Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob144/60 1Ob282/66 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0034248

Geschäftszahl

5Ob144/60; 1Ob282/66; 8Ob111/70; 4Ob9/71; 3Ob189/74 (3Ob190/74, 3Ob191/74); 4Ob37/76; 1Ob640/77; 4Ob151/77; 3Ob669/77; 6Ob523/78; 3Ob529/77; 4Ob87/78; 6Ob735/78; 8Ob511/79; 3Ob631/79; 1Ob745/80; 1Ob515/81; 3Ob39/80; 4Ob123/81; 1Ob762/81; 1Ob507/83; 2Ob562/83; 9ObA104/88; 7Ob554/92; 5Ob137/92; 5Ob1503/93; 4Ob514/96; 1Ob2341/96p; 4Ob2265/96h; 7Ob284/98k; 6Ob146/00i; 8ObA105/03d; 3Ob121/04x; 9Ob62/04i; 5Ob8/05w; 2Ob74/07g; 4Ob201/07y; 7Ob252/08x; 9ObA20/09w; 7Ob91/10y; 8ObA21/10m; 3Ob187/11p; 9ObA9/12g; 9ObA46/12y; 7Ob51/13w; 3Ob238/16w; 9ObA24/18x; 1Ob78/18d; 9ObA113/18k; 5Ob200/18z; 3Ob245/18b; 5Ob35/19m; 6Ob246/20z

Entscheidungsdatum

08.07.1960

Norm

ABGB §1478

Rechtssatz

Die Möglichkeit zu klagen ist im objektiven Sinn zu verstehen. Subjektive oder nur in der Person des Berechtigten liegende Hindernisse haben in der Regel auf den Beginn der Verjährungszeit keinen Einfluss.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 144/60
    Entscheidungstext OGH 08.07.1960 5 Ob 144/60
  • 1 Ob 282/66
    Entscheidungstext OGH 15.12.1966 1 Ob 282/66
    Beisatz: Die Verjährung fängt in der Regel zu laufen an, sobald der Geltendmachung des Anspruches kein rechtliches Hindernis mehr im Wege steht, zB die mangelnde Fälligkeit. (T1) Veröff: JBl 1967,622 = RZ 1967,104
  • 8 Ob 111/70
    Entscheidungstext OGH 12.05.1970 8 Ob 111/70
    Beis wie T1
  • 4 Ob 9/71
    Entscheidungstext OGH 23.02.1971 4 Ob 9/71
    Veröff: Arb 8844
  • 3 Ob 189/74
    Entscheidungstext OGH 05.11.1974 3 Ob 189/74
    nur: Die Möglichkeit zu klagen ist im objektiven Sinn zu verstehen. (T2); Beis wie T1; Veröff: EvBl 1975/166 S 328
  • 4 Ob 37/76
    Entscheidungstext OGH 11.05.1976 4 Ob 37/76
    nur T2; Veröff: Arb 9469
  • 1 Ob 640/77
    Entscheidungstext OGH 06.07.1977 1 Ob 640/77
    nur T2; Beis wie T1; Beisatz: Die Verjährung beginnt grundsätzlich erst mit dem Zeitpunkt zu laufen, in welchem das Recht zuerst hätte ausgeübt werden können. (T3)
  • 4 Ob 151/77
    Entscheidungstext OGH 06.12.1977 4 Ob 151/77
    nur T2; Beis wie T1
  • 3 Ob 669/77
    Entscheidungstext OGH 10.01.1978 3 Ob 669/77
    nur T2; Beis wie T1
  • 6 Ob 523/78
    Entscheidungstext OGH 09.03.1978 6 Ob 523/78
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 529/77
    Entscheidungstext OGH 27.06.1978 3 Ob 529/77
    nur T2; Veröff: SZ 51/97
  • 4 Ob 87/78
    Entscheidungstext OGH 24.10.1978 4 Ob 87/78
    Auch; Beis wie T1; Veröff: IndS 1980 H4,1193
  • 6 Ob 735/78
    Entscheidungstext OGH 30.11.1978 6 Ob 735/78
    Auch; nur T2; Beis wie T3; Veröff: RZ 1979/36 S 145
  • 8 Ob 511/79
    Entscheidungstext OGH 14.09.1979 8 Ob 511/79
    nur T2; Beis wie T1; Veröff: SZ 52/137 = ImmZ 1980,220 (zustimmende Anmerkung von Call) = JBl 1980,149
  • 3 Ob 631/79
    Entscheidungstext OGH 21.01.1981 3 Ob 631/79
    nur T2
  • 1 Ob 745/80
    Entscheidungstext OGH 28.01.1981 1 Ob 745/80
    nur T2; Beis wie T3; Veröff: JBl 1982,37 = RZ 1982/12 S 34
  • 1 Ob 515/81
    Entscheidungstext OGH 18.03.1981 1 Ob 515/81
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: Ausfall von Arbeitskräften, Zahlungsschwierigkeiten. (T4) Veröff: MietSlg 33249
  • 3 Ob 39/80
    Entscheidungstext OGH 25.03.1981 3 Ob 39/80
    nur T2
  • 4 Ob 123/81
    Entscheidungstext OGH 03.11.1981 4 Ob 123/81
    Veröff: Arb 10062 = DRdA 1987,139 (Holzner)
  • 1 Ob 762/81
    Entscheidungstext OGH 16.12.1981 1 Ob 762/81
    Beis wie T1
  • 1 Ob 507/83
    Entscheidungstext OGH 24.01.1983 1 Ob 507/83
    nur T2; Beis wie T3; Beis wie T1
  • 2 Ob 562/83
    Entscheidungstext OGH 29.02.1984 2 Ob 562/83
    nur T2; Beis wie T1
  • 9 ObA 104/88
    Entscheidungstext OGH 29.06.1988 9 ObA 104/88
    Auch; Beisatz: Die allgemeine oder besondere Befürchtung einer Beeinträchtigung des Arbeitsverhältnisses durch die gerichtliche Geltendmachung von Entgeltforderungen, hat als ein bloß subjektives, in der Person des Berechtigen liegendes Hindernis keinen Einfluss auf den Beginn der Verjährung. (T5)
  • 7 Ob 554/92
    Entscheidungstext OGH 25.06.1992 7 Ob 554/92
    nur T2; Beis wie T1
  • 5 Ob 137/92
    Entscheidungstext OGH 10.11.1992 5 Ob 137/92
    Beis wie T1; Veröff: EvBl 1993/91 S 384 = JBl 1993,526
  • 5 Ob 1503/93
    Entscheidungstext OGH 02.02.1993 5 Ob 1503/93
    Beis wie T1; Veröff: ÖBA 1993,658
  • 4 Ob 514/96
    Entscheidungstext OGH 12.03.1996 4 Ob 514/96
    nur T2; Beis wie T1; Veröff: SZ 69/60
  • 1 Ob 2341/96p
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2341/96p
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 2265/96h
    Entscheidungstext OGH 12.11.1996 4 Ob 2265/96h
    nur T2; Beis wie T1; Beisatz: Hier: "Reine Stundung". (T6)
  • 7 Ob 284/98k
    Entscheidungstext OGH 10.12.1998 7 Ob 284/98k
    nur T2; Beis wie T1
  • 6 Ob 146/00i
    Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 146/00i
    Beis wie T1; Beis wie T3; Beisatz: Diese Regel gilt grundsätzlich für alle Verjährungsfristen. Soweit das Gesetz keine Ausnahmen macht - etwa im § 1489 ABGB für die Verjährung von Schadenersatzansprüchen - , hat die Kenntnis des Berechtigten vom Bestehen des Anspruches oder der Person des Verpflichteten keinen Einfluss auf den Beginn der Verjährung. (T7)
  • 8 ObA 105/03d
    Entscheidungstext OGH 15.04.2004 8 ObA 105/03d
    Auch; Beis wie T1 nur: Die Verjährung fängt in der Regel zu laufen an, sobald der Geltendmachung des Anspruches kein rechtliches Hindernis mehr im Wege steht. (T8); Beis wie T7 nur: Soweit das Gesetz keine Ausnahmen macht - etwa im § 1489 ABGB für die Verjährung von Schadenersatzansprüchen - , hat die Kenntnis des Berechtigten vom Bestehen des Anspruches oder der Person des Verpflichteten keinen Einfluss auf den Beginn der Verjährung. (T9)
  • 3 Ob 121/04x
    Entscheidungstext OGH 16.02.2005 3 Ob 121/04x
    Auch; nur T2; Beis wie T8; Beis wie T3
  • 9 Ob 62/04i
    Entscheidungstext OGH 06.04.2005 9 Ob 62/04i
    Auch; nur T2
  • 5 Ob 8/05w
    Entscheidungstext OGH 10.05.2005 5 Ob 8/05w
    Beis wie T9; Beisatz: Hier: Mit Rechtskraft des Urteils, mit dem festgestellt wird, dass der Minderjährige kein eheliches Kind ist, besteht kein rechtliches Hindernis mehr, welches einer Unterhaltsklage gegen den leiblichen Vater und damit aber auch dem Beginn der Verjährung der Unterhaltsansprüche entgegensteht. Dass der Minderjährige vom (richtigen) leiblichen Vater, also von der (richtigen) Person des Verpflichteten allenfalls keine (frühere) Kenntnis hatte, spielt für den Beginn der Verjährung als bloß subjektives Hindernis keine Rolle. (T10)
  • 2 Ob 74/07g
    Entscheidungstext OGH 09.08.2007 2 Ob 74/07g
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Subjektive Gründe, wieso ein Gläubiger trotz des Eintrittes der Voraussetzungen einen Anspruch nicht geltend macht, sind für den Beginn der Verjährung grundsätzlich irrelevant. (T11)
  • 4 Ob 201/07y
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 201/07y
    Auch; Beis wie T7, Beis wie T10; Veröff: SZ 2007/193
  • 7 Ob 252/08x
    Entscheidungstext OGH 13.05.2009 7 Ob 252/08x
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Diese Regel gilt grundsätzlich für alle Verjährungsfristen, soweit das Gesetz keine Ausnahmen macht, etwa im § 1489 ABGB für die Verjährung von Schadenersatzansprüchen. (T12)
  • 9 ObA 20/09w
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 9 ObA 20/09w
    Auch
  • 7 Ob 91/10y
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 7 Ob 91/10y
    Auch; Veröff: SZ 2010/107
  • 8 ObA 21/10m
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 ObA 21/10m
    Beis wie T1; Beis wie T12
  • 3 Ob 187/11p
    Entscheidungstext OGH 14.12.2011 3 Ob 187/11p
    Vgl
  • 9 ObA 9/12g
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 9 ObA 9/12g
  • 9 ObA 46/12y
    Entscheidungstext OGH 25.07.2012 9 ObA 46/12y
  • 7 Ob 51/13w
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 7 Ob 51/13w
    Beis wie T7
  • 3 Ob 238/16w
    Entscheidungstext OGH 13.12.2016 3 Ob 238/16w
    nur T9; Beis wie T11
  • 9 ObA 24/18x
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 ObA 24/18x
    Beisatz: Hier: Verjährung nach § 42 NÖ LVBG. (T13)
  • 1 Ob 78/18d
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 78/18d
    Beis wie T1; nur T9; Beis wie T11
  • 9 ObA 113/18k
    Entscheidungstext OGH 28.11.2018 9 ObA 113/18k
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Verjährungsregel: § 337 Abs 1 ASVG. (T14)
  • 5 Ob 200/18z
    Entscheidungstext OGH 13.12.2018 5 Ob 200/18z
    Beis wie T7
  • 3 Ob 245/18b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 3 Ob 245/18b
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T9
  • 5 Ob 35/19m
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 5 Ob 35/19m
    Beis wie T7
  • 6 Ob 246/20z
    Entscheidungstext OGH 12.05.2021 6 Ob 246/20z
    Vgl; Beis wie T3; Beis wie T7; Beis wie T12

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0034248

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.06.2021

Dokumentnummer

JJR_19600708_OGH0002_0050OB00144_6000000_001

Rechtssatz für 6Ob84/65 8Ob74/67 6Ob24...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021821

Geschäftszahl

6Ob84/65; 8Ob74/67; 6Ob248/69; 5Ob278/69; 8Ob147/70; 8Ob177/70; 8Ob204/70; 6Ob100/71; 6Ob281/71; 1Ob185/73; 5Ob237/73; 7Ob179/75; 1Ob646/76; 3Ob259/75; 4Ob536/77; 7Ob684/77; 5Ob687/78; 7Ob746/78; 1Ob700/79; 8Ob511/79; 5Ob571/79; 1Ob515/81; 7Ob535/81; 5Ob677/81; 5Ob639/82; 3Ob609/82; 1Ob526/83; 5Ob15/82; 6Ob760/82; 7Ob632/83; 8Ob588/85; 3Ob632/85; 2Ob588/87; 1Ob512/88; 1Ob644/88; 4Ob630/88; 4Ob573/89 (4Ob1529/89); 7Ob620/95; 7Ob624/95; 2Ob2375/96w; 10Ob2417/96f; 1Ob2303/96z; 4Ob2265/96h; 2Ob2254/96a; 6Ob286/99y; 1Ob144/00h; 1Ob261/00i; 4Ob48/02s; 2Ob107/01a; 1Ob53/03f; 7Ob319/03t; 2Ob154/07x; 2Ob63/08s; 3Ob200/08w; 9Ob10/09z; 5Ob113/09t; 8Ob114/11i; 7Ob138/12p; 9Ob79/14d; 3Ob113/15m; 6Ob236/15x; 5Ob138/15b; 1Ob60/17f; 3Ob106/18m; 4Ob166/18t; 4Ob113/20a; 9ObA81/20g

Entscheidungsdatum

24.03.1965

Norm

ABGB §1170
ABGB §1486 Z1

Rechtssatz

Wurde der Werklohn nicht im Vorhinein fix vereinbart, so wird er nicht mit der Vollendung des Werkes, sondern erst mit der Rechnungszumittlung fällig, was allerdings innerhalb verkehrsüblicher Frist geschehen muss. Mit der Fälligkeit beginnt sodann der Lauf der Verjährungsfrist.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 84/65
    Entscheidungstext OGH 24.03.1965 6 Ob 84/65
    Veröff: SZ 38/44 = EvBl 1966/5 S 16 = JBl 1966,250 (mit Besprechung von Wahle)
  • 8 Ob 74/67
    Entscheidungstext OGH 04.04.1967 8 Ob 74/67
    Veröff: SZ 40/44
  • 6 Ob 248/69
    Entscheidungstext OGH 22.10.1969 6 Ob 248/69
    Vgl; Beisatz: Die Verjährung beginnt - mangels anderer Vereinbarung - grundsätzlich mit dem Zeitpunkt, in dem die Forderung geltend gemacht werden kann. (T1)
  • 5 Ob 278/69
    Entscheidungstext OGH 29.10.1969 5 Ob 278/69
    Beisatz: Ausdrückliche Ablehnung der Ansicht Wahles in JBl 1966,259. (T2) Veröff: JBl 1970,314
  • 8 Ob 147/70
    Entscheidungstext OGH 23.06.1970 8 Ob 147/70
    Veröff: SZ 43/112
  • 8 Ob 177/70
    Entscheidungstext OGH 15.09.1970 8 Ob 177/70
  • 8 Ob 204/70
    Entscheidungstext OGH 06.10.1970 8 Ob 204/70
    Beis wie T2; Veröff: EvBl 1971/119 S 209
  • 6 Ob 100/71
    Entscheidungstext OGH 05.05.1971 6 Ob 100/71
    nur: Wurde der Werklohn nicht im Vorhinein fix vereinbart, so wird er nicht mit der Vollendung des Werkes, sondern erst mit der Rechnungszumittlung fällig. (T3); Beis wie T1
  • 6 Ob 281/71
    Entscheidungstext OGH 24.11.1971 6 Ob 281/71
    nur T3; Beis wie T1
  • 1 Ob 185/73
    Entscheidungstext OGH 17.10.1973 1 Ob 185/73
  • 5 Ob 237/73
    Entscheidungstext OGH 12.12.1973 5 Ob 237/73
    Veröff: EvBl 1974/158 S 350
  • 7 Ob 179/75
    Entscheidungstext OGH 16.10.1975 7 Ob 179/75
  • 1 Ob 646/76
    Entscheidungstext OGH 30.06.1976 1 Ob 646/76
  • 3 Ob 259/75
    Entscheidungstext OGH 06.07.1976 3 Ob 259/75
    Beisatz: Ausnahme von dieser Regel dann, wenn eine andere Vereinbarung oder eine abweichende Verkehrsübung die Annahme einer späteren Fälligkeit rechtfertigt. (T4)
  • 4 Ob 536/77
    Entscheidungstext OGH 27.09.1977 4 Ob 536/77
    Beis wie T1; Beisatz: Fälle, in denen die Höhe des Entgeltes noch nicht bekannt ist, weil der ziffernmäßige Betrag erst errechnet und bekanntgegeben werden muss. (T5)
  • 7 Ob 684/77
    Entscheidungstext OGH 10.11.1977 7 Ob 684/77
    nur T3
  • 5 Ob 687/78
    Entscheidungstext OGH 28.11.1978 5 Ob 687/78
  • 7 Ob 746/78
    Entscheidungstext OGH 11.01.1979 7 Ob 746/78
  • 1 Ob 700/79
    Entscheidungstext OGH 03.09.1979 1 Ob 700/79
  • 8 Ob 511/79
    Entscheidungstext OGH 14.09.1979 8 Ob 511/79
    Vgl; Beis wie T1; Veröff: SZ 52/137 = EvBl 1980/50 S 180 = JBl 1980,149
  • 5 Ob 571/79
    Entscheidungstext OGH 06.11.1979 5 Ob 571/79
    nur T3; Beis wie T1; Beisatz: Wenn vor Werksvollendung ein bestimmter Betrag weder gefordert noch bezahlt werden konnte; Verjährung bei ungebührlicher Verzögerung der Rechnungslegung. (T6)
  • 1 Ob 515/81
    Entscheidungstext OGH 18.03.1981 1 Ob 515/81
    Beis wie T5; Beisatz: Indexsteigerung, Umsatzsteuerbestimmungen. (T7) Veröff: SZ 54/35 = MietSlg 33249
  • 7 Ob 535/81
    Entscheidungstext OGH 07.05.1981 7 Ob 535/81
  • 5 Ob 677/81
    Entscheidungstext OGH 26.01.1982 5 Ob 677/81
    nur T3; Beis wie T5; Beis wie T6 nur: Wenn vor Werksvollendung ein bestimmter Betrag weder gefordert noch bezahlt werden konnte. (T8)
  • 5 Ob 639/82
    Entscheidungstext OGH 29.06.1982 5 Ob 639/82
    Beisatz: Maßgeblich ist der Zeitpunkt, in dem eine Rechnungslegung objektiv möglich wäre. (T9)
  • 3 Ob 609/82
    Entscheidungstext OGH 15.12.1982 3 Ob 609/82
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 526/83
    Entscheidungstext OGH 09.03.1983 1 Ob 526/83
    nur T3
  • 5 Ob 15/82
    Entscheidungstext OGH 22.03.1983 5 Ob 15/82
    Auch
  • 6 Ob 760/82
    Entscheidungstext OGH 29.09.1983 6 Ob 760/82
  • 7 Ob 632/83
    Entscheidungstext OGH 16.02.1984 7 Ob 632/83
    nur T3; Veröff: JBl 1984,671 = RdW 1984,310
  • 8 Ob 588/85
    Entscheidungstext OGH 10.10.1985 8 Ob 588/85
    Auch; Beis wie T6 nur: Verjährung bei ungebührlicher Verzögerung der Rechnungslegung. (T10); Beis wie T9
  • 3 Ob 632/85
    Entscheidungstext OGH 19.03.1986 3 Ob 632/85
    Auch; Beisatz: Hier: Auch bei Abgehen von einer Pauschalpreisvereinbarung wegen Nichterbringung aller davon erfasster Leistungen aber zusätzlicher Bestellung anderer. (T11) Veröff: JBl 1986,450
  • 2 Ob 588/87
    Entscheidungstext OGH 11.12.1987 2 Ob 588/87
    Vgl; Beisatz: Das Entgelt wird bei Ablieferung des Werkes fällig und ist binnen angemessener Frist in Rechnung zu stellen. (T12) Veröff: WBl 1988,205
  • 1 Ob 512/88
    Entscheidungstext OGH 10.02.1988 1 Ob 512/88
  • 1 Ob 644/88
    Entscheidungstext OGH 09.11.1988 1 Ob 644/88
    Beis wie T1; Beis wie T9; Veröff: SZ 61/233
  • 4 Ob 630/88
    Entscheidungstext OGH 13.12.1988 4 Ob 630/88
    nur T3; Beis wie T4
  • 4 Ob 573/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 4 Ob 573/89
    nur T3; Beis wie T5
  • 7 Ob 620/95
    Entscheidungstext OGH 21.02.1996 7 Ob 620/95
    Auch; Beis wie T9, Beisatz: Die Verkehrsübung hängt von den Umständen des Einzelfalles, nämlich etwa von der Geschäftsbranche, dem Umfang der geleisteten Arbeiten, der Saison, einer allfälligen Gepflogenheit zwischen den Parteien und dergleichen ab. (T13)
  • 7 Ob 624/95
    Entscheidungstext OGH 21.02.1996 7 Ob 624/95
    Auch; Beis wie T12
  • 2 Ob 2375/96w
    Entscheidungstext OGH 14.11.1996 2 Ob 2375/96w
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 10 Ob 2417/96f
    Entscheidungstext OGH 11.02.1997 10 Ob 2417/96f
    Auch; Beisatz: Wurde aber ein Zeitpunkt für die Rechnungslegung vereinbart, so ist dieser Zeitpunkt für den Beginn der Verjährung maßgebend. (T14)
  • 1 Ob 2303/96z
    Entscheidungstext OGH 25.10.1996 1 Ob 2303/96z
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T10; Beis wie T13; Beisatz: Es lässt sich keine allgemein gültige Frist festlegen, nach deren Verstreichen die Verjährung jedenfalls beginnt. (T15)
  • 4 Ob 2265/96h
    Entscheidungstext OGH 12.11.1996 4 Ob 2265/96h
    Beis wie T9; Beis wie T10
  • 2 Ob 2254/96a
    Entscheidungstext OGH 21.04.1998 2 Ob 2254/96a
    Auch; Beis wie T13 nur: Die Verkehrsübung hängt etwa von der Geschäftsbranche, dem Umfang der geleisteten Arbeiten, der Saison, einer allfälligen Gepflogenheit zwischen den Parteien und dergleichen ab. (T16); Beis wie T15; Veröff: SZ 71/69
  • 6 Ob 286/99y
    Entscheidungstext OGH 13.07.2000 6 Ob 286/99y
    Vgl auch; Beisatz: Diese Grundsätze gelten auch für die Honorarnote des Rechtsanwaltes. (T17)
  • 1 Ob 144/00h
    Entscheidungstext OGH 06.10.2000 1 Ob 144/00h
    Auch; Beisatz: Noch ausständige Gegenleistungen (die Umsatzsteuer), sind - wenn infolge des (Teil-)Rücktritts keine weiteren Werkleistungen mehr zu erbringen sind - erst mit der Schlussrechnung einforderbar. (T18)
  • 1 Ob 261/00i
    Entscheidungstext OGH 28.11.2000 1 Ob 261/00i
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T9; Beis wie T17
  • 4 Ob 48/02s
    Entscheidungstext OGH 13.03.2002 4 Ob 48/02s
    Vgl auch; Beisatz: Ist der Unternehmer jedoch mit der Rechnungslegung oder der Verbesserung (dem Nachtrag des Fehlenden) säumig, so beginnt die Verjährung schon in dem Zeitpunkt zu laufen, in welchem dem Unternehmer die Zumittlung der Rechnung oder die Mängelbehebung objektiv möglich gewesen wäre. Dieser herrschenden Auffassung liegt die Erwägung zugrunde, dass der Unternehmer die Fälligkeit und damit den Beginn der Verjährung nicht willkürlich durch Verzögerung der Rechnungslegung beziehungsweise der Verbesserung nach seinem Belieben hinausschieben und damit den Zweck insbesondere der kurzen Verjährung, die baldige Klarstellung des rechtlichen Bestandes von Forderungen des täglichen Lebens zur Vermeidung der sonst besonders großen Beweisschwierigkeiten, zunichte machen darf. (T19)
  • 2 Ob 107/01a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2002 2 Ob 107/01a
    Vgl auch; Beis wie T17
  • 1 Ob 53/03f
    Entscheidungstext OGH 25.03.2003 1 Ob 53/03f
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T19
  • 7 Ob 319/03t
    Entscheidungstext OGH 17.03.2004 7 Ob 319/03t
    Beis wie T19
  • 2 Ob 154/07x
    Entscheidungstext OGH 30.08.2007 2 Ob 154/07x
    Auch; nur T3; Beis wie T9
  • 2 Ob 63/08s
    Entscheidungstext OGH 13.11.2008 2 Ob 63/08s
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Fälligstellung von Betriebskosten- und Abgabenanteilen durch den Untervermieter. (T20)
  • 3 Ob 200/08w
    Entscheidungstext OGH 25.02.2009 3 Ob 200/08w
    Beis wie T14
  • 9 Ob 10/09z
    Entscheidungstext OGH 01.04.2009 9 Ob 10/09z
    Vgl auch; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Nachforderung aus Betriebskostenabrechnung. (T21)
  • 5 Ob 113/09t
    Entscheidungstext OGH 24.11.2009 5 Ob 113/09t
    Vgl; nur ähnlich T3; Bem: Zu den Anforderungen an die Rechnungslegung siehe RS0021908. (T22)
  • 8 Ob 114/11i
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 8 Ob 114/11i
    Auch
  • 7 Ob 138/12p
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 7 Ob 138/12p
    Auch; Auch Beis wie T19
  • 9 Ob 79/14d
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 9 Ob 79/14d
    Auch; nur T3
  • 3 Ob 113/15m
    Entscheidungstext OGH 17.06.2015 3 Ob 113/15m
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T14
  • 6 Ob 236/15x
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 6 Ob 236/15x
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T9; Beis wie T19
  • 5 Ob 138/15b
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 5 Ob 138/15b
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T19
  • 1 Ob 60/17f
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 1 Ob 60/17f
    Vgl auch; Beis wie T17
  • 3 Ob 106/18m
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 106/18m
  • 4 Ob 166/18t
    Entscheidungstext OGH 23.10.2018 4 Ob 166/18t
    Beis wie T14; Beis wie T19
  • 4 Ob 113/20a
    Entscheidungstext OGH 11.08.2020 4 Ob 113/20a
  • 9 ObA 81/20g
    Entscheidungstext OGH 29.09.2020 9 ObA 81/20g
    Vgl; Beis wie T19; Beisatz: Hier: § 29 Abs 2 AngG. (T23)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0021821

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.03.2021

Dokumentnummer

JJR_19650324_OGH0002_0060OB00084_6500000_001

Rechtssatz für 6Ob84/65 5Ob311/80 (5Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0034319

Geschäftszahl

6Ob84/65; 5Ob311/80 (5Ob312/80); 1Ob790/82; 2Ob721/86; 10Ob2417/96f; 4Ob2265/96h; 3Ob200/08w; 8Ob114/11i; 9Ob79/14d; 6Ob236/15x; 9Ob32/16w; 3Ob43/17w; 3Ob106/18m; 4Ob166/18t; 4Ob113/20a

Entscheidungsdatum

24.03.1965

Norm

ABGB §1478

Rechtssatz

Ist in einem Werkvertrag im Vorhinein kein festes Entgelt vereinbart, so beginnt die Verjährungsfrist nicht mit der Vollendung des Werkes, sondern erst mit der Zumittlung der Rechnung an den Besteller.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 84/65
    Entscheidungstext OGH 24.03.1965 6 Ob 84/65
    Veröff: JBl 1966,250 (mit Besprechung von Wahle)
  • 5 Ob 311/80
    Entscheidungstext OGH 10.03.1981 5 Ob 311/80
    Vgl; Beisatz: Wird der Zeitpunkt der Rechnungslegung durch Vereinbarung bestimmt, ist diese als eine den allfälligen schon vorher bestandenen gesetzlichen Fälligkeitszeitpunkt (§ 1170 ABGB) hinausschiebende und keinesfalls als eine sogenannte "reine", die Fälligkeit nicht berührende Stundung anzusehen. (T1)
    Veröff: JBl 1982,429
  • 1 Ob 790/82
    Entscheidungstext OGH 15.12.1982 1 Ob 790/82
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 721/86
    Entscheidungstext OGH 29.09.1987 2 Ob 721/86
    Vgl auch
  • 10 Ob 2417/96f
    Entscheidungstext OGH 11.02.1997 10 Ob 2417/96f
    Auch; Beisatz: Wurde aber ein Zeitpunkt für die Rechnungslegung vereinbart, so ist dieser Zeitpunkt für den Beginn der Verjährung maßgebend. (T2)
  • 4 Ob 2265/96h
    Entscheidungstext OGH 12.11.1996 4 Ob 2265/96h
  • 3 Ob 200/08w
    Entscheidungstext OGH 25.02.2009 3 Ob 200/08w
  • 8 Ob 114/11i
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 8 Ob 114/11i
    Auch
  • 9 Ob 79/14d
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 9 Ob 79/14d
    Auch
  • 6 Ob 236/15x
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 6 Ob 236/15x
  • 9 Ob 32/16w
    Entscheidungstext OGH 26.07.2016 9 Ob 32/16w
  • 3 Ob 43/17w
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 3 Ob 43/17w
    Vgl; Beisatz: Hier: Leistungsentgelt eines Kommunikationsdienstleisters. (T3)
  • 3 Ob 106/18m
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 106/18m
  • 4 Ob 166/18t
    Entscheidungstext OGH 23.10.2018 4 Ob 166/18t
  • 4 Ob 113/20a
    Entscheidungstext OGH 11.08.2020 4 Ob 113/20a

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0034319

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.10.2020

Dokumentnummer

JJR_19650324_OGH0002_0060OB00084_6500000_002

Rechtssatz für 3Ob189/74 (3Ob190/74, ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0034405

Geschäftszahl

3Ob189/74 (3Ob190/74, 3Ob191/74); 4Ob2265/96h; 1Ob14/01t; 7Ob292/04y; 3Ob169/06h

Entscheidungsdatum

05.11.1974

Norm

ABGB §1496

Rechtssatz

Wird die Fälligkeit einer Forderung durch eine zwischen Gläubiger und Schuldner vereinbarte Stundung oder durch ein Moratorium (allgemein angeordnete Stundung) hinausgeschoben, so tritt nach der herrschenden Lehre in analoger Anwendung der Bestimmungen des § 1496 ABGB auch eine Hemmung der Verjährung ein (Klang 2.Auflage VI 649, Ehrenzweig 2. Auflage I/1 319 und II/1 88).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 189/74
    Entscheidungstext OGH 05.11.1974 3 Ob 189/74
    Veröff: EvBl 1975/166 S 328
  • 4 Ob 2265/96h
    Entscheidungstext OGH 12.11.1996 4 Ob 2265/96h
    nur: Wird die Fälligkeit einer Forderung durch eine zwischen Gläubiger und Schuldner vereinbarte Stundung hinausgeschoben, so tritt nach der herrschenden Lehre in analoger Anwendung der Bestimmungen des § 1496 ABGB auch eine Hemmung der Verjährung ein (Klang 2.Auflage VI 649, Ehrenzweig 2.Auflage I/1 319 und II/1 88). (T1)
  • 1 Ob 14/01t
    Entscheidungstext OGH 30.01.2001 1 Ob 14/01t
    Auch; Beisatz: Die Stundung in beiden Erscheinungsformen ist mit der Beurteilung der Verjährung der gestundeten Forderung unlösbar verknüpft. (T2) Beisatz: Wird bei der die Fälligkeit hinausschiebenden Stundung die Verjährung vor Eintritt der Fälligkeit gar nicht erst in Gang gesetzt, so ist deren Fristenlauf bei der reinen Stundung für deren Dauer gehemmt, sodass die gestundete Forderung nach Wegfall der Hemmung nicht vor Ablauf der in diesem Zeitpunkt noch offenen Frist verjähren kann. (T3)
  • 7 Ob 292/04y
    Entscheidungstext OGH 02.03.2005 7 Ob 292/04y
    Auch
  • 3 Ob 169/06h
    Entscheidungstext OGH 22.02.2007 3 Ob 169/06h

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0034405

Dokumentnummer

JJR_19741105_OGH0002_0030OB00189_7400000_002

Rechtssatz für 4Ob557/81 5Ob639/82 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0034343

Geschäftszahl

4Ob557/81; 5Ob639/82; 2Ob562/83; 4Ob6/84; 1Ob563/85; 1Ob606/94; 4Ob514/96; 4Ob2265/96h; 2Ob153/00i; 3Ob121/04x; 2Ob29/06p; 2Ob74/07g; 4Ob201/07y; 2Ob31/07h; 7Ob91/10y; 2Ob74/10m; 1Ob204/10x; 8ObA21/10m; 8ObA22/11k; 7Ob165/10f; 8ObA76/11a; 5Ob116/12p; 7Ob22/13f; 8ObA20/13v; 4Ob148/15s; 9ObA161/15i; 3Ob238/16w; 9ObA24/18x; 1Ob78/18d; 8ObA47/18x; 1Ob127/18k; 5Ob200/18z; 3Ob245/18b; 5Ob35/19m; 5Ob103/19m; 8ObA4/21b

Entscheidungsdatum

16.02.1982

Norm

ABGB §1478
EG-RL 2000/78/EG - Gleichbehandlungsrahmenrichtlinie 32000L0078 allg

Rechtssatz

Die Verjährung beginnt grundsätzlich mit dem Zeitpunkt zu laufen, in welchem das Recht "zuerst hätte ausgeübt werden können", seiner Geltendmachung also kein rechtliches Hindernis - zB mangelnde Fälligkeit - mehr entgegensteht (so schon SZ 38/44; Arb 8844 mit weiteren Nachweisen).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 557/81
    Entscheidungstext OGH 16.02.1982 4 Ob 557/81
  • 5 Ob 639/82
    Entscheidungstext OGH 29.06.1982 5 Ob 639/82
    Beisatz: Hier: Architektenhonorar. (T1)
  • 2 Ob 562/83
    Entscheidungstext OGH 29.02.1984 2 Ob 562/83
  • 4 Ob 6/84
    Entscheidungstext OGH 04.06.1985 4 Ob 6/84
    Veröff: DRdA 1986,307 (Apathy)
  • 1 Ob 563/85
    Entscheidungstext OGH 10.07.1985 1 Ob 563/85
    Veröff: SZ 58/122 = JBl 1986,317 (Huber)
  • 1 Ob 606/94
    Entscheidungstext OGH 23.09.1994 1 Ob 606/94
  • 4 Ob 514/96
    Entscheidungstext OGH 12.03.1996 4 Ob 514/96
    Veröff: SZ 69/60
  • 4 Ob 2265/96h
    Entscheidungstext OGH 12.11.1996 4 Ob 2265/96h
  • 2 Ob 153/00i
    Entscheidungstext OGH 02.08.2000 2 Ob 153/00i
    nur: Die Verjährung beginnt grundsätzlich mit dem Zeitpunkt zu laufen, in welchem das Recht "zuerst hätte ausgeübt werden können", seiner Geltendmachung also kein rechtliches Hindernis mehr entgegensteht. (T2)
  • 3 Ob 121/04x
    Entscheidungstext OGH 16.02.2005 3 Ob 121/04x
    nur T2
  • 2 Ob 29/06p
    Entscheidungstext OGH 14.06.2007 2 Ob 29/06p
    nur T2
  • 2 Ob 74/07g
    Entscheidungstext OGH 09.08.2007 2 Ob 74/07g
    Auch; nur T2; Beisatz: Der Beginn der Verjährung hängt grundsätzlich von der objektiven Möglichkeit der Geltendmachung des Rechtes ab. (T3)
  • 4 Ob 201/07y
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 201/07y
    Veröff: SZ 2007/193
  • 2 Ob 31/07h
    Entscheidungstext OGH 27.03.2008 2 Ob 31/07h
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 91/10y
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 7 Ob 91/10y
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 2010/107
  • 2 Ob 74/10m
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 2 Ob 74/10m
    nur T2; Beisatz: Es kommt auf die objektive Möglichkeit zur Geltendmachung an. (T4)
    Beisatz: Soweit das Gesetz ‑ anders als etwa bei Schadenersatzansprüchen ‑ keine Ausnahme macht, kommt es auf die Kenntnis des Berechtigten vom Bestehen des Anspruchs oder der Person des Verpflichteten nicht an. (T5)
  • 1 Ob 204/10x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 1 Ob 204/10x
    nur T2; Beis wie T3; Veröff: SZ 2010/156
  • 8 ObA 21/10m
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 ObA 21/10m
    nur T2; Beis wie T3
  • 8 ObA 22/11k
    Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 ObA 22/11k
    Veröff: SZ 2011/53
  • 7 Ob 165/10f
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 7 Ob 165/10f
    Beisatz: Das gilt auch für die kurze Verjährungsfrist nach § 1489 Satz 1 ABGB. (T6)
  • 8 ObA 76/11a
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 8 ObA 76/11a
    nur T2
  • 5 Ob 116/12p
    Entscheidungstext OGH 20.11.2012 5 Ob 116/12p
    Auch; Beisatz: Hier: Verjährungszeitpunkt der Erbschaftsklage und Heimfall. (T7)
    Veröff: SZ 2012/122
  • 7 Ob 22/13f
    Entscheidungstext OGH 17.04.2013 7 Ob 22/13f
    Auch
  • 8 ObA 20/13v
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 8 ObA 20/13v
  • 4 Ob 148/15s
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 4 Ob 148/15s
    Beisatz: Wird ein Wiederkaufsrecht vom Eintritt bestimmter (wirtschaftlicher) Bedingungen abhängig gemacht, kann die Verjährungsfrist frühestens mit Eintritt des vereinbarten Wiederkaufsfalls zu laufen beginnen. (T8)
  • 9 ObA 161/15i
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 9 ObA 161/15i
  • 3 Ob 238/16w
    Entscheidungstext OGH 13.12.2016 3 Ob 238/16w
  • 9 ObA 24/18x
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 ObA 24/18x
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Verjährung nach § 42 NÖ LVBG. (T9)
  • 1 Ob 78/18d
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 78/18d
    nur T2; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 8 ObA 47/18x
    Entscheidungstext OGH 28.08.2018 8 ObA 47/18x
    Auch; Beisatz: Der Beginn des Laufs der Verjährungsfrist des § 4 Abs 5 UrlG setzt – wie im allgemeinen Zivilrecht – die objektive Möglichkeit der Geltendmachung des Anspruchs voraus. (T10)
    Beisatz: In der Zeit zwischen dem Ende der Kündigungsfrist und dem der Anfechtungsklage stattgebenden Urteil bestehen vorweg keine wechselseitigen Leistungs- und Entgeltpflichten, also aufgrund der Beendigung des Dienstverhältnisses auch kein Urlaubsanspruch des Dienstnehmers. Der Arbeitnehmer kann in dieser Zwischenzeit weder die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses noch die Weiterzahlung des Entgelts verlangen und keinen Urlaub beanspruchen. (T11)
  • 1 Ob 127/18k
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 1 Ob 127/18k
    Beis wie T3; Beis wie T4
  • 5 Ob 200/18z
    Entscheidungstext OGH 13.12.2018 5 Ob 200/18z
  • 3 Ob 245/18b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 3 Ob 245/18b
    Auch
  • 5 Ob 35/19m
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 5 Ob 35/19m
    Beis wie T4
  • 5 Ob 103/19m
    Entscheidungstext OGH 27.11.2019 5 Ob 103/19m
    Beis wie T3; Veröff: SZ 2019/108
  • 8 ObA 4/21b
    Entscheidungstext OGH 25.03.2021 8 ObA 4/21b
    nur T2; Beisatz: Die Verjährungsfrist einer allein auf einem Verstoß gegen eine europäische Richtlinie (hier: RL 2000/78/EG) beruhenden Forderung kann frühestens mit dem Ende der Umsetzungsfrist der entsprechenden Richtlinie zu laufen beginnen. (T12)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0034343

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.07.2021

Dokumentnummer

JJR_19820216_OGH0002_0040OB00557_8100000_001

Rechtssatz für 8Ob28/93 4Ob2114/96b 1O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017597

Geschäftszahl

8Ob28/93; 4Ob2114/96b; 1Ob2299/96m; 4Ob2265/96h; 1Ob14/01t; 9ObA77/01s; 7Ob292/04y; 6Ob111/10g; 5Ob157/10i

Entscheidungsdatum

22.12.1993

Norm

ABGB §904 I
ABGB §1496

Rechtssatz

Eine "reine" Stundung, welche die Fälligkeit unberührt lässt, aber ihre Geltendmachung hinausschiebt, hemmt den Lauf der Verjährungsfrist.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 28/93
    Entscheidungstext OGH 22.12.1993 8 Ob 28/93
  • 4 Ob 2114/96b
    Entscheidungstext OGH 29.05.1996 4 Ob 2114/96b
    Beisatz: Der Schuldner darf weiterhin die Leistung erbringen und muss Verzugszinsen leisten; wird aber der Schuldner vom Gläubiger belangt, kann er dieses Begehren unter Berufung auf den Aufschub der Geltendmachung der Forderung abwehren. (T1)
  • 1 Ob 2299/96m
    Entscheidungstext OGH 16.12.1996 1 Ob 2299/96m
    Auch; nur: Eine "reine" Stundung, welche die Fälligkeit unberührt lässt, aber ihre Geltendmachung hinausschiebt. (T2)
  • 4 Ob 2265/96h
    Entscheidungstext OGH 12.11.1996 4 Ob 2265/96h
    Beisatz: Die nicht auf einer Vereinbarung beruhende Setzung eines Zahlungszieles in einer Rechnung ist eine sogenannte "reine Stundung", so dass vor dem Erreichen des Zahlungszieles die Forderung nicht geltend gemacht werden kann, und der Lauf der Verjährungsfrist gehemmt ist. (T3)
  • 1 Ob 14/01t
    Entscheidungstext OGH 30.01.2001 1 Ob 14/01t
  • 9 ObA 77/01s
    Entscheidungstext OGH 05.09.2001 9 ObA 77/01s
    Auch; nur T2; Beisatz: Die "reine" Stundung steht der Aufrechnung nicht entgegen. (T4)
  • 7 Ob 292/04y
    Entscheidungstext OGH 02.03.2005 7 Ob 292/04y
  • 6 Ob 111/10g
    Entscheidungstext OGH 24.06.2010 6 Ob 111/10g
    Vgl auch; nur T2
  • 5 Ob 157/10i
    Entscheidungstext OGH 21.10.2010 5 Ob 157/10i
    Vgl auch; nur ähnlich T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0017597

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.12.2010

Dokumentnummer

JJR_19931222_OGH0002_0080OB00028_9300000_001

Rechtssatz für 4Ob2265/96h

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0107114

Geschäftszahl

4Ob2265/96h

Entscheidungsdatum

12.11.1996

Norm

ABGB §903
ABGB §904 I
ABGB §1417
ABGB §1496

Rechtssatz

Die nicht auf einer Vereinbarung beruhende Setzung eines Zahlungszieles in einer Rechnung ist eine sogenannte "reine Stundung", so daß vor dem Erreichen des Zahlungszieles die Forderung nicht geltend gemacht werden kann, und der Lauf der Verjährungsfrist gehemmt ist.

Entscheidungstexte

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0107114

Dokumentnummer

JJR_19961112_OGH0002_0040OB02265_96H0000_001

Entscheidungstext 4Ob2265/96h

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

4Ob2265/96h

Entscheidungsdatum

12.11.1996

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof.Dr.Gamerith als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Kodek und Dr.Niederreiter sowie die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofes Dr.Griß und Dr.Schenk als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Dipl.Ing.Jens S*****, vertreten durch Dr.Nikolaus Lanner, Rechtsanwalt in Klagenfurt, wider die beklagten Parteien 1. Hermann E*****, vertreten durch Dr.Heinrich Egger-Peitler, Rechtsanwalt in Spittal an der Drau, 2. Ing.Heinrich S*****, vertreten durch Dr.Gerhard Gratzer, Rechtsanwalt in Klagenfurt, wegen S 546.852 sA, infolge außerordentlicher Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Graz als Berufungsgericht vom 6.Mai 1996, GZ 6 R 50/96m-33, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Landesgerichtes Klagenfurt vom 18.Dezember 1995, GZ 29 Cg 42/94h-29, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Der Revision wird Folge gegeben.

Das angefochtene Urteil wird aufgehoben; die Sache wird zur neuerlichen Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

Die Kosten des Revisionsverfahrens sind weitere Kosten des Rechtsmittelverfahrens.

Text

Begründung:

Der Kläger führte mit den beiden Beklagten Gespräche über den Aus- und Umbau eines Hauses in S***** und erbrachte sodann Planungsarbeiten hiefür. Am 18.Februar 1991 forderte er von den Beklagten ein Honorar für diese Planungstätigkeit. Die Beklagten lehnten die Zahlung mit der Begründung ab, er habe nichts geleistet; zwischen den Streitteilen sei es zu keinem Vertrag über die Tätigkeit des Klägers gekommen. Der Kläger legte hierauf den Beklagten die Honorarnote vom 16.März 1991 über S 660.852. Diesen Ersatz seiner Aufwendungen stellte er "mit Fälligkeit zum 12.April 1991 in Rechnung" (Beilage ./A).

Mit Schreiben vom 25.Februar 1993 beantragte der Kläger unter Vorlage eines Vermögensbekenntnisses beim Erstgericht zu 28 Nc 18/93 ihm in seiner Rechtssache gegen die beiden nunmehrigen Beklagten wegen des ausständigen Planungshonorars über S 660.852 laut Rechnung vom 16. März 1991 die Verfahrenshilfe in vollem Umfang zu bewilligen. Er habe von August 1990 bis Februar 1991 im Auftrag der Beklagten für die Liegenschaft in S*****, umfangreiche Aufmaß-, Planungs-, Zeichen- und Modellarbeiten erbracht und sie am 16.März 1991 in Rechnung gestellt. Sein Honoraranspruch werde bestritten, so daß er gehalten sei, den Betrag baldmöglichst hereinzubringen. Er sei nicht in der Lage, die Anwalts- und Prozeßkosten aufzubringen.

Mit Beschluß vom 15.März 1993 bewilligte das Erstgericht dem Kläger die Verfahrenshilfe im Umfang des § 64 Abs 1 ZPO. In der Folge wurde am 31.3.1993 der Rechtsanwalt Dr.Nikolaus Lanner als Vertreter des Klägers bestellt.

Mit der am 24.März 1994 überreichten Klage begehrt der Kläger auf Grund seiner Rechnung vom 16.März 1991 das Honorar für Planungs- und Architektenleistungen in der Höhe von S 546.852 sA. Die beiden Beklagten hätten ihn im eigenen Namen beauftragt. Selbst wenn in Wahrheit die D*****gesellschaft mbH Auftraggeber gewesen wäre, würden die Beklagten als Geschäftsführer dieser Gesellschaft infolge ihres deliktischen Verhaltens persönlich haften.

Beide Beklagten beantragen die Abweisung des Klagebegehrens. Auftraggeber sei die mittlerweile in Konkurs gegangene D*****gesellschaft mbH, nicht aber die Beklagten gewesen. Außerdem habe der Kläger keine entgeltlichen Leistungen erbracht. Im übrigen sei die mit der Klage geltend gemachte Forderung verjährt, weil die Klage mehr als drei Jahre nach Legung der Rechnung eingebracht worden sei (S. 41). Der Kläger wäre schon seit 18.Februar 1991 verpflichtet gewesen, allenfalls erbrachte Leistungen in Rechnung zu stellen, die Klageforderung sei daher spätestens Anfang März 1994 verjährt gewesen (S. 111). Die Bekanntgabe eines Fälligkeitstermins könne den Beginn der Verjährung nicht hinausschieben (S. 113).

Das Erstgericht wies das Klagebegehren ab. Es stellte folgenden Sachverhalt fest:

Der Kläger ist deutscher Staatsbürger; er besitzt nicht die österreichische Staatsbürgerschaft. Er studierte an der Technischen Universität B***** Architektur und schloß das Studium mit dem akademischen Grad eines Diplomingenieurs ab. Er ist in der Bundesrepublik Deutschland berechtigt, als Architekt zu arbeiten. In Österreich ist er berechtigt, planerische Arbeiten zu erbringen. Vor dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union war er jedoch nicht berechtigt, in Österreich selbständig Pläne bei einem Amt einzureichen. Der Kläger war nie Mitglied einer österreichischen Ingenieurkammer. Er darf in Österreich auch nicht als Baumeister tätig werden.

Im Juni 1990 erwarb die Gattin des Klägers, Petra S*****, ein renovierungsbedürftiges Haus in Se*****. Der Kläger gestaltete den Umbau des Hauses architektonisch.

Durch diese Arbeit lernte der Erstbeklagte, der in unmittelbarer Nähe dieses Hauses lebt, den Kläger kennen. Der Erstbeklagte und Josef S***** waren Hälfteeigentümer der Liegenschaft EZ *****, auf der das Haus B***** steht. Er war Prokurist der D*****gesellschaft mbH von deren Entstehung an bis zum Konkurs im Jahre 1991. Der Zweitbeklagte war im selben Zeitraum Geschäftsführer dieser Gesellschaft.

Der Erstbeklagte sprach den Kläger wegen des Objektes in S*****, an. Dieser schlug ihm nach einer Besichtigung den Umbau vor, um eine höhere Nutzung im Ortszentrum zu erzielen. Noch im Juni 1990 kam es in der Wohnung des Erstbeklagten zu einem weiteren Gespräch, bei welchem ua auch der Zweitbeklagte anwesend war. Dabei ging es um den Aus- bzw Umbau der Liegenschaft B*****. Der Kläger wollte die Beklagten von dem Projekt überzeugen und schlug vor, neben dem von ihnen vorgesehenen Ausbau des Dachgeschosses noch drei weitere Eigentumswohnungen auszubauen, die dann veräußert werden sollten. Schließlich wurde besprochen, daß die D*****gesellschaft mbH und die vom Kläger zu gründende Firma I*****das Projekt durchführen sollten und welche Aufgaben jeder der Streitteile zu übernehmen hätte. Weiters wurde zwischen den Beteiligten noch besprochen, daß bei Nichtzustandekommen des Projektes gegenseitig keine Kosten, auch keine Barauslagen, verrechnet werden sollten.

Der Kläger begann dann mit seinen Arbeiten. Er erstellte verschiedene Pläne und Skizzen. Es kann nicht festgestellt werden, daß die Beklagten den Auftrag zur Durchführung dieser Arbeiten erteilt hätten oder daß sie das Repräsentationsmodell des Klägers oder sonstige Unterlagen für die Erstellung oder Verwertung des Projektes verwendeten.

Der Kläger arbeitete einen Vertragsentwurf aus, es kam aber in der Folge weder ein mündlicher noch ein schriftlicher Vertrag zustande.

Da Anfang Herbst 1990 die beiden Beklagten erkannten, daß der Kläger seinen finanziellen Anteil am Projekt nicht einbringen werde, entschlossen sie sich, keinen Vertrag mit dem Kläger über das Projekt B***** zu schließen, sondern dieses mit Dipl.Ing.M***** auszuführen.

Dipl.Ing.M***** führte in der Folge die Planungsarbeiten durch und erstellte Einreichpläne. Schließlich wurden drei Eigentumswohnungen gebaut.

Mit Kaufvertrag vom 15./16.November 1990 veräußerten der Erstbeklagte und Josef S***** 96 % an der Liegenschaft B***** an die D*****gesellschaft mbH.

Am 18.Februar 1991 kam es zwischen den Streitteilen auf der Liegenschaft B***** zu einem Gespräch, bei dem der Kläger die Beklagten mit seinen Honoraransprüchen für die Planertätigkeiten konfrontierte. Die Beklagten lehnten dies mit der Begründung ab, daß der Kläger nichts geleistet habe und auch kein Vertrag zustande gekommen sei.

Mit Kaufvertrag vom 19.März 1991 veräußerte Josef S***** seine noch vorhandenen Eigentumsanteile an der Liegenschaft B***** an den Zweitbeklagten.

Mit Schreiben vom 16.März 1991 legte der Kläger den Beklagten eine Honorarnote über insgesamt S 660.852.

Rechtlich meinte das Erstgericht, daß der Verjährungseinwand nicht berechtigt sei. Die Verjährungsfrist beginne mit Zumittlung der Rechnung zu laufen. Da der Kläger am 25.Februar 1993, somit innerhalb der Verjährungsfrist, um Bewilligung der Verfahrenshilfe und Beigebung eines Rechtsanwaltes angesucht habe, sei die geltend gemachte Forderung nicht verjährt. Wohl aber seien die weiteren Einwände der Beklagten berechtigt. Der Kläger habe Vorleistungen erbracht, um mit der D*****gesellschaft mbH einen Vertrag über das Bauprojekt zu schließen. Die Beklagten seien dabei nur für diese Gesellschaft und nicht selbständig aufgetreten. Ein deliktisches Verhalten der Beklagten seien nicht hervorgekommen. Überdies hätten die Streitteile vereinbart, daß die Vorleistungen nicht gegenseitig verrechnet würden.

Das Berufungsgericht bestätigte dieses Urteil und sprach aus, daß die ordentliche Revision nicht zulässig sei. Zwischen dem Zeitpunkt, in dem eine Rechnungslegung objektiv möglich gewesen wäre, und dem Tag der Klageeinbringung seien mehr als drei Jahre vergangen. Nicht jeder vor Einleitung eines Rechtsstreites gestellte Antrag auf Bewilligung der Verfahrenshilfe sei als verbesserungsfähige Klage zu werten, welche den Lauf der Verjährungsfrist unterbreche. Der vom Kläger zu 28 Nc 18/93 des Erstgerichtes gestellte Antrag sei ein schlichter Verfahrenshilfeantrag und habe nicht das Rechtsschutzziel verfolgt, damit einen Zivilprozeß einzuleiten und eine Sachentscheidung über einen Urteilsantrag zu begehren. Der Anspruch des Klägers sei somit verjährt. Bei dieser Sach- und Rechtslage sei auf die Berufungsausführungen nicht einzugehen.

Rechtliche Beurteilung

Die gegen dieses Urteil erhobene außerordentliche Revision des Klägers ist zulässig, weil die angefochtene Entscheidung nicht im Einklang mit der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes steht; sie ist auch berechtigt.

Dem Kläger ist darin beizupflichten, daß er die Klage noch vor Ablauf der Verjährungsfrist eingebracht hat:

Nach § 1486 verjähren Forderungen (ua) für die Ausführung von Arbeiten oder sonstigen Leistungen in einem geschäftlichen Betrieb in drei Jahren. Nach der allgemeinen Regel des § 1478 ABGB beginnt die Verjährungsfrist grundsätzlich mit der objektiven Möglichkeit der Rechtsausübung; die Verjährungsfrist beginnt also zu laufen, sobald der Geltendmachung des Anspruches kein rechtliches Hindernis entgegensteht (SZ 51/97; SZ 58/122; SZ 59/34 uva; Schubert in Rummel, ABGB2 Rz 2 zu § 1478). Bei Werkverträgen, bei denen das Entgelt nicht von vornherein fixiert ist, beginnt demnach die Verjährungsfrist erst mit der Zumittlung der Rechnung zu laufen, weil erst damit die Fälligkeit der Forderung und damit die Klagemöglichkeit eintritt (SZ 38/44; SZ 40/44; SZ 54/35 uva; Schubert aaO Rz 5 zu § 1486). Die Übermittlung der Rechnung darf freilich nicht unnötig verzögert werden; sie muß vielmehr innerhalb verkehrsüblicher Frist gelegt werden. Bei verspäteter Rechnungslegung beginnt die Verjährungsfrist mit dem Zeitpunkt, in dem die Rechnungslegung objektiv möglich gewesen wäre, wobei es auf die Verkehrsübung ankommt (SZ 38/44; SZ 54/35; WBl 1988, 205 ua; Schubert aaO).

Entgegen der Meinung des Zweitbeklagten kann dem Kläger nicht vorgeworfen werden, daß er die Honorarnote verspätet gelegt hätte. Im Hinblick auf die Besonderheit der Beziehungen zwischen den Streitteilen kann in diesem Fall nicht auf den Zeitpunkt der letzten Arbeitsleistung des Klägers abgestellt werden. Der Zweitbeklagte will auch nur daraus, daß schon am 18.Februar 1991 Einigung darüber erzielt wurde, daß das gemeinsame Projekt nicht durchgeführt werde, den Schluß ziehen, der Kläger hätte schon damals allenfalls erbrachte Leistungen in Rechnung stellen müssen. Der Kläger hat also nicht ganz vier Wochen nach diesem Gespräch den Beklagten seine Honorarnote gelegt. Er tat dies gleichzeitig mit einem Schreiben, in dem er nach Rücksprache mit einem Rechtsanwalt seinen Standpunkt ausführlich darlegte und auch festhielt, daß er nach wie vor bereit sei, die getroffenen Vereinbarungen zuzuhalten und in die Projektfinanzierung einzutreten. In diesem Falle kann nicht gesagt werden, der Kläger habe die Rechnungslegung ungebührlich verzögert, so daß die Verjährung schon vor dem 16.März 1991 zu laufen begonnen hätte. Ihm ist im Hinblick auf die rechtlichen Probleme des Falles durchaus eine Frist von mindestens einem Monat für die Legung der Honorarnote zuzubilligen.

Mit Recht weist der Kläger darauf hin, daß die Verjährungsfrist auch mit der Rechnungslegung vom 16.März 1991 noch nicht zu laufen begonnen hat. Der Kläger hat den Beklagten nämlich - wie im Geschäftsleben durchaus häufig - ein Zahlungsziel - bis zum 12.April 1991 gesetzt. Wäre diese Zahlungsfrist zwischen den Streitteilen vereinbart worden, dann hätte dies die Fälligkeit hinausgeschoben, so daß in analoger Anwendung des § 1496 ABGB die Verjährung gehemmt gewesen wäre (Klang in Klang2 VI 649; Schubert aaO Rz 2 zu § 1478; JBl 1960, 640; SZ 39/211 ua). Liegt aber - wie offensichtlich hier - eine sogenannte "reine Stundung" vor, eine Stundung also, welche die Fälligkeit unberührt läßt und nur die Geltendmachung hinausschiebt (Koziol/Welser10 I 226; JBl 1993, 456 ua), dann ist der Lauf der Verjährungsfrist gleichfalls gehemmt (Ehrenzweig/Mayrhofer 83; Koziol/Welser aaO; Schubert aaO Rz 2 zu § 1478; WBl 1994, 205). Der Kläger hätte also vor dem 12.April 1991 seine Forderung nicht geltend machen können. Die Verjährung konnte daher nicht vor dem 12.April 1994 abgelaufen sein.

Da schon aus diesem Grund der Verjährungseinwand der Beklagten unberechtigt ist, braucht auf die von den Vorinstanzen unterschiedlich gelöste Frage, ob schon der Verfahrenshilfeantrag des Klägers geeignet war, die Verjährungsfrist im Sinne des § 1497 ABGB zu unterbrechen, sowie auf die damit im Zusammenhang stehende Frage, unter welchen Voraussetzungen ein Verfahrenshilfeantrag überhaupt als Klage beurteilt werden kann (SZ 60/286; AnwBl 1992, 237 [zust. Mayr]; 4 Ob 141/93; 1 Ob 4/94 ua), nicht eingegangen zu werden.

Da die eingeklagte Forderung nicht verjährt ist, hängt die Entscheidung von der Berechtigung der übrigen Einwendungen der Beklagten, also der Klärung ihrer Passivlegitimation sowie der Frage, ob Unentgeltlichkeit bedungen war, ab. Da der Kläger die dafür maßgeblichen Feststellungen aber mit der Beweisrüge bekämpft, das Berufungsgericht diese Feststellungen aber nicht überprüft hat, mußte das angefochtene Urteil in Stattgebung der Revision aufgehoben und mit einer Zurückverweisung der Sache an das Gericht zweiter Instanz vorgegangen werden. Das Berufungsgericht wird sich mit den Argumenten des Klägers in der Berufung auseinanderzusetzen haben.

Der Kostenausspruch gründet sich auf § 52 ZPO.

Anmerkung

E44177 04A22656

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:0040OB02265.96H.1112.000

Dokumentnummer

JJT_19961112_OGH0002_0040OB02265_96H0000_000