Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 7Ob99/69 2Ob149/72 1Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0032788

Geschäftszahl

7Ob99/69; 2Ob149/72; 1Ob211/73; 7Ob58/74 (7Ob59/74); 3Ob109/74; 7Ob216/74; 5Ob865/76; 7Ob559/77; 1Ob691/77; 1Ob501/79; 1Ob33/79; 3Ob650/79; 1Ob722/80; 4Ob342/81; 8Ob141/82; 2Ob590/84; 1Ob676/84 (1Ob677/84); 6Ob585/84; 2Ob605/85; 7Ob690/84; 4Ob381/84; 7Ob30/86; 3Ob554/89; 3Ob561/90; 3Ob526/92; 1Ob542/93; 3Ob522/95; 2Ob2099/96g; 1Ob2346/96y; 1Ob80/97i; 8Ob364/97f; 1Ob100/99h; 2Ob285/99x; 1Ob364/99g; 1Ob40/01s; 7Ob137/02a; 8Ob205/02h; 8Ob123/09k; 7Ob8/11v; 4Ob183/11g; 4Ob245/12a; 2Ob229/16i; 9Ob56/17a

Entscheidungsdatum

02.07.1969

Norm

ABGB §1393 A
ZPO §1 Ac

Rechtssatz

Die bloße Übertragung des Prozessführungsrechtes - also ohne Bestehen irgendwelcher sonstiger materiell-rechtlicher Beziehungen zwischen dem Zedenten und dem Zessionar - ist nach österreichischem Recht unzulässig (so schon 1 Ob 4/51).

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 99/69
    Entscheidungstext OGH 02.07.1969 7 Ob 99/69
  • 2 Ob 149/72
    Entscheidungstext OGH 27.10.1972 2 Ob 149/72
    Veröff: SZ 45/113 = RZ 1973/20 S 17
  • 1 Ob 211/73
    Entscheidungstext OGH 16.01.1974 1 Ob 211/73
    Veröff: SZ 47/3
  • 7 Ob 58/74
    Entscheidungstext OGH 18.04.1974 7 Ob 58/74
    Veröff: SZ 47/46 = EvBl 1974/262 S 572
  • 3 Ob 109/74
    Entscheidungstext OGH 11.06.1974 3 Ob 109/74
    Veröff: ImmZ 1975,106 (dort falsch zitiert mit 5 Ob 109/74)
  • 7 Ob 216/74
    Entscheidungstext OGH 21.11.1974 7 Ob 216/74
    Beisatz: Teilrechte aus einem Miteigentum, die außerhalb desselben nicht bestehen können. (T1)
    Veröff: ImmZ 1975,90 = JBl 1975,201
  • 5 Ob 865/76
    Entscheidungstext OGH 13.12.1976 5 Ob 865/76
  • 7 Ob 559/77
    Entscheidungstext OGH 28.04.1977 7 Ob 559/77
  • 1 Ob 691/77
    Entscheidungstext OGH 09.11.1977 1 Ob 691/77
    Beisatz: Auch der Vorbehalt des Prozessführungsrechtes der Verkäufers durch Verpflichtung zur Prozessführung gegenüber dem Käufer zur Klärung des von einem Dritten bestrittenen Rechts an der Kaufsache, wenn die materiellrechtlichen Beziehungen zwischen Verkäufer und Käufer (infolge fixer Kaufpreisvereinbarung) vom Ausgang des Prozesses gegen den Dritten unberührt bleiben. (T2) Veröff: JBl 1978,382
  • 1 Ob 501/79
    Entscheidungstext OGH 10.01.1979 1 Ob 501/79
    Beisatz: Keine Vertretung des Tiroler Kleingewerbefonds durch das Land Tirol. (T3)
    Veröff: JBl 1979,491
  • 1 Ob 33/79
    Entscheidungstext OGH 09.01.1980 1 Ob 33/79
    Beisatz: Zu gründende Wassergenossenschaft. (T4)
    Veröff: SZ 53/2 = JBl 1980,545
  • 3 Ob 650/79
    Entscheidungstext OGH 09.04.1980 3 Ob 650/79
    Beisatz: Hier: Abtretung der Ansprüche der einzelnen Wohnungseigentümer an einen Verein zur Prozeßführung. (T5)
    Veröff: EvBl 1980/140 S 437
  • 1 Ob 722/80
    Entscheidungstext OGH 31.10.1980 1 Ob 722/80
    Auch
  • 4 Ob 342/81
    Entscheidungstext OGH 19.05.1981 4 Ob 342/81
    Beisatz: Auch auf den Kartellbevollmächtigten "Marktregelungsvertrag" - Ski. (T6)
    Veröff: SZ 54/76 = EvBl 1981/236 S 662 = ÖBl 1981,157
  • 8 Ob 141/82
    Entscheidungstext OGH 30.09.1982 8 Ob 141/82
    Veröff: SZ 55/137
  • 2 Ob 590/84
    Entscheidungstext OGH 28.08.1984 2 Ob 590/84
  • 1 Ob 676/84
    Entscheidungstext OGH 14.11.1984 1 Ob 676/84
    Veröff: SZ 57/174 = GesRZ 1985,34 = NZ 1985,172
  • 6 Ob 585/84
    Entscheidungstext OGH 26.09.1985 6 Ob 585/84
  • 2 Ob 605/85
    Entscheidungstext OGH 08.10.1985 2 Ob 605/85
  • 7 Ob 690/84
    Entscheidungstext OGH 07.11.1985 7 Ob 690/84
  • 4 Ob 381/84
    Entscheidungstext OGH 10.12.1985 4 Ob 381/84
  • 7 Ob 30/86
    Entscheidungstext OGH 04.06.1987 7 Ob 30/86
    Veröff: VersRdSch 1989,25
  • 3 Ob 554/89
    Entscheidungstext OGH 04.10.1989 3 Ob 554/89
  • 3 Ob 561/90
    Entscheidungstext OGH 11.07.1990 3 Ob 561/90
  • 3 Ob 526/92
    Entscheidungstext OGH 08.07.1982 3 Ob 526/92
  • 1 Ob 542/93
    Entscheidungstext OGH 20.04.1993 1 Ob 542/93
    Veröff: SZ 66/53 = EvBl 1993/175 S 737
  • 3 Ob 522/95
    Entscheidungstext OGH 22.02.1995 3 Ob 522/95
    Auch; Veröff: SZ 68/36
  • 2 Ob 2099/96g
    Entscheidungstext OGH 30.05.1996 2 Ob 2099/96g
    Auch
  • 1 Ob 2346/96y
    Entscheidungstext OGH 16.12.1996 1 Ob 2346/96y
    Auch; Beisatz: Aus einer gewillkürten Prozessstandschaft kann eine Klageberechtigung nicht abgeleitet werden. (T7)
  • 1 Ob 80/97i
    Entscheidungstext OGH 24.03.1998 1 Ob 80/97i
    nur: Die bloße Übertragung des Prozessführungsrechtes ist nach österreichischem Recht unzulässig. (T8)
  • 8 Ob 364/97f
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 8 Ob 364/97f
    Auch; Beisatz: Dies gilt auch dann, wenn die Zession mit nachträglicher Einziehungsermächtigung zwischen Personen stattfindet, die beide einem Rechtsbereich angehören, in dem eine derartige Prozessstandschaft für zulässig angesehen wird, und auch dann, wenn kollisionsrechtlich auf eine solche Rechtsordnung verwiesen wird. (T9) Veröff: SZ 71/115
  • 1 Ob 100/99h
    Entscheidungstext OGH 27.04.1999 1 Ob 100/99h
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 2 Ob 285/99x
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 2 Ob 285/99x
    Vgl auch
  • 1 Ob 364/99g
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 364/99g
    nur T8
  • 1 Ob 40/01s
    Entscheidungstext OGH 27.04.2001 1 Ob 40/01s
    Verstärkter Senat; Auch; Beisatz: Das Gesetz kann die Prozessführung im eigenen Namen über ein fremdes Recht zwar anordnen und ordnete sie in manchen Fällen auch an, unzulässig ist nach österreichischem Recht im Gegensatz zum deutschen Recht aber die gewillkürte Prozessstandschaft, weil die Klagebefugnis als unverzichtbarer öffentlich-rechtlicher Anspruch nicht von dem ihr zugrunde liegenden materiellen Recht abtrennbar ist. (T10); Veröff: SZ 74/81
  • 7 Ob 137/02a
    Entscheidungstext OGH 25.09.2002 7 Ob 137/02a
  • 8 Ob 205/02h
    Entscheidungstext OGH 22.05.2003 8 Ob 205/02h
  • 8 Ob 123/09k
    Entscheidungstext OGH 19.05.2010 8 Ob 123/09k
    Auch; nur T8; Beis wie T10 nur: Das österreichische Recht kennt keine gewillkürte Prozessstandschaft. Die bloße Klagebefugnis kann als unverzichtbarer öffentlich‑rechtlicher Anspruch nicht von dem ihr zugrunde liegenden materiellen Recht abgetrennt und daher nicht ohne dieses übertragen werden. (T11); Veröff: SZ 2010/56
  • 7 Ob 8/11v
    Entscheidungstext OGH 16.02.2011 7 Ob 8/11v
    Auch
  • 4 Ob 183/11g
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 183/11g
    Auch
  • 4 Ob 245/12a
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 245/12a
    Vgl; Beisatz: Hier: Mit dem Vorbringen, ein Dritter sei „über die Klagsführung informiert“ und habe „die Geltendmachung des Ablöserechts an den Kläger abgetreten“, stützt sich der Kläger nicht auf die Abtretung des materiellen Rechts, sondern auf jene der Klagebefugnis. (T12)
  • 2 Ob 229/16i
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 2 Ob 229/16i
    Beisatz: Anders, wenn die Klagebefugnis in einer materiellen ausländischen Rechtsvorschrift angeordnet ist. (T13)
    Beisatz: Hier: Testamentsvollstrecker nach deutschem Recht. (T14)
  • 9 Ob 56/17a
    Entscheidungstext OGH 28.11.2017 9 Ob 56/17a
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0032788

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19690702_OGH0002_0070OB00099_6900000_002

Rechtssatz für 1Ob8/71 1Ob206/71 1Ob70...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0045126

Geschäftszahl

1Ob8/71; 1Ob206/71; 1Ob70/72; 2Ob194/71; 1Ob183/73; 1Ob143/73; 1Ob43/74; 3Ob174/74; 2Ob360/74; 8Ob235/74; 5Ob79/75; 8Ob142/75; 8Ob145/75; 4Ob543/75; 3Ob121/75; 5Ob531/76; 5Ob260/75; 1Ob582/76; 5Ob683/76; 6Ob591/76; 6Ob723/76 (6Ob724/76); 1Ob703/76; 6Ob547/77; 1Ob712/77; 3Ob608/77; 4Ob517/78 (4Ob518/78); 6Ob632/78; 6Ob543/79; 1Ob660/79; 5Ob633/79; 5Ob582/79; 4Ob527/79; 5Ob667/79; 5Ob569/80; 1Ob549/80; 4Ob337/80; 5Ob656/80; 7Ob656/81; 5Ob510/81; 6Ob536/82; 7Ob679/81; 4Ob345/82; 2Ob100/82; 4Ob48/84; 2Ob36/84; 8Ob554/85; 3Ob544/86; 14Ob180/86; 4Ob504/88; 4Ob546/88 (4Ob547/88); 2Ob525/93; 8Ob364/97f; 1Ob163/05k; 7Ob193/05s; 4Ob122/06d; 5Ob184/08g; 7Ob59/11v; 1Ob98/12m; 8ObA11/12v; 7Ob92/13z; 3Ob104/17s; 3Ob45/18s; 3Ob153/18y

Entscheidungsdatum

14.01.1971

Norm

ABGB §37 A
IPRG §2
IPRG §3
IPRG §4
ZPO §271
ZPO §503 Z4 E2a
ZPO §504 Abs1

Rechtssatz

Zu den auch außerhalb der Revisionsausführungen von Amts wegen zu prüfenden Fragen gehört - falls sich Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Sache allenfalls nach ausländischem Recht zu beurteilen ist - auch die des anzuwendenden Rechts (SZ 25/17, EvBl 1965/22 ua).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 8/71
    Entscheidungstext OGH 14.01.1971 1 Ob 8/71
  • 1 Ob 206/71
    Entscheidungstext OGH 25.11.1971 1 Ob 206/71
    Veröff: SZ 44/177
  • 1 Ob 70/72
    Entscheidungstext OGH 04.05.1972 1 Ob 70/72
    Veröff: NZ 1973,187 = ZfRV 1973 H2,139; hiezu Reichelt ZfRV 1973 H2,132
  • 2 Ob 194/71
    Entscheidungstext OGH 05.06.1972 2 Ob 194/71
    Veröff: ZVR 1973/179 S 241
  • 1 Ob 183/73
    Entscheidungstext OGH 19.12.1973 1 Ob 183/73
  • 1 Ob 143/73
    Entscheidungstext OGH 31.10.1973 1 Ob 143/73
  • 1 Ob 43/74
    Entscheidungstext OGH 03.04.1974 1 Ob 43/74
    Veröff: SZ 47/41 = JBl 1974,369
  • 3 Ob 174/74
    Entscheidungstext OGH 03.12.1974 3 Ob 174/74
    Veröff: SZ 47/138 = EvBl 1975/183 S 394 = JBl 1976,35
  • 2 Ob 360/74
    Entscheidungstext OGH 20.02.1975 2 Ob 360/74
  • 8 Ob 235/74
    Entscheidungstext OGH 19.03.1975 8 Ob 235/74
    Veröff: SZ 48/28 = JBl 1976,102
  • 5 Ob 79/75
    Entscheidungstext OGH 03.06.1975 5 Ob 79/75
    Veröff: ZfRV 1979,200 (Glosse vom Schwimann)
  • 8 Ob 142/75
    Entscheidungstext OGH 02.07.1975 8 Ob 142/75
  • 8 Ob 145/75
    Entscheidungstext OGH 27.08.1975 8 Ob 145/75
    Veröff: ZVR 1976/172 S 175 = ZfRV 1977,127 (Glosse von Schwind)
  • 4 Ob 543/75
    Entscheidungstext OGH 09.09.1975 4 Ob 543/75
    Veröff: SZ 48/88
  • 3 Ob 121/75
    Entscheidungstext OGH 23.09.1975 3 Ob 121/75
    Beisatz: Selbst gegen die Rechtsmeinung der Parteien. (T1)
    Veröff: ZfRV 1977,292 (Glosse von Schwind)
  • 5 Ob 531/76
    Entscheidungstext OGH 11.05.1976 5 Ob 531/76
    Veröff: ZfRV 1977,301 (Glosse von Schwind)
  • 5 Ob 260/75
    Entscheidungstext OGH 11.05.1976 5 Ob 260/75
    Veröff: SZ 49/64 = EvBl 1976/237 S 518 = ZfRV 1977,297 (Glosse von Schwind)
  • 1 Ob 582/76
    Entscheidungstext OGH 28.04.1976 1 Ob 582/76
    Veröff: QuHGZ 1976 H4/146
  • 5 Ob 683/76
    Entscheidungstext OGH 02.11.1976 5 Ob 683/76
  • 6 Ob 591/76
    Entscheidungstext OGH 17.12.1976 6 Ob 591/76
    Veröff: JBl 1977,419 = NZ 1980,9 = ZfRV 1978,136 mit Glosse von Schwind
  • 6 Ob 723/76
    Entscheidungstext OGH 20.01.1977 6 Ob 723/76
  • 1 Ob 703/76
    Entscheidungstext OGH 19.01.1977 1 Ob 703/76
  • 6 Ob 547/77
    Entscheidungstext OGH 23.05.1977 6 Ob 547/77
  • 1 Ob 712/77
    Entscheidungstext OGH 21.11.1977 1 Ob 712/77
  • 3 Ob 608/77
    Entscheidungstext OGH 22.11.1977 3 Ob 608/77
  • 4 Ob 517/78
    Entscheidungstext OGH 05.09.1978 4 Ob 517/78
    Beis wie T1
  • 6 Ob 632/78
    Entscheidungstext OGH 03.11.1978 6 Ob 632/78
  • 6 Ob 543/79
    Entscheidungstext OGH 11.04.1979 6 Ob 543/79
  • 1 Ob 660/79
    Entscheidungstext OGH 13.07.1979 1 Ob 660/79
    Veröff: SZ 52/117
  • 5 Ob 633/79
    Entscheidungstext OGH 23.10.1979 5 Ob 633/79
  • 5 Ob 582/79
    Entscheidungstext OGH 16.10.1979 5 Ob 582/79
  • 4 Ob 527/79
    Entscheidungstext OGH 11.12.1979 4 Ob 527/79
    Beisatz: Auf Grund einer gesetzmäßig ausgeführten Rechtsrüge. (T2)
    Veröff: ZfRV 1981,41 (kritisch Schwind) = JBl 1980,600
  • 5 Ob 667/79
    Entscheidungstext OGH 11.12.1979 5 Ob 667/79
  • 5 Ob 569/80
    Entscheidungstext OGH 22.04.1980 5 Ob 569/80
  • 1 Ob 549/80
    Entscheidungstext OGH 30.04.1980 1 Ob 549/80
    Veröff: ZfRV 1980,296 (teilweise ablehnend Hoyer)
  • 4 Ob 337/80
    Entscheidungstext OGH 29.04.1980 4 Ob 337/80
    Beis wie T2
  • 5 Ob 656/80
    Entscheidungstext OGH 02.06.1981 5 Ob 656/80
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 656/81
    Entscheidungstext OGH 24.09.1981 7 Ob 656/81
    Veröff: SZ 54/133 = JBl 1983,101
  • 5 Ob 510/81
    Entscheidungstext OGH 20.10.1981 5 Ob 510/81
    Auch
  • 6 Ob 536/82
    Entscheidungstext OGH 10.03.1982 6 Ob 536/82
    Vgl auch; Beisatz: Hat das mit Rechtsrüge angerufene Berufungsgericht zwar zutreffend in seine Beurteilung die Auslandsbeziehung einbezogen, die kollisionsrechtliche Beurteilung aber ohne ausreichende Tatsachengrundlagen vorgenommen, liegt ein Mangel vor, der von dem mit Rechtsrüge angerufenen Obersten Gerichtshof aufzugreifen ist. (T3)
  • 7 Ob 679/81
    Entscheidungstext OGH 01.07.1982 7 Ob 679/81
  • 4 Ob 345/82
    Entscheidungstext OGH 28.06.1983 4 Ob 345/82
    Veröff: SZ 56/107 = ÖBl 1983,162 = GRURInt 1984,453 (Wirner)
  • 2 Ob 100/82
    Entscheidungstext OGH 17.01.1984 2 Ob 100/82
    Beis wie T2
  • 4 Ob 48/84
    Entscheidungstext OGH 09.10.1984 4 Ob 48/84
    Beisatz: Im Hinblick auf die völlig neue rechtliche Beurteilung der Streitsache durch den OGH muss den Parteien Gelegenheit gegeben werden, dazu allenfalls ergänzendes Vorbringen zu erstatten und Beweisanträge zu stellen. (T4)
  • 2 Ob 36/84
    Entscheidungstext OGH 26.02.1985 2 Ob 36/84
    Veröff: IPRE 2/2
  • 8 Ob 554/85
    Entscheidungstext OGH 18.09.1985 8 Ob 554/85
  • 3 Ob 544/86
    Entscheidungstext OGH 15.10.1986 3 Ob 544/86
    Auch
  • 14 Ob 180/86
    Entscheidungstext OGH 27.01.1987 14 Ob 180/86
    Veröff: EvBl 1987/136 S 501 = Arb 10623
  • 4 Ob 504/88
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 4 Ob 504/88
    Beisatz: Dabei muss jeder Sachverhalt, bei dem es gilt, eine Kollisionsnorm aufzufinden, in der Regel im System der lex fori eingeordnet werden, welches dann das Anknüpfungsmoment und damit die Verweisung auf das anwendbare Recht bestimmt. Regelt das Recht, auf das verwiesen wird die Anknüpfung (hier: für schuldrechtliche Verträge durch § 28 EGBG) inhaltsgleich, ist die durch die Anwendung ausländischen Rechts betroffene Partei nicht überrascht. (T5)
  • 4 Ob 546/88
    Entscheidungstext OGH 10.05.1988 4 Ob 546/88
    Beis wie T5 nur: Dabei muss jeder Sachverhalt, bei dem es gilt, eine Kollisionsnorm aufzufinden, in der Regel im System der lex fori eingeordnet werden, welches dann das Anknüpfungsmoment und damit die Verweisung auf das anwendbare Recht bestimmt. (T6) Veröff: RdW 1988,423
  • 2 Ob 525/93
    Entscheidungstext OGH 25.03.1993 2 Ob 525/93
  • 8 Ob 364/97f
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 8 Ob 364/97f
    Auch; Veröff: SZ 71/115
  • 1 Ob 163/05k
    Entscheidungstext OGH 18.10.2005 1 Ob 163/05k
    Vgl aber; Beisatz: Dennoch hängt im Rechtsmittelverfahren die amtswegige Prüfung der Rechtsanwendungsfrage von der Erhebung der Rechtsrüge ab. (T7)
  • 7 Ob 193/05s
    Entscheidungstext OGH 28.11.2005 7 Ob 193/05s
    Auch
  • 4 Ob 122/06d
    Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 122/06d
    Auch; Beisatz: Ist fremdes Recht maßgebend, so ist es nach § 3 IPRG von Amts wegen anzuwenden. (T8)
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 5 Ob 184/08g
    Entscheidungstext OGH 09.12.2008 5 Ob 184/08g
    Vgl auch
  • 7 Ob 59/11v
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 7 Ob 59/11v
    Auch
  • 1 Ob 98/12m
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 98/12m
    Auch
  • 8 ObA 11/12v
    Entscheidungstext OGH 24.10.2012 8 ObA 11/12v
  • 7 Ob 92/13z
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 7 Ob 92/13z
    Vgl; Veröff: SZ 2013/59
  • 3 Ob 104/17s
    Entscheidungstext OGH 20.09.2017 3 Ob 104/17s
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T7
  • 3 Ob 45/18s
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 45/18s
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 153/18y
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 3 Ob 153/18y
    Auch; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0045126

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19710114_OGH0002_0010OB00008_7100000_001

Rechtssatz für 6Ob822/81 6Ob632/81 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0076916

Geschäftszahl

6Ob822/81; 6Ob632/81; 6Ob536/82; 6Ob511/84; 6Ob699/84; 8Ob670/87; 7Ob625/88; 1Ob575/90; 3Ob121/92; 5Ob530/93; 3Ob2008/96g; 8Ob2343/96h; 8Ob364/97f; 9Ob123/02g; 3Ob49/07p; 4Ob6/11b; 4Ob98/15p

Entscheidungsdatum

02.12.1981

Norm

IPRG §35
IPRG §45

Rechtssatz

Nach ständiger Rechtsprechung und Lehre ist das für einen Anspruch aus einem Schuldvertrag anzuwendende Recht für das Rechtsverhältnis in jeder Hinsicht maßgebend. Es gilt für Entstehung, Inhalt, Änderung, Übergang, Schwächung (durch Verjährung) und Untergang, auch für die Hemmung und Unterbrechung der Verjährung. Die für ein Rechtsverhältnis geltende Kollisionsnorm beherrscht dasselbe also im vollen Umfang.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 822/81
    Entscheidungstext OGH 02.12.1981 6 Ob 822/81
  • 6 Ob 632/81
    Entscheidungstext OGH 13.01.1982 6 Ob 632/81
    Auch; Beisatz: Zahlung durch einen Dritten und durch einen Vertrag veranlaßte Geschäftsführung ohne Auftrag (Hier noch § 36 ABGB). (T1)
  • 6 Ob 536/82
    Entscheidungstext OGH 10.03.1982 6 Ob 536/82
    Auch; Beisatz: Nach dem Forderungsstatut richten sich auch die Abtretbarkeit der Forderung mit Vollwirkung oder einer auch im Verhältnis zum Schuldner wirksam beschränkten Wirkung (hier: noch ABGB). (T2)
  • 6 Ob 511/84
    Entscheidungstext OGH 05.12.1985 6 Ob 511/84
    Auch
  • 6 Ob 699/84
    Entscheidungstext OGH 15.05.1986 6 Ob 699/84
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Das die Auflösung einer Rechtsgemeinschaft konkretisierende Ausführungsgeschäft. (T3)
  • 8 Ob 670/87
    Entscheidungstext OGH 24.03.1988 8 Ob 670/87
    Auch; Beisatz: Zum Geschäftsstatut gehört die gesamte Abwicklung des rechtsgeschäftlich begründeten Schuldverhältnisses. (T4)
  • 7 Ob 625/88
    Entscheidungstext OGH 29.09.1988 7 Ob 625/88
    Auch
  • 1 Ob 575/90
    Entscheidungstext OGH 28.11.1990 1 Ob 575/90
    Vgl; Beis wie T4; Veröff: SZ 63/211
  • 3 Ob 121/92
    Entscheidungstext OGH 26.01.1994 3 Ob 121/92
    Auch; Beisatz: Anfechtung wegen Willensmängel. (T5)
  • 5 Ob 530/93
    Entscheidungstext OGH 28.03.1995 5 Ob 530/93
    Vgl auch; Beis wie T4; Beisatz: Daher auch die Beantwortung der Frage, ob Rückgriffsansprüche bestehen. (T6)
  • 3 Ob 2008/96g
    Entscheidungstext OGH 13.03.1996 3 Ob 2008/96g
    nur: Nach ständiger Rechtsprechung und Lehre ist das für einen Anspruch aus einem Schuldvertrag anzuwendende Recht für das Rechtsverhältnis in jeder Hinsicht maßgebend, auch für die Hemmung und Unterbrechung der Verjährung. (T7) Veröff: SZ 69/67
  • 8 Ob 2343/96h
    Entscheidungstext OGH 22.12.1997 8 Ob 2343/96h
    Vgl auch; Beisatz: Die Verjährung richtet sich nach der Sachrechtsordnung, die das jeweilige Recht selbst beherrscht. (T8); Beisatz: Hier: Erbstatut. (T9) Veröff: SZ 70/273
  • 8 Ob 364/97f
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 8 Ob 364/97f
    Vgl auch; Veröff: SZ 71/115
  • 9 Ob 123/02g
    Entscheidungstext OGH 02.10.2002 9 Ob 123/02g
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Ein als "Treuhandvereinbarung" bezeichneter Vertrag, der ausschließlich der Abwicklung des Grundgeschäftes zwischen der GesmbH und der Klägerin diente und daher begrifflich (nicht rechtlich) eine bestehende Verbindlichkeit voraussetzt. (T10)
  • 3 Ob 49/07p
    Entscheidungstext OGH 16.08.2007 3 Ob 49/07p
    Auch; Beisatz: Grundsatz des umfassenden Anwendungsbereichs des Schuldstatuts. (T11); Beisatz: Hier: Erfüllung bzw Verjährung von Unterhaltsansprüchen - polnisches Recht. (T12)
  • 4 Ob 6/11b
    Entscheidungstext OGH 23.03.2011 4 Ob 6/11b
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T8
  • 4 Ob 98/15p
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 98/15p
    Auch; Beisatz: Hier: Ansprüche auf Abänderung des Vertrages - deutsches Urheberrecht. (T13)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0076916

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.01.2016

Dokumentnummer

JJR_19811202_OGH0002_0060OB00822_8100000_002

Rechtssatz für 4Ob48/84 4Ob2278/96w 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0077435

Geschäftszahl

4Ob48/84; 4Ob2278/96w; 4Ob233/97m; 8Ob364/97f; 2Ob265/00k; 1Ob38/03z

Entscheidungsdatum

09.10.1984

Norm

IPRG §45

Rechtssatz

§ 45 IPRG gilt jedenfalls für die rechtsgeschäftliche Abtretung (784 der BlG Nr XIV GP 58), aber wenigstens analog auch für die Anknüpfung der Einlösungswirkung (des Forderungsüberganges) bei freiwilligen Drittzahlungen nach der Art der §§ 1358, 1422 ff ABGB. Sowohl im Fall der vertraglichen Zession als auch der Legalzession bei freiwilliger Einlösung einer Forderung, richten sich die Wirkungen der Einlösung und der Abtretung nach dem Recht, nach welchem die ursprüngliche Verbindlichkeit zu beurteilen war.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 48/84
    Entscheidungstext OGH 09.10.1984 4 Ob 48/84
    Veröff: Arb 10402 = IPRax 1986,173 (Posch, 188)
  • 4 Ob 2278/96w
    Entscheidungstext OGH 12.11.1996 4 Ob 2278/96w
    nur: § 45 IPRG gilt jedenfalls für die rechtsgeschäftliche Abtretung richten sich die Wirkungen der Einlösung und der Abtretung nach dem Recht, nach welchem die ursprüngliche Verbindlichkeit zu beurteilen war. (T1)
  • 4 Ob 233/97m
    Entscheidungstext OGH 09.09.1997 4 Ob 233/97m
    Vgl auch; Veröff: SZ 70/176
  • 8 Ob 364/97f
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 8 Ob 364/97f
    Auch; nur T1; Beisatz: Wird auf deutsches Recht verwiesen, führt dies aber nicht dazu, daß auch die in Deutschland anerkannte Rechtsinstitution der "gewillkürten Prozeßstandschaft" vor österreichischen Gerichten anzuerkennen wäre. (T2) Veröff: SZ 71/115
  • 2 Ob 265/00k
    Entscheidungstext OGH 19.10.2000 2 Ob 265/00k
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Zulässigkeit, Voraussetzungen und Wirkungen der Sicherungsabtretung sind nach der Rechtsordnung zu beurteilen, die für die abzutretende Forderung maßgebend, auch wenn die zu sichernde Forderung der Beurteilung nach einer anderen Rechtsordnung unterliegt. (T3) Beisatz: Hier: Verträge, die vor dem 1. 12. 1998 abgeschlossen wurden. (T4)
  • 1 Ob 38/03z
    Entscheidungstext OGH 02.09.2003 1 Ob 38/03z
    Vgl auch; Beisatz: Die Abtretung einer Akkreditivforderung unterliegt - auch im Verhältnis zwischen Inländern - jenem Recht, nach dem die abgetretene Forderung zu beurteilen ist. (T5); Veröff: SZ 2003/98

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0077435

Dokumentnummer

JJR_19841009_OGH0002_0040OB00048_8400000_004

Rechtssatz für 3Ob522/95 3Ob515/95 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0053157

Geschäftszahl

3Ob522/95; 3Ob515/95; 1Ob638/95; 8Ob2042/96v; 3Ob2432/96k; 8Ob364/97f; 2Ob285/99x; 1Ob279/99g; 5Ob287/99p; 1Ob40/01s; 7Ob137/02a; 4Ob209/02t; 8Ob205/02h; 6Ob84/05d; 4Ob79/08h; 7Ob8/11v; 4Ob183/11g; 4Ob245/12a; 2Ob1/16k; 2Ob229/16i; 9Ob56/17a

Entscheidungsdatum

22.02.1995

Norm

ABGB §358 II
ABGB §1392 A
ABGB §1392 G
ZPO §1 Ac

Rechtssatz

Dem österreichischen Recht ist eine gewillkürte Prozessstandschaft (= Prozessführung im eigenen Namen über fremdes Recht) fremd. Da die Klagebefugnis nicht ohne den zugrundeliegenden materiell-rechtlichen Anspruch abgetreten werden kann, ist eine (stille) Zession, bei der der Zedent zur Einziehung der abgetretenen Forderung ermächtigt bleibt, rechtlich ausgeschlossen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 522/95
    Entscheidungstext OGH 22.02.1995 3 Ob 522/95
    Veröff: SZ 68/36
  • 3 Ob 515/95
    Entscheidungstext OGH 14.06.1995 3 Ob 515/95
    Veröff: SZ 68/114
  • 1 Ob 638/95
    Entscheidungstext OGH 11.03.1996 1 Ob 638/95
    Auch; Veröff: SZ 69/57
  • 8 Ob 2042/96v
    Entscheidungstext OGH 24.07.1996 8 Ob 2042/96v
    Auch
  • 3 Ob 2432/96k
    Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 2432/96k
    nur: Dem österreichischen Recht ist eine gewillkürte Prozessstandschaft (= Prozessführung im eigenen Namen über fremdes Recht) fremd. (T1)
  • 8 Ob 364/97f
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 8 Ob 364/97f
    Beisatz: Der erkennende Senat bleibt dabei, dass die Grundsätze der deutschen Lehre über die Prozessstandschaft, die gerade im Fall einer Zession mit Einziehungsermächtigung des Zedenten zum Tragen kommen, auf den österreichischen Rechtsbereich nicht übertragen werden können. (T2)
    Beisatz: Dies gilt auch dann, wenn die Zession mit nachträglicher Einziehungsermächtigung zwischen Personen stattfindet, die beide einem Rechtsbereich angehören, in dem eine derartige Prozessstandschaft für zulässig angesehen wird, und auch dann, wenn kollisionsrechtlich auf eine solche Rechtsordnung verwiesen wird. (T3)
    Veröff: SZ 71/115
  • 2 Ob 285/99x
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 2 Ob 285/99x
    Vgl auch
  • 1 Ob 279/99g
    Entscheidungstext OGH 27.10.1999 1 Ob 279/99g
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 287/99p
    Entscheidungstext OGH 09.11.1999 5 Ob 287/99p
    Vgl auch
  • 1 Ob 40/01s
    Entscheidungstext OGH 27.04.2001 1 Ob 40/01s
    Verstärkter Senat; Veröff: SZ 74/81
  • 7 Ob 137/02a
    Entscheidungstext OGH 25.09.2002 7 Ob 137/02a
    Vgl auch
  • 4 Ob 209/02t
    Entscheidungstext OGH 15.10.2002 4 Ob 209/02t
    nur: Die Klagebefugnis kann nicht ohne den zugrundeliegenden materiellrechtlichen Anspruch abgetreten werden. (T4)
  • 8 Ob 205/02h
    Entscheidungstext OGH 22.05.2003 8 Ob 205/02h
  • 6 Ob 84/05d
    Entscheidungstext OGH 23.06.2005 6 Ob 84/05d
    Vgl auch; Beisatz: Das Institut der Prozessstandschaft ist abzulehnen. (T5)
    Beisatz: Hier: Beim Rechtsstreit zwischen servitutsberechtigtem Liegenschaftseigentümer des herrschenden Guts und dem Liegenschaftseigentümer des dienenden Guts über den Bestand und das Ausmaß der Servitut ist daher im Fall einer Personenmehrheit aufgrund der Miteigentümerschaft ein Anspruch nur von und gegen alle zu verfolgen. (T6)
  • 4 Ob 79/08h
    Entscheidungstext OGH 15.12.2008 4 Ob 79/08h
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 2008/179
  • 7 Ob 8/11v
    Entscheidungstext OGH 16.02.2011 7 Ob 8/11v
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 183/11g
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 183/11g
  • 4 Ob 245/12a
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 245/12a
    nur: Dem österreichischen Recht ist eine gewillkürte Prozessstandschaft (= Prozessführung im eigenen Namen über fremdes Recht) fremd. Die Klagebefugnis kann nicht ohne den zugrundeliegenden materiell-rechtlichen Anspruch abgetreten werden. (T7)
    Beisatz: Hier: Mit dem Vorbringen, ein Dritter sei „über die Klagsführung informiert“ und habe „die Geltendmachung des Ablöserechts an den Kläger abgetreten“, stützt sich der Kläger nicht auf die Abtretung des materiellen Rechts, sondern auf jene der Klagebefugnis. (T8)
  • 2 Ob 1/16k
    Entscheidungstext OGH 16.11.2016 2 Ob 1/16k
    Auch; nur T4; Veröff: SZ 2016/118
  • 2 Ob 229/16i
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 2 Ob 229/16i
    Beisatz: Anders, wenn die Klagebefugnis in einer materiellen ausländischen Rechtsvorschrift angeordnet ist. (T9)
    Beisatz: Hier: Testamentsvollstrecker nach deutschem Recht. (T10)
  • 9 Ob 56/17a
    Entscheidungstext OGH 28.11.2017 9 Ob 56/17a
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0053157

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19950222_OGH0002_0030OB00522_9500000_002

Rechtssatz für 4Ob1652/95 8Ob364/97f 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0090863

Geschäftszahl

4Ob1652/95; 8Ob364/97f; 1Ob49/01i; 1Ob77/01g; 2Ob48/02a; 4Ob208/12k

Entscheidungsdatum

24.10.1995

Norm

UN-Kaufrechtsübk - CISG allg
UN-Kaufrechtsübk - CISG Art4

Rechtssatz

Das UN-Kaufrecht regelt weder die Verjährung der aus dem Vertrag folgenden Rechte noch Regressansprüche. Für diese Fragen ist das sonst anwendbare Recht maßgebend.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 1652/95
    Entscheidungstext OGH 24.10.1995 4 Ob 1652/95
  • 8 Ob 364/97f
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 8 Ob 364/97f
    Auch; Beisatz: Weder die Zession noch die Verjährung sind im UN-Kaufrecht geregelt. Es muss daher auf die einschlägigen Regeln des kollisionsrechtlich berufenen nationalen Rechts zurückgegriffen werden. (T1) Veröff: SZ 71/115
  • 1 Ob 49/01i
    Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 49/01i
    Auch; Beisatz: Das Übereinkommen beschränkt sich bei Regelung des Vertragsabschlusses auf den äußeren Konsens. Darüber hinausgehende Fragen wie etwa jene der Gerichtsfähigkeit oder der Verjährung werden darin ebensowenig geregelt wie das Problem der Vollmacht. (T2); Veröff: SZ 74/177
  • 1 Ob 77/01g
    Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 77/01g
    Ähnlich; Beisatz: Mangels einer im UN-K getroffenen Regelung über die Aufrechnung mit konventionsfremden Ansprüchen, also mit solchen, die sich nicht aus einem dem UN-K unterworfenen Vertragsverhältnis ergeben, ist für die Wirkungen der Aufrechnung und deren Zulässigkeit einschließlich etwaiger Aufrechnungshindernisse allein nach Maßgabe des nach IPR-Regeln berufene nationale Recht maßgebend. (T3); Veröff: SZ 74/178
  • 2 Ob 48/02a
    Entscheidungstext OGH 27.02.2003 2 Ob 48/02a
    Vgl auch; Beisatz: Insoweit bestimmte Fragen im UN-Kaufrecht nicht geregelt sind, ist auf die einschlägigen Normen des kollisionsrechtlich berufenen nationalen Rechts zurückzugreifen. (T4)
  • 4 Ob 208/12k
    Entscheidungstext OGH 15.01.2013 4 Ob 208/12k
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0090863

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.03.2013

Dokumentnummer

JJR_19951024_OGH0002_0040OB01652_9500000_001

Rechtssatz für 8Ob364/97f

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0110271

Geschäftszahl

8Ob364/97f

Entscheidungsdatum

25.06.1998

Norm

ABGB §1392 A
ABGB §1393 A
ZPO §1 Ac
IPRG §36
IPRG §45

Rechtssatz

Eine gewillkürte Prozeßstandschaft (dazu 3 Ob 522/93, SZ 68/36) ist vor österreichischen Gerichten weder dann zulässig, wenn die Zession mit nachträglicher Einziehungsermächtigung zwischen Personen stattfindet, die beide einem Rechtsbereich angehören, in dem eine derartige Prozeßstandschaft für zulässig angesehen wird, noch dann, wenn kollisionsrechtlich auf eine solche Rechtsordnung verwiesen wird.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 364/97f
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 8 Ob 364/97f
    Veröff: SZ 71/115

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110271

Dokumentnummer

JJR_19980625_OGH0002_0080OB00364_97F0000_001

Rechtssatz für 8Ob364/97f 2Ob100/00w

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0110272

Geschäftszahl

8Ob364/97f; 2Ob100/00w

Entscheidungsdatum

25.06.1998

Norm

IPRG §36
UN-Kaufrechtsübk - CISG Art1 Abs1 lita

Rechtssatz

Auf die vorliegenden Kaufverträge ist grundsätzlich UN-Kaufrecht anzuwenden, weil dieses sowohl in Österreich als auch in Deutschland zur Zeit des Vertragsabschlusses über die von der klagenden Partei an die beklagte Partei gelieferten Grabsteine und Grabeinfassungen in Geltung stand. Sowohl für die Frage der Zession als auch der Verjährung ist das Schuldstatut maßgeblich. Mangels anderer vertraglicher Regelung verweist das österreichische IPRG gemäß § 36 auf deutsches Recht, weil es sich um Warenlieferungen aus Deutschland nach Österreich handelt.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 364/97f
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 8 Ob 364/97f
    Veröff: SZ 71/115
  • 2 Ob 100/00w
    Entscheidungstext OGH 13.04.2000 2 Ob 100/00w
    Vgl auch; nur: Auf die vorliegenden Kaufverträge ist grundsätzlich UN-Kaufrecht anzuwenden, weil dieses sowohl in Österreich als auch in Deutschland zur Zeit des Vertragsabschlusses über die von der klagenden Partei an die beklagte Partei gelieferten Grabsteine und Grabeinfassungen in Geltung stand. Mangels anderer vertraglicher Regelung verweist das österreichische IPRG gemäß § 36 auf deutsches Recht, weil es sich um Warenlieferungen aus Deutschland nach Österreich handelt. (T1) Beisatz: Hier: Gelieferte Maschinen. (T2); Veröff: SZ 73/70

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110272

Im RIS seit

25.07.1998

Zuletzt aktualisiert am

29.11.2011

Dokumentnummer

JJR_19980625_OGH0002_0080OB00364_97F0000_002

Rechtssatz für 8Ob364/97f

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0110273

Geschäftszahl

8Ob364/97f

Entscheidungsdatum

25.06.1998

Norm

ZPO §502 HIII6

Rechtssatz

Eine Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes zur Frage, daß auf eine Zession deutsches Recht und damit die in Deutschland anerkannte "gewillkürte Prozeßstandschaft" anzuwenden sei, fehlt, sodaß die Revision zulässig ist.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 364/97f
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 8 Ob 364/97f
    Veröff: SZ 71/115

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110273

Dokumentnummer

JJR_19980625_OGH0002_0080OB00364_97F0000_003

Entscheidungstext 8Ob364/97f

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

8Ob364/97f

Entscheidungsdatum

25.06.1998

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Petrag als Vorsitzenden sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Langer, Dr.Rohrer, Dr.Adamovic und Dr.Spenling als weitere Richter in den verbundenen Rechtssachen der klagenden Partei G***** GesmbH, *****, vertreten durch Dr.Friedrich H.Knöbl, Rechtsanwalt in Wien, wider die beklagte Partei Johann T***** GesmbH, *****, vertreten durch Dr.Erhard Mack, Rechtsanwalt in Korneuburg, wegen S 143.900,-- sA, infolge außerordentlicher Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Landesgerichtes Korneuburg als Berufungsgericht vom 24.Juni 1997, GZ 21 R 180/97m-45, mit dem das Urteil des Bezirksgerichtes Korneuburg vom 27.Februar 1997, GZ 4 C 1085/92y-40, bestätigt wurde, den

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Die außerordentliche Revision wird hinsichtlich des Wechselzahlungsauftrages vom 13.Jänner 1993, 4 C 20/93g-2 des Erstgerichtes und des Klagebegehrens von S 12.000,-- samt 6 % Zinsen aus S 22.500,-- vom 22.Juli 1992 bis 3.April 1993 und aus S 12.000,-- seit 4.April 1993 zuzüglich 20 % USt aus diesen Zinsen zurückgewiesen.

Der Antrag der beklagten Partei auf Zuspruch von Kosten für die Revisionsbeantwortung wird insoweit abgewiesen.

Im übrigen wird der außerordentlichen Revision Folge gegeben.

Die Urteile der Vorinstanzen werden in diesem Umfang, also hinsichtlich der Wechselzahlungsaufträge vom 24.November 1992, 4 C 1085/92y-2 und 4 C 1083/92d-2 des Erstgerichtes und des Klagebegehrens von S 131.900,-- samt 6 % Zinsen aus S 71.500,-- seit 27. Mai 1992 und aus S 60.400,-- seit 23.Juni 1992 zuzüglich 20 % USt aus diesen Zinsen, sowie im Kostenpunkt aufgehoben und die Rechtssache insoweit zur Ergänzung des Verfahrens und neuerlichen Entscheidung an das Erstgericht zurückverwiesen.

Die Kosten des Revisionsverfahrens sind insoweit weitere Verfahrenskosten.

Text

Begründung:

Die klagende GmbH, die ihren Sitz in Deutschland hat, lieferte der beklagten GmbH, die ihren Sitz in Österreich hat, Friedhofsgrabsteine und Grabeinfassungen, worüber sie Rechnungen vom 27.2.1992, 23.3.1992 und 22.4.1992 über S 71.500,--, S 50.600,-- und S 22.500,-- legte. Sämtliche Rechnungen waren wechselmäßig abgesichert; die Wechsel gingen mangels Zahlung in Protest. Am 10.1.1991 hatte die klagende GmbH den Vereinigten Sparkassen des Landkreises W***** mit Sitz in W***** in Form einer Globalzession sämtliche ihr aus Warenlieferungen und Leistungen gegen alle Kunden und Schuldner gegenwärtig und zukünftig zustehenden Forderungen sicherungshalber abgetreten.

Die klagende Partei begehrt - nach Einschränkung um einen auf die Forderung von S 22.500,-- gezahlten Betrag von S 10.500,-- - mit drei verbundenen Wechselklagen von der beklagten Partei die Bezahlung eines Betrages von insgesamt S 143.900,-- sA für die gelieferten Grabsteine und Grabeinfassungen.

Die beklagte Partei bestritt das Klagebegehren, beantragte Klagsabweisung und brachte im wesentlichen vor, daß die von der klagenden Partei gelieferte Ware mit verschiedenen Qualitätsmängeln behaftet sei und sie infolge Nichtbehebung vom Vertrag zurückgetreten sei. Im übrigen sei die Forderung von der klagenden Partei an die Sparkasse F***** zediert worden. Aufgrund des Datums der Rückzession an die klagende Partei ergebe sich, daß der Anspruch verjährt sei.

Das Erstgericht konnte weder feststellen, daß die klagsgegenständlichen Forderungen von den Vereinigten Sparkassen des Landkreises W***** an die klagende Partei rückzediert worden seien, noch daß diese Sparkasse mit der Sparkasse F***** ident oder deren Rechtsnachfolgerin sei oder in welchem sonstigen Rechtsverhältnis sie zur ihr stehe, weshalb nach seiner Ansicht aus rechtlichen Gründen weitere Feststellungen unterbleiben konnten, da der klagenden Partei die aktive Klagslegitimation mangle.

Das Berufungsgericht gab der Berufung der klagenden Partei nicht Folge und ließ die ordentliche Revision nicht zu. Die Frage, ob die Vereinigten Sparkassen des Landkreises W***** mit der Sparkasse F***** ident sei, könne dahingestellt bleiben, weil die Forderungen jedenfalls verjährt seien. Ausgehend von der von der klagenden Partei selbst vorgelegten unbedenklichen Urkunde Beilage ./K, dem Schreiben der Sparkasse F***** vom 28.11.1996, ergebe sich, daß die Rückzession - sei es nun einer Forderung oder sämtlicher Forderungen - erst am 28.11.1996 erfolgt sei. Daraus ergebe sich im Hinblick darauf, daß diese Forderungen aus Rechnungen vom 27.2., 23.3. und 22.4.1992 resultierten, daß sie zum Zeitpunkt 28.11.1996 bereits verjährt gewesen seien.

Gegen dieses Urteil richtet sich die außerordentliche Revision der klagenden Partei wegen Mangelhaftigkeit des Verfahrens und unrichtiger rechtlicher Beurteilung mit dem Antrag auf Aufhebung und Rückverweisung an das Erstgericht zur Verfahrensergänzung.

Die beklagte Partei beantragt in der ihr freigestellten Revisionsbeantwortung, der Revision nicht Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Die mit getrennten Wechselklagen geltend gemachten Forderungen beruhen auf verschiedenen Bestellungen, über die auch getrennt Rechnung gelegt wurde. Sie unterliegen daher einer getrennten Prüfung der Zulässigkeit der Revision. Diese ist hinsichtlich der Forderung über S 12.000,-- sA jedenfalls gemäß § 502 Abs 2 ZPO unzulässig und daher insoweit zurückzuweisen. Im übrigen ist die Revision zulässig und im Sinn des Aufhebungsantrages auch berechtigt.

Die klagende Partei stützt die Zulässigkeit ihrer außerordentlichen Revision darauf, daß die in der Entscheidung 3 Ob 522/95 (= SZ 68/36) ausgesprochene Rechtsansicht, daß eine gewillkürte Prozeßstandschaft im österreichischen Recht ausgeschlossen sei, auf den vorliegenden Fall nicht übertragen werden könne, weil die klagende Partei und die ihr Kredit gewährende Zessionarin Deutsche seien, sodaß auf die Zession deutsches Recht und damit die in Deutschland anerkannte "gewillkürte Prozeßstandschaft" anzuwenden sei; die klagende Partei sei daher auch ohne Rückabtretung aufgrund der Ermächtigung der Zessionarin zur Einziehung berechtigt gewesen, sodaß die Forderung stets in ihrer Rechtszuständigkeit gelegen gewesen und daher nicht verjährt sei.

Es trifft zu, daß oberstgerichtliche Rechtsprechung zu dieser Frage fehlt und daß die Vorinstanzen sich mit der Frage des anzuwendenden Rechts in keiner Weise befaßt haben, sondern offensichtlich ohne weitere Überlegungen von der Anwendung österreichischen Rechts ausgegangen sind, sodaß die Revision zulässig ist.

Der Oberste Gerichtshof ist im Rahmen einer zulässigen Revision verpflichtet, den Sachverhalt nach allen Richtungen hin, insbesondere auch auf die Frage des anzuwendenden Rechts und der sich daraus ergebenden Konsequenzen rechtlich zu überprüfen.

Hiebei zeigt sich, daß auf die vorliegenden Kaufverträge grundsätzlich UN-Kaufrecht anzuwenden ist, weil dieses sowohl in Österreich als auch in Deutschland zur Zeit des Vertragsabschlusses über die von der klagenden Partei an die beklagte Partei gelieferten Grabsteine und Grabeinfassungen in Geltung stand. Weder die Zession noch die Verjährung ist jedoch im UN-Kaufrecht geregelt. Es muß daher auf die einschlägigen Regeln des kollisionsrechtlich berufenen nationalen Rechts zurückgegriffen werden (Karollus, UN-Kaufrecht 45).

Sowohl für die Frage der Zession als auch der Verjährung ist das Schuldstatut maßgeblich. Mangels anderer vertraglicher Regelung verweist das österreichische IPRG gemäß § 36 auf deutsches Recht, weil es sich um Warenlieferungen aus Deutschland nach Österreich handelt. Nach § 45 IPRG richten sich die Wirkungen der Einlösung und der Abtretung nach dem Recht, nach welchem die ursprüngliche Verbindlichkeit zu beurteilen war (Arb 10.402; JBl 1984, 320; SZ 64/2; JBl 1992, 652), so daß auch diesbezüglich auf deutsches Recht verwiesen wird. Eine Rückverweisung oder Weiterverweisung (§ 5 IPRG) findet sich vorliegendenfalls im deutschen Recht nicht.

Dies führt aber nicht dazu, daß auch die in Deutschland anerkannte Rechtsinstitution der "gewillkürten Prozeßstandschaft" vor österreichischen Gerichten anzuerkennen wäre.

Wie der dritte Senat des Obersten Gerichtshofes erst kürzlich in seiner Entscheidung vom 22.5.1995 (3 Ob 522/95, SZ 68/36 = JBl 1995,

721) ausführlich dargelegt hat, kennt das österreichische Recht keine gewillkürte Prozeßstandschaft. Es mag sein, daß in der Wirtschaft offenbar ein Bedürfnis danach besteht, die aktive Klagslegitimation weiterhin dem Zedenten zu belassen und sie dies dadurch erreichen will, daß der Zessionar dem Zedenten eine Einziehungsermächtigung erteilt. Dadurch würde allerdings dem Schuldner abweichend von der Rechtszuständigkeit willkürlich ein fremder Einziehungsberechtigter und Kläger aufgedrängt.

Der erkennende Senat schließt sich der Ansicht des dritten Senates an, der aus zwingenden rechtlichen Gründen die Möglichkeit einer dem Zedenten vom Zessionar nach erfolgter Abtretung erteilten Einziehungsermächtigung für ausgeschlossen hält. Die Zivilprozeßrechtslehre hat dafür den Begriff der Prozeßstandschaft entwickelt. Darunter wird eine Prozeßführung im eigenen Namen über fremdes Recht verstanden. Das Gesetz kann zwar eine solche Prozeßstandschaft anordnen und ordnete sie auch in verschiedenen Fällen an; eine gewillkürte Prozeßstandschaft ist aber nach herrschender österreichischen Lehre und Rechtsprechung unzulässig, weil die Klagebefugnis als öffentlich-rechtlicher und unverzichtbarer Anspruch nicht ohne den zugrundeliegenden materiellrechtlichen Anspruch abgetreten werden kann (EvBl 1961/382; SZ 42/105; 45/47;

EvBl 1975/52; SZ 53/2; 68/36; Fasching ZPR2 Rz 344;

Rechberger/Simotta4 Rz 169; Ballon ZPR4 75; Bajons Zivilverfahren Rz 61 ua; aA lediglich Holzhammer ZPR4 79 und Praktisches Zivilprozeßrecht3 III 192 in Anlehnung an die deutsche Rechtslehre, die eine gewillkürte Prozeßstandschaft aus Zweckmäßigkeitsgründen immer dann als zulässig ansieht, wenn der Kläger einen berechtigten eigenen Grund zur Geltendmachung des fremden Rechtes, also ein eigenes rechtliches Interesse hat). Seine materiellrechtliche Begründung findet das grundsätzliche Verbot der gewillkürten Prozeßstandschaft darin, daß die Klagebefugnis im untrennbaren Zusammenhang und mit dem Hauptrecht steht, das Eintreibungsrecht das Wesen des Anspruches ausmacht und daher von diesen nicht getrennt werden kann. Der erkennende Senat bleibt dabei, daß die Grundsätze der deutschen Lehre über die Prozeßstandschaft, die gerade im Fall einer Zession mit Einziehungsermächtigung des Zedenten zum Tragen kommen, auf den österreichischen Rechtsbereich nicht übertragen werden können.

Dies gilt auch dann, wenn die Zession mit nachträglicher Einziehungsermächtigung zwischen Personen stattfindet, die beide einem Rechtsbereich angehören, in dem eine derartige Prozeßstandschaft für zulässig angesehen wird, und auch dann, wenn kollisionsrechtlich auf eine solche Rechtsordnung verwiesen wird. Die Klagebefugnis ist nämlich ein öffentlich-rechtlicher Anspruch des Rechtsträgers gegen den Staat, seinen Streit dem staatlichen Entscheidungsorgan "Gericht" vorlegen zu können. Sie ist ein jedermann auf seine bloße Rechtsbehauptung hin zustehender unverzichtbarer Akt, der für sich allein ohne das zugrundeliegende Recht nicht abgetreten werden kann. Daher ist die Übertragung der bloßen Klagebefugnis unzulässig und unwirksam. Derjenige, dem nicht auch das zugrundeliegende Recht mit abgetreten wurde, vermag nicht darzutun, daß ihm das Recht zusteht; seine Klage ist mit Urteil abzuweisen (Fasching ZPR2 Rz 344; ebenso schon ders in Komm III 3).

Die Unzulässigkeit der gewillkürten Prozeßstandschaft führt aber nicht - wie die Vorinstanzen meinen - jedenfalls zur Klagsabweisung wegen Verjährung.

Die Frage der Verjährung ist - wie schon oben erwähnt - im UN-Kaufrecht nicht geregelt (Karollus aaO; Siehr in Honsell, Komm zum UN-Kaufrecht Art 4 Rz 23). Diese sollte einer eigenen Verjährungskonvention vorbehalten werden, die allerdings von Österreich und Deutschland nicht ratifiziert wurde, sodaß auch diesbezüglich auf die einschlägigen Verjährungsregeln des kollisionsrechtlich berufenen nationalen Rechts zurückgegriffen werden muß. Auch für die Frage der Verjährung ist das Schuldstatut (Schwind, Internationales Privatrecht Rz 440; Schwimann in Rummel2 II vor § 35 IPRG Rz 6) und daher mangels anderer vertraglicher Regelung deutsches Recht maßgeblich.

Nach deutschem Recht verjähren aber solche Kaufpreisforderungen nicht wie nach österreichischem Recht nach drei Jahren. Gemäß § 196 Abs 1 Z 1 BGB verjähren Ansprüche der Kaufleute, Fabrikanten, Handwerker und derjenigen, welche ein Kunstgewerbe betreiben, für Lieferung von Waren, Ausführung von Arbeiten ua binnen zwei Jahren, es sei den, daß die Leistung für den Gewerbebetrieb des Schuldners erfolgt; in diesem Fall verjähren gemäß Abs 2 dieser Bestimmung die Ansprüche erst in vier Jahren. Da im vorliegenden Fall die Leistungen der klagenden Partei für den Gewerbebetrieb der beklagten Partei erbracht wurden, gilt die vierjährige Verjährungsfrist. Die Verjährung beginnt gemäß § 201 BGB mit dem Schluß des Jahres, in welchem der nach den §§ 196 f BGB maßgebliche Zeitpunkt eintritt. Das heißt für während des Jahres 1992 entstandene Kaufpreisforderungen beginnt die Verjährung erst am 31.12.1992, 24.00 Uhr, und endet am 31.12.1994 bzw bei der hier maßgeblichen vierjährigen Verjährungsfrist erst am 31.12.1996, 24.00 Uhr (Heinrichs in Palandt BGB57 § 201 Rz 1).

Daraus folgt, daß im Fall einer rechtsgültigen Rückabtretung der Forderung an die klagende Partei am 28.11.1996 laut Beilage ./K, vorgelegt in der letzten mündlichen Streitverhandlung am 6.12.1996, somit vor dem maßgeblichen Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung erster Instanz, die Kaufpreisforderung noch nicht verjährt gewesen wäre.

Die Urteile der Vorinstanzen sind daher aufzuheben und die Rechtssache an das Erstgericht zur Ergänzung des Verfahrens und neuerlichen Entscheidung zurückzuverweisen.

Im fortgesetzten Verfahren werden vorerst die für die Gültigkeit der Rückzession notwendigen Feststellungen zu treffen sein; hiebei wird es insbesondere Sache der klagenden Partei sein, einen Nachweis für die behauptete Identität der Vereinigten Sparkassen des Landkreises W*****, an die die klagende Partei die Forderung sicherungshalber zediert hatte, mit der Sparkasse F*****, von der diese Forderung nun rückzediert worden sein soll, zu erbringen.

Für den Fall, daß eine gültige Rückzession vor dem 31.12.1996 festgestellt werden kann, werden Beweise zu den übrigen Einwänden der beklagten Partei aufzunehmen und die hiefür erforderlichen Feststellungen zu treffen sein. Hiebei wäre insbesondere darauf Bedacht zu nehmen, daß auch für die Verjährung der Ansprüche des Käufers auf Wandlung oder Preisminderung nach Art 45 UN-Kaufrecht gemäß § 36 IPRG die §§ 477 und 478 BGB maßgeblich sind (Schnyder/Straub in Honsell aaO Art 45 Rz 66).

Der Kostenvorbehalt beruht auf den § 52 Abs 1 ZPO.

Die Zurückweisung der Revision hinsichtlich S 12.000,-- sA hat für die klagende Partei keine Kostenfolgen, weil die beklagte Partei auf die diesbezügliche Unzulässigkeit nicht hingewiesen hat.

Anmerkung

E50778 08A03647

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:0080OB00364.97F.0625.000

Dokumentnummer

JJT_19980625_OGH0002_0080OB00364_97F0000_000