Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob454/57 7Ob79/69 3Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0030380

Geschäftszahl

3Ob454/57; 7Ob79/69; 3Ob565/88; 5Ob61/11y

Entscheidungsdatum

23.10.1957

Norm

ABGB §1323 B

Rechtssatz

Neuaufforstung eines durch Brand und Dürre beschädigten und teilweise vernichteten Jungwaldes ist nicht Naturalrestitution, weil dadurch der frühere Zustand nicht wieder hergestellt wird. Es wird nur die Möglichkeit geschaffen, daß sich ein Baumbestand entwickelt, der dem früheren vergleichbar ist, aber auch nur dann, wenn die Umweltverhältnisse günstig sind (vgl 2 Ob 545/56 = JBl 1957,189).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 454/57
    Entscheidungstext OGH 23.10.1957 3 Ob 454/57
  • 7 Ob 79/69
    Entscheidungstext OGH 28.05.1969 7 Ob 79/69
    Vgl auch; Beisatz: Wenn sich der durch die widerrechtliche und schuldhafte Fällung von Hollunderbäumen Geschädigte mit der Pflanzung junger Hollunderbäume als Ersatz zufriedengibt, obwohl diese in den ersten Jahren keinen entsprechenden Ertrag erwarten lassen, ist der Naturalersatz nicht untunlich. (T1)
  • 3 Ob 565/88
    Entscheidungstext OGH 14.12.1988 3 Ob 565/88
    Vgl auch; Beisatz: Neupflanzung einer Hecke (T2) Veröff: EvBl 1989/103 S 374
  • 5 Ob 61/11y
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 5 Ob 61/11y
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0030380

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.07.2011

Dokumentnummer

JJR_19571023_OGH0002_0030OB00454_5700000_001

Rechtssatz für 1Ob120/73 8Ob28/76 (8Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0030323

Geschäftszahl

1Ob120/73; 8Ob28/76 (8Ob31/76); 2Ob69/78; 8Ob72/84; 3Ob565/88; 1Ob54/03b; 10Ob93/11s; 9Ob83/15v; 1Ob62/16y

Entscheidungsdatum

04.07.1973

Norm

ABGB §1323 A
ABGB §1323 B

Rechtssatz

Der Schädiger hat für die zur Schadensbehebung zweckmäßigen Mittel aufzukommen und die Kosten für die Beschaffung der erforderlichen Mittel zu tragen (JBl 1973,85; ZVR 1973/35 ua); darunter sind alle Aufwendungen zu verstehen, die ein wirtschaftlich vernünftig denkender Mensch, der den Schaden selbst zu tragen hätte, ebenfalls machen würde (vgl ZVR 1973/35; ZVR 1967/34).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 120/73
    Entscheidungstext OGH 04.07.1973 1 Ob 120/73
    Veröff: ImmZ 1973,270 = MietSlg 25175
  • 8 Ob 28/76
    Entscheidungstext OGH 17.03.1976 8 Ob 28/76
    nur: Der Schädiger hat für die zur Schadensbehebung zweckmäßigen Mittel aufzukommen und die Kosten für die Beschaffung der erforderlichen Mittel zu tragen (JBl 1973,85; ZVR 1973/35 ua). (T1) Veröff: ZVR 1977/77 S 114
  • 2 Ob 69/78
    Entscheidungstext OGH 01.06.1978 2 Ob 69/78
  • 8 Ob 72/84
    Entscheidungstext OGH 21.02.1985 8 Ob 72/84
    nur T1
  • 3 Ob 565/88
    Entscheidungstext OGH 14.12.1988 3 Ob 565/88
    Veröff: EvBl 1989/103 S 374
  • 1 Ob 54/03b
    Entscheidungstext OGH 18.03.2004 1 Ob 54/03b
    Auch
  • 10 Ob 93/11s
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 10 Ob 93/11s
    Auch
  • 9 Ob 83/15v
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 9 Ob 83/15v
    Auch; Beisatz: Aufwendungen, die ein wirtschaftlich vernünftig denkender Mensch, der den Schaden selbst zu trägen hätte, ebenfalls - ex ante gesehen - machen würde. (T2)
    Beisatz: Den Geschädigten trifft die Behauptungs- und Beweislast dafür, dass die Aufwendungen sinnvoll und zweckmäßig waren. (T3)
  • 1 Ob 62/16y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 1 Ob 62/16y
    Vgl; Beisatz: Hier: Beseitigungsanspruch nach § 523 ABGB - Untunlichkeit der Schadensbeseitigung (Entfernung von Geröll), da der Kostenaufwand die eingetretene Wertminderung der Liegenschaft (unwegsames Waldgrundstück) ganz erheblich übersteigen würde. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0030323

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.06.2016

Dokumentnummer

JJR_19730704_OGH0002_0010OB00120_7300000_005

Rechtssatz für 4Ob68/76 1Ob1/78 (1Ob2/7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0030228

Geschäftszahl

4Ob68/76; 1Ob1/78 (1Ob2/78); 2Ob528/79; 2Ob225/81; 6Ob600/83; 8Ob220/83; 2Ob32/87; 3Ob565/88; 5Ob65/88; 1Ob620/94; 1Ob195/03p; 1Ob38/05b; 2Ob104/05s; 2Ob162/06x; 2Ob176/07g; 1Ob103/08s; 1Ob46/11p; 3Ob216/13f; 6Ob176/16z; 8Ob43/17g

Entscheidungsdatum

16.11.1976

Norm

ABGB §1323 A
ABGB §1323 B

Rechtssatz

Der Schadenersatzanspruch geht primär auf Naturalersatz. Dem Wiederherstellungsbefehl ist Genüge getan, wenn eine im wesentlichen gleiche Lage (Ersatzlage) hergestellt wird.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 68/76
    Entscheidungstext OGH 16.11.1976 4 Ob 68/76
    Veröff: SZ 49/139 = ZAS 1978/1 S 15
  • 1 Ob 1/78
    Entscheidungstext OGH 25.01.1978 1 Ob 1/78
    nur: Der Schadenersatzanspruch geht primär auf Naturalersatz. (T1)
    Beisatz: Nur, wenn der Naturalersatz unmöglich oder untunlich ist, muss der Schätzwert vergütet werden. (T2)
    Veröff: SZ 51/7
  • 2 Ob 528/79
    Entscheidungstext OGH 26.06.1979 2 Ob 528/79
    Beisatz: Naturalersatz ist grundsätzlich durch den Beschädiger zu leisten. (T3)
  • 2 Ob 225/81
    Entscheidungstext OGH 26.01.1982 2 Ob 225/81
    nur T1; Beis wie T2; Veröff: ZVR 1982/328 S 278
  • 6 Ob 600/83
    Entscheidungstext OGH 08.09.1983 6 Ob 600/83
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 220/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 8 Ob 220/83
    Beis wie T2; Beisatz: Dies gilt auch bei nur leichter Fahrlässigkeit des Schädigers. (T4)
  • 2 Ob 32/87
    Entscheidungstext OGH 11.12.1987 2 Ob 32/87
    nur T1; Beis wie T2; Veröff: JBl 1988,319 = ZVR 1988/126 S 276
  • 3 Ob 565/88
    Entscheidungstext OGH 14.12.1988 3 Ob 565/88
    Veröff: EvBl 1989/103 S 374
  • 5 Ob 65/88
    Entscheidungstext OGH 20.06.1989 5 Ob 65/88
    Beisatz: Würde durch die Wiederherstellung eine Werterhöhung eintreten, wäre deshalb die Naturalherstellung abzulehnen. (T5)
  • 1 Ob 620/94
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 620/94
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Veröff: SZ 68/101
  • 1 Ob 195/03p
    Entscheidungstext OGH 14.10.2003 1 Ob 195/03p
    Veröff: SZ 2003/119
  • 1 Ob 38/05b
    Entscheidungstext OGH 24.06.2005 1 Ob 38/05b
  • 2 Ob 104/05s
    Entscheidungstext OGH 01.09.2005 2 Ob 104/05s
    Auch; Beisatz: Neben den regelmäßigen Aufwendungen des Verletzten können auch einmalige Kosten zu ersetzen sein, sofern durch diesen Aufwand der erhöhte Bedarf für die Zukunft - zumindest für einen gewissen Zeitraum - in ausreichendem Maße befriedigt werden kann. (T6)
    Veröff: SZ 2005/123
  • 2 Ob 162/06x
    Entscheidungstext OGH 23.03.2007 2 Ob 162/06x
    Auch; Beis auch wie T2
  • 2 Ob 176/07g
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 176/07g
    nur T1; Auch Beis wie T2; Veröff: SZ 2008/73
  • 1 Ob 103/08s
    Entscheidungstext OGH 21.10.2008 1 Ob 103/08s
    Auch; nur T1; Beisatz: Der Geschädigte ist demnach primär so zu stellen, wie er ohne das schädigende Ereignis gestellt wäre. (T7)
  • 1 Ob 46/11p
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 1 Ob 46/11p
    Beis wie T7
  • 3 Ob 216/13f
    Entscheidungstext OGH 19.02.2014 3 Ob 216/13f
    Beis wie T7
  • 6 Ob 176/16z
    Entscheidungstext OGH 24.10.2016 6 Ob 176/16z
    Auch; nur T1; Beis wie T7
  • 8 Ob 43/17g
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 8 Ob 43/17g
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Der Geschädigte hat auch Anspruch auf den Ersatz fiktiver Wiederherstellungskosten, soweit sie objektiv notwendig und angemessen sind. Nur dann, wenn bereits fest steht, dass eine Wiederherstellung nicht unternommen wird, ist ein über die objektive Wertminderung hinausgehendes Begehren abzuweisen. (T8)

Schlagworte

Naturalrestitution

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0030228

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.08.2017

Dokumentnummer

JJR_19761116_OGH0002_0040OB00068_7600000_005

Rechtssatz für 3Ob565/88 1Ob620/94 9Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0030117

Geschäftszahl

3Ob565/88; 1Ob620/94; 9Ob303/99w; 4Ob118/01h; 6Ob219/10i; 5Ob61/11y; 1Ob62/16y; 6Ob176/16z; 5Ob23/17v

Entscheidungsdatum

14.12.1988

Norm

ABGB §1323 B

Rechtssatz

Die Naturalherstellung ist selbst dann durchzuführen, wenn sie teurer kommt als Geldersatz. Sie scheidet wegen Untunlichkeit nur dann aus, wenn sie einen unverhältnismäßig hohen Aufwand an Kosten und Mühe erfordert. Schweres Verschulden des Schädigers erweitert aber das Ausmaß der Tunlichkeit, weil diesfalls die Interessen des Schädigers weniger Berücksichtigung verdienen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 565/88
    Entscheidungstext OGH 14.12.1988 3 Ob 565/88
    Veröff: EvBl 1989/103 S 374
  • 1 Ob 620/94
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 620/94
    nur: Die Naturalherstellung ist selbst dann durchzuführen, wenn sie teurer kommt als Geldersatz. Sie scheidet wegen Untunlichkeit nur dann aus, wenn sie einen unverhältnismäßig hohen Aufwand an Kosten und Mühe erfordert. (T1) Beisatz: Dies gilt selbst dann, wenn der gesamte Schaden auf diese Weise nicht ersetzt werden kann. (T2) Veröff: SZ 68/101
  • 9 Ob 303/99w
    Entscheidungstext OGH 15.12.1999 9 Ob 303/99w
    nur T1
  • 4 Ob 118/01h
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 4 Ob 118/01h
    nur T1; Beisatz: Da der Vorrang der Naturalrestitution vor dem Geldersatz im Interesse des Geschädigten vorgesehen ist, wird Untunlichkeit auch schon dann angenommen, wenn der Geschädigte die Wiederherstellung nicht wünscht. Ihm wird damit im Ergebnis ein Wahlrecht zwischen der Naturalleistung des Schädigers und Geldersatz eingeräumt. (T3)
  • 6 Ob 219/10i
    Entscheidungstext OGH 28.01.2011 6 Ob 219/10i
  • 5 Ob 61/11y
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 5 Ob 61/11y
    Auch; nur T1; Beis ähnlich wie T2
  • 1 Ob 62/16y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 1 Ob 62/16y
    Vgl; Beisatz: Hier: Beseitigungsanspruch nach § 523 ABGB - Untunlichkeit der Schadensbeseitigung (Entfernung von Geröll), da der Kostenaufwand die eingetretene Wertminderung der Liegenschaft (unwegsames Waldgrundstück) ganz erheblich übersteigen würde. (T4)
  • 6 Ob 176/16z
    Entscheidungstext OGH 24.10.2016 6 Ob 176/16z
    Auch; Beisatz: Dem Übergeber steht der Einwand offen, die Verbesserung sei für ihn mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand verbunden. In diesem Fall könnte der Übernehmer dann nur mehr Geldersatz geltend machen. (T5)
  • 5 Ob 23/17v
    Entscheidungstext OGH 01.03.2017 5 Ob 23/17v
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0030117

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.04.2017

Dokumentnummer

JJR_19881214_OGH0002_0030OB00565_8800000_001