Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1Ob271/48 3Ob788/52 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0036933

Geschäftszahl

1Ob271/48; 3Ob788/52; 3Ob519/55; 3Ob599/55; 3Ob142/57; 1Ob326/60; 2Ob237/64; 6Ob214/65; 6Ob270/65; 2Ob36/67; 5Ob300/66; 8Ob196/67 (8Ob197/67); 6Ob316/67; 8Ob343/67; 6Ob257/68; 5Ob342/68; 5Ob142/69; 2Ob367/69; 2Ob364/69; 2Ob390/69; 7Ob159/70; 7Ob97/70; 5Ob240/70; 2Ob380/70; 7Ob3/71; 8Ob21/71; 5Ob4/71 (5Ob5/71); 2Ob76/71; 8Ob183/71; 2Ob214/71; 7Ob15/72; 2Ob105/71; 3Ob76/72; 2Ob17/72; 8Ob25/73; 2Ob60/73; 5Ob153/73; 2Ob196/73; 7Ob246/73; 2Ob45/74; 3Ob51/74; 2Ob126/74; 1Ob118/74; 3Ob184/74; 8Ob65/75; 3Ob120/75; 5Ob217/75; 7Ob506/76; 7Ob5/76; 3Ob259/75; 4Ob527/77; 2Ob10/78; 1Ob575/78 (1Ob576/78); 6Ob703/78; 2Ob141/78; 7Ob47/78; 5Ob763/78; 6Ob550/79; 2Ob541/79; 8Ob132/79 (8Ob133/79); 5Ob701/79; 7Ob801/79; 3Ob526/80; 8Ob514/80; 3Ob641/80; 7Ob67/80; 2Ob53/81; 2Ob90/81; 2Ob556/81; 7Ob802/81; 5Ob625/82; 7Ob639/82; 8Ob529/82; 2Ob25/82; 2Ob54/83; 6Ob650/85; 2Ob580/86; 7Ob690/86; 7Ob560/87; 2Ob23/87; 6Ob575/88 (6Ob576/88 -6Ob578/88); 4Ob534/89; 8Ob1545/89; 7Ob635/89; 8Ob11/89; 9Ob901/91; 7Ob555/93; 4Ob169/93; 7Ob543/94; 7Ob2022/96w; 5Ob2090/96f; 4Ob2338/96v; 7Ob135/99z; 3Ob127/99v; 6Ob76/04a; 7Ob51/05h; 2Ob179/06x; 2Ob123/06m; 1Ob113/08m; 5Ob223/08t; 2Ob41/10h; 7Ob9/11s; 5Ob32/11h; 6Ob69/12h; 1Ob229/14d; 7Ob226/14g; 7Ob112/15v; 7Ob139/15i; 1Ob93/16g; 9ObA139/16f; 7Ob174/17i

Entscheidungsdatum

08.09.1948

Norm

ZPO §182
ZPO §272 E
ZPO §503 Z2 C6

Rechtssatz

Der Umstand, dass die Untergerichte über das Parteivorbringen hinausgehende Beweisergebnisse berücksichtigt haben, kann nicht mit dem Revisionsgrund des § 503 Z 2 ZPO gerügt werden. Die Gerichte sind berechtigt, auch über das Parteivorbringen hinausgehende Beweisergebnisse zu beachten.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 271/48
    Entscheidungstext OGH 08.09.1948 1 Ob 271/48
    Veröff: SZ 21/123
  • 3 Ob 788/52
    Entscheidungstext OGH 07.01.1953 3 Ob 788/52
  • 3 Ob 519/55
    Entscheidungstext OGH 30.11.1955 3 Ob 519/55
  • 3 Ob 599/55
    Entscheidungstext OGH 04.01.1956 3 Ob 599/55
  • 3 Ob 142/57
    Entscheidungstext OGH 20.03.1957 3 Ob 142/57
  • 1 Ob 326/60
    Entscheidungstext OGH 12.10.1960 1 Ob 326/60
    Beisatz: Abweichend zu: Die Gerichte sind berechtigt, auch über das Parteivorbringen hinausgehende Beweisergebnisse zu beachten. (T1)
    Beisatz: Bei der Beweisaufnahme hervorgekommene Umstände sind nur dann zu berücksichtigen, wenn sie in einem entsprechenden Parteienvorbringen Deckung finden. (T2)
    Veröff: JBl 1961,123
  • 2 Ob 237/64
    Entscheidungstext OGH 17.09.1964 2 Ob 237/64
  • 6 Ob 214/65
    Entscheidungstext OGH 23.09.1965 6 Ob 214/65
  • 6 Ob 270/65
    Entscheidungstext OGH 12.01.1966 6 Ob 270/65
  • 2 Ob 36/67
    Entscheidungstext OGH 16.02.1967 2 Ob 36/67
  • 5 Ob 300/66
    Entscheidungstext OGH 24.11.1966 5 Ob 300/66
    nur: Die Gerichte sind berechtigt, auch über das Parteivorbringen hinausgehende Beweisergebnisse zu beachten. (T3)
    Veröff: RZ 1967,105
  • 8 Ob 196/67
    Entscheidungstext OGH 26.09.1967 8 Ob 196/67
  • 6 Ob 316/67
    Entscheidungstext OGH 22.11.1967 6 Ob 316/67
    nur T3
  • 8 Ob 343/67
    Entscheidungstext OGH 19.12.1967 8 Ob 343/67
    nur T3
  • 6 Ob 257/68
    Entscheidungstext OGH 09.10.1968 6 Ob 257/68
  • 5 Ob 342/68
    Entscheidungstext OGH 19.02.1969 5 Ob 342/68
  • 5 Ob 142/69
    Entscheidungstext OGH 10.09.1969 5 Ob 142/69
    nur T3
  • 2 Ob 367/69
    Entscheidungstext OGH 12.12.1969 2 Ob 367/69
  • 2 Ob 364/69
    Entscheidungstext OGH 18.12.1969 2 Ob 364/69
  • 2 Ob 390/69
    Entscheidungstext OGH 22.01.1970 2 Ob 390/69
  • 7 Ob 159/70
    Entscheidungstext OGH 14.10.1970 7 Ob 159/70
  • 7 Ob 97/70
    Entscheidungstext OGH 14.10.1970 7 Ob 97/70
    Veröff: ZVR 1971/106 S 134
  • 5 Ob 240/70
    Entscheidungstext OGH 16.11.1970 5 Ob 240/70
    Beis wie T1; Beisatz: In diesem Falle ist der Prozessrichter nach den §§ 182 und 194 ZPO verpflichtet, die Parteien zu befragen, ob sie entsprechende Behauptungen aufstellen; so schon SZ 7/247. (T4)
  • 2 Ob 380/70
    Entscheidungstext OGH 10.12.1970 2 Ob 380/70
    Veröff: EvBl 1971/179 S 323
  • 7 Ob 3/71
    Entscheidungstext OGH 27.01.1971 7 Ob 3/71
  • 8 Ob 21/71
    Entscheidungstext OGH 02.03.1971 8 Ob 21/71
  • 5 Ob 4/71
    Entscheidungstext OGH 04.07.1971 5 Ob 4/71
  • 2 Ob 76/71
    Entscheidungstext OGH 29.04.1971 2 Ob 76/71
  • 8 Ob 183/71
    Entscheidungstext OGH 31.08.1971 8 Ob 183/71
  • 2 Ob 214/71
    Entscheidungstext OGH 28.10.1971 2 Ob 214/71
  • 7 Ob 15/72
    Entscheidungstext OGH 09.02.1972 7 Ob 15/72
    nur T3
  • 2 Ob 105/71
    Entscheidungstext OGH 16.09.1971 2 Ob 105/71
  • 3 Ob 76/72
    Entscheidungstext OGH 16.08.1972 3 Ob 76/72
    nur T3; Veröff: SZ 45/84
  • 2 Ob 17/72
    Entscheidungstext OGH 06.10.1972 2 Ob 17/72
  • 8 Ob 25/73
    Entscheidungstext OGH 20.02.1973 8 Ob 25/73
    nur T3
  • 2 Ob 60/73
    Entscheidungstext OGH 07.06.1973 2 Ob 60/73
    Beisatz: Die Gerichte sind berechtigt, aber nicht verpflichtet. (T5)
  • 5 Ob 153/73
    Entscheidungstext OGH 03.10.1973 5 Ob 153/73
    Beis wie T5
  • 2 Ob 196/73
    Entscheidungstext OGH 22.11.1973 2 Ob 196/73
    nur T3
  • 7 Ob 246/73
    Entscheidungstext OGH 17.01.1974 7 Ob 246/73
    Auch; nur T3
  • 2 Ob 45/74
    Entscheidungstext OGH 14.03.1974 2 Ob 45/74
  • 3 Ob 51/74
    Entscheidungstext OGH 02.04.1974 3 Ob 51/74
    nur T3
  • 2 Ob 126/74
    Entscheidungstext OGH 04.07.1974 2 Ob 126/74
    nur T3
  • 1 Ob 118/74
    Entscheidungstext OGH 10.07.1974 1 Ob 118/74
    nur T3; Veröff: JBl 1975,369
  • 3 Ob 184/74
    Entscheidungstext OGH 11.02.1975 3 Ob 184/74
    nur T3
  • 8 Ob 65/75
    Entscheidungstext OGH 09.04.1975 8 Ob 65/75
    Beis wie T1
  • 3 Ob 120/75
    Entscheidungstext OGH 30.09.1975 3 Ob 120/75
    nur T3
  • 5 Ob 217/75
    Entscheidungstext OGH 11.11.1975 5 Ob 217/75
    Beis wie T1; Beisatz: Jedoch nur solche überschießende Beweisergebnisse, die in den Rahmen eines geltend gemachten Klagsgrundes oder einer bestimmten Einwendung fallen. (T6)
  • 7 Ob 506/76
    Entscheidungstext OGH 30.01.1976 7 Ob 506/76
    nur T3
  • 7 Ob 5/76
    Entscheidungstext OGH 18.03.1976 7 Ob 5/76
    Beis wie T5
  • 3 Ob 259/75
    Entscheidungstext OGH 06.07.1976 3 Ob 259/75
    nur T3
  • 4 Ob 527/77
    Entscheidungstext OGH 18.10.1977 4 Ob 527/77
  • 2 Ob 10/78
    Entscheidungstext OGH 16.03.1978 2 Ob 10/78
  • 1 Ob 575/78
    Entscheidungstext OGH 22.05.1978 1 Ob 575/78
    nur: Der Umstand, dass die Untergerichte über das Parteivorbringen hinausgehende Beweisergebnisse berücksichtigt haben, kann nicht mit dem Revisionsgrund des § 503 Z 2 ZPO gerügt werden. (T7)
  • 6 Ob 703/78
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 6 Ob 703/78
    nur T7; Beis wie T6
  • 2 Ob 141/78
    Entscheidungstext OGH 21.09.1978 2 Ob 141/78
    nur T3
  • 7 Ob 47/78
    Entscheidungstext OGH 12.10.1978 7 Ob 47/78
    nur T3
  • 5 Ob 763/78
    Entscheidungstext OGH 20.02.1979 5 Ob 763/78
    Beis wie T1; Beis wie T6
  • 6 Ob 550/79
    Entscheidungstext OGH 18.04.1979 6 Ob 550/79
    Beis wie T1; Beis wie T4
  • 2 Ob 541/79
    Entscheidungstext OGH 02.10.1979 2 Ob 541/79
  • 8 Ob 132/79
    Entscheidungstext OGH 06.12.1979 8 Ob 132/79
    Beis wie T1; Beis wie T6
  • 5 Ob 701/79
    Entscheidungstext OGH 12.02.1980 5 Ob 701/79
    nur T3; Beis wie T4; Veröff: JBl 1981,157
  • 7 Ob 801/79
    Entscheidungstext OGH 14.02.1980 7 Ob 801/79
    nur T3
  • 3 Ob 526/80
    Entscheidungstext OGH 30.04.1980 3 Ob 526/80
    nur T7
  • 8 Ob 514/80
    Entscheidungstext OGH 03.07.1980 8 Ob 514/80
    Beis wie T1; Beis wie T6
  • 3 Ob 641/80
    Entscheidungstext OGH 03.12.1980 3 Ob 641/80
  • 7 Ob 67/80
    Entscheidungstext OGH 15.01.1981 7 Ob 67/80
    Beis wie T1; Beis wie T6; Veröff: SZ 54/7
  • 2 Ob 53/81
    Entscheidungstext OGH 28.04.1981 2 Ob 53/81
    nur T7
  • 2 Ob 90/81
    Entscheidungstext OGH 16.06.1981 2 Ob 90/81
  • 2 Ob 556/81
    Entscheidungstext OGH 26.01.1982 2 Ob 556/81
    nur T3
  • 7 Ob 802/81
    Entscheidungstext OGH 13.05.1982 7 Ob 802/81
    Beis wie T1; Beis wie T6
  • 5 Ob 625/82
    Entscheidungstext OGH 15.06.1982 5 Ob 625/82
    nur T3
  • 7 Ob 639/82
    Entscheidungstext OGH 24.06.1982 7 Ob 639/82
    Beis wie T1; Beis wie T5
  • 8 Ob 529/82
    Entscheidungstext OGH 01.07.1982 8 Ob 529/82
    Beis wie T5
  • 2 Ob 25/82
    Entscheidungstext OGH 22.02.1983 2 Ob 25/82
    Beis wie T1; Beis wie T6
  • 2 Ob 54/83
    Entscheidungstext OGH 12.04.1983 2 Ob 54/83
  • 6 Ob 650/85
    Entscheidungstext OGH 21.11.1985 6 Ob 650/85
    Vgl aber; nur T7; Beisatz: In nicht vom Untersuchungsgrundsatz beherrschten Verfahren kann es nicht als Feststellungsmangel angesehen werden, wenn eine mögliche überschießende Feststellung nicht getroffen wurde. (T8)
  • 2 Ob 580/86
    Entscheidungstext OGH 08.07.1986 2 Ob 580/86
  • 7 Ob 690/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 7 Ob 690/86
  • 7 Ob 560/87
    Entscheidungstext OGH 04.06.1987 7 Ob 560/87
  • 2 Ob 23/87
    Entscheidungstext OGH 12.01.1988 2 Ob 23/87
    Beis wie T1; Beis wie T6; Veröff: SZ 61/1 = ZVR 1988/111 S 237
  • 6 Ob 575/88
    Entscheidungstext OGH 19.05.1988 6 Ob 575/88
    Beis wie T1; Beis wie T6
  • 4 Ob 534/89
    Entscheidungstext OGH 09.05.1989 4 Ob 534/89
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 8 Ob 1545/89
    Entscheidungstext OGH 19.10.1989 8 Ob 1545/89
    Auch
  • 7 Ob 635/89
    Entscheidungstext OGH 09.11.1989 7 Ob 635/89
    Beis wie T1; Beis wie T6
  • 8 Ob 11/89
    Entscheidungstext OGH 12.07.1990 8 Ob 11/89
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T6; Veröff: SZ 63/138 = ÖBA 1991,138
  • 9 Ob 901/91
    Entscheidungstext OGH 27.02.1991 9 Ob 901/91
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 555/93
    Entscheidungstext OGH 10.11.1993 7 Ob 555/93
    Beis wie T1; Beis wie T6
  • 4 Ob 169/93
    Entscheidungstext OGH 25.01.1994 4 Ob 169/93
    nur T7; Beis wie T2
  • 7 Ob 543/94
    Entscheidungstext OGH 13.07.1994 7 Ob 543/94
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T6
  • 7 Ob 2022/96w
    Entscheidungstext OGH 28.02.1996 7 Ob 2022/96w
    Beis wie T6
  • 5 Ob 2090/96f
    Entscheidungstext OGH 16.04.1996 5 Ob 2090/96f
    Vgl auch; Beisatz: Überschießende Feststellungen sind der Entscheidung zugrunde zu legen, wenn eine diesbezügliche Mangelhaftigkeit des Verfahrens nie geltend gemacht wurde. (T9)
  • 4 Ob 2338/96v
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2338/96v
    Auch; nur T7; Beis wie T6; Beisatz: Werden der Entscheidung (unzulässige) überschießende Feststellungen zugrunde gelegt, so wird damit nicht gegen Verfahrensvorschriften verstoßen, sondern die Sache wird rechtlich unrichtig beurteilt. Eine Rüge ist daher nicht notwendig. (T10)
  • 7 Ob 135/99z
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 135/99z
    nur T7
  • 3 Ob 127/99v
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 3 Ob 127/99v
    nur T7
  • 6 Ob 76/04a
    Entscheidungstext OGH 27.05.2004 6 Ob 76/04a
    Vgl
  • 7 Ob 51/05h
    Entscheidungstext OGH 16.03.2005 7 Ob 51/05h
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T6; Beis wie T10
  • 2 Ob 179/06x
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 2 Ob 179/06x
    Vgl aber; Beis wie T2; Beis wie T5; Beis wie T9
  • 2 Ob 123/06m
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 2 Ob 123/06m
    Auch; Beis wie T10
  • 1 Ob 113/08m
    Entscheidungstext OGH 11.08.2008 1 Ob 113/08m
    nur T7; Beisatz: Es kann dies aber allenfalls zu einer unrichtigen rechtlichen Beurteilung der Sache führen. (T11)
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T6
  • 5 Ob 223/08t
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 5 Ob 223/08t
    Vgl; Beis ähnlich wie T6
  • 2 Ob 41/10h
    Entscheidungstext OGH 07.10.2010 2 Ob 41/10h
    Auch; nur T7; Beis wie T10 nur: Werden der Entscheidung (unzulässige) überschießende Feststellungen zugrunde gelegt, so wird damit nicht gegen Verfahrensvorschriften verstoßen, sondern die Sache wird rechtlich unrichtig beurteilt. (T12)
  • 7 Ob 9/11s
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 9/11s
    Vgl aber; Beis wie T12
  • 5 Ob 32/11h
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 5 Ob 32/11h
    Auch; nur ähnlich T7; Beis wie T11; Beis ähnlich wie T12
  • 6 Ob 69/12h
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 6 Ob 69/12h
    Vgl aber; Beis wie T10
  • 1 Ob 229/14d
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 229/14d
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T10; Beis ähnlich wie T12
  • 7 Ob 226/14g
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 226/14g
    Vgl aber; Beis wie T6; Beis wie T10; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 7 Ob 112/15v
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 112/15v
    Vgl aber; Beis wie T6; Beis wie T10; Beis wie T12
  • 7 Ob 139/15i
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 7 Ob 139/15i
    Beis wie T6
  • 1 Ob 93/16g
    Entscheidungstext OGH 21.06.2016 1 Ob 93/16g
    Beis ähnlich T10; Beis ähnlich T12
  • 9 ObA 139/16f
    Entscheidungstext OGH 24.03.2017 9 ObA 139/16f
    Auch; Beis wie T10; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 7 Ob 174/17i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 174/17i
    tw. abweichend; Beis wie T10; Beis wie T11; Beis wie T12; nur T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1948:RS0036933

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.02.2018

Dokumentnummer

JJR_19480908_OGH0002_0010OB00271_4800000_001

Rechtssatz für 1Ob171/59 6Ob10/81 6Ob7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0018840

Geschäftszahl

1Ob171/59; 6Ob10/81; 6Ob710/88; 7Ob135/99z; 2Ob130/16f

Entscheidungsdatum

03.06.1959

Norm

ABGB §938 A
ABGB §956
ABGB idF ErbRÄG 2015 §603

Rechtssatz

Wenn der Schenker schon bei Lebzeiten die Schenkung durch Leistung des geschenkten Gegenstandes vollzieht, liegt Schenkung unter Lebenden vor, und zwar auch dann, wenn zB etwas unter einer auflösenden Bedingung verschenkt wird.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 171/59
    Entscheidungstext OGH 03.06.1959 1 Ob 171/59
    Veröff: SZ 32/73
  • 6 Ob 10/81
    Entscheidungstext OGH 12.08.1981 6 Ob 10/81
    nur: Wenn der Schenker schon bei Lebzeiten die Schenkung durch Leistung des geschenkten Gegenstandes vollzieht, liegt Schenkung unter Lebenden vor. (T1)
  • 6 Ob 710/88
    Entscheidungstext OGH 16.03.1989 6 Ob 710/88
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 135/99z
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 135/99z
    Vgl auch
  • 2 Ob 130/16f
    Entscheidungstext OGH 20.06.2017 2 Ob 130/16f
    Vgl aber; Beisatz: Bei einer Schenkung unter der auflösenden Wollensbedingung, die Schenkerin könne je nach Belieben den Schenkungsvertrag wieder aufheben, handelt es sich um eine bis zum Tod der Erblasserin von dieser frei widerrufliche Schenkung ("unechte" Schenkung auf den Todesfall). (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0018840

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.09.2017

Dokumentnummer

JJR_19590603_OGH0002_0010OB00171_5900000_003

Rechtssatz für 1Ob198/71 7Ob615/70 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012916

Geschäftszahl

1Ob198/71; 7Ob615/70; 4Ob2029/96b; 7Ob135/99z; 6Ob37/02p; 1Ob133/02v; 5Ob245/10f

Entscheidungsdatum

16.09.1971

Norm

ABGB §785 Abs1
ABGB §956

Rechtssatz

Hat der Erblasser noch bei Lebzeiten eine Schenkung auf den Todesfall in Form eines Notariatsaktes gemacht, in diesem auf das Recht des Widerrufes verzichtet und hat der Beschenkte die Schenkung auch angenommen, liegt eine Schenkung "unter Lebenden" vor, die nach § 785 Abs 1 ABGB dem Nachlaß des Geschenkgebers bei Berechnung des Pflichtteils hinzuzurechnen ist.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 198/71
    Entscheidungstext OGH 16.09.1971 1 Ob 198/71
    Veröff: SZ 44/137 = EvBl 1972/184 S 348
  • 7 Ob 615/70
    Entscheidungstext OGH 26.06.1980 7 Ob 615/70
    Vgl; Veröff: NZ 1981,36 = JBl 1981,593
  • 4 Ob 2029/96b
    Entscheidungstext OGH 30.04.1996 4 Ob 2029/96b
    Vgl aber; Beisatz: Auf den Todesfall Beschenkte sind den Vermächtnisnehmern gleichzuhalten. (T1) Veröff: SZ 69/108
  • 7 Ob 135/99z
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 135/99z
    Vgl; Beis wie T1
  • 6 Ob 37/02p
    Entscheidungstext OGH 18.04.2002 6 Ob 37/02p
    Gegenteilig
  • 1 Ob 133/02v
    Entscheidungstext OGH 25.10.2002 1 Ob 133/02v
    Vgl aber; Beisatz: Der Umstand, dass die Schenkung unter Lebenden gemacht wurde, besagt keineswegs, dass das geschenkte Gut (im Sinne des § 31 Abs 3 BWG) nicht "von Todes wegen erworben" worden wäre. (T2)
    Beisatz: Schenkungen auf den Todesfall im Sinne des zweiten Falls des § 956 ABGB sind "unter Lebenden gemacht". Das auf den Todesfall Geschenkte bleibt bis zum Todeszeitpunkt Vermögen des Geschenkgebers; die Schenkung entfaltet ihre eigentliche Wirkung erst bei dessen Ableben. (T3)
  • 5 Ob 245/10f
    Entscheidungstext OGH 07.07.2011 5 Ob 245/10f
    Vgl aber; Beisatz: Bei einer Gütergemeinschaft auf den Todesfall fällt der dem überlebenden Ehegatten gebührende Anteil am Gesamtvermögen nicht (zum Zweck der Pflichtteilsermittlung zunächst noch) in den Nachlass des Verstorbenen, sondern nur der dem Verstorbenen zustehende Anteil am Gesamtvermögen in dessen Nachlass. (T4); Veröff: SZ 2011/88

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0012916

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.05.2013

Dokumentnummer

JJR_19710916_OGH0002_0010OB00198_7100000_002

Rechtssatz für 4Ob542/73 5Ob2249/96p 7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0019166

Geschäftszahl

4Ob542/73; 5Ob2249/96p; 7Ob135/99z; 5Ob39/14t; 7Ob221/16z

Entscheidungsdatum

19.06.1973

Norm

ABGB §956
NZwG §1

Rechtssatz

Entgeltliche Verträge, auch wenn sie erst mit dem Tode des Vertragspartners zu erfüllen sind, sind nicht als Schenkung auf den Todesfall (§ 956 ABGB) anzusehen und sind deshalb auch nicht den Formvorschriften, die für die Schenkung auf den Todesfall gelten, unterworfen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 542/73
    Entscheidungstext OGH 19.06.1973 4 Ob 542/73
  • 5 Ob 2249/96p
    Entscheidungstext OGH 24.09.1996 5 Ob 2249/96p
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Übergabsvertrag auf den Todesfall. (T1)
  • 7 Ob 135/99z
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 135/99z
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 39/14t
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 39/14t
    Veröff: SZ 2014/75
  • 7 Ob 221/16z
    Entscheidungstext OGH 26.04.2017 7 Ob 221/16z

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0019166

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.05.2017

Dokumentnummer

JJR_19730619_OGH0002_0040OB00542_7300000_001

Rechtssatz für 3Ob51/74 3Ob184/74 3Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0037972

Geschäftszahl

3Ob51/74; 3Ob184/74; 3Ob120/75; 5Ob217/75; 5Ob574/76 (5Ob575/76 -5Ob585/76); 8Ob147/77; 8Ob78/78; 6Ob703/78; 8Ob609/78; 8Ob515/79; 7Ob753/79; 8Ob132/79 (8Ob133/79); 5Ob701/79; 2Ob208/79 (2Ob209/79); 2Ob551/80; 2Ob160/80; 7Ob58/80; 8Ob200/80; 8Ob520/80; 7Ob696/80; 2Ob62/81; 3Ob531/81; 1Ob641/81 (1Ob642/81, 1Ob643/81); 7Ob36/81; 6Ob641/81; 1Ob742/81; 6Ob820/81; 3Ob618/81; 6Ob591/81; 7Ob695/81; 3Ob104/81; 2Ob78/82; 3Ob596/82; 3Ob583/82; 8Ob120/82; 5Ob747/82; 7Ob46/82; 2Ob22/83; 7Ob736/82; 5Ob736/82; 4Ob366/83; 4Ob367/83; 7Ob660/83; 8Ob539/82; 7Ob581/83; 8Ob299/82; 2Ob553/83 (2Ob554/83); 6Ob549/83; 7Ob1501/85; 7Ob645/85; 8Ob526/85; 2Ob679/85; 14Ob101/86 (14Ob102/86); 2Ob35/86; 6Ob551/85; 7Ob501/87; 5Ob523/87; 7Ob6/87; 7Ob541/87; 9ObA20/87; 3Ob1024/87; 3Ob154/87; 10Ob523/87; 7Ob734/87; 7Ob564/88; 4Ob23/88; 7Ob601/88; 4Ob595/88; 8Ob504/88; 4Ob77/89; 3Ob558/89; 7Ob679/89; 7Ob710/89; 7Ob685/89; 2Ob545/89; 7Ob25/90; 1Ob3/91; 9ObA250/91; 5Ob134/91; 6Ob627/91; 4Ob49/93; 3Ob531/93; 10Ob509/93; 9ObA69/94; 4Ob74/94; 4Ob555/94; 3Ob553/94; 7Ob8/95; 4Ob529/95; 4Ob1512/96; 10Ob2063/96x; 10Ob2299/96b; 7Ob2361/96y; 4Ob2338/96v; 10Ob2470/96z; 8ObA21/97i; 2Ob2077/96x; 4Ob355/97b; 4Ob13/98k; 8Ob56/98p; 1Ob163/98x; 9ObA257/98d; 7Ob135/99z; 1Ob340/99b; 4Ob190/00w; 7Ob185/00g; 6Ob72/00g; 8ObA182/00y; 3Ob73/01h; 10ObS121/01v; 4Ob102/02g; 1Ob316/01d; 2Ob163/02p; 7Ob164/02x; 7Ob256/01z; 6Ob244/02d; 3Ob130/04w; 5Ob81/04d; 7Ob51/05h; 8Ob104/06m; 2Ob179/06x; 8Ob48/06a; 8Ob79/07m; 6Ob294/07i; 1Ob113/08m; 7Ob199/08b; 6Ob252/08i; 5Ob223/08t; 4Ob55/09f; 17Ob12/09b; 5Ob154/09x; 4Ob148/09g; 4Ob130/09k; 6Ob123/10x; 3Ob77/10k; 4Ob113/10m; 4Ob205/10s; 7Ob9/11s; 17Ob1/11p; 5Ob95/11y; 3Ob126/11t; 7Ob193/11z; 3Ob53/12h; 9ObA15/12i; 1Ob151/12f; 1Ob168/12f; 3Ob124/13a; 8Ob116/13m; 4Ob190/13i; 9ObA30/14y; 1Ob229/14d; 4Ob39/15m; 7Ob226/14g; 7Ob139/15i; 8ObA59/15g; 3Ob116/16d; 3Ob204/16w; 7Ob44/17x; 3Ob165/17m; 2Ob147/17g; 7Ob174/17i; 4Ob20/18x; 5Ob91/18w; 1Ob166/18w

Entscheidungsdatum

02.04.1974

Norm

ZPO §226 IIIA
ZPO §272 E
ZPO §503 C6
ZPO §503 Z4 E1

Rechtssatz

Sogenannte "überschießende Feststellungen" der ersten Instanz - tatsächliche Feststellungen, die an sich nicht durch ein entsprechendes Prozessvorbringen gedeckt sind, können bei der rechtlichen Beurteilung nicht unberücksichtigt bleiben.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 51/74
    Entscheidungstext OGH 02.04.1974 3 Ob 51/74
  • 3 Ob 184/74
    Entscheidungstext OGH 11.02.1975 3 Ob 184/74
    Veröff: ÖBl 1976,27
  • 3 Ob 120/75
    Entscheidungstext OGH 30.09.1975 3 Ob 120/75
    Auch
  • 5 Ob 217/75
    Entscheidungstext OGH 11.11.1975 5 Ob 217/75
    Vgl; Beisatz: Jedoch nur solche überschießende Beweisergebnisse, die in den Rahmen eines geltend gemachten Klagegrundes oder einer bestimmten Einwendung fallen. (T1)
  • 5 Ob 574/76
    Entscheidungstext OGH 13.07.1976 5 Ob 574/76
    Beis wie T1
  • 8 Ob 147/77
    Entscheidungstext OGH 09.11.1977 8 Ob 147/77
    Beis wie T1
  • 8 Ob 78/78
    Entscheidungstext OGH 31.05.1978 8 Ob 78/78
    Beis wie T1
  • 6 Ob 703/78
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 6 Ob 703/78
    Vgl; Beis wie T1
  • 8 Ob 609/78
    Entscheidungstext OGH 01.03.1979 8 Ob 609/78
    Beis wie T1
  • 8 Ob 515/79
    Entscheidungstext OGH 27.09.1979 8 Ob 515/79
  • 7 Ob 753/79
    Entscheidungstext OGH 07.11.1979 7 Ob 753/79
    Beisatz: Urteilsgrundlage bildet nämlich nicht nur das Vorbringen der Parteien, sondern auch die Ergebnisse der Beweisaufnahme also das gesamte vom Richter gesammelte Prozessmaterial. (T2)
  • 8 Ob 132/79
    Entscheidungstext OGH 06.12.1979 8 Ob 132/79
    Beis wie T1
  • 5 Ob 701/79
    Entscheidungstext OGH 12.02.1980 5 Ob 701/79
    Auch
  • 2 Ob 208/79
    Entscheidungstext OGH 20.05.1980 2 Ob 208/79
    Auch
  • 2 Ob 551/80
    Entscheidungstext OGH 16.09.1980 2 Ob 551/80
    Beis wie T1
  • 2 Ob 160/80
    Entscheidungstext OGH 14.10.1980 2 Ob 160/80
    Beis wie T1
  • 7 Ob 58/80
    Entscheidungstext OGH 13.11.1980 7 Ob 58/80
  • 8 Ob 200/80
    Entscheidungstext OGH 04.12.1980 8 Ob 200/80
    Vgl; Beis wie T1
  • 8 Ob 520/80
    Entscheidungstext OGH 04.12.1980 8 Ob 520/80
    Beis wie T1
  • 7 Ob 696/80
    Entscheidungstext OGH 19.03.1981 7 Ob 696/80
    Vgl; Beis wie T1
  • 2 Ob 62/81
    Entscheidungstext OGH 12.05.1981 2 Ob 62/81
    Veröff: SZ 54/70
  • 3 Ob 531/81
    Entscheidungstext OGH 10.06.1981 3 Ob 531/81
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 1 Ob 641/81
    Entscheidungstext OGH 26.08.1981 1 Ob 641/81
    Veröff: NZ 1982,154
  • 7 Ob 36/81
    Entscheidungstext OGH 17.09.1991 7 Ob 36/81
    Vgl; Beis wie T1
  • 6 Ob 641/81
    Entscheidungstext OGH 07.10.1981 6 Ob 641/81
  • 1 Ob 742/81
    Entscheidungstext OGH 16.12.1981 1 Ob 742/81
    Beisatz: Berufungsgericht darf daher überschießende Feststellungen des Erstgerichtes nicht außer Acht lassen. (T3)
  • 6 Ob 820/81
    Entscheidungstext OGH 23.12.1981 6 Ob 820/81
    Beis wie T1
  • 3 Ob 618/81
    Entscheidungstext OGH 20.01.1982 3 Ob 618/81
    Beis wie T1
  • 6 Ob 591/81
    Entscheidungstext OGH 24.03.1982 6 Ob 591/81
    Auch; Beisatz: Die Unterlassung einer Erörterung dieser Umstände mit den Parteien begründet keinen Verfahrensmangel. (T4)
  • 7 Ob 695/81
    Entscheidungstext OGH 02.04.1982 7 Ob 695/81
    Beisatz: Reichen aber die überschießenden Feststellungen zu der vom Rechtsmittelwerber angestrebten rechtlichen Beurteilung nicht aus, so kann das angefochtene Urteil nicht bloß zu dem Zweck aufgehoben werden, dass weitere über das Parteienvorbringen hinausgehende Feststellungen getroffen werden können (7 Ob 12/77, 7 Ob 47/78, 7 Ob 58/80). (T5)
  • 3 Ob 104/81
    Entscheidungstext OGH 14.04.1982 3 Ob 104/81
    Beis wie T2; Beis wie T1
  • 2 Ob 78/82
    Entscheidungstext OGH 20.04.1982 2 Ob 78/82
  • 3 Ob 596/82
    Entscheidungstext OGH 20.10.1982 3 Ob 596/82
  • 3 Ob 583/82
    Entscheidungstext OGH 20.10.1982 3 Ob 583/82
    Vgl; Beis wie T1
  • 8 Ob 120/82
    Entscheidungstext OGH 14.10.1982 8 Ob 120/82
    Beis wie T1
  • 5 Ob 747/82
    Entscheidungstext OGH 07.12.1982 5 Ob 747/82
    Beis wie T1
  • 7 Ob 46/82
    Entscheidungstext OGH 17.02.1983 7 Ob 46/82
    Vgl; Beis wie T1
  • 2 Ob 22/83
    Entscheidungstext OGH 22.02.1983 2 Ob 22/83
    Beis wie T1
  • 7 Ob 736/82
    Entscheidungstext OGH 24.03.1983 7 Ob 736/82
    Vgl; Beis wie T1
  • 5 Ob 736/82
    Entscheidungstext OGH 01.03.1983 5 Ob 736/82
    Vgl; Beis wie T1
  • 4 Ob 366/83
    Entscheidungstext OGH 12.07.1983 4 Ob 366/83
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Maßgebend ist allein das Klagebegehren; überschießende Feststellungen bedeutungslos. (T6)
  • 4 Ob 367/83
    Entscheidungstext OGH 12.07.1983 4 Ob 367/83
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T6
  • 7 Ob 660/83
    Entscheidungstext OGH 01.09.1983 7 Ob 660/83
  • 8 Ob 539/82
    Entscheidungstext OGH 08.09.1983 8 Ob 539/82
    Vgl; Beis wie T1
  • 7 Ob 581/83
    Entscheidungstext OGH 01.09.1983 7 Ob 581/83
    Auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 299/82
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 8 Ob 299/82
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 553/83
    Entscheidungstext OGH 17.01.1984 2 Ob 553/83
    Beis wie T1
  • 6 Ob 549/83
    Entscheidungstext OGH 07.06.1984 6 Ob 549/83
  • 7 Ob 1501/85
    Entscheidungstext OGH 21.02.1985 7 Ob 1501/85
    Veröff: JBl 1986,121
  • 7 Ob 645/85
    Entscheidungstext OGH 03.10.1985 7 Ob 645/85
    Vgl; Beis wie T1
  • 8 Ob 526/85
    Entscheidungstext OGH 27.11.1985 8 Ob 526/85
    Beis wie T1
  • 2 Ob 679/85
    Entscheidungstext OGH 21.01.1986 2 Ob 679/85
    Auch; Beis wie T1
  • 14 Ob 101/86
    Entscheidungstext OGH 01.07.1986 14 Ob 101/86
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 35/86
    Entscheidungstext OGH 09.09.1986 2 Ob 35/86
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 551/85
    Entscheidungstext OGH 06.11.1986 6 Ob 551/85
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 501/87
    Entscheidungstext OGH 29.01.1987 7 Ob 501/87
    Auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 523/87
    Entscheidungstext OGH 24.02.1987 5 Ob 523/87
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Vom Berufungsgericht amtswegig getroffene überschießende Feststellungen ohne entsprechendes Sachvorbringen können nicht berücksichtigt werden. (T7)
  • 7 Ob 6/87
    Entscheidungstext OGH 12.02.1987 7 Ob 6/87
  • 7 Ob 541/87
    Entscheidungstext OGH 14.05.1987 7 Ob 541/87
    Beis wie T1; Veröff: ÖBA 1987,918 (Koziol)
  • 9 ObA 20/87
    Entscheidungstext OGH 01.07.1987 9 ObA 20/87
    Auch; Beisatz: Soweit sie sich im Rahmen der Prozessbehauptungen halten. (T8)
  • 3 Ob 1024/87
    Entscheidungstext OGH 07.10.1987 3 Ob 1024/87
    Beis wie T1
  • 3 Ob 154/87
    Entscheidungstext OGH 16.12.1987 3 Ob 154/87
    Vgl; Beis wie T1
  • 10 Ob 523/87
    Entscheidungstext OGH 23.02.1988 10 Ob 523/87
    Vgl; Beis wie T1
  • 7 Ob 734/87
    Entscheidungstext OGH 25.02.1988 7 Ob 734/87
  • 7 Ob 564/88
    Entscheidungstext OGH 19.05.1988 7 Ob 564/88
    Vgl; Beis wie T8
  • 4 Ob 23/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 4 Ob 23/88
    Beis wie T1; Veröff: SZ 61/135 = ÖBl 1989,118
  • 7 Ob 601/88
    Entscheidungstext OGH 16.06.1988 7 Ob 601/88
    Vgl; Beis wie T8
  • 4 Ob 595/88
    Entscheidungstext OGH 15.11.1988 4 Ob 595/88
    Beis wie T1
  • 8 Ob 504/88
    Entscheidungstext OGH 24.11.1988 8 Ob 504/88
    Vgl; Beis wie T1
  • 4 Ob 77/89
    Entscheidungstext OGH 11.07.1989 4 Ob 77/89
    Beis wie T1; Veröff: ÖBl 1990,24
  • 3 Ob 558/89
    Entscheidungstext OGH 15.11.1989 3 Ob 558/89
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T5; Veröff: RZ 1992/59 S 155
  • 7 Ob 679/89
    Entscheidungstext OGH 30.11.1989 7 Ob 679/89
  • 7 Ob 710/89
    Entscheidungstext OGH 09.11.1989 7 Ob 710/89
  • 7 Ob 685/89
    Entscheidungstext OGH 14.12.1989 7 Ob 685/89
    Vgl; Beisatz: Sogenannte "überschießende" Feststellungen sind nur insoweit zu berücksichtigen, als sie in den Rahmen des geltend gemachten Klagegrundes oder der erhobenen Einrede fallen. (T9)
  • 2 Ob 545/89
    Entscheidungstext OGH 28.02.1990 2 Ob 545/89
    Auch; Beis wie T1; Veröff: JBl 1990,786
  • 7 Ob 25/90
    Entscheidungstext OGH 27.09.1990 7 Ob 25/90
    Vgl auch; Beis wie T1; Veröff: VersRdSch 1991,203
  • 1 Ob 3/91
    Entscheidungstext OGH 13.02.1991 1 Ob 3/91
    Auch; Beis wie T1; Veröff: ÖA 1992,90
  • 9 ObA 250/91
    Entscheidungstext OGH 04.12.1991 9 ObA 250/91
    Beis wie T1; Veröff: ZAS 1992/24 S 194 (Adamovich) = Arb 10981
  • 5 Ob 134/91
    Entscheidungstext OGH 10.03.1992 5 Ob 134/91
    Beis wie T1; Beis wie T9; Beisatz: Je weiter die Sachaufklärungspflicht des Gerichtes geht, desto weniger ist es gehindert, losgelöst vom Vorbringen der Parteien den wahren Sachverhalt zur Grundlage seiner Entscheidung zu machen (hier: Verfahren nach § 26 WEG). (T10)
    Veröff: WoBl 1992,208 (Call)
  • 6 Ob 627/91
    Entscheidungstext OGH 06.02.1992 6 Ob 627/91
    Veröff: JBl 1992,709
  • 4 Ob 49/93
    Entscheidungstext OGH 18.05.1993 4 Ob 49/93
    Beis wie T1
  • 3 Ob 531/93
    Entscheidungstext OGH 15.09.1993 3 Ob 531/93
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 10 Ob 509/93
    Entscheidungstext OGH 14.10.1993 10 Ob 509/93
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T9
  • 9 ObA 69/94
    Entscheidungstext OGH 20.04.1994 9 ObA 69/94
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 74/94
    Entscheidungstext OGH 12.07.1994 4 Ob 74/94
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 555/94
    Entscheidungstext OGH 20.09.1994 4 Ob 555/94
    Beis wie T1
  • 3 Ob 553/94
    Entscheidungstext OGH 07.09.1994 3 Ob 553/94
    Beis wie T1
  • 7 Ob 8/95
    Entscheidungstext OGH 22.02.1995 7 Ob 8/95
    Vgl; Beis wie T1
  • 4 Ob 529/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 4 Ob 529/95
    Vgl aber; Beis wie T7
  • 4 Ob 1512/96
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 4 Ob 1512/96
    Auch; Beis wie T1
  • 10 Ob 2063/96x
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 10 Ob 2063/96x
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 10 Ob 2299/96b
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 10 Ob 2299/96b
    Vgl; Beis wie T1
  • 7 Ob 2361/96y
    Entscheidungstext OGH 29.01.1997 7 Ob 2361/96y
    Beis wie T1; Beis wie T9
  • 4 Ob 2338/96v
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2338/96v
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Werden der Entscheidung (unzulässige) überschießende Feststellungen zugrunde gelegt, so wird damit nicht gegen Verfahrensvorschriften verstoßen, sondern die Sache wird rechtlich unrichtig beurteilt. (T11)
  • 10 Ob 2470/96z
    Entscheidungstext OGH 15.04.1997 10 Ob 2470/96z
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T11
  • 8 ObA 21/97i
    Entscheidungstext OGH 23.05.1997 8 ObA 21/97i
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T8
  • 2 Ob 2077/96x
    Entscheidungstext OGH 20.11.1997 2 Ob 2077/96x
    Beis wie T1
  • 4 Ob 355/97b
    Entscheidungstext OGH 09.12.1997 4 Ob 355/97b
    Auch
  • 4 Ob 13/98k
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 4 Ob 13/98k
    Auch
  • 8 Ob 56/98p
    Entscheidungstext OGH 06.07.1998 8 Ob 56/98p
    Vgl; Beis wie T11
  • 1 Ob 163/98x
    Entscheidungstext OGH 27.10.1998 1 Ob 163/98x
    Auch; Beisatz: Aus der möglichen Berücksichtigung solcher überschießenden Feststellungen kann indes nicht der Schluss abgeleitet werden, der Erstrichter wäre verpflichtet gewesen, weitere, vom Klagevorbringen nicht gedeckten Feststellungen zu treffen. Es ist daher jedenfalls in einem nicht vom Untersuchungsgrundsatz beherrschten Verfahren kein Feststellungsmangel, wenn Feststellungen nicht getroffen werden, denen eine Behauptungsgrundlage fehlt. (T12)
  • 9 ObA 257/98d
    Entscheidungstext OGH 23.12.1998 9 ObA 257/98d
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T9
  • 7 Ob 135/99z
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 135/99z
    Vgl; Beis wie T1
  • 1 Ob 340/99b
    Entscheidungstext OGH 14.01.2000 1 Ob 340/99b
    Auch; Beisatz: Soweit sie in den Rahmen einer bestimmten Einwendung fallen. (T13)
  • 4 Ob 190/00w
    Entscheidungstext OGH 17.08.2000 4 Ob 190/00w
    Auch
  • 7 Ob 185/00g
    Entscheidungstext OGH 18.10.2000 7 Ob 185/00g
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T9
  • 6 Ob 72/00g
    Entscheidungstext OGH 23.10.2000 6 Ob 72/00g
    Auch; Beis wie T8
  • 8 ObA 182/00y
    Entscheidungstext OGH 15.02.2001 8 ObA 182/00y
    Vgl aber; Beisatz: Feststellungen, die im Parteivorbringen keinerlei Grundlage finden sind als "überschießend" nicht zu berücksichtigen. (T14)
    Veröff: SZ 74/22
  • 3 Ob 73/01h
    Entscheidungstext OGH 25.04.2001 3 Ob 73/01h
    Vgl auch; Beisatz: Ob sogenannte "überschießende" Feststellungen in den Rahmen des geltend gemachten Rechtsgrundes oder der Einwendungen fallen und daher nach der stRsp zu berücksichtigen sind, ist eine Frage des Einzelfalles. (T15)
  • 10 ObS 121/01v
    Entscheidungstext OGH 12.06.2001 10 ObS 121/01v
    Vgl aber; Beis wie T1; Beis wie T9
  • 4 Ob 102/02g
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 4 Ob 102/02g
    Vgl; Beis wie T1; Veröff: SZ 2002/72
  • 1 Ob 316/01d
    Entscheidungstext OGH 11.06.2002 1 Ob 316/01d
    Auch; Beis wie T11
  • 2 Ob 163/02p
    Entscheidungstext OGH 08.08.2002 2 Ob 163/02p
    Auch; Beis wie T15
  • 7 Ob 164/02x
    Entscheidungstext OGH 07.08.2002 7 Ob 164/02x
    Vgl; Beis wie T15
  • 7 Ob 256/01z
    Entscheidungstext OGH 09.10.2002 7 Ob 256/01z
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T15
  • 6 Ob 244/02d
    Entscheidungstext OGH 18.12.2003 6 Ob 244/02d
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T11
  • 3 Ob 130/04w
    Entscheidungstext OGH 29.06.2004 3 Ob 130/04w
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T9; Beis wie T15
  • 5 Ob 81/04d
    Entscheidungstext OGH 28.09.2004 5 Ob 81/04d
    Vgl; Beis wie T9; Beis wie T11
  • 7 Ob 51/05h
    Entscheidungstext OGH 16.03.2005 7 Ob 51/05h
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T11; Beis wie T14; Beis wie T15
  • 8 Ob 104/06m
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 8 Ob 104/06m
    Vgl aber; Beis wie T1; Beis wie T15
  • 2 Ob 179/06x
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 2 Ob 179/06x
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T11
  • 8 Ob 48/06a
    Entscheidungstext OGH 15.03.2007 8 Ob 48/06a
    Vgl auch; Beis wie T15; Beisatz: Abgesehen von Fällen krasser Fehlbeurteilung durch die zweite Instanz. (T16)
  • 8 Ob 79/07m
    Entscheidungstext OGH 11.10.2007 8 Ob 79/07m
    Vgl; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T14
  • 6 Ob 294/07i
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 6 Ob 294/07i
    Vgl auch; Beis wie T15; Beis wie T16
  • 1 Ob 113/08m
    Entscheidungstext OGH 11.08.2008 1 Ob 113/08m
    Vgl aber; Beis ähnlich wie T6; Beis ähnlich wie T7; Beis ähnlich wie T9; Beis ähnlich wie T14
  • 7 Ob 199/08b
    Entscheidungstext OGH 22.10.2008 7 Ob 199/08b
    Vgl; Beis ähnlich wie T1; Beis ähnlich wie T8; Beis ähnlich wie T9
  • 6 Ob 252/08i
    Entscheidungstext OGH 15.01.2009 6 Ob 252/08i
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T15
  • 5 Ob 223/08t
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 5 Ob 223/08t
    Vgl; Beis ähnlich wie T1; Beis ähnlich wie T8; Beis ähnlich wie T9
  • 4 Ob 55/09f
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 55/09f
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T15
  • 17 Ob 12/09b
    Entscheidungstext OGH 14.07.2009 17 Ob 12/09b
    Vgl
  • 5 Ob 154/09x
    Entscheidungstext OGH 01.09.2009 5 Ob 154/09x
    Auch; Beis ähnlich wie T1; Bem: Hier: Außerstreitiges Verfahren nach §§ 8 Abs 2, 37 Abs 1 Z 5 MRG. (T17)
  • 4 Ob 148/09g
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 4 Ob 148/09g
    Auch
  • 4 Ob 130/09k
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 4 Ob 130/09k
    Vgl; Veröff: SZ 2009/127
  • 6 Ob 123/10x
    Entscheidungstext OGH 24.06.2010 6 Ob 123/10x
    Vgl; Beis wie T14; Beis wie T15
  • 3 Ob 77/10k
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 3 Ob 77/10k
    Auch; Beis wie T15
  • 4 Ob 113/10m
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 113/10m
    Vgl; Beis wie T1
  • 4 Ob 205/10s
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 205/10s
    Vgl auch; Beis wie T15
  • 7 Ob 9/11s
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 9/11s
    Gegenteilig; Beis wie T11
  • 17 Ob 1/11p
    Entscheidungstext OGH 23.03.2011 17 Ob 1/11p
    Vgl auch
  • 5 Ob 95/11y
    Entscheidungstext OGH 07.07.2011 5 Ob 95/11y
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T15
  • 3 Ob 126/11t
    Entscheidungstext OGH 14.12.2011 3 Ob 126/11t
    Vgl aber; Auch Beis wie T6; Auch Beis wie T7; Auch Beis wie T9; Auch Beis wie T14
  • 7 Ob 193/11z
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 7 Ob 193/11z
    Vgl; Beis wie T11
  • 3 Ob 53/12h
    Entscheidungstext OGH 18.04.2012 3 Ob 53/12h
    Vgl aber; Auch Beis wie T6; Auch Beis wie T7; Auch Beis wie T9; Auch Beis wie T14
  • 9 ObA 15/12i
    Entscheidungstext OGH 20.06.2012 9 ObA 15/12i
    Vgl; Beis wie T1
  • 1 Ob 151/12f
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 151/12f
    Vgl; Beis wie T6
  • 1 Ob 168/12f
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 168/12f
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Auch Beis wie T8; Beis wie T9
  • 3 Ob 124/13a
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 124/13a
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T14
  • 8 Ob 116/13m
    Entscheidungstext OGH 29.11.2013 8 Ob 116/13m
    Beis ähnlich wie T6; Beis wie T9; Beis wie T11; Beis ähnlich wie T14; Beisatz: Unzulässige überschießende Feststellungen sind unbeachtlich. (T18)
    Bem: Änderung der versehentlich ein zweites Mal vergebenen Beisatznummer (T17) auf (T18) - März 2014 (T18a)
  • 4 Ob 190/13i
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 190/13i
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T11
  • 9 ObA 30/14y
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 9 ObA 30/14y
    Vgl aber; Beis wie T14
  • 1 Ob 229/14d
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 229/14d
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T11
  • 4 Ob 39/15m
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 39/15m
    Beis wie T15; Beis wie T16
  • 7 Ob 226/14g
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 226/14g
    Vgl aber; Beis wie T9; Beis wie T11; Beis wie T13; Beis wie T14
  • 7 Ob 139/15i
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 7 Ob 139/15i
    Auch
  • 8 ObA 59/15g
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 8 ObA 59/15g
    Auch
  • 3 Ob 116/16d
    Entscheidungstext OGH 13.07.2016 3 Ob 116/16d
    Auch; Beis wie T15; Beis wie T16
  • 3 Ob 204/16w
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 204/16w
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T13; Beis wie T15
  • 7 Ob 44/17x
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 7 Ob 44/17x
    Vgl aber; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 3 Ob 165/17m
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 3 Ob 165/17m
    Vgl auch; Beis wie T15
  • 2 Ob 147/17g
    Entscheidungstext OGH 14.12.2017 2 Ob 147/17g
    Auch
  • 7 Ob 174/17i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 174/17i
    tw abweichend; Beis wie T11; Beis wie T9
  • 4 Ob 20/18x
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 20/18x
    Auch; Beis wie T12
  • 5 Ob 91/18w
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 91/18w
    Auch; Beis wie T15; Beis wie T16
  • 1 Ob 166/18w
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 1 Ob 166/18w
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T9; Beis wie T13; Beis wie T15

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0037972

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.11.2018

Dokumentnummer

JJR_19740402_OGH0002_0030OB00051_7400000_003

Rechtssatz für 3Ob547/76 2Ob541/78 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0041157

Geschäftszahl

3Ob547/76; 2Ob541/78; 7Ob680/78; 6Ob516/79; 6Ob616/79; 1Ob632/79; 4Ob542/79; 5Ob700/79; 3Ob616/78; 5Ob585/81; 4Ob538/82; 3Ob548/83; 6Ob761/82; 8Ob635/85; 14Ob88/86; 14Ob87/86; 3Ob122/87; 3Ob11/89; 2Ob25/89 (2Ob26/89); 8Ob627/89; 9ObA203/91 (9ObA204/91); 1Ob576/92; 3Ob1073/92; 9ObA224/92; 3Ob52/93; 2Ob42/93 (2Ob43/93); 7Ob612/93; 1Ob536/94; 9ObA75/94; 1Ob527/94; 1Ob545/95; 1Ob574/95; 1Ob40/95; 5Ob2101/96y; 1Ob517/95; 4Ob2023/96w; 6Ob2119/96b; 5Ob2152/96y; 4Ob187/97x; 2Ob81/97v; 9Ob290/97f; 7Ob334/97m; 10Ob335/97f; 7Ob344/97g; 9ObA215/98b; 6Ob254/98s; 9ObA205/98g; 5Ob12/99x; 7Ob41/99a; 7Ob106/98h; 6Ob59/99s; 7Ob179/99w; 7Ob135/99z; 7Ob184/99f; 3Ob308/99m; 5Ob333/99b; 6Ob88/99f; 6Ob43/00t; 5Ob123/00z; 7Ob55/00i; 6Ob87/01i; 6Ob29/02m; 6Ob133/02f; 10ObS176/02h; 7Ob44/02z; 1Ob35/02g; 6Ob131/03p; 6Ob248/03v; 6Ob176/06k; 7Ob56/06w; 4Ob87/07h; 4Ob200/08b; 6Ob43/08d; 2Ob213/08z; 5Ob270/09f; 8Ob13/10k; 8ObA19/11v; 3Ob167/13z; 9ObA171/13g; 10Ob11/14m; 3Ob245/16z; 1Ob47/17v; 8Ob26/17g

Entscheidungsdatum

01.06.1976

Norm

ZPO §411 Aa
ZPO §411 Ba
ZPO §411 Bf

Rechtssatz

Auch mangels Identität des Begehrens kann ein Urteil eines Vorprozesses zufolge seiner materiellen Rechtskraft zur inhaltlichen Bindung des später entscheidenden Gerichtes führen, insbesondere wenn Parteien und rechtserzeugender Inhalt identisch sind und beide Prozesse in einem so engen inhaltlichen Zusammenhang stehen, dass die Gebote der Rechtssicherheit und der Entscheidungsharmonie eine widersprechende Beantwortung derselben in beiden Fällen entscheidenden Rechtsfrage nicht gestatten.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 547/76
    Entscheidungstext OGH 01.06.1976 3 Ob 547/76
    Veröff: RZ 1977/49 S 105
  • 2 Ob 541/78
    Entscheidungstext OGH 12.10.1978 2 Ob 541/78
    Vgl
  • 7 Ob 680/78
    Entscheidungstext OGH 19.10.1978 7 Ob 680/78
    Vgl auch
  • 6 Ob 516/79
    Entscheidungstext OGH 14.03.1979 6 Ob 516/79
    Vgl auch
  • 6 Ob 616/79
    Entscheidungstext OGH 30.05.1979 6 Ob 616/79
    Beisatz: Räumungsprozess, in dem das Vorliegen eines Bestandverhältnisses verneint wurde - nunmehr Kündigungsprozess. (T1)
  • 1 Ob 632/79
    Entscheidungstext OGH 13.06.1979 1 Ob 632/79
    Veröff: RZ 1980/31 S 138
  • 4 Ob 542/79
    Entscheidungstext OGH 16.10.1979 4 Ob 542/79
    Beisatz: In diesen Fällen ergreift die Bindungswirkung auch die Feststellung und Entscheidung des mit dem rechtskräftig gewordenen Urteilsspruch unvereinbaren Gegenteils. (T2)
  • 5 Ob 700/79
    Entscheidungstext OGH 13.11.1979 5 Ob 700/79
    Vgl auch
  • 3 Ob 616/78
    Entscheidungstext OGH 24.10.1979 3 Ob 616/78
    Veröff: SZ 52/151 = JBl 1980,541
  • 5 Ob 585/81
    Entscheidungstext OGH 20.10.1981 5 Ob 585/81
    Beisatz: Erbrechtsklage - Erbschaftsklage. (T3)
  • 4 Ob 538/82
    Entscheidungstext OGH 18.05.1982 4 Ob 538/82
    Veröff: SZ 55/74
  • 3 Ob 548/83
    Entscheidungstext OGH 25.05.1983 3 Ob 548/83
    Beisatz: Wurde dem Begehren auf Feststellung des Eigentumsrechtes an einer bestimmten Sache stattgegeben, dann steht wegen der besonderen Verknüpfung mit diesem Inhalt der Vorentscheidung deren Rechtskraft der abweichenden sachlichen Entscheidung der auf den gleichen Sachverhalt gestützten Klage des Unterlegenen gegen den Sieger im Vorprozess auf Feststellung des Eigentumsrechtes des Unterlegenen entgegen. (T4)
  • 6 Ob 761/82
    Entscheidungstext OGH 23.06.1983 6 Ob 761/82
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Keine Bindungswirkung hinsichtlich der im Vorprozess gelösten Frage, wann das Bestandsverhältnis aufgelöst wurde für die im zweiten Prozess zu klärende Frage, wann der Bestandgegenstand übergeben wurde. (T5)
    Veröff: JBl 1984,489
  • 8 Ob 635/85
    Entscheidungstext OGH 03.04.1986 8 Ob 635/85
  • 14 Ob 88/86
    Entscheidungstext OGH 03.06.1986 14 Ob 88/86
    Beisatz: Diese Bindungswirkung schließt zwar die Verhandlung und Entscheidung über das neue Klagebegehren nicht aus; der Richter hat dabei aber von dem bereits rechtskräftig entschiedenen Anspruch auszugehen und ihn seiner neuen Entscheidung zugrundezulegen (SZ 55/74 ua). (T6)
  • 14 Ob 87/86
    Entscheidungstext OGH 03.06.1986 14 Ob 87/86
    Beis wie T6
  • 3 Ob 122/87
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 122/87
    Beisatz: Keine Bindungswirkung eines Urteils, womit eine Erhöhung des Unterhalts wegen Verwirkung des Anspruchs abgelehnt wurde, für den nachfolgenden Oppositionsprozess betreffend den ursprünglichen Unterhaltsbetrag. (T7)
  • 3 Ob 11/89
    Entscheidungstext OGH 12.04.1989 3 Ob 11/89
    Beis wie T7; Veröff: RZ 1989/96 S 250
  • 2 Ob 25/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 2 Ob 25/89
  • 8 Ob 627/89
    Entscheidungstext OGH 30.10.1990 8 Ob 627/89
    Vgl auch
  • 9 ObA 203/91
    Entscheidungstext OGH 04.12.1991 9 ObA 203/91
  • 1 Ob 576/92
    Entscheidungstext OGH 14.07.1992 1 Ob 576/92
    Auch
  • 3 Ob 1073/92
    Entscheidungstext OGH 21.10.1992 3 Ob 1073/92
    Beis wie T6
  • 9 ObA 224/92
    Entscheidungstext OGH 21.10.1992 9 ObA 224/92
    Beis wie T6
  • 3 Ob 52/93
    Entscheidungstext OGH 28.04.1993 3 Ob 52/93
    Beisatz: Neues Vorbringen zu einem nicht geänderten Sachverhalt ist durch die Bindungswirkung ausgeschlossen. (T8)
  • 2 Ob 42/93
    Entscheidungstext OGH 26.08.1993 2 Ob 42/93
  • 7 Ob 612/93
    Entscheidungstext OGH 25.05.1994 7 Ob 612/93
  • 1 Ob 536/94
    Entscheidungstext OGH 29.03.1994 1 Ob 536/94
    Auch; Beisatz: Die Frage, ob jemand Kommanditanteile anderer Kommanditisten wirksam erwarb und damit Gesellschafter wurde, kann zufolge der Gemeinschaftlichkeit der rechtserzeugenden Tatsachen für die Gesellschaft, ihre Komplementärin und ihre Kommanditisten nur einheitlich entschieden werden. (T9)
  • 9 ObA 75/94
    Entscheidungstext OGH 08.06.1994 9 ObA 75/94
    Beis wie T8
  • 1 Ob 527/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1994 1 Ob 527/94
    Vgl; Beis wie T6
  • 1 Ob 545/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 545/95
    Auch; Beis wie T6
    Veröff: SZ 68/103
  • 1 Ob 574/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 574/95
    Beis wie T6
  • 1 Ob 40/95
    Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 40/95
    Auch, Beis wie T6
  • 5 Ob 2101/96y
    Entscheidungstext OGH 21.05.1996 5 Ob 2101/96y
  • 1 Ob 517/95
    Entscheidungstext OGH 23.04.1996 1 Ob 517/95
    Vgl; Beisatz: Voraussetzung auch dieses Sonderfalls der Präjudizialität kraft Bindungswirkung ist die Parteienidentität in beiden Verfahren. (T10)
  • 4 Ob 2023/96w
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 4 Ob 2023/96w
    Vgl auch
  • 6 Ob 2119/96b
    Entscheidungstext OGH 14.08.1996 6 Ob 2119/96b
    Vgl; Beis wie T8
  • 5 Ob 2152/96y
    Entscheidungstext OGH 29.10.1996 5 Ob 2152/96y
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Verfahrensgegenstand war im Vorverfahren die gesetzlich zulässige Mindestzinshöhe; ein durchaus zulässiger Zwischenantrag (oder auch Hauptantrag) betreffend die maßgebende Ausstattungskategorie war dort nicht gestellt gewesen, daher: Bindung an die im Wege der Vorfragenbeurteilung vorgenommene Einstufung der Wohnung der Antragstellerin in eine bestimmte Ausstattungskategorie ist zu verneinen. (T11)
  • 4 Ob 187/97x
    Entscheidungstext OGH 26.06.1997 4 Ob 187/97x
    Vgl auch
  • 2 Ob 81/97v
    Entscheidungstext OGH 10.04.1997 2 Ob 81/97v
  • 9 Ob 290/97f
    Entscheidungstext OGH 22.10.1997 9 Ob 290/97f
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 334/97m
    Entscheidungstext OGH 11.11.1997 7 Ob 334/97m
    Auch
  • 10 Ob 335/97f
    Entscheidungstext OGH 16.12.1997 10 Ob 335/97f
    Vgl; Beis wie T6
  • 7 Ob 344/97g
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 7 Ob 344/97g
    Beis wie T8
  • 9 ObA 215/98b
    Entscheidungstext OGH 21.10.1998 9 ObA 215/98b
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 6 Ob 254/98s
    Entscheidungstext OGH 26.11.1998 6 Ob 254/98s
    Beisatz: Hier: Unterlassungsanspruch nach § 1330 ABGB. (T12)
  • 9 ObA 205/98g
    Entscheidungstext OGH 11.11.1998 9 ObA 205/98g
    Vgl aber; Beisatz: Es reicht aber nicht aus, dass eine im Vorprozess (beziehungsweise hier: durch Teilanerkenntnis) relevante Vorfrage auch eine solche des späteren Prozesses ist. Wenn eine bestimmte Tatsache im Vorprozess nicht den Hauptgegenstand des Verfahrens bildete, sondern lediglich eine Vorfrage darstellte, dann kommt der Entscheidung dieser Vorfrage im Vorprozess keine bindende Wirkung im folgenden zu. (T13)
  • 5 Ob 12/99x
    Entscheidungstext OGH 09.02.1999 5 Ob 12/99x
  • 7 Ob 41/99a
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 7 Ob 41/99a
    Auch; Veröff: SZ 72/35
  • 7 Ob 106/98h
    Entscheidungstext OGH 30.03.1999 7 Ob 106/98h
    Vgl aber; Beis wie T13
  • 6 Ob 59/99s
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 6 Ob 59/99s
    Auch; Beis wie T13; Beisatz: Hier: Im Vorprozess über die Zahlungsklage ergangenes abweisende Urteil, welches die Voraussetzung der Wandlung bejahte. (T14)
  • 7 Ob 179/99w
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 179/99w
    Auch
  • 7 Ob 135/99z
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 135/99z
    Vgl; Beis ähnlich wie T13
  • 7 Ob 184/99f
    Entscheidungstext OGH 13.10.1999 7 Ob 184/99f
  • 3 Ob 308/99m
    Entscheidungstext OGH 22.12.1999 3 Ob 308/99m
    Auch
  • 5 Ob 333/99b
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 5 Ob 333/99b
    Vgl aber; Beisatz: Es reicht nicht aus, dass eine im Vorprozess relevante Vorfrage auch eine solche des späteren Prozesses ist. Wenn eine bestimmte Tatsache aber im Vorprozess nicht den Hauptgegenstand des Verfahrens bildete, sondern lediglich eine Vorfrage darstellte, dann kommt der Entscheidung dieser Vorfrage im Vorprozess keine bindende Wirkung im Folgenden zu. Die Annahme, dass auch die Feststellungen über eine Vorfrage im Vorprozess selbständig rechtskräftig werden können, würde das Institut des Zwischenantrags auf Feststellung völlig entwerten (9 ObA 205/98g, 5 Ob 12/99x). (T15)
  • 6 Ob 88/99f
    Entscheidungstext OGH 24.02.2000 6 Ob 88/99f
    Vgl auch; Beisatz: Hier keine Bindungswirkung: Gegenstand des Vorprozesses waren der dem Vorkaufsberechtigten (nur) beim dinglichen Vorkaufsrecht zustehende Abforderungsanspruch gegen die (außerbücherlichen) Dritterwerber gemäß § 1079 Satz 2 ABGB und ein Bereicherungsanspruch gegen diese als unredliche Besitzer. Im vorliegenden Fall macht die Klägerin gegen die - mit dem Vorkaufsrecht belasteten - Verkäufer einen durch die schadenersatzrechtliche Regelung des Innenverhältnisses zwischen Verpflichtetem und Berechtigtem in § 1079 Satz 1 ABGB nicht ausgeschlossenen - Erfüllungsanspruch sowie Schadenersatzansprüche geltend. (T16)
    Beis wie T13
  • 6 Ob 43/00t
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 6 Ob 43/00t
    Vgl auch; Beisatz: Hier geht es um ein Feststellungsurteil, das eine Bindungswirkung für das "begriffliche Gegenteil" entfaltet und der Identität des Anspruchs gleichzuhalten ist; Thema: Mietverhältnis. (T17)
  • 5 Ob 123/00z
    Entscheidungstext OGH 26.09.2000 5 Ob 123/00z
    Vgl auch; Beis wie T11
  • 7 Ob 55/00i
    Entscheidungstext OGH 30.03.2001 7 Ob 55/00i
    Vgl aber; Beis wie T13
  • 6 Ob 87/01i
    Entscheidungstext OGH 31.01.2002 6 Ob 87/01i
    Vgl aber; Beis wie T15
  • 6 Ob 29/02m
    Entscheidungstext OGH 14.03.2002 6 Ob 29/02m
    Auch
  • 6 Ob 133/02f
    Entscheidungstext OGH 20.06.2002 6 Ob 133/02f
    Teilweise abweichend; Beisatz: Diese in der älteren Rechtsprechung vertretene Ansicht wurde von der jüngeren Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes in dieser Form nicht aufrechterhalten. (T18)
  • 10 ObS 176/02h
    Entscheidungstext OGH 18.06.2002 10 ObS 176/02h
    Teilweise abweichend; Beis wie T18; Beis wie T13
  • 7 Ob 44/02z
    Entscheidungstext OGH 26.06.2002 7 Ob 44/02z
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T8; Beis ähnlich wie T17
  • 1 Ob 35/02g
    Entscheidungstext OGH 13.12.2002 1 Ob 35/02g
    Vgl; Beisatz: Waren Feststellungen in dem im Vorprozess ergangenen Urteil nicht entscheidungswesentlich, so kann ihnen weder als Vorfrage noch im Sinne einer Bindungsmöglichkeit aus Gründen der Entscheidungsharmonie Bedeutung zukommen. (T19)
  • 6 Ob 131/03p
    Entscheidungstext OGH 27.11.2003 6 Ob 131/03p
    Vgl
  • 6 Ob 248/03v
    Entscheidungstext OGH 11.12.2003 6 Ob 248/03v
    Vgl aber; Beis wie T13; Beis wie T15
    Veröff: SZ 2003/160
  • 6 Ob 176/06k
    Entscheidungstext OGH 12.10.2006 6 Ob 176/06k
    Vgl aber; Beis wie T13; Beis wie T15
  • 7 Ob 56/06w
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 7 Ob 56/06w
    Vgl aber; Beis wie T13; Beisatz: Eine prozessrechtliche Bindungswirkung im Sinn einer Bindung an den im Vorprozess festgestellten Verteilungsplan ist zu verneinen (hier: Nach den Bestimmungen der §§ 155, 156 VersVG aufgestellten Verteilungsplanes). (T20)
  • 4 Ob 87/07h
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 87/07h
    Vgl aber; Beis wie T13
    Veröff: SZ 2007/177
  • 4 Ob 200/08b
    Entscheidungstext OGH 15.12.2008 4 Ob 200/08b
    Vgl aber; Beis wie T13
  • 6 Ob 43/08d
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 6 Ob 43/08d
    Vgl; Beisatz: Hier: Abweisende Entscheidung des Strafgerichts im medienrechtlichen Entschädigungsverfahren nach den §§ 6, 7, 7a, 7b oder 7c MedienG und Unterlassungsanspruch wegen Verletzung des § 78 UrhG. (T21)
    Beisatz: Die ganz überwiegende jüngere Rechtsprechung nimmt eine Bindungswirkung aber nur an die im Vorprozess entschiedene Hauptfrage an, nicht aber an eine dort beurteilte Vorfrage. (T22)
    Beisatz: Der im medienrechtlichen Entschädigungsverfahren entschiedene Anspruch ist keine Vorfrage, also das bedingende Rechtsverhältnis für den Unterlassungsanspruch wegen Verletzung des § 78 UrhG. (T23)
  • 2 Ob 213/08z
    Entscheidungstext OGH 20.05.2009 2 Ob 213/08z
    Vgl aber; Beis wie T13; Vgl Beis wie T15
  • 5 Ob 270/09f
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 5 Ob 270/09f
    Auch
  • 8 Ob 13/10k
    Entscheidungstext OGH 21.12.2010 8 Ob 13/10k
    Vgl aber; Beis ähnlich wie T13
  • 8 ObA 19/11v
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 8 ObA 19/11v
    Vgl aber; Beis ähnlich wie T13; Beis ähnlich wie T15; Beis ähnlich wie T22
  • 3 Ob 167/13z
    Entscheidungstext OGH 29.10.2013 3 Ob 167/13z
    Beisatz: Hier: Unterhaltsklage - Oppositionsklage aufgrund Verwirkung: Bindungswirkung bejaht. (T24)
  • 9 ObA 171/13g
    Entscheidungstext OGH 26.02.2014 9 ObA 171/13g
    Auch; Beis wie T13; Beis wie T15; Beis wie T22
  • 10 Ob 11/14m
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 10 Ob 11/14m
  • 3 Ob 245/16z
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 245/16z
    Vgl aber; Beis wie T13; Beis wie T19
  • 1 Ob 47/17v
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 1 Ob 47/17v
    Vgl aber; Beis wie T13; Beis wie T15; Beis wie T18; Beis wie T22; Beisatz: Hier war das Bestehen einer konkludent zustande gekommenen Dienstbarkeitsvereinbarung zwischen den Parteien für den Vorprozess nur Vorfrage. Die Rechtskraft des Urteils im Vorprozess umfasste nicht die Feststellung, dass die von den dortigen Beklagten und nunmehrigen Klägern behauptete Servitut tatsächlich bestehe und muss daher diese Frage im nunmehr zu beurteilenden Rechtsstreit über die Einverleibung der behaupteten Grunddienstbarkeit (Rechtsgrund, Art und Umfang des Rechts) neu geprüft werden. (T25)
  • 8 Ob 26/17g
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 8 Ob 26/17g
    Vgl aber; Beisatz: Materielle Nahebeziehungen bzw Abhängigkeiten zwischen den Streitgegenständen, teleologische Sinnzusammenhänge der Entscheidungsgegenstände oder Rechtsverhältnisse, das Gebot der Entscheidungsharmonie oder das Bedürfnis nach Rechtssicherheit sind keine hinreichenden Gründe für eine Erweiterung der Bindungswirkung. (T26)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0041157

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.08.2017

Dokumentnummer

JJR_19760601_OGH0002_0030OB00547_7600000_001

Rechtssatz für 5Ob535/77 4Ob570/81 (4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012662

Geschäftszahl

5Ob535/77; 4Ob570/81 (4Ob571/81 - 4Ob576/81); 1Ob782/82; 7Ob135/99z; 3Ob218/03k; 7Ob195/09s

Entscheidungsdatum

19.04.1977

Norm

ABGB §692
ABGB §1373
ABGB §1374

Rechtssatz

Die Sicherstellung gemäß § 692 ABGB hat nach den Vorschriften der §§ 1373 f ABGB zu erfolgen, es sei denn, etwas anderes wurde vereinbart. Den Legataren ist jedoch kein Wahlrecht in Ansehung der Art der Sicherheitsleistung eingeräumt.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 535/77
    Entscheidungstext OGH 19.04.1977 5 Ob 535/77
    SZ 50/56 = NZ 1979,27 = JBl 1979,200
  • 4 Ob 570/81
    Entscheidungstext OGH 17.11.1981 4 Ob 570/81
    nur: Die Sicherstellung gemäß § 692 ABGB hat nach den Vorschriften der §§ 1373 f ABGB zu erfolgen, es sei denn, etwas anderes wurde vereinbart. (T1); Beisatz: Beim Vermächtnis einer Liegenschaft also regelmäßig durch Einräumung einer Hypothek. (T2)
  • 1 Ob 782/82
    Entscheidungstext OGH 03.11.1982 1 Ob 782/82
    nur: Die Sicherstellung gemäß § 692 ABGB hat nach den Vorschriften der §§ 1373 f ABGB zu erfolgen. (T3)
  • 7 Ob 135/99z
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 135/99z
  • 3 Ob 218/03k
    Entscheidungstext OGH 25.03.2004 3 Ob 218/03k
    nur T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 195/09s
    Entscheidungstext OGH 18.11.2009 7 Ob 195/09s
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0012662

Zuletzt aktualisiert am

09.02.2010

Dokumentnummer

JJR_19770419_OGH0002_0050OB00535_7700000_002

Rechtssatz für 6Ob761/82 3Ob122/87 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0041342

Geschäftszahl

6Ob761/82; 3Ob122/87; 3Ob90/91; 5Ob1085/92; 3Ob43/93; 2Ob28/94; 3Ob1091/94; 5Ob2267/96k; 7Ob334/97m; 10Ob19/99p; 6Ob59/99s; 7Ob135/99z; 6Ob284/99d; 6Ob61/05x; 4Ob151/07w; 1Ob83/08z; 5Ob214/10x; 7Ob214/10m; 3Ob104/11g; 5Ob212/10b; 7Ob219/13a; 8Ob38/14t; 7Ob60/15x; 3Ob163/15i; 1Ob28/15x; 7Ob102/15y; 8Ob26/17g; 2Ob137/18p; 3Ob181/18s

Entscheidungsdatum

23.06.1983

Norm

ZPO §411 Ca

Rechtssatz

Die in der Entscheidung enthaltene Beurteilung von Vorfragen erwächst ebensowenig in Rechtskraft wie die Tatsachenfeststellungen des Gerichtes, die es zur Gewinnung des für die Subsumption erforderlichen Tatbestandes benötigt.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 761/82
    Entscheidungstext OGH 23.06.1983 6 Ob 761/82
    Veröff: JBl 1984,489
  • 3 Ob 122/87
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 122/87
    Beisatz: Nur dann, wenn auch die Lösung der Vorfrage zum Gegenstand des Urteils werden muss, weil ein Zwischenfeststellungsantrag gestellt wurde, erwächst dieser Urteilstenor in Rechtskraft. (T1)
  • 3 Ob 90/91
    Entscheidungstext OGH 28.08.1991 3 Ob 90/91
    Veröff: RZ 1990/109
  • 5 Ob 1085/92
    Entscheidungstext OGH 10.11.1992 5 Ob 1085/92
  • 3 Ob 43/93
    Entscheidungstext OGH 15.09.1993 3 Ob 43/93
    Auch; Veröff: SZ 66/108
  • 2 Ob 28/94
    Entscheidungstext OGH 29.05.1994 2 Ob 28/94
  • 3 Ob 1091/94
    Entscheidungstext OGH 21.09.1994 3 Ob 1091/94
    nur: Die in der Entscheidung enthaltene Beurteilung von Vorfragen erwächst ebensowenig in Rechtskraft. (T2)
  • 5 Ob 2267/96k
    Entscheidungstext OGH 08.10.1996 5 Ob 2267/96k
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 334/97m
    Entscheidungstext OGH 11.11.1997 7 Ob 334/97m
    Auch; nur T2; Beis wie T1
  • 10 Ob 19/99p
    Entscheidungstext OGH 09.02.1999 10 Ob 19/99p
    Auch; nur T2
  • 6 Ob 59/99s
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 6 Ob 59/99s
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 135/99z
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 135/99z
    Vgl auch
  • 6 Ob 284/99d
    Entscheidungstext OGH 15.12.1999 6 Ob 284/99d
    nur T2
  • 6 Ob 61/05x
    Entscheidungstext OGH 06.10.2005 6 Ob 61/05x
    Vgl auch; Beisatz: Die Entscheidungsgründe sind für sich allein aber nicht der Rechtskraft fähig. Der Spruch über die Kosten eines Vorprozesses kann keine Bindungswirkung hinsichtlich des Bestehens oder Nichtbestehens eines Rechtes oder Rechtsverhältnisses entfalten. Die Begründung der Kostenentscheidung dient nicht zur Abgrenzung des dem Vorverfahren zugrundeliegenden maßgebenden Sachverhalts. (T3)
  • 4 Ob 151/07w
    Entscheidungstext OGH 02.10.2007 4 Ob 151/07w
  • 1 Ob 83/08z
    Entscheidungstext OGH 06.05.2008 1 Ob 83/08z
    Auch; nur T2
  • 5 Ob 214/10x
    Entscheidungstext OGH 02.12.2010 5 Ob 214/10x
    Auch
  • 7 Ob 214/10m
    Entscheidungstext OGH 11.05.2011 7 Ob 214/10m
  • 3 Ob 104/11g
    Entscheidungstext OGH 09.06.2011 3 Ob 104/11g
    Auch
  • 5 Ob 212/10b
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 212/10b
    Vgl auch
  • 7 Ob 219/13a
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 219/13a
    nur: Die Tatsachenfeststellungen eines Gerichts, die es als zur Gewinnung des für die Subsumption erforderlichen Tatbestands benötigt, erwachsen nicht in Rechtskraft. (T4)
    Veröff: SZ 2014/8
  • 8 Ob 38/14t
    Entscheidungstext OGH 30.10.2014 8 Ob 38/14t
    Vgl auch
  • 7 Ob 60/15x
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 60/15x
    Auch; Veröff: SZ 2015/68
  • 3 Ob 163/15i
    Entscheidungstext OGH 17.09.2015 3 Ob 163/15i
    Auch
  • 1 Ob 28/15x
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 28/15x
  • 7 Ob 102/15y
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 7 Ob 102/15y
    Auch; nur T4; Veröff: SZ 2016/33
  • 8 Ob 26/17g
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 8 Ob 26/17g
    Auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Eine im Vorprozess relevante Vorfragenbeurteilung wird nur dann von der Rechtskraft erfasst, wenn sie zum Inhalt eines Zwischenantrags auf Feststellung gemacht wird und sie dadurch zum Gegenstand einer eigenen spruchmäßigen Sachentscheidung wird. (T5)
  • 2 Ob 137/18p
    Entscheidungstext OGH 30.07.2018 2 Ob 137/18p
    Auch
  • 3 Ob 181/18s
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 181/18s
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0041342

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19830623_OGH0002_0060OB00761_8200000_003

Rechtssatz für 5Ob34/84 7Ob135/99z

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0010801

Geschäftszahl

5Ob34/84; 7Ob135/99z

Entscheidungsdatum

26.06.1984

Norm

ABGB §364c D3
ABGB §956

Rechtssatz

Ist die Vereinbarung eines Veräußerungs- und Belastungsverbotes eine die Verpflichtung aus dem Vertrag erhöhende Nebenabrede zu einem Schenkungsvertrag auf den Todesfall, so unterliegt sie ebenfalls der Notariatsaktspflicht.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 34/84
    Entscheidungstext OGH 26.06.1984 5 Ob 34/84
    NZ 1984,199 = SZ 57/118
  • 7 Ob 135/99z
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 135/99z
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0010801

Dokumentnummer

JJR_19840626_OGH0002_0050OB00034_8400000_001

Rechtssatz für 8Ob659/86 7Ob620/87 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0039007

Geschäftszahl

8Ob659/86; 7Ob620/87; 8Ob603/89; 8Ob612/90; 9ObA72/93; 8Ob638/93; 1Ob22/95; 6Ob153/98p; 7Ob135/99z; 7Ob68/00a; 6Ob335/00h; 7Ob75/01g; 1Ob58/01p; 7Ob242/01s; 7Ob36/02y; 9Ob250/02h; 9Ob53/03i; 1Ob13/04z; 7Ob137/04d; 6Ob237/04b; 9Ob7/06d; 8ObA23/06z; 7Ob279/06i; 7Ob252/08x; 8ObA31/09f; 6Ob41/11i; 2Ob186/10g; 8Ob62/12v; 3Ob21/13d; 4Ob240/12s; 4Ob23/14g; 7Ob91/14d; 1Ob210/14k; 9ObA21/15a; 9ObA113/15f; 9ObA3/16f; 4Ob237/15d; 4Ob121/16x; 6Ob71/17k; 8Ob117/17i; 9ObA92/17w; 8ObA73/18w

Entscheidungsdatum

26.02.1987

Norm

ZPO §228 A1

Rechtssatz

Die Feststellungsklage soll zumeist vorbeugenden Rechtsschutz gewähren und ist daher nur zulässig, wenn ein Rechtsschutzbedürfnis besteht. Aus dem Erfordernis des rechtlichen Interesses an der alsbaldigen Feststellung ergibt sich, dass eine tatsächliche Gefährdung der Rechtssphäre des Klägers vorausgesetzt wird, die schon darin gelegen sein kann, dass der Beklagte den klägerischen Anspruch verneint.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 659/86
    Entscheidungstext OGH 26.02.1987 8 Ob 659/86
  • 7 Ob 620/87
    Entscheidungstext OGH 09.07.1987 7 Ob 620/87
    Veröff: SZ 60/140
  • 8 Ob 603/89
    Entscheidungstext OGH 29.06.1989 8 Ob 603/89
  • 8 Ob 612/90
    Entscheidungstext OGH 28.06.1990 8 Ob 612/90
    nur: Aus dem Erfordernis des rechtlichen Interesses an der alsbaldigen Feststellung ergibt sich, dass eine tatsächliche Gefährdung der Rechtssphäre des Klägers vorausgesetzt wird, die schon darin gelegen sein kann, dass der Beklagte den klägerischen Anspruch verneint. (T1)
  • 9 ObA 72/93
    Entscheidungstext OGH 28.04.1993 9 ObA 72/93
    Auch; nur: Aus dem Erfordernis des rechtlichen Interesses an der alsbaldigen Feststellung ergibt sich, dass eine tatsächliche Gefährdung der Rechtssphäre des Klägers vorausgesetzt wird. (T2)
  • 8 Ob 638/93
    Entscheidungstext OGH 28.04.1994 8 Ob 638/93
    Auch
  • 1 Ob 22/95
    Entscheidungstext OGH 06.09.1995 1 Ob 22/95
    Veröff: SZ 68/156
  • 6 Ob 153/98p
    Entscheidungstext OGH 10.06.1998 6 Ob 153/98p
  • 7 Ob 135/99z
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 135/99z
    Vgl auch
  • 7 Ob 68/00a
    Entscheidungstext OGH 07.04.2000 7 Ob 68/00a
    Auch; Beisatz: Für die Zulässigkeit einer Feststellungsklage müssten neben den allgemeinen Prozessvoraussetzungen nach § 228 ZPO die zwei weiteren besonderen Prozessvoraussetzungen und zwar a) der Feststellungsfähigkeit des Rechtsverhältnisses und b) des rechtlichen Interesses des Klägers an der alsbaldigen Feststellung gegeben sein. (T3)
    Beisatz: Das rechtliche Interesse an der alsbaldigen Feststellung ist dann gegeben, wenn ein aktueller Anlass zur präventiven Klärung des strittigen Rechtsverhältnisses besteht. Dieser Anlass ist dann zu bejahen, wenn das Rechtsverhältnis durch eine ernsthafte Unsicherheit gefährdet erscheint; zum Beispiel wenn der Beklagte ein Recht des Klägers hartnäckig bestreitet oder sich das Recht ernstlich angemaßt hat. (T4)
  • 6 Ob 335/00h
    Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 335/00h
    Auch; Beis ähnlich T3; Beis wie T4 nur: Das rechtliche Interesse an der alsbaldigen Feststellung ist dann gegeben, wenn ein aktueller Anlass zur präventiven Klärung des strittigen Rechtsverhältnisses besteht. Dieser Anlass ist dann zu bejahen, wenn das Rechtsverhältnis durch eine ernsthafte Unsicherheit gefährdet erscheint; zum Beispiel wenn der Beklagte ein Recht des Klägers hartnäckig bestreitet. (T5)
    Beisatz: Die Feststellungsklage ist schon dann zulässig, wenn aufgrund des Verhaltens des Beklagten eine erhebliche objektive Ungewissheit über den Bestand des Rechts entstanden ist und diese Ungewissheit durch die Rechtskraftwirkung des Feststellungsurteils beseitigt werden kann. (T6)
  • 7 Ob 75/01g
    Entscheidungstext OGH 27.04.2001 7 Ob 75/01g
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 58/01p
    Entscheidungstext OGH 07.08.2001 1 Ob 58/01p
    Auch; Beis wie T4 nur: Das rechtliche Interesse an der alsbaldigen Feststellung ist dann gegeben, wenn ein aktueller Anlass zur präventiven Klärung des strittigen Rechtsverhältnisses besteht. (T7)
  • 7 Ob 242/01s
    Entscheidungstext OGH 30.01.2002 7 Ob 242/01s
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T7; Veröff: SZ 2002/13
  • 7 Ob 36/02y
    Entscheidungstext OGH 29.04.2002 7 Ob 36/02y
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 9 Ob 250/02h
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 9 Ob 250/02h
    Auch; Beis wie T3
  • 9 Ob 53/03i
    Entscheidungstext OGH 08.10.2003 9 Ob 53/03i
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 1 Ob 13/04z
    Entscheidungstext OGH 18.03.2004 1 Ob 13/04z
    Auch; Beis wie T7
  • 7 Ob 137/04d
    Entscheidungstext OGH 06.07.2004 7 Ob 137/04d
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 6 Ob 237/04b
    Entscheidungstext OGH 21.04.2005 6 Ob 237/04b
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Dieser Anlass ist zu bejahen, wenn das Rechtsverhältnis durch eine ernsthafte Unsicherheit gefährdet erscheint, zum Beispiel wenn der Beklagte ein Recht des Klägers bestreitet. (T8)
  • 9 Ob 7/06d
    Entscheidungstext OGH 07.06.2006 9 Ob 7/06d
    Beis wie T5; Beis wie T7
  • 8 ObA 23/06z
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 8 ObA 23/06z
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Verletzung vertraglicher Aufklärungspflicht. (T9)
  • 7 Ob 279/06i
    Entscheidungstext OGH 17.01.2007 7 Ob 279/06i
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Problem eines rechtlichen Interesses an einem Feststellungsbegehren über die Unterhaltspflicht eines Verschollenen während eines Todeserklärungsverfahrens im Hinblick auf die Gewährung einer Witwenpension. (T10)
  • 7 Ob 252/08x
    Entscheidungstext OGH 13.05.2009 7 Ob 252/08x
    Vgl; Beis wie T7; Beisatz: Ein rechtliches Interesse an der alsbaldigen Feststellung kann regelmäßig nur bejaht werden, wenn eine Verschlechterung der rechtlichen Position des Klägers bei einer Verweisung auf ein erst später mögliches gerichtliches Vorgehen zu befürchten wäre. (T11)
  • 8 ObA 31/09f
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 8 ObA 31/09f
    Auch; Beisatz: Hier: Klage nach § 54 Abs 1 ASGG. (T12)
    Beisatz: Einer im Rahmen einer Zeugenaussage im Verfahren gemäß § 54 Abs 1 ASGG abgegebenen Erklärung des betroffenen Arbeitnehmers, er sei an diesem vom Betriebsrat eingeleiteten Verfahren nicht interessiert, kommt keine Bedeutung für die Beurteilung des rechtlichen Interesses gemäß § 228 ZPO zu. (T13)
  • 6 Ob 41/11i
    Entscheidungstext OGH 14.04.2011 6 Ob 41/11i
    nur T1
  • 2 Ob 186/10g
    Entscheidungstext OGH 29.09.2011 2 Ob 186/10g
    Auch; Veröff: SZ 2011/122
  • 8 Ob 62/12v
    Entscheidungstext OGH 28.06.2012 8 Ob 62/12v
    Vgl auch
    Veröff: SZ 2012/67
  • 3 Ob 21/13d
    Entscheidungstext OGH 15.05.2013 3 Ob 21/13d
    Auch; Beis wie T8
  • 4 Ob 240/12s
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 240/12s
    Vgl; Beis wie T4
  • 4 Ob 23/14g
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 23/14g
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T11
  • 7 Ob 91/14d
    Entscheidungstext OGH 10.09.2014 7 Ob 91/14d
    Auch; Beisatz: Eine tatsächliche Gefährdung der Rechtssphäre des Klägers liegt vor, wenn der Beklagte seinen Anspruch verneint. (T14)
  • 1 Ob 210/14k
    Entscheidungstext OGH 23.12.2014 1 Ob 210/14k
    Vgl; Beis wie T11
  • 9 ObA 21/15a
    Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 ObA 21/15a
    Beis wie T7
  • 9 ObA 113/15f
    Entscheidungstext OGH 28.10.2015 9 ObA 113/15f
    Auch
  • 9 ObA 3/16f
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 9 ObA 3/16f
  • 4 Ob 237/15d
    Entscheidungstext OGH 20.04.2016 4 Ob 237/15d
    Auch; Beis wie T5
  • 4 Ob 121/16x
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 4 Ob 121/16x
    Auch; Beis wie T11; Beisatz: Das rechtliche Interessen an der Feststellung über die Wirkungen einer bestimmten Gerichtsstandsvereinbarung besteht nicht (mehr), wenn bereits ein Gerichtsverfahren anhängig gemacht worden ist, in dem diese Frage zeitnäher und prozessökonomischer entschieden werden kann. (T15)
    Beisatz: Eine vom Standpunkt des Klägers abweichende Rechtsansicht eines ausländischen Gerichts begründet noch kein rechtliches Interesse an der gegenteiligen Feststellung dafür präjudizieller Vorfragen; insoweit wird nämlich versucht, einen prozessualen Vorteil zu erreichen. (T16)
  • 6 Ob 71/17k
    Entscheidungstext OGH 29.05.2017 6 Ob 71/17k
    Vgl auch; Beisatz: Feststellungsinteresse, ob das Bestandverhältnis ab Mai 2011 frei kündbar sein würde oder nicht. (T17)
  • 8 Ob 117/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 8 Ob 117/17i
    Auch; nur T1
  • 9 ObA 92/17w
    Entscheidungstext OGH 28.11.2017 9 ObA 92/17w
  • 8 ObA 73/18w
    Entscheidungstext OGH 25.01.2019 8 ObA 73/18w
    Auch; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0039007

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19870226_OGH0002_0080OB00659_8600000_001

Rechtssatz für 1Ob586/93 7Ob543/94 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0040318

Geschäftszahl

1Ob586/93; 7Ob543/94; 6Ob1579/94; 4Ob1520/95 (4Ob1521/95); 10Ob1608/95; 6Ob2030/96i; 4Ob2338/96v; 1Ob2297/96t; 8Ob56/98p; 2Ob147/98a; 6Ob105/98d; 5Ob334/98y; 7Ob135/99z; 3Ob127/99v; 9ObA112/99g; 1Ob214/99y; 10ObS253/99z; 6Ob220/00x; 8Ob198/00a; 7Ob185/00g; 6Ob277/00d; 10Ob29/01i; 8Ob57/01t; 2Ob102/01s; 3Ob73/01h; 1Ob195/00h; 4Ob102/02g; 7Ob164/02x; 7Ob256/01z; 2Ob17/03v; 4Ob61/03d; 6Ob145/03x; 3Ob239/03y; 8ObA38/04b; 3Ob130/04w; 7Ob51/05h; 3Ob224/05w; 3Ob259/05t; 8Ob104/06m; 2Ob179/06x; 2Ob253/06d; 2Ob123/06m; 6Ob132/06i; 2Ob274/06t; 8Ob79/07m; 8ObA54/07k; 7Ob233/07a; 2Ob115/07m; 6Ob42/08g; 1Ob113/08m; 7Ob199/08b; 2Ob204/08a; 2Ob219/08g; 2Ob236/08g; 4Ob55/09f; 6Ob71/09y; 17Ob12/09b; 5Ob154/09x; 4Ob130/09k; 8ObA7/10b; 4Ob50/10x; 3Ob77/10k; 8Ob43/10x; 4Ob131/10h; 4Ob113/10m; 2Ob41/10h; 7Ob9/11s; 5Ob32/11h; 5Ob95/11y; 4Ob137/11t; 7Ob193/11z; 2Ob30/11t; 9ObA15/12i; 1Ob168/12f; 8Ob116/13m; 4Ob190/13i; 5Ob213/13d; 2Ob30/14x; 5Ob118/13h; 5Ob82/14s; 1Ob229/14d; 8ObA29/15w; 2Ob59/15p; 4Ob39/15m; 7Ob91/15f; 2Ob144/15p; 7Ob226/14g; 7Ob112/15v; 1Ob226/15i; 7Ob139/15i; 8ObA59/15g; 1Ob153/16f; 4Ob266/16w; 9ObA139/16f; 6Ob126/16x; 2Ob159/16w; 2Ob147/17g; 7Ob174/17i; 4Ob16/18h; 9ObA18/17p; 9ObA40/18z

Entscheidungsdatum

25.08.1993

Norm

ZPO §272 E

Rechtssatz

Das Gericht darf die bei seiner Beweisaufnahme hervorkommenden Umstände nur insoweit berücksichtigen, als sie im Parteivorbringen Deckung finden. Solche sogenannten "überschießenden" Feststellungen dürfen nur dann berücksichtigt werden, wenn sie sich im Rahmen des geltend gemachten Klagsgrundes oder der erhobenen Einwendungen halten.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 586/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 586/93
  • 7 Ob 543/94
    Entscheidungstext OGH 13.07.1994 7 Ob 543/94
  • 6 Ob 1579/94
    Entscheidungstext OGH 23.02.1995 6 Ob 1579/94
  • 4 Ob 1520/95
    Entscheidungstext OGH 21.02.1995 4 Ob 1520/95
  • 10 Ob 1608/95
    Entscheidungstext OGH 09.01.1996 10 Ob 1608/95
  • 6 Ob 2030/96i
    Entscheidungstext OGH 14.03.1996 6 Ob 2030/96i
    nur: Solche sogenannten "überschießenden" Feststellungen dürfen nur dann berücksichtigt werden, wenn sie sich im Rahmen des geltend gemachten Klagsgrundes oder der erhobenen Einwendungen halten. (T1)
  • 4 Ob 2338/96v
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2338/96v
    nur T1; Beisatz: Werden der Entscheidung (unzulässige) überschießende Feststellungen zugrunde gelegt, so wird damit nicht gegen Verfahrensvorschriften verstoßen, sondern die Sache wird rechtlich unrichtig beurteilt. (T2)
  • 1 Ob 2297/96t
    Entscheidungstext OGH 28.10.1997 1 Ob 2297/96t
    nur T1
  • 8 Ob 56/98p
    Entscheidungstext OGH 06.07.1998 8 Ob 56/98p
    Vgl auch
  • 2 Ob 147/98a
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 2 Ob 147/98a
    Vgl auch
  • 6 Ob 105/98d
    Entscheidungstext OGH 10.09.1998 6 Ob 105/98d
  • 5 Ob 334/98y
    Entscheidungstext OGH 12.01.1999 5 Ob 334/98y
  • 7 Ob 135/99z
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 135/99z
    nur T1
  • 3 Ob 127/99v
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 3 Ob 127/99v
    nur T1; Beis ähnlich wie T2
  • 9 ObA 112/99g
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 9 ObA 112/99g
    nur T1
  • 1 Ob 214/99y
    Entscheidungstext OGH 25.01.2000 1 Ob 214/99y
    nur T1
  • 10 ObS 253/99z
    Entscheidungstext OGH 09.11.1999 10 ObS 253/99z
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 220/00x
    Entscheidungstext OGH 05.10.2000 6 Ob 220/00x
  • 8 Ob 198/00a
    Entscheidungstext OGH 07.09.2000 8 Ob 198/00a
  • 7 Ob 185/00g
    Entscheidungstext OGH 18.10.2000 7 Ob 185/00g
  • 6 Ob 277/00d
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 6 Ob 277/00d
    Auch; Beis ähnlich wie T2
  • 10 Ob 29/01i
    Entscheidungstext OGH 20.02.2001 10 Ob 29/01i
    Vgl auch; Beisatz: Die Frage, ob vom Berufungsgericht "überschießende" Feststellungen berücksichtigt werden können, wenn sie sich im Rahmen des geltend gemachten Klagegrundes oder der erhobenen Einwendungen halten, hat grundsätzlich keine über den einzelnen Rechtsstreit hinausgehende Bedeutung (3 Ob 127/99v; 4 Ob 190/00w; 7 Ob 185/00g). (T3)
  • 8 Ob 57/01t
    Entscheidungstext OGH 29.03.2001 8 Ob 57/01t
  • 2 Ob 102/01s
    Entscheidungstext OGH 16.05.2001 2 Ob 102/01s
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Ein "Zuviel" an Feststellungen kann schon begrifflich keinen Verfahrensmangel darstellen. (T4)
  • 3 Ob 73/01h
    Entscheidungstext OGH 25.04.2001 3 Ob 73/01h
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 195/00h
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 1 Ob 195/00h
    Auch; Beisatz: Soweit das Erstgericht auf Grund von Aussagen der zu diesem Vorbringen geführten Zeugen ergänzende weitergehende Feststellungen getroffen hat, bewegen sich diese jedenfalls im Rahmen dieses Vorbringens und sind daher zulässigerweise der Entscheidung zu Grunde gelegt worden. (T5)
  • 4 Ob 102/02g
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 4 Ob 102/02g
    Veröff: SZ 2002/72
  • 7 Ob 164/02x
    Entscheidungstext OGH 07.08.2002 7 Ob 164/02x
    Vgl; Beis wie T3
  • 7 Ob 256/01z
    Entscheidungstext OGH 09.10.2002 7 Ob 256/01z
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T3
  • 2 Ob 17/03v
    Entscheidungstext OGH 27.02.2003 2 Ob 17/03v
  • 4 Ob 61/03d
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 4 Ob 61/03d
    nur: "Überschießende" Feststellungen dürfen nur dann berücksichtigt werden, wenn sie sich im Rahmen des geltend gemachten Klagsgrunds oder der erhobenen Einwendungen halten. (T6)
  • 6 Ob 145/03x
    Entscheidungstext OGH 19.02.2004 6 Ob 145/03x
    Auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 239/03y
    Entscheidungstext OGH 26.05.2004 3 Ob 239/03y
  • 8 ObA 38/04b
    Entscheidungstext OGH 24.06.2004 8 ObA 38/04b
    Vgl auch; Beisatz: Eine Parteieneinvernahme kann ein entsprechendes Vorbringen nicht ersetzen. (T7)
  • 3 Ob 130/04w
    Entscheidungstext OGH 29.06.2004 3 Ob 130/04w
    Vgl auch
  • 7 Ob 51/05h
    Entscheidungstext OGH 16.03.2005 7 Ob 51/05h
    Beis wie T3; Beis wie T7
  • 3 Ob 224/05w
    Entscheidungstext OGH 24.11.2005 3 Ob 224/05w
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 259/05t
    Entscheidungstext OGH 25.01.2006 3 Ob 259/05t
    nur T1
  • 8 Ob 104/06m
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 8 Ob 104/06m
    nur T1; Beis wie T3
  • 2 Ob 179/06x
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 2 Ob 179/06x
    Auch
  • 2 Ob 253/06d
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 2 Ob 253/06d
    Auch; Beis wie T7
  • 2 Ob 123/06m
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 2 Ob 123/06m
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 6 Ob 132/06i
    Entscheidungstext OGH 16.03.2007 6 Ob 132/06i
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 2 Ob 274/06t
    Entscheidungstext OGH 24.05.2007 2 Ob 274/06t
    Auch, Beis wie T3
  • 8 Ob 79/07m
    Entscheidungstext OGH 11.10.2007 8 Ob 79/07m
  • 8 ObA 54/07k
    Entscheidungstext OGH 11.10.2007 8 ObA 54/07k
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 233/07a
    Entscheidungstext OGH 28.11.2007 7 Ob 233/07a
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 115/07m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2008 2 Ob 115/07m
    nur T1; Beis wie T3
  • 6 Ob 42/08g
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 42/08g
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 113/08m
    Entscheidungstext OGH 11.08.2008 1 Ob 113/08m
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 199/08b
    Entscheidungstext OGH 22.10.2008 7 Ob 199/08b
  • 2 Ob 204/08a
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 2 Ob 204/08a
    Vgl
  • 2 Ob 219/08g
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 219/08g
    Beis wie T3
  • 2 Ob 236/08g
    Entscheidungstext OGH 25.03.2009 2 Ob 236/08g
    Auch
  • 4 Ob 55/09f
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 55/09f
    Vgl; Beis ähnlich wie T3
  • 6 Ob 71/09y
    Entscheidungstext OGH 14.05.2009 6 Ob 71/09y
    Beis wie T3
  • 17 Ob 12/09b
    Entscheidungstext OGH 14.07.2009 17 Ob 12/09b
    Auch
  • 5 Ob 154/09x
    Entscheidungstext OGH 01.09.2009 5 Ob 154/09x
    Auch; Bem: Hier: Außerstreitiges Verfahren nach §§ 8 Abs 2, 37 Abs 1 Z 5 MRG. (T8)
  • 4 Ob 130/09k
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 4 Ob 130/09k
    Vgl; Veröff: SZ 2009/127
  • 8 ObA 7/10b
    Entscheidungstext OGH 23.03.2010 8 ObA 7/10b
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 4 Ob 50/10x
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 50/10x
    Vgl
  • 3 Ob 77/10k
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 3 Ob 77/10k
    Beis wie T3
  • 8 Ob 43/10x
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 43/10x
    Auch
  • 4 Ob 131/10h
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 131/10h
    Vgl auch
  • 4 Ob 113/10m
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 113/10m
    Auch; nur: Das Gericht darf die bei seiner Beweisaufnahme hervorkommenden Umstände nur insoweit berücksichtigen, als sie im Parteivorbringen Deckung finden. (T9)
  • 2 Ob 41/10h
    Entscheidungstext OGH 07.10.2010 2 Ob 41/10h
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 9/11s
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 9/11s
    Auch; Beis wie T2
  • 5 Ob 32/11h
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 5 Ob 32/11h
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 5 Ob 95/11y
    Entscheidungstext OGH 07.07.2011 5 Ob 95/11y
    Auch; Beis wie T2; Auch Beis wie T3
  • 4 Ob 137/11t
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 137/11t
    Vgl auch
  • 7 Ob 193/11z
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 7 Ob 193/11z
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 30/11t
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 2 Ob 30/11t
    Auch
  • 9 ObA 15/12i
    Entscheidungstext OGH 20.06.2012 9 ObA 15/12i
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 1 Ob 168/12f
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 168/12f
    nur T1; nur T6
  • 8 Ob 116/13m
    Entscheidungstext OGH 29.11.2013 8 Ob 116/13m
    nur T6
  • 4 Ob 190/13i
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 190/13i
    nur T1; Beis wie T2
  • 5 Ob 213/13d
    Entscheidungstext OGH 21.02.2014 5 Ob 213/13d
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 2 Ob 30/14x
    Entscheidungstext OGH 29.04.2014 2 Ob 30/14x
  • 5 Ob 118/13h
    Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 118/13h
    Auch
  • 5 Ob 82/14s
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 82/14s
    nur T1
  • 1 Ob 229/14d
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 229/14d
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T2
  • 8 ObA 29/15w
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 8 ObA 29/15w
    Vgl
  • 2 Ob 59/15p
    Entscheidungstext OGH 08.06.2015 2 Ob 59/15p
    Beisatz: Hier: Kläger stützt sich auf Vorbringen ausschließlich des Erstbeklagten, der am Revisionsverfahren nicht mehr beteiligt ist - „überschießende“ Feststellungen. (T10)
  • 4 Ob 39/15m
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 39/15m
    Beis wie T5
  • 7 Ob 91/15f
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 91/15f
    Vgl auch
  • 2 Ob 144/15p
    Entscheidungstext OGH 09.09.2015 2 Ob 144/15p
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 226/14g
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 226/14g
    Beis wie T2
  • 7 Ob 112/15v
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 112/15v
    Beis wie T2
  • 1 Ob 226/15i
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 226/15i
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 139/15i
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 7 Ob 139/15i
  • 8 ObA 59/15g
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 8 ObA 59/15g
    Auch; Ähnlich nur T1
  • 1 Ob 153/16f
    Entscheidungstext OGH 27.09.2016 1 Ob 153/16f
    Vgl auch
  • 4 Ob 266/16w
    Entscheidungstext OGH 24.01.2017 4 Ob 266/16w
    Auch
  • 9 ObA 139/16f
    Entscheidungstext OGH 24.03.2017 9 ObA 139/16f
    Auch; Beis wie T2
  • 6 Ob 126/16x
    Entscheidungstext OGH 19.04.2017 6 Ob 126/16x
    Auch; Beisatz: Hier: Wenn die Klägerin vorbringt, die Parteien hätten einen Kaufpreis von 300.000 EUR vereinbart ohne dabei ausdrücklich auf eine mündliche Vereinbarung zu rekurrieren, ist der Schluss nicht zulässig, sie habe sich ausdrücklich und ausschließlich auf schriftliche Vereinbarungen gestützt. (T11)
  • 2 Ob 159/16w
    Entscheidungstext OGH 16.05.2017 2 Ob 159/16w
    Beis wie T2
  • 2 Ob 147/17g
    Entscheidungstext OGH 14.12.2017 2 Ob 147/17g
    Auch
  • 7 Ob 174/17i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 174/17i
    Beis wie T2
  • 4 Ob 16/18h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 16/18h
    Auch
  • 9 ObA 18/17p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 9 ObA 18/17p
    Auch; Beis wie T3
  • 9 ObA 40/18z
    Entscheidungstext OGH 28.06.2018 9 ObA 40/18z

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0040318

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19930825_OGH0002_0010OB00586_9300000_001

Rechtssatz für 5Ob151/95 6Ob233/97a 6O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0083785

Geschäftszahl

5Ob151/95; 6Ob233/97a; 6Ob48/99y; 2Ob170/99k; 7Ob135/99z; 9ObA336/99y; 10ObS314/02b; 2Ob206/09x; 4Ob101/11y; 7Ob123/12g; 1Ob115/14i

Entscheidungsdatum

29.01.1996

Norm

ZPO §266 DI
ZPO §266 DIII
ZPO §267
MRG §37
MRG §37 Abs3 Z12

Rechtssatz

Da die Vorschriften der ZPO über zugestandene Tatsachen (§§ 266, 267) anzuwenden sind (§ 37 Abs 3 Z 12 MRG), begründet es keinen Verfahrensmangel, wenn Tatsachenbehauptungen einer Partei, die entweder ausdrücklich als richtig zugestanden wurden (§ 266 Abs 1 ZPO) oder doch bei sorgfältiger Berücksichtigung des gesamten gegnerischen Vorbringens als zugestanden anzusehen sind (§ 267 Abs 1 ZPO), ohne nachprüfende Beweisaufnahmen der Entscheidung zugrunde gelegt werden.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 151/95
    Entscheidungstext OGH 29.01.1996 5 Ob 151/95
  • 6 Ob 233/97a
    Entscheidungstext OGH 29.10.1997 6 Ob 233/97a
  • 6 Ob 48/99y
    Entscheidungstext OGH 24.06.1999 6 Ob 48/99y
    Vgl auch
  • 2 Ob 170/99k
    Entscheidungstext OGH 24.06.1999 2 Ob 170/99k
    nur: Es begründet keinen Verfahrensmangel, wenn Tatsachenbehauptungen einer Partei, die entweder ausdrücklich als richtig zugestanden wurden (§ 266 Abs 1 ZPO) oder doch bei sorgfältiger Berücksichtigung des gesamten gegnerischen Vorbringens als zugestanden anzusehen sind (§ 267 Abs 1 ZPO), ohne nachprüfende Beweisaufnahmen der Entscheidung zugrunde gelegt werden. (T1)
  • 7 Ob 135/99z
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 135/99z
    Auch; nur T1
  • 9 ObA 336/99y
    Entscheidungstext OGH 16.02.2000 9 ObA 336/99y
    Auch; nur T1
  • 10 ObS 314/02b
    Entscheidungstext OGH 22.10.2002 10 ObS 314/02b
    Auch; nur: Es begründet keinen Verfahrensmangel, wenn Tatsachenbehauptungen einer Partei, die bei sorgfältiger Berücksichtigung des gesamten gegnerischen Vorbringens als zugestanden anzusehen sind (§ 267 Abs 1 ZPO), ohne nachprüfende Beweisaufnahmen der Entscheidung zugrunde gelegt werden. (T2)
  • 2 Ob 206/09x
    Entscheidungstext OGH 28.01.2010 2 Ob 206/09x
    Vgl; Beisatz: Es ist prozessual unbedenklich, unstrittiges Parteivorbringen ist ohne weiteres der Entscheidung zugrundezulegen. (T3)
  • 4 Ob 101/11y
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 4 Ob 101/11y
    Vgl auch; Veröff: SZ 2011/103
  • 7 Ob 123/12g
    Entscheidungstext OGH 12.09.2012 7 Ob 123/12g
    nur T1
  • 1 Ob 115/14i
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 115/14i
    Vgl auch; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0083785

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.12.2014

Dokumentnummer

JJR_19960129_OGH0002_0050OB00151_9500000_002

Entscheidungstext 7Ob135/99z

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

7Ob135/99z

Entscheidungsdatum

14.07.1999

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Kropfitsch als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Schalich, Dr. Tittel, Hon. Prof. Dr. Danzl und Dr. Sailer als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Klara O***** , vertreten durch Prof. Dr. Alfred Haslinger und andere, Rechtsanwälte in Linz, gegen die beklagte Partei Maria H*****, vertreten durch Dr. Norbert Schmid, Rechtsanwalt in Vöcklabruck, sowie des auf Seiten der beklagten Partei beigetretenen Nebenintervenienten Mag. Johann M*****, vertreten durch Dr. Maximilian Ganzert und andere, Rechtsanwälte in Wels, wegen Einwilligung (Revisionsinteresse S 20.000,--) und Zahlung (S 290.106,75, sA) infolge Revision der klagenden und der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Linz als Berufungsgerichtes vom 9. Februar 1999, GZ 2 R 158/98p-19, womit infolge Berufungen beider Parteien das Urteil des Landesgerichtes Wels vom 30. April 1998, GZ 28 Cg 68/97m-7, teilweise abgeändert wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

 

Den Revisionen beider Parteien wird nicht Folge gegeben.

 

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei und dem Nebenintervenienten zu Handen ihrer jeweiligen Vertreter die mit je S 9.900,-- (hierin enthalten S 1.650,-- USt) bestimmten Kosten der Revisionsbeantwortungen zu ersetzen; die beklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei zu Handen ihrer Vertreter binnen 14 Tagen die mit S 8.923,20 (hierin enthalten S 1.487,20 USt) bestimmten Kosten ihrer Revisionsbeantwortung zu ersetzen.

Text

 

Entscheidungsgründe:

 

Die beklagte Partei ist die Adoptivtochter der am 24. 2. 1994 unter Hinterlassung eines Testamentes vom 17. 2. 1989 samt Nachtrag vom 19. 8. 1989 verstorbenen Maria H*****. Die Erblasserin hatte letztwillig angeordnet, daß die Klägerin die Grundstücke 3369 und 3370, jeweils EZ 1626 GB St. G*****, in ihr Alleineigentum erhalten und gemeinsam mit Grete L***** und 14 weiteren namentlich genannten Personen, zusammen sohin 16 Personen, zu gleichen Teilen Vermächtnisnehmerin des gesamten Barvermögens, der gesamten Guthaben aus den Sparbüchern sowie den Wertpapieren sein soll. Als Alleinerbin wurde Stefanie B*****, ersatzweise deren gesetzliche Erben, eingesetzt. Im Testament ist weiters festgehalten, daß die Erb- und Pflichtteilsansprüche der Beklagten durch die Vermögensübertragung gemäß "Übergabsvertrag auf den Todesfall" vom 18. 9. 1986 sowie weitere bei Lebzeiten getätigte Zuwendungen zur Gänze erfüllt seien.

 

In diesem Übergabsvertrag hatte die Erblasserin mit der Beklagten (und deren Ehegatten Franz H*****) - in Form eines vom Nebenintervenienten verfaßten Notariatsaktes - eine als "Übergabsvertrag auf den Todesfall" bezeichnete Vereinbarung folgenden wesentlichen Inhalts geschlossen:

 

"2) Maria H*****, geboren 16. 12. 1913, übergibt nun auf ihren

Todesfall an ihre Adoptivtochter und deren Ehegatten.... und die

beiden Letztgenannten übernehmen gleichteilig auf den Todesfall der

Maria H*****, mit Ausnahme der Grundstücke ..., welche sie sich in

ihrem Alleineigentum zurückbehält, die Liegenschaft EZ 245

Katastralgemeinde St. G*****, Haus Nr 142 zu St. G***** ... mit dem

gesamten Inventar und mit allem, was mit diesen Grundstücken erd-, mauer-, niet- und nagelfest verbunden ist, mit dem gesamten rechtlichen und tatsächlichen Zubehör und mit allen Rechten und Vorteilen sowie Lasten, mit denen die Übergeberin zum Zeitpunkt ihres Ablebens diese vier vorgenannten vertragsgegenständlichen Grundstücke besaß oder zu besitzen berechtigt war, in ihr Eigentum.

 

3) Als Gegenleistung für die vertragsgegenständliche Übergabe bedingt sich die Übergeberin auf ihre Lebensdauer die Besorgung aller notwendigen Dienstleistungen und Gänge, wie das Waschen und Bügeln der Wäsche, die Reinigung von Kleidung und Schuhwerk, das häusliche Ausbessern von Kleidung und Wäsche, das tägliche Aufräumen, das wöchentliche Gründlichmachen und jährliche Ausweißen der Wohnung der heutigen Übergeberin, das Zubringen von Brennmaterial und allem sonstigen Bedarf in dieser Wohnung, das Einheizen, das Kochen, die Betreuung und die Krankenpflege, die Verrichtung der ortsüblichen notwendigen Fahrten mit dem Personenkraftwagen, falls sich ein solcher im Besitz der Übernehmer befindet, die Bezahlung der Kosten für das seinerzeitige standesgemäße Begräbnis der Übergeberin, falls diese in deren Nachlaß keine Deckung finden sollten, und die Grabpflege für die Dauer von 10 Jahren ab dem Zeitpunkt des Ablebens der Übergeberin und ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung, die Bezahlung der Kosten für den elektrischen Strom, den Kaminfeger, die Müllabfuhr, sowie den freien Wasserbezug aus und die heutigen Übernehmer erklären, diese Dienstleistungen ordnungsgemäß zu erbringen bzw durch dritte Personen erbringen zu lassen ...

 

4) Die Übergeberin Maria H***** (1913) räumt den heutigen Übernehmern im übergebenen Haus ... mit Ausnahme des letzten Zimmers links vom Hauseingang ebenerdig und der drei im ersten Stock dieses Bauwerkes gelegenen Zimmern, nämlich des Zimmers oberhalb der Hausstube, des Zimmers oberhalb der Garage und des Zimmers oberhalb des Vorhauses und so lange sie ihren Gewerbebetrieb ausübt, mit Ausnahme des Geschäftsraumes, der sich ebenerdig links vom Hauseingang befindet ... das unentgeltliche Wohnungsrecht und die Mitbenützung des Kellers, des Badezimmers, der Holzlage, des Klosetts, des Dachbodens, des Stalles und der Tenne, sowie des Gartens sowie das Recht in ihrer Wohnung Besuche zu empfangen ein, wobei sich dieses Wohnungsrecht auch auf die Kinder der heutigen Übernehmer erstreckt und es wird festgestellt, daß nach Pensionierung der Übergeberin die heutigen Übernehmer auch das alleinige Fruchtnießungsrecht an dem Geschäftslokal - Trafik - das sich links vom Hauseingang ebenerdig befindet, erhalten.

 

...

 

Die Übernehmer nehmen diese Rechtseinräumung zu ihren Gunsten hiemit rechtsverbindlich an. Die Übergeberin bestellt dieses Wohnungsrecht als Dienstbarkeit ...

 

6) Die Übergabe und Übernahme des Vertragsobjektes in den Besitz der Übernehmer erfolgt zum Zeitpunkt des Ablebens der heutigen Übergeberin. Von diesem Zeitpunkt gehen Nutzen und Lasten sowie Gefahr und Zufall auf die Erwerber über ...

 

9) Maria H***** (1913) erteilt ihre Einwilligung, daß nach

Abschreibung der Grundstücke ... vom Gutsbestand der Einlagezahl 245

der Katastralgemeinde St. G***** und Eröffnung einer neuen

Einlagezahl für diese Grundstücke in diesem Grundbuch, in welche ihr

Alleineigentum mitzuübertragen ist, bei der Liegenschaft EZ 245 der

KG St. G***** mit den Grundstücken ... unter Vorlage einer

Ausfertigung dieses Notariatsaktes und ihrer seinerzeitigen standesamtlichen Sterbeurkunde das gleichteilige Eigentumsrecht für Franz (3. 8. 1952) und Maria (9. 3. 1956) H***** einverleibt werde.

 

Außerdem erteilt Maria H***** (1913) ihre Einwilligung, daß nach Abschreibung der von ihr zurückbehaltenen Grundstücke vom Gutsbestand der Liegenschaft EZ 245 der KG St. G***** und Eröffnung einer neuen Einlagezahl für diese Grundstücke in diesem Grundbuch bei der Liegenschaft EZ 245 der KG St. G***** die Dienstbarkeit der Wohnung gemäß Punkt 4) dieses Vertrages zugunsten der Übernehmer einverleibt werde ..."

 

Ein ausdrücklicher Verzicht auf den freien Widerruf ist in diesem Vertrag nicht enthalten. Allerdings hat die Erblasserin Maria H***** den Übernehmern Franz und Maria H***** an den auf den Todesfall übergegebenen Grundstücken zur Sicherung ihres Übernahmsrechtes ein Belastungs- und Veräußerungsverbot gemäß § 364c ABGB eingeräumt (Punkt 11. des Übergabsvertrages). Der Übertragung des Liegenschaftseigentums an der EZ 245 KG St. G***** laut Punkt 2. dieses Vertrages vom 18. 9. 1986 stand keine Gegenleistung der Beklagten gegenüber.

 

Mit Beschluß des Bezirksgerichtes F***** vom 5. 11. 1996 wurde das Eigentumsrecht für Franz H***** und die Beklagte je zur Hälfte ob der Liegenschaft EZ 245 GB St. G***** einverleibt. Da sich der nach Ableben der vorgesehenen Testamentserbin Stefanie B***** als Testamentserbe vorgesehene Jürgen B***** der Erbschaft entschlug, wurde die Verlassenschaft nach Maria H***** am 27. 2. 1997 der Beklagten - aufgrund deren nach dem Gesetz zum gesamten Nachlaß bedingt abgegebenen Erbserklärung - zur Gänze eingeantwortet. Die Beklagte hat dabei aus der Verlassenschaft nach Maria Huber S 51.905,-- und weitere S 37.979,--, zusammen sohin S 89.884,-- an Versicherungsguthaben erhalten. Die Vermächtnisnehmerin Grete L***** hat ihre Forderung aus dem Barvermächtnis an die Klägerin zum Inkasso abgetreten. Die Beklagte hat auf diese Forderung am 10. 12. 1997 - sohin nach Klageeinbringung - S 186.795,16 an Kapital zuzüglich S 13.548,55 an Zinsen zu Handen des Klagevertreters gezahlt. Die Beklagte weigert sich jedoch - nach wie vor -, einer Einverleibung des Eigentumsrechts der Klägerin an den Grundstücken 3369 und 3370 GB St. G***** zuzustimmen, obwohl die Klägerin der Beklagten eine Sicherstellung in Form einer Hypothek im Ausmaß der von der beklagten Partei behaupteten Pflichtteilskürzung von S 16.514,84 angeboten hat.

 

Mit der am 1. 12. 1997 eingebrachten Klage begehrt die Klägerin von der Beklagten - nach Einschränkung um die erwähnte Zahlung vom 10. 12. 1997 (zugunsten der Inkassozedentin Grete L*****) - die Zahlung weiterer S 290.106,75 samt 4 % Zinsen seit 24. 2. 1995 sowie die Einwilligung in die Abschreibung der Grundstücke 3369 und 3370 GB 50011 St. G***** vom Gutsbestand der EZ 1626, in die Eröffnung einer neuen Einlage hiefür und in die Einverleibung des Eigentumsrechtes ob dieser neuen Einlage für die Klägerin gegen Einverleibung einer Hypothek zugunsten der Beklagten im Betrag von S 16.514,84.

 

Die Klägerin brachte hiezu - zusammengefaßt - vor, der Übergabsvertrag auf den Todesfall vom 18. 9. 1986 (zwischen der Erblasserin und der Beklagten sowie deren Gatten) sei rechtsunwirksam, weil die Übertragung der Liegenschaft in Wahrheit ***** unentgeltlich erfolgt sei, sohin ein gewöhnlicher Schenkungsvertrag auf den Todesfall vorliege und der für Schenkungsverträge auf den Todesfall erforderliche ausdrückliche Verzicht auf den freien Widerruf im Vertrag nicht enthalten sei, sodaß für die Berechnung der Pflichtteilsansprüche bzw allfälliger Vermächtniskürzungen davon auszugehen sei, daß die Liegenschaft EZ 245 GB St. G***** Verlassenschaftsbestandteil sei, dem keine rechtswirksame Forderung der Beklagten und deren Gatten Franz H***** auf Übereignung gegenübergestanden sei. Ausgehend von einem reinen Nachlaß von S 11,302.445,02 betrage der Pflichtteilsanspruch der Beklagten S 5,651.222,51 (= Hälfte), worauf der Wert dieser Liegenschaft EZ 245 von S 3,680.000,-- sowie die beiden Versicherungsguthaben von insgesamt S 89.884,-- anzurechnen seien, sodaß sich eine Pflichtteilsverkürzung von S 1,888.338,51 errechne. Die Summe der Barlegate betrage insgesamt S 6,087.829,30, der auf jeden der 16 Vermächtnisnehmer entfallende Anteil demnach S 380.489,33; der Wert der von der Erblasserin ausgesetzten Grundstückslegate betrage insgesamt S 1,644.785,--, wovon S 406.620,-- auf die der Klägerin zugewendeten Grundstücke entfielen. Um die Pflichtteilsverkürzung der Beklagten im errechneten Betrag von S 1,888.338,51 ausgleichen zu können, sei eine Kürzung der Bar- und Grundstücksvermächtnisse im Wert von insgesamt S 7,732.614,30 um 24,33 % vorzunehmen, sodaß die Barvermächtnisse pro Person entsprechend auf S 287.916,28 zu kürzen seien. Gleiches gelte für die Grundstücksvermächtnisse, sodaß die Klägerin Anspruch auf einen Grundstückswert von S 307.689,35 habe. Die Klägerin habe daher neben dem Anspruch auf ungekürzte Übereignung der Grundstücke 3369 und 3370 einen Anspruch auf Zahlung von S 188.985,63, sodaß sich unter Hinzurechnung der abgetretenen Forderung L***** von restlich S 101.121,12 die Klageforderung ergebe, welche - wie bereits ausgeführt - im erstinstanzlichen Verfahren nach Teilzahlung durch die Beklagte entsprechend eingeschränkt wurde.

 

Die beklagte Partei beantragte die Abweisung der Klage und wendete - ebenfalls zusammengefaßt - ein, der Übergabsvertrag auf den Todesfall sei rechtswirksam, weil die Erblasserin zu Lebzeiten keinen Schenkungswiderruf erklärt und noch zu Lebzeiten die Liegenschaft körperlich ins Eigentum und zur Nutzung der Beklagten übergeben habe. Die von der Beklagten laut Punkt 3. des Übergabsvertrages übernommenen Leistungen stellten eine äquivalente Gegenleistung zu dem in Punkt 4. desselben eingeräumten Wohnungsrecht samt Fruchtgenußrecht der Beklagten an der Trafik dar. Unter Zugrundelegung des reinen Barvermögens von S 5,977.445,02 ergebe sich unter Berücksichtigung der Legatsverkürzung um die Hälfte für die Klägerin und die weiteren Barvermächtnisnehmer ein Anspruch von lediglich S 186.795,16. Da auch bezüglich der der Klägerin vermachten Grundstücke im Wert von S 406.620,-- die Legatsverkürzung um die Hälfte zu berücksichtigen sei, habe die Beklagte zu Recht ihre Einwilligung zur grundbücherlichen Einverleibung des Eigentumsrechtes der Klägerin in die ihr zugedachten Grundstücke davon abhängig gemacht, daß die Klägerin einen Betrag von S 16.514,84 an die Beklagte zur Überweisung bringe. Die Beklagte habe nicht eingewilligt, statt Zahlung des Ausgleichsbetrages eine Hypothek ob den gegenständlichen Grundstücken zu erhalten. Die der Beklagten mit Übergabsvertrag auf den Todesfall übertragene Liegenschaft sei bei Ermittlung des Nachlaßwertes und der entsprechenden Nachlaßverkürzung nicht in Ansatz zu bringen. Die Beklagte müsse sich die Liegenschaft auch nicht als Vorausschenkung anrechnen lassen, zumal dies weder im Übergabsvertrag auf den Todesfall vorgesehen sei noch ein Recht des Legatars auf Anrechnung bestehe und überdies die Beklagte nur die Hälfte der Liegenschaft erhalten habe.

 

Das Erstgericht gab dem Einwilligungsbegehren vollinhaltlich, dem Leistungsbegehren mit dem Teilbetrag von S 11.400,96 samt 4 % Zinsen seit 24. 2. 1995 statt und wies das Mehrbegehren von S 278.705,79 sA ab. Es stellte über den eingangs wiedergegebenen Sachverhalt hinaus noch fest, daß die Nachlaßaktiva laut Hauptinventar S 7,822.713,47, davon der Wert der Grundstückslegate (EZ 1626 GB St. G*****) S 1,645.000,--, betragen hätten; der Wert der der Beklagten und deren Gatten laut Übergabsvertrag auf den Todesfall übergebenen Liegenschaft sei im Abhandlungsverfahren mit S 3,680.000,-- ermittelt worden.

 

In seiner rechtlichen Beurteilung führte das Erstgericht aus, daß die Klägerin (sowie Grete L*****) als Vermächtnisnehmerinnen - ausgehend von einem auf insgesamt 16 Personen aufzuteilenden Barguthaben von insgesamt S 6,087.829,30 - einen Anspruch aufgrund der Barlegate in Höhe von je S 380.489,33 hätten sowie die Klägerin überdies einen solchen auf Übertragung des Eigentums an den Grundstücken 3369 und 3370 im Wert von S 406.620,-- habe. Unter Hinzurechnung des Wertes der Übergabsliegenschaft von S 3,680.000,-- zu den übrigen Nachlaßaktiva von S 7,822.713,47 ergebe sich (nach Abzug der Nachlaßpassiva von S 200.268,45) ein Pflichtteilsanspruch der Beklagten von S 5,651.222,51, auf welchen Wert sich die Beklagte laut letztwilliger Verfügung der Erblasserin den Wert des ihr übergebenen Hälfteanteils an der Liegenschaft EZ 245 GB St. G***** von S 1,840.000,-- sowie die an sie fallenden Guthaben der beiden Versicherungen anrechnen lassen müsse. Die von der Klägerin begehrte Anrechnung der Gesamtliegenschaft sei hingegen nicht berechtigt, weil die zweite Liegenschaftshälfte der Gatte der Beklagten erhalten habe. Die Pflichtteilsverkürzung der Beklagten errechne sich daher mit S 3,721.338,51, was zu einer Legatskürzung von rund 48,2 % führen müsse. Dies bedeute eine Kürzung der Barlegate auf je S 197.093,48, sodaß der Anspruch L***** bis auf restlich S 10.298,32 durch die geleistete Zahlung von der beklagten Partei erfüllt worden sei. Hinsichtlich der Klägerin errechne sich aufgrund des Bar- und Grundstückslegates von wertmäßig insgesamt S 787.909,33 aufgrund der Kürzung um 48,2 % ein Anspruch auf S 407.722,64, sodaß der Klägerin bei Anrechnung des Wertes der Grundstückslegate von S 406.620,-- ein Anspruch auf Zahlung weiterer S 1.102,64 verbleibe; zuzüglich der S 10.298,32 für Grete L***** ergebe sich somit ein Zuspruchsbetrag von S 11.400,96.

 

Das Berufungsgericht gab der gegen dieses Urteil erhobenen Berufung der beklagten Parteien nicht, jener der klagenden Partei teilweise Folge und änderte das angefochtene Urteil dahin ab, daß es dem Einwilligungsbegehren ebenfalls zur Gänze und dem Zahlungsbegehren in einem Teilbetrag von S 95.818,35 samt 4 % Zinsen seit 24. 2. 1995 stattgab; das Mehrbegehren von S 194.288,40 sA wurde demgemäß abgewiesen. Darüber hinaus wurde ausgesprochen, daß die ordentliche Revision zulässig sei.

 

Das Berufungsgericht, welches im Rahmen seiner Berufungsverhandlung den Verlassenschaftsakt nach Maria H***** verlas, woraus in der einleitend wiedergegebenen Sachverhaltszusammenstellung bereits eingeflossene zusätzliche Feststellungen getroffen wurden, führte im Rahmen seiner vom Erstgericht abweichenden rechtlichen Beurteilung - zusammengefaßt - folgendes aus:

 

Unter Berücksichtigung des festgestellten Todestages der Erblasserin seien die Vermächtnisforderungen der Klägerin und der Grete L***** seit 24. 2. 1995 fällig. Gemäß § 692 ABGB erleiden die Legatare einen verhältnismäßigen Abzug, wenn die Verlassenschaft zur Bezahlung der Schulden, anderer pflichtmäßiger Auslagen und zur Berichtigung aller Vermächtnisse nicht zureicht. Der Nachlaß bzw ein beschränkt haftender Erbe (wie hier die Beklagte) müßten Vermächtnisse nur bis zum Wert des Nachlasses erfüllen. Dem Erben stehe eine den Verzug und die Verjährung hemmende Einrede solange und insoweit zu, als die Gefahr der Unzulänglichkeit des Nachlasses bescheinigt werden könne und der geltend gemachte Legatsanspruch voraussichtlich von der Kürzung betroffen sei. Diese Einrede könne vom Legatar jedoch durch Sicherstellung abgewendet werden, welche nach den §§ 1373 ff ABGB für Liegenschaften regelmäßig durch Hypothek zu leisten sei. Die Unzulänglichkeit des Nachlasses sei im Rechtsweg zu entscheiden und vom Erben zu beweisen. Auch dem gesetzlichen Erben, der gleichzeitig Pflichtteilsberechtigter sei, stehe das Leistungsverweigerungsrecht nach § 692 ABGB zu. Um das Ausmaß der notwendigen Legatsverkürzung bestimmen zu können, sei es nun erforderlich, den Wert der Pflichtteilsforderung der Beklagten zu bestimmen. Bezüglich des zwischen der Erblasserin und der Beklagten sowie deren Ehegatten am 19. 8. 1986 in Notariatsaktform abgeschlossenen Übergabsvertrages auf den Todesfall sei zufolge Außerstreitstellung im Verfahren erster Instanz, daß der Übertragung des Liegenschaftseigentums an der Liegenschaft EZ 245 keine Gegenleistung der Beklagten gegenübergestanden sei, von einer Schenkung auf den Todesfall auszugehen. Solche Schenkungen auf den Todesfall seien nach dem Erbanfall wie Vermächtnisse zu behandeln; die auf den Todesfall geschenkte Sache sei als Nachlaßaktivum anzusetzen, ohne daß sie zugleich als Nachlaßschuld wieder abzuziehen wäre und zähle bei Ermittlung des Nachlaßpflichtteiles mit. Der Notariatsakt erfülle dabei - mangels Mitwirkung eines zweiten Notars oder zweier tauglicher Testamentszeugen - keine der im Gesetz vorgesehenen Testamentsformen, sodaß eine Umdeutung in ein Vermächtnis ausscheide. Der Notariatsakt enthalte jedoch in Form des den Übernehmern von der Übergeberin zur Sicherung deren Übernahmerechts rechtsgeschäftlich eingeräumten und von diesen angenommenen Veräußerungs- und Belastungsverbotes eine dem ausdrücklichen Widerrufsverzicht hinsichtlich Warn- und Beweisfunktion völlig, aber auch in seiner Wirkung weitgehend gleichkommende Erklärung, hindere doch ein solches Verbot jede Übertragung der Sache (wie etwa eine Schenkung unter Lebenden). Dazu komme, daß die Übergabsliegenschaft aufgrund eines den Übernehmern gleichzeitig eingeräumten Wohn- und Fruchtnießungsrechtes an Teilen des auf der Übergabsliegenschaft errichteten Hauses bereits zu Lebzeiten der Übergeberin von den Übernehmern teilweise mitbenützt werden sollte (und auch wurde), sodaß die im Notariatsakt vorgesehene Regelung jedenfalls in die Nähe einer Schenkung mit wirklicher Übergabe rücke. Der Wert der auf den Todesfall verschenkten Übergabsliegenschaft sei demnach in der zwischen den Parteien nicht strittigen Höhe von S 3,680.000,-- bei Ermittlung des Nachlaßpflichtteiles zu berücksichtigen. Aus den unter Berücksichtigung des Wertes der Liegenschaft zu berechneten Pflichtteilsanspruch habe sich die Beklagte den Wert der auf den Todesfall geschenkten Liegenschaftshälfte sohin wie ein Vermächtnis gemäß § 774 ABGB anrechnen zu lassen; andererseits müsse auch der auf den Todesfall beschenkte Gatte der Beklagten wie ein Vermächtnisnehmer analog § 783 ABGB zur vollständigen Entrichtung des der Beklagten gebührenden Pflichtteiles beitragen.

 

Damit ergebe sich folgende Abrechnung:

 

Nachlaßaktiva lt Hauptinventar:            S 7,822.713,47

 

Wert der Übergabsliegenschaft              S 3,680.000,--

 

Nachlaßpassiva lt Hauptinventar            - S 200.268,45

 

"gemeiner" Nachlaß:                        S 11,302.445,02

 

"gemeiner" Pflichtteil                     S  5,651.222,51

 

verbleibender Nachlaßwert

 

für Legatare:                              S  5,651.222,51

 

Zu berücksichtigende Legate:

 

Barlegate                                  S  6,087.829,47

 

Grundstückslegate insgesamt                S  1,645.000,--

 

Liegenschaftshälfte des

 

Josef H*****              1,840.000,--     S  9,572.829,47

 

Legatsdeckung: S 5,651.222,51/S 9,572.829,47 = 59,03 %

 

Barlegat: Klägerin bzw Grete L*****:

 

S 6,087.829,47/16 = S 380.489,33

 

davon 59,03 %=                                S 224.602.86

 

Grundstückslegat Klägerin:

 

S 406.620,-- davon 59,03 = S 240.027,79

 

gekürzte Ansprüche Klägerin:                  S 224.602,86

 

                                              S 240.027,79

 

                                              S 464.630,65

 

abzüglich Wert Grundstückslegat:  -           S 406.620,--

 

restliches Barlegat                            S 58.010,65

 

abgetretener Anspruch L*****:

 

gekürztes Barlegat:                           S 224.602,86

 

abzüglich Teilzahlung                       - S 186.795,16

 

Restanspruch                                   S 37.807,70

 

Summe Leistungsansprüche:                      S 95.818,35

 

Die ordentliche Revision wurde für zulässig erklärt, weil zu den Fragen, ob für die Wirksamkeit einer Schenkung auf den Todesfall anstelle des im Gesetz vorgesehenen ausdrücklichen Widerrufsverzichts die vertragliche Einräumung eines Veräußerungs- und Belastungsverbotes zugunsten des Beschenkten ausreicht, und ob der auf den Todesfall Beschenkte zur Entrichtung des Pflichtteiles beizutragen hat, eine höchstgerichtliche Rechtsprechung fehlt. Eine Bewertung des Entscheidungsgegenstandes erübrige sich dabei im Hinblick auf die Zulassung der Revision, weil bereits das Zahlungsbegehren S 52.000,-- übersteige.

 

Gegen das Urteil des Berufungsgerichtes richten sich die Revisionen der klagenden und der beklagten Partei. Die klagende Partei begehrt - unter Geltendmachung der Revisionsgründe der Mangelhaftigkeit des Berufungsverfahrens und der unrichtigen rechtlichen Beurteilung - die Abänderung der bekämpften Entscheidung im Sinne einer vollinhaltlichen Klagestattgebung. Die beklagte Partei begehrt - unter Geltendmachung ausschließlich des Revisionsgrundes der unrichtigen rechtlichen Beurteilung - die Abänderung des bekämpften Urteiles im Sinne einer gänzlichen Klageabweisung. Hilfsweise stellen beide Parteien auch Aufhebungs- und Zurückverweisungsanträge.

 

Die Parteien haben zu den Rechtsmittelschriften ihrer Gegnerinnen auch jeweils Revisionsbeantwortungen erstattet; eine solche wurde auch vom Nebenintervenienten eingebracht. In den Rechtsmittelgegenschriften wird jeweils der Antrag gestellt, dem Rechtsmittel der jeweiligen Gegnerin keine Folge zu geben; die klagende Partei und der Nebenintervenient haben überdies den Antrag gestellt, das Rechtsmittel ihrer jeweiligen Gegnerin mangels erheblicher Rechtsfrage als unzulässig zurückzuweisen.

Rechtliche Beurteilung

 

Die Revisionen sind zulässig, jedoch nicht berechtigt.

 

Die in der Revision der Klägerin relevierte Mangelhaftigkeit des Berufungsverfahrens - behauptet zufolge amtswegiger Ergänzung der erstgerichtlichen Feststellungen hinsichtlich des im "Übergabsvertrag auf den Todesfall" vom 18. 9. 1986 zugunsten der Beklagten und ihres Ehemannes vereinbarten Belastungs- und Veräußerungsverbotes - liegt nicht vor. Dies bedarf nach § 510 Abs 3 dritter Satz ZPO keiner weitergehenden Begründung. Die vom Berufungsgericht ergänzte Feststellung durfte im vorliegenden Fall schon deshalb getroffen und berücksichtigt werden, weil sie in den Rahmen des geltend gemachten Klagegrundes und auch der Einwendungen der beklagten Partei fiel (ständige Rechtsprechung: RS0036933, 0037972, 0040318). Beide Parteien haben sich - zur Stützung (Klägerin) bzw Widerlegung (Beklagte) ihres jeweiligen Prozeßstandpunktes, nämlich der wahren rechtlichen Qualifikation des besagten Übergabsvertrages (Schenkungsvertrag [auf den Todesfall]; entgeltliches Rechtsgeschäft) - von Anfang an auf den (gesamten) Inhalt dieses Vertrages, erliegend im Verlassensschaftsakt, der gleichfalls von beiden Parteien als Beweismittel angeboten wurde, berufen. Demgemäß hat auch das Berufungsgericht diesen Akt im Einvernehmen mit beiden Parteien im Rahmen der Berufungsverhandlung dargetan und war somit auch befugt, die monierte ergänzende Feststellung (ohne Verstoß insbesondere gegen Verfahrensvorschriften) zu treffen und demgemäß auch (rechtlich) zu verwerten.

 

Wie bereits ausgeführt, ist die für die Bestätigung der Berechnungen des Berufungsgerichtes - gegen dessen ziffernmäßige Ausführungen nur bezüglich der Höhe der Barlegate in der Revision der beklagten Partei etwas vorgebracht wird, worauf noch weiter unten einzugehen sein wird - maßgebliche und auch vom Berufungsgericht (zutreffend) als erheblich bezeichnete Rechtsfrage in der Auslegung des Übergabsvertrages der Erblasserin mit ihrer Adoptivtochter und nunmehr beklagten Partei gelegen. Hiezu hat der Oberste Gerichtshof folgendes erwogen:

 

An sich zutreffend hebt die Klägerin hervor, daß der Oberste Gerichtshof bereits in seiner Entscheidung 5 Ob 2249/96p vom 18. 9. 1996 (veröffentlicht in EvBl 1997/47 = RZ 1997/51 = EFSlg 81.421) den auch hier verfahrensgegenständlichen "Übergabsvertrag auf den Todesfall" zu prüfen und rechtlich zu qualifizieren hatte. Der grundbuchsrechtliche Fachsenat hatte in dieser Entscheidung das Begehren der (hier) Beklagten und ihres Mannes auf Einverleibung ihres Eigentumsrechtes an der Liegenschaft EZ 245 zu beurteilen, wobei er zwar die abweislichen Entscheidungen beider Vorinstanzen bestätigte, dies jedoch wegen Fehlens eines (ausreichenden) Urkundennachweises zum Eintritt der vertraglichen Bedingung einer rechtskräftigen Adoption der hier beklagten Partei durch die Übergeberin (Erblasserin); lediglich deshalb, weil sich für den Senat aus den im Grundbuchsverfahren vorliegenden Urkunden angesichts der hierin von den Übernehmern als Gegenleistung für die Übergabe der Grundstücke samt Inventar übernommenen Verpflichtung zur Erbringung diverser Versorgungsleistungen letztlich kein ausreichender Anhaltspunkt für das Vorliegen eines Schenkungswillens (der Vertragsteile) im Sinne einer anzunehmenden subjektiven Inäquivalenz ergab, wurde der weitere (dort von den Vorinstanzen herangezogene) Abweisungsgrund, nämlich Fehlen eines ausdrücklichen Verzichtes auf den freien Widerruf seitens der Übergeberin in dem als Schenkungsversprechen auf den Todesfall qualifizierten Übergabsvertrag, verneint und (da es auf eine Störung der objektiven Äquivalenz im Urkundenverfahren des Grundbuchsrechtes nicht ankomme) von einem entgeltlichen Rechtsgeschäft auf den Todesfall ausgegangen, was aber den vom Rekursgericht vermißten Widerrufsverzicht im Sinne des § 956 ABGB entbehrlich gemacht habe.

 

In der Entscheidung 6 Ob 153/98p vom 10. 6. 1998 (in der Rechtssache 2 Cg 38/97h des Landesgerichtes Wels der hier Beklagten und ihres Ehemannes als Kläger gegen den Nebenintervenienten als beklagte Partei wegen Feststellung der Haftung des Letztgenannten aus "alleinverschuldeter Mangelhaftigkeit des Übergabsvertrages auf den Todesfall vom 18. 9. 1986") war lediglich die verfahrensrechtliche Frage des Vorliegens eines rechtlichen Interesses für das erhobene Feststellungsbegehren gegen den haftungsmäßig in Anspruch genommenen Notar zu prüfen (und wurde vom Obersten Gerichtshof auch bejaht). In der Sache selbst hatte hingegen das Oberlandesgericht Linz als Berufungsgericht (4 R 9/99t) das Klagebegehren (rechtskräftig und ohne neuerliche Befassung des Obersten Gerichtsofes) ua aus der Erwägung abgewiesen, daß nicht gesagt werden könne, daß die Vertragsteile (des Übergabsvertrages) eine teilweise Unentgeltlichkeit des Übereignungsvorganges erkennbar zum Ausdruck gebracht hätten, sodaß der geltend gemachte Haftungsfall, nämlich Ungültigkeit als Schenkungsvertrag auf den Todesfall, nicht zutreffe.

 

Aus der Entscheidung 5 Ob 2249/96p ist für die vorliegende

Rechtssache nichts abzuleiten. Abgesehen davon, daß im dortigen

Verbücherungsverfahren die Beurteilung der Rechtsnatur des Vertrages

nur eine in den Beschlußgründen zum Ausdruck kommende Vorfrage

darstellte, die schon deshalb keine Bindungswirkung (hiezu allgemein

und ausführlich jüngst 7 Ob 106/98h und 10 Ob 19/99p) zu entfalten

vermag, war dort die Prüfung subjektiver Inäquivalenz zufolge des

besonderen Charakters des Grundbuchsverfahrens als reinem Akten- und Urkundenverfahren (immolex 1997, 287/161 mwN; Feil, GBG3 Rz 1a zu § 94) gar nicht Gegenstand der Entscheidung. Diese Beurteilung blieb vielmehr dem vorliegenden Rechtsstreit vorbehalten und war demgemäß auch Gegenstand des in die Feststellungsgrundlage der Tatsacheninstanzen eingeflossenen Beweisverfahrens. Dazu hat nun bereits das Berufungsgericht zutreffend die Außerstreitstellung der Streitteile in der Streitverhandlung vom 3. 2. 1998 in den Vordergrund gerückt, wonach der Übertragung des Liegenschaftseigentums laut Punkt 2 des besagten Übergabsvertrages keine in diesem Zusammenhang beachtliche Gegenleistung der beklagten Partei gegenübergestanden ist (S 1 in ON 7 = AS 25). Diese zugestandene Tatsache schuf damit ein Beweisthemenverbot (JBl 1990, 590; 2 Ob 170/99k) samt Bindung hieran durch die Tatsacheninstanzen und ist damit insoweit im weiteren auch der rechtlichen Beurteilung ungeprüft zugrundezulegen (2 Ob 170/99k). Damit ist aber die rechtliche Qualifikation des Berufungsgerichtes, daß das Vertragswerk entgegen seiner im Notariatsakt selbst gewählten Bezeichnung, als Schenkung der Liegenschaft auf den Todesfall zu qualifizieren ist, nicht als in Widerspruch zur (Vor-)Entscheidung 5 Ob 2249/96p stehend zu beanstanden.

 

Nach § 956 erster Satz ABGB kann eine solche Schenkung "bei Beachtung der vorgeschriebenen Förmlichkeiten" zunächst als ein Vermächtnis gültig sein. Hiefür fehlen jedoch die Voraussetzungen schon im Tatsächlichen: Die Ausführungen in der Revision der beklagten Partei zur "Umdeutung" des Übergabsvertrages in ein solches Vermächtnis zufolge Anwesenheit eines "2. Testamentszeugen" (nämlich in der Person des Gatten der Beklagten, Josef H*****) bei der notariellen Errichtung müssen - abgesehen davon, daß es sich hiebei mangels Vorbringens bis zum Schluß der Verhandlung erster Instanz um eine im Rechtsmittelverfahren unzulässige Neuerung handelt - schon daran scheitern, daß nach § 579 ABGB für den letzten Willen das Erfordernis dreier Zeugen statuiert ist. Auch insoweit ist die rechtliche Beurteilung des Berufungsgerichtes daher zutreffend (§ 510 Abs 3 zweiter Satz ZPO).

 

Nach § 956 zweiter Satz ABGB ist eine solche Schenkung "nur dann als Vertrag anzusehen, wenn der Beschenkte sie angenommen hat und der Schenkende sich des Befugnisses, sie zu widerrufen, ausdrücklich begeben hat". Dieses zweitgenannte Erfordernis hat - wie bereits ausgeführt - der Grundbuchssenat zu 5 Ob 2249/96p lediglich in Anbetracht einer von ihm ungeprüft gebliebenen (hier jedoch zwischen den Parteien sogar außer Streit gestellten) subjektiven Inäquivalenz als "entbehrlich" erachtet. Das Berufungsgericht hingegen ist von einer Substituierung dieses gesetzlich verankerten Widerrufsverzichtes durch das hier zwischen den Vertragsteilen vereinbarte Veräußerungs- und Belastungsverbot ausgegangen. Auch diese rechtliche Beurteilung ist zu billigen, und zwar aus folgenden weiteren Überlegungen:

 

Bei Fehlen eines Widerrufsverzichtes ist zwar grundsätzlich der ganze Schenkungsvertrag ungültig (Binder in Schwimann, ABGB2, Band 5 Rz 24 zu § 956; Kralik, Erbrecht3 167 f; OGH EFSlg 66.296). Bereits in den Entscheidungen SZ 57/118 =NZ 1984, 199 und NZ 1990, 124 hat der Oberste Gerichtshof die Vereinbarung eines Veräußerungs- und Belastungsverbotes zugunsten der jeweiligen Geschenknehmer in einem notariellen Schenkungsvertrag auf den Todesfall als eine "die Verpflichtung aus dem Vertrag erhöhende und daher formbedürftige Nebenabrede" angesehen und demgemäß für möglich und zulässig erklärt (so auch Schubert in Rummel, ABGB I2 Rz 2 zu § 956). Im vorliegenden Fall wurde ebenfalls ein solches Veräußerungs- und Belastungsverbot vereinbart: Darin wohnt jedoch - wie das Berufungsgericht zutreffend vermeint - in der Tat auch die dem ausdrücklichen Widerrufsverzicht gleichkommende "Warn- und Beweisfunktion" inne, wird doch durch das von der Erblasserin (Geschenkgeberin) der Beklagten und ihrem Mann als Übergeber (Geschenknehmer) eingeräumte und von letzteren auch ausdrücklich angenommene Belastungs- und Veräußerungsverbot in der Tat eine weitgehend gleiche Wirkung erzielt; § 956 Satz 2 ABGB will nämlich den Zuwender dazu verhalten, sich bereits im Zeitpunkt des Schenkungsversprechens des Rechts zur Verfügung über das Zuwendungsobjekt zu begeben (Binder, aaO Rz 21 zu § 956); kein anderes Ziel sollte auch hier durch das eingeräumte Verbot augenscheinlich erreicht werden (Koziol/Welser II10 47). Dieses Auslegungsergebnis erachtet auch der erkennende Senat als sachgerecht sowie mit der Aktenlage und dem im Beweisverfahren hervorgekommenen seinerzeitigen Parteiwillen (§ 914 ABGB) in Einklang stehend; die dieses Ergebnis in Abrede stellenden Ausführungen in der Revision der Klägerin sind nicht überzeugend.

 

Dem (in der Revision der klagenden Partei ebenfalls abgelehnten) Umstand, daß - wie das Berufungsgericht weiters vermeinte - (überdies) das vorliegende Vertragswerk "in die Nähe einer Schenkung mit wirklicher Übergabe" zu rücken sei, weil die Übergabsliegenschaft aufgrund des den Übernehmern gleichzeitig eingeräumten (umfassenden) Wohn- und Fruchtnießungsrechtes an Teilen des auf der Liegenschaft errichteten Hauses bereits zu Lebzeiten der Übergeberin von den Übernehmern teilweise mitbenützt werden sollte und auch wurde, woraus - offenbar - der rechtliche Schluß ableitbar sei, daß es eines (ausdrücklichen) Widerrufsverzichtes auch deshalb nicht bedurfte, weil die Erfüllung des Schenkungsversprechens tatsächlich nicht erst nach dem Tod der Geschenkgeberin erfolgte (so etwa im Falle der Entscheidung 6 Ob 710/88), kommt damit keine zusätzliche rechtliche Bedeutung zu, weil eben die Übergabe und Übernahme des gesamten Vertragsobjektes erst zum Zeitpunkt des Ablebens der Übergeberin erfolgen sollte (und erfolgte). Handelte es sich aber damit um eine (rechtswirksame und formgültige) Schenkung auf den Todesfall im Sinne des § 956 zweiter Satz ABGB, dann ist ihr Wert bei der Berechnung des Pflichtteiles (der beklagten Partei) ungeachtet des Umstandes mitzuberücksichtigen, daß sie länger als zwei Jahre vor dem Tod der Erblasserin gemacht wurde, weil es sich eben nicht um eine gewöhnliche Schenkung (unter Lebenden) im Sinne des § 785 ABGB handelte (SZ 69/108 unter Hinweis auf seine ständige Rechtsprechung und auch ausführlicher Auseinandersetzung mit den zum Teil abweichenden Meinungen im Schrifttum).

 

Als Zwischenergebnis bleibt daher festzuhalten, daß das Fehlen eines (ausdrücklichen) Verzichtes auf den Widerruf (durch die Erblasserin) im Sinne des § 956 zweiter Satz ABGB nicht die Unwirksamkeit des dennoch rechtlich als Schenkung auf den Todesfall zu qualifizierenden Übergabsvertrages zur Folge hat. Damit sind aber die (einzig darauf ausgerichteten) Revisionsausführungen der Klägerin nicht berechtigt und kann ihrer Revision somit kein Erfolg beschieden sein.

 

Selbiges trifft aber auch für die Revision der beklagten Partei zu.

 

Diese erachtet sich in ihrem Rechtsmittel zunächst durch die "Feststellung" des Berufungsgerichtes zur Höhe der Barlegate von insgesamt S 6,087.829,47 für beschwert und will statt dessen (ausgehend vom Verlassenschaftsakt) - so wie bereits in ihrer Klagebeantwortung - nur eine Summe von S 5,977.445,02 in Ansatz gebracht wissen. Dabei wird jedoch die - für den Obersten Gerichtshof, der nur Rechts- und nicht Tatsacheninstanz ist - maßgebliche Feststellung des Erstgerichtes übergangen, wonach die Klägerin zu gleichen Teilen mit 15 weiteren Vermächtnisnehmern Barlegate aus dem Nachlaß der Verstorbenen Maria H***** zugewiesen erhalten und dieser Anteil pro Person S 380.489,33 betragen sollte; in der Summierung ergibt sich damit aber der - somit vom Berufungsgericht unbedenklich und zutreffend - zugrundegelegte Gesamtwert von S 6,087.829,47.

 

Soweit es im weiteren auch ihr um die rechtliche Qualifizierung des "Übergabsvertrages" geht, kann zur Vermeidung von Wiederholungen auf die Ausführungen zur Revision der Klägerin verwiesen werden. Auf die in ihrer Revision gewünschte (jedoch zu verneinende) Umdeutung in ein Vermächtnis zugunsten der Beklagten zufolge Anwesenheit zweier (Testaments-)Zeugen bei der Vertragserrichtung wurde ebenfalls bereits weiter oben eingegangen. Auch hiezu kann daher auf diese vorstehenden Ausführungen verwiesen werden. Soweit "der Einfachheit halber" auf die "richtigen Zahlen" (in den Wertermittlungen) der Berufungsschrift verwiesen wird, wird das Rechtsmittel nicht gesetzmäßig ausgeführt (SZ 69/209; RS0043579) und kann daher deshalb nicht näher darauf eingegangen werden. Rechnerische Unrichtigkeiten zur weiter oben bereits wiedergegebenen Staffelermittlung durch das Berufungsgericht finden sich in der Revision nicht. Die Höhe der Geldempfänge der Beklagten aus der Verlassenschaft nach Maria H***** hat die Beklagte bereits in erster Instanz der Höhe nach ausdrücklich außer Streit gestellt.

 

Zur Berücksichtigung des Hälfteanteils des Ehegatten der Beklagten hat das Berufungsgericht auf eine analoge Anwendung des § 783 ABGB (Beitragspflicht zur Entrichtung des Erb- oder Pflichtteiles) verwiesen. Dagegen enthält die Revision keine stichhaltigen, jedenfalls keine eine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO begründenden Ausführungen. Der in § 783 ABGB genannte (einzige) Ausnahmefall einer Nichtberücksichtigung bei Ehegatten bezüglich des gesetzlichen Vorausvermächtnisses liegt hier nicht vor. Da bereits darauf hingewiesen wurde, daß es sich hier um keine (gewöhnliche) Schenkung im Sinne des § 785 ABGB handelt, kommt es auch nicht auf die Wahrung der in Abs 3 letzter Satz dieser Gesetzesstelle normierte Zwei-Jahres-Frist an, sodaß die darauf gestützten Ausführungen der Rechtsmittelwerberin ebenfalls scheitern müssen. Soweit letztlich die Sicherstellung des Anspruches der beklagten Partei durch Einverleibung einer Hypothek zu ihren eigenen Gunsten im Urteilsspruch moniert wird, ist zu erwidern, daß die Sicherstellung nach § 692 ABGB grundsätzlich nach den §§ 1373 ff ABGB zu leisten ist, also für Liegenschaften regelmäßig durch Hypotheken, wenn nichts anderes vereinbart wird (SZ 50/56; Eccher in Schwimann, ABGB Band 32 Rz 4 zu § 692; RS0012662); derartiges behauptet nicht einmal die Revisionswerberin. Schließlich müssen alle diese Ausführungen in der Revision aber auch am Neuerungsverbot scheitern, weil die beklagte Partei bis Schluß der Verhandlung erster Instanz zur klägerischerseits angebotenen Sicherstellung keinerlei Bestreitungsvorbringen, insbesondere dahin, daß diese nicht ausreichend sei, erstattet hatte.

 

Beiden Revisionen kommt damit keine Berechtigung zu.

 

Die Kostenentscheidung stützt sich auf §§ 41, 50 ZPO. Zufolge Erfolglosigkeit der Rechtsmittel haben die Parteien ihrem jeweiligen Gegner die Kosten der Revisionsbeantwortung zu ersetzen, die klagende Partei überdies auch dem auf Beklagtenseite beigetretenen Nebenintervenienten.

Anmerkung

E54760 07A01359

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:0070OB00135.99Z.0714.000

Dokumentnummer

JJT_19990714_OGH0002_0070OB00135_99Z0000_000