Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob413/60 5Ob136/63 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0034710

Geschäftszahl

2Ob413/60; 5Ob136/63; 4Ob514/64; 4Ob108/65; 4Ob33/67; 1Ob31/68 (1Ob32/68); 2Ob270/68; 6Ob335/68; 5Ob71/69; 5Ob7/70; 8Ob135/70; 8Ob217/70; 2Ob303/70 (2Ob306/70); 8Ob10/72; 1Ob104/72; 1Ob116/72; 1Ob64/73; 7Ob66/73; 8Ob107/73; 1Ob176/73; 7Ob9/74; 4Ob3/74 (4Ob4/74); 1Ob47/75; 8Ob142/75; 6Ob122/75; 1Ob327/75; 8Ob281/75; 7Ob4/76; 7Ob544/76; 8Ob44/76; 1Ob658/76; 4Ob95/76; 8Ob20/77; 1Ob555/77; 5Ob647/77; 8Ob140/77; 2Ob70/78; 8Ob141/78; 8Ob169/78; 8Ob218/78; 1Ob645/79; 8Ob81/79 (8Ob82/79); 2Ob165/79; 2Ob115/79; 8Ob11/80; 7Ob34/80; 4Ob335/80; 4Ob144/80; 7Ob512/81; 2Ob3/81; 2Ob25/81 (2Ob26/81); 4Ob550/81; 7Ob762/81; 5Ob563/81; 8Ob546/81; 2Ob232/82; 8Ob282/82; 7Ob723/83; 4Ob32/84; 2Ob39/84; 1Ob705/87; 6Ob683/87; 7Ob17/88; 4Ob83/88; 2Ob575/88; 2Ob102/88 (2Ob103/88); 8Ob33/89; 5Ob595/89; 2Ob77/89; 3Ob613/89; 2Ob38/91; 3Ob560/91; 1Ob568/91 (1Ob567/92); 8Ob1008/93; 3Ob531/94; 1Ob561/95; 2Ob2059/96z; 5Ob93/97f; 5Ob216/97v; 5Ob223/97y; 5Ob261/97m; 5Ob203/97g; 5Ob255/97d; 5Ob168/97k; 5Ob166/97s; 5Ob164/97x; 5Ob198/97x; 5Ob167/97p; 5Ob163/97z; 5Ob115/97s; 5Ob171/97a; 5Ob172/97y; 5Ob252/97p; 5Ob193/97m; 5Ob192/97i; 5Ob170/97d; 5Ob248/97z; 5Ob209/97i; 5Ob190/97w; 5Ob165/97v; 5Ob289/97d; 5Ob308/97y; 5Ob354/97p; 5Ob341/97a; 5Ob334/97x; 5Ob386/97v; 5Ob314/97f; 5Ob328/97i; 5Ob321/97k; 2Ob295/97m; 5Ob302/97s; 5Ob415/97h; 1Ob418/97w; 10Ob288/98w; 2Ob97/99z; 7Ob154/99v; 6Ob252/99y; 10Ob63/00p; 1Ob59/00h; 6Ob43/00t; 1Ob115/00v; 7Ob140/01s (7Ob141/01p); 3Ob194/02d; 6Ob52/03w; 7Ob291/03z; 5Ob222/05s; 10Ob10/08f; 5Ob215/08s; 1Ob165/09k; 4Ob125/09z; 6Ob183/10w; 8Ob58/10b; 4Ob191/10g; 17Ob9/11i; 8Ob16/11b; 7Ob23/12a; 2Ob7/12m; 9ObA129/14g; 1Ob211/14g; 6Ob223/16m

Entscheidungsdatum

11.11.1960

Norm

ABGB §1497 IVF
EO §256 Abs2
ZPO §502 Abs1 HI2:

Rechtssatz

Es kommt nicht auf die längere oder kürzere Dauer der Untätigkeit (hier: elf Monate) an, sondern auf den Umstand, ob diese Untätigkeit gerechtfertigt gewesen ist. In dieser Hinsicht trifft den Kläger die Behauptungspflicht und Beweispflicht. Keineswegs darf das Gericht von Amts wegen Erhebungen über die Ursache der Untätigkeit des Klägers durchführen (vgl zB 4 Ob 170/54 vom 10.05.1955 = JBl 1955,552).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 413/60
    Entscheidungstext OGH 11.11.1960 2 Ob 413/60
    Veröff: EvBl 1961/80 S 129 = ZVR 1961/142 S 208
  • 5 Ob 136/63
    Entscheidungstext OGH 24.04.1963 5 Ob 136/63
  • 4 Ob 514/64
    Entscheidungstext OGH 17.03.1964 4 Ob 514/64
    nur: Es kommt nicht auf die längere oder kürzere Dauer der Untätigkeit (hier: elf Monate) an, sondern auf den Umstand, ob diese Untätigkeit gerechtfertigt gewesen ist. (T1)
  • 4 Ob 108/65
    Entscheidungstext OGH 19.10.1965 4 Ob 108/65
    nur T1
  • 4 Ob 33/67
    Entscheidungstext OGH 06.06.1967 4 Ob 33/67
    nur T1
  • 1 Ob 31/68
    Entscheidungstext OGH 04.03.1968 1 Ob 31/68
  • 2 Ob 270/68
    Entscheidungstext OGH 21.11.1968 2 Ob 270/68
    nur T1
  • 6 Ob 335/68
    Entscheidungstext OGH 08.01.1969 6 Ob 335/68
  • 5 Ob 71/69
    Entscheidungstext OGH 02.04.1969 5 Ob 71/69
    nur T1; Veröff: SZ 42/46
  • 5 Ob 7/70
    Entscheidungstext OGH 04.02.1970 5 Ob 7/70
    nur T1; Veröff: SZ 43/29 = EvBl 1970/248 S 435
  • 8 Ob 135/70
    Entscheidungstext OGH 09.06.1970 8 Ob 135/70
    nur T1
  • 8 Ob 217/70
    Entscheidungstext OGH 13.10.1970 8 Ob 217/70
    Veröff: SZ 43/176 = EvBl 1971/230 S 430
  • 2 Ob 303/70
    Entscheidungstext OGH 01.10.1970 2 Ob 303/70
    nur T1
  • 8 Ob 10/72
    Entscheidungstext OGH 01.02.1972 8 Ob 10/72
  • 1 Ob 104/72
    Entscheidungstext OGH 24.05.1972 1 Ob 104/72
  • 1 Ob 116/72
    Entscheidungstext OGH 07.06.1972 1 Ob 116/72
    Beisatz: Von Amts wegen ist allerdings noch zu prüfen, ob der Kläger überhaupt gehalten war, eine Prozesshandlung vorzunehmen, um einem Verfahrensstillstand wirksam zu begegnen (SZ 41/85). (T2)
    Veröff: EvBl 1973/17 S 45
  • 1 Ob 64/73
    Entscheidungstext OGH 04.04.1973 1 Ob 64/73
  • 7 Ob 66/73
    Entscheidungstext OGH 11.04.1973 7 Ob 66/73
    nur T1; Veröff: VersR 1974,456
  • 8 Ob 107/73
    Entscheidungstext OGH 19.06.1973 8 Ob 107/73
    nur T1
  • 1 Ob 176/73
    Entscheidungstext OGH 21.11.1973 1 Ob 176/73
    nur T1
  • 7 Ob 9/74
    Entscheidungstext OGH 17.01.1974 7 Ob 9/74
    nur: In dieser Hinsicht trifft den Kläger die Behauptungspflicht und Beweispflicht. Keineswegs darf das Gericht von Amts wegen Erhebungen über die Ursache der Untätigkeit des Klägers durchführen. (T3)
    Veröff: EvBl 1974/196 S 437
  • 4 Ob 3/74
    Entscheidungstext OGH 05.03.1974 4 Ob 3/74
    nur T1; Veröff: Arb 9196
  • 1 Ob 47/75
    Entscheidungstext OGH 09.04.1975 1 Ob 47/75
    Beis wie T2; Veröff: EvBl 1976/6 S 16
  • 8 Ob 142/75
    Entscheidungstext OGH 02.07.1975 8 Ob 142/75
    nur T1
  • 6 Ob 122/75
    Entscheidungstext OGH 20.11.1975 6 Ob 122/75
    nur T1
  • 1 Ob 327/75
    Entscheidungstext OGH 14.01.1976 1 Ob 327/75
  • 8 Ob 281/75
    Entscheidungstext OGH 04.02.1976 8 Ob 281/75
    Vgl; Beisatz: Maßgebend ist, ob das Verhalten des Klägers den Schluss auf sein mangelndes Interesse an der Fortsetzung des Verfahrens im Sinne des § 863 ABGB zulässt; nur unter diesem Gesichtspunkte kommt es auch auf die Dauer der Untätigkeit des Klägers an. (T4)
  • 7 Ob 4/76
    Entscheidungstext OGH 12.02.1976 7 Ob 4/76
  • 7 Ob 544/76
    Entscheidungstext OGH 18.03.1976 7 Ob 544/76
  • 8 Ob 44/76
    Entscheidungstext OGH 28.04.1976 8 Ob 44/76
    nur T1; Beis wie T4
  • 1 Ob 658/76
    Entscheidungstext OGH 01.09.1976 1 Ob 658/76
    nur T1
  • 4 Ob 95/76
    Entscheidungstext OGH 07.09.1976 4 Ob 95/76
    nur T1; Veröff: EvBl 1977/70 S 159 = Arb 9514
  • 8 Ob 20/77
    Entscheidungstext OGH 23.03.1977 8 Ob 20/77
    Beisatz: Kann der Kläger triftige (beachtliche, stichhaltige) Gründe für sein Verhalten nicht geltend machen, genügt selbst bei bereits langer Prozessdauer das Verstreichenlassen von verhältnismäßig kurzen Zeiträumen, um den Eintritt der Verjährung annehmen zu müssen. (T5)
  • 1 Ob 555/77
    Entscheidungstext OGH 27.04.1977 1 Ob 555/77
    nur T1; nur T3; Veröff: JBl 1978,210
  • 5 Ob 647/77
    Entscheidungstext OGH 04.10.1977 5 Ob 647/77
    nur T1; nur T3
  • 8 Ob 140/77
    Entscheidungstext OGH 19.10.1977 8 Ob 140/77
    nur T1; Beis wie T4
  • 2 Ob 70/78
    Entscheidungstext OGH 27.04.1978 2 Ob 70/78
  • 8 Ob 141/78
    Entscheidungstext OGH 25.10.1978 8 Ob 141/78
    Auch; nur T1; Veröff: ZVR 1979/287 S 344
  • 8 Ob 169/78
    Entscheidungstext OGH 25.10.1978 8 Ob 169/78
    nur T1
  • 8 Ob 218/78
    Entscheidungstext OGH 01.03.1979 8 Ob 218/78
    nur T1; Veröff: SZ 52/30
  • 1 Ob 645/79
    Entscheidungstext OGH 27.06.1979 1 Ob 645/79
    nur T1; Veröff: JBl 1980,98
  • 8 Ob 81/79
    Entscheidungstext OGH 13.09.1979 8 Ob 81/79
    nur T1; Beis wie T4
  • 2 Ob 165/79
    Entscheidungstext OGH 04.12.1979 2 Ob 165/79
    nur T1
  • 2 Ob 115/79
    Entscheidungstext OGH 20.11.1979 2 Ob 115/79
    nur T1
  • 8 Ob 11/80
    Entscheidungstext OGH 20.03.1980 8 Ob 11/80
    nur: Es kommt nicht auf die längere oder kürzere Dauer der Untätigkeit (hier: elf Monate) an, sondern auf den Umstand, ob diese Untätigkeit gerechtfertigt gewesen ist. In dieser Hinsicht trifft den Kläger die Behauptungspflicht und Beweispflicht. (T6)
  • 7 Ob 34/80
    Entscheidungstext OGH 12.06.1980 7 Ob 34/80
    nur T6; Beis wie T4
  • 4 Ob 335/80
    Entscheidungstext OGH 17.06.1980 4 Ob 335/80
    nur T6
  • 4 Ob 144/80
    Entscheidungstext OGH 04.11.1980 4 Ob 144/80
    nur T3
  • 7 Ob 512/81
    Entscheidungstext OGH 19.02.1981 7 Ob 512/81
    nur T6
  • 2 Ob 3/81
    Entscheidungstext OGH 10.03.1981 2 Ob 3/81
    Beis wie T2
  • 2 Ob 25/81
    Entscheidungstext OGH 12.05.1981 2 Ob 25/81
    Beis wie T2; Beis wie T5
  • 4 Ob 550/81
    Entscheidungstext OGH 15.09.1981 4 Ob 550/81
    Auch
  • 7 Ob 762/81
    Entscheidungstext OGH 26.11.1981 7 Ob 762/81
    nur T1; Beis wie T5
    Veröff: SZ 54/177 = JBl 1983,148 = MietSlg 33254
  • 5 Ob 563/81
    Entscheidungstext OGH 15.12.1981 5 Ob 563/81
    nur T1
  • 8 Ob 546/81
    Entscheidungstext OGH 28.01.1982 8 Ob 546/81
    nur T6; Beisatz: Hier: Dauer der Untätigkeit sechs Jahre. (T7)
  • 2 Ob 232/82
    Entscheidungstext OGH 19.10.1982 2 Ob 232/82
    nur T1; Beis wie T5
  • 8 Ob 282/82
    Entscheidungstext OGH 27.01.1983 8 Ob 282/82
    Auch
  • 7 Ob 723/83
    Entscheidungstext OGH 17.11.1983 7 Ob 723/83
    nur T6
  • 4 Ob 32/84
    Entscheidungstext OGH 03.04.1984 4 Ob 32/84
    nur T6
  • 2 Ob 39/84
    Entscheidungstext OGH 28.08.1984 2 Ob 39/84
    nur T1; Veröff: EvBl 1985/74 S 370
  • 1 Ob 705/87
    Entscheidungstext OGH 21.12.1987 1 Ob 705/87
    nur T3
  • 6 Ob 683/87
    Entscheidungstext OGH 12.11.1987 6 Ob 683/87
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 17/88
    Entscheidungstext OGH 19.05.1988 7 Ob 17/88
  • 4 Ob 83/88
    Entscheidungstext OGH 27.09.1988 4 Ob 83/88
    Beis wie T2
  • 2 Ob 575/88
    Entscheidungstext OGH 20.12.1988 2 Ob 575/88
    Beis wie T2
  • 2 Ob 102/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 2 Ob 102/88
    Beis wie T2
  • 8 Ob 33/89
    Entscheidungstext OGH 13.07.1989 8 Ob 33/89
    nur T6; Veröff: RZ 1992/85 S 262
  • 5 Ob 595/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 5 Ob 595/89
    Beisatz: Auch Unterlassungen des eigenen Rechtsanwalts können nicht berücksichtigt werden. (T8)
    Veröff: JBl 1990,113
  • 2 Ob 77/89
    Entscheidungstext OGH 31.10.1988 2 Ob 77/89
    nur T6
  • 3 Ob 613/89
    Entscheidungstext OGH 28.02.1990 3 Ob 613/89
  • 2 Ob 38/91
    Entscheidungstext OGH 04.07.1991 2 Ob 38/91
    nur T1
  • 3 Ob 560/91
    Entscheidungstext OGH 13.11.1991 3 Ob 560/91
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Werden keine beachtlichen Gründe für die Untätigkeit vorgetragen, ist lediglich von der Aktenlage auszugehen. (T9)
    Veröff: SZ 64/156 = EvBl 1992/34 S 164 = RZ 1993/67 S 177
  • 1 Ob 568/91
    Entscheidungstext OGH 24.04.1992 1 Ob 568/91
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 1008/93
    Entscheidungstext OGH 08.07.1993 8 Ob 1008/93
    Auch; nur T6
  • 3 Ob 531/94
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 3 Ob 531/94
    nur T6
  • 1 Ob 561/95
    Entscheidungstext OGH 23.06.1995 1 Ob 561/95
    Auch; nur T3; Beis wie T5
  • 2 Ob 2059/96z
    Entscheidungstext OGH 25.04.1996 2 Ob 2059/96z
    Beis wie T4; Beis wie T5, Beisatz: Wenn der Kläger vom Tod seines Vertreters keine Kenntnis hatte, kann ihm eine ungebührliche Untätigkeit nicht angelastet werden; es kann von ihm nicht verlangt werden, dass er innerhalb von acht Monaten Schritte zur Fortsetzung des Verfahrens unternimmt. Auf das Verhalten des mittlerweiligen Stellvertreters ist nicht abzustellen, da dieser nicht Vertreter des Klägers ist. (T10)
  • 5 Ob 93/97f
    Entscheidungstext OGH 08.04.1997 5 Ob 93/97f
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Mehrmonatiges Zuwarten mit dem Fortsetzungsantrag bedingt durch die Schwierigkeit der Entscheidungsfindung auf Grund der Organisationsstruktur der antragstellenden Gebietskörperschaft und dem Bemühen um eine Gleichbehandlung der Bauberechtigten. (T11)
  • 5 Ob 216/97v
    Entscheidungstext OGH 10.06.1997 5 Ob 216/97v
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 223/97y
    Entscheidungstext OGH 10.06.1997 5 Ob 223/97y
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 261/97m
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 5 Ob 261/97m
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 203/97g
    Entscheidungstext OGH 10.06.1997 5 Ob 203/97g
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 255/97d
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 5 Ob 255/97d
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 168/97k
    Entscheidungstext OGH 08.07.1997 5 Ob 168/97k
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 166/97s
    Entscheidungstext OGH 08.07.1997 5 Ob 166/97s
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 164/97x
    Entscheidungstext OGH 08.07.1997 5 Ob 164/97x
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 198/97x
    Entscheidungstext OGH 08.07.1997 5 Ob 198/97x
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 167/97p
    Entscheidungstext OGH 08.07.1997 5 Ob 167/97p
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 163/97z
    Entscheidungstext OGH 08.07.1997 5 Ob 163/97z
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 115/97s
    Entscheidungstext OGH 27.05.1997 5 Ob 115/97s
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 171/97a
    Entscheidungstext OGH 08.07.1997 5 Ob 171/97a
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 172/97y
    Entscheidungstext OGH 08.07.1997 5 Ob 172/97y
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 252/97p
    Entscheidungstext OGH 08.07.1997 5 Ob 252/97p
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 193/97m
    Entscheidungstext OGH 08.07.1997 5 Ob 193/97m
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 192/97i
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 5 Ob 192/97i
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 170/97d
    Entscheidungstext OGH 08.07.1997 5 Ob 170/97d
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 248/97z
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 5 Ob 248/97z
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 209/97i
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 5 Ob 209/97i
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 190/97w
    Entscheidungstext OGH 08.07.1997 5 Ob 190/97w
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 165/97v
    Entscheidungstext OGH 08.07.1997 5 Ob 165/97v
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 289/97d
    Entscheidungstext OGH 02.09.1997 5 Ob 289/97d
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 308/97y
    Entscheidungstext OGH 02.09.1997 5 Ob 308/97y
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 354/97p
    Entscheidungstext OGH 02.09.1997 5 Ob 354/97p
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 341/97a
    Entscheidungstext OGH 02.09.1997 5 Ob 341/97a
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 334/97x
    Entscheidungstext OGH 02.09.1997 5 Ob 334/97x
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 386/97v
    Entscheidungstext OGH 02.09.1997 5 Ob 386/97v
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 314/97f
    Entscheidungstext OGH 02.09.1997 5 Ob 314/97f
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 328/97i
    Entscheidungstext OGH 02.09.1997 5 Ob 328/97i
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 321/97k
    Entscheidungstext OGH 02.09.1997 5 Ob 321/97k
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 2 Ob 295/97m
    Entscheidungstext OGH 02.09.1997 2 Ob 295/97m
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 302/97s
    Entscheidungstext OGH 02.09.1997 5 Ob 302/97s
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 415/97h
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 5 Ob 415/97h
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 1 Ob 418/97w
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 1 Ob 418/97w
    Vgl; nur T1; Beisatz: Schon ein verhältnismäßig kurzer zeitlicher Abstand zwischen Wegfall des Unterbrechungsgrunds und Fortsetzungsantrag rechtfertigt den Schluss, dass der Kläger das Verfahren nicht gehörig fortgesetzt hat. (T12)
  • 10 Ob 288/98w
    Entscheidungstext OGH 01.12.1998 10 Ob 288/98w
    nur T6; Beis ähnlich wie T5
  • 2 Ob 97/99z
    Entscheidungstext OGH 15.04.1999 2 Ob 97/99z
    Auch
  • 7 Ob 154/99v
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 154/99v
    Auch; nur: Es kommt nicht auf die Dauer der Untätigkeit an, sondern auf den Umstand, ob diese Untätigkeit gerechtfertigt gewesen ist. (T13)
    Beisatz: Für die Unterlassung der zur Fortsetzung des Verfahrens notwendigen Schritte müssen stichhaltige (triftige) Gründe gegeben sein. (T14)
  • 6 Ob 252/99y
    Entscheidungstext OGH 15.12.1999 6 Ob 252/99y
    Vgl auch
  • 10 Ob 63/00p
    Entscheidungstext OGH 04.04.2000 10 Ob 63/00p
    Auch; nur: Den Kläger trifft die Behauptungspflicht und Beweispflicht. (T15)
    Beis wie T5
  • 1 Ob 59/00h
    Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 59/00h
    nur T13; Beis wie T14
  • 6 Ob 43/00t
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 6 Ob 43/00t
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T14; Beisatz: Die Erhebung einer außerordentlichen Revision im Parallelverfahren berechtigt zu einem Zuwarten mit der Verfahrensfortsetzung. Die Frage, ob und inwieweit das Zuwarten mit der Verfahrensfortsetzung als ungewöhnliche Untätigkeit des Klägers zu beurteilen ist, ist wegen der Abhängigkeit von den Umständen des Einzelfalls keine erhebliche Rechtsfrage. (T16)
  • 1 Ob 115/00v
    Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 115/00v
    Auch; Beis wie T9; Beisatz: Je länger die Untätigkeit ist, desto gewichtiger müssen die Gründe dafür sein; dagegen kommt bei nur kurzfristiger Untätigkeit des Klägers unter Umständen selbst dann, wenn dafür Gründe fehlen oder nicht ins Treffen geführt werden, für sich allein noch nicht zum Ausdruck, dass ihm an der Erreichung seines Prozessziels nichts gelegen sei. (T17)
  • 7 Ob 140/01s
    Entscheidungstext OGH 27.06.2001 7 Ob 140/01s
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis ähnlich wie T12
  • 3 Ob 194/02d
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 194/02d
    Auch; nur: Es kommt nicht auf die Dauer der Untätigkeit an, sondern auf den Umstand, ob diese Untätigkeit gerechtfertigt gewesen ist. In dieser Hinsicht trifft den Kläger die Behauptungspflicht und Beweispflicht. (T18)
    Beis wie T9; Beis wie T16 nur: Die Frage, ob und inwieweit das Zuwarten mit der Verfahrensfortsetzung als ungewöhnliche Untätigkeit des Klägers zu beurteilen ist, ist wegen der Abhängigkeit von den Umständen des Einzelfalls keine erhebliche Rechtsfrage. (T19)
    Beis wie T17 nur: Je länger die Untätigkeit ist, desto gewichtiger müssen die Gründe dafür sein. (T20)
  • 6 Ob 52/03w
    Entscheidungstext OGH 23.10.2003 6 Ob 52/03w
    Auch; nur T3; Beis wie T4; Beis wie T14
  • 7 Ob 291/03z
    Entscheidungstext OGH 03.12.2003 7 Ob 291/03z
    Vgl; nur: In dieser Hinsicht trifft den Kläger die Behauptungspflicht und Beweispflicht. (T21)
    Beis wie T19
  • 5 Ob 222/05s
    Entscheidungstext OGH 04.10.2005 5 Ob 222/05s
    Beis wie T19
  • 10 Ob 10/08f
    Entscheidungstext OGH 06.05.2008 10 Ob 10/08f
    Auch; nur T6; nur T15
  • 5 Ob 215/08s
    Entscheidungstext OGH 13.01.2009 5 Ob 215/08s
    Auch; nur T6; nur T13; nur T21; Beis wie T14; Beis wie T19
    Veröff: SZ 2009/2
  • 1 Ob 165/09k
    Entscheidungstext OGH 17.11.2009 1 Ob 165/09k
    nur: Es kommt nicht auf die längere oder kürzere Dauer der Untätigkeit (hier: elf Monate) an, sondern auf den Umstand, ob diese Untätigkeit gerechtfertigt gewesen ist. (T22)
  • 4 Ob 125/09z
    Entscheidungstext OGH 23.02.2010 4 Ob 125/09z
    Vgl; Beisatz: Hier: § 256 Abs 2 EO. (T23)
    Beisatz: Es kommt weniger auf die Dauer, als auf die Gründe der Untätigkeit an, sowie darauf, ob aus dem Verhalten des betreibenden Gläubigers sein mangelndes Interesse an der weiteren Verfolgung seiner Ansprüche geschlossen werden kann. (T24)
  • 6 Ob 183/10w
    Entscheidungstext OGH 11.10.2010 6 Ob 183/10w
    nur T6; Beis wie T5; Beis wie T19
  • 8 Ob 58/10b
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 Ob 58/10b
    Auch; nur T13
  • 4 Ob 191/10g
    Entscheidungstext OGH 23.03.2011 4 Ob 191/10g
    Vgl; Beis ähnlich wie T4; Beis ähnlich wie T12; Beisatz: Die Untätigkeit ist nur insoweit relevant, als sie in die Zeit nach Ablauf der (ursprünglichen) Verjährungsfrist fällt. (T25)
    Veröff: SZ 2011/35
  • 17 Ob 9/11i
    Entscheidungstext OGH 10.05.2011 17 Ob 9/11i
    Vgl; Beis wie T25; Beisatz: Hier: Forum-non-conveniens-Entscheidung eines ausländischen Gerichts. (T26)
  • 8 Ob 16/11b
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 8 Ob 16/11b
    nur T6
  • 7 Ob 23/12a
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 23/12a
    Vgl; Beis ähnlich wie T16
  • 2 Ob 7/12m
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 2 Ob 7/12m
    Auch; nur T1; Auch Beis wie T4
  • 9 ObA 129/14g
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 9 ObA 129/14g
    Auch; Beis wie T19
  • 1 Ob 211/14g
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 211/14g
    Vgl; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 6 Ob 223/16m
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 6 Ob 223/16m
    Auch; nur T13

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0034710

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.01.2017

Dokumentnummer

JJR_19601111_OGH0002_0020OB00413_6000000_001

Rechtssatz für 5Ob353/61 1Ob186/63 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023355

Geschäftszahl

5Ob353/61; 1Ob186/63; 5Ob90/64; 7Ob132/64; 2Ob275/68; 8Ob73/69; 2Ob224/69; 8Ob5/70; 1Ob40/70 (1Ob41/70); 8Ob101/70; 8Ob116/70; 6Ob273/70; 2Ob344/70; 2Ob47/71; 5Ob129/71 (5Ob130/71); 8Ob218/71 (8Ob219/71); 2Ob352/70 (2Ob353/70); 5Ob290/71; 8Ob56/72; 7Ob115/72; 8Ob42/73; 1Ob38/74; 2Ob181/74; 8Ob196/74; 7Ob220/74; 6Ob4/75; 5Ob148/75; 8Ob542/76; 1Ob686/76; 8Ob240/76; 4Ob588/76; 1Ob541/77; 6Ob737/76; 2Ob48/77; 5Ob701/77; 6Ob807/77; 4Ob505/78; 1Ob639/78; 2Ob137/78; 7Ob572/79; 8Ob518/79; 1Ob35/79; 1Ob508/79; 6Ob778/79; 5Ob657/80; 7Ob729/80; 1Ob741/81; 7Ob784/82; 7Ob556/83; 3Ob697/82; 3Ob513/83; 1Ob738/83; 8Ob567/84; 3Ob608/85; 8Ob12/86; 5Ob537/87; 4Ob526/87; 8Ob539/89; 5Ob646/88; 5Ob595/89; 7Ob540/90; 5Ob521/91; 2Ob43/91; 1Ob5/91; 8Ob533/92; 5Ob2153/96w; 4Ob2193/96w; 2Ob217/99x; 7Ob51/00a; 7Ob271/00d; 6Ob314/00w; 6Ob333/01i; 3Ob72/02p; 6Ob304/02b; 5Ob116/04a; 7Ob118/04k; 6Ob11/04t; 7Ob255/04g; 7Ob38/05x; 2Ob100/04a; 7Ob73/06w; 6Ob106/07t; 2Ob60/08z; 2Ob79/08v; 1Ob55/09h; 4Ob75/09x; 9Ob40/09m; 4Ob114/10h; 2Ob79/11y; 2Ob70/12a; 4Ob18/15y; 3Ob45/16p; 6Ob94/16s

Entscheidungsdatum

29.11.1961

Norm

ABGB §1295 IId2
ABGB §1298

Rechtssatz

Es ist eine allgemeine Regel, dass jeder für die Verkehrssicherheit zu sorgen hat, der auf einem ihm gehörenden oder seiner Verfügung unterstehenden Grund und Boden einen Verkehr für Menschen eröffnet. Dies gilt auch für einen beschränkten Verkehr (Kommission an einer Baustelle, angelehnt an den in der deutschen Rechtsprechung entwickelten Begriff der Verkehrssicherungspflicht). Bei Nichterfüllung dieser Pflicht tritt gemäß § 1298 ABGB Umkehrung der Beweislast ein (Haftung eines Baumeisters für den Unfall eines Kommissionsmitgliedes bei einer angesagten Besichtigung der Baustelle).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 353/61
    Entscheidungstext OGH 29.11.1961 5 Ob 353/61
  • 1 Ob 186/63
    Entscheidungstext OGH 20.12.1963 1 Ob 186/63
  • 5 Ob 90/64
    Entscheidungstext OGH 06.05.1964 5 Ob 90/64
    Ähnlich
  • 7 Ob 132/64
    Entscheidungstext OGH 01.07.1964 7 Ob 132/64
    Beisatz: Baggeraufstellung bei Messe. (T1)
    Veröff: SZ 37/97
  • 2 Ob 275/68
    Entscheidungstext OGH 06.11.1968 2 Ob 275/68
    Beisatz: Streupflicht als Ausfluss der Verkehrssicherungspflicht auf einem Friedhof. (T2)
    Veröff: SZ 41/146 = EvBl 1969/119 S 182 = JBl 1969,557 = ZVR 1969/266 S 238
  • 8 Ob 73/69
    Entscheidungstext OGH 22.04.1969 8 Ob 73/69
    Beisatz: Hier: Vorplatz eines städtischen Kindergartens. (T3)
    Veröff: EvBl 1969/322 S 491
  • 2 Ob 224/69
    Entscheidungstext OGH 25.09.1969 2 Ob 224/69
    Beisatz: Haftung der Baufirma für die ungenügende Kennzeichnung einer durch eine Baustelle geschaffenen Gefahrenlage. (T4) Veröff: SZ 42/139
  • 8 Ob 5/70
    Entscheidungstext OGH 20.01.1970 8 Ob 5/70
  • 1 Ob 40/70
    Entscheidungstext OGH 16.04.1970 1 Ob 40/70
    Beisatz: Ungenügende Sicherung eines Niveauunterschiedes im Geschäftslokal. (T5)
  • 8 Ob 101/70
    Entscheidungstext OGH 05.05.1970 8 Ob 101/70
    Beisatz: Haftung einer Kärntner Almgemeinschaft für Beschädigung von Touristen durch Almvieh. (T6)
    Veröff: LwBetr 1972,27
  • 8 Ob 116/70
    Entscheidungstext OGH 26.05.1970 8 Ob 116/70
    Veröff: EvBl 1970/344 S 605 = LwBetr 1971,163
  • 6 Ob 273/70
    Entscheidungstext OGH 04.11.1970 6 Ob 273/70
    Beisatz: Materialseilbahn (T7)
  • 2 Ob 344/70
    Entscheidungstext OGH 12.11.1970 2 Ob 344/70
    Beisatz: Treppe zu einer Gastwirtschaft. (T8)
    Veröff: SZ 43/204
  • 2 Ob 47/71
    Entscheidungstext OGH 27.05.1971 2 Ob 47/71
    Beisatz: Die Verpflichtung des Baumeisters zur unfallsicheren Aufstellung von Verkehrszeichen ergibt sich aus der Verkehrssicherungspflicht. (T9)
    Veröff: SZ 44/83
  • 5 Ob 129/71
    Entscheidungstext OGH 09.06.1971 5 Ob 129/71
    nur: Es ist eine allgemeine Regel, dass jeder für die Verkehrssicherheit zu sorgen hat, der auf einem ihm gehörenden oder seiner Verfügung unterstehenden Grund und Boden einen Verkehrs für Menschen eröffnet. (T10)
    Beisatz: Stufe nach der Tür zu einer an eine Kirche angebauten Kapelle; Pflicht zur Anbringung einer Warnungstafel. (T11)
  • 8 Ob 218/71
    Entscheidungstext OGH 08.09.1971 8 Ob 218/71
    nur T10
  • 2 Ob 352/70
    Entscheidungstext OGH 16.09.1971 2 Ob 352/70
    nur T10
  • 5 Ob 290/71
    Entscheidungstext OGH 03.11.1971 5 Ob 290/71
    Beisatz: Regennasse Treppe eines Baderestaurants. (T12)
  • 8 Ob 56/72
    Entscheidungstext OGH 11.04.1972 8 Ob 56/72
    nur T10; Veröff: ZVR 1973/155 S 214
  • 7 Ob 115/72
    Entscheidungstext OGH 10.05.1972 7 Ob 115/72
    nur T10; Beisatz: Mangelnde Absicherung eines Stiegenaufganges durch Geländer. (T13)
  • 8 Ob 42/73
    Entscheidungstext OGH 20.03.1973 8 Ob 42/73
    nur T10; Beisatz: Dies gilt auch für Straßen ohne öffentlichen Verkehr. (T14)
  • 1 Ob 38/74
    Entscheidungstext OGH 08.05.1974 1 Ob 38/74
    nur T10; Veröff: EvBl 1975/3 S 13 = ZVR 1975/114 S 179
  • 2 Ob 181/74
    Entscheidungstext OGH 05.09.1974 2 Ob 181/74
  • 8 Ob 196/74
    Entscheidungstext OGH 12.11.1974 8 Ob 196/74
    nur T10; Beisatz: Dasselbe muss gelten, wenn der Grundeigentümer von seinem Grund und Boden aus eine Gefahrenquelle auf eine der Öffentlichkeit zugängliche Verkehrsfläche wirken lässt. (T15)
    Veröff: SZ 47/124 = ZVR 1975/159 S 236
  • 7 Ob 220/74
    Entscheidungstext OGH 21.11.1974 7 Ob 220/74
    Beisatz: Schutz jedes Befugten Benützers - von Geschäftsbetrieb ausgehende Gefahrenquelle. (T16)
    Veröff: JBl 1975,544
  • 6 Ob 4/75
    Entscheidungstext OGH 30.01.1975 6 Ob 4/75
    nur T10; Veröff: EvBl 1976/50 S 100 = ZVR 1975/248 S 334
  • 5 Ob 148/75
    Entscheidungstext OGH 23.09.1975 5 Ob 148/75
    nur T10; Beisatz: Hier: Verletzung infolge Vereisung im Tankstellenbereich (WC). (T17)
    Veröff: RZ 1976/40 S 75
  • 8 Ob 542/76
    Entscheidungstext OGH 29.09.1976 8 Ob 542/76
  • 1 Ob 686/76
    Entscheidungstext OGH 14.10.1976 1 Ob 686/76
    nur T10; Beisatz: Abgesperrte Grünfläche. (T18)
    Veröff: JBl 1977,371
  • 8 Ob 240/76
    Entscheidungstext OGH 26.01.1977 8 Ob 240/76
    Beisatz: Wird nur ein beschränkter Verkehrs eröffnet, also ein Verkehr nicht für die Allgemeinheit schlechthin, sondern nur für einen bestimmten Personenkreis, dann besteht die Verkehrssicherungspflicht nur gegenüber jenen Personen, für die der Verkehr eröffnet wird. (T19)
    Veröff: ZVR 1978/19 S 18
  • 4 Ob 588/76
    Entscheidungstext OGH 08.02.1977 4 Ob 588/76
    nur T10
  • 1 Ob 541/77
    Entscheidungstext OGH 02.03.1977 1 Ob 541/77
    nur T10; Beisatz: Die Sicherungspflicht findet ihre Grenze in der Zumutbarkeit. (T20)
  • 6 Ob 737/76
    Entscheidungstext OGH 03.03.1977 6 Ob 737/76
    nur T10
  • 2 Ob 48/77
    Entscheidungstext OGH 12.05.1977 2 Ob 48/77
    nur T10; Beisatz: Verpflichtung zur Aufstellung einer die Tragkraft der Brücke anzeigenden Hinweistafel. (T21)
  • 5 Ob 701/77
    Entscheidungstext OGH 24.02.1978 5 Ob 701/77
    nur T10; Veröff: RZ 1978/66 S 166
  • 6 Ob 807/77
    Entscheidungstext OGH 16.02.1978 6 Ob 807/77
    Beis wie T19; Beisatz: Vorsorge gegen Dachlawinen. (T22)
  • 4 Ob 505/78
    Entscheidungstext OGH 07.03.1978 4 Ob 505/78
    Beisatz: Kindergarten (T23)
  • 1 Ob 639/78
    Entscheidungstext OGH 07.06.1978 1 Ob 639/78
    nur T10; Beisatz: Schipiste (T24)
    Veröff: JBl 1979,433 = ZVR 1979/74 S 81
  • 2 Ob 137/78
    Entscheidungstext OGH 19.10.1978 2 Ob 137/78
    Beis wie T19; nur: Es ist eine allgemeine Regel, dass jeder für die Verkehrssicherheit zu sorgen hat, der auf einem ihm gehörenden oder seiner Verfügung unterstehenden Grund und Boden einen Verkehr für Menschen eröffnet. Dies gilt auch für einen beschränkten Verkehr (Kommission an einer Baustelle. (T25)
    Beisatz: Lawinenunglück auf Baustelle. (T26)
  • 7 Ob 572/79
    Entscheidungstext OGH 15.03.1979 7 Ob 572/79
    nur T10
  • 8 Ob 518/79
    Entscheidungstext OGH 20.12.1979 8 Ob 518/79
    nur T10
  • 1 Ob 35/79
    Entscheidungstext OGH 17.12.1979 1 Ob 35/79
    nur T25
  • 1 Ob 508/79
    Entscheidungstext OGH 16.01.1980 1 Ob 508/79
    nur T10; Veröff: EvBl 1980/111 S 351 = JBl 1980,590
  • 6 Ob 778/79
    Entscheidungstext OGH 02.04.1980 6 Ob 778/79
    nur T10
  • 5 Ob 657/80
    Entscheidungstext OGH 09.09.1980 5 Ob 657/80
    nur T25; Beis wie T19
  • 7 Ob 729/80
    Entscheidungstext OGH 27.11.1980 7 Ob 729/80
    nur T10; Beisatz: In der Belassung eines Zustandes, der keineswegs unüblich ist und der der Klägerin seit Jahren bekannt war, liegt kein rechtswidriger Verstoß des Beklagten gegen seine Verkehrssicherungspflicht (hier: Türsteher zur Fixierung der Türflügel im Boden). (T27)
  • 1 Ob 741/81
    Entscheidungstext OGH 18.11.1981 1 Ob 741/81
    nur T25; Beis wie T19
  • 7 Ob 784/82
    Entscheidungstext OGH 17.02.1983 7 Ob 784/82
    nur T10; Beis wie T19; Beis wie T20
  • 7 Ob 556/83
    Entscheidungstext OGH 24.03.1983 7 Ob 556/83
    nur T25
  • 3 Ob 697/82
    Entscheidungstext OGH 23.03.1983 3 Ob 697/82
    nur T10; Beisatz: Es ist dabei gleich, ob der Verkehr auf eigenem Grund oder auf dem unmittelbar angrenzenden Grund stattfindet, wenn nur eine gewisse Verfügungsmacht und Einflussnahme auf die Gefahrenstelle offensteht. (T28)
  • 3 Ob 513/83
    Entscheidungstext OGH 06.07.1983 3 Ob 513/83
    Vgl auch; Beis wie T19
  • 1 Ob 738/83
    Entscheidungstext OGH 14.12.1983 1 Ob 738/83
    Zweiter Rechtsgang zu 1 Ob 508/79
  • 8 Ob 567/84
    Entscheidungstext OGH 04.10.1984 8 Ob 567/84
    Auch; nur T10; Beisatz: Hier: Gefährliches Aufstellen eines hohen Klettergerüstes für Kinder auf Kaltasphalt - Mischgut. (T29)
  • 3 Ob 608/85
    Entscheidungstext OGH 19.02.1986 3 Ob 608/85
    nur T10; Beisatz: Hier: Verneint bei Wasserlacke in für Gast zugänglichem Badezimmer. (T30)
  • 8 Ob 12/86
    Entscheidungstext OGH 19.06.1986 8 Ob 12/86
    Beis wie T15; Veröff: ZVR 1987/104 S 318
  • 5 Ob 537/87
    Entscheidungstext OGH 19.05.1987 5 Ob 537/87
    Auch; Beisatz: Pflicht zur Vorkehrung, zumindest aber zur Warnung. (T31)
  • 4 Ob 526/87
    Entscheidungstext OGH 30.06.1987 4 Ob 526/87
    nur T10
  • 8 Ob 539/89
    Entscheidungstext OGH 30.03.1989 8 Ob 539/89
    nur T10
  • 5 Ob 646/88
    Entscheidungstext OGH 20.06.1989 5 Ob 646/88
  • 5 Ob 595/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 5 Ob 595/89
    Auch
  • 7 Ob 540/90
    Entscheidungstext OGH 22.03.1990 7 Ob 540/90
    Ähnlich; Beisatz: Auch der, der eine Gefahrenquelle schafft oder in seiner Sphäre bestehen lässt. (T32)
    Veröff: ImmZ 1990,287
  • 5 Ob 521/91
    Entscheidungstext OGH 11.06.1991 5 Ob 521/91
    nur T10; Veröff: SZ 64/76 = RdW 1991,322
  • 2 Ob 43/91
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 2 Ob 43/91
    Auch; nur T10; Beis wie T32; Beisatz: Hier: Hineinwachsenlassen von Bäumen in das Lichtraumprofil von Straßen. (T33)
  • 1 Ob 5/91
    Entscheidungstext OGH 24.04.1991 1 Ob 5/91
    Auch; nur T10; Veröff: JBl 1991,586
  • 8 Ob 533/92
    Entscheidungstext OGH 12.03.1992 8 Ob 533/92
    Auch; nur T10
  • 5 Ob 2153/96w
    Entscheidungstext OGH 24.09.1996 5 Ob 2153/96w
    Vgl auch; nur T10; Beisatz: Hier: Erleidet der Mieter durch die mangelhafte Beschaffenheit des Zugangs zum vermieteten Objekt einen Schaden, ist ihm der Vermieter ersatzpflichtig, sofern er nicht nachweisen kann, dass ihn an der Nichterfüllung seiner Erhaltungspflicht kein Verschulden trifft (§ 1298 ABGB). (T34)
  • 4 Ob 2193/96w
    Entscheidungstext OGH 12.08.1996 4 Ob 2193/96w
    nur T10; Beisatz: Die Verkehrssicherungspflicht darf nicht überspannt werden, weil dadurch eine vom Verschulden losgelöste Haftung begründet würde. (T35)
  • 2 Ob 217/99x
    Entscheidungstext OGH 02.09.1999 2 Ob 217/99x
    Vgl auch; nur T10; Beis wie T28; Beisatz: Hier: Verkehrssicherungspflicht des Veranstalters einer Ausstellung. (T36)
  • 7 Ob 51/00a
    Entscheidungstext OGH 29.03.2000 7 Ob 51/00a
    Vgl auch; nur T10; Beisatz: Diese Pflichten ergeben sich schon bei Duldung des Verkehrs. (T37)
    Beisatz: Hier: Seilabsperrung zur Unterteilung einer Eisfläche. (T38)
  • 7 Ob 271/00d
    Entscheidungstext OGH 20.12.2000 7 Ob 271/00d
    Ähnlich; nur T25; Beis wie T3
  • 6 Ob 314/00w
    Entscheidungstext OGH 17.01.2001 6 Ob 314/00w
    Auch; nur T10; Beisatz: Jeden, der eine seiner Verfügung unterliegende Anlage dem Zutritt eines Personenkreises eröffnet, trifft eine Verkehrssicherungspflicht. Er muss die Anlage für die befugten Benützer in einem verkehrssicheren und gefahrlosen Zustand erhalten und vor erkennbaren Gefahren schützen. (T39)
  • 6 Ob 333/01i
    Entscheidungstext OGH 26.04.2001 6 Ob 333/01i
    Auch; nur T10; Beis wie T20; Beis ähnlich wie T35; Beis wie T39
  • 3 Ob 72/02p
    Entscheidungstext OGH 18.07.2002 3 Ob 72/02p
    Auch; nur T10; Beisatz: Es soll jener Personenkreis vor Gefahren geschützt werden, dem der Zutritt auf eine der Verfügung des Haftpflichtigen unterliegende Anlage eröffnet wird. Geschützt sind nur die befugten Benützer der Anlage. (T40)
  • 6 Ob 304/02b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2003 6 Ob 304/02b
    Auch; Beis wie T39
  • 5 Ob 116/04a
    Entscheidungstext OGH 25.05.2004 5 Ob 116/04a
    Beis wie T19
  • 7 Ob 118/04k
    Entscheidungstext OGH 16.06.2004 7 Ob 118/04k
    Auch
  • 6 Ob 11/04t
    Entscheidungstext OGH 26.08.2004 6 Ob 11/04t
    Auch; Beisatz: Hier: Einklemmen eines Fingers eines Fußballspielers bei Werbetafeln am Spielfeldrand infolge Sturzes. (T41)
  • 7 Ob 255/04g
    Entscheidungstext OGH 17.11.2004 7 Ob 255/04g
    nur T10
  • 7 Ob 38/05x
    Entscheidungstext OGH 16.03.2005 7 Ob 38/05x
    nur T10
  • 2 Ob 100/04a
    Entscheidungstext OGH 18.05.2006 2 Ob 100/04a
    Auch; Beis wie T32
  • 7 Ob 73/06w
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 7 Ob 73/06w
    Vgl auch
  • 6 Ob 106/07t
    Entscheidungstext OGH 21.06.2007 6 Ob 106/07t
    Auch; nur T10; Beis wie T37; Beisatz: Hier: Verletzung einer Zuschauerin beim Eishockeymatch - Haftung der Betriebsgesellschaft der Eishockeyhalle bejaht. (T42)
  • 2 Ob 60/08z
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 2 Ob 60/08z
    Vgl auch; Beis wie T28; Veröff: SZ 2008/46
  • 2 Ob 79/08v
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 79/08v
    Vgl auch; Auch Beis wie T28; Beis wie T32
  • 1 Ob 55/09h
    Entscheidungstext OGH 31.03.2009 1 Ob 55/09h
    Auch; nur: Es ist eine allgemeine Regel, dass jeder für die Verkehrssicherheit zu sorgen hat, der auf einem ihm gehörenden oder seiner Verfügung unterstehenden Grund und Boden einen Verkehr für Menschen eröffnet. Bei Nichterfüllung dieser Pflicht tritt gemäß § 1298 ABGB Umkehrung der Beweislast ein. (T43)
  • 4 Ob 75/09x
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 75/09x
    Vgl; Beisatz: Wer einen Verkehr eröffnet, hat grundsätzlich für dessen Sicherheit zu sorgen. (T44)
    Beisatz: Hier: Friedhof. (T45)
  • 9 Ob 40/09m
    Entscheidungstext OGH 26.05.2010 9 Ob 40/09m
    Auch; nur T10
  • 4 Ob 114/10h
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 114/10h
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Allgemeine Verkehrssicherungspflicht des eine objektive Gefahrenlage herbeiführenden Veranstalters einer Jagd. (T46)
  • 2 Ob 79/11y
    Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 79/11y
    nur T10; Beis wie T19
  • 2 Ob 70/12a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2012 2 Ob 70/12a
    Auch; nur T10; Auch Beis wie T19; Veröff: SZ 2012/134
  • 4 Ob 18/15y
    Entscheidungstext OGH 22.04.2015 4 Ob 18/15y
    Auch; nur: (Nur) bei Nichterfüllung dieser Pflicht tritt gemäß § 1298 ABGB Umkehrung der Beweislast ein. (T47)
  • 3 Ob 45/16p
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 45/16p
    Auch; nur T10; Beis wie T19
  • 6 Ob 94/16s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 94/16s
    Auch; nur T10; Beis wie T37

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0023355

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.05.2017

Dokumentnummer

JJR_19611129_OGH0002_0050OB00353_6100000_001

Rechtssatz für 1Ob139/63 5Ob287/68 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0037440

Geschäftszahl

1Ob139/63; 5Ob287/68; 5Ob12/69; 1Ob223/70; 6Ob279/70; 4Ob323/72; 4Ob564/73; 3Ob170/74; 5Ob36/75; 3Ob576/76; 6Ob533/78; 4Ob321/78; 1Ob773/78; 4Ob321/79; 4Ob367/79; 6Ob751/79; 1Ob560/80; 6Ob554/81; 3Ob591/82; 4Ob382/82; 3Ob593/83; 5Ob630/83; 3Ob578/85; 1Ob615/87; 9ObA157/88; 4Ob51/88; 8Ob659/88; 7Ob683/88; 4Ob6/89; 5Ob595/89; 9ObA292/89; 4Ob548/90; 4Ob6/91; 9ObA82/92; 9ObA103/93; 8Ob621/93; 4Ob124/94; 8ObA310/94; 9ObA2079/96t; 8ObA219/97g; 8ObA11/01b; 6Ob103/02v; 8ObA165/02a; 7Ob191/04w; 10Ob60/05d; 10Ob34/06g; 4Ob248/07k; 4Ob68/08s; 4Ob153/09t; 4Ob171/09i; 6Ob249/09z; 7Ob38/10d; 4Ob176/10a; 9ObA110/10g; 4Ob118/12z; 8ObA37/12t; 1Ob43/13z; 3Ob133/13z; 8ObA69/13z; 4Ob61/14w; 1Ob37/14v; 8ObA53/14y; 2Ob145/14h; 7Ob30/15k; 1Ob25/15f; 3Ob90/15d; 1Ob206/15y; 7Ob172/15t; 10Ob15/17d; 7Ob37/17t; 8ObA2/17b; 9ObA115/17b; 9ObA83/17x; 8ObA4/18y; 4Ob91/18p; 6Ob173/18m; 4Ob184/18i; 10Ob97/18i; 4Ob24/19m

Entscheidungsdatum

09.10.1963

Norm

ZPO §226 I
ZPO §405 BI

Rechtssatz

Das Klagebegehren ist so zu verstehen, wie es im Zusammenhalt mit der Klagserzählung vom Kläger gemeint ist. Das Gericht hat ein nur versehentlich unrichtig formuliertes Klagebegehren richtig zu fassen. Eine in diesem Rahmen geänderte Formulierung ist keine Überschreitung des Begehrens im Sinne des § 405 ZPO. (Herausgabe des geschuldeten Gegenstandes an den Kläger - wegen mittlerweiliger Exekution, richtig: Herausgabe an den Vollstrecker).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 139/63
    Entscheidungstext OGH 09.10.1963 1 Ob 139/63
    Veröff: EvBl 1964/187 S 275
  • 5 Ob 287/68
    Entscheidungstext OGH 18.12.1968 5 Ob 287/68
  • 5 Ob 12/69
    Entscheidungstext OGH 29.01.1969 5 Ob 12/69
  • 1 Ob 223/70
    Entscheidungstext OGH 12.11.1970 1 Ob 223/70
  • 6 Ob 279/70
    Entscheidungstext OGH 18.11.1970 6 Ob 279/70
    Beisatz: Hier: Kündigung (T1)
    Veröff: MietSlg 22645
  • 4 Ob 323/72
    Entscheidungstext OGH 30.05.1972 4 Ob 323/72
    Beisatz: § 7 UWG (T2)
    Veröff: ÖBl 1972,152
  • 4 Ob 564/73
    Entscheidungstext OGH 04.09.1973 4 Ob 564/73
    Beisatz: Anpassung eines Benützungsregelungsantrages. (T3)
    Veröff: MietSlg 25542
  • 3 Ob 170/74
    Entscheidungstext OGH 17.09.1974 3 Ob 170/74
    nur: Das Klagebegehren ist so zu verstehen, wie es im Zusammenhalt mit der Klagserzählung vom Kläger gemeint ist. (T4)
  • 5 Ob 36/75
    Entscheidungstext OGH 29.04.1975 5 Ob 36/75
    nur T4; Veröff: SZ 48/55
  • 3 Ob 576/76
    Entscheidungstext OGH 14.06.1977 3 Ob 576/76
    Vgl auch
  • 6 Ob 533/78
    Entscheidungstext OGH 09.03.1978 6 Ob 533/78
    nur T4
  • 4 Ob 321/78
    Entscheidungstext OGH 04.04.1978 4 Ob 321/78
    nur: Das Klagebegehren ist so zu verstehen, wie es im Zusammenhalt mit der Klagserzählung vom Kläger gemeint ist. Das Gericht hat ein nur versehentlich unrichtig formuliertes Klagebegehren richtig zu fassen. (T5)
  • 1 Ob 773/78
    Entscheidungstext OGH 10.01.1979 1 Ob 773/78
  • 4 Ob 321/79
    Entscheidungstext OGH 10.04.1979 4 Ob 321/79
    nur T4; Veröff: ÖBl 1979,119
  • 4 Ob 367/79
    Entscheidungstext OGH 10.07.1979 4 Ob 367/79
  • 6 Ob 751/79
    Entscheidungstext OGH 19.03.1980 6 Ob 751/79
    nur T5
  • 1 Ob 560/80
    Entscheidungstext OGH 14.05.1980 1 Ob 560/80
    nur T5
  • 6 Ob 554/81
    Entscheidungstext OGH 08.07.1981 6 Ob 554/81
    nur T5
  • 3 Ob 591/82
    Entscheidungstext OGH 15.09.1982 3 Ob 591/82
    nur T4
  • 4 Ob 382/82
    Entscheidungstext OGH 09.11.1982 4 Ob 382/82
    nur T5; Veröff: ÖBl 1983,46
  • 3 Ob 593/83
    Entscheidungstext OGH 15.02.1984 3 Ob 593/83
    nur T5
  • 5 Ob 630/83
    Entscheidungstext OGH 26.06.1984 5 Ob 630/83
    nur T5
  • 3 Ob 578/85
    Entscheidungstext OGH 02.10.1985 3 Ob 578/85
    nur T4
  • 1 Ob 615/87
    Entscheidungstext OGH 26.05.1987 1 Ob 615/87
    nur T5
  • 9 ObA 157/88
    Entscheidungstext OGH 31.08.1988 9 ObA 157/88
    nur T5
  • 4 Ob 51/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 51/88
  • 8 Ob 659/88
    Entscheidungstext OGH 15.12.1988 8 Ob 659/88
    Auch; nur T4
  • 7 Ob 683/88
    Entscheidungstext OGH 15.12.1988 7 Ob 683/88
    Auch; nur T4
  • 4 Ob 6/89
    Entscheidungstext OGH 13.06.1989 4 Ob 6/89
    nur T4; Veröff: ÖBl 1990,158
  • 5 Ob 595/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 5 Ob 595/89
    nur T5
  • 9 ObA 292/89
    Entscheidungstext OGH 22.11.1989 9 ObA 292/89
    nur T5
  • 4 Ob 548/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 548/90
    Auch; Veröff: JBl 1991,452
  • 4 Ob 6/91
    Entscheidungstext OGH 26.02.1991 4 Ob 6/91
    nur T4; Beisatz: Die Frage, ob die Auslegung des Klagebegehrens durch das Berufungsgericht nach der Aktenlage zwingend ist, hat nicht die Bedeutung einer über den Einzelfall hinausgehenden erheblichen Rechtsfrage im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO. (T6)
  • 9 ObA 82/92
    Entscheidungstext OGH 27.05.1992 9 ObA 82/92
    nur T5; Veröff: DRdA 1993,24 (Kirschner)
  • 9 ObA 103/93
    Entscheidungstext OGH 02.07.1993 9 ObA 103/93
    nur T5; Beisatz: § 48 ASGG (T7)
  • 8 Ob 621/93
    Entscheidungstext OGH 14.10.1993 8 Ob 621/93
    Vgl auch; nur T5; Beisatz: Dies gilt auch noch im Stadium des Rechtsmittelverfahrens. (T8)
  • 4 Ob 124/94
    Entscheidungstext OGH 08.11.1994 4 Ob 124/94
    Beisatz: Hier: Abstellen auf "Handelsgewerbe" bei nicht bewilligungspflichtigem Gewerbe. (T9)
  • 8 ObA 310/94
    Entscheidungstext OGH 27.10.1994 8 ObA 310/94
    Auch; nur T5
  • 9 ObA 2079/96t
    Entscheidungstext OGH 26.06.1996 9 ObA 2079/96t
    nur T5
  • 8 ObA 219/97g
    Entscheidungstext OGH 13.11.1997 8 ObA 219/97g
    Auch; nur T5
  • 8 ObA 11/01b
    Entscheidungstext OGH 25.01.2001 8 ObA 11/01b
    nur T5; Beisatz: Ein eine amtswegige Richtigstellung ausschließendes "Beharren" wäre nur dann zu bejahen, wenn der Einwand zum Gegenstand einer Erörterung wurde und der Kläger dennoch sein Klagebegehren nicht ändert. (T10)
  • 6 Ob 103/02v
    Entscheidungstext OGH 29.08.2002 6 Ob 103/02v
    Auch; Beis wie T10
  • 8 ObA 165/02a
    Entscheidungstext OGH 27.02.2003 8 ObA 165/02a
    Vgl auch; Beisatz: Das Gericht ist nicht an die Formulierung des Feststellungsbegehrens gebunden. (T11)
  • 7 Ob 191/04w
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 7 Ob 191/04w
    nur: Das Klagebegehren ist so zu verstehen, wie es im Zusammenhalt mit der Klagserzählung vom Kläger gemeint ist. Das Gericht hat ein nur versehentlich unrichtig formuliertes Klagebegehren richtig zu fassen. (T12)
  • 10 Ob 60/05d
    Entscheidungstext OGH 28.06.2005 10 Ob 60/05d
    nur T4
  • 10 Ob 34/06g
    Entscheidungstext OGH 13.06.2006 10 Ob 34/06g
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 4 Ob 248/07k
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 248/07k
    nur T4
  • 4 Ob 68/08s
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 68/08s
  • 4 Ob 153/09t
    Entscheidungstext OGH 20.10.2009 4 Ob 153/09t
    Vgl; Beisatz: Das Gericht darf dem Urteilsspruch eine klare und deutliche, auch vom Begehren abweichende, Fassung geben, sofern die Neufassung in den Behauptungen des Klägers ihre eindeutige Grundlage findet und sich im Wesentlichen mit seinem Begehren deckt. (T13)
  • 4 Ob 171/09i
    Entscheidungstext OGH 20.10.2009 4 Ob 171/09i
    Vgl auch
  • 6 Ob 249/09z
    Entscheidungstext OGH 18.02.2010 6 Ob 249/09z
    nur T4
  • 7 Ob 38/10d
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 38/10d
    Auch; nur T4
  • 4 Ob 176/10a
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 176/10a
    Auch; nur T4; Beis wie T6
  • 9 ObA 110/10g
    Entscheidungstext OGH 29.08.2011 9 ObA 110/10g
    nur T5; Beisatz: Damit im Zusammenhang stehende gerichtliche Erörterungen und die Beurteilung, inwieweit der Kläger auf einer bestimmten Fassung seines Klagebegehrens beharrt und daher kein bloßes Versehen vorliegt, hängen von den jeweiligen Umständen des Einzelfalls ab. (T14)
  • 4 Ob 118/12z
    Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 118/12z
    nur T5
  • 8 ObA 37/12t
    Entscheidungstext OGH 27.11.2012 8 ObA 37/12t
    Vgl auch
  • 1 Ob 43/13z
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 1 Ob 43/13z
    Auch
  • 3 Ob 133/13z
    Entscheidungstext OGH 29.10.2013 3 Ob 133/13z
  • 8 ObA 69/13z
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 ObA 69/13z
    Auch; nur T5; nur T12; Beisatz: Das ua auf §§ 12 und 26 GlBG gestützte Begehren der Klägerin, ihre Versetzung in den Ruhestand für rechtsunwirksam zu erklären, wurde als Begehren auf Feststellung des aufrechten Dienstverhältnisses verstanden, weil die genannten Bestimmungen für den maßgebenden Fall nur dieses Begehren vorsehen. (T15)
    Veröff: SZ 2014/63
  • 4 Ob 61/14w
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 61/14w
  • 1 Ob 37/14v
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 37/14v
    Auch; Beisatz: Hier: Klage nach § 28a KSchG. (T16); Veröff: SZ 2014/84
  • 8 ObA 53/14y
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 8 ObA 53/14y
    nur T4
  • 2 Ob 145/14h
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 2 Ob 145/14h
    Auch; nur T12; Beis wie T6
  • 7 Ob 30/15k
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 30/15k
  • 1 Ob 25/15f
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 25/15f
    nur T5; Beis wie T11; Beisatz: Das Gericht ist in der Regel zur Verdeutlichung verpflichtet. Dies muss insbesondere dort gelten, wo der von der klagenden Partei formulierte Wortlaut das Begehren ‑ etwa mangels „Feststellungsfähigkeit“ im Sinne des § 228 ZPO ‑ von vornherein unzulässig machen würde. (T17)
  • 3 Ob 90/15d
    Entscheidungstext OGH 17.09.2015 3 Ob 90/15d
    Auch
  • 1 Ob 206/15y
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 206/15y
  • 7 Ob 172/15t
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 172/15t
    Auch; Beis wie T8; Veröff: SZ 2016/8
  • 10 Ob 15/17d
    Entscheidungstext OGH 18.07.2017 10 Ob 15/17d
    nur T4; Beis wie T6
  • 7 Ob 37/17t
    Entscheidungstext OGH 21.09.2017 7 Ob 37/17t
    Auch
  • 8 ObA 2/17b
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 ObA 2/17b
    Auch
  • 9 ObA 115/17b
    Entscheidungstext OGH 30.10.2017 9 ObA 115/17b
    nur T4
  • 9 ObA 83/17x
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 9 ObA 83/17x
    Auch
  • 8 ObA 4/18y
    Entscheidungstext OGH 23.03.2018 8 ObA 4/18y
    Beis wie T11
  • 4 Ob 91/18p
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 4 Ob 91/18p
    Auch; Beis wie T10; Beisatz: Anders als im Fall nur versehentlich unrichtig formulierter Begehren ist eine „Präzisierung“ wie die vorliegende Maßgabebestätigung jedenfalls dann nicht zulässig, wenn der Kläger entweder nach Erörterung oder – nach Hinweis des Gegners – noch in seiner Berufungsbeantwortung auf seinem Begehren beharrt. (T18)
  • 6 Ob 173/18m
    Entscheidungstext OGH 25.10.2018 6 Ob 173/18m
    Auch; nur T4
  • 4 Ob 184/18i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2018 4 Ob 184/18i
    Auch; Beisatz: Wird ein Unterlassungsgebot konditional („wenn“) mit bestimmten Prüftatsachen verknüpft, kann es nur dann erlassen werden, wenn auch diese Tatsachen bewiesen werden. (T19)
  • 10 Ob 97/18i
    Entscheidungstext OGH 21.12.2018 10 Ob 97/18i
    Beis wie T11
  • 4 Ob 24/19m
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 24/19m
    Beis wie T19

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0037440

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19631009_OGH0002_0010OB00139_6300000_001

Rechtssatz für 7Ob132/64 2Ob250/69 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023442

Geschäftszahl

7Ob132/64; 2Ob250/69; 6Ob273/70; 2Ob1/71; 8Ob218/71 (8Ob219/71); 4Ob643/71; 2Ob167/71; 7Ob82/72; 8Ob196/74; 7Ob811/76; 8Ob88/78; 7Ob779/78; 7Ob570/79; 7Ob572/79; 3Ob541/79; 5Ob722/80; 2Ob228/81; 5Ob595/89; 1Ob42/90; 6Ob294/05m; 7Ob250/10f; 4Ob120/18b

Entscheidungsdatum

01.07.1964

Norm

ABGB §1295 Abs1 IId2

Rechtssatz

Derjenige, der eine technische Einrichtung in eine räumliche Beziehung zu dritten Personen bringt, ist über bestehende konkrete Schutzvorschriften hinaus den Dritten gegenüber grundsätzlich zu einer Sorgfalt verpflichtet, durch die die in der Natur der technischen Einrichtung gelegenen Gefahren beseitigt werden. Es genügt für das Entstehen dieser Verpflichtung, daß es sich um die erkennbare Möglichkeit einer Gefahr handelt und daß diese durch dem Sorgfaltspflichtigen zumutbare Maßnahmen abgewendet werden kann.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 132/64
    Entscheidungstext OGH 01.07.1964 7 Ob 132/64
    Veröff: ZVR 1965/62 S 72 = SZ 37/97
  • 2 Ob 250/69
    Entscheidungstext OGH 17.10.1969 2 Ob 250/69
  • 6 Ob 273/70
    Entscheidungstext OGH 04.11.1970 6 Ob 273/70
    Beisatz: Materialseilbahn (T1)
  • 2 Ob 1/71
    Entscheidungstext OGH 21.01.1971 2 Ob 1/71
  • 8 Ob 218/71
    Entscheidungstext OGH 08.09.1971 8 Ob 218/71
    Beisatz: Allgemein zur Sicherungspflicht bei Schaffung technischer Gefahrenquellen. (T2)
  • 4 Ob 643/71
    Entscheidungstext OGH 30.11.1971 4 Ob 643/71
    Veröff: SZ 44/182
  • 2 Ob 167/71
    Entscheidungstext OGH 28.03.1972 2 Ob 167/71
    Ähnlich; Beis wie T1; Veröff: JBl 1972,574
  • 7 Ob 82/72
    Entscheidungstext OGH 05.04.1972 7 Ob 82/72
    Auch; Beisatz: Unaufmerksame Bedienung eines Bauaufzuges. (T3)
  • 8 Ob 196/74
    Entscheidungstext OGH 12.11.1974 8 Ob 196/74
    Ähnlich; Veröff: ZVR 1975/159 S 236
  • 7 Ob 811/76
    Entscheidungstext OGH 02.12.1976 7 Ob 811/76
    Ähnlich
  • 8 Ob 88/78
    Entscheidungstext OGH 31.05.1978 8 Ob 88/78
    Vgl; Beisatz: Rauchschwaden durch Abbrennen eines Feldes. (T4)
  • 7 Ob 779/78
    Entscheidungstext OGH 11.01.1979 7 Ob 779/78
  • 7 Ob 570/79
    Entscheidungstext OGH 15.03.1979 7 Ob 570/79
  • 7 Ob 572/79
    Entscheidungstext OGH 15.03.1979 7 Ob 572/79
  • 3 Ob 541/79
    Entscheidungstext OGH 16.04.1980 3 Ob 541/79
    Vgl auch
  • 5 Ob 722/80
    Entscheidungstext OGH 17.02.1981 5 Ob 722/80
    Vgl auch
  • 2 Ob 228/81
    Entscheidungstext OGH 09.03.1982 2 Ob 228/81
    Auch; Beisatz: Stromunfall beim Hausbau. (T5)
  • 5 Ob 595/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 5 Ob 595/89
    Veröff: JBl 1990,113
  • 1 Ob 42/90
    Entscheidungstext OGH 06.03.1991 1 Ob 42/90
    nur: Es genügt für das Entstehen dieser Verpflichtung, daß es sich um die erkennbare Möglichkeit einer Gefahr handelt und daß diese durch dem Sorgfaltspflichtigen zumutbare Maßnahmen abgewendet werden kann. (T6) Veröff: JBl 1991,647 = SZ 64/23
  • 6 Ob 294/05m
    Entscheidungstext OGH 26.01.2006 6 Ob 294/05m
    Beisatz: Die Möglichkeit einer Gefahr muss erkennbar sein und vom Sorgfaltspflichtigen mit zumutbaren Maßnahmen abgewendet werden können. (T7); Beisatz: Hier: Die Gefahr des Besteigens der Pyramide durch Kinder war nicht nur wegen des festgestellten tatsächlichen Spielens von Kindern auf der Pyramide erkennbar war, sondern schon aufgrund der Eigenschaft des Bauwerks als geradezu „magischer Anziehungspunkt" für Kinder. Das Aufstellen eines Warnschilds und/oder einer Absperrung mittels Pflöcken und Bändern wäre eine mögliche und zumutbare Abwehrmaßnahme gewesen. (T8)
  • 7 Ob 250/10f
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 7 Ob 250/10f
    Auch
  • 4 Ob 120/18b
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 4 Ob 120/18b
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0023442

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19640701_OGH0002_0070OB00132_6400000_001

Rechtssatz für 2Ob321/64 8Ob216/69 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0034731

Geschäftszahl

2Ob321/64; 8Ob216/69; 1Ob759/78; 2Ob505/83; 1Ob609/87; 3Ob45/88; 5Ob595/89; 4Ob618/89; 3Ob520/93

Entscheidungsdatum

17.12.1964

Norm

ABGB §1501

Rechtssatz

Wurde die Verjährungseinrede im Revisionsverfahren nicht aufrechterhalten, so darf auf sie auch nicht unter dem Gesichtspunkt der unrichtigen rechtlichen Beurteilung Bedacht genommen werden.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 321/64
    Entscheidungstext OGH 17.12.1964 2 Ob 321/64
    Veröff: SZ 37/184
  • 8 Ob 216/69
    Entscheidungstext OGH 02.12.1969 8 Ob 216/69
  • 1 Ob 759/78
    Entscheidungstext OGH 12.09.1979 1 Ob 759/78
    Veröff: SZ 52/133
  • 2 Ob 505/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 2 Ob 505/83
  • 1 Ob 609/87
    Entscheidungstext OGH 24.06.1987 1 Ob 609/87
  • 3 Ob 45/88
    Entscheidungstext OGH 18.05.1988 3 Ob 45/88
    Beisatz: In den Rechtsmittelgegenschriften muß die Verjährungseinrede aber nicht wiederholt werden. (T1) Veröff: SZ 61/126
  • 5 Ob 595/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 5 Ob 595/89
  • 4 Ob 618/89
    Entscheidungstext OGH 20.02.1990 4 Ob 618/89
    Auch; Beis wie T1; Veröff: ÖBA 1990,558
  • 3 Ob 520/93
    Entscheidungstext OGH 28.04.1993 3 Ob 520/93
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0034731

Dokumentnummer

JJR_19641217_OGH0002_0020OB00321_6400000_003

Rechtssatz für 5Ob197/72 5Ob616/81 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0040547

Geschäftszahl

5Ob197/72; 5Ob616/81; 5Ob595/89

Entscheidungsdatum

10.10.1972

Norm

ZPO §332 Abs2
ZPO §365

Rechtssatz

Wenn der Beweisführer, dem nicht das Armenrecht bewilligt ist, den ihm aufgetragenen Kostenvorschuß nicht erlegt und der Gegner keinen Fortsetzungsantrag stellt, kommt es zum Stillstand des Verfahrens; anders ist das, wenn der Auftrag zum Erlag des Kostenvorschusses zu Unrecht erteilt wurde, weil dem Beweisführer das Armenrecht erteilt worden war oder weil sich der Auftrag nicht an den Beweisführer sondern an die Gegenpartei richtete. Auch wenn ein solcher Beschluß nicht angefochten wird, behält jede der Parteien ihren Anspruch darauf, daß das Prozeßgericht das Verfahren auch ohne Betreibung führt.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 197/72
    Entscheidungstext OGH 10.10.1972 5 Ob 197/72
  • 5 Ob 616/81
    Entscheidungstext OGH 01.12.1981 5 Ob 616/81
    nur: Wenn der Beweisführer den ihm aufgetragenen Kostenvorschuß nicht erlegt und der Gegner keinen Fortsetzungsantrag stellt, kommt es zum Stillstand des Verfahrens. (T1)
  • 5 Ob 595/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 5 Ob 595/89
    Auch; Veröff: JBl 1990,113

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0040547

Dokumentnummer

JJR_19721010_OGH0002_0050OB00197_7200000_001

Rechtssatz für 1Ob544/81 8Ob567/84 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023819

Geschäftszahl

1Ob544/81; 8Ob567/84; 8Ob57/85; 8Ob664/87; 2Ob93/88; 8Ob650/88; 3Ob514/89; 5Ob595/89; 2Ob513/96; 6Ob301/97a; 3Ob35/98p; 7Ob343/99p; 8Ob164/00a; 7Ob212/01d; 5Ob3/02f; 1Ob103/04k; 7Ob255/04g; 2Ob99/07h; 1Ob114/08h; 8Ob138/10t; 2Ob60/11d; 3Ob222/13p

Entscheidungsdatum

04.03.1981

Norm

ABGB §1295 IId2

Rechtssatz

Für die Sicherung von Gefahrenquellen ist in umso höherem Maße zu sorgen, je weniger angenommen werden kann, dass die von der Gefahr betroffenen Personen sich ihrerseits vor Schädigung vorzusehen und zu sichern wissen. Strenge Anforderungen sind zu stellen, wenn damit gerechnet werden muss, dass spielende Kinder, sei es auch unbefugt, an die Gefahrenquelle gelangen. Aber auch diese Pflichten dürfen nicht überspannt werden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 544/81
    Entscheidungstext OGH 04.03.1981 1 Ob 544/81
  • 8 Ob 567/84
    Entscheidungstext OGH 04.10.1984 8 Ob 567/84
    nur: Für die Sicherung von Gefahrenquellen ist in umso höherem Maße zu sorgen, je weniger angenommen werden kann, dass die von der Gefahr betroffenen Personen sich ihrerseits vor Schädigung vorzusehen und zu sichern wissen. Strenge Anforderungen sind zu stellen, wenn damit gerechnet werden muss, dass spielende Kinder, sei es auch unbefugt, an die Gefahrenquelle gelangen. (T1) Beisatz: Hier: Gefährliches Aufstellen eines hohen Klettergerüstes für Kinder auf Kaltasphalt - Mischgut. (T2)
  • 8 Ob 57/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 57/85
    nur: Für die Sicherung von Gefahrenquellen ist in umso höherem Maße zu sorgen, je weniger angenommen werden kann, dass die von der Gefahr betroffenen Personen sich ihrerseits vor Schädigung vorzusehen und zu sichern wissen. (T3)
  • 8 Ob 664/87
    Entscheidungstext OGH 09.12.1987 8 Ob 664/87
    Auch; Beisatz: Hier: Zwölfjähriger Bub tritt entgegen der Anweisung des Arbeiters so nahe an die Drehbank, dass er vom Werkstück erfasst und verletzt wird. (T4)
  • 2 Ob 93/88
    Entscheidungstext OGH 25.10.1988 2 Ob 93/88
    nur T3
  • 8 Ob 650/88
    Entscheidungstext OGH 22.09.1988 8 Ob 650/88
    Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Mit alkoholischen Getränken bewirtete Gäste in einer Gastwirtschaft. (T5)
  • 3 Ob 514/89
    Entscheidungstext OGH 24.05.1989 3 Ob 514/89
    nur: Strenge Anforderungen sind zu stellen, wenn damit gerechnet werden muss, dass spielende Kinder, sei es auch unbefugt, an die Gefahrenquelle gelangen. Aber auch diese Pflichten dürfen nicht überspannt werden. (T6)
    Veröff: RZ 1992/77 S 214
  • 5 Ob 595/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 5 Ob 595/89
    nur T6; Beisatz: Hier: Ungesichertes Fußballtor. (T7)
    Veröff: JBl 1990,113
  • 2 Ob 513/96
    Entscheidungstext OGH 04.07.1996 2 Ob 513/96
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Sicherung einer Glaseingangstür in einem Stiegenhaus eines von mehreren Mietern bewohnten Hauses durch den Vermieter. (T8)
  • 6 Ob 301/97a
    Entscheidungstext OGH 29.10.1997 6 Ob 301/97a
    nur T6
  • 3 Ob 35/98p
    Entscheidungstext OGH 28.01.1998 3 Ob 35/98p
    nur: Strenge Anforderungen sind zu stellen, wenn damit gerechnet werden muss, dass spielende Kinder, sei es auch unbefugt, an die Gefahrenquelle gelangen. (T9)
  • 7 Ob 343/99p
    Entscheidungstext OGH 11.01.2000 7 Ob 343/99p
    Auch; nur T9
  • 8 Ob 164/00a
    Entscheidungstext OGH 25.01.2001 8 Ob 164/00a
    nur T3
  • 7 Ob 212/01d
    Entscheidungstext OGH 19.12.2001 7 Ob 212/01d
    Auch; nur T9; Beisatz: Hier: 6-jähriges Kind wird infolge widmungsgemäßer Verwendung eines Gummiseiles mit Metallklemme (Dehnen auf die doppelte Länge) verletzt, als das Seil zurückschnellt und dem Kind das Auge ausschlägt. (T10)
  • 5 Ob 3/02f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 5 Ob 3/02f
    Auch; nur T1; Beisatz: An die Verkehrssicherungspflicht sind strenge Anforderungen zu stellen, wenn zu erwarten ist, dass Kinder in den Gefahrenbereich gelangen, was dann zutrifft, wenn sich in unmittelbarer Nähe ein Spielplatz befindet. (T11)
    Beisatz: Für die Verkehrssicherungspflicht spielt auch die Möglichkeit des Selbstschutzes eine Rolle. (T12)
    Beisatz: Bodenvertiefungen in der Nähe eines Kinderspielplatzes können auch dann eine besondere Sicherungsmaßnahmen erfordernde Gefahr signalisieren, wenn sie erkennbar sind. (T13)
  • 1 Ob 103/04k
    Entscheidungstext OGH 01.07.2004 1 Ob 103/04k
    nur T3; Beisatz: Hier: 18-Jähriger benutzt Wasserrutsche in knieender Rutschhaltung bei Wassertiefe von lediglich 1 Meter. (T14)
  • 7 Ob 255/04g
    Entscheidungstext OGH 17.11.2004 7 Ob 255/04g
    Auch
  • 2 Ob 99/07h
    Entscheidungstext OGH 15.11.2007 2 Ob 99/07h
    Beisatz: Hier: Benützung einer Schaukelente durch Kleinkind. (T15)
  • 1 Ob 114/08h
    Entscheidungstext OGH 11.08.2008 1 Ob 114/08h
    nur T6; Beisatz: Hier: Sicherungspflicht des Betreibers einer Wasserrutsche. (T16)
  • 8 Ob 138/10t
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 8 Ob 138/10t
    Auch
  • 2 Ob 60/11d
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 60/11d
    Auch
  • 3 Ob 222/13p
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 3 Ob 222/13p
    Beisatz: Hier bewahrte die beklagte Betreiberin einer Kindergruppe in einem für Kinder zugänglichen Bereich Spülmittel in einem Trinkbecher auf. (T17)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0023819

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.02.2014

Dokumentnummer

JJR_19810304_OGH0002_0010OB00544_8100000_001

Rechtssatz für 4Ob609/87 5Ob595/89 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023801

Geschäftszahl

4Ob609/87; 5Ob595/89; 3Ob35/98p; 7Ob51/00a; 4Ob280/00f; 1Ob269/00s; 7Ob212/01d; 5Ob3/02f; 3Ob72/02p; 6Ob304/02b; 6Ob132/03k; 10Ob237/02d; 8Ob93/04s; 7Ob255/04g; 7Ob38/05x; 6Ob294/05m; 6Ob106/07t; 2Ob89/07p; 1Ob137/08s; 2Ob49/09h; 9Ob40/09m; 7Ob250/10f; 2Ob60/11d; 4Ob12/12m; 4Ob55/12k; 7Ob242/13h; 8Ob41/15k; 2Ob223/15f; 6Ob94/16s; 3Ob91/17d; 1Ob4/18x; 4Ob120/18b

Entscheidungsdatum

30.11.1987

Norm

ABGB §1295 IId2

Rechtssatz

Die allgemeine Verkehrssicherungspflicht verlangt Sicherungsmaßnahmen zum Schutz aller Personen, deren Rechtsgüter durch die Schaffung einer Gefahrenlage verletzt werden können. Das bezieht sich auch auf Gefahren, die erst durch den unerlaubten und vorsätzlichen Eingriff eines Dritten entstehen. Voraussetzung ist allerdings immer, dass die Möglichkeit der Verletzung von Rechtsgütern Dritter bei objektiver sachkundiger Betrachtung zu erkennen ist.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 609/87
    Entscheidungstext OGH 30.11.1987 4 Ob 609/87
    Veröff: SZ 60/256 = JBl 1988,318
  • 5 Ob 595/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 5 Ob 595/89
    Veröff: JBl 1990,113
  • 3 Ob 35/98p
    Entscheidungstext OGH 28.01.1998 3 Ob 35/98p
  • 7 Ob 51/00a
    Entscheidungstext OGH 29.03.2000 7 Ob 51/00a
    Vgl auch; nur: Voraussetzung ist allerdings immer, dass die Möglichkeit der Verletzung von Rechtsgütern Dritter bei objektiver sachkundiger Betrachtung zu erkennen ist. (T1)
  • 4 Ob 280/00f
    Entscheidungstext OGH 14.11.2000 4 Ob 280/00f
    nur T1
  • 1 Ob 269/00s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 269/00s
    Auch; Beisatz: Der Verkehrssicherungspflichtige muss die Anlage für die befugten Benützer in verkehrssicherem und gefahrlosem Zustand erhalten und diese vor erkennbaren Gefahren schützen. (T2)
  • 7 Ob 212/01d
    Entscheidungstext OGH 19.12.2001 7 Ob 212/01d
    nur T1
  • 5 Ob 3/02f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 5 Ob 3/02f
    nur T1
  • 3 Ob 72/02p
    Entscheidungstext OGH 18.07.2002 3 Ob 72/02p
    Vgl aber; Beisatz: Soweit ausgeführt wurde, es werde im Rahmen der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht auch für die Verletzung von Rechtsgütern Dritter gehaftet, geht es dabei in Wahrheit um das Schaffen einer Gefahrenquelle, worauf die Haftung im Wesentlichen auf dem sogenannten Ingerenzprinzip beruht. (T3)
  • 6 Ob 304/02b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2003 6 Ob 304/02b
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 132/03k
    Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 132/03k
    Vgl; Beis wie T2
  • 10 Ob 237/02d
    Entscheidungstext OGH 18.05.2004 10 Ob 237/02d
    Auch; nur: Die allgemeine Verkehrssicherungspflicht verlangt Sicherungsmaßnahmen zum Schutz aller Personen, deren Rechtsgüter durch die Schaffung einer Gefahrenlage verletzt werden können. Voraussetzung ist allerdings immer, dass die Möglichkeit der Verletzung von Rechtsgütern Dritter bei objektiver sachkundiger Betrachtung zu erkennen ist. (T4)
  • 8 Ob 93/04s
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 8 Ob 93/04s
    Auch
  • 7 Ob 255/04g
    Entscheidungstext OGH 17.11.2004 7 Ob 255/04g
  • 7 Ob 38/05x
    Entscheidungstext OGH 16.03.2005 7 Ob 38/05x
    Auch
  • 6 Ob 294/05m
    Entscheidungstext OGH 26.01.2006 6 Ob 294/05m
    Beisatz: Insbesondere wenn die Möglichkeit besteht, dass Personen versehentlich in den Gefahrenbereich gelangen oder dass Kinder und andere Personen, die nicht die nötige Einsichtsfähigkeit haben, um sich selbst vor Schaden zu bewahren, gefährdet werden, kann eine Interessenabwägung ergeben, dass der Inhaber der Gefahrenquelle dennoch zumutbare Maßnahmen zur Vermeidung von Schädigungen zu ergreifen hat. (T5)
    Beisatz: Hier: Mit der Möglichkeit, ja sogar mit einer höheren Wahrscheinlichkeit des Besteigens der Pyramide durch Unbefugte war zu rechnen. (T6)
  • 6 Ob 106/07t
    Entscheidungstext OGH 21.06.2007 6 Ob 106/07t
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Verletzung einer Zuschauerin beim Eishockeymatch - Haftung der Betriebsgesellschaft der Eishockeyhalle bejaht. (T7)
  • 2 Ob 89/07p
    Entscheidungstext OGH 30.08.2007 2 Ob 89/07p
    Auch; Beisatz: Die aus dem Ingerenzprinzip abgeleitete allgemeine Verkehrssicherungspflicht wird auch nicht schon allein dadurch ausgeschlossen, dass der Verletzte in ein fremdes Rechtsgut eingedrungen ist. (T8)
  • 1 Ob 137/08s
    Entscheidungstext OGH 11.08.2008 1 Ob 137/08s
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Eine deliktische Haftung nach allgemeinen Grundsätzen kommt nur für ein solches Verhalten in Betracht, dessen Gefährdungspotenzial „voraussehbar" ist. (T9)
  • 2 Ob 49/09h
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 2 Ob 49/09h
    Auch; nur T1
  • 9 Ob 40/09m
    Entscheidungstext OGH 26.05.2010 9 Ob 40/09m
  • 7 Ob 250/10f
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 7 Ob 250/10f
    Auch
  • 2 Ob 60/11d
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 60/11d
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T8
  • 4 Ob 12/12m
    Entscheidungstext OGH 27.03.2012 4 Ob 12/12m
    Beisatz: Hier: Nachgeben der Befestigung eines Vordaches eines Marktstands wegen Klimmzügen eines Gastes. (T10)
  • 4 Ob 55/12k
    Entscheidungstext OGH 17.04.2012 4 Ob 55/12k
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Hier: Kleine Eisplatte unter der Schneedecke eines gestreuten Weges. (T11)
  • 7 Ob 242/13h
    Entscheidungstext OGH 26.02.2014 7 Ob 242/13h
  • 8 Ob 41/15k
    Entscheidungstext OGH 25.08.2015 8 Ob 41/15k
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Die Festlegung, unter welchen besonderen Umständen bestimmte Maßnahmen zur Verhinderung eines Fehlgebrauchs der Anlage notwendig und zumutbar sind, ist wegen der gänzlich unterschiedlichen Gegebenheiten selbst bei gleichartigen Anlagen nicht möglich. Ihre Beurteilung hängt vielmehr jeweils von den besonderen Umständen des Einzelfalls ab. (T12)
  • 2 Ob 223/15f
    Entscheidungstext OGH 19.12.2016 2 Ob 223/15f
    Auch
  • 6 Ob 94/16s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 94/16s
    Auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 91/17d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 3 Ob 91/17d
    Beis wie T8
  • 1 Ob 4/18x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2018 1 Ob 4/18x
    Auch; Beisatz: Schuldhafte Verletzung von Verkehrssicherungspflicht löst Ersatzpflichten aus. (T13)
  • 4 Ob 120/18b
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 4 Ob 120/18b
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0023801

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19871130_OGH0002_0040OB00609_8700000_003

Entscheidungstext 5Ob595/89

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

5Ob595/89

Entscheidungsdatum

12.09.1989

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Marold als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichthofes Dr. Jensik, Dr. Zehetner, Dr. Klinger und Dr. Schwarz als Richter in der Rechtssache der klagenden Partei mj. Reinhard G***, geboren am 8. Dezember 1971, Berlinerring Nr. 61, 8047 Graz, vertreten durch Walter G***, Tischlermeister und Waltraut G***, Hausfrau, wohnhaft ebendort, diese vertreten durch Dr. Franz Unterasinger, Rechtsanwalt in Graz, wider die beklagten Parteien 1.) GWS G*** A*** G*** FÜR W*** UND

S*** mbH, Steyrergasse Nr. 5, 8010 Graz, vertreten durch Dr. Guido Held, Rechtsanwalt in Graz, und 2.) I***

B***, Ragnitzstraße Nr. 167, 8047 Graz, vertreten durch Dr. Richard Benda, Rechtsanwalt in Graz, wegen 600.000 S sA und Feststellung infolge Revision der erst- und der zweitbeklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Graz als Berufungsgerichtes vom 18. April 1989, GZ 5 R 49/89-78, womit infolge Berufung der zweitbeklagten Partei und der klagenden Partei das Urteil des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Graz vom 9. November 1988, GZ 13 Cg 55/88-70, zum Teil bestätigt und teilweise abgeändert wurde, in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen und zu Recht erkannt:

Spruch

1.) Der Revision der zweitbeklagten Partei wird nicht Folge gegeben.

2.) Die Revision der erstbeklagten Partei wird, insoweit sie Nichtigkeit geltend macht, verworfen.

3.) Im übrigen wird der Revision der erstbeklagten Partei Folge gegeben und das Urteil des Berufungsgerichtes dahin abgeändert, daß die erstinstanzliche Entscheidung zur Gänze wiederhergestellt wird. Die nachgenannten Parteien sind schuldig, binnen 14 Tagen an Kosten der Rechtsmittelverfahren folgende Beträge zu ersetzen, und zwar:

Die zweitbeklagte Partei der klagenden Partei an Kosten des Berufungsverfahrens den Betrag von 33.495,89 S (darin 5.582,64 S an Umsatzsteuer) und an Kosten des Revisionsverfahrens den Betrag von 16.698,60 S (darin 2.783,10 S an Umsatzsteuer), und die klagende Partei der erstbeklagten Partei an Kosten des Berufungsverfahrens den Betrag von 30.147,46 S (darin 2.140 S an Barauslagen und 4.667,91 S an Umsatzsteuer) und an Kosten des Revisionsverfahrens den Betrag von 26.698,60 S (darin 10.000 S an Barauslagen und 2.783,10 S an Umsatzsteuer).

Text

Entscheidungsgründe:

 

Am 28. Juli 1982 wurde der Kläger auf einem Kinderspielplatz in Graz, während er mit anderen Kindern Fußball spielte, durch ein plötzlich umfallendes Fußballtor schwer verletzt. Die Eltern des Klägers sind Mit- und Wohnungseigentümer in der Wohnhausanlage B*** in Graz. Die erstbeklagte Gesellschaft ist

Verwalterin dieser Siedlungsanlage. Die zweitbeklagte Partei ist ein eingetragener Verein, dessen Mitglieder Bewohner der genannten Siedlung sind und der deren gemeinschaftliche Interessen und Anlagen vertritt. Im Jahr 1981 kauften die Miteigentümer der B*** von der erstbeklagten Partei jenes Grundstück, auf dem sich der gegenständliche Unfall ereignete. Die Errichtung eines einverleibungsfähigen schriftlichen Kaufvertrages unterblieb, um die Kosten der notariellen Beglaubigung von 750 Unterschriften zu ersparen. Im Jahre 1979 oder 1980 erwarb die zweitbeklagte Partei zwei transportable stählerne Fußballtore, die von dem in der Wohnhausanlage als Gärtner beschäftigten Franz H*** im Areal der B*** vor dem Haus Nr. 71 auf dem als

Kinderspielplatz verwendeten Grundstück aufgestellt wurden. Es handelt sich dabei um auf einer Stahlkonstruktion gefertigte etwa 60 bis 70 kg schwere Tore, die schon bei einer im Bereich der symmetrischen Achse auf die Querlatte wirkenden Gewichtskraft von 6 bis 7 kg nach vorne umstürzen. Bei einem Neigungswinkel von ca. 10 bis 11 Grad der seitlichen Torsäule wird die Konstruktion instabil; bei einem größeren Neigungswinkel kippt das Tor nach vorne. Das auf der Torrückseite angebrachte Netz vergrößert die Kippneigung. Franz H*** hatte die seitlichen unteren Rohrabstützungen vermittels eines u-förmig gebogenen glatten Rundstahls in einer Tiefe von 50 bis 60 cm in einem Abstand von 1 m hinter der vorderen Torkante im Boden befestigt. Diese Befestigung vermag insbesondere bei aufgeweichtem Boden die Stabilität des Tores nicht entscheidend zu verstärken, da die Hebelwirkung über die einzelnen Stangen zu berücksichtigen ist; sie kann ohne besondere Kraftanstrengung mit einer Hand aus dem Boden gezogen werden. Eine sachgerechte Befestigung erfordert einen Befestigungsanker im Boden etwa in Form von eingelassenen Betonblöcken, an die die Tore verankert werden. Die Torkonstruktion kann ohne äußere Krafteinwirkung umstürzen, wenn sie schräg aufgestellt wird und der Untergrund nachgibt. Die zeitweise im Boden verankerten Fußballtore wurden, nachdem Unbekannte die Verankerungen entfernt bzw. herausgerissen hatten, immer wieder verstellt.

Als der Kläger am 28. Juli 1982 von einem umfallenden Tor mit der Latte am Kopf getroffen wurde, stürzte er zu Boden und kam er unter dem Tor zu liegen. Die Kinder hatten nicht auf dem dafür vorgesehenen, teilweise unter Wasser gestandenen Fußballplatz, sondern auf dem angrenzenden Wiesenstück gespielt, auf dem die beiden Fußballtore aufgestellt waren. Die üblicherweise an den vorgesehenen Stellen placierten Tore wurden immer wieder auf das Wiesenstück getragen, wenn der Fußballplatz nicht bespielbar war. Ein Tor war so aufgestellt, daß die hinteren Eisenrohre mit dem Schutznetz im Böschungsbereich standen, wodurch das Rohr eine leichte Neigung aufwies und plötzlich und ohne äußere Einwirkung umfallen konnte. Nach dem Unfall wurde der Kläger in die Intensivstation der Chirurgischen Universitätsklinik Graz eingeliefert und am 3. September 1982 an die Universitätskinderklinik transferiert, wo er sich bis 30. Oktober 1982 befand. In der Zeit vom 16. Juni 1983 bis 4. September 1985 war er mehrmals zum Zwecke der Vornahme von insgesamt 6 operativen Eingriffen in stationärer Spitalsbehandlung. Beim Kläger bestehen mit Sicherheit Dauerfolgen, deren Ausmaß noch nicht abgesehen werden kann.

Mit der am 23. Juni 1983 erhobenen Klage begehrte der Kläger die Zahlung eines Schmerzengeldes von 31.000 S, welches Begehren er in der Tagsatzung vom 14. Dezember 1984 auf 301.000 S und in jener vom 12. Dezember 1986 auf 600.000 S ausdehnte, sowie die Feststellung der Haftung der beiden beklagten Parteien zur ungeteilten Hand für sämtliche Schäden, die er aus dem Unfall vom 28. Juli 1982 erlitten habe. Die erstbeklagte Partei als Verwalterin der

B*** und die zweitbeklagte Partei als Eigentümerin

und Verfügungsberechtigte über die Fußballtore hätten deren ordnungsgemäße Absicherung unterlassen; die Verschuldensanteile der beiden beklagten Parteien ließen sich nicht bestimmen. Nach der mit den Toren mitgelieferten Montageanleitung seien die Fußballtore bei Spielbetrieb stets mit den mitgelieferten Erdnägeln zu sichern gewesen, was allerdings nicht beachtet worden sei. Die im übrigen auf jeden erdenklichen Rechtsgrund gestützten Ansprüche des Klägers seien auch in der Bestimmung des § 1319 ABGB begründet. Beide beklagten Parteien beantragten die Abweisung der Klagebegehren. Die erstbeklagte Partei sei nie mit der Verwaltung des Kinderspielplatzes und der Tore betraut gewesen; diese Fläche stünde im Eigentum sämtlicher Wohnungseigentümer der B***. Eine Verfügungsmacht über die Sportgeräte stünde ihr nicht zu. Die Umstände, deren Verkettung zum Unfall geführt hätten, seien für sie nicht vorhersehbar gewesen. Außerdem hätten die Eltern des Klägers ihre Aufsichtspflicht vernachlässigt. Die zweitbeklagte Partei setzte dem Klagebegehren lediglich die Behauptung entgegen, eine nicht alle Miteigentümer der B*** umfassende Interessengemeinschaft ohne eigenes Vermögen zu sein, der am Unfall kein Verschulden angelastet werden könnte, weil die Tore ständig von ihrem ursprünglichen Aufstellungsort weggebracht und von den Spielplatzbenützern unsachgemäß aufgestellt worden seien. Auch sie machte den Eltern des Klägers eine Vernachlässigung ihrer Aufsichtspflicht zum Vorwurf. Schließlich erhoben beide beklagten Parteien die Einrede der Verjährung wegen der erst nach Ablauf der dreijährigen Verjährungszeit erfolgten Ausdehnung des Schmerzengeldbegehrens und wegen nicht gehöriger Fortsetzung des Verfahrens.

Das Erstgericht erkannte die zweitbeklagte Partei zur Zahlung von 462.000 S samt Anhang schuldig und stellte fest, daß die zweitbeklagte Partei dem Kläger für sämtliche zukünftige Schäden aus dem Unfall vom 28. Juli 1982 hafte. Das gegen die zweitbeklagte Partei gerichtete Leistungsmehrbegehren von 138.000 S sA sowie das gegen die erstbeklagte Partei erhobene Leistungs- und Feststellungsbegehren wies es ab. Es traf über den bereits wiedergegebenen Sachverhalt hinaus im wesentlichen noch folgende für das Revisionsverfahren bedeutsame Feststellungen:

Die erstbeklagte Partei übte im Unfallszeitpunkt keine Verwaltungstätigkeit hinsichtlich des als Kinderspielplatz verwendeten Liegenschaftsteiles aus. Sie war auch nicht an der Anschaffung der Fußballtore beteiligt, die nicht in ihr Eigentum übergegangen sind. Der Hauptzweck der zweitbeklagten Partei ist die Förderung und Unterstützung aller jener sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Belange der Bewohner des B***, die sich aus der Tatsache des gemeinsamen Wohn- und Siedlungsbereiches ergeben. In erster Linie sind daher Wohnungsinhaber der B*** Vereinsmitglieder. Die Statuten erlauben auch

die Mitgliedschaft anderer Personen, die Zweck und Ziel des Vereins unterstützen wollen. Die wichtigste Aufgabe des Vereins ist praktisch die Vertretung der Interessen der Mehrheit der Wohnungseigentümer gegenüber der Wohnbaugesellschaft. Die zweitbeklagte Partei hebt von ihren Mitgliedern Mitgliedsbeiträge ein und besitzt in diesem Rahmen Vereinsvermögen, aus diesem wurde auch der Ankauf der Fußballtore finanziert, der über Wunsch von Vereinsmitgliedern und anderen Wohnungseigentümern vom Vorstand beschlossen worden war. Der Verein ist auch Eigentümer der Fußballtore; er hat veranlaßt, daß Franz H*** die Fußballtore aufstellt. Dieser hatte in seiner Eigenschaft als Gärtner nur den Rasen des Kinderspielplatzes zu mähen. Über Veranlassung der Funktionäre der zweitbeklagten Partei stellte er die Fußballtore auf und verankerte sie, ohne dafür zusätzlich entlohnt oder verantwortlich gemacht zu werden. Da kein diesbezügliches Ersuchen der Funktionäre des Vereins an ihn gerichtet worden war, stellte er nach dem Verschwinden von Verankerungsteilen keine neue Befestigungsmöglichkeit für die Fußballtore her.

Bei der rechtlichen Beurteilung der im Revisionsverfahren vor allem strittig gebliebenen Frage der Haftung der beklagten Parteien für die Unfallsfolgen ging es davon aus, daß § 1319 ABGB analog und extensiv auf jeden künstlichen Aufbau anzuwenden sei und das gegenständliche Fußballtor als ein solches Werk anzusehen sei. Da die zweitbeklagte Partei die Fußballtore angeschafft und deren Aufstellung veranlaßt habe, erfülle sie die geforderte Besitzqualifikation. Die zweitbeklagte Partei habe auch nicht beweisen können, daß sie alle zur Abwehr der Gefahr erforderliche Sorgfalt angewendet habe, weshalb sie nach der genannten Bestimmung hafte. Die Haftung der erstbeklagten Partei hingegen verneinte das Erstgericht. Eine Haftung nach § 1319 ABGB sei nicht gegeben, weil die erstbeklagte Partei einerseits an der Anschaffung der Tore nicht beteiligt gewesen sei, sie anderseits aber auch keine Verwaltungstätigkeit ausgeübt habe; sie sei daher zu den Toren in keiner Beziehung gestanden und habe sie damit auch keine Pflicht zu Vorkehrungen zur Gefahrenabwehr getroffen. Die erstbeklagte Partei träfe aber auch keine Haftung aus einer allgemeinen Verkehrssicherungspflicht, weil sie das Eigentum am Kinderspielplatz schon vor dem Unfall an die Gesamtheit der Wohnungseigentümer übertragen gehabt habe und hinsichtlich dieses Liegenschaftsteiles keine Verwaltungstätigkeit ausgeübt habe.

Das Gericht zweiter Instanz gab der von der zweitbeklagten Partei erhobenen Berufung nicht, jener des Klägers jedoch teilweise, und zwar dahin Folge, daß es das Urteil des Erstgerichtes, das hinsichtlich der Abweisung des gegen die zweitbeklagte Partei gerichteten Leistungsmehrbegehrens unangefochten geblieben war, in Ansehung der Stattgebung der gegen die zweitbeklagte Partei erhobenen Klagebegehren bestätigte, im Sinne der Stattgebung des Klagebegehrens gegen die Erstbeklagte auf Zahlung des Betrages von 462.000 S sA zur ungeteilten Hand mit der Zweitbeklagten und Feststellung der Haftung der erstbeklagten Partei zur ungeteilten Hand mit der zweitbeklagten Partei für sämtliche künftige Schäden, die dem Kläger aus dem gegenständlichen Unfall entstehen werden, unter Abweisung des auf Zahlung weitere 138.000 S sA und auf Feststellung der Haftung für bereits entstandene Schäden abänderte. Während das Berufungsgericht die von der zweitbeklagten Partei erhobenen Beweis- und Tatsachenrügen als nicht berechtigt ansah, erachtete es die in der Berufung des Klägers bekämpfte Feststellung des Erstgerichtes, daß die erstbeklagte Partei mit der Verwaltung der Fußballtore nie etwas zu tun gehabt habe, als rechtliche Schlußfolgerung und als durch die Beweisergebnisse nicht gedeckt. Eine ausdrückliche Übertragung der Wartung und Betreuung der Geräte an die Erstbeklagte sei nicht behauptet worden und könne auch nicht festgestellt werden. Da das Berufungsgericht das erstinstanzliche Verfahren in Ansehung der Frage der Haftung der erstbeklagten Partei als ergänzungsbedürftig hielt, nahm es eine Ergänzung und teilweise Wiederholung des Beweisverfahrens vor, aufgrund deren es noch folgende weitere Feststellungen traf:

Mit dem jeweils zwischen der erstbeklagten Partei und den Wohnungseigentümern von Objekten der B***

abgeschlossenen Kauf- und Wohnungseigentumsverträgen bestellten die Käufer die erstbeklagte Gesellschaft zunächst auf die Dauer von 5 Jahren zur Verwaltung der Liegenschaft. Die Verwalterbestellung war im Unfallszeitpunkt aufrecht. Dem für die B***

zuständigen Mitarbeiter der erstbeklagten Partei, Herbert P***, wurde zumindest einmal vor dem Unfall des Klägers telefonisch Mitteilung gemacht, daß Fußballtore umgefallen sind. Von dieser teilweise geänderten Sachverhaltsgrundlage ausgehend nahm das Berufungsgericht zu den beiden Berufungen im wesentlichen wie folgt Stellung:

1.) Zur Berufung der zweitbeklagten Partei:

Die im Zusammenhang mit einer Vernachlässigung der Aufsichtspflicht durch die Eltern des Klägers angestrebten Feststellungen seien aus rechtlichen Erwägungen entbehrlich. Inwiefern nämlich eine Vernachlässigung der Aufsichtspflicht ein Mitverschulden des Klägers begründen sollte, Vermöge die Zweitbeklagte nicht aufzuzeigen und sei dies auch nicht denkbar. Ein allfälliges Mitverschulden eines Dritten könne vom beklagten Schädiger dem Geschädigten nicht wirksam entgegengesetzt werden. Gemäß § 1301 ABGB könnten für einen widerrechtlich zugefügten Schaden mehrere Personen verantwortlich werden, indem sie auch nur durch Unterlassen der besonderen Verbindlichkeit, das Übel zu verhindern, dazu beigetragen haben. Wenn die Anteile der mehreren Schädiger sich nicht bestimmen ließen, hafteten sie solidarisch (§ 1302 ABGB). Die Anteile der Beklagten am Schaden ließen sich hier nicht bestimmen, ebensowenig die der Eltern des Klägers, sofern ihnen überhaupt ein Verschulden angelastet werden könnte. Die Eigentumsgemeinschaft B*** habe als Wohnungseigentumsgemeinschaft keine Rechtspersönlichkeit. Weder eine ausdrückliche noch eine stillschweigende Übertragung von Rechten und Pflichten an sie sei daher rechtlich möglich. Sie werde vielmehr nach außen hin vom gemeinsamen Verwalter vertreten (Würth in Rummel, Rz 3 zu § 17 WEG); eine ausdrückliche Übereignung an die Erstbeklagte sei nicht behauptet worden und auch nicht aktenkundig. In der Überlassung von Gegenständen zum Gebrauch durch einen größeren Personenkreis sei noch keine Übereignung zu erblicken. Dieser Umstand vermöge daher die Haftung der Zweitbeklagten als Eigentümerin der Sportgeräte nicht aufzuheben. Dies gelte auch für die Bestellung der Tore bei einer eingeführten Firma, weil dies nicht die Verbindlichkeit zur Wartung der Geräte aufhebt. Den in der Berufung bekämpften rechtlichen Ausführungen des Erstgerichtes über die Auslegung der Bestimmung des § 1319 ABGB, komme keine entscheidende Bedeutung zu, weil die Beklagten auf Grund einer Verletzung der Verkehrssicherungspflicht hafteten. Nach der angeführten Gesetzesstelle (und auch für die Sorgfaltsverletzung bei der Wartung eines nicht ungefährlichen Sportgerätes) werde als Besitzer nicht ein solcher im Sinne des § 309 ABGB, sondern derjenige betrachtet, der in der Lage sei, durch die erforderlichen Vorkehrungen die Gefahr rechtzeitig abzuwenden (SZ 30/22 ua). Die Zweitbeklagte habe aber dadurch, daß sie das Sportgerät zur Verfügung gestellt habe, einen tatsächlichen Zustand geschaffen, durch den für Dritte eine Gefahr entstehen könne. Die Fußballtore seien sicher dem damaligen Stand der Technik entsprechend ausgeführt und an sich auch nicht mangelhaft gewesen. Eine unsachgemäße Verwendung oder Handhabung der Fußballtore sei aber geeignet gewesen, eine Gefahr für dort befindliche Personen zu begründen. Die Zweitbeklagte sei daher verpflichtet gewesen, entweder selbst oder durch geeignete Dritte dafür zu sorgen, daß durch die Aufstellung oder Veränderung des Aufstellungsortes der Fußballtore keine Gefahr für dritte Personen entstehen könne. Die Haftung der Zweitbeklagten sei somit auch aus der Vernachlässigung der Verkehrssicherungspflicht abzuleiten. Der Einwand der Zweitbeklagten, die letzte Ausdehnung des Klagebegehrens sei nach Ablauf der dreijährigen Verjährungsfrist erfolgt, das 301.000 S übersteigende Leistungsbegehren somit verjährt, ließe außer Betracht, daß der Kläger auch ein Begehren auf Feststellung der Haftung der Beklagten für die von ihm erlittenen Schäden eingebracht hat, dem bezüglich der Haftung für künftige Schäden Folge gegeben worden sei. In diesem Fall werde die Verjährung der Schadenersatzforderung unterbrochen (ZVR 1987/9 und 23), sodaß dem ausgedehnten Klagebegehren die Verjährungseinrede nicht wirksam entgegengesetzt werden könne. Das Feststellungsbegehren laute zwar dahin, daß die Beklagten zur ungeteilten Hand dem Kläger für sämtliche Schäden, die dieser aus dem Unfall vom 28. Juli 1982 erlitten habe, hafteten, doch schließe diese Formulierung bezüglich sämtlicher Schäden auch künftige Schäden ein, da es sich bei der Verletzung eines Menschen um keinen abgeschlossenen, sondern einen weiterwirkenden Schaden handle und der Ausspruch der Haftung für sämtliche Schäden angestrebt werde. Das rechtliche Interesse an der Feststellungsklage sei aber nur für künftige Schäden gegeben, die noch nicht mit der Leistungsklage erhoben werden könnten (Fasching III, 62, 69), sodaß das Feststellungsbegehren, soweit es auch die Haftung für gegenwärtige Schäden einschließe, abzuweisen gewesen sei. Es sei allerdings richtig, daß die Klageerhebung die Verjährung dann nicht unterbreche, wenn der Kläger im weiteren Verfahrensverlauf eine der Dauer nach ungewöhnliche Untätigkeit bekunde; für allfällige Rechtfertigungsgründe sei er beweispflichtig. Zwischen der Tagsatzung am 12. Dezember 1986 (ON 62), in der der Erstbeklagten der Auftrag zur Ergänzung des Kostenvorschusses erteilt worden sei, und dem Antrag des Klägers vom 9. Februar 1988 (ON 64) auf Fortsetzung des Verfahrens sei wohl eine erhebliche Zeitspanne verstrichen; bedenke man aber, daß nach der Bestellung des Sachverständigen Dr. Erwin OTT, der Erstattung und der Ergänzung des Gutachtens bis zur Anberaumung der nächsten Tagsatzung ein Zeitraum von fast zwei Jahren vergangen seiund in der Tagsatzung am 12. Dezember 1986 eine weitere Ergänzung des Sachverständigengutachtens vorgesehen gewesen sei, so könne im besonderen Fall nicht von einer nichtgehörigen Fortsetzung des Verfahrens gesprochen werden, zumal in der Zwischenzeit auch noch auf Seiten des Klägers ein Vertreterwechsel stattgefunden habe und eine Verständigung des Klägers von dem unterbliebenen Erlag eines Kostenvorschusses nicht erfolgt sei.

2.) Zur Berufung des Klägers:

Für eine Wohnungseigentumsgemeinschaft sei ein gemeinsamer Verwalter zu bestellen, wenn eine Selbstverwaltung der Miteigentümer nicht möglich oder tunlich sei und die Bestellung im Interesse aller liege (vgl. Faistenberger/Barta/Call, Komm., Rz 15 zu § 15 WEG). Dies sei für die Miteigentümer der B*** regelmäßig

mit dem jeweiligen Kauf- und Wohnungseigentumsvertrag geschehen. Damit sei der einzelne Miteigentümer von der Vornahme von Verwaltungshandlungen ausgeschlossen gewesen (SZ 42/68; SZ 18/129; SZ 11/253 ua), somit auch von Weisungen an den Gärtner. Der erstbeklagten Partei als Verwalterin sei damit, umfangmäßig vertraglich nicht beschränkbar, im Rahmen der gesetzlichen Grenzen Geschäftsführung und Vertretung zugestanden, ohne daß es einer Spezial- oder Gattungsvollmacht bedurft hätte (Faistenberger/Barta/Call, aaO, Rz 35 zu § 17 WEG), und zwar für die gesamte B***. Der Hausverwalter habe die Interessen aller Miteigentümer zu vertreten. Die Pflichten des Verwalters ergäben sich ganz allgemein aus seiner Treue- und Geschäftsbesorgungspflicht unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Wohnungseigentums (Würth in Rummel, Rz 6 zu § 17 WEG 1975). Sie umfaßten auch die Vorsorge und Kontrolle, daß die verwaltete Liegenschaft ohne Gefahr benützt werden könne. Würden nun Geräte auf einer von der Verwaltung umfaßten Fläche zur allgemeinen Benützung aufgestellt, gehe aber von ihnen eine über den normalen Gebrauch hinausgehende Gefahr auf Grund von Werk- oder Montagemängeln aus oder erforderten solche Geräte eine besondere Beaufsichtigung oder Wartung, so habe der Verwalter einzuschreiten, auch wenn die Geräte weder in seinem noch im Eigentum der Wohnungseigentümer stünden, und für deren Entfernung oder Sicherung im Interesse der von ihm Vertretenen zu sorgen. Der erstbeklagten Gesellschaft sei die Verwaltung der gesamten Anlage übertragen worden, als die in Rede stehende Fläche - wie auch jetzt noch in ihrem Eigentum - gestanden sei. Als dann die Miteigentümer der B*** im Jahre 1981 diese Fläche außerbücherlich von der erstbeklagten Partei erworben hätten, habe der Verkäuferin klar sein müssen, daß sich durch diesen Erwerb der Eigentumsgemeinschaft der Umfang der zu verwaltenden Anlage vergrößert habe - so habe auch kein Zweifel bestanden, daß der von der erstbeklagten Partei für die Eigentumsgemeinschaft aufgenommene Gärtner auch das Rasenmähen auf dieser Fläche durchzuführen gehabt habe-, sodaß nach Treu und Glauben die erstbeklagte Partei verpflichtet gewesen wäre, die Ausnahme dieses Grundstückes von ihrer Verwaltungstätigkeit der Eigentumsgemeinschaft unverzüglich bekanntzugeben (damit sie für eine entsprechende Verwaltung dieser Fläche hätte Sorge tragen können), die im Hinblick auf den Erwerb von der erstbeklagten Partei und deren umfassender Verwaltertätigkeit darauf hätte vertrauen dürfen, daß für die gehörige Verwaltung des Kinderspielplatzes - die selbst durchzuführen ihr praktisch auf Grund der Vielzahl der Miteigentümer unmöglich gewesen sei - durch die Erstbeklagte gesorgt sei. Es sei somit von einem konkludent zwischen der Erstbeklagten und der Eigentumsgemeinschaft B*** zustande

gekommenen Verwaltervertrag hinsichtlich des Kinderspielplatzes auszugehen, den die erstbeklagte Partei durch mangelnde Obsorge für die ordnungsgemäße Handhabung der Fußballtore verletzt habe. Der Verwalter eines Grundstückes habe nämlich - wie bereits ausgeführt - auch wenn die von ihm vertretene Eigentumsgemeinschaft nicht Eigentümerin dieser Gegenstände sei, das Aufstellen von Gegenständen, von denen bei ordnungsgemäßem oder mißbräuchlichem Gebrauch eine Gefahr für die Benützer ausgehen könne, zu untersagen bzw. auf ihre Entfernung oder entsprechende Betreuung zu dringen. Daraus ergäbe sich die Haftung der Erstbeklagten, sodaß auf die weiteren vom Kläger in der Berufung angeführten, nach Ansicht des Berufungsgerichtes nicht zielführenden Haftungsgründe nicht mehr einzugehen gewesen sei.

Gegen diese Entscheidung des Gerichtes zweiter Instanz in Ansehung der Stattgebung der Klagebegehren richten sich die Revisionen beider beklagten Parteien, aus den Anfechtungsgründen des § 503 Z 3 und 4 ZPO, jene der erstbeklagten Partei auch aus dem Revisionsgrund des § 503 Z 1 und 2 ZPO, und zwar jeweils mit dem Antrag, die Urteile der Vorinstanzen im Sinne der gänzlichen Abweisung der Klagebegehren abzuändern; die erstbeklagte Partei stellt hilfsweise auch einen Aufhebungsantrag.

Der Kläger beantragte in seinen Revisionsbeantwortungen, den Revisionen keine Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Beide Revisionen sind im Hinblick auf den Wert des Streitgegenstandes, über den das Berufungsgericht entschieden hat, zulässig; Berechtigung kommt allerdings nur jener der erstbeklagten Partei zu.

1.) Zur Revision der erstbeklagten Partei:

Eine Nichtigkeit des berufungsgerichtlichen Urteils erblickt die erstbeklagte Gesellschaft in der Stattgebung des Feststellungsbegehrens in Ansehung "sämtlicher künftiger Schäden" aus dem gegenständlichen Unfall. Der Kläger habe die Feststellung der Haftung der beklagten Partei nur für sämtliche Schäden begehrt, die er aus dem Unfall "erlitten habe", nicht jedoch auch für künftige Schäden. Da das Berufungsgericht mit dem aufrecht erledigten Feststellungsbegehren über das gestellte Begehren hinausgegangen sei, sei das Urteil mit Nichtigkeit behaftet. Dem kann nicht gefolgt werden.

Unabhängig von der Frage, ob ein Verstoß des Gerichtes gegen die Bindung an das Begehren (§ 405 ZPO) einen im § 477 ZPO nicht aufgezählten Nichtigkeitsgrund oder - wie von der herrschenden Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes angenommen wird - bloß eine Mangelhaftigkeit des Verfahrens begründet, muß gesagt werden, daß dem Berufungsgericht im vorliegenden Fall ein solcher Verstoß nicht angelastet werden kann. Der Streitgegenstand einer Klage richtet sich nämlich nicht allein nach dem Wortlaut des Sachantrages, sondern vielmehr auch nach dem Tatsachenvorbringen, aus dem dieser abgeleitet wird (vgl. GesRZ 1988, 229 ua). Das Klagebegehren ist daher so zu verstehen, wie es im Zusammenhalt mit der Klageerzählung vom Kläger gemeint ist (EvBl. 1964/187; MietSlg. 22.645 uva). Dementsprechend darf auch das Gericht in seinem Spruch dem Klagebegehren eine klarere und deutlichere Fassung geben.

Im vorliegenden Fall brachte der Kläger bereits in der Klage vor, bei dem Unfall schwere Schädelverletzungen erlitten zu haben, wovon noch Dauerfolgen zurückbleiben. Er machte daher vorerst bloß einen Teil des ihm zustehenden Schmerzengeldes geltend und führte darüber hinaus auch noch aus, ein Interesse an der Feststellung der weiteren Haftung der beklagten Parteien zu haben. In der Tagsatzung vom 14. Dezember 1984 (ON 40 dA) erklärte er auch nach Ausdehnung des Schmerzengeldbegehrens auf 301.000 S ausdrücklich, das Feststellungsbegehren aufrecht zu erhalten (S. 145 dA). Von diesen zur Dartuung der in der Klage gestellten Sachanträge vorgetragenen Tatsachenbehauptungen ausgehend unterliegt es keinem Zweifel, daß der Kläger mit dem von ihm erhobenen Feststellungsbegehren - entgegen dem Wortlaut selbst - die Haftung der beklagten Parteien für sämtliche Schäden aus dem gegenständlichen Unfall festgestellt wissen wollte, also nicht bloß für solche die er bereits erlitten hat, sondern auch für alle aus diesem Ereignis ihm in Zukunft erwachsenden Schäden. Der Obersten Gerichtshof billigt daher die vom Berufungsgericht vorgenommene Auslegung des hier gestellten Feststellungsbegehrens. Die in der Revision der erstbeklagten Partei weiters geltend gemachte Mangelhaftigkeit des Verfahrens und Aktenwidrigkeit (§ 503 Z 2 und 3 ZPO) sind nicht gegeben. Die unter diesen Anfechtungsgründen erstatteten Ausführungen stellen sich vielmehr bloß als ein im Revisionsverfahren unzulässiger Versuch der Bekämpfung der Beweiswürdigung und der Tatsachenfeststellungen der Vorinstanzen dar, jene unter dem Revisionsgrund der Aktenwidrigkeit zudem auch als Rechtsrüge (§ 510 Abs 3 ZPO).

Mit Recht wendet sich die erstbeklagte Partei hingegen gegen die Annahme einer sie treffenden Haftung für die Unfallsfolgen durch das Berufungsgericht, und zwar wegen Verjährung des Schadenersatzanspruches. Es entspricht der Lehre und ständigen Rechtsprechung, daß die Unterbrechungswirkung der Klage nur dann aufrecht bleibt, wenn die Klage "gehörig fortgesetzt" wird und es Sache des Klägers ist, für den Fall, daß sich der Beklagte auf die Verjährung wegen nicht gehöriger Fortsetzung des Verfahrens beruft, beachtliche Gründe für seine Untätigkeit zu behaupten und nachzuweisen (Schubert in Rummel, ABGB, Rz 10 zu § 1497 und Mader in Schwimann, ABGB V, Rz 20 zu § 1497, je samt Rechtsprechungshinweisen). Im vorliegenden Fall hat die erstbeklagte Partei in der Tagsatzung vom 26. April 1988 letztlich auch Verjährung wegen nicht gehöriger Fortsetzung des Verfahrens eingewendet (AS 231). Der Kläger erklärte dazu bloß, zu bestreiten, unterließ es jedoch, Gründe für seine Untätigkeit ins Treffen zu führen. Da die Gründe von Amts wegen nicht zu erheben sind (SZ 43/176; EvBl 1976/6; Arb 9861 ua) und Unterlassungen des eigenen Rechtsanwaltes nicht berücksichtigt werden können (EvBl 1976/6; ZVR 1979/287; JBl 1986, 651), ist lediglich von der Aktenlage auszugehen. Darnach wurde in der Tagsatzung vom 12. Dezember 1986 der erstbeklagten Partei der Auftrag erteilt, zum Zwecke der Deckung der weiteren Kosten des medizinischen Sachverständigen einen weiteren Kostenvorschuß von 4.000 S binnen 10 Tagen zu erlegen, und die Tagsatzung zur Fortsetzung der mündlichen Streitverhandlung zum Zwecke der von der erstbeklagten Partei beantragten Erörterung des allein noch unerledigt gebliebenen Sachverständigenbeweises auf unbestimmte Zeit erstreckt (AS 215). Da die erstbeklagte Partei diesem Auftrag nicht entsprochen hatte und ein Fortsetzungsantrag des Klägers nicht gestellt worden war, wurde die Rechtssache mit Jahresende 1986 gemäß § 391 Abs 1 Z 7 lit d GeO abgestrichen. Damit war aber ein dem Ruhen des Verfahrens ähnlicher faktischer Stillstand des Verfahrens eingetreten, der nur durch einen Fortsetzungsantrag des Klägers als Gegner der vorschußpflichtigen erstbeklagten Partei beendet werden konnte, zumal die vom Gericht in Aussicht genommene Tagsatzung nur zur Ergänzung des Sachverständigenbeweises vorgesehen war, der Fortgang des Prozesses somit ausschließlich von dieser Beweisergänzung abhing. Lag aber die Fortsetzung des Verfahrens allein in der Hand des Klägers, so trifft ihn auch die Verantwortung für die "gehörige Fortsetzung" des Verfahrens iS des § 1497 ABGB (Fasching III 443, Anm 6 zu § 332 ZPO iVm 500, Anm 5 zu § 365 ZPO).

Im vorliegenden Fall wurde der für den Fortgang des Prozesses erforderliche Fortsetzungsantrag vom Kläger erst mit dem am 9. Feber 1988 bei Gericht eingelangten Schriftsatz gestellt. Gründe für diese Untätigkeit wurden dabei nicht geltend gemacht. Es ist somit davon auszugehen, daß triftige Gründe für die Unterlassung des Klägers bzw seiner Rechtsanwälte, dem Prozeßstillstand früher zu begegnen, nicht gegeben sind. Unter diesen Umständen muß aber gesagt werden, daß ein Zuwarten mit dem Fortsetzungsantrag in der Dauer von nahezu 14 Monaten mangels Rechtfertigung der Untätigkeit zu lang ist, um von einer gehörigen Fortsetzung des Verfahrens noch sprechen zu können. Kommt der vom Kläger erhobenen Klage Unterbrechungswirkung nicht zu, so sind die Schadenersatzansprüche des Klägers aus dem gegenständlichen Unfall vom 28. Juli 1982 tatsächlich verjährt. Der von der erstbeklagten Partei erhobene Verjährungseinwand ist somit berechtigt. Es mußte daher der Revision schon aus diesem Grund Folge gegeben und das Urteil des Berufungsgerichtes in Ansehung der erstbeklagten Partei im Sinne der Wiederherstellung der diesbezüglichen erstgerichtlichen Entscheidung abgeändert werden.

Bei dieser Sachlage war auf die von der erstbeklagten Partei in ihrer Revision in erster Linie aufgeworfenen Fragen, ob sie überhaupt als Verwalterin des Spielplatzes anzusehen sei und ihre ung für die Unfallsfolgen aus der bloß einmaligen Verständigung eines ihrer Dienstnehmer von dem Umfallen der Fußballtore abgeleitet werden könne, nicht mehr einzugehen.

2.) Zur Revision der zweitbeklagten Partei:

Auch die in dieser Revision geltend gemachte Aktenwidrigkeit ist nicht gegeben (§ 510 Abs 3 ZPO). Die unter diesem Anfechtungsgrund (§ 503 Z 3 ZPO) erstatteten Ausführungen stellen sich vielmehr als Rechtsrüge dar, die jedoch nicht berechtigt ist. Wenn die zweitbeklagte Partei in diesem Zusammenhang den von ihr bisher schon vertretenen Standpunkt wiederholt, mit der Aufstellung der Tore habe sie ihren Sachbesitz aufgegeben, und sie damit die Ablehnung ihrer Haftung dartun möchte, so übersieht sie abermals, daß der Eigentümergemeinschaft keine Rechtspersönlichkeit zukommt, eine eindeutige Übergabe der Tore im Sinne der Übertragung der Verfügungsmacht und Verantwortung über dieses Sportgerät an jeden Miteigentümer von ihr aber weder behauptet noch unter Beweis gestellt wurde. Insoweit sie unter Hinweis auf die Aussage des Zeugen Dr. Günther N*** (AS 71 f) dennoch von der Annahme ausgeht, die Tore seien mit der Anschaffung an sämtliche Miteigentümer übergeben worden, bringt sie ihre Rechtsrüge nicht gesetzmäßig zur Darstellung. Im übrigen reicht zur Annahme einer Haftung aus der Verkehrssicherungspflicht das Bestehen der rechtlichen Verfügungsgewalt über die Anlage aus, auch wenn die tatsächliche Verfügungsmacht von anderen Personen ausgeübt wird (vgl. SZ 52/96). Nach der hier maßgeblichen Sachverhaltsgrundlage war diese Verfügungsmacht bei der zweitbeklagten Partei wohl gegeben. Der zweitbeklagte Verein wendet sich weiters gegen die Annahme seiner Haftung nach den von Lehre und Rechtsprechung zu den Verkehrssicherungspflichten entwickelten Grundsätzen. Die dazu erstatteten Ausführungen gipfeln in der Ansicht, der Verein habe durch seine Prüfung des Erzeugnisses auf seine Zweckmäßigkeit als Sportgerät der Verkehrssicherungspflicht hinlänglich entsprochen; die Haftung für mißbräuchliche Verwendung sprenge den Rahmen der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht. Dem kann nicht gefolgt werden. In Lehre und Rechtsprechung ist nunmehr ganz allgemein anerkannt, daß derjenige, der im Verkehr eine Gefahrenquelle schafft oder in seiner Sphäre bestehen läßt (Ingerenzprinzip), im Rahmen des Zumutbaren die Verkehrsteilnehmer vor Gefahren zu schützen, also jene Vorkehrungen zu treffen hat, die geeignet sind, eine Schädigung anderer nach Tunlichkeit hintanzuhalten (vgl Koziol, Österreichisches Haftpflichtrecht2 II, 57 f; Reischauer in Rummel, ABGB, Rz 4 zu § 1294; Harrer in Schwimann, ABGB V, Rz 35 f zu § 1295 je samt Rechtsprechungshinweisen). Da die zweitbeklagte Partei die Fußballtore in eine räumliche Beziehung zu den Benützern des Kinderspielplatzes brachte, war sie diesen gegenüber verpflichtet, die in der Natur dieser technischen Einrichtung gelegenen Gefahren zu beseitigen, wobei es für diese Verpflichtung genügt, daß es sich um die erkennbare Möglichkeit einer Gefahr handelt und diese durch dem Sorgfaltspflichtigen zumutbare Maßnahmen abgewendet werden kann (SZ 37/97 = ZVR 1965/62 ua). Daß bei den von der zweitbeklagten Partei angeschafften Fußballtoren wegen ihrer Beschaffenheit und minderstabilen Ausführung, insbesondere im Hinblick auf deren Aufstellung in Eigenregie ohne Zuziehung eines befugten Gewerbetreibenden die Möglichkeit eines Umstürzens der Tore gegeben war und dabei eine Verletzungsgefahr für die spielenden Kinder bestand, bedarf ebensowenig einer näheren Begründung, wie der Umstand, daß die sich daraus ergebenden Gefahren durch eine sachgemäße Aufstellung und Befestigung der Tore, also durch dem Verein wohl zumutbare Maßnahmen hätten abgewendet werden können. Da sich die Verkehrssicherungspflicht auch auf Gefahren bezieht, die erst durch einen unerlaubten und vorsätzlichen Eingriff eines Dritten geschehen, wenn nur die Möglichkeit einer Rechtsgüterverletzung bei objektiver Betrachtung erkennbar ist (JBl 1988, 318), vermag auch der Umstand, daß die Fußballtore wiederholt entfernt und an anderen Orten aufgestellt worden waren - ein Umstand der auch erst durch unsachgemäße Verankerung möglich geworden war - die zweitbeklagte Partei nicht zu entlasten. Entgegen der in der Revision vertretenen Ansicht ist bei Überlassung einer als Spende an einen interessierten Personenkreis anzusehenden Anlage, etwa von Spielgeräten in Parkanlagen keineswegs eine Ausnahme von den Verkehrssicherungspflichten gegeben, weil die sich daraus ergebenden Verhaltensgebote die Entgeltlichkeit der Verkehrseröffnung oder der Schaffung der Gefahrenquelle nicht zur Voraussetzung haben, sich vielmehr als Ausfluß des Verbotes der Verletzung absolut geschützter Rechtsgüter darstellen (vgl Koziol, aaO, 58; Harrer, aaO, Rz 32 und 42). Unter den hier gegebenen Umständen kann auch keine Rede von einer Überspannung der Sorgfaltspflichten sein, insbesondere auch deshalb nicht, weil an die Verkehrssicherungspflicht doch strengere Anforderungen zu stellen sind, wenn spielende Kinder in den Gefahrenbereich kommen (vgl EFSlg 38.557).

In der Annahme einer Haftung der zweitbeklagten Partei für die Unfallsfolgen durch die Vorinstanzen kann daher kein Rechtsirrtum erblickt werden.

Die zweitbeklagte Partei hat wohl in der Tagsatzung vom 26. April 1988 erklärt, sich dem Verjährungseinwand der erstbeklagten Partei anzuschließen, sie hat jedoch die Verjährungseinrede in ihrer Revision nicht aufrecht erhalten; damit kann aber auf sie im Rahmen des Revisionsgrundes der unrichtigen rechtlichen Beurteilung nicht mehr Bedacht genommen werden (Schubert, aaO, Rz 1 zu § 1501; SZ 37/184; SZ 52/133 ua). Die Revision der zweitbeklagten Partei erweist sich somit als unberechtigt.

Die Entscheidung über die Kosten der Rechtsmittelverfahren gründet sich auf die §§ 41 und 50 ZPO.

Anmerkung

E18875

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:0050OB00595.89.0912.000

Dokumentnummer

JJT_19890912_OGH0002_0050OB00595_8900000_000