Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1Ob921/52 1Ob900/53 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0008748

Geschäftszahl

1Ob921/52; 1Ob900/53; 1Ob87/47; 5Os495/54; 1Ob585/55; 7Ob381/55; 3Ob346/56; Rkv65/56; 3Ob495/56; Rkv102/56; 5Ob522/76; 8Ob523/76; 1Ob610/76 (1Ob611/76); 1Ob671/76 (1Ob672/76); 5Ob683/78; 6Ob548/79; 10ObS322/89; 4Ob1526/91; 10ObS333/91; 10ObS107/94; 10ObS201/94; 10ObS210/94; 4Ob87/94; 4Ob106/94; 1Ob560/95; 1Ob2362/96a; 1Ob73/98m; 10ObS272/00y; 10ObS364/02f; 8Ob70/02f; 5Ob163/11y

Entscheidungsdatum

03.12.1952

Norm

ABGB §5
ZPO §482 A
ZPO §503 E3
ZPO §504 Abs2

Rechtssatz

Der OGH hat auf zwingende Rechtsbestimmungen, wenn sie auch dem angefochtenen Erkenntnis nachgefolgt sind, Bedacht zu nehmen (Aufhebung des § 48 Abs 2 TestG durch Punkt 3 der KM vom 3.10.1945, StGBl Nr 190).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 921/52
    Entscheidungstext OGH 03.12.1952 1 Ob 921/52
  • 1 Ob 900/53
    Entscheidungstext OGH 15.09.1954 1 Ob 900/53
    Vgl auch
  • 1 Ob 87/47
    Entscheidungstext OGH 22.02.1947 1 Ob 87/47
    Beisatz: Rechtsänderungen zwingender Natur. (T1) Veröff: JBl 1947,243
  • 5 Os 495/54
    Entscheidungstext OGH 09.07.1954 5 Os 495/54
    Beisatz: Eine seit der Fällung des Urteils erster Instanz eingetretene Änderung der Gesetzeslage ist nur dann für die Entscheidung der Rechtsmittelinstanz unbeachtlich, wenn diese über ein rein kassatorisches Rechtsmittel zu entscheiden hat. Rechtsänderungen, die nach der Entscheidung erster Instanz eintreten, sind von den Rechtsmittelgerichten nur dann zu beachten, wenn die neu in Kraft getretene Norm den von der ersten Instanz beurteilten Tatbestand mit Rückwirkung für den Zeitpunkt, in dem der Tatbestand sich ereignet hat, ändert. Daher ist auch nach Abschluß des Staatsvertrages die Exekutionsführung auf deutsches Eigentum vor dem Inkrafttreten des Staatsvertrages ohne Genehmigung unzulässig, ob nun der Staatsvertrag für die Zukunft etwas daran geändert haben mag oder nicht. (T2)
  • 1 Ob 585/55
    Entscheidungstext OGH 12.10.1955 1 Ob 585/55
    Vgl
  • 7 Ob 381/55
    Entscheidungstext OGH 14.03.1956 7 Ob 381/55
    Beisatz: Die Bestimmungen des § 1 Z 3 des Ersten StVDG stellen eine authentische Interpretation des Staatsvertrages dar und sind gemäß § 8 ABGB auch auf die in der Rechtsmittelinstanz anhängigen Fälle anwendbar. (T3)
  • 3 Ob 346/56
    Entscheidungstext OGH 08.08.1956 3 Ob 346/56
  • Rkv 65/56
    Entscheidungstext OGH 15.09.1956 Rkv 65/56
    Beisatz: Hinsichtlich aller Bestimmungen des 1.StVDG. (T4)
  • 3 Ob 495/56
    Entscheidungstext OGH 24.10.1956 3 Ob 495/56
  • Rkv 102/56
    Entscheidungstext OGH 23.01.1957 Rkv 102/56
    Beisatz: Hinsichtlich aller Bestimmungen des 1. StVDG. Im Verfahren außer Streitsachen ist auch die Rechtsmittelinstanz noch Tatsacheninstanz und hat daher auf die vor ihrer Entscheidung eingetretenen Gesetzesänderungen Bedacht zu nehmen. (T5) Veröff: EvBl 1957,125 S 181
  • 5 Ob 522/76
    Entscheidungstext OGH 09.03.1976 5 Ob 522/76
    Beisatz: Hier: § 94 ABGB idF BGBl 1975/412 (T6)
  • 8 Ob 523/76
    Entscheidungstext OGH 26.05.1976 8 Ob 523/76
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Hier: § 97 ABGB idF BGBl 1975/412. (T7) Veröff: EvBl 1977/1 S 13
  • 1 Ob 610/76
    Entscheidungstext OGH 30.06.1976 1 Ob 610/76
    Vgl aber; Beis wie T1; Beisatz: Zeitpunkt des Schlusses der Verhandlung 1.Instanz ist dann maßgeblich, wenn neues Vorbringen in höherer Instanz nach den Verfahrensgesetzen unzulässig ist. (T8)
  • 1 Ob 671/76
    Entscheidungstext OGH 01.09.1976 1 Ob 671/76
    Vgl aber; Beis wie T1; Beis wie T8; Beisatz: Hier § 382 Z 8 EO idF BGBl 1975/412. (T9) Veröff: EvBl 1977/67 S 153
  • 5 Ob 683/78
    Entscheidungstext OGH 20.09.1978 5 Ob 683/78
  • 6 Ob 548/79
    Entscheidungstext OGH 18.04.1979 6 Ob 548/79
    Beisatz: Sofern die neuen Bestimmungen ihrem Inhalt nach auf das streitgegenständliche Rechtsverhältnis anzuwenden sind (hier: § 1361 BGB nF). (T10) Veröff: ZfRV 1980,220 (teilweise kritisch Schwind) = EFSlg 32692
  • 10 ObS 322/89
    Entscheidungstext OGH 07.11.1989 10 ObS 322/89
    Vgl aber; Beis wie T1; Beis wie T8; Veröff: SSV-NF 3/134
  • 4 Ob 1526/91
    Entscheidungstext OGH 09.04.1991 4 Ob 1526/91
    Vgl auch
  • 10 ObS 333/91
    Entscheidungstext OGH 10.03.1992 10 ObS 333/91
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Änderung des § 228 ASVG. (T11)
  • 10 ObS 107/94
    Entscheidungstext OGH 11.05.1994 10 ObS 107/94
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Rückwirkend mit 1.7.1993 bewirkte zwingende Rechtsänderung des § 107 a BSVG durch die 19. BSVG - Nov mit Ablauf des 11.1.1994 , daher vor der am 13.1.1994 ergangenen zweitinstanzlichen Entscheidung . (T12)
  • 10 ObS 201/94
    Entscheidungstext OGH 04.10.1994 10 ObS 201/94
    Beis wie T10; Beisatz: Hier: BPGG (T13)
  • 10 ObS 210/94
    Entscheidungstext OGH 25.10.1994 10 ObS 210/94
    Beis wie T10; Beis wie T13
  • 4 Ob 87/94
    Entscheidungstext OGH 12.07.1994 4 Ob 87/94
    Auch; Beis wie T10
  • 4 Ob 106/94
    Entscheidungstext OGH 04.10.1994 4 Ob 106/94
    Auch; Beis wie T10; Veröff: SZ 67/161
  • 1 Ob 560/95
    Entscheidungstext OGH 11.03.1996 1 Ob 560/95
    Auch; Beisatz: Die Rechtsmittelgerichte haben auch erst nach der erstinstanzlichen Entscheidung eingetretene Änderungen des zwingenden Rechts ohne weiteres von Amts wegen zu berücksichtigen haben, auch wenn der zu beurteilende Tatbestand schon vor Inkrafttreten des neuen Rechts konkretisiert wurde. (T14)
  • 1 Ob 2362/96a
    Entscheidungstext OGH 25.10.1996 1 Ob 2362/96a
    Vgl: Veröff: SZ 69/238
  • 1 Ob 73/98m
    Entscheidungstext OGH 19.05.1998 1 Ob 73/98m
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ), BGBl III 1997/90. (T15) Veröff: SZ 71/89
  • 10 ObS 272/00y
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 10 ObS 272/00y
    Vgl auch; Beisatz: Hier: § 116a Abs 1 GSVG idF d. 20. GSVGNov, BGBl 1994/21. (T16)
  • 10 ObS 364/02f
    Entscheidungstext OGH 26.11.2002 10 ObS 364/02f
    Vgl auch; Beisatz: Hier: § 255 Abs 21 BSVG trat aufgrund der am 7. 8. 2001 kundgemachten 24. BSVG-Nov außer Kraft. (T17)
  • 8 Ob 70/02f
    Entscheidungstext OGH 17.10.2002 8 Ob 70/02f
    Vgl auch; Beisatz: Hier: § 183 Abs 1 KO idF der Insolvenzrechts-Novelle 2002 (BGBl I 75/2002), da über den Antrag auf Konkurseröffnung noch nicht rechtskräftig entschieden wurde (vgl Art VI Abs 3 der Novelle BGBl I 75/2002). (T18); Veröff: SZ 2002/138
  • 5 Ob 163/11y
    Entscheidungstext OGH 07.10.2011 5 Ob 163/11y
    Auch; Beis ähnlich wie T14

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0008748

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2011

Dokumentnummer

JJR_19521203_OGH0002_0010OB00921_5200000_001

Rechtssatz für 5Ob41/75 3Ob264/75 4Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0010467

Geschäftszahl

5Ob41/75; 3Ob264/75; 4Ob311/78; 5Ob633/78; 4Ob17/78; 7Ob630/78; 4Ob305/79; 4Ob320/79; 4Ob322/79; 5Ob626/79; 7Ob668/80; 1Ob701/81; 4Ob404/82 (4Ob405/82, 4Ob406/82); 5Ob667/82; 7Ob574/83; 3Ob511/83; 5Ob658/83; 4Ob322/84; 4Ob340/84; 4Ob352/84; 3Ob573/84; 2Ob514/87; 6Ob592/87; 6Ob613/88 (6Ob614/88); 1Ob589/89; 3Ob1515/89; 4Ob73/91; 6Ob593/91; 2Ob558/93; 4Ob87/94; 4Ob106/94; 4Ob1103/95; 1Ob227/97g; 5Ob227/98p; 9Ob9/08a; 6Ob27/09b; 8Ob124/10h; 1Ob147/11s; 2Ob173/12y; 6Ob9/17t

Entscheidungsdatum

15.04.1975

Norm

ABGB §354 B
ABGB §523 A
ABGB §523 Cc
ABGB §1432
UrhG §81
UWG §14 A2
ZPO §226 IIB12
ZPO §226 IV
ZPO §406 Aa

Rechtssatz

1. Unterlassungspflichten sind erst und nur dann klagbar, wenn und solange die Gefahr künftigen Zuwiderhandelns besteht.

2. Der Einwand des Wegfalles der Wiederholungsgefahr bedeutet nichts anderes als den Einwand des Wegfalles der nach österreichischem Recht dem materiellen Privatrecht und nicht etwa dem Rechtsschutzbedürfnis zuzuweisenden Klagbarkeit.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 41/75
    Entscheidungstext OGH 15.04.1975 5 Ob 41/75
    Veröff: SZ 48/45 = EvBl 1975/245 S 550 = JBl 1975,484
  • 3 Ob 264/75
    Entscheidungstext OGH 23.03.1976 3 Ob 264/75
    nur: Unterlassungspflichten sind erst und nur dann klagbar, wenn und solange die Gefahr künftigen Zuwiderhandelns besteht. (T1)
  • 4 Ob 311/78
    Entscheidungstext OGH 13.06.1978 4 Ob 311/78
    Auch; Veröff: SZ 51/87 = EvBl 1978/205 S 633
  • 5 Ob 633/78
    Entscheidungstext OGH 04.07.1978 5 Ob 633/78
    Auch
  • 4 Ob 17/78
    Entscheidungstext OGH 04.07.1978 4 Ob 17/78
    Auch; Beisatz: Unterlassung der Verwendung des Briefpapieres der Klägerin, das dem Beklagten bereits ausgegangen ist - keine Wiederholungsgefahr. (T2)
  • 7 Ob 630/78
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 7 Ob 630/78
    nur T1
  • 4 Ob 305/79
    Entscheidungstext OGH 30.01.1979 4 Ob 305/79
    Veröff: ÖBl 1979,80
  • 4 Ob 320/79
    Entscheidungstext OGH 27.03.1979 4 Ob 320/79
    Auch; nur: Der Einwand des Wegfalles der Wiederholungsgefahr bedeutet nichts anderes als den Einwand des Wegfalles der nach österreichischem Recht dem materiellen Privatrecht und nicht etwa dem Rechtsschutzbedürfnis zuzuweisenden Klagbarkeit. (T3) Veröff: ÖBl 1979,105
  • 4 Ob 322/79
    Entscheidungstext OGH 10.04.1979 4 Ob 322/79
    nur T3
  • 5 Ob 626/79
    Entscheidungstext OGH 23.10.1979 5 Ob 626/79
    nur T1
  • 7 Ob 668/80
    Entscheidungstext OGH 27.11.1980 7 Ob 668/80
    nur T1
  • 1 Ob 701/81
    Entscheidungstext OGH 18.11.1981 1 Ob 701/81
    nur T1
  • 4 Ob 404/82
    Entscheidungstext OGH 11.01.1983 4 Ob 404/82
    Auch; nur T3
  • 5 Ob 667/82
    Entscheidungstext OGH 15.03.1983 5 Ob 667/82
    nur T1; Veröff: SZ 56/46
  • 7 Ob 574/83
    Entscheidungstext OGH 14.04.1983 7 Ob 574/83
    nur T1
  • 3 Ob 511/83
    Entscheidungstext OGH 13.04.1983 3 Ob 511/83
    nur T1; Veröff: SZ 56/63 = EvBl 1983/91 S 355
  • 5 Ob 658/83
    Entscheidungstext OGH 13.09.1983 5 Ob 658/83
    nur T1; Veröff: EvBl 1984/60 S 241 = RZ 1984/25 S 72 = MietSlg 35/23
  • 4 Ob 322/84
    Entscheidungstext OGH 17.04.1984 4 Ob 322/84
    Auch; nur T3; Beisatz: Die vorbehaltlose Anerkennung des Unterlassungsanspruches umfasst auch das Bestehen der Wiederholungsgefahr. (T4)
    Veröff: MR 1984/4 A/13; hiezu siehe Korn MR 1984/4 S 10 = RdW 1984,372 = GRURInt 1985,58 = ÖBl 1984,135
  • 4 Ob 340/84
    Entscheidungstext OGH 26.06.1984 4 Ob 340/84
    Auch; nur T3
  • 4 Ob 352/84
    Entscheidungstext OGH 26.06.1984 4 Ob 352/84
    Auch; nur T3
  • 3 Ob 573/84
    Entscheidungstext OGH 07.11.1984 3 Ob 573/84
    nur T1; Beisatz: Somit besteht die Gefahr der Eingriffswiederholung oder eines Ersteingriffes. (T4a)
    Bem: Änderung der versehentlich ein zweites Mal vergebenen T-Nummer "T4" auf (T4a) - Oktober 2013 (T4b)
  • 2 Ob 514/87
    Entscheidungstext OGH 22.12.1987 2 Ob 514/87
    nur T1; Veröff: SZ 60/289 = EvBl 1988/64 S 338
  • 6 Ob 592/87
    Entscheidungstext OGH 24.03.1988 6 Ob 592/87
    nur T1; Veröff: JBl 1988,655
  • 6 Ob 613/88
    Entscheidungstext OGH 06.09.1988 6 Ob 613/88
    nur T1
  • 1 Ob 589/89
    Entscheidungstext OGH 24.05.1989 1 Ob 589/89
    nur T1
  • 3 Ob 1515/89
    Entscheidungstext OGH 04.10.1989 3 Ob 1515/89
    nur T1
  • 4 Ob 73/91
    Entscheidungstext OGH 28.05.1991 4 Ob 73/91
    Auch; nur T3
  • 6 Ob 593/91
    Entscheidungstext OGH 09.07.1992 6 Ob 593/91
    nur T1
  • 2 Ob 558/93
    Entscheidungstext OGH 12.01.1995 2 Ob 558/93
    nur T1; Beis wie T4a nur: Somit besteht die Gefahr der Eingriffswiederholung. (T5)
  • 4 Ob 87/94
    Entscheidungstext OGH 12.07.1994 4 Ob 87/94
    nur T1
  • 4 Ob 106/94
    Entscheidungstext OGH 04.10.1994 4 Ob 106/94
    nur T1; Veröff: SZ 67/161
  • 4 Ob 1103/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 1103/95
    Auch; Beisatz: Hier um so mehr, als der Beklagte dem vorliegenden Klagebegehren nur mit dem Einwand des mangelnden Rechtsschutzbedürfnisses der Klägerin und des Wegfalles der Wiederholungsgefahr begegnet ist. (T6)
  • 1 Ob 227/97g
    Entscheidungstext OGH 25.11.1997 1 Ob 227/97g
    nur T1; Beisatz: Die Wiederholungsgefahr - als materiellrechtliche Voraussetzung - muss konkret und real sein; es muss ein gewisses Maß objektiver Wahrscheinlichkeit dafür bestehen, dass die beklagte Partei in Zukunft ihrer Unterlassungspflicht zuwiderhandeln werde, wobei die Umstände des Einzelfalls maßgebend sind. (T7)
  • 5 Ob 227/98p
    Entscheidungstext OGH 09.03.1999 5 Ob 227/98p
    Vgl; Beis wie T4; Beis wie T4a; Veröff: SZ 72/42
  • 9 Ob 9/08a
    Entscheidungstext OGH 01.04.2009 9 Ob 9/08a
    Vgl; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Bei der Beurteilung der Wiederholungsgefahr ist auf den Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung in erster Instanz abzustellen. (T8)
  • 6 Ob 27/09b
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 6 Ob 27/09b
    Vgl; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Unterlassungsanspruch nach § 364 Abs 2 ABGB. (T9)
  • 8 Ob 124/10h
    Entscheidungstext OGH 15.07.2011 8 Ob 124/10h
    Auch
  • 1 Ob 147/11s
    Entscheidungstext OGH 01.09.2011 1 Ob 147/11s
    Auch; nur T1; Beis wie T7
  • 2 Ob 173/12y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2013 2 Ob 173/12y
    Auch; Beis wie T7 nur: Es muss ein gewisses Maß objektiver Wahrscheinlichkeit dafür bestehen, dass die beklagte Partei in Zukunft ihrer Unterlassungspflicht zuwiderhandeln werde. (T10)
  • 6 Ob 9/17t
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 6 Ob 9/17t
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0010467

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.05.2017

Dokumentnummer

JJR_19750415_OGH0002_0050OB00041_7500000_004

Rechtssatz für 4Ob387/76 4Ob355/77 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0037619

Geschäftszahl

4Ob387/76; 4Ob355/77; 4Ob355/80; 4Ob403/80; 1Ob553/83 (1Ob554/83); 4Ob1305/85; 4Ob351/85; 4Ob366/86; 2Ob514/87; 4Ob19/89; 6Ob1555/89; 4Ob101/90 (4Ob102/90, 4Ob103/90); 4Ob11/91; 4Ob56/92; 4Ob89/94; 4Ob87/94; 4Ob106/94; 4Ob98/98k; 4Ob199/98p; 4Ob281/04h; 4Ob213/06m; 6Ob172/07y; 4Ob50/10x; 4Ob88/11m; 4Ob4/12k; 4Ob76/12y; 4Ob71/15t; 1Ob127/15f; 6Ob228/16x; 4Ob219/18m; 4Ob87/19a

Entscheidungsdatum

08.02.1977

Norm

UWG §14 A1
ZPO §226 IIB12
ZPO §406 Aa

Rechtssatz

Auch bei Unterlassungsansprüchen ist grundsätzlich auf die Sachlage und Rechtslage zur Zeit des Schlusses der mündlichen Verhandlung in erster Instanz abzustellen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 387/76
    Entscheidungstext OGH 08.02.1977 4 Ob 387/76
    Veröff: SZ 50/20 = ÖBl 1977,71
  • 4 Ob 355/77
    Entscheidungstext OGH 13.09.1977 4 Ob 355/77
  • 4 Ob 355/80
    Entscheidungstext OGH 01.07.1980 4 Ob 355/80
    Beisatz: Einem Unterlassungsbegehren (Sicherungsantrag) nach dem UWG kann daher nur dann stattgegeben werden, wenn sowohl der rechtswidrige Eingriff als auch die Wiederholungsgefahr noch im Zeitpunkt des Verhandlungsschlusses (der Erlassung der Provisorialentscheidung) weiterbestehen. (T1) Veröff: ÖBl 1981,102 (Ersatzteillage)
  • 4 Ob 403/80
    Entscheidungstext OGH 13.01.1981 4 Ob 403/80
    Zweiter Rechtsgang zu 4 Ob 355/80
  • 1 Ob 553/83
    Entscheidungstext OGH 09.03.1983 1 Ob 553/83
    Beisatz: Die Berechtigung des Unterlassungsanspruches ist auf Grund der bisherigen Eingriffshandlungen des Beklagten zu beurteilen. (T2)
  • 4 Ob 1305/85
    Entscheidungstext OGH 14.05.1985 4 Ob 1305/85
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Es ist auf den Zeitpunkt abzustellen, in dem die irreführende Behauptung aufgestellt wurde. (T3)
  • 4 Ob 351/85
    Entscheidungstext OGH 10.09.1985 4 Ob 351/85
    Beis wie T1
  • 4 Ob 366/86
    Entscheidungstext OGH 29.09.1986 4 Ob 366/86
    Vgl auch; Beisatz: Dann, wenn die mit einer Klage verbundene einstweilige Verfügung durch das Urteil im Hauptprozeß nicht mehr gerechtfertigt werden kann, kann mangels eines bestehenden Anspruches auch die einstweilige Verfügung nicht mehr erlassen werden; dies muß auch im Rahmen eines Revisionsrekurses berücksichtigt werden (so schon 4 Ob 319/81). (T4) Veröff: RdW 1987,168
  • 2 Ob 514/87
    Entscheidungstext OGH 22.12.1987 2 Ob 514/87
    Veröff: SZ 60/289 = EvBl 1988/64 S 338
  • 4 Ob 19/89
    Entscheidungstext OGH 14.03.1989 4 Ob 19/89
    Beisatz: Hier: Ergänzung im Sinne des § 496 Abs 3 ZPO. (T5) Veröff: RZ 1990/106 S 280
  • 6 Ob 1555/89
    Entscheidungstext OGH 18.01.1990 6 Ob 1555/89
    Auch; Beis wie T5
  • 4 Ob 101/90
    Entscheidungstext OGH 23.10.1990 4 Ob 101/90
  • 4 Ob 11/91
    Entscheidungstext OGH 26.02.1991 4 Ob 11/91
  • 4 Ob 56/92
    Entscheidungstext OGH 07.07.1992 4 Ob 56/92
  • 4 Ob 89/94
    Entscheidungstext OGH 12.07.1994 4 Ob 89/94
    Beisatz: Haustierversicherung (T6)
  • 4 Ob 87/94
    Entscheidungstext OGH 12.07.1994 4 Ob 87/94
  • 4 Ob 106/94
    Entscheidungstext OGH 04.10.1994 4 Ob 106/94
    Veröff: SZ 67/161
  • 4 Ob 98/98k
    Entscheidungstext OGH 21.04.1998 4 Ob 98/98k
    Vgl
  • 4 Ob 199/98p
    Entscheidungstext OGH 12.08.1998 4 Ob 199/98p
    Auch
  • 4 Ob 281/04h
    Entscheidungstext OGH 14.03.2005 4 Ob 281/04h
  • 4 Ob 213/06m
    Entscheidungstext OGH 23.04.2007 4 Ob 213/06m
    Veröff: SZ 2007/59
  • 6 Ob 172/07y
    Entscheidungstext OGH 13.09.2007 6 Ob 172/07y
    Auch
  • 4 Ob 50/10x
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 50/10x
  • 4 Ob 88/11m
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 4 Ob 88/11m
    Vgl auch; Beisatz: Dass das Verhalten des Beklagten bei Schluss der Verhandlung erster Instanz rechtmäßig war, hat für die Beurteilung der Wiederholungsgefahr keine Bedeutung, solange die Möglichkeit besteht, dass sich die Verhältnisse neuerlich ändern und das Verhalten wieder rechtswidrig wird. (T7); Beisatz: Ist ein bestimmtes Verhalten aufgrund der tatsächlichen Umstände bei Schluss der Verhandlung erster Instanz nicht mehr rechtswidrig, ist das Unterlassungsgebot insofern ‑ angepasst an die materiellrechtliche Verpflichtung ‑ einzuschränken. (T8)
  • 4 Ob 4/12k
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 4/12k
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 76/12y
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 76/12y
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T8
  • 4 Ob 71/15t
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 71/15t
    Auch
  • 1 Ob 127/15f
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 127/15f
    Auch; Veröff: SZ 2015/127
  • 6 Ob 228/16x
    Entscheidungstext OGH 29.08.2017 6 Ob 228/16x
  • 4 Ob 219/18m
    Entscheidungstext OGH 27.11.2018 4 Ob 219/18m
    Auch; Beis wie T7
  • 4 Ob 87/19a
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 4 Ob 87/19a
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0037619

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.11.2019

Dokumentnummer

JJR_19770208_OGH0002_0040OB00387_7600000_001

Rechtssatz für 4Ob17/91 4Ob16/91 4Ob90...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0037478

Geschäftszahl

4Ob17/91; 4Ob16/91; 4Ob90/93; 4Ob164/93; 4Ob47/94; 4Ob74/94; 6Ob1002/95; 4Ob87/94; 4Ob106/94; 4Ob56/95; 4Ob60/95; 4Ob73/95; 4Ob90/95; 4Ob1011/96; 4Ob2115/96z; 4Ob2077/96m; 4Ob2369/96b; 4Ob7/97a; 4Ob314/97y; 4Ob95/98v; 4Ob174/98m; 5Ob33/99k; 4Ob172/00y; 4Ob244/01p; 4Ob131/02x; 4Ob75/03p; 4Ob111/03g; 4Ob38/04y; 4Ob54/05b; 6Ob273/05y; 9ObA104/07w; 17Ob40/08v; 4Ob177/09x; 4Ob93/10w; 4Ob88/10k; 4Ob7/11z; 17Ob16/11v; 4Ob42/12y; 17Ob27/11m; 4Ob79/12i; 4Ob79/13s; 6Ob134/16y; 1Ob100/17p; 4Ob190/17w

Entscheidungsdatum

12.03.1991

Norm

ABGB §1330 BI
ZPO §226 IIB12
UWG §1 A
UWG §7 A
UWG §14 A1

Rechtssatz

Dem Klageberechtigten steht ein Anspruch auf Unterlassung solcher Verletzungshandlungen zu, die vom Beklagten oder einem Dritten in einer dem Beklagten zurechenbaren Weise begangen worden sind oder - wenngleich das nur in neueren Gesetzen ausdrücklich gesagt wird (§ 81 Abs 1 UrhG; § 147 Abs 1 PatG idF Nov 1977) - drohend bevorstehen. Gegenstand des Urteilsantrages und Urteilsspruches ist demnach immer nur die konkrete Verletzungshandlung. Entscheidend ist dabei aber die Frage, auf welcher Stufe der Verallgemeinerung die konkrete Verletzungshandlung zu umschreiben ist. Bei der Erörterung der möglichen Fassung von Exekutionstiteln steht demnach die "Handlungsbeschreibung" im Mittelpunkt des Interesses.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 17/91
    Entscheidungstext OGH 12.03.1991 4 Ob 17/91
    Veröff: ÖBl 1991,105 = WBl 1991,265
  • 4 Ob 16/91
    Entscheidungstext OGH 12.03.1991 4 Ob 16/91
    nur: Dem Klageberechtigten steht ein Anspruch auf Unterlassung solcher Verletzungshandlungen zu, die vom Beklagten oder einem Dritten in einer dem Beklagten zurechenbaren Weise begangen worden sind oder - wenngleich das nur in neueren Gesetzen ausdrücklich gesagt wird (§ 81 Abs 1 UrhG; § 147 Abs 1 PatG idF Nov 1977) - drohend bevorstehen. Gegenstand des Urteilsantrages und Urteilsspruches ist demnach immer nur die konkrete Verletzungshandlung. (T1)
    Veröff: ÖBl 1991,108
  • 4 Ob 90/93
    Entscheidungstext OGH 08.06.1993 4 Ob 90/93
    nur: Gegenstand des Urteilsantrages und Urteilsspruches ist demnach immer nur die konkrete Verletzungshandlung. (T2)
  • 4 Ob 164/93
    Entscheidungstext OGH 11.01.1994 4 Ob 164/93
    Auch
  • 4 Ob 47/94
    Entscheidungstext OGH 10.05.1994 4 Ob 47/94
    nur T1
  • 4 Ob 74/94
    Entscheidungstext OGH 28.06.1994 4 Ob 74/94
    nur: Dem Klageberechtigten steht ein Anspruch auf Unterlassung solcher Verletzungshandlungen zu, die vom Beklagten oder einem Dritten in einer dem Beklagten zurechenbaren Weise begangen worden sind oder - wenngleich das nur in neueren Gesetzen ausdrücklich gesagt wird (§ 81 Abs 1 UrhG; § 147 Abs 1 PatG idF Nov 1977) - drohend bevorstehen. (T3)
  • 6 Ob 1002/95
    Entscheidungstext OGH 26.01.1995 6 Ob 1002/95
    nur T3
  • 4 Ob 87/94
    Entscheidungstext OGH 12.07.1994 4 Ob 87/94
    Auch
  • 4 Ob 106/94
    Entscheidungstext OGH 04.10.1994 4 Ob 106/94
    Auch; Veröff: SZ 67/161
  • 4 Ob 56/95
    Entscheidungstext OGH 11.07.1995 4 Ob 56/95
    nur T1
  • 4 Ob 60/95
    Entscheidungstext OGH 11.07.1995 4 Ob 60/95
    nur T1
  • 4 Ob 73/95
    Entscheidungstext OGH 19.09.1995 4 Ob 73/95
    nur T1
  • 4 Ob 90/95
    Entscheidungstext OGH 21.11.1995 4 Ob 90/95
    nur T2
  • 4 Ob 1011/96
    Entscheidungstext OGH 27.02.1996 4 Ob 1011/96
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 2115/96z
    Entscheidungstext OGH 09.07.1996 4 Ob 2115/96z
    nur T1
  • 4 Ob 2077/96m
    Entscheidungstext OGH 09.07.1996 4 Ob 2077/96m
    nur T1
  • 4 Ob 2369/96b
    Entscheidungstext OGH 14.01.1997 4 Ob 2369/96b
    nur: Dem Klageberechtigten steht ein Anspruch auf Unterlassung solcher Verletzungshandlungen zu, die vom Beklagten oder einem Dritten in einer dem Beklagten zurechenbaren Weise begangen worden sind oder drohend bevorstehen. (T4)
    Beisatz: Gegenstand des Urteilsantrages und des Urteilsspruches ist daher immer nur die konkrete Verletzungshandlung. (T5)
  • 4 Ob 7/97a
    Entscheidungstext OGH 11.02.1997 4 Ob 7/97a
    Auch; nur T2; Beisatz: Werden in einem Urteilsspruch Beispielsfälle unter "insbesondere" angeführt, so wird das Unterlassungsgebot dadurch nur verdeutlicht, nicht aber eingeschränkt. (T6)
  • 4 Ob 314/97y
    Entscheidungstext OGH 19.12.1997 4 Ob 314/97y
    Auch; nur T2; Beisatz: Der durch herabsetzende Äußerungen Betroffene hat nur Anspruch auf Unterlassung der konkreten Äußerung und ähnlicher Äußerungen. (T7)
  • 4 Ob 95/98v
    Entscheidungstext OGH 21.04.1998 4 Ob 95/98v
    Auch; nur T4; Beis wie T5
  • 4 Ob 174/98m
    Entscheidungstext OGH 12.08.1998 4 Ob 174/98m
    Auch; nur T2; nur T4; Beis wie T6
  • 5 Ob 33/99k
    Entscheidungstext OGH 07.12.1999 5 Ob 33/99k
    nur T3; Beisatz: Das Klagebegehren muss die Unterlassungspflicht so deutlich kennzeichnen, dass ihre Verletzung gemäß § 355 EO exekutiv verfolgt werden kann. (T8)
  • 4 Ob 172/00y
    Entscheidungstext OGH 18.07.2000 4 Ob 172/00y
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 244/01p
    Entscheidungstext OGH 13.11.2001 4 Ob 244/01p
    nur T2
  • 4 Ob 131/02x
    Entscheidungstext OGH 18.06.2002 4 Ob 131/02x
    nur T2
  • 4 Ob 75/03p
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 4 Ob 75/03p
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 4 Ob 111/03g
    Entscheidungstext OGH 20.05.2003 4 Ob 111/03g
    nur T2
  • 4 Ob 38/04y
    Entscheidungstext OGH 04.05.2004 4 Ob 38/04y
    Auch; nur T4; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis ähnlich wie T8
  • 4 Ob 54/05b
    Entscheidungstext OGH 14.06.2005 4 Ob 54/05b
    Auch; Beis wie T7
  • 6 Ob 273/05y
    Entscheidungstext OGH 26.01.2006 6 Ob 273/05y
    Beisatz: Der durch eine herabsetzende Äußerung Betroffene hat nur Anspruch auf Untersagung der konkreten Äußerung und ähnlicher Äußerungen. Gegenstand des Urteilsantrags (Sicherungsantrags) ist demnach nur die konkrete Verletzungshandlung. (T9)
  • 9 ObA 104/07w
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 104/07w
    Vgl auch; nur T4
  • 17 Ob 40/08v
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 17 Ob 40/08v
    Auch; nur T4
  • 4 Ob 177/09x
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 4 Ob 177/09x
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 4 Ob 93/10w
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 93/10w
    Vgl auch; nur: Gegenstand des Urteilsantrages und Urteilsspruches ist demnach immer nur die konkrete Verletzungshandlung. (T10)
  • 4 Ob 88/10k
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 88/10k
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 7/11z
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 4 Ob 7/11z
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 17 Ob 16/11v
    Entscheidungstext OGH 19.09.2011 17 Ob 16/11v
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Hier: Eingriff in das Namensrecht. (T11)
  • 4 Ob 42/12y
    Entscheidungstext OGH 17.04.2012 4 Ob 42/12y
    Vgl auch; Beisatz: Bei Urheberrechtsverletzungen ist in erster Linie auf jenes Verwertungsrecht abzustellen, das durch die konkrete Verletzungshandlung berührt wird. (T12)
    Beisatz: Hier: Amtswegige Neuformulierung des Spruchs. (T13)
  • 17 Ob 27/11m
    Entscheidungstext OGH 12.06.2012 17 Ob 27/11m
    Vgl auch; nur T2
  • 4 Ob 79/12i
    Entscheidungstext OGH 02.08.2012 4 Ob 79/12i
    Vgl auch
  • 4 Ob 79/13s
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 79/13s
    Vgl auch; Beis wie T12; Beis wie T13
  • 6 Ob 134/16y
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 6 Ob 134/16y
    Vgl; Beisatz: Im Kreditschädigungsrecht nach § 1330 ABGB sind der von einer Äußerung erzeugte Eindruck und der Kontext, in dem die Äußerung getätigt wurde, bereits bei der Auslegung der Äußerung zu berücksichtigen, nicht aber selbst zum Gegenstand des Klagebegehrens zu machen. Eines auf einen bestimmten unrichtigen Eindruck bezugnehmenden (einschränkenden) Zusatzes im Klagebegehren bedarf es daher nicht. (T14)
  • 1 Ob 100/17p
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 1 Ob 100/17p
    Auch; Beis wie T6
  • 4 Ob 190/17w
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 4 Ob 190/17w
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0037478

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.03.2018

Dokumentnummer

JJR_19910312_OGH0002_0040OB00017_9100000_001

Rechtssatz für 4Ob87/94 4Ob106/94 1Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0031419

Geschäftszahl

4Ob87/94; 4Ob106/94; 1Ob512/95 (1Ob513/95 -1Ob514/95); 5Ob2307/96t; 1Ob9/96; 1Ob2362/96a; 5Ob2425/96w; 5Ob2001/96t; 5Ob2986/96t; 1Ob193/00i; 8ObA303/00t; 6Ob16/01y; 1Ob261/01s; 10ObS261/01g; 10ObS294/01k; 10ObS24/02f; 10ObS51/02a; 10ObS226/01k; 10ObS43/02z; 2Ob71/02h; 10ObS60/02z; 10ObS134/02g; 10ObS135/02d; 10ObS136/02a; 8ObA185/01s; 7Ob81/02s; 10ObS246/02b; 8ObA165/02a; 9ObA139/02k; 4Ob71/03z; 6Ob94/03x; 6Ob91/03f; 4Ob123/03x; 1Ob46/03a; 4Ob48/04v; 10ObS16/04g; 2Ob184/05f; 6Ob309/05t; 10ObS132/05t; 10ObS62/06z; 10ObS124/06t; 10ObS135/07m; 1Ob186/07w; 4Ob86/08p; 6Ob263/04a; 10ObS23/09v; 4Ob53/09m; 10ObS31/10x; 4Ob57/10a; 10Ob45/10f; 10Ob70/10g; 10ObS172/10g; 4Ob98/11g; 10ObS87/11h; 10ObS181/10f; 10ObS156/11f; 10ObS77/12i; 10ObS146/12m; 7Ob212/12w; 4Ob32/13d; 4Ob58/13b; 2Ob164/12z; 10ObS141/13b; 4Ob184/14h; 3Ob172/15p; 1Ob21/16v; 9ObA134/15v; 8ObA16/17m; 9ObA33/17v; 1Ob62/18a; 9Ob89/18f; 9ObA63/19h; 8ObA31/19w; 8ObA33/19i; 8ObA9/19k

Entscheidungsdatum

12.07.1994

Norm

ABGB §5
ZPO §482 A
ZPO §503 E3

Rechtssatz

Auf eine Änderung der Rechtslage hat das Gericht in jeder Lage des Verfahrens Bedacht zu nehmen, sofern die neuen Bestimmungen nach ihrem Inhalt auf das in Streit stehende Rechtsverhältnis anzuwenden sind. Es ist daher grundsätzlich nach den Übergangsbestimmungen zu beurteilen, ob eine Gesetzesänderung für ein laufendes Verfahren zu beachten ist.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 87/94
    Entscheidungstext OGH 12.07.1994 4 Ob 87/94
  • 4 Ob 106/94
    Entscheidungstext OGH 04.10.1994 4 Ob 106/94
    Veröff: SZ 67/161
  • 1 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 27.01.1995 1 Ob 512/95
    nur: Auf eine Änderung der Rechtslage hat das Gericht in jeder Lage des Verfahrens Bedacht zu nehmen, sofern die neuen Bestimmungen nach ihrem Inhalt auf das in Streit stehende Rechtsverhältnis anzuwenden sind. (T1)
    Beisatz: Vgl, EvBl 1977/219, JBl 1976,481. (T2)
  • 5 Ob 2307/96t
    Entscheidungstext OGH 08.10.1996 5 Ob 2307/96t
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Ist der Geschäftsraummieter vor dem 1. März 1994 verstorben, kann § 46a Abs 2 MRG nicht angewendet werden. (T3)
    Veröff: SZ 69/225
  • 1 Ob 9/96
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 9/96
    Veröff: SZ 69/186
  • 1 Ob 2362/96a
    Entscheidungstext OGH 25.10.1996 1 Ob 2362/96a
    Auch; Veröff: SZ 69/238
  • 5 Ob 2425/96w
    Entscheidungstext OGH 16.09.1997 5 Ob 2425/96w
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 5 Ob 2001/96t
    Entscheidungstext OGH 25.11.1997 5 Ob 2001/96t
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: § 17 Abs 1 und § 25 Abs 1 BundesbahnG 1992. (T4)
  • 5 Ob 2986/96t
    Entscheidungstext OGH 25.11.1997 5 Ob 2986/96t
    Vgl auch; nur T1
  • 1 Ob 193/00i
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 1 Ob 193/00i
    nur T1; Beisatz: Hier: Die aus welchem Grund auch immer erfolgte Rechtsänderung (Erlassung der Kärntner Wasserschongebietsverordnung 1998) kann an der einmal rechtmäßig bewirkten "sukzessiven Zuständigkeit" des Gerichts im Sinn des § 117 Abs 4 WRG nichts ändern. (T5)
  • 8 ObA 303/00t
    Entscheidungstext OGH 30.08.2001 8 ObA 303/00t
    nur T1
  • 6 Ob 16/01y
    Entscheidungstext OGH 13.09.2001 6 Ob 16/01y
  • 1 Ob 261/01s
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 261/01s
    Vgl auch; Beisatz: Eine Änderung der materiellen Rechtslage nach Schluss der Verhandlung erster Instanz ist im Rechtsmittelverfahren nur dann maßgebend, wenn die neuen Bestimmungen nach dem bedeutsamen Übergangsrecht schon auf die im anhängigen Rechtsstreit zu klärenden materiellrechtlichen Fragen anwendbar wären. (T6)
    Veröff: SZ 74/187
  • 10 ObS 261/01g
    Entscheidungstext OGH 30.10.2001 10 ObS 261/01g
    Vgl auch; Beisatz: Die Änderung der Rechtslage ist in jeder Lage des Verfahrens, auch noch in dritter Instanz, zu beachten. (T7) Beisatz: Hier: Aufhebendes Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs (§ 294 Abs 1 ASVG). (T8)
  • 10 ObS 294/01k
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 10 ObS 294/01k
    nur T1
  • 10 ObS 24/02f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 10 ObS 24/02f
    Auch; nur T1
  • 10 ObS 51/02a
    Entscheidungstext OGH 16.04.2002 10 ObS 51/02a
    Vgl auch; Beisatz: Ändert sich die Rechtslage nach dem Urteil der ersten oder zweiten Instanz, dann ist im Einzelfall zu prüfen, ob Übergangsvorschriften regeln, welche Norm nun anzuwenden ist. (T9)
    Beisatz: Hier: Änderung des § 1 Z 1 KGEG durch BGBl 2002/40. (T10)
  • 10 ObS 226/01k
    Entscheidungstext OGH 16.04.2002 10 ObS 226/01k
    nur T1
  • 10 ObS 43/02z
    Entscheidungstext OGH 16.04.2002 10 ObS 43/02z
    Vgl auch; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 2 Ob 71/02h
    Entscheidungstext OGH 18.04.2002 2 Ob 71/02h
    Vgl aber; Beisatz: Bei deliktischen Schuldverhältnissen bildet im Bereich der Verschuldenshaftung der Zeitpunkt der schädigenden Handlung den intertemporal maßgeblichen Anknüpfungspunkt. (T11)
    Beisatz: Hier: § 159 StGB. (T12)
  • 10 ObS 60/02z
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 10 ObS 60/02z
    Auch; nur T1
  • 10 ObS 134/02g
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 10 ObS 134/02g
    Auch; nur T1
  • 10 ObS 135/02d
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 10 ObS 135/02d
    Auch; nur T1
  • 10 ObS 136/02a
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 10 ObS 136/02a
    Auch; nur T1
  • 8 ObA 185/01s
    Entscheidungstext OGH 16.05.2002 8 ObA 185/01s
    Vgl auch; nur T1; Veröff: SZ 2002/67
  • 7 Ob 81/02s
    Entscheidungstext OGH 07.08.2002 7 Ob 81/02s
  • 10 ObS 246/02b
    Entscheidungstext OGH 23.07.2002 10 ObS 246/02b
    nur T1; Beis ähnlich wie T9; Beis wie T10
  • 8 ObA 165/02a
    Entscheidungstext OGH 27.02.2003 8 ObA 165/02a
    Auch
  • 9 ObA 139/02k
    Entscheidungstext OGH 26.02.2003 9 ObA 139/02k
    Auch
  • 4 Ob 71/03z
    Entscheidungstext OGH 20.05.2003 4 Ob 71/03z
    Beisatz: Bei einem eine Gesetzesbestimmung aufhebenden Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs hängt die Auswirkung auf anhängige Verfahren vom Ausspruch des Verfassungsgerichtshofs ab. (T13)
    Beisatz: Hier: § 39 Abs 6a WGG in der Fassung des Budgetbegleitgesetzes 2002. (T14)
    Beisatz: Hier: Rückwirkung der Aufhebung angeordnet. (T15)
  • 6 Ob 94/03x
    Entscheidungstext OGH 26.06.2003 6 Ob 94/03x
    nur: Es ist daher grundsätzlich nach den Übergangsbestimmungen zu beurteilen, ob eine Gesetzesänderung für ein laufendes Verfahren zu beachten ist. (T16)
  • 6 Ob 91/03f
    Entscheidungstext OGH 26.06.2003 6 Ob 91/03f
    Beis wie T6
  • 4 Ob 123/03x
    Entscheidungstext OGH 19.08.2003 4 Ob 123/03x
  • 1 Ob 46/03a
    Entscheidungstext OGH 10.02.2004 1 Ob 46/03a
    Beisatz: Hier: § 1333 Abs 3 ABGB in der Fassung des ZinsRÄG 2002. (T17)
  • 4 Ob 48/04v
    Entscheidungstext OGH 30.03.2004 4 Ob 48/04v
    Beis wie T13; Beisatz: Hier: Änderungen von § 2 Abs 2 BBetrG durch die Asylrechtsnovelle 2003 (BGBl I Nr 101/2003). (T18)
  • 10 ObS 16/04g
    Entscheidungstext OGH 18.05.2004 10 ObS 16/04g
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 184/05f
    Entscheidungstext OGH 19.01.2006 2 Ob 184/05f
    Auch; nur T16
  • 6 Ob 309/05t
    Entscheidungstext OGH 26.01.2006 6 Ob 309/05t
    Beisatz: Hier: Eine Änderung der Rechtslage kann auch in einer bindenden Rechtsauffassung des Europäischen Gerichtshofs bestehen. (T19)
  • 10 ObS 132/05t
    Entscheidungstext OGH 17.08.2006 10 ObS 132/05t
    nur T1; Beisatz: Hier: Im vorliegenden Fall bestimmt die Übergangsbestimmung des § 627 Abs 2 ASVG ausdrücklich, dass auf Antrag der Witwe (des Witwers), der bis längstens zum 31. Dezember 2008 zu stellen ist, die Abs 3 - 5 des § 264 ASVG in der Fassung des SVÄG 2006, BGBl I 2006/130, auch auf Versicherungsfälle des Todes anzuwenden sind, die nach dem 1. Juni 2004 und vor dem 1. Jänner 2006 eingetreten sind. (T20)
  • 10 ObS 62/06z
    Entscheidungstext OGH 17.08.2006 10 ObS 62/06z
    nur T1; Beis wie T20
  • 10 ObS 124/06t
    Entscheidungstext OGH 17.08.2006 10 ObS 124/06t
    nur T1
  • 10 ObS 135/07m
    Entscheidungstext OGH 18.12.2007 10 ObS 135/07m
    Auch; nur T16; Beis wie T7; Beisatz: In Betracht kommen eine gesetzliche Übergangsbestimmung, aber auch der Ausspruch des Verfassungsgerichtshofes. (T21)
    Beisatz: Hier: Aufhebendes Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes (§ 148i Abs 1 BSVG). (T22)
  • 1 Ob 186/07w
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 1 Ob 186/07w
    Veröff: SZ 2008/39
  • 4 Ob 86/08p
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 86/08p
    Auch; nur T16; Beisatz: Hier: GewRÄG 2001. (T23)
  • 6 Ob 263/04a
    Entscheidungstext OGH 17.02.2005 6 Ob 263/04a
    Auch; Beisatz: Bei Dauerrechtsverhältnissen ist im Falle einer Gesetzesänderung mangels abweichender Übergangsregelung der in den zeitlichen Geltungsbereich des neuen Gesetzes reichende Teil des Dauertatbestands danach zu beurteilen. (T24)
    Beisatz: Hier: Während des Rekursverfahrens eingetretene Rechtsänderung durch EU-Erweiterung. Unterhaltsvorschuss in Österreich lebender Kinder polnischer Staatsangehörigkeit für Zeitspannen vor und nach dem EU-Beitritt Polens. (T25)
  • 10 ObS 23/09v
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 10 ObS 23/09v
    nur T16; Beis wie T7; Beis ähnlich wie T24; Beisatz: Hier: Änderung der EinstV zum stmkPGG mit dem Landesgesetz LGBl 2007/40. (T26)
  • 4 Ob 53/09m
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 4 Ob 53/09m
    Auch; Beisatz: Hier: Authentisch interpretierte Bestimmungen. (T27)
    Veröff: SZ 2009/118
  • 10 ObS 31/10x
    Entscheidungstext OGH 01.06.2010 10 ObS 31/10x
    Auch; Beis wie T27
  • 4 Ob 57/10a
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 57/10a
    Vgl; Beis wie T24; Beisatz: Hier: Änderung von § 25 Abs 1 stmk NaturschutzG. (T28)
  • 10 Ob 45/10f
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 10 Ob 45/10f
    Auch; Veröff: SZ 2010/120
  • 10 Ob 70/10g
    Entscheidungstext OGH 19.10.2010 10 Ob 70/10g
    Auch
  • 10 ObS 172/10g
    Entscheidungstext OGH 21.07.2011 10 ObS 172/10g
    Auch; Veröff: SZ 2011/95
  • 4 Ob 98/11g
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 4 Ob 98/11g
    Vgl; Beis wie T24; Beisatz: Hier: § 773 Abs 3 ABGB. (T29)
    Veröff: SZ 2011/101
  • 10 ObS 87/11h
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 10 ObS 87/11h
    Auch
  • 10 ObS 181/10f
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 10 ObS 181/10f
    Auch
  • 10 ObS 156/11f
    Entscheidungstext OGH 06.12.2011 10 ObS 156/11f
    Auch
  • 10 ObS 77/12i
    Entscheidungstext OGH 05.06.2012 10 ObS 77/12i
    Auch
  • 10 ObS 146/12m
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 10 ObS 146/12m
    Auch; nur T16; Beisatz: Es ist somit im Sinn der dargelegten Rechtsprechung auch im gegenständlichen Weitergewährungsverfahren die durch das Inkrafttreten der „Härtefallregelung“ nach § 255 Abs 3a und Abs 3b ASVG bewirkte Rechtsänderung zu berücksichtigen. Die vom erkennenden Senat in den Entscheidungen 10 ObS 77/12i und 10 ObS 156/11f vertretene gegenteilige Rechtsansicht wird nicht aufrechterhalten. (T30)
  • 7 Ob 212/12w
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 7 Ob 212/12w
    Vgl auch; Beis wie T6; Beisatz: Hier: zu § 337 Abs 1 und 3 BVergG 2006 idF BGBl I Nr 10/2012. (T31)
  • 4 Ob 32/13d
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 4 Ob 32/13d
    Auch; Beis wie T24
  • 4 Ob 58/13b
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 58/13b
    Auch; Beis wie T24
  • 2 Ob 164/12z
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 2 Ob 164/12z
    Auch; Beisatz: Hier: Korrektur der Bezeichnung des Bestandobjekts nach elektronischer Datenumschreibung vom Eisenbahnbuch ins Grundbuch. (T32)
  • 10 ObS 141/13b
    Entscheidungstext OGH 22.10.2013 10 ObS 141/13b
    nur T16
  • 4 Ob 184/14h
    Entscheidungstext OGH 18.11.2014 4 Ob 184/14h
    Auch; Beis wie T24; Beisatz: Hier: § 907 Abs 18 UGB. (T33)
  • 3 Ob 172/15p
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 3 Ob 172/15p
    Auch; Beis wie T31
  • 1 Ob 21/16v
    Entscheidungstext OGH 27.09.2016 1 Ob 21/16v
    Vgl; Beis wie T24
  • 9 ObA 134/15v
    Entscheidungstext OGH 23.12.2016 9 ObA 134/15v
  • 8 ObA 16/17m
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 8 ObA 16/17m
  • 9 ObA 33/17v
    Entscheidungstext OGH 20.04.2017 9 ObA 33/17v
  • 1 Ob 62/18a
    Entscheidungstext OGH 30.04.2018 1 Ob 62/18a
    Beisatz: Hier: Verbot des Pflegeregresses nach § 330a ASVG. (T34)
  • 9 Ob 89/18f
    Entscheidungstext OGH 17.12.2018 9 Ob 89/18f
    Beis wie T7
  • 9 ObA 63/19h
    Entscheidungstext OGH 23.09.2019 9 ObA 63/19h
  • 8 ObA 31/19w
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 8 ObA 31/19w
  • 8 ObA 33/19i
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 8 ObA 33/19i
    Beisatz: Hier: 2. Dienstrechts‑Novelle 2019. (T35)
    Beisatz: Besteht im Hinblick auf die neue Rechtslage Erörterungsbedarf, ist die Rechtssache zur Verfahrensergänzung und neuerlichen Entscheidung an das Erstgericht zurück zu verweisen. (T36)
  • 8 ObA 9/19k
    Entscheidungstext OGH 18.11.2019 8 ObA 9/19k
    Beis wie T35; Beis wie T36

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0031419

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.12.2019

Dokumentnummer

JJR_19940712_OGH0002_0040OB00087_9400000_001

Rechtssatz für 4Ob87/94 4Ob106/94 7Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0037548

Geschäftszahl

4Ob87/94; 4Ob106/94; 7Ob299/00x

Entscheidungsdatum

12.07.1994

Norm

UWG §14 A1
ZPO §226 IIB12

Rechtssatz

Unterlassungspflichten ergeben sich aus besonderen Verhaltensnormen (Verbotsnormen), aus absoluten Rechten anderer (zB Eigentumsrecht, Pfandrecht), aus anderen absoluten Rechten (zB Persönlichkeitsrechte) und auch aus Rechtsgeschäften. Das subjektive Recht auf Unterlassung verdichtet sich erst durch die Rechtsverletzung zum Unterlassungsanpruch gegen einen bestimmten Gegner.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 87/94
    Entscheidungstext OGH 12.07.1994 4 Ob 87/94
  • 4 Ob 106/94
    Entscheidungstext OGH 04.10.1994 4 Ob 106/94
    Veröff: SZ 67/161
  • 7 Ob 299/00x
    Entscheidungstext OGH 11.07.2001 7 Ob 299/00x
    nur: Unterlassungspflichten ergeben sich aus besonderen Verhaltensnormen (Verbotsnormen), aus absoluten Rechten anderer. (T1); Veröff: SZ 74/129

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0037548

Dokumentnummer

JJR_19940712_OGH0002_0040OB00087_9400000_003

Rechtssatz für 4Ob87/94 4Ob106/94 10Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0037660

Geschäftszahl

4Ob87/94; 4Ob106/94; 10Ob63/01i; 7Ob199/01t; 6Ob6/03f; 4Ob247/03g; 7Ob4/05x; 4Ob103/06k; 3Ob127/06g; 4Ob227/06w; 4Ob148/07d; 4Ob177/07v; 9Ob78/07x; 9ObA104/07w; 4Ob99/08z; 4Ob171/08p; 17Ob40/08v; 4Ob34/09t; 4Ob50/10x; 1Ob2/11t; 1Ob147/11s; 9ObA56/11t; 1Ob181/12t; 2Ob173/12y; 7Ob109/13z; 3Ob93/14v; 1Ob150/14m; 9Ob40/15w; 5Ob130/15a; 7Ob81/16m; 10Ob13/17k; 8Ob101/16k; 1Ob211/17m; 3Ob195/17y; 1Ob124/18v; 5Ob18/19m

Entscheidungsdatum

12.07.1994

Norm

ABGB §5
ZPO §226 IIB12
ZPO §503 E3
KSchG §28a
MSchG §51
UWG §14 A1
UWG §44

Rechtssatz

Der Unterlassungsanspruch wird durch zwei Elemente konkretisiert: Eine Unterlassungspflicht und die Gefahr, dass dieser Unterlassungspflicht zuwidergehandelt wird. Fehlt eines dieser Elemente, dann besteht kein Unterlassungsanspruch.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 87/94
    Entscheidungstext OGH 12.07.1994 4 Ob 87/94
  • 4 Ob 106/94
    Entscheidungstext OGH 04.10.1994 4 Ob 106/94
    Veröff: SZ 67/161
  • 10 Ob 63/01i
    Entscheidungstext OGH 08.05.2001 10 Ob 63/01i
    Vgl auch; Beisatz: Die Geltendmachung von Unterlassungsansprüchen setzt zum einen entweder rechtsgeschäftliche Unterlassungspflichten oder rechtswidrige Eingriffe in geschützte Rechtsgüter voraus, zum anderen aber auch Wiederholungsgefahr. Ein vorbeugender Unterlassungsanspruch wird bejaht, wenn ein Eingriff in eine fremde Rechtssphäre unmittelbar und konkret droht. (T1)
  • 7 Ob 199/01t
    Entscheidungstext OGH 19.12.2001 7 Ob 199/01t
  • 6 Ob 6/03f
    Entscheidungstext OGH 20.02.2003 6 Ob 6/03f
    Auch
  • 4 Ob 247/03g
    Entscheidungstext OGH 20.01.2004 4 Ob 247/03g
    Auch; Beisatz: Kann es zum Beispiel aus rechtlichen Gründen, etwa wegen Wegfalls der Verbotsnorm, zu keinem Verstoß mehr kommen, besteht kein Unterlassungsanspruch. Auf Änderungen der Rechtslage in Bezug auf Verbotsnormen ist in jeder Lage des Verfahrens Rücksicht zu nehmen. (T2)
  • 7 Ob 4/05x
    Entscheidungstext OGH 16.02.2005 7 Ob 4/05x
    Vgl auch; Beis wie T1 nur: Ein vorbeugender Unterlassungsanspruch wird bejaht, wenn ein Eingriff in eine fremde Rechtssphäre unmittelbar und konkret droht. (T3)
  • 4 Ob 103/06k
    Entscheidungstext OGH 12.07.2006 4 Ob 103/06k
    Beisatz: Für einen Unterlassungsanspruch materiell erforderlich sind Wiederholungsgefahr und Erstbegehungsgefahr. (T4)
    Veröff: SZ 2006/105
  • 3 Ob 127/06g
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 3 Ob 127/06g
    Auch; Beisatz: Der Unterlassungsanspruch setzt eine materielle Unterlassungspflicht und eine Begehungsgefahr voraus. (T5)
  • 4 Ob 227/06w
    Entscheidungstext OGH 20.03.2007 4 Ob 227/06w
    Auch; Veröff: SZ 2007/38
  • 4 Ob 148/07d
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 148/07d
  • 4 Ob 177/07v
    Entscheidungstext OGH 22.01.2008 4 Ob 177/07v
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: UWG-Novelle 2007. (T6)
    Veröff: SZ 2008/7
  • 9 Ob 78/07x
    Entscheidungstext OGH 08.02.2008 9 Ob 78/07x
  • 9 ObA 104/07w
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 104/07w
    nur: Der Unterlassungsanspruch wird durch zwei Elemente konkretisiert: Eine Unterlassungspflicht und die Gefahr, dass dieser Unterlassungspflicht zuwidergehandelt wird. (T7)
  • 4 Ob 99/08z
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 99/08z
    Auch
  • 4 Ob 171/08p
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 171/08p
    Auch; Beis wie T5
  • 17 Ob 40/08v
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 17 Ob 40/08v
  • 4 Ob 34/09t
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 34/09t
    Auch; nur T7
    Veröff: SZ 2009/63
  • 4 Ob 50/10x
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 50/10x
    Auch; nur T7
  • 1 Ob 2/11t
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 1 Ob 2/11t
    Vgl auch
  • 1 Ob 147/11s
    Entscheidungstext OGH 01.09.2011 1 Ob 147/11s
    Auch
  • 9 ObA 56/11t
    Entscheidungstext OGH 30.04.2012 9 ObA 56/11t
    Vgl auch
  • 1 Ob 181/12t
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 181/12t
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 2 Ob 173/12y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2013 2 Ob 173/12y
    Auch; nur T7; Beis wie T1 nur: Die Geltendmachung von Unterlassungsansprüchen setzt zum einen entweder rechtsgeschäftliche Unterlassungspflichten oder rechtswidrige Eingriffe in geschützte Rechtsgüter voraus. (T8)
  • 7 Ob 109/13z
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 7 Ob 109/13z
  • 3 Ob 93/14v
    Entscheidungstext OGH 23.07.2014 3 Ob 93/14v
    Beisatz: Hier: Lärmimmissionen durch Hundegebell. (T9)
  • 1 Ob 150/14m
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 150/14m
    Auch; Beisatz: Hier: Unterlassungsanspruch der Servitutenklage. (T10)
  • 9 Ob 40/15w
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 40/15w
  • 5 Ob 130/15a
    Entscheidungstext OGH 25.08.2015 5 Ob 130/15a
    Auch; Beis ähnlich wie T1; Beis ähnlich wie T8
  • 7 Ob 81/16m
    Entscheidungstext OGH 06.07.2016 7 Ob 81/16m
  • 10 Ob 13/17k
    Entscheidungstext OGH 21.03.2017 10 Ob 13/17k
    Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Die Möglichkeit einer vorbeugenden Unterlassungsklage besteht auch in einem Verbandsprozess gemäß § 28a KSchG. (T11)
    Beisatz: Hier: Ankündigung einer Bank, bei Kreditverträgen keine „Negativzinsen“ an Kreditnehmer zu zahlen. (T12); Veröff: SZ 2017/36
  • 8 Ob 101/16k
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 8 Ob 101/16k
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T11; Beisatz: Es kommt nicht darauf an, ob sich der beklagte Unternehmer bis zum Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung erster Instanz bereits rechtswidrig verhalten hatte. Es genügt das Vorliegen einer Erstbegehungsgefahr, die vom Kläger zu behaupten und zu beweisen ist. (T13)
  • 1 Ob 211/17m
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 1 Ob 211/17m
    nur T7
  • 3 Ob 195/17y
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 3 Ob 195/17y
    nur T7
  • 1 Ob 124/18v
    Entscheidungstext OGH 03.04.2019 1 Ob 124/18v
    Auch; Beis wie T2
  • 5 Ob 18/19m
    Entscheidungstext OGH 21.05.2019 5 Ob 18/19m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0037660

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19940712_OGH0002_0040OB00087_9400000_004

Rechtssatz für 4Ob87/94 4Ob106/94 4Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0037661

Geschäftszahl

4Ob87/94; 4Ob106/94; 4Ob2230/96m; 4Ob2338/96v; 4Ob193/98f; 4Ob6/00m; 4Ob100/00k; 4Ob109/00h; 4Ob173/00w; 4Ob174/00t; 4Ob193/00m; 4Ob251/00s; 4Ob244/01p; 7Ob199/01t; 6Ob62/02i; 4Ob22/04w; 7Ob4/05x; 3Ob127/06g; 4Ob123/06a; 4Ob227/06w; 4Ob58/07v; 4Ob194/07v; 4Ob225/07b; 4Ob20/08g; 4Ob245/07v; 4Ob122/08g; 4Ob119/08s; 4Ob171/08p; 5Ob262/08b; 9Ob54/08v; 17Ob40/08v; 4Ob34/09t; 5Ob98/10p; 4Ob69/10s; 4Ob201/10b; 4Ob49/11a; 4Ob88/11m; 9ObA56/11t; 4Ob192/12g; 6Ob126/12s; 4Ob199/12m; 10Ob28/13k; 10Ob33/13w; 8Ob80/13t; 3Ob93/14v; 1Ob150/14m; 4Ob157/14p; 4Ob140/14p; 7Ob81/16m; 1Ob196/16d; 1Ob211/17m; 3Ob195/17y

Entscheidungsdatum

12.07.1994

Norm

UrhG §81
UWG §14 A2
ZPO §226 IIB12

Rechtssatz

Bei der Gefahr des Zuwiderhandelns ist zu unterscheiden, ob der zu einer bestimmten Unterlassung Verpflichtete bereits einmal zuwidergehandelt oder ob er sich bisher rechtmäßig verhalten hat. Im ersten Fall wird vermutet, dass er wieder zuwiderhandeln werde (Wiederholungsgefahr); es ist daher Sache des Beklagten, Umstände zu behaupten und zu beweisen, denen gewichtige Anhaltspunkte dafür zu entnehmen sind, dass der Verletzer ernstlich gewillt ist, von künftigen Störungen Abstand zu nehmen, im zweiten Fall muss das Zuwiderhandeln unmittelbar drohend bevorstehen (Erstbegehungsgefahr). Nur dann ist eine (vorbeugende) Unterlassungsklage gerechtfertigt.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 87/94
    Entscheidungstext OGH 12.07.1994 4 Ob 87/94
  • 4 Ob 106/94
    Entscheidungstext OGH 04.10.1994 4 Ob 106/94
    Veröff: SZ 67/161
  • 4 Ob 2230/96m
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2230/96m
    nur: Im zweiten Fall muss das Zuwiderhandeln unmittelbar drohend bevorstehen (Erstbegehungsgefahr). Nur dann ist eine (vorbeugende) Unterlassungsklage gerechtfertigt. (T1)
  • 4 Ob 2338/96v
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2338/96v
    nur T1
  • 4 Ob 193/98f
    Entscheidungstext OGH 12.08.1998 4 Ob 193/98f
    Vgl auch;
  • 4 Ob 6/00m
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 4 Ob 6/00m
    nur: Bei der Gefahr des Zuwiderhandelns ist zu unterscheiden, ob der zu einer bestimmten Unterlassung Verpflichtete bereits einmal zuwidergehandelt oder ob er sich bisher rechtmäßig verhalten hat. Im ersten Fall wird vermutet, dass er wider zuwiderhandeln werde (Wiederholungsgefahr) im zweiten Fall muss das Zuwiderhandeln unmittelbar drohend bevorstehen (Erstbegehungsgefahr). Nur dann ist eine (vorbeugende) Unterlassungsklage gerechtfertigt. (T2)
  • 4 Ob 100/00k
    Entscheidungstext OGH 12.04.2000 4 Ob 100/00k
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 109/00h
    Entscheidungstext OGH 03.05.2000 4 Ob 109/00h
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 173/00w
    Entscheidungstext OGH 04.07.2000 4 Ob 173/00w
    Vgl auch; nur T1
  • 4 Ob 174/00t
    Entscheidungstext OGH 03.10.2000 4 Ob 174/00t
    Auch; nur: Im zweiten Fall muss das Zuwiderhandeln unmittelbar drohend bevorstehen (Erstbegehungsgefahr). (T3)
  • 4 Ob 193/00m
    Entscheidungstext OGH 03.10.2000 4 Ob 193/00m
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 251/00s
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 4 Ob 251/00s
  • 4 Ob 244/01p
    Entscheidungstext OGH 13.11.2001 4 Ob 244/01p
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Maßgebend ist somit das Verhalten des Beklagten und nicht die Reaktion der Kläger. (T4)
  • 7 Ob 199/01t
    Entscheidungstext OGH 19.12.2001 7 Ob 199/01t
    nur: Bei der Gefahr des Zuwiderhandelns ist zu unterscheiden, ob der zu einer bestimmten Unterlassung Verpflichtete bereits einmal zuwidergehandelt oder ob er sich bisher rechtmäßig verhalten hat. Im ersten Fall wird vermutet, dass er wieder zuwiderhandeln werde (Wiederholungsgefahr); im zweiten Fall muss das Zuwiderhandeln unmittelbar drohend bevorstehen (Erstbegehungsgefahr). (T5)
    Beisatz: Es müssen also Umstände vom Kläger behauptet und bewiesen werden, die eine ernstlich drohende unmittelbar bevorstehende Gefahr erstmaliger Begehung begründen. Die bloße theoretische Möglichkeit der Begehung genügt nicht. (T6)
  • 6 Ob 62/02i
    Entscheidungstext OGH 12.12.2002 6 Ob 62/02i
    Auch
  • 4 Ob 22/04w
    Entscheidungstext OGH 10.02.2004 4 Ob 22/04w
    Auch; nur T1; Beis wie T6
  • 7 Ob 4/05x
    Entscheidungstext OGH 16.02.2005 7 Ob 4/05x
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 3 Ob 127/06g
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 3 Ob 127/06g
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 123/06a
    Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 123/06a
    Beisatz: Das Vorliegen eines Wettbewerbsverstoßes indiziert die Wiederholungsgefahr; für den Wegfall ist der Beklagte behauptungs- und beweispflichtig. (T7)
  • 4 Ob 227/06w
    Entscheidungstext OGH 20.03.2007 4 Ob 227/06w
    Auch; Beis wie T7; Veröff: SZ 2007/38
  • 4 Ob 58/07v
    Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 58/07v
    Auch; Beis wie T6
  • 4 Ob 194/07v
    Entscheidungstext OGH 22.01.2008 4 Ob 194/07v
    Ähnlich; nur T1; Beisatz: Hier: Urheberrechtsverletzung. (T8)
  • 4 Ob 225/07b
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 225/07b
    Auch; nur T1; Beis wie T6; Veröff: SZ 2008/32
  • 4 Ob 20/08g
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 20/08g
    Beis wie T6
  • 4 Ob 245/07v
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 245/07v
  • 4 Ob 122/08g
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 4 Ob 122/08g
    Auch; Beisatz: Ein vor Inkrafttreten der UWG-Nov 2007 gesetztes Verhalten begründet nur dann die Vermutung der Wiederholungsgefahr, wenn es schon zu diesem Zeitpunkt rechtswidrig war. (T9)
  • 4 Ob 119/08s
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 4 Ob 119/08s
    Auch; Beisatz: Die Klägerin müsste dann Umstände behaupten und bescheinigen, die eine ernstlich drohende Gefahr der erstmaligen Begehung begründen; die bloß theoretische Möglichkeit der Begehung (das heißt der nunmehr rechtswidrigen Wiederholung des ursprünglich rechtmäßigen Verhaltens) genügte nicht. (T10)
  • 4 Ob 171/08p
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 171/08p
    Auch
  • 5 Ob 262/08b
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 5 Ob 262/08b
    Auch; Beisatz: Steht eine Zuwiderhandlung fest, ist es Sache der Beklagten, Umstände zu behaupten und zu beweisen, denen gewichtige Anhaltspunkte dafür zu entnehmen sind, dass von künftigen Störungen Abstand genommen wird. (T11)
  • 9 Ob 54/08v
    Entscheidungstext OGH 01.04.2009 9 Ob 54/08v
    Vgl auch; Beisatz: Die Erstbegehungsgefahr ist von der klagenden Partei zu behaupten und zu beweisen. (T12)
  • 17 Ob 40/08v
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 17 Ob 40/08v
    Auch; nur T5; Beis ähnlich wie T6
  • 4 Ob 34/09t
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 34/09t
    Auch; nur T5; Beis wie T11; Veröff: SZ 2009/63
  • 5 Ob 98/10p
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 98/10p
    Vgl; Beisatz: Der Unterlassungsanspruch setzt die Feststellung schon erfolgter Störungen oder doch zumindest die Gefahr künftiger Störungen voraus, denen mit vorbeugender Unterlassungsklage begegnet werden kann. (T13)
  • 4 Ob 69/10s
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 69/10s
    Vgl
  • 4 Ob 201/10b
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 201/10b
    Vgl
  • 4 Ob 49/11a
    Entscheidungstext OGH 10.05.2011 4 Ob 49/11a
    Vgl auch
  • 4 Ob 88/11m
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 4 Ob 88/11m
    Vgl auch
  • 9 ObA 56/11t
    Entscheidungstext OGH 30.04.2012 9 ObA 56/11t
    Auch
  • 4 Ob 192/12g
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 192/12g
    Auch; Beisatz: Hier: Bildnisschutz nach § 78 UrhG. (T14)
  • 6 Ob 126/12s
    Entscheidungstext OGH 16.11.2012 6 Ob 126/12s
    Vgl; Beisatz: Hier: Negatorischer Unterlassungsanspruch gegen unbefugtes Eindringen in ein EDV-System. (T15)
  • 4 Ob 199/12m
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 199/12m
    Auch
  • 10 Ob 28/13k
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 10 Ob 28/13k
    Auch
  • 10 Ob 33/13w
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 10 Ob 33/13w
    Auch
  • 8 Ob 80/13t
    Entscheidungstext OGH 28.10.2013 8 Ob 80/13t
    Vgl auch
  • 3 Ob 93/14v
    Entscheidungstext OGH 23.07.2014 3 Ob 93/14v
    Auch; nur T5; Beisatz: Hier: Lärmimmissionen durch Hundegebell. (T16)
  • 1 Ob 150/14m
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 150/14m
    Auch; Beisatz: Hier: Unterlassungsanspruch der Servitutenklage. (T17)
  • 4 Ob 157/14p
    Entscheidungstext OGH 21.10.2014 4 Ob 157/14p
  • 4 Ob 140/14p
    Entscheidungstext OGH 21.10.2014 4 Ob 140/14p
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Provider beharrt nach Klarstellung durch den Kläger darauf, nicht zur Unterlassung verpflichtet zu sein. (T18)
    Veröff: SZ 2014/93
  • 7 Ob 81/16m
    Entscheidungstext OGH 06.07.2016 7 Ob 81/16m
    Auch; nur T5
  • 1 Ob 196/16d
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 1 Ob 196/16d
    Auch
  • 1 Ob 211/17m
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 1 Ob 211/17m
  • 3 Ob 195/17y
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 3 Ob 195/17y
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0037661

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.05.2018

Dokumentnummer

JJR_19940712_OGH0002_0040OB00087_9400000_005

Rechtssatz für 4Ob87/94 4Ob106/94 4Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0037664

Geschäftszahl

4Ob87/94; 4Ob106/94; 4Ob140/94; 4Ob96/06f; 4Ob58/07v; 1Ob2/11t; 4Ob88/11m; 4Ob12/11k; 1Ob147/11s; 4Ob47/16i; 4Ob102/18f; 4Ob5/19t

Entscheidungsdatum

12.07.1994

Norm

UWG §14 A2
ZPO §226 IIB12

Rechtssatz

Fällt die Erstbegehungsgefahr oder Wiederholungsgefahr weg, sei es, dass ein wettbewerbswidriges Verhalten aus tatsächlichen Gründen ausgeschlossen ist (zB Veräußerung des Unternehmens und Ausscheiden aus dem Gewerbebetrieb ohne Anzeichen dafür, dass das Geschäft in anderer Form wieder aufgenommen wird), sei es, dass es aus rechtlichen Gründen zu keinem Verstoß kommen kann (zB durch Wegfall der Verbotsnorm), dann besteht kein Unterlassungsanspruch.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 87/94
    Entscheidungstext OGH 12.07.1994 4 Ob 87/94
  • 4 Ob 106/94
    Entscheidungstext OGH 04.10.1994 4 Ob 106/94
    Veröff: SZ 67/161
  • 4 Ob 140/94
    Entscheidungstext OGH 17.01.1995 4 Ob 140/94
    Beisatz: Auf eine Änderung der Rechtslage hat das Gericht in jeder Lage des Verfahrens Bedacht zu nehmen, sofern die neuen Bestimmungen nach ihrem Inhalt auf das in Streit stehende Rechtsverhältnis anzuwenden sind (JBl 1976,481; EvBl 1977/219 ua). (T1); Beisatz: Hier: Inkrafttreten des EWGV. (T2) Veröff: SZ 68/6
  • 4 Ob 96/06f
    Entscheidungstext OGH 12.07.2006 4 Ob 96/06f
    Auch; Beisatz: Da sich im Bereich der Spitzenstellungswerbung die Verhältnisse auf dem Zeitungsmarkt auch wieder zum Nachteil der Beklagten ändern können, könnte aus einer zwischenzeitig erlangten Spitzenstellung noch nicht abgleitet werden, dass die Wiederholungsgefahr aufgrund tatsächlicher Umstände ausgeschlossen wäre. Das Unterlassungsgebot ist daher auch in diesem Fall durch die Möglichkeit einer (neuerlichen) Änderung der Verhältnisse gerechtfertigt. (T3)
  • 4 Ob 58/07v
    Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 58/07v
    Auch, Beisatz: Die Wiederholungsgefahr ist aber bei inhaltlicher Übereinstimmung der alten und der neuen Werbebeschränkungen zu bejahen, denn es ist zu vermuten, dass ein Mitbewerber, der gegen eine zum Zeitpunkt des beanstandeten Verhaltens geltende Bestimmung verstoßen hat, sein Verhalten wiederholen und dadurch auch der neu formulierten, inhaltlich aber unverändert weiterbestehenden Verpflichtung zuwiderhandeln wird. (T4)
  • 1 Ob 2/11t
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 1 Ob 2/11t
    nur: Fällt die Erstbegehungsgefahr oder Wiederholungsgefahr weg, dann besteht kein Unterlassungsanspruch. (T5)
  • 4 Ob 88/11m
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 4 Ob 88/11m
    Auch
  • 4 Ob 12/11k
    Entscheidungstext OGH 20.09.2011 4 Ob 12/11k
    Auch
  • 1 Ob 147/11s
    Entscheidungstext OGH 01.09.2011 1 Ob 147/11s
    nur T5
  • 4 Ob 47/16i
    Entscheidungstext OGH 12.07.2016 4 Ob 47/16i
    Auch; Beisatz: Hier: Inkrafttreten des Bundesgesetz über alternative Finanzierungsformen (AltFG) nach Schluss der mündlichen Verhandlung erster Instanz. (T6)
  • 4 Ob 102/18f
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 4 Ob 102/18f
    Auch
  • 4 Ob 5/19t
    Entscheidungstext OGH 26.03.2019 4 Ob 5/19t
    Beisatz: "hier: Unterlassungsklage nach dem UrhG". (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0037664

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.05.2019

Dokumentnummer

JJR_19940712_OGH0002_0040OB00087_9400000_006

Rechtssatz für 4Ob89/94 4Ob87/94 4Ob10...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0037456

Geschäftszahl

4Ob89/94; 4Ob87/94; 4Ob106/94; 4Ob22/95; 4Ob6/00m; 4Ob278/00m; 4Ob244/01p; 7Ob199/01t; 7Ob4/05x; 4Ob5/05x; 6Ob172/07y; 9ObA104/07w; 4Ob99/08z; 4Ob171/08p; 4Ob34/09t; 5Ob98/10p; 4Ob164/10m; 4Ob205/11t; 7Ob109/13z

Entscheidungsdatum

12.07.1994

Norm

UWG §14 A1
ZPO §226 IIB12

Rechtssatz

Nach ständiger Rechtsprechung und ganz herrschender Ansicht ist die Begehungsgefahr, also die Gefahr, dass der Beklagte die zu untersagende Verletzungshandlung neuerlich oder erstmalig begehen werde, eine materiellrechtliche Voraussetzung für den Unterlassungsanspruch.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 89/94
    Entscheidungstext OGH 12.07.1994 4 Ob 89/94
  • 4 Ob 87/94
    Entscheidungstext OGH 12.07.1994 4 Ob 87/94
    Auch
  • 4 Ob 106/94
    Entscheidungstext OGH 04.10.1994 4 Ob 106/94
    Auch; Veröff: SZ 67/161
  • 4 Ob 22/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 4 Ob 22/95
    Auch
  • 4 Ob 6/00m
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 4 Ob 6/00m
    Vgl auch
  • 4 Ob 278/00m
    Entscheidungstext OGH 28.11.2000 4 Ob 278/00m
    Auch
  • 4 Ob 244/01p
    Entscheidungstext OGH 13.11.2001 4 Ob 244/01p
    Auch
  • 7 Ob 199/01t
    Entscheidungstext OGH 19.12.2001 7 Ob 199/01t
  • 7 Ob 4/05x
    Entscheidungstext OGH 16.02.2005 7 Ob 4/05x
  • 4 Ob 5/05x
    Entscheidungstext OGH 14.03.2005 4 Ob 5/05x
    Beisatz: Ob Wiederholungsgefahr besteht, ist nach der Sach- und Rechtslage bei Schluss der Verhandlung erster Instanz zu beurteilen. (T1)
  • 6 Ob 172/07y
    Entscheidungstext OGH 13.09.2007 6 Ob 172/07y
    Auch; Beis wie T1
  • 9 ObA 104/07w
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 104/07w
    Vgl auch; Beisatz: Allgemein wird ein Unterlassungsanspruch durch zwei Elemente konkretisiert, und zwar einerseits die Unterlassungspflicht und andererseits die Gefahr, dass dieser Unterlassungspflicht zuwidergehandelt wird. (T2)
  • 4 Ob 99/08z
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 99/08z
    Auch
  • 4 Ob 171/08p
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 171/08p
    Vgl; Beis wie T2
  • 4 Ob 34/09t
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 34/09t
    Vgl auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2009/63
  • 5 Ob 98/10p
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 98/10p
    Vgl; Beisatz: Der Unterlassungsanspruch setzt die Feststellung schon erfolgter Störungen oder doch zumindest die Gefahr künftiger Störungen voraus, denen mit vorbeugender Unterlassungsklage begegnet werden kann. (T3)
  • 4 Ob 164/10m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 164/10m
    Vgl; Beis wie T1
  • 4 Ob 205/11t
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 4 Ob 205/11t
    Auch
  • 7 Ob 109/13z
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 7 Ob 109/13z

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0037456

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.12.2013

Dokumentnummer

JJR_19940712_OGH0002_0040OB00089_9400000_001

Rechtssatz für 4Ob106/94 4Ob47/16i

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0037537

Geschäftszahl

4Ob106/94; 4Ob47/16i

Entscheidungsdatum

04.10.1994

Norm

UWG §14 A2
ZPO §226 IIB12
ZPO §514 B

Rechtssatz

Ist eine Wiederholung des wettbewerbswidrigen Verhaltens schon vor Schluß der Verhandlung erster Instanz aus rechtlichen Gründen ausgeschlossen, dann ist das Unterlassungsbegehren abzuweisen; fällt die Verbotsnorm erst während des Rechtsmittelverfahrens weg, dann fehlt es für die Überprüfung der Entscheidung an der Beschwer.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 106/94
    Entscheidungstext OGH 04.10.1994 4 Ob 106/94
    Veröff: SZ 67/161
  • 4 Ob 47/16i
    Entscheidungstext OGH 12.07.2016 4 Ob 47/16i

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0037537

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.09.2016

Dokumentnummer

JJR_19941004_OGH0002_0040OB00106_9400000_001

Rechtssatz für 4Ob106/94

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0104140

Geschäftszahl

4Ob106/94

Entscheidungsdatum

04.10.1994

Norm

ABGB §1295 Ia9
StGB §1
StGB §61
UWG §14 A1

Rechtssatz

Bei vorübergehenden Rechtsänderungen ("Zwischengesetze") hat der wettbewerbswidrig Handelnde - wo wie im Strafrecht - kein Recht darauf, zur Zeit der für ihn günstigsten Rechtslage verfolgt zu werden. Die "Zwischengesetze" bleiben bei der Beurteilung der Voraussetzungen eines Unterlassungsanspruches unbeachtlich.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 106/94
    Entscheidungstext OGH 04.10.1994 4 Ob 106/94
    Veröff: SZ 67/161

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0104140

Dokumentnummer

JJR_19941004_OGH0002_0040OB00106_9400000_002

Entscheidungstext 4Ob106/94

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

4Ob106/94

Entscheidungsdatum

04.10.1994

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof.Dr.Gamerith als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Kodek, Dr.Niederreiter, Dr.Redl und Dr.Griß als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei F*****, vertreten durch Dr.Michael Graff und Mag.Werner Suppan, Rechtsanwälte in Wien, wider die beklagte Partei K*****, vertreten durch Dr.Ewald Weiß, Rechtsanwalt in Wien, wegen Unterlassung und Urteilsveröffentlichung (Streitwert S 500.000 sA), infolge Revision der Klägerin gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Wien als Berufungsgericht vom 27.April 1994, GZ 2 R 124/93-21, womit das Urteil des Handelsgerichtes Wien vom 7.Oktober 1993, GZ 38 Cg 361/91-15, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision wird nicht Folge gegeben.

Die Beklagte ist schuldig der Klägerin die mit S 21.375,-- bestimmten Kosten der Revisionsbeantwortung (darin S 3.562,50 USt) binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Entscheidungsgründe:

Die Klägerin ist Medieninhaberin der Zeitung "Die ganze Woche". Die Beklagte (ehemals Zweitbeklagte) ist persönlich haftende Gesellschafterin der Krone Verlag GmbH & Co KG, welche Medieninhaberin der "Neuen Kronen-Zeitung" ist.

Auf der Titelseite der "Neuen Kronen-Zeitung" vom 12.September 1991 war ein "Verführerschein" aufgeklebt, der rund ein Neuntel der Titelseite abdeckte und einem amtlichen Führerschein, insbesondere in Format und Farbe, ähnlich war:

Die beiden Innenseiten des aufklappbaren "Verführerscheins" waren wie folgt gestaltet:

Die - erst nach Abtrennen von der Titelseite der "Neuen Kronen-Zeitung" sichtbare - Rückseite des "Verführerscheins" enthielt folgenden Text:

Bei dieser Werbung handelte es sich um eine bezahlte Werbeaktion der M***** GmbH. Diese hatte am 11.September 1991 eine Werbeschrift mit dem Titel "Auto-Info", auf deren Titelseite ebenfalls ein "Verführerschein" angeheftet war, verteilen lassen. Daß diese Werbeschrift an alle Haushalte verteilt worden wäre, wurde weder behauptet noch bewiesen.

Die Klägerin begehrt, der Beklagten den Verkauf der "Neuen Kronen-Zeitung" zu untersagen, wenn auf der Titelseite, zum Beispiel mit einem aufgeklebten "Verführerschein", die Möglichkeit angekündigt wird, einen Preis nicht unerheblichen Wertes, zum Beispiel einen PKW Mazda MX-3, zu gewinnen, und die Teilnahme an dem Gewinnspiel vom Kauf der Zeitung, insbesondere von der Verwendung des "Verführerscheins" abhängig ist oder durch den Kauf der Zeitung erleichtert wird. Darüber hinaus stellt die Klägerin ein Veröffentlichungsbegehren.

Der potentielle Zeitungskäufer gewinne durch den aufgeklebten "Verführerschein" den - zutreffenden - Eindruck, mit dem Kauf der Zeitung die Chance zu erwerben, einen Mazda MX-3 zu gewinnen. Am Gewinnspiel könne nur mit dem "Verführerschein" teilgenommen werden; daß der "Verführerschein" auch ohne Zeitungskauf erhältlich sei, sei nicht ersichtlich. Die Werbeaktion verstoße demnach gegen §§ 1, 28 UWG und gegen das Zugabengesetz.

Die Beklagte beantragt, das Klagebegehren abzuweisen. Das Publikum rechne die Werbeaktion nicht dem Zeitungsunternehmen, sondern der M***** GmbH zu. Das Gewinnspiel sei im übrigen zulässig, weil der Mazda MX-3 V6 einen Neupreis von S 293.000,-- habe.

Die Klägerin richtete die Klage ursprünglich gegen drei weitere Beklagte; sie schränkte ihr Begehren gegen die Erstbeklagte, die K***** GmbH & Co KG, aber in der Folge auf Kostenersatz ein, weil sie gegen diese mittlerweile einen rechtskräftigen Titel erworben hatte.

Das Erstgericht gab dem Klagebegehren gegen die Beklagte (ursprünglich Zweitbeklagte) Folge und verpflichtete auch die Erst-, Dritt- und Viertbeklagte zum Kostenersatz. Über die Sachanträge gegen die Dritt- und Viertbeklagte (M***** GmbH & Co KG und M*****verlag GmbH) sprach es nicht ab.

Das Erstgericht bejahte in Übereinstimmung mit der im Provisorialverfahren 4 Ob 19/92 (ÖBl 1992, 226 - Verführerschein) ergangenen Entscheidung, daß der "Verführerschein" geeignet sei, Zeitungskäufer anzulocken. Zumindest bei einem erheblichen Teil des angesprochenen Publikums sei der Eindruck erweckt worden, zum "Verführerschein" nur durch den Kauf der "Neuen Kronen-Zeitung" zu kommen und nur dadurch am Preisausschreiben teilnehmen zu können. Damit habe die Beklagte gegen § 28 UWG verstoßen. Ein solcher Verstoß durch Ankündigen in öffentlichen Bekanntmachungen sei auch nach dem Wettbewerbs-Deregulierungsgesetz möglich.

Das Berufungsgericht bestätigte die Entscheidung des Erstgerichtes; die Berufung der Erst-, Dritt- und Viertbeklagten wies es mangels Beschwer zurück. Das Berufungsgericht sprach aus, daß die Revision nicht zulässig sei.

Nach der im Provisorialverfahren ergangenen Entscheidung 4 Ob 19/92 sei nach Art III Abs 2 WettbDerG BGBl 1992/147 § 28 UWG aF anzuwenden. Wie sich aus § 9a Abs 1 Z 1 iVm § 9a Abs 2 Z 8 UWG idF WettbDerG ergebe, sei die Beschwer der Beklagten nicht weggefallen, weil ein solcher Verstoß durch Ankündigen in öffentlichen Bekanntmachungen auch weiterhin möglich sei. Der Oberste Gerichtshof sei offenbar davon ausgegangen, daß der Gesamtwert der ausgespielten Preise S 300.000 überschreite. Mittlerweile habe die Beklagte behauptet, daß der Verkaufspreis des ausgespielten Autos bei Ankündigung des Gewinnspiels S 293.000 betragen habe. Ob die fehlenden Feststellungen über den Wert des Autos für die Entscheidung wesentlich seien, sei davon abhängig gewesen, ob § 9a UWG idF UWG-Nov 1993 verfassungskonform sei. Der Verfassungsgerichtshof habe dem Antrag, diese Bestimmung als verfassungswidrig aufzuheben, mit Erkenntnis vom 11.3.1994 nicht Folge gegeben und den im vorliegenden Verfahren gestellten Aufhebungsantrag mit Beschluß vom 12.3.1994 zurückgewiesen. Demnach habe das Berufungsgericht § 9a UWG idF UWG-Nov 1993 BGBl 1993/227 anzuwenden. Danach komme es auf den Gesamtwert der ausgespielten Preise nicht mehr an.

Das Erstgericht habe nur die (Zweit)Beklagte zur begehrten Unterlassung und Urteilsveröffentlichung verurteilt, die Verfahrenskosten aber sämtlichen Beklagten auferlegt. Die Klägerin habe dagegen nicht berufen, sondern nur beantragt, die Berufung der Erst-, Dritt- und Viertbeklagten mangels Beschwer zurückzuweisen, weil diesen Parteien nur ein Kostenrekurs zugestanden wäre. Das Erstgericht habe die Sachanträge gegen die Erst-, Dritt- und Viertbeklagte (richtig: Dritt- und Viertbeklagte; das Begehren gegen die Erstbeklagte wurde ja auf Kosten eingeschränkt) bisher nicht behandelt; dies habe aber mangels Anfechtung nicht berücksichtigt werden können.

Rechtliche Beurteilung

Die gegen diese Entscheidung erhobene außerordentliche Revision der Beklagten ist zulässig, weil der Oberste Gerichtshof bisher nicht über einen gleichartigen Sachverhalt entschieden hat; sie ist aber nicht berechtigt.

Die Beklagte räumt ein, daß die beanstandete Werbeaktion - wie in der im Provisorialverfahren zu 4 Ob 19/92 ergangenen Entscheidung ausführlich dargelegt worden war, - im Zeitpunkt ihrer Ankündigung wettbewerbswidrig war, wenn sie auch in der Folge auf die Entscheidung 4 Ob 1112/93 verweist, der jedoch ein mit dem vorliegenden Fall nicht vergleichbarer Sachverhalt zugrundelag. Der Unterlassungsanspruch sei daher zunächst berechtigt gewesen, durch das Inkrafttreten des Wettbewerbs-Deregulierungsgesetzes BGBl 1992/147 aber erloschen, weil (bzw wenn) der Wert des ausgespielten Autos S 300.000 nicht überstiegen habe. Nach dem Wettbewerbs-Deregulierungsgesetz wäre das Klagebegehren abzuweisen gewesen. Die Klägerin habe keinen neurlichen Verstoß behauptet. Demnach habe die Beklagte gegen die im April 1993 in Kraft getretene UWG-Novelle nicht verstoßen. Der inzwischen erloschene Unterlassungsanspruch sei nicht automatisch wieder aufgelebt.

Die beanstandete Werbeaktion war im September 1991. Zu diesem Zeitpunkt war § 28 UWG aF noch in Kraft und auf Sachverhalte, die vor dem Inkrafttreten des Wettbewerbs-Deregulierungsgesetzes verwirklicht wurden, anzuwenden (Art III Abs 2 WettbDerG BGBl 1992/147). Das Wettbewerbs-Deregulierungsgesetz ist mit 1.April 1992 in Kraft getreten (Art II Abs 1 WettbDerG). Der hier maßgebende § 9a UWG idF BGBl 1992/147 wurde durch die UWG-Novelle 1993 BGBl 1993/227 geändert. Die UWG-Novelle 1993 wurde mit 2.April 1993 wirksam. Nach § 28 UWG aF war es (unter anderem) verboten, Waren in der Form zu vertreiben, daß eine neben der Ware zu gewährende Zuwendung (Prämie) vom Ergebnis einer Verlosung oder einem anderen Zufall abhängig gemacht wird. Seit dem Wettbewerbs-Deregulierungsgesetz sind unzulässige Gewinnspiele als ein Fall der Zugabe in § 9a UWG geregelt. Dessen Abs 2 Z 8 nimmt Gewinnspiele vom Zugabenverbot aus, bei denen der sich aus dem Gesamtwert der ausgespielten Preise im Verhältnis zur Zahl der ausgegebenen Teilnahmekarten (Lose) ergebende Wert der einzelnen Teilnahmekarte 5 S und der Gesamtwert der ausgespielten Preise 300.000 S nicht überschreitet. Seit der UWG-Novelle 1993 ist diese Ausnahmebestimmung auf Zugaben zu periodischen Druckschriften nicht mehr anzuwenden.

Nach der derzeitigen und auch bei Schluß der Verhandlung erster Instanz (23.6.1993) geltenden Gesetzeslage ist ein von einer Zeitung angekündigtes Gewinnspiel somit bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen unabhängig davon unzulässig, welchen Wert die ausgespielten Preise haben. Das entspricht der Rechtslage vor Inkrafttreten des Wettbewerbs-Deregulierungsgesetzes. Nur in der Zwischenzeit, vom 1.April 1992 bis einschließlich 1.April 1993, konnten sich auch Zeitungen auf die Ausnahmebestimmung des § 9a Abs 2 Z 8 UWG berufen.

Streitentscheidend ist die Frage, ob und wie sich dieses "Zwischengesetz" auf den Anspruch der Klägerin auswirkt. Dazu ist zu erwägen:

Die Klägerin macht einen Unterlassungsanspruch geltend. Unterlassungspflichten ergeben sich aus besonderen Verhaltens(Verbots)Normen, aus absoluten Rechten anderer (zB Eigentums-, Pfandrecht), aus anderen absoluten Rechten (zB Persönlichkeitsrechte: ua SZ 56/63; SZ 56/124 = ÖBl 1984, 18 - Lokomotivführer) und auch aus Rechtsgeschäften (s Rummel in Rummel, ABGB2 § 859 Rz 5). Das subjektive Recht auf Unterlassung verdichtet sich erst durch die Rechtsverletzung zum Unterlassunganspruch gegen einen bestimmten Gegner (Böhm, Unterlassungsanspruch und Unterlassungsklage 39 ff, 68; s auch Jelinek, Das "Klagerecht" auf Unterlassung, ÖBl 1974, 125 [132]). Der Unterlassungsanspruch dient der Abwehr künftiger Beeinträchtigungen. Seine Entstehung setzt die drohende Gefahr einer Beeinträchtigung voraus; die Beeinträchtigung braucht noch nicht eingetreten zu sein. Es genügt Erstbegehungsgefahr (s Baumbach/Hefermehl, Wettbewerbsrecht17 EinlUWG Rz 256). Der Unterlassungsanspruch ist nach hA ein materiellrechtlicher Anspruch (Böhm aaO 10 ff mwN, 68; Rummel aaO; JBl 1975, 484; SZ 56/63 ua).

Der Unterlassungsanspruch wird demnach durch zwei Elemente konkretisiert: Eine Unterlassungspflicht und die Gefahr, daß dieser Unterlassungspflicht zuwidergehandelt wird. Fehlt eines dieser Elemente, dann besteht kein Unterlassunganspruch. Bei der Gefahr des Zudwiderhandelns ist zu unterscheiden, ob der zu einer bestimmten Unterlassung Verpflichtete bereits einmal zuwidergehandelt oder sich bisher rechtmäßig verhalten hat. Im ersten Fall wird vermutet, daß er wieder zuwiderhandeln werde (Wiederholungsgefahr); es ist daher Sache des Beklagte, Umstände zu behaupten und zu beweisen, denen gewichtige Anhaltspunkte dafür zu entnehmen sind, daß der Verletzer ernstlich gewillt ist, von künftigen Störungen Abstand zu nehmen (stRsp zB SZ 51/87 = ÖBl 1978, 127 - Umsatzbonus II; ÖBl 1985, 43 - Sonderpreise für Studenten uva); im zweiten Fall muß das Zuwiderhandeln unmittelbar drohend bevorstehen (Erstbegehungsgefahr). Nur dann ist eine (vorbeugende) Unterlassungklage gerechtfertigt (s Hohenecker/Friedl, Wettbewerbsrecht 85 f; zur vorbeugenden Unterlassungsklage ua SZ 33/130; ÖBl 1978, 102 - kulinarisches Mosaik; ÖBl 1989, 56 - Bioren ua).

Der wettbewerbsrechtliche Unterlassunganspruch richtet sich demnach gegen eine künftige sittenwidrige Wettbewerbshandlung, deren Begehung ernstlich zu befürchten ist (s Baumbach/Hefermehl aaO EinlUWG Rz 258). Fällt die Erstbegehungs- oder Wiederholungsgefahr weg, sei es, daß ein wettbewerbswidriges Verhalten aus tatsächlichen Gründen ausgeschlossen ist (zB Veräußerung des Unternehmens und Ausscheiden aus dem Gewerbebetrieb ohne Anzeichen dafür, daß das Geschäft in anderer Form wieder aufgenommen wird: SZ 37/49 = ÖBl 1964, 75 - Heereskraftfahrerabzeichen), sei es, daß es aus rechtlichen Gründen zu keinem Verstoß kommen kann (zB durch Wegfall der Verbotsnorm), dann besteht kein Unterlassungsanspruch. Für die Beurteilung, ob aus tatsächlichen Gründen Erstbegehungs- oder Wiederholungsgefahr besteht, ist der Zeitpunkt des Schlusses der Verhandlung erster Instanz maßgebend (§ 406 ZPO). Auf eine Änderung der Rechtslage hat das Gericht hingegen in jeder Lage des Verfahrens Bedacht zu nehmen, sofern die neuen Bestimmungen nach ihrem Inhalt auf das in Streit stehende Rechtsverhältnis anzuwenden sind (JBl 1976, 481; EvBl 1977/219 ua). Es ist daher grundsätzlich nach den Übergangsbestimmungen zu beurteilen, ob eine Gesetzesänderung für ein laufendes Verfahren zu beachten ist (zu allem 4 Ob 87/94 - Urlaub für Schlaue).

Die UWG-Novelle 1993 ist mit dem Tag ihrer Kundmachung in Kraft getreten; sie ist mangels gegenteiliger Bestimmung im vorliegenden Fall anzuwenden. Das beanstandete Gewinnspiel war demnach im Zeitpunkt seiner Ankündigung wettbewerbswidrig; die Beklagte würde aber auch jetzt wettbewerbswidrig handeln, wenn sie ein gleiches Gewinnspiel veranstaltete. Eine Wiederholung ihres wettbewerbswidrigen Verhaltens ist weder aus tatsächlichen Gründen - die Beklagte hat einen Wegfall der Wiederholungsgefahr weder behauptet noch bewiesen - zumindest äußerst unwahrscheinlich noch aus rechtlichen Gründen - das beanstandete Verhalten ist auch jetzt gesetzwidrig - ausgeschlossen. Damit ist der Unterlassunganspruch der Klägerin unabhängig davon begründet, ob das Gewinnspiel vom 1.4.1992 bis einschließlich 1.4.1993 zulässig gewesen wäre. Nicht zu berücksichtigen für die Beurteilung der Wiederholungsgefahr sind selbstverständlich die gleichartigen Handlungen des Beklagten, die vorübergehend erlaubt waren.

Auf das "Zwischengesetz" ist nicht abzustellen, weil sein Inhalt weder für die Beurteilung, ob der Beklagte wettbewerbswidrig gehandelt hat, noch für die Prognose, ob ein neuerlicher Verstoß ausgeschlossen oder doch zumindest äußerst unwahrscheinlich ist (ÖBl 1989, 52 - Carsonics/Carsound; ÖBl 1992, 42 - Luftfrachtsendungen uva), maßgebend ist. Daß - hätte die Beklagte einen S 300.000 nicht übersteigenden Gesamtwert des ausgespielten Autos bewiesen - das Unterlassungbegehren abzuweisen gewesen wäre, wäre nach Inkrafttreten des Wettbewerbs-Deregulierungsgesetzes, aber vor Inrafttreten der UWG-Novelle 1993 entschieden worden, vermag daran nichts zu ändern. Der Beklagte hat kein Recht darauf, zur Zeit der für ihn günstigsten Rechtslage verfolgt zu werden (vgl zur Nichtbeachtung auch für den Täter günstigerer Zwischengesetze im Strafrecht: Foregger/Nowakowski, Wiener Kommentar zum Strafgesetzbuch § 1 Rz 41; Leukauf/Steininger, Kommentar zum Strafgesetzbuch § 61 Rz 17).

Diese Auffassung steht im Einklang mit der Rechtsprechung, wonach der Beklagte durch einen Unterlassungstitel nicht beschwert ist, wenn das davon erfaßte Verhalten nunmehr wegen Wegfalls der Verbotsnorm erlaubt ist. Die Beschwer fehlt, weil aufgrund des Exekutionstitels nicht mehr Exekution geführt werden kann (hRsp zB ÖBl 1991, 38 - Kaffee). Auch damit wird auf die Rechtslage im Zeitpunkt der (Rechtsmittel)Entscheidung abgestellt. Ist eine Wiederholung des wettbewerbswidrigen Verhaltens schon vor Schluß der Verhandlung erster Instanz aus rechtlichen Gründen ausgeschlossen, dann ist das Unterlassungsbegehren abzuweisen; fällt die Verbotsnorm erst während des Rechtsmittelverfahrens weg, dann fehlt es für die Überprüfung der Entscheidung an der Beschwer. Ob bei späterem Inkrafttreten einer inhaltsgleichen Verbotsnorm aufgrund eines Unterlassungstitels, welcher geschaffen wurde, als die "Vorläufer" - Verbotsnorm galt, und dessen Überprüfung im Rechtsmittelverfahren wegen Wegfalls der Verbotsnorm mangels Beschwer abgelehnt wurde, Exekution geführt werden kann (s dazu Swoboda, Nur keine Beschwer - oder doch etwas mehr? ÖJZ 1994, 308), braucht hier nicht geprüft zu werden. Auch wenn eine solche Möglichkeit zu verneinen sein sollte (so Swoboda aaO 310) und damit durch das nach Schaffung des Exekutionstitels ergangene "Zwischengesetz" die Durchsetzbarkeit des Unterlassungstitels endgültig beseitigt würde, folgt daraus nicht, daß auch ein noch während des Verfahrens außer Kraft getretenes "Zwischengesetz" den Unterlassunganspruch "vernichtet". In diesem Fall geht es nicht um die Auswirkung einer generellen Norm auf einen schon bestehenden Titel, sondern darum, daß das Gericht das jeweils geltende Recht, das in Übergangsbestimmungen auch auf bereits außer Kraft getretene Normen verweisen kann, anzuwenden hat. Es wird ein Titel geschaffen, dem eine entsprechende Überprüfung von Sachverhalt und Rechtslage durch das Gericht vorausgegangen ist; die aus Gründen des Rechtsschutzes erhobenen Bedenken dagegen, daß ein Unterlassungstitel, dessen Überprüfung im Rechtsmittelverfahren mangels Beschwer abgelehnt wurde, weil er seine Durchsetzbarkeit durch eine einschränkende Rechtsänderung verloren hat, diese durch eine spätere ausdehnende Rechtsänderung wieder erhält (Swoboda aaO), haben hier keine Grundlage.

Die Revision mußte erfolglos bleiben.

Die Kostenentscheidung beruht auf §§ 41, 50 ZPO.

Anmerkung

E36870

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:0040OB00106.94.1004.000

Dokumentnummer

JJT_19941004_OGH0002_0040OB00106_9400000_000