Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob288/63 5Ob31/65 5Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0083026

Geschäftszahl

5Ob288/63; 5Ob31/65; 5Ob187/68; 5Ob204/69; 5Ob70/75; 1Ob585/79; 5Ob38/79; 5Ob47/81; 5Ob23/87; 5Ob1/92; 5Ob83/95; 5Ob213/98d; 5Ob109/03w; 5Ob43/18m

Entscheidungsdatum

10.10.1963

Norm

WEG 1948 §2
WEG 1975 §3 Abs2

Rechtssatz

Zulässigkeit einer neuerlichen Antragstellung nach § 2 WEG 1948 bei Änderung des Sachverhaltes.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 288/63
    Entscheidungstext OGH 10.10.1963 5 Ob 288/63
    Veröff: EvBl 1964/5 S 18 = MietSlg 15487(37) = ImmZ 1964,41
  • 5 Ob 31/65
    Entscheidungstext OGH 18.02.1965 5 Ob 31/65
    Beisatz: Nicht bei bloßer Widmungsänderung! (T1) Veröff: SZ 38/30 = ImmZ 1965,336 = MietSlg 17704(14)
  • 5 Ob 187/68
    Entscheidungstext OGH 28.08.1968 5 Ob 187/68
    Beis wie T1; Veröff: MietSlg 20628
  • 5 Ob 204/69
    Entscheidungstext OGH 10.09.1969 5 Ob 204/69
    Veröff: MietSlg 21732(48)
  • 5 Ob 70/75
    Entscheidungstext OGH 20.05.1975 5 Ob 70/75
    Beisatz: Zur Einleitung eines solchen Verfahrens genügt zwar eine diesbezügliche Behauptung des Antragstellers. Erweist sich diese Behauptung als unrichtig, so ist sein Antrag abzuweisen. (T2) Veröff: MietSlg 27560
  • 1 Ob 585/79
    Entscheidungstext OGH 02.05.1979 1 Ob 585/79
    Beisatz: Hier: WEG 1975 (T3)
  • 5 Ob 38/79
    Entscheidungstext OGH 29.01.1980 5 Ob 38/79
    Beisatz: Umparifizierung (T4) Veröff: EvBl 1980/84 S 269
  • 5 Ob 47/81
    Entscheidungstext OGH 22.12.1981 5 Ob 47/81
    Vgl auch; Veröff: MietSlg 33466 = MietSlg 33511(29)
  • 5 Ob 23/87
    Entscheidungstext OGH 03.03.1987 5 Ob 23/87
    Vgl auch; Beisatz: Es kann aber auch das nachträgliche Hervorkommen des wahren Sachverhaltes, der dem Gericht (der Schlichtungsstelle) bei der erstmaligen Nutzwertfestsetzung verborgen blieb, zur Antragstellung nach § 3 Abs 2 WEG berechtigen. (T5) Veröff: MietSlg XXXIX/14
  • 5 Ob 1/92
    Entscheidungstext OGH 17.12.1991 5 Ob 1/92
    Vgl auch; Beisatz: Durch die gesetzliche Determinierung sollte willkürlichen Neufestsetzungen ein wirksamer Riegel vorgeschoben werden. (T6)
  • 5 Ob 83/95
    Entscheidungstext OGH 07.06.1995 5 Ob 83/95
    Vgl auch
  • 5 Ob 213/98d
    Entscheidungstext OGH 09.02.1999 5 Ob 213/98d
    Vgl auch; Beis wie T5 nur: Es kann aber auch das nachträgliche Hervorkommen des wahren Sachverhaltes, zur Antragstellung nach § 3 Abs 2 WEG berechtigen. (T7)
  • 5 Ob 109/03w
    Entscheidungstext OGH 09.12.2003 5 Ob 109/03w
    Vgl; Beisatz: Eine Neufestsetzung der Jahresmietwerte der (vorhandenen) Wohnungseigentumsobjekte ist in sinngemäßer Anwendung des § 3 Abs 2 WEG 1975 (dem jetzt im Wesentlichen § 9 Abs 2 WEG 2002 entspricht) zulässig. (T8); Veröff: SZ 2003/157
  • 5 Ob 43/18m
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 5 Ob 43/18m
    Vgl auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0083026

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19631010_OGH0002_0050OB00288_6300000_002

Rechtssatz für 5Ob38/79 5Ob1/92 5Ob83/...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0083187

Geschäftszahl

5Ob38/79; 5Ob1/92; 5Ob83/95; 5Ob279/00s

Entscheidungsdatum

29.01.1980

Norm

WEG 1975 §3 Abs2

Rechtssatz

§ 3 Abs 2 WEG 1975 bietet nunmehr eine ausdrückliche gesetzliche Grundlage für die schon bisher geübte Praxis sogenannter Umparifizierungen und Neuparifizierungen. Die Aufzählung der Fälle, in denen die Rechtskraft einer Nutzwertfestsetzungsentscheidung wegen Änderung des Sachverhaltes durchbrochen werden kann, ist nicht erschöpfend.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 38/79
    Entscheidungstext OGH 29.01.1980 5 Ob 38/79
    Veröff: EvBl 1980/84 S 269
  • 5 Ob 1/92
    Entscheidungstext OGH 17.12.1991 5 Ob 1/92
    Beisatz: Es können daher auch außerhalb der in § 3 Abs 2 WEG aufgezählten Voraussetzungen Vorgänge geeignet sein eine Neufestsetzung zu begründen, doch muß es sich um Umstände handeln, denen die Eignung zukommt, eine solche Verschiebung der Nutzwerte zu rechtfertigen. (T1)
  • 5 Ob 83/95
    Entscheidungstext OGH 07.06.1995 5 Ob 83/95
    Beisatz: Hier: Gegenstände des Zubehörwohnungseigentums können nämlich bei der Parifizierung (Nutzwertfestsetzung) nur durch einen Zuschlag bei der Ermittlung des Jahresmietwertes (Nutzwertes) des betreffenden Wohnungseigentumsobjektes Berücksichtigung finden. (T2)
  • 5 Ob 279/00s
    Entscheidungstext OGH 21.11.2000 5 Ob 279/00s
    Vgl auch; Beisatz: Die Rechtskraft des Nutzwertfestsetzungsbeschlusses beziehungsweise Nutzwertfestsetzungsbescheides soll durch eine Neufestsetzung nur im unbedingt notwendigen Ausmaß durchbrochen werden. (T3); Veröff: SZ 73/174

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0083187

Dokumentnummer

JJR_19800129_OGH0002_0050OB00038_7900000_003

Rechtssatz für 5Ob153/86 5Ob23/87 5Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0083159

Geschäftszahl

5Ob153/86; 5Ob23/87; 5Ob1106/92; 5Ob24/93; 5Ob80/94; 5Ob83/95; 5Ob2346/96b; 5Ob156/98x; 5Ob241/98x; 5Ob213/98d; 5Ob57/99i; 5Ob181/99z; 5Ob272/00m; 5Ob176/01w; 5Ob252/01x; 5Ob222/07v; 5Ob226/07g; 5Ob29/08p; 5Ob225/14w; 5Ob43/18m

Entscheidungsdatum

09.12.1986

Norm

WEG 1975 §3 Abs2
WEG 2002 §9 Abs2 Z1
WEG 2002 §10 Abs2

Rechtssatz

Die Fälle der Neufestsetzung der Nutzwerte im § 3 Abs 2 WEG sind nicht taxativ aufgezählt.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 153/86
    Entscheidungstext OGH 09.12.1986 5 Ob 153/86
    Veröff: MietSlg XXXVIII/53
  • 5 Ob 23/87
    Entscheidungstext OGH 03.03.1987 5 Ob 23/87
    Veröff: MietSlg XXXIX/14
  • 5 Ob 1106/92
    Entscheidungstext OGH 19.01.1993 5 Ob 1106/92
    Veröff: WoBl 1993,173
  • 5 Ob 24/93
    Entscheidungstext OGH 23.03.1993 5 Ob 24/93
    Beisatz: Hier: Zerlegung eines Wohnungseigentumsobjektes in mehrere selbständige Einheiten. (T1) Veröff: JBl 1994,51
  • 5 Ob 80/94
    Entscheidungstext OGH 21.10.1994 5 Ob 80/94
  • 5 Ob 83/95
    Entscheidungstext OGH 07.06.1995 5 Ob 83/95
    Beisatz: Hier: Gegenstände des Zubehörwohnungseigentums können nämlich bei der Parifizierung (Nutzwertfestsetzung) nur durch einen Zuschlag bei der Ermittlung des Jahresmietwertes (Nutzwertes) des betreffenden Wohnungseigentumsobjektes Berücksichtigung finden. (T2)
  • 5 Ob 2346/96b
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 5 Ob 2346/96b
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Nachträgliche Umwidmung eines im Wohnungseigentum der Erstantragsgegnerin stehenden Objekts in eine Hausbesorgerwohnung sowie geltend gemachte bauliche Veränderungen. (T3)
  • 5 Ob 156/98x
    Entscheidungstext OGH 29.09.1998 5 Ob 156/98x
    Auch; Beisatz: Eine Neuparifizierung ist etwa dann möglich, wenn die Liegenschaft von den Mit- und Wohnungseigentümern einvernehmlich so verändert wurde, dass die Parifizierung nicht mehr den zwingenden Berechnungsgrundsätzen entspricht. (T4); Beisatz: Hier: Unter anderem Errichtung einer zusätzlichen (dritten) Wohnung im Dachgeschoss des Hauses. (T5)
  • 5 Ob 241/98x
    Entscheidungstext OGH 13.10.1998 5 Ob 241/98x
    Beis wie T1; Beisatz: Eine solche Teilung eines Wohnungseigentumsobjekts stellt immer eine Änderung dar, deren Zulässigkeit nach § 13 Abs 2 WEG zu beurteilen ist (MietSlg 39.616; JBl 1994/51). (T6)
  • 5 Ob 213/98d
    Entscheidungstext OGH 09.02.1999 5 Ob 213/98d
    Auch; Beisatz: Neben einer Änderung des entscheidungswesentlichen Sachverhaltes kann auch das nachträgliche Hervorkommen der wahren Sachlage und Rechtslage zum Anlass einer Antragstellung nach § 3 Abs 2 WEG genommen werden. (T7); Beisatz: Die Anwendungsfälle einer solchen Korrektur der Nutzwerte beschränken sich allerdings auf Verstöße gegen zwingende Grundsätze der Parifizierung, etwa auf die Einbeziehung allgemeiner Teile der Liegenschaft (MietSlg 38/53; WoBl 1992, 20/22) oder auf Verstöße gegen § 6 Abs 1 WEG bei der Parifizierung. (T8)
  • 5 Ob 57/99i
    Entscheidungstext OGH 09.03.1999 5 Ob 57/99i
    Vgl; Beisatz: Die Umwidmung eines WE-Objektes kann zwar grundsätzlich eine Neufestsetzung der Nutzwerte rechtfertigen (MietSlg 39/14; WoBl 1995, 28/13 ua), doch müssen Umwidmungen die materielle Rechtslage verändern, weil die Nutzwertfestsetzung immer nur die materielle Rechtslage nachvollziehen kann. (T9)
  • 5 Ob 181/99z
    Entscheidungstext OGH 13.07.1999 5 Ob 181/99z
    Vgl; Beisatz: Eine Neufestsetzung der Nutzwerte ist möglich, wenn die Nutzfestsetzung von der wahren materiellen Rechtslage abweicht. Dies kann nur in einem Verfahren nach § 26 Abs 1 Z 1 WEG erfolgen. (T10)
  • 5 Ob 272/00m
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 5 Ob 272/00m
    Beis wie T7
  • 5 Ob 176/01w
    Entscheidungstext OGH 23.10.2001 5 Ob 176/01w
    Beis wie T1; Beis wie T6; Beisatz: Für das Grundbuchsverfahren wird der urkundliche Nachweis gefordert, dass alle Miteigentümer der Wohnungseigentumsanlage mit der beabsichtigten oder bereits durchgeführten Bestandsänderung einverstanden sind oder die fehlende Zustimmung durch einen Beschluss des Außerstreitrichters gemäß § 26 Abs 1 Z 2 WEG ersetzt wurde. (T11)
  • 5 Ob 252/01x
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 5 Ob 252/01x
    Beisatz: Diese Rechtsansicht erfuhr im 3. WÄG durch den Gesetzgeber eine Bestätigung. (T12)
  • 5 Ob 222/07v
    Entscheidungstext OGH 22.01.2008 5 Ob 222/07v
    Auch; Beisatz: Die Anwendungsfälle einer Korrektur der Nutzwerte aufgrund des nachträglichen Hervorkommens des wahren Sachverhalts nach § 3 Abs 2 WEG 1975 wurden auf Verstöße gegen zwingende Grundsätze der Parifizierung beschränkt. Dieses Antragsrecht bei einem Verstoß gegen zwingende Parifizierungsgrundsätze ist nunmehr in § 9 Abs 2 Z 1 WEG 2002 gesetzlich positiviert. Für diese Fälle besteht nach § 10 WEG 2002 keine Frist für die Geltendmachung. (T13)
  • 5 Ob 226/07g
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 5 Ob 226/07g
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T13; Beisatz: Mit § 9 Abs 2 Z 1 WEG 2002 wurde erstmals ausdrücklich im Gesetz diese bereits zum WEG 1975 entwickelte Praxis festgeschrieben. (T14)
  • 5 Ob 29/08p
    Entscheidungstext OGH 14.07.2008 5 Ob 29/08p
    Auch; Beis ähnlich wie T13; Beis ähnlich wie T14; Beisatz: Ein Antrag nach § 9 Abs 2 Z 1 WEG 2002 kann unbefristet und ohne Bagatellgrenze geltend gemacht werden. (T15); Beisatz: Die falsche Einordnung in eine der drei grundsätzlichen wohnungseigentumsrechtlichen Kategorien (WE-Objekte, Zubehör und allgemeine Teile der Liegenschaft) stellt einen Anwendungsfall des § 9 Abs 2 Z 1 WEG 2002 dar. (T16)
  • 5 Ob 225/14w
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 5 Ob 225/14w
    Beis wie T8
  • 5 Ob 43/18m
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 5 Ob 43/18m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0083159

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19861209_OGH0002_0050OB00153_8600000_004

Rechtssatz für 5Ob23/87 5Ob1106/92 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0083169

Geschäftszahl

5Ob23/87; 5Ob1106/92; 5Ob83/95; 5Ob2346/96b; 5Ob213/98d; 5Ob57/99i; 5Ob38/03d; 5Ob261/07d; 5Ob222/07v; 5Ob226/07g; 5Ob29/08p; 5Ob225/14w; 5Ob248/18h

Entscheidungsdatum

03.03.1987

Norm

WEG 1975 §3 Abs2
WEG 2002 §9 Abs2 Z1

Rechtssatz

Grundsätzlich hat die Neufestsetzung des Nutzwertes zwar eine nachträgliche Änderung des Sachverhaltes zur Voraussetzung; es kann aber auch das nachträgliche Hervorkommen des wahren Sachverhaltes, der dem Gericht (der Schlichtungsstelle) bei der erstmaligen Nutzwertfestsetzung verborgen blieb, zur Antragstellung nach § 3 Abs 2 WEG berechtigen (in diesem Sinne 5 Ob 123/86).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 23/87
    Entscheidungstext OGH 03.03.1987 5 Ob 23/87
    Veröff: MietSlg XXXIX/14
  • 5 Ob 1106/92
    Entscheidungstext OGH 19.01.1993 5 Ob 1106/92
    Beisatz: Anwendungsfälle einer solchen Korrektur der Nutzwerte beschränken sich jedoch auf Verstöße gegen zwingende Grundsätze der Parifizierung, etwa auf die Einbeziehung allgemeiner Teile der Liegenschaft in die Nutzwertberechnung. Eine zwingende gesetzliche Regelung, wonach die zu einer Eigentumswohnung gehörigen (befestigten) Terrassenflächen mit einem erheblich höheren Nutzwert anzusetzen wären als Gartenflächen, existiert nicht. (T1) Veröff: WoBl 1993,173
  • 5 Ob 83/95
    Entscheidungstext OGH 07.06.1995 5 Ob 83/95
    Beisatz: Hier: Gegenstände des Zubehörwohnungseigentums können nämlich bei der Parifizierung (Nutzwertfestsetzung) nur durch einen Zuschlag bei der Ermittlung des Jahresmietwertes (Nutzwertes) des betreffenden Wohnungseigentumsobjektes Berücksichtigung finden. (T2)
  • 5 Ob 2346/96b
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 5 Ob 2346/96b
  • 5 Ob 213/98d
    Entscheidungstext OGH 09.02.1999 5 Ob 213/98d
    Auch; nur: Grundsätzlich hat die Neufestsetzung des Nutzwertes zwar eine nachträgliche Änderung des Sachverhaltes zur Voraussetzung; es kann aber auch das nachträgliche Hervorkommen des wahren Sachverhaltes, zur Antragstellung nach § 3 Abs 2 WEG berechtigen. (T3); Beis wie T1 nur: Anwendungsfälle einer solchen Korrektur der Nutzwerte beschränken sich jedoch auf Verstöße gegen zwingende Grundsätze der Parifizierung, etwa auf die Einbeziehung allgemeiner Teile der Liegenschaft in die Nutzwertberechnung. (T4)
  • 5 Ob 57/99i
    Entscheidungstext OGH 09.03.1999 5 Ob 57/99i
    Vgl; Beisatz: Die Nutzwertfestsetzung kann immer nur die materielle Rechtslage nachvollziehen. (T5)
  • 5 Ob 38/03d
    Entscheidungstext OGH 11.03.2003 5 Ob 38/03d
    Auch; nur T3; Veröff: SZ 2003/21
  • 5 Ob 261/07d
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 5 Ob 261/07d
    Vgl; Beisatz: Die Anwendungsfälle einer solchen Korrektur einer rechtskräftigen Festsetzung der Nutzwerte beschränken sich aber auf Verstöße gegen zwingende Grundsätze der Parifizierung. (T6)
  • 5 Ob 222/07v
    Entscheidungstext OGH 22.01.2008 5 Ob 222/07v
    Auch; Beisatz: Die Anwendungsfälle einer Korrektur der Nutzwerte aufgrund des nachträglichen Hervorkommens des wahren Sachverhalts nach § 3 Abs 2 WEG 1975 wurden auf Verstöße gegen zwingende Grundsätze der Parifizierung beschränkt. Dieses Antragsrecht bei einem Verstoß gegen zwingende Parifizierungsgrundsätze ist nunmehr in § 9 Abs 2 Z 1 WEG 2002 gesetzlich positiviert. Für diese Fälle besteht nach § 10 WEG 2002 keine Frist für die Geltendmachung. (T7)
  • 5 Ob 226/07g
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 5 Ob 226/07g
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T6; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Mit § 9 Abs 2 Z 1 WEG 2002 wurde erstmals ausdrücklich im Gesetz diese bereits zum WEG 1975 entwickelte Praxis festgeschrieben. (T8)
  • 5 Ob 29/08p
    Entscheidungstext OGH 14.07.2008 5 Ob 29/08p
    Auch; Beis ähnlich wie T7; Beis ähnlich wie T8; Beisatz: Ein Antrag nach § 9 Abs 2 Z 1 WEG 2002 kann unbefristet und ohne Bagatellgrenze geltend gemacht werden. (T9)
  • 5 Ob 225/14w
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 5 Ob 225/14w
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 5 Ob 248/18h
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 5 Ob 248/18h
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0083169

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19870303_OGH0002_0050OB00023_8700000_002

Rechtssatz für 5Ob104/91 5Ob5/95 5Ob83...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0082987

Geschäftszahl

5Ob104/91; 5Ob5/95; 5Ob83/95; 5Ob188/97a; 5Ob52/01k; 5Ob29/08p; 5Ob200/12s

Entscheidungsdatum

22.10.1991

Norm

WEG 1975 §1 Abs3
WEG 1975 §3
WEG 2002 §2 Abs4
WEG 2002 §3 Abs3

Rechtssatz

Selbständige Räumlichkeiten (§ 1 Abs 1 erster Satz WEG) sind im Zweifel nicht als allgemeine Teile der Liegenschaft nach § 1 Abs 3 WEG zu qualifizieren, sondern nur dann, wenn ausdrücklich oder stillschweigend eine entsprechende Widmung erfolgte. Selbständige Räumlichkeiten, die kraft Widmung der Nutzung sämtlicher Miteigentümer dienen sollen, werden als sogenannte allgemeine Teile der Liegenschaft von der Parifizierung (Nutzwertfestsetzung) nicht erfasst.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 104/91
    Entscheidungstext OGH 22.10.1991 5 Ob 104/91
    Veröff: SZ 64/146 = WoBl 1993,17 (Call)
  • 5 Ob 5/95
    Entscheidungstext OGH 13.01.1995 5 Ob 5/95
    Auch
  • 5 Ob 83/95
    Entscheidungstext OGH 07.06.1995 5 Ob 83/95
    Vgl auch
  • 5 Ob 188/97a
    Entscheidungstext OGH 02.09.1997 5 Ob 188/97a
    Vgl auch; Beisatz: Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 83/95 (T1)
  • 5 Ob 52/01k
    Entscheidungstext OGH 13.03.2001 5 Ob 52/01k
    Vgl auch; nur: Selbständige Räumlichkeiten (§ 1 Abs 1 erster Satz WEG) sind im Zweifel nicht als allgemeine Teile der Liegenschaft nach § 1 Abs 3 WEG zu qualifizieren, sondern nur dann, wenn ausdrücklich oder stillschweigend eine entsprechende Widmung erfolgte. (T2); Beisatz: Neben der rechtsgeschäftlichen Zweckbestimmung, die Teile der gemeinsamen Liegenschaft einer ausschließlichen Benützung durch einen Wohnungseigentümer entzieht (etwa eine Benützungsregelung), genügt auch eine tatsächliche. (T3)
  • 5 Ob 29/08p
    Entscheidungstext OGH 14.07.2008 5 Ob 29/08p
    Auch; Beisatz: An allgemeinen Teilen kann Wohnungseigentum nicht begründet werden (§ 3 Abs 3 WEG 2002); allgemeine Teile werden daher von der Nutzwertfestsetzung nicht erfasst. (T4)
  • 5 Ob 200/12s
    Entscheidungstext OGH 20.11.2012 5 Ob 200/12s
    Vgl; Beis ähnlich wie T4 nur: Allgemeine Teile werden daher von der Nutzwertfestsetzung nicht erfasst. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0082987

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.01.2013

Dokumentnummer

JJR_19911022_OGH0002_0050OB00104_9100000_003

Rechtssatz für 5Ob83/95 5Ob167/08g 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0048303

Geschäftszahl

5Ob83/95; 5Ob167/08g; 5Ob210/11k; 5Ob18/14d; 5Ob43/18m; 5Ob229/17p; 5Ob179/17k; 5Ob106/19b

Entscheidungsdatum

07.06.1995

Norm

ABGB §5
WEG 1948 allg
WEG 1948 §1 Abs2
WEG 1975 §29 Abs1
WEG 2002 §55

Rechtssatz

Wurde Wohnungseigentum an der Liegenschaft bereits vor dem 1.9.1975 begründet, so sind die mit einer beantragten Neuparifizierung zusammenhängenden Streitfragen noch nach den Vorschriften des WEG 1948 zu lösen; das gilt gemäß § 29 Abs 1 Z 1 WEG für die eigentliche Parifizierung (Festsetzung der Jahresmietwerte), daneben aber auch für die hier zu lösende Frage, ob zugunsten der Antragsgegnerin Wohnungseigentum beziehungsweise Zubehörwohnungseigentum an der Fläche "Hof - Einfahrt" besteht, weil Gesetze grundsätzlich nicht zurückwirken und Gesetzesänderungen - wie hier die Änderung der für die Behandlung von Kfz - Abstellflächen maßgeblichen Bestimmungen durch das WEG 1975 (bis hin zur Novellierung durch das 3.WÄG) - auf die vorher erworbenen Rechte keinen Einfluss haben (§ 5 ABGB).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 83/95
    Entscheidungstext OGH 07.06.1995 5 Ob 83/95
  • 5 Ob 167/08g
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 167/08g
    nur: Aufgrund der Wohnungseigentumsbegründung vor dem 1. 9. 1975 sind die mit der beantragten Neuparifizierung zusammenhängenden Streitfragen noch nach den Vorschriften des WEG 1948 zu lösen. (T1)
  • 5 Ob 210/11k
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 5 Ob 210/11k
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 5 Ob 18/14d
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 5 Ob 18/14d
    Auch; Beisatz: Auch alle mit der beantragten Neuparifizierung sonst zusammenhängenden materiell-rechtlichen Fragen sind noch nach dem WEG 1948 zu beurteilen. Das gilt im hier interessierenden Zusammenhang insbesondere für die Frage, ob zu Gunsten der Antragsgegnerin Wohnungseigentum bzw Zubehörwohnungs-eigentum an den Abstellflächen bzw den Kfz‑Einstellplätzen begründet werden konnte. (T2)
  • 5 Ob 43/18m
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 5 Ob 43/18m
    Vgl auch
  • 5 Ob 229/17p
    Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 229/17p
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 179/17k
    Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 179/17k
    Vgl auch; nur T1
  • 5 Ob 106/19b
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 106/19b
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0048303

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19950607_OGH0002_0050OB00083_9500000_001

Rechtssatz für 5Ob83/95

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0082742

Geschäftszahl

5Ob83/95

Entscheidungsdatum

07.06.1995

Norm

WEG 1975 §1

Rechtssatz

Maßgebend dafür, ob mehrere im Eigentum derselben Person stehende Räume ungeachtet ihrer vollständigen baulichen Trennung ein einheitliches Wohnungseigentumsobjekt bilden (Hier: Hoffläche, die sich aus mehreren Lagerräumen und einem Garagengebäude zusammensetzt), ist jedenfalls die Verkehrsauffassung.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 83/95
    Entscheidungstext OGH 07.06.1995 5 Ob 83/95

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0082742

Dokumentnummer

JJR_19950607_OGH0002_0050OB00083_9500000_002

Rechtssatz für 5Ob83/95 5Ob109/03w

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0082820

Geschäftszahl

5Ob83/95; 5Ob109/03w

Entscheidungsdatum

07.06.1995

Norm

WEG 1948 §1 Abs2
WEG 1948 §1 Abs3
WEG 1948 §2
WEG 1975 §3 Abs2

Rechtssatz

Wurde für eine Hoffläche in gesetzwidriger Weise ein eigener Jahresmietwert (Nutzwert) festgesetzt, so erweist sich eine von den Antragstellern angestrebte Neuparifizierung als notwendig. Gegenstände des Zubehörwohnungseigentums können nämlich bei der Parifizierung (Nutzwertfestsetzung) nur durch einen Zuschlag bei der Ermittlung des Jahresmietwertes (Nutzwertes) des betreffenden Wohnungseigentumsobjektes Berücksichtigung finden.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 83/95
    Entscheidungstext OGH 07.06.1995 5 Ob 83/95
  • 5 Ob 109/03w
    Entscheidungstext OGH 09.12.2003 5 Ob 109/03w
    Vgl; Beisatz: Eine Neufestsetzung der Jahresmietwerte der (vorhandenen) Wohnungseigentumsobjekte ist in sinngemäßer Anwendung des § 3 Abs 2 WEG 1975 (dem jetzt im Wesentlichen § 9 Abs 2 WEG 2002 entspricht) zulässig. (T1); Veröff: SZ 2003/157

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0082820

Dokumentnummer

JJR_19950607_OGH0002_0050OB00083_9500000_003

Rechtssatz für 5Ob83/95 5Ob188/97a

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0082824

Geschäftszahl

5Ob83/95; 5Ob188/97a

Entscheidungsdatum

07.06.1995

Norm

WEG 1948 §1 Abs2
WEG 1948 §1 Abs3
WEG 1948 §3

Rechtssatz

Zur Qualifikation einer Hoffläche.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 83/95
    Entscheidungstext OGH 07.06.1995 5 Ob 83/95
  • 5 Ob 188/97a
    Entscheidungstext OGH 02.09.1997 5 Ob 188/97a
    Beisatz: An Teilen der Hoffläche kann kein Zubehörwohnungseigentum begründet werden, wenn sie der Benützung der Allgemeinheit (der Mit- und Wohnungseigentümer der Liegenschaft) dienen (zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 83/95). (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0082824

Dokumentnummer

JJR_19950607_OGH0002_0050OB00083_9500000_004

Rechtssatz für 5Ob83/95

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0083102

Geschäftszahl

5Ob83/95

Entscheidungsdatum

07.06.1995

Norm

WEG 1975 §3

Rechtssatz

Ist die Verwendung einer Hoffläche einer privatautonomen Regelung der Miteigentümer und Wohnungseigentümer zugänglich, weil weder Sachzwänge noch gesetzliche oder behördliche Vorschriften die allgemeine oder nicht allein auf einen Wohnungseigentümer beschränkte Benützung erfordern, dann hat sich die Zuordnung der Hoffläche zu einem Wohnungseigentumsobjekt allein nach der Widmung zu richten. Diese ist auch der Parifizierung (Nutzwertfestsetzung) zugrunde zu legen, weil diese mit der materiellen Rechtslage übereinstimmen muß.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 83/95
    Entscheidungstext OGH 07.06.1995 5 Ob 83/95

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0083102

Dokumentnummer

JJR_19950607_OGH0002_0050OB00083_9500000_005