Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1Ob289/58 4Ob331/64 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079604

Geschäftszahl

1Ob289/58; 4Ob331/64; 4Ob355/76; 3Ob4/85; 4Ob306/87; 3Ob117/87 (3Ob118/87); 4Ob30/88; 4Ob40/88; 4Ob103/88; 3Ob70/89 (3Ob71/89); 3Ob68/89 (3Ob69/89); 4Ob113/90; 4Ob83/93; 4Ob64/94; 4Ob53/95; 4Ob51/95; 4Ob338/97b; 4Ob122/00w

Entscheidungsdatum

30.09.1958

Norm

UWG §18

Rechtssatz

Der Umstand, daß die "andere Person" im Sinne des § 18 UWG ein rechtlich selbständiges Unternehmen ist, schließt das Bestehen des nach dem Gesetz für die Haftung erforderlichen Zusammenhanges nicht aus, wenn dieses Unternehmen in die Vertriebsorganisation des anderen Unternehmens eingegliedert ist. Maßgebend für den Dritten, der keinen Einblick in die internen Beziehungen der Vertragspartner hat, ist der objektive Anschein des Bestehens eines Abhängigkeitsverhältnisses.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 289/58
    Entscheidungstext OGH 30.09.1958 1 Ob 289/58
    Veröff: SZ 31/118 = ÖBl 1959,5
  • 4 Ob 331/64
    Entscheidungstext OGH 28.07.1964 4 Ob 331/64
    Veröff: JBl 1965,38 = ÖBl 1964,115
  • 4 Ob 355/76
    Entscheidungstext OGH 29.07.1976 4 Ob 355/76
    Veröff: ÖBl 1977,159 (mit Glosse von Schönherr)
  • 3 Ob 4/85
    Entscheidungstext OGH 08.05.1985 3 Ob 4/85
    Auch; Beisatz: Hier: Trafikanten als Teil der Vertriebsorganisation beim "Krone-Millionen-Bingo". (T1) Veröff: ÖBl 1985,136 = MR 1985 H5, Archiv 15
  • 4 Ob 306/87
    Entscheidungstext OGH 05.05.1987 4 Ob 306/87
    Auch; nur: Der Umstand, daß die "andere Person" im Sinne des § 18 UWG ein rechtlich selbständiges Unternehmen ist, schließt das Bestehen des nach dem Gesetz für die Haftung erforderlichen Zusammenhanges nicht aus. (T2) Beisatz: Dem Inhaber des Unternehmens sind selbst solche Handlungen seiner Geschäftspartner zuzurechnen, die sie in seinem geschäftlichen Interesse und im Zusammenhang mit seinem Betrieb vornehmen (ÖBl 1983,144; ÖBl 1985,136). (T3) Veröff: ÖBl 1988,26
  • 3 Ob 117/87
    Entscheidungstext OGH 16.12.1987 3 Ob 117/87
    nur T2; Beis wie T3; Veröff: WBl 1988,197 = ÖBl 1988,128 = MR 1988,99
  • 4 Ob 30/88
    Entscheidungstext OGH 28.06.1988 4 Ob 30/88
    nur T2; Beis wie T3
  • 4 Ob 40/88
    Entscheidungstext OGH 12.07.1988 4 Ob 40/88
    Auch; nur T2; Beis wie T3; Beisatz: Egger-Bier (T4) Veröff: SZ 61/168
  • 4 Ob 103/88
    Entscheidungstext OGH 10.01.1989 4 Ob 103/88
    nur T2; Veröff: RdW 1989,192
  • 3 Ob 70/89
    Entscheidungstext OGH 12.07.1989 3 Ob 70/89
    Vgl auch; Beis wie T1 nur: Trafikanten als Teil der Vertriebsorganisation. (T5) Veröff: WBl 1989,343
  • 3 Ob 68/89
    Entscheidungstext OGH 04.10.1989 3 Ob 68/89
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 4 Ob 113/90
    Entscheidungstext OGH 10.07.1990 4 Ob 113/90
    Auch
  • 4 Ob 83/93
    Entscheidungstext OGH 08.06.1993 4 Ob 83/93
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 64/94
    Entscheidungstext OGH 31.05.1994 4 Ob 64/94
    Auch; nur T2; Veröff. SZ 67/102
  • 4 Ob 51/95
    Entscheidungstext OGH 13.06.1995 4 Ob 51/95
    Vgl auch; Beisatz: Wer als Medieninhaber einer Zeitung eine Gratisflugreiseaktion ankündigt und behauptet, er ermögliche seinen Abonnenten dieses Geschenk, muß - denknotwendigerweise - die entsprechende Abmachung mit dem Reiseveranstaltungsunternehmen getroffen haben. Das Reiseveranstaltungsunternehmen war damit "im Betrieb" des Medieninhabers tätig, so daß dieser für das Verhalten des Reiseveranstaltungsunternehmen gemäß § 18 UWG einzustehen hat. (T8)
  • 4 Ob 53/95
    Entscheidungstext OGH 27.06.1995 4 Ob 53/95
    Auch; nur: Der Umstand, daß die "andere Person" im Sinne des § 18 UWG ein rechtlich selbständiges Unternehmen ist, schließt das Bestehen des nach dem Gesetz für die Haftung erforderlichen Zusammenhanges nicht aus, wenn dieses Unternehmen in die Vertriebsorganisation des anderen Unternehmens eingegliedert ist. (T6) Beisatz: Der Inhaber des Unternehmens haftet demnach gemäß § 18 UWG selbst für die Handlungen von "Geschäftspartnern", die sie in seinem geschäftlichen Interesse und im Zusammenhang mit seinem Betrieb vornehmen, sofern er auf Grund seiner vertraglichen Beziehungen zu diesen Dritten in der Lage gewesen wäre, den Wettbewerbsverstoß zu verhindern; dabei kommt es nur auf die rechtliche Möglichkeit an, für die Abstellung des Wettbewerbsverstoßes zu sorgen. (T7)
  • 4 Ob 338/97b
    Entscheidungstext OGH 12.11.1997 4 Ob 338/97b
    nur T2; Beis wie T3
  • 4 Ob 122/00w
    Entscheidungstext OGH 18.07.2000 4 Ob 122/00w
    Vgl auch; nur T2; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0079604

Dokumentnummer

JJR_19580930_OGH0002_0010OB00289_5800000_001

Rechtssatz für 4Ob331/63 4Ob331/64 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079912

Geschäftszahl

4Ob331/63; 4Ob331/64; 4Ob333/77; 4Ob360/77; 4Ob353/78; 4Ob83/93; 4Ob64/94; 17Ob26/07h; 4Ob47/09d; 4Ob1/13w

Entscheidungsdatum

26.06.1963

Norm

UWG §18

Rechtssatz

Die Haftung des Unternehmers nach § 18 UWG setzt voraus, dass der Täter im Betrieb des Unternehmens, dh das Glied der Organisation des Unternehmens, gehandelt hat.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 331/63
    Entscheidungstext OGH 26.06.1963 4 Ob 331/63
    Veröff: ÖBl 1964,28
  • 4 Ob 331/64
    Entscheidungstext OGH 28.07.1964 4 Ob 331/64
    Veröff: JBl 1965,38 = ÖBl 1964,115
  • 4 Ob 333/77
    Entscheidungstext OGH 14.06.1977 4 Ob 333/77
    Auch; Veröff: ÖBl 1977,154
  • 4 Ob 360/77
    Entscheidungstext OGH 12.07.1977 4 Ob 360/77
    Auch; Veröff: ÖBl 1978,43 (mit Anmerkung von Schönherr)
  • 4 Ob 353/78
    Entscheidungstext OGH 21.11.1978 4 Ob 353/78
    ÖBl 1979,70; hiezu Stölzle, Wann handelt ein Rechtsanwalt "zu Zwecken des Wettbewerbs" für seinen Mandanten? AnwBl 1979,465 ff
  • 4 Ob 83/93
    Entscheidungstext OGH 08.06.1993 4 Ob 83/93
  • 4 Ob 64/94
    Entscheidungstext OGH 31.05.1994 4 Ob 64/94
    Auch; Veröff: SZ 67/102
  • 17 Ob 26/07h
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 17 Ob 26/07h
  • 4 Ob 47/09d
    Entscheidungstext OGH 09.06.2009 4 Ob 47/09d
    Vgl auch
  • 4 Ob 1/13w
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 4 Ob 1/13w
    Auch; Beisatz: Hier: Vorübergehende Eingliederung von Personen als Werbeträger (siehe auch RS0128620). (T1); Veröff: SZ 2013/16

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0079912

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.06.2015

Dokumentnummer

JJR_19630626_OGH0002_0040OB00331_6300000_002

Rechtssatz für 4Ob359/75 4Ob394/76 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079628

Geschäftszahl

4Ob359/75; 4Ob394/76; 4Ob333/77; 4Ob313/78; 4Ob321/78; 4Ob409/82; 4Ob394/83; 4Ob306/85; 3Ob4/85; 4Ob398/86; 4Ob306/87; 3Ob117/87 (3Ob118/87); 4Ob339/86; 4Ob30/88; 4Ob40/88; 4Ob103/88; 4Ob50/89 (4Ob51/89); 4Ob89/90; 4Ob16/91; 4Ob90/91; 4Ob1026/92; 4Ob111/92; 4Ob83/93; 4Ob1018/94; 4Ob64/94; 4Ob1081/94; 4Ob24/95; 4Ob53/95; 4Ob73/95; 4Ob2007/96t; 4Ob2264/96m; 4Ob2/97s; 4Ob338/97b; 3Ob2392/96b; 4Ob71/99s; 4Ob168/99f; 4Ob244/99g; 4Ob38/01v; 4Ob279/01k; 4Ob110/02h; 4Ob192/03v; 4Ob126/06t; 4Ob107/08a; 4Ob187/08s; 4Ob153/08s; 17Ob22/11a; 4Ob38/15i; 4Ob85/15a

Entscheidungsdatum

16.12.1975

Norm

UWG §18

Rechtssatz

Die Haftung nach § 18 UWG setzt grundsätzlich voraus, dass der als Haftender in Betracht Kommende die Möglichkeit hat, sich von der Haftung zu befreien, indem er kraft seiner Beziehung zum Dritten für die Abstellung der Wettbewerbsverstöße dieses Dritten sorgt.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 359/75
    Entscheidungstext OGH 16.12.1975 4 Ob 359/75
    Beisatz: Liquidationsausgleich (T1)
    Veröff: SZ 48/137 = ÖBl 1976,36
  • 4 Ob 394/76
    Entscheidungstext OGH 30.11.1976 4 Ob 394/76
    Auch; Veröff: SZ 49/147 = ÖBl 1977,109
  • 4 Ob 333/77
    Entscheidungstext OGH 14.06.1977 4 Ob 333/77
    Auch; Veröff: ÖBl 1977,154
  • 4 Ob 313/78
    Entscheidungstext OGH 04.04.1978 4 Ob 313/78
    Auch; Veröff: ÖBl 1979,23
  • 4 Ob 321/78
    Entscheidungstext OGH 04.04.1978 4 Ob 321/78
  • 4 Ob 409/82
    Entscheidungstext OGH 11.01.1983 4 Ob 409/82
    Beisatz: Entscheidend ist die rechtliche Beziehung (hier: Unternehmensgruppe). (T2)
    Veröff: ÖBl 1983,86
  • 4 Ob 394/83
    Entscheidungstext OGH 27.11.1984 4 Ob 394/83
    Ähnlich; Beisatz: Fallvariante zu 4 Ob 409/82. (T3)
  • 4 Ob 306/85
    Entscheidungstext OGH 27.01.1985 4 Ob 306/85
    Beis wie T3
  • 3 Ob 4/85
    Entscheidungstext OGH 08.05.1985 3 Ob 4/85
    Veröff: ÖBl 1985,136 = MR 1985 H5, Archiv 15
  • 4 Ob 398/86
    Entscheidungstext OGH 27.01.1987 4 Ob 398/86
    Auch; Beisatz: Hier: Pächter (T4)
  • 4 Ob 306/87
    Entscheidungstext OGH 05.05.1987 4 Ob 306/87
    Auch; Beisatz: Naturbräu-Lied (T5)
    Veröff: ÖBl 1988,26
  • 3 Ob 117/87
    Entscheidungstext OGH 16.12.1987 3 Ob 117/87
    Beis wie T2; Veröff: ÖBl 1988,128 = WBl 1988,197 = MR 1988,99
  • 4 Ob 339/86
    Entscheidungstext OGH 10.05.1988 4 Ob 339/86
    Ähnlich; Beis wie T2; Veröff: ÖBl 1988,154
  • 4 Ob 30/88
    Entscheidungstext OGH 28.06.1988 4 Ob 30/88
    Beis wie T2
  • 4 Ob 40/88
    Entscheidungstext OGH 12.07.1988 4 Ob 40/88
    Beisatz: Egger-Bier (T6)
    Veröff: SZ 61/168
  • 4 Ob 103/88
    Entscheidungstext OGH 10.01.1989 4 Ob 103/88
    Beisatz: Hier: Haftung für "redaktionellen Artikel". (T7)
    Veröff: RdW 1989,192
  • 4 Ob 50/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 4 Ob 50/89
    Veröff: ÖBl 1990,55 = WBl 1990,113 (Koppensteiner, 104)
  • 4 Ob 89/90
    Entscheidungstext OGH 12.06.1990 4 Ob 89/90
    Beisatz: Hier: Bejaht bei einem von einem Zeitungsunternehmer angestellten Journalisten. (T8)
  • 4 Ob 16/91
    Entscheidungstext OGH 12.03.1991 4 Ob 16/91
  • 4 Ob 90/91
    Entscheidungstext OGH 10.09.1991 4 Ob 90/91
    Beis wie T2; Beisatz: Lotto-Systemplan (T9)
    Veröff: MR 1991,247 = WBl 1992,65
  • 4 Ob 1026/92
    Entscheidungstext OGH 28.04.1992 4 Ob 1026/92
    Auch; Beis wie T2
  • 4 Ob 111/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 4 Ob 111/92
    Beisatz: Wie weit Möglichkeit, wettbewerbswidrigen Handlungen Dritter abzustellen zwischen miteinander verflochtenen Gesellschaften besteht, hängt von den Beteiligungsverhältnissen ab. (T10)
    Veröff: MR 1993,28
  • 4 Ob 83/93
    Entscheidungstext OGH 08.06.1993 4 Ob 83/93
    Beis wie T2
  • 4 Ob 1018/94
    Entscheidungstext OGH 08.03.1994 4 Ob 1018/94
    Auch
  • 4 Ob 64/94
    Entscheidungstext OGH 31.05.1994 4 Ob 64/94
    Auch; Veröff: SZ 67/102
  • 4 Ob 1081/94
    Entscheidungstext OGH 20.09.1994 4 Ob 1081/94
    Beis wie T2
  • 4 Ob 24/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 4 Ob 24/95
    Auch; Beisatz: Dabei kommt es nur auf die rechtliche Möglichkeit an, für die Abstellung des Wettbewerbsverstoßes zu sorgen. (T11) Veröff: SZ 68/78
  • 4 Ob 53/95
    Entscheidungstext OGH 27.06.1995 4 Ob 53/95
    Auch; Beis wie T11
  • 4 Ob 73/95
    Entscheidungstext OGH 19.09.1995 4 Ob 73/95
    Auch; Beis wie T11; Beisatz: Dass der Dritte im Interesse des Unternehmensinhabers tätig wird und dass die Tätigkeit ihm zugute kommt, reicht nicht aus. (T12)
  • 4 Ob 2007/96t
    Entscheidungstext OGH 16.04.1996 4 Ob 2007/96t
    Vgl auch; Beis wie T7; Beisatz: Cliniclowns. (T13)
  • 4 Ob 2264/96m
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2264/96m
    Auch; Beis wie T11
  • 4 Ob 2/97s
    Entscheidungstext OGH 25.02.1997 4 Ob 2/97s
    Auch; Beis wie T11
  • 4 Ob 338/97b
    Entscheidungstext OGH 12.11.1997 4 Ob 338/97b
    Auch
  • 3 Ob 2392/96b
    Entscheidungstext OGH 11.03.1998 3 Ob 2392/96b
  • 4 Ob 71/99s
    Entscheidungstext OGH 27.04.1999 4 Ob 71/99s
    Auch; Veröff: SZ 72/77
  • 4 Ob 168/99f
    Entscheidungstext OGH 28.09.1999 4 Ob 168/99f
    Auch
  • 4 Ob 244/99g
    Entscheidungstext OGH 19.10.1999 4 Ob 244/99g
    Auch
  • 4 Ob 38/01v
    Entscheidungstext OGH 22.03.2001 4 Ob 38/01v
    Auch; Beis wie T11
  • 4 Ob 279/01k
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 4 Ob 279/01k
    Vgl auch; Beisatz: Hier: § 88 Abs 1 UrhG. (T14)
  • 4 Ob 110/02h
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 4 Ob 110/02h
    Veröff: SZ 2002/73
  • 4 Ob 192/03v
    Entscheidungstext OGH 07.10.2003 4 Ob 192/03v
    Ähnlich; Beisatz: Grundsätzliche Pflicht der Unternehmensverantwortlichen bei einem Bericht über ein Unternehmen den redaktionellen Artikel vor Drucklegung im Hinblick auf zurechenbare Wettbewerbsverstöße zu kontrollieren. (T15)
    Beisatz: Hier: Keine Kontrollpflicht und keine Haftung, da sich die auf derselben Seite wie die Inserate abgedruckten redaktionellen Artikel nicht mit dem Unternehmen befassen. (T16)
  • 4 Ob 126/06t
    Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 126/06t
    Auch; Beisatz: Als Verpächter haftet der Erstbeklagte nicht für Wettbewerbsverstöße des zweitbeklagten Pächters seines Unternehmens. (T17)
  • 4 Ob 107/08a
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 107/08a
    Beis wie T11
  • 4 Ob 187/08s
    Entscheidungstext OGH 15.12.2008 4 Ob 187/08s
    Vgl
  • 4 Ob 153/08s
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 153/08s
    Auch; Beis ähnlich wie T2; Beis ähnlich wie T11
  • 17 Ob 22/11a
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 17 Ob 22/11a
    Auch; Beisatz: Wird eine Werbeagentur aufgrund eines Auftrags tätig, wird eine Haftung des beauftragenden Unternehmers regelmäßig auch dann zu bejahen sein, wenn dieser keinen Einfluss auf die inhaltliche Gestaltung der Werbung hatte, weil er jedenfalls die Möglichkeit hat, unzulässige Handlungen durch die Auftragsentziehung abzustellen. (T18)
  • 4 Ob 38/15i
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 4 Ob 38/15i
    Auch; Beis wie T15
  • 4 Ob 85/15a
    Entscheidungstext OGH 22.09.2015 4 Ob 85/15a
    Beis wie T11; Beisatz: Hier: Von einem Dritten betriebene Website. (T19); Veröff: SZ 2015/99

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0079628

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19751216_OGH0002_0040OB00359_7500000_005

Rechtssatz für 4Ob394/76 4Ob333/77 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079548

Geschäftszahl

4Ob394/76; 4Ob333/77; 4Ob360/77; 3Ob130/77; 4Ob313/78; 4Ob301/78; 4Ob409/82; 3Ob4/82; 4Ob306/85; 3Ob4/85; 4Ob90/91; 4Ob83/93; 4Ob64/94; 4Ob24/95; 3Ob240/98k

Entscheidungsdatum

30.11.1976

Norm

UWG §18

Rechtssatz

§ 18 UWG ist § 13 Abs 3 d UWG nachgebildet. Der Wortlaut der Bestimmung des § 18 UWG wurde aber absichtlich anders gewählt, um eine verschärfte Haftung des Unternehmers und eine Erweiterung des Kreises der Personen, für die er haftet, über Bedienstete und Beauftrage hinaus, zum Ausdruck zu bringen (Schuster-Bonnott ÖBl 1970,34, SZ 18/45, ÖBl 1972,152, ÖBl 1966,34 ua).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 394/76
    Entscheidungstext OGH 30.11.1976 4 Ob 394/76
    Veröff: SZ 49/147 = ÖBl 1977,109
  • 4 Ob 333/77
    Entscheidungstext OGH 14.06.1977 4 Ob 333/77
    Veröff: ÖBl 1977,154
  • 4 Ob 360/77
    Entscheidungstext OGH 12.07.1977 4 Ob 360/77
    Auch; Veröff: ÖBl 1978,43 (mit Anmerkung von Schönherr)
  • 3 Ob 130/77
    Entscheidungstext OGH 21.02.1978 3 Ob 130/77
    Veröff: SZ 51/19 = ÖBl 1978,106
  • 4 Ob 301/78
    Entscheidungstext OGH 04.04.1978 4 Ob 301/78
    Veröff: ÖBl 1978,157
  • 4 Ob 313/78
    Entscheidungstext OGH 04.04.1978 4 Ob 313/78
    nur: § 18 UWG ist § 13 Abs 3 d UWG nachgebildet. (T1) Veröff: ÖBl 1979,23
  • 4 Ob 409/82
    Entscheidungstext OGH 11.01.1983 4 Ob 409/82
    Veröff: ÖBl 1983,86
  • 3 Ob 4/82
    Entscheidungstext OGH 26.01.1983 3 Ob 4/82
    Veröff: ÖBl 1983,146
  • 4 Ob 306/85
    Entscheidungstext OGH 27.02.1985 4 Ob 306/85
    Beisatz: Gleiche und ähnliche Ausdehnungen der Unternehmerhaftung finden sich im österreichischen Rechtsbereich auch in § 12 Abs 1 RabG, sowie in § 152 PatG und § 88 UrhG (in beiden letztgenannten Vorschriften Haftung für "Bedienstete oder Beauftragte"). (T2)
  • 3 Ob 4/85
    Entscheidungstext OGH 08.05.1985 3 Ob 4/85
    Auch; Veröff: ÖBl 1985,136 = MR 1985 H5, Archiv 15
  • 4 Ob 90/91
    Entscheidungstext OGH 10.09.1991 4 Ob 90/91
    Beisatz: Lotto-Systemplan (T3) Veröff: WBl 1992,65 = MR 1991,247
  • 4 Ob 83/93
    Entscheidungstext OGH 08.06.1993 4 Ob 83/93
  • 4 Ob 64/94
    Entscheidungstext OGH 31.05.1994 4 Ob 64/94
    Veröff: SZ 67/102
  • 4 Ob 24/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 4 Ob 24/95
    Auch; Beisatz: Anstatt § 13 Abs 3 dUWG nunmehr § 13 Abs 4 dUWG. (T4) Veröff: SZ 68/78
  • 3 Ob 240/98k
    Entscheidungstext OGH 22.03.2000 3 Ob 240/98k
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0079548

Dokumentnummer

JJR_19761130_OGH0002_0040OB00394_7600000_001

Rechtssatz für 4Ob333/77 3Ob130/77 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079689

Geschäftszahl

4Ob333/77; 3Ob130/77; 4Ob313/78; 4Ob301/78; 4Ob353/78; 4Ob398/82; 4Ob409/82; 3Ob4/82; 4Ob306/85; 4Ob360/87; 4Ob40/88; 4Ob119/88; 4Ob87/89; 4Ob50/89 (4Ob51/89); 4Ob89/90; 4Ob109/90 (4Ob110/90); 4Ob5/91; 4Ob90/91; 4Ob83/93; 4Ob64/94; 4Ob24/95; 4Ob53/95; 4Ob2118/96s; 4Ob2264/96m; 4Ob264/97w; 4Ob338/97b; 4Ob327/99p; 4Ob82/01i; 4Ob4/02w; 4Ob103/02d; 4Ob217/03w; 4Ob92/06t; 4Ob150/06x; 4Ob242/06a; 17Ob26/07h; 4Ob47/09d; 4Ob1/13w

Entscheidungsdatum

14.06.1977

Norm

UWG §18

Rechtssatz

Wesentlich ist, dass der betreffende Wettbewerbsverstoß "im Betrieb des Unternehmers" begangen wurde. Dieser Begriff ist weit auszulegen (SZ 18/45; 4 Ob 394/76); er ist primär im organisatorischen Sinn zu verstehen und umfasst daher auch die Tätigkeit solcher Personen die zwar nicht Dienstnehmer oder Beauftragte des Unternehmers sind, dennoch aber, wenngleich nur in lockerer Form, in den Betrieb eingegliedert und in welcher Funktion immer, dauernd - oder vorübergehend - für diesen tätig sind; es genügt zum Beispiel, wenn die betreffenden Personen zumindest fallweise als Kundenwerber tätig und damit jedenfalls faktisch und nach dem äußeren Anschein in den Betrieb eingegliedert werden (hier: "Schlepper für Autobusunternehmen").

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 333/77
    Entscheidungstext OGH 14.06.1977 4 Ob 333/77
    Veröff: ÖBl 1977,154
  • 3 Ob 130/77
    Entscheidungstext OGH 21.02.1978 3 Ob 130/77
    Beisatz: Haftung des ARBÖ für Betriebsgruppe. (T1) Veröff: SZ 51/19 = ÖBl 1978,106
  • 4 Ob 313/78
    Entscheidungstext OGH 04.04.1978 4 Ob 313/78
    Auch; Veröff: ÖBl 1979,23
  • 4 Ob 301/78
    Entscheidungstext OGH 04.04.1978 4 Ob 301/78
    nur: Wesentlich ist, dass der betreffende Wettbewerbsverstoß "im Betrieb des Unternehmers" begangen wurde. Dieser Begriff ist weit auszulegen (SZ 18/45; 4 Ob 394/76); er ist primär im organisatorischen Sinn zu verstehen und umfasst daher auch die Tätigkeit solcher Personen die zwar nicht Dienstnehmer oder Beauftragte des Unternehmers sind, dennoch aber, wenngleich nur in lockerer Form, in den Betrieb eingegliedert und in welcher Funktion immer, dauernd - oder vorübergehend - für diesen tätig sind. (T2) Veröff: ÖBl 1978,157
  • 4 Ob 353/78
    Entscheidungstext OGH 21.11.1978 4 Ob 353/78
    Auch; nur T2; Veröff: ÖBl 1979,70 = AnwBl 1979,465 ff; hiezu Stölzle, Wann handelt ein Rechtsanwalt "zu Zwecken des Wettbewerbs" für seinen Mandanten?
  • 4 Ob 398/82
    Entscheidungstext OGH 14.12.1982 4 Ob 398/82
    nur T2
  • 4 Ob 409/82
    Entscheidungstext OGH 11.01.1983 4 Ob 409/82
    nur T2; Veröff: ÖBl 1983,86
  • 3 Ob 4/82
    Entscheidungstext OGH 26.01.1983 3 Ob 4/82
    Veröff: ÖBl 1983,146
  • 4 Ob 306/85
    Entscheidungstext OGH 27.02.1985 4 Ob 306/85
    nur T2
  • 4 Ob 360/87
    Entscheidungstext OGH 15.09.1987 4 Ob 360/87
    Auch; Beisatz: Der Begriff "im Betrieb" ist nicht nur räumlich, sondern auch sachlich zu verstehen. (T3)
  • 4 Ob 40/88
    Entscheidungstext OGH 12.07.1988 4 Ob 40/88
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Egger-Bier (T4) Veröff: SZ 61/168
  • 4 Ob 119/88
    Entscheidungstext OGH 24.01.1989 4 Ob 119/88
    Vgl auch; nur T2
  • 4 Ob 87/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 4 Ob 87/89
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 50/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 4 Ob 50/89
    nur T2; Veröff: ÖBl 1990,55 = WBl 1990,113 (Koppensteiner, 104)
  • 4 Ob 89/90
    Entscheidungstext OGH 12.06.1990 4 Ob 89/90
    nur T2; Beisatz: Hier: Bejaht bei einem von einem Zeitungsunternehmer angestellten Journalisten. (T5)
  • 4 Ob 109/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 109/90
    nur T2
  • 4 Ob 5/91
    Entscheidungstext OGH 29.01.1991 4 Ob 5/91
    nur T2
  • 4 Ob 90/91
    Entscheidungstext OGH 10.09.1991 4 Ob 90/91
    nur T2; Beisatz: Lotto-Systemplan (T6) Veröff: MR 1991,247 = WBl 1992,65
  • 4 Ob 83/93
    Entscheidungstext OGH 08.06.1993 4 Ob 83/93
    nur T2
  • 4 Ob 64/94
    Entscheidungstext OGH 31.05.1994 4 Ob 64/94
    Beisatz: Der Inhaber des Unternehmens haftet gemäß § 18 UWG auch für Personen, die in seinem Auftrag auf Grund eines Werkvertrages, eines Bevollmächtigungsvertrages, eines freien Arbeitsvertrages und dergleichen bestimmte Arbeiten für das Unternehmen verrichten. (T7) Veröff: SZ 67/102
  • 4 Ob 24/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 4 Ob 24/95
    nur T2; Beis wie T7; Beisatz: Der für die Haftung des Unternehmensinhabers erforderliche Zusammenhang sowie die Zurechnung der Wettbewerbshandlung zum Betrieb des Unternehmens werden nicht schon dadurch ausgeschlossen, dass die "andere Person" ein rechtlich selbständiges Unternehmen führt; dem Inhaber des Unternehmens sind vielmehr selbst solche Handlungen seiner Geschäftspartner zuzurechnen, die sie in seinem geschäftlichen Interesse und im Zusammenhang mit seinem Betrieb vornehmen. (T8) Veröff: SZ 68/78
  • 4 Ob 53/95
    Entscheidungstext OGH 27.06.1995 4 Ob 53/95
    nur T2; Beis wie T8; Beisatz: Sofern der Inhaber des Unternehmens auf Grund seiner vertraglichen Beziehungen zu diesen Dritten in der Lage gewesen wäre, den Wettbewerbsverstoß zu verhindern; dabei kommt es nur auf die rechtliche Möglichkeit an, für die Abstellung des Wettbewerbsverstoßes zu sorgen. (T9)
  • 4 Ob 2118/96s
    Entscheidungstext OGH 14.05.1996 4 Ob 2118/96s
    nur T2; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T9; Beisatz: Webpelz II. (T10) Veröff: SZ 69/116
  • 4 Ob 2264/96m
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2264/96m
    nur T2; Beis wie T9 nur: Dabei kommt es nur auf die rechtliche Möglichkeit an, für die Abstellung des Wettbewerbsverstoßes zu sorgen. (T11)
  • 4 Ob 264/97w
    Entscheidungstext OGH 28.10.1997 4 Ob 264/97w
    Vgl auch; Beis wie T11
  • 4 Ob 338/97b
    Entscheidungstext OGH 12.11.1997 4 Ob 338/97b
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 327/99p
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 4 Ob 327/99p
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Bejaht bei Gelegenheitsvermittler. (T12)
  • 4 Ob 82/01i
    Entscheidungstext OGH 24.04.2001 4 Ob 82/01i
    Auch; nur T2; Beis wie T9
  • 4 Ob 4/02w
    Entscheidungstext OGH 13.03.2002 4 Ob 4/02w
    Auch
  • 4 Ob 103/02d
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 4 Ob 103/02d
    nur T2; Beis wie T7
  • 4 Ob 217/03w
    Entscheidungstext OGH 20.01.2004 4 Ob 217/03w
    Auch; nur T2; Beis wie T8 nur: Dem Inhaber des Unternehmens sind vielmehr selbst solche Handlungen seiner Geschäftspartner zuzurechnen, die sie in seinem geschäftlichen Interesse und im Zusammenhang mit seinem Betrieb vornehmen. (T13); Beis wie T9; Veröff: SZ 2004/7
  • 4 Ob 92/06t
    Entscheidungstext OGH 20.06.2006 4 Ob 92/06t
    Auch; nur T2, Beis wie T7; Beisatz: Eine solche Tätigkeit als Glied der Organisation des Unternehmers kann bei einem Rechtsanwalt ohne - wenn auch nur lose - Eingliederung in den Geschäftsbetrieb des Unternehmers nicht angenommen werden. (T14)
  • 4 Ob 150/06x
    Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 150/06x
    Vgl; Beisatz: Hier kommt letztlich eine Zurechnung des Handelns von Mitarbeitern des Fremdnutzers nach § 18 UWG nicht in Betracht, weil allein im Raumüberlassungsverhältnis keine Handlung im Betrieb des Unternehmens des Beklagten liegt. (T15)
  • 4 Ob 242/06a
    Entscheidungstext OGH 13.02.2007 4 Ob 242/06a
    Auch; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Haftung der deutschen Zulassungsinhaberin eines Pflanzenschutzmittels für die österreichische Vertriebstochtergesellschaft. (T16)
  • 17 Ob 26/07h
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 17 Ob 26/07h
    nur T2; Beis wie T7; Beis wie T14
  • 4 Ob 47/09d
    Entscheidungstext OGH 09.06.2009 4 Ob 47/09d
    Auch; nur: Wesentlich ist, dass der betreffende Wettbewerbsverstoß "im Betrieb des Unternehmers" begangen wurde. Dieser Begriff ist weit auszulegen; er ist primär im organisatorischen Sinn zu verstehen. (T17)
  • 4 Ob 1/13w
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 4 Ob 1/13w
    Auch; nur T2; Beis wie T11; Beisatz: Hier: Vorübergehende Eingliederung von Personen als Werbeträger (siehe auch RS0128620). (T18); Veröff: SZ 2013/16

Schlagworte

Arbeitnehmer

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0079689

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.06.2015

Dokumentnummer

JJR_19770614_OGH0002_0040OB00333_7700000_001

Rechtssatz für 4Ob306/85 4Ob398/86 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079924

Geschäftszahl

4Ob306/85; 4Ob398/86; 4Ob90/91; 4Ob111/92; 4Ob83/93; 4Ob1022/94; 4Ob64/94; 4Ob1081/94; 4Ob24/95; 4Ob168/99f; 4Ob103/02d; 4Ob40/04t; 4Ob249/05d; 4Ob107/08a; 4Ob106/08d

Entscheidungsdatum

27.02.1985

Norm

UWG §18

Rechtssatz

Das Interesse des Unternehmensinhabers am wirtschaftlichen Erfolg der unlauteren Wettbewerbshandlung reicht für sich allein in der Regel zur Begründung einer Haftung nach § 18 UWG nicht aus.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 306/85
    Entscheidungstext OGH 27.02.1985 4 Ob 306/85
  • 4 Ob 398/86
    Entscheidungstext OGH 27.01.1987 4 Ob 398/86
    Auch; Beisatz: Hier: Pächter (T1)
  • 4 Ob 90/91
    Entscheidungstext OGH 10.09.1991 4 Ob 90/91
    Beisatz: Lotto-Systemplan (T2) Veröff: MR 1991,247 = WBl 1992,65
  • 4 Ob 111/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 4 Ob 111/92
    Auch; Veröff: MR 1993,28
  • 4 Ob 83/93
    Entscheidungstext OGH 08.06.1993 4 Ob 83/93
  • 4 Ob 1022/94
    Entscheidungstext OGH 08.03.1994 4 Ob 1022/94
    Beisatz: Die bloße Unternehmereigenschaft bewirkt noch nicht, dass jeder für das Unternehmen Werbende im Betrieb des Unternehmens handelt. (T3)
  • 4 Ob 64/94
    Entscheidungstext OGH 31.05.1994 4 Ob 64/94
    Veröff: SZ 67/102
  • 4 Ob 1081/94
    Entscheidungstext OGH 20.09.1994 4 Ob 1081/94
  • 4 Ob 24/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 4 Ob 24/95
    Auch; Veröff: SZ 68/78
  • 4 Ob 168/99f
    Entscheidungstext OGH 28.09.1999 4 Ob 168/99f
    Auch
  • 4 Ob 103/02d
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 4 Ob 103/02d
  • 4 Ob 40/04t
    Entscheidungstext OGH 16.03.2004 4 Ob 40/04t
    Auch; Beisatz: Ebensowenig, dass die Tätigkeit dem Unternehmer zugute kommt. (T4); Veröff: SZ 2004/35
  • 4 Ob 249/05d
    Entscheidungstext OGH 14.03.2006 4 Ob 249/05d
    Beis wie T4
  • 4 Ob 106/08d
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 106/08d
    Beis wie T4
  • 4 Ob 107/08a
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 107/08a
    Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0079924

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2009

Dokumentnummer

JJR_19850227_OGH0002_0040OB00306_8500000_002

Rechtssatz für 4Ob83/93 4Ob64/94 3Ob23...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079809

Geschäftszahl

4Ob83/93; 4Ob64/94; 3Ob2392/96b; 4Ob117/99f; 3Ob240/98k; 4Ob103/02d; 4Ob133/03t; 4Ob217/03w; 4Ob227/04t; 4Ob249/05d; 4Ob187/08s; 4Ob153/08s; 4Ob47/09d; 17Ob22/11a; 4Ob1/13w; 4Ob85/15a

Entscheidungsdatum

08.06.1993

Norm

ABGB §16
UWG §18

Rechtssatz

Maßgebend ist, dass die "andere Person", ob sie nun unselbständig beschäftigt ist oder ein selbständiges Unternehmen betreibt, dem Willen des Unternehmers unterliegt. Diese von der Rechtsprechung geforderte Voraussetzung liegt aber nur dann vor, wenn sich die rechtliche Möglichkeit des Unternehmers, ein bestimmtes Verhalten des Dritten zu verhindern, aus dem Wesen des Rechtsverhältnisses zum Dritten ergibt; daraus kann aber nicht eine Pflicht des Unternehmers abgeleitet werden, seine vertraglichen Beziehungen zu Dritten so zu gestalten, dass er auf deren Verhalten rechtlich Einfluss nehmen kann. Der Unternehmer hat nicht die Pflicht, möglichst jeden Vertragspartner - auch den Käufer seiner Waren oder Abnehmer seiner Dienstleistungen - in seine Organisation im dargestellten Sinn "einzugliedern".

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 83/93
    Entscheidungstext OGH 08.06.1993 4 Ob 83/93
  • 4 Ob 64/94
    Entscheidungstext OGH 31.05.1994 4 Ob 64/94
    Auch; Veröff: SZ 67/102
  • 3 Ob 2392/96b
    Entscheidungstext OGH 11.03.1998 3 Ob 2392/96b
    Auch
  • 4 Ob 117/99f
    Entscheidungstext OGH 18.05.1999 4 Ob 117/99f
    Vgl auch; nur: Diese von der Rechtsprechung geforderte Voraussetzung liegt aber nur dann vor, wenn sich die rechtliche Möglichkeit des Unternehmers, ein bestimmtes Verhalten des Dritten zu verhindern, aus dem Wesen des Rechtsverhältnisses zum Dritten ergibt. (T1)
  • 3 Ob 240/98k
    Entscheidungstext OGH 22.03.2000 3 Ob 240/98k
    Auch
  • 4 Ob 103/02d
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 4 Ob 103/02d
    nur T1
  • 4 Ob 133/03t
    Entscheidungstext OGH 24.06.2003 4 Ob 133/03t
    Vgl auch; Beisatz: Es kommt nur darauf an, ob der Unternehmer die rechtliche Möglichkeit hat, das Verhalten der "in seinem Betrieb" tätigen Person zu verhindern; auf die tatsächliche Möglichkeit ist nicht abzustellen. (T2)
  • 4 Ob 217/03w
    Entscheidungstext OGH 20.01.2004 4 Ob 217/03w
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T2; Veröff: SZ 2004/7
  • 4 Ob 227/04t
    Entscheidungstext OGH 09.11.2004 4 Ob 227/04t
    Auch; Beisatz: Das "Recht am gesprochenen Wort" umfasst (unter anderem) das Recht, ein unzutreffendes, verkürztes oder manipuliertes Zitat zu verhindern, weil dadurch die zitierte Person in ihrem "sozialen Geltungsbereich" verletzt werden kann. (T3) Beisatz: Haftung bejaht. (T4)
  • 4 Ob 249/05d
    Entscheidungstext OGH 14.03.2006 4 Ob 249/05d
    Auch; Beis wie T2
  • 4 Ob 187/08s
    Entscheidungstext OGH 15.12.2008 4 Ob 187/08s
    Auch; Beisatz: Die (bloße) Eigenschaft als zivilrechtlicher Verleger der Zeitung begründet die für eine Haftung nach § 18 UWG erforderliche rechtliche Einflussmöglichkeit auf deren Inhalt (noch) nicht. (T5)
  • 4 Ob 153/08s
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 153/08s
    Auch; Beisatz: Handeln im „Betrieb seines Unternehmens" tätige Personen wettbewerbswidrig, so hat der Unternehmer für ihr Handeln einzustehen, wenn er kraft seiner Beziehung zum Handelnden die rechtliche Möglichkeit hat, eine allfällige Verletzung des Lauterkeitsrechts zu verhindern oder abzustellen. (T6)
    Beisatz: Der Unternehmer ist aber nicht verpflichtet, seine vertraglichen Beziehungen zu Dritten so zu gestalten, dass er auf deren Verhalten rechtlich Einfluss nehmen kann. (T7)
  • 4 Ob 47/09d
    Entscheidungstext OGH 09.06.2009 4 Ob 47/09d
    Vgl; Beisatz: Entscheidend ist, dass der Unternehmensinhaber aufgrund seiner Beziehung zum Handelnden die rechtliche Möglichkeit hat, den Wettbewerbsverstoß zu verhindern. (T8)
  • 17 Ob 22/11a
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 17 Ob 22/11a
    Vgl auch; Beisatz: Wird eine Werbeagentur aufgrund eines Auftrags tätig, wird eine Haftung des beauftragenden Unternehmers regelmäßig auch dann zu bejahen sein, wenn dieser keinen Einfluss auf die inhaltliche Gestaltung der Werbung hatte, weil er jedenfalls die Möglichkeit hat, unzulässige Handlungen durch die Auftragsentziehung abzustellen. (T9)
  • 4 Ob 1/13w
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 4 Ob 1/13w
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Vorübergehende Eingliederung von Personen als Werbeträger (siehe auch RS0128620). (T10) Veröff: SZ 2013/16
  • 4 Ob 85/15a
    Entscheidungstext OGH 22.09.2015 4 Ob 85/15a
    Auch; Beisatz: Hier: Von einem Dritten betriebene Website. (T11); Veröff: SZ 2015/99

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0079809

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19930608_OGH0002_0040OB00083_9300000_001

Rechtssatz für 4Ob64/94

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079543

Geschäftszahl

4Ob64/94

Entscheidungsdatum

31.05.1994

Norm

UWG §18

Rechtssatz

Eine Vertriebsvereinbarung allein bildet keine rechtliche Grundlage für ein Einschreiten gegen eine Werbehandlung der Lieferantin. Einen rechtlichen Anspruch auf Unterlassung der Werbung hat die Vertriebsgesellschaft auf Grund ihres Vertragsverhältnisses zur Lieferantin nicht. Auch eine Verpflichtung der Vertriebsgesellschaft mit allen zu Gebote stehenden Mitteln, auch auf die Gefahr nicht unbedeutender wirtschaftlicher Einbußen (durch den Verlust des Geschäfts mit den gelieferten Produkten), die von ihrer ausländischen Lieferantin ohne ihr vorheriges Wissen geplante und veranstaltete Werbeaktion zu unterbinden, besteht nicht.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 64/94
    Entscheidungstext OGH 31.05.1994 4 Ob 64/94
    Veröff: SZ 67/102

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0079543

Dokumentnummer

JJR_19940531_OGH0002_0040OB00064_9400000_001

Entscheidungstext 4Ob64/94

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

4Ob64/94

Entscheidungsdatum

31.05.1994

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof.Dr.Gamerith als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Kodek, Dr.Niederreiter, Dr.Redl und Dr.Griß als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Ö***** GmbH, ***** vertreten durch Schönherr, Barfuß, Torggler & Partner, Rechtsanwälte in Wien, wider die beklagte Partei V*****gesellschaft mbH, ***** vertreten durch Dorda, Brugger & Jordis Rechtsanwälte-Partnerschaft in Wien, wegen Unterlassung und Urteilsveröffentlichung (Streitwert S 500.000), infolge außerordentlicher Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Wien als Berufungsgericht vom 20.Dezember 1993, GZ 4 R 223/93-19, womit das Urteil des Handelsgerichtes Wien vom 16.Juli 1993, GZ 39 Cg 107/92-15, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision wird Folge gegeben.

Die Urteile der Vorinstanzen werden dahin abgeändert, daß die Entscheidung insgesamt zu lauten hat:

"Das Klagebegehren des Inhaltes, die beklagte Partei sei schuldig,

1. es ab sofort zu unterlassen, für das Zahnpflegeprodukt 'P*****' mit auf Heiltätigkeiten hinweisenden Abbildungen, insbesondere mit der Abbildung einer Frau im weißen Mantel, die sich als Zahnarztfrau bezeichnet und das Produkt 'P*****' empfiehlt, zu werben;

2. der klagenden Partei werde die Ermächtigung erteilt, den Spruch dieses Urteils binnen sechs Monaten nach Rechtskraft auf Kosten der beklagten Partei mit Fettdruckumrandung, Fettdrucküberschrift sowie fett- und gesperrt geschriebenen Prozeßparteien im Textteil einer Samstag-Ausgabe des 'Kuriers' und der 'Neuen Kronen-Zeitung' (einschließlich der Bundesländerausgaben) veröffentlichen zu lassen, wird abgewiesen.

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei die mit S

98.877 bestimmten Kosten des Verfahrens aller drei Instanzen (darin S 12.879,50 Umsatzsteuer und S 21.600 Barauslagen) zu zahlen.

Text

Entscheidungsgründe:

Die Klägerin vertreibt im Rahmen der E***** verschiedene kosmetische Mittel, darunter auch Zahnpflegeprodukte der Marken "M*****", "S*****" und "Z*****".

Die Beklagte vertreibt ebenfalls kosmetische Erzeugnisse, insbesondere die Zahnpflegemittel "P*****" und "P***** extra".

Ab Jännner 1992 erschien im ORF eine Fernsehwerbung, die sich auf "P*****" und "P***** extra" bezog. Darin trat eine Frau im weißen Mantel vor einem Hindergrund auf, der offensichtlich zu einer Zahnarztordination gehörte. Begleitet wurde die Szene von folgendem Text:

"Sie: Als Zahnarztfrau werde ich oft nach 'P*****' gefragt. Meine Antwort sind meine weißen Zähne.

'P*****', das Schönheitszahnweiß mit der Frischeformel, entfernt schonend jeden Zahnbelag.

Er: 'P*****'. Und für starke Raucher 'P***** extra'. So werden Zähne viel, viel weißer."

Diesen Werbespot in der Dauer von 15 Sekunden, an dessen Beginn die Einblendung "Gudrun T.B.Zahnarztfrau" zu sehen war, hatte die in M***** (BRD) ansässige M*****gesellschaft mbH (im folgenden kurz: Fa.M*****) geplant, gestaltet und realisiert. Sie buchte nicht nur die Sendezeiten beim ORF, sondern übernahm auch die gesamten Kosten der Werbeaktion. Die Beklagte und die Fa.M***** waren und sind rechtlich selbständige Unternehmen; die Beklagte ist an der Fa.M***** nicht beteiligt. Die Fa.M***** ist für "P*****" die Lizenznehmerin für die Bundesrepublik Deutschland und Österreich. In Österreich vertreibt die Beklagte - wie auch aus der Verpackung von "P*****" hervorgeht - dieses Produkt.

Unter Hinweis auf die im Jahr 1988 gegen die R***** GmbH erlassene einstweilige Verfügung des Handelsgerichtes Wien, 39 Cg 49/88-2, forderte die Klägerin am 17.Februar 1992 die Beklagte als nunmehrige Vertriebsgesellschaft von "P*****" auf, die (neuerliche) Werbung mit der "Zahnarztfrau", welche gegen das Lebensmittelgesetz und das UWG verstoße, unverzüglich einzustellen. Nachdem keine Reaktion der Beklagten eingetroffen war, beauftragte die Klägerin am 21.Februar 1992 ihren Rechtsanwalt mit der Einbringung einer Klage und eines Sicherungsantrages.

Einige Tage nach dem Erhalt des Schreibens vom 17.Februar 1992 telefonierte Dr.Eugen S*****, der Geschäftsführer der Beklagten mit Werner K***** von der Fa.M*****. Dieser meinte, er werde sich um die Angelegenheit kümmern. Als ihn Dr.S***** auf § 9 öLMG aufmerksam machte, fügte Werner K***** an, er habe solche Prozesse schon öfter geführt. Zum Hinweis, daß der von der Beklagten konsultierte Rechtsanwalt gemeint habe, daß man über den Fall streiten könne, bemerkte K*****, daß nach der Aussage seines Rechtsanwaltes die Sache im Sinne der Beklagten klar sei. Als der Geschäftsführer der Beklagten einige Zeit später Änderungen des Werbespots vorschlug, anwortete Werner K*****, er sehe Prozessen mit Gelassenheit entgegen.

Am 24.April 1992 trug das Erstgericht der Beklagten mit einstweiliger Verfügung auf, es ab sofort zu unterlassen, für das Zahnpflegeprodukt "P*****" mit auf Heiltätigkeiten hinweisenden Abbildungen, insbesondere mit der Abbildung einer Frau im weißen Mantel, die sich als Zahnarztfrau bezeichnet und das Produkt "P*****" empfiehlt, zu werben. Das Rekursgericht bestätigte die einstweilige Verfügung mit Beschluß vom 15.Juli 1992, 4 R 135/92-11, welcher dem Vertreter der Beklagten am 11.August 1992 zugestellt wurde.

Mit Schreiben vom 19.Juni 1992 hatte die Beklagte die Fa.M*****, ersucht, " ... von der geschalteten Werbung Abstand zu nehmen und sich in Zukunft streng an die Gesetzeslage in Österreich zu halten". Sie bedauerte, "mangels rechtlicher, finanzieller oder gesellschaftlicher Einflußnahme" auf die Fa.M***** keinen "entsprechenden Druck" ausüben zu können, doch sei eine fortlaufende Verletzung der österreichischen Gesetze für sie "natürlich auch nicht zu akzeptieren". Das Schreiben endete mit dem Hinweis darauf, daß der Beklagten als letzte Möglichkeit nur die Zurücklegung des Vertriebes von "P*****" in Österreich bliebe.

Diese Aufforderung bewirkte keine Änderung der Haltung Werners K*****. Er bemerkte lediglich, daß ihm ein Prozeß nichts ausmache.

Der Verpackung, in welcher die Beklagte "P*****" vertreibt, enthält weiterhin den Hinweis darauf, daß die Beklagte für die Fa.M***** - die Lizenznehmerin für Österreich und die Bundesrepublik Deutschland - den Vertrieb in Österreich besorge.

Die Klägerin behauptet, daß diese Werbung gegen §§ 9 und 26 LMG und gleichzeitig gegen § 1 UWG verstoße. Die Beklagte hafte dafür gemäß § 18 UWG, weil die Fa.M***** im Betrieb der Beklagten, der die Werbung zugute komme, gehandelt habe und weil die Beklagte kraft ihrer Beziehung zur Fa.M***** für die Abstellung der wettbewerbswidrigen Handlung sorgen könne.

Die Klägerin begehrt, die Beklagte schuldig zu erkennen, es ab sofort zu unterlassen, für das Zahnpflegeprodukt "P*****" mit auf Heiltätigkeiten hinweisenden Abbildungen, insbesondere mit der Abbildung einer Frau im weißen Mantel, die sich als Zahnarztfrau bezeichnet und das Produkt "P*****" empfiehlt, zu werben. Ferner stellt sie ein Veröffentlichungsbegehren.

Die Beklagte beantragt die Abweisung des Klagebegehrens. Sie sei nicht passiv legitimiert. Sie habe keine rechtliche Möglichkeit gehabt, auf Inhalt und Gestaltung der Werbung Einfluß zu nehmen; sie habe erst nach der Ausstrahlung im Fernsehen von der Werbung Kenntnis erlangt.

Der Erstrichter gab dem Klagebegehren statt. Die beanstandete Werbung der Fa.M***** sei (auch) im Interesse der Beklagten gelegen. Diese habe auf Grund ihres Vertriebsvertrages mit der Fa.M***** die rechtliche Möglichkeit gehabt, die wettbewerbswidrige Werbung zu verhindern. Hätte nämlich die Beklagte wegen der von ihr als gesetzwidrig erkannten Werbung den Vertrieb des Produktes in Österreich zurückgelegt, so wäre die durchaus kostspielige Werbung im österreichischen Fernsehen sicher unterblieben. Hätte auch ein solcher Schritt vielleicht für die Beklagte unerfreuliche Auswirkungen gehabt, so sei doch die wiederholte Verletzung österreichischer Gesetze nicht hinzunehmen. Daß die Zurücklegung des Vertriebs für die Beklagte unzumutbar gewesen wäre, habe sie selbst nicht behauptet. Die Beklagte habe auf die Weigerung der Fa.M*****, die Werbung einzustellen, nicht mit dem nötigen Nachdruck reagiert. Die Beklagte hafte daher gemäß § 18 UWG für die Werbemaßnahme der Fa.M*****.

Das Berufungsgericht bestätigte dieses Urteil und sprach aus, daß der Wert des Entscheidungsgegenstandes S 50.000 übersteige und die ordentliche Revision nicht zulässig sei. Der Beklagten wäre es möglich gewesen, zu verhindern, daß der wettbewerbswidrige Spot Wirkung entfalte, was der Verhinderung des Wettbewerbsverstoßes gleichkomme. Die Werbung für "P*****" sei der Beklagten jedenfalls zugute gekommen. Als Vertriebsunternehmen der Fa.M***** hätte die Beklagte die Möglichkeit gehabt, von der Lizenznehmerin die Einstellung der beanstandeten Werbemaßnahme zu erreichen. Habe es die Beklagte aber zugelassen, daß sie beim Vertrieb von "P*****" auf den entsprechenden Packungen weiterhin als Vertriebsunternehmen bezeichnet wird, dann identifiziere sie sich mit der von der Lizenznehmerin ergriffenen Werbemaßnahme. Sie vertreibe ja "P*****" in Österreich auf Grund einer vertraglichen Beziehung mit der in M***** ansässigen Lizenznehmerin. Vertragsverhältnisse umfaßten als Nebenpflichten auch Schutz- und Sorgfaltspflichten. Wenn der ausländische Vertragspartner der Beklagten Handlungen begehe, welche diese der Gefahr einer Haftbarmachung nach dem UWG oder gar der Verfolgung durch die Strafjustiz oder Verwaltungsbehörden aussetzt, so verletze er dadurch zweifellos nebenvertragliche Schutz- und Sorgfaltspflichten. Der Beklagten wäre also sehr wohl die rechtliche Möglichkeit offengestanden, von ihrer Vertragspartnerin die sofortige Einstellung der Werbung zu fordern und im Fall einer Weigerung den Vertriebsvertrag aus wichtigen Gründen vorzeitig aufzuheben und den Vertrieb einzustellen. Die gegen die Werbung unternommenen Schritte der Beklagten seien nicht ausreichend. Die von ihr gewählte durchsichtige Konstruktion, wonach der für den Vertrieb des Produkts "P*****" in Österreich unbedingt erforderliche österreichische Vertragspartner in die vom ausländischen Partner geplante und durchgeführte wettbewerbswidrige Maßnahme nicht eingeweiht wurde, um jenen vor einer Klage nach dem UWG zu schützen, wogegen der im Ausland ansässige, unmittelbar für den Wettbewerbsverstoß verantwortliche Vertragspartner nur unter wesentlich größeren Schwierigkeiten haftbar gemacht werden kann, stehe mit Inhalt und Zweck des § 18 UWG in klarem Widerspruch. Der beanstandete Werbespot verstoße gegen §§ 9 und 26 LMG und damit gleichzeitig gegen § 1 UWG.

Rechtliche Beurteilung

Die gegen dieses Urteil erhobene außerordentliche Revision der Beklagten ist zulässig, weil zur Frage der Haftung eines Händlers für Werbemaßnahmen seines ausländischen Lieferanten Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes fehlt; sie ist auch berechtigt.

Nach § 18 Satz 1 UWG kann der Inhaber eines Unternehmens (ua) wegen einer nach § 1 UWG unzulässigen Handlung auch dann auf Unterlassung in Anspruch genommen werden, wenn die Handlung im Betrieb seines Unternehmens von einer anderen Person begangen worden ist. Diese Bestimmung ist dem § 13 Abs 3 (nunmehr: Abs 4) dUWG nachgebildet, welcher eine Haftung des Unternehmensinhabers für "Angestellte und Beauftragte" vorsieht. Anders als nach dieser Bestimmung ist der Kreis der Personen, für die der Inhaber eines Unternehmens einzustehen hat, in § 18 UWG bewußt auf "andere Personen" schlechthin erweitert worden. Damit sollte die Haftung des Unternehmers verschärft werden (SZ 18/45; SZ 38/214; SZ 49/147; SZ 51/19; ÖBl 1991, 267 mwN aus Rechtsprechung und Schrifttum). Wesentlich ist, daß der Wettbewerbsverstoß "im Betrieb des Unternehmens" begangen wurde. Dieser Begriff ist weit auszulegen; er ist primär im organisatorischem Sinn zu verstehen und umfaßt deshalb auch die Tätigkeit solcher Personen, die zwar nicht Arbeitnehmer oder Beauftragte des Unternehmens sind, dennoch aber, wenngleich nur in lockerer Form, in den betrieb eingegliedert und, in welcher Form immer, dauernd oder vorübergehend für diesen tätig sind (SZ 51/19; ÖBl 1991, 267 ua). Der Inhaber des Unternehmens haftet demnach gemäß § 18 UWG auch für Personen, die in seinem Auftrag auf Grund eines Werkvertrages, eines Bevollmächtigungsvertrages, eines freien Arbeitsvertrages udgl. bestimmte Arbeiten für das Unternehmen verrichten (SZ 49/147; ÖBl 1983, 86; ÖBl 1991, 267).

Sogar das Einstehen für die Handlungen sonstiger "Geschäftspartner" kommt in Betracht; es genügt, daß der Inhaber des Unternehmens, dem alle Handlungen zuzurechnen sind, die andere Personen in seinem geschäftlichen Interesse und im Zusammenhang mit seinem Betrieb vornehmen, auf Grund seiner vertraglichen Beziehungen zu diesen Dritten in der Lage gewesen wäre, den Wettbewerbsverstoß zu verhindern; dabei kommt es nur auf die rechtliche Möglichkeit an, für die Abstellung des Wettbewerbsverstoßes zu sorgen (ÖBl 1983, 86; ÖBl 1988, 128; ÖBl 1991, 267 ua). Daß eine Tätigkeit im Interesse seines Unternehmens entfaltet wurde und diesem zugute kommt, reicht hingegen in der Regel nicht aus (ÖBl 1983, 86; ÖBl 1991, 267). Der für die Haftung des Unternehmensinhabers erforderliche Zusammenhang sowie die Zurechnung der Wettbewerbshandlung zum Betrieb des Unternehmens werden nicht schon dadurch ausgeschlossen, daß die "andere Person" ein rechtlich selbständiges Unternehmen führt; dem Inhaber des Unternehmens sind vielmehr selbst solche Handlungen seiner Geschäftspartner zuzurechnen, die sie in seinem geschäftlichen Interesse und im Zusammenhang mit seinem Betrieb vornehmen (ÖBl 1990, 123 mwN).

Maßgebend ist sohin, daß die "andere Person", ob sie nun unselbständig beschäftigt ist oder ein selbständiges Unternehmen betreibt, dem Willen des Unternehmers unterliegt (vgl Baumbach-Hefermehl, Wettbewerbsrecht17 1173 Rz 66 zu § 13 dUWG mit Nachweisen aus der Rechtsprechung des BGH; 4 Ob 83/83). Soweit die Rechtsprechung darauf abgestellt hat, daß der Inhaber des Unternehmens für die Abstellung des Wettbewerbsverstoßes sorgen kann (ÖBl 1978, 43; ÖBl 1979, 23 ua), sollten damit die Grenzen der Einordnung eines Täters als Glied der Organisation des Unternehmens möglichst weit abgesteckt werden (4 Ob 83/93). Diese von der Rechtsprechung geforderte Voraussetzung liegt aber nur dann vor, wenn sich die rechtliche Möglichkeit des Unternehmers, ein bestimmtes Verhalten des Dritten zu verhindern, aus dem Wesen des Rechtsverhältnisses zum Dritten ergibt (4 Ob 83/93).

Wendet man diese Grundsätze auf den von den Vorinstanzen festgestellten Sachverhalt an, dann ist die Haftung der Beklagten zu verneinen. Soweit das Berufungsgericht von einer "im vorliegenden Fall gewählten durchsichtigen Konstruktion" (S 211) spricht und die Beklagte in ihrer Revisionsbeantwortung davon ausgeht, die Beklagte spiele in Wahrheit mit der Fa.M***** zusammen, um die Bekämpfung der in ihrem eigenen Interesse gelegenen Werbemaßnahme - in die sie im vorhinein nur scheinbar "nicht eingeweiht" worden sei - möglichst zu erschweren, dann findet diese rechtliche Beurteilung in den für den Obersten Gerichtshof bindenden Feststellungen der Vorinstanzen keine Deckung; derartiges hat die Klägerin im (Haupt-)Verfahren erster Instanz auch nicht behauptet. Die Feststellungen können in ihrem Zusammenhang nur dahin verstanden werden, daß die Beklagte von dem beanstandeten Werbespot im vorhinein nichts erfahren und sich ganz kurz nach Zugehen des Mahnschreibens vom 17.2.1992 (telefonisch) an die Fa.M***** gewandt hat, um sie auf die Gesetzwidrigkeit der Werbung aufmerksam zu machen. Einige Zeit später schlug sie der Fa.M***** vor, den Werbespot zu ändern. Schon diese mündlichen Äußerungen enthalten somit im Kern dieselbe Aufforderung wie das erst am 19.6.1992 schriftlich abgefaßte Ersuchen der Beklagten, die Fa.M***** möge von der beanstandeten Werbung Abstand nehmen und sich an die österreichischen Gesetze halten.

Die von den Vorinstanzen in Übereinstimmung mit der Klägerin vertretene Rechtsauffassung, der Beklagten wäre von Anfang an die rechtliche Möglichkeit zugestanden, den Werbespot der Fa.M***** zu verhindern, kann nicht geteilt werden:

Die Beklagte konnte der Fa.M***** nicht auf Grund des bestehenden Vertragsverhältnisses - wie etwa der Geschäftsherr dem Handelsvertreter (ÖBl 1978, 157; ÖBl 1991, 224) oder ein Unternehmer seiner Werbeagentur (SZ 49/147; ähnlich ÖBl 1990, 123) - die Weisung erteilen, die beanstandete Werbung zu unterlassen; zwischen der Beklagten und der Fa.M***** besteht auch keine personelle und organisatorische Verflechtung, welche eine Einflußnahme ermöglicht hätte (ÖBl 1988, 26; MR 1988, 132). Die Vertriebsvereinbarung allein bildet keine rechtliche Grundlage für ein Einschreiten der Beklagten gegen eine Werbehandlung ihrer Lieferantin. Ob die Beklagte durch eine massivere Intervention bei der Fa.M*****, insbesondere mit der Drohung, das Vertragsverhältnis vorzeitig aufzulösen, ihre Lieferantin zum Abbruch der Werbekampagne hätte veranlassen können, kann offen bleiben, weil es darauf nicht ankommt. Einen rechtlichen Anspruch auf Unterlassung dieser Werbung hatte die Beklagte auf Grund ihres Vertragsverhältnisses zur Fa.M***** nicht. Ein solcher Anspruch kann auch nicht aus besonderen Schutz- und Sorgfaltspflichten der Lieferantin abgeleitet werden. Soweit die Vorinstanzen und die Klägerin die (vertragliche) Verpflichtung der Fa.M***** auf Unterlassung einer gesetzwidrigen Werbung für das von der Beklagten in Österreich vertriebene Produkt daraus ableiten, daß die Beklagte dieser Werbung wegen zivil- und strafrechtlich belangt werden könnte, liegt ein Zirkelschluß vor. Die Gefahr, zivil- oder strafgerichtlich verurteilt zu werden, setzt ja die Zurechnung des Gesetzesverstoßes zur Beklagten voraus und kann daher nicht als Begründung für die Zurechenbarkeit herangezogen werden. Aus derselben Erwägung ist der Beklagten auch nicht das Risiko zuzumuten, eine vorzeitige Auflösung des Vertriebsvertrages aus wichtigen Gründen (§ 1118 ABGB) unter Hinweis auf die gesetzwidrige Werbung zu versuchen (Zib, Zur Haftung des Vertriebsunternehmers für Wettbewerbsverstöße des Herstellers oder Lieferanten, WBl 1993, 176 ff [177 f]).

Da die Beklagte in diesem Belang keinen rechtlichen Einfluß auf die Fa.M***** hatte, haftet sie nach § 18 UWG nicht. Ob die Fa.M***** nach einer etwaigen Einstellung des Vertriebs von "P*****" durch die Beklagte die beanstandete Werbung abgebrochen oder aber - im Interesse des Absatzes der schon bei Einzelhändlern lagernden Waren oder im Hinblick auf einen dann von ihr mit einem anderen Unternehmer geschlossenen neuen Vertriebsvertrag - fortgesetzt hätte, ist nicht entscheidend und daher nicht näher zu untersuchen. Eine Verpflichtung der Beklagten, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln, auch auf die Gefahr nicht unbedeutender wirtschaftlicher Einbußen (durch den Verlust des Geschäfts mit den ihr von der Fa.M***** gelieferten Produkten), die von ihrer ausländischen Lieferantin ohne ihr vorheriges Wissen geplante und veranstaltete Werbeaktion zu unterbinden, besteht nicht. Daß sie aus der Werbung der Fa.M***** selbst wirtschaftlichen Nutzen gezogen haben kann, reicht nach dem oben Gesagten zur Begründung ihrer Haftung nicht hin. Im weiteren Vertrieb der Zahnpasta "P*****" liegt auch keine "Identifikation" mit der von der Lieferantin betriebenen Werbung.

Auf ÖBl 1990, 123 kann sich die Klägerin nicht mit Erfolg berufen, weil dort die Haftung der Beklagten für eine unzulässige Werbung damit begründet worden war, daß die Täter auf Grund einer Vereinbarung mit der (Erst-)Beklagten über gemeinsame Werbung gehandelt hätten.

Aus diesen Erwägungen waren in Stattgebung der Revision die Urteile der Vorinstanzen dahin abzuändern, daß das Klagebegehren abgewiesen wird.

Der Ausspruch über die Kosten des Verfahrens erster Instanz gründet sich auf § 41 ZPO, jener über die Kosten des Rechtsmittelverfahrens auf dieselbe Gesetzesstelle iVm § 50 Abs 1 ZPO.

Anmerkung

E36090

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:0040OB00064.94.0531.000

Dokumentnummer

JJT_19940531_OGH0002_0040OB00064_9400000_000