Rechtssatz für 3Ob41/53 2Ob892/53 3Ob4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0018597

Geschäftszahl

3Ob41/53; 2Ob892/53; 3Ob467/53; 7Ob163/67; 1Ob50/73; 1Ob215/73; 5Ob144/74; 1Ob191/75; 1Ob617/77; 5Ob655/77; 7Ob567/80; 4Ob527/80; 3Ob587/80; 1Ob555/81; 1Ob811/81; 5Ob561/82; 7Ob617/82; 5Ob2/83; 1Ob605/84; 7Ob595/84; 8Ob578/85; 7Ob650/85; 5Ob515/90; 1Ob536/90

Entscheidungsdatum

07.03.1990

Norm

ABGB §932 I
ABGB §1167
ABGB §1295 Ib
  1. ABGB § 932 heute
  2. ABGB § 932 gültig ab 01.01.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2021
  3. ABGB § 932 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2001
  4. ABGB § 932 gültig von 01.01.1917 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 1167 heute
  2. ABGB § 1167 gültig ab 01.01.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2001
  3. ABGB § 1167 gültig von 01.01.1917 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Die Paragraphen 932,, 1167 ABGB gewähren dem Erwerber oder Besteller keinen Schadenersatzanspruch, sondern behalten nur einen bereits aus der allgemeinen Regel des Paragraph 1295, ABGB sich ergebenden und an die allgemeinen Voraussetzungen einer Schadenersatzpflicht gebundenen Schadenersatzanspruch vor. Der Beweis des Verschuldens obliegt in diesem Falle dem Erwerber oder Besteller.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 41/53
    Entscheidungstext OGH 28.01.1953 3 Ob 41/53
  • 2 Ob 892/53
    Entscheidungstext OGH 01.04.1953 2 Ob 892/53
  • 3 Ob 467/53
    Entscheidungstext OGH 23.09.1953 3 Ob 467/53
  • 7 Ob 163/67
    Entscheidungstext OGH 08.11.1967 7 Ob 163/67
  • 1 Ob 50/73
    Entscheidungstext OGH 04.04.1973 1 Ob 50/73
    nur: Die §§ 932, 1167 ABGB gewähren dem Erwerber oder Besteller keinen Schadenersatzanspruch, sondern behalten nur einen bereits aus der allgemeinen Regel des § 1295 ABGB sich ergebenden und an die allgemeinen Voraussetzungen einer Schadenersatzpflicht gebundenen Schadenersatzanspruch vor. (T1) Veröff: EvBl 1973/226 S 461 = SZ 46/39
  • 1 Ob 215/73
    Entscheidungstext OGH 13.03.1974 1 Ob 215/73
    Veröff: JBl 1974,477
  • 5 Ob 144/74
    Entscheidungstext OGH 03.07.1974 5 Ob 144/74
    nur T1
  • 1 Ob 191/75
    Entscheidungstext OGH 08.10.1975 1 Ob 191/75
    nur T1; Veröff: SZ 48/102 = NZ 1977,108 = EvBl 1976/106 S 209 = JBl 1976,205 mit Anmerkung von Bydlinski
  • 1 Ob 617/77
    Entscheidungstext OGH 22.06.1977 1 Ob 617/77
    nur T1; Veröff: JBl 1979,34 = SZ 50/93
  • 5 Ob 655/77
    Entscheidungstext OGH 22.11.1977 5 Ob 655/77
    nur T1
  • 7 Ob 567/80
    Entscheidungstext OGH 08.05.1980 7 Ob 567/80
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 527/80
    Entscheidungstext OGH 24.03.1981 4 Ob 527/80
  • 3 Ob 587/80
    Entscheidungstext OGH 06.05.1981 3 Ob 587/80
    nur T1; Beisatz: Dieser unterliegt der Verjährung nach § 1489 ABGB. (T2)
  • 1 Ob 555/81
    Entscheidungstext OGH 20.05.1981 1 Ob 555/81
    Veröff: JBl 1982,318 = SZ 54/81
  • 1 Ob 811/81
    Entscheidungstext OGH 17.02.1982 1 Ob 811/81
    Auch; Veröff: RZ 1982/62 S 244
  • 5 Ob 561/82
    Entscheidungstext OGH 20.04.1982 5 Ob 561/82
    nur T1
  • 7 Ob 617/82
    Entscheidungstext OGH 13.05.1982 7 Ob 617/82
    nur T1
  • 5 Ob 2/83
    Entscheidungstext OGH 06.03.1984 5 Ob 2/83
    Auch
  • 1 Ob 605/84
    Entscheidungstext OGH 19.09.1984 1 Ob 605/84
    nur T1; Veröff: RdW 1985/72 (mit Anmerkung) = JBl 1985,625 (Iro) = SZ 57/140
  • 7 Ob 595/84
    Entscheidungstext OGH 11.10.1984 7 Ob 595/84
    Beisatz: Ist jedoch der Kausalzusammenhang mit einer Handlung oder Unterlassung des Schuldners erwiesen oder weist die Sachlage typisch auf dessen Verschulden hin, so hat der Gläubiger seiner ihm nach § 1296 ABGB obliegenden Beweispflicht genügt und es hat sich der Schuldner gemäß § 1298 ABGB vom Vorwurf des Verschuldens zu entlasten und die Gefahr des Mißlingens dieses Beweises zu tragen. (T3)
  • 8 Ob 578/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 578/85
    nur T1
  • 7 Ob 650/85
    Entscheidungstext OGH 21.11.1985 7 Ob 650/85
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 515/90
    Entscheidungstext OGH 30.01.1990 5 Ob 515/90
    nur T1
  • 1 Ob 536/90
    Entscheidungstext OGH 07.03.1990 1 Ob 536/90
    nur T1; Verstärkter Senat; Beis wie T2; Veröff: SZ 63/37 = EvBl 1990/129 S 599 = JBl 1990,648 (Reischauer)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0018597

Dokumentnummer

JJR_19530128_OGH0002_0030OB00041_5300000_001

Rechtssatz für 2Ob293/66 3Ob59/75 1Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0027309

Geschäftszahl

2Ob293/66; 3Ob59/75; 1Ob533/77; 2Ob185/79; 1Ob41/80; 5Ob582/88; 5Ob515/90; 1Ob93/00h; 1Ob66/19s

Entscheidungsdatum

27.05.2019

Rechtssatz

Nur ein unabwendbares Elementarereignis bedeutet höhere Gewalt, sei es, dass es überhaupt nicht verhindert werden kann, sei es, dass es auch durch äußerste, den gegebenen Umständen angemessene Sorgfalt und durch dem Verantwortlichen zumutbare Mittel in seinem Eintritt oder in seinen Wirkungen auf den Schadensfall nicht hintangehalten werden kann (so schon SZ 24/52).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 293/66
    Entscheidungstext OGH 16.02.1967 2 Ob 293/66
  • 3 Ob 59/75
    Entscheidungstext OGH 15.04.1975 3 Ob 59/75
    Beisatz: Wolkenbruch bei Dacherneuerung mangels zumutbarer Vorsorge kein Elementarereignis. (T1)
    Veröff: JBl 1976,323 mit Anmerkung von König = MietSlg 27227
  • 1 Ob 533/77
    Entscheidungstext OGH 16.03.1977 1 Ob 533/77
    Beisatz: Unabwendbarkeit des Ereignisses bedeutet nicht dessen absolute Unvermeidbarkeit. (T2)
    Veröff: SZ 50/40 = EvBl 1978/30 S 101 = JBl 1978,211
  • 2 Ob 185/79
    Entscheidungstext OGH 18.12.1979 2 Ob 185/79
  • 1 Ob 41/80
    Entscheidungstext OGH 29.04.1981 1 Ob 41/80
    Auch; Veröff: JBl 1983,380; hiezu Kerschner JBl 1983,337 = SZ 54/64
  • 5 Ob 582/88
    Entscheidungstext OGH 06.09.1988 5 Ob 582/88
    Veröff: WBl 1988,401
  • 5 Ob 515/90
    Entscheidungstext OGH 30.01.1990 5 Ob 515/90
    Beis wie T2; Veröff: ecolex 1990,543
  • 1 Ob 93/00h
    Entscheidungstext OGH 19.12.2000 1 Ob 93/00h
    Beis wie T2; Beisatz: Höhere Gewalt ist dann anzunehmen, wenn ein außergewöhnliches Ereignis von außen einwirkt, das nicht in einer gewissen Regelmäßigkeit vorkommt bzw zu erwarten ist und selbst durch äußerste zumutbare Sorgfalt weder abgewendet noch in seinen Folgen unschädlich gemacht werden kann. Unabwendbar ist aber auch jedes nicht außergewöhnliche Ereignis, das trotz aller erdenklichen Sachkunde und Vorsicht nicht abgewendet werden kann. (T3)
  • 1 Ob 66/19s
    Entscheidungstext OGH 27.05.2019 1 Ob 66/19s
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Ausschluss der Haftung nach § 26 Abs 4 WRG bei "200-jährigem" Hochwasser. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1967:RS0027309

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.08.2019

Dokumentnummer

JJR_19670216_OGH0002_0020OB00293_6600000_001

Rechtssatz für 1Ob533/77 1Ob41/80 7Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0029808

Geschäftszahl

1Ob533/77; 1Ob41/80; 7Ob50/88; 5Ob515/90; 8Ob99/99p; 1Ob93/00h; 1Ob257/01b; 9Ob42/04y; 1Ob66/19s

Entscheidungsdatum

27.05.2019

Rechtssatz

Höhere Gewalt ist ein von außen her auf den Betrieb (hier einen Beförderungsbetrieb) einwirkendes außergewöhnliches Ereignis, das nicht in einer gewissen Häufigkeit und Regelmäßigkeit vorkommt und zu erwarten ist und durch äußerste zumutbare Sorgfalt weder abgewendet noch in seinen Folgen unschädlich gemacht werden kann.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 533/77
    Entscheidungstext OGH 16.03.1977 1 Ob 533/77
    Veröff: EvBl 1978/30 S 101 = JBl 1978,211
  • 1 Ob 41/80
    Entscheidungstext OGH 29.04.1981 1 Ob 41/80
    Auch; Veröff: JBl 1983,380 = SZ 54/64; hiezu Kerschner JBl 1983,337
  • 7 Ob 50/88
    Entscheidungstext OGH 19.01.1989 7 Ob 50/88
    Veröff: VersRdSch 1989,286 = VersR 1989,1179
  • 5 Ob 515/90
    Entscheidungstext OGH 30.01.1990 5 Ob 515/90
  • 8 Ob 99/99p
    Entscheidungstext OGH 27.05.1999 8 Ob 99/99p
    Auch; Veröff: SZ 72/95
  • 1 Ob 93/00h
    Entscheidungstext OGH 19.12.2000 1 Ob 93/00h
    Beisatz: Hier: Sturm (T1)
    Beisatz: Höhere Gewalt ist dann anzunehmen, wenn ein außergewöhnliches Ereignis von außen einwirkt, das nicht in einer gewissen Regelmäßigkeit vorkommt bzw zu erwarten ist und selbst durch äußerste zumutbare Sorgfalt weder abgewendet noch in seinen Folgen unschädlich gemacht werden kann. Unabwendbar ist aber auch jedes nicht außergewöhnliche Ereignis, das trotz aller erdenklichen Sachkunde und Vorsicht nicht abgewendet werden kann. (T2)
  • 1 Ob 257/01b
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 257/01b
    Auch; Beisatz: Eine nach Vertragsschluss unerwartet auftretende akute Kriegsgefahr oder bei Vertragsschluss nicht voraussehbare bürgerkriegsähnliche Zustände sind Fälle höherer Gewalt. (T3)
  • 9 Ob 42/04y
    Entscheidungstext OGH 15.09.2004 9 Ob 42/04y
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 66/19s
    Entscheidungstext OGH 27.05.2019 1 Ob 66/19s
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Ausschluss der Haftung nach § 26 Abs 4 WRG bei "200-jährigem" Hochwasser. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0029808

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.08.2019

Dokumentnummer

JJR_19770316_OGH0002_0010OB00533_7700000_002

Rechtssatz für 5Ob582/88; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0022153

Geschäftszahl

5Ob582/88; 5Ob515/90; 1Ob233/97i; 3Ob70/98k; 1Ob278/98h; 10Ob24/09s; 2Ob193/09k; 1Ob79/15x; 4Ob22/16p; 1Ob214/16a; 8Ob46/17y; 7Ob38/17i; 3Ob62/18s; 7Ob43/23h

Entscheidungsdatum

28.06.2023

Rechtssatz

Regelwerke - hier: ÖNORM - stellen eine Zusammenfassung üblicher Sorgfaltsanforderungen an den Werkunternehmer dar.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 582/88
    Entscheidungstext OGH 06.09.1988 5 Ob 582/88
  • 5 Ob 515/90
    Entscheidungstext OGH 30.01.1990 5 Ob 515/90
    Veröff: ecolex 1990,543
  • 1 Ob 233/97i
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 233/97i
  • 3 Ob 70/98k
    Entscheidungstext OGH 15.04.1998 3 Ob 70/98k
  • 1 Ob 278/98h
    Entscheidungstext OGH 22.10.1999 1 Ob 278/98h
  • 10 Ob 24/09s
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 10 Ob 24/09s
    Auch; Beisatz: Sie sind aber bloß Richtlinien, die als Vertragsbestandteile gelten sollen. (T1)
  • 2 Ob 193/09k
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 193/09k
  • 1 Ob 79/15x
    Entscheidungstext OGH 08.07.2015 1 Ob 79/15x
    Beisatz: ÖNormen stellen eine Zusammenfassung üblicher Sorgfaltsanforderungen dar. (T2)
    Beisatz: Hier: ÖNORM EN 1176 Teil I. (T3)
  • 4 Ob 22/16p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 4 Ob 22/16p
  • 1 Ob 214/16a
    Entscheidungstext OGH 26.04.2017 1 Ob 214/16a
  • 8 Ob 46/17y
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 8 Ob 46/17y
  • 7 Ob 38/17i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 38/17i
    Auch
  • 3 Ob 62/18s
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 62/18s
  • 7 Ob 43/23h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 28.06.2023 7 Ob 43/23h

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0022153

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.09.2023

Dokumentnummer

JJR_19880906_OGH0002_0050OB00582_8800000_003

Rechtssatz für 5Ob200/75; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0022686

Geschäftszahl

5Ob200/75; 5Ob531/76; 1Ob522/79; 5Ob769/80; 6Ob512/81; 4Ob558/81; 5Ob799/81; 6Ob783/81; 1Ob587/82; 2Ob2/84; 1Ob11/84; 6Ob1547/84; 2Ob544/85; 7Ob572/85; 8Ob526/87; 1Ob600/87; 7Ob708/87; 3Ob623/86; 5Ob627/88; 5Ob555/89; 2Ob596/89; 3Ob625/89; 5Ob515/90; 2Ob16/90; 4Ob512/90; 1Ob10/93; 3Ob545/94; 2Ob17/94 (2Ob18/94); 7Ob629/95; 1Ob2029/96f; 6Ob2174/96s; 8Ob371/97k; 6Ob280/97p; 9Ob114/98z; 9ObA215/98b; 9ObA289/98k; 3Ob51/98s; 1Ob14/00s; 8Ob253/99k; 1Ob278/99k; 10Ob167/00g; 6Ob308/00p; 1Ob93/00h; 7Ob301/00s; 6Ob292/00k; 9Ob31/01a; 10Ob38/00m; 1Ob151/01i; 6Ob53/01i; 1Ob129/02f; 9ObA200/02f; 3Ob304/02f; 2Ob131/03h; 2Ob193/03a; 7Ob276/03v; 6Ob145/03x; 5Ob155/03k; 9Ob66/04b; 10Ob76/05g; 3Ob295/05m; 5Ob275/06m; 1Ob226/07b; 2Ob262/07d; 1Ob233/07g; 4Ob75/08w; 8Ob15/09b; 5Ob38/05g; 5Ob52/09x; 1Ob68/09w; 1Ob74/09b; 3Ob39/11y; 9Ob59/10g; 9Ob11/11z; 17Ob11/11h; 1Ob63/11p; 7Ob170/11t; 9Ob50/11k; 4Ob67/12z; 1Ob172/12v; 7Ob162/12t; 7Ob189/12p; 1Ob23/13h; 8Ob125/13k; 1Ob148/14t; 1Ob199/14t; 4Ob18/15y; 10Ob84/15y; 1Ob240/15y; 1Ob69/16b; 6Ob90/17d; 5Ob9/18m; 6Ob234/17f; 3Ob191/17k; 2Ob115/18b; 1Ob120/18f; 8Ob92/18i; 3Ob175/18h; 3Ob187/18y; 1Ob236/18i; 7Ob164/18w; 9Ob58/18x; 7Ob140/21w; 7Ob203/21k; 10Ob29/23x

Entscheidungsdatum

13.02.2024

Rechtssatz

Grundsätzlich trifft den Geschädigten die Beweislast für den Kausalzusammenhang; dies gilt auch nach Paragraph 1298, ABGB. Die Beweislastumkehrung dieser Bestimmung betrifft nur den Verschuldensbereich.

Anmerkung

Anm: Dieser Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen. September 2020

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 200/75
    Entscheidungstext OGH 16.12.1975 5 Ob 200/75
  • 5 Ob 531/76
    Entscheidungstext OGH 11.05.1976 5 Ob 531/76
  • 1 Ob 522/79
    Entscheidungstext OGH 31.01.1979 1 Ob 522/79
    Veröff: SZ 52/15
  • 5 Ob 769/80
    Entscheidungstext OGH 13.01.1981 5 Ob 769/80
  • 6 Ob 512/81
    Entscheidungstext OGH 08.07.1981 6 Ob 512/81
    Auch
  • 4 Ob 558/81
    Entscheidungstext OGH 01.12.1981 4 Ob 558/81
    Auch; Veröff: SZ 54/179
  • 5 Ob 799/81
    Entscheidungstext OGH 26.01.1982 5 Ob 799/81
    Auch; nur: Grundsätzlich trifft den Geschädigten die Beweislast für den Kausalzusammenhang; dies gilt auch nach § 1298 ABGB. (T1)
  • 6 Ob 783/81
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 6 Ob 783/81
    Auch
  • 1 Ob 587/82
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 587/82
    Veröff: SZ 55/53
  • 2 Ob 2/84
    Entscheidungstext OGH 31.01.1984 2 Ob 2/84
    nur T1; Veröff: SZ 57/27 = ZVR 1984/297 S 308
  • 1 Ob 11/84
    Entscheidungstext OGH 27.06.1984 1 Ob 11/84
    nur: Grundsätzlich trifft den Geschädigten die Beweislast für den Kausalzusammenhang. (T2)
  • 6 Ob 1547/84
    Entscheidungstext OGH 24.01.1985 6 Ob 1547/84
    Vgl auch
  • 2 Ob 544/85
    Entscheidungstext OGH 07.05.1985 2 Ob 544/85
    nur T1; Veröff: JBl 1986,576 (Deutsch)
  • 7 Ob 572/85
    Entscheidungstext OGH 11.07.1985 7 Ob 572/85
    nur: Die Beweislastumkehrung dieser Bestimmung betrifft nur den Verschuldensbereich. (T3)
    Veröff: SZ 58/127 = RdW 1985,307 = JBl 1986,173
  • 8 Ob 526/87
    Entscheidungstext OGH 26.02.1987 8 Ob 526/87
    Auch; nur T3; Veröff: WBl 1987,239
  • 1 Ob 600/87
    Entscheidungstext OGH 10.06.1987 1 Ob 600/87
    nur T3
  • 7 Ob 708/87
    Entscheidungstext OGH 12.11.1987 7 Ob 708/87
    nur T1
  • 3 Ob 623/86
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 623/86
    Veröff: JBl 1988,243
  • 5 Ob 627/88
    Entscheidungstext OGH 29.11.1988 5 Ob 627/88
    nur T3
  • 5 Ob 555/89
    Entscheidungstext OGH 18.04.1989 5 Ob 555/89
    nur T3; Beisatz: Haftungsansatzpunkt ist in jedem Fall die vom Gläubiger zu beweisende Nichterfüllung oder Schlechterfüllung. (T4) Veröff: ecolex 1991,306
  • 2 Ob 596/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 2 Ob 596/89
    nur T1; Beisatz: Im Falle einer Schutzgesetzverletzung im Sinne des § 1311 ABGB. (T5)
  • 3 Ob 625/89
    Entscheidungstext OGH 24.01.1990 3 Ob 625/89
  • 5 Ob 515/90
    Entscheidungstext OGH 30.01.1990 5 Ob 515/90
    Auch; Beis wie T4
  • 2 Ob 16/90
    Entscheidungstext OGH 14.03.1990 2 Ob 16/90
    nur T1
  • 4 Ob 512/90
    Entscheidungstext OGH 08.05.1990 4 Ob 512/90
    nur T2
  • 1 Ob 10/93
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 25.08.1993 1 Ob 10/93
    Auch; Beisatz: Im Haftungsverfahren den Amtshaftungskläger. (T6)
    Veröff: SZ 66/97
  • 3 Ob 545/94
    Entscheidungstext OGH 28.06.1994 3 Ob 545/94
    nur T1; Beisatz: Verbleibende Unklarheiten gehen zu seinen Lasten. (T7)
  • 2 Ob 17/94
    Entscheidungstext OGH 22.12.1994 2 Ob 17/94
    nur T2
  • 7 Ob 629/95
    Entscheidungstext OGH 08.11.1995 7 Ob 629/95
    Auch; nur T2
  • 1 Ob 2029/96f
    Entscheidungstext OGH 11.03.1996 1 Ob 2029/96f
    Auch; nur T2
  • 6 Ob 2174/96s
    Entscheidungstext OGH 18.12.1996 6 Ob 2174/96s
  • 8 Ob 371/97k
    Entscheidungstext OGH 27.11.1997 8 Ob 371/97k
    Auch; nur T2
  • 6 Ob 280/97p
    Entscheidungstext OGH 16.10.1997 6 Ob 280/97p
    Beis wie T7
  • 9 Ob 114/98z
    Entscheidungstext OGH 10.06.1998 9 Ob 114/98z
    Auch
  • 9 ObA 215/98b
    Entscheidungstext OGH 21.10.1998 9 ObA 215/98b
    nur T2
  • 9 ObA 289/98k
    Entscheidungstext OGH 24.02.1999 9 ObA 289/98k
    nur T1
  • 3 Ob 51/98s
    Entscheidungstext OGH 15.09.1999 3 Ob 51/98s
    Beisatz: Bei erwiesenem Verschulden des Bevollmächtigten trifft den Geschädigten die Beweislast für den Kausalzusammenhang zwischen dem vertragswidrigen Verhalten und dem eingetretenen Schaden, auch wenn es sich um eine Unterlassung handelte. (T8)
  • 1 Ob 14/00s
    Entscheidungstext OGH 22.02.2000 1 Ob 14/00s
    Auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 73/34
  • 8 Ob 253/99k
    Entscheidungstext OGH 11.05.2000 8 Ob 253/99k
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 73/79
  • 1 Ob 278/99k
    Entscheidungstext OGH 21.06.2000 1 Ob 278/99k
    Beis ähnlich wie T8
  • 10 Ob 167/00g
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 10 Ob 167/00g
    Auch; nur T2
  • 6 Ob 308/00p
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 6 Ob 308/00p
    Auch; nur T2; Beisatz: Auch die Behauptungslast. (T9)
  • 1 Ob 93/00h
    Entscheidungstext OGH 19.12.2000 1 Ob 93/00h
    nur T3; Beisatz: Dies gilt für die Haftung aus Vertrag genauso wie aus § 1319 ABGB. (T10)
    Beisatz: Der Geschädigte hat nach § 1319 ABGB den Schaden, dessen Verursachung durch den Einsturz des Werks oder die Ablösung eines Teiles davon, den Besitz des Beklagten und die mangelhafte Beschaffenheit als Schadensursache zu behaupten und zu beweisen. Der Besitzer kann sich - gelingen dem Geschädigten diese Beweise - nur durch den Beweis entlasten, dass er Vorkehrungen getroffen hat, die vernünftigerweise nach der Auffassung des Verkehrs erwartet werden können. (T11)
  • 7 Ob 301/00s
    Entscheidungstext OGH 14.02.2001 7 Ob 301/00s
    nur T2
  • 6 Ob 292/00k
    Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 292/00k
    nur T1
  • 9 Ob 31/01a
    Entscheidungstext OGH 14.02.2001 9 Ob 31/01a
    Auch
  • 10 Ob 38/00m
    Entscheidungstext OGH 10.07.2001 10 Ob 38/00m
    Auch
  • 1 Ob 151/01i
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 1 Ob 151/01i
    Auch; Beisatz: Die Beweislast dafür, dass der Schaden bei gebotenem Verhalten nicht eingetreten wäre, trifft den Geschädigten auch im Fall der Anwendbarkeit des § 1298 ABGB. (T12)
    Veröff: SZ 74/159
  • 6 Ob 53/01i
    Entscheidungstext OGH 08.11.2001 6 Ob 53/01i
    Auch; Beisatz: Die Beweispflicht für mangelndes Verschulden an der Schlechtleistung trifft den Schuldner; dies gilt auch für die Verletzung der Aufklärungspflicht als Nebenleistungspflicht. (T13)
  • 1 Ob 129/02f
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 1 Ob 129/02f
    Vgl; Beisatz: Diese Haftung, die als "Verschuldenshaftung mit verschobener Beweislast" bezeichnet wird, ist in Wahrheit eine Gefährdungshaftung, von der sich der Halter nur durch den Beweis, alle zur Gefahrenabwehr erforderliche Sorgfalt angewendet zu haben, befreien kann. (T14)
    Beisatz: Eine solche Haftung kann unter Umständen auch bei fehlendem Verschulden eintreten. (T15)
    Veröff: SZ 2002/87
  • 9 ObA 200/02f
    Entscheidungstext OGH 04.12.2002 9 ObA 200/02f
    nur T3; Beis wie T4; Beisatz: Der Geschädigte hat daher zunächst die Pflichtverletzung und dann den dadurch verursachten Schaden zu beweisen. (T16)
  • 3 Ob 304/02f
    Entscheidungstext OGH 24.06.2003 3 Ob 304/02f
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 131/03h
    Entscheidungstext OGH 10.07.2003 2 Ob 131/03h
    nur T1; Beisatz: Die Schlechterfüllung und die Kausalität der Schlechterfüllung für den Unfall sind daher vom Kläger zu beweisen. (T17)
  • 2 Ob 193/03a
    Entscheidungstext OGH 12.09.2003 2 Ob 193/03a
  • 7 Ob 276/03v
    Entscheidungstext OGH 14.01.2004 7 Ob 276/03v
    Beis wie T5; Beisatz: Hier: Unfall auf einer Sommerrodelbahn. (T18)
  • 6 Ob 145/03x
    Entscheidungstext OGH 19.02.2004 6 Ob 145/03x
  • 5 Ob 155/03k
    Entscheidungstext OGH 19.04.2004 5 Ob 155/03k
    Vgl auch
  • 9 Ob 66/04b
    Entscheidungstext OGH 15.09.2004 9 Ob 66/04b
  • 10 Ob 76/05g
    Entscheidungstext OGH 06.09.2005 10 Ob 76/05g
    Auch; Beis wie T12
  • 3 Ob 295/05m
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 3 Ob 295/05m
    Vgl auch; nur T3; Beis wie T13
  • 5 Ob 275/06m
    Entscheidungstext OGH 17.04.2007 5 Ob 275/06m
    nur T2; Beis wie T8
  • 1 Ob 226/07b
    Entscheidungstext OGH 26.02.2008 1 Ob 226/07b
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 262/07d
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 262/07d
    nur T3
  • 1 Ob 233/07g
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 1 Ob 233/07g
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Beratungsfehler eines Steuerberaters. (T19)
  • 4 Ob 75/08w
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 4 Ob 75/08w
    Veröff: SZ 2008/80
  • 8 Ob 15/09b
    Entscheidungstext OGH 23.02.2009 8 Ob 15/09b
    Auch; Beis ähnlich wie T10
  • 5 Ob 38/05g
    Entscheidungstext OGH 15.03.2005 5 Ob 38/05g
    nur T2; Beis wie T12; Beis ähnlich wie T8
  • 5 Ob 52/09x
    Entscheidungstext OGH 28.04.2009 5 Ob 52/09x
    Beis wie T18
  • 1 Ob 68/09w
    Entscheidungstext OGH 06.07.2009 1 Ob 68/09w
    Auch; nur T2; Beis wie T6
  • 1 Ob 74/09b
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 1 Ob 74/09b
    Auch
  • 3 Ob 39/11y
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 3 Ob 39/11y
    Auch; nur T2
  • 9 Ob 59/10g
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 9 Ob 59/10g
  • 9 Ob 11/11z
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 9 Ob 11/11z
  • 17 Ob 11/11h
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 17 Ob 11/11h
    Auch; Beisatz: Hier: Anwaltshaftung. (T20)
    Veröff: SZ 2011/105
  • 1 Ob 63/11p
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 1 Ob 63/11p
    nur T1; Vgl auch Beis wie T10
  • 7 Ob 170/11t
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 170/11t
  • 9 Ob 50/11k
    Entscheidungstext OGH 29.05.2012 9 Ob 50/11k
    Vgl auch
  • 4 Ob 67/12z
    Entscheidungstext OGH 02.08.2012 4 Ob 67/12z
    Vgl; Beisatz: Hier: fehlerhafte Anlageberatung. (T21)
  • 1 Ob 172/12v
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 172/12v
    Auch
  • 7 Ob 162/12t
    Entscheidungstext OGH 14.11.2012 7 Ob 162/12t
    nur T2; Auch Beis wie T8; Veröff: SZ 2012/116
  • 7 Ob 189/12p
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 7 Ob 189/12p
    nur T2; Veröff: SZ 2013/4
  • 1 Ob 23/13h
    Entscheidungstext OGH 07.03.2013 1 Ob 23/13h
    Vgl; Beis wie T9; Beis wie T16
  • 8 Ob 125/13k
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 8 Ob 125/13k
    Auch; Beisatz: Auch im Rahmen der Anwaltshaftung muss die Pflichtverletzung sowie der Kausalzusammenhang zwischen pflichtwidrigem Verhalten und schadensbegründendem Prozessverlust vom Geschädigten dargelegt und bewiesen werden. (T22)
  • 1 Ob 148/14t
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 148/14t
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Rechtsanwaltshaftung; non liquet hinsichtlich Kausalität der behaupteten Pflichtverletzung (Unterlassung der gebotenen Aufklärung). (T23)
  • 1 Ob 199/14t
    Entscheidungstext OGH 23.12.2014 1 Ob 199/14t
    Auch; Beis wie T22
  • 4 Ob 18/15y
    Entscheidungstext OGH 22.04.2015 4 Ob 18/15y
    Auch
  • 10 Ob 84/15y
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 10 Ob 84/15y
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T12; Beis ähnlich wie T16; Beis ähnlich wie T22
  • 1 Ob 240/15y
    Entscheidungstext OGH 22.12.2015 1 Ob 240/15y
  • 1 Ob 69/16b
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 69/16b
    nur T2
  • 6 Ob 90/17d
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 6 Ob 90/17d
    Vgl auch; Beisatz: Die Beweislastumkehr des § 1298 ABGB erstreckt sich auch auf die objektive Sorgfaltswidrigkeit. (T24)
    Veröff: SZ 2017/149
  • 5 Ob 9/18m
    Entscheidungstext OGH 13.03.2018 5 Ob 9/18m
  • 6 Ob 234/17f
    Entscheidungstext OGH 28.02.2018 6 Ob 234/17f
    Auch; Beis wie T12; Beis wie T22; Beisatz: Wird bei einer Anwaltshaftung die Verletzung einer Aufklärungspflicht behauptet, dann muss der klagende Mandant nachweisen, dass er anders disponiert hätte, wenn er ordnungsgemäß aufgeklärt worden wäre; eine Negativ­feststellung diesbezüglich ginge zu seinen Lasten. (T25)
  • 3 Ob 191/17k
    Entscheidungstext OGH 23.05.2018 3 Ob 191/17k
    Vgl; Veröff: SZ 2018/39
  • 2 Ob 115/18b
    Entscheidungstext OGH 26.06.2018 2 Ob 115/18b
    nur T2
  • 1 Ob 120/18f
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 1 Ob 120/18f
    nur T2
  • 8 Ob 92/18i
    Entscheidungstext OGH 19.07.2018 8 Ob 92/18i
  • 3 Ob 175/18h
    Entscheidungstext OGH 21.09.2018 3 Ob 175/18h
  • 3 Ob 187/18y
    Entscheidungstext OGH 24.10.2018 3 Ob 187/18y
    Auch
  • 1 Ob 236/18i
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 1 Ob 236/18i
    Vgl auch; Beis wie T22; Beis wie T23; Beis wie T25
  • 7 Ob 164/18w
    Entscheidungstext OGH 30.01.2019 7 Ob 164/18w
    Auch; nur T2
  • 9 Ob 58/18x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 9 Ob 58/18x
  • 7 Ob 140/21w
    Entscheidungstext OGH 24.11.2021 7 Ob 140/21w
    Beis auch wie T16
  • 7 Ob 203/21k
    Entscheidungstext OGH 26.01.2022 7 Ob 203/21k
    Beis auch wie T16
  • 10 Ob 29/23x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 13.02.2024 10 Ob 29/23x
    vgl; Beisatz nur wie T16

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0022686

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.03.2024

Dokumentnummer

JJR_19751216_OGH0002_0050OB00200_7500000_003

Entscheidungstext 5Ob515/90

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

5Ob515/90

Entscheidungsdatum

30.01.1990

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Wurz als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Jensik, Dr.Zehetner, Dr.Klinger und Dr.Schwarz als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei E*** B*** Gemeinnützige Siedlungsgenossenschaft registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Pötsching, vertreten durch Dr.Johannes Patzak, Rechtsanwalt in Wien, wider die beklagte Partei Eva L***, Geschäftsfrau, Eisenstadt, Krautgartenweg 1, vertreten durch Dr.Peter Hajek, Rechtsanwalt in Eisenstadt, wegen S 445.272,72 sA, infolge Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Wien als Berufungsgerichtes vom 9. November 1989, GZ 3 R 221/89-49, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Landesgerichtes Eisenstadt vom 17. Juli 1989, GZ 2 Cg 217/87-43, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision wird nicht Folge gegeben.

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei die mit S 16.079,40 (darin S 2.679,90 Umsatzsteuer) bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens binnen vierzehn Tagen zu ersetzen.

Text

Entscheidungsgründe:

Die klagende Wohnbaugenossenschaft beauftragte die Beklagte am 11. Juli 1979 mit der Ausführung der Zimmermannsarbeiten beim Bau der Wohnhausanlage und Mehrzweckhalle in Theresienfeld. Dem Werkvertrag lag das Anbot mit dem Leistungsverzeichnis zugrunde, wonach alle auszuführenden Leistungen und Lieferungen nach den besonderen technischen und rechtlichen Vertragsbedingungen, den Plänen und den Detailzeichnungen sowie den allgemein technischen Vorschriften für Bauleistungen nach der Ö-Norm und alle allgemein rechtlichen Bedingungen der Ö-Normen erfolgen sollten.

Nach der erst nach Herstellung der Dachkonstruktion durch die mit Wirkung vom 1.August 1980 neu gefaßte Ö-Norm B 4014 Teil 1 ersetzten Ö-Norm B 4000 Teil 3 vom 1.April 1979 durfte in Schadensfällen höhere Gewalt angenommen werden, wenn Messungen bei Gebäudehöhen von 6 bis 8 Metern mindestens 90 % der Windgeschwindigkeit von 32,2 m/sec (= 116 km/h) und eines Staudruckes von 56 kp/m2 ergeben haben.

Das Bauwerk ist mit einer Flachdachkonstruktion über dem zweiten Obergeschoß eingedeckt, die im Bereich der Traufenrinne in 2,6 Meter Abstand mittels Lochband-Stahlbändern durch Stahlstifte in der Betondecke verankert war. Diese Verankerung war zur Zeit der Werksausführung üblich und ausreichend.

Am 15.Jänner 1986 wurde ein Teil der Dachkonstruktion durch eine Sturmböe mit rund 36 m/sec (= 130 km/h) aus der Verankerung gerissen, weil die Verankerung der Stahlbänder durch die Stahlstifte im Beton der Beanspruchung nicht standhielt. Die klagende Partei veranlaßte sofort nach dem Sturmschaden die Erneuerung der beschädigten Konstuktionsteile durch einen anderen Unternehmer und verständigte die Beklagte erst am Tag nach dem Schadenseintritt, so daß sie die Sanierung nicht mehr vornehmen konnte.

Die klagende Baugenossenschaft begehrte mit der am 17. August 1987 erhobenen Klage den Aufwand für die Schadensbehebung von S 445.272,72 s.A. von der Beklagten, die bei der Ausführung des ihr erteilten Auftrages die Verankerung des Dachstuhls gegen die bei einer stärkeren Böe auftretenden abhebenden Windkräfte ungenügend und gegen die anerkannten Zimmermannsregeln vorgenommen und damit für den entstandenen Schaden einzustehen habe.

Die Beklagte beantragte, das Klagebegehren abzuweisen. Sie habe die Zimmermannsarbeiten auftragsgemäß und fachkundig ausgeführt. Nach der anzuwendenden Ö-Norm sei für die Statik nur mit 28,2 m/sec Windgeschwindigkeit von 50 kp/m2 Staudruck zu rechnen gewesen. Zur Zeit des Schadenseintritts habe aber im Raum Theresienfeld ein Sturm mit 36 m/sec Geschwindigkeit gewütet. Der Schaden sei auf höhere Gewalt zurückzuführen. Die Ö-Norm B 4014 1.Teil sei erst nach der im März 1980 erfolgten Werksausführung am 1.August 1980 kundgemacht worden.

Das Erstgericht wies das Klagebegehren ab, weil bei dem festgestellten eingangs wiedergegebenen Sachverhalt kein Ersatzanspruch bestehe. Der Dachstuhl sei von der Beklagten nach den anerkannten Zimmermannsregeln zur Zeit der Werksherstellung befestigt gewesen. Da die klagende Partei eine Befundaufnahme durch den Sachverständigen abgelehnt habe, am unbeschädigt gebliebenen Teil der Dachkonstruktion die tatsächliche Ausführung der Verankerung in die Betondecke festzustellen und auch von der Beklagten nicht zu vertretende Mängel der Betongüte zum Ausbrechen der Stahlstifte geführt haben könnten, sei der klagenden Partei der ihr obliegende Beweis für ihr Vorbringen nicht gelungen, die Verankerung sei nicht fachmännisch ausgeführt worden. Der Schaden sei durch den außergewöhnlichen Sturm, also höhere Gewalt verursacht worden.

Das Berufungsgericht bestätigte. Es stellte noch fest, daß nach der Leistungsbeschreibung in den Einheitspreisen unter anderem die sturmsichere Verankerung der Dachkonstruktion mit dem Bauwerk enthalten war, eine besondere Art der sturmsicheren Verankerung aber nicht bedungen war. Bei der Ausführung des Werkauftrages sei von den Windstärken auszugehen, die in der maßgeblichen Ö-Norm B 4000 Teil 3 bestimmt waren, weil die erst nach Ausführung der Zimmermannsarbeiten im März 1980 mit dem 1.August 1980 geltende neue Fassung nicht zugrunde zu legen sei. In erster Instanz habe die klagende Partei ihren Anspruch auf Ersatz der Kosten der Behebung des Mängelfolgeschadens nicht darauf gestützt, daß die Sturmsicherheit ausdrücklich zugesagt war. Da die Herstellung des Werkes nach der Verkehrsauffassung für den Verwendungszweck fachmännisch erfolgte, fehlte es schon am Nachweis des Mangels und der durch diesen gegebenen Verursachung des Schadens.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision der klagenden Partei ist nicht berechtigt. Die klagende Partei verkennt, daß zunächst ihr der Beweis obliegt, daß die Beklagte die vertragliche (oder eine gesetzliche) Verbindlichkeit verletzte und erst dann die Beklagte nachzuweisen hätte, daß dies ohne ihr Verschulden geschah. Der Gläubiger hat die Nichterfüllung und deren Kausalität für den Schadenseintritt zu beweisen und erst dann hat der Schuldner zur Entlastung nachzuweisen, daß die objektiv gebotene Sorgfalt eingehalten worden war (Reischauer in Rummel, ABGB, Rz 2 f zu Paragraph 1298 ;, Koziol, Haftpflichtrecht2 römisch eins 333 f; Mayrhofer-Ehrenzweig3, Schuldrecht AT, 340 ff; SZ 52/15; SZ 57/27; JBl 1988, 244 ua). Die Vorinstanzen haben nicht als erwiesen angenommen, daß die Beklagte ihre vertragliche Pflicht aus dem Werkvertrag nicht schlecht erfüllte und die Zimmermannsarbeiten nicht nach dem damals anzuwendenden Fachwissen ausführte. Die von der Beklagten vorgenommene Verankerung der Holzkonstruktion mit dem Bauwerk entsprach der üblichen Sorgfalt und war ausreichend. Höhere Gewalt liegt vor, wenn ein außergewöhnliches Ereignis einwirkt, das nicht in einer gewissen Regelmäßigkeit vorkommt und zu erwarten ist und durch äußerst zumutbare Sorgfalt weder abgewendet noch in seinen Folgen unschädlich gemacht werden kann (JBl 1978, 211; SZ 54/64; VersRdSch 1989, 286). Die Unabwendbarkeit ist aber nicht mit absoluter Unvermeidbarkeit gleichzusetzen (SZ 50/40), weil es darauf ankommt, daß die Auswirkungen des Elementarereignisses durch den gegebenen Umständen angemessene äußerste Sorgfalt und durch zumutbare Mittel hintangehalten und ein Schadenseintritt vermieden oder dessen Ausmaß geringer gehalten werden kann (SZ 24/52; JBl 1976, 323; SZ 54/64; WBl 1988, 401 ua). Dabei kann durchaus davon ausgegangen werden, daß etwa auch die Ö-Norm eine Zusammenfassung üblicher Sorgfaltsanforderungen an den Werkunternehmer darstellen und ihn verpflichten, die für den Regelfall vorgesehenen Maßnahmen einzuhalten. Nach der zur Zeit des Zustandekommens des Werkvertrages und der Werkherstellung maßgebenden Ö-Norm entsprach die Befestigungsart der gegen Sturmeinwirkung ausreichenden Verankerung den Regeln und war nicht ungenügend. Es konnte, weil die klagende Partei der allerdings aufwendigen Befundaufnahme entgegentrat, nicht einmal festgestellt werden, ob das Abheben der Dachhaut bei den orkanartigen Böen im Zeitpunkt des Schadenseintrittes auf eine dieser Gewalteinwirkung, mit der nicht gerade zu rechnen war, nicht standhaltende Befestigung der Lochband-Stahlbänder oder aber auf eine mangelhafte Betonqualität und damit ein Ausreißen der Stahlstifte zurückzuführen war. Die klagende Partei ist der ihr nach Paragraph 1296, ABGB aufgelastete Beweis einer für den Schadenseintritt ursächlichen Sorgfaltsverletzung durch die Beklagte oder eines darauf hinweisenden typischen Geschehensablaufes nicht gelungen. Aus Paragraph 932, Absatz eins, letzter Satz ABGB, wonach der Vertragspartner neben seiner Gewährleistungspflicht auch für den verschuldeten Schaden haftet, folgt kein eigener Schadenersatzanspruch. Die Vorschrift verweist nur auf den allgemeinen Schadenersatzanspruch (SZ 46/39; SZ 57/140 ua). Die vertragliche Verpflichtung der Beklagten, für eine sturmsichere Ausführung der übernommenen Zimmermannsarbeiten zu sorgen, ist nach der Verkehrssitte dahin aufzufassen, daß sie zu der Verankerung der Dachkonstruktion verpflichtet war, die nach dem damaligen Wissensstand ausreichend war, selbst bei Sturm standzuhalten. Dagegen kann eine ausdrückliche Zusicherung, das Werk werde auch ungewöhnlichen Spitzenböen, die schon als Elementarereignis anzusehen sind, jedenfalls ohne Schaden überstehen, daraus nicht abgeleitet werden.

Die zur Anspruchsbegründung vorgetragene Tatsache einer ungenügenden, den anerkannten Zimmermannsregeln nicht entsprechenden Verankerung des Dachstuhles gegen abhebende Windkräfte, so daß schon bei einer als gewöhnliches Ereignis anzusehenden stärkeren Windböe fast sechs Jahre nach Werksausführung ein Dachstuhlteil abgehoben und weggerissen wurde, ist nicht erwiesen. Schon daran scheitert der geltend gemachte Ersatzanspruch.

Die Kostenentscheidung beruht auf den Paragraphen 41 und 50 ZPO.

Anmerkung

E19778

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:0050OB00515.9.0130.000

Dokumentnummer

JJT_19900130_OGH0002_0050OB00515_9000000_000