Rechtssatz für 7Ob731/88 1Ob508/95 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0069657

Geschäftszahl

7Ob731/88; 1Ob508/95; 1Ob1/97x; 9Ob313/98i; 8Ob240/01d; 5Ob184/10k

Entscheidungsdatum

24.01.2011

Norm

MRG §1 Abs2 Z3
MRG §29
  1. MRG § 1 heute
  2. MRG § 1 gültig ab 01.04.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 25/2009
  3. MRG § 1 gültig von 01.10.2006 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 124/2006
  4. MRG § 1 gültig von 01.01.2002 bis 30.09.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 161/2001
  5. MRG § 1 gültig von 01.03.1994 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 800/1993
  6. MRG § 1 gültig von 01.03.1991 bis 28.02.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 68/1991
  1. MRG § 29 heute
  2. MRG § 29 gültig ab 01.04.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 25/2009
  3. MRG § 29 gültig von 01.10.2006 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 124/2006
  4. MRG § 29 gültig von 01.07.2000 bis 30.09.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 36/2000
  5. MRG § 29 gültig von 01.03.1997 bis 30.06.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/1997
  6. MRG § 29 gültig von 01.03.1994 bis 28.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 800/1993
  7. MRG § 29 gültig von 01.03.1991 bis 28.02.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 68/1991

Rechtssatz

Verpflichtungen, wonach die Kündigungsbeschränkungen des MG (bzw nunmehr des MRG) durch eine vor oder gleichzeitig mit Abschluß des Mietvertrages getroffene Räumungsverpflichtung umgangen werden, sind unwirksam. Dies gilt auch dann, wenn die Räumungsverpflichtung im Zusammenhang mit der Verlängerung eines gemäß Paragraph eins, Absatz 2, Ziffer 3, MRG vom MRG vollständig ausgenommenen Mietverhältnisses mit bestimmtem Endtermin getroffen wird.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 731/88
    Entscheidungstext OGH 19.01.1989 7 Ob 731/88
    Veröff: ImmZ 1989,96 = WoBl 1989,76 (Würth)
  • 1 Ob 508/95
    Entscheidungstext OGH 27.02.1995 1 Ob 508/95
    Auch
  • 1 Ob 1/97x
    Entscheidungstext OGH 15.07.1997 1 Ob 1/97x
    Auch; Veröff: SZ 70/143
  • 9 Ob 313/98i
    Entscheidungstext OGH 25.11.1998 9 Ob 313/98i
    Auch; nur: Verpflichtungen, wonach die Kündigungsbeschränkungen des MG (bzw nunmehr des MRG) durch eine vor oder gleichzeitigen mit Abschluß des Mietvertrages getroffene Räumungsverpflichtung umgangen werden, sind unwirksam. (T1)
  • 8 Ob 240/01d
    Entscheidungstext OGH 08.08.2002 8 Ob 240/01d
    nur T1
  • 5 Ob 184/10k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2011 5 Ob 184/10k
    Auch; Beisatz: Die Unwirksamkeit eines gerichtlichen Räumungsvergleichs ist mit Feststellungsklage geltend zu machen. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0069657

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.05.2011

Dokumentnummer

JJR_19890119_OGH0002_0070OB00731_8800000_001

Rechtssatz für 7Ob731/88 1Ob717/89 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0070116

Geschäftszahl

7Ob731/88; 1Ob717/89; 3Ob598/89; 2Ob524/91; 8Ob501/91; 7Ob1540/94; 1Ob508/95; 9Ob1503/95; 7Ob2400/96h; 1Ob1/97x; 8Ob196/98a; 9Ob313/98i; 8Ob240/01d; 5Ob184/10k

Entscheidungsdatum

24.01.2011

Norm

MRG §29
  1. MRG § 29 heute
  2. MRG § 29 gültig ab 01.04.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 25/2009
  3. MRG § 29 gültig von 01.10.2006 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 124/2006
  4. MRG § 29 gültig von 01.07.2000 bis 30.09.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 36/2000
  5. MRG § 29 gültig von 01.03.1997 bis 30.06.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/1997
  6. MRG § 29 gültig von 01.03.1994 bis 28.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 800/1993
  7. MRG § 29 gültig von 01.03.1991 bis 28.02.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 68/1991

Rechtssatz

Kündigungsbeschränkungen des MRG können nicht durch eine vor oder gleichzeitig mit Abschluß des Mietvertrages getroffene Räumungsverpflichtung umgangen werden (so schon MietSlg 35343).

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 731/88
    Entscheidungstext OGH 19.01.1989 7 Ob 731/88
    Veröff: WoBl 1989,76 (Würth) = ImmZ 1989,96
  • 1 Ob 717/89
    Entscheidungstext OGH 21.02.1990 1 Ob 717/89
    Vgl; Beisatz: Dies gilt jedoch nicht, wenn der neue Mietvertrag nur eine Novation eines bereits bestehenden ist. (T1)
  • 3 Ob 598/89
    Entscheidungstext OGH 14.03.1990 3 Ob 598/89
    Veröff: SZ 63/42 = MietSlg XLI/14
  • 2 Ob 524/91
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 2 Ob 524/91
    Beisatz: Abschluß eines Räumungsvergleiches am Ende eines durchsetzbar befristeten Mietverhältnisses ist keine Umgehungshandlung (hier: Startwohnungsgesetz). (T2) Veröff: ImmZ 1991,456
  • 8 Ob 501/91
    Entscheidungstext OGH 31.08.1992 8 Ob 501/91
    Beisatz: Die einvernehmliche Auflösung auch nicht durchsetzbar befristeter Mietverhältnisse ist grundsätzlich zulässig. (T3)
  • 7 Ob 1540/94
    Entscheidungstext OGH 13.04.1994 7 Ob 1540/94
    Beisatz: Der Mieter steht aber auch nach Übergabe der Wohnung weiter unter Druck, wenn er rechtsirrtümlich der Meinung ist, die Unterfertigung des Räumungsvergleiches sei die einzige Möglichkeit, weiterhin in der Wohnung bleiben zu können. (T4)
  • 1 Ob 508/95
    Entscheidungstext OGH 27.02.1995 1 Ob 508/95
    Beisatz: Eine derartige Auflösungsvereinbarung ist ungültig, weil der Mieter unter solchen Umständen in der Regel unter Druck steht, sodaß seine Vertragsfreiheit insoweit nicht gegeben ist. (T5)
  • 9 Ob 1503/95
    Entscheidungstext OGH 29.03.1995 9 Ob 1503/95
  • 7 Ob 2400/96h
    Entscheidungstext OGH 02.04.1997 7 Ob 2400/96h
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 1/97x
    Entscheidungstext OGH 15.07.1997 1 Ob 1/97x
    Beis wie T5; Veröff: SZ 70/143
  • 8 Ob 196/98a
    Entscheidungstext OGH 24.08.1998 8 Ob 196/98a
    Beis wie T5; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 9 Ob 313/98i
    Entscheidungstext OGH 25.11.1998 9 Ob 313/98i
    Auch
  • 8 Ob 240/01d
    Entscheidungstext OGH 08.08.2002 8 Ob 240/01d
  • 5 Ob 184/10k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2011 5 Ob 184/10k
    Auch; Beisatz: Die Unwirksamkeit eines gerichtlichen Räumungsvergleichs ist mit Feststellungsklage geltend zu machen. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0070116

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.05.2011

Dokumentnummer

JJR_19890119_OGH0002_0070OB00731_8800000_002

Rechtssatz für 7Ob246/73 4Ob10/74 6Ob6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0017160

Geschäftszahl

7Ob246/73; 4Ob10/74; 6Ob639/76; 5Ob79/95; 1Ob2322/96v; 9Ob313/98i; 5Ob96/99z; 7Ob256/02a; 5Ob121/02h; 7Ob175/13f; 5Ob203/18s

Entscheidungsdatum

20.03.2019

Norm

ABGB §885
  1. ABGB § 885 heute
  2. ABGB § 885 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Eine Punktation liegt vor, wenn zwar noch nicht eine förmliche Urkunde, wohl aber ein Aufsatz über die Hauptpunkte des Vertrages errichtet und von den Parteien unterfertigt worden ist. Unter Hauptpunkten sind alle jene Punkte zu verstehen, worauf die Absicht der Parteien gerichtet ist, mögen diese an sich auch nebensächlich erscheinen (es muss daher ein in allen wesentlichen Punkten fertiger Vertrag vorliegen, dem nur die letzte, inhaltliche und förmliche Ausfertigung fehlt).

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 246/73
    Entscheidungstext OGH 14.01.1974 7 Ob 246/73
  • 4 Ob 10/74
    Entscheidungstext OGH 19.03.1974 4 Ob 10/74
    Veröff: JBl 1975,161 = Arb 9203 = ZAS 1976,216 (Rummel)
  • 6 Ob 639/76
    Entscheidungstext OGH 16.12.1976 6 Ob 639/76
    Auch
  • 5 Ob 79/95
    Entscheidungstext OGH 27.06.1995 5 Ob 79/95
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Punktation eines Wohnungseigentumsvertrages. (T1)
  • 1 Ob 2322/96v
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 2322/96v
    Auch; nur: Eine Punktation liegt vor, wenn zwar noch nicht eine förmliche Urkunde, wohl aber ein Aufsatz über die Hauptpunkte des Vertrages errichtet und von den Parteien unterfertigt worden ist. (T2)
    Veröff: SZ 70/197
  • 9 Ob 313/98i
    Entscheidungstext OGH 25.11.1998 9 Ob 313/98i
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Hier: Mangels Unterfertigung durch die Vertragschließenden kommt der Urkunde keine unmittelbar verpflichtende Wirkung einer Punktation zu. (T3)
  • 5 Ob 96/99z
    Entscheidungstext OGH 29.06.1999 5 Ob 96/99z
    Vgl auch; nur T2; Beis wie T1
  • 7 Ob 256/02a
    Entscheidungstext OGH 11.12.2002 7 Ob 256/02a
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Die Punktation gewährt bereits einen unmittelbaren Anspruch auf Vertragserfüllung. (T4)
  • 5 Ob 121/02h
    Entscheidungstext OGH 20.11.2002 5 Ob 121/02h
    Auch; nur T2; Beis wie T1
  • 7 Ob 175/13f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 175/13f
    Auch
  • 5 Ob 203/18s
    Entscheidungstext OGH 20.03.2019 5 Ob 203/18s
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0017160

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.05.2019

Dokumentnummer

JJR_19740114_OGH0002_0070OB00246_7300000_001

Entscheidungstext 9Ob313/98i

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

9Ob313/98i

Entscheidungsdatum

25.11.1998

Anmerkung

E52555 09A03138

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Maier als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Steinbauer, Dr. Spenling, Dr. Hradil und Dr. Hopf als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei R***** Kraftfahrzeughandels AG, *****, vertreten durch Dr. Roland Kassowitz, Rechtsanwalt in Wien, wider die beklagte Partei Dr. Helmut Platzgummer, Rechtsanwalt, Kohlmarkt 14, 1010 Wien, als Masseverwalter im Konkurs über das Vermögen der Dipl. Ing. W***** F***** Realitäten Besitz und Verwaltungs GesmbH, *****, wegen Feststellung der Unwirksamkeit eines Räumungsvergleichs (Streitwert S 1,200.000,--), infolge außerordentlicher Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien als Berufungsgericht vom 15. September 1998, GZ 40 R 309/98g-18, den

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Die außerordentliche Revision der beklagten Partei wird gemäß Paragraph 508 a, Absatz 2, ZPO mangels der Voraussetzungen des Paragraph 502, Absatz eins, ZPO zurückgewiesen (Paragraph 510, Absatz 3, ZPO).

Text

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Der beklagte Masseverwalter erkennt selbst, daß die aus der Spaltung der späteren Gemeinschuldnerin hervorgegangene (übernehmende) Gesellschaft, deren Gesamtrechtsnachfolgerin die Klägerin ist, erst durch die Eintragung im Firmenbuch am 28. 3. 1996 rechtlich existent wurde. Vor diesem Zeitpunkt konnte sie demnach selbst dann keine Mietrechte an dem der übertragenden Gesellschaft gehörenden Objekt erwerben, wenn der Beginn des Bestandvertrages nachträglich auf einen vor der Abspaltung gelegenen Zeitpunkt festgelegt wurde.

Mangels Unterfertigung durch die Vertragschließenden kommt der Urkunde ./1 die unmittelbar verpflichtende Wirkung einer Punktation iSd Paragraph 885, ABGB nicht zu.

In dem erstmals in der Revision erstatteten Vorbringen, der Geschäftsführer der übernehmenden Gesellschaft habe ein von ihm als Vertreterin der Klägerin eingegangenes Geschäft nachträglich genehmigt, liegt eine gemäß Paragraph 504, ZPO unzulässige Neuerung, auf die nicht weiter einzugehen ist.

Soweit sich der beklagte Masseverwalter auf einen gleichzeitig mit dem Räumungsvergleich wirksam gewordenen Bestandvertrag beruft, kann ihm dies nicht zum Vorteil gereichen, weil nicht nur vor, sondern auch gleichzeitig mit dem Abschluß des Mietervertrages getroffene, den zwingenden Bestimmungen des MRG zuwiderlaufende Räumungsvereinbarungen verpönte Umgehungshandlungen sind (RIS-Justiz RS0070116).

Die auf einer vertretbaren Vertragsauslegung beruhende Rechtsansicht des Berufungsgerichtes steht mit der Rechtsprechung nicht im Widerspruch, sodaß keine erhebliche Rechtsfrage iSd Paragraph 502, Absatz eins, ZPO vorliegt.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:0090OB00313.98I.1125.000

Dokumentnummer

JJT_19981125_OGH0002_0090OB00313_98I0000_000