Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob130/77 3Ob147/80 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0000709

Geschäftszahl

3Ob130/77; 3Ob147/80; 3Ob162/83; 3Ob80/84; 3Ob22/87; 3Ob82/88; 3Ob51/89; 3Ob64/89; 4Ob125/89; 3Ob17/90; 3Ob3/90; 4Ob17/91; 3Ob64/90 (3Ob65/90 -3Ob67/90); 3Ob77/91; 3Ob65/93; 3Ob134/93; 3Ob178/93; 3Ob90/95 (3Ob91/95); 3Ob2169/96h; 3Ob199/97d; 3Ob136/97i; 3Ob311/97z; 3Ob164/98h; 3Ob319/98b (3Ob320/98z); 3Ob85/99t; 16Ok3/00; 3Ob317/01s; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob177/03f; 3Ob162/03z (3Ob163/03x); 3Ob26/04a; 3Ob252/04m; 3Ob72/05t (3Ob73/05i, 3Ob75/05m); 3Ob162/05b; 3Ob64/06t; 3Ob225/06v; 3Ob205/07d; 3Ob257/08b; 3Ob226/10x; 3Ob125/11w; 3Ob8/12s; 3Ob98/12a; 3Ob152/13v; 4Ob71/14s; 3Ob41/15y; 3Ob154/16t; 3Ob223/16i; 3Ob191/16h; 3Ob197/18v; 3Ob121/19v

Entscheidungsdatum

21.02.1978

Norm

EO §36 Z1 Aa
EO §355 IIIa

Rechtssatz

Der betreibende Gläubiger muss das Zuwiderhandeln, auf das er sein Exekutionsrecht stützt, konkret und schlüssig im Exekutionsantrag behaupten. Der Verpflichtete muss nämlich genau wissen, welches Zuwiderhandeln ihm vorgeworfen wird, und so in der Lage sein, allenfalls seine Einwendungen gegen die Exekutionsbewilligung nach § 36 Abs 1 Z 1 EO erheben zu können.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 130/77
    Entscheidungstext OGH 21.02.1978 3 Ob 130/77
    Veröff: SZ 51/19 = ÖBl 1978,106
  • 3 Ob 147/80
    Entscheidungstext OGH 26.11.1980 3 Ob 147/80
  • 3 Ob 162/83
    Entscheidungstext OGH 11.01.1984 3 Ob 162/83
    Beisatz: Dieser Pflicht ist die betreibende Partei durch die Behauptung ausreichend nachgekommen, dass der Verpflichtete an einem durch Datum bestimmten Tag einen genau bezeichneten Gegenstand (Etikettenbänder) verbotswidrig feilgehalten und verkauft habe. Konkrete Einwendungen des Verpflichteten im Sinne des § 36 Abs 1 Z 1 EO können sich darauf beschränken, an diesem Tag diesen Gegenstand nicht feilgehalten und verkauft zu haben. (T1)
    Veröff: ÖBl 1984,51
  • 3 Ob 80/84
    Entscheidungstext OGH 12.09.1984 3 Ob 80/84
    Veröff: SZ 57/137 = RdW 1985,42 = ÖBl 1985,85
  • 3 Ob 22/87
    Entscheidungstext OGH 01.07.1987 3 Ob 22/87
    nur: Der betreibende Gläubiger muss das Zuwiderhandeln, auf das er sein Exekutionsrecht stützt, konkret und schlüssig im Exekutionsantrag behaupten. (T2)
    Beisatz: Ist der Exekutionsantrag datiert, muss daraus entnommen werden, dass die betreibende Partei den Antrag auf ein Zuwiderhandel stützt, das an oder vor diesem Tag geschah; es kommt nicht auf den Tag an, an dem der Exekutionsantrag bei Gericht einlangte. (T3)
    Veröff: SZ 60/131 = MR 1988,26 (Rechberger)
  • 3 Ob 82/88
    Entscheidungstext OGH 29.06.1988 3 Ob 82/88
  • 3 Ob 51/89
    Entscheidungstext OGH 12.04.1989 3 Ob 51/89
    Auch; nur T2
  • 3 Ob 64/89
    Entscheidungstext OGH 28.06.1989 3 Ob 64/89
    Veröff: MR 1989,182
  • 4 Ob 125/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 125/89
    nur T2; Beisatz: Er braucht aber dafür keinen Nachweis (insbesondere auch keinen urkundlichen Nachweis im Sinne des § 7 Abs 2 Satz 2 EO) zu erbringen (§ 3 Abs 2 EO; SZ 57/137). (T4)
  • 3 Ob 17/90
    Entscheidungstext OGH 24.01.1990 3 Ob 17/90
    Veröff: RZ 1990/62 S 149
  • 3 Ob 3/90
    Entscheidungstext OGH 14.03.1990 3 Ob 3/90
    Beisatz: Angabe der Zeit und des Ortes. (T5)
  • 4 Ob 17/91
    Entscheidungstext OGH 12.03.1991 4 Ob 17/91
    nur T2; Veröff: ÖBl 1991,105
  • 3 Ob 64/90
    Entscheidungstext OGH 27.02.1991 3 Ob 64/90
    nur T2; Beis wie T4 nur: Er braucht aber dafür keinen Nachweis zu erbringen. (T6)
  • 3 Ob 77/91
    Entscheidungstext OGH 13.03.1991 3 Ob 77/91
    nur T2; Beisatz: Bei einem Titel auf Unterlassung nicht gekennzeichneter entgeltlicher Veröffentlichungen in einer Zeitung ein Verstoß gegen das Unterlassungsgebot geschehen ist. (T7)
    Veröff: WBl 1991,364 = MR 1991,209 (Korn)
  • 3 Ob 65/93
    Entscheidungstext OGH 28.04.1993 3 Ob 65/93
    nur T2; Beisatz: Gilt auch für weitere Strafanträge. (T8)
  • 3 Ob 134/93
    Entscheidungstext OGH 14.07.1993 3 Ob 134/93
    nur T2; Beisatz: Zur Bewilligung der Exekution reicht es aus, dass zumindest ein erkennbarer Verstoß behauptet wird oder dass sich aus dem Gesamtzusammenhang der Veröffentlichung in der Druckschrift ein Zuwiderhandeln schlüssig und konkret erkennen lässt. (T9)
  • 3 Ob 178/93
    Entscheidungstext OGH 20.10.1993 3 Ob 178/93
    nur T2; Beis wie T7
  • 3 Ob 90/95
    Entscheidungstext OGH 31.08.1995 3 Ob 90/95
    nur T2
  • 3 Ob 2169/96h
    Entscheidungstext OGH 12.06.1996 3 Ob 2169/96h
  • 3 Ob 199/97d
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 199/97d
    nur T2
  • 3 Ob 136/97i
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 136/97i
  • 3 Ob 311/97z
    Entscheidungstext OGH 26.11.1997 3 Ob 311/97z
    Beis wie T4
  • 3 Ob 164/98h
    Entscheidungstext OGH 24.06.1998 3 Ob 164/98h
    nur T2; Beis wie T6
  • 3 Ob 319/98b
    Entscheidungstext OGH 13.01.1999 3 Ob 319/98b
    nur T2
  • 3 Ob 85/99t
    Entscheidungstext OGH 20.10.1999 3 Ob 85/99t
    Auch; Beisatz: Für die verpflichtete Partei ist eindeutig, in welchem Zeitraum sie welche Zuwiderhandlungen gegen den Exekutionstitel begangen haben soll, wenn im Strafantrag das behauptete Zuwiderhandeln auf einen Zeitraum zwischen 25.6.1998 und 25.9.1998 eingeschränkt wurde. Eine nähere Spezifizierung ist hier (anders als etwa beim Vertrieb von Druckschriften in Trafiken, vergleiche MR 1989,182) nicht erforderlich. (T10)
  • 16 Ok 3/00
    Entscheidungstext OGH 15.05.2000 16 Ok 3/00
    Vgl auch
  • 3 Ob 317/01s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2002 3 Ob 317/01s
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 2002/30
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Auch; nur T2; Beis wie T6; Beisatz: Die betreibende Partei muss dabei etwa einzelne konkrete "Tathandlungen" herausgreifen. Es muss zumindest ein konkreter Verstoß gegen das Unterlassungsgebot angeführt werden, damit geprüft werden kann, ob dieses im konkreten Fall verletzt oder eingehalten wurde. (T11)
    Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 177/03f
    Entscheidungstext OGH 21.08.2003 3 Ob 177/03f
  • 3 Ob 162/03z
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 162/03z
    nur T2; Veröff: SZ 2004/26
  • 3 Ob 26/04a
    Entscheidungstext OGH 28.04.2004 3 Ob 26/04a
    Auch; nur T2; Beisatz: Zwar braucht der betreibende Gläubiger das Zuwiderhandeln des Verpflichteten nicht zu beweisen oder zu bescheinigen, die Behauptung über das Zuwiderhandeln des Verpflichteten ist also auf ihre inhaltliche Richtigkeit, ob somit der behauptete Verstoß tatsächlich gesetzt wurde, nicht zu überprüfen; mit dem Antrag vorgelegte Bescheinigungsmittel sind aber bei der Beurteilung des Antragsvorbringens mit einzubeziehen. (T12)
  • 3 Ob 252/04m
    Entscheidungstext OGH 24.11.2004 3 Ob 252/04m
    nur: Der betreibende Gläubiger muss das Zuwiderhandeln, auf das er sein Exekutionsrecht stützt, konkret und schlüssig im Exekutionsantrag behaupten. Der Verpflichtete muss nämlich genau wissen, welches Zuwiderhandeln ihm vorgeworfen wird. (T13) Beis wie T6
  • 3 Ob 72/05t
    Entscheidungstext OGH 27.07.2005 3 Ob 72/05t
  • 3 Ob 162/05b
    Entscheidungstext OGH 24.08.2005 3 Ob 162/05b
    Auch; Beis wie T4; Veröff: SZ 2005/115
  • 3 Ob 64/06t
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 3 Ob 64/06t
  • 3 Ob 225/06v
    Entscheidungstext OGH 19.10.2006 3 Ob 225/06v
    Auch; nur T2; Beisatz: Eine konkrete und schlüssige Behauptung erfordert in der Regel nähere Angaben über Zeit, Ort und Art (Beschaffenheit) des Zuwiderhandelns. (T14)
  • 3 Ob 205/07d
    Entscheidungstext OGH 19.12.2007 3 Ob 205/07d
  • 3 Ob 257/08b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Ob 257/08b
  • 3 Ob 226/10x
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 226/10x
    Auch; nur T2; Beis wie T12 nur: Der betreibende Gläubiger braucht das Zuwiderhandeln des Verpflichteten nicht zu beweisen oder zu bescheinigen, die Behauptung über das Zuwiderhandeln des Verpflichteten ist also auf ihre inhaltliche Richtigkeit, ob somit der behauptete Verstoß tatsächlich gesetzt wurde, nicht zu überprüfen. (T15)
    Beis wie T14
  • 3 Ob 125/11w
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 3 Ob 125/11w
  • 3 Ob 8/12s
    Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 8/12s
    Ähnlich; Auch Beis wie T12
  • 3 Ob 98/12a
    Entscheidungstext OGH 14.06.2012 3 Ob 98/12a
    Auch; Beis wie T14; Beis wie T11
  • 3 Ob 152/13v
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 152/13v
  • 4 Ob 71/14s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 71/14s
    Auch; Beis wie T12; Veröff: SZ 2014/59
  • 3 Ob 41/15y
    Entscheidungstext OGH 20.05.2015 3 Ob 41/15y
    Auch; Beis wie T14
  • 3 Ob 154/16t
    Entscheidungstext OGH 22.09.2016 3 Ob 154/16t
    Auch
  • 3 Ob 223/16i
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 223/16i
    Vgl auch
  • 3 Ob 191/16h
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 191/16h
    Beis wie T14
  • 3 Ob 197/18v
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 197/18v
    Auch; Beis wie T14
  • 3 Ob 121/19v
    Entscheidungstext OGH 26.06.2019 3 Ob 121/19v
    Auch; Beis wie T14

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0000709

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.08.2019

Dokumentnummer

JJR_19780221_OGH0002_0030OB00130_7700000_001

Rechtssatz für 4Ob17/91 4Ob29/94 3Ob43...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0037581

Geschäftszahl

4Ob17/91; 4Ob29/94; 3Ob43/95; 4Ob2283/96f; 3Ob199/97d; 6Ob246/04a; 4Ob49/06v; 9ObA104/07w; 4Ob206/18z

Entscheidungsdatum

12.03.1991

Norm

UWG §14 A1
ZPO §226 IIB12

Rechtssatz

Wird etwa einem Beklagten - wenn auch in Verbindung mit einem konkreten Einzelverbot ("insbesondere ...") - geboten, "irreführende" oder "kreditschädigende" Behauptungen schlechthin zu unterlassen, dann würde das dem Kläger die Exekutionsführung wegen jeglicher irreführender oder kreditschädigender Angaben ermöglichen. In solchen Fällen stellt sich in Wahrheit nur das Problem, ob der Spruch nicht zu weit gefasst ist. Diese Frage ist aber nach dem materiellen Recht zu beurteilen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 17/91
    Entscheidungstext OGH 12.03.1991 4 Ob 17/91
    Veröff: ÖBl 1991,105 = WBl 1991,265
  • 4 Ob 29/94
    Entscheidungstext OGH 22.03.1994 4 Ob 29/94
  • 3 Ob 43/95
    Entscheidungstext OGH 26.04.1995 3 Ob 43/95
    Auch; nur: Wird etwa einem Beklagten - wenn auch in Verbindung mit einem konkreten Einzelverbot ("insbesondere ...") - geboten, "irreführende" oder "kreditschädigende" Behauptungen schlechthin zu unterlassen, dann würde das dem Kläger die Exekutionsführung wegen jeglicher irreführender oder kreditschädigender Angaben ermöglichen. (T1)
  • 4 Ob 2283/96f
    Entscheidungstext OGH 29.10.1996 4 Ob 2283/96f
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Ein Verbot, mit dem der Beklagten herabsetzende Werbung schlechthin, die tatsächlich gemachten Äußerungen aber nur beispielsweise verboten werden sollen, ist einerseits zu unbestimmt, andererseits aber auch zu weit. Der durch herabsetzende Äußerungen Betroffene hat Anspruch auf Unterlassung der konkreten Äußerung und ähnlicher Äußerungen. (T2)
  • 3 Ob 199/97d
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 199/97d
    Auch; Beisatz: Die nähere Beschreibung eines Unterlassungsgebotes durch eine mit "insbesondere" eingeleitete Wendung bedeutet keine Einschränkung des Unterlassungsgebots. (T3)
  • 6 Ob 246/04a
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 6 Ob 246/04a
    Vgl
  • 4 Ob 49/06v
    Entscheidungstext OGH 23.05.2006 4 Ob 49/06v
  • 9 ObA 104/07w
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 104/07w
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 206/18z
    Entscheidungstext OGH 27.11.2018 4 Ob 206/18z

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0037581

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.02.2019

Dokumentnummer

JJR_19910312_OGH0002_0040OB00017_9100000_003

Rechtssatz für 4Ob37/92 4Ob77/93 3Ob19...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0084147

Geschäftszahl

4Ob37/92; 4Ob77/93; 3Ob199/97d; 4Ob290/99x; 4Ob28/03a; 3Ob273/07d

Entscheidungsdatum

07.04.1992

Norm

ZugG §1
UWG §9a

Rechtssatz

Die Eignung einer Zuwendung, zum Erwerb der Hauptware oder Hauptleistung anzulocken, ist auf Grund der Lebenserfahrung als Rechtsfrage zu lösen; wie erfolgreich die entsprechende Ankündigung tatsächlich war, ist ohne rechtliche Bedeutung.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 37/92
    Entscheidungstext OGH 07.04.1992 4 Ob 37/92
    Veröff: ÖBl 1992,174
  • 4 Ob 77/93
    Entscheidungstext OGH 27.07.1993 4 Ob 77/93
    Veröff: MR 1993,196 = ÖBl 1993,250 = WBl 1994,33
  • 3 Ob 199/97d
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 199/97d
    nur: Wie erfolgreich die entsprechende Ankündigung tatsächlich war, ist ohne rechtliche Bedeutung. (T1)
  • 4 Ob 290/99x
    Entscheidungstext OGH 14.12.1999 4 Ob 290/99x
    Vgl auch; Beisatz: Die Frage, ob ein Gewinnspiel geeignet ist, den Kaufentschluss zu beeinflussen, ist regelmäßig eine Rechtsfrage. Wenn aber die Erfahrungen des täglichen Lebens nicht ausreichen und dem Richter die notwendige Sachkenntnis fehlt, sind Beweise aufzunehmen. (T2)
  • 4 Ob 28/03a
    Entscheidungstext OGH 18.02.2003 4 Ob 28/03a
    Auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 273/07d
    Entscheidungstext OGH 30.01.2008 3 Ob 273/07d
    Auch; Beis wie T2 nur: Die Frage, ob ein Gewinnspiel geeignet ist, den Kaufentschluss zu beeinflussen, ist regelmäßig eine Rechtsfrage. (T3); Beisatz: Auch die Beurteilung der Wirkung einer Werbung auf die angesprochenen Verkehrskreise ist regelmäßig eine Rechtsfrage. (T4)

Schlagworte

Siehe nunmehr § 9 a UWG.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0084147

Dokumentnummer

JJR_19920407_OGH0002_0040OB00037_9200000_002

Rechtssatz für 3Ob77/93 (3Ob78/93 -3Ob86...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012389

Geschäftszahl

3Ob77/93 (3Ob78/93 -3Ob86/93); 3Ob89/93 (3Ob90/93 -3Ob116/93); 3Ob146/93; 3Ob187/93 (3Ob188/93 -3Ob199/93); 3Ob180/94 (3Ob181/94); 3Ob105/95 (3Ob106/95); 3Ob14/96; 3Ob199/97d; 3Ob92/98w; 3Ob319/98b (3Ob320/98z); 3Ob156/99h; 3Ob110/00y; 3Ob79/05x; 3Ob50/06h; 3Ob76/07h; 3Ob255/09k

Entscheidungsdatum

15.09.1993

Norm

EO §39 IIIF
EO §39 IVC
EO §355 VIIb
EO §359

Rechtssatz

Mit der Einbringung eines neuen Strafantrages beginnt eine neue Vollzugsstufe. Der betreibende Gläubiger hat darin alle Zuwiderhandlungen seit der vorausgegangenen Vollzugsstufe geltend zu machen, zu denen es bis zu dem der Einbringung des Strafantrages vorangehenden Tages gekommen ist. Eingebracht ist der Strafantrag mit dem Tag der Postaufgabe oder dem Überreichen bei Gericht. Strafanträge, die eine frühere Vollzugsstufe betreffen, sind abzuweisen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 77/93
    Entscheidungstext OGH 15.09.1993 3 Ob 77/93
  • 3 Ob 89/93
    Entscheidungstext OGH 29.09.1993 3 Ob 89/93
  • 3 Ob 146/93
    Entscheidungstext OGH 24.11.1993 3 Ob 146/93
  • 3 Ob 187/93
    Entscheidungstext OGH 24.11.1993 3 Ob 187/93
    Auch; Beisatz: Der Exekutionsbewilligungsantrag ist Beginn der ersten Vollzugsstufe. (T1)
  • 3 Ob 180/94
    Entscheidungstext OGH 09.11.1994 3 Ob 180/94
    Beisatz: Wurde der Strafantrag bei Gericht überreicht, gilt am Tag des Einlangens als eingebracht. (T2)
  • 3 Ob 105/95
    Entscheidungstext OGH 11.10.1995 3 Ob 105/95
    nur: Mit der Einbringung eines neuen Strafantrages beginnt eine neue Vollzugsstufe. Der betreibende Gläubiger hat darin alle Zuwiderhandlungen seit der vorausgegangenen Vollzugsstufe geltend zu machen. (T3)
  • 3 Ob 14/96
    Entscheidungstext OGH 13.03.1996 3 Ob 14/96
    nur: Mit der Einbringung eines neuen Strafantrages beginnt eine neue Vollzugsstufe. (T4) nur: Eingebracht ist der Strafantrag mit dem Tag der Postaufgabe oder dem Überreichen bei Gericht. (T5)
  • 3 Ob 199/97d
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 199/97d
  • 3 Ob 92/98w
    Entscheidungstext OGH 11.11.1998 3 Ob 92/98w
  • 3 Ob 319/98b
    Entscheidungstext OGH 13.01.1999 3 Ob 319/98b
    nur: Mit der Einbringung eines neuen Strafantrages beginnt eine neue Vollzugsstufe. Der betreibende Gläubiger hat darin alle Zuwiderhandlungen seit der vorausgegangenen Vollzugsstufe geltend zu machen, zu denen es bis zu dem der Einbringung des Strafantrages vorangehenden Tages gekommen ist. (T6)
  • 3 Ob 156/99h
    Entscheidungstext OGH 28.06.1999 3 Ob 156/99h
    Beisatz: Mit der Einbringung eines neuen Strafantrages beginnt eine neue Vollzugsstufe. Der betreibende Gläubiger hat darin alle Zuwiderhandlungen seit der vorausgegangenen Vollzugsstufe geltend zu machen. Strafanträge, die eine frühere Vollzugsstufe betreffen, sind abzuweisen. (T7)
  • 3 Ob 110/00y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2000 3 Ob 110/00y
    Beis wie T7; Beisatz: Hat der Gläubiger das Recht verloren, Zuwiderhandlungen gegen den Exekutionstitel geltend zu machen, die vor Einbringung des Exekutions- oder eines Strafantrages liegen und damit nicht geltend gemacht wurden, so gilt analog dasselbe, wenn er die Einstellung der Exekution beantragt hat. Dies ist der Unterlassung der Geltendmachung in einem Exekutions- oder Strafantrag gleichzuhalten. Der betreibende Gläubiger kann Zuwiderhandlungen gegen den Exekutionstitel, die sich bis dem der Einbringung des Einstellungsantrages vorangehenden Tag ereignet haben, nicht mehr geltend machen. (T8)
  • 3 Ob 79/05x
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 79/05x
    Vgl auch; Beisatz: Zwei am selben Tag zur Post gegebene und am selben Tag beim Erstgericht eingelangte Strafanträge sind als zugleich eingebracht und daher ebenso wie bei der Beurteilung, ob der Grundsatz der Einmaligkeit des Rechtsmittels verletzt wird, als Einheit anzusehen. (T9)
  • 3 Ob 50/06h
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 50/06h
    nur T6
  • 3 Ob 76/07h
    Entscheidungstext OGH 19.12.2007 3 Ob 76/07h
  • 3 Ob 255/09k
    Entscheidungstext OGH 21.01.2010 3 Ob 255/09k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0012389

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.07.2012

Dokumentnummer

JJR_19930915_OGH0002_0030OB00077_9300000_001

Rechtssatz für 4Ob22/94 3Ob199/97d 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079139

Geschäftszahl

4Ob22/94; 3Ob199/97d; 3Ob64/06t; 4Ob162/06m; 3Ob54/07y

Entscheidungsdatum

22.03.1994

Norm

UWG §9a

Rechtssatz

Entscheidend kann auch sein, wie der Werbende seine Warenkombination anbietet. Der Eindruck, den eine Werbung beim Publikum hervorruft, kann nämlich auch entscheidend dadurch beeinflusst werden, in welcher Weise die Leistung dem Käufer angeboten, angekündigt oder gewährt wird. Auch hier gilt der Grundsatz, dass der Ankündigende bei einer mehrdeutigen Ankündigung immer die für ihn ungünstigste Auslegung für sich gelten lassen muss.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 22/94
    Entscheidungstext OGH 22.03.1994 4 Ob 22/94
  • 3 Ob 199/97d
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 199/97d
  • 3 Ob 64/06t
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 3 Ob 64/06t
    Auch; nur: Entscheidend kann auch sein, wie der Werbende seine Warenkombination anbietet. Der Eindruck, den eine Werbung beim Publikum hervorruft, kann nämlich auch entscheidend dadurch beeinflusst werden, in welcher Weise die Leistung dem Käufer angeboten, angekündigt oder gewährt wird. (T1)
  • 4 Ob 162/06m
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 162/06m
    Auch; Beisatz: Als Kriterien für das Vorliegen einer Funktionseinheit kommen neben dem Inhalt des konkreten Angebots und dem Verbraucherverhalten auch technische Gegebenheiten, wie etwa die Unentbehrlichkeit der einen Ware oder Dienstleistung für die Nutzung der anderen in Frage. Vernünftige wirtschaftliche Interessen des Abnehmers an der Koppelung des Angebots sind gleichfalls zu berücksichtigen. (T2); Beisatz: Hier: Zugabeneigenschaft bei Pay-TV-Jahresabonnement und Digitalreceiver verneint - „Funktionseinheit Premiereabonnement - Receiver". (T3)
  • 3 Ob 54/07y
    Entscheidungstext OGH 26.09.2007 3 Ob 54/07y
    Auch; Beisatz: Für das Vorliegen einer Funktionseinheit zwischen mehreren Waren beziehungsweise einer Ware und einer Dienstleistung kommt es auch auf den Inhalt des konkreten Angebots und das Verbraucherverhalten an. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0079139

Dokumentnummer

JJR_19940322_OGH0002_0040OB00022_9400000_001

Rechtssatz für 4Ob6/94 3Ob199/97d 4Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079397

Geschäftszahl

4Ob6/94; 3Ob199/97d; 4Ob102/00d

Entscheidungsdatum

10.05.1994

Norm

UWG §9a Abs1 Z1

Rechtssatz

Ob die Zuwendung vom Abschluß eines Hauptgeschäftes abhängt, richtet sich nicht danach, was der Werbende bezweckt; vielmehr kommt es darauf an, ob in den beteiligten Verkehrskreisen der Eindruck der Abhängigkeit der Zuwendung vom Warenbezug erweckt wird, also darauf, was der Kunde, an den sich die Ankündigung richtet, bei verständiger Würdigung annehmen muß.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 6/94
    Entscheidungstext OGH 10.05.1994 4 Ob 6/94
  • 3 Ob 199/97d
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 199/97d
  • 4 Ob 102/00d
    Entscheidungstext OGH 23.05.2000 4 Ob 102/00d
    Auch; nur: Ob die Zuwendung vom Abschluß eines Hauptgeschäftes abhängt, richtet sich nicht danach, was der Werbende bezweckt; vielmehr kommt es darauf an, ob in den beteiligten Verkehrskreisen der Eindruck der Abhängigkeit der Zuwendung vom Warenbezug erweckt wird. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0079397

Dokumentnummer

JJR_19940510_OGH0002_0040OB00006_9400000_004

Rechtssatz für 3Ob49/94 (3Ob50/94, ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0016501

Geschäftszahl

3Ob49/94 (3Ob50/94, 3Ob51/94); 3Ob199/97d; 3Ob225/06v

Entscheidungsdatum

25.05.1994

Norm

EO §54
EO §355 XIV

Rechtssatz

Lautet der Exekutionstitel auf Unterlassung von Ankündigungen beim Verkauf und Vertrieb periodischer Druckschriften, ist im Exekutionsantrag die Angabe einer bestimmten Verkaufsstelle dann nicht erforderlich, wenn ein Verstoß gegen das Unterlassungsgebot für den Tag des Erscheinens oder den ihm folgenden Tag behauptet wird und der Sachlage nach davon auszugehen ist, dass diese Druckschrift an zahlreichen Stellen vertrieben wird.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 49/94
    Entscheidungstext OGH 25.05.1994 3 Ob 49/94
  • 3 Ob 199/97d
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 199/97d
  • 3 Ob 225/06v
    Entscheidungstext OGH 19.10.2006 3 Ob 225/06v
    Vgl auch; Beisatz: Hier ist aber weder ersichtlich noch vorgebracht, dass es sich bei den angeblich verteilten Gutscheinheften um periodische Druckschriften handelte - daher nähere Konkretisierung erforderlich. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0016501

Dokumentnummer

JJR_19940525_OGH0002_0030OB00049_9400000_001

Rechtssatz für 4Ob51/95 3Ob199/97d 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0054906

Geschäftszahl

4Ob51/95; 3Ob199/97d; 3Ob91/98y

Entscheidungsdatum

13.06.1995

Norm

UWG §9a
ZPO §364
ZPO §503 Z4 E4c4
ZPO §503 Z4 E4c7
ZPO §503 Z4 E4c23

Rechtssatz

Die Eignung einer Zuwendung, zum Erwerb der Hauptware oder Hauptleistung anzulocken, ist auf Grund der Lebenserfahrung als Rechtsfrage zu lösen; wie erfolgreich die entsprechende Ankündigung tatsächlich war, ist ohne rechtliche Bedeutung.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 51/95
    Entscheidungstext OGH 13.06.1995 4 Ob 51/95
  • 3 Ob 199/97d
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 199/97d
  • 3 Ob 91/98y
    Entscheidungstext OGH 24.06.1998 3 Ob 91/98y
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0054906

Dokumentnummer

JJR_19950613_OGH0002_0040OB00051_9500000_001

Rechtssatz für 3Ob185/94 3Ob135/97t 3O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0085144

Geschäftszahl

3Ob185/94; 3Ob135/97t; 3Ob2433/96g; 3Ob110/97s; 3Ob199/97d; 3Ob2231/96a; 3Ob307/97m; 4Ob366/97w; 3Ob1/98p; 3Ob153/98s; 3Ob243/98a; 3Ob156/00p; 3Ob102/00x; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob20/03t; 3Ob106/03i; 3Ob191/04s (3Ob192/04p); 3Ob26/05b; 3Ob30/05s; 3Ob163/06a; 3Ob181/09b; 3Ob35/12m; 3Ob104/13k

Entscheidungsdatum

30.08.1995

Norm

EO §65 E
EO §355 VIIIa
EO §355 VIIIe
EO §358
EO §359
MRK Art6 Abs1 II5a4
ZPO §482

Rechtssatz

Der Verpflichtete kann im Verfahren über die Strafhöhe im Rekurs nicht nur dann Neuerungen vorbringen, wenn er zu Unrecht nicht gemäß § 358 EO gehört wurde, sondern auch dann, wenn sich aus den Akten ergebende, für die Strafbemessung wesentliche Umstände (etwa seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit) in der Zwischenzeit geändert haben.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 185/94
    Entscheidungstext OGH 30.08.1995 3 Ob 185/94
    Veröff: SZ 68/151
  • 3 Ob 135/97t
    Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 135/97t
  • 3 Ob 2433/96g
    Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 2433/96g
    Veröff: SZ 70/76
  • 3 Ob 110/97s
    Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 110/97s
  • 3 Ob 199/97d
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 199/97d
    Beisatz: Die Behauptung eines [zur Gänze] mangelnden Verschuldens betrifft jedoch nicht die Strafbemessung. (T1)
  • 3 Ob 2231/96a
    Entscheidungstext OGH 18.06.1997 3 Ob 2231/96a
  • 3 Ob 307/97m
    Entscheidungstext OGH 26.11.1997 3 Ob 307/97m
  • 4 Ob 366/97w
    Entscheidungstext OGH 19.12.1997 4 Ob 366/97w
    Vgl auch
  • 3 Ob 1/98p
    Entscheidungstext OGH 11.03.1998 3 Ob 1/98p
  • 3 Ob 153/98s
    Entscheidungstext OGH 24.06.1998 3 Ob 153/98s
    Beisatz: Neuerungen, die für die Strafhöhe von Bedeutung sind, können auch im Revisionsrekurs vorgebracht werden, wenn der Verpflichtete vorher noch nicht gehört und Strafanträgen erst im Rekursverfahren stattgegeben wurde. (T2)
  • 3 Ob 243/98a
    Entscheidungstext OGH 25.11.1998 3 Ob 243/98a
  • 3 Ob 156/00p
    Entscheidungstext OGH 20.06.2000 3 Ob 156/00p
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 102/00x
    Entscheidungstext OGH 20.12.2000 3 Ob 102/00x
    Beisatz: So auch 3 Ob 157/00k. (T3)
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T2; Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 20/03t
    Entscheidungstext OGH 26.11.2003 3 Ob 20/03t
    Vgl auch; Beisatz: Eine Art 6 MRK gerecht werdende Auslegung verbietet es, das Neuerungsverbot für den Rekurs des Verpflichteten gegen einen ohne seine Anhörung ergangenen Beschluss auch dann gelten zu lassen, wenn kein anderes Rechtsmittel mit Neuerungserlaubnis zur Nachholung des rechtlichen Gehörs zur Verfügung steht. (T4)
  • 3 Ob 106/03i
    Entscheidungstext OGH 28.01.2004 3 Ob 106/03i
    Vgl auch; Beisatz: In jenen Fällen, in denen im Verfahren über die Strafhöhe Feststellungen zu Lasten des Verpflichteten ohne seine Äußerungsmöglichkeit vorher oder Rechtsmittelbefugnis (im weiteren Sinn) nachher (also unter Einbeziehung etwaiger Klagemöglichkeiten) getroffen werden, wird eine Ausnahme vom Neuerungsverbot anerkannt. (T5)
  • 3 Ob 191/04s
    Entscheidungstext OGH 26.08.2004 3 Ob 191/04s
    Vgl auch; Veröff: SZ 2004/131
  • 3 Ob 26/05b
    Entscheidungstext OGH 27.07.2005 3 Ob 26/05b
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 3 Ob 30/05s
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 30/05s
    Vgl auch; Beisatz: Dem Verpflichteten steht frei, im Rekurs zur Strafhöhe wesentliche Umstände, die sich aus den Akten nicht ergeben, vorzubringen. Damit wird Art 6 EMRK ausreichend Rechnung getragen. (T6)
  • 3 Ob 163/06a
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 3 Ob 163/06a
    Auch
  • 3 Ob 181/09b
    Entscheidungstext OGH 30.09.2009 3 Ob 181/09b
  • 3 Ob 35/12m
    Entscheidungstext OGH 18.04.2012 3 Ob 35/12m
    Auch
  • 3 Ob 104/13k
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 3 Ob 104/13k
    Gegenteilig; Beisatz: Das nunmehr eingeführte Widerspruchssystem lässt das Bedürfnis für diese Durchbrechung des Neuerungsverbots entfallen. Will der Verpflichtete, der bisher dazu nicht gehört wurde, zur Frage der Strafhöhe neue, bisher nicht aktenkundige Umstände vorbringen, steht hiefür der Widerspruch zur Verfügung. Entsprechendes Rekursvorbringen unterfällt hingegen dem Neuerungsverbot. (T7); Veröff: SZ 2013/58

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0085144

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.09.2015

Dokumentnummer

JJR_19950830_OGH0002_0030OB00185_9400000_002