Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob105/88 5Ob79/00d 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0069963

Geschäftszahl

5Ob105/88; 5Ob79/00d; 5Ob150/00w

Entscheidungsdatum

10.01.1989

Norm

MRG §17 Abs1. MRG §17 Abs2
MRG §21 Abs1

Rechtssatz

Jede Veränderung der Nutzfläche durch Baumaßnahmen bewirkt eine Änderung des Verteilungsschlüssels, auch wenn die Umbaukosten vom Mieter getragen wurden. Entscheidend ist allein die tatsächliche Bodenfläche des Bestandobjektes im Zeitpunkt der Ermittlung des jeweils geltenden Verteilungsschlüssels nach § 17 MRG.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 105/88
    Entscheidungstext OGH 10.01.1989 5 Ob 105/88
  • 5 Ob 79/00d
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 5 Ob 79/00d
    Auch; nur: Jede Veränderung der Nutzfläche durch Baumaßnahmen bewirkt eine Änderung des Verteilungsschlüssels. (T1) Beisatz: Veränderungen der Nutzfläche wirken sich bei denjenigen Metzinsbestandteilen unverzüglich aus, deren Höhe gesetzlich determiniert ist, insbesondere also auf den Schlüssel für Betriebskosten. (T2) Beisatz: Die einmal ermittelte Nutzfläche ist keine erstarrte Größe, sondern durchaus änderbar. Eine solche Änderung kann daher die Neuberechnung des Verteilungsschlüssels für die Betriebskosten notwendig machen. (T3)
  • 5 Ob 150/00w
    Entscheidungstext OGH 15.06.2000 5 Ob 150/00w
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Bei Nutzflächenveränderungen kommt es nicht darauf an, wer die Kosten der Veränderung getragen hat; maßgeblich ist der objektive Zustand der Räume und zwar auch dann, wenn dieser Zustand vom Mieter geschaffen wurde. (T4) Beisatz: Beim Hauptmietzins bedarf es einer neuen Vereinbarung oder des Wirksamwerdens einer bedingt abgeschlossenen. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0069963

Dokumentnummer

JJR_19890110_OGH0002_0050OB00105_8800000_002

Rechtssatz für 5Ob18/89 5Ob345/98s 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0069865

Geschäftszahl

5Ob18/89; 5Ob345/98s; 5Ob79/00d; 5Ob189/15b

Entscheidungsdatum

07.03.1989

Norm

MRG §17 Abs1
MRG §37 Abs1 Z9

Rechtssatz

Weigert sich der Hauseigentümer, seiner Mitwirkungspflicht am Verfahren zu entsprechen, so hat dies nur Folge, dass der allein maßgebliche Aufteilungsschlüssel nicht festgestellt werden kann. Verhindert er als Vermieter solcherart die Feststellung des Verteilungsschlüssels, so ist ein solches Verhalten des Vermieters einem Verzicht auf das ihm an sich zustehende Recht, vom Mieter den Ersatz des auf dessen Mietgegenstand nach dem Gesetz entfallenden Anteils an den Gesamtkosten des Hauses sowie des Anteils an den Betriebskosten und laufenden öffentlichen Abgaben und den anderen Aufwendungen zu verlangen, gleichzuhalten. Kommt ein solches Verhalten aber rechtlich einem Verzicht auf die Überwälzung dieser Kosten des Hauses auf den Mieter rechtlich gleich, so fehlt dem Mieter das Rechtsschutzinteresse an der von ihm begehrten gerichtlichen Entscheidung über die Betriebskostenanteile. Der Mangel des Rechtsschutzbedürfnisses - unter diesen Umständen ist der Mieter ja auch nicht verpflichtet, die ihm vom Vermieter vorgeschriebenen Beträge zu bezahlen - führt zur Zurückweisung des Antrages.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 18/89
    Entscheidungstext OGH 07.03.1989 5 Ob 18/89
    Veröff: WoBl 1989,120 = MietSlg XLI/11
  • 5 Ob 345/98s
    Entscheidungstext OGH 26.01.1999 5 Ob 345/98s
    Vgl auch; Beisatz: Das hat aber nicht zur Folge, dass hiedurch eine Durchbrechung der in § 39 MRG normierten Prozessvoraussetzung der Anrufung der Schlichtungsstelle für ein Begehren auf Rückzahlung zu Unrecht bezahlter Betriebskosten einträte. Zu einer Feststellung der Unzulässigkeit von Betriebskostenvorschreibungen kann es nur dann kommen, wenn diesbezüglich ein wirksamer Antrag vor der Schlichtungsstelle gestellt wurde. (T1)
  • 5 Ob 79/00d
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 5 Ob 79/00d
  • 5 Ob 189/15b
    Entscheidungstext OGH 20.04.2016 5 Ob 189/15b
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0069865

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.05.2016

Dokumentnummer

JJR_19890307_OGH0002_0050OB00018_8900000_001