Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob56/62 2Ob97/66 (2Ob98...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0058278

Geschäftszahl

2Ob56/62; 2Ob97/66 (2Ob98/66); 2Ob303/66; 2Ob95/70; 2Ob400/70; 2Ob274/70; 2Ob16/72; 4Ob43/72; 1Ob246/72; 8Ob142/74 (8Ob143/74); 2Ob357/74; 2Ob102/75; 8Ob153/75; 8Ob204/75; 8Ob244/75 (8Ob245/75); 8Ob132/76; 2Ob136/76 (2Ob137/76); 8Ob161/76; 8Ob227/76 (8Ob228/76); 8Ob48/77; 2Ob80/77; 8Ob95/77; 8Ob93/77; 8Ob38/79 (8Ob39/79); 8Ob266/79; 2Ob99/80; 2Ob150/80; 8Ob225/80; 8Ob21/81; 2Ob140/81; 2Ob125/82; 8Ob206/82; 2Ob46/83; 8Ob51/83; 8Ob12/83; 2Ob132/83; 2Ob130/83 (2Ob131/83); 2Ob167/83; 2Ob173/83; 8Ob75/83; 8Ob131/83; 8Ob188/83; 8Ob28/84; 8Ob26/85; 8Ob58/85; 8Ob74/85; 2Ob4/86; 8Ob48/86; 8Ob32/87; 2Ob50/87; 8Ob74/87; 8Ob67/87; 2Ob44/88; 2Ob45/88; 2Ob53/88; 2Ob133/88; 2Ob108/89; 2Ob151/89; 2Ob31/91; 2Ob25/93; 2Ob53/93; 2Ob53/95; 2Ob2186/96a; 2Ob2178/96z; 2Ob363/99t; 2Ob262/03y; 2Ob182/04k; 2Ob44/06v; 2Ob262/06b; 2Ob26/08z; 2Ob14/08k; 2Ob210/09k; 2Ob112/10z; 2Ob68/13h

Entscheidungsdatum

23.02.1962

Norm

EKHG §9 C

Rechtssatz

1. Die Sorgfalt, deren Außerachtlassung den Halter der Rechtswohltat der Befreiung von der Gefährdungshaftung verlustig gehen lässt, ist nicht die normale Verkehrssorgfalt, sondern umfasst eine besonders weitgehende Sorgfalt, deren Beobachtung den Unfall als unvermeidbar erscheinen lässt.

2. Dabei kommt es darauf an, dass auch für einen besonders sorgfältigen Kraftfahrer bei der gegebenen Sachlage der geschehene Unfall unvermeidbar gewesen wäre.

3. Diese erhöhte Sorgfaltspflicht, deren Beobachtung den Unfall als ein unabwendbares Ereignis erscheinen lässt, setzt auch nicht erst in der Gefahrenlage ein, sondern verlangt, dass von vornherein alles vermieden wird, in eine Lage zu kommen, aus der eine Gefahr entstehen kann.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 56/62
    Entscheidungstext OGH 23.02.1962 2 Ob 56/62
    Veröff: ZVR 1962/276 S 300
  • 2 Ob 97/66
    Entscheidungstext OGH 14.04.1966 2 Ob 97/66
  • 2 Ob 303/66
    Entscheidungstext OGH 17.11.1966 2 Ob 303/66
    Beisatz: Hier: Mit Vereisungen in der Straße war zu rechnen. (T1) Veröff: ZVR 1967/170 S 189
  • 2 Ob 95/70
    Entscheidungstext OGH 16.04.1970 2 Ob 95/70
    nur: Die Sorgfalt, deren Außerachtlassung den Halter der Rechtswohltat der Befreiung von der Gefährdungshaftung verlustig gehen lässt, ist nicht die normale Verkehrssorgfalt, sondern umfasst eine besonders weitgehende Sorgfalt, deren Beobachtung den Unfall als unvermeidbar erscheinen lässt. (T2)
    nur: Dabei kommt es darauf an, dass auch für einen besonders sorgfältigen Kraftfahrer bei der gegebenen Sachlage der geschehene Unfall unvermeidbar gewesen wäre. (T3)
  • 2 Ob 400/70
    Entscheidungstext OGH 26.11.1970 2 Ob 400/70
    Veröff: ZVR 1971/161 S 214
  • 2 Ob 274/70
    Entscheidungstext OGH 27.05.1971 2 Ob 274/70
    nur T3; Veröff: JBl 1972,150
  • 2 Ob 16/72
    Entscheidungstext OGH 10.02.1972 2 Ob 16/72
    nur T2; nur T3; Veröff: ZVR 1973/12 S 14
  • 4 Ob 43/72
    Entscheidungstext OGH 27.06.1972 4 Ob 43/72
    nur T2; Veröff: SozM IA/e,978
  • 1 Ob 246/72
    Entscheidungstext OGH 22.11.1972 1 Ob 246/72
    Beisatz: Diese erhöhte Sorgfaltspflicht geht über die bloße Verpflichtung zur Beachtung der jeweiligen Gesetzesbestimmungen hinaus (ZVR 1966/246) und setzt nicht erst in der Gefahrenanlage ein, sondern verlangt, dass von vornherein vermieden wird, in eine Lage zu kommen, aus der eine Gefahr entstehen kann. (T4)
  • 8 Ob 142/74
    Entscheidungstext OGH 09.07.1974 8 Ob 142/74
    nur T2
  • 2 Ob 357/74
    Entscheidungstext OGH 06.02.1975 2 Ob 357/74
    Auch; Beisatz: Diese Sorgfaltspflicht darf indes nicht überspannt werden, soll eine vom Gesetzgeber nicht gewollte Erfolgshaftung vermieden werden. (T5)
  • 2 Ob 102/75
    Entscheidungstext OGH 13.06.1975 2 Ob 102/75
    nur T2
  • 8 Ob 153/75
    Entscheidungstext OGH 27.08.1975 8 Ob 153/75
    Beis wie T4
  • 8 Ob 204/75
    Entscheidungstext OGH 08.01.1975 8 Ob 204/75
    nur T2; nur T3
  • 8 Ob 244/75
    Entscheidungstext OGH 26.11.1975 8 Ob 244/75
  • 8 Ob 132/76
    Entscheidungstext OGH 22.09.1976 8 Ob 132/76
    Beisatz: Dabei ist nicht rückblickend zu beurteilen, ob der Unfall bei anderem Verhalten vermieden worden wäre, sondern von der Sachlage vor dem Unfall auszugehen und, zu prüfen, ob der Kraftfahrer in dieser Lage die äußerste, nach den Umständen zumutbare Verkehrssorgfalt beobachtet hat. (T6) Veröff: ZVR 1977/306 S 373
  • 2 Ob 136/76
    Entscheidungstext OGH 23.09.1976 2 Ob 136/76
    Veröff: ZVR 1977/175 S 213
  • 8 Ob 161/76
    Entscheidungstext OGH 13.10.1976 8 Ob 161/76
    Veröff: ZVR 1977/136
  • 8 Ob 227/76
    Entscheidungstext OGH 22.12.1976 8 Ob 227/76
  • 8 Ob 48/77
    Entscheidungstext OGH 20.04.1977 8 Ob 48/77
    Beis wie T6; Veröff: ZVR 1978/26 S 23
  • 2 Ob 80/77
    Entscheidungstext OGH 28.04.1977 2 Ob 80/77
    nur T2; nur T3
  • 8 Ob 95/77
    Entscheidungstext OGH 29.06.1977 8 Ob 95/77
  • 8 Ob 93/77
    Entscheidungstext OGH 29.06.1977 8 Ob 93/77
  • 8 Ob 38/79
    Entscheidungstext OGH 29.03.1979 8 Ob 38/79
    nur T3; Veröff: ZVR 1980/105 S 116
  • 8 Ob 266/79
    Entscheidungstext OGH 06.12.1979 8 Ob 266/79
    nur T2
  • 2 Ob 99/80
    Entscheidungstext OGH 16.09.1980 2 Ob 99/80
    nur T2; nur: Diese erhöhte Sorgfaltspflicht, deren Beobachtung den Unfall als ein unabwendbares Ereignis erscheinen lässt, setzt auch nicht erst in der Gefahrenlage ein, sondern verlangt, dass von vornherein alles vermieden wird, in eine Lage zu kommen, aus der eine Gefahr entstehen kann. (T7); Beis wie T4
  • 2 Ob 150/80
    Entscheidungstext OGH 11.11.1980 2 Ob 150/80
    nur T2; nur T3
  • 8 Ob 225/80
    Entscheidungstext OGH 18.12.1980 8 Ob 225/80
    Beis wie T6; Veröff: ZVR 1981/248 S 337
  • 8 Ob 21/81
    Entscheidungstext OGH 23.04.1981 8 Ob 21/81
    Veröff: ZVR 1982/258 S 230
  • 2 Ob 140/81
    Entscheidungstext OGH 06.10.1981 2 Ob 140/81
    nur T7
  • 2 Ob 125/82
    Entscheidungstext OGH 13.07.1982 2 Ob 125/82
    Veröff: ZVR 1983/74 S 115
  • 8 Ob 206/82
    Entscheidungstext OGH 30.09.1982 8 Ob 206/82
    nur T7; Veröff: ZVR 1983/128 S 152
  • 2 Ob 46/83
    Entscheidungstext OGH 22.03.1983 2 Ob 46/83
    nur T7; Veröff: ZVR 1984/125 S 122
  • 8 Ob 51/83
    Entscheidungstext OGH 24.03.1983 8 Ob 51/83
  • 8 Ob 12/83
    Entscheidungstext OGH 19.05.1983 8 Ob 12/83
    Beis wie T5; Veröff: ZVR 1984/150 S 171
  • 2 Ob 132/83
    Entscheidungstext OGH 31.05.1983 2 Ob 132/83
    Veröff: ZVR 1984/174 S 182
  • 2 Ob 130/83
    Entscheidungstext OGH 13.09.1983 2 Ob 130/83
  • 2 Ob 167/83
    Entscheidungstext OGH 20.09.1983 2 Ob 167/83
    Beis wie T6; Veröff: ZVR 1984/327 S 349
  • 2 Ob 173/83
    Entscheidungstext OGH 20.09.1983 2 Ob 173/83
    Beis wie T1; Veröff: ZVR 1984/323 S 345
  • 8 Ob 75/83
    Entscheidungstext OGH 24.11.1983 8 Ob 75/83
    nur T2; nur T3
  • 8 Ob 131/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 8 Ob 131/83
    Auch; Veröff: ZVR 1985/25 S 44
  • 8 Ob 188/83
    Entscheidungstext OGH 19.01.1984 8 Ob 188/83
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Veröff: ZVR 1984/332 S 365
  • 8 Ob 28/84
    Entscheidungstext OGH 20.06.1984 8 Ob 28/84
    nur T7; Beis wie T5; Veröff: ZVR 1985/51 S 92
  • 8 Ob 26/85
    Entscheidungstext OGH 19.06.1985 8 Ob 26/85
    nur T7; Veröff: ZVR 1986/19 S 79
  • 8 Ob 58/85
    Entscheidungstext OGH 18.09.1985 8 Ob 58/85
    Beis wie T5; Beisatz: An diese Sorgfaltspflicht sind nicht billige, sondern strengste Anforderungen zu stellen (Hier: mangelnde Ankündigung der Zugsabfahrt, Verletzung des aufspringenden Fahrgastes). (T8)
  • 8 Ob 74/85
    Entscheidungstext OGH 18.12.1985 8 Ob 74/85
    Beis wie T5; Veröff: ZVR 1987/22 S 75
  • 2 Ob 4/86
    Entscheidungstext OGH 18.02.1986 2 Ob 4/86
    nur T3; Veröff: ZVR 1987/25 S 86
  • 8 Ob 48/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 8 Ob 48/86
    Auch; nur T2; Beis wie T5
  • 8 Ob 32/87
    Entscheidungstext OGH 09.04.1987 8 Ob 32/87
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T4; Veröff: ZVR 1988/110 S 236
  • 2 Ob 50/87
    Entscheidungstext OGH 10.11.1987 2 Ob 50/87
    nur T7; Beis wie T5; Veröff: ZVR 1988/99 S 222
  • 8 Ob 74/87
    Entscheidungstext OGH 25.11.1987 8 Ob 74/87
    Veröff: ZVR 1988/114 S 241
  • 8 Ob 67/87
    Entscheidungstext OGH 16.02.1988 8 Ob 67/87
    nur T3; Beisatz: Von einem besonders umsichtigen und sachkundigen Kraftfahrer kann ohne jede Überspannung seiner Sorgfaltspflicht vorausgesetzt werden, dass er, mag dazu auch keine gesetzliche Verpflichtung bestehen, an einem im Stillstand befindlichen Fahrzeug des Straßendienstes, in dessen Umgebung für ihn erkennbar Straßenarbeiten durchgeführt werden, nicht mit einer Geschwindigkeit von siebzig km/h vorbeifährt, weil für ihn die Überlegung naheliegt, dass sich im Bereich dieses Fahrzeuges weitere Arbeiter befinden könnten, die, durch ihre Arbeit abgelenkt, dem Straßenverkehr nicht die erforderliche Aufmerksamkeit zuwenden. (T9) Veröff: ZVR 1988/123 S 270
  • 2 Ob 44/88
    Entscheidungstext OGH 10.05.1988 2 Ob 44/88
    nur T7; Beis wie T5; Veröff: ZVR 1989/102 S 172
  • 2 Ob 45/88
    Entscheidungstext OGH 30.08.1988 2 Ob 45/88
    Beis wie T6; Veröff: ZVR 1989/65 S 104
  • 2 Ob 53/88
    Entscheidungstext OGH 08.11.1988 2 Ob 53/88
    nur T7; Beis wie T5
  • 2 Ob 133/88
    Entscheidungstext OGH 25.04.1989 2 Ob 133/88
    nur T2; nur T7; Beis wie T5; Veröff: SZ 62/70 = ZVR 1990/92 S 244
  • 2 Ob 108/89
    Entscheidungstext OGH 28.11.1989 2 Ob 108/89
    Veröff: ZVR 1990/159 S 378
  • 2 Ob 151/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 2 Ob 151/89
    Beis wie T5; Veröff: ZVR 1990/157 S 374
  • 2 Ob 31/91
    Entscheidungstext OGH 12.06.1991 2 Ob 31/91
    nur T2; nur T7; Veröff: ZVR 1991/12 S 28
  • 2 Ob 25/93
    Entscheidungstext OGH 26.08.1993 2 Ob 25/93
  • 2 Ob 53/93
    Entscheidungstext OGH 16.09.1993 2 Ob 53/93
    nur T2; nur T3
  • 2 Ob 53/95
    Entscheidungstext OGH 24.08.1995 2 Ob 53/95
    Auch
  • 2 Ob 2186/96a
    Entscheidungstext OGH 28.11.1996 2 Ob 2186/96a
    Auch; nur T7; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Liftbedienstete eines Sessellifts - es ist nicht erforderlich, dass Liftbedienstete ohne das Hinzutreten weiterer Umstände (Ängstlichkeit, besondere Hilfsbedürftigkeit udgl) eine Schigruppe von älteren Damen ankündigten, sodass bei der Bergstation entsprechende Maßnahmen wie zB Verlangsamung des Liftes eingeleitet werden können. (T10)
  • 2 Ob 2178/96z
    Entscheidungstext OGH 24.09.1998 2 Ob 2178/96z
    Auch
  • 2 Ob 363/99t
    Entscheidungstext OGH 23.12.1999 2 Ob 363/99t
    Auch
  • 2 Ob 262/03y
    Entscheidungstext OGH 13.11.2003 2 Ob 262/03y
    Vgl auch; Beisatz: Die Haftungsbefreiung kommt dem Halter nur dann zugute, wenn er die äußerste nach den Umständen des Falles mögliche und zumutbare Sorgfalt eingehalten hat; es muss alles vermieden werden, was zur Entstehung einer gefahrenträchtigen Situation führen könnte. (T11)
  • 2 Ob 182/04k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2004 2 Ob 182/04k
    Auch; Beis wie T5
  • 2 Ob 44/06v
    Entscheidungstext OGH 16.03.2006 2 Ob 44/06v
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 2 Ob 262/06b
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 2 Ob 262/06b
    Auch; Beisatz: Hier: U6-Wien. (T12)
  • 2 Ob 26/08z
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 26/08z
    nur T7
  • 2 Ob 14/08k
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 14/08k
    Auch; nur T2; Beis wie T8; Beis wie T11
  • 2 Ob 210/09k
    Entscheidungstext OGH 24.08.2010 2 Ob 210/09k
    Auch; nur T2; nur T7; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Auch; nur T7; Beis wie T5
  • 2 Ob 68/13h
    Entscheidungstext OGH 25.04.2013 2 Ob 68/13h
    nur T7

Schlagworte

Auto

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1962:RS0058278

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

30.07.2013

Dokumentnummer

JJR_19620223_OGH0002_0020OB00056_6200000_001

Rechtssatz für 2Ob78/65 2Ob6/66 2Ob294...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0073997

Geschäftszahl

2Ob78/65; 2Ob6/66; 2Ob294/66; 2Ob220/67; 2Ob158/69; 2Ob206/69; 11Os151/68; 2Ob371/69 (2Ob372/69); 2Ob413/70; 8Ob87/71; 2Ob442/70; 2Ob72/72 (2Ob75/72); 8Ob71/73; 2Ob182/74; 2Ob145/74; 2Ob249/74; 8Ob203/74; 11Os112/75; 2Ob281/75; 2Ob179/76; 8Ob55/77; 2Ob105/77; 8Ob162/77; 2Ob27/78; 2Ob130/78; 2Ob152/78; 8Ob18/79; 8Ob16/79; 8Ob24/80; 8Ob159/80; 8Ob264/80; 2Ob251/81; 2Ob110/82; 8Ob99/82; 2Ob218/82; 8Ob240/82; 8Ob266/82; 8Ob2/83; 2OB191/83; 8Ob92/83; 8Ob296/82; 2Ob53/83; 13Os59/84; 8Ob58/84; 8Ob36/87; 2Ob45/88; 2Ob117/89; 2Ob638/90; 2Ob43/94; 2Ob2244/96f; 13Os75/99 (13Os76/99); 2Ob241/05p; 2Ob97/07i; 2Ob138/09x

Entscheidungsdatum

22.04.1965

Norm

StVO §7 Abs2 IIDc
StVO §7 Abs2 IIIB

Rechtssatz

Auch in den Fällen, in denen am rechten Fahrbahnrand zu fahren ist, muß dem Lenker das einhalten eines Sicherheitsabstandes zugebilligt werden. Ein Abstand von 1,20 Meter vom Gehsteigrand bei einer Fahrbahnbreite von 5,80 Meter ist zulässig.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 78/65
    Entscheidungstext OGH 22.04.1965 2 Ob 78/65
    Veröff: ZVR 1966/18 S 39
  • 2 Ob 6/66
    Entscheidungstext OGH 03.02.1966 2 Ob 6/66
    Veröff: ZVR 1966/270 S 269
  • 2 Ob 294/66
    Entscheidungstext OGH 04.11.1966 2 Ob 294/66
    nur: Auch in den Fällen, in denen am rechten Fahrbahnrand zu fahren ist, muß dem Lenker das Einhalten eines Sicherheitsabstandes zugebilligt werden. (T1)
  • 2 Ob 220/67
    Entscheidungstext OGH 07.09.1967 2 Ob 220/67
    nur T1; Beisatz: Maßgebend sind ausschließlich die Umstände, die der Lenker an Ort und Stelle vorfindet. Geringe Fahrerfahrung muß ebenso außer Betracht bleiben wie Erschwernisse auf Grund der Bauart des Fahrzeuges. (T2) Veröff: ZVR 1968/69 S 178
  • 2 Ob 158/69
    Entscheidungstext OGH 04.07.1969 2 Ob 158/69
    nur T1
  • 2 Ob 206/69
    Entscheidungstext OGH 04.09.1969 2 Ob 206/69
    nur T1
  • 11 Os 151/68
    Entscheidungstext OGH 15.10.1968 11 Os 151/68
    nur T1; Veröff: ZVR 1969/283 S 261
  • 2 Ob 371/69
    Entscheidungstext OGH 22.01.1970 2 Ob 371/69
    Beisatz: Zulässigkeit eines Seitenabstandes von 1,35 Meter, wenn das Fahrzeug von der Straßenmitte noch einen Abstand von 85 Zentimeter hat. (T3) Veröff: ZVR 1970/127 S 182
  • 2 Ob 413/70
    Entscheidungstext OGH 16.12.1970 2 Ob 413/70
    nur T1; Veröff: ZVR 1971/191 S 264
  • 8 Ob 87/71
    Entscheidungstext OGH 27.04.1971 8 Ob 87/71
    nur T1; Beisatz: Seitenabstand 1,30 Meter, Fahrbahnbreite 7,80 Meter. (T4) Veröff: ZVR 1972/59 S 107
  • 2 Ob 442/70
    Entscheidungstext OGH 15.04.1971 2 Ob 442/70
    Beisatz: Seitenabstand 1,30 Meter, Fahrbahnbreite 7,7 Meter, 80 Zentimeter zur Fahrbahnmitte. (T5)
  • 2 Ob 72/72
    Entscheidungstext OGH 28.12.1972 2 Ob 72/72
    nur T1; Veröff: ZVR 1973/101 S 134
  • 8 Ob 71/73
    Entscheidungstext OGH 25.04.1973 8 Ob 71/73
    Beisatz: Die Einhaltung eines sich nach den Verkehrsverhältnissen richtenden Sicherheitsabstandes muß dem Kraftfahrzeuglenker auch in den Fällen des § 7 Abs 2 StVO zugebilligt werden (Hier: Seitenabstand 70 Zentimeter). (T6)
  • 2 Ob 182/74
    Entscheidungstext OGH 04.07.1974 2 Ob 182/74
    nur T1; Veröff: ZVR 1975/67 S 107
  • 2 Ob 145/74
    Entscheidungstext OGH 10.10.1974 2 Ob 145/74
    nur T1; Veröff: ZVR 1975/134 S 202
  • 2 Ob 249/74
    Entscheidungstext OGH 31.10.1974 2 Ob 249/74
    nur T1; Beis wie T2 nur: Maßgebend sind ausschließlich die Umstände, die der Lenker an Ort und Stelle vorfindet. (T7) Beisatz: Hier: Abstand eines Radfahrers von 1,20 bis 1,50 Meter ist unzulässig. (T8) Veröff: ZVR 1975/153 S 231
  • 8 Ob 203/74
    Entscheidungstext OGH 12.11.1974 8 Ob 203/74
    Beisatz: Seitenabstand von 1,55 bis 1,65 Meter bei einem Abstand von 50 bis 60 Zentimeter zur Fahrbahnmitte zu groß. (T9) Veröff: ZVR 1975/1983/183 S 264
  • 11 Os 112/75
    Entscheidungstext OGH 19.11.1975 11 Os 112/75
    Beisatz: 1,30 und 1,20 Meter sind bei 5,50 Meter breiter Fahrbahn zuviel. (T10) Veröff: ZVR 1976/33 S 25 (mit Glosse von Melnizky)
  • 2 Ob 281/75
    Entscheidungstext OGH 15.01.1976 2 Ob 281/75
    Beisatz: Abstand von 1,20 Meter zum Fahrbahnrand und zur Fahrbahnmitte nicht zu beanstanden. (T11) Veröff: ZVR 1976/191 S 210
  • 2 Ob 179/76
    Entscheidungstext OGH 08.10.1976 2 Ob 179/76
    nur T1; Beisatz: Abstand 80 bis 90 Zentimeter bei 7,50 Meter breiter Fahrbahn zulässig. (T12) Veröff: ZVR 1977/92 S 138
  • 8 Ob 55/77
    Entscheidungstext OGH 20.04.1977 8 Ob 55/77
    Vgl auch; Beisatz: Seitenabstand 90 Zentimeter, zur Fahrbahnmitte 65 Zentimeter nicht zu beanstanden. (T13)
  • 2 Ob 105/77
    Entscheidungstext OGH 02.06.1977 2 Ob 105/77
    nur T1; Veröff: ZVR 1978/230 S 267
  • 8 Ob 162/77
    Entscheidungstext OGH 09.11.1977 8 Ob 162/77
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Das Ausmaß des rechtsseitigen Sicherheitsabstandes richtet sich nach den Umständen des Einzelfalles, insbesonders nach der Breite und der Beschaffenheit der Fahrbahn und den gegebenen Verkehrsverhältnissen; hier 74 Zentimeter Abstand vom rechten Fahrbahnrand und 60 Zentimeter zur rechten Fahrbahnmitte. (T14) Beis ähnlich T11
  • 2 Ob 27/78
    Entscheidungstext OGH 16.03.1978 2 Ob 27/78
    Beis wie T14; Beis ähnlich T11; Veröff: ZVR 1978/255 S 297
  • 2 Ob 130/78
    Entscheidungstext OGH 21.09.1978 2 Ob 130/78
    nur T1; Beis wie T14 nur: Das Ausmaß des rechtsseitigen Sicherheitsabstandes richtet sich nach den Umständen des Einzelfalles, insbesonders nach der Breite und der Beschaffenheit der Fahrbahn und den gegebenen Verkehrsverhältnissen. (T15) Veröff: ZVR 1979/207 S 270
  • 2 Ob 152/78
    Entscheidungstext OGH 12.10.1978 2 Ob 152/78
    nur T1; Beisatz: 1,30 bis 1,50 Meter Seitenabstand vom rechten Fahrbahnrand entspricht bei 7,20 Meter breiten Straße nicht dem Gebot des § 7 Abs 2 StVO. (T16) Veröff: ZVR 1979/57 S 70
  • 8 Ob 18/79
    Entscheidungstext OGH 15.03.1979 8 Ob 18/79
    Beis wie T15; Beisatz: Hier: 5,20 Meter, 1,67 Meter, bis 0,5 Meter Seitenabstand zulässig. (T17)
  • 8 Ob 16/79
    Entscheidungstext OGH 29.03.1979 8 Ob 16/79
    Beis wie T15
  • 8 Ob 24/80
    Entscheidungstext OGH 06.03.1980 8 Ob 24/80
    nur T1; Beis wie T15; Veröff: ZVR 1980/335 S 367
  • 8 Ob 159/80
    Entscheidungstext OGH 06.11.1980 8 Ob 159/80
    nur T1; Beis wie T15; Veröff: ZVR 1981/201 S 269
  • 8 Ob 264/80
    Entscheidungstext OGH 12.02.1981 8 Ob 264/80
    Beis wie T15; Veröff: ZVR 1981/260 S 364
  • 2 Ob 251/81
    Entscheidungstext OGH 12.01.1982 2 Ob 251/81
    Vgl; Beisatz: Fahrbahnbreite 6,1 Meter; Abstand zum rechten Fahrbahnrand 1,2 Meter und Fahrbahnmitte 0,31 Meter. (T18)
  • 2 Ob 110/82
    Entscheidungstext OGH 15.06.1982 2 Ob 110/82
    nur T1; Beis wie T14; Beis ähnlich T11; Beisatz: Hier: 1 Meter Abstand zum rechten Fahrbahnrand, 0,7 Meter Abstand zur Fahrbahnmitte für Motorrad nicht zu beanstanden. (T19) Veröff: ZVR 1983/171 S 237
  • 8 Ob 99/82
    Entscheidungstext OGH 17.06.1982 8 Ob 99/82
    Veröff: ZVR 1983/299 S 334
  • 2 Ob 218/82
    Entscheidungstext OGH 19.10.1982 2 Ob 218/82
    Veröff: ZVR 1983/322 S 361
  • 8 Ob 240/82
    Entscheidungstext OGH 16.12.1982 8 Ob 240/82
    nur T1; Beis wie T14; Beis ähnlich T11
  • 8 Ob 266/82
    Entscheidungstext OGH 20.01.1983 8 Ob 266/82
    Beis wie T14; Beis ähnlich T11; Beisatz: Hier: Fahrbahnbreite 5 Meter, Seitenabstand eines Mopeds vom rechten Rand von 1 Meter zulässig, weil Sicht auf einen von rechts einmündenden Weg erschwert war. (T20)
  • 8 Ob 2/83
    Entscheidungstext OGH 09.06.1983 8 Ob 2/83
    Beis wie T14; Beis ähnöich T11; Veröff: ZVR 1984/260 S 269
  • 2 Ob 191/83
    Entscheidungstext OGH 04.10.1983 2 Ob 191/83
    Beisatz: 1,3 Meter Seitenabstand vom rechten Fahrbahnrand: 10 Zentimeter - verstößt gegen § 7 Abs 2 StVO. (T21) Veröff: ZVR 1984/307 S 330
  • 8 Ob 92/83
    Entscheidungstext OGH 27.10.1983 8 Ob 92/83
    nur T1; Beis wie T15; Beis ähnlich T11; Beisatz: Hier: 0,85 Meter zum rechten Fahrbahnrand, 6,9 Meter Fahrbahnbreite. (T22)
  • 8 Ob 296/82
    Entscheidungstext OGH 03.11.1983 8 Ob 296/82
    nur T1; Beis wie T2; Veröff: ZVR 1984/303 S 326
  • 2 Ob 53/83
    Entscheidungstext OGH 29.02.1984 2 Ob 53/83
    Vgl; Beis wie T18; Veröff: ZVR 1984/306 S 329
  • 13 Os 59/84
    Entscheidungstext OGH 26.04.1984 13 Os 59/84
    Vgl auch; nur: Ein Abstand von 1,20 Meter vom Gehsteigrand bei einer Fahrbahnbreite von 5,80 Meter ist zulässig. (T23); Veröff: ZVR 1985/2 S 11
  • 8 Ob 58/84
    Entscheidungstext OGH 08.11.1984 8 Ob 58/84
    Auch; nur T1; Beis wie T14; Beis ähnlich T11; Veröff: ZVR 1985/153 S 296
  • 8 Ob 36/87
    Entscheidungstext OGH 19.11.1987 8 Ob 36/87
    Beisatz: Hier: Die Einhaltung eines Seitenabstandes von 80 Zentimeter zum rechten Fahrbahnrand kann bei einer verbleibenden Fahrbahnbreite von 2,8 Meter für den Gegenverkehr noch toleriert werden. (T24) Veröff: ZVR 1988/137 S 308
  • 2 Ob 45/88
    Entscheidungstext OGH 30.08.1988 2 Ob 45/88
    nur T1; Beis wie T15; Beisatz: Seitenabstand von 66 Zentimeter bei Fahrbahnbreite von 5,7 Meter nicht zu beanstanden. (T25) Veröff: ZVR 1989/65 S 104
  • 2 Ob 117/89
    Entscheidungstext OGH 28.11.1989 2 Ob 117/89
    nur T1
  • 2 Ob 638/90
    Entscheidungstext OGH 05.12.1990 2 Ob 638/90
    nur T1; Beisatz: Hier: 60 Zentimeter Abstand, Fahrbahnbreite 6 Meter. (T26) Veröff: ZVR 1991/146 S 374
  • 2 Ob 43/94
    Entscheidungstext OGH 26.05.1994 2 Ob 43/94
    Auch; Beisatz: Abstand zum rechten Fahrbahnrand 0,90 Meter und zur Fahrbahnmitte 0,30 Meter. (T27)
  • 2 Ob 2244/96f
    Entscheidungstext OGH 03.10.1996 2 Ob 2244/96f
    nur T1
  • 13 Os 75/99
    Entscheidungstext OGH 09.06.1999 13 Os 75/99
    Vgl auch; Beis wie T15
  • 2 Ob 241/05p
    Entscheidungstext OGH 01.12.2005 2 Ob 241/05p
    Auch; Beisatz: Ein Seitenabstand von einem halben Meter zum rechten Fahrbahnrand bei 6,2 m breiter Fahrbahn mit je 3,1 m breiten Fahrstreifen ist zulässig. (T28)
  • 2 Ob 97/07i
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 2 Ob 97/07i
    Vgl auch
  • 2 Ob 138/09x
    Entscheidungstext OGH 17.02.2010 2 Ob 138/09x
    Vgl; Beisatz: Auch größere Abstände zum rechten Fahrbahnrand können dann toleriert werden, wenn sich ein ausreichender Seitenabstand zur Fahrbahnmitte ergibt. (T29); Beisatz: Hier: Die von einem Radfahrer eingehaltene Fahrlinie von gut einem Meter Seitenabstand zum rechten Fahrbahnrand bei einer Breite seines Rades von rund 55 cm lässt bei einer Fahrbahnbreite von „gut 5,8 Meter“ - und somit einer Fahrstreifenbreite von zumindest 2,9 Meter - noch mehr als einen Meter bis zur Fahrbahnmitte übrig, womit der Radfahrer einen genügend großen Abstand zur Fahrbahnmitte eingehalten hat, um dem Gegenverkehr das Passieren ohne Gefährdung der Verkehrssicherheit zu ermöglichen. (T30)

Schlagworte

Auto

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0073997

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

31.05.2010

Dokumentnummer

JJR_19650422_OGH0002_0020OB00078_6500000_001

Rechtssatz für 11Os50/71 2Ob289/75 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0073503

Geschäftszahl

11Os50/71; 2Ob289/75; 2Ob237/76 (2Ob238/76); 2Ob156/77; 2Ob22/78; 8Ob89/78; 2Ob145/78; 8Ob163/78; 2Ob196/78; 2Ob242/78; 8On156/79; 2Ob103/80; 8Ob225/80; 8Ob239/80; 2Ob238/81; 2Ob215/82; 8Ob25/83; 8Ob2/83; 8Ob68/84; 8Ob25/85 (8Ob1015/85); 8Ob19/87; 2Ob45/88; 2b117/89; 13Os75/99 (13Os76/99); 2Ob226/18a; 2Ob146/19p; 2Ob30/21g

Entscheidungsdatum

19.05.1971

Norm

StVO §3 B1a
StVO §7 IIIB
StVO §7 IIDa
StVO §10

Rechtssatz

Von einem entgegenkommenden Fahrzeug ist, selbst wenn es zunächst aus irgendeinem Grund nicht die ihm zukommende Fahrbahnhälfte benützt, die Rückkehr auf seine rechte Fahrbahnhälfte zu erwarten, es wäre denn, daß sich aus besonderen Gründen das Gegenteil ergibt.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 50/71
    Entscheidungstext OGH 19.05.1971 11 Os 50/71
    Veröff: ZVR 1972/15 S 22
  • 2 Ob 289/75
    Entscheidungstext OGH 05.02.1976 2 Ob 289/75
  • 2 Ob 237/76
    Entscheidungstext OGH 19.11.1976 2 Ob 237/76
  • 2 Ob 156/77
    Entscheidungstext OGH 08.09.1977 2 Ob 156/77
  • 2 Ob 22/78
    Entscheidungstext OGH 30.03.1978 2 Ob 22/78
  • 8 Ob 89/78
    Entscheidungstext OGH 28.06.1978 8 Ob 89/78
    Veröff: ZVR 1979/51 S 68
  • 2 Ob 145/78
    Entscheidungstext OGH 12.10.1978 2 Ob 145/78
    Beisatz: In Fällen, in denen einer von rechts kommenden Gefahr begegnet werden soll, läßt sich dieser Rechtssatz nicht anwenden. (T1) Veröff: ZVR 1979/296 S 359
  • 8 Ob 163/78
    Entscheidungstext OGH 25.10.1978 8 Ob 163/78
  • 2 Ob 196/78
    Entscheidungstext OGH 09.11.1978 2 Ob 196/78
  • 2 Ob 242/78
    Entscheidungstext OGH 03.04.1979 2 Ob 242/78
  • 8 On 156/79
    Entscheidungstext OGH 02.07.1979 8 On 156/79
    Veröff: ZVR 1980/114 S 136
  • 2 Ob 103/80
    Entscheidungstext OGH 16.09.1980 2 Ob 103/80
  • 8 Ob 225/80
    Entscheidungstext OGH 18.12.1980 8 Ob 225/80
    Veröff: ZVR 1981/248 S 337
  • 8 Ob 239/80
    Entscheidungstext OGH 12.02.1981 8 Ob 239/80
  • 2 Ob 238/81
    Entscheidungstext OGH 12.01.1982 2 Ob 238/81
    Auch
  • 2 Ob 215/82
    Entscheidungstext OGH 12.10.1982 2 Ob 215/82
  • 8 Ob 25/83
    Entscheidungstext OGH 05.05.1983 8 Ob 25/83
    Veröff: ZVR 1984/245 S 243
  • 8 Ob 2/83
    Entscheidungstext OGH 09.06.1983 8 Ob 2/83
    Beisatz: Es muß daher über die Reaktionszeit hinaus eine Gefahrenerkennungszeit zugebilligt werden, die benötigt wird, um überhaupt erst wahrzunehmen, daß der Entgegenkommende nicht auf seine rechte Fahrbahnhälfte zurückkehrt. (T2) Veröff: ZVR 1984/260 S 269
  • 8 Ob 68/84
    Entscheidungstext OGH 18.04.1985 8 Ob 68/84
    Veröff: ZVR 1986/9 S 55
  • 8 Ob 25/85
    Entscheidungstext OGH 19.06.1985 8 Ob 25/85
    Veröff: ZVR 1986/20 S 83
  • 8 Ob 19/87
    Entscheidungstext OGH 27.08.1987 8 Ob 19/87
  • 2 Ob 45/88
    Entscheidungstext OGH 30.08.1988 2 Ob 45/88
    Veröff: ZVR 1989/65 S 104
  • 2 B 117/89
    Entscheidungstext OGH 28.11.1989 2 B 117/89
  • 13 Os 75/99
    Entscheidungstext OGH 09.06.1999 13 Os 75/99
  • 2 Ob 226/18a
    Entscheidungstext OGH 28.05.2019 2 Ob 226/18a
  • 2 Ob 146/19p
    Entscheidungstext OGH 19.09.2019 2 Ob 146/19p
    Beisatz: Ob und insbesondere ab wann besondere Umstände vorliegen, die eine Reaktion erforderlich machen, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab und begründet daher regelmäßig keine Rechtsfrage erheblicher Bedeutung. (T3)
  • 2 Ob 30/21g
    Entscheidungstext OGH 29.04.2021 2 Ob 30/21g

Schlagworte

Auto

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0073503

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.06.2021

Dokumentnummer

JJR_19710519_OGH0002_0110OS00050_7100000_001

Rechtssatz für 2Ob2/84 8Ob24/84 8Ob39/...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0058467

Geschäftszahl

2Ob2/84; 8Ob24/84; 8Ob39/86; 8Ob73/86; 2Ob45/88; 2Ob138/88; 2Ob4/89 (2Ob5/89); 2Ob151/89; 2Ob46/90; 2Ob54/92; 2Ob98/95; 2Ob2433/96z; 2Ob57/98s; 2Ob359/99d; 2Ob42/00s; 2Ob339/00t; 2Ob43/01i; 2Ob229/01t; 2Ob151/03z; 2Ob252/03b; 2Ob259/03g; 2Ob100/04a; 2Ob215/07t; 2Ob238/07z; 2Ob122/08t; 2Ob210/09k; 4Ob146/10i; 2Ob80/10v; 2Ob241/10w; 2Ob112/11a; 2Ob181/11y; 2Ob170/12g; 2Ob117/16v; 2Ob135/17t; 1Ob135/18m; 2Ob47/19d; 2Ob18/20s; 2Ob163/20i; 2Ob217/20f

Entscheidungsdatum

31.01.1984

Norm

EKHG §9 Abs2

Rechtssatz

Der Unterschied zwischen gewöhnlicher und außergewöhnlicher Betriebsgefahr ist funktionell darin zu erblicken, dass zur gewöhnlichen Betriebsgefahr besondere Gefahrenmomente hinzutreten, die nach dem normalen Ablauf der Dinge nicht schon dadurch gegeben waren, dass ein Fahrzeug überhaupt in Betrieb gesetzt wurde.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 2/84
    Entscheidungstext OGH 31.01.1984 2 Ob 2/84
    Veröff: ZVR 1984/297 S 308
  • 8 Ob 24/84
    Entscheidungstext OGH 17.01.1985 8 Ob 24/84
    Auch
  • 8 Ob 39/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 8 Ob 39/86
    Beisatz: Hier: Abrutschen auf glatter Fahrbahn. (T1)
  • 8 Ob 73/86
    Entscheidungstext OGH 23.04.1987 8 Ob 73/86
    Veröff: ZVR 1988/64 S 140
  • 2 Ob 45/88
    Entscheidungstext OGH 30.08.1988 2 Ob 45/88
    Veröff: ZVR 1989/65 S 104
  • 2 Ob 138/88
    Entscheidungstext OGH 28.02.1989 2 Ob 138/88
  • 2 Ob 4/89
    Entscheidungstext OGH 05.07.1989 2 Ob 4/89
  • 2 Ob 151/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 2 Ob 151/89
    Veröff: ZVR 1991/157 S 374
  • 2 Ob 46/90
    Entscheidungstext OGH 25.04.1990 2 Ob 46/90
    Veröff: ZVR 1991/40 S 117
  • 2 Ob 54/92
    Entscheidungstext OGH 25.11.1992 2 Ob 54/92
    Veröff: ZVR 1993/120 S 272
  • 2 Ob 98/95
    Entscheidungstext OGH 11.01.1996 2 Ob 98/95
    Veröff: SZ 69/1
  • 2 Ob 2433/96z
    Entscheidungstext OGH 23.01.1997 2 Ob 2433/96z
  • 2 Ob 57/98s
    Entscheidungstext OGH 20.01.1998 2 Ob 57/98s
    Vgl auch; Beisatz: Außergewöhnliche Betriebsgefahr bejaht. (T2); Beisatz: Hier: Zum Stehenkommen eines Fahrzeuges nach einem Vorunfall bei Dunkelheit auf einer zwei Fahrstreifen breiten Fahrbahn einer Autobahn in einem Winkel von 90 Grad zur Fahrbahnlängsachse, wobei es in beide Fahrstreifen ragte. (T3)
  • 2 Ob 359/99d
    Entscheidungstext OGH 20.01.2000 2 Ob 359/99d
    Beisatz: Ein auf einem Fahrstreifen einer Autobahn auch nur zum Teil zum Stillstand gebrachtes mehrspuriges Fahrzeug schafft ohne Zweifel eine äußerst gefährliche Situation, die weit über die vom gewöhnlichen Betrieb ausgehende Gefahr hinausgeht. (T4)
  • 2 Ob 42/00s
    Entscheidungstext OGH 16.03.2000 2 Ob 42/00s
  • 2 Ob 339/00t
    Entscheidungstext OGH 21.12.2000 2 Ob 339/00t
    Auch
  • 2 Ob 43/01i
    Entscheidungstext OGH 22.02.2001 2 Ob 43/01i
    Auch; Beisatz: Wenn ein Auto durch einen Anprall unkontrolliert auf das davor stehende Fahrzeug geschoben wird, tritt zur gewöhnlichen Betriebsgefahr ein Moment hinzu, das nach dem normalen Lauf der Dinge nicht bereits dadurch gegeben ist, dass das Fahrzeug überhaupt in Betrieb ist. (T5)
  • 2 Ob 229/01t
    Entscheidungstext OGH 08.08.2002 2 Ob 229/01t
    Beisatz: Hier: Ein auf einem Fahrstreifen einer Autobahn zum Stillstand gekommener LKW-Zug. (T6)
  • 2 Ob 151/03z
    Entscheidungstext OGH 10.07.2003 2 Ob 151/03z
    Beisatz: Hier: Es macht für die Bejahung einer außergewöhnlichen Betriebsgefahr und für die Schadensteilung keinen entscheidenden Unterschied, ob sich ein mehrspuriges Fahrzeug zum Teil auf einem Fahrstreifen einer Autobahn im Stillstand befindet, oder ob es - wie hier - wegen eines Reifenplatzers mit einer Geschwindigkeit von unter 10 km/h und mit 2 Meter seiner Breite auf dem ersten Fahrstreifen einer Schnellstraße und mit 0,5 m seiner Breite auf dem Pannenstreifen fährt. Auch in einem solchen Fall ist ein Fahrstreifen im Wesentlichen blockiert und besteht eine fast genauso große Geschwindigkeitsdifferenz zu nachfolgenden Fahrzeugen wie bei Stillstand. (T7); Beis wie T4
  • 2 Ob 252/03b
    Entscheidungstext OGH 30.10.2003 2 Ob 252/03b
    Beisatz: Der Unfall ist auf eine haftungsbegründende, von einem Tier ausgelöste außergewöhnliche Betriebsgefahr zurückzuführen, wenn ein mit erlaubter Höchstgeschwindigkeit fahrender Motorradfahrer wegen eines die Straße plötzlich überquerenden Wildschweines zu Sturz kommt und Maschine samt Fahrer und Beifahrer eine längere Strecke ausschlittern (Haftpflichtansprüche des Beifahrers). (T8)
  • 2 Ob 259/03g
    Entscheidungstext OGH 13.11.2003 2 Ob 259/03g
    Beisatz: Die Unbeherrschbarkeit des Fahrzeuges ist kein notwendiges Merkmal für das Vorliegen einer außergewöhnlichen Betriebsgefahr. (T9)
  • 2 Ob 100/04a
    Entscheidungstext OGH 18.05.2006 2 Ob 100/04a
    Vgl auch; Beisatz: Ein bei Dunkelheit und sehr schlechten Sichtbedingungen auf dem Gleisbereich feststeckendes Fahrzeug löst eine außergewöhnliche Betriebsgefahr aus. (T10)
  • 2 Ob 215/07t
    Entscheidungstext OGH 17.12.2007 2 Ob 215/07t
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Starke Seilbahnschwingung mit Riss des Klemmapparates einer Seilbahngondel auf Grund eines von einem über die Seilbahn fliegenden Hubschrauber auf den Förderstrang herabfallenden Lastenkübels. (T11)
  • 2 Ob 238/07z
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 238/07z
    Auch; Beisatz: Hier: Loslösen eines LKW-Rads während der Fahrt und das anschließende Rollen auf die Gegenfahrbahn. (T12)
  • 2 Ob 122/08t
    Entscheidungstext OGH 14.08.2008 2 Ob 122/08t
    Auch; Beisatz: Eine außergewöhnliche Betriebsgefahr ist bei einer besonderen Gefahrensituation anzunehmen, die nicht bereits regelmäßig und notwendig mit dem Betrieb verbunden ist, sondern durch das Hinzutreten besonderer, nicht schon im normalen Bereich liegender Umstände vergrößert wurde. (T13)
  • 2 Ob 210/09k
    Entscheidungstext OGH 24.08.2010 2 Ob 210/09k
    Auch; Beis wie T13; Beisatz: Gerät ein Kraftfahrzeug ins Schleudern, sodass es von seinem Lenker nicht mehr voll beherrscht werden kann, so wird die von ihm ausgehende Gefahr in der Regel als außergewöhnliche Betriebsgefahr qualifiziert. (T14)
  • 4 Ob 146/10i
    Entscheidungstext OGH 09.11.2010 4 Ob 146/10i
    Auch; Beis wie T13; Beisatz: Hier: Unfallbedingte Gefahr eines Brandes. (T15)
  • 2 Ob 80/10v
    Entscheidungstext OGH 07.02.2011 2 Ob 80/10v
    Vgl; Beis wie T14
  • 2 Ob 241/10w
    Entscheidungstext OGH 03.03.2011 2 Ob 241/10w
    Beisatz: Die Tatsache, dass eine bauartgemäße und zulässige Ausstattung eines KFZ (hier erhöhter Lenkersitz eines LKW) in einer konkreten Situation eine Beeinträchtigung (hier ungünstigerer Blickwinkel auf einen ‑ für PKW optimierten ‑ Verkehrsspiegel) nach sich zieht, führt per se zu keiner außergewöhnlichen Betriebsgefahr des LKW. (T16)
  • 2 Ob 112/11a
    Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 112/11a
    Vgl Beis wie T8; Vgl Beis wie T10; Beisatz: Kann ein Fahrzeug nach dem Kontakt mit einem Reh, wodurch dieses weggeschleudert wird und gegen ein anderes Fahrzeug prallt, ohne Verreißen, Ausbrechen oder Schleudern zum Stillstand gebracht werden, so ist eine diesem Fahrzeug zuzurechnende außergewöhnliche Betriebsgefahr nicht anzunehmen. (T17)
  • 2 Ob 181/11y
    Entscheidungstext OGH 07.08.2012 2 Ob 181/11y
    Auch; Vgl Beis wie T3; Vgl Beis wie T6; Vgl Beis wie T7; Beisatz: Eine - durch höhere Gewalt (Glatteis) ausgelöste - außergewöhnliche Betriebsgefahr eines Sattelkraftfahrzeugs liegt vor, wenn dieses auf einer Bundesstraße bei Dunkelheit und auf eisiger Fahrbahn auf einer Steigung „hängen bleibt“, sodass es sich mehrere Minuten lang nur mit einer Geschwindigkeit von weniger als 6,5 km/h fortbewegen kann. Trotz eingeschalteter Warnblinkanlage entsteht dadurch eine besonders gefährliche Situation, zumal im Freilandgebiet grundsätzlich auch mit höheren Geschwindigkeiten gefahren werden darf. (T18)
  • 2 Ob 170/12g
    Entscheidungstext OGH 20.12.2012 2 Ob 170/12g
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T14
    Beisatz: Liegt Unbeherrschbarkeit des Fahrzeugs vor, so ist regelmäßig eine außergewöhnliche Betriebsgefahr anzunehmen. (T19)
    Vgl auch Beis wie T3; Vgl auch Beis wie T4; Vgl auch Beis wie T5; Vgl auch Beis wie T6; Vgl auch Beis wie T7; Vgl auch Beis wie T18
    Beisatz: Hier: Verkehrsbedingtes Anhalten eines Kraftfahrzeugs auf der Autobahn begründet ohne Hinzutreten besonderer Umstände keine außergewöhnliche Betriebsgefahr. (T20)
    Bem: Siehe RS0128726. (T21)
  • 2 Ob 117/16v
    Entscheidungstext OGH 20.06.2017 2 Ob 117/16v
    Auch; Veröff: SZ 2017/69
  • 2 Ob 135/17t
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 2 Ob 135/17t
    Vgl
  • 1 Ob 135/18m
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 1 Ob 135/18m
    Auch; Beis wie T13
  • 2 Ob 47/19d
    Entscheidungstext OGH 30.03.2020 2 Ob 47/19d
    Beis wie T13; Beisatz: Hier: Felsbrocken auf Schienentrasse der Eisenbahn. (T22)
  • 2 Ob 18/20s
    Entscheidungstext OGH 24.04.2020 2 Ob 18/20s
    Beis wie T13; Beisatz: Hier: Sessellift. (T23)
  • 2 Ob 163/20i
    Entscheidungstext OGH 18.12.2020 2 Ob 163/20i
    Beis wie T9; Beis wie T14; Beis wie T19; Beis wie T20; Beisatz: Hier: keine außergewöhnliche Betriebsgefahr bei leicht schlingernden und kontrollierten Weiterfahren, um am Pannenstreifen zum Stillstand zu kommen. (T24)
  • 2 Ob 217/20f
    Entscheidungstext OGH 29.04.2021 2 Ob 217/20f
    Beisatz: Hier: Außergewöhnliche Betriebsgefahr durch plötzlichen Stillstand des PKW unter gefahrerhöhenden Umständen. (T25)

Schlagworte

Auto

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0058467

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.07.2021

Dokumentnummer

JJR_19840131_OGH0002_0020OB00002_8400000_003