Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1Ob44/36 2Ob58/54 7Ob18...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012497

Geschäftszahl

1Ob44/36; 2Ob58/54; 7Ob185/56; 7Ob365/56; 5Ob575/59; 3Ob378/54; 2Ob400/49; 3Ob541/54; 3Ob329/58; 1Ob731/50; 1Ob505/55; 5Ob17/64; 1Ob235/65; 5Ob301/66; 1Ob12/67; 5Ob241/68; 6Ob14/69; 1Ob6/70; 5Ob125/70; 6Ob78/72; 6Ob68/73; 3Ob200/73; 6Ob71/74; 1Ob154/74; 6Ob166/74; 6Ob235/74; 3Ob218/74 (3Ob219/74); 6Ob104/75 (6Ob105/75); 7Ob546/76; 5Ob699/76; 6Ob647/78; 6Ob755/78; 3Ob679/78; 1Ob584/79; 7Ob694/79; 5Ob642/79; 1Ob707/80; 6Ob563/81; 6Ob739/81; 8Ob532/81; 7Ob551/82; 1Ob621/83; 7Ob714/83; 3Ob600/84; 8Ob579/85; 8Ob649/87; 1Ob522/89; 6Ob567/89; 8Ob548/90; 2Ob559/93; 4Ob2256/96k; 7Ob60/99w; 7Ob305/03h; 1Ob220/04s; 9Ob5/07m; 6Ob67/11p; 2Ob61/13d

Entscheidungsdatum

11.03.1936

Norm

ABGB §585

Rechtssatz

Zur Gültigkeit eines mündlichen Testamentes ist erforderlich, dass der Erblasser die Absicht hat, vor den anwesenden Zeugen seinen letzten Willen zum Ausdruck zu bringen. Die Zeugen müssen nicht eigens zur Testamentserrichtung herbeigerufen worden sein; sie müssen aber der Erklärung des letzten Willens in dem Bewusstsein ihrer Zeugeneigenschaft beiwohnen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 44/36
    Entscheidungstext OGH 11.03.1936 1 Ob 44/36
    Veröff: SZ 18/46
  • 2 Ob 58/54
    Entscheidungstext OGH 17.02.1954 2 Ob 58/54
  • 7 Ob 185/56
    Entscheidungstext OGH 25.04.1956 7 Ob 185/56
  • 7 Ob 365/56
    Entscheidungstext OGH 05.09.1956 7 Ob 365/56
  • 5 Ob 575/59
    Entscheidungstext OGH 16.12.1959 5 Ob 575/59
  • 3 Ob 378/54
    Entscheidungstext OGH 23.06.1954 3 Ob 378/54
    nur: Die Zeugen müssen nicht eigens zur Testamentserrichtung herbeigerufen worden sein; sie müssen aber der Erklärung des letzten Willens in dem Bewusstsein ihrer Zeugeneigenschaft beiwohnen. (T1)
  • 2 Ob 400/49
    Entscheidungstext OGH 21.09.1949 2 Ob 400/49
    nur T1; Veröff: SZ 22/135
  • 3 Ob 541/54
    Entscheidungstext OGH 03.11.1954 3 Ob 541/54
    nur T1; Veröff: EvBl 1955/42
  • 3 Ob 329/58
    Entscheidungstext OGH 24.07.1958 3 Ob 329/58
    nur T1
  • 1 Ob 731/50
    Entscheidungstext OGH 10.01.1951 1 Ob 731/50
    nur T1
  • 1 Ob 505/55
    Entscheidungstext OGH 31.08.1955 1 Ob 505/55
    nur T1
  • 5 Ob 17/64
    Entscheidungstext OGH 23.01.1964 5 Ob 17/64
  • 1 Ob 235/65
    Entscheidungstext OGH 27.01.1966 1 Ob 235/65
  • 5 Ob 301/66
    Entscheidungstext OGH 24.11.1966 5 Ob 301/66
    Veröff: RZ 1967,90
  • 1 Ob 12/67
    Entscheidungstext OGH 09.02.1967 1 Ob 12/67
    nur T1
  • 5 Ob 241/68
    Entscheidungstext OGH 18.09.1968 5 Ob 241/68
    Veröff: NZ 1969,126
  • 6 Ob 14/69
    Entscheidungstext OGH 29.01.1969 6 Ob 14/69
  • 1 Ob 6/70
    Entscheidungstext OGH 29.01.1970 1 Ob 6/70
  • 5 Ob 125/70
    Entscheidungstext OGH 01.07.1970 5 Ob 125/70
  • 6 Ob 78/72
    Entscheidungstext OGH 13.04.1972 6 Ob 78/72
    Beisatz: Auf die subjektive Auffassung eines Zeugen, ob für den Erblasser überhaupt eine Notwendigkeit bestehe, eine letztwillige Verfügung zu treffen, kommt es nicht an. (T2)
  • 6 Ob 68/73
    Entscheidungstext OGH 22.03.1973 6 Ob 68/73
  • 3 Ob 200/73
    Entscheidungstext OGH 20.11.1973 3 Ob 200/73
    Beisatz: Voraussetzung für die Gültigkeit eines mündlichen Testamentes ist die gleichzeitige Anwesenheit dreier fähiger Zeugen, also solcher Personen, die abgesehen von ihrer persönlichen Fähigkeit zur Zeugenschaft iS der §§ 591 ff ABGB mit Wissen und Willen des Testators und mit dem Bewusstsein ihrer Aufgabe, nämlich Zeugen einer letztwilligen Verfügung zu sein, dem Testierakt beiwohnen. (T3)
  • 6 Ob 71/74
    Entscheidungstext OGH 25.04.1974 6 Ob 71/74
  • 1 Ob 154/74
    Entscheidungstext OGH 07.10.1974 1 Ob 154/74
  • 6 Ob 166/74
    Entscheidungstext OGH 10.10.1974 6 Ob 166/74
    Beis wie T3
  • 6 Ob 235/74
    Entscheidungstext OGH 21.11.1974 6 Ob 235/74
  • 3 Ob 218/74
    Entscheidungstext OGH 11.03.1975 3 Ob 218/74
    nur: Zur Gültigkeit eines mündlichen Testamentes ist erforderlich, dass der Erblasser die Absicht hat, vor den anwesenden Zeugen seinen letzten Willen zum Ausdruck zu bringen. (T4)
  • 6 Ob 104/75
    Entscheidungstext OGH 28.08.1975 6 Ob 104/75
    nur T1; Beis wie T3
  • 7 Ob 546/76
    Entscheidungstext OGH 18.03.1976 7 Ob 546/76
    Veröff: NZ 1978,13
  • 5 Ob 699/76
    Entscheidungstext OGH 16.11.1976 5 Ob 699/76
    nur T4; Veröff: NZ 1979,174
  • 6 Ob 647/78
    Entscheidungstext OGH 22.06.1978 6 Ob 647/78
    nur T4
  • 6 Ob 755/78
    Entscheidungstext OGH 30.11.1978 6 Ob 755/78
    nur T4
  • 3 Ob 679/78
    Entscheidungstext OGH 21.03.1979 3 Ob 679/78
  • 1 Ob 584/79
    Entscheidungstext OGH 13.06.1979 1 Ob 584/79
  • 7 Ob 694/79
    Entscheidungstext OGH 30.08.1979 7 Ob 694/79
    nur T1
  • 5 Ob 642/79
    Entscheidungstext OGH 06.11.1979 5 Ob 642/79
  • 1 Ob 707/80
    Entscheidungstext OGH 01.10.1980 1 Ob 707/80
  • 6 Ob 563/81
    Entscheidungstext OGH 30.03.1981 6 Ob 563/81
    nur T4
  • 6 Ob 739/81
    Entscheidungstext OGH 07.10.1981 6 Ob 739/81
    Vgl auch; Beisatz: Das Wissen um die gesetzlich normierten Erfordernisse einer gültigen mündlichen letztwilligen Verfügung stellt keine Voraussetzung für einen rechtserheblichen Verfügungswillen einerseits und das Bewusstsein, der Äußerung eines solchen Willens zwecks Bekundung nach dem Todesfall zugezogen zu sein, anderseits dar. (T5)
  • 8 Ob 532/81
    Entscheidungstext OGH 25.02.1982 8 Ob 532/81
  • 7 Ob 551/82
    Entscheidungstext OGH 29.04.1982 7 Ob 551/82
  • 1 Ob 621/83
    Entscheidungstext OGH 11.05.1983 1 Ob 621/83
  • 7 Ob 714/83
    Entscheidungstext OGH 13.10.1983 7 Ob 714/83
  • 3 Ob 600/84
    Entscheidungstext OGH 09.01.1984 3 Ob 600/84
  • 8 Ob 579/85
    Entscheidungstext OGH 21.11.1985 8 Ob 579/85
    nur T4; Veröff: SZ 58/187
  • 8 Ob 649/87
    Entscheidungstext OGH 22.10.1987 8 Ob 649/87
  • 1 Ob 522/89
    Entscheidungstext OGH 05.04.1989 1 Ob 522/89
    nur T4; Veröff: SZ 62/60
  • 6 Ob 567/89
    Entscheidungstext OGH 15.06.1989 6 Ob 567/89
  • 8 Ob 548/90
    Entscheidungstext OGH 22.03.1990 8 Ob 548/90
    Auch; Beisatz: Gültigkeit des Testamentes ist im Rechtsweg zu klären. (T6)
  • 2 Ob 559/93
    Entscheidungstext OGH 30.06.1994 2 Ob 559/93
  • 4 Ob 2256/96k
    Entscheidungstext OGH 15.10.1996 4 Ob 2256/96k
    nur T1; Beis wie T3; Beisatz: Der Umstand, dass eine zugezogene Person den Inhalt einzelner Erklärungen des Erblassers rechtlich unrichtig dahin beurteilt, es handle sich noch nicht um eine letztwillige Verfügung, weil der Erblasser erklärt hatte, er werde zu einem späteren Zeitpunkt eine schriftliche Verfügung treffen, ist aber für die Annahme des Bewusstseins, einem Testierakt beizuwohnen, unerheblich. (T7)
  • 7 Ob 60/99w
    Entscheidungstext OGH 30.03.1999 7 Ob 60/99w
    Vgl auch; Beisatz: Dass der Erblasser hiebei gleichzeitig erklärt, er werde das zu einem späteren Zeitpunkt auch noch schriftlich festhalten, steht der Annahme des Bewusstseins von Zeugen, einem Testierakt beizuwohnen, nicht entgegen. (T8)
  • 7 Ob 305/03h
    Entscheidungstext OGH 14.01.2004 7 Ob 305/03h
  • 1 Ob 220/04s
    Entscheidungstext OGH 23.11.2004 1 Ob 220/04s
    Vgl auch; Beisatz: Die Willensäußerung des Erblassers muss im Bewusstsein dessen entgegengenommen werden, dass sie erklärt worden sei, damit die Zeugen zu einem späteren Zeitpunkt die Absicht des Erblassers bestätigen könnten. (T9)
  • 9 Ob 5/07m
    Entscheidungstext OGH 25.06.2007 9 Ob 5/07m
    Auch; Beisatz: Beim „Zeugenbewusstsein" geht es um das Bewusstsein einer Person, dem Testierakt einer anderen Person beizuwohnen, um das Bewusstsein, die letztwillige Äußerung eines anderen nach dessen Tod bekunden zu können. (T10)
  • 6 Ob 67/11p
    Entscheidungstext OGH 14.04.2011 6 Ob 67/11p
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Auch bei fremdhändigen Testamenten muss ein „Zeugenbewusstsein“ dahingehend vorliegen, dass der Zeuge die Sprache des Erblassers versteht. (T11)
  • 2 Ob 61/13d
    Entscheidungstext OGH 23.10.2013 2 Ob 61/13d
    Vgl; Beis wie T11 nur: Auch bei fremdhändigen Testamenten muss ein „Zeugenbewusstsein“ vorliegen. (T12); Veröff: SZ 2013/101

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1936:RS0012497

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.09.2016

Dokumentnummer

JJR_19360311_OGH0002_0010OB00044_3600000_001

Rechtssatz für 2Ob172/37 1Ob522/89

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0007614

Geschäftszahl

2Ob172/37; 1Ob522/89

Entscheidungsdatum

17.03.1937

Norm

ABGB §586
AußStrG §67
ZPO §503 E4

Rechtssatz

In dem nach § 67 AußStrG anhängig gemachten Rechtsstreit hat das Prozeßgericht die Aussagen der Aktzeugen selbständig zu überprüfen. Die Frage, ob nach dem Inhalt dieser Zeugenaussagen eine letztwillige Anordnung zustande gekommen sei, ist eine Rechtsfrage.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 172/37
    Entscheidungstext OGH 17.03.1937 2 Ob 172/37
    SZ 19/93
  • 1 Ob 522/89
    Entscheidungstext OGH 05.04.1989 1 Ob 522/89
    nur: In dem nach § 67 AußStrG anhängig gemachten Rechtsstreit hat das Prozeßgericht die Aussagen der Aktzeugen selbständig zu überprüfen. (T1) = SZ 62/60

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1937:RS0007614

Dokumentnummer

JJR_19370317_OGH0002_0020OB00172_3700000_001

Rechtssatz für 3Ob348/49 1Ob522/89

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0007608

Geschäftszahl

3Ob348/49; 1Ob522/89

Entscheidungsdatum

21.12.1949

Norm

AußStrG §65

Rechtssatz

Die Vernehmung der Testamentszeugen eines mündlichen Testamentes kann auch im Zuge eines Prozesses geschehen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 348/49
    Entscheidungstext OGH 21.12.1949 3 Ob 348/49
    JBl 1950,165 = SZ 22/210
  • 1 Ob 522/89
    Entscheidungstext OGH 05.04.1989 1 Ob 522/89
    SZ 62/60

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1949:RS0007608

Dokumentnummer

JJR_19491221_OGH0002_0030OB00348_4900000_001

Rechtssatz für 2Ob277/50 2Ob672/50 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0007607

Geschäftszahl

2Ob277/50; 2Ob672/50; 3Ob43/56; 1Ob687/80; 8Ob532/81; 1Ob522/89; 1Ob2221/96s; 4Ob2256/96k; 3Ob30/02m; 9Ob5/07m; 3Ob164/14k

Entscheidungsdatum

22.04.1950

Norm

ABGB §586
AußStrG §66

Rechtssatz

Die Bestimmung des § 586 ABGB ist keine Beweisregel, sondern eine Formvorschrift; sie bildet einen zum rechtlichen Bestand der letztwilligen Erklärung erforderlichen Solennitätsakt. Von der eidlichen Bekräftigung des Testamentsinhaltes durch die drei Zeugen kann nur Umgang genommen werden, wenn der dritte Zeuge nicht vernommen werden kann (z.B. Tod, Geisteskrankheit oder Unbekanntheit des Aufenthaltes), nicht aber wenn er im Ausland (England) unter bekannter Adresse wohnt.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 277/50
    Entscheidungstext OGH 22.04.1950 2 Ob 277/50
    SZ 23/107 = EvBl 1950/315
  • 2 Ob 672/50
    Entscheidungstext OGH 11.10.1950 2 Ob 672/50
    Ebenso; EvBl 1950/551 S 570
  • 3 Ob 43/56
    Entscheidungstext OGH 15.02.1956 3 Ob 43/56
    nur: Von der eidlichen Bekräftigung des Testamentsinhaltes durch die drei Zeugen kann nur Umgang genommen werden, wenn der dritte Zeuge nicht vernommen werden kann (z.B. Tod, Geisteskrankheit oder Unbekanntheit des Aufenthaltes), nicht aber wenn er im Ausland (England) unter bekannter Adresse wohnt. (T1)
  • 1 Ob 687/80
    Entscheidungstext OGH 01.10.1980 1 Ob 687/80
    nur: Die Bestimmung des § 586 ABGB ist keine Beweisregel, sondern eine Formvorschrift; sie bildet einen zum rechtlichen Bestand der letztwilligen Erklärung erforderlichen Solennitätsakt. (T2)
  • 8 Ob 532/81
    Entscheidungstext OGH 25.02.1982 8 Ob 532/81
    nur T2
  • 1 Ob 522/89
    Entscheidungstext OGH 05.04.1989 1 Ob 522/89
    nur T2; SZ 62/60
  • 1 Ob 2221/96s
    Entscheidungstext OGH 26.07.1996 1 Ob 2221/96s
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 2256/96k
    Entscheidungstext OGH 15.10.1996 4 Ob 2256/96k
    nur T2
  • 3 Ob 30/02m
    Entscheidungstext OGH 27.02.2002 3 Ob 30/02m
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 2002/31
  • 9 Ob 5/07m
    Entscheidungstext OGH 25.06.2007 9 Ob 5/07m
    nur T2
  • 3 Ob 164/14k
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 3 Ob 164/14k
    Auch; nur T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1950:RS0007607

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.02.2015

Dokumentnummer

JJR_19500422_OGH0002_0020OB00277_5000000_001

Rechtssatz für 3Ob196/52 5Ob301/66 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012413

Geschäftszahl

3Ob196/52; 5Ob301/66; 1Ob33/67; 1Ob6/70; 5Ob125/70; 1Ob524/79; 7Ob608/79; 7Ob661/83; 1Ob522/89

Entscheidungsdatum

02.04.1952

Norm

ABGB §565
ABGB §585

Rechtssatz

Eine gelegentliche im Zuge eines Gespräches - wenn auch im ernsten Tone - geäußerte Erbseinsetzung läßt nicht auf eine Erklärung des letzten Willens schließen. Die nur zufällig anwesenden Zeugen müßen zur Zeugenschaft aufgefordert sein und müßen diese Aufforderung angenommen haben, um testes rogati zu sein. (siehe bezüglich "testes rogati" jedoch 2 Ob 400/49 = SZ 22/135.)

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 196/52
    Entscheidungstext OGH 02.04.1952 3 Ob 196/52
  • 5 Ob 301/66
    Entscheidungstext OGH 24.11.1966 5 Ob 301/66
    nur: Eine gelegentliche im Zuge eines Gespräches - wenn auch im ernsten Tone - geäußerte Erbseinsetzung läßt nicht auf eine Erklärung des letzten Willens schließen. (T1) Beisatz: Fehlt die Absicht, seinen letzten Willen zu erklären, liegt kein Testament vor. (T2) = RZ 1967,90
  • 1 Ob 33/67
    Entscheidungstext OGH 09.03.1967 1 Ob 33/67
    RZ 1967,105
  • 1 Ob 6/70
    Entscheidungstext OGH 29.01.1970 1 Ob 6/70
    Auch; Beis wie T2
  • 5 Ob 125/70
    Entscheidungstext OGH 31.01.1979 5 Ob 125/70
  • 1 Ob 524/79
    Entscheidungstext OGH 31.01.1979 1 Ob 524/79
    nur T1
  • 7 Ob 608/79
    Entscheidungstext OGH 19.04.1979 7 Ob 608/79
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 661/83
    Entscheidungstext OGH 07.07.1983 7 Ob 661/83
    nur T1; Beis wie T2
  • 1 Ob 522/89
    Entscheidungstext OGH 05.04.1989 1 Ob 522/89
    nur T1; Beis wie T2; SZ 62/60

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0012413

Dokumentnummer

JJR_19520402_OGH0002_0030OB00196_5200000_001

Rechtssatz für 7Ob546/76 1Ob522/89 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012495

Geschäftszahl

7Ob546/76; 1Ob522/89; 4Ob2256/96k; 8Ob247/02k

Entscheidungsdatum

18.03.1976

Norm

ABGB §585

Rechtssatz

Der Inhalt des mündlichen Testaments kann nur durch die Aussage der Testamentszeugen dargetan werden.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 546/76
    Entscheidungstext OGH 18.03.1976 7 Ob 546/76
    NZ 1978,13
  • 1 Ob 522/89
    Entscheidungstext OGH 05.04.1989 1 Ob 522/89
    Beisatz: Dies gilt auch für die Frage nach der wirklichen Errichtung der letztwilligen Verfügung. (T1) = SZ 62/60
  • 4 Ob 2256/96k
    Entscheidungstext OGH 15.10.1996 4 Ob 2256/96k
    Beis wie T1
  • 8 Ob 247/02k
    Entscheidungstext OGH 23.01.2003 8 Ob 247/02k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0012495

Dokumentnummer

JJR_19760318_OGH0002_0070OB00546_7600000_003

Rechtssatz für 1Ob687/80 1Ob522/89 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012487

Geschäftszahl

1Ob687/80; 1Ob522/89; 3Ob30/02m; 8Ob247/02k; 9Ob5/07m

Entscheidungsdatum

01.10.1980

Norm

ABGB §585
ABGB §586

Rechtssatz

Mit der Erklärung des Erblassers ist die für die Gültigkeit eines Testaments erforderliche Form noch nicht erfüllt. Auch die Zeugen wirken beim Zustandekommen des Testamentes mit. Ihnen ist der mündliche letzte Wille als ein noch unfertiges Geschäft anvertraut.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 687/80
    Entscheidungstext OGH 01.10.1980 1 Ob 687/80
  • 1 Ob 522/89
    Entscheidungstext OGH 05.04.1989 1 Ob 522/89
    SZ 62/60
  • 3 Ob 30/02m
    Entscheidungstext OGH 27.02.2002 3 Ob 30/02m
    Veröff: SZ 2002/31
  • 8 Ob 247/02k
    Entscheidungstext OGH 23.01.2003 8 Ob 247/02k
    Auch; nur: Mit der Erklärung des Erblassers ist die für die Gültigkeit eines Testaments erforderliche Form noch nicht erfüllt. Auch die Zeugen wirken beim Zustandekommen des Testamentes mit. (T1)
  • 9 Ob 5/07m
    Entscheidungstext OGH 25.06.2007 9 Ob 5/07m
    nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0012487

Dokumentnummer

JJR_19801001_OGH0002_0010OB00687_8000000_002

Rechtssatz für 1Ob539/85 1Ob522/89 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012514

Geschäftszahl

1Ob539/85; 1Ob522/89; 5Ob531/91 (5Ob532/91); 6Ob321/98v; 7Ob185/05i; 5Ob185/12k; 2Ob106/15z; 2Ob192/17z; 2Ob126/18w; 2Ob192/18a; 2Ob19/19m

Entscheidungsdatum

08.05.1985

Norm

ABGB §601

Rechtssatz

Die Errichtung letztwilliger Verfügungen ist an strenge, zwingende Formvorschriften gebunden. Diese sollen einerseits dem Testator die Bedeutung seiner Erklärung bewusst machen, so dass er sie mit Überlegung trifft, anderseits Streitigkeiten nach seinem Tod verhindern. Den Formvorschriften kommt demnach sowohl Warn- als auch Beweisfunktion zu. Wurde die Form nicht gewahrt, so ist die Anordnung des Erblassers selbst bei klarem und eindeutig erweisbarem Willen ungültig.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 539/85
    Entscheidungstext OGH 08.05.1985 1 Ob 539/85
    Veröff: SZ 58/70 = NZ 1986,69 = JBl 1986,311
  • 1 Ob 522/89
    Entscheidungstext OGH 05.04.1989 1 Ob 522/89
    nur: Die Errichtung letztwilliger Verfügungen ist an strenge, zwingende Formvorschriften gebunden. (T1)
    Veröff: SZ 62/60
  • 5 Ob 531/91
    Entscheidungstext OGH 17.09.1991 5 Ob 531/91
    nur T1; Veröff: EvBl 1992/36 S 166 = NZ 1992,296
  • 6 Ob 321/98v
    Entscheidungstext OGH 28.01.1999 6 Ob 321/98v
    Auch; nur T1; Beisatz: Die Form kann nicht von der Willenserklärung getrennt werden, deren Schutz sie dient. (T2)
    Veröff: SZ 72/16
  • 7 Ob 185/05i
    Entscheidungstext OGH 31.08.2005 7 Ob 185/05i
  • 5 Ob 185/12k
    Entscheidungstext OGH 20.11.2012 5 Ob 185/12k
    Veröff: SZ 2012/123
  • 2 Ob 106/15z
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 2 Ob 106/15z
    Beisatz: Dies gilt insbesondere dann, wenn in einer formgültigen Verfügung auf ein anderes Schriftstück Bezug genommen wird. (T3)
  • 2 Ob 192/17z
    Entscheidungstext OGH 26.06.2018 2 Ob 192/17z
  • 2 Ob 126/18w
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 2 Ob 126/18w
    nur: Den Formvorschriften kommt demnach sowohl Warn- als auch Beweisfunktion zu. Wurde die Form nicht gewahrt, so ist die Anordnung des Erblassers selbst bei klarem und eindeutig erweisbarem Willen ungültig. (T4)
  • 2 Ob 192/18a
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 2 Ob 192/18a
    nur: Wurde die Form nicht gewahrt, so ist die Anordnung des Erblassers selbst bei klarem und eindeutig erweisbarem Willen ungültig. (T5)
    Beisatz: „Ausdrückliche Anordnung“ iSd § 725 ABGB idF ErbRÄG 2015. (T6)
  • 2 Ob 19/19m
    Entscheidungstext OGH 25.07.2019 2 Ob 19/19m
    nur T5; Beisatz: Hier: Handschriftlich ergänzte Fotokopie eines eigenhändigen Testaments. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0012514

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19850508_OGH0002_0010OB00539_8500000_002

Rechtssatz für 1Ob522/89

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0007599

Geschäftszahl

1Ob522/89

Entscheidungsdatum

05.04.1989

Norm

AußStrG §66 Abs2

Rechtssatz

Die eidliche Vernehmung im Rechtshilfeweg kann auch vor einem ausländischen Gericht stattfinden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 522/89
    Entscheidungstext OGH 05.04.1989 1 Ob 522/89
    SZ 62/60

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0007599

Dokumentnummer

JJR_19890405_OGH0002_0010OB00522_8900000_001

Rechtssatz für 1Ob522/89 3Ob30/02m 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0007611

Geschäftszahl

1Ob522/89; 3Ob30/02m; 8Ob247/02k; 9Ob20/03m

Entscheidungsdatum

05.04.1989

Norm

ABGB §586
AußStrG §66
AußStrG §67

Rechtssatz

Im Rechtsstreit kann zwar immer noch die Bestätigung einer mündlichen letzten Willenserklärung durch die eidlich vernommenen Zeugen bestritten, nicht aber die durch eine mißlungene Bestätigung der Absicht, überhaupt einen letzten zu erklären, eingetretene Unwirksamkeit der letztwilligen Erklärung behoben werden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 522/89
    Entscheidungstext OGH 05.04.1989 1 Ob 522/89
    SZ 62/60
  • 3 Ob 30/02m
    Entscheidungstext OGH 27.02.2002 3 Ob 30/02m
    Vgl auch; Beisatz: Die formgültige und wirksame Errichtung einer privaten mündlichen letztwilligen Verfügung kann auch durch Tatsachen bewiesen werden, die nach einer neuerlichen Einvernahme der Aktzeugen im Prozess aufgrund freier richterlicher Beweiswürdigung in Ergänzung deren eidlichen Aussagen im Verlassenschaftsverfahren festgestellt werden, wenn der Beklagte dort keine Möglichkeit zur Zeugenbefragung vorfand. (T1); Veröff: SZ 2002/31
  • 8 Ob 247/02k
    Entscheidungstext OGH 23.01.2003 8 Ob 247/02k
    Auch; Beisatz: Im Streitverfahren kann versucht werden, eine formgültig errichtete letztwillige Verfügung zu widerlegen. (T2)
  • 9 Ob 20/03m
    Entscheidungstext OGH 19.03.2003 9 Ob 20/03m
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Die freie Beweiswürdigung des Streitrichters kann dann nicht ausgeschaltet sein, wenn derjenige, der sich auf die Gültigkeit und Wirksamkeit einer ihn begünstigenden letztwilligen Verfügung beruft, mangels Ladung zur Vernehmungstagsatzung im Verlassenschaftsverfahren keine Möglichkeit zur Ausübung eines Fragerechts hatte. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0007611

Dokumentnummer

JJR_19890405_OGH0002_0010OB00522_8900000_002

Rechtssatz für 1Ob522/89

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012490

Geschäftszahl

1Ob522/89

Entscheidungsdatum

05.04.1989

Norm

ABGB §585

Rechtssatz

"Ernstlich" bedeutet, der Erblasser muß die Absicht, gerade jetzt den letzten Willen zu erklären, gehabt haben; die Testierabsicht muß klar zum Ausdruck gebracht werden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 522/89
    Entscheidungstext OGH 05.04.1989 1 Ob 522/89
    SZ 62/60

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0012490

Dokumentnummer

JJR_19890405_OGH0002_0010OB00522_8900000_003