Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 7Ob13/58 2Ob540/57 1Ob8...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0029948

Geschäftszahl

7Ob13/58; 2Ob540/57; 1Ob87/71; 5Ob50/73; 7Ob572/28; 6Ob747/79; 7Ob806/79; 1Ob824/81; 4Ob506/84; 3Ob516/88; 4Ob1586/90; 1Ob549/92; 3Ob508/93; 2Ob2416/96z; 8Ob103/97y; 1Ob306/99b; 9ObA49/04b; 2Ob30/10s; 8Ob84/12d

Entscheidungsdatum

20.02.1958

Norm

ABGB §1315 IV
EKHG §1 I
RHG allg

Rechtssatz

Zum Begriff des "gefährlichen Betriebes". (Magnesitwerk; Schäden in der Umgebung durch Rauchgase).

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 13/58
    Entscheidungstext OGH 20.02.1958 7 Ob 13/58
    Beisatz: Ergangen zum SachschadenpflichtG (T1) Veröff: SZ 31/26
  • 2 Ob 540/57
    Entscheidungstext OGH 05.03.1958 2 Ob 540/57
    Beisatz: Industriebahn (T2) Veröff: ZVR 1959/111 S 113
  • 1 Ob 87/71
    Entscheidungstext OGH 15.04.1971 1 Ob 87/71
    Beisatz: Hier: "APA" kein gefährlicher Betrieb (T3) Veröff: SZ 44/45 = RZ 1971,121 = ÖBl 1971,104 = JBl 1972,312 (kritisch Ostheim)
  • 5 Ob 50/73
    Entscheidungstext OGH 28.03.1973 5 Ob 50/73
    Beisatz: Unternehmen eines Feuerwerks - gefährlicher Betrieb. (T4) Veröff: SZ 46/36 = EvBl 1973/175 S 395 = RZ 1973/150 S 142 = JBl 1974,199
  • 7 Ob 572/28
    Entscheidungstext OGH 11.05.1978 7 Ob 572/28
    Beis wie T4
  • 6 Ob 747/79
    Entscheidungstext OGH 28.11.1979 6 Ob 747/79
    Beisatz: Kein gefährlicher Betrieb (T5)
  • 7 Ob 806/79
    Entscheidungstext OGH 20.12.1979 7 Ob 806/79
  • 1 Ob 824/81
    Entscheidungstext OGH 27.01.1982 1 Ob 824/81
    Auch; Beisatz: Autodromanlage ist kein gefährlicher Betrieb. (T6) Veröff: EvBl 1982/129 S 436
  • 4 Ob 506/84
    Entscheidungstext OGH 10.07.1984 4 Ob 506/84
    Beisatz: Hier: "Sturmboot" - Schaukel - kein gefährlicher Betrieb. (T7) Veröff: RdW 1985,41 = JBl 1985,556
  • 3 Ob 516/88
    Entscheidungstext OGH 13.07.1988 3 Ob 516/88
    Beisatz: Geisterbahn - kein gefährlicher Betrieb. (T8)
  • 4 Ob 1586/90
    Entscheidungstext OGH 04.12.1990 4 Ob 1586/90
    Beis wie T7
  • 1 Ob 549/92
    Entscheidungstext OGH 01.04.1992 1 Ob 549/92
    Beis wie T6; Beis wie T7; Veröff: EvBl 1992/132 S 584
  • 3 Ob 508/93
    Entscheidungstext OGH 11.10.1995 3 Ob 508/93
    nur: Zum Begriff des "gefährlichen Betriebes". (T9); Veröff: SZ 68/180
  • 2 Ob 2416/96z
    Entscheidungstext OGH 19.12.1996 2 Ob 2416/96z
    Beisatz: Rasenmähtraktor - kein gefährlicher Betrieb. (T10)
  • 8 Ob 103/97y
    Entscheidungstext OGH 15.10.1998 8 Ob 103/97y
    Beisatz: Personenaufzug in einem Hotel ist kein gefährlicher Betrieb. (T11)
  • 1 Ob 306/99b
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 1 Ob 306/99b
    Beisatz: Hotel ist kein gefährlicher Betrieb. (T12); Veröff: SZ 73/118
  • 9 ObA 49/04b
    Entscheidungstext OGH 15.09.2004 9 ObA 49/04b
    Beisatz: Der bloße Betrieb eines Pistengerätes mit Schneefräse entspricht nicht den Kriterien für die Annahme eines gefährlichen Betriebs. (T13); Veröff: SZ 2004/138
  • 2 Ob 30/10s
    Entscheidungstext OGH 27.01.2011 2 Ob 30/10s
    Vgl; Bem: Die in der Entscheidung angesprochene Frage der analogen Anwendbarkeit der Haftungsbestimmungen des EKHG auf die Halter von Pistenfahrzeugen musste letztlich nicht gelöst werden und blieb offen. (T14)
  • 8 Ob 84/12d
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 8 Ob 84/12d
    Beisatz: Eine Rolltreppe ist im Allgemeinen nicht als gefährliche Anlage zu qualifizieren. (T15); Bem: Siehe RS0128270. (T16); Veröff: SZ 2012/91

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0029948

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.06.2015

Dokumentnummer

JJR_19580220_OGH0002_0070OB00013_5800000_001

Rechtssatz für 1Ob173/70 2Ob182/71 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0029913

Geschäftszahl

1Ob173/70; 2Ob182/71; 5Ob50/73; 1Ob307/75 (1Ob308/75); 6Ob530/77; 1Ob560/79; 6Ob747/79; 3Ob629/79; 8Ob245/80 (8Ob246/80); 7Ob659/82; 8Ob135/83; 4Ob506/84; 8Ob22/85 (8Ob23/85); 8Ob604/87; 1Ob549/92; 2Ob2416/96z; 1Ob306/99b; 10Ob28/00s; 9ObA49/04b; 9Ob70/06v; 9Ob79/06t; 8Ob84/12d; 7Ob203/15a

Entscheidungsdatum

29.10.1970

Norm

ABGB §1315 IV
RHG §1a

Rechtssatz

"Gefährliche Betriebe" sind solche, bei welchen infolge ihrer allgemeinen Beschaffenheit die Interessen Dritter schon dadurch in einer das normale Ausmaß der im modernen Leben stets bestehenden Gefährdung wesentlich übersteigenden Art gefährdet werden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 173/70
    Entscheidungstext OGH 29.10.1970 1 Ob 173/70
    Veröff: EvBl 1971/135 S 237 = JBl 1971,367
  • 2 Ob 182/71
    Entscheidungstext OGH 21.10.1971 2 Ob 182/71
  • 5 Ob 50/73
    Entscheidungstext OGH 28.03.1973 5 Ob 50/73
    Veröff: SZ 46/36 = EvBl 1973/175 S 395 = RZ 1973/150 S 142 = JBl 1974,199
  • 1 Ob 307/75
    Entscheidungstext OGH 03.12.1975 1 Ob 307/75
    Veröff: SZ 48/131
  • 6 Ob 530/77
    Entscheidungstext OGH 17.03.1977 6 Ob 530/77
  • 1 Ob 560/79
    Entscheidungstext OGH 30.10.1979 1 Ob 560/79
    Veröff: JBl 1981,371 (teilweise kritisch Koziol)
  • 6 Ob 747/79
    Entscheidungstext OGH 28.11.1979 6 Ob 747/79
  • 3 Ob 629/79
    Entscheidungstext OGH 19.11.1980 3 Ob 629/79
  • 8 Ob 245/80
    Entscheidungstext OGH 12.02.1981 8 Ob 245/80
    Beisatz: Betonpumpe (T1)
    Veröff: ZVR 1981/243 S 307
  • 7 Ob 659/82
    Entscheidungstext OGH 16.12.1982 7 Ob 659/82
    Auch
  • 8 Ob 135/83
    Entscheidungstext OGH 24.11.1983 8 Ob 135/83
  • 4 Ob 506/84
    Entscheidungstext OGH 10.07.1984 4 Ob 506/84
    Beisatz: Hier: "Sturmboot" - Schaukel - kein gefährlicher Betrieb (T2)
    Veröff: ÖBl 1985,41 = JBl 1985,556
  • 8 Ob 22/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 22/85
    Veröff: JBl 1986,525
  • 8 Ob 604/87
    Entscheidungstext OGH 26.01.1988 8 Ob 604/87
    Beisatz: Die besondere Haftung des Betriebsinhabers für einen gefährlichen Betrieb tritt nicht schon dann ein, wenn ein an sich ungefährlicher Betrieb im Einzelfall unter gewissen Umständen zu einem gefährlichen wird; sie ist vielmehr erst dann zu bejahen, wenn eine solche Gefahr nach der Art des Betriebes regelmäßig und allgemein vorhanden ist. (T3)
  • 1 Ob 549/92
    Entscheidungstext OGH 01.04.1992 1 Ob 549/92
    Vgl auch; Beis wie T3; Veröff: EvBl 1992/132 S 584
  • 2 Ob 2416/96z
    Entscheidungstext OGH 19.12.1996 2 Ob 2416/96z
    Beis wie T3; Beisatz: Rasenmähtraktor - kein gefährlicher Betrieb. (T4)
  • 1 Ob 306/99b
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 1 Ob 306/99b
    Beisatz: Die besondere Haftung des Betriebsinhabers tritt nicht schon dann ein, wenn ein an sich ungefährlicher Betrieb im Einzelfall unter gewissen Umständen zu einem gefährlichen wird; sie ist vielmehr erst dann zu bejahen, wenn eine solche Gefahr nach der Art des Betriebs regelmäßig und allgemein vorhanden ist. (T5)
    Veröff: SZ 73/118
  • 10 Ob 28/00s
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 10 Ob 28/00s
    Beis wie T3
  • 9 ObA 49/04b
    Entscheidungstext OGH 15.09.2004 9 ObA 49/04b
    Beis wie T3; Beisatz: Der bloße Betrieb eines Pistengerätes mit Schneefräse entspricht nicht den Kriterien für die Annahme eines gefährlichen Betriebs. (T6)
    Veröff: SZ 2004/138
  • 9 Ob 70/06v
    Entscheidungstext OGH 15.11.2006 9 Ob 70/06v
    Beis wie T3; Beisatz: Eine Wassersprunganlage ist kein gefährlicher Betrieb. (T7)
  • 9 Ob 79/06t
    Entscheidungstext OGH 08.08.2007 9 Ob 79/06t
  • 8 Ob 84/12d
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 8 Ob 84/12d
    Auch; Beisatz: Eine Rolltreppe ist im Allgemeinen nicht als gefährliche Anlage zu qualifizieren. (T8)
    Bem: Siehe RS0128270. (T9)
    Veröff: SZ 2012/91
  • 7 Ob 203/15a
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 7 Ob 203/15a
    Auch; Beisatz: Eine Person, die im privaten Kreis Feuerwerkskörper der Kategorie F2 abschießt, unterliegt nicht generell der Gefährdungshaftung. Es kommt auf die Umstände des Einzelfalls an. (T10)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0029913

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.02.2016

Dokumentnummer

JJR_19701029_OGH0002_0010OB00173_7000000_001

Rechtssatz für 4Ob643/71 2Ob149/71 (2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0029156

Geschäftszahl

4Ob643/71; 2Ob149/71 (2Ob150/71); 5Ob50/73; 6Ob747/79; 1Ob560/79; 3Ob629/79; 8Ob245/80 (8Ob246/80); 1Ob824/81; 4Ob506/84; 2Ob2416/96z; 1Ob26/00f; 9Ob70/06v

Entscheidungsdatum

30.11.1971

Norm

ABGB §1315 IV

Rechtssatz

Der Begriff des "gefährlichen Betriebes" darf nicht zu weit ausgelegt werden.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 643/71
    Entscheidungstext OGH 30.11.1971 4 Ob 643/71
    Veröff: JBl 1972,539
  • 2 Ob 149/71
    Entscheidungstext OGH 03.02.1972 2 Ob 149/71
    Veröff: SozM IVA/383
  • 5 Ob 50/73
    Entscheidungstext OGH 28.03.1973 5 Ob 50/73
    Veröff: SZ 46/36 = EvBl 1973/175 S 395 = RZ 1973/150 S 142 = JBl 1974,199
  • 1 Ob 560/79
    Entscheidungstext OGH 30.10.1979 1 Ob 560/79
    Veröff: JBl 1981,371 (teilweise kritisch Koziol)
  • 6 Ob 747/79
    Entscheidungstext OGH 28.11.1979 6 Ob 747/79
  • 3 Ob 629/79
    Entscheidungstext OGH 19.11.1980 3 Ob 629/79
  • 8 Ob 245/80
    Entscheidungstext OGH 12.02.1981 8 Ob 245/80
    Beisatz: Betonpumpe (T1) Veröff: ZVR 1981/243 S 307
  • 1 Ob 824/81
    Entscheidungstext OGH 27.01.1982 1 Ob 824/81
    Veröff: EvBl 1982/129 S 436
  • 4 Ob 506/84
    Entscheidungstext OGH 10.07.1984 4 Ob 506/84
    Beisatz: Hier: "Sturmboot"-Schaukel - kein gefährlicher Betrieb (T2) Veröff: ÖBl 1984,41 = JBl 1985,556
  • 2 Ob 2416/96z
    Entscheidungstext OGH 19.12.1996 2 Ob 2416/96z
  • 1 Ob 26/00f
    Entscheidungstext OGH 22.02.2000 1 Ob 26/00f
    Beisatz: Hier: Betrieb eines Selbstbedienungs-Sonnenstudios. (T3)
  • 9 Ob 70/06v
    Entscheidungstext OGH 15.11.2006 9 Ob 70/06v
    Beisatz: Hier: Betrieb eines Strandbades samt Wassersprunganlage. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0029156

Dokumentnummer

JJR_19711130_OGH0002_0040OB00643_7100000_001

Rechtssatz für 1Ob625/78 1Ob31/81 3Ob6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0009113

Geschäftszahl

1Ob625/78; 1Ob31/81; 3Ob660/81; 7Ob725/81; 4Ob18/84 (4Ob19/84); 1Ob8/85; 4Ob109/90 (4Ob110/90); 8Ob705/89; 1Ob39/90 (1Ob40/90); 1Ob36/89; 6Ob542/92; 9ObA241/94; 1Ob24/95; 1Ob8/95; 2Ob2416/96z; 1Ob53/95; 2Ob569/95; 2Ob2398/96b; 2Ob64/98w; 2Ob107/98v; 4Ob179/99y; 3Ob119/99t; 6Ob220/99t; 2Ob226/99w; 6Ob249/00m; 7Ob271/00d; 8Ob84/02i; 5Ob173/02f; 7Ob271/02g; 2Ob291/03p; 3Ob180/03x; 2Ob148/04k; 7Ob128/04f; 6Ob12/05s; 6Ob95/05x; 6Ob196/05z; 2Ob123/06m; 2Ob273/05v; 2Ob47/07m; 6Ob108/07m; 17Ob40/08v; 4Ob75/09x; 9ObA141/09i; 9Ob9/11f; 4Ob106/12k; 5Ob76/12f; 3Ob23/13y; 2Ob115/13w; 6Ob183/13z; 9Ob74/14v; 10Ob86/14s; 7Ob197/16w; 1Ob90/17t; 2Ob73/17z; 9ObA45/18k; 5Ob99/19y; 5Ob37/19f

Entscheidungsdatum

07.06.1978

Norm

ABGB §26
ABGB §1313a IIa
ABGB §1315 I

Rechtssatz

Die Auffassung, die juristische Person habe für das Verschulden der Personen zu haften, die in ihrer Organisation eine leitende Stellung innehaben und dabei mit eigenverantwortlicher Entscheidungsbefugnis ausgestattet sind (Ostheim in JBl 1978,63) ist weitgehend überzeugend.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 625/78
    Entscheidungstext OGH 07.06.1978 1 Ob 625/78
    Veröff: SZ 51/80 = JBl 1980,482 (zustimmend Ostheim)
  • 1 Ob 31/81
    Entscheidungstext OGH 07.10.1981 1 Ob 31/81
    Vgl auch
  • 3 Ob 660/81
    Entscheidungstext OGH 10.03.1982 3 Ob 660/81
    Beisatz: Der Geschäftsführer einer Raiffeisenkasse ist unabhängig von der Größe des Geschäftsbetriebes Repräsentant. (T1)
  • 7 Ob 725/81
    Entscheidungstext OGH 15.02.1983 7 Ob 725/81
    Auch
  • 4 Ob 18/84
    Entscheidungstext OGH 13.03.1984 4 Ob 18/84
    Auch; Veröff: ZAS 1985,24 (P Bydlinski)
  • 1 Ob 8/85
    Entscheidungstext OGH 27.02.1985 1 Ob 8/85
  • 4 Ob 109/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 109/90
    Auch
  • 8 Ob 705/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1990 8 Ob 705/89
    Veröff: SZ 63/217 = ZVR 1991/122 S 308
  • 1 Ob 39/90
    Entscheidungstext OGH 16.01.1991 1 Ob 39/90
    Auch; Veröff: SZ 64/3 = JBl 1991,580 (Kerschner)
  • 1 Ob 36/89
    Entscheidungstext OGH 10.04.1991 1 Ob 36/89
    Veröff: SZ 64/36 = JBl 1991,796 = ÖBl 1991,161
  • 6 Ob 542/92
    Entscheidungstext OGH 25.11.1992 6 Ob 542/92
  • 9 ObA 241/94
    Entscheidungstext OGH 25.01.1995 9 ObA 241/94
    Auch; Veröff: SZ 68/14
  • 1 Ob 24/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 1 Ob 24/95
    Auch
  • 1 Ob 8/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 8/95
    Auch; Beisatz: Auf die verfassungsmäßige Berufung zur Vertretung kommt es dabei nicht an. (T2)
    Veröff: SZ 68/191
  • 2 Ob 2416/96z
    Entscheidungstext OGH 19.12.1996 2 Ob 2416/96z
  • 1 Ob 53/95
    Entscheidungstext OGH 03.10.1996 1 Ob 53/95
    Vgl; Beisatz: Ein Pilot ist kein Repräsentant des Luftfahrzeughalters. (T3)
    Veröff: SZ 69/219
  • 2 Ob 569/95
    Entscheidungstext OGH 10.07.1997 2 Ob 569/95
    Auch
  • 2 Ob 2398/96b
    Entscheidungstext OGH 10.07.1997 2 Ob 2398/96b
    Beisatz: Hier: Jagdgesellschaft als Gesellschaft bürgerlichen Rechts. (T4)
    Veröff: SZ 70/138
  • 2 Ob 64/98w
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 2 Ob 64/98w
    Vgl
  • 2 Ob 107/98v
    Entscheidungstext OGH 20.05.1998 2 Ob 107/98v
    Auch; Beisatz: Auf das Erfordernis eines Wirkungskreises, der jenem eines Organs annähernd entspricht, kommt es hiebei nicht an. Der die Straßenbaustelle betreuende bauleitende Ingenieur eines Subunternehmers ist als deren Repräsentant anzusehen. (T5)
  • 4 Ob 179/99y
    Entscheidungstext OGH 13.07.1999 4 Ob 179/99y
    Auch
  • 3 Ob 119/99t
    Entscheidungstext OGH 28.02.2000 3 Ob 119/99t
    Auch; Beisatz: Der Hauptkameramann ist Repräsentant der Fernsehunternehmer. (T6)
  • 6 Ob 220/99t
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 6 Ob 220/99t
    Auch; Beisatz: Die juristische Person kann sich ihrer Haftung nach § 1319 ABGB nicht dadurch entziehen, dass sie die ihr obliegenden Aufgaben einem in untergeordneter Stellung Tätigen ohne jegliche weitere Kontrolle überträgt. In einem solchen Fall haftet sie für das Versäumnis ihrer Organe (Repräsentanten), für wirksame Kontrollen zu sorgen. (T7)
    Beisatz: Hier: Balustradeneinsturz bei der Universität Wien. (T8)
  • 2 Ob 226/99w
    Entscheidungstext OGH 02.08.2000 2 Ob 226/99w
    Vgl auch; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 6 Ob 249/00m
    Entscheidungstext OGH 23.11.2000 6 Ob 249/00m
    Beisatz: Die rechtsgeschäftliche Vertretungsmacht des Täters ist dabei nicht entscheidend. (T9)
    Beisatz: Die Repräsentantenhaftung einer juristischen Person besteht auch bei Eingriffen in das absolut geschützte Rechtsgut der Ehre. (T10)
    Beisatz: Hier: Vorsitzender einer Landesexekutive des ÖGB. (T11)
  • 7 Ob 271/00d
    Entscheidungstext OGH 20.12.2000 7 Ob 271/00d
    Auch; Beis wie T5 nur: Auf das Erfordernis eines Wirkungskreises, der jenem eines Organs annähernd entspricht, kommt es hiebei nicht an. (T12)
    Beis wie T7; Beisatz: Lediglich Personen, die untergeordnete Tätigkeiten ausüben, kommen nicht in Betracht. (T13)
  • 8 Ob 84/02i
    Entscheidungstext OGH 16.05.2002 8 Ob 84/02i
    Auch; Beisatz: Hier: Polier eines Bauunternehmens. (T14)
  • 5 Ob 173/02f
    Entscheidungstext OGH 12.09.2002 5 Ob 173/02f
    Vgl; Beisatz: Die Repräsentantenhaftung ist unter gleichen Wertungsaspekten wie bei juristischen Personen auch auf natürliche Personen anzuwenden, die in ihrem Unternehmen Leitungsfunktionen von anderen Personen wahrnehmen lassen. (T15)
    Veröff: SZ 2002/116
  • 7 Ob 271/02g
    Entscheidungstext OGH 17.12.2003 7 Ob 271/02g
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T12; Beis wie T13; Beisatz: Repräsentant ist jeder, der eine leitende Stellung mit selbständigem Wirkungsbereich innehat, also in verantwortlicher, leitender oder überwachender Funktion Tätigkeiten für die juristische Person ausübt. (T16)
  • 2 Ob 291/03p
    Entscheidungstext OGH 22.12.2003 2 Ob 291/03p
    Auch; Beis wie T15; Beisatz: Auch der Bereichsleiter eines Winterdienstunternehmens, dem von der Unternehmensleitung Organisations- und Überwachungsaufgaben übertragen wurden, kann als dessen Repräsentant angesehen werden, für den ohne die Beschränkung des § 1315 ABGB zu haften ist. Die formale Auslagerung von unternehmerischen Leitungsfunktionen auf einen "selbständigen Subunternehmer" steht dem nicht entgegen. (T17)
  • 3 Ob 180/03x
    Entscheidungstext OGH 28.01.2004 3 Ob 180/03x
    Auch; Beis wie T12; Beis wie T16; Beis wie T9; Beisatz: Der Grundgedanke, dass jene Vermögensmasse, die den Vorteil des Handelns des "Machthabers" genießt, auch die daraus entstehenden Nachteile zu tragen hat, trägt bei allen diesen Funktionären, weil sie wegen der Selbständigkeit ihrer Tätigkeit eine besondere Gefährdungsmöglichkeit haben. (T18)
  • 2 Ob 148/04k
    Entscheidungstext OGH 01.07.2004 2 Ob 148/04k
    Beis wie T12; Beis wie T16
  • 7 Ob 128/04f
    Entscheidungstext OGH 17.11.2004 7 Ob 128/04f
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T12; Beis wie T13; Beis wie T16; Beisatz: Hier: Sparkassenleiter, der einem Kreditgeber mit einem vorschriftswidrig ausgestellten Duplikatssparbuch eine Sicherheit vortäuschte. (T19)
  • 6 Ob 12/05s
    Entscheidungstext OGH 19.05.2005 6 Ob 12/05s
    Auch; Beisatz: Eine GmbH haftet sowohl für das deliktische Verhalten ihres Geschäftsführers als auch für die durch ihn gesetzte Verletzung von Vertragspflichten. (T20)
  • 6 Ob 95/05x
    Entscheidungstext OGH 25.08.2005 6 Ob 95/05x
    Vgl auch; Beisatz: Daneben auch Durchgriffshaftung auf Organe des Vereins (Vereinsobmann), die ein deliktisches Verhalten setzen (§ 1330 ABGB). (T21)
  • 6 Ob 196/05z
    Entscheidungstext OGH 01.12.2005 6 Ob 196/05z
    Vgl; Beisatz: Hier: Geklagt ist eine OEG, die zivilrechtlich nach der Repräsentantenhaftung mithaftet. (T22)
  • 2 Ob 123/06m
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 2 Ob 123/06m
    Auch
  • 2 Ob 273/05v
    Entscheidungstext OGH 19.04.2007 2 Ob 273/05v
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T16; vgl Beis wie T5; vgl Beis wie T6; vgl Beis wie T14; vgl Beis wie T17; Beis wie T7; Beis wie T12; Beis wie T13; Beisatz: Hier: Gewerberechtlicher Geschäftsführer eines Abschleppunternehmens, der über eine entsprechende Weisungsbefugnis verfügt und nicht durch entsprechende Weisungen und Kontrollen sicherstellt, dass es im Zuge der Ausführung des Abschleppauftrags nicht zu einem Eingriff in das absolut geschützte Rechtsgut (Eigentum) des Klägers kommt - unterlassener Auftrag an den Abschleppfahrer, eine Identifikation der an Ort und Stelle befindlichen Person vorzunehmen beziehungsweise eine allfällige Nahebeziehung dieser Person zum abzuschleppenden Fahrzeug zu überprüfen. (T23)
  • 2 Ob 47/07m
    Entscheidungstext OGH 12.07.2007 2 Ob 47/07m
    Vgl; Beisatz: Unzureichende Organisation, um einen entsprechenden Schneeräumdienst und Streudienst sicherzustellen (zB Einsatz ungeeigneter Maschinen, mangelhafte Instruktion oder Beaufsichtigung des Besorgungsgehilfen). (T24)
  • 6 Ob 108/07m
    Entscheidungstext OGH 27.02.2009 6 Ob 108/07m
    Vgl; Beisatz: Eine juristische Person haftet im deliktischen Bereich für das schädigende Verhalten ihrer Organe und aller anderen Personen in eigenverantwortlicher, leitender oder überwachender Funktion, für das Fehlverhalten anderer Dienstnehmer aber nur in den engen Grenzen des § 1315 ABGB. (T25)
  • 17 Ob 40/08v
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 17 Ob 40/08v
    Vgl auch; Beisatz: Ob dem Unternehmensinhaber neben der Kenntnis oder fahrlässigen Unkenntnis ihrer Organe - wie im allgemeinen Zivilrecht - auch der Wissensstand anderer „Repräsentanten" zugerechnet werden kann, ist hier nicht zu entscheiden; ebensowenig die Frage, ob und gegebenenfalls bei wem die für die Anwendung von § 54 Abs 3 iVm § 53 Abs 3 MSchG erforderliche grobe Fahrlässigkeit vorliegen muss. (T26)
  • 4 Ob 75/09x
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 75/09x
    Auch; Beisatz: Ob deren Wirkungskreis dem eines Organs entspricht, ist unerheblich. (T27)
  • 9 ObA 141/09i
    Entscheidungstext OGH 03.09.2010 9 ObA 141/09i
    Auch; Beis wie T12; Beis wie T13; Beis wie T16
  • 9 Ob 9/11f
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 9 Ob 9/11f
    Vgl; Beis wie T15; Beis wie T17; Beis wie T18; Beisatz: Hier: Zurechnung eines „Revierorgans“ an Jagdpächter. (T28)
  • 4 Ob 106/12k
    Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 106/12k
    Vgl; Beisatz: Hier: Berücksichtigung des Verhaltens eines Organs der dienstbarkeitsberechtigten Gesellschaft bei der Beurteilung, ob ein Auflösungsgrund vorliegt. (T29)
  • 5 Ob 76/12f
    Entscheidungstext OGH 09.08.2012 5 Ob 76/12f
    Vgl; Beis ähnlich wie T25; Auch Beis wie T27; Vgl Beis wie T7; Auch Beis wie T13; Beisatz: Hier: Haftungsfragen zu Eigentümergemeinschaft, Verwalter, Hausbesorger und Mieter. Repräsentantenhaftung der angestellten Hausbesorgerin verneint. (T30)
  • 3 Ob 23/13y
    Entscheidungstext OGH 17.07.2013 3 Ob 23/13y
    Vgl
  • 2 Ob 115/13w
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 2 Ob 115/13w
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T14; Beis wie T16; Beisatz: Hier: Direkte Arbeitsaufträge und Arbeitsweisungen an Arbeitnehmer eines Subunternehmens ohne dessen Einbeziehung als Arbeitgeber erteilender, regelmäßig tätig werdender Mitarbeiter eines Bauunternehmens ist dessen Repräsentant. (T31)
  • 6 Ob 183/13z
    Entscheidungstext OGH 20.02.2014 6 Ob 183/13z
    Vgl auch; Beisatz: Bei Schädigung der Gesellschaft durch ihren eigenen Geschäftsführer muss sich die Gesellschaft das Verschulden des Geschäftsführers gegenüber Dritten nicht zurechnen lassen, wenn diese Dritten gerade ihre Sorgfalts- und Überwachungspflichten hinsichtlich des Geschäftsführers verletzt haben. (T32)
  • 9 Ob 74/14v
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 9 Ob 74/14v
    Beisatz: Juristische Personen haften im deliktischen Bereich für das schädigende Verhalten ihrer verfassungsmäßigen Organe und aller anderen Personen, die in verantwortlicher, leitender oder überwachender Funktion für sie tätig sind. (T33)
    Beisatz: Ein einmaliges Auftragsverhältnis mit einer organisationsfremden Person ist nicht geeignet, deren Repräsentantenstellung für die Beklagte zu begründen. (T34)
  • 10 Ob 86/14s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 10 Ob 86/14s
  • 7 Ob 197/16w
    Entscheidungstext OGH 30.11.2016 7 Ob 197/16w
    Beisatz: Hier: Verpflichtung nach § 103 KFG iVm § 6 KFG. (T35)
  • 1 Ob 90/17t
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 1 Ob 90/17t
    Beis wie T25; Beis wie T33
  • 2 Ob 73/17z
    Entscheidungstext OGH 28.11.2017 2 Ob 73/17z
  • 9 ObA 45/18k
    Entscheidungstext OGH 30.08.2018 9 ObA 45/18k
    Beis wie T18; Beisatz: Ein gewerberechtlicher Geschäftsführer (§ 39 Abs 1 GewO) ist als solcher noch kein Repräsentant für Personalangelegenheiten. (T36)
  • 5 Ob 99/19y
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 99/19y
    Auch
  • 5 Ob 37/19f
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 37/19f
    Beisatz: Haftung der Eigentümergemeinschaft für Verschulden des Hausbesorgers. (T37)

Schlagworte

Repräsentantenhaftung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0009113

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19780607_OGH0002_0010OB00625_7800000_001

Rechtssatz für 7Ob806/79 8Ob135/83 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0029942

Geschäftszahl

7Ob806/79; 8Ob135/83; 8Ob22/85 (8Ob23/85); 2Ob2416/96z

Entscheidungsdatum

20.12.1979

Norm

ABGB §1315 IV
RHG §10

Rechtssatz

Ein gefährlicher Betrieb liegt nur vor, wenn dem Unternehmer Handlungen gestattet werden, die an sich verboten wären, wenn die Rechtsordnung nur die gefährdeten Interessen dritter Personen berücksichtigen würde. Bei solchen Betrieben dürfen gewaltige Elementarkräfte entfesselt werden, schwere Massen mit ungeheurer Geschwindigkeit dahingleiten, Zündstoffe erzeugt oder verwendet werden, der feste Boden untergraben oder der Luftraum unsicher gemacht werden. Diesen Kriterien entsprechen Schleppliftanlagen nicht.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 806/79
    Entscheidungstext OGH 20.12.1979 7 Ob 806/79
  • 8 Ob 135/83
    Entscheidungstext OGH 24.11.1983 8 Ob 135/83
  • 8 Ob 22/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 22/85
    nur: Ein gefährlicher Betrieb liegt nur vor, wenn dem Unternehmer Handlungen gestattet werden, die an sich verboten wären, wenn die Rechtsordnung nur die gefährdeten Interessen dritter Personen berücksichtigen würde. (T1) Veröff: JBl 1986,525
  • 2 Ob 2416/96z
    Entscheidungstext OGH 19.12.1996 2 Ob 2416/96z
    Ein gefährlicher Betrieb liegt nur vor, wenn dem Unternehmer Handlungen gestattet werden, die an sich verboten wären, wenn die Rechtsordnung nur die gefährdeten Interessen dritter Personen berücksichtigen würde. Bei solchen Betrieben dürfen gewaltige Elementarkräfte entfesselt werden, schwere Massen mit ungeheurer Geschwindigkeit dahingleiten, Zündstoffe erzeugt oder verwendet werden, der feste Boden untergraben oder der Luftraum unsicher gemacht werden. (T2) Beisatz: Rasenmähtraktor - kein gefährlicher Betrieb. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0029942

Dokumentnummer

JJR_19791220_OGH0002_0070OB00806_7900000_001

Rechtssatz für 8Ob22/85 (8Ob23/85) 2Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0058078

Geschäftszahl

8Ob22/85 (8Ob23/85); 2Ob2416/96z

Entscheidungsdatum

24.10.1985

Norm

EKHG §2 Abs2
KFG 1955 §1 Abs2
KFG 1967 §2 Abs1

Rechtssatz

Eine mit Gleisketten ausgestattete Planierraupe ist kein Kraftfahrzeug im Sinne des KFG bzw EKHG.

VwGH vom 20.04.1970, 1657/69; Veröff: ZVR 1970/227 S 292

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 22/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 22/85
    Beisatz: Nicht auf einer Straße verwendete Planierraupe. (T1) Veröff: JBl 1986,525 = ZVR 1986/132 S 307
  • 2 Ob 2416/96z
    Entscheidungstext OGH 19.12.1996 2 Ob 2416/96z
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Auch nicht ein Rasenmähtraktor. (T2)

Schlagworte

SW: Auto

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0058078

Dokumentnummer

JJR_19851024_OGH0002_0080OB00022_8500000_002

Rechtssatz für 8Ob22/85 (8Ob23/85) 2Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0058506

Geschäftszahl

8Ob22/85 (8Ob23/85); 2Ob2416/96z; 9ObA298/01s; 8ObA73/03y; 2Ob44/08x; 2Ob176/08h

Entscheidungsdatum

24.10.1985

Norm

EKHG §19 Abs2

Rechtssatz

Die Vorschrift des § 19 Abs 2 EKHG gilt auch für jene Fahrzeuge, die nicht unter den Anwendungsbereich des EKHG fallen. Es muss sich aber stets um einen Unfall beim Betrieb eines Kraftfahrzeuges (§ 1 EKHG) handeln, wobei die Definition des Begriffes des Kraftfahrzeuges im Sinne des § 2 Abs 2 EKHG nach der Vorschrift des § 2 Z 1 KFG zu erfolgen hat.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 22/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 22/85
    Veröff: JBl 1986,525
  • 2 Ob 2416/96z
    Entscheidungstext OGH 19.12.1996 2 Ob 2416/96z
    Vgl auch; Beisatz: Diese Vorschrift gilt nicht beim Betrieb eines Rasenmähtraktors. (T1)
  • 9 ObA 298/01s
    Entscheidungstext OGH 13.03.2002 9 ObA 298/01s
    nur: Die Vorschrift des § 19 Abs 2 EKHG gilt auch für jene Fahrzeuge, die nicht unter den Anwendungsbereich des EKHG fallen. Es muss sich aber stets um einen Unfall beim Betrieb eines Kraftfahrzeuges (§ 1 EKHG) handeln. (T2)
  • 8 ObA 73/03y
    Entscheidungstext OGH 24.09.2004 8 ObA 73/03y
    Veröff: SZ 2004/141
  • 2 Ob 44/08x
    Entscheidungstext OGH 30.10.2008 2 Ob 44/08x
    nur: Es muss sich aber stets um einen Unfall beim Betrieb eines Kraftfahrzeuges (§ 1 EKHG) handeln. (T3); Veröff: SZ 2008/158
  • 2 Ob 176/08h
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 2 Ob 176/08h
    nur T2

Schlagworte

Auto

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0058506

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.11.2012

Dokumentnummer

JJR_19851024_OGH0002_0080OB00022_8500000_003

Rechtssatz für 3Ob508/93 2Ob2416/96z 8...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0085160

Geschäftszahl

3Ob508/93; 2Ob2416/96z; 8Ob103/97y; 1Ob26/00f; 1Ob306/99b

Entscheidungsdatum

11.10.1995

Norm

ABGB §1293
ABGB §1295 IId2
ABGB §1306
ABGB §1315 IV

Rechtssatz

Nicht jeder Industriebetrieb ist als gefährlicher Betrieb zu qualifizieren. Maßgebend ist nicht nur der durch die Gefahrenquelle geschaffene höhere Wahrscheinlichkeitsgrad des Schadenseintrittes; es muss die Gefahr des Eintrittes eines außergewöhnlich hohen Schadens, auch wenn dieser gerade nicht bei dem Rechtsgut verwirklicht wurde, dessen Ersatz begehrt wird, bestehen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 508/93
    Entscheidungstext OGH 11.10.1995 3 Ob 508/93
    Veröff: SZ 68/180
  • 2 Ob 2416/96z
    Entscheidungstext OGH 19.12.1996 2 Ob 2416/96z
    Auch
  • 8 Ob 103/97y
    Entscheidungstext OGH 15.10.1998 8 Ob 103/97y
    Auch; Beisatz: Die Haftungsvoraussetzungen, insbesondere die Befreiungsgründe richten sich nach dem Grad der Gefährlichkeit. (T1); Beisatz: Hier: Personenaufzug in einem Hotel. (T2)
  • 1 Ob 26/00f
    Entscheidungstext OGH 22.02.2000 1 Ob 26/00f
    nur: Es muss die Gefahr des Eintrittes eines außergewöhnlich hohen Schadens bestehen. (T3) Beisatz: Hier: Betrieb eines Selbstbedienungs-Sonnenstudios. (T4)
  • 1 Ob 306/99b
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 1 Ob 306/99b
    nur T3; Veröff: SZ 73/118

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0085160

Dokumentnummer

JJR_19951011_OGH0002_0030OB00508_9300000_001

Entscheidungstext 2Ob2416/96z

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

2Ob2416/96z

Entscheidungsdatum

19.12.1996

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Melber als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Graf, Dr.Schinko, Dr.Tittel und Dr.Baumann als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Jovanka B*****, vertreten durch Dr.Romana Zeh-Gindl, Rechtsanwältin in Wien, wider die beklagte Partei Gemeinde Wien, Stadtgartenamt, 1030 Wien, Am Heumarkt 2 b, vertreten durch Dr.Gertrud Hofmann, Rechtsanwältin in Wien, wegen S 71.000 sA und Feststellung, infolge Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Wien als Berufungsgerichtes vom 4.September 1996, GZ 17 R 155/96f-39, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien vom 21.März 1996, GZ 7 Cg 208/93x-31, abgeändert wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Der Revision wird Folge gegeben und das angefochtene Urteil im Umfang der Anfechtung aufgehoben; zugleich wird auch das Urteil des Erstgerichtes in diesem Umfang aufgehoben und die Rechtssache zur neuerlichen Verhandlung und Entscheidung an das Erstgericht zurückverwiesen.

Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens sind als weitere Verfahrenskosten zu behandeln.

Text

Begründung:

Die Klägerin brachte vor, sie sei am 21.4.1992 um 10.00 Uhr von einem von einer Rasenmähmaschine der beklagten Partei weggeschleuderten Stein getroffen worden, wodurch ihr das Jochbein zertrümmert worden sei. Der Rasenmäher der beklagten Partei sei unvorschriftsmäßig ausgerüstet gewesen, der Lenker der Maschine habe es unterlassen, den Rasen vor Bearbeitung nach größeren Gegenständen abzusuchen und diese zu entfernen. Er habe es auch unterlassen, den Mäher so zu wenden, daß der Ausstoß der Maschine in Richtung Raseninneres und nicht in Richtung Gehsteig fliege. Darüber hinaus habe er eine zu hohe Geschwindigkeit gewählt. Schließlich sei das Verschulden der beklagten Partei auch darin zu sehen, daß bei Rasenflächen im innerstädtischen Bereich nicht mit Handrasenmähern gearbeitet werde, sondern mit Rasentraktoren, obwohl der beklagten Partei aufgrund von Beschädigungen von Fahrzeugen bekannt gewesen sei, daß es zu derartigen Beeinträchtigungen kommen könne und insbesondere auch eine Verletzung von Fußgängern möglich sei.

Die Klägerin begehrt die Zahlung eines Schmerzengeldes von S 60.000, den Ersatz unfallskausaler Spesen von S 1.000 sowie eine Verunstaltungsentschädigung von S 10.000; schließlich auch die Feststellung der Haftung der beklagten Partei für alle künftigen Folgen aus dem Unfall vom 21.4.1992.

Die beklagte Partei wendete ein, der Fahrer des Rasenmähtraktors habe mit einem Stein im Rasen nicht rechnen können, der Unfall der Klägerin sei auf ein unabwendbares Ereignis zurückzuführen.

Das Erstgericht wies das Klagebegehren kostenpflichtig ab, wobei es im wesentlichen folgende Feststellungen traf:

Am 21.4.1992 war der Gärtner der Beklagten, Alexander H*****, gegen 10.00 Uhr damit beschäftigt, eine Rasenfläche im Hügelpark in 1130 Wien, mit einem Rasenmähertraktor der Marke "Wheel Horse" zu mähen. Die Rasenfläche war etwa 100 m lang und 50 m breit. An einer Längsseite grenzte sie an den Gehsteig der F*****gasse an, auf der gegenüberliegenden Längsseite befand sich ein Gehweg und dahinter ein Kinderspielplatz. An den Breitseiten befanden sich jeweils Sträucher. Die Wiese war vor dem Mähen etwa 15 cm hoch und sollte auf eine Höhe von 5 bis 6 cm abgeschnitten werden. Vor Inbetriebnahme des Mähtraktors schritt H***** die Rasenflächen ab, um sie nach größeren Gegenständen abzusuchen und diese zu entfernen. Den etwa 3 cm im Durchmesser großen spitzkantigen Stein, der später die Klägerin traf, nahm H***** nicht wahr. Ob dieser Stein überhaupt oberflächlich im Gras lag oder noch im Erdreich eingegraben war, konnte nicht festgestellt werden.

Nach der Begehung nahm H***** den Traktor in Betrieb. Bei dem Traktor handelt es sich um ein landwirtschaftliches Gerät, das eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 7 bis 10 km/h erreicht. Die Geschwindigkeit durfte beim Mähvorgang nach den Bedienungsvorschriften ausgeschöpft werden. An der Unterseite des Traktors befanden sich Messerbalken mit einem Durchmesser von 50 cm, die bei einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 1000 bis 2000 Touren an den Messerspitzen Umfanggeschwindigkeiten von 100 bis 200 km/h erreichten. Im Bereich des Auswurfes war auch am Unfallstag ein Abdeckblech montiert, um ein waagrechtes Wegschleudern des gemähten Grases zu verhindern. Durch dieses Abdeckblech wurden abgemähtes Gras (aber auch andere im Zuge des Mähvorganges aufgewirbelte Gegenstände) neben dem Mähgerät streifenförmig auf der Wiese abgelagert. Als H***** mit dem Gerät etwa in der Mitte der Rasenfläche mähte (in welche Richtung der Auswurf des Traktors zeigte, konnte nicht festgestellt werden), passierte die Klägerin als Fußgängerin die Parkanlage. Sie ging nicht unmittelbar auf dem neben der Rasenfläche befindlichen Gehsteig der F*****gasse, sondern jenseits der Fahrbahn auf dem gegenüberliegenden Gehsteig. An den Fahrbahnrändern waren jeweils Fahrzeuge geparkt. Trotzdem geschah es, daß der Rasenmäher in diesem Moment den oben beschriebenen Stein in Richtung Klägerin aufschleuderte und dieser die Klägerin im Bereich des Jochbeines unterhalb des rechten Auges traf. Ursache dafür war vermutlich, daß der Mähtraktor vor dem Aufschleudern mit den Rädern einer Längsachse in eine Bodenvertiefung geriet, wodurch sich der Messerbalken kurzzeitig nicht parallel, sondern schräg zum Bodenniveau bewegte, was zur Folge hatte, daß der Stein aufgewirbelt und aufgrund der leichten Schrägstellung unter dem Traktor hervor über die große Distanz geworfen wurde. Daß die Bodenunebenheit dem Lenker des Traktors auffallen hätte müssen, konnte nicht festgestellt werden. H***** war zum Zeitpunkte des Unfalles mit der vorgeschriebenen Fahrgeschwindigkeit unterwegs.

"Der Beklagten" ist und war zum Unfallszeitpunkt bekannt, daß es im Zusammenhang mit den Mäharbeiten des Stadtgartenamtes auf den öffentlichen Rasenflächen unter Verwendung von Rasenmähern mehrmals im Jahr zu Beschädigungen von abgestellten Fahrzeugen kommt. Personenschäden traten bislang noch nicht ein. Hätte "die Beklagte" zur Bearbeitung der Rasenfläche einen Handrasenmäher eingesetzt, würde das nicht zwingend einen gleichartigen Unfall ausschließen. Der geschilderte Unfallmechanismus wäre aber unwahrscheinlicher gewesen. Im Vergleich zum Unfallsfahrzeug modernere Rasenmähertraktoren der beklagten Partei werfen das gemähte Gras nach hinten ab. Auch bei diesen läßt sich ein Unfallmechanismus, wie zuvor geschildert, nicht ausschließen.

Die Verletzung der Klägerin hatte sechs Tage starke, acht Tage mittelstarke und 25 Tagen leichte Schmerzen zur Folge. Unfallskausale Dauerschäden sind nicht zu erwarten.

In rechtlicher Hinsicht führte das Erstgericht aus, daß dem Mitarbeiter der beklagten Partei kein Verschulden anzulasten sei, auch die Ausstattung des Fahrzeuges sei vorschriftsgemäß gewesen. Es sei der beklagten Partei auch kein Organisationsverschulden anzulasten, weil selbst bei Einsetzen eines Handrasenmähers ein Unfall wie der vorliegende nicht zwingend unterblieben wäre. Überdies wäre die Verwendung von Handrasenmähern bei den zahlreichen öffentlichen Rasenflächen und dem damit verbundenen Arbeitsaufwand auch nicht zumutbar. Der Unfall stelle sich daher im Ergebnis als eine Aneinanderreihung unglücklicher Umstände dar. Das EKHG sei auf den vorliegenden Fallnicht anwendbar, weil das Gerät nicht zurVerwendung auf Straßen bestimmt sei oder auf solchen verwendet werde. Eine analoge Heranziehung der Bestimmungen über die Gefährdungshaftung greife nicht Platz, weil ein gefährlicher Betrieb nicht vorliege.

Das dagegen von der Klägerin angerufene Berufungsgericht änderte die angefochtene Entscheidung im Ausspruch über das Leistungsbegehren dahingehend ab, daß die beklagte Partei für schuldig erkannt wurde, der Klägerin den Betrag von S 60.000 sA zu bezahlen; das Mehrbegehren über S 11.000 samt Zinsen wurde abgewiesen.

Die ordentliche Revision wurde für zulässig erklärt.

Das Berufungsgericht führte in rechtlicher Hinsicht aus, § 1313 a ABGB sei mangels rechtlicher Sonderbeziehung zwischen den Streitteilen nicht anzuwenden, die Voraussetzungen für eine Anwendung der Bestimmung des § 1315 ABGB seien nicht behauptet worden. Dessen ungeachtet hafte aber die beklagte Partei, weil es sich bei dem von ihr betriebenen Rasenmäher um einen gefährlichen Betrieb handle; berücksichtige man, daß der Rasenmäher bei ordentlichem Gebrauch mit Umdrehungszahlen von 1000 bis 2000 Touren und mit einer Geschwindigkeit von 100 bis 200 km/h an den Messerspitzen (was für die Wucht des Abschleuderns von Steinen maßgeblich sei) arbeite, seien alle Voraussetzungen gegeben, um eine Gefährdungshaftung der beklagten Partei zu bejahen.

Die ordentliche Revision wurde für zulässig erklärt, weil der Lösung der Frage der Gefährdungshaftung beim Betrieb eines Rasenmähtraktors eine über den Einzelfall hinausreichende Bedeutung zukomme.

Dagegen richtet sich die Revision der beklagten Partei mit dem Antrag, die angefochtene Entscheidung dahingehend abzuändern, daß das Klagebegehren abgewiesen werde.

Die klagende Partei hat Revisionsbeantwortung erstattet und beantragt, dem Rechtsmittel der beklagten Partei nicht Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision ist zulässig, sie ist im Sinne des im Abänderungsantrag enthaltenen Aufhebungsantrags auch berechtigt.

Die beklagte Partei vertritt in ihrem Rechtsmittel die Ansicht, der Unfall sei lediglich auf eine unglückliche Verkettung von Umständen zurückzuführen, es liege keinesfalls ein "gefährlicher Betrieb" vor.

Hiezu wurde erwogen:

Es ist heute für das Schadenersatzrecht anerkannt, daß neben dem im ABGB umfassend und allgemein geregelten Verschuldensprinzip auch das Gefährdungsprinzip ein das Schadenersatzrecht beherrschendes System ist. Die Gefährdungshaftung ist allerdings im österreichischen Recht kasuistisch und damit zwangsweise lückenhaft geregelt, sodaß sich die Frage aufwirft, ob und in welchem Umfang die verstreuten Regelungen über Gefährdungs- und Eingriffshaftungen einer Gesamtanalogie

zugänglich sind (3 Ob 508/93 = RdU 1996, 40 [Kerschner, Raschauer] =

[Bußjäger, RdU 1996, 121] = ecolex 1996, 162 [Wilhelm] = JBl 1996, 446 [Jabornegg] = EvBl 1996/83 = ZVR 1996/97). Ausgangspunkt für diese Überlegungen waren die Ausführungen von Ehrenzweig, System**2 II/1 638, wonach der Betriebsinhaber begünstigt sei, denn ihm würden Handlungen gestattet, die verboten wären, wenn die Rechtsordnung nur die gefährdeten Interessen Dritter ins Auge zu fassen hätte. Der Unternehmer dürfe die gewaltigsten Elementarkräfte entfesseln, er dürfe schwere Massen mit ungeheurer Geschwindigkeit dahingleiten lassen, Zündstoffe erzeugen oder verwenden, den festen Boden untergraben, den Luftraum unsicher machen usw. Daß infolgedessen Personen mitunter beschädigt würden, sei unausbleiblich. Die Schäden tretenals eine statistisch erfaßbare Massenerscheinung auf. Der Unternehmer solle eben sein Unternehmen nicht auf Kosten anderer betreiben. Diesen Ausführungen ist der Oberste Gerichtshof in SZ 21/46 und SZ 31/26 gefolgt. Es wurde in der Rechtsprechung allerdings darauf hingewiesen, daß der Begriff des gefährlichen Betriebes nicht zu weit ausgelegt werden dürfe. Es müsse sich um Betriebe handeln, bei denen nicht bloß infolge zufälliger konkreter Umstände, sondern infolge ihrer allgemeinen Beschaffenheit die Interessen Dritter schon dadurch in einer dasnormale Maß der im modernen Leben stets bestehenden Gefährdung wesentlich übersteigenden Art gefährdet werden, daß der Betrieb zur Erreichung seines Zweckes überhaupt in Gang sei. Die besondere Haftung des Betriebsinhabers trete nicht schon dann ein, wenn ein an sich ungefährlicher Betrieb im Einzelfall unter gewissen Umständen zu einem gefährlichen werde, sie sei vielmehr erst dann zu bejahen, wenn eine solche Gefahr nach der Art des Betriebes regelmäßig und allgemein vorhanden sei (SZ 46/36; JBl 1986, 525; EvBl 1992/132 uva). Dabei muß auch die Gefahr des Eintrittes eines außergewöhnlich hohen Schadens bestehen (Koziol, Haftpflichtrecht**2 II 577 mwN; 3 Ob 508/93). Auch wenn es gelegentlich vorkommt, daß durch einen Rasenmäher wie den im vorliegenden Fall verwendeten, Steine weggeschleudert werden, kann nicht gesagt werden, daß diese Gefahr nach der Art des Betriebes regelmäßig und ganz allgemein vorhanden ist; es besteht auch nicht die Gefahr eines ganz außergewöhnlichen Schadens. Es scheidet daher eine Gesamtanalogie zu den Bestimmungen über die gefährlichen Betriebe aus.

Auch das EKHG ist auf den von der beklagten Partei betriebenen Rasenmähtraktor nicht anzuwenden, weil nur Straßenfahrzeuge als KFZ angesehen werden (Appathy, KommzEKHG, Rz 11 zu § 2 mwN). Auch die Vorschrift des § 19 Abs 2 EKHG, durch die eine über die §§ 1313 a und 1315 ABGB hinausgehende Gehilfenhaftung angeordnet wird, gilt nur für unter den Anwendungsbereich des EKHG fallende KFZ; erfolgte ein Unfall beim Betrieb einer Maschine, die überhaupt nicht als KFZ im Sinne des § 2 Z 1 KFG zu qualifizieren ist, kommt auch eine Anwendung der Bestimmung des § 19 Abs 2 EKHG nicht in Betracht (JBl 1986, 525). Da der von der beklagten Partei betriebene Rasenmähtraktor die Geschwindigkeit von 10 km/h nicht überschreitet, scheidet auch eine analoge Anwendung des EKHG aus (Apathy, aaO, Rz 16 zu § 2 mwN).

Dessen ungeachtet erweist sich aber die Rechtssache aus folgenden Gründen noch nicht als spruchreif:

Die beklagte Partei ist als juristische Person zwar nicht deliktsfähig, muß aber infolge der in § 26 ABGB angeordneten Gleichstellung für das Verschulden ihrer satzungsmäßigen Organe und derjenigen Personen haften, die in ihrer Organisation eine leitende Stelle innehaben und mit eigenverantwortlicher Entscheidungsbefugnis ausgestattet sind ("Repräsentantenhaftung"; SZ 63/217; SZ 60/49; 1 Ob 49/91 ua). Diesbezüglich hat das Erstgericht festgestellt, daß "der Beklagten" zum Vorfallszeitpunkt bekannt war, daß es im Zusammenhang mit den Mäharbeiten des Stadtgartenamtes auf den öffentlichen Rasenflächen unter Verwendung von Rasenmähern mehrmals im Jahr zu Beschädigungen von abgestellten Fahrzeugen gekommen ist. Wer dieses Wissen hatte, ist aber den Feststellungen nicht zu entnehmen. Sollte es sich dabei aber um Organe oder (was eher denkbar ist) Repräsentanten (im Sinne der obigen Ausführungen) der beklagten Partei handeln, so wäre deren Haftung zu bejahen. Wenn den Repräsentanten der beklagten Partei bekannt war, daß es im Zusammenhang mit den Mäharbeiten zu Sachschäden gekommen ist, dann wäre der beklagten Partei anzulasten, daß ihre Repräsentanten keine geeigneten Maßnahmen getroffen haben, um das Entstehen von Sach- und Personenschäden hintanzuhalten. Durch das Wegschleudern von Steinen kann es schließlich nicht nur zu Eingriffen in das absolut geschützte Rechtsgut des Eigentums kommen, sondern - wie der vorliegende Fall eben zeigt - auch zu massiven Eingriffen in die körperliche Integrität von Passanten.

Da es aber, wie schon oben ausgeführt, an Feststellungen darüber fehlt, wer Kenntnis von den bisher aufgetretenen Schäden hatte, kann die Frage, ob der beklagten Partei ein Fehlverhalten ihrer Repräsentanten anzulasten ist, noch nicht endgültig beurteilt werden. Im fortgesetzten Verfahren wird das Erstgericht sohin diese Frage mit den Parteien zu erörtern und darüber Feststellungen zu treffen haben.

Die Kostenentscheidung gründet sich auf § 52 Abs 1 ZPO.

Anmerkung

E44781 02A24166

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:0020OB02416.96Z.1219.000

Dokumentnummer

JJT_19961219_OGH0002_0020OB02416_96Z0000_000