Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob79/59 1Ob91/65 5Ob27...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014302

Geschäftszahl

5Ob79/59; 1Ob91/65; 5Ob274/69; 8Ob284/70; 5Ob94/72; 6Ob105/73; 5Ob722/82; 7Ob566/91; 9Ob1511/95 (9Ob1512/95, 9Ob1513/95); 1Ob609/95; 8Ob2140/96f; 1Ob2135/96v; 7Ob215/06b; 5Ob61/08v; 4Ob53/14v; 5Ob137/14d; 4Ob83/15g; 4Ob51/18f

Entscheidungsdatum

25.02.1959

Norm

ABGB §863 FI
ABGB §1090 IId1

Rechtssatz

Der Grundsatz, dass die Überlassung weitere Räume an den Mieter während des Bestandverhältnisses im Zweifel nicht als Prekarium, sondern als Ausdehnung des Mietvertrages anzusehen ist, gilt auch hinsichtlich der Überlassung eines Teiles des Hausgartens zur ausschließlichen Benützung.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 79/59
    Entscheidungstext OGH 25.02.1959 5 Ob 79/59
    Veröff: EvBl 1959/203 S 348 = ImmZ 1959,220 = HBZ 1959 H15/16,4
  • 1 Ob 91/65
    Entscheidungstext OGH 28.06.1965 1 Ob 91/65
    Beisatz: Anbringung einer Funkantenne im Garten. (T1)
    Veröff: MietSlg 17192
  • 5 Ob 274/69
    Entscheidungstext OGH 22.10.1969 5 Ob 274/69
    Ähnlich; nur: Grundsatz, dass die Überlassung weiterer Räume an den Mieter während des Bestandverhältnisses im Zweifel nicht als Prekarium, sondern als Ausdehnung des Mietvertrages anzusehen ist. (T2)
    Veröff: MietSlg 21125
  • 8 Ob 284/70
    Entscheidungstext OGH 16.02.1971 8 Ob 284/70
    nur T2; Veröff: MietSlg 23102
  • 5 Ob 94/72
    Entscheidungstext OGH 25.04.1972 5 Ob 94/72
    nur T2; Veröff: MietSlg 24113
  • 6 Ob 105/73
    Entscheidungstext OGH 10.05.1973 6 Ob 105/73
    Beisatz: Hier: Gartenfläche zur Anbringung eines Schaukastens. (T3)
    Veröff: MietSlg 25100
  • 5 Ob 722/82
    Entscheidungstext OGH 12.10.1982 5 Ob 722/82
    nur T2
  • 7 Ob 566/91
    Entscheidungstext OGH 11.07.1991 7 Ob 566/91
    Beisatz: Wenn der Vermieter nicht ausdrücklich klarstellt, dass es sich nur um eine jederzeit wiederrufbare Benützungsüberlassung handelt. (T4)
    Veröff: WoBl 1991,233
  • 9 Ob 1511/95
    Entscheidungstext OGH 08.03.1995 9 Ob 1511/95
    Auch; nur T2; Beis wie T4; Beisatz: Auch bezüglich Stiegenhaus und Hausflur. (T5)
  • 1 Ob 609/95
    Entscheidungstext OGH 04.10.1995 1 Ob 609/95
    Auch; Beis wie T4
  • 8 Ob 2140/96f
    Entscheidungstext OGH 29.08.1996 8 Ob 2140/96f
    nur T2
  • 1 Ob 2135/96v
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2135/96v
    Vgl; Beis wie T4; nur T2
  • 7 Ob 215/06b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2006 7 Ob 215/06b
    Beisatz: Hier: Schlüssige Überlassung von Grünflächen und Parkplatzflächen während des Bestandverhältnisses (Wohnungsmiete). (T6)
  • 5 Ob 61/08v
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 5 Ob 61/08v
    Vgl; Beisatz: Im Zweifel wird durch die Überlassung weiterer Räume an einen Mieter während eines Bestandverhältnisses auch kein Prekarium begründet, sondern dann, wenn der Vermieter nicht ausdrücklich klargestellt hat, dass es sich nur um eine jederzeit widerrufbare Benützungsüberlassung handle, der Mietvertrag entsprechend ausgedehnt. (T7)
    Bem: Hier: Abstellraum. (T8)
  • 4 Ob 53/14v
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 4 Ob 53/14v
    Vgl auch
  • 5 Ob 137/14d
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 137/14d
    Vgl auch
  • 4 Ob 83/15g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 83/15g
    Auch; Beisatz: Hier: Mitbenützungsrecht an einer Badestelle. (T9)
  • 4 Ob 51/18f
    Entscheidungstext OGH 19.04.2018 4 Ob 51/18f
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0014302

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19590225_OGH0002_0050OB00079_5900000_001

Rechtssatz für 6Ob223/74 1Ob601/79 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020747

Geschäftszahl

6Ob223/74; 1Ob601/79; 7Ob521/87; 7Ob563/87; 1Ob609/95

Entscheidungsdatum

12.12.1974

Norm

ABGB §1113
ABGB §1114
MG §23 Abs1 E

Rechtssatz

Für Bestandverträge mit bestimmter Dauer über Eigentumswohnungen ist eine Kündigung zur Vertragsbeendigung nicht erforderlich und auch nicht zulässig, solche Verträge erlöschen gemäß § 1113 ABGB durch den Verlauf der Zeit. Gegenteiliges müßte gemäß § 1114 zweiter Satz ABGB vereinbart werden. Daher bedarf es auch bei Mietverträgen gemäß § 23 Abs 1 MG, sofern ein bestimmter Endtermin festgesetzt ist, nicht der Aufnahme der ausdrücklichen Bestimmung, daß mit Erreichen dieses Endtermines der Mietvertrag ohne Kündigung erlischt.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 223/74
    Entscheidungstext OGH 12.12.1974 6 Ob 223/74
  • 1 Ob 601/79
    Entscheidungstext OGH 30.05.1979 1 Ob 601/79
    Beisatz: Auslegung grundsätzlich einschränkend und streng. (T1)
  • 7 Ob 521/87
    Entscheidungstext OGH 16.04.1987 7 Ob 521/87
    nur: Für Bestandverträge mit bestimmter Dauer über Eigentumswohnungen ist eine Kündigung zur Vertragsbeendigung nicht erforderlich und auch nicht zulässig. (T2)
  • 7 Ob 563/87
    Entscheidungstext OGH 17.05.1990 7 Ob 563/87
    nur T2
  • 1 Ob 609/95
    Entscheidungstext OGH 04.10.1995 1 Ob 609/95
    Auch; nur T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0020747

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.12.2010

Dokumentnummer

JJR_19741212_OGH0002_0060OB00223_7400000_001

Rechtssatz für 3Ob10/83 1Ob50/82 1Ob56...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0069471

Geschäftszahl

3Ob10/83; 1Ob50/82; 1Ob565/84; 5Ob607/84; 6Ob517/85; 6Ob700/88; 8Ob640/88; 3Ob529/90; 1Ob578/90; 7Ob511/91; 3Ob545/91; 6Ob639/93 (6Ob640/93); 8Ob616/93; 9Ob512/95; 1Ob609/95; 1Ob2244/96y; 1Ob2135/96v; 1Ob2315/96i; 2Ob2201/96g; 1Ob315/98z; 7Ob335/98k; 9Ob47/04h; 3Ob11/05x; 6Ob230/05z; 3Ob27/07b; 5Ob144/08z; 10Ob18/11m; 1Ob198/13v; 4Ob108/14g; 2Ob98/14x; 4Ob157/18v

Entscheidungsdatum

16.02.1983

Norm

MRG §1 Abs1

Rechtssatz

Auf Grund des Wortlautes des Gesetzes kann kein Zweifel daran bestehen, dass das MRG im Gegensatz zum MG grundsätzlich nur mehr die Raummiete erfasst.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 10/83
    Entscheidungstext OGH 16.02.1983 3 Ob 10/83
    Veröff: EvBl 1983/130 S 471
  • 1 Ob 50/82
    Entscheidungstext OGH 09.03.1983 1 Ob 50/82
  • 1 Ob 565/84
    Entscheidungstext OGH 31.08.1984 1 Ob 565/84
    Veröff: EvBl 1984/161 S 664 = JBl 1985,107 = MietSlg 36235 = MietSlg XXXVI/28
  • 5 Ob 607/84
    Entscheidungstext OGH 11.12.1984 5 Ob 607/84
    Veröff: SZ 57/194 = RdW 1985,367
  • 6 Ob 517/85
    Entscheidungstext OGH 14.02.1985 6 Ob 517/85
    Veröff: SZ 58/25 = MietSlg 37222(13)
  • 6 Ob 700/88
    Entscheidungstext OGH 15.12.1988 6 Ob 700/88
  • 8 Ob 640/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1989 8 Ob 640/88
  • 3 Ob 529/90
    Entscheidungstext OGH 07.02.1990 3 Ob 529/90
    Veröff: SZ 63/14 = RZ 1990/106 S 253
  • 1 Ob 578/90
    Entscheidungstext OGH 04.04.1990 1 Ob 578/90
    Veröff: JBl 1990,725 = WoBl 1990,158
  • 7 Ob 511/91
    Entscheidungstext OGH 28.02.1991 7 Ob 511/91
    Beisatz: Mit der im Gesetz erwähnten Ausnahme, nämlich der gemeinsam mit Wohnungen oder Geschäftsräumlichkeiten gemieteten Hausflächen oder Grundflächen. (T1) Veröff: WoBl 1992,30 = RZ 1993,99
  • 3 Ob 545/91
    Entscheidungstext OGH 19.06.1991 3 Ob 545/91
  • 6 Ob 639/93
    Entscheidungstext OGH 22.12.1993 6 Ob 639/93
  • 8 Ob 616/93
    Entscheidungstext OGH 25.11.1994 8 Ob 616/93
  • 9 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 28.06.1995 9 Ob 512/95
    Auch; Veröff: SZ 68/123
  • 1 Ob 609/95
    Entscheidungstext OGH 04.10.1995 1 Ob 609/95
    Auch
  • 1 Ob 2244/96y
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 2244/96y
    Auch
  • 1 Ob 2135/96v
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2135/96v
    Auch
  • 1 Ob 2315/96i
    Entscheidungstext OGH 29.04.1997 1 Ob 2315/96i
    Auch
  • 2 Ob 2201/96g
    Entscheidungstext OGH 31.03.1998 2 Ob 2201/96g
    Auch
  • 1 Ob 315/98z
    Entscheidungstext OGH 15.12.1998 1 Ob 315/98z
    Auch; nur: Das MRG erfasst grundsätzlich nur mehr die Raummiete. (T2)
  • 7 Ob 335/98k
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 7 Ob 335/98k
    Vgl auch; nur T2
  • 9 Ob 47/04h
    Entscheidungstext OGH 17.11.2004 9 Ob 47/04h
    Auch; Veröff: SZ 2004/161
  • 3 Ob 11/05x
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 11/05x
    Auch; nur T2
  • 6 Ob 230/05z
    Entscheidungstext OGH 01.12.2005 6 Ob 230/05z
    Beisatz: Geschäftsräumlichkeiten sind dreidimensional abgeschlossene, geschäftlichen Zwecken dienende Gebilde. Dass diese auch der Allgemeinheit zuhänglich sind, ist nicht erforderlich. (T3); Beisatz: Hier: Gasstation, die aus einem Messgebäude, einer Kontrollwarte und E-Gebäude besteht. (T4)
  • 3 Ob 27/07b
    Entscheidungstext OGH 13.07.2007 3 Ob 27/07b
    Auch; Beis wie T3 nur: Geschäftsräumlichkeiten sind dreidimensional abgeschlossene, geschäftlichen Zwecken dienende Gebilde. (T5); Beisatz: Hier: Ein Vertrag über die Miete einer ganzen Messehalle unterfällt grundsätzlich § 1 Abs 1 MRG. (T6)
  • 5 Ob 144/08z
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 144/08z
    nur T2
  • 10 Ob 18/11m
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 10 Ob 18/11m
    Auch
  • 1 Ob 198/13v
    Entscheidungstext OGH 21.11.2013 1 Ob 198/13v
    Vgl
  • 4 Ob 108/14g
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 108/14g
    Auch
  • 2 Ob 98/14x
    Entscheidungstext OGH 23.10.2014 2 Ob 98/14x
    Auch
  • 4 Ob 157/18v
    Entscheidungstext OGH 27.11.2018 4 Ob 157/18v
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0069471

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19830216_OGH0002_0030OB00010_8300000_001

Rechtssatz für 2Ob580/84 1Ob565/84 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0066883

Geschäftszahl

2Ob580/84; 1Ob565/84; 5Ob19/84; 5Ob607/84; 8Ob640/88; 3Ob608/89; 7Ob619/93; 8Ob616/93; 9Ob512/95; 1Ob609/95; 2Ob2201/96g; 7Ob335/98k; 9Ob47/04h; 6Ob88/05t; 6Ob230/05z; 3Ob27/07b; 5Ob144/08z; 8Ob11/10s; 10Ob18/11m; 1Ob198/13v; 4Ob108/14g; 2Ob208/14y; 10Ob2/16s; 1Ob189/17a; 4Ob157/18v

Entscheidungsdatum

03.07.1984

Norm

MG §1 Abs1 A1
MRG §1 Abs1

Rechtssatz

Das MRG umfasst auf Grund des Wortlautes seines § 1 Abs 1 nur mehr "Raummiete". Ebenso wie die Rechtsprechung, die das MG dann nicht auf Mietverträge über Grundstücke zum Zweck der Beschaffung von Wohnraum anwendete, wenn dadurch nicht das Wohnbedürfnis dauernd befriedigt werden sollte, kommt eine Anwendung des MRG auf die Miete von Grundstücken zur Errichtung eines Geschäftsraumes jedenfalls dann nicht in Frage, wenn die Errichtung des Raumes nicht zum Zweck dauernder geschäftlicher Tätigkeit erfolgte.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 580/84
    Entscheidungstext OGH 03.07.1984 2 Ob 580/84
    Veröff: MietSlg 36237 = RdW 1984,338 = RZ 1985/49 S 135
  • 1 Ob 565/84
    Entscheidungstext OGH 31.08.1984 1 Ob 565/84
    Vgl; Veröff: EvBl 1984/161 S 664 = JBl 1985,105 = MietSlg XXXVI/28
  • 5 Ob 19/84
    Entscheidungstext OGH 18.09.1984 5 Ob 19/84
    nur: Das MRG umfasst auf Grund des Wortlautes seines § 1 Abs 1 nur mehr "Raummiete". (T1)
    Veröff: EvBl 1985/28 S 118 = JBl 1985,363 = MietSlg XXXVI/19
  • 5 Ob 607/84
    Entscheidungstext OGH 11.12.1984 5 Ob 607/84
    nur T1; Veröff: SZ 57/194 = RdW 1985,367 = MietSlg XXXVI/48
  • 8 Ob 640/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1989 8 Ob 640/88
    Auch; nur T1; Veröff: WoBl 1990,159 (Würth)
  • 3 Ob 608/89
    Entscheidungstext OGH 24.01.1990 3 Ob 608/89
  • 7 Ob 619/93
    Entscheidungstext OGH 13.04.1994 7 Ob 619/93
    nur T1
  • 8 Ob 616/93
    Entscheidungstext OGH 25.11.1994 8 Ob 616/93
    nur T1
  • 9 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 28.06.1995 9 Ob 512/95
    Auch; Veröff: SZ 68/123
  • 1 Ob 609/95
    Entscheidungstext OGH 04.10.1995 1 Ob 609/95
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 2201/96g
    Entscheidungstext OGH 31.03.1998 2 Ob 2201/96g
    Auch; Beisatz: Werden jedoch Grundflächen zur Errichtung von Superädifikaten für geschäftliche Zwecke vermietet, sind die Bestimmungen des Mietrechtsgesetzes über den Kündigungsschutz dann analog anzuwenden, wenn der Verwendung der vom Mieter auf den Grundflächen errichteten Geschäftsgebäude für den Gebrauch des gesamten Bestandobjekts selbständige Bedeutung zukommt und diese daher im Verhältnis zur Funktion der unbebauten Grundflächen nicht gänzlich in den Hintergrund tritt. (T2)
  • 7 Ob 335/98k
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 7 Ob 335/98k
    nur T1; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Hier: Blockhaus. (T3)
  • 9 Ob 47/04h
    Entscheidungstext OGH 17.11.2004 9 Ob 47/04h
    nur T1; Beis ähnlich T2; Beisatz: Hier: "Fernsehlokalsendeanlage, die im Wesentlichen aus einem ca 32 m hohen Antennenmast und einer ca 8 m² großen ebenerdigen Sendeunterkunft besteht. (T4)
    Veröff: SZ 2004/161
  • 6 Ob 88/05t
    Entscheidungstext OGH 23.06.2005 6 Ob 88/05t
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Umfassende Auseinandersetzung mit der gegenteiligen Meinung des jüngeren Schrifttums. (T5)
  • 6 Ob 230/05z
    Entscheidungstext OGH 01.12.2005 6 Ob 230/05z
    Beisatz: Geschäftsräumlichkeiten sind dreidimensional abgeschlossene, geschäftlichen Zwecken dienende Gebilde. Dass diese auch der Allgemeinheit zuhänglich sind, ist nicht erforderlich. (T6)
    Beisatz: Hier: Gasstation, die aus einem Messgebäude, einer Kontrollwarte und E-Gebäude besteht. (T7)
  • 3 Ob 27/07b
    Entscheidungstext OGH 13.07.2007 3 Ob 27/07b
    Auch; nur T1; Beis wie T6 nur: Geschäftsräumlichkeiten sind dreidimensional abgeschlossene, geschäftlichen Zwecken dienende Gebilde. (T8)
    Beisatz: Hier: Ein Vertrag über die Miete einer ganzen Messehalle unterfällt grundsätzlich § 1 Abs 1 MRG. (T9)
  • 5 Ob 144/08z
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 144/08z
    Auch; nur T1; Beis ähnlich wie T2; Beis wie T8
  • 8 Ob 11/10s
    Entscheidungstext OGH 04.11.2010 8 Ob 11/10s
    Auch; Beis wie T2
  • 10 Ob 18/11m
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 10 Ob 18/11m
    Auch
  • 1 Ob 198/13v
    Entscheidungstext OGH 21.11.2013 1 Ob 198/13v
    Vgl
  • 4 Ob 108/14g
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 108/14g
    Vgl auch; nur T1
  • 2 Ob 208/14y
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 2 Ob 208/14y
    Vgl; Beis wie T2
  • 10 Ob 2/16s
    Entscheidungstext OGH 10.05.2016 10 Ob 2/16s
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 189/17a
    Entscheidungstext OGH 15.11.2017 1 Ob 189/17a
    Auch; Beis wie T2
  • 4 Ob 157/18v
    Entscheidungstext OGH 27.11.2018 4 Ob 157/18v
    Auch; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0066883

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19840703_OGH0002_0020OB00580_8400000_001

Rechtssatz für 6Ob672/84 6Ob700/88 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0069487

Geschäftszahl

6Ob672/84; 6Ob700/88; 1Ob578/90; 5Ob50/95; 1Ob609/95; 1Ob2244/96y; 2Ob2201/96g; 4Ob185/00k; 6Ob173/05t; 6Ob82/05k; 10Ob25/08m; 5Ob144/08z; 10Ob18/11m

Entscheidungsdatum

24.10.1984

Norm

MRG §1 Abs1

Rechtssatz

Das funktionelle Verhältnis der zum Mietgegenstand gehörenden umbauten Räume zu den ausdehnungsmäßig überwiegenden Freilandanlagen ist ein wesentliches Kriterium für die Beurteilung der Gesamtanlage als einer Geschäftsräumlichkeit im Sinne des § 1 Abs 1 MRG. Duschräume und Umkleideräume allein würden eine Freiluftsportanlage als ganze noch nicht zu einer Räumlichkeit machen, wenn den überdachten Räumlichkeiten für die Benützbarkeit des gesamten Objektes keine selbständige Bedeutung beizumessen wäre.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 672/84
    Entscheidungstext OGH 24.10.1984 6 Ob 672/84
    Veröff: MietSlg XXXVI/38
  • 6 Ob 700/88
    Entscheidungstext OGH 15.12.1988 6 Ob 700/88
    nur: Das funktionelle Verhältnis der zum Mietgegenstand gehörenden umbauten Räume zu den ausdehnungsmäßig überwiegenden Freilandanlagen ist ein wesentliches Kriterium für die Beurteilung der Gesamtanlage als einer Geschäftsräumlichkeit im Sinne des § 1 Abs 1 MRG. (T1)
  • 1 Ob 578/90
    Entscheidungstext OGH 04.04.1990 1 Ob 578/90
    Beisatz: Dies gilt auch, wenn der Mieter zwar eine gänzlich unbebaute Freifläche in Bestand nimmt, jedoch in Verwirklichung des Vertragszweckes mit Wissen und Willen des Vermieters darauf festgemauerte Superädifikate aufführt. (T2) Veröff: JBl 1990,725 = WoBl 1990,158
  • 5 Ob 50/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 5 Ob 50/95
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Verkaufshütte einer Tabaktrafik. (T3)
  • 1 Ob 609/95
    Entscheidungstext OGH 04.10.1995 1 Ob 609/95
    Auch; nur
  • 1 Ob 2244/96y
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 2244/96y
    Vgl; nur T1; Beisatz: Auf das Verhältnis von bebauter zu unbebauter Fläche kommt es nicht so sehr an. (T4)
  • 2 Ob 2201/96g
    Entscheidungstext OGH 31.03.1998 2 Ob 2201/96g
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Errichtung und Betrieb eines Werkflugplatzes. (T5)
  • 4 Ob 185/00k
    Entscheidungstext OGH 18.07.2000 4 Ob 185/00k
    Vgl auch
  • 6 Ob 173/05t
    Entscheidungstext OGH 25.08.2005 6 Ob 173/05t
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Keine bloße Flächenmiete, wenn die bei Begründung des Mietverhältnisses vorhandenen Baulichkeiten, die dem vereinbarten Verwendungszweck (Autoverkaufsplatz) entsprechend als Büro, Werkstätte, Lagerräume und Sanitäranlagen benützt werden, von ihrer Funktion her den größeren Freiflächen zumindest gleichwertig sind. (T6)
  • 6 Ob 82/05k
    Entscheidungstext OGH 12.10.2006 6 Ob 82/05k
    Auch; nur T1; Beisatz: Keine Fehlbeurteilung des Berufungsgerichtes, dass die mit Zustimmung des Vermieters errichteten Gebäude von insgesamt unbedeutender Größe im Hinblick auf den vereinbarten Verwendungszweck des bei Vertragsabschluss unbebauten Eisenbahngrundstücks (Lagerung und Verarbeitung von Schrott) im Gegensatz zur für die Lagerung des Schrotts notwendigen weitaus größeren Freilandfläche und zur Verarbeitung notwendigen Schrottpresse (Schrottschere) bei funktionaler Betrachtung nur Nebensache sind. (T7)
  • 10 Ob 25/08m
    Entscheidungstext OGH 22.04.2008 10 Ob 25/08m
    nur T1
  • 5 Ob 144/08z
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 144/08z
    nur T1
  • 10 Ob 18/11m
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 10 Ob 18/11m
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0069487

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.05.2011

Dokumentnummer

JJR_19841024_OGH0002_0060OB00672_8400000_003

Rechtssatz für 1Ob578/90 8Ob605/91 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0069423

Geschäftszahl

1Ob578/90; 8Ob605/91; 5Ob85/83; 4Ob1661/95; 1Ob609/95; 1Ob2244/96y; 2Ob2201/96g; 7Ob335/98k; 6Ob173/05t; 6Ob82/05k; 6Ob306/05a; 10Ob25/08m; 10Ob18/11m

Entscheidungsdatum

04.04.1990

Norm

MRG §1 Abs1

Rechtssatz

Den im Verhältnis zur Größe der gemieteten Freifläche (ca fünfundzwanzigtausend Quadratmeter) gänzlich unbedeutenden Räumlichkeiten - hier Empfangsraum, Gerätehütte und sanitäre Anlagen (Gesamtausmaß etwa einhundert Quadratmeter) - kommt für die Benützbarkeit eines charakteristischerweise auf Freiflächen betriebenen Campingplatzes keine selbständige Bedeutung zu, sondern es sind ihnen vielmehr nur bloße Hilfsfunktionen beizumessen. Ein solcher Bestandvertrag ist deshalb insgesamt als dem MRG nicht unterliegende Flächenmiete zu beurteilen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 578/90
    Entscheidungstext OGH 04.04.1990 1 Ob 578/90
    Veröff: JBl 1990,725 = WoBl 1990,158
  • 8 Ob 605/91
    Entscheidungstext OGH 12.09.1991 8 Ob 605/91
    Veröff: WoBl 1993,54 (Call)
  • 5 Ob 85/83
    Entscheidungstext OGH 22.09.1993 5 Ob 85/83
  • 4 Ob 1661/95
    Entscheidungstext OGH 24.10.1995 4 Ob 1661/95
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Hilfsgebäude für einen Altstoffelagerplatz. (T1)
  • 1 Ob 609/95
    Entscheidungstext OGH 04.10.1995 1 Ob 609/95
    nur: Ein solcher Bestandvertrag ist deshalb insgesamt als dem MRG nicht unterliegende Flächenmiete zu beurteilen. (T2)
  • 1 Ob 2244/96y
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 2244/96y
    Vgl
  • 2 Ob 2201/96g
    Entscheidungstext OGH 31.03.1998 2 Ob 2201/96g
    Ähnlich; Beisatz: Auf das Verhältnis von bebauter zu unbebauter Fläche kommt es nicht so sehr an. (T3)
  • 7 Ob 335/98k
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 7 Ob 335/98k
    Vgl
  • 6 Ob 173/05t
    Entscheidungstext OGH 25.08.2005 6 Ob 173/05t
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Keine bloße Flächenmiete, wenn die bei Begründung des Mietverhältnisses vorhandenen Baulichkeiten, die dem vereinbarten Verwendungszweck (Autoverkaufsplatz) entsprechend als Büro, Werkstätte, Lagerräume und Sanitäranlagen benützt werden, von ihrer Funktion her den größeren Freiflächen zumindest gleichwertig sind. (T4)
  • 6 Ob 82/05k
    Entscheidungstext OGH 12.10.2006 6 Ob 82/05k
    Auch; Beisatz: Keine Fehlbeurteilung des Berufungsgerichtes, dass die mit Zustimmung des Vermieters errichteten Gebäude von insgesamt unbedeutender Größe im Hinblick auf den vereinbarten Verwendungszweck des bei Vertragsabschluss unbebauten Eisenbahngrundstücks (Lagerung und Verarbeitung von Schrott) im Gegensatz zur für die Lagerung des Schrotts notwendigen weitaus größeren Freilandfläche und zur Verarbeitung notwendigen Schrottpresse (Schrottschere) bei funktionaler Betrachtung nur Nebensache sind. (T5)
  • 6 Ob 306/05a
    Entscheidungstext OGH 15.02.2007 6 Ob 306/05a
    Auch; Beis ähnlich wie T4; Beisatz: Nicht dem MRG unterliegende Flächenmiete liegt vor, wenn im Vergleich zur Fläche den Räumlichkeiten keine selbständige Bedeutung, sondern nur Hilfsfunktion zukommt. (T6)
  • 10 Ob 25/08m
    Entscheidungstext OGH 22.04.2008 10 Ob 25/08m
    Vgl auch
  • 10 Ob 18/11m
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 10 Ob 18/11m
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0069423

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.05.2011

Dokumentnummer

JJR_19900404_OGH0002_0010OB00578_9000000_001

Rechtssatz für 3Ob545/91 5Ob50/95 1Ob6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0069482

Geschäftszahl

3Ob545/91; 5Ob50/95; 1Ob609/95; 1Ob2244/96y; 9Ob47/04h; 6Ob173/05t; 5Ob3/06m; 6Ob82/05k; 6Ob306/05a; 10Ob25/08m; 5Ob144/08z; 10Ob18/11m; 4Ob108/14g

Entscheidungsdatum

19.06.1991

Norm

MRG §1 Abs1

Rechtssatz

Wenn das Gebäude nur einen ganz unbedeutenden Teil der gemieteten Fläche in Anspruch nimmt und ihm keine selbständige Funktion, sondern nur eine Hilfsfunktion zukommt, dann stellt es nur eine Nebensache dar, die am Hauptgegenstand des Mietvertrages, nämlich an einer nicht kündigungsgeschützten Flächenmiete, nichts ändert. Nur wenn umgekehrt die vermietete Grundfläche lediglich die Nebensache ist, die schon bestehenden oder erst zu errichtenden Räumlichkeiten aber die Hauptsache darstellen, liegt Raummiete vor.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 545/91
    Entscheidungstext OGH 19.06.1991 3 Ob 545/91
  • 5 Ob 50/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 5 Ob 50/95
    Vgl auch
  • 1 Ob 609/95
    Entscheidungstext OGH 04.10.1995 1 Ob 609/95
    Auch
  • 1 Ob 2244/96y
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 2244/96y
    Vgl
  • 9 Ob 47/04h
    Entscheidungstext OGH 17.11.2004 9 Ob 47/04h
    Vgl auch; Veröff: SZ 2004/161
  • 6 Ob 173/05t
    Entscheidungstext OGH 25.08.2005 6 Ob 173/05t
    Beisatz: Hier: Keine bloße Flächenmiete, wenn die bei Begründung des Mietverhältnisses vorhandenen Baulichkeiten, die dem vereinbarten Verwendungszweck (Autoverkaufsplatz) entsprechend als Büro, Werkstätte, Lagerräume und Sanitäranlagen benützt werden, von ihrer Funktion her den größeren Freiflächen zumindest gleichwertig sind. (T1)
  • 5 Ob 3/06m
    Entscheidungstext OGH 21.03.2006 5 Ob 3/06m
    Beisatz: Wesentliches Gewicht für die Unterscheidung zwischen Flächen- und Raummiete hat der Vertragszweck mit der daraus hervorleuchtenden funktionellen Bedeutung von Grundfläche und Gebäude. Dieser Vertragszweck kann ausdrücklich oder schlüssig festgelegt werden, kann sich aber auch aus der Art des Bestandobjekts oder aus vorvertraglichen Erklärungen der Vertragsteile ergeben. Auf die davon allenfalls abweichende spätere tatsächliche Verwendung kommt es im Regelfall nicht an. (T2)
  • 6 Ob 82/05k
    Entscheidungstext OGH 12.10.2006 6 Ob 82/05k
    Beisatz: Keine Fehlbeurteilung des Berufungsgerichtes, dass die mit Zustimmung des Vermieters errichteten Gebäude von insgesamt unbedeutender Größe im Hinblick auf den vereinbarten Verwendungszweck des bei Vertragsabschluss unbebauten Eisenbahngrundstücks (Lagerung und Verarbeitung von Schrott) im Gegensatz zur für die Lagerung des Schrotts notwendigen weitaus größeren Freilandfläche und zur Verarbeitung notwendigen Schrottpresse (Schrottschere) bei funktionaler Betrachtung nur Nebensache sind. (T3)
  • 6 Ob 306/05a
    Entscheidungstext OGH 15.02.2007 6 Ob 306/05a
    Auch
  • 10 Ob 25/08m
    Entscheidungstext OGH 22.04.2008 10 Ob 25/08m
    Vgl auch
  • 5 Ob 144/08z
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 144/08z
    Vgl auch
  • 10 Ob 18/11m
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 10 Ob 18/11m
    Auch
  • 4 Ob 108/14g
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 108/14g
    Auch; Beisatz: Ob eine bloße Hilfsfunktion vorliegt, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab und begründet daher keine Rechtsfrage erheblicher Bedeutung. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0069482

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.08.2014

Dokumentnummer

JJR_19910619_OGH0002_0030OB00545_9100000_001

Rechtssatz für 1Ob629/93 1Ob609/95 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020731

Geschäftszahl

1Ob629/93; 1Ob609/95; 4Ob2158/96y; 8Ob88/14w

Entscheidungsdatum

25.01.1994

Norm

ABGB §1113
ZPO §567

Rechtssatz

Die Rechtsfolgen eines auf bestimmte Zeit abgeschlossenen Bestandvertrags werden unter anderem durch einen vor Ablauf der Bestanddauer zu beantragender Übergabsauftrag im Sinne des § 567 ZPO, der prozessual der Kündigung nach §§ 560 ff ZPO gleicht, durchgesetzt.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 629/93
    Entscheidungstext OGH 25.01.1994 1 Ob 629/93
  • 1 Ob 609/95
    Entscheidungstext OGH 04.10.1995 1 Ob 609/95
    Vgl
  • 4 Ob 2158/96y
    Entscheidungstext OGH 09.07.1996 4 Ob 2158/96y
    Vgl auch; Beisatz: Ohne Erlassung des Übernahmeauftrages hätte die Klägerin nicht die ihr vom Gesetz (§ 567 Abs 1 ZPO) eingeräumte Möglichkeit, zur Erzwingung der Übernahme Exekution zu führen. (T1)
  • 8 Ob 88/14w
    Entscheidungstext OGH 29.09.2014 8 Ob 88/14w
    Vgl auch; Beisatz: Der Übergabsauftrag kann nur vor, nicht aber erst nach Ablauf der vereinbarten Vertragsdauer beantragt werden. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0020731

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.11.2014

Dokumentnummer

JJR_19940125_OGH0002_0010OB00629_9300000_001

Rechtssatz für 1Ob609/95

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079891

Geschäftszahl

1Ob609/95

Entscheidungsdatum

04.10.1995

Norm

ABGB §1113
ZPO §560 A
ZPO §562 A
ZPO §567

Rechtssatz

Können die Rechtsfolgen des Erlöschens eines Bestandvertrages durch einen Übergabsauftrag im Sinne des § 567 Abs 1 ZPO durchgesetzt werden, so ist eine Kündigung zum Endtermin wesensmäßig ausgeschlossen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 609/95
    Entscheidungstext OGH 04.10.1995 1 Ob 609/95

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0079891

Dokumentnummer

JJR_19951004_OGH0002_0010OB00609_9500000_001

Rechtssatz für 1Ob609/95

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079892

Geschäftszahl

1Ob609/95

Entscheidungsdatum

04.10.1995

Norm

MRG §1 Abs1

Rechtssatz

Bei einem Schrottlagerplatz in der Gesamtgröße von 5500 Quadratmeter kann eine Lagerhalle im Ausmaß von zumindest 631 Quadratmeter, die gleichfalls Teil des Mietgegenstands ist, von der Größe her nicht als unbedeutend angesehen werden. In einem solchen Fall ist es erforderlich, sämtliche Funktionen der Lagerhalle festzustellen, weil nur dann verläßlich beurteilt werden kann, ob der Halle eine bloße Hilfsfunktion zukommt und sie daher als bedeutungslos angesehen werden könnte.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 609/95
    Entscheidungstext OGH 04.10.1995 1 Ob 609/95

Schlagworte

m2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0079892

Dokumentnummer

JJR_19951004_OGH0002_0010OB00609_9500000_002

Entscheidungstext 1Ob609/95

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

1Ob609/95

Entscheidungsdatum

04.10.1995

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Schlosser als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Schiemer, Dr.Gerstenecker, Dr.Rohrer und Dr.Zechner als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Stadtgemeinde J*****, vertreten durch Dr.Anton Heinrich, Rechtsanwalt in Judenburg, wider die beklagte Partei Josef T*****, vertreten durch Dr.Peter Kammerlander, Rechtsanwalt in Graz, wegen Übergabe eines Bestandgegenstandes, infolge Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Landesgerichtes Leoben als Berufungsgerichtes vom 9.März 1995, GZ R 1102/94-24, womit das Urteil des Bezirksgerichtes Judenburg vom 12.September 1994, GZ 2 C 3814/92-18, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Der Revision wird Folge gegeben.

Die Entscheidungen der Vorinstanzen werden aufgehoben; die Rechtssache wird an das Erstgericht zur neuerlichen Verhandlung und Entscheidung zurückverwiesen.

Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens sind weitere Prozeßkosten.

Text

Begründung:

Mit Bestandvertrag vom 7. und 15.1.1974 mieteten Rudolf H***** und der Vater des Beklagten von der klagenden Partei das Grundstück 980/2 und einen Teil des Grundstücks 986/1 der EZ 1034 KG J***** im Ausmaß von etwa 2770 m2 zum Betrieb eines Schrotthandels. Im Punkt VI dieses Bestandvertrags wurde den Bestandnehmern gestattet, Wasser für den eigenen Bedarf aus der nahegelegenen Halle auf dem Grundstück 986/1 zu entnehmen, das dort befindliche Klosett zu benutzen und einen LKW in der Halle einzustellen. Es wurde den Bestandnehmern weiters gestattet, vom Grundstück 986/1 Strom für die ehemalige Portierhütte zu beziehen. Diese Berechtigungen wurden aus Anlaß der Begründung des Bestandverhältnisses eingeräumt, aber nur gegen jederzeitigen Widerruf und nicht auf Dauer des Bestandverhältnisses gewährt.

Am 11.10. und 21.12.1977 schlossen diese Vertragsparteien einen neuen Bestandvertrag, der den Vertrag aus dem Jahre 1974 ersetzte. Gegenstand dieses Vertrags war der im Lageplan (Beilage E) blau schraffierte Teil des Grundstücks 986/1 im Ausmaß von etwa 5450 m2. Das Grundstück sollte nach wie vor dem Betrieb eines Schrotthandels dienen. Das Bestandverhältnis begann mit 1.1.1977 und endete, ohne daß es einer Aufkündigung bedurfte, mit Ablauf des 31.12.1978. Zu diesem Bestandvertrag wurden sieben Nachträge verfaßt, die die Bestandzeit jeweils um ein Jahr verlängerten. Der siebente Nachtrag vom 13.12.1984 (Beilage 2) wies bereits den Beklagten als Bestandnehmer aus, weil dieser zum 1.1.1984 den väterlichen Betrieb übernommen hatte; Rudolf H*****, der seinerzeitige Geschäftspartner des Vaters des Beklagten, war bei Übernahme des Betriebs durch den Beklagten bereits aus dem Unternehmen ausgeschieden. Einen von der Bestandgeberin vorbereiteten achten Nachtrag zum Bestandvertrag für die Zeit vom 1.1.1986 bis 31.12.1987 unterfertigte der Beklagte ebenso wie einen von der klagenden Partei vorbereiteten Mietvertrag (Mietdauer bis Ende 1999) nicht. Dennoch wurde dem Beklagten die Miete samt Indexerhöhung weiterhin vorgeschrieben und erfolgte auch deren Bezahlung. Seit etwa zwei Jahren verweigert die klagende Partei die Annahme des Zinses, weshalb ihn der Beklagte bei der Verwahrstelle des Oberlandesgerichtes Graz erlegte. Die Bestandgrundstücke stehen im Eigentum der klagenden Partei. Auf dem Grundstück 986/1 befindet sich eine zumindest 631 m2 große Lagerhalle. Mit Bestandvertrag vom 11.10. und 21.12.1977 wurde den Bestandnehmern im Punkt VI gestattet, während der Bestanddauer diese Lagerhalle und einen Holzschuppen (zum Teil) zu benützen.

Die klagende Partei begehrte, dem Beklagten aufzutragen, das Mietobjekt, nämlich den blau schraffierten Teil des Grundstückes 986/1 (heute 986/5) KG J***** laut Lageplan, Schrottlagerplatz samt Nebeneinrichtungen (bei Zugehörigkeit zum Bestandobjekt einschließlich der Baufläche 933 KG J***** mit Lagerschuppen), am 31.12.1992 geräumt zu übergeben oder Einwendungen gegen den zu fassenden Beschluß zu erheben. Begründet wurde dieser Antrag im wesentlichen damit, daß das Bestandobjekt als Schrottlagerplatz diene, es sich beim vorliegenden Mietvertrag also um eine reine Platzmiete handle. Deshalb seien die Kündigungsbeschränkungen des Mietrechtsgesetzes nicht anwendbar. An der Baufläche 933, auf der sich ein verfallener Lagerschuppen befinde, sei dem Beklagten die (Mit-)Benützung ohne besonderes Entgelt gegen jederzeitigen Widerruf eingeräumt worden. Dieses prekaristisch eingeräumte Benützungsrecht werde unter einem widerrufen. Jedenfalls stelle das genannte Recht am Lagerschuppen nach Ausmaß, Größe und funktioneller Bedeutung eine Nebensache dar. Da nach dem 31.12.1985 ein Mietvertrag nicht mehr abgeschlossen worden sei, sei gemäß §§ 1114 f ABGB eine alljährliche, stillschweigende Erneuerung des Bestandvertrags jeweils für ein Jahr eingetreten. Das Mietverhältnis habe mit 31.12.1992 geendet.

Gegen den antragsgemäß erlassenen Beschluß des Erstgerichtes erhob der Beklagte Einwendungen. Es liege ein unbefristetes Mietverhältnis vor, weshalb der Beklagte eine Vertragsverlängerung auf bestimmte Zeit abgelehnt habe. Lagerhalle und Holzschuppen seien Grundvoraussetzung für einen florierenden Schrotthändlerbetrieb und auch von der Größe her keinesfalls unbedeutend. In der Lagerhalle und im Holzschuppen bewahre der Beklagte technische Werkzeuge, wertvolle Buntmetalle und Neueisen auf, was zusammen einen Wert von etwa S 350.000,-- repräsentiere; dagegen belaufe sich der Gesamtwert der im Freigelände gelagerten Autowracks auf maximal S 500.000,--.

Das Erstgericht erließ den beantragten Übergabsauftrag.

Es stellte ferner fest, das Ausmaß des vom Beklagten benützten Grundstücksteils der Parzelle 986/5 betrage 5500 m2. An die östliche Grundgrenze dieses Grundstücks schließe die Baufläche 933 an. Dabei handle es sich um eine Lagerhalle in Holzkonstruktion im Ausmaß von 45 x 15 m. Der Hallenfußboden sei betoniert und weise zum Teil Schäden auf. Im südlichen Teil der Halle befänden sich ein Aufenthaltsraum und ein WC. Der Aufenthaltsraum werde beheizt, er enthalte eine Dusche und ein Waschbecken. Das zweite vorhandene Bauobjekt (Holzschuppen) sei abbruchreif. Der Beklagte sammle auf dem Betriebsgelände vorwiegend Autowracks, Metalle, Altreifen und Schrott. Es erfolge eine Trennung und Zwischenlagerung der verschiedenen Metalle. Die gesamte Bestandfläche sei ausgenutzt, Autowracks und stapelbare Metallteile seien bis zu einer Höhe von etwa 5 m aufgeschichtet. Die Lagerhalle im Ausmaß von 631 m2 müsse mit großem Aufwand generalsaniert werden, sie vermittle den Eindruck eines Provisoriums. Letzteres treffe auch für den Aufenthaltsraum in der Halle zu, der nicht mehr dem heutigen Standard entspreche.

In rechtlicher Hinsicht vertrat das Erstgericht die Ansicht, daß die Halle aufgrund ihrer Größe nicht als "untergeordnet" bezeichnet werden könne, weil in ihr "wichtige Elemente" der Betriebsführung untergebracht seien. Dennoch komme ihr für den Betrieb eines Schrotthandels keine selbständige Bedeutung zu. Ihr komme nur eine unbedeutende Nebenfunktion zu, die jederzeit durch Container oder andere provisorische Bauten ersetzbar sei. Das Büro des Beklagten befinde sich bereits in Containern auf dem Lagerplatz. § 1 Abs.1 MRG sei auf das vorliegende Bestandverhältnis nicht anzuwenden.

Das Berufungsgericht bestätigte das Ersturteil und sprach aus, daß die ordentliche Revision nicht zulässig sei. Die widersprüchlichen Feststellungen über die Größe der in Bestand gegebenen Fläche und der Lagerhalle seien tolerierbar, weil es primär auf die Nutzung der Freiflächen und der Gebäude ankomme, nicht aber auf die Flächenausmaße. Der derzeitige Zustand der Halle und des Holzschuppens sei bedeutungslos, weil der Zustand dieser Bauwerke im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses maßgeblich sei. Entgegen der Ansicht der klagenden Partei seien Lagerhalle und Holzschuppen in Bestand gegeben und nicht als Prekarium anzusehen. Die Grundfläche und Bauobjekte seien als einheitliches Mietobjekt in Bestand gegeben worden. Die Lagerhalle und auch der Holzschuppen seien als Nebensachen des Schrotthandels des Beklagten zu beurteilen. Die für die Geschäftsabwicklung wesentlichen Einrichtungen des Betriebs des Beklagten seien in Containern untergebracht. Die Unterbringung der in der Halle gelagerten Materialien erfolge dort "offensichtlich nicht wesentlich optimaler und umweltfreundlicher als im Freien". Das Mietverhältnis habe jedenfalls am 31.12.1992 geendet.

Die Revision des Beklagten ist berechtigt.

Rechtliche Beurteilung

Auszugehen ist davon, daß ein Bestandvertrag vorliegt, dessen Erlöschen durch den Verlauf der Zeit ursprünglich ausdrücklich und späterhin stillschweigend bedungen war. Die Rechtsfolgen dieses Erlöschens können durch einen Übergabsauftrag im Sinne des § 567 Abs.1 ZPO durchgesetzt werden, eine Kündigung zum Endtermin - die der Beklagte fordert - ist wesensmäßig ausgeschlossen (Würth in Rummel, ABGB2, Rz 5 zu § 1113).

Den Vorinstanzen ist darin beizupflichten, daß sowohl die Lagerhalle wie auch der Holzschuppen vom Bestandvertrag umfaßt sind. Während die Halle ursprünglich - mit Bestandvertrag vom 7. und 15.1.1974 - lediglich gegen jederzeitigen Widerruf zur Benützung überlassen worden war, erfolgte diesbezüglich eine Änderung mit Bestandvertrag vom 11.10. und 21.12.1977. Im Punkt VI dieses Vertrages wurde die (teilweise) Benützung der Gebäude nämlich generell gestattet, ohne daß ein Hinweis auf ein Prekarium oder eine Leihe erfolgt wäre. Die Überlassung weiterer Räumlichkeiten (hier: Gebäude) durch den Bestandgeber ist aber als Ausweitung eines Mietvertrages anzusehen, wenn der Vermieter nicht ausdrücklich klarstellt, daß es sich nur um eine jederzeit widerrufbare Benützungsüberlassung im Sinne de § 974 ABGB handelt (WoBl 1991, 233; Miet 34.188 ua).

Da insbesondere die Lagerhalle vom Mietvertrag umfaßt ist, ist zu prüfen, ob eine reine Flächenmiete oder ob Raummiete vorliegt. Dies ist entscheidend, weil eine bloße Flächenmiete nicht in den Bereich des Kündigungsschutzes des MRG fiele (WoBl 1993/39; 7 Ob 619/93; 6 Ob 639, 640/93 uva).

Der gesamte Schrottlagerplatz ist etwa 5500 m2 groß, die Lagerhalle weist ein Ausmaß von zumindest 631 m2 auf. Von der Größe her kann die Lagerhalle demnach nicht als unbedeutend angesehen werden. Der Beklagte hat vorgebracht, daß in der Lagerhalle (und im Holzschuppen) technische Werkzeuge, wertvolle Buntmetalle und Neueisen im Gesamtwert von S 350.000,-- aufbewahrt würden, wogegen die auf dem Freigelände gelagerten Gegenstände (Wracks) einen Wert von etwa S 500.000,-- repräsentierten (S.7 des Ersturteils). Auf diesen Umstand ist das Erstgericht überhaupt nicht eingegangen, obwohl es die Ansicht des dem Verfahren beigezogenen Sachverständigen wiedergab, daß die Halle keine untergeordnete Bedeutung habe, weil dort "wichtige Elemente der Betriebsführung" untergebracht seien (S.14 der erstinstanzlichen Entscheidung). Das Berufungsgericht tut die darauf gerichtete Mängel- und Feststellungsrüge des Beklagten mit der aus dem Akt nicht nachvollziehbaren Begründung ab, daß eine "Unterbringung der in der Halle gelagerten Materialien infolge Schäden am Betonboden nicht optimaler und umweltfreundlicher als im Freien erfolgen" könne; die Halle sei durch Container ersetzbar. Darauf kommt es aber nicht an, weil die Halle gleichfalls Teil des Mietgegenstands ist. Es wird daher erforderlich sein, sämtliche Funktionen der Lagerhalle festzustellen, weil nur dann verläßlich beurteilt werden kann, ob der Halle eine bloße Hilfsfunktion zukommt und sie daher als bedeutungslos angesehen werden könnte (WoBl 1993/39; Jus extra 1991/866; JBl 1990, 725; 6 Ob 700/88; SZ 57/194; Miet 36/38; Würth in Rummel, ABGB2 Rz 2a zu § 1 MRG; Grabenwarter in NZ 1991, 6). Das Erstgericht wird diese Feststellungen (funktionelle Bedeutung der umbauten Teile des Mietgegenstandes für das Gesamtobjekt; Miet 36/38) nachzuholen und sodann neuerlich zu entscheiden haben.

Der Kostenvorbehalt beruht auf § 52 ZPO.

Anmerkung

E40428 01A06095

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:0010OB00609.95.1004.000

Dokumentnummer

JJT_19951004_OGH0002_0010OB00609_9500000_000