Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für Präs547/28 (Präs907/28)...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0011405

Geschäftszahl

Präs547/28 (Präs907/28); 8Ob29/63; 7Ob151/72; 1Ob13/73; 6Ob30/73; 5Ob322/74; 5Ob687/77; 6Ob662/78; 1Ob516/80; 5Ob666/81; 4Ob513/88; 8Ob583/88; 9ObA1021/91; 8Ob512/95; 5Ob2155/96i; 6Ob116/05k

Entscheidungsdatum

15.01.1929

Norm

ABGB §452c
ABGB §1392 E

Rechtssatz

Gutachten über den Eskompte offener Buchforderungen.

Entscheidungstexte

  • Präs 547/28
    Entscheidungstext OGH 15.01.1929 Präs 547/28
    Veröff: SZ 11/15
  • 8 Ob 29/63
    Entscheidungstext OGH 05.02.1963 8 Ob 29/63
    Beisatz: Leichte und sichere Feststellungsbarkeit ist Gültigkeitsvoraussetzung der sicherungsweisen Abtretung und Forderungen. (T1) Veröff: SZ 36/18
  • 7 Ob 151/72
    Entscheidungstext OGH 13.09.1972 7 Ob 151/72
  • 1 Ob 13/73
    Entscheidungstext OGH 21.02.1973 1 Ob 13/73
    Beisatz: Sicherungsabtretung von Bestandrechten. (T2) Veröff: JBl 1974,90 (kritisch Bydlinski)
  • 6 Ob 30/73
    Entscheidungstext OGH 25.10.1973 6 Ob 30/73
    Beisatz: Hier Globalzessio. Sicherungsabtretung aller bestehender wie noch entstehender Forderungen mangels Publizität unwirksam. (T3) Veröff: JBl 1974,428 (mit Anmerkung der Schriftleitung) = NZ 1974,170
  • 5 Ob 322/74
    Entscheidungstext OGH 21.01.1975 5 Ob 322/74
    Beisatz: Bei der sicherungsweisen Übertragung von Forderungen müssen dieselben Formen der Übergabe eingehalten werden, die Voraussetzungen eines gültigen Pfandrechtserwerbes sind (SZ 32/170; EvBl 1972/259; JBl 1974,90 und 428). (T4) Veröff: SZ 48/2
  • 5 Ob 687/77
    Entscheidungstext OGH 30.05.1978 5 Ob 687/77
    Beis wie T4
  • 6 Ob 662/78
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 6 Ob 662/78
    Beis wie T1; Beis wie T4; Beisatz: Neben der Verständigung des Drittschuldners ist nicht auch noch ein Vermerk in den Büchern des Überträgers erforderlich. (T5) Veröff: SZ 51/12
  • 1 Ob 516/80
    Entscheidungstext OGH 20.02.1980 1 Ob 516/80
    Beis wie T4; Beis wie T5
  • 5 Ob 666/81
    Entscheidungstext OGH 26.01.1982 5 Ob 666/81
  • 4 Ob 513/88
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 4 Ob 513/88
    Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T5; Veröff: RdW 1988,288 = BA 1989,85
  • 8 Ob 583/88
    Entscheidungstext OGH 24.11.1988 8 Ob 583/88
    Beis wie T4; Beisatz: Dies bedingt bei nicht verbrieften Forderungen die Verständigung des Drittschuldners. (T6) Veröff: BA 1989,818 (P Bydlinski)
  • 9 ObA 1021/91
    Entscheidungstext OGH 04.12.1991 9 ObA 1021/91
    Beis wie T4; Veröff: Arb 10999
  • 8 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 27.04.1995 8 Ob 512/95
    Vgl auch; Beisatz: Das Publizitätserfordernis wird auch durch Anmerkung in den Büchern des Zedenten gewahrt. (T7)
  • 5 Ob 2155/96i
    Entscheidungstext OGH 29.10.1997 5 Ob 2155/96i
    Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T7; Veröff: SZ 70/228
  • 6 Ob 116/05k
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 6 Ob 116/05k
    Vgl auch; Beis ähnlich T5; Beisatz: Bei Buchforderungen ist die Drittschuldnerverständigung zur Übertragung der sicherungsweise abgetretenen Forderung auf den Zessionar alternativ zum Buchvermerk ein tauglicher Modus. (T8); Veröff: SZ 2006/180

European Case Law Identifier (ECLI)

JJR_19290115_OGH0002_000RÄS00547_2800000_001RS0011405

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2009

Dokumentnummer

JJR_19290115_OGH0002_000RÄS00547_2800000_001

Rechtssatz für 1Ob875/51 7Ob532/57 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0040801

Geschäftszahl

1Ob875/51; 7Ob532/57; 5Ob136/64; 6Ob295/67; 1Ob128/71; 3Ob108/71; 3Ob135/73; 1Ob168/73; 3Ob218/73; 3Ob238/74; 3Ob6/77; 1Ob730/77; 4Ob503/84; 3Ob1021/84; 8Ob512/95; 1Ob606/95; 9Ob19/03i; 2Ob138/10y; 3Ob7/16z

Entscheidungsdatum

19.12.1951

Norm

ZPO §396 B

Rechtssatz

Ein Versäumungsurteil ist, wenngleich in abweisendem Sinn, auch dann zu fällen, wenn die Klage nicht schlüssig ist. Eine Erstreckung der Tagsatzung aus diesem Grunde oder eine Ergänzung der Klagsangaben oder Verbesserung des Klagebegehrens ist nicht zulässig.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 875/51
    Entscheidungstext OGH 19.12.1951 1 Ob 875/51
    Veröff: EvBl 1952/326 S 494
  • 7 Ob 532/57
    Entscheidungstext OGH 04.12.1957 7 Ob 532/57
  • 5 Ob 136/64
    Entscheidungstext OGH 27.05.1964 5 Ob 136/64
  • 6 Ob 295/67
    Entscheidungstext OGH 22.11.1967 6 Ob 295/67
    nur: Ein Versäumungsurteil ist, wenngleich in abweisendem Sinn, auch dann zu fällen, wenn die Klage nicht schlüssig ist. (T1)
  • 1 Ob 128/71
    Entscheidungstext OGH 01.07.1971 1 Ob 128/71
    nur T1
  • 3 Ob 108/71
    Entscheidungstext OGH 06.10.1971 3 Ob 108/71
    Vgl aber; Beisatz: Verbesserung des unschlüssigen Klagebegehrens in der ersten Tagsatzung. (T2)
    Veröff: SZ 44/155 = EvBl 1972/27 S 48
  • 3 Ob 135/73
    Entscheidungstext OGH 28.08.1973 3 Ob 135/73
    nur T1
  • 1 Ob 168/73
    Entscheidungstext OGH 14.11.1973 1 Ob 168/73
    nur T1; Beisatz: Hier: Unterlassung des Tatsachenvorbringens bei einer Klage nach § 110 Abs 1 KO. Hinweis auf die im Konkursverfahren vorgenommene Forderungsanmeldung kann das erforderliche Tatsachenvorbringen nicht ersetzen. (T3)
  • 3 Ob 218/73
    Entscheidungstext OGH 20.12.1973 3 Ob 218/73
  • 3 Ob 238/74
    Entscheidungstext OGH 21.01.1975 3 Ob 238/74
    nur T1
  • 3 Ob 6/77
    Entscheidungstext OGH 01.02.1977 3 Ob 6/77
    nur T1
  • 1 Ob 730/77
    Entscheidungstext OGH 30.11.1977 1 Ob 730/77
    Vgl; Beis wie T2
  • 4 Ob 503/84
    Entscheidungstext OGH 03.04.1984 4 Ob 503/84
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: § 13 KSchG (T4)
    Beisatz: Das Fehlen einer ausdrücklichen Behauptung schadet (nur) dann nicht, wenn sich die betreffende Tatsache schlüssig aus dem übrigen Tatsachenvorbringen des Klägers ergibt. (T5)
    Veröff: SZ 57/69 = RdW 1984,308
  • 3 Ob 1021/84
    Entscheidungstext OGH 12.12.1984 3 Ob 1021/84
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Daraus folgt aber nicht, dass der Richter in der ersten Tagsatzung zur Verbesserung einer unschlüssigen Klage anzuleiten hat. (T6)
  • 8 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 27.04.1995 8 Ob 512/95
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 606/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 606/95
    Auch; nur T1
  • 9 Ob 19/03i
    Entscheidungstext OGH 09.07.2003 9 Ob 19/03i
    nur T1
  • 2 Ob 138/10y
    Entscheidungstext OGH 03.03.2011 2 Ob 138/10y
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 7/16z
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 7/16z
    Auch; Beisatz: Ein unschlüssiges Klagebegehren kann für sich kein stattgebendes Versäumungsurteil zur Folge haben. Es entspricht aber der völlig einhelligen Judikatur, dass vor Abweisung eines unschlüssigen Klagebegehrens stets ein Verbesserungsversuch vorzunehmen ist, was auch im Fall eines Antrags auf Fällung eines Versäumungsurteils wegen Versäumung der Frist zur Klagebeantwortung gilt. (T7); Veröff: SZ 2016/48

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1951:RS0040801

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19511219_OGH0002_0010OB00875_5100000_001

Rechtssatz für 6Ob267/66 3Ob135/73 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0040871

Geschäftszahl

6Ob267/66; 3Ob135/73; 8Ob512/95

Entscheidungsdatum

01.09.1966

Norm

ZPO §396 B

Rechtssatz

Die rechtliche Beurteilung des für wahr zu haltenden Sachverhaltes steht dem Gerichte zu.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 267/66
    Entscheidungstext OGH 01.09.1966 6 Ob 267/66
  • 3 Ob 135/73
    Entscheidungstext OGH 28.08.1973 3 Ob 135/73
  • 8 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 27.04.1995 8 Ob 512/95
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0040871

Dokumentnummer

JJR_19660901_OGH0002_0060OB00267_6600000_001

Rechtssatz für 5Ob322/74 5Ob687/78 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0032643

Geschäftszahl

5Ob322/74; 5Ob687/78; 6Ob662/78; 4Ob562/82; 4Ob2/83; 6Ob788/82; 8Ob534/85; 2Ob602/85; 1Ob558/86 (1Ob559/86); 4Ob513/88; 1Ob697/88; 8Ob655/90; 8Ob512/95; 5Ob2155/96i; 1Ob290/00d; 5Ob255/01p; 1Ob66/05w; 6Ob116/05k; 3Ob22/08v; 3Ob155/10f; 2Ob175/18a

Entscheidungsdatum

21.01.1975

Norm

ABGB §451 D
ABGB §452 C
ABGB §1392 E

Rechtssatz

Die Sicherungsabtretung einer Buchforderung wird nicht schon im Zeitpunkt der erklärten Willensübereinstimmung zwischen Zedenten und Zessionar, sondern erst im Zeitpunkt der Eintragung des Buchvermerkes oder des Zuganges der Verständigung an den übernommenen Schuldner wirksam - Modus.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 322/74
    Entscheidungstext OGH 21.01.1975 5 Ob 322/74
    Veröff: SZ 48/2
  • 5 Ob 687/78
    Entscheidungstext OGH 30.05.1978 5 Ob 687/78
  • 6 Ob 662/78
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 6 Ob 662/78
    Beisatz: Neben der Verständigung des Drittschuldners ist nicht auch noch ein Vermerk in den Büchern des Überträgers erforderlich. (T1) Veröff: SZ 51/121
  • 4 Ob 562/82
    Entscheidungstext OGH 09.11.1982 4 Ob 562/82
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 55/170
  • 4 Ob 2/83
    Entscheidungstext OGH 25.01.1983 4 Ob 2/83
    Auch
  • 6 Ob 788/82
    Entscheidungstext OGH 13.10.1983 6 Ob 788/82
    Vgl auch; Veröff: JBl 1984,320
  • 8 Ob 534/85
    Entscheidungstext OGH 11.07.1985 8 Ob 534/85
    Veröff: JBl 1986,235 (zustimmend Czermak)
  • 2 Ob 602/85
    Entscheidungstext OGH 04.03.1986 2 Ob 602/85
  • 1 Ob 558/86
    Entscheidungstext OGH 23.04.1986 1 Ob 558/86
    Auch; Veröff: GesRZ 1987,38
  • 4 Ob 513/88
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 4 Ob 513/88
    Auch; Beis wie T1; Veröff: RdW 1988,288
  • 1 Ob 697/88
    Entscheidungstext OGH 01.03.1989 1 Ob 697/88
    Veröff: SZ 62/32
  • 8 Ob 655/90
    Entscheidungstext OGH 08.05.1991 8 Ob 655/90
    Ähnlich; Beisatz: Es ist gleichgültig, ob der Schuldner oder der Sicherungszessionar (bzw der Pfandgläubiger) den Drittschuldner verständigt; es kommt nämlich für die Rechtswirksamkeit einer Verpfändung oder Sicherungszession nur darauf an, dass die vorgeschriebenen Form, hier die Verständigung des Drittschuldners, eingehalten wurde, nicht aber darauf, wer den Drittschuldner verständigt hat. (T2) Veröff: EvBl 1991/133 S 595 = ÖBA 1991,929 = ecolex 1991,534 = WBl 1991,303
  • 8 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 27.04.1995 8 Ob 512/95
    Auch; Beisatz: Hier: Sicherungsabtretung im Rahmen eines Mantelzessionsvertrages. (T3)
  • 5 Ob 2155/96i
    Entscheidungstext OGH 29.10.1997 5 Ob 2155/96i
    Vgl auch; Beisatz: Bei offenen Buchforderungen ist die Verständigung des Drittschuldners unter Angabe, welche Forderung an wen abgetreten wurde, nicht erforderlich, vielmehr genügt auch ein Vermerk in den Geschäftsbüchern des Schuldners. (T4) Veröff: SZ 70/228
  • 1 Ob 290/00d
    Entscheidungstext OGH 26.06.2001 1 Ob 290/00d
    Beisatz: Bei den notwendigen Bildschirmabfragen in einer EDV-Debitorenbuchhaltung reicht der kürzelhafte Hinweis auf die erfolgte Zession einer Forderung gegen einen Schuldner auf der ersten Seite und die dort angebrachte Verweisung auf eine Subseite - in der der Zessionar genannt und das Datum der Zession angegeben ist - zur Wirksamkeit des Buchvermerks aus. (T5); Beisatz: Bei der EDV-Buchhaltung muss an Hand des Buchvermerks einwandfrei erkennbar sein, wann und an wen die Zession erfolgte und auf welche Forderung sich der Buchvermerk bezieht. (T6); Veröff: SZ 74/112
  • 5 Ob 255/01p
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 5 Ob 255/01p
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Fakturenvermerke und Buchvermerke. (T7)
  • 1 Ob 66/05w
    Entscheidungstext OGH 22.11.2005 1 Ob 66/05w
    Vgl; Beisatz: Mit Aufnahme des entsprechenden Vermerks bei der buchhalterischen Erfassung der jeweiligen Forderung in der Offenen Posten-Liste wird jedenfalls der notwendige Publizitätsakt gesetzt, womit (spätestens) die Forderung zur Sicherung auf den Zessionar übergeht. (T8)
  • 6 Ob 116/05k
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 6 Ob 116/05k
    Auch; Beis ähnlich T1; Beis ähnlich T2; Beisatz: Bei Buchforderungen ist die Drittschuldnerverständigung zur Übertragung der sicherungsweise abgetretenen Forderung auf den Zessionar alternativ zum Buchvermerk ein tauglicher Modus. (T9); Veröff: SZ 2006/180
  • 3 Ob 22/08v
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 3 Ob 22/08v
    Vgl; Beisatz: Mehrere mögliche Publizitätsformen müssen nicht nebeneinander eingehalten werden. (T10); Veröff: SZ 2008/49
  • 3 Ob 155/10f
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 155/10f
    Auch; Beisatz: Die bloße Möglichkeit einer nachträglichen Veränderung eines Zessionsvermerks (Buchvermerks) in einer EDV‑Buchhaltung unter Löschung der ursprünglichen (historischen) Daten führt trotz der Buchführungsvorschrift des § 190 Abs 5 UGB nicht zur Unwirksamkeit der Sicherungszession. Erst eine tatsächlich durchgeführte Veränderung könnte die Wirksamkeit des Publizitätsakts, dies aber nur mit Wirkung ex nunc beseitigen. (T11); Beisatz: Die Datierung der Setzung eines Buchvermerks auf demselben ist zwar zum Nachweis des Zeitpunkts des Rechtsübergangs zweckmäßig, aber kein Erfordernis für die Wirksamkeit der Sicherungszession (Abkehr von SZ 11/15). (T12); Veröff: SZ 2011/23
  • 2 Ob 175/18a
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 2 Ob 175/18a
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0032643

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.05.2019

Dokumentnummer

JJR_19750121_OGH0002_0050OB00322_7400000_004

Rechtssatz für 5Ob322/74 8Ob534/85 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0032690

Geschäftszahl

5Ob322/74; 8Ob534/85; 4Ob513/88; 9ObA1021/91; 8Ob1021/93; 8Ob512/95; 10Ob9/04b

Entscheidungsdatum

21.01.1975

Norm

ABGB §1392 E
ABGB §1392 F

Rechtssatz

Bei der mehrfachen Sicherungszession einer Forderung ist diejenige wirksam, deren Voraussetzungen zuerst vorliegen (Buchvermerk oder Zugang der Verständigung an den übernommenen Schuldner).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 322/74
    Entscheidungstext OGH 21.01.1975 5 Ob 322/74
    Veröff: SZ 48/2
  • 8 Ob 534/85
    Entscheidungstext OGH 11.07.1985 8 Ob 534/85
    Veröff: JBl 1986,235 (zustimmend Czermak)
  • 4 Ob 513/88
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 4 Ob 513/88
    Vgl auch; Veröff: RdW 1988,288 = ÖBA 1989,85
  • 9 ObA 1021/91
    Entscheidungstext OGH 04.12.1991 9 ObA 1021/91
    Veröff: Arb 10999
  • 8 Ob 1021/93
    Entscheidungstext OGH 30.11.1993 8 Ob 1021/93
    Vgl auch
  • 8 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 27.04.1995 8 Ob 512/95
    Auch; Beisatz: Gegebenenfalls gibt es dann einen Verwendungsanspruch. (T1)
  • 10 Ob 9/04b
    Entscheidungstext OGH 30.03.2004 10 Ob 9/04b

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0032690

Dokumentnummer

JJR_19750121_OGH0002_0050OB00322_7400000_005

Rechtssatz für 1Ob564/78 6Ob653/78 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0040872

Geschäftszahl

1Ob564/78; 6Ob653/78; 1Ob573/80; 1Ob516/93; 1Ob16/93; 8Ob512/95; 1Ob606/95; 8Ob205/99a; 1Ob73/03x; 3Ob7/16z

Entscheidungsdatum

17.03.1978

Norm

ZPO §396 B

Rechtssatz

Undeutliches und unvollständiges Vorbringen in der Klage geht zu Lasten des Klägers und hat, wenn er die Fällung eines Versäumungsurteiles begehrt, zur Abweisung des Klagebegehrens zu führen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 564/78
    Entscheidungstext OGH 17.03.1978 1 Ob 564/78
    Veröff: EvBl 1978/181 S 577 = JBl 1979,492
  • 6 Ob 653/78
    Entscheidungstext OGH 01.09.1978 6 Ob 653/78
  • 1 Ob 573/80
    Entscheidungstext OGH 30.04.1980 1 Ob 573/80
  • 1 Ob 516/93
    Entscheidungstext OGH 23.02.1993 1 Ob 516/93
  • 1 Ob 16/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 16/93
    Auch
  • 8 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 27.04.1995 8 Ob 512/95
    Auch
  • 1 Ob 606/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 606/95
  • 8 Ob 205/99a
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 8 Ob 205/99a
    Beisatz: Die Behauptung, "die Geschäftsbeziehung" sei "fällig gestellt" worden, ist mangels jeden Vorbringens, von welchem (vereinbarten) Recht die klagende Partei auf welche Weise Gebrauch machte, selbst wenn sie gemäß § 396 ZPO für wahr gehalten wird, keine geeignete Tatsachengrundlage für die rechtliche Beurteilung, ob der eingeklagte Kreditbetrag fällig ist. (T1)
  • 1 Ob 73/03x
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 1 Ob 73/03x
    Vgl aber; Beisatz: Unschlüssiges Klagebegehren kann für sich kein stattgebendes Versäumungsurteil zur Folge haben, doch hat der Verhandlungsrichter gemäß § 182 Abs 1 ZPO darauf hinzuwirken, dass die für die Entscheidung erheblichen tatsächlichen Angaben gemacht oder ungenügende Angaben über die zur Begründung des Anspruchs geltend gemachten Umstände vervollständigt bzw klargestellt werden. (T2)
  • 3 Ob 7/16z
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 7/16z
    Auch; Beisatz: Ein unschlüssiges Klagebegehren kann für sich kein stattgebendes Versäumungsurteil zur Folge haben. Es entspricht aber der völlig einhelligen Judikatur, dass vor Abweisung eines unschlüssigen Klagebegehrens stets ein Verbesserungsversuch vorzunehmen ist, was auch im Fall eines Antrags auf Fällung eines Versäumungsurteils wegen Versäumung der Frist zur Klagebeantwortung gilt. (T3); Veröff: SZ 2016/48

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0040872

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19780317_OGH0002_0010OB00564_7800000_001

Rechtssatz für 6Ob653/78 1Ob573/80 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0040862

Geschäftszahl

6Ob653/78; 1Ob573/80; 4Ob503/84; 4Ob98/89; 1Ob16/93; 8Ob512/95; 1Ob606/95; 1Ob99/99m; 8Ob205/99a; 8Ob17/12a; 4Ob207/11m; 8Ob5/15s; 3Ob7/16z

Entscheidungsdatum

01.09.1978

Norm

ZPO §396 B

Rechtssatz

Ob alle für eine Stattgebung des Klagebegehrens erforderlichen rechtserzeugenden Tatsachen behauptet worden sind, hat das Gericht, wenn der Kläger die Fällung eines Versäumungsurteils beantragt, nach amtswegiger Prüfung der Rechtslage zu beurteilen und das Klagebegehren abzuweisen, wenn der vorgebrachte Sachverhalt den geltend gemachten Anspruch nicht erzeugt.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 653/78
    Entscheidungstext OGH 01.09.1978 6 Ob 653/78
  • 1 Ob 573/80
    Entscheidungstext OGH 30.04.1980 1 Ob 573/80
  • 4 Ob 503/84
    Entscheidungstext OGH 03.04.1984 4 Ob 503/84
    Auch; Veröff: SZ 57/69 = RdW 1984,308
  • 4 Ob 98/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 4 Ob 98/89
    Auch
  • 1 Ob 16/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 16/93
    Auch; Beisatz: Das Gericht muss bei der ihm nach § 396 ZPO obliegenden Schlüssigkeitsprüfung selbständig beurteilen, ob die nach der angeführten Gesetzesstelle für wahr zu haltenden Tatsachenbehauptungen des Klägers ausreichen, um das Klagebegehren als berechtigt zu erkennen. (T1)
  • 8 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 27.04.1995 8 Ob 512/95
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 606/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 606/95
  • 1 Ob 99/99m
    Entscheidungstext OGH 05.08.1999 1 Ob 99/99m
    Auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 205/99a
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 8 Ob 205/99a
  • 8 Ob 17/12a
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 8 Ob 17/12a
    Auch
  • 4 Ob 207/11m
    Entscheidungstext OGH 27.03.2012 4 Ob 207/11m
    Auch; Beisatz: Ob die Voraussetzungen für die Erlassung eines Versäumungsurteils im Einzelfall vorliegen, begründet im Allgemeinen keine erhebliche Rechtsfrage. (T2)
  • 8 Ob 5/15s
    Entscheidungstext OGH 23.01.2015 8 Ob 5/15s
    Auch
  • 3 Ob 7/16z
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 7/16z
    Auch; Beisatz: Ein unschlüssiges Klagebegehren kann für sich kein stattgebendes Versäumungsurteil zur Folge haben. Es entspricht aber der völlig einhelligen Judikatur, dass vor Abweisung eines unschlüssigen Klagebegehrens stets ein Verbesserungsversuch vorzunehmen ist, was auch im Fall eines Antrags auf Fällung eines Versäumungsurteils wegen Versäumung der Frist zur Klagebeantwortung gilt. (T3); Veröff: SZ 2016/48

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0040862

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19780901_OGH0002_0060OB00653_7800000_002

Rechtssatz für 4Ob337/80 1Ob635/83 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0019971

Geschäftszahl

4Ob337/80; 1Ob635/83; 6Ob631/83 (6Ob632/83); 7Ob592/86 (7Ob593/86); 4Ob147/90; 4Ob166/93; 8Ob512/95; 4Ob2259/96a; 2Ob218/97s; 7Ob332/98v; 1Ob220/99f; 8Ob194/01i; 6Ob54/06v; 4Ob62/07g; 6Ob57/06k; 10Ob23/11x; 2Ob207/12y; 6Ob138/14h

Entscheidungsdatum

29.04.1980

Norm

ABGB §1041 A1

Rechtssatz

Als Eigentümer in Sinne des § 1041 ABGB ist jeder anzusehen, dem ein Rechtsgut zugeordnet ist. Eine solche Zuweisung bewirken aber nicht nur absolute Rechte, sondern auch Forderungsrechte gegen bestimmte Personen. Es genügt, wenn die Rechtsordnung eine Vermögensposition in bestimmter Richtung schützt. "Verwendung" ist demnach jede dem Zuweisungsgehalt dieses Rechtes widersprechende Nutzung.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 337/80
    Entscheidungstext OGH 29.04.1980 4 Ob 337/80
  • 1 Ob 635/83
    Entscheidungstext OGH 29.06.1983 1 Ob 635/83
    Auch
  • 6 Ob 631/83
    Entscheidungstext OGH 15.11.1984 6 Ob 631/83
    Auch; nur: Als Eigentümer in Sinne des § 1041 ABGB ist jeder anzusehen, dem ein Rechtsgut zugeordnet ist. (T1)
  • 7 Ob 592/86
    Entscheidungstext OGH 11.09.1986 7 Ob 592/86
  • 4 Ob 147/90
    Entscheidungstext OGH 23.10.1990 4 Ob 147/90
    nur: "Verwendung" ist demnach jede dem Zuweisungsgehalt dieses Rechtes widersprechende Nutzung. (T2)
    Beisatz: Sie kann durch einen (zumeist rechtswidrigen) Eingriff des Begünstigten oder eines Dritten, aber auch ohne Zutun des Verkürzten und des Bereicherten erfolgen. (T3)
    Veröff: MR 1991,68
  • 4 Ob 166/93
    Entscheidungstext OGH 22.03.1994 4 Ob 166/93
  • 8 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 27.04.1995 8 Ob 512/95
    Auch; Beisatz: Hier: Forderungsrechte (T4)
  • 4 Ob 2259/96a
    Entscheidungstext OGH 15.10.1996 4 Ob 2259/96a
    nur T2; Beis wie T3
    Veröff: SZ 69/229
  • 2 Ob 218/97s
    Entscheidungstext OGH 25.09.1997 2 Ob 218/97s
    nur T2; Beis wie T3
  • 7 Ob 332/98v
    Entscheidungstext OGH 14.04.1999 7 Ob 332/98v
    Vgl auch; Beisatz: Kein Verwendungsanspruch des Zessionars (= Kläger) gegen die beklagte kontoführende Bank des Zedenten, wenn diese mit dem vom debitor cessus geschuldeten und auf das bei ihr eingerichtete Konto des Zedenten überwiesenen Betrag aufrechnet. Sie greift dadurch nicht in eine dem Zessionar zustehende Forderung ein, sondern zieht die dem Zedenten ihr gegenüber zustehende Kontoforderung zur Befriedigung heran. Für einen Verwendungsanspruch des Zessionars an die beklagte Bank fehlt es an der Verwendung des "Eigentums" des Zessionars. Sein Anspruch kann sich nur gegen den Zahlungsempfänger (= Zedenten) richten (ablehnend 8 Ob 512/95). (T5)
    Veröff: SZ 72/66
  • 1 Ob 220/99f
    Entscheidungstext OGH 27.08.1999 1 Ob 220/99f
    nur T2; Beis wie T3
  • 8 Ob 194/01i
    Entscheidungstext OGH 21.02.2002 8 Ob 194/01i
    Auch; Beis wie T4
    Veröff: SZ 2002/25
  • 6 Ob 54/06v
    Entscheidungstext OGH 06.04.2006 6 Ob 54/06v
  • 4 Ob 62/07g
    Entscheidungstext OGH 04.09.2007 4 Ob 62/07g
    Auch; Beisatz: Entscheidend ist, ob die konkrete Nutzung dem Berechtigten vorbehalten war und der Verkürzte die Eingriffshandlung jedermann verbieten konnte. (T6)
    Veröff: SZ 2007/138
  • 6 Ob 57/06k
    Entscheidungstext OGH 07.11.2007 6 Ob 57/06k
    Auch; Beisatz: Eine solche Zuweisung bewirken insbesondere absolute Rechte. Bildnisschutz nach § 78 UrhG. (T7)
    Veröff: SZ 2007/171
  • 10 Ob 23/11x
    Entscheidungstext OGH 03.05.2011 10 Ob 23/11x
    Auch
  • 2 Ob 207/12y
    Entscheidungstext OGH 14.11.2013 2 Ob 207/12y
    Auch; Beisatz: Hier: Honorarforderung für anwaltliche Leistungen. (T8)
  • 6 Ob 138/14h
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 6 Ob 138/14h
    nur T1; nur T2; Beis wie T6
    Beisatz: Die Vermietung entgegen der vertraglichen Konkurrenzklausel an Mitbewerber der Kläger stellt zwar eine Vertragsverletzung, aber selbst bei weitester noch denkbarer Auslegung gerade keine „Verwendung“ dieses Rechts durch die Beklagte darf. Insoweit fehlt es an der erforderlichen Korrelation zwischen Rechtsverletzung und „verwendetem“ Rechtsgut. (T9)
    Beisatz: Ausdrückliche Ablehnung der von Vonkilch vertretenen Meinung. (T10)
    Beisatz: Die Beklagte hat kein fremdes Gut verwendet, sondern vielmehr ihr Eigentum ohne Zustimmung der Klägerin in Bestand gegeben. Damit hat sie zwar ihre vertragliche Verpflichtung (Konkurrenzklausel) verletzt, jedoch nicht einen der Klägerin ausschließlich zugewiesenen Vermögenswert verwendet. (T11)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0019971

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

31.10.2014

Dokumentnummer

JJR_19800429_OGH0002_0040OB00337_8000000_003

Rechtssatz für 1Ob675/80 6Ob604/81 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0032780

Geschäftszahl

1Ob675/80; 6Ob604/81; 1Ob759/82; 1Ob512/88; 7Ob645/90; 6Ob623/91; 8Ob512/95; 7Ob126/02h

Entscheidungsdatum

31.10.1980

Norm

ABGB §1393 A
ABGB §1395
ABGB §1396

Rechtssatz

Liegt eine Zession vor, ist die Forderung aus dem Vermögen des Zedenten ausgeschieden und Bestandteil des Vermögens des Übernehmers geworden; der Zedent ist daher nicht mehr berechtigt, den Schuldner im eigenen Namen auf Zahlung zu klagen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 675/80
    Entscheidungstext OGH 31.10.1980 1 Ob 675/80
  • 6 Ob 604/81
    Entscheidungstext OGH 13.07.1981 6 Ob 604/81
    Auch; nur: Liegt eine Zession vor, ist die Forderung aus dem Vermögen des Zedenten ausgeschieden und Bestandteil des Vermögens des Übernehmers geworden. (T1) Beisatz: Der Zedent ist nach der ersten Abtretung nicht mehr Inhaber der Forderung, sie ist nicht mehr in seiner Rechtszuständigkeit. Er kann sie daher auch nicht mehr wirksam übertragen. So wie der Zedent die zedierte Forderung ohne Rückzession nicht einklagen kann, so kann er auch nur nach wirksamer Rückzession, durch welche er wieder die Rechtszuständigkeit über die Forderung erworben hat, einen (weiteren) wirksamen Abtretungsvertrag schließen. (T2) Veröff: SZ 54/104
  • 1 Ob 759/82
    Entscheidungstext OGH 01.12.1982 1 Ob 759/82
    Auch; Veröff: EvBl 1983/26 S 97
  • 1 Ob 512/88
    Entscheidungstext OGH 10.02.1988 1 Ob 512/88
  • 7 Ob 645/90
    Entscheidungstext OGH 15.11.1990 7 Ob 645/90
  • 6 Ob 623/91
    Entscheidungstext OGH 28.11.1991 6 Ob 623/91
    nur T1; Veröff: JBl 1992,592
  • 8 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 27.04.1995 8 Ob 512/95
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 126/02h
    Entscheidungstext OGH 26.06.2002 7 Ob 126/02h
    Auch; nur T1; Beisatz: Mangels Gläubigerstellung ab Wirksamkeit der Zession darf der Zedent keine die Schuld des Zessus gegenüber dem Zessionar reduzierende (und diesen daher benachteiligende) Vereinbarung mehr treffen. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0032780

Dokumentnummer

JJR_19801031_OGH0002_0010OB00675_8000000_002

Rechtssatz für 6Ob604/81 4Ob562/82 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0032538

Geschäftszahl

6Ob604/81; 4Ob562/82; 8Ob534/85; 4Ob513/88; 8Ob512/95; 7Ob83/03m; 7Ob269/05t; 7Ob189/12p

Entscheidungsdatum

13.07.1981

Norm

ABGB §1392 F
ABGB §1395

Rechtssatz

Bei mehrfacher Abtretung derselben Forderung an verschiedenen Übernehmer geht die ältere Abtretung vor. Dabei ist maßgebend, welcher Abtretungsvertrag zuerst geschlossen wurde, gleichgültig, von welcher Abtretung der Schulden zuerst verständigt wurde. Nur die zeitlich erste Abtretung ist wirksam.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 604/81
    Entscheidungstext OGH 13.07.1981 6 Ob 604/81
    Veröff: SZ 54/104
  • 4 Ob 562/82
    Entscheidungstext OGH 09.11.1982 4 Ob 562/82
    Beisatz: Durch die zeitlich erste Abtretung scheidet die Forderung aus dem Vermögen des Überträgers aus und geht in das Vermögen des Übernehmers über, womit sich die Rechtszuständigkeit ändert. Der Zedent ist nach der ersten Abtretung nicht mehr Inhaber der Forderung, sie ist nicht mehr in seiner Rechtszuständigkeit. Er kann sie daher auch nicht mehr wirksam übertragen. (T1) Veröff: SZ 55/170
  • 8 Ob 534/85
    Entscheidungstext OGH 11.07.1985 8 Ob 534/85
    Beis wie T1; Beisatz: Diese Rechtswirkungen kommen aber nur bei einer Vollzession in Betracht. (T2) Veröff: JBl 1986,235 (zustimmend Czermak)
  • 4 Ob 513/88
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 4 Ob 513/88
    Auch; Beis wie T; Veröff: RdW 1988,288
  • 8 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 27.04.1995 8 Ob 512/95
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: Sicherungszession. Es gibt hier dann einen Verwendungsanspruch. (T3)
  • 7 Ob 83/03m
    Entscheidungstext OGH 28.05.2003 7 Ob 83/03m
    Beisatz: Voraussetzung ist, dass die ältere Abtretung rechtswirksam ist. (T4)
  • 7 Ob 269/05t
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 7 Ob 269/05t
    Beis wie T1; Beis wie T4
  • 7 Ob 189/12p
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 7 Ob 189/12p
    Veröff: SZ 2013/4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0032538

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.06.2015

Dokumentnummer

JJR_19810713_OGH0002_0060OB00604_8100000_001

Rechtssatz für 3Ob618/81 3Ob660/81 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0010911

Geschäftszahl

3Ob618/81; 3Ob660/81; 8Ob512/95; 2Ob126/09g

Entscheidungsdatum

20.01.1982

Norm

ABGB §367 E
ABGB §1394
KWG 1979 §18

Rechtssatz

Der gutgläubige Erwerb einer dem Zedenten nicht zustehenden Forderung ist unmöglich; § 367 ABGB gilt für den Forderungserwerb nicht (so schon SZ 41/16 ua). Daher kann auch nur ein Anspruch in Höhe der tatsächlich geleisteten (und nicht der im Sparbuch aufscheinenden) Einlage übertragen werden.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 618/81
    Entscheidungstext OGH 20.01.1982 3 Ob 618/81
  • 3 Ob 660/81
    Entscheidungstext OGH 10.03.1982 3 Ob 660/81
    Auch; Veröff: EvBl 1982/140 S 464
  • 8 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 27.04.1995 8 Ob 512/95
    nur: Der gutgläubige Erwerb einer dem Zedenten nicht zustehenden Forderung ist unmöglich; § 367 ABGB gilt für den Forderungserwerb nicht (so schon SZ 41/16 ua). (T1)
  • 2 Ob 126/09g
    Entscheidungstext OGH 03.09.2009 2 Ob 126/09g
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0010911

Zuletzt aktualisiert am

24.11.2009

Dokumentnummer

JJR_19820120_OGH0002_0030OB00618_8100000_001

Rechtssatz für 4Ob513/88 8Ob512/95 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0019879

Geschäftszahl

4Ob513/88; 8Ob512/95; 7Ob83/03m; 10Ob9/04b

Entscheidungsdatum

12.04.1988

Norm

ABGB §1041 A1
ABGB §1392 F
ABGB §1395

Rechtssatz

Verständigt der Zedent, der seine Forderung mehrfach abgetreten hat, den Schuldner nicht von der ersten, sondern von einer anderen Abtretung, kann der Schuldner an den ihm bekanntgegebenen Gläubiger mit schuldbefreiender Wirkung leisten; der Erstzessionar hat dann aber gegen den Zweitzessionar einen Bereicherungsanspruch nach § 1041 ABGB (JBl 1986,235).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 513/88
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 4 Ob 513/88
    Veröff: RdW 1988,288 = ÖBA 1989,85
  • 8 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 27.04.1995 8 Ob 512/95
    Auch; nur: Der Erstzessionar hat dann aber gegen den Zweitzessionar einen Bereicherungsanspruch nach § 1041 ABGB (JBl 1986,235). (T1)
  • 7 Ob 83/03m
    Entscheidungstext OGH 28.05.2003 7 Ob 83/03m
    nur: Verständigt der Zedent, der seine Forderung mehrfach abgetreten hat, den Schuldner nicht von der ersten, sondern von einer anderen Abtretung, kann der Schuldner an den ihm bekanntgegebenen Gläubiger mit schuldbefreiender Wirkung leisten. (T2)
  • 10 Ob 9/04b
    Entscheidungstext OGH 30.03.2004 10 Ob 9/04b

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0019879

Dokumentnummer

JJR_19880412_OGH0002_0040OB00513_8800000_004

Rechtssatz für 4Ob1009/88 1Ob666/90 6O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0037780

Geschäftszahl

4Ob1009/88; 1Ob666/90; 6Ob1550/91; 5Ob52/91; 8Ob1625/92; 8Ob611/93; 7Ob517/95; 8Ob512/95; 7Ob523/95; 1Ob2063/96f; 8Ob341/97y; 4Ob302/98k; 8Ob7/99h; 8Ob205/99a; 4Ob190/00w; 9ObA307/00p; 10Ob303/00g; 6Ob319/00f; 10Ob24/01d; 10Ob29/01i; 7Ob88/01v; 8ObA126/01i; 8ObA4/02z; 3Ob246/02a; 1Ob83/03t (1Ob84/03i); 1Ob8/04i; 6Ob291/05w; 6Ob5/06p; 6Ob15/06h; 8ObA18/06i; 2Ob8/06z; 9Ob83/06f; 9Ob27/07x; 8Ob136/07v; 5Ob110/08z; 7Ob81/08z; 1Ob141/08d; 2Ob196/08z; 7Ob1/09m; 3Ob13/09x; 1Ob68/09w; 8Ob11/09i; 1Ob213/09v; 3Ob258/09a; 3Ob204/09k; 3Ob228/09i; 6Ob258/09y (6Ob259/09w); 2Ob215/09w; 17Ob12/10d; 3Ob159/10v; 3Ob207/10b; 6Ob173/10z; 1Ob182/10m; 2Ob138/10y; 9ObA41/11m; 10Ob49/11w; 8Ob17/12a; 6Ob21/12z; 4Ob207/11m; 8Ob80/11i; 3Ob1/12m; 4Ob64/12h; 3Ob99/12y; 1Ob51/12z; 4Ob5/13h; 1Ob97/13s; 4Ob30/14m; 8Ob81/13i; 4Ob91/14g; 4Ob193/14g; 7Ob88/14p; 8ObA14/15i; 9ObA14/15x; 9ObA149/14x; 8ObA22/15s; 1Ob3/15w; 9ObA47/15z; 4Ob159/15h; 9ObA93/15i; 7Ob118/15a; 9ObA100/15v; 6Ob85/16t; 9ObA39/16z; 1Ob60/16d; 4Ob214/16y; 7Ob171/16x; 1Ob7/17m; 9ObA101/16t; 9ObA10/17m; 6Ob38/17g; 2Ob68/17i; 1Ob140/17w; 3Ob227/17d; 3Ob26/18x; 1Ob12/18y; 1Ob18/18f; 7Ob28/18w; 2Ob80/18f; 1Ob88/18z; 5Ob78/18h; 1Ob110/18k; 1Ob87/18b; 3Ob121/18t; 8ObA69/18g; 8Ob41/19s; 9ObA52/19s; 5Ob99/19y; 9ObA78/19i; 3Ob170/19z; 8Ob121/19f

Entscheidungsdatum

12.07.1988

Norm

ZPO §226 IIIA
ZPO §502 Abs4 Z1 HII

Rechtssatz

Die Schlüssigkeit einer Klage kann nur anhand der konkreten Behauptungen im Einzelfall geprüft werden; ob eine Klage schlüssig ist, sich also der Anspruch aus dem behaupteten Sachverhalt ergibt, kann daher nie eine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 502 Abs 4 Z 1 ZPO sein.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 1009/88
    Entscheidungstext OGH 12.07.1988 4 Ob 1009/88
  • 1 Ob 666/90
    Entscheidungstext OGH 06.03.1991 1 Ob 666/90
  • 6 Ob 1550/91
    Entscheidungstext OGH 11.04.1991 6 Ob 1550/91
  • 5 Ob 52/91
    Entscheidungstext OGH 25.06.1991 5 Ob 52/91
    nur: Die Schlüssigkeit einer Klage kann nur anhand der konkreten Behauptungen im Einzelfall geprüft werden. (T1)
  • 8 Ob 1625/92
    Entscheidungstext OGH 08.10.1992 8 Ob 1625/92
    nur T1; Beisatz: Wurde die Schlüssigkeit der Klage im Sinn der ständigen Rechtsprechung verneint und konnte die Revisionswerberin auch in der außerordentlichen Revision keinen Verstoß gegen die Denkgesetze aufzeigen und nicht schlüssig darlegen, wie sich der geltend gemachte Anspruch aus dem behaupteten Sachverhalt ergeben könnte, liegt keine vom Obersten Gerichtshof überprüfbare Rechtsfrage im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO vor. (T2)
  • 8 Ob 611/93
    Entscheidungstext OGH 16.09.1993 8 Ob 611/93
    Abweichend; Beisatz: Beruht die Annahme der Unschlüssigkeit einer Klage auf einem erheblichen Rechtsirrtum, kann die Zulässigkeit der Revision nicht mit dem Argument verneint werden, dass die Schlüssigkeit einer Klage nur anhand der konkreten Behauptungen im Einzelfall geprüft werden kann. (T3)
  • 7 Ob 517/95
    Entscheidungstext OGH 08.02.1995 7 Ob 517/95
    Abweichend; Beis wie T3
  • 8 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 27.04.1995 8 Ob 512/95
    Abweichend; Beis wie T3
  • 7 Ob 523/95
    Entscheidungstext OGH 31.05.1995 7 Ob 523/95
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Die Schlüssigkeitsfrage kann grundsätzlich keine erhebliche Rechtsfrage im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO sein. (T4)
  • 1 Ob 2063/96f
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 2063/96f
  • 8 Ob 341/97y
    Entscheidungstext OGH 16.04.1998 8 Ob 341/97y
  • 4 Ob 302/98k
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 4 Ob 302/98k
    Auch; Beis wie T4
  • 8 Ob 7/99h
    Entscheidungstext OGH 25.02.1999 8 Ob 7/99h
    nur T1; Beis wie T4; Beisatz: Dessen ungeachtet kann eine krasse Fehlbeurteilung der Schlüssigkeit durch das Berufungsgericht die Zulässigkeit der Revision begründen. (T5)
  • 8 Ob 205/99a
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 8 Ob 205/99a
    Auch; nur T1; Beis wie T5
  • 4 Ob 190/00w
    Entscheidungstext OGH 17.08.2000 4 Ob 190/00w
    Auch
  • 9 ObA 307/00p
    Entscheidungstext OGH 06.12.2000 9 ObA 307/00p
  • 10 Ob 303/00g
    Entscheidungstext OGH 05.12.2000 10 Ob 303/00g
    Auch; Beis wie T4
  • 6 Ob 319/00f
    Entscheidungstext OGH 17.01.2001 6 Ob 319/00f
    Auch; Beis wie T4
  • 10 Ob 24/01d
    Entscheidungstext OGH 20.02.2001 10 Ob 24/01d
    Vgl aber; Beis wie T4; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Ein ursprünglich schlüssiges Klagsvorbringen kann durch eine unsubstanziierte Klagseinschränkung, auf Grund derer die geltend gemachten mehreren Ansprüche nicht mehr im Einzelnen ziffernmäßig bestimmt und individualisiert sind, unschlüssig werden. (T6)
  • 10 Ob 29/01i
    Entscheidungstext OGH 20.02.2001 10 Ob 29/01i
    Vgl aber; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 7 Ob 88/01v
    Entscheidungstext OGH 18.04.2001 7 Ob 88/01v
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 8 ObA 126/01i
    Entscheidungstext OGH 15.11.2001 8 ObA 126/01i
    Beis wie T5; Beisatz: Hier: Keine erhebliche Rechtsfrage im Sinn des § 46 Abs 1 ASGG. (T7)
  • 8 ObA 4/02z
    Entscheidungstext OGH 21.02.2002 8 ObA 4/02z
    Beisatz: Hier: Schlüssigkeit einer Saldoklage verneint. (T8)
  • 3 Ob 246/02a
    Entscheidungstext OGH 26.02.2003 3 Ob 246/02a
    Auch
  • 1 Ob 83/03t
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 1 Ob 83/03t
    Auch; Beisatz: Hier: Schlüssigkeit eines Antrages auf Einstweilige Verfügung. (T9)
  • 1 Ob 8/04i
    Entscheidungstext OGH 18.03.2004 1 Ob 8/04i
    Vgl; Beisatz: Die Schlüssigkeit von Prozessbehauptungen kann nur anhand des konkreten Vorbringens im Einzelfall geprüft werden; daher ist deren Beurteilung regelmäßig keine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO. (T10)
  • 6 Ob 291/05w
    Entscheidungstext OGH 26.01.2006 6 Ob 291/05w
    Beisatz: Hier: Die Auffassung des Berufungsgerichts, die Beklagte habe Baumängel nicht konkretisiert und über die (bloße) Behauptung von Baumängeln hinaus weder Preisminderung noch eine in irgendeiner Weise konkretisierte Gegenforderung geltend gemacht, bedeutet keine im Rahmen eines außerordentlichen Rechtsmittels aufzugreifende Fehlbeurteilung. (T11)
  • 6 Ob 5/06p
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 6 Ob 5/06p
    Beisatz: Dass eine bestimmte Formulierung in einer Vielzahl von Fällen gebraucht wird, berührt für sich allein - vom Fall grober Fehlbeurteilung abgesehen - noch keine Rechtsfrage erheblicher Bedeutung. (T12)
  • 6 Ob 15/06h
    Entscheidungstext OGH 09.03.2006 6 Ob 15/06h
  • 8 ObA 18/06i
    Entscheidungstext OGH 30.03.2006 8 ObA 18/06i
    Auch; Beisatz: Fehlendes Vorbringen kann weder durch Verweis auf eine Urkunde noch durch eigene Berechnungen des Gerichtes noch durch die - vom Kläger in erster Instanz beantragte - Einholung eines Sachverständigengutachtens ersetzt werden. (T13)
  • 2 Ob 8/06z
    Entscheidungstext OGH 31.08.2006 2 Ob 8/06z
    Beisatz: Dies gilt auch für die Prüfung der Schlüssigkeit einer Wiederaufnahmsklage (6 Ob 319/00f). (T14)
  • 9 Ob 83/06f
    Entscheidungstext OGH 27.09.2006 9 Ob 83/06f
    nur T1
  • 9 Ob 27/07x
    Entscheidungstext OGH 08.08.2007 9 Ob 27/07x
    Auch; Beisatz: Hier: Auslegung des Parteivorbringens. (T15)
  • 8 Ob 136/07v
    Entscheidungstext OGH 28.02.2008 8 Ob 136/07v
    Auch; Beisatz: Der Frage, ob eine Klage schlüssig ist, kommt im Allgemeinen keine über den Einzelfall hinausgehende Bedeutung zu. (T16)
    Beisatz: Hier: Der Verweis auf von der Beklagten angestellte angebliche Wirtschaftlichkeitsberechnungen ersetzt ein Vorbringen über den bei der Klägerin tatsächlich eingetretenen Verdienstentgang nicht. (T17)
  • 5 Ob 110/08z
    Entscheidungstext OGH 03.06.2008 5 Ob 110/08z
    nur T1
  • 7 Ob 81/08z
    Entscheidungstext OGH 09.07.2008 7 Ob 81/08z
    Auch
  • 1 Ob 141/08d
    Entscheidungstext OGH 11.08.2008 1 Ob 141/08d
    Auch
  • 2 Ob 196/08z
    Entscheidungstext OGH 30.10.2008 2 Ob 196/08z
    Auch
  • 7 Ob 1/09m
    Entscheidungstext OGH 11.02.2009 7 Ob 1/09m
    Auch; Beis ähnlich wie T5
  • 3 Ob 13/09x
    Entscheidungstext OGH 22.04.2009 3 Ob 13/09x
    Vgl
  • 1 Ob 68/09w
    Entscheidungstext OGH 06.07.2009 1 Ob 68/09w
    Auch
  • 8 Ob 11/09i
    Entscheidungstext OGH 30.07.2009 8 Ob 11/09i
    Auch; nur T1; Beis wie T14
  • 1 Ob 213/09v
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 1 Ob 213/09v
    Vgl; Beis wie T10
  • 3 Ob 258/09a
    Entscheidungstext OGH 27.01.2010 3 Ob 258/09a
    Auch; Beis wie T5
  • 3 Ob 204/09k
    Entscheidungstext OGH 27.01.2010 3 Ob 204/09k
    Auch; Beis wie T14
  • 3 Ob 228/09i
    Entscheidungstext OGH 24.02.2010 3 Ob 228/09i
    Auch; Beis wie T17
  • 6 Ob 258/09y
    Entscheidungstext OGH 19.03.2010 6 Ob 258/09y
    Vgl aber; Beis wie T5
  • 2 Ob 215/09w
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 215/09w
    Auch
  • 17 Ob 12/10d
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 17 Ob 12/10d
    Auch
  • 3 Ob 159/10v
    Entscheidungstext OGH 13.10.2010 3 Ob 159/10v
    Auch
  • 3 Ob 207/10b
    Entscheidungstext OGH 14.12.2010 3 Ob 207/10b
    Auch; Beis wie T16
  • 6 Ob 173/10z
    Entscheidungstext OGH 17.12.2010 6 Ob 173/10z
    Vgl
  • 1 Ob 182/10m
    Entscheidungstext OGH 23.11.2010 1 Ob 182/10m
    nur T1
  • 2 Ob 138/10y
    Entscheidungstext OGH 03.03.2011 2 Ob 138/10y
  • 9 ObA 41/11m
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 9 ObA 41/11m
    nur T1
  • 10 Ob 49/11w
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 10 Ob 49/11w
    Auch; Beis wie T6
  • 8 Ob 17/12a
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 8 Ob 17/12a
  • 6 Ob 21/12z
    Entscheidungstext OGH 16.02.2012 6 Ob 21/12z
    Auch; Beis wie T13
  • 4 Ob 207/11m
    Entscheidungstext OGH 27.03.2012 4 Ob 207/11m
    Auch; Beisatz: Hier: Schlüssigkeit als Voraussetzung für die Erlassung eines Versäumungsurteils. (T18)
  • 8 Ob 80/11i
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 8 Ob 80/11i
    Auch
  • 3 Ob 1/12m
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 3 Ob 1/12m
    Auch
  • 4 Ob 64/12h
    Entscheidungstext OGH 12.06.2012 4 Ob 64/12h
    Auch
  • 3 Ob 99/12y
    Entscheidungstext OGH 11.07.2012 3 Ob 99/12y
  • 1 Ob 51/12z
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 51/12z
    Auch
  • 4 Ob 5/13h
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 4 Ob 5/13h
    Auch
  • 1 Ob 97/13s
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 1 Ob 97/13s
    Vgl; Beis wie T14
  • 4 Ob 30/14m
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 30/14m
    Auch
  • 8 Ob 81/13i
    Entscheidungstext OGH 26.05.2014 8 Ob 81/13i
    Auch; Beis wie T10
  • 4 Ob 91/14g
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 91/14g
    Vgl auch
  • 4 Ob 193/14g
    Entscheidungstext OGH 18.11.2014 4 Ob 193/14g
  • 7 Ob 88/14p
    Entscheidungstext OGH 05.11.2014 7 Ob 88/14p
    Auch; Veröff: SZ 2014/103
  • 8 ObA 14/15i
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 8 ObA 14/15i
  • 9 ObA 14/15x
    Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 ObA 14/15x
    Beis wie T5
  • 9 ObA 149/14x
    Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 ObA 149/14x
  • 8 ObA 22/15s
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 8 ObA 22/15s
  • 1 Ob 3/15w
    Entscheidungstext OGH 03.03.2015 1 Ob 3/15w
    Vgl auch; Beis wie T14
  • 9 ObA 47/15z
    Entscheidungstext OGH 28.05.2015 9 ObA 47/15z
  • 4 Ob 159/15h
    Entscheidungstext OGH 22.09.2015 4 Ob 159/15h
  • 9 ObA 93/15i
    Entscheidungstext OGH 24.09.2015 9 ObA 93/15i
  • 7 Ob 118/15a
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 118/15a
  • 9 ObA 100/15v
    Entscheidungstext OGH 28.10.2015 9 ObA 100/15v
  • 6 Ob 85/16t
    Entscheidungstext OGH 30.05.2016 6 Ob 85/16t
  • 9 ObA 39/16z
    Entscheidungstext OGH 21.04.2016 9 ObA 39/16z
    Auch
  • 1 Ob 60/16d
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 60/16d
  • 4 Ob 214/16y
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 4 Ob 214/16y
  • 7 Ob 171/16x
    Entscheidungstext OGH 30.11.2016 7 Ob 171/16x
  • 1 Ob 7/17m
    Entscheidungstext OGH 31.01.2017 1 Ob 7/17m
  • 9 ObA 101/16t
    Entscheidungstext OGH 28.10.2016 9 ObA 101/16t
  • 9 ObA 10/17m
    Entscheidungstext OGH 28.02.2017 9 ObA 10/17m
    Beis wie T13
  • 6 Ob 38/17g
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 6 Ob 38/17g
    Auch; Beisatz: Fehlendes Vorbringen kann nicht durch den Verweis auf Urkunden ersetzt werden. (T19)
  • 2 Ob 68/17i
    Entscheidungstext OGH 27.04.2017 2 Ob 68/17i
    Beis wie T14
  • 1 Ob 140/17w
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 1 Ob 140/17w
    Beis wie T14
  • 3 Ob 227/17d
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 3 Ob 227/17d
    Beis wie T14
  • 3 Ob 26/18x
    Entscheidungstext OGH 21.02.2018 3 Ob 26/18x
    Beis wie T14
  • 1 Ob 12/18y
    Entscheidungstext OGH 27.02.2018 1 Ob 12/18y
    Beis wie T14
  • 1 Ob 18/18f
    Entscheidungstext OGH 27.02.2018 1 Ob 18/18f
    Auch; Beis wie T14
  • 7 Ob 28/18w
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 28/18w
    Auch
  • 2 Ob 80/18f
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 2 Ob 80/18f
    Auch
  • 1 Ob 88/18z
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 88/18z
    Auch; Beis ähnlich wie T4; Beis wie T14; Beis ähnlich wie T16
  • 5 Ob 78/18h
    Entscheidungstext OGH 12.06.2018 5 Ob 78/18h
    Vgl; Beis wie T13
  • 1 Ob 110/18k
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 1 Ob 110/18k
    Auch; Beis wie T14; Beisatz: Dies gilt auch für die Prüfung, ob die neuen Tatsachen und Beweismittel (abstrakt) geeignet sind, eine Änderung der Entscheidung des Vorprozesses zu bewirken. (T20)
  • 1 Ob 87/18b
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 87/18b
    Beis wie T14; Beis wie T16
  • 3 Ob 121/18t
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 121/18t
    Beis wie T14
  • 8 ObA 69/18g
    Entscheidungstext OGH 26.11.2018 8 ObA 69/18g
    Auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 41/19s
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 8 Ob 41/19s
  • 9 ObA 52/19s
    Entscheidungstext OGH 25.06.2019 9 ObA 52/19s
    Beis wie T14
  • 5 Ob 99/19y
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 99/19y
  • 9 ObA 78/19i
    Entscheidungstext OGH 27.08.2019 9 ObA 78/19i
  • 3 Ob 170/19z
    Entscheidungstext OGH 11.09.2019 3 Ob 170/19z
    Beis wie T14
  • 8 Ob 121/19f
    Entscheidungstext OGH 19.12.2019 8 Ob 121/19f
    Beis wie T3; Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0037780

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.02.2020

Dokumentnummer

JJR_19880712_OGH0002_0040OB01009_8800000_001

Rechtssatz für 1Ob697/88 8Ob619/92 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0032577

Geschäftszahl

1Ob697/88; 8Ob619/92; 8Ob512/95; 3Ob522/95; 5Ob2155/96i; 1Ob308/98w; 8Ob194/01i; 6Ob319/01g; 10ObS233/02s; 8Ob4/04b; 8Ob55/04b; 7Ob75/05p; 6Ob99/05k; 6Ob116/05k; 10Ob1/07f; 3Ob269/06i; 3Ob85/08h; 3Ob116/08t; 6Ob57/12v; 6Ob47/12y; 3Ob95/13m; 3Ob34/14t; 9Ob9/18s; 3Ob131/18p

Entscheidungsdatum

01.03.1989

Norm

ABGB §1392 E
AO §10
AO §11
KO §10
KO §11

Rechtssatz

Sollen Absonderungsrechte durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht berührt werden, müssen sie im Zeitpunkt der Eröffnung des Verfahrens zu Recht bestehen. Dies ist nach den für ihre Entstehung maßgebenden Bestimmungen des bürgerlichen, Handelsrechts, Exekutionsrechts oder sonstigen öffentlichen Rechts zu beurteilen. Die Sicherungszession kommt nur unter Einhaltung der für die Pfandrechtsbegründung vorgeschriebenen Publizitätsform (Verständigung des Drittschuldners beziehungsweise Vermerk in den Büchern des Schuldners) zustande. Dies gilt auch dann, wenn die Tilgung der besicherten Forderung ohne weiteres aus den Eingängen der Zessionen und damit primär aus der Sicherung erfolgen soll. Die bloße Bekanntgabe einer Zahlstelle ersetzt die Benachrichtigung des Schuldners von der Abtretung nicht. Wurde die Publizitätsform von der Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht gesetzt, ist die Sicherungszession nicht wirksam zustandegekommen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 697/88
    Entscheidungstext OGH 01.03.1989 1 Ob 697/88
    Veröff: SZ 62/32 = WBl 1989,227 = ÖBA 1990,55
  • 8 Ob 619/92
    Entscheidungstext OGH 13.10.1994 8 Ob 619/92
    Auch; nur: Die Sicherungszession kommt nur unter Einhaltung der für die Pfandrechtsbegründung vorgeschriebenen Publizitätsform (Verständigung des Drittschuldners beziehungsweise Vermerk in den Büchern des Schuldners) zustande. Dies gilt auch dann, wenn die Tilgung der besicherten Forderung ohne weiteres aus den Eingängen der Zessionen und damit primär aus der Sicherung erfolgen soll. (T1)
  • 8 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 27.04.1995 8 Ob 512/95
    Auch
  • 3 Ob 522/95
    Entscheidungstext OGH 22.02.1995 3 Ob 522/95
    nur T1; Veröff: SZ 68/36
  • 5 Ob 2155/96i
    Entscheidungstext OGH 29.10.1997 5 Ob 2155/96i
    nur: Sollen Absonderungsrecht durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht berührt werden, müssen sie im Zeitpunkt der Eröffnung des Verfahrens zu Recht bestehen. Die Sicherungszession kommt nur unter Einhaltung der für die Pfandrechtsbegründung vorgeschriebenen Publizitätsform (Verständigung des Drittschuldners beziehungsweise Vermerk in den Büchern des Schuldners) zustande. Wurde die Publizitätsform von der Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht gesetzt, ist die Sicherungszession nicht wirksam zustandegekommen. (T2) Veröff: SZ 70/228
  • 1 Ob 308/98w
    Entscheidungstext OGH 27.08.1999 1 Ob 308/98w
    Auch; nur T2
  • 8 Ob 194/01i
    Entscheidungstext OGH 21.02.2002 8 Ob 194/01i
    nur: Sollen Absonderungsrecht durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht berührt werden, müssen sie im Zeitpunkt der Eröffnung des Verfahrens zu Recht bestehen. (T3); Beisatz: Hier: Globalzession durch Buchvermerk. (T4); Veröff: SZ 2002/25
  • 6 Ob 319/01g
    Entscheidungstext OGH 11.07.2002 6 Ob 319/01g
    Auch
  • 10 ObS 233/02s
    Entscheidungstext OGH 10.12.2002 10 ObS 233/02s
    Vgl auch; nur T2
  • 8 Ob 4/04b
    Entscheidungstext OGH 12.03.2004 8 Ob 4/04b
    Auch; nur: Sollen Absonderungsrecht durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht berührt werden, müssen sie im Zeitpunkt der Eröffnung des Verfahrens zu Recht bestehen. Dies ist nach den für ihre Entstehung maßgebenden Bestimmungen des bürgerlichen, Handelsrechts, Exekutionsrechts oder sonstigen öffentlichen Rechts zu beurteilen. Die Sicherungszession kommt nur unter Einhaltung der für die Pfandrechtsbegründung vorgeschriebenen Publizitätsform (Verständigung des Drittschuldners beziehungsweise Vermerk in den Büchern des Schuldners) zustande. Wurde die Publizitätsform von der Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht gesetzt, ist die Sicherungszession nicht wirksam zustandegekommen. (T5); Veröff: SZ 2004/31
  • 8 Ob 55/04b
    Entscheidungstext OGH 24.09.2004 8 Ob 55/04b
    Vgl auch; nur: Sollen Absonderungsrechte durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht berührt werden, müssen sie im Zeitpunkt der Eröffnung des Verfahrens zu Recht bestehen. Dies ist nach den für ihre Entstehung maßgebenden Bestimmungen des bürgerlichen, Handelsrechts, Exekutionsrechts oder sonstigen öffentlichen Rechts zu beurteilen. (T6); Beisatz: Das Absonderungsrecht wird dann durch die Eröffnung des Konkurses nicht berührt, wenn der für die Pfandrechtsbegründung notwendige Publizitätsakt, nämlich die Verständigung des Drittschuldners vor diesem Zeitpunkt erfolgt ist. (T7); Veröff: SZ 2004/140
  • 7 Ob 75/05p
    Entscheidungstext OGH 11.05.2005 7 Ob 75/05p
    Vgl auch; nur T5; Veröff: SZ 2005/71
  • 6 Ob 99/05k
    Entscheidungstext OGH 01.12.2005 6 Ob 99/05k
    Beisatz: Ein Kontoinhaber allein kann seinen Anteil am Guthaben eines „Und"-Kontos nicht wirksam verpfänden. (T8); Beisatz: Hier: Mangels eines vor Konkurseröffnung wirksam zustandegekommenen Pfandrechtstitels bestand das Absonderungsrecht im Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht zu Recht. (T9)
  • 6 Ob 116/05k
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 6 Ob 116/05k
    Auch; Beisatz: Die Abtretung einer dem Grunde nach bei Konkurseröffnung schon vorhandenen künftigen Forderung führt - für den Fall ihres einredefreien Entstehens - grundsätzlich zu einer konkursfesten Zuordnung an den Zessionar. (T10); Beisatz: Bei Buchforderungen ist die Drittschuldnerverständigung zur Übertragung der sicherungsweise abgetretenen Forderung auf den Zessionar alternativ zum Buchvermerk ein tauglicher Modus. (T11); Beisatz: Hier: Sicherungszession betrifft künftig fällig werdende Mietzinse. (T12); Veröff: SZ 2006/180
  • 10 Ob 1/07f
    Entscheidungstext OGH 27.02.2007 10 Ob 1/07f
    Vgl auch; nur: Die Sicherungszession kommt nur unter Einhaltung der für die Pfandrechtsbegründung vorgeschriebenen Publizitätsform (Verständigung des Drittschuldners beziehungsweise Vermerk in den Büchern des Schuldners) zustande. (T13)
  • 3 Ob 269/06i
    Entscheidungstext OGH 29.03.2007 3 Ob 269/06i
    Auch; nur T6; Beisatz: Hier: Exekutive Pfändung gemäß §§ 331 ff EO. (T14)
  • 3 Ob 85/08h
    Entscheidungstext OGH 11.07.2008 3 Ob 85/08h
    Auch; nur T6; Beisatz: Hier: Exekutive Pfändung nach § 294 EO. (T15)
  • 3 Ob 116/08t
    Entscheidungstext OGH 19.11.2008 3 Ob 116/08t
    Auch; nur T3; Beis wie T4; Veröff: SZ 2008/168
  • 6 Ob 57/12v
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 6 Ob 57/12v
    nur T1; Beis wie T4
  • 6 Ob 47/12y
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 6 Ob 47/12y
    nur T5; Beisatz: Hier: Verfahren nach § 154 f AußStrG. (T16)
  • 3 Ob 95/13m
    Entscheidungstext OGH 17.07.2013 3 Ob 95/13m
    Auch; nur T2
  • 3 Ob 34/14t
    Entscheidungstext OGH 30.04.2014 3 Ob 34/14t
    Auch; nur T13
  • 9 Ob 9/18s
    Entscheidungstext OGH 28.06.2018 9 Ob 9/18s
    Auch
  • 3 Ob 131/18p
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 131/18p
    Auch; Beisatz: Zwangsverwaltung. (T17)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0032577

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.09.2018

Dokumentnummer

JJR_19890301_OGH0002_0010OB00697_8800000_001

Rechtssatz für 8Ob512/95

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0048270

Geschäftszahl

8Ob512/95

Entscheidungsdatum

27.04.1995

Norm

ZPO §226 IIIA
ZPO §396 B
ZPO §442
ZPO 502 HI2
ZPO §502 II
ZPO §508a

Rechtssatz

Es stellt einen erheblichen Verfahrensfehler idS § 502 Abs 1 ZPO dar, wenn die Schlüssigkeit einer Klage, über die ein Versäumungsurteil erging, nicht allein auf Grund der Klagsbehauptungen, sondern auf Grund von in der Berufung gegen das Versäumungsurteil erhobenen Einwendungen geprüft wird.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 27.04.1995 8 Ob 512/95

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0048270

Dokumentnummer

JJR_19950427_OGH0002_0080OB00512_9500000_001

Entscheidungstext 8Ob512/95

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

8Ob512/95

Entscheidungsdatum

27.04.1995

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Huber als Vorsitzenden sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Petrag, Dr.Langer, Dr.Rohrer und Dr.Adamovic als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Z***** Aktiengesellschaft, ***** vertreten durch Frieders Tassul & Partner, Rechtsanwälte in Wien, wider die beklagte Partei Ö*****kasse, ***** vertreten durch die Finanzprokuratur in Wien, wegen S 853.561,56 s.A., infolge Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Wien als Berufungsgericht vom 8.September 1994, GZ 3 R 202/93-6, womit infolge Berufung der beklagten Partei das Versäumungsurteil des Handelsgerichtes Wien vom 8.September 1993, GZ 26 Cg 336/93x-3, abgeändert wurde, zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision der klagenden Partei wird Folge gegeben.

Die angefochtene Entscheidung wird im Sinne der Wiederherstellung des erstgerichtlichen Versäumungsurteils abgeändert.

Die beklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei die mit S 63.052,80 bestimmten Kosten (einschließlich S 6.508,80 Umsatzsteuer und S 24.000,- Barauslagen) des Berufungs- und Revisionsverfahrens binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Entscheidungsgründe:

Die klagende Bank brachte in ihrer Klage vor, sie bzw ihre Rechtsvorgängerin sei mit drei Schraubenfabriken bzw. Schraubengroßhandlungen in laufender Geschäftsverbindung gestanden. Zur Besicherung der daraus resultierenden Forderungen seien Mantelzessionen vereinbart und sei die Abtretung auf den Kundenkonten in der Buchhaltung der betroffenen Gesellschaften vermerkt worden. Im August 1992 sei über das Vermögen aller drei genannten Gesellschaften ein Insolvenzverfahren eröffnet worden.

Unter genauer Aufschlüsselung begehrt die klagende Bank von der beklagten Bank die Überweisung jener Beträge, die auf den Konten der drei Insolvenzschuldner unmittelbar vor bzw. nach Eröffnung der Insolvenzverfahren in der Gesamthöhe von S 853.561,56 s.A. eingegangen seien. Sie habe die beklagte Partei unter Hinweis auf die jeweils individualisierten Forderungsabtretungen und die den Publizitätserfordernissen entsprechenden Anmerkungen der Abtretung in der Buchhaltung bzw auf den Konten der betreffenden Gesellschaften aufgefordert, ihr diese ihr zufolge Abtretung zustehenden Beträge auszufolgen; da sich die beklagte Partei weigere, diese Beträge auszufolgen, sei sie zur Klage genötigt.

Da die beklagte Partei keine Klagebeantwortung erstattete, erging ein klagsstattgebendes Versäumungsurteil.

Dieses bekämpfte die beklagte Partei wegen unrichtiger rechtlicher Beurteilung mit Berufung. Sie meinte, die Klage wäre wegen Unschlüssigkeit abzuweisen gewesen. Auf die Rechtsbeziehungen der insolventen Schraubenfirmen zu ihren Kunden sei nicht einzugehen. Es sei nur zu prüfen, ob der klagenden Partei direkte Ansprüche gegen die beklagte Partei zustünden; hiefür fehle jedes Vorbringen in der Klage. Inwieweit bei der beklagten Partei eingegangene Beträge ihren Kunden gutzubringen gewesen seien, richte sich nach den jeweiligen Giroverträgen. Der klagenden Partei stünden aus diesen Rechtsverhältnissen der beklagten Partei zu ihren Kunden keinerlei Ansprüche zu. Ein "Durchgriffsrecht" gegen die beklagte Partei bestehe nicht.

Das Berufungsgericht gab der Berufung der beklagten Partei Folge, änderte das angefochtene Versäumungsurteil im Sinn der Abweisung des Klagebegehrens ab und ließ die Revision an den Obersten Gerichtshof nicht zu. Es folgte weitgehend den Argumenten der Berufung und führte aus, daß die beklagte Partei in ihrer Berufungsbeantwortung ausdrücklich eingeräumt habe, daß eine Verständigung der Drittschuldner von den Forderungsabtretungen an die klagende Partei nicht erfolgt sei. Die Drittschuldner seien daher berechtigt gewesen, mit schuldbefreiender Wirkung Zahlung auf die Konten der Schraubenfirmen bei der beklagten Partei zu leisten. Mit den Zahlungseingängen auf den Konten der Schraubenfirmen seien die der klagenden Partei zedierten Kundenforderungen erloschen. An ihre Stelle seien die Schadenersatzforderungen der klagenden Partei wegen eines allfälligen vertragswidrigen Verhaltens der Schraubenfirmen getreten; die insolvenzrechtliche Qualifizierung dieser Forderungen sei hier nicht zu erörtern. Die klagende Partei sei in das Girovertragsverhältnis der Schraubenfirmen zur beklagten Partei nicht eingebunden. Dieser sei von einer Abtretung der Kundenforderungen ihrer Girokunden nichts bekannt gewesen. Daß sie bankgeschäftlichen Überweisungsaufträgen oder sonstigen Anweisungen der Schraubenfirmen zugunsten der klagenden Partei nicht nachgekommen wäre, sei nicht behauptet worden; es könne daher auch von einer Verletzung der Schutz- und Sorgfaltspflicht der beklagten Partei gegenüber der klagenden Partei keine Rede sein. Das Klagebegehren sei daher mangels Behauptung eines die Klagsforderung schlüssig begründenden Rechtsgrundes abzuweisen.

Dagegen richtet sich die außerordentliche Revision der klagenden Partei wegen Aktenwidrigkeit und unrichtiger rechtlicher Beurteilung mit dem Antrag, das Versäumungsurteil des Erstgerichtes wiederherzustellen.

Die beklagte Partei beantragt in der ihr freigestellten Revisionsbeantwortung, der Revision nicht Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision ist zulässig und berechtigt.

Die klagende Partei bringt zur Zulässigkeit ihrer Revision vor, die Schlüssigkeit des Klagebegehrens sei zu Unrecht und unter Verletzung der ständigen oberstgerichtlichen Rechtsprechung verneint worden: Es bedürfe keiner Angabe eines bestimmten Rechtsgrundes. Sie habe den Sachverhalt deutlich geschildert und ihr Zahlungsbegehren darauf gestützt, daß sich die beklagte Partei weigere, die ihr zugekommenen, aber nicht zustehenden - da an die klagende Partei rechtswirksam abgetretenen - Beträge auszufolgen. Überdies habe das Berufungsgericht unzulässigerweise Einwendungen der beklagten Partei in ihrer Berufung der Beurteilung der Schlüssigkeit des Versäumungsurteils zugrundegelegt, was einen Verstoß gegen § 498 Abs 1 ZPO darstelle und gleichfalls die unrichtige Lösung einer erheblichen Rechtsfrage bedeute.

1. Es trifft zu, daß das Berufungsgericht die erst in der Berufung erhobenen Einwendungen, die klagende Partei sei in den Girovertrag der Zedenten zur beklagten Partei nicht eingebunden gewesen sowie der beklagten Partei sei von der Abtretung der Kundenforderungen nichts bekannt gewesen, der Klagserzählung unterstellt, und es ist auch richtig, daß es an sich einen erheblichen Verfahrensfehler idS § 502 Abs 1 ZPO darstellt, wenn die Schlüssigkeit einer Klage, über die ein Versäumungsurteil erging, nicht allein auf Grund der Klagsbehauptungen (dazu Fasching, Lb2 Rz 1398, 1402; Rechberger, JBl

1974, 571), sondern auf Grund von in der Berufung gegen das Versäumungsurteil erhobenen Einwendungen geprüft wird.

Dieser Fehler hat aber keine weiteren Auswirkungen, weil sich die Schlüssigkeit des Klagebegehrens bereits aus der Klagserzählung ergibt.

2. Die Frage der Schlüssigkeit eines Klagebegehrens betrifft zwar grundsätzlich den konkreten Einzelfall, sodaß deren Lösung in der Regel keine erhebliche Bedeutung iSd § 502 Abs 1 ZPO zuerkannt werden kann; das gilt aber dann nicht, wenn das Gericht die Schlüssigkeit des Klagebegehrens auf Grund einer rechtlichen Beurteilung, die mit der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes nicht in Einklang zu bringen ist, verneint hat; das ist hier der Fall.

3. Auszugehen ist davon, daß nach den Klagsbehauptungen der klagenden Bank die Forderungen der Schraubenfirmen gegen ihre Kunden sicherungsweise durch Vermerk in den Büchern der Zedenten abgetreten worden sind. Eine solche Zession ist rechtswirksam:

Erfolgt im Rahmen eines Mantelzessionsvertrages die Zession nur sicherungshalber, wird die Sicherungsabtretung nicht - wie bei der Vollzession - bereits im Zeitpunkt der Willensübereinstimmung zwischen Zedenten und Zessionar wirksam, sondern ist zur Wirksamkeit die Einhaltung der Publizitätserfordernisse wie bei der Verpfändung der Forderungen erforderlich; erst mit diesem Zeitpunkt wird die Sicherungszession wirksam und geht die Forderung in das Vermögen des Zessionars über (SZ 48/2; 51/151; 62/32; JBl 1986, 235 uva). Dadurch erworbene Absonderungsrechte werden auch durch die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens nicht berührt, sofern die Publizitätsakte vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens gesetzt wurden (SZ 62/32). Dieses Publizitätserfordernis kann durch die Verständigung des übernommenen Schuldners gewahrt werden; es kann aber nach der seit dem Gutachten des Obersten Gerichtshofes über den Eskompte offener Buchforderungen, PlB SZ 11/15, ständigen oberstgerichtlichen Rechtsprechung (SZ 36/18; 45/21; 48/2 uva; zu allem auch Ertl in Rummel ABGB II2 Rz 3 zu § 1392 mwN) auch durch Anmerkung in den Büchern des Zedenten (hier der Schraubenfirmen) erfolgen. Da eine solche Anmerkung nach den Klagsbehauptungen erfolgt ist, sind die abgetretenen Forderungen als mit diesem Zeitpunkt aus dem Vermögen der Schraubenfirmen ausgeschieden und in das Vermögen der klagenden Partei übergegangen zu betrachten. Darauf, ob die Schuldner (Kunden der Schraubenfirmen) von der Sicherungszession verständigt wurden, kommt es für den Rechtsübergang der Forderungen an die klagende Partei nicht an. Die Nichtverständigung hat nur die Wirkung, daß die Kunden gemäß § 1395 ABGB noch schuldbefreiend an die Zedenten (Schraubenfirmen) - direkt oder auf eines ihrer Konten - zahlen konnten und nicht nochmals in Anspruch genommen werden können, nicht aber, daß die klagende Partei keinen Anspruch mehr auf ihre bereits früher sicherungsweise erworbenen Kundenforderungen hätte.

Rechtfertigen die Tatsachenbehauptungen ein klagsstattgebendes Urteil, ist das Klagebegehren bestimmt und schlüssig so ist ein Versäumungsurteil nach § 396 ZPO zu fällen; nur wenn die Tatsachenbehauptungen unvollständig wären, hätte ein klagsabweisendes Versäumungsurteil zu ergehen, weil weitere Ermittlungen nach dieser Bestimmung verboten sind. In der rechtlichen Beurteilung ist das Gericht frei; die klagende Partei ist daher auch nicht genötigt, ihr Vorbringen rechtlich zu qualifizieren (Fasching aaO Rz 1398; Rechberger aaO).

Die klagende Partei hat unter P 6 der Klage deutlich vorgebracht, daß sich ihre Prozeßgegnerin weigere, die auf den bei der beklagten Partei unterhaltenen Konten der Schraubenfirmen eingegangenen, aber ihr, der klagenden Partei, vorher wirksam abgetretenen Forderung auszufolgen. Damit hat sie ausreichend die Tatsachenbehauptungen aufgestellt, die einen Klagszuspruch aus dem Rechtsgrund der Bereicherung und zwar des Verwendungsanspruchs nach § 1041 ABGB rechtfertigt.

An Forderungen gibt es - von hier nicht interessierenden Sonderfällen abgesehen - nach einhelliger Ansicht keinen Gutglaubenserwerb. Aus § 1394 ABGB ist nämlich zu folgern, daß der gutgläubige Erwerb einer dem Zedenten nicht (mehr) zustehenden Forderung unmöglich ist (SZ 41/16; 54/104; EvBl 1982/140 uva; Ertl aaO Rz 2 zu § 1394). Die beklagte Partei konnte daher an ihren Bankkunden (Schraubenfirmen) nicht mehr zustehenden Forderungen - unabhängig vom Inhalt des zwischen ihr und ihren Kunden abgeschlossenen Girovertrages - keine Rechte erwerben. Es gilt das Gleiche wie bei der Doppelzession:

Bei mehrfacher Abtretung derselben Forderung an verschiedene Übernehmer geht die ältere Abtretung - vorausgesetzt, daß sie rechtswirksam ist - vor; gleichgültig ist, von welcher Abtretung der Schuldner zuerst verständigt wurde (SZ 55/170). Durch die zeitlich erste wirksame Abtretung - bei der Sicherungszession ist, wie ausgeführt, maßgeblich, wann der dafür notwendige Publizitätsakt gesetzt wurde - scheidet die Forderung aus dem Vermögen des Überträgers aus und geht in das Vermögen des Übernehmers über, womit sich die Rechtszuständigkeit ändert. Der Zedent ist nach der ersten Abtretung nicht mehr Inhaber der Forderung; sie ist nicht mehr in seiner Rechtszuständigkeit und er kann sie daher auch nicht mehr wirksam übertragen (JBl 1986, 235 ua) oder sonstige Rechte einräumen; er kann daher der beklagten Partei, wenn die Forderungen bereits wirksam an die klagende Partei abgetreten worden sind, kein Aufrechnungsrecht oder das Recht auf "debetmindernde Verbuchung" auf Grund der Bedingungen des Girovertrages einräumen. Da die beklagte Partei es verabsäumt hat, eine Klagebeantwortung zu erstatten, hat sie sich auch des Rechtes auf allfällige Einwendungen dahingehend begeben, daß sie etwa zur Zurückbehaltung der auf ihren Konten einlangenden Beträge deshalb berechtigt gewesen wäre, weil die strittigen Forderungen ihr früher rechtswirksam sicherungsweise zediert worden seien.

Es ist daher nach den Klagsbehauptungen davon auszugehen, daß die beklagte Partei den ihr zugekommenen, ihr aber nicht zustehenden Gegenwert für die der klagenden Partei abgetretenen Forderungen vorenthält; so wie der Erstzessionar gegen den Zweitzessionar, dem der Schuldner schuldbefreiend gezahlt hat, einen Verwendungsanspruch

nach § 1041 ABGB hat (JBl 1986, 235 m zust Anm v Czermak;

siehe auch Welser-Czermak, RdW 1985, 130, 143 f), steht auch der

klagenden Partei gegen die beklagte Bank ein solcher zu; dieser ist entgegen der von der Rechtsordnung vorgenommenen Zuweisung der Gegenwert der jener zustehenden Forderungen zugekommen.

Nach §  1041  ABGB steht dem Eigentümer, dessen Sache ohne

Rechtsgrund zum Nutzen eines anderen verwendet worden ist, ein

Ersatzanspruch gegen den Bereicherten zu. Die dort verwendeten Worte

"Eigentümer", "Sache" und "Verwendung" sind so auszulegen, daß der

Zweck des §  1041  ABGB erreicht wird: Jeder Nutzen, der

ungerechtfertigt aus dem einem anderen zugewiesenen Gut entzogen

wurde, ist zurückzuerstatten. Sache ist daher im weiten Sinn des §

285  ABGB zu verstehen. Darunter fallen auch Forderungsrechte  (vgl

Bydlinski, QuHGZ  1981,  51). Die beklagte Partei hat daher den ihr

ungerechtfertigt zugekommenen Gegenwert der der klagenden Partei

sicherungsweise abgetretenen Forderungen herauszugeben, und zwar auch

dann, wenn sie - wie hier - den Vorteil nicht durch rechtswidriges

Handeln erlangt hat (Koziol-Welser, Grundriß  I10  416 ff  mwN).

Zusammenfassend ist daher den Einwendungen der beklagten Partei in ihrer Revisionsbeantwortung entgegenzuhalten, daß es darauf, ob der beklagten Partei die Abtretung bekannt war oder nicht, nicht ankommt, weil es einen gutgläubigen Forderungserwerb regelmäßig nicht gibt. Unerheblich ist auch, ob die beklagte Partei auf Grund des Girovertrages mit ihren Kunden (Schraubenfirmen) zur "debetmindernden Verbuchung" berechtigt war; dies rechtfertigt nicht die zu Lasten der klagenden Partei eingetretene Vermögensverschiebung; eine solche ist weder durch das Gesetz noch durch einen Vertrag zwischen dem Verkürzten und dem Bereicherten gedeckt, ist doch die klagende Partei in den Girovertrag der Schraubenfirmen mit der beklagten Partei nicht eingebunden (vgl ÖBA 1986, 301 ua). Allfällige Schadenersatzansprüche der klagenden Partei gegen die Schraubenfirmen stehen überhaupt nicht zur Diskussion; die klagende Partei hat ein vertragswidriges Verhalten ihrer Zedenten gar nicht behauptet. Sie hat auch keine Schadenersatzforderungen wegen angeblicher Verletzung von Schutz- und Sorgfaltspflichten der beklagten Partei ihr gegenüber geltend gemacht. Sie hat schlicht nur die Herausgabe des der beklagten Partei zugekommenen Gegenwerts der ihr zustehenden Forderungen begehrt, die aus dem Gesichtspunkt der ungerechtfertigten Vermögensverschiebung berechtigt ist, sodaß das Klagebegehren als schlüssig und auf einen tauglichen Rechtsgrund (Verwendungsanspruch nach § 1041 ABGB) gestützt zu beurteilen und daher das klagsstattgebende Versäumungsurteil wiederherzustellen ist.

Die Entscheidung über die Kosten des Rechtsmittelverfahrens beruht auf den §§ 41, 50 ZPO.

Anmerkung

E38770

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:0080OB00512.95.0427.000

Dokumentnummer

JJT_19950427_OGH0002_0080OB00512_9500000_000