Rechtssatz für 1Ob212/73 5Ob267/74 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0014220

Geschäftszahl

1Ob212/73; 5Ob267/74; 6Ob688/77; 7Ob584/79; 5Ob534/83; 7Ob561/86; 6Ob516/87; 6Ob605/94; 5Ob111/97b; 6Ob17/02x

Entscheidungsdatum

12.12.2002

Rechtssatz

Ein stillschweigender Verzicht auf die Aufrechnung kann sich aus dem Zweck eines Vertrages ergeben, vor allem, wenn dies nach den besonderen Umständen des Falles den Grundsätzen von Treu und Glauben entspricht. Das gilt insb. 1) für Forderungen einer Bank gegen den Kunden, wenn sie im Überweisungsverkehr Aufträge angenommen hat, aber auch während des Bestehens eines Girovertrages. 2) Bei Geldern, die auf das Girokonto von Dritten einbezahlt wurden (Insam).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 212/73
    Entscheidungstext OGH 30.01.1974 1 Ob 212/73
    Veröff: QuHGZ 1974 3-4/121 = JBl 1975,655 = GesRZ 1975,31 = SZ 47/9
  • 5 Ob 267/74
    Entscheidungstext OGH 04.02.1975 5 Ob 267/74
    nur: Ein stillschweigender Verzicht auf die Aufrechnung kann sich aus dem Zweck eines Vertrages ergeben, vor allem, wenn dies nach den besonderen Umständen des Falles den Grundsätzen von Treu und Glauben entspricht. (T1)
  • 6 Ob 688/77
    Entscheidungstext OGH 06.10.1977 6 Ob 688/77
    nur T1; Veröff: QuHGZ 1978 4/166 = SZ 50/127
  • 7 Ob 584/79
    Entscheidungstext OGH 03.05.1979 7 Ob 584/79
    nur T1
  • 5 Ob 534/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 534/83
    nur T1
  • 7 Ob 561/86
    Entscheidungstext OGH 19.06.1986 7 Ob 561/86
    Auch; nur T1; nur: Für Forderungen einer Bank gegen den Kunden, wenn sie im Überweisungsverkehr Aufträge angenommen hat. (T2) Veröff: JBl 1986,652 = SZ 59/105
  • 6 Ob 516/87
    Entscheidungstext OGH 05.03.1987 6 Ob 516/87
    Auch; nur T1; nur: Während des Bestehens eines Girovertrages. (T3) Veröff: ÖBA 1987,615 ( Apathy ) = WBl 1987,156 = RdW 1987,194
  • 6 Ob 605/94
    Entscheidungstext OGH 13.07.1994 6 Ob 605/94
    Auch;
  • 5 Ob 111/97b
    Entscheidungstext OGH 10.02.1998 5 Ob 111/97b
    Auch; nur: Ein stillschweigender Verzicht auf die Aufrechnung kann sich aus dem Zweck eines Vertrages ergeben. (T4); Beisatz: Dies vor allem, wenn eine Aufrechnung nach den besonderen Umständen des Falles den Grundsätzen von Treu und Glauben widerspräche. (T5)
  • 6 Ob 17/02x
    Entscheidungstext OGH 12.12.2002 6 Ob 17/02x
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0014220

Dokumentnummer

JJR_19740130_OGH0002_0010OB00212_7300000_001

Rechtssatz für 5Ob170/75 6Ob688/77 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0032996

Geschäftszahl

5Ob170/75; 6Ob688/77; 6Ob516/87; 6Ob605/94; 1Ob143/00m; 6Ob17/02x; 9Ob128/03v

Entscheidungsdatum

25.02.2004

Rechtssatz

Beim Girovertrag besteht ein sich aus dem Zweck des Girovertrages ergebendes Aufrechnungsverbot für auf dem Konto liegende und nicht der Rückzahlung des Darlehens gewidmete Beträge. Daher ist die Bank keinesfalls berechtigt, Zahlungen durch Dritte entgegenzunehmen und die übernommenen Geldbeträge dann sofort laufend mit ihrer Forderung aus einem fälligen Darlehensvertrag aufzurechnen (QuHGZ 1974 H3-4,121).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 170/75
    Entscheidungstext OGH 23.09.1975 5 Ob 170/75
    Veröff: EvBl 1976/79 S 153 = QuHGZ 1976 H1-2,139
  • 6 Ob 688/77
    Entscheidungstext OGH 06.10.1977 6 Ob 688/77
    Veröff: QuHGZ 1978 H4,166 = SZ 50/127
  • 6 Ob 516/87
    Entscheidungstext OGH 05.03.1987 6 Ob 516/87
    Auch; Veröff: WBl 1987,156 = RdW 1987,194
  • 6 Ob 605/94
    Entscheidungstext OGH 13.07.1994 6 Ob 605/94
  • 1 Ob 143/00m
    Entscheidungstext OGH 19.12.2000 1 Ob 143/00m
    Beisatz: Auch bei einem offenen Treuhandkonto darf die Bank mit persönlichen Forderungen gegen den Treuhänder nicht gegen Forderungen aus dem Konto aufrechnen: Die Offenlegung hat nämlich gerade den Sinn, die Bank darauf aufmerksam zu machen, dass es sich in Wahrheit um fremdes Vermögen handelt und dieses auch im Verhältnis zwischen beiden insofern respektiert werden soll, als nicht die Stellung als Treuhänder über dieses Vermögen betroffen ist. (T1) Beisatz: Treuhandeingänge auf ein Girokonto sind für die Bank Treugut eines Dritten, das ihr für eine dem Widmungszweck widersprechende Aufrechnung zur Abdeckung von Verbindlichkeiten des Kontoinhabers nicht zur Verfügung steht. (T2); Veröff: SZ 73/201
  • 6 Ob 17/02x
    Entscheidungstext OGH 12.12.2002 6 Ob 17/02x
    Vgl
  • 9 Ob 128/03v
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 9 Ob 128/03v
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0032996

Dokumentnummer

JJR_19750923_OGH0002_0050OB00170_7500000_003