Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob380/55 1Ob626/92 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017660

Geschäftszahl

3Ob380/55; 1Ob626/92; 6Ob71/99f; 7Ob209/02i

Entscheidungsdatum

26.10.1955

Norm

ABGB §906
ZPO §410

Rechtssatz

Die Abfindungsbefugnis entsteht bereits damit, daß die Erklärung, einen Abfindungsbetrag annehmen zu wollen, dem Beklagten zukommt.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 380/55
    Entscheidungstext OGH 26.10.1955 3 Ob 380/55
    Veröff: JBl 1956,291 = SZ 28/236
  • 1 Ob 626/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 1 Ob 626/92
    Auch; Beisatz: Die Einräumung einer Lösungsbefugnis erfolgt durch einseitige Willenserklärung, die mit ihrem Zugang an den Erklärungsempfänger bindend wird. (T1); Veröff: SZ 65/156 = EvBl 1993/118 S 519
  • 6 Ob 71/99f
    Entscheidungstext OGH 28.05.1999 6 Ob 71/99f
    Vgl auch
  • 7 Ob 209/02i
    Entscheidungstext OGH 25.09.2002 7 Ob 209/02i
    Vgl auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0017660

Dokumentnummer

JJR_19551026_OGH0002_0030OB00380_5500000_001

Rechtssatz für 5Ob337/62 6Ob880/82 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0041484

Geschäftszahl

5Ob337/62; 6Ob880/82; 8Ob518/88; 1Ob707/88; 1Ob626/92; 6Ob71/99f; 7Ob164/10h; 1Ob246/14d

Entscheidungsdatum

07.06.1963

Norm

ZPO §410

Rechtssatz

Die Alternativermächtigung ist überhaupt nicht Gegenstand der richterlichen Entscheidung Sie ist nur, falls der Klage stattgegeben wird, in den Urteilsspruch aufzunehmen. Im Falle der Klagsabweisung wird sie gegenstandslos.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 337/62
    Entscheidungstext OGH 07.06.1963 5 Ob 337/62
  • 6 Ob 880/82
    Entscheidungstext OGH 07.04.1983 6 Ob 880/82
    Beisatz: Entscheidung über die als Lösungsbefugnis anzusehende Leistung verstößt gegen § 405 ZPO, da die Lösungsbefugnis nicht Streitgegenstand ist. (T1)
  • 8 Ob 518/88
    Entscheidungstext OGH 11.02.1988 8 Ob 518/88
    Vgl; Beisatz: Streitwertbewertung gemäß § 500 Abs 2 Z 3 ZPO. (T2)
  • 1 Ob 707/88
    Entscheidungstext OGH 01.03.1989 1 Ob 707/88
    Vgl; Beis wie T1; Veröff: SZ 62/33 = IPRax 1991,60 (Hoyer)
  • 1 Ob 626/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 1 Ob 626/92
    Auch; Veröff: SZ 65/156 = EvBl 1993/118 S 519
  • 6 Ob 71/99f
    Entscheidungstext OGH 28.05.1999 6 Ob 71/99f
    Vgl auch; nur: Die Alternativermächtigung ist überhaupt nicht Gegenstand der richterlichen Entscheidung Sie ist nur, falls der Klage stattgegeben wird, in den Urteilsspruch aufzunehmen. (T3)
  • 7 Ob 164/10h
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 7 Ob 164/10h
    Veröff: SZ 2010/149
  • 1 Ob 246/14d
    Entscheidungstext OGH 03.03.2015 1 Ob 246/14d
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0041484

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.05.2015

Dokumentnummer

JJR_19630607_OGH0002_0050OB00337_6200000_002

Rechtssatz für 4Ob534/72 1Ob626/92 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0041477

Geschäftszahl

4Ob534/72; 1Ob626/92; 3Ob562/95; 6Ob71/99f; 7Ob209/02i; 7Ob164/10h; 1Ob246/14d

Entscheidungsdatum

21.03.1972

Norm

ZPO §410

Rechtssatz

Die Lösungsbefugnis im Sinne des § 410 ZPO ist überhaupt keine gerichtliche Entscheidung oder sonstige Willenserklärung, sondern nur eine in das Urteil aufgenommene Beurkundung einer privatrechtlich erheblichen Erklärung des Klägers ohne Urteilswirkung oder Vollstreckungswirkung. Exekution kann nur zur Hereinbringung der primär geforderten Leistung geführt werden, während der Ausspruch der Lösungsbefugnis nicht exequierbar ist.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 534/72
    Entscheidungstext OGH 21.03.1972 4 Ob 534/72
  • 1 Ob 626/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 1 Ob 626/92
    Auch; Veröff: SZ 65/156 = EvBl 1993/118 S 519
  • 3 Ob 562/95
    Entscheidungstext OGH 13.09.1995 3 Ob 562/95
    Veröff: SZ 68/161
  • 6 Ob 71/99f
    Entscheidungstext OGH 28.05.1999 6 Ob 71/99f
    Vgl auch; nur: Die Lösungsbefugnis im Sinne des § 410 ZPO ist überhaupt keine gerichtliche Entscheidung oder sonstige Willenserklärung, sondern nur eine in das Urteil aufgenommene Beurkundung einer privatrechtlich erheblichen Erklärung des Klägers ohne Urteilswirkung oder Vollstreckungswirkung. (T1); Beisatz: Der Beurkundungsanspruch ist ein Anspruch eigener Art, über den zwar zugleich mit der Sachentscheidung (tunlichst im Spruch der Entscheidung) zu entscheiden ist, aber nicht in Urteilsform, weil mit dem Urteil nur über das Rechtsschutzbegehren zu entscheiden ist. Der in den Spruch aufgenommene Beurkundungsakt ist gleichzeitig der Vollzug des nur implizit ausgedrückten Bewilligungsbeschlusses. Die Ablehnung der Beurkundung hat in Beschlußform zu ergehen. (T2)
  • 7 Ob 209/02i
    Entscheidungstext OGH 25.09.2002 7 Ob 209/02i
    Vgl auch; Beisatz: Die Lösungsbefugnis ist daher nicht Streitgegenstand, vom Richter nicht zu prüfen, sondern nur, wie vom Kläger beantragt, im Falle der Klagsstatgebung in das Urteil aufzunehmen. Ein diesbezüglicher Ausspruch kann daher für eine nachfolgende Interessenklage keine Bindungswirkung entfalten. (T3)
  • 7 Ob 164/10h
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 7 Ob 164/10h
    Auch; Veröff: SZ 2010/149
  • 1 Ob 246/14d
    Entscheidungstext OGH 03.03.2015 1 Ob 246/14d
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0041477

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.05.2015

Dokumentnummer

JJR_19720321_OGH0002_0040OB00534_7200000_001

Rechtssatz für 7Ob711/80 1Ob772/82 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017310

Geschäftszahl

7Ob711/80; 1Ob772/82; 3Ob104/86; 6Ob512/88; 2Ob45/89 (2Ob46/89); 1Ob626/92; 2Ob102/98h; 2Ob332/99h; 8ObS119/02m; 3Ob151/03g; 6Ob229/04a; 2Ob55/07t; 6Ob120/14m; 1Ob54/16x; 2Ob152/16s

Entscheidungsdatum

18.12.1980

Norm

ABGB §891
ABGB §893
ABGB §894

Rechtssatz

Die gänzliche oder teilweise Erfüllung befreit alle Mitschuldner objektiv von ihrer Schuldverbindlichkeit im Umfange der Erfüllung. Hingegen wirkt der vom Gläubiger bloß einem Mitschuldner gewährte Schulderlass im Hinblick auf die Regelung des § 894 ABGB (.... die Nachsicht oder die Befreiung, welche ein Mitschuldner für seine Person erhält, kommt den übrigen nicht zustatten) in der Regel nur (subjektiv) diesem gegenüber.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 711/80
    Entscheidungstext OGH 18.12.1980 7 Ob 711/80
  • 1 Ob 772/82
    Entscheidungstext OGH 07.02.1983 1 Ob 772/82
    nur: Hingegen wirkt der vom Gläubiger bloß einem Mitschuldner gewährte Schulderlass im Hinblick auf die Regelung des § 894 ABGB (.... die Nachsicht oder die Befreiung, welche ein Mitschuldner für seine Person erhält, kommt den übrigen nicht zustatten) in der Regel nur (subjektiv) diesem gegenüber. (T1)
    Beisatz: Welche Wirkung beabsichtigt war, ist Auslegungsfrage. (T2)
    Veröff: SZ 56/21 = JBl 1983,537
  • 3 Ob 104/86
    Entscheidungstext OGH 10.12.1986 3 Ob 104/86
    Vgl aber; nur T1; Beisatz: Ist Zweck des Schulderlasses die gänzliche Befreiung eines Mitschuldners, so kommt er auch dem anderen Mitschuldner zugute, der im Innenverhältnis Anspruch auf Regress hätte. (T3)
  • 6 Ob 512/88
    Entscheidungstext OGH 25.02.1988 6 Ob 512/88
    Auch; Veröff: ÖBA 1988,844
  • 2 Ob 45/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 2 Ob 45/89
    nur T1; Veröff: ZVR 1990/81 S 229
  • 1 Ob 626/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 1 Ob 626/92
    Auch; nur: Die gänzliche oder teilweise Erfüllung befreit alle Mitschuldner objektiv von ihrer Schuldverbindlichkeit im Umfange der Erfüllung. (T4)
    Beisatz: Da der Gläubiger die Leistung nur einmal beanspruchen kann, muss die Erfüllung einer Gesamtschuld begriffsmäßig für und gegen alle Schuldner wirken. (T5)
    Veröff: SZ 65/156
  • 2 Ob 102/98h
    Entscheidungstext OGH 23.04.1998 2 Ob 102/98h
    Vgl
  • 2 Ob 332/99h
    Entscheidungstext OGH 23.12.1999 2 Ob 332/99h
    nur T1
  • 8 ObS 119/02m
    Entscheidungstext OGH 19.09.2002 8 ObS 119/02m
    Auch; nur T4; Beisatz: Hier: Der Haftungsumfang des Veräußerers gemäß § 6 Abs 2 AVRAG wird durch Leistung einer "Zwischenabfertigung" seitens des Erwerbers im Ausmaß dieser Zahlung reduziert. (T6)
  • 3 Ob 151/03g
    Entscheidungstext OGH 28.04.2004 3 Ob 151/03g
    nur T1; Beis wie T2; Beis wie T5
  • 6 Ob 229/04a
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 6 Ob 229/04a
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 2 Ob 55/07t
    Entscheidungstext OGH 17.12.2007 2 Ob 55/07t
    nur T1; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 6 Ob 120/14m
    Entscheidungstext OGH 29.01.2015 6 Ob 120/14m
    Vgl; Beis wie T2
  • 1 Ob 54/16x
    Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 54/16x
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T5
  • 2 Ob 152/16s
    Entscheidungstext OGH 27.10.2016 2 Ob 152/16s
    Vgl; Veröff: SZ 2016/112

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0017310

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19801218_OGH0002_0070OB00711_8000000_001

Rechtssatz für 7Ob711/80 5Ob758/81 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017435

Geschäftszahl

7Ob711/80; 5Ob758/81; 6Ob512/88; 1Ob626/92; 10Ob58/05k; 6Ob109/05f; 3Ob17/07g; 7Ob17/10s; 1Ob54/16x

Entscheidungsdatum

18.12.1980

Norm

ABGB §891
ABGB §893
ABGB §894

Rechtssatz

Haften dem Gläubiger mehrere Schuldner solidarisch (als Gesamtschuldner) für dieselbe Forderung, so steht es im Belieben des Gläubigers, in welcher Reihenfolge und in welchem Verhältnis er die einzelnen Mitschuldner in Anspruch nimmt. Allerdings kann der Gläubiger die Schuld nur einmal tatsächlich erhalten.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 711/80
    Entscheidungstext OGH 18.12.1980 7 Ob 711/80
  • 5 Ob 758/81
    Entscheidungstext OGH 12.01.1982 5 Ob 758/81
    Auch
  • 6 Ob 512/88
    Entscheidungstext OGH 25.02.1988 6 Ob 512/88
    Veröff: ÖBA 1988,844
  • 1 Ob 626/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 1 Ob 626/92
    nur: Allerdings kann der Gläubiger die Schuld nur einmal tatsächlich erhalten. (T1)
    Beisatz: Die Erfüllung einer Gesamtschuld wirkt begriffsmäßig für und gegen alle Schuldner. (T2)
    Veröff: SZ 65/156
  • 10 Ob 58/05k
    Entscheidungstext OGH 28.06.2005 10 Ob 58/05k
    nur: Haften dem Gläubiger mehrere Schuldner solidarisch (als Gesamtschuldner) für dieselbe Forderung, so steht es im Belieben des Gläubigers, in welcher Reihenfolge und in welchem Verhältnis er die einzelnen Mitschuldner in Anspruch nimmt. (T3)
    Veröff: SZ 2005/94
  • 6 Ob 109/05f
    Entscheidungstext OGH 09.11.2006 6 Ob 109/05f
    Auch; nur T3
  • 3 Ob 17/07g
    Entscheidungstext OGH 29.03.2007 3 Ob 17/07g
    Auch; nur T3; Beisatz: Bei Zuweisungen im Exekutionsverfahren kann die Rechtslage nicht anders sein. (T4)
  • 7 Ob 17/10s
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 7 Ob 17/10s
    Auch; Beisatz: Das gilt auch nach erhobener Klage und urteilsmäßiger Verpflichtung eines Mitschuldners bis zur Erfüllung der Gesamtschuld. (T5)
  • 1 Ob 54/16x
    Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 54/16x
    nur T1; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0017435

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.05.2016

Dokumentnummer

JJR_19801218_OGH0002_0070OB00711_8000000_002

Rechtssatz für 1Ob626/92 10Ob504/94

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0016252

Geschäftszahl

1Ob626/92; 10Ob504/94

Entscheidungsdatum

15.12.1992

Norm

ABGB §871 F
ABGB §876
ABGB §906
ZPO §410

Rechtssatz

Die im Verfahren eingeräumte und im Urteil beurkundete Lösungsbefugnis entfaltet auch materiellrechtliche Wirkung. Die Erklärung der Lösungsbefugnis kann wegen Irrtums angefochten werden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 626/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 1 Ob 626/92
    Veröff: SZ 65/156 = EvBl 1993/118 S 519
  • 10 Ob 504/94
    Entscheidungstext OGH 26.04.1994 10 Ob 504/94
    Veröff. SZ 67/73

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0016252

Dokumentnummer

JJR_19921215_OGH0002_0010OB00626_9200000_001

Rechtssatz für 1Ob626/92 1Ob54/16x

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017340

Geschäftszahl

1Ob626/92; 1Ob54/16x

Entscheidungsdatum

15.12.1992

Norm

ABGB §893

Rechtssatz

Auch Erfüllungsersatz befreit den Mitschuldner.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 626/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 1 Ob 626/92
    Veröff: SZ 65/156 = EvBl 1993/118 S 519
  • 1 Ob 54/16x
    Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 54/16x

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0017340

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.05.2016

Dokumentnummer

JJR_19921215_OGH0002_0010OB00626_9200000_002

Rechtssatz für 1Ob626/92 3Ob86/95 3Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017669

Geschäftszahl

1Ob626/92; 3Ob86/95; 3Ob56/05i; 7Ob164/10h

Entscheidungsdatum

15.12.1992

Norm

ABGB §906
ABGB §1414
ZPO §410

Rechtssatz

Wird dem Schuldner eine Lösungsbefugnis eingeräumt, schuldet er im Gegensatz zur Wahlschuld nur eine bestimmte Leistung, ihm steht das Recht zu, anstelle der geschuldeten eine andere Leistung mit schuldbefreiender Wirkung zu erbringen. Die Lösungsbefugnis unterscheidet sich von einer Leistung an Zahlungs Statt dadurch, dass das alte Schuldverhältnis nicht durch ein neues ersetzt wird. Es liegt vielmehr die Einräumung eines Gestaltungsrechtes vor.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 626/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 1 Ob 626/92
    Veröff: SZ 65/156 = EvBl 1993/118 S 519
  • 3 Ob 86/95
    Entscheidungstext OGH 30.08.1995 3 Ob 86/95
  • 3 Ob 56/05i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2005 3 Ob 56/05i
    Beisatz: Umgekehrt bildet die in das Urteil aufgenommene Lösungsbefugnis keinen Exekutionstitel; nur die ursprünglich geschuldete Leistung kann exekutiv hereingebracht werden. (T1)
  • 7 Ob 164/10h
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 7 Ob 164/10h
    Beis wie T1; Veröff: SZ 2010/149

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0017669

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.02.2013

Dokumentnummer

JJR_19921215_OGH0002_0010OB00626_9200000_003

Rechtssatz für 1Ob626/92

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017695

Geschäftszahl

1Ob626/92

Entscheidungsdatum

15.12.1992

Norm

ABGB §906
ABGB §1406
ZPO §410

Rechtssatz

Ohne Einwilligung des Gläubigers kann ein Dritter von der dem Schuldner eingeräumten Lösungsbefugnis nicht Gebrauch machen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 626/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 1 Ob 626/92
    Veröff: SZ 65/156

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0017695

Dokumentnummer

JJR_19921215_OGH0002_0010OB00626_9200000_004

Rechtssatz für 1Ob626/92

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017704

Geschäftszahl

1Ob626/92

Entscheidungsdatum

15.12.1992

Norm

ABGB §906

Rechtssatz

Die Erfüllung durch Erbringung der anderen (nicht geschuldeten) Leistung bedeutet keine Novation der ursprünglichen Verbindlichkeit, sondern Tilgung der bestehenden Schuld. In der Einräumung einer Lösungsbefugnis kann auch keine bindende Offerte an den Schuldner auf Einräumung einer Leistung an Zahlungsstatt erblickt werden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 626/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 1 Ob 626/92
    Veröff: SZ 65/156 = EvBl 1993/118 S 519

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0017704

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.04.2014

Dokumentnummer

JJR_19921215_OGH0002_0010OB00626_9200000_005