Rechtssatz für 6Ob819/82 (6Ob820/82) 3O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0022019

Geschäftszahl

6Ob819/82 (6Ob820/82); 3Ob516/89; 10Ob501/94

Entscheidungsdatum

14.04.1994

Norm

ABGB §1174
  1. ABGB § 1174 heute
  2. ABGB § 1174 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Eine Leistung kann auch nicht deshalb zurückgefordert werden, weil sie als Entgelt für fortgesetzte ehewidrige geschlechtliche Leistungen bestimmt war.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 819/82
    Entscheidungstext OGH 03.02.1983 6 Ob 819/82
  • 3 Ob 516/89
    Entscheidungstext OGH 28.06.1989 3 Ob 516/89
    nur: Eine Leistung kann auch nicht deshalb zurückgefordert werden, weil sie als Entgelt für geschlechtliche Leistungen bestimmt war. (T1) Veröff: EvBl 1990/13 S 82 = JBl 1989,784 = SZ 62/123
  • 10 Ob 501/94
    Entscheidungstext OGH 14.04.1994 10 Ob 501/94
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0022019

Dokumentnummer

JJR_19830203_OGH0002_0060OB00819_8200000_001

Rechtssatz für 3Ob516/89 2Ob23/03a 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht, Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0016828

Geschäftszahl

3Ob516/89; 2Ob23/03a; 3Ob45/12g; 6Ob124/12x; 12Os90/13x

Entscheidungsdatum

23.01.2014

Norm

ABGB §879 BIIo
  1. ABGB § 879 heute
  2. ABGB § 879 gültig ab 01.07.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 275/1992

Rechtssatz

Der Vertrag über die geschlechtliche Hingabe gegen Entgelt (hier geschlossen mit einer Prostituierten) ist unabhängig von der Rückforderung sittenwidrig. Dasselbe gilt für Verträge, die eine Teilnahme an Profit kommerzieller Ausbeutung der Sexualität bezwecken (hier: Benützung einer Sauna um die geschlechtliche Hingabe einer Prostituierten zu ermöglichen).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 516/89
    Entscheidungstext OGH 28.06.1989 3 Ob 516/89
    Veröff: SZ 62/123 = EvBl 1990/13 S 82 = JBl 1989,784
  • 2 Ob 23/03a
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 2 Ob 23/03a
    Vgl aber; Beisatz: Telefon-Sex-Verträge sind nicht sittenwidrig. (T1)
  • 3 Ob 45/12g
    Entscheidungstext OGH 18.04.2012 3 Ob 45/12g
    Ausdrücklich gegenteilig; Beisatz: Hier: Sittenwidrigkeit von Vereinbarungen über sexuelle Handlungen verneint. (T2)
    Veröff: SZ 2012/45
  • 6 Ob 124/12x
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 6 Ob 124/12x
    Ausdrücklich gegenteilig; Beis ähnlich wie T2
  • 12 Os 90/13x
    Entscheidungstext OGH 23.01.2014 12 Os 90/13x
    Gegenteilig; Beisatz: Die Vereinbarung zwischen einer Prostituierten und ihrem Kunden ist nicht generell sittenwidrig iSd § 879 Abs 1 ABGB. (T3)
    Bem: Zur gegenteiligen Judikatur siehe RS0127783. (T4)
    Beisatz: Der Vorwurf von Prostitution (Sexarbeit) ist geeignet, die diese verrichtende Person in der öffentlichen Meinung herabzusetzen und demnach ehrenrührig und somit taugliches Drohmittel iSd § 74 Abs 1 Z 5 StGB. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0016828

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.05.2014

Dokumentnummer

JJR_19890628_OGH0002_0030OB00516_8900000_001

Rechtssatz für 4Ob138/79 5Ob544/81 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0022866

Geschäftszahl

4Ob138/79; 5Ob544/81; 3Ob516/89; 8Ob558/91; 10Ob501/94; 4Ob324/00a; 6Ob287/00z; 5Ob129/02k; 2Ob23/03a; 3Ob66/06m; 1Ob145/08t; 3Ob45/12g; 3Ob99/12y; 8Ob112/13y; 4Ob62/17x; 6Ob55/18h; 6Ob90/19g; 2Ob15/19y; 8ObA18/20k; 4Ob21/22z

Entscheidungsdatum

23.02.2022

Norm

ABGB §879 BI
  1. ABGB § 879 heute
  2. ABGB § 879 gültig ab 01.07.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 275/1992

Rechtssatz

Unter den guten Sitten ist der Inbegriff jener Rechtsnormen zu verstehen, die im Gesetz nicht ausdrücklich ausgesprochen sind, die sich aber aus der richtigen Betrachtung der rechtlichen Interessen ergeben. Die guten Sitten werden mit dem ungeschriebenen Recht gleichgesetzt zu dem neben den allgemeinen Rechtsgrundsätzen auch die allgemein anerkannten Normen der Moral gehören.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 138/79
    Entscheidungstext OGH 19.02.1980 4 Ob 138/79
  • 5 Ob 544/81
    Entscheidungstext OGH 07.07.1981 5 Ob 544/81
    Vgl; Beisatz: Sittenwidrig sind Vereinbarungen, die die durch die überwiegend anerkannte Sozialmoral und die immanennen rechtsethischen Prinzipien der geltenden Rechtsordnung der Privatautonomie gezogenen Grenzen überschreiten. (T1)
  • 3 Ob 516/89
    Entscheidungstext OGH 28.06.1989 3 Ob 516/89
    nur: Unter den guten Sitten ist der Inbegriff jener Rechtsnormen zu verstehen, die im Gesetz nicht ausdrücklich ausgesprochen sind, die sich aber aus der richtigen Betrachtung der rechtlichen Interessen ergeben. (T2)
    Veröff: SZ 62/123 = EvBl 1990/13 S 82 = JBl 1989,784
  • 8 Ob 558/91
    Entscheidungstext OGH 30.04.1992 8 Ob 558/91
    Beisatz: Die Wertentscheidungen und Grundprinzipien der Rechtsordnung sind für die Beurteilung der Sittenwidrigkeit maßgeblich. (T3)
    Veröff: SZ 65/71 = ÖBA 1992,1113 (hiezu Koziol) = JBl 1992,798
  • 10 Ob 501/94
    Entscheidungstext OGH 14.04.1994 10 Ob 501/94
    nur T2; Beis wie T3
  • 4 Ob 324/00a
    Entscheidungstext OGH 13.02.2001 4 Ob 324/00a
    nur T2; Veröff: SZ 74/19
  • 6 Ob 287/00z
    Entscheidungstext OGH 27.09.2001 6 Ob 287/00z
    nur T2; Beisatz: Sittenwidrigkeit ist insbesondere dann anzunehmen, wenn die Abwägung eine grobe Verletzung rechtlich geschützter Interessen oder bei Interessenkollusion ein grobes Missverhältnis zwischen den Interessen der Beteiligten ergibt. Gegen die guten Sitten verstößt, "was dem Rechtsgefühl der Rechtsgemeinschaft, das ist aller billig und gerecht Denkenden, widerspricht". (T4)
    Veröff: SZ 74/167
  • 5 Ob 129/02k
    Entscheidungstext OGH 11.06.2002 5 Ob 129/02k
    nur T2; Beis ähnlich wie T3
  • 2 Ob 23/03a
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 2 Ob 23/03a
    Vgl; Beisatz: Mag der Abschluss von Telefonsex-Verträgen moralisch bedenklich sein, so geht die Missbilligung der Kommerzialisierung des Sexualtriebes hier nicht so weit, dass aus der Rechtsordnung ablesbare Wertungsgesichtspunkte die Qualifizierung solcher Vertragsabschlüsse als unter Nichtigkeitssanktion (mit Entgeltsverlust) stehender Verstoß gegen ungeschriebenes Recht gebieten würden. (T5)
  • 3 Ob 66/06m
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 66/06m
  • 1 Ob 145/08t
    Entscheidungstext OGH 28.01.2009 1 Ob 145/08t
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Zur Sittenwidrigkeit eines vereinbarten Rechts auf Vertragsauflösung für den Fall der Eröffnung des Konkursverfahrens über das Vermögen des Lizenznehmers in einer als Lizenzvertrag übertitelten Vereinbarung über die Überlassung von Computersoftware gegen einmaliges Entgelt. (T6)
  • 3 Ob 45/12g
    Entscheidungstext OGH 18.04.2012 3 Ob 45/12g
    Vgl; Beisatz: Moralvorstellungen sind beim Verständnis der guten Sitten nur soweit zu berücksichtigen, als sie in der Rechtsordnung Niederschlag gefunden haben. (T7)
    Beisatz: Hier: Sittenwidrigkeit von Vereinbarungen über sexuelle Handlungen verneint. Prostitution ist in Österreich nicht nur nicht verboten, sondern durch landesgesetzliche Vorschriften reglementiert. Daher lassen sich aus dem geltenden Recht keine Rückschlüsse auf für das Sittenwidrigkeitsurteil gemäß § 879 Abs 1 ABGB maßgebliche Moralvorstellungen ziehen. (T8)
    Veröff: SZ 2012/45
  • 3 Ob 99/12y
    Entscheidungstext OGH 11.07.2012 3 Ob 99/12y
    Vgl auch
  • 8 Ob 112/13y
    Entscheidungstext OGH 29.11.2013 8 Ob 112/13y
    Beis wie T4; Veröff: SZ 2013/118
  • 4 Ob 62/17x
    Entscheidungstext OGH 03.05.2017 4 Ob 62/17x
  • 6 Ob 55/18h
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 6 Ob 55/18h
    Beis wie T1; Beis wie T3; Beis wie T7; Veröff: SZ 2019/5
  • 6 Ob 90/19g
    Entscheidungstext OGH 27.06.2019 6 Ob 90/19g
  • 2 Ob 15/19y
    Entscheidungstext OGH 25.07.2019 2 Ob 15/19y
    Beis wie T3; Beisatz: Hier: Testamentsklausel. (T9)
  • 8 ObA 18/20k
    Entscheidungstext OGH 27.05.2020 8 ObA 18/20k
    Beis wie T4
  • 4 Ob 21/22z
    Entscheidungstext OGH 23.02.2022 4 Ob 21/22z
    Vgl; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0022866

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.05.2022

Dokumentnummer

JJR_19800219_OGH0002_0040OB00138_7900000_003

Rechtssatz für 1Ob825/82; 3Ob516/89; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0016325

Geschäftszahl

1Ob825/82; 3Ob516/89; 7Ob546/90; 3Ob13/99d; 9Ob83/01y; 5Ob129/02k; 7Ob135/03h; 4Ob158/03v; 1Ob57/04w; 8Ob130/07m; 2Ob3/12y; 1Ob142/14k; 8ObA45/16z; 9Ob40/18z; 6Ob207/21s; 6Ob229/21a; 6Ob8/22b; 8Ob23/22y; 9Ob37/22i; 3Ob197/21y; 9Ob43/22x; 9Ob15/22d; 9Ob27/22v; 9Ob35/22w; 10Ob22/22s; 2Ob171/22v; 1Ob171/22m; 9Ob84/22a; 8Ob128/22i; 6Ob200/22p; 6Ob50/22d; 8Ob135/22v; 3Ob186/22g; 2Ob221/22x; 6Ob32/23h; 10Ob10/23b; 4Ob115/23z; 8Ob61/23p; 7Ob147/23b; 7Ob152/23p; 7Ob204/23k; 7Ob198/23b; 2Ob64/23k; 5Ob13/24h; 7Ob86/24h; 8Ob67/24x; 8Ob40/24a

Entscheidungsdatum

26.08.2024

Rechtssatz

Bei der bereicherungsrechtlichen Rückabwicklung der Leistungen aus einem gem Paragraph 879, ABGB nichtigen Rechtsgeschäft ist auf den Zweck der verletzten Norm, die die Ungültigkeit des Geschäftes bewirkt, Bedacht zu nehmen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 825/82
    Entscheidungstext OGH 23.03.1983 1 Ob 825/82
    Veröff: RdW 1984,9
  • 3 Ob 516/89
    Entscheidungstext OGH 28.06.1989 3 Ob 516/89
    Auch; Beisatz: Rückabwicklung nur dann, wenn der Normzweck auch diese erfordert, dh die Vermögensverschiebung - und nicht nur der Zwang zur Erfüllung - missbilligt wird. (T1) Veröff: SZ 62/123 = EvBl 1990/13 S 82
  • 7 Ob 546/90
    Entscheidungstext OGH 07.06.1990 7 Ob 546/90
    Beisatz: Will das Verbotsgesetz nur die Entstehung durchsetzbarer Verpflichtungen verhindern, ohne eine tatsächlich vorgenommene Vermögensverschiebung zu missbilligen, so begründet die Nichtigkeit für sich allein keinen Rückforderungsanspruch. (T2) Veröff: EvBl 1990,160 = JBl 1989,784 = ImmZ 1990,391 = MietSlg XLII/20 = NZ 1991,32 = JBl 1991,44
  • 3 Ob 13/99d
    Entscheidungstext OGH 20.09.2000 3 Ob 13/99d
    Beis wie T1
  • 9 Ob 83/01y
    Entscheidungstext OGH 25.04.2001 9 Ob 83/01y
    Beis wie T1 nur: Rückabwicklung nur dann, wenn der Normzweck auch diese erfordert. (T3); Beisatz: Sofern jemand etwas zur Herbeiführung einer unerlaubten Handlung gegeben hat, kommt es zu keiner Rückforderung. (T4); Veröff: SZ 74/77
  • 5 Ob 129/02k
    Entscheidungstext OGH 11.06.2002 5 Ob 129/02k
    Auch; Beis ähnlich wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Das gilt grundsätzlich ebenso für sittenwidrige Geschäfte. (T5)
  • 7 Ob 135/03h
    Entscheidungstext OGH 30.06.2003 7 Ob 135/03h
    Auch; Beisatz: Auf Grund einer nichtigen Vereinbarung können zwar keine Ansprüche auf Erfüllung des Vertrages und der damit etwa verbundenen Nebenverpflichtungen gestellt werden. Es hat aber grundsätzlich unter Bedachtnahme auf den Zweck der verletzten Norm, die die Ungültigkeit des Geschäftes bewirkt, eine Auseinandersetzung iS der §§ 877, 1431 und 1447 ABGB zu erfolgen. Demnach ist insbesondere die Rückforderung des beiderseitig Geleisteten zulässig. Dieser Grundsatz erfährt gemäß § 1174 Abs 1 ABGB dann eine Ausnahme, wenn etwas zur Bewirkung einer unmöglichen oder unerlaubten Handlung gegeben wurde. (T6)
  • 4 Ob 158/03v
    Entscheidungstext OGH 19.08.2003 4 Ob 158/03v
    Auch; Beisatz: Ob das aufgrund eines nichtigen Vertrags Erhaltene zurückzugeben ist, entscheidet der Zweck der verletzten Norm. (T7); Beisatz: Der Zweck des AusbVorG, bestimmte Ausbildungen den dazu berufenen Einrichtungen vorzubehalten, wird nur erreicht, wenn nicht nur die Durchsetzung von Ausbildungsverträgen unterbleibt, sondern wenn auch das Entgelt für entgegen dem Gesetz angebotene Ausbildungen zurückgegeben werden muss. (T8)
  • 1 Ob 57/04w
    Entscheidungstext OGH 17.05.2004 1 Ob 57/04w
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 2004/76
  • 8 Ob 130/07m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2008 8 Ob 130/07m
    Vgl; Beisatz: Für die bereicherungsrechtliche Rückabwicklung ist - ebenso wie für die Beurteilung, auf welche vertragliche Beziehung hin Leistungen erfolgten - die ausdrücklich oder konkludent erklärte Zweckbestimmung bei der Leistung maßgeblich. (T9); Beisatz: Die Rechtsfolgen der Rückabwicklung nach § 877 ABGB entsprechen jenen der § 1431 ABGB und § 1437 ABGB. (T10); Veröff: SZ 2008/56
  • 2 Ob 3/12y
    Entscheidungstext OGH 28.06.2012 2 Ob 3/12y
    Vgl; Beisatz: Die Nichtigkeit des Vertrags führt dazu, dass diese Causa für die Vermögensverschiebung wegfällt, was grundsätzlich zur Rückabwicklung des nichtigen Rechtsgeschäfts gemäß § 877 ABGB führt ‑ zumindest sofern sich nicht ausnahmsweise aus dem Verbotszweck die Unzulässigkeit der Kondiktion ergibt. (T11)
  • 1 Ob 142/14k
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 1 Ob 142/14k
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T8; Beis wie T10
  • 8 ObA 45/16z
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 8 ObA 45/16z
    Auch; Beis wie T10
  • 9 Ob 40/18z
    Entscheidungstext OGH 02.10.2018 9 Ob 40/18z
    Beis wie T2; Beis wie T7; Veröff: SZ 2018/79
  • 6 Ob 207/21s
    Entscheidungstext OGH 02.02.2022 6 Ob 207/21s
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: In Hinblick auf die Zielsetzung des Glücksspielgesetzes kann keinem Zweifel unterliegen, dass der Gesetzgeber hier gerade den Schutz der Spieler und nicht bloß die Verhinderung des Entstehens klagbarer Verbindlichkeiten bezweckt. (T12)
  • 6 Ob 229/21a
    Entscheidungstext OGH 02.02.2022 6 Ob 229/21a
    Vgl; Beis wie T2; Bem: Die ursprünglich an dieser Stelle aus Versehen mit der Kennzeichnung T13 erfolgte Wiederholung des Teilsatzes T12 wurde gelöscht. - Mai 2022 (T13)
  • 6 Ob 8/22b
    Entscheidungstext OGH 02.02.2022 6 Ob 8/22b
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T13
  • 8 Ob 23/22y
    Entscheidungstext OGH 30.03.2022 8 Ob 23/22y
    Vgl; Beisatz: Hier: Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass der Vertrag, mit dem dem Kläger die Teilnahme an Online‑Pokerspielen auf der Website der Beklagten ermöglicht wurde, nach § 879 Abs 1 ABGB nichtig ist. (T14)
    Beisatz: Hier: Durch die wiederkehrenden Geldüberweisungen des Klägers ist die Beklagte unmittelbar bereichert worden, ganz unabhängig davon, dass es sich dabei jeweils noch nicht um die Leistung eines Spieleinsatzes im Rahmen eines unerlaubten Glücksvertrags gehandelt hat. Ein Belassen der Zahlung oder die Anwendung der § 1174 Abs 1 Satz 1 ABGB oder § 1432 ABGB, auch wenn die Zahlung nicht geleistet wurde, um das verbotene Spiel unmittelbar zu bewirken, sondern „nur“ um am Spiel überhaupt teilnehmen zu können, widerspricht überdies dem Verbotszweck der §§ 2 Abs 1 und 4 in Verbindung mit § 4 Abs 1 GspG. (T15)
  • 9 Ob 37/22i
    Entscheidungstext OGH 19.05.2022 9 Ob 37/22i
    Vgl; Beis wie T15
  • 3 Ob 197/21y
    Entscheidungstext OGH 23.02.2022 3 Ob 197/21y
    Beis wie T2; Beis wie T7; Beis wie T11
  • 9 Ob 43/22x
    Entscheidungstext OGH 19.05.2022 9 Ob 43/22x
    Vgl; Beis wie T15
  • 9 Ob 15/22d
    Entscheidungstext OGH 27.04.2022 9 Ob 15/22d
    Vgl; Beis wie T15
  • 9 Ob 27/22v
    Entscheidungstext OGH 27.04.2022 9 Ob 27/22v
    Vgl; Beis wie T15
  • 9 Ob 35/22w
    Entscheidungstext OGH 27.04.2022 9 Ob 35/22w
    Vgl; Beis wie T15
  • 10 Ob 22/22s
    Entscheidungstext OGH 13.09.2022 10 Ob 22/22s
    Vgl; Beis nur wie T15
  • 2 Ob 171/22v
    Entscheidungstext OGH 27.09.2022 2 Ob 171/22v
    Beis wie T15
  • 1 Ob 171/22m
    Entscheidungstext OGH 12.10.2022 1 Ob 171/22m
    Vgl; Beis wie T15
  • 9 Ob 84/22a
    Entscheidungstext OGH 20.10.2022 9 Ob 84/22a
    Vgl; Beisatz: § 1174 Abs 1 Satz 1 ABGB steht einem (bereicherungsrechtlichen) Rückforderungsanspruch hinsichtlich der Spieleinsätze für ein (verbotenes) Online-Glücksspiel nicht entgegen, weil die entsprechenden Einsätze nicht gegeben werden, um das verbotene Spiel zu bewirken, sondern um am Spiel teilzunehmen. (T16)
  • 8 Ob 128/22i
    Entscheidungstext OGH 24.10.2022 8 Ob 128/22i
    Vgl; Beis wie T16
  • 6 Ob 200/22p
    Entscheidungstext OGH 18.11.2022 6 Ob 200/22p
    Vgl; Beis wie T15
  • 6 Ob 50/22d
    Entscheidungstext OGH 18.11.2022 6 Ob 50/22d
    Vgl
  • 8 Ob 135/22v
    Entscheidungstext OGH 21.11.2022 8 Ob 135/22v
    Beisatz: Hier: Bei verbotenen Online-Glücksspielen steht die Kenntnis des Verbots dem Rückforderungsanspruch des Spielers nicht entgegen. (T17)
  • 3 Ob 186/22g
    Entscheidungstext OGH 15.12.2022 3 Ob 186/22g
    Vgl; Beis wie T16
  • 2 Ob 221/22x
    Entscheidungstext OGH 13.12.2022 2 Ob 221/22x
    Vgl; Beis nur wie T16
  • 6 Ob 32/23h
    Entscheidungstext OGH 17.02.2023 6 Ob 32/23h
    Vgl; Beis wie T17
  • 10 Ob 10/23b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 16.05.2023 10 Ob 10/23b
    vgl; Beisatz nur wie T16
  • 4 Ob 115/23z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.06.2023 4 Ob 115/23z
    Beisatz wie T16
  • 8 Ob 61/23p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 03.08.2023 8 Ob 61/23p
    vgl; nur T16
  • 7 Ob 147/23b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.09.2023 7 Ob 147/23b
    vgl; Beisatz nur wie T15; Beisatz nur wie T16
  • 7 Ob 152/23p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.09.2023 7 Ob 152/23p
    Beisatz wie T15; Beisatz wie T16
  • 7 Ob 204/23k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 11.12.2023 7 Ob 204/23k
    Beisatz wie T16
  • 7 Ob 198/23b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 22.11.2023 7 Ob 198/23b
    Beisatz wie T17
  • 2 Ob 64/23k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.02.2024 2 Ob 64/23k
    Beisatz: Ein auf angemessene Entlohnung gerichteter Bereicherungsanspruchs gegen die Privatstiftung bei fehlender Genehmigung des den erbrachten Leistungen zugrundeliegenden Vertrags nach § 17 Abs 5 PSG ist vor dem Hintergrund des "strukturellen Kontrolldefizits" bei Privatstiftungen und wegen des besonderen Regelungszwecks des § 17 Abs 5 PSG abzulehnen. (T18)
    Anm: So auch schon 1 Ob 214/09s hinsichtlich Vorstandsvergütung (§ 19 PSG).
  • 5 Ob 13/24h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 16.04.2024 5 Ob 13/24h
    Beisatz wie T16; Beisatz wie T17
  • 7 Ob 86/24h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 22.05.2024 7 Ob 86/24h
    vgl; Beisatz nur wie T16
  • 8 Ob 67/24x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.06.2024 8 Ob 67/24x
    nur T17
  • 8 Ob 40/24a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.08.2024 8 Ob 40/24a

Schlagworte

Nichtigkeit eines Rechtsgeschäftes, Gesetzliche Verbote, Wirkung der Nichtigkeit

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0016325

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.10.2024

Dokumentnummer

JJR_19830323_OGH0002_0010OB00825_8200000_001