Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob549/56 3Ob99/57 3Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0077647

Geschäftszahl

3Ob549/56; 3Ob99/57; 3Ob324/55; 4Ob301/62; 4Ob353/62; 4Ob305/63; 4Ob335/71; 4Ob357/76 (4Ob358/76); 4Ob395/76; 4Ob310/77; 4Ob354/77; 4Ob374/77; 4Ob353/78; 4Ob312/80; 4Ob386/80; 4Ob314/82; 4Ob376/82; 4Ob404/81; 4Ob395/82; 4Ob56/88; 4Ob101/88; 4Ob114/88; 4Ob34/89; 4Ob128/89; 4Ob120/89; 4Ob61/89; 4Ob92/89; 4Ob126/89; 4Ob89/90; 4Ob71/90; 4Ob83/90 (4Ob84/90); 4Ob80/90 (4Ob81/90); 4Ob100/90; 4Ob153/90; 4Ob175/90; 4Ob391/86 (4Ob392/86); 4Ob29/90; 4Ob36/91; 4Ob135/91; 4Ob18/92; 4Ob94/91; 4Ob62/92; 4Ob50/93; 4Ob133/93; 4Ob1/94; 4Ob38/94; 4Ob67/95; 4Ob49/95; 4Ob1105/95; 4Ob2250/96b; 4Ob2205/96k; 4Ob144/97y; 4Ob20/98i; 4Ob110/98z; 4Ob255/98y; 4Ob270/98d; 4Ob135/99b; 4Ob157/99p; 4Ob164/99f; 4Ob67/00g; 4Ob258/02y; 4Ob112/03d; 4Ob155/05f; 4Ob238/06p; 4Ob93/09v; 4Ob144/10w; 4Ob4/13m; 4Ob149/15p

Entscheidungsdatum

21.11.1956

Norm

UWG §1 C5a

Rechtssatz

Ein Handeln zu Wettbewerbszwecken setzt nicht voraus, dass die auf Wettbewerb gerichtete Absicht die einzige oder wesentliche Zielsetzung für die Handlung ist. Sie darf nur gegenüber dem eigentlichen Beweggrund nicht völlig in den Hintergrund treten.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 549/56
    Entscheidungstext OGH 21.11.1956 3 Ob 549/56
    Veröff: JBl 1957,417 = ÖBl 1957,25
  • 3 Ob 99/57
    Entscheidungstext OGH 06.03.1957 3 Ob 99/57
    Veröff: ÖBl 1957,42
  • 3 Ob 324/55
    Entscheidungstext OGH 29.06.1955 3 Ob 324/55
    Ähnlich; Veröff: JBl 1956,75 = ÖBl 1956,2
  • 4 Ob 301/62
    Entscheidungstext OGH 20.03.1962 4 Ob 301/62
    Veröff: JBl 1963,43 = ÖBl 1962,88
  • 4 Ob 353/62
    Entscheidungstext OGH 27.11.1962 4 Ob 353/62
    Veröff: ÖBl 1963,103
  • 4 Ob 305/63
    Entscheidungstext OGH 12.02.1963 4 Ob 305/63
    Veröff: ÖBl 1963,72
  • 4 Ob 335/71
    Entscheidungstext OGH 13.07.1971 4 Ob 335/71
    Veröff: SZ 44/116 = ÖBl 1972,40
  • 4 Ob 357/76
    Entscheidungstext OGH 07.09.1976 4 Ob 357/76
    Beisatz: BILLDROG-Billige Drogerie. (T1) Veröff: ÖBl 1977,157
  • 4 Ob 395/76
    Entscheidungstext OGH 14.12.1976 4 Ob 395/76
    Beisatz: Institut für Sportstättenbau. (T2)
  • 4 Ob 310/77
    Entscheidungstext OGH 08.03.1977 4 Ob 310/77
    Veröff: ÖBl 1977,121
  • 4 Ob 354/77
    Entscheidungstext OGH 28.06.1977 4 Ob 354/77
    Auch; Beisatz: Flugblatt Margreiter-Fieuw. (T3)
  • 4 Ob 374/77
    Entscheidungstext OGH 27.09.1977 4 Ob 374/77
  • 4 Ob 353/78
    Entscheidungstext OGH 21.11.1978 4 Ob 353/78
    Auch; Veröff: ÖBl 1979,70 = AnwBl 1979,465 ff; hiezu kritisch Stölzle, Wann handelt ein Rechtsanwalt "zu Zwecken des Wettbewerbs" für seinen Mandanten?
  • 4 Ob 312/80
    Entscheidungstext OGH 25.03.1980 4 Ob 312/80
    Beisatz: Griechenland-Reisen. (T4) Veröff: ÖBl 1981,45
  • 4 Ob 386/80
    Entscheidungstext OGH 25.11.1980 4 Ob 386/80
  • 4 Ob 314/82
    Entscheidungstext OGH 04.05.1982 4 Ob 314/82
  • 4 Ob 376/82
    Entscheidungstext OGH 12.10.1982 4 Ob 376/82
  • 4 Ob 404/81
    Entscheidungstext OGH 09.11.1982 4 Ob 404/81
    Beisatz: Ambulante Behandlung. (T5) Veröff: ÖBl 1983,9
  • 4 Ob 395/82
    Entscheidungstext OGH 14.12.1982 4 Ob 395/82
    Beisatz: Badegebühren (T6)
  • 4 Ob 56/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 56/88
    Beisatz: Notwehrgemeinschaft der Bauern. (T7) Veröff: SZ 61/194
  • 4 Ob 101/88
    Entscheidungstext OGH 15.11.1988 4 Ob 101/88
  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61
  • 4 Ob 34/89
    Entscheidungstext OGH 23.05.1989 4 Ob 34/89
  • 4 Ob 128/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 128/89
    Beisatz: Ob die (mitspielende) Wettbewerbsabsicht neben anderen Zielen der Handlung noch Gewicht hat, ist als Wertung eine - auch noch in dritter Instanz zu überprüfende - Rechtsfrage, die auf Grund der zu den konkurrierenden Motiven und Zwecken des Handelnden getroffenen Tatsachenfeststellungen zu beurteilen ist. (T8) Veröff: ÖBl 1990,18 = MR 1989,219 (Korn)
  • 4 Ob 120/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 4 Ob 120/89
    Beis wie T8
  • 4 Ob 61/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 61/89
  • 4 Ob 92/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 4 Ob 92/89
    Beis wie T8; Veröff: MR 1990,99 ff = ecolex 1990,159
  • 4 Ob 126/89
    Entscheidungstext OGH 05.12.1989 4 Ob 126/89
    Beis wie T8; Veröff: SZ 62/192 = MR 1990,69
  • 4 Ob 89/90
    Entscheidungstext OGH 12.06.1990 4 Ob 89/90
  • 4 Ob 71/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 71/90
    Beis wie T8; Beisatz: Spricht die Vermutung für das Vorliegen der Wettbewerbsabsicht, hat der Beklagte seine gegenteilige Behauptung zu beweisen. (T9) Veröff: JBl 1991,784
  • 4 Ob 83/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 83/90
    Beis wie T8; Beis wie T9
  • 4 Ob 80/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 80/90
    Beis wie T8; Beis wie T9
  • 4 Ob 100/90
    Entscheidungstext OGH 09.10.1990 4 Ob 100/90
    Beis wie T8; Veröff: ÖBl 1990,250
  • 4 Ob 153/90
    Entscheidungstext OGH 04.12.1990 4 Ob 153/90
    Veröff: JBl 1991,390 (Pfersmann) = MR 1991,159
  • 4 Ob 175/90
    Entscheidungstext OGH 15.01.1991 4 Ob 175/90
    Beis wie T8; Beisatz: Hier: Gebietskrankenkasse (T10) Veröff: WBl 1991,202
  • 4 Ob 391/86
    Entscheidungstext OGH 19.05.1987 4 Ob 391/86
  • 4 Ob 29/90
    Entscheidungstext OGH 27.02.1990 4 Ob 29/90
  • 4 Ob 36/91
    Entscheidungstext OGH 28.05.1991 4 Ob 36/91
    Beis wie T8; Veröff: ÖBl 1991,87 = MR 1992,35
  • 4 Ob 135/91
    Entscheidungstext OGH 17.12.1991 4 Ob 135/91
    Auch; Beis wie T8; Veröff: MR 1992,77 = ÖBl 1992,104 = WBl 1992,202
  • 4 Ob 18/92
    Entscheidungstext OGH 18.02.1992 4 Ob 18/92
    Beis wie T8; Veröff: ÖBl 1992,45
  • 4 Ob 94/91
    Entscheidungstext OGH 25.02.1992 4 Ob 94/91
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Webpelze (T11)
  • 4 Ob 62/92
    Entscheidungstext OGH 20.10.1992 4 Ob 62/92
    Beis wie T8; Veröff: SZ 65/133
  • 4 Ob 50/93
    Entscheidungstext OGH 04.05.1993 4 Ob 50/93
    Beis wie T8; Beisatz: Hier: Vorarlberger Gebietskrankenkasse. (T12) Veröff: MR 1993,119 (Korn)
  • 4 Ob 133/93
    Entscheidungstext OGH 30.11.1993 4 Ob 133/93
    Beis wie T8; Beisatz: Hier bejaht: Aussendung eines Meinungsforschungsinstitutes an verschiedene Medien. (T13)
  • 4 Ob 1/94
    Entscheidungstext OGH 15.02.1994 4 Ob 1/94
    Beisatz: Das ist jedenfalls dann nicht der Fall, wenn ein Gewerbetreibender in seiner Werbung alle Mitbewerber mit dem Götz-Zitat belegt. (T14)
  • 4 Ob 38/94
    Entscheidungstext OGH 12.04.1994 4 Ob 38/94
    Auch
  • 4 Ob 67/95
    Entscheidungstext OGH 18.09.1995 4 Ob 67/95
    Vgl auch; Beisatz: War die Förderung fremden Wettbewerbs nur eine unbeabsichtigte Nebenwirkung bei der Verfolgung des eigenen wirtschaflichen Interesses, so reicht dies für die Annahme der Absicht, fremden Wettbewerb zu fördern, nicht aus. (T15)
  • 4 Ob 49/95
    Entscheidungstext OGH 10.10.1995 4 Ob 49/95
    Beis wie T8; Veröff: SZ 68/177
  • 4 Ob 1105/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 1105/95
    Auch
  • 4 Ob 2250/96b
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2250/96b
    Beis wie T9
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
  • 4 Ob 144/97y
    Entscheidungstext OGH 10.06.1997 4 Ob 144/97y
    Beis wie T8
  • 4 Ob 20/98i
    Entscheidungstext OGH 17.03.1998 4 Ob 20/98i
    Beisatz: Ob das zutrifft, ist als Wertung eine Rechtsfrage, welche aufgrund der zu den verschiedenen Beweggründen und Zwecken des Handelns getroffenen Feststellungen sowie der offenkundigen Tatsachen zu beurteilen ist. (T16)
  • 4 Ob 110/98z
    Entscheidungstext OGH 21.04.1998 4 Ob 110/98z
    Auch; Beis wie T16
  • 4 Ob 255/98y
    Entscheidungstext OGH 29.09.1998 4 Ob 255/98y
    Auch
  • 4 Ob 270/98d
    Entscheidungstext OGH 20.10.1998 4 Ob 270/98d
    Beis wie T8; Beis wie T15; Beis wie T16
  • 4 Ob 135/99b
    Entscheidungstext OGH 18.05.1999 4 Ob 135/99b
    Beis wie T8; Beis wie T15
  • 4 Ob 157/99p
    Entscheidungstext OGH 22.06.1999 4 Ob 157/99p
    Vgl auch; Beis wie T9
  • 4 Ob 164/99f
    Entscheidungstext OGH 22.06.1999 4 Ob 164/99f
    Auch
  • 4 Ob 67/00g
    Entscheidungstext OGH 14.03.2000 4 Ob 67/00g
    Auch
  • 4 Ob 258/02y
    Entscheidungstext OGH 21.01.2003 4 Ob 258/02y
    Beis ähnlich wie T8; Beis wie T16
  • 4 Ob 112/03d
    Entscheidungstext OGH 08.07.2003 4 Ob 112/03d
    Beis wie T8; Beisatz: War die Förderung fremden Wettbewerbs nur eine unbeabsichtigte Nebenwirkung bei der Verfolgung des eigenen wirtschaftlichen Interesses, so reicht dies für die Annahme der Absicht, fremden Wettbewerb zu fördern, nicht aus. (T17)
  • 4 Ob 155/05f
    Entscheidungstext OGH 11.08.2005 4 Ob 155/05f
  • 4 Ob 238/06p
    Entscheidungstext OGH 19.12.2006 4 Ob 238/06p
    Beis wie T8; Beis wie T16; Beisatz: Sozialversicherungsträger verfolgen einen rein sozialen Zweck und üben keine wirtschaftliche Tätigkeit aus, wenn sie zur Sicherstellung des gesetzlich vorgegebenen Sachleistungssystems mit den Leistungserbringern privatrechtliche Verträge abschließen. (T18)
  • 4 Ob 93/09v
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 4 Ob 93/09v
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T18
  • 4 Ob 144/10w
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 144/10w
    Auch; Beisatz: Ob das zutrifft, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. (T19)
  • 4 Ob 4/13m
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 4/13m
    Auch
  • 4 Ob 149/15p
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 4 Ob 149/15p
    Beis wie T8; Beis wie T16

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0077647

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.02.2016

Dokumentnummer

JJR_19561121_OGH0002_0030OB00549_5600000_001

Rechtssatz für 3Ob549/56 1Ob55/52 1Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0077686

Geschäftszahl

3Ob549/56; 1Ob55/52; 1Ob345/52; 3Ob503/57; 4Ob301/62; 4Ob325/62; 4Ob356/62; 4Ob324/65; 4Ob319/74; 4Ob355/75; 4Ob328/77; 4Ob320/77; 4Ob354/77; 4Ob311/84; 4Ob374/77; 4Ob312/80; 4Ob320/81; 4Ob314/82; 4Ob376/82; 4Ob404/81; 4Ob348/86; 4Ob338/87; 4Ob401/87; 4Ob114/88; 4Ob34/89; 4Ob38/89 (4Ob39/89); 4Ob128/89; 4Ob120/89; 4Ob61/89; 4Ob92/89; 4Ob126/89; 4Ob29/90; 4Ob173/89; 4Ob99/90; 4Ob519/90; 4Ob89/90; 4Ob112/90; 4Ob71/90; 4Ob83/90 (4Ob84/90); 4Ob80/90 (4Ob81/90); 4Ob100/90; 4Ob160/90; 4Ob135/90; 4Ob153/90; 4Ob175/90; 4Ob36/91; 4Ob92/91; 4Ob135/91; 4Ob58/92; 4Ob97/93; 4Ob116/93; 4Ob1/94; 4Ob1137/94; 4Ob71/95; 4Ob49/95; 4Ob2250/96b; 4Ob314/97y; 4Ob110/98z; 4Ob255/98y; 4Ob157/99p; 4Ob84/00g; 4Ob18/06k; 4Ob127/08t; 4Ob10/09p; 4Ob181/12i; 4Ob43/18d

Entscheidungsdatum

21.11.1956

Norm

UWG §1 C5a
UWG §1 E

Rechtssatz

Bei abfälligen Äußerungen eines im Wettbewerb stehenden Gewerbebetriebes spricht von vornherein die Vermutung zwingend dafür, dass sie in Wettbewerbsabsicht erfolgten.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 549/56
    Entscheidungstext OGH 21.11.1956 3 Ob 549/56
    Veröff: JBl 1957,417 = ÖBl 1957,25
  • 1 Ob 55/52
    Entscheidungstext OGH 23.01.1952 1 Ob 55/52
    Veröff: SZ 25/18 = JBl 1953,462 = ÖBl 1952,7
  • 1 Ob 345/52
    Entscheidungstext OGH 23.04.1952 1 Ob 345/52
    Veröff: SZ 25/100 = ÖBl 1953,5
  • 3 Ob 503/57
    Entscheidungstext OGH 23.10.1957 3 Ob 503/57
    Veröff: ÖBl 1958,46
  • 4 Ob 301/62
    Entscheidungstext OGH 20.03.1962 4 Ob 301/62
    Veröff: JBl 1963,43
  • 4 Ob 325/62
    Entscheidungstext OGH 15.06.1962 4 Ob 325/62
    Veröff: ÖBl 1963,9
  • 4 Ob 356/62
    Entscheidungstext OGH 29.01.1963 4 Ob 356/62
    Veröff: ÖBl 1963,50
  • 4 Ob 324/65
    Entscheidungstext OGH 11.03.1965 4 Ob 324/65
    Veröff: SZ 38/79 = ÖBl 1965,85
  • 4 Ob 319/74
    Entscheidungstext OGH 14.05.1974 4 Ob 319/74
    Beisatz: DZ-Leserdienst. (T1) Veröff: ÖBl 1974,137
  • 4 Ob 355/75
    Entscheidungstext OGH 16.12.1975 4 Ob 355/75
    Veröff: MietSlg 27101
  • 4 Ob 328/77
    Entscheidungstext OGH 19.04.1977 4 Ob 328/77
    Veröff: ÖBl 1977,117
  • 4 Ob 320/77
    Entscheidungstext OGH 14.06.1977 4 Ob 320/77
    Beisatz: Dass eine bestimmte Handlung in der Absicht vorgenommen wurde, den - eigenen oder fremden - Wettbewerb zu fördern, hat ansonsten jedoch grundsätzlich derjenige zu beweisen, der daraus irgendwelche Rechtsfolgen ableitet. (T2) SZ 50/86 = EvBl 1978/38 S 121 = ÖBl 1978,3 (mit Anmerkung von Schönherr)
  • 4 Ob 354/77
    Entscheidungstext OGH 28.06.1977 4 Ob 354/77
  • 4 Ob 311/84
    Entscheidungstext OGH 20.03.1984 4 Ob 311/84
    Beisatz: Konkurrenz bei Verkabelung. (T3) Veröff: ÖBl 1984,102
  • 4 Ob 374/77
    Entscheidungstext OGH 27.09.1977 4 Ob 374/77
  • 4 Ob 312/80
    Entscheidungstext OGH 25.03.1980 4 Ob 312/80
    Beis wie T2; Beisatz: Griechenland-Reisen. (T4) Veröff: ÖBl 1981,45
  • 4 Ob 320/81
    Entscheidungstext OGH 24.03.1981 4 Ob 320/81
    Beisatz: Polstermöbel (T5)
  • 4 Ob 314/82
    Entscheidungstext OGH 04.05.1982 4 Ob 314/82
    Auch; Beisatz: Thermoservice (T6) Veröff: ÖBl 1982,124
  • 4 Ob 376/82
    Entscheidungstext OGH 12.10.1982 4 Ob 376/82
    Veröff: ÖBl 1983,13
  • 4 Ob 404/81
    Entscheidungstext OGH 09.11.1982 4 Ob 404/81
    Beis wie T2; Beisatz: Ambulante Behandlung. (T7) Veröff: ÖBl 1983,9
  • 4 Ob 348/86
    Entscheidungstext OGH 01.07.1986 4 Ob 348/86
    Beisatz: Umweltschädliches Umweltschutzpapier. (T8) Veröff: ÖBl 1987,23 = MR 1986 H4,28
  • 4 Ob 338/87
    Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 338/87
    Veröff: WBl 1988,99 = MR 1988,84
  • 4 Ob 401/87
    Entscheidungstext OGH 12.01.1988 4 Ob 401/87
  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Veröff: SZ 62/60 = MR 1989,61
  • 4 Ob 34/89
    Entscheidungstext OGH 23.05.1989 4 Ob 34/89
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Handelt ein Gewerbetreibender im Wettbewerb, dann spricht schon nach der Lebenserfahrung eine tatsächliche Vermutung für eine Wettbewerbsabsicht. (T9)
  • 4 Ob 38/89
    Entscheidungstext OGH 18.04.1989 4 Ob 38/89
    Veröff: MR 1989,139
  • 4 Ob 128/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 128/89
    Veröff: MR 1989,219 (Korn)
  • 4 Ob 120/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 4 Ob 120/89
  • 4 Ob 61/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 61/89
  • 4 Ob 92/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 4 Ob 92/89
    Beis wie T9; Veröff: MR 1990,99 ff = ecolex 1990,159
  • 4 Ob 126/89
    Entscheidungstext OGH 05.12.1989 4 Ob 126/89
    Veröff: SZ 62/192
  • 4 Ob 29/90
    Entscheidungstext OGH 27.02.1990 4 Ob 29/90
  • 4 Ob 173/89
    Entscheidungstext OGH 03.04.1990 4 Ob 173/89
    Veröff: MR 1990,149
  • 4 Ob 99/90
    Entscheidungstext OGH 26.06.1990 4 Ob 99/90
    Auch
  • 4 Ob 519/90
    Entscheidungstext OGH 26.06.1990 4 Ob 519/90
    Veröff: SZ 63/110
  • 4 Ob 89/90
    Entscheidungstext OGH 12.06.1990 4 Ob 89/90
  • 4 Ob 112/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 112/90
    Auch; Veröff: MR 1991,34
  • 4 Ob 71/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 71/90
    Veröff: SZ 63/156 = JBl 1991,784
  • 4 Ob 83/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 83/90
  • 4 Ob 80/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 80/90
  • 4 Ob 100/90
    Entscheidungstext OGH 09.10.1990 4 Ob 100/90
  • 4 Ob 160/90
    Entscheidungstext OGH 20.11.1990 4 Ob 160/90
    Beisatz: Dass der Beklagte die "Erfüllung seiner Warnpflicht" vorgeschoben hat, nimmt seiner Äußerung weder den Charakter einer Behauptung, noch spricht sie gegen seine Wettbewerbsabsicht. (T10) Veröff: MR 1991,78
  • 4 Ob 135/90
    Entscheidungstext OGH 06.11.1990 4 Ob 135/90
    Veröff: MR 1991,115 = ÖBl 1991,58
  • 4 Ob 153/90
    Entscheidungstext OGH 04.12.1990 4 Ob 153/90
    Veröff: JBl 1991,390 (Pfersmann)
  • 4 Ob 175/90
    Entscheidungstext OGH 15.01.1991 4 Ob 175/90
    Beisatz: Hier: Gebietskrankenkasse (T11) Veröff: WBl 1991,202
  • 4 Ob 36/91
    Entscheidungstext OGH 28.05.1991 4 Ob 36/91
    Veröff: ÖBl 1991,87 = MR 1992,35
  • 4 Ob 92/91
    Entscheidungstext OGH 22.10.1991 4 Ob 92/91
    Veröff: MR 1991,245 (Korn)
  • 4 Ob 135/91
    Entscheidungstext OGH 17.12.1991 4 Ob 135/91
    Vgl auch; Beisatz: Die Wettbewerbsabsicht muss freilich (auch) bei abfälligen Äußerungen nicht das einzige oder auch nur das wesentliche Ziel der Handlung gewesen sein; sie darf nur gegenüber dem eigentlichen Beweggrund nicht völlig in den Hintergrund treten. (T12) Veröff: MR 1992,77 = ÖBl 1992,104 = WBl 1992,202
  • 4 Ob 58/92
    Entscheidungstext OGH 14.07.1992 4 Ob 58/92
    Beis wie T12; Beisatz: Wettbewerbsabsicht (auch) als gesetzlicher Interessenvertreter der Zahnärzte. (T13) Veröff: ÖBl 1992,210
  • 4 Ob 97/93
    Entscheidungstext OGH 13.07.1993 4 Ob 97/93
    Beisatz: Um die Förderung eigenen Wettbewerbs des Medieninhabers geht es, wenn seine Firma im Impressum unrichtig angegeben wird. (T14) Veröff: MR 1993,194 = ÖBl 1993,226
  • 4 Ob 116/93
    Entscheidungstext OGH 16.11.1993 4 Ob 116/93
    Auch; Beisatz: IMAS-Report. (T15)
  • 4 Ob 1/94
    Entscheidungstext OGH 15.02.1994 4 Ob 1/94
  • 4 Ob 1137/94
    Entscheidungstext OGH 22.11.1994 4 Ob 1137/94
    Auch
  • 4 Ob 71/95
    Entscheidungstext OGH 19.09.1995 4 Ob 71/95
    Auch; Beisatz: Bei abfälligen Äußerungen über einen Mitbewerber spricht auf Grund der Lebenserfahrung eine tatsächliche Vermutung von vornherein für die Wettbewerbsabsicht. (T16)
  • 4 Ob 49/95
    Entscheidungstext OGH 10.10.1995 4 Ob 49/95
    Auch; Beis wie T16; Beisatz: Sofern der Beklagte nicht das Gegenteil beweist. (T17) Veröff: SZ 68/177
  • 4 Ob 2250/96b
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2250/96b
    Auch; Beis wie T16; Beis wie T17; Beisatz: Ist eine Behauptung objektiv geeignet, den eigenen Wettbewerb zu Lasten eines Mitbewerbers zu fördern, dann spricht die Vermutung von vornherein für die Wettbewerbsabsicht. (T18)
  • 4 Ob 314/97y
    Entscheidungstext OGH 19.12.1997 4 Ob 314/97y
    Auch
  • 4 Ob 110/98z
    Entscheidungstext OGH 21.04.1998 4 Ob 110/98z
    Auch; Beis wie T12; Beis wie T16
  • 4 Ob 255/98y
    Entscheidungstext OGH 29.09.1998 4 Ob 255/98y
    Auch; Beis wie T17
  • 4 Ob 157/99p
    Entscheidungstext OGH 22.06.1999 4 Ob 157/99p
    Vgl auch; Beis wie T9
  • 4 Ob 84/00g
    Entscheidungstext OGH 12.04.2000 4 Ob 84/00g
    Auch; Beisatz: Hier: Mediale Auseinandersetzung zwischen Rechtsanwälten. (T19)
    Beisatz: Ob dies der Fall ist, hängt so sehr von den Umständen des einzelnen Falles ab, dass regelmäßig keine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 528 Abs 1 ZPO besteht. (T20)
  • 4 Ob 18/06k
    Entscheidungstext OGH 14.03.2006 4 Ob 18/06k
    Auch; Beis wie T17
  • 4 Ob 127/08t
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 4 Ob 127/08t
    Vgl aber für die Rechtslage nach der UWG-Novelle 2007; Beisatz: Auf das Vorliegen von Wettbewerbsabsicht kommt es nach der UWG-Novelle 2007 nicht an. (T21)
    Veröff: SZ 2008/132
  • 4 Ob 10/09p
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 4 Ob 10/09p
    Vgl; Beisatz: Zur Rechtslage nach der UWG-Novelle 2007. (T22)
    Beisatz: § 7 UWG erfasst weiterhin nur Handlungen zu Zwecken des Wettbewerbs. Die mit dieser Formulierung umschriebene Wettbewerbsabsicht ist bei abfälligen Äußerungen eines im Wettbewerb stehenden Unternehmens grundsätzlich zu vermuten. (T23)
  • 4 Ob 181/12i
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 181/12i
    Auch; Beis wie T23
  • 4 Ob 43/18d
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 43/18d

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0077686

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19561121_OGH0002_0030OB00549_5600000_003

Rechtssatz für 3Ob99/57 4Ob301/70 4Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043607

Geschäftszahl

3Ob99/57; 4Ob301/70; 4Ob305/74; 4Ob328/77; 4Ob354/77; 4Ob411/77; 4Ob353/78; 4Ob409/78; 4Ob406/79; 4Ob320/81; 4Ob321/81; 4Ob376/82; 4Ob311/84; 4Ob348/86; 4Ob338/87; 4Ob2/88; 4Ob49/88; 4Ob56/88; 4Ob44/88; 4Ob48/88; 4Ob101/88; 4Ob114/88; 4Ob15/89; 4Ob40/89; 4Ob34/89; 4Ob38/89 (4Ob39/89); 4Ob128/89; 4Ob120/89; 4Ob92/89; 4Ob126/89; 4Ob29/90; 4Ob519/90; 9ObA231/90 (9ObA232/90); 4Ob71/90; 4Ob83/90 (4Ob84/90); 4Ob80/90 (4Ob81/90); 4Ob100/90; 4Ob135/90; 4Ob153/90; 4Ob175/90; 4Ob13/91; 4Ob32/91; 4Ob36/91; 4Ob135/91; 4Ob18/92; 4Ob1013/92; 4Ob134/91; 4Ob57/92; 4Ob58/92; 4Ob69/92 (4Ob70/92); 4Ob62/92; 4Ob75/92; 4Ob99/92; 4Ob50/93; 4Ob133/93; 4Ob67/95; 4Ob1105/95; 4Ob2205/96k; 4Ob144/97y; 4Ob20/98i; 4Ob54/00w; 4Ob38/02w; 4Ob18/06k; 4Ob161/06i; 4Ob253/02p; 4Ob228/07v

Entscheidungsdatum

06.03.1957

Norm

UWG §1 C5a
ZPO §503 Z4 E4c23

Rechtssatz

Die Feststellung der Wettbewerbsabsicht ist eine Tatfrage keine Rechtsfrage.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 99/57
    Entscheidungstext OGH 06.03.1957 3 Ob 99/57
  • 4 Ob 301/70
    Entscheidungstext OGH 03.02.1970 4 Ob 301/70
    Veröff: ÖBl 1970,97
  • 4 Ob 305/74
    Entscheidungstext OGH 05.03.1974 4 Ob 305/74
    Veröff: SZ 47/23 = ÖBl 1974,111
  • 4 Ob 328/77
    Entscheidungstext OGH 19.04.1977 4 Ob 328/77
    Veröff: ÖBl 1977,117
  • 4 Ob 354/77
    Entscheidungstext OGH 28.06.1977 4 Ob 354/77
  • 4 Ob 411/77
    Entscheidungstext OGH 07.03.1978 4 Ob 411/77
  • 4 Ob 353/78
    Entscheidungstext OGH 21.11.1978 4 Ob 353/78
  • 4 Ob 409/78
    Entscheidungstext OGH 16.01.1979 4 Ob 409/78
  • 4 Ob 406/79
    Entscheidungstext OGH 15.01.1980 4 Ob 406/79
    Beisatz: Annahme eines Umgehungsversuches. (T1) Veröff: ÖBl 1980,65
  • 4 Ob 320/81
    Entscheidungstext OGH 24.03.1981 4 Ob 320/81
    Beisatz: Polstermöbel (T2)
  • 4 Ob 321/81
    Entscheidungstext OGH 24.03.1981 4 Ob 321/81
    Beis wie T2
  • 4 Ob 376/82
    Entscheidungstext OGH 12.10.1982 4 Ob 376/82
    Veröff: ÖBl 1983,13
  • 4 Ob 311/84
    Entscheidungstext OGH 20.03.1984 4 Ob 311/84
    Beisatz: Konkurrenz bei Verkabelung. (T3) Veröff: ÖBl 1984,102
  • 4 Ob 348/86
    Entscheidungstext OGH 01.07.1986 4 Ob 348/86
    Beisatz: Umweltschädliches Umweltschutzpapier (T4) Veröff: MR 1986 H4,28 = ÖBl 1987,23
  • 4 Ob 338/87
    Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 338/87
    Veröff: MR 1988,84
  • 4 Ob 2/88
    Entscheidungstext OGH 09.02.1988 4 Ob 2/88
    Beisatz: Die Frage der Beweislast für das Vorliegen der Wettbewerbsabsicht ist aber revisibel. (T5) Veröff: ÖBl 1989,99
  • 4 Ob 44/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 44/88
    Veröff: MR 1988,158 (Korn)
  • 4 Ob 48/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 48/88
    Veröff: SZ 61/193 = MR 1988,194 = GRURInt 1989,326
  • 4 Ob 49/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 49/88
  • 4 Ob 56/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 56/88
    Beisatz: Notwehrgemeinschaft der Bauern. (T6) Veröff: SZ 61/194
  • 4 Ob 101/88
    Entscheidungstext OGH 15.11.1988 4 Ob 101/88
    Beisatz: Ob die (mitspielende) Wettbewerbsabsicht neben anderen Zielen der Handlung noch Gewicht hat, ist als Wertung einer Rechtsfrage, die auf Grund der zu den konkurrierenden Motiven und Zwecken des Handelnden getroffenen Tatsachenfeststellungen zu beurteilen ist. Wurde aber vom Erstgericht das Fehlen der Wettbewerbsabsicht ausdrücklich festgestellt, so darf die Beurteilung nicht mehr allein auf Grund von Erfahrungssätzen (und bloßen Schlußfolgerungen aus dem auch vom Erstgericht als erwiesen angenommenen Sachverhalt) erfolgen. (T7)
  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Beisatz: Ob ein Verhalten geeignet ist, eigenen oder fremden Wettbewerb zu fördern, ist eine Rechtsfrage. (T8); Beis wie T7 nur: Ob die (mitspielende) Wettbewerbsabsicht neben anderen Zielen der Handlung noch Gewicht hat, ist als Wertung einer Rechtsfrage, die auf Grund der zu den konkurrierenden Motiven und Zwecken des Handelnden getroffenen Tatsachenfeststellungen zu beurteilen ist. (T9) Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61
  • 4 Ob 15/89
    Entscheidungstext OGH 14.03.1989 4 Ob 15/89
  • 4 Ob 38/89
    Entscheidungstext OGH 18.04.1989 4 Ob 38/89
    Veröff: MR 1989,139
  • 4 Ob 34/89
    Entscheidungstext OGH 23.05.1989 4 Ob 34/89
  • 4 Ob 40/89
    Entscheidungstext OGH 13.06.1989 4 Ob 40/89
    Beisatz: Die Wettbewerbsabsicht hat grundsätzlich derjenige zu beweisen, der sie behauptet. Handelt ein Gewerbetreibender im Wettbewerb, dann spricht zwar schon nach der Lebenserfahrung eine tatsächliche Vermutung für Wettbewerbsabsicht; sie kann aber durch einen Gegenbeweis des belangten Verletzers widerlegt werden. (T10)
  • 4 Ob 120/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 4 Ob 120/89
  • 4 Ob 128/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 128/89
    Veröff: MR 1989,219 (Korn) = ÖBl 1990,18
  • 4 Ob 126/89
    Entscheidungstext OGH 05.12.1989 4 Ob 126/89
    Veröff: SZ 62/192 = MR 1990,69
  • 4 Ob 92/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 4 Ob 92/89
    Beis wie T9; Veröff: MR 1990,99 ff = ecolex 1990,159
  • 4 Ob 29/90
    Entscheidungstext OGH 27.02.1990 4 Ob 29/90
    Beis wie T9; Veröff: MR 1990,233
  • 4 Ob 519/90
    Entscheidungstext OGH 26.06.1990 4 Ob 519/90
    Veröff: SZ 63/110
  • 4 Ob 71/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 71/90
    Veröff: SZ 63/156 = JBl 1991,784
  • 4 Ob 80/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 80/90
  • 4 Ob 83/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 83/90
  • 9 ObA 231/90
    Entscheidungstext OGH 26.09.1990 9 ObA 231/90
  • 4 Ob 100/90
    Entscheidungstext OGH 09.10.1990 4 Ob 100/90
    Veröff: ÖBl 1990,250
  • 4 Ob 135/90
    Entscheidungstext OGH 06.11.1990 4 Ob 135/90
    Veröff: MR 1991,115 = ÖBl 1991,58
  • 4 Ob 153/90
    Entscheidungstext OGH 04.12.1990 4 Ob 153/90
    Veröff: JBl 1991,390 (Pfersmann)
  • 4 Ob 175/90
    Entscheidungstext OGH 15.01.1991 4 Ob 175/90
    Beisatz: Hier: Gebietskrankenkasse (T11) Veröff: WBl 1991,202
  • 4 Ob 13/91
    Entscheidungstext OGH 26.02.1991 4 Ob 13/91
    Veröff: MR 1991,166 = WBl 1991,265
  • 4 Ob 32/91
    Entscheidungstext OGH 07.05.1991 4 Ob 32/91
    Veröff: MR 1991,243
  • 4 Ob 36/91
    Entscheidungstext OGH 28.05.1991 4 Ob 36/91
    Beis wie T9; Veröff: ÖBl 1991,87
  • 4 Ob 135/91
    Entscheidungstext OGH 17.12.1991 4 Ob 135/91
    Veröff: ÖBl 1992,104
  • 4 Ob 18/92
    Entscheidungstext OGH 18.02.1992 4 Ob 18/92
    Veröff: ÖBl 1992,45
  • 4 Ob 134/91
    Entscheidungstext OGH 18.02.1992 4 Ob 134/91
  • 4 Ob 1013/92
    Entscheidungstext OGH 10.03.1992 4 Ob 1013/92
    Auch
  • 4 Ob 75/92
    Entscheidungstext OGH 07.07.1992 4 Ob 75/92
  • 4 Ob 57/92
    Entscheidungstext OGH 14.07.1992 4 Ob 57/92
    Auch
  • 4 Ob 58/92
    Entscheidungstext OGH 14.07.1992 4 Ob 58/92
    Veröff: ÖBl 1992,210 (Pfersmann)
  • 4 Ob 69/92
    Entscheidungstext OGH 29.09.1992 4 Ob 69/92
  • 4 Ob 62/92
    Entscheidungstext OGH 20.10.1992 4 Ob 62/92
    Veröff: SZ 65/133
  • 4 Ob 99/92
    Entscheidungstext OGH 23.02.1993 4 Ob 99/92
    Beis wie T9; Veröff: ÖBl 1993,195
  • 4 Ob 50/93
    Entscheidungstext OGH 04.05.1993 4 Ob 50/93
  • 4 Ob 133/93
    Entscheidungstext OGH 30.11.1993 4 Ob 133/93
  • 4 Ob 67/95
    Entscheidungstext OGH 18.09.1995 4 Ob 67/95
  • 4 Ob 1105/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 1105/95
    Beis wie T9
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
  • 4 Ob 144/97y
    Entscheidungstext OGH 10.06.1997 4 Ob 144/97y
    Beis wie T7
  • 4 Ob 20/98i
    Entscheidungstext OGH 17.03.1998 4 Ob 20/98i
    Auch
  • 4 Ob 54/00w
    Entscheidungstext OGH 14.03.2000 4 Ob 54/00w
    Auch; Beis wie T9
  • 4 Ob 38/02w
    Entscheidungstext OGH 13.03.2002 4 Ob 38/02w
    Auch; Beis wie T9
  • 4 Ob 253/02p
    Entscheidungstext OGH 19.11.2002 4 Ob 253/02p
  • 4 Ob 18/06k
    Entscheidungstext OGH 14.03.2006 4 Ob 18/06k
    Beis wie T7
  • 4 Ob 161/06i
    Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 161/06i
  • 4 Ob 228/07v
    Entscheidungstext OGH 22.01.2008 4 Ob 228/07v

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0043607

Dokumentnummer

JJR_19570306_OGH0002_0030OB00099_5700000_001

Rechtssatz für 4Ob310/64 4Ob311/76 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078620

Geschäftszahl

4Ob310/64; 4Ob311/76; 4Ob322/84; 4Ob114/88; 4Ob30/91; 4Ob90/91; 4Ob120/91; 4Ob127/08t

Entscheidungsdatum

08.06.1964

Norm

UWG §3

Rechtssatz

§ 3 UWG beschränkt hinsichtlich des Unterlassungsanspruches nach § 2 UWG die Haftung des Herausgebers oder Eigentümers einer Zeitung für die im Interesse dritter Personen veröffentlichten Angaben auf solche (unentgeltliche oder entgeltliche) Mitteilungen, die sich als eine von der Schriftleitung ausgehende Empfehlung des Unternehmens eines anderen darstellen, schließt den Unterlassungsanspruch also für Annoncen aus, aus denen - mögen sie nun, wie dies in der Regel der Fall ist, bezahlt sein oder nicht - nicht die Zeitung, sondern der Inserent zum Publikum spricht, in denen somit nicht die Schriftleitung ein bestimmtes Unternehmen, sondern ein Unternehmen sich selbst empfiehlt.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 310/64
    Entscheidungstext OGH 08.06.1964 4 Ob 310/64
    Veröff: ÖBl 1964,94
  • 4 Ob 311/76
    Entscheidungstext OGH 27.04.1976 4 Ob 311/76
    Beisatz: Konkursverkauf (T1) Veröff: SZ 49/57 = ÖBl 1976,163
  • 4 Ob 322/84
    Entscheidungstext OGH 17.04.1984 4 Ob 322/84
    nur: Schließt den Unterlassungsanspruch also für Annoncen aus, aus denen - mögen sie nun, wie dies in der Regel der Fall ist, bezahlt sein oder nicht - nicht die Zeitung, sondern der Inserent zum Publikum spricht, in denen somit nicht die Schriftleitung ein bestimmtes Unternehmen, sondern ein Unternehmen sich selbst empfiehlt. (T2) Veröff: ÖBl 1984,135 = GRURInt 1985,58 = RdW 1984,372 = MR 1984 H4, Archiv 13; hiezu Korn MR 1984/4 S 10
  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    nur T2; Beisatz: Aus § 3 UWG kann aber keine Befreiung eines Zeitungsunternehmens von der Haftung für die Veröffentlichung eines Leserbriefes abgeleitet werden; diese Bestimmung ist auf die unsachliche Pauschalabwertung eines Konkurrenten durch Verbreiten eines Leserbriefes in einer Zeitschrift keinesfalls anwendbar. (T3) Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61
  • 4 Ob 30/91
    Entscheidungstext OGH 07.05.1991 4 Ob 30/91
    Vgl auch; Beisatz: Identifiziert sich hingegen ein Zeitungsunternehmen, etwa durch eine Empfehlung, mit der Werbeankündigung des Interessenten oder unterstützt es eine fremde Werbung in sonstiger Weise mit redaktionellen Mitteilungen, dann kann nach Lage des Falls eine Haftung als Mittäterin oder Gehilfin in Betracht kommen; es handelt sich dann um eine Förderung fremden Wettbewerbs. (T4) Veröff: ÖBl 1991,84
  • 4 Ob 90/91
    Entscheidungstext OGH 10.09.1991 4 Ob 90/91
    Vgl auch; Beisatz: Lotto-Systemplan (T5) Veröff: MR 1991,247
  • 4 Ob 120/91
    Entscheidungstext OGH 05.11.1991 4 Ob 120/91
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 127/08t
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 4 Ob 127/08t
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Noch zur Rechtslage vor der UWG-Novelle 2007. (T6); Veröff: SZ 2008/132

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0078620

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.11.2012

Dokumentnummer

JJR_19640608_OGH0002_0040OB00310_6400000_002

Rechtssatz für 4Ob343/73 4Ob340/74 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078959

Geschäftszahl

4Ob343/73; 4Ob340/74; 4Ob327/81; 4Ob342/80 (4Ob343/80); 4Ob343/83; 4Ob2/89; 4Ob114/88; 4Ob128/89; 4Ob120/89; 4Ob61/89; 4Ob112/90; 4Ob80/90 (4Ob81/90); 4Ob36/91; 4Ob31/93; 4Ob30/94; 4Ob2/96 (4Ob3/96); 4Ob2205/96k; 4Ob91/11b

Entscheidungsdatum

04.01.1974

Norm

UWG §7 A
UWG §7 B

Rechtssatz

Herabsetzende Tatsachenbehauptungen im Sinne des § 7 UWG können auch durch bloße Andeutungen und Umschreibungen verbreitet werden (vgl RZ 1930,31) (Semperit, ins "Schwimmen" kommen).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 343/73
    Entscheidungstext OGH 04.01.1974 4 Ob 343/73
    Veröff: ÖBl 1974,114
  • 4 Ob 340/74
    Entscheidungstext OGH 15.10.1974 4 Ob 340/74
    Beisatz: Vertreterwerbung der Fernlehrinstitute. (T1)
  • 4 Ob 327/81
    Entscheidungstext OGH 24.03.1981 4 Ob 327/81
  • 4 Ob 342/80
    Entscheidungstext OGH 05.05.1981 4 Ob 342/80
    Beisatz: BePEisenwaren (T2) Veröff: ÖBl 1981,122
  • 4 Ob 343/83
    Entscheidungstext OGH 31.05.1983 4 Ob 343/83
    Beisatz: Dabei kommt es allein darauf an, wie eine bestimmte Änderung im Geschäftsverkehr von den Personen aufgefaßt wird, an die sie sich wendet. Bei mehrdeutigen Äußerungen muß der Verbreitende auch hier die für ihn ungünstige Auslegung gegen sich gelten lassen. "Schadensregulierungsverein". (T3)
  • 4 Ob 2/89
    Entscheidungstext OGH 24.01.1989 4 Ob 2/89
  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61
  • 4 Ob 128/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 128/89
    Veröff: MR 1989,219 (Korn) = ÖBl 1990,18
  • 4 Ob 120/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 4 Ob 120/89
  • 4 Ob 61/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 61/89
    Beisatz: Bei der Beurteilung, ob Tatsachenbehauptungen geeignet sind, Konkurrenten herabzusetzen, kommt es auf den Zusammenhang an, in dem die Äußerungen gemacht wurden. (T4)
  • 4 Ob 112/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 112/90
    Beis wie T3; Veröff: MR 1991,34
  • 4 Ob 80/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 80/90
  • 4 Ob 36/91
    Entscheidungstext OGH 28.05.1991 4 Ob 36/91
    Ähnlich; Beisatz: Udo Proksch und seine Haberer... die "Wiener Partie". (T5) Veröff: ÖBl 1991,87 = MR 1992,35
  • 4 Ob 31/93
    Entscheidungstext OGH 04.05.1993 4 Ob 31/93
    Beis wie T3; Beisatz: Hier: Behauptungen des Beklagten die Klägerin liege in einem Rechtsstreit mit ihrem Kunden - kein Gerichtsverfahren anhängig. (T6)
  • 4 Ob 30/94
    Entscheidungstext OGH 14.12.1993 4 Ob 30/94
  • 4 Ob 2/96
    Entscheidungstext OGH 16.01.1996 4 Ob 2/96
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
  • 4 Ob 91/11b
    Entscheidungstext OGH 19.10.2011 4 Ob 91/11b
    Beis ähnlich wie T4; Beisatz: Bei der ‑ an sich zutreffenden ‑ Behauptung der Einbringung eines Konkursantrags gegen einen Konkurrenten kommt es auf die Begleitumstände an. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0078959

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.12.2011

Dokumentnummer

JJR_19740104_OGH0002_0040OB00343_7300000_003

Rechtssatz für 4Ob313/74 4Ob354/86 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079114

Geschäftszahl

4Ob313/74; 4Ob354/86; 4Ob114/88; 4Ob133/90; 4Ob30/94; 4Ob2205/96k; 4Ob70/06g

Entscheidungsdatum

07.05.1974

Norm

UWG §7 B
UWG §7 G

Rechtssatz

Die Angabe der Quelle, aus der die Nachricht stammt, vermag den Eintritt der sich aus § 7 Abs 1 UWG ergebenden Rechtsfolgen nicht zu verhindern.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 313/74
    Entscheidungstext OGH 07.05.1974 4 Ob 313/74
    Beisatz: Skiwelt (T1) Veröff: ÖBl 1975,33
  • 4 Ob 354/86
    Entscheidungstext OGH 24.02.1987 4 Ob 354/86
    Beisatz: Durch den Nachweis der Richtigkeit einer solchen Quellenangabe ist der dem Beklagten obliegende Wahrheitsbeweis nicht erbracht. (T2) Veröff: ÖBl 1987,97 (Federsel)
  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Beisatz: Es macht auch keinen Unterschied, wenn sich solche Äußerungen in (Leserbriefen) Briefen Dritter finden (so schon ÖBl 1967,85). (T3) Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61
  • 4 Ob 133/90
    Entscheidungstext OGH 09.10.1990 4 Ob 133/90
  • 4 Ob 30/94
    Entscheidungstext OGH 14.12.1993 4 Ob 30/94
    Beisatz: Hauszustellung einer Zeitung. (T4)
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
  • 4 Ob 70/06g
    Entscheidungstext OGH 23.05.2006 4 Ob 70/06g

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0079114

Dokumentnummer

JJR_19740507_OGH0002_0040OB00313_7400000_003

Rechtssatz für 4Ob311/76 4Ob114/88 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078604

Geschäftszahl

4Ob311/76; 4Ob114/88; 4Ob172/89; 4Ob127/08t

Entscheidungsdatum

27.04.1976

Norm

UWG §3 Abs1
UWG §30

Rechtssatz

Die Haftungsbeschränkungen des § 3 Abs 1 UWG gelten nicht nur bei "zur Irreführung geeigneten Angaben" im Sinne des § 2 UWG, sondern auch für alle anderen wahrheitswidrigen oder sonst zur Irreführung geeigneten Zeitungsinserate.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 311/76
    Entscheidungstext OGH 27.04.1976 4 Ob 311/76
    Beisatz: Konkursverkauf II (T1) Veröff: ÖBl 1976,163
  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Beisatz: Aus § 3 UWG kann aber keine Befreiung eines Zeitungsunternehmens von der Haftung für die Veröffentlichung eines Leserbriefes abgeleitet werden; diese Bestimmung ist auf die unsachliche Pauschalabwertung eines Konkurrenten durch Verbreiten eines Leserbriefes in einer Zeitschrift keinesfalls anwendbar. (T2) Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61
  • 4 Ob 172/89
    Entscheidungstext OGH 30.01.1990 4 Ob 172/89
    Vgl
  • 4 Ob 127/08t
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 4 Ob 127/08t
    Beisatz: Hier: Noch zur Rechtslage vor der UWG-Novelle 2007. (T3); Veröff: SZ 2008/132

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0078604

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.11.2012

Dokumentnummer

JJR_19760427_OGH0002_0040OB00311_7600000_001

Rechtssatz für 4Ob310/77 4Ob328/77 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0077702

Geschäftszahl

4Ob310/77; 4Ob328/77; 4Ob320/77; 4Ob354/77; 4Ob411/77; 4Ob320/78; 4Ob386/80; 4Ob320/81; 4Ob330/82; 4Ob353/82; 4Ob376/82; 4Ob404/81; 4Ob395/82; 4Ob348/86; 4Ob386/86; 4Ob338/87; 4Ob330/86; 4Ob2/88; 4Ob406/87; 4Ob26/88; 4Ob56/88; 4Ob44/88; 4Ob48/88; 4Ob114/88; 4Ob40/89; 4Ob34/89; 4Ob38/89 (4Ob39/89); 4Ob92/89; 4Ob162/89; 4Ob519/90; 4Ob88/90; 4Ob153/90; 4Ob175/90; 4Ob9/91; 4Ob32/91; 4Ob99/92; 4Ob118/93; 4Ob38/94; 4Ob67/95; 4Ob1105/95; 4Ob2250/96b; 4Ob2374/96p; 4Ob2205/96k; 4Ob52/98w; 4Ob270/98d; 4Ob309/98i; 4Ob16/99b; 4Ob205/01b; 4Ob12/02x; 4Ob161/06i

Entscheidungsdatum

08.03.1977

Norm

UWG §1 C5a
UWG §1 C5b
UWG §14 A1

Rechtssatz

Ein Unterlassungsanspruch nach § 1 UWG setzt unter anderem auch voraus, dass die beanstandete Handlung "zu Zwecken des Wettbewerbes" vorgenommen wurde, sie also objektiv geeignet war, den Absatz der Waren oder Leistungen des eigenen Geschäftsbetriebes oder eines Dritten neben anderen Wettbewerbern zu fördern oder den Absatz anderer Mitbewerber zu schmälern.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 310/77
    Entscheidungstext OGH 08.03.1977 4 Ob 310/77
    Veröff: ÖBl 1977,121
  • 4 Ob 328/77
    Entscheidungstext OGH 19.04.1977 4 Ob 328/77
    Beisatz: Sie muss aber darüber hinaus auch in subjektiver Hinsicht von der entsprechenden Wettbewerbsabsicht getragen werden. (T1) Veröff: ÖBl 1977,117
  • 4 Ob 320/77
    Entscheidungstext OGH 14.06.1977 4 Ob 320/77
    Beis wie T1; Veröff: SZ 50/86 = EvBl 1978/38 S 121 = ÖBl 1978,3 (mit Anmerkung von Schönherr)
  • 4 Ob 354/77
    Entscheidungstext OGH 28.06.1977 4 Ob 354/77
  • 4 Ob 411/77
    Entscheidungstext OGH 07.03.1978 4 Ob 411/77
    Beis wie T1
  • 4 Ob 320/78
    Entscheidungstext OGH 04.04.1978 4 Ob 320/78
  • 4 Ob 386/80
    Entscheidungstext OGH 25.11.1980 4 Ob 386/80
    Beis wie T1
  • 4 Ob 320/81
    Entscheidungstext OGH 24.03.1981 4 Ob 320/81
    Beis wie T1; Beisatz: Polstermöbel (T2)
  • 4 Ob 330/82
    Entscheidungstext OGH 04.05.1982 4 Ob 330/82
    Beis wie T1
  • 4 Ob 353/82
    Entscheidungstext OGH 13.07.1982 4 Ob 353/82
    Beis wie T1; Veröff: SZ 55/111 = ÖBl 1983,127 = MietSlg 34639(25)
  • 4 Ob 376/82
    Entscheidungstext OGH 12.10.1982 4 Ob 376/82
    Beis wie T1; Beisatz: Die Absicht, einen fremden Wettbewerb zum Nachteil der Mitbewerber zu fördern, genügt. (T3) Veröff: ÖBl 1983,13
  • 4 Ob 404/81
    Entscheidungstext OGH 09.11.1982 4 Ob 404/81
    Beis wie T1; Beisatz: Ambulante Behandlung. (T4) Veröff: ÖBl 1983,9
  • 4 Ob 395/82
    Entscheidungstext OGH 14.12.1982 4 Ob 395/82
    Beis wie T1; Beisatz: Badegebühren (T5)
  • 4 Ob 348/86
    Entscheidungstext OGH 01.07.1986 4 Ob 348/86
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: § 7 UWG - "Umweltschädliches Umweltschutzpapier. (T6) Veröff: MR 1986 H4,28 = ÖBl 1987,23
  • 4 Ob 386/86
    Entscheidungstext OGH 18.11.1986 4 Ob 386/86
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: Kein Wettbewerbsvorsprung bei Weitergabe zum Selbstkostenpreis. (T7) Veröff: ÖBl 1987,124
  • 4 Ob 338/87
    Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 338/87
    Beis wie T1; Veröff: MR 1988,84
  • 4 Ob 2/88
    Entscheidungstext OGH 09.02.1988 4 Ob 2/88
    Beis wie T1; Veröff: ÖBl 1989,99
  • 4 Ob 330/86
    Entscheidungstext OGH 15.03.1988 4 Ob 330/86
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 406/87
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 4 Ob 406/87
    Auch; Veröff: SZ 61/134 = WBl 1988,433 = ÖBl 1989,77
  • 4 Ob 26/88
    Entscheidungstext OGH 28.06.1988 4 Ob 26/88
    Auch; Beis wie T7
  • 4 Ob 44/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 44/88
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: Verneint bei Verfolgung publizistischer Zwecke, nämlich ein "Sittenbild" der Zweiten Republik zu zeichnen. (T9)
  • 4 Ob 48/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 48/88
    Beis wie T1; Veröff: SZ 61/193 = MR 1988,194 = GRURInt 1989,326
  • 4 Ob 56/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 56/88
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: § 1 RabG. Notwehrgemeinschaft der Bauern. (T8) Veröff: SZ 61/194
  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Auch; Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61
  • 4 Ob 38/89
    Entscheidungstext OGH 18.04.1989 4 Ob 38/89
    Beis wie T1; Veröff: MR 1989,139
  • 4 Ob 34/89
    Entscheidungstext OGH 23.05.1989 4 Ob 34/89
    Beis wie T1
  • 4 Ob 40/89
    Entscheidungstext OGH 13.06.1989 4 Ob 40/89
    Beis wie T1
  • 4 Ob 92/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 4 Ob 92/89
    Beis wie T1; Veröff: MR 1990,99 ff = ecolex 1990,159
  • 4 Ob 162/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 4 Ob 162/89
    Beis wie T1; Veröff: SZ 62/208 = ÖBl 1990,253 = MR 1990,66
  • 4 Ob 519/90
    Entscheidungstext OGH 26.06.1990 4 Ob 519/90
    Beis wie T1; Beis wie T8 nur: Hier: § 7 UWG. (T10) Veröff: SZ 63/110
  • 4 Ob 88/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 88/90
    Beis wie T1; Veröff: MR 1991,73
  • 4 Ob 153/90
    Entscheidungstext OGH 04.12.1990 4 Ob 153/90
    Beis wie T1; Veröff: JBl 1991,390 (Pfersmann) = MR 1991,159
  • 4 Ob 175/90
    Entscheidungstext OGH 15.01.1991 4 Ob 175/90
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: Gebietskrankenkasse (T11)
  • 4 Ob 9/91
    Entscheidungstext OGH 12.03.1991 4 Ob 9/91
    Beis wie T1; Beis wie T10; Veröff: MR 1991,206
  • 4 Ob 32/91
    Entscheidungstext OGH 07.05.1991 4 Ob 32/91
    Auch; Beis wie T1; Veröff: MR 1991,243
  • 4 Ob 99/92
    Entscheidungstext OGH 23.02.1993 4 Ob 99/92
    Beis wie T3; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Gegen Halter von Batterielegehennen; Wettbewerbsabsicht gänzlich im Hintergrund. (T12) Veröff: WBl 1993,195
  • 4 Ob 118/93
    Entscheidungstext OGH 16.11.1993 4 Ob 118/93
  • 4 Ob 38/94
    Entscheidungstext OGH 12.04.1994 4 Ob 38/94
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 67/95
    Entscheidungstext OGH 18.09.1995 4 Ob 67/95
    nur: Ein Unterlassungsanspruch nach § 1 UWG setzt unter anderem auch voraus, dass die beanstandete Handlung "zu Zwecken des Wettbewerbes" vorgenommen wurde. (T13) Beis wie T1
  • 4 Ob 1105/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 1105/95
    Auch; Beisatz: Hier: Betrieb eines Notruftelefonsystems nicht zu Zwecken des Wettbewerbs. (T14)
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
    Auch; nur T13; Beisatz: Tatbestandsvoraussetzung des § 7 Abs 1 UWG ist, daß der Beklagte in Wettbewerbsabsicht gehandelt hat. (T16)
  • 4 Ob 2250/96b
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2250/96b
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Ist eine Behauptung objektiv geeignet, den eigenen Wettbewerb zu Lasten eines Mitbewerbers zu fördern, dann spricht die Vermutung von vornherein für die Wettbewerbsabsicht; der Beklagte kann aber das Gegenteil beweisen. (T15)
  • 4 Ob 2374/96p
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2374/96p
    nur T13
  • 4 Ob 52/98w
    Entscheidungstext OGH 21.04.1998 4 Ob 52/98w
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 270/98d
    Entscheidungstext OGH 20.10.1998 4 Ob 270/98d
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 309/98i
    Entscheidungstext OGH 26.01.1999 4 Ob 309/98i
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 16/99b
    Entscheidungstext OGH 09.03.1999 4 Ob 16/99b
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 205/01b
    Entscheidungstext OGH 16.10.2001 4 Ob 205/01b
    Vgl auch; Beisatz: Wettbewerbliches Verhalten liegt nur dann vor, wenn - neben dem subjektiven Erfordernis der Wettbewerbsabsicht - die Handlung objektiv geeignet ist, den Absatz eines Unternehmens auf Kosten der Mitbewerber zu fördern. Nicht jedes geschäftliche Verhalten eines Gewerbetreibenden ist demnach wettbewerbliches Verhalten; solches trifft erst zu, wenn es sich auf Mitbewerber auswirken kann. (T17)
  • 4 Ob 12/02x
    Entscheidungstext OGH 13.03.2002 4 Ob 12/02x
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Das erfordert in Bezug auf den wettbewerblichen Charakter des Verhaltens, dass sich der Störer mindestens der Wirkung seiner Handlung auf die Beeinflussung der Marktverhältnisse bewusst ist, diese also, wenn schon nicht bezweckt, so doch jedenfalls in Kauf nimmt. Dazu muss aber der Handelnde mindestens jene Tatumstände kennen, die diese Beeinflussung der Marktverhältnisse hervorrufen, wenn auch nicht die darüber hinausgehenden verschuldensbegründenden Faktoren. (T18)
  • 4 Ob 161/06i
    Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 161/06i
    Auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0077702

Dokumentnummer

JJR_19770308_OGH0002_0040OB00310_7700000_001

Rechtssatz für 4Ob338/87 4Ob114/88 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0077780

Geschäftszahl

4Ob338/87; 4Ob114/88; 4Ob40/89; 4Ob38/89 (4Ob39/89); 4Ob162/89; 4Ob94/91; 4Ob133/93; 4Ob67/95; 4Ob2250/96b; 4Ob2205/96k; 4Ob149/15p

Entscheidungsdatum

20.10.1987

Norm

UWG §1 C5b
UWG §7 A

Rechtssatz

Eine Wettbewerbshandlung erfordert auch die Absicht, den - eigenen oder fremden - Wettbewerb zum Nachteil eines anderen Mitbewerbers zu fördern. Beim Zusammentreffen mehrerer Beweggründe reicht es aus, daß die Absicht, eigenen oder fremden Wettbewerb zu fördern, nicht völlig zurücktritt.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 338/87
    Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 338/87
    Veröff: MR 1988,84
  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Auch; Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61
  • 4 Ob 40/89
    Entscheidungstext OGH 13.06.1989 4 Ob 40/89
  • 4 Ob 38/89
    Entscheidungstext OGH 18.04.1989 4 Ob 38/89
    Veröff: MR 1989,139
  • 4 Ob 162/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 4 Ob 162/89
    Auch; Veröff: SZ 62/208 = ÖBl 1990,253 = MR 1990,66
  • 4 Ob 94/91
    Entscheidungstext OGH 25.02.1989 4 Ob 94/91
    Vgl auch; Beisatz: Webpelze (T1)
  • 4 Ob 133/93
    Entscheidungstext OGH 30.11.1993 4 Ob 133/93
    Beisatz: Ob das der Fall ist, ist als Wertung eine Rechtsfrage. (T2)
  • 4 Ob 67/95
    Entscheidungstext OGH 18.09.1995 4 Ob 67/95
    Vgl auch; Beisatz: War die Förderung fremden Wettbewerbs nur eine unbeabsichtigte Nebenwirkung bei der Verfolgung des eigenen wirtschaflichen Interesses, so reicht dies für die Annahme der Absicht, fremden Wettbewerb zu fördern, nicht aus. (T3)
  • 4 Ob 2250/96b
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2250/96b
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
  • 4 Ob 149/15p
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 4 Ob 149/15p
    Beis wie T2; Beisatz: Hier: Rechtsanwalt veröffentlicht auf seiner Internetseite Presseberichte über von ihm gestellte Anträge und erstattetes Vorbringen. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0077780

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.02.2016

Dokumentnummer

JJR_19871020_OGH0002_0040OB00338_8700000_004

Rechtssatz für 4Ob114/88 4Ob126/89 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0077899

Geschäftszahl

4Ob114/88; 4Ob126/89; 4Ob118/90; 4Ob92/91; 4Ob109/94; 4Ob127/08t; 4Ob103/10s; 4Ob242/18v

Entscheidungsdatum

07.02.1989

Norm

UWG §1 D1b
UWG §1 D1c
UWG §1 E
UWG §7 A

Rechtssatz

Auch im Pressewesen besteht kein schutzwürdiges Informationsbedürfnis an der pauschalen Herabsetzung von Mitbewerbern, auch nicht zum Zweck der Information über die Meinung maßgeblicher Mitglieder einer bestimmten Branche betreffend die Berichterstattung eines unmittelbaren Konkurrenten. Für die Annahme, dass ein solches Informationsbedürfnis die Absicht, den eigenen Wettbewerb zu fördern, in den Hintergrund dränge, bleibt daher kein Raum.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61
  • 4 Ob 126/89
    Entscheidungstext OGH 05.12.1989 4 Ob 126/89
    Veröff: SZ 62/192 = MR 1990,69
  • 4 Ob 118/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 118/90
    Auch; Beisatz: Pauschale Herabsetzung sind deshalb auch nicht mit dem Grundrecht der freien Meinungsäußerung (Art 13 StGG, Art 10 MRK) zu rechtfertigen. (T1) Veröff: MR 1991,35 = ÖBl 1991,64
  • 4 Ob 92/91
    Entscheidungstext OGH 22.10.1991 4 Ob 92/91
    Auch; Beis wie T1; Veröff: MR 1991,245 (Korn)
  • 4 Ob 109/94
    Entscheidungstext OGH 04.10.1994 4 Ob 109/94
    Auch
  • 4 Ob 127/08t
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 4 Ob 127/08t
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Zur Rechtslage vor und nach der UWG-Novelle 2007. (T2); Veröff: SZ 2008/132
  • 4 Ob 103/10s
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 103/10s
    Vgl; Beisatz: Hier: Unsachlichkeit. (T3)
  • 4 Ob 242/18v
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 4 Ob 242/18v
    Vgl; Beisatz: Dies gilt auch für andere Branchen. (T4); Beisatz: Hier: Interview eines Rechtsanwalts zur Verfahrenshilfe. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0077899

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19890207_OGH0002_0040OB00114_8800000_001

Rechtssatz für 4Ob114/88 4Ob128/89 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0077907

Geschäftszahl

4Ob114/88; 4Ob128/89; 4Ob133/90; 4Ob36/91

Entscheidungsdatum

07.02.1989

Norm

UWG §1 D1b
UWG §1 D1c
UWG §7 A
UWG §7 B

Rechtssatz

Handelt es sich weder um weltanschauliche Auseinandersetzungen noch um eine sachliche Kritik, sondern um Äußerungen, die den unmittelbaren Mitbewerber pauschal herabsetzen und in seinem Kredit schädigen ist stets ein strenger Maßstab anzulegen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61
  • 4 Ob 128/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 128/89
    Vgl auch; Veröff: MR 1989,219 (Korn) = ÖBl 1990,18
  • 4 Ob 133/90
    Entscheidungstext OGH 09.10.1990 4 Ob 133/90
    Auch
  • 4 Ob 36/91
    Entscheidungstext OGH 28.05.1991 4 Ob 36/91
    Ähnlich; Veröff: ÖBl 1991,87

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0077907

Dokumentnummer

JJR_19890207_OGH0002_0040OB00114_8800000_002

Rechtssatz für 4Ob114/88 4Ob162/89 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078308

Geschäftszahl

4Ob114/88; 4Ob162/89; 4Ob118/90; 4Ob154/90; 4Ob153/90; 4Ob36/91; 4Ob10/92; 4Ob58/92; 4Ob1/94; 4Ob30/94; 4Ob314/97y; 4Ob296/99d; 4Ob237/00g; 4Ob89/03x; 4Ob116/06x; 4Ob105/06d; 4Ob127/08t; 4Ob39/10d; 4Ob100/10z; 4Ob209/14k; 4Ob177/18k

Entscheidungsdatum

07.02.1989

Norm

UWG §1 D1c
UWG §1 D2d
UWG §7 C

Rechtssatz

Eine objektiver Nachprüfung entzogene, mit Schlagworten operierende - und deshalb dem Wahrheitsbeweis entzogene - Pauschalabwertung eines Konkurrenten, die den Boden einer sachlichen Aufklärung des Publikums verlässt, verstößt deshalb gegen § 1 UWG.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61
  • 4 Ob 162/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 4 Ob 162/89
    Vgl auch; Veröff: SZ 62/208
  • 4 Ob 118/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 118/90
    Auch; Veröff: MR 1991,35 = ÖBl 1991,64
  • 4 Ob 154/90
    Entscheidungstext OGH 20.11.1990 4 Ob 154/90
    Vgl auch; Beisatz: Ähnlich wie bei Werbevergleichen - die Beklagten haben die Nachteile des Kaufes bei "fliegenden Händlern" mit den Vorzügen des Fachhandels verglichen -, wäre die wettbewerbswidrige Warnung nur dann sachlich und informativ gewesen, wenn die Werbenden dem Publikum alle wesentlichen Umstände mitgeteilt hätten, die für die ausgesprochene Warnung maßgebend waren. (T1)
  • 4 Ob 153/90
    Entscheidungstext OGH 04.12.1990 4 Ob 153/90
    Auch; Beisatz: Kein Verstoß gegen das verfassungsgesetzlich verankerte Recht der freien Meinungsäußerung. (T2) Veröff: JBl 1991,390 (Pfersmann) = MR 1991,159
  • 4 Ob 36/91
    Entscheidungstext OGH 28.05.1991 4 Ob 36/91
    Beis wie T2; Veröff: ÖBl 1991,87 = MR 1992,35
  • 4 Ob 10/92
    Entscheidungstext OGH 16.06.1992 4 Ob 10/92
    Vgl auch; Beisatz: Eine wahrheitsgemäße geschäftsschädigende Behauptung ist dann zulässig, wenn der Wettbewerber hinreichenden Anlass hat, den eigenen Wettbewerb mit der Herabsetzung des Mitbewerbers zu verbinden, und sich die Kritik nach Art und Maß im Rahmen des Erforderlichen hält. (T3) Veröff: WBl 1992,410
  • 4 Ob 58/92
    Entscheidungstext OGH 14.07.1992 4 Ob 58/92
    Auch; Veröff: ÖBl 1992,210
  • 4 Ob 1/94
    Entscheidungstext OGH 15.02.1994 4 Ob 1/94
    Auch; Beisatz: Hier: Götz-Zitat für Konkurrenten. (T4)
  • 4 Ob 30/94
    Entscheidungstext OGH 14.12.1993 4 Ob 30/94
    Beis wie T3; Beisatz: Die Behauptungen sind, weil sittenwidrig, ohne Rücksicht auf ihren Wahrheitsgehalt unzulässig. "Hauszustellung einer Zeitung". (T5)
  • 4 Ob 314/97y
    Entscheidungstext OGH 19.12.1997 4 Ob 314/97y
    Vgl auch
  • 4 Ob 296/99d
    Entscheidungstext OGH 14.12.1999 4 Ob 296/99d
    Auch
  • 4 Ob 237/00g
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 4 Ob 237/00g
    Vgl auch
  • 4 Ob 89/03x
    Entscheidungstext OGH 24.06.2003 4 Ob 89/03x
    Vgl auch; Beisatz: Die Aussagen, andere Optiker würden das Komplettbrillenkonzept der Beklagten schlecht machen, in Betrieben von herkömmlichen Optikern werde eine Handelsspanne von 717 % erzielt, sind als mit Schlagworten operierende Pauschalabwertung von Konkurrenten zu beurteilen, die nicht unter § 7 UWG, sondern unter § 1 UWG fallen. Die Abgrenzung erfolgt nicht nach der Zulässigkeit eines Wahrheitsbeweises, sondern danach, ob - etwa durch Pauschalabwertungen, unnötiges Bloßstellen oder aggressive Tendenzen - das Sachlichkeitsgebot verletzt wird, in welchem Fall ein Verstoß gegen § 1 UWG vorliegt. (T6)
  • 4 Ob 116/06x
    Entscheidungstext OGH 09.08.2006 4 Ob 116/06x
    Auch; Beisatz: Gegen § 1 UWG verstößt, wer Mitbewerber unnötig bloßstellt oder der Lächerlichkeit preisgibt oder durch ironische Formulierungen oder aggressive Tendenzen das Sachlichkeitsgebot verletzt. (T7)
  • 4 Ob 105/06d
    Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 105/06d
    Auch; Beisatz: Hier: Ein Verstoß gegen § 1 UWG durch die beanstandeten Tatsachenmitteilungen wäre erst dann in Betracht zu ziehen, wenn - etwa durch Pauschalabwertungen, unnötiges Bloßstellen oder aggressive Tendenzen - das Sachlichkeitsgebot verletzt wird. Das zur Illustration einer konkreten Tatsache (Aufbau von Abhängigkeiten) verwendete Bild von den Seilbahnen am Haken ist jedoch weder aggressiv noch bloßstellend, sondern illustriert pointiert den Vorwurf der behaupteten wirtschaftlichen Abhängigkeit. (T8)
  • 4 Ob 127/08t
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 4 Ob 127/08t
    Beis wie T2; Beisatz: Nach § 1 UWG idF der UWG-Novelle 2007 ist die pauschale Herabsetzung von Mitbewerbern im Regelfall als unlautere Geschäftspraktik im Sinn der Generalklausel des § 1 UWG zu werten. (T9); Veröff: SZ 2008/132
  • 4 Ob 39/10d
    Entscheidungstext OGH 13.07.2010 4 Ob 39/10d
  • 4 Ob 100/10z
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 100/10z
  • 4 Ob 209/14k
    Entscheidungstext OGH 16.12.2014 4 Ob 209/14k
    Vgl; Beisatz: Hier: Vergleichende Werbung. (T10); Veröff: SZ 2014/128
  • 4 Ob 177/18k
    Entscheidungstext OGH 23.10.2018 4 Ob 177/18k
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0078308

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19890207_OGH0002_0040OB00114_8800000_003

Rechtssatz für 4Ob114/88 4Ob30/94 4Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079097

Geschäftszahl

4Ob114/88; 4Ob30/94; 4Ob109/94; 4Ob2205/96k; 4Ob40/04t; 6Ob17/14i; 6Ob50/18y

Entscheidungsdatum

07.02.1989

Norm

ABGB §1330 BII
UWG §7 B
UWG §7 G

Rechtssatz

Auch das Weitergeben fremder Behauptungen ist "Verbreiten" im Sinne des § 7 UWG.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61
  • 4 Ob 30/94
    Entscheidungstext OGH 14.12.1993 4 Ob 30/94
  • 4 Ob 109/94
    Entscheidungstext OGH 04.10.1994 4 Ob 109/94
    Auch; Beisatz: Haftung der beklagten Zeitung für Äußerungen ihres Kolumnisten. (T1)
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
    Beisatz: Auch das bloße Weitergeben der kreditschädigenden Behauptung eines Dritten, ohne sich mit dessen Äußerung zu identifizieren, fällt unter § 1330 Abs 2 ABGB und § 7 Abs 1 UWG. (T2)
  • 4 Ob 40/04t
    Entscheidungstext OGH 16.03.2004 4 Ob 40/04t
    Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2004/35
  • 6 Ob 17/14i
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 6 Ob 17/14i
    Beis wie T2; Veröff: SZ 2014/108
  • 6 Ob 50/18y
    Entscheidungstext OGH 26.04.2018 6 Ob 50/18y
    Vgl; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0079097

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19890207_OGH0002_0040OB00114_8800000_004

Rechtssatz für 4Ob114/88 4Ob128/89 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079443

Geschäftszahl

4Ob114/88; 4Ob128/89; 4Ob120/89; 4Ob519/90; 4Ob112/90; 4Ob80/90 (4Ob81/90); 4Ob135/90; 4Ob58/92; 4Ob31/93; 4Ob95/93; 4Ob133/93; 4Ob139/94; 4Ob1022/95; 4Ob49/95; 4Ob2364/96t; 4Ob2205/96k; 4Ob197/97t; 4Ob189/03b; 4Ob184/06x; 4Ob249/06f; 17Ob18/09k

Entscheidungsdatum

07.02.1989

Norm

UWG §7 C

Rechtssatz

Der Begriff der Tatsachenbehauptung wird von Lehre und Rechtsprechung zum Schutze des Verletzten seit jeher weit ausgelegt und darin jede Äußerung über Vorgänge oder Zustände objektiv nachprüfbaren Inhalts erblickt.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61
  • 4 Ob 128/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 128/89
    nur: Der Begriff der Tatsachenbehauptung wird von Lehre und Rechtsprechung zum Schutze des Verletzten seit jeher weit ausgelegt. (T1) Veröff: MR 1989,219 (Korn) = ÖBl 1990,18
  • 4 Ob 120/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 4 Ob 120/89
    nur T1
  • 4 Ob 519/90
    Entscheidungstext OGH 26.06.1990 4 Ob 519/90
    Veröff: SZ 63/110
  • 4 Ob 112/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 112/90
    Auch
  • 4 Ob 80/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 80/90
    nur T1
  • 4 Ob 135/90
    Entscheidungstext OGH 06.11.1990 4 Ob 135/90
    nur T1; Beisatz: Auch Urteile, die nur auf entsprechende Tatsachen schließen lassen, gelten als Tatsachenmitteilung "konkludente Tatsachenbehauptung". (T2) Veröff: MR 1991,115 = ÖBl 1991,58
  • 4 Ob 58/92
    Entscheidungstext OGH 14.07.1992 4 Ob 58/92
    nur T1; Beis wie T2; Veröff: ÖBl 1992,210
  • 4 Ob 31/93
    Entscheidungstext OGH 04.05.1993 4 Ob 31/93
    Beisatz: Hier: Klägerin habe "gut nachgefasst". (T3)
  • 4 Ob 95/93
    Entscheidungstext OGH 29.06.1993 4 Ob 95/93
    Veröff: MR 1993,182
  • 4 Ob 133/93
    Entscheidungstext OGH 30.11.1993 4 Ob 133/93
    Beis wie T2
  • 4 Ob 139/94
    Entscheidungstext OGH 06.12.1994 4 Ob 139/94
    nur T1; Beis wie T2
  • 4 Ob 1022/95
    Entscheidungstext OGH 28.03.1995 4 Ob 1022/95
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 4 Ob 49/95
    Entscheidungstext OGH 10.10.1995 4 Ob 49/95
    nur T1; Beis wie T2; Veröff: SZ 68/177
  • 4 Ob 2364/96t
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2364/96t
    Auch
  • 4 Ob 2205/96k
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2205/96k
    Vgl auch; Beisatz: Auf die Form, in die sich die Behauptung kleidet, kommt es nicht an. So kann sich eine Behauptung bisweilen auch unter der bedingten Form - zB jemand solle betrogen haben (RG GRUR 1929, 359) - verstecken. Eine Behauptung kann auch in der Form einer Frage aufgestellt oder verbreitet werden (JBl 1938, 78). (T4)
  • 4 Ob 197/97t
    Entscheidungstext OGH 07.07.1997 4 Ob 197/97t
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Wenn sie greifbare, einem Beweis zugängliche Vorgänge zum Gegenstand haben und von einem nicht unerheblichen Teil der angesprochenen Empfänger in diesem Sinn aufgefasst werden. Dass das Verhalten eines Dritten aufgrund eigener gedanklicher Tätigkeit interpretiert und einer wertenden Stellungnahme unterzogen wird, schließt daher das Vorliegen einer Tatsachenmitteilung noch nicht aus. (T5)
  • 4 Ob 189/03b
    Entscheidungstext OGH 07.10.2003 4 Ob 189/03b
    Vgl auch; Beisatz: Auch die Beantwortung einer Frage ist ein "aktives Tun" und kein bloß passives Verhalten. Schädigungsabsicht ist nicht erforderlich. Ob die Aussage ohne äußeren Anlass oder als Antwort auf eine Frage eines Dritten gemacht worden ist, macht für deren wettbewerbsrechtliche Beurteilung keinen Unterschied. (T6)
  • 4 Ob 184/06x
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 184/06x
    Beisatz: Das ist bei der Behauptung eines Schutzrechtseingriffs der Fall. (T7); Veröff: SZ 2006/170
  • 4 Ob 249/06f
    Entscheidungstext OGH 20.03.2007 4 Ob 249/06f
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T7
  • 17 Ob 18/09k
    Entscheidungstext OGH 23.03.2010 17 Ob 18/09k
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Entscheidend für die Qualifikation einer Äußerung als Tatsachenbehauptung ist, ob sich ihr Bedeutungsinhalt auf einen Tatsachenkern zurückführen lässt, der einem Beweis zugänglich ist. (T8); Beisatz: Hier: Schutzrechtsverwarnung. (T9)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0079443

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.06.2010

Dokumentnummer

JJR_19890207_OGH0002_0040OB00114_8800000_005

Rechtssatz für 4Ob114/88

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079529

Geschäftszahl

4Ob114/88

Entscheidungsdatum

07.02.1989

Norm

UWG §7 C

Rechtssatz

Soweit herabsetzende Äußerungen auch einen Tatsachenkern enthalten, verstoßen sie gegen § 7 UWG.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 114/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 114/88
    Veröff: SZ 62/20 = MR 1989,61

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0079529

Dokumentnummer

JJR_19890207_OGH0002_0040OB00114_8800000_006

Entscheidungstext 4Ob114/88

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

4Ob114/88

Entscheidungsdatum

07.02.1989

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Prof. Dr. Friedl als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Gamerith, Dr. Kodek, Dr. Niederreiter und Dr. Redl als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei E*** & W*** Zeitschriftengesellschaft mbH, Wien 16., Baumeistergasse 25, vertreten durch Dr. Günther Weingartner, Rechtsanwalt in Wien, wider die beklagten Parteien 1.) E***R***B*** Verlagsgesellschaft mbH & Co KG, Wien 6., Mariahilferstraße 71, vertreten durch DDr. Walter Barfuß ua., Rechtsanwälte in Wien, 2.) A*** A*** FÜR F*** Gesellschaft mbH, Wien 6., Loquaiplatz 13,

3.) Peter K***, Angestellter, p.A. der Zweitbeklagten, beide vertreten durch Dr. Herbert Schachter, Rechtsanwalt in Wien, wegen Unterlassung und Urteilsveröffentlichung (Streitwert im Provisorialverfahren S 305.000,-) infolge Revisionsrekurs der erstbeklagten Partei gegen den Beschluß des Oberlandesgerichtes Wien als Rekursgerichtes vom 22. September 1988, GZ 1 R 189/88-13, womit der Beschluß des Handelsgerichtes Wien vom 14. Juli 1988, GZ 37 Cg 185/88-8, abgeändert wurde, folgenden

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Dem Revisionsrekurs wird nicht Folge gegeben.

Die klagende Partei hat die Kosten der Revisionsrekursbeantwortung vorläufig selbst zu tragen; die erstbeklagte Partei hat die Kosten des Revisionsrekurses endgültig selbst zu tragen.

Text

Begründung:

Die Klägerin ist die Medieninhaberin (Verlegerin) einer Fachzeitschrift für den Elektrohandel und das Gewerbe mit dem Titel "E & W". Im Verlag der Erstbeklagten erscheint die Fachzeitschrift "ERH-Elektro Radio Handel". Die Zweitbeklagte organisiert Fachausstellungen, insbesondere eine Fachmesse für Installations- und Elektrotechnik unter der Bezeichnung "IET". Der Drittbeklagte ist Angestellter der Zweitbeklagten.

In den Nummern 1 bis 2, 4 und 5/1988 der Zeitschrift "E & W" erschienen ein Herausgeberbrief sowie mehrere Artikel, in denen ua. berichtet wurde, daß Pläne für eine Zusammenlegung der Fachmessen "Aquatherm" und "IET" bestünden. Diese Berichterstattung war jedoch nicht richtig: Es war nie davon die Rede, daß die Fachausstellungen "Aquatherm" und "IET" integriert werden sollten. Auch in einem Gespräch, das der Herausgeber der Zeitschrift der Klägerin, Helmut R***, und der Angestellte der Klägerin Dr. Friedrich K*** einerseits mit dem Direktor der W*** M*** und C*** GmbH, KR Gerd A. H***, und dem Bundesinnungsmeister der Elektro-, Radio- und Fernsehtechniker, KR Hans B***, andererseits geführt hatten, war von einer Vereinigung dieser beiden Fachausstellungen nicht die Rede.

Am 6. Mai 1988 ersuchten KR Gerd A. H***, KR Hans B***, der "IET-Fachbeiratsvorsitzende Ing. Roland G*** und der Drittbeklagte in einem (u.a.) auch an die Klägerin und die Erstbeklagte gerichteten Schreiben einen mit "Entgegnung zum Bericht E & W/Ausgabe 4/88 'aquatherm '88' - in zwei Jahren mit der 'IET'" überschriebenen Brief wegen einer "die ganze Elektrobranche irritierenden Falschmeldung über die IET '88 in der Zeitschrift E & W Nr. 4/88" zu veröffentlichen. Die Erstbeklagte kam diesem Ersuchen in der am 5. Mai 1988 erschienenen Ausgabe der Zeitschrift "ERH-Elektro Radio Handel" nach. Das Schreiben hatte folgenden Wortlaut:

"Diese von den E & W-Journalisten sehnsüchtig gewünschte Traumhochzeit wird bleiben (gemeint: ein Traum bleiben). Nach Gesprächen mit Herrn Komm.Rat Gerd A. H*** - Direktor der W*** M*** und C*** Ges.mbH, Komm.-Rat Hans

B*** - Bundesinnungsmeister und dem Verantwortlichen der ARGE für Fachausstellungen - Herrn Peter K***, wurde vom Fachbeirat der 'IET' einstimmig beschlossen, daß auf dem Gebiet der Elektrotechnik die 'IET' - die im Abstand von 2 Jahren veranstalteten Informationstage Elektrotechnik - als alleinige und einzige Fachmesse für Industrie, Handel und Gewerbe im österreichischen Messekalender bleiben wird.

Die in diesem Artikel zitierten Statements entstammen der journalistischen Ideenfabrik und Traumwelt der E & W, sowie die vielen vorhergegangenen Falschmeldungen und lancierten Verunsicherungen betreffend die 'IET', wie: Öffnung der 'IET' zur Publikumsmesse, unnötige Überhäufung mit Info-Zentren, 3 unwirtschaftliche 'IET'-Branchenführer, usw.

Die journalistische Effekthascherei der E & W-Crew dient dem Selbstzweck einer vermeintlichen Selbstprofilierung. Denn der Herausgeber Herr Helmut R*** selbst wollte ein zusätzliches Info-Zentrum, wie auf der 'HIT' zur Unterstützung seiner Idee - Club E - inszinieren, sowie einen kostenlosen 'IET'-Branchenführer herausgeben. Das alles natürlich nur unter der Prämisse einer kostenlosen Platzbereitstellung durch den Veranstalter, der ARGE für Fachausstellungen.

Viele Worte - zu viele Worte - wenig real, besser irreal!!! So bleibt es dem Leserkreis der E & W vorbehalten, die redaktionellen Seifenblasen zu glauben oder sich von der Realität auf der 'IET', durch Realisierung eines Konzeptes für die gesamte E-Branche, zu überzeugen.

........"

Diese "Entgegnung" war von KR Gerd A. H***, KR Hans B***, Ing. Roland G*** und dem Drittbeklagten unterzeichnet. Zur Verfassung dieser "Entgegnung" war es auf Drängen des Drittbeklagten gekommen, der erklärt hatte, daß die "IET" platzen würde, wenn die Entgegnung nicht unterschrieben werde. KR Gerd A. H*** hatte KR Hans B*** mit der Begründung um Unterfertigung ersucht, daß er sonst Schwierigkeiten mit dem Beirat der "IET" haben werde, der Rücktrittsabsichten geäußert habe.

Zur Sicherung ihres Anspruches auf Unterlassung "wettbewerbswidriger und ehrenrühriger Aussagen" beantragt die Klägerin, den Beklagten mit einstweiliger Verfügung das Verbreiten folgender Behauptungen zu verbieten:

"Die in diesem Artikel zitierten Statements entstammen der journalistischen Ideenfabrik und der Traumwelt der 'E & W', sowie die vielen vorhergegangenen Falschmeldungen und lancierten Verunsicherungen betreffend die 'IET', wie: Öffnung der 'IET' zur Publikumsmesse, unnötige Überhäufung mit Info-Zentren, drei unwirtschaftliche 'IET' Branchenführer, usw ... Die journalistische Effekthascherei der E & W-Crew dient zum Selbstzwecke einer vermeintlichen Selbstprofilierung. Denn der Herausgeber Helmut R*** selbst wollte ein zusätzliches Info-Zentrum wie auf der 'HIT' zur Unterstützung seiner Idee-Club E - inszinieren, sowie einen kostenlosen 'IET'-Branchenführer herausgeben. Das alles natürlich nur unter der Prämisse einer kostenlosen Platzbereitstellung durch den Veranstalter, der ARGE für Fachausstellungen. Viele Worte - zu viele Worte - wenig real, besser irreal! So bleibt es dem Leserkreis der 'E & W' vorbehalten, die redaktionellen Seifenblasen zu glauben oder sich von der Realität auf der 'IET' durch Realisierung eines Konzeptes für die gesamte E-Branche, zu überzeugen". Weiters beantragte die Klägerin, den Beklagten aufzutragen, bis zur Rechtskraft des über die Unterlassungsklage ergehenden Urteiles das Verbreiten der Nr. 5/1988 der Zeitschrift "ERH-Elektro Radio Handel" zu unterlassen. In einem am 11. März 1988 im Büro von KR Gerd A. H*** geführten Gespräch, an dem Herren der Klägerin beteiligt gewesen seien, habe sich die Vermutung der Klägerin bestätigt, daß das bisherige Scheitern eines von der W*** M*** angestrebten gemeinsamen Fachmesseprojektes auf die mangelnde Gesprächsbereitschaft der Elektrotechnikbranche zurückzuführen sei. Dabei sei auch Einigung dahin erzielt worden, sich weiterhin um die Vereinigung der beiden Fachausstellungen zu bemühen. Die von der Beklagten veröffentlichte "Entgegnung" enthalte dagegen völlig unqualifizierte Vorwürfe gegen die Klägerin und deren Mitarbeiter. KR Gerd A. H*** und KR Hans B*** hätten die "Entgegnung" nur unterschrieben, weil Ing. Roland G*** mit seinem Rücktritt als Vorsitzender des "IET"-Beirates sowie damit gedroht habe, alle Aussteller aufzufordern, die "IET" 1988 nicht zu beschicken. Um den Erfolg der "IET" nicht zu gefährden, habe die Klägerin mit KR Gerd A. H*** vereinbart, die "Entgegnung" nicht zu veröffentlichen, aber auch keine gerichtlichen Schritte gegen ihre Autoren einzuleiten. Die Erstbeklagte habe jedoch die "Entgegnung" veröffentlicht, um sich mit Hilfe der Zweitbeklagten und des Drittbeklagten Wettbewerbsvorteile im Anzeigengeschäft zu verschaffen. So habe Ing. Roland G*** bereits Anzeigenaufträge bei der Klägerin storniert. Die Vorwürfe publizistischer Unseriosität eröffneten der Erstbeklagten die Chance, weiteres Insertionsvolumen von der Klägerin abzuziehen. Die Klägerin habe daher Anspruch auf Unterlassung derartiger ehrenrühriger Aussagen.

Die Beklagten sprachen sich gegen die Erlassung der einstweiligen Verfügung aus. Die Erstbeklagte habe lediglich eine Presseaussendung der an der Veranstaltung der Fachmesse "IET" maßgeblich beteiligten Personen abgedruckt, für deren Richtigkeit sie gemäß § 3 UWG nicht einzustehen habe; nicht die Erstbeklagte, sondern der aus den Unterzeichnern der "Entgegnung" bestehende Personenkreis habe damit zum Publikum gesprochen. Die Zweitbeklagte und der Drittbeklagte bestritten das Vorliegen einer Wettbewerbshandlung, einer Wettbewerbsabsicht und eines Wettbewerbsverhältnisses zur Klägerin.

Das Erstgericht wies den Sicherungsantrag ab. Die Klägerin habe nicht bescheinigt, daß die Auseinandersetzung der Erstbeklagten die Möglichkeit geboten habe, sich mit Hilfe der Zweitbeklagten und des Drittbeklagten Vorteile im Inseratengeschäft zu verschaffen; damit sei aber eine der Voraussetzungen für die Annahme eines Verstoßes gegen § 1 UWG, der nach Meinung der Klägerin offenbar vorliege, nicht gegeben.

Das Rekursgericht gab dem nur gegen die Abweisung des Sicherungsantrages gegen die Erstbeklagte gerichteten Rekurs der Klägerin Folge und erließ die beantragte einstweilige Verfügung gegen die Erstbeklagte; weiters sprach es aus, daß der Wert des Beschwerdegegenstandes S 300.000,- übersteige. Sowohl die Klägerin als auch die Erstbeklagte wendeten sich mit ihren Fachpublikationen an Branchenmitglieder des Elektrohandels; sie stünden daher im Wettbewerb. Das Veröffentlichen der "Entgegnung" sei auch objektiv geeignet gewesen, den Absatz der Klägerin zum Vorteil der Erstbeklagten zu beeinflussen; es sei daher auch eine Wettbewerbshandlung. Selbst dann, wenn man der Auffassung folge, daß bei Presseäußerungen die Vermutung für das Vorliegen der Wettbewerbsabsicht bei Handlungen objektiv wettbewerbsrechtlichen Charakters oder bei Bestehen eines Wettbewerbsverhältnisses im Interesse der Pressefreiheit nicht ohne weiteres angewendet werden könne, müsse auch die Wettbewerbsabsicht der Erstbeklagten bejaht werden, sei es doch hier nicht um eine weltanschauliche Auseinandersetzung, sondern unmittelbar um die gewerbliche Tätigkeit der Klägerin gegangen. Der beanstandeten Veröffentlichung sei es nicht darum gegangen, das Publikum sachbezogen zu unterrichten und am öffentlichen Meinungsbildungsprozeß teilzunehmen; wegen der aggressiven und verallgemeinerten Tendenz der Äußerungen, die gegenüber der Sachinformation bei weitem in den Vordergrund getreten sei, sei vielmehr anzunehmen, daß im vorliegenden Fall der Wettbewerbszweck überwogen habe. Erklärungen, die geeignet seien, einen Mitbewerber vor der Öffentlichkeit ohne nähere Begründung als unseriös hinzustellen, seien für Pressefehden weltanschaulicher, politischer, wirtschaftlicher oder kultureller Art oder für eine sachbezogene Aufklärung des Publikums nicht typisch; sie dienten in der Regel dazu, die eigenen geschäftlichen Leistungen gegenüber denen der Konkurrenz herauszustellen. Die Aussage in der "Entgegnung", daß die Berichterstattung der Klägerin der Unterstützung von geschäftlichen Vorhaben des Herausgebers gedient habe, sei eine typische Behauptung im Sinne des § 7 UWG mit nachprüfbarem Inhalt; ihr sei der Vorwurf zu entnehmen, Veröffentlichungen in der Zeitschrift der Klägerin dienten nicht der objektiven Berichterstattung, sondern überwiegend oder ausschließlich persönlichen oder wirtschaftlichen Interessen des Herausgebers. Bezeichnungen wie "Ideenfabrik, Traumwelt, Falschmeldungen, lancierte Verunsicherungen, Effekthascherei, redaktionelle Seifenblasen" enthielten gerade im Medienwesen besonders gravierende Herabsetzungen des angegriffenen Produktes; sie seien daher auch geeignet, den Betrieb der Klägerin oder deren Kredit zu schädigen. Den Beweis, daß die beanstandete "Entgegnung" richtig war, habe die Erstbeklagte gar nicht angetreten. Selbst wenn aber die Berichterstattung der Klägerin über die geplante Zusammenlegung der beiden Fachausstellungen richtig gewesen wäre, wären die hier beanstandeten pauschalen Vorwürfe nicht gerechtfertigt.

Auch das Tatbestandsmerkmal des "Verbreitens" unwahrer Tatsachenbehauptungen im Sinne des § 7 UWG sei ungeachtet des Umstandes, daß erkennbar ein Leserbrief veröffentlicht worden sei, zu bejahen. Die Weitergabe des von anderer Seite Gehörten an Dritte werde dadurch nicht ausgeschlossen, daß die Quelle, aus der die Nachricht stammt, angegeben werde; auch das bloße Weitergeben einer fremden Behauptung sei eine Verbreitung. Daß die Erstbeklagte nicht erklärt habe, sich mit dem Inhalt des Leserbriefes zu identifizieren, könne daher ihre Verantwortlichkeit nicht beseitigen. Die wettbewerbsrechtliche Haftung des Verlegers für den Inhalt veröffentlichter Leserbriefe sei insbesondere dann zu bejahen, wenn ein Mitbewerber davon betroffen sei.

Auf § 3 UWG könne sich die Erstbeklagte nicht mit Erfolg berufen, weil mit der Veröffentlichung der "Entgegnung" nicht ausschließlich das Interesse dritter Personen verfolgt, sondern (auch) die Förderung des Wettbewerbs des eigenen Zeitungsunternehmens bezweckt worden sei.

Gegen diesen Beschluß richtet sich der wegen unrichtiger rechtlicher Beurteilung erhobene Revisionsrekurs der Erstbeklagten mit dem Antrag, den Beschluß des Erstgerichtes zur Gänze wiederherzustellen; hilfweise stellt die Erstbeklagte auch einen Aufhebungsantrag.

Die Klägerin beantragt, dem Revisionsrekurs nicht Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Der Revisionsrekurs ist nicht berechtigt.

Nach Auffassung der Erstbeklagten gehe das "zur Sicherung des Anspruches auf Unterlassung wettbewerbswidriger und ehrenrühriger Äußerungen" erlassene Verbot über das im Hauptverfahren erhobene Begehren "auf Unterlassung wahrheitswidriger und ehrenrühriger Aussagen" hinaus. Es stehe nicht fest, daß die beanstandeten Äußerungen unrichtig waren; das Erstgericht habe vielmehr festgestellt, daß die vom Leserbrief kritisierte Berichterstattung der Klägerin unrichtig gewesen sei. Die Erstbeklagte bekämpft auch die Annahme der Wettbewerbsabsicht und die Ablehnung des Haftungsausschlusses gemäß § 3 UWG durch das Rekursgericht. Den von der Erstbeklagten dazu vorgetragenen Argumenten kann jedoch nicht beigepflichtet werden:

Der Auffassung der Erstbeklagten, der Sicherungsantrag wäre schon deshalb abzuweisen gewesen, weil er über das Hauptbegehren hinausgehe, ist lediglich entgegenzuhalten, daß Unterlassungsanspruch und Sicherungsantrag wörtlich übereinstimmen. Von einer zweiten Fassung des Sicherungsantrages aber auch deshalb keine Rede sein kann, weil die Klägerin sowohl im Hauptverfahren als auch im Provisorialverfahren ehrenrührige Aussagen verfolgt. Das Rekursgericht hat zutreffend darauf verwiesen, daß der beanstandeten "Entgegnung" der pauschale Vorwurf entnommen werden kann, Veröffentlichungen in der Zeitschrift der Klägerin dienten schlechthin nicht der objektiven Berichterstattung, sondern ganz überwiegend oder sogar ausschließlich persönlichen oder wirtschaftlichen Interessen des Herausgebers, sie basierten nicht auf den Ergebnissen journalistischer Recherchen, sondern seien ausschließlich an persönlichen Zwecken orientiert. Damit wurde aber nicht nur zum Ausdruck gebracht, daß die Berichterstattung der Klägerin über bestehende Absichten zur Zusammenlegung bestimmter Fachmessen unrichtig gewesen sei; mit den beanstandeten Äußerungen wurde vielmehr die Berichterstattung der Klägerin als solche abgewertet und in ein schiefes Licht gestellt. Da es sich dabei ganz überwiegend um keine Tatsachenbehauptungen handelte, liegt insoweit eine objektive Nachprüfung entzogene, mit Schlagworten operierende - und deshalb dem Wahrheitsbeweis

entzogene - Pauschalabwertung eines Konkurrenten vor, die den Boden einer sachlichen Aufklärung des Publikums verläßt und deshalb gegen § 1 UWG verstößt (Gamerith, Die Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes zur vergleichenden Werbung - Verbotsprinzip oder Mißbrauchsprinzip? HWR 1988, Heft 6, 7 ff !23 ; ÖBl 1984, 5). Soweit die herabsetzenden Äußerungen der "Entgegnung" aber auch einen Tatsachenkern enthalten, verstoßen sie gegen § 7 UWG. Diese Bestimmung schützt den Verletzten vor der zu Zwecken des Wettbewerbs vorgenommenen Behauptung oder Verbreitung nicht erweislich wahrer Tatsachen über das Unternehmen eines anderen, über die Person des Inhabers oder Leiters des Unternehmens, über die Ware oder Leistungen, die geeignet sind, den Kredit des Inhabers zu schädigen. Der Begriff der Tatsachenbehauptung wird von Lehre und Rechtsprechung zum Schutze des Verletzten seit jeher weit ausgelegt und darin jede Äußerung über Vorgänge oder Zustände objektiv nachprüfbaren Inhalts erblickt (Hohenecker-Friedl, Wettbewerbsrecht 39; ÖBl 1973, 105; ÖBl 1978, 151; ÖBl 1984, 5). Herabsetzende Tatsachenbehauptungen können daher auch durch bloße Andeutungen und Umschreibungen verbreitet werden (ÖBl 1974, 114; ÖBl 1981, 122). Die in der "Entgegnung" enthaltenen herabsetzenden Tatsachenbehauptungen über die Berichterstattung der Klägerin sind jedenfalls nicht erweislich wahr; den Beweis, daß sie richtig seien, hat die Erstbeklagte - wie das Rekursgericht richtig ausgeführt hat - nicht einmal angetreten. Es kann aber auch keinem Zweifel unterliegen, daß die abwertende Kritik an der Berichterstattung der Klägerin geeignet war, den Kredit der Klägerin zu schädigen. Die zutreffende Auffassung des Rekursgerichtes, daß auch das Weitergeben fremder Behauptungen als "Verbreiten" im Sinne des § 7 UWG anzusehen ist (ÖBl 1978, 3), daß die Angabe der Quelle, aus der die Nachricht stammt, den Eintritt der sich aus § 7 UWG ergebenden Rechtsfolgen nicht verhindern kann (ÖBl 1975, 33), und daß es auch keinen Unterschied macht, wenn sich solche Äußerungen in Briefen Dritter finden (ÖBl 1967, 85), bekämpft die Erstbeklagte im Revisionsrekursverfahren nicht mehr.

Die Ausführungen der Erstbeklagten zur Wettbewerbsabsicht lassen sich kurz dahin zusammenfassen, daß bei Presseäußerungen die Vermutung nicht dafür spreche, daß sie in Wettbewerbsabsicht gemacht wurden; das Rekursgericht hätte aber auch aus den konkreten Formulierungen der "Entgegnung" nicht auf die Wettbewerbsabsicht schließen dürfen, weil sie nicht von der Klägerin stammten und ein Bedürfnis daran bestanden habe, die Öffentlichkeit über die Meinung maßgeblicher Branchenmitglieder betreffend die Berichterstattung in der Zeitschrift der Klägerin zu informieren; die Erstbeklagte habe sich mit dem Inhalt der veröffentlichten "Entgegnung" auch nicht identifiziert. Auch diesen Ausführungen kann kein Erfolg beschieden sein:

Auszugehen ist zunächst davon, daß die Veröffentlichung des Leserbriefes, in dem die Berichterstattung in der Zeitschrift der Klägerin herabgesetzt wurde, objektiv geeignet war, den Wettbewerb der Erstbeklagten zum Nachteil der Klägerin zu fördern. Ob ein Verhalten geeignet ist, eigenen oder fremden Wettbewerb zu fördern, ist eine Rechtsfrage; dagegen gehört die Feststellung, ob Wettbewerbsabsicht vorliegt, zum Tatsachenbereich (Baumbach-Hefermehl, Wettbewerbsrecht15, 282 Rz 230 EinlUWG; SZ 47/23; ÖBl 1984, 102). Wenn miteinander im Wettbewerb stehende Gewerbetreibende im geschäftlichen Verkehr Äußerungen machen, die objektiv geeignet sind, eigenen oder fremden Wettbewerb zu fördern, dann spricht nach der Lebenserfahrung die tatsächliche Vermutung für die Wettbewerbsabsicht (Baumbach-Hefermehl aaO 284 Rz 233 EinlUWG). Dasselbe gilt, wenn ein Gewerbetreibender im Wettbewerb abfällige Äußerungen über einen Konkurrenzbetrieb macht (Hohenecker-Friedl aaO 20). Die festgestellte Wettbewerbsabsicht muß aber nicht das einzige oder wesentliche Ziel der Handlung gewesen sein; sie darf nur gegenüber dem eigentlichen Beweggrund nicht völlig in den Hintergrund treten (SZ 44/116); ob dies der Fall ist oder die (mitspielende) Wettbewerbsabsicht neben anderen Zielen der Handlung noch Gewicht hat, ist als Wertung eine Rechtsfrage, die auf Grund der zu den konkurrierenden Motiven und Zwecken des Handelnden getroffenen Tatsachenfeststellungen zu beurteilen ist (4 Ob 101/88). Wie weit die festgestellte Absicht eines Zeitungsverlages, durch das Verbreiten eines Leserbriefes den eigenen Wettbewerb zu fördern, hinter das Bedürfnis, die Öffentlichkeit über die Meinung des Leserbriefschreibers zu informieren, zurücktreten kann, muß aber im vorliegenden Fall gar nicht beurteilt werden: Hier handelt es sich weder um weltanschauliche Auseinandersetzungen noch um eine sachliche Kritik, sondern um Äußerungen, die den unmittelbaren Mitbewerber pauschal herabsetzen und in seinem Kredit schädigen; an solche Äußerungen ist stets ein strenger Maßstab anzulegen (vgl. Baumbach-Hefermehl aaO 287 ff Rz 235 und 237 EinlUWG; Ochs, Wettbewerbsrechtliche Probleme 56 f; Kreft in Gloy, Handbuch des Wettbewerbsrechtes 99; BGH in GRUR 1982, 234). Auch im Pressewesen besteht kein schutzwürdiges Informationsbedürfnis an der pauschalen Herabsetzung von Mitbewerbern, auch nicht zum Zweck der Information über die Meinung maßgeblicher Mitglieder einer bestimmten Branche betreffend die Berichterstattung eines unmittelbaren Konkurrenten. Für die Annahme, daß ein solches Informationsbedürfnis die Absicht, den eigenen Wettbewerb zu fördern, in den Hintergrund dränge, bleibt daher kein Raum. Aber auch die Auffassung der Erstbeklagten, daß aus den Formulierungen der "Entgegnung" nicht auf ihre eigene Absicht geschlossen werden dürfe, ist unrichtig, weil es ihr freigestanden war, den Leserbrief im vollen Wortlaut abzudrucken oder nur über den richtigen Teil seines Inhaltes unter Berufung auf die Verfasser zu berichten. Mit der wörtlichen Veröffentlichung des Leserbriefs hat die Erstbeklagte dessen Formulierungen übernommen und sie daher auch zu vertreten.

Auch aus § 3 UWG, der die Unterlassungsklage gegen den Zeitungsherausgeber oder -eigentümer wegen irreführender Ankündigungen ausschließt, durch die nicht die Zeitung, sondern der Inserent zum Publikum spricht (ÖBl 1964, 94), kann keine Befreiung der Erstbeklagten von der Haftung für die Veröffentlichung des Leserbriefes ("Entgegnung") abgeleitet werden; diese nach ihrem Wortlaut und ihrer systematischen Einordnung nur auf § 2 UWG Bezug nehmende Bestimmung, die von der Rechtsprechung auch auf alle anderen wahrheitswidrigen oder sonst zur Irreführung geeigneten Zeitungsinserate ausgedehnt wird (so in SZ 49/57 = ÖBl 1976, 163 auf die gemäß § 30 Abs 1 UWG unzulässige Ankündigung eines "Konkursverkaufes" in einem Zeitungsinserat ist auf die unsachliche Pauschalabwertung eines Konkurrenten durch Verbreiten eines Leserbriefes in einer Zeitschrift keinesfalls anwendbar. Somit war dem Revisionsrekurs ein Erfolg zu versagen. Die Entscheidung über die Kosten des Revisionsrekursverfahrens gründet sich in Ansehung der Klägerin auf § 393 Abs 1 EO, in Ansehung der Erstbeklagten auf §§ 78, 402 EO, §§ 40, 50, 52 Abs 1 ZPO.

Anmerkung

E16809

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:0040OB00114.88.0207.000

Dokumentnummer

JJT_19890207_OGH0002_0040OB00114_8800000_000