Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 6Ob147/60 6Ob183/67 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0016451

Geschäftszahl

6Ob147/60; 6Ob183/67; 6Ob18/68; 6Ob253/68; 7Ob10/73; 1Ob108/73; 1Ob20/75; 7Ob677/76; 1Ob537/77; 2Ob78/78; 1Ob687/82; 5Ob549/82; 14ObA17/87; 1Ob12/87; 7Ob618/89; 9ObA182/92; 1Ob318/99t; 8ObS273/00f; 6Ob287/01a; 8ObA69/11x

Entscheidungsdatum

23.11.1960

Norm

ABGB §879 AIb
ZPO §182

Rechtssatz

Es würde den Grundsätzen unseres Zivilprozesses geradezu widersprechen, eine Partei zur Geltendmachung von Umständen, die die Sittenwidrigkeit einer Vereinbarung begründen könnten, aufzufordern. Es muss vielmehr der Partei selbst überlassen bleiben, ob sie solche Umstände geltend machen und ob sie die Vereinbarung deshalb überhaupt anfechten will.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 147/60
    Entscheidungstext OGH 23.11.1960 6 Ob 147/60
    Veröff: EvBl 1961/95 S 151
  • 6 Ob 183/67
    Entscheidungstext OGH 12.07.1967 6 Ob 183/67
    Vgl auch
  • 6 Ob 18/68
    Entscheidungstext OGH 28.02.1968 6 Ob 18/68
    Vgl auch
  • 6 Ob 253/68
    Entscheidungstext OGH 09.10.1968 6 Ob 253/68
    Auch
  • 7 Ob 10/73
    Entscheidungstext OGH 31.01.1973 7 Ob 10/73
    Beisatz: Hier: Geltendmachung eines Verstoßes gg Treu und Glauben. (T1) Veröff: VersR 1973,877
  • 1 Ob 108/73
    Entscheidungstext OGH 04.07.1973 1 Ob 108/73
    Auch; Veröff: SZ 46/69
  • 1 Ob 20/75
    Entscheidungstext OGH 05.03.1975 1 Ob 20/75
    Vgl auch
  • 7 Ob 677/76
    Entscheidungstext OGH 28.04.1977 7 Ob 677/76
    Auch
  • 1 Ob 537/77
    Entscheidungstext OGH 27.04.1977 1 Ob 537/77
  • 2 Ob 78/78
    Entscheidungstext OGH 08.06.1978 2 Ob 78/78
  • 1 Ob 687/82
    Entscheidungstext OGH 03.11.1982 1 Ob 687/82
    Auch; nur: Es muss vielmehr der Partei selbst überlassen bleiben, ob sie solche Umstände geltend machen und ob sie die Vereinbarung deshalb überhaupt anfechten will. (T2)
  • 5 Ob 549/82
    Entscheidungstext OGH 26.04.1983 5 Ob 549/82
    Auch; Beisatz: Der erst mit der Berufung geltend gemachte Wuchereinwand ist unbeachtlich (SZ 10/148, zuletzt wieder 1 Ob 302/71); das gleiche gilt auch für die behauptete Sittenwidrigkeit. (T3)
  • 14 ObA 17/87
    Entscheidungstext OGH 17.02.1987 14 ObA 17/87
    Auch; Beisatz: Die Sittenwidrigkeit einer Vereinbarung ist nur auf Einrede wahrzunehmen. (T4) Veröff: Arb 10624
  • 1 Ob 12/87
    Entscheidungstext OGH 27.04.1987 1 Ob 12/87
    Auch; Beisatz: Nach st Rechtsprechung erfolgt die Prüfung einer Vereinbarung auf ihre Sittenwidrigkeit nur dann, wenn sich der andere Teil darauf beruft, eine ausdrückliche Berufung auf die Sittenwidrigkeit ist aber nicht erforderlich. (T5)
  • 7 Ob 618/89
    Entscheidungstext OGH 06.07.1989 7 Ob 618/89
    nur T2; Beis wie T5; Beisatz: Es müssen aber jene Tatumstände vorgebracht werden, die die Sittenwidrigkeit begründen können. (T6)
  • 9 ObA 182/92
    Entscheidungstext OGH 21.10.1992 9 ObA 182/92
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: § 48 ASGG (T7)
  • 1 Ob 318/99t
    Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 318/99t
    Auch; Beisatz: Die Sittenwidrigkeit eines Vertrags (oder einzelner seiner Bestimmungen) kann sowohl nach § 879 Abs 1 ABGB als auch nach § 879 Abs 3 ABGB nur dann vom Gericht beachtet und geprüft werden, wenn sie geltend gemacht wurde. Dem verletzten Vertragspartner steht es nämlich frei, ungeachtet des Vorliegens von Sittenwidrigkeit das Geschäft als gültig zu behandeln. (T8); Veröff: SZ 73/86
  • 8 ObS 273/00f
    Entscheidungstext OGH 11.06.2001 8 ObS 273/00f
    Auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 74/106
  • 6 Ob 287/01a
    Entscheidungstext OGH 11.07.2002 6 Ob 287/01a
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T5
  • 8 ObA 69/11x
    Entscheidungstext OGH 24.10.2011 8 ObA 69/11x
    Vgl auch; nur T2; Beis wie T6

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0016451

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.01.2012

Dokumentnummer

JJR_19601123_OGH0002_0060OB00147_6000000_001

Rechtssatz für 3Ob104/73 1Ob27/76 3Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0016435

Geschäftszahl

3Ob104/73; 1Ob27/76; 3Ob541/78; 4Ob523/78; 3Ob588/78 (3Ob589/78); 5Ob748/79; 4Ob370/80; 1Ob578/81 (1Ob579/81); 3Ob658/81; 4Ob525/82; 7Ob732/81; 5Ob729/82; 3Ob583/83; 4Ob166/82; 7Ob21/85; 8Ob596/85; 2Ob594/86; 7Ob605/91; 4Ob112/91; 7Ob15/92; 8ObA320/94; 6Ob507/95; 1Ob2311/96a; 6Ob1/00s; 1Ob318/99t; 6Ob37/03i; 7Ob215/05a; 5Ob139/06m; 5Ob14/07f; 8Ob148/08k; 5Ob192/10m; 9Ob11/11z; 6Ob66/11s; 6Ob240/11d; 2Ob173/12y; 6Ob229/13i; 3Ob71/14h; 9ObA34/15p

Entscheidungsdatum

05.06.1973

Norm

ABGB §879 AIa
EWG-RL 93/13/EWG - missbräuchliche Klauseln in Verbraucherverträgen 31993L0013 Art6 Abs1

Rechtssatz

Die Nichtigkeit einer Vereinbarung zufolge § 879 ABGB ist grundsätzlich nicht von Amts wegen zu beachten, namentlich wenn eine zugunsten eines bestimmten Personenkreises getroffene Schutznorm verletzt sein sollte.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 104/73
    Entscheidungstext OGH 05.06.1973 3 Ob 104/73
    Veröff: EvBl 1973/277 S 574 = ImmZ 1973,219 = MietSlg 25076
  • 1 Ob 27/76
    Entscheidungstext OGH 22.12.1976 1 Ob 27/76
    Beisatz: Wasserrecht (T1)
  • 3 Ob 541/78
    Entscheidungstext OGH 23.05.1978 3 Ob 541/78
    nur: Die Nichtigkeit einer Vereinbarung zufolge § 879 ABGB ist grundsätzlich nicht von Amts wegen zu beachten. (T2)
  • 4 Ob 523/78
    Entscheidungstext OGH 13.06.1978 4 Ob 523/78
    nur T2
  • 3 Ob 588/78
    Entscheidungstext OGH 10.10.1979 3 Ob 588/78
    Beisatz: § 24 WEG 1975 (T3)
    Veröff: SZ 52/146
  • 5 Ob 748/79
    Entscheidungstext OGH 15.01.1980 5 Ob 748/79
    nur T2; Beisatz: § 24 WEG 1975, Sittenwidrigkeit (T4)
  • 4 Ob 370/80
    Entscheidungstext OGH 20.01.1981 4 Ob 370/80
    nur T2
  • 1 Ob 578/81
    Entscheidungstext OGH 03.06.1981 1 Ob 578/81
    nur T2
  • 3 Ob 658/81
    Entscheidungstext OGH 24.02.1982 3 Ob 658/81
    nur T2; Beisatz: Hier: Überdies unzulässige Neuerung. (T5)
  • 4 Ob 525/82
    Entscheidungstext OGH 30.03.1982 4 Ob 525/82
  • 7 Ob 732/81
    Entscheidungstext OGH 24.06.1982 7 Ob 732/81
    nur T2
  • 5 Ob 729/82
    Entscheidungstext OGH 29.10.1982 5 Ob 729/82
    nur T2
  • 3 Ob 583/83
    Entscheidungstext OGH 15.06.1983 3 Ob 583/83
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 166/82
    Entscheidungstext OGH 20.12.1983 4 Ob 166/82
    nur T2; Beisatz: Die Partei braucht sich zwar nicht ausdrücklich auf diese Gesetzesstelle zu berufen, doch bedarf es neben dem erforderlichen Sachvorbringen jedenfalls auch eines Hinweises auf die (vermeintliche) Gesetzwidrigkeit oder Sittenwidrigkeit. (T6)
  • 7 Ob 21/85
    Entscheidungstext OGH 04.07.1985 7 Ob 21/85
    Auch; Beisatz: Sittenwidrigkeit (T7)
  • 8 Ob 596/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 596/85
    nur T2
  • 2 Ob 594/86
    Entscheidungstext OGH 17.06.1986 2 Ob 594/86
    nur T2; Beis wie T4 nur: Sittenwidrigkeit (T8)
    Veröff: ImmZ 1986,354
  • 7 Ob 605/91
    Entscheidungstext OGH 24.10.1991 7 Ob 605/91
    nur T2
  • 4 Ob 112/91
    Entscheidungstext OGH 14.01.1992 4 Ob 112/91
    Auch; nur T2
  • 7 Ob 15/92
    Entscheidungstext OGH 03.09.1992 7 Ob 15/92
    nur T2; Veröff: VersR 1993,1555
  • 8 ObA 320/94
    Entscheidungstext OGH 16.03.1995 8 ObA 320/94
    nur T2
  • 6 Ob 507/95
    Entscheidungstext OGH 12.10.1995 6 Ob 507/95
    nur T2
  • 1 Ob 2311/96a
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2311/96a
    nur T1; Beis wie T6
  • 6 Ob 1/00s
    Entscheidungstext OGH 17.05.2000 6 Ob 1/00s
    nur T2
  • 1 Ob 318/99t
    Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 318/99t
    Auch; Beisatz: Die Sittenwidrigkeit eines Vertrags (oder einzelner seiner Bestimmungen) kann sowohl nach § 879 Abs 1 ABGB als auch nach § 879 Abs 3 ABGB nur dann vom Gericht beachtet und geprüft werden, wenn sie geltend gemacht wurde. Dem verletzten Vertragspartner steht es nämlich frei, ungeachtet des Vorliegens von Sittenwidrigkeit das Geschäft als gültig zu behandeln. (T9)
    Veröff: SZ 73/86
  • 6 Ob 37/03i
    Entscheidungstext OGH 23.10.2003 6 Ob 37/03i
    nur T2
  • 7 Ob 215/05a
    Entscheidungstext OGH 19.10.2005 7 Ob 215/05a
    nur T2
  • 5 Ob 139/06m
    Entscheidungstext OGH 29.08.2006 5 Ob 139/06m
    Beisatz: Die §§ 21 Abs 5, 24 Abs 7 WEG 2002 dienen dem spezifischen Schutz der einzelnen Wohnungseigentümer (der überstimmten Minderheit), die ihre Interessen in wohnrechtlichen außerstreitigen Verfahren wahrnehmen können. (T10)
  • 5 Ob 14/07f
    Entscheidungstext OGH 08.05.2007 5 Ob 14/07f
    Beisatz: 2.Rechtsgang zu 5 Ob 139/06m. (T11)
  • 8 Ob 148/08k
    Entscheidungstext OGH 16.12.2008 8 Ob 148/08k
    Vgl
  • 5 Ob 192/10m
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 5 Ob 192/10m
    Vgl auch; Beisatz: Hier: § 24 WEG 1975 bzw § 38 WEG 2002. (T12)
  • 9 Ob 11/11z
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 9 Ob 11/11z
    Vgl; Beis wie T9
  • 6 Ob 66/11s
    Entscheidungstext OGH 18.07.2011 6 Ob 66/11s
    nur T2
  • 6 Ob 240/11d
    Entscheidungstext OGH 16.11.2012 6 Ob 240/11d
    Beisatz: Der Europäische Gerichtshof hat in mehreren Entscheidungen ausgesprochen, dass Art 6 Abs 1 der Richtlinie 93/13/EWG des Rates vom 5. 4. 1993 über missbräuchliche Klauseln in Verbraucherverträgen dahin auszulegen ist, dass ein nationales Gericht verpflichtet ist, die Missbräuchlichkeit einer Vertragsklausel von Amts wegen zu prüfen, sobald es über die hierzu erforderlichen rechtlichen und tatsächlichen Grundlagen verfügt. (T13)
    Beisatz: In der Entscheidung vom 22. 11. 2001, Rs C‑541/99 und C‑542/99, Cape Snc/Idealservice, Slg 2001 I‑9049, hat der Europäische Gerichtshof ausgesprochen, der Begriff „Verbraucher“, wie er in Art 2 lit b der RL 93/13 über missbräuchliche Klauseln in Verbraucherverträgen definiert werde, sei dahin auszulegen, dass er sich ausschließlich auf natürliche Personen beziehe. (T14)
  • 2 Ob 173/12y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2013 2 Ob 173/12y
    Auch; Beisatz: Hier: Befahren eines die Schipiste kreuzenden Güterweges nur außerhalb der Betriebszeiten des Schleppliftes. (T15)
  • 6 Ob 229/13i
    Entscheidungstext OGH 20.02.2014 6 Ob 229/13i
    nur T2
  • 3 Ob 71/14h
    Entscheidungstext OGH 30.04.2014 3 Ob 71/14h
    Auch
  • 9 ObA 34/15p
    Entscheidungstext OGH 28.05.2015 9 ObA 34/15p
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0016435

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.07.2015

Dokumentnummer

JJR_19730605_OGH0002_0030OB00104_7300000_001

Rechtssatz für 1Ob177/75 8Ob505/78 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0016447

Geschäftszahl

1Ob177/75; 8Ob505/78; 3Ob588/78 (3Ob589/78); 4Ob370/80; 7Ob732/81; 7Ob69/83; 8Ob596/85; 2Ob594/86; 8Ob562/86; 8Ob617/86; 7Ob505/88; 8Ob595/89; 7Ob605/91; 9Ob98/99y; 5Ob104/99a; 1Ob318/99t; 6Ob55/02k; 6Ob304/02b; 4Ob220/13a; 3Ob216/15h

Entscheidungsdatum

17.09.1975

Norm

ABGB §879 AIb

Rechtssatz

Die Anfechtung wegen Nichtigkeit (hier Sittenwidrigkeit) muss nicht durch formelle Berufung auf § 879 ABGB geschehen, es genügt, die Unterbreitung des erforderlichen sachlichen Substrats unter Hinweis auf den Rechtsmissbrauch (8 Ob 172/73).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 177/75
    Entscheidungstext OGH 17.09.1975 1 Ob 177/75
  • 8 Ob 505/78
    Entscheidungstext OGH 19.04.1978 8 Ob 505/78
    Auch
  • 3 Ob 588/78
    Entscheidungstext OGH 10.10.1979 3 Ob 588/78
    Beisatz: § 24 WEG 1975 (T1) Veröff: SZ 52/146
  • 4 Ob 370/80
    Entscheidungstext OGH 20.01.1981 4 Ob 370/80
  • 7 Ob 732/81
    Entscheidungstext OGH 24.06.1982 7 Ob 732/81
  • 7 Ob 69/83
    Entscheidungstext OGH 12.01.1984 7 Ob 69/83
    Auch
  • 8 Ob 596/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 596/85
    Beisatz: Notwendig ist aber immer das Erfordernis der Geltendmachung wenigstens auf schlüssige Weise durch ein entsprechendes Tatsachenvorbringen. (T2)
  • 2 Ob 594/86
    Entscheidungstext OGH 17.06.1986 2 Ob 594/86
    Beis wie T2; Veröff: ImmZ 1986,354 = MietSlg XXXVIII/22
  • 8 Ob 562/86
    Entscheidungstext OGH 10.07.1986 8 Ob 562/86
  • 8 Ob 617/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 8 Ob 617/86
    Auch
  • 7 Ob 505/88
    Entscheidungstext OGH 24.03.1988 7 Ob 505/88
  • 8 Ob 595/89
    Entscheidungstext OGH 27.09.1990 8 Ob 595/89
  • 7 Ob 605/91
    Entscheidungstext OGH 24.10.1991 7 Ob 605/91
  • 9 Ob 98/99y
    Entscheidungstext OGH 16.06.1999 9 Ob 98/99y
    Vgl auch; Beisatz: Sittenwidrigkeit muß durch den durch die betreffende Norm Geschützten geltend gemacht werden, wobei ein entsprechendes Sachvorbringen erforderlich ist. (T3)
  • 5 Ob 104/99a
    Entscheidungstext OGH 25.01.2000 5 Ob 104/99a
    Auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 318/99t
    Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 318/99t
    Auch; Beisatz: Eine ausdrückliche Berufung auf die Sittenwidrigkeit ist nicht erforderlich, sofern nur die dazu relevanten Tatsachen vorgetragen werden. (T4); Veröff: SZ 73/86
  • 6 Ob 55/02k
    Entscheidungstext OGH 07.11.2002 6 Ob 55/02k
    Beis wie T2
  • 6 Ob 304/02b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2003 6 Ob 304/02b
    Auch
  • 4 Ob 220/13a
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 220/13a
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 3 Ob 216/15h
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 3 Ob 216/15h
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0016447

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.02.2016

Dokumentnummer

JJR_19750917_OGH0002_0010OB00177_7500000_004

Rechtssatz für 7Ob818/76 6Ob641/89 (6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017078

Geschäftszahl

7Ob818/76; 6Ob641/89 (6Ob642/89); 1Ob585/94; 1Ob126/97d; 1Ob61/97w; 1Ob318/99t; 2Ob74/07g; 5Ob155/10w; 10ObS33/11t; 8ObA27/12x; 2Ob94/12f; 2Ob2/13b; 5Ob119/13f; 10Ob10/18w

Entscheidungsdatum

03.02.1977

Norm

ABGB §881 IA
ABGB §936 III

Rechtssatz

Bei Ausübung des Optionsrechtes wird das bereits im voraus bestimmte Schuldverhältnis in Geltung gesetzt. Bei einem Vertrag zugunsten Dritter erwirbt der Dritte mit diesem Zeitpunkt sein unmittelbares Recht.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 818/76
    Entscheidungstext OGH 03.02.1977 7 Ob 818/76
  • 6 Ob 641/89
    Entscheidungstext OGH 31.08.1989 6 Ob 641/89
    nur: Bei Ausübung des Optionsrechtes wird das bereits im voraus bestimmte Schuldverhältnis in Geltung gesetzt. (T1)
  • 1 Ob 585/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1994 1 Ob 585/94
    Auch; Beisatz: Die Option ist ein Vertrag, durch den einem Vertragsteil das Recht eingeräumt wird, ein inhaltlich bereits festgelegtes Schuldverhältnis durch einseitige Erklärung in Geltung zu setzen. (T2) Veröff: SZ 67/137
  • 1 Ob 126/97d
    Entscheidungstext OGH 27.08.1997 1 Ob 126/97d
    Auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 61/97w
    Entscheidungstext OGH 25.11.1997 1 Ob 61/97w
    Auch; Beisatz: Unter Option wird das vertragliche Gestaltungsrecht verstanden, ein inhaltlich bereits festgelegtes Schuldverhältnis durch einseitige Erklärung in Geltung zu setzen. Der Optionsberechtigte verfügt daher über ein Gestaltungsrecht wie der Oblat Die vertragliche Option und die - in ihrer Bindungsdauer und inhaltlich ausgehandelte - Offerte sollen gleiche Rechtswirkungen erzeugen. (T3) Veröff: SZ 70/242
  • 1 Ob 318/99t
    Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 318/99t
    Beis wie T2; Beisatz: Von einem Optionsrecht spricht man aber auch dann, wenn dem Berechtigten ein längerfristig bindendes Vertragsanbot gemacht wird. (T4); Veröff: SZ 73/86
  • 2 Ob 74/07g
    Entscheidungstext OGH 09.08.2007 2 Ob 74/07g
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 5 Ob 155/10w
    Entscheidungstext OGH 21.10.2010 5 Ob 155/10w
    Vgl; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Das Schuldverhältnis kommt erst mit Ausübung der Option (und nicht schon mit deren Vereinbarung) zustande. (T5)
  • 10 ObS 33/11t
    Entscheidungstext OGH 12.04.2011 10 ObS 33/11t
    Auch
  • 8 ObA 27/12x
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 8 ObA 27/12x
    Auch; nur T1; Beisatz: Die Wiedereinstellungszusage des Arbeitgebers führt zu einer Option des Arbeitnehmers. (T6); Bem: Siehe auch RS0127858. (T7)
    Veröff: SZ 2012/60
  • 2 Ob 94/12f
    Entscheidungstext OGH 20.12.2012 2 Ob 94/12f
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Die Option muss die essentiala negotii des künftigen Vertrags enthalten. (T8)
  • 2 Ob 2/13b
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 2 Ob 2/13b
    Vgl; auch nur T1
  • 5 Ob 119/13f
    Entscheidungstext OGH 03.10.2013 5 Ob 119/13f
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 10 Ob 10/18w
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 10 Ob 10/18w
    Vgl; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0017078

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19770203_OGH0002_0070OB00818_7600000_001

Rechtssatz für 6Ob727/78 6Ob647/85 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0045138

Geschäftszahl

6Ob727/78; 6Ob647/85; 6Ob577/86; 8Ob566/93; 10Ob199/97f; 7Ob197/97i; 1Ob318/99t; 7Ob110/00b; 1Ob273/00d; 6Ob40/02d; 1Ob224/03b; 2Ob51/05x; 7Ob54/05z; 7Ob42/06m; 10Ob50/06k; 8Ob78/06p; 7Ob139/07b; 6Ob174/07t; 8Ob138/08i; 7Ob89/11f; 7Ob172/11m; 5Ob251/15w; 6Ob62/17m; 7Ob51/17a; 5Ob94/18m

Entscheidungsdatum

09.11.1978

Norm

JN §1 CVa
VerG §4 Abs2 litg
VerG §4 Abs2 litj
VerG 2002 §8 Abs1
VerG 2002 §33
ZPO §599 Abs2

Rechtssatz

Erkenntnisse der Vereinsschiedsgerichte, die privatrechtliche Ansprüche der Vereinsmitglieder zum Gegenstand haben, können in demselben Umfang gerichtlich überprüft werden wie die Entscheidung anderer Vereinsorgane. Voraussetzung der Anrufung der ordentlichen Gerichte bei Verletzung von privatrechtlichen Ansprüchen durch Vereinsorgane ist allerdings die Ausschöpfung des in der Vereinssatzung vorgesehenen Instanzenzuges (hier: FPÖ Schiedsgericht erkennt auf Ausschluss).

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 727/78
    Entscheidungstext OGH 09.11.1978 6 Ob 727/78
    Veröff: SZ 51/154 = EvBl 1979/85 S 269 = JBl 1981,212 (zustimmend Bydlinski)
  • 6 Ob 647/85
    Entscheidungstext OGH 14.11.1985 6 Ob 647/85
    Auch; Beisatz: Den Rechtsweg ausschließende Satzungsbestimmungen sind so zu verstehen, dass davon bloß die sachliche Zuständigkeit des Schiedsgerichtes betroffen ist und der Rechtszug an die ordentlichen Gerichte nach Erschöpfung des vereinsinternen Instanzenzuges dennoch zulässig bleibt. (T1) Veröff: SZ 58/178 = EvBl 1986/132 S 531
  • 6 Ob 577/86
    Entscheidungstext OGH 22.05.1986 6 Ob 577/86
    Vgl auch; Beisatz: Dass vor Anrufung der ordentlichen Gerichte der statutarische Instanzenzug ausgeschöpft sein müsse, ist eine Einwendung aus den dem Privatrecht zuzurechnenden Rechtsbezeichnungen zwischen dem Verein und seinen Mitgliedern, die erst mit der Entscheidung über die Sache selbst zu erledigen ist. (T2)
  • 8 Ob 566/93
    Entscheidungstext OGH 30.03.1994 8 Ob 566/93
    Vgl auch; Beisatz: Diese "temporäre" Beschränkung des Zugangs zu den ordentlichen Gerichten kann dadurch zu einer endgültigen werden, dass das Vereinsmitglied die in den Vereinsstatuten vorgesehene Berufungsinstanz nicht anruft. Dies ist unbedenklich. (T3)
  • 10 Ob 199/97f
    Entscheidungstext OGH 15.10.1997 10 Ob 199/97f
    Auch; Veröff: SZ 70/206
  • 7 Ob 197/97i
    Entscheidungstext OGH 05.05.1998 7 Ob 197/97i
    Auch; nur: Voraussetzung der Anrufung der ordentlichen Gerichte bei Verletzung von privatrechtlichen Ansprüchen durch Vereinsorgane ist allerdings die Ausschöpfung des in der Vereinssatzung vorgesehenen Instanzenzuges. (T4)
  • 1 Ob 318/99t
    Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 318/99t
    Beisatz: Hier: Beschlüsse von vereinsschiedsgerichtlichen Gremien (Kontrollausschuss, Protestkomitee des Burgenländischen Fußballverbands und Rechtsmittelsenat des ÖFB). (T5); Veröff: SZ 73/86
  • 7 Ob 110/00b
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 7 Ob 110/00b
    Auch; Beis ähnlich wie T2; Veröff: SZ 73/199
  • 1 Ob 273/00d
    Entscheidungstext OGH 27.02.2001 1 Ob 273/00d
    Auch; Beisatz: Hier: Satzung des OÖ Fußballverbands; Streitigkeit wegen eines Spielertransfers vor den zunächst angerufenen Instanzen des ÖFB. (T6)
  • 6 Ob 40/02d
    Entscheidungstext OGH 10.10.2002 6 Ob 40/02d
  • 1 Ob 224/03b
    Entscheidungstext OGH 18.11.2003 1 Ob 224/03b
    Auch
  • 2 Ob 51/05x
    Entscheidungstext OGH 21.04.2005 2 Ob 51/05x
    Beisatz: Daran hat sich durch die seit dem Inkrafttreten des Vereinsgesetzes 2002 (VerG) geltende Rechtslage nichts geändert. (T7); Veröff: SZ 2005/57
  • 7 Ob 54/05z
    Entscheidungstext OGH 25.05.2005 7 Ob 54/05z
    Auch; Beis wie T7
  • 7 Ob 42/06m
    Entscheidungstext OGH 10.05.2006 7 Ob 42/06m
    Beis wie T7; Beisatz: Diese verpflichtende Anrufung der Streitschlichtungseinrichtung kommt dann nicht zum Tragen, wenn nach den Statuten, die bis zum 30. 6. 2006 an die neue Rechtslage anzupassen sind (§ 33 Abs 3 VereinsG 2002), für eine bestimmte Rechtsstreitigkeit eine solche Schlichtungseinrichtung (noch) nicht besteht. (T8)
  • 10 Ob 50/06k
    Entscheidungstext OGH 12.09.2006 10 Ob 50/06k
    Vgl auch; Beisatz: Solche Entscheidungen und Verfügungen unterliegen daher der Überprüfung durch die ordentlichen Gerichte darauf hin, ob sie in formeller und materieller Hinsicht den Statuten und den allgemeinen Vorschriften zwingenden Rechts entsprechen. (T9); Veröff: SZ 2006/129
  • 8 Ob 78/06p
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 8 Ob 78/06p
    nur T4; Beis wie T7; Veröff: SZ 2006/136
  • 7 Ob 139/07b
    Entscheidungstext OGH 04.07.2007 7 Ob 139/07b
    Auch; nur T4; Beisatz: § 8 Abs 1 VerG ist grundsätzlich auch in den Fällen des § 7 VerG 2002 anwendbar. (T10)
  • 6 Ob 174/07t
    Entscheidungstext OGH 13.09.2007 6 Ob 174/07t
    Beis ähnlich wie T2
  • 8 Ob 138/08i
    Entscheidungstext OGH 18.06.2009 8 Ob 138/08i
    Vgl; Beisatz: Die Nichteinhaltung des vereinsinternen Instanzenzugs bei Streitigkeiten aus dem Vereinsverhältnis begründet nach nunmehr hRsp (vorläufig/befristet/temporär) Unzulässigkeit des Rechtswegs und kann daher vom Gericht auch ohne entsprechenden Einwand der Parteien von Amts wegen geprüft und aufgegriffen werden. Die Prüfung der Rechtswegzulässigkeit durch das Gericht erfolgt dabei - wie bei § 41 Abs 2 JN - vorweg aufgrund der Angaben des Klägers in der Klage. Der Kläger hat daher konkrete Tatsachen zu behaupten, aus denen sich ergibt, dass der „Rechtsweg" in dieser Streitsache bereits offen ist. Fehlen in einer unter § 8 VerG fallenden Streitigkeiten diese Angaben, so ist unklar, ob überhaupt der „Rechtsweg" zulässig ist. Dann ist dem Kläger die Möglichkeit zur Verbesserung zu bieten. Für das Vorliegen dieser Prozessvoraussetzung ist auf den Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Streitverhandlung abzustellen. (T11)
  • 7 Ob 89/11f
    Entscheidungstext OGH 28.09.2011 7 Ob 89/11f
    Auch; nur T4; Veröff: SZ 2011/120
  • 7 Ob 172/11m
    Entscheidungstext OGH 09.11.2011 7 Ob 172/11m
    Vgl; Veröff: SZ 2011/134
  • 5 Ob 251/15w
    Entscheidungstext OGH 18.05.2016 5 Ob 251/15w
    Auch; Beis wie T8
  • 6 Ob 62/17m
    Entscheidungstext OGH 19.04.2017 6 Ob 62/17m
    Auch; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Hier: Dass die vom Kläger erhobene Berufung an das Bundesparteigericht von diesem als verspätet angesehen und nicht behandelt wurde, ändert nichts daran, dass der Kläger den parteiinternen Instanzenzug ausgeschöpft hat und ihm nunmehr jedenfalls keine weiteren parteiinternen Möglichkeiten mehr offenstehen. (T12)
  • 7 Ob 51/17a
    Entscheidungstext OGH 21.09.2017 7 Ob 51/17a
    Vgl; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Entscheidung über eine statutenmäßig erstattete Anzeige der Klägerin, wobei ein Mitglied des Strafausschusses befangen ist. (T13)
  • 5 Ob 94/18m
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 94/18m
    Auch; Beis wie T9

Schlagworte

Partei

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0045138

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19781109_OGH0002_0060OB00727_7800000_001

Rechtssatz für 4Ob143/80 14ObA46/87 9O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014509

Geschäftszahl

4Ob143/80; 14ObA46/87; 9ObA52/88; 9ObA119/90 (9Ob120/90); 8Ob707/89; 9ObA30/93; 9ObA153/93; 9ObA129/93; 8ObA284/97s; 8ObA353/97p; 9ObA78/98f; 1Ob318/99t; 9ObA161/00t; 9ObA22/01b; 6Ob93/01x; 9ObA223/01m; 9ObA288/01w; 9ObA131/02h; 7Ob142/04i; 9ObA73/05h; 9ObA96/06t; 9ObA176/07h; 9ObA133/08m; 7Ob248/11p; 9ObA152/13p; 9ObA103/14h; 9ObA65/18a; 6Ob117/18a

Entscheidungsdatum

15.09.1981

Norm

ABGB §863 GI
ABGB §1151 IA

Rechtssatz

Die rechtliche Qualifikation eines Vertrages hängt nicht vom Willen der vertragschließenden Parteien und von der von ihnen allenfalls gewählten Bezeichnung ab, sondern in erster Linie vom Inhalt ihrer - ausdrücklich oder schlüssig getroffenen - Vereinbarungen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob sie sich der rechtlichen Tragweite ihres Verhaltens bewusst waren; selbst wenn daher die beklagte Partei den Abschluss eines "Arbeitsvertrages" mit dem Kläger ausdrücklich abgelehnt hätte, könnte dies die schlüssige (§ 863 ABGB) Begründung eines Arbeitsverhältnisses durch einvernehmliche besondere Gestaltung der gegenseitigen Rechtsbeziehungen der Parteien nicht von vornherein ausschließen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 143/80
    Entscheidungstext OGH 15.09.1981 4 Ob 143/80
  • 14 ObA 46/87
    Entscheidungstext OGH 13.01.1988 14 ObA 46/87
    Veröff: ZAS 1988/11 S 101
  • 9 ObA 52/88
    Entscheidungstext OGH 13.04.1988 9 ObA 52/88
    nur: Die rechtliche Qualifikation eines Vertrages hängt nicht vom Willen der vertragschließenden Parteien und von der von ihnen allenfalls gewählten Bezeichnung ab, sondern in erster Linie vom Inhalt ihrer - ausdrücklich oder schlüssig getroffenen - Vereinbarungen. (T1)
    Veröff: WBl 1988,40 = RdW 1989,29 = ZAS 1989,136 (Schöffl)
  • 9 ObA 119/90
    Entscheidungstext OGH 23.05.1990 9 ObA 119/90
    Auch; Beisatz: Wurde nach dem Inhalt der Parteienvereinbarung kein Arbeitsverhältnis begründet, kommt weder dem Weiterbestand der Meldung bei der Sozialversicherung noch der Erkärung der Entlassung noch dem Inhalt der Arbeitsbescheinigung eine rechtlich relevante Bedeutung in Bezug auf das Bestehen eines Arbeitsverhältnisses zu. (T2)
    Beisatz: § 48 ASGG (T3)
  • 8 Ob 707/89
    Entscheidungstext OGH 12.02.1991 8 Ob 707/89
    Beisatz: Es kommt nicht darauf an, ob sich die Parteien der rechtlichen Tragweite ihres Verhaltens bewusst waren. (Hier: Gesellschaft bürgerlichen Rechts). (T4)
    Veröff: GesRZ 1991,219 = JBl 1991,645 = ecolex 1991,536 = RdW 1991,261
  • 9 ObA 30/93
    Entscheidungstext OGH 31.03.1993 9 ObA 30/93
    nur T1; Beis wie T3
  • 9 ObA 153/93
    Entscheidungstext OGH 08.07.1993 9 ObA 153/93
    Auch; nur T1; Beis wie T3
  • 9 ObA 129/93
    Entscheidungstext OGH 09.07.1993 9 ObA 129/93
    nur T1
  • 8 ObA 284/97s
    Entscheidungstext OGH 13.01.1998 8 ObA 284/97s
    nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 8 ObA 353/97p
    Entscheidungstext OGH 30.03.1998 8 ObA 353/97p
    nur T1
  • 9 ObA 78/98f
    Entscheidungstext OGH 19.08.1998 9 ObA 78/98f
    nur T1; nur: Dabei kommt es nicht darauf an, ob sie sich der rechtlichen Tragweite ihres Verhaltens bewusst waren. (T5)
    Beisatz: Hier: Abgrenzung Dienstvertrag iSd § 1151 ABGB - Freier Dienstvertrag. (T6)
  • 1 Ob 318/99t
    Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 318/99t
    Ähnlich; Beisatz: Die von der klagenden Partei kurz vor dem Ende der Leihfrist gegenüber der beklagten Partei abgegebene Erklärung, sie wolle vom Optionsrecht (Anbot, den Spieler "endgültig zu erwerben") keinen Gebrauch machen, kann als eine Erklärung, die im Gegensatz zu ihrem gleichzeitig angekündigten und eine Woche später vollzogenen Vertragsabschluss mit dem Spieler gestanden ist, als widersprüchliches Verhalten ("venire contra factum proprium") nicht die ihr von der klagenden Partei zugedachte Wirkung entfalten. (T7)
    Veröff: SZ 73/86
  • 9 ObA 161/00t
    Entscheidungstext OGH 06.09.2000 9 ObA 161/00t
    nur T5; Beisatz: Hier: Arbeitsvertrag oder Erwerbsgesellschaft bürgerlichen Rechts. (T8)
  • 9 ObA 22/01b
    Entscheidungstext OGH 14.02.2001 9 ObA 22/01b
    Auch; nur T5; Beis wie T6; Beisatz: Für die Qualifikation als freier oder echter Dienstvertrag kommt es weder auf die Bezeichnung durch die Parteien noch darauf an, ob sie sich der rechtlichen Tragweite ihres Verhaltens bewusst waren. Maßgeblich ist vielmehr der Inhalt, dh. die tatsächliche Ausgestaltung der gegenseitigen Rechtsbeziehungen. (T9)
  • 6 Ob 93/01x
    Entscheidungstext OGH 26.04.2001 6 Ob 93/01x
    nur: Die rechtliche Qualifikation eines Vertrages hängt nicht vom Willen der vertragschließenden Parteien und von der von ihnen allenfalls gewählten Bezeichnung ab, sondern in erster Linie vom Inhalt ihrer - ausdrücklich oder schlüssig getroffenen - Vereinbarungen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob sie sich der rechtlichen Tragweite ihres Verhaltens bewußt waren. (T10)
    Beis wie T2 nur: Wurde nach dem Inhalt der Parteienvereinbarung kein Arbeitsverhältnis begründet, kommt der Meldung bei der Sozialversicherung eine rechtlich relevante Bedeutung in bezug auf das Bestehen eines Arbeitsverhältnisses nicht zu. (T11)
    Beis wie T8; Beisatz: Für das Zustandekommen einer Gesellschaft nach bürgerlichem Recht ist es nicht erforderlich, dass die Vertragsparteien die konkrete Rechtsform der Gemeinschaft bedacht, bezeichnet und beschlossen haben. Haben die Vertragspartner eine Willenseinigung über die konstitutiven Elemente einer Gesellschaft nach bürgerlichem Recht erzielt, so vermag an deren Zustandekommen auch die ausdrückliche Ablehnung der Gesellschaftsform nichts zu ändern. Auch die verwaltungsrechtliche Frage der zur Verwirklichung des Gesellschaftszweckes notwendigen gewerbebehördlichen Voraussetzungen ist bedeutungslos. (T12)
  • 9 ObA 223/01m
    Entscheidungstext OGH 19.09.2001 9 ObA 223/01m
    Auch; nur T1; Beis wie T6; Beisatz: An dieser Rechtsprechung hat auch die Sozialversicherungspflicht "freier Dienstverträge" nichts geändert. (T13)
  • 9 ObA 288/01w
    Entscheidungstext OGH 13.03.2002 9 ObA 288/01w
    nur: Die rechtliche Qualifikation eines Vertrages hängt nicht vom Willen der vertragschließenden Parteien und von der von ihnen allenfalls gewählten Bezeichnung ab. (T14)
  • 9 ObA 131/02h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2003 9 ObA 131/02h
    Auch; nur T10; Beis wie T6; Beis wie T9
  • 7 Ob 142/04i
    Entscheidungstext OGH 30.06.2004 7 Ob 142/04i
    nur T10
  • 9 ObA 73/05h
    Entscheidungstext OGH 03.08.2005 9 ObA 73/05h
    Auch; nur T1; Beis wie T11; Beisatz: Ebenso wenig kommt der Beurteilung des Sozialversicherungsträgers oder der Steuerbehörde Bedeutung zu. (T15)
  • 9 ObA 96/06t
    Entscheidungstext OGH 18.10.2006 9 ObA 96/06t
    nur T9
  • 9 ObA 176/07h
    Entscheidungstext OGH 03.03.2008 9 ObA 176/07h
    Auch; Beis wie T9
  • 9 ObA 133/08m
    Entscheidungstext OGH 29.10.2008 9 ObA 133/08m
    Auch; Beis wie T9
  • 7 Ob 248/11p
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 7 Ob 248/11p
    Vgl; Vgl auch Beis wie T9; Beisatz: Hier: Schenkung (T16)
  • 9 ObA 152/13p
    Entscheidungstext OGH 26.02.2014 9 ObA 152/13p
    nur T10
  • 9 ObA 103/14h
    Entscheidungstext OGH 25.09.2014 9 ObA 103/14h
    Auch
  • 9 ObA 65/18a
    Entscheidungstext OGH 28.06.2018 9 ObA 65/18a
    Auch; Beis wie T9
  • 6 Ob 117/18a
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 6 Ob 117/18a
    Auch; nur T1; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0014509

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.11.2018

Dokumentnummer

JJR_19810915_OGH0002_0040OB00143_8000000_001

Rechtssatz für 1Ob318/99t

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0113834

Geschäftszahl

1Ob318/99t

Entscheidungsdatum

25.05.2000

Norm

EG Amsterdam Art48
EG Amsterdam Art234
EGV Maastricht Art58
EGV Maastricht Art177

Rechtssatz

Die Einholung einer Vorabentscheidung des Europäischen Gerichtshofs (Art 234 EG idgF) zu der Frage, ob die Grundsätze des "Bosman"-Urteils (C-415/93) auch auf die Zahlung einer "Ausbildungsentschädigung" für einen Berufsfußballspieler im Verhältnis zwischen zwei Vereinen (und nicht zwischen dem Spieler und einem Verein) zu erstrecken sei, kommt aus zwei Gründen nicht in Betracht: Zum einen ist diese Frage in Wahrheit im erwähnten Urteil bereits mitgelöst worden, ist danach doch die Anwendung des Art 48 EG auch nicht deshalb ausgeschlossen, weil die Transferregeln die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Vereinen und nicht die Arbeitsverhältnisse zwischen Vereinen und Spielern beträfen; der Umstand, dass die Vereine als Arbeitgeber verpflichtet sind, bei der Einstellung von Spielern von anderen Vereinen Entschädigungen zu zahlen, beeinflusse nämlich die Möglichkeit für die Spieler, eine Beschäftigung zu finden, wie auch die Bedingungen, zu denen diese Beschäftigung angeboten wird. Zum andern handelt es sich im vorliegenden Fall - im Gegensatz zum Fall Bosman - um einen Sachverhalt, der Österreich als Mitgliedstaat der EU rein intern betrifft; die Bestimmungen des EGV über die Freizügigkeit der Arbeitnehmer können jedoch auf solche Sachverhalte nicht angewendet werden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 318/99t
    Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 318/99t
    Veröff: SZ 73/86

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113834

Zuletzt aktualisiert am

07.08.2008

Dokumentnummer

JJR_20000525_OGH0002_0010OB00318_99T0000_001

Rechtssatz für 1Ob318/99t

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0113874

Geschäftszahl

1Ob318/99t

Entscheidungsdatum

25.05.2000

Norm

EG Amsterdam Art48
EG Amsterdam Art234
EGV Maastricht Art58
EGV Maastricht Art177

Rechtssatz

Zur zeitlichen Wirkung des "Bosman"-Urteils (C-415/93): Die unmittelbare Wirkung von Art 48 EWGV kann nicht zur Stützung von Ansprüchen im Zusammenhang mit einer Transfer-, Ausbildungs- oder Förderungsentschädigung herangezogen werden, die zum Zeitpunkt des Urteils (15. Dezember 1995) bereits gezahlt worden ist oder die zur Erfüllung einer vor diesem Zeitpunkt entstandenen Verpflichtung noch geschuldet wird. Eine Ausnahme ist jedoch zugunsten der Personen vorzusehen, die rechtzeitig Schritte zur Wahrung ihrer Rechte unternommen haben. Diese zeitlichen Wertungen des EuGH müssen zur Vermeidung der Diskriminierung von Inländern auch auf rein nationale Transfers von Berufsfußballspielern und die Verpflichtung zur Zahlung von "Ausbildungsentschädigungen" angewendet werden, die bei einem Sachverhalt, der "einen Mitgliedstaat rein intern" betrifft, vor dem 15. Dezember 1995 bereits geleistet wurden oder die zur Erfüllung einer vor diesem Zeitpunkt entstandenen Verpflichtung noch geschuldet werden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 318/99t
    Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 318/99t
    Veröff: SZ 73/86

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113874

Zuletzt aktualisiert am

01.04.2009

Dokumentnummer

JJR_20000525_OGH0002_0010OB00318_99T0000_002

Entscheidungstext 1Ob318/99t

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

Jus-Extra OGH-Z 3057 = ecolex 2001,171 (Jud) = SZ 73/86

Geschäftszahl

1Ob318/99t

Entscheidungsdatum

25.05.2000

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Schlosser als Vorsitzenden sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Schiemer, Dr. Gerstenecker, Dr. Rohrer und Dr. Zechner als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei L***** Sportklub *****, vertreten durch Dr. Winfried Sattlegger, Dr. Klaus Dorninger, Dr. Klaus Steiner, Mag. Marcus Bumberger, Mag. Klaus Renner und Mag. Felix Kraupa, Rechtsanwälte in Linz, wider die beklagte Partei S*****, dieser vertreten durch Dr. Matthäus Grilc, Dr. Roland Grilc und Mag. Rudolf Vouk, Rechtsanwälte in Klagenfurt, wegen Feststellung, in eventu Leistung (Streitwert 800.000 S), infolge Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Graz als Berufungsgericht vom 29. Juni 1999, GZ 2 R 51/99h-16, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Landesgerichts Klagenfurt vom 30. Dezember 1998, GZ 22 Cg 101/98i-11, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision wird nicht Folge gegeben.

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei die mit 22.185 S (darin 3.697,50 S) bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Entscheidungsgründe:

 

Die Streitteile sind Fußballvereine. Sie schlossen am 14. Juli 1995 unter Verwendung eines vom eingetragenen Verein "Österreichischer Fußballbund" (im folgenden nur ÖFB) aufgelegten Formulars einen "Spieler-Leihvertrag" gemäß § 8 des damals geltenden "Regulativs für die dem ÖFB angehörigen Vereine und Spieler" (im folgenden nur ÖFB-Regulativ), womit die beklagte Partei einen näher genannten österr. Fußballspieler, der seit seiner Kindheit bei ihr in den verschiedenen Altersklassen gespielt hatte, für die Zeit vom 14. Juli 1995 bis 30. Juni 1996 um 300.000 S an die klagende Partei "verlieh". Punkt C des Spieler-Leihvertrags lautet: "Endgültiger Erwerb: Der Spieler kann nach Ablauf des Leihvertrages um folgende vereinbarte Ausbildungsentschädigung endgültig erworben werden: Ablösesumme: 800.000 S. ... Der Spieler ist mit einem endgültigen Übertritt nach Ablauf des Leihvertrages einverstanden."

Die Kontrollausschüsse des verleihenden wie des ausleihenden Verbands genehmigten den auch vom Spieler unterfertigten Spieler-Leihvertrag. Der Spieler ging bei Unterfertigung davon aus, dass er nach Ablauf der "Leihfrist" als Berufsspieler bei der klagenden Partei bleiben werde. Im März oder April 1996 teilte ihm der Manager der klagenden Partei mit, diese wolle ihn behalten; seither rechnete der Spieler damit, bei der klagenden Partei "verlängert zu werden" und dort weiterhin spielen zu können.

Mit Schreiben vom 27. Juni 1996 erklärte der Manager der klagenden Partei gegenüber der beklagten Partei, die im Spieler-Leihvertrag getroffene Vereinbarung sei in Ansehung der Option auf den endgültigen Erwerb des Spielers durch das neue Transfersystem gegenstandslos geworden, der Spieler sei gemäß § 12 Abs 3 des ÖFB-Regulativs "ablösefrei", die klagende Partei werde daher von der ihr im Spieler-Leihvertrag eingeräumten "Kaufoption" keinen Gebrauch machen, habe allerdings die Absicht, den Spieler in der neuen Saison zu verpflichten. Am 3. Juli 1996 unterfertigte der Spieler bei der klagenden Partei einen - dann auch vom damaligen Präsidenten der klagenden Partei unterfertigten - Spielervertrag (gemäß § 23 des ÖFB-Regulativs), nach dessen Inhalt das Vertragsverhältnis am 1. Juli 1996 beginnt und mit 30. Juni 1999 endet, ohne dass es einer Kündigung bedürfte.

Nachdem sich die klagende Partei geweigert hatte, die im Spieler-Leihvertrag vereinbarte "Ausbildungsentschädigung" von 800.000 S zu zahlen, wandte sich die beklagte Partei an den ÖFB, dessen Präsidium den Burgenländischen Fußballverband als neutralen Landesverband ersuchte, in diesem Streitfall eine Entscheidung zu treffen. Mit seinem Beschluss vom 21. August 1997 verpflichtete der Kontrollausschuss des Burgenländischen Fußballverbands die klagende Partei zur Zahlung der vereinbarten "Ausbildungsentschädigung" von 800.000 S binnen 30 Tagen an die beklagte Partei und beantragte beim Verein "Österreichische Fußball-Bundesliga" (im folgenden nur Bundesliga), der neben den Landesfachverbänden Mitglied des ÖFB ist, die klagende Partei bei Nichtbefolgung des Beschlusses zu suspendieren. Die klagende Partei erhob unter Ausschöpfung des in den Vereinsstatuten des ÖFB vorgesehenen dreistufigen Instanzenzugs die gegen den Beschluss zu Gebote stehenden Rechtsmittel, blieb jedoch damit erfolglos: Mit Beschluss vom 27. Oktober 1997 wurde ihrem Protest vom Protestkommitee des Burgenländischen Fußball-Verbands und ihrer dagegen erhobenen Beschwerde vom Rechtsmittelsenat des ÖFB durch einen (im Rahmen der Vereinsschiedsgerichtsbarkeit nicht mehr anfechtbaren) Beschluss vom 4. Dezember 1997 nicht Folge gegeben. Schließlich wurde der beklagten Partei am 16. April 1998 von der Bundesliga der Betrag von 800.000 S "als Darlehensgeberin vorfinanziert"; diese Vorgangsweise war zwischen der Bundesliga und den Streitteilen abgestimmt worden.

Die klagende Partei begehrte die Unwirksamerklärung der Beschlüsse der vereinsschiedsgerichtlichen Gremien (Kontrollausschuss, Protestkomitee des Burgenländischen Fußballverbands und Rechtsmittelsenat des ÖFB) und die Feststellung, der beklagten Partei stehe "kein Recht auf Zahlung" von 800.000 S aufgrund des Spieler-Leihvertrags vom 14. Juli 1995 zu; hilfsweise begehrte sie für den Fall der Unzulässigkeit des Feststellungsbegehrens die Zahlung des von der Bundesliga geleisteten Betrags von 800.000 S an sie (die klagende Partei). Sie führte dazu im Wesentlichen aus, sie habe die im Spieler-Leihvertrag vereinbarte Option nicht wahrgenommen. Der Vertrag sei am 30. Juni 1996 ausgelaufen; erst nach dessen Ablauf habe sie am 3. Juli 1996 einen Spielervertrag mit dem Spieler abgeschlossen. Überdies seien derartige Ablösezahlungen im Lichte des sogenannten "Bosman-Urteils" des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 15. Dezember 1995, in dem grundsätzlichen Aussagen über das Transferwesen im bezahlten Fußball in Europa getroffen würden, unzulässig.

Das Erstgericht wies das gesamte Klagebegehren ab. Das Begehren auf Unwirksamerklärung der Beschlüsse der vereinsschiedsgerichtlichen Gremien sei ein Aufhebungsbegehren iSd § 595 ZPO. Mangels eines dort genannten Aufhebungsgrunds sei es abzuweisen. Zwar sei eine negative Feststellungsklage bei Berühmung eines Rechts grundsätzlich zulässig; weil aber die beklagte Partei den strittigen Betrag von 800.000 S bereits von einem Dritten - im Namen und auf Rechnung der klagenden Partei - erhalten habe, sei ein Leistungsbegehren möglich, weshalb es am Feststellungsinteresse fehle. Das Leistungsbegehren sei deshalb nicht gerechtfertigt, weil die faktische Wahrnehmung des Optionsrechts durch die klagende Partei aufgrund ihrer Vorgangsweise evident sei. Aus dem "Bosman-Urteil" sei für die klagende Partei wegen der Abweichungen im Sachverhalt nichts zu gewinnen. Das von der klagenden Partei im Zusammenhang mit dem Spieler-Leihvertrag an den Tag gelegte Verhalten widerspreche den Grundsätzen von Treu und Glauben; es gehe nicht an, eine rechtmäßig zustande gekommene Vereinbarung nach Gutdünken zu ignorieren.

Das Berufungsgericht bestätigte das Ersturteil und übernahm die erstinstanzlichen Feststellungen mit Ausnahme der Feststellung, es sei bereits am 1. Juni 1996 klar gewesen, dass der Spieler bei der klagenden Partei einen Spielervertrag, beginnend mit 1. Juli 1996, bekommen werde. Das Berufungsgericht ließ die ordentliche Revision mangels höchstgerichtlicher Rspr zur Frage zu, "ob Ablösezahlungen im Zusammenhang mit einem beabsichtigten Spielertransfer auch dann sittenwidrig" seien, "wenn im Einzelfall negative Auswirkungen einer Konkurrenzklausel auf die berufliche Situation des betroffenen" (Fußball)-Spielers "ausgeschlossen werden" könnten.

Die Revision der klagenden Partei ist im Ergebnis nicht berechtigt.

Rechtliche Beurteilung

a) Die Vorinstanzen bejahten übereinstimmend die "Zulässigkeit des Rechtswegs", die zweite Instanz mit der Begründung, es stehe aufgrund der in der Berufungsverhandlung vorgenommenen Außerstreitstellung fest, dass für den vorliegenden Streitfall kein Schiedsvertrag iSd § 577 ZPO errichtet worden sei, weshalb die von der klagenden Partei bekämpften "Schiedssprüche" bloß als Entscheidungen von gewöhnlichen Vereinsschiedsgerichten zu qualifizieren seien, auf die gemäß § 599 Abs 2 ZPO die Regeln des 4. Abschnitts des 6. Teils der ZPO (§§ 577 ff), insbesondere auch jene über das Aufhebungsverfahren gemäß § 595 ZPO, nicht anzuwenden seien. Entscheidungen von Vereinsschiedsgerichten über privatrechtliche Ansprüche seien nach Ausschöpfung des vereinsinternen Instanzenzugs (SZ 58/178 mwN) von den ordentlichen Gerichten zur Gänze überprüfbar. Diese Auffassung wird im Rechtsmittel nicht in Zweifel gezogen.

b) Dass die Bundesliga den Betrag von 800.000 S "vorfinanzierungsweise" (somit als Darlehensgeberin) und in "Abstimmung mit den Parteien" (somit im Einvernehmen mit beiden Parteien) an die beklagte Partei überwies, ist nach der in den Rechtsmittelschriften nicht bekämpften Auffassung der zweiten Instanz als Anweisung iSd §§ 1400 ff ABGB zu beurteilen, womit die klagende Partei als Anweisende die Bundesliga als Angewiesene ermächtigte, die Darlehensvaluta zur Tilgung der (inhaltlich bestrittenen) Schuld aus dem Spieler-Leihvertrag an die beklagte Partei als Anweisungsempfängerin zu leisten, und diese, die Leistung als solche der klagenden Partei einzuheben. Die klagende Partei behauptete die Rechtsgrundlosigkeit der aus dem Spieler-Leihvertrag geleisteten Zahlung und machte damit einen Mangel des Valutaverhältnisses geltend. Nach der Zahlung hat bei einer Ungültigkeit des Valutaverhältnisses die Rückabwicklung zwischen den Streitteilen zu erfolgen. Die von der zweiten Instanz bejahte Berechtigung der klagenden Partei zur Erhebung eines Leistungsbegehrens aus dem Titel des § 1431 ABGB, weil ihr aufgrund des Antrags des Kontrollausschusses des Burgenländischen Fußballverbands bei Nichtzahlung die Suspendierung durch die Bundesliga gedroht habe, und ihr deshalb in Ansehung der Zahlung eine dem Irrtum gleichzustellende Zwangslage zuzubilligen sei, wird in den Rechtsmittelschriften gleichfalls nicht in Zweifel gezogen. Nähere Ausführungen zu dieser Frage erübrigen sich zudem deshalb, weil die Anweisung der Bundesliga durch die klagende Partei mit der (Ablöse-)Zahlung in Vorlage zu treten (Anweisung auf Kredit), wie noch zu erörtern sein wird, des gebotenen Rechtsgrunds keineswegs entbehrt.

Zu Recht hat das Gericht zweiter Instanz auch das Feststellungsinteresse der klagenden Partei verneint, weil der geltend gemachte Kondiktionsanspruch (§ 1431 ABGB) - bestünde er zu Recht - bereits fällig wäre, sodass das Feststellungs(-haupt-)begehren schon wegen der Subsidiarität gegenüber dem (als Hilfsbegehren ohnehin erhobenen) Leistungsbegehren abzuweisen ist. Infolge der bereits erfolgten Zahlung kommt es auch nicht mehr darauf an, ob die klagende Partei auch die Unwirksamkeit der Schiedssprüche der Vereinsschiedsgerichte - was das Berufungsgericht mit näherer Begründung verneinte - begehren könnte.

c) Nach Auffassung des Berufungsgerichts führte die klagende Partei überdies auf Sittenwidrigkeit gestützte Argumente ins Treffen: Ablösesummen, wie sie hier gezahlt worden seien, seien nur in ganz wenigen Fällen nicht sittenwidrig. Das Ablöse- und Transfersystem des Berufsfußballs sei wiederholt kritisiert und als sittenwidrig und daher unzulässig qualifiziert worden (Tomandl/Schrammel, Die Rechtsstellung von Vertrags- und Lizenzfußballern in JBl 1972, 234 und 289; Holzer, Das Dienstrecht der Lizenzfußballer im Österreichischen Fußballbund in RdA 1972, 63). Zuletzt habe Holzer das Transferrecht als "perverses System" bezeichnet; es sei längst klargestellt, dass dieses "von A bis Z als sittenwidrig rechtlich unhaltbar" sei (Holzer, Der Fall Bosman und der österreichische Sport in DRdA 1996, 197 [198]). Die genannten Autoren seien im Wesentlichen zum Ergebnis gelangt, dem ÖFB sei es, wie jedem anderen Verein auch, verwehrt, ein dem staatlichen Recht widersprechendes Regime zu entfalten, gleichwie ob dies durch Statuten oder durch andere generelle oder individuelle Akte geschehe. Berufsfußballspieler seien in ihrer Eigenschaft als Dienstnehmer eines Fußballvereins rechtlich als Arbeiter zu qualifizieren und daher nach den für Arbeiter geltenden Rechtsnormen zu behandeln. Die in den Statuten und Spielerregulativen vorgesehenen Übertrittsbeschränkungen stellten Konkurrenzklauseln dar, seien somit vertraglich bedungene Wettbewerbsverbote für die Zeit nach Beendigung eines Vertragsverhältnisses. Diese Konkurrenzklauseln seien in Analogie zu § 36 AngG einer Sittenwidrigkeitsprüfung zugänglich. Die Übertrittssperre sei dann sittenwidrig, wenn sie zeitlich oder örtlich übermäßig ist. Dies sei zumindest dann der Fall, wenn sich die Sperre auf mehr als ein Jahr (das nach § 36 AngG zulässige Maximum) oder in örtlicher Hinsicht auf das gesamte Bundesgebiet erstrecke. Schutzobjekt sei aber ausschließlich das Recht von Berufsfußballspielern auf möglichst uneingeschränkte Berufsausübung. Die "Möglichkeit der Berufsausübung des transferierten Spielers" sei hier überhaupt nicht gefährdet gewesen, seine Verpflichtung "für" die klagende Partei sei nahtlos im Anschluss an die Beschäftigung auf Grund des Spieler-Leihvertrags und unabhängig von einer Ablösezahlung erfolgt. Ein Bedürfnis der Fußballvereine auf Schutz vor der Belastung mit Transfersummen oder Ausbildungskostenentschädigungen sei dagegen zu verneinen. Die von der klagenden Partei vertraglich eingegangene Verpflichtung sei daher gültig. Daran ändere auch das von dem Angestellten der klagenden Partei in seinem Schreiben vom 27. Juni 1995 gebrauchte Argument, der Spieler sei gemäß § 12 Abs 3 (gemeint: Abs 2) des ÖFB-Regulativs ablösefrei, nichts, weil das ÖFB-Regulativ zeitlich erst nach Abschluss des Spieler-Leihvertrags (nämlich ab 1. Juli 1996) in Geltung gesetzt worden sei und die Vereinbarung einer Änderung des Spieler-Leihvertrags, etwa im Zusammenhang mit dem neuen ÖFB-Regulativ, nicht einmal behauptet worden sei. Zu den auf das "Bosman-Urteil" des EuGH gestützten Einwendungen der klagenden Partei gegen die Zulässigkeit der vereinbarten Transfersumme sei auf die zutreffende Begründung der ersten Instanz zu verweisen.

Dazu ist folgendes auszuführen:

Die Sittenwidrigkeit eines Vertrags (oder einzelner seiner Bestimmungen) kann sowohl nach § 879 Abs 1 ABGB als auch nach § 879 Abs 3 ABGB nur dann vom Gericht beachtet und geprüft werden, wenn sie geltend gemacht wurde. Dem verletzten Vertragspartner steht es nämlich frei, ungeachtet des Vorliegens von Sittenwidrigkeit das Geschäft als gültig zu behandeln (SZ 46/69, SZ 52/146, SZ 60/35 ua; Krejci in Rummel2 § 879 ABGB Rz 248 f; Apathy in Schwimann2, § 879 ABGB Rz 34 ff). Wenngleich eine ausdrückliche Berufung auf die Sittenwidrigkeit nicht erforderlich ist, sofern nur die dazu relevanten Tatsachen vorgetragen werden, hat im vorliegenden Fall die klagende Partei die Sittenwidrigkeit der in Punkt C des Spieler-Leihvertrags vereinbarten "Ausbildungsentschädigung" weder ausdrücklich noch durch ausreichendes Tatsachensubstrat zum Gegenstand ihres Vorbringens in erster Instanz gemacht, sondern erstmals in der Berufung die "Sittenwidrigkeit des Transfersystems" behauptet. Aber selbst wenn man im Hinweis auf das "Bosman"-Urteil ein solches Vorbringen erblicken wollte, wäre damit aus folgenden Erwägungen für sie nichts gewonnen:

Die Einholung einer Vorabentscheidung des Europäischen Gerichtshofs (Art 234 EGV idgF) zu der Frage, ob die Grundsätze des "Bosman"-Urteils (C-415/93 = Slg 1995 1-5040 = EuZW 1996, 82 [Westenbruch]) auch auf die Zahlung einer "Ausbildungsentschädigung" für einen Berufsfußballspieler im Verhältnis zwischen zwei Vereinen (und nicht zwischen dem Spieler und einem Verein) zu erstrecken sei, kommt aus zwei Gründen nicht in Betracht: Zum einen ist diese Frage in Wahrheit im erwähnten Urteil bereits mitgelöst worden (Rz 75), sei doch die Anwendung des Art 48 EGV auch nicht deshalb ausgeschlossen, weil die Transferregeln die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Vereinen und nicht die Arbeitsverhältnisse zwischen Vereinen und Spielern beträfen; der Umstand, dass die Vereine als Arbeitgeber verpflichtet sind, bei der Einstellung von Spielern von anderen Vereinen Entschädigungen zu zahlen, beeinflusse nämlich die Möglichkeit für die Spieler, eine Beschäftigung zu finden, wie auch die Bedingungen, zu denen diese Beschäftigung angeboten wird. Zum andern handelt es sich im vorliegenden Fall - im Gegensatz zum Fall Bosman - um einen Sachverhalt, der Österreich als Mitgliedstaat der EU rein intern betrifft; die Bestimmungen des EGV über die Freizügigkeit der Arbeitnehmer können jedoch auf solche Sachverhalte nicht angewendet werden (vgl RZ 88 ff des zitierten Urteils).

Der EuGH hat indes zu den zeitlichen Wirkungen seines Urteils (Rz 139 ff) ausgeführt, zwar könne und müsse der Richter prinzipiell die in dieser Weise ausgelegte Vorschrift des Gemeinschaftsrechts auch auf Rechtsverhältnisse, die vor Erlassung des auf das Auslegungsersuchen ergangenen Urteils entstanden sind, anwenden, wenn im Übrigen die Voraussetzungen dafür, dass ein Rechtsstreit über die Anwendung dieser Vorschrift vor die zuständigen Gerichte gebracht werde, erfüllt sind. Nur ausnahmsweise könne sich der Gerichtshof in Anwendung eines zur Gemeinschaftsrechtordnung (hier: Art 48 EWGV) gehörenden allgemeinen Grundsatzes der Rechtssicherheit veranlasst sehen, die Möglichkeit für alle Betroffenen einzuschränken, sich auf eine von ihm ausgelegte Bestimmung zu berufen, um gutgläubig begründete Rechtsverhältnisse in Frage zu stellen; eine solche Einschränkung könne nur vom Gerichtshof in dem Urteil selbst vorgenommen werden, in dem über die erbetene Auslegung entschieden wird. In der vorliegenden Rechtssache hätten die Besonderheiten der von den Sportverbänden aufgestellten Regeln für die Transfers von Spielern zwischen Vereinen verschiedener Mitgliedstaaten sowie der Umstand, dass dieselben oder entsprechende Regeln sowohl für den Transfer zwischen Vereinen, die demselben nationalen Verand angehören, als auch für die Transfers zwischen Vereinen, die im selben Mitgliedstaat unterschiedlichen nationalen Verbänden angehören, einen Zustand der Unsicherheit hinsichtlich der Vereinbarkeit der genannten Regeln mit dem Gemeinschaftsrecht herbeiführen können. Unter diesen Umständen verböten es zwingende Erwägungen der Rechtssicherheit, Rechtsverhältnisse in Frage zu stellen, deren Wirkungen sich in der Vergangenheit erschöpft haben. Die unmitttelbare Wirkung von Art 48 EWGV könne daher nicht zur Stützung von Ansprüchen im Zusammenhang mit einer Transfer-, Ausbildungs- oder Förderungsentschädigung herangezogen werden, die zum Zeitpunkt des Urteils (15. Dezember 1995) bereits gezahlt worden ist oder die zur Erfüllung einer vor diesem Zeitpunkt entstandenen Verpflichtung noch geschuldet wird. Eine Ausnahme sei jedoch zugunsten der Personen vorzusehen, die rechtzeitig Schritte zur Wahrung ihrer Rechte unternommen hätten.

Diese zeitlichen Wertungen des EuGH müssen schon zur Vermeidung der Diskriminierung von Inländern auch auf rein nationale Transfers von Berufsfußballspielern und die Verpflichtung zur Zahlung von "Ausbildungsentschädigungen" angewendet werden, die bei einem Sachverhalt, der "einen Mitgliedstaat rein intern" betrifft, vor dem 15. Dezember 1995 bereits geleistet wurden oder die zur Erfüllung einer vor diesem Zeitpunkt entstandenen Verpflichtung noch geschuldet werden. Dies bedeutet für den vorliegenden Fall, dass die der klagenden Partei eingeräumte Option, die im unmittelbaren Zusammenhang mit dem vor dem 15. Dezember 1995 abgeschlossenen Spieler-Leihvertrag steht, jedenfalls nicht wegen eines in Anlehnung an das "Bosman"-Urteil begründeten Sittenwidrigkeitsvorwurfs der klagenden Partei als unwirksam beurteilt werden könnte.

d) Unter Option wird das vertragliche Gestaltungsrecht verstanden, ein inhaltlich bereits festgelegtes Schuldverhältnis durch einseitige Erklärung in Geltung zu setzen (JBl 1988, 530; SZ 67/137; 1 Ob 61/97w = SZ 70/242 ua; Aicher in Rummel2 § 1072 Rz 33; Apathy in Schwimann2 § 861 Rz 12; F. Bydlinski in Klang2 IV/2, 791). Von einem Optionsrecht spricht man aber auch dann, wenn dem Berechtigten ein längerfristig bindendes Vertragsanbot gemacht wird (Heinrichs in Palandt, BGB59, vor § 145 BGB Rz 23). Die zweite Instanz vertrat die Auffassung, die von der klagenden Partei kurz vor dem Ende der Leihfrist gegenüber der beklagten Partei abgegebene Erklärung, sie wolle vom Optionsrecht (Anbot, den Spieler "endgültig zu erwerben") keinen Gebrauch machen, könne als eine Erklärung, die im Gegensatz zu ihrem gleichzeitig angekündigten und eine Woche später vollzogenen Vertragsabschluss mit dem Spieler gestanden sei, und somit als widersprüchliches Verhalten ("venire contra factum proprium") nicht die ihr von der klagenden Partei zugedachte Wirkung entfalten. Diese Auffassung ist zu billigen (§ 510 Abs 3 ZPO), zumal der Spieler nach § 8 Abs 8 lit b erster Satz des dem Spieler-Leihvertrag zu Grunde gelegten, damals gültigen ÖFB-Regulativs dann, wenn er nicht von der klagenden Partei nach Ablauf der "Leihfrist" endgültig verpflichtet worden wäre, zur beklagten Partei zurückgekehrt wäre. Die klagende Partei hat demnach von der Option trotz ihrer gegensätzlichen Erklärung Gebrauch gemacht, weil sie sonst nicht imstande gewesen wäre, den Spieler vertraglich "endgültig" an sich zu binden.

Es kann daher in Übereinstimmung mit den Vorinstanzen nicht unterstellt werden, dass der von der klagenden Partei im Wege der Anweisung auf Kredit geleisteten Zahlung von 800.000 S ein ungültiges Rechtsgeschäft zugrunde gelegen sei. Daran muß ihr Kondiktionsbegehren scheitern.

Der Revision ist daher ein Erfolg zu versagen.

Die Kostenentscheidung fußt auf den §§ 41 und 50 ZPO.

Textnummer

E58488

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:0010OB00318.99T.0525.000

Im RIS seit

24.06.2000

Zuletzt aktualisiert am

05.06.2012

Dokumentnummer

JJT_20000525_OGH0002_0010OB00318_99T0000_000