Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob420/53 3Ob777/54 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0018764

Geschäftszahl

3Ob420/53; 3Ob777/54; 3Ob168/58; 7Ob264/56; 2Ob179/57; 3Ob501/57; 1Ob385/57; 5Ob143/62; 5Ob389/63; 2Ob202/64; 6Ob122/66; 4Ob521/67; 1Ob274/67; 6Ob133/69 (6Ob134/69); 1Ob174/71; 6Ob164/73; 5Ob2/74; 3Ob38/74; 1Ob656/78; 7Ob644/78; 8Ob566/78; 8Ob503/79; 7Ob567/80; 7Ob617/80; 1Ob626/82; 3Ob670/82; 1Ob562/83; 6Ob680/82; 5Ob607/83; 7Ob732/83 (7Ob733/83 -7Ob738/83); 1Ob715/87; 3Ob41/87; 6Ob542/88 (6Ob543/88); 5Ob588/87; 1Ob696/88; 1Ob704/89; 8Ob562/90; 1Ob578/95; 1Ob610/95; 4Ob1678/95; 4Ob5/97g; 3Ob130/97g; 6Ob138/98g; 6Ob221/98p; 6Ob72/00g; 3Ob188/99i; 6Ob134/08m; 9Ob50/10h; 8Ob98/10k; 6Ob92/11i; 9Ob63/10w; 4Ob80/12m; 5Ob126/12h; 4Ob98/13k; 4Ob112/13v; 4Ob226/13h; 3Ob118/14w; 7Ob38/17i

Entscheidungsdatum

08.07.1953

Norm

ABGB §932 IV
ABGB §1167

Rechtssatz

Die Herabsetzung der Leistung ist nach jenem Verhältnis vorzunehmen, in welchem zur Zeit des Vertragsabschlusses der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand zu dem Wert der mangelhaften Sache gestanden haben würde (sogenannte relative Berechnungsmethode). Bei einem Verkauf würde sich diese Berechnung folgendermaßen darstellen: Wird der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand mit 100, ihr Wert unter Berücksichtigung des Mangels dagegen mit 50 und der Kaufpreis mit 80 angenommen, so ergibt sich nach der Verhältnisrechnung 100:50 = 80:x die Minderung mit 40. Das bedeutet: Hat jemand etwas über den Wert erworben und stellt sich das Erworbene als mangelhaft heraus, so kann er seine Leistung in einem den Minderwert übersteigenden Betrag kürzen, hat er hingegen unter dem Wert erworben, so kann er seine Leistung nicht um den ganzen Minderwert herabsetzen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 420/53
    Entscheidungstext OGH 08.07.1953 3 Ob 420/53
    Veröff: SZ 26/185
  • 3 Ob 777/54
    Entscheidungstext OGH 01.12.1954 3 Ob 777/54
    Ähnlich; Veröff: HS 1815
  • 3 Ob 168/58
    Entscheidungstext OGH 07.05.1958 3 Ob 168/58
  • 7 Ob 264/56
    Entscheidungstext OGH 30.05.1956 7 Ob 264/56
    Ähnlich
  • 2 Ob 179/57
    Entscheidungstext OGH 08.05.1957 2 Ob 179/57
    Veröff: JBl 1957,454
  • 3 Ob 501/57
    Entscheidungstext OGH 20.11.1957 3 Ob 501/57
  • 1 Ob 385/57
    Entscheidungstext OGH 09.10.1957 1 Ob 385/57
  • 5 Ob 143/62
    Entscheidungstext OGH 19.07.1962 5 Ob 143/62
    nur: Die Herabsetzung der Leistung ist nach jenem Verhältnis vorzunehmen, in welchem zur Zeit des Vertragsabschlusses der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand zu dem Wert der mangelhaften Sache gestanden haben würde (sogenannte relative Berechnungsmethode). (T1)
  • 5 Ob 389/63
    Entscheidungstext OGH 23.01.1964 5 Ob 389/63
  • 2 Ob 202/64
    Entscheidungstext OGH 17.09.1964 2 Ob 202/64
    nur T1
  • 6 Ob 122/66
    Entscheidungstext OGH 25.05.1966 6 Ob 122/66
    Veröff: HS 5373/44
  • 4 Ob 521/67
    Entscheidungstext OGH 18.04.1967 4 Ob 521/67
    nur T1; Veröff: LwBetr 1968,157
  • 1 Ob 274/67
    Entscheidungstext OGH 21.12.1967 1 Ob 274/67
  • 6 Ob 133/69
    Entscheidungstext OGH 25.06.1969 6 Ob 133/69
    nur T1; Beisatz: Die Wertminderung kann soweit gehen, dass der Entgeltungsanspruch zur Gänze beseitigt wird. Das ist dann der Fall, wenn das Werk überhaupt wertlos ist. (T2) Veröff: HS 7337
  • 1 Ob 174/71
    Entscheidungstext OGH 01.07.1971 1 Ob 174/71
    nur T1
  • 6 Ob 164/73
    Entscheidungstext OGH 13.09.1973 6 Ob 164/73
    nur T1; Veröff: so auch SZ 26/261
  • 5 Ob 2/74
    Entscheidungstext OGH 30.01.1974 5 Ob 2/74
    EvBl 1974/195 S 437
  • 3 Ob 38/74
    Entscheidungstext OGH 02.04.1974 3 Ob 38/74
    nur T1
  • 1 Ob 656/78
    Entscheidungstext OGH 28.06.1978 1 Ob 656/78
    nur T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 644/78
    Entscheidungstext OGH 09.11.1978 7 Ob 644/78
  • 8 Ob 566/78
    Entscheidungstext OGH 01.03.1979 8 Ob 566/78
    nur T1
  • 8 Ob 503/79
    Entscheidungstext OGH 10.05.1979 8 Ob 503/79
    nur T1
  • 7 Ob 567/80
    Entscheidungstext OGH 08.05.1980 7 Ob 567/80
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 617/80
    Entscheidungstext OGH 13.11.1980 7 Ob 617/80
    nur T1
  • 1 Ob 626/82
    Entscheidungstext OGH 16.06.1982 1 Ob 626/82
    nur T1; Beisatz: Das Risiko späterer Wertveränderungen (auch die Relation zwischen dem Wert der mangelfreien und der mangelhaften Sache könnte sich, etwa infolge gewandelter Verkehrsauffassung, verändern) soll bei der Preisminderung unberücksichtigt bleiben. (T3)
  • 3 Ob 670/82
    Entscheidungstext OGH 26.01.1983 3 Ob 670/82
    nur T1
  • 1 Ob 562/83
    Entscheidungstext OGH 01.06.1983 1 Ob 562/83
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 680/82
    Entscheidungstext OGH 24.11.1983 6 Ob 680/82
    nur T1
  • 5 Ob 607/83
    Entscheidungstext OGH 03.07.1984 5 Ob 607/83
    nur T1
  • 7 Ob 732/83
    Entscheidungstext OGH 20.12.1984 7 Ob 732/83
    Auch
  • 1 Ob 715/87
    Entscheidungstext OGH 09.12.1987 1 Ob 715/87
    nur T1
  • 3 Ob 41/87
    Entscheidungstext OGH 09.09.1987 3 Ob 41/87
    nur T1
  • 6 Ob 542/88
    Entscheidungstext OGH 24.03.1988 6 Ob 542/88
    nur T1
  • 5 Ob 588/87
    Entscheidungstext OGH 21.06.1988 5 Ob 588/87
  • 1 Ob 696/88
    Entscheidungstext OGH 09.11.1988 1 Ob 696/88
    nur T1; Veröff: SZ 61/237
  • 1 Ob 704/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1989 1 Ob 704/89
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 62/185 = RdW 1990,342
  • 8 Ob 562/90
    Entscheidungstext OGH 20.02.1992 8 Ob 562/90
  • 1 Ob 578/95
    Entscheidungstext OGH 23.06.1995 1 Ob 578/95
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 610/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 610/95
    Vgl; nur T1
  • 4 Ob 1678/95
    Entscheidungstext OGH 18.12.1995 4 Ob 1678/95
    Auch; Beisatz: Nach dem Prinzip der Erhaltung der subjektiven Äquivalenz sollen die beim Vertragsabschluss zugrunde gelegten Wertrelationen zwischen Leistung und Gegenleistung aufrechterhalten bleiben. (T4)
  • 4 Ob 5/97g
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 4 Ob 5/97g
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 130/97g
    Entscheidungstext OGH 17.09.1997 3 Ob 130/97g
    Auch; Beis wie T2
  • 6 Ob 138/98g
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 6 Ob 138/98g
    nur T1; Beis wie T4
  • 6 Ob 221/98p
    Entscheidungstext OGH 15.10.1998 6 Ob 221/98p
    Beis wie T4
  • 6 Ob 72/00g
    Entscheidungstext OGH 23.10.2000 6 Ob 72/00g
    Vgl auch
  • 3 Ob 188/99i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 188/99i
    nur T1; Beisatz: Lässt sich ein Wert der "mangelfreien Sache" nicht ermitteln, dann ist die Anwendung des § 273 ZPO zulässig und notwendig. (T5)
  • 6 Ob 134/08m
    Entscheidungstext OGH 07.07.2008 6 Ob 134/08m
    Vgl; Beisatz: Hier: Zur Berechnung des Preisminderungsanspruchs bei einem nach Kauf aufgetretenen Motorschaden eines Gebrauchtwagens und dessen Weiterveräußerung in unrepariertem Zustand. (T6)
  • 9 Ob 50/10h
    Entscheidungstext OGH 28.07.2010 9 Ob 50/10h
    nur T1; Beis wie T4; Beisatz: Ohne Darlegung besonders rücksichtswürdiger Verkäuferinteressen besteht für eine Preisminderung nach der relativen Berechnungsmethode keine Untergrenze mit dem Verkehrswert des mangelhaften Objekts. (T7); Veröff: SZ 2010/91
  • 8 Ob 98/10k
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 8 Ob 98/10k
    Vgl auch
  • 6 Ob 92/11i
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 92/11i
    Beis wie T5
  • 9 Ob 63/10w
    Entscheidungstext OGH 29.08.2011 9 Ob 63/10w
    Vgl
  • 4 Ob 80/12m
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 80/12m
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 126/12h
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 5 Ob 126/12h
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 98/13k
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 98/13k
    Vgl auch; nur T1
  • 4 Ob 112/13v
    Entscheidungstext OGH 27.08.2013 4 Ob 112/13v
    Vgl auch; nur T1
  • 4 Ob 226/13h
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 226/13h
    Vgl auch; nur T1
  • 3 Ob 118/14w
    Entscheidungstext OGH 21.08.2014 3 Ob 118/14w
    Auch; Beisatz: Schon die Berechnung auf der Basis der objektiven Wertverhältnisse zeigt, dass die subjektive(n) Auswirkung(en) von Mängeln auf den Übernehmer bei der Ermittlung der Preisminderung nicht entscheidend sind. IdS geht das Preisminderungsrecht auch nicht durch Untergang oder Veräußerung der Sache verloren. (T8)
    Beisatz: Für die Beurteilung des zeitlichen Aspekts der Reisepreisminderung kommt es nicht darauf an, ob der Reisende die mangelhafte Reiseleistung (hier Unterbringung) weiter in Anspruch nimmt, dh durch diese subjektiv beeinträchtigt wird, oder ob er ‑ wie hier bei aufrecht erhaltenem Reisevertrag ‑ selbst durch einen Wechsel in ein anderes Hotel Abhilfe schafft, sondern darauf, ob die Reisemängel während des gesamten Zeitraums der gebuchten (= vereinbarten) Unterbringung weiter bestanden. (T9)
  • 7 Ob 38/17i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 38/17i
    Auch; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0018764

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

31.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19530708_OGH0002_0030OB00420_5300000_001

Rechtssatz für 3Ob457/55 2Ob342/57 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0018740

Geschäftszahl

3Ob457/55; 2Ob342/57; 7Ob617/80; 7Ob642/85; 1Ob579/94; 6Ob138/98g; 10Ob192/98b; 3Ob244/19g

Entscheidungsdatum

26.10.1955

Norm

ABGB §932 IId

Rechtssatz

Ist ein Mangel nur auf Grund einer vollständigen Umkonstruktion zu beheben, dann liegt ein unbehebbarer Mangel vor (vgl JBl 1954,539).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 457/55
    Entscheidungstext OGH 26.10.1955 3 Ob 457/55
    Veröff: SZ 28/237
  • 2 Ob 342/57
    Entscheidungstext OGH 26.06.1957 2 Ob 342/57
    Beisatz: Möbelstück (T1)
  • 7 Ob 617/80
    Entscheidungstext OGH 13.11.1980 7 Ob 617/80
  • 7 Ob 642/85
    Entscheidungstext OGH 12.12.1985 7 Ob 642/85
    Veröff: RdW 1986,106 = JBl 1986,448
  • 1 Ob 579/94
    Entscheidungstext OGH 27.02.1995 1 Ob 579/94
    Vgl; Beisatz: Unbehebbarer Mangel, wenn ein zusätzliches Gerät bzw Änderungen oder Sachzusätze nötig sind, die die Sache zu einer anderen machen. (T2) Veröff: SZ 68/42
  • 6 Ob 138/98g
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 6 Ob 138/98g
    Beis wie T2
  • 10 Ob 192/98b
    Entscheidungstext OGH 13.10.1998 10 Ob 192/98b
    Beisatz: Betrifft Sachmängel beweglicher Sachen. (T3)
  • 3 Ob 244/19g
    Entscheidungstext OGH 22.01.2020 3 Ob 244/19g
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0018740

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.04.2020

Dokumentnummer

JJR_19551026_OGH0002_0030OB00457_5500000_002

Rechtssatz für 3Ob261/56 6Ob138/98g

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0024314

Geschäftszahl

3Ob261/56; 6Ob138/98g

Entscheidungsdatum

06.06.1956

Norm

ABGB §932 IId
ABGB §1167

Rechtssatz

Unbehebbarkeit eines Mangels, wenn er nur durch eine Neuanfertigung beseitigt werden kann.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 261/56
    Entscheidungstext OGH 06.06.1956 3 Ob 261/56
  • 6 Ob 138/98g
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 6 Ob 138/98g

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0024314

Dokumentnummer

JJR_19560606_OGH0002_0030OB00261_5600000_001

Rechtssatz für 5Ob226/71 6Ob4/72 5Ob61...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0018564

Geschäftszahl

5Ob226/71; 6Ob4/72; 5Ob617/76; 7Ob575/81; 1Ob711/83; 1Ob746/83; 7Ob537/88; 5Ob509/89; 1Ob670/88; 7Ob562/94; 6Ob138/98g; 6Ob272/05a; 2Ob189/07v; 9Ob3/09w; 4Ob202/09y; 9Ob50/10h; 8Ob7/10b; 2Ob176/10m; 7Ob28/13p; 3Ob200/13b; 6Ob125/14x; 3Ob238/15v; 7Ob4/16p; 4Ob197/16y; 3Ob35/17v; 4Ob105/18x; 8Ob9/19k; 5Ob64/19a; 9Ob26/20v; 3Ob181/20v

Entscheidungsdatum

22.09.1971

Norm

ABGB §929

Rechtssatz

Ein vertraglicher Verzicht auf Gewährleistungsansprüche ist auch wegen verborgener Mängel zulässig.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 226/71
    Entscheidungstext OGH 22.09.1971 5 Ob 226/71
    Veröff: EvBl 1972/170 S 324 = JBl 1972,531
  • 6 Ob 4/72
    Entscheidungstext OGH 20.01.1972 6 Ob 4/72
  • 5 Ob 617/76
    Entscheidungstext OGH 07.09.1976 5 Ob 617/76
    Beisatz: Gewährleistungsausschluss beim Kauf von gebrauchten Kraftfahrzeugen. (T1)
  • 7 Ob 575/81
    Entscheidungstext OGH 04.03.1982 7 Ob 575/81
    Auch; Beisatz: Nicht wegen arglistig verschwiegener Mängel. (T2)
    Veröff: SZ 55/31 = EvBl 1982/104 S 353 = JBl 1984,432 (zustimmend Reidinger)
  • 1 Ob 711/83
    Entscheidungstext OGH 10.10.1983 1 Ob 711/83
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Ein umfassend abgegebener Gewährleistungsverzicht erstreckt sich grundsätzlich auch auf geheime Mängel. (T3)
  • 1 Ob 746/83
    Entscheidungstext OGH 09.11.1983 1 Ob 746/83
    Beis wie T3
  • 7 Ob 537/88
    Entscheidungstext OGH 30.06.1988 7 Ob 537/88
    Beis wie T2; Beis wie T3; Beisatz: Und nicht wegen solcher Mängel, welche die Sache von vornherein völlig unbrauchbar machen. (T4)
    Veröff: SZ 61/162
  • 5 Ob 509/89
    Entscheidungstext OGH 21.02.1989 5 Ob 509/89
    Beis wie T3
  • 1 Ob 670/88
    Entscheidungstext OGH 01.03.1989 1 Ob 670/88
    Beis wie T3
  • 7 Ob 562/94
    Entscheidungstext OGH 13.09.1995 7 Ob 562/94
    nur: Auch wegen verborgener Mängel. (T5)
  • 6 Ob 138/98g
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 6 Ob 138/98g
    Beis wie T3; Beisatz: Auch auf Mängel, die "normalerweise vorausgesetzte" Eigenschaften (Eignung einer Sache zum wesentlichen Gebrauch) betreffen. (T6)
  • 6 Ob 272/05a
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 6 Ob 272/05a
    Beis wie T2; Beis wie T3; Beisatz: Ein vertraglicher Gewährleistungsverzicht erstreckt sich nicht auf das Fehlen ausdrücklich oder schlüssig zugesicherter Eigenschaften. (T7)
    Beisatz: Hier: Fahrbereitschaft eines Traktors. (T8)
    Veröff: SZ 2006/19
  • 2 Ob 189/07v
    Entscheidungstext OGH 18.10.2007 2 Ob 189/07v
    Auch; Beisatz: Im Zweifel ist ein solcher Verzicht restriktiv auszulegen. (T9)
    Beisatz: Hier: Klausel „wie besichtigt und Probe gefahren unter Ausschluss von Gewährleistung und Garantie". (T10)
    Beis wie T1, Beis auch wie T7
  • 9 Ob 3/09w
    Entscheidungstext OGH 24.02.2009 9 Ob 3/09w
    Beis wie T1; Beis wie T7; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Schlüssige Vereinbarung der Fahrtüchtigkeit des zwischen Privaten verkauften Gebraucht-PKW bejaht, sodass der Gewährleistungsverzicht einschränkend auszulegen war. (T11)
  • 4 Ob 202/09y
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 202/09y
    Beis wie T9
  • 9 Ob 50/10h
    Entscheidungstext OGH 28.07.2010 9 Ob 50/10h
    Beis wie T3; Beis wie T6; Beis wie T9; Beisatz: Die Reichweite eines vertraglichen Gewährleistungsverzichts ist durch Auslegung zu ermitteln. Auf das Fehlen einer auch nur schlüssig zugesicherten Eigenschaft erstreckt sich selbst ein umfassender Gewährleistungsverzicht nicht. (T12)
    Veröff: SZ 2010/91
  • 8 Ob 7/10b
    Entscheidungstext OGH 23.11.2010 8 Ob 7/10b
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T9
  • 2 Ob 176/10m
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 176/10m
    Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T12 nur: Die Reichweite eines vertraglichen Gewährleistungsverzichts ist durch Auslegung zu ermitteln. (T13)
  • 7 Ob 28/13p
    Entscheidungstext OGH 17.04.2013 7 Ob 28/13p
    Auch Beis wie T7; Auch Beis wie T11; Auch Beis wie T12
  • 3 Ob 200/13b
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 200/13b
  • 6 Ob 125/14x
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 6 Ob 125/14x
    Beis wie T2; nur T5; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 3 Ob 238/15v
    Entscheidungstext OGH 20.01.2016 3 Ob 238/15v
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T12
  • 7 Ob 4/16p
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 7 Ob 4/16p
    Auch; Beisatz: Beim Kauf eines „Wohnungseigentums“ wird erwartet, dass der Käufer das Miteigentum an einer Liegenschaft erwirbt, im Grundbuch als Wohnungseigentümer einverleibt wird und ihm die alleinige Befugnis zur Nutzung bestimmter Wohnungen zusteht. Ob ausgehend von der Leistungsbeschreibung in Verbindung mit der vereinbarten Übertragung der Rechtsstellung überhaupt ein Rechtsmangel vorliegt, kann hier dahingestellt bleiben, weil der von den Parteien vereinbarte Gewährleistungsverzicht greift. (T14)
  • 4 Ob 197/16y
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 4 Ob 197/16y
    Auch; Beis wie T6
  • 3 Ob 35/17v
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 3 Ob 35/17v
    Vgl auch; Beis wie T7; Beis wie T12
  • 4 Ob 105/18x
    Entscheidungstext OGH 11.06.2018 4 Ob 105/18x
    Beis wie T6
  • 8 Ob 9/19k
    Entscheidungstext OGH 25.03.2019 8 Ob 9/19k
    Auch; Beis wie T13
  • 5 Ob 64/19a
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 5 Ob 64/19a
    Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T12; Beis wie T13
  • 9 Ob 26/20v
    Entscheidungstext OGH 29.07.2020 9 Ob 26/20v
    Vgl; Beis wie T7
  • 3 Ob 181/20v
    Entscheidungstext OGH 24.03.2021 3 Ob 181/20v

Schlagworte

Auto Kfz PKW

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0018564

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.05.2021

Dokumentnummer

JJR_19710922_OGH0002_0050OB00226_7100000_002

Rechtssatz für 1Ob197/75 1Ob766/76 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0016260

Geschäftszahl

1Ob197/75; 1Ob766/76; 7Ob728/79; 7Ob558/81; 5Ob768/80; 5Ob695/82; 6Ob554/84; 3Ob647/86; 3Ob542/87; 6Ob600/90; 4Ob1678/95; 1Ob27/97w; 6Ob138/98g; 3Ob236/01d; 2Ob176/10m

Entscheidungsdatum

29.10.1975

Norm

ABGB §872

Rechtssatz

Die Vertragsänderung, die § 872 ABGB dem Irrenden einräumt, besteht nicht einfach im Unterschied zwischen der vereinbarten und dem wirklichen Wert der Leistung, es ist vielmehr die dem Irrenden obliegende Leistung verhältnismäßig im Sinne einer relativen Berechnungsmethode zu ändern, der vereinbarte Preis muss sich zum geminderten Preis so verhalten, wie der Wert der Sache ohne Mangel zum Wert der Sache mit Mangel.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 197/75
    Entscheidungstext OGH 29.10.1975 1 Ob 197/75
    Veröff: SZ 48/112 = NZ 1977,59 = JBl 1977,39
  • 1 Ob 766/76
    Entscheidungstext OGH 15.11.1976 1 Ob 766/76
    Zweiter Rechtsgang zu 1 Ob 197/75
  • 7 Ob 728/79
    Entscheidungstext OGH 04.10.1979 7 Ob 728/79
  • 7 Ob 558/81
    Entscheidungstext OGH 19.03.1981 7 Ob 558/81
  • 5 Ob 768/80
    Entscheidungstext OGH 09.06.1981 5 Ob 768/80
    Ähnlich; Veröff: SZ 54/88 = MietSlg 33110
  • 5 Ob 695/82
    Entscheidungstext OGH 21.09.1982 5 Ob 695/82
    nur: Die Vertragsänderung, die § 872 ABGB dem Irrenden einräumt, besteht nicht einfach im Unterschied zwischen der vereinbarten und dem wirklichen Wert der Leistung, es ist vielmehr die dem Irrenden obliegende Leistung verhältnismäßig im Sinne einer relativen Berechnungsmethode zu ändern . (T1)
  • 6 Ob 554/84
    Entscheidungstext OGH 03.05.1984 6 Ob 554/84
  • 3 Ob 647/86
    Entscheidungstext OGH 18.03.1987 3 Ob 647/86
    Auch
  • 3 Ob 542/87
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 542/87
    nur T1
  • 6 Ob 600/90
    Entscheidungstext OGH 21.03.1991 6 Ob 600/90
    Veröff: SZ 64/32 = EvBl 1991/105 S 499 = JBl 1991,584
  • 4 Ob 1678/95
    Entscheidungstext OGH 18.12.1995 4 Ob 1678/95
    Auch
  • 1 Ob 27/97w
    Entscheidungstext OGH 15.05.1997 1 Ob 27/97w
    Auch; Veröff: SZ 70/96
  • 6 Ob 138/98g
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 6 Ob 138/98g
    Auch
  • 3 Ob 236/01d
    Entscheidungstext OGH 20.03.2002 3 Ob 236/01d
    nur: Der vereinbarte Preis muss sich zum geminderten Preis so verhalten, wie der Wert der Sache ohne Mangel zum Wert der Sache mit Mangel. (T2)
  • 2 Ob 176/10m
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 176/10m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0016260

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.10.2011

Dokumentnummer

JJR_19751029_OGH0002_0010OB00197_7500000_001

Rechtssatz für 1Ob538/77 8Ob503/79 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0016294

Geschäftszahl

1Ob538/77; 8Ob503/79; 2Ob526/79; 1Ob608/79; 7Ob792/81; 6Ob868/82; 6Ob554/84; 3Ob568/85; 7Ob731/86; 1Ob1602/91; 8Ob502/93; 1Ob106/98i; 6Ob138/98g; 3Ob259/05t; 4Ob11/13s; 10Ob38/20s

Entscheidungsdatum

02.03.1977

Norm

ABGB §874

Rechtssatz

Der listig Irregeführte kann als Schadenersatz nur das negative Vertragsinteresse beanspruchen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 538/77
    Entscheidungstext OGH 02.03.1977 1 Ob 538/77
    Veröff: SZ 50/35 = JBl 1978,262 (mit Anm v König)
  • 8 Ob 503/79
    Entscheidungstext OGH 10.05.1979 8 Ob 503/79
  • 2 Ob 526/79
    Entscheidungstext OGH 12.06.1979 2 Ob 526/79
  • 1 Ob 608/79
    Entscheidungstext OGH 28.11.1979 1 Ob 608/79
    Vgl auch; Veröff: JBl 1980,316
  • 7 Ob 792/81
    Entscheidungstext OGH 01.07.1982 7 Ob 792/81
  • 6 Ob 868/82
    Entscheidungstext OGH 24.11.1983 6 Ob 868/82
    Beisatz: Dazu gehören auch die anläßlich des Abschlusses oder der Erfüllung der Verträge aufgewendeten Kosten und allenfalls auch der entgangene Gewinn aus einem versäumten Ersatzgeschäft. (T1)
  • 6 Ob 554/84
    Entscheidungstext OGH 03.05.1984 6 Ob 554/84
    Auch; Beisatz: Hier: Fahrlässige Verletzung nebenvertraglicher Aufklärungspflichten. (T2)
  • 3 Ob 568/85
    Entscheidungstext OGH 22.01.1986 3 Ob 568/85
    Auch; Beisatz: Grundsätzlich negatives Vertragsinteresse . (T3) Veröff: RdW 1986,173 = JBl 1988,581
  • 7 Ob 731/86
    Entscheidungstext OGH 30.07.1987 7 Ob 731/86
  • 1 Ob 1602/91
    Entscheidungstext OGH 09.10.1991 1 Ob 1602/91
    Beis wie T1 nur: Dazu gehören der entgangene Gewinn aus einem versäumten Ersatzgeschäft. (T4) Beisatz: Dem listig Irregeführten ist es verwehrt, gerade jenen Nachteil ersetzt zu verlangen, den er als Betrogener dadurch erlitten hat, daß die Wirklichkeit seinen irrigen Vorstellungen nicht entsprach. (T5) Veröff: RZ 1992/37 S 97 = ecolex 1992,18
  • 8 Ob 502/93
    Entscheidungstext OGH 25.03.1993 8 Ob 502/93
    Vgl auch; Veröff: SZ 66/41
  • 1 Ob 106/98i
    Entscheidungstext OGH 09.06.1998 1 Ob 106/98i
    Beisatz: Dazu gehören auch die für die Erfüllung des Vertrages aufgewendeten Prozeß- und Anwaltskosten. (T6)
  • 6 Ob 138/98g
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 6 Ob 138/98g
  • 3 Ob 259/05t
    Entscheidungstext OGH 25.01.2006 3 Ob 259/05t
    Vgl; Beis wie T2
  • 4 Ob 11/13s
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 11/13s
    Auch
  • 10 Ob 38/20s
    Entscheidungstext OGH 24.11.2020 10 Ob 38/20s

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0016294

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.01.2021

Dokumentnummer

JJR_19770302_OGH0002_0010OB00538_7700000_003

Rechtssatz für 6Ob554/84 1Ob536/90 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0016421

Geschäftszahl

6Ob554/84; 1Ob536/90; 6Ob138/98g; 6Ob141/03h; 6Ob309/02p; 3Ob202/10t

Entscheidungsdatum

03.05.1984

Norm

ABGB §878
ABGB §920
ABGB §921

Rechtssatz

Bei Anspruch auf das negative Vertragsinteresse ist nur der Schaden zu ersetzen, den der Erwerber dadurch erleidet, dass er die Sache mängelfrei gehalten hat, nicht aber der Nachteil, den er dadurch erleidet, dass die Sache mangelhaft ist, also das positive Erfüllungsinteresse.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 554/84
    Entscheidungstext OGH 03.05.1984 6 Ob 554/84
  • 1 Ob 536/90
    Entscheidungstext OGH 07.03.1990 1 Ob 536/90
    Auch; Verstärkter Senat; Veröff: SZ 63/37 = JBl 1990,648 (Reischauer) = EvBl 1990/129 S 599 = ecolex 1990,279
  • 6 Ob 138/98g
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 6 Ob 138/98g
    nur: Bei Anspruch auf das negative Vertragsinteresse ist nur der Schaden zu ersetzen, den der Erwerber dadurch erleidet, dass er die Sache mängelfrei gehalten hat. (T1)
  • 6 Ob 141/03h
    Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 141/03h
  • 6 Ob 309/02p
    Entscheidungstext OGH 29.04.2004 6 Ob 309/02p
  • 3 Ob 202/10t
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 202/10t
    nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0016421

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.04.2011

Dokumentnummer

JJR_19840503_OGH0002_0060OB00554_8400000_001

Rechtssatz für 1Ob536/90 1Ob535/90 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021755

Geschäftszahl

1Ob536/90; 1Ob535/90; 1Ob555/90 (1Ob556/90); 8Ob600/90; 2Ob567/90 (2Ob568/90); 8Ob631/89; 6Ob562/90; 7Ob515/91; 1Ob679/90; 6Ob531/91 (6Ob552/92); 2Ob560/92 (2Ob1533/92); 6Ob565/92; 1Ob628/92; 1Ob564/94; 1Ob590/94; 5Ob512/95; 9Ob510/95; 5Ob546/94; 7Ob541/95 (7Ob542/95); 1Ob573/95; 1Ob624/95; 2Ob2140/96m; 2Ob2170/96y; 7Ob2361/96y; 4Ob38/97k; 1Ob2409/96y; 4Ob332/97w; 1Ob351/97t; 3Ob382/97s; 6Ob308/97f; 6Ob138/98g; 2Ob217/98w; 6Ob40/98w; 2Ob355/98i; 7Ob238/99x; 9Ob236/99t; 7Ob242/99k; 6Ob34/00v; 4Ob47/01t; 3Ob188/99i; 4Ob118/01h; 1Ob292/00y; 9Ob192/01b; 6Ob110/02y; 1Ob113/02b; 7Ob235/02p; 6Ob246/02y; 8Ob33/04t; 6Ob139/04s; 9Ob50/06b; 2Ob260/05g; 1Ob243/07b; 8Ob26/10x; 7Ob23/13b; 10Ob51/15w; 3Ob16/16y; 8Ob124/16t; 7Ob12/17s; 5Ob16/19t; 6Ob146/20v; 5Ob188/20p

Entscheidungsdatum

07.03.1990

Norm

ABGB §932 V
ABGB §1167
ABGB §1295 Ib

Rechtssatz

Im Werkvertragsrecht bestehen Gewährleistungsansprüche und Schadenersatzansprüche in voller Konkurrenz nebeneinander. Damit kann der Besteller wegen Mängeln des Werks auch noch nach Ablauf der Gewährleistungsfrist, jedoch innerhalb der Verjährungsfrist des § 1489 ABGB, vom Unternehmer das Erfüllungsinteresse fordern, sofern die Mängel auf dessen rechtswidriges und schuldhaftes Verhalten zurückzuführen sind.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 536/90
    Entscheidungstext OGH 07.03.1990 1 Ob 536/90
    Verstärkter Senat; Veröff: SZ 63/37 = EvBl 1990/129 S 599 = JBl 1990,648 (Reischauer) = ecolex 1990,279 = RdW 1990,153
  • 1 Ob 535/90
    Entscheidungstext OGH 04.04.1990 1 Ob 535/90
    Veröff: SZ 63/53 = ecolex 1990,345
  • 1 Ob 555/90
    Entscheidungstext OGH 02.05.1990 1 Ob 555/90
  • 8 Ob 600/90
    Entscheidungstext OGH 17.05.1990 8 Ob 600/90
    Ähnlich; nur: Im Werkvertragsrecht bestehen Gewährleistungsansprüche und Schadenersatzansprüche in voller Konkurrenz nebeneinander. (T1)
    Beisatz: Hier: Kaufvertragsrecht. (T2)
    Veröff: ecolex 1990,474 = JBl 1990,792
  • 2 Ob 567/90
    Entscheidungstext OGH 05.09.1990 2 Ob 567/90
    nur T1
  • 8 Ob 631/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1990 8 Ob 631/89
    Veröff: ecolex 1991,238
  • 6 Ob 562/90
    Entscheidungstext OGH 07.03.1991 6 Ob 562/90
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 515/91
    Entscheidungstext OGH 18.04.1991 7 Ob 515/91
    Beisatz: § 1298 ABGB ist anzuwenden. (T3)
  • 1 Ob 679/90
    Entscheidungstext OGH 20.11.1991 1 Ob 679/90
    Veröff: JBl 1992,245 = ecolex 1992,86
  • 6 Ob 531/91
    Entscheidungstext OGH 14.05.1992 6 Ob 531/91
  • 2 Ob 560/92
    Entscheidungstext OGH 09.09.1992 2 Ob 560/92
  • 6 Ob 565/92
    Entscheidungstext OGH 04.02.1993 6 Ob 565/92
    Veröff: JBl 1993,786
  • 1 Ob 628/92
    Entscheidungstext OGH 23.02.1993 1 Ob 628/92
    nur T1
  • 1 Ob 564/94
    Entscheidungstext OGH 30.05.1994 1 Ob 564/94
    nur T1; Beis wie T2; Veröff: SZ 67/101
  • 1 Ob 590/94
    Entscheidungstext OGH 11.10.1994 1 Ob 590/94
    Beisatz: § 1298 ABGB ist anzuwenden. In der Forderung des Deckungskapitals für den Verbesserungsaufwand liegt das Begehren auf Ersatz des Erfüllungsinteresses. (T4)
  • 5 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 5 Ob 512/95
    Beisatz: Demjenigen, der vorgibt, daß er an der Erfüllung seiner (hier) vertragsmäßigen Verbindlichkeit ohne sein Verschulden gehindert worden ist, obliegt hiefür der Beweis. (T5)
  • 9 Ob 510/95
    Entscheidungstext OGH 10.05.1995 9 Ob 510/95
    nur T1; Beis wie T2; Veröff: SZ 68/94
  • 5 Ob 546/94
    Entscheidungstext OGH 10.10.1995 5 Ob 546/94
    nur T1; Veröff: SZ 68/179
  • 7 Ob 541/95
    Entscheidungstext OGH 08.11.1995 7 Ob 541/95
    nur T1; Beisatz: Die alternative Anspruchskonkurrenz zwischen Gewährleistung und Schadenersatz gilt jedenfalls für den behebbaren Mangel. (T6)
  • 1 Ob 573/95
    Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 573/95
    Beis wie T4
  • 1 Ob 624/95
    Entscheidungstext OGH 19.12.1995 1 Ob 624/95
    Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 2 Ob 2140/96m
    Entscheidungstext OGH 27.06.1996 2 Ob 2140/96m
    Beis wie T2; Beis wie T4 nur: In der Forderung des Deckungskapitals für den Verbesserungsaufwand liegt das Begehren auf Ersatz des Erfüllungsinteresses. (T7)
  • 2 Ob 2170/96y
    Entscheidungstext OGH 04.07.1996 2 Ob 2170/96y
    Ähnlich; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T5
  • 7 Ob 2361/96y
    Entscheidungstext OGH 29.01.1997 7 Ob 2361/96y
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T5
  • 4 Ob 38/97k
    Entscheidungstext OGH 11.03.1997 4 Ob 38/97k
    Auch
  • 1 Ob 2409/96y
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 2409/96y
    Vgl; Beis wie T7; Veröff: SZ 70/198
  • 4 Ob 332/97w
    Entscheidungstext OGH 25.11.1997 4 Ob 332/97w
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 351/97t
    Entscheidungstext OGH 24.03.1998 1 Ob 351/97t
  • 3 Ob 382/97s
    Entscheidungstext OGH 11.03.1998 3 Ob 382/97s
    Beis wie T4
  • 6 Ob 308/97f
    Entscheidungstext OGH 07.05.1998 6 Ob 308/97f
  • 6 Ob 138/98g
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 6 Ob 138/98g
    Ähnlich; nur T1; Beis wie T2
  • 2 Ob 217/98w
    Entscheidungstext OGH 10.09.1998 2 Ob 217/98w
    Auch; nur T1; Beisatz: Die Voraussetzungen und Folgen von Gewährleistung und Schadenersatz richten sich jeweils nach den besonderen Rechtsgrundlagen, also den §§ 922 ff bzw 1295 ff ABGB. Der Erwerber/Besteller kann daher wegen Mängeln, die auf ein rechtswidriges und schuldhaftes Verhalten des Veräußerers/Werkunternehmers zurückzuführen sind, Schadenersatz in der Höhe des positiven Vertragsinteresses fordern, die Gewährleistungsansprüche bleiben davon unberührt, wenn und so weit der Gläubiger damit nicht bereichert wird. (T8)
  • 6 Ob 40/98w
    Entscheidungstext OGH 15.10.1998 6 Ob 40/98w
    Beis wie T7
  • 2 Ob 355/98i
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 2 Ob 355/98i
    Auch
  • 7 Ob 238/99x
    Entscheidungstext OGH 27.10.1999 7 Ob 238/99x
    Vgl auch; Beis wie T7; Beisatz: Bei unbehebbare Mängel steht dem Werkbesteller nur Anspruch auf Ersatz des Vertrauensschadens zu. (T9)
  • 9 Ob 236/99t
    Entscheidungstext OGH 15.12.1999 9 Ob 236/99t
  • 7 Ob 242/99k
    Entscheidungstext OGH 26.01.2000 7 Ob 242/99k
  • 6 Ob 34/00v
    Entscheidungstext OGH 13.04.2000 6 Ob 34/00v
    Beisatz: Die Verjährung des Schadenersatzanspruchs beginnt erst dann, wenn dem Besteller erkennbar ist, dass eine erfolgte Verbesserung misslungen ist, oder wenn feststeht, dass der Werkunternehmer die Verbesserung endgültig verweigert. (T10)
  • 4 Ob 47/01t
    Entscheidungstext OGH 22.03.2001 4 Ob 47/01t
    Auch
  • 3 Ob 188/99i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 188/99i
  • 4 Ob 118/01h
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 4 Ob 118/01h
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T2
  • 1 Ob 292/00y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 1 Ob 292/00y
  • 9 Ob 192/01b
    Entscheidungstext OGH 24.10.2001 9 Ob 192/01b
    Beis wie T10
  • 6 Ob 110/02y
    Entscheidungstext OGH 16.05.2002 6 Ob 110/02y
    Vgl; Beis wie T7
  • 1 Ob 113/02b
    Entscheidungstext OGH 14.10.2002 1 Ob 113/02b
    Verstärkter Senat; Ähnlich; Beisatz: Hier: Bestandrecht. (T11)
    Veröff: SZ 2002/132
  • 7 Ob 235/02p
    Entscheidungstext OGH 13.11.2002 7 Ob 235/02p
    Auch; nur T1; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Der Besteller kann die fiktiven Reparaturkosten insoweit verlangen, als er dadurch nicht besser gestellt wird als er stünde, wenn ordnungsgemäß erfüllt worden wäre. (T12)
    Beisatz: Ein dem Besteller im Zuge der Beseitigung eines Mangelschadens entstehender Verdienstentgang zählt nicht zu den fiktiven Reparaturkosten. (T13)
    Veröff: SZ 2002/152
  • 6 Ob 246/02y
    Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 246/02y
    nur T1
  • 8 Ob 33/04t
    Entscheidungstext OGH 11.11.2004 8 Ob 33/04t
    nur T1
  • 6 Ob 139/04s
    Entscheidungstext OGH 25.11.2004 6 Ob 139/04s
    Vgl
  • 9 Ob 50/06b
    Entscheidungstext OGH 04.05.2006 9 Ob 50/06b
    Beis wie T3; Beisatz: Bei objektiver Schlechterfüllung ist zumindest prima facie von einem wenigstens sorgfaltswidrigen Verhalten auf Schädigerseite im Sinne einer Rechtswidrigkeitsvermutung auszugehen. Diese Vermutung gilt besonders dann, wenn den Schädiger - wie hier - eine spezifische Herstellungspflicht getroffen hat. Im Zusammenhang mit dem angeblich nicht behaupteten Verschulden übersieht der Beklagte, dass auch dort, wo Schadenersatzansprüche mit Gewährleistungsansprüchen konkurrieren, § 1298 ABGB anzuwenden ist. (T14)
  • 2 Ob 260/05g
    Entscheidungstext OGH 29.06.2006 2 Ob 260/05g
    Auch
  • 1 Ob 243/07b
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 1 Ob 243/07b
    Auch
  • 8 Ob 26/10x
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 8 Ob 26/10x
  • 7 Ob 23/13b
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 7 Ob 23/13b
    nur T1
  • 10 Ob 51/15w
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 10 Ob 51/15w
    Auch
  • 3 Ob 16/16y
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 3 Ob 16/16y
    Auch; Beis wie T10
  • 8 Ob 124/16t
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 8 Ob 124/16t
    Auch; nur T1; Beis wie T10
  • 7 Ob 12/17s
    Entscheidungstext OGH 17.05.2017 7 Ob 12/17s
  • 5 Ob 16/19t
    Entscheidungstext OGH 13.06.2019 5 Ob 16/19t
    Beis wie T10
  • 6 Ob 146/20v
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 6 Ob 146/20v
  • 5 Ob 188/20p
    Entscheidungstext OGH 04.02.2021 5 Ob 188/20p
    Vgl; Beis wie T10

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0021755

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.03.2021

Dokumentnummer

JJR_19900307_OGH0002_0010OB00536_9000000_001

Rechtssatz für 7Ob514/91 6Ob138/98g 6O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0018736

Geschäftszahl

7Ob514/91; 6Ob138/98g; 6Ob221/98p; 7Ob212/06m

Entscheidungsdatum

14.02.1991

Norm

ABGB §932 IV

Rechtssatz

Bei wesentlichem unbehebbarem Mangel kann der Käufer statt Wandlung Preisminderung bis zu dem der möglichen Nutzung angemessenen Entgelt begehren.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 514/91
    Entscheidungstext OGH 14.02.1991 7 Ob 514/91
    Veröff: SZ 64/15 = ecolex 1991,382 = EvBl 1991/106 S 500 = RdW 1991,203 = JBl 1991,522
  • 6 Ob 138/98g
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 6 Ob 138/98g
  • 6 Ob 221/98p
    Entscheidungstext OGH 15.10.1998 6 Ob 221/98p
    Vgl
  • 7 Ob 212/06m
    Entscheidungstext OGH 29.11.2006 7 Ob 212/06m
    Beisatz: Bedenken gegen dieses Wahlrecht bestehen nur aus dem Grund der Interessenwahrung des Verkäufers. Solche Bedenken bestehen dann, wenn sich der Kaufpreis nach der relativen Berechnungsmethode auf null reduzierte, der Käufer also die Sache behalten dürfte, vom Verkäufer aber den vollen Kaufpreis zurückverlangen könnte. Daher ist in diesem Fall eine Preisminderung nicht nach der relativen Berechnungsmethode, sondern auf den bei einer anderen möglichen Nutzung (etwa einer Teilbebauung, die nur eine Sanierung geringeren Umfangs erforderte) erzielbaren objektiven Verkehrswert der Liegenschaft vorzunehmen. (T1); Beisatz: Hier: Rechtslage vor dem Inkrafttreten des GewRÄG, BGBl I 2001/48. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0018736

Dokumentnummer

JJR_19910214_OGH0002_0070OB00514_9100000_001

Rechtssatz für 1Ob579/94 4Ob2341/96k 6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0041462

Geschäftszahl

1Ob579/94; 4Ob2341/96k; 6Ob138/98g; 10Ob192/98b; 4Ob44/14w

Entscheidungsdatum

27.02.1995

Norm

ABGB §932 IId

Rechtssatz

Unbehebbar ist ein Sachmangel nicht nur, wenn er technisch nicht behebbar ist, sondern auch, wenn seine Behebbarkeit zwar technisch möglich ist, dies jedoch nur mit unverhältnismäßigem Aufwand bewerkstelligt werden kann.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 579/94
    Entscheidungstext OGH 27.02.1995 1 Ob 579/94
    Veröff. SZ 68/42
  • 4 Ob 2341/96k
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 4 Ob 2341/96k
  • 6 Ob 138/98g
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 6 Ob 138/98g
  • 10 Ob 192/98b
    Entscheidungstext OGH 13.10.1998 10 Ob 192/98b
    Beisatz: Betrifft Sachmängel beweglicher Sachen. (T1)
  • 4 Ob 44/14w
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 44/14w

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0041462

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.04.2014

Dokumentnummer

JJR_19950227_OGH0002_0010OB00579_9400000_002

Rechtssatz für 6Ob138/98g 3Ob244/19g

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0110333

Geschäftszahl

6Ob138/98g; 3Ob244/19g

Entscheidungsdatum

25.06.1998

Norm

ABGB §932 IIc
ABGB §932 IId

Rechtssatz

Bei unbehebbaren Mängeln von Speziessachen ist nur der Vertrauensschaden zu ersetzen. Das Erfüllungsinteresse steht nur bei behebbaren Mängeln zu.

Entscheidungstexte

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110333

Im RIS seit

25.07.1998

Zuletzt aktualisiert am

01.04.2020

Dokumentnummer

JJR_19980625_OGH0002_0060OB00138_98G0000_001

Rechtssatz für 6Ob138/98g 3Ob134/14y

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0110334

Geschäftszahl

6Ob138/98g; 3Ob134/14y

Entscheidungsdatum

25.06.1998

Norm

ABGB §932 I
ABGB §932 VI
ABGB §1295 Ib

Rechtssatz

Bei einer vom Verkäufer übernommenen Garantie ist das Erfüllungsinteresse zu ersetzen (so schon 1 Ob 688/83 = SZ 57/37).

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 138/98g
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 6 Ob 138/98g
  • 3 Ob 134/14y
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 3 Ob 134/14y
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110334

Im RIS seit

25.07.1998

Zuletzt aktualisiert am

12.11.2014

Dokumentnummer

JJR_19980625_OGH0002_0060OB00138_98G0000_002

Entscheidungstext 6Ob138/98g

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

6Ob138/98g

Entscheidungsdatum

25.06.1998

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Mag.Engelmaier als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Kellner, Dr.Schiemer, Dr.Prückner und Dr.Schenk als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Parteien 1. Heinz O*****, 2. Rosemarie O*****, beide vertreten durch Dr.Götz Schattenberg und Dr.Ernst Moser, Rechtsanwälte in Linz, wider die beklagte Partei Christine K*****, vertreten durch Dr.Manfred Harrer, Rechtsanwalt in Linz, wegen 140.336,-- S, infolge des Rekurses der klagenden Parteien gegen den Beschluß des Oberlandesgerichtes Linz als Berufungsgerichtes vom 5.Dezember 1997, GZ 6 R 206/97z-41, womit infolge Berufung der beklagten Partei das Urteil des Landesgerichtes Linz vom 20.Juni 1997, GZ 1 Cg 96/95y-34, aufgehoben und die Rechtssache an das Erstgericht zur neuerlichen Verhandlung und Entscheidung zurückverwiesen wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Der Rekurs wird zurückgewiesen.

Die klagenden Parteien haben der beklagten Partei die mit 9.207,-- S (darin 1.534,59 S Umsatzsteuer) bestimmten Kosten der Rekursbeantwortung binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Begründung:

Die Kläger kauften von der Beklagten im Jahr 1993 eine Liegenschaft mit einem darauf errichteten, ca 80 Jahre alten Einfamilienhaus mit drei Wohnräumen und Nebenräumen. Die Außenwände des Hauses bestehen aus nicht wärmegedämmten Steinmauern. Das Haus ist durch eine vom Rechtsvorgänger der Beklagten im Jahr 1981 oder 1982 errichteten Fußbodenheizung beheizbar. Im Wohnraum befindet sich ein Kachelofen. Die Parteien vereinbarten im Kaufvertrag, daß die Verkäuferin für keine bestimmte Eigenschaft, keinen bestimmten Bauzustand und kein bestimmtes Ausmaß des Kaufobjekts und auch nicht für eine bestimmte Beschaffenheit des mitverkauften Inventars hafte. Das Kaufobjekt wurde am 30.10.1993 übergeben. Die Kläger ließen eine Gasetagenheizung installieren und wendeten dafür 124.736 S auf.

Die Kläger begehren nach Klageeinschränkung (ON 19) 140.336 S. Sie hätten unmittelbar nach Kaufvertragsabschluß festgestellt, daß die Räumlichkeiten des Hauses mit der vorhandenen Fußbodenheizung auch nicht in Kombination mit dem Kachelofen nicht ausreichend beheizt werden konnten. Sie hätten auch feststellen müssen, daß die Hauswände durchfeuchtet seien und sich in fast allen Räumlichkeiten Schimmelflecken gebildet hätten. Die Beklagte habe diese Mängel arglistig verschwiegen. Sie habe unmittelbar vor Kaufvertragsabschluß alle Wände des Hauses ausmalen lassen, um die Schimmelflecken vor potentiellen Käufern zu verbergen. Sie habe damit die Kläger hinsichtlich der nicht vorhandenen Wärmedämmung und der Feuchtigkeit der Räumlichkeiten arglistig in Irrtum geführt. Die Beklagte habe ferner ausdrücklich zugesichert, daß die Fußbodenheizung ausreichend dimensioniert sei, um eine entsprechende Raumtemperatur erreichen zu können, und weiters auch, daß das Haus trocken sei. Um das Haus bewohnbar zu machen, hätten die Käger eine Gasetagenheizung um 124.736,40 S einbauen lassen. Die Bekämpfung des Schimmelpilzes mittels eines chemischen Mittels erfordere einen Aufwand von 3.000 S. Weiters sei die Installation eines Entfeuchtungsgerätes mit einem Kostenaufwand von 12.600 S notwendig. Die Kläger stützten ihr Begehren auf Zuspruch des Deckungskapitals für die notwendigen Verbesserungen auf den Titel der Gewährleistung und des Schadenersatzes. Der vertragliche Verzicht auf Gewährleistung sei infolge arglistigen Verschweigens der Mängel unwirksam. Für gewöhnlich vorausgesetzte Eigenschaften sei immer zu haften.

Die Beklagte bestritt das Klagevorbringen, beantragte die Abweisung des Klagebegehrens und brachte im wesentlichen vor, daß die Mängel darauf zurückzuführen seien, daß die Kläger das Haus nicht entsprechend beheizt hätten. Unter Einbeziehung des Kachelofens sei die mit der Fußbodenheizung erzielbare Heizleistung ausreichend. In der Zeit, in der die Beklagte das Haus bewohnt habe, sei es zu keiner Schimmelbildung gekommen. Die Kläger hätten das Haus besichtigt und einen Gewährleistungsausschluß vereinbart. Über die Dimensionierung der Fußbodenheizung habe die Beklagte keine Angaben gemacht.

Das Erstgericht gab der Klage statt. Von seinen Feststellungen auf den S 4 bis 9 in ON 34 ist als wesentlich hervorzuheben, daß die Beklagte die Räumlichkeiten unmittelbar vor Übergabe an die Kläger ausgemalt habe. Der Schimmelpilz sei mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit schon zum Zeitpunkt der Übergabe des Kaufobjekts vorhanden, infolge des Ausmalens der Räumlichkeiten aber nicht sichtbar gewesen. Mit dem geheimen Mangel hätten die Kläger nicht rechnen müssen. Die Beklagte habe hiefür ungeachtet des vereinbarten Gewährleistungsausschlusses zu haften. Da die Beklagte eine Verbesserung abgelehnt habe, stehe den Klägern der Verbesserungsaufwand aus dem Titel des Schadenersatzes zu. Der Schadenersatzanspruch sei auch wegen Irreführung im Sinne des § 874 ABGB berechtigt. Beim Schadenersatzanspruch sei der Schaden grundsätzlich nach der relativen Berechnungsmethode zu ermitteln. Da sich die Beklagte aber auf den Standpunkt gestellt habe, sie habe das Kaufobjekt mängelfrei übergeben und könne nicht zur Gewährleistung herangezogen werden, sei es gerechtfertigt, den Klägern Schadenersatz in der Höhe der tatsächlichen Verbesserungskosten zuzusprechen. Die Beklagte habe nicht den Einwand erhoben, die Kläger hätten durch die Wahl der Sanierungsvariante mit der Installierung einer Gasetagenheizung gegenüber einer gleichwertigen anderen Sanierungsvariante durch Vornahme einer Wärmedämmung gegen die Schadensminderungspflicht verstoßen. Da die zweitgenannte Sanierungsvariante nur um 15.000 S billiger gewesen wäre, bestünden keine Bedenken, den Klägern die beantragten Sanierungskosten für die Errichtung einer Gasetagenheizung zuzusprechen.

Das Berufungsgericht gab der Berufung der Beklagten Folge und hob das angefochtene Urteil zur Verfahrensergänzung auf. Das Berufungsgericht hegte Bedenken gegen die auf das eingeholte Gutachten gestützte Beweiswürdigung des Erstgerichtes zu den Feststellungen, die Beklagte habe vor der Übergabe des Kaufobjekts die Räumlichkeiten ausmalen lassen und die Schimmelpilzbildung sei schon zum Zeitpunkt der Übergabe vorhanden gewesen. Hinsichtlich dieser Themen liege keine Außerstreitstellung der Beklagten vor. Die Beklagte habe das Klagevorbringen mehrmals bestritten. Es hätten daher die von der Beklagten angebotenen Beweise durchgeführt werden müssen. Auf das Gutachten allein habe sich das Erstgericht nicht stützen dürfen. Der Sachverständige habe zwar mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Schimmelpilzbildung vor der Übergabe bekräftigt, andererseits aber auch ausgeführt, daß mit einer ausreichenden Beheizung und Belüftung des Hauses eine Schimmelpilzbildung hintangehalten hätte werden können. Letztlich sei es möglich, daß eine Schimmelpilzbildung auch erst nach der Übergabe entstanden sein konnte. Die Feststellung über das Ausmalen der Räumlichkeiten durch die Beklagte könne nicht nur auf das Sachverständigengutachten gestützt werden, es hätten die beantragten übrigen Beweise durchgeführt werden müssen. In rechtlicher Hinsicht erachtete das Berufungsgericht die Sache wegen mangelnder Erörterung rechtserheblicher Tatsachen für noch nicht spruchreif. Der Anspruch auf Ersatz von Verbesserungskosten, also des Erfüllungsinteresses, hänge davon ab, ob der Mangel behebbar sei. Bei einem Spezieskauf mit zugesagten oder gewöhnlich vorausgesetzten Eigenschaften könne die vertragsgemäße Erfüllung, die von vornherein gar nicht möglich sei, nicht im Wege des Interesses an der Erfüllung schadenersatzrechtlich honoriert werden, weil der Verkäufer das Ausbleiben der Erfüllung nicht verursacht habe. Verursacht sei lediglich das Vertrauen des Käufers worden, das dieser in die Erfüllung gesetzt habe. Es sei nur der Vertrauensschaden zu ersetzen. Wenn der Geschädigte trotz Unbehebbarkeit des Mangels am Vertrag festhalte, gebühre nur Ersatz nach der relativen Berechnungsmethode, was im Ergebnis einer Preisminderung entspreche. Ein Mangel, der nur durch Neu- und Umkonstruktion des Vertragsobjektes behoben werden könne, sei als unbehebbar zu bewerten. Das verkaufte Haus habe weder eine Außenwanddämmung noch eine Zentralheizungsanlage gehabt. Die Ursache der Schimmelpilzbildung sei in der schlechten Wärmedämmung zu suchen. Eine allfällige mangelhafte Heizleistung hätte zur Verschlechterung des Zustands beigetragen. Der Einbau einer Gasetagenheizung und die Installierung eines Entfeuchtungsgerätes seien Änderungen, durch die das Kaufobjekt eine andere als die vereinbarte Beschaffenheit erhalte. Der Ersatz hiefür bedeute den Ersatz des Erfüllungsinteresses. Da die Kläger ihr Begehren aber auch darauf gestützt hätten, daß die Beklagte die ausreichende Dimensionierung der vorhandenen Fußbodenheizung ausdrücklich zugesichert habe, sei das Verfahren noch nicht spruchreif. Eine solche Zusage "überspiele" den Gewährleistungsverzicht. Zu einer solchen Zusage habe das Erstgericht keine Feststellungen getroffen. Es stelle zwar der Einbau einer Zentralheizungsanlage eine Umkonstruktion und damit ein Abgehen vom Geschuldeten dar, der Zuspruch dieser Kosten zur Erreichung der zugesicherten Eigenschaft des Hauses sei aber dann nicht zu beanstanden, wenn die Kosten im Rahmen des Aufwands lägen, der für eine Herstellung des vertragsgemäßen Zustands (ausreichende Dimensionierung der Fußbodenheizung) erforderlich sei. Das Erstgericht werde daher im fortgesetzten Verfahren die Beweise zum Thema der behaupteten Zusagen aufzunehmen haben.

Das Berufungsgericht sprach aus, daß der Rekurs an den Obersten Gerichtshof zulässig sei. Die Rechtsfragen über die Rechtsfolgen bei behebbaren oder unbehebbaren Mängeln und die Notwendigkeit einer teilweisen Änderung des Vertragsgegenstandes seien von erheblicher Bedeutung. Aus der Entscheidung 6 Ob 2144/96d könne allenfalls abgeleitet werden, daß auch bei Vorliegen unbehebbarer Mängel die Kosten einer Verbesserung aus dem Titel des Schadenersatzes zuzusprechen seien.

Mit ihrem Rekurs beantragen die Kläger die Abänderung dahin, daß das Urteil des Erstgerichtes wiederhergestellt werde.

Die Beklagte beantragt, den Rekurs als unzulässig zurückzuweisen; hilfsweise wird beantragt, dem Rekurs nicht Folge zu geben.

Der Rekurs ist - entgegen dem den Obersten Gerichtshof nicht bindenden Ausspruch des Berufungsgerichtes - nicht zulässig.

Rechtliche Beurteilung

Das Berufungsgericht hat das Verfahren im Bereich der Tatsachenfeststellungen für ergänzungsbedürftig gehalten, weil es die erstinstanzlichen Feststellungen über den Schimmelpilzbefall zum Zeitpunkt der Übergabe des Kaufobjekts nur aufgrund des eingeholten Sachverständigengutachtens für nicht ausreichend begründet qualifizierte. Die im Rekurs dagegen erhobenen Einwendungen der Kläger betreffen in Wahrheit die Beweiswürdigung des Gerichtes zweiter Instanz. Im Tatsachenbereich ist der Oberste Gerichtshof nicht Rechtsmittelinstanz. Daß es für die Haftung der Verkäuferin wegen Mängel auf den Übergabszeitpunkt ankommt, ist richtig und unstrittig. Die Aufhebung aus dem Grund fehlender Spruchreife zur Ergänzung des strittigen Sachverhalts ist frei von Rechtsirrtum.

Bei seinen Rechtsausführungen zur Haftung des Verkäufers für wesentliche unbehebbare Mängel sowohl nach Gewährleistungsrecht als auch nach Schadenersatzrecht ist das Berufungsgericht nicht von der von ihm richtig zitierten oberstgerichtlichen Rechtsprechung abgewichen. Die Kläger begehren nicht den Verbesserungsaufwand für die Reparatur oder Erneuerung der mangelhaften Fußbodenheizung (mit der eine übliche Raumtemperatur nicht erreicht werden kann), sondern den Ersatz der Kosten einer völlig anderen Heizungsanlage. Das Berufungsgericht hat dazu richtig und im Einklang mit der oberstgerichtlichen Rechtsprechung ausgeführt, daß Mängel, die nur durch eine Neu- oder Umkonstruktion des Kaufgegenstandes saniert werden können, als unbehebbar zu qualifizieren sind (SZ 28/237, SZ 68/42 uva), was noch dahin zu ergänzen ist, daß die Unbehebbarkeit auch dann anzunehmen ist, wenn die Mängelbehebung zwar technisch machbar ist, aber nur mit einem unverhältnismäßigen Aufwand bewerkstelligt werden kann (4 Ob 2341/96k). Daß die in den zitierten Vorentscheidungen vertretenen Grundsätze wegen nicht vergleichbaren Sachverhalts hier nicht anwendbar sein sollten, wird von den Klägern zwar behauptet, trifft aber jedenfalls dann nicht zu, wenn eine Sanierung der bestehenden Fußbodenheizung zu verhältnismäßigen Kosten nicht möglich sein sollte. Zumindest beim Kaufvertrag vertritt der Oberste Gerichtshof einheitlich die Meinung, daß Mängel in der Konstruktion eines Kaufobjekts, die einer gewöhnlich vorauszusetzenden oder zugesagten Eigenschaft der Sache zuwiderlaufen, als unbehebbar zu qualifizieren sind. Die Möglichkeit der Anschaffung zusätzlicher Geräte zur Erreichung des Gebrauchszwecks macht den Mangel noch nicht zu einem behebbaren (SZ 58/208 = JBl 1986, 448). Bei unbehebbaren Mängeln scheidet ein auf Gewährleistungsrecht gegründeter Verbesserungsanspruch begrifflich aus, damit aber auch der Anspruch auf Ersatz des Deckungskapitals für eine gar nicht mögliche Sanierung. Dem Käufer bleibt nur die Möglichkeit der Wandlung oder - wenn er die Sache behalten will - das ihm nach einhelliger jüngerer Lehre und Rechtsprechung zustehende Recht auf Preisminderung (SZ 64/15 uva; Koziol/Welser, Grundriß10 256 mwN). Die Preisminderung ist aber nach der sogenannten relativen Berechnungsmethode vorzunehmen, um die mit dem Kaufpreis im Verhältnis zum Verkehrswert des Kaufobjekts festgelegte subjektive Äquivalenz aufrecht zu erhalten (SZ 62/185 uva; Koziol aaO 258; Binder in Schwimann, ABGB2 Rz 64 zu § 932 mwN). Zu keinem anderen Ergebnis gelangt man bei der Beurteilung des Sachverhalts nach Schadenersatzrecht (Gewährleistungsansprüche und Schadenersatzansprüche bestehen seit der Entscheidung des verstärkten Senats SZ 63/37 nebeneinander, was auch für Ansprüche aus Kaufverträgen gilt: ecolex 1990, 474 uva). Zutreffend verweist das Berufungsgericht darauf, daß der geklagte Verkäufer bei unbehebbaren Mängeln der vorhandenen Speziessache nur den Vertrauensschaden zu ersetzen hat. Das Erfüllungsinteresse steht nur bei behebbaren Mängeln zu (JBl 1980, 316; ecolex 1992, 628 uva; Koziol/Welser aaO 270 mwN). Zu ersetzen ist nur der Schaden, den der Erwerber dadurch erleidet, daß er die mangelhafte Sache für mängelfrei gehalten und deshalb für die Sache mehr bezahlt hat, als er bei Kenntnis der Eigenschaft der Sache bezahlt hätte (JBl 1980, 316 mwN). Auch die von den Klägern behauptete listige Irreführung (§ 870 ABGB) berechtigt den Getäuschten, der am Vertrag festhält, nur zum Ersatz des Vertrauensschadens im Wege der Vertragsanpassung (§ 872 ABGB; Apathy in Schwimann, ABGB2 Rz 4 zu § 874 mwN), die auch hier nach der relativen Berechnungsmethode vorzunehmen ist (JBl 1991, 584 uva). Lediglich bei einer vom Verkäufer übernommenen Garantie wäre das Erfüllungsinteresse zu ersetzen (SZ 57/37). Auf eine Garantie berufen sich die Kläger aber gerade nicht.

Das Berufungsgericht hat die dargelegte Rechtslage richtig wiedergegeben und ist von der zitierten oberstgerichtlichen Rechtsprechung nicht abgewichen. Wenn es zum Thema der Zusagen der geklagten Verkäuferin sowohl über die Funktionsfähigkeit der bestehenden Heizungsanlage als auch über das Fehlen einer Schimmelpilzbildung bzw einer Feuchtigkeit des Hauses das Verfahren für ergänzungsbedürftig erachtete, kann dem der Oberste Gerichtshof, der nicht Tatsacheninstanz ist, nicht entgegentreten, wenn die Ansicht des Berufungsgerichtes nicht auf einer falschen Rechtsansicht beruht. Dies ist nicht der Fall. Die Rekurswerber vertreten dazu die Auffassung, daß das Verfahren schon deshalb spruchreif sei, weil sie ihren Anspruch nicht nur auf eine ausdrücklich zugesagte Eigenschaft des Kaufobjekts, sondern auch auf eine "normalerweise vorausgesetzte" Eigenschaft, nämlich die Beheizbarkeit des zu Wohnzwecken gekauften Hauses, gestützt hätten. Deshalb sei der Gewährleistungsausschluß nicht rechtswirksam. Bei Richtigkeit dieses Rechtsstandpunktes bliebe für einen Gewährleistungsausschluß, der außerhalb des Verbraucherschutzes grundsätzlich zulässig ist (Koziol aaO 262 mwN), praktisch kein Anwendungsbereich. Bei offenkundigen Mängeln wird ohnehin nicht gehaftet (§ 928 ABGB), der Gewährleistungsausschluß betrifft also geheime Mängel. Wenn diese wesentlich sind, wäre nach Meinung der Rekurswerber ein Gewährleistungsverzicht nicht möglich, weil vorauszusetzen ist, daß die Eignung einer Sache zum zweckbestimmten Gebrauch immer als "normalerweise vorausgesetzt" anzusehen ist. Auf gesetzliche Bestimmungen kann die Rechtsmeinung der Kläger nicht gestützt werden. Da sich die Rekurswerber dazu auch nicht auf oberstgerichtliche Rechtsprechung oder Lehre berufen können, ist das Rechtsmittel mangels erheblicher Rechtsfragen nicht zulässig. Es ist nämlich die Ansicht des Berufungsgerichtes zu teilen, daß nur eine nicht erfüllte Zusage bestimmter Eigenschaften den Gewährleistungsverzicht "überspielt", also unwirksam macht (Koziol aaO 262 mwN; SZ 53/37 uva). Bei entsprechenden Feststellungen über Eigenschaftszusagen könnte der Klageanspruch auf Gewährleistungsrecht gestützt werden, bei Feststellungen, welche die Annahme einer arglistigen Täuschung rechtfertigen, auch auf Schadenersatzrecht. In beiden Fällen ist der Anspruch aber aus den dargelegten Gründen der Höhe nach auf den nach der relativen Berechnungsmethode zu ermittelnden Preisminderungs- oder Schadenersatzanspruch begrenzt. Der Ersatz des Sanierungsaufwandes kommt nur bei behebbaren Mängeln in Betracht.

Mit der vom Berufungsgericht für seinen Zulässigkeitsausspruch zitierten Entscheidung 6 Ob 2144/96d wurde über einen nach Werkvertragsrecht zu beurteilenden Anspruch entschieden, in dem vorrangig die anteilige Haftung mehrerer Schädiger zu beurteilen war. Mangels vergleichbaren Sachverhalts vermag die Vorentscheidung die Zulässigkeit des Rekurses gegen den Aufhebungsbeschluß in einer Sache, in der es um die Rechtsfolgen unbehebbarer Mängel bei einem Spezieskauf geht, nicht zu begründen.

Die Entscheidung über die Kosten des Rekursverfahrens beruht auf den §§ 41, 50 und 52 Abs 1 ZPO. Die Beklagte hat in ihrer Rekursbeantwortung auf die Unzulässigkeit des Rekurses hingewiesen, weshalb ihr die Kosten für die Gegenschrift zuzusprechen sind.

Anmerkung

E50745 06A01388

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:0060OB00138.98G.0625.000

Dokumentnummer

JJT_19980625_OGH0002_0060OB00138_98G0000_000