Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob147/33 6Ob259/68 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012114

Geschäftszahl

3Ob147/33; 6Ob259/68; 5Ob81/74; 1Ob2/75; 7Ob552/78; 5Ob640/78; 5Ob626/78; 7Ob659/79; 1Ob672/80; 6Ob806/80; 6Ob603/82; 2Ob572/84 (2Ob573/84); 6Ob609/87; 1Ob33/87; 6Ob524/89; 6Ob634/90; 2Ob595/91; 1Ob13/94; 5Ob2036/96i; 1Ob2019/96k; 1Ob2003/96g; 1Ob80/97i; 10Ob69/98i; 5Ob297/98g; 7Ob81/99h; 1Ob6/00i; 5Ob218/00w; 1Ob5/01v; 5Ob282/01h; 6Ob84/05d; 6Ob140/05i; 3Ob125/05m; 5Ob290/07v; 5Ob85/08y; 5Ob25/08z; 5Ob173/08i; 5Ob2/11x; 9Ob47/11v; 9Ob46/12y; 3Ob21/13d; 4Ob203/13a; 3Ob135/14w; 7Ob30/15k; 7Ob108/15f; 5Ob41/18t; 1Ob239/18f

Entscheidungsdatum

02.03.1933

Norm

ABGB §523 Ca
ABGB §833 B1

Rechtssatz

Auch ein Miteigentümer allein ist berechtigt, die Negatorienklage zu erheben.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 147/33
    Entscheidungstext OGH 02.03.1933 3 Ob 147/33
    Veröff: SZ 15/48; ähnlich auch SZ I/72
  • 6 Ob 259/68
    Entscheidungstext OGH 27.11.1968 6 Ob 259/68
    Veröff: MietSlg 20028
  • 5 Ob 81/74
    Entscheidungstext OGH 05.06.1975 5 Ob 81/74
    Veröff: EvBl 1974/275 S 603 = MietSlg 26042
  • 1 Ob 2/75
    Entscheidungstext OGH 22.01.1975 1 Ob 2/75
    Veröff: SZ 48/4 = MietSlg 27067
  • 7 Ob 552/78
    Entscheidungstext OGH 20.04.1978 7 Ob 552/78
  • 5 Ob 640/78
    Entscheidungstext OGH 14.07.1978 5 Ob 640/78
    Veröff: SZ 51/115
  • 5 Ob 626/78
    Entscheidungstext OGH 26.09.1978 5 Ob 626/78
    Veröff: MietSlg 30042
  • 7 Ob 659/79
    Entscheidungstext OGH 05.07.1979 7 Ob 659/79
  • 1 Ob 672/80
    Entscheidungstext OGH 12.11.1980 1 Ob 672/80
    Veröff: SZ 53/149 = NZ 1982,69
  • 6 Ob 806/80
    Entscheidungstext OGH 25.03.1981 6 Ob 806/80
    Beisatz: Allerdings steht dem Miteigentümer dieses Recht (so schon SZ 1/72) nur insoweit zu, als er sich nicht in Widerspruch zum anderen Miteigentümer (Hälfteeigentümer) setzt, wenn dieser den derzeit bestehenden Zustand aufrechterhalten will. (T1)
    Veröff: SZ 54/43 = MietSlg 33049
  • 6 Ob 603/82
    Entscheidungstext OGH 14.07.1982 6 Ob 603/82
    Beisatz: Zumal wenn kein Anhaltspunkt für die Anwendbarkeit besonderer Organisationsvorschriften, die das Klagerecht einem bestimmten Organ zuwiesen (SZ 48/62), oder für eine Übergehung der übrigen Teilhaber (SZ 1/72) vorliegt und keine Rechtsbegründung zugunsten der Gemeinschaft angestrebt wird (EvBl 1974/275 S 603). (T2)
  • 2 Ob 572/84
    Entscheidungstext OGH 05.06.1984 2 Ob 572/84
    Veröff: RZ 1985/10 S 63
  • 6 Ob 609/87
    Entscheidungstext OGH 25.06.1987 6 Ob 609/87
    Veröff: SZ 60/122 = MietSlg XXXIX/28
  • 1 Ob 33/87
    Entscheidungstext OGH 21.10.1987 1 Ob 33/87
    Beis wie T1; Veröff: SZ 60/216
  • 6 Ob 524/89
    Entscheidungstext OGH 23.02.1989 6 Ob 524/89
    Beisatz: Hier: Unterlassungsanspruch und Wiederherstellungsanspruch aus einer Grunddienstbarkeit. (T3)
    Veröff: NZ 1990,18
  • 6 Ob 634/90
    Entscheidungstext OGH 12.07.1990 6 Ob 634/90
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: Wohnungseigentümer. (T4)
  • 2 Ob 595/91
    Entscheidungstext OGH 11.03.1992 2 Ob 595/91
    Beis wie T1
  • 1 Ob 13/94
    Entscheidungstext OGH 30.05.1994 1 Ob 13/94
  • 5 Ob 2036/96i
    Entscheidungstext OGH 30.04.1996 5 Ob 2036/96i
    Beis wie T1; Beisatz: Die Klage auf Feststellung des Nichtbestehens einer Grunddienstbarkeit ist von allen Miteigentümern des dienenden Grundstücks einzubringen; wegen der Gefahr unlösbarer Verwicklungen bei isolierter Entscheidung über das Begehren nur eines von mehreren Miteigentümern liegt sogar der Fall einer einheitlichen Streitpartei vor. (T5)
    Veröff: SZ 69/110
  • 1 Ob 2019/96k
    Entscheidungstext OGH 26.07.1996 1 Ob 2019/96k
    Auch; Beisatz: Auch possessorische Rechtsmittel. (T6)
  • 1 Ob 2003/96g
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2003/96g
    Beis wie T1
  • 1 Ob 80/97i
    Entscheidungstext OGH 24.03.1998 1 Ob 80/97i
    Vgl auch; Beis wie T6; Beisatz: Auch Räumungsklage und Eigentumsklage. (T7)
  • 10 Ob 69/98i
    Entscheidungstext OGH 19.05.1998 10 Ob 69/98i
    Beis wie T1; Beis wie T5; Beisatz: Ein Miteigentümer setzt sich in Widerspruch zu den übrigen Miteigentümern, wenn andere Miteigentümer dem mit der Eigentumfreiheitsklage in Anspruch Genommenen zu einem obligatorischen Verhalten verpflichtet sind. (T8)
  • 5 Ob 297/98g
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 5 Ob 297/98g
    Vgl; Beisatz: Miteigentümern und Wohnungseigentümern ist ein Interesse an der Abwehr eines eigenmächtigen Eingriffs in das Miteigentum stets zuzubilligen. (T9)
  • 7 Ob 81/99h
    Entscheidungstext OGH 09.06.1999 7 Ob 81/99h
    Vgl aber; Beis wie T5; Beisatz: Soweit eine Servitutenklage auch nicht zur Begründung der Dienstbarkeit für sich und die anderen Miteigentümer erhoben, sondern damit nur ein bereits verbüchertes Recht der Gemeinschaft gewahrt werden soll, sind die Miteigentümer des herrschenden Grundstücks als einheitliche Streitpartei anzusehen. Klagt nur ein Teil der Miteigentümer, ist die Klage mangels aktiver Klagslegitimation abzuweisen. (T10)
  • 1 Ob 6/00i
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 6/00i
    Auch; Beisatz: Dies gilt auch für die Geltendmachung von Rechten aus Grunddienstbarkeiten. (T11)
  • 5 Ob 218/00w
    Entscheidungstext OGH 26.09.2000 5 Ob 218/00w
    Auch; Beisatz: Hier: Beseitigung einer angeblich eigenmächtig und bauordnungswidrig an der Fassade des Hauses angebrachten Parabolspiegelantenne. (T12)
  • 1 Ob 5/01v
    Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 5/01v
    Beis ähnlich wie T2; Beis ähnlich wie T5
  • 5 Ob 282/01h
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 5 Ob 282/01h
    Beis wie T4
  • 6 Ob 84/05d
    Entscheidungstext OGH 23.06.2005 6 Ob 84/05d
    Auch; Beisatz: Das Klagerecht gegen die Anmaßung einer Servitut und gegen störende Eigentumseingriffe steht jedem Miteigentümer zu. (T13)
    Beisatz: Die Feststellung des Bestehens einer Grunddienstbarkeit (auf Grund einer actio confessoria) kann nur einheitlich von allen Miteigentümern (des herrschenden Grundstücks) und gegen alle Miteigentümer (des dienenden Grundstücks) gemeinsam verlangt werden. (T14)
    Beisatz: Hier: Das „Einverleibungsbegehren" wurde nicht vom Dienstbarkeitsberechtigten, sondern vom mit der Grunddienstbarkeit belasteten Miteigentümer des dienenden Grundstücks gestellt und gegen die Alleineigentümerin des herrschenden Grundstücks gerichtet. (T15)
  • 6 Ob 140/05i
    Entscheidungstext OGH 14.07.2005 6 Ob 140/05i
    Vgl auch; Beisatz: Nur der Eigentümer, nicht aber auch ein Fruchtgenussberechtigter, ist zur Servitutsklage (actio confessoria) betreffend eine Grunddienstbarkeit aktiv legitimiert. (T16)
    Veröff: SZ 2005/104
  • 3 Ob 125/05m
    Entscheidungstext OGH 21.12.2005 3 Ob 125/05m
    Veröff: SZ 2005/190
  • 5 Ob 290/07v
    Entscheidungstext OGH 03.06.2008 5 Ob 290/07v
    Auch; Beisatz: Bei einer Miteigentümergemeinschaft ist auf Klagsseite jeder einzelne Berechtigte zur Abwehr von Störungen legitimiert, soferne er sich nicht in Widerspruch mit den Übrigen setzt. Insbesondere gilt dies auch für einen Wohnungseigentümer hinsichtlich allgemeiner Hausteile. (T17)
  • 5 Ob 85/08y
    Entscheidungstext OGH 24.06.2008 5 Ob 85/08y
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T11; Beisatz: Hier: Klage eines Wohnungseigentümers gegen einen anderen Wohnungseigentümer auf Beseitigung und Unterlassung der Störung einer zugunsten der gemeinsamen Liegenschaft einverleibten Servitut. (T18)
  • 5 Ob 25/08z
    Entscheidungstext OGH 14.07.2008 5 Ob 25/08z
    Vgl; Beisatz: In einem solchen Fall liegt keine einheitliche Streitpartei mit den übrigen Mit- und Wohnungseigentümern vor. (T19)
  • 5 Ob 173/08i
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 173/08i
    Beis wie T4; Bem: Zur Aktivlegitimation des Wohnungseigentumsbewerbers im Gründungsstadium/Vorbereitungsstadium siehe RS0124155. (T20)
    Veröff: SZ 2008/117
  • 5 Ob 2/11x
    Entscheidungstext OGH 24.01.2011 5 Ob 2/11x
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Auch gegen andere Wohnungseigentümer. (T21)
  • 9 Ob 47/11v
    Entscheidungstext OGH 30.04.2012 9 Ob 47/11v
    Beis wie T1
  • 9 Ob 46/12y
    Entscheidungstext OGH 22.10.2012 9 Ob 46/12y
    Auch; Beis ähnlich wie T1; Beis ähnlich wie T17
  • 3 Ob 21/13d
    Entscheidungstext OGH 15.05.2013 3 Ob 21/13d
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T17
  • 4 Ob 203/13a
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 203/13a
    Vgl auch; Beisatz: Wenn durch den Eingriff in das Ansehen oder die Privatsphäre eines Verstorbenen mittelbar die Interessen mehrerer Angehöriger beeinträchtigt werden, kann dies jeder einzelne Angehörige geltend machen. (T22); Veröff: SZ 2014/10
  • 3 Ob 135/14w
    Entscheidungstext OGH 21.08.2014 3 Ob 135/14w
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 30/15k
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 30/15k
    Beis wie T1; Beis wie T7
  • 7 Ob 108/15f
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 108/15f
    Beis wie T1; Beis wie T17
  • 5 Ob 41/18t
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 41/18t
    Auch
  • 1 Ob 239/18f
    Entscheidungstext OGH 05.03.2019 1 Ob 239/18f
    Beis wie T1; Beis wie T8; Beis wie T17 nur: Bei einer Miteigentümergemeinschaft ist auf Klagsseite jeder einzelne Berechtigte zur Abwehr von Störungen legitimiert, soferne er sich nicht in Widerspruch mit den Übrigen setzt. (T23); Beisatz: Hier: Widerspruch zum Willen der übrigen Miteigentümer, von denen einzelne dem monierten Verhalten ausdrücklich zugestimmt und die übrigen dagegen nichts einzuwenden gehabt hatten. (T24); Beisatz: Hier: Amtshaftungsverfahren; keine korrekturbedürftige Fehlbeurteilung der Vertretbarkeit einer Rechtsansicht. (T25)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1933:RS0012114

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.05.2019

Dokumentnummer

JJR_19330302_OGH0002_0030OB00147_3300000_001

Rechtssatz für 2Ob649/50 4Ob518/60 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0013417

Geschäftszahl

2Ob649/50; 4Ob518/60; 5Ob109/65; 1Ob42/64; 8Ob230/64 (8Ob231/64, 8Ob232/64); 8Ob45/66; 5Ob107/66; 7Ob167/66; 6Ob237/67; 8Ob180/69 (8Ob181/69); 7Ob223/71; 7Ob149/72; 5Ob228/72; 5Ob81/74; 7Ob216/74; 1Ob2/75; 4Ob524/75; 7Ob552/78; 5Ob640/78; 3Ob590/79; 3Ob561/80; 1Ob688/81; 1Ob727/81; 6Ob603/82; 2Ob572/84 (2Ob573/84); 5Ob32/84; 5Ob57/84; 6Ob609/87; 3Ob560/87 (3Ob561/87); 1Ob33/87; 7Ob626/94; 5Ob2036/96i; 1Ob2019/96k; 1Ob2003/96g; 1Ob80/97i; 6Ob346/97v; 2Ob55/99y; 1Ob6/00i; 1Ob5/01v; 4Ob8/04m; 6Ob84/05d; 10Ob53/08d; 5Ob290/07v; 2Ob173/10w; 3Ob140/11a; 2Ob123/11v; 4Ob108/12d; 3Ob21/13d; 2Ob119/13h; 7Ob30/15k; 7Ob108/15f; 9Ob74/17y; 5Ob41/18t

Entscheidungsdatum

04.10.1950

Norm

ABGB §523 Ca
ABGB §833 B1
ABGB §888

Rechtssatz

Jedem Teilhaber einer Gemeinschaft steht das Recht zu, die zur Wahrung des Gesamtrechtes erforderlichen Rechtsbehelfe zu ergreifen, deren es zur Wahrung seines Anteilsrechtes bedarf. Der Gegner kann sich einer derartigen Klage gegenüber nicht darauf berufen, dass der Kläger allein zur Geltendmachung dieser Ansprüche nicht befugt sei.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 649/50
    Entscheidungstext OGH 04.10.1950 2 Ob 649/50
  • 4 Ob 518/60
    Entscheidungstext OGH 05.07.1960 4 Ob 518/60
    Veröff: MietSlg 7786
  • 5 Ob 109/65
    Entscheidungstext OGH 10.06.1965 5 Ob 109/65
    Veröff: MietSlg 17713
  • 1 Ob 42/64
    Entscheidungstext OGH 26.06.1964 1 Ob 42/64
    Beisatz: Selbst ein Minderheitseigentümer ist zur Räumungsklage gegen einen Benützer, dessen Titel zur weiteren Benützung erloschen ist, berechtigt, ohne dazu die Zustimmung der übrigen Miteigentümer zu benötigen. (T1)
  • 8 Ob 230/64
    Entscheidungstext OGH 17.09.1964 8 Ob 230/64
    nur: Jedem Teilhaber einer Gemeinschaft steht das Recht zu, die zur Wahrung des Gesamtrechtes erforderlichen Rechtsbehelfe zu ergreifen, deren es zur Wahrung seines Anteilsrechtes bedarf. (T2)
    Veröff: MietSlg 16010
  • 8 Ob 45/66
    Entscheidungstext OGH 22.02.1966 8 Ob 45/66
    Beis wie T1; Beisatz: Dieser Räumungsklage steht die Streitanhängigkeit eines vom anderen Hälfteeigentümer gegen denselben Dritten geführten Räumungsprozesses nicht entgegen. (T3)
    Veröff: MietSlg 18032
  • 5 Ob 107/66
    Entscheidungstext OGH 20.10.1966 5 Ob 107/66
    Veröff: MietSlg 18032
  • 7 Ob 167/66
    Entscheidungstext OGH 05.10.1966 7 Ob 167/66
    Beisatz: Abwehr einer Störung durch Minderheitseigentümer. (T4)
    Veröff: MietSlg 18049
  • 6 Ob 237/67
    Entscheidungstext OGH 31.08.1967 6 Ob 237/67
    Veröff: EvBl 1968/231 S 391 = MietSlg 19119
  • 8 Ob 180/69
    Entscheidungstext OGH 25.11.1969 8 Ob 180/69
    Beis wie T1; Veröff: MietSlg 21037
  • 7 Ob 223/71
    Entscheidungstext OGH 22.12.1971 7 Ob 223/71
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: Häfteeigentümer (T5)
    Veröff: MietSlg 23038
  • 7 Ob 149/72
    Entscheidungstext OGH 28.06.1972 7 Ob 149/72
    Veröff: MietSlg 24043
  • 5 Ob 228/72
    Entscheidungstext OGH 10.01.1973 5 Ob 228/72
    Auch; Veröff: MietSlg 25515
  • 5 Ob 81/74
    Entscheidungstext OGH 05.06.1974 5 Ob 81/74
    nur: Jedem Teilhaber einer Gemeinschaft steht das Recht zu, die zur Wahrung des Gesamtrechtes erforderlichen Rechtsbehelfe zu ergreifen, deren es zur Wahrung seines Anteilsrechtes bedarf. (T6)
    Veröff: EvBl 1974/275 S 603 = MietSlg 26042
  • 7 Ob 216/74
    Entscheidungstext OGH 21.11.1974 7 Ob 216/74
    Veröff: ImmZ 1975,90 = JBl 1975,201
  • 1 Ob 2/75
    Entscheidungstext OGH 22.01.1975 1 Ob 2/75
    Beisatz: Hier: Klage nach § 364 ABGB. (T7)
    Veröff: SZ 48/4
  • 4 Ob 524/75
    Entscheidungstext OGH 21.05.1975 4 Ob 524/75
    nur T6; Beisatz: Dieses Klagerecht des einzelnen Teilhabers gegen Dritte kann nur dort in Frage kommen, wo die Klage keine Veränderung des gemeinsamen Vermögens anstrebt, sondern den Zweck verfolgt, im Interesse der Gesamtheit den rechtswidrigen Eingriff eines Dritten in die gemeinsame Sache abzuwehren. (T8)
    Veröff: SZ 48/62
  • 7 Ob 552/78
    Entscheidungstext OGH 20.04.1978 7 Ob 552/78
    nur T6
  • 5 Ob 640/78
    Entscheidungstext OGH 14.07.1978 5 Ob 640/78
    nur T6
  • 3 Ob 590/79
    Entscheidungstext OGH 20.02.1980 3 Ob 590/79
    nur T6
  • 3 Ob 561/80
    Entscheidungstext OGH 06.05.1981 3 Ob 561/80
    Beis wie T1; Beisatz: Wenn sich ein Dritter unberechtigt sowohl ein Nutzungsrecht als auch ein Eigentumsrecht (Miteigentum) anmaßt, kann jeder Miteigentümer ein Räumungsbegehren und Feststellungsbegehren stellen. (T9)
  • 1 Ob 688/81
    Entscheidungstext OGH 14.10.1981 1 Ob 688/81
    nur T6; Veröff: MietSlg 33033
  • 1 Ob 727/81
    Entscheidungstext OGH 06.11.1981 1 Ob 727/81
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 54/163 = MietSlg 33075(22) = JBl 1982,599
  • 6 Ob 603/82
    Entscheidungstext OGH 14.07.1982 6 Ob 603/82
    nur T6; Beisatz: Zumal wenn kein Anhaltspunkt für die Anwendbarkeit besonderer Organisationsvorschriften, die das Klagerecht einem bestimmten Organ zuwiesen (SZ 48/62), oder für eine Übergehung der übrigen Teilhaber (SZ 1/72) vorliegt und keine Rechtsbegründung zugunsten der Gemeinschaft angestrebt wird (EvBl 1974/275 S 603). (T10)
  • 2 Ob 572/84
    Entscheidungstext OGH 05.06.1984 2 Ob 572/84
    nur T6; Beis wie T5; Veröff: RZ 1985/10 S 63
  • 5 Ob 32/84
    Entscheidungstext OGH 02.10.1984 5 Ob 32/84
    Veröff: JBl 1985,492 = MietSlg 3630
  • 5 Ob 57/84
    Entscheidungstext OGH 16.10.1984 5 Ob 57/84
    nur T6
  • 6 Ob 609/87
    Entscheidungstext OGH 25.06.1987 6 Ob 609/87
    Veröff: SZ 60/122 = MietSlg 39/28
  • 3 Ob 560/87
    Entscheidungstext OGH 23.09.1987 3 Ob 560/87
    Auch; nur T6; Beis wie T8; Veröff: SZ 60/183 = WoBl 1988,17
  • 1 Ob 33/87
    Entscheidungstext OGH 21.10.1987 1 Ob 33/87
    nur T6; Beis wie T8; Veröff: SZ 60/216
  • 7 Ob 626/94
    Entscheidungstext OGH 22.02.1995 7 Ob 626/94
    nur T6; Beis wie T1
  • 5 Ob 2036/96i
    Entscheidungstext OGH 30.04.1996 5 Ob 2036/96i
    Vgl; Beisatz: Die Klage auf Feststellung des Nichtbestehens einer Grunddienstbarkeit ist von allen Miteigentümern des dienenden Grundstücks einzubringen; wegen der Gefahr unlösbarer Verwicklungen bei isolierter Entscheidung über das Begehren nur eines von mehreren Miteigentümern liegt sogar der Fall einer einheitlichen Streitpartei vor. (T11)
    Veröff: SZ 69/110
  • 1 Ob 2019/96k
    Entscheidungstext OGH 26.07.1996 1 Ob 2019/96k
    Auch; nur T2; Beis wie T8; Beisatz: Dies gilt auch für den Teilhaber einer bürgerlich-rechtlichen Gesellschaft. Die Klage darf nur nicht auf Veränderung oder Feststellung des gemeinsamen Rechts gerichtet sein. (T12)
  • 1 Ob 2003/96g
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2003/96g
    Auch; Beis wie T11
  • 1 Ob 80/97i
    Entscheidungstext OGH 24.03.1998 1 Ob 80/97i
    Vgl auch; Beisatz: Und zwar alle possessorischen Rechtsmittel sowie Räumungsklagen, Negatorienklagen und Eigentumsklagen. (T13)
  • 6 Ob 346/97v
    Entscheidungstext OGH 10.06.1998 6 Ob 346/97v
    Beisatz: Ein Miteigentümer kann allein Gemeinschaftsrechte nur soweit geltend machen, als er damit vorhandene Rechte der Gemeinschaft wahren will, nicht aber soweit er dadurch erst Rechte für sich und die Miteigentümer zu erwirken versucht. (T14)
  • 2 Ob 55/99y
    Entscheidungstext OGH 29.04.1999 2 Ob 55/99y
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Hier: Nachbarrechtlicher Unterlassungsanspruch. (T15)
  • 1 Ob 6/00i
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 6/00i
    Auch; nur T2; Beisatz: Hier: Geltendmachung von Rechten aus Grunddienstbarkeiten. (T16)
  • 1 Ob 5/01v
    Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 5/01v
    Beis ähnlich wie T11; Beis ähnlich wie T14
  • 4 Ob 8/04m
    Entscheidungstext OGH 16.03.2004 4 Ob 8/04m
    nur T6; Beis wie T14; Beisatz: Der einzelne Partner darf dabei keine Ansprüche verfolgen, deren Geltendmachung eine Willensbildung innerhalb der Gemeinschaft vorausgehen muss. (T17)
  • 6 Ob 84/05d
    Entscheidungstext OGH 23.06.2005 6 Ob 84/05d
    Auch; Beisatz: Das Klagerecht gegen die Anmaßung einer Servitut und gegen störende Eigentumseingriffe steht jedem Miteigentümer zu. (T18)
    Beisatz: Die Feststellung des Bestehens einer Grunddienstbarkeit (auf Grund einer actio confessoria) kann nur einheitlich von allen Miteigentümern (des herrschenden Grundstücks) und gegen alle Miteigentümer (des dienenden Grundstücks) gemeinsam verlangt werden. (T19)
    Beisatz: Hier: Das „Einverleibungsbegehren" wurde nicht vom Dienstbarkeitsberechtigten, sondern vom mit der Grunddienstbarkeit belasteten Miteigentümer des dienenden Grundstücks gestellt und gegen die Alleineigentümerin des herrschenden Grundstücks gerichtet. (T20)
  • 10 Ob 53/08d
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 10 Ob 53/08d
    Beisatz: Auch ein Minderheitseigentümer kann daher die Beseitigung rechtswidriger Eingriffe nicht nur gegenüber Dritten, sondern auch gegenüber anderen Miteigentümern im petitorischen und possessorischen Verfahren begehren. (T21)
    Beisatz: Jeder Minderheitseigentümer ist daher auch zur Räumungsklage gegen einen titellosen Benützer einer Wohnung aktivlegitimiert. Er bedarf zur Klagsführung nicht der Zustimmung der übrigen Mitmieter. (T22)
  • 5 Ob 290/07v
    Entscheidungstext OGH 03.06.2008 5 Ob 290/07v
    Auch; Beisatz: Bei einer Miteigentümergemeinschaft ist auf Klagsseite jeder einzelne Berechtigte zur Abwehr von Störungen legitimiert, soferne er sich nicht in Widerspruch mit den Übrigen setzt. Insbesondere gilt dies auch für einen Wohnungseigentümer hinsichtlich allgemeiner Hausteile. (T23)
  • 2 Ob 173/10w
    Entscheidungstext OGH 02.12.2010 2 Ob 173/10w
    Auch; nur T2; Vgl Beis wie T13; Beis wie T21
  • 3 Ob 140/11a
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 3 Ob 140/11a
    Auch; Auch Beis wie T16
  • 2 Ob 123/11v
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 2 Ob 123/11v
    Beis wie T1; Beis wie T8; Beis wie T12
  • 4 Ob 108/12d
    Entscheidungstext OGH 02.08.2012 4 Ob 108/12d
  • 3 Ob 21/13d
    Entscheidungstext OGH 15.05.2013 3 Ob 21/13d
  • 2 Ob 119/13h
    Entscheidungstext OGH 13.02.2014 2 Ob 119/13h
    Auch; nur T2; Beis wie T13; Beis wie T21
  • 7 Ob 30/15k
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 30/15k
  • 7 Ob 108/15f
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 108/15f
    Auch
  • 9 Ob 74/17y
    Entscheidungstext OGH 28.11.2017 9 Ob 74/17y
    Auch; nur T2; nur T6; Beis wie T21
  • 5 Ob 41/18t
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 41/18t
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1950:RS0013417

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19501004_OGH0002_0020OB00649_5000000_001

Rechtssatz für 1Ob183/56 6Ob33/66 6Ob6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012115

Geschäftszahl

1Ob183/56; 6Ob33/66; 6Ob6/66; 6Ob140/68; 7Ob169/73; 8Ob11/75; 6Ob541/81; 1Ob20/85; 4Ob515/95; 1Ob36/95; 1Ob6/00i; 1Ob134/01i

Entscheidungsdatum

28.03.1956

Norm

ABGB §523 Ba

Rechtssatz

Beklagter ist bei der konfessorischen Klage nicht nur der Eigentümer der dienstbaren Sache, sondern auch jeder Dritte, der sich der Ausübung der Dienstbarkeit widersetzt. Nur Hindernisse, die ihm nicht vom Beklagten in den Weg gelegt worden sind, hat der Berechtigte selbst zu beseitigen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 183/56
    Entscheidungstext OGH 28.03.1956 1 Ob 183/56
  • 6 Ob 33/66
    Entscheidungstext OGH 02.02.1966 6 Ob 33/66
    nur: Beklagter ist bei der konfessorischen Klage nicht nur der Eigentümer der dienstbaren Sache, sondern auch jeder Dritte, der sich der Ausübung der Dienstbarkeit widersetzt. (T1) Veröff: SZ 39/21
  • 6 Ob 6/66
    Entscheidungstext OGH 10.02.1966 6 Ob 6/66
    nur T1
  • 6 Ob 140/68
    Entscheidungstext OGH 22.05.1968 6 Ob 140/68
    nur T1
  • 7 Ob 169/73
    Entscheidungstext OGH 03.10.1973 7 Ob 169/73
    nur: Nur Hindernisse, die ihm nicht vom Beklagten in den Weg gelegt worden sind, hat der Berechtigte selbst zu beseitigen. (T2) Beisatz: Das Begehren einer actio confessoria kann auch auf die Beseitigung von Hindernissen, die der Rechtsausübung einer Servitut entgegenstehen, gerichtet sein. Der Eigentümer des dienenden Grundstückes ist im Hinblick auf die Bestimmungen des § 482 ABGB verpflichtet, die Beseitigung durch den Dienstbarkeitsberechtigten zu dulden (zB ihm das Betreten seines Grundes zu gestatten). Verweigert er dies, so stört er hiedurch den Berechtigten in der Ausübung seiner Dienstbarkeit. (T3)
  • 8 Ob 11/75
    Entscheidungstext OGH 12.03.1975 8 Ob 11/75
    nur T1
  • 6 Ob 541/81
    Entscheidungstext OGH 02.09.1981 6 Ob 541/81
    nur T1
  • 1 Ob 20/85
    Entscheidungstext OGH 15.01.1986 1 Ob 20/85
    nur T1; Veröff: NZ 1986,188
  • 4 Ob 515/95
    Entscheidungstext OGH 28.03.1995 4 Ob 515/95
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 36/95
    Entscheidungstext OGH 27.07.1995 1 Ob 36/95
    Vgl; nur T1
  • 1 Ob 6/00i
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 6/00i
    nur T1
  • 1 Ob 134/01i
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 1 Ob 134/01i
    Auch; Beisatz: Die Servitutenklage kann auf Beseitigung des Hindernisses oder der Beeinträchtigungen und gegen jeden gerichtet werden, der den Dienstbarkeitsberechtigten an der Ausübung seines Rechts hindert oder ihn darin stört. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0012115

Dokumentnummer

JJR_19560328_OGH0002_0010OB00183_5600000_001

Rechtssatz für 5Ob375/60 8Ob59/62 1Ob9...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0009357

Geschäftszahl

5Ob375/60; 8Ob59/62; 1Ob92/62; 6Ob21/63; 5Ob95/63; 1Ob20/64; 6Ob66/64; 6Ob100/65; 8Ob16/66; 6Ob172/66; 4Ob49/66; 6Ob137/67; 6Ob82/68; 6Ob224/68; 1Ob229/68; 5Ob308/68; 5Ob25/69; 6Ob274/69; 8Ob266/70; 1Ob51/71; 4Ob333/71; 5Ob203/71; 4Ob603/71; 1Ob102/72; 4Ob314/74; 4Ob319/76; 4Ob307/77; 7Ob561/77; 8Ob502/78; 5Ob754/78 (5Ob755/78); 1Ob15/80; 1Ob701/81; 4Ob404/82 (4Ob405/82, 4Ob406/82); 3Ob511/83; 1Ob658/83; 4Ob362/84; 4Ob331/86; 4Ob383/86; 4Ob391/86 (4Ob392/86); 4Ob395/87; 6Ob592/87; 4Ob28/88; 7Ob573/92; 4Ob171/93; 1Ob512/96; 4Ob367/97t; 4Ob309/98i; 4Ob100/00k; 1Ob6/00i; 7Ob299/00x; 4Ob22/04w; 6Ob226/05m; 1Ob5/06a; 10Ob23/07s; 17Ob9/07h; 2Ob111/07y; 9Ob9/08a; 9Ob54/08v; 4Ob49/11a; 1Ob227/10d; 3Ob134/12w; 6Ob146/12g; 6Ob38/13a; 3Ob241/15k; 3Ob165/16k; 6Ob9/17t; 6Ob131/18k; 6Ob127/19y

Entscheidungsdatum

23.11.1960

Norm

ABGB §43 A
ABGB §364 A
ABGB §523 A
ABGB §859
UWG §14 A2

Rechtssatz

Regelmäßige Voraussetzung der vorbeugenden Unterlassungsklage ist der Beginn einer Rechtsverletzung. Die bloße Drohung einer Rechtsverletzung wird nur unter besonderen Umständen die vorbeugende Unterlassungsklage rechtfertigen, wenn nämlich ein dringendes Rechtsschutzbedürfnis des Bedrohten dies verlangt, weil das Abwarten einer Rechtsverletzung zu einer nicht wieder gutzumachenden Schädigung führen würde. Solche Fälle sind z.B. im Wettbewerbsrecht denkbar. Die Wiederholungsgefahr besteht in der ernstlichen Besorgnis weiterer Eingriffe in die von der Klägerin behaupteten Rechte, wobei auf das Verhalten der Beklagten Bedacht zu nehmen ist.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 375/60
    Entscheidungstext OGH 23.11.1960 5 Ob 375/60
    Veröff: SZ 33/130 = EvBl 1961/75 S 125 = RZ 1961/65
  • 8 Ob 59/62
    Entscheidungstext OGH 27.02.1962 8 Ob 59/62
  • 1 Ob 92/62
    Entscheidungstext OGH 23.05.1962 1 Ob 92/62
    Beisatz: Unterlassung des Parkens und Abstellen eines LKW im Hofe eines Hauses. (T1)
  • 6 Ob 21/63
    Entscheidungstext OGH 13.02.1963 6 Ob 21/63
  • 5 Ob 95/63
    Entscheidungstext OGH 24.05.1963 5 Ob 95/63
    Auch; Beisatz: Voraussetzung für die vorbeugende Unterlassungsklage ist, dass bereits einmal eine Verletzung erfolgte und Wiederholungsgefahr besteht. (T2)
    Veröff: SZ 35/28
  • 1 Ob 20/64
    Entscheidungstext OGH 11.03.1964 1 Ob 20/64
    Veröff: MietSlg 16004
  • 6 Ob 66/64
    Entscheidungstext OGH 22.04.1964 6 Ob 66/64
    nur: Die Wiederholungsgefahr besteht in der ernstlichen Besorgnis weiterer Eingriffe in die von der Klägerin behaupteten Rechte, wobei auf das Verhalten der Beklagten Bedacht zu nehmen ist. (T3)
    Veröff: SZ 37/62
  • 6 Ob 100/65
    Entscheidungstext OGH 21.04.1965 6 Ob 100/65
    Beis wie T3
  • 8 Ob 16/66
    Entscheidungstext OGH 01.02.1966 8 Ob 16/66
  • 6 Ob 172/66
    Entscheidungstext OGH 01.06.1966 6 Ob 172/66
  • 4 Ob 49/66
    Entscheidungstext OGH 18.10.1966 4 Ob 49/66
    Veröff: Arb 8301 = JBl 1967,534
  • 6 Ob 137/67
    Entscheidungstext OGH 31.05.1967 6 Ob 137/67
    Beisatz: Bestreitung der Unterlassungspflicht ist Indiz für Wiederholungsgefahr. (T4)
  • 6 Ob 82/68
    Entscheidungstext OGH 10.04.1968 6 Ob 82/68
    Beis wie T3; Beisatz: Verletzung einer Konkurrenzklausel. (T5)
    Veröff: JBl 1968,477
  • 6 Ob 224/68
    Entscheidungstext OGH 05.09.1968 6 Ob 224/68
    Beis wie T3; Beisatz: Verschulden (Zurechnungsfähigkeit) des Beklagten nicht erforderlich. (T6)
    Veröff: JBl 1970,35 = LwBtr 1969,223
  • 1 Ob 229/68
    Entscheidungstext OGH 03.10.1968 1 Ob 229/68
    Beis wie T3; Beis wie T4; Veröff: MietSlg 20150
  • 5 Ob 308/68
    Entscheidungstext OGH 22.01.1969 5 Ob 308/68
  • 5 Ob 25/69
    Entscheidungstext OGH 01.10.1969 5 Ob 25/69
  • 6 Ob 274/69
    Entscheidungstext OGH 05.11.1969 6 Ob 274/69
    Beis wie T3
  • 8 Ob 266/70
    Entscheidungstext OGH 24.11.1970 8 Ob 266/70
    Beis wie T3; Beis wie T4
  • 1 Ob 51/71
    Entscheidungstext OGH 11.03.1971 1 Ob 51/71
    Beis wie T3; Veröff: EvBl 1972/20 S 42
  • 4 Ob 333/71
    Entscheidungstext OGH 13.07.1971 4 Ob 333/71
    Beis wie T3; Veröff: ÖBl 1972,11
  • 5 Ob 203/71
    Entscheidungstext OGH 01.09.1971 5 Ob 203/71
    Beis wie T2;
  • 4 Ob 603/71
    Entscheidungstext OGH 05.10.1971 4 Ob 603/71
    Beis wie T3;
  • 1 Ob 102/72
    Entscheidungstext OGH 24.05.1972 1 Ob 102/72
    Beis wie T3;
  • 4 Ob 314/74
    Entscheidungstext OGH 07.05.1974 4 Ob 314/74
    Beis wie T2; Beis wie T3; Beisatz: Rechtskräftiges Anerkenntnis spricht gegen Vermutung der Wiederholungsgefahr. (T7)
  • 4 Ob 319/76
    Entscheidungstext OGH 07.09.1976 4 Ob 319/76
    Beis wie T3; Beisatz: Unterlassung einer privaten Veröffentlichung einer EV. (T8)
  • 4 Ob 307/77
    Entscheidungstext OGH 08.02.1977 4 Ob 307/77
    Vgl auch; Beis wie T3; Veröff: ÖBl 1977,108
  • 7 Ob 561/77
    Entscheidungstext OGH 28.04.1977 7 Ob 561/77
    Ähnlich; Beis wie T3; Veröff: MietSlg 29049
  • 8 Ob 502/78
    Entscheidungstext OGH 28.02.1978 8 Ob 502/78
    Beis wie T3
  • 5 Ob 754/78
    Entscheidungstext OGH 09.01.1979 5 Ob 754/78
    Beis wie T3
  • 1 Ob 15/80
    Entscheidungstext OGH 18.06.1980 1 Ob 15/80
  • 1 Ob 701/81
    Entscheidungstext OGH 18.11.1981 1 Ob 701/81
    Beis wie T3
  • 4 Ob 404/82
    Entscheidungstext OGH 11.01.1983 4 Ob 404/82
    Beis wie T3
  • 3 Ob 511/83
    Entscheidungstext OGH 13.04.1983 3 Ob 511/83
    Auch; Veröff: SZ 56/63 = EvBl 1983/91 S 355 = RZ 1984/25 S 72
  • 1 Ob 658/83
    Entscheidungstext OGH 31.08.1983 1 Ob 658/83
    Beis wie T3; Veröff: SZ 56/124 = EvBl 1984/60 S 241 = ÖBl 1984,18 = JBl 1984/492 = GRURInt 1985,340
  • 4 Ob 362/84
    Entscheidungstext OGH 25.09.1984 4 Ob 362/84
    Beis wie T3; Veröff: ÖBl 1985,43
  • 4 Ob 331/86
    Entscheidungstext OGH 13.05.1986 4 Ob 331/86
    Beis wie T3
  • 4 Ob 383/86
    Entscheidungstext OGH 02.12.1986 4 Ob 383/86
    Beis wie T3; Veröff: ÖBl 1988,79 (S.F. Prunbauer, S 63)
  • 4 Ob 391/86
    Entscheidungstext OGH 19.05.1987 4 Ob 391/86
    Auch; Beis wie T3
  • 4 Ob 395/87
    Entscheidungstext OGH 30.11.1987 4 Ob 395/87
    Beis wie T3; Beisatz: Die Wiederholungsgefahr muss ernstlich zu besorgen sein; sie liegt nicht vor, wenn sie bloß denkbar ist. (T9) Veröff: MR 1988,59
  • 6 Ob 592/87
    Entscheidungstext OGH 24.03.1988 6 Ob 592/87
    Vgl auch; nur T3; Veröff: JBl 1988,655
  • 4 Ob 28/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 4 Ob 28/88
    Auch; nur: Regelmäßige Voraussetzung der vorbeugenden Unterlassungsklage ist der Beginn einer Rechtsverletzung. Die bloße Drohung einer Rechtsverletzung wird nur unter besonderen Umständen die vorbeugende Unterlassungsklage rechtfertigen, wenn nämlich ein dringendes Rechtsschutzbedürfnis des Bedrohten dies verlangt, weil das Abwarten einer Rechtsverletzung zu einer nicht wieder gutzumachenden Schädigung führen würde. Solche Fälle sind z.B. im Wettbewerbsrecht denkbar. (T10)
    Veröff: MR 1988,205 = ÖBl 1989,56 = GRURInt 1990,74
  • 7 Ob 573/92
    Entscheidungstext OGH 30.07.1992 7 Ob 573/92
    Vgl; Beisatz: Der in seinem Eigentumsrecht beeinträchtigte Grundnachbar darf erst dann auf einen Ausgleichsanspruch verwiesen werden, wenn der Schaden bereits eingetreten und keine weitere Schädigung mehr zu befürchten ist. (T11)
  • 4 Ob 171/93
    Entscheidungstext OGH 14.12.1993 4 Ob 171/93
    nur T3; Beisatz: hier: § 1330 ABGB. (T12)
  • 1 Ob 512/96
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 512/96
    Auch; nur: Die bloße Drohung einer Rechtsverletzung wird nur unter besonderen Umständen die vorbeugende Unterlassungsklage rechtfertigen, wenn nämlich ein dringendes Rechtsschutzbedürfnis des Bedrohten dies verlangt. (T13)
    Beisatz: Unterlassungsansprüche können ausnahmsweise auch vorbeugend erhoben werden, um unmittelbar bevorstehendes rechtswidriges Verhalten zu verhindern. (T14)
    Veröff: SZ 69/187
  • 4 Ob 367/97t
    Entscheidungstext OGH 19.12.1997 4 Ob 367/97t
    nur: Die Wiederholungsgefahr besteht in der ernstlichen Besorgnis weiterer Eingriffe. (T15)
  • 4 Ob 309/98i
    Entscheidungstext OGH 26.01.1999 4 Ob 309/98i
    Auch; nur: Regelmäßige Voraussetzung der vorbeugenden Unterlassungsklage ist der Beginn einer Rechtsverletzung. Die bloße Drohung einer Rechtsverletzung wird nur unter besonderen Umständen die vorbeugende Unterlassungsklage rechtfertigen. (T16)
  • 4 Ob 100/00k
    Entscheidungstext OGH 12.04.2000 4 Ob 100/00k
    Vgl auch; Beis wie T14
  • 1 Ob 6/00i
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 6/00i
    nur: Regelmäßige Voraussetzung der vorbeugenden Unterlassungsklage ist der Beginn einer Rechtsverletzung. Die bloße Drohung einer Rechtsverletzung wird nur unter besonderen Umständen die vorbeugende Unterlassungsklage rechtfertigen, wenn nämlich ein dringendes Rechtsschutzbedürfnis des Bedrohten dies verlangt, weil das Abwarten einer Rechtsverletzung zu einer nicht wieder gutzumachenden Schädigung führen würde. (T17)
  • 7 Ob 299/00x
    Entscheidungstext OGH 11.07.2001 7 Ob 299/00x
    nur T17; Veröff: SZ 74/129
  • 4 Ob 22/04w
    Entscheidungstext OGH 10.02.2004 4 Ob 22/04w
    Vgl; Beisatz: Eine (vorbeugende) Unterlassungsklage ist dann gerechtfertigt, wenn das Zuwiderhandeln unmittelbar drohend bevorsteht, also Erstbegehungsgefahr besteht. (T18)
    Beisatz: Der Kläger muss in einem solchen Fall die tatsächlichen Umstände, die eine ernstlich drohende und unmittelbar bevorstehende Gefahr erstmaliger Begehung begründen, im Einzelnen darlegen und im Bestreitungsfall beweisen. Die bloße theoretische Möglichkeit der Begehung genügt nicht. Es müssen greifbare Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein wettbewerbswidriges Verhalten der bezeichneten Art in naher Zukunft bevorsteht. (T19)
  • 6 Ob 226/05m
    Entscheidungstext OGH 01.12.2005 6 Ob 226/05m
    Beisatz: Grundsätzlich ist die vorbeugende Unterlassungsklage beim bloß drohenden Eingriff in das absolut geschützte Rechtsgut der Ehre und des wirtschaftlichen Rufs zulässig. Sie setzt aber regelmäßig den Beginn der Rechtsverletzung voraus. (T20)
    Beisatz: Der Kläger muss in einem solchen Fall die tatsächlichen Umstände, die eine ernstlich drohende und unmittelbar bevorstehende Gefahr erstmaliger Begehung begründen, im einzelnen darlegen und im Bestreitungsfall beweisen. (T21)
  • 1 Ob 5/06a
    Entscheidungstext OGH 04.04.2006 1 Ob 5/06a
    Vgl; nur T17; Beis wie T20; Beis wie T21; Beisatz: Umso mehr muss dies gelten, wenn die (höherwertigen) Rechtsgüter des Lebens oder der Gesundheit bedroht sind. (T22)
    Veröff: SZ 2006/54
  • 10 Ob 23/07s
    Entscheidungstext OGH 20.03.2007 10 Ob 23/07s
    Auch; nur T17
  • 17 Ob 9/07h
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 17 Ob 9/07h
    Auch; Beis wie T14
  • 2 Ob 111/07y
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 111/07y
    nur T13; Beis wie T18; Beis wie T20; Beis wie T19 nur: Die bloße theoretische Möglichkeit der Begehung genügt nicht. (T23)
  • 9 Ob 9/08a
    Entscheidungstext OGH 01.04.2009 9 Ob 9/08a
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Bei der Beurteilung der Wiederholungsgefahr ist auf den Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung in erster Instanz abzustellen. (T24)
  • 9 Ob 54/08v
    Entscheidungstext OGH 01.04.2009 9 Ob 54/08v
    Vgl auch; Beisatz: Für eine vorbeugende Unterlassungsklage ist die konkrete Besorgnis einer drohenden Rechtsverletzung notwendig. (T25)
  • 4 Ob 49/11a
    Entscheidungstext OGH 10.05.2011 4 Ob 49/11a
    Vgl auch
  • 1 Ob 227/10d
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 227/10d
    Auch; nur: Regelmäßige Voraussetzung der vorbeugenden Unterlassungsklage ist der Beginn einer Rechtsverletzung. (T26)
  • 3 Ob 134/12w
    Entscheidungstext OGH 19.09.2012 3 Ob 134/12w
    nur: Regelmäßige Voraussetzung der vorbeugenden Unterlassungsklage ist der Beginn einer Rechtsverletzung. Die bloße Drohung einer Rechtsverletzung wird nur unter besonderen Umständen die vorbeugende Unterlassungsklage rechtfertigen, wenn nämlich ein dringendes Rechtsschutzbedürfnis des Bedrohten dies verlangt, weil das Abwarten einer Rechtsverletzung zu einer nicht wieder gutzumachenden Schädigung führen würde. (T27)
    Beis wie T21; Beis wie T22; Beis wie T23
  • 6 Ob 146/12g
    Entscheidungstext OGH 16.11.2012 6 Ob 146/12g
    nur T10; Beis wie T19; Beisatz: Die Frage, ob in einem konkreten Fall die tatsächlichen Umstände eine ernstlich drohende und unmittelbar bevorstehende Gefahr einer Schädigung begründen können, ist keine solche von erheblicher Bedeutung im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO. (T28)
  • 6 Ob 38/13a
    Entscheidungstext OGH 04.07.2013 6 Ob 38/13a
    Vgl; Beisatz: Auch Unterlassungsansprüche nach § 32 Abs 2 DSG 2000 setzen voraus, dass der Kläger Betroffener (§ 4 Z 3 DSG) ist und somit seine Daten entgegen den Bestimmungen des Datenschutzgesetzes 2000 verwendet worden sind. Auch hier ist somit die Gefahr bevorstehender widerrechtlicher Schädigung oder Wiederholungsgefahr Anspruchsvoraussetzung. (T29)
  • 3 Ob 241/15k
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 3 Ob 241/15k
    Auch; nur T26
  • 3 Ob 165/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 165/16k
    nur T17; Beis wie T21; Beis wie T23; Beis wie T28
  • 6 Ob 9/17t
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 6 Ob 9/17t
    Auch; nur T27; Beis wie T4; Beis wie T14; Beis ähnlich wie T19
  • 6 Ob 131/18k
    Entscheidungstext OGH 20.12.2018 6 Ob 131/18k
    Auch; nur T13; Beis wie T18; Beis wie T19 nur: Der Kläger muss in einem solchen Fall die tatsächlichen Umstände, die eine ernstlich drohende und unmittelbar bevorstehende Gefahr erstmaliger Begehung begründen, im Einzelnen darlegen und im Bestreitungsfall beweisen. Die bloße theoretische Möglichkeit der Begehung genügt nicht. (T30)
  • 6 Ob 127/19y
    Entscheidungstext OGH 24.10.2019 6 Ob 127/19y
    Beisatz: Hier: Das Erweiterungsprojekt der beklagten Stadtgemeinde befindet sich lediglich im Planungsstadium nach den Vorstellungen des Bürgermeisters. (T31)

Schlagworte

Atomkraftwerk

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0009357

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.12.2019

Dokumentnummer

JJR_19601123_OGH0002_0050OB00375_6000000_001

Rechtssatz für 6Ob431/60 5Ob207/61 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0002033

Geschäftszahl

6Ob431/60; 5Ob207/61; 5Ob163/70; 6Ob539/76; 6Ob581/76; 4Ob322/77; 7Ob625/77; 50b531/79 (5Ob532/79); 7Ob645/79; 7Ob509/80; 4Ob349/80; 4Ob394/80; 4Ob358/81; 3Ob558/81; 8Ob511/82; 4Ob372/82; 4Ob74/88; 4Ob133/94; 10Ob302/97b; 1Ob6/00i; 9Ob99/03d; 1Ob225/05b; 17Ob26/11i; 3Ob146/17t

Entscheidungsdatum

30.11.1960

Norm

EO §65 A
EO §378 A
EO §402 Abs3

Rechtssatz

Die Rekursfrist im Verfahren betreffend die Erlassung einstweiliger Verfügungen beträgt gemäß §§ 65, 402 EO immer acht Tage, auch wenn sie während eines Rechtsstreites (§ 378 EO) erlassen wurden.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 431/60
    Entscheidungstext OGH 30.11.1960 6 Ob 431/60
  • 5 Ob 207/61
    Entscheidungstext OGH 28.06.1961 5 Ob 207/61
  • 5 Ob 163/70
    Entscheidungstext OGH 14.07.1970 5 Ob 163/70
  • 6 Ob 539/76
    Entscheidungstext OGH 04.03.1976 6 Ob 539/76
  • 6 Ob 581/76
    Entscheidungstext OGH 03.06.1976 6 Ob 581/76
  • 4 Ob 322/77
    Entscheidungstext OGH 22.03.1977 4 Ob 322/77
  • 7 Ob 625/77
    Entscheidungstext OGH 04.08.1977 7 Ob 625/77
    Veröff: JBl 1978,604
  • 50 B 531/79
    Entscheidungstext OGH 20.02.1979 50 B 531/79
    Veröff: EFSlg 34609
  • 7 Ob 645/79
    Entscheidungstext OGH 07.06.1979 7 Ob 645/79
  • 7 Ob 509/80
    Entscheidungstext OGH 17.01.1980 7 Ob 509/80
  • 4 Ob 349/80
    Entscheidungstext OGH 01.07.1980 4 Ob 349/80
    Veröff: ÖBl 1981,52
  • 4 Ob 394/80
    Entscheidungstext OGH 25.11.1980 4 Ob 394/80
    Beisatz: Dies gilt sowohl für Rekurse gegen Entscheidungen der 1. Instanz wie auch gegen jene der Rekursgerichte. (T1)
  • 4 Ob 358/81
    Entscheidungstext OGH 19.05.1981 4 Ob 358/81
    nur: Die Rekursfrist im Verfahren betreffend die Erlassung einstweiliger Verfügungen beträgt gemäß §§ 65, 402 EO immer acht Tage. (T2)
    Beis wie T1
  • 3 Ob 558/81
    Entscheidungstext OGH 08.07.1981 3 Ob 558/81
  • 8 Ob 511/82
    Entscheidungstext OGH 25.03.1982 8 Ob 511/82
    Beis wie T1
  • 4 Ob 372/82
    Entscheidungstext OGH 09.11.1982 4 Ob 372/82
    Beis wie T1; Beisatz: Auch für Sicherungsverfahren nach § 24 UWG. (T3)
    Veröff: ÖBl 1983,117
  • 4 Ob 74/88
    Entscheidungstext OGH 27.09.1988 4 Ob 74/88
    nur T2; Beisatz: Nunmehr 14 Tage. (T4)
  • 4 Ob 133/94
    Entscheidungstext OGH 08.11.1994 4 Ob 133/94
    nur T2; Beis wie T4; Veröff: SZ 67/191
  • 10 Ob 302/97b
    Entscheidungstext OGH 16.09.1997 10 Ob 302/97b
    Vgl auch; nur T2; Beis wie T4; Beisatz: Auch bei Zweiseitigkeit des Rechtsmittelverfahrens. (T5)
  • 1 Ob 6/00i
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 6/00i
    Beis wie T4; nur T2; Beisatz: Dies gilt auch für Revisionsrekurse und deren Beantwortung. (T6)
  • 9 Ob 99/03d
    Entscheidungstext OGH 24.09.2003 9 Ob 99/03d
    nur T2; Beis wie T4; Beis wie T6
  • 1 Ob 225/05b
    Entscheidungstext OGH 22.11.2005 1 Ob 225/05b
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 17 Ob 26/11i
    Entscheidungstext OGH 18.10.2011 17 Ob 26/11i
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T6
    Veröff: SZ 2011/126
  • 3 Ob 146/17t
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 3 Ob 146/17t
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0002033

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.10.2017

Dokumentnummer

JJR_19601130_OGH0002_0060OB00431_6000000_001

Rechtssatz für 6Ob55/65 1Ob54/65 5Ob25...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0010526

Geschäftszahl

6Ob55/65; 1Ob54/65; 5Ob258/67; 7Ob215/68; 1Ob91/69; 1Ob209/69; 7Ob51/70; 8Ob254/70; 5Ob23/71; 4Ob580/74; 8Ob105/75; 3Ob576/76; 7Ob562/77; 6Ob673/77; 1Ob17/78; 6Ob772/79; 5Ob776/81; 1Ob556/82; 1Ob31/82; 1Ob658/82; 1Ob6/83; 1Ob702/83; 3Ob595/85 (3Ob596/85); 1Ob618/87; 3Ob634/86; 3Nd511/87; 1Ob1/88; 1Ob10/88; 2Ob656/87; 6Ob708/88; 5Ob49/89; 4Ob522/89; 5Ob615/89; 1Ob35/89; 1Ob652/90; 8Ob635/92; 7Ob636/94; 1Ob16/95; 6Ob1679/95; 1Ob512/96; 4Ob2347/96t; 1Ob2003/96g; 6Ob40/97v; 1Ob144/97a; 6Ob109/98t; 8Ob255/98b; 1Ob6/00i; 3Ob201/99a; 5Ob153/00m; 1Ob284/00x; 1Ob42/01k; 7Ob182/02v; 1Ob92/02i; 5Ob65/03z; 5Ob261/03y; 6Ob15/04f; 3Ob266/03v; 6Ob243/06b; 4Ob250/06b; 8Ob135/06w; 4Ob196/07p; 2Ob167/07h; 1Ob47/08f; 6Ob227/07m; 2Ob194/08f; 5Ob133/09h; 8Ob128/09w; 5Ob2/11x; 4Ob25/11x; 9Ob29/11x; 10Ob52/11m; 5Ob138/11x; 4Ob43/11v; 4Ob99/12f; 9Ob48/12t; 4Ob71/14s; 2Ob1/16k; 4Ob123/16s; 6Ob98/17f; 1Ob24/19i

Entscheidungsdatum

31.03.1965

Norm

ABGB §364 A Abs2
ABGB §364 Abs3 D
ABGB §523 Cb

Rechtssatz

Die Klage nach § 364 Abs 2 ABGB ist ein Anwendungsfall der negatorischen Eigentumsklage. Das Begehren geht auf Unterlassung des Eingriffes. Soweit es auf sichernde Vorkehrungen gerichtet ist, darf keine bestimmte Einrichtung verlangt werden, vielmehr muss die Auswahl der Schutzmaßnahmen dem Beklagten überlassen bleiben.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 55/65
    Entscheidungstext OGH 31.03.1965 6 Ob 55/65
    Veröff: SZ 38/50 = JBl 1965,621
  • 1 Ob 54/65
    Entscheidungstext OGH 21.04.1965 1 Ob 54/65
    Veröff: RZ 1965,145
  • 5 Ob 258/67
    Entscheidungstext OGH 13.12.1967 5 Ob 258/67
  • 7 Ob 215/68
    Entscheidungstext OGH 13.11.1968 7 Ob 215/68
    Veröff: SZ 41/150 = EvBl 1969/116 S 179
  • 1 Ob 91/69
    Entscheidungstext OGH 08.05.1969 1 Ob 91/69
    Beisatz: Beweislastverteilung (T1)
    Veröff: EvBl 1970/18 S 36
  • 1 Ob 209/69
    Entscheidungstext OGH 13.11.1969 1 Ob 209/69
  • 7 Ob 51/70
    Entscheidungstext OGH 15.04.1970 7 Ob 51/70
    nur: Das Begehren geht auf Unterlassung des Eingriffes. (T2)
    Beisatz: In jenen Fällen, in welchen die Einwirkung an sich vom Willen des belangten Nachbarn unabhängig ist, aber eine unvermeidbare Folge seiner vermeidbaren Handelsweise darstellt, muss das Verbot dieser Handlungsweise als Quelle der Einwirkung zugelassen werden. (T3)
  • 8 Ob 254/70
    Entscheidungstext OGH 10.11.1970 8 Ob 254/70
  • 5 Ob 23/71
    Entscheidungstext OGH 24.02.1971 5 Ob 23/71
    Veröff: SZ 44/22
  • 4 Ob 580/74
    Entscheidungstext OGH 15.10.1974 4 Ob 580/74
  • 8 Ob 105/75
    Entscheidungstext OGH 18.06.1975 8 Ob 105/75
    Veröff: MietSlg 27047
  • 3 Ob 576/76
    Entscheidungstext OGH 14.06.1977 3 Ob 576/76
  • 7 Ob 562/77
    Entscheidungstext OGH 30.06.1977 7 Ob 562/77
    Veröff: SZ 50/99
  • 6 Ob 673/77
    Entscheidungstext OGH 20.10.1977 6 Ob 673/77
    nur T2
  • 1 Ob 17/78
    Entscheidungstext OGH 30.03.1979 1 Ob 17/78
    Veröff: SZ 52/55
  • 6 Ob 772/79
    Entscheidungstext OGH 05.12.1979 6 Ob 772/79
    nur: Die Klage nach § 364 Abs 2 ABGB ist ein Anwendungsfall der negatorischen Eigentumsklage. (T4)
  • 5 Ob 776/81
    Entscheidungstext OGH 15.12.1981 5 Ob 776/81
    Auch
  • 1 Ob 556/82
    Entscheidungstext OGH 05.05.1982 1 Ob 556/82
    Auch; Veröff: SZ 55/69 = JBl 1983,96 = MietSlg 34034
  • 1 Ob 31/82
    Entscheidungstext OGH 01.09.1982 1 Ob 31/82
    nur T4; Veröff: MietSlg 34036
  • 1 Ob 658/82
    Entscheidungstext OGH 01.12.1982 1 Ob 658/82
    Beisatz: Ein Begehren auf Stilllegung des Immissionen verursachenden, nicht genehmigten Betriebes ist nicht möglich. (T5)
  • 1 Ob 6/83
    Entscheidungstext OGH 23.03.1983 1 Ob 6/83
    nur T4; Veröff: SZ 56/50 = EvBl 1983/98 S 393
  • 1 Ob 702/83
    Entscheidungstext OGH 30.11.1983 1 Ob 702/83
    Auch; nur: Soweit es auf sichernde Vorkehrungen gerichtet ist, darf keine bestimmte Einrichtung verlangt werden, vielmehr muss die Auswahl der Schutzmaßnahmen dem Beklagten überlassen bleiben. (T6)
    Veröff: SZ 56/155
  • 3 Ob 595/85
    Entscheidungstext OGH 09.07.1986 3 Ob 595/85
    Auch; nur T4; nur T2; Beisatz: Das Klagebegehren geht nicht auf Einwirkung bestimmter Schutzmaßnahmen. (T7)
  • 1 Ob 618/87
    Entscheidungstext OGH 24.06.1987 1 Ob 618/87
    Beis wie T5; Beis wie T7
  • 3 Ob 634/86
    Entscheidungstext OGH 02.09.1987 3 Ob 634/86
    Auch; nur T2
  • 3 Nd 511/87
    Entscheidungstext OGH 13.01.1988 3 Nd 511/87
    nur T4; Veröff: JBl 1988,323
  • 1 Ob 1/88
    Entscheidungstext OGH 16.03.1988 1 Ob 1/88
    nur T4; nur T2; Beisatz: Die Unterlassungsklage ist auf zumutbare Vorkehrungen zur Verhinderung von Einwirkungen auf das Nachbargrundstück zu richten. (T8)
    Veröff: SZ 61/61
  • 1 Ob 10/88
    Entscheidungstext OGH 13.04.1988 1 Ob 10/88
    nur T6; Veröff: JBl 1988,594
  • 2 Ob 656/87
    Entscheidungstext OGH 20.12.1987 2 Ob 656/87
    Beis wie T5; Veröff: SZ 61/278 = EvBl 1989/89 S 338 = JBl 1989,239 (zustimmend Wilhelm)
  • 6 Ob 708/88
    Entscheidungstext OGH 23.02.1989 6 Ob 708/88
    nur T4
  • 5 Ob 49/89
    Entscheidungstext OGH 20.06.1989 5 Ob 49/89
    nur T2; nur T6; Beis wie T7
  • 4 Ob 522/89
    Entscheidungstext OGH 23.05.1989 4 Ob 522/89
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Unterlassung künftiger gleichartiger Störungen. (T9)
  • 5 Ob 615/89
    Entscheidungstext OGH 07.11.1989 5 Ob 615/89
    nur T4; nur T2
  • 1 Ob 35/89
    Entscheidungstext OGH 17.01.1990 1 Ob 35/89
    nur T4; Veröff: SZ 63/3
  • 1 Ob 652/90
    Entscheidungstext OGH 12.09.1990 1 Ob 652/90
    Auch; nur T4
  • 8 Ob 635/92
    Entscheidungstext OGH 29.10.1992 8 Ob 635/92
    Vgl auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Tennisplatz (T10)
    Beisatz: Der Störer kann zwischen der Einstellung des Betriebes und notwendigen Umbauten und Schutzmaß nahmen wählen. Abzulehnen sind auch zeitliche Betriebseinschränkungen, die nahezu auf ein Betriebsverbot hinauslaufen. (T11)
    Veröff: SZ 65/145
  • 7 Ob 636/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 7 Ob 636/94
    nur T2; nur T6; Beisatz: Es handelt sich hiebei um ein "Erfolgsverbot". (T12)
  • 1 Ob 16/95
    Entscheidungstext OGH 27.03.1995 1 Ob 16/95
    Auch; Beis wie T7
  • 6 Ob 1679/95
    Entscheidungstext OGH 12.10.1995 6 Ob 1679/95
    nur T6
  • 1 Ob 512/96
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 512/96
    Auch; Veröff: SZ 69/187
  • 4 Ob 2347/96t
    Entscheidungstext OGH 14.01.1997 4 Ob 2347/96t
  • 1 Ob 2003/96g
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2003/96g
    nur T4
  • 6 Ob 40/97v
    Entscheidungstext OGH 27.02.1997 6 Ob 40/97v
    nur T2; nur T6
  • 1 Ob 144/97a
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 144/97a
    Beis wie T12; Veröff: SZ 70/199
  • 6 Ob 109/98t
    Entscheidungstext OGH 23.04.1998 6 Ob 109/98t
    Beis wie T3; Beis wie T8
  • 8 Ob 255/98b
    Entscheidungstext OGH 30.03.2000 8 Ob 255/98b
    Beis wie T8; Beis wie T12
  • 1 Ob 6/00i
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 6/00i
    Vgl; Beisatz: Zweck der nicht auf bestimmte Schutzmaßnahmen beschränkbaren Klage ist die Abwehr von Emissionen. (T13)
  • 3 Ob 201/99a
    Entscheidungstext OGH 26.04.2000 3 Ob 201/99a
    Beis wie T5
  • 5 Ob 153/00m
    Entscheidungstext OGH 19.12.2000 5 Ob 153/00m
    Vgl auch; nur T2; nur T4; Beisatz: Gegen den nicht unmittelbar selbst störenden Miteigentümer kann die Eigentumsfreiheitsklage dann erhoben werden, wenn von ihm Abhilfe gegen den Eingriff zu erwarten ist. Eine Unterlassungsklage wird in diesem Zusammenhang insbesondere deswegen zugelassen, um den Belangten dazu zu bringen, dass er seiner Pflicht, das rechtsverletzende Tun des Störers zu hindern, entsprechend nachkomme. (T14)
  • 1 Ob 284/00x
    Entscheidungstext OGH 24.04.2001 1 Ob 284/00x
    Beisatz: Ein dennoch auf bestimmte Vorkehrungen - und sei es auch in Form der Unterlassung der Betriebsfortführung - zielendes Begehren stellt gegenüber dem Begehren auf Unterlassung von Emissionen ein aliud dar, dessen Stattgebung die Bestimmung des § 405 ZPO entgegenstünde. (T15)
  • 1 Ob 42/01k
    Entscheidungstext OGH 24.04.2001 1 Ob 42/01k
  • 7 Ob 182/02v
    Entscheidungstext OGH 30.10.2002 7 Ob 182/02v
    Auch; nur T6
  • 1 Ob 92/02i
    Entscheidungstext OGH 28.02.2003 1 Ob 92/02i
    Vgl; nur T4; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Eine Anlage errichtet, aus der unter bestimmten Voraussetzungen Wasser auf das Nachbargrundstück strömt, kann sich nicht auf Ortsüblichkeit berufen (Ablehnung des von Kerschner [RdU 1996, 146] und Hofmann [RdU 2002,76] vertretenen Erfordernisses "finalen zielgesteuerten Verhaltens"). (T16)
  • 5 Ob 65/03z
    Entscheidungstext OGH 08.04.2003 5 Ob 65/03z
    Auch; nur T4; Beis wie T10; Veröff: SZ 2003/36
  • 5 Ob 261/03y
    Entscheidungstext OGH 25.11.2003 5 Ob 261/03y
    Auch; nur T6; Veröff: SZ 2003/153
  • 6 Ob 15/04f
    Entscheidungstext OGH 29.04.2004 6 Ob 15/04f
    Auch; nur T6
  • 3 Ob 266/03v
    Entscheidungstext OGH 21.07.2004 3 Ob 266/03v
    Auch; nur: Die Klage nach § 364 Abs 2 ABGB ist ein Anwendungsfall der negatorischen Eigentumsklage. Das Begehren geht auf Unterlassung des Eingriffes. (T17)
    Beisatz: Das Klagebegehren der Immissionsabwehrklage richtet sich jedenfalls auch gegen den Eigentümer des Grundstücks, von dem die Störung ausgeht, sowie jeden, der sonst das Grundstück für eigene Zwecke benutzt und geht in erster Linie auf - auch vorbeugende - Untersagung (Unterlassung) der Immission, allenfalls auch auf ihre Verhinderung durch geeignete Vorkehrungen. (T18)
  • 6 Ob 243/06b
    Entscheidungstext OGH 09.11.2006 6 Ob 243/06b
    Auch; nur T6; Beisatz: Die durch das Zivilrechts-Änderungsgesetz 2004 eingefügte Bestimmung des § 364 Abs 3 ABGB knüpft schon ihrem Wortlaut nach („ebenso") an die unmittelbar vorhergehende Regelung des § 364 Abs 2 ABGB an. Auch nach dieser Bestimmung kann der Eigentümer nur bestimmte - im Einzelnen näher angeführte - Einwirkungen untersagen. Demgemäß besteht insoweit hinsichtlich des Inhalts des Unterlassungsanspruches kein Unterschied zwischen § 364 Abs 2 und 3 ABGB. (T19)
  • 4 Ob 250/06b
    Entscheidungstext OGH 13.02.2007 4 Ob 250/06b
    Beis wie T7; Beisatz: Die Abwehr unzulässiger Immissionen als nachbarrechtlicher Anspruch nach § 364 Abs 2 ABGB ist ein besonderer Anwendungsfall der Eigentumsfreiheitsklage, bei der der Abwehranspruch das mittelbare Eindringen unwägbarer Stoffe im Rahmen des Ortsüblichen nicht umfasst. (T20)
    Veröff: SZ 2007/23
  • 8 Ob 135/06w
    Entscheidungstext OGH 27.06.2007 8 Ob 135/06w
    Beis wie T15; Beisatz: Das auf diese Gesetzesstelle gestützte Unterlassungsbegehren ist kein Handlungsverbot, sondern ein „Erfolgsverbot". (T21)
    Beisatz: Das Urteil richtet sich daher auf eine im materiellen Recht vorgezeichnete Verpflichtung zu dauerndem, künftigem, inhaltlich aber vom Verpflichteten zu bestimmenden Handeln. (T22)
    Beisatz: Hier: Das Klagebegehren, welches dessen ungeachtet auf Unterlassung der Zulassung von bescheidmäßig genehmigten Nachtflugbewegungen gerichtet ist, ist daher unzulässig. (T23)
    Veröff: SZ 2007/106
  • 4 Ob 196/07p
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 196/07p
    Auch; Beis wie T19; Beis wie T20; Beis wie T22; Veröff: SZ 2007/192
  • 2 Ob 167/07h
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 167/07h
    nur T4; Beis wie T20
  • 1 Ob 47/08f
    Entscheidungstext OGH 21.10.2008 1 Ob 47/08f
    nur T4
  • 6 Ob 227/07m
    Entscheidungstext OGH 26.11.2008 6 Ob 227/07m
    Vgl; Beis wie T21; Beis wie T22
  • 2 Ob 194/08f
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 194/08f
    nur T4
  • 5 Ob 133/09h
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 5 Ob 133/09h
    Vgl auch; Beisatz: Die zu ergreifenden Maßnahmen liegen im Belieben der beklagten Partei. (T24)
  • 8 Ob 128/09w
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 8 Ob 128/09w
    Vgl auch; Beis wie T24; Veröff: SZ 2010/112
  • 5 Ob 2/11x
    Entscheidungstext OGH 24.01.2011 5 Ob 2/11x
    Vgl aber; vgl auch Beis wie T14; Beisatz: Wenn offenkundig kein anderes Mittel geeignet ist, die Störung abzustellen, kann auch ein Begehren auf Beendigung des Mietvertrags zulässig sein. (T25)
  • 4 Ob 25/11x
    Entscheidungstext OGH 10.05.2011 4 Ob 25/11x
    Vgl; Beisatz: Die nachbarrechtlichen Ansprüche nach den §§ 364 Abs 2 und 364b ABGB sind besondere Fälle der negatorischen Eigentumsklage nach § 523 ABGB. (T26)
  • 9 Ob 29/11x
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 9 Ob 29/11x
    Vgl auch; nur T17; Beisatz: Dem Eigentümer eines Superädifikats steht ein Abwehranspruch nach § 364 Abs 2 ABGB zu. (T27)
    Bem: Siehe auch RS0127017. (T28)
    Veröff: SZ 2011/77
  • 10 Ob 52/11m
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 10 Ob 52/11m
    Auch; Veröff: SZ 2011/130
  • 5 Ob 138/11x
    Entscheidungstext OGH 09.11.2011 5 Ob 138/11x
    Auch; nur T17; Beisatz: Hier: Eindringen von Katzen. (T29)
    Veröff: SZ 2011/132
  • 4 Ob 43/11v
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 4 Ob 43/11v
    Auch; Beisatz: Hier: Zum Beseitigungsanspruch bei gefährlichem Überhang. (T30)
    Bem: Siehe auch RS0127359. (T31)
  • 4 Ob 99/12f
    Entscheidungstext OGH 12.06.2012 4 Ob 99/12f
    Auch; Beisatz: Entgegen der früheren Judikatur könnte bei Immissionen durch eine Tierhaltung deren Verbot höchstens dann begehrt werden, wenn offenkundig kein anderes Mittel zur Verfügung steht, um deren Immissionen hintanzuhalten. (T32)
  • 9 Ob 48/12t
    Entscheidungstext OGH 24.07.2013 9 Ob 48/12t
    nur T2; nur T4
  • 4 Ob 71/14s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 71/14s
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Hier: Unterlassung des Vermittelns des Zugangs zu einer bestimmten Website nach § 81 Abs 1a UrhG. (T33)
    Veröff: SZ 2014/59
  • 2 Ob 1/16k
    Entscheidungstext OGH 16.11.2016 2 Ob 1/16k
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 2016/118
  • 4 Ob 123/16s
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 4 Ob 123/16s
    Auch; Beisatz: Auch bei Unterlassungsklagen kann dann ein bestimmtes Begehren gestellt werden, wenn offenkundig kein anderes Mittel zur Abhilfe geeignet ist. (T34)
  • 6 Ob 98/17f
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 98/17f
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Bei der Frage, ob offenkundig kein anderes Mittel zur Verhinderung der unzulässigen Emissionen zur Verfügung steht, sind auch öffentlich‑rechtliche Bebauungsvorschriften zu berücksichtigen. (T35)
  • 1 Ob 24/19i
    Entscheidungstext OGH 03.04.2019 1 Ob 24/19i
    Vgl; nur T17; Beisatz: § 364 Abs 2 ABGB dient als Sonderform des negatorischen Eigentumsschutzes bei Immissionen nur der Störungsabwehr und gewährt einen Anspruch auf Unterlassung und nach ständiger Rechtsprechung sowie herrschender Lehre auf Beseitigung der Immission. (T36)
    Beisatz: Hier: Zu einem nachbarrechtlichen Beseitigungsanspruch gegen einen gefährlichen Zustand eines Baumbestands. (T37)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0010526

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.08.2019

Dokumentnummer

JJR_19650331_OGH0002_0060OB00055_6500000_001

Rechtssatz für 3Ob184/75 4Ob568/78 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012079

Geschäftszahl

3Ob184/75; 4Ob568/78; 1Ob23/79; 3Ob654/78; 5Ob530/81; 1Ob547/83; 7Ob525/84; 7Ob668/86; 3Ob617/89; 4Ob524/93; 3Ob546/92; 1Ob588/94; 1Ob2344/96d; 1Ob143/97d; 1Ob83/99h; 2Ob353/99x; 1Ob6/00i; 1Ob193/01s; 1Ob63/02z; 1Ob63/02z; 10Ob77/04b; 7Ob277/05v; 2Ob143/09g; 4Ob102/10v; 3Ob23/11w; 2Ob87/11z; 2Ob98/11t; 8Ob48/17t

Entscheidungsdatum

16.09.1975

Norm

ABGB §523 A
ABGB §523 Cd
JN §1 BIa

Rechtssatz

Mit der Eigentumsfreiheitsklage wird stets ein privatrechtlicher Anspruch erhoben, dessen Beurteilung auch dann im ordentlichen Rechtsweg zu erfolgen hat, falls sich der Beklagte auf ein Recht beruft, für dessen Begründung, Inhalt und Umfang öffentlich - rechtliche Vorschriften maßgebend und hierüber Verwaltungsbehörden zur Entscheidung berufen sind.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 184/75
    Entscheidungstext OGH 16.09.1975 3 Ob 184/75
  • 4 Ob 568/78
    Entscheidungstext OGH 28.11.1978 4 Ob 568/78
    Auch; Beisatz: Bringungsrecht auf Alpweg (T1)
  • 1 Ob 23/79
    Entscheidungstext OGH 13.07.1979 1 Ob 23/79
    Auch; Beisatz: Wasserrecht (T2)
  • 3 Ob 654/78
    Entscheidungstext OGH 04.07.1979 3 Ob 654/78
  • 5 Ob 530/81
    Entscheidungstext OGH 15.09.1981 5 Ob 530/81
    Auch; Beisatz: Landwirtschaftlicher Bringungsweg (T3)
  • 1 Ob 547/83
    Entscheidungstext OGH 23.02.1983 1 Ob 547/83
    Veröff: RZ 1984/18 S 46
  • 7 Ob 525/84
    Entscheidungstext OGH 08.03.1984 7 Ob 525/84
  • 7 Ob 668/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 7 Ob 668/86
  • 3 Ob 617/89
    Entscheidungstext OGH 14.03.1990 3 Ob 617/89
    Beis wie T3; Veröff: RZ 1991/40 S 140
  • 4 Ob 524/93
    Entscheidungstext OGH 21.09.1993 4 Ob 524/93
    Auch; Beisatz: Hier: § 19 Kärntner Güter - und SeilwegelandesG. (T4)
  • 3 Ob 546/92
    Entscheidungstext OGH 21.10.1992 3 Ob 546/92
    Veröff: RZ 1994/32 S 91
  • 1 Ob 588/94
    Entscheidungstext OGH 23.09.1994 1 Ob 588/94
    Vgl; Beisatz: Öffentlich - rechtlichen Eingriffstitel (T5)
  • 1 Ob 2344/96d
    Entscheidungstext OGH 18.03.1997 1 Ob 2344/96d
    Auch; Beisatz: Gerade für die Abwehr von behaupteten Eingriffen in das Eigentum steht dem Beschwerten im allgemeinen der Rechtsweg offen. (T6)
  • 1 Ob 143/97d
    Entscheidungstext OGH 15.07.1997 1 Ob 143/97d
    Auch
  • 1 Ob 83/99h
    Entscheidungstext OGH 27.04.1999 1 Ob 83/99h
    Ähnlich; Beisatz: Die Zulässigkeit des ordentlichen Rechtswegs ist schon dann zu bejahen, wenn der Klageanspruch auf einen Privatrechtstitel gestützt wird. Deshalb ist es auch unerheblich, was der Beklagte einwendet; das gilt auch dann, wenn er dem erhobenen Anspruch mit einer Einwendung, der ein öffentlich-rechtlicher Titel zugrundeliegt, entgegentritt. (T7)
  • 2 Ob 353/99x
    Entscheidungstext OGH 23.12.1999 2 Ob 353/99x
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 1 Ob 6/00i
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 6/00i
  • 1 Ob 193/01s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 193/01s
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T6; Beisatz: Dass es sich beim Ortskanal um eine öffentliche Abwasserbeseitigungsanlage im Sinne des § 2 Abs 5 des TirKanalG 1985 handelt, ändert nichts an der Beurteilung des zivilrechtlichen Anspruchs desjenigen, der von sich behauptet, er sei dessen Eigentümer. (T8)
  • 1 Ob 63/02z
    Entscheidungstext OGH 30.04.2002 1 Ob 63/02z
    nur: Mit der Eigentumsfreiheitsklage wird stets ein privatrechtlicher Anspruch erhoben. (T9)
  • 1 Ob 63/02z
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 1 Ob 63/02z
    Beis wie T4; Beis wie T7; Beisatz: Die Zuständigkeit der Agrarbehörde nach §19 Abs1 Z 1 GSLG wäre nur dann gegeben, wenn der Kläger selbst seinen Anspruch aus einem ihm zustehenden Bringungsrecht ableitete und damit das Bringungsrecht zum Gegenstand der beantragten Entscheidung (und nicht nur einer Vorfrage) machte. (T10); Beisatz: Wird in der Klage vorgebracht, dass den Beklagten ein bestimmtes landwirtschaftliches Bringungsrecht zustehe, das Unterlassungsbegehren aber daraus abgeleitet, dass diese-ohne durch dieses Bringungsrecht berechtigt zu sein-Maßnahmen auf der Liegenschaft der Kläger getroffen hätten, so stützten die Kläger ihr Begehren auf ihr Eigentumsrecht. (T11)
  • 10 Ob 77/04b
    Entscheidungstext OGH 14.12.2005 10 Ob 77/04b
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 7 Ob 277/05v
    Entscheidungstext OGH 14.12.2005 7 Ob 277/05v
    Vgl auch; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Unzulässigkeit des ordentlichen Rechtsweges, wenns ich Klagsbahauptungen ausschließlich auf ein durch ein „Parteiübereinkommen" begründetes Bringungsrecht iSd § 18 Sbg GSLG stützt. (T12)
  • 2 Ob 143/09g
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 143/09g
    Vgl auch; Veröff: SZ 2010/67
  • 4 Ob 102/10v
    Entscheidungstext OGH 13.07.2010 4 Ob 102/10v
    Vgl; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Hier: § 47 Abs 2 sbg EinforstungsrechteG. (T13)
    Veröff: SZ 2010/83
  • 3 Ob 23/11w
    Entscheidungstext OGH 13.04.2011 3 Ob 23/11w
  • 2 Ob 87/11z
    Entscheidungstext OGH 20.10.2011 2 Ob 87/11z
  • 2 Ob 98/11t
    Entscheidungstext OGH 10.11.2011 2 Ob 98/11t
    Auch; Beisatz: Die Natur der Einwendungen ist unerheblich. (T14)
  • 8 Ob 48/17t
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 8 Ob 48/17t
    Auch; Beisatz: Hier: § 33 Abs 4 ForstG. (T15)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0012079

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.10.2017

Dokumentnummer

JJR_19750916_OGH0002_0030OB00184_7500000_001

Rechtssatz für 3Ob607/76 1Ob6/00i 6Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0010300

Geschäftszahl

3Ob607/76; 1Ob6/00i; 6Ob175/03h

Entscheidungsdatum

11.08.1976

Norm

ABGB §340

Rechtssatz

Klagetatbestand der Bauverbotsklage, den der Verbotswerber zu behaupten und zu beweisen hat, ist Besitz des Klägers u.zw. tatsächlicher, nicht bloßer Tabularbesitz, und Gefährdung des Besitzes.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 607/76
    Entscheidungstext OGH 11.08.1976 3 Ob 607/76
    EvBl 1976/270 S 627
  • 1 Ob 6/00i
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 6/00i
    Auch; Beisatz: Wird der Anspruch auf Unterlassung hingegen aus dem Eigentum oder einem anderen dinglichen Recht abgeleitet, liegt kein Fall des § 340 ABGB vor. Die Erlassung einer einstweiligen Verfügung richtet sich dann nach den Voraussetzungen der §§ 381 ff EO. (T1)
  • 6 Ob 175/03h
    Entscheidungstext OGH 23.10.2003 6 Ob 175/03h
    Auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0010300

Dokumentnummer

JJR_19760811_OGH0002_0030OB00607_7600000_001

Rechtssatz für 3Ob607/76 1Ob6/00i

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0010311

Geschäftszahl

3Ob607/76; 1Ob6/00i

Entscheidungsdatum

11.08.1976

Norm

ABGB §340
EGEO ArtXXVII
ZPO §456

Rechtssatz

Die Bestimmungen der §§ 340 bis 342 ABGB sind im § 456 ZPO aufrechterhalten und zufolge Artikel XXVII EGEO durch die Bestimmungen der Exekutionsordnung über einstweilige Verfügungen nicht berührt worden. Das Verfahren ist das in Besitzstörungsfällen vorgezeichnete ( §§ 454 ff ZPO ) und wird mit dem gerichtlichen Endbeschluß ( § 459 ZPO ) abgeschlossen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 607/76
    Entscheidungstext OGH 11.08.1976 3 Ob 607/76
    EvBl 1976/270 S 627
  • 1 Ob 6/00i
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 6/00i

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0010311

Dokumentnummer

JJR_19760811_OGH0002_0030OB00607_7600000_002

Rechtssatz für 1Ob15/80 1Ob6/00i

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0010580

Geschäftszahl

1Ob15/80; 1Ob6/00i

Entscheidungsdatum

18.06.1980

Norm

ABGB §364 A
ABGB §523 A
ABGB §859
ZPO §226 IIB12

Rechtssatz

Einem vorbeugendem Unterlassungsbegehren ist stattzugeben, wenn der Gegner individualisiert ist und konkrete Tatsachen, aus denen sich zumindestens eine Verletzungsgefahr ableiten läßt, als anspruchsbegründend festgestellt werden können.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 15/80
    Entscheidungstext OGH 18.06.1980 1 Ob 15/80
  • 1 Ob 6/00i
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 6/00i
    Beisatz: Der Servitutsberechtigte ist kraft seines absoluten Rechts bei drohendem, objektiv rechtswidrigem Eingriff durch eigenmächtige Maßnahmen, die die Ausübung der Dienstbarkeit erschweren, zur Erhebung einer vorbeugenden Unterlassungsklage berechtigt. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0010580

Dokumentnummer

JJR_19800618_OGH0002_0010OB00015_8000000_001

Rechtssatz für 2Ob656/87 1Ob6/00i

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0010446

Geschäftszahl

2Ob656/87; 1Ob6/00i

Entscheidungsdatum

20.12.1988

Norm

ABGB §364 A Abs2

Rechtssatz

Die Bestimmung des § 364 Abs 2 ABGB dient ausschließlich der Abwehr von Emissionen. Eine Bauführung und ein Bauwerk stellen als solche aber keine Emissionen dar ( hier: Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf ).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 656/87
    Entscheidungstext OGH 20.12.1988 2 Ob 656/87
    EvBl 1989/89 S 338 = SZ 61/278 ) JBl 1989,239 ( zust Wilhelm )
  • 1 Ob 6/00i
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 6/00i

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0010446

Dokumentnummer

JJR_19881220_OGH0002_0020OB00656_8700000_001

Rechtssatz für 1Ob580/91 1Ob6/00i 1Ob9...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0045664

Geschäftszahl

1Ob580/91; 1Ob6/00i; 1Ob97/10m; 1Ob217/10h; 5Ob30/14v; 6Ob129/14k

Entscheidungsdatum

20.11.1991

Norm

JN §1 CX
Krnt BauO §18

Rechtssatz

Eine erteilte Baubewilligung als eine öffentlich - rechtliche Zulässigerklärung kann niemals privatrechtliche Einwendungen präjudizieren. Die Baubehörde ist nicht berufen, über Privatrechte zu entscheiden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 580/91
    Entscheidungstext OGH 20.11.1991 1 Ob 580/91
    Veröff: RZ 1993/72 S 180
  • 1 Ob 6/00i
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 6/00i
    Beisatz: Gerade deshalb hat die Baubehörde den Verfahrensbeteiligten auch mit darauf gegründeten Einwendungen auf den ordentlichen Rechtsweg zu verweisen. (T1)
  • 1 Ob 97/10m
    Entscheidungstext OGH 06.07.2010 1 Ob 97/10m
    Beisatz: Auf ihre zivilrechtliche Stellung der aus einer behaupteten Servitut allenfalls verpflichteten Eigentümer hat eine dingliche Wirkung eines Baubewilligungsbescheids keinerlei Einfluss. (T2)
  • 1 Ob 217/10h
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 217/10h
    Beis wie T2
  • 5 Ob 30/14v
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 30/14v
    Vgl auch; Dringliche Wirkung eines Bescheids nach der damals geltenden Regelung des § 43 Abs 7 EisbG (T3)
  • 6 Ob 129/14k
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 6 Ob 129/14k
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Eine nach Einräumng der Servitut in Kraft getretene Bauordnung macht die seinerzeitige Dienstbarkeit nicht funktionslos. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0045664

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.02.2015

Dokumentnummer

JJR_19911120_OGH0002_0010OB00580_9100000_001

Rechtssatz für 5Ob112/91 1Ob6/00i

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0070301

Geschäftszahl

5Ob112/91; 1Ob6/00i

Entscheidungsdatum

17.12.1991

Norm

MRG §18 ff

Rechtssatz

Eine Baubewilligung oder Abbruchsbewilligung schafft lediglich die Voraussetzungen für entsprechende Baumaßnahmen, begründet aber im Gegensatz zu einem behördlichen Auftrag keine Verpflichtung. Ein Interesse des Vermieters an der Durchführung (der verfahrensgegenständlichen) davon abweichender Erhaltungsarbeiten kann daher sehr wohl bestehen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 112/91
    Entscheidungstext OGH 17.12.1991 5 Ob 112/91
  • 1 Ob 6/00i
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 6/00i
    nur: Eine Baubewilligung oder Abbruchsbewilligung schafft lediglich die Voraussetzungen für entsprechende Baumaßnahmen, begründet aber im Gegensatz zu einem behördlichen Auftrag keine Verpflichtung. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0070301

Dokumentnummer

JJR_19911217_OGH0002_0050OB00112_9100000_005

Rechtssatz für 1Ob2003/96g 1Ob13/98p 6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0106908

Geschäftszahl

1Ob2003/96g; 1Ob13/98p; 6Ob80/98b; 1Ob145/98z; 1Ob6/00i; 4Ob245/00h; 9Ob111/02t; 6Ob172/07y; 6Ob278/06k; 2Ob143/09g; 5Ob2/11x; 1Ob185/12f; 1Ob7/13f; 1Ob150/14m; 8Ob104/14y; 1Ob218/15p; 3Ob116/16d; 8Ob117/17i; 4Ob174/17t; 9Ob29/19h

Entscheidungsdatum

26.11.1996

Norm

ABGB §523 Ba

Rechtssatz

Das Klagebegehren der Servitutenklage kann daher auch gegen dritte Störer erhoben werden und geht, je nach den Verhältnissen des Falles, a) auf Feststellung der Dienstbarkeit nur gegen den Eigentümer der dienenden Sache, b) auf Wiederherstellung, besonders durch Beseitigung der vom Beklagten verursachten Beeinträchtigung, gegen jeden Störer, c) auf Unterlassung künftiger Störungen gegen jeden Störer, d) nur gegen den Eigentümer auf Einverleibung des noch nicht eingetragenen Rechts, etwa nach Ersitzung, sowie e) allenfalls Ersatz des verursachten Schadens nach allgemeinen Grundsätzen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 2003/96g
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2003/96g
  • 1 Ob 13/98p
    Entscheidungstext OGH 28.07.1998 1 Ob 13/98p
    nur: Das Klagebegehren der Servitutenklage kann daher auch gegen dritte Störer erhoben werden und geht, je nach den Verhältnissen des Falles, auf Unterlassung künftiger Störungen gegen jeden Störer. (T1)
  • 6 Ob 80/98b
    Entscheidungstext OGH 10.09.1998 6 Ob 80/98b
    Auch
  • 1 Ob 145/98z
    Entscheidungstext OGH 27.10.1998 1 Ob 145/98z
  • 1 Ob 6/00i
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 6/00i
    nur: Das Klagebegehren der Servitutenklage kann daher auch gegen dritte Störer erhoben werden und geht, je nach den Verhältnissen des Falles auf Ersatz des verursachten Schadens, auf Wiederherstellung, Beseitigung der Beeinträchtigung und Unterlassung zukünftiger Störungen. (T2)
  • 4 Ob 245/00h
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 4 Ob 245/00h
    Auch
  • 9 Ob 111/02t
    Entscheidungstext OGH 22.05.2002 9 Ob 111/02t
    nur: Das Klagebegehren der Servitutenklage kann daher auch gegen dritte Störer erhoben werden. (T3)
  • 6 Ob 172/07y
    Entscheidungstext OGH 13.09.2007 6 Ob 172/07y
    Auch
  • 6 Ob 278/06k
    Entscheidungstext OGH 12.12.2007 6 Ob 278/06k
    Vgl; Beisatz: Das Begehren der Servitutenklage geht ua - je nach den Verhältnissen des Falls - auf Wiederherstellung, besonders durch Beseitigung des vom Beklagten herbeigeführten rechtswidrigen Zustands - der vom Beklagten verursachten Beeinträchtigung. (T4)
  • 2 Ob 143/09g
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 143/09g
    Auch; Veröff: SZ 2010/67
  • 5 Ob 2/11x
    Entscheidungstext OGH 24.01.2011 5 Ob 2/11x
    Vgl auch; Beisatz: Maßgeblich für die Möglichkeit der Inanspruchnahme eines Dritten ist die (rechtliche) Möglichkeit oder Pflicht, die Störung zu steuern und allenfalls zu verhindern (hier: Erwirkung eines Übergabsauftrags gegen den störenden Mieter). (T5)
  • 1 Ob 185/12f
    Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 185/12f
  • 1 Ob 7/13f
    Entscheidungstext OGH 07.03.2013 1 Ob 7/13f
    Auch; Beisatz: Das Klagebegehren auf Feststellung einer bestrittenen Dienstbarkeit kann aber nicht durch eine einstweilige Verfügung des Inhalts, der beklagten Partei Behinderungsmaßnahmen bei der Ausübung der Servitut für die Dauer des Rechtsstreits zu verbieten, gesichert werden, wenn die klagende Partei bereits eine Unterlassungsklage erheben kann, dies aber nicht will. Bei bereits aktuellen Leistungsansprüchen fehlt einer einstweiligen Verfügung zur Sicherung des Feststellungsprozesses das Rechtsschutzbedürfnis. (T6)
  • 1 Ob 150/14m
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 150/14m
  • 8 Ob 104/14y
    Entscheidungstext OGH 19.12.2014 8 Ob 104/14y
    Auch; Beisatz: Das Klagebegehren der Servitutenklage geht je nach den Verhältnissen des Falles auf Feststellung der Dienstbarkeit und/oder auf Einverleibung des noch nicht eingetragenen Rechts gegen den Eigentümer der dienenden Sache, weiters auf Wiederherstellung, besonders durch Beseitigung der vom Beklagten verursachten Beeinträchtigung gegen jeden Störer sowie schließlich auf Unterlassung künftiger Störungen gegen jeden Störer und allenfalls auf Ersatz des verursachten Schadens nach allgemeinen Grundsätzen. (T7)
  • 1 Ob 218/15p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 1 Ob 218/15p
    Vgl
  • 3 Ob 116/16d
    Entscheidungstext OGH 13.07.2016 3 Ob 116/16d
    Auch; Beisatz: Der Bauberechtigte ist daher nicht gleich einem Miteigentümer zu behandeln und bildet daher mit diesem auch im Prozess über die von einem Dritten behaupteten Rechte am Grundstück keine notwendige Streitgenossenschaft. (T8)
  • 8 Ob 117/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 8 Ob 117/17i
    Auch
  • 4 Ob 174/17t
    Entscheidungstext OGH 24.10.2017 4 Ob 174/17t
    Auch
  • 9 Ob 29/19h
    Entscheidungstext OGH 23.07.2019 9 Ob 29/19h
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106908

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19961126_OGH0002_0010OB02003_96G0000_003

Entscheidungstext 1Ob6/00i

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

bbl 2000,194

Geschäftszahl

1Ob6/00i

Entscheidungsdatum

28.04.2000

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Schlosser als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Schiemer, Dr. Gerstenecker, Dr. Rohrer und Dr. Zechner als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden und gefährdeten Partei Johann A*****, vertreten durch Dr. Jakob Oberhofer und Dr. Johannes Hibler, Rechtsanwälte in Lienz, wider die beklagten Parteien und Gegner der gefährdeten Partei 1. Franz S*****, und 2. Franz S*****, beide vertreten durch Dr. Reinhard Kraler, Rechtsanwalt in Lienz, wegen Unterlassung (Streitwert S 300.000,--), hier: Erlassung einer einstweiligen Verfügung, infolge außerordentlichen Revisionsrekurses der klagenden und gefährdeten Partei gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts Innsbruck als Rekursgericht vom 6. Dezember 1999, GZ 4 R 283/99w-15, womit infolge Rekurses der klagenden und gefährdeten Partei der Beschluss des Landesgerichtes Innsbruck vom 21. Oktober 1999, GZ 41 Cg 115/99a-11, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

1. Die Revisionsrekursbeantwortung wird zurückgewiesen.

2. Dem Revisionsrekurs wird Folge gegeben.

Die Beschlüsse der Vorinstanzen werden dahin abgeändert, dass die beantragte

einstweilige Verfügung

wie folgt erlassen wird:

"Den Gegnern der gefährdeten Partei wird bis zur rechtskräftigen Beendigung des Verfahrens 41 Cg 115/99a des Landesgerichts Innsbruck die mit Bescheid der Gemeinde K***** vom 18. 9. 1998, Zl 131-9-23/98, bewilligte Bauführung auf dem Grundstück ***** untersagt.

Die Gegner der gefährdeten Partei haben die Kosten des Provisorialverfahrens selbst zu tragen; die gefährdete Partei hat diese Kosten vorläufig selbst zu tragen."

Text

Begründung:

Der Zweitbeklagte ist Eigentümer des Grundstücks Nr *****. Auf diesem Grundstück befindet sich eine Quelle, die im Jahr 1958 unter Anlegung eines Quellbassins gefasst wurde, wobei unter anderem eine Wasserleitung zu dem nunmehr im Eigentum des Klägers stehenden landwirtschaftlichen Betrieb angelegt wurde. Die Rechtsvorgänger des Klägers bezogen bereits seit dem Jahr 1951 aus dieser Quelle das Wasser, ohne dass sie von den jeweiligen Eigentümern des dienenden Grundstücks beanstandet worden wären. Auf Grund einer Vereinbarung vom 29. 5. 1958 ist der Kläger zur Hälfte Nutzungsberechtigter, wogegen je 1/4 der Quellschüttung zwei anderen Landwirten zusteht. Das Quellwasser hat Trinkwasserqualität. Am 25. 3. 1999 suchte der Kläger um nachträgliche wasserrechtliche Bewilligung der Quellnutzung an und gab als Zweck der Wasserversorgungsanlage seine und der beiden weiteren Nutzungsberechtigten Versorgung mit Trinkwasser an.

Mit Bescheid vom 18. 9. 1998 wurde den beiden Beklagten die Bewilligung zum Neubau eines Wohnhauses mit Garage und landwirtschaftlichem Geräteabstellraum auf dem Grundstück ***** unter einigen Auflagen erteilt. Der Kläger und die beiden weiteren Nutzungsberechtigten wurden mit ihrem Einwand, infolge der Bauführung drohe ihnen die Verminderung der Quellschüttung und die Beschädigung der in ihrem Eigentum stehenden Quellstube auf dem Bauplatz, gemäß § 25 Abs 4 der Tiroler Bauordnung auf den ordentlichen Rechtsweg verwiesen.

Im Falle einer Bauführung auf Grund der genannten Bewilligung besteht die Gefahr, dass die Quelle entweder versiegen oder deren Wasserqualität verschlechtert werden könnte.

Mit seiner am 4. 6. 1999 beim Erstgericht eingelangten Klage begehrte der Kläger zuletzt (AS 75), die Beklagten schuldig zu erkennen, "die Errichtung des Neubaus eines Wohnhauses mit Garage und landwirtschaftlichem Geräteabstellraum" auf dem Grundstück ***** im Schutzgebiet des "Quellzuflusses der Quelle" des Klägers auf dem Grundstück ***** (Joasquelle, dargestellt im angeschlossenen Lageplan) zu unterlassen, hilfsweise festzustellen, dass die Beklagten dem Kläger "im Rahmen der Errichtung" des Neubaus zur ungeteilten Hand für alle Schäden und Nachteile "in der Wassernutzung der Quelle" insbesondere für jedwede Verminderung der Schüttung der Quelle hafteten. Der Abstand des geplanten Baus zur Quellstube und zur Quelle betrage lediglich 70 cm. Der Baubewilligungsbescheid räume selbst ein, dass eine nachhaltige Beeinträchtigung der Quellschüttung auf Grund der geplanten Bauführung nicht ausgeschlossen werden könne. Die Quelle decke nicht nur den Trinkwasserbedarf des Klägers und seiner Angehörigen, sondern auch jenen des landwirtschaftlichen Betriebs, in dem 22 Stück Großvieh gehalten würden. Auf dem Grundstück des Zweitbeklagten hätten sich ursprünglich drei Quellen befunden. Der Großvater des Klägers habe die betonierte Quellstube errichtet. Obwohl die Grabarbeiten händisch erfolgt seien, seien zwei der drei Quellen versiegt. Für den Kläger bestehe kein Zweifel, dass auch die letzte Quelle bei Realisierung des Bauprojekts kein Wasser mehr liefern werde. Der Kläger benötige erhebliche Wassermengen für seine Liegenschaft; die Quelle decke den Bedarf für seinen Hof und die Höfe der anderen Nutzungsberechtigten zur Gänze. Die Beklagten hätten auf die ihnen mitgeteilten Befürchtungen lediglich mit dem Hinweis reagiert, das ganze interessiere sie nicht, sollte die Quelle versiegen, könne der Kläger Wasser aus der Gemeindewasserleitung beziehen. Die Beklagten seien jedoch nicht bereit, die Kosten des Anschlusses an diese Wasserleitung zu zahlen.

Die Beklagten bestritten das Wasserbezugsrecht des Klägers nicht, wendeten jedoch ein, dass sie mit dem Bau noch nicht begonnen hätten, sodass keinerlei Schäden des Klägers absehbar seien. Die Beklagten seien im Besitz eines rechtskräftigen Baubescheids. Das Privatrecht sei nicht geeignet, öffentliches Recht außer Kraft zu setzen.

Mit Schriftsatz vom 13. 10. 1999 (ON 9) beantragte der Kläger die Erlassung einer einstweiligen Verfügung, mit der den Beklagten die baubehördlich genehmigte Bauführung untersagt werden möge. Der Kläger, seine mit ihm auf dem Hof lebende Mutter und sein Vieh seien auf die Versorgung durch die Quelle mit Wasser angewiesen. Werde das Bauvorhaben ausgeführt, versiege die Quelle mit hoher Wahrscheinlichkeit oder werde stark verschmutzt. Diese Gefahr bestehe schon, wenn nur mit Erdaushubarbeiten begonnen werde, seien doch auch im Jahr 1958 anlässlich der Arbeiten zur Errichtung der Quellstube zwei Quellen versiegt. Da zu erwarten sei, dass der Beklagtenvertreter den Beklagten raten werde, vor rechtskräftiger Entscheidung des Verfahrens mit der Bauführung zu beginnen und die Baugrube in einem Zuge und demnach nicht vorsichtig auszuheben, werde der Kläger konkret in seinem ersessenen Wasserbezugsrecht gefährdet.

Die Beklagten äußerten sich dahin, dass die vorliegende Klage als Bauverbotsklage anzusehen sei. Gemäß §§ 340 f ABGB könne ein Bauverbot aber nur erlassen werden, wenn die Gefahr durch den bereits erfolgten (und nicht erst beabsichtigten) Baubeginn herbeigeführt werde. Davon könne hier keine Rede sein, weil die Baubewilligung vom 18. 9. 1998 stamme. Bis zur Überreichung der Klage am 4. 6. 1999 hatten die Beklagten bereits ausreichende Gelegenheit gehabt, mit der Bauführung zu beginnen.

Das Erstgericht wies den Sicherungsantrag ab. Es führte aus, die gemäß § 381 EO erforderliche Besorgnis einer unmittelbaren drohenden konkreten Gefährdung sei nicht einmal behauptet worden, jedenfalls aber nicht bescheinigt. In Anbetracht des Datums des Bewilligungsbescheids hätten die Beklagten ausreichend Zeit gehabt, um mit den Baumaßnahmen zu beginnen. Der Kläger habe nicht behauptet, dass die Beklagten irgendwelche Ausführungshandlungen gesetzt hätten.

Das Gericht zweiter Instanz gab dem dagegen erhobenen Rekurs des Klägers nicht Folge. Es sprach aus, dass der Wert des Entscheidungsgegenstands S 260.000 übersteige und dass der ordentliche Revisionsrekurs nicht zulässig sei. Zunächst sei klarzustellen, dass das Verfahren nicht nach den Bestimmungen der §§ 340 f ABGB zu beurteilen sei, weil der Kläger einen Anspruch aus einem dinglichen Recht, nämlich einer Dienstbarkeit, geltend mache. Ob das Unterlassungsbegehren berechtigt sei, hänge also jedenfalls nicht davon ab, dass mit dem Bau tatsächlich schon begonnen worden sei. Die vorliegende Unterlassungsklage gründe sich vielmehr auf die §§ 523, 364 und 364b ABGB. Die §§ 364 ff ABGB verdrängten bei den vom Nachbargrund ausgehenden Einwirkungen weitgehend die allgemeine Bestimmung des § 523 ABGB. Dem Kläger gehe es nach seinem Vorbringen darum, dass die Beklagten keine mittelbaren Einwirkungen auf seine Quellfassungsanlage verursachten. Eine Klage nach § 364 Abs 2 ABGB, allenfalls nach § 364b ABGB, ziele aber nicht auf ein Handlungs-, sondern ein "Erfolgsverbot" ab. Die Art, wie der Verpflichtete dafür sorge, dass ein Nachbar nicht durch Immissionen beeinträchtigt werde, bleibe dem Verpflichteten überlassen. Das Begehren auf Unterlassung von Baumaßnahmen stelle gegenüber jenem auf Unterlassung weiterer Immissionen ein Aliud dar. Das Klagebegehren sei daher verfehlt, weshalb zu dessen Sicherung auch eine einstweilige Verfügung nicht erlassen werden könne.

Zu 1.):

Rechtliche Beurteilung

Die Revisionsrekursbeantwortung der Beklagten ist verspätet.

Dem Beklagtenvertreter wurde die Mitteilung gemäß § 78 EO sowie § 528 Abs 3 und § 508a Abs 2 ZPO am 20. 3. 2000 zugestellt. Er gab die Revisionsrekurs- beantwortung am 17. 4. 2000, dem letzten Tag einer vierwöchigen Frist, zur Post. Gemäß § 402 Abs 3 EO beträgt die Frist für den Rekurs gegen einen Beschluss über einen Antrag auf Erlassung einer einstweiligen Verfügung und dessen Beantwortung vierzehn Tage. Dies gilt auch für Revisionsrekurse und deren Beantwortung (SZ 67/191; 10 Ob 302/97b ua).

Zu 2.):

Der - wie der erkennende Senat im Zwischenverfahren erhoben hat - rechtzeitig eingebrachte Revisionsrekurs des Klägers ist zulässig, weil die Vorinstanzen, wie in der Folge noch darzustellen sein wird, von der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs abgewichen sind. Es kommt ihm auch Berechtigung zu.

Vorweg ist auf den Einwand der Beklagten einzugehen, die öffentlich-rechtliche Baubewilligung könne nicht im Prozessweg außer Kraft gesetzt werden. Mit der - hier vorliegenden - Eigentumsfreiheitsklage wird stets ein privatrechtlicher Anspruch erhoben, dessen Beurteilung auch dann im ordentlichen Rechtsweg zu erfolgen hat, wenn sich die Beklagten auf ein Recht berufen, für dessen Begründung, Inhalt und Umfang öffentlich-rechtliche Vorschriften maßgebend und die Verwaltungsbehörden zur Entscheidung berufen sind (RZ 1994/32; NZ 1996, 142; 1 Ob 143/97d; 1 Ob 83/99h ua). Die Baubewilligung schafft lediglich die (öffentlich-rechtlichen) Voraussetzungen für entsprechende Baumaßnahmen, begründet aber im Gegensatz zu einem behördlichen Auftrag keine Verpflichtung (WoBl 1992, 155). Gemäß § 25 Abs 4 der Tiroler Bauordnung 1998 sind, mangels Zustandekommens einer Einigung, privatrechtliche Einwendungen eines Nachbarn auf den ordentlichen Rechtsweg zu verweisen. Wenn derartige Einwendungen auf die Entscheidung der Baubehörde keinen Einfluss haben, kann die erteilte Baubewilligung als eine (bloß) öffentlich-rechtliche Zulässigerklärung privatrechtliche Einwendungen niemals präjudizieren. Die Baubehörde ist nicht dazu berufen, über Privatrechte zu entscheiden (RZ 1993/72); gerade deshalb hat sie den Verfahrensbeteiligten auch mit darauf gegründeten Einwendungen auf den ordentlichen Rechtsweg zu verweisen.

Auch die Tatsache, dass der Kläger bloß Mitberechtigter aus der Dienstbarkeit ist, steht der Klage nicht entgegen, weil nach einhelliger Lehre und Rechtsprechung jeder, der an einer Rechtsgemeinschaft beteiligt ist, allein berechtigt ist, Eingriffe in das ihm gemeinschaftlich mit einem anderen zustehende Recht abzuwehren. Dieser Rechtssatz gilt insbesondere auch für die Geltendmachung von Rechten aus Grunddienstbarkeiten (NZ 1990, 18 mwH; SZ 69/110; 1 Ob 2003/96g ua).

Schließlich ist dem Rekursgericht auch darin zuzustimmen, dass die Klage keine Bauverbotsklage gemäß § 340 ABGB ist. Die Bestimmungen der §§ 340 bis 342 ABGB sind im § 456 ZPO aufrecht erhalten und zufolge Art XXVII EGEO durch die Bestimmungen der Exekutionsordnung über einstweilige Verfügungen nicht berührt worden. Das Verfahren ist das in Besitzstörungsfällen vorgezeichnete (§§ 454 ff ZPO) und wird mit dem gerichtlichen Endbeschluss (§ 459 ZPO) abgeschlossen (EvBl 1976/270). Klagstatbestand der Bauverbotsklage ist der Besitz des Klägers. Wird der Anspruch auf Unterlassung hingegen aus dem Eigentum oder einem anderen dinglichen Recht abgeleitet, liegt kein Fall des § 340 ABGB vor. Die Erlassung einer einstweiligen Verfügung richtet sich dann nach den Voraussetzungen der §§ 381 ff EO (Klicka in Schwimann ABGB2 Rz 7 zu § 340).

Die Anordnungen der §§ 364 Abs 2, 364a und 364b ABGB dienen der Abwehr der von einem Grundstück ausgehenden Einwirkungen auf die Nachbargrundstücke; als Nachbarn gelten alle jene Eigentümer, deren Grundstücke im Einflussbereich des emittierenden Grundstücks liegen. Zweck der nicht auf bestimmte Schutzmaßnahmen beschränkbaren (SZ 52/55; SZ 56/50; SZ 63/3; SZ 70/199 ua) Klage ist somit die Abwehr von Emissionen. Eine Bauführung und ein Bauwerk stellen als solche aber keine Emissionen dar (SZ 61/278). Das Begehren des Klägers ist entgegen der Ansicht des Rekursgerichts nicht auf die Untersagung von Einwirkungen etwa durch Abwässer oder auch bloß durch Erschütterung im Sinne des § 364 Abs 2 ABGB gerichtet, sondern darauf, die Bauführung zu unterbinden, weil diese auf mannigfaltige Art, so etwa durch Unterbrechung des Grundwasserstroms, zu einem Versiegen der Quelle führen könnte.

Der Kläger hat sich im Verfahren auch nicht auf Nachbarrechte berufen, sondern darauf, dass er ein durch mehr als 30 Jahre ersessenes Wasserbezugsrecht habe. Dieses Vorbringen ist im Verfahren unbestritten geblieben, sodass es der rechtlichen Beurteilung ohne weitere Prüfung zugrunde gelegt werden kann. Das Wasserbezugs- und Wasserleitungsrecht ist eine Felddienstbarkeit im Sinn der §§ 473, 477 Z 2 ABGB. Der aus § 472 ABGB abzuleitenden Duldungspflicht zufolge hat der Eigentümer des belasteten Grundstücks alle Maßnahmen zu unterlassen, die die Dienstbarkeit gefährden könnten. Gegen Störungen der Dienstbarkeit steht dem Berechtigten neben dem possessorischen Rechtsschutz die Servitutenklage nach § 523 ABGB offen. Nach dem Wortlaut des § 523 ABGB würde zwar nur der Eigentümer der dienstbaren Sache als Beklagter in Betracht kommen, doch gehen Lehre und Rechtsprechung dahin, dass die Klage gegen jeden gerichtet werden könne, der den Dienstbarkeitsberechtigten an der Ausübung seines Rechts hindert oder ihn darin stört. Das Klagebegehren geht auf Ersatz des verursachten Schadens, auf Wiederherstellung, Beseitigung der Beeinträchtigung und Unterlassung zukünftiger Störungen (SZ 39/21; 1 Ob 36/95; 1 Ob 145/98z [betreffend behauptete Eingriffe in ein Wasserbezugsrecht aus einer Quelle] ua).

Der Servitutsberechtigte ist kraft seines absoluten Rechts bei drohendem, objektiv rechtswidrigem Eingriff durch eigenmächtige Maßnahmen, die die Ausübung der Dienstbarkeit erschweren, zur Erhebung einer vorbeugenden Unterlassungsklage berechtigt. Einem solchen Unterlassungsbegehren ist dann stattzugeben, wenn der Gegner individualisiert ist und konkrete Tatsachen, aus denen sich zumindest eine Verletzungsgefahr ableiten lässt, als anspruchsbegründend festgestellt werden können (1 Ob 15/80 [betreffend die befürchtete Verschmutzung einer Quelle durch Ablagerungen]). Zwar ist regelmäßige Voraussetzung der vorbeugenden Unterlassungsklage der Beginn der Rechtsverletzung. Die bloße Drohung einer Rechtsverletzung rechtfertigt jedoch ein solches Begehren dann, wenn dies aus einem dringenden Rechtsschutzbedürfnis des Bedrohten geboten ist, insbesondere wenn das Abwarten einer Rechtsverletzung zu einer nicht wieder gutzumachenden Schädigung führt (SZ 33/130; ÖBl 1989, 56; SZ 69/187 ua).

Es kann daher keine Rede davon sein, dass das auf Unterlassung der Bauführung gerichtete Klagebegehren verfehlt wäre. Die Beklagten haben insbesondere die Behauptung, das Bauvorhaben solle im Schutzgebiet des Zuflusses der Quelle nur rund 70 cm von dieser entfernt realisiert werden, im Verfahren nicht bestritten, sodass das Vorbringen des Klägers, schon der Beginn der Bauarbeiten könne zu der von den Vorinstanzen als bescheinigt angenommenen Gefahr für die Quelle führen, der rechtlichen Beurteilung ohne weiters zugrunde gelegt werden kann. Bei dieser Sachlage ist aber die im § 381 Z 2 EO genannte Gefährdung als gegeben anzusehen, weil schon der Baubeginn zum Schadenseintritt führen könnte. Dass die Beklagten bisher mit dem Bau nicht begonnen haben, mindert das Rechtsschutzbedürfnis des Klägers nicht, weil die vorhandene Baubewilligung den Beklagten dazu jederzeit die Möglichkeit eröffnet und sie im Verfahren konkret gar nicht behauptet haben, dass und aus welchen Gründen sie das Bauwerk nicht errichten wollten. Ungeachtet der Frage, ob die von den Beklagten behauptete Möglichkeit eines Anschlusses an die öffentliche Wasserleitung für den Kläger tatsächlich in adäquater Weise bestünde, ist die Unwiederbringlichkeit eines möglichen Schadens schon deshalb zu bejahen, weil sich aus dem unbestrittenen Vorbringen des Klägers ergibt, dass das Anwesen des Klägers im Falle des Versiegens der Quelle jedenfalls für die Zeit bis zur Errichtung eines Anschlusses an das öffentliche Wassernetz unversorgt wäre.

Dem Revisionsrekurs ist Folge zu geben.

Der Ausspruch über die Rechtsmittelkosten des Klägers gründet sich auf § 393 Abs 1 EO, jener über die Rechtsmittelkosten der Beklagten auf §§ 78, 402 Abs 4 EO iVm §§ 40, 50, 52 ZPO.

Textnummer

E57809

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:0010OB00006.00I.0428.000

Im RIS seit

28.05.2000

Zuletzt aktualisiert am

19.01.2011

Dokumentnummer

JJT_20000428_OGH0002_0010OB00006_00I0000_000