Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob212/33 4Ob12/29 2Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0001181

Geschäftszahl

3Ob212/33; 4Ob12/29; 2Ob319/55; 1Ob927/54; 3Ob151/59; 3Ob57/65; 3Ob181/65; 3Ob34/66; 3Ob29/66; 3Ob103/66; 3Ob57/65; 3Ob11/67; 3Ob59/67; 3Ob79/67; 3Ob89/68; 3Ob76/68; 3Ob8/70; 3Ob76/70; 3Ob104/71 (3Ob105/71); 3Ob142/71; 3Ob49/73; 3Ob121/73; 3Ob187/73; 3Ob140/75 (3Ob147/75); 3Ob145/76; 3Ob134/79; 3Ob169/79; 3Ob52/79; 3Ob43/80; 3Ob77/80; 3Ob11/81; 3Ob143/81; 3Ob66/82; 3Ob179/83; 3Ob156/83; 3Ob26/86 (3Ob44/86, 3Ob45/86); 3Ob1003/88; 3Ob153/87; 3Ob75/88; 3Ob40/89; 3Ob25/94; 3Ob36/94; 3Ob124/97z; 3Ob197/97k; 3Ob233/00m; 3Ob212/01z; 3Ob19/03w; 3Ob119/04b; 3Ob225/04s; 3Ob157/08x

Entscheidungsdatum

14.03.1933

Norm

EO §37 H
ZPO §500 Abs2 IIB1

Rechtssatz

Bei Klagen nach § 37 EO ist der Streitgegenstand, über den das Berufungsgericht entschieden hat, zu bewerten.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 12/29
    Entscheidungstext OGH 15.01.1929 4 Ob 12/29
    Veröff: SZ 11/18
  • 3 Ob 212/33
    Entscheidungstext OGH 14.03.1933 3 Ob 212/33
    Veröff: SZ 15/55
  • 2 Ob 319/55
    Entscheidungstext OGH 25.05.1955 2 Ob 319/55
  • 1 Ob 927/54
    Entscheidungstext OGH 05.06.1955 1 Ob 927/54
    Beisatz: Ebenso bei Impugnationsklagen. (T1)
  • 3 Ob 151/59
    Entscheidungstext OGH 21.04.1959 3 Ob 151/59
    Beisatz: Bei Oppositonsklagen. (T2)
  • 3 Ob 57/65
    Entscheidungstext OGH 12.05.1965 3 Ob 57/65
    Beisatz: Bei mehreren Gegenständen bezüglich jedes einzelnen Gegenstandes. (T3); Veröff: SZ 38/91
  • 3 Ob 181/65
    Entscheidungstext OGH 12.01.1966 3 Ob 181/65
    Beis wie T3
  • 3 Ob 29/66
    Entscheidungstext OGH 09.03.1966 3 Ob 29/66
    Beis wie T3; Beisatz: Anders bei Gesamtsache! (T4)
  • 3 Ob 34/66
    Entscheidungstext OGH 23.03.1966 3 Ob 34/66
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Eine Zusammenrechnung des Wertes dieser miteinander nicht im Zusammenhang stehenden Gegenstände kann nicht vorgenommen werden. Bagatellsachen! (T4); Veröff: EvBl 1967/98 S 103 = SZ 39/54
  • 3 Ob 103/66
    Entscheidungstext OGH 14.09.1966 3 Ob 103/66
    Vgl auch; Beisatz: Auftrag an das Berufungsgericht auszusprechen, ob der Wert jedes einzelnen Pfandgegenstandes S 15.000,-- übersteigt. (T5)
  • 3 Ob 57/65
    Entscheidungstext OGH 12.10.1966 3 Ob 57/65
    Beis wie T3
  • 3 Ob 11/67
    Entscheidungstext OGH 15.02.1967 3 Ob 11/67
    Beis wie T3
  • 3 Ob 59/67
    Entscheidungstext OGH 24.05.1967 3 Ob 59/67
    Beis wie T3
  • 3 Ob 79/67
    Entscheidungstext OGH 02.08.1967 3 Ob 79/67
    Beis wie T3
  • 3 Ob 89/68
    Entscheidungstext OGH 07.08.1968 3 Ob 89/68
  • 3 Ob 76/68
    Entscheidungstext OGH 06.11.1968 3 Ob 76/68
    Beis wie T3
  • 3 Ob 8/70
    Entscheidungstext OGH 18.02.1970 3 Ob 8/70
  • 3 Ob 76/70
    Entscheidungstext OGH 01.07.1970 3 Ob 76/70
    Beisatz: Bei der Exszindierung mehrerer Gegenstände ist der Wert dieser Gegenstände grundsätzlich nicht zusammenzurechnen. Falls es sich jedoch um eine Gesamtsache handelt oder der Klagsgrund derart einen einheitlichen Rechtsgrund darstellt, daß es zu einer divergierenden Entscheidung in Ansehung der einzelnen Gegenstände gar nicht kommen kann, so ist der Wert der Gesamtsache bzw. aller Gegenstände maßgebend. (T6) = EvBl 1970/366 S 639
  • 3 Ob 104/71
    Entscheidungstext OGH 06.10.1971 3 Ob 104/71
    Beis wie T6
  • 3 Ob 142/71
    Entscheidungstext OGH 20.01.1972 3 Ob 142/71
    Beis wie T3
  • 3 Ob 49/73
    Entscheidungstext OGH 06.03.1973 3 Ob 49/73
  • 3 Ob 121/73
    Entscheidungstext OGH 12.07.1973 3 Ob 121/73
    Beis wie T3
  • 3 Ob 187/73
    Entscheidungstext OGH 23.10.1973 3 Ob 187/73
    Beis wie T6; Beisatz hier: Zu § 502 Abs 2 Z 3 ZPO. (T7)
  • 3 Ob 140/75
    Entscheidungstext OGH 24.06.1975 3 Ob 140/75
    Beis wie T3
  • 3 Ob 145/76
    Entscheidungstext OGH 29.10.1976 3 Ob 145/76
  • 3 Ob 134/79
    Entscheidungstext OGH 10.10.1979 3 Ob 134/79
    Auch; Beis wie T6
  • 3 Ob 169/79
    Entscheidungstext OGH 27.02.1980 3 Ob 169/79
    Beis wie T3
  • 3 Ob 52/79
    Entscheidungstext OGH 09.04.1980 3 Ob 52/79
    Beisatz: Auch bei einer Widerspruchsklage gegen eine auf Grund einer gerichtlichen Aufkündigung bewilligte zwangsweise Räumung. (T8)
  • 3 Ob 43/80
    Entscheidungstext OGH 11.06.1980 3 Ob 43/80
    Beis wie T6
  • 3 Ob 77/80
    Entscheidungstext OGH 10.09.1980 3 Ob 77/80
    Beis wie T4 und T6
  • 3 Ob 11/81
    Entscheidungstext OGH 25.03.1981 3 Ob 11/81
    Auch; Beisatz hier: Zur Einrichtung einer Liegenschaft gehörende Gegenstände. (T9)
  • 3 Ob 143/81
    Entscheidungstext OGH 09.12.1981 3 Ob 143/81
    Beis wie T3 und T6
  • 3 Ob 66/82
    Entscheidungstext OGH 09.06.1982 3 Ob 66/82
  • 3 Ob 179/83
    Entscheidungstext OGH 21.12.1983 3 Ob 179/83
    Auch
  • 3 Ob 156/83
    Entscheidungstext OGH 11.01.1984 3 Ob 156/83
    Auch; Beis wie T6; JBl 1984,617 O SZ 57/5
  • 3 Ob 26/86
    Entscheidungstext OGH 28.05.1986 3 Ob 26/86
    Auch; Beis wie T6 und T9; Beisatz: Rechnet in einem solchen Fall das Berufungsgericht die Schätzwerte der einzelnen exszindierten Pfandgegenstände nicht zusammen, steht dies mit der im § 500 Abs 2 ZPO vorgeschriebenen sinngemäßen Anwendung auch des § 55 Abs 1 und 4 JN so im Widerspruch, daß von einer im gesetzlichen Rahmen erfolgten und damit das Revisionsgericht bindenden Bewertung nicht mehr gesprochen werden kann. (T10)
  • 3 Ob 1003/88
    Entscheidungstext OGH 10.02.1988 3 Ob 1003/88
    Beis wie T3 und T6
  • 3 Ob 153/87
    Entscheidungstext OGH 27.04.1988 3 Ob 153/87
    Vgl aber; Beisatz: Bezieht sich der Widerspruch auf bei der Pfändung vorgefundenes Geld oder auf eine gepfändete Geldforderung, so muß der Wert des Streitgegenstandes dem Geldbetrag oder der Höhe der Geldforderung entsprechen und es hat daher ein Auspruch im Sinne des § 500 Abs 2 ZPO zu unterbleiben. (T11) = AnwBl1988,476 (Strigl)
  • 3 Ob 75/88
    Entscheidungstext OGH 05.10.1988 3 Ob 75/88
    Vgl auch
  • 3 Ob 40/89
    Entscheidungstext OGH 26.04.1989 3 Ob 40/89
    Auch; Beis wie T6 und T9
  • 3 Ob 25/94
    Entscheidungstext OGH 27.04.1994 3 Ob 25/94
    Vgl auch; Beisatz: Das Berufungsurteil muß daher einen Ausspruch nach § 500 Abs. 2 Z 1 ZPO idF d WGN 1988 enthalten. (T12)
  • 3 Ob 36/94
    Entscheidungstext OGH 13.07.1994 3 Ob 36/94
    Auch; Beis wie T12
  • 3 Ob 124/97z
    Entscheidungstext OGH 18.06.1997 3 Ob 124/97z
  • 3 Ob 197/97k
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 3 Ob 197/97k
    Vgl auch; Beisatz: Bei einer Exszindierungsklage sind die in objektiver Klagenhäufung verknüpften Ansprüche gemäß § 55 JN zusammenzurechnen, soweit diesen nach den Klagebehauptungen ein einheitlicher Rechtsgrund und eine einheitliche Erwerbsart zugrundeliegen. (T13)
  • 3 Ob 233/00m
    Entscheidungstext OGH 25.10.2000 3 Ob 233/00m
    Vgl aber; Beis ähnlich T11; Beisatz: Ein Bewertungsausspruch ist entbehrlich, weil der Wert des Entscheidungsgegenstands nur einem bestimmten Geldbetrag - nämlich entweder dem der betriebenen oder dem der gepfändeten Forderung - entsprechen kann. (T14)
  • 3 Ob 212/01z
    Entscheidungstext OGH 19.09.2001 3 Ob 212/01z
    Auch; Beis wie T11
  • 3 Ob 19/03w
    Entscheidungstext OGH 24.06.2003 3 Ob 19/03w
    Vgl auch; Beis wie T6 nur: Bei der Exszindierung mehrerer Gegenstände ist der Wert dieser Gegenstände grundsätzlich nicht zusammenzurechnen. Falls es sich jedoch um eine Gesamtsache handelt oder der Klagsgrund einen einheitlichen Rechtsgrund darstellt, so ist der Wert der Gesamtsache bzw. aller Gegenstände maßgebend. (T15); Beis wie T13
  • 3 Ob 119/04b
    Entscheidungstext OGH 21.07.2004 3 Ob 119/04b
    Vgl auch; Beis wie T15
  • 3 Ob 225/04s
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 3 Ob 225/04s
    Beis wie T11; Beis wie T8
  • 3 Ob 157/08x
    Entscheidungstext OGH 03.10.2008 3 Ob 157/08x
    Vgl aber; Beis ähnlich wie T14

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1933:RS0001181

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2009

Dokumentnummer

JJR_19330314_OGH0002_0030OB00212_3300000_001

Rechtssatz für 3Ob320/54 3Ob811/54 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0001230

Geschäftszahl

3Ob320/54; 3Ob811/54; 1Ob591/53; 3Ob14/77; 3Ob43/79; 3Ob197/97k

Entscheidungsdatum

01.07.1954

Norm

EO §37 K

Rechtssatz

Die Exszindierungsklage setzt etwas Negatives und etwas Positives voraus. Der betroffene Gegenstand darf zur Zeit der Vornahme der ersten Vollzugshandlung nicht dem Verpflichteten gehört haben und das der Exekution entgegenstehende Recht muß zu dieser Zeit bereits begründet gewesen sein, gleichviel, ob für den Exszindierungskläger oder seinen Rechtsvorgänger, und es muß überdies zur Zeit des Schlusses der Verhandlung erster Instanz dem Exszindierungskläger zustehen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 591/53
    Entscheidungstext OGH 20.01.1954 1 Ob 591/53
  • 3 Ob 320/54
    Entscheidungstext OGH 01.07.1954 3 Ob 320/54
    SZ 27/193
  • 3 Ob 811/54
    Entscheidungstext OGH 15.12.1954 3 Ob 811/54
  • 3 Ob 14/77
    Entscheidungstext OGH 01.03.1977 3 Ob 14/77
    Auch; RZ 1978/2 = SZ 50/33
  • 3 Ob 43/79
    Entscheidungstext OGH 30.05.1979 3 Ob 43/79
    Auch
  • 3 Ob 197/97k
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 3 Ob 197/97k
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0001230

Dokumentnummer

JJR_19540701_OGH0002_0030OB00320_5400000_001

Rechtssatz für 3Ob67/67 3Ob76/68 3Ob71...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0001178

Geschäftszahl

3Ob67/67; 3Ob76/68; 3Ob71/84 (3Ob72/84 -3Ob75/84); 3Ob26/86 (3Ob44/86, 3Ob45/86); 3Ob25/90; 3Ob36/94; 3Ob119/97i; 3Ob387/97a; 3Ob142/99z; 3Ob197/97k; 3Ob233/00m; 3Ob181/06y; 3Ob182/06w; 3Ob157/08x; 3Ob70/09d; 3Ob225/12b

Entscheidungsdatum

14.06.1967

Norm

EO §37 H
JN §57

Rechtssatz

Der Streitwert bei einer Exszindierungsklage richtet sich gemäß § 57 JN sowohl nach der Höhe der Forderung als auch nach dem Wert der gepfändeten Sachen, jedoch mit der Einschränkung, daß, wenn einer der beiden Beträge niedriger ist, es auf diesen ankommt (JB 242 = GIUNF 7662).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 67/67
    Entscheidungstext OGH 14.06.1967 3 Ob 67/67
  • 3 Ob 76/68
    Entscheidungstext OGH 06.11.1968 3 Ob 76/68
  • 3 Ob 71/84
    Entscheidungstext OGH 12.12.1984 3 Ob 71/84
    Vgl aber; Beisatz: Für die Bewertung des Streitgegenstandes einer Exszindierungsklage kommt es entgegen dem Jud 242 nicht auf den Betrag der betriebenen Forderung, sondern auf den Wert des oder der exszindierten Pfandgegenstandes an. (T1)
  • 3 Ob 26/86
    Entscheidungstext OGH 28.05.1986 3 Ob 26/86
    Vgl aber; Beis wie T1
  • 3 Ob 25/90
    Entscheidungstext OGH 14.03.1990 3 Ob 25/90
    Vgl
  • 3 Ob 36/94
    Entscheidungstext OGH 13.07.1994 3 Ob 36/94
    Vgl aber; Beis wie T1; Beisatz: Bezieht sich das in der Exszindierungsklage behauptete Recht nur auf einen Teil eines Grundstücks, ist daher auch nur dieser Grundstücksteil maßgebende. (T2)
  • 3 Ob 119/97i
    Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 119/97i
    Vgl auch; Beisatz: Die im Exekutionsverfahren hereinzubringende Forderung bildet die Bewertungsobergrenze. (T3)
  • 3 Ob 387/97a
    Entscheidungstext OGH 28.01.1998 3 Ob 387/97a
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 142/99z
    Entscheidungstext OGH 26.05.1999 3 Ob 142/99z
    Vgl auch; Beis ähnlich T3
  • 3 Ob 197/97k
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 3 Ob 197/97k
  • 3 Ob 233/00m
    Entscheidungstext OGH 25.10.2000 3 Ob 233/00m
    Auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 181/06y
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 3 Ob 181/06y
    Vgl aber; Beisatz: Der Streit, ob allein der Wert der vom Kläger beanspruchten Exekutionsobjekte maßgeblich ist (so 3 Ob 320/02h) oder nach § 57 JN dieser nur dann, wenn der Wert der betriebenen Forderung höher ist, der im anderen Fall maßgeblich wäre (nach wohl überwiegender Rsp), wird offen gelassen. (T4)
  • 3 Ob 182/06w
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 3 Ob 182/06w
    Vgl aber; Beis wie T4
  • 3 Ob 157/08x
    Entscheidungstext OGH 03.10.2008 3 Ob 157/08x
    Ausdrücklich gegenteilig zu T1; Bem: Ausdrückliche Ablehnung der gegenteiligen Lehrmeinungen und vereinzelten Entscheidungen (zB. 3 Ob 36/94, 3 Ob 320/02h), wonach allein der Wert der exszindierten Sache maßgeblich sei. (T5)
  • 3 Ob 70/09d
    Entscheidungstext OGH 23.06.2009 3 Ob 70/09d
    Auch; Beisatz: Der Streitwert einer Exszindierungsklage richtet sich primär nach der Höhe der betriebenen Forderung, jedoch mit der Einschränkung, dass der allenfalls niederere Wert der gepfändeten Sache maßgeblich ist. (T6)
  • 3 Ob 225/12b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 3 Ob 225/12b
    Auch; Beis wie T6

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1967:RS0001178

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.03.2013

Dokumentnummer

JJR_19670614_OGH0002_0030OB00067_6700000_001

Rechtssatz für 3Ob152/70 3Ob61/71 3Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0001252

Geschäftszahl

3Ob152/70; 3Ob61/71; 3Ob108/71; 3Ob187/73; 5Ob566/76; 7Ob673/78; 7Ob504/79; 3Ob128/80; 6Ob547/81; 3Ob119/81; 3Ob142/83; 3Ob1021/84; 5Ob302/85; 1Ob662/87; 1Ob666/90; 9ObA225/93 (9ObA226/93); 9ObA101/94; 4Ob40/95; 8Ob38/95; 8Ob269/98m; 3Ob197/97k; 8Ob330/99h; 4Ob274/01z; 1Ob138/02d; 8ObA56/03y; 8Ob19/04h; 8Ob11/06k; 7Ob148/08b; 17Ob7/09t; 7Ob268/08z; 7Ob155/09h; 10Ob10/10h; 4Ob207/11m; 5Ob37/13x; 2Ob73/13v; 4Ob197/15x; 7Ob31/16h; 9ObA160/16v; 4Ob109/17h; 7Ob28/18w

Entscheidungsdatum

13.01.1971

Norm

EO §37 L
EO §37 P
ZPO §226 IIIA

Rechtssatz

Zur Schlüssigkeit der Klage bedarf es der Behauptung der rechtserzeugenden Tatsachen in ihr. Der Hinweis auf angeschlossene urkundliche Belege genügt nicht.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 152/70
    Entscheidungstext OGH 13.01.1971 3 Ob 152/70
    Veröff: EvBl 1971/220 S 402
  • 3 Ob 61/71
    Entscheidungstext OGH 09.06.1971 3 Ob 61/71
  • 3 Ob 108/71
    Entscheidungstext OGH 06.10.1971 3 Ob 108/71
    Veröff: SZ 44/155 = EvBl 1972/27 S 48
  • 3 Ob 187/73
    Entscheidungstext OGH 23.10.1973 3 Ob 187/73
  • 5 Ob 566/76
    Entscheidungstext OGH 27.04.1976 5 Ob 566/76
  • 7 Ob 673/78
    Entscheidungstext OGH 11.11.1979 7 Ob 673/78
    Ähnlich; Beisatz: Das Rechtsmittelgericht hat bei Abweisung einer Klage mangels Schlüssigkeit nur zu prüfen, ob der Klage die für das gestellte Begehren erforderlichen rechtserzeugenden Tatsachen entnommen werden können. (T1)
  • 7 Ob 504/79
    Entscheidungstext OGH 01.03.1979 7 Ob 504/79
  • 3 Ob 128/80
    Entscheidungstext OGH 08.07.1981 3 Ob 128/80
    Vgl; Beisatz: Zwar liegt ein schlüssiger Widerspruch nach § 37 EO gegen die Pfändung von Fahrnissen wegen Eigentumsrechte eines Dritten an den Fahrnissen nur dann vor, wenn das Eigentum des Klägers - im Zeitpunkt der Pfändung und Prozessführung - unter Angabe des Erwerbstitels und der Erwerbsart behauptet wird. Wenn aber der Kläger - zwar nicht in der Klage, aber in einem Schriftsatz behauptet hat, die von ihm exszindierten Sachen (Einrichtungsgegenstände) "für" seine von ihm bewohnte "gegenständliche" Wohnung "angeschafft" beziehungsweise "gekauft" zu haben, wo sie auch vorgefunden und gepfändet wurden, womit die Mitgewahrsame des Klägers aktenkundig ist, kann dieses Vorbringen wohl nur dahin verstanden werden, dass diese exszindierten Sachen in Ausführung der damit behaupteten Kaufverträge von jeweiligen Verkäufer dem Kläger in seinem Besitz übergeben wurden und sein Eigentum geworden sind. (T2)
  • 6 Ob 547/81
    Entscheidungstext OGH 21.10.1981 6 Ob 547/81
    Auch; nur: Zur Schlüssigkeit der Klage bedarf es der Behauptung der rechtserzeugenden Tatsachen in ihr. (T3)
    Beisatz: Es müssen also die Behauptungen aufgestellt werden, die es zulassen dass der vom Kläger begehrte Ausspruch als sich daraus herleitende Rechtsfolge gegebenenfalls auch im Wege eines Versäumungsurteils ergehen kann. (T4)
  • 3 Ob 119/81
    Entscheidungstext OGH 18.11.1981 3 Ob 119/81
    nur: Der Hinweis auf angeschlossene urkundliche Belege genügt nicht. (T5)
  • 3 Ob 142/83
    Entscheidungstext OGH 25.01.1984 3 Ob 142/83
    Auch; nur T3; Beisatz: Die bloße Verwendung des Rechtsbegriffes des Eigentums in einer Exszindierungsklage beinhaltet nichts über den Zeitpunkt des Eigentumserwerbes und auch nichts über die ganz konkrete tatsächliche Art des Eigentumserwerbes. (T6)
  • 3 Ob 1021/84
    Entscheidungstext OGH 12.12.1984 3 Ob 1021/84
    Auch; nur T5
  • 5 Ob 302/85
    Entscheidungstext OGH 26.02.1985 5 Ob 302/85
    Beisatz: Hier: Forderungsanmeldung im Konkurs. (T7)
  • 1 Ob 662/87
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 1 Ob 662/87
    nur T3; Veröff: ÖBA 1988,283
  • 1 Ob 666/90
    Entscheidungstext OGH 06.03.1991 1 Ob 666/90
    nur T3; Beisatz: Substantierungstheorie. (T8)
  • 9 ObA 225/93
    Entscheidungstext OGH 10.12.1993 9 ObA 225/93
    Auch
  • 9 ObA 101/94
    Entscheidungstext OGH 29.06.1994 9 ObA 101/94
    Auch; nur T3
  • 4 Ob 40/95
    Entscheidungstext OGH 13.06.1995 4 Ob 40/95
    Auch; nur T3
  • 8 Ob 38/95
    Entscheidungstext OGH 25.01.1996 8 Ob 38/95
    Auch; Beis wie T7
  • 8 Ob 269/98m
    Entscheidungstext OGH 10.12.1998 8 Ob 269/98m
    Auch; Beis wie T7
  • 3 Ob 197/97k
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 3 Ob 197/97k
    nur T3
  • 8 Ob 330/99h
    Entscheidungstext OGH 27.01.2000 8 Ob 330/99h
    Auch; Beis wie T7
  • 4 Ob 274/01z
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 4 Ob 274/01z
    Auch; nur T3; Beisatz: Für die Schlüssigkeit einer Klage genügt es, wenn das Sachbegehren des Klägers materiellrechtlich aus den zu seiner Begründung vorgetragenen Tatsachenbehauptungen abgeleitet werden kann. Bei Unschlüssigkeit ist das Klagebegehren nicht sofort abzuweisen, sondern muss vom Gericht eine Verbesserung angeregt werden (§ 182 ZPO). (T9)
  • 1 Ob 138/02d
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 1 Ob 138/02d
    Beisatz: Es ist nicht Aufgabe des Gerichts, vorgelegte Urkunden dahin zu überprüfen, ob sich ungenügendes Vorbringen daraus allenfalls vervollständigen ließe und auf diesem Weg die vom Antragsteller unterlassene Substanziierung des Sicherungsanspruchs von Amts wegen zu besorgen, ihn damit gleichsam von seiner Behauptungslast zu entbinden und eine Auswahl aus einem Bündel von Tatsachen zu treffen, die nur der Sicherungswerber selbst vornehmen kann und muss. (T10)
    Beisatz: Hier: Provisorialverfahren. (T11)
  • 8 ObA 56/03y
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 8 ObA 56/03y
    nur T5
  • 8 Ob 19/04h
    Entscheidungstext OGH 28.04.2005 8 Ob 19/04h
    Vgl auch; Beisatz: Ein entsprechendes Vorbringen kann nicht durch Hinweis auf angeschlossene Urkunden ersetzt werden. (T12)
  • 8 Ob 11/06k
    Entscheidungstext OGH 23.02.2006 8 Ob 11/06k
    Ähnlich; Beis wie T12
  • 7 Ob 148/08b
    Entscheidungstext OGH 24.09.2008 7 Ob 148/08b
    Beis wie T12; Beisatz: Ein nicht ausdrücklich erstattetes Vorbringen kann nicht durch den bloßen Hinweis auf eine Beweisaufnahme ersetzt werden, daher auch nicht durch den Verweis auf Parteien-, Zeugen- oder Sachverständigenaussagen. (T13)
  • 17 Ob 7/09t
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 17 Ob 7/09t
    Vgl; Beis wie T13
  • 7 Ob 268/08z
    Entscheidungstext OGH 01.07.2009 7 Ob 268/08z
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 155/09h
    Entscheidungstext OGH 28.10.2009 7 Ob 155/09h
    Auch
  • 10 Ob 10/10h
    Entscheidungstext OGH 13.04.2010 10 Ob 10/10h
    Vgl auch; Beis wie T9 nur: Bei Unschlüssigkeit ist das Klagebegehren nicht sofort abzuweisen, sondern muss vom Gericht eine Verbesserung angeregt werden (§ 182 ZPO). (T14)
    Veröff: SZ 2010/34
  • 4 Ob 207/11m
    Entscheidungstext OGH 27.03.2012 4 Ob 207/11m
    Vgl auch
  • 5 Ob 37/13x
    Entscheidungstext OGH 06.06.2013 5 Ob 37/13x
    Vgl auch; Beis wie T14
  • 2 Ob 73/13v
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 2 Ob 73/13v
  • 4 Ob 197/15x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 4 Ob 197/15x
  • 7 Ob 31/16h
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 31/16h
    Beisatz: Hier: Rückforderung von Kosten für rechtsanwaltliche Vertretung nach ABHV, EBHV 2000 idF 2009. (T15)
  • 9 ObA 160/16v
    Entscheidungstext OGH 28.02.2017 9 ObA 160/16v
    Auch
  • 4 Ob 109/17h
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 4 Ob 109/17h
    Beis wie T4; Beis wie T9
  • 7 Ob 28/18w
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 28/18w
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0001252

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.05.2018

Dokumentnummer

JJR_19710113_OGH0002_0030OB00152_7000000_001

Rechtssatz für 3Ob234/75 3Ob6/77 3Ob10...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0000697

Geschäftszahl

3Ob234/75; 3Ob6/77; 3Ob103/78; 3Ob43/79; 3Ob15/81; 3Ob41/81; 3Ob119/81; 3Ob142/83; 3Ob1021/84; 3Ob51/85; 3Ob1041/89; 3Ob119/93; 3Ob112/95; 3Ob197/97k; 3Ob161/01z; 3Ob19/03w

Entscheidungsdatum

28.10.1975

Norm

EO §37 Aa
EO §37 P

Rechtssatz

Damit eine auf das Eigentumsrecht an den gepfändeten Sachen gestützte Exszindierungsklage eines Dritten schlüssig ist, muß außer dem Eigentum auch Erwerbsart und Erwerbstitel behauptet werden (EvBl 1971/220, 3 Ob 61/71, SZ 44/155; EvBl 1972/27, 3 Ob 187/73).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 234/75
    Entscheidungstext OGH 28.10.1975 3 Ob 234/75
  • 3 Ob 6/77
    Entscheidungstext OGH 01.02.1977 3 Ob 6/77
    Beisatz: Es bedarf auch noch der Behauptung, daß das Eigentumsrecht des Widerspruchswerbers (bzw. seines Rechtsvorgängers) bereits im Zeitpunkt der Pfändung bestanden hat und der Verpflichtete daher in diesem Zeitpunkt nicht Eigentümer der Pfandsachen war. (T1)
  • 3 Ob 103/78
    Entscheidungstext OGH 12.09.1978 3 Ob 103/78
  • 3 Ob 43/79
    Entscheidungstext OGH 30.05.1979 3 Ob 43/79
  • 3 Ob 15/81
    Entscheidungstext OGH 11.03.1981 3 Ob 15/81
  • 3 Ob 41/81
    Entscheidungstext OGH 20.05.1981 3 Ob 41/81
  • 3 Ob 119/81
    Entscheidungstext OGH 18.11.1981 3 Ob 119/81
    Beisatz: Zur Erwerbungsart muß ein konkretes schlüssiges Tatsachenvorbringen erstattet werden. (T2)
  • 3 Ob 142/83
    Entscheidungstext OGH 25.01.1984 3 Ob 142/83
    Beisatz: mit Ablehnung der Ansicht von Lenneis (AnwBl 1981,444). Am ehesten ist hinsichtlich der Übergangsmodalitäten eine gewisse Großzügigkeit am Platze, wenn der Erwerbstitel nicht für ein Scheingeschäft oder dergleich spricht und der Zeitpunkt des Erwerbes genannt ist. (T3)
  • 3 Ob 1021/84
    Entscheidungstext OGH 12.12.1984 3 Ob 1021/84
  • 3 Ob 51/85
    Entscheidungstext OGH 03.06.1985 3 Ob 51/85
    Auch; RdW 1986,39
  • 3 Ob 1041/89
    Entscheidungstext OGH 10.01.1990 3 Ob 1041/89
    Vgl: Beis wie T1
  • 3 Ob 119/93
    Entscheidungstext OGH 13.04.1994 3 Ob 119/93
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Die vom Eigentümer eines Superädifikates erhobene Klage nach § 37 EO. (T4) Veröff: SZ 67/61
  • 3 Ob 112/95
    Entscheidungstext OGH 11.10.1995 3 Ob 112/95
  • 3 Ob 197/97k
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 3 Ob 197/97k
  • 3 Ob 161/01z
    Entscheidungstext OGH 20.11.2001 3 Ob 161/01z
    Beisatz: Für einen nach § 929 dBGB zu beurteilenden Eigentumserwerb ist die Behauptung und der Nachweis des Erwerbstitels nicht erforderlich. Hinsichtlich der Behauptung (und in der Folge des Nachweises) der zum Eigentumserwerb führenden Vorgänge ist bei einem Alltagsgeschäft kein strengerer Maßstab anzulegen als nach österreichischem Recht. (T5)
  • 3 Ob 19/03w
    Entscheidungstext OGH 24.06.2003 3 Ob 19/03w
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0000697

Dokumentnummer

JJR_19751028_OGH0002_0030OB00234_7500000_001

Rechtssatz für 3Ob132/85 11Os24/96 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0001141

Geschäftszahl

3Ob132/85; 11Os24/96; 3Ob197/97k; 3Ob145/04a

Entscheidungsdatum

19.02.1986

Norm

AnfO §1
AnfO §8
EO §37 F

Rechtssatz

Zulässigkeit der Anfechtungseinrede des betreibenden Gläubigers bei Exszindierungsklagen des Erwerbers einer vom Schuldner angeblich anfechtbar veräußerten Sache.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 132/85
    Entscheidungstext OGH 19.02.1986 3 Ob 132/85
    SZ 59/37
  • 11 Os 24/96
    Entscheidungstext OGH 27.08.1996 11 Os 24/96
    Vgl
  • 3 Ob 197/97k
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 3 Ob 197/97k
    Auch
  • 3 Ob 145/04a
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 3 Ob 145/04a
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0001141

Dokumentnummer

JJR_19860219_OGH0002_0030OB00132_8500000_001

Rechtssatz für 3Ob112/95 3Ob197/97k 3O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0087136

Geschäftszahl

3Ob112/95; 3Ob197/97k; 3Ob161/01z

Entscheidungsdatum

11.10.1995

Norm

EO §37 L
EO §37 P
AbgEO §14 Abs1
ZPO §226 IIB13
ZPO §226 IIIA

Rechtssatz

Für die Schlüssigkeit einer Exszindierungsklage sind zwar Tatsachenbehauptungen notwendig, aus denen sich sowohl der Titel als auch die Erwerbungsart schlüssig abgeleitet werden können; aus dem Substantiierungsgebot folgt aber nicht, es sei präzise auszugeben, von welchen namentlich genannten Gewerbetreibenden die Gegenstände gekauft und wann sie dem Kläger übergeben wurden.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 112/95
    Entscheidungstext OGH 11.10.1995 3 Ob 112/95
  • 3 Ob 197/97k
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 3 Ob 197/97k
  • 3 Ob 161/01z
    Entscheidungstext OGH 20.11.2001 3 Ob 161/01z
    Beisatz: Für einen nach § 929 dBGB zu beurteilenden Eigentumserwerb ist die Behauptung und der Nachweis des Erwerbstitels nicht erforderlich. Hinsichtlich der Behauptung (und in der Folge des Nachweises) der zum Eigentumserwerb führenden Vorgänge ist bei einem Alltagsgeschäft kein strengerer Maßstab anzulegen als nach österreichischem Recht. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0087136

Dokumentnummer

JJR_19951011_OGH0002_0030OB00112_9500000_001

Rechtssatz für 3Ob119/97i 3Ob306/97i 3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0107701

Geschäftszahl

3Ob119/97i; 3Ob306/97i; 3Ob23/98y; 3Ob387/97a; 3Ob142/99z; 3Ob197/97k; 3Ob142/99z; 3Ob233/00m; 3Ob212/01z; 3Ob157/08x

Entscheidungsdatum

23.04.1997

Norm

EO §37 H
JN §57
ZPO §500 Abs2 Z1 IIi

Rechtssatz

Auf die Bewertung des Entscheidungsgegenstands von Exszindierungsklagen ist § 57 JN anzuwenden. Dabei bildet die im Exekutionsverfahren hereinzubringende Forderung die Bewertungsobergrenze.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 119/97i
    Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 119/97i
  • 3 Ob 306/97i
    Entscheidungstext OGH 15.10.1997 3 Ob 306/97i
    nur: Auf die Bewertung des Entscheidungsgegenstands von Exszindierungsklagen ist § 57 JN anzuwenden. (T1)
  • 3 Ob 23/98y
    Entscheidungstext OGH 28.01.1998 3 Ob 23/98y
  • 3 Ob 387/97a
    Entscheidungstext OGH 28.01.1998 3 Ob 387/97a
  • 3 Ob 197/97k
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 3 Ob 197/97k
  • 3 Ob 142/99z
    Entscheidungstext OGH 26.05.1999 3 Ob 142/99z
    Auch
  • 3 Ob 142/99z
    Entscheidungstext OGH 25.08.1999 3 Ob 142/99z
    Vgl auch; Beisatz: Für Exszindierungsprozesse (aber auch für Streitigkeiten nach den §§ 35 und 36 EO) vor Bezirksgerichten keine absolute Anwaltspflicht. (T2)
  • 3 Ob 233/00m
    Entscheidungstext OGH 25.10.2000 3 Ob 233/00m
    nur: Dabei bildet die im Exekutionsverfahren hereinzubringende Forderung die Bewertungsobergrenze. (T3) Beisatz: Ein Bewertungsausspruch ist entbehrlich, weil der Wert des Entscheidungsgegenstands nur einem bestimmten Geldbetrag - nämlich entweder dem der betriebenen oder dem der gepfändeten Forderung - entsprechen kann. (T4)
  • 3 Ob 212/01z
    Entscheidungstext OGH 19.09.2001 3 Ob 212/01z
    Auch
  • 3 Ob 157/08x
    Entscheidungstext OGH 03.10.2008 3 Ob 157/08x
    Auch; Beis ähnlich T4; Bem: Ausdrückliche Ablehnung der gegenteiligen Lehrmeinungen und vereinzelten Entscheidungen (zB. 3 Ob 36/94, 3 Ob 320/02h), wonach allein der Wert der exszindierten Sache maßgeblich sei. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107701

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2009

Dokumentnummer

JJR_19970423_OGH0002_0030OB00119_97I0000_001

Rechtssatz für 3Ob119/97i 3Ob387/97a 6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0107702

Geschäftszahl

3Ob119/97i; 3Ob387/97a; 6Ob79/98f; 6Ob80/98b; 3Ob197/97k; 3Ob320/02h; 3Ob182/06w; 3Ob157/08x

Entscheidungsdatum

23.04.1997

Norm

EO §37 H
JN §57
ZPO §500 Abs2 Z1 IIi

Rechtssatz

Soweit die geltend gemachten Exszindierungsansprüche auf verschiedene Rechtsgründe und Erwerbsarten - hier Einantwortung im Erbweg nach drei Erblassern, Kauf, Schenkung und Zuschlag im exekutiven Versteigerungsverfahren - gestützt werden, findet keine Zusammenrechnung statt.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 119/97i
    Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 119/97i
  • 3 Ob 387/97a
    Entscheidungstext OGH 28.01.1998 3 Ob 387/97a
    nur: Soweit die geltend gemachten Exszindierungsansprüche auf verschiedene Rechtsgründe und Erwerbsarten gestützt werden, findet keine Zusammenrechnung statt. (T1)
  • 6 Ob 79/98f
    Entscheidungstext OGH 02.04.1998 6 Ob 79/98f
  • 6 Ob 80/98b
    Entscheidungstext OGH 27.05.1998 6 Ob 80/98b
  • 3 Ob 197/97k
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 3 Ob 197/97k
    Vgl; Beisatz: Bei einer Exszindierungsklage sind die in objektiver Klagenhäufung verknüpften Ansprüche gemäß § 55 JN zusammenzurechnen, soweit diesen nach den Klagebehauptungen ein einheitlicher Rechtsgrund und eine einheitliche Erwerbsart zugrundeliegen. (T2)
  • 3 Ob 320/02h
    Entscheidungstext OGH 22.10.2003 3 Ob 320/02h
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Der Streitwert einer Klage gemäß § 37 EO wird nur durch den Wert der exszindierten Sachen bestimmt. (T3); Veröff: SZ 2003/134
  • 3 Ob 182/06w
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 3 Ob 182/06w
    Vgl; Beisatz: Der Streit, ob allein der Wert der vom Kläger beanspruchten Exekutionsobjekte maßgeblich ist (so 3Ob320/02h) oder nach § 57 JN dieser nur dann, wenn der Wert der betriebenen Forderung höher ist, der im anderen Fall maßgeblich wäre (nach wohl überwiegender Rsp), wird offen gelassen. (T4)
  • 3 Ob 157/08x
    Entscheidungstext OGH 03.10.2008 3 Ob 157/08x
    Vgl; Ausdrücklich gegenteilig zu T3; Bem: Ausdrückliche Ablehnung der gegenteiligen Lehrmeinungen und vereinzelten Entscheidungen (zB. 3 Ob 36/94, 3 Ob 320/02h), wonach allein der Wert der exszindierten Sache maßgeblich sei. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107702

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2009

Dokumentnummer

JJR_19970423_OGH0002_0030OB00119_97I0000_002

Rechtssatz für 3Ob197/97k 3Ob161/01z 3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0112092

Geschäftszahl

3Ob197/97k; 3Ob161/01z; 3Ob320/02h; 3Ob33/08m; 3Ob269/09v; 3Ob249/18s

Entscheidungsdatum

28.04.1999

Norm

EO §37 O
EO §37 P
ZPO §182 Abs1
ZPO §272 Abs2
ZPO §381

Rechtssatz

Dem Vorbringen des Exszindierungsklägers muss sich entnehmen lassen, ob das den Exszindierungsgrund bildende Recht bereits im Zeitpunkt der Pfändung der exszindierten Gegenstände bestanden hat (SZ 27/193; SZ 50/33; NZ 1995, 16). Ferner muss dann, wenn bezüglich der Erwerbsart für die Schlüssigkeit des behaupteten Eigentumserwerbs nicht schon die allgemeine Lebenserfahrung spricht, ein Vorbringen auch über die Art der Übergabe erstattet werden. Schließlich ist im Rahmen der Beweiswürdigung darauf Bedacht zu nehmen, wenn die Partei bei einer Befragung (§ 182 Abs 1 und § 272 Abs 2 ZPO) oder bei der Vernehmung (§ 381 ZPO) keine näheren Angaben über die Person des Veräußerers, den Zeitpunkt oder den Ort des Erwerbes oder die Art der Übergabe macht, obwohl solche Angaben von ihr den Umständen nach zu erwarten wären.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 197/97k
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 3 Ob 197/97k
  • 3 Ob 161/01z
    Entscheidungstext OGH 20.11.2001 3 Ob 161/01z
  • 3 Ob 320/02h
    Entscheidungstext OGH 22.10.2003 3 Ob 320/02h
    nur: Dem Vorbringen des Exszindierungsklägers muss sich entnehmen lassen, ob das den Exszindierungsgrund bildende Recht bereits im Zeitpunkt der Pfändung der exszindierten Gegenstände bestanden hat. (T1); Veröff: SZ 2003/134
  • 3 Ob 33/08m
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 3 Ob 33/08m
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Exszindierungsklägerin muss den Zeitpunkt des Erwerbs des Sicherungseigentums nachweisen. (T2)
  • 3 Ob 269/09v
    Entscheidungstext OGH 24.02.2010 3 Ob 269/09v
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 249/18s
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 3 Ob 249/18s
    Auch

Schlagworte

Beweislast, Behauptungslast

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112092

Im RIS seit

28.05.1999

Zuletzt aktualisiert am

02.04.2019

Dokumentnummer

JJR_19990428_OGH0002_0030OB00197_97K0000_001

Entscheidungstext 3Ob197/97k

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

3Ob197/97k

Entscheidungsdatum

28.04.1999

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Angst als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Graf, Dr. Pimmer, Dr. Zechner und Dr. Sailer als weitere Richter in den verbundenen Rechtssache der klagenden Partei Konstantin L*****, vertreten durch Dr. Manfred Merlicek, Rechtsanwalt in Wien, wider die beklagten Parteien: im führenden Verfahren 11 C 18/94z des Bezirksgerichtes Josefstadt Walter B*****, vertreten durch Dr. Eugen Wiederkehr, Rechtsanwalt in Wien, im verbundenen Verfahren 11 C 35/95a des Bezirksgerichtes Josefstadt 1. Dr. Friedrich F*****, vertreten durch Dr. Wolfgang Grogger, Rechtsanwalt in Wien, 2. R*****, vertreten durch Dr. Rudolf Rammel, Rechtanwalt in Neunkirchen, 3. L. *****, vertreten durch Dr. Gabriele Baumann, Rechtsanwältin in Wien, 4. V*****, vertreten durch Dr. Manfred Lampelmayer, Rechtsanwalt in Wien, wegen Unzulässigkeit von Exekutionen (§ 37 EO), infolge außerordentlicher Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien vom 4. März 1997, GZ 46 R 1814/96x-32, womit das Urteil des Bezirksgerichtes Josefstadt vom 9. August 1996, GZ 11 C 18/94z-21 (in den Ausfertigungen ON 20), bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluß

gefaßt:

Spruch

1. Die außerordentliche Revision wird zurückgewiesen, soweit damit derjenige Teil des Berufungsurteils angefochten wird, der die Klage gegen die zu 11 C 35/95a des Erstgerichtes Dritt- und Viertbeklagten zum Gegenstand hat.

Diese Beklagten haben die Kosten ihrer Revisionsbeantwortungen selbst zu tragen.

2. Der außerordentlichen Revision wird hingegen Folge gegeben, soweit damit derjenige Teil des Berufungsurteils angefochten wird, der die Klage gegen den zu 11 C 18/94z des Erstgerichtes Beklagten und gegen die zu 11 C 35/95a des Erstgerichtes Erst- und Zweitbeklagten zum Gegenstand hat; insoweit werden die Urteile der Vorinstanzen aufgehoben und die Rechtssache in diesem Umfang zur neuerlichen Verhandlung und Entscheidung an das Erstgericht zurückverwiesen.

Die Kosten der Rechtsmittelverfahren sind weitere Verfahrenskosten.

Text

Begründung:

Der Kläger begehrt mit Exszinderungsklage gemäß § 37 EO den Ausspruch, die von den Beklagten als betreibende Gläubiger gegen seine Mutter geführten Fahrnisexekutionen seien unzulässig. Hiebei handelt es sich um folgende Exekutionen:

Zur Hereinbringung der der zu 11 E 8982/93i des Erstgerichtes betreibenden Partei Walter B***** (= Beklagter im führenden Verfahren 11 C 18/94z des Erstgerichtes) aufgrund des Vergleiches des Kreisgerichtes Wr. Neustadt vom 6. 9. 1990 zustehenden vollstreckbaren Forderung von S 500.000 sA wurden am 2. 3. 1994 die im Pfändungsprotokoll 11 E 4410/93m des Erstgerichtes unter PZ 1-10 verzeichneten Gegenstände gepfändet.

Zur Hereinbringung der der zu 11 E 1583/94b des Erstgerichtes betreibenden Partei Dr. Friedrich F***** (= Erstbeklagter im verbundenen Verfahren 11 C 35795a des Erstgerichtes) aufgrund des Vergleiches des Kreisgerichtes Wr. Neustadt vom 28. 9. 1992 zustehenden vollstreckbaren Forderung von S 650.000 sA wurden am 26. 5. 1994 die im Pfändungsprotokoll 11 E 4410/93m des Erstgerichtes unter PZ 1-32 verzeichneten Gegenstände gepfändet.

Zur Hereinbringung der der zu 11 E 8128/93a des Erstgerichtes betreibenden Partei R***** (= Zweitbeklagte im verbundenen Verfahren 11 C 35/95a des Erstgerichtes) aufgrund des Zahlungsbefehls des Bezirksgerichtes Neunkirchen vom 24. 9. 1993 zustehenden vollstreckbaren Forderung von S 179.857,64 sA wurden am 2. 3. 1994 die im Pfändungsprotokoll 11 E 4410/93m des Erstgerichtes unter PZ 1-10 verzeichneten Gegenstände gepfändet.

Zur Hereinbringung der der zu 11 E 4538/94m des Erstgerichtes betreibenden Partei L. *****(= Drittbeklagte im verbundenen Vefahren 11 C 35/95a des Erstgerichtes) aufgrund des Zahlungsbefehls des Erstgerichtes vom 4. 7. 1994 zustehenden vollstreckbaren Forderung von S 3.450 sA wurden am 23. 2. 1995 die im Pfändungsprotokoll 11 E 4410/93m des Erstgerichtes unter PZ 1-32 verzeichneten Gegenstände gepfändet.

Zur Hereinbringung der der zu 11 E 1970/95s des Erstgerichtes betreibenden Partei V***** (= Viertbeklagte im verbundenen Verfahren 11 C 35/95a des Erstgerichtes) aufgrund des Zahlungsbefehls des Bezirksgerichtes Gloggnitz vom 18. 10. 1991 zustehenden vollstreckbaren Forderung von S 11.585,50 sA wurde am 7. 6. 1995 die im Pfändungsprotokoll 11 E 4410/93m des Erstgerichtes unter PZ 1-32 verzeichneten Gegenstände gepfändet.

Nach der Beschreibung im Pfändungsprotokoll handelt es sich um folgende Gegenstände:

PZ 1: 1 Vitrine, Biedermaier, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 5.000;

PZ 2: 1 Bild, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 2.000;

PZ 3: 1 Kommode (Stil), voraussichtlich erzielbarer Erlös S 4.000;

PZ 4: 1 Ladenkästchen (Stil), voraussichtlich erzielbarer Erlös S 2.000;

PZ 5: 1 Anrichte, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 4.000;

PZ 6: 1 Schrank, artgleich mit PZ 5, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 4.000;

PZ 7: 1 Vitrine, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 3.000;

PZ 8: 1 Standuhr, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 2.500;

PZ 9: 1 Kästchen, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 1.000;

PZ 10: 1 Bild, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 3.000;

PZ 11: 1 Fernsehapparat, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 1.500;

PZ 12: 1 Sound Machine, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 800;

PZ 13: 1 Tisch, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 1.000;

PZ 14: 2 Teppichbrücken, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 1.400;

PZ 15: 1 Teppich, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 2.500;

PZ 16: 1 Teppich, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 4.000;

PZ 17: 1 Teppich, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 3.000;

PZ 18: 1 Teppichbrücke, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 5.000;

PZ 19: 1 Doppelbettbank, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 2.500;

PZ 20: 2 Fauteuils (Stil), voraussichtlich erzielbarer Erlös S 4.000;

PZ 21: 1 Truhe, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 1.500;

PZ 22: 1 Teppich, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 2.500;

PZ 23: 1 Bild (Druck), voraussichtlich erzielbarer Erlös S 1.500;

PZ 24: 1 Bild (Öl), voraussichtlich erzielbarer Erlös S 2.500;

PZ 25: 1 Sitzgarnitur, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 3.000;

PZ 26: 1 Couchtisch (Stil), voraussichtlich erzielbarer Erlös S 2.000;

PZ 27: 1 Bild (Öl), voraussichtlich erzielbarer Erlös S 4.500;

PZ 28: 1 Bild (Öl?), voraussichtlich erzielbarer Erlös S 1.500;

PZ 29: 1 Teppich, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 5.000;

PZ 30: 1 Teppich (Läufer), voraussichtlich erzielbarer Erlös S 2.500;

PZ 31: 2 Fauteuils, voraussichtlich erzielbarer Erlös S 2.000;

PZ 32: 1 Tisch (Stil), voraussichtlich erzielbarer Erlös S 3.500.

Der voraussichtlich erzielbare Erlös der Gegenstände PZ 1-10 beträgt somit insgesamt S 30.500, der doppelte Bleistiftwert dementspechend S 61.000.

Der voraussichtlich erzielbare Erlös der Gegenstände PZ 1-32 beträgt insgesamt S 88.200, der doppelte Bleistiftwert dementsprechend S

176.400.

(Im Pfändungsprotokoll sind aufgrund von Additionsfehlern unrichtige Summen von S 28.500 bzw S 85.200 angegeben.)

Der Kläger brachte zur Begründung der Exszindierungsklagen vor, die gepfändeten Gegenstände seien nie im Eigentum der Verpflichteten gestanden, sondern im Eigentum seiner Großmutter, Maria G*****, die am 12. 11. 1989 verstorben sei. Ihr Nachlaß sei ihm eingeantwortet worden (A 291/89 Bezirksgericht Gloggnitz). Es sei Wille seiner verstorbenen Großmutter gewesen, daß er als ihr Enkel die Gegenstände übernehmen solle; sie sei aber nicht mehr dazu gekommen, ein entsprechendes Testament zu machen. Im Rahmen der Abhandlung sei daher "die Vereinbarung zwischen Mutter und Sohn" erfolgt. Er besitze somit Eigentumsrechte, welche die Exekutionen unzulässig machen.

Der im führenden Verfahren 11 C 18/94z des Erstgerichtes Beklagte wendete ein, die Einantwortung des Klägers in der Verlassenschaft nach Maria G***** sei zur Benachteiligung der Gläubiger erfolgt, weil sich die Verpflichtete als gesetzliche Erbin und Pflichtteilsberechtigte nach Maria G***** offiziell des Erbes zugunsten des Klägers entschlagen habe. Tatsächlich wohne sie in der Wohnung in Wien 9. Die Gegenstände stünden in ihrer ausschließlichen Nutzung, weshalb sie nicht nur deren Besitzerin, sondern de facto auch Eigentümerin sei.

Die Verpflichtete habe zu einem Zeitpunkt die Erbschaft ausgeschlagen, als gegen sie bereits mehrere Gerichtsverfahren anhängig gewesen seien und sie daher damit habe rechnen müssen, daß sie an Gläubiger Zahlungen leisten müsse. Sie habe sich mit rechtswirksamem und vollstreckbarem Vergleich des Landesgerichtes Wr. Neustadt vom 6. 9. 1990 zur Zahlung von S 500.000 sA verpflichtet. Die Erklärung, auf das gesetzliche Erbrecht nach Maria G***** zugunsten des Klägers zu verzichten, habe sie in der Absicht abgegeben, Gläubiger zu benachteiligen. Diese Absicht sei dem Kläger als Sohn bekannt gewesen. Er (Erstbeklagter) erkläre daher ausdrücklich die Anfechtung der Unterlassung der Antretung der Erbschaft bzw der Abgabe der Erklärung, auf das gesetzliche Erbrecht zu verzichten. Diese Anfechtungserklärung entspreche § 7 iVm § 2 Z 1 AnfO. Der Verzicht sei zwischen der Verpflichteten als gesetzlicher Vertreterin des Klägers und der Verpflichteten als Schuldnerin wirksam geworden. Die Benachteiligungsabsicht sei daher nicht beim Kläger erforderlich. Die Verpflichtete habe in Kenntnis ihrer wirtschaftlichen Situation versucht, das Vermögen, das sie von ihrer Mutter geerbt hätte, zu schützen; deshalb habe sie die Übertragung dieses Vermögens mit einem Insich-Geschäft auf den Sohn vorgenommen.

In der Tagsatzung zur mündlichen Streitverhandlung am 30. 8. 1995 stellte der im führenden Verfahren Beklagte den Zwischenantrag auf Feststellung, daß die Erklärung der Verpflichteten vom 21. 11. 1990, auf das ihr zustehende gesetzliche Erbrecht zugunsten des Klägers zu verzichten, ihm gegenüber unwirksam sei. Zur Begründung brachte er vor, der Ausgang dieses Rechtsstreits sei entscheidend von der Frage abhängig, ob die Erklärung der Verpflichteten als Rechtsakt wirksam sei oder angefochten werden könne und unwirksam sei. Das Bestehen oder Nichtbestehen dieses Rechtsaktes sei daher für dieses Verfahren präjudiziell und wirke auch darüber hinaus, weil der Kläger durch die Einantwortung Eigentümer verschiedener Gegenstände geworden sei, die hier nicht Verfahrensgegenstand seien.

Der Kläger replizierte, er habe als 15jähriger von der Vermögenslage und einer allfälligen Begünstigungsabsicht seiner Mutter keine Kenntnis gehabt. Die vom Beklagten ausgesprochene Anfechtung unterliege nicht den Bestimmungen der Anfechtungsordnung und sei verfristet. Der Kläger beantragte die Abweisung des Zwischenantrags auf Feststellung, weil auch das Bestehen oder Nichtbestehen des Rechtsaktes der Erklärung der Verpflichteten nichts daran ändere, daß ihm der Nachlaß rechtskräftig eingeantwortet wurde.

Nach Erörterung durch den Richter in der Tagsatzung zur mündlichen Streitverhandlung am 23. 5. 1996 brachte der Kläger vor, Maria G***** habe alle Gegenstände käuflich erworben und übergeben erhalten; sie habe sie leihweise ihrer Tochter, der Verpflichteten, überlassen.

Die Erst- und Zweitbeklagten im verbundenen Verfahren 11 C 35/95a des Erstgerichtes wendeten ein, Maria G***** sei niemals Eigentümerin der in Exekution gezogenen Gegenstände gewesen. Der am 14. 12. 1985 abgeschlossene Notariatsakt sei ein nichtiges Scheingeschäft, weil er nur abgeschlossen worden sei, um die Befriedigung der Gläubiger ihrer Tochter zu verhindern. Maria G***** sei tatsächlich mittelos gewesen; sie habe daher Gegenstände an den Kläger gar nicht vererben können. Selbst für den Fall, daß sie Eigentümerin der in Exekution gezogenen Gegenstände gewesen sei, sei die Erbverzichtserklärung der Verpflichteten unwirksam gewesen, ebenso die Erbserklärung durch den Kläger.

Das Erstgericht fällte das Zwischenurteil (Punkt I.), die Erklärung der Verpflichteten vom 21. 11. 1990, auf das ihr zustehende gesetzliche Erbrecht zugunsten des Klägers zu verzichten, sei gegenüber dem im führenden Verfahren 11 C 18/94z Beklagten unwirksam, und wies mit Endurteil (Punkt II.) das Klagebegehren auf Unzulässigerklärung der Exekutionen ab.

Es stellte folgenden Sachverhalt fest:

Maria G*****, die Großmutter des Exszindierungsklägers und Mutter der Verpflichteten, und die Verpflichtete erklärten am 4. 12. 1985 vor einem Notar, Maria G***** sei Eigentümerin der in dem von diesem Notar errichteten Notariatsakt angeführten Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände; sie habe sie im Jahr 1981 leihweise der Verpflichteten überlassen.

Maria G***** verstarb am 12. 11. 1989, ohne ein Testament errichtet zu haben. Die Verpflichtete erklärte im Verlassenschaftsverfahren im eigenen Namen und als Mutter und gesetzliche Vertreterin des Klägers, auf das ihr zustehende gesetzliche Erbrecht zum ganzen Nachlaß derart zu verzichten, daß ihr Sohn als ihr Nachkomme Alleinerbe nach seiner Großmutter sein soll. Sie gab als gesetzliche Vertreterin des Klägers aufgrund des Gesetzes zum ganzen Nachlaß eine bedingte Erbserklärung ab. Die Verlassenschaft nach Maria G***** wurde mit Beschluß vom 30. 12. 1991 dem Kläger aufgrund des Gesetzes zur Gänze eingeantwortet.

Der Beklagte im führenden Verfahren brachte Klagen gegen Maria G***** und die nunmehrige Verpflichtete über S 200.000 im Zusammenhang mit einem Autokauf und gegen die Verpflichtete zur Geltendmachung von Schadenersatz im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall an einem seinerzeit zur Probefahrt zur Verfügung gestellten Mercedes über S 76.065,70 sA ein. Diese Klagen wurden der Verpflichteten Anfang Februar 1990 zugestellt. Sie verpflichtete sich in einem gerichtlichen Vergleich vom 6. 9. 1990, alle Einwendungen in diesen Verfahren zurückzuziehen und dem Beklagten im führenden Verfahren S 500.000 sA zu zahlen, wobei für den Fall, daß bis längstens 31. 12. 1990 S 250.000 bezahlt werden, auf den Restbetrag verzichtet wird.

Das Erstgericht konnte nicht feststellen, daß Maria G***** die im Pfändungsprotokoll 11 E 4410/93m unter PZ 1-31 (gemeint offensichtlich: 32) genannten Gegenstände erworben und übereignet erhalten hätte.

In rechtlicher Hinsicht führte das Erstgericht aus, dem Kläger mangle es schon deshalb an der Aktivlegitimation, weil er keine konkreten Behauptungen dazu erstatten habe können, auf welche Art und Weise Maria G***** die in Exekution gezogenen Gegenstände erwarb und übereignet erhielt.

§ 2 Z 1 AnfO erkläre alle Rechtshandlungen für anfechtbar, die der Schuldner in der dem anderen Teil bekannten Absicht, seine Gläubiger zu benachteiligen, in den letzten 10 Jahren vor der Anfechtung vorgenommen hat. Nach § 7 AnfO seien als Rechtshandlungen auch Unterlassungen des Schuldners anzusehen, durch die er ein Recht verliere oder durch die gegen ihn vermögensrechtliche Ansprüche begründet, erhalten oder gesichert werden. Das gleiche gelte für die Unterlassung der Antretung einer Erbschaft. Hier habe die Verpflichtete nicht nur den Verzicht auf die Erbschaft erklärt, sondern habe unmittelbar daran anschließend als gesetzliche Vertreterin des Klägers eine bedingte Erbserklärung zum gesamten Nachlaß abgegeben. Der Kläger müsse sich ihr Wissen zurechnen lassen. Der Verpflichteten sei zu diesem Zeitpunkt seit mehr als zwei Monaten bekannt gewesen, daß sie dem Beklagten im führenden Verfahren zumindest S 250.000 bis 31. 12. 1990 bezahlen müsse. Die Benachteiligungsabsicht sei damit evident. Damit sei der Anfechtungstatbestand im Sinn des § 2 Z 1 AnfO erfüllt, weshalb die 10jährige Anfechtungsfrist zur Anwendung komme.

Das Berufungsgericht änderte das Ersturteil dahin ab, daß das Zwischenurteil (Punkt I.) ersatzlos behoben und der diesbezügliche Antrag des Beklagten im führenden Verfahren zurückgewiesen wurde; im übrigen gab es der Berufung des Klägers nicht Folge und bestätigte das angefochtene Ersturteil. Es sprach aus, daß der Wert des Entscheidungsgegenstandes S 50.000 übersteigt und die ordentliche Revision nicht zulässig sei, weil Rechtsfragen der in § 502 Abs 1 ZPO genannten Qualifikation im Hinblick auf die gesicherte Rechtsprechung nicht vorlägen.

In rechtlicher Hinsicht führte das Berufungsgericht zum Endurteil aus, die Schlüssigkeit einer Klage nach § 37 EO sei nicht schon dann gegeben, wenn das Eigentum bloß behauptet werde; vielmehr müßten auch die Erwerbungsart und der Erwerbungsgrund deutlich behauptet werden. Die Behauptungen seien hiebei so konkret zu fassen, daß auch der Zeitpunkt des Eigentumserwerbes angeführt werden müsse. Im vorliegenden Fall habe der Kläger zum Eigentumserwerb zwar vorgebracht, daß durch die Einantwortung des Nachlasses nach Maria G***** an ihn Universalsukzession eingetreten sei, zum Eigentumserwerb der Maria G***** habe er jedoch lediglich eine Angestellte eines Möbelhauses namhaft gemacht. Es sei jedoch trotz eingetretener Universalsukzession nach der Erblasserin von Bedeutung, ob diese zu Lebzeiten Eigentümerin der im Nachlaß vorhandenen Gegenstände gewesen sei. Der Erbe erwerbe zwar mit der Einantwortung Eigentum; dies jedoch nur an jenen Gegenständen, die im Eigentum des Erblassers standen. Die Stellung des Erben als Exszindierungskläger unterscheide sich nicht von jener des Erblassers; er sei verhalten, den Eigentumserwerb des Erblassers zu behaupten und zu beweisen, indem er ein konkretes Tatsachenvorbringen zu der Erwerbungsart, dem Erwerbungsgrund und dem Erwerbungszeitpunkt erstattet. Der Kläger habe zum Eigentumserwerb der Maria G***** einerseits vorgebracht, daß die Gegenstände zum Teil in einem Möbelhaus erworben worden seien, jedoch keinerlei Vorbringen zum Zeitpunkt des Eigentumerwerbes erstattet, und sich andererseits auf eine Eigentumsanerkennungsurkunde in Form eines Notariatsaktes, die keinesfalls einen Erwerbstitel darstelle, gestützt. Die Eigentumsanerkennungsurkunde sei nicht einmal ein Vertrag, sondern nur eine Wissenserklärung, die als reine Beweisurkunde anzusehen sei.

Zwar dürfe eine Exszindierungsklage auch dann nicht abgewiesen werden, wenn ihr nicht alle Tatsachen entnommen werden können, die für den Erwerb des darin geltend gemachten Rechtes maßgebend sind, und wenn darüber eine mündliche Verhandlung anberaumt wurde. Es müsse der Partei vielmehr Gelegenheit zur Ergänzung des Vorbringens gegeben werden. Im vorliegenden Fall habe aber bereits der Erstrichter mit den Parteien die Frage der Schlüssigkeit der Klage ausführlich erörtert. Das Erstgericht habe daher die Exszindierungsklage im Ergebnis zu Recht abgewiesen.

Zum Zwischenurteil führte das Berufungsgericht aus, dem festzustellenden Rechtsverhältnis mangle es jedenfalls an Präjudizialität, wenn schon das Klagebegehren unschlüssig sei; dies müsse zur Zurückweisung des Antrags mit Beschluß führen.

Rechtliche Beurteilung

Die vom Kläger gegen dieses Urteil eingebrachte außerordentliche Revision ist insofern gemäß § 502 Abs 2 ZPO in der hier noch maßgebenden Fassung vor der WGN 1997 jedenfalls unzulässig, als mit dem angefochtenen Berufungsurteil über die Klagen gegen die Dritt- und Viertbeklagten im verbundenen Verfahren 11 C 35/95a des Erstgerichtes entschieden wurde. Insoweit übersteigt nämlich der Entscheidungsgegenstand nicht S 50.000, wobei der gegenteilige Ausspruch des Berufungsgerichtes den Obersten Gerichtshof nicht bindet, weil in diesem Punkt eine Bewertung nicht vorzunehmen gewesen wäre (vgl die Nachweise bei Kodek in Rechberger, ZPO § 500 Rz 3). Wie der Oberste Gerichtshof in der Entscheidung vom 23. 4. 1997, 3 Ob 119/97i mit eingehender Begründung und Darstellung der früheren Rechtsprechung dargelegt hat (folgend ebenso 3 Ob 23/98y, 3 Ob 387/97a, 3 Ob 306/97i), ist auf die Bewertung des Entscheidungsgegenstandes von Exszindierungsklagen (§ 37 EO) § 57 JN anzuwenden. Danach kommt es auf den Wert der klageweise in Anspruch genommenen Pfandgegenstände an, soweit dieser die Höhe der betriebenen Forderung nicht erreicht; die im Exekutionsverfahren hereinzubringende Forderung bildet die Bewertungsobergrenze.

Da die Dritt- und Viertbeklagten des verbundenen Verfahren 11 C 35/95a des Erstgerichtes nur Kapitalsforderungen von S 3.450 bzw S 11.585,50 betreiben, ist das Berufungsurteil, soweit über die gegen sie gerichteten Klage entschieden wurde, jedenfalls unanfechtbar. Die Revision war daher insoweit zurückzuweisen.

Die Revisionsgegner haben gemäß §§ 40, 50 ZPO die Kosten der von ihnen eingebrachten Revisionsbeantwortungen selbst zu tragen, weil sie auf die Unzulässigkeit der Revision nicht hingewiesen haben.

Soweit mit dem angefochtenen Berufungsurteil über die Klagen gegen den Beklagten im führenden Verfahren 11 C 18/94z des Erstgerichtes und gegen die Erst- und Zweitbeklagten im verbundenen Verfahren 11 C 35/95a des Erstgerichtes entschieden wurde, ist die außerordentliche Revision des Klägers hingegen nicht gemäß § 502 Abs 2 ZPO jedenfalls unzulässig. Für die Zulässigkeit der Revision ist hier nämlich nicht der jeweils unter S 50.000 liegende doppelte Bleistiftwert der einzelnen Pfandgegenstände maßgeblich, weil der Exszindierungskläger für alle Pfandgegenstände einen einheitlichen Rechtsgrund für den Erwerb behauptet. Wie der Oberste Gerichtshof ebenfalls in der Entscheidung vom 23. 4. 1997, 3 Ob 119/97i ausführte (folgend 3 Ob 387/97a), sind bei einer Exszindierungsklage die in objektiver Klagenhäufung verknüpften Ansprüche gemäß § 55 JN zusammenzurechnen, soweit diesen nach den Klagebehauptungen ein einheitlicher Rechtsgrund und eine einheitliche Erwerbsart zugrundeliegen (3 Ob 26, 44, 45/86; 3 Ob 71-75/84; EvBl 1970/366; Gitschthaler, ÖJZ 1988, 44 f; Heller/Berger/Stix, Kommentar 475; Holzhammer, Zwangsvollstreckungsrecht4, 168; Rechberger/Simotta, Exekutionsverfahren**2 Rz 378). Da dies hier zutrifft, kommt es auf den Wert sämtlicher Pfandgegenstände an, der nach dem Ausspruch des Berufungsgerichtes über S 50.000 liegt. Dies bedeutet aber, daß § 502 Abs 2 ZPO nicht zum Tragen kommt, zumal auch die Forderungen, die von den angeführten Beklagten betrieben werden, jeweils S 50.000 übersteigen.

Die außerordentliche Revision ist gegenüber diesen Beklagten auch zulässig, weil das Berufungsgericht von der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes zur Schlüssigkeit einer Exszindierungsklage abgewichen ist; sie ist auch berechtigt.

Dem Berufungsgericht kann nicht gefolgt werden, die Exszindierungsklage lasse das erforderliche Vorbringen in tatsächlicher Hinsicht vermissen. Wie der erkennende Senat schon in der Entscheidung 3 Ob 112/95 ausgeführt hat, ergibt sich aus § 226 Abs 1 ZPO, daß der Kläger die rechtserzeugenden Tatsachen (= den Klagegrund), auf die sich sein Anspruch stützt, knapp aber vollständig anzugeben hat (Substantiierungstheorie - SZ 65/2; ÖBA 1988, 283; SZ 54/7; SZ 46/109; JBl 1974, 46 uva; Rechberger in Rechberger, ZPO Rz 8 zu § 226). Entgegen der schon in den Entscheidungen 3 Ob 142/83 und SZ 67/61 abgelehnten Meinung von Lenneis (AnwBl 1981, 444) genüge somit nicht die bloße Behauptung, Eigentümer der exszindierten Gegenstände zu sein, es sei vielmehr - ebenso wie bei Eigentumsklagen - erforderlich, daß bei derivativem Eigentumserwerb oder bei einem auf die Vorschrift des § 367 ABGB bzw § 366 HGB gestützten Eigentumserwerb Tatsachen behauptet werden, aus denen sich schlüssig sowohl der Titel als auch die rechtliche Erwerbungsart ableiten lassen (SZ 44/155; 3 Ob 128/80).

Im vorliegenden Fall stellte der Kläger die Behauptung auf, die gepfändeten Gegenstände seien im Eigentum der Erblasserin gestanden, deren Nachlaß ihm eingeantwortet worden sei. Nach Bestreitung des Eigentums der Erblasserin durch die Beklagten im verbundenen Verfahren brachte der Kläger vor, die Erblasserin habe alle Gegenstände käuflich erworben und übergeben erhalten; zum Beweis beantragte er die Einvernahme einer Zeugin, nähere Informationen habe er nicht.

Damit hat der Kläger aber ausreichende Tatsachenbehauptungen aufgestellt, die - werden sie bewiesen - den damaligen Eigentumserwerb der Erblasserin dartun. Der erkennende Senat hat in der Entscheidung 3 Ob 112/95 auch die Judikatur (3 Ob 142/83 und ihr folgend SZ 67/61) abgelehnt, in der für eine schlüssige Exszindierungsklage das Erfordernis aufgestellt wurde, auch der Zeitpunkt des Erwerbes müsse genannt werden, es müßten deutliche Behauptungen über den Zeitpunkt der Erwerbung aufgestellt werden. Diese Entscheidungen beriefen sich zwar auf Heller/Berger/Stix 451 und Kollroß, GerichtsZ 1929, 20, sie fänden aber dort keine Stütze. Im Gegenteil, Heller/Berger/Stix aaO verträten die Ansicht, bei eindeutigem Nachweis des Abschlusses des Verfügungsgeschäftes sei der Widerspruchsklage selbst dann stattzugeben, wenn die Formvorschriften (der Übergabe und Übernahme) nicht ganz genau eingehalten worden sein sollten. Gerade dann, wenn der behauptete Eigentumserwerb von Fahrnissen schon längere Zeit zurückliegt, könne aufgrund des Substantiierungsgebotes nicht verlangt werden, daß präzise angegeben wird, von welchen namentlich genannten Gewerbetreibenden die Gegenstände gekauft und wann sie dem Kläger bzw dessen Rechtsvorgänger übergeben wurden.

Der erkennende Senat hält an dieser Auffassung mit dem ergänzenden Hinweis fest, daß sich dem Vorbringen jedenfalls entnehmen lassen muß, ob das den Exszindierungsgrund bildende Recht bereits im Zeitpunkt der Pfändung der exszindierten Gegenstände bestanden hat (SZ 27/193; SZ 50/33; NZ 1995, 16), ferner daß dann, wenn bezüglich der Erwerbsart für die Schlüssigkeit des behaupteten Eigentumserwerbs nicht schon die allgemeine Lebenserfahrung spricht, ein Vorbringen auch über die Art der Übergabe erstattet werden muß, und schließlich, daß im Rahmen der Beweiswürdigung darauf Bedacht zu nehmen ist, wenn die Partei bei einer Befragung (s § 182 Abs 1 und § 272 Abs 2 ZPO) oder bei der Vernehmung (s § 381 ZPO) keine näheren Angaben über die Person des Veräußerers, den Zeitpunkt oder den Ort des Erwerbes oder die Art der Übergabe macht, obwohl solche Angaben von ihr den Umständen nach zu erwarten wären. Auf die Frage, welchen Einfluß ein zwar noch schlüssiges, aber nicht alle Einzelheiten enthaltendes Vorbringen auf den Anspruch des Beklagten auf Ersatz der Verfahrenskosten gemäß § 45 ZPO hat, muß hier nicht eingegangen werden.

Geht man von diesen Grundsätzen aus, so bedeutet dies, daß der Kläger entgegen der Meinung des Berufungsgerichtes ein ausreichendes Tatsachenvorbringen erstattet hat. Das Verfahren ist somit insofern mangelhaft geblieben, als ohne entsprechende Tatsachenfeststellungen des Erstgerichtes eine Beurteilung, ob der Erblasserin, als deren Universalsukzessor der Kläger auftritt, das Eigentum an den gepfändeten Gegenständen zustand, nicht möglich ist.

Schließlich wird im fortgesetzten Verfahren auch auf die auf den Anfechtungstatbestand des § 2 Z 1, § 7 AnfO gestützte Einwendung der Beklagten Bedacht zu nehmen sein.

Der betreibende Gläubiger kann dem Exszindierungskläger gegenüber mit der Anfechtungseinrede (§ 8 Abs 2 AnfO) geltend machen, daß das die Exekution unzulässig machende Recht infolge anfechtbaren Erwerbs als unwirksam zu behandeln ist (SZ 59/37). Auf Grundlage der Tatsachenfeststellungen der Vorinstanzen kann das Vorliegen des geltend gemachten Anfechtungstatbestandes jedoch - auch hinsichtlich des Beklagten im führenden Verfahren - nicht abschließend beurteilt werden. Allein der Umstand, daß bei Abgabe der Erbsentschlagungserklärung der Verpflichteten und Erbserklärung des Exszindierungsklägers bereits ein Exekutionstitel vorlag, reicht für die Annahme der Evidenz der Benachteiligungsabsicht des damals minderjährigen und von seiner Mutter, der Verpflichteten, vertretenen Exszindierungsklägers nicht aus. Vielmehr wird das Erstgericht im fortgesetzten Verfahren die Gründe hiefür zu prüfen und konkrete Tatsachenfeststellungen zu treffen haben.

Die Kostenentscheidung gründet sich auf § 52 ZPO.

Anmerkung

E54139 03A01977

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:0030OB00197.97K.0428.000

Dokumentnummer

JJT_19990428_OGH0002_0030OB00197_97K0000_000