Rechtssatz für 1Ob96/75 1Ob34/92 1Ob15...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0034391

Geschäftszahl

1Ob96/75; 1Ob34/92; 1Ob15/94 (1Ob16/94)

Entscheidungsdatum

23.11.1994

Rechtssatz

Widersetzung gegen die Dienstbarkeit der Fischerei durch Errichtung eines Badesteges im Wörthersee.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 96/75
    Entscheidungstext OGH 25.06.1975 1 Ob 96/75
    Veröff: EvBl 1976/64 S 127 = SZ 48/74
  • 1 Ob 34/92
    Entscheidungstext OGH 07.10.1992 1 Ob 34/92
    Vgl
  • 1 Ob 15/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 15/94
    Vgl; Beisatz: § 1488 ABGB gilt auch für das Fischereirecht. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0034391

Dokumentnummer

JJR_19750625_OGH0002_0010OB00096_7500000_003

Rechtssatz für 1Ob15/94 (1Ob16/94)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0037136

Geschäftszahl

1Ob15/94 (1Ob16/94)

Entscheidungsdatum

23.11.1994

Rechtssatz

Das Setzen einer an einer im Seegrund angebrachten Betonverankerung befestigten Boje wird durch den Gemeingebrauch am Gewässer nicht erfaßt.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 15/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 15/94

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0037136

Dokumentnummer

JJR_19941123_OGH0002_0010OB00015_9400000_001

Rechtssatz für 5Ob565/84 2Ob632/87 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0034236

Geschäftszahl

5Ob565/84; 2Ob632/87; 1Ob15/94 (1Ob16/94); 1Ob2188/96p; 1Ob25/13b

Entscheidungsdatum

07.03.2013

Rechtssatz

Der Lauf der Verjährungsfrist beginnt grundsätzlich mit der Möglichkeit der Rechtsausübung. Bloße Wahrnehmung des Hindernisses durch einen unentgeltlichen Mitbenützer reicht nicht für Beginnes des Laufes aus.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 565/84
    Entscheidungstext OGH 11.06.1985 5 Ob 565/84
  • 2 Ob 632/87
    Entscheidungstext OGH 15.03.1988 2 Ob 632/87
    Vgl aber; Beisatz: Maßgebend für den Beginn des Fristenlaufes ist, wann der Berechtigte das (erhebliche) Hindernis wahrnimmt. (T1)
  • 1 Ob 15/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 15/94
    nur: Der Lauf der Verjährungsfrist beginnt grundsätzlich mit der Möglichkeit der Rechtsausübung. (T2) Beis wie T1; Beisatz: Die dreijährige Verjährungsfrist beginnt aber frühestens zu dem Zeitpunkt zu laufen, zu dem der Servitutsberechtigte das Hindernis wahrnimmt oder zumindest bei gehöriger Aufmerksamkeit wahrnehmen konnte. (T3)
  • 1 Ob 2188/96p
    Entscheidungstext OGH 03.10.1996 1 Ob 2188/96p
    Auch; nur T2; Beis wie T3
  • 1 Ob 25/13b
    Entscheidungstext OGH 07.03.2013 1 Ob 25/13b
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0034236

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.07.2013

Dokumentnummer

JJR_19850611_OGH0002_0050OB00565_8400000_001

Rechtssatz für 7Ob149/65 6Ob109/72 (6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0011711

Geschäftszahl

7Ob149/65; 6Ob109/72 (6Ob144/72; 7Ob186/73; 8Ob206/74; 3Ob222/74 (3Ob223/74); 1Ob81/75; 1Ob70/75; 5Ob244/75; 6Ob532/77; 5Ob559/77; 1Ob721/77; 4Ob519/78; 8Ob508/80; 1Ob40/80; 7Ob571/81 (7Ob572/81, 7Ob573/81); 5Ob709/81; 1Ob5/82; 5Ob760/81; 1Ob841/82; 1Ob774/83; 1Ob664/87; 1Ob546/88; 1Ob13/93; 1Ob15/94 (1Ob16/94); 1Ob642/95; 9Ob17/13k; 9Ob28/13b; 1Ob119/14b

Entscheidungsdatum

19.03.2015

Rechtssatz

Der Inhalt einer Grunddienstbarkeit richtet sich nach dem jeweiligen Bedürfnis des herrschenden Grundstückes, doch ist das Recht so auszuüben, dass das dienende Grundstück womöglich wenig belastet wird. Dies gilt auch, wenn die Dienstbarkeit ohne jede Beschränkung im Grundbuch eingetragen ist.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 149/65
    Entscheidungstext OGH 23.06.1965 7 Ob 149/65
  • 6 Ob 109/72
    Entscheidungstext OGH 19.10.1972 6 Ob 109/72
    nur: Der Inhalt einer Grunddienstbarkeit richtet sich nach dem jeweiligen Bedürfnis des herrschenden Grundstückes, doch ist das Recht so auszuüben, daß das dienende Grundstück womöglich wenig belastet wird. (T1)
  • 7 Ob 186/73
    Entscheidungstext OGH 31.10.1973 7 Ob 186/73
    nur T1; Beisatz: Zur Frage, ob das Abstellen eines Traktors auf dem Servitutsweg dem Bedürfnis einer angemessenen, zeitgemäßen Bewirtschaftung der herrschenden Grundstücke entspricht. (T2)
  • 8 Ob 206/74
    Entscheidungstext OGH 12.11.1974 8 Ob 206/74
    nur T1; Beisatz: Ebenso Klang in Klang 2.Auflage II 564; Ehrenzweig 2.Auflage I/1, 311 (T3)
  • 3 Ob 222/74
    Entscheidungstext OGH 29.04.1975 3 Ob 222/74
    nur T1; Beisatz: Der Widerstreit zwischen den Interessen des Berechtigten und des Belasteten ist in ein billiges Verhältnis zu setzen. (T4)
  • 1 Ob 81/75
    Entscheidungstext OGH 04.06.1975 1 Ob 81/75
    nur T1
  • 1 Ob 70/75
    Entscheidungstext OGH 02.07.1975 1 Ob 70/75
    nur T1
  • 5 Ob 244/75
    Entscheidungstext OGH 13.01.1976 5 Ob 244/75
    nur T1; Beis wie T4; Beisatz: Auch dann, wenn vertraglich eine ihrer Ausübung nach "unbeschränkte" Dienstbarkeit begründet wird. (T5)
  • 6 Ob 532/77
    Entscheidungstext OGH 10.02.1977 6 Ob 532/77
    nur T1; Beisatz: Bei ersessenen Dienstbarkeiten kommt es darauf an, zu welchem Zweck das dienstbare Gut während der Ersitzungszeit verwendet wurde, was also Eigentümer des herrschenden Gutes während dieser Zeit benötigte. (T6)
  • 5 Ob 559/77
    Entscheidungstext OGH 14.06.1977 5 Ob 559/77
    nur T1; Veröff: SZ 50/89
  • 1 Ob 721/77
    Entscheidungstext OGH 12.12.1977 1 Ob 721/77
    nur T1; Beis wie T4
  • 4 Ob 519/78
    Entscheidungstext OGH 25.04.1978 4 Ob 519/78
    nur T1; Veröff: EvBl 1978/165 S 519 = JBl 1979,429
  • 8 Ob 508/80
    Entscheidungstext OGH 10.04.1980 8 Ob 508/80
    nur T1
  • 1 Ob 40/80
    Entscheidungstext OGH 18.03.1981 1 Ob 40/80
    nur T1
  • 7 Ob 571/81
    Entscheidungstext OGH 17.09.1981 7 Ob 571/81
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 709/81
    Entscheidungstext OGH 03.11.1981 5 Ob 709/81
    nur T1; Beisatz: Doch bestehen auch hier Schranken auf Grund des ursprünglichen Bestandes und der ursprünglichen Bewirtschaftungsart. (T7) Veröff: NZ 1983,28 = JBl 1983,199 (zustimmend Iro) = SZ 54/154
  • 1 Ob 5/82
    Entscheidungstext OGH 31.03.1982 1 Ob 5/82
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beisatz: Wasserleitung (T8)
  • 5 Ob 760/81
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 760/81
    nur T1; Beis wie T4
  • 1 Ob 841/82
    Entscheidungstext OGH 23.03.1983 1 Ob 841/82
    Auch; nur T1; Beis wie T6
  • 1 Ob 774/83
    Entscheidungstext OGH 30.11.1983 1 Ob 774/83
    Auch; nur T1; Beis wie T4
  • 1 Ob 664/87
    Entscheidungstext OGH 02.09.1987 1 Ob 664/87
    nur T1; Beis wie T4; Veröff: NZ 1989,71 = SZ 60/160
  • 1 Ob 546/88
    Entscheidungstext OGH 13.04.1988 1 Ob 546/88
    Auch
  • 1 Ob 13/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 13/93
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 66/98
  • 1 Ob 15/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 15/94
    Auch; nur T1; Beisatz: Nach den jeweiligen Verhältnissen soll dem Berechtigten der angestrebte Vorteil ermöglicht, dem Belasteten aber so wenig wie nur möglich geschadet werden. (T9)
  • 1 Ob 642/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 642/95
    Beis wie T4; Beis wie T9
  • 9 Ob 17/13k
    Entscheidungstext OGH 24.04.2013 9 Ob 17/13k
    Auch; nur T1; Beis wie T6
  • 9 Ob 28/13b
    Entscheidungstext OGH 24.07.2013 9 Ob 28/13b
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 1 Ob 119/14b
    Entscheidungstext OGH 19.03.2015 1 Ob 119/14b
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Auf Grundlage einer zeitgemäßen Bewirtschaftung des Fischereirechts überwiegen bei Abwägung der Interessen jene des Fischers im Vergleich zur Nutzbarkeit des öffentlichen Wasserguts durch die Grundeigentümerin. (T10);
    Veröff: SZ 2015/20

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0011711

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.03.2017

Dokumentnummer

JJR_19650623_OGH0002_0070OB00149_6500000_001

Rechtssatz für 1Ob15/94 (1Ob16/94) 1Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0037140

Geschäftszahl

1Ob15/94 (1Ob16/94); 1Ob36/95; 1Ob622/95; 2Ob248/01m; 1Ob134/01i; 1Ob136/04p; 3Ob279/08p; 1Ob150/14m; 1Ob218/15p

Entscheidungsdatum

24.05.2016

Rechtssatz

Klagegrund der Servitutenklage (actio confessoria) ist jede Störung des Servitutsrechts, auch wenn sie nur geringfügig ist, aber dauernd wirkt, oder wenn Wiederholung droht.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 15/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 15/94
  • 1 Ob 36/95
    Entscheidungstext OGH 27.07.1995 1 Ob 36/95
  • 1 Ob 622/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 622/95
  • 2 Ob 248/01m
    Entscheidungstext OGH 18.10.2001 2 Ob 248/01m
    Vgl auch
  • 1 Ob 134/01i
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 1 Ob 134/01i
  • 1 Ob 136/04p
    Entscheidungstext OGH 12.10.2004 1 Ob 136/04p
    Auch
  • 3 Ob 279/08p
    Entscheidungstext OGH 21.01.2009 3 Ob 279/08p
  • 1 Ob 150/14m
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 150/14m
  • 1 Ob 218/15p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 1 Ob 218/15p

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0037140

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.07.2016

Dokumentnummer

JJR_19941123_OGH0002_0010OB00015_9400000_002

Rechtssatz für 1Ob336/56 5Ob712/81 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0034277

Geschäftszahl

1Ob336/56; 5Ob712/81; 7Ob655/90; 1Ob15/94 (1Ob16/94); 5Ob20/14y; 6Ob54/17k; 8Ob144/17k

Entscheidungsdatum

26.01.2018

Rechtssatz

Für die Berechnung der Verjährungszeit ist sowohl ein Wechsel in der Person des Berechtigten als auch des Schuldners ohne Bedeutung.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 336/56
    Entscheidungstext OGH 27.06.1956 1 Ob 336/56
  • 5 Ob 712/81
    Entscheidungstext OGH 10.11.1981 5 Ob 712/81
    Vgl; Beisatz: Vor der Zession eines Schadenersatzanspruchs kommt es bei der Frage, ob die dreijährige Verjährungsfrist zu laufen beginnt, auf die Kenntnis des Zedenten, nachher auf die des Zessionars an. (T1) Veröff: SZ 54/165
  • 7 Ob 655/90
    Entscheidungstext OGH 27.09.1990 7 Ob 655/90
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 15/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 15/94
  • 5 Ob 20/14y
    Entscheidungstext OGH 18.11.2014 5 Ob 20/14y
  • 6 Ob 54/17k
    Entscheidungstext OGH 19.04.2017 6 Ob 54/17k
  • 8 Ob 144/17k
    Entscheidungstext OGH 26.01.2018 8 Ob 144/17k
    Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0034277

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19560627_OGH0002_0010OB00336_5600000_001

Rechtssatz für 1Ob267/68; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0011675

Geschäftszahl

1Ob267/68; 5Ob287/68; 5Ob220/70; 1Ob136/73; 1Ob68/74; 6Ob119/74; 1Ob96/75; 4Ob628/75; 5Ob625/76; 1Ob7/78; 1Ob32/78; 1Ob2/79; 1Ob16/79; 1Ob27/79; 1Ob13/80; 1Ob20/80; 1Ob44/81; 1Ob56/81; 1Ob36/82; 1Ob13/84; 1Ob8/85; 1Ob35/86; 1Ob16/87; 1Ob25/87 (1Ob26/87); 1Ob49/88; 1Ob19/89; 1Ob26/91; 1Ob34/92; 3Ob110/92; 1Ob29/93; 1Ob21/93 (1Ob22/93); 1Ob15/94 (1Ob16/94); 1Ob30/94; 1Ob36/95; 1Ob44/95; 1Ob2003/96g; 1Ob102/97z; 1Ob178/97a; 1Ob13/98p; 1Ob19/01b; 1Ob68/08v; 1Ob117/10b; 1Ob163/13x; 1Ob221/14b; 1Ob119/14b; 1Ob57/15m; 5Ob211/20w

Entscheidungsdatum

10.12.2020

Rechtssatz

Das Fischereirecht ist dort, wo es vom Eigentum abgesondert in Erscheinung tritt, ein selbständiges dingliches Recht. Ansprüche zur Erhaltung und Sicherung solcher Rechte sind mangels Verweisung an andere Behörden oder Organe bücherliche Rechtssachen im Sinn des Paragraph eins, JN.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 267/68
    Entscheidungstext OGH 31.10.1968 1 Ob 267/68
    Veröff: JBl 1970,320
  • 5 Ob 287/68
    Entscheidungstext OGH 18.12.1968 5 Ob 287/68
  • 5 Ob 220/70
    Entscheidungstext OGH 07.10.1970 5 Ob 220/70
  • 1 Ob 136/73
    Entscheidungstext OGH 05.09.1973 1 Ob 136/73
    Veröff: SZ 46/82 = EvBl 1974/69 S 158
  • 1 Ob 68/74
    Entscheidungstext OGH 08.05.1974 1 Ob 68/74
    nur: Das Fischereirecht ist dort, wo es vom Eigentum abgesondert in Erscheinung tritt, ein selbständiges dingliches Recht. (T1) Veröff: SZ 47/59 = EvBl 1974/272 S 600 = JBl 1974,619 (mit Anmerkung der Schriftleitung)
  • 6 Ob 119/74
    Entscheidungstext OGH 11.07.1974 6 Ob 119/74
    nur T1; Veröff: SZ 47/88 = EvBl 1975/73 S 155
  • 1 Ob 96/75
    Entscheidungstext OGH 25.06.1975 1 Ob 96/75
    nur T1; Beisatz: Gleich einer Dienstbarkeit (T2)
    Veröff: SZ 48/74 = EvBl 1976/64 S 127 = JBl 1976,266
  • 4 Ob 628/75
    Entscheidungstext OGH 16.12.1975 4 Ob 628/75
  • 5 Ob 625/76
    Entscheidungstext OGH 02.11.1976 5 Ob 625/76
    Beisatz: Hier: Oö FischereiG (LG u, VOBl Nr 32/1896) (T3)
  • 1 Ob 7/78
    Entscheidungstext OGH 26.04.1978 1 Ob 7/78
    nur T1; Veröff: JBl 1979,318
  • 1 Ob 32/78
    Entscheidungstext OGH 15.11.1978 1 Ob 32/78
    Veröff: SZ 51/160
  • 1 Ob 2/79
    Entscheidungstext OGH 30.03.1979 1 Ob 2/79
    nur T1; Beisatz: Und zwar eine Feldservitut. (T4)
  • 1 Ob 16/79
    Entscheidungstext OGH 12.09.1979 1 Ob 16/79
    nur T1
  • 1 Ob 27/79
    Entscheidungstext OGH 18.12.1979 1 Ob 27/79
    nur T1; Beis wie T4
  • 1 Ob 13/80
    Entscheidungstext OGH 19.03.1980 1 Ob 13/80
    nur T1
  • 1 Ob 20/80
    Entscheidungstext OGH 27.08.1980 1 Ob 20/80
    nur T1; Beis wie T2
  • 1 Ob 44/81
    Entscheidungstext OGH 13.01.1982 1 Ob 44/81
    nur T1
  • 1 Ob 56/81
    Entscheidungstext OGH 27.01.1982 1 Ob 56/81
    nur T1
  • 1 Ob 36/82
    Entscheidungstext OGH 24.01.1983 1 Ob 36/82
    nur T1; Veröff: SZ 56/11 = JBl 1985,32
  • 1 Ob 13/84
    Entscheidungstext OGH 31.08.1984 1 Ob 13/84
    Beis wie T2
  • 1 Ob 8/85
    Entscheidungstext OGH 27.02.1985 1 Ob 8/85
    nur T1
  • 1 Ob 35/86
    Entscheidungstext OGH 17.11.1986 1 Ob 35/86
    nur T1; Veröff: SZ 59/200
  • 1 Ob 16/87
    Entscheidungstext OGH 15.07.1987 1 Ob 16/87
  • 1 Ob 25/87
    Entscheidungstext OGH 23.09.1987 1 Ob 25/87
    nur T1
  • 1 Ob 49/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 1 Ob 49/88
    nur T1
  • 1 Ob 19/89
    Entscheidungstext OGH 06.09.1989 1 Ob 19/89
    Zweiter Rechtsgang zu 1 Ob 25, 26/87
  • 1 Ob 26/91
    Entscheidungstext OGH 09.10.1991 1 Ob 26/91
    Vgl; nur T1; Beisatz: Die ausschließliche etwa im Jagdrecht oder Fischereirecht begründete Befugnis, sich herrenlose Sachen anzueignen, wirkt absolut, so dass gegen jeden, der in ein fremdes Jagdrecht oder Fischereirecht eingreift, Abwehransprüche gewährt werden. (T5)
  • 1 Ob 34/92
    Entscheidungstext OGH 07.10.1992 1 Ob 34/92
    nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Das Fischereirecht kann gleich einer Dienstbarkeit verjähren. (T6)
  • 3 Ob 110/92
    Entscheidungstext OGH 20.01.1993 3 Ob 110/92
    nur T1
  • 1 Ob 29/93
    Entscheidungstext OGH 19.10.1993 1 Ob 29/93
    Vgl; Beisatz: Fischereirechte auf fremdem Grund können Grunddienstbarkeiten oder unregelmäßige persönliche Dienstbarkeiten sein. (T7)
  • 1 Ob 21/93
    Entscheidungstext OGH 21.12.1993 1 Ob 21/93
    Auch; nur T1
    Veröff: 66/177
  • 1 Ob 15/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 15/94
  • 1 Ob 30/94
    Entscheidungstext OGH 27.02.1995 1 Ob 30/94
    nur T1; Beis wie T2
    Veröff: SZ 68/41
  • 1 Ob 36/95
    Entscheidungstext OGH 27.07.1995 1 Ob 36/95
    nur T1; Beis wie T2
  • 1 Ob 44/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 44/95
    Auch; nur T1; Beis wie T2
    Veröff: SZ 69/144
  • 1 Ob 2003/96g
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2003/96g
    Auch; Beis wie T7
  • 1 Ob 102/97z
    Entscheidungstext OGH 29.04.1997 1 Ob 102/97z
    nur T1; Beis wie T7
    Veröff: SZ 70/87
  • 1 Ob 178/97a
    Entscheidungstext OGH 27.08.1997 1 Ob 178/97a
  • 1 Ob 13/98p
    Entscheidungstext OGH 28.07.1998 1 Ob 13/98p
    nur T1
  • 1 Ob 19/01b
    Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 19/01b
    Auch; Beisatz: Ist ein selbständiges dingliches Recht an einem fremden Gewässer mit dem Eigentum an einer Liegenschaft verbunden, so ist es eine Grunddienstbarkeit im Sinn des § 473 und des § 477 Z 5 ABGB, die hier als Confin-Fischereirecht mehrerer Fischereiberechtigter an einer Strecke eines Fischwassers zu beurteilen ist. (T8)
  • 1 Ob 68/08v
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 1 Ob 68/08v
    Auch; nur T1; Beis wie T7; Beisatz: Das Kärntner Fischereigesetz 1951 sahFischereirechte nicht nur in Form von Personaldienstbarkeiten, sondern ebenso in Form von Grunddienstbarkeiten vor. (T9)
  • 1 Ob 117/10b
    Entscheidungstext OGH 20.10.2010 1 Ob 117/10b
    nur T1; Beis wie T2; Beis wie T3 nur: Hier: Oö FischereiG. (T10)
    Beisatz: In diesem Fall wird es als unregelmäßige, veräußerliche und vererbliche Dienstbarkeit angesehen. (T11)
  • 1 Ob 163/13x
    Entscheidungstext OGH 19.09.2013 1 Ob 163/13x
    Auch; nur T1; Beis wie T7
  • 1 Ob 221/14b
    Entscheidungstext OGH 03.03.2015 1 Ob 221/14b
    Auch, Beis wie T7; Beis wie T11; Veröff: SZ 2015/15
  • 1 Ob 119/14b
    Entscheidungstext OGH 19.03.2015 1 Ob 119/14b
    Vgl; nur T1; Beis wie T7; Veröff: SZ 2015/20
  • 1 Ob 57/15m
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 57/15m
    nur T1; nur T2; Beisatz: Hier: Stmk FischereiG 2000. (T12)
  • 5 Ob 211/20w
    Entscheidungstext OGH 10.12.2020 5 Ob 211/20w
    vgl
    Anm: Veröff: SZ 2020/120

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0011675

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.06.2023

Dokumentnummer

JJR_19681031_OGH0002_0010OB00267_6800000_001

Rechtssatz für 1Ob96/75 1Ob43/81 1Ob20...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0011512

Geschäftszahl

1Ob96/75; 1Ob43/81; 1Ob20/85; 1Ob34/92; 1Ob15/94 (1Ob16/94); 1Ob2188/96p; 1Ob293/01x; 10Ob17/21d

Entscheidungsdatum

13.09.2021

Rechtssatz

Als "verpflichteter Teil" nach Paragraph 1488, ABGB ist neben dem Eigentümer auch ein blosser Besitzer des belasteten Grundstückes anzusehen. Wird der Besitzer vom Servitutsberechtigten wegen angeblicher Störung der Dienstbarkeit belangt, so kann auch er einwenden, daß eine Belastung des dienenden Grundstückes infolge Verjährung der Servitut nicht mehr besteht und er deshalb zur Verweigerung der Anerkennung der Servitutsrechte berechtigt ist (Ehrenzweig 2.Auflage I/2, 354, Klang in Klang 2.Auflage, römisch VI 631, GlUNF 2247, 6 Ob 250/61), die sonst auch er zu beachten hätte.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 96/75
    Entscheidungstext OGH 25.06.1975 1 Ob 96/75
    Veröff: EvBl 1976/64 S 127 = JBl 1976,266 = SZ 48/74
  • 1 Ob 43/81
    Entscheidungstext OGH 03.03.1982 1 Ob 43/81
    Veröff: RZ 1983/8 S 49
  • 1 Ob 20/85
    Entscheidungstext OGH 15.01.1986 1 Ob 20/85
    Beisatz: Ein dritter Störer kann zwar auch einwenden, daß die Dienstbarkeit im Sinn des § 524 ABGB erloschen sei, er kann sich aber nur auf die dreißigjährige Verjährungszeit des § 1479 ABGB berufen. (T1) Veröff: NZ 1986,188
  • 1 Ob 34/92
    Entscheidungstext OGH 07.10.1992 1 Ob 34/92
  • 1 Ob 15/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 15/94
  • 1 Ob 2188/96p
    Entscheidungstext OGH 03.10.1996 1 Ob 2188/96p
    Auch; nur: Wird der Besitzer vom Servitutsberechtigten wegen angeblicher Störung der Dienstbarkeit belangt, so kann auch er einwenden, daß eine Belastung des dienenden Grundstückes infolge Verjährung der Servitut nicht mehr besteht und er deshalb zur Verweigerung der Anerkennung der Servitutsrechte berechtigt ist. (T2)
  • 1 Ob 293/01x
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 293/01x
    Vgl; Beisatz: Schreibt die Kreditunternehmung einen bereits einmal unmissverständlich als unrichtig reklamierten Kontostand in ihren späteren Kontomitteilungen unablässig fort, so ist allein im Unterbleiben weiterer Reklamationen nicht die Beilegung eines ernstlichen Streits oder ernstlichen Zweifels über die Richtigkeit des mitgeteilten Kontostands zu erblicken. (T3)
  • 10 Ob 17/21d
    Entscheidungstext OGH 13.09.2021 10 Ob 17/21d
    Vgl; nur: Als Verpflichteter nach § 1488 ABGB kommt neben dem Eigentümer auch der Besitzer des Belasteten Grundstücks in Frage. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0011512

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.12.2021

Dokumentnummer

JJR_19750625_OGH0002_0010OB00096_7500000_001

Rechtssatz für 7Ob783/79 3Ob659/80 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0034241

Geschäftszahl

7Ob783/79; 3Ob659/80; 3Ob639/81; 7Ob572/82; 4Ob530/83; 7Ob513/85; 1Ob15/94 (1Ob16/94); 6Ob130/01p; 7Ob146/01y; 2Ob248/01m; 3Ob47/07v; 6Ob208/08v; 4Ob58/09x; 8Ob103/13z; 8Ob23/14m; 5Ob30/14v; 8Ob104/14y; 5Ob74/15s; 9Ob40/15w; 2Ob158/17z; 9Ob63/18g; 4Ob184/19s; 4Ob177/19m; 10Ob17/21d; 4Ob134/21s; 7Ob78/22d; 10Ob54/22x

Entscheidungsdatum

13.12.2022

Rechtssatz

Voraussetzung für den Eintritt der Freiheitsersitzung ist es, dass der Verpflichtete sich fortwährend der Ausübung der Dienstbarkeit widersetzt und der Berechtigte deshalb deren Ausübung drei Jahre lang, ohne richterliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, unterlassen hat. Ein vom Verpflichteten errichtetes Hindernis muss daher drei Jahre lang fortbestanden haben.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 783/79
    Entscheidungstext OGH 22.11.1979 7 Ob 783/79
  • 3 Ob 659/80
    Entscheidungstext OGH 08.04.1981 3 Ob 659/80
    Vgl auch; Beisatz: Entfernung eines Ziehbrunnens. (T1)
  • 3 Ob 639/81
    Entscheidungstext OGH 27.01.1982 3 Ob 639/81
    nur: Voraussetzung für den Eintritt der Freiheitsersitzung ist es, dass der Verpflichtete sich fortwährend der Ausübung der Dienstbarkeit widersetzt und der Berechtigte deshalb deren Ausübung drei Jahre lang, ohne richterliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, unterlassen hat. (T2)
  • 7 Ob 572/82
    Entscheidungstext OGH 02.04.1982 7 Ob 572/82
    nur T2
  • 4 Ob 530/83
    Entscheidungstext OGH 12.04.1983 4 Ob 530/83
    Auch; nur T2; Beisatz: Hat sich der Verpflichtete letztlich ohne Erfolg widersetzt, dann kann von einem Rechtsverlust durch Ablauf der Verjährungsfrist keine Rede sein. (T3)
  • 7 Ob 513/85
    Entscheidungstext OGH 21.02.1985 7 Ob 513/85
    nur T2
  • 1 Ob 15/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 15/94
    nur T2; Beisatz: Hier: Eingriff in das Fischereirecht durch Setzen von Bojen im Attersee. (T4)
  • 6 Ob 130/01p
    Entscheidungstext OGH 21.06.2001 6 Ob 130/01p
    Beisatz: Der Nichtausübung der Servitut allein kommt bei forstwirtschaftlichen Bringungsrechten kein zustimmender Erklärungscharakter zu, liegt es doch im Wesen der Waldnutzung, dass diese auch über längere Zeiträume aus wirtschaftlichen Gründen unterbleiben kann. (T5)
  • 7 Ob 146/01y
    Entscheidungstext OGH 31.07.2001 7 Ob 146/01y
    Auch; Beisatz: Ob sich der Verpflichtete widersetzt, ist nach den Umständen des Einzelfalles zu beurteilen. (T6)
  • 2 Ob 248/01m
    Entscheidungstext OGH 18.10.2001 2 Ob 248/01m
    Auch; Beis wie T6
  • 3 Ob 47/07v
    Entscheidungstext OGH 23.05.2007 3 Ob 47/07v
    Auch; Beis wie T6; Beisatz: Der Begriff der Widersetzlichkeit des Verpflichteten vereint naturgemäß eine physische Komponente, nämlich die Widersetzungshandlung, welche für den Berechtigten wahrnehmbar und manifest sein muss, und eine zeitliche, nämlich im Unterschied zu einer bloß vorübergehenden Störung. (T7)
  • 6 Ob 208/08v
    Entscheidungstext OGH 06.11.2008 6 Ob 208/08v
    Beis wie T3; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Aufstellen einer Verbotstafel, die nicht befolgt wurde. (T8)
    Beisatz: Im Übrigen bildet auch die Frage, ob im Einzelfall ein Verlust der Servitut wegen usucapio libertatis eingetreten ist, regelmäßig keine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO. (T9)
  • 4 Ob 58/09x
    Entscheidungstext OGH 09.06.2009 4 Ob 58/09x
    Auch; nur T2; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 8 Ob 103/13z
    Entscheidungstext OGH 28.10.2013 8 Ob 103/13z
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 8 Ob 23/14m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2014 8 Ob 23/14m
    Auch; nur T2; Beis ähnlich wie T3
  • 5 Ob 30/14v
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 30/14v
    Auch; Beis wie T3
  • 8 Ob 104/14y
    Entscheidungstext OGH 19.12.2014 8 Ob 104/14y
    Auch; nur T2
  • 5 Ob 74/15s
    Entscheidungstext OGH 19.06.2015 5 Ob 74/15s
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T6
  • 9 Ob 40/15w
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 40/15w
    Auch; nur T2; Beis wie T7
  • 2 Ob 158/17z
    Entscheidungstext OGH 16.05.2018 2 Ob 158/17z
    Beisatz: Hier: Widersetzungshandlung iSd § 1488 ABGB durch verwaltungsbefugten Erben. (T10)
  • 9 Ob 63/18g
    Entscheidungstext OGH 27.09.2018 9 Ob 63/18g
    Auch; Beis wie T9
  • 4 Ob 184/19s
    Entscheidungstext OGH 24.10.2019 4 Ob 184/19s
    Beis wie T9; Beisatz: Hier: Die Frage, ob sich der Belastete der Ausübung einer Servitut im Sinn des § 1488 ABGB widersetzt. (T11)
  • 4 Ob 177/19m
    Entscheidungstext OGH 11.08.2020 4 Ob 177/19m
    nur T2
  • 10 Ob 17/21d
    Entscheidungstext OGH 13.09.2021 10 Ob 17/21d
  • 4 Ob 134/21s
    Entscheidungstext OGH 21.10.2021 4 Ob 134/21s
    Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Anbringen einer Eisenkette, die das Bewandern des Weges allerdings nicht nachhaltig behindert. (T12)
  • 7 Ob 78/22d
    Entscheidungstext OGH 25.05.2022 7 Ob 78/22d
    Beis wie T9; Beisatz: Hier: Aufstellen von fest mit dem Boden verbundenen Dreiecksständern im Abstand von zwei Metern, sodass ein Passieren der beiden Hindernisse nur für einspurige Fahrzeuge sowie für mehrspurige Fahrzeuge mit einer Breite bis 1,80 m und einer Länge bis 4,30 m möglich war. (T13)
  • 10 Ob 54/22x
    Entscheidungstext OGH 13.12.2022 10 Ob 54/22x
    Vgl; Beis nur wie T3; Beis nur wie T9

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0034241

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.02.2023

Dokumentnummer

JJR_19791122_OGH0002_0070OB00783_7900000_001

Rechtssatz für 1Ob20/85 1Ob15/94 (1Ob16...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0034288

Geschäftszahl

1Ob20/85; 1Ob15/94 (1Ob16/94); 1Ob2188/96p; 4Ob74/07x; 1Ob202/13g; 8Ob103/13z; 5Ob30/14v; 9Ob40/15w; 8Ob122/15x; 9Ob63/18g; 1Ob95/19f; 4Ob184/19s; 10Ob17/21d; 7Ob78/22d; 10Ob54/22x

Entscheidungsdatum

13.12.2022

Rechtssatz

Die Freiheitsersitzung erfolgt nur durch die Inanspruchnahme des Vollrechtes durch den Eigentümer (Besitzer) der belasteten Liegenschaft in Verbindung mit einer manifesten Beeinträchtigung des Servitutsrechtes; die von einem Dritten ausgehende Beeinträchtigung kann also die Verjährung nach Paragraph 1488, ABGB nicht in Gang setzen; als Dritter ist auch ein anderer Servitutsberechtigter anzusehen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 20/85
    Entscheidungstext OGH 15.01.1986 1 Ob 20/85
    Veröff: NZ 1986,188; hiezu zustimmend Hofmeister NZ 1986,190
  • 1 Ob 15/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 15/94
    nur: Die Freiheitsersitzung erfolgt nur durch die Inanspruchnahme des Vollrechtes durch den Eigentümer (Besitzer) der belasteten Liegenschaft in Verbindung mit einer manifesten Beeinträchtigung des Servitutsrechtes. (T1)
  • 1 Ob 2188/96p
    Entscheidungstext OGH 03.10.1996 1 Ob 2188/96p
    nur T1
  • 4 Ob 74/07x
    Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 74/07x
    Auch; Veröff: SZ 2007/80
  • 1 Ob 202/13g
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 1 Ob 202/13g
    Auch
  • 8 Ob 103/13z
    Entscheidungstext OGH 28.10.2013 8 Ob 103/13z
    nur T1; Beisatz: Ob im Einzelfall Verlust der Servitut eingetreten ist, bildet regelmäßig keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO. (T2)
  • 5 Ob 30/14v
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 30/14v
    Vgl auch
  • 9 Ob 40/15w
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 40/15w
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 122/15x
    Entscheidungstext OGH 19.02.2016 8 Ob 122/15x
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 9 Ob 63/18g
    Entscheidungstext OGH 27.09.2018 9 Ob 63/18g
    nur T1; Beis wie T2
  • 1 Ob 95/19f
    Entscheidungstext OGH 25.06.2019 1 Ob 95/19f
    nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Räumliche Eingrenzung eines mit einem Wasserleitungsrecht verbundenen Wegerechts (Fahrrechts) infolge der nach Ablauf der dreijährigen Verjährungsfrist eingetretenen Freiheitsersitzung. (T3)
  • 4 Ob 184/19s
    Entscheidungstext OGH 24.10.2019 4 Ob 184/19s
    Beisatz: Die Freiheitsersitzung nach § 1488 ABGB ist ein Fall der Verjährung einer bestehenden Dienstbarkeit. (T4)
    Beisatz: Die Frage, ob sich der Belastete der Ausübung einer Servitut im Sinn des § 1488 ABGB widersetzt, ist nach den Umständen des Einzelfalls zu beurteilen und begründet in der Regel keine erhebliche Rechtsfrage. (T5)
  • 10 Ob 17/21d
    Entscheidungstext OGH 13.09.2021 10 Ob 17/21d
    Vgl
  • 7 Ob 78/22d
    Entscheidungstext OGH 25.05.2022 7 Ob 78/22d
    Beis wie T2; Beisatz: Hier: Aufstellen von fest mit dem Boden verbundenen Dreiecksständern im Abstand von zwei Metern, sodass ein Passieren der beiden Hindernisse nur für einspurige Fahrzeuge sowie für mehrspurige Fahrzeuge mit einer Breite bis 1,80 m und einer Länge bis 4,30 m möglich war. (T6)
  • 10 Ob 54/22x
    Entscheidungstext OGH 13.12.2022 10 Ob 54/22x
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T5

Schlagworte

usucapio libertatis

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0034288

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.02.2023

Dokumentnummer

JJR_19860115_OGH0002_0010OB00020_8500000_001

Rechtssatz für 8Ob11/75 1Ob70/75 1Ob72...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0011740

Geschäftszahl

8Ob11/75; 1Ob70/75; 1Ob721/77; 7Ob638/78; 8Ob508/80; 7Ob720/80; 7Ob725/81; 3Ob639/81; 7Ob681/88; 5Ob94/88; 1Ob15/94 (1Ob16/94); 1Ob533/95; 8Ob55/97i; 1Ob357/98a; 10Ob284/00p; 1Ob134/01i; 1Ob304/01i; 1Ob136/04p; 7Ob224/04y; 2Ob88/06i; 4Ob217/08b; 3Ob279/08p; 1Ob25/09x; 1Ob139/09m; 1Ob215/10i; 1Ob217/10h; 3Ob110/12s; 7Ob49/13a; 1Ob150/14m; 6Ob129/14k; 10Ob83/16b; 5Ob235/16v; 1Ob89/17w; 2Ob7/17v; 7Ob108/19m; 5Ob121/20k; 1Ob129/20g; 5Ob194/20w; 8Ob25/21s; 5Ob81/21d; 1Ob220/21s; 5Ob196/22t

Entscheidungsdatum

31.01.2023

Rechtssatz

Aus Paragraph 484, ABGB folgt, dass sich der Dienstbarkeitsberechtigte jene Einschränkungen des Belasteten gefallen lassen muss, welche die Ausübung der Dienstbarkeit nicht ernstlich erschweren oder gefährden. Eigenmächtige Maßnahmen, die die Ausübung der Dienstbarkeit ernstlich erschweren, muss aber der Berechtigte nicht auf sich nehmen.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 11/75
    Entscheidungstext OGH 12.03.1975 8 Ob 11/75
  • 1 Ob 70/75
    Entscheidungstext OGH 02.07.1975 1 Ob 70/75
  • 1 Ob 721/77
    Entscheidungstext OGH 12.12.1977 1 Ob 721/77
    Beisatz: Der Widerstreit der Interessen ist in ein billiges Verhältnis zu setzen. (T1)
  • 7 Ob 638/78
    Entscheidungstext OGH 27.07.1978 7 Ob 638/78
    nur: Aus § 484 ABGB folgt, dass sich der Dienstbarkeitsberechtigte jene Einschränkungen des Belasteten gefallen lassen muss, welche die Ausübung der Dienstbarkeit nicht ernstlich erschweren oder gefährden. (T2); Beisatz: Dienstbarkeiten müssen so ausgeübt werden, dass dies für den Belasteten möglichst wenig beschwerlich ist. (T3)
  • 8 Ob 508/80
    Entscheidungstext OGH 10.04.1980 8 Ob 508/80
    nur T2
  • 7 Ob 720/80
    Entscheidungstext OGH 13.11.1980 7 Ob 720/80
    nur T2; Beis wie T1
  • 7 Ob 725/81
    Entscheidungstext OGH 26.11.1981 7 Ob 725/81
    nur T2
  • 3 Ob 639/81
    Entscheidungstext OGH 27.01.1982 3 Ob 639/81
    nur T2; Beis wie T1
  • 7 Ob 681/88
    Entscheidungstext OGH 10.11.1988 7 Ob 681/88
    nur T2; Veröff: ZVR 1990/5 S 29
  • 5 Ob 94/88
    Entscheidungstext OGH 05.09.1989 5 Ob 94/88
    Beisatz: Hier: Frage des Abschreibungshindernisses nach § 13 Abs 5
    LTG. (T4) Veröff: NZ 1990,101; hiezu Hofmeister NZ 1990,102
  • 1 Ob 15/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 15/94
    nur T2
  • 1 Ob 533/95
    Entscheidungstext OGH 27.02.1995 1 Ob 533/95
    nur T2
  • 8 Ob 55/97i
    Entscheidungstext OGH 13.01.1998 8 Ob 55/97i
    nur T2
  • 1 Ob 357/98a
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 357/98a
    nur T2; Beisatz: Der Eigentümer darf nicht beliebig und grundlos die mit einem Bestandrecht oder einem Wohnungsrecht belastete Liegenschaft betreten, es ist vielmehr jeweils im Einzelfall nach entsprechender Interessenabwägung zu prüfen, ob eine Duldungspflicht des Benutzers besteht. (T5)
  • 10 Ob 284/00p
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 10 Ob 284/00p
  • 1 Ob 134/01i
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 1 Ob 134/01i
    Beisatz: Die Beschränkung der Rechtsausübung durch den Belasteten ist ohne zumindest schlüssige Zustimmung des Berechtigten nur dann zulässig, wenn die Ausübung des Rechts dadurch nicht ernstlich erschwert oder gefährdet wird. (T6)
  • 1 Ob 304/01i
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 1 Ob 304/01i
    Auch; Beisatz: Auch gemessene Servituten können eingeschränkt werden, wobei allerdings, in Anbetracht des durch die Vereinbarung klar manifestierten Parteiwillens, die Einschränkung nur bei nachträglicher wesentlicher Änderung der Umstände und klar überwiegender Interessenlage auf Seiten des Verpflichteten zulässig ist. (T7); Veröff: SZ 2002/86
  • 1 Ob 136/04p
    Entscheidungstext OGH 12.10.2004 1 Ob 136/04p
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 224/04y
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 7 Ob 224/04y
    Auch; nur T2
  • 2 Ob 88/06i
    Entscheidungstext OGH 05.10.2006 2 Ob 88/06i
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Bei der Beurteilung, ob dem Dienstbarkeitsberechtigten Erschwernisse zumutbar sind, ist auf die Natur und den Zweck der Dienstbarkeit abzustellen. (T8)
  • 4 Ob 217/08b
    Entscheidungstext OGH 15.12.2008 4 Ob 217/08b
    Auch; Beis ähnlich wie T7
  • 3 Ob 279/08p
    Entscheidungstext OGH 21.01.2009 3 Ob 279/08p
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 25/09x
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 1 Ob 25/09x
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 139/09m
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 1 Ob 139/09m
    Auch; Beisatz: Eine Einschränkung der Servitut kommt bei nachträglicher wesentlicher Änderung der Umstände in Frage, die klar für eine stärkere Berücksichtigung der Interessen des Verpflichteten sprechen. (T9)
    Beisatz: Diese Grundsätze sind auch für die Beantwortung der Frage heranzuziehen, inwieweit der Servitutsverpflichtete gehalten ist, nachteilige Einwirkungen zu verhindern, die von seiner Liegenschaft aufgrund von Naturereignissen auf den Servitutsgegenstand einwirken. (T10)
    Beisatz: Hier: Beeinträchtigung des Wegerechts durch herabfallende Äste bzw. umstürzende Bäume. (T11)
  • 1 Ob 215/10i
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 1 Ob 215/10i
    nur T2; Beis wie T1; Beis wie T7
  • 1 Ob 217/10h
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 217/10h
    Auch; nur T2; Beis wie T6; Beis wie T9
  • 3 Ob 110/12s
    Entscheidungstext OGH 19.09.2012 3 Ob 110/12s
    Auch; Beis ähnlich wie T7; Beis ähnlich wie T8
  • 7 Ob 49/13a
    Entscheidungstext OGH 17.04.2013 7 Ob 49/13a
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 150/14m
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 150/14m
    Vgl; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Die Errichtung einer Schrankenanlage muss der Fahrberechtigte nicht hinnehmen. (T12)
  • 6 Ob 129/14k
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 6 Ob 129/14k
    Auch
  • 10 Ob 83/16b
    Entscheidungstext OGH 24.01.2017 10 Ob 83/16b
    Vgl auch; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Absperrung des Dienstbarkeitswegs durch eine versperrte Kette auch bei Ausfolgung von Schlüsseln an den Dienstbarkeitsberechtigten unzulässig. (T13)
  • 5 Ob 235/16v
    Entscheidungstext OGH 04.05.2017 5 Ob 235/16v
    Auch; nur T2
  • 1 Ob 89/17w
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 1 Ob 89/17w
    Vgl auch
  • 2 Ob 7/17v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 2 Ob 7/17v
  • 7 Ob 108/19m
    Entscheidungstext OGH 24.04.2020 7 Ob 108/19m
    Beis wie T6
  • 5 Ob 121/20k
    Entscheidungstext OGH 21.07.2020 5 Ob 121/20k
    Beis wie T1; Beis wie T5
  • 1 Ob 129/20g
    Entscheidungstext OGH 23.07.2020 1 Ob 129/20g
    Beis wie T1; Beis wie T9; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Der Servitutsverpflichtete ist nicht verpflichtet, die auf natürlichem Weg herabwachsenden Äste und Stauden zu beseitigen. (T14)
  • 5 Ob 194/20w
    Entscheidungstext OGH 12.11.2020 5 Ob 194/20w
    Beis wie T8
  • 8 Ob 25/21s
    Entscheidungstext OGH 29.04.2021 8 Ob 25/21s
    Vgl; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Vollständige Verhinderung der Ausübung der Dienstbarkeit über jedenfalls 1,5 Jahre, auch wenn die Berechtigte sich den Vorteil aus der Nutzung der Dienstbarkeit auch durch eine andere Zugangsmöglichkeit verschaffen kann. (T15)
  • 5 Ob 81/21d
    Entscheidungstext OGH 04.11.2021 5 Ob 81/21d
    Beis wie T1
  • 1 Ob 220/21s
    Entscheidungstext OGH 25.01.2022 1 Ob 220/21s
  • 5 Ob 196/22t
    Entscheidungstext OGH 31.01.2023 5 Ob 196/22t
    Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0011740

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.03.2023

Dokumentnummer

JJR_19750312_OGH0002_0080OB00011_7500000_001

Rechtssatz für 8Ob312/64 (8Ob313/64) 1O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0034333

Geschäftszahl

8Ob312/64 (8Ob313/64); 1Ob96/75; 6Ob535/76; 7Ob783/79; 1Ob43/81; 1Ob20/85; 8Ob627/86; 1Ob40/89 (1Ob41/89); 1Ob34/92; 4Ob562/94; 1Ob15/94 (1Ob16/94); 1Ob622/95; 1Ob2188/96p; 10Ob144/99w; 7Ob81/05w; 4Ob74/07x; 4Ob190/13i; 5Ob30/14v; 5Ob74/15s; 9Ob40/15w; 5Ob61/17g; 9Ob63/18g; 4Ob177/19m; 10Ob17/21d; 7Ob78/22d; 10Ob54/22x; 9Ob113/22s

Entscheidungsdatum

16.02.2023

Rechtssatz

Die sogenannte Freiheitsersitzung ist ein Fall der Verjährung einer bereits bestehenden Dienstbarkeit und kein Fall der Ersitzung. Sie kann daher nur über ausdrückliche Einrede beachtet werden.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 312/64
    Entscheidungstext OGH 27.10.1964 8 Ob 312/64
  • 1 Ob 96/75
    Entscheidungstext OGH 25.06.1975 1 Ob 96/75
    nur: Die sogenannte Freiheitsersitzung ist ein Fall der Verjährung. (T1)
    Veröff: SZ 48/74 = EvBl 1976/64 S 127
  • 6 Ob 535/76
    Entscheidungstext OGH 01.04.1976 6 Ob 535/76
  • 7 Ob 783/79
    Entscheidungstext OGH 22.11.1979 7 Ob 783/79
  • 1 Ob 43/81
    Entscheidungstext OGH 03.03.1982 1 Ob 43/81
    nur T1; Beisatz: Und gilt auch für vom Eigentum abgesondert in Erscheinung tretende Fischereirechte. (T2)
    Veröff: RZ 1983/8 S 49
  • 1 Ob 20/85
    Entscheidungstext OGH 15.01.1986 1 Ob 20/85
    Beisatz: Der Belastete erwirbt kein neues Recht, es wird nur sein Eigentum von einer Beschränkung befreit. (T3)
    Veröff: NZ 1986,188
  • 8 Ob 627/86
    Entscheidungstext OGH 19.11.1986 8 Ob 627/86
    nur T1
  • 1 Ob 40/89
    Entscheidungstext OGH 15.11.1989 1 Ob 40/89
    nur T1
  • 1 Ob 34/92
    Entscheidungstext OGH 07.10.1992 1 Ob 34/92
    nur T1
  • 4 Ob 562/94
    Entscheidungstext OGH 19.09.1994 4 Ob 562/94
    nur T1
  • 1 Ob 15/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 15/94
    Beis wie T3; Beis wie T2; Beisatz: Den Anspruchsgegner trifft die Beweislast für rechtsvernichtende und rechtshemmende Umstände gemäß den allgemeinen Beweislastregeln. Er hat somit auch einen Sachverhalt zu behaupten und zu beweisen, aus dem der rechtliche Schluss zu ziehen ist, dass die Verjährungsfrist des § 1488 ABGB zum Zeitpunkt der Geltendmachung des behaupteten Anspruchs durch Klage bereits abgelaufen war. (T4)
  • 1 Ob 622/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 622/95
    Vgl; nur T1; Beis wie T4
  • 1 Ob 2188/96p
    Entscheidungstext OGH 03.10.1996 1 Ob 2188/96p
    Vgl; nur T1; Beis wie T3
  • 10 Ob 144/99w
    Entscheidungstext OGH 07.09.1999 10 Ob 144/99w
    Veröff: SZ 72/136
  • 7 Ob 81/05w
    Entscheidungstext OGH 11.05.2005 7 Ob 81/05w
    Vgl auch
  • 4 Ob 74/07x
    Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 74/07x
    Auch; Beisatz: Ihr Ablauf wird durch ernsthafte Vergleichsverhandlungen gehemmt. (T5)
    Veröff: SZ 2007/80
  • 4 Ob 190/13i
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 190/13i
    Vgl auch; Ähnlich Beis wie T4
  • 5 Ob 30/14v
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 30/14v
    Auch
  • 5 Ob 74/15s
    Entscheidungstext OGH 19.06.2015 5 Ob 74/15s
    Auch; nur T1
  • 9 Ob 40/15w
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 40/15w
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 61/17g
    Entscheidungstext OGH 20.11.2017 5 Ob 61/17g
    Auch
  • 9 Ob 63/18g
    Entscheidungstext OGH 27.09.2018 9 Ob 63/18g
  • 4 Ob 177/19m
    Entscheidungstext OGH 11.08.2020 4 Ob 177/19m
    nur T1
  • 10 Ob 17/21d
    Entscheidungstext OGH 13.09.2021 10 Ob 17/21d
  • 7 Ob 78/22d
    Entscheidungstext OGH 25.05.2022 7 Ob 78/22d
  • 10 Ob 54/22x
    Entscheidungstext OGH 13.12.2022 10 Ob 54/22x
    Vgl; Beis wie T4
  • 9 Ob 113/22s
    Entscheidungstext OGH 16.02.2023 9 Ob 113/22s
    nur: Die sogenannte Freiheitsersitzung ist ein Fall der Verjährung einer bereits bestehenden Dienstbarkeit und kein Fall der Ersitzung. (T6)

Schlagworte

usucapio libertatis

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0034333

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.03.2023

Dokumentnummer

JJR_19641027_OGH0002_0080OB00312_6400000_004

Rechtssatz für 5Ob142/73; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0034281

Geschäftszahl

5Ob142/73; 1Ob96/75; 6Ob535/76; 7Ob783/79; 7Ob572/82; 2Ob632/87; 1Ob642/89; 2Ob529/90; 1Ob15/94 (1Ob16/94); 1Ob622/95; 6Ob130/01p; 7Ob146/01y; 3Ob47/07v; 6Ob2/09a; 4Ob93/13z; 9Ob40/15w; 9Ob63/18g; 1Ob95/19f; 10Ob17/21d; 7Ob78/22d; 8Ob74/22y; 4Ob66/23v

Entscheidungsdatum

31.05.2023

Rechtssatz

Die Freiheitsersitzung kann auch zur Einschränkung einer Dienstbarkeit führen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 142/73
    Entscheidungstext OGH 10.10.1973 5 Ob 142/73
  • 1 Ob 96/75
    Entscheidungstext OGH 25.06.1975 1 Ob 96/75
    Veröff: SZ 48/74 = EvBl 1976/64 S 127 = JBl 1976,266
  • 6 Ob 535/76
    Entscheidungstext OGH 01.04.1976 6 Ob 535/76
  • 7 Ob 783/79
    Entscheidungstext OGH 22.11.1979 7 Ob 783/79
  • 7 Ob 572/82
    Entscheidungstext OGH 02.04.1982 7 Ob 572/82
    Beisatz: Ladetätigkeit (T1)
  • 2 Ob 632/87
    Entscheidungstext OGH 15.03.1988 2 Ob 632/87
  • 1 Ob 642/89
    Entscheidungstext OGH 06.09.1989 1 Ob 642/89
  • 2 Ob 529/90
    Entscheidungstext OGH 11.07.1990 2 Ob 529/90
  • 1 Ob 15/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 15/94
    Auch
  • 1 Ob 622/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 622/95
    Auch; Beisatz: Wird ein Hindernis errichtet, das die Ausübung der Servitut nur beschränkt, so führt die usucapio libertatis nach § 1488 ABGB zu einer Einschränkung der Dienstbarkeit. Es ist denkbar, dass das Fahrrecht auf ein Gehrecht eingeschränkt wird. (T2)
  • 6 Ob 130/01p
    Entscheidungstext OGH 21.06.2001 6 Ob 130/01p
    Auch; Beisatz: Mit der Anbringung eines leicht wegschiebbaren Faltgatters wird kein beträchtliches Hindernis geschaffen. Dieses kann nicht zum Erlöschen der Servitut, sondern höchstens zu deren Einschränkung führen, dass die Verpflichteten künftig die Erschwernis (des Wegschiebens des Faltgatters) zu dulden haben. (T3)
  • 7 Ob 146/01y
    Entscheidungstext OGH 31.07.2001 7 Ob 146/01y
    Beis wie T2
  • 3 Ob 47/07v
    Entscheidungstext OGH 23.05.2007 3 Ob 47/07v
    Auch; Beisatz: Hier: Ob bei einer bloß fallweisen, sich aber über Jahrzehnte erstreckenden Beschränkung des Durchgangs die Widersetzlichkeit zu bejahen und in der Folge ein Rechtsverlust in Ansehung einer Duldungspflicht in diesem Umfang anzunehmen ist, ist eine Frage des Einzelfalls. (T4)
  • 6 Ob 2/09a
    Entscheidungstext OGH 16.10.2009 6 Ob 2/09a
    Bem: Hier: Einschränkung eines Fahrrechts. (T5)
  • 4 Ob 93/13z
    Entscheidungstext OGH 09.07.2013 4 Ob 93/13z
    Auch; Beisatz: Diese Einschränkung kann sich auf die räumliche Ausdehnung, auf den sachlichen Umfang (zB Gehrecht statt Fahrrecht), aber auch auf Zeitraum der Ausübung beziehen. (T6)
  • 9 Ob 40/15w
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 40/15w
  • 9 Ob 63/18g
    Entscheidungstext OGH 27.09.2018 9 Ob 63/18g
    Beis wie T6
  • 1 Ob 95/19f
    Entscheidungstext OGH 25.06.2019 1 Ob 95/19f
    Beis ähnlich wie T4; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Räumliche Eingrenzung eines mit einem Wasserleitungsrecht verbundenen Wegerechts (Fahrrechts) infolge der nach Ablauf der dreijährigen Verjährungsfrist eingetretenen Freiheitsersitzung. (T7)
  • 10 Ob 17/21d
    Entscheidungstext OGH 13.09.2021 10 Ob 17/21d
  • 7 Ob 78/22d
    Entscheidungstext OGH 25.05.2022 7 Ob 78/22d
    Beis wie T6; Beisatz: Hier: Aufstellen von fest mit dem Boden verbundenen Dreiecksständern im Abstand von zwei Metern, sodass ein Passieren der beiden Hindernisse nur für einspurige Fahrzeuge sowie für mehrspurige Fahrzeuge mit einer Breite bis 1,80 m und einer Länge bis 4,30 m möglich war. (T8)
  • 8 Ob 74/22y
    Entscheidungstext OGH 25.01.2023 8 Ob 74/22y
    Vgl aber; Beisatz: Bei den im Rechtssatz RS0034281 indexierten und veröffentlichten Entscheidungen ging es regelmäßig um positive Servituten, konkret um Fälle, in denen Wegedienstbarkeiten beeinträchtigt wurden, weiters um Fälle der Beeinträchtigung von Fischereirechten. (T9)
    Beisatz: Wird der (negativen) Dienstbarkeit des Bauverbots zuwidergehandelt und erhebt der Dienstbarkeitsberechtigte drei Jahre lang keine Klage, so führt dies zum gänzlichen Untergang der Dienstbarkeit nach § 1488 ABGB. (T10)
  • 4 Ob 66/23v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 31.05.2023 4 Ob 66/23v
    Beisatz wie T6: Hier: Parken des KFZ auf dem Servitutsweg durch den Servitutsbelasteten (T11)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0034281

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.07.2023

Dokumentnummer

JJR_19731010_OGH0002_0050OB00142_7300000_002

Rechtssatz für 1Ob15/94 (1Ob16/94); ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0037141

Geschäftszahl

1Ob15/94 (1Ob16/94); 1Ob2188/96p; 4Ob2310/96a; 6Ob85/00v; 7Ob146/01y; 4Ob84/05i; 10Ob118/05h; 3Ob47/07v; 6Ob252/07p; 10Ob8/12t; 1Ob25/13b; 2Ob97/13y; 1Ob202/13g; 10Ob78/14i; 5Ob74/15s; 9Ob40/15w; 8Ob122/15x; 2Ob158/17z; 9Ob63/18g; 1Ob95/19f; 4Ob184/19s; 7Ob78/22d; 10Ob54/22x; 4Ob66/23v; 1Ob171/23p

Entscheidungsdatum

20.12.2023

Rechtssatz

Es ist nicht erforderlich, dass der Verpflichtete die Absicht hat, die Rechtsausübung durch den Berechtigten unmöglich zu machen oder zu beeinträchtigen. Es genügt vielmehr, dass der Belastete ein Hindernis errichtet, das die Ausübung des Rechts für den Berechtigten wahrnehmbar unmöglich macht oder beeinträchtigt. Es genügt die manifeste Beeinträchtigung des Servitutsrechts.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 15/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 15/94
  • 1 Ob 2188/96p
    Entscheidungstext OGH 03.10.1996 1 Ob 2188/96p
    Auch; nur: Es genügt vielmehr, dass der Belastete ein Hindernis errichtet, das die Ausübung des Rechts für den Berechtigten wahrnehmbar unmöglich macht oder beeinträchtigt. Es genügt die manifeste Beeinträchtigung des Servitutsrechts. (T1)
  • 4 Ob 2310/96a
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 4 Ob 2310/96a
    Beisatz: Bei Wegservituten genügt es, dass durch die Beeinträchtigung die ungehinderte Benützung des Weges auf gewöhnliche und allgemeine Art unmöglich wird. (T2)
  • 6 Ob 85/00v
    Entscheidungstext OGH 29.03.2000 6 Ob 85/00v
    nur T1; Beisatz: Wenn auch das bloße Leugnen des fremden Rechts noch nicht als Errichtung eines Hindernisses qualifiziert werden kann, so kann dies hier aber in der Unterlassung der für das Wohnen unbedingt erforderlichen Instandsetzung erblickt werden. (T3)
  • 7 Ob 146/01y
    Entscheidungstext OGH 31.07.2001 7 Ob 146/01y
    Auch
  • 4 Ob 84/05i
    Entscheidungstext OGH 12.07.2005 4 Ob 84/05i
  • 10 Ob 118/05h
    Entscheidungstext OGH 08.11.2005 10 Ob 118/05h
    Auch; nur: Es genügt die manifeste Beeinträchtigung des Servitutsrechts. (T4)
    Beisatz: Die dreijährige Verjährungsfrist beginnt aber frühestens zu dem Zeitpunkt zu laufen, zu dem der Servitutsberechtigte das Hindernis wahrnimmt oder zumindest bei gehöriger Aufmerksamkeit wahrnehmen konnte. (T5)
  • 3 Ob 47/07v
    Entscheidungstext OGH 23.05.2007 3 Ob 47/07v
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Der Begriff der Widersetzlichkeit des Verpflichteten vereint naturgemäß eine physische Komponente, nämlich die Widersetzungshandlung, welche für den Berechtigten wahrnehmbar und manifest sein muss, und eine zeitliche, nämlich im Unterschied zu einer bloß vorübergehenden Störung. (T6)
  • 6 Ob 252/07p
    Entscheidungstext OGH 12.12.2007 6 Ob 252/07p
    Auch
  • 10 Ob 8/12t
    Entscheidungstext OGH 13.03.2012 10 Ob 8/12t
    Auch; Beis wie T5
  • 1 Ob 25/13b
    Entscheidungstext OGH 07.03.2013 1 Ob 25/13b
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 97/13y
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 2 Ob 97/13y
    Beisatz: Dass sich der Verpflichtete der tatsächlichen Ausübung der Dienstbarkeit widersetzen müsse (vgl RIS‑Justiz RS0034271; RS0034394), ist nach der neueren Judikatur nicht mehr erforderlich. (T7)
  • 1 Ob 202/13g
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 1 Ob 202/13g
    Vgl; Beis wie T2
  • 10 Ob 78/14i
    Entscheidungstext OGH 16.12.2014 10 Ob 78/14i
    Beis wie T7
  • 5 Ob 74/15s
    Entscheidungstext OGH 19.06.2015 5 Ob 74/15s
    Auch
  • 9 Ob 40/15w
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 40/15w
    Beis wie T6; Beis wie T7
  • 8 Ob 122/15x
    Entscheidungstext OGH 19.02.2016 8 Ob 122/15x
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 2 Ob 158/17z
    Entscheidungstext OGH 16.05.2018 2 Ob 158/17z
    nur T1; Beisatz: Hier: Widersetzungshandlung iSd § 1488 ABGB durch verwaltungsbefugten Erben. (T8)
  • 9 Ob 63/18g
    Entscheidungstext OGH 27.09.2018 9 Ob 63/18g
    Auch
  • 1 Ob 95/19f
    Entscheidungstext OGH 25.06.2019 1 Ob 95/19f
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Räumliche Eingrenzung eines mit einem Wasserleitungsrecht verbundenen Wegerechts (Fahrrechts) infolge der nach Ablauf der dreijährigen Verjährungsfrist eingetretenen Freiheitsersitzung. (T9)
  • 4 Ob 184/19s
    Entscheidungstext OGH 24.10.2019 4 Ob 184/19s
    Beisatz: Die Freiheitsersitzung nach § 1488 ABGB ist ein Fall der Verjährung einer bestehenden Dienstbarkeit. (T10)
  • 7 Ob 78/22d
    Entscheidungstext OGH 25.05.2022 7 Ob 78/22d
    Beisatz: Hier: Aufstellen von fest mit dem Boden verbundenen Dreiecksständern im Abstand von zwei Metern, sodass ein Passieren der beiden Hindernisse nur für einspurige Fahrzeuge sowie für mehrspurige Fahrzeuge mit einer Breite bis 1,80 m und einer Länge bis 4,30 m möglich war. (T11)
  • 10 Ob 54/22x
    Entscheidungstext OGH 13.12.2022 10 Ob 54/22x
    Vgl; nur T1
  • 4 Ob 66/23v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 31.05.2023 4 Ob 66/23v
    Beisatz wie T1: Hier: Parken des KFZ auf dem Servitutsweg durch den Servitutsbelasteten (T12)
  • 1 Ob 171/23p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.12.2023 1 Ob 171/23p
    vgl; Beisatz wie T7
    Anm: vgl RS0134632

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0037141

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.02.2024

Dokumentnummer

JJR_19941123_OGH0002_0010OB00015_9400000_003

Rechtssatz für 8Ob508/80; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0011720

Geschäftszahl

8Ob508/80; 1Ob672/80; 1Ob669/81; 1Ob506/82; 7Ob613/82; 1Ob726/82; 3Ob579/82; 5Ob507/83 (5Ob508/83); 5Ob760/81; 1Ob555/83; 5Ob546/83 (5Ob547/83); 1Ob774/83; 1Ob29/84; 7Ob549/86; 2Ob532/87; 1Ob721/88; 1Ob514/89 (1Ob515/89); 7Ob693/89; 7Ob707/89; 4Ob58/93; 4Ob527/93; 1Ob13/93; 1Ob15/94 (1Ob16/94); 1Ob533/95; 8Ob630/93; 8Ob519/95 (8Ob520/95); 1Ob36/95; 4Ob1620/95; 1Ob642/95; 1Ob622/95; 1Ob2285/96b; 3Ob114/97d; 10Ob95/98p; 2Ob77/98g; 8Ob91/98k; 6Ob80/98b; 4Ob120/99x; 9Ob72/00d; 1Ob139/00y; 4Ob161/01g; 7Ob179/01a; 1Ob134/01i; 8Ob278/01t; 1Ob113/01a; 1Ob304/01i; 1Ob131/02z; 6Ob323/02x; 9Ob36/03i; 9Ob136/03w; 6Ob84/05d; 7Ob12/07a; 1Ob144/07v; 8Ob50/07x; 6Ob38/08v; 4Ob65/08z; 5Ob23/08f; 5Ob152/08a; 3Ob279/08p; 7Ob241/08d; 6Ob118/09k; 1Ob43/10w; 2Ob143/09g; 10Ob27/11k; 1Ob112/11v; 4Ob21/12k; 1Ob228/12d; 1Ob185/12f; 7Ob231/12i; 3Ob51/13s; 9Ob28/13b; 7Ob175/13f; 6Ob175/14z; 6Ob129/14k; 9Ob85/14m; 1Ob211/15h; 4Ob189/16x; 10Ob83/16b; 8Ob131/16x; 7Ob149/17p; 9Ob51/17s; 10Ob74/17f; 8Ob102/17h; 5Ob22/18y; 1Ob175/18v; 8Ob114/18z; 9Ob31/19b; 1Ob91/19t; 1Ob129/19f; 4Ob125/19i; 4Ob177/19m; 9Ob38/20h; 10Ob31/20m; 5Ob187/20s; 4Ob197/20d; 8Ob107/20y; 5Ob81/21d; 1Ob1/22m; 1Ob21/22b; 1Ob223/21g; 1Ob155/22h; 10Ob28/23z; 9Ob32/23f; 1Ob192/23a

Entscheidungsdatum

23.01.2024

Rechtssatz

Das Ausmaß der Dienstbarkeit, der Umfang der dem Inhaber zustehenden Befugnisse, richtet sich nach dem Inhalt des Titels, bei dessen Auslegung insbesondere der Zweck der Dienstbarkeit zu beachten ist.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 508/80
    Entscheidungstext OGH 10.04.1980 8 Ob 508/80
  • 1 Ob 672/80
    Entscheidungstext OGH 12.11.1980 1 Ob 672/80
    Veröff: SZ 53/149 = EvBl 1981/83
  • 1 Ob 669/81
    Entscheidungstext OGH 07.10.1981 1 Ob 669/81
  • 1 Ob 506/82
    Entscheidungstext OGH 31.03.1982 1 Ob 506/82
  • 7 Ob 613/82
    Entscheidungstext OGH 29.07.1982 7 Ob 613/82
    Beisatz: Gehrecht und Fahrtrecht umfasst nicht Ladetätigkeit. (T1)
  • 1 Ob 726/82
    Entscheidungstext OGH 01.09.1982 1 Ob 726/82
    Beisatz: Natur und Zweck der Dienstbarkeit zur Zeit ihrer Einräumung sind zu beachten. (T2)
  • 3 Ob 579/82
    Entscheidungstext OGH 17.11.1982 3 Ob 579/82
  • 5 Ob 507/83
    Entscheidungstext OGH 22.02.1983 5 Ob 507/83
  • 5 Ob 760/81
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 760/81
  • 1 Ob 555/83
    Entscheidungstext OGH 13.04.1983 1 Ob 555/83
    Beis wie T2; Veröff: SZ 56/60 = EvBl 1983/137 S 490 = JBl 1983,645
  • 5 Ob 546/83
    Entscheidungstext OGH 18.10.1983 5 Ob 546/83
  • 1 Ob 774/83
    Entscheidungstext OGH 30.11.1983 1 Ob 774/83
    Beis wie T2; Veröff: RZ 1985/27 S 89
  • 1 Ob 29/84
    Entscheidungstext OGH 12.11.1984 1 Ob 29/84
    Beis wie T2
  • 7 Ob 549/86
    Entscheidungstext OGH 24.04.1986 7 Ob 549/86
  • 2 Ob 532/87
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 2 Ob 532/87
    Vgl auch; Beisatz: Wurde bei Servitutsbestellung im Vertrag eine bestimmte Ausübungsart der Servitut ausdrücklich ausgeschlossen, ist eine Ausdehnung auf diese ausgeschlossene Ausübungsart unter Berufung auf § 484 ABGB jedenfalls unzulässig. (T3)
  • 1 Ob 721/88
    Entscheidungstext OGH 15.03.1989 1 Ob 721/88
  • 1 Ob 514/89
    Entscheidungstext OGH 05.04.1989 1 Ob 514/89
    Beis wie T2
  • 7 Ob 693/89
    Entscheidungstext OGH 30.11.1989 7 Ob 693/89
  • 7 Ob 707/89
    Entscheidungstext OGH 30.11.1989 7 Ob 707/89
    Ähnlich; Beisatz: Mangels einer Vereinbarung bestimmen die Natur und der Zweck zur Zeit ihrer Bestellung den Umfang der Servitut. (T4)
    Veröff: JBl 1990,584
  • 4 Ob 58/93
    Entscheidungstext OGH 13.07.1993 4 Ob 58/93
  • 4 Ob 527/93
    Entscheidungstext OGH 16.11.1993 4 Ob 527/93
    Auch
  • 1 Ob 13/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 13/93
    Auch; Veröff: SZ 66/98
  • 1 Ob 15/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 15/94
    Beis wie T2
  • 1 Ob 533/95
    Entscheidungstext OGH 27.02.1995 1 Ob 533/95
    Auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 630/93
    Entscheidungstext OGH 23.02.1995 8 Ob 630/93
  • 8 Ob 519/95
    Entscheidungstext OGH 18.08.1995 8 Ob 519/95
    Beis wie T2; Beis wie T4
  • 1 Ob 36/95
    Entscheidungstext OGH 27.07.1995 1 Ob 36/95
    Beis wie T4
  • 4 Ob 1620/95
    Entscheidungstext OGH 19.09.1995 4 Ob 1620/95
    nur: Das Ausmaß der Dienstbarkeit, der Umfang der dem Inhaber zustehenden Befugnisse, richtet sich nach dem Inhalt des Titels. (T5)
  • 1 Ob 642/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 642/95
    Beis wie T2
  • 1 Ob 622/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 622/95
    Auch; nur T5
  • 1 Ob 2285/96b
    Entscheidungstext OGH 03.10.1996 1 Ob 2285/96b
    Auch; nur T5; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 3 Ob 114/97d
    Entscheidungstext OGH 26.03.1997 3 Ob 114/97d
  • 10 Ob 95/98p
    Entscheidungstext OGH 17.03.1998 10 Ob 95/98p
  • 2 Ob 77/98g
    Entscheidungstext OGH 19.03.1998 2 Ob 77/98g
  • 8 Ob 91/98k
    Entscheidungstext OGH 24.08.1998 8 Ob 91/98k
  • 6 Ob 80/98b
    Entscheidungstext OGH 10.09.1998 6 Ob 80/98b
    Beis wie T2; Beisatz: Betrifft das Gehrecht und Fahrrecht einen Innenhof (= Zufahrtsrecht) inkludiert es begrifflich auch das Recht auf zumindest kurzfristiges Stehenbleiben. (T6)
  • 4 Ob 120/99x
    Entscheidungstext OGH 22.06.1999 4 Ob 120/99x
    Auch; Veröff: SZ 72/103
  • 9 Ob 72/00d
    Entscheidungstext OGH 05.04.2000 9 Ob 72/00d
    Beis wie T2; Beis wie T6; Beisatz: Die Auslegung des Umfangs der Dienstbarkeit ist eine Frage des Einzelfalles. (T7)
  • 1 Ob 139/00y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 139/00y
    Auch; Beis wie T7
  • 4 Ob 161/01g
    Entscheidungstext OGH 10.07.2001 4 Ob 161/01g
    Beisatz: Ob eine bestimmte Vereinbarung vorliegt und welches Ausmaß die Dienstbarkeit danach hat, ist nach den Auslegungsregeln der §§ 914, 915 ABGB zu bestimmen. (T8)
    Beisatz: Bei der Beurteilung, ob dem Dienstbarkeitsberechtigten Erschwernisse zuzumuten sind, sind Natur und Zweck der Dienstbarkeit zu berücksichtigen. (T9)
  • 7 Ob 179/01a
    Entscheidungstext OGH 31.07.2001 7 Ob 179/01a
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 1 Ob 134/01i
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 1 Ob 134/01i
    Beisatz: Auslegung des Titels erfolgt unter Berücksichtigung von Natur und Zweck der Dienstbarkeit bei deren Einräumung. (T10)
  • 8 Ob 278/01t
    Entscheidungstext OGH 13.12.2001 8 Ob 278/01t
    Beis wie T7
  • 1 Ob 113/01a
    Entscheidungstext OGH 17.12.2001 1 Ob 113/01a
    Beisatz: Wird im Servitutsbestellungsvertrag Ausmaß und Umfang des Fahrrechts und Gehrechts nicht näher festgelegt, so liegt eine ungemessene Servitut vor, deren Umfang sich ebenso wie die Art der Ausübung nach dem Inhalt des Titels richtet, bei dessen Auslegung insbesondere der Zweck der Dienstbarkeit zu beachten ist. (T11)
  • 1 Ob 304/01i
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 1 Ob 304/01i
    Beis wie T2; Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T11; Beisatz: Es ist unmaßgeblich, wie oft der Berechtigte das dienende Gut nach seinen derzeitigen Lebensverhältnissen tatsächlich benützt, ist doch der Umfang des Wegerechts des herrschenden Guts am Zweck der Dienstbarkeit und nicht an den allenfalls (bloß vorübergehend) eingeschränkten Bedürfnissen des derzeitigen Liegenschaftseigentümers zu messen. (T12)
    Veröff: SZ 2002/86
  • 1 Ob 131/02z
    Entscheidungstext OGH 28.01.2003 1 Ob 131/02z
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T7
  • 6 Ob 323/02x
    Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 323/02x
  • 9 Ob 36/03i
    Entscheidungstext OGH 10.09.2003 9 Ob 36/03i
    Beis wie T11
  • 9 Ob 136/03w
    Entscheidungstext OGH 19.11.2003 9 Ob 136/03w
    Beis wie T7
  • 6 Ob 84/05d
    Entscheidungstext OGH 23.06.2005 6 Ob 84/05d
    Auch; Beisatz: Hier: Das Maß und der Umfang der Servitut sind dadurch bestimmt, dass sie an die Bauweise des Bauwerks auf dem herrschenden Grundstück geknüpft wurden. Die Vermehrung der Wohnflächen durch die dem Bebauungsplan widersprechende Bauweise führte zu der Erweiterung des Verkehrs auf dem Zufahrtsweg. Die Erweiterung dieser so „gemessenen" Servitut ist unzulässig. (T13)
  • 7 Ob 12/07a
    Entscheidungstext OGH 28.03.2007 7 Ob 12/07a
    Beis wie T7
  • 1 Ob 144/07v
    Entscheidungstext OGH 22.10.2007 1 Ob 144/07v
    Auch
  • 8 Ob 50/07x
    Entscheidungstext OGH 16.01.2008 8 Ob 50/07x
    Beisatz: Die Auslegung hat den Grundsatz der möglichst schonenden Ausübung der Servitut zu berücksichtigen und die Interessen der Beteiligten abzuwägen. (T14)
  • 6 Ob 38/08v
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 38/08v
    Beis wie T7
  • 4 Ob 65/08z
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 65/08z
    Auch; Beis wie T2
  • 5 Ob 23/08f
    Entscheidungstext OGH 24.06.2008 5 Ob 23/08f
    Vgl; Beis ähnlich wie T11; Beisatz: Bei ungemessenen Servituten ist nicht das Bedürfnis des herrschenden Guts im Zeitpunkt der Entstehung der Dienstbarkeit, sondern dessen jeweiliges Bedürfnis innerhalb der Schranken des ursprünglichen Bestands und der ursprünglichen Bewirtschaftungsart maßgebend. (T15)
    Beisatz: Es soll dem Berechtigten der angestrebte Vorteil ermöglicht, dem Belasteten aber so wenig wie möglich geschadet werden. Eine unzulässige Erweiterung der Dienstbarkeit liegt nur dann vor, wenn das dienende Gut dadurch erheblich schwerer belastet wird. (T16)
    Beisatz: Diese gemäß § 484 ABGB vorzunehmende Interessenabwägung ist stets von den Umständen des Einzelfalls abhängig und stellt daher im Allgemeinen keine Rechtsfrage erheblicher Bedeutung dar. (T17)
  • 5 Ob 152/08a
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 152/08a
    Vgl; Beis wie T7
  • 3 Ob 279/08p
    Entscheidungstext OGH 21.01.2009 3 Ob 279/08p
    nur T5; Beis wie T7; Beis wie T17
  • 7 Ob 241/08d
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 7 Ob 241/08d
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T15; Beis wie T16; Beis ähnlich wie T11; Beisatz: Diese Grundsätze gelten auch für unregelmäßige Dienstbarkeiten, wobei an die Stelle der Verhältnisse des herrschenden Gutes diejenigen der dienstbarkeitsberechtigten Personen treten. (T18)
  • 6 Ob 118/09k
    Entscheidungstext OGH 12.11.2009 6 Ob 118/09k
    Vgl; Beis wie T7
  • 1 Ob 43/10w
    Entscheidungstext OGH 06.07.2010 1 Ob 43/10w
    Beis wie T7; Beisatz: Hier: Der sich aus § 22 Abs 1 des Oö Raumordnungsgesetzes 1994 ergebende Nutzungsumfang. (T19)
  • 2 Ob 143/09g
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 143/09g
    Veröff: SZ 2010/67
  • 10 Ob 27/11k
    Entscheidungstext OGH 31.05.2011 10 Ob 27/11k
    Auch
  • 1 Ob 112/11v
    Entscheidungstext OGH 01.09.2011 1 Ob 112/11v
    nur T5; Beis wie T7
  • 4 Ob 21/12k
    Entscheidungstext OGH 27.03.2012 4 Ob 21/12k
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T14
  • 1 Ob 228/12d
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 228/12d
    Vgl; Beis wie T15
  • 1 Ob 185/12f
    Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 185/12f
  • 7 Ob 231/12i
    Entscheidungstext OGH 18.02.2013 7 Ob 231/12i
    nur T5
  • 3 Ob 51/13s
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 3 Ob 51/13s
    Auch; Beis wie T7
  • 9 Ob 28/13b
    Entscheidungstext OGH 24.07.2013 9 Ob 28/13b
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T17
  • 7 Ob 175/13f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 175/13f
  • 6 Ob 175/14z
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 6 Ob 175/14z
    Auch; Beis ähnlich wie T10; Beis wie T15; Beis wie T16; Beis wie T17
  • 6 Ob 129/14k
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 6 Ob 129/14k
    Beisatz: Bei einer vertraglich eingeräumten Servitut sind Art und Umfang nach den allgemeinen Regeln der §§ 914 f ABGB auszulegen; wobei servitutenspezifische Besonderheiten zu berücksichtigen sind. Sofern der Parteiwille aus dem Wortsinn nicht ermittelt werden kann, sind insbesondere Natur und Zweck der Servitut zur Zeit ihrer Einräumung zu berücksichtigen. (T20)
  • 9 Ob 85/14m
    Entscheidungstext OGH 29.04.2015 9 Ob 85/14m
    Beis wie T7
  • 1 Ob 211/15h
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 211/15h
    Ähnlich nur T5; Beisatz: Hier: Wasserbezugsrecht - gemessene Servitut. Bezugnahme auf ein „Einfamilienhaus“ im Titel kann vernünftigerweise so verstanden werden, dass den Eigentümern der herrschenden Liegenschaft ‑ unabhängig von der tatsächlichen Verwendung des errichteten Gebäudes ‑ der Wasserbezug in dem Umfang zustehen solle, wie er für die Versorgung eines von einer Familie bewohnten Hauses erforderlich ist. Wird dieses Maß nicht überschritten, kann von einer unzulässigen Ausdehnung der Servitut keine Rede sein. (T21)
  • 4 Ob 189/16x
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 4 Ob 189/16x
    Beisatz: Eine nachträgliche Gesetzesänderung kann für sich genommen noch nicht eine Ausweitung der Grenzen des vertraglich eingeräumten Dienstbarkeitsrechts bewirken. (T22)
  • 10 Ob 83/16b
    Entscheidungstext OGH 24.01.2017 10 Ob 83/16b
    Vgl auch; Beis wie T17
  • 8 Ob 131/16x
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 8 Ob 131/16x
    Beis wie T7
  • 7 Ob 149/17p
    Entscheidungstext OGH 18.10.2017 7 Ob 149/17p
    Ähnlich; Beis wie T12
  • 9 Ob 51/17s
    Entscheidungstext OGH 18.12.2017 9 Ob 51/17s
    Beis wie T7
  • 10 Ob 74/17f
    Entscheidungstext OGH 23.01.2018 10 Ob 74/17f
  • 8 Ob 102/17h
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 8 Ob 102/17h
    Beis wie T11; Beis wie T15
  • 5 Ob 22/18y
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 22/18y
    Beis wie T7; Beis wie T15
  • 1 Ob 175/18v
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 1 Ob 175/18v
    Vgl; Beis wie T17
  • 8 Ob 114/18z
    Entscheidungstext OGH 26.02.2019 8 Ob 114/18z
    Vgl auch; Beis wie T7; Beis wie T15
  • 9 Ob 31/19b
    Entscheidungstext OGH 15.05.2019 9 Ob 31/19b
    Beis wie T20
  • 1 Ob 91/19t
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 1 Ob 91/19t
    Beisatz: Hier: Verbüchertes Wasserbezugsrecht; Differenz über den Umfang eines Wasserbezugsrechts (in Liter bzw Kubikmeter). (T23)
  • 1 Ob 129/19f
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 1 Ob 129/19f
    Vgl; Beisatz: Hier: Feststellung einer Servitut; insoweit das Begehren über den ursprünglichen Nutzungszweck hinausgeht, zielt es auf eine grundsätzlich unzulässige Ausweitung ab. (T24)
  • 4 Ob 125/19i
    Entscheidungstext OGH 28.02.2020 4 Ob 125/19i
    Vgl; Beis wie T7
  • 4 Ob 177/19m
    Entscheidungstext OGH 11.08.2020 4 Ob 177/19m
  • 9 Ob 38/20h
    Entscheidungstext OGH 26.08.2020 9 Ob 38/20h
    Beis wie T17
  • 10 Ob 31/20m
    Entscheidungstext OGH 01.09.2020 10 Ob 31/20m
    Beis wie T7; Beis wie T17
  • 5 Ob 187/20s
    Entscheidungstext OGH 22.12.2020 5 Ob 187/20s
    Vgl; Beis wie T17
  • 4 Ob 197/20d
    Entscheidungstext OGH 22.12.2020 4 Ob 197/20d
    Beis wie T17; Beisatz: Hier: Die Errichtung eines massiven Zauns entlang des letzten Wegstücks, der die mechanische Schneeräumung und insbesondere die Beseitigung der Schneemassen aus dem Servitutsweg verhindert, steht dem Servitutsrecht entgegen. Das Verlangen nach der Beseitigung des Zauns bedeutet hier keine Ausweitung der Servitut. (T25)
  • 8 Ob 107/20y
    Entscheidungstext OGH 28.01.2021 8 Ob 107/20y
    Beis wie T7
  • 5 Ob 81/21d
    Entscheidungstext OGH 04.11.2021 5 Ob 81/21d
    nur T5
  • 1 Ob 1/22m
    Entscheidungstext OGH 25.01.2022 1 Ob 1/22m
    nur T5; Beis wie T7; Beis wie T16; Beis wie T20
  • 1 Ob 21/22b
    Entscheidungstext OGH 21.02.2022 1 Ob 21/22b
    Beis wie T7; Beis wie T17
  • 1 Ob 223/21g
    Entscheidungstext OGH 20.04.2022 1 Ob 223/21g
    Vgl; Beis wie T14
  • 1 Ob 155/22h
    Entscheidungstext OGH 14.09.2022 1 Ob 155/22h
    Vgl
  • 10 Ob 28/23z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 22.06.2023 10 Ob 28/23z
    vgl; Beisatz wie T15; Beisatz wie T24
  • 9 Ob 32/23f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.07.2023 9 Ob 32/23f
    vgl; Beisatz wie T3; Beisatz wie T17
  • 1 Ob 192/23a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.01.2024 1 Ob 192/23a
    Beisatz: Hier: Unzulässige Erweiterung der (vereinbarten) Servitut durch nunmehrige Ableitung des Abwassers aus dem (Wohn-)Gebäude gegenüber der „Hofentwässerung“ des vormaligen „Gartenhauses“ durch das Abfließen von Regenwasser durch ein offenes Rohr in die damalige Grube. (T26)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0011720

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.02.2024

Dokumentnummer

JJR_19800410_OGH0002_0080OB00508_8000000_001

Entscheidungstext 1Ob15/94 (1Ob16/94)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

1Ob15/94 (1Ob16/94)

Entscheidungsdatum

23.11.1994

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr.Schlosser als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr.Schiemer, Dr.Gerstenecker, Dr.Rohrer und Dr.Pimmer als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Sportanglerbund V*****, vertreten durch Dr.Franz Hitzenberger und Dr. Otto Urban, Rechtsanwälte in Vöcklabruck, wider die beklagte Partei Republik Österreich, vertreten durch die Finanzprokuratur, Wien 1, Singerstraße 17-19, sowie der auf deren Seite beigetretenen Nebenintervenienten 1) Dr.Johann A***** , 2) Jutta F*****, vertreten durch Dr.Arnold Richter und Dr.Thomas Richter, Rechtsanwälte in Linz, 3) Dipl.Ing.Heimo H*****, vertreten durch Dr.Franz Gütlbauer, Rechtsanwalt in Wels, und 4) Dr.Edmund B*****, vertreten durch Dr.Rudolf Franzmayr, Rechtsanwalt in Vöcklabruck, wegen Aufkündigung von Bestandverträgen betreffend Bojen und Entfernung von Bojen (Streitwert 80.000 S), infolge Rekurses und Revision der klagenden Partei gegen den Aufhebungsbeschluß und das Teilurteil des Oberlandesgerichts Linz als Berufungsgerichts vom 24.November 1993, GZ 1 R 143/93-99, womit das Urteil des Landesgerichts Wels vom 2.April 1993, GZ 1 Cg 1/93-89, infolge Berufung der klagenden Partei teils aufgehoben und teils bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen und zu Recht erkannt:

Spruch

1. Dem Rekurs wird nicht Folge gegeben.

2. Der Revision wird teilweise Folge gegeben.

In Ansehung der Bojen (Bestandnehmer) A 4252, A 4235, A 4229 (Drittnebenintervenient) und A 4256 (Erstnebenintervenient) wird das angefochtene Teilurteil als Teilurteil bestätigt.

In Ansehung der Bojen (Bestandnehmer) A 3089 (Segelclub N*****), A 306 (Günther W*****), A 3070 (Dr.Bernd K*****), A 3006 (Werner S*****), A 3015 (Viertnebenintervenient), A 3011 (Sigmar W*****), A 398 (Dkfm. Edmund R*****), A 3001 (Zweitnebenintervenientin), A 399 (Dipl.Ing.Hans U*****), A 3000 (Gundar S*****), A 3010 (Dipl.Ing.Richard S*****), A 3068 (Gertrude S*****), A 3035 (Heinz R*****), A 3069 (Franz B*****), A 3050 (Josef S*****), A 4221 (Dr.Ulf P*****) und A 4264 (Johann B*****) werden die Entscheidungen der Vorinstanzen aufgehoben. Auch insoweit wird die Rechtssache zur neuerlichen Verhandlung und Entscheidung an das Erstgericht zurückverwiesen.

4. Die klagende Partei ist schuldig, dem Erst-und Drittnebenintervenienten die mit je 5.433,60 S bestimmten Kosten ihrer Rekurs- und Revisionsbeantwortung (darin je 905,60 S USt) binnen 14 Tagen zu ersetzen. Im übrigen sind die Kosten des Rekurs- und Revisionsverfahrens weitere Verfahrenskosten.

Text

Entscheidungsgründe:

Der klagende Verein erwarb mit Kaufverträgen vom 15.Dezember 1965 und 5.Juli 1979 die unter PZ 39 und 40 mit Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck vom 19.Juli 1965, GZ Agrar 81/1965, eingetragenen Fischereirechte des Fischwassers am Attersee für die Kleinfischereiparzellen (Seegrundstücke) 807 (Steuergemeinde A*****), 2677 (Steuergemeinde P*****), 1914 (Steuergemeinde A*****) und 2755 (Steuergemeinde N*****) mit der Begrenzung vom N***** Landungssteg bis zum S***** und betreibt dort die Sportfischerei. Die beklagte Partei ist Eigentümerin des Attersees und verpachtet an Interessenten Standplätze für Bojen (stationäre Schiffsanker).

Die oberösterreichische Landesregierung begann 1983 mit Grundlagenerhebungen, um im Verordnungsweg auf der Grundlage des oö. NaturschutzG einen Bojenplan zu erlassen und so das unkontrollierte Setzen von Bojen in den Attersee zu unterbinden. 1983 zählte die Gendarmerie im gesamten Attersee 1.845 Bojen. Bis zur Erlassung des Bojenplans tolerierte die beklagte Partei das Setzen von Bojen; es war lediglich eine naturschutzbehördliche Genehmigung erforderlich. Am 1.Oktober 1984 wurde die AtterseebojenVO, OÖ LGBl 1984/76, erlassen und die Höchstzahl von Bojen im gesamten Attersee mit 1.600 festgelegt. Die überwiegende Anzahl der nunmehr im Attersee eingebrachten Bojen war bei Inkrafttreten des Bojenplans bereits vorhanden. Mit 30.Mai 1985 beauftragte die oberösterreichische Landesregierung die Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck mit der Entfernung nicht bewilligter Bojen. Die meisten Bestandverträge über die vorhandenen Bojen wurden bis 1985 und nur ein geringer Teil danach abgeschlossen. Auch in den Fällen, in denen erst nach 1985 ein Bojen-Bestandvertrag abgeschlossen wurde, war zuvor bereits eine Boje vorhanden, der Bestandvertrag war nur mit einer anderen Person abgeschlossen worden. Der Abschluß der Bojen-Bestandverträge wurde bis etwa 1990 derart gehandhabt, daß die Gültigkeit des abgeschlossenen Bestandvertrags von der naturschutzbehördlichen Genehmigung abhängig war. Seit 1990 wird der Bestandvertrag in der Regel erst nach der naturschutzbehördlichen Genehmigung einer Boje abgeschlossen.

Der Erstnebenintervenient schloß in Ansehung der Boje A 4256 mit Vertragsbeginn 1.Jänner 1989 einen Bestandvertrag mit der beklagten Partei ab, hatte aber bereits 1978 an dieser Stelle eine Boje im Attersee eingebracht und diese bis zur über behördliche Aufforderung erfolgten Entfernung im Herbst 1988 belassen, um im Frühjahr 1989 an der gleichen Stelle eine neue Boje zu verankern. Der Drittnebenintervenient stellte am 6.April 1987 einen Antrag auf Genehmigung einer Boje und schloß mit Vertragsbeginn 15.Mai 1987 einen Bestandvertrag mit der beklagten Partei betreffend die Boje A 4229 ab. Er setzte einen neuen Bojenstein und brachte eine neue Boje an. An etwa dieser Stelle war bereits seit etwa 1959 eine Boje vorhanden, die allerdings nur bis 1972 benutzt und in der Folge unbenutzt an der Stelle belassen wurde, bis der Drittnebenintervenient die neue Boje setzte. In Ansehung der Bojen A 4252 und A 4235 besteht kein aufrechtes Bestandverhältnis (mehr) zur beklagten Partei.

Die Flachwasserzone, in der sich die Bojen befinden, ist für den Fischbestand sehr bedeutend, sie ist Substrat für die Fischnährtiere und Laichplatz für zahlreiche Fische. Im genannten Bereich des Attersees nehmen die Bojenzonen und -felder etwa 11 % des Fischereirechts der klagenden Partei und über 50 % des Litorals ein. Die Bojen sind mit Ketten oder Seilen verankert, die rund um die Verankerung einen Kreis am Seeboden freischeuern und das Aufkommen von Wasserpflanzen behindern oder verhindern und demgemäß Störfaktoren im Litoralbereich sind. Je mehr Bojen das Litoral abdecken, desto weniger können die Fischereiberechtigten ihr Recht ausüben. Der Angelfischer kann Bojen ausweichen, muß aber im Schwenkbereich der Bojen damit rechnen, daß der Beutefisch sich in den Bojenseilen verfängt, Fanggerät und Beute verlorengehen, der Fisch mit einem Teil der Fangvorrichtung entkommt und nach längeren Qualen verendet. Ist das Bojenfeld voll belegt, kann der Angler vom Ufer aus nicht mehr fischen, weil das Risiko des Verlusts von Beute und Fanggerät zu groß ist. Mit Zunahme der Bojen vermindert sich der Wert der Wasserfläche für den Angelsport in Form einer konvex fallenden Kurve, was sich in einer Ertragsminderung zeigt, die durch stärkeres Befischen an anderen Teilen des Sees nicht ausgeglichen werden kann.

Die klagende Partei begehrt mit ihrer am 5.April 1990 eingebrachten Klage in der Fassung der Modifizierungen ON 53 und ON 80 betreffend die obgenannten vier Atterseegrundstücke, die beklagte Partei zu verpflichten, näher bezeichnete Bestandverträge für Bojen mit insgesamt 47 Bojenpächtern zum nächsten Termin aufzukündigen und nach dem Kündigungstermin die Entfernung der Bojen zu veranlassen. Dazu brachte sie vor, ihr Fischereirecht werde durch das Setzen von Bojen beeinträchtigt.

Die beklagte Partei wendet im wesentlichen ein, die Dienstbarkeit des Fischereirechts sei verjährt, weil die Bojen-Bestandverträge schon vor mehr als drei Jahren vor Klagseinbringung abgeschlossen worden seien, außerdem werde das Fischereirecht durch die Bojen nicht eingeschränkt. Die Erst-, Zweit-und Drittnebenintervenienten wenden als Pächter von Bojen-Standplätzen im wesentlichen ein, ihre Bojen seien schon seit vielen Jahren angebracht, die Dienstbarkeit sei verjährt.

Das Erstgericht wies das Klagebegehren im wesentlichen mit der Begründung ab, die Dienstbarkeit (des Fischereirechts) sei verjährt. 1984 seien 1.845 Bojen im Attersee eingebracht gewesen, seither habe sich deren Anzahl sogar verringert. Anhaltspunkte, daß dies für den Bereich des Fischereirechts der klagenden Partei nicht gelte, fehlten. Auf das Datum des Abschlusses einzelner Bestandverträge komme es nicht an, weil das Fischereirecht schon durch die Tatsache, daß sich überhaupt Bojen im Attersee befänden, beeinträchtigt werde.

Das Berufungsgericht hat 1) beschlußmäßig ausgesprochen, das Ersturteil sei in Ansehung der Bojen A 4248 und A 4266 wegen Klagsrückziehung ohne Anspruchsverzicht mit Zustimmung der beklagten Partei in der mündlichen Berufungsverhandlung wirkungslos, und 2) die klagsabweisende Entscheidung des Erstgerichts a) in Ansehung der Bojen A 3089, A 306, A 3070, A 3006, A 3015, A 3011, A 398, A 3001, A 399, A 3000, A 3010, A 3068, A 3035, A 3069, A 3050, A 4252, A 4221, A 4235, A 4229, A 4264 und A 4256 mit Teilurteil bestätigt sowie b) in Ansehung der Bojen A 3093, A 3980, A 3084, A 3081, A 3079, A 3078, A 3092, A 4230, A 4262, A 4241, A 4242, A 4249, A 4254, A 4257, A 4258, A 4231, A 4232, A 4233, A 4261, A 4255, A 4269, A 4236, A 4263 und A 4268 aufgehoben und dem Erstgericht insoweit eine neuerliche Entscheidung nach Verfahrensergänzung aufgetragen. Der Entscheidungsgegenstand übersteige 50.000 S, die ordentliche Revision und der Rekurs an den Obersten Gerichtshof seien zulässig, weil zur Frage der Beeinträchtigung des Fischereirechts durch Bojen in einem öffentlichen Gewässer Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs fehle.

In rechtlicher Hinsicht ging die zweite Instanz im wesentlichen davon aus, grundsätzlich werde durch das Setzen von Bojen das Fischereirecht der klagenden Partei erheblich beeinträchtigt und erschwert. Maßgeblich sei nicht, ob im gesamten Attersee seit 1984 die Anzahl der Bojen geringer geworden sei, sondern ob durch die im Klagebegehren angeführten Bojen konkret die Dienstbarkeit der klagenden Partei ernstlich erschwert oder gefährdet werde. Das Dienstbarkeitsrecht beziehe sich aber nur auf die damit belasteten Parzellen des Attersees. Dadurch, daß die jeweils Berechtigten das Setzen von Bojen jahre- wenn nicht sogar jahrzehntelang geduldet hätten, hätten sie zumindest schlüssig ihre Zustimmung zur Einschränkung der Dienstbarkeit gegeben. Allerdings stehe nicht fest, welche Bojen bereits über einen längeren Zeitraum im See verankert worden seien. Soweit Bojen erst in jüngster Zeit gesetzt worden seien und darüber ein Bestandvertrag geschlossen worden sei, werde es darauf ankommen, ob dadurch die Ausübung des Fischereirechts durch die klagende Partei ernstlich erschwert worden sei; sei nämlich eine Boje zusätzlich in einen Bereich gesetzt worden, in dem das Fischen durch die bereits vorhandenen Bojen ohnedies nahezu unmöglich sei, werde dadurch die Dienstbarkeit nicht beeinträchtigt.

In der Verjährungsfrage sei das Datum des Abschlusses jedes einzelnen Bestandvertrags entscheidend. Liege der Abschluß vor dem 5.April 1987 (Klagseinbringung 5.April 1990), dann könne die klagende Partei die Kündigung dieser Bestandverträge nicht mehr durchsetzen (Paragraph 1488, ABGB), weil das Servitutsrecht verjährt sei. In Ansehung der übrigen Bojen komme es darauf an, ob das Fischereirecht der klagenden Partei durch sie ernstlich erschwert werde. Dies sei im weiteren Verfahren vom Erstgericht festzustellen. Bei der Boje A 4229 (Drittnebenintervenient) stehe fest, daß sie zwar seit 15.Mai 1987 gepachtet, jedoch an der gleichen Stelle bereits seit 1959 eine Boje vorhanden gewesen sei. Es sei daher davon auszugehen, daß die beklagte Partei dem Drittnebenintervenienten das Gebrauchsrecht an ihrem Eigentum teilweise überlassen habe, weil der Landeshauptmann bzw die ihm unterstellten Behörden als Verwalter des öffentlichen Wasserguts spätestens mit der Erfassung aller Bojen im Attersee 1983 auch Kenntnis vom Gebrauch gehabt und diesen nicht widerrufen hätten. Dieses Rechtsverhältnis zwischen der beklagten Partei und dem Drittnebenintervenienten vor Abschluß des Bestandvertrags sei als Prekarium zu werten. Prekaristischer Besitz schließe Rechtsbesitz gegenüber Dritten nicht aus. Gegenüber der klagenden Parrtei sei daher der Drittnebenintervenient als Besitzer anzusehen, die Verjährungsfrist laufe somit nicht erst ab Abschluß seines Bestandvertrags, sondern bereits während der Dauer der prekaristischen Gestattung der Verankerung im See. Das Setzen von Bojen sei vom Gemeingebrauch nicht umfaßt. Auch der Erstnebenintervenient sei in Ansehung der Boje A 4256 vor Abschluß des am 1.Jänner 1989 wirksam gewordenen Bestandvertrags als Prekarist anzusehen. Daß die beklagte Partei den Gebrauch ihres Eigentums 1988 widerrufen habe, der Erstnebenintervenient dieser Aufforderung nachgekommen sei und erst im Frühjahr 1989 nach Abschluß des Bestandvertrages die Boje wieder eingebracht habe, ändere nichts am bereits eingetretenen teilweisen Rechtsverlust der klagenden Partei.

Der Rekurs der klagenden Partei gegen den Aufhebungsbeschluß ist nicht berechtigt, ihre Revision gegen das Teilurteil ist zulässig und zum Teil berechtigt.

Der Revisionsgrund der Mangelhaftigkeit des Berufungsverfahrens, liegt, wie der Oberste Gerichtshof geprüft hat, nicht vor (Paragraph 510, Absatz 3, letzter Satz ZPO).

Rechtliche Beurteilung

Gemäß Paragraph eins, Absatz 3, OÖ FischereiG, LGBl 1983/60, unterliegen das Eigentum an einem Fischereirecht und dessen Übertragung den Vorschriften des Privatrechts, soweit in diesem Gesetz nichts anderes bestimmt ist; im Streitfall sind die ordentlichen Gerichte zur Entscheidung berufen. Nach österr. Recht ist das Fischereirecht dort, wo es vom Eigentum abgesondert in Erscheinung tritt, als selbständiges dingliches Recht gleich einer Dienstbarkeit anzusehen (SZ 59/200, SZ 56/11; 1 Ob 34/92, 1 Ob 25, 26/87 uva; Klang in Klang2 römisch II 251; Spielbüchler in Rummel2 , Rz 4 zu Paragraph 383, ABGB; Pimmer in Schwimann Rz 5 zu Paragraph 477, ABGB, Rz 4 zu Paragraph 383, ABGB). Das Ausmaß einer Servitut und der Umfang der dem Berechtigten zustehenden Befugnisse richtet sich nach dem Inhalt des Titels und bei dessen Auslegung insbesondere nach Natur und Zweck der Dienstbarkeit zum Zeitpunkt ihrer Einräumung (NZ 1990, 101; RZ 1985/27; SZ 53/149 uva). Nach den jeweiligen Verhältnissen soll dem Berechtigten der angestrebte Vorteil ermöglicht, dem Belasteten aber so wenig wie nur möglich geschadet werden (RZ 1985/27 mwN). Daher hat die klagende Partei die Bojen, die bereits beim Erwerb ihrer Fischereirechte gesetzt waren, zu dulden. Entgegen der Auffassung der Zweitnebenintervenientin hält der erkennende Senat an seiner in der Entscheidung SZ 59/142 vertretenen Rechtsansicht, daß das Setzen einer an einer im Seegrund angebrachten Betonverankerung befestigten Boje durch den Gemeingebrauch am Gewässer nicht erfaßt wird, fest. Aus Paragraph 484, ABGB folgt weiters, daß sich der Dienstbarkeitsberechtigte jene Einschränkungen des Belasteten gefallen lassen muß, welche die Ausübung der Dienstbarkeit nicht ernstlich erschweren oder gefährden (NZ 1990, 101; ZVR 1990/5 uva). Klagegrund der Servitutenklage (actio confessoria; Paragraph 523, ABGB) ist jede Störung des Servitutsrechts, auch wenn sie nur geringfügig ist, aber dauernd wirkt, oder wenn Wiederholung droht (Pimmer aaO Rz 1 zu Paragraph 523, ABGB). Sie kann auf die Beseitigung des Hindernisses oder der Beeinträchtigung und gegen jeden gerichtet werden, der den Servitutsberechtigten an der Ausübung seines Rechts hindert oder ihn darin stört. Abzustellen ist entgegen der Auffassung der beklagten Partei in ihrer Rechtsmittelbeantwortung nicht auf die Verhältnisse im gesamten Attersee, sondern auf die Verhältnisse in den vier Kleinfischereiparzellen, in denen der klagenden Partei die Ausübung der Servitut zukommt.

Gemäß Paragraph 1488, ABGB - welche Bestimmung auch für das Fischereirecht gilt (RZ 1983/8; 1 Ob 34/92; Mader in Schwimann, Rz 2 zu Paragraph 1488, ABGB) - verjährt das Recht der Dienstbarkeit durch den Nichtgebrauch, wenn sich der verpflichtete Teil bei Ausübung der Servitut widersetzt, und der Berechtigte durch drei aufeinanderfolgende Jahre sein Recht nicht geltend gemacht hat. Es handelt sich bei dieser sogenannten Freiheitsersitzung (usucapio libertatis; MietSlg 38.245 mwN) um einen Fall der Verjährung des bereits bestehenden Rechts der Dienstbarkeit. Der Belastete erwirbt kein neues Recht, es wird nur sein Eigentum von einer Beschränkung befreit (NZ 1986, 188 = MietSlg 38.246; RZ 1983/8; SZ 48/74 = JBl 1976, 266 = EvBl 1976/64; 1 Ob 34/92; Schubert in Rummel2, Rz 1 zu Paragraph 1488, ABGB; Klang aaO römisch VI 631). Die sogenannte Freiheitsersitzung erfolgt durch die Inanspruchnahme des Vollrechts durch den Eigentümer (oder Besitzer) der belasteten Liegenschaft in Verbindung mit einer manifesten Beeinträchtigung des Servitutsrechts (NZ 1986, 188). Es ist nicht erforderlich, daß der Verpflichtete die Absicht hat, die Rechtsausübung durch den Berechtigten unmöglich zu machen oder zu beeinträchtigen. Es genügt vielmehr, daß der Belastete ein Hindernis errichtet, das die Ausübung des Rechts für den Berechtigten wahrnehmbar unmöglich macht oder beeinträchtigt (SZ 58/98 ua). Wird ein Hindernis errichtet, das die Ausübung der Servitut nur beschränkt, so führt die sogenannte Freiheitsersitzung nach Paragraph 1488, ABGB zu einer Einschränkung der Dienstbarkeit (SZ 48/74; 2 Ob 529/90 ua; Klang aaO römisch VI 632; Mader aaO Rz 4 zu Paragraph 1488, ABGB). Voraussetzung für den Eintritt der sogenannten Freiheitsersitzung ist es, daß der Verpflichtete - wozu auch der Besitzer gehört, dem das Setzen einer Boje und deren Nutzung vom Grundeigentümer (RZ 1983/8; SZ 48/74; 1 Ob 34/92; Schubert aaO Rz 3 zu Paragraph 1488, ABGB) oder prekaristisch gestattet ist - sich fortwährend der Ausübung der Dienstbarkeit widersetzt und der Berechtigte deshalb deren Ausübung drei Jahre lang, ohne richterliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, unterlassen hat (7 Ob 513/85). Insoweit bleibt dann dem Grundeigentümer oder Besitzer die Einwendung vorbehalten, daß eine Belastung des dienenden Gutes wegen Verjährung der Servitut nicht mehr bestehe und er deshalb zur Verweigerung der Anerkennung der Servitutsrechte (bzw der Rechte in dem Umfang, in dem sie in Anspruch genommen werden) berechtigt sei (SZ 48/74; 1 Ob 34/92).

Der Lauf der Verjährungsfrist gemäß Paragraph 1488, ABGB beginnt grundsätzlich mit der Möglichkeit der Rechtsausübung (SZ 58/98; MietSlg 37.215). Es genügt die manifeste Beeinträchtigung des Servitutsrechts (MietSlg 38.246; Schubert aaO Rz 2 zu Paragraph 1488, ABGB). Die dreijährige Verjährungsfrist beginnt aber frühestens zu dem Zeitpunkt zu laufen, zu dem der Servitutsberechtigte das Hindernis wahrnimmt oder zumindest bei gehöriger Aufmerksamkeit wahrnehmen konnte (SZ 58/98 mwN; JBl 1982, 32 mit Anmerkung von Iro; 2 Ob 632/87 ua; Schubert aaO Rz 2 zu Paragraph 1488, ABGB). Liegt ein Verjährungstatbestand - wie hier - vor, hat der verpflichtete Teil die Verjährung nicht nur ausdrücklich einzuwenden (SZ 48/84; Schubert aaO Rz 1 zu Paragraph 1488, ABGB), sondern es trifft den Anspruchsgegner die Beweislast für rechtsvernichtende und rechtshemmende Umstände gemäß den allgemeinen Beweislastregeln, daß jede Partei die Voraussetzungen der ihr günstigen Norm zu behaupten und zu beweisen hat (NZ 1986, 188 mwN; Fasching römisch III 234). Der Beklagte hat somit auch einen Sachverhalt zu behaupten und zu beweisen, aus dem der rechtliche Schluß zu ziehen ist, daß die Verjährungsfrist des Paragraph 1488, ABGB zum Zeitpunkt der Geltendmachung des behaupteten Anspruchs durch Klage bereits abgelaufen war (NZ 1986, 188; Schubert aaO Rz 1 zu Paragraph 1488, ABGB). Hier hat die beklagte Partei die Verjährung der Servitut bereits in der Klagebeantwortung ON 2 eingewendet und den Verjährungseinwand im vorbereitenden Schriftsatz ON 60 aufrechterhalten. Die dreijährige Frist des Paragraph 1488, ABGB ist gewahrt, wenn innerhalb des genannten Zeitraums Klage eingebracht wurde (Paragraph 1497, ABGB). Da die Klage am 5.April 1990 eingebracht wurde, ist darauf abzustellen, ob die klagende Partei vor dem 5.April 1987 den Eingriff in ihr Fischereirecht durch die zum Gegenstand des Klagebegehrens gemachten Bojen erkannt hat bzw., wenn sie den Eingriff nicht erkannt hat, ob sie ihn bei Anwendung gehöriger Aufmerksamkeit erkennen konnte. Dieser für die Fristauslösung maßgebliche Zeitpunkt ist bei jeder einzelnen Boje zu prüfen. Lassen sich entsprechende Feststellungen nicht treffen, geht dies in der Verjährungsfrage zu Lasten der beweisplichtigen beklagten Partei, der insoweit auch die Behauptungslast zukommt. Dem Berufungsgericht kann nicht gefolgt werden, es sei hier auf den Zeitpunkt des Abschlusses der - ohne Zutun und wohl auch Kenntnis des klagenden Fischereiberechtigten und durch die Erteilung einer naturschutzbehördlichen Bewilligung bedingten - Bojen-Bestandverträge abzustellen. Nur wenn die klagende Partei vom Abschluß der Bojen-Bestandverträge oder von deren naturschutzbehördlichen Bewilligung Kenntnis hatte, könnte dem Bedeutung zukommen, wenn dann mit dem Setzen einer entsprechenden Boje gerechnet werden müßte. Die naturschutzbehördliche Bewilligung selbst ist entgegen den Rechtsmittelausführungen nicht fristauslösend, weil durch sie nicht in das Servitutsrecht direkt eingegriffen wird.

Im fortgesetzten Verfahren wird von den Tatsacheninstanzen festzustellen sein, wann jede einzelne, hier zum Gegenstand des Klagebegehrens gemachte Boje - mit Ausnahme der Bojen A 4229, A 4235, A 4248, A 4266, A 4252 und A 4256 - im See für die klagende Partei wahrnehmbar gesetzt wurde, das heißt, ob die klagende Partei vor dem 5.April 1987 ihr Setzen erkannt hat und, falls sie es nicht erkannt hat, ob sie es bei Anwendung gehöriger Aufmerksamkeit hätte erkennen können. Ausgehend von diesem Zeitpunkt ist für die Fälle, in denen die Boje bereits vor dem 5.April 1987 gesetzt wurde, zu prüfen, ob zu diesem Zeitpunkt bereits ein - nach dem Klagebegehren aufzulösender - Bojen-Bestandvertrag mit der beklagten Partei bestand oder ob ein anderer Rechtsgrund dafür vorlag und ob das Setzen der Boje mit Wissen und Willen der beklagten Partei erfolgte, denn als Widersetzender iS des Paragraph 1488, ABGB kann nur der Eigentümer (Besitzer) des dienenden Grundstücks gelten. Für die Berechnung der Verjährungszeit ist ein Wechsel in der Person des Berechtigten oder des Schuldners ohne Bedeutung (SZ 54/165 ua).

Wenn sich danach herausstellt, daß in Ansehung einer oder mehrerer Bojen der Klagsanspruch noch nicht verjährt ist, wird von den Tatsacheninstanzen für jede einzelne Boje zu prüfen sein, ob durch sie die Ausübung des Fischereirechts ernstlich erschwert oder gefährdet wird. Insoweit ist die klagende Partei beweispflichtig.

Dagegen ist in Ansehung von vier Bojen das Urteil zweiter Instanz zu bestätigen: Für die Bojen A 4252 und A 4235 besteht nach den Feststellungen kein - nach dem Klagebegehren aufzulösender - Bestandvertrag zwischen der beklagten Partei und den Bojenbesitzern (mehr), in Ansehung der Bojen A 4229 (Drittnebenintervenient) und A 4256 (Erstnebenintervenient) ist auf die zutreffenden Ausführungen der zweiten Instanz zu verweisen (Paragraph 510, Absatz 3, ZPO). Die Rechtsmittelausführungen der klagenden Partei, bei der Boje A 4229 sei seit 1972 nur mehr ein Bojenstein - und keine Boje mehr - vorhanden gewesen, entspricht nicht den erstrichterlichen Feststellungen. Demgemäß ist das Teilurteil des Berufungsgerichts teils zu bestätigen und teils aufzuheben sowie der Aufhebungsbeschluß zu bestätigen.

Die Kostenentscheidung beruht in Ansehung der obsiegenden Erst-und Drittnebenintervenienten auf Paragraphen 41,, 50 ZPO, im übrigen auf Paragraphen 50,, 52 Absatz 2,, 392 Absatz 2, ZPO.

Textnummer

E37575

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:0010OB00015.94.1123.000

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.11.2012

Dokumentnummer

JJT_19941123_OGH0002_0010OB00015_9400000_000