Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob113/74 7Ob127/74 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0047754

Geschäftszahl

5Ob113/74; 7Ob127/74; 5Ob72/75; 5Ob98/75; 1Ob588/76; 7Ob583/76; 5Ob613/76; 2Ob546/76; 5Ob547/77; 1Ob592/77; 4Ob519/77; 6Ob692/77; 7Ob505/77; 7Ob737/77; 3Ob547/78; 5Ob583/80; 5Ob703/80; 1Ob779/80; 5Ob708/81; 2Ob536/81; 1Ob756/81; 5Ob752/81; 5Ob668/82; 5Ob733/82; 7Ob520/83; 8Ob546/83; 5Ob524/84; 2Ob563/84; 8Ob609/84; 8Ob606/84; 1Ob688/84; 8Ob620/85; 7Ob683/85; 3Ob555/86; 8Ob652/86; 2Ob534/87; 2Ob595/87; 2Ob598/87; 3Ob522/87; 1Ob533/88; 5Ob522/88; 8Ob568/88 (8Ob569/88); 7Ob611/88; 2Ob585/88; 2Ob612/88 (2Ob613/88); 8Ob558/89; 6Ob648/89; 7Ob505/90; 8Ob596/91; 7Ob618/91; 4Ob1540/92; 2Ob541/93; 10Ob514/94; 1Ob504/95; 4Ob13/97h; 4Ob303/97f; 4Ob260/98h; 7Ob106/99k; 10Ob190/99k; 7Ob234/99h; 1Ob129/00b; 6Ob173/00k; 5Ob152/00i; 1Ob4/01x; 7Ob27/01y; 1Ob232/01a; 5Ob279/01t; 8Ob42/02p; 4Ob227/02i; 5Ob243/02z; 8Ob22/04z; 6Ob171/05y; 4Ob131/06b; 8Ob73/06b; 7Ob34/07m; 2Ob26/07y; 9Ob35/08z; 7Ob8/09s; 8Ob59/09y; 1Ob157/09h; 5Ob167/09h; 7Ob37/10g; 1Ob74/10d; 6Ob148/10y; 4Ob8/11x; 4Ob98/11g; 2Ob19/11z; 5Ob173/11v; 1Ob179/11x; 5Ob21/13v; 7Ob68/14x; 9Ob28/14d; 7Ob198/14i; 7Ob159/15f; 10Ob96/15p; 10Ob32/16b; 6Ob182/16g; 3Ob66/17b; 6Ob109/17y; 1Ob136/17g; 3Ob159/17d; 9Ob46/17f; 6Ob33/18y; 2Ob180/17k; 8Ob139/18a; 8Ob57/19v; 9Ob42/19w

Entscheidungsdatum

29.05.1974

Norm

ABGB §142 Da
ABGB §148 A
ABGB §170a
ABGB §170
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §186
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §187

Rechtssatz

Das Recht auf persönlichen Verkehr zwischen Eltern und Kindern ist ein allgemein anzuerkennendes Menschenrecht. Darüber hinaus ist aber ein Mindestmaß persönlicher Beziehungen eines Kindes zu beiden Elternteilen höchst erwünscht und wird im Dienst der gesunden Entwicklung des Kindes allgemein gefordert. Den Eltern steht das Recht auf persönlichen Verkehr nur insoweit nicht zu, als die Ausübung des Rechtes das Wohl des Kindes gefährdet.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 113/74
    Entscheidungstext OGH 29.05.1974 5 Ob 113/74
    Veröff: EvBl 1974/284 S 631
  • 7 Ob 127/74
    Entscheidungstext OGH 07.08.1974 7 Ob 127/74
  • 5 Ob 72/75
    Entscheidungstext OGH 13.05.1975 5 Ob 72/75
  • 5 Ob 98/75
    Entscheidungstext OGH 17.06.1975 5 Ob 98/75
    Beisatz: Im Konfliktfall ist dem Kindesrecht gegenüber dem Vaterrecht der Vorzug zu geben. (T1)
  • 1 Ob 588/76
    Entscheidungstext OGH 28.04.1976 1 Ob 588/76
    Vgl auch
  • 7 Ob 583/76
    Entscheidungstext OGH 29.04.1976 7 Ob 583/76
  • 5 Ob 613/76
    Entscheidungstext OGH 29.06.1976 5 Ob 613/76
    nur: Darüber hinaus ist aber ein Mindestmaß persönlicher Beziehungen eines Kindes zu beiden Elternteilen höchst erwünscht und wird im Dienst der gesunden Entwicklung des Kindes allgemein gefordert. Den Eltern steht das Recht auf persönlichen Verkehr nur insoweit nicht zu, als die Ausübung des Rechtes das Wohl des Kindes gefährdet. (T2)
    Veröff: EFSlg 26615
  • 2 Ob 546/76
    Entscheidungstext OGH 11.11.1976 2 Ob 546/76
  • 5 Ob 547/77
    Entscheidungstext OGH 08.03.1977 5 Ob 547/77
    nur: Das Recht auf persönlichen Verkehr zwischen Eltern und Kindern ist ein allgemein anzuerkennendes Menschenrecht. (T3)
    Beis wie T1
  • 1 Ob 592/77
    Entscheidungstext OGH 25.05.1977 1 Ob 592/77
  • 4 Ob 519/77
    Entscheidungstext OGH 14.06.1977 4 Ob 519/77
    nur T2
  • 6 Ob 692/77
    Entscheidungstext OGH 11.08.1977 6 Ob 692/77
    nur: Den Eltern steht das Recht auf persönlichen Verkehr nur insoweit nicht zu, als die Ausübung des Rechtes das Wohl des Kindes gefährdet. (T4)
  • 7 Ob 505/77
    Entscheidungstext OGH 10.11.1977 7 Ob 505/77
    Vgl auch
  • 7 Ob 737/77
    Entscheidungstext OGH 12.01.1978 7 Ob 737/77
  • 3 Ob 547/78
    Entscheidungstext OGH 07.03.1978 3 Ob 547/78
    Vgl
  • 5 Ob 583/80
    Entscheidungstext OGH 22.04.1980 5 Ob 583/80
    nur T3; nur T4; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Mutterrecht (T5)
    Veröff: RZ 1982/16 S 57
  • 5 Ob 703/80
    Entscheidungstext OGH 21.10.1980 5 Ob 703/80
    nur T3; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Mutter (T6)
  • 1 Ob 779/80
    Entscheidungstext OGH 14.01.1981 1 Ob 779/80
    nur T3
  • 5 Ob 708/81
    Entscheidungstext OGH 15.09.1981 5 Ob 708/81
    nur T3; Beis wie T1
  • 2 Ob 536/81
    Entscheidungstext OGH 20.10.1981 2 Ob 536/81
    nur T3
  • 1 Ob 756/81
    Entscheidungstext OGH 14.10.1981 1 Ob 756/81
    nur T4; Beisatz: Weitere Entscheidungen nur mehr bei § 148 ABGB nF. (T5a)
    Bem: Änderung der versehentlich ein zweites Mal vergebenen Beisatznummer (T5) auf (T5a) - Juni 2017 (T5b)
  • 5 Ob 752/81
    Entscheidungstext OGH 09.03.1982 5 Ob 752/81
    Auch; nur T3; nur T4; Beisatz: Die auch durch vorbeugende Maßnahmen (zum Beispiel Beiziehung einer Pflegerin oder Fürsorgerin) nicht abwendbar sind. (T6a)
    Bem: Änderung der versehentlich ein zweites Mal vergebenen Beisatznummer (T6) auf (T6a) - Juni 2017 (T6b)
  • 5 Ob 668/82
    Entscheidungstext OGH 13.07.1982 5 Ob 668/82
    nur T3; Beis wie T1
  • 5 Ob 733/82
    Entscheidungstext OGH 05.10.1982 5 Ob 733/82
    nur T3
  • 7 Ob 520/83
    Entscheidungstext OGH 17.02.1983 7 Ob 520/83
  • 8 Ob 546/83
    Entscheidungstext OGH 22.09.1983 8 Ob 546/83
    nur T3; Beis wie T1; Beisatz: Der Konflikt muss jedoch in seinen nachteiligen Auswirkungen auf das Kind jenes Maß überschreiten, das als natürliche Folge der Zerreißung des Familienbandes durch die Trennung der Eltern in Kauf genommen werden muss. (T7)
  • 5 Ob 524/84
    Entscheidungstext OGH 06.03.1984 5 Ob 524/84
    nur T3; nur T4; Beis wie T7
  • 2 Ob 563/84
    Entscheidungstext OGH 22.05.1984 2 Ob 563/84
    nur T3; nur T4; Beis wie T7
  • 8 Ob 609/84
    Entscheidungstext OGH 04.10.1984 8 Ob 609/84
    nur T3
  • 8 Ob 606/84
    Entscheidungstext OGH 08.11.1984 8 Ob 606/84
    Beis wie T7
  • 1 Ob 688/84
    Entscheidungstext OGH 12.12.1984 1 Ob 688/84
    nur T4
  • 8 Ob 620/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 620/85
    Auch; nur: Darüber hinaus ist aber ein Mindestmaß persönlicher Beziehungen eines Kindes zu beiden Elternteilen höchst erwünscht und wird im Dienst der gesunden Entwicklung des Kindes allgemein gefordert. (T8)
  • 7 Ob 683/85
    Entscheidungstext OGH 12.12.1985 7 Ob 683/85
    Beisatz: Spannungen zwischen den Eltern hindern das Besuchsrecht nur, wenn sie das Kindeswohl gefährden. (T9)
  • 3 Ob 555/86
    Entscheidungstext OGH 02.07.1986 3 Ob 555/86
    Auch; nur T3
  • 8 Ob 652/86
    Entscheidungstext OGH 19.11.1986 8 Ob 652/86
  • 2 Ob 534/87
    Entscheidungstext OGH 10.03.1987 2 Ob 534/87
  • 2 Ob 595/87
    Entscheidungstext OGH 16.06.1987 2 Ob 595/87
  • 2 Ob 598/87
    Entscheidungstext OGH 16.06.1987 2 Ob 598/87
  • 3 Ob 522/87
    Entscheidungstext OGH 09.09.1987 3 Ob 522/87
    nur T3
  • 1 Ob 533/88
    Entscheidungstext OGH 16.03.1988 1 Ob 533/88
    nur T3
  • 5 Ob 522/88
    Entscheidungstext OGH 05.04.1988 5 Ob 522/88
    nur T4; Beis wie T1; Beis wie T7
  • 8 Ob 568/88
    Entscheidungstext OGH 26.05.1988 8 Ob 568/88
    nur T3
  • 7 Ob 611/88
    Entscheidungstext OGH 30.06.1988 7 Ob 611/88
    nur T3
  • 2 Ob 585/88
    Entscheidungstext OGH 27.09.1988 2 Ob 585/88
    nur T3
  • 2 Ob 612/88
    Entscheidungstext OGH 24.01.1989 2 Ob 612/88
    nur T3
  • 8 Ob 558/89
    Entscheidungstext OGH 19.04.1989 8 Ob 558/89
    Auch; nur T4
  • 6 Ob 648/89
    Entscheidungstext OGH 07.09.1989 6 Ob 648/89
    nur T4
  • 7 Ob 505/90
    Entscheidungstext OGH 08.03.1990 7 Ob 505/90
    nur T2
  • 8 Ob 596/91
    Entscheidungstext OGH 29.08.1991 8 Ob 596/91
    Auch; nur T3
  • 7 Ob 618/91
    Entscheidungstext OGH 28.11.1991 7 Ob 618/91
    Beisatz: Auch die durch Adoption begründeten familienrechtlichen Beziehungen unterliegen dem Schutz des Art 8 Abs 1 MRK. (T10) Veröff: EvBl 1992/80 S 370 = RZ 1993/29 S 79
  • 4 Ob 1540/92
    Entscheidungstext OGH 28.04.1992 4 Ob 1540/92
    Auch; nur T3; nur T4; Beisatz: Das Besuchsrecht kann immer nur vorübergehend oder bis auf weiters (nie jedoch für immer) untersagt werden. Für das Zutreffen der Voraussetzungen für die zeitweilige Untersagung sind stets die Umstände des Einzelfalles maßgebend. (T11)
  • 2 Ob 541/93
    Entscheidungstext OGH 08.07.1993 2 Ob 541/93
    nur T3
  • 10 Ob 514/94
    Entscheidungstext OGH 11.05.1994 10 Ob 514/94
    nur T3
  • 1 Ob 504/95
    Entscheidungstext OGH 10.01.1995 1 Ob 504/95
    Auch; nur T3; Beis wie T7
  • 4 Ob 13/97h
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 4 Ob 13/97h
  • 4 Ob 303/97f
    Entscheidungstext OGH 28.10.1997 4 Ob 303/97f
    nur T2
  • 4 Ob 260/98h
    Entscheidungstext OGH 20.10.1998 4 Ob 260/98h
    Auch; nur T3
  • 7 Ob 106/99k
    Entscheidungstext OGH 28.05.1999 7 Ob 106/99k
  • 10 Ob 190/99k
    Entscheidungstext OGH 07.09.1999 10 Ob 190/99k
    Auch
  • 7 Ob 234/99h
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 7 Ob 234/99h
    nur T2
  • 1 Ob 129/00b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 129/00b
    nur T4; nur T8
  • 6 Ob 173/00k
    Entscheidungstext OGH 13.07.2000 6 Ob 173/00k
    nur T3; Beisatz: Gegenüber mündigen Minderjährigen soll kein Zwang ausgeübt werden soll, wenn sie den persönlichen Verkehr mit dem antragstellenden Elternteil (selbst wenn es unbegründet sein sollte) ablehnen (stRspr: EFSlg 75.001; EFSlg 86.872; ÖA 1997, 168), weil eine anständige, von gegenseitiger Achtung und Zuneigung getragene Begegnung nicht erzwungen werden kann und ein mit Zwangsmitteln gegen den Willen des mündigen Minderjährigen durchgesetzter persönlicher Verkehr jedenfalls dem Kindeswohl widerspreche. (T12)
  • 5 Ob 152/00i
    Entscheidungstext OGH 07.11.2000 5 Ob 152/00i
    nur T3; Beisatz: Das Besuchsrecht, das Recht des nicht sorgeberechtigten Elternteils auf persönlichen Verkehr mit dem Kind, ist ein Grundrecht der Eltern-Kind-Beziehung das nicht beide Seiten gleich stark schützt, sondern bei dem das Interesse des Kindeswohls im Konfliktfall überwiegt. (T13)
  • 1 Ob 4/01x
    Entscheidungstext OGH 30.01.2001 1 Ob 4/01x
    Auch; Beisatz: Das Wohl des Kindes ist die oberste Maxime des Pflegschaftsverfahrens. (T14)
  • 7 Ob 27/01y
    Entscheidungstext OGH 28.02.2001 7 Ob 27/01y
    Beis wie T1
  • 1 Ob 232/01a
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 1 Ob 232/01a
    nur T4; Beis wie T1; Beis wie T7; Beis wie T9
  • 5 Ob 279/01t
    Entscheidungstext OGH 11.12.2001 5 Ob 279/01t
    Auch; Beisatz: Die gänzliche Unterbindung des persönlichen Kontaktes zwischen einem Elternteil und seinem Kind hat die Ausnahme zu sein; jede sich ohne Gefährdung des Kindeswohls bietende Möglichkeit einer Kontaktaufnahme muss genutzt werden. (T15)
  • 8 Ob 42/02p
    Entscheidungstext OGH 21.02.2002 8 Ob 42/02p
    nur T3; nur T4; Beis wie T7; Beis wie T11
  • 4 Ob 227/02i
    Entscheidungstext OGH 05.11.2002 4 Ob 227/02i
    Beis wie T1; Beisatz: Sogar im unverschuldeten Konfliktfall hat der Besuchsrechtsanspruch eines Elternteils gegenüber dem Kindeswohl zurückzutreten. (T16)
    Beisatz: An diesen Grundsätzen ist auch nach Neufassung des § 148 ABGB durch das KindRÄG 2001 BGBl I 2000/135 keine Änderung eingetreten. (T17)
  • 5 Ob 243/02z
    Entscheidungstext OGH 03.12.2002 5 Ob 243/02z
    Auch; nur T3
  • 8 Ob 22/04z
    Entscheidungstext OGH 26.08.2004 8 Ob 22/04z
    Auch; Beisatz: Oberster Grundsatz jeder Besuchsrechtsregelung ist das Wohl und das Interesse des Kindes, sodass persönliche Animositäten der Eltern völlig zurückzutreten haben. (T18)
  • 6 Ob 171/05y
    Entscheidungstext OGH 25.08.2005 6 Ob 171/05y
    Auch; Beisatz: Das Besuchsrecht ist ein Grundrecht der Eltern-Kind-Beziehung und ein allgemein anzuerkennendes, unter dem Schutz des Art 8 EMRK stehendes Menschenrecht. (T19)
  • 4 Ob 131/06b
    Entscheidungstext OGH 09.08.2006 4 Ob 131/06b
    Beis wie T19
  • 8 Ob 73/06b
    Entscheidungstext OGH 03.08.2006 8 Ob 73/06b
    Beis wie T19
  • 7 Ob 34/07m
    Entscheidungstext OGH 08.03.2007 7 Ob 34/07m
    Beis wie T19
  • 2 Ob 26/07y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2007 2 Ob 26/07y
    nur T4; Beis wie T9
  • 9 Ob 35/08z
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 9 Ob 35/08z
    Auch; Beis wie T18
  • 7 Ob 8/09s
    Entscheidungstext OGH 30.03.2009 7 Ob 8/09s
    Auch; Veröff: SZ 2009/41
  • 8 Ob 59/09y
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 8 Ob 59/09y
    Auch; Beis wie T19; Beisatz: Das Verhalten des betreuenden Elternteils kann im Zusammenhang mit der Ausübung des Besuchsrechts dem Kindeswohl abträglich sein, wenn dieses Verhalten das Recht des Kindes auf persönlichen Verkehr mit dem nicht betreuenden Elternteil gefährdet. (T20)
  • 1 Ob 157/09h
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 1 Ob 157/09h
    Auch; nur T4
  • 5 Ob 167/09h
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 5 Ob 167/09h
    Auch
  • 7 Ob 37/10g
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 37/10g
    Auch
  • 1 Ob 74/10d
    Entscheidungstext OGH 06.07.2010 1 Ob 74/10d
    nur: Das Recht auf persönlichen Verkehr zwischen Eltern und Kindern ist ein allgemein anzuerkennendes Menschenrecht. Den Eltern steht das Recht auf persönlichen Verkehr nur insoweit nicht zu, als die Ausübung des Rechtes das Wohl des Kindes gefährdet. (T21)
  • 6 Ob 148/10y
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 6 Ob 148/10y
    Vgl; Beis wie T11
  • 4 Ob 8/11x
    Entscheidungstext OGH 12.04.2011 4 Ob 8/11x
    Vgl auch; Beisatz: Verletzt ein Elternteil schuldhaft die sich aus § 145b ABGB ergebenden Pflichten und beeinträchtigt er dadurch die Eltern‑Kind‑Beziehung des anderen, können sich Schadenersatzansprüche ergeben. (T22)
    Veröff: SZ 2011/48
  • 4 Ob 98/11g
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 4 Ob 98/11g
    Vgl; Beisatz: Zwischen Eltern und Kindern besteht ein lebenslang andauerndes Rechtsband mit wechselseitigen Rechten und Pflichten. (T23)
    Beisatz: § 773 Abs 3 ABGB. (T24)
    Veröff: SZ 2011/101
  • 2 Ob 19/11z
    Entscheidungstext OGH 30.05.2011 2 Ob 19/11z
    nur T3
  • 5 Ob 173/11v
    Entscheidungstext OGH 09.11.2011 5 Ob 173/11v
    Auch; Beis wie T19; Beisatz: Regelmäßige Besuchskontakte entsprechen in aller Regel auch dem Wohl des Kindes. (T25)
    Beisatz: Eine Aufenthaltsbestimmung, die die Ausübung des Besuchsrechts unmöglich macht, ist daher im Allgemeinen unzulässig. (T26)
    Beisatz: Eine gewisse Erschwerung bei der Ausübung des Besuchsrechts muss hingenommen werden. (T27)
  • 1 Ob 179/11x
    Entscheidungstext OGH 13.10.2011 1 Ob 179/11x
    nur T3; Beis wie T19
  • 5 Ob 21/13v
    Entscheidungstext OGH 18.04.2013 5 Ob 21/13v
    Auch; nur T3; nur T21; Beis wie T19
  • 7 Ob 68/14x
    Entscheidungstext OGH 07.05.2014 7 Ob 68/14x
    Beis wie T6; Beis wie T15; Beis wie T25
  • 9 Ob 28/14d
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 9 Ob 28/14d
    Auch; Beisatz: Das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern ist ein von der Rechtsordnung anerkanntes, grundrechtlich abgesichertes Rechtsverhältnis, das auch das Streben nach persönlichem Kontakt erfasst und auch von Dritten zu respektieren ist. Diese Pflicht trifft auch den obsorgeberechtigten Elternteil, der aufgrund seiner faktischen Position in besonderer Weise die Möglichkeit hat, die Beziehung des Kindes zum anderen Elternteil zu fördern oder zu stören. (T28)
  • 7 Ob 198/14i
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 198/14i
  • 7 Ob 159/15f
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 159/15f
  • 10 Ob 96/15p
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 10 Ob 96/15p
    Auch; Beis wie T15; Beis wie T16
  • 10 Ob 32/16b
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 10 Ob 32/16b
    Auch; nur T3
  • 6 Ob 182/16g
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 6 Ob 182/16g
    Auch; Beis wie T13; Beis wie T15
  • 3 Ob 66/17b
    Entscheidungstext OGH 10.05.2017 3 Ob 66/17b
  • 6 Ob 109/17y
    Entscheidungstext OGH 07.07.2017 6 Ob 109/17y
    Auch; Beis wie T13
  • 1 Ob 136/17g
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 1 Ob 136/17g
    Vgl auch; Beis wie T1; nur T3; Beis wie T5; Beis wie T15; Beis wie T19; nur T21
  • 3 Ob 159/17d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 3 Ob 159/17d
    Auch
  • 9 Ob 46/17f
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 9 Ob 46/17f
    Auch; Beis wie T19; Veröff: SZ 2018/22
  • 6 Ob 33/18y
    Entscheidungstext OGH 28.03.2018 6 Ob 33/18y
    Auch; nur T3; Beis wie T19; nur T21
  • 2 Ob 180/17k
    Entscheidungstext OGH 30.10.2018 2 Ob 180/17k
    Auch; Beis ähnlich wie T23; Beis wie T28 nur: Das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern ist ein von der Rechtsordnung anerkanntes, grundrechtlich abgesichertes Rechtsverhältnis, das auch das Streben nach persönlichem Kontakt erfasst und auch von Dritten zu respektieren ist. (T29)
  • 8 Ob 139/18a
    Entscheidungstext OGH 26.11.2018 8 Ob 139/18a
    Auch; Beis wie T19
  • 8 Ob 57/19v
    Entscheidungstext OGH 24.07.2019 8 Ob 57/19v
    Auch; Beis wie T15
  • 9 Ob 42/19w
    Entscheidungstext OGH 23.09.2019 9 Ob 42/19w
    Beis wie T19

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0047754

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

30.12.2019

Dokumentnummer

JJR_19740529_OGH0002_0050OB00113_7400000_002

Rechtssatz für 7Ob637/78 1Ob704/78 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0048699

Geschäftszahl

7Ob637/78; 1Ob704/78; 4Ob580/78; 5Ob587/79; 2Ob585/79; 1Ob515/80; 7Ob599/81; 7Ob624/81; 1Ob740/81; 3Ob564/83; 1Ob740/83; 8Ob584/83; 7Ob560/84; 5Ob579/84; 2Ob524/85; 7Ob581/85; 3Ob553/85; 1Ob637/85; 2Ob588/86; 8Ob680/86; 3Ob651/86; 8Ob592/87; 2Ob507/88; 6Ob649/88; 7Ob616/88; 2Ob596/88; 3Ob526/89; 7Ob574/89; 2Ob535/89; 7Ob584/89; 1Ob647/89; 8Ob511/90; 1Ob502/90; 1Ob562/90; 7Ob568/90; 1Ob572/91; 1Ob580/92; 5Ob516/94; 1Ob562/95; 1Ob623/95; 2Ob2192/96h; 8Ob2282/96p; 1Ob57/97g; 1Ob342/99x; 10Ob92/00b; 1Ob129/00b; 10Ob92/01d; 5Ob56/02z; 1Ob5/02w; 5Ob8/03t; 4Ob146/03d; 2Ob197/03i; 7Ob79/05a; 6Ob120/05y; 7Ob22/06w; 7Ob74/06t; 3Ob78/06a; 7Ob47/06x; 4Ob2/07h; 2Ob195/07a; 6Ob48/10t; 7Ob182/10f; 9Ob54/10x; 7Ob25/11v; 10Ob68/11i; 5Ob188/11z; 3Ob155/11g; 1Ob4/12p; 8Ob88/12t; 8Ob123/12i; 3Ob240/12h; 3Ob38/13d; 7Ob10/13s; 5Ob63/13w; 4Ob165/13p; 8Ob7/14h; 3Ob144/15w; 1Ob99/16i

Entscheidungsdatum

07.09.1978

Norm

ABGB §176 Abs1 B
ABGB §176 C
ABGB §177 B
ABGB §215 Abs1 Satz2

Rechtssatz

Eine Änderung in der Zuerkennung der elterlichen Rechte und Pflichten im Sinne des § 177 ABGB nF an einen Elternteil setzt ein Verhalten desselben voraus, das die Interessen seines Kindes gefährdet. Eine solche Änderung darf daher vom Pflegschaftsgericht nur dann angeordnet werden, wenn sie im Interesse des Kindes dringend geboten ist, wobei bei Beurteilung dieser Frage grundsätzlich ein strenger Maßstab anzulegen ist.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 637/78
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 7 Ob 637/78
    Veröff: EvBl 1979/42 S 128
  • 1 Ob 704/78
    Entscheidungstext OGH 11.10.1978 1 Ob 704/78
    Vgl auch; Veröff: SZ 51/136 = EvBl 1979/51 S 153
  • 4 Ob 580/78
    Entscheidungstext OGH 19.12.1978 4 Ob 580/78
    Auch
  • 5 Ob 587/79
    Entscheidungstext OGH 03.04.1979 5 Ob 587/79
    Veröff: EFSlg 33600
  • 2 Ob 585/79
    Entscheidungstext OGH 06.11.1979 2 Ob 585/79
    Auch; nur: Eine solche Änderung darf daher vom Pflegschaftsgericht nur dann angeordnet werden, wenn sie im Interesse des Kindes dringend geboten ist. (T1) Veröff: EFSlg 33621
  • 1 Ob 515/80
    Entscheidungstext OGH 19.03.1980 1 Ob 515/80
  • 7 Ob 599/81
    Entscheidungstext OGH 21.05.1981 7 Ob 599/81
    Auch
  • 7 Ob 624/81
    Entscheidungstext OGH 11.06.1981 7 Ob 624/81
  • 1 Ob 740/81
    Entscheidungstext OGH 06.11.1981 1 Ob 740/81
  • 3 Ob 564/83
    Entscheidungstext OGH 08.06.1983 3 Ob 564/83
    nur: Eine Änderung in der Zuerkennung der elterlichen Rechte und Pflichten im Sinne des § 177 ABGB nF an einen Elternteil setzt ein Verhalten desselben voraus, das die Interessen seines Kindes gefährdet. Eine solche Änderung darf daher vom Pflegschaftsgericht nur dann angeordnet werden, wenn sie im Interesse des Kindes dringend geboten ist. (T2)
  • 1 Ob 740/83
    Entscheidungstext OGH 10.10.1983 1 Ob 740/83
    Vgl auch
  • 8 Ob 584/83
    Entscheidungstext OGH 15.03.1984 8 Ob 584/83
    nur T1
  • 7 Ob 560/84
    Entscheidungstext OGH 19.04.1984 7 Ob 560/84
  • 5 Ob 579/84
    Entscheidungstext OGH 28.06.1984 5 Ob 579/84
  • 2 Ob 524/85
    Entscheidungstext OGH 26.02.1985 2 Ob 524/85
    nur T2
  • 7 Ob 581/85
    Entscheidungstext OGH 27.06.1985 7 Ob 581/85
    nur T1
  • 3 Ob 553/85
    Entscheidungstext OGH 03.07.1985 3 Ob 553/85
    Auch; nur T2; Beisatz: Es muss dem Elternteil kein schuldhaftes Verhalten zur Last liegen, sondern es genügen objektive Umstände. (T3)
  • 1 Ob 637/85
    Entscheidungstext OGH 28.08.1985 1 Ob 637/85
    nur: Eine Änderung in der Zuerkennung der elterlichen Rechte und Pflichten im Sinne des § 177 ABGB nF an einen Elternteil setzt ein Verhalten desselben voraus, das die Interessen seines Kindes gefährdet. (T4) Beis wie T3
  • 2 Ob 588/86
    Entscheidungstext OGH 27.05.1986 2 Ob 588/86
    Auch
  • 8 Ob 680/86
    Entscheidungstext OGH 04.12.1986 8 Ob 680/86
    nur: Eine solche Änderung darf daher vom Pflegschaftsgericht nur dann angeordnet werden, wenn sie im Interesse des Kindes dringend geboten ist, wobei bei Beurteilung dieser Frage grundsätzlich ein strenger Maßstab anzulegen ist. (T5)
  • 3 Ob 651/86
    Entscheidungstext OGH 04.03.1987 3 Ob 651/86
    Auch; Beisatz: Verstoß kann offenbare Gesetzwidrigkeit darstellen. (T6)
  • 8 Ob 592/87
    Entscheidungstext OGH 04.06.1987 8 Ob 592/87
    nur T5
  • 2 Ob 507/88
    Entscheidungstext OGH 09.02.1988 2 Ob 507/88
    nur T2
  • 6 Ob 649/88
    Entscheidungstext OGH 06.09.1988 6 Ob 649/88
  • 7 Ob 616/88
    Entscheidungstext OGH 14.07.1988 7 Ob 616/88
    Auch; nur T1; Beisatz: Insbesondere wenn aus der Änderung aus besonderen Umständen eine wesentliche Verbesserung der Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes zu erwarten ist. (T7)
  • 2 Ob 596/88
    Entscheidungstext OGH 11.10.1988 2 Ob 596/88
  • 3 Ob 526/89
    Entscheidungstext OGH 26.04.1989 3 Ob 526/89
    nur T4; Beis wie T6
  • 7 Ob 574/89
    Entscheidungstext OGH 20.04.1989 7 Ob 574/89
    nur T2; Beis wie T7
  • 2 Ob 535/89
    Entscheidungstext OGH 10.05.1989 2 Ob 535/89
  • 7 Ob 584/89
    Entscheidungstext OGH 18.05.1989 7 Ob 584/89
    Beis wie T7
  • 1 Ob 647/89
    Entscheidungstext OGH 11.10.1989 1 Ob 647/89
    Beis wie T3; Beis wie T6; Beisatz: Äußerste Notmaßnahme. (T8)
  • 8 Ob 511/90
    Entscheidungstext OGH 25.01.1990 8 Ob 511/90
    Vgl aber; Beisatz: Hier: Wegen geänderter Verhältnisse, zumindest aber wegen Gefährdung des Kindeswohls, kann jederzeit ein Antrag auf Abänderung der getroffenen Regelung gestellt werden. (T9)
  • 1 Ob 502/90
    Entscheidungstext OGH 17.01.1990 1 Ob 502/90
    nur T4
  • 1 Ob 562/90
    Entscheidungstext OGH 04.04.1990 1 Ob 562/90
  • 7 Ob 568/90
    Entscheidungstext OGH 05.04.1990 7 Ob 568/90
    Beisatz: Es müssen besonders wichtige Gründe vorliegen. (T10)
  • 1 Ob 572/91
    Entscheidungstext OGH 26.06.1991 1 Ob 572/91
    nur T2; Beis wie T7; Veröff: EvBl 1991/168 S 737
  • 1 Ob 580/92
    Entscheidungstext OGH 09.06.1992 1 Ob 580/92
    Auch; Veröff: SZ 65/84 = JBl 1992,780
  • 5 Ob 516/94
    Entscheidungstext OGH 22.03.1994 5 Ob 516/94
    Vgl auch
  • 1 Ob 562/95
    Entscheidungstext OGH 27.07.1995 1 Ob 562/95
    Auch; Beis wie T10
  • 1 Ob 623/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 623/95
    Auch; nur T5; Beis wie T8; Veröff: SZ 69/20
  • 2 Ob 2192/96h
    Entscheidungstext OGH 13.08.1996 2 Ob 2192/96h
    nur T4; Veröff: SZ 69/179
  • 8 Ob 2282/96p
    Entscheidungstext OGH 24.10.1996 8 Ob 2282/96p
    Auch; Beis wie T8
  • 1 Ob 57/97g
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 57/97g
    Auch; Beis wie T8
  • 1 Ob 342/99x
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 342/99x
    Auch; Beisatz: Die Einschränkung der Obsorge gemäß den §§ 176 Abs 1, 176b ABGB setzt nicht geradezu den Missbrauch der elterlichen Befugnisse voraus. Es genügt, dass elterliche Pflichten in einer das Kindeswohl gefährdenden Weise objektiv nicht erfüllt werden. (T11)
  • 10 Ob 92/00b
    Entscheidungstext OGH 23.05.2000 10 Ob 92/00b
    Vgl auch; Beis wie T9
  • 1 Ob 129/00b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 129/00b
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T10
  • 10 Ob 92/01d
    Entscheidungstext OGH 08.05.2001 10 Ob 92/01d
    Auch; nur T5; Beis wie T8; Beis wie T10
  • 5 Ob 56/02z
    Entscheidungstext OGH 12.03.2002 5 Ob 56/02z
    Auch; Beis ähnlich wie T8; Beisatz: Bei Vorkehrungen im Sinn des § 176 ABGB ist nicht maßgeblich, dass die Verhältnisse beim anderen Elternteil an sich besser wären. (T12)
  • 1 Ob 5/02w
    Entscheidungstext OGH 25.10.2002 1 Ob 5/02w
    Auch; nur T1; Beisatz: Bei grundsätzlich gleicher Eignung beider Elternteile ist dem Grundsatz der Betreuungskontinuität der Vorrang zu geben. (T13)
  • 5 Ob 8/03t
    Entscheidungstext OGH 11.03.2003 5 Ob 8/03t
    Auch; nur T5; Beis ähnlich wie T8
  • 4 Ob 146/03d
    Entscheidungstext OGH 08.07.2003 4 Ob 146/03d
    Auch; Beisatz: Hier: Angestrebter Obsorgewechsel mit der Begründung der im Inland günstigeren Lebensverhältnisse. (T14)
  • 2 Ob 197/03i
    Entscheidungstext OGH 12.09.2003 2 Ob 197/03i
    Vgl auch; Beis wie T14; Beisatz: Ebenso wie bei einer Wohnsitzverlegung bedarf auch die Beurteilung, ob im Fall einer drohenden zwangsweisen Abschiebung aus dem Inland das Kindeswohl gefährdet ist, einer Interessenabwägung im Einzelfall. (T15); Beisatz: Eine drohende zwangsweise Abschiebung von Kindern mit ihrer Mutter in deren Heimatstaat rechtfertigt oder erfordert Maßnahmen im Sinne des § 176 Abs 1 ABGB nicht automatisch, sondern führt eine solche für die Kinder im Ergebnis zu keinem anderen Zustand, als wenn die obsorgeberechtigte Mutter mit ihnen freiwillig dort hinausgereist wäre. (T16)
  • 7 Ob 79/05a
    Entscheidungstext OGH 11.05.2005 7 Ob 79/05a
  • 6 Ob 120/05y
    Entscheidungstext OGH 23.06.2005 6 Ob 120/05y
  • 7 Ob 22/06w
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 7 Ob 22/06w
    nur T5
  • 7 Ob 74/06t
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 7 Ob 74/06t
  • 3 Ob 78/06a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 78/06a
  • 7 Ob 47/06x
    Entscheidungstext OGH 21.06.2006 7 Ob 47/06x
    Auch
  • 4 Ob 2/07h
    Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 2/07h
    Auch; Veröff: SZ 2007/75
  • 2 Ob 195/07a
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 195/07a
    Vgl; Veröff: SZ 2008/24
  • 6 Ob 48/10t
    Entscheidungstext OGH 19.03.2010 6 Ob 48/10t
    Vgl; Beis wie T11; Beisatz: Voraussetzung der Entziehung von Elternrechten ist eine konkrete Gefährdung des Kindeswohls. (T17)
  • 7 Ob 182/10f
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 7 Ob 182/10f
    Auch
  • 9 Ob 54/10x
    Entscheidungstext OGH 22.12.2010 9 Ob 54/10x
    Auch; Beisatz: Die Entziehung der Obsorge ist demnach nur dann geboten, wenn der das Kind betreuende Elternteil seine Erziehungspflichten vernachlässigt, seine Erziehungsgewalt missbraucht oder den Erziehungsaufgaben nicht gewachsen ist. Ob dies zutrifft, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. (T18)
  • 7 Ob 25/11v
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 25/11v
    Auch
  • 10 Ob 68/11i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 10 Ob 68/11i
    Auch
  • 5 Ob 188/11z
    Entscheidungstext OGH 09.11.2011 5 Ob 188/11z
    Auch
  • 3 Ob 155/11g
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 3 Ob 155/11g
    Auch
  • 1 Ob 4/12p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 4/12p
    Auch; Beisatz: Diese Grundsätze gelten für den Anwendungsbereich des § 176 Abs 1 ABGB ebenso wie für die Interimskompetenz des Jugendwohlfahrtsträgers nach § 215 Abs 1 zweiter Satz ABGB, wenn im Bereich von Pflege und Erziehung Gefahr im Verzug ist. (T19)
  • 8 Ob 88/12t
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 8 Ob 88/12t
  • 8 Ob 123/12i
    Entscheidungstext OGH 27.11.2012 8 Ob 123/12i
    Auch
  • 3 Ob 240/12h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 240/12h
    Auch; nur T5; Beis wie T8
  • 3 Ob 38/13d
    Entscheidungstext OGH 13.03.2013 3 Ob 38/13d
    Auch; Beis wie T18
  • 7 Ob 10/13s
    Entscheidungstext OGH 27.03.2013 7 Ob 10/13s
    Auch; Beis wie T19
  • 5 Ob 63/13w
    Entscheidungstext OGH 20.09.2013 5 Ob 63/13w
  • 4 Ob 165/13p
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 165/13p
    Auch; nur T5; Beis wie T18
  • 8 Ob 7/14h
    Entscheidungstext OGH 24.03.2014 8 Ob 7/14h
    Auch; nur T1; nur T5;
    Beisatz: Ob ein bestimmter Sachverhalt die Entziehung der Obsorge rechtfertigt, ist eine immer aufgrund der besonderen Umstände des Einzelfalls zu treffende Ermessensentscheidung; sie kann nur auf einer ausreichenden Tatsachengrundlage getroffen werden. (T20)
  • 3 Ob 144/15w
    Entscheidungstext OGH 19.08.2015 3 Ob 144/15w
    Auch; Beis wie T18
  • 1 Ob 99/16i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 99/16i
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0048699

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.10.2016

Dokumentnummer

JJR_19780907_OGH0002_0070OB00637_7800000_002

Rechtssatz für 1Ob704/78 7Ob772/78 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0047841

Geschäftszahl

1Ob704/78; 7Ob772/78; 5Ob587/79; 3Ob505/79; 7Ob680/79; 6Ob516/80; 1Ob515/80; 7Ob792/79; 6Ob610/80; 1Ob597/80; 4Ob547/80; 6Ob706/80; 7Ob602/81; 7Ob797/91; 3Ob641/81; 3Ob501/82; 7Ob815/82; 7Ob684/83; 1Ob740/83; 1Ob762/83; 1Ob790/83; 6Ob537/84; 7Ob581/85; 8Ob587/85; 8Ob660/85; 1Ob629/87; 6Ob678/87; 1Ob511/88; 6Ob507/88; 6Ob604/88; 2Ob596/88; 2Ob535/89; 7Ob584/89; 1Ob665/89; 1Ob691/89; 8Ob511/90; 7Ob605/90; 7Ob568/90; 6Ob505/91; 1Ob580/92; 1Ob573/92; 4Ob1625/92; 2Ob565/93; 5Ob513/95; 1Ob601/95; 9Ob2178/96a; 1Ob2078/96m; 1Ob57/97g; 1Ob218/98k; 5Ob229/98g; 4Ob349/98x; 10Ob25/00z; 1Ob129/00b; 7Ob174/00i; 10Ob92/01d; 4Ob186/01h; 1Ob172/01b; 4Ob17/03h; 5Ob8/03t; 7Ob79/05a; 5Ob36/06i; 7Ob22/06w; 7Ob74/06t; 3Ob78/06a; 7Ob47/06x; 4Ob2/07h; 10Ob50/08p; 7Ob200/08z; 6Ob165/10y; 7Ob182/10f; 9Ob54/10x; 7Ob25/11v; 10Ob68/11i; 5Ob188/11z; 3Ob155/11g; 9Ob71/11y; 5Ob258/11v; 1Ob4/12p; 3Ob240/12h; 8Ob65/13m; 5Ob63/13w; 4Ob165/13p; 4Ob14/14h; 8Ob7/14h; 8Ob48/14p; 3Ob144/15w; 1Ob45/16y; 9Ob47/16a; 1Ob99/16i; 7Ob170/17a; 8Ob17/18k; 7Ob213/18a

Entscheidungsdatum

11.10.1978

Norm

ABGB §142 F
ABGB §176 B
ABGB §176 C
ABGB §177 B
ABGB §215 Abs1 Satz2
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §181
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §185 Abs1
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §185 Abs2

Rechtssatz

Das Fehlen einer dem § 142 Abs 2 ABGB aF entsprechenden Bestimmung im neuen Gesetz stellt klar, dass die einmal einem Elternteil zuerkannten rein persönlichen Rechte aus dem Elternverhältnis und Kindschaftsverhältnis nur dann auf den anderen übertragen werden dürfen, wenn die Voraussetzungen des § 176 Abs 1 ABGB nF vorliegen; es ist eher ein noch strengerer Maßstab als bisher anzulegen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 704/78
    Entscheidungstext OGH 11.10.1978 1 Ob 704/78
    Veröff: SZ 51/136 = EvBl 1979/51 S 153
  • 7 Ob 772/78
    Entscheidungstext OGH 11.01.1979 7 Ob 772/78
    Auch; Beisatz: § 176 Abs 1 nF ABGB oder § 29 JWG. (T1)
  • 5 Ob 587/79
    Entscheidungstext OGH 03.04.1979 5 Ob 587/79
    Auch; Veröff: EFSlg 33600
  • 3 Ob 505/79
    Entscheidungstext OGH 13.06.1979 3 Ob 505/79
    Auch; Veröff: EvBl 1979/185 S 490
  • 7 Ob 680/79
    Entscheidungstext OGH 30.08.1979 7 Ob 680/79
    Auch; Beisatz: Geringfügige Vorteile für das Kind bei Unterbringung beim anderen Elternteil reichen nicht aus. (T2)
    Veröff: EFSlg 33600
  • 6 Ob 516/80
    Entscheidungstext OGH 13.02.1980 6 Ob 516/80
    Auch
  • 1 Ob 515/80
    Entscheidungstext OGH 19.03.1980 1 Ob 515/80
  • 7 Ob 792/79
    Entscheidungstext OGH 10.04.1980 7 Ob 792/79
    Auch
  • 6 Ob 610/80
    Entscheidungstext OGH 21.05.1980 6 Ob 610/80
    Ähnlich; Beisatz: Keine offenbare Gesetzwidrigkeit dieser Rechtsansicht. (T3)
  • 1 Ob 597/80
    Entscheidungstext OGH 09.07.1980 1 Ob 597/80
  • 4 Ob 547/80
    Entscheidungstext OGH 04.11.1980 4 Ob 547/80
    Veröff: SZ 53/142 = EvBl 1981/82 S 267 = ÖA 1982,36
  • 6 Ob 706/80
    Entscheidungstext OGH 26.11.1980 6 Ob 706/80
    Vgl auch
  • 7 Ob 602/81
    Entscheidungstext OGH 07.05.1981 7 Ob 602/81
    Auch
  • 7 Ob 797/91
    Entscheidungstext OGH 10.12.1981 7 Ob 797/91
    Auch; Beisatz: Es müssen besonders wichtige, die Änderung rechtfertigende Gründe vorliegen. (T4)
  • 3 Ob 641/81
    Entscheidungstext OGH 27.01.1982 3 Ob 641/81
    Auch; Beisatz: Wenn eine Gefährdung der Interessen des Kindes dies erfordert. (T5)
  • 3 Ob 501/82
    Entscheidungstext OGH 24.03.1982 3 Ob 501/82
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 815/82
    Entscheidungstext OGH 17.02.1983 7 Ob 815/82
    Auch
  • 7 Ob 684/83
    Entscheidungstext OGH 01.09.1983 7 Ob 684/83
    Auch
  • 1 Ob 740/83
    Entscheidungstext OGH 10.10.1983 1 Ob 740/83
    Auch; Beis wie T4
  • 1 Ob 762/83
    Entscheidungstext OGH 30.11.1983 1 Ob 762/83
    Auch; Beis wie T4
  • 1 Ob 790/83
    Entscheidungstext OGH 11.01.1984 1 Ob 790/83
    nur: Das Fehlen einer dem § 142 Abs 2 ABGB aF entsprechenden Bestimmungen im neuen Gesetz stellt klar, dass die einmal einem Elternteil zuerkannten rein persönlichen Rechte aus dem Elternverhältnis und Kindschaftsverhältnis nur dann auf den anderen übertragen werden dürfen, wenn die Voraussetzungen des § 176 Abs 1 ABGB nF vorliegen. (T6)
  • 6 Ob 537/84
    Entscheidungstext OGH 15.03.1984 6 Ob 537/84
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 581/85
    Entscheidungstext OGH 27.06.1985 7 Ob 581/85
    Auch
  • 8 Ob 587/85
    Entscheidungstext OGH 11.07.1985 8 Ob 587/85
    Auch; Beis wie T4
  • 8 Ob 660/85
    Entscheidungstext OGH 23.01.1986 8 Ob 660/85
  • 1 Ob 629/87
    Entscheidungstext OGH 15.07.1987 1 Ob 629/87
    nur T6
  • 6 Ob 678/87
    Entscheidungstext OGH 08.10.1987 6 Ob 678/87
    nur T6
  • 1 Ob 511/88
    Entscheidungstext OGH 10.02.1988 1 Ob 511/88
    nur T6
  • 6 Ob 507/88
    Entscheidungstext OGH 11.02.1988 6 Ob 507/88
    Auch
  • 6 Ob 604/88
    Entscheidungstext OGH 16.06.1988 6 Ob 604/88
    nur T6
  • 2 Ob 596/88
    Entscheidungstext OGH 11.10.1988 2 Ob 596/88
  • 2 Ob 535/89
    Entscheidungstext OGH 10.05.1989 2 Ob 535/89
  • 7 Ob 584/89
    Entscheidungstext OGH 18.05.1989 7 Ob 584/89
    nur T6
  • 1 Ob 665/89
    Entscheidungstext OGH 15.11.1989 1 Ob 665/89
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 1 Ob 691/89
    Entscheidungstext OGH 13.12.1989 1 Ob 691/89
    Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 8 Ob 511/90
    Entscheidungstext OGH 25.01.1990 8 Ob 511/90
    Vgl aber; Beisatz: Hier: Wegen geänderter Verhältnisse, zumindest aber wegen Gefährdung des Kindeswohls, kann jederzeit ein Antrag auf Abänderung der getroffenen Regelung gestellt werden. (T7)
  • 7 Ob 605/90
    Entscheidungstext OGH 22.03.1990 7 Ob 605/90
    Auch; Beisatz: Aus der Willensäußerung eines siebzehnjährigen, zu seiner Mutter ziehen zu wollen, ergibt sich hier kein Umstand, der eine Gefährdung seines Wohles erkennen lässt, falls er dennoch weiterhin in der Obsorge seines Vaters bleibt. (T8)
  • 7 Ob 568/90
    Entscheidungstext OGH 05.04.1990 7 Ob 568/90
    Auch; Beisatz: Ein Wechsel des Pflegeortes, der stets ein Herausreißen des Kindes aus der gewohnten Umgebung bedeutet und ihm erspart bleiben soll, soll nur ausnahmsweise angeordnet werden, wenn dies wegen einer Änderung der Verhältnisse im Interesse des Kindes notwendig ist. (T9)
  • 6 Ob 505/91
    Entscheidungstext OGH 07.02.1991 6 Ob 505/91
  • 1 Ob 580/92
    Entscheidungstext OGH 09.06.1992 1 Ob 580/92
    Auch; Beisatz: Die Änderung der Obsorgeverhältnisse darf nur als äußerste Notmaßnahme angeordnet werden. (T10)
    Veröff: SZ 65/84 = JBl 1992,780
  • 1 Ob 573/92
    Entscheidungstext OGH 24.06.1992 1 Ob 573/92
    Auch; Beis wie T10; Veröff: JBl 1992,639 = ÖA 1993,25
  • 4 Ob 1625/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 4 Ob 1625/92
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Auch im Fall der Entziehung oder Einschränkung der elterlichen Obsorge ist dem Kindeswunsch nicht immer Rechnung zu tragen. (T11)
  • 2 Ob 565/93
    Entscheidungstext OGH 16.09.1993 2 Ob 565/93
  • 5 Ob 513/95
    Entscheidungstext OGH 16.05.1995 5 Ob 513/95
    Vgl auch; Beis wie T10; Beis wie T11; Beisatz: Kein Wechsel der Pflegeverhältnisse und Erziehungsverhältnisse wenn keine sicheren Prognosen über den Einfluss eines Obsorgewechsels vorliegen (vierzehnjähriger, der durch die Rückholaktion seiner Mutter massiv irritiert wurde und selbst einen Wechsel des Pflegeplatzes zum Vater anstrebt). (T12)
  • 1 Ob 601/95
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 601/95
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T10
  • 9 Ob 2178/96a
    Entscheidungstext OGH 04.09.1996 9 Ob 2178/96a
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T10
  • 1 Ob 2078/96m
    Entscheidungstext OGH 26.07.1996 1 Ob 2078/96m
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T10
  • 1 Ob 57/97g
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 57/97g
    Auch; Beis wie T10
  • 1 Ob 218/98k
    Entscheidungstext OGH 25.08.1998 1 Ob 218/98k
    Vgl auch; Beisatz: Die Entziehung der Obsorge darf nur als äußerste Notmaßnahme unter Anlegung eines strengen Maßstabs angeordnet werden. Das Gericht kann auch die aus der Obsorge erfließenden Befugnisse der Eltern unter den Voraussetzungen des § 176 Abs 1 ABGB zum Wohl des Kindes einschränken. (T13)
  • 5 Ob 229/98g
    Entscheidungstext OGH 27.10.1998 5 Ob 229/98g
    Vgl; Beis wie T10; Beis wie T11; Beis wie T12 nur: Kein Wechsel der Pflegeverhältnisse und Erziehungsverhältnisse wenn keine sicheren Prognosen über den Einfluss eines Obsorgewechsels vorliegen. (T14)
  • 4 Ob 349/98x
    Entscheidungstext OGH 26.01.1999 4 Ob 349/98x
    Auch
  • 10 Ob 25/00z
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 10 Ob 25/00z
    Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T10; Beis wie T13 nur: Die Entziehung der Obsorge darf nur als äußerste Notmaßnahme unter Anlegung eines strengen Maßstabs angeordnet werden. (T15)
  • 1 Ob 129/00b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 129/00b
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T10; Beis wie T15
  • 7 Ob 174/00i
    Entscheidungstext OGH 27.09.2000 7 Ob 174/00i
    Auch; Beis ähnlich wie T8; Beis wie T14
  • 10 Ob 92/01d
    Entscheidungstext OGH 08.05.2001 10 Ob 92/01d
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 4 Ob 186/01h
    Entscheidungstext OGH 12.09.2001 4 Ob 186/01h
    Auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Eine die Übertragung der Obsorge auf den Vater rechtfertigende Gefährdung des Kindeswohls liegt dabei schon darin, dass nach eingetretener wichtiger Änderung der Verhältnisse - nämlich des dringenden Wunsches der Minderjährigen, zukünftig auf Dauer im Haushalt des Vaters wohnen zu wollen - die bisher obsorgeberechtigte Mutter einem einvernehmlichen Vorgehen der Eltern in diese Richtung nicht zugestimmt hat. (T16)
  • 1 Ob 172/01b
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 172/01b
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beisatz: Die Zuteilung der Obsorge gegen den Willen eines mündigen Minderjährigen ist abzulehnen, sofern der Richter zur Überzeugung gelangt, dass dieser Widerstand auf dessen eigenständiger Willensbildung beruht, nicht auf eine "Präparierung" durch den anderen Elternteil zurückzuführen ist und auch sonst keine schwerwiegenden Gründe entgegenstehen. (T17)
  • 4 Ob 17/03h
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 4 Ob 17/03h
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 5 Ob 8/03t
    Entscheidungstext OGH 11.03.2003 5 Ob 8/03t
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 79/05a
    Entscheidungstext OGH 11.05.2005 7 Ob 79/05a
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 5 Ob 36/06i
    Entscheidungstext OGH 21.02.2006 5 Ob 36/06i
    Auch; Beis wie T16
  • 7 Ob 22/06w
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 7 Ob 22/06w
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 74/06t
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 7 Ob 74/06t
    Auch
  • 3 Ob 78/06a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 78/06a
    Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T10
  • 7 Ob 47/06x
    Entscheidungstext OGH 21.06.2006 7 Ob 47/06x
    Auch; Beis wie T10
  • 4 Ob 2/07h
    Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 2/07h
    Auch; Beis wie T10; Veröff: SZ 2007/75
  • 10 Ob 50/08p
    Entscheidungstext OGH 22.04.2008 10 Ob 50/08p
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 200/08z
    Entscheidungstext OGH 22.10.2008 7 Ob 200/08z
    Auch
  • 6 Ob 165/10y
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 6 Ob 165/10y
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 182/10f
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 7 Ob 182/10f
    Auch
  • 9 Ob 54/10x
    Entscheidungstext OGH 22.12.2010 9 Ob 54/10x
    Auch; Beisatz: Die Entziehung der Obsorge ist demnach nur dann geboten, wenn der das Kind betreuende Elternteil seine Erziehungspflichten vernachlässigt, seine Erziehungsgewalt missbraucht oder den Erziehungsaufgaben nicht gewachsen ist. Ob dies zutrifft, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. (T18)
  • 7 Ob 25/11v
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 25/11v
    Auch
  • 10 Ob 68/11i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 10 Ob 68/11i
    Auch
  • 5 Ob 188/11z
    Entscheidungstext OGH 09.11.2011 5 Ob 188/11z
    Vgl auch; Auch Beis wie T15; Auch Beis wie T18
  • 3 Ob 155/11g
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 3 Ob 155/11g
    Vgl auch; Beisatz: Eine Änderung der Obsorge darf nur angeordnet werden, wenn sie im Interesse des Kindes dringend geboten ist, wobei grundsätzlich ein strenger Maßstab anzulegen ist. (T19)
  • 9 Ob 71/11y
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 9 Ob 71/11y
    Vgl auch; Beis wie T15; Beis wie T19
  • 5 Ob 258/11v
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 5 Ob 258/11v
    Auch; Beis wie T10
  • 1 Ob 4/12p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 4/12p
    Auch; Beisatz: Diese Grundsätze gelten für den Anwendungsbereich des § 176 Abs 1 ABGB ebenso wie für die Interimskompetenz des Jugendwohlfahrtsträgers nach § 215 Abs 1 zweiter Satz ABGB, wenn im Bereich von Pflege und Erziehung Gefahr im Verzug ist. (T20)
  • 3 Ob 240/12h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 240/12h
    Auch; Beis wie T10
  • 8 Ob 65/13m
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 8 Ob 65/13m
    Vgl; Beis wie T15
  • 5 Ob 63/13w
    Entscheidungstext OGH 20.09.2013 5 Ob 63/13w
    Vgl auch; Beis wie T19
  • 4 Ob 165/13p
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 165/13p
    Vgl auch
  • 4 Ob 14/14h
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 14/14h
    Vgl auch; Beis wie T13
  • 8 Ob 7/14h
    Entscheidungstext OGH 24.03.2014 8 Ob 7/14h
    Vgl auch; Beis wie T19
  • 8 Ob 48/14p
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 48/14p
    Vgl auch; Beis wie T10; Beis wie T15; Beisatz: Eine Änderung der Obsorgeverhältnisse darf nur als äußerste Notmaßnahme unter Anlegung eines strengen Maßstabs und nur insoweit angeordnet werden, als dies zur Abwendung einer drohenden Gefährdung notwendig ist. (T21)
    Beisatz: § 181 ABGB idF KindNamRÄG 2013 blieb inhaltlich gegenüber § 176 ABGB idF vor dem KindNamRÄG 2013 unverändert. (T22)
  • 3 Ob 144/15w
    Entscheidungstext OGH 19.08.2015 3 Ob 144/15w
    Auch; Beis wie T15
  • 1 Ob 45/16y
    Entscheidungstext OGH 21.06.2016 1 Ob 45/16y
    Auch; Beis wie T21
  • 9 Ob 47/16a
    Entscheidungstext OGH 29.09.2016 9 Ob 47/16a
    Auch; Beis wie T15; Beis wie T19; Beis wie T21
  • 1 Ob 99/16i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 99/16i
    Vgl; Beis wie T10; Beis wie T15; Beis wie T19; Beis wie T21
  • 7 Ob 170/17a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 170/17a
    Vgl; Beis wie T21; Beis wie T22
  • 8 Ob 17/18k
    Entscheidungstext OGH 24.10.2018 8 Ob 17/18k
    Auch; Beis wie T21
  • 7 Ob 213/18a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 7 Ob 213/18a
    Vgl; Beis wie T18; Beis wie T19; Beis wie T21; Beisatz: Hier: § 185 Abs 1 und 2 ABGB. (T23)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0047841

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19781011_OGH0002_0010OB00704_7800000_001

Rechtssatz für 4Ob547/80 1Ob537/82 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0048633

Geschäftszahl

4Ob547/80; 1Ob537/82; 1Ob790/83; 7Ob622/84; 8Ob660/85; 7Ob692/85; 8Ob601/86; 2Ob726/86; 7Ob547/87; 2Ob596/88; 2Ob535/89; 1Ob665/89; 4Ob611/89; 8Ob551/90; 5Ob542/91 (5Ob543/91); 1Ob580/92; 1Ob573/92; 2Ob565/93; 1Ob623/95; 1Ob601/95; 8Ob2282/96p; 1Ob2078/96m; 4Ob133/97f; 1Ob119/97z; 1Ob57/97g; 1Ob218/98k; 4Ob311/99k; 10Ob25/00z; 1Ob342/99x; 1Ob129/00b; 8Ob304/00i; 1Ob274/00a; 4Ob186/01h; 9Ob268/01d; 1Ob172/01b; 7Ob43/03d; 4Ob17/03h; 5Ob8/03t; 7Ob79/05a; 5Ob36/06i; 7Ob22/06w; 3Ob51/06f; 7Ob74/06t; 3Ob78/06a; 7Ob47/06x; 7Ob126/07s; 1Ob123/07f; 1Ob176/07z; 7Ob200/08z; 8Ob47/09h; 6Ob48/10t; 5Ob102/10a; 6Ob165/10y; 9Ob58/10k; 8Ob144/10z; 7Ob25/11v; 3Ob165/11b; 5Ob152/12g; 8Ob123/12i; 3Ob240/12h; 3Ob38/13d; 4Ob165/13p; 4Ob14/14h; 8Ob7/14h; 5Ob33/15m; 10Ob81/15g; 1Ob7/16k; 1Ob45/16y; 1Ob99/16i; 3Ob135/16y; 3Ob153/17x; 7Ob170/17a; 6Ob27/18s; 4Ob83/18m; 8Ob17/18k; 7Ob213/18a; 7Ob77/19b

Entscheidungsdatum

04.11.1980

Norm

ABGB §176 B
ABGB §177 B
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §181
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §185 Abs1
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §185 Abs2

Rechtssatz

Unter dem Begriff der Gefährdung des Kindeswohls ist nicht geradezu ein Missbrauch der elterlichen Befugnisse zu verstehen. Es genügt, dass die elterlichen Pflichten (objektiv) nicht erfüllt oder (subjektiv) gröblich vernachlässigt worden sind oder die Eltern durch ihr Gesamtverhalten des Wohl des Kindes gefährden. Eine Pflichtverletzung kann auch vorliegen, wenn die Eltern ihre Pflicht zu einvernehmlichen Vorgehen verletzen. Die Gefährdung des Kindeswohls kann daher auch schon darin liegen, dass wichtige Veränderungen eingetreten sind, die Eltern aber diesen Veränderungen nicht durch einvernehmliches Vorgehen Rechnung tragen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 547/80
    Entscheidungstext OGH 04.11.1980 4 Ob 547/80
    Veröff: SZ 53/142 = EvBl 1981/82 S 267 = ÖA 1982,36
  • 1 Ob 537/82
    Entscheidungstext OGH 03.03.1982 1 Ob 537/82
    nur: Die Gefährdung des Kindeswohls kann auch darin liegen, dass wichtige Veränderungen eingetreten sind, die Eltern aber diesen Veränderungen nicht Rechnung tragen. (T1)
    Beisatz: Insbesondere, wenn dem Kind die auf Grund wesentlich geänderter Verhältnisse gebotene Verbesserung seiner Entwicklungsmöglichkeiten und Entfaltungsmöglichkeiten verwehrt wird. (T2)
  • 1 Ob 790/83
    Entscheidungstext OGH 11.01.1984 1 Ob 790/83
    Beis wie T2
  • 7 Ob 622/84
    Entscheidungstext OGH 13.09.1984 7 Ob 622/84
  • 8 Ob 660/85
    Entscheidungstext OGH 23.01.1986 8 Ob 660/85
    nur: Unter dem Begriff der Gefährdung des Kindeswohls ist nicht geradezu ein Missbrauch der elterlichen Befugnisse zu verstehen. Es genügt, dass die elterlichen Pflichten (objektiv) nicht erfüllt oder (subjektiv) gröblich vernachlässigt worden sind oder die Eltern durch ihr Gesamtverhalten das Wohl des Kindes gefährden. (T3)
  • 7 Ob 692/85
    Entscheidungstext OGH 16.01.1986 7 Ob 692/85
    nur T3
  • 8 Ob 601/86
    Entscheidungstext OGH 28.08.1986 8 Ob 601/86
    nur T3
  • 2 Ob 726/86
    Entscheidungstext OGH 27.01.1987 2 Ob 726/86
    nur T3
  • 7 Ob 547/87
    Entscheidungstext OGH 26.03.1987 7 Ob 547/87
  • 2 Ob 596/88
    Entscheidungstext OGH 11.10.1988 2 Ob 596/88
    nur T3
  • 2 Ob 535/89
    Entscheidungstext OGH 10.05.1989 2 Ob 535/89
    nur T3
  • 1 Ob 665/89
    Entscheidungstext OGH 15.11.1989 1 Ob 665/89
    nur T3
  • 4 Ob 611/89
    Entscheidungstext OGH 05.12.1989 4 Ob 611/89
    nur T3; Beisatz: Ein subjektives Schuldelement kann, muss aber nicht hinzutreten (SZ 51/112 ua). (T4)
    Veröff: ÖA 1990,132
  • 8 Ob 551/90
    Entscheidungstext OGH 29.03.1990 8 Ob 551/90
    nur T3
  • 5 Ob 542/91
    Entscheidungstext OGH 28.04.1992 5 Ob 542/91
    nur T3; Beisatz: Hier: Mutter, die trotz der damit verbundenen ernstlichen Gefährdung der weiteren gedeihlichen Entwicklung des Kindes, wenn nicht vorher behutsam ein Vertrauensverhältnis zwischen ihr und dem Kind aufgebaut wird, dieses vom Pflegeplatz entfernen und zu sich zurückbringen will. (T5)
  • 1 Ob 580/92
    Entscheidungstext OGH 09.06.1992 1 Ob 580/92
    Auch; nur T3; Veröff: SZ 65/84 = JBl 1992,780
  • 1 Ob 573/92
    Entscheidungstext OGH 24.06.1992 1 Ob 573/92
    Auch; nur T3; Veröff: JBl 1992,639 = ÖA 1993,26
  • 2 Ob 565/93
    Entscheidungstext OGH 16.09.1993 2 Ob 565/93
    nur T3
  • 1 Ob 623/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 623/95
    Auch; nur T3; Veröff. SZ 69/20
  • 1 Ob 601/95
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 601/95
    Auch; nur T3
  • 8 Ob 2282/96p
    Entscheidungstext OGH 24.10.1996 8 Ob 2282/96p
    nur T3
  • 1 Ob 2078/96m
    Entscheidungstext OGH 26.07.1996 1 Ob 2078/96m
    Auch; nur T3
  • 4 Ob 133/97f
    Entscheidungstext OGH 13.05.1997 4 Ob 133/97f
    nur T3
  • 1 Ob 119/97z
    Entscheidungstext OGH 29.04.1997 1 Ob 119/97z
    Vgl; nur T3
  • 1 Ob 57/97g
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 57/97g
    nur T3
  • 1 Ob 218/98k
    Entscheidungstext OGH 25.08.1998 1 Ob 218/98k
    nur: Unter dem Begriff der Gefährdung des Kindeswohls ist nicht geradezu ein Missbrauch der elterlichen Befugnisse zu verstehen. Es genügt, dass die elterlichen Pflichten (objektiv) nicht erfüllt oder gröblich vernachlässigt worden sind. (T6)
  • 4 Ob 311/99k
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 4 Ob 311/99k
    Auch; nur T3
  • 10 Ob 25/00z
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 10 Ob 25/00z
    Vgl auch; nur T3
  • 1 Ob 342/99x
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 342/99x
    Auch; nur: Unter dem Begriff der Gefährdung des Kindeswohls ist nicht geradezu ein Missbrauch der elterlichen Befugnisse zu verstehen. Es genügt, daß die elterlichen Pflichten (objektiv) nicht erfüllt worden sind. (T7)
  • 1 Ob 129/00b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 129/00b
    Auch; nur: Es genügt, dass die elterlichen Pflichten (objektiv) nicht erfüllt oder (subjektiv) gröblich vernachlässigt worden sind. (T8)
  • 8 Ob 304/00i
    Entscheidungstext OGH 11.01.2001 8 Ob 304/00i
    Auch; Beisatz: Es reicht allerdings schon die objektive Nichterfüllung oder Vernachlässigung der elterlichen Pflichten aus. (T9)
  • 1 Ob 274/00a
    Entscheidungstext OGH 30.01.2001 1 Ob 274/00a
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Übersiedlung der Obsorgeberechtigten in einen anderen Staat. (T10)
  • 4 Ob 186/01h
    Entscheidungstext OGH 12.09.2001 4 Ob 186/01h
    Beisatz: Hier: Eine die Übertragung der Obsorge auf den Vater rechtfertigende Gefährdung des Kindeswohls liegt dabei schon darin, dass nach eingetretener wichtiger Änderung der Verhältnisse - nämlich des dringenden Wunsches der Minderjährigen, zukünftig auf Dauer im Haushalt des Vaters wohnen zu wollen - die bisher obsorgeberechtigte Mutter einem einvernehmlichen Vorgehen der Eltern in diese Richtung nicht zugestimmt hat. (T11)
  • 9 Ob 268/01d
    Entscheidungstext OGH 14.11.2001 9 Ob 268/01d
    nur T8; Beisatz: Oder wenn die Obsorgepflichtigen durch ihr Gesamtverhalten schutzwürdige Interessen des Minderjährigen ernstlich und konkret gefährden. (T12)
  • 1 Ob 172/01b
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 172/01b
    nur: Die Gefährdung des Kindeswohls kann daher auch schon darin liegen, dass wichtige Veränderungen eingetreten sind, die Eltern aber diesen Veränderungen nicht durch einvernehmliches Vorgehen Rechnung tragen. (T13)
    nur T7; Beisatz: Der typische Grund für die Rechtfertigung einer Entziehung oder Einschränkung der Obsorge im Sinne des § 176 ABGB ist geboten, wenn der das Kind betreuende Elternteil seine Erziehungspflichten vernachlässigt, seine Erziehungsgewalt missbraucht oder den Erziehungsaufgaben nicht gewachsen ist. (T14)
  • 7 Ob 43/03d
    Entscheidungstext OGH 19.03.2003 7 Ob 43/03d
    Vgl auch; Beisatz: Es muss auf Grund eines bestimmten Verhaltens der Eltern oder eines Elternteils, in dem die objektive Nichterfüllung oder Vernachlässigung elterlicher Pflichten zu erblicken ist, zu befürchten sein, dass das Wohl des Kindes beeinträchtigt werden wird. (T15)
  • 4 Ob 17/03h
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 4 Ob 17/03h
  • 5 Ob 8/03t
    Entscheidungstext OGH 11.03.2003 5 Ob 8/03t
    nur: Es genügt, dass die elterlichen Pflichten (objektiv) nicht erfüllt oder (subjektiv) gröblich vernachlässigt worden sind oder die Eltern durch ihr Gesamtverhalten des Wohl des Kindes gefährden. (T16)
  • 7 Ob 79/05a
    Entscheidungstext OGH 11.05.2005 7 Ob 79/05a
    nur T3
  • 5 Ob 36/06i
    Entscheidungstext OGH 21.02.2006 5 Ob 36/06i
    Beis wie T11
  • 7 Ob 22/06w
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 7 Ob 22/06w
    Auch; nur T3
  • 3 Ob 51/06f
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 51/06f
    nur: Es genügt, dass die elterlichen Pflichten (objektiv) nicht erfüllt worden sind. (T17)
  • 7 Ob 74/06t
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 7 Ob 74/06t
    nur T3
  • 3 Ob 78/06a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 78/06a
    nur T3
  • 7 Ob 47/06x
    Entscheidungstext OGH 21.06.2006 7 Ob 47/06x
    Auch
  • 7 Ob 126/07s
    Entscheidungstext OGH 29.08.2007 7 Ob 126/07s
    Auch; nur T3
  • 1 Ob 123/07f
    Entscheidungstext OGH 11.09.2007 1 Ob 123/07f
    nur T16
  • 1 Ob 176/07z
    Entscheidungstext OGH 11.09.2007 1 Ob 176/07z
    Auch; nur T8; Beisatz: Dazu gehört auch das Nichtbewältigen von Erziehungsaufgaben. (T18)
  • 7 Ob 200/08z
    Entscheidungstext OGH 22.10.2008 7 Ob 200/08z
    nur T17
  • 8 Ob 47/09h
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 8 Ob 47/09h
    Auch; Beisatz: Das Kindeswohl ist iSd § 176 ABGB gefährdet, wenn die Obsorgepflicht nicht erfüllt oder gröblich vernachlässigt wird oder sonst schutzwürdige Interessen des Kindes ernstlich und konkret gefährdet werden, wobei die objektive Nichterfüllung oder Vernachlässigung genügt, ohne dass ein subjektives Schuldelement hinzutreten müsste. (T19)
  • 6 Ob 48/10t
    Entscheidungstext OGH 19.03.2010 6 Ob 48/10t
    nur T3
  • 5 Ob 102/10a
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 5 Ob 102/10a
    nur T3
  • 6 Ob 165/10y
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 6 Ob 165/10y
    nur T8; Beis wie T12
  • 9 Ob 58/10k
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 9 Ob 58/10k
    Auch; nur T1; Beis wie T11
  • 8 Ob 144/10z
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 Ob 144/10z
    Auch; Beis wie T19
  • 7 Ob 25/11v
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 25/11v
    Auch
  • 3 Ob 165/11b
    Entscheidungstext OGH 14.12.2011 3 Ob 165/11b
    Beis wie T4; Beis wie T15
  • 5 Ob 152/12g
    Entscheidungstext OGH 23.10.2012 5 Ob 152/12g
    Vgl auch; Vgl Beis wie T15
  • 8 Ob 123/12i
    Entscheidungstext OGH 27.11.2012 8 Ob 123/12i
    Auch
  • 3 Ob 240/12h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 240/12h
    Auch; nur T8; nur T16; Beis wie T12; Beis wie T15; Beis wie T19
  • 3 Ob 38/13d
    Entscheidungstext OGH 13.03.2013 3 Ob 38/13d
    Auch; nur T3
  • 4 Ob 165/13p
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 165/13p
    nur T3
  • 4 Ob 14/14h
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 14/14h
    nur T3; Beis wie T18
  • 8 Ob 7/14h
    Entscheidungstext OGH 24.03.2014 8 Ob 7/14h
    Auch; nur T16
  • 5 Ob 33/15m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 5 Ob 33/15m
    Auch; Beis ähnlich wie T15
  • 10 Ob 81/15g
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 10 Ob 81/15g
    Auch; nur T3
  • 1 Ob 7/16k
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 1 Ob 7/16k
    nur T3; Beis wie T18; Beis ähnlich wie T19
  • 1 Ob 45/16y
    Entscheidungstext OGH 21.06.2016 1 Ob 45/16y
    nur T7
  • 1 Ob 99/16i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 99/16i
    Auch; ähnlich nur T3; Beis wie T18; Beis wie T19
  • 3 Ob 135/16y
    Entscheidungstext OGH 22.09.2016 3 Ob 135/16y
    Vgl; Beis wie T15; Beisatz: Hier: Vorläufige Maßnahme gem § 211 Abs 1 ABGB idF KindNamRÄG 2013. (T20)
  • 3 Ob 153/17x
    Entscheidungstext OGH 20.09.2017 3 Ob 153/17x
    nur T3; Beis wie T18; Beis wie T19
  • 7 Ob 170/17a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 170/17a
    Auch
  • 6 Ob 27/18s
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 6 Ob 27/18s
    Auch; Beis wie T19
  • 4 Ob 83/18m
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 4 Ob 83/18m
    Auch
  • 8 Ob 17/18k
    Entscheidungstext OGH 24.10.2018 8 Ob 17/18k
    nur T3
  • 7 Ob 213/18a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 7 Ob 213/18a
    Vgl; Beisatz: Hier: § 185 Abs 1 und 2 ABGB. (T21)
  • 7 Ob 77/19b
    Entscheidungstext OGH 29.05.2019 7 Ob 77/19b
    Auch; Beis wie T14; Beis wie T19

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0048633

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19801104_OGH0002_0040OB00547_8000000_001

Rechtssatz für 5Ob668/82 5Ob524/84 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0048068

Geschäftszahl

5Ob668/82; 5Ob524/84; 1Ob526/85; 6Ob684/86; 7Ob649/87; 3Ob522/87; 5Ob581/87; 1Ob533/88; 2Ob585/88; 7Ob515/89; 8Ob507/90; 8Ob596/91; 5Ob515/93; 1Ob504/95; 6Ob3/97b; 1Ob96/97t; 10Ob190/99k; 7Ob234/99h; 1Ob129/00b; 10Ob114/00p; 9Ob289/00s; 7Ob27/01y; 1Ob232/01a; 8Ob42/02p; 4Ob227/02i; 7Ob91/05s; 6Ob171/05y; 7Ob102/06k; 8Ob17/06t; 2Ob26/07y; 5Ob59/08z; 9Ob55/08a; 1Ob157/09h; 5Ob167/09h; 6Ob148/10y; 4Ob8/11x; 2Ob19/11z; 3Ob127/16x; 4Ob225/16s; 6Ob19/17p; 1Ob101/17k; 1Ob136/17g; 5Ob219/17t; 5Ob94/19p; 8Ob57/19v

Entscheidungsdatum

13.07.1982

Norm

ABGB §148 Abs1 A
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §187

Rechtssatz

Das Recht auf persönlichen Verkehr hat im Konfliktsfall gegenüber dem Wohl des Kindes zurückzustehen. Der Konflikt muss jedoch in seinen nachteiligen Auswirkungen auf das Kind jenes Maß überschreiten, das als natürliche Folge der Zerrüttung des Familienbandes durch die Trennung der Eltern in Kauf genommen werden muss.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 668/82
    Entscheidungstext OGH 13.07.1982 5 Ob 668/82
  • 5 Ob 524/84
    Entscheidungstext OGH 06.03.1984 5 Ob 524/84
  • 1 Ob 526/85
    Entscheidungstext OGH 27.02.1985 1 Ob 526/85
  • 6 Ob 684/86
    Entscheidungstext OGH 27.11.1986 6 Ob 684/86
  • 7 Ob 649/87
    Entscheidungstext OGH 30.07.1987 7 Ob 649/87
    Vgl auch
  • 3 Ob 522/87
    Entscheidungstext OGH 09.09.1987 3 Ob 522/87
    Auch
  • 5 Ob 581/87
    Entscheidungstext OGH 20.10.1987 5 Ob 581/87
  • 1 Ob 533/88
    Entscheidungstext OGH 16.03.1988 1 Ob 533/88
  • 2 Ob 585/88
    Entscheidungstext OGH 27.09.1988 2 Ob 585/88
  • 7 Ob 515/89
    Entscheidungstext OGH 02.02.1989 7 Ob 515/89
    Auch; Beisatz: Erhebliche seelische Irritation des Kindes. (T1)
  • 8 Ob 507/90
    Entscheidungstext OGH 25.01.1990 8 Ob 507/90
    Beis wie T1
  • 8 Ob 596/91
    Entscheidungstext OGH 29.08.1991 8 Ob 596/91
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Im vorliegenden Fall wurde in der Überwindung der von der Psychologin für den Fall der Besuchsrechtsgewährung und Besuchsrechtsdurchsetzung angenommenen "Widerstände" des Kindes grundsätzlich noch keine konkrete Gefährdung des Kindeswohls erblickt, die nach nahezu zweijähriger Besuchsunterbrechung ein Besuchsrecht des Vaters unberechtigt erscheinen hätte lassen. (T2)
  • 5 Ob 515/93
    Entscheidungstext OGH 15.06.1993 5 Ob 515/93
  • 1 Ob 504/95
    Entscheidungstext OGH 10.01.1995 1 Ob 504/95
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 3/97b
    Entscheidungstext OGH 30.01.1997 6 Ob 3/97b
    nur: Das Recht auf persönlichen Verkehr hat im Konfliktsfall gegenüber dem Wohl des Kindes zurückzustehen. (T3)
  • 1 Ob 96/97t
    Entscheidungstext OGH 27.08.1997 1 Ob 96/97t
    Auch; Beisatz: Wenn die tatsächliche Ausübung des Besuchsrechts beim Kind merkbare und nicht bloß vorübergehende, seinem Wohl daher abträgliche Wirkungen zeitigen sollte, kann das Besuchsrecht vorübergehend untersagt werden. (T4)
  • 10 Ob 190/99k
    Entscheidungstext OGH 07.09.1999 10 Ob 190/99k
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 234/99h
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 7 Ob 234/99h
    nur T3
  • 1 Ob 129/00b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 129/00b
    Auch; Beisatz: Im auch unverschuldeten Konfliktfall hat der Besuchsrechtsanspruch eines Elternteils gegenüber dem Kindeswohl zurückzutreten. (T5)
  • 10 Ob 114/00p
    Entscheidungstext OGH 11.07.2000 10 Ob 114/00p
    nur T3
  • 9 Ob 289/00s
    Entscheidungstext OGH 08.11.2000 9 Ob 289/00s
    Vgl; nur T3
  • 7 Ob 27/01y
    Entscheidungstext OGH 28.02.2001 7 Ob 27/01y
    nur T3; Beis wie T5
  • 1 Ob 232/01a
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 1 Ob 232/01a
    Beis wie T5
  • 8 Ob 42/02p
    Entscheidungstext OGH 21.02.2002 8 Ob 42/02p
    Beis wie T4; Beis wie T5
  • 4 Ob 227/02i
    Entscheidungstext OGH 05.11.2002 4 Ob 227/02i
    nur T3; Beisatz: An diesen Grundsätzen ist auch nach Neufassung des § 148 ABGB durch das KindRÄG 2001 BGBl I 2000/135 keine Änderung eingetreten. (T6)
  • 7 Ob 91/05s
    Entscheidungstext OGH 25.05.2005 7 Ob 91/05s
    nur T3
  • 6 Ob 171/05y
    Entscheidungstext OGH 25.08.2005 6 Ob 171/05y
    Auch; Beisatz: Der obsorgeberechtigte Elternteil ist dem Kind gegenüber zu dessen Wohl verpflichtet, es unter Vermeidung jeglicher negativer Beeinflussung bestmöglich auf die Besuche des nicht obsorgeberechtigten Elternteils vorzubereiten und die Kontakte mit ihm sodann unter Bedachtnahme auf das Kindeswohl zu verarbeiten. (T7)
  • 7 Ob 102/06k
    Entscheidungstext OGH 21.06.2006 7 Ob 102/06k
    Vgl auch
  • 8 Ob 17/06t
    Entscheidungstext OGH 03.08.2006 8 Ob 17/06t
  • 2 Ob 26/07y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2007 2 Ob 26/07y
    Auch; Beis wie T5
  • 5 Ob 59/08z
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 5 Ob 59/08z
    Auch; Beisatz: Normale Irritationen reichen nicht aus, um das Besuchsrecht zu untersagen. (T8)
    Beisatz: In einem solchen Konfliktfall hat der Besuchsrechtsanspruch eines Elternteils gegenüber dem Kindeswohl zurückzutreten, auch wenn es immer nur vorübergehend oder bis auf weiteres, grundsätzlich nicht für immer untersagt werden kann. (T9)
  • 9 Ob 55/08a
    Entscheidungstext OGH 08.10.2008 9 Ob 55/08a
    Beis wie T7
  • 1 Ob 157/09h
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 1 Ob 157/09h
    Auch; nur T3
  • 5 Ob 167/09h
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 5 Ob 167/09h
    Beis wie T5; Beis wie T9
  • 6 Ob 148/10y
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 6 Ob 148/10y
    Vgl; Beis wie T7; Beis wie T9
  • 4 Ob 8/11x
    Entscheidungstext OGH 12.04.2011 4 Ob 8/11x
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Verletzt ein Elternteil schuldhaft die sich aus § 145b ABGB ergebenden Pflichten und beeinträchtigt er dadurch die Eltern‑Kind‑Beziehung des anderen, können sich Schadenersatzansprüche ergeben. (T10)
    Veröff: SZ 2011/48
  • 2 Ob 19/11z
    Entscheidungstext OGH 30.05.2011 2 Ob 19/11z
    Auch; Beis wie T5
  • 3 Ob 127/16x
    Entscheidungstext OGH 22.09.2016 3 Ob 127/16x
    Auch; nur T3
  • 4 Ob 225/16s
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 4 Ob 225/16s
    Auch
  • 6 Ob 19/17p
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 19/17p
    Auch; nur T3
  • 1 Ob 101/17k
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 1 Ob 101/17k
    nur T3; Beisatz: Hier: Keine unbegleiteten Kontakte. (T11)
  • 1 Ob 136/17g
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 1 Ob 136/17g
    Auch; Beis wie T8
  • 5 Ob 219/17t
    Entscheidungstext OGH 13.02.2018 5 Ob 219/17t
    Beis wie T9
  • 5 Ob 94/19p
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 94/19p
    Auch; Beis wie T5
  • 8 Ob 57/19v
    Entscheidungstext OGH 24.07.2019 8 Ob 57/19v
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0048068

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19820713_OGH0002_0050OB00668_8200000_001

Rechtssatz für 8Fs501/90 1Fs1/90 4Fs50...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0059248

Geschäftszahl

8Fs501/90; 1Fs1/90; 4Fs501/92; 8Fs502/93; 8Fs503/93; 8Fs504/93; 1Fs501/93; 1Fs502/93; 6Fs501/96; 8Fs1/97; 1Ob129/00b; 3Fs2/00; 9Fs507/00; 6Ob13/03k; 8Fsc6/03d; 7Bkd6/04; 8Fsc5/09s; 8Fsc1/11f; 8Fsc2/11b; 1Nc75/13i; 14Fss1/14d; 1Ob222/13y; 1Fsc3/14b; 2Fsc1/15t; 1Nc20/15d; 4Fsc1/15g; 11Fss1/16k; 11Fss2/16g; 9Fsc1/17x; 16Fsc1/17y; 4Ob240/17y

Entscheidungsdatum

05.04.1990

Norm

GOG §91

Rechtssatz

Ein Fristsetzungsantrag gemäß § 91 GOG setzt voraus, dass ein Gericht mit der Vornahme einer Verfahrenshandlung säumig ist.

Entscheidungstexte

  • 8 Fs 501/90
    Entscheidungstext OGH 05.04.1990 8 Fs 501/90
    Veröff: RZ 1990/110 S 257
  • 1 Fs 1/90
    Entscheidungstext OGH 07.11.1990 1 Fs 1/90
  • 4 Fs 501/92
    Entscheidungstext OGH 08.04.1992 4 Fs 501/92
  • 8 Fs 502/93
    Entscheidungstext OGH 28.07.1993 8 Fs 502/93
  • 8 Fs 503/93
    Entscheidungstext OGH 28.07.1993 8 Fs 503/93
  • 8 Fs 504/93
    Entscheidungstext OGH 28.07.1993 8 Fs 504/93
  • 1 Fs 501/93
    Entscheidungstext OGH 21.12.1993 1 Fs 501/93
    Auch
  • 1 Fs 502/93
    Entscheidungstext OGH 03.01.1994 1 Fs 502/93
    Auch
  • 6 Fs 501/96
    Entscheidungstext OGH 21.11.1996 6 Fs 501/96
    Auch
  • 8 Fs 1/97
    Entscheidungstext OGH 10.07.1997 8 Fs 1/97
    Auch; Beisatz: Das ist dann nicht der Fall, wenn der zuständige Rechtsmittelsenat vor der rechtskräftigen Entscheidung über ihn ablehnende Anträge nicht entscheidet. (T1)
  • 1 Ob 129/00b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 129/00b
    Auch; Beisatz: Im vorliegenden Fall hat das übergeordnete Gericht den Antrag geprüft und ist zum Ergebnis gekommen, dass keine Säumnis des Gerichts - als Antragsvoraussetzung nach § 91 Abs 1 GOG - vorliegt, ja eine solche nicht einmal behauptet wird. Damit hat es in Wahrheit eine unanfechtbare Sachentscheidung getroffen. (T2)
  • 3 Fs 2/00
    Entscheidungstext OGH 24.11.2000 3 Fs 2/00
    Beisatz: Unter Zugrundelegung des § 91 Abs 3 GOG muss das Rekursgericht über die erhobenen Rechtsmittel innerhalb eines angemessenen Zeitraums entscheiden. Dieser Zeitraum ist umso länger, je komplexer die zu beurteilende Materie ist. (T3)
  • 9 Fs 507/00
    Entscheidungstext OGH 02.02.2001 9 Fs 507/00
    Vgl auch; Beisatz: Nach der geltenden Gesetzeslage besteht keine Möglichkeit, die Bestimmungen über den Fristsetzungsantrag auch in einem Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof zur Anwendung zu bringen. Dies scheitert deshalb, da über einen eine Säumigkeit des Obersten Gerichtshofes betreffenden Fristsetzungsantrag nach § 91 Abs 3 GOG der "übergeordnete Gerichtshof" zu entscheiden hätte, den es aber bei einem Höchstgericht nicht geben kann. (T4)
  • 6 Ob 13/03k
    Entscheidungstext OGH 20.02.2003 6 Ob 13/03k
    Auch
  • 8 Fsc 6/03d
    Entscheidungstext OGH 02.04.2003 8 Fsc 6/03d
    Vgl auch; Beisatz: Belehrungen über die Auslegung des Inhalts von Entscheidungen zählen nicht zu den vom Gesetz gemeinten Verfahrenshandlungen. (T5)
  • 7 Bkd 6/04
    Entscheidungstext OGH 18.10.2004 7 Bkd 6/04
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 8 Fsc 5/09s
    Entscheidungstext OGH 09.09.2009 8 Fsc 5/09s
    Vgl auch; Beis wie T4 nur: Nach der geltenden Gesetzeslage besteht keine Möglichkeit, die Bestimmungen über den Fristsetzungsantrag auch in einem Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof zur Anwendung zu bringen. (T6)
  • 8 Fsc 1/11f
    Entscheidungstext OGH 11.04.2011 8 Fsc 1/11f
    Beisatz: Die Behauptung der Säumigkeit eines Gerichts stellt somit eine Sachentscheidungsvoraussetzung dar. (T7)
  • 8 Fsc 2/11b
    Entscheidungstext OGH 31.05.2011 8 Fsc 2/11b
  • 1 Nc 75/13i
    Entscheidungstext OGH 08.11.2013 1 Nc 75/13i
    Auch
  • 14 Fss 1/14d
    Entscheidungstext OGH 05.02.2014 14 Fss 1/14d
    Beis wie T3
  • 1 Ob 222/13y
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 222/13y
    Auch; Veröff: SZ 2014/20
  • 1 Fsc 3/14b
    Entscheidungstext OGH 09.09.2014 1 Fsc 3/14b
    Auch
  • 2 Fsc 1/15t
    Entscheidungstext OGH 15.04.2015 2 Fsc 1/15t
    Auch; Beis wie T4
  • 1 Nc 20/15d
    Entscheidungstext OGH 21.05.2015 1 Nc 20/15d
    Auch
  • 4 Fsc 1/15g
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Fsc 1/15g
    Beisatz: Hier: Die Bestellung, aber auch die Umbestellung des im Rahmen der Verfahrenshilfe beigegebenen Rechtsanwalts obliegt der Rechtsanwaltskammer und nicht dem Gericht. Eine vom Kläger angestrebte amtswegige Umbestellung oder Enthebung des Verfahrenshelfers durch das Berufungsgericht kommt daher von vornherein nicht in Betracht. (T8)
  • 11 Fss 1/16k
    Entscheidungstext OGH 08.11.2016 11 Fss 1/16k
    Auch; Beis ähnlich wie T7
  • 11 Fss 2/16g
    Entscheidungstext OGH 24.11.2016 11 Fss 2/16g
    Beis wie T7
  • 9 Fsc 1/17x
    Entscheidungstext OGH 14.04.2017 9 Fsc 1/17x
    Beisatz: Hier: Keine Säumnis des Berufungsgerichts, weil die Berufung nur für den Fall erhoben wurde, dass dem Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nicht stattgegeben werde und über diesen Antrag noch nicht rechtskräftig entschieden ist. (T9)
  • 16 Fsc 1/17y
    Entscheidungstext OGH 02.06.2017 16 Fsc 1/17y
    Auch; Beis wie T7
  • 4 Ob 240/17y
    Entscheidungstext OGH 23.01.2018 4 Ob 240/17y

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0059248

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.02.2018

Dokumentnummer

JJR_19900405_OGH0002_0080FS00501_9000000_001

Rechtssatz für 14Os86/90 4Fs501/91 11O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0059291

Geschäftszahl

14Os86/90; 4Fs501/91; 11Os128/92 (11Os129/92); 4Ob558/95; 11Os110/96; 3Ob279/97v; 1Ob129/00b; 9Ob154/02s; 6Ob13/03k; 1Ob193/04w; 1Ob112/07p; 1Ob230/07s; 1Ob27/08i; 9Ob17/08b; 5Ob203/09b; 3Ob118/10i; 2Ob16/11h; 10Ob71/11f; 7Ob165/11g; 2Ob5/15x; 2Ob64/15y; 10Ob39/15f; 2Ob82/15w; 7Ob113/15s; 6Ob164/15h; 9Ob18/16m; 2Ob120/16k; 2Ob153/16p; 2Ob19/17h; 1Ob46/18y; 4Ob218/19s

Entscheidungsdatum

11.09.1990

Norm

GOG §91 Abs1
GOG §91 Abs3
StPO §16 A

Rechtssatz

Die Entscheidung des OLG über einen Fristsetzungsantrag nach § 91 Abs 1 GOG ist gemäß § 91 Abs 3 GOG unanfechtbar. Ein Rechtsmittel gegen eine solche Entscheidung ist vom OGH zurückzuweisen, dem es verwehrt ist, auf das Rechtsmittelvorbringen inhaltlich einzugehen.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 86/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 14 Os 86/90
  • 4 Fs 501/91
    Entscheidungstext OGH 03.09.1991 4 Fs 501/91
    nur: Die Entscheidung des OLG über einen Fristsetzungsantrag nach § 91 Abs 1 GOG ist gemäß § 91 Abs 3 GOG unanfechtbar. (T1)
  • 11 Os 128/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 11 Os 128/92
    Vgl auch
  • 4 Ob 558/95
    Entscheidungstext OGH 19.09.1995 4 Ob 558/95
  • 11 Os 110/96
    Entscheidungstext OGH 06.08.1996 11 Os 110/96
    Vgl auch; Beisatz: Zurückweisungsbeschluss. (T2)
  • 3 Ob 279/97v
    Entscheidungstext OGH 17.09.1997 3 Ob 279/97v
  • 1 Ob 129/00b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 129/00b
  • 9 Ob 154/02s
    Entscheidungstext OGH 18.09.2002 9 Ob 154/02s
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 13/03k
    Entscheidungstext OGH 20.02.2003 6 Ob 13/03k
    Auch
  • 1 Ob 193/04w
    Entscheidungstext OGH 12.10.2004 1 Ob 193/04w
  • 1 Ob 112/07p
    Entscheidungstext OGH 22.10.2007 1 Ob 112/07p
    Auch
  • 1 Ob 230/07s
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 1 Ob 230/07s
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 27/08i
    Entscheidungstext OGH 26.02.2008 1 Ob 27/08i
  • 9 Ob 17/08b
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 9 Ob 17/08b
    nur T1; Beisatz: Hier: Rekurs gegen die Entscheidung eines Landesgerichts über einen Fristsetzungsantrag. (T3)
  • 5 Ob 203/09b
    Entscheidungstext OGH 10.11.2009 5 Ob 203/09b
  • 3 Ob 118/10i
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 3 Ob 118/10i
    Vgl auch
  • 2 Ob 16/11h
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 2 Ob 16/11h
  • 10 Ob 71/11f
    Entscheidungstext OGH 04.10.2011 10 Ob 71/11f
    Auch
  • 7 Ob 165/11g
    Entscheidungstext OGH 31.08.2011 7 Ob 165/11g
  • 2 Ob 5/15x
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 2 Ob 5/15x
  • 2 Ob 64/15y
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 2 Ob 64/15y
    Vgl
  • 10 Ob 39/15f
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 10 Ob 39/15f
  • 2 Ob 82/15w
    Entscheidungstext OGH 13.05.2015 2 Ob 82/15w
    Auch
  • 7 Ob 113/15s
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 113/15s
  • 6 Ob 164/15h
    Entscheidungstext OGH 11.09.2015 6 Ob 164/15h
  • 9 Ob 18/16m
    Entscheidungstext OGH 21.04.2016 9 Ob 18/16m
  • 2 Ob 120/16k
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 2 Ob 120/16k
  • 2 Ob 153/16p
    Entscheidungstext OGH 05.08.2016 2 Ob 153/16p
  • 2 Ob 19/17h
    Entscheidungstext OGH 23.02.2017 2 Ob 19/17h
  • 1 Ob 46/18y
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 46/18y
  • 4 Ob 218/19s
    Entscheidungstext OGH 19.12.2019 4 Ob 218/19s

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0059291

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.02.2020

Dokumentnummer

JJR_19900911_OGH0002_0140OS00086_9000000_001

Rechtssatz für 8Ob2043/96s 9Ob2024/96d...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0097114

Geschäftszahl

8Ob2043/96s; 9Ob2024/96d; 6Ob3/97b; 3Ob45/97g; 1Ob96/97t; 4Ob303/97f; 8Ob307/97y; 3Ob83/98x; 9Ob7/99s; 5Ob329/98p; 9Ob116/99w; 7Ob106/99k; 10Ob190/99k; 9Ob203/99i; 7Ob234/99h; 9Ob277/99x; 1Ob129/00b; 10Ob114/00p; 6Ob196/00t; 7Ob280/00b; 1Ob4/01x; 7Ob27/01y; 9Ob71/01h; 3Ob273/00v; 1Ob232/01a; 7Ob134/02k; 9Ob201/02b; 4Ob227/02i; 7Ob65/03i; 10Ob44/04z; 9Ob69/04v; 7Ob184/04s; 5Ob165/04g; 7Ob269/04s; 7Ob146/04b; 6Ob108/05h; 6Ob171/05y; 3Ob36/06z; 7Ob22/06w; 10Ob12/06x; 8Ob17/06t; 7Ob202/06s; 8Ob73/06b; 7Ob34/07m; 3Ob86/07d; 9Ob24/07f; 2Ob26/07y; 4Ob19/08k; 8Ob59/09y; 3Ob208/09y; 8Ob163/09t; 5Ob167/09h; 6Ob48/10f; 7Ob37/10g; 2Ob223/10y; 1Ob207/10p; 9Ob8/11h; 5Ob212/11d; 1Ob179/11x; 9Ob55/11w; 3Ob209/11y; 9Ob44/11b; 5Ob153/12d; 1Ob174/12p; 9Ob38/12x; 8Ob65/13m; 10Ob4/14g; 4Ob79/14t; 7Ob68/14x; 1Ob94/14a; 6Ob160/14v; 8Ob82/14p; 7Ob198/14i; 7Ob126/14a; 3Ob226/14b; 2Ob57/14t; 4Ob52/15y; 6Ob86/15p; 3Ob141/15d; 4Ob181/15v; 3Ob230/15t; 1Ob46/16w; 10Ob32/16b; 3Ob127/16x; 6Ob182/16g; 6Ob200/16d; 4Ob225/16s; 4Ob245/16g; 9Ob61/16k; 8Ob45/17a; 6Ob109/17y; 1Ob101/17k; 9Ob41/17w; 1Ob136/17g; 2Ob160/17v; 9Ob75/17w; 4Ob71/18x; 9Ob6/18z; 5Ob55/18a; 7Ob94/18a; 3Ob135/18a; 5Ob118/18s; 8Ob139/18a; 1Ob238/18h; 5Ob94/19p; 5Ob90/19z

Entscheidungsdatum

25.04.1996

Norm

AußStrG §14 Abs1 C2b
AußStrG §14 Abs1 C2d1
AußStrG §14 Abs1 D1b
AußStrG §14 Abs1 D1d1
AußStrG 2005 §62 B1d1
ABGB §148 A
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §186
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §187, AußStG 2005 §62 Abs1

Rechtssatz

Die nach pflichtgemäßem Ermessen zu treffende Entscheidung, inwieweit einem Elternteil unter Bedachtnahme auf Persönlichkeit, Eigenschaften und Lebensumstände das Besuchsrecht eingeräumt werden soll, ist grundsätzlich von den Umständen des Einzelfalles abhängig; es kann ihr deshalb keine Bedeutung im Sinne des § 14 Abs 1 AußStrG zuerkannt werden, wenn nicht leitende Grundsätze der Rechtsprechung verletzt werden.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 2043/96s
    Entscheidungstext OGH 25.04.1996 8 Ob 2043/96s
  • 9 Ob 2024/96d
    Entscheidungstext OGH 24.04.1996 9 Ob 2024/96d
    Beisatz: Oder das Wohl des Kindes verletzt wurde. (T1)
  • 6 Ob 3/97b
    Entscheidungstext OGH 30.01.1997 6 Ob 3/97b
  • 3 Ob 45/97g
    Entscheidungstext OGH 26.02.1997 3 Ob 45/97g
    Beis wie T1
  • 1 Ob 96/97t
    Entscheidungstext OGH 27.08.1997 1 Ob 96/97t
    Auch
  • 4 Ob 303/97f
    Entscheidungstext OGH 28.10.1997 4 Ob 303/97f
  • 8 Ob 307/97y
    Entscheidungstext OGH 30.10.1997 8 Ob 307/97y
    Auch; Beisatz: Der Entzug des Besuchsrechts hinsichtlich des einen Kindes führt daher nicht notwendigerweise zum Entzug des Besuchsrechts auch hinsichtlich des anderen Kindes. (T2)
  • 3 Ob 83/98x
    Entscheidungstext OGH 15.04.1998 3 Ob 83/98x
  • 9 Ob 7/99s
    Entscheidungstext OGH 10.02.1999 9 Ob 7/99s
    nur: Die nach pflichtgemäßem Ermessen zu treffende Entscheidung, inwieweit das Besuchsrecht eingeräumt werden soll, ist grundsätzlich von den Umständen des Einzelfalles abhängig. (T3)
    Beisatz: Hier: Besuchsrecht der Großeltern. (T4)
  • 5 Ob 329/98p
    Entscheidungstext OGH 23.03.1999 5 Ob 329/98p
    Vgl auch
  • 9 Ob 116/99w
    Entscheidungstext OGH 02.06.1999 9 Ob 116/99w
    Beisatz: Hier: Einschränkung des Besuchsrechts. (T5)
  • 7 Ob 106/99k
    Entscheidungstext OGH 28.05.1999 7 Ob 106/99k
  • 10 Ob 190/99k
    Entscheidungstext OGH 07.09.1999 10 Ob 190/99k
  • 9 Ob 203/99i
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 9 Ob 203/99i
  • 7 Ob 234/99h
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 7 Ob 234/99h
  • 9 Ob 277/99x
    Entscheidungstext OGH 03.11.1999 9 Ob 277/99x
  • 1 Ob 129/00b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 129/00b
    Beisatz: Ebenso Entziehung beziehungsweise Einschränkung des Besuchsrechts. (T6)
  • 10 Ob 114/00p
    Entscheidungstext OGH 11.07.2000 10 Ob 114/00p
  • 6 Ob 196/00t
    Entscheidungstext OGH 30.08.2000 6 Ob 196/00t
    Beisatz: Hier: Ferienbesuchsrecht. (T7)
  • 7 Ob 280/00b
    Entscheidungstext OGH 22.11.2000 7 Ob 280/00b
  • 1 Ob 4/01x
    Entscheidungstext OGH 30.01.2001 1 Ob 4/01x
    Auch; Beisatz: Dies gilt auch für die Frage der Entziehung beziehungsweise Aussetzung des Besuchsrechts. (T8)
  • 7 Ob 27/01y
    Entscheidungstext OGH 28.02.2001 7 Ob 27/01y
    Beis wie T6
  • 9 Ob 71/01h
    Entscheidungstext OGH 28.03.2001 9 Ob 71/01h
    Beis wie T8
  • 3 Ob 273/00v
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 273/00v
  • 1 Ob 232/01a
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 1 Ob 232/01a
  • 7 Ob 134/02k
    Entscheidungstext OGH 26.06.2002 7 Ob 134/02k
  • 9 Ob 201/02b
    Entscheidungstext OGH 04.09.2002 9 Ob 201/02b
  • 4 Ob 227/02i
    Entscheidungstext OGH 05.11.2002 4 Ob 227/02i
  • 7 Ob 65/03i
    Entscheidungstext OGH 02.04.2003 7 Ob 65/03i
    Auch; Beis wie T1
  • 10 Ob 44/04z
    Entscheidungstext OGH 08.06.2004 10 Ob 44/04z
  • 9 Ob 69/04v
    Entscheidungstext OGH 07.07.2004 9 Ob 69/04v
  • 7 Ob 184/04s
    Entscheidungstext OGH 08.09.2004 7 Ob 184/04s
    Auch; Beisatz: Hier: Übertragung der Obsorge auf den Jugendwohlfahrtsträger. (T9)
  • 5 Ob 165/04g
    Entscheidungstext OGH 14.09.2004 5 Ob 165/04g
    Beis wie T9
  • 7 Ob 269/04s
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 7 Ob 269/04s
    Auch; Beis wie T9
  • 7 Ob 146/04b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2005 7 Ob 146/04b
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 108/05h
    Entscheidungstext OGH 23.06.2005 6 Ob 108/05h
  • 6 Ob 171/05y
    Entscheidungstext OGH 25.08.2005 6 Ob 171/05y
    Beisatz: Die nach pflichtgemäßem Ermessen zu treffende Entscheidung, inwieweit einem Elternteil unter Bedachtnahme auf Persönlichkeit, Eigenschaften und Lebensumstände das Besuchsrecht eingeräumt, eingeschränkt oder sogar entzogen werden soll, ist grundsätzlich von den Umständen des Einzelfalls abhängig. Es kann ihr daher keine Bedeutung im Sinne des § 62 Abs 1 AußStrG 2005 zuerkannt werden, wenn nicht leitende Grundsätze der Rechtsprechung verletzt wurden. (T10)
  • 3 Ob 36/06z
    Entscheidungstext OGH 15.02.2006 3 Ob 36/06z
    Beis wie T10
  • 7 Ob 22/06w
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 7 Ob 22/06w
    Auch; Beis wie T9
  • 10 Ob 12/06x
    Entscheidungstext OGH 22.05.2006 10 Ob 12/06x
    Vgl auch; Beisatz: Die nach pflichtgemäßen Ermessen zu treffende Entscheidung, ob beziehungsweise inwieweit die Informationsrechte und Äußerungsrechte des mit der Obsorge nicht betrauten Elternteils unter Bedachtnahme auf Persönlichkeit, Eigenschaften und Lebensumstände eingeschränkt oder entzogen werden sollen, ist grundsätzlich von den Umständen des Einzelfalls abhängig. (T11)
  • 8 Ob 17/06t
    Entscheidungstext OGH 03.08.2006 8 Ob 17/06t
  • 7 Ob 202/06s
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 7 Ob 202/06s
    Vgl auch; Beisatz: Das Verfahren ist mangelhaft, wenn die Mutter ein Alkoholproblem des Vaters behauptet und vorbringt, dass er das Kind „in Lokale, in denen ein Kind dieses Alters nichts zu suchen hat", mitnehme, und das Erstgericht es unterlassen hat auf diese schwerwiegenden Vorwürfe näher einzugehen. (T12)
  • 8 Ob 73/06b
    Entscheidungstext OGH 03.08.2006 8 Ob 73/06b
    Beisatz: Hier: Zulässigkeit des außerordentlichen Revisionsrekurses gegen eine korrekturbedürftige Fehlbeurteilung, weil die Vorinstanzen selbst keine konkreten Feststellungen trafen, die eine Beurteilung der von der Mutter behaupteten Gefährdung des Kindeswohles durch die Ausübung des väterlichen Besuchsrechtes ermöglichen. (T13)
  • 7 Ob 34/07m
    Entscheidungstext OGH 08.03.2007 7 Ob 34/07m
  • 3 Ob 86/07d
    Entscheidungstext OGH 25.04.2007 3 Ob 86/07d
    Auch; Beis wie T7
  • 9 Ob 24/07f
    Entscheidungstext OGH 09.05.2007 9 Ob 24/07f
    nur T3
  • 2 Ob 26/07y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2007 2 Ob 26/07y
  • 4 Ob 19/08k
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 19/08k
    nur T3; Beis wie T4
  • 8 Ob 59/09y
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 8 Ob 59/09y
  • 3 Ob 208/09y
    Entscheidungstext OGH 22.10.2009 3 Ob 208/09y
    Auch; Beis wie T9
  • 8 Ob 163/09t
    Entscheidungstext OGH 18.02.2010 8 Ob 163/09t
    Beis wie T10
  • 5 Ob 167/09h
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 5 Ob 167/09h
    Beis ähnlich wie T10
  • 6 Ob 48/10t
    Entscheidungstext OGH 19.03.2010 6 Ob 48/10t
  • 7 Ob 37/10g
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 37/10g
  • 2 Ob 223/10y
    Entscheidungstext OGH 22.12.2010 2 Ob 223/10y
  • 1 Ob 207/10p
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 1 Ob 207/10p
    Auch; nur T3; vgl auch Beis wie T10 nur: Die nach pflichtgemäßem Ermessen zu treffende Entscheidung, inwieweit einem Elternteil das Besuchsrecht eingeräumt werden soll, ist grundsätzlich von den Umständen des Einzelfalls abhängig. Es kann ihr daher keine Bedeutung im Sinne des § 62 Abs 1 AußStrG 2005 zuerkannt werden, wenn nicht leitende Grundsätze der Rechtsprechung verletzt wurden. (T14)
  • 9 Ob 8/11h
    Entscheidungstext OGH 30.03.2011 9 Ob 8/11h
    Auch; Beisatz: Hier: Abänderung des Wochenend- und Ferienbesuchsrechts. (T15)
  • 5 Ob 212/11d
    Entscheidungstext OGH 09.11.2011 5 Ob 212/11d
    Auch; nur auch T3; Beis ähnlich wie T10; Beis auch wie T14
  • 1 Ob 179/11x
    Entscheidungstext OGH 13.10.2011 1 Ob 179/11x
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T10
  • 9 Ob 55/11w
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 9 Ob 55/11w
    Auch
  • 3 Ob 209/11y
    Entscheidungstext OGH 18.01.2012 3 Ob 209/11y
    Auch; Beis wie T4
  • 9 Ob 44/11b
    Entscheidungstext OGH 29.03.2012 9 Ob 44/11b
    Auch
  • 5 Ob 153/12d
    Entscheidungstext OGH 02.10.2012 5 Ob 153/12d
    Auch; Beisatz: Das gilt selbst dann, wenn der Antrag keine konkreten Angaben über die Dauer der begehrten Besuchszeit enthält. Als unzulässig ist lediglich eine Besuchsrechtsregelung über das beantragte Maß hinausgehend anzusehen. (T16)
  • 1 Ob 174/12p
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 174/12p
    Auch
  • 9 Ob 38/12x
    Entscheidungstext OGH 24.09.2012 9 Ob 38/12x
    Auch
  • 8 Ob 65/13m
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 8 Ob 65/13m
  • 10 Ob 4/14g
    Entscheidungstext OGH 25.02.2014 10 Ob 4/14g
    Beis wie T1; Beis wie T10
  • 4 Ob 79/14t
    Entscheidungstext OGH 20.05.2014 4 Ob 79/14t
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 68/14x
    Entscheidungstext OGH 07.05.2014 7 Ob 68/14x
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T8;
    Beisatz: Die Entscheidung, ob und inwieweit einem Elternteil ein Kontaktrecht eingeräumt wird, ist eine solche des Einzelfalls im Sinn des § 62 Abs 1 AußStrG, der keine grundsätzliche Bedeutung zuerkannt werden kann, wenn durch die Entscheidung nicht leitende Grundsätze der Rechtsprechung verletzt wurden. (T17)
    Beisatz: Auch die Erlassung einer vorläufigen Maßnahme hängt von den Umständen des Einzelfalls ab, der keine grundsätzliche Bedeutung zukommt, es sei denn, dass bei dieser Entscheidung das Wohl der Minderjährigen nicht ausreichend bedacht wurde. (T18)
  • 1 Ob 94/14a
    Entscheidungstext OGH 24.07.2014 1 Ob 94/14a
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T10
  • 6 Ob 160/14v
    Entscheidungstext OGH 09.10.2014 6 Ob 160/14v
    Auch; Beis wie T14
  • 8 Ob 82/14p
    Entscheidungstext OGH 29.09.2014 8 Ob 82/14p
    Beis wie T7
  • 7 Ob 198/14i
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 198/14i
    Auch
  • 7 Ob 126/14a
    Entscheidungstext OGH 10.12.2014 7 Ob 126/14a
    Auch; Beis wie T10; Beis wie T18
  • 3 Ob 226/14b
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 3 Ob 226/14b
    Auch; Beisatz: Wenn jedoch ein persönlicher Kontakt der Kinder zum Vater derzeit dem Kindeswohl widerspricht, ist es auch nicht angezeigt, die Familiengerichtshilfe zum Zweck einer Besuchsmittlung einzuschalten. (T19)
    Beis wie T6; Beis wie T8; Beis wie T17
  • 2 Ob 57/14t
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 2 Ob 57/14t
  • 4 Ob 52/15y
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 4 Ob 52/15y
    Auch; Beis wie T4
  • 6 Ob 86/15p
    Entscheidungstext OGH 27.05.2015 6 Ob 86/15p
    Beis wie T8; Beisatz: Ein genereller Grundsatz dahin, dass das Pflegschaftsgericht im Verfahren über die Festsetzung des Kontaktrechts stets einen Sachverständigen beizuziehen hätte, besteht nicht. (T20)
    Beisatz: Die Stellungnahme eines Psychologen der Familiengerichtshilfe ist zwar nicht mit einem Sachverständigengutachten iSd §§ 351 ff ZPO gleichzusetzen. Dies schließt jedoch im Einzelfall unter Berücksichtigung der geringen Tragweite der Entscheidung (bloß zu Modalitäten des Kontaktrechts) nicht aus, dass eine derartige Stellungnahme im Zusammenhalt mit anderen Beweismitteln eine ausreichende Entscheidungsgrundlage darstellt. (T21)
  • 3 Ob 141/15d
    Entscheidungstext OGH 19.08.2015 3 Ob 141/15d
    Auch
  • 4 Ob 181/15v
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 181/15v
  • 3 Ob 230/15t
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 3 Ob 230/15t
    Auch
  • 1 Ob 46/16w
    Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 46/16w
    Auch
  • 10 Ob 32/16b
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 10 Ob 32/16b
    Beis wie T20; Beis ähnlich wie T8; Beis ähnlich wie T21
  • 3 Ob 127/16x
    Entscheidungstext OGH 22.09.2016 3 Ob 127/16x
    Auch
  • 6 Ob 182/16g
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 6 Ob 182/16g
  • 6 Ob 200/16d
    Entscheidungstext OGH 22.12.2016 6 Ob 200/16d
  • 4 Ob 225/16s
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 4 Ob 225/16s
    Auch
  • 4 Ob 245/16g
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 4 Ob 245/16g
    Auch; Beis wie T17
  • 9 Ob 61/16k
    Entscheidungstext OGH 24.03.2017 9 Ob 61/16k
    Auch; Beis wie T18; Beisatz: Dasselbe hat für die Abweisung eines Antrags auf Erlassung von vorläufigen Maßnahmen zu gelten. (T22)
  • 8 Ob 45/17a
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 8 Ob 45/17a
  • 6 Ob 109/17y
    Entscheidungstext OGH 07.07.2017 6 Ob 109/17y
    Auch; Beis wie T14
  • 1 Ob 101/17k
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 1 Ob 101/17k
    Auch; Beisatz: Hier: Keine unbegleiteten Kontakte. (T23)
  • 9 Ob 41/17w
    Entscheidungstext OGH 25.07.2017 9 Ob 41/17w
    Auch; Beis wie T14; Beis wie T4
  • 1 Ob 136/17g
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 1 Ob 136/17g
    Beis wie T14
  • 2 Ob 160/17v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 2 Ob 160/17v
    Beis wie T8
  • 9 Ob 75/17w
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 75/17w
  • 4 Ob 71/18x
    Entscheidungstext OGH 19.04.2018 4 Ob 71/18x
  • 9 Ob 6/18z
    Entscheidungstext OGH 27.02.2018 9 Ob 6/18z
    Beis wie T4
  • 5 Ob 55/18a
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 5 Ob 55/18a
    Beis wie T18
  • 7 Ob 94/18a
    Entscheidungstext OGH 20.06.2018 7 Ob 94/18a
    Auch; Beis wie T10
  • 3 Ob 135/18a
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 135/18a
    Auch
  • 5 Ob 118/18s
    Entscheidungstext OGH 28.08.2018 5 Ob 118/18s
    Beis wie T9
  • 8 Ob 139/18a
    Entscheidungstext OGH 26.11.2018 8 Ob 139/18a
    Beis wie T1; Beis wie T10
  • 1 Ob 238/18h
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 1 Ob 238/18h
    Beis wie T6; Beis wie T8; Beis wie T10
  • 5 Ob 94/19p
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 94/19p
    Beis wie T8
  • 5 Ob 90/19z
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 90/19z
    Beis wie T6; Beis wie T8; Beis wie T10

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0097114

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19960425_OGH0002_0080OB02043_96S0000_001

Entscheidungstext 1Ob129/00b

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

EFSlg 93.081 = EFSlg 93.082 = EFSlg 93.084 = EFSlg 93.085 = EFSlg 93.086 = EFSlg 95.021

Geschäftszahl

1Ob129/00b

Entscheidungsdatum

25.05.2000

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Schlosser als Vorsitzenden sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Schiemer, Dr. Gerstenecker, Dr. Rohrer und Dr. Zechner als weitere Richter in der Pflegschaftssache des minderjährigen Kaj F*****, geboren am 11. August 1996, infolge "Berufung" (erkennbar gemeint: Rekurses und außerordentlichen Revisionsrekurses) des Vaters Dipl. Ing. Plamen I*****, gegen den Beschluss des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien als zunächst übergeordneter Gerichtshof und als Rekursgericht vom 30. März 2000, GZ 44 Fs 7/00i, 44 R 161/00b-262, folgenden

Beschluss

gefasst:

Spruch

1.) Der Rekurs wird zurückgewiesen.

2.) Der außerordentliche Revisionsrekurs wird mangels der Voraussetzungen des § 14 Abs 1 AußStrG zurückgewiesen.

Text

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Ad 1.): Das zunächst übergeordnete Gericht wies den Fristsetzungsantrag des Vaters zurück, weil für die Verfolgung der von diesem behaupteten falschen Zeugenaussage (hier: der Mutter) nicht das Pflegschaftsgericht, sondern das Strafgericht zuständig sei, sofern der Staatsanwalt bei diesem die Bestrafung beantrage. Die Überprüfung der Beweiswürdigung sei ohnehin Gegenstand des unter einem durchgeführten Rekursverfahrens. Der Fristsetzungsantrag sei daher für die vom Vater begehrten Verfahrensschritte nicht vorgesehen.

Gemäß § 91 Abs 3 GOG hat die Entscheidung über den Fristsetzungsantrag nach Abs 1 der übergeordnete Gerichtshof mit besonderer Beschleunigung zu fällen; liegt keine Säumnis des Gerichts vor, so ist der Antrag abzuweisen. Die Entscheidung ist unanfechtbar. Im vorliegenden Fall hat das übergeordnete Gericht den Antrag des Vaters geprüft und ist zum Ergebnis gekommen, dass keine Säumnis des Gerichts - als Antragsvoraussetzung nach § 91 Abs 1 GOG (RZ 1990/110 ua; RIS-Justiz RS0059248) - vorliege, ja eine solche nicht einmal behauptet werde. Damit hat es in Wahrheit eine unanfechtbare Sachentscheidung getroffen.

Das Rechtsmittel richtet sich demnach in Wahrheit gegen eine (Sach-)Entscheidung des nach § 91 Abs 3 GOG übergeordneten Gerichts und muss daher vom Obersten Gerichtshof zurückgewiesen werden (stRspr zuletzt 3 Ob 279/97v; RIS-Justiz RS0059291), ohne dass auf seine sachlichen Erwägungen eingegangen werden könnte.

Ad 2.): Das Erstgericht wies die Anträge des unehelichen Vaters ab, der Mutter die Obsorge für das dreijährige Kind zu entziehen und sie ihm zu übertragen (Punkt 1.) und sein Besuchsrecht durchzusetzen (Punkt 2.), und entzog dem Vater das mit Beschluss ON 112 festgesetzte Besuchsrecht bis auf Weiteres. Das Rekursgericht bestätigte diesen Beschluss.

Die Übertragung der Obsorge auf den anderen Elternteil, die mit der Entziehung der Elternrechte verbunden ist, ist nach stRspr (JBl 1992, 639; SZ 65/84 uva, zuletzt 10 Ob 25/00z; Pichler in Rummel2, § 177 ABGB Rz 2; Schwimann in Schwimann2, § 176 ABGB Rz 1 ff) nur dann zulässig, wenn die Voraussetzungen des § 176 Abs 1 ABGB - somit eine Gefährdung des Kindeswohls - gegeben sind, der Obsorgeberechtigte demnach die elterlichen Pflichten subjektiv gröblich vernachlässigt oder wenigstens objektiv nicht erfüllt hat (SZ 53/142 uva; Pichler aaO § 176 Rz 1). Die Änderung der Obsorgeverhältnisse darf nur als äußerste Notmaßnahme unter Anlegung eines strengen Maßstabs angeordnet werden (SZ 65/84) und bedarf besonders wichtiger Gründe, die im Interesse des Kindes eine so einschneidende Maßnahme dringend geboten erscheinen lassen, weil andernfalls das Wohl des pflegebefohlenen Kindes gefährdet wäre (stRspr, zuletzt 10 Ob 25/00z). Von diesen Grundsätzen der Rspr ist die zweite Instanz nicht abgewichen. Der außerordentliche Revisionsrekurs des Vaters bekämpft im wesentlichen die auf Grund von Sachverständigengutachten ermittelte Tatsachengrundlage, die sich aber einer Beurteilung durch den Obersten Gerichtshof, der nicht Tatsacheninstanz ist, entzieht.

Die Vorinstanzen vertraten die Auffassung, durch die zwischen den Eltern bestehende Konfliktsituation habe eine längere - vom Vater sicher nicht gewollte - Unterbrechung der Besuchskontakte stattgefunden, sodass neuerlich eine Anbahnung dieser Kontakte erfolgen müsse; dies sei im BesuchscafŠ des zuständigen Jugendamts vorgesehen gewesen, doch lehne der Vater die Anbahnung im Widerspruch zu seinem sonst geäußerten Bestreben, das Kind sehen zu wollen, ab. Ohne langsame Anbahnung der Besuchskontakte zwischen Vater und Kind dürfe aber das Besuchsrecht nicht ausgeübt werden. Nach stRspr des Obersten Gerichtshofs ist zwar ein Mindestmaß persönlicher Beziehungen eines Kindes zu beiden Elternteilen höchst erwünscht und wird im Dienste der gesunden Entwicklung des Kindes auch allgemein gefordert (RIS-Justiz RS0047754). Allerdings steht den Eltern - hier dem Vater - dieses Besuchsrecht insoweit nicht zu, als die Ausübung dieses Rechts das Wohl des Kindes schwerwiegend gefährdet (4 Ob 303/97f uva; RIS-Justiz RS0047754; Pichler in Rummel2, § 148 ABGB Rz 4). Im auch unverschuldeten Konfliktfall hat der Besuchsrechtsanspruch eines Elternteils gegenüber dem Kindeswohl zurückzutreten (EFSlg 71.666; 6 Ob 3/97b, 7 Ob 234/99h; RIS-Justiz RS0048068). Da die nach pflichtgemäßem Ermessen zu treffende Entscheidung, inwieweit einem Elternteil unter Bedachtnahme auf Persönlichkeit, Eigenschaften und Lebensumstände das Besuchsrecht eingeräumt, entzogen (hier: bis eine neuerliche Anbahnung der Besuchskontakte stattgefunden hat) oder eingeschränkt werden soll, grundsätzlich von den Umständen des Einzelfalls abhängig ist und das Rekursgericht keine leitenden Grundsätze der Rspr verletzt hat (stRspr, zuletzt 9 Ob 277/99x; RIS-Justiz RS0097114), die einer Korrektur durch den Obersten Gerichtshof bedürfte, stellen sich keine erheblichen Rechtsfragen iSd § 14 Abs 1 AußStrG.

Einer weiteren Begründung bedarf dieser Beschluss nicht (§ 16 Abs 4 AußStrG iVm § 510 Abs 3 ZPO).

Textnummer

E58097

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:0010OB00129.00B.0525.000

Im RIS seit

24.06.2000

Zuletzt aktualisiert am

28.02.2011

Dokumentnummer

JJT_20000525_OGH0002_0010OB00129_00B0000_000