Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob98/49 4Ob228/30 6Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0019324

Geschäftszahl

2Ob98/49; 4Ob228/30; 6Ob320/59; 3Ob1/60; 6Ob331/60; 3Ob11/61; 7Ob197/64; 6Ob247/69; 5Ob157/71; 8Ob233/72; 6Ob751/78; 4Ob595/79; 7Ob1001/90; 3Ob55/98d; 6Ob286/99y; 2Ob34/07z; 3Ob187/11p; 1Ob231/13x

Entscheidungsdatum

30.03.1949

Norm

ABGB §1004
ABGB §1013
ABGB §1170
ABGB §1486 Z6

Rechtssatz

Der Honoraranspruch eines Rechtsanwaltes ist mangels einer anderen Vereinbarung so lange nicht fällig, als das Mandatsverhältnis nicht erloschen ist; der Lauf der Verjährungsfrist beginnt erst mit dem Eintritt der Fälligkeit des Anspruches (§ 1486 Z 6 ABGB).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 98/49
    Entscheidungstext OGH 30.03.1949 2 Ob 98/49
    Veröff: SZ 22/44
  • 4 Ob 228/30
    Entscheidungstext OGH 12.06.1930 4 Ob 228/30
    Veröff: SZ 12/144
  • 6 Ob 320/59
    Entscheidungstext OGH 21.10.1959 6 Ob 320/59
  • 3 Ob 1/60
    Entscheidungstext OGH 13.01.1960 3 Ob 1/60
  • 6 Ob 331/60
    Entscheidungstext OGH 21.09.1960 6 Ob 331/60
  • 3 Ob 11/61
    Entscheidungstext OGH 18.01.1961 3 Ob 11/61
    Beisatz: Siehe weiters bei § 1170 ABGB. (Fälligkeit!) (T1)
  • 7 Ob 197/64
    Entscheidungstext OGH 12.08.1964 7 Ob 197/64
    Beisatz: Steuerberater (T2)
  • 6 Ob 247/69
    Entscheidungstext OGH 26.11.1969 6 Ob 247/69
    Auch; Beis wie T2
  • 5 Ob 157/71
    Entscheidungstext OGH 15.09.1971 5 Ob 157/71
  • 8 Ob 233/72
    Entscheidungstext OGH 28.11.1972 8 Ob 233/72
  • 6 Ob 751/78
    Entscheidungstext OGH 07.12.1978 6 Ob 751/78
    Auch
  • 4 Ob 595/79
    Entscheidungstext OGH 15.04.1980 4 Ob 595/79
    Auch; Beisatz: Verpflichtung des Notars für die Beklagten solange tätig zu werden, bis die erfolgten Grundbuchsbeschlüsse rechtskräftig waren, sodann ist über diesen Zeitpunkt hinaus eine Frist zur Verfassung der Kostennote einzuräumen. (T3)
  • 7 Ob 1001/90
    Entscheidungstext OGH 22.03.1990 7 Ob 1001/90
    Auch
  • 3 Ob 55/98d
    Entscheidungstext OGH 27.05.1998 3 Ob 55/98d
    nur: Der Honoraranspruch eines Rechtsanwaltes ist mangels einer anderen Vereinbarung so lange nicht fällig, als das Mandatsverhältnis nicht erloschen ist. (T4) Veröff: SZ 71/95
  • 6 Ob 286/99y
    Entscheidungstext OGH 13.07.2000 6 Ob 286/99y
    Vgl auch; Beisatz: Erbringt der Rechtsanwalt eine größere Zahl von Einzelleistungen und steht das Entgelt nicht von vorneherein fest, wird das Honorar erst mit Übermittlung der Honorarnote fällig, außer der Klient hat die Honorarforderung anerkannt oder auf deren Detaillierung verzichtet. (T5)
  • 2 Ob 34/07z
    Entscheidungstext OGH 23.03.2007 2 Ob 34/07z
  • 3 Ob 187/11p
    Entscheidungstext OGH 14.12.2011 3 Ob 187/11p
    Vgl auch
  • 1 Ob 231/13x
    Entscheidungstext OGH 23.01.2014 1 Ob 231/13x
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1949:RS0019324

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.03.2014

Dokumentnummer

JJR_19490330_OGH0002_0020OB00098_4900000_001

Rechtssatz für 1Ob121/54 1Ob830/54 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0019330

Geschäftszahl

1Ob121/54; 1Ob830/54; 4Ob518/75; 6Ob626/77; 6Ob751/78; 1Ob641/83; 3Ob55/98d; 6Ob286/99y; 2Ob107/01a; 2Ob34/07z; 1Ob220/08x; 3Ob92/12v; 10Ob50/14x; 7Ob190/14p; 1Ob12/16w

Entscheidungsdatum

24.02.1954

Norm

ABGB §1004
ABGB §1170

Rechtssatz

Die Kostenforderung eines Rechtsanwaltes wird im allgemeinen mit der Beendigung seiner Tätigkeit fällig. Wenn es sich aber um eine größere Zahl von Einzelleistungen handelt, das darauf entfallende Entgelt nicht von vornherein feststeht, und der Schuldner die detaillierte Darstellung der einzelnen Leistungen und Kostenbeträge dem Rechtsanwalt gegenüber begehrt, wozu er berechtigt ist, wird die Forderung erst mit dem Zeitpunkt fällig, zu dem der Gläubiger nach der tatsächlichen Lage der Dinge imstande war, die Kostennote zu legen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 121/54
    Entscheidungstext OGH 24.02.1954 1 Ob 121/54
    Beisatz: Zur Verjährung siehe bei §§ 1013, 1486 ABGB. (T1) Veröff: SZ 27/49
  • 1 Ob 830/54
    Entscheidungstext OGH 26.01.1955 1 Ob 830/54
    nur: Die Kostenforderung eines Rechtsanwaltes wird im allgemeinen mit der Beendigung seiner Tätigkeit fällig. (T2)
  • 4 Ob 518/75
    Entscheidungstext OGH 08.04.1975 4 Ob 518/75
    nur T2; Beisatz: Falls keine besondere Vereinbarung getroffen wurde erst nach Legung der Kostennote fällig. (T3)
  • 6 Ob 626/77
    Entscheidungstext OGH 31.08.1977 6 Ob 626/77
    nur T2
  • 6 Ob 751/78
    Entscheidungstext OGH 07.12.1978 6 Ob 751/78
    Auch
  • 1 Ob 641/83
    Entscheidungstext OGH 01.06.1983 1 Ob 641/83
    Auch
  • 3 Ob 55/98d
    Entscheidungstext OGH 27.05.1998 3 Ob 55/98d
    Veröff: SZ 71/95
  • 6 Ob 286/99y
    Entscheidungstext OGH 13.07.2000 6 Ob 286/99y
    Auch; Beisatz: Erbringt der Rechtsanwalt eine größere Zahl von Einzelleistungen und steht das Entgelt nicht von vorneherein fest, wird das Honorar erst mit Übermittlung der Honorarnote fällig, außer der Klient hat die Honorarforderung anerkannt oder auf deren Detaillierung verzichtet. Eine ordnungsgemäße Honorarnote liegt vor, wenn unter Berücksichtigung der Art und des Umfanges der Tätigkeit sowie des Einblickes des Klienten dieser ausreichend über die Berechnungsunterlagen informiert wird. Sie hat nach den Grundsätzen der ordentlichen Rechnungslegung alle Angaben zu enthalten, die eine Überprüfung der Angemessenheit des Entgelts zulassen. (T4)
  • 2 Ob 107/01a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2002 2 Ob 107/01a
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 2 Ob 34/07z
    Entscheidungstext OGH 23.03.2007 2 Ob 34/07z
    nur T2
  • 1 Ob 220/08x
    Entscheidungstext OGH 30.06.2009 1 Ob 220/08x
    Vgl auch; Beis wie T4 nur: Erbringt der Rechtsanwalt eine größere Zahl von Einzelleistungen und steht das Entgelt nicht von vorneherein fest, wird das Honorar erst mit Übermittlung der Honorarnote fällig, außer der Klient hat die Honorarforderung anerkannt oder auf deren Detaillierung verzichtet. (T5)
  • 3 Ob 92/12v
    Entscheidungstext OGH 11.07.2012 3 Ob 92/12v
    Auch; Auch Beis wie T4; Beis wie T5; Veröff: SZ 2012/71
  • 10 Ob 50/14x
    Entscheidungstext OGH 26.08.2014 10 Ob 50/14x
    Vgl
  • 7 Ob 190/14p
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 190/14p
    Auch; Beis wie T5
  • 1 Ob 12/16w
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 1 Ob 12/16w
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0019330

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.04.2016

Dokumentnummer

JJR_19540224_OGH0002_0010OB00121_5400000_001

Rechtssatz für 8Ob103/62 6Ob626/77 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0019630

Geschäftszahl

8Ob103/62; 6Ob626/77; 5Ob587/78; 5Ob650/78; 6Ob751/78; 3Ob527/81; 3Ob522/82; 2Ob583/85; 3Ob543/95; 6Ob286/99y; 1Ob220/08x; 5Ob14/13i; 3Ob144/13t; 10Ob50/14x; 1Ob12/16w

Entscheidungsdatum

08.05.1962

Norm

ABGB §1002
ABGB §1486 Z6

Rechtssatz

Das Mandat endet entweder mit der Erfüllung seines Zweckes oder aus anderen Gründen, wie Tod des Beauftragten, Kündigung und Widerruf. Mit der Beendigung wird das Entgelt, das dem Beauftragten zusteht, fällig und erst von diesem Zeitpunkt an beginnt die Verjährungsfrist zu laufen. Bei einer Dauervertretung können verschiedene Verjährungsfristen in Betracht kommen, wenn der ständig zugezogene Anwalt verschiedene Causen zu erledigen hatte, die in keinem inneren Zusammenhang miteinander stehen. Es liegen in einem solchen Fall mehrere miteinander nicht zusammenhängende Aufträge vor. Für jedes dieser Vertragsverhältnisse läuft bezüglich der dem Beauftragten zustehenden Honoraransprüche eine eigene Verjährungsfrist.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 103/62
    Entscheidungstext OGH 08.05.1962 8 Ob 103/62
  • 6 Ob 626/77
    Entscheidungstext OGH 31.08.1977 6 Ob 626/77
    nur: Bei einer Dauervertretung können verschiedene Verjährungsfristen in Betracht kommen, wenn der ständig zugezogene Anwalt verschiedene Causen zu erledigen hatte, die in keinem inneren Zusammenhang miteinander stehen. Es liegen in einem solchen Fall mehrere miteinander nicht zusammenhängende Aufträge vor. Für jedes dieser Vertragsverhältnisse läuft bezüglich der dem Beauftragten zustehenden Honoraransprüche eine eigene Verjährungsfrist. (T1)
    Beisatz: Verjährung ist in jedem einzelnen Fall gesondert zu prüfen. (T2)
  • 5 Ob 587/78
    Entscheidungstext OGH 14.07.1978 5 Ob 587/78
    nur T1
  • 5 Ob 650/78
    Entscheidungstext OGH 26.09.1978 5 Ob 650/78
    nur T1
  • 6 Ob 751/78
    Entscheidungstext OGH 07.12.1978 6 Ob 751/78
    nur T1
  • 3 Ob 527/81
    Entscheidungstext OGH 16.09.1981 3 Ob 527/81
    nur T1
  • 3 Ob 522/82
    Entscheidungstext OGH 12.05.1982 3 Ob 522/82
    nur: Das Mandat endet entweder mit der Erfüllung seines Zweckes oder aus anderen Gründen, wie Tod des Beauftragten, Kündigung und Widerruf. Mit der Beendigung wird das Entgelt, das dem Beauftragten zusteht, fällig und erst von diesem Zeitpunkt an beginnt die Verjährungsfrist zu laufen. (T3)
  • 2 Ob 583/85
    Entscheidungstext OGH 08.10.1985 2 Ob 583/85
    nur: Mit der Beendigung wird das Entgelt, das dem Beauftragten zusteht, fällig und erst von diesem Zeitpunkt an beginnt die Verjährungsfrist zu laufen. (T4)
    Veröff: JBl 1986,452
  • 3 Ob 543/95
    Entscheidungstext OGH 28.06.1995 3 Ob 543/95
    Auch; Beisatz: Stehen mehrere Rechtssachen in einem so engen Zusammenhang, dass sie als Ganzes zu betrachten sind, so beginnt die Verjährungsfrist nicht zu laufen, ehe alle Rechtssachen abgeschlossen sind (so schon SZ 27/49). (T5)
  • 6 Ob 286/99y
    Entscheidungstext OGH 13.07.2000 6 Ob 286/99y
    Auch; Beis wie T5
  • 1 Ob 220/08x
    Entscheidungstext OGH 30.06.2009 1 Ob 220/08x
  • 5 Ob 14/13i
    Entscheidungstext OGH 28.08.2013 5 Ob 14/13i
    Auch; Beis wie T5
  • 3 Ob 144/13t
    Entscheidungstext OGH 29.10.2013 3 Ob 144/13t
    Vgl auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Werkvertrag über Maler‑ und Spachtelarbeiten. (T6)
  • 10 Ob 50/14x
    Entscheidungstext OGH 26.08.2014 10 Ob 50/14x
    Auch; Beis wie T5
  • 1 Ob 12/16w
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 1 Ob 12/16w
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1962:RS0019630

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.04.2016

Dokumentnummer

JJR_19620508_OGH0002_0080OB00103_6200000_001

Rechtssatz für 6Ob84/65 8Ob74/67 6Ob24...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021821

Geschäftszahl

6Ob84/65; 8Ob74/67; 6Ob248/69; 5Ob278/69; 8Ob147/70; 8Ob177/70; 8Ob204/70; 6Ob100/71; 6Ob281/71; 1Ob185/73; 5Ob237/73; 7Ob179/75; 1Ob646/76; 3Ob259/75; 4Ob536/77; 7Ob684/77; 5Ob687/78; 7Ob746/78; 1Ob700/79; 8Ob511/79; 5Ob571/79; 1Ob515/81; 7Ob535/81; 5Ob677/81; 5Ob639/82; 3Ob609/82; 1Ob526/83; 5Ob15/82; 6Ob760/82; 7Ob632/83; 8Ob588/85; 3Ob632/85; 2Ob588/87; 1Ob512/88; 1Ob644/88; 4Ob630/88; 4Ob573/89 (4Ob1529/89); 7Ob620/95; 7Ob624/95; 2Ob2375/96w; 10Ob2417/96f; 1Ob2303/96z; 4Ob2265/96h; 2Ob2254/96a; 6Ob286/99y; 1Ob144/00h; 1Ob261/00i; 4Ob48/02s; 2Ob107/01a; 1Ob53/03f; 7Ob319/03t; 2Ob154/07x; 2Ob63/08s; 3Ob200/08w; 9Ob10/09z; 5Ob113/09t; 8Ob114/11i; 7Ob138/12p; 9Ob79/14d; 3Ob113/15m; 6Ob236/15x; 5Ob138/15b; 1Ob60/17f; 3Ob106/18m; 4Ob166/18t; 4Ob113/20a; 9ObA81/20g

Entscheidungsdatum

24.03.1965

Norm

ABGB §1170
ABGB §1486 Z1

Rechtssatz

Wurde der Werklohn nicht im Vorhinein fix vereinbart, so wird er nicht mit der Vollendung des Werkes, sondern erst mit der Rechnungszumittlung fällig, was allerdings innerhalb verkehrsüblicher Frist geschehen muss. Mit der Fälligkeit beginnt sodann der Lauf der Verjährungsfrist.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 84/65
    Entscheidungstext OGH 24.03.1965 6 Ob 84/65
    Veröff: SZ 38/44 = EvBl 1966/5 S 16 = JBl 1966,250 (mit Besprechung von Wahle)
  • 8 Ob 74/67
    Entscheidungstext OGH 04.04.1967 8 Ob 74/67
    Veröff: SZ 40/44
  • 6 Ob 248/69
    Entscheidungstext OGH 22.10.1969 6 Ob 248/69
    Vgl; Beisatz: Die Verjährung beginnt - mangels anderer Vereinbarung - grundsätzlich mit dem Zeitpunkt, in dem die Forderung geltend gemacht werden kann. (T1)
  • 5 Ob 278/69
    Entscheidungstext OGH 29.10.1969 5 Ob 278/69
    Beisatz: Ausdrückliche Ablehnung der Ansicht Wahles in JBl 1966,259. (T2) Veröff: JBl 1970,314
  • 8 Ob 147/70
    Entscheidungstext OGH 23.06.1970 8 Ob 147/70
    Veröff: SZ 43/112
  • 8 Ob 177/70
    Entscheidungstext OGH 15.09.1970 8 Ob 177/70
  • 8 Ob 204/70
    Entscheidungstext OGH 06.10.1970 8 Ob 204/70
    Beis wie T2; Veröff: EvBl 1971/119 S 209
  • 6 Ob 100/71
    Entscheidungstext OGH 05.05.1971 6 Ob 100/71
    nur: Wurde der Werklohn nicht im Vorhinein fix vereinbart, so wird er nicht mit der Vollendung des Werkes, sondern erst mit der Rechnungszumittlung fällig. (T3); Beis wie T1
  • 6 Ob 281/71
    Entscheidungstext OGH 24.11.1971 6 Ob 281/71
    nur T3; Beis wie T1
  • 1 Ob 185/73
    Entscheidungstext OGH 17.10.1973 1 Ob 185/73
  • 5 Ob 237/73
    Entscheidungstext OGH 12.12.1973 5 Ob 237/73
    Veröff: EvBl 1974/158 S 350
  • 7 Ob 179/75
    Entscheidungstext OGH 16.10.1975 7 Ob 179/75
  • 1 Ob 646/76
    Entscheidungstext OGH 30.06.1976 1 Ob 646/76
  • 3 Ob 259/75
    Entscheidungstext OGH 06.07.1976 3 Ob 259/75
    Beisatz: Ausnahme von dieser Regel dann, wenn eine andere Vereinbarung oder eine abweichende Verkehrsübung die Annahme einer späteren Fälligkeit rechtfertigt. (T4)
  • 4 Ob 536/77
    Entscheidungstext OGH 27.09.1977 4 Ob 536/77
    Beis wie T1; Beisatz: Fälle, in denen die Höhe des Entgeltes noch nicht bekannt ist, weil der ziffernmäßige Betrag erst errechnet und bekanntgegeben werden muss. (T5)
  • 7 Ob 684/77
    Entscheidungstext OGH 10.11.1977 7 Ob 684/77
    nur T3
  • 5 Ob 687/78
    Entscheidungstext OGH 28.11.1978 5 Ob 687/78
  • 7 Ob 746/78
    Entscheidungstext OGH 11.01.1979 7 Ob 746/78
  • 1 Ob 700/79
    Entscheidungstext OGH 03.09.1979 1 Ob 700/79
  • 8 Ob 511/79
    Entscheidungstext OGH 14.09.1979 8 Ob 511/79
    Vgl; Beis wie T1; Veröff: SZ 52/137 = EvBl 1980/50 S 180 = JBl 1980,149
  • 5 Ob 571/79
    Entscheidungstext OGH 06.11.1979 5 Ob 571/79
    nur T3; Beis wie T1; Beisatz: Wenn vor Werksvollendung ein bestimmter Betrag weder gefordert noch bezahlt werden konnte; Verjährung bei ungebührlicher Verzögerung der Rechnungslegung. (T6)
  • 1 Ob 515/81
    Entscheidungstext OGH 18.03.1981 1 Ob 515/81
    Beis wie T5; Beisatz: Indexsteigerung, Umsatzsteuerbestimmungen. (T7) Veröff: SZ 54/35 = MietSlg 33249
  • 7 Ob 535/81
    Entscheidungstext OGH 07.05.1981 7 Ob 535/81
  • 5 Ob 677/81
    Entscheidungstext OGH 26.01.1982 5 Ob 677/81
    nur T3; Beis wie T5; Beis wie T6 nur: Wenn vor Werksvollendung ein bestimmter Betrag weder gefordert noch bezahlt werden konnte. (T8)
  • 5 Ob 639/82
    Entscheidungstext OGH 29.06.1982 5 Ob 639/82
    Beisatz: Maßgeblich ist der Zeitpunkt, in dem eine Rechnungslegung objektiv möglich wäre. (T9)
  • 3 Ob 609/82
    Entscheidungstext OGH 15.12.1982 3 Ob 609/82
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 526/83
    Entscheidungstext OGH 09.03.1983 1 Ob 526/83
    nur T3
  • 5 Ob 15/82
    Entscheidungstext OGH 22.03.1983 5 Ob 15/82
    Auch
  • 6 Ob 760/82
    Entscheidungstext OGH 29.09.1983 6 Ob 760/82
  • 7 Ob 632/83
    Entscheidungstext OGH 16.02.1984 7 Ob 632/83
    nur T3; Veröff: JBl 1984,671 = RdW 1984,310
  • 8 Ob 588/85
    Entscheidungstext OGH 10.10.1985 8 Ob 588/85
    Auch; Beis wie T6 nur: Verjährung bei ungebührlicher Verzögerung der Rechnungslegung. (T10); Beis wie T9
  • 3 Ob 632/85
    Entscheidungstext OGH 19.03.1986 3 Ob 632/85
    Auch; Beisatz: Hier: Auch bei Abgehen von einer Pauschalpreisvereinbarung wegen Nichterbringung aller davon erfasster Leistungen aber zusätzlicher Bestellung anderer. (T11) Veröff: JBl 1986,450
  • 2 Ob 588/87
    Entscheidungstext OGH 11.12.1987 2 Ob 588/87
    Vgl; Beisatz: Das Entgelt wird bei Ablieferung des Werkes fällig und ist binnen angemessener Frist in Rechnung zu stellen. (T12) Veröff: WBl 1988,205
  • 1 Ob 512/88
    Entscheidungstext OGH 10.02.1988 1 Ob 512/88
  • 1 Ob 644/88
    Entscheidungstext OGH 09.11.1988 1 Ob 644/88
    Beis wie T1; Beis wie T9; Veröff: SZ 61/233
  • 4 Ob 630/88
    Entscheidungstext OGH 13.12.1988 4 Ob 630/88
    nur T3; Beis wie T4
  • 4 Ob 573/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 4 Ob 573/89
    nur T3; Beis wie T5
  • 7 Ob 620/95
    Entscheidungstext OGH 21.02.1996 7 Ob 620/95
    Auch; Beis wie T9, Beisatz: Die Verkehrsübung hängt von den Umständen des Einzelfalles, nämlich etwa von der Geschäftsbranche, dem Umfang der geleisteten Arbeiten, der Saison, einer allfälligen Gepflogenheit zwischen den Parteien und dergleichen ab. (T13)
  • 7 Ob 624/95
    Entscheidungstext OGH 21.02.1996 7 Ob 624/95
    Auch; Beis wie T12
  • 2 Ob 2375/96w
    Entscheidungstext OGH 14.11.1996 2 Ob 2375/96w
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 10 Ob 2417/96f
    Entscheidungstext OGH 11.02.1997 10 Ob 2417/96f
    Auch; Beisatz: Wurde aber ein Zeitpunkt für die Rechnungslegung vereinbart, so ist dieser Zeitpunkt für den Beginn der Verjährung maßgebend. (T14)
  • 1 Ob 2303/96z
    Entscheidungstext OGH 25.10.1996 1 Ob 2303/96z
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T10; Beis wie T13; Beisatz: Es lässt sich keine allgemein gültige Frist festlegen, nach deren Verstreichen die Verjährung jedenfalls beginnt. (T15)
  • 4 Ob 2265/96h
    Entscheidungstext OGH 12.11.1996 4 Ob 2265/96h
    Beis wie T9; Beis wie T10
  • 2 Ob 2254/96a
    Entscheidungstext OGH 21.04.1998 2 Ob 2254/96a
    Auch; Beis wie T13 nur: Die Verkehrsübung hängt etwa von der Geschäftsbranche, dem Umfang der geleisteten Arbeiten, der Saison, einer allfälligen Gepflogenheit zwischen den Parteien und dergleichen ab. (T16); Beis wie T15; Veröff: SZ 71/69
  • 6 Ob 286/99y
    Entscheidungstext OGH 13.07.2000 6 Ob 286/99y
    Vgl auch; Beisatz: Diese Grundsätze gelten auch für die Honorarnote des Rechtsanwaltes. (T17)
  • 1 Ob 144/00h
    Entscheidungstext OGH 06.10.2000 1 Ob 144/00h
    Auch; Beisatz: Noch ausständige Gegenleistungen (die Umsatzsteuer), sind - wenn infolge des (Teil-)Rücktritts keine weiteren Werkleistungen mehr zu erbringen sind - erst mit der Schlussrechnung einforderbar. (T18)
  • 1 Ob 261/00i
    Entscheidungstext OGH 28.11.2000 1 Ob 261/00i
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T9; Beis wie T17
  • 4 Ob 48/02s
    Entscheidungstext OGH 13.03.2002 4 Ob 48/02s
    Vgl auch; Beisatz: Ist der Unternehmer jedoch mit der Rechnungslegung oder der Verbesserung (dem Nachtrag des Fehlenden) säumig, so beginnt die Verjährung schon in dem Zeitpunkt zu laufen, in welchem dem Unternehmer die Zumittlung der Rechnung oder die Mängelbehebung objektiv möglich gewesen wäre. Dieser herrschenden Auffassung liegt die Erwägung zugrunde, dass der Unternehmer die Fälligkeit und damit den Beginn der Verjährung nicht willkürlich durch Verzögerung der Rechnungslegung beziehungsweise der Verbesserung nach seinem Belieben hinausschieben und damit den Zweck insbesondere der kurzen Verjährung, die baldige Klarstellung des rechtlichen Bestandes von Forderungen des täglichen Lebens zur Vermeidung der sonst besonders großen Beweisschwierigkeiten, zunichte machen darf. (T19)
  • 2 Ob 107/01a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2002 2 Ob 107/01a
    Vgl auch; Beis wie T17
  • 1 Ob 53/03f
    Entscheidungstext OGH 25.03.2003 1 Ob 53/03f
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T19
  • 7 Ob 319/03t
    Entscheidungstext OGH 17.03.2004 7 Ob 319/03t
    Beis wie T19
  • 2 Ob 154/07x
    Entscheidungstext OGH 30.08.2007 2 Ob 154/07x
    Auch; nur T3; Beis wie T9
  • 2 Ob 63/08s
    Entscheidungstext OGH 13.11.2008 2 Ob 63/08s
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Fälligstellung von Betriebskosten- und Abgabenanteilen durch den Untervermieter. (T20)
  • 3 Ob 200/08w
    Entscheidungstext OGH 25.02.2009 3 Ob 200/08w
    Beis wie T14
  • 9 Ob 10/09z
    Entscheidungstext OGH 01.04.2009 9 Ob 10/09z
    Vgl auch; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Nachforderung aus Betriebskostenabrechnung. (T21)
  • 5 Ob 113/09t
    Entscheidungstext OGH 24.11.2009 5 Ob 113/09t
    Vgl; nur ähnlich T3; Bem: Zu den Anforderungen an die Rechnungslegung siehe RS0021908. (T22)
  • 8 Ob 114/11i
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 8 Ob 114/11i
    Auch
  • 7 Ob 138/12p
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 7 Ob 138/12p
    Auch; Auch Beis wie T19
  • 9 Ob 79/14d
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 9 Ob 79/14d
    Auch; nur T3
  • 3 Ob 113/15m
    Entscheidungstext OGH 17.06.2015 3 Ob 113/15m
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T14
  • 6 Ob 236/15x
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 6 Ob 236/15x
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T9; Beis wie T19
  • 5 Ob 138/15b
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 5 Ob 138/15b
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T19
  • 1 Ob 60/17f
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 1 Ob 60/17f
    Vgl auch; Beis wie T17
  • 3 Ob 106/18m
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 106/18m
  • 4 Ob 166/18t
    Entscheidungstext OGH 23.10.2018 4 Ob 166/18t
    Beis wie T14; Beis wie T19
  • 4 Ob 113/20a
    Entscheidungstext OGH 11.08.2020 4 Ob 113/20a
  • 9 ObA 81/20g
    Entscheidungstext OGH 29.09.2020 9 ObA 81/20g
    Vgl; Beis wie T19; Beisatz: Hier: § 29 Abs 2 AngG. (T23)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0021821

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.03.2021

Dokumentnummer

JJR_19650324_OGH0002_0060OB00084_6500000_001

Rechtssatz für 4Ob73/66 5Ob157/71 8Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021878

Geschäftszahl

4Ob73/66; 5Ob157/71; 8Ob233/72; 1Ob139/73; 6Ob626/77; 5Ob587/78; 5Ob650/78; 6Ob751/78; 4Ob595/79; 4Ob575/80; 7Ob535/81; 3Ob522/82; 1Ob641/83; 5Ob1521/85; 3Ob543/95; 3Ob55/98d; 6Ob286/99y; 1Ob261/00i; 8Ob289/00h; 1Ob28/02b; 9Ob51/03w; 2Ob34/07z; 1Ob4/07f; 8Ob162/08v; 1Ob220/08x; 4Ob121/09m; 5Ob14/13i; 3Ob144/13t; 1Ob231/13x; 10Ob50/14x; 7Ob190/14p; 1Ob12/16w; 8Ob140/19z

Entscheidungsdatum

12.12.1966

Norm

ABGB §1170
ABGB §1486 Z6
MaklerG §11

Rechtssatz

Für den Beginn der Verjährung des Anwaltshonorars ist die Beendigung des Auftragsverhältnisses in einer bestimmten Rechtssache maßgebend. Solange der Anwalt noch in die Lage kommen kann, pflichtgemäß im Interesse seines Klienten in dieser Rechtssache tätig zu werden, ist das Mandatsverhältnis nicht erloschen und daher auch die Fälligkeit des Honoraranspruches nicht eingetreten.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 73/66
    Entscheidungstext OGH 12.12.1966 4 Ob 73/66
    Veröff: SZ 39/211
  • 5 Ob 157/71
    Entscheidungstext OGH 15.09.1971 5 Ob 157/71
  • 8 Ob 233/72
    Entscheidungstext OGH 28.11.1972 8 Ob 233/72
  • 1 Ob 139/73
    Entscheidungstext OGH 05.09.1973 1 Ob 139/73
    Veröff: SZ 46/83
  • 6 Ob 626/77
    Entscheidungstext OGH 31.08.1977 6 Ob 626/77
  • 5 Ob 587/78
    Entscheidungstext OGH 14.07.1978 5 Ob 587/78
  • 5 Ob 650/78
    Entscheidungstext OGH 26.09.1978 5 Ob 650/78
  • 6 Ob 751/78
    Entscheidungstext OGH 07.12.1978 6 Ob 751/78
    Beisatz: Wenn ein Rechtsanwalt bei einer Dauervertretung verschiedene Causen zu erledigen hat, die in keinem engen inneren Zusammenhang miteinander stehen, liegen mehrere miteinander nicht zusammenhängende Aufträge vor, sodass für den Honoraranspruch aus jedem der Auftragsverhältnisse eine eigene Verjährungsfrist läuft. (T1)
  • 4 Ob 595/79
    Entscheidungstext OGH 15.04.1980 4 Ob 595/79
    Beisatz: Verpflichtung des Notars, für die Beklagten solange tätig zu werden, bis die erfolgten Grundbuchsbeschlüsse rechtskräftig waren, sodann ist über diesen Zeitpunkt hinaus eine Frist zur Verfassung der Kostennote einzuräumen. (T2)
  • 4 Ob 575/80
    Entscheidungstext OGH 07.04.1981 4 Ob 575/80
  • 7 Ob 535/81
    Entscheidungstext OGH 07.05.1981 7 Ob 535/81
  • 3 Ob 522/82
    Entscheidungstext OGH 12.05.1982 3 Ob 522/82
  • 1 Ob 641/83
    Entscheidungstext OGH 01.06.1983 1 Ob 641/83
    Beis wie T2
  • 5 Ob 1521/85
    Entscheidungstext OGH 02.07.1985 5 Ob 1521/85
  • 3 Ob 543/95
    Entscheidungstext OGH 28.06.1995 3 Ob 543/95
  • 3 Ob 55/98d
    Entscheidungstext OGH 27.05.1998 3 Ob 55/98d
    Auch; nur: Solange der Anwalt noch in die Lage kommen kann, pflichtgemäß im Interesse seines Klienten in dieser Rechtssache tätig zu werden, ist das Mandatsverhältnis nicht erloschen und daher auch die Fälligkeit des Honoraranspruches nicht eingetreten. (T3)
    Veröff: SZ 71/95
  • 6 Ob 286/99y
    Entscheidungstext OGH 13.07.2000 6 Ob 286/99y
    Beis wie T1; Beisatz: Erbringt der Rechtsanwalt eine größere Zahl von Einzelleistungen und steht das Entgelt nicht von vorneherein fest, wird das Honorar erst mit Übermittlung der Honorarnote fällig, außer der Klient hat die Honorarforderung anerkannt oder auf deren Detaillierung verzichtet. (T4)
  • 1 Ob 261/00i
    Entscheidungstext OGH 28.11.2000 1 Ob 261/00i
    Beisatz: Hier: Gleiches muss auch für den Architekten (Ziviltechniker) gelten. (T5)
  • 8 Ob 289/00h
    Entscheidungstext OGH 25.01.2001 8 Ob 289/00h
    Auch; nur T3
  • 1 Ob 28/02b
    Entscheidungstext OGH 22.03.2002 1 Ob 28/02b
    nur T3
  • 9 Ob 51/03w
    Entscheidungstext OGH 04.06.2003 9 Ob 51/03w
    Vgl; Beisatz: Hier: § 11 MaklerG. (T6)
    Beisatz: Indem § 11 MaklerG auf den Abschluss "des vermittelten Geschäfts" abstellt, wird klargestellt, dass es stets auf das Zustandekommen jedes einzelnen Vertrags ankommt, und zwar ohne Rücksicht darauf, ob sich der Makler allenfalls um den Abschluss weiterer Verträge bemühen sollte. (T7)
  • 2 Ob 34/07z
    Entscheidungstext OGH 23.03.2007 2 Ob 34/07z
    Auch; nur: Für den Beginn der Verjährung des Anwaltshonorars ist die Beendigung des Auftragsverhältnisses in einer bestimmten Rechtssache maßgebend. (T8)
  • 1 Ob 4/07f
    Entscheidungstext OGH 03.05.2007 1 Ob 4/07f
    Beisatz: Hier dadurch, dass der Rechtsanwalt entsprechend der Vereinbarung allenfalls auch noch Jahre später weitere Exekutionsschritte setzt. (T9)
  • 8 Ob 162/08v
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 8 Ob 162/08v
    Auch; nur T8; Beis wie T1; Beisatz: In diesem Sinn stehen in einem engen Zusammenhang alle Leistungen, die der Durchsetzung oder der Abwehr ein- und desselben Anspruchs dienen. Die Verjährung der Honorarforderungen eines Rechtsanwalts aus diesen in einem derart engen Zusammenhang stehenden Leistungen tritt daher nur gemeinsam ein. (T10)
    Beisatz: Hier: Auftrag zur Vertretung im Zusammenhang mit der Übertragung eines Klientenstocks; gemeinsame Verjährung der daraus resultierenden Honorarforderungen des Rechtsanwalts bejaht. (T11)
  • 1 Ob 220/08x
    Entscheidungstext OGH 30.06.2009 1 Ob 220/08x
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 121/09m
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 4 Ob 121/09m
    Beisatz: Hier: Vertretung in einem Verlassenschaftsverfahren und einem Erbrechtsprozess. (T12)
  • 5 Ob 14/13i
    Entscheidungstext OGH 28.08.2013 5 Ob 14/13i
  • 3 Ob 144/13t
    Entscheidungstext OGH 29.10.2013 3 Ob 144/13t
    Vgl; Beisatz: Hier: Werkvertrag über Maler‑ und Spachtelarbeiten. (T13)
  • 1 Ob 231/13x
    Entscheidungstext OGH 23.01.2014 1 Ob 231/13x
    Auch
  • 10 Ob 50/14x
    Entscheidungstext OGH 26.08.2014 10 Ob 50/14x
    Beis ähnlich wie T9; Beis wie T10
  • 7 Ob 190/14p
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 190/14p
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 1 Ob 12/16w
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 1 Ob 12/16w
  • 8 Ob 140/19z
    Entscheidungstext OGH 14.04.2020 8 Ob 140/19z
    nur T3; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0021878

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.05.2020

Dokumentnummer

JJR_19661212_OGH0002_0040OB00073_6600000_001

Rechtssatz für 8Ob296/67 6Ob286/99y 6O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0025587

Geschäftszahl

8Ob296/67; 6Ob286/99y; 6Ob69/12h; 9Ob4/12x; 4Ob262/14d; 1Ob60/17f; 6Ob37/18m

Entscheidungsdatum

07.11.1967

Norm

ABGB §1152 B
ABGB §1170

Rechtssatz

Der Werklohn ist bei Vereinbarung eines Pauschalbetrages von vornherein bestimmt und bedarf zur Fälligkeit keiner Rechnung. Ansonsten hat der Unternehmer darzutun, was er geleistet und demnach zu fordern hat (vgl SZ 27/49, SZ 23/26). Erfolgt diese Spezifizierung der Leistungen im Laufes des Verfahrens, wird erst damit der Werklohn fällig.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 296/67
    Entscheidungstext OGH 07.11.1967 8 Ob 296/67
  • 6 Ob 286/99y
    Entscheidungstext OGH 13.07.2000 6 Ob 286/99y
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Honorarnote eines Rechtsanwaltes. (T1)
  • 6 Ob 69/12h
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 6 Ob 69/12h
    Beisatz: Es trifft nicht zu, dass die Behebung einer mangelhaften Rechnungslegung im Prozess den Eintritt der Fälligkeit im Zeitpunkt der Klagseinbringung bewirkt. (T2)
  • 9 Ob 4/12x
    Entscheidungstext OGH 22.08.2012 9 Ob 4/12x
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 262/14d
    Entscheidungstext OGH 20.01.2015 4 Ob 262/14d
    Auch
  • 1 Ob 60/17f
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 1 Ob 60/17f
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 37/18m
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 6 Ob 37/18m
    Auch; nur: Der Werklohn ist bei Vereinbarung eines Pauschalbetrags von vornherein bestimmt und bedarf zur Fälligkeit keiner Rechnung. (T3); Beisatz: Bei einem Pauschalhonorar eines Rechtsanwalts besteht keine Abrechnungspflicht gegenüber dem eigenen Mandanten. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1967:RS0025587

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19671107_OGH0002_0080OB00296_6700000_001

Rechtssatz für 8Ob147/70 8Ob511/79 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0034154

Geschäftszahl

8Ob147/70; 8Ob511/79; 3Ob632/85; 1Ob565/92; 1Ob614/93; 6Ob286/99y; 13Bkd4/07; 9Ob10/09z; 4Ob166/18t

Entscheidungsdatum

23.06.1970

Norm

ABGB §1486 Z1

Rechtssatz

Das Vorliegen einer den Bestimmungen der Gewerbeordnung entsprechenden Berechtigung ist für die Anwendbarkeit der Bestimmung des § 1486 Z 1 ABGB nicht Voraussetzung. Das Verlangen des Beklagten, den durch Rechnungszumittlung geforderten Betrag näher zu detaillieren, schiebt den Beginn des Laufes der Verjährungsfrist nicht hinaus.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 147/70
    Entscheidungstext OGH 23.06.1970 8 Ob 147/70
    Veröff: SZ 43/112
  • 8 Ob 511/79
    Entscheidungstext OGH 14.09.1979 8 Ob 511/79
    nur: Das Vorliegen einer den Bestimmungen der Gewerbeordnung entsprechenden Berechtigung ist für die Anwendbarkeit der Bestimmung des § 1486 Z 1 ABGB nicht Voraussetzung. (T1) Veröff: SZ 52/137 = EvBl 1980/50 S 180 = JBl 1980,149 = ImmZ 1980,220 (zustimmend Anmerkung von Call)
  • 3 Ob 632/85
    Entscheidungstext OGH 19.03.1986 3 Ob 632/85
    nur: Das Verlangen des Beklagten, den durch Rechnungszumittlung geforderten Betrag näher zu detaillieren, schiebt den Beginn des Laufes der Verjährungsfrist nicht hinaus. (T2) Veröff: JBl 1986,450
  • 1 Ob 565/92
    Entscheidungstext OGH 29.01.1993 1 Ob 565/92
    nur T1
  • 1 Ob 614/93
    Entscheidungstext OGH 19.04.1994 1 Ob 614/93
    nur T1
  • 6 Ob 286/99y
    Entscheidungstext OGH 13.07.2000 6 Ob 286/99y
    nur T2; Beisatz: Fehlt eine Vereinbarung über den Zeitpunkt der Rechnungslegung, beginnt die Verjährungsfrist zu laufen, wenn die Rechnungslegung unter Einhaltung einer für die Erstellung der Rechnung angemessenen Frist objektiv möglich gewesen wäre. Diese Grundsätze gelten auch für die Honorarnote des Rechtsanwaltes. (T3)
  • 13 Bkd 4/07
    Entscheidungstext OGH 25.02.2008 13 Bkd 4/07
    Auch; Beis wie T3
  • 9 Ob 10/09z
    Entscheidungstext OGH 01.04.2009 9 Ob 10/09z
    Vgl auch; Beis wie T3 nur: Fehlt eine Vereinbarung über den Zeitpunkt der Rechnungslegung, beginnt die Verjährungsfrist zu laufen, wenn die Rechnungslegung unter Einhaltung einer für die Erstellung der Rechnung angemessenen Frist objektiv möglich gewesen wäre. (T4); Beisatz: Hier: Nachforderung aus Betriebskostenabrechnung. (T5)
  • 4 Ob 166/18t
    Entscheidungstext OGH 23.10.2018 4 Ob 166/18t
    Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0034154

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.11.2018

Dokumentnummer

JJR_19700623_OGH0002_0080OB00147_7000000_001

Rechtssatz für 7Ob521/80 4Ob124/80 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0034954

Geschäftszahl

7Ob521/80; 4Ob124/80; 6Ob604/84 (6Ob605/84); 4Ob333/87; 4Ob525/92; 1Ob1724/95; 6Ob286/99y; 2Ob107/01a; 6Ob147/02i; 8Ob149/02y; 1Ob290/03h; 6Ob234/04m; 2Ob196/08z; 8Ob129/08s; 5Ob142/09g; 7Ob156/10g; 5Ob29/19d

Entscheidungsdatum

13.03.1980

Norm

ABGB §1497 III
ZPO §48
ZPO §142

Rechtssatz

Für eine Unterbrechung der Verjährung ist nur das tatsächlich und eindeutig erhobene Klagebegehren zu berücksichtigen. Dabei wird der geltend gemachte Anspruch durch den Urteilsantrag umschrieben, der bei Geldschulden ziffernmäßig genau bestimmt sein muss.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 521/80
    Entscheidungstext OGH 13.03.1980 7 Ob 521/80
  • 4 Ob 124/80
    Entscheidungstext OGH 14.10.1980 4 Ob 124/80
    Veröff: ZAS 1981,143 (mit Anmerkung von Ballon) = DRdA 1982,47
  • 6 Ob 604/84
    Entscheidungstext OGH 27.11.1986 6 Ob 604/84
    Auch
  • 4 Ob 333/87
    Entscheidungstext OGH 05.05.1987 4 Ob 333/87
    Auch; Beisatz: Sind nur Daten ergänzungsbedürftig (hier: von Wettbewerbsverstößen), kann diese Unvollständigkeit im Rahmen der materiellen Prozessleitung ohne weiteres behoben werden, ohne dass die Unterbrechungswirkung beeinträchtigt ist. "Autobusfahrer - Ruhezeit" (T1) Veröff: ÖBl 1988,17
  • 4 Ob 525/92
    Entscheidungstext OGH 07.04.1992 4 Ob 525/92
    Vgl; Beisatz: Die nachträgliche Ergänzung der mangelhaften Klage wirkt vielmehr auf den Zeitpunkt der Klageeinbringung zurück. (T2)
  • 1 Ob 1724/95
    Entscheidungstext OGH 19.12.1995 1 Ob 1724/95
    Auch; Beisatz: Jede Klage unterbricht die laufende Verjährung nur soweit, als der Anspruch der Höhe nach geltend gemacht wurde. Belangen im Sinne des § 1497 ABGB ist nur die unbedingt wirksame Geltendmachung des (bei Geldschulden) bezifferten Klagsanspruchs. (T3)
  • 6 Ob 286/99y
    Entscheidungstext OGH 13.07.2000 6 Ob 286/99y
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3; Beisatz: Der Einwand der mangelnden Fälligkeit einer Forderung wegen nicht ordnungsgemäßer Rechnungslegung ist unbeachtlich, wenn die der Rechnung ursprünglich anhaftenden Mängel im Zuge des Rechtsstreites behoben werden. (T4); Beisatz: Rechtsfolge einer derart ergänzungsbedürftigen Klage, deren Unvollständigkeit (hier: über Auftrag des Gerichtes) behoben wurde, ist nicht die fehlende Unterbrechungswirkung, sondern allenfalls eine Kostenseparation gemäß § 142 in Verbindung mit § 48 ZPO. (T5)
  • 2 Ob 107/01a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2002 2 Ob 107/01a
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 6 Ob 147/02i
    Entscheidungstext OGH 11.07.2002 6 Ob 147/02i
    Auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 149/02y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2002 8 Ob 149/02y
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 1 Ob 290/03h
    Entscheidungstext OGH 18.03.2004 1 Ob 290/03h
    Auch; Beis ähnlich wie T2
  • 6 Ob 234/04m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 6 Ob 234/04m
    Auch; Beisatz: Wird ein Anspruch erst mit der Änderung einer Klage geltend gemacht, dann entscheidet für die Unterbrechungswirkung im Sinn des § 1497 ABGB nicht die Einbringung der ursprünglichen Klage, sondern das Wirksamwerden der Änderung der Klage. (T6)
  • 2 Ob 196/08z
    Entscheidungstext OGH 30.10.2008 2 Ob 196/08z
    Vgl; Beis wie T2; Auch Beis wie T5
  • 8 Ob 129/08s
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 8 Ob 129/08s
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Die Unterbrechungswirkung tritt bereits mit der Klage ein, selbst wenn diese etwa wegen eines unbestimmten, aber bezifferten Klagebegehrens (1 Ob 290/03h, wobei vorweg nicht ersichtlich war, ob unter dem Rechtsgrund des Schadenersatzes der Nichterfüllungs- oder der Vertrauensschaden begehrt wurde) oder wegen Fehlens einer näheren Aufschlüsselung (so auch schon 2 Ob 107/01a) verbessert wird, und die Unterbrechungswirkung des § 1497 ABGB bei bloßer Vervollständigung ergänzungsbedürftigen Klagevorbringens nicht wegfällt (so auch schon 1 Ob 290/03h). (T7); Beisatz: Wurden Art und Ausmaß der Investitionen in der fristgerecht eingebrachten Klage im Wesentlichen dargestellt und das Gesamtbegehren auch entsprechend beziffert, so ist dies ausreichend und damit fristwahrend im Sinne des § 1097 ABGB. Eine weitergehende Detaillierung(spflicht) bereits in der Klage zu verlangen, würde eine durch den Gesetzeszweck des § 1097 ABGB nicht gerechtfertigte Überspannung der Anforderungen an eine „ordnungsgemäße" Klagsführung im Sinne des § 1497 ABGB bedeuten. (T8)
  • 5 Ob 142/09g
    Entscheidungstext OGH 01.09.2009 5 Ob 142/09g
    Vgl; Beis wie T2
  • 7 Ob 156/10g
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 7 Ob 156/10g
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Außerstreitiges Unterhaltsverfahren; § 9 AußStrG. (T9)
  • 5 Ob 29/19d
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 5 Ob 29/19d
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0034954

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19800313_OGH0002_0070OB00521_8000000_001

Rechtssatz für 3Ob632/85 4Ob630/88 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022017

Geschäftszahl

3Ob632/85; 4Ob630/88; 8Ob508/89; 4Ob573/89 (4Ob1529/89); 1Ob608/92; 1Ob509/94; 6Ob286/99y; 8Ob149/02y; 13Bkd4/07; 5Ob113/09t

Entscheidungsdatum

19.03.1986

Norm

ABGB §1170

Rechtssatz

Eine ordentliche Rechnungslegung hat alle Angaben zu enthalten, die eine Überprüfung der Angemessenheit (§ 1152 ABGB) zulassen. Der Besteller, der Baukosten zu zahlen hat, kann deshalb auf einer ordnungsgemäß zusammengestellten, vollständigen Rechnung bestehen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 632/85
    Entscheidungstext OGH 19.03.1986 3 Ob 632/85
    Veröff: JBl 1986,450
  • 4 Ob 630/88
    Entscheidungstext OGH 13.12.1988 4 Ob 630/88
    nur: Eine ordentliche Rechnungslegung hat alle Angabe zu enthalten, die eine Überprüfung der Angemessenheit (§ 1152 ABGB) zulassen. (T1)
  • 8 Ob 508/89
    Entscheidungstext OGH 31.05.1989 8 Ob 508/89
    nur T1; Veröff: SZ 62/102 = AnwBl 1990,45 (Pritz)
  • 4 Ob 573/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 4 Ob 573/89
    nur T1; Beisatz: Das gilt auch für andere (als Werklohnforderungen) Forderungen, deren Höhe der Schuldner nicht kennen kann (so etwa auch für Kaufpreisforderungen: EvBl 1983/148). (T2)
  • 1 Ob 608/92
    Entscheidungstext OGH 11.11.1992 1 Ob 608/92
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 509/94
    Entscheidungstext OGH 25.01.1994 1 Ob 509/94
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 286/99y
    Entscheidungstext OGH 13.07.2000 6 Ob 286/99y
    nur T1; Beisatz: Eine ordnungsgemäße Honorarnote liegt vor, wenn unter Berücksichtigung der Art und des Umfanges der Tätigkeit sowie des Einblickes des Klienten dieser ausreichend über die Berechnungsunterlagen informiert wird. (T3)
  • 8 Ob 149/02y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2002 8 Ob 149/02y
    Vgl auch
  • 13 Bkd 4/07
    Entscheidungstext OGH 25.02.2008 13 Bkd 4/07
    nur T1; Beis wie T3
  • 5 Ob 113/09t
    Entscheidungstext OGH 24.11.2009 5 Ob 113/09t
    Vgl; nur ähnlich T1; Bem: Zu den Anforderungen an die Rechnungslegung siehe RS0021908. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0022017

Zuletzt aktualisiert am

19.03.2010

Dokumentnummer

JJR_19860319_OGH0002_0030OB00632_8500000_001

Rechtssatz für 1Ob509/94 4Ob252/98g 1O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017592

Geschäftszahl

1Ob509/94; 4Ob252/98g; 1Ob39/99p; 6Ob286/99y; 8Ob8/01m; 2Ob107/01a; 8Ob149/02y; 13Bkd4/07; 5Ob113/09t; 8Ob114/11i; 9Ob4/12x; 10Ob12/14h; 4Ob128/14y; 9Ob79/14d; 1Ob161/14d; 1Ob139/16x; 1Ob60/17f; 10Ob81/18m; 7Ob124/19i; 1Ob40/20v; 4Ob113/20a

Entscheidungsdatum

25.01.1994

Norm

ABGB §904 I
ABGB §1413
ABGB §1170
EGZPO ArtXLII Da

Rechtssatz

Wo die Ermittlung des Entgeltanspruches nach der Natur des Geschäftes und den Umständen des Falles eine genaue Abrechnung der erbrachten Leistungen und aufgewendeten Kosten voraussetzt, ist die Fälligkeit des Entgeltes mit der ordnungsgemäßen Rechnungslegung verknüpft.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 509/94
    Entscheidungstext OGH 25.01.1994 1 Ob 509/94
  • 4 Ob 252/98g
    Entscheidungstext OGH 29.09.1998 4 Ob 252/98g
    Auch
  • 1 Ob 39/99p
    Entscheidungstext OGH 27.04.1999 1 Ob 39/99p
  • 6 Ob 286/99y
    Entscheidungstext OGH 13.07.2000 6 Ob 286/99y
    Vgl auch; Beisatz: Erbringt der Rechtsanwalt eine größere Zahl von Einzelleistungen und steht das Entgelt nicht von vorneherein fest, wird das Honorar erst mit Übermittlung der Honorarnote fällig, außer der Klient hat die Honorarforderung anerkannt oder auf deren Detaillierung verzichtet. (T1); Beisatz: Eine ordnungsgemäße Honorarnote liegt vor, wenn unter Berücksichtigung der Art und des Umfanges der Tätigkeit sowie des Einblickes des Klienten dieser ausreichend über die Berechnungsunterlagen informiert wird. Sie hat nach den Grundsätzen der ordentlichen Rechnungslegung alle Angaben zu enthalten, die eine Überprüfung der Angemessenheit des Entgelts zulassen. (T2)
  • 8 Ob 8/01m
    Entscheidungstext OGH 25.01.2001 8 Ob 8/01m
  • 2 Ob 107/01a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2002 2 Ob 107/01a
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 8 Ob 149/02y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2002 8 Ob 149/02y
    Auch
  • 13 Bkd 4/07
    Entscheidungstext OGH 25.02.2008 13 Bkd 4/07
    Auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 113/09t
    Entscheidungstext OGH 24.11.2009 5 Ob 113/09t
    Bem: Zu den Anforderungen an die Rechnungslegung siehe RS0021908. (T3)
  • 8 Ob 114/11i
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 8 Ob 114/11i
    Auch
  • 9 Ob 4/12x
    Entscheidungstext OGH 22.08.2012 9 Ob 4/12x
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1
  • 10 Ob 12/14h
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 10 Ob 12/14h
  • 4 Ob 128/14y
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 128/14y
  • 9 Ob 79/14d
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 9 Ob 79/14d
    Vgl auch
  • 1 Ob 161/14d
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 161/14d
  • 1 Ob 139/16x
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 139/16x
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Auskunftsanspruch nach Art XLII EGZPO. (T4)
  • 1 Ob 60/17f
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 1 Ob 60/17f
  • 10 Ob 81/18m
    Entscheidungstext OGH 26.03.2019 10 Ob 81/18m
  • 7 Ob 124/19i
    Entscheidungstext OGH 28.08.2019 7 Ob 124/19i
  • 1 Ob 40/20v
    Entscheidungstext OGH 26.03.2020 1 Ob 40/20v
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Betriebskostenrückforderung. (T5)
  • 4 Ob 113/20a
    Entscheidungstext OGH 11.08.2020 4 Ob 113/20a

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0017592

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.10.2020

Dokumentnummer

JJR_19940125_OGH0002_0010OB00509_9400000_001

Rechtssatz für 6Ob286/99y 10Ob10/10h 5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0113956

Geschäftszahl

6Ob286/99y; 10Ob10/10h; 5Ob16/19t

Entscheidungsdatum

13.07.2000

Norm

ABGB §1497 III
ZPO §48
ZPO §142

Rechtssatz

Rechtsfolge einer derart ergänzungsbedürftigen Klage, deren Unvollständigkeit (hier: über Auftrag des Gerichtes) behoben wurde, ist nicht die fehlende Unterbrechungswirkung, sondern allenfalls eine Kostenseparation gemäß § 142 iVm § 48 ZPO.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 286/99y
    Entscheidungstext OGH 13.07.2000 6 Ob 286/99y
  • 10 Ob 10/10h
    Entscheidungstext OGH 13.04.2010 10 Ob 10/10h
    Vgl; Veröff: SZ 2010/34
  • 5 Ob 16/19t
    Entscheidungstext OGH 13.06.2019 5 Ob 16/19t
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113956

Im RIS seit

12.08.2000

Zuletzt aktualisiert am

08.08.2019

Dokumentnummer

JJR_20000713_OGH0002_0060OB00286_99Y0000_001

Entscheidungstext 6Ob286/99y

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

6Ob286/99y

Entscheidungsdatum

13.07.2000

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Hofrat des Obersten Gerichtshofes Dr. Schiemer als Vorsitzenden sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Huber, Dr. Prückner, Dr. Schenk und Dr. Hopf als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Dr. Anton P*****, vertreten durch Dr. Manfred Ainedter und Dr. Friedrich Trappel, Rechtsanwälte in Wien, gegen die beklagte Partei Dr. Michael S*****, vertreten durch Dr. Ernst Brunner, Rechtsanwalt in Wien, wegen 123.926,35 S über die Revision der klagenden Partei gegen das Endurteil des Oberlandesgerichtes Wien als Berufungsgericht vom 25. März 1999, GZ 15 R 29/99s-92, mit dem das Teilurteil des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien vom 25. November 1998, GZ 6 Cg 11/97z-86, abgeändert wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Der Revision wird Folge gegeben.

Das Endurteil des Berufungsgerichtes wird aufgehoben.

Die Rechtssache wird an das Berufungsgericht zur neuerlichen Entscheidung zurückverwiesen.

Die Kosten des Revisionsverfahrens sind weitere Kosten des Berufungsverfahrens.

Text

Begründung:

Der klagende Rechtsanwalt vertrat den Beklagten in mehreren Verfahren betreffend dessen Mietwohnung. Das gegen den Beklagten geführte Kündigungsverfahren wurde am 23. 9. 1986 rechtskräftig erledigt. Im Räumungsstreit fand am 21. 4. 1987 die zwangsweise Räumung statt. Ein danach noch ergangener Beschluss, mit dem die Kosten der betreibenden Partei bestimmt wurden, ist seit 3. 11. 1987 rechtskräftig. In einem weiteren Verfahren vor einer Schlichtungsstelle des Wiener Magistrates trat am 29. 7. 1987 Ruhen ein. Das Verfahren über die gegen den Beklagten erhobene Mietzinsklage wurde mit Entscheidung des Obersten Gerichtshofes vom 29. 9. 1987, die dem Kläger als Rechtsvertreter des Beklagten am 7. 10. 1988 zugestellt wurde, beendet. Von einem am 30. 9. 1987 zwischen dem Beklagten und seinem Vermieter außergerichtlich geschlossenen Generalvergleich wurde der Kläger nicht verständigt. Anlässlich eines Gespräches am 30. 12. 1988 machte der Kläger gegenüber dem Beklagten und dessen Vater eine nicht näher aufgeschlüsselte Honorarforderung von rund 150.000 S geltend, ohne eine Honorarnote zu legten.

Mit der am 4. 10. 1991 eingebrachten Klage begehrte der Kläger 152.724,50 S mit der Behauptung, er habe den Beklagten in mehreren langjährigen Verfahren vertreten. Der Klagebetrag wurde in der Klage nicht aufgeschlüsselt.

Der Beklagte wendete ein, das Honorar des Klägers sei vereinbarungsgemäß durch Bauleistungen seines Vaters an der Villa des Klägers abgegolten worden. Der Beklagte sei passiv nicht legitimiert, weil Auftraggeber des Beklagten nicht der Kläger, sondern sein Vater gewesen sei. Zudem seien die Honorarforderungen verjährt, und zwar teilweise bereits deshalb, weil einige Verfahren mehr als drei Jahre vor Klageeinbringung beendet worden seien. Aber auch in Ansehung des zuletzt beendeten Verfahrens sei Verjährung eingetreten, weil erstmals am 4. 9. 1992 eine detaillierte Honorarnote gelegt worden sei. Hilfsweise wendete der Beklagte eine ihm zedierte Schadenersatzforderung seines Vaters gegen den Kläger von zumindest 200.000 S aufrechnungsweise ein.

Der Kläger bestritt dieses Vorbringen und die eingewendete Gegenforderung.

Auf Aufforderung des Erstgerichtes in der Tagsatzung vom 19. 5. 1992 legte der Kläger mit am 8. 9. 1992 eingelangtem und dem Beklagten am 17. 9. 1992 zugestellten Schriftsatz detaillierte Kostennoten für die vier genannten Verfahren vor, die sich auf insgesamt 153.393,76 S belaufen. Nach Vorliegen des vom Erstgericht eingeholten Sachverständigengutachtens schränkte der Kläger sein Klagebegehren auf insgesamt 123.926,35 S ein.

Das Erstgericht erkannte mit "Zwischenurteil" (richtig: Teilurteil) die (eingeschränkte) Klageforderung als zu Recht bestehend und behielt die Entscheidung über das Zinsenbegehren und "die eingewendeten Gegenforderungen" der Endentscheidung vor. Es stellte zusammenfassend weiters fest:

Als der Beklagte, der damals Student war, eine gerichtliche Kündigung sowie eine Mietzinsklage erhielt, suchte er gemeinsam mit seinem Vater am 9. 9. 1982 den Kläger auf, mit dem sein Vater damals gut befreundet war. Im Zuge der Besprechung wurde dem Kläger der Auftrag erteilt, den Beklagten in den Verfahren anwaltlich zu vertreten und die Verfahren möglichst bis zum Studienende des Beklagten zu verschleppen. Der Beklagte unterfertigte das Vollmachtsformular, in dem unter anderem auf die Verpflichtung des Unterzeichners hingewiesen wurde, das Anwaltshonorar zu berichtigen. Über die Entlohnung des Klägers wurde nicht gesprochen. Es wurde auch nicht erörtert, wer der Auftraggeber sein sollte. Es war aber allen Beteiligten klar, dass die Leistungen des Klägers nicht unentgeltlich waren und der Beklagte derjenige sein solle, der eine allfällige Honorarforderung des Klägers zu bezahlen habe. Es kann nicht festgestellt werden, dass sich der Vater des Beklagten zur Zahlung des Honorares verpflichtet oder mit dem Kläger vereinbart hätte, die Honorarforderung dadurch abzugelten, dass der Vater des Beklagten Bauschäden an der Villa des Klägers behebt. Mit Schreiben vom 13. 2. 1989 übermittelte der Vater des Beklagten dem Kläger eine Aufstellung über die geleisteten Bauarbeiten an der Villa des Klägers. Darin ist ein Endbetrag von 123.464 S ausgewiesen.

Das Erstgericht beurteilte diesen Sachverhalt rechtlich dahin, dass dem Kläger ein Anspruch auf das angemessene Entgelt für Vertretungsleistungen zustehe. Der Verjährungseinwand sei nicht berechtigt, weil die einzelnen Verfahren, in denen der Kläger den Beklagten vertreten habe, in einem derart engen Zusammenhang gestanden seien, dass die Ausstellung einer Honorarnote erst mit dem Abschluss des letzten noch offenen Verfahrens in Frage gekommen sei. Die Verjährung habe daher insgesamt erst im November 1988 zu laufen begonnen und sei durch die Klageeinbringung am 4. 10. 1991 unterbrochen worden.

Das Berufungsgericht änderte dieses Urteil mit Endurteil im klageabweisenden ab. Das Verfahren sei ungeachtet der Mängel- und Beweisrüge der Berufung auf Grund des berechtigten Verjährungseinwandes des Beklagten spruchreif.

Die dreijährige Verjährungsfrist des § 1486 Z 6 ABGB sei zum Zeitpunkt der Fälligstellung der Forderung durch Übermittlung detaillierter Honorarnoten (am 17. 9. 1992) bereits lange abgelaufen gewesen. Bei der Obliegenheit zur detaillierten und nachvollziehbaren Rechnungslegung handle es sich nicht um ein bloßes Formalerfordernis; vielmehr werde eine derartige Nachvollziehbarkeit vor allem deshalb gefordert, um dem Schuldner überhaupt eine Überprüfung der erhobenen Entgeltansprüche zu ermöglichen. Solange der Schuldner eine diesen Erfordernissen entsprechende Abrechnung nicht erhalten habe, könne er daher seine Zahlung mit dem Hinweis auf die aus diesem Grund noch nicht eingetretene Fälligkeit des Entgeltanspruches verweigern. Bejahe man ein Interesse des Schuldners, unaufgeschlüsselt erhobene Forderungen nicht zahlen zu müssen, solange ihm eine Überprüfung objektiv nicht möglich sei, so dürfe dieser Gedanke auch im Zusammenhang mit verjährungsrechtlichen Bestimmungen nicht außer Acht gelassen werden. Auch wenn § 1497 ABGB ganz allgemein bestimme, dass die Verjährung durch die Einbringung einer Klage (und deren gehörige Fortsetzung) unterbrochen werde, so könne dies für jene Fälle nicht gelten, in denen die Forderung mangels detaillierter Rechnungslegung vorher noch nicht fällig gewesen und auch die Klageerhebung nicht geeignet sei, den Eintritt der Fälligkeit herbeizuführen. Nach herrschender Auffassung sollten die gesetzlichen Verjährungsvorschriften vor allem allzu großen Beweisschwierigkeiten vorbeugen, die durchaus auch auf Seiten des Beklagten auftreten könnten, der allenfalls nach Ablauf einer längeren Zeitspanne maßgebliche Unterlagen vernichtet oder sich sonstiger Beweismittel begeben habe. Schließlich werde in der Verjährung auch ein erzieherisches Druckmittel zur Vermeidung von Nachlässigkeiten in der Rechtsausübung gesehen. Diese Erwägungen sprächen durchaus dagegen, in einem Fall wie dem vorliegenden die bloße Tatsache der Klageführung als Unterbrechungsgrund ausreichen zu lassen. Überhaupt erscheine es widersinnig, eine Klage, die zum Zeitpunkt ihrer Gerichts- bzw Streitanhängigkeit - hier wegen mangelnder Fälligkeit - abgewiesen werden müsste, dann als zur Unterbrechung der Verjährung geeignet zu betrachten, wenn eine Klageabweisung entgegen der materiellen Rechtslage nicht erfolgt und dieser materielle Mangel erst nach Ablauf der Verjährungsfrist (durch Fälligstellung) saniert werde. Wäre es zu einer Klageabweisung (wegen mangelnder Fälligkeit) gekommen, könnte der Beklagte einer neuerlichen Klage nach Fälligstellung die Verjährungseinrede zweifellos erfolgreich entgegenhalten.

Die ordentliche Revision sei zulässig, weil eine Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes zur Frage der Verjährung bei Klageeinbringung innerhalb der Verjährungsfrist, aber Aufschüsselung der Honoraransprüche erst nach deren Ablauf, fehle.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision des Klägers ist aus dem vom Berufungsgericht genannten Grund zulässig. Sie ist auch berechtigt.

Wie die Vorinstanzen zutreffend ausführten, verjährt die Forderung des Klägers auf Entlohnung seiner Leistungen und Ersatz seiner Auslagen gemäß § 1486 Z 6 ABGB in drei Jahren. Für den Beginn der Verjährung des Anwaltshonorars ist die Beendigung des Auftragsverhältnisses in einer bestimmten Rechtssache maßgebend. Solange der Rechtsanwalt noch in die Lage kommen kann, pflichtgemäß im Interesse seines Klienten in dieser Rechtssache tätig zu werden, ist das Mandatsverhältnis nicht erloschen und daher auch die Fälligkeit des Honoraranspruches nicht eingetreten (stRspr: SZ 39/211 uva, zuletzt SZ 71/95; RIS-Justiz RS0021878). Stehen mehrere Rechtssachen in einem so engen Zusammenhang, dass sie als Ganzes zu betrachten sind, so beginnt die Verjährungsfrist nicht zu laufen, ehe alle Rechtssachen abgeschlossen sind. Jedenfalls wird der Anspruch des Rechtsanwaltes auf Entlohnung und Ersatz der Barauslagen fällig und beginnt die Verjährungsfrist daher zu laufen, wenn das Vertragsverhältnis aufgelöst wird (3 Ob 543/95 mwN).

In einem engen Zusammenhang der angeführten Art stehen alle hier in Betracht kommenden Leistungen des Klägers, dienten sie doch insgesamt dem den Intentionen des Beklagten und seines Vaters bei Auftragserteilung an den Kläger entsprechenen Ziel, dem Beklagten die Mietwohnung möglichst lange, und zwar bis zum Ende dessen Studiums zu erhalten und alle auf Beendigung des Mietverhältnisses gerichtete Schritte des Vermieters abzuwehren. Um den Erhalt der Mietwohnung unter den bisherigen Bedingungen sicherzustellen, war es auch notwendig, der Mietzinsklage und damit der Möglichkeit, den Kündigungsgrund der Nichtzahlung des Mietzines oder einen allenfalls hierauf gestützten Räumungsanspruch geltend zu machen. Wie das Erstgericht zutreffend ausführte, begann daher die Verjährungsfrist für den Anspruch auf Entlohnung des Klägers betreffend alle Verfahren, in denen er den Beklagten auftragsgemäß vertrat, nicht vor Zustellung des Urteiles des Obersten Gerichtshofes im Mietzinsstreit am 7. 10. 1988 zu laufen, weil der Kläger vom Generalvergleich zwischen dem Vermieter und dem Beklagten keine Kenntnis hatte und somit bis dahin nicht feststand, ob nicht doch noch weitere anwaltliche Leistungen in diesem Verfahren zu erbringen sein werden.

Im vorliegenden Fall hatte der Kläger den Beklagten in mehreren Verfahren zu vertreten und, wie sich aus den (erst) im Lauf des Verfahrens gelegten Kostennoten ergibt, eine Fülle von Einzelleistungen zu erbringen, die von vorneherein in keiner Weise absehbar waren. Erbringt der Rechtsanwalt eine größere Zahl von Einzelleistungen und steht - wie hier - das Entgelt nicht von vorneherein fest, wird das Honorar erst mit Übermittlung der Honorarnote fällig (1 Ob 509/94 = RdW 1994, 311 mwN), außer der Klient hat - anders als hier - die Honorarforderung anerkannt oder auf deren Detaillierung verzichtet (AnwBl 1992, 115). Eine ordnungsgemäße Honorarnote liegt vor, wenn unter Berücksichtigung der Art und des Umfanges der Tätigkeit sowie des Einblickes des Klienten dieser ausreichend über die Berechnungsunterlagen informiert wird. Sie hat nach den Grundsätzen der ordentlichen Rechnungslegung alle Angaben zu enthalten, die eine Überprüfung der Angemessenheit des Entgelts zulassen (8 Ob 508/89 = AnwBl 1990, 45; RdW 1994, 311 mwN).

Weder die Bekanntgabe des Pauschalhonorars anlässlich der Besprechung vom 30. 12. 1988 noch die Klage, in der auch in der Klageerzählung bloß eine Pauschalsumme ohne weitere Aufschlüsselung genannt wurde, erfüllten die Erfordernisse einer die Fälligkeit bewirkenden Honorarnote.

Nach ständiger Rechtsprechung kann der Werkunternehmer den Beginn der Verjährungsfrist durch verspätete Rechnungslegung nicht beliebig hinauszögern. Fehlt eine Vereinbarung über den Zeitpunkt der Rechnungslegung, beginnt die Verjährungsfrist zu laufen, wenn die Rechnungslegung unter Einhaltung einer für die Erstellung der Rechnung angemessenen Frist objektiv möglich gewesen wäre (SZ 38/44 uva). Selbst ein Verlangen, die übermittelte Rechnung näher zu detaillieren, zögert den Beginn der Verjährung nicht hinaus (SZ 43/112; JBl 1986, 450 ua; RIS-Justiz RS0034154). Diese Grundsätze gelten auch für die Honorarnote des Rechtsanwaltes (SZ 27/49; RdW 1994, 311).

Die Vorinstanzen gehen nun unbekämpft davon aus, dass dem Kläger die Legung einer Honorarnote, und zwar nunmehr in allen Verfahren, spätestens im November 1988, möglich gewesen wäre. Auch der Kläger räumt in seiner Revision ein, dass er eine Honorarabrechnung spätestens im November 1988 hätte erstellen können. Der Beginn der Verjährungsfrist ist daher für sämtliche Honoraransprüche bei der hier zu bejahenden Annahme eines einheitlichen Auftrages für alle Verfahren mit November 1988 anzusetzen. Eine ordnungsgemäße Abrechnung ist aber erst im Laufe des vorliegenden Verfahrens im September 1992, somit nach Ablauf der dreijährigen Verjährungsfrist des § 1486 Z 6 ABGB erfolgt.

Dieser Umstand steht jedoch entgegen der Ansicht des Berufungsgerichtes der im § 1497 ABGB normierten Unterbrechungswirkung der noch innerhalb der Verjährungsfrist eingebrachten Klage nicht entgegen:

Nach ständiger Rechtsprechung muss eine die Verjährung unterbrechende Klage ordnungsgemäß sein (SZ 51/122 ua). Es ist nur das tatsächlich und eindeutig erhobene Klagebegehren zu berücksichtigen (7 Ob 521/80;

vgl dazu auch Mader in Schwimann2, 1497 ABGB Rz 19 mwN). Jede Klage

unterbricht die laufende Verjährung insoweit, als der Anspruch der

Höhe nach geltend gemacht wurde. "Belangen" iSd § 1497 ABGB ist nur

die unbedingt wirksame Geltendmachung des (bei Geldschulden)

bezifferten Klageanspruches (1 Ob 1724/95 mwN). Sind nur Daten

ergänzungsbedürftig, kann diese Unvollständigkeit (auch nach

materieller Prozessleitung) ohne weiteres behoben werden, ohne dass

indes die Unterbrechungswirkung beeinträchtigt wäre (4 Ob 333/87 =

ÖBl 1988, 17). Die nachträgliche Ergänzung der mangelhaften Klage

wirkt vielmehr auf den Zeitpunkt der Klageeinbringung zurück (4 Ob

525/92). Der Oberste Gerichtshof hat auch bereits mehrfach

ausgesprochen, dass der Einwand der mangelnden Fälligkeit einer

Forderung wegen nicht ordnungsgemäßer Rechnungslegung unbeachtlich

ist, wenn die der Rechnung ursprünglich anhaftenden Mängel im Zuge

des Rechtsstreites behoben werden (5 Ob 43/92 = RdW 1992, 400; 1 Ob

509/94; 8 Ob 140/97i; 1 Ob 39/99t = RdW 1999, 715 mwN).

Im vorliegenden Fall war die noch innerhalb der Verjährungsfrist eingebrachte Klage schlüssig. Der Beklagte wurde durch die unbedingt wirksame Geltendmachung des genau bezifferten Geldanspruches im Sinne des § 1497 ABGB "belangt". Dass die Klage insoweit ergänzungsbedürftig war, weil es an einer Aufschlüsselung des Klagebetrages fehlte, hätte daher die Unterbrechungswirkung der Klage nur dann beseitigt, wenn dieser Mangel - hier: trotz richterlicher Anleitung - nicht beseitigt worden wäre. Da aber die mangelnde Fälligkeit des Klageanspruches vom Beklagten hier gar nicht eingewendet wurde (mit Ausnahme der begehrten Verzugszinsen) und der Kläger in Erfüllung des entsprechenden Gerichtsauftrages die Klage durch Vorlage der Kostennoten und entsprechende Aufschlüsselung seines Begehrens sanierte, wurde die Verjährungsfrist durch die Klageeinbringung unterbrochen.

Rechtsfolge einer derart ergänzungsbedürftigen Klage, deren Unvollständigkeit (hier: über Auftrag des Gerichtes) behoben wurde, ist nicht die fehlende Unterbrechungswirkung, sondern allenfalls eine Kostenseparation gemäß § 142 iVm § 48 ZPO.

Da sich das Berufungsgericht auf Grund seiner vom erkennenden Senat nicht geteilten Rechtsansicht, dass der Klageanspruch verjährt und schon deshalb abzuweisen sei, mit der in der Berufung geltend gemachten Mängel- und Beweisrüge, die entscheidungswesentliche Sachverhaltsfeststellungen betrifft, nicht befasste, ist eine abschließende rechtliche Beurteilung der Rechtssache noch nicht möglich. Das Berufungsgericht wird daher die vom Beklagten geltend gemachten Berufungsgründe der Mangelhaftigkeit des Verfahrens erster Instanz und der unrichtigen Tatsachenfeststellung auf Grund unrichtiger Beweiswürdigung zu behandeln und eine neuerliche Entscheidung zu fällen haben.

Der Kostenvorbehalt gründet sich auf § 52 ZPO.

Anmerkung

E58685 06A02869

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:0060OB00286.99Y.0713.000

Dokumentnummer

JJT_20000713_OGH0002_0060OB00286_99Y0000_000