Rechtssatz für 9ObA115/91

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0021450

Geschäftszahl

9ObA115/91

Entscheidungsdatum

28.08.1991

Rechtssatz

Ruhegeldregelungen sind zufolge ihres unbestrittenen Entgeltcharakters als aus dem Arbeitsverhältnis entspringende Ansprüche im Sinne des Paragraph 2, Absatz 2, Ziffer 2, ArbVG zu beurteilen. Eine Arbeitgeberleistung mit Entgeltcharakter ist das betriebliche Ruhegeld aber nur insoweit, als es nicht durch Beiträge des Arbeitnehmers finanziert wird. Nur im Umfang der Finanzierung durch Arbeitgeber können die Ruhegeldregelungen daher dem aus dem Arbeitsverhältnis entspringenden Entgeltanspruch zugerechnet werden. Hingegen kann die Verpflichtung des Arbeitnehmers zur Leistung von Beiträgen für seine Altersversorgung nicht aus dem Arbeitsverhältnis abgeleitet werden und bildet auch nicht den typischen Inhalt eines Arbeitvertrages. Dem hat auch der Gesetzgeber mit der Regelung des Paragraph 3, Absatz 4, BPG Rechnung getragen.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 115/91
    Entscheidungstext OGH 28.08.1991 9 ObA 115/91
    Veröff: RdW 1991,366 = WBl 1992,20 = Arb 10965 = SZ 64/112 = ecolex 1991,871 = ZAS 1993/1 S 61 (Strasser)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0021450

Dokumentnummer

JJR_19910828_OGH0002_009OBA00115_9100000_001

Rechtssatz für 9ObA115/91

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0050946

Geschäftszahl

9ObA115/91

Entscheidungsdatum

28.08.1991

Norm

ArbVG §2 Abs2 Z2
BPG §3 Abs4
  1. BPG § 3 heute
  2. BPG § 3 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 47/2025
  3. BPG § 3 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2013
  4. BPG § 3 gültig von 01.07.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 67/2013
  5. BPG § 3 gültig von 01.01.2013 bis 30.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 54/2012
  6. BPG § 3 gültig von 23.09.2005 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/2005
  7. BPG § 3 gültig von 01.01.2002 bis 22.09.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2002
  8. BPG § 3 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997
  9. BPG § 3 gültig von 01.01.1997 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 754/1996
  10. BPG § 3 gültig von 01.07.1990 bis 31.12.1996

Rechtssatz

Die Verpflichtung der Arbeitnehmer zur Leistung von Beiträgen zur Altersversorgung ist kein zulässiger Gegenstand eines KollV.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 115/91
    Entscheidungstext OGH 28.08.1991 9 ObA 115/91
    Veröff: SZ 64/112 = RdW 1991,366 = WBl 1992,20 = Arb 10965 = ZAS 1993/1 S 61 (Strasser) = ecolex 1991,871

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0050946

Dokumentnummer

JJR_19910828_OGH0002_009OBA00115_9100000_002

Rechtssatz für 9ObA115/91 9ObA14/96 9O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0050965

Geschäftszahl

9ObA115/91; 9ObA14/96; 9ObA255/97h; 9ObA47/06m; 9ObA84/07d

Entscheidungsdatum

07.05.2008

Rechtssatz

Mit der Ausdehnung der Regelungsbefugnis auf die Änderung der kollektivvertraglichen Rechtsansprüche (gemäß Ziffer 2,) der aus dem Arbeitsverhältnis ausgeschiedenen Arbeitnehmer im Paragraph 2, Absatz 2, Ziffer 3, ArbVG wurde nun klargestellt, dass auch Ruhegeldregelungen zulässiger Inhalt eines KollV sein können.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 115/91
    Entscheidungstext OGH 28.08.1991 9 ObA 115/91
    Veröff: SZ 64/112 = RdW 1991,366 = WBl 1992,20 = Arb 10965 = ZAS 1993/1 S 61 (Strasser)
  • 9 ObA 14/96
    Entscheidungstext OGH 27.03.1996 9 ObA 14/96
    Auch; Beisatz: Hier: Anpassungsvorschriften der DO.A und DO.B. (T1) Beisatz: § 48 ASGG. (T2)
  • 9 ObA 255/97h
    Entscheidungstext OGH 22.10.1997 9 ObA 255/97h
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 9 ObA 47/06m
    Entscheidungstext OGH 08.08.2007 9 ObA 47/06m
    Vgl auch; Beisatz: Den Kollektivvertragsparteien kommt die Kompetenz zu, die vorliegende Übergangsversorgung auch mit Wirkung für ausscheidende oder ausgeschiedene Mitarbeiter zu regeln. (T3); Beisatz: Hier: Kollektivvertrag betreffend die Übergangsversorgung für Flugverkehrsleiter. (T4)
  • 9 ObA 84/07d
    Entscheidungstext OGH 07.05.2008 9 ObA 84/07d
    Auch; Beisatz: Im Regelfall handelt es sich dabei um Pensions- und Ruhegeldleistungen. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0050965

Zuletzt aktualisiert am

09.07.2008

Dokumentnummer

JJR_19910828_OGH0002_009OBA00115_9100000_004

Rechtssatz für 9ObA115/91; 9ObA606/92; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0050949

Geschäftszahl

9ObA115/91; 9ObA606/92; 9ObA20/94; 8ObA98/02y; 2Ob109/04z; 9ObA31/08m; 9ObA151/13s; 8ObA77/18h; 8ObA40/22y; 9ObA75/24f; 9ObA27/25y

Entscheidungsdatum

20.11.2025

Rechtssatz

Im Hinblick darauf, dass sich die Regelungsbefugnis der Kollektivvertragsparteien nicht auf die Parteiautonomie, sondern auf die durch den Paragraph 2, Absatz 2, ArbVG beschränkte gesetzliche Ermächtigung gründet, sind diese Befugnisse einschränkend dahin auszulegen, dass nur der typische, wesentliche oder regelmäßig wiederkehrende Inhalt eines Arbeitsverhältnisses einer kollektivvertraglichen Regelung unterworfen werden kann.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 115/91
    Entscheidungstext OGH 28.08.1991 9 ObA 115/91
    Veröff: SZ 64/112 = RdW 1991,366 = WBl 1992,20 = Arb 10965 = ZAS 1993/1 S 61 (Strasser) = ecolex 1991,871
  • 9 ObA 606/92
    Entscheidungstext OGH 17.03.1993 9 ObA 606/92
    Auch; Beisatz: § 2 ArbVG legt den zulässigen Inhalt eines KollV taxativ fest. (T1)
    Veröff: SZ 66/36 = DRdA 1994,38 (Jabornegg)
  • 9 ObA 20/94
    Entscheidungstext OGH 23.02.1994 9 ObA 20/94
    Auch; Beisatz: Auf die Auffassung einer bestimmten Berufsgruppe oder die Verkehrsauffassung kommt es nicht an. (hier: Kündigung zu Letzten eines Kalendermonats unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist in einem KollV). (T2)
  • 8 ObA 98/02y
    Entscheidungstext OGH 13.02.2003 8 ObA 98/02y
    Auch; Beisatz: Die Verpflichtung des Arbeitnehmers, Beiträge zu einer betrieblichen Altersversorgung zu leisten, kann nicht durch den Kollektivvertrag festgelegt werden. Durch eine derartige Vereinbarung haben die Kollektivvertragsparteien ihre Regelungsbefugnis überschritten. Die sich dadurch ergebende Unwirksamkeit umfasst sowohl die Beitragsverpflichtung als auch die daraus resultierenden Pensionsansprüche. (T3)
    Beisatz: Sobald klar ist, in welchem Umfang der Kollektivvertrag mangels Kompetenz der KV-Parteien unwirksam ist, geht es bei der Frage der Beurteilung der Gültigkeit des Restes nur noch darum, festzustellen, ob ermittelbar ist, dass die Aufrechterhaltung des Restes - wegen des Wegfalles der anderen Regelungen - dem Parteiwillen nicht entspricht; was der (beklagte) Arbeitgeber nachzuweisen hat. (T4)
  • 2 Ob 109/04z
    Entscheidungstext OGH 16.03.2006 2 Ob 109/04z
    Auch; Veröff: SZ 2006/40
  • 9 ObA 31/08m
    Entscheidungstext OGH 20.08.2008 9 ObA 31/08m
    Auch; Beisatz: Hier: Kollektivvertragliche Verfallsklausel. (T5)
  • 9 ObA 151/13s
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 9 ObA 151/13s
    Auch; Beis wie T5
  • 8 ObA 77/18h
    Entscheidungstext OGH 16.12.2019 8 ObA 77/18h
    Vgl; Beisatz: Insbesondere auch Regelungen über Entgelt und Arbeitszeit. (T6)
    Beisatz: Soweit es um den Abschluss und den normativen Inhalt der von § 4b Abs 4 AZG unmittelbar der Betriebsvereinbarung zugewiesenen Gleitzeitregelung geht, können diese speziell vom Gesetzgeber diesen Vertragspartnern im Rahmen der gesetzlichen Arbeitszeitmodelle zugewiesenen Kompetenzen durch die Kollektivvertragsparteien nicht eingeschränkt werden. (T7)
  • 8 ObA 40/22y
    Entscheidungstext OGH 29.06.2022 8 ObA 40/22y
    Vgl; Beisatz: Hier: Fragen des Arbeitsorts und einer Folgepflicht des Dienstnehmers als Regelungsgegenstände des § 2 Abs 2 Z 2 ArbVG. (T8)
  • 9 ObA 75/24f
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 13.02.2025 9 ObA 75/24f
    Beisatz wie T6
  • 9 ObA 27/25y
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.11.2025 9 ObA 27/25y
    Beisatz wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0050949

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.01.2026

Dokumentnummer

JJR_19910828_OGH0002_009OBA00115_9100000_003