Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1Ob452/53 6Ob13/66 6Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0049070

Geschäftszahl

1Ob452/53; 6Ob13/66; 6Ob26/67; 8Ob183/68; 6Ob279/68; 1Ob298/68; 3Ob7/69 (3Ob8/69); 8Ob36/69; 6Ob108/69; 4Ob548/69; 5Ob224/69 (5Ob225/69); 6Ob268/69; 8Ob32/70; 8Ob85/70; 5Ob130/70; 1Ob269/70; 1Ob271/70; 5Ob33/71; 1Ob25/71; 7Ob77/71; 6Ob142/71; 1Ob143/71 (1Ob144/71); 8Ob332/71; 6Ob71/72; 1Ob73/72; 1Ob114/72; 3Ob67/72; 1Ob113/72; 6Ob254/72; 1Ob249/72; 6Ob18/73; 6Ob61/73; 1Ob137/73; 1Ob133/73; 5Ob177/73; 8Ob166/73; 6Ob193/73; 4Ob574/73; 5Ob207/73; 1Ob138/74; 1Ob194/74; 1Ob171/74; 2Ob342/74; 7Ob52/75; 7Ob180/75; 1Ob588/76; 5Ob613/76; 7Ob663/76; 7Ob671/76; 7Ob664/76; 2Ob546/76; 3Ob605/76; 6Ob715/76; 8Ob567/76; 4Ob519/77; 7Ob601/77; 6Ob692/77; 2Ob505/78; 4Ob514/78; 5Ob592/78; 8Ob549/78; 3Ob627/78; 5Ob637/79; 1Ob728/79; 3Ob660/79; 1Ob602/80; 1Ob779/80; 3Ob585/80; 2Ob536/81; 7Ob643/82; 1Ob509/83; 8Ob545/83; 6Ob830/83; 2Ob563/84; 8Ob609/84; 1Ob688/84; 1Ob526/85; 3Ob533/85; 7Ob563/85; 2Ob578/85; 3Ob555/86; 8Ob695/86; 1Ob639/87; 1Ob527/88; 1Ob533/88; 1Ob648/88; 2Ob585/88; 2Ob612/88 (2Ob613/88); 3Ob543/89; 6Ob648/89; 8Ob596/91; 5Ob515/93; 1Ob504/95; 9Ob2024/96d; 3Ob83/98x; 7Ob345/99g; 6Ob196/00t; 5Ob243/02z; 7Ob91/05s; 6Ob108/05h; 7Ob102/06k; 7Ob8/09s; 2Ob21/09s; 1Ob157/09h; 2Ob19/11z; 6Ob200/16d; 8Ob57/19v

Entscheidungsdatum

29.05.1953

Norm

ABGB §142 Da
ABGB §148 A

Rechtssatz

Zweck der Bestimmung des § 142 ABGB ist, einen auf der Blutsverwandtschaft beruhenden Zusammenhang zwischen den Elternteilen und dem Kinde aufrecht zu erhalten, eine gegenseitige Entfremdung zu verhindern und dem nichtberechtigten Elternteil die Möglichkeit zu geben, sich von der Erziehung und dem Gesundheitszustand des Kindes zu überzeugen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 452/53
    Entscheidungstext OGH 29.05.1953 1 Ob 452/53
  • 6 Ob 13/66
    Entscheidungstext OGH 26.01.1976 6 Ob 13/66
  • 6 Ob 26/67
    Entscheidungstext OGH 22.02.1967 6 Ob 26/67
    Veröff: EFSlg 7999
  • 8 Ob 183/68
    Entscheidungstext OGH 02.07.1968 8 Ob 183/68
  • 6 Ob 279/68
    Entscheidungstext OGH 23.10.1968 6 Ob 279/68
    Beisatz: Hier: Vierzehntägiger gemeinsamer Sommerurlaub eines sechsjährigen mit dem Kindesvater. (T1)
  • 1 Ob 298/68
    Entscheidungstext OGH 19.12.1968 1 Ob 298/68
  • 3 Ob 7/69
    Entscheidungstext OGH 19.02.1969 3 Ob 7/69
    Veröff: EvBl 1969/281 S 436
  • 8 Ob 36/69
    Entscheidungstext OGH 25.02.1969 8 Ob 36/69
    Beisatz: Oberster Grundsatz jeder Besuchsregelung ist aber das Interesse des Kindes. (T2) Veröff: EFSlg 11307 = EFSlg 11298
  • 6 Ob 108/69
    Entscheidungstext OGH 14.05.1969 6 Ob 108/69
    Beisatz: Um den Zweck des Besuchsrechtes zu erreichen ist eine gewisse Intensität des Verkehrs erforderlich. (T3)
  • 4 Ob 548/69
    Entscheidungstext OGH 17.06.1969 4 Ob 548/69
    Beis wie T2
  • 5 Ob 224/69
    Entscheidungstext OGH 27.08.1969 5 Ob 224/69
  • 6 Ob 268/69
    Entscheidungstext OGH 06.11.1969 6 Ob 268/69
  • 8 Ob 32/70
    Entscheidungstext OGH 10.02.1970 8 Ob 32/70
    Beis wie T2
  • 8 Ob 85/70
    Entscheidungstext OGH 07.04.1970 8 Ob 85/70
  • 5 Ob 130/70
    Entscheidungstext OGH 10.06.1970 5 Ob 130/70
    Beis wie T2
  • 1 Ob 269/70
    Entscheidungstext OGH 12.11.1970 1 Ob 269/70
  • 1 Ob 271/70
    Entscheidungstext OGH 12.11.1970 1 Ob 271/70
  • 5 Ob 33/71
    Entscheidungstext OGH 17.02.1971 5 Ob 33/71
  • 1 Ob 25/71
    Entscheidungstext OGH 11.03.1971 1 Ob 25/71
  • 7 Ob 77/71
    Entscheidungstext OGH 28.04.1971 7 Ob 77/71
  • 6 Ob 142/71
    Entscheidungstext OGH 11.06.1971 6 Ob 142/71
  • 1 Ob 143/71
    Entscheidungstext OGH 14.06.1971 1 Ob 143/71
  • 8 Ob 332/71
    Entscheidungstext OGH 18.01.1972 8 Ob 332/71
    Veröff: EFSlg 17296
  • 6 Ob 71/72
    Entscheidungstext OGH 06.04.1972 6 Ob 71/72
  • 1 Ob 73/72
    Entscheidungstext OGH 19.04.1972 1 Ob 73/72
  • 1 Ob 114/72
    Entscheidungstext OGH 07.06.1972 1 Ob 114/72
  • 3 Ob 67/72
    Entscheidungstext OGH 22.06.1972 3 Ob 67/72
  • 1 Ob 113/72
    Entscheidungstext OGH 21.06.1972 1 Ob 113/72
  • 6 Ob 254/72
    Entscheidungstext OGH 07.12.1972 6 Ob 254/72
  • 1 Ob 249/72
    Entscheidungstext OGH 17.01.1973 1 Ob 249/72
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 6 Ob 18/73
    Entscheidungstext OGH 25.01.1973 6 Ob 18/73
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 6 Ob 61/73
    Entscheidungstext OGH 08.03.1973 6 Ob 61/73
    Beis wie T3
  • 1 Ob 137/73
    Entscheidungstext OGH 09.08.1973 1 Ob 137/73
  • 1 Ob 133/73
    Entscheidungstext OGH 05.09.1973 1 Ob 133/73
  • 5 Ob 177/73
    Entscheidungstext OGH 19.09.1973 5 Ob 177/73
    Beis wie T3
  • 8 Ob 166/73
    Entscheidungstext OGH 02.10.1973 8 Ob 166/73
  • 6 Ob 193/73
    Entscheidungstext OGH 04.10.1973 6 Ob 193/73
    Veröff: EvBl 1974/107 S 238
  • 4 Ob 574/73
    Entscheidungstext OGH 16.10.1973 4 Ob 574/73
  • 5 Ob 207/73
    Entscheidungstext OGH 24.10.1973 5 Ob 207/73
  • 1 Ob 138/74
    Entscheidungstext OGH 28.08.1974 1 Ob 138/74
    Veröff: EvBl 1975/42 S 95 = ÖA 1976,63
  • 1 Ob 194/74
    Entscheidungstext OGH 13.11.1974 1 Ob 194/74
  • 1 Ob 171/74
    Entscheidungstext OGH 20.11.1974 1 Ob 171/74
  • 2 Ob 342/74
    Entscheidungstext OGH 12.12.1974 2 Ob 342/74
  • 7 Ob 52/75
    Entscheidungstext OGH 20.03.1975 7 Ob 52/75
    Beis wie T2
  • 7 Ob 180/75
    Entscheidungstext OGH 16.10.1975 7 Ob 180/75
    Beis wie T3
  • 1 Ob 588/76
    Entscheidungstext OGH 28.04.1976 1 Ob 588/76
  • 5 Ob 613/76
    Entscheidungstext OGH 29.06.1976 5 Ob 613/76
    Beis wie T3; Beisatz: Bei fünfjährigem Kind etwa zweimal monatlicher Kontakt angebracht. (T4)
  • 7 Ob 663/76
    Entscheidungstext OGH 16.09.1976 7 Ob 663/76
  • 7 Ob 671/76
    Entscheidungstext OGH 14.10.1976 7 Ob 671/76
  • 7 Ob 664/76
    Entscheidungstext OGH 14.10.1976 7 Ob 664/76
  • 2 Ob 546/76
    Entscheidungstext OGH 11.11.1976 2 Ob 546/76
  • 3 Ob 605/76
    Entscheidungstext OGH 23.11.1976 3 Ob 605/76
  • 6 Ob 715/76
    Entscheidungstext OGH 16.12.1976 6 Ob 715/76
  • 8 Ob 567/76
    Entscheidungstext OGH 19.01.1977 8 Ob 567/76
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 4 Ob 519/77
    Entscheidungstext OGH 14.06.1977 4 Ob 519/77
  • 7 Ob 601/77
    Entscheidungstext OGH 30.06.1977 7 Ob 601/77
    Beis wie T2
  • 6 Ob 692/77
    Entscheidungstext OGH 11.08.1977 6 Ob 692/77
    Beisatz: Außereheliches Kind (T5)
  • 2 Ob 505/78
    Entscheidungstext OGH 26.01.1978 2 Ob 505/78
    Beis wie T3
  • 4 Ob 514/78
    Entscheidungstext OGH 07.03.1978 4 Ob 514/78
    Beisatz: Bei schulpflichtigem Kind in der Regel mindestens zweimaliger monatlicher Kontakt mit dem Kindesvater erforderlich. (T6)
  • 5 Ob 592/78
    Entscheidungstext OGH 25.04.1978 5 Ob 592/78
    Beis wie T3
  • 8 Ob 549/78
    Entscheidungstext OGH 12.07.1978 8 Ob 549/78
  • 3 Ob 627/78
    Entscheidungstext OGH 28.02.1979 3 Ob 627/78
    Veröff: EFSlg 33475
  • 5 Ob 637/79
    Entscheidungstext OGH 03.07.1979 5 Ob 637/79
    Veröff: EFSlg 33475
  • 1 Ob 728/79
    Entscheidungstext OGH 30.10.1979 1 Ob 728/79
    Veröff: EFSlg 33474 = EFSlg 33475
  • 3 Ob 660/79
    Entscheidungstext OGH 19.03.1980 3 Ob 660/79
    Veröff: EFSlg 35867
  • 1 Ob 602/80
    Entscheidungstext OGH 18.06.1980 1 Ob 602/80
  • 1 Ob 779/80
    Entscheidungstext OGH 14.01.1981 1 Ob 779/80
  • 3 Ob 585/80
    Entscheidungstext OGH 25.03.1981 3 Ob 585/80
  • 2 Ob 536/81
    Entscheidungstext OGH 20.10.1981 2 Ob 536/81
  • 7 Ob 643/82
    Entscheidungstext OGH 24.06.1982 7 Ob 643/82
    Veröff: ÖA 1983,102
  • 1 Ob 509/83
    Entscheidungstext OGH 24.01.1983 1 Ob 509/83
    nur: Zweck der Bestimmung des § 142 ABGB ist, einen auf der Blutsverwandtschaft beruhenden Zusammenhang zwischen den Elternteilen und dem Kinde aufrecht zu erhalten, eine gegenseitige Entfremdung zu verhindern. (T7)
  • 8 Ob 545/83
    Entscheidungstext OGH 03.11.1983 8 Ob 545/83
  • 6 Ob 830/83
    Entscheidungstext OGH 12.01.1984 6 Ob 830/83
    Vgl auch; nur T7; Beisatz: Der persönliche Verkehr zwischen dem Kind und dem Elternteil, dem Pflege und Erziehung des Kindes nicht zustehen, soll die Möglichkeit dazu bieten, durch unmittelbaren Kontakt und gemeinsames Erleben die Eltern - Kind - Beziehung beiderseits vor allem empfindungsmäßig zu gestalten. (T8)
  • 2 Ob 563/84
    Entscheidungstext OGH 22.05.1984 2 Ob 563/84
    nur T7
  • 8 Ob 609/84
    Entscheidungstext OGH 04.10.1984 8 Ob 609/84
    nur T7
  • 1 Ob 688/84
    Entscheidungstext OGH 12.12.1984 1 Ob 688/84
  • 1 Ob 526/85
    Entscheidungstext OGH 27.02.1985 1 Ob 526/85
    Beis wie T2
  • 3 Ob 533/85
    Entscheidungstext OGH 20.03.1985 3 Ob 533/85
    nur T7; Beis wie T6
  • 7 Ob 563/85
    Entscheidungstext OGH 09.05.1985 7 Ob 563/85
    Auch
  • 2 Ob 578/85
    Entscheidungstext OGH 18.06.1985 2 Ob 578/85
    Beisatz: Kein Besuchsrecht der ehemaligen Pflegeeltern. (T9)
  • 3 Ob 555/86
    Entscheidungstext OGH 02.07.1986 3 Ob 555/86
    Auch; nur T7
  • 8 Ob 695/86
    Entscheidungstext OGH 12.03.1987 8 Ob 695/86
    Beis wie T8
  • 1 Ob 639/87
    Entscheidungstext OGH 15.07.1987 1 Ob 639/87
    nur T7
  • 1 Ob 527/88
    Entscheidungstext OGH 24.02.1988 1 Ob 527/88
  • 1 Ob 533/88
    Entscheidungstext OGH 16.03.1988 1 Ob 533/88
  • 1 Ob 648/88
    Entscheidungstext OGH 28.09.1988 1 Ob 648/88
    nur T7
  • 2 Ob 585/88
    Entscheidungstext OGH 27.09.1988 2 Ob 585/88
  • 2 Ob 612/88
    Entscheidungstext OGH 24.01.1989 2 Ob 612/88
  • 3 Ob 543/89
    Entscheidungstext OGH 24.05.1989 3 Ob 543/89
    Beis wie T3
  • 6 Ob 648/89
    Entscheidungstext OGH 07.09.1989 6 Ob 648/89
  • 8 Ob 596/91
    Entscheidungstext OGH 29.08.1991 8 Ob 596/91
    Vgl auch; nur T7; Beisatz: Das Besuchsrecht soll die Verbundenheit zwischen dem Kind und dem nicht obsorgeberechtigten Elternteil herstellen oder bewahren. Eigeninteressen eines Elternteils, aber auch nacheheliche Konflikte der Eltern haben dabei zurückzutreten. (T10)
  • 5 Ob 515/93
    Entscheidungstext OGH 15.06.1993 5 Ob 515/93
    Beisatz: Das Recht auf persönlichen Verkehr mit dem Kind besteht auch dann, wenn der Besuchsrechtswerber die Absicht hat, einen persönlichen Kontakt zwischen ihm und dem Kind herzustellen. (T11)
  • 1 Ob 504/95
    Entscheidungstext OGH 10.01.1995 1 Ob 504/95
  • 9 Ob 2024/96d
    Entscheidungstext OGH 24.04.1996 9 Ob 2024/96d
    Auch; Beis wie T6; Beisatz: Ein Besuchsrecht des Vaters von Kindern im Alter von sechs und acht Jahren an jedem ersten Wochenende im Monat von Freitag 17 Uhr bis Sonntag 17 Uhr und an jedem dritten Wochenende von Samstag 8 Uhr bis Sonntag 17 Uhr, weiters von zwei Wochen in den Sommerferien, drei Tagen in den Weihnachtsferien und jeweils zwei Tagen in den Semesterferien und Osterferien von 8 Uhr des jeweils ersten Tages bis 17 Uhr des jeweils letzten Tages ist ausreichend. (12)
  • 3 Ob 83/98x
    Entscheidungstext OGH 15.04.1998 3 Ob 83/98x
    Auch; Beisatz: Bei Kindern etwa ab dem 6. Lebensjahr stellt ein Wochenendbesuchsrecht mit Übernachtung und ein Ferienbesuchsrecht die Regel dar. (T13)
  • 7 Ob 345/99g
    Entscheidungstext OGH 11.01.2000 7 Ob 345/99g
    Auch; nur T7
  • 6 Ob 196/00t
    Entscheidungstext OGH 30.08.2000 6 Ob 196/00t
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Für ein längeres Besuchsrecht des Vaters können besondere Gründe sprechen, etwa nur die bei ihm bestehende Möglichkeit einer für die Bildung und die Förderung der Interessen des Kindes nützlichen längeren Reise. Ein anderer Grund für ein längeres Besuchsrecht des nicht obsorgeberechtigten Elternteils könnte in dessen besserer Eignung liegen, die allenfalls erforderliche Schulvorbereitung des Kindes in den Ferien zu fördern. (T14)
  • 5 Ob 243/02z
    Entscheidungstext OGH 03.12.2002 5 Ob 243/02z
    Auch
  • 7 Ob 91/05s
    Entscheidungstext OGH 25.05.2005 7 Ob 91/05s
  • 6 Ob 108/05h
    Entscheidungstext OGH 23.06.2005 6 Ob 108/05h
    Auch; Beis wie T13
  • 7 Ob 102/06k
    Entscheidungstext OGH 21.06.2006 7 Ob 102/06k
  • 7 Ob 8/09s
    Entscheidungstext OGH 30.03.2009 7 Ob 8/09s
    Auch; Veröff: SZ 2009/41
  • 2 Ob 21/09s
    Entscheidungstext OGH 16.04.2009 2 Ob 21/09s
    Vgl; Beis wie T3; Vgl Beis wie T4; Beis wie T6; Vgl Beis wie T8; Vgl Beis wie T10; Vgl Beis wie T12; Vgl Beis wie T13; Beisatz: Bei schulpflichtigen Kindern gewährt die Rechtsprechung typischerweise ein Besuchsrecht im Abstand von zwei Wochen über zwei Tage des Wochenendes mit Übernachtung. (T15); Beisatz: Ein dreimal jährliches Besuchsrecht jeweils eine Stunde lang ist der oberstgerichtlichen, aber auch der zweitinstanzlichen Rechtsprechung fremd. (T16)
  • 1 Ob 157/09h
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 1 Ob 157/09h
    Vgl auch
  • 2 Ob 19/11z
    Entscheidungstext OGH 30.05.2011 2 Ob 19/11z
    Beisatz: Auch eine bereits eingetretene Entfremdung ist kein Grund, dem Kind oder dem nicht im gemeinsamen Haushalt lebenden Elternteil die Ausübung des Besuchsrechts zu versagen. Der Zweck des Besuchsrechts liegt dann darin, die eingetretene Entfremdung behutsam und durch eine dem Kindeswohl entsprechende Ausgestaltung wieder abzubauen. (T17)
  • 6 Ob 200/16d
    Entscheidungstext OGH 22.12.2016 6 Ob 200/16d
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Auch die Ressourcen eines Besuchsbegleiters können für die Häufigkeit der Besuche relevant sein. (T18)
  • 8 Ob 57/19v
    Entscheidungstext OGH 24.07.2019 8 Ob 57/19v
    Beis wie T17

Schlagworte

Die Gleichstellungen ab 1 Ob 509/83 erfolgten ohne Bezug zu § 142 ABGB.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0049070

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19530529_OGH0002_0010OB00452_5300000_001

Rechtssatz für 6Ob660/82 6Ob624/84 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0087024

Geschäftszahl

6Ob660/82; 6Ob624/84; 7Ob642/84; 1Ob701/84; 7Ob624/85; 1Ob564/86; 7Ob628/86; 1Ob528/87; 6Ob561/87; 8Ob572/87; 7Ob697/87; 1Ob691/87; 6Ob560/88; 2Ob537/88; 8Ob685/88; 3Ob543/89; 8Ob558/89; 7Ob645/89; 8Ob637/89; 1Ob696/89; 7Ob718/89; 7Ob505/90; 6Ob171/05y; 3Ob36/06z; 4Ob131/06b; 7Ob202/06s; 1Ob207/10p; 2Ob19/11z; 5Ob212/11d; 1Ob179/11x; 9Ob55/11w; 5Ob153/12d; 1Ob94/14a; 3Ob226/14b; 6Ob86/15p; 1Ob155/15y; 10Ob32/16b; 3Ob127/16x; 4Ob225/16s; 6Ob19/17p; 1Ob101/17k; 5Ob10/18h; 5Ob55/18a; 8Ob139/18a; 4Ob246/18g; 5Ob90/19z

Entscheidungsdatum

09.06.1982

Norm

ABGB §148 Abs1 A
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §186
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §187
AußStrG §16 BIII2b
AußStrG 2005 §62 B1d1

Rechtssatz

Bei der Entscheidung gemäß § 148 Abs 1 ABGB handelt es sich um eine Ermessensentscheidung, bei welcher das Wohl des Kindes ausschlaggebend ist.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 660/82
    Entscheidungstext OGH 09.06.1982 6 Ob 660/82
  • 6 Ob 624/84
    Entscheidungstext OGH 30.08.1984 6 Ob 624/84
    Vgl; Beisatz: Von einer Außerachtlassung des Wohles des Kindes kann keine Rede sein, wenn beide Vorinstanzen sich damit auseinandergesetzt haben, ob die Einräumung eines Besuchsrechtes an die Rechtsmittelwerberin dem Wohl des Kindes entspräche (hier: § 148 Abs 2 ABGB). (T1)
  • 7 Ob 642/84
    Entscheidungstext OGH 13.09.1984 7 Ob 642/84
    Auch
  • 1 Ob 701/84
    Entscheidungstext OGH 12.12.1984 1 Ob 701/84
    Beis wie T1 nur: Von einer Außerachtlassung des Wohles des Kindes kann keine Rede sein, wenn beide Vorinstanzen sich damit auseinandergesetzt haben, ob die Einräumung eines Besuchsrechtes an die Rechtsmittelwerberin dem Wohl des Kindes entspräche. (T2)
  • 7 Ob 624/85
    Entscheidungstext OGH 03.10.1985 7 Ob 624/85
  • 1 Ob 564/86
    Entscheidungstext OGH 23.04.1986 1 Ob 564/86
    Auch
  • 7 Ob 628/86
    Entscheidungstext OGH 30.07.1986 7 Ob 628/86
    Auch
  • 1 Ob 528/87
    Entscheidungstext OGH 08.04.1987 1 Ob 528/87
  • 6 Ob 561/87
    Entscheidungstext OGH 14.05.1987 6 Ob 561/87
    Auch
  • 8 Ob 572/87
    Entscheidungstext OGH 21.05.1987 8 Ob 572/87
    Auch
  • 7 Ob 697/87
    Entscheidungstext OGH 29.10.1987 7 Ob 697/87
    Ähnlich; Beis wie T1 nur: Von einer Außerachtlassung des Wohles des Kindes kann keine Rede sein, wenn beide Vorinstanzen sich damit auseinandergesetzt haben. (T3)
    Beisatz: Hier: Entscheidung gemäß § 154 Abs 3 ABGB. (T4)
  • 1 Ob 691/87
    Entscheidungstext OGH 21.12.1987 1 Ob 691/87
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 560/88
    Entscheidungstext OGH 14.04.1988 6 Ob 560/88
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 537/88
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 2 Ob 537/88
    Auch
  • 8 Ob 685/88
    Entscheidungstext OGH 15.12.1988 8 Ob 685/88
    Auch; Beisatz: Es stellt keine dem Anfechtungsgrund des § 16 AußStrG zu unterstellende Vorgangsweise der Vorinstanzen dar, wenn sie bei ihren Erwägungen allein das Interesse der beiden minderjährigen Nacherben als maßgeblich erachteten und dem Standpunkt der vom Rechtsmittelwerber angestrebten "Ausgewogenheit gegenüber allen vier Familienmitgliedern" nicht Rechnung trugen. (T5)
  • 3 Ob 543/89
    Entscheidungstext OGH 24.05.1989 3 Ob 543/89
    Beis wie T2
  • 8 Ob 558/89
    Entscheidungstext OGH 19.04.1989 8 Ob 558/89
  • 7 Ob 645/89
    Entscheidungstext OGH 07.09.1989 7 Ob 645/89
    Auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 637/89
    Entscheidungstext OGH 21.09.1989 8 Ob 637/89
    Beis wie T1
  • 1 Ob 696/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1989 1 Ob 696/89
    Auch
  • 7 Ob 718/89
    Entscheidungstext OGH 14.12.1989 7 Ob 718/89
    Auch
  • 7 Ob 505/90
    Entscheidungstext OGH 08.03.1990 7 Ob 505/90
  • 6 Ob 171/05y
    Entscheidungstext OGH 25.08.2005 6 Ob 171/05y
    Auch; Beisatz: Die nach pflichtgemäßem Ermessen zu treffende Entscheidung, inwieweit einem Elternteil unter Bedachtnahme auf Persönlichkeit, Eigenschaften und Lebensumstände das Besuchsrecht eingeräumt, eingeschränkt oder sogar entzogen werden soll, ist grundsätzlich von den Umständen des Einzelfalls abhängig. Es kann ihr daher keine Bedeutung im Sinne des § 62 Abs 1 AußStrG 2005 zuerkannt werden, wenn nicht leitende Grundsätze der Rechtsprechung verletzt wurden. (T6)
  • 3 Ob 36/06z
    Entscheidungstext OGH 15.02.2006 3 Ob 36/06z
    Auch; Beisatz: Der Inhalt einer gerichtlichen Regelung des Besuchsrechts hängt nicht von bisherigen Gepflogenheiten zwischen den Eltern ab. (T7)
  • 4 Ob 131/06b
    Entscheidungstext OGH 09.08.2006 4 Ob 131/06b
    Beis wie T6
  • 7 Ob 202/06s
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 7 Ob 202/06s
    Beisatz: Wenn die Mutter ein Alkoholproblem des Vaters behauptet und vorbringt, dass er das Kind „in Lokale, in denen ein Kind dieses Alters nichts zu suchen hat", mitnehme, hat das Erstgericht die entsprechenden Nachforschungen zu pflegen und sodann auf gesicherter Basis entsprechende Feststellungen zu treffen. (T8)
  • 1 Ob 207/10p
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 1 Ob 207/10p
    Vgl auch; vgl auch Beis wie T6 nur: Die nach pflichtgemäßem Ermessen zu treffende Entscheidung, inwieweit einem Elternteil das Besuchsrecht eingeräumt werden soll, ist grundsätzlich von den Umständen des Einzelfalls abhängig. Es kann ihr daher keine Bedeutung im Sinne des § 62 Abs 1 AußStrG 2005 zuerkannt werden, wenn nicht leitende Grundsätze der Rechtsprechung verletzt wurden. (T9)
  • 2 Ob 19/11z
    Entscheidungstext OGH 30.05.2011 2 Ob 19/11z
    Auch
  • 5 Ob 212/11d
    Entscheidungstext OGH 09.11.2011 5 Ob 212/11d
    Vgl; Beis ähnlich wie T6; Beis auch wie T9
  • 1 Ob 179/11x
    Entscheidungstext OGH 13.10.2011 1 Ob 179/11x
    Auch; Beis wie T6
  • 9 Ob 55/11w
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 9 Ob 55/11w
    Auch
  • 5 Ob 153/12d
    Entscheidungstext OGH 02.10.2012 5 Ob 153/12d
    Auch; Ähnlich Beis wie T9
  • 1 Ob 94/14a
    Entscheidungstext OGH 24.07.2014 1 Ob 94/14a
    Auch
  • 3 Ob 226/14b
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 3 Ob 226/14b
    Auch; Beisatz: Wenn jedoch ein persönlicher Kontakt der Kinder zum Vater derzeit dem Kindeswohl widerspricht, ist es auch nicht angezeigt, die Familiengerichtshilfe zum Zweck einer Besuchsmittlung einzuschalten. (T10)
  • 6 Ob 86/15p
    Entscheidungstext OGH 27.05.2015 6 Ob 86/15p
    Auch; Beis wie T9; Beisatz: Ein genereller Grundsatz dahin, dass das Pflegschaftsgericht im Verfahren über die Festsetzung des Kontaktrechts stets einen Sachverständigen beizuziehen hätte, besteht nicht. (T11)
    Beisatz: Die Stellungnahme eines Psychologen der Familiengerichtshilfe ist zwar nicht mit einem Sachverständigengutachten iSd §§ 351 ff ZPO gleichzusetzen. Dies schließt jedoch im Einzelfall nicht aus, dass eine derartige Stellungnahme im Zusammenhalt mit anderen Beweismitteln eine ausreichende Entscheidungsgrundlage darstellt. (T12)
  • 1 Ob 155/15y
    Entscheidungstext OGH 27.08.2015 1 Ob 155/15y
    Beis wie T9
  • 10 Ob 32/16b
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 10 Ob 32/16b
    Auch
  • 3 Ob 127/16x
    Entscheidungstext OGH 22.09.2016 3 Ob 127/16x
    Auch
  • 4 Ob 225/16s
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 4 Ob 225/16s
    Auch
  • 6 Ob 19/17p
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 19/17p
    Beis wie T6
  • 1 Ob 101/17k
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 1 Ob 101/17k
    Auch; Beisatz: Hier: Keine unbegleiteten Kontakte. (T13)
  • 5 Ob 10/18h
    Entscheidungstext OGH 13.02.2018 5 Ob 10/18h
    Auch; Beis wie T12
  • 5 Ob 55/18a
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 5 Ob 55/18a
    Beis wie T6; Beis wie T9
  • 8 Ob 139/18a
    Entscheidungstext OGH 26.11.2018 8 Ob 139/18a
    Auch; Beis wie T6
  • 4 Ob 246/18g
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 4 Ob 246/18g
  • 5 Ob 90/19z
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 90/19z
    Auch; Beis wie T6

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0087024

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19820609_OGH0002_0060OB00660_8200000_001

Entscheidungstext 3Ob543/89

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

3Ob543/89

Entscheidungsdatum

24.05.1989

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof. Dr.Petrasch als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Hule, Dr.Warta, Dr.Klinger und Dr.Angst als weitere Richter in der Pflegschaftssache des minderjährigen Kindes Julia K***, geboren am 6.März 1981, Volksschülerin, Schönborngasse 16/12 a, 1080 Wien, infolge Revisionsrekurses der Mutter Susanne L***, im Haushalt tätig, Schönborngasse 16/12 a, 1080 Wien, gegen den Beschluß des Landesgerichtes für ZRS Wien als Rekursgericht vom 3.Feber 1989, GZ 43 R 51/89-68, womit der Beschluß des Bezirksgerichtes Innere Stadt Wien vom 28.Juni 1988, GZ 5 P 206/84-46, bestätigt wurde, folgenden

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Der Revisionsrekurs wird zurückgewiesen.

Text

Begründung:

Das Kind Julia wurde am 6.März 1981 nach der Eheschließung der Eltern am 12.Feber 1981 geboren. Die Ehe ist seit dem 17.Jänner 1986 nach § 55 a EheG geschieden. Der vom Pflegschaftsgericht genehmigte Vergleich vom 31.August 1984, daß die aus den familienrechtlichen Beziehungen zwischen Eltern und minderjährigen Kindern erfließenden rein persönlichen Rechte und Pflichten der Mutter allein zustehen sollen, blieb aufrecht. Die Eltern vereinbarten, daß sie sich die Regelung des Rechtes des Vaters auf persönlichen Verkehr mit dem Kind vorbehalten.

Am 11.August 1987 beantragte der Vater die gerichtliche Regelung der Ausübung dieses Rechts, weil die Mutter das Kind nicht mehr bei ihm über Nacht lassen wolle. Auch wolle er mit dem Kind Urlaubstage verbringen. Die Mutter wollte nur einem eingeschränkten Besuchtsrecht zustimmen. Das Jugendamt hielt die für die Aufrechterhaltung des Kontaktes förderliche Regelung im Sinne des Antrags des Vaters für angemessen.

Das Erstgericht entschied, daß der Vater sein Kind an jedem zweiten Wochenende von Samstag 9 Uhr bis Sonntag 21 Uhr, für zwei Wochen der Sommerferien und eine Woche in den Energieferien zu sich nehmen kann. Die Einwände der Mutter gegen diese zur Wahrung der persönlichen Beziehung zwischen Vater und Kind erforderliche und dem Alter des Kindes angemessene Regelung seien unbegründet. Das Rekursgericht gab dem von der Mutter erhobenen Rekurs nicht Folge. Das Besuchsrecht entspreche der nach dem Alter des Mädchens üblichen Dauer und liege im Interesse der gedeihlichen Entwicklung. Seit der Scheidung sei das Besuchsrecht in ähnlicher Weise ausgeübt worden. Es sei Sache der Mutter, die mit der Besuchsrechtsausübung oft verbundene Erziehungsproblematik zu bewältigen, doch werde das Erstgericht zu prüfen haben, ob nicht der Gesundheitszustand der Mutter zu gerichtlichen Maßnahmen Anlaß gebe.

Gegen diesen Beschluß wendet sich die Mutter mit dem rechtzeitig überreichten Revisionsrekurs, der auf eine Abänderung abzielt, daß die Ausübung des persönlichen Verkehrs des Vaters mit dem Kind auf jeden dritten Samstag von 9 Uhr bis 21 Uhr beschränkt werde.

Rechtliche Beurteilung

Der Revisionsrekurs ist unzulässig.

Nach § 16 Abs 1 AußStrG kann ein bestätigender Beschluß des Rekursgerichtes nur im Fall einer offenbaren Gesetz- oder Aktenwidrigkeit oder einer vorgekommenen Nichtigkeit angefochten werden. Keiner dieser Anfechtungsgründe ist aus den umfangreichen Ausführungen der Rechtsmittelwerberin zu entnehmen. Für den Bereich der Pflegschaftsgerichtsbarkeit wurde als offenbare Gesetzwidrigkeit auch der Verstoß gegen Grundprinzipien des Rechts angesehen, so etwa die Außerachtlassung des Kindeswohls (EFSlg.52.759 uva). Davon kann aber keine Rede sein, wenn unter Bedachtnahme auf alle Umstände des Einzelfalles die Ausübung des im § 148 Abs 1 ABGB festgelegten allgemein anerkannten Grundrechtes der Eltern-Kind-Beziehung auf persönlichen Verkehr mit dem Kind in einer dem Wohl des Kindes gemäßen Weise geregelt wurde (EFSlg.52.770 uva). Wie die Regelung zu erfolgen hat, ist im Gesetz nur durch das Gebot der Berücksichtigung des Kindeswohls (§ 178 a ABGB) zum Ausdruck gebracht. Es bleibt daher ein Ermessensspielraum, der es dem Gericht gestattet, auf die besonderen Bedürfnisse des Kindes und die Lebensverhältnisse der Eltern Bedacht zu nehmen. Die konkrete Besuchsrechtsausmessung kann als Ermessensentscheidung nicht offenbar gesetzwidrig sein, wenn der Ermessensspielraum nicht überschritten wird (EFSlg.52.777; EFSlg.52.778; EFSlg.52.786 uva). Das nun 8 Jahre alte Mädchen besucht die Volksschule und den Hort und wird im Haushalt der Mutter betreut. Bei einem Kind dieses Alters bestehen keine Bedenken gegen eine Übernachtung beim Vater, wenn ein erwünschter Kontakt aufgebaut ist und eine ausreichende Nächtigungsmöglichkeit vorhanden ist (EFSlg.51.171 ua). Es ist anerkannt, daß ein möglichst intensiver Kontakt des Kindes zu beiden Elternteilen anzustreben ist (EFSlg.45.725 ua) und daß der Zweck des Besuchsrechtes auch darin liegt, die auf der Blutsverwandtschaft beruhende Beziehung ungeachtet der Zuteilung der Elternrechte und Pflichten an nur einen Elternteil auch zu dem anderen Elternteil aufrecht zu erhalten, eine Entfremdung zu verhindern und so die gedeihliche Entwicklung des Kindes sicherzustellen (EFSlg.51.150 ua). Die Regelung, dem Vater das Kind an jedem zweiten Wochenende und für drei Wochen der Ferienzeit jährlich zu überlassen, entspricht der grundsätzlichen Zielsetzung der gesetzlichen Regelung nach § 148 Abs 1 ABGB. Gewichtige Gründe, die im Einzelfall eine Überschreitung des Ermessensspielraumes erkennen ließ, weil die getroffene Regelung das Wohl der Minderjährigen gefährde, vermag die Mutter nicht aufzuzeigen. Ihre Bedenken erschöpfen sich vielmehr in durch die Trennung der Eltern bedingten erzieherischen Schwierigkeiten, die aber gerade die Aufrechterhaltung der Vater-Tochter-Bindung als geboten erscheinen lassen. Da ein tauglicher Anfechtungsgrund nicht vorliegt, ist der Revisionsrekurs zurückzuweisen.

Anmerkung

E17273

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:0030OB00543.89.0524.000

Dokumentnummer

JJT_19890524_OGH0002_0030OB00543_8900000_000