigkeit kann schon nach § 519 Abs 1 ZPO nicht an den Obersten Gerichtshof herangetragen werden. (T10)
  • 3 Ob 27/06a
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 27/06a
    Beis wie T7 nur: Ob eine Nichtigkeit verneint wurde, richtet sich allein nach den beurteilten Tatsachen. (T11)
    Beisatz: Eine solche bindende und gemäß § 519 ZPO unanfechtbare Entscheidung des Berufungsgerichts liegt auch vor, wenn die zweite Instanz ausdrücklich nur den gerügten Verfahrensmangel erster Instanz behandelt und verneint hat und die Revisionswerberin nunmehr eine von Amts wegen wahrzunehmende Nichtigkeit als Revisionsgrund releviert. Entscheidend ist, dass derselbe Sachverhalt als Entscheidungsgrundlage dienen soll. (T12)
  • 8 Ob 125/05y
    Entscheidungstext OGH 23.02.2006 8 Ob 125/05y
    Auch
  • 9 Ob 22/06k
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 9 Ob 22/06k
  • 8 Ob 128/06s
    Entscheidungstext OGH 23.11.2006 8 Ob 128/06s
  • 8 Ob 2/07p
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 8 Ob 2/07p
    Beis wie T2
  • 9 ObA 12/07s
    Entscheidungstext OGH 30.05.2007 9 ObA 12/07s
    Beis wie T5
  • 1 Ob 9/07s
    Entscheidungstext OGH 05.06.2007 1 Ob 9/07s
  • 3 Ob 186/07k
    Entscheidungstext OGH 23.10.2007 3 Ob 186/07k
    Auch
  • 8 ObA 32/07z
    Entscheidungstext OGH 16.01.2008 8 ObA 32/07z
  • 10 ObS 9/08h
    Entscheidungstext OGH 05.02.2008 10 ObS 9/08h
    Beis wie T9
  • 1 Ob 257/07m
    Entscheidungstext OGH 06.05.2008 1 Ob 257/07m
    Auch; Veröff: SZ 2008/58
  • 3 Ob 119/08h
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 119/08h
    Beisatz: Hier: Rechtswegzulässigkeit. (T13)
  • 5 Ob 174/08m
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 5 Ob 174/08m
    Beis wie T11; Beisatz: Daran vermag auch die Behauptung des Rechtsmittelwerbers nichts zu ändern, dem Berufungsgericht sei selbst ebenfalls eine Nichtigkeit unterlaufen; ebenso wenig die Anfechtung unter dem Gesichtspunkt eines anderen Rechtsmittelgrundes. (T14)
  • 4 Ob 173/08g
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 173/08g
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 261/08w
    Entscheidungstext OGH 27.11.2008 7 Ob 261/08w
    Beisatz: Diese Anfechtungsbeschränkung kann auch nicht durch die Behauptung unterlaufen werden, die Verneinung der Nichtigkeit beruhe auf einer unrichtigen rechtlichen Beurteilung. (T15)
  • 6 Ob 273/08b
    Entscheidungstext OGH 15.01.2009 6 Ob 273/08b
    Beisatz: Hat das Berufungsgericht die Streitanhängigkeit verneint, so liegt darin eine nach § 519 Abs 1 ZPO unanfechtbare Entscheidung. (T16)
  • 1 Ob 123/08g
    Entscheidungstext OGH 28.01.2009 1 Ob 123/08g
    Veröff: SZ 2009/13
  • 6 Ob 1/09d
    Entscheidungstext OGH 15.01.2009 6 Ob 1/09d
    Beis wie T13; Beis wie T15; Beisatz: Die Beurteilung von Nichtigkeitsgründen hat stets nach Prozessrecht zu erfolgen und ist nicht mittels Rechtsrüge bekämpfbar. (T17)
  • 9 Ob 66/08h
    Entscheidungstext OGH 01.04.2009 9 Ob 66/08h
    Auch
  • 7 Ob 99/09y
    Entscheidungstext OGH 03.06.2009 7 Ob 99/09y
    Vgl; Beis wie T2
  • 3 Ob 51/09k
    Entscheidungstext OGH 23.06.2009 3 Ob 51/09k
    Auch
  • 7 Ob 62/09g
    Entscheidungstext OGH 01.07.2009 7 Ob 62/09g
    Auch; Beisatz: Hier: Wiederaufnahmsklage. (T18)
  • 7 Ob 248/08h
    Entscheidungstext OGH 03.06.2009 7 Ob 248/08h
    Beisatz: Dieser Grundsatz wäre nur dann unanwendbar, wenn das Berufungsgericht infolge unrichtiger Anwendung verfahrensrechtlicher Vorschriften eine Erledigung der Rüge unterlassen oder sie mit einer durch die Aktenlage nicht gedeckten Begründung verworfen hätte. (T19)
    Veröff: SZ 2009/75
  • 8 ObA 55/09k
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 8 ObA 55/09k
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 2 Ob 171/09z
    Entscheidungstext OGH 28.09.2009 2 Ob 171/09z
    Auch
  • 8 Ob 81/09h
    Entscheidungstext OGH 28.01.2010 8 Ob 81/09h
    Auch
  • 3 Ob 54/10b
    Entscheidungstext OGH 28.04.2010 3 Ob 54/10b
  • 10 ObS 130/10f
    Entscheidungstext OGH 14.09.2010 10 ObS 130/10f
    Auch; nur T10
  • 2 Ob 140/10t
    Entscheidungstext OGH 02.12.2010 2 Ob 140/10t
    Vgl; Vgl Beis wie T8
  • 9 Ob 38/10v
    Entscheidungstext OGH 21.01.2011 9 Ob 38/10v
  • 4 Ob 59/11x
    Entscheidungstext OGH 10.05.2011 4 Ob 59/11x
    Auch
  • 4 Ob 47/11g
    Entscheidungstext OGH 10.05.2011 4 Ob 47/11g
    Auch; Beis wie T6
  • 8 Ob 62/11t
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 8 Ob 62/11t
    Auch
  • 4 Ob 60/11v
    Entscheidungstext OGH 10.05.2011 4 Ob 60/11v
    Vgl auch
  • 4 Ob 79/11p
    Entscheidungstext OGH 20.09.2011 4 Ob 79/11p
    Vgl auch; Beisatz: Ein nationales Gericht ist auch nicht verpflichtet, eine allenfalls gegen Unionsrecht verstoßende rechtskräftige Entscheidung zu überprüfen und aufzuheben, wenn die nationalen Vorschriften dies nicht erlauben. (T20)
    Beisatz: Hier: Internationale Zuständigkeit nach der EuGVVO von den Vorinstanzen bejaht. (T21)
  • 10 ObS 76/11s
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 10 ObS 76/11s
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 6 Ob 205/11g
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 205/11g
  • 6 Ob 213/11h
    Entscheidungstext OGH 13.10.2011 6 Ob 213/11h
    Auch; Beis wie T15
  • 9 ObA 132/10t
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 9 ObA 132/10t
  • 6 Ob 218/11v
    Entscheidungstext OGH 13.10.2011 6 Ob 218/11v
    Auch
  • 9 ObA 44/11b
    Entscheidungstext OGH 25.10.2011 9 ObA 44/11b
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T13
  • 9 Ob 22/11t
    Entscheidungstext OGH 29.08.2011 9 Ob 22/11t
    Beis wie T13; Beis wie T14 nur: Daran vermag auch die Behauptung des Rechtsmittelwerbers nichts zu ändern, dem Berufungsgericht sei selbst ebenfalls eine Nichtigkeit unterlaufen. (T22)
  • 2 Ob 98/11t
    Entscheidungstext OGH 10.11.2011 2 Ob 98/11t
    Auch
  • 4 Ob 160/11z
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 160/11z
    Auch; Beisatz: Wenn das Rekursgericht nach einer Sachentscheidung des Erstgerichts eine erstmals im Rechtsmittel geltend gemachte Nichtigkeit verneint, ist dies in dritter Instanz nicht mehr aufgreifbar. Hat das Rekursgericht hingegen eine zurückweisende Entscheidung des Erstgerichts behoben und die Einrede verworfen, ist dies nach § 528 ZPO bekämpfbar; eine analoge Anwendung des § 519 ZPO kommt diesfalls nicht in Betracht. (T23)
    Veröff: SZ 2011/151
  • 2 Ob 222/11b
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 2 Ob 222/11b
    Auch
  • 10 ObS 6/12y
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 10 ObS 6/12y
    Auch; Beis wie T7
  • 8 Ob 17/12a
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 8 Ob 17/12a
  • 4 Ob 14/12f
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 14/12f
    Auch
  • 10 ObS 29/12f
    Entscheidungstext OGH 13.03.2012 10 ObS 29/12f
    Auch; Beis wie T4
  • 3 Ob 73/12z
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 3 Ob 73/12z
    Vgl Beis wie T15; Beisatz: Auch mit der Behauptung, das Rekursgericht sei nicht ausreichend auf die Rekursargumente eingegangen, kann diese Anfechtungsbeschränkung nicht unterlaufen werden. (T24)
  • 3 Ob 105/12f
    Entscheidungstext OGH 14.06.2012 3 Ob 105/12f
    Auch
  • 1 Ob 56/12k
    Entscheidungstext OGH 26.04.2012 1 Ob 56/12k
    Beis wie T22
  • 7 Ob 189/11m
    Entscheidungstext OGH 09.05.2012 7 Ob 189/11m
    Auch
    Veröff: SZ 2012/54
  • 8 Ob 70/12w
    Entscheidungstext OGH 28.06.2012 8 Ob 70/12w
    Vgl auch
  • 1 Ob 102/12z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2012 1 Ob 102/12z
    Beis wie T6
  • 1 Ob 258/11i
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 258/11i
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T6; Beis wie T10
  • 1 Ob 141/12k
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 141/12k
    Auch
  • 6 Ob 145/12k
    Entscheidungstext OGH 16.11.2012 6 Ob 145/12k
    Vgl; Beis wie T21
  • 2 Ob 117/12p
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 2 Ob 117/12p
    Auch; Beis wie T15
  • 4 Ob 116/12f
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 116/12f
    Auch
  • 2 Ob 129/12b
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 2 Ob 129/12b
  • 9 Ob 42/13m
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 9 Ob 42/13m
    Beis wie T5; Beis wie T15
  • 9 ObA 68/13k
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 9 ObA 68/13k
    Auch
  • 10 ObS 120/13i
    Entscheidungstext OGH 12.09.2013 10 ObS 120/13i
    Beis wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Angeblich nicht gesetzmäßige Besetzung des Senats erster Instanz. (T25)
  • 4 Ob 109/13b
    Entscheidungstext OGH 27.08.2013 4 Ob 109/13b
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T6
  • 8 Ob 66/13h
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 8 Ob 66/13h
  • 1 Ob 202/13g
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 1 Ob 202/13g
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T15
  • 5 Ob 188/13b
    Entscheidungstext OGH 21.01.2014 5 Ob 188/13b
  • 4 Ob 182/13p
    Entscheidungstext OGH 20.01.2014 4 Ob 182/13p
    Auch
  • 4 Ob 133/13g
    Entscheidungstext OGH 20.01.2014 4 Ob 133/13g
    Auch; Beis ähnlich wie T6
  • 2 Ob 89/13x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2014 2 Ob 89/13x
    Auch; Beisatz: Hier: Unterbliebene Ladung eines notwendigen Streitgenossen als Partei. (T26)
  • 9 ObA 57/14v
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 9 ObA 57/14v
  • 4 Ob 39/14k
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 39/14k
  • 7 Ob 93/14y
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 7 Ob 93/14y
    Auch; Beisatz: Hat das Berufungsgericht die Nichtigkeit infolge Verstoßes gegen die Bindungswirkung verneint, kann dies in der Revision nicht (neuerlich) geltend gemacht werden, weil insoweit ein gemäß § 519 Abs 1 ZPO unanfechtbarer Beschluss des Berufungsgerichts vorliegt. (27)
    Beis wie T5
    Beisatz: Bei der von einer Verfahrenspartei geforderten Bindung der Instanzen eines späteren Prozesses an bestimmte (tragende) Tatsachenfeststellungen eines Vorprozesses handelt es sich um eine reine Verfahrensfrage und nicht um eine solche des materiellen Rechts. Der Versuch, den behaupteten Verstoß gegen die Bindungswirkung auch unter dem Revisionsgrund der unrichtigen rechtlichen Beurteilung geltend zu machen, ist deshalb verfehlt. (T28)
  • 10 ObS 111/14t
    Entscheidungstext OGH 30.09.2014 10 ObS 111/14t
    Auch; Beis wie T9
  • 2 Ob 178/14m
    Entscheidungstext OGH 07.11.2014 2 Ob 178/14m
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T11; Beis wie T27; Beis wie T28
  • 9 ObA 150/14w
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 9 ObA 150/14w
    Auch; Beis wie T14
  • 6 Ob 216/14d
    Entscheidungstext OGH 29.01.2015 6 Ob 216/14d
    Auch; Beis ähnlich wie T10
  • 10 Ob 84/14x
    Entscheidungstext OGH 24.02.2015 10 Ob 84/14x
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T11; Beis wie T15
  • 1 Ob 34/15d
    Entscheidungstext OGH 19.03.2015 1 Ob 34/15d
    Auch
  • 10 ObS 27/15s
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 10 ObS 27/15s
    Auch; Beis wie T11
  • 10 Ob 60/15v
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 10 Ob 60/15v
    Beis wie T14; Beis wie T24
  • 4 Ob 255/14z
    Entscheidungstext OGH 16.06.2015 4 Ob 255/14z
  • 6 Ob 3/15g
    Entscheidungstext OGH 01.09.2015 6 Ob 3/15g
    Auch; Beis wie T27; Veröff: SZ 2015/88
  • 4 Ob 187/15a
    Entscheidungstext OGH 20.10.2015 4 Ob 187/15a
    Beis wie T2
  • 4 Ob 189/15w
    Entscheidungstext OGH 20.10.2015 4 Ob 189/15w
    Beis wie T2
  • 9 ObA 115/15z
    Entscheidungstext OGH 28.10.2015 9 ObA 115/15z
  • 9 ObA 160/15t
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 9 ObA 160/15t
    Beis wie T5
  • 9 ObA 163/15h
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 9 ObA 163/15h
    Beisatz: Eine vom Berufungsgericht im Spruch oder in den Entscheidungsgründen verneinte Nichtigkeit des Verfahrens erster Instanz ist nach ständiger Rechtsprechung eine den Obersten Gerichtshof bindende, nicht weiter anfechtbare Entscheidung. (T29)
    Beisatz: Ob eine Nichtigkeit verneint wurde, richtet sich allein nach den beurteilten (prozessualen) Tatsachen. (T30)
  • 9 ObA 74/16x
    Entscheidungstext OGH 24.06.2016 9 ObA 74/16x
    Beis wie T15
  • 1 Ob 69/17d
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 1 Ob 69/17d
  • 1 Ob 124/17t
    Entscheidungstext OGH 12.07.2017 1 Ob 124/17t
    Beis wie T3; Beis wie T6; Beis wie T10; Beis wie T14; Beis wie T29
  • 7 Ob 104/17w
    Entscheidungstext OGH 14.06.2017 7 Ob 104/17w
  • 7 Ob 143/17f
    Entscheidungstext OGH 21.09.2017 7 Ob 143/17f
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T8
  • 7 Ob 138/17w
    Entscheidungstext OGH 21.09.2017 7 Ob 138/17w
    Auch
  • 1 Ob 218/17s
    Entscheidungstext OGH 15.12.2017 1 Ob 218/17s
    Beisatz: Es genügt eine (eindeutige) Verneinung in den Entscheidungsgründen. (T31)
  • 3 Ob 228/17a
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 3 Ob 228/17a
    Beis wie T2
  • 7 Ob 35/18z
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 35/18z
  • 1 Ob 81/18w
    Entscheidungstext OGH 29.08.2018 1 Ob 81/18w
    Vgl auch; Beis wie T24
  • 1 Ob 113/18a
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 1 Ob 113/18a
    Beis wie T29; Beis wie T30
  • 8 Ob 49/19t
    Entscheidungstext OGH 24.07.2019 8 Ob 49/19t
    Auch; Beis wie T6
  • 8 Ob 3/19b
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 8 Ob 3/19b
    Vgl; Beis wie T24

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0042981

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.12.2019

Dokumentnummer

JJR_19771122_OGH0002_0050OB00677_7700000_002

Rechtssatz für 3Ob518/79 6Ob739/81 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043283

Geschäftszahl

3Ob518/79; 6Ob739/81; 6Ob786/80; 7Ob681/86; 7Ob657/87; 4Ob529/95; 7Ob2387/96x; 6Ob162/99p; 10ObS142/01g; 4Ob214/02b

Entscheidungsdatum

09.05.1979

Norm

ZPO §503 Z3 D
ZPO §503 Z4 E4b

Rechtssatz

Das Unterbleiben einer nach den Beweisergebnissen möglichen Feststellung kann einen im Rahmen der rechtlichen Beurteilung wahrzunehmenden Feststellungsmangel bilden, nicht aber eine Aktenwidrigkeit. Der Berücksichtigung eines solchen Fehlers stünde allerdings seine Geltendmachung unter einem unzutreffenden Anfechtungsgrund nicht entgegen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 518/79
    Entscheidungstext OGH 09.05.1979 3 Ob 518/79
  • 6 Ob 739/81
    Entscheidungstext OGH 07.10.1981 6 Ob 739/81
    nur: Das Unterbleiben einer nach den Beweisergebnissen möglichen Feststellung kann keine Aktenwidrigkeit begründen. (T1)
  • 6 Ob 786/80
    Entscheidungstext OGH 16.12.1981 6 Ob 786/80
    Auch
  • 7 Ob 681/86
    Entscheidungstext OGH 11.12.1986 7 Ob 681/86
    nur: Das Unterbleiben einer nach den Beweisergebnissen möglichen Feststellung kann einen im Rahmen der rechtlichen Beurteilung wahrzunehmenden Feststellungsmangel bilden, nicht aber eine Aktenwidrigkeit. (T2)
  • 7 Ob 657/87
    Entscheidungstext OGH 29.10.1987 7 Ob 657/87
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 529/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 4 Ob 529/95
    Vgl; Beisatz: Bleiben bei der rechtlichen Beurteilung durch das Berufungsgericht für die Entscheidung wesentliche Feststellungen des Erstgerichtes unberücksichtigt, so ist die rechtliche Beurteilung unrichtig; dies ist mit Rechtsrüge geltend zu machen. (T3)
  • 7 Ob 2387/96x
    Entscheidungstext OGH 21.05.1997 7 Ob 2387/96x
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 70/99
  • 6 Ob 162/99p
    Entscheidungstext OGH 29.09.1999 6 Ob 162/99p
    Vgl auch
  • 10 ObS 142/01g
    Entscheidungstext OGH 22.05.2001 10 ObS 142/01g
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 214/02b
    Entscheidungstext OGH 15.10.2002 4 Ob 214/02b
    Vgl auch; nur T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0043283

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.01.2017

Dokumentnummer

JJR_19790509_OGH0002_0030OB00518_7900000_001

Rechtssatz für 10ObS26/87 10ObS63/89 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0085811

Geschäftszahl

10ObS26/87; 10ObS63/89; 10ObS130/93; 10ObS64/98d; 10ObS301/98g; 10ObS142/01g; 10ObS211/02f; 10ObS144/03d

Entscheidungsdatum

08.09.1987

Norm

ASGG §77

Rechtssatz

Hat der Kläger mit der Klage nicht mehr erreicht, als die beklagte Partei in ihrem Bescheid feststellte, rechtfertigt die Billigkeit den Zuspruch von Kosten des Verfahrens erster Instanz nicht.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 26/87
    Entscheidungstext OGH 08.09.1987 10 ObS 26/87
    Veröff: SZ 60/165
  • 10 ObS 63/89
    Entscheidungstext OGH 07.03.1989 10 ObS 63/89
    Gegenteilig; Beisatz: Hier: Die Einbringung der Berufung sowie der Revision waren im Ergebnis notwendig, da aufgrund dieser Rechtsmittel die urteilsmäßige Feststellung der bereits im Bescheid der beklagten Partei festgestellten Versicherungszeiten erfolgte. (T1) Veröff: SSV-NF 3/31
  • 10 ObS 130/93
    Entscheidungstext OGH 07.09.1993 10 ObS 130/93
    gegenteilig; Beis wie T1
  • 10 ObS 64/98d
    Entscheidungstext OGH 10.03.1998 10 ObS 64/98d
    Gegenteilig; Beis ähnlich wie T1
  • 10 ObS 301/98g
    Entscheidungstext OGH 15.09.1998 10 ObS 301/98g
    Vgl aber; Beis ähnlich wie T1
  • 10 ObS 142/01g
    Entscheidungstext OGH 22.05.2001 10 ObS 142/01g
    Vgl aber; Beis ähnlich wie T1
  • 10 ObS 211/02f
    Entscheidungstext OGH 18.07.2002 10 ObS 211/02f
    Vgl aber; Beis ähnlich T1
  • 10 ObS 144/03d
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 10 ObS 144/03d
    Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0085811

Dokumentnummer

JJR_19870908_OGH0002_010OBS00026_8700000_007

Rechtssatz für 10ObS118/89 10ObS45/99m...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0085725

Geschäftszahl

10ObS118/89; 10ObS45/99m; 10ObS260/00h; 10ObS315/00x; 10ObS142/01g; 10ObS204/01z; 10ObS277/02m; 10ObS280/02b

Entscheidungsdatum

09.05.1989

Norm

ASGG §89 Abs2

Rechtssatz

Die Regelung, daß die Entscheidung durch das Gericht auf den Anspruchsgrund beschränkt bleiben kann, trägt nur den mit der Ermittlung der Höhe der Leistung durch das Gericht verbundenen Schwierigkeiten Rechnung, wobei der für den Kläger - der bezüglich der Festsetzung der Leistungshöhe auf eine weitere Entscheidung des Versicherungsträgers verwiesen wird - verbundene Nachteil durch die Anordnung einer vorläufigen Zahlung ausgeglichen wird. Die vorläufige Zahlung, die sich an der Höhe der endgültigen Leistung zu orientieren hat, ohne daß eine genaue Berechnung erforderlich ist - das Gesetz verweist diesbezüglich auf § 273 ZPO -, ist damit ein vorläufiges Sorrugat für die ansonst vom Gericht ziffernmäßig zu ermittelnde Pensionsleistung.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 118/89
    Entscheidungstext OGH 09.05.1989 10 ObS 118/89
    Veröff: SZ 62/86 = EvBl 1989/168 S 661 = SSV-NF 3/58
  • 10 ObS 45/99m
    Entscheidungstext OGH 30.03.1999 10 ObS 45/99m
    Auch; nur: Die vorläufige Zahlung, die sich an der Höhe der endgültigen Leistung zu orientieren hat, ohne daß eine genaue Berechnung erforderlich ist - das Gesetz verweist diesbezüglich auf § 273 ZPO -, ist damit ein vorläufiges Sorrugat für die ansonst vom Gericht ziffernmäßig zu ermittelnde Pensionsleistung. (T1) Beisatz: Gewährung einer Witwenpension. (T2)
  • 10 ObS 260/00h
    Entscheidungstext OGH 03.10.2000 10 ObS 260/00h
    Vgl auch; Beisatz: Für weitere bis zur Erlassung des die Höhe der Leistung festsetzenden Bescheides fällig werdende vorläufige Zahlungen gilt im Hinblick auf § 104 Abs 2 ASVG, demzufolge die Pensionen aus der Pensionsversicherung monatlich im Nachhinein am Ersten des Folgemonats ausgezahlt werden, dass auch die vorläufigen Zahlungen jeweils am Ersten des Folgemonats im Nachhinein zu erbringen sind. (T3)
  • 10 ObS 142/01g
    Entscheidungstext OGH 22.05.2001 10 ObS 142/01g
    Vgl auch; nur T1; Beis ähnlich wie T3
  • 10 ObS 315/00x
    Entscheidungstext OGH 22.05.2001 10 ObS 315/00x
    Vgl auch; nur: Die Regelung, dass die Entscheidung durch das Gericht auf den Anspruchsgrund beschränkt bleiben kann, trägt nur den mit der Ermittlung der Höhe der Leistung durch das Gericht verbundenen Schwierigkeiten Rechnung. (T4) Beisatz: Die Anwendung des § 89 Abs 2 ASGG ist nur für jene Fälle vorgesehen, in denen die Leistung aufgrund gesetzlicher Bestimmungen zwar errechenbar wäre, dem Gericht dieser Berechnungsaufwand aber nicht zugemutet werden soll. (T5)
  • 10 ObS 204/01z
    Entscheidungstext OGH 30.07.2001 10 ObS 204/01z
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T3
  • 10 ObS 277/02m
    Entscheidungstext OGH 12.11.2002 10 ObS 277/02m
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 10 ObS 280/02b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2002 10 ObS 280/02b
    Vgl auch; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0085725

Dokumentnummer

JJR_19890509_OGH0002_010OBS00118_8900000_006

Entscheidungstext 10ObS142/01g

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

10ObS142/01g

Entscheidungsdatum

22.05.2001

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Bauer als Vorsitzenden, die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Steinbauer und Dr. Neumayr sowie die fachkundigen Laienrichter Dr. Martin Gleitsmann (aus dem Kreis der Arbeitgeber) und Ulrike Legner (aus dem Kreis der Arbeitnehmer) als weitere Richter in der Sozialrechtssache der klagenden Partei Otmar H*****, Polizeibeamter in Ruhe, *****, vertreten durch Dr. Alexander Hacker, Rechtsanwalt in Salzburg, gegen die beklagte Partei Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Josefstädter Straße 80, 1081 Wien, vertreten durch Dr. Hans Houska, Rechtsanwalt in Wien, wegen Versehrtenrente, infolge Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Linz als Berufungsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen vom 8. Februar 2001, GZ 11 Rs 289/00z-45, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Landesgerichts Salzburg als Arbeits- und Sozialgericht vom 4. Juli 2000, GZ 11 Cgs 46/97i-37, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen und zu Recht erkannt:

Spruch

Die Revision wird, soweit sie Nichtigkeit geltend macht, zurückgewiesen.

Im Übrigen wird der Revision nicht Folge gegeben.

Das angefochtene Urteil wird mit der Maßgabe bestätigt, dass die Urteile der Vorinstanzen insgesamt lauten:

"Das Klagebegehren, die beklagte Partei sei schuldig, dem Kläger zur Abgeltung der Folgen des Dienstunfalls vom 31. 8. 1994 eine Versehrtenrente zu gewähren, besteht dem Grunde nach zu Recht, und zwar

a) für den Zeitraum von 1. 12. 1994 bis 30. 9. 1995 im Ausmaß von 100% der Vollrente zuzüglich Zusatzrente für Schwerversehrte und Kinderzuschuss für ein Kind und

b) für den Zeitraum ab 1. 10. 1995 im Ausmaß von 30% der Vollrente.

Das Mehrbegehren des Klägers auf Zuspruch einer Versehrtenrente in einem über 30% der Vollrente hinausgehenden Ausmaß ab 1. 10. 1995 wird abgewiesen.

Die beklagte Partei ist schuldig, bis zur Erlassung des die Höhe der Versehrtenrente bestimmenden Bescheides eine vorläufige Zahlung von S 14.530,80 monatlich vom 1. 12. 1994 bis 31. 12. 1994, von S 14.922,-- monatlich vom 1. 1. 1995 bis 30. 9. 1995 und von S 2.000,-- monatlich ab 1. 10. 1995 an die klagende Partei zu erbringen, wobei die bis zur Zustellung des Urteils fällig gewordenen monatlichen Beträge abzüglich bereits geleisteter Beträge binnen 14 Tagen und die zukünftig fällig werdenden Zahlungen jeweils am Monatsersten im Nachhinein an die klagende Partei zu zahlen sind.

Die beklagte Partei ist weiters schuldig, der klagenden Partei die mit S 21.428,64 (darin S 3.571,44 Umsatzsteuer) bestimmten Kosten des Verfahrens erster Instanz binnen 14 Tagen zu ersetzen."

Die beklagte Partei ist schuldig, dem Kläger die mit S 9.975,84 bestimmten Kosten des Berufungs- und Revisionsverfahrens (darin enthalten S 1.662,64 Umsatzsteuer) binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Entscheidungsgründe:

Der am 22. 5. 1967 geborene Kläger erlitt am 31.8.1994 als Polizeibeamter einen Dienstunfall.

Mit Bescheid vom 2. 4. 1997 gewährte ihm die beklagte Partei vom 1. 12. 1994 bis 30. 9. 1995 eine Versehrtenrente im Ausmaß von 100% der Vollrente einschließlich Zusatzrente für Schwerversehrte und Kinderzuschuss für ein Kind; über den 30. 9. 1995 hinaus wurde eine weitere Leistung im Hinblick auf die mit 10 v.H. eingeschätzte Minderung der Erwerbsfähigkeit abgelehnt.

Das Erstgericht sprach dem Kläger ab 1. 10. 1995 eine Versehrtenrente im Ausmaß von 30 v.H. zu.

Das Berufungsgericht verwarf die gegen dieses Urteil wegen Nichtigkeit erhobene Berufung und gab im Übrigen der Berufung nicht Folge.

Gegen dieses Urteil des Berufungsgerichts richtet sich die Revision des Klägers wegen "Nichtigkeit ... verbunden mit den Revisionsgründen gemäß § 503 Z 3 und 4 ZPO" mit dem Antrag, das angefochtene Urteil dahingehend abzuändern, dass das Ersturteil aufgehoben und die Rechtssache zur neuerlichen Verhandlung und Entscheidung an das Erstgericht zurückverwiesen wird.

Die beklagte Partei beantragt, die Revision abzuweisen.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision ist nicht berechtigt.

1. Ist das Berufungsgericht in die Prüfung der Frage einer allfälligen im erstinstanzlichen Verfahren unterlaufenen Nichtigkeit eingegangen und hat eine solche verneint, dann ist die Wahrnehmung dieser Nichtigkeit im Verfahren dritter Instanz nach ständiger Rechtsprechung nicht mehr möglich (RIS-Justiz RS0042981; SZ 68/3 mwN; Kodek in Rechberger**2 § 503 ZPO Rz 2 mwN). Dies folgt schon aus der Unanfechtbarkeit des berufungsgerichtlichen Beschlusses, mit dem die Nichtigkeitsberufung verworfen wurde (§ 519 ZPO; SZ 68/195). Dem Obersten Gerichtshof ist daher ein (neuerliches) Eingehen auf die in der Revision wiederholten Berufungsausführungen zur Nichtigkeit verwehrt.

Die Revision ist somit, soweit sie Nichtigkeit geltend macht, mit Beschluss zurückzuweisen.

2. Soweit der Kläger - zumindest implizit - auch die Revisionsgründe der Aktenwidrigkeit und der unrichtigen rechtlichen Beurteilung releviert, ist ihm zu entgegnen, dass sich Aktenwidrigkeit auf Sachverhaltsfeststellungen beziehen muss, die auf aktenwidriger Grundlage getroffen wurden. Sie kann auch dann vorliegen, wenn für eine Tatsachenfeststellung überhaupt keine beweismäßige Grundlage besteht, nicht aber dann, wenn eine allenfalls mögliche Feststellung nicht getroffen oder eine Feststellung durch Schlussfolgerung gewonnen wurde (Kodek in Rechberger**2 § 503 ZPO Rz 4 mwN).

Worin in diesem Sinn eine Aktenwidrigkeit des Berufungsurteils liegen soll, wird vom Revisionswerber nicht aufgezeigt und ist auch nicht erkennbar.

Zutreffenderweise hat das Berufungsgericht die in der Berufung enthaltene Rechtsrüge des Klägers als nicht gesetzmäßig ausgeführt beurteilt. Eine nicht gehörig ausgeführte Rechtsrüge kann nach ständiger Rechtsprechung im Revisionsverfahren nicht nachgeholt werden (RIS-Justiz RS0043573).

Somit ist der Revision ein Erfolg zu versagen. Das angefochtene Urteil ist mit der Maßgabe zu bestätigen, dass die im Bescheid der beklagten Partei vom 2. 4. 1997 enthaltene, gemäß § 71 Abs 2 ASGG als unwiderruflich anerkannt anzusehende Leistungsverpflichtung für den Zeitraum 1. 12. 1994 bis 30. 9. 1995 in den Urteilsspruch aufzunehmen ist. Dies gilt auch für die Festsetzung einer vorläufigen Zahlung, deren Höhe den im angefochtenen Bescheid genannten Ziffern entspricht.

Gemäß § 409 Abs 1 ZPO war eine 14tägige Leistungsfrist für die bis zur Zustellung dieses Urteils fällig gewordenen vorläufigen Zahlungen - soweit sie nicht bereits geleistet wurden - anzuordnen. Für die weiteren bis zur Erlassung des die Höhe der Leistung festsetzenden Bescheides fällig werdenden vorläufigen Zahlungen war im Hinblick auf die Bestimmung des § 45 Abs 1 B-KUVG, derzufolge die Renten aus der Unfallversicherung monatlich im Nachhinein am Ersten des Folgemonats ausgezahlt werden, auszusprechen, dass auch die vorläufigen Zahlungen jeweils am Ersten des Folgemonats im Nachhinein zu erbringen sind (vgl 10 ObS 45/99m und 10 ObS 256/00w).

Die Entscheidung über die Kosten des Rechtsmittelverfahrens beruht auf § 77 Abs 1 Z 2 lit a ASGG. Obzwar der Kläger mit seinen Rechtsmitteln nicht mehr erreichte als einerseits die beklagte Partei in ihrem Bescheid und andererseits das Erstgericht in seinem Urteil zugesprochen hatte, war die Einbringung der Berufung sowie der Revision im Ergebnis notwendig, da aufgrund dieser Rechtsmittel der urteilsmäßige Zuspruch der bereits im Bescheid der beklagten Partei zuerkannten Leistung erfolgte (SSV-NF 3/31, 7/46).

Anmerkung

E62433 10C01421

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:010OBS00142.01G.0522.000

Dokumentnummer

JJT_20010522_OGH0002_010OBS00142_01G0000_000