Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob500/52 (2Ob501/52) 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0028312

Geschäftszahl

2Ob500/52 (2Ob501/52); 4Ob115/52; 4Ob103/56; 4Ob143/60; 4Ob148/60; 4Ob9/62; 4Ob25/69; 4Ob60/75; 4Ob64/76; 4Ob23/77 (4Ob24/77 - 4Ob61/77); 4Ob114/77; 4Ob13/81; 9ObA25/87 (9ObA26/87 - 9ObA33/87); 9ObA77/94 (9ObA78/94); 8ObA2025/96v; 8ObA34/03p

Entscheidungsdatum

02.07.1952

Norm

ABGB §1152 E
AngG §16 IV

Rechtssatz

Eine regelmäßig in gleicher Höhe gewährte Remuneration, mit der der Angestellte rechnen kann, verliert den Charakter einer freiwilligen Zuwendung, doch ist ein Anspruch nur begründet, wenn er stillschweigend vereinbart wurde oder nach dem Ortsgebrauch besteht und der Dienstgeber nicht bei der Leistung ausdrücklich den freiwilligen und unverbindlichen Charakter der Zuwendung betont hat. Eine Remuneration, auf die ein vertraglicher Anspruch des Dienstnehmers besteht, stellt einen Teil des Entgeltes aus dem Dienstvertrag dar.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 500/52
    Entscheidungstext OGH 02.07.1952 2 Ob 500/52
    Veröff: SZ 25/187
  • 4 Ob 115/52
    Entscheidungstext OGH 21.10.1952 4 Ob 115/52
    Ähnlich; Veröff: Ind 1953,1 = Arb 5533
  • 4 Ob 103/56
    Entscheidungstext OGH 02.10.1956 4 Ob 103/56
  • 4 Ob 143/60
    Entscheidungstext OGH 25.10.1960 4 Ob 143/60
  • 4 Ob 148/60
    Entscheidungstext OGH 28.02.1961 4 Ob 148/60
  • 4 Ob 9/62
    Entscheidungstext OGH 20.02.1962 4 Ob 9/62
    Veröff: Arb 7534 = EvBl 1962/394 S 490 = SozM IA/e,449
  • 4 Ob 25/69
    Entscheidungstext OGH 20.05.1969 4 Ob 25/69
    Veröff: SozM IC,721
  • 4 Ob 60/75
    Entscheidungstext OGH 16.12.1975 4 Ob 60/75
    nur: Eine regelmäßig in gleicher Höhe gewährte Remuneration, mit der der Angestellte rechnen kann, verliert den Charakter einer freiwilligen Zuwendung, doch ist ein Anspruch nur begründet, wenn er stillschweigend vereinbart wurde oder nach dem Ortsgebrauch besteht und der Dienstgeber nicht bei der Leistung ausdrücklich den freiwilligen und unverbindlichen Charakter der Zuwendung betont hat. (T1) Veröff: IndS 1977 1,1019 = Arb 9427 = ZAS 1977,102 (zustimmend Mayer - Maly) = DRdA 1976,250 (Apathy) = SZ 48/135
  • 4 Ob 64/76
    Entscheidungstext OGH 07.07.1976 4 Ob 64/76
    Zweiter Rechtsgang zu 4 Ob 60/75; nur T1
  • 4 Ob 23/77
    Entscheidungstext OGH 19.04.1977 4 Ob 23/77
    Veröff: Arb 9579 = DRdA 1978,252 (B Schwarz)
  • 4 Ob 114/77
    Entscheidungstext OGH 27.09.1977 4 Ob 114/77
    Veröff: Arb 9625
  • 4 Ob 13/81
    Entscheidungstext OGH 17.02.1981 4 Ob 13/81
    nur T1; Veröff: Arb 9942
  • 9 ObA 25/87
    Entscheidungstext OGH 01.07.1987 9 ObA 25/87
    Vgl auch; nur T1
  • 9 ObA 77/94
    Entscheidungstext OGH 13.07.1994 9 ObA 77/94
    Auch
  • 8 ObA 2025/96v
    Entscheidungstext OGH 25.04.1996 8 ObA 2025/96v
    Vgl auch
  • 8 ObA 34/03p
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 8 ObA 34/03p
    Auch

Schlagworte

SW: Lohn; Gehalt, periodische Remuneration, besondere Belohnung, Freiwilligkeit, konkludent, Prämie, Zuschuß, Sozialleistung, Vorbehalt, Vergünstigung, Gratifikation, wiederkehrend, Bindung, Übung, Arbeitnehmer, Arbeitgeber

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0028312

Dokumentnummer

JJR_19520702_OGH0002_0020OB00500_5200000_001

Rechtssatz für 3Ob416/54 1Ob308/56 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0018102

Geschäftszahl

3Ob416/54; 1Ob308/56; 3Ob87/57; 5Ob393/59; 5Ob97/61; 7Ob22/62; 5Ob184/63; 6Ob153/65; 1Ob250/66; 8Ob231/67 (8Ob232/67); 6Ob53/68; 5Ob200/69; 8Ob265/69; 1Ob204/71; 1Ob58/72; 5Ob84/73; 6Ob160/75; 4Ob520/76; 6Ob620/77; 1Ob707/77; 7Ob682/77; 7Ob548/78; 1Ob702/78; 7Ob747/79; 5Ob501/80; 7Ob789/79; 5Ob570/80; 6Ob567/81; 7Ob746/81; 5Ob625/82; 3Ob569/82; 5Ob575/82; 4Ob17/84; 7Ob535/85; 3Ob572/86; 2Ob698/86; 3Ob624/86; 7Ob505/88; 8Ob27/88; 3Ob540/92; 9ObA77/94 (9ObA78/94); 5Ob506/95; 6Ob515/96; 8Ob265/97x; 2Ob36/98b; 1Ob375/98y; 7Ob105/99p; 8Ob74/99m; 6Ob43/00t; 8Ob111/00g; 9Ob282/00m; 7Ob265/01y; 4Ob187/02g; 2Ob43/03t; 2Ob86/03s; 3Ob141/03m; 8Ob106/04b; 7Ob215/05a; 9Ob80/09v; 8Ob101/11b; 3Ob175/11y; 3Ob234/12a; 3Ob47/13b; 6Ob120/15p; 5Ob158/19z

Entscheidungsdatum

07.07.1954

Norm

ABGB §879 BIIm
ABGB §1295 Abs2 III
ABGB §1438 D
ABGB §1440 G
AÖSp §32
HGB §414 Abs3

Rechtssatz

Vertragsmäßiger Ausschluss der Aufrechnung ist nicht sittenwidrig.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 416/54
    Entscheidungstext OGH 07.07.1954 3 Ob 416/54
    Ähnlich bereits; Veröff: SZ 5/106 = SZ 27/197
  • 1 Ob 308/56
    Entscheidungstext OGH 06.06.1956 1 Ob 308/56
    Veröff: EvBl 1956/275 S 508
  • 3 Ob 87/57
    Entscheidungstext OGH 20.02.1957 3 Ob 87/57
    Beisatz: Kompensationsverzicht (T1)
  • 5 Ob 393/59
    Entscheidungstext OGH 21.10.1959 5 Ob 393/59
    Beis wie T1
  • 5 Ob 97/61
    Entscheidungstext OGH 19.04.1961 5 Ob 97/61
    Veröff: HS 599
  • 7 Ob 22/62
    Entscheidungstext OGH 10.01.1962 7 Ob 22/62
    Veröff: EvBl 1962/184 S 213
  • 5 Ob 184/63
    Entscheidungstext OGH 20.06.1963 5 Ob 184/63
  • 6 Ob 153/65
    Entscheidungstext OGH 11.06.1965 6 Ob 153/65
    Veröff: JBl 1966,203 = MietSlg 17217
  • 1 Ob 250/66
    Entscheidungstext OGH 10.11.1966 1 Ob 250/66
    Veröff: QuHGZ 1967,51
  • 8 Ob 231/67
    Entscheidungstext OGH 19.09.1967 8 Ob 231/67
    Vgl; Beisatz: Dieses Verbot gilt mangels einer entgegenstehenden Vereinbarung so lange, als eine von diesem Verbot begünstigte Forderung besteht. (T2)
  • 6 Ob 53/68
    Entscheidungstext OGH 05.06.1968 6 Ob 53/68
    Veröff: SZ 41/68 = EvBl 1969/17 S 42 = JBl 1970,251
  • 5 Ob 200/69
    Entscheidungstext OGH 22.10.1969 5 Ob 200/69
  • 8 Ob 265/69
    Entscheidungstext OGH 13.01.1970 8 Ob 265/69
    Veröff: SZ 43/7 = EvBl 1970/247 S 434 = QuHGZ 1970 3/74
  • 1 Ob 204/71
    Entscheidungstext OGH 14.10.1971 1 Ob 204/71
    Veröff: HS 8335
  • 1 Ob 58/72
    Entscheidungstext OGH 05.04.1972 1 Ob 58/72
  • 5 Ob 84/73
    Entscheidungstext OGH 13.06.1973 5 Ob 84/73
  • 6 Ob 160/75
    Entscheidungstext OGH 04.03.1976 6 Ob 160/75
  • 4 Ob 520/76
    Entscheidungstext OGH 06.04.1976 4 Ob 520/76
    Beisatz: Aufwertungsbetrag mit Zinsminderung gemäß § 1096 ABGB. (T3)
    Veröff: ImmZ 1976,187
  • 6 Ob 620/77
    Entscheidungstext OGH 30.06.1977 6 Ob 620/77
    Veröff: HS X/XI/9
  • 1 Ob 707/77
    Entscheidungstext OGH 09.11.1977 1 Ob 707/77
    Veröff: Anschluß der Kompensation. (T4)
    Veröff: JBl 1978,266
  • 7 Ob 682/77
    Entscheidungstext OGH 10.11.1977 7 Ob 682/77
    Auch
  • 7 Ob 548/78
    Entscheidungstext OGH 06.04.1978 7 Ob 548/78
  • 1 Ob 702/78
    Entscheidungstext OGH 13.09.1978 1 Ob 702/78
  • 7 Ob 747/79
    Entscheidungstext OGH 07.11.1979 7 Ob 747/79
    Ähnlich
  • 5 Ob 502/80
    Entscheidungstext OGH 11.03.1980 5 Ob 502/80
  • 7 Ob 789/79
    Entscheidungstext OGH 31.01.1980 7 Ob 789/79
  • 5 Ob 570/80
    Entscheidungstext OGH 08.07.1980 5 Ob 570/80
    Veröff: SZ 53/103 = ImmZ 1981,268
  • 6 Ob 567/81
    Entscheidungstext OGH 17.06.1981 6 Ob 567/81
    Beisatz: Einschränkungen bestehen nur gemäß § 6 Abs 1 Z 8 KschG. (T5)
  • 7 Ob 746/81
    Entscheidungstext OGH 14.01.1982 7 Ob 746/81
    Auch
  • 5 Ob 625/82
    Entscheidungstext OGH 15.06.1982 5 Ob 625/82
    Beis wie T5
  • 3 Ob 569/82
    Entscheidungstext OGH 14.07.1982 3 Ob 569/82
  • 5 Ob 575/82
    Entscheidungstext OGH 26.04.1983 5 Ob 575/82
    Beisatz: Hier: Wurde der Vertrag vor Inkrafttreten des KSchG abgeschlossen. (T6)
  • 4 Ob 17/84
    Entscheidungstext OGH 03.04.1984 4 Ob 17/84
  • 7 Ob 535/85
    Entscheidungstext OGH 28.03.1985 7 Ob 535/85
    Veröff: JBl 1985,547
  • 3 Ob 572/86
    Entscheidungstext OGH 22.10.1986 3 Ob 572/86
    Veröff: RdW 1987,49 = WBl 1987,11 (Wilhelm) = ÖBA 1986,641
  • 2 Ob 698/86
    Entscheidungstext OGH 10.02.1987 2 Ob 698/86
    Veröff: WBl 1987,242 = ZfRV 1990,121 (Hoyer)
  • 3 Ob 624/86
    Entscheidungstext OGH 28.01.1987 3 Ob 624/86
    Beis wie T6; Veröff: SZ 60/15 = MietSlg XXXIX/9
  • 7 Ob 505/88
    Entscheidungstext OGH 24.03.1988 7 Ob 505/88
    Beisatz: Die Aufrechnungseinrede ist daher abzuweisen. (T7)
  • 8 Ob 27/88
    Entscheidungstext OGH 18.08.1988 8 Ob 27/88
    Auch
  • 3 Ob 540/92
    Entscheidungstext OGH 26.08.1992 3 Ob 540/92
  • 9 ObA 77/94
    Entscheidungstext OGH 13.07.1994 9 ObA 77/94
  • 5 Ob 506/95
    Entscheidungstext OGH 21.02.1995 5 Ob 506/95
    Vgl auch; Beisatz: Das in § 32 AÖSp normierte Aufrechnungsverbot ist unbedenklich. (T8)
  • 6 Ob 515/96
    Entscheidungstext OGH 26.04.1996 6 Ob 515/96
  • 8 Ob 265/97x
    Entscheidungstext OGH 13.11.1997 8 Ob 265/97x
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 2 Ob 36/98b
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 2 Ob 36/98b
  • 1 Ob 375/98y
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 1 Ob 375/98y
    Vgl
  • 7 Ob 105/99p
    Entscheidungstext OGH 09.06.1999 7 Ob 105/99p
    Vgl
  • 8 Ob 74/99m
    Entscheidungstext OGH 26.08.1999 8 Ob 74/99m
  • 6 Ob 43/00t
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 6 Ob 43/00t
    Auch; Beisatz: Vertragliche Aufrechnungsverbote sind grundsätzlich zulässig. (T9)
  • 8 Ob 111/00g
    Entscheidungstext OGH 07.09.2000 8 Ob 111/00g
    Beis wie T5
  • 9 Ob 282/00m
    Entscheidungstext OGH 08.11.2000 9 Ob 282/00m
    Vgl auch; Beis wie T9
  • 7 Ob 265/01y
    Entscheidungstext OGH 07.12.2001 7 Ob 265/01y
    Beisatz: Der Ausschluss der Kompensation bildet auch keinen Verstoß gegen die guten Sitten, weil dem Beklagten die abgesonderte Geltendmachung der Gegenansprüche im Klagswege oder Widerklagswege offen bleibt. (T10)
  • 4 Ob 187/02g
    Entscheidungstext OGH 15.10.2002 4 Ob 187/02g
    Auch
  • 2 Ob 43/03t
    Entscheidungstext OGH 27.03.2003 2 Ob 43/03t
  • 2 Ob 86/03s
    Entscheidungstext OGH 08.05.2003 2 Ob 86/03s
  • 3 Ob 141/03m
    Entscheidungstext OGH 25.06.2003 3 Ob 141/03m
    Vgl auch; Beisatz: Dies gilt - außerhalb des Anwendungsbereichs des § 6 Abs 1 Z 8 KSchG - auch, wenn der Kompensationsausschluss in AGB oder Vertragsformblättern enthalten ist, solange der Unternehmer, der diese verwendet, keine marktbeherrschende Sellung einnimmt und der schwächere Vertragsteil unter mehreren möglichen Vertragspartnern wählen kann. (T11)
  • 8 Ob 106/04b
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 8 Ob 106/04b
    Beis ähnlich wie T10
  • 7 Ob 215/05a
    Entscheidungstext OGH 19.10.2005 7 Ob 215/05a
  • 9 Ob 80/09v
    Entscheidungstext OGH 28.07.2010 9 Ob 80/09v
    Vgl
  • 8 Ob 101/11b
    Entscheidungstext OGH 24.10.2011 8 Ob 101/11b
    Beis wie T5
  • 3 Ob 175/11y
    Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 175/11y
    Auch; Beis wie T10
  • 3 Ob 234/12a
    Entscheidungstext OGH 13.03.2013 3 Ob 234/12a
    Auch; Beisatz wie T6; Beis wie T10; Veröff: SZ 2013/28
  • 3 Ob 47/13b
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 3 Ob 47/13b
    Auch
  • 6 Ob 120/15p
    Entscheidungstext OGH 20.07.2016 6 Ob 120/15p
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 5 Ob 158/19z
    Entscheidungstext OGH 22.10.2019 5 Ob 158/19z
    Vgl; Beis wie T10

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0018102

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.11.2019

Dokumentnummer

JJR_19540707_OGH0002_0030OB00416_5400000_001

Rechtssatz für 6Ob53/68 1Ob262/70 4Ob8...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0040726

Geschäftszahl

6Ob53/68; 1Ob262/70; 4Ob88/71; 4Ob107/71; 7Ob274/75; 4Ob127/76; 1Ob737/76; 7Ob677/76; 5Ob705/77; 1Ob702/78; 1Ob502/79; 1Ob751/81; 5Ob625/82; 6Ob548/82; 2Ob676/84 (2Ob677/84); 9ObA77/94 (9ObA78/94); 8Ob2002/96m; 1Ob145/99a; 8Ob106/04b

Entscheidungsdatum

05.06.1968

Norm

ZPO §391 C

Rechtssatz

Im Falle des vertraglichen Kompensationsausschlusses hat eine urteilsmäßige Entscheidung über die aufgerechnete Gegenforderung zu entfallen; die Aufrechnungseinrede ist abzuweisen, ohne daß über den Bestand oder Nichtbestand der Gegenforderung abgesprochen wird.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 53/68
    Entscheidungstext OGH 05.06.1968 6 Ob 53/68
    Veröff: EvBl 1969/17 S 42 = JBl 1970,251 = SZ 41/68
  • 1 Ob 262/70
    Entscheidungstext OGH 10.12.1970 1 Ob 262/70
    Ähnlich; Beisatz: Gilt auch für eine unzulässige Kompensationseinrede. (T1) Veröff: RZ 1971,86 = SZ 43/229
  • 4 Ob 88/71
    Entscheidungstext OGH 12.10.1971 4 Ob 88/71
    Veröff: Arb 8915 = SozM IV,413 = ZAS 1974,11 (zustimmend Böhm)
  • 4 Ob 107/71
    Entscheidungstext OGH 11.01.1972 4 Ob 107/71
    Veröff: ZAS 1973,56 (kritisch Kramer)
  • 7 Ob 274/75
    Entscheidungstext OGH 15.01.1976 7 Ob 274/75
    Ähnlich; Beis wie T1
  • 4 Ob 127/76
    Entscheidungstext OGH 11.01.1977 4 Ob 127/76
    Beisatz: Hier: Verneinung der Kompensabilität wegen § 7 DHG. (T2)
  • 1 Ob 737/76
    Entscheidungstext OGH 04.02.1977 1 Ob 737/76
    Beis wie T1
  • 7 Ob 677/76
    Entscheidungstext OGH 28.04.1977 7 Ob 677/76
  • 5 Ob 705/77
    Entscheidungstext OGH 21.02.1978 5 Ob 705/77
  • 1 Ob 702/78
    Entscheidungstext OGH 13.09.1978 1 Ob 702/78
  • 1 Ob 502/79
    Entscheidungstext OGH 13.06.1979 1 Ob 502/79
  • 1 Ob 751/81
    Entscheidungstext OGH 13.01.1982 1 Ob 751/81
  • 5 Ob 625/82
    Entscheidungstext OGH 15.06.1982 5 Ob 625/82
    Auch
  • 6 Ob 548/82
    Entscheidungstext OGH 17.03.1983 6 Ob 548/82
    Beisatz: Hier: Fehlende Gegenseitigkeit. (T3)
  • 2 Ob 676/84
    Entscheidungstext OGH 12.02.1985 2 Ob 676/84
  • 9 ObA 77/94
    Entscheidungstext OGH 13.07.1994 9 ObA 77/94
    Auch
  • 8 Ob 2002/96m
    Entscheidungstext OGH 12.09.1996 8 Ob 2002/96m
  • 1 Ob 145/99a
    Entscheidungstext OGH 22.10.1999 1 Ob 145/99a
  • 8 Ob 106/04b
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 8 Ob 106/04b
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0040726

Dokumentnummer

JJR_19680605_OGH0002_0060OB00053_6800000_003

Rechtssatz für 6Ob175/71 7Ob142/71 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0039468

Geschäftszahl

6Ob175/71; 7Ob142/71; 8Ob333/71 (8Ob334/71, 8Ob335/71); 5Ob658/76; 1Ob806/76; 6Ob650/78; 2Ob536/78; 7Ob585/78; 4Ob571/78; 7Ob592/80 (7Ob593/80); 6Ob509/81; 5Ob764/81; 5Ob1004/85; 1Ob615/87; 3Ob9/89; 9ObA77/94 (9ObA78/94); 8ObA2319/96d; 9ObA65/98v; 2Ob51/01s; 6Ob112/01s; 9ObA252/00z; 7Ob294/01p; 1Ob130/02b; 5Ob38/03d; 5Ob61/03m; 10Ob6/07s; 1Ob8/07v; 2Ob71/07s; 7Ob187/08p; 5Ob218/10k; 5Ob38/14w; 10Ob38/15h

Entscheidungsdatum

25.06.1971

Norm

ZPO §236 A

Rechtssatz

Die Wirkung einer durch den Zwischenantrag begehrten Feststellung muss über den konkreten Rechtsstreit hinausgehen; diese Wirkung muss dem Vorbringen des Antragstellers bzw aus der ganzen Sachlage heraus klar erkennbar sein (Fasching, Kommentar zu den Zivilprozessgesetzen, III, 133/134).

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 175/71
    Entscheidungstext OGH 25.06.1971 6 Ob 175/71
    Veröff: MietSlg 23652
  • 7 Ob 142/71
    Entscheidungstext OGH 01.09.1971 7 Ob 142/71
    Veröff: EvBl 1972/10 S 14
  • 8 Ob 333/71
    Entscheidungstext OGH 21.12.1971 8 Ob 333/71
    Veröff: MietSlg 23652
  • 5 Ob 658/76
    Entscheidungstext OGH 07.09.1976 5 Ob 658/76
  • 1 Ob 806/76
    Entscheidungstext OGH 16.03.1977 1 Ob 806/76
    Vgl auch; Beisatz: Das für Feststellungsklagen geforderte rechtliche Interesse für Zwischenfeststellungsanträge ist gleichwohl, wenn auch in anderer Form, nachzuweisen. (T1)
  • 6 Ob 650/78
    Entscheidungstext OGH 22.06.1978 6 Ob 650/78
  • 2 Ob 536/78
    Entscheidungstext OGH 22.06.1978 2 Ob 536/78
    Vgl; Beis wie T1; Veröff: SZ 51/96 = JBl 1980,323 (Ballon)
  • 7 Ob 585/78
    Entscheidungstext OGH 08.06.1978 7 Ob 585/78
    nur: Die Wirkung einer durch den Zwischenantrag begehrten Feststellung muss über den konkreten Rechtsstreit hinausgehen. (T2)
  • 4 Ob 571/78
    Entscheidungstext OGH 19.12.1978 4 Ob 571/78
    nur T2
  • 7 Ob 592/80
    Entscheidungstext OGH 09.10.1980 7 Ob 592/80
    nur T2
  • 6 Ob 509/81
    Entscheidungstext OGH 01.07.1981 6 Ob 509/81
    nur T2
  • 5 Ob 764/81
    Entscheidungstext OGH 15.03.1983 5 Ob 764/81
    nur T2
  • 5 Ob 1004/85
    Entscheidungstext OGH 19.03.1985 5 Ob 1004/85
    nur T2
  • 1 Ob 615/87
    Entscheidungstext OGH 26.05.1987 1 Ob 615/87
    nur T2
  • 3 Ob 9/89
    Entscheidungstext OGH 24.05.1989 3 Ob 9/89
    nur T2
  • 9 ObA 77/94
    Entscheidungstext OGH 13.07.1994 9 ObA 77/94
    Auch; nur T2
  • 8 ObA 2319/96d
    Entscheidungstext OGH 27.03.1997 8 ObA 2319/96d
    Beis wie T1
  • 9 ObA 65/98v
    Entscheidungstext OGH 19.08.1998 9 ObA 65/98v
    Auch; nur T2
  • 2 Ob 51/01s
    Entscheidungstext OGH 05.04.2001 2 Ob 51/01s
    nur T2
  • 6 Ob 112/01s
    Entscheidungstext OGH 16.05.2001 6 Ob 112/01s
    nur: Die Wirkung einer durch den Zwischenantrag begehrten Feststellung muss über den konkreten Rechtsstreit hinausgehen; diese Wirkung muss dem Vorbringen des Antragstellers bzw aus der ganzen Sachlage heraus klar erkennbar sein. (T3)
    Beisatz: Reicht die Bedeutung der Feststellung über den konkreten Rechtsstreit nicht hinaus, besteht kein Bedürfnis nach selbständiger urteilsmäßiger Feststellung des präjudiziellen Rechtsverhältnisses, weil die in den Entscheidungsgründen vorgenommene Beurteilung zur Erledigung des konkreten Rechtsstreites ausreicht und sich in ihm erschöpft. (T4)
  • 9 ObA 252/00z
    Entscheidungstext OGH 07.06.2001 9 ObA 252/00z
    nur T2
  • 7 Ob 294/01p
    Entscheidungstext OGH 17.04.2002 7 Ob 294/01p
  • 1 Ob 130/02b
    Entscheidungstext OGH 11.06.2002 1 Ob 130/02b
    Auch; Beisatz: Voraussetzung für die Zulässigkeit eines Zwischenfeststellungsantrags nach § 236 Abs 1 ZPO - der auch von der beklagten Partei gestellt werden kann (§ 259 Abs 2 ZPO) - ist, dass das festzustellende Rechtsverhältnis für die Entscheidung in der Hauptsache präjudiziell ist und dass die Bedeutung der Feststellung über den konkreten Rechtsstreit hinausreicht. (T5)
    Beisatz: Hier: Bestehen eines Fischereirechts. (T6)
  • 5 Ob 38/03d
    Entscheidungstext OGH 11.03.2003 5 Ob 38/03d
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 2003/21
  • 5 Ob 61/03m
    Entscheidungstext OGH 08.04.2003 5 Ob 61/03m
    Vgl auch; nur T2
  • 10 Ob 6/07s
    Entscheidungstext OGH 05.06.2007 10 Ob 6/07s
    Auch
  • 1 Ob 8/07v
    Entscheidungstext OGH 26.06.2007 1 Ob 8/07v
  • 2 Ob 71/07s
    Entscheidungstext OGH 27.03.2008 2 Ob 71/07s
    Auch
  • 7 Ob 187/08p
    Entscheidungstext OGH 27.11.2008 7 Ob 187/08p
    Auch
  • 5 Ob 218/10k
    Entscheidungstext OGH 20.12.2010 5 Ob 218/10k
  • 5 Ob 38/14w
    Entscheidungstext OGH 30.06.2014 5 Ob 38/14w
  • 10 Ob 38/15h
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 10 Ob 38/15h
    Auch; Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0039468

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.11.2015

Dokumentnummer

JJR_19710625_OGH0002_0060OB00175_7100000_001

Rechtssatz für 4Ob35/79 4Ob34/81 4Ob1/...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014154

Geschäftszahl

4Ob35/79; 4Ob34/81; 4Ob1/81 (4Ob2/81); 4Ob126/83; 4Ob80/85; 4Ob1/85; 14Ob204/86; 14Ob123/86 (14Ob124/86, 14Ob125/86); 2Ob64/86; 14ObA54/87 (14ObA55/87 -14ObA61/87); 9ObA25/87 (9ObA26/87 -9ObA33/87); 9ObA9/87; 9ObA142/87; 9ObA196/87; 9ObA76/88; 9ObA141/88; 9ObA266/88; 9ObA101/89; 9ObA241/89 (9ObA242/89); 9ObA294/89; 9ObA11/91; 9ObA206/91; 9ObA212/91; 9ObA10/92; 9ObA66/93; 9ObA77/94 (9ObA/78/94); 9ObA210/94; 9ObA203/94; 8ObA2162/96s; 8ObA270/95; 8ObA141/97m; 9ObA105/97z; 8ObA219/97g; 8ObA1/98z; 8ObA114/98t; 8ObA277/98p; 9ObA290/98g; 9ObA102/99m; 9ObA238/99m; 9ObA167/99w; 8ObA191/98s; 9ObA325/99f; 9ObA57/00y; 9ObA332/99k; 9ObA176/02a; 9ObA238/02v; 8ObA34/03p; 9ObA165/05p; 9ObA179/05x; 8ObA39/07d; 9ObA153/07a; 9ObA113/08w; 9ObA122/10x; 8ObA55/10m; 9ObA104/11a; 9ObA30/12w; 3Ob147/13h; 9ObA121/14f; 9ObA108/16x; 9ObA97/16d; 9ObA34/17s; 9ObA113/16g; 9ObA137/18i

Entscheidungsdatum

08.05.1979

Norm

ABGB §863 A
ABGB §863 GI
ABGB §1152 E

Rechtssatz

Eine regelmäßige gewährte Zuwendung, mit welcher der Arbeitnehmer rechnen kann, verliert dann den Charakter der Freiwilligkeit und begründet einen Anspruch auf Zahlung, wenn mangels ausdrücklicher Betonung des freiwilligen, unverbindlichen und jederzeit widerruflichen Charakters der Zuwendung ein Entgeltanspruch als stillschweigend vereinbart oder nach Ortsgebrauch als bestehend angenommen werden kann (4 Ob 60/75; SZ 48/135 = Arb 9427 mwN). Entscheidend ist, was der Partner bei sorgfältiger Würdigung dem Erklärungsverhalten entnehmen kann, welchen Eindruck die Arbeitnehmer von dem schlüssigen Verhalten des Arbeitgebers haben mussten, nicht aber das tatsächliche Vorhandensein eines Erklärungswillens auf Seiten des Arbeitgebers (Arb 9430; SZ 46/9; MietSlg 24080; ZAS 1967,139 uva).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 35/79
    Entscheidungstext OGH 08.05.1979 4 Ob 35/79
    Veröff: SZ 52/76 = ZAS 1980,99 = Arb 9786 = RdA 1980,318 (Anm v Kerschner) = SozM IE,157 = Ind 1980,1212
  • 4 Ob 34/81
    Entscheidungstext OGH 07.07.1981 4 Ob 34/81
    nur: Eine regelmäßige gewährte Zuwendung, mit welcher der Arbeitnehmer rechnen kann, verliert dann den Charakter der Freiwilligkeit und begründet einen Anspruch auf Zahlung, wenn mangels ausdrücklicher Betonung des freiwilligen, unverbindlichen und jederzeit widerruflichen Charakters der Zuwendung ein Entgeltanspruch als stillschweigend vereinbart oder nach Ortsgebrauch als bestehend angenommen werden kann (4 Ob 60/75; SZ 48/135 = Arb 9427 mwN). (T1)
    Veröff: ZAS 1983,24 (m Komm von Fischer) = Arb 9997
  • 4 Ob 1/81
    Entscheidungstext OGH 16.02.1982 4 Ob 1/81
    Beisatz: Gewährung von Zusatzurlaub, obwohl die Voraussetzungen nach § 19 Abs 2 Z 1 lit b/bb DO.A nicht gegeben waren. (T2)
  • 4 Ob 126/83
    Entscheidungstext OGH 18.10.1983 4 Ob 126/83
    nur: Entscheidend ist, was der Partner bei sorgfältiger Würdigung dem Erklärungsverhalten entnehmen kann, welchen Eindruck die Arbeitnehmer von dem schlüssigen Verhalten des Arbeitgebers haben mussten, nicht aber das tatsächliche Vorhandensein eines Erklärungswillens auf Seiten des Arbeitgebers (Arb 9430; SZ 46/9; MietSlg 24080; ZAS 1967,139 uva). (T3)
    Veröff: JBl 1985,632
  • 4 Ob 80/85
    Entscheidungstext OGH 09.07.1985 4 Ob 80/85
    nur T1
  • 4 Ob 1/85
    Entscheidungstext OGH 18.02.1986 4 Ob 1/85
    Veröff: Arb 10493
  • 14 Ob 204/86
    Entscheidungstext OGH 16.12.1986 14 Ob 204/86
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Gebührenurlaub am Reformationstag (T4)
    Veröff: WBl 1987,101 = Arb 10602 = ZAS 1988,60 (Pfeil)
  • 14 Ob 123/86
    Entscheidungstext OGH 21.10.1986 14 Ob 123/86
  • 2 Ob 64/86
    Entscheidungstext OGH 10.03.1987 2 Ob 64/86
    Auch
  • 14 ObA 54/87
    Entscheidungstext OGH 15.07.1987 14 ObA 54/87
    Auch; Beisatz: Der dem § 863 ABGB zugrundeliegende Vertrauensschutz kommt nämlich nur dann zum Tragen, wenn das Verhalten des AG nicht nur objektiv den Schluss auf einen bestimmten rechtsgeschäftlichen Willen zulässt, sondern wenn die AN auch tatsächlich darauf vertraut haben. (T5)
    Veröff: DRdA 1989,33 (W Schwarz)
  • 9 ObA 25/87
    Entscheidungstext OGH 08.05.1979 9 ObA 25/87
    Ähnlich; Veröff: WBl 1987,309
  • 9 ObA 9/87
    Entscheidungstext OGH 30.09.1987 9 ObA 9/87
    Veröff: JBl 1988,333 (krit Schima)
  • 9 ObA 142/87
    Entscheidungstext OGH 16.12.1987 9 ObA 142/87
    Beisatz: Dies gilt nicht nur für die Gewährung sondern auch für die Höhe der gewährten Leistung (hier: Gewährung einer Dienstordnungszulage während eines Jahres). (T6)
  • 9 ObA 196/87
    Entscheidungstext OGH 27.01.1988 9 ObA 196/87
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 9 ObA 76/88
    Entscheidungstext OGH 27.04.1988 9 ObA 76/88
    Vgl auch
  • 9 ObA 141/88
    Entscheidungstext OGH 29.06.1988 9 ObA 141/88
    Vgl auch; Veröff: RdW 1988,459 = ZAS 1989/22 S 174 (Andeschügen)
  • 9 ObA 266/88
    Entscheidungstext OGH 15.03.1989 9 ObA 266/88
    Vgl auch; Veröff: WBl 1989,375 = ZAS 1990/18 S 157 (Birkner)
  • 9 ObA 101/89
    Entscheidungstext OGH 14.06.1989 9 ObA 101/89
    Vgl auch; Veröff: WBl 1990,23
  • 9 ObA 241/89
    Entscheidungstext OGH 08.11.1989 9 ObA 241/89
    Vgl auch; Beisatz: § 48 ASGG (T7)
    Veröff: WBl 1990,144
  • 9 ObA 294/89
    Entscheidungstext OGH 08.11.1989 9 ObA 294/89
    Beisatz: Auch Wissenserklärung können unter Umständen einen dem Arbeitgeber zuzurechnenden Vertrauenstatbestand schaffen. (Hier: Zeitausgleich durch Gemeinde). (T8)
    Beis wie T7
  • 9 ObA 11/91
    Entscheidungstext OGH 13.02.1991 9 ObA 11/91
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T7; Veröff: RdW 1991,270
  • 9 ObA 206/91
    Entscheidungstext OGH 23.10.1991 9 ObA 206/91
    Auch; nur T1; Beis wie T7; Veröff: ecolex 1992,114
  • 9 ObA 212/91
    Entscheidungstext OGH 04.12.1991 9 ObA 212/91
    Vgl auch; Beisatz: Hier: An Vermieter direkt ausbezahlter Mietzinszuschuß für Werkswohnung. (T9)
    Veröff: Arb 10980 = RdW 1992,245 = JBl 1992,803 = ecolex 1992,259 f
  • 9 ObA 10/92
    Entscheidungstext OGH 26.02.1992 9 ObA 10/92
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Gewährung von Sachbezügen im Rahmen des Fleischereibetriebes des AG; keine Wohlfahrtseinrichtung (§ 48 ASGG) . (T10)
  • 9 ObA 66/93
    Entscheidungstext OGH 19.05.1993 9 ObA 66/93
    Auch; Beisatz: Hier: Alljährliche Erhöhung des überkollektivvertraglichen Entgelts um den Satz, um den die kollektivvertraglichen Mindestgehälter angehoben wurden. (T11)
    Veröff: SozM 1994 2,23
  • 9 ObA 77/94
    Entscheidungstext OGH 13.07.1994 9 ObA 77/94
    Beisatz: Hier: Erfolgsprämie an ein Vorstandsmitglied einer AG. (T12)
  • 9 ObA 210/94
    Entscheidungstext OGH 16.11.1994 9 ObA 210/94
    Beisatz: Hier: Erhöhungen von Mietaufwandsentschädigungen der Voest - Alpine AG für einen Pensionisten. (T13)
  • 9 ObA 203/94
    Entscheidungstext OGH 30.11.1994 9 ObA 203/94
    Auch; nur T1
  • 8 ObA 2162/96s
    Entscheidungstext OGH 24.07.1996 8 ObA 2162/96s
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Die Bezeichnung der wiederholt - und ohne Widerrufsvorbehalt - gewährten Weihnachtsremuneration als außerordentliche bringt den Widerrufsvorbehalt nicht in einer dem § 863 Abs 1 ABGB entsprechenden, einen jeden Zweifel ausschließenden Weise zum Ausdruck. (T14)
  • 8 ObA 270/95
    Entscheidungstext OGH 18.04.1996 8 ObA 270/95
    Vgl; Beisatz: Bei mit der Arbeitsleistung eng zusammenhängenden Begünstigungen (zB Bilanzgeld) wird hinsichtlich der Konkludenz ein eher großzügiger Maßstab angewendet; ein solcher ist jedoch bei nur ganz lose mit den Arbeitsleistungen zusammenhängenden Begünstigungen, die erkennbar vorrangig andere Ziele verfolgen, nicht gerechtfertigt (hier: Zuschüsse zu Theaterabonnements und Konzertabonnements durch die Stadt Innsbruck). (T15)
  • 8 ObA 141/97m
    Entscheidungstext OGH 18.09.1997 8 ObA 141/97m
    nur T3; Beisatz: Hier: Bilanzgeld. (T16)
  • 9 ObA 105/97z
    Entscheidungstext OGH 22.10.1997 9 ObA 105/97z
    nur T3; Beis wie T9; Beisatz: Irrelevant ist, dass die Zuschüsse der Arbeitgeberin nicht unmittelbar an die Arbeitnehmer, sondern in Form von direkt der Vermieterin erbrachten Leistungen erfolgten, dass sie nicht allen Arbeitnehmern (wohl aber allen, denen vergleichbare Wohnungen zugewiesen wurden) gewährt wurden und dass sie je nach Wohnung unterschiedlich hoch waren. (T17)
  • 8 ObA 219/97g
    Entscheidungstext OGH 13.11.1997 8 ObA 219/97g
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Gewährung eines Mittagessens gegen einen Beitrag von 20 S ist eine vom Bestehen der Wohlfahrtseinrichtung "Personalkantine" unabhängige individuelle Sachleistung des Arbeitgebers und nicht eine nur ganz lose mit der Arbeitsleistung zusammenhängende "entgeltferne" oder besser "verpflichtungsferne", aufgrund konkludenter Vertragsergänzung gewährte Begünstigung, die vom Arbeitgeber im Zusammenhang mit der vom Arbeitnehmer geschuldeten Arbeitsleistung erbracht und nicht nur durch bloße Gewährung, sondern auch durch ausdrücklichen Hinweis durch den Betriebsleiter bei Begründung des jeweiligen Arbeitsverhältnisses Vertragsinhalt wurde. (T18)
  • 8 ObA 1/98z
    Entscheidungstext OGH 17.09.1998 8 ObA 1/98z
  • 8 ObA 114/98t
    Entscheidungstext OGH 17.09.1998 8 ObA 114/98t
    Auch; nur T3; Beis wie T5, Beisatz: Hier: Die gewährten Ersatzfreizeiten für Rufbereitschaft fanden in den Arbeitszeitlisten und in der Lohnverrechnung keinen Niederschlag sondern schienen als normale Arbeitszeiten auf. Die Arbeitnehmer sind daher nicht als redliche Erklärungsempfänger anzusehen, sodaß eine betriebliche Übung ausscheidet. (T19)
  • 8 ObA 277/98p
    Entscheidungstext OGH 22.12.1998 8 ObA 277/98p
    Auch; nur T3
  • 9 ObA 290/98g
    Entscheidungstext OGH 23.12.1998 9 ObA 290/98g
    nur T3; Beisatz: Hier: Gewährung einer Ergebnisbeteiligung (Gewinnbeteiligung). (T20)
  • 9 ObA 102/99m
    Entscheidungstext OGH 09.07.1999 9 ObA 102/99m
    Vgl auch; nur T3; Beis wie T5; Beisatz: Die Betriebsübung führt auch dann zur Ergänzung des Einzelvertrages, wenn kein Verpflichtungswille des Arbeitgebers vorliegt. Entscheidend ist, was der Arbeitnehmer unter sorgfältiger Würdigung aller Umstände dem Erklärungsverhalten entnehmen konnte. (T21)
    Beisatz: Hier: Gewährung einer ergänzenden Todfallsabfertigung an Witwen. (T22)
  • 9 ObA 238/99m
    Entscheidungstext OGH 15.09.1999 9 ObA 238/99m
    Vgl auch; Beis wie T21
  • 9 ObA 167/99w
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 9 ObA 167/99w
    Auch
  • 8 ObA 191/98s
    Entscheidungstext OGH 25.11.1999 8 ObA 191/98s
    Auch; nur: Entscheidend ist, was der Partner bei sorgfältiger Würdigung dem Erklärungsverhalten entnehmen kann, welchen Eindruck die Arbeitnehmer von dem schlüssigen Verhalten des Arbeitgebers haben mussten. (T23)
    Beisatz: Warteten Arbeitnehmer jeweils die Genehmigung des Arbeitgebers vor Inanspruchnahme der regelmäßig vor jedem Feiertag gewährten zusätzlichen Freizeit ab, obwohl die Inanspruchnahme dieser Freizeit als Recht - anders als etwa bei Gewährung zusätzlichen Entgeltes oder Urlaub - nicht der Mitwirkung des Arbeitgebers bedurft hätte, kann daraus nicht ein einzelvertragliches Recht der Arbeitnehmer auf diese Freizeit auch in Zukunft erschlossen werden. (T24)
  • 9 ObA 325/99f
    Entscheidungstext OGH 16.02.2000 9 ObA 325/99f
    Beisatz: Wie oft derartige Entgelte ausgezahlt werden müssen, damit von einer konkludenten Anspruchsbegründung ausgegangen werden kann, lässt sich nicht allgemein beantworten. Eine zweimalige vorbehaltlose Auszahlung wurde schon als ausreichend erkannt. (T25)
  • 9 ObA 57/00y
    Entscheidungstext OGH 02.03.2000 9 ObA 57/00y
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Die Betonung der Freiwilligkeit anlässlich einer wiederholt gewährten Leistung bedeutet nur, dass die Zuwendung auf den ursprünglich freiwilligen Entschluss des Arbeitgebers zurückgeht; es wird damit nur die Unterscheidung zu den kollektivvertraglich geschuldeten Leistungen zum Ausdruck gebracht, nicht aber der Vorbehalt der Unverbindlichkeit und Widerruflichkeit. (T26)
  • 9 ObA 332/99k
    Entscheidungstext OGH 15.03.2000 9 ObA 332/99k
    Beis wie T25
  • 9 ObA 176/02a
    Entscheidungstext OGH 04.12.2002 9 ObA 176/02a
    nur T3; Beisatz: Hier: Die Höhe der jährlichen Sonderzahlung war von den jährlich zu führenden Verhandlungen abhängig, sodass die Dienstnehemr nicht darauf vertrauen konnten, der Arbeitgeber wolle sich auch für die Zukunft zu einer Zahlung in einer bestimmten Höhe verpflichten. (T27)
  • 9 ObA 238/02v
    Entscheidungstext OGH 19.03.2003 9 ObA 238/02v
    nur T3
  • 8 ObA 34/03p
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 8 ObA 34/03p
    Auch
  • 9 ObA 165/05p
    Entscheidungstext OGH 23.11.2005 9 ObA 165/05p
    nur T3
  • 9 ObA 179/05x
    Entscheidungstext OGH 22.02.2006 9 ObA 179/05x
    nur T3; Beisatz: Hier: Gewährung einer bestimmten Anzahl von freien Tagen durch den Arbeitgeber. (T28)
  • 8 ObA 39/07d
    Entscheidungstext OGH 11.10.2007 8 ObA 39/07d
    nur: Entscheidend ist, was der Partner bei sorgfältiger Würdigung dem Erklärungsverhalten entnehmen kann, welchen Eindruck die Arbeitnehmer von dem schlüssigen Verhalten des Arbeitgebers haben mussten. (T29)
  • 9 ObA 153/07a
    Entscheidungstext OGH 28.11.2007 9 ObA 153/07a
    Vgl auch; Beis wie T12; Beisatz: Hier: Bonuszahlungen an einen leitenden Angestellten. (T30)
  • 9 ObA 113/08w
    Entscheidungstext OGH 24.02.2009 9 ObA 113/08w
    Auch; Beisatz: Zwischen „Unverbindlichkeitsvorbehalten" einerseits und „Widerrufs- bzw Änderungsvorbehalten" andererseits muss unterschieden werden. Unverbindlichkeitsvorbehalte weisen darauf hin, dass eine Leistung freiwillig und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht bzw ohne Einräumung eines Anspruchs auf eine zukünftige Leistungserbringung gewährt wird. Auch durch die wiederholte Gewährung soll kein Rechtsanspruch für die Zukunft entstehen. Es soll dem Arbeitgeber von Fall zu Fall überlassen bleiben, neu zu entscheiden, ob und in welcher Höhe er die Leistung weiter gewähren will. Will er dies nicht mehr, so reicht es aus, dass die - ohnehin nicht verpflichtend zu erbringende - Leistung in einem anderen Ausmaß oder überhaupt nicht mehr gewährt wird. Da kein Anspruch des Arbeitnehmers besteht, bedarf es keines Widerrufs durch den Arbeitgeber. Der Widerrufsvorbehalt hingegen setzt einen Anspruch des Arbeitnehmers voraus, der durch den Widerruf wieder vernichtet werden kann. Diese Unterscheidung hat erhebliche rechtliche Konsequenzen bei der Einstellung der Leistung: Während die Ausübung des Widerrufsvorbehalts einer Ausübungskontrolle unterliegt - der Arbeitgeber darf das Gestaltungsrecht nur im Rahmen billigen Ermessens ausüben - findet eine solche Kontrolle bei einer unter Unverbindlichkeitsvorbehalt stehenden Leistung nicht statt, weil es in diesem Fall ohnedies keinen Anspruch des Arbeitnehmers gibt. (T31)
    Beisatz: Besteht für das Arbeitsverhältnis kein Kollektivvertrag, ist ein Unverbindlichkeitsvorbehalt hinsichtlich der Sonderzahlungen zulässig. Ist er mit einem Widerrufsvorbehalt kombiniert, bedarf es der Auslegung dahin, ob es für den Arbeitnehmer klar sein musste, dass kein Rechtsanspruch eingeräumt oder mit dem Verweis auf den mangelnden Rechtsanspruch vielmehr nur die Widerruflichkeit bestärkt werden sollte. (T32)
    Beisatz: Hier: Gewährung von Sonderzahlungen. (T33)
    Bem: Unter Auseinandersetzung mit der Kritik der Lehre an der Zulässigkeit von Unverbindlichkeitsklauseln in Bezug auf Entgeltbestandteile. (T34)
    Bem: Siehe auch RS0124521. (T35)
  • 9 ObA 122/10x
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 9 ObA 122/10x
    Vgl auch
  • 8 ObA 55/10m
    Entscheidungstext OGH 25.05.2011 8 ObA 55/10m
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T31 nur: Unverbindlichkeitsvorbehalte weisen darauf hin, dass eine Leistung freiwillig und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht bzw ohne Einräumung eines Anspruchs auf eine zukünftige Leistungserbringung gewährt wird, während der Widerrufsvorbehalt einen Anspruch des Arbeitnehmers voraussetzt, der durch den Widerruf wieder vernichtet werden kann. (T36)
  • 9 ObA 104/11a
    Entscheidungstext OGH 30.01.2012 9 ObA 104/11a
    Vgl auch
  • 9 ObA 30/12w
    Entscheidungstext OGH 29.03.2012 9 ObA 30/12w
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T31; Beis ähnlich wie T36; Beisatz: Ob solche Vorbehalte vorliegen, kann naturgemäß nur nach der konkreten Vertragsbeziehung im Einzelfall beurteilt werden und stellt dementsprechend regelmäßig keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO dar. (T37)
  • 3 Ob 147/13h
    Entscheidungstext OGH 08.10.2013 3 Ob 147/13h
    Auch; Beisatz: Hier: Provisionsvereinbarung mit einem Handelsvertreter mit Widerrufsvorbehalt. (T38)
  • 9 ObA 121/14f
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 9 ObA 121/14f
    Auch; Beis wie T31; Beis wie T37
  • 9 ObA 108/16x
    Entscheidungstext OGH 29.09.2016 9 ObA 108/16x
    Auch
  • 9 ObA 97/16d
    Entscheidungstext OGH 18.08.2016 9 ObA 97/16d
    nur T3
  • 9 ObA 34/17s
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 9 ObA 34/17s
    Vgl; Beis ähnlich wie T37
  • 9 ObA 113/16g
    Entscheidungstext OGH 20.04.2017 9 ObA 113/16g
    Beis ähnlich wie T31; Beis wie T26
  • 9 ObA 137/18i
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 9 ObA 137/18i
    Auch; Beisatz: Hier: Essensbons für Pensionisten (Verlust der Eigenschaft als entgeltnahe Leistung). (T39)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0014154

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.05.2019

Dokumentnummer

JJR_19790508_OGH0002_0040OB00035_7900000_002

Rechtssatz für 4Ob45/81 4Ob93/83 4Ob5/...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021758

Geschäftszahl

4Ob45/81; 4Ob93/83; 4Ob5/85; 4Ob106/85 (4Ob107/85); 14ObA46/87; 9ObA160/87; 9ObA292/88; 9ObA35/91; 9ObA99/91; 9ObA77/94 (9ObA78/94); 8ObA204/95 (8ObA205/95); 8ObA261/95; 8ObA2150/96a; 8ObA2359/96m; 9ObA54/97z; 8ObA217/97p; 8ObA38/99t; 7Ob364/98z; 9ObA10/99g; 9ObA55/00d; 9ObA89/00d; 9ObA183/01d; 8ObA95/01f; 9ObA15/03a; 9ObA127/03x; 3Ob251/07v; 9ObA133/08m; 1Ob190/09m; 9ObA67/18w; 8ObA49/19t

Entscheidungsdatum

29.09.1981

Norm

ABGB §1151 IC

Rechtssatz

Jene arbeitsrechtlichen Normen, die nicht vom persönlichen Abhängigkeitsverhältnis des Arbeitnehmers ausgehen und den sozial Schwächeren schützen sollen, sind auf den "freien" Dienstvertrag (analog) anwendbar. Frage nach analoger Anwendung allgemeiner Abfertigungsbestimmungen auf den "freien" Dienstvertrag bleibt (hier) dahingestellt.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 45/81
    Entscheidungstext OGH 29.09.1981 4 Ob 45/81
    Veröff: ZAS 1983,29 (zustimmend Wachter) = Arb 10055
  • 4 Ob 93/83
    Entscheidungstext OGH 20.09.1983 4 Ob 93/83
    nur: Jene arbeitsrechtlichen Normen, die nicht vom persönlichen Abhängigkeitsverhältnis des Arbeitnehmers ausgehen und den sozial Schwächeren schützen sollen, sind auf den "freien" Dienstvertrag (analog) anwendbar. (T1); Beisatz: § 1162 b ABGB angewandt. (T2) Veröff: DRdA 1984,442 (Wachter)
  • 4 Ob 5/85
    Entscheidungstext OGH 05.02.1985 4 Ob 5/85
    nur T1; Beisatz: Grundsätzlich nur die "Nichtschutznormen" anwendbar. (T3) Veröff: EvBl 1985/80 S 403 = RdW 1985,159 = GesRZ 1985,142 = GRURInt 1986,64 = ÖBl 1985,124 (Collin) = Arb 10406
  • 4 Ob 106/85
    Entscheidungstext OGH 02.12.1986 4 Ob 106/85
    nur T1; Veröff: JBl 1987,332
  • 14 ObA 46/87
    Entscheidungstext OGH 13.01.1988 14 ObA 46/87
    nur T1; Veröff: Arb 10697 = ZAS 1988/11 S 101
  • 9 ObA 160/87
    Entscheidungstext OGH 13.04.1988 9 ObA 160/87
    nur T1; Veröff: SZ 61/92
  • 9 ObA 292/88
    Entscheidungstext OGH 05.04.1989 9 ObA 292/88
    Auch; nur T1; Beisatz: Nicht anzuwenden sind die Vorschriften des Angestelltengesetzes über Kündigungstermine und Kündigungsfristen. (T4)
  • 9 ObA 35/91
    Entscheidungstext OGH 10.04.1991 9 ObA 35/91
    Vgl auch; Beisatz: Auch nach Inkrafttreten des ArbAbfG ist die Begründung der Entscheidung ZAS 1983/3 weiterhin tragfähig, weil für wichtige Bereiche - insbesondere die Heimarbeit - nach wie vor kein Abfertigungsanspruch besteht. (T5) Beisatz: § 48 ASGG. (T6) Veröff: RdW 1991,300 = ecolex 1991,556
  • 9 ObA 99/91
    Entscheidungstext OGH 28.08.1991 9 ObA 99/91
    nur T1; Beis wie T4; Veröff: Arb 10954
  • 9 ObA 77/94
    Entscheidungstext OGH 13.07.1994 9 ObA 77/94
    nur T1; Beisatz: Es bestehen grundsätzlich keine Bedenken gegen die Anerkennung der Möglichkeit spezieller betrieblicher Übungen für die Vorstandsmitglieder oder individueller Übungen für einzelne Vorstandsmitglieder (vgl Wachter, Dienstleistungen am Rande des Arbeitsrechtes, WBl 1991, 81 ff, 86). (T7)
  • 8 ObA 204/95
    Entscheidungstext OGH 14.09.1995 8 ObA 204/95
    nur T1; Beis wie T6
  • 8 ObA 261/95
    Entscheidungstext OGH 24.10.1995 8 ObA 261/95
    nur T1; Beisatz: Die ständige Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes, dass die Parteien eines auf bestimmte Zeit eingegangenen Arbeitsverhältnisses (zusätzlich) die Möglichkeit einer Kündigung zu einem früheren Termin vereinbaren können, findet auch auf den im freien Arbeitsvertrag uneingeschränkt Anwendung. (T8); Beis wie T6
  • 8 ObA 2150/96a
    Entscheidungstext OGH 11.07.1996 8 ObA 2150/96a
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 8 ObA 2359/96m
    Entscheidungstext OGH 13.03.1997 8 ObA 2359/96m
    Auch
  • 9 ObA 54/97z
    Entscheidungstext OGH 26.03.1997 9 ObA 54/97z
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4; Beisatz: Analoge Anwendung der Kündigungsmodalitäten der §§ 1159, 1159a und b ABGB sowie der §§ 1162 bis 1162d ABGB. Urlaubsentschädigung und Sonderzahlungen gebühren jedoch nicht. (T9) Veröff: SZ 70/52
  • 8 ObA 217/97p
    Entscheidungstext OGH 11.12.1997 8 ObA 217/97p
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: § 1162b erster Satz ABGB. (T10)
  • 8 ObA 38/99t
    Entscheidungstext OGH 25.02.1999 8 ObA 38/99t
    Vgl auch; Beisatz: Im Rahmen eines freien Dienstvertrages ist eine reine Erfolgsentlohnung (Provision) ohne Anspruch auf Entgelt bei rechtmäßig unterbliebener Arbeitsleistung (zB für Krankheit, Urlaub, wichtiger persönlicher Grund ua) keine unzulässige Überwälzung des Unternehmerrisikos. (T11)
  • 7 Ob 364/98z
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 7 Ob 364/98z
    Auch; nur T1
  • 9 ObA 10/99g
    Entscheidungstext OGH 05.05.1999 9 ObA 10/99g
    nur T1
  • 9 ObA 55/00d
    Entscheidungstext OGH 05.04.2000 9 ObA 55/00d
    nur T1
  • 9 ObA 89/00d
    Entscheidungstext OGH 12.07.2000 9 ObA 89/00d
    nur T1; Beis wie T9
  • 9 ObA 183/01d
    Entscheidungstext OGH 24.10.2001 9 ObA 183/01d
    Vgl auch; Beisatz: Urlaubsaliquotierungen und Sonderzahlungsaliquotierungen finden bei freien Dienstverträgen in der Regel nicht statt. (T12)
  • 8 ObA 95/01f
    Entscheidungstext OGH 15.11.2001 8 ObA 95/01f
    Beisatz: Hier: Anwendung des § 1152 ABGB. (T13)
  • 9 ObA 15/03a
    Entscheidungstext OGH 25.06.2003 9 ObA 15/03a
    Auch; nur T1; Beis wie T9 nur: Analoge Anwendung der Kündigungsmodalitäten der §§ 1159, 1159a und b ABGB sowie der §§ 1162 bis 1162d ABGB. (T14); Beisatz: Da die sondergesetzlichen Tatbestände (hier insbesondere die nur demonstrativ aufgezählten Entlassungsgründe des § 27 AngG) und die hiezu ergangene Rechtsprechung der Konkretisierung des "wichtigen Grundes" nach §1162 ABGB dienen, besteht kein vernünftiger Grund, der eine analoge Anwendung auch dieser Sonderbestimmungen und der darauf bezüglichen Rechtsprechung hindern würde, soweit davon nicht nur ganz arbeitnehmerspezifische Umstände umfasst sind. (T15)
  • 9 ObA 127/03x
    Entscheidungstext OGH 21.04.2004 9 ObA 127/03x
    Vgl; Beisatz: Jene arbeitsrechtlichen Normen, die gerade den sozial Schwächeren schützen sollen, sind auf den "freien" Dienstvertrag nicht analog anwendbar. (T16)
  • 3 Ob 251/07v
    Entscheidungstext OGH 27.02.2008 3 Ob 251/07v
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis ähnlich wie T14; Beisatz: Vorstandsmitglieder sind selbst in der Lage, sich eine standesgemäße Rechts-und Einkommensposition am Verhandlungstisch zu verschaffen. (T17); Beisatz: Hier: Kein Anspruch auf Kündigungsentschädigung wegen der im Anstellungsvertrag vereinbarten, an die Abberufung als Vorstandsmitglied gekoppelten gleichzeitigen Auflösung des Anstellungsvertrags. (T18)
  • 9 ObA 133/08m
    Entscheidungstext OGH 29.10.2008 9 ObA 133/08m
    Auch; Beisatz: Die Rechtsprechung wendet jene arbeitsrechtlichen Normen, die nicht von der persönlichen Abhängigkeit des Dienstnehmers ausgehen, auf den freien Dienstvertrag analog an. Andere arbeitsrechtliche Normen (zB über Abfertigung und Urlaub) sind hingegen nicht anwendbar, ebensowenig Regelungen in Kollektivverträgen. (T19)
  • 1 Ob 190/09m
    Entscheidungstext OGH 29.01.2010 1 Ob 190/09m
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T17; Beisatz: Hier: Kündigungsentschädigung im Fall einer Koppelungsklausel. (T20); Veröff: SZ 2010/7
  • 9 ObA 67/18w
    Entscheidungstext OGH 30.08.2018 9 ObA 67/18w
    nur T1; Beis wie T15
  • 8 ObA 49/19t
    Entscheidungstext OGH 18.11.2019 8 ObA 49/19t
    nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0021758

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.01.2020

Dokumentnummer

JJR_19810929_OGH0002_0040OB00045_8100000_003

Rechtssatz für 4Ob5/85 9Ob902/91 9ObA7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0027993

Geschäftszahl

4Ob5/85; 9Ob902/91; 9ObA77/94 (9ObA78/94); 9ObA225/94; 9ObA2044/96w; 9ObA2003/96s; 9ObA68/99m; 1Ob191/02y; 8ObS27/07i; 3Ob251/07v; 8ObS16/08y; 8ObS3/14w; 8Ob142/17s; 9ObA67/18w

Entscheidungsdatum

05.02.1985

Norm

ABGB §1151 III
AktG §70
AktG §75
AngG §1 Ic

Rechtssatz

Aus den durch das Gesetz bestimmten Wesenszügen des Vorstandes einer Aktiengesellschaft ist zu folgern, dass der mit der Organstellung in zeitlicher Hinsicht meistens gekoppelte Anstellungsvertrag des einzelnen Vorstandsmitgliedes mangels persönlicher Abhängigkeit kein Arbeitsvertrag, sondern ein "freier Dienstvertrag" ist, für den gerade das Fehlen der persönlichen Abhängigkeit charakteristisch ist.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 5/85
    Entscheidungstext OGH 05.02.1985 4 Ob 5/85
    Veröff: EvBl 1985/80 S 403 = RdW 1985,159 = GesRZ 1985,142 = Arb 10406 = GRURInt 1986,64 = ÖBl 1985,124 (Collin)
  • 9 Ob 902/91
    Entscheidungstext OGH 19.06.1991 9 Ob 902/91
    Vgl auch; Veröff: RdW 1991,367 = Arb 10944
  • 9 ObA 77/94
    Entscheidungstext OGH 13.07.1994 9 ObA 77/94
    Auch; Beisatz: Es bestehen grundsätzlich keine Bedenken gegen die Anerkennung der Möglichkeit spezieller betrieblicher Übungen für die Vorstandsmitglieder oder individueller Übungen für einzelne Vorstandsmitglieder (vgl Wachter, Dienstleistungen am Rande des Arbeitsrechts, WBl 1991,81 ff, 86). (T1)
  • 9 ObA 225/94
    Entscheidungstext OGH 21.12.1994 9 ObA 225/94
    Veröff: SZ 67/237
  • 9 ObA 2044/96w
    Entscheidungstext OGH 29.05.1996 9 ObA 2044/96w
    Auch
  • 9 ObA 2003/96s
    Entscheidungstext OGH 24.04.1996 9 ObA 2003/96s
    Auch; Veröff: SZ 69/103
  • 9 ObA 68/99m
    Entscheidungstext OGH 30.06.1999 9 ObA 68/99m
    Vgl auch; Beisatz: Bei Vorstandsmitgliedern fehlt es üblicherweise am Tatbestandsmerkmal der wirtschaftlichen Unselbständigkeit. (T2)
  • 1 Ob 191/02y
    Entscheidungstext OGH 25.10.2002 1 Ob 191/02y
  • 8 ObS 27/07i
    Entscheidungstext OGH 16.01.2008 8 ObS 27/07i
    Vgl; Veröff: SZ 2008/3
  • 3 Ob 251/07v
    Entscheidungstext OGH 27.02.2008 3 Ob 251/07v
    Auch; Beisatz: Das Vorliegen eines Abberufungsgrundes muss noch nicht notwendigerweise einen wichtigen Grund für die sofortige Auflösung des Arbeitsverhältnisses aufgrund des Anstellungsvertrags bedeuten. (T3);
    Bem: Die Entscheidung enthält Ausführungen zur Sittenwidrigkeit von „Koppelungsklauseln" (Anstellungsvertrag erlischt automatisch mit Widerruf der Bestellung zum Vorstand). (T4)
  • 8 ObS 16/08y
    Entscheidungstext OGH 13.11.2008 8 ObS 16/08y
    Auch
  • 8 ObS 3/14w
    Entscheidungstext OGH 24.03.2014 8 ObS 3/14w
    Vgl; Beisatz: Ein Vorstandsmitglied einer Aktiengesellschaft ist keinesfalls Arbeitnehmer, sondern allenfalls nur freier Dienstnehmer. (T5); Veröff: SZ 2014/28
  • 8 Ob 142/17s
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 8 Ob 142/17s
    Auch
  • 9 ObA 67/18w
    Entscheidungstext OGH 30.08.2018 9 ObA 67/18w
    Auch

Schlagworte

freier Dienstvertrag, Angestelltenverhältnis, Aktiengesetz, juristische Person

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0027993

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.10.2018

Dokumentnummer

JJR_19850205_OGH0002_0040OB00005_8500000_001

Rechtssatz für 9ObA77/94 (9ObA78/94)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0016289

Geschäftszahl

9ObA77/94 (9ObA78/94)

Entscheidungsdatum

13.07.1994

Norm

ABGB §863 GI
ABGB §1151 III
ABGB §1151 IC

Rechtssatz

Individuelle bzw betriebliche Übung : Vorstandsmitglieder , Nichtschutznormen , Remunerationserwerb .

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 77/94
    Entscheidungstext OGH 13.07.1994 9 ObA 77/94

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0016289

Dokumentnummer

JJR_19940713_OGH0002_009OBA00077_9400000_001

Entscheidungstext 9ObA77/94(9ObA78/94)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

9ObA77/94(9ObA78/94)

Entscheidungsdatum

13.07.1994

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisions- und Rekursgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Klinger als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Maier und Dr.Petrag sowie durch die fachkundigen Laienrichter Dr.Heinz Paul und Walter Darmstädter als weitere Richter in der Arbeitsrechtssache der klagenden Partei Dkfm.DDr.S***** U*****, Vorstandsdirektor i.R., ***** vertreten durch Dr.Karl F.Engelhart und Dr.Nikolaus Reininger, Rechtsanwälte in Wien, wider die beklagte Partei V***** AG *****, vertreten durch Neudorfer, Griensteidl, Hahnkamper & Stapf, Rechtsanwaltspartnerschaft in Wien, wegen S 8,697,760 brutto sA, Feststellung (Streitwert S 11,044,764) und Zwischenantrages auf Feststellung (Streitwert S 3,000.000), infolge Revision und Rekurses der klagenden Partei gegen das Urteil und den Beschluß des Oberlandesgerichtes Wien als Berufungsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen vom 27.September 1993, GZ 32 Ra 37/93-56, womit infolge Berufung der beklagten Partei das Teil- und Zwischenurteil des Arbeits- und Sozialgerichtes Wien vom 31.Juli 1992, GZ 14 Cga 1039/90-50, abgeändert bzw aufgehoben wurde, in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen und zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision wird zur Gänze und dem Rekurs wird teilweise Folge gegeben.

Das angefochtene Urteil wird dahin abgeändert, daß das Teilurteil des Erstgerichts wiederhergestellt wird.

Der angefochtene Beschluß wird aufgehoben und in der Sache mit Zwischenurteil zu Recht erkannt:

Es wird festgestellt, daß gemäß den zwischen den Parteien getroffenen Vereinbarungen eine Aufrechnung von Ansprüchen der beklagten Partei aus Sorgfaltsverletzungen aller Art betreffenden Geschäftsführungsmaßnahmen gegen Ansprüche der klagenden Partei aus dem Anstellungsverhältnis ausgeschlossen ist, soferne im Einzelfall keine abweichende schriftliche Vereinbarung geschlossen wird oder der Anspruch der beklagten Partei aufgrund einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung feststeht.

Das Feststellungsmehrbegehren wird abgewiesen.

Die Entscheidung über die Kosten des Berufungs- und Revisions- sowie Rekursverfahrens wird der Endentscheidung vorbehalten.

Text

Entscheidungsgründe:

Der Kläger trat am 1.9.1974 als Angestellter in die Dienste der Rechtsvorgängerin der beklagten Partei. Seit 1.1.1976 war er Mitglied des Vorstandes und in dieser Funktion für das Finanz-, Personal- und Rechtsressort zuständig. Am 5.6.1989 erklärte er unter Berufung auf den dienstvertraglich vereinbarten Austrittsgrund der grundlegenden Änderung des Kreises der Aktionäre oder des Mehrheitsaktionärs der Gesellschaft seinen vorzeitigen Austritt. Noch am selben Tag behob er an der Kasse der Zentrale in Wien unter dem Titel "Endabrechnung Juni 1989" einen Barbetrag von S 6,061.821.

Mit der vorliegenden Klage begehrt der Kläger S 1,470.000 sA als Erfolgsprämie für 1988, S 632.000 sA als anteilige Erfolgsprämie für 1989, S 6,595.760 sA an bisher fällig gewordener Betriebspension und die Feststellung, daß die wechselseitigen Rechte und Pflichten der Parteien aus dem Vorstandsdienstvertrag auch nach der Auflösung des Dienstverhältnisses weiter aufrecht und verbindlich seien, so daß ihm insbesondere ein Anspruch auf Zahlung des vereinbarten wertgesicherten Ruhegenusses zustehe. Weiters stellte er einen Zwischenantrag auf Feststellung, daß der am 26.1.1987 vereinbarte Aufrechnungsverzicht rechtswirksam sei, nach wie vor Gültigkeit habe und die Aufrechnung aller wie immer gearteten behaupteten Forderungen der beklagten Partei gegen Forderungen des Klägers aus dem Dienstverhältnis einschließlich von Ruhegehaltsansprüchen ausschließe.

Die beklagte Partei habe dem Kläger zwar die ihm zustehende Abfertigung ausgezahlt, verweigere ihm aber alle sonstigen Ansprüche aus dem Vorstandsdienstvertrag, insbesondere die Erfolgsprämien für 1988 und 1989 sowie die Betriebspension. Sie erhebe grund- und haltlose Vorwürfe, die jedoch kein Leistungsverweigerungsrecht begründen könnten. Ein Großteil der den Vorwürfen zugrundeliegenden Handlungen, auf die Ersatzansprüche gegründet werden, sei mit Zustimmung, ausdrücklicher Genehmigung und jedenfalls mit Wissen des Vorstands und des Aufsichtsrats erfolgt. Dem Kläger sei für alle Geschäftsjahre die Entlastung erteilt worden. Die beklagte Partei habe daher auf ihre Ansprüche verzichtet; sie seien auch verwirkt und verfristet bzw verglichen.

Der Kläger habe schon mit dem Zustandekommen des Vorstandsdienstvertrages (Jahresgrundbezug - Jahresaktivitätsbezug) einen Rechtsanspruch auf die Erfolgsprämien für die Vertragsdauer erworben; diese Prämien seien auch während der gesamten Zeit seiner Vorstandstätigkeit seit dem Jahre 1977 vorbehaltlos und ohne Hinweis auf die Möglichkeit einer künftigen Einstellung in einer aus dem Gesamtergebnis (ohne Bezug auf das jeweilige Ressort) ableitbaren Höhe ausgezahlt worden, so daß sie Gehaltsbestandteil (wohlerworbene Rechte) geworden seien. Die Höhe der Erfolgsprämie habe sich nicht nach dem Erfolg des einzelnen Vorstandsmitglieds, sondern in erster Linie nach der Höhe der Jahresdividende gerichtet. Da für 1988 und 1989 ebenfalls eine Jahresdividende von 20 % ausgeschüttet worden sei, ergebe sich schon aus der Vertragshandhabung zwischen den Parteien, daß der Kläger einen Anspruch auf eine Prämie bzw eine anteilige Prämie in der bisherigen Höhe habe. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates habe den Vorstand informiert, daß der Arbeitsausschuß des Aufsichtsrats noch am 1.6.1989 einen schriftlichen Beschluß über die Erfolgsprämie der Vorstandsmitglieder für 1988 ausfertigen werde. Die Beschlußfassung sei lediglich deshalb unterblieben, weil der Arbeitsausschuß des Aufsichtsrates aufgrund des zwischen den damaligen und nunmehrigen Hauptaktionären der beklagten Partei (Ma*****, B***** - Mo*****, Wien) geschlossenen Vergleiches vom 26.5.1989 der Meinung gewesen sei, keine neuen Verpflichtungen für die Gesellschaft mehr eingehen zu dürfen.

In seinem Dienstvertrag sei wie bei anderen Vorstandsmitgliedern die Vereinbarung enthalten, daß es ausdrücklich verboten sei, behauptete Ansprüche der beklagten Partei gegen Ansprüche aus dem Dienstverhältnis aufzurechnen, soferne nichts anderes schriftlich vereinbart oder der Anspruch der beklagten Partei aufgrund einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung festgestellt worden sei. Zufolge dieses - nicht vom Kläger geforderten - umfassenden Kompensationsausschlusses sei auf die von der beklagten Partei eingewendeten Gegenforderungen nicht einzugehen. Der Grund für das vereinbarte und vom Kläger zur Kenntnis genommene Aufrechnungsverbot liege darin, daß die Organe der Gesellschaft, die im Zeitpunkt der von den neuen Aktionären gerügten Handlungen noch von den Altgesellschaftern abhängig gewesen seien, vor den Schadenersatzforderungen der neuen Aktionäre, welche die Gesellschaft bereits massiv angegriffen hätten, geschützt werden sollten. Diese Absicherungsbestrebungen seien vom neuen Mehrheitsaktionär Mo***** AG auch insofern anerkannt worden, als im Vergleich zwischen der Mo***** AG und der Ma***** SA vom Mai 1989 unter anderem vereinbart worden sei, die beklagte Partei zu verpflichten, daß sie gegen ihre Organe wegen Schadenersatzansprüchen aus der Gebarung vor dem Vergleich keine gerichtlichen Schritte unternehme. Die Möglichkeit eines Aktivprozesses stehe ohnehin offen.

Die beklagte Partei beantragte, die Klagebegehren und den Zwischenantrag auf Feststellung abzuweisen. Die Zusage früherer Erfolgsprämien habe ohne weitergehende Verpflichtung immer nur auf eine "einmalige Erfolgsprämie" gelautet, die für das jeweilige Geschäftsjahr stets "in Anerkennung der (in diesem Jahr) erbrachten Leistungen" zuerkannt worden sei. Prämien für 1988 und 1989 seien aber weder vereinbart noch zuerkannt worden. Bei der Zuerkennung der Prämien sei es auch keineswegs nur auf die Höhe der Jahresdividende angekommen. Selbst wenn der Kläger durch die wiederholte Leistung einen Anspruch auf die Weiterzahlung der Prämien erworben hätte, stünde ihm keine "Erfolgs"prämie für 1988 zu, da er im Geschäftsjahr 1988 etwa durch die Malversationen im Geschäftsfall "B*****-Bank/M*****-Bank" der beklagten Partei einen S 25,000.000 weit übersteigenden Schaden zugefügt habe. Dazu kämen auch noch andere Schadenszufügungen, die insgesamt dazu geführt hätten, dem Kläger die Anerkennung zu versagen. Für das Jahr 1989 habe die beklagte Partei in Absprache mit der Belegschaftsvertretung die Jahresprämie nicht mehr auf der Basis von Monatsgehältern ausgezahlt, sondern nur mehr in einem festen Betrag von S 15.000. Diese Vereinbarung sei auch für den Kläger verbindlich.

Die beklagte Partei habe überdies Gegenforderungen in einer den Klagebetrag übersteigenden Höhe. Der Kläger habe nicht das Wohl der Gesellschaft gefördert, sondern primär seinen eigenen finanziellen Vorteil. Eine Quelle seiner (strafbaren) Provisionseinkünfte sei die Veranlagung der Mittel der beklagten Partei in Wertpapieren gewesen. Er habe dazu nicht nur das Vermögen der beklagten Partei herangezogen, sondern auch veranlaßt, daß Kredite in "ungeheurer" Höhe aufgenommen worden seien. Erst nach Beendigung des Dienstverhältnisses sei hervorgekommen, daß der Kläger eine Schadloshaltungsverpflichtung namens der beklagten Partei gegenüber der B*****-Bank, BRD, für Kursverluste aus der Innehabung von Aktien der beklagten Partei übernommen habe. Die daraus im Jahr 1987 entstandene Verbindlichkeit von rund S 25,000.000 sei über Veranlassung des Klägers im Jahresabschluß 1987 nicht aufgeschienen (§ 255 Z 2 AktG). Der Kläger habe veranlaßt, daß sämtliche auf diese Angelegenheit bezughabenden Punkte in den Vorstandsprotokollen zwischen Dezember 1987 und April 1988 nachträglich entfernt worden seien (§ 223 StGB). In der Folge habe er die Abdeckung der Verbindlichkeit im Jahre 1988 durch mehrere Transaktionen mit der M*****-Bank verschleiert (§ 255 Z 1 AktG). Die beklagte Partei habe von weiteren, vom Kläger bisher sorgfältig verwischten Umständen Kenntnis erlangt, die den Verdacht begründen, daß der Kläger die ihm ressortmäßig zustehende Gestion systematisch dazu mißbraucht habe, um von Geschäftspartnern Zahlungen in die eigene Tasche (Provisionen, Kickbacks) zu erlangen. Wegen dieses gesamten Sachverhalts sei gegen den Kläger aufgrund einer Strafanzeige die Voruntersuchung wegen des Verdachtes nach § 153 Abs 1 und 2, zweiter Fall StGB und § 255 Z 1 und 2 AktG eingeleitet worden.

Der Kläger habe sich während eines riesigen, über die K*****-Bank laufenden Veranlagungsgeschäftes zwischen Jänner und November 1986 rund S 7,000.000 als "Kickback" (Subprovision) auszahlen lassen. Auch wenn der Direktor der Bank zur Schadensgutmachung rund 12,000.000 S an die beklagte Partei gezahlt habe, ändere dies nichts an der Untreue des Klägers. Dieser habe außer der erwähnten Abdeckung der Verbindlichkeiten gegenüber der B*****-Bank die Zahlung überhöhter Bankenentgelte an die M*****-Bank veranlaßt. Welche Gegenleistung er dafür erhalten habe, sei Gegenstand der strafrechtlichen Voruntersuchung.

Auf Veranlassung des Klägers habe der Konzern im Jahr 1989 an die englischen "G*****-Funds" eine dieser nicht zustehende Ankaufsgebühr von rund S 4,9 Mio gezahlt. Aus dem Verkauf von Aktienkapital (M*****) und dem Ankauf eines Grundstückes seien "Sanierungsbeiträge" von 65,6 Mio S aufgelaufen, wobei der Kläger dazu keine betriebswirtschaftlich haltbare Begründung geben könne. Der Kläger habe auch seine Befugnisse zur späten Abrechnung sowie auf Sachbezug gröblich mißbraucht. Er habe sich 1987 bis 1989 "Vertrauensspesen" in Höhe von rund S 40.000 auszahlen lassen, obwohl die Kosten des jeweiligen Aufenthaltes bereits von einer Tochtergesellschaft getragen worden seien. Weiters habe er Reisekosten der Ehegattin und Kosten von Privatreisen der beklagten Partei - zum Teil auch doppelt - verrechnet. Den beigestellten Dienstwagenfahrer habe er als kostenlose Arbeits- und Transportkraft für private Zwecke benützt.

Aus den vom Kläger veranlaßten Depot- und Portfolio-Managementvereinbarungen mit B***** und K*****-Bank resultiere abzüglich der Teilschadensgutmachung noch ein Schaden von S 24,862.949. Aus dem Faktum B*****-Bank/Jahresabschluß 1987 ergebe sich ein Schaden von S 24,964.899,35. Der Schaden, der aus den Veranlagungen bei der M*****-Bank erwachsen sei, sei mit S 80,077.000 zu beziffern. Die M*****-Bank habe zwar am 22.12.1989 S 80,000.000 gezahlt, sich aber die Rückforderung vorbehalten. Aus dem Faktum G***** hafte noch ein Schadensbetrag von S 4,960.000 aus. Insgesamt habe der Kläger der beklagten Partei einen bisher bekannten Schaden in Höhe von mindestens S 150,000.000 zugefügt (§ 84 Abs 2 AktG und § 1009 ABGB). Diese Forderung werde für den Fall, daß die Ansprüche des Klägers zu Recht bestehen, mit diesen aufgerechnet.

Sowohl die Vereinbarung als auch die nunmehrige Bezugnahme des Klägers auf das Kompensationsverbot verstoße gegen die guten Sitten. Während des sieben Jahre dauernden Rechtsstreits wegen des Erwerbs eines Aktienpakets von der Ma***** SA durch die Mo***** AG habe sich der Kläger in Verbindung mit Funktionären der Verkäuferin "bestens abgesichert". Einerseits seien die Aufsichtsratsvergütungen auf Spitzenwerte gestiegen und andererseits sei der Dienstvertrag des Klägers vom 6.7.1984 in vielen Bereichen von dem Gedanken getragen gewesen, ihm bei einem Wechsel des Hauptaktionärs ungerechtfertigte Vorteile zuzubilligen. Für den Fall, daß der Kläger bei Vereinbarung des Kompensationsausschlusses bereits geplant habe, sich als Machthaber zu bereichern und die beklagte Partei zu schädigen, werde diese Vereinbarung auch wegen arglistiger Irreführung angefochten. Sollte die Bereicherungs- und Schädigungsabsicht im Jahre 1984 noch nicht bestanden haben, sei das Beharren des Klägers auf der Anwendung des Aufrechnungsverbots wegen unverhältnismäßiger Benachteiligung der beklagten Partei sittenwidrig. Ein vorsätzlicher (strafbarer) Schädiger könne sich gegenüber den Ersatzansprüchen des Geschädigten nicht auf ein vereinbartes Kompensationsverbot berufen. Soferne dieses überhaupt wirksam sei, schließe es lediglich die Verrechnung von Gehaltsansprüchen mit Gegenansprüchen aus Maßnahmen der Geschäftsführung aus, nicht aber Gegenforderungen auf Schadenersatz aus strafbaren Handlungen oder aus dem Titel der Einforderung von Vorteilen gemäß § 1009 ABGB (§ 153a StGB). Hinsichtlich dieser vom Kläger als Machthaber bezogenen Vorteile (K*****-Bank, M*****-Bank, Z***** & H***** (rund S 13,2 Mio), bestehe überdies Konnexität (§ 879 ABGB iVm § 6 Abs 1 Z 8 KSchG), so daß diesbezüglich das Kompensationsverbot nicht wirksam sei.

Das Erstgericht schränkte die Verhandlung auf den erhobenen Anspruch auf Zahlung der Erfolgsprämien und auf das mit Zwischenantrag auf Feststellung geltend gemachte Kompensationsverbot ein (§ 188 ZPO). Es gab mit Teil- und Zwischenurteil dem Klagebegehren mit S 2,102.000 und dem Zwischenantrag auf Feststellung statt und behielt sich die Entscheidung über das Zinsenbegehren, den Anspruch auf Ruhegenuß sowie die Kostenentscheidung vor. Es traf im wesentlichen folgende Feststellungen:

Mitte des Jahres 1982 erwarb die Mo***** AG knapp 70 % der Aktien der beklagten Partei vom bisherigen Hauptaktionär Ma***** SA, Basel. Zufolge der Weigerung, die Aktien herauszugeben, führte die Mo***** AG in der Schweiz einen langjährigen Rechtsstreit auf Erfüllung des Kaufvertrages. Durch einen Ende Mai 1989 abgeschlossenen Vergleich kam es dann zum Wechsel des Hauptaktionärs.

Seit Februar 1984 erschienen verschiedene, nach Ansicht des Klägers von der Mo***** AG lancierte, Zeitungsmeldungen mit negativer Berichterstattung über die Unternehmensführung der beklagten Partei und insbesondere mit persönlichen Angriffen gegen den Kläger. Zu dieser Zeit schrieb auch die Mo***** AG an alle Vorstandsmitglieder der beklagten Partei, wobei sie in diesen Schreiben auf den anhängigen Rechtsstreit in Basel hinwies. Sie drohte darin weiters an, daß sie die Mitglieder des Gesellschaftsorgans im Zusammenhang mit der beabsichtigten Veräußerung der M***** AG und dem beabsichtigten Erwerb von 25 % des Aktienkapitals der S***** SA, Basel, für alle Schäden, die durch diese oder weitere Transaktionen entstanden seien oder entstehen würden, persönlich haftbar machen werde. Nachdem der Vorstand der beklagten Partei diese Vorwürfe zurückgewiesen hatte, wiederholte die Mo***** AG mit Schreiben vom 13.3.1984 ihre Ankündigung, alle Mitglieder des Vorstandes persönlich haftbar zu machen. Daraufhin protestierte nicht nur der Vorstand der beklagten Partei, sondern auch der Aufsichtsrat, der sich in seinem Schreiben vom 30.3.1984 gegen die unrichtigen Behauptungen verwahrte und darauf hinwies, daß sich die Mo***** AG Befugnisse anmaße, die ihr auch als Aktionär nicht zustehen würden. Für Angelegenheiten der Gesellschaft seien ausschließlich die Gesellschaftsorgane zuständig. Die Mo***** AG wurde ersucht, Eingriffe in die Agenden der Gesellschaftsorgane und in den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft, Androhungen von Nachteilen und sonstige Handlungen zu unterlassen, die zum Nachteil der Gesellschaft gereichten.

Mit Schreiben der Mo***** AG vom 17.4.1984 wurden sämtliche Vorwürfe aufrecht erhalten und es wurde neuerlich auf die Schadenersatzpflicht und die Haftung der Vorstandsmitglieder hingewiesen. Der Schriftwechsel endete mit einem Schreiben des Aufsichtsrates der beklagten Partei an die M***** AG vom 5.6.1984, wonach in einer gemeinsamen Sitzung des Aufsichtsrats und des Vorstands der Beschluß gefaßt worden sei, ihren bisherigen Schreiben nichts mehr hinzuzufügen.

Der Aufsichtsrat der beklagten Partei hatte in seiner Sitzung vom 26.4.1983 beschlossen, das Vorstandsmandat des Klägers für die Zeit vom 1.1.1984 bis 31.12.1988 zu verlängern. Es kam zu Gesprächen über die Ausgestaltung des neuen Dienstvertrages, in deren Verlauf der Kläger um einen Vergleich seines bisherigen Dienstvertrages mit den Verträgen der anderen Vorstandsmitglieder ersuchte. Es wurde eine dementsprechende "Synopsis" erstellt. Nach Erhalt dieser vergleichenden Übersicht erstattete der Kläger seine Vorschläge, die kein Kompensationsverbot enthielten; die diesbezüglichen Bestrebungen gingen nicht von ihm aus. Durch den Schriftwechsel mit der Mo***** AG war es nämlich zu einer Beunruhigung im gesamten Vorstand gekommen. Es wurden vom Vorstand mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und den Mitgliedern des Arbeitsausschusses Überlegungen angestellt, wie man sich vor solchen Forderungen schützen könne. Es waren verschiedenste Absicherungsmöglichkeiten im Gespräch (Rechtsgutachten Univ.Prof.

Dr.Frotz: Schad- und Klagloshaltung, Versicherungsmöglichkeit, Absegnung der Beschlüsse durch die Hauptversammlung u.dgl.), aus denen nach vielen Gesprächen über eine längere Zeit letztlich die Vereinbarung eines Kompensationsverbotes als Kompromiß hervorging. Ziel dieser Vereinbarung war es, die Sistierung von Zahlungen der beklagten Partei an ihre Organe zu verhindern. Diese sollten vielmehr vor Schadenersatzansprüchen aus Geschäftsführungsmaßnahmen, Sorgfaltsverletzungen aller Art und vor leichtfertigen Anspruchserhebungen geschützt werden. Über strafbare Handlungen wurde in diesem Zusammenhang nicht gesprochen. Das Kompensationsverbot sollte keinen Freibrief für Malversationen bilden. Eine Aufrechnungsmöglichkeit sollte dann gegeben sein, soweit hinsichtlich der von der Gesellschaft gegenüber ihren Organen erhobenen Vorwürfe hinreichende Argumente und Bescheinigungsmittel vorlägen, die auch für die Erlangung einer einstweiligen Verfügung gegen die Gesellschaftsorgane ausreichten. Sollte eine Bescheinigung im Provisorialverfahren nicht möglich sein, sollte die Gesellschaft auch nicht aufrechnen dürfen.

Hingegen ging der Arbeitsausschuß des Aufsichtsrates auf den Wunsch der Vorstandsmitglieder, daß das Kompensationsverbot nur durch eine Entscheidung im Hauptverfahren aufgehoben werde, nicht ein. Die Gesellschaft sollte die Möglichkeit haben, durch eine einstweilige Verfügung eine gerichtliche Entscheidung zu erwirken, um dann die Aufrechnungserklärung abgeben zu können. Schließlich formulierte das Aufsichtsratsmitglied Rechtsanwalt Dr.M***** ein Kompensationsverbot, das in die Vorstandsdienstverträge aufgenommen wurde:

"Eine Aufrechnung von Ansprüchen der Gesellschaft mit Ihren Ansprüchen aus dem Dienstverhältnis ist ausgeschlossen, soferne im Einzelfall nicht eine abweichende schriftliche Vereinbarung geschlossen wird oder der Anspruch der Gesellschaft aufgrund einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung feststeht."

Auch nach der Vereinbarung dieses Kompensationsverbotes gab es darüber noch weitere Gespräche, die am 26.1.1987 zu einer Klarstellung und "authentischen Interpretation" durch den Arbeitsausschuß des Aufsichtsrats führte:

"Eine Aufrechnung der Gesellschaft mit nicht rechtskräftig festgestellten Ansprüchen gegen Ihre Ansprüche aus dem Dienstverhältnis einschließlich von Ruhegehaltsansprüchen ist ausgeschlossen; abweichende Vereinbarungen im Einzelfall bedürfen der Schriftform."

Mit Kurzbrief des Aufsichtsratsmitgliedes Dr.M***** vom 21.8.1984 hatte der Kläger den endgültigen Entwurf seines (neuen) Dienstvertrages erhalten. Er unterzeichnete den Vertrag und sandte ihn dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats zurück. Schon bei seiner Bewerbung hatte ihm sein Amtsvorgänger mitgeteilt, daß das Einkommen eines Vorstandsmitglieds aus zwei Komponenten bestehe; nämlich aus einem Grundbezug und einer Erfolgsprämie, die an den Erfolg des Unternehmens geknüpft sei. Nach dem Dienstvertrag vom 6.7.1984, der in der Folge durch Briefwechsel vom 24.1./1.2.1989 für eine weitere Vorstandsperiode bis 31.12.1993 verlängert wurde, gebührte dem Kläger ein sogenannter Jahresgrundbezug. Grundlage für die Errechnung des Ruhegenusses bilden die letzten Jahresgesamtbezüge zuzüglich des Durchschnitts der auf die letzten fünf Jahre entfallenden Erfolgsprämie.

Während der gesamten Dauer ihrer Tätigkeit erhielten sämtliche Vorstandsmitglieder der beklagten Partei mit Ausnahme eines später hinzugekommenen Mitglieds regelmäßig eine Erfolgsprämie ausgezahlt, die der Arbeitsausschuß des Aufsichtsrates festsetzte. Auch die Belegschaft erhielt eine Ertragsprämie, später Erfolgsprämie genannt, in Höhe von ein bis eineinhalb Monatsbezügen. Diese wurde als obligate Zahlung an alle Mitarbeiter gewährt, sofern es zu einem positiven Geschäftsabschluß gekommen ist, was regelmäßig der Fall war. Von der Festlegung von Voraussetzungen sah man diesbezüglich bewußt ab. Den Vorstandsmitgliedern erkannte der Arbeitsausschuß des Aufsichtsrates jeweils eine "einmalige Erfolgsprämie" in Anerkennung der für das Geschäftsjahr erbrachten Leistungen zu. Das Wort "einmalig" wurde so verstanden, daß diese Prämie in einem einzigen Betrag jährlich ausgezahlt wird.

Während der Vorstand der beklagten Partei die Prämiengewährung an die Belegschaft als "freiwillig" ansah, hielt er die Erfolgsprämie an die Vorstandsmitglieder für einen Verdienstbestandteil. Es gab zwar auch diesbezüglich keine institutionalisierten Kriterien für die Bemessung der Höhe, aber eine gewisse Abstufung nach der Dauer der Zugehörigkeit zur beklagten Partei und nach dem Rang der Vorstandsmitglieder. Die Gewährung war allgemein vom Vorliegen eines Geschäftserfolgs des Unternehmens abhängig, wobei es nicht auf den Erfolg des jeweiligen Vorstandsmitglieds selbst ankam. Kürzungen der Prämie bei einem Mißerfolg eines bestimmten Ressorts gab es nicht. Im Aufsichtsrat der beklagten Partei wurde allgemein die Ansicht vertreten, daß zwar auch die Vorstandsmitglieder keinen Anspruch auf Prämiengewährung hätten, daß eine solche aber gewährt werden soll, wenn es der Erfolg der Gesellschaft erlaube. Mit der alljährlichen Zuerkennung der Prämie an die Vorstandsmitglieder war aber keinerlei Mitteilung verbunden, die auf eine "Freiwilligkeit" und "Widerrufbarkeit" der Leistung hingewiesen hätte. Seit dem Jahre 1985 schüttete die beklagte Partei eine gleichbleibende Jahresdividende von 20 % aus. Der Kläger erhielt seit diesem Jahr eine Erfolgsprämie von jeweils S 1,470.000 ausgezahlt. Auch für die Jahre 1988 und 1989 betrug die Jahresdividende 20 %.

Am 29.5.1989 informierte der Aufsichtsratsvorsitzende die Mitglieder des Vorstandes davon, daß es zwischen der Ma***** und der Mo***** zu einem Vergleich und somit zu einem Wechsel des Hauptaktionärs gekommen war. Mit einer Ausnahme ersuchten sämtliche Vorstandsmitglieder, eine Endabrechnung zu erstellen, da ein vorzeitiges Ausscheiden in Erwägung gezogen werde. Nach Einholung eines Rechtsgutachtens des Firmenanwalts unter anderem auch über die Gewährung der Erfolgsprämie stellte der Aufsichtsratsvorsitzende dem Kläger am 29.5.1989 die Zahlung einer Erfolgsprämie von S 1,470.000 für 1988 in Aussicht; er erklärte, daß die schriftliche Ausfertigung des Beschlusses am 1.6. erfolgen werde. Auch das Personalbüro nahm in seine Endabrechnung für den Kläger (ohne Präjudiz) eine Erfolgsprämie "in zuletzt gewährter Höhe von S 1,470.000" auf. Der Arbeitsausschuß des Aufsichtsrates faßte aber lediglich einen sogenannten "Vorratsbeschluß" über eine Erfolgsprämie in dieser Höhe, da erst geklärt werden müsse, ob der Beschluß den Vereinbarungen zwischen Mo***** und Ma*****entspreche (Vergleich). Da der "Vorratsbeschluß" diesen Vereinbarungen nicht entsprach, wurde er nicht wirksam.

Für das Jahr 1988 erhielt kein Vorstandsmitglied eine Erfolgsprämie.

Das Erstgericht vertrat die Rechtsauffassung, daß die beklagte Partei durch die wiederholte, langjährige Gewährung der Erfolgsprämie an die Mitglieder des Vorstandes eine konkludente Vereinbarung gemäß § 863 ABGB getroffen habe, so daß dadurch die Prämien zum Entgeltbestandteil geworden seien. Da es dabei lediglich auf den Geschäftserfolg des Unternehmens im Hinblick auf eine bestimmte Höhe der Jahresdividende angekommen sei, liege diese Voraussetzung auch für 1988 und 1989 vor. Mangels anderslautender Vereinbarung sei auch eine anteilige Erfolgsprämie für 1989 zuzusprechen.

Das Kompensationsverbot sei nicht vom Kläger verlangt, sondern es sei ihm vielmehr ohne sein weiteres Zutun wie den anderen Vorstandsmitgliedern eingeräumt worden. Dem Einwand der Sittenwidrigkeit und der Schädigungsabsicht sei dadurch der Boden entzogen, zumal Schadenersatzforderungen der Gesellschaft gegen den Kläger nicht ausgeschlossen seien. Die Mitglieder des Vorstandes sollten dadurch lediglich vor Entgeltkürzungen geschützt werden. Für den Fall, daß zumindest eine rechtskräftige einstweilige Verfügung gegen den Kläger vorgelegen wäre, hätte ohnehin aufgerechnet werden können. Aus der weiten Formulierung des Verbots sei abzuleiten, daß darunter alle Ansprüche der beklagten Partei - auch aus den in diesem Verfahren nicht überprüften, aber von der beklagten Partei behaupteten, allfälligen strafbaren Handlungen - fielen.

Das Berufungsgericht änderte diese Entscheidung dahin ab, daß es das Klagebegehren auf Zahlung der Erfolgsprämien samt Zinsen abwies; die Entscheidung hinsichtlich des Zwischenantrages auf Feststellung hob es auf. Es sprach aus, daß der Rekurs gegen den Aufhebungsbeschluß zulässig sei. Es vertrat die Rechtsauffassung, daß der Anstellungsvertrag eines Vorstandsmitglieds mangels persönlicher Abhängigkeit kein Arbeitsvertrag, sondern ein freier Dienstvertrag sei. Auch wenn in diesem Vertrag die subsidiäre Anwendung des Angestelltengesetzes vereinbart worden sei, ändere dies nichts daran, daß der Kläger nicht die Rechtsstellung eines "genuinen" Angestellten erlangt habe. Die Rechtsprechung zur konkludenten Wirkung einer regelmäßigen Prämiengewährung sei auf das Verhältnis des Arbeitgebers zu den ihm gegenüber abhängigen Arbeitnehmern abgestellt. Falle aber die Arbeitgeberposition mit der Arbeitnehmerposition zusammen, wie es für das Mitglied eines Vorstandes typisch sei, bestehe keine rechtsgeschäftliche Verpflichtungsgrundlage zur schlüssigen Ergänzung eines abhängigen Dienstvertrages; sie müßte auch an den besonderen Beschränkungen eines "In-sich-Geschäftes" scheitern. Dazu komme, daß die Bestimmungen der §§ 78 und 84 AktG einer Vertrauenslage, der Arbeitgeber werde die vorbehaltlos gewährten Leistungen auch in Zukunft weiter gewähren, entgegenstünden. Der Aufsichtsrat müsse dafür sorgen, daß die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder in einem angemessenen Verhältnis zur Lage der Gesellschaft stehen.

Diese Beurteilung entspreche auch dem Selbstverständnis des Aufsichtsrates der beklagten Partei, das dazu geführt habe, daß kein Beschluß über die Prämiengewährung mehr zustande gekommen sei. Wäre nämlich bereits ein Rechtsanspruch des Klägers auf die Erfolgsprämie erwachsen, hätte es für einen bloß deklaratorischen Beschluß des Aufsichtsrats keine Veranlassung gegeben; dieser hätte die neu zu bestellenden Gesellschaftsorgane durch seine Beschlußfassung auch nicht präjudizieren können. Mangels eines konstitutiven Beschlusses über eine Erfolgsprämie versage sohin die Berufung des Klägers auf ein wohl erworbenes Recht. Für ein über 4 % hinausgehendes Zinsenbegehren bestehe keine Rechtsgrundlage, so daß auch dieses abzuweisen sei.

Voraussetzung für die Präjudizialität des Zwischenantrages auf Feststellung sei eine mögliche Aufrechnungslage, die durch die Abweisung des Begehrens auf die Erfolgsprämie weggefallen sei. Ob eine konkrete Aufrechnungslage hinsichtlich der übrigen, vom Kläger geltend gemachten Forderungen bestehe, könne erst nach Bejahung deren Begründetheit beurteilt werden. Vor diesem Verfahrensstand komme der Feststellung eines Aufrechnungsverbots bloß theoretische Wirkung zu, so daß das rechtliche Interesse an der begehrten Feststellung diesbezüglich noch zu prüfen sein werde.

Gegen diese Entscheidung richten sich die aus den Gründen der Aktenwidrigkeit und der unrichtigen rechtlichen Beurteilung erhobene Revision und der Rekurs des Klägers mit den Anträgen, das Urteil und den Beschluß des Berufungsgerichtes dahin abzuändern, daß das Teil- und Zwischenurteil des Erstgerichtes wiederhergestellt werde. Hilfsweise werden hinsichtlich des Feststellungsanspruches Eventualanträge und ein Aufhebungsantrag gestellt.

Die beklagte Partei beantragte in ihrer Revisions- und Rekursbeantwortung, den Rechtsmitteln des Klägers nicht Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision ist zur Gänze und der Rekurs zum Teil berechtigt.

Die geltend gemachte Aktenwidrigkeit liegt nicht vor (§ 510 Abs 3 ZPO). Soweit das Berufungsgericht nach Ansicht des Klägers sein Vorbringen nicht vollständig und unrichtig wiedergegeben, bestimmte Beweisergebnisse nicht berücksichtigt und im Rahmen der rechtlichen Beurteilung nicht alle Feststellungen beachtet hat, ist dadurch der Revisionsgrund nach § 503 Z 3 ZPO nicht verwirklicht (vgl GMA ZPO14 § 503 E 87 ff).

Hingegen ist die Rechtsrüge im Ergebnis berechtigt.

Nach ständiger Rechtsprechung verliert eine regelmäßig in gleicher Höhe gewährte Remuneration, mit welcher der Dienstnehmer rechnen kann, den Charakter einer freiwilligen Zuwendung und begründet einen Anspruch auf Weiterzahlung, wenn mangels ausdrücklicher Betonung des freiwilligen, unverbindlichen und jederzeit widerruflichen Charakters der Zuwendung ein Entgeltanspruch als stillschweigend vereinbart (§ 863 ABGB) angenommen werden kann. Entscheidend ist hiebei, welchen Eindruck der Dienstnehmer von dem schlüssigen Verhalten des Dienstgebers haben mußte, nicht aber das tatsächliche Vorhandensein eines Erklärungswillens auf seiten des Dienstgebers; es kommt darauf an, was der Partner bei sorgfältiger Würdigung dem Erklärungsverhalten entnehmen darf (vgl Schwarz-Löschnigg, ArbR4 267 f; Spielbüchler in Floretta-Spielbüchler-Strasser, ArbR3 I 189; Arb 9427, 9579, 9786, 9832, 9942, 10.434 uva). Wäre der Kläger Dienstnehmer der beklagten Partei gewesen, bedürfte es keiner weiteren Erörterung, daß er schon kraft individueller und dem maßgeblichen Personenkreis gegenüber gehandhabten Übung einen Anspruch auf die ihm seit dem Jahre 1977 regelmäßig gewährte und seit 1985 in konstanter Höhe (bei einer Dividendenausschüttung von 20 %) gezahlte Erfolgsprämie erworben hätte (vgl auch Binder, Rechtsgrundlagen - Probleme der Remunerationsgewährung, ZAS 1984, 49 ff, 53 ff, 61). Mit der Mitteilung der alljährlichen Zuerkennung der Prämie war keinerlei Hinweis verbunden, der auf eine Freiwilligkeit oder Widerrufbarkeit der Leistung hingewiesen hat; die Wendung "einmalig" wurde so verstanden (natürlicher Konsens), daß die Prämie in einem Betrag ausgezahlt wird. Auch der Umstand, daß die Prämie jeweils aufgrund jährlicher Beschlüsse des Arbeitsausschusses des Aufsichtsrats zuerkannt wurde, könnte nichts daran ändern, daß diese Prämie zumindest bei gleichbleibendem Erfolg des Unternehmens dienstvertraglicher Entgeltbestandteil geworden ist (vgl Arb 9427 ua).

Der Kläger war jedoch als Mitglied des Vorstandes kein Dienstnehmer der beklagten Partei, sondern der von ihm abgeschlossene Anstellungsvertrag begründete nur ein sogenanntes freies Dienstverhältnis (freier Dienstvertrag), auf das nur jene arbeitsrechtlichen Normen (analog) anzuwenden sind, die nicht von der persönlichen Abhängigkeit des Dienstnehmers ausgehen und nicht den sozial Schwächeren schützen sollen (Arb 9371, 10.406; RdW 1988, 428 mwH; Arb 10.944 ua). Da die herrschenden dogmatischen Erklärungsversuche der betrieblichen Übung aber nicht in spezifisch arbeitsrechtlichen Vorschriften begründet sind, sondern in allgemeinen zivilrechtlichen Bestimmungen (§ 863 ABGB; Nichtschutznormen: Arb 10.406), bestehen entgegen der Ansicht des Berufungsgerichtes grundsätzlich keine Bedenken gegen die Anerkennung der Möglichkeit spezieller betrieblicher Übungen für die Vorstandsmitglieder oder individueller Übungen für einzelne Vorstandsmitglieder (vgl Wachter, Dienstleistungen am Rande des Arbeitsrechts, WBl 1991, 81 ff, 86). Es ist daher zu prüfen, welchen Verpflichtungswillen der Kläger dem gesamten Erklärungsverhalten (einschließlich des Anstellungsvertrages) des Aufsichtsrats (§ 75 Abs 1 AktG) entnehmen durfte und inwieweit ihm ein schutzwürdiges Vertrauen hinsichtlich seiner Überzeugung, die Prämie sei Bestandteil seines Entgelts geworden, zuzubilligen ist.

Nach den Feststellungen der Vorinstanzen erfuhr der Kläger schon bei seiner Bewerbung von seinem "Amtsvorgänger", daß das Einkommen eines Vorstandsmitglieds aus dem Grundbezug und einer Erfolgsprämie bestehe, die an den Erfolg des Unternehmens geknüpft sei. Diese Erklärung stammte zwar nicht von dem für den Anstellungsvertrag zuständigen Organ der Gesellschaft, sie findet aber bereits Deckung in dem mit dem Aufsichtsrat abgeschlossenen Anstellungsvertrag. Schon der Begriff eines "Jahresgrundbezuges" setzt das Vorhandensein noch anderer Bezüge voraus. So bemißt sich etwa die Höhe der Abfertigung nach den "Gesamtbezügen" und die Höhe des Ruhegenusses nach dem letzten "Jahresaktivitätsbezug" (Beilage A). Grundlage für die Errechnung des Ruhegenusses sind die letzten "Jahresgesamtbezüge" zuzüglich des Durchschnitts der auf die letzten fünf Jahre entfallenden "Erfolgsprämie". Wie sich aus dem Dienstvertrag (Beilage A) weiter ergibt, ruht der Ruhegenußanteil, der sich aus der durchschnittlichen Erfolgsprämie errechnet, ab dem Ersten des Monats, der auf die Feststellung eines Jahresabschlusses folgt, in dem kein Reingewinn der Gesellschaft ausgewiesen ist, bis zum Ersten des Monats, der auf die Feststellung eines Jahresabschlusses folgt, in dem wieder ein Reingewinn ausgewiesen wird. Entgegen der Ansicht von Univ-Prof. Dr.Franz Marhold (Privatgutachten Seite 9) wird die Erfolgsprämie im Anstellungsvertrag somit nicht nur als bloße "Rechengröße" erwähnt, sondern auch als (allenfalls variabler) Teil des Jahresaktivitätsbezugs, dessen ausschließliche Erfolgsabhängigkeit (Reingewinn) sogar auf die Höhe des Ruhegenusses durchschlägt. Der Kläger konnte daher schon nach seinem Anstellungsvertrag der Ansicht sein, ihm sei ein Entgeltanspruch auf eine erfolgsabhängige Prämie eingeräumt worden.

Die Handhabung der Zuerkennung steht diesem Eindruck nach der für die Vertrauenstheorie maßgeblichen Sicht des Klägers (DRdA 1992, 202 ff) nicht entgegen, da sie insoweit vertragskonform erfolgte. Die jeweilige Zuerkennung der Erfolgsprämie durch den Arbeitsausschuß des Aufsichtsrats reduzierte sich im Ergebnis auf eine Bemessung der Höhe nach, wobei in den letzten Jahren bei einer bestimmten Dividendenhöhe eine betragsmäßig bestimmte Prämie zur Auszahlung gelangte (vgl SZ 25/187). Die Wendungen "einmalig" und "in Anerkennung der für das Geschäftsjahr erbrachten Leistungen" in der jeweiligen Zuerkennung blieben gegenüber der jahrelangen, an sich vorbehaltlosen Gewährung in einem bestimmbaren und konstanten Ausmaß lediglich Floskeln, die an dem erkennbar vorliegenden Verpflichtungswillen der beklagten Partei nichts ändern konnten. Die Prämie war je nach der Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und dem Rang des Vorstandsmitglieds abgestuft; bei einem Mißerfolg eines bestimmten Ressorts gab es keine Kürzung für den für dieses Ressort Verantwortlichen. Auch in ihrer Berufung räumt die beklagte Partei ein, daß es bei den von ihr erhobenen Vorwürfen gar nicht um einen Mißerfolg in der Sparte des Klägers gehe, sondern um sein persönliches Fehlverhalten (Seite 468). Welche persönliche Auffassung der Vorstandsvorsitzende von der Verpflichtungswirkung der Prämienzusage und der daran anschließenden jahrelangen Übung hatte, ist in diesem Zusammenhang unerheblich.

Auch der Einwand, daß ein Vorstandsmitglied gemäß den §§ 77 und 78 AktG nach seinem Empfängerhorizont wohl nicht davon ausgehen dürfe, daß eine einmalige Leistung anders als einmalig gewährt werde, vermag nicht zu überzeugen. Einerseits geht dieser Einwand nicht von den Feststellungen aus und andererseits verpflichtet § 78 Abs 1 AktG den Aufsichtsrat lediglich, dafür zu sorgen, daß die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitgliedes und zur Lage der Gesellschaft stehen. Diese Bestimmung erlaubt keinen Eingriff in bereits entstandene vertragliche Ansprüche (rechtsstaatliches Prinzip der Vertragstreue: 301 BlgNR 10.GP 69; vgl SZ 62/4) und hätte zur Voraussetzung, daß sich die Lage der Gesellschaft verschlechtert hätte, was aber nicht der Fall war. Der Kläger gründet seinen Anspruch auf Erfolgsprämien nämlich nicht darauf, daß ihm diese unabhängig von der Lage der Gesellschaft zustehe, sondern darauf, daß auch für die Jahre 1988 und 1989 so wie in den vorangegangen Jahren eine Dividendenausschüttung von 20% erfolgt sei. Daß es im Arbeitsausschuß des Aufsichtsrats lediglich zu einem "Vorratsbeschluß" für 1988 gekommen war, ist nach den Feststellungen nicht in der Lage der Gesellschaft begründet, sondern im Zweifel, ob der Beschluß dem Vergleich zwischen Mo***** und Ma***** entspreche. Dieser Vergleich hatte aber keinen Einfluß auf die bereits erworbenen Entgeltansprüche des Klägers.

Hatte der Kläger aber einen kraft Anstellungsvertrages und dementsprechender Übung erworbenen Anspruch auf die Erfolgsprämie, ist diese Entgeltbestandteil geworden; es stand der beklagten Partei nicht frei, die Prämie zu gewähren oder zu versagen; einer besonderen "Anerkennung der Leistungen des Klägers" oder Zuerkennung bedurfte es nicht. Dem Kläger gebührt im Ergebnis sowohl die Prämie für 1988 als auch die anteilige Prämie für 1989 (vgl Martinek-M.Schwarz-W.Schwarz, AngG7 § 16 Erl 2 mwH). Sein Anstellungsverhältnis unterlag zwar nicht ex lege dem Angestelltengesetz, doch ist nach Punkt 10 des Dienstvertrages (Beilage A) in Fragen, die dieser Vertrag nicht regelt, unter Bedachtnahme auf das Angestelltengesetz zu entscheiden. Da nichts Gegenteiliges vereinbart wurde, gilt daher auch die Aliquotierungsbestimmung des § 16 AngG. Die beklagte Partei hätte dem Kläger diesen bereits erworbenen Entgeltbestandteil nicht einmal dann rückwirkend entziehen können, wenn der Kläger gerechtfertigt entlassen worden wäre. Dem Einwand der beklagten Partei, der Kläger habe diesen Entgeltteil verwirkt, da er ihr in strafbarer Weise einen Schaden zugefügt habe - was bisher nicht geprüft wurde - , kann daher nicht nähergetreten werden. Die etwa im Privatgutachten Marhold (S 13) angeführten Fälle des Rechtsmißbrauchs, die einen Widerruf von Gratifikationsleistungen ermöglichten (Erschleichung der Leistung durch Vertuschung, nicht wiedergutzumachender bzw existenzgefährdender Schaden) liegen nicht im Rahmen der Behauptungen. Soweit der Kläger die beklagte Partei geschädigt haben sollte, stehen ihr ohnehin Schadenersatzansprüche zu.

Vertragliche Aufrechnungsverbote sind nach ständiger Rechtsprechung nicht sittenwidrig, da die Gegenforderung ohnehin gesondert geltend gemacht werden kann (vgl Rummel in Rummel2 ABGB § 1440 Rz 29 mwH; Ehrenzweig, Schuldrecht3 I 606; SZ 27/197; SZ 41/68; HS 10.935; Arb 8.915; WBl 1987, 242 mwH ua). Sittenwidrig können in diesem Zusammenhang allerdings Verträge sein, die ausschließlich auf die Belastung eines weder am Vertragsabschluß beteiligten noch von den Vertragspartnern vertretenen Dritten abzielen (Arb 10.759). So ist etwa ein Dienstvertrag unwirksam, wenn er mit Schädigungsabsicht gegen einen allfälligen späteren Eigentümer geschlossen wurde (Arb 4.971; auch Arb 6.415, 6.430, 6.478, 6.621 ua). Selbst wenn man die Mo***** als Dritten ansieht (die beklagte Partei hat ihre rechtliche Natur durch den Wechsel der Aktienmehrheit nicht geändert), war im Zeitpunkt der Vereinbarung des Aufrechnungsverbots noch offen, wer im Rechtsstreit über die Übergabe der Aktien letztlich erfolgreich sein wird. Die Feststellungen der Vorinstanzen bieten dazu keine Hinweise, daß die Mitglieder des Vorstandes mit dem Aufsichtsrat das Kompensationsverbot deshalb vereinbart hätten, um die beklagte Partei zu schädigen.

Zufolge der Angriffe der Mo***** noch während des Rechtsstreites um die Aktienmehrheit, gegen die sich auch der Aufsichtsrat der beklagten Partei verwarht hatte, ist den Mitgliedern des Vorstandes ein legitimes Interesse daran zuzubilligen, daß sie sich vor unmittelbaren Entgeltkürzungen durch leichtfertig erhobene Ansprüche absichern wollten. Es kann allerdings dem Erstgericht nicht beigepflichtet werden, daß das zwischen den Parteien vereinbarte Aufrechnungsverbot generell Ansprüche jeglicher Art - sohin auch aus strafbaren Handlungen enstandene - umfaßt. Dazu ist vorerst der Umfang des Kompensationsverbotes und dessen allfällige geltungserhaltende Reduktion (Krejci in Rummel2 ABGB § 879 Rz 256) zu prüfen. Dabei ist nicht nur der Wortlaut der schriftlichen Vereinbarung von Bedeutung, sondern auch deren nähere Ausformung durch die Parteien im Zuge der langwierigen Verhandlungen; maßgeblich ist die Absicht der Parteien (vgl Rummel aaO § 914 Rz 4, 23 f).

Festgestelltermaßen sollte das als Kompromiß zustandegekommene Aufrechnungsverbot zum Zweck der Entgeltsicherung der Mitglieder des Vorstandes dazu dienen, diese vor der Aufrechnung mit Schadenersatzansprüchen aus Geschäftsführungsmaßnahmen und Sorgfaltsverletzungen aller Art zu schützen; leichtfertig erhobene Ansprüche sollten nicht zu einer Sistierung anstellungsvertraglicher Ansprüche führen. Eine Aufrechnung ist daher vereinbarungsgemäß nur dann zulässig, wenn der Anspruch der beklagten Partei aufgrund einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung feststeht. Das in diesem Zusammenhang erwähnte Sicherungsverfahren kann wegen des zusätzlichen Erfordernisses der subjektiven oder objektiven Gefährdung (§ 379 Abs 2 EO) allerdings nur von untergeordneter Bedeutung sein und ist in dieser Form nicht geeignet, lediglich Ansprüche auf Geldforderungen rasch feststellen zu lassen.

Wesentlich ist, daß es bei den gesamten Bestrebungen des Vorstands und des Aufsichtsrats um die Frage des Schutzes der Mitglieder des Vorstands vor unmittelbarer Inanspruchnahme aus Geschäftsführungsmaßnahmen (Sorgfaltsverletzungen aller Art) gegangen ist (auch Privatgutachten Frotz vom 23.4.1986, Beilage 23). Über allfällige strafbare Handlungen zum Schaden der Gesellschaft wurde dabei nicht gesprochen. Das Kompensationsverbot sollte für die Mitglieder des Vorstandes keinen Freibrief für Malversationen (persönliche Bereicherungen) bilden; dem hätte der Aufsichtsrat auch nicht zustimmen dürfen (§ 99 AktG). Das schriftliche Kompensationsverbot ist daher nach der aus dem Erklärungsumfeld erkennbaren Absicht der Parteien dahin einzuschränken, daß eine Aufrechnung von Ansprüchen der Gesellschaft aus Geschäftsführungsmaßnahmen (Sorgfaltsverletzungen aller Art) mit Ansprüchen aus dem Dienstverhältnis ausgeschlossen ist... Strafbare Handlungen (persönliche Bereicherungen) zum Schaden der beklagten Partei fallen nicht unter den Begriff der Geschäftsführungsmaßnahmen und sind daher vom vereinbarten Aufrechnungsverbot schon nach der Absicht der Parteien nicht umfaßt.

Im fortgesetzten Verfahren wird daher zwischen den erhobenen Gegenforderungen der beklagten Partei zu differenzieren sein. Dazu wird es vor allem erforderlich sein, daß die beklagte Partei vorerst in ihrem umfangreichen, indifferenzierten und teils auch widersprüchlichen Vorbringen eine klare Unterscheidung ihrer Ansprüche dahin vornimmt, welche Forderungen sie aus Sorgfaltsverletzungen aus Geschäftsführungsmaßnahmen ableitet und welche Forderungen aus strafbaren Handlungen des Klägers zum Schaden der Gesellschaft. Die Aufrechnungseinrede im Prozeß ist zwar eine selbständige Prozeßhandlung, die auf eine spruchgemäße Entscheidung im Urteil gerichtet ist und prozeßrechtlich eine rechtskräftige Sachentscheidung anstrebt (vgl Fasching ZPR2 Rz 1292), doch setzt auch hier die Zulässigkeit der Kompensation vereinbarungsgemäß eine bereits rechtskräftige Entscheidung voraus. Die aus Geschäftsführungsmaßnahmen (Sorgfaltsverletzungen aller Art) erhobenen Gegenforderungen sind daher nicht weiter zu prüfen; eine Aufrechnung der Klageforderung mit diesen Gegenforderungen findet nicht statt (SZ 41/68; Arb 8915 ua). Soweit aber auch aufrechenbare Gegenforderungen geltend gemacht werden, die als Schadenersatzansprüche nicht im Zusammenhang mit den Entgeltansprüchen stehen (Fasching aaO Rz 1298), sind diese ungeachtet der diesbezüglichen Zulässigkeit eines Teilurteils (vgl SZ 56/150) zu prüfen und es ist darüber zu entscheiden.

Der Zwischenantrag auf Feststellung bezieht sich auf ein streitiges Rechtsverhältnis, von dessen Bestehen oder Nichtbestehen die Entscheidung über das Klagebegehren letztlich abhängt. Die Feststellung ist präjudiziell und reicht in ihrer Bedeutung über den konkreten Rechtsstreit hinaus (vgl Fasching aaO Rz 1077), zumal auch erst später fällig werdende Pensionsansprüche von der Aufrechnung betroffen sein können. Während das erstgerichtliche Teilurteil daher zur Gänze wiederherzustellen ist, ist das über den Zwischenantrag ergangene Zwischenurteil (Fasching aaO Rz 1084 und 1437; WoBl 1989/88

ua) mit den aufgezeigten Einschränkungen zu bestätigen.

Die Kostenentscheidung ist in den §§ 52 Abs 2 iVm 393 Abs 4 ZPO begründet.

Anmerkung

E36372

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:009OBA00077.94.0713.000

Dokumentnummer

JJT_19940713_OGH0002_009OBA00077_9400000_000