Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob135/67 2Ob198/74 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023687

Geschäftszahl

2Ob135/67; 2Ob198/74; 2Ob201/77; 6Ob760/77; 2Ob185/79; 8Ob235/79; 2Ob2171/96w; 10Ob237/02d; 2Ob157/09s

Entscheidungsdatum

06.07.1967

Norm

ABGB §1295 IId2
StVO §32 Abs6
StVO §90

Rechtssatz

Zur Frage der Haftung des Bauführers gegenüber dem Straßenbenützer bei ungenügender Absperrung der Straßenbaustelle. (Absperrung wurde möglicherweise vom Sturm beseitigt).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 135/67
    Entscheidungstext OGH 06.07.1967 2 Ob 135/67
  • 2 Ob 198/74
    Entscheidungstext OGH 11.07.1974 2 Ob 198/74
    Veröff: ZVR 1975/94 S 149
  • 2 Ob 201/77
    Entscheidungstext OGH 24.11.1977 2 Ob 201/77
  • 6 Ob 760/77
    Entscheidungstext OGH 02.02.1978 6 Ob 760/77
    Auch
  • 2 Ob 185/79
    Entscheidungstext OGH 18.12.1979 2 Ob 185/79
    Veröff: ZVR 1981/14 S 14
  • 8 Ob 235/79
    Entscheidungstext OGH 20.03.1980 8 Ob 235/79
    Veröff: SZ 53/49 = ZVR 1980/342 S 371
  • 2 Ob 2171/96w
    Entscheidungstext OGH 26.02.1998 2 Ob 2171/96w
    Auch
  • 10 Ob 237/02d
    Entscheidungstext OGH 18.05.2004 10 Ob 237/02d
    Auch; Beisatz: Den Bauführer, der Arbeiten auf oder neben einer Straße ausführt, trifft eine Verkehrssicherungspflicht zur Kennzeichnung und Absicherung der Baustelle. (T1)
  • 2 Ob 157/09s
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 2 Ob 157/09s
    Auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1967:RS0023687

Zuletzt aktualisiert am

19.03.2010

Dokumentnummer

JJR_19670706_OGH0002_0020OB00135_6700000_001

Rechtssatz für 2Ob291/67 2Ob224/69 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023511

Geschäftszahl

2Ob291/67; 2Ob224/69; 2Ob92/70; 2Ob96/70; 4Ob589/78; 5Ob638/80; 7Ob530/81; 5Ob626/82 (5Ob627/82); 5Ob533/84; 1Ob520/93 (1Ob521/93); 2Ob94/95; 2Ob2171/96w; 5Ob273/03p; 6Ob106/07t; 7Ob26/11s; 3Ob151/18d

Entscheidungsdatum

10.11.1967

Norm

ABGB §1295 IId2
ABGB §1311 IIa
StVO §90
StVO §94

Rechtssatz

Die Beobachtung behördlicher Anordnungen für die Bauführung allein schließt die Verpflichtung zu weitgehender, durch die Umstände bedingter Vorsicht nicht aus.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 291/67
    Entscheidungstext OGH 10.11.1967 2 Ob 291/67
  • 2 Ob 224/69
    Entscheidungstext OGH 25.09.1969 2 Ob 224/69
    Veröff: SZ 42/139
  • 2 Ob 92/70
    Entscheidungstext OGH 09.04.1970 2 Ob 92/70
    Beisatz: Verwendung eines behördlich zugelassenen Geräts (hier: Landeleuchte auf einem Flugplatz). (T1) Veröff: ZVR 1971/9 S 12 = LwBetr 1971,164 = JBl 1971,249 (mit ablehnender Besprechung von Bydlinski)
  • 2 Ob 96/70
    Entscheidungstext OGH 09.04.1970 2 Ob 96/70
    Beisatz: Hier: Zustand einer Eisenbahnkreuzung. (T2) Veröff: ZVR 1971/10 S 14
  • 4 Ob 589/78
    Entscheidungstext OGH 30.01.1978 4 Ob 589/78
    Beisatz: Verletzung eines Bank - Kunden. (T3)
  • 5 Ob 638/80
    Entscheidungstext OGH 08.07.1980 5 Ob 638/80
    Auch; Beisatz: Auch wenn seit der Erteilung der Benützungsbewilligung bei pflichtgemäßer Aufmerksamkeit Umstände bekannt werden mußten, die solche zusätzliche Maßnahmen erforderlich erscheinen lassen. (T4)
  • 7 Ob 530/81
    Entscheidungstext OGH 12.11.1981 7 Ob 530/81
    Beis wie T4
  • 5 Ob 626/82
    Entscheidungstext OGH 13.09.1983 5 Ob 626/82
    Beisatz: Fußgänger stürzt in Baugrube. (T5)
  • 5 Ob 533/84
    Entscheidungstext OGH 20.03.1984 5 Ob 533/84
    Beisatz: Hier: Haftung des Veranstalters eines Eishockeymatches für Sicherheitsvorkehrungen zugunsten der Zuschauer. (T6) Veröff: SZ 57/57 = EvBl 1984/81 S 321 = ZVR 1985/164 S 339
  • 1 Ob 520/93
    Entscheidungstext OGH 22.06.1993 1 Ob 520/93
    Auch; Beisatz: Durch die Einhaltung öffentlich - rechtlicher Vorschriften oder der Richtlinien der betreffenden Sportverbände im Einzelfall sind die Grenzen des Verkehrsüblichen vom Erwartungshorizont der betreffenden Kreise, bei deren Einhaltung Verantwortliche von jeder Schadenersatzhaftung befreit sind, nicht schlechthin abgesteckt. Damit sind vielmehr lediglich die Mindestanforderungen an die vom Verantwortlichen zu treffenden Sicherheitsvorkehrungen umrissen. Die Pflicht des Veranstalters, eigenverantwortlich zu prüfen, welche Vorkehrungen zu treffen sind, damit niemand zu Schaden kommt, bleiben unberührt. (T7) Veröff: ZVR 1994/38 S 113 = ZfRV 1994,249; hiezu Kletecka ZfRV 1994,232
  • 2 Ob 94/95
    Entscheidungstext OGH 07.12.1995 2 Ob 94/95
    Auch
  • 2 Ob 2171/96w
    Entscheidungstext OGH 26.02.1998 2 Ob 2171/96w
  • 5 Ob 273/03p
    Entscheidungstext OGH 16.12.2003 5 Ob 273/03p
    Ähnlich; Beisatz: Die Genehmigung oder Überwachung einer Anlage durch die zuständige Behörde beziehungsweise die Erfüllung ihrer Auflagen bedeutet nicht notwendig, dass der Inhaber einer Anlage keine weiteren Vorkehrungen zur Vermeidung oder Verringerung von Gefahren zu treffen hat. Insbesondere befreit ihn eine einmal erteilte Benützungsbewilligung nicht von seiner Sorgfaltspflicht gegenüber Benützern der Anlage; er hat sie in einem möglichst gefahrlosen Zustand zu erhalten, was auch die Anpassung an neue Sicherheitsstandards bedeuten kann. (T8)
  • 6 Ob 106/07t
    Entscheidungstext OGH 21.06.2007 6 Ob 106/07t
    Ähnlich; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 7 Ob 26/11s
    Entscheidungstext OGH 18.05.2011 7 Ob 26/11s
    Auch; Beisatz: Hier: Aufzug. (T9)
  • 3 Ob 151/18d
    Entscheidungstext OGH 21.09.2018 3 Ob 151/18d
    Auch; Beis wie T8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1967:RS0023511

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19671110_OGH0002_0020OB00291_6700000_001

Rechtssatz für 2Ob224/69 2Ob198/74 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023609

Geschäftszahl

2Ob224/69; 2Ob198/74; 3Ob625/77; 2Ob2171/96w; 2Ob157/09s

Entscheidungsdatum

25.09.1969

Norm

ABGB §1295 IId2
StVO §32 Abs6
StVO §90

Rechtssatz

Haftung der Baufirma für die ungenügende Kennzeichnung einer durch eine Baustelle geschaffenen Gefahrenlage.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 224/69
    Entscheidungstext OGH 25.09.1969 2 Ob 224/69
    Veröff: SZ 42/139
  • 2 Ob 198/74
    Entscheidungstext OGH 11.07.1974 2 Ob 198/74
    Veröff: ZVR 1975/94 S 149
  • 3 Ob 625/77
    Entscheidungstext OGH 24.01.1978 3 Ob 625/77
  • 2 Ob 2171/96w
    Entscheidungstext OGH 26.02.1998 2 Ob 2171/96w
  • 2 Ob 157/09s
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 2 Ob 157/09s
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0023609

Zuletzt aktualisiert am

19.03.2010

Dokumentnummer

JJR_19690925_OGH0002_0020OB00224_6900000_001

Rechtssatz für 1Ob38/74 1Ob667/83 5Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023768

Geschäftszahl

1Ob38/74; 1Ob667/83; 5Ob537/87; 7Ob624/88; 2Ob2171/96w; 1Ob152/05t; 6Ob180/14k; 2Ob113/16f; 6Ob94/16s; 4Ob121/18z; 4Ob13/19v; 6Ob215/18p; 5Ob82/19y

Entscheidungsdatum

08.05.1974

Norm

ABGB §1295 IId2
ABGB §1295 IIe

Rechtssatz

Ein Gastwirt, der im Rahmen seines Betriebes Gästen Parkplätze anbietet, ist verpflichtet, nicht nur die Zufahrtswege sondern auch die Zugangswege zu diesen in einer Weise abzusichern, die deren gefahrlose Benützung, insbesondere auch zu den Abendstunden und Nachtstunden gewährleistet. Der Umstand, dass der Betrieb von der Behörde ohne besondere Auflage hinsichtlich der Absicherung des Parkplatzes genehmigt wurde, befreit nicht von der Haftung für eingetretene Unfallsfolgen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 38/74
    Entscheidungstext OGH 08.05.1974 1 Ob 38/74
    Veröff: EvBl 1975/3 S 13 = ZVR 1975/114 S 179
  • 1 Ob 667/83
    Entscheidungstext OGH 13.07.1983 1 Ob 667/83
    Auch; Veröff: ZVR 1984/280 S 283
  • 5 Ob 537/87
    Entscheidungstext OGH 19.05.1987 5 Ob 537/87
  • 7 Ob 624/88
    Entscheidungstext OGH 28.07.1988 7 Ob 624/88
    Auch; nur: Ein Gastwirt, der im Rahmen seines Betriebes Gästen Parkplätze anbietet, ist verpflichtet, nicht nur die Zufahrtswege sondern auch die Zugangswege zu diesen in einer Weise abzusichern, die deren gefahrlose Benützung, insbesondere auch zu den Abendstunden und Nachtstunden gewährleistet. (T1)
    Beisatz: Hier: Verschuldensteilung 2:1 zum Vorteil des alkoholisierten Klägers, der statt auf dem Weg zum Parkplatz über einen ungenügend gesicherten Terassenplatz ging und dabei schwer stürzte. (T2)
  • 2 Ob 2171/96w
    Entscheidungstext OGH 26.02.1998 2 Ob 2171/96w
    Ähnlich; Beisatz: Es befreit nicht von der Haftung für eingetretene Unfallsfolgen, daß bei einer behördlichen Betriebsbewilligung keine besonderen Auflagen zur Sicherung einer erkennbaren Gefahrenstelle erteilt wurden, wenn nur die Gefahrenquelle als solche dem Verkehrssicherungspflichtigen bei gehöriger Aufmerksamkeit erkennbar war. (T3)
  • 1 Ob 152/05t
    Entscheidungstext OGH 02.08.2005 1 Ob 152/05t
    Vgl; Beisatz: Parkplätze sowie Zugänge zu Geschäftslokalen müssen jedenfalls bei vertraglichen Sonderbeziehungen auch bei winterlichen Verhältnissen in einem Fremdenverkehrsort sicher begehbar sein. Dies gilt grundsätzlich auch für die (späten) Abendstunden, insbesondere wenn ein Geschäftsinhaber durch Beleuchtung seiner Auslagen zu erkennen gibt, an der Kontaktaufnahme mit (potentiellen) Kunden interessiert zu sein. (T4)
  • 6 Ob 180/14k
    Entscheidungstext OGH 27.05.2015 6 Ob 180/14k
    Auch; Beisatz: Hier: Bejahung der Haftung eines Geschäftsinhabers für einen Unfall auf einem ihm nicht alleine, sondern gemeinsam mit anderen Geschäftsinhabern als Parkfläche zugeordneten Kundenparkplatz. (T5)
  • 2 Ob 113/16f
    Entscheidungstext OGH 05.08.2016 2 Ob 113/16f
    Auch; Veröff: SZ 2016/73
  • 6 Ob 94/16s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 94/16s
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Der Betreiber eines Schiverleihs samt Werkstatt hat durch ein Schild vor dem geschlossenen Büroeingang mit der Aufschrift „Bin in der Werkstatt“ und mit einem in Richtung der Werkstatt zeigenden Pfeil zu erkennen gegeben, an einer Kontaktaufnahme mit (potentiellen) Kunden in der Werkstatt interessiert zu sein. (T6)
  • 4 Ob 121/18z
    Entscheidungstext OGH 23.10.2018 4 Ob 121/18z
    Auch; Die vertraglichen Verkehrssicherungspflichten eines Beförderungsunternehmen erstrecken sich auch auf Flächen bzw Anlagen außerhalb des Bahnhofsgebäudes, wenn diese funktionell noch zum Bahnhofsbereich gehören und von den Fahrgästen bestimmungsgemäß benützt werden. (T7)
    Beisatz: Hier: Bahnhofsparkplatz. (T8)
  • 4 Ob 13/19v
    Entscheidungstext OGH 28.05.2019 4 Ob 13/19v
    Vgl; Beis wie T5
  • 6 Ob 215/18p
    Entscheidungstext OGH 23.05.2019 6 Ob 215/18p
    Auch; Ähnlich nur T1
  • 5 Ob 82/19y
    Entscheidungstext OGH 22.10.2019 5 Ob 82/19y

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0023768

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.11.2019

Dokumentnummer

JJR_19740508_OGH0002_0010OB00038_7400000_001

Rechtssatz für 4Ob505/78 4Ob589/78 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023487

Geschäftszahl

4Ob505/78; 4Ob589/78; 8Ob518/79; 7Ob729/80; 7Ob739/80; 7Ob757/81; 6Ob652/82 (6Ob653/82); 7Ob784/82; 1Ob605/83; 1Ob697/83; 8Ob567/84; 8Ob57/85; 7Ob558/87; 3Ob555/87; 8Ob664/87; 2Ob93/88; 2Ob593/88; 5Ob646/88; 6Ob565/89; 2Ob598/89; 8Ob652/90; 2Ob43/91; 2Ob583/93; 6Ob549/95; 2Ob513/96; 9Ob404/97w; 2Ob2171/96w; 7Ob66/99b; 6Ob253/99w; 7Ob51/00a; 9Ob162/00i; 6Ob333/00i; 2Ob47/01b; 7Ob156/01v; 2Ob41/02x; 10Ob237/02d; 3Ob72/04s; 7Ob118/04k; 3Ob160/04g; 9Ob19/05t; 6Ob294/05m; 7Ob73/06w; 2Ob265/06v; 2Ob158/06h; 4Ob56/07z; 2Ob87/07v; 2Ob99/07h; 2Ob60/08z; 2Ob79/08v; 4Ob75/09x; 1Ob62/10i; 9Ob40/09m; 7Ob133/10z; 7Ob250/10f; 10Ob55/11b; 7Ob95/11p; 8Ob138/10t; 2Ob79/11y; 4Ob149/11g; 4Ob203/11y; 4Ob12/12m; 8Ob14/13m; 1Ob122/13t; 4Ob178/13z; 4Ob33/14b; 10Ob53/15i; 7Ob59/16a; 2Ob81/16z; 1Ob158/16s; 2Ob223/15f; 5Ob21/17z; 1Ob115/17v; 3Ob91/17d; 2Ob135/17t; 1Ob11/19b; 9Ob58/18x; 6Ob215/18p; 6Ob221/18w

Entscheidungsdatum

07.03.1978

Norm

ABGB §1295 IId2

Rechtssatz

Der Verkehrssicherungspflichtige hat die verkehrsübliche Aufmerksamkeit anzuwenden und die notwendige Sorgfalt zu beachten, wenn auch die Sorgfaltspflicht nicht überspannt werden darf und die Grenzen des Zumutbaren zu beachten sind.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 505/78
    Entscheidungstext OGH 07.03.1978 4 Ob 505/78
  • 4 Ob 589/78
    Entscheidungstext OGH 30.01.1979 4 Ob 589/78
    nur: Der Verkehrssicherungspflichtige hat die verkehrsübliche Aufmerksamkeit anzuwenden und die notwendige Sorgfalt zu beachten. (T1)
  • 8 Ob 518/79
    Entscheidungstext OGH 20.12.1979 8 Ob 518/79
    Auch
  • 7 Ob 729/80
    Entscheidungstext OGH 27.11.1980 7 Ob 729/80
    Auch; Beisatz: Es darf nicht eine in Wahrheit vom Verschulden losgelöste Haftung angestrebt werden. (T2)
  • 7 Ob 739/80
    Entscheidungstext OGH 12.02.1981 7 Ob 739/80
    nur T1
  • 7 Ob 757/81
    Entscheidungstext OGH 26.11.1981 7 Ob 757/81
    Vgl; Beis wie T2
  • 6 Ob 652/82
    Entscheidungstext OGH 10.11.1982 6 Ob 652/82
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Unterlassen einer mündlichen Warnung. (T3)
  • 7 Ob 784/82
    Entscheidungstext OGH 17.02.1983 7 Ob 784/82
    Beis wie T2
  • 1 Ob 605/83
    Entscheidungstext OGH 11.05.1983 1 Ob 605/83
    Beis wie T2; nur: Wenn auch die Sorgfaltspflicht nicht überspannt werden darf und die Grenzen des Zumutbaren zu beachten sind. (T4)
  • 1 Ob 697/83
    Entscheidungstext OGH 21.09.1983 1 Ob 697/83
    nur T4
  • 8 Ob 567/84
    Entscheidungstext OGH 04.10.1984 8 Ob 567/84
    nur T4; Beis wie T2; Beisatz: Die Gefahrenquelle muss bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt erkennbar sein. (T5)
  • 8 Ob 57/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 57/85
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T5; Beisatz: Im Einzelfall kommt es auf die Wahrscheinlichkeit der Schädigung an. Für das Ausmaß der Sicherungspflicht ist entscheiden, ob nach den Erfahrungen des täglichen Lebens eine naheliegende und voraussehbare Gefahrenquelle bestand. (T6)
  • 7 Ob 558/87
    Entscheidungstext OGH 26.03.1987 7 Ob 558/87
    nur T4; Beis wie T5; Veröff: ZVR 1989/28 S 47
  • 3 Ob 555/87
    Entscheidungstext OGH 02.09.1987 3 Ob 555/87
    Beis wie T2; Beis wie T6 nur: Im Einzelfall kommt es auf die Wahrscheinlichkeit der Schädigung an. (T7)
  • 8 Ob 664/87
    Entscheidungstext OGH 09.12.1987 8 Ob 664/87
    nur T4; nur T7; Beis wie T2
  • 2 Ob 93/88
    Entscheidungstext OGH 25.10.1988 2 Ob 93/88
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T6
  • 2 Ob 593/88
    Entscheidungstext OGH 14.03.1989 2 Ob 593/88
    nur T4
  • 5 Ob 646/88
    Entscheidungstext OGH 20.06.1989 5 Ob 646/88
    Veröff: ZVR 1990/59 S 178
  • 6 Ob 565/89
    Entscheidungstext OGH 18.05.1989 6 Ob 565/89
    Beis wie T5
  • 2 Ob 598/89
    Entscheidungstext OGH 31.10.1989 2 Ob 598/89
  • 8 Ob 652/90
    Entscheidungstext OGH 30.10.1990 8 Ob 652/90
    Vgl auch; nur T1
  • 2 Ob 43/91
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 2 Ob 43/91
    nur T4; Veröff: ZVR 1992/53 S 113
  • 2 Ob 583/93
    Entscheidungstext OGH 23.02.1995 2 Ob 583/93
    Auch; Beisatz: Hier: Gipfelrestaurant (T8)
  • 6 Ob 549/95
    Entscheidungstext OGH 22.08.1995 6 Ob 549/95
    Auch; nur T4
  • 2 Ob 513/96
    Entscheidungstext OGH 04.07.1996 2 Ob 513/96
    nur T4
  • 9 Ob 404/97w
    Entscheidungstext OGH 28.01.1998 9 Ob 404/97w
    Auch; Beis wie T2
  • 2 Ob 2171/96w
    Entscheidungstext OGH 26.02.1998 2 Ob 2171/96w
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 66/99b
    Entscheidungstext OGH 28.05.1999 7 Ob 66/99b
    Auch; Beisatz: Hier: Jausenstation auf einer Alm. (T9)
  • 6 Ob 253/99w
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 6 Ob 253/99w
    Vgl auch
  • 7 Ob 51/00a
    Entscheidungstext OGH 29.03.2000 7 Ob 51/00a
    Auch; nur T4; Beisatz: Die Verkehrssicherungspflicht soll keine vom Verschulden unabhängige Haftung des Sicherungspflichtigen zur Folge haben. (T10)
  • 9 Ob 162/00i
    Entscheidungstext OGH 06.09.2000 9 Ob 162/00i
    Auch; Beis wie T10
  • 6 Ob 333/00i
    Entscheidungstext OGH 26.04.2001 6 Ob 333/00i
    Auch; nur T4; Beis wie T10
  • 2 Ob 47/01b
    Entscheidungstext OGH 16.05.2001 2 Ob 47/01b
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 156/01v
    Entscheidungstext OGH 11.07.2001 7 Ob 156/01v
    Auch; Beisatz: Umfang und Intensität von Verkehrssicherungspflichten richten sich dabei vor allem danach, in welchem Maß der Verkehrsteilnehmer selbst vorhandene Gefahren erkennen und ihnen begegnen kann. (T11)
  • 2 Ob 41/02x
    Entscheidungstext OGH 07.04.2003 2 Ob 41/02x
    Beis wie T5; Beis wie T11
  • 10 Ob 237/02d
    Entscheidungstext OGH 18.05.2004 10 Ob 237/02d
    Vgl auch; Beis ähnlich T2; Beisatz: Für das Verschulden reicht es aus, dass der Verletzer die Möglichkeit einer Beeinträchtigung der betreffenden Art im allgemeinen hätte erkennen müssen. Nicht erforderlich ist hingegen, dass der Schadenseintritt für ihn voraussehbar war. (T12)
  • 3 Ob 72/04s
    Entscheidungstext OGH 26.05.2004 3 Ob 72/04s
    nur T4; Beis ähnlich wie T10
  • 7 Ob 118/04k
    Entscheidungstext OGH 16.06.2004 7 Ob 118/04k
    Auch
  • 3 Ob 160/04g
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 3 Ob 160/04g
    Auch; nur T4; Beis wie T5
  • 9 Ob 19/05t
    Entscheidungstext OGH 03.08.2005 9 Ob 19/05t
    Beisatz: Es ist keine Überspannung zumutbarer Verkehrssicherungspflicht, wenn man vom Betreiber eines Boxautomaten verlangt, auf geeignete Weise dafür zu sorgen, dass sich der Benutzer bei Abgabe der Boxschläge nicht mit seinen Schuhen im Untergrund verfangen kann, indem eine spaltenlose Ausführung der Bodenplatte gewählt wird. (T13)
  • 6 Ob 294/05m
    Entscheidungstext OGH 26.01.2006 6 Ob 294/05m
    Beisatz: Die Möglichkeit einer Gefahr muss erkennbar sein und vom Sorgfaltspflichtigen mit zumutbaren Maßnahmen abgewendet werden können. (T14)
    Beisatz: Hier: Die Gefahr des Besteigens der Pyramide durch Kinder war nicht nur wegen des festgestellten tatsächlichen Spielens von Kindern auf der Pyramide erkennbar war, sondern schon aufgrund der Eigenschaft des Bauwerks als geradezu „magischer Anziehungspunkt" für Kinder. Das Aufstellen eines Warnschilds und/oder einer Absperrung mittels Pflöcken und Bändern wäre eine mögliche und zumutbare Abwehrmaßnahme gewesen. (T15)
  • 7 Ob 73/06w
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 7 Ob 73/06w
    Auch
  • 2 Ob 265/06v
    Entscheidungstext OGH 18.01.2007 2 Ob 265/06v
    Auch; Beis wie T2
  • 2 Ob 158/06h
    Entscheidungstext OGH 26.04.2007 2 Ob 158/06h
    Auch; nur T4
  • 4 Ob 56/07z
    Entscheidungstext OGH 23.04.2007 4 Ob 56/07z
    Auch; Beisatz: Hier: Verletzung eines Zusehers bei einem Eishockeyspiel der Klasse Miniknaben. (T16)
  • 2 Ob 87/07v
    Entscheidungstext OGH 15.11.2007 2 Ob 87/07v
  • 2 Ob 99/07h
    Entscheidungstext OGH 15.11.2007 2 Ob 99/07h
  • 2 Ob 60/08z
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 2 Ob 60/08z
    Auch; Beisatz: Auch vertragliche Verkehrssicherungspflichten sollen nicht überspannt werden. (T17)
    Veröff: SZ 2008/46
  • 2 Ob 79/08v
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 79/08v
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T10; Beis wie T11
  • 4 Ob 75/09x
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 75/09x
  • 1 Ob 62/10i
    Entscheidungstext OGH 01.06.2010 1 Ob 62/10i
    Auch; Beis wie T17
  • 9 Ob 40/09m
    Entscheidungstext OGH 26.05.2010 9 Ob 40/09m
    nur T4
  • 7 Ob 133/10z
    Entscheidungstext OGH 14.07.2010 7 Ob 133/10z
    Auch
  • 7 Ob 250/10f
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 7 Ob 250/10f
  • 10 Ob 55/11b
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 10 Ob 55/11b
    Auch; Beis wie T11
  • 7 Ob 95/11p
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 7 Ob 95/11p
    Auch
  • 8 Ob 138/10t
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 8 Ob 138/10t
    Auch
  • 2 Ob 79/11y
    Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 79/11y
  • 4 Ob 149/11g
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 4 Ob 149/11g
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Freizeitwiese. (T18)
  • 4 Ob 203/11y
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 4 Ob 203/11y
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T11
  • 4 Ob 12/12m
    Entscheidungstext OGH 27.03.2012 4 Ob 12/12m
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T10; Beis wie T11; Beisatz: Hier: Nachgeben der Befestigung eines Vordaches eines Marktstands wegen Klimmzügen eines Gastes. (T19)
  • 8 Ob 14/13m
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 8 Ob 14/13m
    Auch; Beis ähnlich wie T14
  • 1 Ob 122/13t
    Entscheidungstext OGH 18.07.2013 1 Ob 122/13t
    Auch
  • 4 Ob 178/13z
    Entscheidungstext OGH 22.10.2013 4 Ob 178/13z
    Auch; Beisatz: Der Umfang der Verkehrssicherungspflicht hängt von den Umständen des Einzelfalls ab und begründet daher ‑ von einer groben Fehlbeurteilung abgesehen ‑ regelmäßig keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO. (T20)
  • 4 Ob 33/14b
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 33/14b
    Auch; Beis wie T20
  • 10 Ob 53/15i
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 10 Ob 53/15i
    Auch; Beisatz: Sturz aufgrund einer Lacke im Supermarkt. (T21)
  • 7 Ob 59/16a
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 59/16a
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Sabrieren einer Champagnerflasche. (T22)
  • 2 Ob 81/16z
    Entscheidungstext OGH 05.08.2016 2 Ob 81/16z
  • 1 Ob 158/16s
    Entscheidungstext OGH 27.09.2016 1 Ob 158/16s
  • 2 Ob 223/15f
    Entscheidungstext OGH 19.12.2016 2 Ob 223/15f
    Auch; Beis wie T7
  • 5 Ob 21/17z
    Entscheidungstext OGH 04.05.2017 5 Ob 21/17z
    Beis wie T20; Beisatz: Hier: Sturz auf einer eisigen Stelle des Kundenparkplatzes eines Supermarkts. (T23)
  • 1 Ob 115/17v
    Entscheidungstext OGH 12.07.2017 1 Ob 115/17v
    Beis ähnlich T20; Beisatz: Hier: Sturz auf einer Eisfläche zwischen geparkten Autos eines Parkplatzes; unterlassene Streumaßnahmen auf den Zwischenräumen zwischen den geparkten Fahrzeugen; keine schuldhafte Sorgfaltspflichtverletzung. (T24)
  • 3 Ob 91/17d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 3 Ob 91/17d
    Beis wie T7
  • 2 Ob 135/17t
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 2 Ob 135/17t
    Auch; Beis wie T7
  • 1 Ob 11/19b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 1 Ob 11/19b
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T17; Beis wie T20
  • 9 Ob 58/18x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 9 Ob 58/18x
  • 6 Ob 215/18p
    Entscheidungstext OGH 23.05.2019 6 Ob 215/18p
    Auch; Beis wie T7; Beis wieT17
  • 6 Ob 221/18w
    Entscheidungstext OGH 27.06.2019 6 Ob 221/18w
    Auch; Beis wie T17

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0023487

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19780307_OGH0002_0040OB00505_7800000_002

Rechtssatz für 2Ob2171/96w 6Ob71/01m 2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0109827

Geschäftszahl

2Ob2171/96w; 6Ob71/01m; 2Ob157/09s

Entscheidungsdatum

26.02.1998

Norm

ABGB §1295 IId2
StVO §32 Abs6
StVO §90

Rechtssatz

Hinsichtlich der sich aus den §§ 90 und 32 Abs 6 StVO ergebenden Verkehrssicherungspflicht zur Kennzeichnung und Absicherung der Baustelle. Sind an den Bauführer strenge Anforderungen zu stellen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 2171/96w
    Entscheidungstext OGH 26.02.1998 2 Ob 2171/96w
  • 6 Ob 71/01m
    Entscheidungstext OGH 26.04.2001 6 Ob 71/01m
    Vgl; Beisatz: Die dem Unternehmer obliegende Absicherung seiner Baustelle - gleichgültig, ob die Verpflichtung aus dem Ingerenzprinzip oder auf vertragliche Schutzpflichten gegründet werden kann - dient der Abwehr naheliegender und voraussehbarer Gefahren. (T1)
  • 2 Ob 157/09s
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 2 Ob 157/09s
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109827

Zuletzt aktualisiert am

19.03.2010

Dokumentnummer

JJR_19980226_OGH0002_0020OB02171_96W0000_001

Rechtssatz für 2Ob2171/96w

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0109828

Geschäftszahl

2Ob2171/96w

Entscheidungsdatum

26.02.1998

Norm

ABGB §1299 G
StVO §90

Rechtssatz

Dem Bauführer obliegt es in erster Linie, von der Behörde erteilte Auflagen im Sinne des § 90 Abs 3 StVO zu beachten. Hat er selbst nicht die entsprechende Bewilligung zur Durchführung der Bauarbeiten beantragt (§ 90 Abs 1 StVO), muß er sich durch Nachfrage beim Bauherrn Kenntnis von allfälligen behördlichen Auflagen im Sinne des § 90 Abs 3 StVO verschaffen; die Bewilligungspflicht derartiger Bauführungen muß ihm dabei als Sachverständiger im Sinne des § 1299 ABGB bekannt sein.

Entscheidungstexte

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109828

Dokumentnummer

JJR_19980226_OGH0002_0020OB02171_96W0000_002

Entscheidungstext 2Ob2171/96w

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

2Ob2171/96w

Entscheidungsdatum

26.02.1998

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Angst als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Niederreiter, Dr. Schinko, Dr. Baumann und Dr. Vogel als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei L***** GesmbH, ***** vertreten durch Dr. Heinz Napetschnig und Dr. Renate Studentschnig, Rechtsanwälte in Klagenfurt, wider die beklagte Partei U*****-AG, ***** vertreten durch Dr. Maximilian Motschiunig, Rechtsanwalt in Klagenfurt, wegen S 378.018,30 s.A., infolge Rekurses der beklagten Partei gegen den Beschluß des Oberlandesgerichtes Graz als Rekursgerichtes vom 7. März 1996, GZ 5 R 28/96v-25, womit infolge Berufung der beklagten Partei das Zwischenurteil des Landesgerichtes Klagenfurt vom 17. November 1995, GZ 24 Cg 221/95k-18, aufgehoben wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

 

Beschluß

 

gefaßt:

Spruch

 

Dem Rekurs wird nicht Folge gegeben.

 

Die Kosten des Rekursverfahrens bilden weitere Verfahrenskosten.

Text

 

Begründung:

 

Am 7. 6. 1994 gegen 2 Uhr fuhr Helmut R***** als Lenker eines von der Klägerin gehaltenen LKW in Klagenfurt auf der St. Veiter Straße stadtauswärts. Er beabsichtigte, unter Benützung der B 83 in Richtung St. Veit weiterzufahren. Wegen Bauarbeiten, mit deren Durchführung die Beklagte von der Ö***** AG beauftragt worden war, wurden die aus Klagenfurt in Richtung St. Veit fahrenden Fahrzeuge auf die Zollfeldstraße L 71 umgeleitet. Diese Umleitung des Verkehrs erfolgte über eine scharfe Rechtskurve; an ihrer Außenseite sperrten einfärbig graue Betonleitwände die B 83 ab. Helmut R***** nahm diese Betonleitwände zu spät wahr und streifte sie; er verriß den LKW in der Folge nach rechts, wodurch dieser umkippte und schwer beschädigt wurde.

 

Die Klägerin begeht unter Einbekennung eines Mitverschuldens des Lenkers ihres LKW von 50 % die Hälfte des ihr bei dem Unfall entstandenen Schadens (Fahrzeugschaden S 642.150,83; Schaden infolge Warenbruch S 10.000.-, Mehraufwand für Bergung und Umladung des Transportgutes S 15.979,80; Mehraufwand für Aushilfsfahrer S 87.905,96), somit S 378.018,30 sA. Sie bringt dazu vor, daß die Beklagte den Umleitungsbereich ungenügend abgesichert habe, insbesondere sei eine behördlich angeordnete Leitblitzanlage nicht installiert worden.

 

Die Beklagte wendet ein, daß sie nicht das geringste Mitverschulden am Unfall treffe. Betonleitwände seien ständig im Straßenverkehr eingesetzt, ohne besonders gekennzeichnet zu sein; der vorgeschriebene Wechsel des Fahrstreifens an der Umleitungsstelle sei in mehrfacher Weise beschildert gewesen, so durch eine Geschwindigkeitsbeschränkung, einen Voranzeiger gemäß § 53 Z 23 StVO, ein Verkehrsschild "Vorgeschriebene Fahrtrichtung" und einen "Vorwegweiser". Hinter den Betonleitwänden hätten sich zwei Fahrverbotszeichen in hochreflektierender Ausführung und zwei Leitbaken befunden; die Sperrlinie sei in den Kreuzungsbereich verlaufend in eine Sperrfläche übergegangen. Die im Bescheid vorgeschriebene Leitblitzanlage beziehe sich nicht auf den Umleitungsbereich für den Verkehr in Richtung St. Veit. Der Beklagten als Vertragspartnerin der Ö***** sei dieser Bescheid unbekannt gewesen, die Errichtung einer Leitblitzanlage sei ihr nicht aufgetragen worden. Unmittelbar nach Einrichtung des Umleitungsbereiches habe eine "Abnahme" durch die zuständige Behörde im Beisein des Postenkommandanten des GPK Maria Saal stattgefunden, ohne daß eine Beanstandung erfolgt wäre. Die Beklagte bestreitet weiters die Kausalität einzelner Schadenspositionen sowie (in Ermangelung einer Akkontierungsaufforderung) die Berechtigung auf erhöhte Verzugszinsen. Sie wendet als Gegenforderung den ihr an den Betonleitwänden und Verkehrszeichen entstandenen Schaden von S 44.030.- aufrechnungsweise gegen die Klagsforderung ein.

 

Das Erstgericht schränkte das Verfahren auf den Grund des Anspruches ein und sprach mit Zwischenurteil aus, daß die Klagsansprüche dem Grunde nach mit zwei Drittel, somit zu einem Drittel des Gesamtschadens, zu Recht bestehen und die Gegenforderung hingegen nicht zu Recht besteht. Es stellte im wesentlichen fest, daß die Breite des Fahrstreifens im Bereich der Umleitung von 7,5 m auf 6 m abnimmt und die Fahrbahn dort eine Rechtskurve mit rund 45 Grad beschreibt. Die Umleitungsstelle war zum Unfallszeitpunkt mit fünf Baustellenleuchten, einem 60 cm hohen Leitbaken und einer Fahrverbotstafel hinter den Betonleitwänden sowie einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 50 km/h abgesichert. Mit Bescheid vom 13. 9. 1993 hat die Bezirkshauptmannschaft Klagenfurt der Ö***** für die Durchführung der Bauarbeiten an der späteren Unfallstelle unter Punkt 28. die Auflage erteilt, im Zuge der B 83 Kärntner Straße bei der Umleitung auf die L 71 Zollfeldstraße eine Leitblitzanlage aufzustellen. Helmut R***** näherte sich der Unfallstelle mit einer Geschwindigkeit von 74 km/h, am Beginn der Geschwindigkeitsbeschränkung auf 50 km/h war er noch 68 km/h schnell. Er nahm die Betonleitwände erstmals aus einer Entfernung von 25 bis 30 m und bei einer Geschwindigkeit von ca. 60 km/h wahr und lenkte nach rechts aus. Übliche Baustellenlampen sind auf 20 bis 50 m Distanz erkennbar, Blitzlampen bei vollem Akkumulator und sauberer Linse auf 100 m. Der der Beklagten entstandene Schaden ist bereits reguliert.

 

In seiner rechtlichen Burteilung bejahte das Erstgericht eine Verletzung der die Beklagte treffenden Verkehrssicherungspflicht infolge unterbliebener Installation einer Leitblitzanlage; im Hinblick auf das "doch gravierende Fehlverhalten" des Lenkeres des LKW hielt es eine Verschuldensteilung 2 : 1 zu Lasten der Klägerin für gerechtfertigt.

 

Das Berufungsgericht hob das Zwischenurteil auf und verwies die Rechtssache zur Verfahrensergänzung an das Erstgericht zurück. Es sprach aus, daß der Rekurs an den Obersten Gerichtshof zulässig sei, und vertrat die Ansicht, daß es der Beklagten zumutbar gewesen wäre, sich beim Bauherrn nach etwaigen Auflagen betreffend die Absicherung der Baustelle zu erkundigen; unabhängig davon setze die Verkehrssicherungspflicht jedoch auch ohne behördliche Auflagen ein. Das Berufungsgericht billigte die Verschuldensteilung des Erstgerichtes, hielt die Sache jedoch unter anderem deshalb noch nicht für spruchreif, weil Feststellungen über die Kausalität einzelner Schadenspositionen sowie darüber, ob die Klägerin die Beklagte zu einer Bevorschussung aufgefordert habe, fehlten; ein Zwischenurteil dürfe aber erst dann ergehen, wenn es über sämtliche Ansprüche und Einwendungen dem Grunde nach abspreche. Das Berufungsgericht sah den Rekurs gegen seinen Aufhebungsbeschluß als zulässig an, weil es Rechtsfragen im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO darstelle, wie weit einem Bauführer die mangelnde Kenntnis einer behördlichen Auflage als Verschulden anzulasten sei bzw. ob die Installation einer Leitblitzanlage trotz anderer auf eine Umleitung hinweisender Ankündigungen und Maßnahmen eine Überspannung der Verkehrssicherungspflicht eines Bauführers bedeute.

 

Der Rekurs der Beklagten ist nicht berechtigt.

 

Die Beklagte vertritt zusammengefaßt den Standpunkt, der Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Klagenfurt sei dahin zu interpretieren, daß er keine Anordnung zur Montage einer Leitblitzanlage an der Unfallstelle enthalte; im übrigen komme ihr nur die Stellung einer Vertragspartnerin des Bauherrn zu, weshalb ihr der Bescheid auch nie zugegangen sei und ihr dessen mangelnde Kenntnis nicht als Verschulden angerechnet werden könne, zumal die Baustellenabsicherung vom Gendarmerieposten Maria Saal, dessen Beamte als Sachverständige im Sinne des § 1299 ABGB zu qualifizieren seien, ohne Beanstandungen "abgenommen" worden sei. Unter diesen Umständen bedeute es eine Überspannung der Verkehrssicherungspflicht, das Fehlen einer Leitblitzanlage als schuldhafte Unterlassung zu beurteilen. Schließlich trete ein allfälliges Mitverschulden der Beklagten gegenüber dem groben Fehlverhalten des Lenkers der Klägerin so weit in den Hintergrund, daß es bei der Schadensteilung vernachläßigt werden könne.

 

Diese Ausführungen überzeugen nicht.

Rechtliche Beurteilung

 

Wie sich aus den Bestimmungen der §§ 90 und 32 Abs 6 StVO ergibt, trifft den Bauführer, der Arbeiten auf oder neben einer Straße ausführt, eine Verkehrssicherungspflicht zur Kennzeichnung und Absicherung der Baustelle (ZVR 1975/94; ZVR 1978/240; ZVR 1979/223; ZVR 1981/14; SZ 53/49 = ZVR 1980/342). Hinsichtlich dieser Pflicht sind an den Bauführer strenge Anforderungen zu stellen (JBl 1963, 154; ZVR 1974/154; 8 Ob 95/78). Es obliegt ihm in erster Linie, von der Behörde erteilte Auflagen im Sinne des § 90 Abs 3 StVO zu beachten. Hat er selbst nicht die entsprechende Bewilligung zur Durchführung der Bauarbeiten beantragt (§ 90 Abs 1 StVO), muß er sich, wie das Berufungsgericht zutreffend erkannt hat, durch Nachfrage beim Bauherrn Kenntnis von allfälligen behördlichen Auflagen iS des § 90 Abs 3 StVO verschaffen; die Bewilligungspflicht derartiger Bauführungen muß ihm dabei als Sachverständiger iS des § 1299 ABGB (SZ 42/139; ZVR 1981/14) bekannt sein.

 

Die Vorinstanzen haben den Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Klagenfurt nach seinem insofern eindeutigen Wortlaut zutreffend dahin ausgelegt, daß darin die Errichtung einer Leitblitzanlage an der Unfallstelle angeordnet wird (Punkt 28 iVm Punkt 1 des Bescheides Beilage A); es liegt deshalb bereits in der Nichtbefolgung dieser Auflage ein pflichtwidriges Handeln der Beklagten. Die Ansicht, eine Haftungsbefreiung sei allein deshalb eingetreten, weil das Fehlen der vorgeschriebenen Anlage von Gendarmeriebeamten nicht bemängelt worden sei, ist jedenfalls verfehlt, weil von der zuständigen Bezirkshauptmannschaft bescheidmäßig angeordnete Auflagen nicht durch Untätigwerden der Sicherheitsbehörde außer Kraft treten.

 

Darüber hinaus wäre für die Beklagte auch nichts gewonnen, wenn - wie sie behauptet - die Aufstellung der Betonleitwände erst nach Erlassung des Bescheides der Bezirkshauptmannschaft durch die straßenpolizeiliche Aufsicht angeordnet worden wäre, die Leitblitzanlage sich daher denknotwendig nicht auf die Absicherung dieser Betonleitwände beziehen habe können: Es entspricht stRSp, daß die Verkehrssicherungspflicht einsetzt, sobald dem Verpflichteten eine Gefahrenquelle bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt erkennbar war (RZ 1982, 50; JBl 1975, 544; EvBl 1974/109). Deshalb befreit es nicht von der Haftung für eingetretene Unfallsfolgen, daß bei einer behördlichen Betriebsbewilligung keine besonderen Auflagen zur Sicherung einer erkennbaren Gefahrenstelle erteilt wurden, wenn nur die Gefahrenquelle als solche dem Verkehrssicherungspflichtigen bei gehöriger Aufmerksamkeit erkennbar war (EvBl 1975/3; ZVR 1983/280). Selbst die Beobachtung behördlicher Anordnungen schließt die Verpflichtung zu weitergehender, durch die Umstände bedingte Vorsicht nicht aus (SZ 42/139; 2 Ob 291/67). Daß aber eine Straßenumleitung, in deren Verlauf die Fahrbahn eine Kurve mit 45 Grad beschreibt, wobei die Fahrbahnbegrenzung an der Außenseite der Kurve durch einfärbig graue Betonleitwände gebildet wird, gerade in der Nacht eine Gefahrenquelle schafft, die besondere Sicherungsmaßnahmen erfordert, bedarf keiner weiteren Begründung.

 

Aus den Bestimmungen des § 89 Abs 1 iVm § 32 Abs 6 StVO ergibt sich die Verpflichtung des Bauführers, ein bei Straßenbauarbeiten auf der Straße vorhandenes Verkehrshindernis bei Dunkelheit durch Warnleuchten entsprechend zu kennzeichnen. Die Beklagte hat nun zwar fünf Baustellenlampen im Bereich der Straßenumleitung aufgestellt; berücksichtigt man aber, daß diese nur auf eine Entfernung von 20 m bis maximal 50 m wahrgenommen werden können, eine Leitblitzanlage hingegen nicht nur durch ihre doppelt so große Leuchtkraft, sondern auch infolge der gestaffelten blitzartigen Wirkung einen wesentlich höheren Auffälligkeitswert besitzt als gewöhnliche Baustellenlampen, war unter den gegebenen besonders gefährlichen Umständen (schmale Fahrbahn, enger Kurvenradius, einfärbig graue Betonleitwände) die Montage einer derartigen Anlage zusätzlich zu den ohnehin getroffenen Ausschilderungen jedenfalls geboten. Der Vorwurf an die Beklagte, diese dringend gebotene Sicherungsmaßnahme nicht durchgeführt zu haben, tritt auch gegenüber dem überwiegenden Verschulden des Lenkers des LKW der Klägerin nicht so weit zurück, daß er gänzlich vernachläßigt werden könnte; die von den Vorinstanzen getroffene Verschuldensteilung begegnet unter diesen Umständen keinen Bedenken.

 

Dem Rekurs war deshalb ein Erfolg zu versagen.

 

Die Kostenentscheidung beruht auf § 52 Abs 1 zweiter Satz ZPO.

Anmerkung

E49029 02A21716

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:0020OB02171.96W.0226.000

Dokumentnummer

JJT_19980226_OGH0002_0020OB02171_96W0000_000