Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob193/78 3Ob660/81 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022813

Geschäftszahl

2Ob193/78; 3Ob660/81; 6Ob625/84; 1Ob44/89; 1Ob15/92; 1Ob601/92; 1Ob22/92; 2Ob557/93; 1Ob20/93; 1Ob8/95; 1Ob13/95; 1Ob22/95; 1Ob2192/96a; 1Ob10/96; 1Ob2312/96y; 4Ob2259/96a; 7Ob47/97f; 1Ob2309/96g; 1Ob2406/96x; 1Ob77/97y; 1Ob152/97b; 3Ob505/96; 1Ob146/98x; 1Ob320/97h; 9Ob69/98g; 1Ob214/98x; 1Ob95/99y; 1Ob103/99z; 1Ob191/99s; 1Ob272/99b; 1Ob79/00z; 7Ob132/00p; 1Ob257/00a; 1Ob36/01b; 7Ob127/01d; 1Ob313/01p; 4Ob236/02p; 1Ob148/02z; 2Ob110/03w; 3Ob25/03b; 2Ob230/04v; 2Ob287/04a; 1Ob97/07g; 5Ob171/09x; 5Ob247/09y; 2Ob156/10w; 1Ob210/10d; 4Ob71/11m; 1Ob95/12w; 7Ob48/12b; 1Ob208/12p; 2Ob6/13s; 1Ob184/12h; 3Ob90/13a; 1Ob218/14m; 1Ob171/14z; 6Ob53/15k; 1Ob106/15t; 4Ob192/15m; 9ObA17/16i; 1Ob21/16v; 6Ob229/16v; 1Ob73/16s; 7Ob28/18w; 4Ob158/17i; 3Ob127/18z; 6Ob17/21z

Entscheidungsdatum

12.06.1979

Norm

ABGB §1295 Ia2
ABGB §1311 IIa

Rechtssatz

Nach der Lehre vom Schutzzweck der Norm steht nur dem unmittelbar Geschädigten ein Ersatzanspruch zu. Die Verursachung eines Vermögensschadens macht daher nur dann ersatzpflichtig, wenn sich die Rechtswidrigkeit der Schädigung zum Beispiel aus der Verletzung vertraglicher Pflichten, aus der Verletzung absoluter Rechte oder aus der Übertretung von Schutzgesetzen ableiten lässt.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 193/78
    Entscheidungstext OGH 12.06.1979 2 Ob 193/78
    Veröff: SZ 52/93
  • 3 Ob 660/81
    Entscheidungstext OGH 10.03.1982 3 Ob 660/81
    Auch; nur: Die Verursachung eines Vermögensschadens macht daher nur dann ersatzpflichtig, wenn sich die Rechtswidrigkeit der Schädigung zB aus der Verletzung vertraglicher Pflichten, aus der Verletzung absoluter Rechte oder aus der Übertretung von Schutzgesetzen ableiten lässt. (T1)
    Beisatz: Durch die falsche Ausstellung von Sparbüchern begangener Betrug bzw Untreue. (T2)
  • 6 Ob 625/84
    Entscheidungstext OGH 05.06.1986 6 Ob 625/84
    Auch; nur T1; Beisatz: Bei Schutznormübertretungen nur, wenn als Schutzzweck einer bestimmten Norm die Hintanhaltung eines über die Aufrechterhaltung absolut geschützter Rechtspositionen hinausgehenden Interesses einer bestimmten Person an ihren vermögenswerten Interessen zu erkennen ist. (T3)
    Veröff: SZ 59/94 = WBl 1987,155
  • 1 Ob 44/89
    Entscheidungstext OGH 03.10.1990 1 Ob 44/89
    nur T1; Beisatz: Oder wenn ein sittenwidriges Verhalten des Schädigers gegeben ist oder sich die Rechtswidrigkeit des schädigenden Verhaltens sonst aus der Rechtsordnung, unmittelbar auf Grund Gesetzes ableiten lässt. (T4)
    Veröff: SZ 63/166 = EvBl 1991/73 S 344
  • 1 Ob 15/92
    Entscheidungstext OGH 24.06.1992 1 Ob 15/92
    Auch; nur T1; Beis wie T4 nur: Oder wenn ein sittenwidriges Verhalten des Schädigers gegeben ist. (T5)
    Veröff: SZ 65/94 = JBl 1993,399
  • 1 Ob 601/92
    Entscheidungstext OGH 26.11.1992 1 Ob 601/92
    Auch; nur T1; Veröff: EvBl 1993/119 S 520
  • 1 Ob 22/92
    Entscheidungstext OGH 22.06.1993 1 Ob 22/92
    Auch; nur T1; Beisatz: Besteht kein Zusammenhang zwischen dem durch Auslegung im Sinne einer wertenden Beurteilung des Sinnes der Norm zu ermittelnden Normzweck und dem eingetretenen Schaden, liegt nur ein mittelbarer, grundsätzlich nicht ersatzfähiger Schaden vor. (T6)
    Veröff: SZ 66/77
  • 2 Ob 557/93
    Entscheidungstext OGH 27.01.1994 2 Ob 557/93
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 67/17
  • 1 Ob 20/93
    Entscheidungstext OGH 29.03.1994 1 Ob 20/93
    nur T1; Beis wie T4
  • 1 Ob 8/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 8/95
    Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 68/191
  • 1 Ob 13/95
    Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 13/95
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 1 Ob 22/95
    Entscheidungstext OGH 06.09.1995 1 Ob 22/95
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Veröff: SZ 68/156
  • 1 Ob 2192/96a
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 2192/96a
    nur T1; Beis wie T5; Veröff: SZ 69/148
  • 1 Ob 10/96
    Entscheidungstext OGH 26.07.1996 1 Ob 10/96
    Auch; nur T1; Beis wie T4
  • 1 Ob 2312/96y
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 1 Ob 2312/96y
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Das gilt auch im Amtshaftungsrecht, weil die Haftung von Rechtsträgern gemäß § 1 Abs 1 AHG nach den allgemeinen Bestimmungen des bürgerlichen Rechts zu beurteilen ist. (T7)
  • 4 Ob 2259/96a
    Entscheidungstext OGH 15.10.1996 4 Ob 2259/96a
    Auch; nur T1; Beis wie T5; Beisatz: Bei der Verletzung von Schutzpflichten sind bloße Vermögensschäden dann zu ersetzen, wenn die Hauptleistung gerade einem Dritten zukommen soll. Ein Schuldverhältnis mit Schutzwirkungen für Dritte liegt dann vor, wenn der einen Vertragspartei gegenüber dem Dritten eine "Fürsorgepflicht" obliegt oder wenn sie auf die Sicherheit des Dritten ebensolchen Wert legt wie auf ihre eigene. (T8)
    Veröff: SZ 69/229
  • 7 Ob 47/97f
    Entscheidungstext OGH 26.02.1997 7 Ob 47/97f
    Auch
  • 1 Ob 2309/96g
    Entscheidungstext OGH 18.03.1997 1 Ob 2309/96g
    Auch; Beis wie T4; Veröff: SZ 70/46
  • 1 Ob 2406/96x
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 2406/96x
    Beis wie T4
  • 1 Ob 77/97y
    Entscheidungstext OGH 15.07.1997 1 Ob 77/97y
    Beis wie T4; Veröff: SZ 70/144
  • 1 Ob 152/97b
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 152/97b
    nur T1; Beis wie T4; Veröff: SZ 70/126
  • 3 Ob 505/96
    Entscheidungstext OGH 28.08.1997 3 Ob 505/96
    nur T1; Beis wie T4; Veröff: SZ 70/163
  • 1 Ob 146/98x
    Entscheidungstext OGH 19.05.1998 1 Ob 146/98x
    Auch; nur T1; Beis wie T4
  • 1 Ob 320/97h
    Entscheidungstext OGH 30.06.1998 1 Ob 320/97h
    Beis wie T4
  • 9 Ob 69/98g
    Entscheidungstext OGH 08.07.1998 9 Ob 69/98g
    Auch; nur T1; Beis wie T5
  • 1 Ob 214/98x
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 214/98x
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Veröff: SZ 72/4
  • 1 Ob 95/99y
    Entscheidungstext OGH 27.04.1999 1 Ob 95/99y
    Auch; nur T1; Beis wie T5
  • 1 Ob 103/99z
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 1 Ob 103/99z
    Auch; nur T1; Beis wie T4 nur: Oder sich die Rechtswidrigkeit des schädigenden Verhaltens sonst aus der Rechtsordnung, unmittelbar auf Grund Gesetzes ableiten lässt. (T9)
  • 1 Ob 191/99s
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 1 Ob 191/99s
    Auch; nur T1; Beis wie T5
  • 1 Ob 272/99b
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 272/99b
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Das gilt auch im Amtshaftungsrecht, weil die Haftung des Rechtsträgers gemäß § 1 Abs 1 AHG nach den allgemeinen Bestimmungen des bürgerlichen Rechts zu beurteilen ist. (T10)
  • 1 Ob 79/00z
    Entscheidungstext OGH 13.06.2000 1 Ob 79/00z
    nur T1; Beis wie T5; Beisatz: Gehaftet wird nur für Schäden, die gerade in Verwirklichung jener Gefahr verursacht wurden, um deren Vermeidung willen der Gesetzgeber ein bestimmtes Verhalten fordert oder untersagt. Dabei ist ein Rechtswidrigkeitszusammenhang zwischen der Verletzung einer öffentlich-rechtlichen Bestimmung und einem eingetretenen Schaden etwa schon dann anzunehmen, wenn die übertretene Norm die Verhinderung eines Schadens wie des später eingetretenen bloß mitbezweckte. (T11)
    Veröff: SZ 73/96
  • 7 Ob 132/00p
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 7 Ob 132/00p
    nur T1; Beis wie T4; Veröff: SZ 73/106
  • 1 Ob 257/00a
    Entscheidungstext OGH 30.01.2001 1 Ob 257/00a
    Beis wie T6; Beisatz: Hier: Verletzung von Rechtsvorschriften, die bestimmte Personen vor der Verletzung ihrer Rechtsgüter schützen sollen. (T12)
  • 1 Ob 36/01b
    Entscheidungstext OGH 27.02.2001 1 Ob 36/01b
    Auch; Beisatz: Hier: Schutzzweck von § 4 ImmMV und § 5 ImmMV. (T13)
  • 7 Ob 127/01d
    Entscheidungstext OGH 17.04.2002 7 Ob 127/01d
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T4
  • 1 Ob 313/01p
    Entscheidungstext OGH 08.10.2002 1 Ob 313/01p
    Beis wie T7; Beis wie T11; Beisatz: § 24 Abs 3 NaturschutzG 1993 dient nicht auch dem Individualgüterschutz. (T14)
    Beisatz: Wie weit der Normzweck (Rechtswidrigkeitszusammenhang) reicht, ist das Ergebnis der Auslegung im Einzelfall. (T15)
    Veröff: SZ 2002/128
  • 4 Ob 236/02p
    Entscheidungstext OGH 05.11.2002 4 Ob 236/02p
    Auch; Beisatz: Der Rechtswidrigkeitszusammenhang ist Voraussetzung der Ersatzpflicht. Ob eine Norm einen bestimmten Schaden verhindern will, ist durch teleologische Auslegung zu ermitteln. (T16)
  • 1 Ob 148/02z
    Entscheidungstext OGH 28.02.2003 1 Ob 148/02z
    Beis wie T5; Beis wie T7; Beis wie T11; Beis wie T15
  • 2 Ob 110/03w
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 2 Ob 110/03w
    Beisatz: Betreiber einer Autobahnraststätte ist hinsichtlich des Kundenentfalls nach unfallbedingter Autobahnsperre nur mittelbar Geschädigter. (T17)
    Beis wie T11 nur: Gehaftet wird nur für Schäden, die gerade in Verwirklichung jener Gefahr verursacht wurden, um deren Vermeidung willen der Gesetzgeber ein bestimmtes Verhalten fordert oder untersagt. (T18)
  • 3 Ob 25/03b
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 25/03b
    Auch; nur T1; Beis wie T4
  • 2 Ob 230/04v
    Entscheidungstext OGH 04.11.2004 2 Ob 230/04v
    Beisatz: § 20 PMG ist ein Schutzgesetz. (T19)
  • 2 Ob 287/04a
    Entscheidungstext OGH 02.03.2006 2 Ob 287/04a
    Auch
  • 1 Ob 97/07g
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 1 Ob 97/07g
    Vgl auch; Beis wie T7; Beis wie T10; Beis wie T16; Beisatz: Hier: Schutzzweck der vom Gericht zu beachtenden Vorschriften über die Bestellung und Überwachung eines Sachwalters. (T20)
  • 5 Ob 171/09x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 5 Ob 171/09x
    nur T1; Veröff: SZ 2009/162
  • 5 Ob 247/09y
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 5 Ob 247/09y
    nur: Die Verursachung eines Vermögensschadens macht nur dann ersatzpflichtig, wenn sich die Rechtswidrigkeit der Schädigung aus der Verletzung vertraglicher Pflichten, aus der Verletzung absoluter Rechte oder aus der Übertretung von Schutzgesetzen ableiten lässt. (T21)
    Beisatz: Hier: Belastung eines Wohnungseigentümers mit Rücklagenbeiträgen iSd §§ 31, 32 WEG 2002. (T22)
  • 2 Ob 156/10w
    Entscheidungstext OGH 07.10.2010 2 Ob 156/10w
    Vgl auch; Beis wie T15
  • 1 Ob 210/10d
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 210/10d
    Auch; nur T21
  • 4 Ob 71/11m
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 4 Ob 71/11m
    Auch
  • 1 Ob 95/12w
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 95/12w
    Vgl auch; Vgl auch Beis wie T7; Vgl auch Beis wie T10; Beis wie T16; Beis wie T20
  • 7 Ob 48/12b
    Entscheidungstext OGH 17.10.2012 7 Ob 48/12b
  • 1 Ob 208/12p
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 208/12p
    Auch; nur T1; Beis wie T5; Beis wie T7; Beis wie T10; Beis wie T11; Veröff: SZ 2012/137
  • 2 Ob 6/13s
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 2 Ob 6/13s
    Auch; nur: Nur dem unmittelbar Geschädigten steht ein Ersatzanspruch zu. (T23)
  • 1 Ob 184/12h
    Entscheidungstext OGH 11.04.2013 1 Ob 184/12h
    Auch; nur T23
  • 3 Ob 90/13a
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 3 Ob 90/13a
  • 1 Ob 218/14m
    Entscheidungstext OGH 23.12.2014 1 Ob 218/14m
    Auch; Veröff: SZ 2014/134
  • 1 Ob 171/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 171/14z
    Vgl; Beis ähnlich wie T11
  • 6 Ob 53/15k
    Entscheidungstext OGH 27.04.2015 6 Ob 53/15k
    Auch
  • 1 Ob 106/15t
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 106/15t
    Auch
  • 4 Ob 192/15m
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 192/15m
    Auch
  • 9 ObA 17/16i
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 9 ObA 17/16i
    Auch
  • 1 Ob 21/16v
    Entscheidungstext OGH 27.09.2016 1 Ob 21/16v
    Vgl
  • 6 Ob 229/16v
    Entscheidungstext OGH 22.12.2016 6 Ob 229/16v
    Vgl; Beis wie T3; Beis wie T11; Veröff: SZ 2016/143
  • 1 Ob 73/16s
    Entscheidungstext OGH 10.02.2017 1 Ob 73/16s
    Auch; Beis wie T11; Beisatz: Hier: Schutzzweck der Anzeigepflicht nach § 84 StPO idF BGBl I Nr 2000/108; Rechtswidrigkeitszusammenhang verneint. (T24); Veröff: SZ 2017/12
  • 7 Ob 28/18w
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 28/18w
    Auch
  • 4 Ob 158/17i
    Entscheidungstext OGH 11.06.2018 4 Ob 158/17i
    Auch
  • 3 Ob 127/18z
    Entscheidungstext OGH 21.09.2018 3 Ob 127/18z
    Vgl auch
  • 6 Ob 17/21z
    Entscheidungstext OGH 18.02.2021 6 Ob 17/21z
    Vgl; nur T1; Beis wie T4

Schlagworte

Pflanzenschutzmittel

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0022813

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.04.2021

Dokumentnummer

JJR_19790612_OGH0002_0020OB00193_7800000_003

Rechtssatz für 4Nd513/96 6Ob337/97w 9O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0106679

Geschäftszahl

4Nd513/96; 6Ob337/97w; 9Ob246/97k; 7Ob375/97s; 3Ob380/97x; 1Ob173/98t; 2Ob304/98i; 8ObA154/98z; 2Ob96/99b; 9ObA230/99k; 2Ob251/98w; 3Ob45/00i; 1Ob358/99z; 7Ob132/00p; 1Ob149/00v; 8Ob225/01y; 6Ob208/02k; 1Ob240/02d; 1Ob63/03a; 5Ob233/05h; 9Ob19/11a; 10Ob74/16d; 8Ob31/19w; 8Ob30/19y; 7Ob4/19t; 8Ob45/19d

Entscheidungsdatum

15.10.1996

Norm

EuGVÜ Art17
EuGVÜ Art23
Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) allg
JN §28
JN §104 B
LGVÜ allg
LGVÜ Art14 Abs1
LGVÜ Art17

Rechtssatz

Das Übereinkommen von Lugano (LGVÜ) ist seit 1.9.1996 auch in Österreich unmittelbar anzuwenden und ersetzt in seinem Anwendungsbereich die Zuständigkeitsbestimmungen der Jurisdiktionsnorm.

Entscheidungstexte

  • 4 Nd 513/96
    Entscheidungstext OGH 15.10.1996 4 Nd 513/96
    Veröff: SZ 69/227
  • 6 Ob 337/97w
    Entscheidungstext OGH 15.01.1998 6 Ob 337/97w
    Veröff: SZ 71/2
  • 9 Ob 246/97k
    Entscheidungstext OGH 25.02.1998 9 Ob 246/97k
  • 7 Ob 375/97s
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 7 Ob 375/97s
    Auch
  • 3 Ob 380/97x
    Entscheidungstext OGH 23.02.1998 3 Ob 380/97x
    Veröff: SZ 71/29
  • 1 Ob 173/98t
    Entscheidungstext OGH 28.07.1998 1 Ob 173/98t
    Auch; Veröff: SZ 71/129
  • 2 Ob 304/98i
    Entscheidungstext OGH 12.11.1998 2 Ob 304/98i
    Auch; nur: Das Übereinkommen von Lugano (LGVÜ) ist seit 1. 9. 1996 auch in Österreich unmittelbar anzuwenden. (T1)
    Beisatz: Bis zum Inkrafttreten des EuGVÜ in Österreich am 1. 12. 1998 (BGBl III 1998 167). (T2)
    Veröff: SZ 71/191
  • 8 ObA 154/98z
    Entscheidungstext OGH 10.12.1998 8 ObA 154/98z
    Auch; Beisatz: Auch für Ansprüche aus Arbeitsverträgen gelten die allgemeinen Regeln des Übereinkommens, sodass für Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in der Regel der Wohnsitzgerichtsstand des Art 2 Abs 1 LGVÜ heranzuziehen ist, sofern die Art 5 bis 18 LGVÜ nichts anderes festlegen. (T3)
    Veröff: SZ 71/207
  • 2 Ob 96/99b
    Entscheidungstext OGH 15.04.1999 2 Ob 96/99b
    Auch
  • 9 ObA 230/99k
    Entscheidungstext OGH 13.10.1999 9 ObA 230/99k
    Vgl auch
  • 2 Ob 251/98w
    Entscheidungstext OGH 03.02.2000 2 Ob 251/98w
    Auch; Beisatz: Nur in den vom Übereinkommen nicht geregelten Verfahren bleibt es bei den nationalen Zuständigkeitsvorschriften. (T4)
  • 3 Ob 45/00i
    Entscheidungstext OGH 28.02.2000 3 Ob 45/00i
    Auch
  • 1 Ob 358/99z
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 358/99z
    Beisatz: Hier: Die Vorschrift des § 104 JN, die anders als Art 17 LGVÜ keine Formvorschrift, deren Beachtung Wirksamkeitsvoraussetzung ist, um eine unterschiedliche Behandlung der Formwirksamkeit in verschiedenen Vertragsstaaten zu vermeiden, sondern eine Beweisregelung ist. (T5)
    Veröff: SZ 73/76
  • 7 Ob 132/00p
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 7 Ob 132/00p
    Veröff: SZ 73/106
  • 1 Ob 149/00v
    Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 149/00v
  • 8 Ob 225/01y
    Entscheidungstext OGH 11.10.2001 8 Ob 225/01y
  • 6 Ob 208/02k
    Entscheidungstext OGH 21.05.2003 6 Ob 208/02k
  • 1 Ob 240/02d
    Entscheidungstext OGH 01.08.2003 1 Ob 240/02d
    Vgl auch; Beisatz: Ebenso wie die Bestimmungen des LGVÜ (EuGVÜ) sind die der EuGVVO zwingend und gehen den innerstaatlichen Regelungen vor. (T6)
  • 1 Ob 63/03a
    Entscheidungstext OGH 18.11.2003 1 Ob 63/03a
    Vgl auch; Beis ähnlich T6
  • 5 Ob 233/05h
    Entscheidungstext OGH 10.01.2006 5 Ob 233/05h
    nur T1
  • 9 Ob 19/11a
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 9 Ob 19/11a
    Vgl auch
  • 10 Ob 74/16d
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 10 Ob 74/16d
    Vgl auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 2016/140
  • 8 Ob 31/19w
    Entscheidungstext OGH 25.03.2019 8 Ob 31/19w
  • 8 Ob 30/19y
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 8 Ob 30/19y
    Beisatz: Im Verhältnis zur Schweiz ist das LGVÜ 2007 gemäß seinem Art 63 seit 1.1.2011 anzuwenden. (T7)
  • 7 Ob 4/19t
    Entscheidungstext OGH 26.06.2019 7 Ob 4/19t
    Auch; Beis wie T7
  • 8 Ob 45/19d
    Entscheidungstext OGH 27.06.2019 8 Ob 45/19d

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106679

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.10.2019

Dokumentnummer

JJR_19961015_OGH0002_0040ND00513_9600000_001

Rechtssatz für 3Nd506/97 1Ob319/97m 3O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0108539

Geschäftszahl

3Nd506/97; 1Ob319/97m; 3Ob380/97x; 3Ob129/98m; 2Ob304/98i; 3Nd501/99; 2Nd510/99; 3Ob117/99y; 1Ob55/00w; 1Ob358/99z; 7Ob132/00p; 1Ob149/00v; 7Nd507/01; 7Nd510/01; 9Nd512/01; 4Ob199/01w; 10Nd517/01; 6Ob185/02b; 7Ob256/02a; 4Nc24/08d; 4Nc11/09v

Entscheidungsdatum

28.08.1997

Norm

ABGB §6
EVÜ Art5
EuGVÜ allg
LGVÜ allg
LGVÜ Art13
LGVÜ Art14
LGVÜ Art18

Rechtssatz

Multinationale Verträge stehen unter dem Aspekt des internationalen Rechtsanwendungseinklanges. Die Interpretation einzelner Textelemente darf nur dann von einer nationalen Rechtsordnung ausgehen, wenn diese von den vertragschließenden Teilen bewußt übernommen wurde. Die Übereinkommen von Lugano und Brüssel sind vertragsautonom auszulegen.

Entscheidungstexte

  • 3 Nd 506/97
    Entscheidungstext OGH 28.08.1997 3 Nd 506/97
    Veröff: SZ 70/162
  • 3 Ob 380/97x
    Entscheidungstext OGH 23.02.1998 3 Ob 380/97x
    Veröff: SZ 71/29
  • 1 Ob 319/97m
    Entscheidungstext OGH 24.02.1998 1 Ob 319/97m
    nur: Die Übereinkommen von Lugano und Brüssel sind vertragsautonom auszulegen. (T1); Beisatz: Durch die Auslegung ist in erster Linie die Systematik und die Zielsetzungen des Übereinkommens zu berücksichtigen, damit dessen volle Wirksamkeit sichergestellt wird. (T2) Veröff: SZ 71/31
  • 3 Ob 129/98m
    Entscheidungstext OGH 24.06.1998 3 Ob 129/98m
    nur: Multinationale Verträge stehen unter dem Aspekt des internationalen Rechtsanwendungseinklanges. (T3) Veröff: SZ 71/109
  • 2 Ob 304/98i
    Entscheidungstext OGH 12.11.1998 2 Ob 304/98i
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Der Begriff der Einlassung auf das Verfahren im Sinn des Art 18 LGVÜ. (T4) Veröff: SZ 71/191
  • 3 Nd 501/99
    Entscheidungstext OGH 24.02.1999 3 Nd 501/99
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Der Begriff der Verbrauchersache im Sinne der Art 13 ff EuGVÜ. (T5)
  • 2 Nd 510/99
    Entscheidungstext OGH 06.08.1999 2 Nd 510/99
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T5
  • 3 Ob 117/99y
    Entscheidungstext OGH 24.11.1999 3 Ob 117/99y
    nur T1; Veröff: SZ 72/193
  • 1 Ob 55/00w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 55/00w
    Auch; Beisatz: Hier: Begriff der Einlassung auf das Verfahren (Art 18 LGVÜ). (T6)
  • 1 Ob 358/99z
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 358/99z
    nur T1; nur T3; Beisatz: Der Begriff der Gerichtsstandsvereinbarung iSd EuGVÜ ist nach der Rspr des Europäischen Gerichtshofs als autonomer Begriff anzusehen (EuGH C-214/89, Slg 1992, I-1745). (T7) Beisatz: Jedes multinationale Übereinkommen verlöre an Sinn und Wirksamkeit, würden seine Vorschriften ausschließlich national interpretiert. (T8); Veröff: SZ 73/76
  • 7 Ob 132/00p
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 7 Ob 132/00p
    nur T1; Veröff: SZ 73/106
  • 1 Ob 149/00v
    Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 149/00v
    Auch; Beis wie T7
  • 7 Nd 507/01
    Entscheidungstext OGH 15.05.2001 7 Nd 507/01
    Ähnlich; Beis wie T5
  • 7 Nd 510/01
    Entscheidungstext OGH 02.08.2001 7 Nd 510/01
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Begriff des Verbrauchers. (T9)
  • 9 Nd 512/01
    Entscheidungstext OGH 07.09.2001 9 Nd 512/01
    nur T1; Beis wie T5; Beisatz: Die Vorschriften beziehen sich auf den nicht berufsbezogen oder gewerbebezogen handelnden privaten Endverbraucher, der einen der in Art 13 angeführten Verträge abgeschlossen hat und gemäß Art 14 Partei in einem Rechtsstreit ist. (T10)
  • 4 Ob 199/01w
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 4 Ob 199/01w
    Auch
  • 10 Nd 517/01
    Entscheidungstext OGH 11.12.2001 10 Nd 517/01
    Vgl auch; Beis wie T9
  • 6 Ob 185/02b
    Entscheidungstext OGH 29.08.2002 6 Ob 185/02b
    nur T1; Beisatz: Die Auslegung hat sich dabei vor allem an der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften (EuGH) zu orientieren. (T11)
  • 7 Ob 256/02a
    Entscheidungstext OGH 11.12.2002 7 Ob 256/02a
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T7
  • 4 Nc 24/08d
    Entscheidungstext OGH 08.01.2009 4 Nc 24/08d
    Auch; Beis wie T5
  • 4 Nc 11/09v
    Entscheidungstext OGH 06.07.2009 4 Nc 11/09v
    Vgl auch; Beis wie T5; Beisatz: Der Begriff des Verbrauchers der Art 13 ff LGVÜ entspricht weitgehend demjenigen des Art5 Abs1 EVÜ. (T12)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0108539

Zuletzt aktualisiert am

03.08.2009

Dokumentnummer

JJR_19970828_OGH0002_0030ND00506_9700000_004

Rechtssatz für 4Ob233/97m 7Ob375/97s 7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0108473

Geschäftszahl

4Ob233/97m; 7Ob375/97s; 7Ob336/97f; 9ObA247/98h; 7Ob132/00p; 7Ob76/01d; 6Ob27/01s; 7Ob127/01d; 4Ob116/02s; 7Ob291/02y; 7Ob89/03v; 5Ob313/03w; 5Ob49/06a; 4Ob11/11p; 2Ob130/13a; 8Ob67/15h; 8Ob125/15p; 1Ob31/16i; 1Ob123/17w; 4Ob212/18g; 5Ob240/18g; 6Ob202/19b

Entscheidungsdatum

09.09.1997

Norm

EuGVVO Art5 Nr1
EuGVVO 2012 Art7 Nr1
EuGVÜ Art5
EuGVÜ Art5 Z1
LGVÜ Art5
LGVÜ II 2007 Art15 Abs1

Rechtssatz

Nach der Rechtsprechung des EuGH ist der Begriff "Vertrag oder Ansprüche aus einem Vertrag" autonom zu bestimmen. Damit soll sichergestellt werden, daß sich aus dem Übereinkommen für die Vertragsstaaten und die betroffenen Personen soweit wie möglich gleiche und einheitliche Rechte und Pflichten ergeben. Die Auslegung hat sich in erster Linie an der Systematik und den Zielsetzungen des Übereinkommens auszurichten. Art 5 EuGVÜ (und Art 5 LGVÜ) sieht gerade mit Rücksicht auf die in ganz bestimmten Fällen bestehende besonders enge Verknüpfung zwischen einem Rechtsstreit und dem für seine Entscheidung zuständigen Gericht im Interesse einer sachgerechten Prozeßführung besondere Zuständigkeiten vor. In Ziffer 1 kommt das Bestreben zum Ausdruck, wegen der engen Bindungen, die ein Vertrag zwischen den Vertragsparteien schafft, sämtliche Schwierigkeiten, die bei der Erfüllung einer vertraglichen Verpflichtung auftreten können, vor ein und dasselbe Gericht, nämlich das Gericht des Erfüllungsortes, zu bringen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 233/97m
    Entscheidungstext OGH 09.09.1997 4 Ob 233/97m
    Veröff: SZ 70/176
  • 7 Ob 375/97s
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 7 Ob 375/97s
    Auch; nur: In Ziffer 1 kommt das Bestreben zum Ausdruck, wegen der engen Bindungen, die ein Vertrag zwischen den Vertragsparteien schafft, sämtliche Schwierigkeiten, die bei der Erfüllung einer vertraglichen Verpflichtung auftreten können, vor ein und dasselbe Gericht, nämlich das Gericht des Erfüllungsortes, zu bringen. (T1)
  • 7 Ob 336/97f
    Entscheidungstext OGH 10.03.1998 7 Ob 336/97f
    Auch; nur T1
  • 9 ObA 247/98h
    Entscheidungstext OGH 20.01.1999 9 ObA 247/98h
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Wenn ein Kläger seine Klage auf mehrere Verpflichtungen stützt, die sich aus einem einzigen Vertrag ergeben, soll sich das angerufene Gericht an dem Grundgedanken orientieren, daß Nebensächliches der Hauptsache folgt; bei mehreren streitigen Verpflichtungen entscheidet daher die Hauptpflicht über die Zuständigkeit des Gerichts, um einer Gerichtsstandszersplitterung entgegenzuwirken. (T2)
  • 7 Ob 132/00p
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 7 Ob 132/00p
    nur: Nach der Rechtsprechung des EuGH ist der Begriff "Vertrag oder Ansprüche aus einem Vertrag" autonom zu bestimmen. In Ziffer 1 kommt das Bestreben zum Ausdruck, wegen der engen Bindungen, die ein Vertrag zwischen den Vertragsparteien schafft, sämtliche Schwierigkeiten, die bei der Erfüllung einer vertraglichen Verpflichtung auftreten können, vor ein und dasselbe Gericht, nämlich das Gericht des Erfüllungsortes, zu bringen. (T3)
    Beisatz: Der autonom auszulegende Begriff "Vertrag oder Ansprüche aus einem Vertrag" iSd Art 5 Z 1 LGVÜ kann nicht so verstanden werden, dass er für eine Situation gilt, in der keine von einer Partei gegenüber einer anderen freiwillig eingegangene Verpflichtung vorliegt. Wie der EuGH in seiner Entscheidung vom 17. 6. 1992, C-26/91, ausgesprochen hat, gilt Art 5 Z 1 EuGVÜ nicht für einen Rechtsstreit, den der spätere Erwerber einer Sache gegen den Hersteller, der nicht ihr Verkäufer ist, wegen Mängeln der Sache oder ihrer Untauglichkeit zum bestimmungsgemäßen Gebrauch anstrengt. (T4)
    Beisatz: Zu den Verpflichtungen aus einem Vertrag gehören nicht nur die unmittelbaren vertraglichen Pflichten, etwa Leistungs-, Zahlungs- oder Unterlassungspflichten, sondern auch die Verpflichtungen, die an die Stelle einer nicht erfüllten vertraglichen Verbindlichkeit treten, also vor allem Schadenersatz- oder Rückerstattungsansprüche, und zwar auch dann, wenn sie (erst) aus dem Gesetz folgen. (T5)
    Veröff: SZ 73/106
  • 7 Ob 76/01d
    Entscheidungstext OGH 18.04.2001 7 Ob 76/01d
    nur T3; Beis ähnlich T5; Beisatz: Hier: Verpflichtung zur Rechnungslegung. (T6)
  • 6 Ob 27/01s
    Entscheidungstext OGH 16.05.2001 6 Ob 27/01s
    nur: Nach der Rechtsprechung des EuGH ist der Begriff "Vertrag oder Ansprüche aus einem Vertrag" autonom zu bestimmen. Damit soll sichergestellt werden, daß sich aus dem Übereinkommen für die Vertragsstaaten und die betroffenen Personen soweit wie möglich gleiche und einheitliche Rechte und Pflichten ergeben. (T7)
    Beisatz: Auch der Begriff "Verpflichtung" ist autonom auszulegen. (T8)
  • 7 Ob 127/01d
    Entscheidungstext OGH 17.04.2002 7 Ob 127/01d
    nur: Nach der Rechtsprechung des EuGH ist der Begriff "Vertrag oder Ansprüche aus einem Vertrag" autonom zu bestimmen. (T9) Beis wie T4 nur: Der autonom auszulegende Begriff "Vertrag oder Ansprüche aus einem Vertrag" iSd Art 5 Z 1 LGVÜ kann nicht so verstanden werden, dass er für eine Situation gilt, in der keine von einer Partei gegenüber einer anderen freiwillig eingegangene Verpflichtung vorliegt. (T10)
  • 4 Ob 116/02s
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 4 Ob 116/02s
    nur T9; Beisatz: Danach sind mit „Ansprüchen aus einem Vertrag" nicht nur die Ansprüche auf Grund von "primären" vertraglichen Verpflichtungen, wie Leistungspflichten, Zahlungspflichten und Unterlassungspflichten, gemeint, sondern es werden davon auch Ansprüche auf Grund von "sekundären" Verpflichtungen erfasst, die, wie Schadenersatzansprüche oder Rückerstattungsansprüche, an die Stelle einer nicht erfüllten "primären" Verpflichtung treten. (T11)
    Beisatz: Der Gerichtsstand des Erfüllungsorts wird an jenem Ort begründet, an dem die konkret eingeklagte Leistung zu erfüllen war oder zu erfüllen gewesen wäre. Dabei ist bis zur Erfüllung der vereinbarte oder gesetzliche Erfüllungsort maßgebend, danach der Ort, an dem tatsächlich erfüllt wurde. (T12)
    Veröff: SZ 2002/76
  • 7 Ob 291/02y
    Entscheidungstext OGH 29.01.2003 7 Ob 291/02y
    Auch; nur T1,Veröff: SZ 2003/11
  • 7 Ob 89/03v
    Entscheidungstext OGH 30.06.2003 7 Ob 89/03v
    Auch; nur T9
  • 5 Ob 313/03w
    Entscheidungstext OGH 29.03.2004 5 Ob 313/03w
    nur: Der Begriff "Vertrag oder Ansprüche aus einem Vertrag" ist autonom zu bestimmen. (T13)
  • 5 Ob 49/06a
    Entscheidungstext OGH 07.03.2006 5 Ob 49/06a
    Auch; Beis wie T11; Beisatz: Das gilt auch nach Art 5 Nr 1 EuGVVO. (T14)
  • 4 Ob 11/11p
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 4 Ob 11/11p
    Vgl; nur ähnlich T7; nur ähnlich T9; nur ähnlich T13; Beis ähnlich wie T8; Beis ähnlich wie T11; Beisatz: Zur Auslegung des Art 5 Nr 1 EuGVVO siehe RS0118364, RS0118507. (T15)
  • 2 Ob 130/13a
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 2 Ob 130/13a
    Vgl aber; nur T9; Beisatz: Der vom Aufwendungsersatzanspruch des Finders zu unterscheidende Finderlohnanspruch unterfällt jedenfalls nicht als quasivertraglicher Anspruch dem Vertragsgerichtsstand des Art 5 Nr 1 EuGVVO. (T16)
  • 8 Ob 67/15h
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 8 Ob 67/15h
    Vgl auch; Beisatz: Zu Art 5 Nr 1 EuGVVO (Art 7 Nr 1 EuGVVO 2012) hielt der EuGH fest, dass der Abschluss eines Vertrags kein Tatbestandsmerkmal sei. Die Feststellung einer (vertraglichen) Verpflichtung sei aber unerlässlich. Es müsse daher eine von einer Person gegenüber einer anderen Person freiwillig eingegangene rechtliche Verpflichtung vorliegen, auf die sich die Klage stütze. (T17)
    Bem: Entscheidung des EuGH zu C‑375/13, Kolassa. (T18); Veröff: SZ 2015/71
  • 8 Ob 125/15p
    Entscheidungstext OGH 25.11.2015 8 Ob 125/15p
    Auch; nur T13; Beis wie T17
  • 1 Ob 31/16i
    Entscheidungstext OGH 31.03.2016 1 Ob 31/16i
    Auch; nur T7; Beis wie T8; Beis wie T17; Beis wie T11
  • 1 Ob 123/17w
    Entscheidungstext OGH 12.07.2017 1 Ob 123/17w
    Vgl; Beisatz: Der Regressanspruch (Ausgleichsanspruch) eines Gesamtschuldners gegen den anderen Gesamtschuldner infolge der (alleinigen) Tilgung eines gemeinsam aufgenommenen Darlehens ist ein abgeleiteter (sekundärer) vertraglicher Anspruch aus dem Kreditvertrag iS des Art 7 Nr 1 der EuGVVO 2012 (EuGH C-249/16, ECLI:EU:C:2017:472). (T19)
  • 4 Ob 212/18g
    Entscheidungstext OGH 26.02.2019 4 Ob 212/18g
    Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T11; Beis wie T17
  • 5 Ob 240/18g
    Entscheidungstext OGH 20.02.2019 5 Ob 240/18g
    Auch; nur T7; Beis wie T8; Beis wie T11; Beis wie T17; Beisatz: Hier: Art 15 Abs 1 LGVÜ II 2007 (T20)
  • 6 Ob 202/19b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2020 6 Ob 202/19b
    Vgl; Beisatz: Gesellschaftsrechtliche Ansprüche unterliegen dem Vertragsgerichtsstand nach Art 7 Nr 1 EuGVVO 2012, sofern sie nicht den Bestand der Gesellschaft betreffen und ihren Grund im Mitgliedschaftsverhältnis haben. Auf das Verbot der Einlagenrückgewähr gestützte Ansprüche (§§ 82 f GmbHG) sind daher als (gesellschafts-) vertraglich iSd Art 7 Nr 1 EuGVVO 2012 zu qualifizieren. (T21)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0108473

Im RIS seit

09.10.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.04.2020

Dokumentnummer

JJR_19970909_OGH0002_0040OB00233_97M0000_001

Rechtssatz für 9NdA4/97 7Ob375/97s 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0109078

Geschäftszahl

9NdA4/97; 7Ob375/97s; 7Ob132/00p; 6Ob319/99a; 7Ob127/01d; 7Ob291/02y; 7Ob189/03z; 2Ob106/04h; 5Ob49/06a; 4Ob174/06a; 6Ob276/06s; 1Ob74/07z; 4Nc3/08s; 16Ok3/08; 6Ob133/08i; 3Ob182/08y; 4Ob203/08v; 12Os135/07f; 6Nc17/10t; 4Ob2/12s; 4Ob33/12z; 6Ob145/12k; 2Ob222/14g; 1Ob237/15g; 4Ob214/15x; 4Ob120/16z; 10Ob74/16d; 8Ob50/17m; 8Ob62/17a; 4Ob55/18v; 3Ob185/18d; 4Ob185/18m; 2Ob183/18b; 4Ob186/18h; 10Ob80/18i; 9Ob71/18h; 8Ob130/18b; 8Ob154/18g; 8Ob129/18f; 5Ob240/18g; 9Ob8/19w; 8Ob31/19w; 8Ob30/19y; 4Ob69/19d; 8Ob45/19d; 4Ob138/19a; 4Ob173/19y; 1Ob63/20a; 4Ob74/20s; 5Ob193/20y

Entscheidungsdatum

13.01.1998

Norm

EuGVÜ Art5
LGVÜ Art5 Z3
LGVÜ II 2007 Art5 Z3
Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art5 Nr3
EUGVVO 2012 Art7 Nr2

Rechtssatz

Der Begriff "unerlaubte Handlung" ist nach Ansicht des EuGH als autonomer Begriff anzusehen, der sich auf alle Klagen bezieht, mit denen eine Schadenshaftung geltend gemacht wird und die nicht an einen "Vertrag" im Sinne von Art 5 Nr 1 anknüpfen.

Entscheidungstexte

  • 9 Nda 4/97
    Entscheidungstext OGH 13.01.1998 9 Nda 4/97
    Veröff: SZ 71/1
  • 7 Ob 375/97s
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 7 Ob 375/97s
    Vgl auch; Beisatz: Einer unerlaubten Handlung sind Ansprüche aus der Gefährdungshaftung gleichgestellt, nicht dagegen Ansprüche aus ungerechtfertigter Bereicherung. (T1)
  • 7 Ob 132/00p
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 7 Ob 132/00p
    Beisatz: Unter Art 5 Z 3 LGVÜ fallen zum Beispiel Straßenverkehrsunfälle, Umweltbeeinträchtigungen, Schädigungen durch fehlerhafte Produkte und Schutzgesetzverstöße, auch reine Produkthaftungsansprüche. (T2)
    Beisatz: Die vertraglichen Beziehungen bilden die Grenze. Klagen, die auf Verletzung von vertraglichen Pflichten gestützt werden, fallen nicht unter Art 5 Nr 3. Der EuGH stellt darauf ab, ob die Pflichten, aus deren Verletzung der deliktische Schadenersatzanspruch hergeleitet wird, in einem so engen Zusammenhang mit einem Vertrag stehen, dass dieses vertragliche Element ganz im Vordergrund steht und auch den Charakter des deliktischen Rechtsverhältnisses ganz entscheidend prägt. In solchen Fällen ist Art 5 Nr 3 unanwendbar. (T3)
    Veröff: SZ 73/106
  • 6 Ob 319/99a
    Entscheidungstext OGH 30.08.2000 6 Ob 319/99a
    Beis wie T1; Beisatz: Ansprüche aus ungerechtfertigter Bereicherung können nicht beim Gerichtsstand für Deliktsklagen geltend gemacht werden. Das gilt selbst für solche Bereicherungsansprüche, die aus einem Eingriff in Rechtsgüter des Entreicherten herrühren, weil mit ihnen nur die Rückgängigmachung der Entreicherung, nicht aber Schadenersatz begehrt wird. (T4)
  • 7 Ob 127/01d
    Entscheidungstext OGH 17.04.2002 7 Ob 127/01d
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 7 Ob 291/02y
    Entscheidungstext OGH 29.01.2003 7 Ob 291/02y
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Unter Art 5 Z 3 EuGVÜ/LGVÜ fallen unterschiedliche "Deliktstypen" wie Straßenverkehrsunfälle, Umweltbeeinträchtigungen, Kartellverstöße, unlauterer Wettbewerb, Verletzung von Immaterialgüterrechten und dergleichen. (T5)
    Beisatz: Bei einem "Vertrag" im Sinn des Art 5 Z 1 EuGVÜ/LGVÜ muss es sich im einen Vertrag zwischen den Streitparteien handeln. (T6)
    Veröff: SZ 2003/11
  • 7 Ob 189/03z
    Entscheidungstext OGH 10.09.2003 7 Ob 189/03z
    Auch; Beisatz: Der Begriff der unerlaubten Handlung oder einer Handlung, die einer unerlaubten Handlung gleichgestellt ist, bezieht sich im Sinne von Art 5 Nr 3 EuGVÜ nach ständiger Rechtsprechung des EuGH auf alle nicht an einen Vertrag im Sinne von Art 5 Nr 1 EuGVÜ anknüpfenden Klagen, mit denen eine Schadenshaftung des Beklagten geltend gemacht wird. (T7)
  • 2 Ob 106/04h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2006 2 Ob 106/04h
    Auch; Beisatz: Die Bestimmung ist nicht auf Personen- und Sachschäden beschränkt. Sie erfasst auch Ansprüche auf den Ersatz reiner Vermögensschäden, etwa aufgrund von culpa in contrahendo oder aufgrund deliktischen Verhaltens des Organs eines insolventen Vertragspartners. (T8)
  • 5 Ob 49/06a
    Entscheidungstext OGH 07.03.2006 5 Ob 49/06a
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 4 Ob 174/06a
    Entscheidungstext OGH 17.10.2006 4 Ob 174/06a
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Ansprüche auf eine angemessene Vergütung nach § 42b Abs 1 UrhG (Leerkassettenvergütung) sind nicht Ansprüche aus einer unerlaubten Handlung oder einer Handlung, die einer unerlaubten Handlung gleichgestellt ist; sie fallen daher nicht unter Art 5 Nr 3 EuGVVO. (T9)
    Veröff: SZ 2006/156
  • 6 Ob 276/06s
    Entscheidungstext OGH 21.12.2006 6 Ob 276/06s
    Beisatz: Die autonome Auslegung der Begriffe „Vertrag" und „unerlaubte Handlung" führt dazu, dass es für die Zuordnung von Ansprüchen aus vorvertraglicher Haftung zum Gerichtsstand nach Nr 1 oder Nr 3 des Art 5 EuGVVO nicht darauf ankommen kann, ob derartige Ansprüche in den jeweiligen nationalen Rechtsordnungen dem Vertrags- oder dem Deliktsrecht zugeordnet werden. (T10)
    Beisatz: Hier: Der Kläger stützte seinen Schadenersatzanspruch auf die Verletzung vorvertraglicher Schutz-, Warn-und Aufklärungspflichten - unter Anwendung der Grundsätze der Entscheidung des EuGH Tacconi Rs C-334/00 Bejahung des Gerichtsstandes nach Art 5 Nr 3 EuGVVO. (T11)
    Veröff: SZ 2006/192
  • 1 Ob 74/07z
    Entscheidungstext OGH 03.05.2007 1 Ob 74/07z
    Vgl; Beisatz: Hier: Geltendmachung einer Haftung als falsus procurator - Anwendbarkeit des Art 5 Nr 3 EuGVVO bejaht. (T12)
  • 4 Nc 3/08s
    Entscheidungstext OGH 20.02.2008 4 Nc 3/08s
    Beis wie T5
  • 16 Ok 3/08
    Entscheidungstext OGH 16.07.2008 16 Ok 3/08
    nur: Der Begriff "unerlaubte Handlung" ist nach Ansicht des EuGH als autonomer Begriff anzusehen. (T13)
    Beis wie T5; Beisatz: Hier: EuGVVO. (T14)
    Veröff: SZ 2008/102
  • 6 Ob 133/08i
    Entscheidungstext OGH 07.08.2008 6 Ob 133/08i
    Vgl; Beisatz: Hier: Zwischenstreit nach Einrede der internationalen Unzuständigkeit. (T15)
    Beisatz: Der zwischen der beklagten Partei und der Leasingnehmerin der Klägerin abgeschlossene Wartungsvertrag vermag einen vertraglichen Anspruch der klagenden Partei gegen die beklagte Partei im Sinne des Art 5 EuGVVO nicht zu begründen. (T16)
    Beisatz: Durch den nach den Klagsbehauptungen von der beklagten Partei verschuldeten Flugzeugabsturz wurde in das Eigentumsrecht der klagenden Partei, mithin ein absolut geschütztes Rechtsgut, eingegriffen. (T17)
  • 3 Ob 182/08y
    Entscheidungstext OGH 19.11.2008 3 Ob 182/08y
    Beis wie T4; Beisatz: Art 5 Nr 3 EuGVVO ist anwendbar, wenn der Klageanspruch auf eine nach dem Strafrecht strafbare Handlung gestützt wird. (T18)
    Bem: Siehe RS0124294. (T19)
  • 4 Ob 203/08v
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 203/08v
    Vgl auch; Beisatz: Der Begriff des schädigenden Ereignisses in Art 5 Nr 3 EuGVVO ist weit zu verstehen. Er erfasst im Bereich des Verbraucherschutzes unter anderem Angriffe auf die Rechtsordnung eines Mitgliedstaats durch die Verwendung missbräuchlicher Klauseln, deren Verhinderung die Aufgabe von klagebefugten Verbänden ist. (T20)
    Beisatz: Hier: Klage der Bundesarbeitskammer gegen das Erwecken eines unrichtigen Eindrucks über die Unentgeltlichkeit der im Internetauftritt der Beklagten angebotenen Dienste und gegen das dortige Fehlen gesetzlich vorgesehener Informationen jeweils im Geschäftsverkehr mit in Österreich ansässigen Kunden: Damit liegt ein „Angriff" auf die österreichische Rechtsordnung vor. Auf welchem technischen Weg dieser „Angriff" erfolgt, ist unerheblich. (T21)
  • 12 Os 135/07f
    Entscheidungstext OGH 15.01.2009 12 Os 135/07f
    Vgl; Beisatz: Anspruch auf Urteilsveröffentlichung nach § 34 MedienG. Die Entscheidung nach § 34 Abs 4 MedienG ist eine Entscheidung zivilrechtlicher Art im Sinn der EuGVVO. (T22)
    Beisatz: Die Urteilsveröffentlichung ist gemäß § 34 Abs 4 letzter Satz MedienG im Wege der Verhängung von Geldbußen gemäß § 20 MedienG auch gegenüber ausländischen Medien, soweit sie in territorialer Hinsicht unter das Regime der EuGVVO fallen, durchsetzbar. (T23)
  • 6 Nc 17/10t
    Entscheidungstext OGH 30.08.2010 6 Nc 17/10t
    Vgl auch; Beisatz: Art 5 Nr 3 EuGVVO ist auf Klagen aufgrund einer Ehrenbeleidigung einschließlich der Geltendmachung von Gegendarstellungen der grenzüberschreitenden Veröffentlichungen anzuwenden. Der Kläger kann daher seine Klage bei dem Gericht einbringen, wo der Empfänger der inkriminierten Mitteilungen seinen Sitz hat. (T24)
  • 4 Ob 2/12s
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 2/12s
  • 4 Ob 33/12z
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 33/12z
    Beisatz: Für die Zuständigkeit nach Art 5 Nr 3 EuGVVO ist es grundsätzlich bedeutungslos, wo der Kläger seinen (Wohn‑)Sitz hat. (T25)
  • 6 Ob 145/12k
    Entscheidungstext OGH 16.11.2012 6 Ob 145/12k
    Vgl; Beis wie T24 nur: Art 5 Nr 3 EuGVVO ist auch auf Klagen aufgrund einer Ehrenbeleidigung einschließlich der Geltendmachung von Gegendarstellungen bei grenzüberschreitenden Veröffentlichungen anzuwenden. (T26)
  • 2 Ob 222/14g
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 2 Ob 222/14g
    Beisatz: Der EuGH hat in der grundsätzlichen Entscheidung Rs 21/76, Bier/Mines de Potasse, Slg 1976, 1735 die Auffassung vertreten, dass „der Ort, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist“ im Sinne einer autonomen Auslegung des Art 5 Nr 3 EuGVVO nach Wahl des Klägers sowohl den Erfolgsort oder Schadenseintrittsort (= Ort, an dem der Schaden eingetreten ist), als auch den Handlungsort (= Ort des dem Schaden zugrunde liegenden ursächlichen Geschehens) umfasse. Fallen beide Orte auseinander (Distanzdelikt), könne der Kläger zwischen dem Handlungsort und dem Erfolgsort als Anknüpfungspunkt für die Zuständigkeit wählen. (T27)
    Beisatz: Das Kriterium des Erfolgsorts ist einschränkend auszulegen. Nur der Ort des Eintritts des Erstschadens, nicht dagegen der Ort des Eintritts allfälliger Folgeschäden ist zuständigkeitsbegründend. (T28)
  • 1 Ob 237/15g
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 237/15g
    Auch; Beisatz: Die Zuhilfenahme gerichtlich vorgesehener Instrumente zur Durchsetzung einer vermeintlich zustehenden Forderung ist zulässig ‑ keine unerlaubte Handlung iSd § 5 Nr 3 LGVÜ 2007. (T29)
    Beisatz: Die bloße Aufforderung einer Partei eine Forderung zu begleichen, ist ohne Hinzutreten weiterer Umstände, die eine unerlaubte Handlung bzw einen Eingriff in eine rechtlich geschützte Position nahelegen, keine unerlaubte Handlung iSd Art 5 Nr 3 LGVÜ II 2007. (T30)
  • 4 Ob 214/15x
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 4 Ob 214/15x
    Beis wie T27; Beisatz: Darunter fallen insbesondere auch Ansprüche aus unlauterem Wettbewerb und Verletzungen von Persönlichkeitsrechten in Printmedien und im Internet. (T31)
  • 4 Ob 120/16z
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 4 Ob 120/16z
    Auch; Beis wie T31
  • 10 Ob 74/16d
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 10 Ob 74/16d
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Internationale Zuständigkeit für eine auf Unterlassung einer Beeinträchtigung der Benützung eines in Österreich gelegenen gemieteten Autoabstellplatzes gerichtete publizianische Klage (§ 372 ABGB) bejaht. (T32)
    Veröff: SZ 2016/140
  • 8 Ob 50/17m
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 8 Ob 50/17m
    Vgl auch; Beisatz: Bei Ansprüchen aus der Prospekthaftung oder der Verletzung gesetzlicher Informationspflichten handelt es sich um deliktische Ansprüche iSd Art 5 Nr 3 EuGVVO 2001. (T33)
    Beisatz: Werden in einer Klage sowohl vertragliche als auch deliktische Ansprüche geltend gemacht, ist die internationale Zuständigkeit für die einzelnen Ansprüche jeweils gesondert zu prüfen. (T34)
  • 8 Ob 62/17a
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 8 Ob 62/17a
    Vgl auch; Beis wie T33; Beis wie T34
  • 4 Ob 55/18v
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 55/18v
    Auch; Beis wie T27; Beisatz: Negative Feststellungsklage. (T35)
  • 3 Ob 185/18d
    Entscheidungstext OGH 24.10.2018 3 Ob 185/18d
    Auch
  • 4 Ob 185/18m
    Entscheidungstext OGH 23.10.2018 4 Ob 185/18m
    Auch; Beis wie T33; Beis wie T34
  • 2 Ob 183/18b
    Entscheidungstext OGH 30.10.2018 2 Ob 183/18b
    Vgl auch; Beis wie T15
  • 4 Ob 186/18h
    Entscheidungstext OGH 27.11.2018 4 Ob 186/18h
    Beis wie T15
  • 10 Ob 80/18i
    Entscheidungstext OGH 20.11.2018 10 Ob 80/18i
    Auch; Beis wie T15; Beis wie T33; Beis wie T34
  • 9 Ob 71/18h
    Entscheidungstext OGH 17.12.2018 9 Ob 71/18h
    Auch; Beis wie T15
  • 8 Ob 130/18b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2018 8 Ob 130/18b
    Auch; Beis wie T15
  • 8 Ob 154/18g
    Entscheidungstext OGH 25.01.2019 8 Ob 154/18g
    Auch; Beis wie T15; Beis wie T33; Beis wie T34
  • 8 Ob 129/18f
    Entscheidungstext OGH 25.01.2019 8 Ob 129/18f
    Auch; Beis wie T15
  • 5 Ob 240/18g
    Entscheidungstext OGH 20.02.2019 5 Ob 240/18g
    Beis wie T15; Beis wie T27
  • 9 Ob 8/19w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 9 Ob 8/19w
    Beis wie T15; Beis wie T27
  • 8 Ob 31/19w
    Entscheidungstext OGH 25.03.2019 8 Ob 31/19w
    Vgl auch; Beis wie T15
  • 8 Ob 30/19y
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 8 Ob 30/19y
    Vgl auch; Beis wie T27
  • 4 Ob 69/19d
    Entscheidungstext OGH 28.05.2019 4 Ob 69/19d
    Beis wie T15
  • 8 Ob 45/19d
    Entscheidungstext OGH 27.06.2019 8 Ob 45/19d
    Vgl; Beis wie T15
  • 4 Ob 138/19a
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 4 Ob 138/19a
    Beis wie T15
  • 4 Ob 173/19y
    Entscheidungstext OGH 26.11.2019 4 Ob 173/19y
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T5; Beisatz: Angesichts des – sich vom Schutz von Persönlichkeitsrechten unterscheidenden – strikt territorialen Schutzes von Urheberrechten und vor dem Hintergrund des hier in Anspruch genommenen beschränkten Schutzes nur in Österreich besteht kein Anlass, die insofern nicht einschlägige Entscheidung C‑194/16, Bolagsupplysningen, auch auf urheberrechtliche Unterlassungsansprüche anzuwenden. Vielmehr ist für solche Ansprüche der durch C‑170/12, Pinckney, und C‑441/13, Hejduk, definierte (beschränkte) Erfolgsort als zuständigkeitsbegründend nach Art 7 Nr 2 EuGVVO 2012 zuzulassen, zumal es insoweit keine Gerichte mit umfassender Kognitionsbefugnis über Unterlassungsbegehren mit weltumspannender Tragweite gibt. (T36)
  • 1 Ob 63/20a
    Entscheidungstext OGH 28.04.2020 1 Ob 63/20a
    Vgl; Beis wie T27; Beis wie T35; Beisatz: Beim Handlungsort als Anknüpfungspunkt für die Zuständigkeit bei der negativen Feststellungsklage wird darauf abgestellt, wo der Begehungsort der (von der Beklagten) beanstandeten und relevanten Handlung der Klägerin liegt (so schon 4 Ob 214/15x; 4 Ob 55/18v). (T37)
    Beisatz: Negative Feststellungsklage über das Nichtbestehen einer Haftung. (T38)
  • 4 Ob 74/20s
    Entscheidungstext OGH 02.07.2020 4 Ob 74/20s
    Beisatz: Hier: Negative Feststellungsklage. (T39)
    Beisatz: Der Umfang der Abmahnung der Beklagten ist für den Handlungsort iSv Art 5 Nr 3 EuGVVO 2001 nicht von entscheidender Bedeutung. (T40)
    Beisatz: Handlungsort ist der Ort des schadensbegründenden Geschehens, das heißt der Ort, an dem das schadensbegründende Geschehen seinen Ausgang nahm. (T41)
    Beisatz: Der Handlungsort liegt auch dann im Inland, wenn vom Inland aus in tatbestandsmäßiger Weise auf das ausländische Marktgeschehen eingewirkt wurde, etwa durch die Herstellung nachgeahmter oder sonst unlauter aufgemachter Erzeugnisse oder die Gestaltung irreführender Werbung zum Zweck des Vertriebs auch im Ausland. (T42)
  • 5 Ob 193/20y
    Entscheidungstext OGH 31.05.2021 5 Ob 193/20y
    nur T13; Beis wie T14; Beis wie T30

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109078

Im RIS seit

12.02.1998

Zuletzt aktualisiert am

18.08.2021

Dokumentnummer

JJR_19980113_OGH0002_009NDA00004_9700000_002

Rechtssatz für 1Ob319/97m 7Ob132/00p 7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0109737

Geschäftszahl

1Ob319/97m; 7Ob132/00p; 7Ob127/01d; 7Nc45/04h; 8ObA68/06t; 4Ob80/08f; 2Ob222/14g; 4Ob137/16z; 4Ob55/18v; 4Ob185/18m; 5Ob240/18g; 6Ob239/18t; 9Ob8/19w; 10Ob36/19w; 8Ob30/19y; 2Ob27/21s

Entscheidungsdatum

24.02.1998

Norm

EuGVÜ Art5 Z3
LGVÜ Art5 Z3
LGVÜ II 2007 Art5 Z3
Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art5 Nr3
EuGVVO 2012 Art7 Nr2

Rechtssatz

Als Ort, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist, ist auch jener zu verstehen, an dem die Vermögensverminderung eintrat.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 319/97m
    Entscheidungstext OGH 24.02.1998 1 Ob 319/97m
    Veröff: SZ 71/31
  • 7 Ob 132/00p
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 7 Ob 132/00p
    Vgl; Beisatz: Als "Ort, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist" kann nur ein Ort bezeichnet werden, an dem das haftungsauslösende Ereignis den unmittelbar Betroffenen direkt geschädigt hat. (T1)
    Beisatz: Art 5 Z 3 LGVÜ kann daher nicht derart ausgelegt werden, dass sie einem Kläger, der einen Schaden geltend macht, der angeblich Folge des Schadens sei, den andere Personen unmittelbar auf Grund des schädigenden Ereignisses erlitten haben, erlaubt, den Urheber dieses Schadens vor den Gerichten des Ortes zu verklagen, an dem er selbst den Schaden an seinem Vermögen festgestellt habt. Da der Ort, an dem ein Vermögensschaden eingetreten ist (Folgeschaden), keinen Gerichtsstand begründet und Art 5 Z 3 LGVÜ nicht auf Kosten des Beklagtenwohnsitzes zu einem Klägergerichtsstand ausgedehnt werden darf, fehlt im vorliegenden Fall eine Zuständigkeit nach dem LGVÜ. (T2)
    Veröff: SZ 73/106
  • 7 Ob 127/01d
    Entscheidungstext OGH 17.04.2002 7 Ob 127/01d
    Beis wie T2; Beisatz: Die „Vermögensschäden in der Folge eines in einem anderen Vertragsstaat entstandenen und dort vom Kläger erlittenen Erstschadens" sind nicht zuständigkeitsbegründend. (T3)
    Beisatz: Hier: Vermögensschaden entstand durch Kreditschädigung und durch unbezahlte (weitere) Lieferung an den Aussteller nicht einlösbarer Schecks, wobei die beklagte bezogene Bank diese protestieren oder die Berechtigung zur Scheckausstellung bereits früher entziehen hätte müssen. (T4)
  • 7 Nc 45/04h
    Entscheidungstext OGH 04.10.2004 7 Nc 45/04h
    Beis wie T2; Beisatz: Hier: Art 5 Z 3 EuGVVO. (T5)
  • 8 ObA 68/06t
    Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 ObA 68/06t
    Vgl; Beis wie T1
  • 4 Ob 80/08f
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 80/08f
    Auch; Beisatz: Nur der Ort des Eintritts des Erstschadens, nicht dagegen der Ort des Eintritts allfälliger Folgeschäden ist zuständigkeitsbegründend. (T6)
    Veröff: SZ 2008/112
  • 2 Ob 222/14g
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 2 Ob 222/14g
    Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T6
  • 4 Ob 137/16z
    Entscheidungstext OGH 21.02.2017 4 Ob 137/16z
    Auch; beis wie T1; Beis wie T3
  • 4 Ob 55/18v
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 55/18v
    Vgl; Beis wie T2
  • 4 Ob 185/18m
    Entscheidungstext OGH 23.10.2018 4 Ob 185/18m
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 5 Ob 240/18g
    Entscheidungstext OGH 20.02.2019 5 Ob 240/18g
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 6 Ob 239/18t
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 6 Ob 239/18t
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Zur Geldanlage in einen Schiffsfonds. Die Notifizierung des Prospekts im Wohn­sitzland des Anlegers ist keine unabdingbare Voraussetzung für die internationale Zuständigkeit. (T7)
  • 9 Ob 8/19w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 9 Ob 8/19w
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 10 Ob 36/19w
    Entscheidungstext OGH 28.05.2019 10 Ob 36/19w
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 8 Ob 30/19y
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 8 Ob 30/19y
    Auch
  • 2 Ob 27/21s
    Entscheidungstext OGH 25.03.2021 2 Ob 27/21s
    nur Beis wie T6; Beisatz: Hier: Unterbleiben einer Behandlung. (T8)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109737

Im RIS seit

26.03.1998

Zuletzt aktualisiert am

22.07.2021

Dokumentnummer

JJR_19980224_OGH0002_0010OB00319_97M0000_002

Rechtssatz für 1Ob319/97m 2Ob304/98i 8...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0109738

Geschäftszahl

1Ob319/97m; 2Ob304/98i; 8ObA154/98z; 6Ob139/98d; 2Ob22/99w; 9ObA247/98h; 2Ob41/99i; 2Ob288/99p; 7Ob286/99f (7Ob294/99g); 7Nd520/99; 1Ob55/00w; 5Nd523/99; 7Ob132/00p; 7Ob117/00g; 10Nd512/01; 3Ob20/02s; 3Ob203/03d; 5Ob240/18g; 9Ob8/19w; 8Ob31/19w; 8Ob30/19y; 10Ob36/19w; 7Ob4/19t; 8Ob45/19d

Entscheidungsdatum

24.02.1998

Norm

LGVÜ allg
LGVÜ II 2007 allg
EuGVÜ allg

Rechtssatz

Das LGVÜ geht dem nationalen Recht vor. Es ist für die Beurteilung der internationalen Zuständigkeit ausschließlich maßgebend.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 319/97m
    Entscheidungstext OGH 24.02.1998 1 Ob 319/97m
    Veröff: SZ 71/31
  • 2 Ob 304/98i
    Entscheidungstext OGH 12.11.1998 2 Ob 304/98i
    Auch; Veröff: SZ 71/191
  • 8 ObA 154/98z
    Entscheidungstext OGH 10.12.1998 8 ObA 154/98z
    Beisatz: Auch im Rahmen des LGVÜ hat die Zuständigkeitsprüfung außerhalb der ausschließlichen Zuständigkeiten des Art 16 LGVÜ aufgrund der Angaben des Klägers zu erfolgen. (T1); Beisatz: Dies gilt grundsätzlich auch im Verfahren vor dem Arbeitsgericht. (T2) Veröff: SZ 71/207
  • 6 Ob 139/98d
    Entscheidungstext OGH 25.02.1999 6 Ob 139/98d
  • 2 Ob 22/99w
    Entscheidungstext OGH 11.02.1999 2 Ob 22/99w
    nur: Das LGVÜ geht dem nationalen Recht vor. (T3)
  • 9 ObA 247/98h
    Entscheidungstext OGH 20.01.1999 9 ObA 247/98h
  • 2 Ob 41/99i
    Entscheidungstext OGH 25.02.1999 2 Ob 41/99i
    nur: Das LGVÜ geht dem nationalen Recht vor. (T4); Veröff: SZ 72/37
  • 2 Ob 288/99p
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 2 Ob 288/99p
  • 7 Ob 286/99f
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 7 Ob 286/99f
    Veröff: SZ 72/192
  • 7 Nd 520/99
    Entscheidungstext OGH 10.03.2000 7 Nd 520/99
  • 1 Ob 55/00w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 55/00w
    Beisatz: Die internationale Zuständigkeit ist nach dem LGVÜ und nicht nach dem EuGVÜ zu überprüfen. (T5)
  • 5 Nd 523/99
    Entscheidungstext OGH 08.05.2000 5 Nd 523/99
    Beisatz: Das EuGVÜ/LGVÜ regelt die internationale Zuständigkeit der Gerichte der Vertragsstaaten abschließend. Österreichische Gerichte dürfen ihre Zuständigkeit damit nur auf Tatbestände stützen, die im Zuständigkeitskatalog des EuGVÜ/LGVÜ berücksichtigt sind. (T6) Beisatz: Das LGVÜ schafft ein selbständiges, in sich geschlossenes System der internationalen Zuständigkeit österreichischer Gerichte. Wird darin die Zuständigkeit österreichischer Gerichte für einen bestimmten Rechtsstreit vorgesehen, sind diese automatisch zuständig, ohne dass geprüft werden müsste, ob die Sache einen hinreichenden Nahebezug im Inland im Sinn der Indikationentheorie hat. (T7)
  • 7 Ob 132/00p
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 7 Ob 132/00p
    Veröff: SZ 73/106
  • 7 Ob 117/00g
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 7 Ob 117/00g
    Beisatz: Hier: EuGVÜ (T8); Beisatz: Soweit das EuGVÜ die örtliche Zuständigkeit regelt, gilt dies auch für die Beurteilung der örtlichen Zuständigkeit. (T9)
  • 10 Nd 512/01
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 10 Nd 512/01
    Auch; Beis wie T8
  • 3 Ob 20/02s
    Entscheidungstext OGH 18.07.2002 3 Ob 20/02s
    nur T3; Beisatz: Ebenso das EuGVÜ. (T10); Veröff: SZ 2002/97
  • 3 Ob 203/03d
    Entscheidungstext OGH 28.04.2004 3 Ob 203/03d
    nur T1; Beis wie T10
  • 5 Ob 240/18g
    Entscheidungstext OGH 20.02.2019 5 Ob 240/18g
  • 9 Ob 8/19w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 9 Ob 8/19w
  • 8 Ob 31/19w
    Entscheidungstext OGH 25.03.2019 8 Ob 31/19w
    Auch
  • 8 Ob 30/19y
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 8 Ob 30/19y
    Auch
  • 10 Ob 36/19w
    Entscheidungstext OGH 28.05.2019 10 Ob 36/19w
  • 7 Ob 4/19t
    Entscheidungstext OGH 26.06.2019 7 Ob 4/19t
    Auch
  • 8 Ob 45/19d
    Entscheidungstext OGH 27.06.2019 8 Ob 45/19d
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109738

Im RIS seit

26.03.1998

Zuletzt aktualisiert am

10.10.2019

Dokumentnummer

JJR_19980224_OGH0002_0010OB00319_97M0000_003

Rechtssatz für 1Ob319/97m 2Ob208/98x 7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0109739

Geschäftszahl

1Ob319/97m; 2Ob208/98x; 7Ob132/00p; 2Ob220/00t; 3Ob168/00b; 7Ob127/01d; 7Ob291/02y; 7Ob189/03z; 5Ob188/03p; 7Nc45/04h; 9Ob2/05t; 2Ob106/04h; 5Ob49/06a; 4Ob174/06a; 4Nc3/08s; 6Ob133/08i; 4Ob203/08v; 12Os135/07f; 6Nc17/10t; 4Ob2/12s; 4Ob33/12z; 6Ob145/12k; 6Ob137/15p; 1Ob237/15g; 4Ob137/16z; 8Ob50/17m; 8Ob62/17a; 8Ob99/17t; 3Ob185/18d; 4Ob185/18m; 10Ob80/18i; 8Ob75/18i; 5Ob240/18g; 9Ob8/19w; 10Ob36/19w; 8Ob30/19y; 4Ob173/19y; 5Ob193/20y

Entscheidungsdatum

24.02.1998

Norm

EuGVÜ Art5 Z3
LGVÜ Art5 Z3
LGVÜ II 2007 Art5 Z3
Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art5 Nr3
EUGVVO 2012 Art7 Nr2

Rechtssatz

Diese Zuständigkeitsnorm bezieht sich auf alle Klagen, mit denen eine Schadenshaftung des Beklagten geltend gemacht wird, die nicht an einen "Vertrag" im Sinn des Art 5 Z 1 LGVÜ anknüpft. Der Kläger hat darzutun, dass er durch Tun oder Unterlassen des Beklagten einen Schaden erlitten hat.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 319/97m
    Entscheidungstext OGH 24.02.1998 1 Ob 319/97m
    Veröff: SZ 71/31
  • 2 Ob 208/98x
    Entscheidungstext OGH 10.09.1998 2 Ob 208/98x
    nur: Diese Zuständigkeitsnorm bezieht sich auf alle Klagen, mit denen eine Schadenshaftung des Beklagten geltend gemacht wird, die nicht an einen "Vertrag" im Sinn des Art 5 Z 1 LGVÜ anknüpft. (T1)
  • 7 Ob 132/00p
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 7 Ob 132/00p
    nur T1; Beisatz: Unter Art 5 Z 3 LGVÜ fallen zum Beispiel Straßenverkehrsunfälle, Umweltbeeinträchtigungen, Schädigungen durch fehlerhafte Produkte und Schutzgesetzverstöße, auch reine Produkthaftungsansprüche. (T2)
    Beisatz: Die vertraglichen Beziehungen bilden die Grenze. Klagen, die auf Verletzung von vertraglichen Pflichten gestützt werden, fallen nicht unter Art 5 Nr 3. Der EuGH stellt darauf ab, ob die Pflichten, aus deren Verletzung der deliktische Schadenersatzanspruch hergeleitet wird, in einem so engen Zusammenhang mit einem Vertrag stehen, dass dieses vertragliche Element ganz im Vordergrund steht und auch den Charakter des deliktischen Rechtsverhältnisses ganz entscheidend prägt. In solchen Fällen ist Art 5 Nr 3 unanwendbar. (T3)
    Veröff: SZ 73/106
  • 2 Ob 220/00t
    Entscheidungstext OGH 14.09.2000 2 Ob 220/00t
    nur T1; Beis wie T2; Beis wie T3 nur: Die vertraglichen Beziehungen bilden die Grenze. Klagen, die auf Verletzung von vertraglichen Pflichten gestützt werden, fallen nicht unter Art 5 Nr 3. (T4)
  • 3 Ob 168/00b
    Entscheidungstext OGH 21.11.2001 3 Ob 168/00b
    Vgl auch; nur T1
  • 7 Ob 127/01d
    Entscheidungstext OGH 17.04.2002 7 Ob 127/01d
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 7 Ob 291/02y
    Entscheidungstext OGH 29.01.2003 7 Ob 291/02y
    Auch; nur T1; Beis wie T3; Beisatz: Unter Art 5 Z 3 EuGVÜ/LGVÜ fallen unterschiedliche "Deliktstypen" wie Straßenverkehrsunfälle, Umweltbeeinträchtigungen, Kartellverstöße, unlauterer Wettbewerb, Verletzung von Immaterialgüterrechten udgl. (T5)
    Beisatz: Bei einem "Vertrag" im Sinne des Art 5 Z 1 EuGVÜ/LGVÜ muss es sich um einen Vertrag zwischen den Streitparteien handeln. (T6)
    Veröff: SZ 2003/11
  • 7 Ob 189/03z
    Entscheidungstext OGH 10.09.2003 7 Ob 189/03z
    Auch; Beisatz: Der Begriff der unerlaubten Handlung oder einer Handlung, die einer unerlaubten Handlung gleichgestellt ist, bezieht sich im Sinne von Art 5 Nr 3 EuGVÜ nach ständiger Rechtsprechung des EuGH auf alle nicht an einen Vertrag im Sinne von Art 5 Nr 1 EuGVÜ anknüpfenden Klagen, mit denen eine Schadenshaftung des Beklagten geltend gemacht wird. (T7)
  • 5 Ob 188/03p
    Entscheidungstext OGH 29.06.2004 5 Ob 188/03p
    Beisatz: Der Gerichtsstand für Deliktsklagen bestimmt sich immer nach dem Ort, an dem es zu einem direkten Eingriff in das Rechtsgut des Geschädigten kommt. (T8)
    Beisatz: Hier: Art 5 Z 3 EuGVVO. (T9)
  • 7 Nc 45/04h
    Entscheidungstext OGH 04.10.2004 7 Nc 45/04h
    Vgl; Beis wie T9
  • 9 Ob 2/05t
    Entscheidungstext OGH 23.02.2005 9 Ob 2/05t
    nur T1; Beis wie T3; Beis wie T9; Beisatz: In Fällen, in denen die geltend gemachte Schadenshaftung an einen Vertrag anknüpfte, wurde demgemäß der Gerichtsstand des Art 5 Nr 3 EuGVVO vom Obersten Gerichtshof auch dann verneint, wenn sich der Kläger auf die Verletzung eines strafgesetzlichen Tatbestands berufen hat. (T10)
  • 2 Ob 106/04h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2006 2 Ob 106/04h
    Auch; Beisatz: Die Bestimmung ist nicht auf Personen- und Sachschäden beschränkt. Sie erfasst auch Ansprüche auf den Ersatz reiner Vermögensschäden, etwa aufgrund von culpa in contrahendo oder aufgrund deliktischen Verhaltens des Organs eines insolventen Vertragspartners. (T11)
  • 5 Ob 49/06a
    Entscheidungstext OGH 07.03.2006 5 Ob 49/06a
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T5; Beis wie T3; Beisatz: Ansprüche aus ungerechtfertigter Bereicherung können nicht beim Gerichtsstand für Deliktsklagen geltend gemacht werden. (T12)
  • 4 Ob 174/06a
    Entscheidungstext OGH 17.10.2006 4 Ob 174/06a
    Auch; nur T1; Beis wie T12; Beisatz: Für die gleichlautende Bestimmung des Art 5 Nr 3 EuGVVO kann nichts anderes gelten. (T13) Veröff: SZ 2006/156
  • 4 Nc 3/08s
    Entscheidungstext OGH 20.02.2008 4 Nc 3/08s
    nur T1; Beis wie T5
  • 6 Ob 133/08i
    Entscheidungstext OGH 07.08.2008 6 Ob 133/08i
    Vgl; Beisatz: Der zwischen der beklagten Partei und der Leasingnehmerin der Klägerin abgeschlossene Wartungsvertrag vermag einen vertraglichen Anspruch der klagenden Partei gegen die beklagte Partei im Sinne des Art 5 EuGVVO nicht zu begründen. (T14) Beisatz: Durch den nach den Klagsbehauptungen von der beklagten Partei verschuldeten Flugzeugabsturz wurde in das Eigentumsrecht der klagenden Partei, mithin ein absolut geschütztes Rechtsgut, eingegriffen. (T15)
  • 4 Ob 203/08v
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 203/08v
    Vgl auch; Beisatz: Der Begriff des schädigenden Ereignisses in Art 5 Nr 3 EuGVVO ist weit zu verstehen. Er erfasst im Bereich des Verbraucherschutzes unter anderem Angriffe auf die Rechtsordnung eines Mitgliedstaats durch die Verwendung missbräuchlicher Klauseln, deren Verhinderung die Aufgabe von klagebefugten Verbänden ist. (T16)
    Beisatz: Hier: Klage der Bundesarbeitskammer gegen das Erwecken eines unrichtigen Eindrucks über die Unentgeltlichkeit der im Internetauftritt der Beklagten angebotenen Dienste und gegen das dortige Fehlen gesetzlich vorgesehener Informationen jeweils im Geschäftsverkehr mit in Österreich ansässigen Kunden: Damit liegt ein „Angriff" auf die österreichische Rechtsordnung vor. Auf welchem technischen Weg dieser „Angriff" erfolgt, ist unerheblich. (T17)
  • 12 Os 135/07f
    Entscheidungstext OGH 15.01.2009 12 Os 135/07f
    Vgl; Beisatz: Anspruch auf Urteilsveröffentlichung nach § 34 MedienG. Die Entscheidung nach § 34 Abs 4 MedienG ist eine Entscheidung zivilrechtlicher Art im Sinn der EuGVVO. (T18)
    Beisatz: Die Urteilsveröffentlichung ist gemäß § 34 Abs 4 letzter Satz MedienG im Wege der Verhängung von Geldbußen gemäß § 20 MedienG auch gegenüber ausländischen Medien, soweit sie in territorialer Hinsicht unter das Regime der EuGVVO fallen, durchsetzbar. (T19)
  • 6 Nc 17/10t
    Entscheidungstext OGH 30.08.2010 6 Nc 17/10t
    Vgl auch; Beisatz: Art 5 Nr 3 EuGVVO ist auf Klagen aufgrund einer Ehrenbeleidigung einschließlich der Geltendmachung von Gegendarstellungen der grenzüberschreitenden Veröffentlichungen anzuwenden. Der Kläger kann daher seine Klage bei dem Gericht einbringen, wo der Empfänger der inkriminierten Mitteilungen seinen Sitz hat. (T20)
  • 4 Ob 2/12s
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 2/12s
    Auch
  • 4 Ob 33/12z
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 33/12z
    Vgl auch; Beisatz: Für die Zuständigkeit nach Art 5 Nr 3 EuGVVO ist es grundsätzlich bedeutungslos, wo der Kläger seinen (Wohn‑)Sitz hat. (T21)
  • 6 Ob 145/12k
    Entscheidungstext OGH 16.11.2012 6 Ob 145/12k
    Vgl; Beis wie T20 nur: Art 5 Nr 3 EuGVVO ist auch auf Klagen aufgrund einer Ehrenbeleidigung einschließlich der Geltendmachung von Gegendarstellungen bei grenzüberschreitenden Veröffentlichungen anzuwenden. (T22)
  • 6 Ob 137/15p
    Entscheidungstext OGH 31.08.2015 6 Ob 137/15p
    Beis wie T3; Beis wie T7; Beisatz: Ob das vorgeworfene Verhalten als Verstoß gegen vertragliche Verpflichtungen angesehen werden kann, richtet sich ebenso nach den Umständen des Einzelfalls wie die Ermittlung des konkreten Vertragsgegenstands. (T23)
  • 1 Ob 237/15g
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 237/15g
    Auch; nur T1; Beisatz: Die Zuhilfenahme gerichtlich vorgesehener Instrumente zur Durchsetzung einer vermeintlich zustehenden Forderung ist zulässig ‑ keine unerlaubte Handlung iSd § 5 Nr 3 LGVÜ 2007. (T24)
    Beisatz: Die bloße Aufforderung einer Partei eine Forderung zu begleichen, ist ohne Hinzutreten weiterer Umstände, die eine unerlaubte Handlung bzw einen Eingriff in eine rechtlich geschützte Position nahelegen, keine unerlaubte Handlung iSd Art 5 Nr 3 LGVÜ II 2007. (T25)
  • 4 Ob 137/16z
    Entscheidungstext OGH 21.02.2017 4 Ob 137/16z
    Auch; Beis wie T8
  • 8 Ob 50/17m
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 8 Ob 50/17m
    Vgl auch; Beisatz: Bei Ansprüchen aus der Prospekthaftung oder der Verletzung gesetzlicher Informationspflichten handelt es sich um deliktische Ansprüche iSd Art 5 Nr 3 EuGVVO 2001. (T26)
    Beisatz: Werden in einer Klage sowohl vertragliche als auch deliktische Ansprüche geltend gemacht, ist die internationale Zuständigkeit für die einzelnen Ansprüche jeweils gesondert zu prüfen. (T27)
  • 8 Ob 62/17a
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 8 Ob 62/17a
    Vgl auch; Beis wie T26; Beis wie T27
  • 8 Ob 99/17t
    Entscheidungstext OGH 27.04.2018 8 Ob 99/17t
    Beis wie T3
  • 3 Ob 185/18d
    Entscheidungstext OGH 24.10.2018 3 Ob 185/18d
    Auch; Beis wie T3
  • 4 Ob 185/18m
    Entscheidungstext OGH 23.10.2018 4 Ob 185/18m
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T8; Beis wie T26; Beis wie T27
  • 10 Ob 80/18i
    Entscheidungstext OGH 20.11.2018 10 Ob 80/18i
    Auch; Beis wie T3
  • 8 Ob 75/18i
    Entscheidungstext OGH 24.10.2018 8 Ob 75/18i
    Auch; Beis wie T6
  • 5 Ob 240/18g
    Entscheidungstext OGH 20.02.2019 5 Ob 240/18g
    Beis wie T8; Beis wie T11; Beis wie T26
  • 9 Ob 8/19w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 9 Ob 8/19w
    Beis wie T8; Beis wie T11; Beis wie T26
  • 10 Ob 36/19w
    Entscheidungstext OGH 28.05.2019 10 Ob 36/19w
    Beis wie T8; Beis wie T11; Beis wie T26
  • 8 Ob 30/19y
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 8 Ob 30/19y
    Auch
  • 4 Ob 173/19y
    Entscheidungstext OGH 26.11.2019 4 Ob 173/19y
    Vgl; Beis wie T12; Beisatz: Angesichts des – sich vom Schutz von Persönlichkeitsrechten unterscheidenden – strikt territorialen Schutzes von Urheberrechten und vor dem Hintergrund des hier in Anspruch genommenen beschränkten Schutzes nur in Österreich besteht kein Anlass, die insofern nicht einschlägige Entscheidung C‑194/16, Bolagsupplysningen, auch auf urheberrechtliche Unterlassungsansprüche anzuwenden. Vielmehr ist für solche Ansprüche der durch C‑170/12, Pinckney, und C‑441/13, Hejduk, definierte (beschränkte) Erfolgsort als zuständigkeitsbegründend nach Art 7 Nr 2 EuGVVO 2012 zuzulassen, zumal es insoweit keine Gerichte mit umfassender Kognitionsbefugnis über Unterlassungsbegehren mit weltumspannender Tragweite gibt. (T28)
  • 5 Ob 193/20y
    Entscheidungstext OGH 31.05.2021 5 Ob 193/20y
    nur T1; Beis wie T7; Beis wie T25

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109739

Im RIS seit

26.03.1998

Zuletzt aktualisiert am

18.08.2021

Dokumentnummer

JJR_19980224_OGH0002_0010OB00319_97M0000_004

Rechtssatz für 1Ob358/99z 7Ob132/00p 7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0113569

Geschäftszahl

1Ob358/99z; 7Ob132/00p; 7Ob29/01t; 9Nc4/05w; 5Ob233/05h; 5Ob240/18g; 9Ob8/19w; 8Ob31/19w; 8Ob30/19y; 8Ob45/19d

Entscheidungsdatum

28.04.2000

Norm

EuGVÜ allg
EuGVÜ-AuslProt allg
LGVÜ allg
LGVÜ II 2007 allg
LGVÜ Protokoll Nr2 Präambel

Rechtssatz

Anders als beim EuGVÜ besteht für das LGVÜ keine supranationale Auslegungsinstanz, der EuGH ist insoweit nicht zuständig.

Es bestehen zwei Erklärungen, die eine von den Vertretern der Regierungen, die damals Mitgliedstaaten der EG (jetzt EU) waren, und die andere von den Vertretern jener Regierungen, die Mitgliedstaaten der EFTA sind. Insbesondere das Protokoll Nr 2 zum LGVÜ über die einheitliche Auslegung des Übereinkommens (BGBl 1996/448) enthält Vorschriften zur Sicherstellung der Entscheidungsharmonie der Mitgliedstaaten. Nach der Präambel zum Protokoll Nr 2 sind die Vertragsparteien in voller Kenntnis der bis zur Unterzeichnung des LGVÜ ergangenen Entscheidungen des EuGH über die Auslegung des EuGVÜ. Das bedeutet nach allgemeiner Ansicht, dass alle bis zum 16. September 1988 ergangenen Entscheidungen des EuGH kraft Vereinbarung als authentische Interpretation der mit dem EuGVÜ gleichlautenden Bestimmungen des LGVÜ anzusehen sind. Die Gerichte der Vertragsstaaten des LGVÜ sind zur amtswegigen Ermittlung der maßgeblichen Rechtsprechung der Gerichte aus den Mitgliedstaaten sowohl der EU als auch der EFTA und zur sachlichen Auseinandersetzung mit ihnen verpflichtet, sofern sie von deren tragenden Argumenten (sodass nur diese und nicht etwa obiter dicta als maßgeblich anzusehen sind) abzugehen beabsichtigen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 358/99z
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 358/99z
    Veröff: SZ 73/76
  • 7 Ob 132/00p
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 7 Ob 132/00p
    Auch; Beisatz: Während zur Auslegung des EuGVÜ - über Auslegungsvorlage der vorlageberechtigten Erst- und Rechtsmittelgerichte sowie der vorlagepflichtigen letztinstanzlichen Gerichte - ausschließlich der EuGH befugt ist, sieht das Protokoll Nr 2 zum LGVÜ über die einheitliche Auslegung des Übereinkommens (BGBl 1996/448) neben der vertragsautonomen Auslegung unter Rücksicht auf die Judikatur der Gerichte der übrigen Vertragsstaaten lediglich ein Konsultationsverfahren (Art 4 Protokoll Nr 2 zum LGVÜ) zur Sicherstellung der möglichst einheitlichen (vertragsautonomen) Auslegung vor. Im Rahmen der vertragsautonomen Auslegung gemäß Protokoll Nr 2 zum LGVÜ übernehmen dessen Vertragsstaaten zunächst den Judikaturstand des EuGH bis 1988. Dieser - und eine Reihe wesentlicher Entscheidungen der Gerichte der Vertragsstaaten - ist im LGVÜ aufgelistet. Für die weitere Auslegung sind dann allein die innerstaatlichen Gerichte zuständig. Art 1 des Protokolls Nr 2 verpflichtet die Gerichte der Vertragsstaaten, bei der Auslegung des Übereinkommens den Grundsätzen gebührend Rechnung zu tragen, die in den maßgeblichen Entscheidungen aus den anderen Vertragsstaaten entwickelt worden sind. "Maßgebliche Entscheidungen" sind die in Art 2 genannten, also letztinstanzliche und andere besonders wichtige, rechtskräftig gewordene Entscheidungen. (T1)
    Veröff: SZ 73/106
  • 7 Ob 29/01t
    Entscheidungstext OGH 17.05.2001 7 Ob 29/01t
    Ähnlich
  • 9 Nc 4/05w
    Entscheidungstext OGH 04.03.2005 9 Nc 4/05w
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1 nur: Während zur Auslegung des EuGVÜ - über Auslegungsvorlage der vorlageberechtigten Erst- und Rechtsmittelgerichte sowie der vorlagepflichtigen letztinstanzlichen Gerichte - ausschließlich der EuGH befugt ist, sieht das Protokoll Nr 2 zum LGVÜ über die einheitliche Auslegung des Übereinkommens (BGBl 1996/448) neben der vertragsautonomen Auslegung unter Rücksicht auf die Judikatur der Gerichte der übrigen Vertragsstaaten lediglich ein Konsultationsverfahren (Art 4 Protokoll Nr 2 zum LGVÜ) zur Sicherstellung der möglichst einheitlichen (vertragsautonomen) Auslegung vor. Art 1 des Protokolls Nr 2 verpflichtet die Gerichte der Vertragsstaaten, bei der Auslegung des Übereinkommens den Grundsätzen gebührend Rechnung zu tragen, die in den maßgeblichen Entscheidungen aus den anderen Vertragsstaaten entwickelt worden sind. (T2)
  • 5 Ob 233/05h
    Entscheidungstext OGH 10.01.2006 5 Ob 233/05h
  • 5 Ob 240/18g
    Entscheidungstext OGH 20.02.2019 5 Ob 240/18g
    Vgl auch
  • 9 Ob 8/19w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 9 Ob 8/19w
    Vgl auch
  • 8 Ob 31/19w
    Entscheidungstext OGH 25.03.2019 8 Ob 31/19w
    Vgl auch
  • 8 Ob 30/19y
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 8 Ob 30/19y
    Vgl auch
  • 8 Ob 45/19d
    Entscheidungstext OGH 27.06.2019 8 Ob 45/19d
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113569

Im RIS seit

28.05.2000

Zuletzt aktualisiert am

10.10.2019

Dokumentnummer

JJR_20000428_OGH0002_0010OB00358_99Z0000_003

Rechtssatz für 7Ob132/00p 7Ob76/01d 6O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0114003

Geschäftszahl

7Ob132/00p; 7Ob76/01d; 6Ob27/01s; 5Ob312/01w; 7Ob291/02y; 3Ob2/04x; 1Ob31/16i; 1Ob123/17w; 4Ob212/18g; 5Ob240/18g

Entscheidungsdatum

28.06.2000

Norm

EuGVVO 2012 Art7 Nr1
EuGVÜ Art5 Z1
LGVÜ Art5 Z1
LGVÜ II 2007 Art15 Abs1

Rechtssatz

1. Der autonom auszulegende Begriff "Vertrag oder Ansprüche aus einem Vertrag" iSd Art 5 Z 1 LGVÜ kann nicht so verstanden werden, dass er für eine Situation gilt, in der keine von einer Partei gegenüber einer anderen freiwillig eingegangene Verpflichtung vorliegt. Wie der EuGH in seiner Entscheidung vom 17. 6. 1992, C-26/91, ausgesprochen hat, gilt Art 5 Z 1 EuGVÜ nicht für einen Rechtsstreit, den der spätere Erwerber einer Sache gegen den Hersteller, der nicht ihr Verkäufer ist, wegen Mängeln der Sache oder ihrer Untauglichkeit zum bestimmungsgemäßen Gebrauch anstrengt.

2. Zu den Verpflichtungen aus einem Vertrag gehören nicht nur die unmittelbaren vertraglichen Pflichten, etwa Leistungspflichten, Zahlungspflichten oder Unterlassungspflichten, sondern auch die Verpflichtungen, die an die Stelle einer nicht erfüllten vertraglichen Verbindlichkeit treten, also vor allem Schadenersatzansprüche oder Rückerstattungsansprüche, und zwar auch dann, wenn sie (erst) aus dem Gesetz folgen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 132/00p
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 7 Ob 132/00p
    Veröff: SZ 73/106
  • 7 Ob 76/01d
    Entscheidungstext OGH 18.04.2001 7 Ob 76/01d
    Vgl auch; nur: 2. Zu den Verpflichtungen aus einem Vertrag gehören nicht nur die unmittelbaren vertraglichen Pflichten, etwa Leistungspflichten, Zahlungspflichten oder Unterlassungspflichten, sondern auch die Verpflichtungen, die an die Stelle einer nicht erfüllten vertraglichen Verbindlichkeit treten, also vor allem Schadenersatzansprüche oder Rückerstattungsansprüche, und zwar auch dann, wenn sie (erst) aus dem Gesetz folgen. (T1)
    Beisatz: Hier: Verpflichtung zur Rechnungslegung. (T2)
  • 6 Ob 27/01s
    Entscheidungstext OGH 16.05.2001 6 Ob 27/01s
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Bei primären vertraglichen Ansprüchen, vertraglichem Schadenersatz und Gewährleistung ist der Erfüllungsort der jeweils strittigen Leistungsverpflichtung (Hauptleistungsverpflichtung) zuständigkeitsbegründend; der gesetzliche Erfüllungsort genügt. Werden sekundäre vertragliche Ansprüche geltend gemacht (vertraglicher Schadenersatz), so kommt es - ohne Beschränkung auf den vereinbarten Erfüllungsort - auf den Erfüllungsort jener vertraglichen "primären" Verpflichtung an, deren Nichterfüllung zur Begründung des Anspruchs behauptet wird. (T3)
  • 5 Ob 312/01w
    Entscheidungstext OGH 15.01.2002 5 Ob 312/01w
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Bei Klagen auf Schadenersatz oder wegen Leistungsstörung liegt der Erfüllungsort dort, wo die verletzte Pflicht hätte erbracht werden müssen. (T4)
  • 7 Ob 291/02y
    Entscheidungstext OGH 29.01.2003 7 Ob 291/02y
    Auch; nur: Der autonom auszulegende Begriff "Vertrag oder Ansprüche aus einem Vertrag" iSd Art 5 Z 1 LGVÜ kann nicht so verstanden werden, dass er für eine Situation gilt, in der keine von einer Partei gegenüber einer anderen freiwillig eingegangene Verpflichtung vorliegt. (T5)
    Beisatz: Verträge mit Schutzwirkung zugunsten Dritter fallen demnach nicht unter diese Zuständigkeitsbestimmung. (T6)
    Veröff: SZ 2003/11
  • 3 Ob 2/04x
    Entscheidungstext OGH 26.08.2004 3 Ob 2/04x
    Vgl auch
  • 1 Ob 31/16i
    Entscheidungstext OGH 31.03.2016 1 Ob 31/16i
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 123/17w
    Entscheidungstext OGH 12.07.2017 1 Ob 123/17w
    Vgl; nur T1; Beisatz: Der Regressanspruch (Ausgleichsanspruch) eines Gesamtschuldners gegen den anderen Gesamtschuldner infolge der (alleinigen) Tilgung eines gemeinsam aufgenommenen Darlehens ist ein abgeleiteter (sekundärer) vertraglicher Anspruch aus dem Kreditvertrag iS des Art 7 Nr 1 der EuGVVO 2012 (EuGH C-249/16, ECLI:EU:C:2017:472). (T7)
  • 4 Ob 212/18g
    Entscheidungstext OGH 26.02.2019 4 Ob 212/18g
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 240/18g
    Entscheidungstext OGH 20.02.2019 5 Ob 240/18g
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Art 15 Abs 1 LGVÜ II 2007 (T8)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114003

Im RIS seit

28.07.2000

Zuletzt aktualisiert am

05.04.2019

Dokumentnummer

JJR_20000628_OGH0002_0070OB00132_00P0000_001

Rechtssatz für 7Ob132/00p 7Ob127/01d 7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0114004

Geschäftszahl

7Ob132/00p; 7Ob127/01d; 7Ob135/05m; 2Ob222/14g

Entscheidungsdatum

28.06.2000

Norm

LGVÜ Art5 Z3

Rechtssatz

Wenn der Kläger weder einen Personenschaden noch einen direkten Sachschaden geltend macht, sondern sein Begehren auf einen reinen Vermögensschaden, für den er nicht die Verkäuferin, sondern die Erzeugerin des Produkts verantwortlich macht, stützt, ist die Zuständigkeitsnorm des Art 5 Z 3 LGVÜ/EuGVÜ nicht anwendbar.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 132/00p
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 7 Ob 132/00p
    Veröff: SZ 73/106
  • 7 Ob 127/01d
    Entscheidungstext OGH 17.04.2002 7 Ob 127/01d
    Auch; Beisatz: Die „Vermögensschäden in der Folge eines in einem anderen Vertragsstaat entstandenen und dort vom Kläger erlittenen Erstschadens" sind nicht zuständigkeitsbegründend. (T1)
  • 7 Ob 135/05m
    Entscheidungstext OGH 28.09.2005 7 Ob 135/05m
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Art 5 Nr 3 EuGVVO. (T2)
  • 2 Ob 222/14g
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 2 Ob 222/14g
    Vgl auch; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114004

Im RIS seit

28.07.2000

Zuletzt aktualisiert am

20.04.2015

Dokumentnummer

JJR_20000628_OGH0002_0070OB00132_00P0000_002

Rechtssatz für 7Ob132/00p 7Ob117/00g 9...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0114005

Geschäftszahl

7Ob132/00p; 7Ob117/00g; 9ObA322/00v

Entscheidungsdatum

28.06.2000

Norm

EuGVÜ allg
LGVÜ allg
LGVÜ Art54b Abs2 lita

Rechtssatz

In Österreich ist das am 16. 9. 1988 in Lugano geschlossene Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivilsachen und Handelssachen (LGVÜ) am 1. 9. 1996 in Kraft getreten. Das Brüsseler-Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung von Entscheidungen in Zivilsachen und Handelssachen vom 27. 9. 1968 samt Protokoll und Auslegungsprotokoll idF der Beitrittsübereinkommen von 1978, 1982, 1989 und 1996 (EuGVÜ) idF des vierten Beitrittsübereinkommens ist am 1. 12. 1998 in Kraft getreten. Für die Abgrenzung des räumlichen Geltungsbereiches von EuGVÜ und LGVÜ ist in Staaten, in denen beide Übereinkommen in Geltung stehen, Art 54b LGVÜ maßgeblich. Danach kommt es für Fragen der Zuständigkeit primär auf den Wohnsitz des Beklagten an (Art 54b Abs 2 lit a erster Fall LGVÜ). Liegt der Wohnsitz beziehungsweise Sitz des Beklagten in einem Vertragsstaat des LGVÜ, der zugleich auch Vertragsstaat des EuGVÜ ist, in dem jedoch das Beitrittsübereinkommen 1996 noch nicht in Kraft ist, so ist das LGVÜ anzuwenden.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 132/00p
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 7 Ob 132/00p
    Veröff: SZ 73/106
  • 7 Ob 117/00g
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 7 Ob 117/00g
    Auch
  • 9 ObA 322/00v
    Entscheidungstext OGH 14.02.2001 9 ObA 322/00v
    nur: Das Brüsseler-Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung von Entscheidungen in Zivilsachen und Handelssachen vom 27. 9. 1968 samt Protokoll und Auslegungsprotokoll idF der Beitrittsübereinkommen von 1978, 1982, 1989 und 1996 (EuGVÜ) idF des vierten Beitrittsübereinkommens ist am 1. 12. 1998 in Kraft getreten. (T1) Beisatz: Im Verhältnis zwischen Österreich und jenen EU-Mitgliedstaaten, in denen das EuGVÜ-Beitrittsübereinkommen 1996 noch nicht in Kraft steht, gilt dessen ungeachtet weiterhin das LGVÜ. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114005

Dokumentnummer

JJR_20000628_OGH0002_0070OB00132_00P0000_003

Rechtssatz für 7Ob132/00p 7Ob291/02y

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0114006

Geschäftszahl

7Ob132/00p; 7Ob291/02y

Entscheidungsdatum

28.06.2000

Norm

EuGVÜ Art2 Abs1
EuGVÜ Art5
LGVÜ Art2 Abs1
LGVÜ Art5

Rechtssatz

Die Spezialgerichtsstände des Art 5 sind als Ausnahme zur Allzuständigkeit des Wohnsitzstaates des Beklagten (Art 2 Abs 1) eng auszulegen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 132/00p
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 7 Ob 132/00p
    Veröff: SZ 73/106
  • 7 Ob 291/02y
    Entscheidungstext OGH 29.01.2003 7 Ob 291/02y
    Veröff: SZ 2003/11

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114006

Dokumentnummer

JJR_20000628_OGH0002_0070OB00132_00P0000_004

Rechtssatz für 7Ob132/00p

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0114007

Geschäftszahl

7Ob132/00p

Entscheidungsdatum

28.06.2000

Norm

EuGVÜ Art5 Z3
LGVÜ Art5 Z3

Rechtssatz

Es kann der Hersteller eines Produktes mit Sitz in einem Vertragsstaat nach Art 5 Z 3 LGVÜ/EuGVÜ in Österreich geklagt werden, wenn dieses Produkt hier einen Schaden verursacht.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 132/00p
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 7 Ob 132/00p
    Veröff: SZ 73/106

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114007

Dokumentnummer

JJR_20000628_OGH0002_0070OB00132_00P0000_005