Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob338/52 1Ob592/57 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0067939

Geschäftszahl

2Ob338/52; 1Ob592/57; 6Ob285/58; 3Ob359/59; 4Ob543/60; 1Ob45/62; 1Ob170/62; 6Ob304/62; 8Ob256/64; 6Ob247/64; 8Ob60/67; 6Ob260/72; 7Ob644/77; 1Ob608/78; 6Ob710/78; 6Ob714/78; 1Ob562/94; 8Ob505/95; 4Ob2135/96s; 10Ob270/99z; 3Ob164/02t; 8Ob96/04g; 5Ob291/07s; 7Ob78/09k; 5Ob142/11k; 2Ob164/11y; 7Ob199/11g; 5Ob128/12b; 7Ob53/18x; 4Ob107/19t; 5Ob84/19t

Entscheidungsdatum

19.06.1952

Norm

MG §19 Abs2 Z4 Aa
MRG §30 Abs2 Z3 B

Rechtssatz

Beim Kündigungsgrund nach § 19 Abs 2 Z 4 MG kommt es nicht darauf an, ob bereits eine erhebliche Schädigung des Hauses eingetreten ist, sondern der Kündigungsgrund liegt auch schon dann vor, wenn eine solche Schädigung infolge des Verhaltens des Mieters droht.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 338/52
    Entscheidungstext OGH 19.06.1952 2 Ob 338/52
  • 1 Ob 592/57
    Entscheidungstext OGH 20.11.1957 1 Ob 592/57
  • 6 Ob 285/58
    Entscheidungstext OGH 19.11.1958 6 Ob 285/58
  • 3 Ob 359/59
    Entscheidungstext OGH 11.11.1959 3 Ob 359/59
  • 4 Ob 543/60
    Entscheidungstext OGH 22.11.1960 4 Ob 543/60
  • 1 Ob 45/62
    Entscheidungstext OGH 28.02.1962 1 Ob 45/62
  • 1 Ob 170/62
    Entscheidungstext OGH 11.06.1962 1 Ob 170/62
    Veröff: ImmZ 1963,122 = MietSlg 9623
  • 6 Ob 304/62
    Entscheidungstext OGH 12.12.1962 6 Ob 304/62
    Beisatz: Nichtentfernung eines von Hausschwamm befallenen Kastens aus dem Bestandobjekt. (T1)
  • 8 Ob 256/64
    Entscheidungstext OGH 22.12.1964 8 Ob 256/64
    Veröff: MietSlg 16319
  • 6 Ob 247/64
    Entscheidungstext OGH 13.01.1965 6 Ob 247/64
    Veröff: MietSlg 17397
  • 8 Ob 60/67
    Entscheidungstext OGH 11.04.1967 8 Ob 60/67
    Veröff: MietSlg 19299
  • 6 Ob 260/72
    Entscheidungstext OGH 11.01.1973 6 Ob 260/72
    Veröff: MietSlg 25280
  • 7 Ob 644/77
    Entscheidungstext OGH 03.11.1977 7 Ob 644/77
    Beisatz: Die bloße theoretische Möglichkeit einer Substanzschädigung reicht aber nicht aus (§ 19 Abs 2 Z 3 erster Fall MG). (T2)
  • 1 Ob 608/78
    Entscheidungstext OGH 07.07.1978 1 Ob 608/78
    Auch; Beisatz: Gefahr des Anfaulens der Dippelbäume zufolge mangelnder Feuchtigkeitsisolierung (Brausebad). (T3)
  • 6 Ob 710/78
    Entscheidungstext OGH 03.11.1978 6 Ob 710/78
  • 6 Ob 714/78
    Entscheidungstext OGH 23.11.1978 6 Ob 714/78
  • 1 Ob 562/94
    Entscheidungstext OGH 30.05.1994 1 Ob 562/94
    Auch; Beisatz: Es genügt bereits die drohende Schädigung der Substanz der Bestandsache bzw des gesamten Gebäudes. (T4)
  • 8 Ob 505/95
    Entscheidungstext OGH 09.02.1995 8 Ob 505/95
    Auch; Beis wie T4
  • 4 Ob 2135/96s
    Entscheidungstext OGH 12.08.1996 4 Ob 2135/96s
    Auch; Beisatz: Dies gilt auch für den "erheblich nachteiligen Gebrauch" im Sinn des § 1118, erster Fall, ABGB und des § 30 Abs 2 Z 3, erster Fall, MRG. (T5)
    Veröff: SZ 69/177
  • 10 Ob 270/99z
    Entscheidungstext OGH 16.11.1999 10 Ob 270/99z
    Auch; Beis wie T5
  • 3 Ob 164/02t
    Entscheidungstext OGH 24.04.2003 3 Ob 164/02t
    Auch; Beis wie T4 nur: Es genügt bereits die drohende Schädigung der Substanz der Bestandsache. (T6)
  • 8 Ob 96/04g
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 8 Ob 96/04g
    Auch
  • 5 Ob 291/07s
    Entscheidungstext OGH 22.01.2008 5 Ob 291/07s
    Auch
  • 7 Ob 78/09k
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 7 Ob 78/09k
  • 5 Ob 142/11k
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 5 Ob 142/11k
    Auch
  • 2 Ob 164/11y
    Entscheidungstext OGH 08.03.2012 2 Ob 164/11y
    Auch
  • 7 Ob 199/11g
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 199/11g
    Auch
  • 5 Ob 128/12b
    Entscheidungstext OGH 26.07.2012 5 Ob 128/12b
    Auch
  • 7 Ob 53/18x
    Entscheidungstext OGH 20.04.2018 7 Ob 53/18x
    Auch
  • 4 Ob 107/19t
    Entscheidungstext OGH 05.07.2019 4 Ob 107/19t
  • 5 Ob 84/19t
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 84/19t
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0067939

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19520619_OGH0002_0020OB00338_5200000_001

Rechtssatz für 1Ob61/57 4Ob602/74 5Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0068059

Geschäftszahl

1Ob61/57; 4Ob602/74; 5Ob583/77; 1Ob608/78; 1Ob562/94

Entscheidungsdatum

13.02.1957

Norm

MG §19 Abs2 Z4 Aa
MRG §30 Abs2 Z3 B

Rechtssatz

Die Instandhaltungspflicht des Vermieters kann weder eine Rechtfertigung noch eine Entscheidung dafür sein, daß die Mieter ihrerseits einen Zustand schaffen, der eine erhebliche Gefährdung für die Substanz des Bestandobjektes und die persönliche Sicherheit der Bewohner bedeutet.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 61/57
    Entscheidungstext OGH 13.02.1957 1 Ob 61/57
    Veröff: MietSlg 5819
  • 4 Ob 602/74
    Entscheidungstext OGH 12.11.1974 4 Ob 602/74
  • 5 Ob 583/77
    Entscheidungstext OGH 24.05.1977 5 Ob 583/77
    Beisatz: Unterlassung der Reparatur eines Ablaufrohres. (T1)
  • 1 Ob 608/78
    Entscheidungstext OGH 07.07.1978 1 Ob 608/78
  • 1 Ob 562/94
    Entscheidungstext OGH 30.05.1994 1 Ob 562/94

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0068059

Zuletzt aktualisiert am

17.09.2008

Dokumentnummer

JJR_19570213_OGH0002_0010OB00061_5700000_001

Rechtssatz für 1Ob45/62 6Ob253/63 8Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021058

Geschäftszahl

1Ob45/62; 6Ob253/63; 8Ob147/66; 6Ob251/66; 6Ob247/64; 5Ob291/66; 6Ob145/67; 6Ob345/68; 7Ob156/71; 4Ob594/71; 1Ob182/72; 5Ob167/74; 3Ob576/85; 7Ob704/86; 1Ob550/88; 1Ob562/94; 10Ob4/15h

Entscheidungsdatum

28.02.1962

Norm

ABGB §1118 C
ABGB §1295 III
MG §19 Abs2 Z4 Aa
MRG §30 Abs2 Z3 A

Rechtssatz

Die Abmahnung ist dann ein Erfordernis redlicher Rechtsausübung, wenn dem Bestandnehmer die Schädlichkeit des Gebrauches nicht ohne weiteres erkennbar ist.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 45/62
    Entscheidungstext OGH 28.02.1962 1 Ob 45/62
    Veröff: JBl 1963,477 = ImmZ 1963,318 = MietSlg 9624
  • 6 Ob 253/63
    Entscheidungstext OGH 22.01.1964 6 Ob 253/63
    Veröff: MietSlg 16156
  • 8 Ob 147/66
    Entscheidungstext OGH 21.06.1966 8 Ob 147/66
    Veröff: MietSlg 18211
  • 6 Ob 251/66
    Entscheidungstext OGH 07.09.1966 6 Ob 251/66
    Veröff: MietSlg 18382
  • 6 Ob 247/64
    Entscheidungstext OGH 13.01.1965 6 Ob 247/64
    Veröff: MietSlg 17397
  • 5 Ob 291/66
    Entscheidungstext OGH 24.11.1966 5 Ob 291/66
    Veröff: MietSlg 18379
  • 6 Ob 145/67
    Entscheidungstext OGH 16.06.1967 6 Ob 145/67
    Veröff: MietSlg 19300
  • 6 Ob 345/68
    Entscheidungstext OGH 15.01.1969 6 Ob 345/68
    Veröff: MietSlg 21432
  • 7 Ob 156/71
    Entscheidungstext OGH 22.09.1971 7 Ob 156/71
    Veröff: MietSlg 23186
  • 4 Ob 594/71
    Entscheidungstext OGH 12.10.1971 4 Ob 594/71
    Veröff: MietSlg 23184
  • 1 Ob 182/72
    Entscheidungstext OGH 04.10.1972 1 Ob 182/72
    Veröff: MietSlg 24167
  • 5 Ob 167/74
    Entscheidungstext OGH 11.09.1974 5 Ob 167/74
    Beisatz: Keine analoge Anwendung auf Bankverträge. (T1) Veröff: EvBl 1975/184 S 396 = QuHGZ 1975 1/124
  • 3 Ob 576/85
    Entscheidungstext OGH 03.07.1985 3 Ob 576/85
    Beisatz: Von einem Geisteskranken kann nicht ohne weiteres erwartet werden, daß ihm sein störendes Verhalten bewußt ist, so daß es hier angezeigt ist, daß der Vermieter den Mieter zuvor abmahnt, soweit dies nicht aussichtslos ist. (T2)
  • 7 Ob 704/86
    Entscheidungstext OGH 26.11.1986 7 Ob 704/86
  • 1 Ob 550/88
    Entscheidungstext OGH 18.05.1988 1 Ob 550/88
  • 1 Ob 562/94
    Entscheidungstext OGH 30.05.1994 1 Ob 562/94
    Beisatz: Oder erkennbar sein muß. (T3)
  • 10 Ob 4/15h
    Entscheidungstext OGH 24.02.2015 10 Ob 4/15h
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1962:RS0021058

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.04.2015

Dokumentnummer

JJR_19620228_OGH0002_0010OB00045_6200000_001

Rechtssatz für 6Ob27/63 5Ob291/66 6Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0068103

Geschäftszahl

6Ob27/63; 5Ob291/66; 6Ob211/71; 4Ob602/74; 3Ob248/75; 3Ob526/76; 5Ob583/77; 7Ob644/77; 1Ob608/78; 8Ob567/90; 5Ob501/92; 1Ob562/94; 9Ob148/98z; 10Ob272/99v; 7Ob321/99b; 10Ob116/00g; 8Ob96/04g; 8Ob18/06i; 8Ob44/07i; 5Ob291/07s; 7Ob78/09k; 9Ob88/08v; 8Ob73/10h; 8Ob137/10w; 7Ob242/10d; 8Ob140/10m; 10Ob47/11a; 5Ob142/11k; 4Ob147/11p; 2Ob23/13s; 9Ob23/13t; 9Ob71/13a; 1Ob58/15h; 5Ob45/15a; 6Ob192/15a; 4Ob225/15i; 7Ob99/17k; 8Ob119/17h; 8Ob123/17x; 7Ob198/17v; 5Ob84/19t

Entscheidungsdatum

27.02.1963

Norm

MG §19 Abs2 Z4 Aa
MRG §30 Abs2 Z3 B
ZPO §502 Abs1 HIII4

Rechtssatz

Die Frage, ob ein erheblich nachteiliger Gebrauch im Sinne des § 19 Abs 2 Z 4 MG vorliegt oder nicht, ist immer nach den Umständen des einzelnen Falles zu beurteilen (MietSlg 2463, 8912, 6 Ob 304/62 ua).

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 27/63
    Entscheidungstext OGH 27.02.1963 6 Ob 27/63
    Veröff: MietSlg 15287
  • 5 Ob 291/66
    Entscheidungstext OGH 24.11.1966 5 Ob 291/66
    Veröff: MietSlg 18379
  • 6 Ob 211/71
    Entscheidungstext OGH 13.10.1971 6 Ob 211/71
    Veröff: MietSlg 23343
  • 4 Ob 602/74
    Entscheidungstext OGH 12.11.1974 4 Ob 602/74
  • 3 Ob 248/75
    Entscheidungstext OGH 09.12.1975 3 Ob 248/75
    Veröff: SZ 48/132 = ImmZ 1976,107
  • 3 Ob 526/76
    Entscheidungstext OGH 11.05.1976 3 Ob 526/76
  • 5 Ob 583/77
    Entscheidungstext OGH 24.05.1977 5 Ob 583/77
  • 7 Ob 644/77
    Entscheidungstext OGH 03.11.1977 7 Ob 644/77
  • 1 Ob 608/78
    Entscheidungstext OGH 07.07.1978 1 Ob 608/78
  • 8 Ob 567/90
    Entscheidungstext OGH 29.03.1990 8 Ob 567/90
  • 5 Ob 501/92
    Entscheidungstext OGH 18.02.1992 5 Ob 501/92
    Veröff: EvBl 1992/134 S 585 = WoBl 1992,157
  • 1 Ob 562/94
    Entscheidungstext OGH 30.05.1994 1 Ob 562/94
    Auch; Beisatz: Umstände des Einzelfalls in ihrer Gesamtheit maßgebend. (T1)
  • 9 Ob 148/98z
    Entscheidungstext OGH 20.05.1998 9 Ob 148/98z
  • 10 Ob 272/99v
    Entscheidungstext OGH 16.11.1999 10 Ob 272/99v
    Beisatz: Jetzt: § 30 Abs 2 Z 3 MRG. (T2)
  • 7 Ob 321/99b
    Entscheidungstext OGH 16.02.2000 7 Ob 321/99b
    Auch; Veröff: SZ 73/29
  • 10 Ob 116/00g
    Entscheidungstext OGH 23.05.2000 10 Ob 116/00g
  • 8 Ob 96/04g
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 8 Ob 96/04g
  • 8 Ob 18/06i
    Entscheidungstext OGH 30.03.2006 8 Ob 18/06i
  • 8 Ob 44/07i
    Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 Ob 44/07i
    Beis wie T2
  • 5 Ob 291/07s
    Entscheidungstext OGH 22.01.2008 5 Ob 291/07s
    Auch
  • 7 Ob 78/09k
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 7 Ob 78/09k
  • 9 Ob 88/08v
    Entscheidungstext OGH 30.09.2009 9 Ob 88/08v
    Auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 73/10h
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 73/10h
    Auch
  • 8 Ob 137/10w
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 8 Ob 137/10w
    Beis wie T2
  • 7 Ob 242/10d
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 7 Ob 242/10d
  • 8 Ob 140/10m
    Entscheidungstext OGH 25.05.2011 8 Ob 140/10m
  • 10 Ob 47/11a
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 10 Ob 47/11a
    Auch
  • 5 Ob 142/11k
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 5 Ob 142/11k
    Auch
  • 4 Ob 147/11p
    Entscheidungstext OGH 19.10.2011 4 Ob 147/11p
    Auch; Beisatz: und wirft daher ‑ von krassen Fehlbeurteilungen der Vorinstanzen abgesehen ‑ keine erheblichen Rechtsfragen auf. (T3)
  • 2 Ob 23/13s
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 2 Ob 23/13s
  • 9 Ob 23/13t
    Entscheidungstext OGH 24.04.2013 9 Ob 23/13t
    Beis wie T2
  • 9 Ob 71/13a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 9 Ob 71/13a
  • 1 Ob 58/15h
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 58/15h
    Auch
  • 5 Ob 45/15a
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 5 Ob 45/15a
    Auch
  • 6 Ob 192/15a
    Entscheidungstext OGH 23.10.2015 6 Ob 192/15a
    Beis wie T3
  • 4 Ob 225/15i
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 4 Ob 225/15i
  • 7 Ob 99/17k
    Entscheidungstext OGH 05.07.2017 7 Ob 99/17k
  • 8 Ob 119/17h
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 8 Ob 119/17h
    Auch; Beis wie T3
  • 8 Ob 123/17x
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 8 Ob 123/17x
  • 7 Ob 198/17v
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 198/17v
    Auch
  • 5 Ob 84/19t
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 84/19t

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0068103

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19630227_OGH0002_0060OB00027_6300000_002

Rechtssatz für 8Ob60/67 6Ob145/67 5Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0067957

Geschäftszahl

8Ob60/67; 6Ob145/67; 5Ob233/70; 1Ob210/70; 5Ob20/71; 6Ob260/72; 4Ob602/74; 1Ob608/78; 6Ob714/78; 1Ob523/80; 6Ob509/83; 8Ob567/90; 1Ob562/94; 8Ob505/95; 3Ob164/02t; 8Ob96/04g; 8Ob36/09s; 8Ob137/10w; 5Ob142/11k; 2Ob164/11y; 7Ob199/11g; 1Ob39/12k; 6Ob15/13v; 2Ob23/13s; 8Ob67/14g; 7Ob99/17k; 6Ob170/18w; 5Ob211/18t; 4Ob107/19t; 5Ob84/19t

Entscheidungsdatum

11.04.1967

Norm

ABGB §1118 C
MG §19 Abs2 Z4 Aa
MRG §30 Abs2 Z3 B
MRG §30 Abs2 Z3 E

Rechtssatz

Dem Mieter muss die erhebliche Nachteiligkeit des Gebrauches bewusst gewesen sein und er muss ihn dennoch fortgesetzt haben (MietSlg 9627 ua).

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 60/67
    Entscheidungstext OGH 11.04.1967 8 Ob 60/67
    Veröff: MietSlg 19299
  • 6 Ob 145/67
    Entscheidungstext OGH 16.06.1967 6 Ob 145/67
    Veröff: MietSlg 19300
  • 5 Ob 233/70
    Entscheidungstext OGH 14.10.1970 5 Ob 233/70
    Veröff: MietSlg 22344
  • 1 Ob 210/70
    Entscheidungstext OGH 15.10.1970 1 Ob 210/70
    Veröff: MietSlg 22343
  • 5 Ob 20/71
    Entscheidungstext OGH 03.03.1971 5 Ob 20/71
    Vgl aber; Beisatz: Verschulden ist nicht Voraussetzung; es genügt, wenn dem Mieter die Schädlichkeit des Gebrauches erkennbar war oder hätte erkennbar sein müssen. (T1) Veröff: MietSlg 23348
  • 6 Ob 260/72
    Entscheidungstext OGH 11.01.1973 6 Ob 260/72
    Auch
  • 4 Ob 602/74
    Entscheidungstext OGH 12.11.1974 4 Ob 602/74
    Vgl aber; Beis wie T1
  • 1 Ob 608/78
    Entscheidungstext OGH 07.07.1978 1 Ob 608/78
    Vgl aber; Beis wie T1
  • 6 Ob 714/78
    Entscheidungstext OGH 23.11.1978 6 Ob 714/78
    Vgl aber; Beis wie T1
  • 1 Ob 523/80
    Entscheidungstext OGH 20.02.1980 1 Ob 523/80
    Vgl aber; Beisatz: Nachteiligkeit des Gebrauches durch den Untermieter. (T2); Beis wie T1
  • 6 Ob 509/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 6 Ob 509/83
    Vgl auch; Beisatz: Auf ein Verschulden kommt es nicht an. (T3)
  • 8 Ob 567/90
    Entscheidungstext OGH 29.03.1990 8 Ob 567/90
    Beis wie T1
  • 1 Ob 562/94
    Entscheidungstext OGH 30.05.1994 1 Ob 562/94
    Vgl; Beisatz: Es reicht, dass dem Mieter das nachteilige Verhalten bewusst war oder bewusst sein musste. (T4)
  • 8 Ob 505/95
    Entscheidungstext OGH 09.02.1995 8 Ob 505/95
    Auch; Beis wie T4
  • 3 Ob 164/02t
    Entscheidungstext OGH 24.04.2003 3 Ob 164/02t
    Vgl aber; Beis wie T1; Beisatz: Die Schädlichkeit seines Verhaltens muss dem Mieter nicht subjektiv erkennbar sein, vielmehr wird nur die nach einem generellen Maßstab von einem durchschnittlichen Mieter zu erwartende Erkennbarkeit der Schädlichkeit eines bestimmten Verhaltens gefordert. (T5)
  • 8 Ob 96/04g
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 8 Ob 96/04g
    Vgl aber; Beis wie T1; Beisatz: Dabei ist gerade bei der unsachgemäßen Installation von Duschen oder Badewannen durch nichtbefugte Gewerbsleute davon auszugehen, dass es einen erheblichen nachteiligen Gebrauch darstellt, wenn bei Auftreten von Schäden nicht sofort Abhilfe geschaffen wird. (T6)
  • 8 Ob 36/09s
    Entscheidungstext OGH 18.06.2009 8 Ob 36/09s
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Für die Verwirklichung des Kündigungsgrundes des erheblich nachteiligen Gebrauchs ist es auch erforderlich, dass sich der Mieter der erheblichen Nachteiligkeit seines Gebrauchs bewusst oder dieser ihm erkennbar ist und er den Gebrauch dennoch fortsetzt. (T7)
  • 8 Ob 137/10w
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 8 Ob 137/10w
    Auch
  • 5 Ob 142/11k
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 5 Ob 142/11k
    Auch; Beis auch wie T5; Beis auch wie T6
  • 2 Ob 164/11y
    Entscheidungstext OGH 08.03.2012 2 Ob 164/11y
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T3; Vgl Beis wie T5
  • 7 Ob 199/11g
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 199/11g
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 1 Ob 39/12k
    Entscheidungstext OGH 26.04.2012 1 Ob 39/12k
    Beis wie T1; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T7
  • 6 Ob 15/13v
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 6 Ob 15/13v
    Beis wie T6
  • 2 Ob 23/13s
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 2 Ob 23/13s
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 8 Ob 67/14g
    Entscheidungstext OGH 25.08.2014 8 Ob 67/14g
    Auch; Beis wie T1, Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 7 Ob 99/17k
    Entscheidungstext OGH 05.07.2017 7 Ob 99/17k
    Auch
  • 6 Ob 170/18w
    Entscheidungstext OGH 25.10.2018 6 Ob 170/18w
    Beis wie T5; Beis wie T7
  • 5 Ob 211/18t
    Entscheidungstext OGH 13.12.2018 5 Ob 211/18t
    Beis wie T5; Beis wie T7
  • 4 Ob 107/19t
    Entscheidungstext OGH 05.07.2019 4 Ob 107/19t
  • 5 Ob 84/19t
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 84/19t
    Auch; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1967:RS0067957

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19670411_OGH0002_0080OB00060_6700000_002

Rechtssatz für 7Ob528/88 3Ob593/89 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0070348

Geschäftszahl

7Ob528/88; 3Ob593/89; 5Ob501/92; 1Ob562/94; 1Ob550/95; 4Ob2135/96s; 1Ob2315/96i; 1Ob280/98b; 10Ob270/99z; 10Ob17/00y; 1Ob117/00p; 9Ob187/01t; 3Ob164/02t; 7Ob174/08a; 3Ob108/09t; 8Ob73/10h; 8Ob137/10w; 2Ob164/11y; 7Ob199/11g; 1Ob39/12k; 7Ob228/12y; 2Ob23/13s; 8Ob67/14g; 7Ob99/17k; 8Ob119/17h; 8Ob123/17x; 7Ob198/17v; 7Ob53/18x; 1Ob82/18t; 1Ob100/18i; 5Ob84/19t

Entscheidungsdatum

25.02.1988

Norm

ABGB §1118 C
MRG §30 Abs2 Z3 B

Rechtssatz

Erheblich nachteiliger Gebrauch liegt vor, wenn das Verhalten geeignet ist, den Ruf oder wichtige wirtschaftliche oder sonstige Interessen des Vermieters zu schädigen oder zu gefährden.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 528/88
    Entscheidungstext OGH 25.02.1988 7 Ob 528/88
    Veröff: RZ 1988/37 S 165 = WoBl 1989,123 (Würth/Call)
  • 3 Ob 593/89
    Entscheidungstext OGH 24.01.1990 3 Ob 593/89
  • 5 Ob 501/92
    Entscheidungstext OGH 18.02.1992 5 Ob 501/92
    Veröff: EvBl 1992/134 S 585 = WoBl 1992,157
  • 1 Ob 562/94
    Entscheidungstext OGH 30.05.1994 1 Ob 562/94
    Auch; Beisatz: Der erhebliche Nachteil kann in jeder erheblichen Verletzung ideeller oder wirtschaftlicher Interessen des Vermieters liegen. (T1)
  • 1 Ob 550/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 1 Ob 550/95
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 2135/96s
    Entscheidungstext OGH 12.08.1996 4 Ob 2135/96s
    Beisatz: Die Unmöglichkeit, zufolge sachlicher Immunität (vollständige) Räumungsexekution zu führen, stellt eine wesentliche Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Interessen des Vermieters dar. (T2) Veröff: SZ 69/177
  • 1 Ob 2315/96i
    Entscheidungstext OGH 29.04.1997 1 Ob 2315/96i
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 280/98b
    Entscheidungstext OGH 15.12.1998 1 Ob 280/98b
  • 10 Ob 270/99z
    Entscheidungstext OGH 16.11.1999 10 Ob 270/99z
  • 10 Ob 17/00y
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 10 Ob 17/00y
  • 1 Ob 117/00p
    Entscheidungstext OGH 30.05.2000 1 Ob 117/00p
    Beisatz: Dabei genügt eine "drohende Gefahr", eine gänzlich ungewisse künftige Möglichkeit kommt hingegen als wichtiger Auflösungsgrund beziehungsweise Kündigungsgrund nicht in Betracht. (T3); Beisatz: Inwiefern der Umstand, dass der Bestandnehmer aus illegalen Glücksspielen Einkünfte erzielt, einen (für die Bestandgeberin) erheblich nachteiligen Gebrauch darstellen sollte, ist nicht nachvollziehbar. (T4); Beisatz: Nicht jede gesetzwidrige oder vertragswidrige Verwendung des Bestandgegenstands durch den Mieter rechtfertigt die Aufkündigung, sie gibt dem Vermieter vielmehr in erster Linie bloß das Recht, die Unterlassung der unzulässigen Benützung zu begehren. (T5)
  • 9 Ob 187/01t
    Entscheidungstext OGH 28.11.2001 9 Ob 187/01t
  • 3 Ob 164/02t
    Entscheidungstext OGH 24.04.2003 3 Ob 164/02t
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Es kommt daher nicht darauf an, dass sich bisher die übrigen Hausbewohner durch die Beklagte nicht beschwert fühlten, kein greifbarer Nachteil im Zusammenleben im Hausverband entsprungen ist oder für die Vermieterin ein konkreter Schaden am Mietobjekt (bisher) nicht entstand. (T6)
  • 7 Ob 174/08a
    Entscheidungstext OGH 22.10.2008 7 Ob 174/08a
  • 3 Ob 108/09t
    Entscheidungstext OGH 23.06.2009 3 Ob 108/09t
  • 8 Ob 73/10h
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 73/10h
  • 8 Ob 137/10w
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 8 Ob 137/10w
    Auch
  • 2 Ob 164/11y
    Entscheidungstext OGH 08.03.2012 2 Ob 164/11y
  • 7 Ob 199/11g
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 199/11g
    Auch
  • 1 Ob 39/12k
    Entscheidungstext OGH 26.04.2012 1 Ob 39/12k
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 228/12y
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 7 Ob 228/12y
    Auch
  • 2 Ob 23/13s
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 2 Ob 23/13s
    Auch
  • 8 Ob 67/14g
    Entscheidungstext OGH 25.08.2014 8 Ob 67/14g
  • 7 Ob 99/17k
    Entscheidungstext OGH 05.07.2017 7 Ob 99/17k
    Auch
  • 8 Ob 119/17h
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 8 Ob 119/17h
    Auch
  • 8 Ob 123/17x
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 8 Ob 123/17x
  • 7 Ob 198/17v
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 198/17v
    Auch
  • 7 Ob 53/18x
    Entscheidungstext OGH 20.04.2018 7 Ob 53/18x
    Auch
  • 1 Ob 82/18t
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 82/18t
  • 1 Ob 100/18i
    Entscheidungstext OGH 29.08.2018 1 Ob 100/18i
  • 5 Ob 84/19t
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 84/19t
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0070348

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19880225_OGH0002_0070OB00528_8800000_001

Rechtssatz für 1Ob562/94 8Ob505/95 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0070359

Geschäftszahl

1Ob562/94; 8Ob505/95; 1Ob1504/96; 9Ob187/01t; 3Ob268/02m; 8Ob96/04g; 5Ob291/07s; 8Ob36/09s; 8Ob138/09s; 8Ob137/10w; 5Ob142/11k; 6Ob15/13v; 2Ob23/13s; 6Ob192/15a; 4Ob107/19t; 5Ob84/19t; 1Ob39/19w

Entscheidungsdatum

30.05.1994

Norm

MRG §30 Abs2 Z3 Fall1 B

Rechtssatz

Erheblich nachteiliger Gebrauch liegt vor, wenn ein Mieter sein schon bisher mit keiner ausreichenden Feuchtigkeitsisolierung ausgestattet gewesenes Badezimmer durch - ohne Baubewilligung durchgeführte - Umbauten auf einen weiteren Raum ausdehnt dort - wieder ohne entsprechende Feuchtigkeitsisolierung - eine Badewanne installiert und dadurch die Gefahr der Durchfeuchtung der Träme wesentlich erhöht wird.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 562/94
    Entscheidungstext OGH 30.05.1994 1 Ob 562/94
  • 8 Ob 505/95
    Entscheidungstext OGH 09.02.1995 8 Ob 505/95
    Auch; Beisatz. Die durch die unsachgemäße Installation herbeigeführte Gefährdung der Substanz des Hauses ist bereits als erheblich nachteiliger Gebrauch anzusehen. (T1)
  • 1 Ob 1504/96
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 1 Ob 1504/96
    Vgl; Beis wie T1
  • 9 Ob 187/01t
    Entscheidungstext OGH 28.11.2001 9 Ob 187/01t
    Auch
  • 3 Ob 268/02m
    Entscheidungstext OGH 21.08.2003 3 Ob 268/02m
    Vgl auch; Beisatz: Gerade ein Badezimmereinbau ohne entsprechende Isolierung stellt einen erheblich nachteiligen Gebrauch dar. (T2)
  • 8 Ob 96/04g
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 8 Ob 96/04g
    Auch; Beisatz: Insbesondere wenn der Einbau durch nichtbefugte Gewerbsleute erfolgt. (T3)
  • 5 Ob 291/07s
    Entscheidungstext OGH 22.01.2008 5 Ob 291/07s
    Vgl auch; Beisatz: In der Verneinung des Vorliegens des Kündigungsgrundes nach § 30 Abs 2 Z 3 erster Fall MRG, wenn der Mieter für die Arbeiten im Badezimmer zwar auch keine befugten Gewerbsleute herangezogen hat, aber tatsächlich eine in allen Details genau den technischen Anforderungen entsprechende Isolierung erfolgt ist, Substanzschäden überdies erst nach - nicht festgestellten - Mängeln der Wartungsfugen wahrscheinlich sind und die Träme nach den inzwischen bereits mehrere Jahre zurückliegenden Arbeiten tatsächlich keine Feuchtigkeitsschäden aufweisen, liegt keine vom Obersten Gerichtshof aufzugreifende unvertretbare Rechtsansicht. (T4)
  • 8 Ob 36/09s
    Entscheidungstext OGH 18.06.2009 8 Ob 36/09s
    Auch; Beisatz: Auch ein unsachgemäßer Einbau einer Dusche ohne entsprechende Isolierung kann einen erheblich nachteiligen Gebrauch darstellen. (T5)
  • 8 Ob 138/09s
    Entscheidungstext OGH 18.02.2010 8 Ob 138/09s
    Auch; Beis wie T5
  • 8 Ob 137/10w
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 8 Ob 137/10w
    Ähnlich; Beis wie T3
  • 5 Ob 142/11k
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 5 Ob 142/11k
    Auch; Beis ähnlich wie T3
  • 6 Ob 15/13v
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 6 Ob 15/13v
    Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Aus der unsachgemäßen Installation entstand über 20 Jahre kein Schaden und bei Erkennbarwerden von Schäden wurde der Mieter sofort tätig ‑ kein Kündigungsgrund. (T6)
  • 2 Ob 23/13s
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 2 Ob 23/13s
    Vgl
  • 6 Ob 192/15a
    Entscheidungstext OGH 23.10.2015 6 Ob 192/15a
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Unsachgemäße Installation einer Küche. (T7)
  • 4 Ob 107/19t
    Entscheidungstext OGH 05.07.2019 4 Ob 107/19t
    Vgl; Beisatz: Hier: Einbau einer Dusche ohne Feuchtigkeitsisolierung durch wenngleich unbefugte Fachleute vor mehreren Jahren, ohne dass Schäden entstanden sind – kein Kündigungsgrund. (T8)
  • 5 Ob 84/19t
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 84/19t
    Auch
  • 1 Ob 39/19w
    Entscheidungstext OGH 03.04.2019 1 Ob 39/19w
    Vgl; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0070359

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19940530_OGH0002_0010OB00562_9400000_001

Rechtssatz für 1Ob562/94 9Ob187/01t

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0070436

Geschäftszahl

1Ob562/94; 9Ob187/01t

Entscheidungsdatum

30.05.1994

Norm

MRG §30 Abs2 Z3 Fall1 B

Rechtssatz

Erheblich nachteiliger Gebrauch liegt auch vor, wenn die die Substanzgefährdung wesentlich erhöht wird.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 562/94
    Entscheidungstext OGH 30.05.1994 1 Ob 562/94
  • 9 Ob 187/01t
    Entscheidungstext OGH 28.11.2001 9 Ob 187/01t
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0070436

Zuletzt aktualisiert am

25.09.2008

Dokumentnummer

JJR_19940530_OGH0002_0010OB00562_9400000_002

Entscheidungstext 1Ob562/94

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

MietSlg 46.347

Geschäftszahl

1Ob562/94

Entscheidungsdatum

30.05.1994

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Schubert als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Schlosser, Dr. Schiemer, Dr. Gerstenecker und Dr. Rohrer als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Christine O*****, vertreten durch Dr. Michael Cermak, Rechtsanwalt in Wien, wider die beklagte Partei Mag. Nandita R*****, vertreten durch Dr. Alexander Brauer, Rechtsanwalt in Wien, wegen Aufkündigung, infolge Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien als Berufungsgerichtes vom 28. Jänner 1994, GZ 41 R 929/93-36, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Bezirksgerichtes Döbling vom 1. Juli 1993, GZ 4 C 389/91-31, abgeändert wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision wird Folge gegeben.

Das Urteil des Berufungsgerichtes wird dahin abgeändert, daß das Urteil des Erstgerichtes wiederhergestellt wird.

Die beklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei die mit S 13.434,88 bestimmten Kosten des Rechtsmittelverfahrens (darin S 1.932,48 Umsatzsteuer und S 1.840,-- Barauslagen) binnen 14 Tagen bei Exekution zu bezahlen.

Text

Entscheidungsgründe:

Die Geschoßdecken des 1911 errichteten Hauses der Klägerin in Wien-Döbling sind als Holztramdecken ausgebildet. Die Hauseigentümerin benützt eine Wohnung im ersten Stock. Im April 1986 vermietete sie die über ihren Wohnräumen liegende Wohnung an die Beklagte, die schon damals zur Sanierung dieser Räumlichkeiten entschlossen war. Damit war die Klägerin einverstanden. Im Zuge dieser Arbeiten ließ die Beklagte eine mit Gips verputzte Schilfwand zwischen dem Badezimmer und einem anderen Raum abtragen, um das Bad zu vergrößern. Auf dem Boden des bisherigen Badezimmers waren Plastikfliesen verlegt, der anschließende Raum hatte einen Holzboden. Eine Feuchtigkeitsisolierung war nicht vorhanden. Der Ehegatte der Beklagten verflieste mit fremder Hilfe das neue Badezimmer, ohne eine ausreichende Feuchtigkeitsisolierung anzubringen; die Fliesen wurden einfach auf dem Estrich verlegt. In dem hinzugewonnenen Raum, der über dem Schlafzimmer der Klägerin liegt, wurde die Badewanne installiert. Eine Baubewilligung hatte die Beklagte vor den Umbauarbeiten nicht eingeholt. Ende März 1989 gewahrte die Klägerin Feuchtigkeitsflecken an der Decke ihres Schlafzimmers. Diese waren dadurch entstanden, daß entweder Wasser aus einem schadhaften Abflußrohr oder Spritzwasser aus dem Badezimmer mangels der erforderlichen Feuchtigkeitsisolierung durch die Holztramdecke gedrungen war. Die Klägerin informierte sogleich den Ehegatten der Beklagten, der aber meinte, der Schaden werde schon von der Haushaltsversicherung gedeckt werden. In der Folge verständigte die Klägerin den Hausverwalter von den Feuchtigkeitsflecken, der darauf die Wohnung der Beklagten besichtigte und feststellte, daß die Schilftrennwand abgetragen war; der Ehegatte der Beklagten berichtete ihn, auf den Estrich des neuen Badezimmers seien Fliesen verlegt worden. Mit Schreiben vom 24.7.1990 forderte der Hausverwalter die Beklagte zur Herstellung einer Feuchtigkeitsisolierung auf. Deren damaligen Rechtsvertreter antwortete mit Schreiben vom 28.8.1990, die Beklagte habe im Zuge der Verfliesung für eine entsprechende Feuchtigkeitsisolierung in anderer Weise Sorge getragen. In Beantwortung dieses Schreibens forderte der Hausverwalter die Beklagte auf, binnen drei Monaten eine fachgerechte Feuchtigkeitsisolierung durch einen befugten Gewerbsmann vornehmen zu lassen. Die Beklagte brachte die geforderte Feuchtigkeitsisolierung nicht an. Es besteht deshalb die Gefahr, daß die Holzträme durch Spritzwasser aus dem Bad der Beklagten durchfeuchtet werden und dadurch die Substanz des Hauses gefährdet wird.

Mit am 7.2.1991 beim Erstgericht eingelangten Schriftsatz kündigte die Klägerin der Beklagten die von dieser gemietete Wohnung auf. Sie brachte - soweit für das Rechtsmittelverfahren noch von Bedeutung - vor, die Beklagte habe entgegen dem Mietvertrag bauliche Veränderungen vornehmen lassen, die zu einer erheblichen Verschlechterung des Mietgegenstandes geführt hätten. Dabei sei insbesondere die erforderliche Feuchtigkeitsisolierung nicht angebracht worden, sodaß die Gefahr ärgster Wasserschäden im Haus bestehe.

Die Beklagte bestritt die Verschlechterung durch die baulichen Veränderungen, denen die Klägerin zugestimmt habe. Das Bad sei fachgerecht verfliest und es bestehe ein ausreichender Schutz vor Feuchtigkeitsschäden.

Das Erstgericht erklärte die Aufkündigung für rechtswirksam und gab dem Räumungsbegehren statt.

Rechtlich meinte es, die geltend gemachten Kündigungsgründe nach § 30 Abs 2 Z 3 zweiter Fall, Z 4 und Z 6 MRG seien zwar nicht verwirklicht, der Kündigungsgrund des erheblich nachteiligen Gebrauchs nach § 30 Abs 2 Z 3 erster Fall MRG liege dagegen vor. Daß die Beklagte die erforderliche Baubewilligung nicht eingeholt habe, sei zwar unerheblich, die Arbeiten im Bad hätten jedoch sachgemäß durchgeführt werden müssen. Dazu gehöre die der Bauordnung entsprechende Herstellung einer Feuchtigkeitsdichtung, die der unter dem Boden liegenden Holzdecke gegen Feuchtigkeit wirksamen Schutz biete. Es bestehe daher die Gefahr, daß die Holzträme langsam durchfeuchtet würden und dadurch die Substanz des Hauses geschädigt werde. Die Beklagte sei bereits im Jänner 1990 auf die Durchfeuchtung der Decke aufmerksam gemacht worden. Der Hausverwalter habe sie einige Monate später aufgefordert, den Badezimmerboden gegen Feuchtigkeit zu isolieren. Zumindest von da an sei auch für die Beklagte erkennbar gewesen, daß der nicht sachgerechte Umbau des Badezimmers zu einer Substanzgefährdung des Hauses führen könne.

Das Gericht zweiter Instanz hob die Aufkündigung auf, wies das Räumungsbegehren ab und sprach aus, daß die ordentliche Revision nicht zulässig sei. Es übernahm die erstinstanzlichen Feststellungen und führte in Erledigung der Rechtsrüge aus, es sei nicht mehr strittig, daß die bisher gleichfalls geltend gemachten Kündigungsgründe des § 30 Abs 2 Z 3 zweiter Fall, Z 4 und Z 6 MRG nicht vorlägen. Der Kündigungsgrund des erheblich nachteiligen Gebrauchs nach § 30 Abs 2 Z 3 erster Fall sei dann gegeben, wenn das gesetz- oder vertragswidrige Verhalten des Mieters die Substanz des Mietgegenstandes verletze oder zumindest gefährde oder der bestimmungswidrige Gebrauch objektiv betrachtet geeignet sei, wichtige Interessen des Vermieters zu verletzen. Nicht jede gesetz- oder vertragswidrige Verwendung des Bestandgegenstands durch den Mieter rechtfertige jedoch die Aufkündigung des Bestandverhältnisses, sie berechtige den Vermieter vielmehr in erster Linie bloß, die Unterlassung der unzulässigen Benützung zu verlangen. Damit das vertragswidrige Verhalten den Kündigungsgrund des erheblich nachteiligen Gebrauchs bilde, müßten wichtige Interessen des Vermieters verletzt werden. Der Kündigungsgrund setze kein Verschulden voraus, eine Abmahnung sei nur notwendig, wenn die Schädlichkeit des Verhaltens nicht ohne weiteres erkennbar sei. Der sorglose Umgang mit Wasser stelle den Kündigungsgrund grundsätzlich her. Auch im vorliegenden Fall sei eine Substanzgefährdung des Hauses zu bejahen, weil mangels Feuchtigkeitsisolierung die Gefahr bestehe, daß die Holzträme durch Spritzwasser aus dem Badezimmer durchfeuchtet werden. Der Sachverhalt rechtfertige die auf § 30 Abs 2 Z 3 erster Fall MRG gestützte Aufkündigung jedoch noch nicht: Auf dem Boden des bei Anmietung der Wohnung durch die Beklagte bereits vorhandenen Badezimmers seien Plastikfliesen verlegt gewesen, eine Feuchtigkeitsisolierung habe jedoch nicht bestanden. Daß die Klägerin bei der Vermietung einen entsprechenden Vorbehalt gemacht habe, eine Benützung des Badezimmers sei infolge der fehlenden Feuchtigkeitsisolierung nicht möglich, habe die Klägerin in erster Instanz nicht behauptet. Stelle nun auch die Tatsache, daß die Beklagte das Badezimmer ohne Anbringung einer ausreichenden Feuchtigkeitsisolierung neu hergestellt habe, ein vertragswidriges Verhalten der Beklagten dar, so könne ihr jedoch noch keine derart grobe Vertragswidrigkeit angelastet werden, daß die Aufkündigung des Mietverhältnisses gerechtfertigt erscheine, berücksichtige man, daß die Klägerin selbst im ursprünglich vermieteten Badezimmer gleichfalls nicht für einen entsprechenden Feuchtigkeitsschutz gesorgt habe. Daß der Vermieter seine eigene Instandhaltungspflicht vernachlässigt hat, rechtfertige zwar die Schaffung eines substanzgefährenden Zustandes durch den Mieter nicht, das gelte jedoch dann nicht, wenn - wie hier - ein gewisser Zusammenhang zwischen dem vertragswidrigen Verhalten des Mieters und dem Verhalten des Vermieters bestehe: Hätte die Beklagte das ihr vermietete Badezimmer ohne Umbauarbeiten benützt, hätte für die Substanz der Holztramdecke die gleiche Gefahr bestanden.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision der Klägerin ist berechtigt.

Gegenstand des Rechtsmittelverfahrens ist nur mehr die Aufkündigung wegen erheblich nachteiligen Gebrauchs des Bestandgegenstands gemäß § 30 Abs 2 Z 3 erster Fall MRG. Der erhebliche Nachteil kann in jeder erheblichen Verletzung ideeller oder wirtschaftlicher Interessen des Vermieters liegen; dabei sind die Umstände des Einzelfalls in ihrer Gesamtheit maßgebend. Es genügt unter anderem bereits die drohende Schädigung der Substanz der Bestandsache bzw des gesamten Gebäudes (SZ 48/132 uva; Würth in Rummel, ABGB2 § 1118 Rz 11).

Das Erstgericht hat festgestellt, daß die Beklagte das durch die Abtragung einer Trennwand vergrößerte Badezimmer verfliesen ließ, ohne vorher die erforderliche Baubewilligung zu erwirken, vor allem aber, ohne für die erforderliche Feuchtigkeitsisolierung zu sorgen. Deshalb besteht die - konkrete - Gefahr, daß die Holzträme der Zwischendecke zum unteren Geschoß durch Spritzwasser aus dem Badezimmer durchfeuchtet werden, vermorschen und dadurch die Substanz des Hauses erheblich geschädigt wird. Feuchtigkeitsflecken zeigten sich übrigens schon jetzt an der Decke des darunter liegenden Schlafzimmers der Klägerin.

Es reicht aus, daß dem Mieter das nachteilige Verhalten bewußt war oder bewußt sein mußte. Eine der Auflösungserklärung bzw Aufkündigung vorangehende Abmahnung ist als Erfordernis redlicher Rechtsausübung daher nur dann erforderlich, wenn dem Mieter die Schädlichkeit des Gebrauchs nicht ohne weiteres erkennbar ist oder erkennbar sein muß (Würth aaO Rz 12 mzN aus der Rechtsprechung). Ob letzteres zutraf, muß nicht weiter geprüft werden, weil die Klägerin die Beklagte schon unmittelbar nach dem Erscheinen der Feuchtigkeitsflecken an der Decke ihres Schlafzimmers darauf aufmerksam gemacht und sie der Hausverwalter auch unmittelbar danach zweimal zur Herstellung der erforderlichen Feuchtigkeitsisolierung aufgefordert hat.

Das Berufungsgericht erkannte auch richtig, daß selbst die Instandhaltungspflicht des Vermieters weder eine Rechtfertigung noch eine Entschuldigung dafür sein kann, daß der Mieter seinerseits einen Zustand schafft, der eine erhebliche Gefährdung der Substanz des Bestandobjekts bedeutet (MietSlg 30.367 ua); es vertrat aber die Ansicht, dieser Grundsatz gelte dann nicht, wenn der Zustand vor den Umbauarbeiten in gleicher Weise die Substanz des Hauses gefährdet hätte: Das Erstgericht habe festgestellt, daß das Badezimmer schon bisher mit keiner ausreichenden Feuchtigkeitsisolierung ausgestattet gewesen sei. Dabei hat das Gericht zweiter Instanz jedoch übersehen, daß die Beklagte durch die - ohne Baubewilligung durchgeführten - Umbauarbeiten das Bad auf einen weiteren Raum ausgedehnt und gerade dort - wieder ohne entsprechende Feuchtigkeitsisolierung - die Badewanne installiert hatte: Tatsächlich zeigten sich die Feuchtigkeitsflecken auch im Schlafzimmer der Klägerin unterhalb dieses einbezogenen Raumes. Von einer schon bisher in gleicher Weise bestehenden Substanzgefährdung kann schon deshalb keine Rede sein. Die durch die Umbauarbeiten herbeigeführte Gefahr der Durchfeuchtung der Träme ist durch das Verhalten der Beklagten somit wesentlich erhöht worden.

Zu Recht hat das Erstgericht den erheblich nachteiligen Gebrauch durch die Beklagte angenommen und die Aufkündigung für rechtswirksam erklärt, sodaß sein Urteil wiederherzustellen ist.

Die Entscheidung über Kosten des Rechtsmittelverfahrens beruht auf den §§ 41 und 50 ZPO.

Textnummer

E35554

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:0010OB00562.94.0530.000

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.01.2013

Dokumentnummer

JJT_19940530_OGH0002_0010OB00562_9400000_000