Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob635/37 8Ob96/64 8Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0013721

Geschäftszahl

2Ob635/37; 8Ob96/64; 8Ob220/67; 7Ob128/69; 5Ob221/69; 6Ob69/71; 1Ob206/72; 7Ob107/74; 3Ob617/76; 4Ob526/81; 7Ob506/82; 2Ob523/82; 4Ob562/87; 7Ob297/00b

Entscheidungsdatum

20.07.1937

Norm

ABGB §836 A
JN §1 DVe2

Rechtssatz

Über den Ersatz des Verwalters der gemeinschaftlichen Sache durch eine andere Person ist, wenn kein Mehrheitsbeschluß zu erzielen ist, vom Gericht im Verfahren außer Streitsachen zu entscheiden.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 635/37
    Entscheidungstext OGH 20.07.1937 2 Ob 635/37
    Veröff: SZ 19/229 = ebenso SZ 10/127
  • 8 Ob 96/64
    Entscheidungstext OGH 24.03.1964 8 Ob 96/64
    Beisatz: Auch dann, wenn bisher ein Miteigentümer Verwalter war. (T1) Veröff: JBl 1965,149
  • 8 Ob 220/67
    Entscheidungstext OGH 19.09.1967 8 Ob 220/67
    Veröff: RZ 1968,73 = MietSlg 19053
  • 7 Ob 128/69
    Entscheidungstext OGH 31.07.1969 7 Ob 128/69
    Beis wie T1; Veröff: MietSlg 21088 = EvBl 1970/110 S 181
  • 5 Ob 221/69
    Entscheidungstext OGH 22.10.1969 5 Ob 221/69
    Veröff: MietSlg 21087
  • 6 Ob 69/71
    Entscheidungstext OGH 31.03.1971 6 Ob 69/71
    Veröff: MietSlg 23064
  • 1 Ob 206/72
    Entscheidungstext OGH 25.10.1972 1 Ob 206/72
    Veröff: MietSlg 24612
  • 7 Ob 107/74
    Entscheidungstext OGH 07.08.1974 7 Ob 107/74
    Beis wie T1; Veröff: MietSlg 26054
  • 3 Ob 617/76
    Entscheidungstext OGH 14.09.1976 3 Ob 617/76
    Beisatz: Ermächtigung zur Enthebung eines vom beiden Hälfteeigentümern einvernehmlich bestellten Verwalters. (T2)
  • 4 Ob 526/81
    Entscheidungstext OGH 07.07.1981 4 Ob 526/81
    Beis wie T2; Veröff: MietSlg 33084
  • 7 Ob 506/82
    Entscheidungstext OGH 18.03.1982 7 Ob 506/82
  • 2 Ob 523/82
    Entscheidungstext OGH 11.05.1982 2 Ob 523/82
  • 4 Ob 562/87
    Entscheidungstext OGH 15.09.1987 4 Ob 562/87
    Vgl auch; Beisatz: Ob ein Verwalter der gemeinschaftlichen Sache zu bestellen ist, ist nach ständiger Rechtsprechung im Rechtsstreit zu klären. (T3) Beis wie T1; Beisatz: Der Außerstreitrichter ist zur Enthebung des bisherigen und zur Bestellung eines neuen Verwalters ohne Rücksicht darauf zuständig, ob der Verwalter vom Gericht oder von den Miteigentümern bestellt worden ist. (T4)
  • 7 Ob 297/00b
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 7 Ob 297/00b

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1937:RS0013721

Dokumentnummer

JJR_19370720_OGH0002_0020OB00635_3700000_001

Rechtssatz für 7Ob275/55 7Ob362/57 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0013639

Geschäftszahl

7Ob275/55; 7Ob362/57; 6Ob201/61; 7Ob156/62; 7Ob122/65; 7Ob321/65; 3Ob20/65; 4Ob509/70; 1Ob126/71; 1Ob72/73; 8Ob151/73; 4Ob574/74; 6Ob241/74; 7Ob257/75; 3Ob555/76; 1Ob712/76; 1Ob694/76; 6Ob683/78; 5Ob574/79; 5Ob6/81; 7Ob520/82; 6Ob797/81; 5Ob26/82; 7Ob552/83; 5Ob8/83; 5Ob591/84; 5Ob20/85; 1Ob519/87; 4Ob562/87; 6Ob654/87; 5Ob56/89 (5Ob57/89); 6Ob621/90; 1Ob534/92; 4Ob537/95 (4Ob1586/95); 10Ob1515/96; 1Ob2117/96x; 1Ob2387/96b; 4Ob2227/96w; 4Ob141/97g; 4Ob351/97i; 5Ob469/97z; 5Ob497/97t; 9Ob336/98x; 1Ob202/00p; 8Ob91/01t; 1Ob219/01i; 5Ob170/01p; 6Ob66/02b; 1Ob137/02g; 7Ob135/02g; 4Ob19/03b; 5Ob211/03w; 10Ob25/06h; 5Ob96/06p; 8Ob54/07k; 4Ob76/07s; 3Ob187/07g; 2Ob183/07m; 5Ob156/08i; 5Ob241/08i; 4Ob56/09b; 5Ob41/09d; 6Ob98/09v; 5Ob26/10z; 6Ob182/10y; 6Ob233/10y; 1Ob117/10b; 5Ob189/10w; 5Ob40/11k (5Ob51/11b); 1Ob123/11m; 10Ob85/11i; 8Ob111/11y; 4Ob98/12h; 9Ob30/12w; 2Ob71/12y; 6Ob229/11m; 9Ob7/12p; 1Ob144/12a; 1Ob39/13m; 6Ob203/12i; 9Ob18/13g; 1Ob82/13k; 4Ob91/13f; 1Ob173/13t; 5Ob186/13h; 5Ob106/14w; 5Ob109/14m; 1Ob135/14f; 5Ob121/14a; 7Ob189/14s; 1Ob204/14b; 5Ob200/14v; 1Ob26/15b; 2Ob160/14i; 3Ob168/15z; 1Ob35/16b; 1Ob66/16m; 7Ob143/16d; 7Ob169/16b; 7Ob131/16i; 3Ob45/17i; 4Ob233/16t; 1Ob235/16i; 8Ob96/17a; 2Ob12/17d; 1Ob187/17g; 2Ob127/17s; 9Ob4/19g; 5Ob98/19a; 6Ob162/19w; 1Ob7/20s; 6Ob203/19z; 4Ob162/20g; 6Ob175/20h

Entscheidungsdatum

08.06.1955

Norm

ABGB §833 E
AußStrG 2005 §1 A1
JN §1 DVe1
JN §40a

Rechtssatz

Für die Frage, ob über ein Begehren im außerstreitigen Verfahren oder im Prozess zu entscheiden ist, kommt es auf den Inhalt des Begehrens, nicht aber darauf an, ob das Begehren selbst begründet ist. Die Einwendung des Mangels eines Miteigentumsrechtes kann nur zur Abweisung des Antrages als sachlich nicht begründet führen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 275/55
    Entscheidungstext OGH 08.06.1955 7 Ob 275/55
  • 7 Ob 362/57
    Entscheidungstext OGH 30.10.1957 7 Ob 362/57
  • 6 Ob 201/61
    Entscheidungstext OGH 24.05.1961 6 Ob 201/61
    nur: Für die Frage, ob über ein Begehren im außerstreitigen Verfahren oder im Prozess zu entscheiden ist, kommt es auf den Inhalt des Begehrens, nicht aber darauf an, ob das Begehren selbst begründet ist. (T1)
  • 7 Ob 156/62
    Entscheidungstext OGH 09.05.1962 7 Ob 156/62
  • 7 Ob 122/65
    Entscheidungstext OGH 26.05.1965 7 Ob 122/65
    nur T1; Beisatz: Die Einwendung des Beklagten Miteigentümer zu sein, kann nicht zur Zurückweisung der Klage wegen Unzulässigkeit des Rechtsweges führen, sondern nur zur Abweisung des Klagebegehrens. (T2)
    Veröff: MietSlg 17735
  • 7 Ob 321/65
    Entscheidungstext OGH 10.11.1965 7 Ob 321/65
    nur T1; Beisatz: Ehegatten streiten um Zimmerschlüssel. (T3)
    Veröff: MietSlg 17055
  • 3 Ob 20/65
    Entscheidungstext OGH 24.02.1965 3 Ob 20/65
    nur T1; Beisatz: Strebt der klagende Hälfteeigentümer nach den Behauptungen in seiner auf § 37 EO gestützten und gegen die Räumungsexekution seitens des anderen Hälfteeigentümers gerichteten Klage nicht eine Benützungsregelung der gemeinsamen Sache an, sondern wendet er gegen die Räumungsexekution ein, dass er die Wohnung auf Grund seines Miteigentumsrechtes benützt, so ist für diese Einwendung der ordentliche Rechtsweg zulässig. (T4)
    Veröff: MietSlg 17736
  • 4 Ob 509/70
    Entscheidungstext OGH 03.02.1970 4 Ob 509/70
    nur T1; Veröff: MietSlg 22585
  • 1 Ob 126/71
    Entscheidungstext OGH 24.06.1971 1 Ob 126/71
    nur T1; Veröff: MietSlg 23614
  • 1 Ob 72/73
    Entscheidungstext OGH 18.04.1973 1 Ob 72/73
    nur T1; Veröff: MietSlg 25494
  • 8 Ob 151/73
    Entscheidungstext OGH 25.09.1973 8 Ob 151/73
    nur T1
  • 4 Ob 574/74
    Entscheidungstext OGH 01.10.1974 4 Ob 574/74
    nur T1
  • 6 Ob 241/74
    Entscheidungstext OGH 06.02.1975 6 Ob 241/74
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 257/75
    Entscheidungstext OGH 05.12.1975 7 Ob 257/75
    nur T1; Veröff: MietSlg 28539
  • 3 Ob 555/76
    Entscheidungstext OGH 25.05.1976 3 Ob 555/76
    nur T1; Veröff: MietSlg 28539
  • 1 Ob 712/76
    Entscheidungstext OGH 21.09.1976 1 Ob 712/76
    nur T1
  • 1 Ob 694/76
    Entscheidungstext OGH 06.10.1976 1 Ob 694/76
    Auch; nur T1; Beisatz: Es ist von den Behauptungen des Klägers auszugehen und grundsätzlich nicht von Bedeutung, welche Einwendungen der Beklagte diesbezüglich erhebt. (T5)
  • 6 Ob 683/78
    Entscheidungstext OGH 21.09.1978 6 Ob 683/78
    nur T1
  • 5 Ob 574/79
    Entscheidungstext OGH 12.06.1979 5 Ob 574/79
    nur T1
  • 5 Ob 6/81
    Entscheidungstext OGH 22.09.1981 5 Ob 6/81
    Auch; Veröff: SZ 54/129 = EvBl 1982/61 S 211 = MietSlg 33574(19)
  • 7 Ob 520/82
    Entscheidungstext OGH 11.02.1982 7 Ob 520/82
    nur T1
  • 6 Ob 797/81
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 6 Ob 797/81
    Auch; nur T1; Beisatz: Diese für das Miteigentum entwickelten Grundsätze gelten auch für die Gesellschaft bürgerlichen Rechte. (T6)
  • 5 Ob 26/82
    Entscheidungstext OGH 18.05.1982 5 Ob 26/82
    Auch; nur T1; Veröff: EvBl 1982/196 S 661 = MietSlg 34551 = MietSlg 34706(18)
  • 7 Ob 552/83
    Entscheidungstext OGH 10.03.1983 7 Ob 552/83
    nur T1
  • 5 Ob 8/83
    Entscheidungstext OGH 15.03.1983 5 Ob 8/83
    nur T1; Beisatz: Rechtssachen, die nicht ausdrücklich oder doch unzweifelhaft schlüssig ins außerstreitige Verfahren verwiesen sind, gehören auf den streitigen Rechtsweg. (T7)
  • 5 Ob 591/84
    Entscheidungstext OGH 16.10.1984 5 Ob 591/84
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 20/85
    Entscheidungstext OGH 12.03.1985 5 Ob 20/85
    nur T1; Beis wie T7; Veröff: MietSlg 37493 = MietSlg 37714 = MietSlg 37493(15)
  • 1 Ob 519/87
    Entscheidungstext OGH 18.02.1987 1 Ob 519/87
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 562/87
    Entscheidungstext OGH 15.09.1987 4 Ob 562/87
    Auch; Beisatz: Es ist von den Behauptungen des Antragstellers, nicht aber von den Einwendungen des Antragsgegners oder den Feststellungen auszugehen, die das Gericht auf Grund der durchgeführten Beweise trifft. Macht ein Antragsteller nach seinen Behauptungen einen Anspruch mit Recht im Außerstreitverfahren geltend und stellt sich dann heraus, dass die Voraussetzungen dafür fehlen, dann ist das Begehren im Außerstreitverfahren, wenn auch abschlägig, zu erledigen. (T8)
  • 6 Ob 654/87
    Entscheidungstext OGH 08.10.1987 6 Ob 654/87
  • 5 Ob 56/89
    Entscheidungstext OGH 27.06.1989 5 Ob 56/89
    nur T1; Beis wie T7; Beis wie T8
    Veröff: WoBl 1990,80 (Call) = MietSlg XLI/25
  • 6 Ob 621/90
    Entscheidungstext OGH 12.07.1990 6 Ob 621/90
    Veröff: SZ 63/135 = JBl 1991,322 = ÖA 1991,109
  • 1 Ob 534/92
    Entscheidungstext OGH 22.10.1992 1 Ob 534/92
    Auch; Beis wie T8 nur: Es ist von den Behauptungen des Antragstellers, nicht aber von den Einwendungen des Antragsgegners oder den Feststellungen auszugehen, die das Gericht auf Grund der durchgeführten Beweise trifft. (T9)
  • 4 Ob 537/95
    Entscheidungstext OGH 19.09.1995 4 Ob 537/95
    Auch; nur T1
    Veröff: SZ 68/169
  • 10 Ob 1515/96
    Entscheidungstext OGH 20.02.1996 10 Ob 1515/96
    nur T1; Beis wie T5; Beis wie T8; nur: Macht ein Antragsteller nach seinen Behauptungen einen Anspruch mit Recht im Außerstreitverfahren geltend und stellt sich dann heraus, dass die Voraussetzungen dafür fehlen, dann ist das Begehren im Außerstreitverfahren, wenn auch abschlägig, zu erledigen. (T10)
    Beisatz: Ob über einen konkreten Rechtsschutzantrag im streitigen oder außerstreitigen Verfahren zu entscheiden ist, ist nicht nach der von der Partei bezeichneten Verfahrensart, sondern nach dem Wortlaut des Entscheidungsbegehrens, aber auch den zu seiner Begründung vorgebrachten Sachverhaltsbehauptungen zu beurteilen. (T11)
  • 1 Ob 2117/96x
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 2117/96x
    Auch; Beisatz: Nur von den Klagebehauptungen beziehungsweise vom Vorbringen des Antragstellers ist auszugehen. (T12)
  • 1 Ob 2387/96b
    Entscheidungstext OGH 16.12.1996 1 Ob 2387/96b
    Vgl; nur T1; Beis wie T12; Beisatz: Erhebt jedoch der Beklagte - wie hier - die Einrede der Unzulässigkeit des streitigen Rechtswegs, ist der Entscheidung darüber das Ergebnis des kontradiktorischen Verfahrens zugrunde zu legen. (T13)
  • 4 Ob 2227/96w
    Entscheidungstext OGH 12.08.1996 4 Ob 2227/96w
    nur T1; Beis wie T11
  • 4 Ob 141/97g
    Entscheidungstext OGH 13.05.1997 4 Ob 141/97g
    Auch; nur: Für die Frage, ob über ein Begehren im außerstreitigen Verfahren oder im Prozess zu entscheiden ist, kommt es auf den Inhalt des Begehrens an. (T14)
    Beis wie T5
  • 4 Ob 351/97i
    Entscheidungstext OGH 25.11.1997 4 Ob 351/97i
    Auch; nur T14
  • 5 Ob 469/97z
    Entscheidungstext OGH 09.12.1997 5 Ob 469/97z
    nur T1; Beis wie T7
  • 5 Ob 497/97t
    Entscheidungstext OGH 24.02.1998 5 Ob 497/97t
    Auch; nur T1; Beis wie T5; Beis wie T11
  • 9 Ob 336/98x
    Entscheidungstext OGH 20.01.1999 9 Ob 336/98x
    nur T14
  • 1 Ob 202/00p
    Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 202/00p
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Maßgebend für die Bestimmung der Art des Rechtswegs sind der Wortlaut des Begehrens und die zu seiner Begründung vorgebrachten Sachverhaltsbehauptungen. Dabei ist vor allem der innere Zusammenhang des jeweils geltend gemachten Anspruchs mit einer entweder in die streitige oder in die außerstreitige Gerichtsbarkeit verwiesenen Materie von Bedeutung. (T15)
    Beisatz: Zwischen dem Anspruch auf Zahlung eines bestimmten monatlichen Unterhaltsbeitrags und dem Verzugszinsenanspruch besteht ein gesetzlicher Sachzusammenhang, der für die Bestimmung der Rechtsnatur beider Ansprüche ausschlaggebend ist. (T16)
    Veröff: SZ 73/129
  • 8 Ob 91/01t
    Entscheidungstext OGH 10.05.2001 8 Ob 91/01t
    Auch; Beis wie T15 nur: Maßgebend für die Bestimmung der Art des Rechtswegs sind der Wortlaut des Begehrens und die zu seiner Begründung vorgebrachten Sachverhaltsbehauptungen. (T17)
  • 1 Ob 219/01i
    Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 219/01i
    nur T1; Beis wie T5; Beis wie T12; Beisatz: Unmaßgeblich sind dagegen die Einwendungen des Antragsgegners oder amtliches Wissen. (T18)
    Veröff: SZ 74/180
  • 5 Ob 170/01p
    Entscheidungstext OGH 18.12.2001 5 Ob 170/01p
    Auch; nur T1; Beis wie T7; Beis wie T11 nur: Ob über einen konkreten Rechtsschutzantrag im streitigen oder außerstreitigen Verfahren zu entscheiden ist, ist nach dem Wortlaut des Entscheidungsbegehrens, aber auch den zu seiner Begründung vorgebrachten Sachverhaltsbehauptungen zu beurteilen. (T19)
  • 6 Ob 66/02b
    Entscheidungstext OGH 18.04.2002 6 Ob 66/02b
    Auch
  • 1 Ob 137/02g
    Entscheidungstext OGH 13.08.2002 1 Ob 137/02g
    nur T1; Beis wie T5; Beis wie T18
  • 7 Ob 135/02g
    Entscheidungstext OGH 08.07.2002 7 Ob 135/02g
    Auch; nur T1; Beis wie T9; Beis wie T18
  • 4 Ob 19/03b
    Entscheidungstext OGH 18.02.2003 4 Ob 19/03b
    Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T7
  • 5 Ob 211/03w
    Entscheidungstext OGH 11.11.2003 5 Ob 211/03w
    Auch; nur T14; Beis ähnlich wie T7; Beis ähnlich wie T17; Beis ähnlich wie T19
  • 10 Ob 25/06h
    Entscheidungstext OGH 03.10.2006 10 Ob 25/06h
    Auch; nur T1; Beis wie T9
    Veröff: SZ 2006/146
  • 5 Ob 96/06p
    Entscheidungstext OGH 03.10.2006 5 Ob 96/06p
    Beis wie T15; Beis wie T19; Beis wie T7
  • 8 Ob 54/07k
    Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 Ob 54/07k
    Auch; Beis wie T19; Beisatz: Ohne Einfluss ist es hingegen, was der Gegner einwendet und ob der behauptete Anspruch begründet ist. (T20)
    Beisatz: Hier: Im streitigen Verfahren durchzusetzende Vereinbarung im Sinne des § 97 Abs 2 EheG. (T21)
  • 4 Ob 76/07s
    Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 76/07s
    Auch; nur T1; Beis wie T5; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T18
  • 3 Ob 187/07g
    Entscheidungstext OGH 27.11.2007 3 Ob 187/07g
    Auch; nur T14; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Aufteilungsverfahren. (T22)
  • 2 Ob 183/07m
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 2 Ob 183/07m
    Auch; nur T1; Beis wie T12; Beis wie T17; Beis wie T20
  • 5 Ob 156/08i
    Entscheidungstext OGH 21.10.2008 5 Ob 156/08i
    Vgl; Beis wie T15 nur: Für die Beurteilung der zulässigen Verfahrensart sind der Wortlaut des Entscheidungsbegehrens und die zu seiner Begründung vorgebrachten Sachverhaltsbehauptungen maßgebend. (T23)
    Beisatz: Somit ist letztlich immer der konkrete Wortlaut eines verfahrenseinleitenden Schriftsatzes maßgeblich, sodass sich eine verallgemeinerungsfähige Auslegungsregel nicht herstellen lässt. (T24)
  • 5 Ob 241/08i
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 5 Ob 241/08i
    Vgl; Beis wie T23; Beisatz: Fragen der Sachlegitimation oder der Schlüssigkeit eines Rechtsschutzbegehrens haben mit der zulässigen Verfahrensart oder überhaupt der Zulässigkeit des Rechtsschutzantrags nichts zu tun. (T25)
  • 4 Ob 56/09b
    Entscheidungstext OGH 14.07.2009 4 Ob 56/09b
    Auch; Beis wie T19
    Veröff: SZ 2009/93
  • 5 Ob 41/09d
    Entscheidungstext OGH 07.07.2009 5 Ob 41/09d
    Vgl; Beis ähnlich wie T15; Beis ähnlich wie T19
  • 6 Ob 98/09v
    Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 98/09v
    Vgl; Beis wie T19
  • 5 Ob 26/10z
    Entscheidungstext OGH 25.03.2010 5 Ob 26/10z
    Vgl; Beis ähnlich wie T19
  • 6 Ob 182/10y
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 6 Ob 182/10y
    Vgl; Beis wie T25; Beisatz: Amtliches Wissen bleibt außer Betracht. (T26)
  • 6 Ob 233/10y
    Entscheidungstext OGH 17.12.2010 6 Ob 233/10y
    nur T14; Beis ähnlich wie T7
  • 1 Ob 117/10b
    Entscheidungstext OGH 20.10.2010 1 Ob 117/10b
    Auch; nur T1; Beis wie T11; Beis wie T15; Beis wie T17
  • 5 Ob 189/10w
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 5 Ob 189/10w
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Duldungsanspruch nach § 8 Abs 2 MRG. (T27)
  • 5 Ob 40/11k
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 5 Ob 40/11k
    Auch; Beis ähnlich wie T15; Beis wie T23
  • 1 Ob 123/11m
    Entscheidungstext OGH 13.10.2011 1 Ob 123/11m
    Auch; nur T1; Beis wie T15
  • 10 Ob 85/11i
    Entscheidungstext OGH 06.12.2011 10 Ob 85/11i
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T16; Beis wie T17
  • 8 Ob 111/11y
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 8 Ob 111/11y
    Auch; Beisatz: Hier: § 838a ABGB. (T28)
    Beis wie T15; Beis wie T20
  • 4 Ob 98/12h
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 98/12h
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T17
  • 9 Ob 30/12w
    Entscheidungstext OGH 22.08.2012 9 Ob 30/12w
    Vgl auch
  • 2 Ob 71/12y
    Entscheidungstext OGH 30.08.2012 2 Ob 71/12y
    Auch; nur T14; Veröff: SZ 2012/84
  • 6 Ob 229/11m
    Entscheidungstext OGH 16.11.2012 6 Ob 229/11m
    nur T1; Beis wie T9
  • 9 Ob 7/12p
    Entscheidungstext OGH 26.11.2012 9 Ob 7/12p
    Beis wie T3
  • 1 Ob 144/12a
    Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 144/12a
    Auch; Beis wie T19
  • 1 Ob 39/13m
    Entscheidungstext OGH 29.04.2013 1 Ob 39/13m
    Auch; Beis wie T20
  • 6 Ob 203/12i
    Entscheidungstext OGH 20.03.2013 6 Ob 203/12i
    Vgl; Beis wie T8
  • 9 Ob 18/13g
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 9 Ob 18/13g
    Vgl; Beis wie T28
  • 1 Ob 82/13k
    Entscheidungstext OGH 18.07.2013 1 Ob 82/13k
    Auch
  • 4 Ob 91/13f
    Entscheidungstext OGH 27.08.2013 4 Ob 91/13f
    Auch; nur T1; Beis wie T19
  • 1 Ob 173/13t
    Entscheidungstext OGH 17.10.2013 1 Ob 173/13t
    Vgl auch
  • 5 Ob 186/13h
    Entscheidungstext OGH 27.11.2013 5 Ob 186/13h
    Auch; Beis wie T17
  • 5 Ob 106/14w
    Entscheidungstext OGH 23.10.2014 5 Ob 106/14w
    Vgl auch; Beisatz: Entscheidend für die Verweisung auf den außerstreitigen Rechtsweg nach § 838a ABGB ist, ob eine Streitigkeit zwischen den Teilhabern über die mit der Verwaltung und Benützung der gemeinschaftlichen Sache unmittelbar zusammenhängenden Rechte und Pflichten „den Kern des Begehrens“ bildet. (T29)
    Beisatz: Hier: Über die Frage der Zustimmung zum Antrag auf baubehördliche Bewilligung auf Grundlage eines Kaufvertrags ist im streitigen Verfahren zu entscheiden. (T30)
  • 5 Ob 109/14m
    Entscheidungstext OGH 23.10.2014 5 Ob 109/14m
    Auch; Beis wie T23
  • 1 Ob 135/14f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 1 Ob 135/14f
    Vgl; Beis wie T16
  • 5 Ob 121/14a
    Entscheidungstext OGH 16.12.2014 5 Ob 121/14a
    Auch; Beis wie T8
  • 7 Ob 189/14s
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 189/14s
    nur: Für die Frage, ob über ein Begehren im streitigen oder außerstreitigen Verfahren zu entscheiden ist, kommt es auf dessen Inhalt an. (T31)
  • 1 Ob 204/14b
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 204/14b
    Auch
  • 5 Ob 200/14v
    Entscheidungstext OGH 24.02.2015 5 Ob 200/14v
    Auch
  • 1 Ob 26/15b
    Entscheidungstext OGH 03.03.2015 1 Ob 26/15b
    Vgl auch; nur T14; Beis wie T11; Beis wie T23
  • 2 Ob 160/14i
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 2 Ob 160/14i
    Auch; nur T1; Beis wie T5, Beis wie T20; Beis wie T27
  • 3 Ob 168/15z
    Entscheidungstext OGH 18.11.2015 3 Ob 168/15z
    Auch; Beis wie T9; Veröff: SZ 2015/125
  • 1 Ob 35/16b
    Entscheidungstext OGH 31.03.2016 1 Ob 35/16b
    nur T1; Beis wie T9; Beis wie T11; nur T14; Beis wie T23; Beisatz: Hier stützt sich die Klägerin nach ihrem Vorbringen auf einen vertraglich mit dem Beklagten vereinbarten Anspruch auf Abgeltung ihres Schenkungspflichtteils und nicht auf eine eheliche Vorwegvereinbarung iSd § 97 EheG; daher streitiges Verfahren. (T32)
  • 1 Ob 66/16m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 66/16m
  • 7 Ob 143/16d
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 7 Ob 143/16d
    Auch; Beisatz: Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen durch den Legalzessionar im außerstreitigen Verfahren. (T33)
    Beis wie T8; Beis wie T11; Beis wie T15
  • 7 Ob 169/16b
    Entscheidungstext OGH 13.10.2016 7 Ob 169/16b
    Auch
  • 7 Ob 131/16i
    Entscheidungstext OGH 09.11.2016 7 Ob 131/16i
    Auch; Beisatz: Ein Schadenersatzanspruch gegen einen anderen Miteigentümer aus unbefugter Übernahme von Hausverwaltungstätigkeiten ist im streitigen Verfahren durchzusetzen. (T34)
  • 3 Ob 45/17i
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 3 Ob 45/17i
    nur T1
  • 4 Ob 233/16t
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 4 Ob 233/16t
    Auch; Beisatz: Die Zulässigkeit des Rechtswegs ist ausschließlich nach dem Vorbringen in der Klage zu beurteilen und nicht danach, ob der Kläger das Bestehen einer besonderen vertraglichen Vereinbarung auch nachweisen konnte. (T35)
  • 1 Ob 235/16i
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 1 Ob 235/16i
    Vgl auch
  • 8 Ob 96/17a
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 Ob 96/17a
    Auch; nur T1; Beis wie T5; Beis wie T20
  • 2 Ob 12/17d
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 2 Ob 12/17d
    Beis wie T25; nur T1
  • 1 Ob 187/17g
    Entscheidungstext OGH 27.02.2018 1 Ob 187/17g
    Vgl; Beis wie T5; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T15; Beis wie T18; Beis wie T21; Beis wie T23; Beis wie T29; Beisatz: Amtswegiges Aufgreifen des Fehlens der Prozessvoraussetzung der Zulässigkeit des streitigen Rechtswegs im Revisionsverfahren. (T36)
    Beisatz: Hier wird mit Klage (Unterlassung, Duldung) ein auf die Mitbenützung der gemeinsamen Sache (Weggrundstück, Realrecht) gerichteter Anspruch geltend gemacht, womit eine Streitigkeit nach § 838a ABGB (Antrag auf Benützungsregelung) vorliegt, für die das Verfahren außer Streitsachen vorgesehen ist. (T37)
  • 2 Ob 127/17s
    Entscheidungstext OGH 30.07.2018 2 Ob 127/17s
    nur T1
  • 9 Ob 4/19g
    Entscheidungstext OGH 15.05.2019 9 Ob 4/19g
    Auch
  • 5 Ob 98/19a
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 98/19a
  • 6 Ob 162/19w
    Entscheidungstext OGH 24.10.2019 6 Ob 162/19w
    Vgl; Beis wie T17
  • 1 Ob 7/20s
    Entscheidungstext OGH 26.02.2020 1 Ob 7/20s
    Vgl; Beis wie T8; Beis wie T15; Beis wie T17; Beis wie T28; Beis wie T29; Beis wie T36; Beisatz: Hier: Den Kern des Begehrens bildet eine Streitigkeit zwischen den Teilhabern über die mit der Verwaltung und Benützung der gemeinschaftlichen Sache, also des Quellwassers auf der Liegenschaft der Dritten, unmittelbar zusammenhängenden Rechte und Pflichten im Sinn des § 838a ABGB. Darüber ist im Verfahren außer Streitsachen zu entscheiden. (T38)
  • 6 Ob 203/19z
    Entscheidungstext OGH 23.04.2020 6 Ob 203/19z
    Beis wie T11; Beisatz: Hier: Im außerstreitigen verfahren durchzusetzende Kontrollrechte von Kommanditisten einer KEG nach § 166 Abs 1 UGB. (T39)
  • 4 Ob 162/20g
    Entscheidungstext OGH 20.10.2020 4 Ob 162/20g
    Beisatz: Räumungsbegehren zwischen Miteigentümern wegen titelloser Benützung. (T40)
  • 6 Ob 175/20h
    Entscheidungstext OGH 17.12.2020 6 Ob 175/20h
    Beis wie T5; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T10; Beis wie T15; Beis wie T17; Beis wie T18; Beis wie T20; Beis wie T23

Anmerkung

Anm: Dieser Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen. September 2020

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0013639

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.02.2021

Dokumentnummer

JJR_19550608_OGH0002_0070OB00275_5500000_002

Rechtssatz für 7Ob99/66 4Ob562/87

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0013215

Geschäftszahl

7Ob99/66; 4Ob562/87

Entscheidungsdatum

15.06.1966

Norm

ABGB §828
ABGB §833 C1
ABGB §836 B
ABGB §837 D

Rechtssatz

Die gemeinsame einverständliche Selbstverwaltung setzt die Einigung der beiden Hälfteeigentümer über alle Verwaltungshandlungen voraus. Wenn eine Einigung über die gemeinsame Selbstverwaltung nicht zustande kommt, bleibt als einziger Ausweg die Bestellung eines Verwalters.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 99/66
    Entscheidungstext OGH 15.06.1966 7 Ob 99/66
    MietSlg 18076
  • 4 Ob 562/87
    Entscheidungstext OGH 15.09.1987 4 Ob 562/87

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0013215

Dokumentnummer

JJR_19660615_OGH0002_0070OB00099_6600000_001

Rechtssatz für 7Ob506/82 4Ob562/87 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0013662

Geschäftszahl

7Ob506/82; 4Ob562/87; 1Ob682/88; 7Ob297/00b; 5Ob249/12x

Entscheidungsdatum

18.03.1982

Norm

ABGB §833 E
ABGB §836 A

Rechtssatz

Über die Auswahl der Person des zu bestellenden Verwalters entscheidet, wenn feststeht, daß ein Verwalter zu bestellen ist, die Stimmenmehrheit, gezählt nach Anteilen. Die Wahl kann auch auf einen Teilhaber fallen. Gegen den Mehrheitsbeschluß ist ein Rechtsbehelf der Minderheit nicht gegeben. Nur wenn eine Mehrheit nicht zustande kommt, entscheidet über die Auswahl der Richter im Außerstreitverfahren. Wer mehr als die Hälfte besitzt, bildet schon für sich die Mehrheit und kann daher die ordentliche Verwaltung an sich ziehen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 506/82
    Entscheidungstext OGH 18.03.1982 7 Ob 506/82
  • 4 Ob 562/87
    Entscheidungstext OGH 15.09.1987 4 Ob 562/87
    auch
  • 1 Ob 682/88
    Entscheidungstext OGH 09.11.1988 1 Ob 682/88
  • 7 Ob 297/00b
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 7 Ob 297/00b
    nur: Über die Auswahl der Person des zu bestellenden Verwalters entscheidet, wenn feststeht, daß ein Verwalter zu bestellen ist, die Stimmenmehrheit, gezählt nach Anteilen. Gegen den Mehrheitsbeschluß ist ein Rechtsbehelf der Minderheit nicht gegeben. Nur wenn eine Mehrheit nicht zustande kommt, entscheidet über die Auswahl der Richter im Außerstreitverfahren. (T1)
  • 5 Ob 249/12x
    Entscheidungstext OGH 14.02.2013 5 Ob 249/12x
    Auch; nur: Über die Auswahl der Person des zu bestellenden Verwalters entscheidet, wenn feststeht, dass ein Verwalter zu bestellen ist, die Stimmenmehrheit, gezählt nach Anteilen. (T2); Veröff: SZ 2013/18

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0013662

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.06.2015

Dokumentnummer

JJR_19820318_OGH0002_0070OB00506_8200000_001

Rechtssatz für 4Ob562/87 5Ob129/08v 5O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0013394

Geschäftszahl

4Ob562/87; 5Ob129/08v; 5Ob249/12x

Entscheidungsdatum

15.09.1987

Norm

ABGB §833 A
ABGB §836 B
ABGB §838a
WEG 2002 §19
WEG 2002 §28

Rechtssatz

Das Gesetz betrachtet die Selbstverwaltung durch die Teilhaber als den Normalfall, die Verwaltung durch einen hiezu bestellten Verwalter hingegen als die Ausnahme; Selbstverwaltung bedeutet aber die gemeinsame Verwaltung durch alle Teilhaber.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 562/87
    Entscheidungstext OGH 15.09.1987 4 Ob 562/87
  • 5 Ob 129/08v
    Entscheidungstext OGH 24.06.2008 5 Ob 129/08v
    Beisatz: Selbstverwaltung liegt vor, solange die Eigentümergemeinschaft nach dem Mehrheitswillen ihrer Teilhaber die Verwaltung selbstverantwortlich führt, auch wenn einzelne Aufgaben von bestimmten Wohnungseigentümern wahrgenommen werden. (T1); Beisatz: Die Selbstverwaltung der Miteigentümer, die in § 833 ABGB geregelt ist, gilt grundsätzlich auch für die Eigentümergemeinschaft und ist sogar als Normalfall der Verwaltung konzipiert. (T2); Beisatz: Hier: Wohnungseigentümer. (T3)
  • 5 Ob 249/12x
    Entscheidungstext OGH 14.02.2013 5 Ob 249/12x
    Veröff: SZ 2013/18

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0013394

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.06.2015

Dokumentnummer

JJR_19870915_OGH0002_0040OB00562_8700000_001

Rechtssatz für 4Ob562/87 1Ob661/90

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0013660

Geschäftszahl

4Ob562/87; 1Ob661/90

Entscheidungsdatum

15.09.1987

Norm

ABGB §833 E
ABGB §836 A

Rechtssatz

Wenn über die Entfernung des bisherigen Verwalters Streit besteht und sich weder für die Belassung noch für die Enthebung des bisherigen Verwalters eine Mehrheit bildet, ist darüber im außerstreitigen Verfahren zu entscheiden.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 562/87
    Entscheidungstext OGH 15.09.1987 4 Ob 562/87
  • 1 Ob 661/90
    Entscheidungstext OGH 03.10.1990 1 Ob 661/90
    auch; Beisatz: Wenn bloß die Person des Verwalters gewechselt, die Fremdverwaltung jedoch beibehalten werden soll. Beruht indessen die Bestellung des Verwalters auf einer Vereinbarung aller Miteigentümer untereinander, so muß die Zustimmung der übrigen Miteigentümer im streitigen Verfahren erwirkt werden. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0013660

Dokumentnummer

JJR_19870915_OGH0002_0040OB00562_8700000_002

Entscheidungstext 4Ob562/87

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

4Ob562/87

Entscheidungsdatum

15.09.1987

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Prof.Dr. Friedl als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Gamerith, Dr. Petrag, Dr. Kodek und Dr. Niederreiter als weitere Richter in der Rechtssache des Antragstellers Gernot Helmut K***, Baumeister, 1130 Wien, Dontgasse 6, vertreten durch Dr. Peter Getreuer, Rechtsanwalt in Wien, wider die Antragsgegnerin Verlassenschaft nach dem am 3. Juli 1985 verstorbenen Richard S***, diese vertreten durch Maria S*** und Gerhard S***, beide 1070 Wien, Lerchenfelder Gürtel 6-9, diese vertreten durch Dr. Ludwig Hötzl und Dr. Manfred Michalek, Rechtsanwälte in Wien, wegen Bestellung eines Verwalters infolge Revisionsrekurses der Antragsgegnerin gegen den Beschluß des Landesgerichtes für ZRS Wien als Rekursgerichtes vom 12. Mai 1987, GZ 43 R 173/87-18, womit infolge Rekurses der Antragstellerin der Beschluß des Bezirksgerichtes Innere Stadt Wien vom 20. Jänner 1987, GZ 4 Nc 505/86-14, aufgehoben wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Dem Revisionsrekurs wird nicht Folge gegeben.

Text

Begründung:

Die Liegenschaft EZ 1617 des Grundbuches über die Katastralgemeinde Neubau mit dem Haus Wien 7., Lerchenfelder Gürtel 6, stand zur Hälfte im Eigentum des am 3. Juli 1985 verstorbenen Richard S*** und zu je einem Viertel im Eigentum des Antragstellers und des Ing. Franz G***. Nach dem Tod des Hälfteeigentümers haben seine Witwe Maria S*** und sein Sohn Gerhard S*** bedingte Erbserklärungen abgegeben; ihnen wurde die Besorgung und Verwaltung des Nachlasses übertragen. Mit Kaufvertrag vom 8. Jänner 1986 verkaufte Ing. Franz G*** seinen Viertelanteil an den Antragsteller, dessen Hälfteeigentum in der Folge verbüchert wurde (ON 1, 3 und 7).

Verwalterin der Liegenschaft war die Brigitte T*** Gesellschaft mbH gewesen. Mit Schreiben vom 11. Februar und 3. Juni 1985 haben Richard S*** und Ing. Franz G*** die Verwaltungsvollmacht aufgekündigt.

Das Handelsgericht Wien hat im Zuge eines von der Antragsgegnerin gegen die Brigitte T*** Gesellschaft mbH angestrengten Prozesses der letzteren mit einstweiliger Verfügung für die Dauer des Rechtsstreites, längstens jedoch bis zum 31. Dezember 1988, die Verwaltungstätigkeit für die Liegenschaft untersagt; die einstweilige Verfügung erwuchs in Rechtskraft (ON 1 und 3).

Am 4. November 1985 vereinbarten die erbserklärten Erben nach Richard S*** mit Ing. G***, künftig die Hausverwaltung gemeinschaftlich zu führen.

Mit der Behauptung, zwischen den Parteien bestehe zwar kein Zweifel, daß ein "gemeinsamer" Verwalter zu bestellen sei, strittig sei aber, ob die Antragsgegnerin die Verwaltung zusammen mit Ing. Franz G*** führen oder ein behördlich konzessionierter Verwalter bestellt werden solle, begehrt der Antragsteller, für die Liegenschaft unter Enthebung der Verwalter Maria S***, Gerhard S*** und Ing. Franz G*** bis zur rechtskräftigen Erledigung des Verfahrens 28 Cg 232/86 des Handelsgerichtes Wien einen geeigneten gemeinsamen Verwalter zu bestellen.

Die Antragsgegnerin trat diesem Antrag unter Hinweis darauf entgegen, daß die Mehrheit der Eigentümer im November 1985 rechtsgültig beschlossen habe, sich die Verwaltung selbst vorzubehalten.

Der Erstrichter wies den Antrag - nach Durchführung eines Beweisverfahrens - zurück. Ob ein Verwalter zu bestellen sei, müsse bei Uneinigkeit der Miteigentümer auf dem Prozeßweg geklärt werden. Im vorliegenden Fall hätten sich die Mehrheitseigentümer die Hausverwaltung selbst vorbehalten. Nunmehr sei der Antragsteller - als Hälfteeigentümer - der Meinung, daß die Bestellung eines Dritten zum Hausverwalter im Interesse aller Beteiligten gelegen wäre. Da zwischen den Eigentümern noch keine Vereinbarung darüber zustande gekommen sei, ob die Hausverwaltung von ihnen selbst oder durch einen zu bestellenden Hausverwalter erfolgen solle, sei der Antrag vorerst zurückzuweisen. Erst nach Klärung der Frage, ob die Liegenschaft im Interesse aller Beteiligten durch einen Dritten verwaltet werden solle, könne allenfalls bei gleichbleibenden Eigentumsverhältnissen ein Verwalter gerichtlich bestellt werden.

Das Gericht zweiter Instanz gab dem vom Antragsteller gegen diesen Beschluß erhobenen Rekurs Folge und trug dem Erstgericht die Fortsetzung des Verfahrens unter Abstandnahme von dem gebrauchten Zurückweisungsgrund auf. Aus § 833 ABGB ergebe sich, daß eine gemeinschaftliche Verwaltung der gemeinsamen Sache nur dann vorliege, wenn daran alle Miteigentümer beteiligt seien, auch wenn in Angelegenheiten der ordentlichen Verwaltung die Mehrheit - nach Anteilen - für die Willensbildung entscheide. Die Vereinbarung der damaligen Mehrheitseigentümer vom 4. November 1985 sei bereits eine Verwalterbestellung und kein Beschluß auf Selbstverwaltung durch sämtliche Teilnehmer gewesen, weil der Antragsteller daran nicht beteiligt gewesen sei. Ing. Franz G*** habe seine Mitwirkung an der Hausverwaltung auch nach seinem Ausscheiden als Miteigentümer beibehalten, sei also derzeit als Fremder an der Hausverwaltung beteiligt. Schließlich sei die Hausverwalterbestellung vom 4. November 1985 auch zu dem Zweck erfolgt, einen Ersatz für die frühere Hausverwalterin Brigitte T*** Gesellschaft mbH zu schaffen; schon damals habe es sich also nur um einen Wechsel in der Person des Hausverwalters gehandelt. Das gleiche gelte für den vorliegenden Antrag. Der Verwalterbestellung vom 4. November 1985 liege daher kein "Vertrag" zugrunde, sondern lediglich ein Beschluß der Eigentümermehrheit.

Nach § 836 ABGB entscheide dann, wenn ein Verwalter der gemeinschaftlichen Sache zu bestellen sei, über dessen Auswahl die Mehrheit, komme eine solche nicht zustande, der Richter im Außerstreitverfahren. Da der vorliegende Antrag auf einen Wechsel in der Person des Verwalters gerichtet sei, falle er in die Zuständigkeit des Außerstreitverfahrens. Die Bildung einer Mehrheit der Miteigentümer sei bei den jetzigen Eigentumsverhältnissen nicht mehr möglich.

Rechtliche Beurteilung

Der von der Antragsgegnerin gegen diese Entscheidung erhobene Revisionsrekurs ist nicht berechtigt.

Nach Ansicht der Antragsgegnerin liege auf Grund der Vereinbarung vom 4. November 1985 - entgegen der Meinung des Rekursgerichtes - sehr wohl eine Selbstverwaltung der Miteigentümer vor; der Übergang von einer solchen gemeinsamen Verwaltung zur Fremdverwaltung sei jedoch dem Streitrichter zugewiesen. Ein Einverständnis der Miteigentümer darüber, ob ein Verwalter zu bestellen sei, liege nicht vor und habe auch innerhalb der letzten drei Jahre nie bestanden. Der Außerstreitrichter wäre jedoch nur dann zur Entscheidung berufen, wenn ein solches Einverständnis bestünde. Dem kann nicht zugestimmt werden:

In welchem Verfahren eine Rechtssache zu behandeln und zu erledigen ist, richtet sich nicht narh der Bezeichnung durch die Partei, sondern nach dem Inhalt des Begehrens und des Vorbringens der Partei (§ 40 a JN). Bei der Beurteilung der Frage, ob eine Sache in das Außerstreitverfahren oder auf den ordentlichen Rechtsweg gehört, ist nach ständiger Rechtsprechung von den Behauptungen des Antragstellers, nicht aber von den Einwendungen des Antragsgegners oder den Feststellungen auszugehen, die das Gericht auf Grund der durchgeführten Beweise trifft (MietSlg. 36.722 mwN; MietSlg. 37.493/15 uva). Der Antragsteller hat die Enthebung der bisherigen Verwalter und die Bestellung eines neuen Verwalters verlangt und in diesem Zusammenhang behauptet, zwischen den Streitteilen bestehe darüber Einigkeit, daß ein gemeinsamer Verwalter zu bestellen sei, lediglich die Person des Verwalters sei umstritten. Der Antrag ist demnach nicht auf die Klärung der Frage gerichtet, ob ein Verwalter der gemeinschaftlichen Sache zu bestellen ist, was nach ständiger Rechtsprechung im Rechtsstreit zu klären wäre (MietSlg. 34.105 mwN; kritisch Klang2 III 1117; Jensik, Miteigentum - Wohnungseigentum 28; Gamerith in Rummel, ABGB, Rz 3 zu § 836). Schon aus diesem Grund war die Zurückweisung des Antrages durch den Erstrichter nicht berechtigt. Macht nämlich ein Antragsteller nach seinen Behauptungen einen Anspruch mit Recht im Außerstreitverfahren geltend und stellt sich dann heraus, daß die Voraussetzungen dafür fehlen, dann ist das Begehren im Außerstreitverfahren, wenn auch abschlägig, zu erledigen (MietSlg. 20.659, 36.722 uva).

Aber auch auf Grund des vom Erstrichter festgestellten Sachverhaltes liegen die Voraussetzungen für eine Entscheidung im Außerstreitverfahren vor:

Das Gesetz betrachtet die Selbstverwaltung durch die Teilhaber als den Normalfall, die Verwaltung durch einen hiezu bestellten Verwalter hingegen als die Ausnahme (§ 833 ABGB; Jensik aaO 25; Gamerith aaO Rz 3 zu § 833; MietSlg. 27.100 ua). Selbstverwaltung bedeutet aber - im Gegensatz zu den Rechtsmittelausführungen der Antragsgegnerin - die gemeinsame Verwaltung durch alle Teilhaber (Jensik aaO 25). Auch in SZ 2/44 hat der Oberste Gerichtshof keinen anderen Standpunkt eingenommen, sondern nur ausgesprochen, daß die Mehrheit der Miteigentümer berechtigt ist, ohne Abhaltung einer Versammlung sämtlicher Miteigentümer und ohne Notwendigkeit einer Abstimmung aller Miteigentümer den Beschluß zu fassen, in Hinkunft selbst die Verwaltung zu führen. In einem solchen Fall liegt aber keine gemeinsame Verwaltung (= Selbstverwaltung) der Miteigentümer vor.

Die die Antragsgegnerin vertretenden erbserklärten Erben und der frühere Vierteleigentümer Ing. G*** haben mit ihrer Vereinbarung vom 4. November 1985 zum Ausdruck gebracht, daß das gemeinsame Haus nicht von allen Miteigentümern gemeinsam verwaltet werden solle, sondern daß eine besondere Verwalterbestellung erforderlich sei. Daß sie damals selbst Miteigentümer (oder Anwartschaftsberechtigte) waren, spricht nicht dagegen; auch ein Teilhaber kann als Verwalter bestellt werden (Gamerith aaO Rz 4 zu § 836; MietSlg. 34.105). Über die Auswahl des Verwalters entscheidet nach der Rechtsprechung die - absolute - Stimmenmehrheit, gezählt nach Anteilen (MietSlg. 34.105; Gamerith aaO Rz 2 zu § 836). Kommt eine Mehrheit nicht zustande, dann entscheidet der Richter im außerstreitigen Verfahren (Gamerith aaO); das ist insbesondere bei uneinigen Hälfteeigentümern der einzige Ausweg (LGZ Wien in MietSlg. 26.055;

Gamerith aaO Rz 4).

Im Zeitpunkt der Abmachung vom 4. November 1985 hatte die Antragsgegnerin zusammen mit Ing. G*** die Mehrheit der Anteile;

bei Schluß der Verhandlung erster Instanz waren beide Parteien Hälfteeigentümer. Eine Mehrheitsentscheidung kommt nunmehr, wie das Rekursgericht zutreffend hervorgehoben hat, nicht mehr in Frage. Dem Antragsteller, der die Enthebung der von den seinerzeitigen Mehrheitseigentümern durch die Vereinbarung vom 4. November 1985 berufenen Verwalter anstrebt, ohne aber die Wiedereinführung der Selbstverwaltung zu fordern, blieb nur der Weg ins Außerstreitverfahren (MietSlg. 28.069 ua; Gamerith aaO Rdz 6), ist doch der Außerstreitrichter zur Enthebung des bisherigen und zur Bestellung eines neuen Verwalters ohne Rücksicht darauf zuständig, ob der (die) bisherige(n) Verwalter vom Gericht oder von den Miteigentümern bestellt worden ist (sind) (MietSlg. 28.069 ua) oder ob ein verwaltender Miteigentümer durch einen Fremden (oder umgekehrt) ersetzt werden soll (MietSlg. 26.054 ua). Auch wenn über die Entfernung des bisherigen Verwalters Streit besteht und sich weder für die Belassung noch für die Enthebung des bisherigen Verwalters eine Mehrheit bildet, ist darüber im außerstreitigen Verfahren zu entscheiden (Gamerith aaO Rz 6).

Der angefochtene Beschluß war demgemäß zu bestätigen.

Anmerkung

E11766

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:0040OB00562.87.0915.000

Dokumentnummer

JJT_19870915_OGH0002_0040OB00562_8700000_000