Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1Ob134/58 4Ob327/59 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078070

Geschäftszahl

1Ob134/58; 4Ob327/59; 4Ob339/61; 4Ob352/61; 4Ob329/74; 4Ob362/74 (4Ob363/74); 4Ob341/77; 4Ob364/77; 4Ob365/81; 4Ob57/88; 4Ob11/09k; 4Ob217/10f; 4Ob201/13g

Entscheidungsdatum

23.04.1958

Norm

UWG §1 D1c
UWG §2 C2c

Rechtssatz

Die "Superlativwerbung" "X-Kaffee ist doch der beste" ist in erster Linie nach § 2 UWG zu beurteilen. Irreführend im Sinne dieser Gesetzesstelle wird sie aber nur selten wirken; überall dort, wo durch den Zusammenhang klar zutage tritt, daß es sich um eine "subjektive Werbung" - also nicht um eine objektive Tatsachenbehauptung handelt, wird niemand den Superlativ wörtlich auffassen. Was in einem solchen Falle übrig bleibt, ist lediglich die Behauptung erstklassiger Qualität. Ist ihr nach der Gesamtwirkung der Werbung keine objektive Tatsachenbehauptung zu entnehmen, so ist in ihr - wie bei der vergleichenden Werbung überhaupt - ein Verstoß gegen § 1 UWG nur zu erblicken, wenn sie einen Hinweis auf die Minderwertigkeit der Erzeugnisse oder Leistungen der Mitbewerber enthält (SZ 24/79).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 134/58
    Entscheidungstext OGH 23.04.1958 1 Ob 134/58
    Veröff: SZ 31/64 = ÖBl 1958,60
  • 4 Ob 327/59
    Entscheidungstext OGH 17.11.1959 4 Ob 327/59
    Ähnlich; Beisatz: Kneissl-Ski (T1)
  • 4 Ob 339/61
    Entscheidungstext OGH 10.10.1961 4 Ob 339/61
  • 4 Ob 352/61
    Entscheidungstext OGH 17.10.1961 4 Ob 352/61
  • 4 Ob 329/74
    Entscheidungstext OGH 24.09.1974 4 Ob 329/74
    nur: Ist ihr nach der Gesamtwirkung der Werbung keine objektive Tatsachenbehauptung zu entnehmen, so ist in ihr - wie bei der vergleichenden Werbung überhaupt - ein Verstoß gegen § 1 UWG nur zu erblicken, wenn sie einen Hinweis auf die Minderwertigkeit der Erzeugnisse oder Leistungen der Mitbewerber enthält. (T2) Beisatz: Kosmetik-Klub International (T3) Veröff: ÖBl 1975,57
  • 4 Ob 362/74
    Entscheidungstext OGH 14.01.1975 4 Ob 362/74
    Beisatz: Wir sind besser als die anderen. (T4) Veröff: ÖBl 1975,146
  • 4 Ob 341/77
    Entscheidungstext OGH 03.05.1977 4 Ob 341/77
    Beisatz: Jacobs Monarch (T5) Veröff: ÖBl 1977,166
  • 4 Ob 364/77
    Entscheidungstext OGH 13.09.1977 4 Ob 364/77
    Auch; nur T2; Beisatz: Fliesen aus aller Welt: Billiger als in aller Welt. (T6) Veröff: ÖBl 1978,31
  • 4 Ob 365/81
    Entscheidungstext OGH 02.06.1981 4 Ob 365/81
    Beisatz: Gösser - Österreichs bestes Bier. (T7) Veröff: ÖBl 1981,119
  • 4 Ob 57/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 57/88
    Auch; Beisatz: Der beste Suppenwürfel (T8) Veröff: ern 1989,105
  • 4 Ob 11/09k
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 4 Ob 11/09k
    Vgl auch; Beisatz: Hier: „Österreichs beliebtester Hagebutten- (bzw Apfel-)tee". (T9)
  • 4 Ob 217/10f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 217/10f
    Vgl auch; Beisatz: Unüberprüfbare Meinungsäußerung ist danach in der Regel die Bewertung des Geschmacks von Lebensmitteln. (T10); Beisatz: Hier: „das beste Service“. (T11)
  • 4 Ob 201/13g
    Entscheidungstext OGH 20.01.2014 4 Ob 201/13g
    Vgl auch; Beis wie T10; Beisatz: Unüberprüfbare Meinungsäußerung ist in der Regel die Bewertung des Geschmacks von Lebensmitteln oder der inhaltlichen Qualität eines Mediums. (T12)
    Beisatz: Hier: „Revolution im Fenster‑Design“; „Lichtjahre vom klassischen Fenster entfernt“. (T13)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0078070

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.02.2014

Dokumentnummer

JJR_19580423_OGH0002_0010OB00134_5800000_001

Rechtssatz für 4Ob329/74 4Ob362/74 (4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078082

Geschäftszahl

4Ob329/74; 4Ob362/74 (4Ob363/74); 4Ob341/77; 4Ob408/77; 4Ob364/78; 4Ob371/78; 4Ob365/81; 4Ob329/82; 4Ob326/87; 4Ob390/87; 4Ob32/88; 4Ob57/88; 4Ob14/89; 4Ob140/90; 4Ob77/92; 4Ob14/93

Entscheidungsdatum

24.09.1974

Norm

UWG §1 D1c
UWG §2 C2c

Rechtssatz

Jeder, der für sich eine Spitzenstellung auf dem Markt in Anspruch nimmt, bringt damit zugleich - wenn auch in der Regel unausgesprochen - die Überlegenheit seines Unternehmens oder seiner Erzeugnisse gegenüber allen anderen Branchenangehörigen zum Ausdruck. Dies ist zulässig, soweit der Werbende nicht die Nachteile der Waren bestimmter Mitbewerber konkret mit den Vorzügen des eigenen Angebotes vergleicht, sondern ohne solche Bezugnahme lediglich die eigene Spitzenstellung anpreist.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 329/74
    Entscheidungstext OGH 24.09.1974 4 Ob 329/74
    Beisatz: Kosmetik-Klub International (T1) Veröff: ÖBl 1975,57
  • 4 Ob 362/74
    Entscheidungstext OGH 14.01.1975 4 Ob 362/74
    Beisatz: Wir sind besser als die anderen. (T2) Veröff: ÖBl 1975,146
  • 4 Ob 341/77
    Entscheidungstext OGH 03.05.1977 4 Ob 341/77
    Beisatz: Jacobs-Monarch (T3) Veröff: ÖBl 1977/166
  • 4 Ob 408/77
    Entscheidungstext OGH 21.02.1978 4 Ob 408/77
    Beisatz: Jolly muß her, den Jolly kann mehr! (T4) Veröff: ÖBl 1978,64
  • 4 Ob 364/78
    Entscheidungstext OGH 26.09.1978 4 Ob 364/78
    Beisatz: Anker" - Einer bäckt feiner - Ihr Bäckermeister. (T5)
  • 4 Ob 371/78
    Entscheidungstext OGH 17.10.1978 4 Ob 371/78
    Beisatz: Calgonit - Somat (T6) Veröff: ÖBl 1979,97
  • 4 Ob 365/81
    Entscheidungstext OGH 02.06.1981 4 Ob 365/81
    Beisatz: Gösser - Österreichs bestes Bier. (T7) Veröff: ÖBl 1981,119
  • 4 Ob 329/82
    Entscheidungstext OGH 20.04.1982 4 Ob 329/82
    Beisatz: "Wir bieten mehr als nur Nachrichten" - keine Pauschalherabsetzung und keine Bezugnahme auf OÖ-Nachrichten. (T8)
  • 4 Ob 326/87
    Entscheidungstext OGH 24.03.1987 4 Ob 326/87
    Veröff: SZ 60/48 = JBl 1987,729 = MR 1987,64 = ÖBl 1987,158
  • 4 Ob 390/87
    Entscheidungstext OGH 15.12.1987 4 Ob 390/87
    Beisatz: 7 von 10 Vorarlbergern lesen VN. (T9) Veröff: WBl 1988,157 (mit kritischer Anmerkung) = ÖBl 1989,42 = MR 1988,100
  • 4 Ob 32/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 4 Ob 32/88
    Beisatz: Bezirksjournale II (T10) Veröff: MR 1988,134 (Korn)
  • 4 Ob 57/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 57/88
    Auch; Beisatz: Der beste Suppenwürfel (T11) Veröff: ern 1989,105
  • 4 Ob 14/89
    Entscheidungstext OGH 09.05.1989 4 Ob 14/89
    Auch; Veröff: MR 1989,141 = ÖBl 1989,141
  • 4 Ob 140/90
    Entscheidungstext OGH 20.11.1990 4 Ob 140/90
    Auch; Beisatz: Das beste Wasser. (T12) Veröff: ern 1991,105 = ÖBl 1991,74 = MR 1991,118
  • 4 Ob 77/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 4 Ob 77/92
    Auch; Veröff: WBl 1993,164
  • 4 Ob 14/93
    Entscheidungstext OGH 09.03.1993 4 Ob 14/93
    nur: Jeder, der für sich eine Spitzenstellung auf dem Markt in Anspruch nimmt, bringt damit zugleich - wenn auch in der Regel unausgesprochen - die Überlegenheit seines Unternehmens oder seiner Erzeugnisse gegenüber allen anderen Branchenangehörigen zum Ausdruck. (T13) Beisatz: "Das kleine Blatt" - Reichweitenrekord. (T14) Veröff: WBl 1993,337 = MR 1993,116

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0078082

Dokumentnummer

JJR_19740924_OGH0002_0040OB00329_7400000_002

Rechtssatz für 4Ob329/74 4Ob362/74 (4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078472

Geschäftszahl

4Ob329/74; 4Ob362/74 (4Ob363/74; 4Ob306/76; 4Ob341/77; 4Ob413/77; 4Ob408/77; 4Ob381/78; 4Ob371/78; 4Ob348/79; 4Ob355/80; 4Ob361/80; 4Ob403/80; 4Ob365/81; 4Ob393/81; 4Ob397/81; 4Ob369/82 (4Ob370/82); 4Ob309/83; 4Ob350/83; 4Ob371/83; 4Ob370/85; 4Ob369/85; 4Ob406/85; 4Ob390/87; 4Ob410/87; 4Ob32/88; 4Ob57/88; 4Ob75/88; 4Ob14/89; 4Ob6/89; 4Ob78/89; 4Ob174/89 (4Ob175/89); 4Ob137/90; 4Ob140/90; 4Ob117/91; 4Ob12/93; 4Ob90/93; 4Ob162/93; 4Ob76/95; 4Ob69/97v; 4Ob31/98g; 4Ob157/98m; 4Ob70/99v; 4Ob315/99y; 4Ob298/99y; 4Ob86/00a; 4Ob103/00a; 4Ob260/00i; 4Ob290/00a; 4Ob185/01m; 4Ob270/01m; 4Ob286/01i; 4Ob292/01x; 4Ob45/02z; 4Ob75/02m; 4Ob99/02s; 4Ob194/02m; 4Ob200/05y; 4Ob116/07y; 4Ob245/07v; 4Ob106/08d; 4Ob159/09z; 4Ob138/11i; 4Ob14/13g

Entscheidungsdatum

24.09.1974

Norm

UWG §2 C2c

Rechtssatz

Die "Alleinstellungswerbung", mit welcher für ein Produkt tatsächlich in verschiedener Hinsicht eine von keinem Konkurrenten auch nur annähernd erreichte Spitzenstellung auf dem Markt in Anspruch genommen wird, ist primär nach § 2 UWG zu beurteilen. Sie ist wettbewerbsrechtlich nur dann zu beanstanden, wenn die - ernstlich und objektiv nachprüfbar behauptete - Spitzenstellung nicht den Tatsachen entspricht oder die Ankündigung sonst zur Irreführung der angesprochenen Verkehrskreise geeignet ist.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 329/74
    Entscheidungstext OGH 24.09.1974 4 Ob 329/74
    Beisatz: Super-schrumm-strip. (T1) Veröff: ÖBl 1975,60
  • 4 Ob 362/74
    Entscheidungstext OGH 14.01.1975 4 Ob 362/74
    Beisatz: Wir sind besser als die anderen. (T2) Veröff: ÖBl 1975,146
  • 4 Ob 306/76
    Entscheidungstext OGH 02.03.1976 4 Ob 306/76
    Beisatz: Erfolgreichster Rennski (T3)
  • 4 Ob 341/77
    Entscheidungstext OGH 03.05.1977 4 Ob 341/77
    Beisatz: Jakobs Monarch (T4) Veröff: ÖBl 1977,166
  • 4 Ob 413/77
    Entscheidungstext OGH 17.01.1978 4 Ob 413/77
  • 4 Ob 408/77
    Entscheidungstext OGH 21.02.1978 4 Ob 408/77
    Beisatz: Jolly muss her, denn Jolly kann mehr! (T5) Veröff: ÖBl 1978,64
  • 4 Ob 381/78
    Entscheidungstext OGH 17.10.1978 4 Ob 381/78
    Beisatz: Quanto - Das ist der absolute Marktführer bei Weichspülern (T6) Veröff: JBl 1979,545 = ÖBl 1979,41
  • 4 Ob 371/78
    Entscheidungstext OGH 17.10.1978 4 Ob 371/78
    Beisatz: Calgonit-Somat (T7) Veröff: ÖBl 1979,97
  • 4 Ob 348/79
    Entscheidungstext OGH 12.06.1979 4 Ob 348/79
    nur: Sie ist wettbewerbsrechtlich nur dann zu beanstanden, wenn die - ernstlich und objektiv nachprüfbar behauptete - Spitzenstellung nicht den Tatsachen entspricht oder die Ankündigung sonst zur Irreführung der angesprochenen Verkehrskreise geeignet ist. (T8) Veröff: SZ 52/94 = WBl 1980,7
  • 4 Ob 355/80
    Entscheidungstext OGH 01.07.1980 4 Ob 355/80
    Beisatz: Behauptung, über ein Ersatzteillager zu verfügen, das den Besitzern von über eintausend Nodet-Maschinen eine Sicherheitsgarantie abgebe, die keine andere Firma Österreichs biete. Ein nur geringfügiger Vorsprung vor der Konkurrenz rechtfertigt eine solche Behauptung nicht, weil der Verbraucher eine erhebliche wirtschaftliche Sonderstellung erwartet. (T9); Beisatz: Ersatzteillager (T10) Veröff: ÖBl 1981,102
  • 4 Ob 361/80
    Entscheidungstext OGH 08.07.1980 4 Ob 361/80
    Beisatz: Die einzige oberösterreichische Zeitung (T11) Veröff: ÖBl 1981,77
  • 4 Ob 403/80
    Entscheidungstext OGH 13.01.1981 4 Ob 403/80
    Zweiter Rechtsgang zu 4 Ob 355/80
  • 4 Ob 365/81
    Entscheidungstext OGH 02.06.1981 4 Ob 365/81
    nur T8; Beisatz: Gösser - Österreichs bestes Bier (T12) Veröff: JBl 1981,119
  • 4 Ob 393/81
    Entscheidungstext OGH 29.09.1981 4 Ob 393/81
    nur T8; Beisatz: Jakobs Kaffee - auf natürliche Weise entkoffeiniert (T13)
  • 4 Ob 397/81
    Entscheidungstext OGH 17.11.1981 4 Ob 397/81
    nur T8; Beisatz: Media-Analyse achtzig (T14)
  • 4 Ob 369/82
    Entscheidungstext OGH 14.09.1982 4 Ob 369/82
    nur T8; Beisatz: Gesetzlicher Nachschlüsselschutz. (T15) Veröff: ÖBl 1983,42
  • 4 Ob 309/83
    Entscheidungstext OGH 22.02.1983 4 Ob 309/83
    nur T8; Beisatz: Ob es möglich wäre, diesen Vorsprung in Zukunft aufzuholen, ist für die Richtigkeit der Ankündigung ohne Bedeutung. - "Österreichs größtes Skifachgeschäft" (T16)
  • 4 Ob 350/83
    Entscheidungstext OGH 14.06.1983 4 Ob 350/83
    Ähnlich; nur T8; Beisatz: KTZ-Nr 1 (T17) Veröff: ÖBl 1984,16
  • 4 Ob 371/83
    Entscheidungstext OGH 20.09.1983 4 Ob 371/83
    Auch; nur T8; Beisatz: "KTZ-Nr 1" II (T18)
  • 4 Ob 370/85
    Entscheidungstext OGH 29.10.1985 4 Ob 370/85
    Beisatz: Hier: Vergleichende Werbung allein. (T19) Veröff: MR 1986,29
  • 4 Ob 369/85
    Entscheidungstext OGH 29.10.1985 4 Ob 369/85
    nur: Die "Alleinstellungswerbung", mit welcher für ein Produkt tatsächlich in verschiedener Hinsicht eine von keinem Konkurrenten auch nur annähern erreichte Spitzenstellung auf dem Markt in Anspruch genommen wird, ist primär nach § 2 UWG zu beurteilen. (T20) Veröff: JBl 1986,42
  • 4 Ob 406/85
    Entscheidungstext OGH 14.01.1986 4 Ob 406/85
    nur T8; Beisatz: Kreditkarten-Reiseversicherung (T21)
  • 4 Ob 390/87
    Entscheidungstext OGH 15.12.1987 4 Ob 390/87
    nur T8; Beisatz: Sieben von zehn Vorarlbergern lesen VN (T22) Veröff: ÖBl 1989,42 = WBl 1988,157 (mit kritischer Anmerkung) = MR 1988,100
  • 4 Ob 410/87
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 4 Ob 410/87
    nur T8; Veröff: ÖBl 1989,45
  • 4 Ob 32/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 4 Ob 32/88
    Auch; nur T8; Beisatz: Bezirksjournale II (T23) Veröff: MR 1988,134 (Korn)
  • 4 Ob 57/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 57/88
    Auch; Beisatz: Der beste Suppenwürfel (T24) Veröff: ern 1989,105
  • 4 Ob 75/88
    Entscheidungstext OGH 25.10.1988 4 Ob 75/88
    Veröff: MR 1989,30
  • 4 Ob 14/89
    Entscheidungstext OGH 09.05.1989 4 Ob 14/89
    Vgl auch; Veröff: MR 1989,141 = WBl 1989,278 = ÖBl 1989,141
  • 4 Ob 6/89
    Entscheidungstext OGH 13.06.1989 4 Ob 6/89
  • 4 Ob 78/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 4 Ob 78/89
    nur T8; Veröff: MR 1990,31 = ÖBl 1990,113
  • 4 Ob 174/89
    Entscheidungstext OGH 20.02.1990 4 Ob 174/89
    Auch
  • 4 Ob 137/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 137/90
    Veröff: MR 1991,74 = ÖBl 1991,80
  • 4 Ob 140/90
    Entscheidungstext OGH 20.11.1990 4 Ob 140/90
    Beisatz: Das beste Wasser (T25) Veröff: ern 1991,105 = WBl 1991,136 = MR 1991,118 = ÖBl 1991,74
  • 4 Ob 117/91
    Entscheidungstext OGH 03.12.1991 4 Ob 117/91
    Vgl auch; Beisatz: Alleinstellungswerbung ist nicht nur dann anzunehmen, wenn der Werbende behauptet, überhaupt keine Mitbewerber zu haben, sondern auch dann - und das ist erst der Hauptanwendungsfall -, wenn zum Ausdruck gebracht wird, dass sein Unternehmen, seine Waren oder seine Leistungen die der Mitbewerber beträchtlich überträfen, also eine Spitzenstellung behauptet wird. (T26) Veröff: MR 1992,78
  • 4 Ob 12/93
    Entscheidungstext OGH 09.03.1993 4 Ob 12/93
    nur T8
  • 4 Ob 90/93
    Entscheidungstext OGH 08.06.1993 4 Ob 90/93
    Auch; nur T8
  • 4 Ob 162/93
    Entscheidungstext OGH 30.11.1993 4 Ob 162/93
    Auch; nur T8
  • 4 Ob 76/95
    Entscheidungstext OGH 10.10.1995 4 Ob 76/95
    nur T8; Beisatz: Die Werbung mit einer Spitzenstellung ist primär nach § 2 UWG zu beurteilen. - Österreichs meistzitierte Tageszeitung". (T27)
  • 4 Ob 69/97v
    Entscheidungstext OGH 22.04.1997 4 Ob 69/97v
  • 4 Ob 31/98g
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 4 Ob 31/98g
    Auch
  • 4 Ob 157/98m
    Entscheidungstext OGH 12.08.1998 4 Ob 157/98m
    Auch; nur T8
  • 4 Ob 70/99v
    Entscheidungstext OGH 23.03.1999 4 Ob 70/99v
    Auch; nur: Sie ist wettbewerbsrechtlich nur dann zu beanstanden, wenn die - ernstlich und objektiv nachprüfbar behauptete - Spitzenstellung nicht den Tatsachen entspricht. (T28)
  • 4 Ob 315/99y
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 4 Ob 315/99y
    Vgl auch; nur T8
  • 4 Ob 298/99y
    Entscheidungstext OGH 14.12.1999 4 Ob 298/99y
    Auch
  • 4 Ob 86/00a
    Entscheidungstext OGH 03.05.2000 4 Ob 86/00a
    Auch; nur T8
  • 4 Ob 103/00a
    Entscheidungstext OGH 23.05.2000 4 Ob 103/00a
    Auch; nur T8
  • 4 Ob 260/00i
    Entscheidungstext OGH 14.11.2000 4 Ob 260/00i
    nur T8
  • 4 Ob 290/00a
    Entscheidungstext OGH 16.01.2001 4 Ob 290/00a
    nur T8
  • 4 Ob 185/01m
    Entscheidungstext OGH 12.09.2001 4 Ob 185/01m
    Auch
  • 4 Ob 270/01m
    Entscheidungstext OGH 13.11.2001 4 Ob 270/01m
    Vgl auch
  • 4 Ob 286/01i
    Entscheidungstext OGH 17.12.2001 4 Ob 286/01i
    Vgl auch; Beisatz: Objektive Nachprüfbarkeit liegt vor, wenn - wie hier - zur Untermauerung der Ankündigung der Beste und Preisgünstigste in einem bestimmten Bereich zu sein, auf zwei (in der Hörfunkwerbung als "amtlich" bezeichnete) Marktstudien verwiesen und die konkrete Baumarkt-Kette als "Testsieger" herausgestrichen wird. (T29); Beisatz: Die Behauptung, ein bestimmter Baumarkt sei der beste und preiswerteste, ist aber nur dann berechtigt, wenn die so beworbene Baumarkt-Kette tatsächlich eine Spitzenstellung besitzt. (T30)
  • 4 Ob 292/01x
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 4 Ob 292/01x
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Behauptung "Der schönste Platz am See" ist objektiv nicht nachprüfbar und unterliegt rein subjektiven, unüberprüfbaren Empfindungen. Sie ist als Übertreibung im Sinn einer marktschreierischen Werbung aufzufassen. (T31)
  • 4 Ob 45/02z
    Entscheidungstext OGH 13.03.2002 4 Ob 45/02z
    Vgl auch
  • 4 Ob 75/02m
    Entscheidungstext OGH 09.04.2002 4 Ob 75/02m
    Vgl auch; Beisatz: Hier: "Der beste Computer". (T32)
  • 4 Ob 99/02s
    Entscheidungstext OGH 02.07.2002 4 Ob 99/02s
    Auch; Beisatz: Hier: "Weltbestes Wasserbett". (T33)
  • 4 Ob 194/02m
    Entscheidungstext OGH 24.09.2002 4 Ob 194/02m
    Auch; Beisatz: Hier: "Antenne Steiermark"; so schon in 4 Ob 152/02k. (T34)
  • 4 Ob 200/05y
    Entscheidungstext OGH 29.11.2005 4 Ob 200/05y
    Auch; nur T8; Beisatz: „das einzige frische & naturreine Salat-Dressing". (T35)
  • 4 Ob 116/07y
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 116/07y
    nur T8
  • 4 Ob 245/07v
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 245/07v
    nur T8
  • 4 Ob 106/08d
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 106/08d
    Beisatz: Seit der UWG-Novelle 2007 wird vergleichende Werbung - wie auch Werbung mit einer Spitzenstellung - am Tatbestand des § 2 Abs 1 Z 2 UWG gemessen. (T36)
  • 4 Ob 159/09z
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 4 Ob 159/09z
    Auch; Beisatz: Seit der UWG-Novelle 2007 wird Werbung mit einer Spitzenstellung am Tatbestand des § 2 Abs 1 Z 2 UWG gemessen. (T37)
  • 4 Ob 138/11i
    Entscheidungstext OGH 19.10.2011 4 Ob 138/11i
    Vgl auch; Beisatz: Eine Werbung mit einer Spitzenstellung kann auch dann irreführend sein, wenn das Unternehmen auf dem relevanten Markt tatsächlich der einzige Anbieter ist. (T38)
  • 4 Ob 14/13g
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 4 Ob 14/13g
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Lieblingszeitung der Salzburger. (T39)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0078472

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.04.2013

Dokumentnummer

JJR_19740924_OGH0002_0040OB00329_7400000_004

Rechtssatz für 4Ob362/74 (4Ob363/74) 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078206

Geschäftszahl

4Ob362/74 (4Ob363/74); 4Ob399/76; 4Ob341/77; 4Ob364/77; 4Ob413/77; 4Ob348/79; 4Ob365/81; 4Ob407/83; 4Ob312/84; 4Ob308/86; 4Ob354/87; 4Ob395/85; 4Ob365/87; 4Ob361/87; 4Ob410/87; 4Ob41/88; 4Ob57/88; 4Ob14/89; 4Ob6/89; 4Ob137/90; 4Ob83/90 (4Ob84/90); 4Ob140/90; 4Ob1040/92; 4Ob64/93; 4Ob84/94; 4Ob73/95; 4Ob45/02z; 4Ob244/02i; 4Ob262/03p

Entscheidungsdatum

14.01.1975

Norm

UWG §2 C2b
UWG §2 C2c

Rechtssatz

Die Behauptung eines Gewerbetreibenden er sei "(in allem) besser als die anderen", enthält trotz ihrer allgemeinen Fassung sehr wohl einen "Tatsachenkern" im Sinne einer objektiven überprüfbaren Aussage über das Unternehmen des Werbenden und dessen Leistungen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 362/74
    Entscheidungstext OGH 14.01.1975 4 Ob 362/74
    Veröff: ÖBl 1975,146
  • 4 Ob 399/76
    Entscheidungstext OGH 11.01.1977 4 Ob 399/76
    Auch; Veröff: ÖBl 1977,100
  • 4 Ob 341/77
    Entscheidungstext OGH 03.05.1977 4 Ob 341/77
    Auch; Beisatz: "Jacobs - Monarch". (T1)
  • 4 Ob 364/77
    Entscheidungstext OGH 13.09.1977 4 Ob 364/77
    Auch; Beisatz: Fliesen aus aller Welt: Billiger als in aller Welt. (T2) Veröff: ÖBl 1978,31
  • 4 Ob 413/77
    Entscheidungstext OGH 17.01.1978 4 Ob 413/77
    nur: "Tatsachenkern" im Sinne einer objektiven überprüfbaren Aussage. (T3) Beisatz: Kneissl, der erfolgreichste Ski der Olympischen Winterspiele 1976. (T4)
  • 4 Ob 348/79
    Entscheidungstext OGH 12.06.1979 4 Ob 348/79
    Auch; Veröff: SZ 52/94 = ÖBl 1980,7
  • 4 Ob 365/81
    Entscheidungstext OGH 02.06.1981 4 Ob 365/81
    Vgl aber; Beisatz: Gösser - Österreichs bestes Bier. (T5) Veröff: ÖBl 1981,119
  • 4 Ob 407/83
    Entscheidungstext OGH 10.01.1984 4 Ob 407/83
    Auch; nur T3; Beisatz: "Hält Beine geruchlos." (T6) Veröff: ÖBl 1984,73
  • 4 Ob 312/84
    Entscheidungstext OGH 21.02.1984 4 Ob 312/84
    Auch; Beisatz: Der Anpreisung "Wir sind immer billiger" läßt sich die konkrete Behauptung einer besonders preisgünstigen Einkaufsgelegenheit entnehmen. - "Wir sind immer billiger." (T7) Veröff: ÖBl 1984,97
  • 4 Ob 308/86
    Entscheidungstext OGH 25.03.1986 4 Ob 308/86
    Auch; nur T3; Veröff: ÖBl 1987,49
  • 4 Ob 354/87
    Entscheidungstext OGH 19.05.1987 4 Ob 354/87
    Auch; nur T3; Beisatz: Das BEZIRKSJOURNAL - die Lieblingszeitung der Wiener. (T8) Veröff: MR 1987,144 (Korn) = ÖBl 1988,19
  • 4 Ob 361/87
    Entscheidungstext OGH 15.09.1987 4 Ob 361/87
    nur T3; Beisatz: Kaufen Sie jetzt keine Möbel. (T11) Veröff: WBl 1988,21 = ÖBl 1988,46
  • 4 Ob 395/85
    Entscheidungstext OGH 15.09.1987 4 Ob 395/85
    Vgl auch; Beisatz: In Vorarlberg sind wir einfach d' Zitig. (T9) Veröff: MR 1987,180
  • 4 Ob 365/87
    Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 365/87
    Auch; nur T3; Beisatz: Neue Vorarlberger Tageszeitung, schneller, aktueller. (T10) Veröff: SZ 60/211 = WBl 1988,53
  • 4 Ob 410/87
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 4 Ob 410/87
    nur T3; Beis wie T7; Veröff: ÖBl 1989,45 = MR 1988,166
  • 4 Ob 41/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 4 Ob 41/88
    Auch; Beisatz: Fritierfett der Spitzenklasse - einfach besser. (T12)
  • 4 Ob 57/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 57/88
    Auch; Beisatz: Der beste Suppenwürfel. (T13) Veröff: ern 1989,105
  • 4 Ob 14/89
    Entscheidungstext OGH 09.05.1989 4 Ob 14/89
    nur T3; Beisatz: "Österreichs reinstes Bier", enthält zumindest im Kern eine konkrete und nachprüfbare Tatsachenbehauptung. (T14) Veröff: ÖBl 1989,141 = WBl 1989,278 = MR 1989,141
  • 4 Ob 6/89
    Entscheidungstext OGH 13.06.1989 4 Ob 6/89
    nur T3; Beisatz: "Preisboxer DOGRO" und "DOGRO - Preise alle absolut sensationell in Österreich" werden vom angesprochenen Publikum auch nicht wörtlich verstanden, sondern nur als Übertreibung angesehen, weil niemand annehmen wird, ein Lebensmittelsupermarkt habe immer und zu jeder Zeit bei jeden einzelnen von zahlreichen angebotenen Waren die niedrigsten Preise. (T15) Veröff: ÖBl 1990,158
  • 4 Ob 137/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 137/90
    Auch; nur T3; Veröff: ÖBl 1991,80
  • 4 Ob 83/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 83/90
    nur T3
  • 4 Ob 140/90
    Entscheidungstext OGH 20.11.1990 4 Ob 140/90
    nur T3; Beisatz: Das beste Wasser. (T16) Veröff: ÖBl 1991,74 = MR 1991,118 = ern 1991,105
  • 4 Ob 1040/92
    Entscheidungstext OGH 16.06.1992 4 Ob 1040/92
    Vgl auch; nur T3
  • 4 Ob 64/93
    Entscheidungstext OGH 29.06.1993 4 Ob 64/93
    Beisatz: Wir machen das einhundertfache aus Ihren Banknoten. (T17)
  • 4 Ob 84/94
    Entscheidungstext OGH 19.09.1994 4 Ob 84/94
    Beisatz: Führerschein auf Anhieb. (T18)
  • 4 Ob 73/95
    Entscheidungstext OGH 19.09.1995 4 Ob 73/95
    Vgl; Beisatz: Marktschreierische Reklame im Wettbewerb zwischen Wirtschaftstreibenden ist nur dann wettbewerbswidrig, wenn ihr nachprüfbarer Tatsachenkern zur Irreführung geeignet ist. (T19)
  • 4 Ob 45/02z
    Entscheidungstext OGH 13.03.2002 4 Ob 45/02z
    Vgl auch
  • 4 Ob 244/02i
    Entscheidungstext OGH 17.12.2002 4 Ob 244/02i
    Vgl auch
  • 4 Ob 262/03p
    Entscheidungstext OGH 20.01.2004 4 Ob 262/03p
    Vgl; Beisatz: Bei Bewerbung eines konkreten, umfangreichen Produktsortiments mit einer Fülle von Einzelpreisen mit der Behauptung einer besonders preisgünstigen Einkaufsgelegenheit in Verbindung mit zusätzlich gekennzeichneten "Bestpreis-Angeboten", wobei bescheinigt ist, dass die Preise des Werbenden nur bei einigen wenigen Produkten des Katalogsortiments gleich hoch oder höher als bei Konkurrenzunternehmen sind, ist eine Irreführung also nicht zu befürchten, da niemand annehmen wird, ein Kaufmann habe immer und zu jeder Zeit bei jedem einzelnen von zahlreichen angebotenen Artikeln die niedrigsten Preise. (T20)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0078206

Dokumentnummer

JJR_19750114_OGH0002_0040OB00362_7400000_001

Rechtssatz für 4Ob362/74 (4Ob363/74) 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078282

Geschäftszahl

4Ob362/74 (4Ob363/74); 4Ob108/77; 4Ob364/78; 4Ob371/78; 4Ob365/81; 4Ob309/83; 4Ob312/84; 4Ob354/84; 4Ob394/84; 4Ob370/85; 4Ob369/85; 4Ob326/87; 4Ob331/87; 4Ob365/87; 4Ob390/87; 4Ob32/88; 4Ob57/88; 4Ob68/88; 4Ob55/90; 4Ob179/06m; 4Ob233/06b; 4Ob220/11y

Entscheidungsdatum

14.01.1975

Norm

UWG §1 D1c
UWG §2 C2c

Rechtssatz

Die Alleinstellungswerbung ist als vergleichende Werbung insbesondere dann zu beurteilen und gemäß § 1 UWG unzulässig, wenn sich der Werbende nicht mit einer Anpreisung der eigenen Spitzenstellung begnügt, sondern damit gleichzeitig auch einen Hinweis auf die Minderwertigkeit der Waren oder Leistungen eines oder mehrerer bestimmter, namentlich genannter oder durch deutlich erkennbarer Mitbewerber verbindet.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 362/74
    Entscheidungstext OGH 14.01.1975 4 Ob 362/74
    Beisatz: Wir sind besser als die anderen. (T1) Veröff: ÖBl 1975,146
  • 4 Ob 108/77
    Entscheidungstext OGH 21.02.1978 4 Ob 108/77
    Beisatz: Jolly muss her, denn Jolly kann mehr! (T2) Veröff: ÖBl 1978,64
  • 4 Ob 364/78
    Entscheidungstext OGH 26.09.1978 4 Ob 364/78
    Beisatz: "Anker" - Einer bäckt feiner - Ihr Bäckermeister. (T3) Veröff: ÖBl 1978,145
  • 4 Ob 371/78
    Entscheidungstext OGH 17.10.1978 4 Ob 371/78
    Beisatz: Calgonit - Somat (T4) Veröff: ÖBl 1979,97
  • 4 Ob 365/81
    Entscheidungstext OGH 02.06.1981 4 Ob 365/81
    Beisatz: Gösser - Österreichs bestes Bier. (T5) Beisatz: Österreichs bestes Bier. (T6) Veröff: ÖBl 1981,119
  • 4 Ob 309/83
    Entscheidungstext OGH 22.02.1983 4 Ob 309/83
    Beisatz: Österreichs größtes Skifachgeschäft. (T7)
  • 4 Ob 312/84
    Entscheidungstext OGH 21.02.1984 4 Ob 312/84
    Beisatz: Wir sind immer billiger. (T8) Veröff: ÖBl 1984,97
  • 4 Ob 354/84
    Entscheidungstext OGH 09.10.1984 4 Ob 354/84
    Ähnlich; Beisatz: Besser heizen ..... (T9) Veröff: ÖBl 1985,4
  • 4 Ob 394/84
    Entscheidungstext OGH 27.11.1984 4 Ob 394/84
    Beisatz: Fremdsprachenpalette (T10)
  • 4 Ob 370/85
    Entscheidungstext OGH 29.10.1985 4 Ob 370/85
    Beisatz: Hier: Vergleichende Werbung allein. (T11) Veröff: MR 1986,29
  • 4 Ob 369/85
    Entscheidungstext OGH 29.10.1985 4 Ob 369/85
    Beisatz: An diesem Rechtssatz ist trotz der Kritik eines Teiles der Lehre, die für die Erlaubtheit der vergleichenden Werbung eintritt, sofern diese wahr, informativ sachlich und daher nicht irreführend ist, festzuhalten, weil in aller Regel niemand in eigener Sache objektiv urteilt, Werbevergleiche geradezu zwangsläufig so angestellt werden, dass die zu Gunsten des Werbenden ausgehen und die in aller Regel vorliegende Unvollständigkeit des Werbevergleiches den Verkehr eher verwirren als zu einer für das Publikum wünschenswerten höheren Markttransparenz beitragen wird. (T12) Veröff: ÖBl 1986,42
  • 4 Ob 326/87
    Entscheidungstext OGH 24.03.1987 4 Ob 326/87
    Auch; Beisatz: Durch den gezielten Hinweis auf die Stellung als "führender Werbeträger" wird nicht nur die eigene Überlegenheit, sondern auch die Minderwertigkeit der Leistungen des bezogenen Mitbewerbers ausgedrückt. (T13) Veröff: SZ 60/48 = JBl 1987,729 = ÖBl 1987,158 = MR 1987,64
  • 4 Ob 331/87
    Entscheidungstext OGH 05.05.1987 4 Ob 331/87
    Beis wie T11; Beis wie T12; Beisatz: Schachtboden (T14) Veröff: SZ 60/78 = MR 1987,146 = GRURInt 1988,432 = ÖBl 1988,6
  • 4 Ob 365/87
    Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 365/87
    Beis wie T12; Beisatz: Neue Vorarlberger Tageszeitung, schneller, aktueller. (T15) Veröff: SZ 60/211 = ÖBl 1989,42 = WBl 1988,53
  • 4 Ob 390/87
    Entscheidungstext OGH 15.12.1987 4 Ob 390/87
    Beisatz: Werbeslogan: "7 von 10 Vorarlbergern sind jeden Morgen auf dem laufenden. Denn sie lesen jeden Morgen die Vorarlberger Nachrichten. Nur 3 nicht": Verstoß - "7 von 10 Vorarlbergern lesen VN". (T16) Veröff: MR 1988,100 = WBl 1988,157 (mit kritischer Anmerkung)
  • 4 Ob 32/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 4 Ob 32/88
    Beisatz: Bezirksjournale II (T17) Veröff: MR 1988,134 (Korn)
  • 4 Ob 57/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 57/88
    Auch; Beisatz: Der beste Suppenwürfel. (T18) Veröff: ern 1989,105
  • 4 Ob 68/88
    Entscheidungstext OGH 11.10.1988 4 Ob 68/88
    Beisatz: Sie ist dann nicht anders zu behandeln als vergleichende Werbung überhaupt. - "Preise, von denen Österreichs Verbraucher bisher nur träumen konnten." (T19)
  • 4 Ob 55/90
    Entscheidungstext OGH 24.04.1990 4 Ob 55/90
  • 4 Ob 179/06m
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 179/06m
    Auch; Beisatz: Vergleichende Werbung setzt nicht voraus, dass Mitbewerber namentlich genannt werden. Es genügt, wenn erkennbar auf sie Bezug genommen wird. (T20); Beisatz: Hier: Balkendiagramm zur Zustellquote der Beklagten und der beiden (namentlich nicht genannten) konkurrierenden Werbemittelverteiler. (T21)
  • 4 Ob 233/06b
    Entscheidungstext OGH 13.02.2007 4 Ob 233/06b
    Auch; Beis ähnlich wie T20; Beisatz: Dass der Fachmann den im Text angeführten Wirkstoff Donepezil dem Arzneimittel der Klägerin Aricept zuordnet, obgleich dessen Bezeichnung nicht ausdrücklich im Text aufscheint, ist nicht zweifelhaft. (T22)
  • 4 Ob 220/11y
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 220/11y
    Vgl auch; Beis wie T20

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0078282

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.03.2012

Dokumentnummer

JJR_19750114_OGH0002_0040OB00362_7400000_002

Rechtssatz für 4Ob399/76 4Ob341/77 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0077980

Geschäftszahl

4Ob399/76; 4Ob341/77; 4Ob408/77; 4Ob371/78; 4Ob394/84; 4Ob41/88; 4Ob57/88; 4Ob100/88; 4Ob6/89; 4Ob43/90; 4Ob41/90; 4Ob77/92; 4Ob14/93; 4Ob67/93; 4Ob116/93; 4Ob151/93; 4Ob76/95; 4Ob21/98m; 4Ob232/99t; 4Ob43/02f; 4Ob85/03h; 4Ob87/03b; 4Ob94/05k; 4Ob12/07d; 4Ob116/07y; 4Ob81/11g; 4Ob152/12z; 4Ob122/15t; 4Ob101/19k

Entscheidungsdatum

11.01.1977

Norm

UWG §1 D1c
UWG §2 C2c

Rechtssatz

Eine vergleichende Werbung ist primär nach § 2 UWG zu beurteilen und darnach wettbewerbsrechtlich nur dann zu beanstanden, wenn die ernstlich und objektiv nachprüfbar behaupteten Umstände nicht den Tatsachen entsprechen oder die Ankündigung sonst zur Irreführung geeignet ist (ÖBl 1975,146, SZ 31/64 ua).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 399/76
    Entscheidungstext OGH 11.01.1977 4 Ob 399/76
  • 4 Ob 341/77
    Entscheidungstext OGH 03.05.1977 4 Ob 341/77
    Beisatz: Jacobs-Monarch (T1) Veröff: ÖBl 1977,166
  • 4 Ob 408/77
    Entscheidungstext OGH 21.02.1978 4 Ob 408/77
    Beisatz: Jolly muss her, den Jolly kann mehr! (T2) Veröff: ÖBl 1978,64
  • 4 Ob 371/78
    Entscheidungstext OGH 17.10.1978 4 Ob 371/78
    Veröff: ÖBl 1979,97
  • 4 Ob 394/84
    Entscheidungstext OGH 27.11.1984 4 Ob 394/84
    Beisatz: Fremdsprachenpalette (T3)
  • 4 Ob 41/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 4 Ob 41/88
    Beisatz: Fritierfett der Spitzenklasse - Einfach besser. (T4)
  • 4 Ob 57/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 57/88
    Auch; Beisatz: Der beste Suppenwürfel. (T5) Veröff: ern 1989,105
  • 4 Ob 100/88
    Entscheidungstext OGH 15.11.1988 4 Ob 100/88
    Beisatz: Westösterreichs größtes Teppichhaus. (T6)
  • 4 Ob 6/89
    Entscheidungstext OGH 13.06.1989 4 Ob 6/89
    Veröff: ÖBl 1990,158
  • 4 Ob 43/90
    Entscheidungstext OGH 03.04.1990 4 Ob 43/90
    Veröff: WBl 1990,275 = MR 1990,195 = ecolex 1990,493
  • 4 Ob 41/90
    Entscheidungstext OGH 26.06.1990 4 Ob 41/90
    Vgl auch; Veröff: SZ 63/108 = EvBl 1990/114 S 531 = ÖBl 1990,154 = MR 1990,144 (Korn, Wittmann, 125) = GRURInt 1991,225 = ecolex 1990,558 = WBl 1990,308
  • 4 Ob 77/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 4 Ob 77/92
    Veröff: WBl 1993,164
  • 4 Ob 14/93
    Entscheidungstext OGH 09.03.1993 4 Ob 14/93
    Beisatz: "Das kleine Blatt" - Reichweitenrekord. (T7) Veröff: WBl 1993,337 = MR 1993,116
  • 4 Ob 67/93
    Entscheidungstext OGH 29.06.1993 4 Ob 67/93
  • 4 Ob 116/93
    Entscheidungstext OGH 16.11.1993 4 Ob 116/93
    Auch; Beisatz: IMAS-Report (T8)
  • 4 Ob 151/93
    Entscheidungstext OGH 02.11.1993 4 Ob 151/93
  • 4 Ob 76/95
    Entscheidungstext OGH 10.10.1995 4 Ob 76/95
    Beisatz: "Österreichs meistzitierte Tageszeitung" (T9)
  • 4 Ob 21/98m
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 4 Ob 21/98m
    Auch
  • 4 Ob 232/99t
    Entscheidungstext OGH 14.09.1999 4 Ob 232/99t
    Auch
  • 4 Ob 43/02f
    Entscheidungstext OGH 22.04.2002 4 Ob 43/02f
    Vgl auch; Beisatz: Unvollständige Angaben verstoßen gegen §2 UWG, wenn durch das Verschweigen wesentlicher Umstände ein falscher Gesamteindruck hervorgerufen wird, so dass die Unvollständigkeit geeignet ist, das Publikum in für den Kaufentschluss erheblicher Weise irrezuführen. Dies gilt auch für Preisvergleiche. (T10)
  • 4 Ob 85/03h
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 4 Ob 85/03h
    Auch
  • 4 Ob 87/03b
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 4 Ob 87/03b
    Vgl auch; Beis wie T10; Beisatz: Preisvergleich, Strombezugskosten. (T11)
  • 4 Ob 94/05k
    Entscheidungstext OGH 14.06.2005 4 Ob 94/05k
    Beisatz: Hier: Reichweitenvergleich. (T12)
  • 4 Ob 12/07d
    Entscheidungstext OGH 13.02.2007 4 Ob 12/07d
    Beisatz: Hier: Preisvergleich zwischen Telekommunikationsdienstleistungen. (T13)
  • 4 Ob 116/07y
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 116/07y
    Beisatz: Es ist aber grundsätzlich nicht verboten, mit einer nicht veröffentlichten Untersuchung zu werben. (T14)
  • 4 Ob 81/11g
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 4 Ob 81/11g
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Reichweitenwerbung mit Balkendiagramm. (T15)
  • 4 Ob 152/12z
    Entscheidungstext OGH 18.10.2012 4 Ob 152/12z
    Vgl auch; Beis wie T15; Beisatz: Hier: Werbung mit Druckauflage. (T16); Beisatz: Hier: Werbung mit Kauf‑ und Gratisauflage. (T17)
  • 4 Ob 122/15t
    Entscheidungstext OGH 20.10.2015 4 Ob 122/15t
    Beis wie T16
  • 4 Ob 101/19k
    Entscheidungstext OGH 13.06.2019 4 Ob 101/19k
    Vgl; Beisatz: Mit der Bezugnahme auf „objektiv nachprüfbare Tatsachen“ wird zum Ausdruck gebracht, dass die behauptete Spitzenstellung auf Tatsachen basieren muss, die objektiv überprüfbar sind; die Behauptung darf also nicht auf einem reinen Werturteil beruhen. Das bedeutet aber nicht, dass nur bestimmte (qualifizierte) Beweismittel zulässig sind oder eine sonstige Beweisregel besteht. (T18)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0077980

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19770111_OGH0002_0040OB00399_7600000_001

Entscheidungstext 4Ob57/88

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

4Ob57/88

Entscheidungsdatum

13.09.1988

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Prof. Dr. Friedl als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Gamerith, Dr. Angst, Dr. Kodek und Dr. Redl als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Ö*** N***

Gesellschaft mbH, Wien 5., Emil-Kralik-Gasse 6, vertreten durch Dr. Rudolf Jahn und Dr. Harald R. Jahn, Rechtsanwälte in Wien, wider die beklagte Partei C.H. K*** Nahrungsmittelfabrik

Gesellschaft mbH, Wels, Knorrstraße 8, vertreten durch Dr. Peter Posch und Dr. Ingrid Posch, Rechtsanwälte in Wels, wegen Unterlassung und Urteilsveröffentlichung (Gesamtstreitwert S 650.000,--), infolge Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Linz als Berufungsgerichtes vom 7. April 1988, GZ 3 R 345/87-10, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Kreisgerichtes Wels vom 9. Oktober 1987, GZ 2 Cg 237/87-6, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision wird nicht Folge gegeben.

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei die mit S 16.245,90 bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens (darin S 1.476,90 Umsatzsteuer) binnen 14 Tagen bei Exekution zu ersetzen.

Text

Entscheidungsgründe:

Beide Parteien sind industrielle Erzeuger - u.a. - von Rindsuppen und klaren Suppen (Bouillons) in Würfelform (Suppenwürfel). Die Klägerin vertreibt ihre Rindsuppenwürfel unter der Bezeichnung "M*** Rindfleischsuppe", die Beklagte unter der Bezeichnung "K*** Goldaugen-Rindsuppe".

Die Beklagte wirbt seit Jänner 1987 in ganz Österreich für ihren "K*** Goldaugen-Rindsuppenwürfel" mit der Werbeaussage "Der Beste Österreichs". So hatte die Beklagte bis Ende August/Anfang September 1987 - über das gesamte Bundesgebiet verstreut - insgesamt 123 von innen beleuchtete Regalblenden mit dem Aufdruck "Der Beste Österreichs" in Verbraucher- und Supermärkten in Verwendung. Darüber hinaus stellte sie seit März 1987 einige hundert "Displays" (= Warenkörbe), in denen der "K*** Goldaugen-Rindsuppenwürfel" zum Verkauf angeboten wurde, mit der Aufschrift "Der Beste Österreichs" zeitlich begrenzt in Endverbrauchergeschäften auf; eine größere Zahl dieser "Displays" ist nach wie vor im Einsatz.

Im österreichischen Fernsehen bringt die Beklagte einen Werbefilm, in dem gleichfalls die Werbebehauptung "Der Beste Österreichs" gebraucht wird. Dieser Werbefilm wurde von Jänner bis Ende August 1987 insgesamt 53mal, und zwar jeweils im Werbeblock vor der Nachrichtensendung um 19,30 Uhr ("Zeit im Bild"), gesendet. Diese Fernsehwerbung setzt die Beklagte fort, wobei sie zumindest vier verschiedene Werbefilme einsetzt. Der kürzeste Werbespot mit einer Dauer von 15 Sekunden hat folgenden Text:

"Der K*** Tele-Teller zum Wochenende" (von Musik unterlegt). "Hühnerbrust, zart gebraten, wird am besten mit dem Goldaugen-Rindsuppenwürfel von K***. Der Beste Österreichs. Mit dem Besten wird's am besten. Was besseres können Sie" (von Hühnergeschrei unterlegt) "gar nicht tun."

Dieser Text wird durch die Darstellung eines Tellers mit der Aufschrift "K***" bzw. "Tele-Teller", einer Hand, die einen Suppenwürfel über gebratene Hühnerbrüste zerbröselt, sowie der Großaufnahme einer Packung "K***-Goldaugen-Rindsuppenwürfel" optisch unterstützt.

Ein weiterer, 20 Sekunden lang dauernder Werbespot lautet:

"Der K*** Tele-Teller für morgen Donnerstag" (Musikunterlegt). "Schweinsbraten, verfeinert mit dem Goldaugen-Rindsuppenwürfel von K***. Der Beste Österreichs. Mit dem Besten wird's am besten. Und wenn was übrig bleibt, die Semmelknödel spitzen schon auf Ihr Fingerspitzengefühl."

Optisch ist dieser Film in ähnlicher Weise wie der zuvor geschilderte gestaltet.

Die beiden vorgenannten Werbefilme wurden auch in einer auf 18 und auf 23 Sekunden verlängerten Version gesendet, die jeweils mit folgendem Gesang endeten: "Mit K***, mit K***, kommt's mir einfach besser vor."

In Verbrauchermärkten ist das Warenangebot grundsätzlich nach Produktgruppen geordnet. Das führt dazu, daß die Suppenprodukte der Streitteile zumeist nebeneinander oder zumindest in einem örtlichen Naheverhältnis zueinander angeboten werden.

Auf dem österreichischen Markt für Rindsuppen und klare Suppen (Bouillons) gibt es im wesentlichen 5 Anbieter mit insgesamt 13 Produkten, und zwar:

a)

K*** (= Beklagte): Goldaugen-Rindsuppe in 1-Liter- und 6-Liter-Würfelpackung sowie in Vorratsdose,

Klare Suppe in 6-Liter-Würfelpackung,

Rindessa in 6-Liter-Glas und Nachfüllbeutel,

Vegetabile klare Suppe in 3-Liter-Würfelpackung

(Produktion mittlerweile eingestellt).

b)

M*** (= Klägerin): Rindfleischsuppe in 1-Liter- und 6-Liter-Würfelpackung,

Klare Suppe in 6-Liter-Würfelpackung,

Rindsbouillon in 5-Liter-Glas und Nachfüllbeutel.

c)

K***: Närina Rindsuppe in 5-Liter-Würfelpackung, Närina klare Suppe in 5-Liter-Würfelpackung.

d)

O***: Carnis Rindsuppe in 5-Liter-Würfelpackung, Carnis klare Suppe in 5-Liter-Würfelpackung.

e)

H***: Rigolta klare Rindsuppe in 5-Liter-Würfelpackung,

Rigolta Rindsuppe in 7-Liter-Glas.

Außerdem gibt es noch in Reform- und Spezialgeschäften 10 weitere Rindsuppen- und klare Suppenprodukte.

Die Suppenprodukte von H*** werden nur in deren gleichnamigen Märkten geführt; dort werden nur firmeneigene Suppenprodukte zum Verkauf angeboten.

Im Jahre 1986 teilte sich der österreichische Markt für Rindsuppen und klare Suppen wie folgt auf die einzelnen Anbieter auf: Beklagte 44 %, Klägerin 25 %, H*** 20 %, O*** 7 %, übrige 4 %. Bei Außerachtlassung von H*** ergab sich im selben Jahr folgende Aufteilung der Marktanteile: Beklagte 55,4 %, Klägerin 30,7 %, O*** 9 %, andere 4,9 %.

Mit der Behauptung, daß die Werbeaussage der Beklagten vom interessierten Publikum zwangsläufig in erster Linie als herabsetzender Vergleich mit dem Produkt der Klägerin aufgefaßt werde (§ 1 UWG), der Suppenwürfel der Beklagten aber auch nicht "besser" sei als jener der Klägerin (§ 2 UWG), begehrt die Klägerin, die Beklagte schuldig zu erkennen, die Verwendung der Werbeaussage "Der Beste Österreichs" in Verbindung mit dem Vertrieb von Suppenwürfeln und deren Bewerbung sofort zu unterlassen; ferner stellt sie ein Veröffentlichungsbegehren.

Die Beklagte beantragt die Abweisung des Klagebegehrens. Ihre Werbemaßnahmen seien zulässig; der beanstandete Werbeslogan enthalte nur eine rein subjektive Aussage, die einer objektiven Nachprüfung nicht zugänglich sei. Auf die Konkurrenzprodukte der Klägerin werde nicht Bezug genommen; insbesondere würden keine herabsetzenden Äußerungen darüber gemacht.

Der Erstrichter wies das Klagebegehren ab. Rechtlich würdigte er den eingangs wiedergegebenen Sachverhalt dahin, daß weder eine unzulässige Alleinstellungswerbung noch eine verbotene vergleichende Werbung vorliege, weil die beanstandete Werbebehauptung keiner objektiven Überprüfung zugänglich sei, sondern nur ein subjektives Werturteil enthalte und die Konkurrenzprodukte nicht herabsetze. Daran vermöge auch der Umstand, daß der Kreis der Mitbewerber der Beklagten sehr klein und leicht überschaubar sei, nichts zu ändern. Das Berufungsgericht bestätigte dieses Urteil und sprach aus, daß der Wert des Streitgegenstandes, über den es entschieden habe, S 300.000,-- übersteige. Es billigte die rechtliche Beurteilung des Erstrichters: Alleinstellungswerbung liege dann vor, wenn der Werbende für sein Produkt eine Spitzenstellung auf dem Markt in Anspruch nehme. Nach ständiger Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes sei eine derartige Werbung primär nach § 2 UWG zu beurteilen und daher wettbewerbsrechtlich nur dann zu beanstanden, wenn die ernstlich und objektiv nachprüfbar behauptete Spitzenstellung nicht den Tatsachen entspricht oder die Werbebehauptung sonst zur Irreführung der angesprochenen Verkehrskreise geeignet ist. Ob eine Mitteilung im Einzelfall eine objektiv nachprüfbare Tatsachenbehauptung oder eine rein subjektive, unüberprüfbare Meinungsäußerung - also ein bloßes

"Werturteil" - enthält, müsse unter Berücksichtigung des Zusammenhanges, in den die Äußerung gestellt werde, der Form, in der sie gebracht werde, des Gegenstandes, den sie betreffe, und aller sonstigen Umstände, die für den Eindruck auf das angesprochene Publikum maßgebend sein könnten, beurteilt werden; dabei könne dieselbe Äußerung je nach den Umständen bald als Tatsachenbehauptung, bald als Werturteil aufzufassen sein. Eine Werbebehauptung, die den Eindruck einer Spitzenstellung des Werbenden, zumindest aber die Vorstellung einer überdurchschnittlichen Qualität seiner Waren oder Leistungen erwecken könne, sei dann nicht mehr als eine rein subjektive, nur die persönliche Meinung des Werbenden zum Ausdruck bringende Meinungskundgebung zu beurteilen. Entscheidend sei somit, ob eine zu überprüfende Werbung einen objektiv zu beurteilenden "Tatsachenkern" im Sinn einer bestimmten objektiv überprüfbaren Aussage habe; eine Werbeaussage mit der zuletzt beschriebenen Beschaffenheit wäre nur dann nicht zu beanstanden, wenn der behauptete "Tatsachenkern" die objektive Richtigkeit für sich habe.

Jede Alleinstellungswerbung könne naturgemäß gleichzeitig auch als vergleichende Werbung aufgefaßt werden, weil ein Unternehmer, der für sich eine Spitzenstellung auf dem Markt in Anspruch nimmt, damit zugleich - wenn auch in der Regel unausgesprochen - mittelbar auf die Konkurrenz Bezug nehme und die Überlegenheit seines Unternehmens oder seiner Erzeugnisse und Leistungen gegenüber allen anderen Branchenangehörigen zum Ausdurck bringe. Unter diesem Gesichtspunkt sei aber die Alleinstellungswerbung nicht anders zu behandeln als die vergleichende Werbung überhaupt: Insbesondere dann also, wenn sich der Werbende nicht mit der Anpreisung der eigenen Spitzenstellung begnüge, sondern damit gleichzeitig auch einen Hinweis auf die Minderwertigkeit der Waren oder Leistungen eines oder mehrerer bestimmter, namentlich genannter oder doch deutlich erkennbarer Mitbewerber verbinde, verstoße er wegen unzulässiger vergleichender Werbung gegen die guten Sitten; das gleiche müsse - auch ohne Bezugnahme auf bestimmte Mitbewerber - für den Fall einer pauschalen Abwertung fremder Erzeugnisse und Leistungen gelten.

Bei Anwendung dieser rechtlichen Grundsätze auf den vorliegenden Sachverhalt sei eine unzulässige Alleinstellungswerbung ebenso zu verneinen wie eine unzulässige vergleichende Werbung. Der Sachverhalt sei mit den tatsächlichen Grundlagen der Entscheidungen ÖBl. 1981, 119 ("Österreichs bestes Bier") und ÖBl. 1977, 166 ("Österreichs bester Kaffee") durchaus vergleichbar. Die Klägerin sei nicht in der Lage aufzuzeigen, worin bei der beanstandeten Werbebehauptung der Beklagten der Tatsachenkern im Sinn einer objektiv überprüfbaren Aussage der Beklagten bestehen solle. Die Behauptung der Beklagten, den "besten Suppenwürfel Österreichs" anzubieten, sei nicht objektivierbar und werde daher auch vom Publikum nicht wörtlich genommen, sondern als Kundgebung der subjektiven Meinung der Beklagten aufgefaßt. Der beanstandete Werbespruch enthalte nur insofern einen "Tatsachenkern", als ihm die Behauptung der Beklagten zu entnehmen sei, daß sie einen qualitativ hochwertigen Suppenwürfel auf den Markt bringe. Daß dies nicht zutreffe, werde von der Klägerin nicht behauptet; sie habe vielmehr zugestanden, daß die einschlägigen Produkte der Beklagten - ebenso wie ihre eigenen - von durchaus gleichwertiger, erstklassiger Qualität seien. Ebenso habe die Klägerin auf den hohen Marktanteil der Beklagten hingewiesen. Aus der Entscheidung ÖBl. 1979, 41 (Quanto) sei für den Standpunkt der Klägerin nichts zu gewinnen, weil die Beklagte dort eine objektiv überprüfbare Behauptung über die qualitätsmäßige Überlegenheit ihrer Produkte aufgestellt habe. Die Beurteilung, welches Suppenwürfelprodukt das "beste" sei, hänge - entgegen der Meinung der Klägerin - vom subjektiven Empfinden, also vom Geschmack der Konsumenten ab, führe doch die Klägerin selbst aus, daß der Suppenwürfel stets nur unterstützend und verfeinernd wirke, sich also nur im subjektiven Geschmacksbereich auswirke.

Da der beanstandete Werbespruch der Beklagten auch nicht mit einem Hinweis auf die Minderwertigkeit der Waren oder Leistungen der Konkurrenten verbunden sei, liege auch keine unzulässige vergleichende Werbung vor. Selbst wenn aber eine Mehrheit der befragten Konsumenten die Werbung der Beklagten zum Anlaß für einen Vergleich mit dem Produkt der Klägerin genommen haben sollte, würde dadurch die Werbung nicht gesetzwidrig, könne es doch im Rahmen des Leistungswettbewerbes nie ausgeschlossen werden, daß eine gesetzeskonforme erfolgreiche Werbemaßnahme eines Mitbewerbers zu Lasten eines Konkurrenten gehe.

Gegen dieses Urteil richtet sich die Revision der Klägerin wegen unrichtiger rechtlicher Beurteilung und Mangelhaftigkeit des Berufungsverfahrens mit dem Antrag, die angefochtene Entscheidung dahin abzuändern, daß dem gesamten Klagebegehren stattgegeben werde; hilfsweise wird ein Aufhebungsantrag gestellt.

Die Beklagte beantragte, der Revision nicht Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision ist nicht berechtigt.

Da das Berufungsgericht die rechtlichen Voraussetzungen für die Annahme einer unzulässigen, weil gegen § 2 UWG verstoßenden Alleinstellungswerbung sowie einer sittenwidrigen vergleichenden Werbung im Einklang mit der ständigen Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes dargestellt hat (ÖBl. 1977, 166; ÖBl. 1981, 119; ÖBl. 1986, 42 u.v.a.), genügt es auf diese Ausführungen zu verweisen. Dem Gericht zweiter Instanz ist auch darin beizupflichten, daß die umstrittene Werbebehauptung der Beklagten, Österreichs besten Suppenwürfel zu vertreiben, keine objektiv überprüfbare Tatsachenbehauptung, sondern eine subjektive, unüberprüfbare Meinungsäußerung, also ein Werturteil, ist. Was die Klägerin dagegen ins Treffen führt, ist nicht stichhältig:

Die Klägerin meint, die Entscheidungen ÖBl. 1977, 167 ("Österreichs bester Kaffee") und ÖBl. 1981, 119 ("Österreichs bestes Bier") könnten nur auf solche Produkte anwendbar sein, die pur oder nur unwesentlich verändert konsumiert würden, geschmacksorientiert seien, vom Publikum nach ihrem speziellen Geschmack unterschieden würden und für die der Geschmack ein wesentliches Kriterium für den Kauf sei. Das alles treffe auf Suppenwürfel, die niemals Genußmittel, sondern überwiegend Additive seien und daher nicht nach Geschmack unterschieden oder wegen eines speziellen Geschmacks gekauft würden, nicht zu. Dem kann nicht gefolgt werden.

Die Klägerin führt nicht aus, welche objektiv überprüfbare Tatsache die Beklagte mit ihrem Werbespruch behauptet haben sollte. Der Zusammenhang, in den sie den Werbeslogan "Der Beste Österreichs" in der Fernsehwerbung gestellt hat, läßt ihn nur dahin verstehen, daß die Suppenwürfel der Beklagten den besten Geschmack verschiedener Speisen - etwa der gebratenen Hühnerbrüste oder des Schweinsbratens - vermittle; irgendwelche Hinweise auf andere besondere Qualitäten des Suppenwürfels - wie etwa seinen Nährwert, seine Verträglichkeit udgl. - sind nicht zu erkennen. Daß aber eine Aussage darüber, welcher Speisenzusatz die beste geschmackliche Wirkung erzielt, weitgehend vom subjektiven Empfinden (also vom Geschmack) des Beurteilenden abhängt und daher nicht einheitlich beantwortet und objektiv nachgeprüft werden kann, liegt auf der Hand. Aus welchem Grund die Äußerung, daß ein bestimmtes Produkt "das beste" sei, nur dann eine bloß subjektive Meinung wiedergebe, wenn das Produkt "pur oder nur unwesentlich verändert konsumiert" würde, ist nicht einzusehen; das gleiche muß doch auch bei einem Erzeugnis gelten, das - wie die Klägerin mehrfach betont hat - "geschmacksunterstützend oder -verfeinernd" wirkt. Der Klägerin kann auch darin nicht gefolgt werden, daß die beanstandete Werbebehauptung der Beklagten einen Hinweis auf die Minderwertigkeit ihrer, der Klägerin, Waren enthalte oder doch fremde Erzeugnisse pauschal abwerte. Die Beklagte hat zwar eine Spitzenstellung auf dem Markt in Anspruch genommen und damit - unausgesprochen - die Überlegenheit ihrer Erzeugnisse gegenüber allen anderen Branchenangehörigen zum Ausdruck gebracht; eine solche indirekte Bezugnahme auf die Konkurrenz ist aber als notwendige Nebenwirkung jeder Alleinstellungswerbung dann nicht zu beanstanden, wenn sie nicht mit einem Hinweis auf die Nachteile der Erzeugnisse bestimmter Mitbewerber verbunden ist (ÖBl. 1981, 119 mwN). Der in der Werbeaussage allein enthaltene "Tatsachenkern" - nämlich die Behauptung, qualitativ hochwertige Suppenwürfel zu vertreiben - ist nach den Feststellungen berechtigt; die darüber hinausgehende Aussage, der Suppenwürfel sei "der beste Österreichs", wird nach dem oben Gesagten vom angesprochenen Publikum unter den gegebenen Umständen als objektiv nicht überprüfbares Werturteil aufgefaßt. Selbst wenn ein wesentlicher Teil der angesprochenen Verkehrskreise die Werbung der Beklagten unmittelbar auf die "M***-Rindsuppenwürfel" der Klägerin bezogen haben sollte, ändert dies nichts daran, daß die beanstandete Werbeaussage weder zur Irreführung geeignet (§ 2 UWG) noch herabsetzend (§ 1 UWG) ist.

Liegt keine unzulässige Alleinstellungswerbung der Klägerin vor, dann muß auf die von der Klägerin aufgeworfene Frage der Beweislast nicht eingegangen werden.

Da die rechtlichen Erwägungen der Vorinstanzen, aus denen sie verschiedene Beweisaufnahmen unterlassen haben, voll zu billigen sind, liegen die - aus dem Revisionsgrund der Mangelhaftigkeit des Berufungsverfahrens geltend gemachten - Feststellungsmängel nicht vor.

Die Revision mußte mithin erfolglos bleiben.

Der Ausspruch über die Kosten des Revisionsverfahrens gründet sich auf die §§ 41, 50 ZPO.

Anmerkung

E15209

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:0040OB00057.88.0913.000

Dokumentnummer

JJT_19880913_OGH0002_0040OB00057_8800000_000