Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob549/56 3Ob99/57 3Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0077647

Geschäftszahl

3Ob549/56; 3Ob99/57; 3Ob324/55; 4Ob301/62; 4Ob353/62; 4Ob305/63; 4Ob335/71; 4Ob357/76 (4Ob358/76); 4Ob395/76; 4Ob310/77; 4Ob354/77; 4Ob374/77; 4Ob353/78; 4Ob312/80; 4Ob386/80; 4Ob314/82; 4Ob376/82; 4Ob404/81; 4Ob395/82; 4Ob56/88; 4Ob101/88; 4Ob114/88; 4Ob34/89; 4Ob128/89; 4Ob120/89; 4Ob61/89; 4Ob92/89; 4Ob126/89; 4Ob89/90; 4Ob71/90; 4Ob83/90 (4Ob84/90); 4Ob80/90 (4Ob81/90); 4Ob100/90; 4Ob153/90; 4Ob175/90; 4Ob391/86 (4Ob392/86); 4Ob29/90; 4Ob36/91; 4Ob135/91; 4Ob18/92; 4Ob94/91; 4Ob62/92; 4Ob50/93; 4Ob133/93; 4Ob1/94; 4Ob38/94; 4Ob67/95; 4Ob49/95; 4Ob1105/95; 4Ob2250/96b; 4Ob2205/96k; 4Ob144/97y; 4Ob20/98i; 4Ob110/98z; 4Ob255/98y; 4Ob270/98d; 4Ob135/99b; 4Ob157/99p; 4Ob164/99f; 4Ob67/00g; 4Ob258/02y; 4Ob112/03d; 4Ob155/05f; 4Ob238/06p; 4Ob93/09v; 4Ob144/10w; 4Ob4/13m; 4Ob149/15p

Entscheidungsdatum

21.11.1956

Norm

UWG §1 C5a

Rechtssatz

Ein Handeln zu Wettbewerbszwecken setzt nicht voraus, dass die auf Wettbewerb gerichtete Absicht die einzige oder wesentliche Zielsetzung für die Handlung ist. Sie darf nur gegenüber dem eigentlichen Beweggrund nicht völlig in den Hintergrund treten.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 549/56
    Entscheidungstext OGH 21.11.1956 3 Ob 549/56
    Veröff: JBl 1957,417 = ÖBl 1957,25
  • 3 Ob 99/57
    Entscheidungstext OGH 06.03.1957 3 Ob 99/57
    Veröff: ÖBl 1957,42
  • 3 Ob 324/55
    Entscheidungstext OGH 29.06.1955 3 Ob 324/55
    Ähnlich; Veröff: JBl 1956,75 = ÖBl 1956,2
  • 4 Ob 301/62
    Entscheidungstext OGH 20.03.1962 4 Ob 301/62
    Veröff: JBl 1963,43 = ÖBl 1962,88
  • 4 Ob 353/62
    Entscheidungstext OGH 27.11.1962 4 Ob 353/62
    Veröff: ÖBl 1963,103
  • 4 Ob 305/63
    Entscheidungstext OGH 12.02.1963 4 Ob 305/63
    Veröff: ÖBl 1963,72
  • 4 Ob 335/71
    Entscheidungstext OGH 13.07.1971 4 Ob 335/71
    Veröff: SZ 44/116 = ÖBl 1972,40
  • 4 Ob 357/76
    Entscheidungstext OGH 07.09.1976 4 Ob 357/76
    Beisatz: BILLDROG-Billige Drogerie. (T1) Veröff: ÖBl 1977,157
  • 4 Ob 395/76
    Entscheidungstext OGH 14.12.1976 4 Ob 395/76
    Beisatz: Institut für Sportstättenbau. (T2)
  • 4 Ob 310/77
    Entscheidungstext OGH 08.03.1977 4 Ob 310/77
    Veröff: ÖBl 1977,121
  • 4 Ob 354/77
    Entscheidungstext OGH 28.06.1977 4 Ob 354/77
    Auch; Beisatz: Flugblatt Margreiter-Fieuw. (T3)
  • 4 Ob 374/77
    Entscheidungstext OGH 27.09.1977 4 Ob 374/77
  • 4 Ob 353/78
    Entscheidungstext OGH 21.11.1978 4 Ob 353/78
    Auch; Veröff: ÖBl 1979,70 = AnwBl 1979,465 ff; hiezu kritisch Stölzle, Wann handelt ein Rechtsanwalt "zu Zwecken des Wettbewerbs" für seinen Mandanten?
  • 4 Ob 312/80
    Entscheidungstext OGH 25.03.1980 4 Ob 312/80
    Beisatz: Griechenland-Reisen. (T4) Veröff: ÖBl 1981,45
  • 4 Ob 386/80
    Entscheidungstext OGH 25.11.1980 4 Ob 386/80
  • 4 Ob 314/82
    Entscheidungstext OGH 04.05.1982 4 Ob 314/82
  • 4 Ob 376/82
    Entscheidungstext OGH 12.10.1982 4 Ob 376/82
  • 4 Ob 404/81
    Entscheidungstext OGH 09.11.1982 4 Ob 404/81
    Beisatz: Ambulante Behandlung. (T5) Veröff: ÖBl 1983,9
  • 4 Ob 395/82
    Entscheidungstext OGH 14.12.1982 4 Ob 395/82
    Beisatz: Badegebühren (T6)
  • 4 Ob 56/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 56/88
    Beisatz: Notwehrgemeinschaft der Bauern. (T7) Veröff: SZ 61/194
  • 4 Ob 101/88
    Entscheidungstext OGH 15.11.1988 4 Ob 101/88
  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61
  • 4 Ob 34/89
    Entscheidungstext OGH 23.05.1989 4 Ob 34/89
  • 4 Ob 128/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 128/89
    Beisatz: Ob die (mitspielende) Wettbewerbsabsicht neben anderen Zielen der Handlung noch Gewicht hat, ist als Wertung eine - auch noch in dritter Instanz zu überprüfende - Rechtsfrage, die auf Grund der zu den konkurrierenden Motiven und Zwecken des Handelnden getroffenen Tatsachenfeststellungen zu beurteilen ist. (T8) Veröff: ÖBl 1990,18 = MR 1989,219 (Korn)
  • 4 Ob 120/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 4 Ob 120/89
    Beis wie T8
  • 4 Ob 61/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 61/89
  • 4 Ob 92/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 4 Ob 92/89
    Beis wie T8; Veröff: MR 1990,99 ff = ecolex 1990,159
  • 4 Ob 126/89
    Entscheidungstext OGH 05.12.1989 4 Ob 126/89
    Beis wie T8; Veröff: SZ 62/192 = MR 1990,69
  • 4 Ob 89/90
    Entscheidungstext OGH 12.06.1990 4 Ob 89/90
  • 4 Ob 71/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 71/90
    Beis wie T8; Beisatz: Spricht die Vermutung für das Vorliegen der Wettbewerbsabsicht, hat der Beklagte seine gegenteilige Behauptung zu beweisen. (T9) Veröff: JBl 1991,784
  • 4 Ob 83/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 83/90
    Beis wie T8; Beis wie T9
  • 4 Ob 80/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 80/90
    Beis wie T8; Beis wie T9
  • 4 Ob 100/90
    Entscheidungstext OGH 09.10.1990 4 Ob 100/90
    Beis wie T8; Veröff: ÖBl 1990,250
  • 4 Ob 153/90
    Entscheidungstext OGH 04.12.1990 4 Ob 153/90
    Veröff: JBl 1991,390 (Pfersmann) = MR 1991,159
  • 4 Ob 175/90
    Entscheidungstext OGH 15.01.1991 4 Ob 175/90
    Beis wie T8; Beisatz: Hier: Gebietskrankenkasse (T10) Veröff: WBl 1991,202
  • 4 Ob 391/86
    Entscheidungstext OGH 19.05.1987 4 Ob 391/86
  • 4 Ob 29/90
    Entscheidungstext OGH 27.02.1990 4 Ob 29/90
  • 4 Ob 36/91
    Entscheidungstext OGH 28.05.1991 4 Ob 36/91
    Beis wie T8; Veröff: ÖBl 1991,87 = MR 1992,35
  • 4 Ob 135/91
    Entscheidungstext OGH 17.12.1991 4 Ob 135/91
    Auch; Beis wie T8; Veröff: MR 1992,77 = ÖBl 1992,104 = WBl 1992,202
  • 4 Ob 18/92
    Entscheidungstext OGH 18.02.1992 4 Ob 18/92
    Beis wie T8; Veröff: ÖBl 1992,45
  • 4 Ob 94/91
    Entscheidungstext OGH 25.02.1992 4 Ob 94/91
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Webpelze (T11)
  • 4 Ob 62/92
    Entscheidungstext OGH 20.10.1992 4 Ob 62/92
    Beis wie T8; Veröff: SZ 65/133
  • 4 Ob 50/93
    Entscheidungstext OGH 04.05.1993 4 Ob 50/93
    Beis wie T8; Beisatz: Hier: Vorarlberger Gebietskrankenkasse. (T12) Veröff: MR 1993,119 (Korn)
  • 4 Ob 133/93
    Entscheidungstext OGH 30.11.1993 4 Ob 133/93
    Beis wie T8; Beisatz: Hier bejaht: Aussendung eines Meinungsforschungsinstitutes an verschiedene Medien. (T13)
  • 4 Ob 1/94
    Entscheidungstext OGH 15.02.1994 4 Ob 1/94
    Beisatz: Das ist jedenfalls dann nicht der Fall, wenn ein Gewerbetreibender in seiner Werbung alle Mitbewerber mit dem Götz-Zitat belegt. (T14)
  • 4 Ob 38/94
    Entscheidungstext OGH 12.04.1994 4 Ob 38/94
    Auch
  • 4 Ob 67/95
    Entscheidungstext OGH 18.09.1995 4 Ob 67/95
    Vgl auch; Beisatz: War die Förderung fremden Wettbewerbs nur eine unbeabsichtigte Nebenwirkung bei der Verfolgung des eigenen wirtschaflichen Interesses, so reicht dies für die Annahme der Absicht, fremden Wettbewerb zu fördern, nicht aus. (T15)
  • 4 Ob 49/95
    Entscheidungstext OGH 10.10.1995 4 Ob 49/95
    Beis wie T8; Veröff: SZ 68/177
  • 4 Ob 1105/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 1105/95
    Auch
  • 4 Ob 2250/96b
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2250/96b
    Beis wie T9
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
  • 4 Ob 144/97y
    Entscheidungstext OGH 10.06.1997 4 Ob 144/97y
    Beis wie T8
  • 4 Ob 20/98i
    Entscheidungstext OGH 17.03.1998 4 Ob 20/98i
    Beisatz: Ob das zutrifft, ist als Wertung eine Rechtsfrage, welche aufgrund der zu den verschiedenen Beweggründen und Zwecken des Handelns getroffenen Feststellungen sowie der offenkundigen Tatsachen zu beurteilen ist. (T16)
  • 4 Ob 110/98z
    Entscheidungstext OGH 21.04.1998 4 Ob 110/98z
    Auch; Beis wie T16
  • 4 Ob 255/98y
    Entscheidungstext OGH 29.09.1998 4 Ob 255/98y
    Auch
  • 4 Ob 270/98d
    Entscheidungstext OGH 20.10.1998 4 Ob 270/98d
    Beis wie T8; Beis wie T15; Beis wie T16
  • 4 Ob 135/99b
    Entscheidungstext OGH 18.05.1999 4 Ob 135/99b
    Beis wie T8; Beis wie T15
  • 4 Ob 157/99p
    Entscheidungstext OGH 22.06.1999 4 Ob 157/99p
    Vgl auch; Beis wie T9
  • 4 Ob 164/99f
    Entscheidungstext OGH 22.06.1999 4 Ob 164/99f
    Auch
  • 4 Ob 67/00g
    Entscheidungstext OGH 14.03.2000 4 Ob 67/00g
    Auch
  • 4 Ob 258/02y
    Entscheidungstext OGH 21.01.2003 4 Ob 258/02y
    Beis ähnlich wie T8; Beis wie T16
  • 4 Ob 112/03d
    Entscheidungstext OGH 08.07.2003 4 Ob 112/03d
    Beis wie T8; Beisatz: War die Förderung fremden Wettbewerbs nur eine unbeabsichtigte Nebenwirkung bei der Verfolgung des eigenen wirtschaftlichen Interesses, so reicht dies für die Annahme der Absicht, fremden Wettbewerb zu fördern, nicht aus. (T17)
  • 4 Ob 155/05f
    Entscheidungstext OGH 11.08.2005 4 Ob 155/05f
  • 4 Ob 238/06p
    Entscheidungstext OGH 19.12.2006 4 Ob 238/06p
    Beis wie T8; Beis wie T16; Beisatz: Sozialversicherungsträger verfolgen einen rein sozialen Zweck und üben keine wirtschaftliche Tätigkeit aus, wenn sie zur Sicherstellung des gesetzlich vorgegebenen Sachleistungssystems mit den Leistungserbringern privatrechtliche Verträge abschließen. (T18)
  • 4 Ob 93/09v
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 4 Ob 93/09v
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T18
  • 4 Ob 144/10w
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 144/10w
    Auch; Beisatz: Ob das zutrifft, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. (T19)
  • 4 Ob 4/13m
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 4/13m
    Auch
  • 4 Ob 149/15p
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 4 Ob 149/15p
    Beis wie T8; Beis wie T16

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0077647

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.02.2016

Dokumentnummer

JJR_19561121_OGH0002_0030OB00549_5600000_001

Rechtssatz für 3Ob99/57 4Ob301/70 4Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043607

Geschäftszahl

3Ob99/57; 4Ob301/70; 4Ob305/74; 4Ob328/77; 4Ob354/77; 4Ob411/77; 4Ob353/78; 4Ob409/78; 4Ob406/79; 4Ob320/81; 4Ob321/81; 4Ob376/82; 4Ob311/84; 4Ob348/86; 4Ob338/87; 4Ob2/88; 4Ob49/88; 4Ob56/88; 4Ob44/88; 4Ob48/88; 4Ob101/88; 4Ob114/88; 4Ob15/89; 4Ob40/89; 4Ob34/89; 4Ob38/89 (4Ob39/89); 4Ob128/89; 4Ob120/89; 4Ob92/89; 4Ob126/89; 4Ob29/90; 4Ob519/90; 9ObA231/90 (9ObA232/90); 4Ob71/90; 4Ob83/90 (4Ob84/90); 4Ob80/90 (4Ob81/90); 4Ob100/90; 4Ob135/90; 4Ob153/90; 4Ob175/90; 4Ob13/91; 4Ob32/91; 4Ob36/91; 4Ob135/91; 4Ob18/92; 4Ob1013/92; 4Ob134/91; 4Ob57/92; 4Ob58/92; 4Ob69/92 (4Ob70/92); 4Ob62/92; 4Ob75/92; 4Ob99/92; 4Ob50/93; 4Ob133/93; 4Ob67/95; 4Ob1105/95; 4Ob2205/96k; 4Ob144/97y; 4Ob20/98i; 4Ob54/00w; 4Ob38/02w; 4Ob18/06k; 4Ob161/06i; 4Ob253/02p; 4Ob228/07v

Entscheidungsdatum

06.03.1957

Norm

UWG §1 C5a
ZPO §503 Z4 E4c23

Rechtssatz

Die Feststellung der Wettbewerbsabsicht ist eine Tatfrage keine Rechtsfrage.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 99/57
    Entscheidungstext OGH 06.03.1957 3 Ob 99/57
  • 4 Ob 301/70
    Entscheidungstext OGH 03.02.1970 4 Ob 301/70
    Veröff: ÖBl 1970,97
  • 4 Ob 305/74
    Entscheidungstext OGH 05.03.1974 4 Ob 305/74
    Veröff: SZ 47/23 = ÖBl 1974,111
  • 4 Ob 328/77
    Entscheidungstext OGH 19.04.1977 4 Ob 328/77
    Veröff: ÖBl 1977,117
  • 4 Ob 354/77
    Entscheidungstext OGH 28.06.1977 4 Ob 354/77
  • 4 Ob 411/77
    Entscheidungstext OGH 07.03.1978 4 Ob 411/77
  • 4 Ob 353/78
    Entscheidungstext OGH 21.11.1978 4 Ob 353/78
  • 4 Ob 409/78
    Entscheidungstext OGH 16.01.1979 4 Ob 409/78
  • 4 Ob 406/79
    Entscheidungstext OGH 15.01.1980 4 Ob 406/79
    Beisatz: Annahme eines Umgehungsversuches. (T1) Veröff: ÖBl 1980,65
  • 4 Ob 320/81
    Entscheidungstext OGH 24.03.1981 4 Ob 320/81
    Beisatz: Polstermöbel (T2)
  • 4 Ob 321/81
    Entscheidungstext OGH 24.03.1981 4 Ob 321/81
    Beis wie T2
  • 4 Ob 376/82
    Entscheidungstext OGH 12.10.1982 4 Ob 376/82
    Veröff: ÖBl 1983,13
  • 4 Ob 311/84
    Entscheidungstext OGH 20.03.1984 4 Ob 311/84
    Beisatz: Konkurrenz bei Verkabelung. (T3) Veröff: ÖBl 1984,102
  • 4 Ob 348/86
    Entscheidungstext OGH 01.07.1986 4 Ob 348/86
    Beisatz: Umweltschädliches Umweltschutzpapier (T4) Veröff: MR 1986 H4,28 = ÖBl 1987,23
  • 4 Ob 338/87
    Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 338/87
    Veröff: MR 1988,84
  • 4 Ob 2/88
    Entscheidungstext OGH 09.02.1988 4 Ob 2/88
    Beisatz: Die Frage der Beweislast für das Vorliegen der Wettbewerbsabsicht ist aber revisibel. (T5) Veröff: ÖBl 1989,99
  • 4 Ob 44/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 44/88
    Veröff: MR 1988,158 (Korn)
  • 4 Ob 48/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 48/88
    Veröff: SZ 61/193 = MR 1988,194 = GRURInt 1989,326
  • 4 Ob 49/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 49/88
  • 4 Ob 56/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 56/88
    Beisatz: Notwehrgemeinschaft der Bauern. (T6) Veröff: SZ 61/194
  • 4 Ob 101/88
    Entscheidungstext OGH 15.11.1988 4 Ob 101/88
    Beisatz: Ob die (mitspielende) Wettbewerbsabsicht neben anderen Zielen der Handlung noch Gewicht hat, ist als Wertung einer Rechtsfrage, die auf Grund der zu den konkurrierenden Motiven und Zwecken des Handelnden getroffenen Tatsachenfeststellungen zu beurteilen ist. Wurde aber vom Erstgericht das Fehlen der Wettbewerbsabsicht ausdrücklich festgestellt, so darf die Beurteilung nicht mehr allein auf Grund von Erfahrungssätzen (und bloßen Schlußfolgerungen aus dem auch vom Erstgericht als erwiesen angenommenen Sachverhalt) erfolgen. (T7)
  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Beisatz: Ob ein Verhalten geeignet ist, eigenen oder fremden Wettbewerb zu fördern, ist eine Rechtsfrage. (T8); Beis wie T7 nur: Ob die (mitspielende) Wettbewerbsabsicht neben anderen Zielen der Handlung noch Gewicht hat, ist als Wertung einer Rechtsfrage, die auf Grund der zu den konkurrierenden Motiven und Zwecken des Handelnden getroffenen Tatsachenfeststellungen zu beurteilen ist. (T9) Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61
  • 4 Ob 15/89
    Entscheidungstext OGH 14.03.1989 4 Ob 15/89
  • 4 Ob 38/89
    Entscheidungstext OGH 18.04.1989 4 Ob 38/89
    Veröff: MR 1989,139
  • 4 Ob 34/89
    Entscheidungstext OGH 23.05.1989 4 Ob 34/89
  • 4 Ob 40/89
    Entscheidungstext OGH 13.06.1989 4 Ob 40/89
    Beisatz: Die Wettbewerbsabsicht hat grundsätzlich derjenige zu beweisen, der sie behauptet. Handelt ein Gewerbetreibender im Wettbewerb, dann spricht zwar schon nach der Lebenserfahrung eine tatsächliche Vermutung für Wettbewerbsabsicht; sie kann aber durch einen Gegenbeweis des belangten Verletzers widerlegt werden. (T10)
  • 4 Ob 120/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 4 Ob 120/89
  • 4 Ob 128/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 128/89
    Veröff: MR 1989,219 (Korn) = ÖBl 1990,18
  • 4 Ob 126/89
    Entscheidungstext OGH 05.12.1989 4 Ob 126/89
    Veröff: SZ 62/192 = MR 1990,69
  • 4 Ob 92/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 4 Ob 92/89
    Beis wie T9; Veröff: MR 1990,99 ff = ecolex 1990,159
  • 4 Ob 29/90
    Entscheidungstext OGH 27.02.1990 4 Ob 29/90
    Beis wie T9; Veröff: MR 1990,233
  • 4 Ob 519/90
    Entscheidungstext OGH 26.06.1990 4 Ob 519/90
    Veröff: SZ 63/110
  • 4 Ob 71/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 71/90
    Veröff: SZ 63/156 = JBl 1991,784
  • 4 Ob 80/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 80/90
  • 4 Ob 83/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 83/90
  • 9 ObA 231/90
    Entscheidungstext OGH 26.09.1990 9 ObA 231/90
  • 4 Ob 100/90
    Entscheidungstext OGH 09.10.1990 4 Ob 100/90
    Veröff: ÖBl 1990,250
  • 4 Ob 135/90
    Entscheidungstext OGH 06.11.1990 4 Ob 135/90
    Veröff: MR 1991,115 = ÖBl 1991,58
  • 4 Ob 153/90
    Entscheidungstext OGH 04.12.1990 4 Ob 153/90
    Veröff: JBl 1991,390 (Pfersmann)
  • 4 Ob 175/90
    Entscheidungstext OGH 15.01.1991 4 Ob 175/90
    Beisatz: Hier: Gebietskrankenkasse (T11) Veröff: WBl 1991,202
  • 4 Ob 13/91
    Entscheidungstext OGH 26.02.1991 4 Ob 13/91
    Veröff: MR 1991,166 = WBl 1991,265
  • 4 Ob 32/91
    Entscheidungstext OGH 07.05.1991 4 Ob 32/91
    Veröff: MR 1991,243
  • 4 Ob 36/91
    Entscheidungstext OGH 28.05.1991 4 Ob 36/91
    Beis wie T9; Veröff: ÖBl 1991,87
  • 4 Ob 135/91
    Entscheidungstext OGH 17.12.1991 4 Ob 135/91
    Veröff: ÖBl 1992,104
  • 4 Ob 18/92
    Entscheidungstext OGH 18.02.1992 4 Ob 18/92
    Veröff: ÖBl 1992,45
  • 4 Ob 134/91
    Entscheidungstext OGH 18.02.1992 4 Ob 134/91
  • 4 Ob 1013/92
    Entscheidungstext OGH 10.03.1992 4 Ob 1013/92
    Auch
  • 4 Ob 75/92
    Entscheidungstext OGH 07.07.1992 4 Ob 75/92
  • 4 Ob 57/92
    Entscheidungstext OGH 14.07.1992 4 Ob 57/92
    Auch
  • 4 Ob 58/92
    Entscheidungstext OGH 14.07.1992 4 Ob 58/92
    Veröff: ÖBl 1992,210 (Pfersmann)
  • 4 Ob 69/92
    Entscheidungstext OGH 29.09.1992 4 Ob 69/92
  • 4 Ob 62/92
    Entscheidungstext OGH 20.10.1992 4 Ob 62/92
    Veröff: SZ 65/133
  • 4 Ob 99/92
    Entscheidungstext OGH 23.02.1993 4 Ob 99/92
    Beis wie T9; Veröff: ÖBl 1993,195
  • 4 Ob 50/93
    Entscheidungstext OGH 04.05.1993 4 Ob 50/93
  • 4 Ob 133/93
    Entscheidungstext OGH 30.11.1993 4 Ob 133/93
  • 4 Ob 67/95
    Entscheidungstext OGH 18.09.1995 4 Ob 67/95
  • 4 Ob 1105/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 1105/95
    Beis wie T9
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
  • 4 Ob 144/97y
    Entscheidungstext OGH 10.06.1997 4 Ob 144/97y
    Beis wie T7
  • 4 Ob 20/98i
    Entscheidungstext OGH 17.03.1998 4 Ob 20/98i
    Auch
  • 4 Ob 54/00w
    Entscheidungstext OGH 14.03.2000 4 Ob 54/00w
    Auch; Beis wie T9
  • 4 Ob 38/02w
    Entscheidungstext OGH 13.03.2002 4 Ob 38/02w
    Auch; Beis wie T9
  • 4 Ob 253/02p
    Entscheidungstext OGH 19.11.2002 4 Ob 253/02p
  • 4 Ob 18/06k
    Entscheidungstext OGH 14.03.2006 4 Ob 18/06k
    Beis wie T7
  • 4 Ob 161/06i
    Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 161/06i
  • 4 Ob 228/07v
    Entscheidungstext OGH 22.01.2008 4 Ob 228/07v

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0043607

Dokumentnummer

JJR_19570306_OGH0002_0030OB00099_5700000_001

Rechtssatz für 4Ob344/60 4Ob312/61 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079765

Geschäftszahl

4Ob344/60; 4Ob312/61; 4Ob307/61; 4Ob314/68; 3Ob308/71 (4Ob309/71); 4Ob315/72; 4Ob340/72; 4Ob339/74; 4Ob307/75; 4Ob324/76; 4Ob321/76 (4Ob322/76); 4Ob341/76 (4Ob342/76); 4Ob352/76; 4Ob391/76; 4Ob356/77; 4Ob411/79; 4Ob341/83; 4Ob322/84; 4Ob390/86; 4Ob336/87 (4Ob337/87); 4Ob103/89; 4Ob1029/90; 4Ob71/90; 4Ob83/90 (4Ob84/90); 4Ob80/90 (4Ob81/90); 4Ob1/91; 4Ob19/91; 4Ob81/91; 1Ob28/91; 4Ob120/93; 4Ob54/94; 4Ob68/94; 4Ob97/94; 4Ob130/94; 4Ob67/95; 4Ob79/95; 4Ob2205/96k; 4Ob42/97y; 4Ob20/97p; 4Ob169/99b; 4Ob243/99k; 4Ob316/99w; 4Ob68/00d; 4Ob173/00w; 4Ob30/01t; 4Ob81/01t; 4Ob156/03z; 4Ob221/03h; 4Ob227/03s; 4Ob67/06s; 4Ob150/06x; 4Ob50/07t; 9ObA113/07v; 17Ob26/07h; 4Ob194/07v; 4Ob83/08x; 4Ob107/08a; 3Ob121/08b; 4Ob106/08d; 17Ob34/08m; 4Ob34/09t; 17Ob15/10w; 17Ob14/10y; 5Ob39/11p; 4Ob117/12b; 4Ob36/13t; 4Ob97/16t; 4Ob66/17k; 4Ob162/18d

Entscheidungsdatum

03.11.1960

Norm

UrhG §81
UWG §14 C1

Rechtssatz

Auch Mittäter, Anstifter und Gehilfen haften für Wettbewerbsverstöße.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 344/60
    Entscheidungstext OGH 03.11.1960 4 Ob 344/60
    Veröff: JBl 1961,360
  • 4 Ob 312/61
    Entscheidungstext OGH 21.02.1961 4 Ob 312/61
  • 4 Ob 307/61
    Entscheidungstext OGH 21.02.1961 4 Ob 307/61
    Veröff: ÖBl 1962,8
  • 4 Ob 314/68
    Entscheidungstext OGH 21.05.1968 4 Ob 314/68
    Beisatz: Auch nach § 12 RabG. (T1)
    Veröff: JBl 1969,220 = ÖBl 1968,140
  • 3 Ob 308/71
    Entscheidungstext OGH 30.03.1971 3 Ob 308/71
    Beisatz: Ob der Gehilfe unentgeltlich handelt, ist ohne Bedeutung. (T2)
    Veröff: ÖBl 1971,127
  • 4 Ob 315/72
    Entscheidungstext OGH 11.04.1972 4 Ob 315/72
    Veröff: ÖBl 1972,92
  • 4 Ob 340/72
    Entscheidungstext OGH 03.10.1972 4 Ob 340/72
    Veröff: ÖBl 1973,133
  • 4 Ob 339/74
    Entscheidungstext OGH 26.11.1974 4 Ob 339/74
    Beisatz: Autobussonderfahrten mit Werbeveranstaltungen. (T3)
    Veröff: ÖBl 1975,81
  • 4 Ob 307/75
    Entscheidungstext OGH 18.02.1975 4 Ob 307/75
    Beis wie T3
  • 4 Ob 324/76
    Entscheidungstext OGH 27.04.1976 4 Ob 324/76
    Beisatz: Machtgeber haftet für wettbewerbswidriges Verhalten des Stellvertreters; hier Masseverwalter "Konkursverkauf I". (T4)
    Veröff: ÖBl 1976,97
  • 4 Ob 321/76
    Entscheidungstext OGH 25.05.1976 4 Ob 321/76
    Beisatz: Masseverwalter Konkursverkauf III. (T5)
  • 4 Ob 341/76
    Entscheidungstext OGH 15.06.1976 4 Ob 341/76
    Beisatz: Unternehmerberatung (T6)
  • 4 Ob 352/76
    Entscheidungstext OGH 21.09.1976 4 Ob 352/76
    Beisatz: Zusammenarbeit Arzt-Optiker (T7)
    Veröff: ÖBl 1977,35
  • 4 Ob 391/76
    Entscheidungstext OGH 30.11.1976 4 Ob 391/76
    Beisatz: Fliesenparadies (T8)
  • 4 Ob 356/77
    Entscheidungstext OGH 12.07.1977 4 Ob 356/77
    Beisatz: Kronenöl-Gewinnspiel, angekündigt in der Kronenzeitung. (T9)
  • 4 Ob 411/79
    Entscheidungstext OGH 29.01.1980 4 Ob 411/79
    Veröff: ÖBl 1980,99
  • 4 Ob 341/83
    Entscheidungstext OGH 31.05.1983 4 Ob 341/83
    Beisatz: Gilt auch für Unterlassungsanspruch nach § 5 ZugG - "Autobussonderfahrt und Zugabe". (T10)
    Veröff: ÖBl 1983,144
  • 4 Ob 322/84
    Entscheidungstext OGH 17.04.1984 4 Ob 322/84
    Beisatz: Hier: Werbebüro (T11)
    Veröff: GRURInt 1985,58 = RdW 1984,372 = MR 1984 H4, Archiv 13; hiezu Korn, Archiv 10)
  • 4 Ob 390/86
    Entscheidungstext OGH 05.05.1987 4 Ob 390/86
    Veröff: ÖBl 1988,78 = MR 1988,91 (M Walter)
  • 4 Ob 336/87
    Entscheidungstext OGH 30.06.1987 4 Ob 336/87
  • 4 Ob 103/89
    Entscheidungstext OGH 07.11.1989 4 Ob 103/89
    Beisatz: Juristische Personen (hier: GmbH) können Störer, Mittäter, Anstifter oder Gehilfe nur auf Grund des Verhaltens ihrer Organe sein, welches ihnen selbst zugerechnet wird. (T12)
    Veröff: Arb 10970
  • 4 Ob 1029/90
    Entscheidungstext OGH 28.09.1990 4 Ob 1029/90
    Beisatz: Dass aber an einem durch eine Veröffentlichung in einer Zeitung begangenen Wettbewerbsverstoß auch derjenige mitwirkt, der die Zeitung erscheinen lässt und verbreitet, kann nicht bezweifelt werden. (T13)
  • 4 Ob 71/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 71/90
    Beisatz: Juristische Personen - wie ein Verein nach dem VerG - können Störer, Mittäter, Anstifter oder Gehilfe auf Grund des Verhaltens ihrer Organe sein, welches ihnen selbst zugerechnet wird. (T14)
    Veröff: JBl 1991,784
  • 4 Ob 83/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 83/90
    Beis wie T14
  • 4 Ob 80/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 80/90
    Beis wie T14
  • 4 Ob 1/91
    Entscheidungstext OGH 12.02.1991 4 Ob 1/91
    Beisatz: "Gehilfe" ist aber nur, wer den Täter bewusst fördert. (T15)
    Veröff: MR 1991,162 = RdW 1991,233 = ÖBl 1991,101 = WBl 1991,330
  • 4 Ob 19/91
    Entscheidungstext OGH 28.05.1991 4 Ob 19/91
    Beisatz: Die gleichen Grundsätze gelten auch im Immaterialgüterrecht und im Urheberrecht. (T16)
    Veröff: SZ 64/64 = ÖBl 1991,181 = ZfRV 1993,153
  • 4 Ob 81/91
    Entscheidungstext OGH 10.09.1991 4 Ob 81/91
    Auch; Beis wie T12; Veröff: WBl 1992,29
  • 1 Ob 28/91
    Entscheidungstext OGH 20.11.1991 1 Ob 28/91
    Auch; Beis wie T16; Beisatz: Täter ist nicht nur der persönlich Handelnde, der die Tat als eigene will, sondern auch, wenn eine Handlung als eigene veranlasst oder einen sonstigen Grund für eine adäquate Verursachung setzt. (T17)
    Veröff: JBl 1992,532 = MR 1992,156 (M Walter) = GRURInt 1992,930
  • 4 Ob 120/93
    Entscheidungstext OGH 12.10.1993 4 Ob 120/93
    Beis wie T14; Beisatz: Das Organ der juristischen Person haftet für deren Wettbewerbsverstöße nur dann, wenn er sie selbst begangen hat, daran beteiligt war oder trotz Kenntnis oder fahrlässiger Unkenntnis des Verstoßes nicht dagegen eingeschritten ist. (T18)
  • 4 Ob 54/94
    Entscheidungstext OGH 10.05.1994 4 Ob 54/94
    Beis wie T15
  • 4 Ob 68/94
    Entscheidungstext OGH 14.06.1994 4 Ob 68/94
  • 4 Ob 97/94
    Entscheidungstext OGH 19.09.1994 4 Ob 97/94
    Beis wie T15; Beis wie T16; Beis wie T17; Beisatz: Für einen "mittelbaren Täter", der im Gegensatz zum Anstifter oder Gehilfen nicht mit Vorsatz handeln muss, sondern allein auf Grund adäquater Verursachung einer (Urheberrechtsverletzung) Rechtsverletzung zu haften hätte, ist kein Platz. (T19)
    Veröff: SZ 67/151
  • 4 Ob 130/94
    Entscheidungstext OGH 08.11.1994 4 Ob 130/94
    Beis wie T15
  • 4 Ob 67/95
    Entscheidungstext OGH 18.09.1995 4 Ob 67/95
    Beisatz: Im Wettbewerbsrecht richtet sich der Unterlassungsanspruch zunächst gegen den Rechtsverletzer, also den unmittelbaren Täter ("Störer"); das ist derjenige, von dem die Beeinträchtigung ausgeht und auf dessen maßgeblichen Willen sie beruht. Der Unterlassungsanspruch kann aber auch gegen jeden Dritten gerichtet werden, der den Wettbewerbsverstoß eines anderen durch sein Verhalten gefördert oder überhaupt erst ermöglicht hat, also insbesondere gegen Mittäter, Anstifter und Gehilfen. (T20)
  • 4 Ob 79/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 79/95
    Auch; Beis wie T15
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
    Beis wie T20
  • 4 Ob 42/97y
    Entscheidungstext OGH 11.02.1997 4 Ob 42/97y
    Auch; Beisatz: Als Gehilfe haftet nur, wer den unmittelbaren Täter bewusst fördert. Dem Gehilfen müssen daher auch die die Wettbewerbswidrigkeit des Verhaltens des Haupttäters begründenden Umstände bewusst sein. (T21)
  • 4 Ob 20/97p
    Entscheidungstext OGH 11.02.1997 4 Ob 20/97p
    Beis wie T15, Beis wie T20 nur: Der Unterlassungsanspruch kann aber auch gegen jeden Dritten gerichtet werden, der den Wettbewerbsverstoß eines anderen durch sein Verhalten gefördert oder überhaupt erst ermöglicht hat (T22)
    Beisatz: Der Gehilfe fördert den Täter nur dann bewusst, wenn er den Sachverhalt kennt, der den Vorwurf gesetzwidrigen Verhaltens begründet. Seine Kenntnis, dass das Verhalten gesetzwidrig ist, ist keine Voraussetzung wettbewerbswidrigen Handelns. Der Gehilfe kann sich daher zwar auf die Vertretbarkeit seiner Rechtsansicht berufen, nicht aber darauf, dass er die Rechtslage nicht gekannt hat und sich auch durch zumutbare Anstrengungen die notwendige Kenntnis nicht hätte verschaffen können. (T23)
  • 4 Ob 169/99b
    Entscheidungstext OGH 13.07.1999 4 Ob 169/99b
    Auch; Beis wie T20 nur: Der Unterlassungsanspruch kann aber auch gegen jeden Dritten gerichtet werden, der den Wettbewerbsverstoß eines anderen durch sein Verhalten gefördert oder überhaupt erst ermöglicht hat, also insbesondere gegen Mittäter, Anstifter und Gehilfen. (T24)
  • 4 Ob 243/99k
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 4 Ob 243/99k
    Auch; Beis wie T12 nur: Juristische Personen können Störer, Mittäter, Anstifter oder Gehilfe nur auf Grund des Verhaltens ihrer Organe sein, welches ihnen selbst zugerechnet wird. (T25)
  • 4 Ob 316/99w
    Entscheidungstext OGH 18.01.2000 4 Ob 316/99w
    Auch; Beis wie T20; Beisatz: Es genügt nicht, dass ein eigenverantwortlich handelnder Dritter willentlich und adäquat kausal in irgendeiner Weise an der Herbeiführung der rechtswidrigen Beeinträchtigung mitgewirkt hat. In die Störerhaftung werden neben dem unmittelbaren Täter, der die rechtswidrige Nutzungshandlung selbst begangen hat, vielmehr nur solche Dritte einbezogen, die gegen eine sie treffende Pflicht zur Prüfung auf mögliche Rechtsverletzungen verstoßen haben. (T26)
  • 4 Ob 68/00d
    Entscheidungstext OGH 21.03.2000 4 Ob 68/00d
    Auch; Beis wie T20; Beis wie T26
  • 4 Ob 173/00w
    Entscheidungstext OGH 04.07.2000 4 Ob 173/00w
    Auch; Beis wie T15; Beis wie T16; Beis wie T20
  • 4 Ob 30/01t
    Entscheidungstext OGH 13.02.2001 4 Ob 30/01t
    Auch
  • 4 Ob 81/01t
    Entscheidungstext OGH 24.04.2001 4 Ob 81/01t
    Auch; Beis wie T21
  • 4 Ob 156/03z
    Entscheidungstext OGH 21.10.2003 4 Ob 156/03z
    Beis wie T15; Beisatz: Der Gehilfe muss zur Ausführung der Tat beitragen oder diese erleichtern. (T27)
  • 4 Ob 221/03h
    Entscheidungstext OGH 16.12.2003 4 Ob 221/03h
    Vgl auch; Beis wie T15; Beisatz: Bewusste Förderung setzt voraus, dass der Gehilfe die Tatumstände kennt, die die Rechtswidrigkeit seines Verhaltens begründen. Dem Kennen dieser Umstände ist das vorwerfbare Nichtkennen gleichzuhalten. In der Person des Gehilfen müssen nicht nur die objektiven Tatbestandsmerkmale, sondern auch allfällige subjektive Tatbestandsmerkmale verwirklicht sein. Gehilfe in diesem Sinn kann auch ein selbstständiger Unternehmer sein, der es übernommen hat, für einen Auftraggeber bestimmte Leistungen zu erbringen. (T28)
  • 4 Ob 227/03s
    Entscheidungstext OGH 10.02.2004 4 Ob 227/03s
  • 4 Ob 67/06s
    Entscheidungstext OGH 20.06.2006 4 Ob 67/06s
    Beis wie T18; Beisatz: Hier: Haftung des „faktischen Geschäftsführers". (T29)
  • 4 Ob 150/06x
    Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 150/06x
    Auch; Beisatz: Eine Haftung als unmittelbarer Täter oder als Mittäter setzt tatbestandsmäßiges Handeln voraus. (T30)
  • 4 Ob 50/07t
    Entscheidungstext OGH 12.06.2007 4 Ob 50/07t
    Auch; Beis wie T12; Beis wie T15; Beis wie T30
  • 9 ObA 113/07v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2007 9 ObA 113/07v
    Auch; Beis wie T21; Beisatz: Vorwerfbares Nichterkennen kann dem Kennen dieser Umstände gleichzuhalten sein. (T31)
  • 17 Ob 26/07h
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 17 Ob 26/07h
    Beis wie T30
  • 4 Ob 194/07v
    Entscheidungstext OGH 22.01.2008 4 Ob 194/07v
    Ähnlich; Beis wie T31; Beisatz: Hier: Urheberrechtsverletzung. (T32)
  • 4 Ob 83/08x
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 83/08x
    Auch; Beis wie T20 nur: Unmittelbarer Täter ("Störer") ist derjenige, von dem die Beeinträchtigung ausgeht und auf dessen maßgeblichen Willen sie beruht. (T33); Beis wie T30
  • 4 Ob 107/08a
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 107/08a
    Auch; Beis wie T25; Beisatz: Die Zurechnung setzt voraus, dass die tatsächlich handelnde natürliche Person in ihrer Eigenschaft als Organ in Ausführung der ihr zustehenden Verrichtungen unlauter gehandelt hat, wobei dieses Handeln im objektiven Zusammenhang mit dem dem Organ zugewiesenen Wirkungsbereich stehen muss (so bereits 4 Ob 243/99k). (T34)
  • 3 Ob 121/08b
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 121/08b
    Auch; Beisatz: Hier: Haftung als Mitveranstalter eines Gewinnspiels. (T35)
  • 4 Ob 106/08d
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 106/08d
    Auch; Beis wie T25; Beisatz: Die Zurechnung setzt voraus, dass die tatsächlich handelnde natürliche Person in ihrer Eigenschaft als Organ in Ausführung der ihr zustehenden Verrichtungen unlauter gehandelt hat, wobei dieses Handeln im objektiven Zusammenhang mit dem den Organ zugewiesenen Wirkungsbereich bestehen muss. (T36)
  • 17 Ob 34/08m
    Entscheidungstext OGH 24.02.2009 17 Ob 34/08m
    Vgl; Beis wie T30
  • 4 Ob 34/09t
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 34/09t
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T30; Beis wie T33; Veröff: SZ 2009/63
  • 17 Ob 15/10w
    Entscheidungstext OGH 17.11.2010 17 Ob 15/10w
    Auch; Beis wie T36; Beisatz: Hier: Durch Vertragsunterfertigung als Geschäftsführer. (T37)
  • 17 Ob 14/10y
    Entscheidungstext OGH 16.02.2011 17 Ob 14/10y
    Vgl auch
  • 5 Ob 39/11p
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 5 Ob 39/11p
    Auch; Beis wie T36; Veröff: SZ 2012/14
  • 4 Ob 117/12b
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 117/12b
    Auch; Beis wie T15; Beis ähnlich wie T19; Beis ähnlich wie T20; Beis ähnlich wie T21; Beis ähnlich wie T23; Beis ähnlich wie T26; Beis ähnlich wie T28; Beis ähnlich wie T31
    Beisatz: Anstiftung liegt vor, wen jemand einen anderen zur Begehung eines Lauterkeitsverstoßes bestimmt. (T38)
    Beisatz: Ausreichend, aber auch notwendig, ist eine vorsätzliche Mitwirkung an der Verwirklichung des objektiven Tatbestands der Zuwiderhandlung durch einen anderen. (T39)
  • 4 Ob 36/13t
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 36/13t
    Auch; Beis wie T25; Beis wie T36
  • 4 Ob 97/16t
    Entscheidungstext OGH 15.06.2016 4 Ob 97/16t
    Auch; Beis wie T30
  • 4 Ob 66/17k
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 4 Ob 66/17k
    Beis wie T20; Beis wie T24
  • 4 Ob 162/18d
    Entscheidungstext OGH 25.09.2018 4 Ob 162/18d
    Beis wie T20; Beis wie T24

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0079765

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.11.2018

Dokumentnummer

JJR_19601103_OGH0002_0040OB00344_6000000_003

Rechtssatz für 4Ob343/73 4Ob340/74 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078959

Geschäftszahl

4Ob343/73; 4Ob340/74; 4Ob327/81; 4Ob342/80 (4Ob343/80); 4Ob343/83; 4Ob2/89; 4Ob114/88; 4Ob128/89; 4Ob120/89; 4Ob61/89; 4Ob112/90; 4Ob80/90 (4Ob81/90); 4Ob36/91; 4Ob31/93; 4Ob30/94; 4Ob2/96 (4Ob3/96); 4Ob2205/96k; 4Ob91/11b

Entscheidungsdatum

04.01.1974

Norm

UWG §7 A
UWG §7 B

Rechtssatz

Herabsetzende Tatsachenbehauptungen im Sinne des § 7 UWG können auch durch bloße Andeutungen und Umschreibungen verbreitet werden (vgl RZ 1930,31) (Semperit, ins "Schwimmen" kommen).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 343/73
    Entscheidungstext OGH 04.01.1974 4 Ob 343/73
    Veröff: ÖBl 1974,114
  • 4 Ob 340/74
    Entscheidungstext OGH 15.10.1974 4 Ob 340/74
    Beisatz: Vertreterwerbung der Fernlehrinstitute. (T1)
  • 4 Ob 327/81
    Entscheidungstext OGH 24.03.1981 4 Ob 327/81
  • 4 Ob 342/80
    Entscheidungstext OGH 05.05.1981 4 Ob 342/80
    Beisatz: BePEisenwaren (T2) Veröff: ÖBl 1981,122
  • 4 Ob 343/83
    Entscheidungstext OGH 31.05.1983 4 Ob 343/83
    Beisatz: Dabei kommt es allein darauf an, wie eine bestimmte Änderung im Geschäftsverkehr von den Personen aufgefaßt wird, an die sie sich wendet. Bei mehrdeutigen Äußerungen muß der Verbreitende auch hier die für ihn ungünstige Auslegung gegen sich gelten lassen. "Schadensregulierungsverein". (T3)
  • 4 Ob 2/89
    Entscheidungstext OGH 24.01.1989 4 Ob 2/89
  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61
  • 4 Ob 128/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 128/89
    Veröff: MR 1989,219 (Korn) = ÖBl 1990,18
  • 4 Ob 120/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 4 Ob 120/89
  • 4 Ob 61/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 61/89
    Beisatz: Bei der Beurteilung, ob Tatsachenbehauptungen geeignet sind, Konkurrenten herabzusetzen, kommt es auf den Zusammenhang an, in dem die Äußerungen gemacht wurden. (T4)
  • 4 Ob 112/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 112/90
    Beis wie T3; Veröff: MR 1991,34
  • 4 Ob 80/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 80/90
  • 4 Ob 36/91
    Entscheidungstext OGH 28.05.1991 4 Ob 36/91
    Ähnlich; Beisatz: Udo Proksch und seine Haberer... die "Wiener Partie". (T5) Veröff: ÖBl 1991,87 = MR 1992,35
  • 4 Ob 31/93
    Entscheidungstext OGH 04.05.1993 4 Ob 31/93
    Beis wie T3; Beisatz: Hier: Behauptungen des Beklagten die Klägerin liege in einem Rechtsstreit mit ihrem Kunden - kein Gerichtsverfahren anhängig. (T6)
  • 4 Ob 30/94
    Entscheidungstext OGH 14.12.1993 4 Ob 30/94
  • 4 Ob 2/96
    Entscheidungstext OGH 16.01.1996 4 Ob 2/96
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
  • 4 Ob 91/11b
    Entscheidungstext OGH 19.10.2011 4 Ob 91/11b
    Beis ähnlich wie T4; Beisatz: Bei der ‑ an sich zutreffenden ‑ Behauptung der Einbringung eines Konkursantrags gegen einen Konkurrenten kommt es auf die Begleitumstände an. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0078959

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.12.2011

Dokumentnummer

JJR_19740104_OGH0002_0040OB00343_7300000_003

Rechtssatz für 4Ob313/74 4Ob111/92 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079104

Geschäftszahl

4Ob313/74; 4Ob111/92; 4Ob1073/92 (4Ob1074/92); 4Ob109/94; 4Ob2/96 (4Ob3/96); 4Ob2205/96k

Entscheidungsdatum

07.05.1974

Norm

UWG §7 B

Rechtssatz

Während das "Behaupten" die einem anderen gegenüber aus eigenem Wissen herrührende Mitteilung darstellt, ist unter "Verbreiten" die Weitergabe des von anderer Seite Gehörten an Dritte zu verstehen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 313/74
    Entscheidungstext OGH 07.05.1974 4 Ob 313/74
    Beisatz: Skiwelt (T1) Veröff: ÖBl 1975,33
  • 4 Ob 111/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 4 Ob 111/92
  • 4 Ob 1073/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 4 Ob 1073/92
    Auch; Beisatz: "Verbreitung" ist auch die Weitergabe der Behauptung eines Dritten, ohne daß sich der Äußernde mit ihr identifiziert. (T2)
  • 4 Ob 109/94
    Entscheidungstext OGH 04.10.1994 4 Ob 109/94
    Auch; Beisatz: Haftung der beklagten Zeitung für Äußerungen ihres Kolumnisten. (T3)
  • 4 Ob 2/96
    Entscheidungstext OGH 16.01.1996 4 Ob 2/96
    Vgl; Beisatz: Das Verbot, etwas zu behaupten, schließt das Verbot, die Informationsschrift, in der die beanstandeten Behauptungen enthalten sind, zu verteilen (und damit die Behauptungen zu verbreiten), nicht in sich. (T4)
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
    Beis wie T2; Beisatz: Tatsachen werden auch dann behauptet (= aus eigenem Wissen mitgeteilt) oder verbreitet (= als von einem anderen Erfahrenes Dritten weitergegeben), wenn die Äußerung nicht als eigene Überzeugung hingestellt wird. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0079104

Dokumentnummer

JJR_19740507_OGH0002_0040OB00313_7400000_002

Rechtssatz für 4Ob313/74 4Ob354/86 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079114

Geschäftszahl

4Ob313/74; 4Ob354/86; 4Ob114/88; 4Ob133/90; 4Ob30/94; 4Ob2205/96k; 4Ob70/06g

Entscheidungsdatum

07.05.1974

Norm

UWG §7 B
UWG §7 G

Rechtssatz

Die Angabe der Quelle, aus der die Nachricht stammt, vermag den Eintritt der sich aus § 7 Abs 1 UWG ergebenden Rechtsfolgen nicht zu verhindern.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 313/74
    Entscheidungstext OGH 07.05.1974 4 Ob 313/74
    Beisatz: Skiwelt (T1) Veröff: ÖBl 1975,33
  • 4 Ob 354/86
    Entscheidungstext OGH 24.02.1987 4 Ob 354/86
    Beisatz: Durch den Nachweis der Richtigkeit einer solchen Quellenangabe ist der dem Beklagten obliegende Wahrheitsbeweis nicht erbracht. (T2) Veröff: ÖBl 1987,97 (Federsel)
  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Beisatz: Es macht auch keinen Unterschied, wenn sich solche Äußerungen in (Leserbriefen) Briefen Dritter finden (so schon ÖBl 1967,85). (T3) Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61
  • 4 Ob 133/90
    Entscheidungstext OGH 09.10.1990 4 Ob 133/90
  • 4 Ob 30/94
    Entscheidungstext OGH 14.12.1993 4 Ob 30/94
    Beisatz: Hauszustellung einer Zeitung. (T4)
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
  • 4 Ob 70/06g
    Entscheidungstext OGH 23.05.2006 4 Ob 70/06g

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0079114

Dokumentnummer

JJR_19740507_OGH0002_0040OB00313_7400000_003

Rechtssatz für 4Ob339/74 4Ob307/75 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079462

Geschäftszahl

4Ob339/74; 4Ob307/75; 4Ob321/76 (4Ob322/76); 4Ob352/76; 4Ob356/77; 4Ob341/83; 4Ob322/84; 4Ob390/86; 4Ob336/87 (4Ob337/87); 4Ob1/91; 1Ob28/91; 4Ob88/92; 4Ob1/94; 4Ob54/94; 4Ob123/94; 4Ob67/95; 4Ob2205/96k; 4Ob309/98i; 4Ob158/00i; 4Ob232/00x; 4Ob274/00y; 4Ob225/00t; 4Ob156/03z; 4Ob221/03h; 4Ob227/03s; 4Ob148/05a; 4Ob50/07t; 4Ob83/08x; 17Ob34/08m; 4Ob34/09t; 17Ob26/09m; 4Ob159/10a; 4Ob117/12b; 4Ob66/17k; 4Ob162/18d

Entscheidungsdatum

26.11.1974

Norm

UWG §14 C

Rechtssatz

Für ein wettbewerbswidriges Verhalten eines anderen - auch eines selbständig handelnden Dritten - hat jeder einzustehen, der den Wettbewerbsverstoß durch sein eigenes Verhalten fördert oder überhaupt erst ermöglicht hat (Autobussonderfahrten mit Werbeveranstaltungen).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 339/74
    Entscheidungstext OGH 26.11.1974 4 Ob 339/74
    Veröff: ÖBl 1975,81
  • 4 Ob 307/75
    Entscheidungstext OGH 18.02.1975 4 Ob 307/75
  • 4 Ob 321/76
    Entscheidungstext OGH 25.05.1976 4 Ob 321/76
    Beisatz: Masseverwalter Konkursverkauf III (T1)
  • 4 Ob 352/76
    Entscheidungstext OGH 21.09.1976 4 Ob 352/76
    Beisatz: Zusammenarbeit Arzt-Optiker. (T2)
    Veröff: ÖBl 1977,35
  • 4 Ob 356/77
    Entscheidungstext OGH 12.07.1977 4 Ob 356/77
    Beisatz: Kronenöl-Gewinnspiel, angekündigt in der Kronenzeitung. (T3)
  • 4 Ob 341/83
    Entscheidungstext OGH 31.05.1983 4 Ob 341/83
    Beisatz: Gilt auch für Unterlassungsanspruch nach § 5 ZugG - "Autobussonderfahrt und Zugabe". (T4)
    Veröff: ÖBl 1983,144
  • 4 Ob 322/84
    Entscheidungstext OGH 17.04.1984 4 Ob 322/84
    Beisatz: Hier: Werbebüro (T5)
    Veröff: ÖBl 1984,135 = RdW 1984,372 = GRURInt 1985,58 = MR 1984 H4, Archiv 13; hiezu Korn, Archiv 10
  • 4 Ob 390/86
    Entscheidungstext OGH 05.05.1987 4 Ob 390/86
    Veröff: ÖBl 1988,78 = MR 1988,91 (M Walter)
  • 4 Ob 336/87
    Entscheidungstext OGH 30.06.1987 4 Ob 336/87
  • 4 Ob 1/91
    Entscheidungstext OGH 12.02.1991 4 Ob 1/91
    Veröff: MR 1991,162 = ÖBl 1991,101 = WBl 1991,330
  • 1 Ob 28/91
    Entscheidungstext OGH 20.11.1991 1 Ob 28/91
    Vgl auch; Beisatz: Täter ist nicht nur der Persönlich Handelnde, der die Tat als eigene will, sondern auch, wenn eine Handlung als eigene veranlasst oder einen sonstigen Grund für eine adäquate Verursachung setzt. (T6)
    Veröff: JBl 1992,532 = ÖBl 1993,139 = MR 1992,156 (M Walter)
  • 4 Ob 88/92
    Entscheidungstext OGH 12.01.1993 4 Ob 88/92
    Auch; Beis wie T6; Beisatz: Akquisition eines entgegen § 76 UrhG hergestellten Werbespots - Mittäter wer wesentlichen Einfluss auf Gestaltung hat. (T7)
  • 4 Ob 1/94
    Entscheidungstext OGH 15.02.1994 4 Ob 1/94
    Beisatz: Hier: Götz-Zitat für Konkurrenten. (T8)
  • 4 Ob 54/94
    Entscheidungstext OGH 10.05.1994 4 Ob 54/94
  • 4 Ob 123/94
    Entscheidungstext OGH 08.11.1994 4 Ob 123/94
    Auch; Beisatz: Daher auch Unterlassungspflicht. (T9)
  • 4 Ob 67/95
    Entscheidungstext OGH 18.09.1995 4 Ob 67/95
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
    Auch; Beisatz: Also insbesondere Mittäter, Anstifter und Gehilfen. (T10)
  • 4 Ob 309/98i
    Entscheidungstext OGH 26.01.1999 4 Ob 309/98i
    Auch
  • 4 Ob 158/00i
    Entscheidungstext OGH 17.08.2000 4 Ob 158/00i
    Auch; nur: Für ein wettbewerbswidriges Verhalten eines anderen - auch eines selbständig handelnden Dritten - hat jeder einzustehen, der den Wettbewerbsverstoß durch sein eigenes Verhalten fördert oder überhaupt erst ermöglicht hat. (T11)
  • 4 Ob 232/00x
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 4 Ob 232/00x
    Auch; nur T11
  • 4 Ob 274/00y
    Entscheidungstext OGH 19.12.2000 4 Ob 274/00y
    Auch; nur T11; Beis wie T10
  • 4 Ob 225/00t
    Entscheidungstext OGH 19.12.2000 4 Ob 225/00t
    Auch; nur T11; Beis wie T10
  • 4 Ob 156/03z
    Entscheidungstext OGH 21.10.2003 4 Ob 156/03z
    nur T11; Beis wie T10; Beisatz: Arzt-Sprechstundenhilfe. (T12)
  • 4 Ob 221/03h
    Entscheidungstext OGH 16.12.2003 4 Ob 221/03h
    Vgl auch; Beisatz: Als Mittäter haftet im Wettbewerbs-, Urheber- und Markenrecht, wer tatbestandsmäßig handelt. (T13)
  • 4 Ob 227/03s
    Entscheidungstext OGH 10.02.2004 4 Ob 227/03s
    nur T11; Beisatz: Hier: Zur Verfügung stellen von Restbeständen bereits vorgedruckter Versandhüllen mit an der Innenseite abgedruckten Teilnahmebedingungen für ein sittenwidriges Gewinnspiel. (T14)
  • 4 Ob 148/05a
    Entscheidungstext OGH 04.10.2005 4 Ob 148/05a
    Auch; Beisatz: Der Unterlassungsanspruch richtet sich aber auch gegen denjenigen, der einen anderen zu einem wettbewerbswidrigen Verhalten veranlasst, dieses fördert oder für sich ausnützt. (T15)
    Beisatz: Werbung für eine GmbH, die Schuldnerberatung durchführen soll. (T16)
  • 4 Ob 50/07t
    Entscheidungstext OGH 12.06.2007 4 Ob 50/07t
    Auch; Beis wie T13
  • 4 Ob 83/08x
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 83/08x
    Auch; Beis wie T13
  • 17 Ob 34/08m
    Entscheidungstext OGH 24.02.2009 17 Ob 34/08m
    Auch; Beis wie T13
  • 4 Ob 34/09t
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 34/09t
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Haftung als Mittäterin eines Urheberrechtsverstoßes bei tatbestandsmäßigem Handeln. (T17)
    Veröff: SZ 2009/63
  • 17 Ob 26/09m
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 17 Ob 26/09m
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Haftung der (ausländischen) Fernsehanstalt als Gehilfin für den im Inland erfolgten Markeneingriff, hat sie doch die Ausstrahlung der von ihr produzierten und unter ihrem Logo ausgestrahlten Sendungen im Inland durch die von ihr herbeigeführte Vertragslage erst ermöglicht. (T18)
  • 4 Ob 159/10a
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 159/10a
    Auch
  • 4 Ob 117/12b
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 117/12b
    Auch; Beis ähnlich wie T10; Beis wie T15
  • 4 Ob 66/17k
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 4 Ob 66/17k
    Auch; Beis wie T15; Beisatz: Die bloße Vermietung von Geschäftsräumlichkeiten reicht dafür noch nicht hin. (T19)
  • 4 Ob 162/18d
    Entscheidungstext OGH 25.09.2018 4 Ob 162/18d
    Auch; Beis wie T15

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0079462

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.11.2018

Dokumentnummer

JJR_19741126_OGH0002_0040OB00339_7400000_002

Rechtssatz für 4Ob339/74 4Ob307/75 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079539

Geschäftszahl

4Ob339/74; 4Ob307/75; 4Ob321/76 (4Ob322/76); 4Ob352/76; 4Ob360/77; 4Ob356/77; 4Ob411/79; 4Ob341/83; 4Ob322/84; 4Ob103/89; 4Ob41/90; 4Ob109/90 (4Ob110/90); 4Ob71/90; 4Ob83/90 (4Ob84/90); 4Ob80/90 (4Ob81/90); 4Ob1/91; 4Ob120/93; 4Ob54/94; 4Ob68/94; 4Ob97/94; 4Ob2205/96k; 4Ob48/97f; 4Ob71/99s; 4Ob243/99k; 4Ob30/01t; 4Ob12/02x; 4Ob45/04b; 4Ob229/05p; 4Ob133/07y; 4Ob107/08a; 4Ob106/08d; 4Ob79/12i; 4Ob66/17k; 4Ob162/18d

Entscheidungsdatum

26.11.1974

Norm

UWG §14 C

Rechtssatz

Der wettbewerbsrechtliche Unterlassungsanspruch richtet sich grundsätzlich gegen den Störer, also gegen denjenigen, von dem die Beeinträchtigung ausgeht und auf dessen maßgeblichem Willen sie beruht.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 339/74
    Entscheidungstext OGH 26.11.1974 4 Ob 339/74
    Beisatz: Autobus-Sonderfahrt (T1)
    Veröff: ÖBl 1975,81
  • 4 Ob 307/75
    Entscheidungstext OGH 18.02.1975 4 Ob 307/75
  • 4 Ob 321/76
    Entscheidungstext OGH 25.05.1976 4 Ob 321/76
    Beisatz: Masseverwalter (T2)
    Beisatz: Konkursverkauf III (T3)
  • 4 Ob 352/76
    Entscheidungstext OGH 21.09.1976 4 Ob 352/76
    Beisatz: Zusammenarbeit Arzt-Optiker (T4)
    Veröff: ÖBl 1977,35
  • 4 Ob 360/77
    Entscheidungstext OGH 12.07.1977 4 Ob 360/77
    Veröff: ÖBl 1978,43 (mit Anmerkung von Schönherr)
  • 4 Ob 356/77
    Entscheidungstext OGH 12.07.1977 4 Ob 356/77
    Beisatz: Kronenöl-Gewinnspiel, angekündigt in der Kronenzeitung. (T5)
  • 4 Ob 411/79
    Entscheidungstext OGH 29.01.1980 4 Ob 411/79
    Veröff: ÖBl 1980,99
  • 4 Ob 341/83
    Entscheidungstext OGH 31.05.1983 4 Ob 341/83
    Beisatz: Gilt auch für Unterlassungsanspruch nach § 5 ZugG - "Autobussonderfahrt und Zugabe". (T6)
    Veröff: ÖBl 1983,144
  • 4 Ob 322/84
    Entscheidungstext OGH 17.04.1984 4 Ob 322/84
    Beisatz: Hier: Werbebüro (T7)
    Veröff: ÖBl 1984,135 = RdW 1984,372 = GRURInt 1985,58 = MR 1984 H4, Archiv 13; hiezu Korn, Archiv 10
  • 4 Ob 103/89
    Entscheidungstext OGH 07.11.1989 4 Ob 103/89
    Veröff: ÖBl 1990,123
  • 4 Ob 41/90
    Entscheidungstext OGH 26.06.1990 4 Ob 41/90
    Auch; Veröff: SZ 63/108
  • 4 Ob 109/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 109/90
  • 4 Ob 71/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 71/90
    Veröff: SZ 63/156 = JBl 1991,784
  • 4 Ob 83/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 83/90
  • 4 Ob 80/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 80/90
  • 4 Ob 1/91
    Entscheidungstext OGH 12.02.1991 4 Ob 1/91
    Vgl auch; Veröff: MR 1991,162 = RdW 1991,233 = ÖBl 1991,101 = WBl 1991,330
  • 4 Ob 120/93
    Entscheidungstext OGH 12.10.1993 4 Ob 120/93
  • 4 Ob 54/94
    Entscheidungstext OGH 10.05.1994 4 Ob 54/94
  • 4 Ob 68/94
    Entscheidungstext OGH 14.06.1994 4 Ob 68/94
  • 4 Ob 97/94
    Entscheidungstext OGH 19.09.1994 4 Ob 97/94
    Veröff: SZ 67/151
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
    Beisatz: Und auch gegen jeden Dritten, der den Wettbewerbsverstoß eines anderen durch sein Verhalten gefördert oder überhaupt erst ermöglicht hat. (T8)
  • 4 Ob 48/97f
    Entscheidungstext OGH 25.02.1997 4 Ob 48/97f
    Beis wie T8
  • 4 Ob 71/99s
    Entscheidungstext OGH 27.04.1999 4 Ob 71/99s
    Auch; Beis wie T8; Veröff: SZ 72/77
  • 4 Ob 243/99k
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 4 Ob 243/99k
    Auch; nur: Der wettbewerbsrechtliche Unterlassungsanspruch richtet sich grundsätzlich gegen den Störer. (T9)
  • 4 Ob 30/01t
    Entscheidungstext OGH 13.02.2001 4 Ob 30/01t
    Auch; nur T9; Beis wie T8
  • 4 Ob 12/02x
    Entscheidungstext OGH 13.03.2002 4 Ob 12/02x
    Beisatz: Die Passivlegitimation scheitert nicht daran, dass der Beklagte Arbeitnehmer ist. Die Handlungen von Betriebsangehörigen sind Wettbewerbshandlungen, wenn sie der Förderung des Wettbewerbs des Unternehmers dienen. Diese Personen können sich in Bezug auf ihre zivilrechtliche Haftung nicht darauf berufen, in fremdem Auftrag gehandelt zu haben, doch setzt ihre Verurteilung Wettbewerbsabsicht voraus. (T10)
  • 4 Ob 45/04b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2004 4 Ob 45/04b
    Auch; Beis wie T10 nur: Die Passivlegitimation scheitert nicht daran, dass der Beklagte Arbeitnehmer ist. (T11)
    Beisatz: Ein Arbeitnehmer kann als Gehilfe für sein Verhalten wettbewerbsrechtlich verantwortlich werden, wenn in seiner Person alle haftungsbegründenden Tatbestandsmerkmale verwirklicht sind. (T12)
  • 4 Ob 229/05p
    Entscheidungstext OGH 29.11.2005 4 Ob 229/05p
  • 4 Ob 133/07y
    Entscheidungstext OGH 07.08.2007 4 Ob 133/07y
    Auch; Beis wie T11; Veröff: SZ 2007/120
  • 4 Ob 107/08a
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 107/08a
  • 4 Ob 106/08d
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 106/08d
  • 4 Ob 79/12i
    Entscheidungstext OGH 02.08.2012 4 Ob 79/12i
  • 4 Ob 66/17k
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 4 Ob 66/17k
    Auch
  • 4 Ob 162/18d
    Entscheidungstext OGH 25.09.2018 4 Ob 162/18d
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0079539

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.11.2018

Dokumentnummer

JJR_19741126_OGH0002_0040OB00339_7400000_003

Rechtssatz für 4Ob310/77 4Ob328/77 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0077702

Geschäftszahl

4Ob310/77; 4Ob328/77; 4Ob320/77; 4Ob354/77; 4Ob411/77; 4Ob320/78; 4Ob386/80; 4Ob320/81; 4Ob330/82; 4Ob353/82; 4Ob376/82; 4Ob404/81; 4Ob395/82; 4Ob348/86; 4Ob386/86; 4Ob338/87; 4Ob330/86; 4Ob2/88; 4Ob406/87; 4Ob26/88; 4Ob56/88; 4Ob44/88; 4Ob48/88; 4Ob114/88; 4Ob40/89; 4Ob34/89; 4Ob38/89 (4Ob39/89); 4Ob92/89; 4Ob162/89; 4Ob519/90; 4Ob88/90; 4Ob153/90; 4Ob175/90; 4Ob9/91; 4Ob32/91; 4Ob99/92; 4Ob118/93; 4Ob38/94; 4Ob67/95; 4Ob1105/95; 4Ob2250/96b; 4Ob2374/96p; 4Ob2205/96k; 4Ob52/98w; 4Ob270/98d; 4Ob309/98i; 4Ob16/99b; 4Ob205/01b; 4Ob12/02x; 4Ob161/06i

Entscheidungsdatum

08.03.1977

Norm

UWG §1 C5a
UWG §1 C5b
UWG §14 A1

Rechtssatz

Ein Unterlassungsanspruch nach § 1 UWG setzt unter anderem auch voraus, dass die beanstandete Handlung "zu Zwecken des Wettbewerbes" vorgenommen wurde, sie also objektiv geeignet war, den Absatz der Waren oder Leistungen des eigenen Geschäftsbetriebes oder eines Dritten neben anderen Wettbewerbern zu fördern oder den Absatz anderer Mitbewerber zu schmälern.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 310/77
    Entscheidungstext OGH 08.03.1977 4 Ob 310/77
    Veröff: ÖBl 1977,121
  • 4 Ob 328/77
    Entscheidungstext OGH 19.04.1977 4 Ob 328/77
    Beisatz: Sie muss aber darüber hinaus auch in subjektiver Hinsicht von der entsprechenden Wettbewerbsabsicht getragen werden. (T1) Veröff: ÖBl 1977,117
  • 4 Ob 320/77
    Entscheidungstext OGH 14.06.1977 4 Ob 320/77
    Beis wie T1; Veröff: SZ 50/86 = EvBl 1978/38 S 121 = ÖBl 1978,3 (mit Anmerkung von Schönherr)
  • 4 Ob 354/77
    Entscheidungstext OGH 28.06.1977 4 Ob 354/77
  • 4 Ob 411/77
    Entscheidungstext OGH 07.03.1978 4 Ob 411/77
    Beis wie T1
  • 4 Ob 320/78
    Entscheidungstext OGH 04.04.1978 4 Ob 320/78
  • 4 Ob 386/80
    Entscheidungstext OGH 25.11.1980 4 Ob 386/80
    Beis wie T1
  • 4 Ob 320/81
    Entscheidungstext OGH 24.03.1981 4 Ob 320/81
    Beis wie T1; Beisatz: Polstermöbel (T2)
  • 4 Ob 330/82
    Entscheidungstext OGH 04.05.1982 4 Ob 330/82
    Beis wie T1
  • 4 Ob 353/82
    Entscheidungstext OGH 13.07.1982 4 Ob 353/82
    Beis wie T1; Veröff: SZ 55/111 = ÖBl 1983,127 = MietSlg 34639(25)
  • 4 Ob 376/82
    Entscheidungstext OGH 12.10.1982 4 Ob 376/82
    Beis wie T1; Beisatz: Die Absicht, einen fremden Wettbewerb zum Nachteil der Mitbewerber zu fördern, genügt. (T3) Veröff: ÖBl 1983,13
  • 4 Ob 404/81
    Entscheidungstext OGH 09.11.1982 4 Ob 404/81
    Beis wie T1; Beisatz: Ambulante Behandlung. (T4) Veröff: ÖBl 1983,9
  • 4 Ob 395/82
    Entscheidungstext OGH 14.12.1982 4 Ob 395/82
    Beis wie T1; Beisatz: Badegebühren (T5)
  • 4 Ob 348/86
    Entscheidungstext OGH 01.07.1986 4 Ob 348/86
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: § 7 UWG - "Umweltschädliches Umweltschutzpapier. (T6) Veröff: MR 1986 H4,28 = ÖBl 1987,23
  • 4 Ob 386/86
    Entscheidungstext OGH 18.11.1986 4 Ob 386/86
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: Kein Wettbewerbsvorsprung bei Weitergabe zum Selbstkostenpreis. (T7) Veröff: ÖBl 1987,124
  • 4 Ob 338/87
    Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 338/87
    Beis wie T1; Veröff: MR 1988,84
  • 4 Ob 2/88
    Entscheidungstext OGH 09.02.1988 4 Ob 2/88
    Beis wie T1; Veröff: ÖBl 1989,99
  • 4 Ob 330/86
    Entscheidungstext OGH 15.03.1988 4 Ob 330/86
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 406/87
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 4 Ob 406/87
    Auch; Veröff: SZ 61/134 = WBl 1988,433 = ÖBl 1989,77
  • 4 Ob 26/88
    Entscheidungstext OGH 28.06.1988 4 Ob 26/88
    Auch; Beis wie T7
  • 4 Ob 44/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 44/88
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: Verneint bei Verfolgung publizistischer Zwecke, nämlich ein "Sittenbild" der Zweiten Republik zu zeichnen. (T9)
  • 4 Ob 48/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 48/88
    Beis wie T1; Veröff: SZ 61/193 = MR 1988,194 = GRURInt 1989,326
  • 4 Ob 56/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 56/88
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: § 1 RabG. Notwehrgemeinschaft der Bauern. (T8) Veröff: SZ 61/194
  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Auch; Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61
  • 4 Ob 38/89
    Entscheidungstext OGH 18.04.1989 4 Ob 38/89
    Beis wie T1; Veröff: MR 1989,139
  • 4 Ob 34/89
    Entscheidungstext OGH 23.05.1989 4 Ob 34/89
    Beis wie T1
  • 4 Ob 40/89
    Entscheidungstext OGH 13.06.1989 4 Ob 40/89
    Beis wie T1
  • 4 Ob 92/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 4 Ob 92/89
    Beis wie T1; Veröff: MR 1990,99 ff = ecolex 1990,159
  • 4 Ob 162/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 4 Ob 162/89
    Beis wie T1; Veröff: SZ 62/208 = ÖBl 1990,253 = MR 1990,66
  • 4 Ob 519/90
    Entscheidungstext OGH 26.06.1990 4 Ob 519/90
    Beis wie T1; Beis wie T8 nur: Hier: § 7 UWG. (T10) Veröff: SZ 63/110
  • 4 Ob 88/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 88/90
    Beis wie T1; Veröff: MR 1991,73
  • 4 Ob 153/90
    Entscheidungstext OGH 04.12.1990 4 Ob 153/90
    Beis wie T1; Veröff: JBl 1991,390 (Pfersmann) = MR 1991,159
  • 4 Ob 175/90
    Entscheidungstext OGH 15.01.1991 4 Ob 175/90
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: Gebietskrankenkasse (T11)
  • 4 Ob 9/91
    Entscheidungstext OGH 12.03.1991 4 Ob 9/91
    Beis wie T1; Beis wie T10; Veröff: MR 1991,206
  • 4 Ob 32/91
    Entscheidungstext OGH 07.05.1991 4 Ob 32/91
    Auch; Beis wie T1; Veröff: MR 1991,243
  • 4 Ob 99/92
    Entscheidungstext OGH 23.02.1993 4 Ob 99/92
    Beis wie T3; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Gegen Halter von Batterielegehennen; Wettbewerbsabsicht gänzlich im Hintergrund. (T12) Veröff: WBl 1993,195
  • 4 Ob 118/93
    Entscheidungstext OGH 16.11.1993 4 Ob 118/93
  • 4 Ob 38/94
    Entscheidungstext OGH 12.04.1994 4 Ob 38/94
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 67/95
    Entscheidungstext OGH 18.09.1995 4 Ob 67/95
    nur: Ein Unterlassungsanspruch nach § 1 UWG setzt unter anderem auch voraus, dass die beanstandete Handlung "zu Zwecken des Wettbewerbes" vorgenommen wurde. (T13) Beis wie T1
  • 4 Ob 1105/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 1105/95
    Auch; Beisatz: Hier: Betrieb eines Notruftelefonsystems nicht zu Zwecken des Wettbewerbs. (T14)
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
    Auch; nur T13; Beisatz: Tatbestandsvoraussetzung des § 7 Abs 1 UWG ist, daß der Beklagte in Wettbewerbsabsicht gehandelt hat. (T16)
  • 4 Ob 2250/96b
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2250/96b
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Ist eine Behauptung objektiv geeignet, den eigenen Wettbewerb zu Lasten eines Mitbewerbers zu fördern, dann spricht die Vermutung von vornherein für die Wettbewerbsabsicht; der Beklagte kann aber das Gegenteil beweisen. (T15)
  • 4 Ob 2374/96p
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2374/96p
    nur T13
  • 4 Ob 52/98w
    Entscheidungstext OGH 21.04.1998 4 Ob 52/98w
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 270/98d
    Entscheidungstext OGH 20.10.1998 4 Ob 270/98d
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 309/98i
    Entscheidungstext OGH 26.01.1999 4 Ob 309/98i
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 16/99b
    Entscheidungstext OGH 09.03.1999 4 Ob 16/99b
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 205/01b
    Entscheidungstext OGH 16.10.2001 4 Ob 205/01b
    Vgl auch; Beisatz: Wettbewerbliches Verhalten liegt nur dann vor, wenn - neben dem subjektiven Erfordernis der Wettbewerbsabsicht - die Handlung objektiv geeignet ist, den Absatz eines Unternehmens auf Kosten der Mitbewerber zu fördern. Nicht jedes geschäftliche Verhalten eines Gewerbetreibenden ist demnach wettbewerbliches Verhalten; solches trifft erst zu, wenn es sich auf Mitbewerber auswirken kann. (T17)
  • 4 Ob 12/02x
    Entscheidungstext OGH 13.03.2002 4 Ob 12/02x
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Das erfordert in Bezug auf den wettbewerblichen Charakter des Verhaltens, dass sich der Störer mindestens der Wirkung seiner Handlung auf die Beeinflussung der Marktverhältnisse bewusst ist, diese also, wenn schon nicht bezweckt, so doch jedenfalls in Kauf nimmt. Dazu muss aber der Handelnde mindestens jene Tatumstände kennen, die diese Beeinflussung der Marktverhältnisse hervorrufen, wenn auch nicht die darüber hinausgehenden verschuldensbegründenden Faktoren. (T18)
  • 4 Ob 161/06i
    Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 161/06i
    Auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0077702

Dokumentnummer

JJR_19770308_OGH0002_0040OB00310_7700000_001

Rechtssatz für 4Ob320/77 4Ob23/83 1Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0031781

Geschäftszahl

4Ob320/77; 4Ob23/83; 1Ob36/89; 4Ob31/92; 4Ob84/92; 4Ob52/93; 4Ob59/93; 4Ob94/93; 4Ob132/93; 3Ob34/95; 6Ob2071/96v; 4Ob2250/96b; 4Ob2205/96k; 6Ob220/01y; 3Ob261/03h; 6Ob224/04s; 6Ob97/06t; 6Ob178/04a; 6Ob112/09b; 6Ob166/14a; 6Ob162/17t

Entscheidungsdatum

14.06.1977

Norm

ABGB §1330 Abs2 BII

Rechtssatz

Unter den Begriff des "Verbreitens" fällt jede Mitteilung einer Tatsache, mag sie im Einzelfall als eigene Überzeugung hingestellt werden oder als bloße Weitergabe einer fremden Behauptung auftreten.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 320/77
    Entscheidungstext OGH 14.06.1977 4 Ob 320/77
    Veröff: SZ 50/86 = EvBl 1978/38 S 121 = ÖBl 1978,3 (mit Anmerkung von Schönherr)
  • 4 Ob 23/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 4 Ob 23/83
    nur: Unter den Begriff des "Verbreitens" fällt jede Mitteilung einer Tatsache. (T1) Beisatz: Auch wenn diese nur an eine einzige Person weitergegeben wird. (T2) Veröff: ÖBl 1983,142
  • 1 Ob 36/89
    Entscheidungstext OGH 10.04.1991 1 Ob 36/89
    Beisatz: Auch das "technische Verbreiten", etwa durch Zeitung, Rundfunk und Fernsehen wird grundsätzlich durch § 1330 ABGB erfaßt. (T3) Veröff: JBl 1991,796 = ÖBl 1991,161 = SZ 64/36
  • 4 Ob 31/92
    Entscheidungstext OGH 26.05.1992 4 Ob 31/92
    nur T1; Beisatz: Sowohl die Mitteilung eigener Überzeugung als auch die Weitergabe der Behauptung eines Dritten, ohne daß sich der Äußernde mit ihr identifiziert. (T4) Veröff: WBl 1992,377 = MR 1992,203
  • 4 Ob 84/92
    Entscheidungstext OGH 20.10.1992 4 Ob 84/92
    Auch; Veröff: MR 1992,250 (Korn) = ÖBl 1992,278 = WBl 1993,97
  • 4 Ob 52/93
    Entscheidungstext OGH 04.05.1993 4 Ob 52/93
  • 4 Ob 59/93
    Entscheidungstext OGH 08.06.1993 4 Ob 59/93
    Beis wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Eine intellektuelle Beziehung des Verbreiters zum weitergegebenen Gedankeninhalt ist nicht erforderlich. (T5)
  • 4 Ob 94/93
    Entscheidungstext OGH 29.06.1993 4 Ob 94/93
  • 4 Ob 132/93
    Entscheidungstext OGH 21.09.1993 4 Ob 132/93
    Beis wie T4
  • 3 Ob 34/95
    Entscheidungstext OGH 29.03.1995 3 Ob 34/95
  • 6 Ob 2071/96v
    Entscheidungstext OGH 23.05.1996 6 Ob 2071/96v
    Beis wie T3
  • 4 Ob 2250/96b
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2250/96b
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
    Beis wie T4; Beisatz: Auch das bloße Weitergeben der kreditschädigenden Behauptung eines Dritten, ohne sich mit dessen Äußerung zu identifizieren, fällt unter § 1330 Abs 2 ABGB und § 7 Abs 1 UWG. (T6)
  • 6 Ob 220/01y
    Entscheidungstext OGH 18.10.2001 6 Ob 220/01y
    Auch; Beis wie T6
  • 3 Ob 261/03h
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 261/03h
    Auch; Beis wie T3; Beis ähnlich T4; Beis wie T5
  • 6 Ob 224/04s
    Entscheidungstext OGH 17.02.2005 6 Ob 224/04s
    Auch
  • 6 Ob 97/06t
    Entscheidungstext OGH 24.05.2006 6 Ob 97/06t
    nur T1; Beis wie T2
  • 6 Ob 178/04a
    Entscheidungstext OGH 21.12.2006 6 Ob 178/04a
    Auch; Beis ähnlich wie T3; Beis wie T4; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Online-Gästebuch. (T7)
  • 6 Ob 112/09b
    Entscheidungstext OGH 02.07.2009 6 Ob 112/09b
    Auch; Beisatz: Gibt der Beklagte die Behauptung eines Dritten wieder, trifft ihn nicht nur die Beweislast hinsichtlich der wahrheitsgetreuen Wiedergabe der fremden Äußerungen, sondern auch hinsichtlich der Richtigkeit der - selbst in Vermutungsform - geäußerten Vorwürfe, weil unter Verbreiten jede Weitergabe fremder Behauptungen - auch wenn diese nur in Vermutungsform einen Tatverdacht aussprechen - anzusehen ist (6 Ob 2071/96v; 6 Ob 220/01y). (T8)
  • 6 Ob 166/14a
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 6 Ob 166/14a
    Auch; Beis wie T2
  • 6 Ob 162/17t
    Entscheidungstext OGH 17.01.2018 6 Ob 162/17t

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0031781

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.03.2018

Dokumentnummer

JJR_19770614_OGH0002_0040OB00320_7700000_003

Rechtssatz für 1Ob743/79 1Ob689/81 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0032494

Geschäftszahl

1Ob743/79; 1Ob689/81; 5Ob702/82; 6Ob795/82; 5Ob518/83; 4Ob48/88; 1Ob2/91; 7Ob535/91; 1Ob15/91; 4Ob48/92; 8Ob589/91; 4Ob19/93; 4Ob134/94; 6Ob2018/96z; 4Ob2205/96k; 6Ob218/98x; 6Ob173/98d; 6Ob7/99v; 6Ob90/99z; 6Ob55/03m; 6Ob79/03s; 6Ob246/04a; 4Ob105/06d; 4Ob97/07d; 6Ob45/14g; 4Ob74/15h; 6Ob24/17y; 6Ob6/17a; 6Ob162/17t; 4Ob43/18d; 6Ob50/18y; 6Ob141/18f

Entscheidungsdatum

29.10.1979

Norm

ABGB §1330 Abs1 A
ABGB §1330 Abs2 BII
UWG §7 C

Rechtssatz

Als Tatsachenmitteilungen gelten auch Verdächtigungen und abfällige Urteile, die auf entsprechende Tatsachen schließen lassen; es genügt, dass eine Äußerung, wenn auch nur mittelbar, eine abfällige Tatsachenmitteilung enthält, die objektiver Nachprüfung zugänglich ist. Der Begriff "Guerillas" hat einen so allgemein bekannten Inhalt, dass seine Gebrauch auf ein bestimmtes tatsächliches Verhalten - gesetzwidrige subversive Tätigkeit - schließen lässt.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 743/79
    Entscheidungstext OGH 29.10.1979 1 Ob 743/79
    Veröff: JBl 1980,4812 = ÖBl 1980,130
  • 1 Ob 689/81
    Entscheidungstext OGH 17.02.1982 1 Ob 689/81
    nur: Als Tatsachenmitteilungen gelten auch Verdächtigungen und abfällige Urteile, die auf entsprechende Tatsachen schließen lassen. (T1); Beisatz: Kann einem Urteil entkommen werden, dass es von bestimmten Tatsachen ausgeht, liegt insoferne eine konkludente Tatsachenbehauptung vor. (T2)
  • 5 Ob 702/82
    Entscheidungstext OGH 28.09.1982 5 Ob 702/82
    nur: Als Tatsachenmitteilungen gelten auch Verdächtigungen und abfällige Urteile, die auf entsprechende Tatsachen schließen lassen; es genügt, dass eine Äußerung, wenn auch nur mittelbar, eine abfällige Tatsachenmitteilung enthält, die objektiver Nachprüfung zugänglich ist. (T3) Beis wie T2
  • 6 Ob 795/82
    Entscheidungstext OGH 05.04.1984 6 Ob 795/82
    nur T1; Beisatz: Wurde die Tatsachengrundlage bekanntgegeben, auf welcher die geäußerte Wertung (Meinung) beruhe, und war dem Fernsehzuschauer die Möglichkeit gegeben worden, sich ein Urteil über die Richtigkeit dieser Wertung zu bilden, liegen keine im Werturteil verdeckten Tatsachen vor. (T4) Veröff: ÖBl 1984,130
  • 5 Ob 518/83
    Entscheidungstext OGH 22.05.1984 5 Ob 518/83
    nur T1
  • 4 Ob 48/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 48/88
    Vgl auch; nur T3; Veröff: SZ 61/193 = GRURInt 1989,326 = MR 1988,194
  • 1 Ob 2/91
    Entscheidungstext OGH 10.04.1991 1 Ob 2/91
    Auch
  • 7 Ob 535/91
    Entscheidungstext OGH 23.05.1991 7 Ob 535/91
    Auch; Veröff: MR 1991,146 (Korn)
  • 1 Ob 15/91
    Entscheidungstext OGH 05.06.1991 1 Ob 15/91
    nur: Als Tatsachenmitteilungen gelten auch Verdächtigungen. (T5); Veröff: MR 1991,235 (Korn) = ÖBl 1992,136
  • 4 Ob 48/92
    Entscheidungstext OGH 07.07.1992 4 Ob 48/92
    Auch; nur T5; Beisatz: Unter § 1330 Abs 2 ABGB fällt jede Mitteilung, die dem anderen schaden kann, auch wenn sie in der Form einer Vermutung ausgesprochen wird. (T6); Veröff: MR 1992,105 = ÖBl 1992,218
  • 8 Ob 589/91
    Entscheidungstext OGH 28.01.1993 8 Ob 589/91
    nur T1
  • 4 Ob 19/93
    Entscheidungstext OGH 23.03.1993 4 Ob 19/93
    nur T3
  • 4 Ob 134/94
    Entscheidungstext OGH 22.11.1994 4 Ob 134/94
    Auch
  • 6 Ob 2018/96z
    Entscheidungstext OGH 08.05.1996 6 Ob 2018/96z
    nur T5; Beis wie T6; Veröff: SZ 69/113
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
    Auch; nur T5; Beisatz: Auf die Form, in die sich die Behauptung kleidet, kommt es nicht an. So kann sich eine Behauptung bisweilen auch unter der bedingten Form - zum Beispiel jemand solle betrogen haben (RG GRUR 1929, 359) - verstecken. Eine Behauptung kann auch in der Form einer Frage aufgestellt oder verbreitet werden (JBl 1938, 78). (T7)
  • 6 Ob 218/98x
    Entscheidungstext OGH 10.09.1998 6 Ob 218/98x
    Auch; nur T5; Beisatz: Die Haftung des Täters ist auch dann zu bejahen, wenn die ehrenrührige Äußerung in Verdachtsform oder Vermutungsform erfolgte. (T8)
  • 6 Ob 173/98d
    Entscheidungstext OGH 24.09.1998 6 Ob 173/98d
    nur T3
  • 6 Ob 7/99v
    Entscheidungstext OGH 25.02.1999 6 Ob 7/99v
    nur T5; Beis wie T8
  • 6 Ob 90/99z
    Entscheidungstext OGH 24.06.1999 6 Ob 90/99z
    Vgl; nur T1; Beisatz: Der Vorwurf des "Prellens" enthält bei der gebotenen ungünstigsten Auslegung in seinem Gesamtzusammenhang erkennbar die Tatsachenbehauptung, die Klägerin sei ihren Zahlungspflichten bewusst und in betrügerischer Absicht nicht nachgekommen, sie habe ihren Vertragspartner durch unlautere, strafrechtlich relevante Methoden übervorteilt, verbunden mit dem Hinweis, dies ergebe sich auch aus dem vorliegenden Schiedsgutachten. Dieser Vorwurf ist nicht nur kreditschädigend, sondern auch beleidigend im Sinn des § 1330 Abs 1 ABGB. Der Wahrheitsbeweis obliegt daher dem Beklagten. (T9)
  • 6 Ob 55/03m
    Entscheidungstext OGH 24.04.2003 6 Ob 55/03m
    nur T5; Beisatz: Der Ehrenschutz soll nicht durch geschickte Formulierungen des Täters verhindert werden. (T10)
  • 6 Ob 79/03s
    Entscheidungstext OGH 21.05.2003 6 Ob 79/03s
    Auch
  • 6 Ob 246/04a
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 6 Ob 246/04a
    Auch; nur T3
  • 4 Ob 105/06d
    Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 105/06d
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: § 7 UWG. (T11)
  • 4 Ob 97/07d
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 97/07d
    nur T1
  • 6 Ob 45/14g
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 6 Ob 45/14g
    Auch; Beisatz: Hier: Behauptung der Tatsache, Mitarbeiter der Klägerin hätten der Mutter des Beklagten durch Verabreichung eines überdosierten Beruhigungsmedikaments schweren körperlichen Schaden zugefügt. (T12)
  • 4 Ob 74/15h
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 74/15h
    Auch; nur T4
  • 6 Ob 24/17y
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 24/17y
    Auch; Beis wie T7 nur: Eine Behauptung kann auch in der Form einer Frage aufgestellt oder verbreitet werden. (T13)
  • 6 Ob 6/17a
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 6/17a
    Vgl; Beis wie T13; Beisatz: Hier: Vorwurf, der Kläger habe sich als Chefredakteur und Herausgeber einer Tageszeitung durch die Anstellung seines Sohnes bei den ÖBB in seiner Berichterstattung beeinflussen lassen. (T14)
  • 6 Ob 162/17t
    Entscheidungstext OGH 17.01.2018 6 Ob 162/17t
    Auch; nur T3
  • 4 Ob 43/18d
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 43/18d
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T10
  • 6 Ob 50/18y
    Entscheidungstext OGH 26.04.2018 6 Ob 50/18y
    Vgl auch; nur T5; Beis wie T6
  • 6 Ob 141/18f
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 6 Ob 141/18f
    Auch; nur T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0032494

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.11.2018

Dokumentnummer

JJR_19791029_OGH0002_0010OB00743_7900000_001

Rechtssatz für 4Ob391/86 (4Ob392/86) 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0031675

Geschäftszahl

4Ob391/86 (4Ob392/86); 4Ob338/87; 4Ob598/87; 4Ob48/88; 4Ob2/89; 4Ob61/89; 4Ob162/89; 4Ob169/89; 4Ob11/90; 4Ob89/90; 4Ob112/90; 4Ob135/90; 6Ob671/90; 4Ob5/91; 4Ob10/92; 4Ob84/92; 4Ob104/92; 4Ob19/93; 4Ob139/94; 6Ob1009/95; 6Ob20/95; 6Ob24/95; 4Ob2115/96z; 4Ob2364/96t; 4Ob2205/96k; 4Ob197/97t; 6Ob218/98x; 6Ob7/99v; 6Ob25/99s; 1Ob117/99h; 4Ob336/99m; 6Ob47/02h; 6Ob142/03f; 6Ob235/02f; 6Ob114/05s; 6Ob295/03f; 4Ob105/06d; 4Ob166/06z; 4Ob97/07d; 4Ob43/18d

Entscheidungsdatum

19.05.1987

Norm

ABGB §1330 BII
UWG §7 C

Rechtssatz

Der Begriff der "Tatsachenbehauptung" ist weit auszulegen; als Tatsachenmitteilungen gelten auch Verdächtigungen oder das Weglassen aufklärender Umstände, durch das der Sachverhalt so entstellt wird, dass die Äußerung geeignet ist, den Adressaten in einem wichtigen Punkt irrezuführen (ÖBl 1980,130; ÖBl 1984,130 ua).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 391/86
    Entscheidungstext OGH 19.05.1987 4 Ob 391/86
  • 4 Ob 338/87
    Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 338/87
    Auch; Veröff: WBl 1988,99 = MR 1988,84
  • 4 Ob 598/87
    Entscheidungstext OGH 30.11.1987 4 Ob 598/87
    nur: Der Begriff der "Tatsachenbehauptung" ist weit auszulegen. (T1) Veröff: MR 1988,11 = ÖBl 1989,80 = JBl 1988,174 = SZ 60/255
  • 4 Ob 48/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 48/88
    nur T1; Veröff: GRURInt 1989,326 = MR 1988,194 = SZ 61/193
  • 4 Ob 2/89
    Entscheidungstext OGH 24.01.1989 4 Ob 2/89
    nur T1; Beisatz: Hier: § 7 UWG (T2)
  • 4 Ob 61/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 61/89
    Beisatz: Unter einer Tatsachenbehauptung ist jede Äußerung über Vorgänge und Zustände objektiv nachprüfbaren Inhalts zu verstehen. (T3)
  • 4 Ob 162/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 4 Ob 162/89
    nur T1; Beisatz: Selbst Urteile, die nur auf entsprechende Tatsachen schließen lassen, gelten als Tatsachenmitteilung ("konkludente Tatsachenbehauptung"). (T4) Veröff: SZ 62/208 = MR 1990,66 = ÖBl 1990,253
  • 4 Ob 169/89
    Entscheidungstext OGH 09.01.1990 4 Ob 169/89
    nur T1; Beis wie T4; Veröff: SZ 63/2 = MR 1990,68 = ÖBl 1990,205
  • 4 Ob 11/90
    Entscheidungstext OGH 20.02.1990 4 Ob 11/90
    nur T1; Beis wie T4
  • 4 Ob 89/90
    Entscheidungstext OGH 12.06.1990 4 Ob 89/90
    nur T1; Beis wie T4
  • 4 Ob 112/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 112/90
    Vgl auch
  • 4 Ob 135/90
    Entscheidungstext OGH 06.11.1990 4 Ob 135/90
    nur T1; Beis wie T4; Veröff: MR 1991,115 = ÖBl 1991,58
  • 6 Ob 671/90
    Entscheidungstext OGH 07.11.1990 6 Ob 671/90
    nur T1
  • 4 Ob 5/91
    Entscheidungstext OGH 29.01.1991 4 Ob 5/91
    nur T1; Beis wie T4
  • 4 Ob 10/92
    Entscheidungstext OGH 16.06.1992 4 Ob 10/92
    nur T1; Veröff: WBl 1992,410
  • 4 Ob 84/92
    Entscheidungstext OGH 20.10.1992 4 Ob 84/92
    Auch; Veröff: MR 1992,250 (Korn) = ÖBl 1992,278 = WBl 1993,97
  • 4 Ob 104/92
    Entscheidungstext OGH 24.11.1992 4 Ob 104/92
    nur T1; Beis wie T4; Veröff: MR 1993,14
  • 4 Ob 19/93
    Entscheidungstext OGH 23.03.1993 4 Ob 19/93
    Auch
  • 4 Ob 139/94
    Entscheidungstext OGH 06.12.1994 4 Ob 139/94
    nur T1; Beis wie T4
  • 6 Ob 1009/95
    Entscheidungstext OGH 06.04.1995 6 Ob 1009/95
    Auch; nur T1; Beis wie T4
  • 6 Ob 20/95
    Entscheidungstext OGH 18.05.1995 6 Ob 20/95
    nur T1; Beis wie T4
  • 6 Ob 24/95
    Entscheidungstext OGH 13.10.1995 6 Ob 24/95
    nur T1; Veröff: SZ 68/97
  • 4 Ob 2115/96z
    Entscheidungstext OGH 09.07.1996 4 Ob 2115/96z
    nur T1; Beis wie T4
  • 4 Ob 2364/96t
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2364/96t
    nur T1; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
    Auch; nur T1; Beisatz: Auf die Form, in die sich die Behauptung kleidet, kommt es nicht an. So kann sich eine Behauptung bisweilen auch unter der bedingten Form - zum Beispiel jemand solle betrogen haben (RG GRUR 1929, 359) - verstecken. Eine Behauptung kann auch in der Form einer Frage aufgestellt oder verbreitet werden (JBl 1938, 78). (T5)
  • 4 Ob 197/97t
    Entscheidungstext OGH 07.07.1997 4 Ob 197/97t
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beisatz: Wenn sie greifbare, einem Beweis zugängliche Vorgänge zum Gegenstand haben und von einem nicht unerheblichen Teil der angesprochenen Empfänger in diesem Sinn aufgefasst werden. Dass das Verhalten eines Dritten aufgrund eigener gedanklicher Tätigkeit interpretiert und einer wertenden Stellungnahme unterzogen wird, schließt daher das Vorliegen einer Tatsachenmitteilung noch nicht aus. (T6)
  • 6 Ob 218/98x
    Entscheidungstext OGH 10.09.1998 6 Ob 218/98x
    Auch; nur: Als Tatsachenmitteilungen gelten auch Verdächtigungen. (T7); Beisatz: Die Haftung des Täters ist auch dann zu bejahen, wenn die ehrenrührige Äußerung in Verdachtsform oder Vermutungsform erfolgte. (T8)
  • 6 Ob 7/99v
    Entscheidungstext OGH 25.02.1999 6 Ob 7/99v
    nur T7; Beis wie T8
  • 6 Ob 25/99s
    Entscheidungstext OGH 22.04.1999 6 Ob 25/99s
    Auch; nur T7; Beis wie T8 nur: Die Haftung des Täters ist zu bejahen, wenn die ehrenrührige Äußerung in Vermutungsform erfolgte. (T9)
  • 1 Ob 117/99h
    Entscheidungstext OGH 27.10.1999 1 Ob 117/99h
    nur T1; Beisatz: Auch wertende Äußerungen können unter § 1330 Abs 2 ABGB fallen, wenn sie als sogenannte "konkludente" Tatsachenbehauptungen auf entsprechende Tatsachen schließen lassen, greifbare, einem Beweis zugängliche Vorgänge zum Gegenstand haben und von einem nicht unerheblichen Teil der angesprochenen Empfänger in diesem Sinn aufgefasst werden. (T10)
  • 4 Ob 336/99m
    Entscheidungstext OGH 18.01.2000 4 Ob 336/99m
    nur T1; Beis wie T4 nur: Selbst Urteile, die nur auf entsprechende Tatsachen schließen lassen, gelten als Tatsachenmitteilung. (T11)
  • 6 Ob 47/02h
    Entscheidungstext OGH 16.05.2002 6 Ob 47/02h
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 6 Ob 142/03f
    Entscheidungstext OGH 10.07.2003 6 Ob 142/03f
    Auch; Beis wie T6 nur: Dass das Verhalten eines Dritten aufgrund eigener gedanklicher Tätigkeit interpretiert und einer wertenden Stellungnahme unterzogen wird, schließt daher das Vorliegen einer Tatsachenmitteilung noch nicht aus. (T12)
  • 6 Ob 235/02f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2004 6 Ob 235/02f
    Auch; Beis wie T6
  • 6 Ob 114/05s
    Entscheidungstext OGH 23.06.2005 6 Ob 114/05s
    Vgl auch; Beisatz: Der Vorwurf, jemand sei an einem Ereignis (einer Entwicklung) „schuld", beinhaltet nicht immer eine (wahre oder unwahre) Tatsachenbehauptung. Hier: Der Vorwurf ist ein (kritisierendes) Werturteil, wenn er erst aufgrund einer Denktätigkeit gewonnen wird und die rein subjektive Meinung des Erklärenden wiedergibt. (T13)
  • 6 Ob 295/03f
    Entscheidungstext OGH 14.07.2005 6 Ob 295/03f
    Auch; Beisatz: Die Unrichtigkeit einer Tatsachenbehauptung kann sich auch aus einer Unvollständigkeit des bekanntgegebenen Sachverhalts ergeben, die das dem Betroffenen vorgeworfene Verhalten in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. (T14)
  • 4 Ob 105/06d
    Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 105/06d
    Auch; Beisatz: Je weniger die zu beurteilende Rechtsfolgenbehauptung nicht einfach aus dem Gesetz abzulesen ist, sondern auf einem Vorgang der persönlichen Erkenntnisgewinnung beruht, je eingehender die Grundlagen dieses Erkenntnisprozesses dargestellt werden, und je deutlicher zum Ausdruck kommt, dass eine subjektive Überzeugung im geistigen Meinungsstreit vertreten wird, um so eher wird ein reines Werturteil vorliegen. (T15)
  • 4 Ob 166/06z
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 166/06z
    nur T1; Beis wie T11
  • 4 Ob 97/07d
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 97/07d
    nur T1; nur T7; Beis wie T15
  • 4 Ob 43/18d
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 43/18d
    Auch; nur T7; Beis wie T8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0031675

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19870519_OGH0002_0040OB00391_8600000_001

Rechtssatz für 4Ob338/87 4Ob114/88 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0077780

Geschäftszahl

4Ob338/87; 4Ob114/88; 4Ob40/89; 4Ob38/89 (4Ob39/89); 4Ob162/89; 4Ob94/91; 4Ob133/93; 4Ob67/95; 4Ob2250/96b; 4Ob2205/96k; 4Ob149/15p

Entscheidungsdatum

20.10.1987

Norm

UWG §1 C5b
UWG §7 A

Rechtssatz

Eine Wettbewerbshandlung erfordert auch die Absicht, den - eigenen oder fremden - Wettbewerb zum Nachteil eines anderen Mitbewerbers zu fördern. Beim Zusammentreffen mehrerer Beweggründe reicht es aus, daß die Absicht, eigenen oder fremden Wettbewerb zu fördern, nicht völlig zurücktritt.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 338/87
    Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 338/87
    Veröff: MR 1988,84
  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Auch; Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61
  • 4 Ob 40/89
    Entscheidungstext OGH 13.06.1989 4 Ob 40/89
  • 4 Ob 38/89
    Entscheidungstext OGH 18.04.1989 4 Ob 38/89
    Veröff: MR 1989,139
  • 4 Ob 162/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 4 Ob 162/89
    Auch; Veröff: SZ 62/208 = ÖBl 1990,253 = MR 1990,66
  • 4 Ob 94/91
    Entscheidungstext OGH 25.02.1989 4 Ob 94/91
    Vgl auch; Beisatz: Webpelze (T1)
  • 4 Ob 133/93
    Entscheidungstext OGH 30.11.1993 4 Ob 133/93
    Beisatz: Ob das der Fall ist, ist als Wertung eine Rechtsfrage. (T2)
  • 4 Ob 67/95
    Entscheidungstext OGH 18.09.1995 4 Ob 67/95
    Vgl auch; Beisatz: War die Förderung fremden Wettbewerbs nur eine unbeabsichtigte Nebenwirkung bei der Verfolgung des eigenen wirtschaflichen Interesses, so reicht dies für die Annahme der Absicht, fremden Wettbewerb zu fördern, nicht aus. (T3)
  • 4 Ob 2250/96b
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2250/96b
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
  • 4 Ob 149/15p
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 4 Ob 149/15p
    Beis wie T2; Beisatz: Hier: Rechtsanwalt veröffentlicht auf seiner Internetseite Presseberichte über von ihm gestellte Anträge und erstattetes Vorbringen. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0077780

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.02.2016

Dokumentnummer

JJR_19871020_OGH0002_0040OB00338_8700000_004

Rechtssatz für 4Ob114/88 4Ob30/94 4Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079097

Geschäftszahl

4Ob114/88; 4Ob30/94; 4Ob109/94; 4Ob2205/96k; 4Ob40/04t; 6Ob17/14i; 6Ob50/18y

Entscheidungsdatum

07.02.1989

Norm

ABGB §1330 BII
UWG §7 B
UWG §7 G

Rechtssatz

Auch das Weitergeben fremder Behauptungen ist "Verbreiten" im Sinne des § 7 UWG.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61
  • 4 Ob 30/94
    Entscheidungstext OGH 14.12.1993 4 Ob 30/94
  • 4 Ob 109/94
    Entscheidungstext OGH 04.10.1994 4 Ob 109/94
    Auch; Beisatz: Haftung der beklagten Zeitung für Äußerungen ihres Kolumnisten. (T1)
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
    Beisatz: Auch das bloße Weitergeben der kreditschädigenden Behauptung eines Dritten, ohne sich mit dessen Äußerung zu identifizieren, fällt unter § 1330 Abs 2 ABGB und § 7 Abs 1 UWG. (T2)
  • 4 Ob 40/04t
    Entscheidungstext OGH 16.03.2004 4 Ob 40/04t
    Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2004/35
  • 6 Ob 17/14i
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 6 Ob 17/14i
    Beis wie T2; Veröff: SZ 2014/108
  • 6 Ob 50/18y
    Entscheidungstext OGH 26.04.2018 6 Ob 50/18y
    Vgl; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0079097

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19890207_OGH0002_0040OB00114_8800000_004

Rechtssatz für 4Ob114/88 4Ob128/89 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079443

Geschäftszahl

4Ob114/88; 4Ob128/89; 4Ob120/89; 4Ob519/90; 4Ob112/90; 4Ob80/90 (4Ob81/90); 4Ob135/90; 4Ob58/92; 4Ob31/93; 4Ob95/93; 4Ob133/93; 4Ob139/94; 4Ob1022/95; 4Ob49/95; 4Ob2364/96t; 4Ob2205/96k; 4Ob197/97t; 4Ob189/03b; 4Ob184/06x; 4Ob249/06f; 17Ob18/09k

Entscheidungsdatum

07.02.1989

Norm

UWG §7 C

Rechtssatz

Der Begriff der Tatsachenbehauptung wird von Lehre und Rechtsprechung zum Schutze des Verletzten seit jeher weit ausgelegt und darin jede Äußerung über Vorgänge oder Zustände objektiv nachprüfbaren Inhalts erblickt.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61
  • 4 Ob 128/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 128/89
    nur: Der Begriff der Tatsachenbehauptung wird von Lehre und Rechtsprechung zum Schutze des Verletzten seit jeher weit ausgelegt. (T1) Veröff: MR 1989,219 (Korn) = ÖBl 1990,18
  • 4 Ob 120/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 4 Ob 120/89
    nur T1
  • 4 Ob 519/90
    Entscheidungstext OGH 26.06.1990 4 Ob 519/90
    Veröff: SZ 63/110
  • 4 Ob 112/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 112/90
    Auch
  • 4 Ob 80/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 80/90
    nur T1
  • 4 Ob 135/90
    Entscheidungstext OGH 06.11.1990 4 Ob 135/90
    nur T1; Beisatz: Auch Urteile, die nur auf entsprechende Tatsachen schließen lassen, gelten als Tatsachenmitteilung "konkludente Tatsachenbehauptung". (T2) Veröff: MR 1991,115 = ÖBl 1991,58
  • 4 Ob 58/92
    Entscheidungstext OGH 14.07.1992 4 Ob 58/92
    nur T1; Beis wie T2; Veröff: ÖBl 1992,210
  • 4 Ob 31/93
    Entscheidungstext OGH 04.05.1993 4 Ob 31/93
    Beisatz: Hier: Klägerin habe "gut nachgefasst". (T3)
  • 4 Ob 95/93
    Entscheidungstext OGH 29.06.1993 4 Ob 95/93
    Veröff: MR 1993,182
  • 4 Ob 133/93
    Entscheidungstext OGH 30.11.1993 4 Ob 133/93
    Beis wie T2
  • 4 Ob 139/94
    Entscheidungstext OGH 06.12.1994 4 Ob 139/94
    nur T1; Beis wie T2
  • 4 Ob 1022/95
    Entscheidungstext OGH 28.03.1995 4 Ob 1022/95
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 4 Ob 49/95
    Entscheidungstext OGH 10.10.1995 4 Ob 49/95
    nur T1; Beis wie T2; Veröff: SZ 68/177
  • 4 Ob 2364/96t
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2364/96t
    Auch
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
    Vgl auch; Beisatz: Auf die Form, in die sich die Behauptung kleidet, kommt es nicht an. So kann sich eine Behauptung bisweilen auch unter der bedingten Form - zB jemand solle betrogen haben (RG GRUR 1929, 359) - verstecken. Eine Behauptung kann auch in der Form einer Frage aufgestellt oder verbreitet werden (JBl 1938, 78). (T4)
  • 4 Ob 197/97t
    Entscheidungstext OGH 07.07.1997 4 Ob 197/97t
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Wenn sie greifbare, einem Beweis zugängliche Vorgänge zum Gegenstand haben und von einem nicht unerheblichen Teil der angesprochenen Empfänger in diesem Sinn aufgefasst werden. Dass das Verhalten eines Dritten aufgrund eigener gedanklicher Tätigkeit interpretiert und einer wertenden Stellungnahme unterzogen wird, schließt daher das Vorliegen einer Tatsachenmitteilung noch nicht aus. (T5)
  • 4 Ob 189/03b
    Entscheidungstext OGH 07.10.2003 4 Ob 189/03b
    Vgl auch; Beisatz: Auch die Beantwortung einer Frage ist ein "aktives Tun" und kein bloß passives Verhalten. Schädigungsabsicht ist nicht erforderlich. Ob die Aussage ohne äußeren Anlass oder als Antwort auf eine Frage eines Dritten gemacht worden ist, macht für deren wettbewerbsrechtliche Beurteilung keinen Unterschied. (T6)
  • 4 Ob 184/06x
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 184/06x
    Beisatz: Das ist bei der Behauptung eines Schutzrechtseingriffs der Fall. (T7); Veröff: SZ 2006/170
  • 4 Ob 249/06f
    Entscheidungstext OGH 20.03.2007 4 Ob 249/06f
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T7
  • 17 Ob 18/09k
    Entscheidungstext OGH 23.03.2010 17 Ob 18/09k
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Entscheidend für die Qualifikation einer Äußerung als Tatsachenbehauptung ist, ob sich ihr Bedeutungsinhalt auf einen Tatsachenkern zurückführen lässt, der einem Beweis zugänglich ist. (T8); Beisatz: Hier: Schutzrechtsverwarnung. (T9)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0079443

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.06.2010

Dokumentnummer

JJR_19890207_OGH0002_0040OB00114_8800000_005

Rechtssatz für 4Ob162/89 4Ob169/89 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078047

Geschäftszahl

4Ob162/89; 4Ob169/89; 4Ob36/91; 4Ob57/92; 4Ob21/94; 4Ob2205/96k; 4Ob56/97g; 4Ob317/98s; 4Ob73/00i; 4Ob301/02x; 4Ob91/03s; 4Ob3/05b; 4Ob166/07a; 4Ob12/18w

Entscheidungsdatum

19.12.1989

Norm

UWG §1 D1c

Rechtssatz

Da § 7 UWG die Herabsetzung eines Unternehmens durch wahre Behauptungen nicht erfasst, kann sie auch nach § 1 UWG nicht grundsätzlich verboten sein; es bedarf hier vielmehr einer Interessenabwägung. Eine wahrheitsgemäße geschäftsschädigende Behauptung ist demnach (nur) dann zulässig, wenn Wettbewerber einen hinreichenden Anlass hat, den eigenen Wettbewerb mit der Herabsetzung des Mitbewerbers zu verbinden, und sich die Kritik nach Art und Maß im Rahmen des Erforderlichen hält. Eine unsachliche oder unnötige Herabsetzung der Leistungen eines Mitbewerbers ist demnach sittenwidrig; ebenso verstößt es gegen die guten Sitten, wenn wettbewerbsfremde Tatsachen, insbesondere solche, die zum Gegenstand des Wettbewerbs in keiner Beziehung stehen, über einen Mitbewerber verbreitet, oder nicht konkretisierte Pauschalverdächtigungen sowie grobe Beschimpfungen geäußert werden.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 162/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 4 Ob 162/89
    Veröff: SZ 62/208 = MR 1990,66 = ÖBl 1990,253
  • 4 Ob 169/89
    Entscheidungstext OGH 09.01.1990 4 Ob 169/89
    Veröff: SZ 63/2 = MR 1990,68
  • 4 Ob 36/91
    Entscheidungstext OGH 28.05.1991 4 Ob 36/91
    Veröff: ÖBl 1991,87 = MR 1992,35
  • 4 Ob 57/92
    Entscheidungstext OGH 14.07.1992 4 Ob 57/92
    Veröff: ÖBl 1992,106 = WBl 1992,409
  • 4 Ob 21/94
    Entscheidungstext OGH 08.03.1994 4 Ob 21/94
    Auch
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
    Auch
  • 4 Ob 56/97g
    Entscheidungstext OGH 08.04.1997 4 Ob 56/97g
    Auch; nur: Eine wahrheitsgemäße geschäftsschädigende Behauptung ist demnach (nur) dann zulässig, wenn Wettbewerber einen hinreichenden Anlass hat, den eigenen Wettbewerb mit der Herabsetzung des Mitbewerbers zu verbinden, und sich die Kritik nach Art und Maß im Rahmen des Erforderlichen hält. (T1); Beisatz: Hier: "Schwarzhörer willkommen". (T2)
  • 4 Ob 317/98s
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 4 Ob 317/98s
    Auch; nur: Eine wahrheitsgemäße geschäftsschädigende Behauptung ist demnach (nur) dann zulässig, wenn Wettbewerber einen hinreichenden Anlass hat, den eigenen Wettbewerb mit der Herabsetzung des Mitbewerbers zu verbinden, und sich die Kritik nach Art und Maß im Rahmen des Erforderlichen hält. Eine unsachliche oder unnötige Herabsetzung der Leistungen eines Mitbewerbers ist demnach sittenwidrig. (T3)
  • 4 Ob 73/00i
    Entscheidungstext OGH 21.03.2000 4 Ob 73/00i
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 301/02x
    Entscheidungstext OGH 18.02.2003 4 Ob 301/02x
    Vgl auch; Beisatz: Die Herabsetzung eines Mitbewerbers durch wahre Behauptungen ist grundsätzlich nicht verboten; ihre Unzulässigkeit kann sich jedoch aufgrund einer Interessenabwägung ergeben. (T4)
  • 4 Ob 91/03s
    Entscheidungstext OGH 20.05.2003 4 Ob 91/03s
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 3/05b
    Entscheidungstext OGH 26.04.2005 4 Ob 3/05b
    Vgl auch; Beisatz: Unvollständige Äußerungen, die einen unrichtigen Gesamteindruck hervorrufen, sind auch dann unwahr iSd § 7 UWG, wenn sie isoliert gesehen zutreffen. (T5)
  • 4 Ob 166/07a
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 166/07a
    Auch
  • 4 Ob 12/18w
    Entscheidungstext OGH 19.04.2018 4 Ob 12/18w
    Auch; Beisatz: Bei der Interessenabwägung ist insbesondere zu berücksichtigen, wie lange das behauptete Fehlverhalten zurückliegt, ob die betroffenen Kreise darüber - etwa durch eine gerichtlich angeordnete Urteilsveröffentlichung - bereits informierte wurden und ob sich der Mitbewerber seitdem wohlverhalten hat. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0078047

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19891219_OGH0002_0040OB00162_8900000_002

Rechtssatz für 4Ob162/89 4Ob169/89 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078055

Geschäftszahl

4Ob162/89; 4Ob169/89; 4Ob118/90; 4Ob135/90; 4Ob36/91; 4Ob58/92; 4Ob21/94; 4Ob2115/96z; 4Ob2205/96k

Entscheidungsdatum

19.12.1989

Norm

UWG §1 D1c
UWG §7 C

Rechtssatz

Auch das wahrheitsgemäße Mitteilen von Tatsachen kann unzulässig sein, und zwar dann, wenn darin ein Verstoß gegen die guten Sitten im Wettbewerb (§ 1 UWG) liegt; § 1 UWG steht auch hier "drohend im Hintergrund".

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 162/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 4 Ob 162/89
    Veröff: SZ 62/208 = MR 1990,66 = ÖBl 1990,253
  • 4 Ob 169/89
    Entscheidungstext OGH 09.01.1990 4 Ob 169/89
    Veröff: SZ 63/2 = MR 1990,68 = ÖBl 1990,205
  • 4 Ob 118/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 118/90
    Vgl auch; Veröff: ÖBl 1991,64
  • 4 Ob 135/90
    Entscheidungstext OGH 06.11.1990 4 Ob 135/90
    Veröff: MR 1991,115 = ÖBl 1991,58
  • 4 Ob 36/91
    Entscheidungstext OGH 28.05.1991 4 Ob 36/91
    Veröff: ÖBl 1991,87 = MR 1992,35
  • 4 Ob 58/92
    Entscheidungstext OGH 14.07.1992 4 Ob 58/92
    Veröff: ÖBl 1992,210
  • 4 Ob 21/94
    Entscheidungstext OGH 08.03.1994 4 Ob 21/94
  • 4 Ob 2115/96z
    Entscheidungstext OGH 09.07.1996 4 Ob 2115/96z
    nur: Auch das wahrheitsgemäße Mitteilen von Tatsachen kann unzulässig sein, und zwar dann, wenn darin ein Verstoß gegen die guten Sitten im Wettbewerb (§ 1 UWG) liegt. (T1); Beisatz: Das ist (nur) dann nicht der Fall, wenn der Wettbewerber hinreichenden Anlaß hat, den eigenen Wettbewerb mit der Herabsetzung des Mitbewerbers zu verbinden, und sich die Kritik nach Art und Maß im Rahmen des Erforderlichen hält. (T2)
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0078055

Dokumentnummer

JJR_19891219_OGH0002_0040OB00162_8900000_003

Rechtssatz für 4Ob118/90 4Ob58/92 4Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079432

Geschäftszahl

4Ob118/90; 4Ob58/92; 4Ob21/94; 4Ob1009/95; 4Ob71/95; 4Ob2364/96t; 4Ob2205/96k; 4Ob138/97s; 4Ob103/98w; 4Ob225/04y; 4Ob233/07d; 4Ob12/18w

Entscheidungsdatum

11.09.1990

Norm

UWG §7 C

Rechtssatz

Nicht von § 7 UWG erfaßt sind das Behaupten und Verbreiten solcher Tatsachen, die erweislich wahr sind. Auch eine an sich der Wahrheit entsprechende geschäftsschädigende Behauptung ist jedoch nur dann zulässig, wenn der Wettbewerb hinreichenden Anlaß hat, den eigenen Wettbewerb mit der Herabsetzung des Mitbewerbers zu verbinden, und sich die Kritik nach Art und Maß im Rahmen des Erforderlichen hält; eine unsachliche oder unnötige Herabsetzung der Leistungen eines Mitbewerbers ist demnach sittenwidrig.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 118/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 118/90
    Veröff: MR 1991,35 = ÖBl 1991,64
  • 4 Ob 58/92
    Entscheidungstext OGH 14.07.1992 4 Ob 58/92
    Veröff: ÖBl 1992,210
  • 4 Ob 21/94
    Entscheidungstext OGH 08.03.1994 4 Ob 21/94
  • 4 Ob 1009/95
    Entscheidungstext OGH 31.01.1995 4 Ob 1009/95
    Vgl; Beisatz: Hier: Bekanntgabe, das mitbewerbende Medienunternehmen sei Dienstgeber eines Sittlichkeitstäters. (T1)
  • 4 Ob 71/95
    Entscheidungstext OGH 19.09.1995 4 Ob 71/95
    nur: Nicht von § 7 UWG erfaßt sind das Behaupten und Verbreiten solcher Tatsachen, die erweislich wahr sind. (T2)
  • 4 Ob 2364/96t
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2364/96t
    Auch
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
    Auch
  • 4 Ob 138/97s
    Entscheidungstext OGH 27.05.1997 4 Ob 138/97s
    Vgl auch
  • 4 Ob 103/98w
    Entscheidungstext OGH 21.04.1998 4 Ob 103/98w
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 225/04y
    Entscheidungstext OGH 09.11.2004 4 Ob 225/04y
  • 4 Ob 233/07d
    Entscheidungstext OGH 22.01.2008 4 Ob 233/07d
    Auch
  • 4 Ob 12/18w
    Entscheidungstext OGH 19.04.2018 4 Ob 12/18w
    Auch

Schlagworte

Arbeitgeber, Pauschalherabsetzung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0079432

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19900911_OGH0002_0040OB00118_9000000_003

Rechtssatz für 4Ob109/92 4Ob59/93 4Ob9...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0031901

Geschäftszahl

4Ob109/92; 4Ob59/93; 4Ob94/93; 6Ob2010/96y; 4Ob2205/96k; 6Ob125/97v; 6Ob2383/96a; 6Ob153/97m; 8Ob174/97i; 6Ob232/97d; 6Ob305/98s; 6Ob337/99y; 6Ob307/00s; 6Ob51/01w; 6Ob45/01p; 6Ob14/03g; 6Ob84/06f; 6Ob97/06t; 6Ob258/11a; 6Ob196/12k

Entscheidungsdatum

15.12.1992

Norm

ABGB §1330 A
ABGB §1330 BI

Rechtssatz

Ansprüche aus § 1330 ABGB richten sich aber nicht nur gegen den unmittelbaren Täter - also gegen jene Person, von der die Beeinträchtigung ausgeht -, sondern auch gegen den Mittäter, den Anstifter und den Gehilfen des eigentlichen Störers, welche den Täter bewusst fördern.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 109/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 4 Ob 109/92
    Veröff: MR 1993,57 = EvBl 1993/160 S 656
  • 4 Ob 59/93
    Entscheidungstext OGH 08.06.1993 4 Ob 59/93
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Verleger (T1)
  • 4 Ob 94/93
    Entscheidungstext OGH 29.06.1993 4 Ob 94/93
  • 6 Ob 2010/96y
    Entscheidungstext OGH 11.04.1996 6 Ob 2010/96y
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
  • 6 Ob 125/97v
    Entscheidungstext OGH 12.05.1997 6 Ob 125/97v
  • 6 Ob 2383/96a
    Entscheidungstext OGH 19.06.1997 6 Ob 2383/96a
  • 6 Ob 153/97m
    Entscheidungstext OGH 17.07.1997 6 Ob 153/97m
    Veröff: SZ 70/150
  • 8 Ob 174/97i
    Entscheidungstext OGH 18.09.1997 8 Ob 174/97i
    Auch
  • 6 Ob 232/97d
    Entscheidungstext OGH 29.10.1997 6 Ob 232/97d
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 305/98s
    Entscheidungstext OGH 26.11.1998 6 Ob 305/98s
    Auch
  • 6 Ob 337/99y
    Entscheidungstext OGH 30.08.2000 6 Ob 337/99y
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Verwendung der "Wir-Form" und die Anbringung des eigenen Namens neben der Firma der Gesellschaft am Ende des Schreibens mehr als deutlich, dass sich der Schädiger auch persönlich mit dem Inhalt identifizierte. Er war diejenige Person, die die Behauptungen aufstellte und auf deren maßgeblichen Willen sie beruhten. Am tatbildmäßigen Verhalten und an der unmittelbaren Täterschaft des Schädigers kann daher kein Zweifel bestehen, auch wenn er dieses namens der von ihm repräsentierten Gesellschaft und zu deren Schutz und in deren Interesse verfasste. (T2)
  • 6 Ob 307/00s
    Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 307/00s
    Auch; Beisatz: Wer einem Dritten zu Zwecken der Verbreitung "in jeder möglichen Form und in jedem möglichen Medium" Informationen zur Verfügung stellt, die von dem Dritten in der Folge in eine Homepage beziehungsweise in deren Unterverzeichnisse aufgenommen werden, hat an deren Verbreitung im Internet mitgewirkt und muss diese gegen sich gelten lassen, ohne dass es darauf ankäme, ob er auf die inhaltliche Gestaltung der Homepage und deren Unterverzeichnisse Einfluss nehmen konnte. (T3)
  • 6 Ob 51/01w
    Entscheidungstext OGH 15.03.2001 6 Ob 51/01w
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Medieninhaber. (T4)
  • 6 Ob 45/01p
    Entscheidungstext OGH 15.03.2001 6 Ob 45/01p
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 6 Ob 14/03g
    Entscheidungstext OGH 26.06.2003 6 Ob 14/03g
  • 6 Ob 84/06f
    Entscheidungstext OGH 27.04.2006 6 Ob 84/06f
    Beisatz: Der Mandant kann für in seinem Namen getätigte ehrenbeleidigende Äußerungen seines Rechtsanwalts nicht nach § 1330 ABGB verantwortlich gemacht werden, wenn die Äußerungen vollmachtslos erfolgten oder die erteilte Vollmacht überschritten wurde. (T5)
  • 6 Ob 97/06t
    Entscheidungstext OGH 24.05.2006 6 Ob 97/06t
    Vgl; Beisatz: Hier: Durch die Verwendung der „Wir-Form" ist derjenige, der die Sachverhaltsdarstellung mitunterfertigt, unmittelbarer Täter. (T6)
  • 6 Ob 258/11a
    Entscheidungstext OGH 12.01.2012 6 Ob 258/11a
    Beis wie T5
  • 6 Ob 196/12k
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 6 Ob 196/12k
    Vgl; Beisatz: Hat ein Rechtsanwalt bei namens seines Klienten abgegebenen Erklärungen den Vollmachtsrahmen nicht überschritten, muss der Mandant für die Äußerungen seines Vertreters dann einstehen, wenn er diesen durch Übermittlung der entsprechenden Tatsachen dazu angeleitet hat. (T7); Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0031901

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.03.2013

Dokumentnummer

JJR_19921215_OGH0002_0040OB00109_9200000_003

Entscheidungstext 4Ob2205/96k

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

4Ob2205/96k

Entscheidungsdatum

17.09.1996

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof.Dr.Gamerith als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Kodek und Dr.Niederreiter sowie die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofes Dr.Griß und Dr.Schenk als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei K***** GmbH, ***** vertreten durch Dr.Wolfgang Vacarescu, Rechtsanwalt in Graz, wider die beklagte Partei Dieter F*****, vertreten durch Dr.Ulrich Daghofer, Rechtsanwalt in Graz, wegen Unterlassung, Widerruf und Feststellung (Streitwert im Provisorialverfahren S 500.000), infolge außerordentlichen Revisionsrekurses der beklagten Partei gegen den Beschluß des Oberlandesgerichtes Graz als Rekursgericht vom 17.Juni 1996, GZ 6 R 85/96h-16, womit der Beschluß des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Graz vom 29.Februar 1996, GZ 23 Cg 288/95z-12, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Dem Revisionsrekurs wird Folge gegeben.

Die Beschlüsse der Vorinstanzen werden aufgehoben; dem Erstgericht wird eine neuerliche nach Verfahrensergänzung zu fällende Entscheidung aufgetragen.

Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens sind weitere Kosten des Provisorialverfahrens.

Text

Begründung:

Der Beklagte ist Inhaber der protokollierten Einzelfirma "Garten F*****, Handel mit Landesprodukten und Gartengeräten, Dieter F*****" (FN 11.650 h Graz). Dieses in G***** betriebene Unternehmen wurde am 31. Oktober 1995 stillgelegt; der Gewerbeschein wurde mit dem gleichen Tag zurückgelegt.

Nun ist der Beklagte Geschäftsführer der F***** GmbH mit dem Sitz G*****. Gesellschafter sind er und Dr.Barbara F*****.

Diese Gesellschaft vertreibt ebenso wie die Klägerin Gartengeräte. Den Kunden der Einzelfirma des Beklagten wurde die Anschrift der F***** GmbH bekanntgegeben; Geräte der Einzelfirma wurden von deren ursprünglichem Standort G***** zum Standort der GmbH verbracht.

Manfred Z***** war seit 1.Juni 1980 bei der Einzelfirma des Beklagten beschäftigt; nunmehr ist er Angestellter der F***** Gesellschaft mbH. Sowohl die Klägerin als auch der Beklagte und die F***** GmbH bezogen in den vergangenen Jahren Waren von der M*****gesellschaft mbH.

Am 1.Dezember 1995 erhielt Manfred Z***** von dem ihm nicht bekannten Stefan S***** einen Telefonanruf. Manfred S***** teilte ihm dabei sinngemäß mit, daß die Klägerin bei ihm Mietschulden in der Höhe von S 400.000 habe und er daher einen Prozeß anstrengen werde. Manfred Z***** teilte das dem Beklagten mit. Dieser beauftragte ihn, bei der M*****gesellschaft telefonisch nachzufragen, ob die Behauptung S*****s zutreffe. Dies tat er "an und für sich" aus reiner Neugierde.

Manfred Z***** wußte, daß nicht nur die F***** GmbH, sondern auch die Klägerin Gartengeräte von der M*****gesellschaft mbH beziehe. Die Klägerin kauft wesentlich mehr Waren bei der M*****gesellschaft mbH als die Einzelfirma des Beklagten und nunmehr die F***** GmbH.

Manfred Z***** rief im Dezember 1995 bei der M*****gesellschaft mbH an und teilte deren Mitarbeiter Albert W***** mit, er habe von S***** erfahren, daß die Klägerin bei diesem hohe Mietschulden habe und es ihr auch sonst finanziell schlecht gehe. Er sprach auch sinngemäß davon, daß die Klägerin in den Konkurs getrieben werden sollte (auch dies muß er von S***** erfahren haben).

Albert W***** holte daraufhin Bankauskünfte über die Klägerin ein und konfrontierte deren Prokuristen Ing.Josef D***** mit diesem Vorwurf. Dieser stellte alle Vorwürfe in Abrede und erklärte sinngemäß, daß die Mietzinse hinterlegt worden seien, und es mit S***** Streit gebe.

Für die M*****gesellschaft mbH war es von Interesse, über die finanzielle Lage der Klägerin Bescheid zu wissen, weil sie damals aus Lieferungen offene Forderungen von S 1,500.000 bis S 2,000.000 hatte. Zwischen der M*****gesellschaft mbH und der Klägerin bestehen ständige Geschäftsbeziehungen. Der jährliche Umsatz beläuft sich auf S 6,000.000 bis S 7,000.000. Bei einem Telefonat im Dezember 1995 unterrichtete W***** Ing.Josef D***** von den Behauptungen über die Mietschulden und das Hineintreiben in einen Konkurs.

Die Klägerin begehrt zur Sicherung eines gleichlautenden Unterlassungsanspruches, die Beklagte mit einstweiliger Verfügung schuldig zu erkennen, es insbesondere im geschäftlichen Verkehr zu unterlassen, unwahre Behauptungen des Inhalts aufzustellen, die Klägerin habe Mietzinsschulden in der Höhe von S 400.000 und stehe unmittelbar vor einem Konkursverfahren oder Behauptungen oder Vorwürfe ähnlichen Inhalts aufzustellen bzw zu verbreiten, die den Eindruck erwecken würden, die Klägerin sei überschuldet oder zahlungsunfähig. Sämtliche allenfalls von Stefan S***** an den Beklagten sowie die vom Beklagten an die M*****gesellschaft mbH weitergegebenen Informationen seien wahrheitswidrig und unrichtig. Der Beklagte habe offensichtlich zu Zwecken des Wettbewerbes kreditschädigende Äußerungen über das Unternehmen der Klägerin verbreitet. Möge auch der Beklagte den Betrieb des Einzelunternehmens eingestellt haben, so hafte er dennoch gemäß §§ 14 und 18 UWG. Da er Manfred Z***** mit der telefonischen Nachfrage beauftragt habe, sei er jedenfalls Anstifter (ON 11).

Der Beklagte beantragt die Abweisung des Sicherungsbegehrens. Er habe weder mit Albert Wörndl noch sonst mit einem Mitarbeiter der M*****gesellschaft mbH im Zusammenhang mit den beanstandeten Äußerungen telefoniert. Da er kein Unternehmen mehr betreibe, stehe er nicht in einem Wettbewerbsverhältnis zur Klägerin. Nach dem Klagevorbringen habe nicht er eine kreditschädigende Behauptung aufgestellt; vielmehr stamme diese von Stefan S*****. Vorsichtshalber werde die Richtigkeit dieser Behauptungen eingewandt. Zwischen Stefan S***** und der Klägerin bestünden zahlreiche Rechtsstreitigkeiten. Ein weiteres Indiz für die Richtigkeit der Behauptungen Strohmaiers über ein bevorstehendes Konkusverfahren sei der Umstand, daß der Prokurist der Klägerin Ing.Josef D***** als Geschäftsführer der L***** GmbH im selben Geschäftszweig schon in ein Konkursverfahren verwickelt gewesen sei. Es bestehe keine Wiederholungsgefahr, weil die F***** GmbH mit Schreiben vom 28.Dezember 1995, Beilage ./7, der Klägerin den Abschluß eines vollstreckbaren Vergleiches angeboten habe, in welchem sie sich verpflichtet hätte, die beanstandeten Behauptungen zu unterlassen.

Das Erstgericht erließ die einstweilige Verfügung bis zur rechtskräftigen Beendigung des Prozesses. Die Streitteile stünden zueinander in einem Wettbewerbsverhältnis und seien beide Kunden der M*****gesellschaft mbH. Daß der Beklagte "das entsprechende Gewerbe zurückgelegt" habe, sei ohne Bedeutung; es genüge völlig, wenn die beanstandete Handlung selbst als dem Wettbewerb dienlich anzusehen sei. Der Beklagte sei nicht nur Inhaber der protokollierten Einzelfirma, sondern auch der F***** GmbH. Dazu komme, daß er persönlich den Auftrag an den Angestellten dieser Gesellschaft erteilt habe, die wettbewerbsschädigende Intervention bei der M*****gesellschaft mbH durchzuführen. Die beanstandeten Behauptungen seien eindeutig in Wettbewerbsabsicht gemacht worden; ein anderer Zweck sei aufgrund der geschäftlichen Tätigkeit der Streitteile nicht denkbar. Da der Beklagte die Äußerungen Stefan S*****s ungeprüft dem Mitbewerber M*****gesellschaft mbH weitergegeben habe, liege ein Verstoß gegen das UWG vor.

Das Rekursgericht bestätigte diesen Beschluß und sprach aus, daß der Wert des Entscheidungsgegenstandes S 50.000 übersteige und der ordentliche Revisionsrekurs nicht zulässig sei. Der Tatbestand des § 7 UWG setze voraus, daß die herabsetzenden Äußerungen zu Zwecken des Wettbewerbs gemacht wurden. Die Feststellung, ob eine solche Absicht vorliegt, gehöre zum Tatsachenbereich. Im vorliegenden Fall habe eine Feststellung zur Wettbewerbsabsicht weder im positiven noch im negativen Sinn getroffen werden können. Gerade bei abfälligen Äußerungen über Mitbewerber spreche jedoch nach ständiger Rechtsprechung schon nach der Lebenserfahrung eine tatsächliche Vermutung für die Wettbewerbsabsicht. Diese brauche nicht das einzige oder das wesentliche Ziel der Handlung gewesen zu sein; sie dürfe nur gegenüber dem eigentlichen Beweggrund nicht völlig in den Hintergrund treten. Der Beklagte habe mit der beanstandeten Äußerung das Konkurrenzverhältnis zur Klägerin angesprochen und diese unmittelbar in ihrer gewerblichen Tätigkeit treffen wollen, wenn unter deren namentlicher Nennung der Vorwurf erhoben wurde, daß sie hohe Mietschulden habe und es ihr auch sonst finanziell schlecht gehe. Die Absicht, einen gemeinsamen Lieferanten sachbezogen zu unterrichten, trete gegenüber jener, die Klägerin als Mitbewerberin herabzusetzen, völlig in den Hintergrund. Der Tatbestand des § 7 UWG sei somit erfüllt. Die Behauptungen müßten nicht ehrenrührig sein; es genüge die abstrakte Betriebs- und Kreditgefährdung. Die beanstandete Äußerung sei eine Tatsachenbehauptung. Da der Beklagte den Beweis der Wahrheit nicht habe erbringen könne, hafte er nach § 7 UWG. Von einer vertraulichen Mitteilung könne nicht gesprochen werden. Da der Beklagte als Geschäftsführer an der von einem Angestellten der F***** GmbH begangenen Rechtsverletzung aktiv mitgewirkt habe, habe er für das deliktische Verhalten einzustehen. Die Beklagte habe den Wegfall der Wiederholungsgefahr nicht bescheinigt. Der Beklagte habe vielmehr den ihm angelasteten Wettbewerbsverstoß bestritten und schon dadurch zu erkennen gegeben, daß er sich zu einer solchen Handlungsweise weiterhin für berechtigt halte. Der von der F***** GmbH angebotene Vergleich über die geltend gemachten Unterlassungsansprüche könne die Wiederholungsgefahr nicht beseitigen.

Rechtliche Beurteilung

Der gegen diesen Beschluß erhobene außerordentliche Revisionsrekurs ist zulässig und berechtigt.

Dem Beklagten kann freilich nicht darin gefolgt werden, daß der geltend gemachte Unterlassungsanspruch schon deshalb zu verneinen sei, weil der Angestellte Manfred Z***** nur wahrheitsgemäß die Äußerung des Vermieters Stefan S***** wiedergegeben habe. Tatsachen werden auch dann behauptet (= aus eigenem Wissen mitgeteilt: MR 1993, 28 - Giftige Zeitung mwN) oder verbreitet (= als von einem anderen Erfahrenes Dritten weitergegeben: MR 1993, 28 - Giftige Zeitung mwN; Baumbach/Hefermehl, Wettbewerbsrecht18, 1260 Rz 16 zu § 14 dUWG), wenn die Äußerung nicht als eigene Überzeugung hingestellt wird. Auch das bloße Weitergeben der kreditschädigenden Behauptung eines Dritten, ohne sich mit dessen Äußerung zu identifizieren, fällt unter § 1330 Abs 2 ABGB und § 7 Abs 1 UWG (Reischauer in Rummel, ABGB2, Rz 14 zu § 1330; Harrer in Schwimann, Praxiskommentar zum ABGB, Rz 16 zu § 1330; Korn/Neumayr, Persönlichkeitsschutz im Zivil- und Wettbewerbsrecht 53; MR 1993, 144 - Scientology mwN). Tatsachen können sogar durch bloße Andeutungen oder Umschreibungen verbreitet werden (SZ 62/20 = MR 1989, 61 - Ideenfabrik mwN; MR 1991, 34 - Konkurrenzverbot ua). Die Angabe der Quelle, aus der die Nachricht stammt, kann den Eintritt der sich aus § 7 UWG ergebenden Rechtsfolgen nicht verhindern (ÖBl 1975, 33 - Skiwelt; SZ 62/20 = MR 1989, 61 - Ideenfabrik ua). Auf die Form, in die sich die Behauptung kleidet, kommt es nicht an (Baumbach/Hefermehl aaO Rz 17). So kann sich eine Behauptung bisweilen auch unter der bedingten Form - zB jemand solle betrogen haben (RG GRUR 1929, 359) - verstecken. Eine Behauptung kann auch in der Form einer Frage aufgestellt oder verbreitet werden (JBl 1938, 78).

Die festgestellte telefonische Äußerung Manfred Z*****s, er habe von Stefan S***** erfahren, daß die Klägerin bei diesem hohe Mietschulden habe und es ihr sonst finanziell schlecht gehe und sie in den Konkurs getrieben werden sollte, ist demnach entgegen der Rechtsauffassung der Beklagten sehr wohl als Verbreiten einer von Stefan S***** herrühenden Tatsachenbehauptung zu werten. Daß sich Stefan S***** tatsächlich in dem von Manfred Z***** wiedergegebenen Sinn geäußert hat, ändert somit nichts daran, daß dieser die Behauptung seinerseits weiterverbreitet hat. Wollte man der Rechtsauffassung des Beklagten folgen, dann wäre das bloße Verbreiten der unrichtigen, kreditschädigenden Äußerungen eines Dritten zulässig; das trifft aber nach dem Gesagten nicht zu.

Der Beklagte kann auch nicht mit Erfolg seine Haftung für die Äußerung Manfred Z*****s deshalb in Abrede stellen, weil er bei seinem Auftrag an diesen Angestellten nicht als Einzelunternehmer, sondern als Geschäftsführer der F***** GmbH gehandelt hat. Insoweit war er nämlich selbst der Täter, zumindest aber - worauf sich die Klägerin letztlich auch gestützt hat - Anstifter Manfred Z*****s. Nach ständiger Rechtsprechung richtet sich im Wettbewerbsrecht der Unterlassungsanspruch nicht nur gegen den unmittelbaren Täter ("Störer"), also denjenigen, von dem die Beeinträchtigung ausgeht und auf dessen maßgeblichen Willen sie beruht, sondern auch gegen jeden Dritten, der den Wettbewerbsverstoß eines anderen durch sein Verhalten gefördert oder überhaupt erst ermöglicht hat, also insbesondere gegen Mittäter, Anstifter und Gehilfen (Hohenecker/Friedl, Wettbewerbsrecht 94; Koppensteiner, Wettbewerbsrecht2 I 286; Schönherr, Gewerblicher Rechtsschutz 44 f; Gamerith, Wettbewerbsrechtliche Unterlassungsansprüche gegen "Gehilfen", WBl 1991, 305 ff [306]; ÖBl 1984, 135 - Superaktionsspanne; ÖBl 1995, 84 - Telefonstudien uva). Der Beklagte hat daher für die in seinem Auftrag der M*****gesellschaft mbH gemachte Mitteilung zu haften.

Tatbestandsvoraussetzung des § 7 Abs 1 UWG ist jedoch, daß der Beklagte in Wettbewerbsabsicht gehandelt hat. Das ist - wie das Rekursgericht insoweit zutreffend ausgeführt hat - eine Tat- und keine Rechtsfrage (ÖBl 1991, 87 - Wiener Partie mwN; ÖBl 1994, 79 - Informationsnebel). Das Erstgericht hat hiezu auf Grund der Aussage des Beklagten als bescheinigt angenommen, daß dieser den Auftrag an Manfred Z***** "an und für sich aus reiner Neugierde" erteilt hat, hat aber andererseits - wenngleich erst im Zuge der Rechtsausführungen - gemeint, daß die Behauptungen eindeutig in Wettbewerbsabsicht getätigt worden seien, weil ein anderer Zweck auf Grund der geschäftlichen Tätigkeit der Streitteile nicht denkbar sei. Das Rekursgericht hat - ohne sich mit der Feststellung des Erstgerichtes, der Beklagte habe aus reiner Neugierde gehandelt, auseinanderzusetzen - ausgeführt, es fehle jede positive oder negative Feststellung zur Wettbewerbsabsicht, so daß von der Vermutung auszugehen sei, wonach bei abfälligen Äußerungen über einen Mitbewerber eine solche Absicht zugrundeliege. In Wahrheit sind aber die Äußerungen des Erstrichters zu dieser Tatfrage widersprüchlich. Sollte nämlich seine in die Tatsachenfeststellungen eingereihte und im Zuge der Rechtsausführungen wiederholte Ausführung, der Beklagte habe aus reiner Neugierde seinen Angestellten beauftragt, Erkundigungen über die finanzielle Lage der Klägerin einzuholen, dahin zu verstehen seien, daß der Beklagte nur aus Neugierde gehandelt habe, dann wäre eben die Wettbewerbsabsicht zu verneinen und der vom Erstrichter in seinen Rechtsausführungen vermißte denkbare andere als wettbewerbliche Zweck bescheinigt. Gegen diese Auslegung spricht freilich die Rechtsausführung des Erstrichters, daß die beanstandete Behauptungen "eindeutig" in Wettbewerbsabsicht aufgestellt worden sei; ein anderer Zweck sei "nicht denkbar". Diese Formulierung steht in so deutlichem Widerspruch zur vorher getroffenen Tatsachenfeststellung, daß sich die Auslegung der Feststellungen dahin, der Beklagte habe zwar vor allem aus Neugierde, aber auch in der Absicht, seinen Wettbewerb gegenüber jenem der Klägerin zu fördern, gehandelt, verbietet. Mangels entsprechender Tatsachengrundlage kann daher entgegen der Meinung des Rekursgerichtes die Wettbewerbsabsicht derzeit noch nicht mit der Begründung bejaht werden, daß sie ja nicht das einzige oder wesentliche Ziel der Handlung gewesen zu sein braucht, sofern sie nur nicht gegenüber dem eigentlichen Beweggrund völlig in den Hintergrund getreten ist (MR 1993, 119 - Kassentarif mwN). Vielmehr ist eine eindeutige Klärung erforderlich, was das Erstgericht nun tatsächlich als bescheinigt annimmt.

Mit Recht verweist der Beklagte darauf, daß er den Beweis der Wahrheit der von Manfred Z***** in seineem Auftrag verbreiteten Tatsachenbehauptungen angetreten, der Erstrichter die dafür angebotenen Bescheinigungsmitteil nicht aufgenommen und das Rekursgericht die darauf gegründete Mängelrüge nicht behandelt hat. Auch aus diesem Grund ist die Sache noch nicht spruchreif. Sollten sich nämlich die von Stefan S***** herrührende und von Manfred Z***** weitergebene Äußerung als wahr herausstellen, so wäre der Unterlassungsanspruch zu verneinen (§ 7 Abs 1 UWG). Bei Wahrheit dieser Behauptungen könnte dem Beklagten auch nicht der Vorwurf sittenwidrigen Handelns (§ 1 UWG) gemacht werden. Auch das wahrheitsgemäße Mitteilen von Tatsachen kann zwar dann unzulässig sein, wenn darin ein Verstoß gegen die guten Sitten im Wettbewerb liegt, steht doch § 1 UWG auch hier "drohend im Hintergrund" (Baumbach/Hefermehl aaO 1251 Rz 1 zu § 14 dUWG; SZ 63/2 = ÖBl 1990, 205 - Schweinerei; ÖBl 1991, 87 - Wiener Partie ua). Da jedoch § 7 UWG die Herabsetzung eines Unternehmens durch wahre Behauptungen nicht erfaßt, kann sie auch nach § 1 UWG nicht grundsätzlich verboten sein (SZ 63/2 = ÖBl 1990, 205 - Schweinerei). Daß aber hier eine unsachliche oder unnötige Herabsetzung eines Mitbewerbers vorläge oder aber wettbewerbsfremde Tatsachen, die zum Gegenstand des Wettbewerbs in keiner Beziehung stehen, über einen Mitbewerber verbreitet worden wären odgl. (vgl Beispiele in SZ 63/2), hat die Klägerin nicht behauptet. Der Richtigkeit der von Manfred Z***** weitergegebenen Behauptungen kommt daher entscheidende Bedeutung zu.

Mit Recht hat nämlich das Rekursgericht den Einwand der fehlende Wiederholungsgefahr verneint. Der Beklagte hat keinen vollstreckbaren Unterlassungsvergleich angeboten. Das entsprechende Angebot der F***** GmbH kann ihn von seiner Haftung nicht befreien. Da er nach den obigen Ausführungen persönlich haftet, hat die Klägerin - sein Handeln in Wettbewerbsabsicht und die Unrichtigkeit der Behauptungen vorausgesetzt - gegen ihn persönlich einen Unterlassungsanspruch. Mit Abschluß des von der F***** GmbH angebotenen Vergleiches hätte daher die Klägerin nicht all das erreicht, was sie mit einem Urteil erlangen könnte (ÖBl 1985, 16 - Linzer Torte ua).

Aus diesen Erwägungen war in Stattgebung des Revisionsrekurses mit einer Aufhebung der Beschlüsse der Vorinstanzen vorzugehen. Der Erstrichter wird, sofern er im fortgesetzten Verfahren zu einer Bejahung (auch) der Wettbewerbsabsicht als Beweggrund des Beklagten kommen sollte, die Wahrheit der beanstandeten Behauptungen zu prüfen haben.

Der Kostenvorbehalt gründet sich auf §§ 78, 402 Abs 4 EO iVm § 52 ZPO.

Anmerkung

E43631 04A22056

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:0040OB02205.96K.0917.000

Dokumentnummer

JJT_19960917_OGH0002_0040OB02205_96K0000_000