Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 4Ob339/61 4Ob302/63 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078301

Geschäftszahl

4Ob339/61; 4Ob302/63; 4Ob342/65; 4Ob347/65; 4Ob307/66; 4Ob342/66; 4Ob316/69; 4Ob356/69; 4Ob314/72; 4Ob309/73; 4Ob337/73; 4Ob362/74 (4Ob363/74); 4Ob306/76; 4Ob383/76; 4Ob323/77; 4Ob364/77; 4Ob408/77; 4Ob385/78; 4Ob382/79; 4Ob405/79; 4Ob407/83; 4Ob312/84; 4Ob308/86; 4Ob354/87; 4Ob365/87; 4Ob361/87; 4Ob387/87; 4Ob390/87; 4Ob13/88; 4Ob410/87; 4Ob6/89; 4Ob78/89; 4Ob55/90; 4Ob137/90; 4Ob126/90; 4Ob13/93; 4Ob64/93; 4Ob113/93; 4Ob112/93; 4Ob84/94; 4Ob11/95; 4Ob37/95; 4Ob34/95; 4Ob73/95; 4Ob2228/96t; 4Ob173/97p; 4Ob157/98m; 4Ob70/99v; 4Ob93/00f; 4Ob164/00x; 4Ob4/01v; 4Ob275/01x; 4Ob99/02s; 4Ob262/03p; 4Ob243/03v; 4Ob38/04y; 4Ob127/07s; 4Ob111/10t; 4Ob68/13y; 4Ob201/13g; 4Ob175/15m; 4Ob250/16t

Entscheidungsdatum

10.10.1961

Norm

UWG §2 C2b

Rechtssatz

Für die marktschreierische Anpreisung ist wesentlich, dass sie sofort von niemandem wörtlich ernst genommen wird. Es muss sich um eine nicht wörtlich zu nehmende, bloß reklamehafte Übertreibung handeln, die jedermann den sogleich erkennbaren Eindruck vermittelt, es handle sich hier nur um eine ohne Anspruch auf Glaubwürdigkeit und Gültigkeit auftretende Anpreisung; im Zweifel, ob eine marktschreierische Anpreisung oder eine ernst gemeinte Behauptung vorliegt, ist immer das letztere anzunehmen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 339/61
    Entscheidungstext OGH 10.10.1961 4 Ob 339/61
    Veröff: JBl 1962,331 = ÖBl 1962,49
  • 4 Ob 302/63
    Entscheidungstext OGH 12.02.1963 4 Ob 302/63
    Beisatz: Gelee royale. (T1)
    Veröff: JBl 1964,91 = ÖBl 1963,110
  • 4 Ob 342/65
    Entscheidungstext OGH 28.07.1965 4 Ob 342/65
    Veröff: ÖBl 1966,7 = GRURAusl 1966,334
  • 4 Ob 347/65
    Entscheidungstext OGH 05.10.1965 4 Ob 347/65
    Veröff: GRURInt 1967,220
  • 4 Ob 307/66
    Entscheidungstext OGH 22.02.1966 4 Ob 307/66
    Veröff: ÖBl 1966,65
  • 4 Ob 342/66
    Entscheidungstext OGH 20.12.1966 4 Ob 342/66
    Veröff: ÖBl 1967,38
  • 4 Ob 316/69
    Entscheidungstext OGH 22.04.1969 4 Ob 316/69
    Veröff: EvBl 1969/428 S 665 = ÖBl 1969,82
  • 4 Ob 356/69
    Entscheidungstext OGH 25.11.1969 4 Ob 356/69
    Veröff: ÖBl 1970,52
  • 4 Ob 314/72
    Entscheidungstext OGH 25.04.1972 4 Ob 314/72
    Veröff: ÖBl 1973,55
  • 4 Ob 309/73
    Entscheidungstext OGH 27.03.1973 4 Ob 309/73
    nur: Für die marktschreierische Anpreisung ist wesentlich, daß sie sofort von niemandem wörtlich ernst genommen wird. (T2)
    Veröff: ÖBl 1973,131
  • 4 Ob 337/73
    Entscheidungstext OGH 11.12.1973 4 Ob 337/73
  • 4 Ob 362/74
    Entscheidungstext OGH 14.01.1975 4 Ob 362/74
    nur T2; Beisatz: Wir sind besser als die anderen. (T3)
    Veröff: ÖBl 1975,146
  • 4 Ob 306/76
    Entscheidungstext OGH 02.03.1976 4 Ob 306/76
    Beisatz: Erfolgreichster Rennski. (T4)
  • 4 Ob 383/76
    Entscheidungstext OGH 15.11.1976 4 Ob 383/76
    Beisatz: Fotobestpreisgarantie und Filmbestpreisgarantie "In Österreich konkurrenzlos". (T5); nur T2
  • 4 Ob 323/77
    Entscheidungstext OGH 22.03.1977 4 Ob 323/77
    Veröff: ÖBl 1977,68
  • 4 Ob 364/77
    Entscheidungstext OGH 13.09.1977 4 Ob 364/77
    Beisatz: Fliesen aus aller Welt: Billiger als in aller Welt. (T6)
    Veröff: ÖBl 1978,31
  • 4 Ob 408/77
    Entscheidungstext OGH 21.02.1978 4 Ob 408/77
    Auch; Beisatz: Jolly muß her, denn Jolly kann mehr! (T7)
    Veröff: ÖBl 1978,64
  • 4 Ob 385/78
    Entscheidungstext OGH 17.10.1978 4 Ob 385/78
    Beisatz: Auch hier gilt, dass der Beurteilung einer Werbeaussage nicht deren einzelne Teile zugrunde gelegt werden dürfen, sondern dass immer von dem beanstandeten Text in seiner Gesamtheit auszugehen und auf den Gesamteindruck der Ankündigung abzustellen ist. Hier: "Der Größte bei Schuhen - Der Kleinste bei Preisen" = keine bloß marktschreierische Reklame. (T8)
  • 4 Ob 382/79
    Entscheidungstext OGH 16.10.1979 4 Ob 382/79
    nur: Im Zweifel, ob eine marktschreierische Anpreisung oder eine ernst gemeinte Behauptung vorliegt, ist immer das letztere anzunehmen. (T9)
    Beis wie T8; Beisatz: Hier: Das kann nur der Hartlauer. (T10)
    Veröff: ÖBl 1980,44
  • 4 Ob 405/79
    Entscheidungstext OGH 18.12.1979 4 Ob 405/79
    Veröff: ÖBl 1980,73
  • 4 Ob 407/83
    Entscheidungstext OGH 10.01.1984 4 Ob 407/83
    nur T2; nur T9; Beisatz: Die sogenannte "marktschreierische Anpreisung" wird sogleich als Übertreibung aufgefasst und damit von jedermann unschwer auf ihren tatsächlichen Gehalt zurückgeführt, welcher deutlich erkennbar nicht in einer ernstzunehmenden Tatsachenbehauptung, sondern in einer ohne Anspruch auf Glaubwürdigkeit auftretenden reklamehaften Anpreisung liegt. - "hält Beine geruchlos". (T11)
    Veröff: ÖBl 1984,73
  • 4 Ob 312/84
    Entscheidungstext OGH 21.02.1984 4 Ob 312/84
    nur: Für die marktschreierische Anpreisung ist wesentlich, dass sie sofort von niemandem wörtlich ernst genommen wird. Es muss sich um eine nicht wörtlich zu nehmende, bloß reklamehafte Übertreibung handeln, die jedermann den sogleich erkennbaren Eindruck vermittelt, es handle sich hier nur um eine ohne Anspruch auf Glaubwürdigkeit und Gültigkeit auftretende Anpreisung (T12)
    Beisatz: Wir sind immer billiger. (T13)
  • 4 Ob 308/86
    Entscheidungstext OGH 25.03.1986 4 Ob 308/86
    nur T12; Veröff: ÖBl 1987,49
  • 4 Ob 354/87
    Entscheidungstext OGH 19.05.1987 4 Ob 354/87
    Auch; Beisatz: Hier: Behauptung, die "BEZIRKSJOURNALE" würden "Seite für Seite, Artikel für Artikel, Anzeige für Anzeige" gelesen. - " Das BEZIRKSJOURNAL - die Lieblingszeitung der Wiener". (T14)
    Veröff: MR 1987 H4,144 (Korn)
  • 4 Ob 365/87
    Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 365/87
    nur T2; Beis wie T11; Beisatz: Ob im einzelnen Fall eine solche Übertreibung oder eine ernst zu nehmende Tatsachenbehauptung vorliegt, hängt ua von der Person des Werbenden und dem Schauplatz der Werbeankündigung, aber auch von der Form der Werbung ab. Werbeankündigungen bedeutender Unternehmen werden im allgemeinen eher ernst genommen als jene kleiner Kaufleute. - "Neue Vorarlberger Tageszeitung, schneller, aktueller". (T15)
    Veröff: SZ 60/211 = WBl 1988,53
  • 4 Ob 361/87
    Entscheidungstext OGH 15.09.1987 4 Ob 361/87
    nur T2, Beisatz: Kaufen Sie jetzt keine Möbel. (T16)
    Veröff: ÖBl 1988,46 = WBl 1988,21
  • 4 Ob 387/87
    Entscheidungstext OGH 15.12.1987 4 Ob 387/87
    nur T12; Veröff: ÖBl 1989,50
  • 4 Ob 390/87
    Entscheidungstext OGH 15.12.1987 4 Ob 390/87
    Auch; nur T12; Beisatz: Sieben von zehn Vorarlbergern lesen VN. (T17)
    Veröff: ÖBl 1989,42 = WBl 1988,157 = MR 1988,100
  • 4 Ob 13/88
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 4 Ob 13/88
    Auch; Veröff: WBl 1988,336
  • 4 Ob 410/87
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 4 Ob 410/87
    nur T9; Beisatz: Im Zweifel ist vom Vorliegen eines Tatsachenkerns auszugehen. (T18)
    Veröff: MR 1988,166 = ÖBl 1989,45
  • 4 Ob 6/89
    Entscheidungstext OGH 13.06.1989 4 Ob 6/89
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Hier: "Preisboxer DOGRO" und "DOGRO - Preise alle absolut sensationell in Österreich" werden vom angesprochenen Publikum auch nicht wörtlich verstanden, sondern nur als Übertreibung angesehen, weil niemand annehmen wird, ein Lebensmittel - Supermarkt habe immer und zu jeder Zeit bei jeden einzelnen von zahlreichen angebotenen Waren die niedrigsten Preise. (T19)
  • 4 Ob 78/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 4 Ob 78/89
    Veröff: ÖBl 1990,113 = MR 1990,31
  • 4 Ob 55/90
    Entscheidungstext OGH 24.04.1990 4 Ob 55/90
    Auch
  • 4 Ob 137/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 137/90
    Auch; nur T12; Veröff: ÖBl 1991,81
  • 4 Ob 126/90
    Entscheidungstext OGH 25.09.1990 4 Ob 126/90
    Beisatz: Daueraktionspreise. (T20)
    Veröff: ÖBl 1991,157
  • 4 Ob 13/93
    Entscheidungstext OGH 26.01.1993 4 Ob 13/93
    nur T9; Veröff: WBl 1993,231
  • 4 Ob 64/93
    Entscheidungstext OGH 29.06.1993 4 Ob 64/93
    Beisatz: Wir machen das einhundertfache aus Ihren Banknoten. (T21)
  • 4 Ob 113/93
    Entscheidungstext OGH 12.10.1993 4 Ob 113/93
    Beisatz: Hier: "News" - eintausend Schilling - Gewinnjeton. (T22)
  • 4 Ob 112/93
    Entscheidungstext OGH 02.11.1993 4 Ob 112/93
  • 4 Ob 84/94
    Entscheidungstext OGH 19.09.1994 4 Ob 84/94
    Beisatz: Führerschein auf Anhieb. (T23)
  • 4 Ob 11/95
    Entscheidungstext OGH 31.01.1995 4 Ob 11/95
    nur T12; Beisatz: Hier: Die Aussage, das Waschmittel habe "wesentlich mehr Waschkraft" als herkömmliche Pulver, wird aber zumindest von einem nicht unerheblichen Teil der angesprochenen Verkehrskreise ernst genommen. (T24)
  • 4 Ob 37/95
    Entscheidungstext OGH 09.05.1995 4 Ob 37/95
    Auch; nur T2; nur T9; Beisatz: Bei Verbindung der Aussage, die eigene Zeitung sei "besser" als alle anderen, mit einer Preisgegenüberstellung kann nicht mehr von einer bloß marktschreierischen, von niemandem ernstgemeinten Äußerung gesprochen werden. (T25) Veröff: SZ 68/89
  • 4 Ob 34/95
    Entscheidungstext OGH 23.05.1995 4 Ob 34/95
    Auch; nur T2; nur T9; Beis wie T25
  • 4 Ob 73/95
    Entscheidungstext OGH 19.09.1995 4 Ob 73/95
    nur T12; Beis wie T11
  • 4 Ob 2228/96t
    Entscheidungstext OGH 01.10.1996 4 Ob 2228/96t
    nur T12, Beis wie T11
  • 4 Ob 173/97p
    Entscheidungstext OGH 09.09.1997 4 Ob 173/97p
    Vgl auch; Beis wie T11 nur: Die sogenannte "marktschreierische Anpreisung" wird sogleich als Übertreibung aufgefaßt und damit von jedermann unschwer auf ihren tatsächlichen Gehalt zurückgeführt, welcher deutlich erkennbar nicht in einer ernstzunehmenden Tatsachenbehauptung, sondern in einer ohne Anspruch auf Glaubwürdigkeit auftretenden reklamehaften Anpreisung liegt. (T26)
  • 4 Ob 157/98m
    Entscheidungstext OGH 12.08.1998 4 Ob 157/98m
    Auch; nur T2; Beis wie T26
  • 4 Ob 70/99v
    Entscheidungstext OGH 23.03.1999 4 Ob 70/99v
    Auch; Beisatz: Hier: "Bester Optiker Europas". (T27)
  • 4 Ob 93/00f
    Entscheidungstext OGH 12.04.2000 4 Ob 93/00f
    Auch; Beis wie T11 nur: Die sogenannte "marktschreierische Anpreisung" wird sogleich als Übertreibung aufgefaßt und damit von jedermann unschwer auf ihren tatsächlichen Gehalt zurückgeführt, welcher deutlich erkennbar nicht in einer ernstzunehmenden Tatsachenbehauptung, sondern in einer ohne Anspruch auf Glaubwürdigkeit auftretenden reklamehaften Anpreisung liegt. (T28)
  • 4 Ob 164/00x
    Entscheidungstext OGH 15.06.2000 4 Ob 164/00x
    Vgl auch; Beis wie T28
  • 4 Ob 4/01v
    Entscheidungstext OGH 16.01.1901 4 Ob 4/01v
    Auch; Beis wie T11
  • 4 Ob 275/01x
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 4 Ob 275/01x
    Vgl auch; Beisatz: Hat die beanstandete Aussage einen eindeutigen (unrichtigen) Inhalt, braucht die Unklarheitenregel gar nicht herangezogen zu werden. (T29)
  • 4 Ob 99/02s
    Entscheidungstext OGH 02.07.2002 4 Ob 99/02s
    Auch
  • 4 Ob 262/03p
    Entscheidungstext OGH 20.01.2004 4 Ob 262/03p
    Vgl auch; Beis wie T26; Beisatz: "Bestpreis". (T30)
  • 4 Ob 243/03v
    Entscheidungstext OGH 20.01.2004 4 Ob 243/03v
    Auch; nur T12; Beisatz: Bei der marktschreierischen Anpreisung genügt es, dass der sachlich nachprüfbare Tatsachenkern der Wahrheit entspricht. (T31)
    Die Aussage, das neue Geschirrspülmittel der Beklagten steigere den Glanz der damit gespülten Gläser "um 100%", wird keineswegs von jedermann sogleich als nicht ernst gemeinte reklamehafte Übertreibung aufgefasst. (T32)
  • 4 Ob 38/04y
    Entscheidungstext OGH 04.05.2004 4 Ob 38/04y
    Auch; Beisatz: Im Zweifel ist stets eine ernst gemeinte Tatsachenbehauptung anzunehmen. (T33); Beisatz: Hier: Werbeeinschaltung einer Gratiswochenzeitung: "Maximale Reichweite, maximaler Erfolg". (T34)
  • 4 Ob 127/07s
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 127/07s
    Auch
  • 4 Ob 111/10t
    Entscheidungstext OGH 09.11.2010 4 Ob 111/10t
  • 4 Ob 68/13y
    Entscheidungstext OGH 09.07.2013 4 Ob 68/13y
    Vgl auch
  • 4 Ob 201/13g
    Entscheidungstext OGH 20.01.2014 4 Ob 201/13g
    Beisatz: Auch marktschreierische Anpreisungen lassen sich zumeist auf einen sachlich nachprüfbaren Tatsachenkern zurückführen, der von Werbeadressaten ernst genommen wird und daher bei Unrichtigkeit zur Irreführung geeignet ist. (T35)
  • 4 Ob 175/15m
    Entscheidungstext OGH 20.10.2015 4 Ob 175/15m
    Ähnlich; Beis wie T8 nur: Auch hier gilt, dass der Beurteilung einer Werbeaussage nicht deren einzelne Teile zugrunde gelegt werden dürfen, sondern dass immer von dem beanstandeten Text in seiner Gesamtheit auszugehen und auf den Gesamteindruck der Ankündigung abzustellen ist. (T36)
  • 4 Ob 250/16t
    Entscheidungstext OGH 03.05.2017 4 Ob 250/16t
    Auch; nur T9; Beis wie T33

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0078301

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.06.2017

Dokumentnummer

JJR_19611010_OGH0002_0040OB00339_6100000_001

Rechtssatz für 4Ob320/74 4Ob129/92 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078652

Geschäftszahl

4Ob320/74; 4Ob129/92; 4Ob113/93

Entscheidungsdatum

07.05.1974

Norm

UWG §2 C2a

Rechtssatz

Maßgebend ist der Inhalt der Ankündigung und nicht, welchen Vorgang der Ankündigende tatsächlich eingehalten hat.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 320/74
    Entscheidungstext OGH 07.05.1974 4 Ob 320/74
    Beisatz: Einhundert Schilling-Gutscheine (T1) Veröff: ÖBl 1974,119
  • 4 Ob 129/92
    Entscheidungstext OGH 26.01.1993 4 Ob 129/92
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Vortäuschen eines individuellen Preisnachlasses für diejenigen, der eine einhundert Schilling-Note mit einer "vier" in der Seriennummer vorweist. (T2)
  • 4 Ob 113/93
    Entscheidungstext OGH 12.10.1993 4 Ob 113/93
    Auch; Beisatz: Zu den geschäftlichen Verhältnissen gehören auch Zugaben; auch Angaben darüber betreffen einen Umstand, der für den Kaufentschluß wesentlich sein kann. -"News"- Eintausend Schilling-Gewinnjeton". (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0078652

Dokumentnummer

JJR_19740507_OGH0002_0040OB00320_7400000_003

Rechtssatz für 4Ob366/75 4Ob393/78 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078510

Geschäftszahl

4Ob366/75; 4Ob393/78; 4Ob401/81; 4Ob373/82; 4Ob387/86; 4Ob390/87; 4Ob374/87; 4Ob108/88; 4Ob103/88; 4Ob7/91; 4Ob6/92; 4Ob113/93; 4Ob95/94; 4Ob332/98x; 4Ob156/99s; 4Ob41/08w

Entscheidungsdatum

03.02.1976

Norm

UWG §2 C2a
ZugG §1

Rechtssatz

Ob im Sinne § 1 Abs 1 ZugG eine Zugabe angekündigt oder angeboten wird, ist nach objektiven Grundsätzen zu beurteilen. Wie nach § 2 UWG, entscheidet auch hier regelmäßig die Verkehrsauffassung, also der Eindruck, den der Durchschnittsinteressent bei auch nur flüchtiger Wahrnehmung der betreffenden Werbebehauptung gewinnt; dabei muss der Ankündigende im Fall der Mehrdeutigkeit seiner Ankündigung immer die für ihn ungünstigere Auslegung gegen sich gelten lassen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 366/75
    Entscheidungstext OGH 03.02.1976 4 Ob 366/75
    Beisatz: Autowaschen gratis. (T1) Veröff: SZ 49/12 = EvBl 1976/239 S 520 = ÖBl 1976,108
  • 4 Ob 393/78
    Entscheidungstext OGH 28.11.1978 4 Ob 393/78
    Veröff: ÖBl 1979,107
  • 4 Ob 401/81
    Entscheidungstext OGH 03.11.1981 4 Ob 401/81
    Beisatz: Autobusfahrt und Digitaluhr. (T2)
  • 4 Ob 373/82
    Entscheidungstext OGH 21.09.1982 4 Ob 373/82
    nur: Dabei muss der Ankündigende im Fall der Mehrdeutigkeit seiner Ankündigung immer die für ihn ungünstigere Auslegung gegen sich gelten lassen. (T3) Beisatz: Kurier - Fußballweltmeisterschaftsspielkarten. (T4) Veröff: ÖBl 1983,89
  • 4 Ob 387/86
    Entscheidungstext OGH 07.04.1987 4 Ob 387/86
    nur T3; Beisatz: Gutscheine für Gratis-Zeitungsanzeigen. (T5) Veröff: SZ 69/61 = MR 1987,104 = GRURInt 1988,694 = ÖBl 1987,67
  • 4 Ob 390/87
    Entscheidungstext OGH 15.12.1987 4 Ob 390/87
    nur T3; Beisatz: Sieben von zehn Vorarlbergern lesen VN. (T6) Veröff: WBl 1988,157 = ÖBl 1989,42 = MR 1988,100
  • 4 Ob 374/87
    Entscheidungstext OGH 19.01.1988 4 Ob 374/87
    nur T3
  • 4 Ob 108/88
    Entscheidungstext OGH 13.12.1988 4 Ob 108/88
    nur T3
  • 4 Ob 103/88
    Entscheidungstext OGH 10.01.1989 4 Ob 103/88
    nur T3; Veröff: RdW 1989,192
  • 4 Ob 7/91
    Entscheidungstext OGH 26.02.1991 4 Ob 7/91
    Auch; Veröff: MR 1991,164
  • 4 Ob 6/92
    Entscheidungstext OGH 28.01.1992 4 Ob 6/92
    nur T3; Veröff: ÖBl 1992,56 = MR 1992,169 (Korn)
  • 4 Ob 113/93
    Entscheidungstext OGH 12.10.1993 4 Ob 113/93
    Auch; Beisatz: Zu den geschäftlichen Verhältnissen gehören auch Zugaben; auch Angaben darüber betreffen einen Umstand, der für den Kaufentschluss wesentlich sein kann. -"News"- Eintausend Schilling-Gewinnjeton. (T7)
  • 4 Ob 95/94
    Entscheidungstext OGH 04.10.1994 4 Ob 95/94
  • 4 Ob 332/98x
    Entscheidungstext OGH 26.01.1999 4 Ob 332/98x
  • 4 Ob 156/99s
    Entscheidungstext OGH 19.10.1999 4 Ob 156/99s
    Auch; nur T3
  • 4 Ob 41/08w
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 4 Ob 41/08w
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Für Wiener Zeitung und Amtsblatt Zugabeneigenschaft verneint. (T8)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0078510

Zuletzt aktualisiert am

17.09.2008

Dokumentnummer

JJR_19760203_OGH0002_0040OB00366_7500000_003

Rechtssatz für 4Ob364/77 4Ob385/78 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0077872

Geschäftszahl

4Ob364/77; 4Ob385/78; 4Ob312/84; 4Ob414/87; 4Ob13/88; 4Ob113/93; 4Ob112/93; 4Ob43/02f; 4Ob244/02i; 4Ob111/10t; 4Ob94/14y

Entscheidungsdatum

13.09.1977

Norm

UWG §1 D1a
UWG §2 C2b

Rechtssatz

Dass der Geschäftsverkehr eine bestimmte Werbebehauptung als nicht wörtlich aufzufassende Übertreibung ansieht, schließt nicht aus, dass die betreffende Ankündigung unter Umständen doch in einem bestimmten, eingeschränkten Umfang als sachbezogene Aussage ernst genommen wird; auch Ausdrücke und Wendungen, die erkennbar als reklamehafte Übertreibungen verstanden werden, lassen sich sehr oft nach Abzug dieses Übermaßes doch noch auf einen sachlich nachprüfbaren "Tatsachenkern" - etwa auf die Behauptung erstklassiger Qualität oder besonders günstiger Preise - zurückführen, welcher durchaus ernst genommen wird und daher im Fall seiner Unrichtigkeit zur Irreführung geeignet ist. (Fliesen aus aller Welt "Billiger als in aller Welt").

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 364/77
    Entscheidungstext OGH 13.09.1977 4 Ob 364/77
    Veröff: ÖBl 1978,31
  • 4 Ob 385/78
    Entscheidungstext OGH 17.10.1978 4 Ob 385/78
    Auch; Beisatz: "Der Größte bei Schuhen - Der Kleinste bei Preisen" = keine bloß marktschreierische Reklame. (T1) Veröff: ÖBl 1979,66
  • 4 Ob 312/84
    Entscheidungstext OGH 21.02.1984 4 Ob 312/84
    Beisatz: Der Anpreisung "Wir sind immer billiger" lässt sich die konkrete Behauptung einer besonders preisgünstigen Einkaufsgelegenheit entnehmen. - "Wir sind immer billiger". (T2) Veröff: ÖBl 1984,97
  • 4 Ob 414/87
    Entscheidungstext OGH 09.02.1988 4 Ob 414/87
    Beisatz: Hier: Deutlich als Ursprungsbezeichnung formulierte Angabe "vom Gutshof" für Herstellung von Fertiggerichten in Fabrik. (T3) Veröff: SZ 61/22 = JBl 1988,651 = ern 1989,177
  • 4 Ob 13/88
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 4 Ob 13/88
    Auch; Veröff: WBl 1988,336 = ÖBl 1988,126
  • 4 Ob 113/93
    Entscheidungstext OGH 12.10.1993 4 Ob 113/93
    Beisatz: "News" - Eintausend Schilling-Gewinnjeton. (T4)
  • 4 Ob 112/93
    Entscheidungstext OGH 02.11.1993 4 Ob 112/93
  • 4 Ob 43/02f
    Entscheidungstext OGH 22.04.2002 4 Ob 43/02f
    Vgl auch; Beisatz: Hier verwendete Wortwahl: "... Und Sie fragen sich, ob Sie in der letzten Zeit nicht vielleicht doch zuviel bei Ihrer Druckerei bezahlt haben. (...) weil wir einfach wendiger sind, schneller und effizienter drucken, und das rund um die Uhr". (T5)
  • 4 Ob 244/02i
    Entscheidungstext OGH 17.12.2002 4 Ob 244/02i
  • 4 Ob 111/10t
    Entscheidungstext OGH 09.11.2010 4 Ob 111/10t
    Auch
  • 4 Ob 94/14y
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 94/14y
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0077872

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.08.2014

Dokumentnummer

JJR_19770913_OGH0002_0040OB00364_7700000_001