Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 10ObS89/88 10ObS108/88...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0085727

Geschäftszahl

10ObS89/88; 10ObS108/88; 10ObS30/90; 10ObS80/91; 10ObS144/92; 10ObS248/95; 10ObS22/99d; 10ObS118/00a; 10ObS3/15m; 10ObS44/15s; 10ObS114/15k; 10Ob112/18w

Entscheidungsdatum

31.05.1988

Norm

ASVG §273 Abs1

Rechtssatz

Kein unzumutbarer sozialer Abstieg vom einfachen Vertreter im Außendienst, der mit Musterkoffern reist, zum Angestellten in einem Büro, mag es sich dabei auch um untergeordnete Agenden ohne besondere Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit handeln.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 89/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 10 ObS 89/88
    Veröff: SSV-NF 2/57
  • 10 ObS 108/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 10 ObS 108/88
  • 10 ObS 30/90
    Entscheidungstext OGH 06.02.1990 10 ObS 30/90
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Vieheinkäufer und Viehverkäufer im Außendienst - Verweisung auf Beschäftigungsgruppe 2 zumutbar. (T1) Veröff: SSV-NF 4/17
  • 10 ObS 80/91
    Entscheidungstext OGH 26.03.1991 10 ObS 80/91
    Vgl auch; Beisatz: Hier: LKW-Verkäufer und Vertreter auf Provisionsbasis ohne unzumutbaren sozialen Abstieg auf Tätigkeiten eines kaufmännischen Angestellten in der Verwendungsgruppe 2 verweisbar. (T2)
    Veröff: SSV-NF 5/34
  • 10 ObS 144/92
    Entscheidungstext OGH 30.06.1992 10 ObS 144/92
    Vgl auch; Beisatz: Verweisung eines (einer) Angestellten der Beschäftigungsgruppe 3 (Verwendungsgruppe 3) des Kollektivvertrages auf Tätigkeiten der nächstniedrigen Gruppe ist in der Regel mit keinem unzumutbaren sozialen Abstieg verbunden. (T3)
  • 10 ObS 248/95
    Entscheidungstext OGH 28.11.1995 10 ObS 248/95
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 10 ObS 22/99d
    Entscheidungstext OGH 09.02.1999 10 ObS 22/99d
    Vgl auch
  • 10 ObS 118/00a
    Entscheidungstext OGH 23.05.2000 10 ObS 118/00a
    Vgl auch; Beis wie T3; Beisatz: Auch wenn es sich dabei um Arbeiten mit weniger Eigenverantwortung handelt. Gewisse Einbußen an Entlohnung und sozialem Prestige muss ein (eine) Versicherte (Versicherter) hinnehmen. (T4)
  • 10 ObS 3/15m
    Entscheidungstext OGH 24.02.2015 10 ObS 3/15m
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 10 ObS 44/15s
    Entscheidungstext OGH 30.06.2015 10 ObS 44/15s
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Verweisung eines Bankangestellten in der Beschäftigungsgruppe G auf Tätigkeiten der nächstniedrigeren Beschäftigungsgruppe F. (T5)
  • 10 ObS 114/15k
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 10 ObS 114/15k
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 10 Ob 112/18w
    Entscheidungstext OGH 22.01.2019 10 Ob 112/18w
    Vgl auch; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0085727

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19880531_OGH0002_010OBS00089_8800000_001

Rechtssatz für 10ObS30/90 10ObS20/93 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0084440

Geschäftszahl

10ObS30/90; 10ObS20/93; 10ObS93/94; 10ObS2240/96a; 10ObS22/99d; 10ObS58/99y; 10ObS85/99v; 10ObS198/99m; 10ObS270/03h; 10ObS71/06y; 10ObS93/06h; 10ObS2/10g

Entscheidungsdatum

06.02.1990

Norm

ASVG §255 Ba
ASVG §273 Abs3

Rechtssatz

Reichen Ausbildung, Kenntnisse und Fähigkeiten eines Versicherten nicht aus, um auch andere als die allgemein zu einer Berufsgruppe (Beschäftigungsgruppe) gehörenden Tätigkeiten auszuüben, dann kann er nur den Berufsschutz jener Berufsgruppe beanspruchen, der Versicherte von ähnlicher Ausbildung und gleichwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten angehören (so schon SSV-NF 3/41).

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 30/90
    Entscheidungstext OGH 06.02.1990 10 ObS 30/90
    Veröff: SSV-NF 4/17
  • 10 ObS 20/93
    Entscheidungstext OGH 30.03.1993 10 ObS 20/93
    Vgl; Beisatz: Verfügt nämlich die Versicherte nicht über jene Kenntnisse und Fertigkeiten, die Angestellte üblicherweise besitzen, die in den Verwendungsgruppen vier und fünf des genannten Kollektivvertrages eingestuft sind, kann sie auch nicht den Berufsschutz solcher Angestellten in Anspruch nehmen. (T1)
  • 10 ObS 93/94
    Entscheidungstext OGH 14.04.1994 10 ObS 93/94
    Vgl; Beis wie T1
  • 10 ObS 2240/96a
    Entscheidungstext OGH 20.08.1996 10 ObS 2240/96a
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Die Versicherte verfügte zwar über Kenntnisse und Fähigkeiten, die ihr ermöglichten, auf ihrem konkreten Arbeitsplatz als Angestellte im Versicherungsdienst eine Tätigkeit in dem in der Beschäftigungsgruppe 4 des Kollektivvertrags der Handelsangestellten Österreichs umschriebenen Umfang zu entfalten, verfügte aber sonst über keinerlei Kenntnisse und Fähigkeiten dieser Verwendungsgruppe - Verweisung in die Beschäftigungsgruppe 2 möglich. (T2)
  • 10 ObS 22/99d
    Entscheidungstext OGH 09.02.1999 10 ObS 22/99d
    Vgl auch
  • 10 ObS 58/99y
    Entscheidungstext OGH 16.03.1999 10 ObS 58/99y
    Auch; Beis wie T2
  • 10 ObS 85/99v
    Entscheidungstext OGH 04.05.1999 10 ObS 85/99v
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis ähnlich wie T2
  • 10 ObS 198/99m
    Entscheidungstext OGH 14.09.1999 10 ObS 198/99m
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 10 ObS 270/03h
    Entscheidungstext OGH 16.12.2003 10 ObS 270/03h
    Auch; Beis wie T1; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Hier: Verweisung von Beschäftigungsgruppe 4 des Kollektivvertrages für Handelsangestellte in Beschäftigungsgruppe2. (T3)
  • 10 ObS 71/06y
    Entscheidungstext OGH 17.08.2006 10 ObS 71/06y
    Auch; Beis wie T2
  • 10 ObS 93/06h
    Entscheidungstext OGH 17.08.2006 10 ObS 93/06h
    Auch; Beis wie T2
  • 10 ObS 2/10g
    Entscheidungstext OGH 01.06.2010 10 ObS 2/10g
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Hier: Versicherter war Croupier. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0084440

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.06.2010

Dokumentnummer

JJR_19900206_OGH0002_010OBS00030_9000000_001

Rechtssatz für 10ObS56/93 10ObS311/97a...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0084587

Geschäftszahl

10ObS56/93; 10ObS311/97a; 10ObS22/99d; 10ObS29/99h; 10ObS282/02x; 10ObS22/03p; 10ObS109/06m; 10ObS29/08z; 10ObS83/08s; 10ObS48/14b; 10ObS49/17d; 10ObS28/18t

Entscheidungsdatum

21.12.1993

Norm

ASVG §255 Da
ASVG §273

Rechtssatz

Ein ursprünglich vollzeitig beschäftigt gewesener Versicherter kann auf Teilzeitarbeit verwiesen werden, durch die er wenigstens die Hälfte des Entgeltes eines gesunden Vollzeitbeschäftigten erzielen kann.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 56/93
    Entscheidungstext OGH 21.12.1993 10 ObS 56/93
    Veröff: SZ 66/184
  • 10 ObS 311/97a
    Entscheidungstext OGH 30.09.1997 10 ObS 311/97a
    Vgl auch
  • 10 ObS 22/99d
    Entscheidungstext OGH 09.02.1999 10 ObS 22/99d
    Vgl auch
  • 10 ObS 29/99h
    Entscheidungstext OGH 18.02.1999 10 ObS 29/99h
  • 10 ObS 282/02x
    Entscheidungstext OGH 17.09.2002 10 ObS 282/02x
    Beisatz: Zu prüfen ist allerdings, ob für solche dem Leistungskalkül entsprechenden Verweisungstätigkeiten eine entsprechende Anzahl von Teilzeitarbeitsplätzen vorhanden ist. (T1)
  • 10 ObS 22/03p
    Entscheidungstext OGH 04.03.2003 10 ObS 22/03p
    Beisatz: Bei der Prüfung der sog "Lohnhälfte" ist nicht auf die bisherigen Verdienstmöglichkeiten abzustellen, sondern auf die Einkommensverhältnisse bei "Ganztagsarbeit in den in Betracht kommenden Verweisungstätigkeiten". (T2)
  • 10 ObS 109/06m
    Entscheidungstext OGH 12.09.2006 10 ObS 109/06m
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Der an der Höhe des regelmäßig erzielbaren Entgelts zu messenden vollen Arbeitsfähigkeit der typisierten Vergleichsperson ist sodann die nach demselben Kriterium zu messende individuelle Arbeitsfähigkeit des (der) Versicherten gegenüber zu stellen. (T3)
  • 10 ObS 29/08z
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 10 ObS 29/08z
    Auch; Beis wie T3
  • 10 ObS 83/08s
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 10 ObS 83/08s
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 10 ObS 48/14b
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 10 ObS 48/14b
  • 10 ObS 49/17d
    Entscheidungstext OGH 25.04.2017 10 ObS 49/17d
    Beisatz: Die Bezugnahme auf den Durchschnittsverdienst bedeutet nur, dass in der Regel nicht von dem Entgelt ausgegangen wird, das unter Ausschöpfung aller Möglichkeiten (Überstunden, Akkord etc) in Einzelfällen erzielt werden kann, sondern dass regelmäßig auf die Normalarbeitszeit abzustellen ist. (T4)
  • 10 ObS 28/18t
    Entscheidungstext OGH 17.04.2018 10 ObS 28/18t
    Beisatz: Nach der Rechtsprechung ist jedenfalls bei einer möglichen Arbeitszeit von vier Stunden täglich (oder zwanzig Stunden wöchentlich) davon auszugehen, dass die gesetzliche Lohnhälfte erzielt werden kann. In den entsprechenden Kollektivverträgen wird oftmals auf Stundenlöhne abgestellt; überdies werden Teilzeitbeschäftigte von verschiedenen nationalen und unionsrechtlichen Bestimmungen im Arbeitsrecht vor einer unzulässigen Benachteiligung gegenüber Vollzeitbeschäftigten geschützt. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0084587

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19931221_OGH0002_010OBS00056_9300000_001

Rechtssatz für 10ObS158/98b 10ObS360/98...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0110071

Geschäftszahl

10ObS158/98b; 10ObS360/98h; 10ObS22/99d; 10ObS26/99t; 10ObS111/99t; 10ObS182/00p; 10ObS233/00p; 10ObS41/01d; 10ObS148/01i; 10ObS358/01x; 10ObS164/02v; 10ObS309/01s; 10ObS276/02i; 10ObS339/02d; 10ObS59/04f; 10ObS16/09i; 10ObS146/11k; 10ObS149/11a; 10ObS125/12y; 10ObS7/15z; 10ObS148/15k

Entscheidungsdatum

19.05.1998

Norm

ASVG §253d Abs1
ASVG §255 E

Rechtssatz

Kann ein Versicherter seinen bisherigen Beruf weiterhin ausüben, dann bedarf es keiner Untersuchungen über die Zahl der Arbeitsplätze in anderen Berufen, den sogenannten Verweisungsberufen (SSV-NF 1/23; vgl auch SSV-NF 1/68; SSV-NF 3/2; 10 ObS 307/92; 10 ObS 98/93; 10 ObS 145/95; 10 ObS 16/97v).

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 158/98b
    Entscheidungstext OGH 19.05.1998 10 ObS 158/98b
  • 10 ObS 360/98h
    Entscheidungstext OGH 10.11.1998 10 ObS 360/98h
    Auch
  • 10 ObS 22/99d
    Entscheidungstext OGH 09.02.1999 10 ObS 22/99d
    Auch; Beisatz: Kann ein Versicherter die zuletzt ausgeübten Tätigkeiten noch verrichten, dann stellt sich die Frage der Verweisung auf andere Tätigkeiten gar nicht (SSV-NF 3/2). (T1)
  • 10 ObS 26/99t
    Entscheidungstext OGH 29.06.1999 10 ObS 26/99t
    Vgl auch; Beisatz: Kann der Versicherte seine bisherige Tätigkeit weiter ausüben, stellt sich die Frage nach der "Lohnhälfte" nicht. (T2)
  • 10 ObS 111/99t
    Entscheidungstext OGH 01.06.1999 10 ObS 111/99t
    Vgl auch
  • 10 ObS 182/00p
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 10 ObS 182/00p
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 10 ObS 233/00p
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 10 ObS 233/00p
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1
  • 10 ObS 41/01d
    Entscheidungstext OGH 20.03.2001 10 ObS 41/01d
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Der Tätigkeitsschutz ist auf die Arbeiten einzuschränken, die der Versicherte im Beobachtungszeitraum überwiegend tatsächlich verrichtete. (Hier: Hausbesorger, der zufolge der bestehenden gesundheitlichen Einschränkungen schon während des Beobachtungszeitraumes nicht in der Lage war, alle mit der Tätigkeit eines Hausbesorgers verbundenen Arbeiten auszuführen, und jene Arbeiten, die seine Leistungsfähigkeit überstiegen, von seinen Familienangehörigen ausführen ließ.) (T3)
  • 10 ObS 148/01i
    Entscheidungstext OGH 28.06.2001 10 ObS 148/01i
    Vgl; Beisatz: Kann der Versicherte die von ihm im Beobachtungszeitraum überwiegend ausgeübte Tätigkeit auch unter Berücksichtigung der gesundheitsbedingten Einschränkungen seiner Arbeitsfähigkeit weiterhin verrichten, fehlt es an der im § 253d Abs 1 Z 4 ASVG genannten Voraussetzung, weil der Versicherte dann noch imstande ist, durch diese Tätigkeit wenigstens die Hälfte des Entgeltes zu erwerben, das ein völlig gesunder Versicherter regelmäßig dadurch zu erzielen pflegt. (T4)
  • 10 ObS 358/01x
    Entscheidungstext OGH 13.11.2001 10 ObS 358/01x
    Vgl; Beis wie T4; Beisatz: Hier: § 253d Abs 1 Z 4 ASVG in der Fassung vor dem SVÄG 2000. (T5)
  • 10 ObS 164/02v
    Entscheidungstext OGH 23.07.2002 10 ObS 164/02v
    Ähnlich; Beisatz: Kann ein Versicherter seinen bisherigen Beruf weiterhin ausüben, erübrigt sich die Prüfung, ob die Voraussetzungen nach § 255 Abs 2 ASVG vorliegen. (T6)
  • 10 ObS 309/01s
    Entscheidungstext OGH 18.06.2002 10 ObS 309/01s
    Auch
  • 10 ObS 276/02i
    Entscheidungstext OGH 17.09.2002 10 ObS 276/02i
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Der Berufsschutz muss daher nicht geprüft werden. (T7)
  • 10 ObS 339/02d
    Entscheidungstext OGH 12.11.2002 10 ObS 339/02d
    Vgl auch; Beisatz: Kann einer Versicherter den von ihm erlernten und im maßgebenden Zeitraum auch überwiegend ausgeübten Beruf weiterhin ausüben, ist er nicht invalid im Sinn des § 255 ASVG. (T8)
  • 10 ObS 59/04f
    Entscheidungstext OGH 27.04.2004 10 ObS 59/04f
    Vgl auch; Beis wie T8; Beisatz: Ob dieser überwiegend ausgeübte Beruf vom Aussterben bedroht ist oder im bisher ausgeübten Beruf ein relevanter Arbeitsmarkt vorhanden ist, spielt für die Invalidität im Sinn des § 255 ASVG keine Rolle. (T9)
  • 10 ObS 16/09i
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 16/09i
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 10 ObS 146/11k
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 10 ObS 146/11k
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 10 ObS 149/11a
    Entscheidungstext OGH 13.03.2012 10 ObS 149/11a
    Auch; Beis wie T6
    Veröff: SZ 2012/33
  • 10 ObS 125/12y
    Entscheidungstext OGH 02.10.2012 10 ObS 125/12y
    Vgl; Beis wie T6
  • 10 ObS 7/15z
    Entscheidungstext OGH 30.06.2015 10 ObS 7/15z
    Beisatz: Dies gilt auch für den Beruf, auf den der Versicherte rehabilitiert wurde. (T10)
  • 10 ObS 148/15k
    Entscheidungstext OGH 19.01.2016 10 ObS 148/15k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110071

Im RIS seit

18.06.1998

Zuletzt aktualisiert am

11.02.2016

Dokumentnummer

JJR_19980519_OGH0002_010OBS00158_98B0000_002

Entscheidungstext 10ObS22/99d

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

10ObS22/99d

Entscheidungsdatum

09.02.1999

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Bauer als Vorsitzenden und die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Ehmayr und Dr. Steinbauer sowie die fachkundigen Laienrichter Gerhard Kriegl (aus dem Kreis der Arbeitgeber) und Mag. Karl Dirschmied (aus dem Kreis der Arbeitnehmer) als weitere Richter in der Sozialrechtssache der klagenden Partei Manfred S*****, Angestellter, derzeit ohne Beschäftigung, ***** vertreten durch Dr. Sonja Krutzler-Hackenberger, Rechtsanwältin in Graz, wider die beklagte Partei Pensionsversicherungsanstalt der Angestellten, 1021 Wien, Friedrich Hillegeist-Straße 1, vor dem Obersten Gerichtshof nicht vertreten, wegen Berufungsunfähigkeitspension, infolge Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Graz als Berufungsgerichtes in Arbeits- und Sozialrechtssachen vom 1. Oktober 1998, GZ 7 Rs 165/98h-32, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Graz als Arbeits- und Sozialgerichtes vom 17. März 1998, GZ 35 Cgs 227/96k-24, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision wird nicht Folge gegeben.

Die klagende Partei hat die Kosten ihres Rechtsmittels selbst zu tragen.

Text

Entscheidungsgründe:

Rechtliche Beurteilung

Die im angefochtenen Urteil enthaltene rechtliche Beurteilung der Sache, wonach der am 17. 3. 1946 geborene und am Stichtag 1. 11. 1995 daher 49 Jahre alte Kläger, der von 1971 bis 1992 als Verkaufsleiter und Reisender, von 1993 bis Mai 1995 als Verkäufer und Arbeitsvorbereiter berufstätig und seither arbeitslos war, unter Berücksichtigung des medizinischen Leistungskalküls und der Anforderungen in den zuletzt ausgeübten Berufen die Voraussetzungen für die Zuerkennung der Berufsunfähigkeitspension nach § 273 Abs 1 ASVG nicht erfüllt, ist zutreffend (vgl § 510 Abs 3 zweiter Satz ZPO). Nach den Feststellungen der Tatsacheninstanzen kann er die über 20 Jahre lang ausgeübte Tätigkeit eines Reisenden/Verkaufsleiters, aber auch die zuletzt nahezu zwei Jahre lang ausgeübte und ganz offensichtlich nicht mit überwiegendem Stehen verbundene Tätigkeit eines Verkäufers und Arbeitsvorbereiters ohne Gefährdung seiner Gesundheit weiterhin ausüben. Lediglich reine Verkäufertätigkeiten (überwiegend im Stehen auszuüben) wurden von den Vorinstanzen - allerdings ohne jede Prüfung der Möglichkeit einer an sich durchaus zulässigen Verweisung des Klägers auf Teilzeitbeschäftigung (SSV-NF 7/126 = SZ 66/184 = JBl 1994,425 = ZAS 1995,199/24 = DRdA 1994,516; SSV-NF 9/46 ua) - ausgeschieden, weil für ihn Arbeiten im Gehen um die Hälfte und Arbeiten im Stehen um ein Drittel eines Arbeitstages verkürzt werden müßten. Kann aber ein Versicherter die zuletzt ausgeübten Tätigkeiten noch verrichten, dann stellt sich nach ständiger Rechtsprechung (SSV-NF 3/2 uva) die Frage der Verweisung auf andere Tätigkeiten gar nicht (die vom Berufungsgericht zitierte E 10 ObS 75/94 = SVSlg 40.621 betrifft allerdings - ebenso wie SSV-NF 5/65 oder 6/19 - nicht den Fall des § 273 Abs 1 ASVG, sondern den des § 255 Abs 1 und 2 ASVG und ist daher nicht einschlägig). Da der Kläger jahrzehntelang in kaufmännischen Berufen tätig war, kann er sich auch nicht auf einen Mangel an kaufmännischer Ausbildung berufen (vgl SSV-NF 4/17; der Hinweis des Revisionswerbers auf die E 10 ObS 178/98, die einen Pflegegeldfall betrifft, ist ein offenbares Fehlzitat). Die Revisionsausführungen, wonach auch der Gesundheitszustand des Klägers die Ausübung seines Berufes nicht zulasse, gehen nicht von den Feststellungen der Tatsacheninstanzen aus, insoweit ist die Rechtsrüge nicht gesetzgemäß dargestellt. Selbst wenn man aber davon ausginge, daß der Kläger überhaupt keine Verkaufstätigkeiten mehr ausüben könnte, wäre seine Verweisbarkeit im Rahmen einfacher kaufmännischer Berufe, die nicht vorwiegend im Gehen oder Stehen ausübbar sind (vgl zB SSV-NF 9/103; 10/85), gegeben.

Der Revision ist daher ein Erfolg zu versagen.

Die Kostenentscheidung beruht auf § 77 Abs 1 Z 2 lit b ASGG. Gründe für einen Kostenzuspruch nach Billigkeit sind nicht ersichtlich.

Anmerkung

E53064 10C00229

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:010OBS00022.99D.0209.000

Dokumentnummer

JJT_19990209_OGH0002_010OBS00022_99D0000_000