Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob755/36 6Ob231/67 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014511

Geschäftszahl

3Ob755/36; 6Ob231/67; 5Ob12/68; 7Ob505/76; 3Ob268/75; 1Ob629/76; 8Ob540/77; 7Ob743/77; 6Ob721/78; 8Ob580/78; 2Ob509/79; 5Ob685/80; 6Ob539/81; 3Ob532/84; 8Ob591/87; 3Ob570/90; 5Ob522/91; 1Ob604/94; 4Ob1651/95; 2Ob159/08h

Entscheidungsdatum

11.09.1936

Norm

ABGB §863 H
HGB §346 C
JN §104 A

Rechtssatz

Vertragsbedingungen, die nicht ganz außer der üblichen Linie liegen und auch nicht versteckt auf irgendeiner Urkunde angebracht sind, müssen vom Empfänger der Urkunde, der selbst Kaufmann ist, beachtet und abgelehnt werden, damit er nicht als einverstanden angesehen werde.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 755/36
    Entscheidungstext OGH 11.09.1936 3 Ob 755/36
    Veröff: SZ 18/144
  • 6 Ob 231/67
    Entscheidungstext OGH 21.09.1967 6 Ob 231/67
    Veröff: HS 6241
  • 5 Ob 12/68
    Entscheidungstext OGH 07.02.1968 5 Ob 12/68
    Beisatz: Vertragliches Zessionsverbot (T1) Veröff: SZ 41/16 = EvBl 1968/211 S 349 = JBl 1968,476 = Ind 1970 2,749
  • 7 Ob 505/76
    Entscheidungstext OGH 12.02.1976 7 Ob 505/76
    Beisatz: EV bei Lieferung eines mehr als hunderttausend Schilling kostenden Gegenstandes ist nicht unüblich. (T2) Veröff: HS 9245 = HS 9421/12
  • 3 Ob 268/75
    Entscheidungstext OGH 19.03.1976 3 Ob 268/75
  • 1 Ob 629/76
    Entscheidungstext OGH 15.09.1976 1 Ob 629/76
    Veröff: HS 9261
  • 8 Ob 540/77
    Entscheidungstext OGH 05.10.1977 8 Ob 540/77
  • 7 Ob 743/77
    Entscheidungstext OGH 26.01.1978 7 Ob 743/77
    Auch; Veröff: SZ 51/9 = JBl 1979,32
  • 6 Ob 721/78
    Entscheidungstext OGH 21.09.1978 6 Ob 721/78
    Auch
  • 8 Ob 580/78
    Entscheidungstext OGH 15.03.1979 8 Ob 580/78
  • 2 Ob 509/79
    Entscheidungstext OGH 24.04.1979 2 Ob 509/79
    Auch
  • 6 Ob 539/81
    Entscheidungstext OGH 18.02.1981 6 Ob 539/81
    Ähnlich; Beisatz: Vereinbarungen des Erfüllungsortes und Gerichtsstandvereinbarungen sind branchenüblich. (T3) Veröff: RZ 1981/63 S 251
  • 3 Ob 532/84
    Entscheidungstext OGH 24.10.1984 3 Ob 532/84
    Auch
  • 8 Ob 591/87
    Entscheidungstext OGH 09.12.1987 8 Ob 591/87
  • 5 Ob 685/80
    Entscheidungstext OGH 07.10.1989 5 Ob 685/80
    Veröff: SZ 53/128 = EvBl 1981/53 S 182 = JBl 1982,647
  • 3 Ob 570/90
    Entscheidungstext OGH 17.10.1990 3 Ob 570/90
    Vgl auch; Beis wie T3; Veröff: RZ 1991/46 S 144 = JBl 1991,393 (Pfersmann)
  • 5 Ob 522/91
    Entscheidungstext OGH 17.05.1991 5 Ob 522/91
    Auch
  • 1 Ob 604/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 604/94
    Ähnlich; Beis wie T3
  • 4 Ob 1651/95
    Entscheidungstext OGH 10.10.1995 4 Ob 1651/95
    Ähnlich; Beisatz: An einen Kaufmann sind, was die Beachtung schriftlicher Bedingungen angeht, höhere Anforderungen zu stellen. (T4)
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1936:RS0014511

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2009

Dokumentnummer

JJR_19360911_OGH0002_0030OB00755_3600000_001

Rechtssatz für 1Ob857/53 3Ob98/57 2Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014893

Geschäftszahl

1Ob857/53; 3Ob98/57; 2Ob207/50; 7Ob348/62; 7Ob349/62; 5Ob49/64; 6Ob116/65; 5Ob60/66; 5Ob289/66; 5Ob34/67; 6Ob231/67; 6Ob124/71; 1Ob169/71; 5Ob139/72; 4Ob52/72; 7Ob180/73; 7Ob505/76; 6Ob549/76; 3Ob268/75; 1Ob706/76; 4Ob543/77; 7Ob570/78; 1Ob774/78; 8Ob502/79; 1Ob623/79; 8Ob504/79; 1Ob799/79; 7Ob789/79; 8Ob7/80; 8Ob140/80; 5Ob685/80; 8Ob177/80; 5Ob670/81; 1Ob658/81; 6Ob739/83; 8Ob202/83; 7Ob639/85; 6Ob626/89; 8Ob43/88; 7Ob680/89; 5Ob542/90; 9Ob1767/91; 9ObA42/94; 8Ob29/94; 1Ob604/94; 3Nd3/96; 8Ob2172/96m; 4Ob98/97h; 3Ob237/97t; 8Ob303/99p; 8Ob300/99x; 1Ob29/01y; 5Ob277/01y; 1Ob30/03z; 8Ob43/04p; 6Ob223/05w; 6Ob272/05a; 9ObA121/07w; 10Ob26/08h; 7Ob106/10d; 3Ob194/10s; 1Ob112/17b; 9ObA18/17p

Entscheidungsdatum

02.12.1953

Norm

ABGB §871 A
ABGB §886

Rechtssatz

Derjenige, der eine Urkunde unterfertigt, macht den durch seine Unterschrift gedeckten Text auch dann zum Inhalt seiner Erklärung, wenn er den Text nicht gekannt hat.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 857/53
    Entscheidungstext OGH 02.12.1953 1 Ob 857/53
    Veröff: JBl 1954,335
  • 3 Ob 98/57
    Entscheidungstext OGH 06.03.1957 3 Ob 98/57
  • 2 Ob 207/50
    Entscheidungstext OGH 20.09.1950 2 Ob 207/50
  • 7 Ob 348/62
    Entscheidungstext OGH 09.01.1963 7 Ob 348/62
  • 7 Ob 349/62
    Entscheidungstext OGH 09.01.1963 7 Ob 349/62
  • 5 Ob 49/64
    Entscheidungstext OGH 02.04.1964 5 Ob 49/64
    Veröff: RZ 1965,45
  • 6 Ob 116/65
    Entscheidungstext OGH 28.04.1965 6 Ob 116/65
  • 5 Ob 60/66
    Entscheidungstext OGH 24.03.1966 5 Ob 60/66
  • 5 Ob 289/66
    Entscheidungstext OGH 13.10.1966 5 Ob 289/66
    Beisatz: Fremdsprachige Urkunde (T1) Veröff: RZ 1967,70
  • 5 Ob 34/67
    Entscheidungstext OGH 15.02.1967 5 Ob 34/67
  • 6 Ob 231/67
    Entscheidungstext OGH 21.09.1967 6 Ob 231/67
  • 6 Ob 124/71
    Entscheidungstext OGH 16.06.1971 6 Ob 124/71
  • 1 Ob 169/71
    Entscheidungstext OGH 24.06.1971 1 Ob 169/71
  • 5 Ob 139/72
    Entscheidungstext OGH 12.09.1972 5 Ob 139/72
    Beisatz: Auch wenn er den Text nicht verstanden hat oder wenn er gar nicht lesen kann. (T2) Veröff: EvBl 1973/15 S 43
  • 4 Ob 52/72
    Entscheidungstext OGH 12.09.1972 4 Ob 52/72
    Veröff: SozM IA/d,1019 = ZAS 1973,223 (zustimmend Wresounig ) = Arb 9211
  • 7 Ob 180/73
    Entscheidungstext OGH 28.11.1973 7 Ob 180/73
  • 7 Ob 505/76
    Entscheidungstext OGH 12.02.1976 7 Ob 505/76
    Veröff: HS 9246
  • 6 Ob 549/76
    Entscheidungstext OGH 25.03.1976 6 Ob 549/76
    Zweiter Rechtsgang zu 6 Ob 202/74; Beisatz: Verhinderung auch, wenn dem Vertragspartner keine Gelegenheit gegeben wurde, die Urkunde vor Unterfertigung durchzulesen. (T3)
  • 3 Ob 268/75
    Entscheidungstext OGH 19.03.1976 3 Ob 268/75
    Beisatz: Verkaufsbedingungen (T4)
  • 1 Ob 706/76
    Entscheidungstext OGH 06.10.1976 1 Ob 706/76
    Beisatz: Dies jedenfalls dann, wenn es sich nicht um Bestimmungen handelt, die in eine derartige Urkunde gar nicht hineingehören. (T5)
  • 4 Ob 543/77
    Entscheidungstext OGH 27.09.1977 4 Ob 543/77
  • 7 Ob 570/78
    Entscheidungstext OGH 11.05.1978 7 Ob 570/78
  • 1 Ob 774/78
    Entscheidungstext OGH 10.01.1979 1 Ob 774/78
  • 8 Ob 502/79
    Entscheidungstext OGH 26.01.1979 8 Ob 502/79
    Beis wie T2 nur: Auch wenn er den Text nicht verstanden hat. (T6)
  • 1 Ob 623/79
    Entscheidungstext OGH 13.06.1979 1 Ob 623/79
  • 8 Ob 504/79
    Entscheidungstext OGH 14.09.1979 8 Ob 504/79
  • 1 Ob 799/79
    Entscheidungstext OGH 16.01.1980 1 Ob 799/79
  • 7 Ob 789/79
    Entscheidungstext OGH 31.01.1980 7 Ob 789/79
  • 8 Ob 7/80
    Entscheidungstext OGH 20.03.1980 8 Ob 7/80
  • 8 Ob 140/80
    Entscheidungstext OGH 30.10.1980 8 Ob 140/80
  • 5 Ob 685/80
    Entscheidungstext OGH 07.10.1980 5 Ob 685/80
    Beis wie T5; Veröff: SZ 53/128 = JBl 1982,647
  • 8 Ob 177/80
    Entscheidungstext OGH 20.11.1980 8 Ob 177/80
  • 5 Ob 670/81
    Entscheidungstext OGH 13.10.1981 5 Ob 670/81
  • 1 Ob 658/81
    Entscheidungstext OGH 16.09.1981 1 Ob 658/81
    Beis wie T6
  • 6 Ob 739/83
    Entscheidungstext OGH 17.11.1983 6 Ob 739/83
    Auch
  • 8 Ob 202/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 8 Ob 202/83
  • 7 Ob 639/85
    Entscheidungstext OGH 21.11.1985 7 Ob 639/85
    Beis wie T6; Veröff: SZ 58/183 = ÖBA 1986,356
  • 6 Ob 626/89
    Entscheidungstext OGH 16.11.1989 6 Ob 626/89
  • 8 Ob 43/88
    Entscheidungstext OGH 27.10.1989 8 Ob 43/88
    Auch; Beisatz: Hier: Bürgschaftsvertrag (T7) Veröff: EvBl 1990/79 S 370 = RdW 1990,155 = JBl 1990,373
  • 7 Ob 680/89
    Entscheidungstext OGH 30.11.1989 7 Ob 680/89
  • 5 Ob 542/90
    Entscheidungstext OGH 13.03.1990 5 Ob 542/90
    Beisatz: Zumindest dann, wenn der Inhalt der Urkunde nicht als ungewöhnlich anzusehen ist. (T8)
  • 9 Ob 1767/91
    Entscheidungstext OGH 11.09.1991 9 Ob 1767/91
    Beisatz: Hier: Schriftlichkeit gemäß § 30 Abs 2 Z 13 MRG. (T9)
  • 9 ObA 42/94
    Entscheidungstext OGH 16.03.1994 9 ObA 42/94
    Beis wie T2
  • 8 Ob 29/94
    Entscheidungstext OGH 27.10.1994 8 Ob 29/94
    Beisatz: Hatte der Unterschreibende eine klare Vorstellung über den Inhalt der Urkunde, liegt ein anfechtbarer Erklärungsirrtum vor. Wenn nicht, liegt ein bewusstes Inkaufnehmen des Inhaltes vor, bei der eine Irrtumsanfechtung aber nur dann ausscheidet, wenn die Urkunde Bestimmungen und Klauseln enthält, die in Schriftstücken von der Art des Unterzeichneten übliche sind und sachlich hineingehören. (T10)
  • 1 Ob 604/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 604/94
    Auch; Beisatz: Wenn er nicht vom Vertragspartner in zurechenbarer Weise vom Lesen abgehalten worden ist. (T11)
  • 3 Nd 3/96
    Entscheidungstext OGH 15.05.1996 3 Nd 3/96
  • 8 Ob 2172/96m
    Entscheidungstext OGH 28.11.1996 8 Ob 2172/96m
    Beis wie T2; Beis wie T10
  • 4 Ob 98/97h
    Entscheidungstext OGH 15.04.1997 4 Ob 98/97h
    Beis wie T6
  • 3 Ob 237/97t
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 237/97t
  • 8 Ob 303/99p
    Entscheidungstext OGH 09.03.2000 8 Ob 303/99p
    Beis wie T8
  • 8 Ob 300/99x
    Entscheidungstext OGH 09.03.2000 8 Ob 300/99x
    Beis wie T8
  • 1 Ob 29/01y
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 29/01y
    Beis wie T5; Beis wie T8
  • 5 Ob 277/01y
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 5 Ob 277/01y
    Vgl; Beisatz: Der Inhalt einer Urkunde wird durch deren Unterfertigung nur dann zum Inhalt der Willenserklärung des Unterfertigenden, wenn der andere Teil aus den Umständen nicht etwas anderes entnehmen musste. (T12)
  • 1 Ob 30/03z
    Entscheidungstext OGH 16.04.2004 1 Ob 30/03z
    Teilweise abweichend; Beisatz: Ausführlich zu Einbeziehung von AGB - Sprachenproblem; ausdrücklich abweichend von 5 Ob 289/66. (T13); Veröff: SZ 2004/53
  • 8 Ob 43/04p
    Entscheidungstext OGH 16.07.2004 8 Ob 43/04p
    Beisatz: Der Unterzeichnende kann allenfalls die Erklärung wegen Irrtums anfechten. (T14)
  • 6 Ob 223/05w
    Entscheidungstext OGH 01.12.2005 6 Ob 223/05w
    Beisatz: Hier: Sprachenproblem. (T15)
  • 6 Ob 272/05a
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 6 Ob 272/05a
    Beisatz: Wer eine Urkunde unterfertigt, macht den durch seine Unterschrift gedeckten Text auch dann zum Inhalt seiner Erklärung, wenn er ihm unbekannt ist. (T16); Beisatz: Hier: Gewährleistungsausschluss in Allgemeinen Geschäftsbedingungen. (T17); Veröff: SZ 2006/19
  • 9 ObA 121/07w
    Entscheidungstext OGH 28.09.2007 9 ObA 121/07w
  • 10 Ob 26/08h
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 10 Ob 26/08h
    Vgl; Beisatz: Auch bei „ungelesenem" Unterfertigen einer Urkunde ist es für die Geltung als Willenserklärung notwendig, dass der die Erklärung Abgebende Rechtsfolgen herbeiführen will. Ist das erkennbar nicht der Fall, kann keine wirksame Willenserklärung angenommen werden. (T18)
  • 7 Ob 106/10d
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 7 Ob 106/10d
    Vgl auch
  • 3 Ob 194/10s
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 3 Ob 194/10s
    Beis wie T8; Beis wie T10
  • 1 Ob 112/17b
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 1 Ob 112/17b
    Vgl auch; Beisatz: Dies kann jedoch Schadenersatzpflichten einer Partei nicht verhindern, die unrichtige Angaben über den Inhalt der unterfertigten Unterlagen macht, auf die ihr Vertragspartner vertraut. (T19)
  • 9 ObA 18/17p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 9 ObA 18/17p
    Beis wie T8; Beis wie T12; Beis wie T18

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0014893

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19531202_OGH0002_0010OB00857_5300000_001

Rechtssatz für 1Ob17/61 6Ob39/75 6Ob72...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0046736

Geschäftszahl

1Ob17/61; 6Ob39/75; 6Ob721/78; 5Ob691/79; 1Ob604/94; 7Ob2028/96b; 2Ob159/08h

Entscheidungsdatum

08.03.1961

Norm

JN §88 Abs1 A
JN §104 A

Rechtssatz

Steht die in einem Bestellformular enthaltene Klausel des Erfüllungsortes zwar unterhalb der Unterschrift des Bestellers, aber doch in ihrer unmittelbaren Nähe, sodass sie dem Besteller deutlicher auffallen musste als der von der Unterschrift räumlich weiter entfernte Text, dann muss sie der Besteller als wirksame Vereinbarung des Erfüllungsortes gegen sich gelten lassen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 17/61
    Entscheidungstext OGH 08.03.1961 1 Ob 17/61
    Veröff: EvBl 1961/272 S 349 = JBl 1961,512
  • 6 Ob 39/75
    Entscheidungstext OGH 03.04.1975 6 Ob 39/75
    Beisatz: Klausel kleingedruckt, jedoch lesbar. (T1) Veröff: JBl 1975,548
  • 6 Ob 721/78
    Entscheidungstext OGH 21.09.1978 6 Ob 721/78
    Vgl auch
  • 5 Ob 691/79
    Entscheidungstext OGH 25.09.1979 5 Ob 691/79
    Vgl auch; Beisatz: eine auf dem Bestellschein unterhalb der Unterschrift des Beklagten befindliche Klausel. (T2)
  • 1 Ob 604/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 604/94
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Gerichtsstandsvereinbarung, die zwar auf der Rückseite des Auftrags angebracht, wobei jedoch unmittelbar oberhalb der vom Beklagten zu leistenden und auch geleisteten Unterschrift auf die umseitig angeführten Geschäftsbedingungen ausdrücklich verwiesen und gefordert wird, diese Geschäftsbedingungen zu lesen und mit der Unterschrift das Einverständnis - auch zu den Geschäftsbedingungen und damit zur Gerichtsstandsvereinbarung - zu klären. (T3)
  • 7 Ob 2028/96b
    Entscheidungstext OGH 13.03.1996 7 Ob 2028/96b
    Ähnlich
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    Ähnlich; Ähnlich Beis wie T3; Beisatz: Auch dann, wenn sich der Hinweis auf umseitige Geschäftsbedingungen nicht unmittelbar oberhalb der vom Empfänger der Urkunde zu leistenden und auch geleisteten Unterschrift befindet, bedeutet das noch nicht, dass nicht auch bei anderer Gestaltung der Urkunden eine wirksame Gerichtsstandsvereinbarung zustande kommen kann. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0046736

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2009

Dokumentnummer

JJR_19610308_OGH0002_0010OB00017_6100000_001

Rechtssatz für 4Ob531/68 1Ob604/94 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0046902

Geschäftszahl

4Ob531/68; 1Ob604/94; 1Ob2343/96g

Entscheidungsdatum

25.06.1968

Norm

JN §104 B

Rechtssatz

Die Vereinbarung der sachlichen und örtlichen Zuständigkeit eines ausländischen Gerichtes ist mangels gegenteiliger gesetzlicher Bestimmungen zulässig.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 531/68
    Entscheidungstext OGH 25.06.1968 4 Ob 531/68
  • 1 Ob 604/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 604/94
    Auch; Beisatz: Es ist ohne weiteres möglich, die ausschließliche Zuständigkeit eines ausländischen Gerichtes zu vereinbaren. (T1)
  • 1 Ob 2343/96g
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2343/96g
    Auch; Beisatz: Doch ist auch in einem solchen Fall zu prüfen, ob ein hinreichender Inlandsbezug gegeben ist. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0046902

Dokumentnummer

JJR_19680625_OGH0002_0040OB00531_6800000_001

Rechtssatz für 4Ob563/69 7Ob71/75 3Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017266

Geschäftszahl

4Ob563/69; 7Ob71/75; 3Ob268/75; 7Ob633/76; 1Ob629/76; 8Ob540/77; 7Ob682/77; 6Ob721/78; 2Ob501/79; 2Ob509/79; 6Ob539/81; 7Ob746/81; 1Ob604/94; 2Ob159/08h

Entscheidungsdatum

15.07.1969

Norm

ABGB §884
ABGB §886
HGB §346 B
HGB §347

Rechtssatz

Eine Ausschlussklausel betreffend mündliche Nebenabreden, deren Abdruck sich auf der Rückseite des Geschäftspapiers befindet, bindet den Partner grundsätzlich nur dann, wenn er sie kannte oder grobfahrlässig nicht kannte. Leichte Fahrlässigkeit genügt nicht. Wenn ein Vertragsformular auf der Vorderseite unmittelbar oberhalb der Unterschrift einen Hinweis auf die auf der Rückseite in Kleinstdruck angeführten Lieferungsbedingungen und Zahlungsbedingungen enthält, dann kann sich ein Kaufmann nicht darauf berufen, er habe diese Bedingungen nicht gekannt.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 563/69
    Entscheidungstext OGH 15.07.1969 4 Ob 563/69
    Veröff: SZ 42/112
  • 7 Ob 71/75
    Entscheidungstext OGH 17.04.1975 7 Ob 71/75
    Veröff: HS 9244
  • 3 Ob 268/75
    Entscheidungstext OGH 19.03.1976 3 Ob 268/75
  • 7 Ob 633/76
    Entscheidungstext OGH 26.08.1976 7 Ob 633/76
    Vgl
  • 1 Ob 629/76
    Entscheidungstext OGH 15.09.1976 1 Ob 629/76
    nur: Wenn ein Vertragsformular auf der Vorderseite unmittelbar oberhalb der Unterschrift einen Hinweis auf die auf der Rückseite in Kleindruck angeführten Lieferungsbedingungen und Zahlungsbedingungen enthält, dann kann sich ein Kaufmann nicht darauf berufen, er habe diese Bedingungen nicht gekannt. (T1) Veröff: HS 9261
  • 8 Ob 540/77
    Entscheidungstext OGH 05.10.1977 8 Ob 540/77
    nur T1
  • 7 Ob 682/77
    Entscheidungstext OGH 10.11.1977 7 Ob 682/77
    Vgl
  • 6 Ob 721/78
    Entscheidungstext OGH 21.09.1978 6 Ob 721/78
    nur T1
  • 2 Ob 501/79
    Entscheidungstext OGH 13.03.1979 2 Ob 501/79
  • 2 Ob 509/79
    Entscheidungstext OGH 24.04.1979 2 Ob 509/79
    Auch; nur: Eine Ausschlussklausel betreffend mündliche Nebenabreden, deren Abdruck sich auf der Rückseite des Geschäftspapiers befindet, bindet den Partner grundsätzlich nur dann, wenn er sie kannte oder grobfahrlässig nicht kannte. Leichte Fahrlässigkeit genügt nicht. (T2)
  • 6 Ob 539/81
    Entscheidungstext OGH 18.02.1981 6 Ob 539/81
    Auch; nur T2; Veröff: RZ 1981/63 S 251
  • 7 Ob 746/81
    Entscheidungstext OGH 14.01.1982 7 Ob 746/81
  • 1 Ob 604/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 604/94
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0017266

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2009

Dokumentnummer

JJR_19690715_OGH0002_0040OB00563_6900000_002

Rechtssatz für 1Ob169/71 1Ob199/71 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014753

Geschäftszahl

1Ob169/71; 1Ob199/71; 5Ob46/72; 1Ob34/72; 4Ob52/72; 7Ob613/76; 8Ob544/77; 1Ob708/77; 8Ob152/79; 8Ob304/79; 8Ob7/80; 5Ob512/80; 8Ob140/80; 8Ob177/80; 8Ob229/83 (8Ob230/83); 1Ob608/84; 1Ob691/84; 7Ob639/85; 6Ob526/86; 6Ob529/89; 3Ob522/89; 9ObS42/94; 1Ob604/94; 1Ob551/94; 9Ob515/95; 8Ob2172/96m; 4Ob98/97h; 8Ob303/99p; 9Ob302/99y; 8Ob300/99x; 9ObA197/01p; 1Ob29/01y; 5Ob277/01y; 9Ob186/02x; 1Ob30/04z; 1Ob64/04z; 7Ob1/05f; 6Ob272/05a; 9Ob72/07i; 3Ob111/08g; 10Ob26/08h; 3Ob194/10s; 1Ob132/11k; 1Ob243/16s; 3Ob67/17z; 1Ob112/17b; 9ObA18/17p; 10Ob35/17w

Entscheidungsdatum

24.06.1971

Norm

ABGB §870 A
ABGB §871 A

Rechtssatz

Wer eine Urkunde unterfertigt, macht den durch seine Unterschrift gedeckten Text zum Inhalt seiner Erklärung, auch wenn er ihm unbekannt ist oder er ihn nicht verstanden hat. Das schließt aber eine Anfechtung wegen Irrtums keineswegs aus. Der Irrende kann die Erklärung vielmehr noch unter den gleichen Voraussetzungen anfechten wie eine ausdrücklich abgegebene oder eine schriftliche Erklärung nach Durchlesen der Urkunde.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 169/71
    Entscheidungstext OGH 24.06.1971 1 Ob 169/71
  • 1 Ob 199/71
    Entscheidungstext OGH 26.08.1971 1 Ob 199/71
  • 5 Ob 46/72
    Entscheidungstext OGH 08.03.1972 5 Ob 46/72
  • 1 Ob 34/72
    Entscheidungstext OGH 05.04.1972 1 Ob 34/72
    Veröff: SZ 45/38 = JBl 1972,469
  • 4 Ob 52/72
    Entscheidungstext OGH 12.09.1972 4 Ob 52/72
    Veröff: SozM IAd1019 = ZAS 1973,223 (zustimmend Wresounig) = Arb 9211
  • 7 Ob 613/76
    Entscheidungstext OGH 01.07.1976 7 Ob 613/76
    Beisatz: Listige Irreführung (T1) Veröff: HS 9450
  • 8 Ob 544/77
    Entscheidungstext OGH 05.10.1977 8 Ob 544/77
    Beisatz: Die Anfechtung eines Vertrages wegen Irrtums muss aber eingewendet werden; die bloße Behauptung der unzureichenden Kenntnis der deutschen Sprache reicht nicht aus. (T2)
  • 1 Ob 708/77
    Entscheidungstext OGH 09.11.1977 1 Ob 708/77
    Beisatz: Wenn er eine klare Vorstellung über den Inhalt der Urkunde hatte und glaubte, es stehe darin das seiner Meinung nach mündlich Vereinbarte. (T3)
  • 8 Ob 152/79
    Entscheidungstext OGH 13.09.1979 8 Ob 152/79
  • 8 Ob 304/79
    Entscheidungstext OGH 21.02.1980 8 Ob 304/79
    nur: Wer eine Urkunde unterfertigt, macht den durch seine Unterschrift gedeckten Text zum Inhalt seiner Erklärung, auch wenn er ihm unbekannt ist oder er ihn nicht verstanden hat. (T4)
  • 8 Ob 7/80
    Entscheidungstext OGH 20.03.1980 8 Ob 7/80
    nur T4
  • 5 Ob 512/80
    Entscheidungstext OGH 01.04.1980 5 Ob 512/80
    Beis wie T3
  • 8 Ob 140/80
    Entscheidungstext OGH 30.10.1980 8 Ob 140/80
  • 8 Ob 177/80
    Entscheidungstext OGH 20.11.1980 8 Ob 177/80
  • 8 Ob 229/83
    Entscheidungstext OGH 12.04.1984 8 Ob 229/83
    Auch; nur T4
  • 1 Ob 608/84
    Entscheidungstext OGH 11.07.1984 1 Ob 608/84
    Beisatz: Ausgeschlossen ist die Irrtumsanfechtung nur dann, wenn dem Vertragspartner die Festlegung des Vertragsinhalts überlassen wurde. (T5)
  • 1 Ob 691/84
    Entscheidungstext OGH 08.05.1985 1 Ob 691/84
    Veröff: SZ 58/69 = NZ 1987,179
  • 7 Ob 639/85
    Entscheidungstext OGH 21.11.1985 7 Ob 639/85
    Beis wie T3; Veröff: SZ 58/183 = ÖBA 1986,356
  • 6 Ob 526/86
    Entscheidungstext OGH 27.02.1986 6 Ob 526/86
    nur T4; nur: Das schließt aber eine Anfechtung wegen Irrtums keineswegs aus. (T6); Beisatz: Hier: Auch Arglist (T7)
  • 6 Ob 529/89
    Entscheidungstext OGH 27.04.1989 6 Ob 529/89
  • 3 Ob 522/89
    Entscheidungstext OGH 12.04.1989 3 Ob 522/89
  • 9 ObS 42/94
    Entscheidungstext OGH 16.03.1994 9 ObS 42/94
    nur T4; nur T6; Beisatz: Die Erklärung ist insbesondere anfechtbar, wenn es sich um außergewöhnliche unübliche Klauseln handelt, die durch die "Rahmenvorstellung", die derjenige von einer Urkunde haben muss, die er ungelesen unterfertigt, nicht gedeckt sind oder der Inhalt einer Urkunde in Täuschungsabsicht erschlichen wurde. (T8)
  • 1 Ob 604/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 604/94
    Auch; nur T4; Beisatz: Wenn er nicht vom Vertragspartner in zurechenbarer Weise vom Lesen abgehalten worden ist. (T9)
  • 1 Ob 551/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1994 1 Ob 551/94
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T5; Beis wie T8; Veröff: SZ 67/136
  • 9 Ob 515/95
    Entscheidungstext OGH 12.07.1995 9 Ob 515/95
    nur T4; nur T6; Beis wie T5
  • 8 Ob 2172/96m
    Entscheidungstext OGH 28.11.1996 8 Ob 2172/96m
    Beis wie T3
  • 4 Ob 98/97h
    Entscheidungstext OGH 15.04.1997 4 Ob 98/97h
    nur T4; nur T6
  • 8 Ob 303/99p
    Entscheidungstext OGH 09.03.2000 8 Ob 303/99p
    nur T4
  • 9 Ob 302/99y
    Entscheidungstext OGH 26.01.2000 9 Ob 302/99y
    nur: Wer eine Urkunde unterfertigt, macht den durch seine Unterschrift gedeckten Text zum Inhalt seiner Erklärung. (T10); nur T6
  • 8 Ob 300/99x
    Entscheidungstext OGH 09.03.2000 8 Ob 300/99x
    nur T4
  • 9 ObA 197/01p
    Entscheidungstext OGH 05.09.2001 9 ObA 197/01p
    nur T10; Beisatz: Er hat sich dabei allfällige Fehler in der Urkunde anrechnen zu lassen. (T11)
  • 1 Ob 29/01y
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 29/01y
    Auch; Beis ähnlich wie T8
  • 5 Ob 277/01y
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 5 Ob 277/01y
    Vgl; nur T10; Beisatz: Der Inhalt einer Urkunde wird durch deren Unterfertigung nur dann zum Inhalt der Willenserklärung des Unterfertigenden, wenn der andere Teil aus den Umständen nicht etwas anderes entnehmen musste. (T12)
  • 9 Ob 186/02x
    Entscheidungstext OGH 02.10.2002 9 Ob 186/02x
    Beis wie T7
  • 1 Ob 30/04z
    Entscheidungstext OGH 16.04.2004 1 Ob 30/04z
    Teilweise abweichend; nur T4; Beisatz: Ausführlich zu Einbeziehung von AGB - Sprachenproblem; ausdrücklich abweichend von 5 Ob 289/66. (T13); Veröff: SZ 2004/53
  • 1 Ob 64/04z
    Entscheidungstext OGH 16.04.2004 1 Ob 64/04z
    Auch; Beisatz: Ist der Inhalt einer Vertragsurkunde anders, als ihn sich der Unterzeichnende vorstellte, so ist zu unterscheiden: Hatte der Unterfertigende eine klare Vorstellung vom Urkundeninhalt, war er daher überzeugt, dass darin das mündlich Abgemachte festgeschrieben sei, so unterlag er einem Erklärungsirrtum, der ihn bei Zutreffen der übrigen Voraussetzungen zur Anfechtung berechtigt. Hatte er dagegen keine genaue Vorstellung vom Inhalt des Schriftstücks, nahm er den (fremdbestimmten) Inhalt somit bewusst in Kauf, so ist ihm die Irrtumsanfechtung - abgesehen vom Fall ungewöhnlicher Bestimmungen - verwehrt. (T14)
  • 7 Ob 1/05f
    Entscheidungstext OGH 26.01.2005 7 Ob 1/05f
    Auch; nur T4
  • 6 Ob 272/05a
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 6 Ob 272/05a
    Beisatz: Wer eine Urkunde unterfertigt, macht den durch seine Unterschrift gedeckten Text auch dann zum Inhalt seiner Erklärung, wenn er ihm unbekannt ist. (T15); Beisatz: Hier: Gewährleistungsausschluss in Allgemeinen Geschäftsbedingungen. (T16); Veröff: SZ 2006/19
  • 9 Ob 72/07i
    Entscheidungstext OGH 28.11.2007 9 Ob 72/07i
    nur T4
  • 3 Ob 111/08g
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 111/08g
    Auch; Veröff: SZ 2008/125
  • 10 Ob 26/08h
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 10 Ob 26/08h
    Vgl auch; Beisatz: Auch bei „ungelesenem" Unterfertigen einer Urkunde ist es für die Geltung als Willenserklärung notwendig, dass der die Erklärung Abgebende Rechtsfolgen herbeiführen will. Ist das erkennbar nicht der Fall, kann keine wirksame Willenserklärung angenommen werden. (T17)
  • 3 Ob 194/10s
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 3 Ob 194/10s
    Auch; Beis wie T14
  • 1 Ob 132/11k
    Entscheidungstext OGH 29.09.2011 1 Ob 132/11k
    Auch
  • 1 Ob 243/16s
    Entscheidungstext OGH 10.02.2017 1 Ob 243/16s
  • 3 Ob 67/17z
    Entscheidungstext OGH 07.06.2017 3 Ob 67/17z
    nur T4; Beis wie T12; Beis wie T14
  • 1 Ob 112/17b
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 1 Ob 112/17b
    Vgl auch; Beisatz: Dies kann jedoch Schadenersatzpflichten einer Partei nicht verhindern, die unrichtige Angaben über den Inhalt der unterfertigten Unterlagen macht, auf die ihr Vertragspartner vertraut. (T18)
  • 9 ObA 18/17p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 9 ObA 18/17p
    Auch; Beis wie T12; Beis wie T17
  • 10 Ob 35/17w
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 10 Ob 35/17w
    Veröff: SZ 2018/9

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0014753

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.12.2019

Dokumentnummer

JJR_19710624_OGH0002_0010OB00169_7100000_001

Rechtssatz für 7Ob178/75 8Ob540/77 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0046796

Geschäftszahl

7Ob178/75; 8Ob540/77; 1Ob774/78; 3Ob657/79; 1Ob604/94

Entscheidungsdatum

02.10.1975

Norm

JN §104 A
JN §104 C

Rechtssatz

Die Zuständigkeitsvereinbarung bedarf der wahren Einwilligung der Vertragspartner, doch gilt als solche auch die Unterfertigung einer Urkunde in Unkenntnis der darin enthaltenen Gerichtsstandsklausel, es sei denn daß diese Vertragsklausel der mündlichen Vereinbarung widerspricht oder nach den Umständen des Falles in der Urkunde nicht zu erwarten war (ZBl 1931/210, Rsp 1936/259).

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 178/75
    Entscheidungstext OGH 02.10.1975 7 Ob 178/75
  • 8 Ob 540/77
    Entscheidungstext OGH 05.10.1977 8 Ob 540/77
  • 1 Ob 774/78
    Entscheidungstext OGH 10.01.1979 1 Ob 774/78
    Veröff: RZ 1980/63 S 271
  • 3 Ob 657/79
    Entscheidungstext OGH 30.01.1980 3 Ob 657/79
  • 1 Ob 604/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 604/94
    Auch; Beisatz: Eine ausdrückliche Vereinbarung im Sinne des § 104 Abs 1 JN kommt bereits dadurch zustande, daß eine Urkunde mit einer entsprechenden Vereinbarung unterfertigt wird, selbst wenn über die Vereinbarung des Gerichtsstandes vorher nicht mündlich verhandelt wurde. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0046796

Dokumentnummer

JJR_19751002_OGH0002_0070OB00178_7500000_004

Rechtssatz für 6Ob733/81 8Ob571/86 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0040336

Geschäftszahl

6Ob733/81; 8Ob571/86; 1Ob604/94; 1Ob149/00v; 8ObA18/08t

Entscheidungsdatum

16.09.1981

Norm

JN §104 Abs1 C
ZPO §294

Rechtssatz

Ist die vorgelegte Urkunde nach ihrer inneren und äußeren Form objektiv als Nachweis der darin enthaltenen Gerichtsstandsvereinbarung anzusehen, so trifft den die Richtigkeit des Inhaltes Bestreitenden die Beweislast, daß die sich aus der Urkunde ergebende Unterwerfung tatsächlich nicht erfolgt sei.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 733/81
    Entscheidungstext OGH 16.09.1981 6 Ob 733/81
  • 8 Ob 571/86
    Entscheidungstext OGH 28.08.1986 8 Ob 571/86
    Veröff: WBl 1987,17
  • 1 Ob 604/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 604/94
  • 1 Ob 149/00v
    Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 149/00v
    Vgl aber
  • 8 ObA 18/08t
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 8 ObA 18/08t
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0040336

Dokumentnummer

JJR_19810916_OGH0002_0060OB00733_8100000_003

Rechtssatz für 1Ob581/82 5Ob753/82 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0045348

Geschäftszahl

1Ob581/82; 5Ob753/82; 7Ob712/83; 2Ob565/83; 7Ob596/84; 4Nd511/87; 6Nd516/87; 7Ob544/89 (7Ob545/89); 2Ob530/91 (2Ob1514/91); 4Ob512/94; 1Ob604/94; 4Ob1633/94; 2Ob550/95; 1Ob2034/96s; 10Ob519/95; 1Ob2343/96g; 1Ob179/97y

Entscheidungsdatum

30.06.1982

Norm

EGJN ArtIX A1
JN §28
JN §42 Aa
JN §43 Abs1
JN §88 A
JN §104 A
ZPO §240 Abs1 A

Rechtssatz

Die österreichische Gerichtsbarkeit kann, soweit sie nicht durch Völkerrechtsnormen und ausdrückliche innerstaatliche Normen begrenzt ist, auch durch Parteienvereinbarung (§§ 88, 104 Abs 1 JN) oder Akte prozessualer Disposition, zB die Nichterhebung bzw nicht rechtzeitige Erhebung der Einrede örtlicher Unzuständigkeit, begründet werden, wenn eine hinreichend enge Inlandsbeziehung der Rechtssache besteht. Die Nahebeziehung muß aber nicht dieselbe Intensität aufweisen, wie sie für die Ordination gefordert wird. Die Erbringung einer Werkleistung im Inland schafft eine hinreichende Inlandbeziehung für den Anspruch auf die Gegenleistung.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 581/82
    Entscheidungstext OGH 30.06.1982 1 Ob 581/82
    Veröff: SZ 55/95 = EvBl 1983/13 S 45 = ZfRV 1983,147 = JBl 1983,542; hiezu Schwimann JBl 1984,9
  • 5 Ob 753/82
    Entscheidungstext OGH 23.11.1982 5 Ob 753/82
    Veröff: EvBl 193/35 S 131
  • 7 Ob 712/83
    Entscheidungstext OGH 22.12.1983 7 Ob 712/83
    nur: Die österreichische Gerichtsbarkeit kann, soweit sie nicht durch Völkerrechtsnormen und ausdrückliche innerstaatliche Normen begrenzt ist, auch durch Parteienvereinbarung (§§ 88, 104 Abs 1 JN) oder Akte prozessualer Disposition, zB die Nichterhebung bzw nicht rechtzeitige Erhebung der Einrede örtlicher Unzuständigkeit, begründet werden, wenn eine hinreichend enge Inlandsbeziehung der Rechtssache besteht. Die Nahebeziehung muß aber nicht dieselbe Intensität aufweisen, wie sie für die Ordination gefordert wird. (T1) Beisatz: Lieferung inländischer Erzeugnisse durch inländische Unternehmen an im Ausland geschäftlich tätigen Beklagten. (T2)
  • 2 Ob 565/83
    Entscheidungstext OGH 31.01.1984 2 Ob 565/83
    nur: Die österreichische Gerichtsbarkeit kann, soweit sie nicht durch Völkerrechtsnormen und ausdrückliche innerstaatliche Normen begrenzt ist, auch durch Parteienvereinbarung (§§ 88, 104 Abs 1 JN) oder Akte prozessualer Disposition, zB die Nichterhebung bzw nicht rechtzeitige Erhebung der Einrede örtlicher Unzuständigkeit, begründet werden, wenn eine hinreichend enge Inlandsbeziehung der Rechtssache besteht. (T3)
  • 7 Ob 596/84
    Entscheidungstext OGH 12.07.1984 7 Ob 596/84
    nur T3; Veröff: IPRE 2/203
  • 4 Nd 511/87
    Entscheidungstext OGH 05.11.1987 4 Nd 511/87
    Vgl auch; Veröff: RdW 1988,133
  • 6 Nd 516/87
    Entscheidungstext OGH 11.01.1988 6 Nd 516/87
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 544/89
    Entscheidungstext OGH 18.05.1989 7 Ob 544/89
    Vgl auch; Beisatz: Der Gerichtsstand des Vermögens stellt jedenfalls eine ausreichende Inlandsbeziehung für die Ableitung der inländischen Jurisdiktion für vermögensrechtliche Ansprüche, zu denen auch Unterhaltsansprüche gehören (Fasching I 477) dar. (T4)
  • 2 Ob 530/91
    Entscheidungstext OGH 26.06.1991 2 Ob 530/91
    nur T3
  • 4 Ob 512/94
    Entscheidungstext OGH 22.03.1994 4 Ob 512/94
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Provisionen selbständiger Handelsvertreter. (T5)
  • 1 Ob 604/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 604/94
    Vgl; nur T3; Beisatz: Mit dem Sitz des Klägers in Österreich und mit der Parteienvereinbarung auf die Prozeßführung vor einem bestimmten inländischen Gericht, die urkundlich nachgewiesen wurde, weiters mit der Vereinbarung der Anwendung österreichischen Rechts und mit dem Umstand, daß der streitgegenständliche Gegenstand aus Österreich angeliefert wurde ist eine ausreichende Nahebeziehung zum Inland gegeben. (T6)
  • 4 Ob 1633/94
    Entscheidungstext OGH 19.12.1994 4 Ob 1633/94
    Auch; nur T3
  • 2 Ob 550/95
    Entscheidungstext OGH 13.07.1995 2 Ob 550/95
    Auch; nur T3
  • 10 Ob 519/95
    Entscheidungstext OGH 06.02.1996 10 Ob 519/95
    Vgl; nur T3; Beisatz: Der Mangel der inländischen Gerichtsbarkeit heilt keinesweges dadurch, daß ein inländisches Gericht nur durch Unterlassung der rechtzeitigen Unzuständigkeitseinrede gemäß § 104 Abs 3 JN nachträglich zuständig geworden ist, weil sich aus der selbständigen und weiterreichenden Bedeutung der inländischen Gerichtsbarkeit eine Ausdehnung der Sanierungswirkung des § 104 Abs 3 JN auf diese verbietet. Durch Parteienvereinbarung (sei es im Sinne einer ausdrücklichen nach § 104 Abs 1 JN, sei es als Parteiwille im Sinne einer Einredeunterlassung mit Rüge der örtlichen Unzuständigkeit samt Heilungswirkung nach § 104 Abs 3 JN) kann somit fehlende Inlandsbeziehung nie ersetzt werden. (T8)
  • 1 Ob 2034/96s
    Entscheidungstext OGH 23.04.1996 1 Ob 2034/96s
    Vgl; nur T3; Beisatz: Akte der Parteidisposition könne eine fehlende Inlandsbeziehung nicht ersetzen. (T7)
  • 1 Ob 2343/96g
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2343/96g
    Vgl; nur T3; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 1 Ob 179/97y
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 179/97y
    Vgl; Beisatz: Haben aber die Streitteile den Sitz der klagenden Partei in Österreich als Erfüllungsort der nach Österreich zu liefernden Ware vereinbart und damit auch einen Anknüpfungsgrund für einen inländischen Wahlgerichtsstand geschaffen, liegt für die Bejahung der inländischen Gerichtsbarkeit auch eine ausreichende Nahebeziehung zum Inland vor. (T9)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0045348

Dokumentnummer

JJR_19820630_OGH0002_0010OB00581_8200000_001

Rechtssatz für 8Ob571/86 1Ob673/90 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0046846

Geschäftszahl

8Ob571/86; 1Ob673/90; 2Ob585/90; 1Ob604/94; 2Ob550/95; 7Ob575/95; 6Ob127/98i; 1Ob25/05s

Entscheidungsdatum

28.08.1986

Norm

JN §104 A

Rechtssatz

Die Zuständigkeitsvereinbarung ist eine (vorprozessuale) Prozeßhandlung, die bezüglich ihrer Wirksamkeit nach den Regeln des Prozeßrechtes zu beurteilen ist.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 571/86
    Entscheidungstext OGH 28.08.1986 8 Ob 571/86
    Veröff: WBl 1987,17
  • 1 Ob 673/90
    Entscheidungstext OGH 24.10.1990 1 Ob 673/90
    Veröff: SZ 63/188 = JBl 1992,256 = EvBl 1991/16 S 102 = ÖA 1991,384
  • 2 Ob 585/90
    Entscheidungstext OGH 21.11.1990 2 Ob 585/90
  • 1 Ob 604/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 604/94
  • 2 Ob 550/95
    Entscheidungstext OGH 13.07.1995 2 Ob 550/95
    Vgl auch
  • 7 Ob 575/95
    Entscheidungstext OGH 14.07.1995 7 Ob 575/95
  • 6 Ob 127/98i
    Entscheidungstext OGH 07.05.1998 6 Ob 127/98i
  • 1 Ob 25/05s
    Entscheidungstext OGH 15.03.2005 1 Ob 25/05s

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0046846

Dokumentnummer

JJR_19860828_OGH0002_0080OB00571_8600000_001

Rechtssatz für 1Ob567/87 7Ob649/88 (7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014646

Geschäftszahl

1Ob567/87; 7Ob649/88 (7Ob650/88); 1Ob558/89; 7Ob12/90; 1Ob520/91; 8Ob14/91; 8Ob591/90; 8Ob649/90; 1Ob566/93; 1Ob604/94; 1Ob638/94; 7Ob6/95; 7Ob1532/96; 1Ob277/98m; 1Ob145/99a; 7Ob18/00y; 6Ob55/02k; 7Ob267/02v; 1Ob161/03p; 8Ob31/05z; 7Ob216/05y; 9Ob15/05d; 7Ob93/06m; 3Ob72/07w; 7Ob250/07a; 4Ob5/08a; 6Ob261/07m; 8Ob93/08x; 6Ob241/07w; 7Ob288/08s; 9Ob66/08h; 3Ob12/09z; 6Ob57/08p; 4Ob212/10w; 7Ob173/10g; 10Ob50/11t; 3Ob96/11f; 7Ob154/11i; 2Ob198/10x; 7Ob216/11g; 7Ob194/11x; 7Ob196/12t; 1Ob244/11f; 7Ob169/12x; 1Ob48/12h; 7Ob84/12x; 4Ob174/12k; 7Ob201/12b; 4Ob164/12i; 7Ob44/13s; 2Ob234/13w; 10Ob54/13h; 7Ob190/14p; 7Ob62/15s; 7Ob86/15w; 7Ob33/15a; 7Ob132/15k; 9Ob26/15m; 1Ob146/15z; 7Ob206/15t; 5Ob87/15b; 7Ob84/16b; 6Ob17/16t; 3Ob237/16y; 7Ob86/17y; 7Ob131/17s; 3Ob148/17m; 9Ob73/17a; 7Ob242/18s

Entscheidungsdatum

25.03.1987

Norm

ABGB §864a

Rechtssatz

Objektiv ungewöhnlich ist nur eine Klausel, die von den Erwartungen des Vertragspartners deutlich abweicht, mit der er also nach den Umständen vernünftigerweise nicht zu rechnen brauchte; der Klausel muss also ein Überrumpelungseffekt oder Übertölpelungseffekt innewohnen. Insbesondere dann, wenn nur ein beschränkter Adressatenkreis angesprochen wird, kommt es auf die Branchenüblichkeit und den Erwartungshorizont der angesprochenen Kreise an.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 567/87
    Entscheidungstext OGH 25.03.1987 1 Ob 567/87
    Veröff: SZ 60/52 = WBl 1987,241 = RdW 1987,406
  • 7 Ob 649/88
    Entscheidungstext OGH 22.09.1988 7 Ob 649/88
    nur: Objektiv ungewöhnlich ist nur eine Klausel, die von den Erwartungen des Vertragspartners deutlich abweicht, mit der er also nach den Umständen vernünftigerweise nicht zu rechnen brauchte; der Klausel muss also ein Überrumpelungseffekt oder Übertölpelungseffekt innewohnen. (T1)
  • 1 Ob 558/89
    Entscheidungstext OGH 24.05.1989 1 Ob 558/89
    nur T1; Veröff: SZ 62/99 = EvBl 1989/149 S 597 = ÖBA 1990,217 = RdW 1989,302
  • 7 Ob 12/90
    Entscheidungstext OGH 07.06.1990 7 Ob 12/90
    nur: Objektiv ungewöhnlich ist nur eine Klausel, die von den Erwartungen des Vertragspartners deutlich abweicht, mit der er also nach den Umständen vernünftigerweise nicht zu rechnen brauchte. (T2)
    Veröff: RdW 1992,15 = VersRdSch 1991,77 = VersR 1992,83
  • 1 Ob 520/91
    Entscheidungstext OGH 20.03.1991 1 Ob 520/91
    nur T1; Veröff: SZ 64/31 = RdW 1991,289 = ÖBA 1991,757
  • 8 Ob 14/91
    Entscheidungstext OGH 27.06.1991 8 Ob 14/91
    nur T1; Veröff: ÖBA 1992,281 = ecolex 1991,768
  • 8 Ob 591/90
    Entscheidungstext OGH 19.12.1991 8 Ob 591/90
    nur T1; Veröff: EvBl 1992/109 S 503
  • 8 Ob 649/90
    Entscheidungstext OGH 19.12.1991 8 Ob 649/90
    nur T1
  • 1 Ob 566/93
    Entscheidungstext OGH 22.06.1993 1 Ob 566/93
    nur T1; Veröff: ÖBA 1994,239
  • 1 Ob 604/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 604/94
    nur T1
  • 1 Ob 638/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 638/94
    nur T1; Beisatz: Hier: Klausel über automatische Vertragsverlängerung mangels Kündigung. (T3)
  • 7 Ob 6/95
    Entscheidungstext OGH 26.04.1995 7 Ob 6/95
    Auch; nur T2
  • 7 Ob 1532/96
    Entscheidungstext OGH 28.02.1996 7 Ob 1532/96
    nur T1
  • 1 Ob 277/98m
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 1 Ob 277/98m
    Auch; nur T1; Beisatz: Dabei kommt es nicht auf den Inhalt, sondern auf die Einordnung der Klausel in das Gesamtgefüge des Textes an. (T4)
  • 1 Ob 145/99a
    Entscheidungstext OGH 22.10.1999 1 Ob 145/99a
    nur T1; Beisatz: Eine Mängelrügeverpflichtung als Gewährleistungsvoraussetzung ist kein "ungewöhnlicher Inhalt" im Sinne des § 864a ABGB. (T5)
  • 7 Ob 18/00y
    Entscheidungstext OGH 15.09.2000 7 Ob 18/00y
    Vgl auch; Beisatz: Die Haftungsbeschränkung für frei herumliegende Wertgegenstände nach Art 2.3.3 ABH 1989 ist keine ungewöhnliche Bestimmung im Sinne des § 864a ABGB. (T6)
  • 6 Ob 55/02k
    Entscheidungstext OGH 07.11.2002 6 Ob 55/02k
    nur T1
  • 7 Ob 267/02v
    Entscheidungstext OGH 29.01.2003 7 Ob 267/02v
    nur T1; Beisatz: Die Qualifikation einer Klausel als überraschend und ungewöhnlich hängt jeweils von den konkreten Umständen ab. (T7)
  • 1 Ob 161/03p
    Entscheidungstext OGH 18.03.2004 1 Ob 161/03p
  • 8 Ob 31/05z
    Entscheidungstext OGH 04.05.2005 8 Ob 31/05z
    Auch; nur T1; Beisatz: Ganz allgemein ist eine Vertragsbestimmung im Bürgschaftsvertrag, wonach der Bürge auch für Kreditprolongationen haftet, im Geschäftsverkehr üblich und nicht als im Sinne des § 864a ABGB ungewöhnlich zu qualifizieren. (T8) Veröff: SZ 2005/66
  • 7 Ob 216/05y
    Entscheidungstext OGH 19.10.2005 7 Ob 216/05y
    nur T1
  • 9 Ob 15/05d
    Entscheidungstext OGH 04.05.2006 9 Ob 15/05d
    nur T1
  • 7 Ob 93/06m
    Entscheidungstext OGH 10.05.2006 7 Ob 93/06m
    nur T1; Beisatz: Hier Pkt 6.3 der auf Grund § 4 KMU-FörderungsG erlassenen Richtlinien für die Übernahme von Garantien für Tourismus- und Freizeitbetriebe 2001 bis 2006 wohnt keine Überrumpelung inne. (T9)
  • 3 Ob 72/07w
    Entscheidungstext OGH 16.08.2007 3 Ob 72/07w
    Auch; Beisatz: Der bloße Umstand, dass eine Klausel in einer Branche weit verbreitet ist, ist noch nicht geeignet, sie aus der Sicht des Vertragspartners als im redlichen Verkehr üblich anzusehen (so schon 2 Ob 50/02w). (T10)
    Beisatz: Hier: Klausel in Allgemeinen Leasingbedingungen einer AG. (T11)
  • 7 Ob 250/07a
    Entscheidungstext OGH 28.11.2007 7 Ob 250/07a
    nur T1; Beisatz: Hier: Die Risikoausschlussklausel des Art 19 3.1.3 ARB 97 ist weder ungewöhnlich noch überraschend. (T12)
  • 4 Ob 5/08a
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 5/08a
    nur T1
  • 6 Ob 261/07m
    Entscheidungstext OGH 21.02.2008 6 Ob 261/07m
    Auch; nur T2; Beisatz: Entscheidend ist auch das äußere Erscheinungsbild der Urkunde (4 Ob 179/02f). (T13)
    Beisatz: Die Klausel muss einen Überraschungseffekt haben, was etwa dann der Fall ist, wenn sie sich nicht dort befindet, wo ein durchschnittlich sorgfältiger Leser nach den Umständen mit ihr rechnen muss und er sie nicht dort findet, wo er sie vermuten könnte (4 Ob 56/03v). (T14)
    Veröff: SZ 2008/27
  • 8 Ob 93/08x
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 8 Ob 93/08x
    Beisatz: Allein der Umstand, dass eine Klausel in einer Branche weit verbreitet ist, ist aber noch nicht geeignet, sie aus der Sicht eines Vertragspartners als im redlichen Verkehr üblich anzusehen. (T15)
  • 6 Ob 241/07w
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 6 Ob 241/07w
    nur T1; Beisatz: Ins Gewicht fällt hierbei die Üblichkeit der Klausel bei einem Geschäftstyp, doch kommt es auf redliche Verkehrsgepflogenheiten an, sodass selbst eine weite Verbreitung der Klausel in einer bestimmten Branche die Anwendung des § 864a ABGB nicht hindert. (T16)
    Beisatz: Neben ihrem Inhalt ist auch die Stellung der Klausel im Gesamtgefüge des Vertragstexts maßgebend. (T17)
  • 7 Ob 288/08s
    Entscheidungstext OGH 18.03.2009 7 Ob 288/08s
    Auch; Beisatz: Art 13.1 AUVB 1994 - B ist weder ungewöhnlich noch überraschend. (T18)
  • 9 Ob 66/08h
    Entscheidungstext OGH 01.04.2009 9 Ob 66/08h
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 12/09z
    Entscheidungstext OGH 19.05.2009 3 Ob 12/09z
    Beisatz: Hier: Eine Klausel im Finanzierungsleasingvertrag, wonach es bei einer Mehrheit von Leasingnehmern nur dem im Vertrag Erstgenannten zukommt Rechte und Ansprüche aus dem Vertrag geltend zu machen. (T19)
  • 6 Ob 57/08p
    Entscheidungstext OGH 02.07.2009 6 Ob 57/08p
    Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T13; Beis wie T15; Beis wie T16; Beisatz: Hier: Die im Anlassfall maßgebliche Klausel läuft darauf hinaus, dass die für Zwischenhändler (Großabnehmer) üblichen Marktpreise insbesondere im Fall des Zahlungsverzugs vervielfacht werden; sie ist nach Auffassung des Obersten Gerichtshofs unter Anwendung der vorstehenden Grundsätze als ungewöhnlich und überraschend im Sinn des § 864a ABGB zu beurteilen. (T20)
  • 4 Ob 212/10w
    Entscheidungstext OGH 18.01.2011 4 Ob 212/10w
    Auch; nur T2; Beisatz: Entscheidend ist, ob die Klausel beim entsprechenden Geschäftstyp üblich ist und ob sie den redlichen Verkehrsgewohnheiten entspricht. (T21)
  • 7 Ob 173/10g
    Entscheidungstext OGH 11.05.2011 7 Ob 173/10g
    Auch; nur T1
  • 10 Ob 50/11t
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 10 Ob 50/11t
    Auch; Beis wie T7
  • 3 Ob 96/11f
    Entscheidungstext OGH 24.08.2011 3 Ob 96/11f
    Vgl auch
  • 7 Ob 154/11i
    Entscheidungstext OGH 30.11.2011 7 Ob 154/11i
    Beisatz: Hier: Verkürzung der Nachhaftungsfrist auf ein Jahr (vgl § 138 GewO 1994). (T22)
  • 2 Ob 198/10x
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 198/10x
    Auch; nur T1; Beis wie T4 nur: Es kommt auf die Einordnung der Klausel in das Gesamtgefüge des Textes an. (T23)
    Auch Beis wie T10; Auch Beis wie T15; Auch Beis wie T16; Beis wie T17; Vgl Beis wie T21
  • 7 Ob 216/11g
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 7 Ob 216/11g
    Auch; Beisatz: Hier: Bloßer Verweis auf § 6 Abs 3 VersVG. (T24)
  • 7 Ob 194/11x
    Entscheidungstext OGH 26.09.2012 7 Ob 194/11x
    nur T1; Beisatz: Hier: Art 1.2. EB Agrar Universal hält der Geltungskontrolle des § 864a ABGB stand. (T25)
  • 7 Ob 196/12t
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 7 Ob 196/12t
    Vgl auch; Beis wie T25
  • 1 Ob 244/11f
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 244/11f
    nur T1
  • 7 Ob 169/12x
    Entscheidungstext OGH 14.11.2012 7 Ob 169/12x
    Vgl auch; Auch Beis wie T25
  • 1 Ob 48/12h
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 48/12h
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 2012/136
  • 7 Ob 84/12x
    Entscheidungstext OGH 14.11.2012 7 Ob 84/12x
    nur T1; Veröff: SZ 2012/115
  • 4 Ob 174/12k
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 4 Ob 174/12k
    nur T1
  • 7 Ob 201/12b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 7 Ob 201/12b
    nur T1; Beisatz: Hier: Allgemeine Versicherungsbedingungen ARB 2010. (T26)
    Veröff: SZ 2013/5
  • 4 Ob 164/12i
    Entscheidungstext OGH 17.12.2012 4 Ob 164/12i
    nur T1; Beis wie T16; Beis wie T17
  • 7 Ob 44/13s
    Entscheidungstext OGH 18.09.2013 7 Ob 44/13s
    nur T1; Veröff: SZ 2013/85
  • 2 Ob 234/13w
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 2 Ob 234/13w
    Beis wie T4; Beis wie T14; Beisatz: Hier: Klausel über Haftungsausschluss in „Entgeltordnung“ als Bestandteil von Zivilflugplatz-Benützungsbedingungen ungewöhnlich. (T27)
  • 10 Ob 54/13h
    Entscheidungstext OGH 17.06.2014 10 Ob 54/13h
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 190/14p
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 190/14p
    Auch; Beisatz: Hier: Art 9.6.6. ARB 2010. (T28)
  • 7 Ob 62/15s
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 62/15s
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 86/15w
    Entscheidungstext OGH 10.06.2015 7 Ob 86/15w
    Auch
  • 7 Ob 33/15a
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 33/15a
    nur T1
  • 7 Ob 132/15k
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 132/15k
  • 9 Ob 26/15m
    Entscheidungstext OGH 24.09.2015 9 Ob 26/15m
    Auch; nur T1; Beis wie T21
  • 1 Ob 146/15z
    Entscheidungstext OGH 22.12.2015 1 Ob 146/15z
  • 7 Ob 206/15t
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 7 Ob 206/15t
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 87/15b
    Entscheidungstext OGH 22.03.2016 5 Ob 87/15b
    Auch
  • 7 Ob 84/16b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 7 Ob 84/16b
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Art 13.1 MKRB 2010 bewirkt keinen Überrumpelungseffekt bei paritätischem Kündigungsrecht im Schadensfall. (T29)
  • 6 Ob 17/16t
    Entscheidungstext OGH 27.06.2016 6 Ob 17/16t
    Auch; Beis ähnlich wie T16
  • 3 Ob 237/16y
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 237/16y
    nur T1; Veröff: SZ 2017/7
  • 7 Ob 86/17y
    Entscheidungstext OGH 05.07.2017 7 Ob 86/17y
    Beisatz: Art C.2.5 UVB 2009 ist nicht überraschend (Bandscheibenvorfälle). (T30)
  • 7 Ob 131/17s
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 131/17s
    Beisatz: Hier: ABUB 2007: Rehabilitationsmaßnahmen/Heilbehandlung. (T31)
  • 3 Ob 148/17m
    Entscheidungstext OGH 21.02.2018 3 Ob 148/17m
    Auch
  • 9 Ob 73/17a
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 Ob 73/17a
  • 7 Ob 242/18s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 7 Ob 242/18s
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0014646

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.04.2019

Dokumentnummer

JJR_19870325_OGH0002_0010OB00567_8700000_002

Rechtssatz für 1Ob520/91 8Ob591/90 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014610

Geschäftszahl

1Ob520/91; 8Ob591/90; 1Ob604/94; 7Ob1532/96; 2Ob159/08h

Entscheidungsdatum

20.03.1991

Norm

ABGB §864a

Rechtssatz

Gegen die für die Art des Rechtsgeschäftes typischen Vertragsbestimmungen kann auch ein unerfahrener Vertragspartner nicht ins Treffen führen, er sei von ihnen überrascht worden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 520/91
    Entscheidungstext OGH 20.03.1991 1 Ob 520/91
    Veröff: SZ 64/31 = ecolex 1991,453 = ÖBA 1991,757 = RdW 1991,289
  • 8 Ob 591/90
    Entscheidungstext OGH 19.12.1991 8 Ob 591/90
    Vgl auch
  • 1 Ob 604/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 604/94
    Auch
  • 7 Ob 1532/96
    Entscheidungstext OGH 28.02.1996 7 Ob 1532/96
    Vgl auch
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0014610

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2009

Dokumentnummer

JJR_19910320_OGH0002_0010OB00520_9100000_002

Rechtssatz für 7Ob633/92 1Ob604/94

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0076651

Geschäftszahl

7Ob633/92; 1Ob604/94

Entscheidungsdatum

21.12.1992

Norm

IPRG §1
IPRG §9

Rechtssatz

Die Bestimmungen des IPRG dienen nicht der Klärung der Frage der inländischen Gerichtsbarkeit und der Zuständigkeit. Diese Fragen sind, falls dem nicht Staatsverträge entgegenstehen, nach österreichischem Verfahrensrecht zu entscheiden. Erst wenn sich danach die Zuständigkeit eines österreichischen Gerichtes ergibt, stellt sich die nach dem IPR zu lösende Frage des anzuwenden Rechtes.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 633/92
    Entscheidungstext OGH 21.12.1992 7 Ob 633/92
    Veröff: EvBl 1993/83 S 348 = NZ 1993,107
  • 1 Ob 604/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 604/94
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0076651

Dokumentnummer

JJR_19921221_OGH0002_0070OB00633_9200000_002

Rechtssatz für 1Ob604/94

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0029432

Geschäftszahl

1Ob604/94

Entscheidungsdatum

23.11.1994

Norm

ABGB §864a
JN §104 A

Rechtssatz

Der Umstand, daß ein ausländischer Beklagter mit der Vereinbarung eines österreichischen Gerichtes nicht gerechnet hat, macht die Gerichtsstandsvereinbarung weder unüblich noch ungewöhnlich. Es kommt auch nicht auf die Ungewöhnlichkeit oder Gewöhnlichkeit der Bestimmung an, sondern nur darauf, ob der Vertragspartner des Verwenders mit der Bestimmung nach den Umständen rechnen mußte.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 604/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 604/94

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0029432

Dokumentnummer

JJR_19941123_OGH0002_0010OB00604_9400000_001

Rechtssatz für 1Ob604/94 2Ob159/08h

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0029442

Geschäftszahl

1Ob604/94; 2Ob159/08h

Entscheidungsdatum

23.11.1994

Norm

ABGB §864a
JN §88 A
JN §104 A
HGB §346 C

Rechtssatz

Die Vereinbarung, dass ein bestimmtes Gericht zuständig sein soll, ist bei Kaufverträgen erfahrungsgemäß durchaus üblich. Eine derartige, für die Art des Rechtsgeschäftes typische Klausel in den Geschäftsbedingungen des Vertragspartners ist daher schon grundsätzlich selbst für einen unerfahrenen Vertragspartner nicht überraschend. Eine Zuständigkeitsvereinbarung gemäß § 104 Abs 1 JN ist nicht "geschäftsfremd".

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 604/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 604/94
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0029442

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2009

Dokumentnummer

JJR_19941123_OGH0002_0010OB00604_9400000_002

Entscheidungstext 1Ob604/94

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

ÖJZ-LSK 1995/73 = ÖJZ-LSK 1995/74 = RdW 1995,259 = EvBl 1995/51 S 262 - EvBl 1995,262 = ZfRV 1995,156 = HS 25.082 = HS 25.418 = HS 25.547 = HS 25.778 = Zak 2012/169 S 83 (Kolmasch, Judikaturübersicht) - Zak 2012,83

Geschäftszahl

1Ob604/94

Entscheidungsdatum

23.11.1994

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Hofrat des Obersten Gerichtshofes Dr. Schlosser als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Schiemer, Dr. Gerstenecker, Dr. Rohrer und Dr. Pimmer als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei T***** Gesellschaft mbH, *****, vertreten durch Dr. August Rogler, Rechtsanwalt in Vöcklabruck, wider die beklagte Partei Ferdinand A*****, Deutschland, *****, vertreten durch Dr. Helmut Valenta und Dr. Gerhard Gfrerer, Rechtsanwälte in Linz, wegen DM 13.428,80 sA (= öS 95.344,48 sA), infolge Rekurses der klagenden Partei gegen den Beschluß des Landesgerichtes Wels als Berufungsgerichtes vom 18. Mai 1994, GZ R 293/94-26, womit das Urteil des Bezirksgerichtes Vöcklabruck vom 28. Jänner 1994, GZ 2 C 1536/92p-21, aufgehoben und die Klage zurückgewiesen wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Dem Rekurs wird Folge gegeben.

Der angefochtene Beschluß wird dahin abgeändert, daß die erstinstanzliche Entscheidung wiederhergestellt, die von der beklagten Partei erhobene Unzuständigkeitseinrede also verworfen wird; im übrigen wird der angefochtene Beschluß aufgehoben und dem Berufungsgericht eine Entscheidung über die von der beklagten Partei erhobene Berufung unter Abstandnahme vom gebrauchten Zurückweisungsgrund aufgetragen.

Die Kosten des Rekursverfahrens sind weitere Prozeßkosten.

Text

Begründung:

Die Klägerin begehrt vom Beklagten die Bezahlung von DM 13.428,80 sA. Der Beklagte habe von der Klägerin einen Eisroboter zum Kaufpreis von DM 33.572,-- erworben. Er habe dieses Gerät in der Saison 1991 benützt und gebraucht. Der Eisroboter habe ordnungsgemäß funktioniert. Dennoch habe der Beklagte nach Abschluß der Saison Mängel reklamiert, um die Rücknahme des Eisroboters durch die Klägerin zu erreichen. Die Klägerin sei berechtigt, im Stornierungsfalle 40 % des Kaufpreises als Stornogebühr zu verlangen. Obwohl der Beklagte nicht berechtigt sei, vom Vertrag zurückzutreten, begehre die Klägerin vorläufig lediglich 40 % des Kaufpreisbetrages. Die Zuständigkeit des Erstgerichtes stützte die Klägerin darauf, daß zwischen den Parteien die ausschließliche örtliche und sachliche Zuständigkeit des Erstgerichtes gemäß § 104 JN vereinbart worden sei.

Der Beklagte beantragte Klagsabweisung, weil die Eiserzeugungsmaschine wesentliche Mängel aufgewiesen habe, deren Behebung der Klägerin nicht gelungen sei. Im übrigen wendete er die örtliche und sachliche Unzuständigkeit des Erstgerichtes ein, weil dessen Zuständigkeit nie vereinbart worden sei. Die auf der Rückseite des Auftrags zur Anlieferung der Eiserzeugungsmaschine aufscheinenden Geschäftsbedingungen seien nicht Gegenstand der Vereinbarung geworden.

Das Erstgericht verwarf die vom Beklagten erhobene Unzuständigkeitseinrede und erkannte ihn schuldig, der Klägerin S 95.344,48 sA zu bezahlen. Hinsichtlich der Zuständigkeitsfrage ging es davon aus, daß auf dem Auftrag und auch auf dem Lieferschein, die beide vom Beklagten unterfertigt worden seien, als Gerichtsstand „Österreich“ angegeben sei. Auch auf dem Kopf der Firmenpost sei auf den Sitz der Klägerin in Österreich hingewiesen worden. Hätte der Beklagte Auftrag und Lieferschein vor deren Unterfertigung überprüft, hätte ihm die Vereinbarung des inländischen Gerichtsstandes auffallen müssen. Die im Auftrag angeführten Geschäftsbedingungen seien Inhalt des zwischen den Streitteilen abgeschlossenen Kaufvertrags geworden. Damit sei aber die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Erstgerichtes vereinbart worden.

Das Berufungsgericht stellte aufgrund der Einsichtnahme in den Auftrag (Beilage A) ergänzend fest, daß der Beklagte am 1.8.1991 schriftlich einen Eisroboter um DM 29.900,-- zuzüglich 14 % USt bestellt habe, die Bestellung am Sitz des Betriebes des Beklagten in G*****, Deutschland, erfolgt sei, und die Klägerin ihren Sitz in dem in Österreich gelegenen F***** habe. Die Bestellung sei aufgrund eines Besuches eines selbständigen Handelsvertreters der Klägerin, der an deren Niederlassung in I***** tätig sei, erfolgt. Der schriftliche Auftrag, den der Beklagte unterfertigt habe, enthalte augenfällig im Kopf die Firmenbezeichnung der Klägerin, darunter deren Anschrift in Österreich, sowie daneben zusätzlich den - größer aufgedruckten - Hinweis „Zweigstelle BRD D-***** I*****“. Oberhalb der Unterschrift des Auftraggebers werde auf die umseits abgedruckten Geschäftsbedingungen verwiesen, und werde der Kunde um Kenntnisnahme zum Zweck der Erklärung seines Einverständnisses gebeten. Auf der Rückseite der Urkunde sei der Hinweis enthalten, daß für sämtliche Streitigkeiten aus dem abgeschlossenen Vertrag ausschließlich die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Erstgerichtes vereinbart werde. In rechtlicher Hinsicht führte das Berufungsgericht aus, daß eine Gerichtsstandsvereinbarung nicht vorliege. Der Beklagte habe mit einer Gerichtsstandsklausel, die ihn auf den Sitz der Klägerin im Ausland verwies, nicht zu rechnen brauchen; eine solche Klausel sei unter den gegebenen Umständen objektiv ungewöhnlich, weil der Beklagte mit einem Vertreter der Klägerin, der in einer in Deutschland gelegenen Zweigstelle der Klägerin tätig sei, Kontakt aufgenommen habe. Es sei nicht schlechthin verkehrs- und branchenüblich, daß der Partner eines im Inland abgeschlossenen Vertrages sein Gegenüber auf seinen Sitz im Ausland verweise. Selbst wenn sich der Beklagte von der auf der Rückseite des Auftragsformulars enthaltenen Gerichtsstandsklausel Kenntnis hätte verschaffen können, könne ihm eine grobe Fahrlässigkeit nicht angelastet werden. Demnach sei der Unzuständigkeitseinrede des Beklagten stattzugeben, das Urteil des Erstgerichtes und das diesem vorangegangene Verfahren aufzuheben und die Klage zurückzuweisen.

Der gegen diesen Beschluß erhobene Rekurs der Klägerin ist berechtigt.

Rechtliche Beurteilung

Unstrittig ist, daß der Beklagte den Auftrag zur Lieferung eines Eisroboters zum Kaufpreis von DM 33.572,-- unterfertigt hat und daß unmittelbar oberhalb der vom Beklagten gesetzten Unterschrift auf die „umseitig angeführten Geschäftsbedingungen“ hingewiesen wurde, wobei der Passus aufscheint, daß der Beklagte diese Geschäftsbedingungen lesen und zum Zeichen seines Einverständnisses unterfertigen möge (Beilage A). Es ist weiters unstrittig, daß der letzte Satz der umseits abgedruckten Geschäftsbedingungen dahin lautet, daß die Vertragsteile für sämtliche Streitigkeiten aus diesem Vertrag österreichisches Recht sowie die ausschließliche örtliche und sachliche Zuständigkeit des Bezirksgerichtes Vöcklabruck vereinbaren. Aufgrund dieses Sachverhalts ist die Zuständigkeit des Erstgerichtes zu bejahen.

Eine Zuständigkeitsvereinbarung ist eine (vorprozessuale) Prozeßhandlung, die in ihrer Wirksamkeit nach den Regeln des Prozeßrechts zu beurteilen ist (SZ 63/188; WBl 1987, 17). Das internationale Privatrecht (kurz IPR) ist grundsätzlich auf die Regelung von Privatrechtsfragen beschränkt; Regelungen über die Zuständigkeit der österreichischen Gerichte sind dem IPR nicht zu entnehmen, sie ergeben sich vielmehr aus den entsprechenden Verfahrensgesetzen, hier der Jurisdiktionsnorm. Erst wenn ein österreichisches Gericht zur Entscheidung berufen ist, stellt sich die nach dem IPR zu beurteilende Frage nach dem anzuwendenden Recht. Gegenstand der Entscheidung ist also eine verfahrensrechtliche Frage, die nach österreichischem Recht zu beurteilen ist (EvBl 1993/84).

Gemäß § 104 Abs. 1 JN können sich Parteien einem oder mehreren Gerichten erster Instanz namentlich angeführter Orte durch ausdrückliche Vereinbarung unterwerfen. Diese Vereinbarung muß urkundlich nachgewiesen werden. Nun hat im vorliegenden Fall die Klägerin den Auftrag Beilage A vorgelegt, in welchem eine Zuständigkeitsvereinbarung, nämlich daß das Erstgericht örtlich und sachlich zuständig sein sollte, enthalten ist. Hiezu ist vorweg klarzustellen, daß es ohne weiteres möglich ist, die ausschließliche Zuständigkeit eines ausländischen Gerichtes - von der Warte des Beklagten aus gesehen - zu vereinbaren (SZ 26/13; EvBl 1968/160; EvBl 1960/259). Liegt - wie hier - der urkundliche Nachweis einer Gerichtsstandsvereinbarung vor, trifft die die Richtigkeit des Urkundeninhaltes bestreitende Partei die Beweislast, daß die sich aus der Urkunde ergebende Unterwerfung unter die Zuständigkeit des angerufenen Gerichtes tatsächlich nicht erfolgt sei (SZ 60/52; WBl 1987, 17 uva). Dieser Beweis ist dem Beklagten nicht gelungen.

Eine ausdrückliche Vereinbarung im Sinne des § 104 Abs.1 JN kommt bereits dadurch zustande, daß eine Urkunde mit einer entsprechenden Vereinbarung unterfertigt wird, selbst wenn über die Vereinbarung des Gerichtsstandes vorher nicht mündlich verhandelt wurde. Wer eine Urkunde unterfertigt, ist verpflichtet, sich auch mit ihrem Inhalt bekanntzumachen. Die Unterfertigung einer Urkunde gilt grundsätzlich als Erklärung des Einverständnisses mit ihrem Inhalt und bildet eine rechtsverbindliche Willensäußerung. Gemäß § 864a ABGB werden aber Bestimmungen ungewöhnlichen Inhalts in allgemeinen Geschäftsbedingungen oder Vertragsformblättern, die ein Vertragsteil verwendet, nicht Vertragsbestandteil, wenn sie dem anderen nachteilig sind und er mit ihnen auch nach den Umständen, vor allem nach dem äußeren Erscheinungsbild der Urkunde, nicht zu rechnen brauchte; es sei denn, der eine Vertragsteil hat den anderen besonders darauf hingewiesen. Als objektiv ungewöhnlich ist eine Klausel dann zu beurteilen, wenn sie von den Erwartungen des Vertragspartners deutlich abweicht, sodaß er nach den Umständen mit ihr vernünftigerweise nicht zu rechnen brauchte. Einer solchen Klausel muß somit in gewissem Sinn ein Überrumpelungs- oder Übertölpelungseffekt innewohnen (BankArch 1994, 239; SZ 64/31; SZ 62/99; EvBl 1992/109 uva). Die Vereinbarung, daß ein bestimmtes Gericht zuständig sein soll, ist bei Kaufverträgen erfahrungsgemäß durchaus üblich. Eine derartige, für die Art des Rechtsgeschäftes typische Klausel in den Geschäftsbedingungen des Vertragspartners ist daher schon grundsätzlich selbst für einen unerfahrenen Vertragspartner nicht überraschend (RZ 1980/63; vgl. EvBl 1992/109). Daß der Beklagte die Urkunde bzw. die Geschäftsbedingungen vor der Unterschrift allenfalls nicht las, fällt ihm selbst zur Last, zumal er nicht einmal behauptet hat, er sei von der Klägerin in zurechenbarer Weise vom Lesen abgehalten worden (SZ 64/31; RZ 1980/63, SZ 41/16 uva). Vertragsbedingungen, die nicht außerhalb der üblichen Linie liegen - wie die Gerichtsstandsvereinbarung - und auch nicht versteckt auf irgendeiner Urkunde angebracht sind, müssen vom Empfänger der Urkunde, der selbst Kaufmann ist, beachtet und abgelehnt werden, wenn er nicht als damit einverstanden angesehen werden will (SZ 53/128). Die hier maßgebliche Gerichtsstandsvereinbarung war zwar auf der Rückseite des Auftrags angebracht, doch wurde unmittelbar oberhalb der vom Beklagten zu leistenden und auch geleisteten Unterschrift auf die umseitig angeführten Geschäftsbedingungen ausdrücklich verwiesen und gefordert, diese Geschäftsbedingungen zu lesen und mit der Unterschrift das Einverständnis - auch zu den Geschäftsbedingungen und damit zur Gerichtsstandvereinbarung - zu erklären. In Anbetracht dessen ist von einer wirksamen Gerichtsstandsvereinbarung zwischen den Streitteilen, entsprechend Beilage A, auszugehen (siehe hiezu SZ 60/52; EvBl 1987/41; RZ 1981/63; EvBl 1936/470; RZ 1933, 25; JBl 1931, 334; 8 Ob 649/90; 7 Ob 680/89; 3 Ob 657/79; 1 Ob 706/76 uva).

Der Umstand, daß der Beklagte mit der Vereinbarung eines österreichischen Gerichtes nicht gerechnet hat, macht die Gerichtsstandsvereinbarung weder unüblich noch ungewöhnlich. Abgesehen davon kommt es auch nicht auf die Ungewöhnlichkeit oder Gewöhnlichkeit der Bestimmung an, sondern nur darauf, ob der Vertragspartner des Verwenders mit der Bestimmung nach den Umständen rechnen mußte, was aber nach den obigen Ausführungen zu bejahen ist (vgl. EvBl 1985/148; JBl 1986, 508; SZ 57/78). Eine Zuständigkeitsvereinbarung gemäß § 104 Abs. 1 JN ist nicht „geschäftsfremd“ (siehe hiezu Kramer in Straube, HGB, Rz 14 vor § 343).

Zu prüfen bleibt, ob trotz örtlicher Zuständigkeit des angerufenen Gerichtes ein hinreichender Inlandsbezug gegeben, die inländische Gerichtsbarkeit also zu bejahen ist. Mit dem Sitz der Klägerin in F***** und mit der Parteienvereinbarung auf die Prozeßführung vor einem bestimmten inländischen Gericht, die urkundlich nachgewiesen wurde, weiters mit der Vereinbarung der Anwendung österreichischen Rechts (Blg./A) und mit dem Umstand, daß der streitgegenständliche Eisroboter aus Österreich angeliefert wurde (siehe Beilagen ./E, F und H) ist eine solche ausreichende Nahebeziehung zum Inland gegeben (siehe ZfRV 1994, 208; JBl 1994, 343; IPRE 3/179, 194; IPRE 2/201, 203; Schwimann in JBl 1984, 12; SZ 55/95).

Die Zuständigkeitseinrede des Beklagten ist sohin zu verwerfen, sodaß der diesbezügliche erstinstanzliche Beschluß wiederherzustellen ist. Das Berufungsgericht wird sich nunmehr unter Abstandnahme vom gebrauchten Zurückweisungsgrund mit der vom Beklagten erhobenen Berufung zu befassen und neuerlich zu entscheiden haben.

Die Kostenentscheidung beruht auf § 52 ZPO.

Textnummer

E37410

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:0010OB00604.94.1123.000

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.01.2013

Dokumentnummer

JJT_19941123_OGH0002_0010OB00604_9400000_000