Rechtssatz für 3Ob3/60 8Ob175/77 2Ob19...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0020124

Geschäftszahl

3Ob3/60; 8Ob175/77; 2Ob192/79; 7Ob41/99a; 2Ob26/02s

Entscheidungsdatum

21.03.2002

Rechtssatz

Hat bei einem Autozusammenstoß der Halter des einen Kraftfahrzeuges dem verletzten Insassen des anderen den erlittenen Schaden ersetzt, so kann sein Versicherer, der den Schaden reguliert hat, am Halter des anderen Kraftfahrzeuges Regreß nehmen, wenn der Nachweis erbracht wird, daß dieser allein am Unfall schuld gewesen ist.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 3/60
    Entscheidungstext OGH 29.03.1960 3 Ob 3/60
    Veröff: VersR 1961,335 (mit Anmerkung von Wahle) = ZVR 1960/337
  • 8 Ob 175/77
    Entscheidungstext OGH 30.11.1977 8 Ob 175/77
    Vgl auch
  • 2 Ob 192/79
    Entscheidungstext OGH 08.01.1980 2 Ob 192/79
    Vgl auch
  • 7 Ob 41/99a
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 7 Ob 41/99a
    Auch; Beisatz: Selbiges muß auch bei einem bloß mitschuldigen Halter gelten; ob diese Mitschuld den Verkehrsunfall, also das eigentliche Schadensereignis an sich, oder bloß die durch dieses Schadensereignis ausgelöste Schadenshöhe (hier: den Verletzungsumfang) betrifft, kann hiebei keinen grundsätzlichen Unterschied bilden. (T1); Veröff: SZ 72/35
  • 2 Ob 26/02s
    Entscheidungstext OGH 21.03.2002 2 Ob 26/02s
    Vgl aber; Beis wie T1; Beisatz: Der gesetzliche Anspruchsübergang auf den Versicherer (§ 67 Abs 1 VersVG) ist ausgeschlossen, wenn sich der Ersatzanspruch des Versicherungsnehmers gegen einen mit ihm in häuslicher Gemeinschaft lebenden Familienangehörigen richtet; eine mittelbare Belastung des Versicherungsnehmers soll vermieden werden. (T2)

Schlagworte

Auto Kfz PKW

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0020124

Dokumentnummer

JJR_19600329_OGH0002_0030OB00003_6000000_001

Rechtssatz für 7Ob41/99a 2Ob26/02s

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0111804

Geschäftszahl

7Ob41/99a; 2Ob26/02s

Entscheidungsdatum

21.03.2002

Norm

ABGB §1311 IIb
KFG §106 Abs1 a
KFG §106 Abs1 1b

Rechtssatz

Sorgt der Fahrzeuglenker nicht für die vorgeschriebene Sicherung eines mitbeförderten Kindes unter 12 Jahren, welches kleiner als 150 cm ist, durch Verwendung der vorgeschriebenen Kinderrückhalteeinrichtungen, so kann sich eine dritte Person, die einen Verkehrsunfall alleine verschuldet hat, nach Befriedigung der Schadenersatzansprüche des Kindes mit Rückgriffs- und Ausgleichsansprüchen an den Halter und Lenker (bzw den Kfz-Haftpflichtversicherer des das Kind befördernden Fahrzeuges) wenden. Dies vor allem dann, wenn die nach Nichtverwendung der Kinderrückhalteeinrichtungen festgestellten Verletzungen des Kindes nach einem Verkehrsunfall aufgrund der unterbliebenen Sicherung erwiesenermaßen schwerer waren als sie es bei ordnungsgemäßer Sicherung gewesen wären. In diesem Fall trifft jedenfalls den das Kind befördernden Fahrzeuglenker (Halter, Kfz-Versicherer) die Verschuldens- und Kausalitätsvermutung. Gelingt ihm der Entlastungsbeweis nicht, so haftet er insoweit entsprechend dem nach den Umständen des Einzelfalles anzunehmenden Verschulden (bzw der Betriebsgefahr) nach den Regeln des Paragraph 11, EKHG zivilrechtlich anteilsmäßig für die Verletzungen des Kindes. Das gleiche gilt für die Regreßpflicht des gesetzlichen Vertreters eines nicht gurttragenden Minderjährigen, der nicht unter die Ausnahmevorschrift des Paragraph 106, Absatz eins a, KFG fällt.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 41/99a
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 7 Ob 41/99a
    Veröff: SZ 72/35
  • 2 Ob 26/02s
    Entscheidungstext OGH 21.03.2002 2 Ob 26/02s
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Ein wegen Alkoholisierung erkennbar fahruntüchtiger Lenker. (T1)

Schlagworte

zwölf Jahren; einhundertfünfzig Zentimeter; Kraftfahrzeughaftpflichtversicherer

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0111804

Dokumentnummer

JJR_19990223_OGH0002_0070OB00041_99A0000_001

Rechtssatz für 2Ob99/72 (2Ob100/72) 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0017501

Geschäftszahl

2Ob99/72 (2Ob100/72); 2Ob212/72; 7Ob181/73; 8Ob35/77; 7Ob27/77; 5Ob506/77; 7Ob15/78; 5Ob588/79; 8Ob226/80; 7Ob26/82; 8Ob565/85; 8Ob578/85; 8Ob63/85; 7Ob723/86; 1Ob705/88; 4Ob539/89; 8Ob611/91; 5Ob64/94; 9Ob2138/96v; 6Ob324/97h; 6Ob387/97y; 7Ob41/99a; 9Ob137/99h; 7Ob306/99x; 10Ob137/00w; 8Ob2/00b; 5Ob120/03p; 8Ob58/04v; 2Ob277/06h; 2Ob112/10z; 2Ob85/11f; 1Ob204/12z; 9Ob49/12i; 4Ob35/13w; 2Ob4/13x; 2Ob191/12w; 6Ob205/14m; 2Ob61/17k; 2Ob121/19m; 6Ob171/20w; 9Ob8/21y

Entscheidungsdatum

25.11.2021

Rechtssatz

Als besonderes Verhältnis unter den Mitschuldigen ist beim Regress nach Paragraphen 1302,, 896 ABGB das Ausmaß ihrer Beteiligung, also der Verschuldensanteile und Verursachungsanteile anzusehen, nach dem sich dann die endgültige Haftung im Innenverhältnis bestimmt.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 99/72
    Entscheidungstext OGH 12.10.1972 2 Ob 99/72
  • 2 Ob 212/72
    Entscheidungstext OGH 07.12.1972 2 Ob 212/72
  • 7 Ob 181/73
    Entscheidungstext OGH 24.10.1973 7 Ob 181/73
    Beisatz: Für die Höhe der Rückgriffsforderung ist der Verursachungsanteil, Schuldanteil und Rechtswidrigkeitsanteil beider Streitteile entscheidend. (T1)
  • 8 Ob 35/77
    Entscheidungstext OGH 27.04.1977 8 Ob 35/77
    Vgl auch
  • 7 Ob 27/77
    Entscheidungstext OGH 23.06.1977 7 Ob 27/77
    Beis wie T1
  • 5 Ob 506/77
    Entscheidungstext OGH 12.07.1977 5 Ob 506/77
    Auch; Beisatz: Bei der Berechnung des Rückgriffsanteils der solidarisch haftenden Mitschuldner ist ein Abstellen auf die Schwere der Zurechnungsmomente, die beim einzelnen Gesamtschuldner vorliegen, ganz allgemein vorzunehmen. (T2)
  • 7 Ob 15/78
    Entscheidungstext OGH 29.06.1978 7 Ob 15/78
    Beis wie T1; Veröff: SZ 51/105 = VersR 1979,195 = ZVR 1979/167 S 176
  • 5 Ob 588/79
    Entscheidungstext OGH 12.06.1979 5 Ob 588/79
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Haftung ex delictu einerseits und ex contractu (Erfüllungsgehilfenhaftung) andererseits ist bedeutungslos. (T3)
  • 8 Ob 226/80
    Entscheidungstext OGH 26.03.1981 8 Ob 226/80
    Auch
  • 7 Ob 26/82
    Entscheidungstext OGH 29.04.1982 7 Ob 26/82
    Auch; Veröff: JBl 1983,202 = JBl 1983,202 = VersR 1984,973
  • 8 Ob 565/85
    Entscheidungstext OGH 12.09.1985 8 Ob 565/85
    Beis wie T1
  • 8 Ob 578/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 578/85
  • 8 Ob 63/85
    Entscheidungstext OGH 13.02.1986 8 Ob 63/85
    Auch; Beis wie T2; Veröff: ZVR 1987,222
  • 7 Ob 723/86
    Entscheidungstext OGH 26.03.1987 7 Ob 723/86
    Beis wie T1; Veröff: SZ 60/55 = EvBl 1987/191 S 723 = JBl 1987,721
  • 1 Ob 705/88
    Entscheidungstext OGH 30.11.1988 1 Ob 705/88
    Beis wie T2
  • 4 Ob 539/89
    Entscheidungstext OGH 18.04.1989 4 Ob 539/89
    Vgl auch; Beisatz: "Gestufte" Regressverhältnisse der Solidarverpflichteten untereinander wenn kausales Verhalten mehreren Beteiligten im Verhältnis zu anderen Verpflichteten einheitlich zuzurechnen ist. (T4) Veröff: SZ 62/66 = ÖBl 1990,278
  • 8 Ob 611/91
    Entscheidungstext OGH 24.09.1992 8 Ob 611/91
    Auch; Beisatz: Grober Sorgfaltsverstoß - Vernachlässigung des Mitverschuldens des anderen Regreßverpflichteten. (T5)
  • 5 Ob 64/94
    Entscheidungstext OGH 28.06.1994 5 Ob 64/94
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: Die Ehegatten haben der Klägerin (Wohnungseigentumsorganisatorin) anläßlich des Erwerbs des Anwartschaftsrechtes auf eine bestimmte Eigentumswohnung versprochen, alle mit der Errichtung des Vertrages verbundenen Kosten, Steuern und Gebühren allein zu tragen. (T6)
  • 9 Ob 2138/96v
    Entscheidungstext OGH 15.01.1997 9 Ob 2138/96v
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Das besondere Verhältnis richtet sich auch nach den Eigentümlichkeiten der zwischen den Mitschuldnern bestehenden Rechtsbeziehung, die wieder ein Arbeitsverhältnis, Gesellschaftsverhältnis oder auch ein sonstiger Vertrag - wie hier - ein beiderseitiges Handelsgeschäft und ein in diesem Rahmen geschlossener Kauf- oder Werklieferungsvertrag sein kann. (T7) Veröff: SZ 70/5
  • 6 Ob 324/97h
    Entscheidungstext OGH 24.11.1997 6 Ob 324/97h
    Veröff: SZ 70/241
  • 6 Ob 387/97y
    Entscheidungstext OGH 16.07.1998 6 Ob 387/97y
    Beisatz: Haben mehrere einen Schaden nicht in einverständlichem Handeln verursacht, sondern unabhängig voneinander eine Bedingung für dessen Eintritt gesetzt, dann ist der Schaden auf mehrere Verantwortliche - bei Verursachungshaftung aber analog auf mehrere Verursacher - verhältnismäßig aufzuteilen. (T8)
    Beisatz: Kontaminierung des Erdreichs. (T9)
    Veröff: SZ 71/126
  • 7 Ob 41/99a
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 7 Ob 41/99a
    Beis wie T5; Veröff: SZ 72/35
  • 9 Ob 137/99h
    Entscheidungstext OGH 30.06.1999 9 Ob 137/99h
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 306/99x
    Entscheidungstext OGH 26.01.2000 7 Ob 306/99x
    Beis wie T7 nur: Das besondere Verhältnis richtet sich auch nach den Eigentümlichkeiten der zwischen den Mitschuldnern bestehenden Rechtsbeziehung. (T10)
    Beisatz: Die Beweislast für das Vorliegen besonderer Verhältnisse - etwa einen Vertrag - trifft denjenigen, der sie für sich in Anspruch nehmen will. (T11)
    Beisatz: Die Quoten zahlungsunfähiger Mitschuldner fallen den übrigen anteilig zur Last. (T12)
  • 10 Ob 137/00w
    Entscheidungstext OGH 23.05.2000 10 Ob 137/00w
    Auch; Beisatz: Mangels Vereinbarung entscheidet der jeweilige Verursachungs-, Schuld- und Rechtswidrigkeitsanteil jedes einzelnen Mitschuldners am Entstehen der Gesamtschuld über die Höhe der Ersatzpflicht. (T13)
  • 8 Ob 2/00b
    Entscheidungstext OGH 07.09.2000 8 Ob 2/00b
    Beis wie T11
  • 5 Ob 120/03p
    Entscheidungstext OGH 08.07.2003 5 Ob 120/03p
    Auch
  • 8 Ob 58/04v
    Entscheidungstext OGH 17.03.2005 8 Ob 58/04v
    Auch; Beisatz: Dies gilt auch beim Regress zwischen Bauaufsichtspflichtigem und Werkunternehmer. (T14)
  • 2 Ob 277/06h
    Entscheidungstext OGH 28.06.2007 2 Ob 277/06h
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Auch
  • 2 Ob 85/11f
    Entscheidungstext OGH 28.06.2012 2 Ob 85/11f
    Vgl
  • 1 Ob 204/12z
    Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 204/12z
    Auch; Beis wie T1
  • 9 Ob 49/12i
    Entscheidungstext OGH 24.04.2013 9 Ob 49/12i
    Auch; Bem: Zum Regress bei einem deliktsunfähigen Mitschuldner siehe auch RS0128850. (T15)
    Veröff: SZ 2013/41
  • 4 Ob 35/13w
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 4 Ob 35/13w
    Auch
  • 2 Ob 4/13x
    Entscheidungstext OGH 17.06.2013 2 Ob 4/13x
    Beisatz: vgl aber: In Bezug auf Eigenschäden (hier: der Seilbahnbetreiberin) liegt kein Regressverhältnis zwischen den Streitteilen vor, sodass der Geschädigten hier keine Haftungsquotierung entgegen gehalten werden kann. (T16)
  • 2 Ob 191/12w
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 2 Ob 191/12w
    Vgl
  • 6 Ob 205/14m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2014 6 Ob 205/14m
    Beis wie T11
  • 2 Ob 61/17k
    Entscheidungstext OGH 16.05.2017 2 Ob 61/17k
    Auch; Beisatz: Das Ausmaß des Regresses richtet sich im Fall einer Solidarhaftung nach § 1302 ABGB nach den bei den Haftpflichtigen vorliegenden Zurechnungsgründen, insbesondere nach dem Ausmaß des jeweiligen Verschuldens. (T17)
  • 2 Ob 121/19m
    Entscheidungstext OGH 19.09.2019 2 Ob 121/19m
    Vgl; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Die Gewichtung der Zurechnungsgründe bei Festsetzung der Regressquoten, hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab. (T18)
  • 6 Ob 171/20w
    Entscheidungstext OGH 22.10.2020 6 Ob 171/20w
    Vgl; Beis wie T18; Beisatz: Die Gewichtung der Zurechnungsgründe wirft daher außer bei einer auffallenden Fehlbeurteilung der zweiten Instanz regelmäßig keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO auf. (T19)
    Beisatz: Die Befreiung des einen Solidarschuldners von einer Solidarschuld durch einen anderen Solidarschuldner ist jedenfalls notwendige Tatbestandsvoraussetzung eines Regressanspruchs nach § 896 ABGB. Begründete allein die Schuldbefreiung jedenfalls einen Anspruch nach § 896 ABGB, käme es auf die allfällige Beurteilung eines „besonderen Verhältnisses“ nach § 896 ABGB zwischen den Solidarschuldnern niemals an. Diese Auslegung widerspräche somit dem Gesetz. (T20)
  • 9 Ob 8/21y
    Entscheidungstext OGH 25.11.2021 9 Ob 8/21y
    Beis wie T18; Beis wie T19

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0017501

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.02.2022

Dokumentnummer

JJR_19721012_OGH0002_0020OB00099_7200000_001

Rechtssatz für 3Ob547/76 2Ob541/78 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0041157

Geschäftszahl

3Ob547/76; 2Ob541/78; 7Ob680/78; 6Ob516/79; 6Ob616/79; 1Ob632/79; 4Ob542/79; 5Ob700/79; 3Ob616/78; 5Ob585/81; 4Ob538/82; 3Ob548/83; 6Ob761/82; 8Ob635/85; 14Ob88/86; 14Ob87/86; 3Ob122/87; 3Ob11/89; 2Ob25/89 (2Ob26/89); 8Ob627/89; 9ObA203/91 (9ObA204/91); 1Ob576/92; 3Ob1073/92; 9ObA224/92; 3Ob52/93; 2Ob42/93 (2Ob43/93); 7Ob612/93; 1Ob536/94; 9ObA75/94; 1Ob527/94; 1Ob545/95; 1Ob574/95; 1Ob40/95; 5Ob2101/96y; 1Ob517/95; 4Ob2023/96w; 6Ob2119/96b; 5Ob2152/96y; 4Ob187/97x; 2Ob81/97v; 9Ob290/97f; 7Ob334/97m; 10Ob335/97f; 7Ob344/97g; 9ObA215/98b; 6Ob254/98s; 9ObA205/98g; 5Ob12/99x; 7Ob41/99a; 7Ob106/98h; 6Ob59/99s; 7Ob179/99w; 7Ob135/99z; 7Ob184/99f; 3Ob308/99m; 5Ob333/99b; 6Ob88/99f; 6Ob43/00t; 5Ob123/00z; 7Ob55/00i; 6Ob87/01i; 6Ob29/02m; 6Ob133/02f; 10ObS176/02h; 7Ob44/02z; 1Ob35/02g; 6Ob131/03p; 6Ob248/03v; 6Ob176/06k; 7Ob56/06w; 4Ob87/07h; 4Ob200/08b; 6Ob43/08d; 2Ob213/08z; 5Ob270/09f; 8Ob13/10k; 8ObA19/11v; 3Ob167/13z; 9ObA171/13g; 10Ob11/14m; 3Ob245/16z; 1Ob47/17v; 8Ob26/17g; 6Ob227/21g

Entscheidungsdatum

18.11.2022

Rechtssatz

Auch mangels Identität des Begehrens kann ein Urteil eines Vorprozesses zufolge seiner materiellen Rechtskraft zur inhaltlichen Bindung des später entscheidenden Gerichtes führen, insbesondere wenn Parteien und rechtserzeugender Inhalt identisch sind und beide Prozesse in einem so engen inhaltlichen Zusammenhang stehen, dass die Gebote der Rechtssicherheit und der Entscheidungsharmonie eine widersprechende Beantwortung derselben in beiden Fällen entscheidenden Rechtsfrage nicht gestatten.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 547/76
    Entscheidungstext OGH 01.06.1976 3 Ob 547/76
    Veröff: RZ 1977/49 S 105
  • 2 Ob 541/78
    Entscheidungstext OGH 12.10.1978 2 Ob 541/78
    Vgl
  • 7 Ob 680/78
    Entscheidungstext OGH 19.10.1978 7 Ob 680/78
    Vgl auch
  • 6 Ob 516/79
    Entscheidungstext OGH 14.03.1979 6 Ob 516/79
    Vgl auch
  • 6 Ob 616/79
    Entscheidungstext OGH 30.05.1979 6 Ob 616/79
    Beisatz: Räumungsprozess, in dem das Vorliegen eines Bestandverhältnisses verneint wurde - nunmehr Kündigungsprozess. (T1)
  • 1 Ob 632/79
    Entscheidungstext OGH 13.06.1979 1 Ob 632/79
    Veröff: RZ 1980/31 S 138
  • 4 Ob 542/79
    Entscheidungstext OGH 16.10.1979 4 Ob 542/79
    Beisatz: In diesen Fällen ergreift die Bindungswirkung auch die Feststellung und Entscheidung des mit dem rechtskräftig gewordenen Urteilsspruch unvereinbaren Gegenteils. (T2)
  • 5 Ob 700/79
    Entscheidungstext OGH 13.11.1979 5 Ob 700/79
    Vgl auch
  • 3 Ob 616/78
    Entscheidungstext OGH 24.10.1979 3 Ob 616/78
    Veröff: SZ 52/151 = JBl 1980,541
  • 5 Ob 585/81
    Entscheidungstext OGH 20.10.1981 5 Ob 585/81
    Beisatz: Erbrechtsklage - Erbschaftsklage. (T3)
  • 4 Ob 538/82
    Entscheidungstext OGH 18.05.1982 4 Ob 538/82
    Veröff: SZ 55/74
  • 3 Ob 548/83
    Entscheidungstext OGH 25.05.1983 3 Ob 548/83
    Beisatz: Wurde dem Begehren auf Feststellung des Eigentumsrechtes an einer bestimmten Sache stattgegeben, dann steht wegen der besonderen Verknüpfung mit diesem Inhalt der Vorentscheidung deren Rechtskraft der abweichenden sachlichen Entscheidung der auf den gleichen Sachverhalt gestützten Klage des Unterlegenen gegen den Sieger im Vorprozess auf Feststellung des Eigentumsrechtes des Unterlegenen entgegen. (T4)
  • 6 Ob 761/82
    Entscheidungstext OGH 23.06.1983 6 Ob 761/82
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Keine Bindungswirkung hinsichtlich der im Vorprozess gelösten Frage, wann das Bestandsverhältnis aufgelöst wurde für die im zweiten Prozess zu klärende Frage, wann der Bestandgegenstand übergeben wurde. (T5)
    Veröff: JBl 1984,489
  • 8 Ob 635/85
    Entscheidungstext OGH 03.04.1986 8 Ob 635/85
  • 14 Ob 88/86
    Entscheidungstext OGH 03.06.1986 14 Ob 88/86
    Beisatz: Diese Bindungswirkung schließt zwar die Verhandlung und Entscheidung über das neue Klagebegehren nicht aus; der Richter hat dabei aber von dem bereits rechtskräftig entschiedenen Anspruch auszugehen und ihn seiner neuen Entscheidung zugrundezulegen (SZ 55/74 ua). (T6)
  • 14 Ob 87/86
    Entscheidungstext OGH 03.06.1986 14 Ob 87/86
    Beis wie T6
  • 3 Ob 122/87
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 122/87
    Beisatz: Keine Bindungswirkung eines Urteils, womit eine Erhöhung des Unterhalts wegen Verwirkung des Anspruchs abgelehnt wurde, für den nachfolgenden Oppositionsprozess betreffend den ursprünglichen Unterhaltsbetrag. (T7)
  • 3 Ob 11/89
    Entscheidungstext OGH 12.04.1989 3 Ob 11/89
    Beis wie T7; Veröff: RZ 1989/96 S 250
  • 2 Ob 25/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 2 Ob 25/89
  • 8 Ob 627/89
    Entscheidungstext OGH 30.10.1990 8 Ob 627/89
    Vgl auch
  • 9 ObA 203/91
    Entscheidungstext OGH 04.12.1991 9 ObA 203/91
  • 1 Ob 576/92
    Entscheidungstext OGH 14.07.1992 1 Ob 576/92
    Auch
  • 3 Ob 1073/92
    Entscheidungstext OGH 21.10.1992 3 Ob 1073/92
    Beis wie T6
  • 9 ObA 224/92
    Entscheidungstext OGH 21.10.1992 9 ObA 224/92
    Beis wie T6
  • 3 Ob 52/93
    Entscheidungstext OGH 28.04.1993 3 Ob 52/93
    Beisatz: Neues Vorbringen zu einem nicht geänderten Sachverhalt ist durch die Bindungswirkung ausgeschlossen. (T8)
  • 2 Ob 42/93
    Entscheidungstext OGH 26.08.1993 2 Ob 42/93
  • 7 Ob 612/93
    Entscheidungstext OGH 25.05.1994 7 Ob 612/93
  • 1 Ob 536/94
    Entscheidungstext OGH 29.03.1994 1 Ob 536/94
    Auch; Beisatz: Die Frage, ob jemand Kommanditanteile anderer Kommanditisten wirksam erwarb und damit Gesellschafter wurde, kann zufolge der Gemeinschaftlichkeit der rechtserzeugenden Tatsachen für die Gesellschaft, ihre Komplementärin und ihre Kommanditisten nur einheitlich entschieden werden. (T9)
  • 9 ObA 75/94
    Entscheidungstext OGH 08.06.1994 9 ObA 75/94
    Beis wie T8
  • 1 Ob 527/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1994 1 Ob 527/94
    Vgl; Beis wie T6
  • 1 Ob 545/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 545/95
    Auch; Beis wie T6
    Veröff: SZ 68/103
  • 1 Ob 574/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 574/95
    Beis wie T6
  • 1 Ob 40/95
    Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 40/95
    Auch, Beis wie T6
  • 5 Ob 2101/96y
    Entscheidungstext OGH 21.05.1996 5 Ob 2101/96y
  • 1 Ob 517/95
    Entscheidungstext OGH 23.04.1996 1 Ob 517/95
    Vgl; Beisatz: Voraussetzung auch dieses Sonderfalls der Präjudizialität kraft Bindungswirkung ist die Parteienidentität in beiden Verfahren. (T10)
  • 4 Ob 2023/96w
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 4 Ob 2023/96w
    Vgl auch
  • 6 Ob 2119/96b
    Entscheidungstext OGH 14.08.1996 6 Ob 2119/96b
    Vgl; Beis wie T8
  • 5 Ob 2152/96y
    Entscheidungstext OGH 29.10.1996 5 Ob 2152/96y
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Verfahrensgegenstand war im Vorverfahren die gesetzlich zulässige Mindestzinshöhe; ein durchaus zulässiger Zwischenantrag (oder auch Hauptantrag) betreffend die maßgebende Ausstattungskategorie war dort nicht gestellt gewesen, daher: Bindung an die im Wege der Vorfragenbeurteilung vorgenommene Einstufung der Wohnung der Antragstellerin in eine bestimmte Ausstattungskategorie ist zu verneinen. (T11)
  • 4 Ob 187/97x
    Entscheidungstext OGH 26.06.1997 4 Ob 187/97x
    Vgl auch
  • 2 Ob 81/97v
    Entscheidungstext OGH 10.04.1997 2 Ob 81/97v
  • 9 Ob 290/97f
    Entscheidungstext OGH 22.10.1997 9 Ob 290/97f
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 334/97m
    Entscheidungstext OGH 11.11.1997 7 Ob 334/97m
    Auch
  • 10 Ob 335/97f
    Entscheidungstext OGH 16.12.1997 10 Ob 335/97f
    Vgl; Beis wie T6
  • 7 Ob 344/97g
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 7 Ob 344/97g
    Beis wie T8
  • 9 ObA 215/98b
    Entscheidungstext OGH 21.10.1998 9 ObA 215/98b
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 6 Ob 254/98s
    Entscheidungstext OGH 26.11.1998 6 Ob 254/98s
    Beisatz: Hier: Unterlassungsanspruch nach § 1330 ABGB. (T12)
  • 9 ObA 205/98g
    Entscheidungstext OGH 11.11.1998 9 ObA 205/98g
    Vgl aber; Beisatz: Es reicht aber nicht aus, dass eine im Vorprozess (beziehungsweise hier: durch Teilanerkenntnis) relevante Vorfrage auch eine solche des späteren Prozesses ist. Wenn eine bestimmte Tatsache im Vorprozess nicht den Hauptgegenstand des Verfahrens bildete, sondern lediglich eine Vorfrage darstellte, dann kommt der Entscheidung dieser Vorfrage im Vorprozess keine bindende Wirkung im folgenden zu. (T13)
  • 5 Ob 12/99x
    Entscheidungstext OGH 09.02.1999 5 Ob 12/99x
  • 7 Ob 41/99a
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 7 Ob 41/99a
    Auch; Veröff: SZ 72/35
  • 7 Ob 106/98h
    Entscheidungstext OGH 30.03.1999 7 Ob 106/98h
    Vgl aber; Beis wie T13
  • 6 Ob 59/99s
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 6 Ob 59/99s
    Auch; Beis wie T13; Beisatz: Hier: Im Vorprozess über die Zahlungsklage ergangenes abweisende Urteil, welches die Voraussetzung der Wandlung bejahte. (T14)
  • 7 Ob 179/99w
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 179/99w
    Auch
  • 7 Ob 135/99z
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 135/99z
    Vgl; Beis ähnlich wie T13
  • 7 Ob 184/99f
    Entscheidungstext OGH 13.10.1999 7 Ob 184/99f
  • 3 Ob 308/99m
    Entscheidungstext OGH 22.12.1999 3 Ob 308/99m
    Auch
  • 5 Ob 333/99b
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 5 Ob 333/99b
    Vgl aber; Beisatz: Es reicht nicht aus, dass eine im Vorprozess relevante Vorfrage auch eine solche des späteren Prozesses ist. Wenn eine bestimmte Tatsache aber im Vorprozess nicht den Hauptgegenstand des Verfahrens bildete, sondern lediglich eine Vorfrage darstellte, dann kommt der Entscheidung dieser Vorfrage im Vorprozess keine bindende Wirkung im Folgenden zu. Die Annahme, dass auch die Feststellungen über eine Vorfrage im Vorprozess selbständig rechtskräftig werden können, würde das Institut des Zwischenantrags auf Feststellung völlig entwerten (9 ObA 205/98g, 5 Ob 12/99x). (T15)
  • 6 Ob 88/99f
    Entscheidungstext OGH 24.02.2000 6 Ob 88/99f
    Vgl auch; Beisatz: Hier keine Bindungswirkung: Gegenstand des Vorprozesses waren der dem Vorkaufsberechtigten (nur) beim dinglichen Vorkaufsrecht zustehende Abforderungsanspruch gegen die (außerbücherlichen) Dritterwerber gemäß § 1079 Satz 2 ABGB und ein Bereicherungsanspruch gegen diese als unredliche Besitzer. Im vorliegenden Fall macht die Klägerin gegen die - mit dem Vorkaufsrecht belasteten - Verkäufer einen durch die schadenersatzrechtliche Regelung des Innenverhältnisses zwischen Verpflichtetem und Berechtigtem in § 1079 Satz 1 ABGB nicht ausgeschlossenen - Erfüllungsanspruch sowie Schadenersatzansprüche geltend. (T16)
    Beis wie T13
  • 6 Ob 43/00t
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 6 Ob 43/00t
    Vgl auch; Beisatz: Hier geht es um ein Feststellungsurteil, das eine Bindungswirkung für das "begriffliche Gegenteil" entfaltet und der Identität des Anspruchs gleichzuhalten ist; Thema: Mietverhältnis. (T17)
  • 5 Ob 123/00z
    Entscheidungstext OGH 26.09.2000 5 Ob 123/00z
    Vgl auch; Beis wie T11
  • 7 Ob 55/00i
    Entscheidungstext OGH 30.03.2001 7 Ob 55/00i
    Vgl aber; Beis wie T13
  • 6 Ob 87/01i
    Entscheidungstext OGH 31.01.2002 6 Ob 87/01i
    Vgl aber; Beis wie T15
  • 6 Ob 29/02m
    Entscheidungstext OGH 14.03.2002 6 Ob 29/02m
    Auch
  • 6 Ob 133/02f
    Entscheidungstext OGH 20.06.2002 6 Ob 133/02f
    Teilweise abweichend; Beisatz: Diese in der älteren Rechtsprechung vertretene Ansicht wurde von der jüngeren Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes in dieser Form nicht aufrechterhalten. (T18)
  • 10 ObS 176/02h
    Entscheidungstext OGH 18.06.2002 10 ObS 176/02h
    Teilweise abweichend; Beis wie T18; Beis wie T13
  • 7 Ob 44/02z
    Entscheidungstext OGH 26.06.2002 7 Ob 44/02z
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T8; Beis ähnlich wie T17
  • 1 Ob 35/02g
    Entscheidungstext OGH 13.12.2002 1 Ob 35/02g
    Vgl; Beisatz: Waren Feststellungen in dem im Vorprozess ergangenen Urteil nicht entscheidungswesentlich, so kann ihnen weder als Vorfrage noch im Sinne einer Bindungsmöglichkeit aus Gründen der Entscheidungsharmonie Bedeutung zukommen. (T19)
  • 6 Ob 131/03p
    Entscheidungstext OGH 27.11.2003 6 Ob 131/03p
    Vgl
  • 6 Ob 248/03v
    Entscheidungstext OGH 11.12.2003 6 Ob 248/03v
    Vgl aber; Beis wie T13; Beis wie T15
    Veröff: SZ 2003/160
  • 6 Ob 176/06k
    Entscheidungstext OGH 12.10.2006 6 Ob 176/06k
    Vgl aber; Beis wie T13; Beis wie T15
  • 7 Ob 56/06w
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 7 Ob 56/06w
    Vgl aber; Beis wie T13; Beisatz: Eine prozessrechtliche Bindungswirkung im Sinn einer Bindung an den im Vorprozess festgestellten Verteilungsplan ist zu verneinen (hier: Nach den Bestimmungen der §§ 155, 156 VersVG aufgestellten Verteilungsplanes). (T20)
  • 4 Ob 87/07h
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 87/07h
    Vgl aber; Beis wie T13
    Veröff: SZ 2007/177
  • 4 Ob 200/08b
    Entscheidungstext OGH 15.12.2008 4 Ob 200/08b
    Vgl aber; Beis wie T13
  • 6 Ob 43/08d
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 6 Ob 43/08d
    Vgl; Beisatz: Hier: Abweisende Entscheidung des Strafgerichts im medienrechtlichen Entschädigungsverfahren nach den §§ 6, 7, 7a, 7b oder 7c MedienG und Unterlassungsanspruch wegen Verletzung des § 78 UrhG. (T21)
    Beisatz: Die ganz überwiegende jüngere Rechtsprechung nimmt eine Bindungswirkung aber nur an die im Vorprozess entschiedene Hauptfrage an, nicht aber an eine dort beurteilte Vorfrage. (T22)
    Beisatz: Der im medienrechtlichen Entschädigungsverfahren entschiedene Anspruch ist keine Vorfrage, also das bedingende Rechtsverhältnis für den Unterlassungsanspruch wegen Verletzung des § 78 UrhG. (T23)
  • 2 Ob 213/08z
    Entscheidungstext OGH 20.05.2009 2 Ob 213/08z
    Vgl aber; Beis wie T13; Vgl Beis wie T15
  • 5 Ob 270/09f
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 5 Ob 270/09f
    Auch
  • 8 Ob 13/10k
    Entscheidungstext OGH 21.12.2010 8 Ob 13/10k
    Vgl aber; Beis ähnlich wie T13
  • 8 ObA 19/11v
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 8 ObA 19/11v
    Vgl aber; Beis ähnlich wie T13; Beis ähnlich wie T15; Beis ähnlich wie T22
  • 3 Ob 167/13z
    Entscheidungstext OGH 29.10.2013 3 Ob 167/13z
    Beisatz: Hier: Unterhaltsklage - Oppositionsklage aufgrund Verwirkung: Bindungswirkung bejaht. (T24)
  • 9 ObA 171/13g
    Entscheidungstext OGH 26.02.2014 9 ObA 171/13g
    Auch; Beis wie T13; Beis wie T15; Beis wie T22
  • 10 Ob 11/14m
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 10 Ob 11/14m
  • 3 Ob 245/16z
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 245/16z
    Vgl aber; Beis wie T13; Beis wie T19
  • 1 Ob 47/17v
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 1 Ob 47/17v
    Vgl aber; Beis wie T13; Beis wie T15; Beis wie T18; Beis wie T22; Beisatz: Hier war das Bestehen einer konkludent zustande gekommenen Dienstbarkeitsvereinbarung zwischen den Parteien für den Vorprozess nur Vorfrage. Die Rechtskraft des Urteils im Vorprozess umfasste nicht die Feststellung, dass die von den dortigen Beklagten und nunmehrigen Klägern behauptete Servitut tatsächlich bestehe und muss daher diese Frage im nunmehr zu beurteilenden Rechtsstreit über die Einverleibung der behaupteten Grunddienstbarkeit (Rechtsgrund, Art und Umfang des Rechts) neu geprüft werden. (T25)
  • 8 Ob 26/17g
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 8 Ob 26/17g
    Vgl aber; Beisatz: Materielle Nahebeziehungen bzw Abhängigkeiten zwischen den Streitgegenständen, teleologische Sinnzusammenhänge der Entscheidungsgegenstände oder Rechtsverhältnisse, das Gebot der Entscheidungsharmonie oder das Bedürfnis nach Rechtssicherheit sind keine hinreichenden Gründe für eine Erweiterung der Bindungswirkung. (T26)
  • 6 Ob 227/21g
    Entscheidungstext OGH 18.11.2022 6 Ob 227/21g
    Vgl; Beis wie T13; Beis wie T15; Beis wie T18

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0041157

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.12.2022

Dokumentnummer

JJR_19760601_OGH0002_0030OB00547_7600000_001

Rechtssatz für 1Ob525/78 5Ob703/81 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0041251

Geschäftszahl

1Ob525/78; 5Ob703/81; 3Ob548/83; 1Ob576/92; 9Ob501/95; 4Ob1660/95; 8ObA291/95; 5Ob502/96; 7Ob334/97m; 1Ob254/97b; 6Ob211/98t; 8Ob139/98v; 6Ob254/98s; 7Ob41/99a; 6Ob59/99s; 7Ob179/99w; 8ObA87/99y; 6Ob88/99f; 7Ob32/00g; 7Ob103/01z; 5Ob205/01k; 6Ob127/02y; 8ObA36/03g; 6Ob61/05x; 7Ob115/07y; 9ObA23/11i; 8ObA19/11v; 9Ob33/12m; 1Ob28/15x; 9Ob50/17v; 10Ob19/18v; 6Ob3/19p; 5Ob102/19i; 3Ob215/19t; 2Ob81/22h; 2Ob90/22g

Entscheidungsdatum

17.01.2023

Rechtssatz

Die durch die materielle Rechtskraft bewirkte Maßgeblichkeit der Entscheidung äußert sich in einer inhaltlichen Bindung an diese, wenn der rechtskräftig entschiedene Anspruch Vorfrage, also bedingendes Rechtsverhältnis für den im zweiten Prozess erhobenen Anspruch ist.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 525/78
    Entscheidungstext OGH 15.02.1978 1 Ob 525/78
  • 5 Ob 703/81
    Entscheidungstext OGH 15.12.1981 5 Ob 703/81
    Vgl; Beisatz: Die Bindungswirkung schließt die Verhandlung, Beweisaufnahme und neuerliche Prüfung jenes Anspruches aus; der zweite Richter hat von dem rechtskräftig festgestellten Anspruch auszugehen und ihn ohne weiteres seiner neuen Entscheidung zugrunde zu legen. (T1)
    Veröff: MietSlg 33409
  • 3 Ob 548/83
    Entscheidungstext OGH 25.05.1983 3 Ob 548/83
    Beis wie T1
  • 1 Ob 576/92
    Entscheidungstext OGH 14.07.1992 1 Ob 576/92
    Auch; Beisatz: Wenn also der Inhalt der rechtskräftigen Entscheidung zum Tatbestand der mit neuer Klage begehrten Rechtsfolge gehört. (T2)
  • 9 Ob 501/95
    Entscheidungstext OGH 11.01.1995 9 Ob 501/95
    Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 68/2
  • 4 Ob 1660/95
    Entscheidungstext OGH 24.10.1995 4 Ob 1660/95
    Auch
  • 8 ObA 291/95
    Entscheidungstext OGH 18.01.1996 8 ObA 291/95
    Auch; Beis wie T2
  • 5 Ob 502/96
    Entscheidungstext OGH 27.02.1996 5 Ob 502/96
    Vgl auch
  • 7 Ob 334/97m
    Entscheidungstext OGH 11.11.1997 7 Ob 334/97m
    Ähnlich
  • 1 Ob 254/97b
    Entscheidungstext OGH 15.12.1997 1 Ob 254/97b
    Auch; Beisatz: Die in einem Vorverfahren gefällte Entscheidung entfaltet dann in einem weiteren Verfahren zwischen denselben Parteien aufgrund ihrer materiellen Rechtskraft Bindungswirkung, wenn der als Hauptfrage entschiedene Anspruch nunmehr eine Vorfrage bildet. (T3)
    Beisatz: In Ansehung der Bindungswirkung ist es unbeachtlich, daß sich die nunmehr als Kläger und Beklagter gegenüberstehenden Parteien im Vorverfahren beide auf Beklagtenseite befanden, weil sie auch in dieser Position als Prozeßparteien rechtliches Gehör fanden und dadurch an der Stoffsammlung und Entscheidungsfindung in vollem Umfang mitwirken konnten. Diese Bindungswirkung ist gemäß § 411 Abs 2 ZPO von Amts wegen in jeder Lage des Verfahrens zu berücksichtigen. (T4)
  • 6 Ob 211/98t
    Entscheidungstext OGH 24.09.1998 6 Ob 211/98t
    Auch; Beis wie T3
  • 8 Ob 139/98v
    Entscheidungstext OGH 22.10.1998 8 Ob 139/98v
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 71/176
  • 6 Ob 254/98s
    Entscheidungstext OGH 26.11.1998 6 Ob 254/98s
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 41/99a
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 7 Ob 41/99a
    Vgl auch; Veröff: SZ 72/35
  • 6 Ob 59/99s
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 6 Ob 59/99s
    Beis wie T2
  • 7 Ob 179/99w
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 179/99w
    Auch; Beis wie T3
  • 8 ObA 87/99y
    Entscheidungstext OGH 26.08.1999 8 ObA 87/99y
    Beis wie T1
  • 6 Ob 88/99f
    Entscheidungstext OGH 24.02.2000 6 Ob 88/99f
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 32/00g
    Entscheidungstext OGH 15.03.2000 7 Ob 32/00g
  • 7 Ob 103/01z
    Entscheidungstext OGH 17.05.2001 7 Ob 103/01z
    Vgl auch
  • 5 Ob 205/01k
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 5 Ob 205/01k
    Auch; Beis wieT3
  • 6 Ob 127/02y
    Entscheidungstext OGH 11.07.2002 6 Ob 127/02y
    Auch; Beis wie T2
  • 8 ObA 36/03g
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 8 ObA 36/03g
    Auch; Beisatz: Die Bindungswirkung verbietet dem Richter des Folgeprozesses, die im Vorprozess - als Hauptfrage - rechtskräftig entschiedene Vorfrage selbständig zu beurteilen. (T5)
    Beisatz: Hier: Rechtskräftige Feststellung eines Alters-und Hinterbliebenenversorgungsanspruches im Vorprozess. (T6)
  • 6 Ob 61/05x
    Entscheidungstext OGH 06.10.2005 6 Ob 61/05x
    Vgl auch; Beisatz: Die Entscheidungsgründe sind für sich allein aber nicht der Rechtskraft fähig. Der Spruch über die Kosten eines Vorprozesses kann keine Bindungswirkung hinsichtlich des Bestehens oder Nichtbestehens eines Rechtes oder Rechtsverhältnisses entfalten. Die Begründung der Kostenentscheidung dient nicht zur Abgrenzung des dem Vorverfahren zugrundeliegenden maßgebenden Sachverhalts. (T7)
  • 7 Ob 115/07y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2007 7 Ob 115/07y
  • 9 ObA 23/11i
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 9 ObA 23/11i
    Vgl auch
  • 8 ObA 19/11v
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 8 ObA 19/11v
    Auch
  • 9 Ob 33/12m
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 9 Ob 33/12m
    Beis wie T1; Beis wie T5
  • 1 Ob 28/15x
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 28/15x
    Auch; Beis wie T1
  • 9 Ob 50/17v
    Entscheidungstext OGH 30.10.2017 9 Ob 50/17v
  • 10 Ob 19/18v
    Entscheidungstext OGH 22.01.2019 10 Ob 19/18v
    Beisatz: Die Abweisung des Einverleibungsbegehrens im Vorverfahren beinhaltet keine bindende Entscheidung über das dort als Vorfrage zu beurteilende Eigentumsrecht an der Liegenschaft. (T8)
  • 6 Ob 3/19p
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 6 Ob 3/19p
    Auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 102/19i
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 5 Ob 102/19i
    Beis wie T3; Beis wie T5
  • 3 Ob 215/19t
    Entscheidungstext OGH 26.02.2020 3 Ob 215/19t
    Vgl; Beis wie T3
  • 2 Ob 81/22h
    Entscheidungstext OGH 06.09.2022 2 Ob 81/22h
  • 2 Ob 90/22g
    Entscheidungstext OGH 17.01.2023 2 Ob 90/22g
    Vgl; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0041251

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.02.2023

Dokumentnummer

JJR_19780215_OGH0002_0010OB00525_7800000_002

Rechtssatz für 8Ob221/69; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0041026

Geschäftszahl

8Ob221/69; 2Ob119/72; 7Ob251/73; 2Ob106/75; 7Ob585/77; 2Ob49/79; 8Ob147/80; 3Ob602/81; 1Ob614/81; 1Ob823/81; 8Ob256/81; 8Ob629/89; 1Ob622/94 (1Ob623/94; 1Ob624/94); 7Ob2148/96z; 4Ob2342/96g; 1Ob108/97g; 7Ob69/98t; 7Ob41/99a; 2Ob270/97p; 4Ob242/99p; 6Ob284/99d; 9ObA284/00f; 6Ob110/02y; 7Ob304/04p; 6Ob51/05a; 9Ob112/06w; 4Ob87/07h; 2Ob77/07y; 3Ob82/08t; 7Ob91/13b; 9Ob6/14v; 7Ob153/14x; 3Ob173/16m; 9Ob40/18z; 10Ob25/22g; 6Ob14/23m

Entscheidungsdatum

24.03.2023

Rechtssatz

Die Feststellung der compensando eingewendeten Gegenforderung im Urteilsspruch bei dessen Fassung gemäß Paragraph 545, Absatz 3, Geo ist einer Teilrechtskraft nicht fähig; der Rechtskraft fähig ist nur der Zuspruch der Differenz zwischen festgestellter Forderung und Gegenforderung.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 221/69
    Entscheidungstext OGH 11.11.1969 8 Ob 221/69
    Veröff: SZ 42/168
  • 2 Ob 119/72
    Entscheidungstext OGH 15.06.1972 2 Ob 119/72
  • 7 Ob 251/73
    Entscheidungstext OGH 07.02.1974 7 Ob 251/73
    Beisatz: Daher auch keine Teilaufhebung. (T1)
  • 2 Ob 106/75
    Entscheidungstext OGH 30.05.1975 2 Ob 106/75
  • 7 Ob 585/77
    Entscheidungstext OGH 23.06.1977 7 Ob 585/77
    Vgl
  • 2 Ob 49/79
    Entscheidungstext OGH 26.06.1979 2 Ob 49/79
    Auch
  • 8 Ob 147/80
    Entscheidungstext OGH 06.11.1980 8 Ob 147/80
  • 3 Ob 602/81
    Entscheidungstext OGH 07.10.1981 3 Ob 602/81
    Auch
  • 1 Ob 614/81
    Entscheidungstext OGH 16.12.1981 1 Ob 614/81
    Veröff: MietSlg 33649
  • 1 Ob 823/81
    Entscheidungstext OGH 27.01.1982 1 Ob 823/81
    Veröff: RZ 1982/42 S 164
  • 8 Ob 256/81
    Entscheidungstext OGH 11.02.1982 8 Ob 256/81
  • 8 Ob 629/89
    Entscheidungstext OGH 07.09.1989 8 Ob 629/89
    nur: Die Feststellung der compensando eingewendeten Gegenforderung im Urteilsspruch bei dessen Fassung gemäß § 545 Abs 3 Geo ist einer Teilrechtskraft nicht fähig. (T2)
    Beisatz: Richtet sich die Revision eindeutig nur gegen die Verneinung des Bestandes der Gegenforderung und lässt die Klagsforderung gänzlich unberührt, so hat der OGH darauf (ungeachtet der wegen des tatsächlichen und rechtlichen Zusammenhanges fehlenden Rechtskraft dieses Entscheidungsteiles) nicht mehr einzugehen. (T3)
    Veröff: RdW 1990,77 = JBl 1990,523
  • 1 Ob 622/94
    Entscheidungstext OGH 27.02.1995 1 Ob 622/94
    Auch; Beisatz: Bei einem infolge einer prozessualen Aufrechnungseinrede zu fällenden dreigliedrigen Urteil ist weder die Entscheidung über die Klageforderung noch jene über die Gegenforderung für sich allein der Rechtskraft fähig, sondern lediglich die sich daraus ergebende Entscheidung über das Klagebegehren. (T4)
    Veröff: SZ 68/44
  • 7 Ob 2148/96z
    Entscheidungstext OGH 23.10.1996 7 Ob 2148/96z
    Beis wie T4
  • 4 Ob 2342/96g
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 4 Ob 2342/96g
    Auch; Beis wie T4
  • 1 Ob 108/97g
    Entscheidungstext OGH 15.05.1997 1 Ob 108/97g
    Auch; nur T2; Beisatz: Aus diesem Grund errechnet sich eine Aufhebung der Urteile der Vorinstanzen auch auf den Ausspruch des Ersturteils, dass die Gegenforderung des Beklagten nicht zu Recht bestehe. (T5)
    Veröff: SZ 70/97
  • 7 Ob 69/98t
    Entscheidungstext OGH 22.04.1998 7 Ob 69/98t
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 41/99a
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 7 Ob 41/99a
    Auch; Veröff: SZ 72/35
  • 2 Ob 270/97p
    Entscheidungstext OGH 02.09.1999 2 Ob 270/97p
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Will der Inhaber der Gegenforderung sein Recht unabhängig von der Forderung seines Prozessgegners durchsetzen, muss er anstatt der Aufrechnungseinrede eine Widerklage erheben. (T6)
  • 4 Ob 242/99p
    Entscheidungstext OGH 28.09.1999 4 Ob 242/99p
    Auch; Beis wie T4
  • 6 Ob 284/99d
    Entscheidungstext OGH 15.12.1999 6 Ob 284/99d
    Vgl auch; Beisatz: Von der Rechtskraft umfasst ist daher nach dem insofern wohl eindeutigen Wortlaut des § 411 ZPO nur die Entscheidung über den Nichtbestand der Gegenforderung der Beklagten im genannten Ausmaß. Eine darüber hinausgehende bindende Wirkung entfaltet die Entscheidung des Vorprozesses über die Gegenforderung nicht. Die restliche Gegenforderung kann selbständig eingeklagt oder in einem Folgeprozess neuerlich prozessual eingewendet werden. (T7)
  • 9 ObA 284/00f
    Entscheidungstext OGH 14.02.2001 9 ObA 284/00f
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 6 Ob 110/02y
    Entscheidungstext OGH 16.05.2002 6 Ob 110/02y
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 304/04p
    Entscheidungstext OGH 22.12.2004 7 Ob 304/04p
    Auch; Beis wie T7
  • 6 Ob 51/05a
    Entscheidungstext OGH 06.10.2005 6 Ob 51/05a
    Vgl auch; Beisatz: In einem dreigliedrigen Urteil, das aufgrund der Einwendung einer Gegenforderung ergeht, ist weder die Entscheidung über die Klageforderung noch jene über die Gegenforderung für sich allein der Rechtskraft fähig. Dessen ungeachtet kann der Kläger eine Überschreitung des Berufungsantrags zu seinem Nachteil infolge des Verschlechterungsverbots geltend machen. Es besteht daher ein rechtliches Interesse des Klägers daran, dass nicht (allein) aufgrund seiner Berufung durch Verringerung der festzustellenden Klageforderung ein niedrigerer Teil der Gegenforderung zur Tilgung der Klageforderung herangezogen wird und er in Ansehung des zur Tilgung der Klageforderung herangezogenen Teils der Gegenforderung in Hinkunft noch belangt werden könnte. (T8)
  • 9 Ob 112/06w
    Entscheidungstext OGH 18.10.2006 9 Ob 112/06w
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Nach der Rechtsprechung ist in einem dreigliedrigen Urteil, das aufgrund der Einwendung einer Gegenforderung ergeht, weder die Entscheidung über die Klageforderung noch jene über die Gegenforderung für sich allein der Rechtskraft fähig. (T9)
  • 4 Ob 87/07h
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 87/07h
    Auch; Beis wie T7
    Veröff: SZ 2007/177
  • 2 Ob 77/07y
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 77/07y
    Auch; nur T2; Beis wie T4; Beis wie T9
  • 3 Ob 82/08t
    Entscheidungstext OGH 11.07.2008 3 Ob 82/08t
    Auch; Beis ähnlich wie T3; Beis wie T4
  • 7 Ob 91/13b
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 7 Ob 91/13b
    Auch
  • 9 Ob 6/14v
    Entscheidungstext OGH 26.02.2014 9 Ob 6/14v
  • 7 Ob 153/14x
    Entscheidungstext OGH 10.12.2014 7 Ob 153/14x
  • 3 Ob 173/16m
    Entscheidungstext OGH 13.12.2016 3 Ob 173/16m
    Auch; Beis wie T7
  • 9 Ob 40/18z
    Entscheidungstext OGH 02.10.2018 9 Ob 40/18z
    Auch; Beisatz: Im dreigliedrigen Urteil erwächst die Entscheidung über das Zurechtbestehen der Klagsforderung nicht in Rechtskraft. (T10)
    Veröff: SZ 2018/79
  • 10 Ob 25/22g
    Entscheidungstext OGH 13.12.2022 10 Ob 25/22g
    Vgl; Beis wie T5
  • 6 Ob 14/23m
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.03.2023 6 Ob 14/23m
    Beisatz nur wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0041026

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.04.2023

Dokumentnummer

JJR_19691111_OGH0002_0080OB00221_6900000_001

Rechtssatz für 2Ob228/77; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0041572

Geschäftszahl

2Ob228/77; 2Ob541/78; 7Ob680/78; 8Ob71/79 (8Ob72/79); 4Ob538/82; 8Ob18/84; 7Ob540/87; 3Ob11/89; 8Ob621/89; 8Ob627/89; 3Ob582/90; 1Ob576/92; 1Ob12/93; 1Ob536/94; 9Ob501/95; 1Ob545/95; 9ObA103/95; 1Ob574/95; 8ObA291/95; 5Ob502/96; 5Ob2152/96y; 5Ob2267/96k; 6Ob2155/96x; 7Ob344/97g; 4Ob132/98k; 9ObA205/98g; 9Ob307/98g; 7Ob41/99a; 8ObA68/99d; 6Ob59/99s; 2Ob114/99z; 1Ob330/98f; 7Ob196/99w; 7Ob184/99f; 4Ob288/99b; 6Ob88/99f; 4Ob154/00a; 7Ob55/00i; 4Ob49/01m; 4Ob71/01x; 2Ob88/02h; 6Ob127/02y; 9ObA1/03t; 3Ob220/02b; 6Ob140/03m; 4Ob110/04m; 7Ob304/04p; 4Ob163/05g; 9ObA71/06s; 6Ob176/06k; 8Ob159/06z; 7Ob56/06w; 7Ob115/07y; 6Ob170/08f; 2Ob213/08z; 2Ob27/09y; 2Ob6/10m; 4Ob76/10w; 8ObA19/11v; 1Ob150/11g; 2Ob160/11k; 7Ob120/12s; 9Ob33/12m; 2Ob255/12g; 5Ob253/12k; 9Ob30/13x; 2Ob207/12y; 3Ob167/13z; 9ObA171/13g; 10Ob11/14m; 8Ob40/14m; 2Ob139/14a; 6Ob205/14m; 1Ob119/14b; 10Ob33/15y; 6Ob200/15b; 7Ob112/15v; 1Ob28/15x; 2Ob78/16h; 1Ob47/17v; 9Ob50/17v; 6Ob171/17s; 3Ob221/17x; 7Ob132/18i; 6Ob199/18k; 2Ob220/19w; 4Ob28/21b; 9Ob42/21y; 8ObA69/21m; 4Ob23/22v; 3Ob34/22d; 9ObA154/21v; 4Ob197/22g; 2Ob90/22g; 1Ob62/23h; 10Ob17/23g

Entscheidungsdatum

23.05.2023

Rechtssatz

Eine Bindungswirkung der Vorentscheidung ist nur dann anzunehmen, wenn sowohl die Identität der Parteien als auch des rechtserzeugenden Sachverhalts (verbunden mit notwendig gleicher rechtlicher Qualifikation) gegeben sind, aber an Stelle der inhaltlichen und wörtlichen Identität der Begehren ein im Gesetz gegründeter Sachzusammenhang zwischen beiden Begehren besteht. Ein solcher ist anzunehmen, wenn die Entscheidung über den neuen Anspruch vom Inhalt der bereits rechtskräftig entschiedenen Streitsache abhängig ist (Präjudizialität der rechtskräftigen Entscheidung) oder wenn das Begehren das begriffliche Gegenteil des rechtskräftig entschiedenen Anspruches darstellt. Die Lehre, dass nicht Identität, sondern der teleologische Sinnzusammenhang die Rechtskraftwirkung objektiv begrenze, hat sich in der Rechtsprechung nicht durchgesetzt (Fasching römisch III, 705 ff).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 228/77
    Entscheidungstext OGH 22.12.1977 2 Ob 228/77
  • 2 Ob 541/78
    Entscheidungstext OGH 12.10.1978 2 Ob 541/78
    Vgl
  • 7 Ob 680/78
    Entscheidungstext OGH 19.10.1978 7 Ob 680/78
    Vgl
  • 8 Ob 71/79
    Entscheidungstext OGH 25.05.1979 8 Ob 71/79
    Vgl auch
  • 4 Ob 538/82
    Entscheidungstext OGH 18.05.1982 4 Ob 538/82
    Auch; Veröff: SZ 55/74
  • 8 Ob 18/84
    Entscheidungstext OGH 07.06.1984 8 Ob 18/84
    Auch; nur: Eine Bindungswirkung der Vorentscheidung ist nur dann anzunehmen, wenn sowohl die Identität der Parteien als auch des rechtserzeugenden Sachverhalts (verbunden mit notwendig gleicher rechtlicher Qualifikation) gegeben sind, aber an Stelle der inhaltlichen und wörtlichen Identität der Begehren ein im Gesetz gegründeter Sachzusammenhang zwischen beiden Begehren besteht. Ein solcher ist anzunehmen, wenn die Entscheidung über den neuen Anspruch vom Inhalt der bereits rechtskräftig entschiedenen Streitsache abhängig ist (Präjudizialität der rechtskräftigen Entscheidung) oder wenn das Begehren das begriffliche Gegenteil des rechtskräftig entschiedenen Anspruches darstellt. (T1)
    Veröff: ZVR 1985/42 S 82
  • 7 Ob 540/87
    Entscheidungstext OGH 05.03.1987 7 Ob 540/87
    nur: Eine Bindungswirkung der Vorentscheidung ist nur dann anzunehmen, wenn sowohl die Identität der Parteien als auch des rechtserzeugenden Sachverhalts (verbunden mit notwendig gleicher rechtlicher Qualifikation) gegeben sind. (T2)
    Beisatz: Außerstreitverfahren (T3)
    Veröff: SZ 60/43 = RZ 1988/61 S 225
  • 3 Ob 11/89
    Entscheidungstext OGH 12.04.1989 3 Ob 11/89
    Auch; Veröff: RZ 1989/96 S 250
  • 8 Ob 621/89
    Entscheidungstext OGH 23.11.1989 8 Ob 621/89
    nur T2
  • 8 Ob 627/89
    Entscheidungstext OGH 30.10.1990 8 Ob 627/89
    Vgl auch
  • 3 Ob 582/90
    Entscheidungstext OGH 28.11.1990 3 Ob 582/90
    Auch
  • 1 Ob 576/92
    Entscheidungstext OGH 14.07.1992 1 Ob 576/92
    Auch; nur T1; Beisatz: Ein Sonderfall der Präjudizialität liegt vor, wenn die beiden Begehren nur deshalb miteinander unvereinbar sind, weil durch die Vorentscheidung die anspruchsbegründenden Voraussetzungen für das neue Begehren verneint wurden. War im früheren Verfahren ein bestimmtes Rechtsverhältnis als Ganzes Entscheidungsgegenstand, dann sind aus diesem Rechtsverhältnis ohne Sachverhaltsänderung abgeleitete Folgerungen durch die Bindungswirkung ausgeschlossen. (T4)
  • 1 Ob 12/93
    Entscheidungstext OGH 20.04.1993 1 Ob 12/93
    Auch; nur T2; Veröff: RZ 1994/51 S 164
  • 1 Ob 536/94
    Entscheidungstext OGH 29.03.1994 1 Ob 536/94
    Auch; nur T1; Beis wie T4 nur: Ein Sonderfall der Präjudizialität liegt vor, wenn die beiden Begehren nur deshalb miteinander unvereinbar sind, weil durch die Vorentscheidung die anspruchsbegründenden Voraussetzungen für das neue Begehren verneint wurden. (T5)
  • 9 Ob 501/95
    Entscheidungstext OGH 11.01.1995 9 Ob 501/95
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beisatz: Wenn hingegen bestimmte Tatsachen im Vorprozess nicht den Hauptgegenstand des Verfahrens bildeten, sondern lediglich eine Vorfrage darstellten, dann kommt der Entscheidung dieser Vorfrage im Vorprozess keine bindende Wirkung im folgenden Prozess zu (vgl RZ 1989/96 mit weiteren Hinweisen). (T6)
    Veröff: SZ 68/2
  • 1 Ob 545/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 545/95
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 68/103
  • 9 ObA 103/95
    Entscheidungstext OGH 23.08.1995 9 ObA 103/95
    Auch; nur T1; Beis wie T5; Beis wie T6; Beisatz: Eine Rechtskraftwirkung könnte nur dadurch erreicht werden, dass die Vorfrage zum Gegenstand eines Zwischenfeststellungsantrages gemacht wurde. (T7)
  • 1 Ob 574/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 574/95
    Auch; nur: Eine Bindungswirkung der Vorentscheidung ist nur dann anzunehmen, wenn sowohl die Identität der Parteien als auch des rechtserzeugenden Sachverhalts (verbunden mit notwendig gleicher rechtlicher Qualifikation) gegeben sind, aber an Stelle der inhaltlichen und wörtlichen Identität der Begehren ein im Gesetz gegründeter Sachzusammenhang zwischen beiden Begehren besteht. (T8)
    Beis wie T6
  • 8 ObA 291/95
    Entscheidungstext OGH 18.01.1996 8 ObA 291/95
    Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T7; Beisatz: Hier: War das Klagebegehren im Vorprozess auf Feststellung des aufrechten Bestehens des Dienstverhältnisses gerichtet, stellt die Annahme im Vorprozess, das Arbeitsverhältnis des Arbeitnehmers sei aufgrund unberechtigten Austrittes gelöst worden, eine der Rechtskraft nicht fähige Vorfrage dar. (T9)
  • 5 Ob 502/96
    Entscheidungstext OGH 27.02.1996 5 Ob 502/96
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T6; Beisatz: Für die Beurteilung des von der Rechtskraftwirkung erfassten Streitgegenstandes sind jedoch nur jene Tatsachenbehauptungen maßgeblich, die die Begründung des erhobenen Sachantrages (Urteilsbegehrens) erforderte. Die Präklusionswirkung der materiellen Rechtskraft einer Vorentscheidung für den Folgeprozess erstreckt sich demnach auf das Vorbringen von Tatsachen, die zur Vervollständigung oder Entkräftung jenes rechtserzeugenden Sachverhalts dienten, aus dem das erste Urteilsbegehren abgeleitet wurde; die rechtskräftige Verneinung eines Anspruchs ist auf den vom Gericht zur Abweisung herangezogenen Sachverhalt - den "maßgeblichen" Sachverhalt - beschränkt. (T10)
  • 5 Ob 2152/96y
    Entscheidungstext OGH 29.10.1996 5 Ob 2152/96y
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T6; Beisatz: Präjudizialität liegt vor allem dann vor, wenn der dort rechtskräftig entschiedene Anspruch überhaupt Vorfrage (bedingendes Rechtsverhältnis) für den neuen Anspruch ist, wenn also der Inhalt der rechtskräftigen Entscheidung zum Tatbestand der mit der neuen Klage begehrten Rechtsfolge gehört. Häufigster Fall der bindenden Wirkung der materiellen Rechtskraft von Präjudizialentscheidungen ist in diesem Zusammenhang die Wirkung des Urteils über einen Zwischenantrag auf Feststellung auf das Endurteil über das Klagebegehren. (T11)
  • 5 Ob 2267/96k
    Entscheidungstext OGH 08.10.1996 5 Ob 2267/96k
    Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T11
  • 6 Ob 2155/96x
    Entscheidungstext OGH 05.12.1996 6 Ob 2155/96x
    nur T8; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 7 Ob 344/97g
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 7 Ob 344/97g
    Auch; nur: Ein solcher ist anzunehmen, wenn die Entscheidung über den neuen Anspruch vom Inhalt der bereits rechtskräftig entschiedenen Streitsache abhängig ist (Präjudizialität der rechtskräftigen Entscheidung) oder wenn das Begehren das begriffliche Gegenteil des rechtskräftig entschiedenen Anspruches darstellt. (T12)
  • 4 Ob 132/98k
    Entscheidungstext OGH 10.11.1998 4 Ob 132/98k
    nur T1; Beis wie T4 nur: War im früheren Verfahren ein bestimmtes Rechtsverhältnis als Ganzes Entscheidungsgegenstand, dann sind aus diesem Rechtsverhältnis ohne Sachverhaltsänderung abgeleitete andere oder weitere Folgerungen durch die Bindungswirkung ausgeschlossen. (T13)
  • 9 ObA 205/98g
    Entscheidungstext OGH 11.11.1998 9 ObA 205/98g
    Auch; nur T2; Beis wie T6; Beis wie T11
  • 9 Ob 307/98g
    Entscheidungstext OGH 25.11.1998 9 Ob 307/98g
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 7 Ob 41/99a
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 7 Ob 41/99a
    Vgl auch; nur T1; Veröff: SZ 72/35
  • 8 ObA 68/99d
    Entscheidungstext OGH 15.04.1999 8 ObA 68/99d
    Vgl auch; Beisatz: Wurde in ein- und demselben Verfahren eine für den noch offenen Anspruch präjudizielle Vorfrage als Hauptfrage rechtskräftig entschieden, ist eine neuerliche, von dieser Entscheidung abweichende Beurteilung im fortgesetzten Verfahren nicht mehr möglich. (T14)
  • 6 Ob 59/99s
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 6 Ob 59/99s
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 2 Ob 114/99z
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 2 Ob 114/99z
    Auch; nur: Ein solcher ist anzunehmen, wenn die Entscheidung über den neuen Anspruch vom Inhalt der bereits rechtskräftig entschiedenen Streitsache abhängig ist. (T15)
  • 1 Ob 330/98f
    Entscheidungstext OGH 25.05.1999 1 Ob 330/98f
    Vgl auch; nur T2; Veröff: SZ 72/89
  • 7 Ob 196/99w
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 196/99w
    Vgl; nur T2; Beisatz: Handelt es sich um einen vom Vorverfahren abgehobenen, neuen und dem Kläger kraft eigenen Rechtes zustehenden Anspruch, begründet die im Vorverfahren für angemessen erachtete Mitverschuldensteilung keine inhaltliche Bindung. (T16)
  • 7 Ob 184/99f
    Entscheidungstext OGH 13.10.1999 7 Ob 184/99f
    Vgl auch; nur T2; Beis wie T6; Beis wie T11
  • 4 Ob 288/99b
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 4 Ob 288/99b
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 72/186
  • 6 Ob 88/99f
    Entscheidungstext OGH 24.02.2000 6 Ob 88/99f
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 4 Ob 154/00a
    Entscheidungstext OGH 28.11.2000 4 Ob 154/00a
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 55/00i
    Entscheidungstext OGH 30.03.2001 7 Ob 55/00i
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 4 Ob 49/01m
    Entscheidungstext OGH 22.03.2001 4 Ob 49/01m
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 71/01x
    Entscheidungstext OGH 24.04.2001 4 Ob 71/01x
  • 2 Ob 88/02h
    Entscheidungstext OGH 18.04.2002 2 Ob 88/02h
    Auch; nur T8
  • 6 Ob 127/02y
    Entscheidungstext OGH 11.07.2002 6 Ob 127/02y
    Auch; Beis wie T16; Beisatz: Ein Feststellungsurteil im Schmerzengeldprozess des später verstorbenen Patienten gegen seinen Arzt, womit dessen Haftung verneint wurde, entfaltet mangels Parteienidentität und Identität der Ansprüche keine Bindungswirkung für den nach dem Tod des Patienten von der Witwe und den Kindern gegen den Arzt auf denselben Sachverhalt gestützten, auf Unterhaltszahlungen gerichteten Schadenersatzprozess. (T17)
  • 9 ObA 1/03t
    Entscheidungstext OGH 21.05.2003 9 ObA 1/03t
    nur T1
  • 3 Ob 220/02b
    Entscheidungstext OGH 26.09.2003 3 Ob 220/02b
    nur T1
  • 6 Ob 140/03m
    Entscheidungstext OGH 18.12.2003 6 Ob 140/03m
    Beis wie T6; Beis wie T7
  • 4 Ob 110/04m
    Entscheidungstext OGH 25.05.2004 4 Ob 110/04m
    nur T1; Beisatz: Hier: Bindung an Unterlassungsurteil bejaht (NahVersG). (T18)
  • 7 Ob 304/04p
    Entscheidungstext OGH 22.12.2004 7 Ob 304/04p
    nur T3
  • 4 Ob 163/05g
    Entscheidungstext OGH 15.09.2005 4 Ob 163/05g
    Beisatz: Ist daher über das wegen Verletzung des Urheberrechts (hier: des Bildnisschutzes) erhobene Unterlassungsbegehren ein rechtskräftiges Teilurteil gefällt worden, ist bei Prüfung des auf die gleiche Urheberrechtsverletzung gegründeten Schadenersatzbegehrens - ebenso wie bei der Prüfung eines auf denselben Wettbewerbsverstoß gegründeten Schadenersatzanspruchs, wenn die Unterlassung dieses wettbewerbswidrigen Verhaltens bereits rechtskräftig aufgetragen wurde - nur mehr auf jene Anspruchsvoraussetzungen einzugehen, welche nicht bereits Voraussetzung des rechtskräftig für berechtigt erkannten Unterlassungsanspruchs sind. (T19)
    Veröff: SZ 2005/131
  • 9 ObA 71/06s
    Entscheidungstext OGH 11.08.2006 9 ObA 71/06s
    nur T1
  • 6 Ob 176/06k
    Entscheidungstext OGH 12.10.2006 6 Ob 176/06k
    Auch; nur T1; Beis wie T6; Beisatz: Die österreichische ZPO kennt mit dem Zwischenantrag auf Feststellung ein Institut, das - ausnahmsweise - die Möglichkeit einer rechtskräftigen Feststellung von Vorfragen eröffnet. Die Annahme, dass auch die Feststellungen über eine Vorfrage im Vorprozess selbständig rechtskräftig werden können, würde diesen Zwischenantrag auf Feststellung völlig entwerten und überdies dem Wortlaut des § 411 ZPO widersprechen, wonach präjudizielle Rechtsverhältnisse dann rechtskräftig entschieden werden, wenn sie zum Inhalt eines Zwischenfeststellungsantrags gemacht wurden. (T20)
  • 8 Ob 159/06z
    Entscheidungstext OGH 18.12.2006 8 Ob 159/06z
    Vgl auch; Beisatz: Die Wirkung eines rechtskräftigen Schiedsspruches - ebenso wie eines gerichtlichen Urteiles - erfasst grundsätzlich nur die Parteien. (T21)
  • 7 Ob 56/06w
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 7 Ob 56/06w
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T20; Beisatz: Eine prozessrechtliche Bindungswirkung im Sinn einer Bindung an den im Vorprozess festgestellten Verteilungsplan ist zu verneinen (hier: Nach den Bestimmungen der §§ 155, 156 VersVG aufgestellter Verteilungsplanes). (T22)
  • 7 Ob 115/07y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2007 7 Ob 115/07y
    nur T1
  • 6 Ob 170/08f
    Entscheidungstext OGH 01.10.2008 6 Ob 170/08f
    Vgl; Beis wie T21
  • 2 Ob 213/08z
    Entscheidungstext OGH 20.05.2009 2 Ob 213/08z
    nur T1
  • 2 Ob 27/09y
    Entscheidungstext OGH 25.06.2009 2 Ob 27/09y
    Vgl; nur T2; Beisatz: Bei nicht identen Streitgegenständen keine Bindungswirkung der Entscheidung des Vorprozesses. (T23)
  • 2 Ob 6/10m
    Entscheidungstext OGH 04.03.2010 2 Ob 6/10m
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 76/10w
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 76/10w
    Vgl auch
  • 8 ObA 19/11v
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 8 ObA 19/11v
    Vgl auch; Beisatz: Nach der jüngeren Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs sowie nach der Lehre sind materiell-rechtliche Nahebeziehungen über die echte Präjudizialität hinaus allein kein hinreichender Grund für eine Erweiterung der Rechtskraftwirkungen. Die Bindungswirkung der Rechtskraft ist daher nicht auf „bestimmte Sinnzusammenhänge zwischen den Feststellungen zum Gegenstand des Vorprozesses“ oder auf „im Sinnzusammenhang stehende Rechtsverhältnisse“ zu erstrecken. Auch „das Gebot der Entscheidungsharmonie“ oder „das Bedürfnis der Rechtssicherheit“ sind keine Argumente dafür, die Rechtskraft eines Urteils „als Sonderfall der Präjudizialität“ über den entschiedenen Anspruch hinaus auf Vorfragen desselben zu erweitern. (T24)
  • 1 Ob 150/11g
    Entscheidungstext OGH 01.09.2011 1 Ob 150/11g
    Auch; nur T2
  • 2 Ob 160/11k
    Entscheidungstext OGH 22.12.2011 2 Ob 160/11k
    Vgl auch; Auch Beis wie T6
  • 7 Ob 120/12s
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 7 Ob 120/12s
    Vgl auch; Beis wie T24
  • 9 Ob 33/12m
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 9 Ob 33/12m
    nur T1
  • 2 Ob 255/12g
    Entscheidungstext OGH 14.03.2013 2 Ob 255/12g
    Vgl auch
  • 5 Ob 253/12k
    Entscheidungstext OGH 16.07.2013 5 Ob 253/12k
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Begrifflich gegenteiliges Begehren. (T25)
  • 9 Ob 30/13x
    Entscheidungstext OGH 27.08.2013 9 Ob 30/13x
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 207/12y
    Entscheidungstext OGH 14.11.2013 2 Ob 207/12y
    Vgl; Beis wie T21
  • 3 Ob 167/13z
    Entscheidungstext OGH 29.10.2013 3 Ob 167/13z
    Auch; Beis wie T24; Beisatz: Hier: Unterhaltsklage - Oppositionsklage aufgrund Verwirkung: Bindungswirkung bejaht. (T26)
  • 9 ObA 171/13g
    Entscheidungstext OGH 26.02.2014 9 ObA 171/13g
    Auch; Beis wie T6
  • 10 Ob 11/14m
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 10 Ob 11/14m
    Auch; nur T12
  • 8 Ob 40/14m
    Entscheidungstext OGH 30.10.2014 8 Ob 40/14m
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Servitutenklage im Vorprozess, gerichtet auf die Beseitigung von Beeinträchtigungen der Ausübung der behaupteten Dienstbarkeit. Die Entscheidung über den nunmehr zu beurteilenden Anspruch auf Verbücherung der auf den gleichen rechtserzeugenden Sachverhalt gegründeten Dienstbarkeit erfordert notwendig auch eine gleiche rechtliche Qualifikation. (T27)
  • 2 Ob 139/14a
    Entscheidungstext OGH 23.10.2014 2 Ob 139/14a
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 205/14m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2014 6 Ob 205/14m
    Auch; ähnlich nur T2
  • 1 Ob 119/14b
    Entscheidungstext OGH 19.03.2015 1 Ob 119/14b
    Vgl auch; Veröff: SZ 2015/20
  • 10 Ob 33/15y
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 10 Ob 33/15y
    Beis wie T6
  • 6 Ob 200/15b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2015 6 Ob 200/15b
    Vgl auch; Beis wie T21
  • 7 Ob 112/15v
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 112/15v
    Auch; nur T8
  • 1 Ob 28/15x
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 28/15x
  • 2 Ob 78/16h
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 2 Ob 78/16h
    Auch; Beisatz: Hier keine Bindungswirkung für Pflichtteilsstreit mangels Parteistellung des Pflichtteilsberechtigten im Unterhaltsstreit gegen die Verlassenschaft bzw nach Einantwortung gegen die Erbin. (T28)
  • 1 Ob 47/17v
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 1 Ob 47/17v
    nur T1; Beisatz: Hier war das Bestehen einer konkludent zustande gekommenen Dienstbarkeitsvereinbarung zwischen den Parteien für den Vorprozess nur Vorfrage. Die Rechtskraft des Urteils im Vorprozess umfasste nicht die Feststellung, dass die von den dortigen Beklagten und nunmehrigen Klägern behauptete Servitut tatsächlich bestehe und muss daher diese Frage im nunmehr zu beurteilenden Rechtsstreit über die Einverleibung der behaupteten Grunddienstbarkeit (Rechtsgrund, Art und Umfang des Rechts) neu geprüft werden. (T29)
  • 9 Ob 50/17v
    Entscheidungstext OGH 30.10.2017 9 Ob 50/17v
    Vgl auch; Beis wie T24
  • 6 Ob 171/17s
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 6 Ob 171/17s
    Vgl auch; Beis wie T24 nur: Auch „das Gebot der Entscheidungsharmonie“ oder „das Bedürfnis der Rechtssicherheit“ sind keine Argumente dafür, die Rechtskraft eines Urteils „als Sonderfall der Präjudizialität“ über den entschiedenen Anspruch hinaus auf Vorfragen desselben zu erweitern. (T30)
  • 3 Ob 221/17x
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 3 Ob 221/17x
    Auch; Beisatz: Hier: Eine Bindung im Arzthaftungsprozess an die Begründung eines Urteils, das ein Begehren der Klägerin auf Zuerkennung einer Invaliditätspension betraf, kommt mangels Identität der Parteien und des rechtserzeugenden Sachverhalts nicht in Betracht. (T31)
  • 7 Ob 132/18i
    Entscheidungstext OGH 31.10.2018 7 Ob 132/18i
    Auch; Veröff: SZ 2018/92
  • 6 Ob 199/18k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 6 Ob 199/18k
    Vgl auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 2019/6
  • 2 Ob 220/19w
    Entscheidungstext OGH 27.02.2020 2 Ob 220/19w
    nur T1
  • 4 Ob 28/21b
    Entscheidungstext OGH 15.03.2021 4 Ob 28/21b
    Vgl; Beis wie T3
  • 9 Ob 42/21y
    Entscheidungstext OGH 28.07.2021 9 Ob 42/21y
    Beis wie T24
  • 8 ObA 69/21m
    Entscheidungstext OGH 22.10.2021 8 ObA 69/21m
    Vgl
  • 4 Ob 23/22v
    Entscheidungstext OGH 23.02.2022 4 Ob 23/22v
    Vgl; nur T2
  • 3 Ob 34/22d
    Entscheidungstext OGH 22.06.2022 3 Ob 34/22d
    Vgl
  • 9 ObA 154/21v
    Entscheidungstext OGH 20.10.2022 9 ObA 154/21v
    Vgl; Beisatz: Hier: Zwischen dem auf Anfechtung und dem auf Feststellung der Nichtigkeit der Betriebsratswahl gerichteten Klagebegehren besteht keine Identität des Streitgegenstands. (T32)
  • 4 Ob 197/22g
    Entscheidungstext OGH 22.11.2022 4 Ob 197/22g
    Vgl; Beisatz: Hier: Mit dem Weglassen der weitgehend inhaltsleeren Wendung „gegenüber der klagenden Partei“ wird die Selbstverständlichkeit zum Ausdruck gebracht, dass der in UWG-Sachen ergangene zivilrechtliche Unterlassungstitel Verpflichtungen nur zwischen den Verfahrensparteien schafft. (T33)
  • 2 Ob 90/22g
    Entscheidungstext OGH 17.01.2023 2 Ob 90/22g
    Vgl
  • 1 Ob 62/23h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.05.2023 1 Ob 62/23h
    vgl; Beisatz: Hier: Keine Rückschlüsse aus einem Zwischenurteil über den Grund des zu diesem Zeitpunkt strittigen Anspruchs auf einen danach mit Klagsausdehnung geltend gemachten Anspruch, der auf einem neuen Tatsachenvorbringen beruhte. (T34)
  • 10 Ob 17/23g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 16.05.2023 10 Ob 17/23g
    vgl; Beisatz nur wie T10

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0041572

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.07.2023

Dokumentnummer

JJR_19771222_OGH0002_0020OB00228_7700000_002

Rechtssatz für 3Ob123/65; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0000300

Geschäftszahl

3Ob123/65; 1Ob285/58; 3Ob164/65; 7Ob359/65; 6Ob64/66; 1Ob121/68; 5Ob143/68; 1Ob137/69; 5Ob269/69; 5Ob85/70 (5Ob86/70); 8Ob205/71; 7Ob99/72; 5Ob166/72; 3Ob112/73; 4Ob574/74; 7Ob188/74; 5Ob48/75; 4Ob520/75; 1Ob314/75; 7Ob10/76 (7Ob11/76); 7Ob565/76; 5Ob242/75; 1Ob516/76; 5Ob611/76; 7Ob833/76; 7Ob73/76; 4Ob404/76; 2Ob153/77; 6Ob516/79; 3Ob53/79; 1Ob632/79; 3Ob125/79; 4Ob542/79; 3Ob154/79; 3Ob30/80; 3Ob172/79; 1Ob40/80; 3Ob31/83; 3Ob92/84; 7Ob626/85; 3Ob1032/85; 4Ob385/87; 2Ob25/89 (2Ob26/89); 4Ob137/91; 3Ob46/92; 1Ob7/93; 3Ob95/94 (3Ob96/94); 3Ob88/94; 4Ob71/95; 1Ob2123/96d; 1Ob200/97m; 7Ob344/97g; 4Ob7/98b; 3Ob339/97t; 5Ob20/98x; 1Ob256/98y; 9ObA205/98g; 2Ob358/97d; 7Ob41/99a; 1Ob256/97x; 3Ob182/99g; 3Ob150/98z; 8Ob82/00t; 3Ob25/99v; 9Ob99/00z; 3Ob280/00y; 6Ob87/01i; 3Ob18/02x; 6Ob133/02f; 4Ob131/02x; 1Ob35/02g; 9Ob59/03x; 8Ob85/03p; 6Ob1/04x; 3Ob61/04y; 4Ob163/05g; 3Ob131/05v; 3Ob159/06p; 3Ob274/06z; 4Ob120/08p; 17Ob28/09f; 4Ob19/10p; 7Ob67/10v; 5Ob264/09y; 3Ob138/10f; 3Ob149/10y; 7Ob254/10v; 4Ob76/11x; 3Ob220/11s; 4Ob22/12g; 2Ob215/10x; 4Ob216/11k; 3Ob65/12y; 4Ob20/13i; 2Ob180/12b; 3Ob156/13g; 3Ob53/14m; 4Ob127/14a; 3Ob156/14h; 1Ob16/15g; 1Ob68/16f; 4Ob97/16t; 3Ob3/17p; 3Ob118/17z; 3Ob119/17x; 3Ob117/17b; 9ObA53/17k; 4Ob180/17z; 3Ob202/17b; 3Ob193/18f; 18OCg4/19s; 6Ob16/21b; 16Ok7/22y; 6Ob242/22i; 6Ob241/22t; 6Ob227/22h; 1Ob115/23b

Entscheidungsdatum

23.01.2024

Rechtssatz

Die Entscheidungsgründe sind für die Auslegung der Tragweite des Spruches heranzuziehen (SZ 25/121, 6 Ob 122/62).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 123/65
    Entscheidungstext OGH 02.09.1965 3 Ob 123/65
    Veröff: SZ 38/128
  • 1 Ob 285/58
    Entscheidungstext OGH 02.07.1958 1 Ob 285/58
    Veröff: EvBl 1958/323 S 549
  • 3 Ob 164/65
    Entscheidungstext OGH 01.12.1965 3 Ob 164/65
    Beisatz: In den Entscheidungsgründen wurde die Identität des Beklagten bzw Verpflichteten (Jobschreibieser = Jobstreibitzer) festgestellt. Spruch und Gründe bilden eine Einheit! (T1)
  • 7 Ob 359/65
    Entscheidungstext OGH 15.12.1965 7 Ob 359/65
  • 6 Ob 64/66
    Entscheidungstext OGH 25.05.1966 6 Ob 64/66
  • 1 Ob 121/68
    Entscheidungstext OGH 16.05.1968 1 Ob 121/68
    Beisatz: § 382 Z 8 EO Bewilligung des abgesonderten Wohnortes. (T2)
  • 5 Ob 143/68
    Entscheidungstext OGH 04.09.1968 5 Ob 143/68
    Beisatz: Es bedarf aber keiner Auslegung des Spruches, wenn daraus der Inhalt der Entscheidung eindeutig hervorgeht. (T3) Veröff: SZ 41/103
  • 1 Ob 137/69
    Entscheidungstext OGH 02.10.1969 1 Ob 137/69
  • 5 Ob 269/69
    Entscheidungstext OGH 29.10.1969 5 Ob 269/69
  • 5 Ob 85/70
    Entscheidungstext OGH 15.04.1970 5 Ob 85/70
  • 8 Ob 205/71
    Entscheidungstext OGH 14.07.1971 8 Ob 205/71
  • 7 Ob 99/72
    Entscheidungstext OGH 19.04.1972 7 Ob 99/72
    Beisatz: Ein mehrgliedriger Spruch ist in seiner Gesamtheit zu betrachten (hier Haftung für die Kosten im Umfang des § 10 Abs 4 AKB). (T4) Veröff: VersR 1973,141
  • 5 Ob 166/72
    Entscheidungstext OGH 03.10.1972 5 Ob 166/72
  • 3 Ob 112/73
    Entscheidungstext OGH 19.06.1973 3 Ob 112/73
  • 4 Ob 574/74
    Entscheidungstext OGH 01.10.1974 4 Ob 574/74
  • 7 Ob 188/74
    Entscheidungstext OGH 10.10.1974 7 Ob 188/74
    Vgl; Beisatz: Soll der vom Gericht gewollte, im Spruch aber nicht klar und eindeutig formulierte Inhalt der Sachentscheidung erkannt werden, sind auch die Entscheidungsgründe heranzuziehen. (T5)
  • 5 Ob 48/75
    Entscheidungstext OGH 08.04.1975 5 Ob 48/75
    Veröff: SZ 48/41
  • 4 Ob 520/75
    Entscheidungstext OGH 29.04.1975 4 Ob 520/75
  • 1 Ob 314/75
    Entscheidungstext OGH 28.01.1976 1 Ob 314/75
  • 7 Ob 10/76
    Entscheidungstext OGH 04.03.1976 7 Ob 10/76
  • 7 Ob 565/76
    Entscheidungstext OGH 08.04.1976 7 Ob 565/76
    SZ 49/54
  • 5 Ob 242/75
    Entscheidungstext OGH 08.04.1976 5 Ob 242/75
    Beis wie T3
  • 1 Ob 516/76
    Entscheidungstext OGH 12.05.1976 1 Ob 516/76
    Beisatz: Nur bei Zweifel über die Tragweite des Spruches. (T6)
  • 5 Ob 611/76
    Entscheidungstext OGH 15.06.1976 5 Ob 611/76
    Veröff: SZ 49/81
  • 7 Ob 833/76
    Entscheidungstext OGH 20.01.1977 7 Ob 833/76
  • 7 Ob 73/76
    Entscheidungstext OGH 13.01.1977 7 Ob 73/76
    Veröff: VersR 1978,655
  • 4 Ob 404/76
    Entscheidungstext OGH 08.02.1977 4 Ob 404/76
  • 2 Ob 153/77
    Entscheidungstext OGH 08.09.1977 2 Ob 153/77
  • 6 Ob 516/79
    Entscheidungstext OGH 14.03.1979 6 Ob 516/79
    Beis wie T3
  • 3 Ob 53/79
    Entscheidungstext OGH 30.05.1979 3 Ob 53/79
    Anm: Veröff: EFSlg 34549
  • 1 Ob 632/79
    Entscheidungstext OGH 13.06.1979 1 Ob 632/79
    Beis wie T3; Veröff: RZ 1980/31 S 138
  • 3 Ob 125/79
    Entscheidungstext OGH 19.09.1979 3 Ob 125/79
    Beisatz: Oppositionsklage (T7); Veröff: EFSlg 34565
  • 4 Ob 542/79
    Entscheidungstext OGH 16.10.1979 4 Ob 542/79
  • 3 Ob 154/79
    Entscheidungstext OGH 23.01.1980 3 Ob 154/79
    Beisatz: Patent - Impugnationsklage (T8)
  • 3 Ob 30/80
    Entscheidungstext OGH 14.05.1980 3 Ob 30/80
  • 3 Ob 172/79
    Entscheidungstext OGH 30.07.1980 3 Ob 172/79
    Veröff: ÖBl 1980,164
  • 1 Ob 40/80
    Entscheidungstext OGH 18.03.1981 1 Ob 40/80
    Beis wie T3
  • 3 Ob 31/83
    Entscheidungstext OGH 23.03.1983 3 Ob 31/83
    Beis wie T3
  • 3 Ob 92/84
    Entscheidungstext OGH 03.10.1984 3 Ob 92/84
    Vgl; Beis wie T5; Beis wie T6; Veröff: ÖBl 1985,49
  • 7 Ob 626/85
    Entscheidungstext OGH 12.09.1985 7 Ob 626/85
  • 3 Ob 1032/85
    Entscheidungstext OGH 18.12.1985 3 Ob 1032/85
    Vgl auch
  • 4 Ob 385/87
    Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 385/87
    Veröff: WBl 1988,55
  • 2 Ob 25/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 2 Ob 25/89
    Beisatz: Dies gilt insbesondere dann, wenn die Rechtskraftwirkung eines abweisenden Urteils festgestellt werden soll. (T9)
  • 4 Ob 137/91
    Entscheidungstext OGH 17.12.1991 4 Ob 137/91
    Veröff: SZ 64/177 = WBl 1992,168
  • 3 Ob 46/92
    Entscheidungstext OGH 27.05.1992 3 Ob 46/92
    Auch
  • 1 Ob 7/93
    Entscheidungstext OGH 22.03.1993 1 Ob 7/93
    Vgl auch
  • 3 Ob 95/94
    Entscheidungstext OGH 28.06.1994 3 Ob 95/94
  • 3 Ob 88/94
    Entscheidungstext OGH 30.11.1994 3 Ob 88/94
    Auch
  • 4 Ob 71/95
    Entscheidungstext OGH 19.09.1995 4 Ob 71/95
    Beisatz: Hat die Beklagte den Unterlassungsanspruch (letztlich) anerkannt, dann ist die Begründung des Anspruches durch die Klägerin maßgebend. (T10)
  • 1 Ob 2123/96d
    Entscheidungstext OGH Verstärkter Senat 08.04.1997 1 Ob 2123/96d
    Verstärkter Senat; Vgl; Veröff: SZ 70/60
  • 1 Ob 200/97m
    Entscheidungstext OGH 27.08.1997 1 Ob 200/97m
    Auch; Beis wie T9
  • 7 Ob 344/97g
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 7 Ob 344/97g
    Auch; Beis wie T9
  • 4 Ob 7/98b
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 4 Ob 7/98b
    Ähnlich
  • 3 Ob 339/97t
    Entscheidungstext OGH 26.11.1997 3 Ob 339/97t
  • 5 Ob 20/98x
    Entscheidungstext OGH 10.02.1998 5 Ob 20/98x
    Vgl auch; Veröff: SZ 71/19
  • 1 Ob 256/98y
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 1 Ob 256/98y
    Auch; Veröff: SZ 71/197
  • 9 ObA 205/98g
    Entscheidungstext OGH 11.11.1998 9 ObA 205/98g
    Beis wie T10 nur: Hat die Beklagte den Anspruch anerkannt, dann ist die Begründung des Anspruches durch die Klägerin maßgebend. (T11)
  • 2 Ob 358/97d
    Entscheidungstext OGH 25.02.1999 2 Ob 358/97d
    Auch; Beis wie T9
  • 7 Ob 41/99a
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 7 Ob 41/99a
    Auch; Veröff: SZ 72/35
  • 1 Ob 256/97x
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 1 Ob 256/97x
    Beisatz: Für die Auslegung des rechtsgestaltenden Aufteilungsbeschlusses im Verfahren nach den §§ 229 ff AußStrG sind die Grundsätze des Aufteilungsverfahrens anzuwenden. (T12)
  • 3 Ob 182/99g
    Entscheidungstext OGH 28.06.1999 3 Ob 182/99g
  • 3 Ob 150/98z
    Entscheidungstext OGH 24.11.1999 3 Ob 150/98z
    Beis wie T9; Beisatz: Die Gründe der Entscheidung bleiben von der Bindungswirkung gewöhnlich ausgegrenzt. Das gilt gerade auch für jene Tatsachenfeststellungen, die sich auf den geltend gemachten rechtserzeugenden Sachverhalt (den Klagegrund) beziehen. Den Klagegrund definieren jedoch häufig auch Tatsachenbehauptungen zu Vorfragen, ohne deren Lösung eine Entscheidung über das Klagebegehren nicht möglich wäre. (T13)
    Beisatz: Die objektiven Grenzen der Rechtskraft, die Auskunft über die Entscheidungwirkungen in sachlicher Hinsicht geben, werden somit gemäß § 411 ZPO auf den durch Klage oder Widerklage geltend gemachten "Anspruch" bezogen. (T14)
  • 8 Ob 82/00t
    Entscheidungstext OGH 09.03.2000 8 Ob 82/00t
  • 3 Ob 25/99v
    Entscheidungstext OGH 22.03.2000 3 Ob 25/99v
    Auch
  • 9 Ob 99/00z
    Entscheidungstext OGH 20.09.2000 9 Ob 99/00z
    Beisatz: Ist der Wortlaut des Spruches völlig klar, können Widersprüche in der Urteilsbegründung nicht zu einer von seinem eindeutigen Wortsinn abweichenden Auslegung des Urteilsspruchs führen. (T15)
  • 3 Ob 280/00y
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 280/00y
    Auch; Beisatz: Bei der Prüfung, ob ein Verstoß gegen das im Titel ausgesprochene Unterlassungsgebot vorliegt, ist nach ständiger Rechtsprechung zunächst streng vom Wortlaut des Exekutionstitels auszugehen. Ist allerdings der Wortsinn des zu vollziehenden Spruches nicht völlig eindeutig, so sind auch die Entscheidungsgründe zur Auslegung heranzuziehen. (T16)
  • 6 Ob 87/01i
    Entscheidungstext OGH 31.01.2002 6 Ob 87/01i
    Auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 18/02x
    Entscheidungstext OGH 24.05.2002 3 Ob 18/02x
    Vgl auch; Beisatz: Besteht der Exekutionstitel in einer nach Spruch und Gründen getrennten Entscheidung, so ist bei der Erledigung des Exekutionsantrags für die Auslegung des Exekutionstitels allein der Spruch maßgebend. (T17)
  • 6 Ob 133/02f
    Entscheidungstext OGH 20.06.2002 6 Ob 133/02f
    Auch; Beis wie T3
  • 4 Ob 131/02x
    Entscheidungstext OGH 18.06.2002 4 Ob 131/02x
    Vgl auch
  • 1 Ob 35/02g
    Entscheidungstext OGH 13.12.2002 1 Ob 35/02g
    Beis wie T13; Beis wie T14
  • 9 Ob 59/03x
    Entscheidungstext OGH 21.05.2003 9 Ob 59/03x
    Beisatz: Dies kann jedoch nie dazu führen, dass dadurch die Entscheidung einen Inhalt bekommt, der mit der Formulierung des Spruchs geradezu im Widerspruch steht. (T18); Beisatz: Hier: Zuweisung von Schulden im ehelichen Aufteilungsverfahren. (T19)
  • 8 Ob 85/03p
    Entscheidungstext OGH 16.10.2003 8 Ob 85/03p
    Auch; Beis wie T9
  • 6 Ob 1/04x
    Entscheidungstext OGH 29.01.2004 6 Ob 1/04x
  • 3 Ob 61/04y
    Entscheidungstext OGH 26.05.2004 3 Ob 61/04y
    Vgl auch; Beis wie T17
  • 4 Ob 163/05g
    Entscheidungstext OGH 15.09.2005 4 Ob 163/05g
    Beis wie T5; Beis wie T10; Veröff: SZ 2005/131
  • 3 Ob 131/05v
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 3 Ob 131/05v
    Vgl auch; Beis wie T17
  • 3 Ob 159/06p
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 3 Ob 159/06p
    Vgl auch; Beis wie T17
  • 3 Ob 274/06z
    Entscheidungstext OGH 31.01.2007 3 Ob 274/06z
    Auch; Beis ähnlich wie T16
  • 4 Ob 120/08p
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 120/08p
    Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T18
  • 17 Ob 28/09f
    Entscheidungstext OGH 16.12.2009 17 Ob 28/09f
    Vgl
  • 4 Ob 19/10p
    Entscheidungstext OGH 11.03.2010 4 Ob 19/10p
    Vgl
  • 7 Ob 67/10v
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 67/10v
  • 5 Ob 264/09y
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 5 Ob 264/09y
  • 3 Ob 138/10f
    Entscheidungstext OGH 13.10.2010 3 Ob 138/10f
    Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T6; Beis wie T17
  • 3 Ob 149/10y
    Entscheidungstext OGH 13.10.2010 3 Ob 149/10y
  • 7 Ob 254/10v
    Entscheidungstext OGH 16.02.2011 7 Ob 254/10v
  • 4 Ob 76/11x
    Entscheidungstext OGH 05.07.2011 4 Ob 76/11x
  • 3 Ob 220/11s
    Entscheidungstext OGH 18.01.2012 3 Ob 220/11s
    Beis wie T6
  • 4 Ob 22/12g
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 22/12g
    Auch
  • 2 Ob 215/10x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 2 Ob 215/10x
    Auch; Vgl Beis wie T5; Vgl Beis wie T16; Beisatz: Führt bei einem Exekutionstitel die Auslegung des Spruchs nach dem gewöhnlichen Wortsinn zu keinem Ergebnis, ist auch die der Entscheidung beigegebene Begründung heranzuziehen. (T20)
    Beisatz: Hier: Im Zusammenhang mit der Frage des Rechtsschutzbedürfnisses in einem Verbandsprozess. (T21)
    Veröff: SZ 2012/20
  • 4 Ob 216/11k
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 216/11k
    Auch
  • 3 Ob 65/12y
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 3 Ob 65/12y
    Beis ähnlich wie T3
  • 4 Ob 20/13i
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 4 Ob 20/13i
    Auch
  • 2 Ob 180/12b
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 2 Ob 180/12b
  • 3 Ob 156/13g
    Entscheidungstext OGH 19.02.2014 3 Ob 156/13g
    Auch
  • 3 Ob 53/14m
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 3 Ob 53/14m
  • 4 Ob 127/14a
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 127/14a
    Beisatz: Hier: Unter „Mitarbeitern“ der Klägerin sind ‑ was nach dem Wortsinn gerade noch möglich ist ‑ auch Personen zu verstehen, die ohne Eingliederung in den Betrieb mit bestimmten Dienstleistungen beauftragt wurden. (T22)
  • 3 Ob 156/14h
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 3 Ob 156/14h
    Auch; Beis wie T16
  • 1 Ob 16/15g
    Entscheidungstext OGH 03.03.2015 1 Ob 16/15g
    Vgl
  • 1 Ob 68/16f
    Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 68/16f
    Vgl
  • 4 Ob 97/16t
    Entscheidungstext OGH 15.06.2016 4 Ob 97/16t
    Beisatz: Hier: Auslegung des im Verbot genannten Begriffs „Dritte“. (T23)
  • 3 Ob 3/17p
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 3/17p
    Beis wie T6
  • 3 Ob 118/17z
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 118/17z
    Beis wie T6
  • 3 Ob 119/17x
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 119/17x
    Beis wie T6
  • 3 Ob 117/17b
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 117/17b
    Beis wie T6
  • 9 ObA 53/17k
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 9 ObA 53/17k
  • 4 Ob 180/17z
    Entscheidungstext OGH 23.01.2018 4 Ob 180/17z
    Auch; Beisatz: Zur Frage des Umfangs einer gemäß § 132 Abs 1 AußStrG vorweg erteilten pflegschaftsgerichtlichen Genehmigung. (T24)
  • 3 Ob 202/17b
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 3 Ob 202/17b
    Beisatz: Auslegungsbedürftigkeit zweier Titel iZm dem Exekutionsantrags‑Vorbringen. (T25)
  • 3 Ob 193/18f
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 193/18f
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T16; Beis wie T20
  • 18 OCg 4/19s
    Entscheidungstext OGH 15.05.2019 18 OCg 4/19s
    Beisatz: Gilt auch für Schiedssprüche. (T26)
  • 6 Ob 16/21b
    Entscheidungstext OGH 18.02.2021 6 Ob 16/21b
  • 16 Ok 7/22y
    Entscheidungstext OGH 19.01.2023 16 Ok 7/22y
    Beis wie T12 zum AußStrG; Beis wie T24 zum AußStrG; Beisatz: Hier: Dass mit der Sicherstellung „physischer und elektronischer Kopien“ Kopien von Geschäftsunterlagen und sonstigen Unterlagen im Zusammenhang mit dem vermuteten Kartellverstoß beim Vertrieb von Holzpellets gemeint sind, erschließt sich aus dem Gesamtzusammenhang der Entscheidung (16 Ok 10/15d). (T27)
  • 6 Ob 242/22i
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.03.2023 6 Ob 242/22i
  • 6 Ob 241/22t
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.03.2023 6 Ob 241/22t
  • 6 Ob 227/22h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.03.2023 6 Ob 227/22h
  • 1 Ob 115/23b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.01.2024 1 Ob 115/23b
    Beisatz: Hier: Ansprüche nach dem EKHG und AHG; (T28)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0000300

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.02.2024

Dokumentnummer

JJR_19650902_OGH0002_0030OB00123_6500000_001

Rechtssatz für 8Ob144/74; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0043240

Geschäftszahl

8Ob144/74; 5Ob82/75; 1Ob117/75; 2Ob136/75; 1Ob188/75; 1Ob186/75; 5Ob201/75; 1Ob314/75; 1Ob501/76; 7Ob524/77 (7Ob525/77); 1Ob567/77; 2Ob541/77; 8Ob208/77; 2Ob11/78; 3Ob501/78; 2Ob67/78; 3Ob606/78; 1Ob722/78 (1Ob723/78); 5Ob746/78; 3Ob668/78; 3Ob527/79; 5Ob580/80; 8Ob66/80; 2Ob208/80 (2Ob209/80); 6Ob772/80; 5Ob527/81; 3Ob548/80; 2Ob90/81; 5Ob628/81; 6Ob641/81; 7Ob730/81; 5Ob741/81; 2Ob556/81; 7Ob767/81; 6Ob521/82; 7Ob572/82; 5Ob578/82; 7Ob551/82; 6Ob641/82; 2Ob63/81; 6Ob528/82; 3Ob668/82; 3Ob692/82; 3Ob523/83; 7Ob554/87; 9ObA95/87; 7Ob62/87; 9ObA195/87; 7Ob531/89; 9ObA241/89 (9ObA242/89); 7Ob686/89; 7Ob507/90 (7Ob508/90); 9ObA150/93; 9ObA180/93; 9ObA27/94; 9ObA22/94; 9ObA188/95; 9ObA2241/96s; 2Ob171/97d; 7Ob41/99a; 7Ob277/98f; 3Ob101/99w; 10Ob291/00t; 10ObS299/01w; 10ObS276/02i; 1Ob300/02b; 10ObS116/03m; 8Ob141/03y; 8Ob11/04g; 10ObS96/04x; 5Ob218/05b; 7Ob80/07a; 3Ob244/07i; 5Ob31/08g; 8Ob47/09h; 2Ob239/09z; 1Ob59/10y; 4Ob149/10f; 8Ob14/11h; 2Ob200/10s; 6Ob230/11h; 3Ob241/11d; 10Ob7/12w; 10ObS58/13x; 6Ob158/13y; 10ObS76/14w; 9Ob61/14g; 9ObA78/15h; 9Ob18/15k; 9Ob38/17d; 1Ob196/17f; 6Ob229/17w; 2Ob148/21k; 7Ob70/22b; 4Ob66/22t; 4Ob127/23i; 4Ob195/23i; 2Ob30/24m

Entscheidungsdatum

21.03.2024

Norm

ZPO §503 Z3 D
  1. ZPO § 503 heute
  2. ZPO § 503 gültig ab 01.08.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989

Rechtssatz

In der Übernahme der Feststellungen des Erstgerichtes durch das Berufungsgericht kann schon begrifflich eine Aktenwidrigkeit nicht liegen.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 144/74
    Entscheidungstext OGH 09.07.1974 8 Ob 144/74
  • 5 Ob 82/75
    Entscheidungstext OGH 17.06.1975 5 Ob 82/75
  • 1 Ob 117/75
    Entscheidungstext OGH 02.07.1975 1 Ob 117/75
  • 2 Ob 136/75
    Entscheidungstext OGH 04.09.1975 2 Ob 136/75
  • 1 Ob 188/75
    Entscheidungstext OGH 08.10.1975 1 Ob 188/75
  • 1 Ob 186/75
    Entscheidungstext OGH 29.10.1975 1 Ob 186/75
  • 5 Ob 201/75
    Entscheidungstext OGH 18.11.1975 5 Ob 201/75
  • 1 Ob 314/75
    Entscheidungstext OGH 28.01.1976 1 Ob 314/75
  • 1 Ob 501/76
    Entscheidungstext OGH 25.01.1976 1 Ob 501/76
  • 7 Ob 524/77
    Entscheidungstext OGH 17.02.1977 7 Ob 524/77
  • 1 Ob 567/77
    Entscheidungstext OGH 27.04.1977 1 Ob 567/77
  • 2 Ob 541/77
    Entscheidungstext OGH 23.06.1977 2 Ob 541/77
  • 8 Ob 208/77
    Entscheidungstext OGH 31.01.1978 8 Ob 208/77
  • 2 Ob 11/78
    Entscheidungstext OGH 09.02.1978 2 Ob 11/78
  • 3 Ob 501/78
    Entscheidungstext OGH 14.03.1978 3 Ob 501/78
  • 2 Ob 67/78
    Entscheidungstext OGH 11.05.1978 2 Ob 67/78
  • 3 Ob 606/78
    Entscheidungstext OGH 04.07.1978 3 Ob 606/78
  • 1 Ob 722/78
    Entscheidungstext OGH 06.12.1978 1 Ob 722/78
  • 5 Ob 746/78
    Entscheidungstext OGH 23.01.1979 5 Ob 746/78
  • 3 Ob 668/78
    Entscheidungstext OGH 12.09.1979 3 Ob 668/78
  • 3 Ob 527/79
    Entscheidungstext OGH 07.11.1979 3 Ob 527/79
  • 5 Ob 580/80
    Entscheidungstext OGH 22.04.1980 5 Ob 580/80
  • 8 Ob 66/80
    Entscheidungstext OGH 08.05.1980 8 Ob 66/80
  • 2 Ob 208/80
    Entscheidungstext OGH 10.02.1981 2 Ob 208/80
  • 6 Ob 772/80
    Entscheidungstext OGH 25.02.1981 6 Ob 772/80
    Beisatz: Selbst wenn das Berufungsgericht relevante erstgerichtliche Feststellungen in der Folge bei seiner rechtlichen Beurteilung nicht Berücksichtigung hätte, wäre diese keine Aktenwidrigkeit. (T1)
  • 5 Ob 527/81
    Entscheidungstext OGH 03.03.1981 5 Ob 527/81
  • 3 Ob 548/80
    Entscheidungstext OGH 15.03.1981 3 Ob 548/80
  • 2 Ob 90/81
    Entscheidungstext OGH 16.06.1981 2 Ob 90/81
  • 5 Ob 628/81
    Entscheidungstext OGH 23.06.1981 5 Ob 628/81
  • 6 Ob 641/81
    Entscheidungstext OGH 07.10.1981 6 Ob 641/81
  • 7 Ob 730/81
    Entscheidungstext OGH 26.11.1981 7 Ob 730/81
  • 5 Ob 741/81
    Entscheidungstext OGH 22.12.1981 5 Ob 741/81
    Auch
  • 2 Ob 556/81
    Entscheidungstext OGH 26.01.1982 2 Ob 556/81
  • 7 Ob 767/81
    Entscheidungstext OGH 21.01.1982 7 Ob 767/81
  • 6 Ob 521/82
    Entscheidungstext OGH 24.02.1982 6 Ob 521/82
    Vgl aber; Beisatz: Die Übernahme sämtlicher Feststellungen schadet nur dann nichts, wenn diejenigen, die auf aktenwidriger Grundlage getroffen wurden, tatsächlich nicht relevant wären. (T2)
  • 7 Ob 572/82
    Entscheidungstext OGH 02.04.1982 7 Ob 572/82
  • 5 Ob 578/82
    Entscheidungstext OGH 27.04.1982 5 Ob 578/82
  • 7 Ob 551/82
    Entscheidungstext OGH 29.04.1982 7 Ob 551/82
  • 6 Ob 641/82
    Entscheidungstext OGH 26.05.1982 6 Ob 641/82
  • 2 Ob 63/81
    Entscheidungstext OGH 21.09.1982 2 Ob 63/81
  • 6 Ob 528/82
    Entscheidungstext OGH 13.10.1982 6 Ob 528/82
  • 3 Ob 668/82
    Entscheidungstext OGH 27.10.1982 3 Ob 668/82
  • 3 Ob 692/82
    Entscheidungstext OGH 09.03.1983 3 Ob 692/82
  • 3 Ob 523/83
    Entscheidungstext OGH 11.05.1983 3 Ob 523/83
  • 7 Ob 554/87
    Entscheidungstext OGH 26.03.1987 7 Ob 554/87
  • 9 ObA 95/87
    Entscheidungstext OGH 16.12.1987 9 ObA 95/87
  • 7 Ob 62/87
    Entscheidungstext OGH 21.01.1988 7 Ob 62/87
  • 9 ObA 195/87
    Entscheidungstext OGH 27.01.1988 9 ObA 195/87
  • 7 Ob 531/89
    Entscheidungstext OGH 09.03.1989 7 Ob 531/89
  • 9 ObA 241/89
    Entscheidungstext OGH 08.11.1989 9 ObA 241/89
  • 7 Ob 686/89
    Entscheidungstext OGH 09.11.1989 7 Ob 686/89
  • 7 Ob 507/90
    Entscheidungstext OGH 22.02.1990 7 Ob 507/90
  • 9 ObA 150/93
    Entscheidungstext OGH 08.07.1993 9 ObA 150/93
  • 9 ObA 180/93
    Entscheidungstext OGH 24.11.1993 9 ObA 180/93
  • 9 ObA 27/94
    Entscheidungstext OGH 16.03.1994 9 ObA 27/94
  • 9 ObA 22/94
    Entscheidungstext OGH 16.03.1994 9 ObA 22/94
  • 9 ObA 188/95
    Entscheidungstext OGH 17.01.1996 9 ObA 188/95
  • 9 ObA 2241/96s
    Entscheidungstext OGH 16.10.1996 9 ObA 2241/96s
  • 2 Ob 171/97d
    Entscheidungstext OGH 26.06.1997 2 Ob 171/97d
  • 7 Ob 41/99a
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 7 Ob 41/99a
    Veröff: SZ 72/35
  • 7 Ob 277/98f
    Entscheidungstext OGH 28.05.1999 7 Ob 277/98f
  • 3 Ob 101/99w
    Entscheidungstext OGH 24.11.1999 3 Ob 101/99w
  • 10 Ob 291/00t
    Entscheidungstext OGH 06.03.2001 10 Ob 291/00t
  • 10 ObS 299/01w
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 10 ObS 299/01w
  • 10 ObS 276/02i
    Entscheidungstext OGH 17.09.2002 10 ObS 276/02i
  • 1 Ob 300/02b
    Entscheidungstext OGH 28.01.2003 1 Ob 300/02b
  • 10 ObS 116/03m
    Entscheidungstext OGH 08.04.2003 10 ObS 116/03m
  • 8 Ob 141/03y
    Entscheidungstext OGH 12.03.2004 8 Ob 141/03y
  • 8 Ob 11/04g
    Entscheidungstext OGH 29.03.2004 8 Ob 11/04g
  • 10 ObS 96/04x
    Entscheidungstext OGH 27.07.2004 10 ObS 96/04x
  • 5 Ob 218/05b
    Entscheidungstext OGH 21.03.2006 5 Ob 218/05b
  • 7 Ob 80/07a
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 7 Ob 80/07a
    Beis wie T1
  • 3 Ob 244/07i
    Entscheidungstext OGH 27.02.2008 3 Ob 244/07i
    Auch
  • 5 Ob 31/08g
    Entscheidungstext OGH 14.07.2008 5 Ob 31/08g
  • 8 Ob 47/09h
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 8 Ob 47/09h
  • 2 Ob 239/09z
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 239/09z
  • 1 Ob 59/10y
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 1 Ob 59/10y
  • 4 Ob 149/10f
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 149/10f
  • 8 Ob 14/11h
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 Ob 14/11h
  • 2 Ob 200/10s
    Entscheidungstext OGH 30.05.2011 2 Ob 200/10s
  • 6 Ob 230/11h
    Entscheidungstext OGH 24.11.2011 6 Ob 230/11h
  • 3 Ob 241/11d
    Entscheidungstext OGH 18.01.2012 3 Ob 241/11d
  • 10 Ob 7/12w
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 10 Ob 7/12w
  • 10 ObS 58/13x
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 10 ObS 58/13x
  • 6 Ob 158/13y
    Entscheidungstext OGH 09.09.2013 6 Ob 158/13y
    Auch; Beisatz: Hier: Wiedergabe in verkürzter Form. (T3)
  • 10 ObS 76/14w
    Entscheidungstext OGH 15.07.2014 10 ObS 76/14w
  • 9 Ob 61/14g
    Entscheidungstext OGH 29.01.2015 9 Ob 61/14g
  • 9 ObA 78/15h
    Entscheidungstext OGH 24.06.2015 9 ObA 78/15h
  • 9 Ob 18/15k
    Entscheidungstext OGH 28.05.2015 9 Ob 18/15k
    Beis wie T3
  • 9 Ob 38/17d
    Entscheidungstext OGH 25.07.2017 9 Ob 38/17d
  • 1 Ob 196/17f
    Entscheidungstext OGH 15.11.2017 1 Ob 196/17f
  • 6 Ob 229/17w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2018 6 Ob 229/17w
  • 2 Ob 148/21k
    Entscheidungstext OGH 25.11.2021 2 Ob 148/21k
  • 7 Ob 70/22b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2022 7 Ob 70/22b
  • 4 Ob 66/22t
    Entscheidungstext OGH 23.09.2022 4 Ob 66/22t
    Vgl; Beisatz: Hier: Übernahme der Bescheinigungslage des Erstgerichts durch das Rekursgericht. (T4)
  • 4 Ob 127/23i
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.02.2024 4 Ob 127/23i
  • 4 Ob 195/23i
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.01.2024 4 Ob 195/23i
  • 2 Ob 30/24m
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.03.2024 2 Ob 30/24m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0043240

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.05.2024

Dokumentnummer

JJR_19740709_OGH0002_0080OB00144_7400000_001

Entscheidungstext 7Ob41/99a

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Fundstelle

ZVR 1999/69 S 250 - ZVR 1999,250 = EFSlg 90.137 = EFSlg 90.979 = EFSlg 90.980 = EFSlg 90.982 = EFSlg 90.983 = SZ 72/35 = VR2003,42 = Zak 2011/542 S 289 (Kolmasch, Judikaturübersicht) - Zak 2011,289 (Kolmasch, Judikaturübersicht) = Zak 2023/334 S 184 (Kolmasch, Judikaturübersicht) - Zak 2023,184 (Kolmasch, Judikaturübersicht)

Geschäftszahl

7Ob41/99a

Entscheidungsdatum

23.02.1999

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Kropfitsch als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Schalich, Dr. Tittel, Dr. Huber und Hon. Prof. Dr. Danzl als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei V*, vertreten durch Puttinger, Vogel & Partner, Rechtsanwälte in Ried im Innkreis, gegen die beklagte Partei Martin Sch*, vertreten durch Dr. Walter Hasibeder und Dr. Josef Strasser, Rechtsanwälte in Ried im Innkreis, wegen (restlich) S 375.000,-- sA und Feststellung (Streitinteresse S 52.500,--), infolge Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Linz als Berufungsgerichtes vom 26. November 1998, GZ 6 R 189/98a-24, womit infolge Berufung beider Partei das Urteil des Landesgerichtes Ried im Innkreis vom 20. Juli 1998, GZ 2 Cg 301/97p-14, abgeändert wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision wird nicht Folge gegeben.

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei zu Handen ihrer Vertreter binnen 14 Tagen die mit S 19.080,-- (hierin enthalten S 3.180,-- USt) bestimmten Kosten der Revisionsbeantwortung zu ersetzen.

Text

Entscheidungsgründe:

Am 24. 10. 1994 ereignete sich im Gemeindegebiet von B* ein Verkehrsunfall zwischen einem vom Kläger gelenkten und gehaltenen PKW einerseits sowie einem von Renate H* gelenkten, Johann H* gehaltenen und bei der Klägerin haftpflichtversicherten weiteren PKW. Das Alleinverschulden am Zustandekommen dieses Unfalles trifft Renate H*, die trotz Abwertung durch das Vorschriftszeichen "Vorrang geben" und Sichtstrecke von mindestens 200 m mit ca 50 km/h die vom Beklagten benützte Vorrangstraße zu überqueren versuchte und dessen Fahrzeug annähernd rechtwinkelig mit eben dieser Geschwindigkeit rammte (Strafakt U 42/95 BG Sch*). Dabei wurde der am rechten vorderen Beifahrersitz mitfahrende Sohn des Beklagten, der am 6. 12. 1985 geborene Martin Sch* jun, schwerst verletzt (apallisches Syndrom). Weder der Beklagte noch sein Sohn waren angegurtet. Die klagende Partei leistete (bisher) an den Minderjährigen Zahlungen in Höhe von S 2,087.560,--, davon S 1,500.000,-- Schmerzengeld (diese Ansprüche des Minderjährigen waren Gegenstand eines Vorprozesses zu 1 Cg 23/96x des Landesgerichtes Ried im Innkreis, in welchem Verfahren trotz der Feststellung, wäre der Genannte angegurtet gewesen, wären "mit Sicherheit wesentlich geringere Verletzung entstanden", ein Mitverschulden samt Schmerzengeldkürzung wegen Verletzung der Gurtenanlegepflicht rechtskräftig verneint wurde, weil "ohne Vorrangverletzung durch Renate H* überhaupt kein Schaden eingetreten wäre, der Vater des mj Klägers also keinen eigenständigen Beitrag zum Schadenseintritt geleistet hat" [Seite 7 des Berufungsurteils OLG Linz, 4 R 80/97f]).

Die klagende Partei begehrt mit der am 23. 10. 1997 eingebrachten Klage die Verurteilung des Beklagten als Vater des verletzten Minderjährigen zum Ersatz eines Drittels der von ihr an den Genannten erbrachten Leistungen, sohin zur Zahlung von S 695.853,33 samt 4 % Zinsen seit 21. 10. 1997, sowie weiters die Feststellung seiner Haftung für ein Drittel aller von ihr in Zukunft an den Minderjährigen noch zu erbringenden Leistungen aufgrund des Verkehrsunfalles vom 24. 10. 1994. Die klagende Partei brachte zur Begründung - zusammengefaßt - vor, der Beklagte habe seine Sorge- und Aufsichtspflichten gegenüber seinem minderjährigen Sohn dadurch verletzt, daß er ihn ohne Anlegung eines Sicherheitsgurtes am Beifahrersitz mitgeführt habe. Ein Großteil der erlittenen Verletzungen wäre bei Beachtung der Gurtenanlegepflicht vermeidbar gewesen. Den Beklagten treffe hieraus ein Mitverschulden von einem Drittel.

Der Beklagte bestritt das Klagebegehren mit der wesentlichen Einwendung, keinen eigenständigen Beitrag zum Schadenseintritt bzw zu einer Schadensvergrößerung geleistet zu haben.

Das Erstgericht verurteilte die beklagte Partei zur Zahlung von S 125.000,-- samt 4 % Zinsen seit 21. 10. 1997 und stellte seine Haftung zu einem Zwölftel für alle von der klagenden Partei in Zukunft zu erbringenden Schmerzengeldzahlungen aufgrund des genannten Verkehrsunfalles fest; das darüber hinausgehende Leistungs- und Feststellungsbegehren wurde abgewiesen. Das Erstgericht traf - soweit für das Revisionsverfahren noch von Wesentlichkeit - über den bereits einleitend wiedergegebenen (und bereits in erster Instanz außer Streit gestellten) Sachverhalt hinaus noch die Feststellung, ob und welche Verletzungen auch bei angelegtem Gurt eingetreten wären, ist nicht feststellbar; mit großer Wahrscheinlichkeit war der zum Unfallszeitpunkt acht Jahre alte Sohn des Beklagten bereits 150 cm groß.

In seiner rechtlichen Beurteilung ging das Erstgericht - zusammengefaßt - davon aus, daß sowohl die gegnerische Lenkerin Renate H* als auch der Beklagte "in unbewußtem Zusammenwirken" als Fahrlässigkeitstäter die Verletzungen des Minderjährigen verursacht und verschuldet hätten, und zwar Renate H* durch ihre vorschriftswidrige Fahrweise, der Beklagte hingegen durch das Nichtanlegen des Gurtes bei seinem minderjährigen Beifahrer. Beide hätten diesem gegenüber daher solidarisch zu haften, wobei sich der Regreßanspruch der klagenden Partei nach Paragraph 896, ABGB richte. Gegenstand dieses Regreßanspruches könne jedoch nur das bezahlte Schmerzengeld sein, weil eine Verletzung der Aufsichtspflicht keine weitreichenderen Folgen haben könne, als eine Verletzung der Gurtenanlegepflicht durch den Verletzten selbst. Die Ersatzpflicht des Aufsichtspflichtigen sei hiebei im Rahmen der Regreßforderung auf die Mitverschuldensquote eines fiktiven Deliktsfähigen zu beschränken, also auf 25 %, daß sind S 375.000,--; davon habe der Beklagte ein Drittel, somit S 125.000,--, zu tragen.

Dieses Urteil wurde von beiden Parteien bekämpft, und zwar vom Beklagten hinsichtlich des gesamten Zuspruches, hinsichtlich der Klägerin nur hinsichtlich eines Zuspruches weiterer S 250.000,-- (Leistungsbegehren somit insgesamt S 375.000,--) sowie hinsichtlich des Feststellungsbegehrens bezüglich einer Quote von weiteren zwei Zwölftel (zusammen sohin ein Viertel).

Das Berufungsgericht gab der Berufung der Klägerin nicht Folge, wohl aber jener des Beklagten und wies das gesamte Leistungs- und Feststellungsbegehren ab. Die ordentliche Revision wurde für zulässig erklärt, da keine oberstgerichtliche Rechtsprechung zu einem vergleichbaren Sachverhalt vorliege.

Das Berufungsgericht übernahm die Negativfeststellung des Erstgerichtes betreffend einen allenfalls vermehrten Verletzungsumfang bei angelegtem Sicherheitsgurt und führte in rechtlicher Hinsicht - zusammengefaßt - aus: Der Beklagte sei als Vater zu Wahrung des Wohles seines minderjährigen Sohnes nach den Bestimmungen der Paragraphen 137, Absatz eins,, 144, 146 ABGB verpflichtet und daher auch insoweit gegenüber seinem Sohn schadenersatzpflichtig. Ausgehend von der zitierten Negativfeststellung hätte aber die Klägerin als Regreßnehmerin die Beweislast getroffen, welche Verletzungsfolgen zumindest ihrer Schwere nach auf die Mißachtung dieser Aufsichtspflicht des Beklagten zurückzuführen seien. Die Umkehr der Beweislast nach Art römisch III Absatz 2, der dritten KFG-Novelle komme der Klägerin nicht zugute, weil es hier nicht um eine Verletzung der Gurtenanlegepflicht als solche, sondern um eine Verletzung der aus dem Familienrecht abgeleiteten Aufsichtspflicht des Vaters gehe. Eine Bindung an die Feststellung im Vorverfahren (des Minderjährigen gegen seine Unfallgegner) wonach bei Anlegung des Sicherheitsgurtes die Verletzungen wesentlich geringer ausgefallen wären, bestehe nicht.

Gegen dieses Urteil richtet sich die auf die Revisionsgründe der Mangelhaftigkeit, Aktenwidrigkeit und unrichtigen rechtlichen Beurteilung gestützte Revision der klagenden Partei, welche es "in seinem gesamten Umfange" (gemeint - in Verbindung auch mit den maßgeblichen Revisionsanträgen und ausgehend von der im Berufungsverfahren nur teilweise bekämpften Abweisung ihres Mehrbegehrens - im Umfang der Abweisung des Leistungsbegehrens im Betrag von S 375.000,-- sA sowie des Feststellungsbegehrens zu einem Viertel) mit dem Begehren bekämpft, die angefochtene Entscheidung dahin abzuändern, daß dem Klagebegehren hinsichtlich eines Betrages von S 375.000,-- samt 4 % Zinsen seit 21. 10. 1997 sowie dem Feststellungsbegehren dahin, daß der beklagten Partei gegenüber festgestellt werde, daß diese der Klägerin zu einem Viertel für alle in Zukunft noch an den Minderjährigen zu erbringenden Leistungen aufgrund des Verkehrsunfalles vom 24. 10. 1994 haftet, stattgegeben werde; hilfsweise wird auch ein Aufhebungsantrag gestellt.

Die beklagte Partei hat eine Revisionsbeantwortung erstattet.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision ist - entgegen den Ausführungen in der Revisionsbeantwortung - zulässig; sie richtet sich nämlich keinswegs bloß gegen eine Einzelfallentscheidung ohne Rechtsfragencharakter iSd Paragraph 502, Absatz eins, ZPO, weil der Oberste Gerichtshof zur Regreßpflicht des gesetzlichen Vertreters eines nicht gurttragenden Minderjährigen, der auch nicht unter die Ausnahmevorschrift des Paragraph 106, Absatz eins a, KFG (kleiner als 150 cm) fällt, bisher noch nicht Stellung genommen hat. Die Revision ist jedoch nicht berechtigt.

Die Revisionsgründe der Mangelhaftigkeit des Berufungsverfahrens (Paragraph 503, Ziffer 2, ZPO) und der Aktenwidrigkeit (Paragraph 503, Ziffer 3, ZPO) liegen nicht vor, was gemäß Paragraph 510, Absatz 3, 3. Satz ZPO keiner weitergehenden Begründung bedürfte. Den diesbezüglichen Revisionsausführungen sei jedoch in Kürze folgendes entgegengehalten: Eine Mitteilungspflicht des Berufungsgerichtes im Sinne des gerügten Paragraph 473 a, Absatz eins, ZPO in der Fassung der WGN 1997 BGBl römisch eins 1997/140 an die Klägerin als Berufungsgegnerin lag schon deshalb nicht vor, weil sich der Beklagte als Berufungswerber seinerseits bereits ausdrücklich (Paragraph 468, Absatz 2, Satz 2 ZPO) auf die Negativfeststellung des Erstgerichtes (zum Verletzungsumfang bei Tragen des Sicherheitsgurtes durch den minderjährigen Beifahrer) und dessen rechtliche Relevanz in seinem Berufungsschriftsatz unter Punkt römisch III desselben bezogen hatte (Paragraph 473 a, Absatz eins, letzter Halbsatz ZPO). Darüber hinaus kommt aber dieser Negativfeststellung - wie noch zu zeigen sein wird - ohnedies keine für die Berechtigung der Klageforderung entscheidungswesentliche Relevanz zu.

Auf die - als weiterer Verfahrensmangel gerügte - unrichtige Anwendung der Paragraphen 266,, 269 ZPO in Zusammenhang mit dem Bindungsumfang an Feststellungen im Schadenersatz-Vorprozeß des minderjährigen Klägers (Sohn des Beklagten) gegen die hier klagende Partei als dortige Drittbeklagte und Haftpflichtversicherer der (unstrittig) den Unfall allein verschuldenden Lenkerin des gegnerischen Fahrzeuges wird im folgenden noch näher einzugehen sein.

Als Aktenwidrigkeit wird schließlich die bereits mehrfach wiedergegebene Negativfeststellung ebenfalls unter Hinweis auf dieses und ein weiteres Vorverfahren (des hier Beklagten als Schadenersatzklägers: 1 Cg 4/96b des Landesgerichtes Ried), freilich mit Beweiswürdigungsargumenten, bekämpft, hiebei jedoch übersehen, daß als Ersatz für eine im Revisionsverfahren absolut unzulässige (Kodek in Rechberger, ZPO Rz 1 zu Paragraph 503,) Beweisrüge dieser Revisionsgrund nicht herangezogen werden kann und in der Übernahme von Feststellungen des Erstgerichtes durch das Berufungsgericht schon begrifflich keine Aktenwidrigkeit liegen kann (Kodek, aaO Rz 4 zu Paragraph 503 ;, 2 Ob 171/97d).

Soweit beide Parteien in ihren im Revisionsverfahren erstatteten Schriftsätzen eine Bindungswirkung zu den erwähnten beiden Vorurteilen - jeweils im Sinne ihres Prozeßstandpunktes (die Klägerin hinsichtlich des Feststehens wesentlich geringerer Verletzungsfolgen beim minderjährigen Beifahrer, wäre er angegurtet gewesen; der Beklagte hinsichtlich des Nichtzurechtbestehens einer gegnerischen Gegenforderung im Vorprozeß und damit Negierung jeglicher Regreßforderungsberechtigung ebenfalls bis zur Höhe dieser früheren Gegenforderung) - behaupten, soll hierauf vorweg und klarstellend eingegangen werden:

Die materielle Rechtskraft einer Entscheidung kann eine inhaltliche Bindung für ein Folgeverfahren auslösen, wenn zwar die Begehren nicht identisch sind, der rechtskräftig entschiedene Anspruch aber Vorfrage für den neuen Anspruch ist oder aber ein im Gesetz begründeter so enger inhaltlicher Zusammenhang besteht, daß aus Gründen der Rechtssicherheit und Entscheidungsharmonie eine inhaltliche Bindung an die Vorentscheidung angenommen werden muß (SZ 68/103, JBl 1996, 463, 6 Ob 254/98s). Bindung an präjudizielle Zivilentscheidungen wird dabei bejaht, sofern Parteienidentität vorliegt und wenn die bindende Entscheidung im Vorprozeß dort die entscheidende Hauptfrage darstellte, also der dort als Hauptfrage entschiedene Anspruch nunmehr eine Vorfrage bildet (SZ 70/60 [verst Senat], 1 Ob 254/97b6 Ob 254/98s). Für das Ausmaß der Bindung sind sowohl der Spruch der Entscheidung als auch die diesen individualisierenden, tragenden Entscheidungsgründe maßgeblich (JBl 1996, 463; Rechberger in Rechberger, ZPO Rz 10 zu Paragraph 411,), was vor allem auch für anspruchsabweisende Entscheidungen gilt, bei denen die Bindung auf den vom Gericht zur Abweisung herangezogenen maßgeblichen Sachverhalt beschränkt bleibt (Rechberger, aaO; SZ 55/74, 6 Ob 254/98s). Soweit Ansprüche geltend gemacht werden, die das begriffliche Gegenteil eines bereits rechtskräftigen Anspruches darstellen, erstreckt sich die materielle Rechtskraft (samt Bindungswirkung) auch auf einen solchen später geltend gemachten Anspruch (10 Ob 335/97f).

Soweit sich die Klägerin hier auf Feststellungen im Vorprozeß 1 Cg 23/96x des Landesgerichtes Ried bzw 4 R 80/97f des Oberlandesgerichtes Linz (im Verfahren des Minderjährigen als Kläger gegen Lenker, Halter und Versicherer des Gegenfahrzeuges) stützt, wonach "wäre der Kläger angegurtet gewesen, mit Sicherheit wesentlich geringere Verletzungen entstanden wären", mangelt es bereits am Erfordernis der Parteienidentität (SZ 68/103, JBl 1996, 463), ist doch Beklagter des gegenständlichen Verfahrens nicht dieser, sondern dessen (wenngleich namensgleicher) Vater (welcher bloß Kläger im weiteren Verfahren 1 Cg 4/96b bzw zu 4 R 270/96w war). Soweit im zuletzt genannten Verfahren die dort beklagtenseits (= Klägerin hier) eingewendete Gegenforderung bis zur Höhe der mit S 399.715,48 sA als berechtigt erkannten Klageforderung (des hier Beklagten persönlich) als nicht zu Recht bestehend erkannt wurde, wird übersehen, daß in einem dreigliedrigen Urteil, das - wie dort vom Oberlandesgericht Linz als Berufungsgericht zu 4 R 270/96w gemäß Paragraph 545, Absatz 3, Geo gefaßt - aufgrund der Einwendung einer Gegenforderung ergeht, weder die Entscheidung über die Klageforderung noch jene über die Gegenforderung für sich allein und wegen des rechtlichen Zusammenhanges zueinander der Rechtskraft fähig, sondern vielmehr nur logische Prämisse ("Vorstufe": 2 Ob 49/79) der Entscheidung über das Zahlungsbegehren sind; der Rechtskraft fähig ist daher nur der Zuspruch der Differenz zwischen gestellter Haupt- und eingewendeter Gegenforderung (SZ 42/168, 7 Ob 69/98t). Die dortige Entscheidung über die Gegenforderung vermag damit die Entscheidung über die Klageforderung in diesem Verfahren nicht zu präjudizieren. Schon allein aus diesen verfahrensrechtlichen Überlegungen ist eine rechtskraftabhängige Bindungswirkung auf den gegenständlichen Rechtsstreit - ungeachtet der zur Verneinung dieser Gegenforderung vom damaligen Berufungsgericht angestellten rechtlichen Überlegungen (S 15 in 4 R 270/96w) - ebenfalls zu verneinen.

Zum verbleibenden Rechtsmittelgrund der unrichtigen rechtlichen Beurteilung (Paragraph 503, Ziffer 4, ZPO) hat der Oberste Gerichtshof folgendes erwogen:

Zunächst ist vorauszuschicken, daß die Revisionswerberin - indem sie den (gegenüber der ursprünglichen Klageforderung reduzierten) 25 %igen Mitverschuldensanteil des Beklagten nur mehr von dem dessen Sohn geleisteten Schmerzengeld in Höhe von (unstrittig) S 1,500.000,-- und nicht (wie ebenfalls noch in der Klage) vom gesamten geleisteten Schadenersatzbetrag in Höhe von S 2,087.560,-- berechnet - ein allfälliges (in der Verletzung elterlicher Fürsorgepflichten durch Vernachlässigung der Gurtenanlegepflicht seines minderjährigen Sohnes und Beifahrers erblicktes) Mitverschulden des Beklagten als Unfallmitbeteiligter nur mehr für diesen Teil des eingetretenen (Personen-)Schadens im Sinne des Art römisch III Absatz eins, 2. Satz der 3. KFG-Novelle als ursächlich wertet. Der Nachweis, daß dieser Schaden auch bei rechtmäßigem Alternativverhalten (nämlich Anlegung des Sicherheitsgurtes) eingetreten wäre vergleiche Art römisch III Absatz eins, letzter Satz leg cit) muß zufolge der von den Tatsacheninstanzen hiezu getroffenen Negativfeststellung als gescheitert angesehen werden; für den Schmerzengeld begründenden Körperschaden seines Sohnes ist daher "die Kausalität seiner [des Beklagten] Pflichtwidrigkeit" (ZVR 1993/122 mwN) - nämlich Mißachtung des Kindeswohls durch Unterlassung einer nachdrücklichen Aufforderung samt pflichtgemäßer Einhaltung dieser Anlegepflicht statt eines bloß "reaktionslosen Hinnehmens" vergleiche OLG Linz 4 R 80/97f im Vorakt 1 Cg 23/96x) des Mitfahrens am Beifahrersitz in seinem PKW ohne gleichzeitig angelegten Sicherheitsgurt - als gegeben zu erachten. Insoweit ist diese Verpflichtung nämlich nicht weniger als Schutzgesetz iS des Paragraph 1311, ABGB zu werten, mit dem für Kinder die höhere Gefährdung bei der Beförderung vermieden bzw deren Verletzungsrisiko herabgesetzt werden soll, als die die Personenbeförderung von Kindern unter 12 Jahren, welche kleiner als 150 cm sind, regelnden Absatz eins a und 1b des Paragraph 106, KFG: Sorgt der Fahrzeuglenker nicht für die vorgeschriebene Sicherung eines solchen mitbeförderten Kindes durch Verwendung der hierin vorgeschriebenen Kinderrückhalteeinrichtungen, so kann sich eine dritte Person, die (etwa wie hier) einen Verkehrsunfall alleine verschuldet hat, nach Befriedigung der Schadenersatzansprüche des Kindes mit Rückgriffs- und Ausgleichsansprüchen an den Halter und Lenker (bzw den Kfz-Haftpflichtversicherer des das Kind befördernden Fahrzeuges) wenden, vor allem dann, wenn die nach Nichtverwendung der Kinderrückhalteeinrichtungen festgestellten Verletzungen des Kindes nach einem Verkehrsunfall aufgrund der unterbliebenen Sicherung erwiesenermaßen schwerer waren als sie es bei ordnungsgemäßer Sicherung gewesen wären. In diesem Fall trifft jedenfalls den das Kind befördernden Fahrzeuglenker (Halter, Kfz-Versicherer) die Verschuldens- und Kausalitätsvermutung; der Übertreter des Schutzgesetzes muß daher zur Haftungsbefreiung beweisen, daß die Verletzungen des Kindes auch bei vorschriftsgemäßer Verwendung der Kinderrückhalteeinrichtungen in zumindest gleicher Weise eingetreten wären. Gelingt ihm dieser Beweis nicht, so haftet er insoweit entsprechend dem nach den Umständen des Einzelfalles anzunehmenden Verschulden (bzw der Betriebsgefahr) nach den Regeln des Paragraph 11, EKHG zivilrechtlich anteilsmäßig für die Verletzungen des Kindes (ausführlich Messiner, Kinderrückhalteeinrichtungen in Kfz, ZVR 1993, 165 [168]). Es wäre nun ein unvertretbarer Wertungswiderspruch, einem Elternteil als Lenker zwar die Mitbeförderung eines Kindes unter 12 Jahren am vorderen Beifahrersitz, weil dieser eine Größe von über 150 cm aufweist, zu gestatten, die geschilderte zivilrechtliche Sanktion samt Verschuldens- und Kausalitätsvermutung in einem Fall wie dem hier zur Beurteilung anstehenden (Unterbleiben des vorgeschriebenen Angurtens; Negativfeststellung zum hiedurch vermeidbaren Verletzungsumfang) jedoch nicht ebenso wie bei einem zwar gleichaltrigen, jedoch nur unter 150 cm großen Kind zur Anwendung kommen zu lassen. Der Schuld- und Unrechtsgehalt eines derartigen aufsichtspflichtigen Lenkers gegenüber seinem minderjährigen, nicht gesicherten Kind kann wohl nicht anders (milder) beurteilt und bewertet werden, sodaß auch hier im Zweifel (also bei Negativfeststellung über den Schwereeintritt der Verletzungsfolgen) dieser Nachteil zu Lasten des rechtswidrig Handelnden (Vaters) eben wegen dieser Rechtswidrigkeit seines Handelns (Unterlassens) ausschlägt vergleiche nochmals Messiner, aaO).

Daß den Beklagten hieran ein größeres Verschulden als (bloß leichte) Fahrlässigkeit getroffen hätte, behauptet die Klägerin nicht.

Daraus ist jedoch für sie im Ergebnis nichts gewonnen, sodaß letztlich auch unerörtert bleiben kann, ob in einem solchen Fall überhaupt die von der Revisionswerberin für ihre Regreßforderung zugrundegelegte Mitverschuldensquote von einem Viertel mit der diesbezüglich von der Rechtsprechung angenommenen Regelmitverschuldensquote eines Geschädigten selbst vergleiche etwa MGA EKHG6 E 181 zu Paragraph 7,) gleichgesetzt und argumentativ begründet werden kann. Dies aus folgenden weiteren Überlegungen:

Da die dem minderjährigen Sohn des Beklagten (bisher) erbrachten und künftig noch zu erbringenden Leistungen aus dem Schadensfall vom 24. 10. 1994 aus dem Versicherungsverhältnis des versicherten Halters des beteiligten anderen Fahrzeuges (welcher wiederum für das Alleinverschulden seiner Lenkerin einzustehen hat) resultiert, beruht das Regreßrecht dieser Versicherung nicht auf der Legalzessionsnorm des Paragraph 67, VersVG (der in seinem Absatz 2, ein ausdrückliches sog Familienangehörigen-Privileg gegenüber in häuslicher Gemeinschaft mit dem Versicherungsnehmer lebenden Familienangehörigen statuiert), sondern vielmehr - wie das Berufungsgericht zutreffend erkannt hat - auf der allgemeinen Bestimmung des Paragraph 896, in Verbindung mit Paragraph 1302, ABGB. Der Oberste Gerichtshof hat hiezu schon frühzeitig judiziert, daß der Versicherer des einen Fahrzeuges, welcher die Insassen des anderen Fahrzeuges entschädigt hat, jedenfalls an dem alleinschuldigen Halter dieses anderen Fahrzeuges Regreß nehmen kann (VersR 1961, 335). Selbiges muß auch bei einem bloß mitschuldigen Halter gelten; ob diese Mitschuld den Verkehrsunfall, also das eigentliche Schadensereignis an sich, oder bloß - wie hier - die durch dieses Schadensereignis ausgelöste Schadenshöhe (hier: den Verletzungsumfang) betrifft, kann hiebei keinen grundsätzlichen Unterschied bilden. Anders als der deutsche Bundesgerichtshof - begründet mit dem Schutzzweck der Versicherungsleistung (VersR 1964, 391, VersR 1979, 256) -, dessen Rechtsprechung zwischenzeitlich auch im deutschen Sozialgesetzbuch (SGB) römisch zehn Paragraph 116, Absatz 6, Niederschlag gefunden hat (siehe hiezu auch Reischauer, Familienhaftungsprivileg im Sozialversicherungs- und im Sozialrecht/Regreß auf den Haftpflichtversicherer, DRdA 1998, 1 ff und 85 ff [2]), hat der Oberste Gerichtshof eine Analogie zu Paragraph 67, Absatz 2, VersVG für die Begründung eines solchen Familienhaftungsprivilegs über den Wortlaut (und die ratio) dieser Gesetzesstelle hinaus stets abgelehnt (Nachweise bei Reischauer, aaO, insbesondere ZVR 1971/128, 144 und 181, SZ 43/108) - dies unter Bezug auf die in VR 1967, 224 ff (= FS Schmitz römisch II 353 ff) veröffentlichte grundlegende Abhandlung von Krejci, Der Ausschluß des Überganges von Schadenersatzforderungen gegen Familienangehörige auf die Sozialversicherungsträger (Paragraph 332, ASVG, Paragraph 1542, RVO). Inwieweit der aus Paragraph 67, Absatz 2, VersVG - und ebenso auch aus den einschlägigen Sozialversicherungsgesetzen (Reischauer, aaO 3, 9, 88, 92 f) - hervorgehende Zweck der Vermeidung von auch nur mittelbaren Belastungen des Versicherungsnehmers, daß also die Leistung des Versicherers für den Versicherungsnehmer wertlos werde, weil der Regreß gegen den Angehörigen wirtschaftlich ja den letzteren trifft (MGA VersVG4 E 100 zu Paragraph 67 ;, Prölss/Martin, VersVG26 Rn 36 zu Paragraph 67 ;, SZ 68/107 = ZVR 1997/14; VersR 1997, 991 = VersE 1693), unter Umständen zu einem Überdenken dieser (gegenüber der deutschen Rechtslage restriktiven) Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes Anlaß geben könnte, kann freilich hier dahingestellt bleiben: Als besonderes Verhältnis unter den "Mitschuldigen" ist nämlich beim Regreß nach Paragraphen 1302,, 896 ABGB das Ausmaß ihrer Beteiligung, also der Verschuldensanteile und Verursachungsanteile, anzusehen, nach dem sich dann die endgültige Haftung im Innenverhältnis bestimmt (Koziol, Haftpflichtrecht I3 Rz 14/25 spricht hier zutreffend von der "Schwere der Zurechnungsmomente"), wobei ein eigener grober Sorgfaltsverstoß unter Umständen sogar bis zur gänzlichen Vernachlässigung des Mitverschuldens des anderen Regreßpflichtigen führen kann (8 Ob 611/91; RIS-Justiz RS0017501).

Dieses, auch vom Berufungsgericht gefundene Ergebnis, trifft im hier vorliegenden Fall zu: Unter den Umständen, unter welchen sich der Unfall ereignete, nämlich einer besonders massiven Vorrangverletzung der benachrangten Lenkerin des Fahrzeuges des Versicherungsnehmers der klagenden Partei, ohne daß auch dem Beklagten als Lenker und Halter des bevorrangten Fahrzeuges ein auch nur geringes Mitverschulden am Unfallhergang anzulasten ist (schon in der Klage wurde dieses Alleinverschulden der Renate H* ausdrücklich zugestanden), tritt die (einzige) Pflichtverletzung des Beklagten als Vater und Aufsichtspflichtiger seines minderjährigen Sohnes nach Auffassung des Senates in der Tat derart zurück, daß sie bei der Festsetzung der Verschuldens- und Verursachungsanteile ("Zurechnungsmomente") bezogen auf die nach dem Vorgesagten einzig zu seinen Lasten auszulegende Negativfeststellung im Bezug auf den Verletzungsumfang durch das Nichttragen eines Sicherheitsgurtes gemäß den zitierten Gesetzesstellen zu vernachlässigen ist (RIS-Justiz RS0017501). Einen über die Anschnallpflicht des minderjährigen Beifahrers hinausgehenden Vorwurf erhebt die Klägerin selbst nicht, ebenso nicht, daß es sich bei dieser Mißachtung am Unfalltag nicht etwa um eine bloß einmalige, sondern ständig praktizierte (geradezu gewohnheitsmäßige) Übung des Beklagten gegenüber seinem Sohn gehandelt hätte.

Wenngleich der Senat nicht übersieht, daß die Verpflichtung des Beklagten, als Vater dafür Sorge zu tragen, daß sein mitfahrendes minderjähriges Kind im PKW dem Gesetz gemäß angegurtet gewesen wäre, eine wichtige und für die Sicherheit im Verkehr überaus bedeutsame (im Regelfall auch zivilrechtlich entsprechend sanktionierte) Schutzvorschrift ist, so ist doch im vorliegenden Fall das klageabweisliche Ergebnis des Berufungsgerichtes damit nicht nur - und zwar nicht zuletzt auch in fallbezogener Wertung und Würdigung der Ergebnisse des Vorverfahrens 1 Cg 23/96x des Landesgerichtes Ried, in welchem ein direktes und schmerzengeldkürzendes Mitverschulden des unangegurteten Beifahrers aus ähnlichen Erwägungen rechtskräftig verneint worden war - sachgerecht, sondern auch rechtsrichtig, weshalb der hiegegen ankämpfenden Revision der klagenden Partei aus allen diesen Erwägungen ein Erfolg zu versagen ist. Diese Ausführungen betreffen dabei gleichermaßen das Leistungs- wie auch das Feststellungsbegehren.

Die Kostenentscheidung beruht auf Paragraphen 41,, 50 ZPO.

Textnummer

E53036

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:E53036

Im RIS seit

25.03.1999

Zuletzt aktualisiert am

03.08.2023

Dokumentnummer

JJT_19990223_OGH0002_0070OB00041_99A0000_000