Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob46/68 6Ob49/69 5Ob69...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0040011

Geschäftszahl

2Ob46/68; 6Ob49/69; 5Ob690/76; 4Ob398/78; 5Ob558/93; 3Ob175/01h; 3Ob196/10k; 9Ob42/13m; 4Ob257/16x

Entscheidungsdatum

05.04.1968

Norm

ZPO §235 Abs4 C

Rechtssatz

Eine Änderung des Klagegrundes im Sinne des § 235 Abs 4 ZPO liegt nur dann vor, wenn die zur Substantiierung des Anspruches geltend gemachten Tatsachen eine solche Änderung erfahren, dass sich daraus ein anderer Sachverhalt ergibt.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 46/68
    Entscheidungstext OGH 05.04.1968 2 Ob 46/68
  • 6 Ob 49/69
    Entscheidungstext OGH 26.02.1969 6 Ob 49/69
  • 5 Ob 690/76
    Entscheidungstext OGH 09.11.1976 5 Ob 690/76
    Beisatz: Welcher zur Unterstellung unter andere Rechtsnormen führen muss. (T1)
  • 4 Ob 398/78
    Entscheidungstext OGH 19.12.1978 4 Ob 398/78
    Auch; Beisatz: Unterlassungsanspruch wird nicht mehr auf die in der Klage geltend gemachten Fakten, sondern ausschließlich auf einen neuen, selbständigen Vorfall gestützt. (T2)
  • 5 Ob 558/93
    Entscheidungstext OGH 30.08.1994 5 Ob 558/93
    Beisatz: Die unterschiedliche Berechnungsart des Anspruches auf angemessene Entschädigung im Sinne des § 1168 Abs 1 Satz 2 ABGB bedeute keine Änderung des Klagegrundes. (T3)
  • 3 Ob 175/01h
    Entscheidungstext OGH 19.09.2002 3 Ob 175/01h
    Vgl; Beisatz: Eine Klageänderung liegt vor, wenn bei Änderung des Klagegrundes, somit der vorgebrachten, anspruchsbegründenden Tatsachen ein anderer gesetzlicher Tatbestand anzuwenden ist. (T4); Veröff: SZ 2002/119
  • 3 Ob 196/10k
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 196/10k
    Vgl
  • 9 Ob 42/13m
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 9 Ob 42/13m
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Erweiterung der das Scheidungsbegehren begründenden Tatsachen begründet keine Heranziehung eines anderen gesetzlichen Tatbestands. (T5)
  • 4 Ob 257/16x
    Entscheidungstext OGH 24.01.2017 4 Ob 257/16x
    Auch; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0040011

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.02.2017

Dokumentnummer

JJR_19680405_OGH0002_0020OB00046_6800000_001

Rechtssatz für 4Ob89/73 6Ob93/74 3Ob22...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021636

Geschäftszahl

4Ob89/73; 6Ob93/74; 3Ob224/74; 4Ob601/75; 7Ob679/76; 7Ob509/77; 3Ob528/77; 5Ob633/81; 6Ob619/81; 7Ob652/84; 10Ob516/87; 5Ob558/93; 4Ob2161/96i; 1Ob308/97v; 5Ob340/98f; 6Ob236/99w; 1Ob175/10g; 5Ob219/10g; 2Ob188/14g; 8ObA22/18w; 8ObA1/20k; 8ObA91/20w

Entscheidungsdatum

11.12.1973

Norm

ABGB §1152 B

Rechtssatz

Nach Lehre und Rechtsprechung (Klang 2. Auflage V 226, EvBl 1964/402) ist jenes Entgelt als angemessen anzusehen, das sich unter Berücksichtigung aller Umstände und unter Bedachtnahme auf das, was unter ähnlichen Umständen geleistet wird, ergibt. Werden aus irgendwelchen Gründen, etwa weil dies ortsüblich ist, höhere als die kollektivvertraglichen Mindestgehälter geboten, dann ist in der Regel von diesen Löhnen als dem angemessenen Entgelt auszugehen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 89/73
    Entscheidungstext OGH 11.12.1973 4 Ob 89/73
    Veröff: Arb 917
  • 6 Ob 93/74
    Entscheidungstext OGH 06.06.1974 6 Ob 93/74
    nur: Nach Lehre und Rechtsprechung (Klang 2. Auflage V 226, EvBl 1964/402) ist jenes Entgelt als angemessen anzusehen, das sich unter Berücksichtigung aller Umstände und unter Bedachtnahme auf das, was unter ähnlichen Umständen geleistet wird, ergibt. (T1)
  • 3 Ob 224/74
    Entscheidungstext OGH 21.01.1975 3 Ob 224/74
    nur T1; Beisatz: Planungsarbeit eines nicht graduierten Architekten. (T2)
  • 4 Ob 601/75
    Entscheidungstext OGH 23.09.1975 4 Ob 601/75
    nur T1; Beisatz: Hier: Planungsarbeiten für Hausumbau. (T3)
    Veröff: so schon JBl 1971,572; JBl 1955,122
  • 7 Ob 679/76
    Entscheidungstext OGH 04.11.1976 7 Ob 679/76
    nur T1; Veröff: NZ 1979,74
  • 7 Ob 509/77
    Entscheidungstext OGH 03.02.1977 7 Ob 509/77
    nur T1; Veröff: EvBl 1977/204 S 459
  • 3 Ob 528/77
    Entscheidungstext OGH 22.11.1977 3 Ob 528/77
    nur T1
  • 5 Ob 633/81
    Entscheidungstext OGH 07.07.1981 5 Ob 633/81
    nur T1
  • 6 Ob 619/81
    Entscheidungstext OGH 25.11.1981 6 Ob 619/81
    nur T1
  • 7 Ob 652/84
    Entscheidungstext OGH 21.02.1985 7 Ob 652/84
    Auch; Beisatz: Bestimmbarkeit eines Architektenhonorars nach Tarif und Verkehrssitte. (T4)
  • 10 Ob 516/87
    Entscheidungstext OGH 12.01.1988 10 Ob 516/87
    nur T1
  • 5 Ob 558/93
    Entscheidungstext OGH 30.08.1994 5 Ob 558/93
    Vgl auch; nur T1
  • 4 Ob 2161/96i
    Entscheidungstext OGH 12.08.1996 4 Ob 2161/96i
    nur T1; Beisatz: Orientierungshilfe und Anthaltspunkt kann hiefür auch eine (verwandte) Gebührenordnung liefern. (T5)
    Beisatz: Hier: Produkt-Designer. (T6)
  • 1 Ob 308/97v
    Entscheidungstext OGH 28.07.1998 1 Ob 308/97v
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Honoraranspruch eines Wirtschaftsprüfers und Steuerberaters nach Zurücklegung der Berufsausübungsbefugnis. (T7)
  • 5 Ob 340/98f
    Entscheidungstext OGH 26.01.1999 5 Ob 340/98f
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 236/99w
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 6 Ob 236/99w
    nur T1; Beis wie T6
  • 1 Ob 175/10g
    Entscheidungstext OGH 23.11.2010 1 Ob 175/10g
  • 5 Ob 219/10g
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 219/10g
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 188/14g
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 2 Ob 188/14g
    Vgl; nur T1; Beisatz: Hier: Entlohnung des vom Gericht bestellten vorläufigen Liegenschaftsverwalters. (T8)
  • 8 ObA 22/18w
    Entscheidungstext OGH 25.06.2018 8 ObA 22/18w
    Auch
  • 8 ObA 1/20k
    Entscheidungstext OGH 27.02.2020 8 ObA 1/20k
  • 8 ObA 91/20w
    Entscheidungstext OGH 23.10.2020 8 ObA 91/20w
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0021636

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.02.2021

Dokumentnummer

JJR_19731211_OGH0002_0040OB00089_7300000_001

Rechtssatz für 1Ob76/74 1Ob642/90 5Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021875

Geschäftszahl

1Ob76/74; 1Ob642/90; 5Ob558/93; 2Ob203/08d; 7Ob174/11f; 3Ob180/12k

Entscheidungsdatum

08.05.1974

Norm

ABGB §1168

Rechtssatz

Der Anspruch nach § 1168 ABGB ist ein Entgeltanspruch und kein Schadenersatzanspruch (EvBl 1971/161).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 76/74
    Entscheidungstext OGH 08.05.1974 1 Ob 76/74
  • 1 Ob 642/90
    Entscheidungstext OGH 05.06.1991 1 Ob 642/90
    Veröff: SZ 64/71
  • 5 Ob 558/93
    Entscheidungstext OGH 30.08.1994 5 Ob 558/93
    Beisatz: Hier: "angemessene Entschädigung" infolge Zeitverlustes bei der Ausführung des Werkes. (T1)
  • 2 Ob 203/08d
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 2 Ob 203/08d
    Beisatz: Da es sich um keinen Schadenersatzanspruch, sondern einen Entgeltanspruch handelt, kommt es dabei auf ein Verschulden des Werkbestellers nicht an. Auch ist grundsätzlich keine „Bagatellgrenze" vorgesehen. (T2)
  • 7 Ob 174/11f
    Entscheidungstext OGH 28.09.2011 7 Ob 174/11f
  • 3 Ob 180/12k
    Entscheidungstext OGH 17.10.2012 3 Ob 180/12k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0021875

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.12.2012

Dokumentnummer

JJR_19740508_OGH0002_0010OB00076_7400000_002

Rechtssatz für 6Ob142/75 6Ob784/78 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0032031

Geschäftszahl

6Ob142/75; 6Ob784/78; 4Ob1591/93; 5Ob558/93

Entscheidungsdatum

19.12.1975

Norm

ABGB §1333
HGB §353
UStG 1972 §19

Rechtssatz

Wenngleich die Fälligkeit der Umsatzsteuer gegenüber dem Käufer im Rahmen des Gesamtentgeltes ohne Rücksicht darauf eintritt, daß der Verkäufer seinerseits die Umsatzsteuer erst zu einem späteren Zeitpunkt entrichten muß, ist der auf sie entfallende Teil des Gesamtentgeltes erst von jenem Zeitpunkt an zu verzinsen, in dem auf Seite des Verkäufers die Umsatzsteuerschuld gegenüber dem Staat entsteht.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 142/75
    Entscheidungstext OGH 19.12.1975 6 Ob 142/75
    Veröff: SZ 48/140 = EvBl 1976/140 S 268
  • 6 Ob 784/78
    Entscheidungstext OGH 14.03.1979 6 Ob 784/78
    Ausdrücklich gegenteilig; Veröff: SZ 52/42
  • 4 Ob 1591/93
    Entscheidungstext OGH 11.01.1994 4 Ob 1591/93
    Gegenteilig
  • 5 Ob 558/93
    Entscheidungstext OGH 30.08.1994 5 Ob 558/93
    Gegenteilig

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0032031

Dokumentnummer

JJR_19751219_OGH0002_0060OB00142_7500000_003

Rechtssatz für 4Ob580/76 3Ob562/78 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0032021

Geschäftszahl

4Ob580/76; 3Ob562/78; 6Ob784/78; 5Ob724/79; 7Ob514/82; 2Ob565/82 (2Ob566/82); 7Ob604/86; 5Ob558/93; 9Ob2089/96p; 6Ob660/95; 6Ob2338/96h; 4Ob2336/96z; 4Ob2307/96k

Entscheidungsdatum

14.12.1976

Norm

ABGB §1333
ABGB §1334
UStG 1972 §4 Abs1

Rechtssatz

Neben dem Kaufpreis gehören auch "Auslagen und Unkostenersätze" sowie "Zahlungszuschläge wegen verspäteter Zahlung" zum umsatzsteuerpflichtigen "Entgelt" im Sinne des § 4 Abs 1 UStG 1972 (hier: Umsatzsteuer für Verzugszinsen).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 580/76
    Entscheidungstext OGH 14.12.1976 4 Ob 580/76
  • 3 Ob 562/78
    Entscheidungstext OGH 07.06.1978 3 Ob 562/78
    Vgl
  • 6 Ob 784/78
    Entscheidungstext OGH 14.03.1979 6 Ob 784/78
    Beisatz: Keine Umsatzsteuer von der Umsatzsteuer. (T1) Veröff: RZ 1979/88 S 278
  • 5 Ob 724/79
    Entscheidungstext OGH 27.11.1979 5 Ob 724/79
    Vgl
  • 7 Ob 514/82
    Entscheidungstext OGH 18.03.1982 7 Ob 514/82
  • 2 Ob 565/82
    Entscheidungstext OGH 14.12.1982 2 Ob 565/82
    nur: Neben dem Kaufpreis gehören auch "Zahlungszuschläge wegen verspäteter Zahlung" zum umsatzsteuerpflichtigen "Entgelt" im Sinne des § 4 Abs 1 UStG 1972 (hier: Umsatzsteuer für Verzugszinsen). (T2)
  • 7 Ob 604/86
    Entscheidungstext OGH 02.10.1986 7 Ob 604/86
    Ähnlich; nur T2; Beisatz: Soweit die Umsatzsteuerpflicht reicht, sind auch die Verzugszinsen in die Bemessungsgrundlage einzubeziehen. (T3) Veröff: HS 16488 = HS 16650
  • 5 Ob 558/93
    Entscheidungstext OGH 30.08.1994 5 Ob 558/93
    nur T2; Beis wie T3
  • 9 Ob 2089/96p
    Entscheidungstext OGH 24.04.1996 9 Ob 2089/96p
    Gegenteilig; Beisatz: Im Sinne der Entscheidung Rs 222/81 des EuGH ist auch der Begriff des Entgelts in § 4 UStG auszulegen. Er umfaßt daher nicht die Zinsen, die durch gerichtliche Entscheidung deswegen zuerkannt werden, weil die Zahlung des Entgelts für eine Lieferung oder sonstige Leistung nicht bei Fälligkeit erbracht worden ist. (T4) Veröff: SZ 69/102
  • 6 Ob 660/95
    Entscheidungstext OGH 14.08.1996 6 Ob 660/95
    Gegenteilig; nur T2; Veröff: SZ 69/181
  • 4 Ob 2336/96z
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 4 Ob 2336/96z
    Vgl aber; nur T2; Beisatz: Da die Umsatzsteuerbemessungsgrundlage die durch gerichtliche Entscheidung zuerkannten Verzugszinsen nicht umfaßt, ist Umsatzsteuer aus den Zinsen nicht zuzusprechen. (T5) Veröff: SZ 69/266
  • 4 Ob 2307/96k
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2307/96k
    Gegenteilig; nur T2; Beis wie T4
  • 6 Ob 2338/96h
    Entscheidungstext OGH 30.01.1997 6 Ob 2338/96h
    Gegenteilig; nur T2; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0032021

Dokumentnummer

JJR_19761214_OGH0002_0040OB00580_7600000_002

Rechtssatz für 6Ob784/78 5Ob528/82 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021952

Geschäftszahl

6Ob784/78; 5Ob528/82; 7Ob649/85; 5Ob343/87; 2Ob513/91; 5Ob558/93; 5Ob216/13w

Entscheidungsdatum

07.03.1979

Norm

ABGB §1170
ABGB §1333

Rechtssatz

Umsatzsteuerbeträge sind bürgerlich - rechtlich Teil des vereinbarten Entgeltes. Sie werden unabhängig von der Entstehung der Steuerschuld des Unternehmers (vgl § 19 Abs UStG 1972) im privatrechtlichen Verhältnis zwischen Unternehmer und Besteller dann fällig, wenn die Entgeltforderung als solche fällig wird.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 784/78
    Entscheidungstext OGH 07.03.1979 6 Ob 784/78
    Veröff: SZ 52/42
  • 5 Ob 528/82
    Entscheidungstext OGH 09.03.1982 5 Ob 528/82
    nur: Umsatzsteuerbeträge sind bürgerlich - rechtlich Teil des vereinbarten Entgeltes. (T1) Beisatz: Und als solcher zessionsrechtlich nicht besonders zu behandeln. (T2) Veröff: JBl 1983,595 (dazu zustimmend Grillberger, JBl 1983,574)
  • 7 Ob 649/85
    Entscheidungstext OGH 16.01.1986 7 Ob 649/85
  • 5 Ob 343/87
    Entscheidungstext OGH 22.09.1987 5 Ob 343/87
    Veröff: WBl 1987,347 = SZ 60/175
  • 2 Ob 513/91
    Entscheidungstext OGH 13.03.1991 2 Ob 513/91
  • 5 Ob 558/93
    Entscheidungstext OGH 30.08.1994 5 Ob 558/93
  • 5 Ob 216/13w
    Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 216/13w
    Vgl auch; Beisatz: Im Verhältnis zwischen der Klägerin als Werkbestellerin und der Gemeinschuldnerin als Werkunternehmerin stellte die von der Gemeinschuldnerin dem Fiskus geschuldete Umsatzsteuer einen Teil des Werklohns dar. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0021952

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.09.2014

Dokumentnummer

JJR_19790307_OGH0002_0060OB00784_7800000_001

Rechtssatz für 6Ob784/78 6Ob513/79 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0032030

Geschäftszahl

6Ob784/78; 6Ob513/79; 8Ob578/83; 6Ob704/83; 5Ob569/84 (5Ob570/84); 10Ob516/87; 4Ob1591/93; 5Ob558/93; 9Ob2089/96p; 4Ob2336/96z; 4Ob2307/96k

Entscheidungsdatum

07.03.1979

Norm

ABGB §1333

Rechtssatz

1.) Ab Eintritt des Verzuges ist der volle Entgeltbetrag einschließlich der Umsatzsteuer zu verzinsen (abweichend von SZ 48/140) 2.) Soweit die Umsatzsteuerpflicht reicht, sind auch die Verzugszinsen in die Berechnungsgrundlage einzubeziehen. 3.) Umsatzsteuer von der Umsatzsteuer wird nicht geschuldet.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 784/78
    Entscheidungstext OGH 07.03.1979 6 Ob 784/78
    Veröff: SZ 52/42
  • 6 Ob 513/79
    Entscheidungstext OGH 07.11.1979 6 Ob 513/79
  • 8 Ob 578/83
    Entscheidungstext OGH 29.03.1984 8 Ob 578/83
    nur: Soweit die Umsatzsteuerpflicht reicht, sind auch die Verzugszinsen in die Berechnungsgrundlage einzubeziehen. (T1) Beisatz: Daher nicht bei Verzugszinsen im Kreditverhältnis. (T2) Veröff: HS XIV/XV/27
  • 6 Ob 704/83
    Entscheidungstext OGH 30.08.1984 6 Ob 704/83
    Auch; nur T1; Beisatz: Die Verzugszinsen stehen im Zusammenhang mit dem Verkaufsgeschäft, bilden mit dem Kaufpreis eine wirtschaftliche Einheit und teilen daher umsatzsteuerrechtlich dessen Schicksal. (T3)
  • 5 Ob 569/84
    Entscheidungstext OGH 16.04.1985 5 Ob 569/84
    nur T1
  • 10 Ob 516/87
    Entscheidungstext OGH 12.01.1988 10 Ob 516/87
    nur T1; Veröff:
  • 4 Ob 1591/93
    Entscheidungstext OGH 11.01.1994 4 Ob 1591/93
    nur: Ab Eintritt des Verzuges ist der volle Entgeltbetrag einschließlich der Umsatzsteuer zu verzinsen (abweichend von SZ 48/140). Soweit die Umsatzsteuerpflicht reicht, sind auch die Verzugszinsen in die Berechnungsgrundlage einzubeziehen. (T4)
  • 5 Ob 558/93
    Entscheidungstext OGH 30.08.1994 5 Ob 558/93
    nur T4
  • 9 Ob 2089/96p
    Entscheidungstext OGH 24.04.1996 9 Ob 2089/96p
    Vgl aber; Beisatz: Im Sinne der Entscheidung Rs 222/81 des EuGH ist auch der Begriff des Entgelts in § 4 UStG auszulegen. Er umfaßt daher nicht die Zinsen, die durch gerichtliche Entscheidung deswegen zuerkannt werden, weil die Zahlung des Entgelts für eine Lieferung oder sonstige Leistung nicht bei Fälligkeit erbracht worden ist. (T5) Veröff: SZ 69/102
  • 4 Ob 2336/96z
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 4 Ob 2336/96z
    Vgl aber; nur T1; Beisatz: Da die Umsatzsteuerbemessungsgrundlage die durch gerichtliche Entscheidung zuerkannten Verzugszinsen nicht umfaßt, ist Umsatzsteuer aus den Zinsen nicht zuzusprechen. (T6) Veröff: SZ 69/266
  • 4 Ob 2307/96k
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2307/96k
    Vgl aber; nur T1; Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0032030

Dokumentnummer

JJR_19790307_OGH0002_0060OB00784_7800000_002

Rechtssatz für 5Ob519/85 6Ob662/86 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021964

Geschäftszahl

5Ob519/85; 6Ob662/86; 5Ob558/93; 9Ob263/99p; 6Ob151/05g; 6Ob70/13g

Entscheidungsdatum

19.03.1985

Norm

ABGB §1170a

Rechtssatz

Nach der in Österreich generell akzeptierten ÖNORM B 2110 sind Preise von Bauleistungen, die nach dem Vertrag innerhalb von vier Monaten nach Angebotslegung zu beenden sind, im Zweifel Festpreise; sollen sich die Arbeiten nach dem Vertrag auf einen längeren Zeitraum erstrecken oder geschieht dies ohne Verschulden des Unternehmers, so unterliegen die Preise (mangels anderweitiger Vereinbarung) dem Preisausgleich, das heißt sie sind als veränderliche Preise anzusehen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 519/85
    Entscheidungstext OGH 19.03.1985 5 Ob 519/85
    Veröff: SZ 58/41 = EvBl 1986/27 S 109 = RdW 1985,305
  • 6 Ob 662/86
    Entscheidungstext OGH 13.11.1986 6 Ob 662/86
    Vgl auch; Beisatz: Eine Aufteilung der Preisrisikotragung in der Weise, dass Änderungen des allgemeinen Preisgefüges bis zu einem bestimmten Zeitpunkt (zu Lasten des Unternehmers) für die Entgeltbestimmung unbeachtlich sein, Preisänderungen nach diesem Zeitpunkt aber (zu Lasten des Bestellers) bei der Entgeltbestimmung berücksichtigt werden sollen, stellt ein gedankliches Zwischenmodell zwischen Festpreisvereinbarungen und Preisgleitklauseln dar, das als solches weder im Verdacht schwerwiegender inhaltlicher Unausgewogenheit, noch auch bei Aufnahme in Formularerklärungen im Verdacht der Unüblichkeit steht. Der Vereinbarung längerer Festpreisfristen ist dabei im Zweifel eine bewusste Risikoaufteilung zu unterstellen. (T1)
    Veröff: WBl 1987,38
  • 5 Ob 558/93
    Entscheidungstext OGH 30.08.1994 5 Ob 558/93
    Vgl auch
  • 9 Ob 263/99p
    Entscheidungstext OGH 05.04.2000 9 Ob 263/99p
    Vgl auch; Beisatz: Bei auf das Ende er Anbotsfrist rückwirkenden kollektivvertraglichen Lohnerhöhungen ist eine entsprechende Preiserhöhung zulässig. (T2)
  • 6 Ob 151/05g
    Entscheidungstext OGH 25.08.2005 6 Ob 151/05g
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Auch wennder Auftragnehmer über die Veränderung der Preisumrechnungsgrundlagen nicht informieren muss, hat er nach Punkt2.5.4 der ÖNORM B2111 die Preisumrechnung vorzunehmen, ohne dass der Auftraggeber dies zuvor ausdrücklich begehren müsste. Der Auftraggeber kann-sollte eine entsprechende Umrechnung zu seinen Gunsten nicht erfolgt sein-den entsprechenden Betrag bei Zahlung und unter Bekanntgabe des Grundes für die Reduktion abziehen oder-sollte er die nach der Vereinbarung überhöhte Schlussrechnung bezahlt haben-die Überzahlung nachträglich in der in den ÖNORMenA2060 und B 2110 vorgesehenen Fristen geltend machen. (T3)
  • 6 Ob 70/13g
    Entscheidungstext OGH 24.10.2013 6 Ob 70/13g
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Abweichung der Ausschreibungsunterlagen von ÖNORM B 2111 nicht als sittenwidrig beurteilt. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0021964

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.01.2014

Dokumentnummer

JJR_19850319_OGH0002_0050OB00519_8500000_003

Rechtssatz für 6Ob649/90 (6Ob1593/90) 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0039426

Geschäftszahl

6Ob649/90 (6Ob1593/90); 1Ob44/91 (1Ob45/91); 8Ob609/92; 8Ob4/93; 7Ob511/93 (7Ob564/93); 4Ob71/93 (4Ob72/93); 10Ob1520/94; 5Ob558/93; 7Ob518/96 (7Ob1531/96); 1Ob2226/96a; 4Ob207/97p; 1Ob276/97p; 6Ob154/98k; 1Ob128/98z; 1Ob356/98d; 5Ob3/00b; 6Ob233/99d; 1Ob255/00g; 8Ob263/00k; 1Ob120/02g; 9Ob214/02i; 3Ob241/04v; 8Ob142/05y; 9Ob56/06k; 9Ob18/07y; 6Ob8/11m; 3Ob113/11f; 8Ob88/13v; 9ObA95/14g; 6Ob249/15h; 3Ob69/16t; 6Ob13/17f; 4Ob116/18i; 9Ob16/19x; 4Ob97/20y; 9ObA93/20x

Entscheidungsdatum

07.09.1990

Norm

ZPO §235 A
ZPO idF WGN 1989 §528 Abs2 Z2 K

Rechtssatz

Die Entscheidung des Rekursgerichtes mit der der erstinstanzliche Beschluss auf Nichtzulassung einer Klagsänderung bestätigt wird, ist gemäß § 528 Abs 2 Z 2 ZPO unanfechtbar, weil die Nichtzulassung einer Klagsänderung einer Klagszurückweisung, mit der jede Verfolgung des erhobenen Anspruches in der gewählten Verfahrensart abgelehnt wird, nicht gleichgehalten werden kann.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 649/90
    Entscheidungstext OGH 07.09.1990 6 Ob 649/90
  • 1 Ob 44/91
    Entscheidungstext OGH 18.12.1991 1 Ob 44/91
  • 8 Ob 609/92
    Entscheidungstext OGH 24.09.1992 8 Ob 609/92
  • 8 Ob 4/93
    Entscheidungstext OGH 05.07.1993 8 Ob 4/93
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Bestätigung des erstgerichtlichen Beschlusses auf Zulassung der Klagsänderung. (T1)
  • 7 Ob 511/93
    Entscheidungstext OGH 16.06.1993 7 Ob 511/93
  • 4 Ob 71/93
    Entscheidungstext OGH 21.09.1993 4 Ob 71/93
    Gegenteilig; Beisatz: Die Zurückweisung einer Klageänderung als unzulässig ist einer Klagezurückweisung aus formellen Gründen gleichzuhalten. (T2)
  • 10 Ob 1520/94
    Entscheidungstext OGH 11.05.1994 10 Ob 1520/94
  • 5 Ob 558/93
    Entscheidungstext OGH 30.08.1994 5 Ob 558/93
    Ähnlich; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Beide Instanzen ließen übereinstimmend - wenn auch ohne förmliche Beschlussfassung - die Klagsänderung zu. (T3)
  • 7 Ob 518/96
    Entscheidungstext OGH 11.06.1996 7 Ob 518/96
    Beisatz: Hier: Klagsänderung, da das Hauptbegehren erkennbar auf Vertragserfüllung, das Eventualbegehren aber auf Schadenersatz infolge schuldhaften Verhaltens, somit auf einen anderen Klagegrund gestützt ist. (T4)
  • 1 Ob 2226/96a
    Entscheidungstext OGH 03.10.1996 1 Ob 2226/96a
    Ähnlich; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 4 Ob 207/97p
    Entscheidungstext OGH 09.09.1997 4 Ob 207/97p
    Auch
  • 1 Ob 276/97p
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 276/97p
    Auch
  • 6 Ob 154/98k
    Entscheidungstext OGH 10.06.1998 6 Ob 154/98k
  • 1 Ob 128/98z
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 128/98z
    Ähnlich; Beis wie T1; Beisatz: Dies gilt auch dann, wenn die Zulässigkeit einer vom Erstgericht zugelassenen Klagsänderung im zweitinstanzlichen Verfahren geprüft wurde, zumal das Gericht zweiter Instanz bei Beurteilung des Vorliegens einer Klageänderung als Rekursgericht und nicht im Rahmen des Berufungsverfahrens tätig wird, die Anfechtbarkeit sich somit nicht nach § 519 ZPO richtet. (T5)
  • 1 Ob 356/98d
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 1 Ob 356/98d
    Auch; nur: Die Entscheidung des Rekursgerichtes mit der der erstinstanzliche Beschluss auf Nichtzulassung einer Klagsänderung bestätigt wird, ist gemäß § 528 Abs 2 Z 2 ZPO unanfechtbar. (T6)
    Veröff: SZ 72/28
  • 5 Ob 3/00b
    Entscheidungstext OGH 25.01.2000 5 Ob 3/00b
    Auch; nur: Die Entscheidung des Rekursgerichtes mit der der erstinstanzliche Beschluss auf Nichtzulassung einer Klagsänderung bestätigt wird, ist gemäß § 528 Abs 2 Z 2 ZPO unanfechtbar, weil die Nichtzulassung einer Klagsänderung einer Klagszurückweisung, nicht gleichgehalten werden kann. (T7)
  • 6 Ob 233/99d
    Entscheidungstext OGH 13.07.2000 6 Ob 233/99d
    Vgl; Beisatz: Wird der Anspruch auch auf ein einer Drittschuldnerklage iSd § 308 EO entsprechendes Vorbringen gestützt, ist darin eine Klageänderung zu erblicken. (T8)
  • 1 Ob 255/00g
    Entscheidungstext OGH 28.11.2000 1 Ob 255/00g
    Beisatz: Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs 4 Ob 71, 72/93 blieb vereinzelt. (T9)
  • 8 Ob 263/00k
    Entscheidungstext OGH 05.07.2001 8 Ob 263/00k
    Ähnlich; Beis wie T5
    Veröff: SZ 74/118
  • 1 Ob 120/02g
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 1 Ob 120/02g
  • 9 Ob 214/02i
    Entscheidungstext OGH 02.10.2002 9 Ob 214/02i
    Ähnlich; Beis wie T3
  • 3 Ob 241/04v
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 3 Ob 241/04v
    Vgl; Beis wie T1
  • 8 Ob 142/05y
    Entscheidungstext OGH 26.01.2006 8 Ob 142/05y
    Auch; Beis wie T3
  • 9 Ob 56/06k
    Entscheidungstext OGH 07.06.2006 9 Ob 56/06k
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 9 Ob 18/07y
    Entscheidungstext OGH 28.03.2007 9 Ob 18/07y
    Ähnlich; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 6 Ob 8/11m
    Entscheidungstext OGH 24.02.2011 6 Ob 8/11m
    nur T6
  • 3 Ob 113/11f
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 3 Ob 113/11f
    Ähnlich; Beis wie T5
  • 8 Ob 88/13v
    Entscheidungstext OGH 28.10.2013 8 Ob 88/13v
    Beisatz: Dies gilt auch für die Ausdehnung der Klage, die nur einen Sonderfall der Klagsänderung darstellt. (T10)
  • 9 ObA 95/14g
    Entscheidungstext OGH 29.10.2014 9 ObA 95/14g
  • 6 Ob 249/15h
    Entscheidungstext OGH 14.01.2016 6 Ob 249/15h
    Beis wie T9
  • 3 Ob 69/16t
    Entscheidungstext OGH 13.07.2016 3 Ob 69/16t
    Auch
  • 6 Ob 13/17f
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 13/17f
    Beis wie T9
  • 4 Ob 116/18i
    Entscheidungstext OGH 25.09.2018 4 Ob 116/18i
    Beisatz: Berufungsgericht entscheidet im Rahmen des Berufungsverfahrens. (T11); Beis wie T5
  • 9 Ob 16/19x
    Entscheidungstext OGH 25.06.2019 9 Ob 16/19x
  • 4 Ob 97/20y
    Entscheidungstext OGH 02.07.2020 4 Ob 97/20y
  • 9 ObA 93/20x
    Entscheidungstext OGH 17.12.2020 9 ObA 93/20x
    Beisatz: Hier: Vereinzelte anderslautende ältere Entscheidungen sind als überholt anzusehen. (T12)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0039426

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.03.2021

Dokumentnummer

JJR_19900907_OGH0002_0060OB00649_9000000_001