Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob420/53 3Ob777/54 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0018764

Geschäftszahl

3Ob420/53; 3Ob777/54; 3Ob168/58; 7Ob264/56; 2Ob179/57; 3Ob501/57; 1Ob385/57; 5Ob143/62; 5Ob389/63; 2Ob202/64; 6Ob122/66; 4Ob521/67; 1Ob274/67; 6Ob133/69 (6Ob134/69); 1Ob174/71; 6Ob164/73; 5Ob2/74; 3Ob38/74; 1Ob656/78; 7Ob644/78; 8Ob566/78; 8Ob503/79; 7Ob567/80; 7Ob617/80; 1Ob626/82; 3Ob670/82; 1Ob562/83; 6Ob680/82; 5Ob607/83; 7Ob732/83 (7Ob733/83 -7Ob738/83); 1Ob715/87; 3Ob41/87; 6Ob542/88 (6Ob543/88); 5Ob588/87; 1Ob696/88; 1Ob704/89; 8Ob562/90; 1Ob578/95; 1Ob610/95; 4Ob1678/95; 4Ob5/97g; 3Ob130/97g; 6Ob138/98g; 6Ob221/98p; 6Ob72/00g; 3Ob188/99i; 6Ob134/08m; 9Ob50/10h; 8Ob98/10k; 6Ob92/11i; 9Ob63/10w; 4Ob80/12m; 5Ob126/12h; 4Ob98/13k; 4Ob112/13v; 4Ob226/13h; 3Ob118/14w; 7Ob38/17i

Entscheidungsdatum

08.07.1953

Norm

ABGB §932 IV
ABGB §1167

Rechtssatz

Die Herabsetzung der Leistung ist nach jenem Verhältnis vorzunehmen, in welchem zur Zeit des Vertragsabschlusses der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand zu dem Wert der mangelhaften Sache gestanden haben würde (sogenannte relative Berechnungsmethode). Bei einem Verkauf würde sich diese Berechnung folgendermaßen darstellen: Wird der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand mit 100, ihr Wert unter Berücksichtigung des Mangels dagegen mit 50 und der Kaufpreis mit 80 angenommen, so ergibt sich nach der Verhältnisrechnung 100:50 = 80:x die Minderung mit 40. Das bedeutet: Hat jemand etwas über den Wert erworben und stellt sich das Erworbene als mangelhaft heraus, so kann er seine Leistung in einem den Minderwert übersteigenden Betrag kürzen, hat er hingegen unter dem Wert erworben, so kann er seine Leistung nicht um den ganzen Minderwert herabsetzen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 420/53
    Entscheidungstext OGH 08.07.1953 3 Ob 420/53
    Veröff: SZ 26/185
  • 3 Ob 777/54
    Entscheidungstext OGH 01.12.1954 3 Ob 777/54
    Ähnlich; Veröff: HS 1815
  • 3 Ob 168/58
    Entscheidungstext OGH 07.05.1958 3 Ob 168/58
  • 7 Ob 264/56
    Entscheidungstext OGH 30.05.1956 7 Ob 264/56
    Ähnlich
  • 2 Ob 179/57
    Entscheidungstext OGH 08.05.1957 2 Ob 179/57
    Veröff: JBl 1957,454
  • 3 Ob 501/57
    Entscheidungstext OGH 20.11.1957 3 Ob 501/57
  • 1 Ob 385/57
    Entscheidungstext OGH 09.10.1957 1 Ob 385/57
  • 5 Ob 143/62
    Entscheidungstext OGH 19.07.1962 5 Ob 143/62
    nur: Die Herabsetzung der Leistung ist nach jenem Verhältnis vorzunehmen, in welchem zur Zeit des Vertragsabschlusses der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand zu dem Wert der mangelhaften Sache gestanden haben würde (sogenannte relative Berechnungsmethode). (T1)
  • 5 Ob 389/63
    Entscheidungstext OGH 23.01.1964 5 Ob 389/63
  • 2 Ob 202/64
    Entscheidungstext OGH 17.09.1964 2 Ob 202/64
    nur T1
  • 6 Ob 122/66
    Entscheidungstext OGH 25.05.1966 6 Ob 122/66
    Veröff: HS 5373/44
  • 4 Ob 521/67
    Entscheidungstext OGH 18.04.1967 4 Ob 521/67
    nur T1; Veröff: LwBetr 1968,157
  • 1 Ob 274/67
    Entscheidungstext OGH 21.12.1967 1 Ob 274/67
  • 6 Ob 133/69
    Entscheidungstext OGH 25.06.1969 6 Ob 133/69
    nur T1; Beisatz: Die Wertminderung kann soweit gehen, dass der Entgeltungsanspruch zur Gänze beseitigt wird. Das ist dann der Fall, wenn das Werk überhaupt wertlos ist. (T2) Veröff: HS 7337
  • 1 Ob 174/71
    Entscheidungstext OGH 01.07.1971 1 Ob 174/71
    nur T1
  • 6 Ob 164/73
    Entscheidungstext OGH 13.09.1973 6 Ob 164/73
    nur T1; Veröff: so auch SZ 26/261
  • 5 Ob 2/74
    Entscheidungstext OGH 30.01.1974 5 Ob 2/74
    EvBl 1974/195 S 437
  • 3 Ob 38/74
    Entscheidungstext OGH 02.04.1974 3 Ob 38/74
    nur T1
  • 1 Ob 656/78
    Entscheidungstext OGH 28.06.1978 1 Ob 656/78
    nur T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 644/78
    Entscheidungstext OGH 09.11.1978 7 Ob 644/78
  • 8 Ob 566/78
    Entscheidungstext OGH 01.03.1979 8 Ob 566/78
    nur T1
  • 8 Ob 503/79
    Entscheidungstext OGH 10.05.1979 8 Ob 503/79
    nur T1
  • 7 Ob 567/80
    Entscheidungstext OGH 08.05.1980 7 Ob 567/80
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 617/80
    Entscheidungstext OGH 13.11.1980 7 Ob 617/80
    nur T1
  • 1 Ob 626/82
    Entscheidungstext OGH 16.06.1982 1 Ob 626/82
    nur T1; Beisatz: Das Risiko späterer Wertveränderungen (auch die Relation zwischen dem Wert der mangelfreien und der mangelhaften Sache könnte sich, etwa infolge gewandelter Verkehrsauffassung, verändern) soll bei der Preisminderung unberücksichtigt bleiben. (T3)
  • 3 Ob 670/82
    Entscheidungstext OGH 26.01.1983 3 Ob 670/82
    nur T1
  • 1 Ob 562/83
    Entscheidungstext OGH 01.06.1983 1 Ob 562/83
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 680/82
    Entscheidungstext OGH 24.11.1983 6 Ob 680/82
    nur T1
  • 5 Ob 607/83
    Entscheidungstext OGH 03.07.1984 5 Ob 607/83
    nur T1
  • 7 Ob 732/83
    Entscheidungstext OGH 20.12.1984 7 Ob 732/83
    Auch
  • 1 Ob 715/87
    Entscheidungstext OGH 09.12.1987 1 Ob 715/87
    nur T1
  • 3 Ob 41/87
    Entscheidungstext OGH 09.09.1987 3 Ob 41/87
    nur T1
  • 6 Ob 542/88
    Entscheidungstext OGH 24.03.1988 6 Ob 542/88
    nur T1
  • 5 Ob 588/87
    Entscheidungstext OGH 21.06.1988 5 Ob 588/87
  • 1 Ob 696/88
    Entscheidungstext OGH 09.11.1988 1 Ob 696/88
    nur T1; Veröff: SZ 61/237
  • 1 Ob 704/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1989 1 Ob 704/89
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 62/185 = RdW 1990,342
  • 8 Ob 562/90
    Entscheidungstext OGH 20.02.1992 8 Ob 562/90
  • 1 Ob 578/95
    Entscheidungstext OGH 23.06.1995 1 Ob 578/95
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 610/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 610/95
    Vgl; nur T1
  • 4 Ob 1678/95
    Entscheidungstext OGH 18.12.1995 4 Ob 1678/95
    Auch; Beisatz: Nach dem Prinzip der Erhaltung der subjektiven Äquivalenz sollen die beim Vertragsabschluss zugrunde gelegten Wertrelationen zwischen Leistung und Gegenleistung aufrechterhalten bleiben. (T4)
  • 4 Ob 5/97g
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 4 Ob 5/97g
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 130/97g
    Entscheidungstext OGH 17.09.1997 3 Ob 130/97g
    Auch; Beis wie T2
  • 6 Ob 138/98g
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 6 Ob 138/98g
    nur T1; Beis wie T4
  • 6 Ob 221/98p
    Entscheidungstext OGH 15.10.1998 6 Ob 221/98p
    Beis wie T4
  • 6 Ob 72/00g
    Entscheidungstext OGH 23.10.2000 6 Ob 72/00g
    Vgl auch
  • 3 Ob 188/99i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 188/99i
    nur T1; Beisatz: Lässt sich ein Wert der "mangelfreien Sache" nicht ermitteln, dann ist die Anwendung des § 273 ZPO zulässig und notwendig. (T5)
  • 6 Ob 134/08m
    Entscheidungstext OGH 07.07.2008 6 Ob 134/08m
    Vgl; Beisatz: Hier: Zur Berechnung des Preisminderungsanspruchs bei einem nach Kauf aufgetretenen Motorschaden eines Gebrauchtwagens und dessen Weiterveräußerung in unrepariertem Zustand. (T6)
  • 9 Ob 50/10h
    Entscheidungstext OGH 28.07.2010 9 Ob 50/10h
    nur T1; Beis wie T4; Beisatz: Ohne Darlegung besonders rücksichtswürdiger Verkäuferinteressen besteht für eine Preisminderung nach der relativen Berechnungsmethode keine Untergrenze mit dem Verkehrswert des mangelhaften Objekts. (T7); Veröff: SZ 2010/91
  • 8 Ob 98/10k
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 8 Ob 98/10k
    Vgl auch
  • 6 Ob 92/11i
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 92/11i
    Beis wie T5
  • 9 Ob 63/10w
    Entscheidungstext OGH 29.08.2011 9 Ob 63/10w
    Vgl
  • 4 Ob 80/12m
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 80/12m
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 126/12h
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 5 Ob 126/12h
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 98/13k
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 98/13k
    Vgl auch; nur T1
  • 4 Ob 112/13v
    Entscheidungstext OGH 27.08.2013 4 Ob 112/13v
    Vgl auch; nur T1
  • 4 Ob 226/13h
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 226/13h
    Vgl auch; nur T1
  • 3 Ob 118/14w
    Entscheidungstext OGH 21.08.2014 3 Ob 118/14w
    Auch; Beisatz: Schon die Berechnung auf der Basis der objektiven Wertverhältnisse zeigt, dass die subjektive(n) Auswirkung(en) von Mängeln auf den Übernehmer bei der Ermittlung der Preisminderung nicht entscheidend sind. IdS geht das Preisminderungsrecht auch nicht durch Untergang oder Veräußerung der Sache verloren. (T8)
    Beisatz: Für die Beurteilung des zeitlichen Aspekts der Reisepreisminderung kommt es nicht darauf an, ob der Reisende die mangelhafte Reiseleistung (hier Unterbringung) weiter in Anspruch nimmt, dh durch diese subjektiv beeinträchtigt wird, oder ob er ‑ wie hier bei aufrecht erhaltenem Reisevertrag ‑ selbst durch einen Wechsel in ein anderes Hotel Abhilfe schafft, sondern darauf, ob die Reisemängel während des gesamten Zeitraums der gebuchten (= vereinbarten) Unterbringung weiter bestanden. (T9)
  • 7 Ob 38/17i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 38/17i
    Auch; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0018764

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

31.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19530708_OGH0002_0030OB00420_5300000_001

Rechtssatz für 2Ob612/59 6Ob86/63 1Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0027043

Geschäftszahl

2Ob612/59; 6Ob86/63; 1Ob14/70; 5Ob39/71; 1Ob49/73; 2Ob266/76; 4Ob120/76 (4Ob121/76); 2Ob56/77; 1Ob1/78 (1Ob2/78); 6Ob677/78; 8Ob177/78; 4Ob42/79; 8Ob115/79; 1Ob570/80 (1Ob571/80); 8Ob206/80; 1Ob35/80; 8Ob24/81; 2Ob105/81; 1Ob588/83; 8Ob97/83; 8Ob29/85; 7Ob572/85; 2Ob19/87; 1Ob578/88; 2Ob2/89; 1Ob704/89; 4Ob41/95; 4Ob127/97y; 1Ob367/97w; 3Ob286/99a; 9Ob66/04b; 7Ob298/04f; 6Ob31/08i; 2Ob4/08i; 2Ob205/08y; 2Ob249/08v; 9Ob26/09b; 2Ob135/10g; 2Ob219/10k; 2Ob144/11g; 4Ob137/11t; 2Ob74/12i; 1Ob97/13s; 4Ob21/14p; 4Ob14/16m; 2Ob148/15a; 10Ob5/17h; 1Ob231/16a; 2Ob40/19z; 3Ob30/19m; 3Ob126/19d; 4Ob146/19b; 7Ob13/20t; 7Ob105/20x

Entscheidungsdatum

25.11.1959

Norm

ABGB §1304 A1

Rechtssatz

Aus dieser Gesetzesstelle ergibt sich die Verpflichtung des Geschädigten, den Schaden möglichst gering zu halten.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 612/59
    Entscheidungstext OGH 25.11.1959 2 Ob 612/59
    Veröff: RZ 1960,45
  • 6 Ob 86/63
    Entscheidungstext OGH 25.04.1963 6 Ob 86/63
    Beisatz: Bekämpfung der Vorschreibung einer Steuer, zu deren Tragung sich ein Dritter verpflichtete, im Interesse dieses Dritten. (T1)
  • 1 Ob 14/70
    Entscheidungstext OGH 12.02.1970 1 Ob 14/70
  • 5 Ob 39/71
    Entscheidungstext OGH 03.03.1971 5 Ob 39/71
  • 1 Ob 49/73
    Entscheidungstext OGH 04.04.1973 1 Ob 49/73
    Auch; Beisatz: Verpflichtung, einen zur Mittragung der zu entrichtenden Grundsteuer verpflichteten Vertragspartner durch Erhebung von Rechtsmitteln vor Zahlungen zu schützen, die nach eigenen Dafürhalten einer sachlichen Berechtigung entbehren. (T2)
  • 2 Ob 266/76
    Entscheidungstext OGH 13.01.1977 2 Ob 266/76
    Beisatz: Entgegen Koziol; Haftpflichtrecht I 203 ff. (T3)
  • 4 Ob 120/76
    Entscheidungstext OGH 22.02.1977 4 Ob 120/76
    Veröff: Arb 9560 = DRdA 1977,236 = SozM IE,133 = ZAS 1978/17 S 107 (Schuhmacher)
  • 2 Ob 56/77
    Entscheidungstext OGH 29.04.1977 2 Ob 56/77
  • 1 Ob 1/78
    Entscheidungstext OGH 25.01.1978 1 Ob 1/78
    Beisatz: §§ 403, 1036, 1043, 1304, ABGB ua. (T4) Veröff: SZ 51/7
  • 6 Ob 677/78
    Entscheidungstext OGH 19.10.1978 6 Ob 677/78
  • 8 Ob 177/78
    Entscheidungstext OGH 21.11.1978 8 Ob 177/78
    Beis wie T4; Veröff: ZVR 1980/15 S 21
  • 4 Ob 42/79
    Entscheidungstext OGH 12.06.1979 4 Ob 42/79
    Beis wie T4
  • 8 Ob 115/79
    Entscheidungstext OGH 21.06.1979 8 Ob 115/79
    Veröff: ZVR 1980/153 S 154
  • 1 Ob 570/80
    Entscheidungstext OGH 12.11.1980 1 Ob 570/80
    Beis wie T4
  • 8 Ob 206/80
    Entscheidungstext OGH 04.12.1980 8 Ob 206/80
  • 1 Ob 35/80
    Entscheidungstext OGH 15.07.1981 1 Ob 35/80
    Auch; Veröff: SZ 54/108 = JBl 1982,259
  • 8 Ob 24/81
    Entscheidungstext OGH 23.04.1981 8 Ob 24/81
    Veröff: ZVR 1982/137 S 110
  • 2 Ob 105/81
    Entscheidungstext OGH 13.10.1981 2 Ob 105/81
  • 1 Ob 588/83
    Entscheidungstext OGH 13.04.1983 1 Ob 588/83
  • 8 Ob 97/83
    Entscheidungstext OGH 27.10.1983 8 Ob 97/83
    Veröff: ZVR 1984/281 S 284
  • 8 Ob 29/85
    Entscheidungstext OGH 23.05.1985 8 Ob 29/85
  • 7 Ob 572/85
    Entscheidungstext OGH 11.07.1985 7 Ob 572/85
    Auch; Veröff: SZ 58/127
  • 2 Ob 19/87
    Entscheidungstext OGH 08.09.1987 2 Ob 19/87
  • 1 Ob 578/88
    Entscheidungstext OGH 28.06.1988 1 Ob 578/88
  • 2 Ob 2/89
    Entscheidungstext OGH 10.05.1989 2 Ob 2/89
    Auch
  • 1 Ob 704/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1989 1 Ob 704/89
    Veröff: SZ 62/185 = JBl 1990,587
  • 4 Ob 41/95
    Entscheidungstext OGH 09.05.1995 4 Ob 41/95
    Beisatz: Der den Differenzschaden nach § 921 ABGB geltend machende Gläubiger hat die Obliegenheit, den Schaden möglichst gering zu halten. Das gleiche gilt selbstverständlich auch für Verspätungsschäden (oder Mangelfolgeschäden). (T4a)
  • 4 Ob 127/97y
    Entscheidungstext OGH 10.06.1997 4 Ob 127/97y
    Veröff: SZ 70/108
  • 1 Ob 367/97w
    Entscheidungstext OGH 28.04.1998 1 Ob 367/97w
    Auch
  • 3 Ob 286/99a
    Entscheidungstext OGH 31.01.2000 3 Ob 286/99a
    Vgl; Beisatz: Schadensminderungspflicht ist die Obliegenheit des Geschädigten, alles vorzukehren, um eine unnötige Vergrößerung des Schadens hintanzuhalten. (T5)
  • 9 Ob 66/04b
    Entscheidungstext OGH 15.09.2004 9 Ob 66/04b
    Auch; Beisatz: Die Beweislast für die Verletzung der Schadensminderungspflicht trifft den Schädiger. (T6)
  • 7 Ob 298/04f
    Entscheidungstext OGH 12.01.2005 7 Ob 298/04f
    Auch; Beis wie T6
  • 6 Ob 31/08i
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 31/08i
    Vgl; Beisatz: Der Geschädigte ist nicht zu Verfahrensschritten verpflichtet, die mit einem bedeutenden Kostenrisiko verbunden sind oder geringe Aussicht auf Erfolg haben. (T7)
    Beisatz: Ist die Rechtslage nicht unproblematisch, so ist es keine Verletzung der Schadensminderungspflicht, wenn der Rechtsweg nicht beschritten wird. (T8)
  • 2 Ob 4/08i
    Entscheidungstext OGH 24.09.2008 2 Ob 4/08i
  • 2 Ob 205/08y
    Entscheidungstext OGH 20.05.2009 2 Ob 205/08y
    Beisatz: Wenn und soweit ihm ein entsprechendes Verhalten möglich und zumutbar ist. (T9)
  • 2 Ob 249/08v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2009 2 Ob 249/08v
    Beis wie T9
  • 9 Ob 26/09b
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 9 Ob 26/09b
    Auch
  • 2 Ob 135/10g
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 2 Ob 135/10g
    Veröff: SZ 2011/45
  • 2 Ob 219/10k
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 219/10k
    Vgl auch; Veröff: SZ 2011/76
    Bem: Zum 2. Rechtsgang siehe 2 Ob 148/15a. (T9a)
  • 2 Ob 144/11g
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 144/11g
  • 4 Ob 137/11t
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 137/11t
    Beis wie T9
  • 2 Ob 74/12i
    Entscheidungstext OGH 25.04.2013 2 Ob 74/12i
    Veröff: SZ 2013/42
  • 1 Ob 97/13s
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 1 Ob 97/13s
    Auch
  • 4 Ob 21/14p
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 21/14p
    Auch
  • 4 Ob 14/16m
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 4 Ob 14/16m
    Auch
  • 2 Ob 148/15a
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 2 Ob 148/15a
    Auch; Beisatz: Hier: Ablehnung medizinisch indizierter, lebenserhaltender Maßnahmen. (T10)
    Bem: Zweiter Rechtsgang zu 2 Ob 219/10k. (T11)
    Veröff: SZ 2016/85
  • 10 Ob 5/17h
    Entscheidungstext OGH 21.02.2017 10 Ob 5/17h
    Beis wie T9; Beisatz: Diese Obliegenheit besteht auch bei Verletzung vertraglicher Pflichten. (T12)
  • 1 Ob 231/16a
    Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 231/16a
    Beisatz: Es kann der Schädiger grundsätzlich verlangen, dass er Ersatz (nur) in angemessener Höhe leisten muss. (T13)
    Beisatz: Hier: Rettungsaufwand; Anwaltskosten nach Stundensatzvereinbarung übersteigen im konkreten Einzelfall den angemessenen Aufwand (nach den AHK) und sind daher im Rahmen der Schadensminderungspflicht zu kürzen. (T14)
  • 2 Ob 40/19z
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 2 Ob 40/19z
    Beis wie T9
  • 3 Ob 30/19m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2019 3 Ob 30/19m
    Auch; Beis wie T13
  • 3 Ob 126/19d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 3 Ob 126/19d
    Vgl; Beis wie T9
  • 4 Ob 146/19b
    Entscheidungstext OGH 28.01.2020 4 Ob 146/19b
  • 7 Ob 13/20t
    Entscheidungstext OGH 24.06.2020 7 Ob 13/20t
    Vgl; Beis wie T7; Beis wie T8; Beisatz: Es ist dem Versicherungsnehmer objektiv nicht zumutbar, bei einem Vermittlungsfehler des Maklers gegen einen Dritten, der den Schaden verursachte, selbst vorgehen zu müssen. (T15)
  • 7 Ob 105/20x
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 7 Ob 105/20x
    Vgl; Beisatz: Hier: Rückforderung der Versicherungssteuer aus dem Titel Schadenersatz nach Spätrücktritt vom Lebensversicherungsvertrag. (T16)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0027043

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.11.2020

Dokumentnummer

JJR_19591125_OGH0002_0020OB00612_5900000_001

Rechtssatz für 8Ob215/68 4Ob343/68 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0027129

Geschäftszahl

8Ob215/68; 4Ob343/68; 2Ob263/69; 2Ob255/70; 8Ob26/71; 8Ob43/71 (8Ob44/71); 8Ob76/71 (8Ob77/71); 8Ob123/71; 8Ob329/71; 2Ob254/71; 8Ob231/72; 8Ob190/73; 2Ob152/73; 8Ob247/73; 6Ob42/74; 2Ob115/74 (2Ob116/74); 2Ob254/74; 2Ob242/74; 8Ob271/74; 2Ob130/77; 2Ob540/78; 8Ob30/79 (8Ob31/79); 8Ob42/79; 4Ob42/79; 2Ob37/80; 2Ob45/80; 8Ob138/80; 2Ob131/80; 8Ob206/80; 8Ob55/75; 7Ob83/75; 8Ob122/75; 2Ob183/75 (2Ob184/75); 8Ob56/76; 5Ob884/76; 3Ob657/76; 1Ob556/77; 7Ob586/77; 8Ob232/80; 2Ob38/81; 2Ob105/81; 2Ob76/82; 7Ob507/82; 8Ob154/82; 7Ob537/82; 5Ob725/81; 7Ob582/83 (7Ob583/83); 7Ob728/83; 8Ob198/83; 8Ob40/83 (8Ob41/83); 8Ob67/84; 1Ob666/84; 8Ob29/85; 7Ob572/85; 1Ob627/85; 1Ob6/86; 2Ob606/86; 2Ob19/87; 1Ob641/87; 2Ob81/88; 6Ob732/88; 4Ob80/89; 6Ob640/89; 1Ob704/89; 9ObA20/90; 8Ob38/90; 1Ob601/92; 9ObA303/92; 4Ob41/95; 10Ob144/97t; 1Ob367/97w; 5Ob490/97p; 1Ob128/99a; 10Ob79/00s; 2Ob102/01s; 9Ob104/00k; 2Ob188/01p; 4Ob150/02s; 2Ob135/03x; 1Ob234/04z; 7Ob298/04f; 2Ob89/06m; 8ObA30/07f; 1Ob242/07f; 9Ob42/08d; 2Ob205/08y; 2Ob39/09p; 2Ob249/08v; 2Ob49/09h; 4Ob214/10i; 5Ob35/11z; 10ObS58/11v; 1Ob119/11y; 7Ob122/12k; 1Ob154/12x; 5Ob16/13h; 4Ob230/13x; 1Ob144/14d; 9Ob22/15y; 7Ob148/15p; 9Ob83/15v; 10Ob5/17h; 6Ob95/17i; 4Ob246/17f; 2Ob164/17g; 7Ob187/18b; 2Ob200/18b; 2Ob4/20g; 4Ob146/19b; 4Ob128/20g

Entscheidungsdatum

24.09.1968

Norm

ABGB §1304 A1

Rechtssatz

Der beklagte Schädiger hat zu behaupten und zu beweisen, dass der Geschädigte den eingetretenen Schaden hätte mindern können.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 215/68
    Entscheidungstext OGH 24.09.1968 8 Ob 215/68
  • 4 Ob 343/68
    Entscheidungstext OGH 06.12.1968 4 Ob 343/68
    Veröff: SZ 41/172 = ÖBl 1969,80
  • 2 Ob 263/69
    Entscheidungstext OGH 09.10.1969 2 Ob 263/69
  • 2 Ob 255/70
    Entscheidungstext OGH 01.10.1970 2 Ob 255/70
    Beisatz: In erster Instanz. (T1)
    Veröff: ZVR 1971/126 S 158
  • 8 Ob 26/71
    Entscheidungstext OGH 02.03.1971 8 Ob 26/71
  • 8 Ob 43/71
    Entscheidungstext OGH 20.04.1971 8 Ob 43/71
  • 8 Ob 76/71
    Entscheidungstext OGH 18.05.1971 8 Ob 76/71
  • 8 Ob 123/71
    Entscheidungstext OGH 22.06.1971 8 Ob 123/71
  • 8 Ob 329/71
    Entscheidungstext OGH 14.12.1971 8 Ob 329/71
  • 2 Ob 254/71
    Entscheidungstext OGH 12.05.1972 2 Ob 254/71
    Veröff: SZ 45/63 = JBl 1973,85
  • 8 Ob 231/72
    Entscheidungstext OGH 21.11.1972 8 Ob 231/72
    Beisatz: Den Schädiger trifft die Behauptungslast und Beweislast, dass der Geschädigte schuldhaft gegen die ihm obliegenden Sorgfaltspflichten verstoßen habe. (T2)
    Veröff: ZVR 1973/196 S 268
  • 8 Ob 190/73
    Entscheidungstext OGH 06.11.1973 8 Ob 190/73
  • 2 Ob 152/73
    Entscheidungstext OGH 22.11.1973 2 Ob 152/73
  • 8 Ob 247/73
    Entscheidungstext OGH 11.12.1973 8 Ob 247/73
  • 6 Ob 42/74
    Entscheidungstext OGH 28.03.1974 6 Ob 42/74
  • 2 Ob 115/74
    Entscheidungstext OGH 30.05.1974 2 Ob 115/74
    Veröff: SZ 47/69 = ZVR 1975/145 S 207
  • 2 Ob 254/74
    Entscheidungstext OGH 21.11.1974 2 Ob 254/74
    Beis wie T2
  • 2 Ob 242/74
    Entscheidungstext OGH 28.11.1974 2 Ob 242/74
  • 8 Ob 271/74
    Entscheidungstext OGH 21.01.1975 8 Ob 271/74
  • 2 Ob 130/77
    Entscheidungstext OGH 14.10.1977 2 Ob 130/77
    Veröff: ZVR 1978/197 S 221
  • 2 Ob 540/78
    Entscheidungstext OGH 21.09.1978 2 Ob 540/78
  • 8 Ob 30/79
    Entscheidungstext OGH 05.04.1979 8 Ob 30/79
  • 8 Ob 42/79
    Entscheidungstext OGH 25.05.1979 8 Ob 42/79
    Veröff: ZVR 1980/155 S 157
  • 4 Ob 42/79
    Entscheidungstext OGH 12.06.1979 4 Ob 42/79
    Veröff: SZ 52/84 = Arb 9799 = ZAS 1981,123 (mit Anmerkung von Schrank)
  • 2 Ob 37/80
    Entscheidungstext OGH 11.03.1980 2 Ob 37/80
  • 2 Ob 45/80
    Entscheidungstext OGH 06.05.1980 2 Ob 45/80
    Veröff: ZVR 1981/31 S 47
  • 8 Ob 138/80
    Entscheidungstext OGH 02.10.1980 8 Ob 138/80
  • 2 Ob 131/80
    Entscheidungstext OGH 04.11.1980 2 Ob 131/80
  • 8 Ob 206/80
    Entscheidungstext OGH 04.12.1980 8 Ob 206/80
    Beis wie T2
  • 8 Ob 55/75
    Entscheidungstext OGH 19.03.1975 8 Ob 55/75
    Veröff: ZVR 1976/13 S 16
  • 7 Ob 83/75
    Entscheidungstext OGH 06.05.1975 7 Ob 83/75
  • 8 Ob 122/75
    Entscheidungstext OGH 18.06.1975 8 Ob 122/75
  • 2 Ob 183/75
    Entscheidungstext OGH 27.11.1975 2 Ob 183/75
    Vgl auch
  • 8 Ob 56/76
    Entscheidungstext OGH 28.04.1976 8 Ob 56/76
  • 5 Ob 884/76
    Entscheidungstext OGH 18.01.1977 5 Ob 884/76
    Veröff: EvBl 1977/159 S 353 = JBl 1978,377
  • 3 Ob 657/76
    Entscheidungstext OGH 15.03.1977 3 Ob 657/76
  • 1 Ob 556/77
    Entscheidungstext OGH 30.03.1977 1 Ob 556/77
  • 7 Ob 586/77
    Entscheidungstext OGH 02.06.1977 7 Ob 586/77
    Veröff: ZVR 1978/20 S 19
  • 8 Ob 232/80
    Entscheidungstext OGH 12.02.1981 8 Ob 232/80
  • 2 Ob 38/81
    Entscheidungstext OGH 10.03.1981 2 Ob 38/81
    Veröff: ZVR 1982/160 S 141
  • 2 Ob 105/81
    Entscheidungstext OGH 13.10.1981 2 Ob 105/81
  • 2 Ob 76/82
    Entscheidungstext OGH 27.04.1982 2 Ob 76/82
  • 7 Ob 507/82
    Entscheidungstext OGH 24.06.1982 7 Ob 507/82
  • 8 Ob 154/82
    Entscheidungstext OGH 01.07.1982 8 Ob 154/82
  • 7 Ob 537/82
    Entscheidungstext OGH 08.07.1982 7 Ob 537/82
    Beis wie T2
  • 5 Ob 725/81
    Entscheidungstext OGH 15.02.1983 5 Ob 725/81
  • 7 Ob 582/83
    Entscheidungstext OGH 14.04.1983 7 Ob 582/83
  • 7 Ob 728/83
    Entscheidungstext OGH 17.11.1983 7 Ob 728/83
    Auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 198/83
    Entscheidungstext OGH 24.11.1983 8 Ob 198/83
  • 8 Ob 40/83
    Entscheidungstext OGH 19.01.1984 8 Ob 40/83
  • 8 Ob 67/84
    Entscheidungstext OGH 08.11.1984 8 Ob 67/84
    Beis wie T2; Veröff: JBl 1985,426 = ZVR 1986/114 S 212
  • 1 Ob 666/84
    Entscheidungstext OGH 14.11.1984 1 Ob 666/84
    Veröff: JBl 1985,746
  • 8 Ob 29/85
    Entscheidungstext OGH 23.05.1985 8 Ob 29/85
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Sind Maßnahmen der Schadensminderung objektiv zumutbar, wofür den Schädiger die Behauptungslast und Beweislast trifft, so hat der deliktsfähige Geschädigte zu beweisen, dass ihm subjektiv die Maßnahme unzumutbar war oder ist. (T3)
  • 7 Ob 572/85
    Entscheidungstext OGH 11.07.1985 7 Ob 572/85
    Veröff: SZ 58/127
  • 1 Ob 627/85
    Entscheidungstext OGH 13.11.1985 1 Ob 627/85
    Auch
  • 1 Ob 6/86
    Entscheidungstext OGH 17.03.1986 1 Ob 6/86
  • 2 Ob 606/86
    Entscheidungstext OGH 10.03.1987 2 Ob 606/86
  • 2 Ob 19/87
    Entscheidungstext OGH 08.09.1987 2 Ob 19/87
  • 1 Ob 641/87
    Entscheidungstext OGH 21.10.1987 1 Ob 641/87
    Veröff: SZ 60/218 = EvBl 1988/31 S 207 = RdW 1988,88
  • 2 Ob 81/88
    Entscheidungstext OGH 27.09.1988 2 Ob 81/88
  • 6 Ob 732/88
    Entscheidungstext OGH 12.01.1989 6 Ob 732/88
  • 4 Ob 80/89
    Entscheidungstext OGH 27.06.1989 4 Ob 80/89
  • 6 Ob 640/89
    Entscheidungstext OGH 31.08.1989 6 Ob 640/89
    Veröff: VersR 1990,803
  • 1 Ob 704/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1989 1 Ob 704/89
    Beis wie T2; Veröff: SZ 62/185 = JBl 1990,587
  • 9 ObA 20/90
    Entscheidungstext OGH 14.03.1990 9 ObA 20/90
  • 8 Ob 38/90
    Entscheidungstext OGH 17.01.1991 8 Ob 38/90
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Bei Schadenszufügung durch Unterlassung im Rahmen der Schadensminderungspflicht ist der hiedurch Geschädigte nur dafür beweispflichtig, dass überwiegende Gründe für die Annahme vorliegen, der Schaden sei durch das Verhalten des Schädigers herbeigeführt worden. (T4)
    Veröff: RdW 1991,261 = ÖBA 1991,535
  • 1 Ob 601/92
    Entscheidungstext OGH 26.11.1992 1 Ob 601/92
    Auch
  • 9 ObA 303/92
    Entscheidungstext OGH 24.02.1993 9 ObA 303/92
  • 4 Ob 41/95
    Entscheidungstext OGH 09.05.1995 4 Ob 41/95
    Beisatz: Diese allgemeine Regel findet dort eine Einschränkung, wo die Möglichkeit der Geringhaltung des Schadens naheliegt, konkrete Beweise aber vom Schädiger billigerweise nicht erwartet werden können, weil es sich um Umstände handelt, die allein in der Sphäre des Geschädigten liegen und daher nur ihm bekannt und auch nur von ihm beweisbar sind. Wollte man diese Ansicht ablehnen, so käme man doch zum gleichen Ergebnis deshalb, weil überall dort, wo die Möglichkeit der Geringhaltung des Schadens naheliegt, prima-facie ein Sachverhalt vorliegt, der für die Verletzung der Rettungspflicht spricht. (T5)
  • 10 Ob 144/97t
    Entscheidungstext OGH 17.03.1998 10 Ob 144/97t
  • 1 Ob 367/97w
    Entscheidungstext OGH 28.04.1998 1 Ob 367/97w
    Auch; Beis wie T5
  • 5 Ob 490/97p
    Entscheidungstext OGH 07.07.1998 5 Ob 490/97p
    Auch
  • 1 Ob 128/99a
    Entscheidungstext OGH 14.01.2000 1 Ob 128/99a
    Beis wie T2
  • 10 Ob 79/00s
    Entscheidungstext OGH 02.05.2000 10 Ob 79/00s
    Auch; Beisatz: Den Beklagten Schädiger trifft die Behauptungslast und Beweislast für ein Mitverschulden des geschädigten Klägers. (T6)
  • 2 Ob 102/01s
    Entscheidungstext OGH 16.05.2001 2 Ob 102/01s
    Vgl auch; Beisatz: Der Mitverschuldenseinwand muss nicht ausdrücklich erhoben werden, es genügt, dass sich dem Vorbringen des Schädigers sinngemäß entnehmen lässt, dass er ein Verschulden des Geschädigten behauptet. (T7)
  • 9 Ob 104/00k
    Entscheidungstext OGH 11.04.2001 9 Ob 104/00k
  • 2 Ob 188/01p
    Entscheidungstext OGH 06.09.2001 2 Ob 188/01p
    Auch; Beis wie T5
  • 4 Ob 150/02s
    Entscheidungstext OGH 20.08.2002 4 Ob 150/02s
    Beis wie T5
  • 2 Ob 135/03x
    Entscheidungstext OGH 26.06.2003 2 Ob 135/03x
  • 1 Ob 234/04z
    Entscheidungstext OGH 25.01.2005 1 Ob 234/04z
    Auch; Beis wie T5 nur: Diese allgemeine Regel findet dort eine Einschränkung, wo die Möglichkeit der Geringhaltung des Schadens naheliegt, konkrete Beweise aber vom Schädiger billigerweise nicht erwartet werden können, weil es sich um Umstände handelt, die allein in der Sphäre des Geschädigten liegen und daher nur ihm bekannt und auch nur von ihm beweisbar sind. (T8)
  • 7 Ob 298/04f
    Entscheidungstext OGH 12.01.2005 7 Ob 298/04f
  • 2 Ob 89/06m
    Entscheidungstext OGH 12.06.2006 2 Ob 89/06m
  • 8 ObA 30/07f
    Entscheidungstext OGH 30.07.2007 8 ObA 30/07f
  • 1 Ob 242/07f
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 1 Ob 242/07f
  • 9 Ob 42/08d
    Entscheidungstext OGH 20.08.2008 9 Ob 42/08d
    Auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 2008/109
  • 2 Ob 205/08y
    Entscheidungstext OGH 20.05.2009 2 Ob 205/08y
    Auch; Beis wie T8
  • 2 Ob 39/09p
    Entscheidungstext OGH 25.06.2009 2 Ob 39/09p
  • 2 Ob 249/08v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2009 2 Ob 249/08v
    Auch Beis wie T3
  • 2 Ob 49/09h
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 2 Ob 49/09h
    Auch; Auch Beis wie T3; Auch Beis wie T6
  • 4 Ob 214/10i
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 214/10i
    Auch; Beis wie T2
  • 5 Ob 35/11z
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 5 Ob 35/11z
    Auch; Beis ähnlich wie T7
  • 10 ObS 58/11v
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 10 ObS 58/11v
    Vgl auch; Beis wie T5; Beisatz: Für den Wegfall der festgestellten Erwerbsunfähigkeit eines Versicherten infolge Besserung seines Leidenszustandes ist grundsätzlich der Versicherungsträger behauptungs- und beweispflichtig. Verweigert aber ein Versicherter eine mögliche und zumutbare ärztliche Behandlung, die zu einer Besserung des Leidenszustandes führen würde, dann hat der näher zum Beweis stehende Versicherte zu behaupten und zu beweisen, dass auch eine Behandlung nicht zur Beseitigung der Erwerbsunfähigkeit geführt hätte. (T9)
    Veröff: SZ 2011/82
  • 1 Ob 119/11y
    Entscheidungstext OGH 21.07.2011 1 Ob 119/11y
    Auch; Beis wie T6
  • 7 Ob 122/12k
    Entscheidungstext OGH 29.08.2012 7 Ob 122/12k
  • 1 Ob 154/12x
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 154/12x
    Auch
  • 5 Ob 16/13h
    Entscheidungstext OGH 21.03.2013 5 Ob 16/13h
    Vgl; Beis wie T7
  • 4 Ob 230/13x
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 230/13x
    Auch
  • 1 Ob 144/14d
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 1 Ob 144/14d
    Auch; Beis wie T3
  • 9 Ob 22/15y
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 22/15y
    Auch
  • 7 Ob 148/15p
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 148/15p
  • 9 Ob 83/15v
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 9 Ob 83/15v
    Beis wie T3
  • 10 Ob 5/17h
    Entscheidungstext OGH 21.02.2017 10 Ob 5/17h
  • 6 Ob 95/17i
    Entscheidungstext OGH 29.05.2017 6 Ob 95/17i
    Beisatz: Hier: Der Beweis dafür, dass der Geschädigte keine unselbständige Anstellung hätte finden können, ist ex post für den Geschädigten nicht leichter zu führen als der Beweis des Gegenteils für den Schädiger, weil es in beide Richtungen um den Beweis eines hypothetischen Geschehens geht ‑ kein Fall der Beweislastumkehr. (T10)
  • 4 Ob 246/17f
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 246/17f
  • 2 Ob 164/17g
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 2 Ob 164/17g
    Veröff: SZ 2018/25
  • 7 Ob 187/18b
    Entscheidungstext OGH 31.10.2018 7 Ob 187/18b
  • 2 Ob 200/18b
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 2 Ob 200/18b
  • 2 Ob 4/20g
    Entscheidungstext OGH 30.01.2020 2 Ob 4/20g
    Vgl; Beisatz: Hier: Unfallbedingt verbliebene teilweise Erwerbsunfähigkeit. (T11)
  • 4 Ob 146/19b
    Entscheidungstext OGH 28.01.2020 4 Ob 146/19b
  • 4 Ob 128/20g
    Entscheidungstext OGH 20.10.2020 4 Ob 128/20g

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0027129

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

31.03.2021

Dokumentnummer

JJR_19680924_OGH0002_0080OB00215_6800000_001

Rechtssatz für 2Ob210/70 2Ob297/71 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0027787

Geschäftszahl

2Ob210/70; 2Ob297/71; 2Ob140/72; 2Ob177/72 (2Ob178/72); 1Ob173/73; 2Ob118/74; 1Ob40/74; 2Ob115/74 (2Ob116/74); 2Ob230/74; 2Ob254/74; 2Ob242/74; 2Ob291/74; 2Ob45/75; 7Ob83/75; 5Ob501/76; 2Ob139/76; 2Ob129/76; 2Ob176/76; 8Ob188/76; 2Ob266/76; 5Ob884/76; 8Ob244/76; 4Ob120/76 (4Ob121/76); 1Ob556/77; 2Ob56/77; 8Ob49/77; 8Ob80/77; 7Ob586/77; 2Ob130/77; 1Ob1/78 (1Ob2/78); 8Ob18/78; 8Ob69/78; 2Ob540/78; 6Ob677/78; 2Ob180/78; 8Ob177/78; 2Ob167/78; 1Ob628/78; 4Ob42/79; 2Ob528/79; 8Ob115/79; 8Ob126/79 (8Ob127/79); 2Ob131/79; 1Ob570/80 (1Ob571/80); 8Ob206/80; 8Ob232/80; 8Ob24/81; 2Ob105/81; 4Ob29/82 (4Ob30/82); 8Ob148/82; 2Ob155/82; 1Ob737/82; 5Ob725/81; 7Ob582/83 (7Ob583/83); 8Ob198/83; 8Ob220/83; 8Ob40/84; 8Ob67/84; 8Ob29/85; 2Ob59/86; 8Ob33/87; 8Ob78/86; 2Ob19/87; 2Ob94/88; 2Ob2/89; 1Ob626/89; 1Ob704/89; 2Ob74/90; 1Ob601/92; 8Ob504/94; 2Ob71/94; 4Ob127/97y; 2Ob147/98a; 1Ob9/00f; 2Ob288/00t; 2Ob324/00m; 8Ob93/01m; 3Ob17/02z; 7Ob247/02b; 6Ob2/03t; 2Ob143/03y; 3Ob120/05a; 9Ob50/06b; 8Ob85/06t; 7Ob131/07a; 6Ob31/08i; 10Ob94/08h; 2Ob51/09b; 2Ob249/08v; 1Ob141/09f; 9Ob26/09b; 1Ob192/09f; 2Ob100/10k; 8Ob6/10f; 4Ob214/10i; 2Ob135/10g; 8Ob118/10a; 2Ob219/10k; 2Ob144/11g; 6Ob201/11v; 3Ob115/12a; 7Ob122/12k; 2Ob74/12i; 4Ob230/13x; 4Ob21/14p; 9Ob22/15y; 4Ob167/15k; 10Ob5/17h; 6Ob4/17g; 4Ob24/18k; 10Ob73/19m; 7Ob13/20t; 7Ob105/20x

Entscheidungsdatum

25.06.1970

Norm

ABGB §1304 A1
ABGB §1325 D7

Rechtssatz

Was dem Geschädigten im Rahmen der Schadensminderungspflicht zumutbar ist, bestimmt sich nach den Interessen beider Teile und den Grundsätzen des redlichen Verkehrs. Es kommt daher wesentlich auf die Umstände des Einzelfalles an.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 210/70
    Entscheidungstext OGH 25.06.1970 2 Ob 210/70
  • 2 Ob 297/71
    Entscheidungstext OGH 25.05.1972 2 Ob 297/71
    Veröff: EvBl 1972/318 S 605
  • 2 Ob 140/72
    Entscheidungstext OGH 27.10.1972 2 Ob 140/72
  • 2 Ob 177/72
    Entscheidungstext OGH 11.01.1973 2 Ob 177/72
    nur: Was dem Geschädigten im Rahmen der Schadensminderungspflicht zumutbar ist, bestimmt sich nach den Interessen beider Teile und den Grundsätzen des redlichen Verkehrs. (T1)
    Veröff: ZVR 1973/110 S 144
  • 1 Ob 173/73
    Entscheidungstext OGH 31.10.1973 1 Ob 173/73
  • 2 Ob 118/74
    Entscheidungstext OGH 04.04.1974 2 Ob 118/74
    Veröff: ZVR 1975/61 S 81
  • 1 Ob 40/74
    Entscheidungstext OGH 08.05.1974 1 Ob 40/74
  • 2 Ob 115/74
    Entscheidungstext OGH 30.05.1974 2 Ob 115/74
    Veröff: SZ 47/69 = EvBl 1975/45 S 96 = ZVR 1975/145 S 207
  • 2 Ob 230/74
    Entscheidungstext OGH 03.10.1974 2 Ob 230/74
    Beisatz: Keine Verletzung der Schadenminderungspflicht, wenn sich die Verletzte statt eines zweckmäßigen achttägigen stationären Krankenhausaufenthaltes der Pflege ihrer Kinder widmet und hiedurch länger dauernde Schmerzen erleidet. (T2)
  • 2 Ob 254/74
    Entscheidungstext OGH 21.11.1974 2 Ob 254/74
  • 2 Ob 242/74
    Entscheidungstext OGH 28.11.1974 2 Ob 242/74
  • 2 Ob 291/74
    Entscheidungstext OGH 16.01.1975 2 Ob 291/74
    nur T1; Veröff: ZVR 1975/165 S 242
  • 2 Ob 45/75
    Entscheidungstext OGH 20.03.1975 2 Ob 45/75
    Veröff: ZVR 1976/12 S 16
  • 7 Ob 83/75
    Entscheidungstext OGH 06.05.1975 7 Ob 83/75
  • 5 Ob 501/76
    Entscheidungstext OGH 20.01.1976 5 Ob 501/76
  • 2 Ob 139/76
    Entscheidungstext OGH 11.06.1976 2 Ob 139/76
  • 2 Ob 129/76
    Entscheidungstext OGH 01.07.1976 2 Ob 129/76
    Veröff: ZVR 1977/43 S 52
  • 2 Ob 176/76
    Entscheidungstext OGH 08.10.1976 2 Ob 176/76
    Beisatz: Umschulung von Verkäuferin auf Heimarbeiterin unzumutbar. (T3)
    Veröff: ZVR 1977/132 S 181
  • 8 Ob 188/76
    Entscheidungstext OGH 10.11.1876 8 Ob 188/76
    Veröff: ZVR 1978/77 S 114
  • 2 Ob 266/76
    Entscheidungstext OGH 13.01.1977 2 Ob 266/76
  • 5 Ob 884/76
    Entscheidungstext OGH 18.01.1977 5 Ob 884/76
    Veröff: EvBl 1977/159 S 353 = JBl 1978,377
  • 8 Ob 244/76
    Entscheidungstext OGH 16.02.1977 8 Ob 244/76
  • 4 Ob 120/76
    Entscheidungstext OGH 22.02.1977 4 Ob 120/76
    Veröff: SZ 50/29 = ZAS 1978/17 S 107 (Schuhmacher) = Arb 9560 = DRdA 1977,236 (Apathy) = SozM IE,133
  • 1 Ob 556/77
    Entscheidungstext OGH 30.03.1977 1 Ob 556/77
    nur T1
  • 2 Ob 56/77
    Entscheidungstext OGH 29.04.1977 2 Ob 56/77
  • 8 Ob 49/77
    Entscheidungstext OGH 30.03.1977 8 Ob 49/77
    nur T1; Beisatz: Auf die bisherige berufliche Tätigkeit und die persönlichen Verhältnisse des Geschädigten ist Betracht zu nehmen. (T4)
  • 8 Ob 80/77
    Entscheidungstext OGH 25.05.1977 8 Ob 80/77
    nur T1; Veröff: ZVR 1978/45 S 49
  • 7 Ob 586/77
    Entscheidungstext OGH 02.06.1977 7 Ob 586/77
    Veröff: ZVR 1978/20 S 19
  • 2 Ob 130/77
    Entscheidungstext OGH 14.10.1977 2 Ob 130/77
    nur T1; Veröff: ZVR 1978/197 S 221
  • 1 Ob 1/78
    Entscheidungstext OGH 25.01.1978 1 Ob 1/78
    Veröff: SZ 51/7
  • 8 Ob 18/78
    Entscheidungstext OGH 15.02.1978 8 Ob 18/78
    Veröff: ZVR 1978/325 S 374
  • 8 Ob 69/78
    Entscheidungstext OGH 14.06.1978 8 Ob 69/78
    nur T1; Veröff: SZ 51/91
  • 2 Ob 540/78
    Entscheidungstext OGH 21.09.1978 2 Ob 540/78
  • 6 Ob 677/78
    Entscheidungstext OGH 19.10.1978 6 Ob 677/78
  • 2 Ob 180/78
    Entscheidungstext OGH 09.11.1978 2 Ob 180/78
    nur T1; Veröff: ZVR 1979/305 S 367
  • 8 Ob 177/78
    Entscheidungstext OGH 21.11.1978 8 Ob 177/78
    nur T1; Veröff: ZVR 1980/15 S 21
  • 2 Ob 167/78
    Entscheidungstext OGH 09.11.1978 2 Ob 167/78
    nur T1
  • 1 Ob 628/78
    Entscheidungstext OGH 10.01.1979 1 Ob 628/78
    Veröff: EFSlg 33801
  • 4 Ob 42/79
    Entscheidungstext OGH 12.06.1979 4 Ob 42/79
    Veröff: Arb 9799 = ZAS 1981,23 (mit Anmerkung von Schrank)
  • 2 Ob 528/79
    Entscheidungstext OGH 26.06.1979 2 Ob 528/79
    nur T1
  • 8 Ob 115/79
    Entscheidungstext OGH 21.06.1979 8 Ob 115/79
    Veröff: ZVR 1980/153 S 154
  • 8 Ob 126/79
    Entscheidungstext OGH 27.09.1979 8 Ob 126/79
  • 2 Ob 131/79
    Entscheidungstext OGH 02.10.1979 2 Ob 131/79
    nur T1
  • 1 Ob 570/80
    Entscheidungstext OGH 12.11.1980 1 Ob 570/80
    Veröff: SZ 53/148
  • 8 Ob 206/80
    Entscheidungstext OGH 04.12.1980 8 Ob 206/80
  • 8 Ob 232/80
    Entscheidungstext OGH 12.02.1981 8 Ob 232/80
  • 8 Ob 24/81
    Entscheidungstext OGH 23.04.1981 8 Ob 24/81
    Veröff: ZVR 1982/137 S 110
  • 2 Ob 105/81
    Entscheidungstext OGH 13.10.1981 2 Ob 105/81
  • 4 Ob 29/82
    Entscheidungstext OGH 04.05.1982 4 Ob 29/82
    nur T1
  • 8 Ob 148/82
    Entscheidungstext OGH 01.07.1982 8 Ob 148/82
    Veröff: SZ 55/104 = ZVR 1983/36 S 49
  • 2 Ob 155/82
    Entscheidungstext OGH 28.09.1982 2 Ob 155/82
  • 1 Ob 737/82
    Entscheidungstext OGH 12.01.1983 1 Ob 737/82
  • 5 Ob 725/81
    Entscheidungstext OGH 15.02.1983 5 Ob 725/81
  • 7 Ob 582/83
    Entscheidungstext OGH 14.04.1983 7 Ob 582/83
  • 8 Ob 198/83
    Entscheidungstext OGH 24.11.1983 8 Ob 198/83
  • 8 Ob 220/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 8 Ob 220/83
  • 8 Ob 40/84
    Entscheidungstext OGH 20.06.1984 8 Ob 40/84
    nur T1
  • 8 Ob 67/84
    Entscheidungstext OGH 08.11.1984 8 Ob 67/84
    nur T1; Beisatz: Keine Pflicht eines Taxiunternehmers, der für sein Unternehmen immer nur Neufahrzeuge angeschafft hatte, entgegen dieser Gepflogenheit das Risiko eines Gebrauchtwagenkaufes auf sich zu nehmen, um den Schädiger den Ersatz des Verdienstentganges infolge einer längeren Zeit bis zur Lieferung des Neuwagens zu ersparen. (T5)
    Veröff: ZVR 1985/114 S 212 = JBl 1985,426
  • 8 Ob 29/85
    Entscheidungstext OGH 23.05.1985 8 Ob 29/85
  • 2 Ob 59/86
    Entscheidungstext OGH 10.02.1987 2 Ob 59/86
    nur T1
  • 8 Ob 33/87
    Entscheidungstext OGH 21.05.1987 8 Ob 33/87
    Beisatz: Keine Pflicht des Geschädigten, sich vor Abwicklung seines Schadens mit seinem Kaskoversicherer mit dem Bestehen und allenfalls dem Umfang der Haftung der Lenker, Halter und damit auch Haftpflichtversicherer der anderen am Unfall beteiligten ausländischen Kraftfahrzeuge bis ins Detail auseinanderzusetzen. (T6)
    Veröff: JBl 1987,723 = ZVR 1988/55 S 119
  • 8 Ob 78/86
    Entscheidungstext OGH 04.06.1987 8 Ob 78/86
    Beisatz: Voraussetzung der Schadensminderungspflicht ist Zumutbarkeit der Schadensabwehr. (T7)
  • 2 Ob 19/87
    Entscheidungstext OGH 08.09.1987 2 Ob 19/87
    nur T1
  • 2 Ob 94/88
    Entscheidungstext OGH 30.08.1988 2 Ob 94/88
    Auch; Beisatz: Die Beförderung mit einem Personenkraftwagen eines infolge eines Unfalles pflegebedürftigen Minderjährigen zur Behandlung ins Krankenhaus und zurück zu den Eltern kann unter Berücksichtigung der allgemeinen Üblichkeit dieses Verkehrsmittels nicht als Verletzung einer Schadensminderungspflicht beurteilt werden. (T8)
  • 2 Ob 2/89
    Entscheidungstext OGH 10.05.1989 2 Ob 2/89
  • 1 Ob 626/89
    Entscheidungstext OGH 06.09.1989 1 Ob 626/89
  • 1 Ob 704/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1989 1 Ob 704/89
    nur T1; Veröff: SZ 62/185 = JBl 1990,587
  • 2 Ob 74/90
    Entscheidungstext OGH 21.11.1990 2 Ob 74/90
  • 1 Ob 601/92
    Entscheidungstext OGH 26.11.1992 1 Ob 601/92
    Auch
  • 8 Ob 504/94
    Entscheidungstext OGH 25.11.1994 8 Ob 504/94
    Auch; Beisatz: Hier: Frage, inwieweit im Unterlassen einer Prozessführung oder im Nichtergreifen eines Rechtsmittels eine Verletzung der Schadensminderungspflicht liegt. (T9)
  • 2 Ob 71/94
    Entscheidungstext OGH 10.11.1994 2 Ob 71/94
  • 4 Ob 127/97y
    Entscheidungstext OGH 10.06.1997 4 Ob 127/97y
    nur T1; Beisatz: Das Nichtergreifen eines Rechtsmittels kann Verletzung der Schadensminderungspflicht sein. Der Geschädigte ist aber nicht zu gerichtlichen Schritten verpflichtet, die mit einem bedeutenden Kostenrisiko verbunden sind oder geringe Aussicht auf Erfolg haben. (T10)
    Veröff: SZ 70/108
  • 2 Ob 147/98a
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 2 Ob 147/98a
    nur T1; Beisatz: Ist die konkret vom Schädiger angebotene Beschäftigung nicht offensichtlich unzumutbar, hat der Geschädigte darzutun, weshalb dies der Fall sein soll. (T11)
  • 1 Ob 9/00f
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 9/00f
    Beisatz: Der Geschädigte verletzt seine Schadensminderungspflicht, wenn er schuldhaft Handlungen unterlässt, die von einem verständigen Durchschnittsmenschen gesetzt worden und geeignet wären, den Schaden abzuwehren oder zu verringern. (T12)
  • 2 Ob 288/00t
    Entscheidungstext OGH 09.11.2000 2 Ob 288/00t
    Beis wie T12
  • 2 Ob 324/00m
    Entscheidungstext OGH 07.12.2000 2 Ob 324/00m
    nur T1; Beisatz: Die Verletzung der Schadensminderungspflicht muss schuldhaft erfolgen, damit dies zum Nachteil des Geschädigten führen kann. (T13)
  • 8 Ob 93/01m
    Entscheidungstext OGH 10.05.2001 8 Ob 93/01m
    Beisatz: Hier: Kosten der versuchten Heilung eines auch für die Zucht verwendeten Rasse-Jagdhundes (kein Nutztier). (T14)
  • 3 Ob 17/02z
    Entscheidungstext OGH 27.02.2002 3 Ob 17/02z
    Auch
  • 7 Ob 247/02b
    Entscheidungstext OGH 13.11.2002 7 Ob 247/02b
    Auch
  • 6 Ob 2/03t
    Entscheidungstext OGH 24.04.2003 6 Ob 2/03t
  • 2 Ob 143/03y
    Entscheidungstext OGH 12.09.2003 2 Ob 143/03y
    Veröff: SZ 2003/106
  • 3 Ob 120/05a
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 3 Ob 120/05a
    Beis wie T10 nur: Der Geschädigte ist nicht zu gerichtlichen Schritten verpflichtet, die mit einem bedeutenden Kostenrisiko verbunden sind oder geringe Aussicht auf Erfolg haben. (T15)
  • 9 Ob 50/06b
    Entscheidungstext OGH 04.05.2006 9 Ob 50/06b
  • 8 Ob 85/06t
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 8 Ob 85/06t
    Beisatz: Im Nichtergreifen eines Rechtsmittels oder der Unterlassung einer Prozessführung kann eine Verletzung der Schadensminderungspflicht liegen. (T16)
    Beisatz: Hier: Unterlassung einer erfolgversprechenden Löschungsklage. (T17)
  • 7 Ob 131/07a
    Entscheidungstext OGH 20.06.2007 7 Ob 131/07a
  • 6 Ob 31/08i
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 31/08i
  • 10 Ob 94/08h
    Entscheidungstext OGH 04.11.2008 10 Ob 94/08h
    Auch; Beisatz: Die Frage, was dem Geschädigten im Rahmen der Schadensminderungspflicht zumutbar ist, hängt grundsätzlich von den Umständen des Einzelfalls ab und ist daher keine erhebliche Rechtsfrage. (T18)
  • 2 Ob 51/09b
    Entscheidungstext OGH 25.06.2009 2 Ob 51/09b
    Auch; Beis wie T18; Vgl Beis wie T9; Vgl Beis wie T15
  • 2 Ob 249/08v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2009 2 Ob 249/08v
    nur T1
  • 1 Ob 141/09f
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 1 Ob 141/09f
    Auch
  • 9 Ob 26/09b
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 9 Ob 26/09b
    Auch
  • 1 Ob 192/09f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 1 Ob 192/09f
    Auch; nur T1; Beis wie T12; Beis wie T13
  • 2 Ob 100/10k
    Entscheidungstext OGH 08.07.2010 2 Ob 100/10k
    Beisatz: Hier: Die Prüfung der Zumutbarkeit einer Umschulung oder der Annahme einer anderen als der bisher ausgeübten Erwerbstätigkeit (als Spezialfall der Schadensminderungspflicht) kann nur einzelfallbezogen erfolgen. (T19)
  • 8 Ob 6/10f
    Entscheidungstext OGH 21.12.2010 8 Ob 6/10f
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Voraussetzung für die Bejahung einer Schadenminderungspflicht ist die Zumutbarkeit der Schadensabwehr, die sich nach den Interessen beider Teile im Einzelfall und den Grundsätzen des redlichen Verkehrs bestimmt. (T20)
    Veröff: SZ 2010/160
  • 4 Ob 214/10i
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 214/10i
    Auch
  • 2 Ob 135/10g
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 2 Ob 135/10g
    nur T1; Veröff: SZ 2011/45
  • 8 Ob 118/10a
    Entscheidungstext OGH 25.05.2011 8 Ob 118/10a
    Beis wie T12; Beis wie T18
  • 2 Ob 219/10k
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 219/10k
    Vgl; Veröff: SZ 2011/76
    Bem: Zum 2. Rechtsgang siehe 2 Ob 148/15a. (T20a)
  • 2 Ob 144/11g
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 144/11g
    nur T1
  • 6 Ob 201/11v
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 201/11v
  • 3 Ob 115/12a
    Entscheidungstext OGH 11.07.2012 3 Ob 115/12a
    Auch; Beis wie T18
  • 7 Ob 122/12k
    Entscheidungstext OGH 29.08.2012 7 Ob 122/12k
    Beis wie T15
  • 2 Ob 74/12i
    Entscheidungstext OGH 25.04.2013 2 Ob 74/12i
    nur T1; Veröff: SZ 2013/42
  • 4 Ob 230/13x
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 230/13x
  • 4 Ob 21/14p
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 21/14p
  • 9 Ob 22/15y
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 22/15y
    Vgl auch; Beis wie T4; nur: Der Geschädigte verletzt seine Schadensminderungspflicht, wenn er schuldhaft Handlungen unterlässt, die von einem verständigen Durchschnittsmenschen gesetzt worden und geeignet wären, den Schaden abzuwehren oder zu verringern. (T21)
    Beisatz: Maßgebend ist, ob der Geschädigte jene Sorgfalt außer Acht gelassen hat, die ein verständiger Betroffener in seiner Lage angewendet hätte, um eine Schädigung nach Möglichkeit abzuwenden. (T22)
    Beisatz: Ergreift der Geschädigte kein Rechtsmittel obwohl es geeignet gewesen wäre, den Schaden ganz oder teilweise abzuwenden, so handelt er sorglos in eigenen Angelegenheiten und verletzt die ihm obliegende Rettungspflicht. (T23)
  • 4 Ob 167/15k
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 4 Ob 167/15k
    Auch; nur T1; Beis wie T12; Beis wie T18
  • 10 Ob 5/17h
    Entscheidungstext OGH 21.02.2017 10 Ob 5/17h
    nur T21
  • 6 Ob 4/17g
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 6 Ob 4/17g
    Beis wie T18
  • 4 Ob 24/18k
    Entscheidungstext OGH 25.09.2018 4 Ob 24/18k
    Beis wie T23; Beisatz: Im Nichtergreifen eines Rechtsbehelfs liegt aber dann keine Verletzung der Schadensminderungsobliegenheit, wenn der Entschluss des Verletzten durch den haftungsbegründenden Vorgang herausgefordert wurde, er also erst durch das pflichtwidrige Verhalten des Schädigers in die Lage kam, eine solche Entscheidung treffen zu müssen. (T24); Beisatz: Hier: Umschuldung eines rechtswidrig aufgekündigten Kredits vor Entscheidung über die Darlehensklage. (T25)
  • 10 Ob 73/19m
    Entscheidungstext OGH 26.05.2020 10 Ob 73/19m
    Beis wie T10; Beis wie T15; Beisatz: Hier: Nichterhebung eines Rekurses gegen den Kostenvorbehalt bis zur rechtskräftigen Erledigung der Streitsache ist keine Verletzung der Schadensminderungspflicht. (T26)
  • 7 Ob 13/20t
    Entscheidungstext OGH 24.06.2020 7 Ob 13/20t
    Beisatz: Es ist dem Versicherungsnehmer objektiv nicht zumutbar, bei einem Vermittlungsfehler des Maklers gegen einen Dritten, der den Schaden verursachte, selbst vorgehen zu müssen. (T27)
  • 7 Ob 105/20x
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 7 Ob 105/20x
    Vgl; Beisatz: Hier: Rückforderung der Versicherungssteuer aus dem Titel Schadenersatz nach Spätrücktritt vom Lebensversicherungsvertrag. (T28)

Schlagworte

Auto Pkw Kfz

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0027787

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.11.2020

Dokumentnummer

JJR_19700625_OGH0002_0020OB00210_7000000_002

Rechtssatz für 8Ob183/78 8Ob115/79 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023573

Geschäftszahl

8Ob183/78; 8Ob115/79; 2Ob155/82; 8Ob553/82; 2Ob606/86; 8Ob78/86; 6Ob549/86; 1Ob578/88; 2Ob81/88; 1Ob704/89; 1Ob17/90; 1Ob20/90; 2Ob81/90; 2Ob74/90; 2Ob22/92 (2Ob23/92); 1Ob601/92; 2Ob71/94; 1Ob2192/96a; 1Ob55/95; 2Ob221/97g; 6Ob116/98x; 1Ob9/00f; 2Ob288/00t; 2Ob296/00v; 3Ob188/99i; 6Ob2/03t; 8Ob85/06t; 2Ob3/07s; 6Ob31/08i; 2Ob158/07k; 2Ob249/08v; 9Ob26/09b; 1Ob192/09f; 8ObA66/09b; 2Ob135/10g; 2Ob219/10k; 2Ob144/11g; 2Ob74/12i; 6Ob62/13f; 4Ob21/14p; 1Ob144/14d; 9Ob83/15v; 2Ob148/15a; 1Ob118/16h; 10Ob5/17h; 4Ob52/18b; 4Ob24/18k; 7Ob187/18b; 2Ob40/19z; 3Ob126/19d

Entscheidungsdatum

25.10.1978

Norm

ABGB §1295 Ia5
ABGB §1304 A1
ABGB §1325 D7

Rechtssatz

Es stellt einen Verstoß gegen die Schadenminderungspflicht dar, wenn der Geschädigte Handlungen unterlassen hat, die geeignet gewesen wären, den Schaden abzuwehren oder zu verringern, die - objektiv beurteilt - von einem verständigen Durchschnittsmenschen gesetzt worden wären, um eine nachteilige Veränderung des eigenen Vermögens hintanzuhalten, beziehungsweise wenn er Handlungen gesetzt hat, die geeignet waren, den Schaden zu vergrößern und von einem verständigen Durchschnittsmenschen nicht gesetzt worden wären, und dies der Geschädigte bei gehöriger Aufmerksamkeit hätte erkennen müssen und dieser Einsicht nach hätte handeln können.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 183/78
    Entscheidungstext OGH 25.10.1978 8 Ob 183/78
    Veröff: ZVR 1979/304 S 366
  • 8 Ob 115/79
    Entscheidungstext OGH 21.06.1979 8 Ob 115/79
    Beisatz: Miete eines Ersatzfahrzeuges. (T1)
    Veröff: ZVR 1980/153 S 154
  • 2 Ob 155/82
    Entscheidungstext OGH 28.09.1982 2 Ob 155/82
    Beisatz: T1
  • 8 Ob 553/82
    Entscheidungstext OGH 27.10.1983 8 Ob 553/82
    nur: Es stellt einen Verstoß gegen die Schadenminderungspflicht dar, wenn der Geschädigte Handlungen unterlassen hat, die geeignet gewesen wären, den Schaden abzuwehren oder zu verringern, die - objektiv beurteilt - von einem verständigen Durchschnittsmenschen gesetzt worden wären, um eine nachteilige Veränderung des eigenen Vermögens hintanzuhalten. (T2)
  • 2 Ob 606/86
    Entscheidungstext OGH 10.03.1987 2 Ob 606/86
    nur T2
  • 8 Ob 78/86
    Entscheidungstext OGH 04.06.1987 8 Ob 78/86
    Auch
  • 6 Ob 549/86
    Entscheidungstext OGH 30.11.1987 6 Ob 549/86
    Beisatz: Muss der Geschädigte zunächst aus Zeitdruck ein ungünstiges Deckungsanbot annehmen, ist er verhalten (hier: Geschäftsraummiete) später marktkonforme Deckung zu suchen. (T3)
  • 1 Ob 578/88
    Entscheidungstext OGH 28.06.1988 1 Ob 578/88
    nur T2; vgl Beis wie T3
  • 2 Ob 81/88
    Entscheidungstext OGH 27.09.1988 2 Ob 81/88
    nur T2
  • 1 Ob 704/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1989 1 Ob 704/89
    nur T2; Veröff: SZ 62/185 = JBl 1990,587 = RdW 1990,342
  • 1 Ob 17/90
    Entscheidungstext OGH 12.09.1990 1 Ob 17/90
    nur T2
  • 1 Ob 20/90
    Entscheidungstext OGH 24.10.1990 1 Ob 20/90
    nur T2
  • 2 Ob 81/90
    Entscheidungstext OGH 05.12.1990 2 Ob 81/90
    Veröff: ZVR 1991/92 S 241
  • 2 Ob 74/90
    Entscheidungstext OGH 21.11.1990 2 Ob 74/90
  • 2 Ob 22/92
    Entscheidungstext OGH 01.07.1992 2 Ob 22/92
  • 1 Ob 601/92
    Entscheidungstext OGH 26.11.1992 1 Ob 601/92
    Auch
  • 2 Ob 71/94
    Entscheidungstext OGH 10.11.1994 2 Ob 71/94
    nur T2
  • 1 Ob 2192/96a
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 2192/96a
    nur T2; nur: Und dies der Geschädigte bei gehöriger Aufmerksamkeit hätte erkennen müssen und dieser Einsicht nach hätte handeln können. (T4)
    Veröff: SZ 69/148
  • 1 Ob 55/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 55/95
    nur T4; Veröff: SZ 69/145
  • 2 Ob 221/97g
    Entscheidungstext OGH 09.10.1997 2 Ob 221/97g
    nur T2; nur T4; Beisatz: Hier: Unterlassen von ausreichenden Trocknungsmaßnahmen. (T5)
  • 6 Ob 116/98x
    Entscheidungstext OGH 07.05.1998 6 Ob 116/98x
  • 1 Ob 9/00f
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 9/00f
    Auch; Beisatz: Maßgebend ist, ob der Geschädigte jene Sorgfalt außer Acht gelassen hat, die ein verständiger Teilnehmer in seiner Lage angewandt hätte, um eine Schädigung nach Möglichkeit abzuwenden. (T6)
  • 2 Ob 288/00t
    Entscheidungstext OGH 09.11.2000 2 Ob 288/00t
    nur: Es stellt einen Verstoß gegen die Schadenminderungspflicht dar, wenn der Geschädigte Handlungen unterlassen hat, die geeignet gewesen wären, den Schaden abzuwehren oder zu verringern, und die von einem verständigen Durchschnittsmenschen gesetzt worden wären. (T7)
    Beis wie T6
  • 2 Ob 296/00v
    Entscheidungstext OGH 23.11.2000 2 Ob 296/00v
  • 3 Ob 188/99i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 188/99i
    nur T7; Beisatz: Hier: Im Rahmen der den Werkbesteller treffenden Schadenverhinderungspflicht/Schadenminderungspflicht ist er verhalten, sein Wahlrecht zwischen der Wandlung und der Preisminderung nicht zum laufenden Nachteil des Werkunternehmers zu gestalten. (T8)
  • 6 Ob 2/03t
    Entscheidungstext OGH 24.04.2003 6 Ob 2/03t
  • 8 Ob 85/06t
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 8 Ob 85/06t
    nur T7; Beisatz: Maßgebend ist, ob der Geschädigte jene Sorgfalt außer Acht gelassen hat, die ein verständiger Teilnehmer in seiner Lage angewandt hätte, um eine Schädigung nach Möglichkeit abzuwenden. (T9)
  • 2 Ob 3/07s
    Entscheidungstext OGH 23.03.2007 2 Ob 3/07s
    nur T2
  • 6 Ob 31/08i
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 31/08i
    Vgl; Beisatz: Der Geschädigte ist nicht zu Verfahrensschritten verpflichtet, die mit einem bedeutenden Kostenrisiko verbunden sind oder geringe Aussicht auf Erfolg haben. (T10)
  • 2 Ob 158/07k
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 158/07k
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 2008/91
  • 2 Ob 249/08v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2009 2 Ob 249/08v
    nur T2
  • 9 Ob 26/09b
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 9 Ob 26/09b
    nur: Es stellt einen Verstoß gegen die Schadenminderungspflicht dar, wenn der Geschädigte Handlungen gesetzt hat, die geeignet waren, den Schaden zu vergrößern und von einem verständigen Durchschnittsmenschen nicht gesetzt worden wären. (T11)
  • 1 Ob 192/09f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 1 Ob 192/09f
    nur T2
  • 8 ObA 66/09b
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 8 ObA 66/09b
    Auch
  • 2 Ob 135/10g
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 2 Ob 135/10g
    nur T2; Veröff: SZ 2011/45
  • 2 Ob 219/10k
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 219/10k
    Vgl; Beisatz: Zustimmung zu einer objektiv zumutbaren Heilbehandlung. (T12)
    Bem: Zum 2. Rechtsgang siehe 2 Ob 148/15a. (T12a)
    Veröff: SZ 2011/76
  • 2 Ob 144/11g
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 144/11g
    nur T2; Auch Beis wie T12
  • 2 Ob 74/12i
    Entscheidungstext OGH 25.04.2013 2 Ob 74/12i
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 2013/42
  • 6 Ob 62/13f
    Entscheidungstext OGH 30.09.2013 6 Ob 62/13f
    Auch; Veröff: SZ 2013/88
  • 4 Ob 21/14p
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 21/14p
    nur T2
  • 1 Ob 144/14d
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 1 Ob 144/14d
    Auch; nur T11
  • 9 Ob 83/15v
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 9 Ob 83/15v
    Auch; nur T2
  • 2 Ob 148/15a
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 2 Ob 148/15a
    nur T2; Beisatz: Hier: Ablehnung medizinisch indizierter, lebenserhaltender Maßnahmen. (T13)
    Bem: Zweiter Rechtsgang zu 2 Ob 219/10k. (T14)
    Veröff: SZ 2016/85
  • 1 Ob 118/16h
    Entscheidungstext OGH 18.10.2016 1 Ob 118/16h
    nur T2; Beis wie T6; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Zur Verkaufsobliegenheit des geschädigten Anlegers. (15)
  • 10 Ob 5/17h
    Entscheidungstext OGH 21.02.2017 10 Ob 5/17h
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 52/18b
    Entscheidungstext OGH 25.09.2018 4 Ob 52/18b
    Auch
  • 4 Ob 24/18k
    Entscheidungstext OGH 25.09.2018 4 Ob 24/18k
    Auch
  • 7 Ob 187/18b
    Entscheidungstext OGH 31.10.2018 7 Ob 187/18b
    Auch
  • 2 Ob 40/19z
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 2 Ob 40/19z
    nur T2
  • 3 Ob 126/19d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 3 Ob 126/19d
    nur T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0023573

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.10.2019

Dokumentnummer

JJR_19781025_OGH0002_0080OB00183_7800000_001

Rechtssatz für 1Ob704/89 1Ob216/06f 6O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0018766

Geschäftszahl

1Ob704/89; 1Ob216/06f; 6Ob31/08i; 7Ob115/09a; 9Ob34/09d; 6Ob201/11v; 7Ob122/12k; 4Ob230/13x; 6Ob22/14z; 1Ob6/19t

Entscheidungsdatum

29.11.1989

Norm

ABGB §932 IV
ABGB §1167
ABGB §1295 Ib
ABGB §1304 A1

Rechtssatz

Ist die Rechtslage nicht unproblematisch, ist es nicht als Verletzung der Schadensminderungspflicht anzusehen, wenn der Gewährleistungspflichtige einen Streitfall mit dem Besteller nicht gerichtlich austrägt, sondern vergleichsweise bereinigt und die verglichene Preisminderung vom schuldtragenden Lieferanten als Mängelfolgeschaden begehrt.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 704/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1989 1 Ob 704/89
    Veröff: SZ 62/185 = JBl 1990,587 = RdW 1990,342
  • 1 Ob 216/06f
    Entscheidungstext OGH 28.11.2006 1 Ob 216/06f
    Auch; Beisatz: Der Geschädigte verletzt seine Rettungspflicht gemäß §1304 ABGB nicht, wenn er es ablehnt, sich in einen Prozess mit höchst zweifelhaften - demnach geringen - Erfolgsaussichten einzulassen (ebenso später etwa 3 Ob 120/05a; 4 Ob 127/97y = SZ 70/108). (T1)
  • 6 Ob 31/08i
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 31/08i
    nur: Ist die Rechtslage nicht unproblematisch, so ist es keine Verletzung der Schadensminderungspflicht, wenn der Rechtsweg nicht beschritten wird. (T2)
  • 7 Ob 115/09a
    Entscheidungstext OGH 02.09.2009 7 Ob 115/09a
    Auch; nur T2
  • 9 Ob 34/09d
    Entscheidungstext OGH 26.05.2010 9 Ob 34/09d
    Vgl auch
  • 6 Ob 201/11v
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 201/11v
    Auch
  • 7 Ob 122/12k
    Entscheidungstext OGH 29.08.2012 7 Ob 122/12k
    Vgl; nur T2
  • 4 Ob 230/13x
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 230/13x
    Auch; nur T2
  • 6 Ob 22/14z
    Entscheidungstext OGH 29.01.2015 6 Ob 22/14z
    Auch; Beis wie T1; nur T2
  • 1 Ob 6/19t
    Entscheidungstext OGH 05.03.2019 1 Ob 6/19t
    nur T2; Beisatz: Hier: Keine Verletzung der Schadensminderungspflicht, wenn die klagende Partei (Werkunternehmerin) ein allfällig vereinbartes Auf­rechnungs­verbot gegenüber der Werkbestellerin deswegen (klags­weise) nicht erfolgreich durchsetzen hätte können, weil ihr diese einen berechtigten Anspruch auf Ersatz deren Mangelfolgeschäden aus einer von der Erfüllungsgehilfin (beklagten Partei) verschuldeten Lieferung eines ungeeigneten Motorentyps entgegenhalten hätte können. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0018766

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.05.2019

Dokumentnummer

JJR_19891129_OGH0002_0010OB00704_8900000_001

Rechtssatz für 1Ob704/89 6Ob550/91 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021876

Geschäftszahl

1Ob704/89; 6Ob550/91; 1Ob589/91 (1Ob590/91); 6Ob602/92; 8Ob651/93; 1Ob100/98g; 6Ob40/98w; 9Ob236/99t; 7Ob272/99x; 3Ob48/04m; 3Ob101/04f; 7Ob298/04f; 7Ob40/05s; 9Ob146/04t; 3Ob279/06k; 8Ob73/07d; 3Ob186/10i; 2Ob223/14d; 5Ob48/15t; 2Ob129/15g; 8Ob10/17d; 1Ob41/19i

Entscheidungsdatum

29.11.1989

Norm

ABGB §1165 F
ABGB §1313a IIIc

Rechtssatz

Der Subunternehmer steht nur mit dem Generalunternehmen, nicht aber mit dem Bauherrn in vertraglichen Rechtsbeziehungen; er ist selbständiger Erfüllungsgehilfe des Generalunternehmers. Vertragsauslegung kann aber ergeben, dass beide Verträge - etwa was den Leistungsumfang betrifft - partiell verknüpft sind, so dass eine Änderung des Leistungsgegenstandes auf den Subunternehmervertrag durchschlägt.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 704/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1989 1 Ob 704/89
    Veröff: JBl 1990,587 = RdW 1990,342
  • 6 Ob 550/91
    Entscheidungstext OGH 10.10.1991 6 Ob 550/91
    Veröff: JBl 1992,387
  • 1 Ob 589/91
    Entscheidungstext OGH 24.06.1992 1 Ob 589/91
    Auch; nur: Der Subunternehmer steht nur mit dem Generalunternehmen, nicht aber mit dem Bauherrn in vertraglichen Rechtsbeziehungen; er ist selbständiger Erfüllungsgehilfe des Generalunternehmers. (T1); Beisatz: Bleibt der Unternehmer trotz Weitergabe von Arbeiten an Dritte alleiniger Vertragspartner des Bestellers, sind die Dritten, deren sich der Unternehmer zur Herstellung bedient, dem Besteller gegenüber Erfüllungsgehilfen, wie immer ihre Rechtsbeziehung zum Unternehmer gestaltet ist. Der Subunternehmer steht zum Besteller grundsätzlich in keinem Vertragsverhältnis. (T2)
  • 6 Ob 602/92
    Entscheidungstext OGH 04.02.1993 6 Ob 602/92
  • 8 Ob 651/93
    Entscheidungstext OGH 17.12.1993 8 Ob 651/93
    Auch; Beisatz: Keine partielle Verknüpfung, nur weil Subunternehmer es unterlässt, einen ihm vom Besteller direkt erteilten Zusatzauftrag sich vom Generalunternehmer bestätigen zu lassen; kein Entgeltanspruch gegenüber Generalunternehmer. (T3)
  • 1 Ob 100/98g
    Entscheidungstext OGH 25.08.1998 1 Ob 100/98g
    Auch; nur: Der Subunternehmer steht nur mit dem Generalunternehmen, nicht aber mit dem Bauherrn in vertraglichen Rechtsbeziehungen. (T4)
  • 6 Ob 40/98w
    Entscheidungstext OGH 15.10.1998 6 Ob 40/98w
    Beisatz: Die beiden Rechtsbeziehungen zwischen den drei Beteiligten sind grundsätzlich getrennt. (T5)
  • 9 Ob 236/99t
    Entscheidungstext OGH 15.12.1999 9 Ob 236/99t
    nur T1; Beis wie T5; Beisatz: Die gegenseitigen Rechte und Pflichten aus dem Vertrag zwischen Generalunternehmer und Subunternehmer bestehen grundsätzlich unabhängig davon, welche Ansprüche zwischen dem Bauherrn und dem Generalunternehmer bestehen und in welchem Umfang davon Gebrauch gemacht wird. (T6)
  • 7 Ob 272/99x
    Entscheidungstext OGH 10.11.1999 7 Ob 272/99x
    Auch; nur T1; Beisatz: Der Generalunternehmer übernimmt die Herstellung eines Gesamtwerkes im eigenen Namen, bedient sich aber zur Erfüllung "aller oder einzelner Tätigkeiten" der Subunternehmer die im Verhältnis zum Besteller seine Gehilfen sind. (T7)
  • 3 Ob 48/04m
    Entscheidungstext OGH 26.05.2004 3 Ob 48/04m
    Auch; nur T4; Beisatz: Mangels gegenteiliger Vereinbarung sind die Verträge zwischen Besteller, Unternehmer und Subunternehmer nicht verzahnt, sondern grundsätzlich getrennt zu sehen. Demnach besteht idR zwischen dem (ursprünglichen) Besteller und dem Subunternehmer kein Vertragsverhältnis. (T8); Beisatz: Daraus folgt weiters, dass die gegenseitigen Rechte und Pflichten aus dem Vertrag zwischen General- und Subunternehmer unabhängig davon bestehen, welche Ansprüche zwischen dem Generalunternehmer und dem Bauherrn bestehen. Nur ausnahmsweise kann der Grundsatz der Trennung durchbrochen werden, wenn die strikte Trennung der beiden Rechtsverhältnisse zu grob unbilligen Ergebnissen führen würde. (T9)
  • 3 Ob 101/04f
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 3 Ob 101/04f
    Auch; nur T4; Veröff: SZ 2004/149
  • 7 Ob 298/04f
    Entscheidungstext OGH 12.01.2004 7 Ob 298/04f
    Auch; nur T1; Beis wie T6
  • 7 Ob 40/05s
    Entscheidungstext OGH 08.06.2005 7 Ob 40/05s
    Auch; nur T1; Beis wie T7
  • 9 Ob 146/04t
    Entscheidungstext OGH 29.06.2005 9 Ob 146/04t
    Auch; Beis wie T9; Beisatz: In Einzelfällen kann daher eine partizielle Verknüpfung der Verträge notwendig oder jedenfalls billig und geboten sein. (T10)
  • 3 Ob 279/06k
    Entscheidungstext OGH 23.05.2007 3 Ob 279/06k
    Auch; Beis ähnlich wie T8; Beis wie T9; Beisatz: Aufgrund der Trennung der Rechtsbeziehungen muss der Generalunternehmer, der mit dem Bauträger eine günstige Vereinbarung geschlossen hat, das durch sein Verhandlungsgeschick Erreichte nicht an seinen Subunternehmer weiter geben. Er kann vielmehr seine eigenen vertraglichen Ansprüche in voller Höhe geltend machen (so schon 1 Ob 704/89). (T11)
  • 8 Ob 73/07d
    Entscheidungstext OGH 22.11.2007 8 Ob 73/07d
    nur T1; Beis wie T9 nur: Daraus folgt weiters, dass die gegenseitigen Rechte und Pflichten aus dem Vertrag zwischen General- und Subunternehmer unabhängig davon bestehen, welche Ansprüche zwischen dem Generalunternehmer und dem Bauherrn bestehen. (T12)
  • 3 Ob 186/10i
    Entscheidungstext OGH 14.12.2010 3 Ob 186/10i
    Auch; nur T1; Beis ähnlich wie T6
  • 2 Ob 223/14d
    Entscheidungstext OGH 06.08.2015 2 Ob 223/14d
    Auch; nur T1; Beis wie T5
  • 5 Ob 48/15t
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 5 Ob 48/15t
    Auch; Beis ähnlich wie T9; Beis wie T10; Beis ähnlich wie T11
  • 2 Ob 129/15g
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 2 Ob 129/15g
    Auch; nur T1; Beis wie T10; Beis wie T12
  • 8 Ob 10/17d
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 8 Ob 10/17d
  • 1 Ob 41/19i
    Entscheidungstext OGH 30.04.2019 1 Ob 41/19i
    Vgl auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Werkbesteller des Generalunternehmers fordert keine Verbesserung. (T13)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0021876

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19891129_OGH0002_0010OB00704_8900000_002

Entscheidungstext 1Ob704/89

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

1Ob704/89

Entscheidungsdatum

29.11.1989

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Schragel als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Schubert, Dr. Hofmann, Dr. Schlosser und Dr. Graf als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Firma E*** K*** Gesellschaft mbH, Pfaffenhofen, vertreten durch Dr. Hugo Haslwanter, Rechtsanwalt in Telfs, Nebenintervenient auf Seite der klagenden Partei Firma E*** B*** Gesellschaft mbH,

Wien 4., Gußhausstraße 6, vertreten durch Dr. Erich Schwarz, Rechtsanwalt in Salzburg, wider die beklagte Partei Arthur S***, Fliesen- und Natursteine, Telfs, Am Kreuzacker 9, vertreten durch Dr. Peter Riedmann und Dr. Heinz Waldmüller, Rechtsanwälte in Innsbruck, wegen restlicher S 91.416,10 samt Anhang infolge außerordentlicher Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Innsbruck als Berufungsgerichtes vom 17. Mai 1989, GZ 3 R 143/89-41, womit infolge Berufung der beklagten Partei das Urteil des Landesgerichtes Innsbruck vom 30. Dezember 1988, GZ 7 Cg 215/88-37, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision wird Folge gegeben. Die Urteile der Vorinstanzen werden dahin abgeändert, daß sie unter Einbeziehung des rechtskräftig gewordenen Teiles wie folgt zu lauten haben:

"1.) Die Klagsforderung besteht mit dem Betrag von S 100.000,-- samt Anhang zu Recht.

2.) Die aufrechnungsweise eingewendete Gegenforderung besteht mit dem Betrag von S 100.000,-- samt Anhang zu Recht.

3.) Das Klagebegehren, die beklagte Partei sei schuldig, der klagenden Partei den Betrag von S 100.000,-- samt Anhang binnen 14 Tagen bei Exekution zu bezahlen, wird abgewiesen."

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei an Prozeßkosten und Kosten der Rechtsmittelverfahren den Betrag von S 71.725,89 (darin enthalten S 6.486,80 Umsatzsteuer und S 9.250,-- Barauslagen) binnen 14 Tagen bei Exekution zu bezahlen.

Text

Entscheidungsgründe:

Die Republik Österreich bediente sich zur Errichtung der Landwehrkaserne in Kranebitten, Innsbruck, der Firma F*** Bauerrichtungen Gesellschaft mbH Wien als Bauträger.

Generalunternehmer war auf Grund des Schlußbriefes vom 12.4.1985 die

Arbeitgemeinschaft N***-K***, Landwehrkaserne Innsbruck (im

folgenden: A***). Position FB 11 (Blatt 235 des Leistungskataloges

XVI, Fußbodenbeläge, lautete: "Betonplattenbelag im Bereich des

Lagerdeckes und des Traufen-Umganges im ersten OG bestehend aus

frostsicheren tausalzbeständigen Betonplatten im Format 40/60 cm,

Biegefestigkeit mind. 5,5 N/mm2, die mittels Kunststoff

Terrassenlager der Marke .... auf PU-Schaum des Umkehrdaches oder

die F-Isolierung verlegt werden. Die Platten sind im Verband zu

verlegen, Plattenstärke ca. 5 cm, Oberfläche sandgestrahlt, incl.

aller Anpassungsarbeiten und Sonderformate beider Stiegenrundungen.

ca. 368 m2 a S 311,-- .... S 114.448,--."

Mit Schlußbrief vom 12.4. bzw. 25.4.1985 beauftragte die A*** den Beklagten u.a. mit der Ausführung der Arbeiten Position FB 11 des Leistungskataloges XVI, Fußbodenbeläge. Der Beklagte bestellte unter Vorlage eines Auszuges des Leistungskataloges bei der klagenden Partei die Betonplatten. Der Beklagte wies ausdrücklich darauf hin, daß die Betonplatten frostsicher und tausalzbeständig sein müßten. Die klagende Partei ihrerseits bezog die Betonplatten bei der Nebenintervenientin. Sie wies bei ihrer Bestellung, da sie davon ausging, daß dieser die erforderlichen Eigenschaften der Betonplatten bekannt seien, nicht darauf hin, die Betonplatten hätten frostsicher und tausalzbeständig zu sein. Die Nebenintervenientin lieferte im Sommer 1985 Betonplatten, die zwar frost-, aber nicht tausalzbeständig waren, direkt an die Baustelle. Ein Subunternehmer des Beklagten nahm die Verlegung vor. Nach Verlegung der Betonplatten holte die A*** am 13.9.1985 ein Gutachten über die Qualität der Betonplatten ein. Nach dem Gutachten vom 15.11.1985 sind die Betonplatten nicht tausalzbeständig. Noch im November 1985 wurde davon der Beklagte in Kenntnis gesetzt, der seinerseits noch im November 1985 den Mangel der klagenden Partei gegenüber geltend machte. Mit Schreiben vom 17.12.1985 teilte die A*** dem Beklagten mit, durch die Lieferung und Verlegung nicht ausschreibungsgemäßer Betonplatten sei ein Schaden von ca. S 500.000 entstanden; sie sehe sich daher außerstande, weitere Zahlungen zu leisten. Der damalige Rechtsvertreter des Beklagten setzte die klagende Partei mit Schreiben vom 20.12.1985 davon in Kenntnis. Die A*** habe die Geltendmachung eines Schadenersatzbetrages von S 500.000 angedroht, die Bundesgebäudeverwaltung habe ihm, bestätigt durch Firma F***, aber mitgeteilt, daß die Platten nicht ausgewechselt werden müßten, der Bund aber eine Wertminderung geltend machen werde. Zwischen der A*** und der Bundesgebäudeverwaltung kam es schließlich zu einer Vereinbarung über eine Preisminderung von S 8.583,90 incl. Mehrwertsteuer. Sowohl vor als auch nach der Einigung mit dem Bauherrn vertrat aber die A*** dem Beklagten gegenüber den Standpunkt, daß dieser nur mit ihr und nicht mit dem Bauherrn in Rechtsbeziehungen stehe; demzufolge wäre die A*** berechtigt, eine Entfernung und Neuverlegung der Platten zu fordern; dabei würden Kosten zumindest in der Höhe von S 200.000 auflaufen. Die A***, die vorerst einen Werklohn von S 500.000 zurückbehalten hatte, gab in Verhandlungen mit dem Beklagten zu erkennen, daß sie sich mit einem Abzug an Wertminderung in der Höhe von S 100.000 begnügen werde. Sollte dieser Betrag nicht anerkannt werden, werde sie darauf bestehen, daß der Beklagte die Betonplatten entferne. Im Februar 1986 wurde die klagende Partei vom Beklagten über den Stand der Verhandlungen informiert. Der Geschäftsführer der klagenden Partei riet dem Beklagten, sich mit Dr. Bernt S***, dem Rechtsvertreter des Beklagten in Verbindung zu setzen; er nahm allerdings nicht an, daß die A*** dem Beklagten tatsächlich einen Betrag von S 100.000 abziehen werde. Zu einer Einigung zwischen den Streitteilen, ob und in welchem Umfang die klagende Partei an einem allfälligen Abzug durch die A*** von der Auftragssumme des Beklagten beitragen werde, kam es nicht. Der Geschäftsführer teilte aber dem Beklagten mit, es sei sicher besser, wenn er sich darum bemühe, die Betonplatten verlegt zu belassen und eine gütliche Einigung mit der A*** zu erzielen. Eine Entfernung der Betonplatten müsse verhindert werden. Seitens der klagenden Partei wurde nicht versucht, sich mit der A*** in Verbindung zu setzen. Zu einer Einigung zwischen den Streitteilen, ob und in welchem Umfang die klagende Partei anteilig zu den Abzügen beitragen werde, kam es nicht.

In einem Schreiben der A*** an den Rechtsvertreter des Beklagten vom 26.2.1986 wurde der Rechtsstandpunkt betont, daß unabhängig von jeder Entscheidung der Bauherrschaft die A*** verlangen könne, daß, sollte kein einvernehmliches Abrechnungsgespräch zustandekommen, der Beklagte die Betonplatten austausche und gemäß dem Leistungsverzeichnis durch neue ersetze. In der Schlußrechnung der A*** vom März 1986 wurde dem Beklagten gegenüber ein Einbehalt von S 100.000 für Wertminderung geltend gemacht. Vor Abschluß eines Vergleiches zwischen dem Beklagten und der A*** setzte sich der Beklagte erneut mit der klagenden Partei in Verbindung. Auf Grund der Androhung der A***, daß sie eine Entfernung und Neuverlegung der Betonplatten verlangen werde, akzeptierte der Beklagte schließlich den vergleichsweise angebotenen Wertminderungsbetrag von S 100.000. Damals war dem Beklagten nicht bekannt, welche Preisminderung der Bauherr der A*** gegenüber geltend gemacht hatte. Die A*** und auch die Bundesgebäudeverwaltung lehnten die Erteilung einer Auskunft immer ab. Die klagende Partei war schließlich mit Schreiben vom 17.7.1986 unpräjudiziell nur bereit, einen Schadensbetrag von S 25.000 zu tragen.

Die klagende Partei begehrt für ihre Lieferung an den Beklagten den Zuspruch des Restbetrages von S 100.000. Daß diese Forderung zu Recht besteht, wurde rechtskräftig festgestellt.

Der Beklagte wendete aufrechnungsweise den Betrag von S 100.000 ein. Ihm sei wegen der Lieferung nicht tausalzbeständiger Platten von der A*** ein Betrag von S 100.000 abgezogen worden. Die klagende Partei habe die Betonplatten nicht mit den vereinbarten Eigenschaften geliefert. Die A*** habe dem Beklagten gegenüber den Rechtsstandpunkt vertreten, wenn er nicht mit dem Abzug von S 100.000 einverstanden sei, werde sie auf Neuverlegung bestehen. In diesem Fall wäre dem Beklagten ein weitaus höherer Schaden (S 500.000) entstanden. Um den Schaden gering zu halten, habe er sich schließlich mit dem Abzug des Betrages von S 100.000 einverstanden erklärt. Zum Zeitpunkt der Einigung mit der A*** sei dem Beklagten die Regelung zwischen der A*** und dem Bauträger nicht bekannt gewesen; Auskünfte seien ihm weder von der A*** noch von der Bundesgebäudeverwaltung vor diesem Verfahren nicht erteilt worden. Der Beklagte habe immer versucht, den Schaden möglichst gering zu halten. Die klagende Partei habe gewußt, daß der Beklagte unter starkem wirtschaftlichem Druck stehe; sie hätte zu einer einvernehmlichen Lösung beitragen müssen.

Die klagende Partei erwiderte, der Preisabzug von S 100.000 durch die A*** sei willkürlich erfolgt, er sei nach der Rechts- und Sachlage nicht geboten gewesen. Die Betonplatten seien vom Auftraggeber der A*** abgenommen worden. Der Auftraggeber der A*** habe auf dem Erfordernis der Tausalzbeständigkeit nicht mehr bestanden. Nur der Abzug, den sich die A*** durch ein Nachtragsangebot seitens des Bauträgers habe gefallen lassen müssen, könne der klagenden Partei aus Gründen der den Beklagten treffenden Schadensminderungspflicht angelastet werden.

Das Erstgericht sprach aus, daß die Gegenforderung mit dem Betrag von S 8.583,90 zu Recht bestehe, der Beklagte sei daher schuldig, der klagenden Partei den Betrag von S 91.416,10 samt Anhang zu bezahlen. Der Beklagte müsse sich eine Verletzung der ihn im Rahmen seiner vertraglichen Schutzpflichten treffenden Schadensminderungspflicht vorwerfen lassen, weil er dem Druck der A*** nachgegeben und sich einen Preisabzug von S 100.000 habe gefallen lassen, den er nun auf die klagende Partei überwälzen wolle. Der Beklagte hätte der A*** gegenüber entgegenhalten können, daß er nur den Preisabzug zu akzeptieren habe, den die Bauherrschaft von der Generalunternehmerin wegen der fehlenden Tausalzbeständigkeit der gelieferten Betonplatten verlange. Der Beklagte habe erreicht, daß seitens der Bauherrschaft nicht die Entfernung der Betonplatten gefordert worden sei, sondern daß sich diese mit einem Preisabzug zufriedengegeben habe. Ab diesem Zeitpunkt wäre auch die A*** als unmittelbarer Vertragspartner des Beklagten nicht mehr berechtigt gewesen, eine Mängelbehebung durch Entfernung und Neuverlegung der Betonplatten zu fordern. Die A*** wäre auch nicht berechtigt gewesen, vom Beklagten als Subunternehmer gegenüber einen höheren Preisabzug zu verlangen als den Betrag, der ihr durch die Bauherrschaft in Abzug gebracht worden sei. Der A*** seien dem Beklagten vertragliche Schutz, Sorgfalts- und Aufklärungspflichten oblegen. Sie wäre verpflichtet gewesen, dem Beklagten mitzuteilen, in welcher Höhe ein Preisabzug vorgenommen worden sei. Der Beklagte hätte darauf dringen müssen, daß die A*** die sie treffenden Vertragspflichten ihm gegenüber einhalte, da der Beklagte seinerseits wiederum der klagenden Partei als unmittelbarer Vertragspartner verantwortlich gewesen sei. Der Beklagte möge zwar durch die A*** unter Druck gesetzt worden sein, da man von ihm verlangt habe, entweder eine Preisminderung in der Höhe von S 100.000 zu akzeptieren oder die bereits verlegten Betonplatten wieder zu entfernen; wäre sich der Beklagte aber rechtlich im unklaren gewesen, ob er auf die Forderung der A*** einzugehen habe oder nicht, so wäre er auch verpflichtet gewesen, die entsprechenden Rechtsauskünfte einzuholen. Jeder Vertragspartner habe sich so zu verhalten, wie es der andere in der gegebenen Situation mit Rücksicht auf den konkreten Vertragszweck, die besondere Art der Leistung und die Erfordernisse eines loyalen Zusammenwirkens erwarten dürfe, damit die Erreichung des Vertragszweckes nicht vereitelt, sondern erleichtert und Schaden verhütet werde. Der Beklagte wäre demnach verpflichtet gewesen, den Abzug möglichst gering zu halten. Er habe jedoch ohne eine Einigung mit der klagenden Partei erzielt zu haben, einen Preisabzug in der Höhe von S 100.00 akzeptiert und nachträglich versucht, diesen Schaden auf die klagende Partei zu überwälzen. Der klagenden Partei sei somit durch das Verhalten des Beklagten die Möglichkeit genommen worden, ihren Rechtsstandpunkt zu vertreten bzw. ihrerseits den Schaden möglichst gering zu halten. Für die klagende Partei habe keine Möglichkeit bestanden, die Vereinbarung zwischen dem Beklagten und der A*** in irgendeiner Weise zu beeinflussen, während sie nunmehr den gesamten Schaden tragen solle. Seitens des Beklagten sei nicht bewiesen worden, alles Mögliche unternommen zu haben, entsprechende Informationen einzuholen und den Rechtsanspruch auf angemessene Preisminderung gegen die A*** durchzusetzen. Dazu wäre der Beklagte auf Grund der ihn gegenüber der klagenden Partei treffenden Pflicht als Vertragspartner verhalten gewesen. Daher sei der Beklagte nur berechtigt, den Betrag von S 8.583,90 incl. Mehrwertsteuer aufrechnungsweise als Schadenersatz geltend zu machen. Das Berufungsgericht gab der Berufung des Beklagten nicht Folge. Die Revision erklärte es für nicht zulässig. Zu den vertraglichen Nebenpflichten des Beklagten habe es gehört, die von der A*** wegen der Lieferung nicht tausalzbeständiger Betonplatten geltend gemachten Preisminderungsansprüche zu überprüfen und nicht gerechtfertigte Ansprüche zurückzuweisen. Verpflichtung des Beklagten wäre es gewesen, darauf zu beharren, nur einen angemessenen Preisabzug zu akzeptieren. Es wäre Sache des Beklagten gewesen zu beweisen, daß es ihm trotz ernstlichen Bemühens nicht gelungen sei, von der Bauherrschaft Auskunft über den Preisabzug zu erlangen. Selbst wenn die Bauherrschaft endgültig eine Auskunft verweigert hätte, wäre der Beklagte verpflichtet gewesen, den Preisminderungsbetrag der Höhe nach zu überprüfen. Nur die Preisdifferenz zwischen tausalzbeständigen und nicht tausatzbeständigen Platten sei für dessen Berechnung in Betracht gekommen, weil die Bauherrschaft auf eine Entfernung nicht tausalzbeständiger Platten ausdrücklich verzichtet habe. Es habe keine Gefahr bestanden, daß Mängelbehebungskosten in der Höhe zwischen 400.000 und 500.000 S hätten auflaufen können, da dem Beklagten bereits bekannt gewesen sei, daß die Bauherrschaft keine Neuverlegung der Betonplatten verlange. Der Beklagte habe sich dem Druck der A*** nicht einfach beugen dürfen. Er hätte darauf bestehen müssen, daß die Schlußrechnungssumme nur mehr um einen angemessenen Preisminderungsbetrag verringert werde. Würde man der Ansicht des Beklagten folgen, daß er den von der A*** begehrten Preisminderungsabzug hätte akzeptieren müssen, um ein langwieriges Verfahren zu vermeiden, so hätte dies zur Folge, daß der Lieferant einer mangelhaften Ware willkürlichen Vereinbarungen zwischen dem Abnehmer der Ware und dessen Kunden wehrlos ausgesetzt wäre. Um dies zu verhindern, habe der Käufer der Ware, der eine mangelhafte Ware übernehme und weiterverkaufe, alles zu tun, um den aus der Lieferung einer mangelhaften Ware entstandenen Schaden möglichst gering zu halten. Dieser Verpflichtung sei der Beklagte nicht nachgekommen.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision des Beklagten ist zulässig und berechtigt.

Auszugehen ist davon, daß die von der klagenden Partei an den

Beklagten verkauften Betonplatten entgegen der getroffenen

Vereinbarung und Zusage nicht tausalzbeständig waren. Der Beklagte,

der seinerseits dem Generalunternehmer vertraglich verpflichtet war,

nur tausalzbeständige Betonplatten zu verlegen, verlegte die Platten

durch seinen Subunternehmer in Unkenntnis des Mangels. Nach

Verhandlungen mit seinem Vertragspartner (der A***) erklärte er sich

schließlich aus dem Rechtsgrund der Verlegung nicht

tausalzbeständiger Betonplatten mit einem Rechnungsabzug von

S 100.000 einverstanden. Die klagende Partei wendete ein, sie sei

nicht zum Ersatz dieses Schadens des Beklagten verpflichtet, weil

dieser seiner Schadensminderungspflicht nicht nachgekommen sei. Für

eine Verletzung der Schadensminderungspflicht durch den Geschädigten

trifft den Schädiger die Behauptungs- und Beweislast (SZ 60/218;

SZ 58/127; JBl 1985, 746 uva; Harrer aaO, Rz 91 zu § 1304; vgl.

Strieder in Baumgärtel, Handbuch der Beweislast im Privatrecht I

Rz 16 f zu § 254 BGB; Alff in BGB-RGRK12 Rz 49 zu § 254). Der Schädiger hat zu behaupten und zu beweisen, daß der Geschädigte objektive Sorgfaltspflichten verletzt hat (Reischauer aaO Rz 10 zu § 1304). Dieser Beweis ist der klagenden Partei nicht gelungen. Aus § 1304 ABGB ergibt sich die Verpflichtung des Geschädigten, den Schaden möglichst gering zu halten (ZVR 1984/281; ZVR 1982/137; SZ 47/69 uva; Reischauer aaO Rz 37 zu § 1304). Die ihm obliegende Schadensminderungspflicht verletzt, wer schuldhaft Handlungen unterläßt, die von einem verständigen Durchschnittsmenschen gesetzt worden und geeignet wären, den Schaden abzuwehren oder zu veringern (ZVR 1980/153; ZVR 1979/304 ua; Koziol, Haftpflichtrecht2 I 262). Was zugemutet werden kann, bestimmt sich nach den Interessen beider Teile im Einzelfall und nach den Grundsätzen des redlichen Verkehrs (JBl 1987, 723; SZ 55/104; SZ 53/148 ua). So kann es geboten sein, ungerechtfertigte, von dritter Seite erhobene Ansprüche, die auf eine mangelhafte Lieferung zurückzuführen sind, abzuwehren. Der Geschädigte verletzt aber seine Schadensminderungspflicht nicht, wenn er es ablehnt, sich in einen Prozeß mit höchst zweifelhaften Erfolgsaussichten einzulassen (vgl. VersR 1960, 340; Medicus in Staudinger12 Rz 55 zu § 254 BGB). Ist die Rechtslage nicht unproblematisch, so ist es nicht als Verletzung der Schadensminderungspflicht anzusehen, wenn der Geschädigte einen Streitfall nicht gerichtlich austrägt, sondern ihn vergleichsweise bereinigt (vgl. Soergel-Mertens11 Rz 81 zu § 254 BGB). Dies muß umso mehr dann gelten, wenn der Geschädigte den Schädiger auf die von dritter Seite ihm gegenüber erhobenen Gewährleistungs- oder Schadenersatzansprüche hinweist und der Schädiger, mit den Ansprüchen konfrontiert, diese mit dem Hinweis abtut, es sei sicher besser, sich um eine gütliche Einigung zu bemühen.

Entgegen der Rechtsansicht der Vorinstanzen war die Rechtslage für den Beklagten keineswegs dahin klar, daß der Generalunternehmer, der selbst schon die Ansprüche des Bauträgers mit einem sehr geringen Abzug an Preisminderung verglichen hatte, bei sonstiger Sittenwidrigkeit nicht mehr berechtigt gewesen wäre, aus dem mit dem Beklagten abgeschlossenen Vertrag weitergehende Ansprüche zu stellen. Der Subunternehmer, der vom nicht zur persönlichen Ausführung des Werkes verpflichteten Generalunternehmer den Auftrag erhält, einen Teil des dem Generalunternehmer obliegenden Werkes auszuführen, steht nur mit dem Generalunternehmer, nicht aber mit dem Bauherrn (Bauträger) in vertraglichen Rechtsbeziehungen (Krejci in Rummel, ABGB, Rz 79 zu §§ 1165, 1166; Adler-Höller in Klang2 V 379; vgl. Thomas in Palandt48 691; Strohm-Reinelt in Münchener Vertragshandbuch, Wirtschaftsrecht3 I 7 Anm. 43). Der Subunternehmer eines Bauvertrages verspricht dem Generalunternehmer und nicht dem Bauherrn, ein mangelfreies abnahmefähiges Werk herzustellen (vgl. Locher in NJW 1979, 2235). Dem Bauherrn gegenüber ist er selbständiger Erfüllungsgehilfe des Generalunternehmers. Sein Verhalten ist dem Besteller gegenüber so zu werten, als hätte es der Generalunternehmer selbst gesetzt. Wirtschaftliches Risiko des Generalunternehmers allein ist es, ob es ihm gelingt, mit dem Subunternehmer Werklohnvereinbarungen zu treffen, die den von ihm mit dem Bauherrn ausgehandelten Preisen entsprechen (vgl. Locher aaO). Handelt es sich aber um zwei selbständige Verträge, so kann es dem Generalunternehmer nicht verwehrt sein, unabhängig von der eigenen Vertragsgestaltung mit dem Bauherrn alle ihm aus dem zwischen ihm und seinem Subunternehmer abgeschlossenen Werkvertrag zustehenden Rechte gegen den Subsunternehmer selbst dann in Anspruch zu nehmen, wenn es ihm gelang, den Bauherrn zu einemm teilweisen Verzicht auf Gewährleistungsansprüche zu bestimmen (vgl. Locher aaO; Soergel in Münchener Kommentar2 Rz 17 zu § 635 BGB). Dem Generalunternehmer stehen also dem Subunternehmer gegenüber alle vertraglichen Rechte aus dem Subunternehmerwerkvertrag grundsätzlich auch dann zu, wenn Ansprüche des Bauherrn gegen ihn, der sich eines Erfüllungsgehilfen, für den er einzustehen hatte, bediente, nicht oder nicht mehr bestehen. Dieser Grundsatz ist insoweit eingeschränkt, als zu berücksichtigen ist, daß die Subunternehmerverträge zusammen mit dem Hauptvertrag ein Netzwerk von Verträgen bilden, das auf die Realisierung des Gesamtwerkes gerichtet ist, und im Laufe der Projektdurchführung im Hauptvertrag zahlreiche Ereignisse eintreten können, die jedenfalls faktisch die Subsunternehmerleistungen berühren, weshalb die strikte Trennung der Verträge nicht in jedem Fall sachgerecht sein kann (vgl. Nicklisch in NJW 1985, 2363). Eine partielle Verknüpfung der Verträge kann damit notwendig oder jedenfalls billig und geboten sein (vgl. BGHZ 78, 352, 355 f; BGHZ 83, 197, 205; Nicklisch aaO 2369 f). Eine solche Verknüpfung ist im vorliegenden Fall schon deswegen geboten, als im Subunternehmervertrag ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, daß die Vertragsbestimmungen sowie die technischen Vorbemerkungen gleichlautend wie die des Generalunternehmers sind und das Angebot des Generalunternehmers an den Bauträger Gegenstand des Subunternehmervertrages wurde. Bestand der Bauherr dem Generalunternehmer gegenüber nicht auf Verbesserung, wurde der bestehende Bauvertrag vielmehr einvernehmlich dahin abgeändert, daß die zu verlegenden und zu diesem Zeitpunkt bereits verlegten Betonplatten nicht tausalzbeständig zu sein hatten, dann schlägt diese Abänderung des Vertragsinhaltes auf den Subunternehmervertrag insoweit durch, als der Generalunternehmer nun nicht mehr von ihm ein Werk fordern konnte, das er selbst dem Bauherrn nicht zu erbringen hatte. Das gilt umso mehr in einem Fall wie dem vorliegenden, in dem der Beklagte (Subunternehmer) selbst den Verzicht auf Verbesserung herbeigeführt hatte; wenn er davon wußte, war er aber auch der klagenden Partei gegenüber verpflichtet, nicht einen Schaden anzuerkennen, der dem Generalunternehmer nicht mehr entstehen konnte. Soweit also Vergleichsgespräche auf Basis der Kosten einer Neuverlegung der Platten geführt wurden, war dies nicht sachgerecht. Das hinderte den Generalunternehmer aber nicht, vom Beklagten gemäß § 1167 ABGB eine angemessene Minderung des Entgeltes zu verlangen. Gelang es dem Generalunternehmer, eine für ihn günstige Vereinbarung mit dem Bauherrn zu treffen, so bedeutete dies jedenfalls nicht, daß er das, was er durch sein Verhandlungsgeschick erreichte, nunmehr seinem Subunternehmer zukommen lassen mußte. Dem Berufungsgericht kann nicht gefolgt werden, daß die angemessene Minderung des Entgeltes nicht höher sein durfte als der Preisabzug, den sich der Generalunternehmer selbst gefallen lassen mußte. Es war vielmehr wie bei jeder Ausmittlung eines berechtigten Preisminderungsanspruches von der relativen Berechnungsmethode (Koziol-Welser8 I 246 mwN) auszugehen. Bei dieser Art der Berechnung war sehr wohl ein höherer Preisminderungsanspruch als der vom Bauherrn dem Generalunternehmer getätigte Preisabzug zu erwarten, konnte doch die Beständigkeit und Nutzbarkeit des Werkes durch Nichtverlegung tausalzbeständiger Betonplatten erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Verständigte der Beklagte die schuldtragende klagende Partei von dem an ihn herangetragenen, auch bei Annahme eines bloßen Preisminderungsanspruches nicht ohne weiteres als zu hoch anzusehenden Anspruch und hatte die klagende Partei keinen anderen Rat, als die Vermeidung eines höheren Schadens anzustreben, so kann dem Beklagten, dem die Bekanntgabe des tatsächlich verlangten Preisminderungsanspruches auch durch die Bundesgebäudeverwaltung verweigert worden war, wenn er keine bessere als die vom Generalunternehmer vorgeschlagene Regelung erreichte, eine Verletzung der Schadensminderungspflicht nicht vorgeworfen werden. Wollte die klagende Partei bei dieser zum damaligen Zeitpunkt ungewissen Lage die Vereinbarung über einen höheren Preisminderungsanspruch, der dann vom Beklagten als Mängelfolgeschaden geltend gemacht werden konnte, verhindern, dann wäre es ihre Sache gewesen, dem Beklagten klare Direktiven zu erteilen, widrigenfalls die klagende Partei nicht bereit wäre, den geltend gemachten Preisabzug zur Gänze zu übernehmen. Der Revision ist Folge zu geben; die Urteile der Vorinstanzen sind dahin abzuändern, daß ausgesprochen wird, die gesamte aufrechnungsweise eingewendete Gegenforderung besteht zu Recht. Die Entscheidung über die Prozeßkosten und die Kosten der Rechtsmittelverfahren, in der auch die zuerkannten Kosten des erfolgreichen Kostenrekurses enthalten sind, gründet sich auf §§ 41, 50 ZPO. Gemäß Anm. 2 zu TP 3 sind für die erste halbe Stunde des Zuwartens Kosten für Wartezeit nicht zuzuerkennen.

Anmerkung

E19441

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:0010OB00704.89.1129.000

Dokumentnummer

JJT_19891129_OGH0002_0010OB00704_8900000_000