Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1Ob47/58 6Ob122/68 (6Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017670

Geschäftszahl

1Ob47/58; 6Ob122/68 (6Ob123/68); 8Ob270/70; 7Ob695/76; 1Ob756/76; 5Ob530/82 (5Ob531/82); 2Ob632/84 (2Ob633/84); 2Ob579/86; 6Ob629/87; 2Ob538/87; 8Ob506/89; 1Ob525/94; 1Ob544/95; 8Ob2005/96b; 7Ob2135/96p; 4Ob595/95; 1Ob2409/96p; 8Ob190/98v; 4Ob124/00i; 1Ob163/00b; 9Ob122/01h; 1Ob160/02i; 1Ob66/04v; 6Ob105/05t; 6Ob305/05d; 5Ob231/06s; 4Ob149/06z; 7Ob18/06g; 7Ob29/09d; 9Ob8/10g; 7Ob232/09g; 6Ob52/12h; 6Ob35/15p; 1Ob166/17v

Entscheidungsdatum

11.04.1958

Norm

ABGB §880a A
ABGB §914 IIIh
ABGB §915
HGB §346 F

Rechtssatz

Eine Garantieerklärung ist nicht bloß nach dem Wortlaut, sondern gemäß § 914 ABGB, § 346 HGB nach Treu und Glauben und nach der Verkehrsgewohnheit auszulegen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 47/58
    Entscheidungstext OGH 11.04.1958 1 Ob 47/58
    Veröff: ÖBA 1960,125
  • 6 Ob 122/68
    Entscheidungstext OGH 02.05.1968 6 Ob 122/68
  • 8 Ob 270/70
    Entscheidungstext OGH 01.12.1970 8 Ob 270/70
  • 7 Ob 695/76
    Entscheidungstext OGH 02.12.1976 7 Ob 695/76
  • 1 Ob 756/76
    Entscheidungstext OGH 26.01.1977 1 Ob 756/76
    Vgl auch; Beisatz: Aus der Selbständigkeit des Garantievertrages folgt allerdings, dass das Grundgeschäft für die Auslegung der Garantieerklärung nur beschränkt herangezogen werden kann. (T1)
    Veröff: EvBl 1977/229 S 517 = JBl 1978,36
  • 5 Ob 530/82
    Entscheidungstext OGH 16.03.1982 5 Ob 530/82
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 632/84
    Entscheidungstext OGH 10.09.1985 2 Ob 632/84
  • 2 Ob 579/86
    Entscheidungstext OGH 02.12.1986 2 Ob 579/86
    Auch; Veröff: WBl 1987,64
  • 6 Ob 629/87
    Entscheidungstext OGH 08.10.1987 6 Ob 629/87
  • 2 Ob 538/87
    Entscheidungstext OGH 27.04.1988 2 Ob 538/87
    Auch; Beisatz: Unter Bedachtnahme auf den wirtschaftlichen Zweck der Vereinbarung. (T2)
  • 8 Ob 506/89
    Entscheidungstext OGH 23.02.1989 8 Ob 506/89
    Beis wie T2
  • 1 Ob 525/94
    Entscheidungstext OGH 03.05.1994 1 Ob 525/94
    Vgl; Beis wie T2
  • 1 Ob 544/95
    Entscheidungstext OGH 27.03.1995 1 Ob 544/95
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Die Auslegung einer Garantieerklärung ist unter Heranziehung der Auslegungsregeln der §§ 914 und 915 ABGB unter Bedachtnahme auf Sinn und Zweck des Geschäfts sowie die Übung des redlichen Verkehrs vorzunehmen. (T3)
    Veröff. SZ 68/64
  • 8 Ob 2005/96b
    Entscheidungstext OGH 29.02.1996 8 Ob 2005/96b
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 7 Ob 2135/96p
    Entscheidungstext OGH 22.05.1996 7 Ob 2135/96p
    Vgl; Beis wie T3
  • 4 Ob 595/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 595/95
    Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Bei der Auslegung einer Haftungerklärung ist auf die konkreten Umstände, namentlich auf den Geschäftszweck und die Interessenlage Bedacht zu nehmen. (T4)
  • 1 Ob 2409/96p
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 2409/96p
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 70/198
  • 8 Ob 190/98v
    Entscheidungstext OGH 24.06.1999 8 Ob 190/98v
    Vgl; Beis wie T3
  • 4 Ob 124/00i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2000 4 Ob 124/00i
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 1 Ob 163/00b
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 1 Ob 163/00b
    Beis wie T2; Beisatz: Bei der gegebenen Interessenlage - Finanzierung eines "sale and lease back"-Geschäfts einer als nicht ausreichend finanzstark eingeschätzten Kapitalgesellschaft; Rückfluss der Gelder an die als Finanziererin des ursprünglichen Anlagenkaufs eingeschaltete Zweitbeklagte - musste sich die Zweitbeklagte im Klaren sein, dass ihr keine weiteren Einwendungen aus dem Grundgeschäft zustehen sollten, hätte sie doch sonst ihr Finanzierungsrisiko weitgehend auf die Klägerin überwälzt. (T5)
  • 9 Ob 122/01h
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 9 Ob 122/01h
    nur: Eine Garantieerklärung ist gemäß § 914 ABGB auszulegen. (T6)
    Beisatz: Hier: Effektivklausel. (T7)
  • 1 Ob 160/02i
    Entscheidungstext OGH 30.09.2002 1 Ob 160/02i
    Beis wie T3
  • 1 Ob 66/04v
    Entscheidungstext OGH 25.06.2004 1 Ob 66/04v
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T7; Beisatz: Dies gilt auch für eine in der Bankgarantie enthaltene Effektivklausel, mit der die Zahlung des Garanten von in der Garantieerklärung näher bezeichneten Tatsachen, die der Begünstigte anlässlich des Abrufs nachzuweisen hat, abhängig gemacht wird. (T8)
    Beisatz: Mangels einer über den Wortsinn der Garantieurkunde hinausgehenden übereinstimmenden Parteiabsicht, kommt es nur auf den objektiven Erklärungswert der Urkunde an. (T9)
  • 6 Ob 105/05t
    Entscheidungstext OGH 14.07.2005 6 Ob 105/05t
    Auch; Beisatz: Auch die im Rahmen eines Garantievertrags abgegebenen Erklärungen des Garanten unterliegen den Auslegungsregeln der §§ 914, 915 ABGB, sodass deren Interpretation regelmäßig keine erheblichen Rechtsfragen aufwirft. Dies gilt ebenso für eine in der Bankgarantie enthaltene Effektivklausel. (T10)
  • 6 Ob 305/05d
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 6 Ob 305/05d
    Beisatz: Hier: Akkreditiv, Geschäftszweck, Sicherungsfunktion. (T11)
  • 5 Ob 231/06s
    Entscheidungstext OGH 14.11.2006 5 Ob 231/06s
    nur T6; Beis wie T7
  • 4 Ob 149/06z
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 149/06z
    Vgl; Beis wie T4; Beisatz: Hängt die Auszahlung der Bankgarantie nur von einer Erklärung des Begünstigten ab, so gilt die formelle Garantiestrenge uneingeschränkt und der Begünstigte hat die Anspruchsvoraussetzungen pedantisch genau zu erfüllen. (T12)
    Veröff: SZ 2006/168
  • 7 Ob 18/06g
    Entscheidungstext OGH 08.03.2007 7 Ob 18/06g
    Auch; nur T6; Beisatz: Hier: Eine Garantieerklärung eines Rechtsanwaltes in seiner Funktion als Masseverwalter kann nicht ernsthaft dahin aufgefasst werden, der Masseverwalter habe sich persönlich, also zu einer Haftung mit seinem Privatvermögen verpflichtet. (T13)
  • 7 Ob 29/09d
    Entscheidungstext OGH 16.12.2009 7 Ob 29/09d
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T10
  • 9 Ob 8/10g
    Entscheidungstext OGH 03.03.2010 9 Ob 8/10g
    Auch; Beis wie T9
  • 7 Ob 232/09g
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 7 Ob 232/09g
    Auch; Beis wie T12; Beisatz: Die formelle Garantiestrenge gilt nach entsprechender Interessenabwägung zugunsten des Begünstigten dann nicht uneingeschränkt, wenn die exakte Erfüllung der Garantiebedingungen an Umständen scheitert, die vom Begünstigten weder beeinflusst wurden noch zu beeinflussen waren, wenn die Hindernisse also nicht seiner Sphäre zuzurechnen sind. Trifft letzteres hingegen nicht zu, hat der Begünstigte die Anspruchsvoraussetzungen grundsätzlich pedantisch genau zu erfüllen. (T14)
  • 6 Ob 52/12h
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 6 Ob 52/12h
    Beis ähnlich wie T10
  • 6 Ob 35/15p
    Entscheidungstext OGH 19.03.2015 6 Ob 35/15p
    Auch; Beis ähnlich wie T10; nur: Die Auslegung von Garantieerklärungen gemäß §§ 914 f ABGB wirft regelmäßig keine erhebliche Rechtsfrage auf. (T15)
  • 1 Ob 166/17v
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 1 Ob 166/17v
    Auch; Beis wie T15

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0017670

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.11.2017

Dokumentnummer

JJR_19580411_OGH0002_0010OB00047_5800000_001

Rechtssatz für 3Ob174/74 1Ob756/76 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017001

Geschäftszahl

3Ob174/74; 1Ob756/76; 1Ob617/77; 6Ob789/77 (6Ob790/77 - 6Ob798/77); 4Ob583/79; 1Ob680/80; 5Ob530/82 (5Ob531/82); 7Ob817/82; 8Ob637/84; 8Ob605/86; 6Ob629/87; 1Ob608/88; 1Ob702/89; 4Ob595/95; 4Ob182/05a; 5Ob7/06z; 6Ob217/09v

Entscheidungsdatum

03.12.1974

Norm

ABGB §880a A

Rechtssatz

Im echten Garantievertrag verpflichtet sich jemand für den Eintritt eines bestimmten Erfolges einzustehen oder die Gefahr eines künftigen, noch nicht entstandenen Schadens zu übernehmen. Der im ABGB nicht geregelte selbständige (einseitig verpflichtende) Vertrag hat - auch im Zusammenhang mit Kaufverträgen und Werkverträgen abgeschlossen, zur Voraussetzung, dass der garantierte Erfolg weiter geht als die bloß vertragsmäßige Leistung.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 174/74
    Entscheidungstext OGH 03.12.1974 3 Ob 174/74
    Veröff: SZ 47/138 = EvBl 1975/183 S 394 = JBl 1976,35
  • 1 Ob 756/76
    Entscheidungstext OGH 26.01.1977 1 Ob 756/76
    Teilweise abweichend; Veröff: EvBl 1977/229 S 517 = JBl 1978,36
  • 1 Ob 617/77
    Entscheidungstext OGH 22.06.1977 1 Ob 617/77
    nur: Im echten Garantievertrag verpflichtet sich jemand für den Eintritt eines bestimmten Erfolges einzustehen oder die Gefahr eines künftigen, noch nicht entstandenen Schadens zu übernehmen. (T1) Veröff: SZ 50/93 = JBl 1979,34
  • 6 Ob 789/77
    Entscheidungstext OGH 20.04.1978 6 Ob 789/77
    Vgl auch
  • 4 Ob 583/79
    Entscheidungstext OGH 04.03.1980 4 Ob 583/79
    nur T1; Beisatz: Einlösungszusage für Scheckkarten - Schecks. (T2) Veröff: SZ 57/36 = EvBl 1980/178 S 519
  • 1 Ob 680/80
    Entscheidungstext OGH 03.12.1980 1 Ob 680/80
    Auch; Veröff: SZ 53/164
  • 5 Ob 530/82
    Entscheidungstext OGH 16.03.1982 5 Ob 530/82
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 817/82
    Entscheidungstext OGH 27.01.1983 7 Ob 817/82
    nur T1
  • 8 Ob 637/84
    Entscheidungstext OGH 21.03.1985 8 Ob 637/84
    Veröff: JBl 1986,46 (kritisch Reidinger)
  • 8 Ob 605/86
    Entscheidungstext OGH 12.02.1987 8 Ob 605/86
    nur T1; Veröff: WBl 1987,121 = RdW 1987,225
  • 6 Ob 629/87
    Entscheidungstext OGH 08.10.1987 6 Ob 629/87
    nur T1
  • 1 Ob 608/88
    Entscheidungstext OGH 09.11.1988 1 Ob 608/88
    nur T1; Veröff: SZ 61/232 = EvBl 1989/74 S 273 = ÖBA 1989,625
  • 1 Ob 702/89
    Entscheidungstext OGH 02.05.1990 1 Ob 702/89
    nur T1; Veröff: ÖBA 1990,843 (Bydlinski)
  • 4 Ob 595/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 595/95
    nur T1; Beisatz: Der Garantievertrag begründet im Falle einer dreipersonalen Garantie eine selbständige, von der Verbindlichkeit des ursprünglichen Schuldverhältnisses unabhängige Schuld. (T3)
  • 4 Ob 182/05a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2005 4 Ob 182/05a
  • 5 Ob 7/06z
    Entscheidungstext OGH 16.05.2006 5 Ob 7/06z
    nur T1
  • 6 Ob 217/09v
    Entscheidungstext OGH 12.11.2009 6 Ob 217/09v
    Vgl; Beisatz: Der Leasingnehmer hat ohne besondere Vereinbarung keine unmittelbaren eigenen Gewährleistungsansprüche. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0017001

Zuletzt aktualisiert am

09.02.2010

Dokumentnummer

JJR_19741203_OGH0002_0030OB00174_7400000_002

Rechtssatz für 6Ob594/78 4Ob523/78 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017758

Geschäftszahl

6Ob594/78; 4Ob523/78; 7Ob700/80; 4Ob569/81; 8Ob565/83; 6Ob643/85; 1Ob537/86; 14Ob105/86; 8Ob609/86; 4Ob362/85; 3Ob502/87; 1Ob572/88; 6Ob736/88; 1Ob573/90; 1Ob682/89 (1Ob683/89); 6Ob6/90; 8Ob627/89; 7Ob613/90; 7Ob1657/92; 1Ob573/93; 3Ob502/94; 3Ob513/94; 1Ob533/95; 8ObA269/94; 10Ob515/95; 4Ob2094/96m; 4Ob595/95; 7Ob2253/96s; 4Ob2195/96i; 3Ob534/95; 7Ob2044/96f; 2Ob2133/96g; 8ObA380/97h; 4Ob303/00p; 4Ob73/03v; 9ObA65/04f; 3Ob234/04i; 10Ob23/04m; 9Ob62/04i; 7Ob222/04h; 3Ob249/04w; 2Ob98/03f; 6Ob157/05i; 6Ob172/05w; 1Ob143/06w; 8Ob163/06p; 4Ob151/07w; 9ObA40/07h; 4Ob248/07k; 2Ob12/08s; 6Ob279/07h; 2Ob48/08k; 4Ob28/09k; 9ObA121/08x; 1Ob233/09k; 6Ob220/09k; 4Ob199/10h; 7Ob141/11b; 4Ob137/11t; 4Ob105/12p; 6Ob191/12z; 2Ob92/11k; 4Ob197/13v; 3Ob122/14h; 3Ob94/15t; 8Ob121/15z; 5Ob166/15w; 8ObA95/15a; 9ObA28/16g; 6Ob58/16x; 4Ob142/17m; 2Ob102/18s; 8ObA44/19g

Entscheidungsdatum

18.05.1978

Norm

ABGB §914 I

Rechtssatz

Treten nach Abschluss des Geschäftes Konfliktsfälle auf, die von den Parteien nicht bedacht und daher auch nicht ausdrücklich geregelt wurden, dann ist unter Berücksichtigung der übrigen Vertragsbestimmungen und des von den Parteien verfolgten Zwecks zu fragen, welche Lösung redliche und vernünftige Parteien vereinbart hätten.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 594/78
    Entscheidungstext OGH 18.05.1978 6 Ob 594/78
  • 4 Ob 523/78
    Entscheidungstext OGH 13.06.1978 4 Ob 523/78
  • 7 Ob 700/80
    Entscheidungstext OGH 29.01.1981 7 Ob 700/80
    Auch
  • 4 Ob 569/81
    Entscheidungstext OGH 15.12.1981 4 Ob 569/81
    Auch
  • 8 Ob 565/83
    Entscheidungstext OGH 08.11.1984 8 Ob 565/83
  • 6 Ob 643/85
    Entscheidungstext OGH 17.10.1985 6 Ob 643/85
    Auch
  • 1 Ob 537/86
    Entscheidungstext OGH 28.05.1986 1 Ob 537/86
    Veröff: JBl 1986,721
  • 14 Ob 105/86
    Entscheidungstext OGH 01.07.1986 14 Ob 105/86
    Auch; Beisatz: Hier: Arbeitsvertrag - Entgelt (T1)
  • 8 Ob 609/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 8 Ob 609/86
    Auch
  • 4 Ob 362/85
    Entscheidungstext OGH 16.06.1987 4 Ob 362/85
    Beisatz: Hier: Ergänzung des Architektenhonorars. (T2)
    Veröff: WBl 1987,240 (Scolik)
  • 3 Ob 502/87
    Entscheidungstext OGH 07.10.1987 3 Ob 502/87
    Auch
  • 1 Ob 572/88
    Entscheidungstext OGH 15.06.1988 1 Ob 572/88
  • 6 Ob 736/88
    Entscheidungstext OGH 23.02.1989 6 Ob 736/88
    Veröff: MietSlg XLI/10
  • 1 Ob 682/89
    Entscheidungstext OGH 13.12.1989 1 Ob 682/89
    Auch; Veröff: WBl 1990,149
  • 1 Ob 573/90
    Entscheidungstext OGH 21.05.1990 1 Ob 573/90
  • 6 Ob 6/90
    Entscheidungstext OGH 26.04.1990 6 Ob 6/90
  • 8 Ob 627/89
    Entscheidungstext OGH 30.10.1990 8 Ob 627/89
    Auch
  • 7 Ob 613/90
    Entscheidungstext OGH 11.10.1990 7 Ob 613/90
  • 7 Ob 1657/92
    Entscheidungstext OGH 26.11.1992 7 Ob 1657/92
    Auch
  • 1 Ob 573/93
    Entscheidungstext OGH 22.06.1993 1 Ob 573/93
    Auch
  • 3 Ob 502/94
    Entscheidungstext OGH 15.12.1993 3 Ob 502/94
    Auch
  • 3 Ob 513/94
    Entscheidungstext OGH 25.05.1994 3 Ob 513/94
    Auch; Veröff: ImmZ 1994,487
  • 1 Ob 533/95
    Entscheidungstext OGH 27.02.1995 1 Ob 533/95
  • 8 ObA 269/94
    Entscheidungstext OGH 27.04.1995 8 ObA 269/94
    Auch
  • 10 Ob 515/95
    Entscheidungstext OGH 20.06.1995 10 Ob 515/95
    Auch
  • 4 Ob 2094/96m
    Entscheidungstext OGH 14.05.1996 4 Ob 2094/96m
    Auch; Beisatz: Haben die Vertragschließenden den eingetretenen Problemfall nicht geregelt, so ist der Vertrag ergänzend auszulegen. Dafür kommen vor allem der hypothetische Parteiwille, die Übung des redlichen Verkehrs sowie Treu und Glauben in Frage. (T3)
  • 4 Ob 595/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 595/95
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 2253/96s
    Entscheidungstext OGH 04.12.1996 7 Ob 2253/96s
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Die Frage, was die Parteien gewollt hätten, hätten sie für sie unvorhersehbare Entwicklungen bedacht, kann sich aus der Natur und dem Zweck des Vertrages, aus Vorverhandlungen oder anderen "Umständen des Geschäftes" beantworten. (T4)
  • 4 Ob 2195/96i
    Entscheidungstext OGH 12.08.1996 4 Ob 2195/96i
    Auch; Veröff: SZ 69/178
  • 3 Ob 534/95
    Entscheidungstext OGH 10.05.1995 3 Ob 534/95
  • 7 Ob 2044/96f
    Entscheidungstext OGH 12.02.1997 7 Ob 2044/96f
    Beis wie T3
  • 2 Ob 2133/96g
    Entscheidungstext OGH 10.07.1997 2 Ob 2133/96g
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Erbteilungsübereinkommen. (T5)
  • 8 ObA 380/97h
    Entscheidungstext OGH 22.12.1997 8 ObA 380/97h
    Auch; Beisatz: Unbefristete unentgeltliche Überlassung eines vom nunmehr entlassenen Arbeitnehmer entwickelten und ausschließlich von ihm bedienbaren wichtigen Computerprogramms ohne entsprechende Regelung der Auflösung des Vertragsverhältnisses. (T6)
  • 4 Ob 303/00p
    Entscheidungstext OGH 28.11.2000 4 Ob 303/00p
    Vgl auch; Beis wie T3 nur: Haben die Vertragschließenden den eingetretenen Problemfall nicht geregelt, so ist der Vertrag ergänzend auszulegen. (T7)
  • 4 Ob 73/03v
    Entscheidungstext OGH 24.06.2003 4 Ob 73/03v
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Suche nach einer angemessenen Regelung hat sich daran zu orientieren, was redliche und vernünftige Parteien bei angemessener Berücksichtigung der Interessen beider Teile vereinbart hätten, wenn sie sich bei Vertragsschluss der Ungültigkeit der von ihnen gewollten Zinsanpassungsklausel bewusst gewesen wären. (T8)
    Veröff: SZ 2003/73
  • 9 ObA 65/04f
    Entscheidungstext OGH 26.05.2004 9 ObA 65/04f
  • 3 Ob 234/04i
    Entscheidungstext OGH 26.01.2005 3 Ob 234/04i
    Vgl auch; Beis wie T7; Beis wie T8; Beisatz: Als Behelf ergänzender Auslegung kommt zunächst die Frage nach dem hypothetischen Parteiwillen in Betracht. (T9)
    Veröff: SZ 2005/10
  • 10 Ob 23/04m
    Entscheidungstext OGH 22.03.2005 10 Ob 23/04m
    Vgl auch; Beis wie T8; Veröff: SZ 2005/46
  • 9 Ob 62/04i
    Entscheidungstext OGH 06.04.2005 9 Ob 62/04i
    Vgl auch; Beis wie T8; Beis wie T9; Beisatz: Es muss die subjektive Äquivalenz zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gewahrt bleiben. (T10)
  • 7 Ob 222/04h
    Entscheidungstext OGH 20.04.2005 7 Ob 222/04h
    Auch; Beis wie T10
  • 3 Ob 249/04w
    Entscheidungstext OGH 27.07.2005 3 Ob 249/04w
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 98/03f
    Entscheidungstext OGH 11.08.2005 2 Ob 98/03f
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 6 Ob 157/05i
    Entscheidungstext OGH 25.08.2005 6 Ob 157/05i
    Vgl auch; Beisatz: Ungeachtet der Unredlichkeit aller Beteiligten bei der Steuerhinterziehung kommt es auf die fiktive Absicht redlicher Parteien an, was sie für den nicht vorbedachten Fall vereinbart hätten. (T11)
  • 6 Ob 172/05w
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 6 Ob 172/05w
    Beis ähnlich wie T8
  • 1 Ob 143/06w
    Entscheidungstext OGH 19.12.2006 1 Ob 143/06w
    Beisatz: Hier haben sich die Parteien - offensichtlich in der irrigen Annahme deren Weitergeltung - den AAB („Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftstreuhänder") unterworfen. Es ist daher davon auszugehen, dass die Parteien auch in Kenntnis des „Außerkrafttretens" der AAB deren (jeweiligen) Inhalt zum Inhalt des Auftragsverhältnisses machen wollten. Die AAB sind daher „kraft Vereinbarung" auf das Vertragsverhältnis anwendbar. (T12)
  • 8 Ob 163/06p
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 8 Ob 163/06p
    Auch
  • 4 Ob 151/07w
    Entscheidungstext OGH 02.10.2007 4 Ob 151/07w
    Auch
  • 9 ObA 40/07h
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 40/07h
    Auch; Beis ähnlich wie T8; Beis wie T9
  • 4 Ob 248/07k
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 248/07k
    Auch
  • 2 Ob 12/08s
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 12/08s
  • 6 Ob 279/07h
    Entscheidungstext OGH 06.11.2008 6 Ob 279/07h
    Vgl
  • 2 Ob 48/08k
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 2 Ob 48/08k
  • 4 Ob 28/09k
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 4 Ob 28/09k
    Veröff: SZ 2009/48
  • 9 ObA 121/08x
    Entscheidungstext OGH 30.09.2009 9 ObA 121/08x
  • 1 Ob 233/09k
    Entscheidungstext OGH 29.01.2010 1 Ob 233/09k
    Auch
  • 6 Ob 220/09k
    Entscheidungstext OGH 19.05.2010 6 Ob 220/09k
    Auch; Beisatz: Hier: Der VIBOR (Vorgänger des Euribor) wird in ständiger Rechtsprechung zur Vertragsauslegung qua hypothetischem Parteiwillen herangezogen. (T13)
  • 4 Ob 199/10h
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 199/10h
    Auch; Beisatz: Zweck einer vertraglichen Dokumentationspflicht. (T14)
    Veröff: SZ 2010/157
  • 7 Ob 141/11b
    Entscheidungstext OGH 30.11.2011 7 Ob 141/11b
  • 4 Ob 137/11t
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 137/11t
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Schadenersatzforderung des Werkbestellers gegen den Werkunternehmer wegen einer Mietzinsminderung durch den Mieter aufgrund einer behaupteten Mangelhaftigkeit des Werks/Mietgegenstands. (T15)
  • 4 Ob 105/12p
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 105/12p
  • 6 Ob 191/12z
    Entscheidungstext OGH 15.10.2012 6 Ob 191/12z
    Vgl; Beis ähnlich wie T12
  • 2 Ob 92/11k
    Entscheidungstext OGH 30.08.2012 2 Ob 92/11k
    Veröff: SZ 2012/81
  • 4 Ob 197/13v
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 197/13v
    Beisatz: Hier: Ergänzende Auslegung eines Schiedsrichtervertrags hinsichtlich des Vergütungsanspruchs bei vorzeitiger Vertragsbeendigung. (T16)
  • 3 Ob 122/14h
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 3 Ob 122/14h
    Auch; Beisatz: Darauf, ob den Parteien das Eintreten des Konflikts vorhersehbar war, kommt es für die Bejahung der ergänzenden Vertragsauslegung nicht an. (T17)
    Beis wie T10
  • 3 Ob 94/15t
    Entscheidungstext OGH 19.08.2015 3 Ob 94/15t
    Auch
  • 8 Ob 121/15z
    Entscheidungstext OGH 25.11.2015 8 Ob 121/15z
  • 5 Ob 166/15w
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 5 Ob 166/15w
    Beisatz: Hier: Auslegung der in einem Spaltungsvertrag übernommenen Verpflichtung zum Ersatz der Aktivbezüge der bei der übernehmenden Gesellschaft verwendeten Bundesbeamten. (T18)
  • 8 ObA 95/15a
    Entscheidungstext OGH 29.03.2016 8 ObA 95/15a
    Auch
  • 9 ObA 28/16g
    Entscheidungstext OGH 24.06.2016 9 ObA 28/16g
  • 6 Ob 58/16x
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 6 Ob 58/16x
    Auch; Beis ähnlich wie T8; Beisatz: Hier: Zur zeitlichen Befristung der Möglichkeit, Schilling‑Briefmarken bei der Österreichischen Post AG in Euro‑Briefmarken umzutauschen. (T19)
  • 4 Ob 142/17m
    Entscheidungstext OGH 21.11.2017 4 Ob 142/17m
    Beisatz: Ergänzende Vertragsauslegung kann in zwei Fällen Platz greifen: Einerseits ist der Vertrag zu ergänzen, wenn feststeht, dass der schriftliche Vertragsinhalt die Absicht der Parteien nicht richtig wiedergibt. Andererseits im Fall einer nachträglich hervorgekommenen, planwidrigen Unvollständigkeit des Vertrags (Vertragslücke, vgl RS0017758). (T20)
  • 2 Ob 102/18s
    Entscheidungstext OGH 29.11.2018 2 Ob 102/18s
  • 8 ObA 44/19g
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 8 ObA 44/19g

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0017758

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.10.2019

Dokumentnummer

JJR_19780518_OGH0002_0060OB00594_7800000_001

Rechtssatz für 1Ob680/80 5Ob530/82 (5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017739

Geschäftszahl

1Ob680/80; 5Ob530/82 (5Ob531/82); 2Ob535/82; 4Ob519/83; 1Ob609/84; 2Ob632/84 (2Ob633/84); 8Ob612/85; 7Ob653/85; 8Ob605/86; 1Ob681/87; 2Ob586/87; 8Ob506/89; 2Ob525/89; 1Ob525/91; 1Ob525/94; 7Ob559/95; 4Ob595/95; 7Ob2044/96f; 4Ob124/00i; 7Ob11/01w; 1Ob78/02f; 6Ob150/06m; 1Ob144/08w; 9Ob39/10s; 4Ob120/14x

Entscheidungsdatum

03.12.1980

Norm

ABGB §880a A
ABGB §1346 B

Rechtssatz

Der echte Garantievertrag bewirkt die Begründung einer selbständigen Schuld, welche von der Verbindlichkeit des ursprünglichen Schuldverhältnisses unabhängig ist.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 680/80
    Entscheidungstext OGH 03.12.1980 1 Ob 680/80
    Veröff: SZ 53/164
  • 5 Ob 530/82
    Entscheidungstext OGH 16.03.1982 5 Ob 530/82
  • 2 Ob 535/82
    Entscheidungstext OGH 14.12.1982 2 Ob 535/82
  • 4 Ob 519/83
    Entscheidungstext OGH 10.05.1983 4 Ob 519/83
    Beisatz: Zum Unterschied von diesem (echten) Garantievertrag ist die Bürgschaft in ihrem Bestand von der Existenz der zu sichernden Hauptschuld grundsätzlich abhängig. (T1) Veröff: RdW 1985,308
  • 1 Ob 609/84
    Entscheidungstext OGH 11.07.1984 1 Ob 609/84
  • 2 Ob 632/84
    Entscheidungstext OGH 10.09.1985 2 Ob 632/84
  • 8 Ob 612/85
    Entscheidungstext OGH 18.09.1985 8 Ob 612/85
  • 7 Ob 653/85
    Entscheidungstext OGH 21.11.1985 7 Ob 653/85
  • 8 Ob 605/86
    Entscheidungstext OGH 12.02.1987 8 Ob 605/86
    Veröff: WBl 1987,121 = RdW 1987,225
  • 1 Ob 681/87
    Entscheidungstext OGH 09.12.1987 1 Ob 681/87
    Veröff: SZ 60/266 = EvBl 1988/49 S 276 = ÖBA 1988,390 (Bydlinski)
  • 2 Ob 586/87
    Entscheidungstext OGH 26.01.1988 2 Ob 586/87
    Veröff: ÖBA 1988,623 = NZ 1989,39 = RdW 1988,161
  • 8 Ob 506/89
    Entscheidungstext OGH 23.02.1989 8 Ob 506/89
  • 2 Ob 525/89
    Entscheidungstext OGH 05.07.1989 2 Ob 525/89
    Veröff: EvBl 1990/7 S 52 = WBl 1989,345 (dort falsch 5.12.1989)
  • 1 Ob 525/91
    Entscheidungstext OGH 10.04.1991 1 Ob 525/91
    Beis wie T1; Veröff: EvBl 1991/134 S 595 = ecolex 1992,530 (Wilhelm)
  • 1 Ob 525/94
    Entscheidungstext OGH 03.05.1994 1 Ob 525/94
    Auch
  • 7 Ob 559/95
    Entscheidungstext OGH 10.05.1995 7 Ob 559/95
    Beis wie T1
  • 4 Ob 595/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 595/95
  • 7 Ob 2044/96f
    Entscheidungstext OGH 12.02.1997 7 Ob 2044/96f
  • 4 Ob 124/00i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2000 4 Ob 124/00i
    Auch
  • 7 Ob 11/01w
    Entscheidungstext OGH 14.02.2001 7 Ob 11/01w
    Beis wie T1; Beisatz: Die Erklärung der "persönlichen Haftung" ist, wenn nicht klar gegenteilige Anhaltspunkte vorliegen, als verschuldensunabhängige Haftung zu verstehen. (T2)
  • 1 Ob 78/02f
    Entscheidungstext OGH 30.04.2002 1 Ob 78/02f
    Vgl auch; Beisatz: Auch wenn der Abruf der Bankgarantie durch den Begünstigten allenfalls auf schuldhaftes Fehlverhalten des Garanten zurückzuführen sein sollte, änderte dies nichts an dessen Anspruch auf Aufwandersatz nach § 1014 ABGB. Sollte dem Garantieauftraggeber durch eine verschuldete Vertragsverletzung allerdings ein Vermögensnachteil entstanden sein, käme ein vertraglicher Schadenersatzanspruch des Garantieauftraggebers gegenüber dem Garanten in Betracht. (T3); Veröff: SZ 2002/58
  • 6 Ob 150/06m
    Entscheidungstext OGH 31.08.2006 6 Ob 150/06m
    Vgl; Beis wie T2
  • 1 Ob 144/08w
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 1 Ob 144/08w
    Vgl auch; Beisatz: Die ausdrückliche persönliche - schriftliche - Haftungsübernahme des beklagten Treuhänders gegenüber der klagenden Bank „für jenen Schaden oder Ausfall, der im Falle der Nichterfüllung dieser Verpflichtungen [ua die Auszahlung eines bestimmten Mindestbetrags aus einer abzuschließenden Liegenschaftstransaktion] entsteht", kann bei objektiver Betrachtung nur als Übernahme einer echten Garantieverpflichtung im Sinn des § 880a ABGB verstanden werden. (T4)
  • 9 Ob 39/10s
    Entscheidungstext OGH 30.03.2011 9 Ob 39/10s
  • 4 Ob 120/14x
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 120/14x
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0017739

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.10.2014

Dokumentnummer

JJR_19801203_OGH0002_0010OB00680_8000000_003

Rechtssatz für 7Ob40/84 7Ob566/87 6Ob7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043858

Geschäftszahl

7Ob40/84; 7Ob566/87; 6Ob700/87; 8Ob625/92; 1Ob600/93; 9ObA143/95; 4Ob595/95; 10ObS100/97x; 6Ob204/02x; 5Ob184/03z; 5Ob273/07v; 5Ob105/13x

Entscheidungsdatum

13.12.1984

Norm

ZPO nF §519 Abs2 F

Rechtssatz

Entscheidung nach Rechtskraftvorbehalt (hier durch Teilurteil) in der Sache selbst zum Nachteil des Rekurswerbers, weil reformatio in peius nicht gilt.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 40/84
    Entscheidungstext OGH 13.12.1984 7 Ob 40/84
  • 7 Ob 566/87
    Entscheidungstext OGH 04.06.1987 7 Ob 566/87
  • 6 Ob 700/87
    Entscheidungstext OGH 14.01.1988 6 Ob 700/87
  • 8 Ob 625/92
    Entscheidungstext OGH 17.06.1993 8 Ob 625/92
    Vgl auch; Veröff: SZ 66/76 = EvBl 1993/185 S 770
  • 1 Ob 600/93
    Entscheidungstext OGH 21.12.1993 1 Ob 600/93
    Auch; Veröff: SZ 66/179 = ZfRV 1994,161 (Schwind)
  • 9 ObA 143/95
    Entscheidungstext OGH 27.09.1995 9 ObA 143/95
    Auch; Veröff: SZ 68/175
  • 4 Ob 595/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 595/95
    Vgl auch
  • 10 ObS 100/97x
    Entscheidungstext OGH 16.09.1997 10 ObS 100/97x
    Auch
  • 6 Ob 204/02x
    Entscheidungstext OGH 27.11.2003 6 Ob 204/02x
    Auch
  • 5 Ob 184/03z
    Entscheidungstext OGH 11.11.2003 5 Ob 184/03z
    Auch; Veröff: SZ 2003/144
  • 5 Ob 273/07v
    Entscheidungstext OGH 19.02.2008 5 Ob 273/07v
    Vgl auch
  • 5 Ob 105/13x
    Entscheidungstext OGH 06.11.2013 5 Ob 105/13x
    Auch; Beisatz: Zufolge § 519 Abs 2 letzter Satz ZPO kann der Oberste Gerichtshof im Umfang der Aufhebung durch das Berufungsgericht in der Sache selbst erkennen; dass eine Partei die Stattgebung ihres Begehrens, die andere hingegen die Zurückweisung der Klage begehrt, ändert daran nichts, weil insoweit das Verbot der reformatio in peius nicht gilt. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0043858

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.01.2014

Dokumentnummer

JJR_19841213_OGH0002_0070OB00040_8400000_001

Rechtssatz für 1Ob505/85 3Ob608/86 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043850

Geschäftszahl

1Ob505/85; 3Ob608/86; 7Ob54/86; 7Ob566/87; 6Ob700/87; 10ObS219/91; 8Ob595/90 (8Ob596/90); 7Ob516/92; 10ObS75/93; 5Ob98/95; 9ObA143/95; 1Ob619/95; 4Ob595/95; 1Ob413/97k; 8ObS2316/96p; 8ObS183/98i; 9ObA160/99s; 8Ob3/00z; 9ObA61/02i; 6Ob204/02x; 4Ob22/04w; 10Ob49/12x; 10ObS2/14p

Entscheidungsdatum

29.01.1985

Norm

ZPO §519 Abs2 Satz2 F

Rechtssatz

Die Sachentscheidung durch den OGH im Sinne des § 519 Abs 2 Satz 2 ZPO kann auch zum Nachteil des Rekurswerbers getroffen werden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 505/85
    Entscheidungstext OGH 29.01.1985 1 Ob 505/85
  • 3 Ob 608/86
    Entscheidungstext OGH 15.10.1986 3 Ob 608/86
    Veröff: SZ 59/171
  • 7 Ob 54/86
    Entscheidungstext OGH 18.12.1986 7 Ob 54/86
  • 7 Ob 566/87
    Entscheidungstext OGH 04.06.1987 7 Ob 566/87
  • 6 Ob 700/87
    Entscheidungstext OGH 14.01.1988 6 Ob 700/87
  • 10 ObS 219/91
    Entscheidungstext OGH 24.09.1991 10 ObS 219/91
    Veröff: SSV - NF 5/96
  • 8 Ob 595/90
    Entscheidungstext OGH 19.12.1991 8 Ob 595/90
    Auch; Veröff: SZ 64/91
  • 7 Ob 516/92
    Entscheidungstext OGH 05.03.1992 7 Ob 516/92
  • 10 ObS 75/93
    Entscheidungstext OGH 15.06.1993 10 ObS 75/93
  • 5 Ob 98/95
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 5 Ob 98/95
  • 9 ObA 143/95
    Entscheidungstext OGH 27.09.1995 9 ObA 143/95
    Auch; Veröff: SZ 68/175
  • 1 Ob 619/95
    Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 619/95
    Auch
  • 4 Ob 595/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 595/95
    Auch
  • 1 Ob 413/97k
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 1 Ob 413/97k
    Auch
  • 8 ObS 2316/96p
    Entscheidungstext OGH 22.12.1998 8 ObS 2316/96p
    Beisatz: § 519 Abs 2 letzter Satz ZPO ist auch in Sozialrechtssachen anwendbar. (T1)
  • 8 ObS 183/98i
    Entscheidungstext OGH 22.12.1998 8 ObS 183/98i
    Auch
  • 9 ObA 160/99s
    Entscheidungstext OGH 30.06.1999 9 ObA 160/99s
    Veröff: SZ 72/112
  • 8 Ob 3/00z
    Entscheidungstext OGH 09.11.2000 8 Ob 3/00z
  • 9 ObA 61/02i
    Entscheidungstext OGH 02.10.2002 9 ObA 61/02i
  • 6 Ob 204/02x
    Entscheidungstext OGH 27.11.2003 6 Ob 204/02x
  • 4 Ob 22/04w
    Entscheidungstext OGH 10.02.2004 4 Ob 22/04w
  • 10 Ob 49/12x
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 10 Ob 49/12x
  • 10 ObS 2/14p
    Entscheidungstext OGH 17.06.2014 10 ObS 2/14p
    Auch; Veröff: SZ 2014/57

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0043850

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.03.2016

Dokumentnummer

JJR_19850129_OGH0002_0010OB00505_8500000_001

Rechtssatz für 5Ob555/89 7Ob1/90 7Ob68...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043853

Geschäftszahl

5Ob555/89; 7Ob1/90; 7Ob689/90; 10ObS219/91; 8Ob595/90 (8Ob596/90); 3Ob581/91; 10ObS75/93; 5Ob98/95; 9ObA143/95; 1Ob619/95; 2Ob574/94; 1Ob518/96; 4Ob595/95; 7Ob2253/96s; 10ObS259/97d; 1Ob413/97k; 8ObS183/98i; 9ObA160/99s; 7Ob296/98z; 9ObA245/00w; 7Ob192/02i; 10ObS138/02w; 6Ob204/02x; 5Ob184/03z; 4Ob22/04w; 6Ob130/05v; 8ObA1/06i; 3Ob80/06w; 9ObA89/06p; 5Ob21/07k; 9ObA46/07s; 9Ob73/07m; 1Ob243/07b; 7Ob190/08d (7Ob251/08z); 8Ob125/08b; 3Ob89/09y; 6Ob57/08p; 8Ob37/09p; 3Ob151/09s; 3Ob2/11g; 6Ob31/11v; 17Ob26/11i; 2Ob3/12y; 8Ob126/11d; 7Ob137/12s; 5Ob118/12g; 10Ob49/12x; 7Ob47/13g; 5Ob105/13x; 10ObS2/14p; 10ObS96/14m; 9ObA157/13y; 9ObA80/16d; 3Ob217/16g; 3Ob145/17w; 5Ob23/19x

Entscheidungsdatum

18.04.1989

Norm

ZPO §519 F

Rechtssatz

Da § 519 Abs 2 ZPO idF ZVN 1983 bei Spruchreife die Entscheidungsbefugnis des Berufungsgerichtes über die Berufung an den OGH devolviert, liegt kein Verstoß gegen das Verschlechterungsverbot vor, wenn dem Rekurs der Klägerin gegen den Aufhebungsbeschluss infolge Spruchreife stattgegeben, aber über die Berufung des Beklagten das Urteil erster Instanz abgeändert und das Klagebegehren abgewiesen wird.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 555/89
    Entscheidungstext OGH 18.04.1989 5 Ob 555/89
  • 7 Ob 1/90
    Entscheidungstext OGH 22.02.1990 7 Ob 1/90
    Veröff: VersRdSch 1990,315
  • 7 Ob 689/90
    Entscheidungstext OGH 31.01.1991 7 Ob 689/90
  • 10 ObS 219/91
    Entscheidungstext OGH 24.09.1991 10 ObS 219/91
    Auch; Veröff: SSV - NF 5/96
  • 8 Ob 595/90
    Entscheidungstext OGH 19.12.1991 8 Ob 595/90
    Veröff: SZ 64/191 = WBl 1992,166
  • 3 Ob 581/91
    Entscheidungstext OGH 08.04.1992 3 Ob 581/91
    Vgl auch
  • 10 ObS 75/93
    Entscheidungstext OGH 15.06.1993 10 ObS 75/93
    Auch
  • 5 Ob 98/95
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 5 Ob 98/95
    Vgl auch
  • 9 ObA 143/95
    Entscheidungstext OGH 27.09.1995 9 ObA 143/95
    Auch; Veröff: SZ 68/175
  • 1 Ob 619/95
    Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 619/95
    Auch
  • 2 Ob 574/94
    Entscheidungstext OGH 30.10.1995 2 Ob 574/94
    Auch; Veröff: SZ 68/204
  • 1 Ob 518/96
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 1 Ob 518/96
    Vgl; Veröff: SZ 69/75
  • 4 Ob 595/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 595/95
    Vgl auch
  • 7 Ob 2253/96s
    Entscheidungstext OGH 04.12.1996 7 Ob 2253/96s
    Auch
  • 10 ObS 259/97d
    Entscheidungstext OGH 19.08.1997 10 ObS 259/97d
    Vgl
  • 1 Ob 413/97k
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 1 Ob 413/97k
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Aufhebung der Aufkündigung. (T1)
  • 8 ObS 183/98i
    Entscheidungstext OGH 22.12.1998 8 ObS 183/98i
    Auch
  • 9 ObA 160/99s
    Entscheidungstext OGH 30.06.1999 9 ObA 160/99s
    Vgl auch; Veröff: SZ 72/112
  • 7 Ob 296/98z
    Entscheidungstext OGH 23.06.1999 7 Ob 296/98z
    Vgl auch
  • 9 ObA 245/00w
    Entscheidungstext OGH 20.12.2000 9 ObA 245/00w
    Vgl auch; Beisatz: Da beim Rekursverfahren gegen Aufhebungsbeschlüsse nach § 519 ZPO das Verbot der reformatio in peius nicht gilt, kann auf Grund des Rekurses des Klägers auch ein Urteil auf Klageabweisung gefällt werden. (T2)
  • 7 Ob 192/02i
    Entscheidungstext OGH 09.09.2002 7 Ob 192/02i
    Vgl auch
  • 10 ObS 138/02w
    Entscheidungstext OGH 16.09.2003 10 ObS 138/02w
    Vgl auch; Beisatz: Da im Rekursverfahren gegen berufungsgerichtliche Aufhebungsbeschlüsse das Verschlechterungsverbot nicht gilt, kann auch auf Rekurs der beklagten Partei ein Urteil auf Klagestattgebung gefällt werden. (T3)
  • 6 Ob 204/02x
    Entscheidungstext OGH 27.11.2003 6 Ob 204/02x
    Auch
  • 5 Ob 184/03z
    Entscheidungstext OGH 11.11.2003 5 Ob 184/03z
    Auch; Veröff: SZ 2003/144
  • 4 Ob 22/04w
    Entscheidungstext OGH 10.02.2004 4 Ob 22/04w
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3
  • 6 Ob 130/05v
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 6 Ob 130/05v
    Beisatz: Der Oberste Gerichtshof kann im Umfang der Aufhebung durch das Berufungsgericht selbst in der Sache erkennen. Im Rekursverfahren gegen einen Aufhebungsbeschluss nach § 519 Abs 1 Z 2 ZPO (§ 496 ZPO) gilt das Verbot der reformatio in peius nicht. Dass die Kläger die gänzliche Stattgebung ihres Begehrens, die Nebenintervenientinnen hingegen dessen gänzliche Abweisung anstreben, hindert eine Entscheidung in der Sache nicht. (T4)
  • 8 ObA 1/06i
    Entscheidungstext OGH 11.05.2006 8 ObA 1/06i
    Auch
  • 3 Ob 80/06w
    Entscheidungstext OGH 26.07.2006 3 Ob 80/06w
    Auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 89/06p
    Entscheidungstext OGH 09.05.2007 9 ObA 89/06p
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3; Beisatz: Trotz erfolgreichen Rekurses der Klägerin gegen den Aufhebungsbeschluss des Berufungsgerichts besteht kein Kostenersatzanspruch gegen die Beklagte, weil der Oberste Gerichtshof in der Sache selbst zum Nachteil der Klägerin entscheidet. (T5)
  • 5 Ob 21/07k
    Entscheidungstext OGH 13.07.2007 5 Ob 21/07k
    Beis wie T2; Beis wie T4 nur: Der Oberste Gerichtshof kann im Umfang der Aufhebung durch das Berufungsgericht selbst in der Sache erkennen. Im Rekursverfahren gegen einen Aufhebungsbeschluss nach § 519 Abs 1 Z 2 ZPO (§ 496 ZPO) gilt das Verbot der reformatio in peius nicht. (T6)
  • 9 ObA 46/07s
    Entscheidungstext OGH 02.09.2007 9 ObA 46/07s
    Auch; Beis wie T6
  • 9 Ob 73/07m
    Entscheidungstext OGH 19.12.2007 9 Ob 73/07m
    Auch; Beisatz: Der Oberste Gerichtshof kann gemäß § 519 Abs 2 letzter Satz ZPO über einen Rekurs gegen einen Beschluss des Berufungsgerichts gemäß § 519 Abs 1 Z 2 ZPO durch Urteil in der Sache selbst erkennen, wenn die Sache zur Entscheidung reif ist. (T7)
  • 1 Ob 243/07b
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 1 Ob 243/07b
    Vgl auch; Beisatz: Im Rekursverfahren nach einem Aufhebungsbeschluss ist die Spruchreife vom Obersten Gerichtshof (von Amts wegen) wahrzunehmen. (T8)
  • 7 Ob 190/08d
    Entscheidungstext OGH 11.02.2009 7 Ob 190/08d
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 125/08b
    Entscheidungstext OGH 02.04.2009 8 Ob 125/08b
    Auch; Beisatz: Der Oberste Gerichtshof kann aus Anlass eines zulässigen Rekurses gemäß § 519 ZPO, bei Spruchreife auch bereits in der Sache selbst entscheiden. (T9)
  • 3 Ob 89/09y
    Entscheidungstext OGH 22.07.2009 3 Ob 89/09y
    Vgl
  • 6 Ob 57/08p
    Entscheidungstext OGH 02.07.2009 6 Ob 57/08p
    Beisatz: Hier: Da im Rekursverfahren gegen Aufhebungsbeschlüsse das Verschlechterungsverbot nicht gilt, war nicht nur auf Rekurs der Beklagten, sondern auch auf Rekurs der Klägerin ein Urteil auf Klagsabweisung zu fällen. (T10)
  • 8 Ob 37/09p
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 8 Ob 37/09p
    Auch
  • 3 Ob 151/09s
    Entscheidungstext OGH 26.08.2009 3 Ob 151/09s
    Auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 2/11g
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 3 Ob 2/11g
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T2
  • 6 Ob 31/11v
    Entscheidungstext OGH 18.07.2011 6 Ob 31/11v
    Auch
  • 17 Ob 26/11i
    Entscheidungstext OGH 18.10.2011 17 Ob 26/11i
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Hier: Sicherungsverfahren. (T11)
    Veröff: SZ 2011/126
  • 2 Ob 3/12y
    Entscheidungstext OGH 28.06.2012 2 Ob 3/12y
    Vgl; Auch Beis wie T9; Auch Beis wie T7
  • 8 Ob 126/11d
    Entscheidungstext OGH 24.10.2012 8 Ob 126/11d
    Auch; Beis wie T6
  • 7 Ob 137/12s
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 7 Ob 137/12s
    Auch
  • 5 Ob 118/12g
    Entscheidungstext OGH 20.11.2012 5 Ob 118/12g
    Auch; nur: Im Rekursverfahren gegen einen Aufhebungsbeschluss nach § 519 Abs 1 Z 2 ZPO (§ 496 ZPO) gilt das Verbot der reformatio in peius nicht. (T12)
  • 10 Ob 49/12x
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 10 Ob 49/12x
    Beis wie T6
  • 7 Ob 47/13g
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 7 Ob 47/13g
    Vgl auch
  • 5 Ob 105/13x
    Entscheidungstext OGH 06.11.2013 5 Ob 105/13x
    Auch; Beis wie T6
  • 10 ObS 2/14p
    Entscheidungstext OGH 17.06.2014 10 ObS 2/14p
    Vgl; Veröff: SZ 2014/57
  • 10 ObS 96/14m
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 10 ObS 96/14m
    Auch; Beis wie T7
  • 9 ObA 157/13y
    Entscheidungstext OGH 29.10.2014 9 ObA 157/13y
  • 9 ObA 80/16d
    Entscheidungstext OGH 26.07.2016 9 ObA 80/16d
    Auch; Beis wie T5
  • 3 Ob 217/16g
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 3 Ob 217/16g
    Veröff: SZ 2017/42
  • 3 Ob 145/17w
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 3 Ob 145/17w
    Auch; Beisatz: Hier: Exekutionsverfahren. (T13)
  • 5 Ob 23/19x
    Entscheidungstext OGH 20.03.2019 5 Ob 23/19x
    Auch; Beis wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0043853

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.05.2019

Dokumentnummer

JJR_19890418_OGH0002_0050OB00555_8900000_001

Rechtssatz für 9ObA172/90 2Ob568/91 2O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017832

Geschäftszahl

9ObA172/90; 2Ob568/91; 2Ob577/91; 7Ob1657/92; 8ObA206/95; 7Ob543/95; 4Ob2094/96m; 4Ob595/95; 3Ob2135/96h; 9ObA83/98s; 1Ob28/99w; 9ObA264/01s; 8ObA116/04y; 3Ob249/04w; 6Ob157/05i; 1Ob219/06x; 4Ob47/08b; 2Ob12/08s; 7Ob251/09a; 8ObA23/09d; 6Ob100/10i; 3Ob191/11a; 10Ob41/12w; 7Ob29/13k; 7Ob11/14i; 1Ob37/14v; 5Ob141/14t; 3Ob94/15t; 8Ob121/15z; 5Ob166/15w; 9ObA86/17p; 7Ob168/17g

Entscheidungsdatum

24.10.1990

Norm

ABGB §914 I

Rechtssatz

Als Mittel der ergänzenden Vertragsauslegung kommen der hypothetische Parteiwille, die Übung des redlichen Verkehrs, der Grundsatz von Treu und Glauben sowie die Verkehrsauffassung in Betracht, wobei unter diesen Aspekten keine feste Rangfolge besteht, sondern unter Berücksichtigung aller Möglichkeiten die Lücke so zu schließen ist, wie es der Gesamtregelung des Vertrages gemessen an der Parteienabsicht am besten entspricht.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 172/90
    Entscheidungstext OGH 24.10.1990 9 ObA 172/90
    Veröff: SZ 63/191 = WBl 1991,101 = ecolex 1991,115
  • 2 Ob 568/91
    Entscheidungstext OGH 11.11.1991 2 Ob 568/91
  • 2 Ob 577/91
    Entscheidungstext OGH 11.12.1991 2 Ob 577/91
    nur: Als Mittel der ergänzenden Vertragsauslegung kommen der hypothetische Parteiwille, die Übung des redlichen Verkehrs, der Grundsatz von Treu und Glauben sowie die Verkehrsauffassung in Betracht. (T1)
  • 7 Ob 1657/92
    Entscheidungstext OGH 26.11.1992 7 Ob 1657/92
    Auch; nur T1
  • 8 ObA 206/95
    Entscheidungstext OGH 27.04.1995 8 ObA 206/95
  • 7 Ob 543/95
    Entscheidungstext OGH 13.09.1995 7 Ob 543/95
    nur T1; Veröff: SZ 68/162
  • 4 Ob 2094/96m
    Entscheidungstext OGH 14.05.1996 4 Ob 2094/96m
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 595/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 595/95
    nur T1
  • 3 Ob 2135/96h
    Entscheidungstext OGH 11.03.1998 3 Ob 2135/96h
  • 9 ObA 83/98s
    Entscheidungstext OGH 20.05.1998 9 ObA 83/98s
  • 1 Ob 28/99w
    Entscheidungstext OGH 08.06.1999 1 Ob 28/99w
    Auch
  • 9 ObA 264/01s
    Entscheidungstext OGH 28.11.2001 9 ObA 264/01s
    Vgl auch
  • 8 ObA 116/04y
    Entscheidungstext OGH 22.12.2004 8 ObA 116/04y
    Veröff: SZ 2004/189
  • 3 Ob 249/04w
    Entscheidungstext OGH 27.07.2004 3 Ob 249/04w
  • 6 Ob 157/05i
    Entscheidungstext OGH 25.08.2005 6 Ob 157/05i
    Vgl auch; Beisatz: Ungeachtet der Unredlichkeit aller Beteiligten bei der Steuerhinterziehung kommt es auf die fiktive Absicht redlicher Parteien an, was sie für den nicht vorbedachten Fall vereinbart hätten. (T2)
  • 1 Ob 219/06x
    Entscheidungstext OGH 26.06.2007 1 Ob 219/06x
  • 4 Ob 47/08b
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 47/08b
    nur T1
  • 2 Ob 12/08s
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 12/08s
  • 7 Ob 251/09a
    Entscheidungstext OGH 16.12.2009 7 Ob 251/09a
  • 8 ObA 23/09d
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 8 ObA 23/09d
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Ergänzende Auslegung einer Altersteilzeitvereinbarung („geblockte" Altersteilzeit). (T3); Veröff: SZ 2009/128
  • 6 Ob 100/10i
    Entscheidungstext OGH 24.06.2010 6 Ob 100/10i
    Vgl auch
  • 3 Ob 191/11a
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 3 Ob 191/11a
  • 10 Ob 41/12w
    Entscheidungstext OGH 20.11.2012 10 Ob 41/12w
    Auch
  • 7 Ob 29/13k
    Entscheidungstext OGH 03.07.2013 7 Ob 29/13k
  • 7 Ob 11/14i
    Entscheidungstext OGH 19.03.2014 7 Ob 11/14i
  • 1 Ob 37/14v
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 37/14v
    Beisatz: Ein unsachliches Ergebnis ohne angemessenen Interessenausgleich der beteiligten Vertragsparteien lässt sich über eine ergänzende Vertragsauslegung nicht erzielen, weil es nicht der hypothetischen Absicht vernünftiger Parteien entsprechen kann. (T4)
    Veröff: SZ 2014/84
  • 5 Ob 141/14t
    Entscheidungstext OGH 23.10.2014 5 Ob 141/14t
  • 3 Ob 94/15t
    Entscheidungstext OGH 19.08.2015 3 Ob 94/15t
    Auch
  • 8 Ob 121/15z
    Entscheidungstext OGH 25.11.2015 8 Ob 121/15z
    Auch; nur T1; Beisatz: In erster Linie ist dabei auf den Vertragszweck Bedacht zu nehmen. (T5)
  • 5 Ob 166/15w
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 5 Ob 166/15w
    Auch; Beis wie T5
  • 9 ObA 86/17p
    Entscheidungstext OGH 25.07.2017 9 ObA 86/17p
  • 7 Ob 168/17g
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 168/17g

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0017832

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.05.2018

Dokumentnummer

JJR_19901024_OGH0002_009OBA00172_9000000_001

Rechtssatz für 1Ob525/91 1Ob595/92 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0045922

Geschäftszahl

1Ob525/91; 1Ob595/92; 1Ob553/94; 1Ob525/94; 1Ob544/95; 7Ob559/95; 7Ob2135/96p; 4Ob595/95; 7Ob2044/96f; 5Ob56/97i; 1Ob2409/96p; 3Ob81/97a; 8Ob190/98v; 7Ob221/00a; 1Ob163/00b; 1Ob109/00m; 7Ob11/01w; 1Ob143/01p; 1Ob160/02i; 7Ob18/06g; 6Ob142/10s

Entscheidungsdatum

10.04.1991

Norm

ABGB §880a A

Rechtssatz

Bleibt die Haftungserklärung ihrem Wortlaut nach unklar, ist bei der Auslegung auf die konkreten Umstände, namentlich auf den Geschäftszweck und die Interessenlage, Bedacht zu nehmen. Vor allem die Interessenlage ist für die Abgrenzung der Garantie von der Bürgschaft von wesentlicher Bedeutung. Forderte die Interessenlage erkennbar die Sicherung des Begünstigten gegen allfällige Einwendungen aus dem Valutaverhältnis oder sonst eine Verstärkung seiner Stellung im Vergleich zu bloßer Bürgenhaftung, spricht das auch ohne Verwendung des Ausdrucks Garantie - ja selbst bei Verwendung des Begriffs Bürgschaft - für eine Garantie. Dagegen kann aus der auch bei Garantie üblichen Bezugnahme auf das Valutaverhältnis nicht allein auf eine akzessorische Haftung geschlossen werden, weil dadurch in erster Linie bloß umschrieben werden soll, welche Leistung eines bestimmten Dritten dem Begünstigten garantiert werden soll.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 525/91
    Entscheidungstext OGH 10.04.1991 1 Ob 525/91
    Veröff: EvBl 1991/134 S 595 = ÖBA 1991,822 (Bydlinski) = ecolex 1992,530 (Wilhelm) = RdW 1991,288
  • 1 Ob 595/92
    Entscheidungstext OGH 14.07.1992 1 Ob 595/92
    Veröff: ÖBA 1993,146 (Apathy) = ZfRV 1993,167
  • 1 Ob 553/94
    Entscheidungstext OGH 14.07.1994 1 Ob 553/94
    nur: Bleibt die Haftungserklärung ihrem Wortlaut nach unklar, ist bei der Auslegung auf die konkreten Umstände, namentlich auf den Geschäftszweck und die Interessenlage, Bedacht zu nehmen. (T1) Veröff: SZ 67/128
  • 1 Ob 525/94
    Entscheidungstext OGH 03.05.1994 1 Ob 525/94
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 544/95
    Entscheidungstext OGH 27.03.1995 1 Ob 544/95
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 68/64
  • 7 Ob 559/95
    Entscheidungstext OGH 10.05.1995 7 Ob 559/95
    nur T1
  • 7 Ob 2135/96p
    Entscheidungstext OGH 22.05.1996 7 Ob 2135/96p
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 595/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 595/95
    nur T1
  • 7 Ob 2044/96f
    Entscheidungstext OGH 12.02.1997 7 Ob 2044/96f
    nur T1
  • 5 Ob 56/97i
    Entscheidungstext OGH 09.09.1997 5 Ob 56/97i
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 70/177
  • 1 Ob 2409/96p
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 2409/96p
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 70/198
  • 3 Ob 81/97a
    Entscheidungstext OGH 14.01.1998 3 Ob 81/97a
    nur T1
  • 8 Ob 190/98v
    Entscheidungstext OGH 24.06.1999 8 Ob 190/98v
    nur: Bleibt die Haftungserklärung ihrem Wortlaut nach unklar, ist bei der Auslegung auf die konkreten Umstände, namentlich auf den Geschäftszweck und die Interessenlage, Bedacht zu nehmen. Forderte die Interessenlage erkennbar die Sicherung des Begünstigten gegen allfällige Einwendungen aus dem Valutaverhältnis oder sonst eine Verstärkung seiner Stellung im Vergleich zu bloßer Bürgenhaftung, spricht das auch ohne Verwendung des Ausdrucks Garantie. (T2)
  • 7 Ob 221/00a
    Entscheidungstext OGH 18.10.2000 7 Ob 221/00a
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 163/00b
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 1 Ob 163/00b
    nur T2; Beisatz: Die Frage, ob in einer Haftungserklärung eine vom Grundgeschäft losgelöste Garantiezusage zu erblicken sei, muss im Weg der Vertragsauslegung geklärt werden, die unter Heranziehung der §§ 914 und 915 ABGB unter Bedachtnahme auf Sinn und Zweck des Geschäfts sowie die Übung des redlichen Verkehrs vorzunehmen ist. (T3) Beisatz: Da der Bürge dem Wesen der Bürgschaft entsprechend nur dann in Anspruch genommen werden kann, wenn der Hauptschuldner leisten müsste, sind solche Verpflichtungen, bei denen dem Versprechenden nur bestimmte Einwendungen aus dem zwischen Schuldner und Gläubiger bestehenden Grundverhältnis eingeräumt werden, als Garantien zu beurteilen. (T4) Beisatz: Bei der gegebenen Interessenlage - Finanzierung eines "sale and lease back"-Geschäfts einer als nicht ausreichend finanzstark eingeschätzten Kapitalgesellschaft; Rückfluss der Gelder an die als Finanziererin des ursprünglichen Anlagenkaufs eingeschaltete Zweitbeklagte - musste sich die Zweitbeklagte im Klaren sein, dass ihr keine weiteren Einwendungen aus dem Grundgeschäft zustehen sollten, hätte sie doch sonst ihr Finanzierungsrisiko weitgehend auf die Klägerin überwälzt. (T5)
  • 1 Ob 109/00m
    Entscheidungstext OGH 30.01.2001 1 Ob 109/00m
    nur T2
  • 7 Ob 11/01w
    Entscheidungstext OGH 14.02.2001 7 Ob 11/01w
    Vgl auch
  • 1 Ob 143/01p
    Entscheidungstext OGH 17.08.2001 1 Ob 143/01p
    nur T2; Beis wie T3; Beisatz: Die Selbständigkeit des Garantievertrags betrifft nur die Verpflichtung des Garanten, nicht aber das Vorliegen von Tatsachen, die für das Rechtsverhältnis von Bedeutung seien, das durch die Garantie gesichert werden soll. (T6) Beisatz: Es entspricht dem Zweck der Garantie, wenn sie vom Bestehen bestimmter Tatsachen, die zu einem anderen Rechtsverhältnis zählten - so etwa vom Nachweis der Warenlieferung aus dem Vertragsverhältnis zwischen dem Begünstigten und dem Garantieauftraggeber -, abhängig ist. Durch eine solche Abhängigkeit wird eine Akzessorietät der Verpflichtung des Garanten nicht begründet, weil der Garant seine Zahlungspflicht damit im Allgemeinen lediglich an die Erfüllung einer der Absicherung dem Auftraggeber gegenüber dienenden Bedingung (sog. "Effektivklausel") knüpft. (T7)
  • 1 Ob 160/02i
    Entscheidungstext OGH 30.09.2002 1 Ob 160/02i
    Auch; Beisatz: Die Auslegung der Garantieerklärung erfolgt unter Heranziehung der Auslegungsregeln der §§ 914 und 915 ABGB unter Bedachtnahme auf Sinn und Zweck des Geschäfts sowie die Übung des redlichen Verkehrs. (T8)
  • 7 Ob 18/06g
    Entscheidungstext OGH 08.03.2007 7 Ob 18/06g
    Auch; Beis wie T8 nur: Die Auslegung der Garantieerklärung erfolgt unter Heranziehung der Auslegungsregeln der §§ 914 und 915 ABGB. (T9); Beisatz: Hier: Eine Garantieerklärung eines Rechtsanwaltes in seiner Funktion als Masseverwalter kann nicht ernsthaft dahin aufgefasst werden, der Masseverwalter habe sich persönlich, also zu einer Haftung mit seinem Privatvermögen verpflichtet. (T10)
  • 6 Ob 142/10s
    Entscheidungstext OGH 17.12.2010 6 Ob 142/10s
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0045922

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.03.2011

Dokumentnummer

JJR_19910410_OGH0002_0010OB00525_9100000_001

Rechtssatz für 7Ob608/94 1Ob544/95 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0033002

Geschäftszahl

7Ob608/94; 1Ob544/95; 1Ob620/95; 8Ob2005/96b; 1Ob557/95; 7Ob2135/96p; 4Ob595/95; 5Ob56/97i; 1Ob2409/96p; 3Ob81/97a; 1Ob318/98s; 9Ob319/99y; 7Ob221/00a; 1Ob163/00b; 7Ob109/01g; 9Ob122/01h; 1Ob143/01p; 1Ob160/02i; 9Ob9/03v; 10Ob51/03b; 1Ob66/04v; 1Ob44/05k; 6Ob105/05t; 5Ob231/06s; 4Ob149/06z; 7Ob18/06g; 4Ob102/07i; 8Ob137/08t; 4Ob28/09k; 7Ob29/09d; 7Ob232/09g; 6Ob142/10s; 9Ob39/10s; 8Ob96/11t; 6Ob52/12h; 8Ob87/14y; 6Ob35/15p; 9Ob9/16p; 10Ob82/16f; 1Ob166/17v; 6Ob107/17d

Entscheidungsdatum

08.02.1994

Norm

ABGB §880a A
ABGB §880a B
ABGB §914 I
ABGB §915

Rechtssatz

Auch Garantieverträge sind Rechtsgeschäfte, die gemäß den §§ 914, 915 ABGB auszulegen sind. Dem steht der Grundsatz der formellen Garantiestrenge nicht entgegen, weil dieser kein Selbstzweck ist, sondern nur soweit trägt, als dies dem Willen der Vertragsparteien entspricht.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 608/94
    Entscheidungstext OGH 08.02.1994 7 Ob 608/94
  • 1 Ob 544/95
    Entscheidungstext OGH 27.03.1995 1 Ob 544/95
    Auch; nur: Auch Garantieverträge sind Rechtsgeschäfte, die gemäß den §§ 914, 915 ABGB auszulegen sind. (T1)
    Veröff: SZ 68/64
  • 1 Ob 620/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 1 Ob 620/95
    Auch; Beisatz: Maßgebend ist der durch Beachtung der formalen Garantiestrenge zu realisierende Zweck der vereinbarten Schriftform. (T2)
    Veröff: SZ 68/230
  • 8 Ob 2005/96b
    Entscheidungstext OGH 29.02.1996 8 Ob 2005/96b
    nur: Auch Garantieverträge sind Rechtsgeschäfte, die gemäß den §§ 914, 915 ABGB auszulegen sind. (T3)
  • 1 Ob 557/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 557/95
    Vgl; nur T1; Beisatz: Auslegung einer Effektivklausel danach, wie diese vom Begünstigten, dem Erklärungsempfänger, redlicherweise verstanden werden musste. (T4)
  • 7 Ob 2135/96p
    Entscheidungstext OGH 22.05.1996 7 Ob 2135/96p
    Beis wie T2
  • 4 Ob 595/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 595/95
    Auch; nur T1; Beisatz: Bei der Auslegung einer Haftungerklärung ist auf die konkreten Umstände, namentlich auf den Geschäftszweck und die Interessenlage Bedacht zu nehmen. (T5)
  • 5 Ob 56/97i
    Entscheidungstext OGH 09.09.1997 5 Ob 56/97i
    nur T1; Beis wie T5; Veröff: SZ 70/177
  • 1 Ob 2409/96p
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 2409/96p
    nur T1; Beis wie T5; Veröff: SZ 70/198
  • 3 Ob 81/97a
    Entscheidungstext OGH 14.01.1998 3 Ob 81/97a
    nur T1; Beis wie T5
  • 1 Ob 318/98s
    Entscheidungstext OGH 15.12.1998 1 Ob 318/98s
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Ob in einer Haftungserklärung eine vom Grundgeschäft losgelöste Garantiezusage zu erblicken ist, muss im Wege der Vertragsauslegung ermittelt werden; dazu ist die Absicht der Parteien zu erforschen. (T6)
  • 9 Ob 319/99y
    Entscheidungstext OGH 12.01.2000 9 Ob 319/99y
  • 7 Ob 221/00a
    Entscheidungstext OGH 18.10.2000 7 Ob 221/00a
    Beis wie T5
  • 1 Ob 163/00b
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 1 Ob 163/00b
    nur T1; Beis wie T5
  • 7 Ob 109/01g
    Entscheidungstext OGH 17.05.2001 7 Ob 109/01g
    Auch; nur T3
  • 9 Ob 122/01h
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 9 Ob 122/01h
    nur T1
  • 1 Ob 143/01p
    Entscheidungstext OGH 17.08.2001 1 Ob 143/01p
    nur T1; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 1 Ob 160/02i
    Entscheidungstext OGH 30.09.2002 1 Ob 160/02i
    nur T1; Beis wie T5
  • 9 Ob 9/03v
    Entscheidungstext OGH 12.02.2003 9 Ob 9/03v
    nur T1
  • 10 Ob 51/03b
    Entscheidungstext OGH 16.12.2003 10 Ob 51/03b
    Beis wie T5; Beisatz: Die Begünstigte kann den Nachweis grundsätzlich auch auf andere, aber vom Beweiswert her gleichwertige Weise erbringen kann. Die Gleichwertigkeit ist objektiv aus Sicht der Garantin zu beurteilen. (T7)
    Beisatz: Hier: Effektivklausel. (T8)
  • 1 Ob 66/04v
    Entscheidungstext OGH 25.06.2004 1 Ob 66/04v
    nur T1; Beis wie T8; Beisatz: Mangels einer über den Wortsinn der Garantieurkunde hinausgehenden übereinstimmenden Parteiabsicht, kommt esnur auf den objektiven Erklärungswert der Urkunde an. (T9)
  • 1 Ob 44/05k
    Entscheidungstext OGH 10.05.2005 1 Ob 44/05k
    Beis wie T7; Beis wie T8; Beisatz: Ein solcher gleichwertiger Nachweis kann etwa darin liegen, dass in einem zwischen den Parteien des - durch die Garantie besicherten - Grundgeschäfts geführten Prozess eindeutig und rechtskräftig festgestellt wird, dass die geforderte Voraussetzung, also etwa die Lieferung der Ware oder die (mängelfreie) Errichtung eines Bauwerks, erfolgt ist. (T10)
  • 6 Ob 105/05t
    Entscheidungstext OGH 14.07.2005 6 Ob 105/05t
    Auch; Beisatz: Auch die im Rahmen eines Garantievertrags abgegebenen Erklärungen des Garanten unterliegen den Auslegungsregeln der §§914, 915 ABGB, sodass deren Interpretation regelmäßig keine erheblichen Rechtsfragen aufwirft. Dies gilt ebenso für eine in der Bankgarantie enthaltene Effektivklausel. (T11)
  • 5 Ob 231/06s
    Entscheidungstext OGH 14.11.2006 5 Ob 231/06s
    Beis wie T11
  • 4 Ob 149/06z
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 149/06z
    Vgl; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T9; Beisatz: Hängt die Auszahlung der Bankgarantie nur von einer Erklärung des Begünstigten ab, so gilt die formelle Garantiestrenge uneingeschränkt und der Begünstigte hat die Anspruchsvoraussetzungen pedantisch genau zu erfüllen. (T12)
    Veröff: SZ 2006/168
  • 7 Ob 18/06g
    Entscheidungstext OGH 08.03.2007 7 Ob 18/06g
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Eine Garantieerklärung eines Rechtsanwaltes in seiner Funktion als Masseverwalter kann nicht ernsthaft dahin aufgefasst werden, der Masseverwalter habe sich persönlich, also zu einer Haftung mit seinem Privatvermögen verpflichtet. (T13)
  • 4 Ob 102/07i
    Entscheidungstext OGH 07.08.2007 4 Ob 102/07i
    nur T1
  • 8 Ob 137/08t
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 8 Ob 137/08t
    Auch; Beisatz: Hängt die Auszahlung der Bankgarantie nur von einer Erklärung des Begünstigten ab, so ist zwar diese Erklärung als Anspruchsvoraussetzung entsprechend den formellen Kriterien der Garantiestrenge zu prüfen, nicht aber die inhaltlichen Voraussetzungen im Valutaverhältnis zwischen Auftraggeber und Begünstigten. (T14)
  • 4 Ob 28/09k
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 4 Ob 28/09k
    Auch; Beis wie T7; Veröff: SZ 2009/48
  • 7 Ob 29/09d
    Entscheidungstext OGH 16.12.2009 7 Ob 29/09d
  • 7 Ob 232/09g
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 7 Ob 232/09g
    Beis wie T12; Beisatz: Die formelle Garantiestrenge gilt nach entsprechender Interessenabwägung zugunsten des Begünstigten dann nicht uneingeschränkt, wenn die exakte Erfüllung der Garantiebedingungen an Umständen scheitert, die vom Begünstigten weder beeinflusst wurden noch zu beeinflussen waren, wenn die Hindernisse also nicht seiner Sphäre zuzurechnen sind. Trifft letzteres hingegen zu, hat der Begünstigte die Anspruchsvoraussetzungen grundsätzlich pedantisch genau zu erfüllen. (T15)
  • 6 Ob 142/10s
    Entscheidungstext OGH 17.12.2010 6 Ob 142/10s
    nur T1
  • 9 Ob 39/10s
    Entscheidungstext OGH 30.03.2011 9 Ob 39/10s
    nur T1
  • 8 Ob 96/11t
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 8 Ob 96/11t
    Auch
  • 6 Ob 52/12h
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 6 Ob 52/12h
    Beis ähnlich wie T11
  • 8 Ob 87/14y
    Entscheidungstext OGH 19.12.2014 8 Ob 87/14y
    Auch; Beis ähnlich wie T15; Beisatz: Im Regelfall ist nur der Text der Garantieerklärung für die Interpretation maßgeblich. Für eine Abweichung vom eindeutigen Wortsinn der Garantieerklärung bedarf es massiver Anhaltspunkte. (T16)
    Beisatz: Die formelle Garantiestrenge gilt zu Lasten des Begünstigten dann uneingeschränkt, wenn Hindernisse lediglich seiner eigenen Sphäre zuzurechnen sind. In diesem Fall hat der Begünstigte die Anspruchsvoraussetzungen pedantisch genau zu erfüllen. (T17)
  • 6 Ob 35/15p
    Entscheidungstext OGH 19.03.2015 6 Ob 35/15p
    Vgl auch; Beis wie T17
  • 9 Ob 9/16p
    Entscheidungstext OGH 18.03.2016 9 Ob 9/16p
    Auch; nur T1; nur T3; Beis wie T16; Beisatz: Eine zur Besicherung des Deckungsrücklasses gegebene Garantie kann vom Begünstigten nicht einseitig zur Besicherung des Haftrücklasses verwendet werden. (T18)
  • 10 Ob 82/16f
    Entscheidungstext OGH 13.09.2017 10 Ob 82/16f
    Auch; Beisatz: Verpflichtungserklärungen wie Garantien oder Bürgschaften, mit denen vertraglich die persönliche Haftung für eine fremde Schuld übernommen wird, sind nach §§ 914 ff ABGB auszulegen. (T19)
  • 1 Ob 166/17v
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 1 Ob 166/17v
    Auch; Beis wie T11
  • 6 Ob 107/17d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 107/17d
    Vgl auch; Beis wie T18; Beisatz: Für die Auslegung des Begriffs „Deckungsrücklass“ kommt es auf die Umstände des Einzelfalls an. Je nach Parteienvereinbarung kann der Begriff und damit der Umfang der Garantie enger oder weiter verstanden werden. (T20)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0033002

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.12.2017

Dokumentnummer

JJR_19940208_OGH0002_0070OB00608_9400000_001

Rechtssatz für 4Ob595/95

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0104572

Geschäftszahl

4Ob595/95

Entscheidungsdatum

25.06.1996

Norm

ABGB §358III
ABGB §880a A
ABGB §914 IIIh
ABGB §1299 C
ABGB §1299 D

Rechtssatz

Ergibt sich bei Auslegung der Haftungserklärung eines Vertragserrichters und Treuhänders, wonach er aufgrund des Vorliegens einer verbindlichen Kreditzusage die persönliche Haftung dafür übernehme, daß der Kaufpreis von ihm umgehend nach Abzug der zur Lastenfreistellung dienenden Beträge und Eintritt anderer Bedingungen an die Liegenschaftsverkäuferin ausbezahlt werde, daß sich die übernommene Verpflichtung nur auf bereits eingegangene Beträge bezieht, so ist davon auszugehen, daß keine abstrakte Garantiehaftung begründet werden sollte.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 595/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 595/95

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0104572

Dokumentnummer

JJR_19960625_OGH0002_0040OB00595_9500000_001

Rechtssatz für 4Ob595/95 1Ob43/97y 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0104573

Geschäftszahl

4Ob595/95; 1Ob43/97y; 7Ob301/97h; 3Ob233/97d; 6Ob159/98w; 6Ob265/98h; 7Ob272/01b; 7Ob119/05h; 1Ob1/08s; 7Ob111/08m; 4Ob28/09k; 1Ob168/10b; 22Os1/14h; 9Ob87/16h

Entscheidungsdatum

25.06.1996

Norm

ABGB §358 III
ABGB §880a A
ABGB §1299 C
ABGB §1299 D

Rechtssatz

Bei einer mehrseitigen offenen Treuhandschaft zum Zwecke der Abwicklung eines Liegenschaftskaufvertrages hat der Treuhänder für die ordnungsgemäße Erfüllung der vertraglich übernommenen Aufgaben (hier: den Kaufpreis entgegenzunehmen, daraus die in den Verträgen vorgesehenen Zahlungen zu leisten, die Freistellung von Pfandrechten durchzuführen und den, nach Abzug bestimmter Zahlungen verbleibenden Restkaufpreis nach Vorliegen der grundverkehrsbehördlichen Genehmigung und hypothekarischer Sicherstellung des Kreditgebers und Einverleibung des Eigentumsrechts des Käufers an die Verkäuferin auszuzahlen) einzustehen; nicht jedoch gehört es zu seinen Obliegenheiten (als Treuhänder), das gültige Zustandekommen des Vertrages oder dessen Weiterbestehen zu garantieren.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 595/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 595/95
  • 1 Ob 43/97y
    Entscheidungstext OGH 18.03.1997 1 Ob 43/97y
    nur: Nicht jedoch gehört es zu seinen Obliegenheiten (als Treuhänder), das gültige Zustandekommen des Vertrages oder dessen Weiterbestehen zu garantieren. (T1)
  • 7 Ob 301/97h
    Entscheidungstext OGH 17.12.1997 7 Ob 301/97h
    Vgl auch
  • 3 Ob 233/97d
    Entscheidungstext OGH 28.01.1998 3 Ob 233/97d
    nur: Bei einer mehrseitigen offenen Treuhandschaft zum Zwecke der Abwicklung eines Liegenschaftskaufvertrages hat der Treuhänder für die ordnungsgemäße Erfüllung der vertraglich übernommenen Aufgaben (hier: den Kaufpreis entgegenzunehmen, daraus die in den Verträgen vorgesehenen Zahlungen zu leisten, die Freistellung von Pfandrechten durchzuführen und den, nach Abzug bestimmter Zahlungen verbleibenden Restkaufpreis nach Vorliegen der grundverkehrsbehördlichen Genehmigung und hypothekarischer Sicherstellung des Kreditgebers und Einverleibung des Eigentumsrechts des Käufers an die Verkäuferin auszuzahlen) einzustehen. (T2) Veröff: SZ 71/12
  • 6 Ob 159/98w
    Entscheidungstext OGH 10.09.1998 6 Ob 159/98w
    Auch; nur T1; nur T2 nur: Der Treuhänder hat für die ordnungsgemäße Erfüllung der vertraglich übernommenen Aufgaben (hier: den Kaufpreis entgegenzunehmen) einzustehen. (T3)
  • 6 Ob 265/98h
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 6 Ob 265/98h
    Vgl; Beisatz: Es kommt darauf an, wozu sich der Treuhänder im konkreten Fall verpflichtet hat. Insoweit hat der Treuhänder auch für die ordnungsgemäße Erfüllung der vertraglich übernommenen Aufgaben einzustehen. (T4)
  • 7 Ob 272/01b
    Entscheidungstext OGH 07.12.2001 7 Ob 272/01b
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 119/05h
    Entscheidungstext OGH 11.07.2005 7 Ob 119/05h
    Auch; nur T2
  • 1 Ob 1/08s
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 1 Ob 1/08s
    Vgl auch; Beisatz: Der Notar hat als mehrseitiger Treuhänder die Interessen aller Beteiligten zu wahren, insbesondere auch darauf zu achten, dass unnötige Gebührenpflichten vermieden werden. (T5); Beisatz: Hier: Doppeltes Anfallen der Pfandrechtseintragungsgebühr. (T6)
  • 7 Ob 111/08m
    Entscheidungstext OGH 11.09.2008 7 Ob 111/08m
    Auch
  • 4 Ob 28/09k
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 4 Ob 28/09k
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T4; Beisatz: Eine abstrakte Garantie für den Erfolg seiner Bemühungen (hier für die Erfüllung der zugrunde liegenden Verträge) müsste gesondert vereinbart sein. (T7); Veröff: SZ 2009/48
  • 1 Ob 168/10b
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 1 Ob 168/10b
    nur T2; Beis wie T4
  • 22 Os 1/14h
    Entscheidungstext OGH 11.11.2014 22 Os 1/14h
    Auch; Beisatz: Im Fall der mehrseitigen offenen Treuhandschaft ergibt sich aus dem Willen der Parteien und dem dem Geschäft immanenten Zweck, dass der Treuhänder grundsätzlich nicht nur die Interessen des Käufers, sondern naturgemäß auch die des Verkäufers zu wahren hat. (T8)
  • 9 Ob 87/16h
    Entscheidungstext OGH 28.02.2017 9 Ob 87/16h
    Vgl; Beis wie T4; Beisatz: Der Inhalt der Treuhandschaft richtet sich nach den getroffenen Vereinbarungen und der Parteienabsicht. (T9)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0104573

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.04.2017

Dokumentnummer

JJR_19960625_OGH0002_0040OB00595_9500000_002

Entscheidungstext 4Ob595/95

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

4Ob595/95

Entscheidungsdatum

25.06.1996

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof.Dr.Gamerith als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Kodek und Dr.Niederreiter sowie die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofes Dr.Griß und Dr.Schenk als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei R***** H*****, vertreten durch Dr.Wolfgang Weinwurm, Rechtsanwalt in Neunkirchen, wider die beklagte Partei Dr.F***** H*****, vertreten durch Dr.Wolfgang Lenneis, Rechtsanwalt in Wien, und der Nebenintervenienten auf Seiten der beklagten Partei 1. K***** S*****, vertreten durch Dr.Norbert Kosch und andere Rechtsanwälte in Wiener Neustadt und 2. C*****-B*****, vertreten durch Dr.Ferdinand R.Graf, Rechtsanwalt in Wien, wegen S 15,227.163,46 sA, infolge Rekursen beider Parteien und beider auf Seiten des Beklagten eingetretener Nebenintervenienten gegen den Beschluß des Oberlandesgerichtes Wien als Berufungsgericht vom 30.August 1995, GZ 14 R 84/95-50, mit dem das Urteil des Landesgerichtes Wiener Neustadt vom 5.Jänner 1995, GZ 22 Cg 27/93-38, aufgehoben wurde, beschlossen und

zu Recht erkannt:

Spruch

Sämtlichen Rekursen wird Folge gegeben.

Der Aufhebungsbeschluß des Berufungsgerichtes wird aufgehoben und in der Sache selbst erkannt:

Das die Klage abweisende Ersturteil wird wiederhergestellt.

Die klagende Partei ist schuldig, nachstehende Kosten des Rechtsmittelverfahrens binnen 14 Tagen bei sonstiger Exekution zu Handen der ausgewiesenen Rechtsvertreter zu ersetzen:

Der beklagten Partei S 552.240 (darin enthalten S 28.923 Umsatzsteuer und S 378.702 Barauslagen),

dem Nebenintervenienten K***** S***** S 136.718,35 (darin enthalten S 22.786,39 Umsatzsteuer) und

der Nebenintervenientin C*****-B***** S 126.207 (darin enthalten S 21.034,50 Umsatzsteuer).

Text

Entscheidungsgründe:

Die Klägerin beabsichtigte, ihre Liegenschaften EZ 159 und 160 KG G***** und das darauf geführte Gastwirtschaftsunternehmen "S*****" in G***** zu veräußern. Sie wurde bei den Verkaufsgesprächen mit verschiedenen Interessenten, darunter K***** S*****, von ihrem Vater E***** H***** vertreten, welcher Rechtsanwalt Dr.Wolfgang Weinwurm mit der Erstellung von Kaufvertragsentwürfen beauftragt hatte. K***** S***** wurde bei den Vertragsverhandlungen durch den Beklagten vertreten.

Am 1.9.1992 wurden in der Kanzlei des Beklagten zwei, nach dem Willen der Parteien eine Einheit bildende Kaufverträge errichtet. Vereinbart wurde, daß K***** S***** die Liegenschaften um einen Kaufpreis von S 10 Millionen und die K***** S***** GmbH das Unternehmen um S 5 Millionen zuzüglich Umsatzsteuer kaufe. Der durch einen Kredit der C*****-B***** zu finanzierende Kaufpreis sollte beim Beklagten als Treuhänder auf einem Sparbuch erlegt und nach Erteilung der grundverkehrsbehördlichen Genehmigung zur Lastenfreistellung der Liegenschaft und - im Falle der Verweigerung der Übernahme des Bierbezugsvertrages durch die Brau-AG - zu dessen Abrechnung verwendet werden. Nach Vorliegen einer Rangordnung für die beabsichtigte Veräußerung und der zur Lastenfreistellung erforderlichen Urkunden sollte der Beklagte den Kaufpreisrest an die Klägerin ausfolgen.

E***** H***** wollte die Liegenschaft und das Unternehmen erst nach dem Erlag des Kaufpreises beim Beklagten übergeben, wogegen K***** S***** wegen einer bevorstehenden Musikveranstaltung an einer ehestmöglichen Übernahme interessiert war. Die Vertragsparteien versuchten, den für die Kreditvergabe zuständigen Direktor der C*****-B***** zu erreichen, was jedoch nicht gelang. Daraufhin bot Dr.Weinwurm an, die finanzielle Abwicklung zu übernehmen. K***** S***** lehnte dies ab und beharrte auf einer finanziellen Abwicklung durch den Beklagten.

Der Beklagte verfaßte daraufhin ein von Dr.Weinwurm korrigiertes Schreiben nachstehenden Inhalts:

"Da ich nunmehr eine verbindliche Kreditzusage der C*****-B***** zur Finanzierung des Objektes 'S*****' in Händen habe, erkläre ich die persönliche Haftung dafür zu übernehmen, daß die Kaufpreise je laut Punkt 3. des Liegenschaftskaufvertrages und des Unternehmenskaufvertrages je vom 1.9.1992 von mir umgehend nach Abzug der zur Lastenfreistellung dienenden Beträge und Eintritt der in den jeweiligen Punkten 3. dieser Verträge genannten Bedingungen an die Verkäuferin ausbezahlt werden."

Der Beklagte unterfertigte dieses Schreiben. Vereinbart wurde, daß er es nach Einlangen der Kreditzusage der Bank an Dr.Wolfgang Weinwurm übersenden werde. Dr.Wolfgang Weinwurm sollte daraufhin die Übergabe der Schlüssel an K***** S***** veranlassen.

Punkt 3. des mit K***** S***** abgeschlossenen Kaufvertrages vom 1.9.1992 ("Liegenschaftskaufvertrag") lautete:

"Die Berichtigung des Kaufpreises erfolgt dadurch, daß der gesamte Kaufpreis im Kreditwege bei einem österreichischen Kreditinstitut aufgebracht wird, wobei der Vertragsverfasser als Treuhänder einzuschreiten und die Lastenfreistellung durchzuführen hat.

Der nach Lastenfreistellung verbleibende Kaufpreis ist dann an die Verkäuferin bar und abzugsfrei zuzüglich der Erlagszinsen auszufolgen, wenn die Rangordnung für die beabsichtigte Veräußerung bei unverändertem Grundbuchsstand angemerkt und sämtliche zur Lastenfreistellung der gegenständlichen Liegenschaft dienenden Urkunden dem Vertragsverfasser vorliegen und die grundverkehrsbehördliche Genehmigung im gegenständlichen Kaufvertrag erteilt wurde.

Sollte das Haftungsschreiben des Vertragsverfassers zur Bezahlung des Kaufpreises (Beilage A) dem Vertreter der Verkäuferin Herrn Rechtsanwalt Dr.Wolfgang Weinwurm nicht bis 21.9.1992 abgegeben werden, so hat der Käufer ab diesem Zeitpunkt 13 % Verzugszinsen zu entrichten."

In Punkt 4. dieses Vertrages wurde der 1.9.1992 als Zeitpunkt des Überganges von Gefahr, Zufall, Nutzen und Lasten vereinbart, ab diesem Tag sollte der Käufer alle Steuern und sonstigen öffentlichen Abgaben zu tragen haben und berechtigt sein, alle Nutzungen aus dem Vertragsgegenstand zu ziehen.

Punkt 3. des mit der K***** S***** GmbH abgeschlossenen Kaufvertrages vom 1.9.1992 ("Unternehmenskaufvertrag") lautete:

"Die Berichtigung des Kaufpreises geschieht wie folgt:

a) Ein Teilbetrag von S 5 Millionen wird dadurch berichtigt, daß die

Käuferin in die Verbindlichkeiten der Verkäuferin gegenüber der

Österrreichischen Brau-AG ..... mit einem Betrag von S 1 Million mehr

oder weniger mit der Verpflichtung eintritt, die Verkäuferin

diesbezüglich klag- und schadlos zu halten. ....... Sollte eine

Zustimmung der Österreichischen Brau-AG entgegen dem Vertragsvorhaben nicht ermöglicht werden, so ist der diesbezügliche Betrag direkt zu entrichten.

Der über die Abrechnung des obigen Bierbezugsvertrages verbleibende

Restkaufpreis ...... wird im Kreditweg bei einem österreichischen

Kreditinstitut aufgebracht, wobei der Vertragsverfasser als Treuhänder einzuschreiten hat. Dieser Teilkaufpreis ist dann an die Verkäuferin bar und abzugsfrei auszubezahlen, wenn die Rangordnung für die beabsichtigte Veräußerung bei unverändertem Grundbuchsstand hinsichtlich des gleichzeitig abgeschlossenen Liegenschaftskaufvertrages zwischen der Verkäuferin und Herrn K***** S***** persönlich angemerkt ist und sämtliche zur Lastenfreistellung der Liegenschaften dienende Urkunden dem Vertragsverfasser vorliegen und insbesondere die grundverkehrsbehördliche Genehmigung des Liegenschaftskaufvertrages erteilt wurde. Sollte das Haftungsschreiben des Vertragsverfassers zur Bezahlung des Kaufpreises (Beilage A) dem Vertreter der Verkäuferin Herrn Rechtsanwalt Dr.Wolfgang Weinwurm nicht bis zum 21.9.1992 abgegeben werden, so hat die Käuferin ab diesem Zeitpunkt 13 % Verzugszinsen zu entrichten. ......".

Im Punkt 4. des Unternehmenskaufvertrages wurde als Stichtag für den Übergang von Gefahr, Zufall, Lasten und Vorteil jener Tag vereinbart, "an welchem der Vertragsverfasser die persönliche Haftung zur Bezahlung des Kaufpreises für die durch gesonderten Vertrag verkauften Liegenschaften gegenüber dem Vertreter der Verkäuferin Herrn Dr.Weinwurm übernimmt".

Nach Erhalt einer verbindlichen Kreditzusage der C*****-B***** übersendete der Beklagte das anläßlich der Vertragserrichtung vorformulierte und von ihm unterfertigte Schreiben Beilage C per Telefax vom 4.9.1992 an den Klagevertreter Dr.Weinwurm, worauf die Schlüssel an den Käufer übergeben wurden.

Die C*****-B***** übermittelte die Treuhandunterlagen an den Beklagten, sie wurden von K***** S***** unterfertigt. Der Liegenschaftskaufvertrag wurde rechtskräftig grundverkehrsbehördlich genehmigt.

In der Folge widerrief K***** S***** den Kreditauftrag mit der Begründung, er sei beim Kauf getäuscht worden. Die Auszahlung der Kreditsumme durch die C*****-B***** unterblieb.

In der daraufhin gegen den Beklagten eingebrachten Klage begehrte die Klägerin zuletzt insgesamt S 15,227.163,46 sA. Der Beklagte habe die Ausfolgung des Kaufpreises unabhängig vom Einlangen der Kreditvaluta garantiert; Einreden aus dem Grundgeschäft seien ihm verwehrt.

Der Beklagte wendete ein, er habe die Überweisung des Kaufpreises nur nach Maßgabe des Einlangens der Kreditvaluta zugesagt und keine (abstrakte) Garantieerklärung abgegeben.

Das Erstgericht wies das Klagebegehren ab. Es ging von den eingangs wiedergegebenen Feststellungen aus und verneinte das Vorliegen einer Garantieerklärung. Der Beklagte habe die Verpflichtung zur Ausfolgung des Kaufpreises nur im Rahmen seiner Treuhandfunktion übernommen. Mangels Überweisung der Kreditvaluta treffe ihn keine Haftung.

Das Berufungsgericht gab der Berufung der Klägerin Folge, hob das angefochtene Urteil auf und trug dem Erstgericht die neuerliche Entscheidung nach Verfahrensergänzung auf.

Zur Tatsachenrüge der Berufung führte das Berufungsgericht aus, der Kläger mache mit seiner "Beweisrüge" in Wahrheit nur das Fehlen von Feststellungen geltend, diese seien entbehrlich. Aus den konkreten Begleitumständen ergebe sich, daß die Klägerin mit dem vom Beklagten unterfertigten Schreiben so gestellt werden sollte, wie sie bei tatsächlichem Eingang der Kreditvaluta gestellt gewesen wäre. Der Beklagte habe die persönliche Haftung für die weitere Kaufvertragsabwicklung ohne Rücksicht auf das Einlangen der Kreditvaluta übernommen, er könne sich auf Einreden aus dem Grundgeschäft nicht berufen. Wohl aber könne der Beklagte dem von der Klägerin geltend gemachten Schadenersatzanspruch alle diesen Anspruch vernichtenden Umstände entgegenhalten. Dazu gehöre auch die Einrede des Käufers aus dem Grundgeschäft in jenem Umfang, wie dieser sie als Kläger gegen die den Kaufpreisrest bereits in Händen haltende Verkäuferin hätte geltend machen können. Das Erstgericht werde im fortgesetzten Verfahren daher die zur Beurteilung des Schadenersatzanspruches der Klägerin erforderlichen Feststellungen zu treffen haben.

Der Rekurs an den Obersten Gerichtshof wurde gemäß § 519 Abs 1 Z 2 iVm § 502 Abs 1 ZPO aus der Überlegung zugelassen, über Schadenersatzansprüche aus der Verletzung einer um ein Garantieversprechen erweiterten Treuhand sei in einem vergleichbaren Fall noch nicht entschieden worden.

Den Aufhebungsbeschluß des Berufungsgerichtes bekämpfen sowohl die Klägerin als auch der Beklagte und die auf Seiten des Beklagten beigetretenen Nebenintervenienten. Die Klägerin begehrt Abänderung im Sinn einer Stattgebung des Klagebegehrens, in eventu beantragt sie, dem Erstgericht aufzutragen, (nur) ergänzende Feststellungen zur Höhe des klägerischen Anspruches zu treffen.

Der Beklagte und die diesem beigetretenen Nebenintervenienten begehren die Abänderung im Sinne einer Wiederherstellung des erstgerichtlichen Urteiles.

Rechtliche Beurteilung

Der Rekurs der Klägerin ist, wenn auch in einem anderen Sinn als von ihr angestrebt, berechtigt. Die Rekurse des Beklagten und der Nebenintervenienten sind gleichfalls berechtigt.

Die vom Beklagten und der Nebenintervenientin C*****-B***** angesprochene Mangelhaftigkeit des berufungsgerichtlichen Verfahrens wurde geprüft, sie liegt nicht vor. Das Berufungsgericht ist von der Beweiswürdigung nicht abgewichen; es hat vielmehr die Feststellungen des Erstgerichtes aufgrund der diesen zu entnehmenden Begleitumstände rechtlich anders beurteilt. Die Ausführungen des Berufungsgerichtes auf S 8 seiner Entscheidung sind entgegen den Rekursausführungen der Klägerin auch keine "bindenden" weiteren Tatsachenfeststellungen; es handelt sich dabei vielmehr um die im Wege der Auslegung gewonnene rechtliche Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts.

Die unter Hinweis auf das Vorliegen einer Rechtsfrage im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO ausgesprochene Zulassung des Rekurses ermöglicht die Überprüfung der Rechtsansicht des Berufungsgerichtes in jeder Richtung, wobei das Verbot der reformatio in peius nicht gilt. Trotz Rekurses der Klägerin kann - Spruchreife in der Sache vorausgesetzt - ein Urteil auf Wiederherstellung der erstgerichtlichen Entscheidung (Abweisung des Klagebegehrens) gefällt werden (Kodek in Rechberger, ZPO Rz 5 zu § 519 mwN).

Für den Ausgang des Verfahrens ist allein entscheidend, ob der Beklagte über die von ihm vertraglich übernommene Treuhandstellung hinaus versprochen hat, den Kaufpreis ohne Rücksicht auf irgendwelche Umstände, wie den tatsächlichen Erhalt der Kreditvaluta, zu begleichen, er somit eine (abstrakte) Garantieerklärung im Sinn des § 880 a ABGB abgegeben hat.

Im Garantievertrag übernimmt der Garant dem Begünstigten gegenüber die Haftung für einen noch ungewissen Erfolg eines Unternehmens oder für den durch ein Unternehmen entstehenden Schaden (Koziol-Welser10 I 315 f). Er begründet im Falle einer dreipersonalen Garantie (zum Begriff siehe Koziol, Der Garantievertrag 21 ff) eine selbständige, von der Verbindlichkeit des ursprünglichen Schuldverhältnisses unabhängige Schuld (RdW 1987, 225; JBl 1989, 37). Ob nun in der vom Beklagten abgegebenen Haftungserklärung eine derartige, vom Grundgeschäft losgelöste Garantiezusage zu erblicken ist, muß im Wege der Vertragsauslegung ermittelt werden, wobei ausgehend vom "buchstäblichen Sinn des Ausdruckes" die Absicht der Parteien zu erforschen ist. Die Auslegung der Erklärung ist am Empfängerhorizont zu messen; die aus der Erklärung abzuleitenden Rechtsfolgen sind nicht danach zu beurteilen, was der Erklärende sagen wollte oder was der Erklärungsempfänger darunter verstanden hat, sondern wie die Erklärung bei objektiver Beurteilung der Sachlage durch einen redlichen verständigen Menschen zu verstehen war (JBl 1989, 37; Rummel in Rummel ABGB**2 Rz 4 zu § 914). Auf konkrete Umstände, namentlich auf den Geschäftszweck und die Interessenlage ist hiebei Bedacht zu nehmen (EvBl 1991/134; SZ 65/109).

Bei Anwendung dieser Grundsätze ergibt sich, daß die vom Beklagten abgegebene Erklärung - wonach er aufgrund des Vorliegens einer verbindlichen Kreditzusage zur Finanzierung des Objektes S***** die persönliche Haftung dafür übernehme, daß der Kaufpreis je laut Punkt 3. des Liegenschafts- und Unternehmenskaufvertrages von ihm umgehend nach Abzug der zur Lastenfreistellung dienenden Beträge und Eintritt der in den Punkten 3. dieser Verträge genannten Bedingungen an die Käuferin ausbezahlt werde - schon ihrem Wortlaut nach eine Übernahmeverpflichtung als Treuhänder enthält, Punkt 3. der Verträge vereinbarungsgemäß auszuführen und bei ihrer Verletzung persönlich Schadenersatz zu leisten. So wird aus der Textierung dieser Haftungserklärung selbst schon deutlich, daß sich die übernommene Verpflichtung nur auf bereits eingegangene Beträge bezieht, will der Erklärende doch die Kaufpreise "umgehend nach Abzug der zur Lastenfreistellung dienenden Beträge" an die Klägerin ausbezahlen. Diese Formulierung setzt jedoch zwingend voraus, daß der Erklärende die Beträge, von denen er Abzüge machen will, auch tatsächlich erhalten hat. Überdies könnte nur etwas ausbezahlt werden, was der dazu Verpflichtete zu irgendeinem Zeitpunkt auch in Händen hatte. Die Wortwahl "daß die Kaufpreise ausbezahlt werden", spricht daher gleichfalls dafür, daß die Haftungserklärung von einem Eingang der Kreditsumme beim Beklagten ausgeht und nicht etwa eine abstrakte Garantiehaftung begründet werden sollte.

Soweit die Haftungserklärung ausdrücklich auf die Punkte 3. der Liegenschafts- und Unternehmenskaufverträge Bezug nimmt, macht sie deutlich, welche Verpflichtungen der beklagte Vertragserrichter und Treuhänder übernommen hat. Nach den in diesen Verträgen verwendeten Formulierungen liegt eine mehrseitige offene Treuhandschaft zum Zwecke der Abwicklung der genannten Verträge vor (Umlauft in Apathy,

Die Treuhandschaft 25 f; Umlauft, Die Treuhandschaft im Wirtschaftsleben, NZ 1993, 60 ff; Lehner, Treuhand- und Liegenschaftsverkehr, NZ 1986, 121 ff; Marek, Kreditsicherung und notarielle Abwicklung, NZ 1993, 57 ff). Zwar hat der Beklagte als Treuhänder den Kaufpreis - im gegenständlichen Fall die Kreditvaluta - entgegenzunehmen, daraus die in den Verträgen vorgesehenen Zahlungen zu leisten, die Freistellung von Pfandrechten durchzuführen und den, nach Abzug bestimmter Zahlungen verbleibenden Restkaufpreis nach Vorliegen der grundverkehrsbehördlichen Genehmigung und hypothekarischer Sicherstellung des Kreditgebers und Einverleibung des Eigentumsrechts des Käufers an die Verkäuferin auszuzahlen. Er hat wohl für die ordnungsgemäße Erfüllung der vertraglich übernommenen Aufgaben einzustehen; nicht jedoch gehört es zu seinen Obliegenheiten (als Treuhänder), das gültige Zustandekommen des Vertrages oder dessen Weiterbestehen zu garantieren. Eine derartige, über den Aufgabenbereich des Treuhänders jedenfalls hinausgehende Verpflichtung ist weder den der Erklärung Beilage C zugrundeliegenden Kaufverträgen noch auch der Haftungserklärung vom 3.9.1992 selbst zu entnehmen. Die Punkte 3. der Kaufverträge, auf die die Haftungserklärung ausdrücklich Bezug nimmt, sehen vielmehr vor, daß der Beklagte den nach Lastenfreistellung verbleibenden Kaufpreis "bar und abzugsfrei zuzüglich der Erlagszinsen auszufolgen" hat. Wie schon ein "Ausfolgen" setzt auch die vorgesehene Hinzurechnung von Erlagszinsen voraus, daß diese Beträge tatsächlich eingegangen sind; die gewählten Formulierungen sprechen daher schon ihrem Wortsinn nach gegen eine vom Eingang der Kreditvaluta unabhängige Haftungserklärung.

Auch die von der Klägerin angesprochenen besonderen Umstände des Einzelfalles - es steht fest, daß der Käufer die Liegenschaft möglichst rasch übernehmen wollte, der Vertreter der Verkäuferin einer Schlüsselabgabe vor Erlag des Kaufpreises jedoch nicht zustimmte, worauf man vergeblich versuchte, vom zuständigen Direktor der Bank eine telefonische Kreditzusage zu erreichen, und der Beklagte, nachdem der Bankangestellte nicht erreichbar war, die von Dr.Weinwurm korrigierte Erklärung Beilage C verfaßte - lassen eine andere Auslegung nicht zu. Wohl wird daraus das, auch dem Beklagten erkennbare Bestreben der Klägerin deutlich, die Schlüssel erst dann zu übergeben, wenn die Zahlung des Kaufpreises sichergestellt ist. Beide Streitteile gingen jedoch dabei offenbar davon aus, daß eine verbindliche Kreditzusage der Bank die Ansprüche der Klägerin entsprechend sicherstellen werde. Es liegt daher nahe, daß der beklagte Treuhänder nach Erhalt der verbindlichen Kreditzusage die Verkäuferin unter gleichzeitiger Bekräftigung der ihm nach Punkt 3. der Verträge obliegenden Aufgaben und der ihn diesbezüglich treffenden Haftung über diesen Umstand in Kenntnis setzen sollte, um eine Schlüsselübergabe zu diesem Zeitpunkt zu ermöglichen. Die Haftungserklärung des Beklagten stellt daher auch angesichts dieser Umstände keine Garantieerklärung für die Erfüllung der Kaufverträge bzw die Überweisung des Kaufpreises unabhängig von dessen Erhalt dar.

Darüber hinaus hätte auch eine vom Direktor der C*****-B***** schon anläßlich des Kaufvertragsabschlusses erklärte verbindliche Kreditzusage - anders als die Abgabe einer vom Deckungsverhältnis unabhängigen, abstrakten Bankgarantie, bei welcher die Bank die Gewähr dafür übernimmt, daß der Begünstigte von einem Dritten eine Leistung erhält (Avancini/Iro/Koziol, Österreichisches Bankvertragsrecht II 246) -, die Forderung der Klägerin auf Bezahlung des Kaufpreises im Zeitpunkt der Schlüsselübergabe nicht ausreichend sichergestellt. Hätte doch auch im Fall einer verbindlichen Kreditzusage der Bank der Käufer von einer Inanspruchnahme des Kredites Abstand nehmen können, wodurch eine Überweisung der Kreditsumme an den beklagten Treuhänder gleichfalls unterblieben wäre. Der von der Klägerin in der Berufung geltend gemachte Feststellungsmangel (zutreffend hat schon das Berufungsgericht erkannt, daß in Wahrheit nicht getroffene Feststellungen bekämpft, sondern nur das Fehlen weiterer Feststellungen gerügt wird) liegt nicht vor. Daß nämlich - wie die Klägerin auf Grund ihrer Berufungsausführungen festgestellt wissen wollte - der Beklagte sich verpflichtet hätte, unabhängig vom Eingang des Geldbetrages Zahlung zu leisten, hat sie selbst im Verfahren erster Instanz in dieser Form nicht vorgebracht. Sie hat dort vielmehr bloß geltend gemacht, es sei Einigung darüber erzielt worden, daß der Beklagte sich die verbindliche Kredit- und Zahlungszusage der C*****-B***** geben lasse und dann das Schreiben an den Klagevertreter absenden solle. Sinn dieser Vorgangsweise war einerseits der Ersatz der verbindlichen Kreditzusage (die die Vertragspartner davor vergeblich einzuholen suchten), andererseits der Verzicht des Beklagten auf die Geltendmachung von Einwendungen der Käuferseite. Daß aber zwischen den Parteien der - eingetretene - Fall besprochen worden wäre, daß die Bank zwar eine verbindliche Kreditzusage abgibt, dann aber über Wunsch des Kreditnehmers von der Zahlung Abstand nimmt, hat die Klägerin nicht einmal behauptet. Dafür fehlen auch jegliche Beweisergebnisse. Selbst der als Zeuge vernommene Klagevertreter sagt nur aus, was er sich bei dieser Formulierung gedacht hat, nicht jedoch, daß die Vertragspartner diesen Fall erörtert hätten. Die in der Berufung angestrebte weitere Feststellung ginge daher über das Parteivorbringen hinaus.

Geht man nun von den unbekämpft gebliebenen Feststellungen des Erstgerichtes aus, so steht nicht fest, was die Parteien in diesem vertraglich nicht vorgesehenen (tatsächlich nun eingetretenen) Fall gewollt hätten. Die Vereinbarung ist daher nach § 914 ABGB ergänzend auszulegen, wobei als Mittel ergänzender Vertragsauslegung der hypothetische Wille der Parteien, die Übung des redlichen Verkehrs, der Grundsatz von Treu und Glauben, sowie die Verkehrsauffassung in Betracht kommen (WBl 1987, 240; JBl 1990, 105; Rummel in Rummel ABGB**2, Rz 9 ff zu § 914 mwN). Dabei ist unter Berücksichtigung der übrigen Vertragsbestimmungen und des von den Parteien verfolgten Zweckes, sowie unter Heranziehung der Verkehrssitte zu prüfen, welche Lösung redliche und vernünftige Parteien für den konkreten Streitfall vereinbart hätten (WBl 1987, 240; Koziol/Welser Grundriß10, 92; RdW 1993, 303; EvBl 1993/78).

Angesichts des Umstandes, daß die Streitteile im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses eine verbindliche Kreditzusage der Bank als ausreichende Sicherstellung der Klägerin angesehen hatten, muß daher davon ausgegangen werden, daß der Beklagte mit der am 1.9.1992 vorformulierten Haftungserklärung nur das Vorliegen einer entsprechenden Kreditzusage zur Kenntnis bringen und seine Verpflichtung zur Auszahlung des Kaufpreises nach Maßgabe der im Kaufvertrag getroffenen Vereinbarungen bekräftigen sollte. Dieser Erklärung kann auch vom Empfängerhorizont der Klägerin als redlicher und verständiger Vertragspartnerin kein anderer Sinn beigemessen werden, hatte doch ihr Vertreter bereits anläßlich der Vertragsverhandlungen eine telefonische Kreditzusage der Bank als ausreichende Sicherheit anerkannt. Es bliebe unerfindlich, weshalb bei Vorliegen einer derartigen Erklärung noch eine zusätzliche Garantieverpflichtung des Treugebers abgegeben oder erwarten werden sollte, hatten doch die Vertragsparteien den nun eingetretenen Fall gar nicht bedacht.

Die Klägerin konnte zudem wohl auch kaum erwarten, daß der Vertragsverfasser und Treuhänder ohne gesondertes Entgelt und ohne erkennbare sachliche Gründe eine derart weitreichende über die im Kaufvertrag übernommene Treuhandverpflichtung hinausgehende abstrakte Haftungserklärung abgibt, aus welcher er unabhängig vom Eingang der Kreditvaluta für die Zahlung der gesamten Kaufsumme auch dann haften sollte, wenn der verbindlich zugesicherte Kredit auf Wunsch des an der Vertragserfüllung nicht mehr interessierten Käufers und Kreditnehmers nicht ausgezahlt wird.

Den Rekursen der Verfahrensbeteiligten war daher Folge zu geben und - da sich die Sache als spruchreif erwies - das Urteil des Erstgerichtes, mit welchem das Klagebegehren abgewiesen worden war, wiederherzustellen.

Die Kostenentscheidung gründet sich auf §§ 41, 50 ZPO. Die Klägerin hat dem Beklagten und den auf seiner Seite beigetretenen Nebenintervenienten die gesamten Kosten des Rechtsmittelverfahrens zu ersetzen.

Anmerkung

E43605 04A05955

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:0040OB00595.95.0625.000

Dokumentnummer

JJT_19960625_OGH0002_0040OB00595_9500000_000